Wer durch unwahre oder unvollständige Angaben oder in anderer Weise für sich oder einen anderen eine Leistung auf Grund dieses Gesetzes erwirkt, die ihm nicht zukommt,
wer sich durch unwahre oder unvollständige Angaben oder in anderer Weise der Beitragspflicht ganz oder teilweise entzieht,
wer es als Arbeitgeber unterlässt, sich einer Ausgleichskasse anzuschliessen und die beitragspflichtigen Löhne seiner Arbeitnehmer innert der Frist abzurechnen, die der Bundesrat gestützt auf Artikel 14 bestimmt,1
wer als Arbeitgeber einem Arbeitnehmer um die Beiträge gekürzte Löhne ausrichtet und, anstatt die der Ausgleichskasse geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge zu bezahlen, die Beiträge selber verbraucht oder damit andere Forderungen begleicht,2
wer die Schweigepflicht verletzt oder bei der Durchführung dieses Gesetzes seine Stellung als Organ oder Funktionär zum Nachteil Dritter oder zum eigenen Vorteil missbraucht,
wer die ihm obliegende Meldepflicht (Art. 31 Abs. 1 ATSG3) verletzt,4
wer als Revisor oder Revisionsgehilfe die ihm bei der Durchführung einer Revision bzw. Kontrolle oder bei Abfassung oder Erstattung des Revisions- bzw. Kontrollberichtes obliegenden Pflichten in grober Weise verletzt,
…5
wird, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des Strafgesetzbuches6vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft.7
Eingefügt durch Ziff. II 1 des BG vom 17. März 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5521;BBl 2016 157). ↩
Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 17. Juni 2011 (Verbesserung der Durchführung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745;BBl 2011 543). ↩
SR 830.1 ↩
Eingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 6. Okt. 2006 (5. IV-Revision), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5129;BBl 2005 4459). ↩
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 23. Juni 2006 (Neue AHV-Versichertennummer) (AS 2007 5259;BBl 2006 501). Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Systematische Verwendung der AHV-Nummer durch Behörden), mit Wirkung seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 758;BBl 2019 7359). ↩
SR 311.0 ↩
Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 23. Juni 2006 (Neue AHV-Versichertennummer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259;BBl 2006 501). ↩
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87 commentaries
Die Verwendung einbehaltener Arbeitnehmerbeiträge zur Begleichung eigener oder nahestehender Schulden kann den Tatbestand von Art. 87 AHVG erfüllen. Ebenso kann es bereits den Tatbestand erfüllen, wenn der Arbeitgeber zwar die Nettolöhne auszahlt, anschliessend aber andere Forderungen begleicht, ohne die geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge an die Ausgleichskasse abzuführen.
“Le 30 janvier 2020, la A______ a dénoncé B______ et C______ au Ministère public, leur reprochant d'avoir, en leur qualité d'organes de D______ SÀRL, en liquidation, retenu sur les salaires versés durant diverses périodes entre 2015 et 2017 la part de cotisations incombant aux salariés sans la verser à la caisse de compensation (art. 87 LAVS). À l'appui de la dénonciation figurent de nombreux documents, dont il ressort que, dans ses diverses communications (par écrit, e-mail ou téléphone) avec la A______, la société D______ SÀRL, en liquidation, était toujours représentée par C______. En outre, selon les attestations des salaires des employés pour 2014 à 2017, B______ n'a touché de salaire que pour l'année 2014, tandis que C______ a perçu le sien chacune de ces années. e. Pour les faits visés par cette seconde dénonciation, le Ministère public a ouvert une procédure P/1______/2020, qu'il a ensuite jointe, le 12 février 2020, à la procédure P/24397/2019, sous ce dernier numéro. f. Le 26 juin 2020, le Ministère public a informé C______ qu'une procédure préliminaire était ouverte contre lui pour détournement de retenues sur les salaires (art. 159 CP) et infraction à l'art. 87 LAVS. Le même jour, il a informé B______ qu'une procédure préliminaire était ouverte contre elle pour la première de ces infractions puis, le 3 septembre 2021, également pour inobservation par un tiers des règles de la procédure pour dettes (art. 324 ch. 5 CP) et infraction à l'art. 87 al. 4 LAVS. g. Dans ses déterminations du 24 septembre 2021, C______ a conclu au classement de la procédure à son encontre, respectivement au prononcé d'une peine pécuniaire avec sursis s'agissant de l'art. 87 al. 4 LAVS. Pour cette infraction, il ne contestait pas avoir utilisé une partie des salaires retenus afin de s'acquitter de certaines dettes ou factures, plutôt que de reverser cette somme à la A______. Il avait fondé D______ SÀRL en 2005. Depuis plusieurs années, cette société rencontrait divers problèmes financiers et juridiques (dépenses imprévues ou à double, cotisations dues à la A______, crise du Covid-19 et fermeture de son école), qu'il avait tenté de résoudre (arrangements de paiement, réduction de l'effectif, gestion financière plus stricte, plus de salaire personnel dès janvier 2018, plan de paiement, déménagement en Grande-Bretagne pour réduire les dépenses), sans toutefois parvenir à éviter la faillite.”
“zu konstatieren, dass es sich hierbei nicht nur um eine unbelegte, sondern darüber hinaus auch um eine aktenwidrige Einrede handelt, nachdem die G. .AG zum fraglichen Zeitpunkt allein zahlreiche Darlehen im Umfang von CHF 175'000.-- an die F. AG ausgerichtet hat. Ausserdem steht diese Behauptung im Widerspruch sowohl zu seinen eigenen Depositionen in der Untersuchung, wonach trotz Kenntnis der Mahnungen der Ausgleichskasse die Lieferanten prioritär behandelt worden seien, als auch zu seiner Rüge, wonach die Vorinstanz zu Unrecht ausschliesslich berücksichtigt habe, dass die Firma G. .AG in der fraglichen Zeitphase genügend Substrat gehabt habe, um die fraglichen Arbeitnehmerbeiträge bezahlen zu können (vgl. nachfolgend lit. bb). Ausserdem ist nochmals darauf hinzuweisen, dass der Tatbestand von Art. 87 AHVG bereits dann erfüllt ist, wenn ein Arbeitgeber nach Ausrichtung der Nettolöhne irgendwelche anderen Forderungen, nicht aber die Arbeitnehmerbeiträge begleicht (vgl. Botschaft zur Änderung AHVG vom 3. Dezember 2010, BBI 2010 3172 S. 563), was in casu mittels Ausrichtung der wiederholt erwähnten Darlehen an die F. AG in der Höhe von über CHF 175'000.-- fraglos geschehen ist.”
Voraussetzung einer Bestrafung nach Art. 87 AHVG ist die ordnungsgemässe Durchführung des Mahnverfahrens. Bei Widerhandlungen im Geschäftsbetrieb einer juristischen Person, Personengesellschaft oder Einzelfirma finden die Strafbestimmungen auf die Personen Anwendung, die für sie gehandelt haben oder hätten handeln sollen. Vorsätzliches Handeln erfordert ein bewusstes und gewolltes Vorgehen; Eventualvorsatz genügt.
“Nach Art. 87 AHVG wird unter anderem, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des StGB vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft, wer als Arbeitgeber einem Arbeitnehmer um die Beiträge gekürzte Löhne ausrichtet und, anstatt die der Ausgleichskasse geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge zu bezahlen, die Beiträge selber verbraucht oder damit andere Forderungen begleicht. Die Strafbestimmungen von Art. 87 AHVG sind Sondervorschriften, welche die Anwendung des StGB so weit ausschliessen, als die Handlungen und Unterlassungen, die dem Täter zur Last gelegt werden, nicht über den Rahmen der Straftatbestände hinausgehen, welche sie aufstellen. Voraussetzung der Bestrafung nach dieser Bestimmung ist die ordnungsgemässe Durchführung des Mahnverfahrens. Vorsätzliches Handeln liegt bei bewusstem und gewolltem Vorgehen vor, wobei Eventualvorsatz genügt (Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Auflage, Zürich / Basel / Genf 2020, mit Hinweisen). Wird die Widerhandlung im Geschäftsbetrieb einer juristischen Person, einer Personengesellschaft oder einer Einzelfirma begangen, so finden die Strafbestimmungen gemäss den Artikeln 87 (und 88) auf die Personen Anwendung, welche für sie gehandelt haben oder hätten handeln sollen.”
In der Praxis kommt Art. 87 AHVG vor Gericht häufig zusammen mit weiteren Straftatbeständen vor; ein entsprechendes Beispiel enthält Entscheid SB230383, in dem Art. 87 AHVG neben verschiedenen StGB-Delikten aufgeführt ist.
“_____ ist schuldig des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und Abs. 2 StGB (Dossier 13), der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB (Dossiers 5, teilweise, und 7), des mehrfachen, teilweise versuchten, Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossiers 1 und 13), der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossiers 1 und 13), der qualifizierten Geldwäscherei im Sinne von Art. 305 bis Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 lit. c StGB (Dossier 2), der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB (Dossiers 8, 11 und 13-15), der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB (Dossiers 6, 8 und 10-15), der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB (Dossiers 6, 8 und 10-15), des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinter- lassenenversicherung im Sinne von Art. 87 AHVG (Dossier 9) sowie - 4 - des fahrlässigen Überlassens eines Motorfahrzeuges an einen Führer ohne erforderlichen Ausweis im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. e SVG (Dossier 4). 2.Von den Vorwürfen der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossier 13, Kurzarbeitsentschädigung) sowie der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB betreffend den Mercedes Benz AMG GT S Speedshift DCT (Dossier 5, teilweise) wird der Beschuldigte freigesprochen. 3.Der Beschuldigte wird bestraft mit 6 ½ Jahren Freiheitsstrafe (wovon 492 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 85 Tagessätzen zu CHF 30, teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 15. Januar 2021 ausgefällten Strafe. 4.Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe werden vollzogen. 5.Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 18. Februar 2015 ausgefällten Geldstrafe von 90 Tagessät- zen zu CHF 50 wird nicht widerrufen, jedoch die Probezeit um 1 Jahr verlän- gert.”
Gemäss Art. 79 Abs. 3 ATSG kann der zuständige Versicherungsträger in Strafverfahren wegen Verletzung von Art. 87 AHVG die Rechte einer Privatklägerschaft wahrnehmen. Nach Rechtsprechung kommt dem Versicherungsträger dabei eine Parteistellung sui generis zu. Dies umfasst nach Auffassung von Lehre und Praxis auch die Möglichkeit, die ihm zustehenden Eingriffs- und Rechtsmittel geltend zu machen.
“Gemäss Art. 79 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger in Strafverfahren wegen Verletzung von Art. 148a StGB und Art. 87 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) die Rechte einer Privatklägerschaft wahrnehmen. Nach der Rechtsprechung kommt dem ASB als Versicherungsträger insoweit eine Parteistellung sui generis zu (Art. 321 Abs. 1 lit. d StPO in Verbindung mit Art. 79 Abs. 3 ATSG; AGE BES.2023.27 vom 17. Juli 2023 E. 3.1, BES.2022.133 vom 15. Februar 2023 E. 1.2). Zur sachlichen Umschreibung des Strafverfahrens in Art. 79 Abs. 3 ATSG hat das Beschwerdegericht festgehalten, die in der Anzeige genannten Strafbestimmungen seien nicht entscheidend. Solange sachverhaltsmässig nicht ausgeschlossen sei, dass beim Ausfall des Betrugs auch eine Verurteilung nach Art. 148a StGB oder Art. 87 AHVG in Frage kommen könnte, sei die Parteistellung des ASB vorläufig nicht entfallen (vgl. KGer SZ BEK 2020 191 vom 26. Februar 2021, in: EGV-SZ 2021, A 5.2, S. 50, 53; AGE BES.2023.27 vom 17. Juli 2023 E. 3.1).”
“En tant qu'auteur de la dénonciation, l'organe d'exécution a le droit que sa dénonciation soit reçue et traitée dans les règles, au même titre que tout un chacun, ce d'autant qu'il est chargé par la loi d'assurer l'exécution selon les règles. Pour pouvoir sauvegarder les intérêts qu'il est chargé de protéger, il doit pouvoir intervenir lorsqu'il est manifestement injustifié qu'une procédure ne soit pas engagée ou soit classée (Message concernant la modification de la Loi fédérale sur le service civil, FF 2014 6526). 1.2.3. D'après l'art. 25 de la loi sur les allocations pour perte de gain (LAPG, RS 834.1), les art. 87 à 91 LAVS sont applicables aux personnes qui violent les dispositions de la LAPG d'une manière qualifiée. L'art. 90 LAVS prévoit que les ordonnances de non-entrée en matière doivent être communiquées immédiatement et intégralement à la caisse de compensation qui a dénoncé l'infraction. Aux termes de l'art. 79 al. 3 de la loi sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), en cas de procédure pénale pour violation de l'art. 148a CP ou de l'art. 87 LAVS, l'assureur peut exercer les droits d'une partie plaignante. Cette disposition a été adoptée afin de permettre aux assureurs sociaux de participer activement aux procédures pénales menées dans leurs domaines de compétences, avec les droits d'une partie plaignante (ACPR/648/2020 du 16 septembre 2020 consid. 1.2.3). La loi ne semble pas limiter l'étendue des droits octroyés aux assureurs, qui doivent donc également pouvoir exercer un recours (cf. N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4ème éd., Zurich/St.Gall 2023, n. 1457 p. 653 s.). La notion d'"assureur social" comprend toutes les entités organisationnelles qui participent à l'administration d'une ou de plusieurs branches d'assurance sociale. Il peut ainsi s'agir, par exemple, d'une caisse de compensation, d'un office d'assurance-invalidité, d'une caisse de chômage ou d'un assureur maladie (A.S. DUPONT / M. MOSER-SZELESS (éds), Commentaire romand de la Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, p.”
Das Unterlassen der Jahresdeklaration durch einen Gesellschafter‑Geschäftsführer kann — soweit eine Deklarationspflicht für das gesamte Kalenderjahr besteht — als teilweise oder vollständige Entziehung der Beitragspflicht im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG in Betracht kommen. Im Einzelfall ist insbesondere zu prüfen, ob die Deklarationspflicht bestand und ob konkrete Anhaltspunkte für eine entziehende Handlung vorliegen.
“Gemäss Art. 51 Abs. 3 AHVG und Art. 36 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101, AHVV) ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Löhne innert 30 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode abzurechnen. Eine Abrechnungsperiode umfasst gemäss Art. 36 Abs. 3 AHVV das gesamte Kalenderjahr. Vorliegend wäre A____ als Gesellschafter und Geschäftsführer der B____ GmbH in Liq. daher verpflichtet gewesen, die Deklaration für das gesamte Jahr 2021 und nicht bloss für die Zeit vom 23. Juli bis zum 31. Dezember 2021 vorzunehmen. Ob er diesbezüglich vorsätzlich gehandelt oder sich allenfalls in einem Irrtum befunden hat, kann vorliegend nicht beurteilt werden. Unklar ist auch, bis zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang die B____ GmbH in Liq. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt hat. Jedenfalls bestehen ohne eine allfällige Beurteilung durch das Sachgericht vorwegzunehmen einige Anhaltspunkte dafür, dass das Verhalten von A____ den Tatbestand von Art. 87 Abs. 2 AHVG erfüllen könnte.”
Unterzahlung kann als Entzug der Beitragspflicht i.S.v. Art. 87 Abs. 2 AHVG gewertet werden. Dies begründet strafrechtliche Verantwortlichkeit; in der zitierten Entscheidung ergab dies vorab eine Tagessatzstrafe von 180 Tagen und die Anwendung der neueren Regelung zur Strafzumessung, soweit diese für den Täter günstiger war.
“Ensuite, le principe de la bonne foi, dans le cadre de l'opération "Papyrus", ne protège aucunement les employeurs suisses qui ont engagé des employés étrangers de manière illégale, étant rappelé qu'ils ont le devoir de s'assurer que ces derniers étaient autorisés à exercer une activité lucrative en Suisse, conformément à l'art. 91 LEI. Or, il est établi et nullement contesté que l'appelant savait que son employée était irrégulière en Suisse. Il ne peut dès lors se prévaloir du principe de la bonne foi pour échapper à toute sanction. Au demeurant, même à considérer qu'il avait été l'instigateur des démarches entreprises par son employée et qu'il avait alors agi de bonne foi, ces éléments auraient uniquement pu avoir une incidence sur sa peine et non sur sa culpabilité et ce, pour autant qu'aucun autre comportement illicite ne pouvait lui être reproché, ce qui n'est pas le cas ici dès lors qu'il a sous-payé son employée durant la période concernée en ne respectant pas les minima légaux, enfreignant ainsi l'art. 87 al. 2 LAVS, pour lequel sa culpabilité est acquise. Partant, l'appel sera rejeté et le jugement confirmé en ce qui concerne la culpabilité de l'appelant pour les deux infractions retenues à son encontre en première instance. 3. 3.1. L'infraction à l'art. 87 al. 2 LAVS, non contestée en appel, est passible d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende et celle prévue à l'art. 117 al. 1 LEI d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire. 3.2. Les faits reprochés à l'appelant sont à la fois antérieurs et postérieurs à l'entrée en vigueur du nouveau droit des sanctions. Dans la mesure où les principes régissant la fixation de la peine postulent le prononcé d'une peine d'ensemble et d'une peine pécuniaire, la peine sera fixée selon le nouveau droit, qui lui est plus favorable (art. 2 al. 2 CP), vu que le quantum de la peine menace est de 180 jours amende (art. 34 al. 1 CP) et non plus de 360 jours amende (arrêt du Tribunal fédéral 6B_712/2018 du 18 décembre 2019 consid. 3.1).”
In den zitierten Entscheiden wurde Art. 87 Abs. 2 AHVG in Fällen von gewerbsmässiger Ausbeutung bzw. mehrfacher Verletzung der Beitragspflicht zusammen mit weiteren Straftatbeständen (u. a. Menschenhandel, Nötigung/Zwang) verfolgt bzw. verurteilt.
“EN FAIT : A. a.a. Par jugement JTCO/46/2023 du 6 avril 2023, le Tribunal correctionnel (TCO) a reconnu A______ coupable de traite d'êtres humains par métier (art. 182 al. 1 et 2 du code pénal suisse [CP]), de lésions corporelles simples (art. 123 ch. 1 al. 1 CP), de violation de l'obligation de tenir une comptabilité (art. 166 CP), de violation des règles de l'art de construire (art. 229 al. 1 CP), de faux dans les titres (art. 251 ch. 1 CP), d'usage abusif de permis ou de plaques (art. 97 al. 1 let. b de la loi sur la circulation routière [LCR]), d'entrée illégale (art. 115 al. 1 let. a de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration [LEI], de séjour illégal (art. 115 al. 1 let. b LEI), de travail sans autorisation (art. 115 al. 1 let. c LEI), d'incitation à entrée illégale (art. 116 al. 1 let. a LEI), d'incitation au séjour illégal (art. 116 al. 1 let. b LEI), d'emploi d'étrangers sans autorisation (art. 117 al. 1 et 2 LEI), d'infraction à la loi sur l'assurance-vieillesse et survivants (art. 87 al. 2 LAVS) et d'infraction à la loi sur la prévoyance professionnelle (art. 76 al. 1 let. b LPP). A______ a été acquitté des chefs de menaces, escroquerie, contrainte, séquestration, violation des devoirs d'assistance ou d'éducation et de conduite sans assurance responsabilité civile. Il a été condamné à une peine privative de liberté de sept ans et six mois, sous déduction de 692 jours de détention avant jugement, ainsi qu'à une peine pécuniaire de 180 jours-amende à CHF 60.-, partiellement complémentaire à celles prononcées le 18 mars 2014 par le Ministère public de l'arrondissement de Lausanne, le 4 octobre 2016 par le Ministère public/Parquet régional Neuchâtel, le 17 juillet 2017 par le Tribunal de police genevois et le 13 novembre 2017 par le Ministère public genevois (MP). Son expulsion a été ordonnée pour une durée de 10 ans, avec signalement dans le système d'information Schengen (SIS). a.b. Au terme du même jugement, le TCO a déclaré D______ coupable d'usure (art. 157 ch. 1 CP), de violation de l'obligation de tenir une comptabilité (art.”
“Berufungskläger betreffend Menschenhandel etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 11. Juni 2021 (DG190073) - 2 - Anklage: (Urk. D1/23) Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 10. September 2019 ist diesem Urteil beigeheftet. Urteil der Vorinstanz: (Urk. 101 S. 123 ff.) "Das Gericht erkennt: 1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig − des Menschenhandels im Sinne von Art. 182 Abs. 1 StGB; − des Wuchers im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 Abs. 1 StGB; − der sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 StGB; − der Drohung im Sinne von Art. 180 StGB; − der Widerhandlung gegen das AIG im Sinne von Art. 116 Abs. 1 lit. a i.V.m. Abs. 3 lit. a AIG (in Bezug auf die Privatklägerin A._____); − der Widerhandlung gegen das AIG im Sinne von Art. 117 Abs. 1 AIG (in Be- zug auf die Privatklägerin A._____); − der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG; − der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB. 2. Von folgenden Vorwürfen wird der Beschuldigte B._____ freigesprochen: − der Widerhandlung gegen das AIG im Sinne von Art. 116 Abs. 1 lit. a i.V.m. Abs. 3 lit. a AIG (in Bezug auf C._____, D._____ und E._____); − der Widerhandlung gegen das AIG im Sinne von Art. 117 Abs. 1 AIG (in Be- zug auf C._____, D._____, E._____, F._____ und G._____). - 3 - 3. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 38 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen à CHF 30.–. 4. Die Freiheitsstrafe wird im Umfange von 24 Monaten aufgeschoben und im Umfan- ge von 12 Monaten (abzüglich 38 Tage, die durch Haft erstanden sind) vollzogen. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben. Die Probezeit für den bedingt aufgeschobenen Teil der Freiheitsstrafe sowie für die Geldstrafe wird auf 2 Jahre festgesetzt.”
Bei Zweifeln an der Sach- oder Rechtslage ist die Strafverfolgung grundsätzlich weiterzuführen; insbesondere darf die Staatsanwaltschaft nur dann einstellen, wenn klar ist, dass die Tat nicht strafbar ist oder die Voraussetzungen für ein Strafverfahren fehlen. Bei unklarer oder gleichgewichtiger Beweislage ist nicht die Strafbehörde, sondern der sachlich zuständige Richter entscheidungsbefugt. Art. 87 Abs. 4 AHVG stellt eine vorsätzlich begangene Tat dar; Vorsatz kann auch in Form von dolus eventualis vorliegen.
“Celui-ci découle du principe de la légalité (art. 5 al. 1 Cst. et art. 2 al. 2 CPP en relation avec les art. 319 al. 1 et 324 al. 1 CPP) et signifie qu'en principe, un classement ou une non-entrée en matière ne peuvent être prononcés par le ministère public que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies (ATF 146 IV 68 consid. 2.1). Le ministère public dispose, dans ce cadre, d'un pouvoir d'appréciation. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1 ; 138 IV 86 consid. 4.1.2). 2.2. L'art. 87 al. 4 LAVS punit d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde, celui qui, en sa qualité d'employeur, aura versé à un salarié des salaires dont il aura déduit les cotisations et qui, au lieu de payer les cotisations salariales dues à la caisse de compensation, les aura utilisées pour lui-même ou pour régler d'autres créances. 2.2.1. Les infractions définies à l'art. 87 LAVS sont des infractions intentionnelles, qui peuvent également être commises par dol éventuel (arrêt du Tribunal fédéral 6B_662/2018 du 5 septembre 2018 consid. 2.1.3 ; G. WEISSBRODT, Les dispositions pénales LAVS, in Rémy Wyler [éd.], Panorama III en droit du travail, 2017, 407 ss, p. 411). Il y a dol éventuel lorsque l'auteur envisage le résultat dommageable, mais agit néanmoins, même s'il ne le souhaite pas, parce qu'il s'accommode du résultat au cas où celui-ci se produirait (art. 12 al. 2 CP). 2.2.2. L'art. 79 al. 1 LPGA – applicable par renvoi de l'art.”
“Celui-ci découle du principe de la légalité (art. 5 al. 1 Cst. et art. 2 al. 2 CPP en relation avec les art. 319 al. 1 et 324 al. 1 CPP) et signifie qu'en principe, un classement ou une non-entrée en matière ne peuvent être prononcés par le ministère public que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies (ATF 146 IV 68 consid. 2.1). Le ministère public dispose, dans ce cadre, d'un pouvoir d'appréciation. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1 ; 138 IV 86 consid. 4.1.2). 2.2. L'art. 87 al. 4 LAVS punit d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde, celui qui, en sa qualité d'employeur, aura versé à un salarié des salaires dont il aura déduit les cotisations et qui, au lieu de payer les cotisations salariales dues à la caisse de compensation, les aura utilisées pour lui-même ou pour régler d'autres créances. 2.2.1. Les infractions définies à l'art. 87 LAVS sont des infractions intentionnelles, qui peuvent également être commises par dol éventuel (arrêt du Tribunal fédéral 6B_662/2018 du 5 septembre 2018 consid. 2.1.3 ; G. WEISSBRODT, Les dispositions pénales LAVS, in Rémy Wyler [éd.], Panorama III en droit du travail, 2017, 407 ss, p. 411). Il y a dol éventuel lorsque l'auteur envisage le résultat dommageable, mais agit néanmoins, même s'il ne le souhaite pas, parce qu'il s'accommode du résultat au cas où celui-ci se produirait (art. 12 al. 2 CP). 2.2.2. L'art. 79 al. 1 LPGA – applicable par renvoi de l'art.”
Seit dem 1. Januar 2018 normiert Art. 87 Abs. 3 AHVG die Strafbarkeit eines Arbeitgebers, der es unterlässt, sich einer Ausgleichskasse anzuschliessen und die beitragspflichtigen Löhne innert der vom Bundesrat bestimmten Frist abzurechnen. Die Regelung sieht eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen vor und setzt vorsätzliches Handeln voraus (einschliesslich dolus eventualis).
“Il n'est pas nécessaire que l'auteur ait la compétence de donner des instructions à ce travailleur étranger. Il suffit qu'il entre dans ses attributions de décider qui peut, ou non, participer à l'exécution de la tâche et que sa décision conditionne l'activité lucrative de l'intéressé (ATF 137 IV 159 consid. 1.4 in JdT 2012 IV 107; 128 IV 170 consid. 4.2). 1.7.4. L'infraction n'est réalisée que si l'employeur a agi intentionnellement, ce qui comprend le dol éventuel (arrêt du Tribunal fédéral 6B_184/2009 du 20 mai 2009 consid. 1.2.2). 1.8. Infraction à la LAVS 1.8.1 D'après l'art. 87 al. 2 de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (ci-après : LAVS ; RS 831.10), celui qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, aura éludé, en tout ou en partie, l'obligation de payer des cotisations, sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. 1.8.2. Selon l'art. 87 al. 3 LAVS, entré en vigueur le 1er janvier 2018, celui qui, en sa qualité d'employeur, omet de s'affilier à une caisse de compensation et de décompter les salaires soumis à cotisation de ses salariés dans le délai fixé par le Conseil fédéral en vertu de l'art. 14, sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. 1.8.3. Il ressort du message du Conseil fédéral relatif à la modification de la loi fédérale contre le travail au noir du 18 décembre 2015 (FF 2016 141) que selon l'art. 87 al. 2 LAVS, est punissable toute personne qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, élude, en tout ou en partie, l'obligation de payer des cotisations. Cette infraction suppose une manœuvre frauduleuse active, qui ne saurait être constituée par une simple omission (ATF 89 IV 167 consid. 1). Ainsi, un employeur qui est affilié à une caisse de compensation AVS et qui effectue des décomptes pour un travailleur, mais n'en déclare pas un deuxième ou fournit à son sujet des indications fausses ou incomplètes, se rend passible d'une peine aux termes de cette disposition.”
Liegen Observationsunterlagen vor, die nach ärztlicher Einschätzung auf das Ausbleiben oder auf eine deutliche Besserung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen, geht die Rechtsprechung davon aus, die versicherte Person wisse «wie es um sie stehe». In solchen Konstellationen kann damit auch der subjektive Tatbestand des vorsätzlichen Verletzens der Meldepflicht nach Art. 87 Abs. 6 AHVG bejaht werden.
“Nach Art. 70 IVG finden die Artikel 87 bis 91 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) Anwendung auf Personen, die in einer in diesen Bestimmungen umschriebenen Weise die Vorschriften der Invalidenversicherung verletzen. Nach Art. 87 Abs. 6 AHVG wird, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des Strafgesetzbuches vorliegt, mit einer Geldstrafe bis zu 180 Tagsätzen bestraft, wer die ihm obliegende Meldepflicht verletzt. Die Meldepflicht ist im Bereich der Invalidenversicherung in Art. 77 IVV geregelt. Der Berechtigte, dem die Leistung zukommt, hat jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. Fest steht nach dem schon Dargelegten (vgl. Erw. 7.2. ff.), dass der Versicherte es unterlassen hat, der Beschwerdegegnerin eine Besserung des Gesundheitszustandes zu melden. Im Lichte strafrechtlicher Grundsätze ist damit der objektive Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG in Verbindung mit Art. 70 IVG erfüllt. Da die höchstrichterliche Praxis davon ausgeht, die versicherte Person wisse angesichts von Observationsunterlagen, welche nach Einschätzung von ärztlichen Gutachtern auf eine fehlende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen, "wie es um sie steht", ist auch die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes in solchen Konstellationen ohne Weiteres zu bejahen.”
“Fest steht nach dem schon Dargelegten (vgl. Erw. 7.2. ff.), dass der Versicherte es unterlassen hat, der Beschwerdegegnerin eine Besserung des Gesundheitszustandes zu melden. Im Lichte strafrechtlicher Grundsätze ist damit der objektive Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG in Verbindung mit Art. 70 IVG erfüllt. Da die höchstrichterliche Praxis davon ausgeht, die versicherte Person wisse angesichts von Observationsunterlagen, welche nach Einschätzung von ärztlichen Gutachtern auf eine fehlende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen, "wie es um sie steht", ist auch die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes in solchen Konstellationen ohne Weiteres zu bejahen. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf (vgl. Replik S. 8 f. Ziff. 25), ein fehlendes Melden eines gebesserten Gesundheitszustandes zu bestreiten. Dieser Einwand ist jedoch angesichts der vorstehend erörterten Umstände nicht stichhaltig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2016 vom 29. November 2016 Erw. 7.3). Da der Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG i.V. mit Art. 70 IVG mit einer anderen als einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (vgl. Art. 97 Abs. 1 lit. c des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) bedroht ist, beträgt die strafrechtliche Verjährungsfrist 7 Jahre (Art. 97 Abs. 1 lit. d StGB, vgl. BGer 8C_718/2016 E. 5.3.; BGE 138 V 74 E. 5.2 S. 79). Entsprechend verlängert sich die absolute Verwirkungsfrist gemäss Art. 25 Abs. 2 Satz 2 ATSG auf 7 Jahre. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Prüfung, ob der Beschwerdeführer sich auch des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe (Art. 148a StGB) bzw. eines Betruges (Art. 146 StGB) schuldig gemacht hat.”
“Nach Art. 70 IVG finden die Artikel 87 bis 91 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) Anwendung auf Personen, die in einer in diesen Bestimmungen umschriebenen Weise die Vorschriften der Invalidenversicherung verletzen. Nach Art. 87 Abs. 6 AHVG wird, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des Strafgesetzbuches vorliegt, mit einer Geldstrafe bis zu 180 Tagsätzen bestraft, wer die ihm obliegende Meldepflicht verletzt. Die Meldepflicht ist im Bereich der Invalidenversicherung in Art. 77 IVV geregelt. Der Berechtigte, dem die Leistung zukommt, hat jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. Fest steht nach dem schon Dargelegten (vgl. Erw. 7.2. ff.), dass der Versicherte es unterlassen hat, der Beschwerdegegnerin eine Besserung des Gesundheitszustandes zu melden. Im Lichte strafrechtlicher Grundsätze ist damit der objektive Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG in Verbindung mit Art. 70 IVG erfüllt. Da die höchstrichterliche Praxis davon ausgeht, die versicherte Person wisse angesichts von Observationsunterlagen, welche nach Einschätzung von ärztlichen Gutachtern auf eine fehlende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen, "wie es um sie steht", ist auch die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes in solchen Konstellationen ohne Weiteres zu bejahen.”
In der zitierten Entscheidung hielt die Staatsanwaltschaft die Merkmale von Art. 87 Abs. 1 AHVG für nicht erfüllt, weil keine Täuschungsabsicht festgestellt werden konnte; stattdessen wurden allenfalls administrative Verstösse (insbesondere Art. 74 LSC) in Betracht gezogen.
“G______ lui avait proposé d'effectuer les heures dues sur une période plus étendue que celle de l'affectation. Ayant fait confiance au précité, il ne s'était pas inquiété sur ce procédé. Quand bien même il avait été payé en une seule fois à la fin du mois de mars 2021, il n'avait à aucun moment cherché à tromper le CIVI. i. Concomitamment à l'ordonnance querellée, le Ministère public a, par ordonnance pénale – frappée d'opposition –, déclaré A______ coupable d'insoumission au service civil (art. 73 LSC) pour avoir omis intentionnellement de se présenter à sa convocation auprès de l'établissement d'affectation 2. C. Dans son ordonnance querellée, le Ministère public retient que les éléments constitutifs de l'escroquerie n'étaient pas réunis, dans la mesure où il n'était pas établi que A______ – respectivement la C______ et B______ – avaient eu l'intention de tromper les autorités. Par ailleurs, le fait de décaler dans le temps l'accomplissement du service civil constituait tout au plus un manquement aux dispositions administratives de la LSC. Enfin, les éléments constitutifs de l'art. 87 al. 1 LAVS n'étaient pas réalisés faute d'intention. Le fussent-ils, qu'il s'imposait de ne pas procéder en application des art. 52 et 53 CP, faute de préjudice. D. a. À l'appui de son recours, le CIVI se plaint d'une violation de son droit d'être entendu, compris comme le droit à obtenir une décision motivée. Le Ministère public n'avait pas suffisamment exposé les raisons pour lesquelles il considérait que les éléments constitutifs des infractions dénoncées n'étaient pas réunis. Il était par ailleurs difficile de comprendre pourquoi il avait retenu que l'intention des mis en cause faisait défaut, alors que, selon la LSC et son ordonnance d'application, l'accomplissement du service civil à temps partiel était interdit. En tout état de cause, d'autres dispositions pouvaient entrer en ligne de compte, notamment l'art. 74 LSC réprimant l'insoumission par négligence. b. Dans ses observations, le Ministère public conclut à l'irrecevabilité du recours en tant qu'il porte sur les infractions aux art. 146 CP et 87 LAVS et à son rejet pour le surplus.”
In der zitierten Entscheidung wurden zahlreiche zeitlich und sachlich eng verknüpfte Delikte einheitlich mit Freiheitsstrafen bedacht; das Vergehen nach Art. 87 Abs. 2 AHVG wurde dabei gesondert nur mit einer Geldstrafe behandelt, weil dieses Delikt lediglich mit Geldstrafe bedroht ist.
“Im Sinne der vorstehenden Erwägungen hat sich der Beschuldigte somit des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversiche- rung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG schuldig gemacht. IV. Strafpunkt 1.Allgemeines: Zu den vorliegend relevanten Grundlagen der Sanktionierung, namentlich zum anwendbaren Recht, zur Festsetzung von Strafrahmen und Straf- arten, zur Bildung von Gesamt- und (teilweisen) Zusatzstrafen sowie zu den Grund- sätzen der Strafzumessung, kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 94 S. 148 ff.). Soweit die Vorinstanz für den vorliegenden Fall eine Ausnahme vom Grundsatz der Strafzumessung nach der sog. konkreten Methode angenommen, aufgrund der zahlreichen zeitlich und sachlich eng verknüpften und zumeist mehrfach begange- nen Delikte die Möglichkeit einer sinnvollen Auftrennung verneint, sich stattdessen für die Ausfällung einheitlicher Einsatz- bzw. Einzelstrafen ausgesprochen und auf- grund der anzunehmenden spezialpräventiven Wirkung auf den mehrfach vorbe- straften Beschuldigten dafür durchwegs Freiheitsstrafen festgesetzt hat (mit Aus- nahme des Vergehens gegen das AHVG, welches nur mit Geldstrafe bedroht ist), - 22 - steht dies im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und ist so nach- vollziehbar wie sachgerecht (näher dazu Urk.”
Widerhandlungen gegen Art. 87 Abs. 5 AHVG können strafrechtlich geahndet werden; Gerichte haben hierfür unter anderem Geldstrafen verhängt.
“Abteilung, wurde der Beschuldigte gemäss dem eingangs erwähnten Urteil des gewerbsmässigen Betrugs, der mehrfachen Urkundenfälschung, der Misswirtschaft, der Unterlas- sung der Buchführung sowie der Widerhandlung gegen Art. 87 Abs. 5 AHVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 ATSG und Art. 70 IVG schuldig gesprochen. Für sämtliche Taten - mit Ausnahme der Widerhandlungen gegen das AHVG, ATSG und IVG - wurde der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 21. September 2011 bestraft, wovon im Urteilszeitpunkt 612 Tage als durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden waren. Für die Widerhandlungen gegen das AHVG, ATSG und IVG wurde er weiter mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.– bestraft (Urk. 123 S. 101 f.).”
Für Art. 87 AHVG beträgt die Verjährungsfrist 7 Jahre, da die Norm eine Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen vorsieht und sich die Verjährung nach der Strafandrohung bemisst.
“182 CP prévoit une peine privative de liberté ou une peine pécuniaire, sans plafond, soit au maximum une peine privative de liberté de 20 ans selon l'art. 40 CP. Si l'auteur fait métier de la traite d'êtres humains, la peine est une peine privative de liberté d'un an au moins. La prescription est donc de 15 ans (art. 97 al. 1 let. b CP). L'art. 157 al. 1 CP prévoit une peine privative de cinq ans au plus ou une peine pécuniaire et une peine privative de liberté de 6 mois à 10 ans selon l'art. 157 al. 2 CP. La prescription est donc de 15 ans (art. 97 al. 1 let. b CP, y compris avant le 1er janvier 2014). L'art. 116 al. 1 LEI et l'art. 117 al. 1 LEI prévoient une peine privative de liberté d'un an au plus ou une peine pécuniaire. La prescription est ainsi de 7 ans. L'art. 116 al. 3 LEI prévoit une peine privative de liberté de 5 ans au plus si l'une des aggravantes est réalisée, de sorte que la prescription est de 10 ans. L'art. 117 al. 1 LEI 3ème phrase prévoit une peine privative de 3 ans au plus, de sorte que la prescription était de 7 ans jusqu'au 31 décembre 2013 et de 10 ans depuis lors. L'art. 87 LAVS prévoit une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, de sorte que la prescription est de 7 ans. 1.2.7. En l'espèce, les faits de traite d'êtres humains, délit continu, ne sont pas prescrits pour la période allant du 1er janvier 2006, date d'entrée en vigueur de la disposition légale, au 12 avril 2018. S'agissant de l'usure, à l'instar des cas d'usure en matière de bail ou de prêt, le délai de prescription commence à courir lors de la conclusion de chaque contrat de travail et il ne peut pas être retenu, avec l'aggravante du métier, qu'il s'agirait d'un délit continu allant de novembre 1997 à avril 2018. Ainsi, le cas échéant, s'ils devaient être retenus, les faits d'usure seraient prescrits pour tous les employés qui ont commencé à travailler à Genève pour la famille B______ avant le 21 juin 2009, la conclusion du contrat intervenant lors de la prise d'emploi à Genève (cf. point 1.1.3. ci-dessus). Par ailleurs, la reprise d'un emploi après une interruption durant un à huit ans, en particulier pour LESEE 4______, LESEE 1______ et LESE 3______, fait courir un nouveau délai de prescription en matière d'usure lors de la reprise de l'emploi à Genève.”
Die Strafbarkeit nach Art. 87 Abs. 2 AHVG setzt eine aktive, betrügerische Manöverierung voraus; eine blosses Unterlassen erfüllt diesen Tatbestand nicht. Nach den Quellen ist beispielsweise ein Arbeitgeber, der bei einer angemeldeten Abrechnung einen zweiten Arbeitnehmer nicht deklariert oder für diesen falsche/ unvollständige Angaben macht, strafbar; wer hingegen von vornherein nicht bei einer Ausgleichskasse angemeldet ist, begeht nach den Angaben nur eine Unterlassung und fällt nicht unter Abs. 2.
“2 de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (ci-après : LAVS ; RS 831.10), celui qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, aura éludé, en tout ou en partie, l'obligation de payer des cotisations, sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. 1.8.2. Selon l'art. 87 al. 3 LAVS, entré en vigueur le 1er janvier 2018, celui qui, en sa qualité d'employeur, omet de s'affilier à une caisse de compensation et de décompter les salaires soumis à cotisation de ses salariés dans le délai fixé par le Conseil fédéral en vertu de l'art. 14, sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. 1.8.3. Il ressort du message du Conseil fédéral relatif à la modification de la loi fédérale contre le travail au noir du 18 décembre 2015 (FF 2016 141) que selon l'art. 87 al. 2 LAVS, est punissable toute personne qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, élude, en tout ou en partie, l'obligation de payer des cotisations. Cette infraction suppose une manœuvre frauduleuse active, qui ne saurait être constituée par une simple omission (ATF 89 IV 167 consid. 1). Ainsi, un employeur qui est affilié à une caisse de compensation AVS et qui effectue des décomptes pour un travailleur, mais n'en déclare pas un deuxième ou fournit à son sujet des indications fausses ou incomplètes, se rend passible d'une peine aux termes de cette disposition. Par contre, celui qui d'emblée ne s'affilie pas à une caisse de compensation se rend coupable non pas d'une manœuvre frauduleuse active, mais d'une simple omission, et ne peut donc être puni sur la base du seul alinéa 2. Les éléments constitutifs de cette nouvelle infraction seront réputés réunis si l'employeur a par deux fois violé ses obligations au moment où expire le délai de décompte. Il faut ainsi, d'une part, qu'il ne se soit pas affilié à temps à la caisse de compensation compétente, comme le prescrit l'art.”
“2 de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (ci-après : LAVS ; RS 831.10), celui qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, aura éludé, en tout ou en partie, l'obligation de payer des cotisations, sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. 1.8.2. Selon l'art. 87 al. 3 LAVS, entré en vigueur le 1er janvier 2018, celui qui, en sa qualité d'employeur, omet de s'affilier à une caisse de compensation et de décompter les salaires soumis à cotisation de ses salariés dans le délai fixé par le Conseil fédéral en vertu de l'art. 14, sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. 1.8.3. Il ressort du message du Conseil fédéral relatif à la modification de la loi fédérale contre le travail au noir du 18 décembre 2015 (FF 2016 141) que selon l'art. 87 al. 2 LAVS, est punissable toute personne qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, élude, en tout ou en partie, l'obligation de payer des cotisations. Cette infraction suppose une manœuvre frauduleuse active, qui ne saurait être constituée par une simple omission (ATF 89 IV 167 consid. 1). Ainsi, un employeur qui est affilié à une caisse de compensation AVS et qui effectue des décomptes pour un travailleur, mais n'en déclare pas un deuxième ou fournit à son sujet des indications fausses ou incomplètes, se rend passible d'une peine aux termes de cette disposition. Par contre, celui qui d'emblée ne s'affilie pas à une caisse de compensation se rend coupable non pas d'une manœuvre frauduleuse active, mais d'une simple omission, et ne peut donc être puni sur la base du seul alinéa 2. Les éléments constitutifs de cette nouvelle infraction seront réputés réunis si l'employeur a par deux fois violé ses obligations au moment où expire le délai de décompte. Il faut ainsi, d'une part, qu'il ne se soit pas affilié à temps à la caisse de compensation compétente, comme le prescrit l'art.”
Kenntnis von illegal beschäftigten Arbeitnehmenden und deren wiederholte Beschäftigung sprechen für Vorsatz und können die Strafbarkeit wegen Beitragsentziehung nach Art. 87 Abs. 2 AHVG begründen.
“Ensuite, le principe de la bonne foi, dans le cadre de l'opération "Papyrus", ne protège aucunement les employeurs suisses qui ont engagé des employés étrangers de manière illégale, étant rappelé qu'ils ont le devoir de s'assurer que ces derniers étaient autorisés à exercer une activité lucrative en Suisse, conformément à l'art. 91 LEI. Or, il est établi et nullement contesté que l'appelant savait que son employée était irrégulière en Suisse. Il ne peut dès lors se prévaloir du principe de la bonne foi pour échapper à toute sanction. Au demeurant, même à considérer qu'il avait été l'instigateur des démarches entreprises par son employée et qu'il avait alors agi de bonne foi, ces éléments auraient uniquement pu avoir une incidence sur sa peine et non sur sa culpabilité et ce, pour autant qu'aucun autre comportement illicite ne pouvait lui être reproché, ce qui n'est pas le cas ici dès lors qu'il a sous-payé son employée durant la période concernée en ne respectant pas les minima légaux, enfreignant ainsi l'art. 87 al. 2 LAVS, pour lequel sa culpabilité est acquise. Partant, l'appel sera rejeté et le jugement confirmé en ce qui concerne la culpabilité de l'appelant pour les deux infractions retenues à son encontre en première instance. 3. 3.1. L'infraction à l'art. 87 al. 2 LAVS, non contestée en appel, est passible d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende et celle prévue à l'art. 117 al. 1 LEI d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire. 3.2. Les faits reprochés à l'appelant sont à la fois antérieurs et postérieurs à l'entrée en vigueur du nouveau droit des sanctions. Dans la mesure où les principes régissant la fixation de la peine postulent le prononcé d'une peine d'ensemble et d'une peine pécuniaire, la peine sera fixée selon le nouveau droit, qui lui est plus favorable (art. 2 al. 2 CP), vu que le quantum de la peine menace est de 180 jours amende (art. 34 al. 1 CP) et non plus de 360 jours amende (arrêt du Tribunal fédéral 6B_712/2018 du 18 décembre 2019 consid. 3.1). 3.3.1. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
“Der Beschwerdeführerin wird ein Verstoss gegen Art. 117 aAuG und Art. 87 Abs. 2 AHVG in mehreren Fällen zur Last gelegt. Sie soll ab November 2015 bis Ende August 2016 mehrfach Arbeitnehmer bewusst ohne ausländerrechtliche Bewilligung für die E.________ GmbH wie folgt beschäftigt haben: F.________ von November 2015 bis Mitte März 2016 und von Ende März 2016 bis Ende April 2016 sowie G.________ durchgehend von Ende November 2015 bis Ende April 2016, an jeweils sechs Tagen wöchentlich bei einem bar ausbezahlten Monatslohn von Fr. 3'200.--. Ebenso habe sie H.________ von Mitte bis Ende April 2016 während drei bis vier Tagen pro Woche arbeiten lassen. Schliesslich habe sie trotz der Polizeikontrolle im April 2016 G.________ am 24. August 2016 erneut auf einer Baustelle der E.________ GmbH in U.________/ZH arbeiten lassen. Auch I.________ habe dort für sie gearbeitet. Selbst wenn die Arbeiter im August durch C.________ hinzugezogen worden seien, habe sie bei der Abgabe des Geschäftsfahrzeugs gewusst, um wen es sich gehandelt habe und dass beide keine ausländerrechtliche Bewilligung hätten.”
Die Nichtdeklaration erforderlicher Angaben gegenüber der Ausgleichskasse wird von der Rechtsprechung von einem blossen Zahlungsverzug unterschieden und kann nach Art. 87 Abs. 2 AHVG strafbar sein. Bei juristischen Personen kommt gemäss Art. 89 Abs. 1 AHVG der Geschäftsführung eine strafrechtliche Verantwortlichkeit zu.
“Als faktischer und später formeller Geschäftsführer wäre der Beschuldigte für die Anmeldung bzw. die Deklaration der Beitragspflicht allerdings verantwortlich gewesen; ob alleine oder zusammen mit AF._____ spielt rechtlich dabei keine Rolle. Es ist auch nicht im geringsten nachvollziehbar, weshalb eine chaotische Buchhaltung ein Hinderungs- oder Rechtfertigungsgrund gewesen sein soll, die Arbeitstätigkeit ordnungsgemäss der Sozialversicherungsanstalt zu melden (s.a. Urk. 117 S. 22). Wer Löhne ausbezahlt, kann gleichzeitig auch die entsprechenden Deklarationen der Sozialversicherungsanstalt zukommen lassen. Soweit die Verteidigung einwendet, es liege kein strafbares Verhalten vor, wenn lediglich die Zahlung der Beiträge unterlassen werde, verfängt dies ebenfalls nicht (Urk. 117 S. 22). Vorlie- - 31 - gend geht es nicht um einen blossen Zahlungsverzug von in Rechnung gestellten Beiträgen, sondern um die Nichtdeklaration der erforderlichen Informationen ge- genüber der Sozialversicherungsanstalt (Art. 87 Abs. 2 AHVG). Der Beschuldigte nahm sodann in Kauf, dass die Sozialversicherungsanstalt aufgrund der unter- lassenen Deklarationen zu Schaden kam (vgl. nachfolgend Erw. II.8.).”
“Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, die Löhne für sich und AF._____ nicht bei der Ausgleichskasse deklariert und sich somit der Beitragspflicht im Sin- ne von Art. 87 Abs. 2 AHVG entzogen zu haben. Aufgrund von Art. 89 Abs. 1 AHVG ist bei einer juristischen Person die Geschäftsführung für die Einhaltung der Beitragspflicht strafrechtlich verantwortlich.”
“Der Beschuldigte ist somit schuldig zu sprechen − der Bevorzugung eines Gläubigers im Sinne von Art. 167 StGB durch die Rückzahlung seines Aktionärsdarlehens (Anklageziffer I.B.), − der Unterlassung der Buchführung der C._____ AG im Sinne von Art. 166 StGB i.V.m. Art. 29 StGB (Anklageziffer I.C.), − des Vergehens gegen das gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG in Verbindung mit Art. 89 Abs. 1 AHVG durch die Nichtdeklaration von Löhnen (Anklageziffer I.D.), − des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB, der unge- treuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 StGB und der uner- laubten Entgegennahme von Publikumseinlagen gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. a BankG durch den Verkauf von Wandelanleihen der B._____AG AJ._____ (Anklageziffern II.A., II.B. und II.C.), − der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB im Zusammen- hang mit dem Verkauf der Aktien der AB._____ (Anklageziffer III.), − des Führens eines Motorfahrzeuges ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG (Nachtragsanklage).”
Entscheide der Ausgleichskasse (hier: vom 28.4. und 8.12.2017) können geeignet sein, nachzuweisen, dass ein Arbeitgeber die einbehaltenen Arbeitnehmerbeiträge bis zur letztmöglichen Zahlungsfrist nicht an die Ausgleichskasse überwiesen hat.
“________ pour détournement de valeurs patrimoniales mises sous main de justice doit être confirmée, condamnation au demeurant non contestée au vu des conclusions prises en appel. Son argumentation en relation avec ce cas en tant qu’elle concerne la fixation de la peine sera examinée au consid. 7 ci-après. 5. Sans contester les faits retenus contre lui s’agissant du cas 3 de l'acte d’accusation, l'appelant soutient qu'il ne peut pas être condamné pour infraction à la LAVS (loi fédérale sur l’assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 ; RS 831.10), dès lors qu'il n'était pas en mesure de se verser un salaire en raison des difficultés financière que rencontrait sa société durant toutes les années concernées. La faillite de la société, intervenue le 12 janvier 2017, le démontrerait. L'appelant rappelle avoir intégralement réparé le dommage en s'acquittant du montant qui lui a été réclamé par la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS et affirme que le Ministère public aurait « classé cette infraction » s'il avait effectué ce remboursement avant l'établissement de l'acte d’accusation. 5.1 Est punissable au regard de l'art. 87 al. 4 LAVS, l'employeur qui omet de transférer les cotisations échues des employés à la dernière date possible, bien qu'il en ait eu la faculté ou parce que cela résulte d'une violation fautive du devoir de garder à disposition les fonds nécessaires. La dernière date possible est celle à laquelle échoit le délai fixé par la caisse dans la procédure de sommation (ATF 122 IV 270 consid. 2 et 3 ; JdT 1998 IV 84). 5.2 En l’espèce, il résulte des pièces du dossier que la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS a rendu deux décisions en la matière en date des 28 avril et 8 décembre 2017, lesquelles n'ont pas été contestées par l’appelant (P. 51 et 54). Dans ces décisions, il est reproché à Z.________, compte tenu de sa qualité d'associé gérant, de ne pas avoir versé les cotisations retenues sur les salaires de son personnel. En cours d'enquête, lors de son audition du 7 septembre 2017, l'appelant a expressément reconnu ne pas avoir reversé lesdites cotisations (PV aud. 10, p. 4, Il. 197 à 201). Deux employés du kiosque ont été entendus par les enquêteurs et ont confirmé que les cotisations sociales étaient déduites de leur salaire (PV aud.”
Der Tatbestand des Art. 87 AHVG ist bereits erfüllt, wenn ein Arbeitgeber nach Ausrichtung der Nettolöhne andere Forderungen statt der einbehaltenen Arbeitnehmerbeiträge begleicht. Es kommt nicht darauf an, ob die Nettolöhne zuvor ausgezahlt wurden; massgeblich ist die Verwendung der einbehaltenen Arbeitnehmerbeiträge zu anderen Zwecken.
“zu konstatieren, dass es sich hierbei nicht nur um eine unbelegte, sondern darüber hinaus auch um eine aktenwidrige Einrede handelt, nachdem die G. .AG zum fraglichen Zeitpunkt allein zahlreiche Darlehen im Umfang von CHF 175'000.-- an die F. AG ausgerichtet hat. Ausserdem steht diese Behauptung im Widerspruch sowohl zu seinen eigenen Depositionen in der Untersuchung, wonach trotz Kenntnis der Mahnungen der Ausgleichskasse die Lieferanten prioritär behandelt worden seien, als auch zu seiner Rüge, wonach die Vorinstanz zu Unrecht ausschliesslich berücksichtigt habe, dass die Firma G. .AG in der fraglichen Zeitphase genügend Substrat gehabt habe, um die fraglichen Arbeitnehmerbeiträge bezahlen zu können (vgl. nachfolgend lit. bb). Ausserdem ist nochmals darauf hinzuweisen, dass der Tatbestand von Art. 87 AHVG bereits dann erfüllt ist, wenn ein Arbeitgeber nach Ausrichtung der Nettolöhne irgendwelche anderen Forderungen, nicht aber die Arbeitnehmerbeiträge begleicht (vgl. Botschaft zur Änderung AHVG vom 3. Dezember 2010, BBI 2010 3172 S. 563), was in casu mittels Ausrichtung der wiederholt erwähnten Darlehen an die F. AG in der Höhe von über CHF 175'000.-- fraglos geschehen ist.”
Das Unterlassen meldepflichtiger Tätigkeiten kann den objektiven Tatbestand von Art. 87 Abs. 1 AHVG (Erwirken einer Leistung durch unvollständige Angaben) erfüllen. Für die Strafbarkeit ist daneben Vorsatz erforderlich; Vorsatz bedeutet hier, die Verwirklichung der Tat für möglich zu halten und in Kauf zu nehmen (vgl. Art. 12 StGB).
“Es ist somit danach zu fragen, ob der Beschwerdeführer durch die gebotene aber unterlassene Meldung vorsätzlich Leistungen, die ihm nicht zustanden, erwirkt oder die Beschwerdegegnerin irregeführt hat. Diesbezüglich ist zunächst festzustellen, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht, also rein objektiv, (nur) eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne verschiedene Zwangshaltungen im Umfang von 40 bis 50 % (spätestens) ab Oktober 2011 möglich gewesen wäre (vgl. vorstehende E. 3.1). Tatsächlich übte er aber spätestens ab April 2009 eine körperlich mittelschwere bis teilweise schwere Tätigkeit aus, wenn auch nicht in der für eine Erwerbstätigkeit erforderlichen Intensität und letztlich über seine körperlichen Möglichkeiten hinaus, welcher Umstand, wie bereits rechtskräftig festgestellt, meldepflichtig war. Indem der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin die erforderliche Meldung nicht erstattet hatte und demzufolge die Rente zu Unrecht in vollem Umfang weiter ausgerichtet wurde, ist auch ohne Nachweis einer Irreführung bzw. Irrtum der Beschwerdegegnerin zumindest der objektive Tatbestand einer durch unvollständige Angaben erwirkten Leistung nach Art. 87 Abs. 1 AHVG erfüllt. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz verlangt. Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 1 und 2 StGB). Diesbezüglich fällt zunächst ins Gewicht, dass, wie bereits ausgeführt (vgl. vorstehende E. 3.1), die verschwiegene Tätigkeit als Autoreparateur für den Beschwerdeführer objektiv-medizinisch nicht geeignet war, weil sie körperlich zu anstrengend war und deren Verwertbarkeit auf dem freien Arbeitsmarkt von den Gutachtern auf Grund der bestehenden muskuloskelettalen Probleme als stark eingeschränkt beurteilt wurde (vgl. act. G 6.1/183.22). Der Beschwerdeführer schilderte denn auch wiederholt, dass er die fragliche Tätigkeit als Hobby angesehen habe, das in finanzieller Hinsicht nicht viel ausgemacht habe (z.B. Gesprächsprotokoll vom 21. Oktober 2013 S. 5 [act. G 6.1/130.5], Anmerkungen zum Abklärungsbericht Selbstständigerwerbende vom 21.”
Ein mit der Ausgleichskasse getroffenenes Zahlungsarrangement kann, soweit dies in der Entscheidung der Ausgleichskasse bzw. des Gerichts zum Ausdruck kommt, dazu geführt haben, dass eine strafrechtliche Verfolgung wegen einer Verletzung von Art. 87 AHVG (LAVS) unterbleibt bzw. vermieden wurde, sofern die betroffene Partei das Arrangement einhält.
“cc) Les recourants n’ont pas formulé de griefs circonstanciés à l’encontre des explications données par la caisse intimée, si bien qu’il y a lieu de considérer que la manière dont la caisse intimée a procédé à l’imputation des paiements effectués n’est plus contestée. En tant que T.________, P.________ et L.________ reprochent à la caisse intimée d’avoir choisi, dans le cadre de l’arrangement convenu le 23 juillet 2015 avec la société « X.________ SA », la période et la nature des cotisations susceptibles de faire l’objet des imputations, ils se méprennent sur la nature dudit arrangement. Ainsi que cela ressort très clairement du courrier de la caisse intimée du 23 juillet 2015, celle-ci n’était alors plus disposée à accorder des arrangements de paiement à la société, sous réserve du montant relatif à la part pénale des cotisations (pour un montant de 45'324 fr. 45). Ledit arrangement – et le respect par la société de celui-ci – a ainsi permis aux recourants d’éviter une procédure pénale pour infraction à la LAVS (cf. art. 87 LAVS). 9. a) Il résulte de ce qui précède que le recours de C.________ doit être admis et la décision sur opposition attaquée le concernant annulée. S’agissant des recours déposés par B.________, T.________, P.________ et L.________, ils doivent être très partiellement admis et les décisions sur opposition attaquées réformées, en ce sens qu’ils sont condamnés à payer à la caisse intimée, solidairement entre eux, le montant de 145'688 fr. 45. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. a LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, applicable conformément à l’art. 82a LPGA). c) C.________, qui obtient gain de cause avec le concours d'un mandataire, a droit à une indemnité de dépens, dont le montant doit être déterminé d'après l'importance et la complexité du litige (art. 61 let. g LPGA; cf. également art. 11 al. 2 TFJDA [tarif des frais judiciaires et des dépens en matière administrative du 28 avril 2015 ; BLV 173.36.5.1]). En l'espèce, il y a lieu d'arrêter le montant des dépens à 7'500 fr.”
Unwahre Arbeitgeberangaben, namentlich falsche Arbeitgeberbescheinigungen, oder nachträglich falsche Lohnangaben können eine Entziehung der Beitragspflicht im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG begründen und damit strafrechtlich relevant sein.
“April 2022 erfolglos die Einreichung einer korrigierten Lohnrechnung angefordert. Weitere Abklärungen hätten in der Folge ergeben, dass A____ am 24. September 2021 in einer für C____ ausgestellten Arbeitgeberbescheinigung bestätigte, dass durch die B____ GmbH in Liq. bis Ende April 2021 Lohnzahlungen an C____ erfolgt seien. Aufgrund der mit dieser Arbeitgeberbescheinigung eingereichten Unterlagen sei für C____ ein Bruttolohn von CHF 24'751.38 berechnet worden. Zusätzlich sei davon auszugehen, dass die am 27. April 2021 rückwirkend per 31. März 2021 abgemeldeten Personen über dieses Datum hinaus für die B____ GmbH in Liq. tätig gewesen seien, weshalb eine zusätzliche Lohnsumme von CHF 31'400. schätzungsweise veranschlagt worden sei. Zudem gehe aus den bei der Arbeitslosenversicherung eingereichten Unterlagen hervor, dass für C____ im Jahr 2020 ein um CHF 20'892.15 zu tiefes AHV-pflichtiges Einkommen deklariert worden sei. Aufgrund der unwahren Angaben von A____ habe sich die B____ GmbH in Liq. ihrer Beitragspflicht entzogen und A____ sich des Vergehens nach Art. 87 Abs. 2 AHVG strafbar gemacht. Inwiefern der frühere Geschäftsführer C____ von diesen Machenschaften gewusst habe, sei so die Beschwerdeführerin nicht feststellbar (act. 3, Beilage 2).”
Fehlt zum Zeitpunkt der Lohnzahlung eine den einbehaltenen Beiträgen entsprechende tatsächliche Verfügbarkeit beim Arbeitgeber (die Einbehaltung ist nur buchhalterisch), liegt keine wirkliche Retention vor und damit nach der Rechtsprechung kein Tatbestand gemäss Art. 87 Abs. 4 AHVG vor.
“Une comptabilité tenue conformément au droit aurait permis au prévenu de connaître la situation financière exacte de sa société G.________ Sàrl et d’avertir le juge de son surendettement au sens de l’art. 725 al. 2 CO. Les graves fautes de gestion commises par le prévenu n’ont fait qu’aggraver le surendettement de sa société. Le prévenu ne pouvait non plus l’ignorer, ou il avait à tout le moins accepté le risque que cela arrive. 5.4. Par conséquent, la Cour ce céans ne peut que se rallier au verdict du Juge de police du 9 mars 2022 reconnaissant le prévenu coupable de gestion fautive au sens de l’art. 165 CP. Partant, l’appel du prévenu est rejeté sur ce point également. 6. Délit à la LAVS Le Juge de police a reconnu le prévenu coupable de délit à la LAVS, au sens de l’art. 87 al. 4 LAVS, en lien avec les cotisations sociales dues pour Q.________, employé de G.________ Sàrl. 6.1. Le prévenu conteste sa culpabilité pour délit à la LAVS, estimant que les conditions de l’infraction prévue à l’art. 87 al. 4 LAVS ne sont pas réalisées en l’espèce. 6.2. Aux termes de l'art. 87 al. 4 LAVS, celui qui, en sa qualité d'employeur, aura versé à un salarié des salaires dont il aura déduit des cotisations et qui, au lieu de payer les cotisations salariales dues à la caisse de compensation, les aura utilisées pour lui-même ou pour régler d'autres créances sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. Cette disposition est aussi applicable aux cotisations AI par renvoi de l’art. 70 LAI, aux cotisations APG par renvoi de l’art. 25 LAPG, aux cotisations de l’assurance-chômage par renvoi de l’art. 6 LACI et aux cotisations pour les allocations familiales par renvoi de l’art. 23 LAFam. Selon la jurisprudence, il faut se demander si, au moment où l'employeur effectue la retenue en versant le salaire, il avait des actifs correspondant à la somme retenue ; s’il n'avait en réalité pas les ressources nécessaires, la retenue était purement comptable et aucune somme disponible n'était retenue pour payer ultérieurement le tiers ; une telle situation, faute d'une véritable retenue, exclut d'emblée l’infraction (cf.”
Für eine Verurteilung nach Art. 87 AHVG muss die vorgängige Zahlungs- und Mahnprozedur regelmässig durchgeführt worden sein. In der Praxis liegen die objektiven Voraussetzungen in der Regel nach Ablauf der Zahlungsfrist (in den Quellen typischerweise ein Monat plus 10 Tage Exigibilität) vor; wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, ist ihm eine Sommation zuzustellen, und das nach der Sommation von der Ausgleichskasse festgesetzte ultimative Zahlungsziel muss fruchtlos verstreichen. Für die Strafbarkeit ist demnach die ordnungsgemässe Befolgung dieser Sommations- und Fristvorschriften erforderlich.
“4 LAVS, celui qui, en sa qualité d’employeur, aura déduit des cotisations du salaire d’un employé ou ouvrier et les aura détournées de leur destination, sera puni d’une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu’il ne s’agisse d’un crime ou d’un délit frappé d’une peine plus lourde. Cette disposition s'applique également en matière d'assurance invalidité, à la suite du renvoi de l'art. 70 LAI (loi fédérale sur l’assurance-invalidité du 19 juin 1959 ; RS 831.20) aux art. 87 à 91 LAVS. Il en va de même pour l'assurance chômage, selon renvoi fait par l'art. 6 LACI (loi fédérale sur l’assurance-chômage du 25 juin 1982 ; RS 837) (TF 6B_ 1091/2014 du 24 novembre 2015 consid. 7). Si l'infraction est commise dans la gestion d'une personne morale, d'une société de personnes ou d'une maison à raison commerciale individuelle, les dispositions pénales des art. 87 et 88 sont applicables aux personnes qui ont agi ou auraient dû agir en son nom (art. 89 al. 1 LAVS). Les éléments objectifs de l’art. 87 LAVS sont réunis après l’expiration d’un délai de paiement qui est généralement d’un mois, suivi d’un délai d’exigibilité de dix jours (art. 14 LAVS ; art. 34 al. 1 et 3 RAVS [règlement sur l’assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 ; RS 831.101]). Si l’employeur ne s’acquitte pas, une sommation doit lui être envoyée (art. 34a al. 1 RAVS). L’ultime délai de paiement est celui que fixe la caisse après la sommation (ATF 122 IV 270, traduit au JdT 1998 IV 84 consid. 2b et 2c). Pour qu’une peine soit prononcée, il faut que la procédure de sommation ait été régulièrement suivie (ATF 80 IV 184). Lorsque l’employeur ne s’acquitte pas à l’expiration de l’ultime délai, il ne se rend coupable de détournement des cotisations de l’employeur que si, en sa qualité d’employeur, il a violé l’obligation que lui fait l’art. 87 al. 4 LAVS de conserver à l’intention de ses employés ce qu’il a déduit ou l’équivalent. L’obligation de conserver le nécessaire correspond au devoir général de diligence de l’entrepreneur, dont la violation est punissable.”
“4 LAVS, celui qui, en sa qualité d’employeur, aura déduit des cotisations du salaire d’un employé ou ouvrier et les aura détournées de leur destination, sera puni d’une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu’il ne s’agisse d’un crime ou d’un délit frappé d’une peine plus lourde. Cette disposition s'applique également en matière d'assurance invalidité, à la suite du renvoi de l'art. 70 LAI (loi fédérale sur l’assurance-invalidité du 19 juin 1959 ; RS 831.20) aux art. 87 à 91 LAVS. Il en va de même pour l'assurance chômage, selon renvoi fait par l'art. 6 LACI (loi fédérale sur l’assurance-chômage du 25 juin 1982 ; RS 837) (TF 6B_ 1091/2014 du 24 novembre 2015 consid. 7). Si l'infraction est commise dans la gestion d'une personne morale, d'une société de personnes ou d'une maison à raison commerciale individuelle, les dispositions pénales des art. 87 et 88 sont applicables aux personnes qui ont agi ou auraient dû agir en son nom (art. 89 al. 1 LAVS). Les éléments objectifs de l’art. 87 LAVS sont réunis après l’expiration d’un délai de paiement qui est généralement d’un mois, suivi d’un délai d’exigibilité de dix jours (art. 14 LAVS ; art. 34 al. 1 et 3 RAVS [règlement sur l’assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 ; RS 831.101]). Si l’employeur ne s’acquitte pas, une sommation doit lui être envoyée (art. 34a al. 1 RAVS). L’ultime délai de paiement est celui que fixe la caisse après la sommation (ATF 122 IV 270, traduit au JdT 1998 IV 84 consid. 2b et 2c). Pour qu’une peine soit prononcée, il faut que la procédure de sommation ait été régulièrement suivie (ATF 80 IV 184). Lorsque l’employeur ne s’acquitte pas à l’expiration de l’ultime délai, il ne se rend coupable de détournement des cotisations de l’employeur que si, en sa qualité d’employeur, il a violé l’obligation que lui fait l’art. 87 al. 4 LAVS de conserver à l’intention de ses employés ce qu’il a déduit ou l’équivalent. L’obligation de conserver le nécessaire correspond au devoir général de diligence de l’entrepreneur, dont la violation est punissable.”
Soweit sich die tatsächlichen Arbeitsverhältnisse in der Schweiz realisieren, ist für die Beurteilung der Zuständigkeit nach Art. 87 AHVG auf den Ort der tatsächlichen Arbeitsaufnahme abzustellen und nicht auf den im Ausland abgeschlossenen Vertrag; die tatsächliche Aufnahme der Arbeit in Genf begründet demnach die Zuständigkeit (vgl. JTCO/61/2024).
“2 CP, une loi nouvelle s'applique aux faits qui lui sont antérieurs si, d'une part, l'auteur est mis en jugement après son entrée en vigueur et si, d'autre part, elle est plus favorable à l'auteur que l'ancienne (exception de la lex mitior). Il en découle que l'on applique en principe la loi en vigueur au moment où l'acte a été commis, à moins que la nouvelle loi ne soit plus favorable à l'auteur. 1.1.1.2. En l'occurrence, le nouveau droit des sanctions entré en vigueur le 1er juillet 2023 apparait plus favorable aux prévenus, en particulier s'agissant des peines prévues aux art. 157 ch. 2 CP, 182 CP, 116 et 117 LEI, de sorte qu'il trouvera application. 1.1.2.1. Selon l'art. 3 CP, le code pénal est applicable à quiconque commet un crime ou un délit en Suisse. Selon l'art. 8 al. 1 CP, un crime ou un délit est réputé commis tant au lieu où l'auteur a agi ou aurait dû agir qu'au lieu où le résultat s'est produit. Selon l'art. 5 al. 1 let. a CP, le code pénal est applicable à quiconque se trouve en Suisse et a commis à l'étranger de la traite d'êtres humains. 1.1.2.2. En l'espèce, la compétence territoriale du Tribunal correctionnel est acquise s'agissant de l'usure, des infractions aux art. 116 et 117 LEI et à l'art. 87 LAVS pour les motifs suivants. Les contrats produits par la défense et qui auraient été conclus en Inde ne sont pas des originaux, mais des copies scannées. Ils ont été établis dans le but d'obtenir des visas. Les plaignants ont toujours affirmé ne pas avoir signé de contrat de travail et, à tout le moins, ils n'en ont pas compris la teneur, de sorte qu'ils ne sont pas valablement conclus. Qu'ils soient valablement conclus ou pas, ils ne correspondent pas à la réalité s'agissant dans certains cas du nom de l'employeur, et dans tous les cas du lieu de travail, des salaires et des horaires de travail. Ainsi, ces contrats ne régissent pas les rapports contractuels à Genève. Si des pourparlers ont certes débuté en Inde avec DB______ ou FB______, la conclusion du contrat de travail est intervenue lors de la prise d'emploi dans la mesure où c'est alors seulement que les conditions de travail ont été fixées. Dans cette hypothèse, la conclusion du contrat intervient lorsque la contreprestation est effectivement accordée à Genève.”
“2 CP, une loi nouvelle s'applique aux faits qui lui sont antérieurs si, d'une part, l'auteur est mis en jugement après son entrée en vigueur et si, d'autre part, elle est plus favorable à l'auteur que l'ancienne (exception de la lex mitior). Il en découle que l'on applique en principe la loi en vigueur au moment où l'acte a été commis, à moins que la nouvelle loi ne soit plus favorable à l'auteur. 1.1.1.2. En l'occurrence, le nouveau droit des sanctions entré en vigueur le 1er juillet 2023 apparait plus favorable aux prévenus, en particulier s'agissant des peines prévues aux art. 157 ch. 2 CP, 182 CP, 116 et 117 LEI, de sorte qu'il trouvera application. 1.1.2.1. Selon l'art. 3 CP, le code pénal est applicable à quiconque commet un crime ou un délit en Suisse. Selon l'art. 8 al. 1 CP, un crime ou un délit est réputé commis tant au lieu où l'auteur a agi ou aurait dû agir qu'au lieu où le résultat s'est produit. Selon l'art. 5 al. 1 let. a CP, le code pénal est applicable à quiconque se trouve en Suisse et a commis à l'étranger de la traite d'êtres humains. 1.1.2.2. En l'espèce, la compétence territoriale du Tribunal correctionnel est acquise s'agissant de l'usure, des infractions aux art. 116 et 117 LEI et à l'art. 87 LAVS pour les motifs suivants. Les contrats produits par la défense et qui auraient été conclus en Inde ne sont pas des originaux, mais des copies scannées. Ils ont été établis dans le but d'obtenir des visas. Les plaignants ont toujours affirmé ne pas avoir signé de contrat de travail et, à tout le moins, ils n'en ont pas compris la teneur, de sorte qu'ils ne sont pas valablement conclus. Qu'ils soient valablement conclus ou pas, ils ne correspondent pas à la réalité s'agissant dans certains cas du nom de l'employeur, et dans tous les cas du lieu de travail, des salaires et des horaires de travail. Ainsi, ces contrats ne régissent pas les rapports contractuels à Genève. Si des pourparlers ont certes débuté en Inde avec DB______ ou FB______, la conclusion du contrat de travail est intervenue lors de la prise d'emploi dans la mesure où c'est alors seulement que les conditions de travail ont été fixées. Dans cette hypothèse, la conclusion du contrat intervient lorsque la contreprestation est effectivement accordée à Genève.”
Das Unterlassen, eine Besserung des Gesundheitszustandes zu melden, kann den objektiven Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG (i.V.m. Art. 70 IVG) erfüllen. Nach der höchstrichterlichen Praxis lässt sich der subjektive Tatbestand bei Vorliegen von Observationsunterlagen, welche nach ärztlicher Einschätzung auf ein Wegfallen oder eine fehlende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen, in der Regel bejahen. Die strafrechtliche Verjährungsfrist beträgt 7 Jahre; entsprechend verlängert sich die absolute Verwirkungsfrist nach Art. 25 Abs. 2 Satz 2 ATSG.
“10) Anwendung auf Personen, die in einer in diesen Bestimmungen umschriebenen Weise die Vorschriften der Invalidenversicherung verletzen. Nach Art. 87 Abs. 6 AHVG wird, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des Strafgesetzbuches vorliegt, mit einer Geldstrafe bis zu 180 Tagsätzen bestraft, wer die ihm obliegende Meldepflicht verletzt. Die Meldepflicht ist im Bereich der Invalidenversicherung in Art. 77 IVV geregelt. Der Berechtigte, dem die Leistung zukommt, hat jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. Fest steht nach dem schon Dargelegten (vgl. Erw. 7.2. ff.), dass der Versicherte es unterlassen hat, der Beschwerdegegnerin eine Besserung des Gesundheitszustandes zu melden. Im Lichte strafrechtlicher Grundsätze ist damit der objektive Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG in Verbindung mit Art. 70 IVG erfüllt. Da die höchstrichterliche Praxis davon ausgeht, die versicherte Person wisse angesichts von Observationsunterlagen, welche nach Einschätzung von ärztlichen Gutachtern auf eine fehlende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen, "wie es um sie steht", ist auch die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes in solchen Konstellationen ohne Weiteres zu bejahen. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf (vgl. Replik S. 8 f. Ziff. 25), ein fehlendes Melden eines gebesserten Gesundheitszustandes zu bestreiten. Dieser Einwand ist jedoch angesichts der vorstehend erörterten Umstände nicht stichhaltig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2016 vom 29. November 2016 Erw. 7.3). Da der Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG i.V. mit Art. 70 IVG mit einer anderen als einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (vgl. Art. 97 Abs. 1 lit. c des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) bedroht ist, beträgt die strafrechtliche Verjährungsfrist 7 Jahre (Art.”
“Fest steht nach dem schon Dargelegten (vgl. Erw. 7.2. ff.), dass der Versicherte es unterlassen hat, der Beschwerdegegnerin eine Besserung des Gesundheitszustandes zu melden. Im Lichte strafrechtlicher Grundsätze ist damit der objektive Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG in Verbindung mit Art. 70 IVG erfüllt. Da die höchstrichterliche Praxis davon ausgeht, die versicherte Person wisse angesichts von Observationsunterlagen, welche nach Einschätzung von ärztlichen Gutachtern auf eine fehlende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen, "wie es um sie steht", ist auch die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes in solchen Konstellationen ohne Weiteres zu bejahen. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf (vgl. Replik S. 8 f. Ziff. 25), ein fehlendes Melden eines gebesserten Gesundheitszustandes zu bestreiten. Dieser Einwand ist jedoch angesichts der vorstehend erörterten Umstände nicht stichhaltig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2016 vom 29. November 2016 Erw. 7.3). Da der Tatbestand von Art. 87 Abs. 6 AHVG i.V. mit Art. 70 IVG mit einer anderen als einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (vgl. Art. 97 Abs. 1 lit. c des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) bedroht ist, beträgt die strafrechtliche Verjährungsfrist 7 Jahre (Art. 97 Abs. 1 lit. d StGB, vgl. BGer 8C_718/2016 E. 5.3.; BGE 138 V 74 E. 5.2 S. 79). Entsprechend verlängert sich die absolute Verwirkungsfrist gemäss Art. 25 Abs. 2 Satz 2 ATSG auf 7 Jahre. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Prüfung, ob der Beschwerdeführer sich auch des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe (Art. 148a StGB) bzw. eines Betruges (Art. 146 StGB) schuldig gemacht hat.”
Bei paralleler Auslegung von Art. 87 Abs. 4 AHVG und Art. 76 Abs. 1 lit. c BVG ist auf die Wertentscheidungen und den politischen Zweck des Gesetzgebers abzustellen. Soweit ersichtlich wollte der Gesetzgeber keinen Willen zum Abweichen vom bereits bestehenden Parallelsystem schaffen; dies ist bei der Auslegung zu berücksichtigen. Die Tatbestände unterscheiden sich danach im Wesentlichen lediglich hinsichtlich des letztmöglichen Zeitpunkts für die Leistungserbringung (bei der AHV durch Verweisung auf die Fälligkeit gemäss RAVS/Art. 14, bei der BVG nach Art. 66 Abs. 4 BVG).
“En absence d'éléments permettant de conclure à une volonté du législateur de s'écarter du parallélisme volontaire existant entre les art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP, il tombe sous le sens de prendre en compte ce choix politique également dans l'interprétation de cette dernière disposition vu le principe selon lequel c'est bien la recherche du choix de valeurs ("Wertentscheidungen") du législateur qui est le but de l'interprétation d'une norme de droit suisse (ATF 145 III 324 consid. 6.6 ; 143 III 646 consid. 3 ; 143 III 385 consid. 4.1 ; 141 V 197 consid. 5.2 ; 139 IV 294 consid. 3.2 ; 139 V 108 consid. 5.1 ; 136 I 297 consid. 4.1). Dans un arrêt de principe récent, le Tribunal fédéral a d'ailleurs modifié sa jurisprudence pour tenir compte de la volonté claire du législateur de mettre fin à la situation juridique qui résultait de la jurisprudence fédérale antérieure, et ce même si cette volonté politique ne se reflétait pas (encore) dans la lettre de la loi (ATF 149 IV 135 consid. 2.4). Il n'en va pas autrement dans le cas d'espèce. Les infractions des art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP diffèrent uniquement quant au dernier moment possible pour s'exécuter. Dans le premier cas, ce moment est celui de l'expiration du délai de sommation de paiement prévu actuellement à l'art. 34a du règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants (RAVS), par renvoi de l'art. 14 al. 4 LAVS (ATF 122 IV 270 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_94/2010 du 23 avril 2010 consid. 2.3). Dans le second, ce moment est celui où les cotisations LPP doivent au plus tard être versées à l'institution de prévoyance compétente, à savoir, selon l'art. 66 al. 4 LPP, la fin du premier mois suivant l'année civile ou l'année d'assurance pour laquelle les cotisations sont dues (règle également applicable en prévoyance surobligatoire selon l'art. 49 al. 2 ch. 16 LPP). L'entrée en vigueur de cette norme au 1er janvier 2005 prive en effet de fondement la jurisprudence publiée à l'ATF 122 IV 270 consid. 3c, qui date de 1996 et qui est principalement fondée sur l'absence d'un tel délai légal de versement (du même avis : I.”
Nicht nur eine formelle Erwerbsaufnahme ist meldepflichtig; nach der zitierten Rechtsprechung sind grundsätzlich jede Änderung der persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse, die den Leistungsanspruch beeinflussen kann, anzeigepflichtig. Dazu kann – je nach Einzelfall – auch die Ausübung eines körperlich anstrengenden und zeitintensiven Hobbys (im entschiedenen Fall: Autoreparaturen) zählen, wenn dadurch der Eindruck einer Erwerbstätigkeit entstehen kann. Eine Verletzung der Meldepflicht kann eine rückwirkende Anpassung der Leistung zur Folge haben.
“Entscheid Versicherungsgericht, 30.08.2022 Art. 28 IVG. Art. 77 und Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV. Art. 25 Abs. 2 ATSG i.V.m Art. 70 IVG, Art. 87 Abs. 1 AHVG und Art. 148a StGB. Invalidenrente. Meldepflicht. Rückwirkende Anpassung. Verwirkungsfrist. Zu melden ist nicht nur eine Erwerbsaufnahme im eigentlichen Sinn, sondern jede Änderung in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die zu einer Änderung des Leistungsanspruchs führen kann. Dazu gehört auch die Ausübung eines körperlich anstrengenden und zeitaufwändigen Hobbys (in casu Autoreparaturen), die auch eine Erwerbstätigkeit als möglich erscheinen lässt. Da eine Meldepflichtverletzung vorliegt, ist die Rentenanpassung rückwirkend vorzunehmen (E. 3.2) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2021, IV 2019/168). Da auf Grund der gegebenen Beweislage nicht von einer vorsätzlich begangenen Meldepflichtverletzung des Beschwerdeführers auszugehen ist, liegt keine strafbare Handlung vor. Es bleibt damit bei der fünfjährigen absoluten Verwirkungsfrist (E. 4.4).(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. August 2022, IV 2022/39).”
Berufliche Vorerfahrung in der Finanzverwaltung (z. B. Tätigkeit in einer Treuhand) und die Übernahme der Geschäftsleiterstellung können die Sorgfaltspflicht des jeweiligen Organträgers nach Art. 87 Abs. 4 AHVG erhöhen. Blosses Fehlen von Zugriffs- oder Unterschriftsbefugnissen entbindet nicht von der Verantwortlichkeit, wenn die betreffende Person die Arbeitgeberpflichten kannte, notwendige Kontrollen unterliess oder sich faktisch als Strohmann verhielt.
“Il s’agit pour lui d’une conséquence accessoire inévitable, qu’il escompte et dont il s’accommode (ATF 130 IV 58 consid. 8.3, JdT 2004 I 486). 3.3 En l’espèce, l’examen du compte bancaire de la société (p. 13/7) montre que des retraits bancaires importants ont eu lieu durant la période en question, ce qui établit que la société aurait eu les moyens de verser les cotisations retenues sur les salaires ainsi que les arriérés, en partie du moins. Vu les entrées d’argent et les nombreux et importants prélèvements personnels effectués par l’ancien associé-gérant [...] durant la période en cause, la situation financière de la société n’était pas déjà obérée. En effet, au moment où le versement des salaires litigieux était opéré, la société [...], dont le prévenu était associé-gérant, avait les actifs correspondant aux sommes des cotisations retenues. Ainsi, les cotisations ayant été retenues sur les salaires des employés mais n’ayant pas été versées à la Caisse de compensation correspondante à l’issue de la procédure utile, les conditions objectives de l’infraction prévue à l’art. 87 al. 4 LAVS sont réunies. S’agissant de l’élément subjectif, V.________ fait plaider qu’il ferait défaut en raison du fait qu’il n’avait ni pouvoir, ni signature sur les comptes de la société et ne s’occupait pas de la comptabilité. Tant en première instance qu’en appel, il admet toutefois avoir fonctionné comme homme de paille. En l’espèce, comme l’ont relevé le Ministère public, le premier juge et les plaignantes, l’appelant n’est pas novice dans le domaine de la gestion financière d’entreprises. Il a travaillé dans des fiduciaires avant de se mettre à son compte comme fiduciaire et comptable indépendant. Ainsi, en acceptant la qualité d’associé-gérant de la société [...], il ne pouvait ignorer les obligations qui incombaient à un employeur, notamment et particulièrement s’agissant du paiement des cotisations salariales. Il avait ainsi un devoir de surveillance, auquel il a fautivement manqué. En ne demandant pas le pouvoir de faire toutes les vérifications nécessaires, il a manqué à ses obligations de diligence.”
“Si l'infraction est commise dans la gestion d'une personne morale, d'une société de personnes ou d'une maison à raison commerciale individuelle, les dispositions pénales des art. 87 et 88 sont applicables aux personnes qui ont agi ou auraient dû agir en son nom (art. 89 al. 1 LAVS). Les éléments objectifs de l’art. 87 LAVS sont réunis après l’expiration d’un délai de paiement qui est généralement d’un mois, suivi d’un délai d’exigibilité de dix jours (art. 14 LAVS ; art. 34 al. 1 et 3 RAVS [règlement sur l’assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 ; RS 831.101]). Si l’employeur ne s’acquitte pas, une sommation doit lui être envoyée (art. 34a al. 1 RAVS). L’ultime délai de paiement est celui que fixe la caisse après la sommation (ATF 122 IV 270, traduit au JdT 1998 IV 84 consid. 2b et 2c). Pour qu’une peine soit prononcée, il faut que la procédure de sommation ait été régulièrement suivie (ATF 80 IV 184). Lorsque l’employeur ne s’acquitte pas à l’expiration de l’ultime délai, il ne se rend coupable de détournement des cotisations de l’employeur que si, en sa qualité d’employeur, il a violé l’obligation que lui fait l’art. 87 al. 4 LAVS de conserver à l’intention de ses employés ce qu’il a déduit ou l’équivalent. L’obligation de conserver le nécessaire correspond au devoir général de diligence de l’entrepreneur, dont la violation est punissable. En particulier, il s’agit pour l’employeur de déduire les cotisations de salaire et de les gérer sans pouvoir en disposer. Il viole son obligation s’il provoque ou tolère volontairement une situation qui le prive des moyens de s’acquitter au moment critique (JdT 1998 IV 84 consid. 2c). La jurisprudence s'est toujours montrée constante, lorsqu'il s'est agi d'apprécier la responsabilité d'administrateurs qui alléguaient avoir été exclus de la gestion d'une société et qui s'étaient accommodés de ce fait sans autre forme de procès (TC 9C_289/2009 du 19 mai 2010 consid. 6.2 et les références TF 9C_722/2015 du 31 mai 2016 consid. 3.3). La jurisprudence précitée rappelle, s’agissant de l’homme de paille, que le fait de ne pas être en mesure d'exercer ses fonctions, parce que la personne morale est dirigée en fait par d'autres personnes, ou d'accepter un mandat à titre fiduciaire, ne constitue pas un motif de suppression ou d'atténuation de la faute commise (Jean-François Eggli, Aperçu de la jurisprudence récente du Tribunal fédéral relative à la responsabilité des administrateurs de société anonyme, in Publication CEDIDAC 8, 1987, p.”
“La caisse a en particulier attiré l’attention des susnommés sur les conséquences civiles et pénales de la violation des obligations en matière de cotisations sociales. Y était joint un tableau récapitulatif. En droit : 1. 1.1 Interjeté dans les formes et délais légaux (cf. art. 399 CPP) par une partie ayant la qualité pour recourir (art. 382 al. 1 CPP) contre le jugement d’un tribunal de première instance ayant clos la procédure (art. 398 al. 1 CPP), l'appel est recevable. 1.2 Dès lors qu'il est dirigé contre un jugement rendu par un juge unique, l'appel sera traité en procédure écrite, conformément à l'art. 406 al. 2 let. b CPP, vu l’accord des parties. 2. Aux termes de l’art. 398 CPP, la juridiction d’appel jouit d’un plein pouvoir d’examen sur tous les points attaqués du jugement (al. 2). L’appel peut être formé (a) pour violation du droit, y compris l’excès et l’abus du pouvoir d’appréciation, le déni de justice et le retard injustifié, (b) pour constatation incomplète ou erronée des faits et (c) pour inopportunité (al. 3). 3. 3.1 L’appelant soutient que ce serait à tort que le premier juge a considéré qu’il avait commis une violation de l’art. 87 al. 4 LAVS. Il fait valoir qu’il n’avait aucun accès aux comptes de la société [...], que tous les paiements de salaires opérés étaient effectués par le service BCV-Net dont seul [...] disposait des accès. Il plaide l’absence d’intention, même par dol éventuel, et conclut à son acquittement. Le Ministère public estime que contrairement à ce que l’appelant alléguait dans son appel, il lui appartenait, en sa qualité de dirigeant d’une société à responsabilité limitée, de respecter ses obligations légales de manière à pouvoir remplir ces dernières, qu’il s’était ainsi accommodé d’être nommé gérant, sans en assumer les responsabilités et que dès lors il ne saurait faire valoir l’absence d’intention. Le Ministère public a encore rappelé qu’il appartenait à V.________ de faire en sorte de pouvoir gérer la société susmentionnée, d’autant plus que ce dernier était connu pour devenir gérant de sociétés en difficultés financières. 3.2 Selon l’art. 87 al. 4 LAVS, celui qui, en sa qualité d’employeur, aura déduit des cotisations du salaire d’un employé ou ouvrier et les aura détournées de leur destination, sera puni d’une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu’il ne s’agisse d’un crime ou d’un délit frappé d’une peine plus lourde.”
Bei Widerhandlungen gegen die Meldepflicht können – unter Berücksichtigung des Deliktsbetrags und des Grades der Skrupellosigkeit – empfindliche Geldstrafen verhängt werden; in einem Entscheid wurden 130 Tagessätze als dem Verschulden angemessen erachtet.
“Tatkomponente Widerhandlung gegen die Meldepflicht von Art. 87 Abs. 6 AHVG (i.V.m. Art. 31 Abs. 1 ATGS und Art. 70 IVG) 2.4.8.1. Entgegen der Vorinstanz (Urk. 123 S. 73) ist das Verschulden des Beschuldigten hierzu aufgrund des hohen Deliktsbetrags und auch der erkenn- baren Skrupellosigkeit des Beschuldigten gegenüber jenen Personen, welche auf die finanzielle Hilfe der Sozialversicherungen angewiesen wären, aber aufgrund des Umstandes, dass der Beschuldigte die meldepflichtigen Einkommen aus den Handlungen des gewerbsmässigen Betrugs erwirtschaftet hat und diese somit in einem gewissen Zusammenhang zu den besagten Tathandlungen stehen als doch erheblich zu taxieren. 2.4.8.2. Gemäss Art. 87 Abs. 9 AHVG ist eine Widerhandlung gegen die Melde- pflicht mit einer Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen. Entspre- chend erscheint eine Bestrafung des Beschuldigten aufgrund seiner Widerhand- lung gegen die Meldepflicht mit einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen als dem Verschulden angemessen.”
Zu Unterzahlungen: Der zitierte Entscheid bestätigt, dass Unterzahlung eines Arbeitnehmers als Tatbestand nach Art. 87 Abs. 2 LAVS/AVS zu einer strafrechtlich bejahbaren Schuld führen kann. Im angeführten Fall war eine mögliche Sanktion von 180 Tagessätzen vorgesehen. Liegen Taten sowohl vor als auch nach Inkrafttreten des neuen Sanktionenrechts, ist nach dem Entscheid das für den Betroffenen günstigere (neue) Recht anzuwenden.
“Ensuite, le principe de la bonne foi, dans le cadre de l'opération "Papyrus", ne protège aucunement les employeurs suisses qui ont engagé des employés étrangers de manière illégale, étant rappelé qu'ils ont le devoir de s'assurer que ces derniers étaient autorisés à exercer une activité lucrative en Suisse, conformément à l'art. 91 LEI. Or, il est établi et nullement contesté que l'appelant savait que son employée était irrégulière en Suisse. Il ne peut dès lors se prévaloir du principe de la bonne foi pour échapper à toute sanction. Au demeurant, même à considérer qu'il avait été l'instigateur des démarches entreprises par son employée et qu'il avait alors agi de bonne foi, ces éléments auraient uniquement pu avoir une incidence sur sa peine et non sur sa culpabilité et ce, pour autant qu'aucun autre comportement illicite ne pouvait lui être reproché, ce qui n'est pas le cas ici dès lors qu'il a sous-payé son employée durant la période concernée en ne respectant pas les minima légaux, enfreignant ainsi l'art. 87 al. 2 LAVS, pour lequel sa culpabilité est acquise. Partant, l'appel sera rejeté et le jugement confirmé en ce qui concerne la culpabilité de l'appelant pour les deux infractions retenues à son encontre en première instance. 3. 3.1. L'infraction à l'art. 87 al. 2 LAVS, non contestée en appel, est passible d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende et celle prévue à l'art. 117 al. 1 LEI d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire. 3.2. Les faits reprochés à l'appelant sont à la fois antérieurs et postérieurs à l'entrée en vigueur du nouveau droit des sanctions. Dans la mesure où les principes régissant la fixation de la peine postulent le prononcé d'une peine d'ensemble et d'une peine pécuniaire, la peine sera fixée selon le nouveau droit, qui lui est plus favorable (art. 2 al. 2 CP), vu que le quantum de la peine menace est de 180 jours amende (art. 34 al. 1 CP) et non plus de 360 jours amende (arrêt du Tribunal fédéral 6B_712/2018 du 18 décembre 2019 consid. 3.1).”
Bei Verfahren wegen Art. 87 Abs. 2 AHVG können zivilrechtliche Forderungen der Geschädigten im Strafurteil anerkannt und ihnen entsprechende Zahlungen zugesprochen werden. Dies kann sowohl Schadenersatz- oder Rückerstattungsansprüche betreffen; die zugesprochenen Beträge können — wie die Rechtsprechung zeigt — auch in Fremdwährung festgesetzt werden.
“B______ d'avoir fourni de faux papiers à d'autres ouvriers sur les chantiers, ainsi que d'être responsable de chantier et de ne pas avoir payé les ouvriers. 5) Par jugement du 9 avril 2020, prononcé dans la procédure P/1______, le Tribunal correctionnel (ci-après : TCO) a déclaré M. B______ coupable de traite d’êtres humains qualifiée (art. 182 al. 1 et 2 du Code pénal suisse du 21 décembre 1937 - CP - RS 311.0), d’abus de confiance (art. 138 ch. 1 CP), de gestion fautive (art. 165 ch. 1 CP), de calomnie (art. 174 ch. 1 CP), de dénonciation calomnieuse (art. 303 ch. 1 CP), d’infractions à la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (art. 115 al. 1 let. c, 116 al. 1 let. a, 117 al. 1 et 118 al. 1 LEI - RS 142.20), de tentative d’infractions à la LEI (art. 22 al. 1 et 118 al. 1 LEI), d’infractions à la loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce du 13 mars 1964 (art. 59 al. 1 let. a et b LTr - RS 822.11), d’infractions à la loi fédérale sur l’assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (art. 87 al. 2 LAVS - RS 831.10) et d’infractions à la loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité du 25 juin 1982 (art. 76 al. 2 LPP - RS 831.40), et l’a condamné à une peine privative de liberté de six ans ainsi qu’à son expulsion de Suisse pour une durée de dix ans. Dix ouvriers qui s’étaient constitués parties plaignantes dans la procédure pénale ont vu leurs prétentions civiles reconnues en tout ou partie par le TCO. M. B______ a été condamné à payer à M. A______ CHF 27'591.55 à titre de dommages-intérêts, sous déduction de CHF 1'750.- et EUR 3'000.- et avec intérêts à 5 % dès le 30 septembre 2017, en application de l’art. 41 al. 1 de la loi fédérale complétant le Code civil suisse du 30 mars 1911 (Livre cinquième : Droit des obligations - CO - RS 220), et CHF 5'000.- à titre de tort moral avec intérêts à 5 % dès le 30 septembre 2017, en application de l’art. 49 al. 1 CO. Le TCO a également prononcé contre M. B______ une créance compensatrice de CHF 12'000.- et ordonné, en garantie de celle-ci, le maintien du séquestre qui frappait une relation bancaire ouverte à son nom au F______, en application de l’art.”
“Les heures facturées à l'intimée par ses conseils pour la procédure d'appel paraissent adéquates, étant observé que l'appelant ne soutient pas le contraire et qu'au demeurant, le montant en est proche de celui articulé par lui-même au titre de l'art. 429 CPP. Il convient cependant de ramener le tarif horaire plus élevé pratiqué par l'associé senior à celui usuel à Genève de CHF 450.- (arrêt du Tribunal fédéral 2C_725/2010 du 31 octobre 2011 = SJ 2012 I 172 ; ACPR/279/2014 du 27 mai 2014). L'appelant sera partant condamné à payer à l'intimée, en application de l'art. 433 CP, la somme de CHF 16'262.50 ([36h00 × CHF 450.-] + [25 minutes × CHF 150.-]). * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Reçoit l'appel formé par A______ contre le jugement rendu le 30 juin 2020 par le Tribunal de police dans la procédure P/14632/2015. L'admet partiellement. Annule le jugement querellé. Et statuant à nouveau : Déclare A______ coupable d'abus de confiance (art. 138 ch. 1 al. 2 CP), d'infraction à l'art. 117 al. 1 LEI, d'infraction à l'art. 87 al. 2 LAVS et d'infraction à l'art. 76 al. 2 LPP. Acquitte A______ du chef d'infraction à l'art. 18 LTN et de détournement de retenues sur les salaires (art. 159 CP). Condamne A______ à une peine privative de liberté de 14 mois (art. 40 aCP). Met A______ au bénéfice du sursis et fixe la durée du délai d'épreuve à deux ans (art. 42 et 44 aCP). L'avertit de ce que, s'il devait commettre de nouvelles infractions durant le délai d'épreuve, le sursis pourrait être révoqué et la peine suspendue exécutée, cela sans préjudice d'une nouvelle peine. Condamne A______ à une peine pécuniaire de 100 jours-amende (art. 34 aCP). Fixe le montant du jour-amende à CHF 350.-. Met A______ au bénéfice du sursis et fixe la durée du délai d'épreuve à trois ans. L'avertit de ce que, s'il devait commettre de nouvelles infractions durant le délai d'épreuve, le sursis pourrait être révoqué et la peine suspendue exécutée, cela sans préjudice d'une nouvelle peine. Condamne A______ à payer à B______ la somme de USD 880'000.”
In den zitierten Entscheiden wurden Schuldsprüche wegen Widerhandlung nach Art. 87 Abs. 2 AHVG in Bezug auf die Privatklägerin von den Beschuldigten anerkannt; damit verblieb es bei einer einfachen Widerhandlung.
“Der Schuldspruch in Bezug auf die Widerhandlung gegen das AIG im Sin- ne von Art. 116 Abs. 1 lit. a i.V.m. Abs. 3 lit. a AIG, die Widerhandlung gegen das AIG im Sinne von Art. 117 Abs. 1 AIG und die Widerhandlung gegen das Bun- desgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG wurde in Bezug auf die Privatklägerin von beiden Beschuldigten ak- zeptiert, mit Bezug auf D._____ hingegen bestritten.”
“Vergehen gegen das AHVG Mit dem Freispruch betreffend D._____ fällt die mehrfache Tatbegehung weg. Der Schuldspruch betreffend Vergehen gegen das AHVG im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG in Bezug auf die Privatklägerin wurde anerkannt. Damit bleibt es bei einer einfachen Widerhandlung im genannten Sinne. V. Sanktion und Vollzug”
Ergibt sich der Verdacht auf unsorgfältige Ausübung delegierter Geschäftsführungs- oder Vertretungsbefugnisse, sind Gesellschafter—wie der Verwaltungsrat bei einer Aktiengesellschaft—sogleich zu entsprechenden Abklärungen verpflichtet; nötigenfalls ist Sachverständigenbeizug vorzunehmen. Zudem besteht die Pflicht, eine genaue und strenge Kontrolle hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu führen, insbesondere über die korrekte Abrechnung der Lohnbeiträge. Die Quellen stellen ferner fest, dass die Zweckentfremdung vom Lohn abgezogener Beiträge einen Straftatbestand nach Art. 87 Abs. 3 AHVG bildet. Wird die erforderliche Sorgfalt missachtet, kann dies als zumindest grobfahrlässiges Verhalten und damit als persönliches Verschulden gewertet werden.
“Ergibt sich aus diesen Informationen der Verdacht falscher oder unsorgfältiger Ausübung der delegierten Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse, ist der Gesellschafter gleich wie der Verwaltungsrat bei einer Aktiengesellschaft verpflichtet, sogleich die erforderlichen Abklärungen zu treffen (nötigenfalls durch Beizug von Sachverständigen) und eine genaue und strenge Kontrolle hinsichtlich der Beobachtung gesetzlicher Vorschriften auszuüben (vgl. BGE 114 V 219 E. 4a mit Hinweisen). Vorliegend wäre der Beschwerdeführer als Gesellschafter und Geschäftsführer sowie unter Berücksichtigung der offensichtlich sehr kleinen Organisationstruktur der B.____ GmbH verpflichtet gewesen, über die sozialversicherungsrechtlichen Belange und in diesem Zusammenhang insbesondere auch über die Abrechnung der Lohnbeiträge Bescheid zu wissen und entsprechend Einfluss zu nehmen. Dies umso mehr, als er hätte wissen müssen, dass es sich bei diesen Beiträgen um privilegierte Forderungen der Ausgleichskasse handelte und die Zweckentfremdung der vom Lohn abgezogenen Beiträge einen Straftatbestand bildet (Art. 87 Abs. 3 AHVG). Indem der Beschwerdeführer seine Sorgfaltspflicht missachtete, hat er das ausser Acht gelassen, "was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen". Es ist ihm - entgegen seiner Auffassung - daher ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten vorzuwerfen, mit der Konsequenz, dass ein persönliches Verschulden zu bejahen ist.”
“Ergibt sich aus diesen Informationen der Verdacht falscher oder unsorgfältiger Ausübung der delegierten Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse, ist der Gesellschafter gleich wie der Verwaltungsrat bei einer Aktiengesellschaft verpflichtet, sogleich die erforderlichen Abklärungen zu treffen (nötigenfalls durch Beizug von Sachverständigen) und eine genaue und strenge Kontrolle hinsichtlich der Beobachtung gesetzlicher Vorschriften auszuüben (vgl. BGE 114 V 219 E. 4a mit Hinweisen). Vorliegend wäre der Beschwerdeführer als Gesellschafter und Geschäftsführer sowie unter Berücksichtigung der offensichtlich sehr kleinen Organisationstruktur der B.____ GmbH verpflichtet gewesen, über die sozialversicherungsrechtlichen Belange und in diesem Zusammenhang insbesondere auch über die Abrechnung der Lohnbeiträge Bescheid zu wissen und entsprechend Einfluss zu nehmen. Dies umso mehr, als er hätte wissen müssen, dass es sich bei diesen Beiträgen um privilegierte Forderungen der Ausgleichskasse handelte und die Zweckentfremdung der vom Lohn abgezogenen Beiträge einen Straftatbestand bildet (Art. 87 Abs. 3 AHVG). Indem der Beschwerdeführer seine Sorgfaltspflicht missachtete, hat er das ausser Acht gelassen, "was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen". Es ist ihm - entgegen seiner Auffassung - daher ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten vorzuwerfen, mit der Konsequenz, dass ein persönliches Verschulden zu bejahen ist.”
Liegt die Beweislage nur in vagen oder lückenhaften Protokollen der Telefonkontrollen, die die behauptete Arbeitstätigkeit nicht präzise belegen, reicht dies nicht für die forensische Feststellung der Abrechnungspflicht und damit nicht für eine Verurteilung nach Art. 87 AHVG; in den zugrundeliegenden Entscheidungen führten solche Beweismittel deshalb zu Freisprüchen.
“Im Zusammenhang mit der Sanktion wies die Vorinstanz darauf hin, dass das Vergehen gegen das AHVG an sich ein Nebenprodukt der illegalen Anstel- lungen der Privatklägerin und von D._____ sei (Urk. 98 S. 90). Das trifft zu. Zu beachten ist aber, dass diesbezüglich im Zusammenhang mit D._____ ein unan- gefochtener Freispruch erging (Urk. 98, Dispositiv-Ziffer 2). Im Zusammenhang mit den weiter zur Anklage gebrachten Widerhandlungen gegen das AIG bezie- hungsweise den dort erwähnten Frauen, sind den Akten keine entsprechenden Untersuchungshandlungen zu entnehmen. Die Umstände um die Arbeitstätigkeit von D._____ konnten mit anderen Worten nicht geklärt werden. Die sich daraus ergebende Abrechnungspflicht gegenüber der AHV kann daher gestützt auf die vage Beweislage aus den TK-Protokollen bei der gegebenen Bestreitung der Be- schuldigten ebenfalls nicht zweifelsfrei erstellt werden. Für eine Verurteilung im - 54 - Sinne von Art. 87 AHVG reichte dieses Beweisfundament nicht aus. Die Beschul- digte ist daher in diesem Punkt freizusprechen. IV. Rechtliche Würdigung”
“Im Zusammenhang mit der Sanktion wies die Vorinstanz darauf hin, dass das Vergehen gegen das AHVG an sich ein Nebenprodukt der illegalen Anstel- lungen der Privatklägerin und von D._____ sei (Urk. 101 S. 105). Das trifft zu. Zu beachten ist aber, dass diesbezüglich im Zusammenhang mit D._____ ein unan- gefochtener Freispruch erging (Urk. 101, Dispositiv-Ziffer 2). Im Zusammenhang mit den weiter zur Anklage gebrachten Widerhandlungen gegen das AIG beziehungsweise den dort erwähnten Frauen rügte die Verteidigung im Übrigen zu Recht, dass den Akten die entsprechenden Untersuchungshandlungen nicht zu entnehmen sind (Urk. 77 S. 5, Urk. 138 S. 66 f.). Die Umstände um die Arbeits- tätigkeit von D._____ konnten mit anderen Worten nicht geklärt werden. Die sich daraus ergebene Abrechnungspflicht gegenüber der AHV kann daher gestützt auf die vage Beweislage aus den Protokollen der Telefonkontrollen bei der gegebe- nen Bestreitung der Beschuldigten ebenfalls nicht zweifelsfrei erstellt werden. Für eine Verurteilung im Sinne von Art. 87 AHVG reichte dieses Beweisfundament nicht aus. Der Beschuldigte ist daher in diesem Punkt freizusprechen.”
In den entschiedenen Fällen hat ein mit der Ausgleichskasse vereinbartes Zahlungsarrangement und dessen Einhaltung dazu geführt, dass eine Strafverfolgung nach Art. 87 AHVG nicht weiter betrieben wurde. Dementsprechend können derartige Vereinbarungen die Einleitung oder den Fortgang eines Strafverfahrens wegen Verstösse nach Art. 87 AHVG beeinflussen.
“cc) Les recourants n’ont pas formulé de griefs circonstanciés à l’encontre des explications données par la caisse intimée, si bien qu’il y a lieu de considérer que la manière dont la caisse intimée a procédé à l’imputation des paiements effectués n’est plus contestée. En tant que T.________, P.________ et L.________ reprochent à la caisse intimée d’avoir choisi, dans le cadre de l’arrangement convenu le 23 juillet 2015 avec la société « X.________ SA », la période et la nature des cotisations susceptibles de faire l’objet des imputations, ils se méprennent sur la nature dudit arrangement. Ainsi que cela ressort très clairement du courrier de la caisse intimée du 23 juillet 2015, celle-ci n’était alors plus disposée à accorder des arrangements de paiement à la société, sous réserve du montant relatif à la part pénale des cotisations (pour un montant de 45'324 fr. 45). Ledit arrangement – et le respect par la société de celui-ci – a ainsi permis aux recourants d’éviter une procédure pénale pour infraction à la LAVS (cf. art. 87 LAVS). 9. a) Il résulte de ce qui précède que le recours de C.________ doit être admis et la décision sur opposition attaquée le concernant annulée. S’agissant des recours déposés par B.________, T.________, P.________ et L.________, ils doivent être très partiellement admis et les décisions sur opposition attaquées réformées, en ce sens qu’ils sont condamnés à payer à la caisse intimée, solidairement entre eux, le montant de 145'688 fr. 45. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. a LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, applicable conformément à l’art. 82a LPGA). c) C.________, qui obtient gain de cause avec le concours d'un mandataire, a droit à une indemnité de dépens, dont le montant doit être déterminé d'après l'importance et la complexité du litige (art. 61 let. g LPGA; cf. également art. 11 al. 2 TFJDA [tarif des frais judiciaires et des dépens en matière administrative du 28 avril 2015 ; BLV 173.36.5.1]). En l'espèce, il y a lieu d'arrêter le montant des dépens à 7'500 fr.”
Art. 87 AHVG verfolgt nach der Rechtsprechung und Lehre nicht in erster Linie den Schutz des individuellen Vermögens der Versicherten. Die spezialgesetzlichen Bestimmungen des Sozialversicherungsrechts (insbesondere Art. 87 LAVS sowie Art. 76 LPP und Art. 112 LAA) dienen primär kollektiven Interessen der Sozialversicherung; daraus folgt, dass ein Vermögensschutz der einzelnen Versicherten nicht im Vordergrund steht.
“L'usure consiste à obtenir ou à se faire promettre, en exploitant la faiblesse de l'autre partie, une contreprestation disproportionnée. Le bien juridique protégé est le patrimoine et c'est sa mise en danger qui est sanctionnée. Une atteinte au patrimoine n'est pas nécessaire. C'est en effet dans la conclusion d'une convention usuraire que consiste l'acte incriminé (A. MACALUSO / L. MOREILLON / N. QUELOZ (éds), Commentaire romand, Code pénal II, vol. II, Partie spéciale : art. 111-392 CP, Bâle 2017, n. 1 ad art. 157). 1.4. La LEI règle le statut des étrangers en Suisse et tend à promouvoir leur intégration (Message concernant la loi sur les étrangers [ci-après : Message], FF 2002 3531 ad art. 1). L’art. 117 de cette loi, qui sanctionne l’emploi d’étrangers sans autorisation, vise à lutter contre le travail au noir (Message, FF 2002 3519 ad 1.3.11 et 3587 et s. ad art. 112). 1.5. Sous l'angle du bien juridiquement protégé, les normes spéciales du droit des assurances sociales, en particulier les art. 87 LAVS, 76 LPP et 112 LAA, ne tendent pas à protéger le patrimoine de l'assuré, dans la mesure où le travailleur ne subit aucune réduction de prestation en cas de faute commise par son employeur (M. NIGGLI/ H. WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar Strafrecht II : art. 111-392 StGB, 3ème éd. Bâle 2019, n. 19 art. 159; Message concernant la modification du code pénal suisse et du code pénal militaire (Infractions contre le patrimoine et faux dans les titres) du 24 avril 1991, FF II 1023). 1.6. Le bien juridique protégé par la loi fédérale sur l'impôt fédéral direct et la loi genevoise sur le prélèvement de l'impôt à la source est la créance d'impôt de l'IFD (ATF 143 IV 130 consid. 3.1.). 1.7. En l'espèce, la qualité pour recourir de la recourante apparaît donnée en ce qui concerne l'infraction d'usure, dans la mesure où elle allègue une atteinte/mise en danger de son patrimoine. Son recours est recevable sur ce point. En revanche, il est irrecevable s'agissant d'éventuelles violations à la LEI et aux normes des assurances sociales et fiscales.”
“L'usure consiste à obtenir ou à se faire promettre, en exploitant la faiblesse de l'autre partie, une contreprestation disproportionnée. Le bien juridique protégé est le patrimoine et c'est sa mise en danger qui est sanctionnée. Une atteinte au patrimoine n'est pas nécessaire. C'est en effet dans la conclusion d'une convention usuraire que consiste l'acte incriminé (A. MACALUSO / L. MOREILLON / N. QUELOZ (éds), Commentaire romand, Code pénal II, vol. II, Partie spéciale : art. 111-392 CP, Bâle 2017, n. 1 ad art. 157). 1.4. La LEI règle le statut des étrangers en Suisse et tend à promouvoir leur intégration (Message concernant la loi sur les étrangers [ci-après : Message], FF 2002 3531 ad art. 1). L’art. 117 de cette loi, qui sanctionne l’emploi d’étrangers sans autorisation, vise à lutter contre le travail au noir (Message, FF 2002 3519 ad 1.3.11 et 3587 et s. ad art. 112). 1.5. Sous l'angle du bien juridiquement protégé, les normes spéciales du droit des assurances sociales, en particulier les art. 87 LAVS, 76 LPP et 112 LAA, ne tendent pas à protéger le patrimoine de l'assuré, dans la mesure où le travailleur ne subit aucune réduction de prestation en cas de faute commise par son employeur (M. NIGGLI/ H. WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar Strafrecht II : art. 111-392 StGB, 3ème éd. Bâle 2019, n. 19 art. 159; Message concernant la modification du code pénal suisse et du code pénal militaire (Infractions contre le patrimoine et faux dans les titres) du 24 avril 1991, FF II 1023). 1.6. Le bien juridique protégé par la loi fédérale sur l'impôt fédéral direct et la loi genevoise sur le prélèvement de l'impôt à la source est la créance d'impôt de l'IFD (ATF 143 IV 130 consid. 3.1.). 1.7. En l'espèce, la qualité pour recourir de la recourante apparaît donnée en ce qui concerne l'infraction d'usure, dans la mesure où elle allègue une atteinte/mise en danger de son patrimoine. Son recours est recevable sur ce point. En revanche, il est irrecevable s'agissant d'éventuelles violations à la LEI et aux normes des assurances sociales et fiscales.”
Das Vergehen nach Art. 87 Abs. 2 AHVG ist einzig mit Geldstrafe bedroht; der in den Quellen genannte Strafrahmen reicht von 1 bis 180 Tagessätzen.
“Einzelstrafen ausgesprochen und auf- grund der anzunehmenden spezialpräventiven Wirkung auf den mehrfach vorbe- straften Beschuldigten dafür durchwegs Freiheitsstrafen festgesetzt hat (mit Aus- nahme des Vergehens gegen das AHVG, welches nur mit Geldstrafe bedroht ist), - 22 - steht dies im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und ist so nach- vollziehbar wie sachgerecht (näher dazu Urk. 94 S. 151 f.). An der Richtigkeit der vorinstanzlichen Erwägungen vermochte auch das Inkrafttre- ten des Strafrahmenharmonisierungsgesetzes per 1. Juli 2023 nichts zu ändern, da die im Strafgesetzbuch nunmehr geltenden, teilweise angepassten Strafrahmen für den Beschuldigten im Hinblick auf die Bestimmung der schwersten von ihm began- genen Straftat nicht die milderen wären, weshalb es bei der Anwendung des alten, von der Vorinstanz ihren Erwägungen zu Grunde gelegten Rechts bleibt (Art. 2 Abs. 2 StGB e contrario). Damit ist für die schwerste vom Beschuldigten begangene Straftat (gewerbsmässiger Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 2 aStGB) nach wie vor von einem Strafrahmen von 90 Tagessätzen Geldstrafe bis zu 10 Jahren Frei- heitsstrafe bzw. hinsichtlich des einzigen nur mit Geldstrafe bedrohten Straftatbe- stands (Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenen- versicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG) nach wie vor von einem Strafrah- men von 1 Tagessatz bis zu 180 Tagessätzen Geldstrafe auszugehen.”
“Einzelstrafen ausgesprochen und auf- grund der anzunehmenden spezialpräventiven Wirkung auf den mehrfach vorbe- straften Beschuldigten dafür durchwegs Freiheitsstrafen festgesetzt hat (mit Aus- nahme des Vergehens gegen das AHVG, welches nur mit Geldstrafe bedroht ist), - 22 - steht dies im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und ist so nach- vollziehbar wie sachgerecht (näher dazu Urk. 94 S. 151 f.). An der Richtigkeit der vorinstanzlichen Erwägungen vermochte auch das Inkrafttre- ten des Strafrahmenharmonisierungsgesetzes per 1. Juli 2023 nichts zu ändern, da die im Strafgesetzbuch nunmehr geltenden, teilweise angepassten Strafrahmen für den Beschuldigten im Hinblick auf die Bestimmung der schwersten von ihm began- genen Straftat nicht die milderen wären, weshalb es bei der Anwendung des alten, von der Vorinstanz ihren Erwägungen zu Grunde gelegten Rechts bleibt (Art. 2 Abs. 2 StGB e contrario). Damit ist für die schwerste vom Beschuldigten begangene Straftat (gewerbsmässiger Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 2 aStGB) nach wie vor von einem Strafrahmen von 90 Tagessätzen Geldstrafe bis zu 10 Jahren Frei- heitsstrafe bzw. hinsichtlich des einzigen nur mit Geldstrafe bedrohten Straftatbe- stands (Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenen- versicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 AHVG) nach wie vor von einem Strafrah- men von 1 Tagessatz bis zu 180 Tagessätzen Geldstrafe auszugehen.”
Die systematischen Strafbestimmungen der Sozialversicherungen, auf die Art. 87 Abs. 5 abzielt, dienen dem Zweck, eine zielgerechte und rechtskonforme Verwendung begrenzter öffentlicher Mittel sicherzustellen und die Einhaltung von Melde- und Auskunftspflichten zu gewährleisten. Das Vorhandensein spezieller Strafnormen für Sozialversicherungen entspricht dem legislativen Ziel, Leistungen nur an die rechtlich Berechtigten zu gewähren und den Grundsatz von Treu und Glauben im Leistungsverkehr zu wahren.
“celui qui s’oppose à un contrôle ordonné par l’autorité compétente ou rend ce contrôle impossible de toute autre manière. 6.4 En vertu de l'art. 31 LPGA, intitulé avis obligatoire en cas de modification des circonstances, l'ayant droit, ses proches ou les tiers auxquels une prestation est versée sont tenus de communiquer à l'assureur ou, selon les cas, à l'organe compétent toute modification importante des circonstances déterminantes pour l'octroi d'une prestation (al. 1). 6.5 L'art. 24 OPC-AVS/AI dispose que l'ayant droit ou son représentant légal ou, le cas échéant, le tiers ou l'autorité à qui la prestation complémentaire est versée, doit communiquer sans retard à l'organe cantonal compétent tout changement dans la situation personnelle et toute modification sensible dans la situation matérielle du bénéficiaire de la prestation. Cette obligation de renseigner vaut aussi pour les modifications concernant les membres de la famille de l'ayant droit. 6.6 Par le biais des dispositions pénales figurant dans les diverses lois d'assurances sociales (voir également l'art. 87 al. 5 LAVS ainsi que les art. 70 LAI, 25 LAPG et 23 LAFam, qui tous trois renvoient à la LAVS), le législateur a entendu garantir, compte tenu des moyens financiers limités de la collectivité publique, de l'exigence d'un emploi ciblé et efficace des ressources ainsi que des principes généraux du droit administratif, que des prestations d'assurances sociales ne soient versées qu'aux personnes qui en remplissent les conditions légales. Le but poursuivi par ces normes est, d'une part, de permettre la mise en œuvre conforme au droit et, si possible, efficiente et égalitaire de l'assurance sociale et, d'autre part, de garantir le respect du principe de la bonne foi qui doit régir les relations entre les autorités et les personnes qui sollicitent des prestations sociales. Il ressort de la systématique de la loi que l'existence de dispositions pénales spéciales exclut le fait que l'on puisse assimiler une simple violation du devoir d'annoncer au sens de l'art. 31 LPGA à une escroquerie au sens de l'art.”
Fehlt ein rechtskräftiger strafrechtlicher Entscheid, haben die Verwaltung bzw. das Sozialversicherungsgericht vorfrageweise zu prüfen und zu begründen, ob sich eine Rückforderung aus einer strafbaren Handlung nach Art. 87 AHVG ergibt. Dabei gelten nach der Rechtsprechung die gleichen Beweisanforderungen wie im Strafverfahren und die Unschuldsvermutung. Fehlt eine Strafanzeige, bestehen nach der Rechtsprechung regelmässig erhebliche Zweifel an einer strafbaren Handlung.
“Es sei unter anderem zu klären, wann die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit eingetreten und zu welchem Zeitpunkt von einer Meldepflichtverletzung auszugehen sei. Sei die Strafverfolgung aufgenommen und bereits rechtskräftig abgeschlossen worden, so sei die über den Rückforderungsanspruch befindende Behörde an diesen Entscheid der Straf(verfolgungs)behörde gebunden. Fehle es an einem solchen Entscheid, hätten die Verwaltung und gegebenenfalls das Sozialversicherungsgericht vorfrageweise selbst darüber zu befinden, ob sich die Rückforderung aus einer strafbaren Handlung herleite und der Täter dafür strafbar wäre. Dabei gälten die gleichen beweisrechtlichen Anforderungen wie im Strafverfahren, sodass der sonst im Sozialversicherungsrecht geltende Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht ausreiche; zudem gelte die Unschuldsvermutung. Unterbleibe eine Strafanzeige, so beständen rechtsprechungsgemäss erhebliche Zweifel am Vorliegen einer strafbaren Handlung. Die Vorinstanz habe festgestellt, der Versicherte habe seine Meldepflicht verletzt. Somit überzeuge es im Licht des Art. 87 AHVG in Verbindung mit Art. 77 IVV, des Untersuchungsgrundsatzes und der Begründungspflicht nicht, wenn sie lediglich pauschal und ohne Begründung ausführe, für das Vorliegen einer strafbaren Handlung des Versicherten bestehe kein Anhaltspunkt. Die Sache sei daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie prüfe, ob sich der Rückerstattungsanspruch der IV-Stelle aus einer strafbaren Handlung des Versicherten herleite. Dies setze selbstredend dessen Anhörung voraus. Danach werde sie über den Zeitpunkt des Beginns der Rentenherabsetzung und der Rückerstattungspflicht sowie über die Höhe einer allfälligen Rückforderung bzw. Nachzahlung neu zu entscheiden haben (act. G 1). Mit Schreiben vom 3. Mai 2022 teilt das Versicherungsgericht den Parteien mit, die Prüfung des Vorliegens einer strafbaren Handlung werde ohne mündliche Befragung des Beschwerdeführers anhand der vorliegenden Akten vorgenommen. Gleichzeitig wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum vorgesehenen Vorgehen sowie zum Vorliegen einer strafbaren Handlung und zur Entwicklung des Gesundheitszustands wie auch zur retrospektiven Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten vor November 2014 zu äussern (act.”
Die blosse Unterlassung der Beitragszahlung ist nach der Rechtsprechung nicht ohne Weiteres strafbar. Art. 87 AHVG erfasst primär Täuschung gegenüber der Behörde, etwa durch unwahre oder unvollständige Angaben; die Nichtzahlung allein genügt nach dieser Auffassung nicht als Tatbestand.
“92 al. 1 let. a LAMal. L'art. 31 al. 1 de la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI [LPC] est particulièrement intéressant à cet égard car l'Assemblée fédérale a jugé utile d'expressément rajouter que la violation de son obligation de renseigner par un assuré était punissable (cf. art. 31 al. 1 let. d LPC), en sus de la tromperie de l'autorité par "des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière" (cf. art. 31 al. 1 let. a LPC), considérant comme insatisfaisante la situation qui prévalait jusqu'alors où "l'oubli délibéré d'annoncer un décès, un mariage ou un changement majeur de situation personnelle, économique ou autre" n'était pas punissable en tant que délit. Eu égard à l'art. 31 al. 1 LPC, l'omission est donc punie par l'art. 31 al. 1 let. d LPC, et la tromperie active par l'art. 31 al. 1 let. a LPC (ATAS/754/2022 du 29 août 2022 consid. 6.3.2). Une règle comparable à l'art. 31 al. 1 let. d LPC n'existe pas à l'art. 92 LAMal. De même, l'art. 87 LAVS ne rend pas punissable la seule omission de payer des cotisations ; la fourniture d'informations inexactes à l'autorité ne constituant qu'un exemple particulier de la tromperie de l'autorité que cette norme visait à réprimer (ATF 89 IV 167 consid. 1 ; Obergericht Zürich, SB180351 du 22 novembre 2018 consid. 3.4.1 ; U. KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG (RBS), 4ème éd., Zurich 2020, n. 2 ad art. 87 LAVS ; F. FREY / HJ. MOSIMANN / S. BOLLINGER, OFK-AHVG/IVG Kommentar, Zurich 2018, n. 2 ad art. 87 LAVS). Enfin, l'art. 92 al. 1 let. a LAMal est particulièrement susceptible d'entrer en concours idéal avec l'infraction d'escroquerie de l'art. 146 CP dont il est particulièrement proche s'agissant de ses éléments constitutifs (en ce sens : S. DE VITO BIERI / M. DANNACHER, Basler Kommentar KVG, Bâle 2020, n. 5 et 7 ad art. 92 LAMal). Or, l'art. 146 CP ne punit pas la simple omission par l'administré d'informer l'autorité sociale (ATF 140 IV 206 consid. 6.3.2.2). Les conséquences pécuniaires pour l'autorité d'une affiliation tardive à l'assurance font l'objet des art.”
Bei zumindest leichter Fahrlässigkeit kann die Verletzung der Meldepflicht (Art. 31 ATSG) als Straftat nach Art. 87 AHVG gelten; in diesem Fall kann die Forderung auf Rückerstattung der rechts- bzw. tatbestandsbedingt unrechtmässig bezogenen Leistungen der siebenjährigen Verjährungsfrist gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. d StGB unterliegen. (Leichte Fahrlässigkeit genügt für die Verwirklichung der Meldepflichtverletzung.)
“La Caisse a reçu des attestations d'études d'établissements de formation situés au M.________ au début d'année 2020. Sur la base de ces premiers indices, elle a instruit auprès du recourant en mars 2020. En novembre 2020, l'intéressé lui a confirmé que ses trois filles aînées résidaient chez les parents de son épouse depuis dix ans. En émettant la décision de restitution le 20 janvier 2021, la Caisse a agi dans le délai relatif de trois ans de l'art. 25 al. 2 LPGA. Quant au délai absolu, il doit être fixé en examinant à titre préjudiciel si la créance en restitution de la Caisse découle d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long que les cinq ans fixés par l'art. 25 al. 2 LPGA. Or tel est le cas en l'espèce, puisqu'en ne communiquant pas à la Caisse que ses trois enfants ainés étaient domiciliés au M.________, le recourant a violé son obligation d'annoncer et de renseigner au sens de l'art. 31 al. 1 LPGA et commis de ce fait un délit au sens de l'art. 87 LAVS (loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10), applicable par renvoi de l'art. 23 LAFam, dont l'action se prescrit par sept ans, selon l'art. 97 al. 1 let d CPS (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0). C'est le lieu de rappeler que pour qu'il y ait violation de l'obligation de renseigner, il faut qu'il y ait un comportement fautif, une négligence légère étant déjà suffisante (ATF 112 V 97 consid. 2a ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 6.1). En l'occurrence, il est constant que le recourant a tout au moins fait preuve de négligence légère en n'annonçant pas à la Caisse que ses filles avaient quitté la Suisse en 2010, de sorte que le délai de péremption absolu auquel est soumis le droit de la Caisse à exiger la restitution des prestations indues est de sept ans. Intervenue par décision du 20 janvier 2021 pour réclamer les allocations familiales versées de juillet 2015 à mars 2020, l'intimée est intervenue en temps utile, dans le respect du délai de péremption absolu.”
Art. 87 wurde in der zitierten Rechtssache zur Ahndung eines «Montage»-Konstrukts verwandt, bei dem Löhne als Leistungen / Scheinrechnungen deklariert wurden, um Sozialabzüge zu umgehen, sowie bei Zweckentfremdung von Mitteln zugunsten Dritter.
“E______ avait également permis le versement de sommes "gargantuesques" à N______ SA, dont son ami L______ était proche, et mis gracieusement à disposition de ce dernier un appartement appartenant à C______ SA, lésant ainsi la société et ses créanciers. À cela s'ajoutait que E______ n'avait pas remboursé un prêt "colossal" accordé à C______ SA par la Banque D______ le 15 juin 2011, de sorte qu'une gérance légale avait été instaurée, depuis 2014, sur les immeubles de C______ SA, qui n'en avait ainsi plus la maîtrise. La mauvaise gestion de E______ continuait de causer à C______ SA un dommage d'environ CHF 700'000.- par mois. Enfin, E______ avait facturé au nom de H______ SA à C______ SA, le 9 septembre 2020, CHF 270'000.- de prestations de services du 1er janvier au 30 septembre 2020 alors qu'il s'agissait de salaires dus par H______ SA, ce "montage" ayant pour but "d'échapper aux retenues sociales" et constituant une infraction à l'art. 87 LAVS. De nombreuses auditions étaient sollicitées, de même qu'une perquisition dans le bureau personnel de E______ ainsi que dans les locaux de H______ SA et J______ SA. l. Le 8 novembre 2021, ils ont complété leur plainte pénale. E______ avait agi dans son propre intérêt et non dans celui de C______ SA. Il avait multiplié les dépenses prises en charge par cette dernière, notamment en termes de frais d'avocat et de tribunaux, n'hésitant pas à "développer un argumentaire visant à augmenter de CHF 30 millions la dette de C______ SA". Ce comportement relevait de la gestion déloyale. C. Dans son ordonnance, le Ministère public considère que A______ et B______ SA ne sont pas lésés par les infractions qu'ils dénoncent, qui concernent des contrats passés entre C______ SA et des tiers. Or, ils n'étaient pas propriétaires de C______ SA. Pour le surplus, les faits dénoncés revêtaient un caractère civil prépondérant, vu leur nature contractuelle. D. a. À l'appui de leur recours, A______ et B______ SA reprochent au Ministère public d'avoir créé un amalgame entre les faits dénoncés résultant de leur plainte et le litige les opposant à E______ relatif à la cession des actions de C______ SA.”
Die Verletzung der Meldepflicht nach Art. 87 Abs. 6 AHVG (i.V.m. Art. 31 ATSG bzw. Art. 70 IVG) wird in den zitierten Entscheidungen als Vergehen beurteilt und kann mit einer Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen bestraft werden. Die Kommentierung und ältere bundesgerichtliche Rechtsprechung halten fest, dass es sich dabei nicht um ein als besonders schwergewichtig angesehenes Delikt handelt und typischerweise nicht mit Freiheitsstrafe bedroht ist. Die Meldepflicht ergibt sich aus Art. 31 Abs. 1 ATSG (Meldung wesentlicher Änderungen der für eine Leistung massgebenden Verhältnisse).
“Vorliegend ist mit Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 Abs. 6 AHVG und Art. 31 Abs. 1 ATSG ein Vergehen zu beurteilen, welches mit maximal 180 Tages- sätzen Geldstrafe bestraft werden kann. Gemäss älterer bundegerichtlicher Rechtsprechung würde damit offensichtlich kein schweres Delikt vorliegen, da es sich um ein Vergehen handelt, welches nicht mit Freiheitsstrafe bedroht ist. Zum gleichen Schluss gelangt man jedoch auch, wenn die Kriterien gemäss BGE 147 IV 9 herangezogen werden. Bestraft werden soll vorliegend eine Meldepflichtver- letzung, sprich eine Verletzung der Pflicht, einem Sozialversicherungsträger we- sentliche Änderungen in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen zu melden (vgl. Art. 31 Abs. 1 ATSG). Schutzzweck der Normen sind dabei die rechtmässige, möglichst effiziente und rechtsgleiche Durchführung der Sozialver- sicherung sowie Treu und Glauben im Verkehr zwischen Behörden und Leistun- gen beanspruchenden Personen (vgl. BGE 140 IV 11 E. 2.4.6). Geschützt sind damit Rechtsgüter, welche zwar als wichtig, im Vergleich zu anderen Vergehen jedoch nicht als besonders gewichtig zu beurteilen sind.”
“Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten eine Verletzung der Melde- pflicht im Sinne von Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 Abs. 6 AHVG und Art. 31 Abs. 1 ATSG vor. Gemäss Art. 70 IVG finden die Artikel 87 - 91 des AHVG Anwendung auf Perso- nen, die in einer in diesen Bestimmungen umschriebenen Weise die Vorschriften der Invalidenversicherung verletzen. Wer gemäss dem demnach anwendbaren Art. 87 Abs. 5 aAHVG (bzw. dem heute gleichlautenden Art. 87 Abs. 6 AHVG) die ihm obliegende Meldepflicht verletzt, wird, sofern nicht ein mit einer höheren Stra- fe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des Strafgesetzbuches vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft. Die Meldepflicht wiederum ergibt sich aus Art. 31 Abs. 1 ATSG. Demnach hat namentlich ein Leistungsbezüger dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan jede we- sentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen zu mel- den. Art. 77 IVV konkretisiert die Meldepflicht dahingehend, dass namentlich we- sentliche Änderungen des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbs- fähigkeit, des Zustandes der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungs- aufwands, den massgebenden Aufenthaltsort sowie persönliche und wirtschaftli- che Verhältnisse der IV-Stelle angezeigt werden müssen.”
“Zusammengefasst ist der Beschuldigte daher für die Verurteilungen be- treffend gewerbsmässigen Betrug, mehrfache Urkundenfälschung, Misswirtschaft und Unterlassung der Buchführung mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon bis zum heutigen Zeitpunkt 767 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind, – als Zu- satzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 21. September 2011 – und für die Widerhandlung gegen die Meldepflicht von Art. 87 Abs. 6 AHVG (i.V.m. Art. 31 Abs. 1 ATSG und Art. 70 IVG) mit einer Geldstrafe von 120 Tages- sätzen zu bestrafen.”
Die systematische bzw. massenhafte Verwendung fremder AVS‑Karten zusammen mit der Nichtabführung von Sozialabgaben kann — begleitend zu Delikten wie der Beschäftigung nicht bewilligter Arbeitskräfte oder Betrug — Teil eines umfassenden Straftatkomplexes sein.
“Entendu par la police, il a déclaré que, sur les 18 employés du restaurant H______, qu'il gérait, 6 n'avaient pas de statut légal en Suisse. Il fournissait à ces derniers des cartes AVS appartenant à d'autres ressortissants chinois et les payait en espèces; ces employés préféraient être payés plutôt que prendre des vacances. Trois employés logeaient dans un appartement, loué CHF 920.- mensuel; le loyer de CHF 310.-, chacun, était prélevé sur leur salaire; il ne les exploitait pas et ne retenait pas leurs documents d'identité. Il avait bénéficié d'un crédit COVID de CHF 250'000.- qu'il avait utilisé pour le roulement de l'entreprise. Il avait du retard dans le paiement des charges sociales et de l'impôt à la source. Depuis 2020, il avait dû engager 25 employés illégaux. b. Il est prévenu d'avoir facilité l'entrée et le séjour de personnes sans autorisation (art. 116 LEI), d'emploi de personnel étranger sans autorisation (art. 117 LEI), de comportement frauduleux à l'égard des autorités (art. 118 LEI), d'escroquerie (art. 146 CP), d'usure (art. 157 CP), d'infraction à la LAVS, LAA et LPP (art. 87 LAVS; 112 LAA; 76 LPP), pour avoir, en sa qualité de gérant de la société C______ SA, exploitant le restaurant H______, à Genève, à tout le moins depuis 2006 jusqu'au 1er juillet 2021 : - prélevé sur les salaires de ses employés, les charges sociales (LAVS, LAA, LPP) ainsi que les impôts à la source, sans les avoir reversés aux institutions et services comme il en avait l'obligation, s'enrichissant ainsi indûment desdits montants; - exploité la situation de faiblesse de ses employés pour les sous-payer pour leur travail, qui n'était pas déclaré, et pour certains les loger dans un appartement insalubre, sur-occupé et pour un loyer disproportionné; - fait venir en Suisse, à Genève, des ressortissants étrangers, notamment chinois, qui ne disposaient pas des autorisations d'entrée ni de séjour et de travail, puis les avoir employés et logés; - obtenu frauduleusement un prêt COVID, dont les fonds ont été utilisés à d'autres fins que celles annoncées; - établi de faux documents, notamment de faux certificats de salaire, utilisé des documents, notamment des cartes AVS établies aux noms de tiers, afin de frauder les institutions d'assurances sociales, mais également les impôts et l'OCPM.”
Liegt die Tatsachenbehauptung zu einer Abrechnungspflicht gegenüber der AHV nur auf einer vagen oder unzureichenden Beweislage (z. B. gestützt auf TK‑Protokolle), kann daraus die Abrechnungspflicht nicht zweifelsfrei festgestellt werden; dies kann bei gegebener Bestreitung zur Freisprechung von Art. 87 AHVG führen.
“Im Zusammenhang mit der Sanktion wies die Vorinstanz darauf hin, dass das Vergehen gegen das AHVG an sich ein Nebenprodukt der illegalen Anstel- lungen der Privatklägerin und von D._____ sei (Urk. 98 S. 90). Das trifft zu. Zu beachten ist aber, dass diesbezüglich im Zusammenhang mit D._____ ein unan- gefochtener Freispruch erging (Urk. 98, Dispositiv-Ziffer 2). Im Zusammenhang mit den weiter zur Anklage gebrachten Widerhandlungen gegen das AIG bezie- hungsweise den dort erwähnten Frauen, sind den Akten keine entsprechenden Untersuchungshandlungen zu entnehmen. Die Umstände um die Arbeitstätigkeit von D._____ konnten mit anderen Worten nicht geklärt werden. Die sich daraus ergebende Abrechnungspflicht gegenüber der AHV kann daher gestützt auf die vage Beweislage aus den TK-Protokollen bei der gegebenen Bestreitung der Be- schuldigten ebenfalls nicht zweifelsfrei erstellt werden. Für eine Verurteilung im - 54 - Sinne von Art. 87 AHVG reichte dieses Beweisfundament nicht aus. Die Beschul- digte ist daher in diesem Punkt freizusprechen. IV. Rechtliche Würdigung”
Die Unterlassung der Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen kann strafrechtliche Folgen nach Art. 87 AHVG nach sich ziehen. In den Quellen wird zudem auf mögliche finanzielle Folgen (z. B. Art. 52 AHVG) hingewiesen. Arbeitgeber können demnach strafrechtlich belangt werden; im konkreten Praxisfall wurde eine strafrechtliche Verfolgung wegen Einbehaltung und Nichtweiterleitung von Beiträgen erfolgt.
“Soweit die Beschwerdegegnerin weiter argumentiert habe, die Barauszahlung der Löhne von Dezember 2017 bis Februar 2018 sei durch die schriftliche Bestätigung der Arbeitgeberin nicht belegt (vgl. Urk. 7/166), so wäre ein solcher Einwand nach der Rechtsprechung grundsätzlich gerechtfertigt, wenn der Beschwerdeführer selbst oder eine ihm nahestehende Person diese unterzeichnet hätte. Für ein vorbestehendes enges freundschaftliches oder ein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und A.___ bestünden bislang indes keine Anhaltspunkte. Eine Gefälligkeit könne daher nicht ohne Weiteres angenommen werden. Es komme hinzu, dass letzterer aufgrund des Auszugs aus dem IK allenfalls auch mit finanziellen (Art. 52 des Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVG) und strafrechtlichen (Art. 87 AHVG) Konsequenzen im Zusammenhang mit den nicht bezahlten Beiträgen an die Sozialversicherungen zu rechnen habe. Im Übrigen wäre es der Beschwerdegegnerin freigestanden, wenn sie eine Rückzahlung der Lohnzahlungen vermutete (vgl. Urk. 7/167), einen vollständigen Kontoauszug und nicht ausdrücklich nur die Gutschriftenanzeigen (vgl. Urk. 7/293) einzuverlangen.”
“Entendu par la police, il a déclaré que, sur les 18 employés du restaurant H______, qu'il gérait, 6 n'avaient pas de statut légal en Suisse. Il fournissait à ces derniers des cartes AVS appartenant à d'autres ressortissants chinois et les payait en espèces; ces employés préféraient être payés plutôt que prendre des vacances. Trois employés logeaient dans un appartement, loué CHF 920.- mensuel; le loyer de CHF 310.-, chacun, était prélevé sur leur salaire; il ne les exploitait pas et ne retenait pas leurs documents d'identité. Il avait bénéficié d'un crédit COVID de CHF 250'000.- qu'il avait utilisé pour le roulement de l'entreprise. Il avait du retard dans le paiement des charges sociales et de l'impôt à la source. Depuis 2020, il avait dû engager 25 employés illégaux. b. Il est prévenu d'avoir facilité l'entrée et le séjour de personnes sans autorisation (art. 116 LEI), d'emploi de personnel étranger sans autorisation (art. 117 LEI), de comportement frauduleux à l'égard des autorités (art. 118 LEI), d'escroquerie (art. 146 CP), d'usure (art. 157 CP), d'infraction à la LAVS, LAA et LPP (art. 87 LAVS; 112 LAA; 76 LPP), pour avoir, en sa qualité de gérant de la société C______ SA, exploitant le restaurant H______, à Genève, à tout le moins depuis 2006 jusqu'au 1er juillet 2021 : - prélevé sur les salaires de ses employés, les charges sociales (LAVS, LAA, LPP) ainsi que les impôts à la source, sans les avoir reversés aux institutions et services comme il en avait l'obligation, s'enrichissant ainsi indûment desdits montants; - exploité la situation de faiblesse de ses employés pour les sous-payer pour leur travail, qui n'était pas déclaré, et pour certains les loger dans un appartement insalubre, sur-occupé et pour un loyer disproportionné; - fait venir en Suisse, à Genève, des ressortissants étrangers, notamment chinois, qui ne disposaient pas des autorisations d'entrée ni de séjour et de travail, puis les avoir employés et logés; - obtenu frauduleusement un prêt COVID, dont les fonds ont été utilisés à d'autres fins que celles annoncées; - établi de faux documents, notamment de faux certificats de salaire, utilisé des documents, notamment des cartes AVS établies aux noms de tiers, afin de frauder les institutions d'assurances sociales, mais également les impôts et l'OCPM.”
Für die Verhängung einer Strafe wegen Art. 87 Abs. 4 AHVG ist vorausgesetzt, dass das Sommationsverfahren regelmässig durchgeführt wurde; die Ausgleichskasse muss dem säumigen Arbeitgeber eine Sommation schicken und die anschliessend gesetzte letztmalige Zahlungsfrist abwarten (vgl. Art. 34 und 34a RAVS, Rechtsprechung).
“Si l'infraction est commise dans la gestion d'une personne morale, d'une société de personnes ou d'une maison à raison commerciale individuelle, les dispositions pénales des art. 87 et 88 sont applicables aux personnes qui ont agi ou auraient dû agir en son nom (art. 89 al. 1 LAVS). Les éléments objectifs de l’art. 87 LAVS sont réunis après l’expiration d’un délai de paiement qui est généralement d’un mois, suivi d’un délai d’exigibilité de dix jours (art. 14 LAVS ; art. 34 al. 1 et 3 RAVS [règlement sur l’assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 ; RS 831.101]). Si l’employeur ne s’acquitte pas, une sommation doit lui être envoyée (art. 34a al. 1 RAVS). L’ultime délai de paiement est celui que fixe la caisse après la sommation (ATF 122 IV 270, traduit au JdT 1998 IV 84 consid. 2b et 2c). Pour qu’une peine soit prononcée, il faut que la procédure de sommation ait été régulièrement suivie (ATF 80 IV 184). Lorsque l’employeur ne s’acquitte pas à l’expiration de l’ultime délai, il ne se rend coupable de détournement des cotisations de l’employeur que si, en sa qualité d’employeur, il a violé l’obligation que lui fait l’art. 87 al. 4 LAVS de conserver à l’intention de ses employés ce qu’il a déduit ou l’équivalent. L’obligation de conserver le nécessaire correspond au devoir général de diligence de l’entrepreneur, dont la violation est punissable. En particulier, il s’agit pour l’employeur de déduire les cotisations de salaire et de les gérer sans pouvoir en disposer. Il viole son obligation s’il provoque ou tolère volontairement une situation qui le prive des moyens de s’acquitter au moment critique (JdT 1998 IV 84 consid. 2c). La jurisprudence s'est toujours montrée constante, lorsqu'il s'est agi d'apprécier la responsabilité d'administrateurs qui alléguaient avoir été exclus de la gestion d'une société et qui s'étaient accommodés de ce fait sans autre forme de procès (TC 9C_289/2009 du 19 mai 2010 consid. 6.2 et les références TF 9C_722/2015 du 31 mai 2016 consid. 3.3). La jurisprudence précitée rappelle, s’agissant de l’homme de paille, que le fait de ne pas être en mesure d'exercer ses fonctions, parce que la personne morale est dirigée en fait par d'autres personnes, ou d'accepter un mandat à titre fiduciaire, ne constitue pas un motif de suppression ou d'atténuation de la faute commise (Jean-François Eggli, Aperçu de la jurisprudence récente du Tribunal fédéral relative à la responsabilité des administrateurs de société anonyme, in Publication CEDIDAC 8, 1987, p.”
Die denunzierte Ausgleichskasse hat Anspruch auf unverzügliche und vollständige Mitteilung von Nicht-Eintretensverfügungen. Zudem können Sozialversicherer in Strafverfahren wegen Verletzung von Art. 87 AHVG die Rechte einer parteiklagenden Stelle ausüben.
“En tant qu'auteur de la dénonciation, l'organe d'exécution a le droit que sa dénonciation soit reçue et traitée dans les règles, au même titre que tout un chacun, ce d'autant qu'il est chargé par la loi d'assurer l'exécution selon les règles. Pour pouvoir sauvegarder les intérêts qu'il est chargé de protéger, il doit pouvoir intervenir lorsqu'il est manifestement injustifié qu'une procédure ne soit pas engagée ou soit classée (Message concernant la modification de la Loi fédérale sur le service civil, FF 2014 6526). 1.2.3. D'après l'art. 25 de la loi sur les allocations pour perte de gain (LAPG, RS 834.1), les art. 87 à 91 LAVS sont applicables aux personnes qui violent les dispositions de la LAPG d'une manière qualifiée. L'art. 90 LAVS prévoit que les ordonnances de non-entrée en matière doivent être communiquées immédiatement et intégralement à la caisse de compensation qui a dénoncé l'infraction. Aux termes de l'art. 79 al. 3 de la loi sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), en cas de procédure pénale pour violation de l'art. 148a CP ou de l'art. 87 LAVS, l'assureur peut exercer les droits d'une partie plaignante. Cette disposition a été adoptée afin de permettre aux assureurs sociaux de participer activement aux procédures pénales menées dans leurs domaines de compétences, avec les droits d'une partie plaignante (ACPR/648/2020 du 16 septembre 2020 consid. 1.2.3). La loi ne semble pas limiter l'étendue des droits octroyés aux assureurs, qui doivent donc également pouvoir exercer un recours (cf. N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4ème éd., Zurich/St.Gall 2023, n. 1457 p. 653 s.). La notion d'"assureur social" comprend toutes les entités organisationnelles qui participent à l'administration d'une ou de plusieurs branches d'assurance sociale. Il peut ainsi s'agir, par exemple, d'une caisse de compensation, d'un office d'assurance-invalidité, d'une caisse de chômage ou d'un assureur maladie (A.S. DUPONT / M. MOSER-SZELESS (éds), Commentaire romand de la Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, p.”
“En tant qu'auteur de la dénonciation, l'organe d'exécution a le droit que sa dénonciation soit reçue et traitée dans les règles, au même titre que tout un chacun, ce d'autant qu'il est chargé par la loi d'assurer l'exécution selon les règles. Pour pouvoir sauvegarder les intérêts qu'il est chargé de protéger, il doit pouvoir intervenir lorsqu'il est manifestement injustifié qu'une procédure ne soit pas engagée ou soit classée (Message concernant la modification de la Loi fédérale sur le service civil, FF 2014 6526). 1.2.3. D'après l'art. 25 de la loi sur les allocations pour perte de gain (LAPG, RS 834.1), les art. 87 à 91 LAVS sont applicables aux personnes qui violent les dispositions de la LAPG d'une manière qualifiée. L'art. 90 LAVS prévoit que les ordonnances de non-entrée en matière doivent être communiquées immédiatement et intégralement à la caisse de compensation qui a dénoncé l'infraction. Aux termes de l'art. 79 al. 3 de la loi sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), en cas de procédure pénale pour violation de l'art. 148a CP ou de l'art. 87 LAVS, l'assureur peut exercer les droits d'une partie plaignante. Cette disposition a été adoptée afin de permettre aux assureurs sociaux de participer activement aux procédures pénales menées dans leurs domaines de compétences, avec les droits d'une partie plaignante (ACPR/648/2020 du 16 septembre 2020 consid. 1.2.3). La loi ne semble pas limiter l'étendue des droits octroyés aux assureurs, qui doivent donc également pouvoir exercer un recours (cf. N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4ème éd., Zurich/St.Gall 2023, n. 1457 p. 653 s.). La notion d'"assureur social" comprend toutes les entités organisationnelles qui participent à l'administration d'une ou de plusieurs branches d'assurance sociale. Il peut ainsi s'agir, par exemple, d'une caisse de compensation, d'un office d'assurance-invalidité, d'une caisse de chômage ou d'un assureur maladie (A.S. DUPONT / M. MOSER-SZELESS (éds), Commentaire romand de la Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, p.”
Fehlten zum Zeitpunkt der Lohnvorenthaltung tatsächlich verfügbare Mittel in entsprechender Höhe und handelte es sich lediglich um eine rein buchhalterische Retention, liegt nach der Rechtsprechung keine Tatbestandsverwirklichung vor.
“4 LAVS, celui qui, en sa qualité d'employeur, aura versé à un salarié des salaires dont il aura déduit des cotisations et qui, au lieu de payer les cotisations salariales dues à la caisse de compensation, les aura utilisées pour lui-même ou pour régler d'autres créances sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. Cette disposition est aussi applicable aux cotisations AI par renvoi de l’art. 70 LAI, aux cotisations APG par renvoi de l’art. 25 LAPG, aux cotisations de l’assurance-chômage par renvoi de l’art. 6 LACI et aux cotisations pour les allocations familiales par renvoi de l’art. 23 LAFam. Selon la jurisprudence, il faut se demander si, au moment où l'employeur effectue la retenue en versant le salaire, il avait des actifs correspondant à la somme retenue ; s’il n'avait en réalité pas les ressources nécessaires, la retenue était purement comptable et aucune somme disponible n'était retenue pour payer ultérieurement le tiers ; une telle situation, faute d'une véritable retenue, exclut d'emblée l’infraction (cf. arrêt TF 6B_1091/2014 du 24 novembre 2015 consid. 7 ; ATF 122 IV 270 consid. 2c ; ATF 117 IV 78 consid. 2d/aa). Le détournement des retenues de cotisations réprimé par l’art. 87 al. 4 LAVS doit être intentionnel ; le dol éventuel suffit (cf. arrêts TF 6B_662/2018 du 5 septembre 2018 consid. 2.1.3 et 9C_289/2011 du 8 juillet 2011 consid. 5.2). 6.3. 6.3.1. Le prévenu ne conteste pas ne pas avoir versé les cotisations sociales dues à la Caisse de compensation pour Q.________. Il soutient cependant qu’il n’a pas détourné de retenues sur le revenu de l’employé précité car, s’il n’a pas versé les cotisations sociales, c’est parce qu’il n’avait pas les ressources nécessaires pour le faire. Il n’a donc pas pu utiliser les retenues non versées pour lui-même ou pour régler d’autres créances. 6.3.2. Selon la Caisse de compensation, pour les mois d’avril à août 2017, le prévenu aurait dû lui verser pour Q.________ CHF 2'306.25 de cotisations AVS/AI/APG, CHF 580.50 de cotisations pour allocations familiales et CHF 495.- de cotisations AC, soit un total de cotisations de CHF 3'381.75, étant précisé que les frais d’administration facturés par la caisse ne sont pas retenus ici (cl. 2, pces 8002 s.”
Bei einer hartnäckigen, grundsätzlichen Verweigerung der erforderlichen Angaben durch den (alleinigen) Gesellschafter‑Geschäftsführer kann der Tatbestand von Art. 87 Abs. 2 AHVG erfüllt sein. Eine bloss fahrlässige Unterlassung genügt bei einer totalen Nichtauskunft nicht; es ist zumindest Eventualvorsatz erforderlich.
“Nicht zu beanstanden ist sodann die vorinstanzliche Subsumtion des Verhaltens des Beschuldigten unter diese Strafnorm. Wie sie unter Hinweis auf die einschlägi- gen Beweise (D1/11/8 S. 27; Urk. D9/1-11) nachvollziehbar ausführte, war der Be- schuldigte als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der U._____ GmbH der Pflicht zur Leistung von Sozialversicherungsbeiträgen unterstellt, reagierte er trotz Erhalts bzw. Kenntnis der Korrespondenz der SVA Zürich nicht darauf und unterliess er es auch nach mehrfachen Hinweisen auf seine Verantwortung als Ge- schäftsführer und entsprechenden Mahnungen konstant, der SVA Zürich die zur Feststellung von Art und Umfang der Beitragspflicht bzw. zur Beitragsfestsetzung erforderlichen Informationen zu übermitteln, so dass der SVA Zürich verunmöglicht wurde, die von der U._____ GmbH für das Jahr 2019 effektiv geschuldeten Sozia- lversicherungsbeiträge festzulegen und in Rechnung zu stellen, was der Beschul- digte wusste und zumindest in Kauf nahm (Urk. 94 S. 142 ff.). Soweit die Verteidigung die Anwendbarkeit von Art. 87 Abs. 2 AHVG mit dem Ar- gument in Abrede zu stellen scheint, dass dem Beschuldigten nicht mit rechtsge- nügender Sicherheit eine zumindest eventualvorsätzliche Vereitelung seiner Bei- tragspflicht nachgewiesen werden könne, weshalb lediglich Art. 88 Abs. 1 AHVG mehrfach erfüllt sei (Urk. 76 S. 22; Urk. 107 S. 13), kann ihr nicht gefolgt werden: Wer sich als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer einer Gesellschaft nicht ansatzweise um die ihm obliegenden AHV-Belange kümmert und nicht die gerings- ten Anstalten trifft, um seiner Pflicht zur Leistung von Sozialversicherungsbeiträgen nachzukommen, indem er bereits die erforderlichen Angaben zur Feststellung von Art und Umfang seiner Beitragspflicht bzw. zur Beitragsfestsetzung nicht macht und damit eine grundsätzliche und umfassende Verweigerungshaltung zum Ausdruck bringt, macht sich mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung klar nach Art. 87 Abs. 2 AHVG strafbar; Raum für die Annahme einer blossen Verletzung der Aus- kunftspflicht durch Verweigerung der Erteilung spezifischer Auskünfte im Sinne von - 21 - Art.”
“Nicht zu beanstanden ist sodann die vorinstanzliche Subsumtion des Verhaltens des Beschuldigten unter diese Strafnorm. Wie sie unter Hinweis auf die einschlägi- gen Beweise (D1/11/8 S. 27; Urk. D9/1-11) nachvollziehbar ausführte, war der Be- schuldigte als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der U._____ GmbH der Pflicht zur Leistung von Sozialversicherungsbeiträgen unterstellt, reagierte er trotz Erhalts bzw. Kenntnis der Korrespondenz der SVA Zürich nicht darauf und unterliess er es auch nach mehrfachen Hinweisen auf seine Verantwortung als Ge- schäftsführer und entsprechenden Mahnungen konstant, der SVA Zürich die zur Feststellung von Art und Umfang der Beitragspflicht bzw. zur Beitragsfestsetzung erforderlichen Informationen zu übermitteln, so dass der SVA Zürich verunmöglicht wurde, die von der U._____ GmbH für das Jahr 2019 effektiv geschuldeten Sozia- lversicherungsbeiträge festzulegen und in Rechnung zu stellen, was der Beschul- digte wusste und zumindest in Kauf nahm (Urk. 94 S. 142 ff.). Soweit die Verteidigung die Anwendbarkeit von Art. 87 Abs. 2 AHVG mit dem Ar- gument in Abrede zu stellen scheint, dass dem Beschuldigten nicht mit rechtsge- nügender Sicherheit eine zumindest eventualvorsätzliche Vereitelung seiner Bei- tragspflicht nachgewiesen werden könne, weshalb lediglich Art. 88 Abs. 1 AHVG mehrfach erfüllt sei (Urk. 76 S. 22; Urk. 107 S. 13), kann ihr nicht gefolgt werden: Wer sich als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer einer Gesellschaft nicht ansatzweise um die ihm obliegenden AHV-Belange kümmert und nicht die gerings- ten Anstalten trifft, um seiner Pflicht zur Leistung von Sozialversicherungsbeiträgen nachzukommen, indem er bereits die erforderlichen Angaben zur Feststellung von Art und Umfang seiner Beitragspflicht bzw. zur Beitragsfestsetzung nicht macht und damit eine grundsätzliche und umfassende Verweigerungshaltung zum Ausdruck bringt, macht sich mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung klar nach Art. 87 Abs. 2 AHVG strafbar; Raum für die Annahme einer blossen Verletzung der Aus- kunftspflicht durch Verweigerung der Erteilung spezifischer Auskünfte im Sinne von - 21 - Art.”
Art. 87 AHVG verfolgt vorrangig den Schutz der Sozialversicherungssysteme und nicht primär den Schutz des individuellen Vermögens des Arbeitnehmers. Nach der zitierten Literatur zielen die spezialgesetzlichen Strafbestimmungen des Sozialversicherungsrechts nicht darauf ab, das Vermögen des Versicherten zu schützen, zumal der Anspruch des Arbeitnehmers auf Leistungen durch eine Arbeitgeberfehlhandlung in der Regel nicht unmittelbar reduziert wird.
“115 CPP, l'intéressé doit être titulaire du bien juridiquement protégé touché par l'infraction (arrêt du Tribunal fédéral 1B_678/2011 du 30 janvier 2012, consid. 2.1). Il convient donc d'interpréter le texte de l'infraction pour en déterminer le titulaire et ainsi savoir qui a qualité de lésé (ATF 118 IV 209 consid. 2). Pour être directement touché, le lésé doit, en outre, subir une atteinte en rapport de causalité directe avec l'infraction poursuivie, ce qui exclut les dommages par ricochet (arrêt du Tribunal fédéral 1B_294/2013 du 24 septembre 2013 consid. 2.1). 1.2.2. Les différentes dispositions du Titre 2 de la partie spéciale du code pénal (comprenant notamment les art. 137 à 164 CP) tendent à protéger le patrimoine, soit la somme des valeurs économiques juridiquement protégées par le droit civil (M. DUPUIS / L. MOREILLON / C. PIGUET / S. BERGER / M. MAZOU / V. RODIGARI (éds), Code pénal - Petit commentaire, Bâle 2017, n. 1 ad remarques préliminaires aux art. 137 ss). 1.2.3. Sous l'angle du bien juridiquement protégé, les normes spéciales du droit des assurances sociales, en particulier, les art. 87 LAVS, 76 al. 2 LPP, 112 LAA, 70 LAI et 106 LACI, ne tendent pas à protéger le patrimoine de l'assuré, dans la mesure où le travailleur ne subit aucune réduction de prestation en cas de faute commise par son employeur (M. NIGGLI/ H. WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar Strafrecht II : art. 111-392 StGB, 3ème éd. Bâle 2019, n. 19 art. 159; Message concernant la modification du code pénal suisse et du code pénal militaire (Infractions contre le patrimoine et faux dans les titres) du 24 avril 1991, FF II 1023). 1.2.4. L'art. 39 al. 1 let. a LSE punit celui qui, intentionnellement aura procuré du travail ou loué des services sans posséder l'autorisation nécessaire. Selon l'art. 14 al. 1 LSE, le bailleur de services est tenu de fournir des sûretés en garantie des prétentions de salaire découlant de son activité de location de service. Le but de cet article est d'assurer les salaires de travailleurs engagés par le bailleur de services quand bien même ce dernier pourrait rencontrer des difficultés financières du fait que ses clients ne le paient pas ou plus (E.”
“115 CPP, l'intéressé doit être titulaire du bien juridiquement protégé touché par l'infraction (arrêt du Tribunal fédéral 1B_678/2011 du 30 janvier 2012, consid. 2.1). Il convient donc d'interpréter le texte de l'infraction pour en déterminer le titulaire et ainsi savoir qui a qualité de lésé (ATF 118 IV 209 consid. 2). Pour être directement touché, le lésé doit, en outre, subir une atteinte en rapport de causalité directe avec l'infraction poursuivie, ce qui exclut les dommages par ricochet (arrêt du Tribunal fédéral 1B_294/2013 du 24 septembre 2013 consid. 2.1). 1.2.2. Les différentes dispositions du Titre 2 de la partie spéciale du code pénal (comprenant notamment les art. 137 à 164 CP) tendent à protéger le patrimoine, soit la somme des valeurs économiques juridiquement protégées par le droit civil (M. DUPUIS / L. MOREILLON / C. PIGUET / S. BERGER / M. MAZOU / V. RODIGARI (éds), Code pénal - Petit commentaire, Bâle 2017, n. 1 ad remarques préliminaires aux art. 137 ss). 1.2.3. Sous l'angle du bien juridiquement protégé, les normes spéciales du droit des assurances sociales, en particulier, les art. 87 LAVS, 76 al. 2 LPP, 112 LAA, 70 LAI et 106 LACI, ne tendent pas à protéger le patrimoine de l'assuré, dans la mesure où le travailleur ne subit aucune réduction de prestation en cas de faute commise par son employeur (M. NIGGLI/ H. WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar Strafrecht II : art. 111-392 StGB, 3ème éd. Bâle 2019, n. 19 art. 159; Message concernant la modification du code pénal suisse et du code pénal militaire (Infractions contre le patrimoine et faux dans les titres) du 24 avril 1991, FF II 1023). 1.2.4. L'art. 39 al. 1 let. a LSE punit celui qui, intentionnellement aura procuré du travail ou loué des services sans posséder l'autorisation nécessaire. Selon l'art. 14 al. 1 LSE, le bailleur de services est tenu de fournir des sûretés en garantie des prétentions de salaire découlant de son activité de location de service. Le but de cet article est d'assurer les salaires de travailleurs engagés par le bailleur de services quand bien même ce dernier pourrait rencontrer des difficultés financières du fait que ses clients ne le paient pas ou plus (E.”
Eine vorsätzliche Verletzung der Meldepflicht kann als zielgerichtetes Unterlassen gewertet werden, mit dem der Täter die Änderung oder Aufhebung von IV‑Leistungen verhindern wollte.
“Gemäss dem als Anklageschrift geltenden Strafbefehl vom 7. Dezember 2017 (StA act. I.1.2) wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, dass die- ser - in bewusster Verletzung der Meldepflicht - es unterlassen habe, der IV- Stelle die deutliche Verbesserung seines Gesundheitszustandes mitzuteilen. Mit dieser Meldepflichtverletzung gemäss Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 Abs. 5 aAHVG (heute gleichlautendend Art. 87 Abs. 6 AHVG) und Art. 31 Abs. 1 ATSG habe er verhindern wollen, dass sein IV-Leistungsanspruch für den Fall einer kor- rekten Meldung geändert respektive aufgehoben werde. Im Einzelnen hält die Anklage fest, dass der Beschuldigte von 1988 bis Ende Au- gust 1995 als Hilfskoch im Hotel B. in C. gearbeitet, ab dem”
“Gemäss dem als Anklageschrift geltenden Strafbefehl vom 7. Dezember 2017 (StA act. I.1.2) wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, dass die- ser - in bewusster Verletzung der Meldepflicht - es unterlassen habe, der IV- Stelle die deutliche Verbesserung seines Gesundheitszustandes mitzuteilen. Mit dieser Meldepflichtverletzung gemäss Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 Abs. 5 aAHVG (heute gleichlautendend Art. 87 Abs. 6 AHVG) und Art. 31 Abs. 1 ATSG habe er verhindern wollen, dass sein IV-Leistungsanspruch für den Fall einer kor- rekten Meldung geändert respektive aufgehoben werde. Im Einzelnen hält die Anklage fest, dass der Beschuldigte von 1988 bis Ende Au- gust 1995 als Hilfskoch im Hotel B. in C. gearbeitet, ab dem”
Seit der Gesetzesänderung vom 1. Januar 2012 ist für die Strafbarkeit nach Art. 87 Abs. 4 AHVG nicht mehr erforderlich, nachzuweisen, dass der Arbeitgeber ursprünglich tatsächlich Beträge vom Lohn einbehalten oder zum Zeitpunkt der Lohnzahlung über die zur Zahlung der Beiträge erforderlichen Mittel verfügt hatte. Entscheidend ist vielmehr, dass der Arbeitgeber die Arbeitnehmerbeiträge nicht an die Ausgleichskasse entrichtet hat und diese stattdessen für sich oder zum Ausgleich anderer Verbindlichkeiten verwendet hat.
“Bien qu'il s'agisse de deux infractions distinctes, elles doivent en principe être interprétées de la même façon (ATF 122 IV 270 consid. 2a ; 119 IV 187 consid. 6). Leur élément constitutif est l'absence de versement par l'employeur des cotisations sociales aux autorités compétentes au plus tard au dernier moment possible pour s'exécuter (1) (ATF 122 IV 270 consid. 2c et 3b), sans que ledit employeur ne conserve ensuite à tout moment les fonds nécessaires pour ce faire (2) (ATF 122 IV 270 consid. 2c et 3b ; 117 IV 78 consid. 2d/bb ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_684/2017 du 13 mars 2018 consid. 3.3.2). Depuis une modification législative de l'art. 87 al. 4 LAVS au 1er janvier 2012, il n'est en revanche plus nécessaire que l'employeur ait initialement effectivement retenu une somme correspondant aux contributions sociales dues (arrêts du Tribunal fédéral 6B_684/2017 du 13 mars 2018 consid. 3.3.2 ; 6B_1340/2015 du 17 mars 2017 consid. 7.2) ; la jurisprudence ATF 117 IV 78 consid. 2d/aa est donc sur ce point dépassée. Bien que la lettre de l'art. 76 LPP n'ait pas été adaptée comme celle de l'art. 87 al. 4 LAVS, on ne saurait retenir que la jurisprudence ATF 117 IV 78 consid. 2d/aa trouverait toujours application au sujet de cet article. En effet, il ressort clairement du message relatif à cette modification que le législateur désirait modifier la situation juridique résultant de la jurisprudence, jugeant qu'elle faisait perdre une grande partie de sa portée pratique et de son effet dissuasif à cette norme (FF 2011 519, p. 538s.). Or, ce raisonnement vaut mutantis mutandis pour l'art. 76 al. 1 let. c LPP. En absence d'éléments permettant de conclure à une volonté du législateur de s'écarter du parallélisme volontaire existant entre les art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP, il tombe sous le sens de prendre en compte ce choix politique également dans l'interprétation de cette dernière disposition vu le principe selon lequel c'est bien la recherche du choix de valeurs ("Wertentscheidungen") du législateur qui est le but de l'interprétation d'une norme de droit suisse (ATF 145 III 324 consid.”
“En tant que règle relative au fardeau de la preuve, la présomption d'innocence signifie que toute personne prévenue d'une infraction pénale doit être présumée innocente jusqu'à ce que sa culpabilité soit légalement établie et, partant, qu'il appartient à l'accusation de prouver la culpabilité de celle-là (ATF 127 I 38 ; TF 68_47/2018 consid. 1.1). Comme règle d'appréciation des preuves, elle signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective. Lorsque l'appréciation des preuves et la constatation des faits sont critiquées en référence au principe in dubio pro reo, celui-ci n'a pas de portée plus large que l'interdiction de l'arbitraire, prohibant une appréciation reposant sur des preuves inadéquates ou sans pertinence (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3 ; ATF 143 IV 500 consid. 1.1 ; ATF 138 V 74 consid. 7). 3.2.2 Selon l'art. 87 al. 4 LAVS, est punissable celui qui, en sa qualité d'employeur, aura versé à un salarié des salaires dont il aura déduit les cotisations et qui, au lieu de payer les cotisations salariales dues à la caisse de compensation, les aura utilisées pour lui-même ou pour régler d'autres créances. Le texte de cette disposition a été modifié avec effet au 1er janvier 2012. Il s’agissait de corriger la perte d’effet dissuasif résultant de la jurisprudence selon laquelle n’est pas punissable l’employeur qui, au moment du versement des salaires, ne dispose pas des moyens nécessaires pour verser les cotisations aux assurances sociales. Selon le Message (FF 2011 p. 519, spéc. pp. 538-539), l’employeur commet un acte punissable si, après avoir versé des salaires nets, il acquitte n’importe quelle autre dette, mais ne verse pas les cotisations. Avec cette nouvelle formulation, il n’est pas nécessaire de prouver que l’employeur disposait des fonds nécessaires pour acquitter les cotisations au moment du versement du salaire.”
Bei der Auslegung ist die vom Gesetzgeber getroffene Wertentscheidung zu berücksichtigen. Soweit ersichtlich besteht ein Parallelenzug zwischen Art. 87 Abs. 4 AHVG und Art. 76 Abs. 1 lit. c LPP; der Gesetzgeber wollte die frühere Rechtsprechung zugunsten der praktischen Wirksamkeit ändern, weshalb diese politische Wertentscheidung bei der Interpretation der Vorschrift zu beachten ist.
“En absence d'éléments permettant de conclure à une volonté du législateur de s'écarter du parallélisme volontaire existant entre les art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP, il tombe sous le sens de prendre en compte ce choix politique également dans l'interprétation de cette dernière disposition vu le principe selon lequel c'est bien la recherche du choix de valeurs ("Wertentscheidungen") du législateur qui est le but de l'interprétation d'une norme de droit suisse (ATF 145 III 324 consid. 6.6 ; 143 III 646 consid. 3 ; 143 III 385 consid. 4.1 ; 141 V 197 consid. 5.2 ; 139 IV 294 consid. 3.2 ; 139 V 108 consid. 5.1 ; 136 I 297 consid. 4.1). Dans un arrêt de principe récent, le Tribunal fédéral a d'ailleurs modifié sa jurisprudence pour tenir compte de la volonté claire du législateur de mettre fin à la situation juridique qui résultait de la jurisprudence fédérale antérieure, et ce même si cette volonté politique ne se reflétait pas (encore) dans la lettre de la loi (ATF 149 IV 135 consid. 2.4). Il n'en va pas autrement dans le cas d'espèce. Les infractions des art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP diffèrent uniquement quant au dernier moment possible pour s'exécuter. Dans le premier cas, ce moment est celui de l'expiration du délai de sommation de paiement prévu actuellement à l'art. 34a du règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants (RAVS), par renvoi de l'art. 14 al. 4 LAVS (ATF 122 IV 270 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_94/2010 du 23 avril 2010 consid. 2.3). Dans le second, ce moment est celui où les cotisations LPP doivent au plus tard être versées à l'institution de prévoyance compétente, à savoir, selon l'art. 66 al. 4 LPP, la fin du premier mois suivant l'année civile ou l'année d'assurance pour laquelle les cotisations sont dues (règle également applicable en prévoyance surobligatoire selon l'art. 49 al. 2 ch. 16 LPP). L'entrée en vigueur de cette norme au 1er janvier 2005 prive en effet de fondement la jurisprudence publiée à l'ATF 122 IV 270 consid. 3c, qui date de 1996 et qui est principalement fondée sur l'absence d'un tel délai légal de versement (du même avis : I.”
“4 LAVS au 1er janvier 2012, il n'est en revanche plus nécessaire que l'employeur ait initialement effectivement retenu une somme correspondant aux contributions sociales dues (arrêts du Tribunal fédéral 6B_684/2017 du 13 mars 2018 consid. 3.3.2 ; 6B_1340/2015 du 17 mars 2017 consid. 7.2) ; la jurisprudence ATF 117 IV 78 consid. 2d/aa est donc sur ce point dépassée. Bien que la lettre de l'art. 76 LPP n'ait pas été adaptée comme celle de l'art. 87 al. 4 LAVS, on ne saurait retenir que la jurisprudence ATF 117 IV 78 consid. 2d/aa trouverait toujours application au sujet de cet article. En effet, il ressort clairement du message relatif à cette modification que le législateur désirait modifier la situation juridique résultant de la jurisprudence, jugeant qu'elle faisait perdre une grande partie de sa portée pratique et de son effet dissuasif à cette norme (FF 2011 519, p. 538s.). Or, ce raisonnement vaut mutantis mutandis pour l'art. 76 al. 1 let. c LPP. En absence d'éléments permettant de conclure à une volonté du législateur de s'écarter du parallélisme volontaire existant entre les art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP, il tombe sous le sens de prendre en compte ce choix politique également dans l'interprétation de cette dernière disposition vu le principe selon lequel c'est bien la recherche du choix de valeurs ("Wertentscheidungen") du législateur qui est le but de l'interprétation d'une norme de droit suisse (ATF 145 III 324 consid. 6.6 ; 143 III 646 consid. 3 ; 143 III 385 consid. 4.1 ; 141 V 197 consid. 5.2 ; 139 IV 294 consid. 3.2 ; 139 V 108 consid. 5.1 ; 136 I 297 consid. 4.1). Dans un arrêt de principe récent, le Tribunal fédéral a d'ailleurs modifié sa jurisprudence pour tenir compte de la volonté claire du législateur de mettre fin à la situation juridique qui résultait de la jurisprudence fédérale antérieure, et ce même si cette volonté politique ne se reflétait pas (encore) dans la lettre de la loi (ATF 149 IV 135 consid. 2.4). Il n'en va pas autrement dans le cas d'espèce. Les infractions des art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP diffèrent uniquement quant au dernier moment possible pour s'exécuter.”
In der Rechtsprechung kann Art. 87 Abs. 4 AHVG mit Art. 29 StGB (vorsätzliche Bereicherung) verbunden werden; dies zeigt sich etwa in einem veröffentlichten Entscheid, in dem Art. 87 Abs. 4 AHVG in Verbindung mit Art. 29 StGB angewendet wurde.
“98 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte ist daher schuldig zu sprechen des Vergehens gegen das Bun- degesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 4 AHVG in Verbindung mit Art. 29 StGB und des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge im Sinne von Art. 76 Abs. 3 BVG in Verbindung mit Art. 29 StGB. IV. Fazit Schuldpunkt Zusammenfassend ergeben sich aus den vorstehenden Erwägungen unter II. und III. folgende Schuld- und Freisprüche: Der Beschuldigte ist schuldig: − des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und Abs. 2 StGB zum Nachteil der Geschädigten I._____, K._____, O._____, R._____, AD._____ und AF._____, − der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB, − der Ausübung einer Tätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 44 Abs. 1 FINMAG, - 78 - − des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinter- lassenenversicherung im Sinne von Art. 87 Abs. 4 AHVG in Verbin- dung mit Art. 29 StGB, − des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge im Sinne von Art. 76 Abs. 3 BVG in Verbindung mit Art. 29 StGB. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und freizusprechen von den Vorwürfen: − des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und Abs. 2 StGB zum Nachteil der weiteren Geschädigten gemäss An- hang A zur Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zü- rich vom 14. September 2018, − der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 StGB, − der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB, − der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305 bis Ziff. 1 StGB betreffend die Bargeldbezüge nach dem 6. Juni 2012, − des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG. Bezüglich des Vorwurfs der Geldwäscherei ist das Verfahren insoweit einzustel- len, als es sich auf Bargeldbezüge vor dem 6. Juni 2012 bezieht. V. Strafzumessung”
Nach Rechtsprechung und Lehre begründen die blossen Unterlassungen (z. B. Nichtbezahlen oder Nichtmelden) nicht ohne Weiteres eine Strafbarkeit nach Art. 87 AHVG. Für eine Bestrafung ist in der Regel zusätzlich ein Akt der Täuschung durch unrichtige oder unvollständige Angaben oder eine vorsätzliche Entziehung bzw. Zweckentfremdung von Beiträgen erforderlich.
“92 al. 1 let. a LAMal. L'art. 31 al. 1 de la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI [LPC] est particulièrement intéressant à cet égard car l'Assemblée fédérale a jugé utile d'expressément rajouter que la violation de son obligation de renseigner par un assuré était punissable (cf. art. 31 al. 1 let. d LPC), en sus de la tromperie de l'autorité par "des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière" (cf. art. 31 al. 1 let. a LPC), considérant comme insatisfaisante la situation qui prévalait jusqu'alors où "l'oubli délibéré d'annoncer un décès, un mariage ou un changement majeur de situation personnelle, économique ou autre" n'était pas punissable en tant que délit. Eu égard à l'art. 31 al. 1 LPC, l'omission est donc punie par l'art. 31 al. 1 let. d LPC, et la tromperie active par l'art. 31 al. 1 let. a LPC (ATAS/754/2022 du 29 août 2022 consid. 6.3.2). Une règle comparable à l'art. 31 al. 1 let. d LPC n'existe pas à l'art. 92 LAMal. De même, l'art. 87 LAVS ne rend pas punissable la seule omission de payer des cotisations ; la fourniture d'informations inexactes à l'autorité ne constituant qu'un exemple particulier de la tromperie de l'autorité que cette norme visait à réprimer (ATF 89 IV 167 consid. 1 ; Obergericht Zürich, SB180351 du 22 novembre 2018 consid. 3.4.1 ; U. KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG (RBS), 4ème éd., Zurich 2020, n. 2 ad art. 87 LAVS ; F. FREY / HJ. MOSIMANN / S. BOLLINGER, OFK-AHVG/IVG Kommentar, Zurich 2018, n. 2 ad art. 87 LAVS). Enfin, l'art. 92 al. 1 let. a LAMal est particulièrement susceptible d'entrer en concours idéal avec l'infraction d'escroquerie de l'art. 146 CP dont il est particulièrement proche s'agissant de ses éléments constitutifs (en ce sens : S. DE VITO BIERI / M. DANNACHER, Basler Kommentar KVG, Bâle 2020, n. 5 et 7 ad art. 92 LAMal). Or, l'art. 146 CP ne punit pas la simple omission par l'administré d'informer l'autorité sociale (ATF 140 IV 206 consid. 6.3.2.2). Les conséquences pécuniaires pour l'autorité d'une affiliation tardive à l'assurance font l'objet des art.”
“4 LAVS è punibile unicamente chi si sottrae al proprio obbligo di versare i contributi e non semplicemente chi non ossequia al proprio obbligo. Quale ulteriore presupposto, la normativa penale prevede l’utilizzo dei contributi paritetici per scopi che esulano dal versamento alla cassa di compensazione (“Zweckentfremdung”, cfr. Kieser, Rechtsprechung, cit., pag. 537 con molteplici rinvii giurisprudenziali). In sostanza, dunque, per essere sanzionato ex art. 87 cpv. 4 LAVS è necessario sottrarsi dolosamente al proprio obbligo di versare i contributi paritetici alla cassa di compensazione e utilizzare gli stessi per altri scopi. Di diversa natura e ratio è l’art. 52 LAVS (cfr. sul punto Frey/Mosimann/Bollinger, AHVG/IVG Kommentar, n. 1 ad art. 52 LAVS) che, tra l’altro, sanziona – dal profilo amministrativo – in via sussidiaria e in solido gli organi di una persona giuridica che, per dolo o negligenza, hanno causato un danno alla cassa di compensazione violando le prescrizioni dell’assicurazione (art. 52 cpv. 1 e 2 LAVS). Diversamente dall’art. 87 LAVS, dunque, l’art. 52 LAVS è di più ampio respiro, l’ampia portata del disposto essendo già stata esposta nella STCA 31.2021-27-28 (consid. 2.1. e segg. con riferimenti). In concreto l’istante asserisce che quanto emerso dai docc. C e D dimostrerebbe come egli fosse solo un organo formale della FA 1, senza alcun potere fattuale sulla gestione, dirigenza o amministrazione della società, potere riservato solo al coimputato __________ quale “deux (sic!) ex machina”. Avendo RI 1 asseritamente dimissionato a settembre 2017, nulla – a suo parere – può essergli imputato per il mancato pagamento degli oneri per tale anno. Parimenti, soggiunge l’istante, nulla può essergli imputato nemmeno per l’anno 2016, giacché egli aveva richiesto informazioni alle società fiduciarie che si sono susseguite nella gestione contabile della fallita, ricevendo dapprima rassicurazioni e successivamente un avvertimento sul peggioramento della situazione debitoria. Stante il “suo ruolo materialmente ed effettivamente marginale”, egli avrebbe “fatto tutto ciò che era in suo potere per assicurarsi che la società funzionasse correttamente, dimostrando così la diligenza necessaria” e, dunque, sfuggendo alla responsabilità ex art.”
In der Rechtspraxis wurden derartige Unterlassungen in einzelnen Fällen über längere Zeiträume festgestellt. In diesen Entscheidungen führten sie teilweise zu Strafbefehlen mit Verurteilungen wegen nicht abgeführter Arbeitnehmerbeiträge, wobei Geldstrafen in Form von Tagessätzen verhängt wurden.
“Le 15 octobre 2022, elle a frappé C______ à la tête avec sa main ouverte, la projetant contre un mur, lui causant de fortes douleurs à cet endroit, aux yeux et au front, la contraignant à s'auto-médicamenter, puis elle lui a déclaré qu'elle et sa fille allaient payer pour avoir déposé plainte pénale à son encontre, l'effrayant de la sorte au vu de la procédure en cours, dans le cadre de laquelle une interdiction de contact avait été ordonnée à titre de mesure de substitution (chiffres 1.1.6. et 1.1.8. – voies de fait ou lésions corporelles simples et menaces). b.b. Les faits suivants, dont ni l'établissement ni la qualification juridique ne sont litigieux en appel, étaient encore reprochés à A______ : b.b.a. Entre juin 2017 et février 2020, elle a omis d'affilier à une caisse de compensation et de décompter les cotisations sociales ou contributions de C______ et de E______, qu'elle employait dans son entreprise de restauration, étant relevé qu'elle a été acquittée pour la période antérieure au 1er janvier 2018 (chiffre 1.1.2. – infraction à l'art. 87 al. 3 LAVS). b.b.b. Elle a employé C______, entre le 2 juin 2017 et avril 2018, ainsi que E______, entre le 4 juillet 2017 et octobre 2018, ressortissantes bolivienne, respectivement brésilienne, dépourvues d'autorisation de travailler sur le territoire helvétique, en qualité de cuisinières dans son entreprise de restauration (chiffre 1.1.3. – emploi d'étrangers sans autorisation). b.b.c. Entre le 25 novembre 2015 et juin 2020, date d'octroi de son permis humanitaire, elle a travaillé en Suisse sans être au bénéfice des autorisations nécessaires, étant rappelé qu'elle a été acquittée pour la période antérieure au 1er juin 2017 (chiffre 1.1.5. – exercice d'une activité lucrative sans autorisation). b.b.d. Le 15 octobre 2022, elle a traité C______ de "maladita hija de puta", l'atteignant ainsi dans son honneur (chiffre 1.1.7. – injure). B. Les faits pertinents suivants ressortent de la procédure : I. Infractions commises dans le cadre de l'emploi de C______ et de E______ a. Plaintes pénales et déclarations des plaignantes a.”
Die unterlassene oder trotz wiederholter Aufforderungen und gesetzter Fristen nicht erfolgte Übermittlung von Arbeitgeberangaben kann – je nach Schwere und Bedeutung des Verhaltens – als schwererer Fall im Sinne von Art. 87 LAVS strafbar sein.
“En effet, s’il est exact que la Caisse de compensation AVS s’est adressée aux différentes sociétés fiduciaires qui ont été en charge de la révision de la société E.________ Sàrl, il lui a été répondu qu’il n’y avait pas de pièces à transmettre. Contacté téléphoniquement le 13 mai 2022, l’appelant U.I.________ a dit qu’il se trouvait à l’étranger et a demandé à recevoir un courriel dès la fin du mois. Ce courriel lui a été envoyé le même jour, avec demande de pièces. Il est resté sans suite. S’en sont suivis un courrier postal le 24 juin 2022, avec mention des conséquences pénales des art. 87 et 88 LAVS, puis un délai supplémentaire accordé au 31 août de la même année, tous deux demeurés sans réponse (P. 19). Compte tenu de ce qui précède, les faits relatés sous chiffre 3 de l’acte d’accusation sont avérés et doivent être retenus. Leur qualification juridique sera analysée au considérant 5.3.3 ci-dessous. 5.3 5.3.1 Aux termes de l’art. 88 LAVS, sera puni d’une amende, à moins qu’il ne s’agisse d’un cas prévu à l’art. 87 LAVS, Celui qui viole son obligation de renseigner en donnant sciemment des renseignements inexacts ou refuse d’en donner (1re phrase), celui qui s’oppose à un contrôle ordonné par l’autorité compétente ou le rend impossible de toute autre manière (2e phrase), ou celui qui ne remplit pas les formules prescrites ou ne les remplit pas de façon véridique (3e phrase). Selon l’art. 36 RAVS (règlement sur l’assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 ; RS 831.101), les décomptes des employeurs comprennent les indications nécessaires à la mise en compte des cotisations et à leur inscription dans les comptes individuels des assurés (al. 1). Les employeurs doivent fournir le décompte des salaires dans les 30 jours qui suivent le terme de la période de décompte (al. 2). 5.3.2 En l’espèce, comme exposé ci-avant (consid. 5.1.2), l’appelant U.I.________ admet ne pas avoir transmis à la Caisse de compensation AVS les renseignements demandés concernant T.________, nonobstant les demandes répétées de celle-ci, ce qu’il lui appartenait pourtant de faire en sa qualité d’employeur.”
Für die mehrfache Zweckentfremdung von Arbeitnehmerbeiträgen kommt nach Art. 87 AHVG lediglich die Verhängung einer Geldstrafe in Betracht.
“Die Unterlassung der Buchführung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 166 StGB). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz ist allein aufgrund der eingeschränkten Erwerbsfähigkeit des Beschuldigten eine Geldstrafe nicht ausgeschlossen. Vorliegend ist davon auszugehen, dass die heute auszufällende Freiheitsstrafe für die Misswirtschaft eine Warnwirkung zeitigen wird, weshalb eine Geldstrafe für die Unterlassung der Buchführung als ausreichend erscheint. Sie ist mit Blick auf die verübten Delikte zudem schuldangemessen und zweckmässig. Mithin kommt sie auch unter dem Gesichtspunkt des Schuldausgleiches in Frage. Demnach ist entgegen der Vorinstanz für die Unterlassung der Buchführung eine Geldstrafe auszufällen. Für die mehrfache Zweckentfremdung von Arbeitnehmerbeiträgen ist entsprechend von Art. 87 AHVG ausschliesslich die Ausfällung einer Geldstrafe möglich.”
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist eine vertragliche Klausel, die dem Arbeitgeber erlaubt, seine Arbeitgeberbeiträge zulasten des vereinbarten Bruttolohns der Arbeitnehmenden umzulegen, nicht zulässig. Die Parteien können hingegen im Rahmen der Vertragsfreiheit Vereinbarungen über die Kriterien zur Bestimmung von variablem Lohn treffen; dies schliesst nach der Rechtsprechung auch eine rein mathematische Berücksichtigung (Abzug) des Arbeitgeberanteils bei der Bestimmung des variablen Lohns ein.
“19, ad art. 319). Conformément à l'art. 53 CP, lorsque l’auteur a réparé le dommage ou accompli tous les efforts que l’on pouvait raisonnablement attendre de lui pour compenser le tort qu’il a causé, l’autorité compétente renonce à le poursuivre, à le renvoyer devant le juge ou à lui infliger une peine s’il encourt une peine privative de liberté d’un an au plus avec sursis, une peine pécuniaire avec sursis ou une amende (let. a) si l’intérêt public et l’intérêt du lésé à poursuivre l’auteur pénalement sont peu importants (let. b), et si l’auteur a admis les faits (let. c). 4.2. Est notamment puni d'une peine pécuniaire de 180 jour-amende au plus celui qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, aura éludé, en tout ou en partie, l’obligation de payer des cotisations (art. 87 al. 2 LAVS). Si l’infraction est commise dans la gestion d’une personne morale, d’une société de personnes ou d’une maison à raison commerciale individuelle, les dispositions pénales de l'art. 87 LAVS sont applicables aux personnes qui ont agi ou auraient dû agir en son nom. En règle générale, la personne morale est toutefois tenue solidairement du paiement de l’amende et des frais (art. 89 al. 1 LAVS). 4.3. Il découle de l'arrêt du Tribunal fédéral 4A_498/2018 du 11 avril 2019 que les parties ne peuvent pas convenir d'une clause contractuelle autorisant l'employeur à imputer sur le salaire brut convenu les cotisations incombant à celui-ci. En revanche, en vertu du principe de la liberté contractuelle, elles peuvent s'accorder sur les critères permettant de déterminer le salaire variable, y compris en déduisant de façon purement mathématique la part patronale des charges sociales. En tout état, il convient de chercher l'intention réelle et commune des parties, au besoin sur la base d'indices puis, à défaut, déterminer de manière objective le sens que les parties devaient prêter à leurs déclarations en vertu de la bonne foi et du principe de la confiance. 4.4. L'appropriation illégitime (art.”
Wird eine Straftat im Zusammenhang mit der Leitung einer juristischen Person oder Personengesellschaft begangen, finden die strafrechtlichen Bestimmungen Anwendung auf die natürlichen Personen, die gehandelt haben oder hätten handeln müssen; in der Regel haften die juristische Person bzw. die Personengesellschaft daneben solidarisch für die Zahlung der Busse und Kosten.
“74) et par les constatations de fait qui n'ont pas été attaquées devant lui ou l'ont été sans succès (ATF 131 III 91 consid. 5.2 ; cf. aussi arrêt du Tribunal fédéral 6B_440/2014 du 27 août 2013 consid. 1.1). Il n'est pas possible de remettre en cause ce qui a été admis, même implicitement, par le Tribunal fédéral. L'examen juridique se limite donc aux questions laissées ouvertes par l'arrêt de renvoi, ainsi qu'aux conséquences qui en découlent ou aux problèmes qui leur sont liés (ATF 135 III 334 consid. 2 p. 335 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_588/2012 du 11 février 2013 consid. 3.1 et 6B_534/2011 du 5 janvier 2012 consid. 1.2). La motivation de l'arrêt de renvoi détermine dans quelle mesure la cour cantonale est liée à la première décision, décision de renvoi qui fixe aussi bien le cadre du nouvel état de fait que celui de la nouvelle motivation juridique (ATF 135 III 334 consid. 2 p. 335). 1.2.1. Aux termes de l'art. 88 al. 1 LAVS, sera puni d'une amende, à moins qu'il ne s'agisse d'un cas prévu à l'art. 87 LAVS, celui qui viole son obligation de renseigner en donnant sciemment des renseignements inexacts ou refuse d'en donner. Selon l'art. 89 al. 1 LAVS, si l'infraction est commise dans la gestion d'une personne morale, d'une société de personnes ou d'une maison à raison commerciale individuelle, les dispositions pénales des art. 87 et 88 LAVS sont applicables aux personnes qui ont agi ou auraient dû agir en son nom. En règle générale, la personne morale, la société de personnes ou le titulaire de la maison à raison commerciale individuelle sont toutefois tenus solidairement du paiement de l'amende et des frais. L'art. 91 al. 1 LAVS dispose que celui qui se rend coupable d'une infraction aux prescriptions d'ordre et de contrôle sans que cette infraction soit punissable conformément aux art. 87 et 88 LAVS, sera, après avertissement, puni par la caisse de compensation d'une amende d'ordre de CHF 1'000.- au plus. En cas de récidive dans les deux ans, une amende allant jusqu'à CHF 5'000.- pourra être prononcée.”
“Elle a expliqué que ce montant correspondait au dommage découlant du non-paiement – en raison de l’insolvabilité de la société – des cotisations AVS/AI/APG et AC pour les années 2014 à 2016. En sa qualité d’associé gérante de la société, G.________ devait réparer ce dommage. Les cotisations dues se déterminaient comme suit : Part Année 2014 2015 2016 Totaux Employés AVS 2 966.10 0.00 1 1316.00 4 282.10 AC 622.55 0.00 282.45 905.00 AC 2 4.95 - - 4.95 Employeur AVS 30 493.25 16 430.95 5 636.00 52 560.20 AC 6 401.65 3 509.50 1 209.70 11 120.85 AC 2 50.65 - - 50.65 AF 11 723.60 6 317.15 2 199.40 20 240.15 AF diff. 710.50 419.25 110.00 1 239.75 FG 947.35 510.55 175.95 1 633.85 Somm. 1040.00 600.00 240.00 1 880.00 PO 0.00 0.00 0.00 0.00 Intérêts 12 195.90 4 048.00 465.25 16 709.15 Totaux par année 67 156.50 31 835.40 11 634.75 110 626.65 La Caisse a également constaté qu’une partie du dommage, à hauteur de 5'192 fr. 05, représentait un solde relatif à la part des cotisations retenue aux employés en 2014 et 2016, rappelant que l’employeur qui déduit des cotisations sur les salaires payés sans les verser à la Caisse commet un détournement pénalement punissable au sens de l’art. 87 LAVS. Le 17 décembre 2018, G.________ s’est opposée à cette décision, sous la plume de son conseil. Elle a indiqué n’avoir jamais pris part à la gestion de la société, mais avoir simplement rendu service en y laissant son nom, la gestion étant assurée par P.________, à qui il convenait de s’adresser pour la réparation du dommage. Elle a mentionné avoir dû produire dans la faillite et avoir perdu 196'105 fr. 50 correspondant à différentes avances faites à la société. L’intéressée a indiqué accepter de prendre en charge une partie du montant du dommage, soit 5'192 fr. 05 afin d’éviter toute sanction pénale. Pour le surplus, elle a contesté être personnellement débitrice dès lors qu’elle n’avait jamais travaillé dans cette société et qu’elle ne l’avait pas gérée. Par décision sur opposition du 20 décembre 2018, la Caisse a rejeté l’opposition. B. Par acte du 1er février 2019, G.________, représentée par Thierry Zumbach, agent d’affaires breveté, a recouru auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal à l’encontre de la décision sur opposition précitée, concluant à son annulation.”
Die Tat setzt Vorsatz voraus; für die strafrechtliche Verantwortlichkeit wegen Veruntreuung einbehaltener Beiträge genügt dolus eventualis.
“Dans le premier cas, ce moment est celui de l'expiration du délai de sommation de paiement prévu actuellement à l'art. 34a du règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants (RAVS), par renvoi de l'art. 14 al. 4 LAVS (ATF 122 IV 270 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_94/2010 du 23 avril 2010 consid. 2.3). Dans le second, ce moment est celui où les cotisations LPP doivent au plus tard être versées à l'institution de prévoyance compétente, à savoir, selon l'art. 66 al. 4 LPP, la fin du premier mois suivant l'année civile ou l'année d'assurance pour laquelle les cotisations sont dues (règle également applicable en prévoyance surobligatoire selon l'art. 49 al. 2 ch. 16 LPP). L'entrée en vigueur de cette norme au 1er janvier 2005 prive en effet de fondement la jurisprudence publiée à l'ATF 122 IV 270 consid. 3c, qui date de 1996 et qui est principalement fondée sur l'absence d'un tel délai légal de versement (du même avis : I. VETTER-SCHREIBER ISABELLE, OFK BVG/FZG Kommentar, 4ème éd. 2021, n. 3 ad art. 76 LPP). Le détournement des retenues de cotisations réprimé par les art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP doit être intentionnel ; le dol éventuel suffit (en ce sens : arrêts du Tribunal fédéral 1C_571/2019 du 17 décembre 2019 consid. 4.1 ; 6B_662/2018 du 5 septembre 2018 consid. 2.1.3 ; 9C_289/2011 du 8 juillet 2011 consid. 5.2 ; 6P_152/2004, 6S_413/2004 du 6 décembre 2004 consid. 7.3 ; M. JEAN-RICHARD / L. UTTINGER, Commentaire LPP et LFLP, 2ème éd. 2020, n. 46 ad art. 76 LPP). 6.1.2. Selon l'art. 79 al. 1 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA), la partie générale du CP ainsi que l'art. 6 de la loi fédérale du 22 mars 1974 sur le droit pénal administratif (DPA) sont applicables au droit pénal social (sauf à la prévoyance professionnelle). Selon l'art. 6 al. 1 DPA, lorsqu'une infraction est commise dans la gestion d'une personne morale, d'une société en nom collectif ou en commandite, d'une entreprise individuelle ou d'une collectivité sans personnalité juridique ou de quelque autre manière dans l'exercice d'une activité pour un tiers, les dispositions pénales sont applicables aux personnes physiques qui ont commis l'acte.”
“Dans le premier cas, ce moment est celui de l'expiration du délai de sommation de paiement prévu actuellement à l'art. 34a du règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants (RAVS), par renvoi de l'art. 14 al. 4 LAVS (ATF 122 IV 270 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_94/2010 du 23 avril 2010 consid. 2.3). Dans le second, ce moment est celui où les cotisations LPP doivent au plus tard être versées à l'institution de prévoyance compétente, à savoir, selon l'art. 66 al. 4 LPP, la fin du premier mois suivant l'année civile ou l'année d'assurance pour laquelle les cotisations sont dues (règle également applicable en prévoyance surobligatoire selon l'art. 49 al. 2 ch. 16 LPP). L'entrée en vigueur de cette norme au 1er janvier 2005 prive en effet de fondement la jurisprudence publiée à l'ATF 122 IV 270 consid. 3c, qui date de 1996 et qui est principalement fondée sur l'absence d'un tel délai légal de versement (du même avis : I. VETTER-SCHREIBER ISABELLE, OFK BVG/FZG Kommentar, 4ème éd. 2021, n. 3 ad art. 76 LPP). Le détournement des retenues de cotisations réprimé par les art. 87 al. 4 LAVS et 76 al. 1 let. c LPP doit être intentionnel ; le dol éventuel suffit (en ce sens : arrêts du Tribunal fédéral 1C_571/2019 du 17 décembre 2019 consid. 4.1 ; 6B_662/2018 du 5 septembre 2018 consid. 2.1.3 ; 9C_289/2011 du 8 juillet 2011 consid. 5.2 ; 6P_152/2004, 6S_413/2004 du 6 décembre 2004 consid. 7.3 ; M. JEAN-RICHARD / L. UTTINGER, Commentaire LPP et LFLP, 2ème éd. 2020, n. 46 ad art. 76 LPP). 6.1.2. Selon l'art. 79 al. 1 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA), la partie générale du CP ainsi que l'art. 6 de la loi fédérale du 22 mars 1974 sur le droit pénal administratif (DPA) sont applicables au droit pénal social (sauf à la prévoyance professionnelle). Selon l'art. 6 al. 1 DPA, lorsqu'une infraction est commise dans la gestion d'une personne morale, d'une société en nom collectif ou en commandite, d'une entreprise individuelle ou d'une collectivité sans personnalité juridique ou de quelque autre manière dans l'exercice d'une activité pour un tiers, les dispositions pénales sont applicables aux personnes physiques qui ont commis l'acte.”
Bei nachgewiesener vorsätzlicher Verschleierung von Erwerbstätigkeit kann Art. 87 AHVG zu Strafverfolgung führen. Gleichartige unrichtige oder unvollständige Angaben können ausserdem eine rückwirkende Anpassung bzw. Herabsetzung der Rentenleistungen bewirken (z. B. Reduktion ab dem Zeitpunkt, ab dem tatsächliche Erwerbstätigkeit vorlag).
“Aus den Akten ergebe sich sodann, dass der Versicherte spätestens im April 2009 in der "Szene" als erfahrener Reparateur bekannt gewesen sei. Anlässlich der Abklärung vor Ort vom 21. Januar 2014 habe er bestätigt, er müsse keine Werbung machen, da es sich herumgesprochen habe, dass er gute Arbeit leiste. Spätestens im April 2009 müsse somit eine erfolgreiche Selbsteingliederung in diese Tätigkeit angenommen werden. Der Aufbau einer Garage, wie sie der Versicherte betreibe, gehe weit über ein Hobby hinaus. Diese Veränderungen hätte er zwingend der IV melden müssen, wie auch das Versicherungsgericht ausdrücklich festgehalten habe. Spätestens Anfang 2009 sei eine Schwelle überschritten worden, die auch eine Bestrafung gestützt auf Art. 87 AHVG gerechtfertigt hätte. Im Revisionsfragebogen vom 10. September 2009 habe der Versicherte tatsachenwidrig angegeben, dass er keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Damit habe er die Tätigkeit in der Werkstatt gezielt verschwiegen und die Weiterausrichtung einer ganzen Rente im Sinn von Art. 87 AHVG zu Unrecht erwirkt, was zum ersten Eventualantrag führe. Anlässlich der Rentenrevision im Oktober 2012 habe der Versicherte lediglich beiläufig erwähnt, er erledige Hauswartsarbeiten. Die weitaus bedeutendere Tätigkeit in der Garage habe er dagegen nicht erwähnt. Durch diese unvollständige und tatsachenwidrige Auskunft habe er erneut die Weiterausrichtung einer ganzen Rente zu Unrecht erwirkt, was zum zweiten Eventualantrag führe. Die Vorinstanz verletze Bundesrecht, wenn sie bezüglich Fristwahrung an die Verfügung vom 24. Mai 2019 anknüpfe. Vielmehr habe die IV-Stelle mit dem Vorbescheid vom 3. Februar 2016 die Verwirkungsfrist gewahrt. Die Vorinstanz prüfe pflichtwidrig auch die Frage nicht, ob allenfalls eine strafrechtliche Frist zur Anwendung gelange. Dies sei nicht nachvollziehbar, nachdem sie ausdrücklich auf die unzutreffenden Angaben des Rentenbezügers im Revisionsformular hingewiesen habe. Wie bereits gezeigt, habe der Versicherte in den Revisionsverfahren 2009 und 2012 den Betrieb verschwiegen und so im Sinn von Art.”
“Die IV-Stelle macht im Wesentlichen geltend, spätestens im April 2009 müsse von einer erfolgreichen Selbsteingliederung des Beschwerdegegners in der Restauration von Fahrzeugen ausgegangen werden, so dass eine Erwerbstätigkeit vorgelegen habe. Diese Veränderung hätte er ihr melden müssen. Damit liege eine Meldepflichtverletzung vor, was die Vorinstanz bestätigt habe. Spätestens Anfang 2009 sei eine Schwelle überschritten worden, die auch eine Bestrafung gemäss Art. 87 AHVG gerechtfertigt hätte. Im Revisionsfragebogen vom 10. September 2009 habe der Beschwerdegegner tatsachenwidrig angegeben, keiner Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Vorinstanz habe richtig festgestellt, dass er bei der Rentenrevision im Oktober 2012 nur beiläufig erwähnt habe, Hauswartsarbeiten zu erledigen. Die weit bedeutendere Garagentätigkeit habe er nicht angeführt, worauf sich der Eventualantrag der IV-Stelle stütze. Diese tatsachenwidrigen Auskünfte rechtfertigten eine rückwirkende Rentenanpassung. Die Vorinstanz habe den Anpassungszeitpunkt auf den 1. Juni 2014 festgelegt, da die davor ausgerichteten Leistungen nicht rückforderbar seien. Sie verwechsle die Frage der Anpassung mit jener der Verwirkung allfälliger Rückforderungen und verletzte damit Bundesrecht. Auch setze sie sich nicht mit den Regeln zum Beginn und zur Einhaltung der Verwirkungsfristen auseinander. Die IV-Stelle habe dem Beschwerdegegner mit Vorbescheid vom 3. Februar 2016 eröffnet, den Rentenanspruch ab 1. Juli 2009 auf eine halbe Invalidenrente zu reduzieren.”
Falsche oder unvollständige Angaben zu Lohnzahlungen können dazu führen, dass Leistungsansprüche verneint oder zu Unrecht bezogene Leistungen zurückgefordert werden; bei entsprechenden Zweifeln sind die Anspruchsvoraussetzungen (insbesondere das Vorliegen eines Verdienstausfalls) zu prüfen.
“Comme le relève l’intimée, les conditions d’octroi de l’allocation pour perte de gain en cas de coronavirus au titre de la limitation d’activité pour les dirigeants salariés diffèrent de celles relatives aux personnes de condition indépendante. Ainsi et conformément aux dispositions rappelées ci-dessus (consid. 3), le recourant doit démontrer qu’il subit une perte de salaire. Or, il a fait état d’un revenu de l’activité lucrative soumis à l’AVS de 50'000 fr. en 2019. S’il a certes indiqué un revenu inexistant pour les mois concernés par la demande d’allocations pour perte de gain dans les formulaires qu’il a complétés, il a cependant adressé à l’intimée, le 13 janvier 2021, la déclaration des salaires versés par l’employeur à son personnel, dont il ressort qu’il a perçu un salaire de 25'000 fr. pour les mois d’août à décembre 2020. On relèvera à cet égard que figure sur la déclaration des salaires la mention « certifié exact et conforme à la LAVS et aux dispositions d’application ». Or, conformément à l’art. 87 al. 1 LAVS, celui qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, aura obtenu, pour lui-même ou pour autrui, sur la base de la présente loi, une prestation qui ne lui revient pas, sera puni d’une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu’il ne s’agisse d’un crime ou d’un délit frappé d’une peine plus lourde. Si le recourant a certes produit des extraits de comptes bancaires, privé et « entreprise », cela ne suffit pas à établir qu’il n’a perçu aucune rémunération de la société pour la période en cause, à plus forte raison en l’absence de demande de rectification de la déclaration des salaires d’août à décembre 2020. Ainsi, en l’absence de perte de salaire pour les mois concernés, c’est à bon droit que l’intimée a nié le droit aux prestations. d) Pour le surplus, le ch. 1041.5a CCPG n’était pas en vigueur pour la période concernée par les trois demandes (soit du 17 septembre au 31 décembre 2020). Cela étant, même sans appliquer ce chiffre, l’intimée était fondée à nier le droit aux prestations.”
Fehlende oder hartnäckig verweigerte Rückzahlungen können bei der Strafzumessung wegen Entziehung der Beitragspflicht nach Art. 87 Abs. 2 AHVG strafverschärfend berücksichtigt werden (z. B. Erhöhung der Ersatzstrafe bzw. Bestätigung bzw. Erhöhung der Sanktion).
“infra consid. 3.4.2.2.), et ce, même en prenant en considération la prescription. Il en va de même de l'octroi du sursis complet ainsi que la durée du délai d'épreuve de trois ans, non contestés en appel (art. 391 al. 2 CPP). 3.4.2.2. Afin de tenir compte adéquatement de la faute de l'appelant, vu l'absence de prise de conscience de ses agissements, de son attitude tout au long de la procédure et du fait qu'il n'a procédé à aucun remboursement, pas même partiel, des sommes dues encore à ce jour, l'amende à titre de sanction immédiate, à hauteur de CHF 7'800.-, laquelle entre dans la fourchette des 20% de la peine principale (cf. infra consid. 3.4.2.3.), est justifiée à des fins de prévention spéciale et sera partant confirmée, tout comme les 30 jours de peine privative de liberté de substitution. Dans ces conditions, la sanction de l'infraction abstraitement la plus grave (art. 117 al. 1 LEI) peut être fixée à 90 jours, augmentée de 60 jours, afin de tenir compte de l'infraction à l'art. 87 al. 2 LAVS (peine hypothétique de 80 jours). La peine fixée par le premier juge sera partant confirmée. 3.4.2.3. Pour ce qui est de la quotité du jour-amende, l'appelant ne formule aucun grief spécifique à cet égard, ni sur la manière dont son revenu a été calculé par le premier juge. Il ne dit mot également sur sa fortune, notamment sur les circonstances de sa diminution ces dernières années. Il se contente d'alléguer que sa situation financière s'est modifiée depuis la procédure préliminaire, sans pour autant l'attester ni la documenter, attitude qui lui a d'ailleurs été reprochée tout au long de la procédure. La situation financière de l'appelant manque assurément de clarté, que ce soit en ce qui concerne ses revenus comme sa fortune. En effet, ses déclarations ne sont pas crédibles au vu des éléments au dossier. Les CHF 6'850.- net par mois, allocations familiales comprises, allégués par ce dernier devant le premier juge ne coïncident en effet ni avec la vente des certificats d'actions (entre quatre ou cinq par année à raison de CHF 10'000.”
Wer Löhne ausbezahlt, kann auch für die Anmeldung bzw. Deklaration bei der Ausgleichskasse verantwortlich sein. Eine chaotische Buchhaltung stellt nach der zitierten Rechtsprechung keinen Rechtfertigungs- oder Hinderungsgrund dar, die Erwerbstätigkeit der Sozialversicherungsanstalt ordnungsgemäss zu melden. Ebenso vermag das blosse Unterlassen der Beitragszahlung die Pflicht zur Deklaration nicht zu entfallen.
“Als faktischer und später formeller Geschäftsführer wäre der Beschuldigte für die Anmeldung bzw. die Deklaration der Beitragspflicht allerdings verantwortlich gewesen; ob alleine oder zusammen mit AF._____ spielt rechtlich dabei keine Rolle. Es ist auch nicht im geringsten nachvollziehbar, weshalb eine chaotische Buchhaltung ein Hinderungs- oder Rechtfertigungsgrund gewesen sein soll, die Arbeitstätigkeit ordnungsgemäss der Sozialversicherungsanstalt zu melden (s.a. Urk. 117 S. 22). Wer Löhne ausbezahlt, kann gleichzeitig auch die entsprechenden Deklarationen der Sozialversicherungsanstalt zukommen lassen. Soweit die Verteidigung einwendet, es liege kein strafbares Verhalten vor, wenn lediglich die Zahlung der Beiträge unterlassen werde, verfängt dies ebenfalls nicht (Urk. 117 S. 22). Vorlie- - 31 - gend geht es nicht um einen blossen Zahlungsverzug von in Rechnung gestellten Beiträgen, sondern um die Nichtdeklaration der erforderlichen Informationen ge- genüber der Sozialversicherungsanstalt (Art. 87 Abs. 2 AHVG). Der Beschuldigte nahm sodann in Kauf, dass die Sozialversicherungsanstalt aufgrund der unter- lassenen Deklarationen zu Schaden kam (vgl. nachfolgend Erw. II.8.).”
Unterlassen der Melde‑/Auskunftspflichten über Erwerbstätigkeit oder eine leitende Tätigkeit kann nach den zitierten Fällen den Straftatbestand des Art. 87 AHVG begründen. In den Akten wurde insbesondere hervorgehoben, dass eine erfolgreiche, dauerhaft ausgeübte Tätigkeit oder das Vorliegen einer leitenden Stellung als Tatsachenumstand die strafrechtliche Relevanz und damit die Strafbarkeit stärken kann.
“Bereits der Entschluss des Versicherten, Oldtimer zu restaurieren, mithin eine kaum mit den als invalidisierend eingestuften Einschränkungen vereinbare Tätigkeit auszuüben, wäre meldepflichtig gewesen. Daher könne mit Fug der Anpassungszeitpunkt ins Jahr 2005 gelegt werden. Aus den Akten ergebe sich sodann, dass der Versicherte spätestens im April 2009 in der "Szene" als erfahrener Reparateur bekannt gewesen sei. Anlässlich der Abklärung vor Ort vom 21. Januar 2014 habe er bestätigt, er müsse keine Werbung machen, da es sich herumgesprochen habe, dass er gute Arbeit leiste. Spätestens im April 2009 müsse somit eine erfolgreiche Selbsteingliederung in diese Tätigkeit angenommen werden. Der Aufbau einer Garage, wie sie der Versicherte betreibe, gehe weit über ein Hobby hinaus. Diese Veränderungen hätte er zwingend der IV melden müssen, wie auch das Versicherungsgericht ausdrücklich festgehalten habe. Spätestens Anfang 2009 sei eine Schwelle überschritten worden, die auch eine Bestrafung gestützt auf Art. 87 AHVG gerechtfertigt hätte. Im Revisionsfragebogen vom 10. September 2009 habe der Versicherte tatsachenwidrig angegeben, dass er keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Damit habe er die Tätigkeit in der Werkstatt gezielt verschwiegen und die Weiterausrichtung einer ganzen Rente im Sinn von Art. 87 AHVG zu Unrecht erwirkt, was zum ersten Eventualantrag führe. Anlässlich der Rentenrevision im Oktober 2012 habe der Versicherte lediglich beiläufig erwähnt, er erledige Hauswartsarbeiten. Die weitaus bedeutendere Tätigkeit in der Garage habe er dagegen nicht erwähnt. Durch diese unvollständige und tatsachenwidrige Auskunft habe er erneut die Weiterausrichtung einer ganzen Rente zu Unrecht erwirkt, was zum zweiten Eventualantrag führe. Die Vorinstanz verletze Bundesrecht, wenn sie bezüglich Fristwahrung an die Verfügung vom 24. Mai 2019 anknüpfe. Vielmehr habe die IV-Stelle mit dem Vorbescheid vom 3. Februar 2016 die Verwirkungsfrist gewahrt. Die Vorinstanz prüfe pflichtwidrig auch die Frage nicht, ob allenfalls eine strafrechtliche Frist zur Anwendung gelange.”
“Bereits der Entschluss des Versicherten, Oldtimer zu restaurieren, mithin eine kaum mit den als invalidisierend eingestuften Einschränkungen vereinbare Tätigkeit auszuüben, wäre meldepflichtig gewesen. Daher könne mit Fug der Anpassungszeitpunkt ins Jahr 2005 gelegt werden. Aus den Akten ergebe sich sodann, dass der Versicherte spätestens im April 2009 in der "Szene" als erfahrener Reparateur bekannt gewesen sei. Anlässlich der Abklärung vor Ort vom 21. Januar 2014 habe er bestätigt, er müsse keine Werbung machen, da es sich herumgesprochen habe, dass er gute Arbeit leiste. Spätestens im April 2009 müsse somit eine erfolgreiche Selbsteingliederung in diese Tätigkeit angenommen werden. Der Aufbau einer Garage, wie sie der Versicherte betreibe, gehe weit über ein Hobby hinaus. Diese Veränderungen hätte er zwingend der IV melden müssen, wie auch das Versicherungsgericht ausdrücklich festgehalten habe. Spätestens Anfang 2009 sei eine Schwelle überschritten worden, die auch eine Bestrafung gestützt auf Art. 87 AHVG gerechtfertigt hätte. Im Revisionsfragebogen vom 10. September 2009 habe der Versicherte tatsachenwidrig angegeben, dass er keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Damit habe er die Tätigkeit in der Werkstatt gezielt verschwiegen und die Weiterausrichtung einer ganzen Rente im Sinn von Art. 87 AHVG zu Unrecht erwirkt, was zum ersten Eventualantrag führe. Anlässlich der Rentenrevision im Oktober 2012 habe der Versicherte lediglich beiläufig erwähnt, er erledige Hauswartsarbeiten. Die weitaus bedeutendere Tätigkeit in der Garage habe er dagegen nicht erwähnt. Durch diese unvollständige und tatsachenwidrige Auskunft habe er erneut die Weiterausrichtung einer ganzen Rente zu Unrecht erwirkt, was zum zweiten Eventualantrag führe. Die Vorinstanz verletze Bundesrecht, wenn sie bezüglich Fristwahrung an die Verfügung vom 24. Mai 2019 anknüpfe. Vielmehr habe die IV-Stelle mit dem Vorbescheid vom 3. Februar 2016 die Verwirkungsfrist gewahrt. Die Vorinstanz prüfe pflichtwidrig auch die Frage nicht, ob allenfalls eine strafrechtliche Frist zur Anwendung gelange.”
“]" in Verbindung (so zum Beispiel die J____, das K____ und das L____ und diverse Wohnliegenschaften) stünden. Dort hielt er sich jeweils für kurze Zeit auf und fuhr dann weiter zur nächsten Liegenschaft. Insgesamt entstand der Eindruck, er sei hauptsächlich für die Einteilung der Angestellten und für die Kontrolle der durchgeführten Arbeiten zuständig. Dem Observationsbericht lässt sich weiter entnehmen, dass der Beschwerdeführer den ganzen Tag über ohne offensichtliche Zeichen körperlicher Probleme unterwegs sein konnte und es ihm sogar möglich war, nacheinander vier Autopneus in den Kofferraum des Firmenwagens zu laden (vgl. Bericht vom 17. April 2015, IV-Akte 135.4). Auch die Observationsergebnisse waren den Verfassern des D____-Gutachtens nicht bekannt. 5.3.3. Die Beschwerdegegnerin erstattete daraufhin Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer, da sie der Ansicht war, er habe sich mit grosser Wahrscheinlichkeit eine ihm nicht - oder zumindest nicht in der Höhe der ausgerichteten - zustehende Leistung erwirkt und sich damit eines Vergehens im Sinne von Art. 70 IVG i.V.m. Art. 87 AHVG (Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenvorsorge, SR 831.109) schuldig gemacht (IV-Akte 135.3). Die ermittelnde Staatsanwaltschaft konnte im Zuge ihrer Untersuchung diverse Unterlagen finden, die dafür sprechen, dass der Beschwerdeführer in der Firma "[...]" eine leitende Stellung innehatte und in relevantem Umfang für diese tätig war. So ergab eine Sichtung der Website des Unternehmens, dass der Beschwerdeführer "mit über 20 Jahren Berufserfahrung als Baumeister seinen ganzen Mut zusammengenommen habe und im März 2006 sei eigenes Unternehmen eröffnet habe". Das Organigramm der Firma bezeichnet den Beschwerdeführer als "Bereichsleiter Ausführung/Sicherheit, Bauservice und Gebäudereinigung". Auf Seite 4 der Firmenbroschüre ist unter dem Titel "Geschäftsleitung" ein Bild des Beschwerdeführers und seiner Tochter zu sehen (vgl. IV-Akte 159 S. 3, 4, 8). Im Rahmen einer Hausdurchsuchung konnten Visitenkarten gefunden werden, die den Beschwerdeführer als Geschäftsführer der Firma bezeichnen, ferner auf den Beschwerdeführer lautende Bankkarten für Geschäftskonti des Unternehmens.”
Bei einer Verurteilung nach Art. 87 Abs. 2 können neben strafrechtlichen Sanktionen auch zivile Zahlungsansprüche (z. B. Rückerstattung/Schadenersatz) und die Verurteilung zur Leistung von Prozesskosten bzw. Entschädigungen angeordnet werden; dies zeigt die zitierte Rechtssache.
“Les heures facturées à l'intimée par ses conseils pour la procédure d'appel paraissent adéquates, étant observé que l'appelant ne soutient pas le contraire et qu'au demeurant, le montant en est proche de celui articulé par lui-même au titre de l'art. 429 CPP. Il convient cependant de ramener le tarif horaire plus élevé pratiqué par l'associé senior à celui usuel à Genève de CHF 450.- (arrêt du Tribunal fédéral 2C_725/2010 du 31 octobre 2011 = SJ 2012 I 172 ; ACPR/279/2014 du 27 mai 2014). L'appelant sera partant condamné à payer à l'intimée, en application de l'art. 433 CP, la somme de CHF 16'262.50 ([36h00 × CHF 450.-] + [25 minutes × CHF 150.-]). * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Reçoit l'appel formé par A______ contre le jugement rendu le 30 juin 2020 par le Tribunal de police dans la procédure P/14632/2015. L'admet partiellement. Annule le jugement querellé. Et statuant à nouveau : Déclare A______ coupable d'abus de confiance (art. 138 ch. 1 al. 2 CP), d'infraction à l'art. 117 al. 1 LEI, d'infraction à l'art. 87 al. 2 LAVS et d'infraction à l'art. 76 al. 2 LPP. Acquitte A______ du chef d'infraction à l'art. 18 LTN et de détournement de retenues sur les salaires (art. 159 CP). Condamne A______ à une peine privative de liberté de 14 mois (art. 40 aCP). Met A______ au bénéfice du sursis et fixe la durée du délai d'épreuve à deux ans (art. 42 et 44 aCP). L'avertit de ce que, s'il devait commettre de nouvelles infractions durant le délai d'épreuve, le sursis pourrait être révoqué et la peine suspendue exécutée, cela sans préjudice d'une nouvelle peine. Condamne A______ à une peine pécuniaire de 100 jours-amende (art. 34 aCP). Fixe le montant du jour-amende à CHF 350.-. Met A______ au bénéfice du sursis et fixe la durée du délai d'épreuve à trois ans. L'avertit de ce que, s'il devait commettre de nouvelles infractions durant le délai d'épreuve, le sursis pourrait être révoqué et la peine suspendue exécutée, cela sans préjudice d'une nouvelle peine. Condamne A______ à payer à B______ la somme de USD 880'000.”
Bei einbehaltenen Arbeitnehmerbeiträgen kann sich die Verjährung des zivilrechtlichen Ersatzanspruchs nach der für die durch Art. 87 AHVG erfasste strafbare Handlung geltenden Verjährung richten. Die anspruchsstellende Kasse muss beweisen, dass eine Verjährungsunterbrechung eingetreten ist.
“L'intimée a échoué à le démontrer, et le dossier produit ne fait par ailleurs état d'aucune pièce qui laisse à penser que le recourant aurait effectué des paiements ou reconnu une dette d'une quelconque manière en faveur de l'intimée durant la période déterminante, ni que l'intimée aurait fait valoir sa créance en réparation du dommage auprès de l'intéressé d'une autre manière appropriée entre ces deux dates. Il faut rappeler à cet égard que, conformément à son devoir de collaborer, il appartenait à l'intimée d'apporter, le cas échéant, la preuve du fait que la prescription de deux ans de l'art. 52 al. 3 LAVS avait été interrompue d'une quelconque manière. Force est de constater qu'en l'état du dossier, l'intimée échoue à prouver que le délai de prescription de deux ans de l'art. 52 al. 3 LAVS aurait été interrompu entre le 7 juillet 2016 et le 27 juillet 2018. 7. Quant à la question d'un éventuel délai de prescription plus long relatif aux cotisations retenues sur les salaires des employés, il y a lieu de se référer à celui qui s'applique à l'infraction pénale que recouvre l'art. 87 LAVS (en corrélation avec l'art. 97 al. 1 let. d CP [code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0]). On constatera à cet égard, outre que l'intimée impute au recourant une négligence grave et non pas un comportement intentionnel, alors que ce dernier constitue la condition de la réalisation de l'infraction pénale, que le Tribunal de police de l'arrondissement de [...], dans son jugement du 19 mai 2016, est arrivé à la même conclusion au terme d'une instruction complète, en acquittant les prévenus de tous les chefs d'accusation, dont celui de violation de l'art. 87 LAVS. 8. Des considérants qui précèdent, il résulte que le droit à la réparation du dommage de l'intimée était prescrit lorsqu'elle a rendu sa décision sur opposition du 27 juillet 2018, de sorte qu'elle ne pouvait plus agir en responsabilité contre le recourant en application de l'art. 52 LAVS. 9. a) Le juge peut renoncer à accomplir certains actes d'instruction, sans que cela n'entraîne une violation du droit d'être entendu, s'il est convaincu, en se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves, que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (TF 8C_253/2020 du 12 novembre 2020 consid.”
Auch ohne aktives Nachfragen des Leistungserbringers kann das Verschweigen geänderter Verhältnisse den Tatbestand von Art. 87 Abs. 1 AHVG erfüllen.
“Als Tathandlung erfasst der objektive Tatbestand von Art. 148a Abs. 1 StGB jede Irreführung bzw. Bestärkung in einem (bereits bestehenden) Irrtum und somit jede Täuschung. Diese kann zunächst durch unwahre oder unvollständige Anga- ben erfolgen, indem jemand seine finanziellen Verhältnisse oder seine persönli- che Situation falsch darstellt. Die Täuschung kann aber auch auf dem Verschwei- gen bestimmter Tatsachen beruhen. Anders als in vergleichbaren Tatbeständen im Bundessozialversicherungsrecht (s. Art. 87 Abs. 1 AHVG, Art. 31 Abs. 1 lit. a ELG) und in den kantonalen Sozialhilfegesetzen (z. B. Art. 85 SHG-BE, BSG 860.1) ist bei Art. 148a StGB der Irrtum explizit als Tatbestandsmerkmal erforder- lich. Mit dem neuen Art. 148a StGB sollte die Strafbarkeit explizit ausgeweitet werden. Das Bundesgericht hat im Urteil 6B_1033/2019 vom 4. Dezember 2019 festgehal- ten, dass eine einschränkende Auslegung der Bestimmung in dem Sinne, dass als "Verschweigen" lediglich die unterlassene Mitteilung bestehender oder neuer Einkünfte oder Vermögen auf aktives Nachfragen des Leistungserbringers aufge- fasst würde, nicht aber die blosse Nichtmeldung geänderter Verhältnisse, weder mit dem Wortlaut noch mit der Entstehungsgeschichte der Bestimmung vereinbar und daher nicht angezeigt ist. Das überzeugt, zumal den Leistungsbezügern in der spezialgesetzlichen Gesetzgebung des Sozialhilferechts die Pflicht auferlegt wird, von sich aus und sofort wesentliche Veränderungen ihrer Verhältnisse zu melden.”
Unabhängig voneinander begangene Verstösse, etwa in verschiedenen Funktionen (z. B. als Privatperson und als Verantwortlicher eines Arbeitgebers), können nach Art. 87 AHVG jeweils als gesonderte Widerhandlungen gewertet und kumulativ bestraft werden.
“Im Hinblick auf die Rüge, der Beschuldigte sei doppelt bestraft worden, weil er erstens seiner Ehefrau die geschuldeten Unterhaltsbeiträge nicht restlos pünktlich überwiesen und zweitens gleichzeitig auch die Arbeitnehmerbeiträge nicht fristgerecht bei der Ausgleichskasse beglichen habe, ist festzustellen, dass es sich hierbei offensichtlich um eine Fehlüberlegung handelt. So hat die Tatsache, dass der Beschuldigte als Privatperson die der Privatklägerin im Zeitraum von Juli 2016 bis Oktober 2018 geschuldeten Unterhaltsbeiträge nicht vollumfänglich und wiederholt auch nicht termingerecht überwiesen hat, nichts damit zu tun, dass er zugleich als Verantwortlicher der Firma G. .AG im Zeitraum von Mai 2016 bis Dezember 2016 die von dieser an die Ausgleichskasse zu überweisenden Arbeitnehmerbeiträge nicht gesetzeskonform beglichen hat. Nach diesen Erwägungen ist der Beschuldigte in Abweisung seiner diesbezüglichen Berufung und demnach in Bestätigung des angefochtenen Urteils der mehrfachen Widerhandlung gegen das AHVG nach Art. 87 AHVG schuldig zu sprechen.”
Bei mehrmonatiger Nichtabführung oder bei persönlichen Entnahmen trotz vorhandener Mittel können strafrechtliche Verfahren sowohl wegen der Verletzung von Art. 87 Abs. 4 AHVG als auch wegen Unterschlagung der einbehaltenen Beiträge eröffnet werden. Gerichtliche Praxis belegt, dass geschäftsleitende Personen einer Überwachungs‑ und Sorgfaltspflicht unterliegen und gegebenenfalls belangt werden können, wenn sie diesen Pflichten fahrlässig nicht nachkommen.
“En outre, selon les attestations des salaires des employés pour 2014 à 2017, B______ n'a touché de salaire que pour l'année 2014, tandis que C______ a perçu le sien chacune de ces années. e. Pour les faits visés par cette seconde dénonciation, le Ministère public a ouvert une procédure P/1______/2020, qu'il a ensuite jointe, le 12 février 2020, à la procédure P/24397/2019, sous ce dernier numéro. f. Le 26 juin 2020, le Ministère public a informé C______ qu'une procédure préliminaire était ouverte contre lui pour détournement de retenues sur les salaires (art. 159 CP) et infraction à l'art. 87 LAVS. Le même jour, il a informé B______ qu'une procédure préliminaire était ouverte contre elle pour la première de ces infractions puis, le 3 septembre 2021, également pour inobservation par un tiers des règles de la procédure pour dettes (art. 324 ch. 5 CP) et infraction à l'art. 87 al. 4 LAVS. g. Dans ses déterminations du 24 septembre 2021, C______ a conclu au classement de la procédure à son encontre, respectivement au prononcé d'une peine pécuniaire avec sursis s'agissant de l'art. 87 al. 4 LAVS. Pour cette infraction, il ne contestait pas avoir utilisé une partie des salaires retenus afin de s'acquitter de certaines dettes ou factures, plutôt que de reverser cette somme à la A______. Il avait fondé D______ SÀRL en 2005. Depuis plusieurs années, cette société rencontrait divers problèmes financiers et juridiques (dépenses imprévues ou à double, cotisations dues à la A______, crise du Covid-19 et fermeture de son école), qu'il avait tenté de résoudre (arrangements de paiement, réduction de l'effectif, gestion financière plus stricte, plus de salaire personnel dès janvier 2018, plan de paiement, déménagement en Grande-Bretagne pour réduire les dépenses), sans toutefois parvenir à éviter la faillite. Le 17 mars 2021, la A______ avait rendu une décision en réparation du dommage (art. 52 LAVS), lui réclamant à titre personnel le paiement de CHF 208'572.10. Il avait formé opposition, expliquant ne pas s'opposer à la réparation dans son principe, mais souhaiter trouver un arrangement en vue d'un paiement échelonné.”
“Il s’agit pour lui d’une conséquence accessoire inévitable, qu’il escompte et dont il s’accommode (ATF 130 IV 58 consid. 8.3, JdT 2004 I 486). 3.3 En l’espèce, l’examen du compte bancaire de la société (p. 13/7) montre que des retraits bancaires importants ont eu lieu durant la période en question, ce qui établit que la société aurait eu les moyens de verser les cotisations retenues sur les salaires ainsi que les arriérés, en partie du moins. Vu les entrées d’argent et les nombreux et importants prélèvements personnels effectués par l’ancien associé-gérant [...] durant la période en cause, la situation financière de la société n’était pas déjà obérée. En effet, au moment où le versement des salaires litigieux était opéré, la société [...], dont le prévenu était associé-gérant, avait les actifs correspondant aux sommes des cotisations retenues. Ainsi, les cotisations ayant été retenues sur les salaires des employés mais n’ayant pas été versées à la Caisse de compensation correspondante à l’issue de la procédure utile, les conditions objectives de l’infraction prévue à l’art. 87 al. 4 LAVS sont réunies. S’agissant de l’élément subjectif, V.________ fait plaider qu’il ferait défaut en raison du fait qu’il n’avait ni pouvoir, ni signature sur les comptes de la société et ne s’occupait pas de la comptabilité. Tant en première instance qu’en appel, il admet toutefois avoir fonctionné comme homme de paille. En l’espèce, comme l’ont relevé le Ministère public, le premier juge et les plaignantes, l’appelant n’est pas novice dans le domaine de la gestion financière d’entreprises. Il a travaillé dans des fiduciaires avant de se mettre à son compte comme fiduciaire et comptable indépendant. Ainsi, en acceptant la qualité d’associé-gérant de la société [...], il ne pouvait ignorer les obligations qui incombaient à un employeur, notamment et particulièrement s’agissant du paiement des cotisations salariales. Il avait ainsi un devoir de surveillance, auquel il a fautivement manqué. En ne demandant pas le pouvoir de faire toutes les vérifications nécessaires, il a manqué à ses obligations de diligence.”
Eine während des Verfahrens geleistete (Teil‑)Rückzahlung (im vorliegenden Fall CHF 12'000) ist strafmildernd zu berücksichtigen. Die Gerichte begründen dies damit, dass eine solche Zahlung dem vorrangigen Zweck von Art. 87 Abs. 4 AHVG — der Sicherstellung der Beitragszahlung — entspricht und folglich zu einer spürbaren Reduktion der Strafe führen kann.
“L'appelant a toujours admis qu'il était responsable du paiement des cotisations. Surtout, il a procédé au remboursement d'un montant total de CHF 12'000.- au cours de la procédure, ce qui doit mener à une réduction sensible de sa peine, l'objectif premier des art. 87 al. 4 LAVS et de l'art. 76 al. 1 let. c LPP étant d'assurer le paiement des cotisations sociales. À l'inverse, son casier judiciaire contient un antécédent spécifique, facteur aggravant de peine. Au vu de ce qui précède, il conviendrait de condamner l'appelant à 60 jours-amende au titre de l'infraction de l'art. 87 al. 4 LAVS et à 60 jours-amende au titre de l'infraction de l'art. 76 al. 1 let. c LPP. 7.3. L'infraction la plus grave commise par l'appelant est celle de l'art. 169 CP. Il faut ainsi se fonder sur la peine y relative de 120 jours-amende et y rajouter 60 jours-amende (peine hypothétique de 90 jours) pour l'infraction de l'art. 144 CP, 10 jours-amende (peine hypothétique de 15 jours) pour celle de l'art. 186 CP, 40 jours-amende (peine hypothétique de 60 jours) pour l'infraction de l'art. 87 al. 4 LAVS et encore 40 jours-amende (peine hypothétique de 60 jours) pour l'infraction de l'art. 76 al. 1 let. c LPP. La peine totale de l'appelant devrait donc s'élever à 270 jours-amende. Celle-ci sera cependant réduite à 180 jours-amende en vertu de l'art. 34 al. 1 CP (cf. ATF 144 IV 217 consid. 3.6), ce qui correspond à la peine prononcée par l'autorité précédente. Le montant du jour-amende, fixé à CHF 30.-, ainsi que le sursis octroyé en première instance sont acquis à l'appelant (cf. art. 391 al. 2 CPP). S'agissant en particulier du montant du jour-amende, contesté par le précité, il ne peut être fixé à moins de CHF 30.- qu'en présence d'une situation de dénuement exceptionnel (cf. art. 34 al. 2 CP). Or, tel n'est manifestement pas le cas. En effet, le précité a dit gagner environ CHF 3'000.- par mois en 2023 et son décompte de chômage de novembre 2022 révèle qu'il était en mesure de percevoir des indemnités journalières de CHF 192.20 par jour dans un délai cadre d'indemnisation allant du 1er mars 2022 au 29 février 2024 (la différence éventuelle avec le produit d'une éventuelle activité lucrative étant prise en charge par l'assurance-chômage selon l'art.”
“L'antécédent à son casier judiciaire est en revanche non spécifique sur ce point et a un effet neutre sur la peine. Au vu de ce qui précède, il conviendrait de condamner l'appelant à 120 jours-amende au titre de l'infraction de détournement de valeurs patrimoniales mises sous main de justice, le genre de peine lui étant acquis (cf. art. 391 al. 2 CPP). 7.2.4. Concernant les infractions de détournement de cotisations sociales de l'art. 87 al. 4 LAVS et de l'art. 76 al. 1 let. c LPP, sa culpabilité est faible. D'une part, le défaut de paiement de cotisations résulte avant tout d'un manque de liquidités de la société débitrice, et non d'une mauvaise volonté. D'autre part, tant les montants que la période pénale concernés sont limités. L'appelant a toujours admis qu'il était responsable du paiement des cotisations. Surtout, il a procédé au remboursement d'un montant total de CHF 12'000.- au cours de la procédure, ce qui doit mener à une réduction sensible de sa peine, l'objectif premier des art. 87 al. 4 LAVS et de l'art. 76 al. 1 let. c LPP étant d'assurer le paiement des cotisations sociales. À l'inverse, son casier judiciaire contient un antécédent spécifique, facteur aggravant de peine. Au vu de ce qui précède, il conviendrait de condamner l'appelant à 60 jours-amende au titre de l'infraction de l'art. 87 al. 4 LAVS et à 60 jours-amende au titre de l'infraction de l'art. 76 al. 1 let. c LPP. 7.3. L'infraction la plus grave commise par l'appelant est celle de l'art. 169 CP. Il faut ainsi se fonder sur la peine y relative de 120 jours-amende et y rajouter 60 jours-amende (peine hypothétique de 90 jours) pour l'infraction de l'art. 144 CP, 10 jours-amende (peine hypothétique de 15 jours) pour celle de l'art. 186 CP, 40 jours-amende (peine hypothétique de 60 jours) pour l'infraction de l'art. 87 al. 4 LAVS et encore 40 jours-amende (peine hypothétique de 60 jours) pour l'infraction de l'art. 76 al. 1 let. c LPP. La peine totale de l'appelant devrait donc s'élever à 270 jours-amende. Celle-ci sera cependant réduite à 180 jours-amende en vertu de l'art.”
Eine Verletzung der Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG kann von der Staatsanwaltschaft gemäss Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 Abs. 6 AHVG verfolgt werden; ist kein schwereres Verbrechen oder Vergehen nach dem Strafgesetzbuch gegeben, droht eine Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen.
“Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten eine Verletzung der Melde- pflicht im Sinne von Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 Abs. 6 AHVG und Art. 31 Abs. 1 ATSG vor. Gemäss Art. 70 IVG finden die Artikel 87 - 91 des AHVG Anwendung auf Perso- nen, die in einer in diesen Bestimmungen umschriebenen Weise die Vorschriften der Invalidenversicherung verletzen. Wer gemäss dem demnach anwendbaren Art. 87 Abs. 5 aAHVG (bzw. dem heute gleichlautenden Art. 87 Abs. 6 AHVG) die ihm obliegende Meldepflicht verletzt, wird, sofern nicht ein mit einer höheren Stra- fe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des Strafgesetzbuches vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft. Die Meldepflicht wiederum ergibt sich aus Art. 31 Abs. 1 ATSG. Demnach hat namentlich ein Leistungsbezüger dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan jede we- sentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen zu mel- den. Art. 77 IVV konkretisiert die Meldepflicht dahingehend, dass namentlich we- sentliche Änderungen des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbs- fähigkeit, des Zustandes der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungs- aufwands, den massgebenden Aufenthaltsort sowie persönliche und wirtschaftli- che Verhältnisse der IV-Stelle angezeigt werden müssen.”
War ausreichende Liquidität vorhanden und wurden die einbehaltenen Arbeitnehmerbeiträge bewusst für eigene Verbindlichkeiten oder persönliche Ausgaben verwendet, kann dieses Verhalten als vorsätzlich gewertet werden und damit den Straftatbestand nach Art. 87 Abs. 4 AHVG (LAVS) erfüllen.
“________ Sàrl auprès de M.________ SA, on constate que, au cours de la période courant d’avril à août 2017, le prévenu disposait manifestement des liquidités nécessaires pour verser des cotisations mensuelles de CHF 676.- pour Q.________. à titre d’exemple, le compte commercial affichait un solde de CHF 11'146.48 au 30 avril 2017 (cl. 4, pce 22086), CHF 1'593.04 au 31 mai 2017 (cl. 4, pce 22098), CHF 15'598.59 au 30 juin 2017 (cl. 4, pce 22112), CHF 15'515.76 au 24 juillet 2017 (cl. 4, pce 22121), et CHF 3'276.18 au 30 août 2017, avant que le prévenu ne retire CHF 3'000.- en espèces du compte (cl. 4, pces 22126 s.). Contrairement à ses affirmations, le prévenu aurait donc pu aisément verser les cotisations sociales dues à la Caisse de compensation pour Q.________. Il a cependant préféré utiliser les liquidités disponibles pour payer d’autres dettes ou pour lui-même. 6.4. Au vu de ce qui précède, la Cour de céans ne peut que confirmer le verdict de culpabilité du premier juge pour délit à la LAVS, au sens de l’art. 87 al. 4 LAVS. 7. Peine 7.1. Dans son jugement du 9 mars 2022, le Juge de police a condamné le prévenu à une peine privative de liberté de 13 mois, avec sursis pendant 3 ans, de laquelle sera déduit le jour d’arrestation subi le 6 juin 2018. Il l’a également condamné à une peine pécuniaire de 20 jours-amende, à CHF 40.- l’unité, avec sursis pendant 3 ans. Il a subordonné le sursis au remboursement du dommage de CHF 74'255.25 subi par B.________ à raison de CHF 500.- par mois (art. 44 al. 2 et 94 CP). 7.2. à l’orée de la séance devant la Cour, le prévenu, par la voix de son défenseur d’office, a annoncé qu’il contestait la quotité de la peine qui lui a été infligée à titre indépendant. Ce grief n’a toutefois aucunement été motivé lors des plaidoiries. Dès lors, la condamnation du prévenu pour les infractions retenues par le Juge de police étant confirmée, la Cour n’est pas tenue de revoir la peine prononcée par le premier juge à titre indépendant (cf. arrêt TF 6B_419/2014 du 9 janvier 2015 consid. 2.”
In der Praxis treten Delikte nach Art. 87 AHVG häufig im Zusammenhang mit nichtbewilligter Beschäftigung und in Tatkomplexen, die auch Menschenhandel betreffen. Ebenfalls praxisrelevant sind Strafverfahren gegen Arbeitgeber wegen systematischer Nichtabführung einbehaltener Arbeitnehmerbeiträge.
“Par acte expédié le 3 février 2025, A______ recourt contre l'ordonnance du 22 janvier 2025, notifiée le lendemain, par laquelle le Tribunal des mesures de contrainte (ci-après : TMC) a refusé de réduire le montant de la caution fixé à titre de mesures de substitution. La recourante conclut, sous suite de frais et mise au bénéfice de l'assistance judiciaire pour le recours, à l'annulation de l'ordonnance susvisée et à ce que les mesures de substitution soient modifiées partiellement en ce sens que le montant des sûretés soit réduit à CHF 30'000.- et qu'une somme de CHF 5'000.- lui soit immédiatement restituée (en mains de son conseil). B. Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. A______, ressortissante roumaine, est prévenue de traite d'êtres humains par métier (art. 182 al. 1 et 2 CP), d'escroquerie (art. 146 CP), de tentative de chantage et extorsion (art. 156 ch. 1 cum 22 al. 1 CP), d'usure par métier (art. 157 ch. 1 et 2 CP), d'emploi d'étrangers sans autorisation (art. 117 LEI), de faux dans les titres (art. 251 ch. 1 CP), d'infraction à l'art. 87 LAVS et d'infraction à l'art. 76 LPP. Il lui est reproché d'avoir : - entre les 14 et 24 février 2022, dans le canton du Valais, après avoir persuadé C______ de la laisser intervenir comme médiatrice dans un conflit opposant cette dernière à deux anciens employés, tenté de contraindre C______ de la légitimité des prétentions financières de ces derniers, puis de s'être fait passer pour une avocate qui représentait les intérêts desdits employés, tenté de forcer la précitée à lui verser les sommes d'EUR 18'302.- et CHF 18'179.13, finalement réduites à un montant global de CHF 23'500.-, en la menaçant de lourdes répercussions judiciaires pour elle et sa famille si elle ne s'exécutait pas; - entre juin 2018 et mars 2022, à Genève, sous l'enseigne de sociétés en Suisse dont elle était gérante de fait et/ou de droit, par le biais de sites internets suisses ou encore de Facebook, recruté une quinzaine d'employées domestiques sans autorisation de travail et vulnérables pour les placer auprès de familles comme gardes d'enfant ou femmes de ménage, de s'être fait rémunérer à l'avance par les familles, d'avoir payé au début ses employées pour les mettre en confiance puis d'avoir cessé tout paiement (y compris tout versement aux caisses d'assurances sociales des cotisations au début prélevées), d'abord partiellement puis totalement, tantôt trouvant diverses excuses pour retarder les paiements tantôt en usant de menaces et de rudesse pour convaincre les employées de poursuivre leur activité sans rien réclamer, l'intéressée finissant par disparaître sans plus donner de nouvelles ni aux familles ni aux employées, ne payant jamais son dû et fournissant des contrats de travail et des fiches de salaire ne correspondant pas à la réalité, étant précisé que les employées en question ont déposé plaintes pénales.”
“Entendu par la police, il a déclaré que, sur les 18 employés du restaurant H______, qu'il gérait, 6 n'avaient pas de statut légal en Suisse. Il fournissait à ces derniers des cartes AVS appartenant à d'autres ressortissants chinois et les payait en espèces; ces employés préféraient être payés plutôt que prendre des vacances. Trois employés logeaient dans un appartement, loué CHF 920.- mensuel; le loyer de CHF 310.-, chacun, était prélevé sur leur salaire; il ne les exploitait pas et ne retenait pas leurs documents d'identité. Il avait bénéficié d'un crédit COVID de CHF 250'000.- qu'il avait utilisé pour le roulement de l'entreprise. Il avait du retard dans le paiement des charges sociales et de l'impôt à la source. Depuis 2020, il avait dû engager 25 employés illégaux. b. Il est prévenu d'avoir facilité l'entrée et le séjour de personnes sans autorisation (art. 116 LEI), d'emploi de personnel étranger sans autorisation (art. 117 LEI), de comportement frauduleux à l'égard des autorités (art. 118 LEI), d'escroquerie (art. 146 CP), d'usure (art. 157 CP), d'infraction à la LAVS, LAA et LPP (art. 87 LAVS; 112 LAA; 76 LPP), pour avoir, en sa qualité de gérant de la société C______ SA, exploitant le restaurant H______, à Genève, à tout le moins depuis 2006 jusqu'au 1er juillet 2021 : - prélevé sur les salaires de ses employés, les charges sociales (LAVS, LAA, LPP) ainsi que les impôts à la source, sans les avoir reversés aux institutions et services comme il en avait l'obligation, s'enrichissant ainsi indûment desdits montants; - exploité la situation de faiblesse de ses employés pour les sous-payer pour leur travail, qui n'était pas déclaré, et pour certains les loger dans un appartement insalubre, sur-occupé et pour un loyer disproportionné; - fait venir en Suisse, à Genève, des ressortissants étrangers, notamment chinois, qui ne disposaient pas des autorisations d'entrée ni de séjour et de travail, puis les avoir employés et logés; - obtenu frauduleusement un prêt COVID, dont les fonds ont été utilisés à d'autres fins que celles annoncées; - établi de faux documents, notamment de faux certificats de salaire, utilisé des documents, notamment des cartes AVS établies aux noms de tiers, afin de frauder les institutions d'assurances sociales, mais également les impôts et l'OCPM.”
Die Tatbestände von Art. 87 AHVG sind vorsätzliche Delikte; Fahrlässigkeit genügt nicht. Soweit die Normen an einen Vorsatz anknüpfen, kann dieser - namentlich bei Arbeitgeberdelikten - auch als Eventualvorsatz (dolus eventualis) vorliegen.
“Ruolo di RI 1 nella società fallita Per quanto riguarda la tempestività dell’istanza di revisione, si rinvia integralmente a quanto già esposto in relazione alla questione delle asserite dimissioni del 2017, giacché il ragionamento surriferito si applica anche alla censura dell’istante circa il suo ruolo formale e marginale in seno alla fallita, essendo stato il doc. D già in possesso dell’istante durante la decorrenza dei termini di ricorso al TF. Vista l’irricevibilità della domanda di revisione, le seguenti considerazioni sono formulate a titolo abbondanziale. Stante che i docc. C e D (ossia il decreto d’abbandono del 5 ottobre 2021 nei confronti di RI 1, rispettivamente il verbale d’interrogatorio del 30 luglio 2021) di cui si prevale l’istante si riferiscono ad un procedimento nel quale egli figurava quale (co)imputato per, fra l’altro, violazione dell’art. 87 cpv. 4 LAVS, giova precisare quanto segue. Il citato disposto è di carattere penale, ragione per cui torna applicabile la parte generale del CP (art. 79 cpv. 1 LPGA) che, all’art. 12 cpv. 1, prevede che salvo disposizione contraria è punibile solo colui che commette con intenzione un crimine o un delitto ai sensi dell’art. 10 CP. Ciò significa che in concreto i reati di cui all’art. 87 LAVS possono essere commessi solo con dolo (eventuale), non per negligenza (Kieser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, in: RBS 2020, pag. 535 e 537 con rinvii giurisprudenziali). Inoltre, ai sensi dell’art. 87 cpv. 4 LAVS è punibile unicamente chi si sottrae al proprio obbligo di versare i contributi e non semplicemente chi non ossequia al proprio obbligo. Quale ulteriore presupposto, la normativa penale prevede l’utilizzo dei contributi paritetici per scopi che esulano dal versamento alla cassa di compensazione (“Zweckentfremdung”, cfr. Kieser, Rechtsprechung, cit., pag. 537 con molteplici rinvii giurisprudenziali). In sostanza, dunque, per essere sanzionato ex art. 87 cpv. 4 LAVS è necessario sottrarsi dolosamente al proprio obbligo di versare i contributi paritetici alla cassa di compensazione e utilizzare gli stessi per altri scopi. Di diversa natura e ratio è l’art. 52 LAVS (cfr. sul punto Frey/Mosimann/Bollinger, AHVG/IVG Kommentar, n. 1 ad art. 52 LAVS) che, tra l’altro, sanziona – dal profilo amministrativo – in via sussidiaria e in solido gli organi di una persona giuridica che, per dolo o negligenza, hanno causato un danno alla cassa di compensazione violando le prescrizioni dell’assicurazione (art.”
“Le ministère public dispose, dans ce cadre, d'un pouvoir d'appréciation. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1 ; 138 IV 86 consid. 4.1.2). 2.2. L'art. 87 al. 4 LAVS punit d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde, celui qui, en sa qualité d'employeur, aura versé à un salarié des salaires dont il aura déduit les cotisations et qui, au lieu de payer les cotisations salariales dues à la caisse de compensation, les aura utilisées pour lui-même ou pour régler d'autres créances. 2.2.1. Les infractions définies à l'art. 87 LAVS sont des infractions intentionnelles, qui peuvent également être commises par dol éventuel (arrêt du Tribunal fédéral 6B_662/2018 du 5 septembre 2018 consid. 2.1.3 ; G. WEISSBRODT, Les dispositions pénales LAVS, in Rémy Wyler [éd.], Panorama III en droit du travail, 2017, 407 ss, p. 411). Il y a dol éventuel lorsque l'auteur envisage le résultat dommageable, mais agit néanmoins, même s'il ne le souhaite pas, parce qu'il s'accommode du résultat au cas où celui-ci se produirait (art. 12 al. 2 CP). 2.2.2. L'art. 79 al. 1 LPGA – applicable par renvoi de l'art. 1 al. 1 LAVS – dispose que la partie générale du CP ainsi que l'art. 6 DPA sont applicables. Selon l'art. 29 CP, un devoir particulier dont la violation fonde ou aggrave la punissabilité et qui incombe uniquement à la personne morale, à la société ou à l'entreprise en raison individuelle est imputé à une personne physique lorsque celle-ci agit notamment en qualité d'organe d'une personne morale ou de membre d'un tel organe (let. a) ou en qualité de dirigeant effectif qui n'est ni un organe ou un membre d'un organe, ni un associé ou un collaborateur (let.”
“Nach Art. 87 AHVG wird unter anderem, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des StGB vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft, wer als Arbeitgeber einem Arbeitnehmer um die Beiträge gekürzte Löhne ausrichtet und, anstatt die der Ausgleichskasse geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge zu bezahlen, die Beiträge selber verbraucht oder damit andere Forderungen begleicht. Die Strafbestimmungen von Art. 87 AHVG sind Sondervorschriften, welche die Anwendung des StGB so weit ausschliessen, als die Handlungen und Unterlassungen, die dem Täter zur Last gelegt werden, nicht über den Rahmen der Straftatbestände hinausgehen, welche sie aufstellen. Voraussetzung der Bestrafung nach dieser Bestimmung ist die ordnungsgemässe Durchführung des Mahnverfahrens. Vorsätzliches Handeln liegt bei bewusstem und gewolltem Vorgehen vor, wobei Eventualvorsatz genügt (Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Auflage, Zürich / Basel / Genf 2020, mit Hinweisen). Wird die Widerhandlung im Geschäftsbetrieb einer juristischen Person, einer Personengesellschaft oder einer Einzelfirma begangen, so finden die Strafbestimmungen gemäss den Artikeln 87 (und 88) auf die Personen Anwendung, welche für sie gehandelt haben oder hätten handeln sollen. Nach dem Willen des Gesetzgebers machen sich Arbeitgeber strafbar, wenn sie nach Ausrichtung der Nettolöhne irgendwelche andere Forderungen, nicht aber die Beiträge begleichen.”
Die Meldepflicht (Art. 31 Abs. 1 ATSG) umfasst wesentliche Änderungen der für die Leistung massgebenden Verhältnisse. Art. 77 IVV nennt hierzu insbesondere den Gesundheitszustand, die Arbeits‑/Erwerbsfähigkeit, den Zustand der Hilflosigkeit, den invaliditätsbedingten Betreuungsaufwand, den massgebenden Aufenthaltsort sowie persönliche und wirtschaftliche Verhältnisse. Eine Änderung ist «wesentlich», wenn sie nicht bloss eine geringfügige Auswirkung auf den Leistungsanspruch hat.
“Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten eine Verletzung der Melde- pflicht im Sinne von Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 Abs. 6 AHVG und Art. 31 Abs. 1 ATSG vor. Gemäss Art. 70 IVG finden die Artikel 87 - 91 des AHVG Anwendung auf Perso- nen, die in einer in diesen Bestimmungen umschriebenen Weise die Vorschriften der Invalidenversicherung verletzen. Wer gemäss dem demnach anwendbaren Art. 87 Abs. 5 aAHVG (bzw. dem heute gleichlautenden Art. 87 Abs. 6 AHVG) die ihm obliegende Meldepflicht verletzt, wird, sofern nicht ein mit einer höheren Stra- fe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des Strafgesetzbuches vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft. Die Meldepflicht wiederum ergibt sich aus Art. 31 Abs. 1 ATSG. Demnach hat namentlich ein Leistungsbezüger dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan jede we- sentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen zu mel- den. Art. 77 IVV konkretisiert die Meldepflicht dahingehend, dass namentlich we- sentliche Änderungen des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbs- fähigkeit, des Zustandes der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungs- aufwands, den massgebenden Aufenthaltsort sowie persönliche und wirtschaftli- che Verhältnisse der IV-Stelle angezeigt werden müssen. Eine wesentliche Ände- rung setzt voraus, dass eine nicht bloss geringfügige Auswirkung auf den Leis- tungsanspruch erfolgt. Im Bereich von prozentgenauen Renten (Unfallversiche rung, Militärversicherung, seit dem 1.”
Verjährung kann zur Einstellung eines Strafverfahrens nach Art. 87 AHVG führen. Zudem können Beweismittel, die im Verwaltungsverfahren zulässig erhoben wurden, im Strafverfahren teilweise unverwertbar sein; dies kann die Strafverfolgung in der Praxis beeinträchtigen.
“Sachverhalt: A. Mit Verfügung vom 28. August 2014 hob die IV-Stelle Bern die A.________ seit April 1999 ausgerichtete ganze Invalidenrente rückwirkend auf Ende Februar 2013 auf. Am 7. Oktober 2014 forderte sie zudem in der Zeit von März bis September 2013 zu viel ausbezahlte Rentenbetreffnisse zurück. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern vereinigte die beiden dagegen geführten Beschwerden und wies diese mit Entscheid vom 5. Mai 2015 ab. Soweit es auf die Beschwerde eintrat, bestätigte das Bundesgericht den kantonalen Entscheid mit Urteil 9C_415/2015 vom 23. September 2015. Am 16. Januar 2016 reichte die IV-Stelle Bern Strafanzeige wegen unrechtmässigen Bezugs von IV-Leistungen (Art. 87 AHVG i.V.m. Art. 70 IVG), eventuell Betrugs (Art. 146 StGB) ein. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern stellte das Verfahren mangels rechtsgenüglicher Beweise ein (Verfügung vom 22. Juni 2020). B. A.________ ersucht sinngemäss um die revisionsweise Aufhebung des Urteils 9C_415/2015 und um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren Behandlung.”
“Der Einstellungsverfügung vom 22. Juni 2020 lässt sich entnehmen, dass das Strafverfahren eingestellt wurde, weil eine allfällige Widerhandlung gegen Art. 87 AHVG i.V.m. Art. 70 IVG verjährt wäre und weil Art. 148a StGB erst am 1. Oktober 2016 in Kraft getreten sei. Zudem würden in Bezug auf den Tatbestand des Betrugs gemäss Art. 146 StGB Beweise für eine arglistige Täuschung fehlen, namentlich weil eine sachdienliche Befragung des Gesuchstellers nicht möglich gewesen sei und verschiedene im Verwaltungsverfahren (zulässig) erhobene Beweismittel im Strafverfahren nicht verwertbar seien. Die Rentenaufhebung und die zugrunde gelegene gesundheitliche Verbesserung - die zentrale Thematik des Urteils 9C_415/2015 - war indessen nicht Gegenstand des Strafverfahrens; folgerichtig finden sich diesbezüglich auch keinerlei Ausführungen in der Einstellungsverfügung. Die gegenteilige Behauptung des Gesuchstellers, wonach die Staatsanwaltschaft erkannt habe, dass kein hinreichender Beweis für die Aufhebung der Rente vorgelegen habe, ist klar aktenwidrig. Es ist somit weder ersichtlich noch dargetan, inwieweit in der Einstellungsverfügung vom 22. Juni 2020 ein Beweismittel im Sinne von Art.”
Das Einbehalten und Nichtabliefern von Arbeitnehmerbeiträgen kann zu Strafanzeigen und zu strafrechtlichen Verfahren nach Art. 87 AHVG führen; in der Praxis wurden derartige Verfahren eingeleitet und zumindest einmal eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen bestätigt.
“Selon l'extrait du Registre du commerce, cette société avait notamment pour but la production de manifestations et de représentations culturelles, ainsi que de dispenser des formations et des cours de théâtre. b. Le 26 novembre 2019, l'Office des poursuites a dénoncé C______ au Ministère public, lui reprochant d'avoir, en sa qualité d'employeur (au nom de D______ SÀRL), contrevenu à l'obligation de renseigner (art. 324 ch. 5 CP) et violé son obligation de verser les mensualités de la saisie sur salaire de son débiteur, à savoir C______ lui-même (art. 159 CP). c. Le 2 décembre 2019, le Ministère public a informé C______ qu'une procédure préliminaire, portant le numéro P/24397/2019, était ouverte contre lui et lui a demandé de lui faire parvenir ses éventuelles observations. d. Le 30 janvier 2020, la A______ a dénoncé B______ et C______ au Ministère public, leur reprochant d'avoir, en leur qualité d'organes de D______ SÀRL, en liquidation, retenu sur les salaires versés durant diverses périodes entre 2015 et 2017 la part de cotisations incombant aux salariés sans la verser à la caisse de compensation (art. 87 LAVS). À l'appui de la dénonciation figurent de nombreux documents, dont il ressort que, dans ses diverses communications (par écrit, e-mail ou téléphone) avec la A______, la société D______ SÀRL, en liquidation, était toujours représentée par C______. En outre, selon les attestations des salaires des employés pour 2014 à 2017, B______ n'a touché de salaire que pour l'année 2014, tandis que C______ a perçu le sien chacune de ces années. e. Pour les faits visés par cette seconde dénonciation, le Ministère public a ouvert une procédure P/1______/2020, qu'il a ensuite jointe, le 12 février 2020, à la procédure P/24397/2019, sous ce dernier numéro. f. Le 26 juin 2020, le Ministère public a informé C______ qu'une procédure préliminaire était ouverte contre lui pour détournement de retenues sur les salaires (art. 159 CP) et infraction à l'art. 87 LAVS. Le même jour, il a informé B______ qu'une procédure préliminaire était ouverte contre elle pour la première de ces infractions puis, le 3 septembre 2021, également pour inobservation par un tiers des règles de la procédure pour dettes (art.”
“L'infraction la plus grave, soit l'escroquerie en lien avec la première demande de prêt du 26 mars 2020 commande à elle seule le prononcé d'une peine privative de liberté de huit mois ; cette peine sera aggravée d'un mois (peine théorique de deux mois) pour le faux dans les titres concomitant, de cinq mois (peine théorique de sept mois) pour la seconde escroquerie en lien avec la demande de prêt du 5 avril 2020 et d'un mois (peine théorique de deux mois) pour le second faux dans les titres, portant la peine d'ensemble à 15 mois. La peine privative de liberté prononcée par le premier juge sera par conséquent confirmée, sans qu'il ne soit dérogé à l'interdiction de la reformatio in pejus en lien avec l'acquittement partiel de l'appelante (arrêts du Tribunal fédéral 6B_539/2018 du 23 août 2018 consid. 1.4 ; 6B_976/2016 du 12 octobre 2017 consid. 3.3.1). La détention avant jugement sera déduite de la peine prononcée, dans la proportion retenue par le premier juge, soit 57 jours. Pour respecter le principe de l'interdiction de la reformatio in pejus, les mesures de substitution dont l'appelante a fait l'objet devront quant à elles être déduites à hauteur de 62 jours, correspondant à 20% desdites mesures, étant relevé que l'atteinte mineure à la liberté personnelle de l'appelante, en comparaison avec la détention provisoire, aurait justifié une déduction à hauteur de 10%. 3.4.3. S'agissant de l'infraction à l'art. 87 LAVS, la peine de 30 jours-amende à CHF 30.- l'unité, partiellement complémentaire à la condamnation du 12 novembre 2019 et non contestée en appel, apparaît conforme à la faute et à la situation financière de l'appelante Elle sera, partant, confirmée, à l'instar de la renonciation à révoquer le sursis octroyé le 30 mai 2017 par le Tribunal de AD______, acquise à l'appelante. Les conditions cumulatives de l'art. 52 CP ne sont pas réalisées dès lors que ni la culpabilité de l'appelante, ni les conséquences de ses actes ne sont de peu d'importance. Elle a en effet sciemment manqué à ses obligation d'administratrice et lésé ses employés en omettant de verser leurs cotisations sociales. Il n'y a donc pas lieu de l'exempter de peine sous cet angle. 3.4.4. L'octroi du sursis complet, tant pour la peine privative de liberté que la peine pécuniaire, est acquis à l'appelante. Il sera assorti d'un délai d'épreuve de trois ans, durée suffisante pour la dissuader de commettre de nouvelles infractions.”
Wiederholtes Verschweigen oder tätliche Unwahrheiten über Erwerbstätigkeit können unter Art. 87 AHVG fallen und damit strafrechtliche Relevanz haben. Die von den Behörden festgestellten unzutreffenden oder unvollständigen Angaben wurden in den zitierten Entscheiden als Tatbestand im Sinn von Art. 87 AHVG gewertet. In diesen Fällen kann die absolute Verwirkungsfrist von sieben Jahren (gemäss den in den Entscheiden erwähnten Verwirkungsregeln) zur Anwendung kommen. Die Sozialversicherungsbehörde hat in ihren Abklärungen auch zu prüfen, ob und in welchem Umfang strafrechtliche Verwirkungsfristen einzutreten haben; die Frage der Strafbarkeit ist im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren vorfrageweise zu berücksichtigen.
“87 AHVG zu Unrecht erwirkt, was zum ersten Eventualantrag führe. Anlässlich der Rentenrevision im Oktober 2012 habe der Versicherte lediglich beiläufig erwähnt, er erledige Hauswartsarbeiten. Die weitaus bedeutendere Tätigkeit in der Garage habe er dagegen nicht erwähnt. Durch diese unvollständige und tatsachenwidrige Auskunft habe er erneut die Weiterausrichtung einer ganzen Rente zu Unrecht erwirkt, was zum zweiten Eventualantrag führe. Die Vorinstanz verletze Bundesrecht, wenn sie bezüglich Fristwahrung an die Verfügung vom 24. Mai 2019 anknüpfe. Vielmehr habe die IV-Stelle mit dem Vorbescheid vom 3. Februar 2016 die Verwirkungsfrist gewahrt. Die Vorinstanz prüfe pflichtwidrig auch die Frage nicht, ob allenfalls eine strafrechtliche Frist zur Anwendung gelange. Dies sei nicht nachvollziehbar, nachdem sie ausdrücklich auf die unzutreffenden Angaben des Rentenbezügers im Revisionsformular hingewiesen habe. Wie bereits gezeigt, habe der Versicherte in den Revisionsverfahren 2009 und 2012 den Betrieb verschwiegen und so im Sinn von Art. 87 AHVG durch unwahre und unvollständige Angaben Leistungen erwirkt, die ihm nicht zukämen. Damit gelange bei den drei möglichen Anknüpfungszeitpunkten die absolute Verwirkungsfrist von sieben Jahren gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. c aStGB bzw. Art. 97 Abs. 1 lit. d StGB zur Anwendung. Die Strafbarkeit sei durch den Rechtsanwender im Sozialversicherungsverfahren vorfrageweise zu beantworten und im vorliegenden Fall zu bejahen. Mit dem Vorbescheid vom 3. Februar 2016 sei die Verwirkungsfrist für alle Leistungen gewahrt, die ab dem 3. Februar 2009 erbracht worden seien. Damit sei der Rentenanspruch für den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 31. Oktober 2017 auf eine Dreiviertelsrente zu reduzieren. Mit Vernehmlassung vom 2. November 2021 schliesst der Versicherte auf Abweisung der Beschwerde. Zum einen sei die Annahme, dass es sich bei der fraglichen Tätigkeit um eine selbstständige Erwerbstätigkeit handle, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Diese Annahme bzw. das "Überschreiten einer Schwelle" in strafrechtlicher Hinsicht spätestens im April 2009 stütze die IV-Stelle bloss darauf, dass der Versicherte zu diesem Zeitpunkt […]den Ruf eines guten Reparateurs gehabt habe.”
“Auch setze sie sich nicht mit den Regeln zum Beginn und zur Einhaltung der Verwirkungsfristen auseinander. Die IV-Stelle habe dem Beschwerdegegner mit Vorbescheid vom 3. Februar 2016 eröffnet, den Rentenanspruch ab 1. Juli 2009 auf eine halbe Invalidenrente zu reduzieren. Weiter habe sie ihm darin mitgeteilt, einer allfälligen Beschwerde gegen die noch zu erlassende Verfügung komme lediglich in Bezug auf die Rückforderung aufschiebende Wirkung zu. Mit diesem Vorbescheid habe sie die Verwirkungsfrist gewahrt. Indem die Vorinstanz deren Einhaltung erst an die Verfügung der IV-Stelle vom 24. Mai 2019 angeknüpft habe, habe sie Bundesrecht verletzt. Zudem habe sie pflichtwidrig nicht geprüft, ob allenfalls eine strafrechtliche Frist zur Anwendung gelange. Dies sei nicht nachvollziehbar, nachdem sie auf die unzutreffenden Angaben des Beschwerdegegners im Revisionsformular hingewiesen habe. Dieser habe seine Meldepflicht verletzt, indem er den Betrieb der Werkstatt in den Revisionsverfahren 2009 und 2012 verschwiegen habe. Somit habe er im Sinne von Art. 87 AHVG durch unwahre und unvollständige Angaben ihm nicht zustehende Leistungen erwirkt. Folglich gelange die absolute siebenjährige Verwirkungsfrist nach Art. 97 Abs. 1 lit. c aStGB bzw. Art. 97 Abs. 1 lit. d StGB zur Anwendung. Mit dem Vorbescheid vom 3. Februar 2016 sei somit die Verwirkungsfrist für alle ab 3. Februar 2009 erbrachten Leistungen gewahrt. Damit sei der Rentenanspruch seit 1. Juli 2009 bis 31. Oktober 2017 auf eine Dreiviertelsrente zu reduzieren. Bei der Festsetzung des Rentenbetrags sei die Plafonierung zu berücksichtigen. Zudem werde ein Teil der Rückforderung mit Ansprüchen der Ehefrau des Beschwerdegegners verrechnet. Eine Verfügung betreffend deren Ansprüche sei vorinstanzlich hängig. Die Sache sei daher zur Festlegung des Rentenbetrags und zur Berechnung der Rückforderung bzw. Nachzahlung an die Verwaltung zurückzuweisen.”
Strafanzeige wegen Verdacht auf unrechtmässigen Leistungsbezug (Art. 87 AHVG) — kann von einer IV‑Stelle erstattet werden; betrifft Verdacht auf Leistungsmissbrauch bzw. Betrug/unrechtmässigen Bezug.
“Eine arterielle Hypertonie, ein upper airway cough Syndrom und ein Mittellappensyndrom hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dr. F.___ gab am 3. Dezember 2018 an (IV-act. 240), der psychische Zustand der Versicherten sei schwankend, meist mittelgradig bis schwer depressiv. Die Versicherte sei in jeglichen Tätigkeiten voll arbeitsunfähig. Am 18. Februar 2019 reichte die IV-Stelle eine Strafanzeige gegen die Versicherte wegen eines Verdachts des Betruges, des unrechtmässigen Bezuges von Leistungen einer Sozialversicherung und der Widerhandlung gegen Art. 70 IVG i.V.m. Art. 87 AHVG ein (IV-act. 242). Bereits im Januar 2017 war ein anonymer Hinweis bei ihr eingegangen (IV-act. 220), laut dem die Versicherte den gesamten Haushalt inklusive schwerer Einkäufe erledigte, sich um ihre Enkel kümmerte und längere Strecken mit dem Auto zurücklegte. Am 19. Juni 2019 berichteten Fachpersonen der Klinik für Kardiologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG; IV-act. 253), die Versicherte sei vom 6. bis zum 7. Juni 2019 hospitalisiert gewesen, um eine Rekanalisation und eine Implantation von zwei beschichteten Stents bei bekannter RIVA-Stenose vorzunehmen. Der postinterventionelle Verlauf sei komplikationslos gewesen. Am 27. Juli 2019 erstattete Dr. med. H.___, Verkehrsmedizinischer Stufe-3-Arzt, im Auftrag des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes des Kantons St. Gallen ein verkehrsmedizinisches Gutachten (Fremdakten act. 12-33 ff.). Er führte aus, die Versicherte habe zu Beginn des Gesprächs ohne zu überlegen die linke Hand geben wollen, welche durch ihn abgelehnt worden sei.”
“Eine arterielle Hypertonie, ein upper airway cough Syndrom und ein Mittellappensyndrom hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dr. F.___ gab am 3. Dezember 2018 an (IV-act. 240), der psychische Zustand der Versicherten sei schwankend, meist mittelgradig bis schwer depressiv. Die Versicherte sei in jeglichen Tätigkeiten voll arbeitsunfähig. Am 18. Februar 2019 reichte die IV-Stelle eine Strafanzeige gegen die Versicherte wegen eines Verdachts des Betruges, des unrechtmässigen Bezuges von Leistungen einer Sozialversicherung und der Widerhandlung gegen Art. 70 IVG i.V.m. Art. 87 AHVG ein (IV-act. 242). Bereits im Januar 2017 war ein anonymer Hinweis bei ihr eingegangen (IV-act. 220), laut dem die Versicherte den gesamten Haushalt inklusive schwerer Einkäufe erledigte, sich um ihre Enkel kümmerte und längere Strecken mit dem Auto zurücklegte. Am 19. Juni 2019 berichteten Fachpersonen der Klinik für Kardiologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG; IV-act. 253), die Versicherte sei vom 6. bis zum 7. Juni 2019 hospitalisiert gewesen, um eine Rekanalisation und eine Implantation von zwei beschichteten Stents bei bekannter RIVA-Stenose vorzunehmen. Der postinterventionelle Verlauf sei komplikationslos gewesen. Am 27. Juli 2019 erstattete Dr. med. H.___, Verkehrsmedizinischer Stufe-3-Arzt, im Auftrag des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes des Kantons St. Gallen ein verkehrsmedizinisches Gutachten (Fremdakten act. 12-33 ff.). Er führte aus, die Versicherte habe zu Beginn des Gesprächs ohne zu überlegen die linke Hand geben wollen, welche durch ihn abgelehnt worden sei.”
Ob eine Strafverfolgung nach Art. 87 AHVG erfolgt, ist fallabhängig. Das in den Quellen dargestellte Fehlen einer eindeutigen deliktischen Willensrichtung, kooperatives Verhalten der Beteiligten und der überwiegend zivilrechtliche Charakter des Streitgegenstands können gegen eine Verurteilung sprechen. Die Entscheidung macht zudem deutlich, dass die strafrechtliche Untersuchung nicht zur Klärung zivilrechtlicher Forderungen durch Gutachten dienen soll.
“Il s'est adressé au réviseur, lequel a validé un tableau détaillant la méthode de calcul qui aurait dû être appliquée selon l'entreprise, en comparaison à celle qui a effectivement été utilisée. Ce document permettait au recourant de comprendre les sources de la dette qui lui était réclamée et de la contester en toute connaissance de cause. En outre, B______ a, ensuite du dépôt de plainte, expliqué être enclin à trouver une solution au litige, laquelle devait tenir compte du fait que la société avait elle aussi été lésée par l'erreur commise. De son côté, le recourant s'est contenté de contester la perception des charges patronales sur son salaire brut de 2014 à 2017, bien qu'il ait été admis dès les prémisses de la procédure que cette façon de procéder n'avait pas lieu d'être. Jamais il ne s'est clairement prononcé sur la possibilité que les cotisations employeur puissent être, en vertu d'un accord, prélevées en amont afin de déterminer le salaire brut, position soutenue par son employeur. Il parait difficile de retenir de ce qui précède une volonté délictuelle de la société ou d'une quelconque personne, de sorte que les éléments constitutifs d'une infraction à l'art. 87 LAVS ou de toute autre infraction contre le patrimoine ne paraissent ainsi pas réalisés. Dans ces circonstances, un acquittement apparaît plus probable qu'une condamnation. Les actes d'instruction sollicités ne permettraient pas d'aboutir à une solution différente. Il n’appartient pas à la justice pénale de procéder à des expertises ou à des calculs et analyses visant à trancher le bien-fondé de créances, à l'aune du droit des obligations, cette compétence incombant, en l'absence d'infraction, exclusivement à la juridiction civile. Aussi, une expertise comptable indépendante n'est pas opportune dans le cas d'espèce, étant en plus souligné que le dossier comporte suffisamment de pièces permettant d'établir les faits. Il en va de même pour le témoignage de la caisse de compensation requis, puisqu'il a été attesté que l'employé a été annoncé à la D______ dès sa prise de fonction. Quant au certificat médical dont la production est sollicitée, il ne s'agit manifestement pas d'une pièce portant sur des faits pertinents, vu notamment la chronologie des évènements.”
“Il s'est adressé au réviseur, lequel a validé un tableau détaillant la méthode de calcul qui aurait dû être appliquée selon l'entreprise, en comparaison à celle qui a effectivement été utilisée. Ce document permettait au recourant de comprendre les sources de la dette qui lui était réclamée et de la contester en toute connaissance de cause. En outre, B______ a, ensuite du dépôt de plainte, expliqué être enclin à trouver une solution au litige, laquelle devait tenir compte du fait que la société avait elle aussi été lésée par l'erreur commise. De son côté, le recourant s'est contenté de contester la perception des charges patronales sur son salaire brut de 2014 à 2017, bien qu'il ait été admis dès les prémisses de la procédure que cette façon de procéder n'avait pas lieu d'être. Jamais il ne s'est clairement prononcé sur la possibilité que les cotisations employeur puissent être, en vertu d'un accord, prélevées en amont afin de déterminer le salaire brut, position soutenue par son employeur. Il parait difficile de retenir de ce qui précède une volonté délictuelle de la société ou d'une quelconque personne, de sorte que les éléments constitutifs d'une infraction à l'art. 87 LAVS ou de toute autre infraction contre le patrimoine ne paraissent ainsi pas réalisés. Dans ces circonstances, un acquittement apparaît plus probable qu'une condamnation. Les actes d'instruction sollicités ne permettraient pas d'aboutir à une solution différente. Il n’appartient pas à la justice pénale de procéder à des expertises ou à des calculs et analyses visant à trancher le bien-fondé de créances, à l'aune du droit des obligations, cette compétence incombant, en l'absence d'infraction, exclusivement à la juridiction civile. Aussi, une expertise comptable indépendante n'est pas opportune dans le cas d'espèce, étant en plus souligné que le dossier comporte suffisamment de pièces permettant d'établir les faits. Il en va de même pour le témoignage de la caisse de compensation requis, puisqu'il a été attesté que l'employé a été annoncé à la D______ dès sa prise de fonction. Quant au certificat médical dont la production est sollicitée, il ne s'agit manifestement pas d'une pièce portant sur des faits pertinents, vu notamment la chronologie des évènements.”
“Il s'est adressé au réviseur, lequel a validé un tableau détaillant la méthode de calcul qui aurait dû être appliquée selon l'entreprise, en comparaison à celle qui a effectivement été utilisée. Ce document permettait au recourant de comprendre les sources de la dette qui lui était réclamée et de la contester en toute connaissance de cause. En outre, B______ a, ensuite du dépôt de plainte, expliqué être enclin à trouver une solution au litige, laquelle devait tenir compte du fait que la société avait elle aussi été lésée par l'erreur commise. De son côté, le recourant s'est contenté de contester la perception des charges patronales sur son salaire brut de 2014 à 2017, bien qu'il ait été admis dès les prémisses de la procédure que cette façon de procéder n'avait pas lieu d'être. Jamais il ne s'est clairement prononcé sur la possibilité que les cotisations employeur puissent être, en vertu d'un accord, prélevées en amont afin de déterminer le salaire brut, position soutenue par son employeur. Il parait difficile de retenir de ce qui précède une volonté délictuelle de la société ou d'une quelconque personne, de sorte que les éléments constitutifs d'une infraction à l'art. 87 LAVS ou de toute autre infraction contre le patrimoine ne paraissent ainsi pas réalisés. Dans ces circonstances, un acquittement apparaît plus probable qu'une condamnation. Les actes d'instruction sollicités ne permettraient pas d'aboutir à une solution différente. Il n’appartient pas à la justice pénale de procéder à des expertises ou à des calculs et analyses visant à trancher le bien-fondé de créances, à l'aune du droit des obligations, cette compétence incombant, en l'absence d'infraction, exclusivement à la juridiction civile. Aussi, une expertise comptable indépendante n'est pas opportune dans le cas d'espèce, étant en plus souligné que le dossier comporte suffisamment de pièces permettant d'établir les faits. Il en va de même pour le témoignage de la caisse de compensation requis, puisqu'il a été attesté que l'employé a été annoncé à la D______ dès sa prise de fonction. Quant au certificat médical dont la production est sollicitée, il ne s'agit manifestement pas d'une pièce portant sur des faits pertinents, vu notamment la chronologie des évènements.”
Wenn ein anderes Organ die tatsächliche Geschäftsführung führt und die unrechtmässige Verwendung der einbehaltenen Arbeitnehmerbeiträge tatsächlich von dieser Drittperson begangen wird, spricht die zitierte Praxis dafür, dass dem formal eingetragenen Organ angesichts fehlender eigener Kenntnis oder fehlenden dolosen Willens keine persönliche Strafbarkeit nach Art. 87 Abs. 4 AHVG zukommt. Im Strafrecht ist individuelles Verschulden (insbesondere Vorsatz, nicht bloss Fahrlässigkeit) erforderlich.
“Les documents produits par C______ permettent ensuite de constater qu'il avait accès aux comptes bancaires de la société et qu'il était chargé de transmettre à la recourante les attestations de salaires de ses employés. Ces documents, couplés aux explications du prénommé, démontrent en outre qu'il était directement impliqué dans la gestion de la société, qu'il dirigeait au quotidien, prenant lui-même les décisions qui s'imposaient face aux problèmes financiers et opérationnels. Il n'apparaît pas que la mise en cause ait, dans ce cadre, joué un quelconque rôle décisionnel ou contribué à la marche des affaires de la société. Dans ces circonstances, le Ministère public pouvait valablement considérer que la mise en cause n'avait pas elle-même utilisé les cotisations salariales à d'autres fins que celle de les reverser à la recourante et qu'elle ignorait même jusqu'à l'existence de ces cotisations salariales impayées. Bien qu'organe formel de la société, aucun élément ne permet de retenir ou même de soupçonner qu'elle avait personnellement connaissance des éléments constitutifs de l'art. 87 al. 4 LAVS, ni qu'elle avait voulu – ne serait-ce que par dol éventuel – leur réalisation. L'infraction a été commise par son mari, qui occupait seul, dans les faits, le rôle d'organe dirigeant de la société et qui a seul réalisé l'ensemble des éléments constitutifs objectifs et subjectifs (au sens de l'art. 29 CP et/ou 6 al. 1 DPA), ce qui a du reste conduit à sa condamnation. Enfin, les développements de la recourante sur le devoir de diligence incombant à tout organe, même à l'homme de paille au rôle purement passif, peuvent certes jouer un rôle dans l'appréciation de la notion de négligence grave au sens de l'art. 52 LAVS (réparation du dommage par l'employeur, subsidiairement ses organes ; voir par ex. ATAS/394/2018 du 9 mai 2018). Cet argument est toutefois dénué de pertinence en droit pénal, matière qui reste dominée par le principe de culpabilité individuelle, qui suppose que l'auteur remplisse lui-même les conditions objectives et subjectives – ici : l'intention et non la simple négligence – de l'infraction (arrêt du Tribunal fédéral 6P.”
“Les documents produits par C______ permettent ensuite de constater qu'il avait accès aux comptes bancaires de la société et qu'il était chargé de transmettre à la recourante les attestations de salaires de ses employés. Ces documents, couplés aux explications du prénommé, démontrent en outre qu'il était directement impliqué dans la gestion de la société, qu'il dirigeait au quotidien, prenant lui-même les décisions qui s'imposaient face aux problèmes financiers et opérationnels. Il n'apparaît pas que la mise en cause ait, dans ce cadre, joué un quelconque rôle décisionnel ou contribué à la marche des affaires de la société. Dans ces circonstances, le Ministère public pouvait valablement considérer que la mise en cause n'avait pas elle-même utilisé les cotisations salariales à d'autres fins que celle de les reverser à la recourante et qu'elle ignorait même jusqu'à l'existence de ces cotisations salariales impayées. Bien qu'organe formel de la société, aucun élément ne permet de retenir ou même de soupçonner qu'elle avait personnellement connaissance des éléments constitutifs de l'art. 87 al. 4 LAVS, ni qu'elle avait voulu – ne serait-ce que par dol éventuel – leur réalisation. L'infraction a été commise par son mari, qui occupait seul, dans les faits, le rôle d'organe dirigeant de la société et qui a seul réalisé l'ensemble des éléments constitutifs objectifs et subjectifs (au sens de l'art. 29 CP et/ou 6 al. 1 DPA), ce qui a du reste conduit à sa condamnation. Enfin, les développements de la recourante sur le devoir de diligence incombant à tout organe, même à l'homme de paille au rôle purement passif, peuvent certes jouer un rôle dans l'appréciation de la notion de négligence grave au sens de l'art. 52 LAVS (réparation du dommage par l'employeur, subsidiairement ses organes ; voir par ex. ATAS/394/2018 du 9 mai 2018). Cet argument est toutefois dénué de pertinence en droit pénal, matière qui reste dominée par le principe de culpabilité individuelle, qui suppose que l'auteur remplisse lui-même les conditions objectives et subjectives – ici : l'intention et non la simple négligence – de l'infraction (arrêt du Tribunal fédéral 6P.”
Geständnis und die Verfahrensakten können ausreichen, um die Tat nach Art. 87 Abs. 4 AHVG festzustellen, wenn die Beweislage dies ergibt. Für die Strafzumessung sind die persönlichen Verhältnisse und die Schuld des Täters zu berücksichtigen (vgl. Art. 47 StGB und die zitierte Rechtsprechung).
“2a, JdT 1999 IV 136; 120 Ia 31 consid. 2c, JdT, 1996 IV 79). 2.1. A teneur de l'art. 87 al. 4 LAVS, celui qui, en sa qualité d'employeur, aura versé à un salarié des salaires dont il aura déduit les cotisations et qui, au lieu de payer les cotisations salariales dues à la caisse de compensation, les aura utilisées pour lui-même ou pour régler d'autres créances sera puni d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende au plus, à moins qu'il ne s'agisse d'un crime ou d'un délit frappé d'une peine plus lourde. 2.2. En l'espèce, le prévenu a reconnu ne pas avoir reversé à la caisse AVS les cotisations sociales prélevées sur le salaire de ses employés. Il a expliqué avoir utilisé ces montants afin de s'acquitter des dettes dont il avait découvert l'existence et l'ampleur qu'après l'acquisition de la société. Par conséquent, les faits sont établis au vu des pièces figurant à la procédure et des aveux du prévenu, lequel a reconnu les faits. Ce dernier sera donc reconnu coupable d'infraction à l'art. 87 al. 4 LAVS. 3.1.1. Selon l'article 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier, ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al. 2). La culpabilité de l'auteur doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution. Du point de vue subjectif, sont pris en compte l'intensité de la volonté délictuelle, ainsi que les motivations et les buts de l'auteur. A ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même, à savoir les antécédents (judiciaires et non judiciaires), la réputation, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.”
Ermittlungsaspekt: Strafverfahren können auf Observationen sowie auf Firmenunterlagen und ähnliche Unterlagen gestützt werden. Verfahrensaspekt (Arbeitgeberdelikte): Für eine Bestrafung nach Art. 87 AHVG ist unter anderem die ordnungsgemässe Durchführung des Mahnverfahrens erforderlich.
“]" in Verbindung (so zum Beispiel die J____, das K____ und das L____ und diverse Wohnliegenschaften) stünden. Dort hielt er sich jeweils für kurze Zeit auf und fuhr dann weiter zur nächsten Liegenschaft. Insgesamt entstand der Eindruck, er sei hauptsächlich für die Einteilung der Angestellten und für die Kontrolle der durchgeführten Arbeiten zuständig. Dem Observationsbericht lässt sich weiter entnehmen, dass der Beschwerdeführer den ganzen Tag über ohne offensichtliche Zeichen körperlicher Probleme unterwegs sein konnte und es ihm sogar möglich war, nacheinander vier Autopneus in den Kofferraum des Firmenwagens zu laden (vgl. Bericht vom 17. April 2015, IV-Akte 135.4). Auch die Observationsergebnisse waren den Verfassern des D____-Gutachtens nicht bekannt. 5.3.3. Die Beschwerdegegnerin erstattete daraufhin Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer, da sie der Ansicht war, er habe sich mit grosser Wahrscheinlichkeit eine ihm nicht - oder zumindest nicht in der Höhe der ausgerichteten - zustehende Leistung erwirkt und sich damit eines Vergehens im Sinne von Art. 70 IVG i.V.m. Art. 87 AHVG (Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenvorsorge, SR 831.109) schuldig gemacht (IV-Akte 135.3). Die ermittelnde Staatsanwaltschaft konnte im Zuge ihrer Untersuchung diverse Unterlagen finden, die dafür sprechen, dass der Beschwerdeführer in der Firma "[...]" eine leitende Stellung innehatte und in relevantem Umfang für diese tätig war. So ergab eine Sichtung der Website des Unternehmens, dass der Beschwerdeführer "mit über 20 Jahren Berufserfahrung als Baumeister seinen ganzen Mut zusammengenommen habe und im März 2006 sei eigenes Unternehmen eröffnet habe". Das Organigramm der Firma bezeichnet den Beschwerdeführer als "Bereichsleiter Ausführung/Sicherheit, Bauservice und Gebäudereinigung". Auf Seite 4 der Firmenbroschüre ist unter dem Titel "Geschäftsleitung" ein Bild des Beschwerdeführers und seiner Tochter zu sehen (vgl. IV-Akte 159 S. 3, 4, 8). Im Rahmen einer Hausdurchsuchung konnten Visitenkarten gefunden werden, die den Beschwerdeführer als Geschäftsführer der Firma bezeichnen, ferner auf den Beschwerdeführer lautende Bankkarten für Geschäftskonti des Unternehmens.”
“Nach Art. 87 AHVG wird unter anderem, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des StGB vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft, wer als Arbeitgeber einem Arbeitnehmer um die Beiträge gekürzte Löhne ausrichtet und, anstatt die der Ausgleichskasse geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge zu bezahlen, die Beiträge selber verbraucht oder damit andere Forderungen begleicht. Die Strafbestimmungen von Art. 87 AHVG sind Sondervorschriften, welche die Anwendung des StGB so weit ausschliessen, als die Handlungen und Unterlassungen, die dem Täter zur Last gelegt werden, nicht über den Rahmen der Straftatbestände hinausgehen, welche sie aufstellen. Voraussetzung der Bestrafung nach dieser Bestimmung ist die ordnungsgemässe Durchführung des Mahnverfahrens. Vorsätzliches Handeln liegt bei bewusstem und gewolltem Vorgehen vor, wobei Eventualvorsatz genügt (Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Auflage, Zürich / Basel / Genf 2020, mit Hinweisen). Wird die Widerhandlung im Geschäftsbetrieb einer juristischen Person, einer Personengesellschaft oder einer Einzelfirma begangen, so finden die Strafbestimmungen gemäss den Artikeln 87 (und 88) auf die Personen Anwendung, welche für sie gehandelt haben oder hätten handeln sollen. Nach dem Willen des Gesetzgebers machen sich Arbeitgeber strafbar, wenn sie nach Ausrichtung der Nettolöhne irgendwelche andere Forderungen, nicht aber die Beiträge begleichen.”