31 commentaries
Erfolgt nach erhobenem Rechtsvorschlag eine Zahlung an das Betreibungsamt, gilt dies nach Praxis und Rechtsprechung als Rückzug des Rechtsvorschlags und beendet die Betreibung. Eine direkte Zahlung an die Gläubigerin hat dagegen in der Regel nicht die Wirkung eines Rückzugs, weil es an einer gegenüber dem Betreibungsamt (oder dem Rechtsöffnungsgericht) erklärten Rückzugserklärung oder an einer Ermächtigung der Gläubigerin zur Weiterleitung einer solchen Erklärung fehlt.
“Der Grund für die Voraussetzungen der Einreichung einer gegenüber der Gläubigerin abgegebenen Rückzugserklärung beim Betreibungsamt und der Ermächtigung zu ihrer Weiterleitung besteht darin, dass der Rückzug des Rechtsvorschlags wie der Rechtsvorschlag als solcher ausschliesslich betreibungsrechtliche Wirkung hat (vgl. BGE 131 III 657 E. 3.1 S. 658 f., 62 III 125 S. 127). Ein Rückzug des Rechtsvorschlags liegt auch dann vor, wenn die Schuldnerin den Forderungsbetrag trotz erhobenen Rechtsvorschlags an das Betreibungsamt überweist (BGE 77 III 5 S. 7; OGer BE vom 22. Januar 2019 E. 9, in: BlSchK 2019 S. 97, 98; Bessenich/Fink, a.a.O., Art. 78 SchKG N 5; Staehelin, a.a.O., Art. 84 SchKG N 70). Einer Zahlung, welche die Schuldnerin nach erhobenem Rechtsvorschlag direkt an die Gläubigerin leistet, kann hingegen nicht die Bedeutung eines Rückzugs des Rechtsvorschlags beigemessen werden (BGE 77 III 5 S. 7; OGer BE vom 22. Januar 2019 E. 9, in: BlSchK 2019 S. 97, 98; vgl. Bessenich/Fink, a.a.O., Art. 78 SchKG N 5a; Emmel, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2021, Art. 68 SchKG N 19). Der hauptsächliche und bereits als solcher hinreichende Grund dafür besteht darin, dass es im Fall der Zahlung an die Gläubigerin sowohl an einer Rückzugserklärung der Schuldnerin gegenüber dem Betreibungsamt oder dem Rechtsöffnungsgericht als auch an einer Rückzugserklärung der Schuldnerin gegenüber der Gläubigerin, welche die Gläubigerin dem Betreibungsamt einreichen könnte, und einer zumindest konkludenten Ermächtigung der Gläubigerin zur Weiterleitung der Erklärung an das Betreibungsamt fehlt (vgl. BGE 77 III 5 S. 7; OGer BE vom 22. Januar 2019 E. 9, in: BlSchK 2019 S. 97, 98). Abgesehen davon muss der Schuldnerin, die nicht an das Betreibungsamt, sondern direkt an die Gläubigerin zahlt, die Einrede gewahrt bleiben, dass die Forderung bei Einleitung der Betreibung noch nicht fällig gewesen sei oder aus einem anderen Grund nicht habe in Betreibung gesetzt werden dürfen. Überdies erhält das Amt von einer direkten Zahlung an die Gläubigerin nicht ohne Weiteres Kenntnis und vermag jedenfalls in der Regel nicht zuverlässig festzustellen, ob damit gerade die in Betreibung gesetzte Forderung getilgt worden ist (BGE 77 III 5 S.”
“Eine Erklärung der Schuldnerin, dass sie ihren Rechtsvorschlag zurückziehe, entfaltet ihre Wirkung nur dann, wenn die Schuldnerin sie gegenüber dem Betreibungsamt oder dem Rechtsöffnungsgericht abgibt oder wenn sie die Erklärung gegenüber der Gläubigerin abgibt, diese die Rückzugserklärung dem Betreibungsamt einreicht und die Schuldnerin die Gläubigerin zumindest konkludent zur Weiterleitung der Erklärung an das Betreibungsamt ermächtigt hat (vgl. BGE 131 III 657 E. 3 S. 658 ff., 62 III 125 S. 126 f., 61 III 66 S. 68 f.; OGer BE vom 22. Januar 2019 E. 9 f., in: BlSchK 2019 S. 97, 98; Bessenich/Fink, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2021, Art. 78 SchKG N 5; Staehelin, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2021, Art. 84 SchKG N 69). Der Grund für die Voraussetzungen der Einreichung einer gegenüber der Gläubigerin abgegebenen Rückzugserklärung beim Betreibungsamt und der Ermächtigung zu ihrer Weiterleitung besteht darin, dass der Rückzug des Rechtsvorschlags wie der Rechtsvorschlag als solcher ausschliesslich betreibungsrechtliche Wirkung hat (vgl. BGE 131 III 657 E. 3.1 S. 658 f., 62 III 125 S. 127). Ein Rückzug des Rechtsvorschlags liegt auch dann vor, wenn die Schuldnerin den Forderungsbetrag trotz erhobenen Rechtsvorschlags an das Betreibungsamt überweist (BGE 77 III 5 S. 7; OGer BE vom 22. Januar 2019 E. 9, in: BlSchK 2019 S. 97, 98; Bessenich/Fink, a.a.O., Art. 78 SchKG N 5; Staehelin, a.a.O., Art. 84 SchKG N 70). Einer Zahlung, welche die Schuldnerin nach erhobenem Rechtsvorschlag direkt an die Gläubigerin leistet, kann hingegen nicht die Bedeutung eines Rückzugs des Rechtsvorschlags beigemessen werden (BGE 77 III 5 S. 7; OGer BE vom 22. Januar 2019 E. 9, in: BlSchK 2019 S. 97, 98; vgl. Bessenich/Fink, a.a.O., Art. 78 SchKG N 5a; Emmel, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2021, Art. 68 SchKG N 19). Der hauptsächliche und bereits als solcher hinreichende Grund dafür besteht darin, dass es im Fall der Zahlung an die Gläubigerin sowohl an einer Rückzugserklärung der Schuldnerin gegenüber dem Betreibungsamt oder dem Rechtsöffnungsgericht als auch an einer Rückzugserklärung der Schuldnerin gegenüber der Gläubigerin, welche die Gläubigerin dem Betreibungsamt einreichen könnte, und einer zumindest konkludenten Ermächtigung der Gläubigerin zur Weiterleitung der Erklärung an das Betreibungsamt fehlt (vgl. BGE 77 III 5 S. 7; OGer BE vom 22. Januar 2019 E. 9, in: BlSchK 2019 S.”
“Ce faisant, le recourant perd complètement de vue qu'il lui incombait de discuter les motifs de l'arrêt attaqué et, partant, d'indiquer en quoi le constat selon lequel le recours avait perdu son objet en raison du paiement de l'intégralité de la poursuite en mains de l'office serait contraire au droit fédéral, et notamment à l'art. 242 CPC appliqué par la Cour de justice. Or un tel constat est parfaitement conforme à la jurisprudence, qui retient que le débiteur qui paye à l'office les montants mis en poursuite perd son intérêt à recourir contre la décision qui prononce la mainlevée (arrêt 5A_631/2019 du 28 janvier 2020 consid. 1.4.3). En effet, d'après le Tribunal fédéral, il y a un retrait d'opposition lorsque le débiteur poursuivi verse l'entier du montant en poursuite, frais compris, en mains de l'office (ATF 77 III 5 [7]; arrêts 5A_150/2017 du 27 novembre 2017 consid. 2.1; 5P.112/1999 du 4 mai 1999 consid. 2; RUEDIN, in Commentaire romand, LP, 2005, n° 19 ad art. 74 LP); ce n'est que si, par ce versement, le poursuivi ne s'est pas acquitté de l'entier du montant en poursuite que le retrait n'est que partiel et que la poursuite peut être continuée (BESSENICH, in Basler Kommentar, SchKG I, 2ème éd., 2010, n° 5 i.f. ad art. 78 LP). En l'espèce, le recourant ne conteste pas que la poursuite litigieuse a été intégralement soldée par son versement en mains de l'office. Ce versement doit dès lors être considéré comme un retrait d'opposition mettant un terme à la procédure de mainlevée. C'est donc à juste titre que la Cour de justice n'a pas examiné les mérites du recours. En effet, selon la jurisprudence, le retrait de l'opposition rend la requête de mainlevée sans objet et le procès prend fin pour une " autre raison " au sens de l'art. 242 CPC; le juge constatera que la requête, respectivement le recours, est devenu sans objet, et statuera sur les frais et dépens, l'art. 107 al. 1 let. e CPC en ce qui concerne la répartition des frais étant en principe applicable (arrêt 5D_82/2012 du 28 juin 2012 consid. 3; ABBET, in La mainlevée de l'opposition, 2017, n° 131 ad art. 84 LP). Les juges précédents n'ont donc commis aucun déni de justice ni, partant, violé l'art. 81 LP ou le principe du double degré de juridiction. Quant aux assurances que les mérites du recours seraient examinés, prétendument données par la Cour de justice dans sa décision sur effet suspensif, force est de constater que dite décision a été rendue antérieurement au paiement en mains de l'office de l'intégralité de la poursuite, soit à un moment où la cour cantonale ne pouvait pas inférer du dossier qu'elle était en présence d'une cause ayant totalement perdu son objet.”
Der Rechtsvorschlag bewirkt einstweilen die Einstellung der Betreibung; seine Wirkung ist auf das konkrete Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl beschränkt. Die Opposition unterliegt grundsätzlich keiner bestimmten Form. Wer nur einen Teil der Forderung bestreitet, muss den genau bestrittenen Betrag angeben; unterlässt er dies oder formuliert er die Opposition unklar bzw. uneingeschränkt, gilt die ganze Forderung als bestritten. Gegen einen in Verletzung betreibungsrechtlicher Vorschriften zugelassenen Rechtsvorschlag kann die betreibende Person die betreibungsrechtliche Beschwerde ergreifen.
“Nach bundesgerichtlicher Praxis wird die Geschädigtenstellung von Privaten bei- spielsweise bejaht, wenn die Urkundenfälschung gleichzeitig Bestandteil eines schädigenden Vermögensdelikts bildet. Ist hingegen die Beeinträchtigung indivi- dueller Rechte nicht unmittelbare Folge des Urkundendelikts, sondern eines an- deren, erst später hinzugetretenen deliktischen Verhaltens, ist nicht von einer ge- schädigten Person im Zusammenhang mit dem Urkundendelikt auszugehen (M A- ZZUCHELLI /POSTIZZI, Basler Kommentar StPO, Basel 2014, N 73 zu Art. 115; Urteil des Bundesgerichts 6B_139/2019 vom 22. Oktober 2019 E. 3.1.2; BGE 140 IV 155 E. 3.3.3). 2. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, in einer von ihr als Gläubigerin eingeleiteten Betreibung gegen die Beschwerdegegnerin als Schuld- nerin hinsichtlich unbezahlter Rechnungen sei auf dem entsprechenden Zah- lungsbefehl (vgl. Urk. 15/2/3 S. 2) mittels gefälschter Unterschrift einer unbekann- ten Drittperson Rechtsvorschlag erhoben worden (Urk. 2 S. 2). 2.1 Gemäss Art. 78 Abs. 1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag einstweilen die Einstellung der Betreibung und hemmt damit den Fortgang des betreffenden Be- treibungsverfahrens. Zur Weiterführung der Betreibung muss die betriebene Per- son den Rechtsvorschlag mittels provisorischer oder definitiver Rechtsöffnung be- seitigen. Falls sie noch keinen Rechtsöffnungstitel in den Händen hält, muss sie zuerst einen solchen erlangen, allenfalls durch Einleitung eines ordentlichen Ge- richtsverfahrens. Falls der Rechtsvorschlag in Verletzung betreibungsrechtlicher Vorschriften zugelassen wurde, kann ihn die betreibende Person mittels betrei- bungsrechtlicher Beschwerde (Art. 17 SchKG) anfechten bzw. aufheben lassen. Die Wirkung des Rechtsvorschlags ist dabei auf das Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl begrenzt. Das Nicht-/Erheben des Rechtsvor- schlags hat keine Wirkung auf den materiellen Bestand der in Betreibung gesetz- ten Forderung, insbesondere ist das Nichterheben des Rechtsvorschlags keine Schuldanerkennung (MALACRIDA/ROESLER, Kurzkommentar [KuKo] SchKG, Zürich 2014, N 1 f.”
“2 Dans la décision DCSO/431/2018 du 16 août 2018, la Chambre de surveillance a retenu que la plainte n'avait pas été formée dans le délai de dix jours fixé à l'art. 17 al. 2 LP. Dans son arrêt de renvoi, le Tribunal fédéral n'a pas remis en cause la tardiveté de la plainte, de sorte que celle-ci est a priori irrecevable. Cela étant, cette circonstance ne dispense pas la Chambre de céans d'examiner la portée de l'opposition du 16 août 2017, dès lors que l'admission du grief du plaignant sur ce point aurait pour effet d'entraîner la nullité de l'avis de saisie du 6 mars 2018, ce qu'il y a lieu de constater d'office (art. 22 al. 1 LP). 2. Le plaignant reproche à l'Office d'avoir interprété son courrier du 16 août 2017 de manière erronée et restrictive, en refusant de l'enregistrer comme valant opposition à la créance déduite en poursuite. 2.1 l'opposition est la déclaration par laquelle le poursuivi manifeste sa volonté d'arrêter la poursuite (ATF 100 III 44 consid. 2a), sans reconnaître la créance invoquée (art. 69 al. 2 ch. 3 LP). Elle a pour effet de suspendre la poursuite (art. 78 al. 1 LP) et déploie ses effets aussi longtemps qu'elle n'a pas été écartée par la voie de la procédure ordinaire ou administrative ou par la voie de la mainlevée (art. 79 LP). Pour pouvoir requérir la continuation de la poursuite, le créancier doit disposer d'un commandement de payer passé en force; en d'autres termes, la poursuite ne doit pas être suspendue par l'opposition ou par un jugement (art. 88 al. 1 LP). Sauf exception (cf. art. 179 al. 1 LP), l'opposition n'est soumise à aucune forme particulière (art. 74 al. 1 LP) et ne nécessite aucune justification ou précision (art. 75 al. 1 LP). Le débiteur poursuivi qui ne conteste qu'une partie de la dette doit indiquer exactement le montant contesté, faute de quoi la dette entière est réputée contestée (art. 75 al. 2 LP). Selon la jurisprudence, lorsqu'une opposition, énoncée sans restriction, est suivie d'une adjonction qui laisse entendre que le poursuivi ne considère pas nécessairement toute la créance comme dépourvue de fondement, il faut considérer que l'opposition est totale, à moins que, dans l'adjonction, le débiteur manifeste la volonté de ne s'opposer à la poursuite que pour une partie de la créance (ATF 100 III 44 consid.”
Die Opposition entfaltet ihre Wirkung, sobald sie gebildet ist; für deren Wirksamkeit ist nicht entscheidend, wann sie beim Betreibungsamt eingeht. Sie wirkt, bis sie vom Amt beziehungsweise im ordentlichen Verfahren oder durch Handhebung (Art. 79 SchKG) oder durch Rücknahme als nichtig erklärt oder aufgehoben wird.
“Il porte sur le respect du délai pour former opposition et sur la clarté de la manifestation de volonté du poursuivi de faire opposition. La décision de l'Office sur la validité de l'opposition n'a aucun effet sur la validité de la créance. Elle peut être portée par voie de plainte devant l'autorité de surveillance. Le délai de plainte court du jour où l'intéressé a connaissance de la décision de l'Office (RUEDIN, in CR LP, 2005, n. 4 à 8 ad art. 76 LP et les références citées). L'opposition déploie des effets dès qu'elle a été formée, peu importe si et quand elle parvient à l'Office, à moins qu'elle ne soit déclarée non valable par l'Office et, en cas de plainte, par les autorités de surveillance, ou qu'elle soit retirée. L'opposition déploie ses effets aussi longtemps qu'elle n'a pas été écartée par la voie de la procédure ordinaire ou administrative ou par la voie de la mainlevée (art. 79 LP), voire par une plainte contre la prise de position de l'Office sur l'opposition ou son retrait (RUEDIN, op. cit., n. 3-4 ad art. 78 LP). 1.3.1 En l'espèce, les commandements de payer, poursuites nos 1______ et 2______, ont été remis au débiteur par la voie d'une notification facilitée au sens de l'art. 7 al. 1 Ordonnance COVID-19 justice et droit procédural. Le plaignant soutient que les conditions fixées par cette disposition ne seraient pas réalisées in casu, de telle sorte que la notification de ces actes serait viciée. Cela étant, le plaignant admet que les commandements de payer ont été remis dans sa boîte-aux-lettres (selon le suivi "Track & Trace", le courrier de l'Office du 9 septembre 2020 a été distribué le 11 septembre 2020) et qu'il en a effectivement pris connaissance le 14 septembre 2020 au plus tard. Il s'est alors adressé à l'Office, par pli simple expédié le 22 septembre 2020 - ainsi qu'en atteste le sceau postal - pour former opposition aux poursuites litigieuses (il n'est en revanche pas établi que le plaignant aurait fait opposition oralement le 17 septembre 2020). Conformément à la jurisprudence rappelée ci-avant (consid.”
Der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung; die Gläubigerin muss ihn zur Fortsetzung der Betreibung beseitigen lassen. Stehen zwei Wege offen: Verfügt sie über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im Rechtsöffnungsverfahren die (provisorische oder definitive) Rechtsöffnung verlangen. Fehlt ein solcher Titel, muss sie ihren Anspruch in einem Zivil- oder Verwaltungsverfahren (sowie gegebenenfalls im Adhäsionsverfahren) geltend machen und dort zugleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen. Die materiell zuständige Instanz fungiert in diesem Fall zugleich als Vollstreckungsgericht, sodass ein separates Rechtsöffnungsverfahren entbehrlich ist.
“Hat die Schuldnerin in einer Betreibung Rechtsvorschlag erhoben, muss die Gläubigerin zur Fortsetzung der Betreibung den Rechtsvorschlag beseitigen las- sen, denn dieser bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubigerin stehen in einem solchen Fall grundsätzlich zwei Wege offen. Ver- fügt sie über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im Rechtsöffnungsverfahren die (definitive oder provisorische) Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 ff. SchKG). An- dernfalls muss die Gläubigerin im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren ih- ren Anspruch geltend machen, wobei sie in diesen Verfahren zugleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen kann (Art. 79 SchKG). Diesfalls fungiert die in der Sache materiell zuständige Instanz zugleich als Vollstreckungsgericht, so dass ein separates Rechtsöffnungsverfahren entbehrlich wird (BSK SchKG I- STAEHELIN, 3. Aufl. 2021, Art. 79 N 1). Die entsprechende Klage muss die Gläubi- gerin innerhalb eines Jahres ab Zustellung des Zahlungsbefehls an die Schuldne- rin erheben (Art. 88 Abs. 2 SchKG; BGE 125 III 45 E. 3b; BSK SchKG I-STAEHE- LIN, a.a.O., Art. 79 N 8). Des Weiteren muss die Forderung identisch sein mit der- jenigen, die in Betreibung gesetzt wurde (BSK SchKG I-STAEHELIN, a.”
“Hat die Schuldnerin in einer Betreibung Rechtsvorschlag erhoben, muss die Gläubigerin zur Fortsetzung der Betreibung den Rechtsvorschlag beseitigen lassen, denn der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubigerin stehen in einem solchen Fall grundsätzlich zwei Wege offen. Verfügt die Gläubigerin über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im Rechtsöffnungsverfahren die (definitive oder provisorische) Rechtsöffnung verlan- gen (Art. 80 ff. SchKG). Andernfalls muss sie im Zivilprozess oder im Verwal- tungsverfahren ihren Anspruch geltend machen, wobei sie in diesen Verfahren zugleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen kann (Art. 79 SchKG). Diesfalls fungiert die in der Sache materiell zuständige Instanz zugleich als Vollstreckungs- gericht, so dass ein separates Rechtsöffnungsverfahren entbehrlich wird (BSK SchKG I-STAEHELIN, 3. Aufl. 2021, Art. 79 N 1). Im Rahmen eines ordentlichen Prozesses hat das Begehren, mit welchem der Rechtsvorschlag aufgehoben und die Fortsetzung der Betreibung ermöglicht werden soll, demzufolge nicht auf Er- teilung der Rechtsöffnung, sondern stets auf Beseitigung des Rechtsvorschlags zu lauten (ZR 90 [1991] Nr. 80). Für die Beurteilung von Rechtsöffnungsbegehren - 59 - wäre das Handelsgericht ausserdem sachlich nicht zuständig (BGE 140 III 355 E.”
“Rechtliches und Würdigung Nachdem die Beklagte die Rechnung Nr. 44584/2669 vom 7. September 2020 über CHF 119'902.40 und die Rechnung Nr. 44630/2717 vom 21. September 2020 über 68'521.00 nicht bezahlt hatte, leitete die Klägerin für diese Forderun- gen die Betreibung ein. Nach der Zustellung des Zahlungsbefehls erhob die Be- klagte Rechtsvorschlag (act. 3/5). - 30 - Hat ein Schuldner in einer Betreibung Rechtsvorschlag erhoben, muss die Gläu- bigerin zur Fortsetzung der Betreibung den Rechtsvorschlag beseitigen lassen, denn der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubigerin stehen in einem solchen Fall grundsätzlich zwei Wege offen. Verfügt die Gläubigerin über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im Rechts- öffnungsverfahren die Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 ff. SchKG). Hat die Gläu- bigerin keinen Rechtsöffnungstitel, so muss sie im Zivilprozess oder im Verwal- tungsverfahren ihren Anspruch geltend machen, wobei sie in diesen Verfahren zugleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen kann (Art. 79 SchKG). Diesfalls fungiert die in der Sache materiell zuständige Instanz zugleich als Vollstreckungs- gericht, ein separates Rechtsöffnungsverfahren wird entbehrlich (BSK SchKG- S TAEHELIN, 3. Aufl., 2021, Art. 79 SchKG N 1). Im Rahmen eines ordentlichen Prozesses hat das Begehren, mit welchem der Rechtsvorschlag aufgehoben und die Fortsetzung der Betreibung ermöglicht werden soll, demzufolge nicht auf Er- teilung der Rechtsöffnung, sondern stets auf Beseitigung des Rechtsvorschlags zu lauten (ZR 90 [1991] Nr.”
“Hat der Schuldner in einer gegen ihn gerichteten Betreibung Rechtsvor- schlag erhoben ist die Betreibung einstweilen gestoppt (Art. 74 Abs. 1 SchKG i.V.m. Art. 78 Abs. 1 SchKG). Wenn der Gläubiger über einen Rechtsöffnungstitel verfügt, kann er im summarischen Verfahren provisorische oder definitive Rechts- öffnung verlangen (Art. 80 SchKG und Art. 82 SchKG). Verfügt der Gläubiger aber über keinen Rechtsöffnungstitel, so kann er die Betreibung nur dann fortsetzen, wenn er den Rechtsvorschlag in einem Zivilprozess mit Hilfe einer Aner- kennungsklage im Sinne von Art. 79 SchKG beseitigen lässt. Eine Anker- kennungsklage ist hierbei auch im strafrechtlichen Adhäsionsverfahren zulässig (BSK-S TAEHELIN, 2. Auflage, N 13 zu Art. 79 SchKG; KuKo-VOCK, 2. Auflage, N 5 zu Art. 79 SchKG). Ausgeschlossen ist demgegenüber, einem Gläubiger im Adhäsionsverfahren die Rechtsöffnung zu erteilen, ist dies doch dem sachlich zu- ständigen Richter im summarischen (Zivil-)Verfahren vorbehalten (Art. 251 lit. a ZPO i.V.m. § 24 lit. c GOG-ZH). Die Privatklägerin hat mit Begehren vom 19. Januar 2017 ihre Forderung in Höhe von CHF 9'910'000.”
Die Opposition führt zur Suspension der Betreibung; die betroffenen Betreibungen dürfen daher nicht fortgesetzt werden, solange die Opposition besteht bzw. nicht durch die vorgesehenen Verfahren oder durch eine Mainlevée aufgehoben ist.
“1 LP [loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite ; RS 281.1] et art. 28 al. 1 LVLP [loi vaudoise d’application de la LP ; BLV 280.05]), le recours a été exercé en temps utile. Il comporte des conclusions et l’énoncé des moyens invoqués, de sorte qu’il est conforme aux exigences de l’art. 18 LP et de la jurisprudence y relative en matière de motivation (TF 5A_118/2018 du 7 février 2018 consid. 4.1 et les références citées). Il est ainsi recevable. Il en va de même des déterminations de l’Office (art. 31 al. 1 LVLP). b) Les faits nouveaux allégués dans le recours et les pièces nouvelles produites à son appui sont recevables (art. 28 al. 4 LVLP). II. Les pièces nouvelles produites par le recourant permettent de constater que ce dernier a bien formé opposition totale aux commandements de payer qui lui ont été notifiés le 22 février 2022 dans les poursuites nos 10313449, 10318332, 10318333 et 10318334 de l’Office intimé. Ce dernier l’admet d'ailleurs sans réserve. L’opposition suspend la poursuite (art. 78 al. 1 LP). Les quatre poursuites en cause sont frappées d’opposition totale et, par conséquent, ne peuvent pas être continuées tant que cette opposition n’a pas été levée. Cela scelle le sort du recours, qui doit être admis. La décision attaquée doit donc être réformée en ce sens que la plainte est admise et que les avis de saisie établis dans les poursuites en cause sont annulés. Le présent arrêt est rendu sans frais judiciaires ni dépens (art. 20a al. 2 ch. 5 LP ; art. 61 al. 2 let. a et 62 al. 2 OELP [ordonnance sur les émoluments perçus en application de la LP ; RS 281.35]). Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité cantonale supérieure de surveillance, p r o n o n c e : I. Le recours est admis. II. Le prononcé est réformé en ce sens que la plainte est admise et que les avis de saisie établis par l’Office des poursuites du district de La Broye-Vully dans les poursuites nos 10313449, 10318332, 10318333 et 10318334, dirigées contre G.”
“83 avec intérêt à 5 % dès le 5 octobre 2017 ; le dispositif du prononcé a d’ailleurs repris les montants à porter en déduction figurant dans la réquisition de poursuite, le commandement de payer et la requête de mainlevée ; la différence de présentation des créances observée dans le commandement de payer n’aurait à cet égard aucune incidence. D’ailleurs, dans son arrêt du 30 décembre 2019, notifié le 10 février 2020, la cour des poursuites a rejeté le moyen d’A.J.________ soutenant qu’il y avait une contradiction entre le commandement de payer et la requête de mainlevée. La recourante invoque une violation de l’art. 79 al. 1 LP ainsi que les ATF 125 III 8 et 115 III 187 et relève que l’ordonnance du Tribunal fédéral du 6 mai 2020 a mentionné expressément les deux créances de 4'219'456 fr. plus intérêt et de 3'916'406 fr. 26 plus intérêt, sous déduction des acomptes versés pour chacune de ces créances. a) Selon l’art. 88 al. 1 LP, lorsque la poursuite n’est pas suspendue par l’opposition (cf. art. 78 al. 1 LP) ou par un jugement, le créancier peut en requérir la continuation à l’expiration d’un délai de vingt jours à compter de la notification du commandement de payer. Ce droit se périme par un an à compter du même point de départ (art. 31 al. 2 LP). Si opposition a été formée, ce délai ne court pas entre l’introduction de la procédure judiciaire ou administrative et le jugement définitif (art. 88 al. 2 LP). Le poursuivant ne peut requérir la continuation de la poursuite que lorsque le commandement de payer est un titre exécutoire, c’est-à-dire lorsqu’il n’y a plus d’obstacle à la continuation de la poursuite, et seulement après l’échéance du délai d’atermoiement, ou délai de paiement, dont bénéficie le poursuivi (qui est de vingt jours dans la poursuite ordinaire qui se continue par voie de saisie ou de faillite selon l’art. 69 al. 2 ch. 2 LP). L’opposition constitue un obstacle dirimant à la continuation de la poursuite ordinaire qui se continue par la voie de la saisie ou de la faillite.”
“2 Dans la décision DCSO/431/2018 du 16 août 2018, la Chambre de surveillance a retenu que la plainte n'avait pas été formée dans le délai de dix jours fixé à l'art. 17 al. 2 LP. Dans son arrêt de renvoi, le Tribunal fédéral n'a pas remis en cause la tardiveté de la plainte, de sorte que celle-ci est a priori irrecevable. Cela étant, cette circonstance ne dispense pas la Chambre de céans d'examiner la portée de l'opposition du 16 août 2017, dès lors que l'admission du grief du plaignant sur ce point aurait pour effet d'entraîner la nullité de l'avis de saisie du 6 mars 2018, ce qu'il y a lieu de constater d'office (art. 22 al. 1 LP). 2. Le plaignant reproche à l'Office d'avoir interprété son courrier du 16 août 2017 de manière erronée et restrictive, en refusant de l'enregistrer comme valant opposition à la créance déduite en poursuite. 2.1 l'opposition est la déclaration par laquelle le poursuivi manifeste sa volonté d'arrêter la poursuite (ATF 100 III 44 consid. 2a), sans reconnaître la créance invoquée (art. 69 al. 2 ch. 3 LP). Elle a pour effet de suspendre la poursuite (art. 78 al. 1 LP) et déploie ses effets aussi longtemps qu'elle n'a pas été écartée par la voie de la procédure ordinaire ou administrative ou par la voie de la mainlevée (art. 79 LP). Pour pouvoir requérir la continuation de la poursuite, le créancier doit disposer d'un commandement de payer passé en force; en d'autres termes, la poursuite ne doit pas être suspendue par l'opposition ou par un jugement (art. 88 al. 1 LP). Sauf exception (cf. art. 179 al. 1 LP), l'opposition n'est soumise à aucune forme particulière (art. 74 al. 1 LP) et ne nécessite aucune justification ou précision (art. 75 al. 1 LP). Le débiteur poursuivi qui ne conteste qu'une partie de la dette doit indiquer exactement le montant contesté, faute de quoi la dette entière est réputée contestée (art. 75 al. 2 LP). Selon la jurisprudence, lorsqu'une opposition, énoncée sans restriction, est suivie d'une adjonction qui laisse entendre que le poursuivi ne considère pas nécessairement toute la créance comme dépourvue de fondement, il faut considérer que l'opposition est totale, à moins que, dans l'adjonction, le débiteur manifeste la volonté de ne s'opposer à la poursuite que pour une partie de la créance (ATF 100 III 44 consid.”
Das Rechtsöffnungsverfahren ist rein betreibungsrechtlicher Natur. Das Gericht entscheidet nicht über den materiellen Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung, sondern allein darüber, ob ein Vollstreckungstitel vorliegt und die Zwangsvollstreckung damit fortgesetzt werden kann oder die Betreibung einzustellen ist (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Dass im Verfahren vorfrageweise auch materiellrechtliche Punkte berücksichtigt werden können, ändert nichts an seiner betreibungsrechtlichen Natur. Ein anschliessender materieller Forderungsprozess folgt erst nach dem Rechtsöffnungsentscheid und wird durch diesen inhaltlich nicht präjudiziert.
“Zunächst rügt der Beschwerdeführer 1, die Vorinstanz habe bei der Auslegung der handschriftlichen Vereinbarung vom 23. August 2012 "die Ansicht der Anwälte des Beschwerdeführers [recte wohl: Beschwerdegegners] im Verlaufe des jahrelangen Rechtsstreites" nicht berücksichtigt. Dabei wiederholt er seinen Verweis auf das Rechtsöffnungsverfahren und die Strafanzeige. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass Rechtsöffnungsverfahren rein betreibungsrechtlicher Natur sind. In der Tat befindet das Rechtsöffnungsgericht nicht über den Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung, sondern einzig über deren Vollstreckbarkeit (BGE 136 III 566 E. 3.3; 133 III 399 E. 1.5). In diesem Abschnitt des Betreibungsverfahrens wird entschieden, ob die Zwangsvollstreckung weitergeführt werden kann oder ob die Betreibung eingestellt bleibt (Art. 78 Abs. 1 SchKG) und der Gläubiger zur Durchsetzung seines Anspruchs auf den ordentlichen Prozessweg verwiesen wird. Ziel des Rechtsöffnungsverfahrens ist also nicht, über die Existenz der in Betreibung gesetzten Forderung, sondern über die Existenz eines Vollstreckungstitels zu befinden (zum Ganzen BGE 132 III 140 E. 4.1.1 mit Hinweisen; Urteil 4A_119/2009 vom 9. Juni 2009 E. 2.1, in: SJ 2010 I S. 58). Dass im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens vorfrageweise auch gewisse materiellrechtliche Punkte zu berücksichtigen sind, ändert an der Rechtsnatur desselben nichts (BGE 136 III 566 E. 3.3; 133 III 399 E. 1.5). Der materielle Forderungsprozess folgt erst nach dem Rechtsöffnungsentscheid und auch nur dann, wenn die Parteien die Initiative dazu ergreifen. Tun sie dies nicht, bleibt je nach Ausgang des Rechtsöffnungsverfahrens die Zwangsvollstreckung entweder eingestellt oder sie kann ihren Fortgang nehmen, ohne dass die Begründetheit der Forderung je geprüft worden wäre. Der allfällige Forderungsprozess wird zudem inhaltlich durch das vorangegangene Rechtsöffnungsverfahren nicht präjudiziert.”
“Zunächst rügt der Beschwerdeführer 1, die Vorinstanz habe bei der Auslegung der handschriftlichen Vereinbarung vom 23. August 2012 "die Ansicht der Anwälte des Beschwerdeführers [recte wohl: Beschwerdegegners] im Verlaufe des jahrelangen Rechtsstreites" nicht berücksichtigt. Dabei wiederholt er seinen Verweis auf das Rechtsöffnungsverfahren und die Strafanzeige. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass Rechtsöffnungsverfahren rein betreibungsrechtlicher Natur sind. In der Tat befindet das Rechtsöffnungsgericht nicht über den Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung, sondern einzig über deren Vollstreckbarkeit (BGE 136 III 566 E. 3.3; 133 III 399 E. 1.5). In diesem Abschnitt des Betreibungsverfahrens wird entschieden, ob die Zwangsvollstreckung weitergeführt werden kann oder ob die Betreibung eingestellt bleibt (Art. 78 Abs. 1 SchKG) und der Gläubiger zur Durchsetzung seines Anspruchs auf den ordentlichen Prozessweg verwiesen wird. Ziel des Rechtsöffnungsverfahrens ist also nicht, über die Existenz der in Betreibung gesetzten Forderung, sondern über die Existenz eines Vollstreckungstitels zu befinden (zum Ganzen BGE 132 III 140 E. 4.1.1 mit Hinweisen; Urteil 4A_119/2009 vom 9. Juni 2009 E. 2.1, in: SJ 2010 I S. 58). Dass im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens vorfrageweise auch gewisse materiellrechtliche Punkte zu berücksichtigen sind, ändert an der Rechtsnatur desselben nichts (BGE 136 III 566 E. 3.3; 133 III 399 E. 1.5). Der materielle Forderungsprozess folgt erst nach dem Rechtsöffnungsentscheid und auch nur dann, wenn die Parteien die Initiative dazu ergreifen. Tun sie dies nicht, bleibt je nach Ausgang des Rechtsöffnungsverfahrens die Zwangsvollstreckung entweder eingestellt oder sie kann ihren Fortgang nehmen, ohne dass die Begründetheit der Forderung je geprüft worden wäre. Der allfällige Forderungsprozess wird zudem inhaltlich durch das vorangegangene Rechtsöffnungsverfahren nicht präjudiziert.”
Der Rechtsvorschlag führt zur Einstellung der konkreten Betreibung und hemmt diese, bis die Wirkung des Rechtsvorschlages durch einen vollstreckbaren Entscheid aufgehoben ist. Die Fortsetzung der Betreibung kann nur aufgrund eines vollstreckbaren Entscheids (z. B. Rechtsöffnung oder gerichtliche Anerkennungsklage) bzw. gleichgestellter vollstreckbarer verwaltungsrechtlicher Verfügungen/Einspracheentscheide verlangt werden. Dabei ist die Frist für das Stellen des Fortsetzungsbegehrens zu beachten.
“Bestreitet der Betriebene die Forderung nur teilweise, so hat er den bestrittenen Betrag genau anzugeben; unterlässt er dies, so gilt die ganze Forderung als bestritten (Art. 74 Abs. 2 SchKG). 4.2.4. Gemäss Art. 78 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung (Abs. 1). Bestreitet der Schuldner nur einen Teil der Forderung, so kann die Betreibung für den unbestrittenen Betrag fortgesetzt werden (Abs. 2). Die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages ist ausschliesslich auf das Betreibungsrecht und das betreffende Betreibungsverfahren beschränkt, hat somit keinen Einfluss auf die geltend gemachte Forderung. Verhindert ist nur die Vollstreckbarkeit des Zahlungsbefehles im betreffenden Verfahren (BGE 131 III 657, 659 E. 3.1). Umgekehrt ergibt sich aus der rein vollstreckungsrechtlichen Wirkung des Rechtsvorschlages, dass das Nichterheben des Rechtsvorschlages ohne Wirkung auf die materiellrechtlichen Verhältnisse ist (vgl. Balthasar Bessenich, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs Band I, Basel 2010, N 3 zu Art. 78 SchKG). 4.3. 4.3.1. Ein Gläubiger, gegen dessen Betreibung Rechtsvorschlag erhoben worden ist, hat seinen Anspruch im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren geltend zu machen. Er kann die Fortsetzung der Betreibung nur aufgrund eines vollstreckbaren Entscheids erwirken, der den Rechtsvorschlag ausdrücklich beseitigt (vgl. Art. 79 SchKG). 4.3.2. Gemäss Art. 54 Abs. 2 ATSG stehen vollstreckbare Verfügungen und Einspracheentscheide, die auf Geldzahlung oder Sicherheitsleistung gerichtet sind, vollstreckbaren Urteilen im Sinne von Art. 80 SchKG gleich. Nach der Rechtsprechung sind die Versicherer befugt, den gegen eine Prämienforderung im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erhobenen Rechtsvorschlag im Rahmen des Verwaltungsverfahrens selber mit einer Verfügung bzw. einem Einspracheentscheid aufzuheben. Die Verwaltungsbehörde fällt in dieser Konstellation nicht nur einen Sachentscheid, sondern handelt gleichzeitig auch als Rechtsöffnungsinstanz. Gleiches gilt im Beschwerdefall für die Gerichte (BGE 119 V 329, 331 f.”
“Mit dem Rechtsvorschlag bringt der Schuldner die Betreibung zum Still- stand (Art. 78 SchKG), und die Betreibung bleibt solange gehemmt, als die Wirk- samkeit des Rechtsvorschlages nicht durch gerichtlichen Entscheid – Rechtsöff- nung oder Anerkennungsklage – aufgehoben wird (A MONN/WALTHER, Grundriss des SchKG, 9. Aufl., 2013, § 18 Rz. 38). Die Forderung, die eingeklagt wird, muss identisch sein mit derjenigen, die in Betreibung gesetzt wurde (STAEHELIN, in: BSK zum SchKG I, 2. Aufl., N. 10a zu Art. 79). Für eine WIR-Geld-Schuld kann keine Betreibung eingeleitet werden (AMMONN/WALTHER, Grundriss SchKG, 9. Aufl., § 7 N 2, BGE 94 III 74, E. 3). Die Beseitigung des Rechtsvorschlags ist sodann nur möglich, wenn die Frist zur Stellung des Fortsetzungsbegehrens (Art. 88 Abs. 2 - 22 - SchKG) noch nicht abgelaufen ist. Auf eine später eingereichte Klage ist einzutre- ten, allerdings ist dann das Begehren um Beseitigung des Rechtsvorschlages ab- zuweisen (V OCK/AEPLI, SK zum SchKG, 4. Aufl. 2017, N 12 zu Art. 79). Das Recht zur Stellung des Fortsetzungsbegehrens erlischt ein Jahr nach der Zustellung des Zahlungsbefehls (Art.”
“Der Rechtsvorschlag kann sich nur auf eine bestimmte Betreibung bezie- hen und bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Seine Wir- kung ist denn auch auf dieses Betreibungsverfahren und den darin ausgestellten Zahlungsbefehl beschränkt und gilt nicht in einem neu eingeleiteten Betreibungs- verfahren (Ralph Malacrida/Lukas P. Roesler, in: Daniel Hunkeler (Hrsg.), Kurz- kommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 2 zu Art. 78 SchKG). Um die Betrei- bung weiterführen zu können, muss der Gläubiger ein Rechtsöffnungsbegehren (Art. 80 und 82 SchKG) stellen oder einen Zivilprozess führen (Art. 79 SchKG). Ist ein allfälliger Rechtsvorschlag beseitigt und der Rechtsöffnungsentscheid voll- streckbar, kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegehren stellen (Art. 88 SchKG; Thomas Winkler, in: Daniel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar zum SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 6 ff. zu Art. 88 SchKG), womit die Betreibung durch das Betreibungsamt fortzusetzen ist (Art. 89 SchKG). Wird der Rechtsvorschlag nur für einen Teil der in Betreibung gesetzten Forderung beseitigt, so ist die Weiter- führung auf den entsprechenden Teil beschränkt.”
Ein Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung; Betreibungshandlungen des Betreibungsamts sind damit sistiert.
“Das Bundesverwaltungsgericht ist weder Aufsichtsbehörde im Sinne des SchKG (vgl. dazu Art. 13 SchKG) noch ist im vorliegenden Verfahren eine Verfügung eines Betreibungs- oder eines Konkursamtes Anfechtungsobjekt. Der Antrag des Beschwerdeführers bezieht sich offensichtlich auf das falsche Verfahrensrecht. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht deren aufschiebende Wirkung sichergestellt haben will. Diesbezüglich ist auf Art. 55 Abs. 1 VwVG zu verweisen. Danach kommen solchen Beschwerden grundsätzlich von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu. Ausserdem bewirkt ein Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung (vgl. Art. 78 Abs. 1 SchKG). Betreibungshandlungen des Betreibungsamts Kreuzlingen sind damit in der vorliegenden Sache ohnehin «sistiert». Vor diesem Hintergrund ist auf diese beiden prozessualen Anträge mangels schutzwürdigem Interesse und infolge Unzuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts nicht einzutreten.”
“Das Bundesverwaltungsgericht ist weder Aufsichtsbehörde im Sinne des SchKG (vgl. dazu Art. 13 SchKG) noch ist im vorliegenden Verfahren eine Verfügung eines Betreibungs- oder eines Konkursamtes Anfechtungsobjekt. Der Antrag des Beschwerdeführers bezieht sich offensichtlich auf das falsche Verfahrensrecht. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht deren aufschiebende Wirkung sichergestellt haben will. Diesbezüglich ist auf Art. 55 Abs. 1 VwVG zu verweisen. Danach kommen solchen Beschwerden grundsätzlich von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu. Ausserdem bewirkt ein Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung (vgl. Art. 78 Abs. 1 SchKG). Betreibungshandlungen des Betreibungsamts Kreuzlingen sind damit in der vorliegenden Sache ohnehin «sistiert». Vor diesem Hintergrund ist auf diese beiden prozessualen Anträge mangels schutzwürdigem Interesse und infolge Unzuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts nicht einzutreten.”
Der Rechtsvorschlag bewirkt gemäss Art. 78 Abs. 1 SchKG einstweilen die Einstellung der Betreibung und hemmt den Fortgang des Betreibungsverfahrens; dies kann auch im Zusammenhang mit einem angeblich mittels gefälschter Unterschrift erhobenen Rechtsvorschlag eintreten. Wurde der Rechtsvorschlag in Verletzung betreibungsrechtlicher Vorschriften zugelassen, kann die betreibende Person diesen mittels (betreibungsrechtlicher) Beschwerde gemäss Art. 17 SchKG anfechten. Die Wirkung des Rechtsvorschlags ist auf das Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl beschränkt.
“Nach bundesgerichtlicher Praxis wird die Geschädigtenstellung von Privaten bei- spielsweise bejaht, wenn die Urkundenfälschung gleichzeitig Bestandteil eines schädigenden Vermögensdelikts bildet. Ist hingegen die Beeinträchtigung indivi- dueller Rechte nicht unmittelbare Folge des Urkundendelikts, sondern eines an- deren, erst später hinzugetretenen deliktischen Verhaltens, ist nicht von einer ge- schädigten Person im Zusammenhang mit dem Urkundendelikt auszugehen (M A- ZZUCHELLI /POSTIZZI, Basler Kommentar StPO, Basel 2014, N 73 zu Art. 115; Urteil des Bundesgerichts 6B_139/2019 vom 22. Oktober 2019 E. 3.1.2; BGE 140 IV 155 E. 3.3.3). 2. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, in einer von ihr als Gläubigerin eingeleiteten Betreibung gegen die Beschwerdegegnerin als Schuld- nerin hinsichtlich unbezahlter Rechnungen sei auf dem entsprechenden Zah- lungsbefehl (vgl. Urk. 15/2/3 S. 2) mittels gefälschter Unterschrift einer unbekann- ten Drittperson Rechtsvorschlag erhoben worden (Urk. 2 S. 2). 2.1 Gemäss Art. 78 Abs. 1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag einstweilen die Einstellung der Betreibung und hemmt damit den Fortgang des betreffenden Be- treibungsverfahrens. Zur Weiterführung der Betreibung muss die betriebene Per- son den Rechtsvorschlag mittels provisorischer oder definitiver Rechtsöffnung be- seitigen. Falls sie noch keinen Rechtsöffnungstitel in den Händen hält, muss sie zuerst einen solchen erlangen, allenfalls durch Einleitung eines ordentlichen Ge- richtsverfahrens. Falls der Rechtsvorschlag in Verletzung betreibungsrechtlicher Vorschriften zugelassen wurde, kann ihn die betreibende Person mittels betrei- bungsrechtlicher Beschwerde (Art. 17 SchKG) anfechten bzw. aufheben lassen. Die Wirkung des Rechtsvorschlags ist dabei auf das Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl begrenzt. Das Nicht-/Erheben des Rechtsvor- schlags hat keine Wirkung auf den materiellen Bestand der in Betreibung gesetz- ten Forderung, insbesondere ist das Nichterheben des Rechtsvorschlags keine Schuldanerkennung (MALACRIDA/ROESLER, Kurzkommentar [KuKo] SchKG, Zürich 2014, N 1 f.”
Der Rechtsvorschlag hemmt die Vollstreckbarkeit im konkreten Betreibungsverfahren; er ist auf das Betreibungsrecht und das betreffende Verfahren beschränkt und wirkt nicht auf die materiellrechtliche Geltendmachung der Forderung ein. Verhindert wird damit allein die Vollstreckbarkeit des Zahlungsbefehls im entsprechenden Verfahren.
“Gemäss Art. 78 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung (Abs. 1). Bestreitet der Schuldner nur einen Teil der Forderung, so kann die Betreibung für den unbestrittenen Betrag fortgesetzt werden (Abs. 2). Die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages ist ausschliesslich auf das Betreibungsrecht und das betreffende Betreibungsverfahren beschränkt, hat somit keinen Einfluss auf die geltend gemachte Forderung. Verhindert ist nur die Vollstreckbarkeit des Zahlungsbefehles im betreffenden Verfahren (BGE 131 III 657, 659 E. 3.1). Umgekehrt ergibt sich aus der rein vollstreckungsrechtlichen Wirkung des Rechtsvorschlages, dass das Nichterheben des Rechtsvorschlages ohne Wirkung auf die materiellrechtlichen Verhältnisse ist (vgl. Balthasar Bessenich, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs Band I, Basel 2010, N 3 zu Art. 78 SchKG).”
“Gemäss Art. 78 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung (Abs. 1). Bestreitet der Schuldner nur einen Teil der Forderung, so kann die Betreibung für den unbestrittenen Betrag fortgesetzt werden (Abs. 2). Die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages ist ausschliesslich auf das Betreibungsrecht und das betreffende Betreibungsverfahren beschränkt, hat somit keinen Einfluss auf die geltend gemachte Forderung. Verhindert ist nur die Vollstreckbarkeit des Zahlungsbefehles im betreffenden Verfahren (BGE 131 III 657, 659 E. 3.1). Umgekehrt ergibt sich aus der rein vollstreckungsrechtlichen Wirkung des Rechtsvorschlages, dass das Nichterheben des Rechtsvorschlages ohne Wirkung auf die materiellrechtlichen Verhältnisse ist (vgl. Balthasar Bessenich, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs Band I, Basel 2010, N 3 zu Art. 78 SchKG).”
“Das aufgrund der Inkassopflicht bestehende Forderungsrecht des Krankenversicherers besteht jederzeit weiter, selbst wenn der Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung noch nicht feststeht oder aus administrativen Gründen noch nicht gemeldet/ausbezahlt wurde (vgl. Ivo Bühler/Cliff Egle, a.a.O., Rz 30 zu Art. 64a KVG). 4.2.2. Das Betreibungsamt erlässt bei gestelltem Betreibungsbegehren den Zahlungsbefehl (vgl. Art. 69 Abs. 1 SchKG). Dieser hat u.a. die Mitteilung zu enthalten, dass der Schuldner, welcher die Forderung oder einen Teil derselben oder das Recht, sie auf dem Betreibungswege geltend zu machen, bestreiten will, innerhalb zehn Tagen nach Zustellung des Zahlungsbefehls dem Betreibungsamte dies zu erklären (Rechtsvorschlag zu erheben) hat (Art. 69 Abs. 2 Ziff. 3. SchKG). 4.2.3. Will der Betriebene Rechtsvorschlag erheben, so hat er dies sofort dem Überbringer des Zahlungsbefehls oder innert zehn Tagen nach der Zustellung dem Betreibungsamt mündlich oder schriftlich zu erklären (Art. 74 Abs. 1 SchKG). Bestreitet der Betriebene die Forderung nur teilweise, so hat er den bestrittenen Betrag genau anzugeben; unterlässt er dies, so gilt die ganze Forderung als bestritten (Art. 74 Abs. 2 SchKG). 4.2.4. Gemäss Art. 78 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung (Abs. 1). Bestreitet der Schuldner nur einen Teil der Forderung, so kann die Betreibung für den unbestrittenen Betrag fortgesetzt werden (Abs. 2). Die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages ist ausschliesslich auf das Betreibungsrecht und das betreffende Betreibungsverfahren beschränkt, hat somit keinen Einfluss auf die geltend gemachte Forderung. Verhindert ist nur die Vollstreckbarkeit des Zahlungsbefehles im betreffenden Verfahren (BGE 131 III 657, 659 E. 3.1). Umgekehrt ergibt sich aus der rein vollstreckungsrechtlichen Wirkung des Rechtsvorschlages, dass das Nichterheben des Rechtsvorschlages ohne Wirkung auf die materiellrechtlichen Verhältnisse ist (vgl. Balthasar Bessenich, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs Band I, Basel 2010, N 3 zu Art. 78 SchKG). 4.3. 4.3.1. Ein Gläubiger, gegen dessen Betreibung Rechtsvorschlag erhoben worden ist, hat seinen Anspruch im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren geltend zu machen.”
Der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung. Er unterbricht nicht automatisch die Jahresfrist für das Fortsetzungsbegehren nach Art. 88 Abs. 2 SchKG. Die Jahresfrist läuft grundsätzlich weiter, bis der Betreibende die Verfahren einleitet, die zur Beseitigung des Rechtsvorschlags erforderlich sind; erst mit Einleitung solcher Beseitigungshandlungen steht die Frist still.
“1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung. Dessen un- geachtet steht der Klägerin die Klage nach Art. 85a SchKG nach dem soeben Ausgeführten offen. Das Rechtsschutzinteresse der Klägerin ist demnach insoweit gegeben. Die Vorinstanz legte unter Berufung auf die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung dar, es fehle im Zeitpunkt des Urteils an einem Rechtsschutz- interesse für eine Klage nach Art. 85a SchKG, sobald die Betreibung nicht mehr - 5 - hängig sei, namentlich nach unbenutztem Ablauf der Jahresfrist für das Fort- setzungsbegehren nach Art. 88 Abs. 2 SchKG. Da die Beklagte aber mit Schlich- tungsgesuch vom 8. Juli 2020 ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschla- ges eingeleitet habe, stehe die Jahresfrist zur Fortsetzung der am 30. September 2019 zugestellten Betreibung still, weshalb das Rechtsschutzinteresse der Kläge- rin gegeben sei (act. 61 S. 4 f.). Dies ist insofern von Belang, als ein Rechtsvor- schlag zwar die Einstellung der Betreibung bewirkt (Art. 78 Abs. 1 SchKG), nicht aber die Unterbrechung der Jahresfrist für die Fortführung der Betreibung. Die Jahresfrist steht erst dann still, wenn der Betreibende die Verfahren einleitet, die zu Beseitigung des Rechtsvorschlages nötig sind (BSK SchKG-Bessenich, 2. A., Art. 78 N 4; BSK SchKG-Lebrecht, 2. A., Art. 88 N 22). Die Rechtsprechung, wo- nach es an einem Rechtsschutzinteresse fehlt, sobald die Betreibung nicht mehr hängig ist , ist jedoch nach der Revision von Art. 85a SchKG wie dargelegt nicht mehr zutreffend. Da – wie vom Bundesgericht ungeachtet der betonten Doppel- natur der Klage bis anhin vertreten – die Aufhebung bzw. Einstellung der hängi- gen Betreibung nicht mehr Hauptziel der Klage nach Art. 85a SchKG ist, ist mit der neuen Fassung das Rechtsschutzinteresse auch dann zu bejahen, wenn die Jahresfrist von Art. 88 Abs. 2 SchKG verstrichen ist und die Betreibung nicht mehr fortgesetzt werden könnte (vgl. OGer ZH NP200034 vom 3. Februar 2021 E. 2.). Mit der Einleitung des Verfahrens zur Beseitigung des Rechtsvorschlages durch die Beklagte steht die Frist jedoch still, weshalb das Rechtsschutzinteresse der Klägerin auch unter der bisherigen Rechtsprechung zu bejahen wäre.”
“1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung. Dessen un- geachtet steht der Klägerin die Klage nach Art. 85a SchKG nach dem soeben Ausgeführten offen. Das Rechtsschutzinteresse der Klägerin ist demnach insoweit gegeben. Die Vorinstanz legte unter Berufung auf die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung dar, es fehle im Zeitpunkt des Urteils an einem Rechtsschutz- interesse für eine Klage nach Art. 85a SchKG, sobald die Betreibung nicht mehr - 5 - hängig sei, namentlich nach unbenutztem Ablauf der Jahresfrist für das Fort- setzungsbegehren nach Art. 88 Abs. 2 SchKG. Da die Beklagte aber mit Schlich- tungsgesuch vom 8. Juli 2020 ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschla- ges eingeleitet habe, stehe die Jahresfrist zur Fortsetzung der am 30. September 2019 zugestellten Betreibung still, weshalb das Rechtsschutzinteresse der Kläge- rin gegeben sei (act. 61 S. 4 f.). Dies ist insofern von Belang, als ein Rechtsvor- schlag zwar die Einstellung der Betreibung bewirkt (Art. 78 Abs. 1 SchKG), nicht aber die Unterbrechung der Jahresfrist für die Fortführung der Betreibung. Die Jahresfrist steht erst dann still, wenn der Betreibende die Verfahren einleitet, die zu Beseitigung des Rechtsvorschlages nötig sind (BSK SchKG-Bessenich,”
Die Wirkung des Rechtsvorschlags ist auf das konkrete Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl beschränkt; er bewirkt einstweilen die Einstellung der Betreibung. Er hat keine materielle Wirkung auf den Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung und gilt nicht als Schuldanerkennung. Zur Weiterführung der Betreibung muss die betreibende Person den Rechtsvorschlag durch provisorische oder definitive Rechtsöffnung beseitigen bzw. zunächst einen entsprechenden Rechtsöffnungstitel erlangen; ist der Rechtsvorschlag in verletzter Weise zugelassen worden, kann ihn die betreibende Person mit einer betreibungsrechtlichen Beschwerde nach Art. 17 SchKG anfechten.
“Gemäss Art. 78 Abs. 1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag einstweilen die Einstellung der Betreibung und hemmt damit den Fortgang des betreffenden Be- treibungsverfahrens. Zur Weiterführung der Betreibung muss die betriebene Per- son den Rechtsvorschlag mittels provisorischer oder definitiver Rechtsöffnung be- seitigen. Falls sie noch keinen Rechtsöffnungstitel in den Händen hält, muss sie zuerst einen solchen erlangen, allenfalls durch Einleitung eines ordentlichen Ge- richtsverfahrens. Falls der Rechtsvorschlag in Verletzung betreibungsrechtlicher Vorschriften zugelassen wurde, kann ihn die betreibende Person mittels betrei- bungsrechtlicher Beschwerde (Art. 17 SchKG) anfechten bzw. aufheben lassen. Die Wirkung des Rechtsvorschlags ist dabei auf das Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl begrenzt. Das Nicht-/Erheben des Rechtsvor- schlags hat keine Wirkung auf den materiellen Bestand der in Betreibung gesetz- ten Forderung, insbesondere ist das Nichterheben des Rechtsvorschlags keine Schuldanerkennung (MALACRIDA/ROESLER, Kurzkommentar [KuKo] SchKG, Zürich 2014, N 1 f.”
Die vom Schuldner gestellte Opposition nach Art. 78 SchKG setzt die Betreibung grundsätzlich ausser Kraft; Vollstreckungsakte, die während der durch die Opposition hervorgerufenen Suspendierung vorgenommen werden, sind im Regelfall nichtig (z. B. Comminationen). Soweit jedoch ein Gericht die Mainlevée ausspricht und diese Entscheidung mit sofortiger Exekutorialkraft in Kraft tritt (das gegen sie zulässige Rechtsmittel hat zunächst keine aufschiebende Wirkung), kann die Fortsetzung der Betreibung zwischen dem Zeitpunkt des Urteils und dem späteren Eintritt einer allfälligen aufschiebenden Wirkung des Rechtsmittels wirksam erfolgen.
“98a LP, de sorte qu'il faut en conclure que le plaignant invoque cet argument à des fins et selon un procédé dilatoires, ce qui ne saurait être admis au regard des règles sur l'abus de droit. Il résulte de ce qui précède que la Chambre de surveillance rejettera la conclusion du plaignant visant au constat de la nullité des actes en continuation de la poursuite en raison de la violation de l'art. 98a LP. 4. Le plaignant soutient que l'Office avait accepté de continuer la poursuite alors que l'opposition qu'il avait formée au commandement de payer qui lui avait été notifié n'avait pas encore été définitivement levée. 4.1.1 En application de l'article 78 LP, l'opposition suspend la poursuite. Elle ne peut être reprise qu'une fois obtenue une décision exécutoire écartant expressément l'opposition (art. 79 et 88 LP). Les actes effectués en continuation de la poursuite alors qu'elle est suspendue par l'opposition sont nuls (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP). Ainsi, une commination de faillite est nulle s'il s'avère ultérieurement que le prononcé de la mainlevée n'était pas encore en force au moment de sa notification ou qu'une action en libération de dette avait été introduite à temps (ATF 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013). 4.1.2 En application des articles 308 al. 2 et 319 let. a CPC, le jugement de mainlevée n'est susceptible que d'un recours au sens des articles 319 et ss CPC, lequel n'a pas d'effet suspensif (art. 325 CPC). Une décision qui ne peut faire l'objet que du recours limité au droit des art. 319 ss CPC acquiert ainsi force de chose jugée et force exécutoire dès son prononcé, c'est-à-dire au moment où elle est rendue. La décision et sa date ne sont pas modifiées du fait que la motivation en est rédigée ultérieurement; en effet, seul sera motivé ce qui a déjà été décidé (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1; 137 III 127 consid. 2). La décision de mainlevée provisoire prend donc date au moment où elle est arrêtée par le tribunal et elle acquiert force de chose jugée et force exécutoire à ce moment-là (arrêt du Tribunal fédéral 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid.”
“3; 129 III 595 consid. 3; 120 III 42 consid. 3), la plainte est recevable. Elle n'est soumise à aucun délai dès lors qu'elle est fondée sur deux griefs conduisant à constater la nullité de la commination de faillite pour avoir été notifiée alors que l'opposition au commandement de payer n'avait pas encore été levée définitivement (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP) et la nullité de la poursuite en raison de son caractère abusif (art. 22 al. 1 LP). 2. 2.1 En application de l'article 78 LP, l'opposition suspend la poursuite. Elle ne peut être reprise qu'une fois obtenue une décision exécutoire écartant expressément l'opposition (art. 79 et 88 LP). Les actes effectués en continuation de la poursuite alors qu'elle est suspendue par l'opposition sont nuls (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP). Ainsi, une commination de faillite est nulle s'il s'avère ultérieurement que le prononcé de la mainlevée n'était pas encore en force au moment de sa notification ou qu'une action en libération de dette avait été introduite à temps (ATF 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013). En application des articles 308 al. 2 et 319 let. a CPC, le jugement n'est susceptible que d'un recours au sens des articles 319 et ss CPC, lequel n'a pas d'effet suspensif (art. 325 CPC). Avant que l'effet suspensif ne soit octroyé, le jugement qui prononce la mainlevée de l'opposition formée au commandement de payer est donc exécutoire et la continuation de la poursuite peut être requise. Les actes de poursuite émis entre le moment où le jugement est entré en force et le moment où l'effet suspensif au recours est octroyé, sont donc valables, notamment la commination de faillite. En revanche, leurs effets sont suspendus dès le prononcé de l'effet suspensif au recours contre le jugement de mainlevée (ATF 130 III 657 = JdT 2005 II 139).”
“Le créancier a communiqué à la Chambre de surveillance, par courrier du 12 mai 2021, l'arrêt du Tribunal fédéral du 20 avril 2021 déclarant irrecevable le recours du 20 avril 2021 du plaignant contre le prononcé de la mainlevée de l'opposition. EN DROIT 1. Déposée dans les formes prévues par la loi (art. 9 al. 1 et 2 LALP; art. 65 al. 1 et 2 LPA, applicables par renvoi de l'art. 9 al. 4 LALP), auprès de l'autorité compétente pour en connaître (art. 6 al. 1 et 3 LALP; art. 17 al. 1 LP), à l'encontre d'une mesure de l'Office pouvant être attaquée par cette voie (art. 17 al. 1 LP) et par une partie lésée dans ses intérêts (ATF 138 III 219 consid. 2.3; 129 III 595 consid. 3; 120 III 42 consid. 3), la plainte est recevable. Elle n'est soumise à aucun délai dès lors qu'elle est fondée sur deux griefs conduisant à constater la nullité de la commination de faillite pour avoir été notifiée alors que l'opposition au commandement de payer n'avait pas encore été levée définitivement (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP) et la nullité de la poursuite en raison de son caractère abusif (art. 22 al. 1 LP). 2. 2.1 En application de l'article 78 LP, l'opposition suspend la poursuite. Elle ne peut être reprise qu'une fois obtenue une décision exécutoire écartant expressément l'opposition (art. 79 et 88 LP). Les actes effectués en continuation de la poursuite alors qu'elle est suspendue par l'opposition sont nuls (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP). Ainsi, une commination de faillite est nulle s'il s'avère ultérieurement que le prononcé de la mainlevée n'était pas encore en force au moment de sa notification ou qu'une action en libération de dette avait été introduite à temps (ATF 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013). En application des articles 308 al. 2 et 319 let. a CPC, le jugement n'est susceptible que d'un recours au sens des articles 319 et ss CPC, lequel n'a pas d'effet suspensif (art. 325 CPC).”
Der Rechtsvorschlag führt zwar zur Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Gleichwohl steht dem Betriebenen die Klage nach Art. 85a SchKG ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlages offen; diese Klage hat eine Doppelnatur (betreibungsrechtlicher und materiell-rechtlicher Zweck). Ein Rechtsschutzinteresse an einer solchen Klage kann bestehen, etwa wenn die Jahresfrist nach Art. 88 Abs. 2 SchKG wegen eines hängigen Verfahrens stillsteht.
“85a SchKG kann der Be- triebene ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlages jederzeit vom Gericht des Betreibungsortes feststellen lassen, dass die Schuld nicht oder nicht mehr besteht oder gestundet ist. Erscheint die Klage als sehr wahrscheinlich begründet, so stellt das Gericht die Betreibung vorläufig ein. Heisst das Gericht die Klage gut, so hebt es die Betreibung auf oder stellt sie ein. Diese seit 1. Januar 2019 gültige Fassung unterstreicht die von der Rechtsprechung und herrschenden Lehre seit je vertretene Auffassung, wonach die Klage eine Doppelnatur aufweist. Einerseits verfolgt sie einen betreibungsrechtlichen Zweck, nämlich die laufende Betreibung zu stoppen, andererseits hat sie in materiell-rechtlicher Hinsicht die Feststellung des Nichtbestandes der Forderung zum Ziel (BGE 132 III 89 E. 1.1; BGE 125 III 149 E. 2.c, BSK SchKG-Bodmer/Bangert, 2. A., Art. 85a N 3; KUKO SchKG- Brönnimann, 2. A., Art. 85a N 2). b) Für das vorliegende Verfahren bedeutet dies Folgendes: Wie eingangs dargelegt ist die dem Verfahren zugrundeliegende Betreibung Nr. 1 durch Rechtsvorschlag gehemmt (act. 1 S. 2, act. 3/4 und 5). Nach Art. 78 Abs. 1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag die Einstellung der Betreibung. Dessen un- geachtet steht der Klägerin die Klage nach Art. 85a SchKG nach dem soeben Ausgeführten offen. Das Rechtsschutzinteresse der Klägerin ist demnach insoweit gegeben. Die Vorinstanz legte unter Berufung auf die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung dar, es fehle im Zeitpunkt des Urteils an einem Rechtsschutz- interesse für eine Klage nach Art. 85a SchKG, sobald die Betreibung nicht mehr - 5 - hängig sei, namentlich nach unbenutztem Ablauf der Jahresfrist für das Fort- setzungsbegehren nach Art. 88 Abs. 2 SchKG. Da die Beklagte aber mit Schlich- tungsgesuch vom 8. Juli 2020 ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschla- ges eingeleitet habe, stehe die Jahresfrist zur Fortsetzung der am 30. September 2019 zugestellten Betreibung still, weshalb das Rechtsschutzinteresse der Kläge- rin gegeben sei (act. 61 S. 4 f.). Dies ist insofern von Belang, als ein Rechtsvor- schlag zwar die Einstellung der Betreibung bewirkt (Art.”
“A. 2010, B ODMER/BANGERT, Art. 85a N 14a), ist seit dem 1. Januar 2019 überholt, steht doch gemäss der seither gültigen Fassung von Art. 85a Abs. 1 SchKG die Klage dem Betriebenen ausdrücklich "Ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlages" offen. Damit kann anders als ehedem jedenfalls nicht mehr gesagt werden, die Klage nach Art. 85a SchKG verfolge in erster Linie einen betreibungsrechtlichen Zweck (nämlich die laufende Betreibung zu stoppen), ist doch diese schon durch das Erheben des Rechtsvorschlags bis zu dessen definitiven Beseitigung eingestellt (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Anders als die allgemeine negative Feststellungsklage verfolgt die negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG jedoch auch keineswegs einen rein materiell-rechtlichen Zweck (nämlich die Feststellung des Nichtbestands der Forderung), denn jedenfalls in den Fällen, in denen kein Rechtsvorschlag erhoben wurde, bleibt die (vorläufige) Einstellung der Betreibung zumindest als eines der Ziele dieser Klage bestehen (vgl. Art. 85a Abs. 2 und Abs. 3 SchKG). Seit der Revision von Art. 85a SchKG ist daher noch evidenter, dass die Klage nach Art. 85a SchKG eine Doppelnatur aufweist (wie das schon ehedem in der Rechtsprechung und der h.L. betont wurde, vgl. BGE 125 III 149 E. 2.c. S. 151; BSK SchKG I-B ODMER/BANGERT, Art. 85a N 3; KUKO SchKG,”
Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung. Wird er erhoben, kann der Gläubiger zur Beseitigung des Rechtsvorschlags eine Anerkennungsklage nach Art. 79 ff. SchKG erheben; einem solchen zivilgerichtlichen Verfahren würde ein Schlichtungsverfahren nach der ZPO vorausgehen. Alternativ kann der Gläubiger eine Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG erheben; diese Klage kann während der Betreibung jederzeit erhoben werden und unterliegt nicht dem vorgängigen Schlichtungsverfahren.
“Ebenso hätte der Beklagte in diesem Fall eine begründete Klage beim Kollegialgericht einreichen müssen und sie, die Klägerin, hätte mindestens 30 Tage Zeit gehabt, um Stellung zu nehmen. Auch in einem Strafverfahren hätte sie bestimmt mindestens 2 bis 3 Monate Zeit gehabt, um sich auf eine Verhandlung vorzubereiten. Auch aus diesem Grund müsse ihre Klage gutgeheissen werden (act. 23 S. 6). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist keine Klage des Beklagten, sondern eine Klage der Klägerin. Die Klägerin konnte den Klagezeitpunkt frei wählen, denn die Klage nach Art. 85a SchKG ist an keine Frist gebunden und kann während laufender Betreibung jederzeit erhoben werden (Art. 85a Abs. 1 SchKG; BSK SchKG I-B ANGERT, 3. Aufl. 2021, Art. 85a N 8). Anstatt zu klagen, hätte sich die Klägerin nach Zustellung des Zahlungsbefehls vom 28. Juni 2022 auch darauf beschränken können, rechtzeitig Rechtsvorschlag zu erheben und auf diese Wei- se die Einstellung der Betreibung zu bewirken (vgl. Art. 74 f. und Art. 78 SchKG). Dann wäre der Beklagte mangels eines Rechtsöffnungstitels gehalten gewesen, seinen Anspruch im Zivilprozess geltend zu machen, um den Rechtsvorschlag zu beseitigen und die Fortsetzung der Betreibung zu erwirken (sog. Anerkennungs- klage; vgl. Art. 79 ff. SchKG). Dem gerichtlichen Entscheidverfahren wäre in die- sem Fall zwingend ein Schlichtungsverfahren vorausgegangen (Art. 197 f. ZPO). Die Klägerin hat sich stattdessen aber dafür entschieden, eine Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG einzureichen. Bei dieser gibt es kein vorgängiges Schlich- tungsverfahren (Art. 198 lit. e Ziff. 2 ZPO). Die Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG ist in jedem Fall vermögensrechtlicher Natur und bei einem Streitwert wie - 9 - dem vorliegenden von Fr. 1'000.− im vereinfachten Verfahren (Art. 243 ff. ZPO) zu beurteilen (Art. 243 Abs. 1 ZPO). Im vereinfachten Verfahren ist eine Klagebe- gründung nicht erforderlich (Art. 244 Abs. 2 ZPO) und findet das Verfahren weit- gehend mündlich statt (Art.”
Der durch den Rechtsvorschlag bewirkte Einstellungsgrund stoppt den Fortgang der Betreibung, schliesst aber nicht sämtliche prozessualen oder materiell-rechtlichen Fragestellungen aus. Seit der Revision steht dem Betriebenen gemäss Art. 85a Abs. 1 SchKG unabhängig von einem allfälligen Rechtsvorschlag die negative Feststellungsklage offen; diese Klage weist eine Doppelnatur auf und kann sowohl betreibungsrechtliche als auch materiell-rechtliche Wirkungen haben.
“Sie sollte es dem Schuldner erlauben, den Fortgang der Betreibung zu stoppen, indem er diese negative Feststellungsklage im damaligen beschleunigten Verfahren anstrengen konnte. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stand die Klage nur dem Schuldner offen, der keinen Rechtsvorschlag erhoben hatte, da - 5 - die Klage als ein "Notbehelf" gedacht sei und dazu diene, eine ungerechtfertigte Vollstreckung zu verhindern (BGE 125 III 149 ff. E. 2.c. S. 151 f.). Diese Rechtsprechung, welche kontrovers aufgenommen worden war (vgl. die Nachweise bei BSK SchKG I, 2. A. 2010, B ODMER/BANGERT, Art. 85a N 14a), ist seit dem 1. Januar 2019 überholt, steht doch gemäss der seither gültigen Fassung von Art. 85a Abs. 1 SchKG die Klage dem Betriebenen ausdrücklich "Ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlages" offen. Damit kann anders als ehedem jedenfalls nicht mehr gesagt werden, die Klage nach Art. 85a SchKG verfolge in erster Linie einen betreibungsrechtlichen Zweck (nämlich die laufende Betreibung zu stoppen), ist doch diese schon durch das Erheben des Rechtsvorschlags bis zu dessen definitiven Beseitigung eingestellt (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Anders als die allgemeine negative Feststellungsklage verfolgt die negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG jedoch auch keineswegs einen rein materiell-rechtlichen Zweck (nämlich die Feststellung des Nichtbestands der Forderung), denn jedenfalls in den Fällen, in denen kein Rechtsvorschlag erhoben wurde, bleibt die (vorläufige) Einstellung der Betreibung zumindest als eines der Ziele dieser Klage bestehen (vgl. Art. 85a Abs. 2 und Abs. 3 SchKG). Seit der Revision von Art. 85a SchKG ist daher noch evidenter, dass die Klage nach Art. 85a SchKG eine Doppelnatur aufweist (wie das schon ehedem in der Rechtsprechung und der h.L. betont wurde, vgl. BGE 125 III 149 E. 2.c. S. 151; BSK SchKG I-B ODMER/BANGERT, Art. 85a N 3; KUKO SchKG, 2. A. 2014, BRÖNNIMANN, Art. 85a N 2; AMONN/ WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. A. 2013, 20 N 15; a.M. S PÜHLER/DOLGE, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht I, 8. A. 2020, § 37 N 726 [betreibungsrechtliche Klage mit Reflexwirkung auf das materielle Recht]).”
Wird ein Vollstreckungsverfahren durch Rechtsvorschlag nach Art. 78 Abs. 1 SchKG eingestellt, gilt dieses eingestellte Verfahren nicht als vorausgegangene Betreibung für Konkursanfechtungsfragen. Der Anfechtungsanspruch hat nur Geltung für das laufende Betreibungsverfahren, und ein Anfechtungsurteil entfaltet seine Wirkung nur mit Bezug auf ein bestimmtes Vollstreckungsverfahren.
“Die Beschwerdeführer vermögen nicht nachvollziehbar zu erklären, weshalb das Bundesgericht von seiner bisherigen Rechtsprechung abrücken und entgegen der herrschenden Lehrmeinung für den Beginn der Verdachtsfrist auf eine Betreibung abstellen sollte, die durch Rechtsvorschlag eingestellt (Art. 78 Abs. 1 SchKG) und nicht weiterverfolgt wurde (s. Sachverhalt Bst. A.c). Soweit sie argumentieren, dass BGE 108 II 516 nicht einschlägig sei, schildern sie zwar, inwiefern sich der damals beurteilte Fall vom vorliegenden unterscheidet. Weshalb diese Unterschiede dagegen sprechen, auch im konkreten Fall auf diese Rechtsprechung abzustellen, ist der Beschwerde jedoch nicht zu entnehmen und auch nicht ersichtlich. Zu Recht wird im Schrifttum auf die Rechtsnatur der Anfechtungsklage als betreibungsrechtliche Klage mit Reflexwirkung auf das materielle Recht hingewiesen, die es mit sich bringt, dass der Anfechtungsanspruch nur für das laufende Betreibungsverfahren Geltung hat und das Anfechtungsurteil nur mit Bezug auf ein bestimmtes Vollstreckungsverfahren Wirkung entfaltet (RÜEDI, a.a.O., S. 9 f., mit Hinweis auf BGE 130 III 672 E. 3.2). Dementsprechend kann ein Vollstreckungsverfahren, das bereits durch den gegen den Zahlungsbefehl erhobenen Rechtsvorschlag eingestellt wurde, auch nicht als vorausgegangene Betreibung im Sinne von Art.”
Zur Fortsetzung der Betreibung muss der Rechtsvorschlag beseitigt werden. Steht dem Gläubiger ein Rechtsöffnungstitel zu, kann er im Rechtsöffnungsverfahren die (definitive oder provisorische) Rechtsöffnung beantragen. Fehlt ein solcher Titel, hat der Gläubiger seinen Anspruch im Zivil- oder Verwaltungsverfahren geltend zu machen; in diesen Verfahren kann zugleich der Rechtsvorschlag beseitigt werden, wobei die materiell zuständige Instanz zugleich als Vollstreckungsgericht fungiert.
“Hat die Schuldnerin in einer Betreibung Rechtsvorschlag erhoben, muss die Gläubigerin zur Fortsetzung der Betreibung den Rechtsvorschlag beseitigen las- sen, denn dieser bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubigerin stehen in einem solchen Fall grundsätzlich zwei Wege offen. Ver- fügt sie über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im Rechtsöffnungsverfahren die (definitive oder provisorische) Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 ff. SchKG). An- dernfalls muss die Gläubigerin im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren ih- ren Anspruch geltend machen, wobei sie in diesen Verfahren zugleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen kann (Art. 79 SchKG). Diesfalls fungiert die in der Sache materiell zuständige Instanz zugleich als Vollstreckungsgericht, so dass ein separates Rechtsöffnungsverfahren entbehrlich wird (BSK SchKG I- STAEHELIN, 3. Aufl. 2021, Art. 79 N 1). Die entsprechende Klage muss die Gläubi- gerin innerhalb eines Jahres ab Zustellung des Zahlungsbefehls an die Schuldne- rin erheben (Art. 88 Abs. 2 SchKG; BGE 125 III 45 E. 3b; BSK SchKG I-STAEHE- LIN, a.a.O., Art. 79 N 8). Des Weiteren muss die Forderung identisch sein mit der- jenigen, die in Betreibung gesetzt wurde (BSK SchKG I-STAEHELIN, a.”
“Hat die Schuldnerin in einer Betreibung Rechtsvorschlag erhoben, muss die Gläubigerin zur Fortsetzung der Betreibung den Rechtsvorschlag beseitigen lassen, denn der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubigerin stehen in einem solchen Fall grundsätzlich zwei Wege offen. Verfügt die Gläubigerin über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im Rechtsöffnungsverfahren die (definitive oder provisorische) Rechtsöffnung verlan- gen (Art. 80 ff. SchKG). Andernfalls muss sie im Zivilprozess oder im Verwal- tungsverfahren ihren Anspruch geltend machen, wobei sie in diesen Verfahren zugleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen kann (Art. 79 SchKG). Diesfalls fungiert die in der Sache materiell zuständige Instanz zugleich als Vollstreckungs- gericht, so dass ein separates Rechtsöffnungsverfahren entbehrlich wird (BSK SchKG I-STAEHELIN, 3. Aufl. 2021, Art. 79 N 1). Im Rahmen eines ordentlichen Prozesses hat das Begehren, mit welchem der Rechtsvorschlag aufgehoben und die Fortsetzung der Betreibung ermöglicht werden soll, demzufolge nicht auf Er- teilung der Rechtsöffnung, sondern stets auf Beseitigung des Rechtsvorschlags zu lauten (ZR 90 [1991] Nr. 80). Für die Beurteilung von Rechtsöffnungsbegehren - 59 - wäre das Handelsgericht ausserdem sachlich nicht zuständig (BGE 140 III 355 E.”
“Begehren um Rechtsöffnung / Beseitigung Rechtsvorschlag Die Klägerin beantragt weiter die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Furttal (Zahlungsbefehl vom 23. Oktober 2020; act. 1 S. 2; act. 21 S. 2). Hat ein Schuldner in einer Betreibung Rechtsvorschlag erhoben, muss die Gläu- bigerin zur Fortsetzung der Betreibung den Rechtsvorschlag beseitigen lassen, denn der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubigerin stehen in einem solchen Fall grundsätzlich zwei Wege offen. Verfügt die Gläubigerin über einen Rechtsöffnungstitel, kann sie im Rechts- öffnungsverfahren die Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 ff. SchKG). Hat die Gläu- bigerin keinen Rechtsöffnungstitel, so muss sie im Zivilprozess oder im Verwal- tungsverfahren ihren Anspruch geltend machen, wobei sie in diesen Verfahren zugleich den Rechtsvorschlag beseitigen lassen kann (Art. 79 SchKG). Diesfalls fungiert die in der Sache materiell zuständige Instanz zugleich als Vollstreckungs- gericht, ein separates Rechtsöffnungsverfahren wird entbehrlich (BSK SchKG I- S TAEHELIN, Art. 79 SchKG N 1). Im Rahmen eines ordentlichen Prozesses hat das Begehren, mit welchem der Rechtsvorschlag aufgehoben und die Fortsetzung der Betreibung ermöglicht werden soll, demzufolge nicht auf Erteilung der Rechtsöff- nung, sondern stets auf Beseitigung des Rechtsvorschlags zu lauten (ZR 90/1991 Nr.”
Mit Einlegung der Opposition ruht die Betreibung kraft Gesetzes; Vollstreckungsmassnahmen sind bis zur Entscheidung über die Opposition ausgesetzt.
“Per un disguido, il 13 settembre 2023 l’UE li ha però fatti notificare, tramite l’Ufficio federale di giustizia, al precedente indirizzo degli escussi a __________ (sempre a Los Angeles). Fallito anche quel tentativo, l’UE ha pubblicato i precetti esecutivi sul Foglio uficiale cantonale e sul Foglio ufficiale svizzero di commercio del __________. C. Con ricorsi del 20 novembre 2023, RI 2 e RI 1 chiedono, previo conferimento dell’effetto sospensivo, di accertare l’inammissibilità della notifica edittale a causa dell’errata notificazione internazionale al loro precedente indirizzo, di annullare la notifica edittale e di ordinare la notifica degli atti al loro indirizzo attuale, direttamente o tramite l’UE, protestate tasse e ripetibili. D. Con ordinanza del 29 novembre 2023, il presidente di questa Camera ha ordinato la congiunzione delle due procedure ricorsuali e dichiarato senza oggetto le domande di conferimento dell’effetto sospensivo stante la sospensione delle esecuzioni per legge (art. 78 LEF) in seguito all’interposizione da parte dei ricorrenti di un’opposizione “cautelativa”. E. Entro il termine impartitole, la PI 1 non ha presentato osservazioni ai ricorsi, mentre nelle sue del 5 marzo 2024 l’UE si è rimesso al giudizio della Camera”
Der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung des Betreibungsverfahrens. Ab diesem Zeitpunkt liegt die Verantwortung für die Fortsetzung der Vollstreckung beim Gläubiger, der gegebenenfalls einen Rechtsöffnungstitel erstreiten oder andere prozessuale Schritte ergreifen muss. Dem Schuldner steht kein Anspruch zu, vor der Ausstellung des Zahlungsbefehls angehört zu werden.
“Die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), weil der Beschwerdeführer vor dem Erlass des Zahlungsbefehls nicht angehört worden sei, ist unbegründet. Weder ist im SchK-Verfügungsverfahren allgemein vor jeder Verfügung eine formelle Stellungnahme der Parteien einzuholen (MEIER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 66 vor Art. 17-21), noch hat der Schuldner einen besonderen Anspruch, vor der Ausstellung des Zahlungsbefehls angehört zu werden. Vielmehr hat das Betreibungsamt den Zahlungsbefehl gestützt auf das Betreibungsbegehren zu erlassen (Art. 69 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG) und diesen dem Schuldner zuzustellen (Art. 71 Abs. 1 SchKG). Dieser kann dagegen Rechtsvorschlag erheben (Art. 74 SchKG). Abgesehen von hier nicht relevanten Ausnahmen bedarf der Rechtsvorschlag keiner Begründung (Art. 75 Abs. 1 SchKG). Der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Ab diesem Moment liegt die Verantwortung für die Fortsetzung des Vollstreckungsverfahrens allein beim Gläubiger. Er kann, je nach Ausgangslage, seinen Anspruch im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren geltend machen und die Beseitigung des Rechtsvorschlags verlangen (Art. 79 SchKG) oder beim Richter die provisorische oder definitive Aufhebung des Rechtsvorschlags beantragen (Art. 80 ff. SchKG). Mit der voraussetzungslosen Möglichkeit, Rechtsvorschlag zu erheben, sind die Interessen des Schuldners genügend geschützt. Im Übrigen kann ein Zahlungsbefehl erwirkt werden, unabhängig davon ob tatsächlich eine Schuld besteht oder nicht (vgl. Art. 38 und Art. 67 SchKG; BGE 125 III 149 E. 2a; 113 III 2 E. 2b; Urteil 5A_1020/2018 vom 11. Februar 2019 E. 5.1), und es steht weder dem Betreibungsamt noch der Aufsichtsbehörde zu, die materielle Begründetheit der in Betreibung gesetzten Forderung zu beurteilen (BGE 140 III 481 E. 2.3.1). Auch aus diesen Gründen besteht kein Anlass, den Schuldner vor der Ausstellung des Zahlungsbefehls anzuhören.”
“Gemäss Art. 78 Abs. 1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag einstweilen die Einstellung der Betreibung und hemmt damit den Fortgang des betreffenden Be- treibungsverfahrens. Zur Weiterführung der Betreibung muss die betriebene Per- son den Rechtsvorschlag mittels provisorischer oder definitiver Rechtsöffnung be- seitigen. Falls sie noch keinen Rechtsöffnungstitel in den Händen hält, muss sie zuerst einen solchen erlangen, allenfalls durch Einleitung eines ordentlichen Ge- richtsverfahrens. Falls der Rechtsvorschlag in Verletzung betreibungsrechtlicher Vorschriften zugelassen wurde, kann ihn die betreibende Person mittels betrei- bungsrechtlicher Beschwerde (Art. 17 SchKG) anfechten bzw. aufheben lassen. Die Wirkung des Rechtsvorschlags ist dabei auf das Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl begrenzt. Das Nicht-/Erheben des Rechtsvor- schlags hat keine Wirkung auf den materiellen Bestand der in Betreibung gesetz- ten Forderung, insbesondere ist das Nichterheben des Rechtsvorschlags keine Schuldanerkennung (MALACRIDA/ROESLER, Kurzkommentar [KuKo] SchKG, Zürich 2014, N 1 f.”
Der Rechtsvorschlag hemmt die Fortsetzung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Die Rechtsprechung stellt dabei klar, dass bei Sequestre‑Massnahmen die Auskunftspflicht Dritter (z. B. Banken) erst mit dem Ablauf der Einsprachefrist oder nach einem rechtskräftigen Entscheid über die Einsprache entsteht.
“256/2006 du 4 octobre 2006 consid. 2.4; 7B.142/2003 du 31 juillet 2003 consid. 2.2). 2.3.2 Dans un arrêt de principe (ATF 125 III 391), le Tribunal fédéral a jugé que l'obligation de renseigner d'une banque - tiers détentrice de biens séquestrés - ne prend naissance qu'après l'expiration du délai d'opposition de l'art. 278 LP, le cas échéant qu'après décision définitive sur cette opposition. Cette jurisprudence a été régulièrement confirmée depuis lors (cf. ATF 131 III 660 consid. 4.4; arrêts du Tribunal fédéral 5A_407/2016 du 15 septembre 2016 consid. 3.1; 5A_761/2009 du 12 janvier 2010 consid. 3; 7B.220/2005 du 2 mars 2008 consid. 1; 7B.142/2003 du 31 juillet 2003 consid. 2.2). Selon le Tribunal fédéral, cette solution permet de tenir compte des différences entre l'exécution du séquestre et celle de la saisie. Ainsi, lorsqu'une saisie est exécutée (art. 89 LP), le débiteur a eu préalablement l'occasion de faire opposition au commandement de payer (art. 74 ss LP); l'opposition suspend la poursuite (art. 78 al. 1 LP), dont le créancier ne peut requérir la continuation qu'en se fondant sur une décision passée en force qui écarte expressément l'opposition à l'issue d'une procédure contradictoire (art. 79 al. 1 LP). Il en va différemment dans l'exécution du séquestre, vu l'effet de surprise qui caractérise cette mesure conservatoire urgente : ce n'est qu'après l'exécution du séquestre que le débiteur a la possibilité de contester, dans une procédure contradictoire, notamment la vraisemblance de l'existence de la créance, mais aussi celle d'un cas de séquestre (art. 272 al. 1 et 278 LP), ou de faire valoir qu'il s'agit d'un séquestre investigatoire inadmissible. En prescrivant l'application par analogie des art. 91 ss LP à l'exécution du séquestre, le législateur a pris en compte le fait que certaines dispositions relatives à la saisie ne peuvent pas s'appliquer au séquestre, les situations différentes devant être traitées différemment : alors que le créancier saisissant a établi son droit, le créancier séquestrant a pu se contenter de le rendre vraisemblable, sans que le débiteur ait eu l'occasion de le contester; il en découle un danger de séquestre injustifié, voire investigatoire, qui justifie de ne faire naître l'obligation de renseigner de la banque qu'à la fin du délai d'opposition, ou à l'issue de la procédure d'opposition (ATF 125 III 391 consid.”
“256/2006 du 4 octobre 2006 consid. 2.4; 7B.142/2003 du 31 juillet 2003 consid. 2.2). 2.3.2 Dans un arrêt de principe (ATF 125 III 391), le Tribunal fédéral a jugé que l'obligation de renseigner d'une banque - tiers détentrice de biens séquestrés - ne prend naissance qu'après l'expiration du délai d'opposition de l'art. 278 LP, le cas échéant qu'après décision définitive sur cette opposition. Cette jurisprudence a été régulièrement confirmée depuis lors (cf. ATF 131 III 660 consid. 4.4; arrêts du Tribunal fédéral 5A_407/2016 du 15 septembre 2016 consid. 3.1; 5A_761/2009 du 12 janvier 2010 consid. 3; 7B.220/2005 du 2 mars 2008 consid. 1; 7B.142/2003 du 31 juillet 2003 consid. 2.2). Selon le Tribunal fédéral, cette solution permet de tenir compte des différences entre l'exécution du séquestre et celle de la saisie. Ainsi, lorsqu'une saisie est exécutée (art. 89 LP), le débiteur a eu préalablement l'occasion de faire opposition au commandement de payer (art. 74 ss LP); l'opposition suspend la poursuite (art. 78 al. 1 LP), dont le créancier ne peut requérir la continuation qu'en se fondant sur une décision passée en force qui écarte expressément l'opposition à l'issue d'une procédure contradictoire (art. 79 al. 1 LP). Il en va différemment dans l'exécution du séquestre, vu l'effet de surprise qui caractérise cette mesure conservatoire urgente : ce n'est qu'après l'exécution du séquestre que le débiteur a la possibilité de contester, dans une procédure contradictoire, notamment la vraisemblance de l'existence de la créance, mais aussi celle d'un cas de séquestre (art. 272 al. 1 et 278 LP), ou de faire valoir qu'il s'agit d'un séquestre investigatoire inadmissible. En prescrivant l'application par analogie des art. 91 ss LP à l'exécution du séquestre, le législateur a pris en compte le fait que certaines dispositions relatives à la saisie ne peuvent pas s'appliquer au séquestre, les situations différentes devant être traitées différemment : alors que le créancier saisissant a établi son droit, le créancier séquestrant a pu se contenter de le rendre vraisemblable, sans que le débiteur ait eu l'occasion de le contester; il en découle un danger de séquestre injustifié, voire investigatoire, qui justifie de ne faire naître l'obligation de renseigner de la banque qu'à la fin du délai d'opposition, ou à l'issue de la procédure d'opposition (ATF 125 III 391 consid.”
Der Rechtsvorschlag bewirkt die vorläufige (einstweilige) Einstellung der Betreibung und hemmt so den Fortgang des betreffenden Betreibungsverfahrens. Seine Wirkung ist auf das konkrete Betreibungsverfahren und den darin ausgestellten Zahlungsbefehl beschränkt; er berührt den materiellen Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung nicht.
“44 SchKG relativiert jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Zwangs- vollstreckung einer (hier privatrechtlichen) Geldschuld an sich. Er derogiert mit an- deren Worten nicht Art. 38 SchKG, sondern schafft lediglich eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme- und Verwertungsvorschriften des für die Vollstreckung von Geldschulden grundsätzlich anwendbaren Schuldbetrei- bungs- und Konkursrechts und der Strafgesetzgebung, indem die Regeln des SchKG über Zwangsbeschlag und Verwertung – und nur sie – zurückzutreten ha- ben. Art. 44 SchKG ändert somit nichts daran, dass Geldschulden auf dem Betrei- bungsweg gemäss SchKG (mit den dort vorbehaltenen Abweichungen) zu voll- strecken sind. Letzteres sieht vor, dass die Betreibung – wie vorliegend geschehen – durch ein Betreibungsbegehren (in der Regel) am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 Abs. 1 SchKG) und den gestützt darauf erlassenen Zahlungsbefehl angehoben - 11 - wird (vgl. Art. 67 und Art. 69 ff. SchKG). Erhebt der Schuldner gegen den Zah- lungsbefehl Rechtsvorschlag (Art. 74 SchKG), bewirkt dieser die (vorläufige) Ein- stellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubiger, der (wie hier) über einen definitiven Rechtsöffnungstitel verfügt, kann aber beim Einzelgericht im summarischen Verfahren (Art. 251 lit. a SchKG und § 24 lit. c GOG) am Betrei- bungsort (Art. 84 Abs. 1 SchKG) die Aufhebung des Rechtsvorschlags durch defi- nitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 SchKG). Wird diese erteilt, ist das Einlei- tungsverfahren abgeschlossen und kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegeh- ren stellen. Gestützt darauf kann die Betreibung mit der Pfändung, der Pfandver- wertung oder der Konkurseröffnung fortgesetzt werden (Art. 88 ff. SchKG). Erst in diesem an die Rechtsöffnung anschliessenden Stadium der eigentlichen Zwangs- vollstreckung werden die in Art. 44 SchKG vorbehaltenen besonderen strafrechtli- chen Bestimmungen zur Beschlagnahmung und Verwertung von Vermögenswer- ten des Schuldners relevant. Vorher und folglich auch im hier zu beurteilenden Stadium der Beseitigung des Rechtsvorschlags durch Rechtsöffnung spielen sie jedoch (noch) keine Rolle.”
“Der Rechtsvorschlag kann sich nur auf eine bestimmte Betreibung bezie- hen und bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Seine Wir- kung ist denn auch auf dieses Betreibungsverfahren und den darin ausgestellten Zahlungsbefehl beschränkt und gilt nicht in einem neu eingeleiteten Betreibungs- verfahren (Ralph Malacrida/Lukas P. Roesler, in: Daniel Hunkeler (Hrsg.), Kurz- kommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 2 zu Art. 78 SchKG). Um die Betrei- bung weiterführen zu können, muss der Gläubiger ein Rechtsöffnungsbegehren (Art. 80 und 82 SchKG) stellen oder einen Zivilprozess führen (Art. 79 SchKG). Ist ein allfälliger Rechtsvorschlag beseitigt und der Rechtsöffnungsentscheid voll- streckbar, kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegehren stellen (Art. 88 SchKG; Thomas Winkler, in: Daniel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar zum SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 6 ff. zu Art. 88 SchKG), womit die Betreibung durch das Betreibungsamt fortzusetzen ist (Art. 89 SchKG). Wird der Rechtsvorschlag nur für einen Teil der in Betreibung gesetzten Forderung beseitigt, so ist die Weiter- führung auf den entsprechenden Teil beschränkt.”
“Gemäss Art. 78 Abs. 1 SchKG bewirkt der Rechtsvorschlag einstweilen die Einstellung der Betreibung und hemmt damit den Fortgang des betreffenden Be- treibungsverfahrens. Zur Weiterführung der Betreibung muss die betriebene Per- son den Rechtsvorschlag mittels provisorischer oder definitiver Rechtsöffnung be- seitigen. Falls sie noch keinen Rechtsöffnungstitel in den Händen hält, muss sie zuerst einen solchen erlangen, allenfalls durch Einleitung eines ordentlichen Ge- richtsverfahrens. Falls der Rechtsvorschlag in Verletzung betreibungsrechtlicher Vorschriften zugelassen wurde, kann ihn die betreibende Person mittels betrei- bungsrechtlicher Beschwerde (Art. 17 SchKG) anfechten bzw. aufheben lassen. Die Wirkung des Rechtsvorschlags ist dabei auf das Betreibungsverfahren und den betreffenden Zahlungsbefehl begrenzt. Das Nicht-/Erheben des Rechtsvor- schlags hat keine Wirkung auf den materiellen Bestand der in Betreibung gesetz- ten Forderung, insbesondere ist das Nichterheben des Rechtsvorschlags keine Schuldanerkennung (MALACRIDA/ROESLER, Kurzkommentar [KuKo] SchKG, Zürich 2014, N 1 f.”
Durch den Rechtsvorschlag wird die Betreibung eingestellt. In der Folge kann die (insbesondere grundpfandrechtliche) Verwertung erst erfolgen, nachdem der Zahlungsbefehl rechtskräftig geworden und allfällige Fristen bzw. die definitive Beseitigung des Rechtsvorschlags eingetreten sind.
“Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer der Zahlungsbefehl am 5. März 2024 zugestellt. Dagegen hat er am 6. März 2024, also rechtzeitig, Rechtsvor- schlag erhoben (Art. 153 Abs. 4 i.V.m. Art. 74 Abs. 1 SchKG). Damit wurde die Betreibung gegen ihn gestoppt (Art. 78 Abs. 1 SchKG) und die Verwertung des Grundpfandes kann erst erfolgen, nachdem der Zahlungsbefehl rechtskräftig ge- worden und die sechsmonatige Frist seit dessen Zustellung abgelaufen ist. Es sind daher weder Nichtigkeitsgründe noch eine Verletzung von Art. 154 Abs. 1 SchKG oder Art. 100 Abs. 1 VZG ersichtlich.”
“Sie sollte es dem Schuldner erlauben, den Fortgang der Betreibung zu stoppen, indem er diese negative Feststellungsklage im damaligen beschleunigten Verfahren anstrengen konnte. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stand die Klage nur dem Schuldner offen, der keinen Rechtsvorschlag erhoben hatte, da - 5 - die Klage als ein "Notbehelf" gedacht sei und dazu diene, eine ungerechtfertigte Vollstreckung zu verhindern (BGE 125 III 149 ff. E. 2.c. S. 151 f.). Diese Rechtsprechung, welche kontrovers aufgenommen worden war (vgl. die Nachweise bei BSK SchKG I, 2. A. 2010, B ODMER/BANGERT, Art. 85a N 14a), ist seit dem 1. Januar 2019 überholt, steht doch gemäss der seither gültigen Fassung von Art. 85a Abs. 1 SchKG die Klage dem Betriebenen ausdrücklich "Ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlages" offen. Damit kann anders als ehedem jedenfalls nicht mehr gesagt werden, die Klage nach Art. 85a SchKG verfolge in erster Linie einen betreibungsrechtlichen Zweck (nämlich die laufende Betreibung zu stoppen), ist doch diese schon durch das Erheben des Rechtsvorschlags bis zu dessen definitiven Beseitigung eingestellt (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Anders als die allgemeine negative Feststellungsklage verfolgt die negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG jedoch auch keineswegs einen rein materiell-rechtlichen Zweck (nämlich die Feststellung des Nichtbestands der Forderung), denn jedenfalls in den Fällen, in denen kein Rechtsvorschlag erhoben wurde, bleibt die (vorläufige) Einstellung der Betreibung zumindest als eines der Ziele dieser Klage bestehen (vgl. Art. 85a Abs. 2 und Abs. 3 SchKG). Seit der Revision von Art. 85a SchKG ist daher noch evidenter, dass die Klage nach Art. 85a SchKG eine Doppelnatur aufweist (wie das schon ehedem in der Rechtsprechung und der h.L. betont wurde, vgl. BGE 125 III 149 E. 2.c. S. 151; BSK SchKG I-B ODMER/BANGERT, Art. 85a N 3; KUKO SchKG, 2. A. 2014, BRÖNNIMANN, Art. 85a N 2; AMONN/ WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. A. 2013, 20 N 15; a.M. S PÜHLER/DOLGE, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht I, 8. A. 2020, § 37 N 726 [betreibungsrechtliche Klage mit Reflexwirkung auf das materielle Recht]).”
Mit der Erhebung des Rechtsvorschlags wird die Betreibung eingestellt; ab diesem Zeitpunkt obliegt die Fortsetzung des Vollstreckungsverfahrens allein dem Gläubiger. Er muss die Beseitigung des Rechtsvorschlags verlangen, etwa durch Rechtsöffnung oder durch Antrag auf provisorische oder definitive Aufhebung vor dem Richter.
“44 SchKG relativiert jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Zwangs- vollstreckung einer (hier privatrechtlichen) Geldschuld an sich. Er derogiert mit an- deren Worten nicht Art. 38 SchKG, sondern schafft lediglich eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme- und Verwertungsvorschriften des für die Vollstreckung von Geldschulden grundsätzlich anwendbaren Schuldbetrei- bungs- und Konkursrechts und der Strafgesetzgebung, indem die Regeln des SchKG über Zwangsbeschlag und Verwertung – und nur sie – zurückzutreten ha- ben. Art. 44 SchKG ändert somit nichts daran, dass Geldschulden auf dem Betrei- bungsweg gemäss SchKG (mit den dort vorbehaltenen Abweichungen) zu voll- strecken sind. Letzteres sieht vor, dass die Betreibung – wie vorliegend geschehen – durch ein Betreibungsbegehren (in der Regel) am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 Abs. 1 SchKG) und den gestützt darauf erlassenen Zahlungsbefehl angehoben - 11 - wird (vgl. Art. 67 und Art. 69 ff. SchKG). Erhebt der Schuldner gegen den Zah- lungsbefehl Rechtsvorschlag (Art. 74 SchKG), bewirkt dieser die (vorläufige) Ein- stellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubiger, der (wie hier) über einen definitiven Rechtsöffnungstitel verfügt, kann aber beim Einzelgericht im summarischen Verfahren (Art. 251 lit. a SchKG und § 24 lit. c GOG) am Betrei- bungsort (Art. 84 Abs. 1 SchKG) die Aufhebung des Rechtsvorschlags durch defi- nitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 SchKG). Wird diese erteilt, ist das Einlei- tungsverfahren abgeschlossen und kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegeh- ren stellen. Gestützt darauf kann die Betreibung mit der Pfändung, der Pfandver- wertung oder der Konkurseröffnung fortgesetzt werden (Art. 88 ff. SchKG). Erst in diesem an die Rechtsöffnung anschliessenden Stadium der eigentlichen Zwangs- vollstreckung werden die in Art. 44 SchKG vorbehaltenen besonderen strafrechtli- chen Bestimmungen zur Beschlagnahmung und Verwertung von Vermögenswer- ten des Schuldners relevant. Vorher und folglich auch im hier zu beurteilenden Stadium der Beseitigung des Rechtsvorschlags durch Rechtsöffnung spielen sie jedoch (noch) keine Rolle.”
“Die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), weil der Beschwerdeführer vor dem Erlass des Zahlungsbefehls nicht angehört worden sei, ist unbegründet. Weder ist im SchK-Verfügungsverfahren allgemein vor jeder Verfügung eine formelle Stellungnahme der Parteien einzuholen (MEIER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 66 vor Art. 17-21), noch hat der Schuldner einen besonderen Anspruch, vor der Ausstellung des Zahlungsbefehls angehört zu werden. Vielmehr hat das Betreibungsamt den Zahlungsbefehl gestützt auf das Betreibungsbegehren zu erlassen (Art. 69 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG) und diesen dem Schuldner zuzustellen (Art. 71 Abs. 1 SchKG). Dieser kann dagegen Rechtsvorschlag erheben (Art. 74 SchKG). Abgesehen von hier nicht relevanten Ausnahmen bedarf der Rechtsvorschlag keiner Begründung (Art. 75 Abs. 1 SchKG). Der Rechtsvorschlag bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Ab diesem Moment liegt die Verantwortung für die Fortsetzung des Vollstreckungsverfahrens allein beim Gläubiger. Er kann, je nach Ausgangslage, seinen Anspruch im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren geltend machen und die Beseitigung des Rechtsvorschlags verlangen (Art. 79 SchKG) oder beim Richter die provisorische oder definitive Aufhebung des Rechtsvorschlags beantragen (Art. 80 ff. SchKG). Mit der voraussetzungslosen Möglichkeit, Rechtsvorschlag zu erheben, sind die Interessen des Schuldners genügend geschützt. Im Übrigen kann ein Zahlungsbefehl erwirkt werden, unabhängig davon ob tatsächlich eine Schuld besteht oder nicht (vgl. Art. 38 und Art. 67 SchKG; BGE 125 III 149 E. 2a; 113 III 2 E. 2b; Urteil 5A_1020/2018 vom 11. Februar 2019 E. 5.1), und es steht weder dem Betreibungsamt noch der Aufsichtsbehörde zu, die materielle Begründetheit der in Betreibung gesetzten Forderung zu beurteilen (BGE 140 III 481 E. 2.3.1). Auch aus diesen Gründen besteht kein Anlass, den Schuldner vor der Ausstellung des Zahlungsbefehls anzuhören.”
Bei teilweiser Opposition beschränkt sich der Entscheid über eine Mainlevée auf den bestrittenen Betrag; für den nicht bestrittenen Rest kann die Betreibung fortgesetzt werden. Ein Gesuch um Mainlevée für den Gesamtbetrag ist insoweit nicht zulässig.
“Il s'ensuit que le créancier poursuivant ne dispose d'aucun titre de mainlevée définitive (art. 80 LP) en vertu duquel le débiteur serait tenu de lui verser les montants ayant fait l’objet des oppositions partielles litigieuses. C’est le lieu de souligner que sur le total des créances en poursuite, le poursuivi n'a formulé qu'une opposition partielle à concurrence de CHF 33.- pour chacune des poursuites en cause. Son opposition devait donc être maintenue dans cette mesure, le créancier ne disposant d'aucun titre exécutoire pour la lever. Cela étant, contrairement à ce que le recourant semble croire, la Présidente n’a pas considéré que l’opposant n’était pas débiteur du solde des montants en poursuite. La décision attaquée n’a en effet pas cette portée. La Présidente s’est à juste titre limitée à constater et retenir que le créancier avait requis la mainlevée pour l'entier des montants en poursuite, ce qu’il n’était pas habilité à faire compte tenu des oppositions partielles formées par le débiteur (art. 78 al. 2 LP). Le premier juge devait ainsi examiner uniquement ce qui était contesté, soit un montant de CHF 33.- pour chacune des poursuites en cause. Il n'avait pas à examiner l'existence d'un titre de mainlevée pour le reste des montants en poursuite dès lors que ceux-ci n'étaient pas frappés d'opposition et qu'une opposition inexistante ne peut être levée. Il s'ensuit que, faute pour le recourant de disposer d'un titre de mainlevée pour les montants contestés, c’est à juste titre que ses requêtes de mainlevée ont été rejetées, celles-ci étant par ailleurs sans objet pour les montants non frappés d'opposition. 4. Les frais de la procédure de recours sont mis à la charge du recourant, qui succombe (art. 106 al. 1 CPC). 4.1. Ils comprennent les frais judiciaires, fixés forfaitairement à CHF 150.- (art. 48 et 61 al. 1 OELP), qui seront prélevés sur l’avance de frais du même montant effectuée le 10 décembre 2021. 4.2. Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens à l’intimé dans le cas d’espèce, dès lors qu’il ne s’est pas attaché les services d’un mandataire professionnel et dans la mesure où son intervention dans la présente procédure n’a pas excédé ce que l’on peut raisonnablement attendre de tout un chacun dans la gestion de ses affaires courantes.”
“80 LP, le créancier qui est au bénéfice d'un jugement exécutoire peut requérir du juge la mainlevée définitive de l'opposition, les transactions ou reconnaissances passées en justice étant assimilées aux jugements exécutoires. Est exécutoire au sens de cette disposition le prononcé qui a non seulement force exécutoire, mais également force de chose jugée, c'est-à-dire qui est devenu définitif, parce qu'il ne peut plus être attaqué par une voie de recours ordinaire qui, par la loi, a un effet suspensif (ATF 131 III 87). Le juge prononce la mainlevée à moins que le débiteur ne prouve par titre que la dette est éteinte ou qu'il a obtenu un sursis postérieurement au jugement, ou en se prévalant de la prescription (art. 81 al. 1 LP). 3.2. En l'espèce, le poursuivi a formé opposition partielle aux commandements de payer litigieux, en précisant sous la rubrique idoine qu’il le faisait à concurrence de CHF 33.- pour chacune des poursuites en cause. Seule doit donc être examinée la question de savoir si le recourant dispose d'un titre de mainlevée pour cette prétention, la poursuite pouvant, conformément àl'art. 78 al. 2 LP, être continuée pour le reste non contesté. Dans le cas particulier, le premier juge a refusé de lever les oppositions partielles formées par le débiteur, motif pris qu’il avait démontré par titre que la créance en poursuite était partiellement éteinte à concurrence de CHF 33.- pour chacune des poursuites en cause. Le recourant ne le conteste pas véritablement puisqu’il concède, tout comme en première instance déjà, que les créances en poursuite sont partiellement éteintes, à tout le moins à concurrence des montants précités, en raison des versements réguliers effectués par le débiteur. Il s'ensuit que le créancier poursuivant ne dispose d'aucun titre de mainlevée définitive (art. 80 LP) en vertu duquel le débiteur serait tenu de lui verser les montants ayant fait l’objet des oppositions partielles litigieuses. C’est le lieu de souligner que sur le total des créances en poursuite, le poursuivi n'a formulé qu'une opposition partielle à concurrence de CHF 33.- pour chacune des poursuites en cause.”
“Il s'ensuit que le créancier poursuivant ne dispose d'aucun titre de mainlevée définitive (art. 80 LP) en vertu duquel le débiteur serait tenu de lui verser les montants ayant fait l’objet des oppositions partielles litigieuses. C’est le lieu de souligner que sur le total des créances en poursuite, le poursuivi n'a formulé qu'une opposition partielle à concurrence de CHF 33.- pour chacune des poursuites en cause. Son opposition devait donc être maintenue dans cette mesure, le créancier ne disposant d'aucun titre exécutoire pour la lever. Cela étant, contrairement à ce que le recourant semble croire, la Présidente n’a pas considéré que l’opposant n’était pas débiteur du solde des montants en poursuite. La décision attaquée n’a en effet pas cette portée. La Présidente s’est à juste titre limitée à constater et retenir que le créancier avait requis la mainlevée pour l'entier des montants en poursuite, ce qu’il n’était pas habilité à faire compte tenu des oppositions partielles formées par le débiteur (art. 78 al. 2 LP). Le premier juge devait ainsi examiner uniquement ce qui était contesté, soit un montant de CHF 33.- pour chacune des poursuites en cause. Il n'avait pas à examiner l'existence d'un titre de mainlevée pour le reste des montants en poursuite dès lors que ceux-ci n'étaient pas frappés d'opposition et qu'une opposition inexistante ne peut être levée. Il s'ensuit que, faute pour le recourant de disposer d'un titre de mainlevée pour les montants contestés, c’est à juste titre que ses requêtes de mainlevée ont été rejetées, celles-ci étant par ailleurs sans objet pour les montants non frappés d'opposition. 4. Les frais de la procédure de recours sont mis à la charge du recourant, qui succombe (art. 106 al. 1 CPC). 4.1. Ils comprennent les frais judiciaires, fixés forfaitairement à CHF 150.- (art. 48 et 61 al. 1 OELP), qui seront prélevés sur l’avance de frais du même montant effectuée le 10 décembre 2021. 4.2. Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens à l’intimé dans le cas d’espèce, dès lors qu’il ne s’est pas attaché les services d’un mandataire professionnel et dans la mesure où son intervention dans la présente procédure n’a pas excédé ce que l’on peut raisonnablement attendre de tout un chacun dans la gestion de ses affaires courantes.”
Ist die Aufhebung der (teilweisen) Opposition durch ein summarisches Urteil ohne aufschiebende Wirkung ergangen, wird dieses mit dem Zeitpunkt seines Erlasses vollstreckbar; Betreibungsakte, die in der zwischenzeit vorgenommen werden, sind insoweit gültig. Wird später für ein gegen das Urteil eingelegtes Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung bewilligt, sind die Wirkungen der betroffenen Betreibungsakte auszusetzen.
“98a LP, de sorte qu'il faut en conclure que le plaignant invoque cet argument à des fins et selon un procédé dilatoires, ce qui ne saurait être admis au regard des règles sur l'abus de droit. Il résulte de ce qui précède que la Chambre de surveillance rejettera la conclusion du plaignant visant au constat de la nullité des actes en continuation de la poursuite en raison de la violation de l'art. 98a LP. 4. Le plaignant soutient que l'Office avait accepté de continuer la poursuite alors que l'opposition qu'il avait formée au commandement de payer qui lui avait été notifié n'avait pas encore été définitivement levée. 4.1.1 En application de l'article 78 LP, l'opposition suspend la poursuite. Elle ne peut être reprise qu'une fois obtenue une décision exécutoire écartant expressément l'opposition (art. 79 et 88 LP). Les actes effectués en continuation de la poursuite alors qu'elle est suspendue par l'opposition sont nuls (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP). Ainsi, une commination de faillite est nulle s'il s'avère ultérieurement que le prononcé de la mainlevée n'était pas encore en force au moment de sa notification ou qu'une action en libération de dette avait été introduite à temps (ATF 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013). 4.1.2 En application des articles 308 al. 2 et 319 let. a CPC, le jugement de mainlevée n'est susceptible que d'un recours au sens des articles 319 et ss CPC, lequel n'a pas d'effet suspensif (art. 325 CPC). Une décision qui ne peut faire l'objet que du recours limité au droit des art. 319 ss CPC acquiert ainsi force de chose jugée et force exécutoire dès son prononcé, c'est-à-dire au moment où elle est rendue. La décision et sa date ne sont pas modifiées du fait que la motivation en est rédigée ultérieurement; en effet, seul sera motivé ce qui a déjà été décidé (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1; 137 III 127 consid. 2). La décision de mainlevée provisoire prend donc date au moment où elle est arrêtée par le tribunal et elle acquiert force de chose jugée et force exécutoire à ce moment-là (arrêt du Tribunal fédéral 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid.”
“2 A nouveau, le plaignant invoque la violation de cette disposition sans expliquer en quoi elle serait applicable au cas d'espèce et en quoi elle aurait été violée. Ce grief est ainsi également irrecevable. Il aurait en tous les cas été rejeté, le fait qu'un codébiteur de la même créance soit poursuivi ou non et le fait qu'il ait reçu ou non un commandement de payer n'ayant pas d'incidence sur la validité de la poursuite contre lui puisqu'il a pour sa part bien reçu un commandement de payer. 5. Le plaignant soutient finalement que la poursuite n'aurait pas dû être continuée, car l'opposition au commandement de payer n'aurait pas dû être levée faute de titre de mainlevée. 5.1.1 En application de l'article 78 LP, l'opposition suspend la poursuite. Elle ne peut être reprise qu'une fois obtenue une décision exécutoire écartant expressément l'opposition (art. 79 et 88 LP). Les actes effectués en continuation de la poursuite alors qu'elle est suspendue par l'opposition sont nuls (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP). Ainsi, une commination de faillite est nulle s'il s'avère ultérieurement que le prononcé de la mainlevée n'était pas encore en force au moment de sa notification ou qu'une action en libération de dette avait été introduite à temps (ATF 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013). 5.1.2 En application des articles 308 al. 2 et 319 let. a CPC, un jugement de mainlevée rendu en procédure sommaire n'est susceptible que d'un recours au sens des articles 319 et ss CPC, lequel n'a pas d'effet suspensif (art. 325 CPC). Avant que l'effet suspensif ne soit octroyé, le jugement qui prononce la mainlevée de l'opposition formée au commandement de payer est donc exécutoire et la continuation de la poursuite peut être requise. Les actes de poursuite émis entre le moment où le jugement est entré en force et le moment où l'effet suspensif au recours est octroyé, sont donc valables, notamment la commination de faillite. En revanche, leurs effets sont suspendus dès le prononcé de l'effet suspensif au recours contre le jugement de mainlevée (ATF 130 III 657 = JdT 2005 II 139).”
“C______ Sàrl a aussi conclu au rejet de la plainte, A______ Sàrl n'ayant ni obtenu l'effet suspensif à son recours ni introduit action en libération de dette en temps utile, de sorte que le commandement de payer était exécutoire. EN DROIT 1. La plainte est recevable pour avoir été déposée auprès de l'autorité compétente (art. 6 al.1 et 3 LaLP, art. 17 al. 1 LP), par une partie lésée dans ses intérêts (ATF 138 III 219 consid. 2.3; 129 III 595 consid. 3; 120 III 42 consid. 3), dans le délai utile de dix jours (art. 17 al. 2 LP) et selon la forme prescrite par la loi (art. 9 al. 1 et 2 LaLP, art. 65 al. 1 et 2 LPA, applicables par renvoi de l'art. 9 al. 4 LaLP), à l'encontre d'une mesure de l'Office – la notification d'une commination de faillite - sujette à plainte. 2. 2.1.1 En application de l'article 78 LP, l'opposition suspend la poursuite. Elle ne peut être reprise qu'une fois obtenue une décision exécutoire écartant expressément l'opposition (art. 79 et 88 LP). Les actes effectués en continuation de la poursuite alors qu'elle est suspendue par l'opposition sont nuls (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP). Ainsi, une commination de faillite est nulle s'il s'avère ultérieurement que le prononcé de la mainlevée n'était pas encore en force au moment de sa notification ou qu'une action en libération de dette avait été introduite à temps (ATF 101 III 40 = JdT 1977 II 7, consid. 1; DCSO/270/2013 du 14 novembre 2013). 2.1.2 Le jugement de mainlevée n'est susceptible que d'un recours au sens des articles 319 et ss CPC (art. 319 let. b ch. 1 et 309 let. b ch. 3 CPC), lequel n'a pas d'effet suspensif (art. 325 CPC). Avant que l'effet suspensif ne soit octroyé, le jugement qui prononce la mainlevée de l'opposition formée au commandement de payer est donc exécutoire et la continuation de la poursuite peut être requise. Les actes de poursuite émis entre le moment où le jugement est entré en force et le moment où l'effet suspensif au recours est octroyé, sont donc valables, notamment la commination de faillite. En revanche, leurs effets sont suspendus dès le prononcé de l'effet suspensif au recours contre le jugement de mainlevée (ATF 130 III 657 = JdT 2005 II 139).”
“Dans ses observations du 15 juin 2020, A______ SA s'en est rapportée à la justice. l. L'Office a quant à lui conclu, dans ses écritures du 13 juillet 2020, à la constatation de la validité de la commination de faillite, mais à la suspension de ses effets. m. B______, bien qu'interpellé par la Chambre de céans, n'a pas déposé de déterminations. n. Les parties ont été informées le 21 juillet 2020 que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. Lorsque le juge de la faillite estime qu'une décision nulle a été rendue dans la procédure de poursuite antérieure, il ajourne sa décision et soumet le cas à l'autorité de surveillance (art. 173 al. 2 LP). 2. 2.1 En application de l'article 78 LP, l'opposition suspend la poursuite. Elle ne peut être reprise qu'une fois obtenue une décision exécutoire écartant expressément l'opposition (art. 79 et 88 LP). Les actes effectués en continuation de la poursuite alors qu'elle est suspendue par l'opposition sont nuls (ATF 92 III 55 = JT 1966 II 66; Ruedin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n° 2 ad art. 78 LP). 2.2 En application des articles 308 al. 2 et 319 let. a CPC, le jugement du 30 avril 2020 n'est susceptible que d'un recours au sens des articles 319 et ss CPC, lequel n'a pas d'effet suspensif (art. 325 CPC). Avant que l'effet suspensif ne soit octroyé, le jugement qui prononce la mainlevée de l'opposition formée au commandement de payer est donc exécutoire et la continuation de la poursuite peut être requise. Les actes de poursuite émis entre le moment où le jugement est entré en force et le moment où l'effet suspensif au recours est octroyé, sont donc valables, notamment la commination de faillite. En revanche, leurs effets sont suspendus dès le prononcé de l'effet suspensif (ATF 130 III 657 = JdT 2005 II 139). 2.3 En l'espèce, la réquisition de continuer la poursuite et la requête de faillite ont été déposées alors que le jugement du 30 avril 2020 était exécutoire, tout comme la commination de faillite a été notifiée dans cette période d'efficacité dudit jugement. Ces actes sont par conséquent valables.”
Bei Beseitigung des Rechtsvorschlags hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob der im Urteil bzw. in der Entscheidungsgrundlage als Berechtigter bezeichnete mit dem betreibenden Gläubiger identisch ist, ob zwischen der in Betreibung gesetzten und der eingeklagten Forderung Identität besteht, und ob der im Urteil Verpflichtete mit dem Betriebenen identisch ist (sog. «drei Identitäten», wie im Rechtsöffnungsverfahren).
“Mit dem Rechtsvorschlag bringt der Schuldner die Betreibung zum Still- stand (Art. 78 SchKG). Die mit dem Rechtsbegehren Ziffer 2 beantragte Beseiti- gung des Rechtsvorschlags ermöglicht im Fall einer Gutheissung die Fortsetzung der angehobenen Betreibung. Das Gericht hat – wie im Rechtsöffnungsverfahren – von Amtes wegen zu prüfen, ob der gemäss Urteil Berechtigte mit dem betrei- benden Gläubiger identisch ist , ob zwischen der in Betreibung gesetzten und der eingeklagten Forderung Identität besteht, und ob auch der im Urteil Verpflichtete mit dem Betriebenen identisch ist (BGE 142 III 720 ff. Erw. 4.1; BGE 141 I 97 ff. Erw. 5.2; BGE 139 III 444 ff. Erw. 4.1.1).”
“Beseitigung des Rechtsvorschlags Die Klägerin verlangt gemäss Rechtsbegehren Ziff. 2 die Beseitigung des Rechts- vorschlags und Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Zürich 8 (act. 1 S. 2; act. 42 S. 2). Mit dem Rechtsvorschlag bringt der Schuldner die Betreibung zum Stillstand (Art. 78 SchKG), und die Betreibung bleibt solange gehemmt, als die Wirksamkeit des Rechtsvorschlages nicht durch gerichtlichen Entscheid – Rechtsöffnung oder Anerkennungsklage – aufgehoben wird (A MONN/WALTHER, Grundriss des Schuld- betreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl., 2013, § 18 Rz. 38). Die mit der vorlie- genden Klage beantragte Beseitigung des Rechtsvorschlags – für die zusätzlich verlangte Erteilung der definitiven Rechtsöffnung ist das Handelsgericht nicht zu- ständig – ermöglicht im Fall einer gutheissenden Entscheidung die Fortsetzung der angehobenen Betreibung. Dementsprechend muss – wie im Rechtsöffnungs- verfahren – der gemäss Urteil Berechtigte mit dem betreibenden Gläubiger iden- tisch sein, zwischen der in Betreibung gesetzten und der eingeklagten Forderung muss Identität bestehen, und der im Urteil Verpflichtete muss mit dem Betriebe- nen identisch sein. Das ist als Rechtsanwendung von Amtes wegen zu prüfen (dazu sowie zu den «drei Identitäten» im Rechtsöffnungsverfahren B ACHOFNER, Neues und Bewährtes zum Rechtsöffnungsverfahren, BJM 2020 S.”
Zahlt der Schuldner nicht den gesamten in Betreibung gesetzten Betrag einschliesslich Zinsen und Kosten, gilt ein Rückzug des Rechtsvorschlags nur als teilweise. Solange der Gesamtbetrag nicht vollständig entrichtet ist, kann die Betreibung für den verbleibenden Teil fortgesetzt werden.
“La déclaration de retrait de l’opposition doit être remise par écrit à l’office qui a diligenté la poursuite (ATF 131 III 657, JdT 2007 II 34 ; CPF du 5 août 2015/217). Le retrait peut être partiel mais non conditionnel (ATF 81 III 94 consid. 2). Si la déclaration de retrait est adressée par le poursuivi au juge de la mainlevée, seul celui-ci peut en apprécier le sens et les effets (ATF 61 III 66, spéc. p. 68, JdT 1935 II 119 ; Ruedin, in Dallèves/Foëx/Jeandin, Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, n. 21 ad art. 74 LP). D’après le Tribunal fédéral, il y a un retrait d’opposition par actes concluants lorsque le débiteur poursuivi verse l’entier du montant en poursuite, frais compris, en mains de l’office ; tant que, par ce versement, le poursuivi ne s’est pas acquitté de l’entier du montant, le retrait n’est que partiel et la poursuite peut être continuée (TF in BlSchK 1978 p. 114, rés. in JdT 1973 II 95 ; TF in BlSchK 1952 p. 93 ; Abbet, op. cit., n° 131 ad art. 84 LP ; Bessenich, in : Staehelin/Bauer/ Staehelin (éd.), Basler Kommentar, SchKG I, 2ème éd., 2010, n. 5 ad art. 78 LP et les références citées ; CPF 16 mars 2016/92 ; CPF 5 août 2015/217). cc) Lorsque la procédure est devenue sans objet selon l’art. 242 CPC, avant de rayer la cause du rôle et de statuer sur les frais et dépens, les parties doivent être entendues (TF 4A_422/2015 du 16 mars 2016 consid. 4.2 et les références citées, non publié aux ATF 142 III 284). c) En l’espèce, le recourant soutient que l’intimée avait retiré son opposition au commandement de payer par actes concluants en s’acquittant de l’entier des montants en poursuite, en capital, intérêts et frais. Comme on l’a vu (cf. consid. II), le recourant n’avait pas allégué ce fait en première instance, ni fait porter l’instruction ou le débat sur ce point. Bien plus, il soutenait l’allégation de fait inverse, puisqu’il prétendait que l’ensemble de sa dette – qu’il n’a jamais pris la peine de chiffrer, que ce soit en première instance ou devant la cour de céans - n’était pas éteinte et que l’intimée n’avait pas établi par pièce sa libération en application de l’art.”
Wird der Rechtsvorschlag nur teilweise beseitigt, so kann die Betreibung nur für den freigegebenen Teil fortgesetzt werden; die Weiterführung ist auf diesen entsprechenden Teil beschränkt.
“Der Rechtsvorschlag kann sich nur auf eine bestimmte Betreibung bezie- hen und bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Seine Wir- kung ist denn auch auf dieses Betreibungsverfahren und den darin ausgestellten Zahlungsbefehl beschränkt und gilt nicht in einem neu eingeleiteten Betreibungs- verfahren (Ralph Malacrida/Lukas P. Roesler, in: Daniel Hunkeler (Hrsg.), Kurz- kommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 2 zu Art. 78 SchKG). Um die Betrei- bung weiterführen zu können, muss der Gläubiger ein Rechtsöffnungsbegehren (Art. 80 und 82 SchKG) stellen oder einen Zivilprozess führen (Art. 79 SchKG). Ist ein allfälliger Rechtsvorschlag beseitigt und der Rechtsöffnungsentscheid voll- streckbar, kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegehren stellen (Art. 88 SchKG; Thomas Winkler, in: Daniel Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar zum SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 6 ff. zu Art. 88 SchKG), womit die Betreibung durch das Betreibungsamt fortzusetzen ist (Art. 89 SchKG). Wird der Rechtsvorschlag nur für einen Teil der in Betreibung gesetzten Forderung beseitigt, so ist die Weiter- führung auf den entsprechenden Teil beschränkt.”
Die Verwertung des Grundpfandes kann erst erfolgen, nachdem der Zahlungsbefehl rechtskräftig geworden ist und die sechsmonatige Frist seit dessen Zustellung abgelaufen ist.
“Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer der Zahlungsbefehl am 5. März 2024 zugestellt. Dagegen hat er am 6. März 2024, also rechtzeitig, Rechtsvor- schlag erhoben (Art. 153 Abs. 4 i.V.m. Art. 74 Abs. 1 SchKG). Damit wurde die Betreibung gegen ihn gestoppt (Art. 78 Abs. 1 SchKG) und die Verwertung des Grundpfandes kann erst erfolgen, nachdem der Zahlungsbefehl rechtskräftig ge- worden und die sechsmonatige Frist seit dessen Zustellung abgelaufen ist. Es sind daher weder Nichtigkeitsgründe noch eine Verletzung von Art. 154 Abs. 1 SchKG oder Art. 100 Abs. 1 VZG ersichtlich.”
Bei erleichterter Zustellung (vgl. Art. 7 Covid‑VO) kann die Kenntnisnahme des Zustellungsstücks (z. B. durch Einwurf in den Briefkasten) es dem Schuldner ermöglichen, rechtzeitig per einfacher schriftlicher Erklärung Opposition zu bilden. Die Opposition entfaltet ihre Wirkung ab dem Zeitpunkt ihrer Formulierung, unabhängig davon, wann oder ob sie dem Betreibungsamt zugeht, es sei denn, sie wird vom Amt als nichtig erklärt oder zurückgezogen.
“Il porte sur le respect du délai pour former opposition et sur la clarté de la manifestation de volonté du poursuivi de faire opposition. La décision de l'Office sur la validité de l'opposition n'a aucun effet sur la validité de la créance. Elle peut être portée par voie de plainte devant l'autorité de surveillance. Le délai de plainte court du jour où l'intéressé a connaissance de la décision de l'Office (RUEDIN, in CR LP, 2005, n. 4 à 8 ad art. 76 LP et les références citées). L'opposition déploie des effets dès qu'elle a été formée, peu importe si et quand elle parvient à l'Office, à moins qu'elle ne soit déclarée non valable par l'Office et, en cas de plainte, par les autorités de surveillance, ou qu'elle soit retirée. L'opposition déploie ses effets aussi longtemps qu'elle n'a pas été écartée par la voie de la procédure ordinaire ou administrative ou par la voie de la mainlevée (art. 79 LP), voire par une plainte contre la prise de position de l'Office sur l'opposition ou son retrait (RUEDIN, op. cit., n. 3-4 ad art. 78 LP). 1.3.1 En l'espèce, les commandements de payer, poursuites nos 1______ et 2______, ont été remis au débiteur par la voie d'une notification facilitée au sens de l'art. 7 al. 1 Ordonnance COVID-19 justice et droit procédural. Le plaignant soutient que les conditions fixées par cette disposition ne seraient pas réalisées in casu, de telle sorte que la notification de ces actes serait viciée. Cela étant, le plaignant admet que les commandements de payer ont été remis dans sa boîte-aux-lettres (selon le suivi "Track & Trace", le courrier de l'Office du 9 septembre 2020 a été distribué le 11 septembre 2020) et qu'il en a effectivement pris connaissance le 14 septembre 2020 au plus tard. Il s'est alors adressé à l'Office, par pli simple expédié le 22 septembre 2020 - ainsi qu'en atteste le sceau postal - pour former opposition aux poursuites litigieuses (il n'est en revanche pas établi que le plaignant aurait fait opposition oralement le 17 septembre 2020). Conformément à la jurisprudence rappelée ci-avant (consid.”
“Il porte sur le respect du délai pour former opposition et sur la clarté de la manifestation de volonté du poursuivi de faire opposition. La décision de l'Office sur la validité de l'opposition n'a aucun effet sur la validité de la créance. Elle peut être portée par voie de plainte devant l'autorité de surveillance. Le délai de plainte court du jour où l'intéressé a connaissance de la décision de l'Office (RUEDIN, in CR LP, 2005, n. 4 à 8 ad art. 76 LP et les références citées). L'opposition déploie des effets dès qu'elle a été formée, peu importe si et quand elle parvient à l'Office, à moins qu'elle ne soit déclarée non valable par l'Office et, en cas de plainte, par les autorités de surveillance, ou qu'elle soit retirée. L'opposition déploie ses effets aussi longtemps qu'elle n'a pas été écartée par la voie de la procédure ordinaire ou administrative ou par la voie de la mainlevée (art. 79 LP), voire par une plainte contre la prise de position de l'Office sur l'opposition ou son retrait (RUEDIN, op. cit., n. 3-4 ad art. 78 LP). 1.3.1 En l'espèce, les commandements de payer, poursuites nos 1______ et 2______, ont été remis au débiteur par la voie d'une notification facilitée au sens de l'art. 7 al. 1 Ordonnance COVID-19 justice et droit procédural. Le plaignant soutient que les conditions fixées par cette disposition ne seraient pas réalisées in casu, de telle sorte que la notification de ces actes serait viciée. Cela étant, le plaignant admet que les commandements de payer ont été remis dans sa boîte-aux-lettres (selon le suivi "Track & Trace", le courrier de l'Office du 9 septembre 2020 a été distribué le 11 septembre 2020) et qu'il en a effectivement pris connaissance le 14 septembre 2020 au plus tard. Il s'est alors adressé à l'Office, par pli simple expédié le 22 septembre 2020 - ainsi qu'en atteste le sceau postal - pour former opposition aux poursuites litigieuses (il n'est en revanche pas établi que le plaignant aurait fait opposition oralement le 17 septembre 2020). Conformément à la jurisprudence rappelée ci-avant (consid.”
Use the current page as context for legal research, summaries, comparisons, and drafting.