9 commentaries
Empfangene Leistungen, die irrtumsweise nach Eröffnung des Konkurses an die Konkursmasse gelangt sind, sind von der Masse grundsätzlich zurückzugewähren. Eine Verrechnung mit vertraglichen Forderungen kommt nach der zitierten Literatur/Entscheidung zwar grundsätzlich in Betracht, ist aber im konkreten Fall ausgeschlossen, wenn die konkursiten Parteien keine Gegenleistungen erbracht haben.
“La Confederazione Svizzera fonda la propria pretesa di restituzione dei fr. 230'000.– anche sull’art. 205 LEF, sostenendo, sulla base del parere di Wohlfart/Meyer (in Basler Kommentar, SchKG I, 2a ed. 2010, n. 8 ad art. 205 LEF), che la massa ha l’obbligo di restituire quanto ricevuto per errore dopo l’apertura del fallimento, pur ammettendo che, in astratto, la massa potrebbe compensarla con il debito derivante dall’esecuzione del contratto, ma escludendolo in concreto in assenza di prestazioni della fallita.”
“La Confederazione Svizzera fonda la propria pretesa di restituzione dei fr. 230'000.– anche sull’art. 205 LEF, sostenendo, sulla base del parere di Wohlfart/Meyer (in Basler Kommentar, SchKG I, 2a ed. 2010, n. 8 ad art. 205 LEF), che la massa ha l’obbligo di restituire quanto ricevuto per errore dopo l’apertura del fallimento, pur ammettendo che, in astratto, la massa potrebbe compensarla con il debito derivante dall’esecuzione del contratto, ma escludendolo in concreto in assenza di prestazioni della fallita.”
“La Confederazione Svizzera fonda la propria pretesa di restituzione dei fr. 230'000.– anche sull’art. 205 LEF, sostenendo, sulla base del parere di Wohlfart/Meyer (in Basler Kommentar, SchKG I, 2a ed. 2010, n. 8 ad art. 205 LEF), che la massa ha l’obbligo di restituire quanto ricevuto per errore dopo l’apertura del fallimento, pur ammettendo che, in astratto, la massa potrebbe compensarla con il debito derivante dall’esecuzione del contratto, ma escludendolo in concreto in assenza di prestazioni della fallita.”
Forderungen des Schuldners gegen Dritte sind als Bestandteil der Konkursmasse ins Inventar aufzunehmen. Dabei ist nicht entscheidend, ob der Dritte die Forderung bestreitet; bei Streit über Bestand oder Höhe hat sich die Konkursverwaltung an die Angaben des Gläubigers zu halten und die Forderung ins Inventar aufzunehmen.
“Bestandteil des zur Konkursmasse gehörenden Vermögens sind entsprechend auch Forderungen des Schuldners gegen Dritte (vgl. Art. 205 Abs. 1 SchKG). Sie sind deshalb ebenfalls ins Inventar aufzunehmen (Lustenberger/Schenker, Basler Kommentar zum SchKG II, 3. Aufl. 2021, N. 21a zu Art. 221 SchKG, m.w.H.). Dabei ist insbesondere nicht ausschlaggebend, ob der Dritte die Forderung bestreitet (statt vieler: Vouilloz, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 11 zu Art. 221 SchKG). Die materielle Beurteilung des Bestandes oder der Höhe einer Forderung obliegt weder der Konkursverwaltung bzw. dem Vollstreckungsorgan noch der Aufsichtsbehörde, sondern dem Richter. Ist der Bestand oder die Höhe der Forderung streitig, hat sich die Konkursverwaltung deshalb an die Angaben des Gläubigers zu halten und die Forderung in das Inventar aufzunehmen (BGE 114 III 21 E. 5b S. 22; 104 III 23 E. 2 S. 24; 81 III 122). Damit ist über die Zugehörigkeit einer Forderung zur Konkursmasse auch noch nicht definitiv entschieden, denn das Inventar ist eine rein interne Massnahme der Konkursverwaltung, die keine Wirkung gegenüber Dritten hat (BGE 90 III 18 E.”
Leistungen nach Konkurseröffnung befreien den Zahlenden gegenüber den Konkursgläubigern nur insoweit, als der Betrag in die Konkursmasse gelangt. Diese Beschränkung gilt für Forderungen, die zur Konkursmasse gehören, nicht für solche, die dem Schuldner zur freien Verfügung belassen wurden.
“L'ouverture de la faillite prononcée par le juge a pour conséquence que tous les biens saisissables du débiteur tombent dans la masse (art. 197 LP). Le failli perd son droit de disposition sur les biens composant la masse active (art. 204 al.1 LP). En outre, à partir de ce moment-là, le débiteur ne peut recevoir aucun paiement et quiconque paie entre ses mains n'est libéré, à l'égard des créanciers du failli, que jusqu'à concurrence de la somme ou de la valeur qui se retrouve dans la masse (art. 205 al. 1 LP). Le dessaisissement ne porte que sur les biens qui appartiennent à la masse constituée selon les principes posés aux art. 197 ss LP. Or, l'inventaire doit indiquer, à la fin, les objets de stricte nécessité ou insaisissables au sens de l'art. 92 LP que l'office entend laisser au failli (art. 224 LP et 31 al. 1 OAOF). Une révision ou une modification de l'inventaire n'est envisageable que si des objets y ont été portés ou omis manifestement à tort, qu'un rapport de droit se modifie après coup ou que des faits nouveaux justifient une reconsidération (arrêt 7B.237/2005 du 27 mars 2006 consid. 2 et 3). Partant, le dessaisissement ne s'étend pas aux biens qui sont laissés à la libre disposition du failli (ROMY, in Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 7 ad art. 204 LP). Il en va de même de la limitation, qui en découle, du droit du failli de recevoir paiement en ses mains: elle ne s'applique qu'aux créances de la masse, et non pas à celles laissées à la libre disposition du failli (ROMY, op.”
Bei Konkurs infolge gesellschaftsrechtlicher Auflösung ist Art. 205 SchKG anzuwenden. Die Anwendung dieses Artikels steht im Einklang mit dem Ziel, der Gesellschaft die eigenständige Fortführung der Liquidation oder die Bereinigung von Forderungen durch Zahlungen an den Schuldner zu erschweren bzw. zu verhindern.
“Es würde eine Rechtsunsicherheit dar- über bestehen, welche Bestimmungen im Einzelnen zur Anwendung gelang- ten und welche nicht, zumal in der Lehre diesbezüglich keine Einigkeit be- steht. Zudem gilt es zu beachten, dass Art. 731b OR gerade mit dem Ziel re- vidiert wurde, zu verhindern, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit trotz Auflösungsurteil fortführt (Botschaft 2001, S. 3232; BSK OR II-Wat- ter/Duss, Art. 731b N 24; AJP-Lorandi, a.a.O., S. 1379 und S. 1381). Der Ge- sellschaft soll die Existenzberechtigung entzogen werden und aufgrund der Anwendung der Regeln des Konkursrechts soll die Liquidation nicht mehr durch die Gesellschaft selbst vorgenommen werden können (ZK OR-Boh- rer/Kummer, Art. 731b N 67; Bürge/Gut, a.a.O., S. 160; Schönbächler, a.a.O., S. 277 f., wonach eine gesellschaftsrechtliche Liquidation ausgeschlossen sei). Die Geschäftsfähigkeit der Gesellschaft soll insoweit eingeschränkt wer- den (Hari, a.a.O., S. 277). Die Nichtanwendung von Art. 204 f. SchKG und insbesondere von Art. 205 SchKG, wonach zur Konkursmasse gehörende Forderungen nach Eröffnung des Konkurses nicht mehr durch Zahlung an den Schuldner getilgt werden können, würde diesem Gedanken widersprechen. - 10 - Schliesslich sprechen für eine Anwendbarkeit aller konkursrechtlichen Vor- schriften auch die bundesgerichtlichen Erwägungen, dass ein allfälliger Akti- venüberschuss nach Beendigung des Liquidationsverfahrens zur Deckung der Zinsen für die Forderungen der kollozierten Gläubiger verwendet werden müsse und ein allfälliger weiterer Überschuss dem Schuldner erst nach deren Begleichung zur freien Verfügung zurückzugeben sei (BGE 148 III 194 E. 5.1.3). Implizit geht das Bundesgericht damit von einer beschränkten Ver- fügungsbefugnis des Schuldners aus und behandelt die Gläubiger gleicher- massen wie in einem normalen Konkursverfahren (siehe auch Schönbächler, welcher bei einem Aktivenüberschuss von einem nachträglichen Verlust der Berechtigung des gesetzlichen Zinsstopps nach Art.”
“Es würde eine Rechtsunsicherheit dar- über bestehen, welche Bestimmungen im Einzelnen zur Anwendung gelang- ten und welche nicht, zumal in der Lehre diesbezüglich keine Einigkeit be- steht. Zudem gilt es zu beachten, dass Art. 731b OR gerade mit dem Ziel re- vidiert wurde, zu verhindern, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit trotz Auflösungsurteil fortführt (Botschaft 2001, S. 3232; BSK OR II-Wat- ter/Duss, Art. 731b N 24; AJP-Lorandi, a.a.O., S. 1379 und S. 1381). Der Ge- sellschaft soll die Existenzberechtigung entzogen werden und aufgrund der Anwendung der Regeln des Konkursrechts soll die Liquidation nicht mehr durch die Gesellschaft selbst vorgenommen werden können (ZK OR-Boh- rer/Kummer, Art. 731b N 67; Bürge/Gut, a.a.O., S. 160; Schönbächler, a.a.O., S. 277 f., wonach eine gesellschaftsrechtliche Liquidation ausgeschlossen sei). Die Geschäftsfähigkeit der Gesellschaft soll insoweit eingeschränkt wer- den (Hari, a.a.O., S. 277). Die Nichtanwendung von Art. 204 f. SchKG und insbesondere von Art. 205 SchKG, wonach zur Konkursmasse gehörende Forderungen nach Eröffnung des Konkurses nicht mehr durch Zahlung an den Schuldner getilgt werden können, würde diesem Gedanken widersprechen. - 10 - Schliesslich sprechen für eine Anwendbarkeit aller konkursrechtlichen Vor- schriften auch die bundesgerichtlichen Erwägungen, dass ein allfälliger Akti- venüberschuss nach Beendigung des Liquidationsverfahrens zur Deckung der Zinsen für die Forderungen der kollozierten Gläubiger verwendet werden müsse und ein allfälliger weiterer Überschuss dem Schuldner erst nach deren Begleichung zur freien Verfügung zurückzugeben sei (BGE 148 III 194 E. 5.1.3). Implizit geht das Bundesgericht damit von einer beschränkten Ver- fügungsbefugnis des Schuldners aus und behandelt die Gläubiger gleicher- massen wie in einem normalen Konkursverfahren (siehe auch Schönbächler, welcher bei einem Aktivenüberschuss von einem nachträglichen Verlust der Berechtigung des gesetzlichen Zinsstopps nach Art.”
Bei einer Auflösung wegen Organisationsmangel findet Art. 205 Abs. 1 SchKG nach der zitierten Rechtsprechung keine Anwendung. Der Gesetzgeber wollte in diesem Fall nicht das materielle Konkursrecht zur Folge haben; allenfalls kommen nur Vorschriften des formellen Konkursrechts zur Anwendung, nicht jedoch Bestimmungen, die Eingriffe in die Rechtsstellung des Schuldners, seiner Schuldner oder Gläubiger wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung rechtfertigen.
“- könne daher nicht an die Rekurrentin ausbezahlt werden, sondern sei an das Konkursamt zu leisten. 2.Die Rekurrentin bringt zur Begründung des Rekurses in rechtlicher Hinsicht im Wesentlichen das Folgende vor (act. 1): Nach Art. 819 OR i.V.m. Art. 731 - 5 - [recte: 731b] Abs. 1 bis OR könne das Gericht als ultima ratio die Auflösung der Gesellschaft und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs an- ordnen. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezwecke Art. 731b OR die Einhaltung und Durchsetzung zwingender gesetzlicher Vor- gaben hinsichtlich der Organisation einer Gesellschaft, die im öffentlichen In- teresse aufgestellt worden seien. Das Konkursverfahren verfolge demgegen- über das Ziel der Gleichbehandlung der Gläubiger mittels Generalexekution des schuldnerischen Gesamtvermögens. Dazu sei der Verlust der Verfü- gungsmacht des Schuldners nötig. Bei einer Auflösung infolge Organisations- mangels sei dies jedoch aufgrund der dortigen Zweckverfolgung gerade nicht nötig. Art. 205 Abs. 1 SchKG gelange daher nicht zur Anwendung. Der Ge- setzgeber habe bei der Auflösung infolge Organisationsmangels das materi- elle Konkursrecht nicht zur Anwendung bringen wollen. Dementsprechend habe das Bundesgericht festgehalten, dass nach einer nachträglich festge- stellten Überschuldung der Konkurs zu eröffnen sei. Würden ohnehin die Vor- schriften des (materiellen) Konkursrechts zur Anwendung gelangen, verlöre die Entscheidung des Gesetzesgebers, dass bei nachträglich festgestellter Überschuldung eine Konkurseröffnung zu erfolgen habe, ihren Sinn. Das Bun- desgericht habe sodann erwogen, dass nicht alle Bestimmungen des Kon- kursrechts zur Anwendung gelangten. Es habe lediglich die Vorschriften des formellen Konkursrechts gemeint, nicht jedoch die Bestimmungen betreffend Eingriffe in die Rechtsstellung des Konkursiten sowie seiner Schuldner und Gläubiger, welche alleine durch die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Konkursiten gerechtfertigt würden.”
“- könne daher nicht an die Rekurrentin ausbezahlt werden, sondern sei an das Konkursamt zu leisten. 2.Die Rekurrentin bringt zur Begründung des Rekurses in rechtlicher Hinsicht im Wesentlichen das Folgende vor (act. 1): Nach Art. 819 OR i.V.m. Art. 731 - 5 - [recte: 731b] Abs. 1 bis OR könne das Gericht als ultima ratio die Auflösung der Gesellschaft und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs an- ordnen. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezwecke Art. 731b OR die Einhaltung und Durchsetzung zwingender gesetzlicher Vor- gaben hinsichtlich der Organisation einer Gesellschaft, die im öffentlichen In- teresse aufgestellt worden seien. Das Konkursverfahren verfolge demgegen- über das Ziel der Gleichbehandlung der Gläubiger mittels Generalexekution des schuldnerischen Gesamtvermögens. Dazu sei der Verlust der Verfü- gungsmacht des Schuldners nötig. Bei einer Auflösung infolge Organisations- mangels sei dies jedoch aufgrund der dortigen Zweckverfolgung gerade nicht nötig. Art. 205 Abs. 1 SchKG gelange daher nicht zur Anwendung. Der Ge- setzgeber habe bei der Auflösung infolge Organisationsmangels das materi- elle Konkursrecht nicht zur Anwendung bringen wollen. Dementsprechend habe das Bundesgericht festgehalten, dass nach einer nachträglich festge- stellten Überschuldung der Konkurs zu eröffnen sei. Würden ohnehin die Vor- schriften des (materiellen) Konkursrechts zur Anwendung gelangen, verlöre die Entscheidung des Gesetzesgebers, dass bei nachträglich festgestellter Überschuldung eine Konkurseröffnung zu erfolgen habe, ihren Sinn. Das Bun- desgericht habe sodann erwogen, dass nicht alle Bestimmungen des Kon- kursrechts zur Anwendung gelangten. Es habe lediglich die Vorschriften des formellen Konkursrechts gemeint, nicht jedoch die Bestimmungen betreffend Eingriffe in die Rechtsstellung des Konkursiten sowie seiner Schuldner und Gläubiger, welche alleine durch die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Konkursiten gerechtfertigt würden.”
Die Beschränkung des Zahlungsverbots nach Art. 205 SchKG gilt nur für Forderungen, die zur Konkursmasse gehören. Forderungen, die das Konkursamt im Inventar ausdrücklich dem Schuldner zur freien Verfügung belässt (z. B. als Objekte der strikten Notwendigkeit), unterliegen dieser Beschränkung nicht.
“Le dessaisissement ne porte que sur les biens qui appartiennent à la masse constituée selon les principes posés aux art. 197 ss LP. Or, l'inventaire doit indiquer, à la fin, les objets de stricte nécessité ou insaisissables au sens de l'art. 92 LP que l'office entend laisser au failli (art. 224 LP et 31 al. 1 OAOF). Une révision ou une modification de l'inventaire n'est envisageable que si des objets y ont été portés ou omis manifestement à tort, qu'un rapport de droit se modifie après coup ou que des faits nouveaux justifient une reconsidération (arrêt 7B.237/2005 du 27 mars 2006 consid. 2 et 3). Partant, le dessaisissement ne s'étend pas aux biens qui sont laissés à la libre disposition du failli (ROMY, in Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 7 ad art. 204 LP). Il en va de même de la limitation, qui en découle, du droit du failli de recevoir paiement en ses mains: elle ne s'applique qu'aux créances de la masse, et non pas à celles laissées à la libre disposition du failli (ROMY, op. cit., n° 1 ad art. 205 LP). La décision de l'office admettant le caractère de stricte nécessité de certains objets, peut faire l'objet d'une plainte des créanciers auprès de l'autorité de surveillance. L'objet dont la nature de stricte nécessité a été reconnue ou non en procédure de plainte est porté à l'inventaire avec cette indication (VOUILLOZ, in Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 12 s. ad art. 224 LP).”
Nach der Praxis kann Art. 205 SchKG sinngemäss herangezogen werden, um die Auszahlung eines Betrags zu verweigern; das Gericht hat in dem zitierten Fall die Verweigerung der Auszahlung gestützt auf Art. 205 SchKG analog für rechtmässig erklärt.
“Damit erscheint es auch unter Berücksichtigung des Sinn und Zwecks der gerichtlichen Auflösung infolge Organisationsmangels richtig, Art. 731b - 11 - Abs. 1 bis Ziff. 3 OR so zu verstehen, dass mit den Vorschriften nach dem Kon- kursecht grundsätzlich alle konkursrechtlichen Bestimmungen gemeint sind. Die Ausführungen der Rekurrentin betreffend die Unzulässigkeit einer analo- gen Anwendung überzeugen insoweit nicht, als bereits in der Botschaft auf die sinngemässe Anwendbarkeit hingewiesen wird (Botschaft, S. 3232). Der Rekursgegner verweigerte damit die Auszahlung des massgeblichen Betrags an die Rekurrentin gestützt auf Art. 205 SchKG analog zu Recht. Der Rekurs ist deshalb abzuweisen. IV. 1.Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren ist auf Fr. 700.– festzuset- zen (§ 13 VRG i.V.m. § 20 GebV OG [LS 211.11]). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens der Rekurrentin aufzuerlegen. 2.Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (§ 17 VRG). 3.Hinzuweisen bleibt schliesslich auf das Rechtsmittel der Beschwerde an das Bundesgericht. Es wird beschlossen: 1.Der Rekurs wird abgewiesen. 2.Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren wird auf Fr. 700.- festge- setzt. 3.Die Kosten des Verfahrens werden der Rekurrentin auferlegt. 4.Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. - 12 - 5.Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: -den Rechtsvertreter der Rekurrentin, zweifach, für sich und die Rekur- rentin und -den Rekursgegner, unter Beilage einer Kopie von act.”
Nach Eröffnung des Konkurses verliert der Schuldner die Verfügungsbefugnis über Forderungen, die zur Konkursmasse gehören; er ist nicht befugt, Zahlungen für diese Forderungen entgegenzunehmen. Allein die Konkursverwaltung — respektive von ihr mandatierte Personen — ist befugt, die Masse gegenüber Dritten zu vertreten und, sofern die Masse dies entscheidet, Prozessansprüche des Schuldners im Namen der Masse weiterzuführen.
“1 LDIP, elle est restée – sous l'angle du droit suisse – une société suisse. Admettre le contraire reviendrait à autoriser une société suisse à "émigrer" selon son bon vouloir en emportant avec elle ses actifs sans tenir aucun compte des droits de ses créanciers et des autorités fiscales suisses, ce qui ne correspond pas à la volonté du législateur. Dans la continuité des considérations qui précèdent, il y a lieu de constater que le siège de l'intimée est demeuré à C______ [Jura] jusqu'au 28 août 2017, date à laquelle il a été transféré à Genève, où il se trouve aujourd'hui encore. Le Tribunal était donc compétent (art. 10 al. 1 let. b CPC) pour prononcer, en application de l'art. 731b al. 1bis ch. 3 CO, sa dissolution et sa liquidation selon les règles de la faillite. Prononcée le 27 juin 2022, et publiée le 30 juin 2022, la décision du Tribunal a eu pour effet de priver l'intimée, respectivement ses organes ou les personnes nommées par eux, de disposer de son patrimoine (art. 204 LP) et d'accepter des paiements (art. 205 LP), seule l'administration de la faillite (ou les personnes mandatées à cet effet par cette dernière) étant désormais autorisée à représenter la masse à l'égard des tiers (art. 240 LP). Il résulte de ce qui précède que seule l'administration de la masse (soit concrètement, et à tout le moins jusqu'à la première assemblée des créanciers, l'office cantonal des faillites), respectivement une personne mandatée par celle-ci, pouvait engager des poursuites en recouvrement d'une créance dont l'intimée était titulaire au moment de sa dissolution (art. 197 al. 1 LP) ou d'une créance de masse. Dans le cas d'espèce, la réquisition de poursuite a été adressée à l'Office le 16 septembre 2022 – soit deux mois et demi après la publication de la liquidation par voie de faillite – par un mandataire dont il est constant qu'il n'a pas été mandaté à cet effet par l'administration de la faillite, et qu'il ne disposait donc pas des pouvoirs pour agir au nom de l'intimée. Il n'est par ailleurs pas allégué que l'administration de la masse aurait par la suite ratifié la réquisition déposée sans pouvoirs, laquelle se révèle ainsi, a posteriori, inefficace.”
“L'appelant, qui a pris devant le Tribunal des conclusions dans lesquelles il a succombé et qui est lésé dans ses droits, a bien la qualité pour recourir contre la décision lui déniant le droit de poursuivre le procès en lieu et place de C______ SA. L'appel a pour le surplus été formé selon la forme et dans le délai légal de sorte qu'il est recevable. 2. 2.1.1 Selon l'article 197 al. 1 LP, tous les biens saisissables du failli au moment de l'ouverture de la faillite forment une seule masse, quel que soit le lieu où ils se trouvent, et sont affectés au paiement des créanciers. L'art. 204 LP prévoit que le débiteur perd son pouvoir de disposition sur les biens saisissables qui composent la masse active, laquelle sera gérée par l'administration de la faillite : c'est le dessaisissement du failli. Il signifie que les actes juridiques du failli sur ces biens ne sont pas opposables à ses créanciers. Il en découle notamment que le failli n'est pas admis à disposer des créances appartenant à la masse, de sorte qu'il n'est pas habilité à en recevoir paiement (art. 205 LP) (Romy, Commentaire romand, n. 3, intro. art. 197 à 207 LP). La masse peut décider de continuer le procès auquel le failli était demandeur à la place de celui-ci. Elle prend alors la place du failli comme demanderesse. La masse, représentée par l'administration de la faillite, a alors seule la qualité pour agir. Elle succède au failli dans l'instance, sans substitution de partie (sous réserve cependant d'une rectification de la désignation de la partie). Il en va de même lorsque la masse cède à un créancier cessionnaire au sens de l'art. 260 LP la qualité pour faire valoir en justice, en son propre nom, le droit du failli; là également, le créancier cessionnaire succède au failli sans substitution de partie (Romy, op. cit., n. 19, ad art. 207 LP). Si, en revanche, la masse renonce à poursuivre le procès et qu'aucun créancier ne demande la cession du droit d'agir selon l'art. 260 LP, le failli retrouve sa capacité procédurale et sera libre de continuer le procès pour son propre compte, sans attendre la clôture de la faillite (ATF 68 III 162, JdT 1943 II 61; Romy, op.”
Mit Konkurseröffnung bewirken Zahlungen an den Schuldner gegenüber den Konkursgläubigern nur insoweit Befreiung, als die geleistete Summe oder ihr Gegenwert tatsächlich in die Konkursmasse gelangt. Diese Beschränkung gilt für die zur Konkursmasse gehörenden Forderungen; auf Gegenstände, die dem Schuldner zur freien Verfügung belassen werden, findet sie nach den Quellen keine Anwendung.
“L'ouverture de la faillite prononcée par le juge a pour conséquence que tous les biens saisissables du débiteur tombent dans la masse (art. 197 LP). Le failli perd son droit de disposition sur les biens composant la masse active (art. 204 al.1 LP). En outre, à partir de ce moment-là, le débiteur ne peut recevoir aucun paiement et quiconque paie entre ses mains n'est libéré, à l'égard des créanciers du failli, que jusqu'à concurrence de la somme ou de la valeur qui se retrouve dans la masse (art. 205 al. 1 LP). Le dessaisissement ne porte que sur les biens qui appartiennent à la masse constituée selon les principes posés aux art. 197 ss LP. Or, l'inventaire doit indiquer, à la fin, les objets de stricte nécessité ou insaisissables au sens de l'art. 92 LP que l'office entend laisser au failli (art. 224 LP et 31 al. 1 OAOF). Une révision ou une modification de l'inventaire n'est envisageable que si des objets y ont été portés ou omis manifestement à tort, qu'un rapport de droit se modifie après coup ou que des faits nouveaux justifient une reconsidération (arrêt 7B.237/2005 du 27 mars 2006 consid. 2 et 3). Partant, le dessaisissement ne s'étend pas aux biens qui sont laissés à la libre disposition du failli (ROMY, in Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 7 ad art. 204 LP). Il en va de même de la limitation, qui en découle, du droit du failli de recevoir paiement en ses mains: elle ne s'applique qu'aux créances de la masse, et non pas à celles laissées à la libre disposition du failli (ROMY, op.”
“1 SchKG sind die im Zeitpunkt der Konkurseröffnung hängigen (ordentlichen) Betreibungen von Gesetzes wegen aufgehoben (BGE 121 III 382 E. 2 S. 383). Mit der Konkurseröffnung fallen auch die auf ihnen beruhenden Verfahren sowie hängige Widerspruchsverfahren als gegenstandslos dahin (vgl. Urteil 5D_130/2019 vom 11. Mai 2020 E. 2.1; ISABELLE ROMY, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 8 zu Art. 206 SchKG; WOHLFART/MEYER HONEGGER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 11 f. zu Art. 206 SchKG). Im vorliegenden Verfahren war der gesamte Entschädigungsanspruch der Beschwerdeführerin 1 gegenüber dem Staat Thurgau gepfändet. Über die Beschwerdeführerin 1 wurde am 12. März 2021 der Konkurs eröffnet (vgl. angefochtenes Urteil S. 87). Dies hatte zur Folge, dass die gegen sie hängigen Betreibungen nach Art. 206 Abs. 1 SchKG aufgehoben wurden. Ab diesem Zeitpunkt konnten zur Konkursmasse gehörende Forderungen nicht mehr durch Zahlung an den Schuldner getilgt werden (Art. 205 Abs. 1 SchKG). Insofern die Beschwerdeführerin 2 die Auszahlung der Prozessentschädigung an das Betreibungsamt V.________ zwecks Durchführung des Widerspruchsverfahrens nach Art. 106 ff. SchKG beantragt, kann ihr damit nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin 2 legt nicht dar, inwiefern bzw. gestützt auf welche gesetzliche Grundlage sie ihre Berechtigung an der abgetretenen Forderung im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens nach Art. 106 ff. SchKG durchsetzen könnte, obwohl hängige Betreibungen aufgrund der Konkurseröffnung nach Art. 206 Abs. 1 SchKG aufgehoben wurden. Dem verlangten Widerspruchsverfahren ist mit der Konkurseröffnung die Grundlage entzogen worden. Im angefochtenen Urteil wurde der Beschwerdeführerin 1 eine Prozessentschädigung zugesprochen und diese dem Konkursamt U.________ zu Handen ihrer Konkursmasse ausgerichtet (vgl. Sachverhalt B.a). Dies hat jedoch nicht zur Folge, dass die Beschwerdeführerin 2 keine Möglichkeit hätte, ihre Berechtigung an der Prozessentschädigung durchzusetzen (vgl.”
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