Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 17. Juni 2022 (Modernisierung der Aufsicht), in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 688;BBl 2020 1). Siehe auch die SchlB am Schluss dieses Textes. ↩
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 17. Juni 2022 (Modernisierung der Aufsicht), in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 688;BBl 2020 1). ↩
Ausdruck gemäss Ziff. III des BG vom 15. Dez. 1989 über die Genehmigung kantonaler Erlasse durch den Bund, in Kraft seit 1. Febr. 1991 (AS 1991 362;BBl 1988 II 1333). ↩
Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 17. Juni 2022 (Modernisierung der Aufsicht), mit Wirkung seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 688;BBl 2020 1). ↩
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 17. Juni 2022 (Modernisierung der Aufsicht), in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 688;BBl 2020 1). ↩
Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 17. Juni 2022 (Modernisierung der Aufsicht), in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 688;BBl 2020 1). ↩
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 17. Juni 2022 (Modernisierung der Aufsicht), in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 688;BBl 2020 1). ↩
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 17. Juni 2022 (Modernisierung der Aufsicht), in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 688;BBl 2020 1). ↩
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Kantonale Ausgleichskassen sind als Durchführungseinheiten der AHV Versicherungsträger im Sinn von Art. 79 Abs. 3 ATSG. Als solche können sie in einschlägigen Strafverfahren die Rechte einer Privatklägerschaft wahrnehmen und sind nach Rechtsprechung und Lehre als Partei sui generis zu behandeln; sie treten daher nicht als Privatklägerinnen auf und brauchen sich nicht durch eine Erklärung nach Art. 118 ff. StPO als solche zu konstituieren.
“Die Behörde tritt als Partei sui generis, nicht aber als Privatklägerin im Strafprozess auf (BGer 6B_267/2020 vom 27. April 2021 E. 2.1.2, 1B_158/2018 vom 11. Juli 2018 E. 2.6). Mit Art. 79 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) wurde eine gesetzliche Grundlage im Sinne von Art. 104 Abs. 2 StPO für Sozialversicherungsträger geschaffen (vgl. KGer SZ BEK 2019 80 vom 27. Dezember 2019 E. 3a). Gemäss Art. 79 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger in Strafverfahren wegen Verletzung von Art. 148a des Strafgesetzbuches (StGB, SR 311.0) und Art. 87 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) die Rechte einer Privatklägerschaft wahrnehmen. Als Versicherungsträger gelten diejenigen organisatorischen Einheiten, die einen Versicherungszweig durchführen bzw. betreiben (Kieser, in: Zürcher Kommentar ATSG, 4. Aufl. 2020, Vorbemerkungen N 112 m.w.H.; Art. 79 N 20). Die Durchführung der Alters- und Hinterlassenenversicherung erfolgt unter anderem durch die kantonalen Ausgleichskassen (Art. 49, Art. 61 AHVG), im Kanton Basel-Stadt durch die Ausgleichskasse Basel-Stadt (§ 1 Abs. 1 des basel-städtischen Einführungsgesetzes zum AHVG). Die Beschwerdeführerin ist folglich eine Versicherungsträgerin im Sinne von Art. 79 Abs. 3 ATSG (vgl. auch Görner/Matteotti, in: Basler Kommentar ATSG, Art. 80 N 5) und damit eine Behörde im Sinne von Art. 104 Abs. 2 StPO, der vom Gesetzgeber gewisse strafprozessuale Parteirechte eingeräumt werden. Sie ist entsprechend der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung als eine Partei sui generis zu behandeln, die gemäss Art. 79 Abs. 3 ATSG die Rechte einer Privatklägerschaft wahrnehmen kann, aber selbst nicht Privatklägerin ist und sich deshalb auch nicht mittels einer Erklärung nach Art. 118 f. StPO als solche zu konstituieren braucht. Auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist daher einzutreten.”
“Die Behörde tritt als Partei sui generis, nicht aber als Privatklägerin im Strafprozess auf (BGer 6B_267/2020 vom 27. April 2021 E. 2.1.2, 1B_158/2018 vom 11. Juli 2018 E. 2.6). Mit Art. 79 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) wurde eine gesetzliche Grundlage im Sinne von Art. 104 Abs. 2 StPO für Sozialversicherungsträger geschaffen (vgl. KGer SZ BEK 2019 80 vom 27. Dezember 2019 E. 3a). Gemäss Art. 79 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger in Strafverfahren wegen Verletzung von Art. 148a des Strafgesetzbuches (StGB, SR 311.0) und Art. 87 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) die Rechte einer Privatklägerschaft wahrnehmen. Als Versicherungsträger gelten diejenigen organisatorischen Einheiten, die einen Versicherungszweig durchführen bzw. betreiben (Kieser, in: Zürcher Kommentar ATSG, 4. Aufl. 2020, Vorbemerkungen N 112 m.w.H.; Art. 79 N 20). Die Durchführung der Alters- und Hinterlassenenversicherung erfolgt unter anderem durch die kantonalen Ausgleichskassen (Art. 49, Art. 61 AHVG), im Kanton Basel-Stadt durch die Ausgleichskasse Basel-Stadt (§ 1 Abs. 1 des basel-städtischen Einführungsgesetzes zum AHVG). Die Beschwerdeführerin ist folglich eine Versicherungsträgerin im Sinne von Art. 79 Abs. 3 ATSG (vgl. auch Görner/Matteotti, in: Basler Kommentar ATSG, Art. 80 N 5) und damit eine Behörde im Sinne von Art. 104 Abs. 2 StPO, der vom Gesetzgeber gewisse strafprozessuale Parteirechte eingeräumt werden. Sie ist entsprechend der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung als eine Partei sui generis zu behandeln, die gemäss Art. 79 Abs. 3 ATSG die Rechte einer Privatklägerschaft wahrnehmen kann, aber selbst nicht Privatklägerin ist und sich deshalb auch nicht mittels einer Erklärung nach Art. 118 f. StPO als solche zu konstituieren braucht. Auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist daher einzutreten.”
Art. 61 Abs. 1 AHVG verpflichtet jeden Kanton, eine kantonale Ausgleichskasse als selbstständige kantonale öffentlich‑rechtliche Anstalt zu errichten. Die kantonale Ausgleichskasse fungiert als Durchführungsorgan der AHV und übernimmt den Aufgabenvollzug; nach Art. 63 Abs. 1 AHVG obliegen ihr insbesondere die Festsetzung, die Herabsetzung und der Erlass der Beiträge, der Erlass von Veranlagungsverfügungen sowie die Durchführung des Mahn‑ und Vollstreckungsverfahrens.
“Was den Einwand des Beschwerdeführers angeht, die Beschwerdegegnerin sei zur Erhebung der Beiträge nicht berechtigt (vgl. Eingabe vom 17. August 2022, S. 2), ist nochmals festzuhalten, dass dies im vorliegenden Beschwerdeverfahren betreffend die Verrechnung nicht Anfechtungsgegenstand bildet (vgl. bereits vorstehend E. 1.2). In Wiederholung des bereits im - den Beschwerdeführer betreffende - Urteil des angerufenen Gerichts vom 16. Dezember 2014 (VGE AHV/2014/947, E. 3.2) Ausgeführten sei immerhin Folgendes angemerkt: Gemäss Art. 61 Abs. 1 AHVG errichtet jeder Kanton eine kantonale Ausgleichskasse als selbstständige öffentliche Anstalt. Als kantonale Ausgleichskasse wurde im Kanton Bern die Beschwerdegegnerin errichtet (vgl. kantonales Einführungsgesetz vom 23. Juni 1993 zum AHVG [EG AHVG; BSG 841.11]; www.ausgleichskasse.ch). Sie besorgt als Durchführungsorgan der Sozialversicherung den Aufgabenvollzug in der AHV. Die Aufgaben der Ausgleichskasse sind in Art. 63 Abs. 1 AHVG umschrieben. Danach obliegen ihr u.a. die Festsetzung, die Herabsetzung und der Erlass der Beiträge sowie der Erlass von Veranlagungsverfügungen und die Durchführung des Mahn- und Vollstreckungsverfahrens. Gestützt darauf ist die Beschwerdegegnerin für die Festsetzung und Erhebung der persönlichen Beiträge des Beschwerdeführers das zuständige Durchführungsorgan der AHV. Soweit der Beschwerdeführer sich auf eine fehlende vertragliche Regelung beruft (vgl. Beschwerde, S. 2 unten, und Eingabe vom 17. August 2022, S. 2), verkennt er diese gesetzliche Ausgangslage wie auch den grundsätzlichen Unterschied zwischen privat- und öffentlichrechtlich geregelten Rechtsverhältnissen.”
Für Familienzulagen in der Landwirtschaft sind die kantonalen Ausgleichskassen nach Art. 61 AHVG zuständig; wer eine andere Zuständigkeit geltend macht, muss diese im Oppositionsverfahren geltend machen und gegebenenfalls die Überweisung der Sache an die kantonale Ausgleichskasse verlangen, andernfalls bleibt die vom verfügenden Dienst angenommene Zuständigkeit bestehen.
“a) La LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’allocations familiales dans l’agriculture (art. 1 LFA). Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA ; art. 22 al. 1 LFA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Est litigieux en l’espèce le droit du recourant à des allocations familiales pour ouvrier agricole, en application de la LFA. 3. a) A teneur de l’art. 13 LFA, il incombe aux caisses de compensation cantonales prévues à l’art. 61 LAVS (caisses de compensation) de déterminer et de payer les allocations familiales pour les travailleurs agricoles, comme aussi de prélever les contributions des employeurs. Dans le canton de Vaud, l’application de la LFA est de la compétence de la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS (art. 1 al. 1 et 3 LOCC [loi du 26 mai 1965 sur l’organisation de la Caisse cantonale de compensation ; BLV 831.11]). b) Si le recourant estimait être soumis à la LFA, et non à la LAFam, il lui incombait de contester la compétence du Service des allocations familiales du Centre Patronal au stade de l’opposition et d’exiger que sa demande de prestations soit transmise à la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS pour qu’elle statue en sa qualité d’autorité compétente en matière d’allocations familiales dans l’agriculture. A ce stade de la procédure, un renvoi de la cause à la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS ne constituerait toutefois qu’une formalité vide de sens, dans la mesure où la LFA n’est manifestement pas applicable au cas d’espèce, pour les motifs exposés ci-après.”
“a) La LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’allocations familiales dans l’agriculture (art. 1 LFA). Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA ; art. 22 al. 1 LFA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Est litigieux en l’espèce le droit du recourant à des allocations familiales pour ouvrier agricole, en application de la LFA. 3. a) A teneur de l’art. 13 LFA, il incombe aux caisses de compensation cantonales prévues à l’art. 61 LAVS (caisses de compensation) de déterminer et de payer les allocations familiales pour les travailleurs agricoles, comme aussi de prélever les contributions des employeurs. Dans le canton de Vaud, l’application de la LFA est de la compétence de la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS (art. 1 al. 1 et 3 LOCC [loi du 26 mai 1965 sur l’organisation de la Caisse cantonale de compensation ; BLV 831.11]). b) Si le recourant estimait être soumis à la LFA, et non à la LAFam, il lui incombait de contester la compétence du Service des allocations familiales du Centre Patronal au stade de l’opposition et d’exiger que sa demande de prestations soit transmise à la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS pour qu’elle statue en sa qualité d’autorité compétente en matière d’allocations familiales dans l’agriculture. A ce stade de la procédure, un renvoi de la cause à la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS ne constituerait toutefois qu’une formalité vide de sens, dans la mesure où la LFA n’est manifestement pas applicable au cas d’espèce, pour les motifs exposés ci-après.”
In Umsetzung von Art. 61 Abs. 1 AHVG kann der Kanton vorsehen, dass Einwohnergemeinden Zweigstellen der kantonalen Ausgleichskasse errichten und dass die Aufgaben und Befugnisse dieser Zweigstellen durch kantonale Regelungen geregelt werden. Gestützt auf kantonales Recht kann der Kanton einzelnen Zweigstellen durch öffentlich-rechtliche Regelung oder öffentlich-rechtlichen Vertrag zusätzliche Aufgaben der Ausgleichskasse übertragen; dies kann nach der zitierten Rechtsprechung auch die Kompetenz zum Erlass von Verfügungen umfassen.
“Gemäss Art. 61 Abs. 1 AHVG errichtet jeder Kanton durch besonderen Erlass eine kantonale Ausgleichskasse als selbstständige öffentliche Anstalt. Diese bundesrechtliche Vorgabe hat der Kanton Bern in Art. 2 ff. des kantonalen Einführungsgesetzes vom 23. Juni 1993 zum Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (EG AHVG; BSG 841.11) umgesetzt. In Art. 7 Abs. 1 EG AHVG ist zudem vorgesehen, dass die Einwohnergemeinden Zweigstellen der kantonalen Ausgleichskasse (AKB) zu errichten haben, wobei die Aufgaben und Befugnisse der Zweigstellen durch Verordnung des Regierungsrates geregelt werden (Art. 7 Abs. 5 EG AHVG). Gestützt auf Art. 9 Abs. 3 der kantonalen Verordnung vom 4. November 1998 über die Ausgleichskasse des Kantons Bern und ihre Zweigstellen (AKBV; BSG 841.111) kann die AKB einzelnen Zweigstellen durch öffentlich-rechtlichen Vertrag zusätzliche Aufgaben der AKB, insbesondere die Kompetenz zum Erlass von Verfügungen, übertragen, was betreffend die Zweigstelle ... – wie vom Verwaltungsgericht bereits mit dem ebenfalls den Beschwerdeführer betreffenden Urteil vom 4.”