Amended by No I of the FA of 16 Dec. 1994, in force since 1 Jan. 1997 (AS 1995 1227;BBl 1991 III 1). ↩
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Die Veröffentlichung im Schweizerischen Handelsamtsblatt bzw. im kantonalen Amtsblatt begründet die gesetzliche Vermutung, dass die Bekanntmachung als gegenüber jedermann mitgeteilt bzw. bekannt gilt; dies schliesst nach der zitierten Rechtsprechung und Literatur auch die Rekurrenten ein.
Die ediktale Zustellung ist das letzte Mittel; sie darf nur erfolgen, nachdem Gläubiger und Betreibungsamt die dem jeweiligen Sachverhalt angemessenen Nachforschungen unternommen haben, um eine zur persönlichen Zustellung geeignete Adresse zu ermitteln.
“L’art. 66 cpv. 4 LEF permette di procedere in determinati casi alla notificazione degli atti esecutivi mediante pubblicazione da annotare nel Foglio ufficiale svizzero di commercio e nel Foglio ufficiale cantonale interessato (art. 35 LEF). La pubblicazione sul Foglio ufficiale svizzero di commercio è determinante per il calcolo dei termini e le conseguenze della pubblicazione (cpv. 1). In ogni caso, la notificazione edittale è la soluzione estrema; non può farvisi capo prima che il creditore e l’ufficio delle esecuzioni abbiano effettuato tutte le ricerche adeguate alla situazione di fatto per reperire un indirizzo ove possa essere eseguita la notificazione al debitore (sentenza della CEF”
“L’art. 66 cpv. 4 LEF permette di procedere in determinati casi alla notificazione degli atti esecutivi mediante pubblicazione da annotare nel Foglio ufficiale svizzero di commercio e nel Foglio ufficiale cantonale interessato (art. 35 LEF). La pubblicazione sul Foglio ufficiale svizzero di commercio è determinante per il calcolo dei termini e le conseguenze della pubblicazione (cpv. 1). In ogni caso, la notificazione edittale è la soluzione estrema; non può farvisi capo prima che il creditore e l’ufficio delle esecuzioni abbiano effettuato tutte le ricerche adeguate alla situazione di fatto per reperire un indirizzo ove possa essere eseguita la notificazione al debitore (sentenza della CEF”
Bei Grundstücksversteigerungen kann Art. 35 Abs. 2 SchKG die zusätzliche Bekanntmachung in andern Blättern oder durch öffentlichen Ausruf rechtfertigen, weil dadurch eine möglichst grosse Zahl von Interessenten, insbesondere potentielle finanzkräftige und investitionswillige Kreise, erreicht werden soll. Die Wahl solcher zusätzlichen Publikationsformen liegt im Ermessen der Behörde. Dabei ist der Kostenaufwand gegen den zu erwartenden Mehrerlös durch erhöhten Publikumsaufmarsch abzuwägen.
“seiner Beschwerdeanträge verlangt der Beschwerdeführer, dass die Dokumentation der zu versteigernden Objekte allgemeinzugänglich zu publizieren sei, wobei er dazu keine weiteren Ausführungen macht, ausser dass er moniert, dass die Steigerungsbedingungen nur beim Konkursamt aufgelegen sei- en (act. A.1 Ziff. III.3). Art. 257 Abs. 1 SchKG verlangt die öffentliche Bekanntmachung der Steigerung. Art. 257 Abs. 2 SchKG sieht vor, dass die Steigerungsbedingungen beim Konkur- samt zur Einsicht aufgelegt sind. Diese Auflage beim Konkursamt ist ausreichend, eine Publikation ist nicht erforderlich, auch nicht die Zustellung der Steigerungs- bedingungen an irgendwelche Empfänger (Marc Bernheim/Philipp Känzig, in: Da- niel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 134 SchKG; Possa/Gasser/Stöckli, a.a.O., N 5 zu Art. 134 SchKG). Die öffentlichen Bekanntmachungen (wie z.B. diejenige nach Art. 257 SchKG) erfolgen gemäss Art. 35 Abs. 1 SchKG im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt. Wenn die Verhältnisse es erfordern, kann die Bekanntma- chung auch durch andere Blätter oder auf dem Wege des öffentlichen Ausrufs ge- schehen (Art. 35 Abs. 2 SchKG). Dies betrifft insbesondere die Grundstücksver- steigerungen, die eine möglichst grosse Anzahl Interessierter, insbesondere po- tentielle finanzkräftige und investitionswillige Kreise, erreichen soll (BGE 110 III 30 E. 2). Dabei ist der Kostenaufwand gegen den zu erwartenden Mehrerlös durch grösseren Publikumsaufmarsch abzuwägen. Die Wahl dieser zusätzlichen Publi- kationsformen i.S.v. Art. 35 Abs. 2 SchKG stellt eine Ermessensfrage dar (Francis Nordmann/Stéphanie Oneyser, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kom- mentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. Aufl., Basel 2021, N 6 zu Art. 35 SchKG). Vorliegend hat das Konkursamt die Steigerungsbedingungen auf dem Konkursamt aufgelegt, den Interessentinnen und Interessenten die Steigerungsbedingungen sowie weitere Unterlagen elektronisch zugestellt und ab V. sämtliche dienli- chen Unterlagen auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet (act. A.3, Ziff. II.4). Das Konkursamt hat damit alles Notwendige vorgekehrt, um möglichst viele poten- tielle Käuferinnen und Käufer zu erreichen.”
“Diese Auflage beim Konkursamt ist ausreichend, eine Publikation ist nicht erforderlich, auch nicht die Zustellung der Steigerungs- bedingungen an irgendwelche Empfänger (Marc Bernheim/Philipp Känzig, in: Da- niel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 134 SchKG; Possa/Gasser/Stöckli, a.a.O., N 5 zu Art. 134 SchKG). Die öffentlichen Bekanntmachungen (wie z.B. diejenige nach Art. 257 SchKG) erfolgen gemäss Art. 35 Abs. 1 SchKG im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt. Wenn die Verhältnisse es erfordern, kann die Bekanntma- chung auch durch andere Blätter oder auf dem Wege des öffentlichen Ausrufs ge- schehen (Art. 35 Abs. 2 SchKG). Dies betrifft insbesondere die Grundstücksver- steigerungen, die eine möglichst grosse Anzahl Interessierter, insbesondere po- tentielle finanzkräftige und investitionswillige Kreise, erreichen soll (BGE 110 III 30 E. 2). Dabei ist der Kostenaufwand gegen den zu erwartenden Mehrerlös durch grösseren Publikumsaufmarsch abzuwägen. Die Wahl dieser zusätzlichen Publi- kationsformen i.S.v. Art. 35 Abs. 2 SchKG stellt eine Ermessensfrage dar (Francis Nordmann/Stéphanie Oneyser, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kom- mentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. Aufl., Basel 2021, N 6 zu Art. 35 SchKG). Vorliegend hat das Konkursamt die Steigerungsbedingungen auf dem Konkursamt aufgelegt, den Interessentinnen und Interessenten die Steigerungsbedingungen sowie weitere Unterlagen elektronisch zugestellt und ab V. sämtliche dienli- chen Unterlagen auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet (act. A.3, Ziff. II.4). Das Konkursamt hat damit alles Notwendige vorgekehrt, um möglichst viele poten- tielle Käuferinnen und Käufer zu erreichen. Dem Beschwerdeführer kann aber in- soweit gefolgt werden, als die Berücksichtigung der Ortsplanrevision mittels zu- sätzlicher Unterlagen nicht schon zu Beginn der Auflagefrist, sondern erst nachträglich auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet und in der Steige- rungspublikation, den Schätzungen sowie in den Steigerungsbedingungen noch nicht berücksichtigt worden ist, was bei der neu anzusetzenden Versteigerung zu beachten sein wird.”
Bei Grundstücksversteigerungen ist die Wahl zusätzlicher Publikationsformen nach Art. 35 Abs. 2 SchKG eine Ermessensfrage; dabei ist der Kostenaufwand gegen den zu erwartenden Mehrerlös durch einen grösseren Publikumsaufmarsch abzuwägen.
“Diese Auflage beim Konkursamt ist ausreichend, eine Publikation ist nicht erforderlich, auch nicht die Zustellung der Steigerungs- bedingungen an irgendwelche Empfänger (Marc Bernheim/Philipp Känzig, in: Da- niel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 134 SchKG; Possa/Gasser/Stöckli, a.a.O., N 5 zu Art. 134 SchKG). Die öffentlichen Bekanntmachungen (wie z.B. diejenige nach Art. 257 SchKG) erfolgen gemäss Art. 35 Abs. 1 SchKG im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt. Wenn die Verhältnisse es erfordern, kann die Bekanntma- chung auch durch andere Blätter oder auf dem Wege des öffentlichen Ausrufs ge- schehen (Art. 35 Abs. 2 SchKG). Dies betrifft insbesondere die Grundstücksver- steigerungen, die eine möglichst grosse Anzahl Interessierter, insbesondere po- tentielle finanzkräftige und investitionswillige Kreise, erreichen soll (BGE 110 III 30 E. 2). Dabei ist der Kostenaufwand gegen den zu erwartenden Mehrerlös durch grösseren Publikumsaufmarsch abzuwägen. Die Wahl dieser zusätzlichen Publi- kationsformen i.S.v. Art. 35 Abs. 2 SchKG stellt eine Ermessensfrage dar (Francis Nordmann/Stéphanie Oneyser, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kom- mentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. Aufl., Basel 2021, N 6 zu Art. 35 SchKG). Vorliegend hat das Konkursamt die Steigerungsbedingungen auf dem Konkursamt aufgelegt, den Interessentinnen und Interessenten die Steigerungsbedingungen sowie weitere Unterlagen elektronisch zugestellt und ab V. sämtliche dienli- chen Unterlagen auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet (act. A.3, Ziff. II.4). Das Konkursamt hat damit alles Notwendige vorgekehrt, um möglichst viele poten- tielle Käuferinnen und Käufer zu erreichen. Dem Beschwerdeführer kann aber in- soweit gefolgt werden, als die Berücksichtigung der Ortsplanrevision mittels zu- sätzlicher Unterlagen nicht schon zu Beginn der Auflagefrist, sondern erst nachträglich auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet und in der Steige- rungspublikation, den Schätzungen sowie in den Steigerungsbedingungen noch nicht berücksichtigt worden ist, was bei der neu anzusetzenden Versteigerung zu beachten sein wird.”
Die ausschliessliche Publikation im kantonalen Amtsblatt, auf einer Kantons‑Website oder lediglich im kantonalen FUSC/FU genügt nicht. Nach den zitierten Entscheiden ist die Bekanntmachung nur dann als ordentlich anzusehen, wenn sie zusätzlich im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB/FUSC) veröffentlicht wurde.
“Incarto n. 15.2023.14 Lugano 31 marzo 2023 In nome della Repubblica e Cantone Ticino La Camera di esecuzione e fallimenti del Tribunale d’appello quale autorità di vigilanza composta del giudice: Jaques, presidente vicecancelliere: Cortese statuendo sul ricorso 15 febbraio 2023 di RI 1 contro l’operato dell’Ufficio d’esecuzione, sede di Lugano, o meglio contro l’avviso di pignoramento emesso il 31 gennaio 2023 nell’esecuzione n. __________23 promossa nei confronti della ricorrente dalla Cassa cantonale di compensazione AVS/AI/IPG, Bellinzona preso atto che con decisione del 21 febbraio 2023 l’Ufficio d’esecuzione ha riconsiderato il provvedimento impugnato annullandolo, dopo aver accertato che la notifica del precetto esecutivo in via edittale era avvenuta solo sul Foglio ufficiale cantonale, in violazione dell’art. 35 LEF che prescrive la pubblicazione anche sul Foglio ufficiale svizzero di commercio; ritenuto che il nuovo provvedimento non è stato impugnato; atteso che giusta l’art. 17 cpv. 4 LEF l’ufficio può riconsiderare il provvedimento impugnato fino all’invio della sua risposta, dovendo esso in tal caso emanare una nuova decisione e notificarla senz’indugio alle parti e all’autorità di vigilanza; considerato che se, come nella fattispecie, il nuovo provvedimento accoglie integralmente le richieste del ricorrente, l’autorità di vigilanza stralcia il ricorso dai ruoli (DTF 126 III 86 consid. 3; art. 24b cpv. 1 LPR); ricordato che in materia di vigilanza non si preleva la tassa di giustizia e non si assegnano indennità (art. 61 cpv. 2 lett. a e 62 cpv. 2 OTLEF [RS 281.35]). pronuncia: 1. Il ricorso è dichiarato senza oggetto ed è stralciato dai ruoli. 2. Non si prelevano spese e non si assegnano indennità. 3.”
“Nel caso in rassegna, risulta dagli atti che l’UE ha effettivamente pubblicato il precetto esecutivo soltanto sul FUC. Orbene, secondo la giurisprudenza di questa Camera, la sola pubblicazione sul FUC non è valida, siccome contraria a quanto prescrive espressamente l’art. 35 LEF, che si applica anche alla notifica dei precetti esecutivi in via edittale a norma dell’art. 66 cpv. 4 n. 1 LEF (sentenza della CEF”
“RI 1 e la RI 2 rilevano inoltre che l’UF ha omesso di pubblicare qualsivoglia informazione in merito all’incanto della pretesa in questione sul Foglio ufficiale svizzero di commercio (FUSC) e sul Foglio ufficiale cantonale (FU), contrariamente a quanto prevede l’art. 257 cpv. 1 LEF, che rinvia all’art. 35 LEF. A loro parere, la sola pubblicazione sul sito internet delle aste online del Cantone Ticino non è sufficiente, non trattandosi di un organo di pubblicazione riconosciuto dalla legge. Esse sostengono pure che nella contestata e denegata ipotesi in cui si applicasse per analogia l’art. 125 cpv. 2 LEF anche ai fallimenti, nonostante l’art. 259 LEF non ne faccia menzione, l’Ufficio avrebbe in ogni caso violato il diritto federale, siccome la sola pubblicazione sul sito non ha di certo perseguito il principio di raggiungere il massimo guadagno dall’incanto, le parti interessate, come i ricorrenti, non avendovi segnatamente potuto partecipare. In conclusione, a dire degli insorgenti, l’organo dei fallimenti avrebbe dovuto procedere alla pubblicazione online soltanto in aggiunta a quelle sul FUSC e FU o, in alternativa, avrebbe dovuto almeno comunicare preventivamente alle parti interessate note che l’avviso d’incanto sarebbe stato pubblicato su un sito internet.”
Für Versteigerungen und ähnliche Betreibungsverfahren sind Publikationen im Schweizerischen Handelsamtsblatt bzw. in der Feuille officielle suisse du commerce bzw. im betreffenden kantonalen Amtsblatt massgeblich für die Fristberechnung und die mit der Publikation verbundenen Rechtsfolgen. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkennt, dass die Publikation im SHAB der Anzeige an die Beteiligten entspricht; in einem Fall mit Wohnsitz im Ausland blieb jedoch offen, ob dadurch allenfalls längere Fristen zu gewähren sind.
“Selon l'art. 138 LP, les enchères publiques sont publiées au moins un mois à l’avance. La publication porte notamment l’indication des lieu, jour et heure des enchères et la date à partir de laquelle les conditions des enchères seront déposées. Outre ces indications, la publication de la vente doit mentionner le nom et le domicile du débiteur, la désignation exacte de l’immeuble mis en vente et le montant de l’estimation (cf. art. 29 al. 2 ORFI). Les enchères doivent être à tout le moins publiées dans la Feuille officielle suisse du commerce (FOSC) et dans la feuille cantonale concernée (art. 35 al. 1 LP). En l'occurrence, il ressort du dossier que la vente aux enchères de l'immeuble n° 1491 a été publiée le 11 janvier 2021, soit plus d'un mois à l'avance. Elle est parue dans la FAO et dans la FOSC ainsi que dans les périodiques Agri et L'Echo du-Gros-de-Vaud. La publication mentionnait le prix estimé de la parcelle selon le rapport d'expertise établi sur demande de l'office des poursuites. Il n'y a pas lieu de douter que cette publication répond aux exigences de la LP pour la procédure de réalisation forcée (art. 138 LP et 29 ORFI). Il faut dès lors examiner si l'exception de l'art. 64 al. 1 let. f LDFR entre en ligne de compte, ce qui suppose une offre publique à un prix qui ne soit pas surfait. En l'occurrence, l'office des poursuites soutient en substance que les démarches qu'il a effectuées en vue de la vente aux enchères – une estimation de la valeur agricole du terrain, mentionnée dans un avis ayant fait l'objet de publications dans plusieurs organes, dont une revue destinée au public agricole – sont suffisantes.”
“Im vorliegenden Fall veranlasste das Betreibungsamt die Publikation der Versteigerung im SHAB vom xx.xx.2019 (Art. 35 Abs. 1 SchKG). Zudem stellte es der Beschwerdeführerin am 28. November 2019 eine entsprechende Kopie per Post zu (Art. 34 Abs. 1 SchKG). Sie hat ihren Wohnsitz im Ausland. Ob ihr deswegen allenfalls eine längere Beschwerdefrist zugestanden wäre (Art. 33 Abs. 2 SchKG), kann vorliegend offen bleiben. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz ist die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 11. Dezember 2019 (betreffend Spezialanzeige vom 28. November 2019) nämlich in Beachtung der zehntägigen Frist (Art. 17 Abs. 2 SchKG) erfolgt. Die Anzeige an die Beteiligten entspricht der Publikation im SHAB (so GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. II, 2000, N. 13 zu Art. 139), wobei Einzelfragen des Fristbeginns nicht näher zu erörtern sind, zumal die Vorinstanz die Beschwerde unabhängig von der Fristwahrung behandelt hat.”
Art. 35 ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen eine öffentliche Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt. Die Vorschriften über die Zustellung (Art. 34 ff. SchKG) sind zwingendes Recht und können nicht auf Parteibegehren abgeändert werden; sie gelten unabhängig vom Alter der betroffenen Personen. Aus der zitierten Rechtsprechung ergibt sich keine allgemeine Pflicht, juristische Laien vorgängig auf die Möglichkeit solcher Zustellungsmodalitäten hinzuweisen.
“Betreibungs- und Konkursämter sowie deren Aufsichtsbehörden stellen ih- re Mitteilungen, Verfügungen und Entscheide grundsätzlich durch eingeschriebe- ne Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung zu (Art. 34 Abs. 1 SchKG). Mit dem Einverständnis der betroffenen Person können Zustel- lungen auch elektronisch erfolgen (Art. 34 Abs. 2 SchKG). Ferner ist unter be- stimmten Voraussetzungen eine öffentliche Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt möglich (Art. 35 SchKG). Die Art. 34 f. SchKG bilden zwingendes Recht. Folglich können sie nicht auf Parteibegehren hin modifiziert werden. Entgegen der Beschwerde (act. 27 S. 3) gelten diese Bestimmungen für Parteien jeglichen Alters, mithin auch für be- tagte Personen. Die Rechtsordnung statuiert keine Pflicht, juristische Laien vor- gängig auf diese Zustellmodalitäten aufmerksam zu machen. Weder aus der Bundesverfassung noch aus der Europäischen Menschenrechtskonvention lässt sich eine solche Aufklärungspflicht herleiten. Der Beschwerde erweist sich inso- fern als unbegründet (act. 27 S. 3).”
Es besteht keine spezielle Pflicht der Behörden, betagte Personen vorgängig über Zustellungsmodalitäten zu informieren. Art. 34 f. SchKG sind zwingendes Recht und gelten unabhängig vom Alter; daraus lässt sich keine besondere Aufklärungspflicht ableiten, auch nicht im Hinblick auf die nach Art. 35 SchKG mögliche öffentliche Bekanntmachung.
“Betreibungs- und Konkursämter sowie deren Aufsichtsbehörden stellen ih- re Mitteilungen, Verfügungen und Entscheide grundsätzlich durch eingeschriebe- ne Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung zu (Art. 34 Abs. 1 SchKG). Mit dem Einverständnis der betroffenen Person können Zustel- lungen auch elektronisch erfolgen (Art. 34 Abs. 2 SchKG). Ferner ist unter be- stimmten Voraussetzungen eine öffentliche Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt möglich (Art. 35 SchKG). Die Art. 34 f. SchKG bilden zwingendes Recht. Folglich können sie nicht auf Parteibegehren hin modifiziert werden. Entgegen der Beschwerde (act. 27 S. 3) gelten diese Bestimmungen für Parteien jeglichen Alters, mithin auch für be- tagte Personen. Die Rechtsordnung statuiert keine Pflicht, juristische Laien vor- gängig auf diese Zustellmodalitäten aufmerksam zu machen. Weder aus der Bundesverfassung noch aus der Europäischen Menschenrechtskonvention lässt sich eine solche Aufklärungspflicht herleiten. Der Beschwerde erweist sich inso- fern als unbegründet (act. 27 S. 3).”
Art. 35 Abs. 2 SchKG räumt dem Behördenhandel ein Ermessen ein, die gesetzliche Bekanntmachung durch andere Blätter oder durch öffentlichen Ausruf zu ergänzen, wenn die Verhältnisse dies erfordern. Dies ist insbesondere bei Grundstücksversteigerungen relevant, um einen möglichst grossen Kreis potenziell interessierter und zahlungskräftiger Personen zu erreichen. Bei der Wahl zusätzlicher Publikationsformen sind der Kostenaufwand und der zu erwartende Mehrerlös gegeneinander abzuwägen; die Entscheidung ist eine Ermessensfrage.
“seiner Beschwerdeanträge verlangt der Beschwerdeführer, dass die Dokumentation der zu versteigernden Objekte allgemeinzugänglich zu publizieren sei, wobei er dazu keine weiteren Ausführungen macht, ausser dass er moniert, dass die Steigerungsbedingungen nur beim Konkursamt aufgelegen sei- en (act. A.1 Ziff. III.3). Art. 257 Abs. 1 SchKG verlangt die öffentliche Bekanntmachung der Steigerung. Art. 257 Abs. 2 SchKG sieht vor, dass die Steigerungsbedingungen beim Konkur- samt zur Einsicht aufgelegt sind. Diese Auflage beim Konkursamt ist ausreichend, eine Publikation ist nicht erforderlich, auch nicht die Zustellung der Steigerungs- bedingungen an irgendwelche Empfänger (Marc Bernheim/Philipp Känzig, in: Da- niel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 134 SchKG; Possa/Gasser/Stöckli, a.a.O., N 5 zu Art. 134 SchKG). Die öffentlichen Bekanntmachungen (wie z.B. diejenige nach Art. 257 SchKG) erfolgen gemäss Art. 35 Abs. 1 SchKG im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt. Wenn die Verhältnisse es erfordern, kann die Bekanntma- chung auch durch andere Blätter oder auf dem Wege des öffentlichen Ausrufs ge- schehen (Art. 35 Abs. 2 SchKG). Dies betrifft insbesondere die Grundstücksver- steigerungen, die eine möglichst grosse Anzahl Interessierter, insbesondere po- tentielle finanzkräftige und investitionswillige Kreise, erreichen soll (BGE 110 III 30 E. 2). Dabei ist der Kostenaufwand gegen den zu erwartenden Mehrerlös durch grösseren Publikumsaufmarsch abzuwägen. Die Wahl dieser zusätzlichen Publi- kationsformen i.S.v. Art. 35 Abs. 2 SchKG stellt eine Ermessensfrage dar (Francis Nordmann/Stéphanie Oneyser, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kom- mentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. Aufl., Basel 2021, N 6 zu Art. 35 SchKG). Vorliegend hat das Konkursamt die Steigerungsbedingungen auf dem Konkursamt aufgelegt, den Interessentinnen und Interessenten die Steigerungsbedingungen sowie weitere Unterlagen elektronisch zugestellt und ab V. sämtliche dienli- chen Unterlagen auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet (act. A.3, Ziff. II.4). Das Konkursamt hat damit alles Notwendige vorgekehrt, um möglichst viele poten- tielle Käuferinnen und Käufer zu erreichen.”
“Diese Auflage beim Konkursamt ist ausreichend, eine Publikation ist nicht erforderlich, auch nicht die Zustellung der Steigerungs- bedingungen an irgendwelche Empfänger (Marc Bernheim/Philipp Känzig, in: Da- niel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 134 SchKG; Possa/Gasser/Stöckli, a.a.O., N 5 zu Art. 134 SchKG). Die öffentlichen Bekanntmachungen (wie z.B. diejenige nach Art. 257 SchKG) erfolgen gemäss Art. 35 Abs. 1 SchKG im Schweizerischen Handelsamtsblatt und im betreffenden kantonalen Amtsblatt. Wenn die Verhältnisse es erfordern, kann die Bekanntma- chung auch durch andere Blätter oder auf dem Wege des öffentlichen Ausrufs ge- schehen (Art. 35 Abs. 2 SchKG). Dies betrifft insbesondere die Grundstücksver- steigerungen, die eine möglichst grosse Anzahl Interessierter, insbesondere po- tentielle finanzkräftige und investitionswillige Kreise, erreichen soll (BGE 110 III 30 E. 2). Dabei ist der Kostenaufwand gegen den zu erwartenden Mehrerlös durch grösseren Publikumsaufmarsch abzuwägen. Die Wahl dieser zusätzlichen Publi- kationsformen i.S.v. Art. 35 Abs. 2 SchKG stellt eine Ermessensfrage dar (Francis Nordmann/Stéphanie Oneyser, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kom- mentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. Aufl., Basel 2021, N 6 zu Art. 35 SchKG). Vorliegend hat das Konkursamt die Steigerungsbedingungen auf dem Konkursamt aufgelegt, den Interessentinnen und Interessenten die Steigerungsbedingungen sowie weitere Unterlagen elektronisch zugestellt und ab V. sämtliche dienli- chen Unterlagen auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet (act. A.3, Ziff. II.4). Das Konkursamt hat damit alles Notwendige vorgekehrt, um möglichst viele poten- tielle Käuferinnen und Käufer zu erreichen. Dem Beschwerdeführer kann aber in- soweit gefolgt werden, als die Berücksichtigung der Ortsplanrevision mittels zu- sätzlicher Unterlagen nicht schon zu Beginn der Auflagefrist, sondern erst nachträglich auf dem Portal www.justiz-gr.ch aufgeschaltet und in der Steige- rungspublikation, den Schätzungen sowie in den Steigerungsbedingungen noch nicht berücksichtigt worden ist, was bei der neu anzusetzenden Versteigerung zu beachten sein wird.”
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