Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. Aug. 2024, in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2024 462). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V vom 21. März 2025, in Kraft seit 1. Jan. 2026 (AS 2025 226). ↩
Fassung gemäss Ziff. I der V vom 15. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3331). ↩
Eingefügt durch Ziff. I der V vom 21. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6329). ↩
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Beiträge auf dem massgebenden Lohn bis Fr. 2'300.- pro Arbeitgeber und Kalenderjahr werden nur auf Verlangen des Versicherten erhoben.
“Nach Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG sind nur natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz oder natürliche Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben, obligatorisch bei der schweizerischen AHV versichert. Beitragspflichtig sind sie insbesondere dann, wenn sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen (Art. 3 Abs. 1 AHVG). Vom massgebenden Lohn, der je Arbeitgeber den Betrag von Fr. 2'300.- im Kalenderjahr nicht übersteigt, werden die Beiträge nur auf Verlangen des Versicherten erhoben (Art. 34d Abs. 1 AHVV [SR 831.101]). 4.2 Frauen haben Anspruch auf eine ordentliche Altersrente, sofern sie das”
“Die Vorbringen der Beschwerdeführerin sind unbehelflich. Vorliegend zu qualifizieren sind die ihr bekannten Vergütungen an den Beigeladenen im Zeitraum von März 2020 bis Dezember 2022 im Umfang von insgesamt Fr. 12‘485.- einschliesslich Spesen (vgl. E. 3.1.2). Dass der Beigeladene noch für andere Arbeitgeber oder Auftraggeberinnen tätig ist und die Beschwerdeführerin ihn nur bei Bedarf beizieht, vermag an der Qualifikation seiner Tätigkeiten als unselbständigewerbend nichts zu ändern. Der Vollständigkeit halber ist zu bemerken, dass auf dem massgebenden Lohn, der je Arbeitgeber den Betrag von Fr. 2'300.-- pro Kalenderjahr nicht übersteigt, die Beiträge grundsätzlich nur auf Verlangen des Versicherten erhoben werden (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV). Beim von der Beschwerdeführerin genannten Betrag von Fr. 16‘800.-- pro Jahr handelt es sich dagegen um jenen Betrag, der von Versicherten im Rentenalter vom Einkommen aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit im Rahmen der Bemessung der AHV-Beiträge in Abzug gebracht werden kann (Art. 6quater AHVV).”
“Faute de rentrer dans la catégorie du personnel administratif, ou encore une autre catégorie des UBI, les jeunes travailleurs n’étaient soumis à aucun des salaires minimums prévus par ceux-ci. L’OCIRT ne pouvait donc reprocher à la recourante de ne pas leur avoir appliqué un salaire minimum, et la décision sera annulée sur ce point. 4) La recourante conteste avoir omis de déclarer à la caisse de compensation les salaires soumis à cotisations AVS. a. Selon l’art. 1a al. 2 let. c LAVS de la loi fédérale sur l’assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.10), ne sont pas assurés les salariés dont l’employeur n’est pas tenu de payer des cotisations, lorsqu’ils ne remplissent les conditions énumérées à l’al. 1 que pour une période relativement courte, soit une activité lucrative qui n’excède pas trois mois consécutifs par année civile (art. 2 du règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 - RAVS - RS 831.101). Selon l’art. 3 al. 2 let. a LAVS, ne sont pas tenus de payer des cotisations les enfants qui exercent une activité lucrative, jusqu’au 31 décembre de l’année où ils ont accompli leur dix-septième année. Selon l’art. 34d al. 1 RAVS, lorsque le salaire déterminant n’excède pas CHF 2'300.- francs par année civile et par employeur, les cotisations ne sont perçues qu’à la demande de l’assuré. b. En l’espèce, M. F______ était âgé de 16 ans lors de son engagement, et son salaire était soustrait aux cotisations. Les huit autres jeunes travailleurs restants étaient âgés de 18 ans ou plus lorsqu’ils ont été engagés. Toutefois, les salaires de Mme H______ et MM. J______ et K______ étaient inférieurs à CHF 2'300.-, et n’étaient partant assujettis à cotisation qu’à leur demande, personne ne soutenant qu’une telle demande aurait été formée. La recourante a documenté avec son recours avoir déclaré les salaires de Mmes C______, D______ et E______ et de MM. G______ et I______. Elle avait déjà annexé au courrier de son conseil du 4 décembre 2020 à l’OCIRT la liste des « stagiaires » indiquant les numéros AVS de ceux dont les revenus avaient été déclarés à la caisse de compensation (annexe 9). L’OCIRT se plaint à juste titre de n’avoir pu obtenir de la recourante la documentation de la déclaration, ou du défaut, d’assujettissement des salaires des jeunes travailleurs.”
Nach der Rechtsprechung kann eine stundenweise bzw. marginale Nebentätigkeit als «marginal» i.S.v. Art. 34d Abs. 1 AHVV gelten; so endete der Anspruch in einem entschiedenen Fall nicht, weil das aus der Tätigkeit resultierende Jahreseinkommen lediglich rund Fr. 2'059 betrug.
“Triftige Gründe für ein Abweichen vom eindeutigen und unmissverständlichen Wortlaut der genannten Bestimmungen (vgl. BGE 149 I 91 E. 2.2; 142 IV 333 E. 3.2; 140 V 15 E. 5.3.2) sind nicht ersichtlich. Insbesondere leuchtet unter den Gesichtspunkten des Mutterschutzes und der Rechtsgleichheit auch nicht ein, weshalb der Umfang der im geltend gemachten Sinn "folgenlosen" Erwerbstätigkeit während der 14-wöchigen Mutterschaftsphase umso höher sein soll, je geringer das entsprechende durchschnittliche Tageseinkommen der betroffenen Mutter ist. Die Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich zudem auch nicht aus der (von ihr ausdrücklich akzeptierten) Rechtsprechung von BGE 139 V 250 herleiten: In diesem Urteil statuierte das Bundesgericht keinen generellen "Freibetrag" für eine Erwerbstätigkeit während des Bezugs von Mutterschaftsentschädigung. Vielmehr definierte es, was nicht als (teilzeitige) Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG und Art. 25 EOV gilt, nämlich die marginale Nebentätigkeit, aus der höchstens ein geringfügiger Jahreslohn im Sinne von Art. 34d Abs. 1 AHVV resultiert (BGE 139 V 250 E. 4.6). Im genannten Urteil beendete die stundenweise Wiederaufnahme einer Nebentätigkeit den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung nicht, weil die Mutter mit dieser Tätigkeit vor der Niederkunft ein Jahreseinkommen von lediglich Fr. 2'059.- erzielt hatte und es sich daher um eine für ein vorzeitiges Anspruchsende nicht zu berücksichtigende marginale Nebentätigkeit handelte (vgl. BGE 139 V 250 Sachverhalt lit. A und E. 4.6 in fine).”
“Triftige Gründe für ein Abweichen vom eindeutigen und unmissverständlichen Wortlaut der genannten Bestimmungen (vgl. BGE 149 I 91 E. 2.2; BGE 142 IV 333 E. 3.2; BGE 140 V 15 E. 5.3.2) sind nicht ersichtlich. Insbesondere leuchtet unter den Gesichtspunkten des Mutterschutzes und der Rechtsgleichheit auch nicht ein, weshalb der Umfang der im geltend gemachten Sinn "folgenlosen" Erwerbstätigkeit während der 14-wöchigen Mutterschaftsphase umso höher sein soll, je geringer das entsprechende durchschnittliche Tageseinkommen der betroffenen Mutter ist. BGE 150 V 474 S. 480 Die Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich zudem auch nicht aus der (von ihr ausdrücklich akzeptierten) Rechtsprechung von BGE 139 V 250 herleiten: In diesem Urteil statuierte das Bundesgericht keinen generellen "Freibetrag" für eine Erwerbstätigkeit während des Bezugs von Mutterschaftsentschädigung. Vielmehr definierte es, was nicht als (teilzeitige) Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG und Art. 25 EOV gilt, nämlich die marginale Nebentätigkeit, aus der höchstens ein geringfügiger Jahreslohn im Sinne von Art. 34d Abs. 1 AHVV resultiert (BGE 139 V 250 E. 4.6). Im genannten Urteil beendete die stundenweise Wiederaufnahme einer Nebentätigkeit den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung nicht, weil die Mutter mit dieser Tätigkeit vor der Niederkunft ein Jahreseinkommen von lediglich Fr. 2'059.- erzielt hatte und es sich daher um eine für ein vorzeitiges Anspruchsende nicht zu berücksichtigende marginale Nebentätigkeit handelte (vgl. BGE 139 V 250 Sachverhalt Bst. A und E. 4.6 in fine).”
Bei rückwirkender Lohnzahlung gilt grundsätzlich das auf die Bezugsperiode anwendbare Recht (Prinzip der Bezugsperiode). Dazu gehören nach der DRC auch der Beitragssatz und der Betrag des «Salärs von wenigem Gewicht» gemäss Art. 34d OAVS. In anderen, in der DRC genannten Fällen kommt hingegen das Realisierungsprinzip zur Anwendung, wonach die zum Zeitpunkt der Auszahlung geltenden Bestimmungen massgebend sind.
“Secondo il marginale 2036 DRC per determinare se il versamento di un salario arretrato sia soggetto o meno a contribuzione, ci si fonda sulle disposizioni in vigore nel periodo cui si riferisce il salario arretrato (“principio del periodo di riferimento” [da rilevare che mentre il termine in italiano è stato modificato, poiché in precedenza era chiamato “principio della destinazione”, nelle altre due lingue nazionali è rimasto il medesimo, ossia, “Bestimmungsprinzip” in tedesco e “principe retenant l’année pour laquelle le salaire est dû” in francese]). In base al principio del periodo di riferimento, si determina ad esempio se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Per il marginale 2038 DRC se il rapporto di lavoro con lo stesso datore di lavoro o l’obbligo assicurativo non sussiste più, il diritto valido al momento dell’esercizio dell’attività si applica al momento del versamento del salario arretrato su cui vanno versati i contributi secondo il N. 2036 per quanto riguarda: – il tasso di contribuzione; – l’importo della franchigia (art. 6quater OAVS); – l’importo del salario di poco conto, da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – i valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2102); – l’importo massimo del guadagno assicurato determinante di cui all’art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv. 1 OAINF. Secondo il marginale 2039 DRC in tutti gli altri casi il conteggio dei contributi si basa sul principio del conseguimento del guadagno (in tedesco: “Realisierungsprinzip”), in base al quale sono determinanti le disposizioni in vigore al momento del versamento. Nel marginale 2040 viene indicato un esempio. Nel 2021 X riceve una provvigione di 80 000 franchi per una serie di affari conclusi nel”
Die Rechtsprechung zeigt, dass schon ein vergleichsweise geringes Parlamentseinkommen im Bereich des in Art. 34d Abs. 1 AHVV genannten Schwellenbetrags Auswirkungen auf den Mutterschaftsanspruch haben kann.
“Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin die Parlamentstätigkeit, bei der sie ein jährliches Einkommen von über Fr. 2'300.-- (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV) erzielt, mit der Teilnahme an der Sitzung vom 28. April 2021 (vgl. E. 3.1 hiervor) vorzeitig – d.h. vor Ablauf der 98 Tage nach Niederkunft (vgl. Art. 16c Abs. 2 EOG) – wiederaufgenommen hat, womit der gesamte Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung (d.h. auch in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei der D.________) nach Art. 16d Abs. 3 EOG i.V.m. Art. 25 EOV am 28. April 2021 geendet hat. Es ist verständlich, dass dieses Ergebnis für Mütter, die ein politisches Mandat in der Legislative innehaben, unbefriedigend ist. Inzwischen hat der Gesetzgeber denn auch eine Regelung geschaffen, die diesem Umstand Rechnung trägt. Gemäss Änderung vom 29. September 2023 enthält Art. 16d Abs. 3 ELG neu einen Vorbehalt, wonach der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung nicht vorzeitig endet, wenn die Mutter als Ratsmitglied an Rats- und Kommissionssitzungen von Parlamenten auf Bundes-, Kantons- oder Gemeindeebene teilnimmt, an denen eine Vertretung nicht vorgesehen ist. Der Bundesrat hat diese Änderung am 10.”
Bei Lohnnachzahlungen ist nach den DRC für die Frage, ob Beiträge geschuldet sind und ob die Ausnahmeregelung des Art. 34d ("Lohn von wenigem Wert") anwendbar ist, das für den Referenzzeitraum geltende Recht massgebend (Prinzip des Referenzzeitraums). Die DRC vermerken zugleich, dass — insbesondere wenn das Arbeitsverhältnis nicht mehr besteht — bestimmte Beurteilungsfolgen zum Zeitpunkt der Auszahlung zu prüfen sind.
“Dal 1° gennaio 2021 le DRC, in seguito alle sentenze pubblicate in DTF 146 V 104 e DTF 146 V 313, hanno subito, per quanto qui d’interesse, una profonda modifica. Secondo il marginale 2036 DRC per determinare se il versamento di un salario arretrato sia soggetto o meno a contribuzione, ci si fonda sulle disposizioni in vigore nel periodo cui si riferisce il salario arretrato (“principio del periodo di riferimento” [da rilevare che mentre il termine in italiano è stato modificato, poiché in precedenza era chiamato “principio della destinazione”, nelle altre due lingue nazionali è rimasto il medesimo, ossia, “Bestimmungsprinzip” in tedesco e “principe retenant l’année pour laquelle le salaire est dû” in francese]). In base al principio del periodo di riferimento, si determina ad esempio se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Per il marginale 2038 DRC se il rapporto di lavoro con lo stesso datore di lavoro o l’obbligo assicurativo non sussiste più, il diritto valido al momento dell’esercizio dell’attività si applica al momento del versamento del salario arretrato su cui vanno versati i contributi secondo il N. 2036 per quanto riguarda: – il tasso di contribuzione; – l’importo della franchigia (art. 6quater OAVS); – l’importo del salario di poco conto, da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – i valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2102); – l’importo massimo del guadagno assicurato determinante di cui all’art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv.”
“Dal 1° gennaio 2021 le DRC, in seguito alle sentenze pubblicate in DTF 146 V 104 e DTF 146 V 313, hanno subito, per quanto qui d’interesse, una profonda modifica. Secondo il marginale 2036 DRC per determinare se il versamento di un salario arretrato sia soggetto o meno a contribuzione, ci si fonda sulle disposizioni in vigore nel periodo cui si riferisce il salario arretrato (“principio del periodo di riferimento” [da rilevare che mentre il termine in italiano è stato modificato, poiché in precedenza era chiamato “principio della destinazione”, nelle altre due lingue nazionali è rimasto il medesimo, ossia, “Bestimmungsprinzip” in tedesco e “principe retenant l’année pour laquelle le salaire est dû” in francese]). In base al principio del periodo di riferimento, si determina ad esempio se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Per il marginale 2038 DRC se il rapporto di lavoro con lo stesso datore di lavoro o l’obbligo assicurativo non sussiste più, il diritto valido al momento dell’esercizio dell’attività si applica al momento del versamento del salario arretrato su cui vanno versati i contributi secondo il N. 2036 per quanto riguarda: – il tasso di contribuzione; – l’importo della franchigia (art. 6quater OAVS); – l’importo del salario di poco conto, da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – i valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2102); – l’importo massimo del guadagno assicurato determinante di cui all’art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv.”
Bei parlamentarischen Vergütungen (Jahrespauschale, monatliche Pauschalen, Sitzungsgelder) werden die Zahlungen für die Bemessung des Jahreslohns kumuliert. Dadurch können auch einzelne Monatsbeträge oder Einmalvergütungen den in Art. 34d Abs. 1 AHVV vorgesehenen Jahreshöchstbetrag überschreiten; in diesem Fall entfällt nach der Rechtsprechung der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung und es können Rückerstattungsansprüche entstehen.
“und 23. Juni 2021 an Sitzungen des Parlaments teilgenommen. Sie habe aus der Nationalratstätigkeit in den zwölf Monaten vor der Geburt ein Einkommen von Fr. 65'160.- resp. von monatlich durchschnittlich Fr. 5'430.- erzielt, was über dem Grenzwert von Art. 34d Abs. 1 AHVV (Fr. 2'300.- im Kalenderjahr) liege. Folglich hat das kantonale Gericht die Nationalratstätigkeit nicht als bloss geringfügige Nebenerwerbs-, sondern als Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG betrachtet und den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung ab dem 28. April 2021 verneint. Schliesslich hat es hinsichtlich der seit diesem Tag unrechtmässig bezogenen Taggelder die Rückerstattungspflicht im Sinne von Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG bestätigt.”
“und 23. Juni 2021 an Sitzungen des Parlaments teilgenommen. Sie habe aus der Nationalratstätigkeit in den zwölf Monaten vor der Geburt ein Einkommen von Fr. 65'160.- resp. von monatlich durchschnittlich Fr. 5'430.- erzielt, was über dem Grenzwert von Art. 34d Abs. 1 AHVV (Fr. 2'300.- im Kalenderjahr) liege. Folglich hat das kantonale Gericht die Nationalratstätigkeit nicht als bloss geringfügige Nebenerwerbs-, sondern als Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG betrachtet und den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung ab dem 28. April 2021 verneint. Schliesslich hat es hinsichtlich der seit diesem Tag unrechtmässig bezogenen Taggelder die Rückerstattungspflicht im Sinne von Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG bestätigt.”
“Juli 2021 herangezogen wurden, Mutterschaftsentschädigung erhalten (AB 9). Nach Art. 16e Abs. 2 Satz 1 EOG ist für die Berechnung des Entschädigungsanspruchs das vor dem Beginn des Entschädigungsanspruchs erzielte Erwerbseinkommen massgebend (vgl. E. 2.3 hiervor). Gemäss Angaben der D.________ vom 23. Mai 2021 betrug das massgebende vorgeburtliche Einkommen Fr. 5'425.-- pro Monat bzw. Fr. 65'100.-- pro Jahr (vgl. AB 9 und 13 S. 3). Das Einkommen aus der Nationalratstätigkeit setzt sich dagegen zum einen aus einer Jahrespauschale von Fr. 26'000.-- bzw. einer Monatspauschale von Fr. 2'166.65 für die Vorbereitung der Ratsarbeit und zum anderem aus einem Sitzungsgeld zusammen, welches sich in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt auf durchschnittlich Fr. 3'263.35 belief; daraus resultiert ein massgebendes Einkommen von Fr. 5'430.-- pro Monat bzw. Fr. 65'160.-- pro Jahr (vgl. AB 9, 11). Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin vor Beginn des Entschädigungsanspruchs aus der Parlamentstätigkeit ein jährliches Einkommen von über Fr. 2'300.-- (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV) erzielt hat. Mithin gilt diese Tätigkeit nach der Rechtsprechung nicht als geringfügiger Nebenerwerb bzw. stellt eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG dar (vgl. E. 3.2 hiervor), mit deren Wiederaufnahme der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung – auch in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei der D.________ – vorzeitig endet (vgl. E. 3.2 hiervor). Damit erübrigen sich Weiterungen betreffend die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihrer haupt- und nebenberuflichen Tätigkeit (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 5). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Lohngrenze nach Art. 34d Abs. 1 AHVV beziehe sich lediglich auf die Dauer des Mutterschaftsurlaubes und nicht auf ein Kalenderjahr (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. 6), kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 34d Abs. 1 AHVV liegt der Höchstbetrag für einen geringfügigen Lohn bei "2’300 Franken im Kalenderjahr" (bis 31. Dezember 2010: Fr. 2'200.-- im Kalenderjahr). Entsprechend hat das Bundesgericht in BGE 139 V 250 E.”
“Schliesslich ist festzuhalten, dass eine Erwerbsaufnahme mit einem geringfügigen Lohn, welcher im Kalenderjahr Fr. 2'300.-- nicht übersteigt, gemäss Art. 34d Abs. 1 AHVV den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung zwar nicht beendet (vgl. E. 2.2 hiervor). Der Abrechnung für März 2019 (AB 3) ist jedoch zu entnehmen, dass der Beschwerdeführerin für die ...tätigkeit im März 2019 für die … Fr. 2'166.65 und für die Teilnahme an der ... … in der Höhe von Fr. 4'840.-- ausgerichtet wurden. Damit ist der Einwand der Beschwerdeführerin, in der „hier interessierenden Zeitspanne“ werde der Grenzwert von Fr. 2'300.-- nicht überstiegen (vgl. Beschwerde S. 6), widerlegt, zumal sich der Grenzwert auf ein Kalenderjahr bezieht.”
Der Höchstbetrag nach Art. 34d Abs. 1 AHVV (aktuell Fr. 2'300.–) dient als objektives Kriterium zur Abgrenzung eines geringfügigen (marginalen) Nebenerwerbs von einer Teilerwerbstätigkeit. Übersteigt der Jahreslohn diese Grenze, gilt der vorzeitig aufgenommene Nebenerwerb als Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG, wodurch der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung entfällt.
“Der Anspruch der Mutter auf Entschädigung endet am Tag der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit, unabhängig vom Beschäftigungsgrad (Art. 25 EOV [SR 834.11]). Auch eine vorzeitig aufgenommene Teilzeitarbeit entspricht einer Erwerbstätigkeit im Sinne von (heute) Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG, die den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung beendet. Es ist bundesrechtskonform, dass Art. 25 EOV (in der aktuellen wie in der bis Ende 2020 geltenden Fassung) diese Rechtsfolge "unabhängig vom Beschäftigungsgrad" ("quel que soit son taux d'occupation"; "indipendentemente dal grado di occupazione") eintreten lässt (BGE 139 V 250 E. 4.5). Indessen besteht der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung weiterhin, wenn nicht eine Haupterwerbstätigkeit, sondern lediglich eine marginale Nebenerwerbstätigkeit, die nicht als Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG qualifiziert werden kann, vorzeitig (wieder) aufgenommen wird. Diesbezüglich ist als objektives Kriterium die Obergrenze für die Annahme von geringfügigem Lohn nach Art. 34d Abs. 1 AHVV (SR 831.101; bis Ende 2010: Fr. 2'200.-, seither: Fr. 2'300.-) heranzuziehen. Oberhalb dieser Lohngrenze stellt der vorzeitig aufgenommene Nebenerwerb der Mutter eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG dar (BGE 139 V 250 E. 4.6).”
“Der Anspruch der Mutter auf Entschädigung endet am Tag der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit, unabhängig vom Beschäftigungsgrad (Art. 25 EOV [SR 834.11]). Auch eine vorzeitig aufgenommene Teilzeitarbeit entspricht einer Erwerbstätigkeit im Sinne von (heute) Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG, die den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung beendet. Es ist bundesrechtskonform, dass Art. 25 EOV (in der aktuellen wie in der bis Ende 2020 geltenden Fassung) diese Rechtsfolge "unabhängig vom Beschäftigungsgrad" ("quel que soit son taux d'occupation"; "indipendentemente dal grado di occupazione") eintreten lässt (BGE 139 V 250 E. 4.5). Indessen besteht der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung weiterhin, wenn nicht eine Haupterwerbstätigkeit, sondern lediglich eine marginale Nebenerwerbstätigkeit, die nicht als Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG qualifiziert werden kann, vorzeitig (wieder) aufgenommen wird. Diesbezüglich ist als objektives Kriterium die Obergrenze für die Annahme von geringfügigem Lohn nach Art. 34d Abs. 1 AHVV (SR 831.101; bis Ende 2010: Fr. 2'200.-, seither: Fr. 2'300.-) heranzuziehen. Oberhalb dieser Lohngrenze stellt der vorzeitig aufgenommene Nebenerwerb der Mutter eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG dar (BGE 139 V 250 E. 4.6).”
“Das Bundesgericht hat in BGE 148 V 253 betreffend das von der Beschwerdeführerin ausgeübte politische Mandat einer Nationalrätin erkannt, dass diese Tätigkeit eine Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG (bzw. aArt. 16d Satz 2 EOG) und Art. 25 EOV darstellt und eine Parlamentarierin den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung bei vorzeitiger Wiederaufnahme ihres politischen Mandats sowie bei einem dabei erzielten jährlichen Einkommen von über Fr. 2'300.-- (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV) auch in Bezug auf ihre weiteren Erwerbstätigkeiten verliert. Dabei erwog das Bundesgericht mit Verweis auf BGE 139 V 250 E. 4.6 S. 257 f., dass der Höchstbetrag für geringfügigen Lohn nach Art. 34d Abs. 1 AHVV als objektives Kriterium zur Bestimmung der Lohngrenze heranzuziehen sei, oberhalb welcher der vorzeitig aufgenommene geringfügige Nebenerwerb der Mutter eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 resp. aArt. 16d Satz 2 EOG darstelle (BGE 148 V 253 E. 5.4 S. 260 und E. 7.1 S. 263). Somit ist nachfolgend zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin am 28. April 2021 vorzeitig aufgenommene Parlamentstätigkeit einen geringfügigen Nebenerwerb bzw. eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG darstellt.”
Der in Art. 34d Abs. 1 AHVV genannte Grenzbetrag ist nicht als allgemeiner Freibetrag für Erwerbseinkommen zu verstehen. Er dient als Referenzgrenze für marginale Nebentätigkeiten; liegt der Jahreslohn einer (wieder) aufgenommenen Nebenerwerbstätigkeit nicht über diesem Betrag, gilt diese Tätigkeit nach der Rechtsprechung nicht als (teilzeitige) Erwerbstätigkeit im Sinn der Vorschriften zum vorzeitigen Ende des Anspruchs auf Mutterschaftsentschädigung.
“Regeste Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG; Art. 25 EOV; Mutterschaftsentschädigung. Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung endet vorzeitig, wenn die Mutter ihre Erwerbstätigkeit wieder aufnimmt (Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG) resp. am Tag der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit (Art. 25 EOV). Das Bundesgericht definierte in BGE 139 V 250 E. 4.6, was nicht als (teilzeitige) Erwerbstätigkeit im Sinne dieser Bestimmungen gilt, nämlich die marginale Nebentätigkeit, aus der höchstens ein geringfügiger Jahreslohn im Sinne von Art. 34d Abs. 1 AHVV (gegenwärtig: Fr. 2'300.-) resultiert. Damit statuierte es keinen generellen "Freibetrag" für Erwerbseinkommen resp. für die darauf entfallende Tätigkeit in dem Sinne, dass jede anspruchsberechtigte Mutter in der fraglichen Zeit einer beliebigen Erwerbstätigkeit nachgehen dürfte, ohne deswegen den Anspruch zu verlieren, sofern nur das dabei erzielte Einkommen den Grenzbetrag von Fr. 2'300.- nicht erreicht (E. 4.3; Präzisierung der Rechtsprechung).”
“Regeste Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG; Art. 25 EOV; Mutterschaftsentschädigung. Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung endet vorzeitig, wenn die Mutter ihre Erwerbstätigkeit wieder aufnimmt (Art. 16d Abs. 3 Teilsatz 1 EOG) resp. am Tag der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit (Art. 25 EOV). Das Bundesgericht definierte in BGE 139 V 250 E. 4.6, was nicht als (teilzeitige) Erwerbstätigkeit im Sinne dieser Bestimmungen gilt, nämlich die marginale Nebentätigkeit, aus der höchstens ein geringfügiger Jahreslohn im Sinne von Art. 34d Abs. 1 AHVV (gegenwärtig: Fr. 2'300.-) resultiert. Damit statuierte es keinen generellen "Freibetrag" für Erwerbseinkommen resp. für die darauf entfallende Tätigkeit in dem Sinne, dass jede anspruchsberechtigte Mutter in der fraglichen Zeit einer beliebigen Erwerbstätigkeit nachgehen dürfte, ohne deswegen den Anspruch zu verlieren, sofern nur das dabei erzielte Einkommen den Grenzbetrag von Fr. 2'300.- nicht erreicht (E. 4.3; Präzisierung der Rechtsprechung).”
Die Lohngrenze von Fr. 2'300 (bzw. früher Fr. 2'200) ist als Betrag "im Kalenderjahr" zu verstehen und bildet den massgeblichen Jahreswert zur Beurteilung, ob eine Tätigkeit als geringfügiger Nebenerwerb/Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 34d Abs. 1 AHVV gilt.
“AB 9, 11). Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin vor Beginn des Entschädigungsanspruchs aus der Parlamentstätigkeit ein jährliches Einkommen von über Fr. 2'300.-- (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV) erzielt hat. Mithin gilt diese Tätigkeit nach der Rechtsprechung nicht als geringfügiger Nebenerwerb bzw. stellt eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG dar (vgl. E. 3.2 hiervor), mit deren Wiederaufnahme der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung – auch in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei der D.________ – vorzeitig endet (vgl. E. 3.2 hiervor). Damit erübrigen sich Weiterungen betreffend die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihrer haupt- und nebenberuflichen Tätigkeit (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 5). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Lohngrenze nach Art. 34d Abs. 1 AHVV beziehe sich lediglich auf die Dauer des Mutterschaftsurlaubes und nicht auf ein Kalenderjahr (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. 6), kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 34d Abs. 1 AHVV liegt der Höchstbetrag für einen geringfügigen Lohn bei "2’300 Franken im Kalenderjahr" (bis 31. Dezember 2010: Fr. 2'200.-- im Kalenderjahr). Entsprechend hat das Bundesgericht in BGE 139 V 250 E. 4.6 S. 258 ausdrücklich den geringfügigen Lohn von "2'200 fr. par année civile" als massgebliche Grenze festgehalten. Ebenso hat das angerufene Gericht in VGE EO/2020/625 (vgl. E. 3.3) die Lohngrenze von Fr. 2'300.-- pro Kalenderjahr als massgebend bezeichnet. Wäre dies unzutreffend gewesen, hätte das Bundesgericht Gelegenheit gehabt, diese Auffassung in BGE 148 V 253 zu korrigieren, was es jedoch nicht getan hat. Mithin bezieht sich die Lohngrenze von Fr. 2'300.-- auf ein Kalenderjahr.”
“Juli 2021 herangezogen wurden, Mutterschaftsentschädigung erhalten (AB 9). Nach Art. 16e Abs. 2 Satz 1 EOG ist für die Berechnung des Entschädigungsanspruchs das vor dem Beginn des Entschädigungsanspruchs erzielte Erwerbseinkommen massgebend (vgl. E. 2.3 hiervor). Gemäss Angaben der D.________ vom 23. Mai 2021 betrug das massgebende vorgeburtliche Einkommen Fr. 5'425.-- pro Monat bzw. Fr. 65'100.-- pro Jahr (vgl. AB 9 und 13 S. 3). Das Einkommen aus der Nationalratstätigkeit setzt sich dagegen zum einen aus einer Jahrespauschale von Fr. 26'000.-- bzw. einer Monatspauschale von Fr. 2'166.65 für die Vorbereitung der Ratsarbeit und zum anderem aus einem Sitzungsgeld zusammen, welches sich in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt auf durchschnittlich Fr. 3'263.35 belief; daraus resultiert ein massgebendes Einkommen von Fr. 5'430.-- pro Monat bzw. Fr. 65'160.-- pro Jahr (vgl. AB 9, 11). Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin vor Beginn des Entschädigungsanspruchs aus der Parlamentstätigkeit ein jährliches Einkommen von über Fr. 2'300.-- (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV) erzielt hat. Mithin gilt diese Tätigkeit nach der Rechtsprechung nicht als geringfügiger Nebenerwerb bzw. stellt eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG dar (vgl. E. 3.2 hiervor), mit deren Wiederaufnahme der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung – auch in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei der D.________ – vorzeitig endet (vgl. E. 3.2 hiervor). Damit erübrigen sich Weiterungen betreffend die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihrer haupt- und nebenberuflichen Tätigkeit (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 5). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Lohngrenze nach Art. 34d Abs. 1 AHVV beziehe sich lediglich auf die Dauer des Mutterschaftsurlaubes und nicht auf ein Kalenderjahr (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. 6), kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 34d Abs. 1 AHVV liegt der Höchstbetrag für einen geringfügigen Lohn bei "2’300 Franken im Kalenderjahr" (bis 31. Dezember 2010: Fr. 2'200.-- im Kalenderjahr). Entsprechend hat das Bundesgericht in BGE 139 V 250 E.”
“65 für die Vorbereitung der Ratsarbeit und zum anderem aus einem Sitzungsgeld zusammen, welches sich in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt auf durchschnittlich Fr. 3'263.35 belief; daraus resultiert ein massgebendes Einkommen von Fr. 5'430.-- pro Monat bzw. Fr. 65'160.-- pro Jahr (vgl. AB 9, 11). Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin vor Beginn des Entschädigungsanspruchs aus der Parlamentstätigkeit ein jährliches Einkommen von über Fr. 2'300.-- (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV) erzielt hat. Mithin gilt diese Tätigkeit nach der Rechtsprechung nicht als geringfügiger Nebenerwerb bzw. stellt eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG dar (vgl. E. 3.2 hiervor), mit deren Wiederaufnahme der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung – auch in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei der D.________ – vorzeitig endet (vgl. E. 3.2 hiervor). Damit erübrigen sich Weiterungen betreffend die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihrer haupt- und nebenberuflichen Tätigkeit (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 5). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Lohngrenze nach Art. 34d Abs. 1 AHVV beziehe sich lediglich auf die Dauer des Mutterschaftsurlaubes und nicht auf ein Kalenderjahr (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. 6), kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 34d Abs. 1 AHVV liegt der Höchstbetrag für einen geringfügigen Lohn bei "2’300 Franken im Kalenderjahr" (bis 31. Dezember 2010: Fr. 2'200.-- im Kalenderjahr). Entsprechend hat das Bundesgericht in BGE 139 V 250 E. 4.6 S. 258 ausdrücklich den geringfügigen Lohn von "2'200 fr. par année civile" als massgebliche Grenze festgehalten. Ebenso hat das angerufene Gericht in VGE EO/2020/625 (vgl. E. 3.3) die Lohngrenze von Fr. 2'300.-- pro Kalenderjahr als massgebend bezeichnet. Wäre dies unzutreffend gewesen, hätte das Bundesgericht Gelegenheit gehabt, diese Auffassung in BGE 148 V 253 zu korrigieren, was es jedoch nicht getan hat. Mithin bezieht sich die Lohngrenze von Fr. 2'300.-- auf ein Kalenderjahr.”
“AB 9, 11). Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin vor Beginn des Entschädigungsanspruchs aus der Parlamentstätigkeit ein jährliches Einkommen von über Fr. 2'300.-- (vgl. Art. 34d Abs. 1 AHVV) erzielt hat. Mithin gilt diese Tätigkeit nach der Rechtsprechung nicht als geringfügiger Nebenerwerb bzw. stellt eine Teilerwerbstätigkeit im Sinne von Art. 16d Abs. 3 EOG dar (vgl. E. 3.2 hiervor), mit deren Wiederaufnahme der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung – auch in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei der D.________ – vorzeitig endet (vgl. E. 3.2 hiervor). Damit erübrigen sich Weiterungen betreffend die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihrer haupt- und nebenberuflichen Tätigkeit (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 5). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Lohngrenze nach Art. 34d Abs. 1 AHVV beziehe sich lediglich auf die Dauer des Mutterschaftsurlaubes und nicht auf ein Kalenderjahr (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. 6), kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 34d Abs. 1 AHVV liegt der Höchstbetrag für einen geringfügigen Lohn bei "2’300 Franken im Kalenderjahr" (bis 31. Dezember 2010: Fr. 2'200.-- im Kalenderjahr). Entsprechend hat das Bundesgericht in BGE 139 V 250 E. 4.6 S. 258 ausdrücklich den geringfügigen Lohn von "2'200 fr. par année civile" als massgebliche Grenze festgehalten. Ebenso hat das angerufene Gericht in VGE EO/2020/625 (vgl. E. 3.3) die Lohngrenze von Fr. 2'300.-- pro Kalenderjahr als massgebend bezeichnet. Wäre dies unzutreffend gewesen, hätte das Bundesgericht Gelegenheit gehabt, diese Auffassung in BGE 148 V 253 zu korrigieren, was es jedoch nicht getan hat. Mithin bezieht sich die Lohngrenze von Fr. 2'300.-- auf ein Kalenderjahr.”
Bei Lohnnachzahlungen gilt für die Anwendbarkeit der Geringfügigkeits-/Kleinlohnregelung (Art. 34d AHVV) grundsätzlich das Prinzip des "Zeitraums der Zugehörigkeit" (periodo di riferimento / Bestimmungsprinzip): Massgeblich sind die Bestimmungen für die Periode, auf die sich der rückständige Lohn bezieht. In bestimmten, in den DRC-Marginalien genannten Fällen (etwa wenn das Arbeitsverhältnis beim gleichen Arbeitgeber nicht mehr besteht bzw. die Beitragspflicht entfällt) bzw. in sonst den DRC genannten Ausnahmen, wird die Berechnung hingegen nach dem Realisierungsprinzip vorgenommen, d. h. nach der Rechtslage zum Zeitpunkt der Auszahlung.
“Secondo il marginale 2036 DRC per determinare se il versamento di un salario arretrato sia soggetto o meno a contribuzione, ci si fonda sulle disposizioni in vigore nel periodo cui si riferisce il salario arretrato (“principio del periodo di riferimento” [da rilevare che mentre il termine in italiano è stato modificato, poiché in precedenza era chiamato “principio della destinazione”, nelle altre due lingue nazionali è rimasto il medesimo, ossia, “Bestimmungsprinzip” in tedesco e “principe retenant l’année pour laquelle le salaire est dû” in francese]). In base al principio del periodo di riferimento, si determina ad esempio se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Per il marginale 2038 DRC se il rapporto di lavoro con lo stesso datore di lavoro o l’obbligo assicurativo non sussiste più, il diritto valido al momento dell’esercizio dell’attività si applica al momento del versamento del salario arretrato su cui vanno versati i contributi secondo il N. 2036 per quanto riguarda: – il tasso di contribuzione; – l’importo della franchigia (art. 6quater OAVS); – l’importo del salario di poco conto, da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – i valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2102); – l’importo massimo del guadagno assicurato determinante di cui all’art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv. 1 OAINF. Secondo il marginale 2039 DRC in tutti gli altri casi il conteggio dei contributi si basa sul principio del conseguimento del guadagno (in tedesco: “Realisierungsprinzip”), in base al quale sono determinanti le disposizioni in vigore al momento del versamento. Nel marginale 2040 viene indicato un esempio. Nel 2021 X riceve una provvigione di 80 000 franchi per una serie di affari conclusi nel”
“In base al principio della destinazione si determina così se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Secondo il marginale 2035 DRC, nel tenore in vigore dal 1° gennaio 2016 al 31 dicembre 2020, in caso di salari arretrati sottoposti a contribuzione secondo il N. 2034, il conteggio per la riscossione dei contributi legali avviene secondo il principio del conseguimento del guadagno, in base al quale fanno stato le disposizioni in vigore al momento del versamento. Queste direttive si applicano: – al tasso contributivo: va applicato quello in vigore al momento del versamento o dell’accredito del versamento; – alla determinazione di eventuali franchigie, in caso di salariati in età AVS (franchigia, art. 6 quater OAVS); – ai salari di poco conto – da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – ai valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2094). Per il marginale 2035.1 DRC, nel tenore in vigore dal 1° gennaio 2016 al 31 dicembre 2020, se sui versamenti di salari arretrati giusta il N. 2034 sono dovuti contributi AD, questi sono prelevati in base al principio del conseguimento del guadagno, vale a dire applicando il tasso contributivo e l’importo massimo del guadagno assicurato determinante (per i contributi AD, art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv. 1 OAINF) in vigore al momento del conseguimento del guadagno (N. 2035). In caso di rapporto di lavoro presso lo stesso datore di lavoro e obbligo contributivo nell’anno di pertinenza e nell’anno di conseguimento del guadagno, l’importo massimo del guadagno assicurato dell’AD è calcolato in base alla durata dell’attività nell’anno di conseguimento del guadagno.”
Nach Art. 34d Abs. 1 (RAVS) werden Beiträge für geringe massgebende Löhne nur auf Verlangen des Versicherten erhoben. In der Entscheidungsbesprechung ATA/990/2021 wird ausgeführt, dass Löhne unter CHF 2'300.– pro Jahr und Arbeitgeber nur bei Vorliegen eines solchen Begehrens der Beitragserhebung unterliegen und im entschiedenen Fall keine entsprechende Forderung vorlag.
“Faute de rentrer dans la catégorie du personnel administratif, ou encore une autre catégorie des UBI, les jeunes travailleurs n’étaient soumis à aucun des salaires minimums prévus par ceux-ci. L’OCIRT ne pouvait donc reprocher à la recourante de ne pas leur avoir appliqué un salaire minimum, et la décision sera annulée sur ce point. 4) La recourante conteste avoir omis de déclarer à la caisse de compensation les salaires soumis à cotisations AVS. a. Selon l’art. 1a al. 2 let. c LAVS de la loi fédérale sur l’assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.10), ne sont pas assurés les salariés dont l’employeur n’est pas tenu de payer des cotisations, lorsqu’ils ne remplissent les conditions énumérées à l’al. 1 que pour une période relativement courte, soit une activité lucrative qui n’excède pas trois mois consécutifs par année civile (art. 2 du règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 - RAVS - RS 831.101). Selon l’art. 3 al. 2 let. a LAVS, ne sont pas tenus de payer des cotisations les enfants qui exercent une activité lucrative, jusqu’au 31 décembre de l’année où ils ont accompli leur dix-septième année. Selon l’art. 34d al. 1 RAVS, lorsque le salaire déterminant n’excède pas CHF 2'300.- francs par année civile et par employeur, les cotisations ne sont perçues qu’à la demande de l’assuré. b. En l’espèce, M. F______ était âgé de 16 ans lors de son engagement, et son salaire était soustrait aux cotisations. Les huit autres jeunes travailleurs restants étaient âgés de 18 ans ou plus lorsqu’ils ont été engagés. Toutefois, les salaires de Mme H______ et MM. J______ et K______ étaient inférieurs à CHF 2'300.-, et n’étaient partant assujettis à cotisation qu’à leur demande, personne ne soutenant qu’une telle demande aurait été formée. La recourante a documenté avec son recours avoir déclaré les salaires de Mmes C______, D______ et E______ et de MM. G______ et I______. Elle avait déjà annexé au courrier de son conseil du 4 décembre 2020 à l’OCIRT la liste des « stagiaires » indiquant les numéros AVS de ceux dont les revenus avaient été déclarés à la caisse de compensation (annexe 9). L’OCIRT se plaint à juste titre de n’avoir pu obtenir de la recourante la documentation de la déclaration, ou du défaut, d’assujettissement des salaires des jeunes travailleurs.”
“Faute de rentrer dans la catégorie du personnel administratif, ou encore une autre catégorie des UBI, les jeunes travailleurs n’étaient soumis à aucun des salaires minimums prévus par ceux-ci. L’OCIRT ne pouvait donc reprocher à la recourante de ne pas leur avoir appliqué un salaire minimum, et la décision sera annulée sur ce point. 4) La recourante conteste avoir omis de déclarer à la caisse de compensation les salaires soumis à cotisations AVS. a. Selon l’art. 1a al. 2 let. c LAVS de la loi fédérale sur l’assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.10), ne sont pas assurés les salariés dont l’employeur n’est pas tenu de payer des cotisations, lorsqu’ils ne remplissent les conditions énumérées à l’al. 1 que pour une période relativement courte, soit une activité lucrative qui n’excède pas trois mois consécutifs par année civile (art. 2 du règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants du 31 octobre 1947 - RAVS - RS 831.101). Selon l’art. 3 al. 2 let. a LAVS, ne sont pas tenus de payer des cotisations les enfants qui exercent une activité lucrative, jusqu’au 31 décembre de l’année où ils ont accompli leur dix-septième année. Selon l’art. 34d al. 1 RAVS, lorsque le salaire déterminant n’excède pas CHF 2'300.- francs par année civile et par employeur, les cotisations ne sont perçues qu’à la demande de l’assuré. b. En l’espèce, M. F______ était âgé de 16 ans lors de son engagement, et son salaire était soustrait aux cotisations. Les huit autres jeunes travailleurs restants étaient âgés de 18 ans ou plus lorsqu’ils ont été engagés. Toutefois, les salaires de Mme H______ et MM. J______ et K______ étaient inférieurs à CHF 2'300.-, et n’étaient partant assujettis à cotisation qu’à leur demande, personne ne soutenant qu’une telle demande aurait été formée. La recourante a documenté avec son recours avoir déclaré les salaires de Mmes C______, D______ et E______ et de MM. G______ et I______. Elle avait déjà annexé au courrier de son conseil du 4 décembre 2020 à l’OCIRT la liste des « stagiaires » indiquant les numéros AVS de ceux dont les revenus avaient été déclarés à la caisse de compensation (annexe 9). L’OCIRT se plaint à juste titre de n’avoir pu obtenir de la recourante la documentation de la déclaration, ou du défaut, d’assujettissement des salaires des jeunes travailleurs.”
Wer die ungekürzte Lohnzahlung akzeptiert, kann später nicht verlangen, dass die Beiträge erhoben werden. Damit ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass der Arbeitgeber die Beiträge nachträglich freiwillig bezahlt und den Arbeitnehmer anmeldet.
“Er bestreitet nicht, dass er den Lohn in bar erhalten hat und keine Sozialabzüge erfolgt sind. Der Geschäftsinhaber der Firma D____, I____, hat den Beschwerdeführer nun nachträglich bei der Ausgleichskasse der E____ angemeldet und am 15. Dezember 2020 Beiträge für den Beschwerdeführer bezahlt (Replikbeilage [RB] 2). 4.4. Gemäss der (vermutlich versehentlich) auf den 25. Mai 2019 datierten Lohnabrechnung für den 20. und 21. April 2020 erhielt der Beschwerdeführer von der Firma D____ für diese beiden Tage einen Bruttolohn von insgesamt Fr. 340.00. Bei Löhnen, welche je Arbeitgeber den Betrag von Fr. 2'300.00 pro Kalenderjahr nicht übersteigen, werden nur auf Verlangen des Arbeitnehmers Sozialversicherungsbeiträge erhoben (Art. 34d Abs. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Eine Verzichtserklärung der arbeitnehmenden Person ist nicht notwendig (vgl. Ueli Kieser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 14 N 29). Gemäss Art. 34d Abs. 3 AHVV kann die arbeitnehmende Person, welche die ungekürzte Lohnzahlung akzeptiert hat, nicht nachträglich verlangen, dass die Beiträge erhoben werden. Dass die betreffende Person also gegenüber dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin fordern kann, dass die Beiträge nachträglich bezahlt werden, bedeutet nicht zwangsweise, dass dies gar nicht mehr (freiwillig) erbracht werden dürfen. 4.5. Im vorliegenden Fall hat sich I____ darum bemüht, den Beschwerdeführer nachträglich bei einer Ausgleichskasse anzumelden und die entsprechenden Sozialversicherungsabgaben bezahlt (vgl. E. 4.2. und E. 4.3.). Im Verfahren beim kantonalen Sozialversicherungsgericht sind sogenannte echte Noven (die nach der Fällung des angefochtenen Entscheids entstehen) zulässig, soweit sie Rückschlüsse auf den Sachverhalt bis zum Erlass des Einspracheentscheids erlauben (vgl. Susanne Bollinger in: Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger-Naef [Hrsg.], Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2019, Art.”
Bei Lohnnachzahlungen gilt: Ob Beiträge geschuldet sind und ob die Ausnahme für geringfügige Löhne (Art. 34d OAVS/AHVV) anwendbar ist, bemisst sich nach dem Zeitraum, für den die Nachzahlung bestimmt ist (Prinzip der Destination). Die konkrete Erhebung, der anwendbare Beitragssatz sowie allfällige Franchisen oder Höchstbeträge werden hingegen nach den Bestimmungen berechnet, die zum Zeitpunkt der Auszahlung gelten (Prinzip des conseguimento del guadagno).
“In base al principio della destinazione si determina così se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Secondo il marginale 2035 DRC, nel tenore in vigore dal 1° gennaio 2016 al 31 dicembre 2020, in caso di salari arretrati sottoposti a contribuzione secondo il N. 2034, il conteggio per la riscossione dei contributi legali avviene secondo il principio del conseguimento del guadagno, in base al quale fanno stato le disposizioni in vigore al momento del versamento. Queste direttive si applicano: – al tasso contributivo: va applicato quello in vigore al momento del versamento o dell’accredito del versamento; – alla determinazione di eventuali franchigie, in caso di salariati in età AVS (franchigia, art. 6 quater OAVS); – ai salari di poco conto – da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – ai valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2094). Per il marginale 2035.1 DRC, nel tenore in vigore dal 1° gennaio 2016 al 31 dicembre 2020, se sui versamenti di salari arretrati giusta il N. 2034 sono dovuti contributi AD, questi sono prelevati in base al principio del conseguimento del guadagno, vale a dire applicando il tasso contributivo e l’importo massimo del guadagno assicurato determinante (per i contributi AD, art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv. 1 OAINF) in vigore al momento del conseguimento del guadagno (N. 2035). In caso di rapporto di lavoro presso lo stesso datore di lavoro e obbligo contributivo nell’anno di pertinenza e nell’anno di conseguimento del guadagno, l’importo massimo del guadagno assicurato dell’AD è calcolato in base alla durata dell’attività nell’anno di conseguimento del guadagno.”
Für die Beurteilung, ob Lohnnachzahlungen beitragspflichtig sind, gilt das «Prinzip des Bezugszeitraums»: Massgeblich ist das Recht des Zeitraums, für den die Nachzahlung bestimmt ist. Wenn zum Zeitpunkt der Leistung das Arbeitsverhältnis bzw. die Versicherungspflicht nicht mehr besteht, ist für die Abrechnung dennoch das zum Zeitpunkt der Auszahlung geltende Recht anzuwenden, namentlich die Beitragssätze, die Franchigen und der nach Art. 34d OAVS massgebliche Grenzbetrag.
“Dal 1° gennaio 2021 le DRC, in seguito alle sentenze pubblicate in DTF 146 V 104 e DTF 146 V 313, hanno subito, per quanto qui d’interesse, una profonda modifica. Secondo il marginale 2036 DRC per determinare se il versamento di un salario arretrato sia soggetto o meno a contribuzione, ci si fonda sulle disposizioni in vigore nel periodo cui si riferisce il salario arretrato (“principio del periodo di riferimento” [da rilevare che mentre il termine in italiano è stato modificato, poiché in precedenza era chiamato “principio della destinazione”, nelle altre due lingue nazionali è rimasto il medesimo, ossia, “Bestimmungsprinzip” in tedesco e “principe retenant l’année pour laquelle le salaire est dû” in francese]). In base al principio del periodo di riferimento, si determina ad esempio se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Per il marginale 2038 DRC se il rapporto di lavoro con lo stesso datore di lavoro o l’obbligo assicurativo non sussiste più, il diritto valido al momento dell’esercizio dell’attività si applica al momento del versamento del salario arretrato su cui vanno versati i contributi secondo il N. 2036 per quanto riguarda: – il tasso di contribuzione; – l’importo della franchigia (art. 6quater OAVS); – l’importo del salario di poco conto, da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – i valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2102); – l’importo massimo del guadagno assicurato determinante di cui all’art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv.”
Nach dem Prinzip des Referenzzeitraums wird bestimmt, ob der Kleinlohnbetrag (Art. 34d OAVS) zur Anwendung kommt. Liegt das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt der Auszahlung nicht mehr vor, richtet sich die Anwendung — namentlich für Beitragssatz, Franchigebetrag (Art. 6quater OAVS) und den Kleinlohnbetrag (Art. 34d OAVS) — nach dem zum Zeitpunkt der Auszahlung geltenden Recht.
“Dal 1° gennaio 2021 le DRC, in seguito alle sentenze pubblicate in DTF 146 V 104 e DTF 146 V 313, hanno subito, per quanto qui d’interesse, una profonda modifica. Secondo il marginale 2036 DRC per determinare se il versamento di un salario arretrato sia soggetto o meno a contribuzione, ci si fonda sulle disposizioni in vigore nel periodo cui si riferisce il salario arretrato (“principio del periodo di riferimento” [da rilevare che mentre il termine in italiano è stato modificato, poiché in precedenza era chiamato “principio della destinazione”, nelle altre due lingue nazionali è rimasto il medesimo, ossia, “Bestimmungsprinzip” in tedesco e “principe retenant l’année pour laquelle le salaire est dû” in francese]). In base al principio del periodo di riferimento, si determina ad esempio se siano dovuti contributi AVS/AI/IPG/AD e se sia applicabile una franchigia ai sensi dell’art. 6quater OAVS oppure un importo limite ai sensi dell’art. 34d OAVS. Per il marginale 2038 DRC se il rapporto di lavoro con lo stesso datore di lavoro o l’obbligo assicurativo non sussiste più, il diritto valido al momento dell’esercizio dell’attività si applica al momento del versamento del salario arretrato su cui vanno versati i contributi secondo il N. 2036 per quanto riguarda: – il tasso di contribuzione; – l’importo della franchigia (art. 6quater OAVS); – l’importo del salario di poco conto, da cui si possono percepire contributi solo a richiesta dell’assicurato (art. 34d OAVS); – i valori salariali di riferimento nella procedura semplificata (v. N. 2102); – l’importo massimo del guadagno assicurato determinante di cui all’art. 3 cpv. 2 LADI in combinato disposto con l’art. 22 cpv.”