RS 830.1 ↩
Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 19 juin 2020 (Développement continu de l’AI), en vigueur depuis le 1erjanv. 2022 (RO 2021 705;FF 2017 2363). ↩
Introduit par le ch. I de la LF du 19 juin 2020 (Développement continu de l’AI), en vigueur depuis le 1erjanv. 2022 (RO 2021 705;FF 2017 2363). ↩
Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 19 juin 2020 (Développement continu de l’AI), en vigueur depuis le 1erjanv. 2022 (RO 2021 705;FF 2017 2363). ↩
Abrogé par le ch. I de la LF du 19 juin 2020 (Développement continu de l’AI), avec effet au 1erjanv. 2022 (RO 2021 705;FF 2017 2363). ↩
Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 19 juin 2020 (Développement continu de l’AI), en vigueur depuis le 1erjanv. 2022 (RO 2021 705;FF 2017 2363). ↩
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Arbeitsunfähige, aber eingliederungsfähige Versicherte haben grundsätzlich Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die IV-Stelle; sie können sich bei Bedarf auch zu Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG anmelden.
“-- keine Erwerbseinbusse. Damit wird ein für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (vgl. vorstehend E. 1.2) nicht erreicht. Der Beschwerdeführer hat demzufolge keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Es bleibt indes festzuhalten, dass arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, gemäss Art. 18 IVG Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die IV-Stelle haben (vgl. vorstehend E. 1.3). Nach dem in E. 4 Dargelegten liegt beim Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG vor, indem ihm nur noch angepasste Tätigkeiten zumutbar sind. Unter diesen Umständen hätte der Beschwerdeführer - entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. vorstehend E. 2.1) - somit grundsätzlich Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die IV-Stelle. Es bleibt ihm daher unbenommen, sich bei Bedarf bei der Beschwerdegegnerin zur Arbeitsvermittlung respektive zu Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (vgl. Art. 14a IVG) anzumelden.”
Anspruch auf Integrationsmassnahmen besteht für Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sind, sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können.
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
Bei Aktenbeurteilungen gelten erhöhte beweisrechtliche Anforderungen an ärztliche Berichte. Dies betrifft insbesondere versicherungsinterne ärztliche Stellungnahmen (z. B. des RAD) sowie die Beurteilung durch Gutachten.
“Im angefochtenen Urteil wurden die diesbezüglich massgeblichen rechtlichen Grundlagen zutreffend dargelegt. Es betrifft dies die Bestimmungen und Grundsätze zu den Voraussetzungen des Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 IVG), namentlich solche zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen; Art. 8 Abs. 3 lit. a bis in Verbindung mit Art. 14a IVG) und solche beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b in Verbindung mit Art. 15 ff. IVG), sowie auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG) und zur Invaliditätsbemessung nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Ebenfalls korrekt wiedergegeben wurden die beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht im Allgemeinen (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) und bei Aktenbeurteilungen sowie bei Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte im Besonderen, zu denen auch die Stellungnahmen des RAD gehören (BGE 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/ee; 122 V 157 E. 1d; Urteil 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1 mit Hinweis). Darauf wird verwiesen.”
“Im angefochtenen Urteil wurden die diesbezüglich massgeblichen rechtlichen Grundlagen zutreffend dargelegt. Es betrifft dies die Bestimmungen und Grundsätze zu den Voraussetzungen des Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 IVG), namentlich solche zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen; Art. 8 Abs. 3 lit. a bis in Verbindung mit Art. 14a IVG) und solche beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b in Verbindung mit Art. 15 ff. IVG), sowie auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG) und zur Invaliditätsbemessung nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Ebenfalls korrekt wiedergegeben wurden die beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht im Allgemeinen (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) und bei Aktenbeurteilungen sowie bei Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte im Besonderen, zu denen auch die Stellungnahmen des RAD gehören (BGE 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/ee; 122 V 157 E. 1d; Urteil 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1 mit Hinweis). Darauf wird verwiesen.”
Während der Durchführung beruflicher Integrationsmassnahmen sind für die Dauer erforderliche Taggeldleistungen zu prüfen und zu erbringen. Nach Abschluss der Massnahmen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente erneut abzuklären.
“20) prüfe und entsprechende Taggeldleistungen erbringe (IV-act. 53). Nach Abschluss der beruflichen Massnahmen sei der Anspruch auf eine Invalidenrente erneut abzuklären. B.i Mit Verfügung vom 28. September 2022 (IV-act. 57) nahm die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) zu den Einwänden der Versicherten ablehnend Stellung und bestätigte den Vorbescheid. Die IVSTA begründete ihren Entscheid damit, dass sie den Sachverhalt medizinisch abgeklärt und nach einer Indikatorenprüfung zum Schluss gekommen sei, dass kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. C. C.a Gegen diese Verfügung erhob die Arbeitgeberin im Namen der Versicherten mit Eingabe vom 10. Oktober 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [nachfolgend: BVGer-act.] 1). Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Prüfung des Anspruchs auf Integrationsmassnahmen (Aufbautraining für sechs Monate) gemäss Art. 14a IVG und auf die entsprechenden Taggelder. Im Anschluss an die beruflichen Massnahmen sei der Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen. Allenfalls sei eine medizinische Expertise durchzuführen, wobei auch zu prüfen wäre, ob die Präsenz- und Leistungsfähigkeit gesteigert werden könne. C.b Der mit Zwischenverfügung vom 12. Oktober 2022 eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- ging rechtzeitig bei der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 2, 4). C.c Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 3. Januar 2023, unter Hinweis auf die Stellungnahme der IV-Stelle C._______ vom 19. Dezember 2022, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung vom 28. September 2022 sei zu bestätigen (BVGer-act. 8). C.d In der Replik vom 2. Februar 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren bisher gestellten Anträgen und Ausführungen fest (BVGer-act. 10), desgleichen die Vorinstanz mit Duplik vom 7. März 2023 (BVGer-act. 12). Am 10. März 2023 schloss die Instruktionsrichterin des Bundesverwaltungsgerichtes den Schriftenwechsel ab (BVGer-act.”
Zur Geltendmachung von Ansprüchen nach Art. 14a IVG kann das Vorliegen einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit (im streitigen Fall wird auf eine über sechs Monate bestehende Leistungsunfähigkeit abgestellt) relevant sein. Fehlt ein Nachweis einer derart dauernden Arbeitsunfähigkeit in den Akten, kann dies zur Verneinung des Anspruchs führen. Die Rechtsprechung überprüft hierfür die medizinischen Unterlagen und hat in dem genannten Fall eine rein attestierte, ohne weitergehende Dokumentation behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit nicht ohne Weiteres anerkannt.
“S. 20 Ziff. 8.1) offensichtlich keine Invalidität zu begründen. Zusammen mit der Beschwerdegegnerin ist folglich ein invalidisierender Gesundheitsschaden zu verneinen, was eine bestehende oder drohende Invalidität von vornherein ausschliesst (vgl. E. 2.2 hiervor). Mangels Invalidität erfüllt der Beschwerdeführer die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) nicht. Konkrete Anhaltspunkte, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine unmittelbar drohende Invalidität bzw. eine bevorstehende signifikante Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit auf einen bevorstehenden Eintritt der Erwerbsunfähigkeit (vgl. E. 2.2 hiervor) schliessen lassen, sind aufgrund der Akten ebenfalls nicht ersichtlich und werden durch den Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, zur Begründung des Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen i.S.v. Art. 14a IVG genüge der Eintritt einer mindestens seit sechs Monaten bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 50 %, diese müsse sich nicht zur Erwerbsunfähigkeit oder gar zur Invalidität verdichtet haben (Beschwerde S. 5 Ziff. 19), ist entscheidend, dass keine solche Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist. So kann weder der in psychiatrischer Hinsicht attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus rechtlicher Sicht gefolgt werden (vgl. E. 4. hiervor) noch ist aufgrund der Akten eine sechs Monate andauernde Arbeitsunfähigkeit belegt. Sodann vermag der Beschwerdeführer aus dem Untersuchungsbericht von med. pract. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 21. Juli 2020 (AB 211) nichts zu seinen Gunsten abzuleiten (Beschwerde S. 6 Ziff. 23), erachtete der RAD-Arzt im Mai 2021 zur genauen Diagnostik und Klärung der Eingliederungs- und Arbeitsfähigkeit schliesslich zutreffend eine psychiatrische Begutachtung als notwendig (AB 265).”
Besteht in einer zumutbaren Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, besteht kein Anspruch auf Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG, da in dieser Situation die Eingliederungsfähigkeit bereits gegeben ist (vgl. IV.2023.00072). Ebenso besteht kein Anspruch, wenn medizinisch-theoretisch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer anderen als der angestammten Tätigkeit festgestellt ist, weil dann das Erfordernis einer andauernden mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit fehlt.
“Zunächst ist daran zu erinnern, dass die Beschwerdeführerin in einer Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Ist jemand in einer zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig, so ist er in dieser bereits eingliederungsfähig und es braucht keine Integrationsmassnahmen mehr, um die Eingliederungsfähigkeit herzustellen. Entsprechend besteht vorliegend zum vornherein kein Anspruch auf Integrationsmassnahmen gemäss Art. 14a IVG (vgl. BGE 137 V 1 E. 7).”
“S. 11). Bei einer medizinisch-theoretisch feststehenden 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer andern als der angestammten Tätigkeit (S. 12) fehlt es am Tatbestandserfordernis einer andauernden 50%igen Arbeitsunfähigkeit und es besteht folglich bereits aus diesem Grund kein Anspruch auf (weitere) Integrationsmassnahmen gemäss Art. 14a IVG (vgl. E. 2.1 vorne).”
Bei der Prüfung von Integrationsmassnahmen ist prospektiv zu beurteilen, ob die Massnahme eingliederungswirksam ist. Voraussetzung dafür sind sowohl objektive wie auch subjektive Eingliederungsfähigkeit der betroffenen Person (z. B. Gesundheitszustand, Leistungsvermögen, Bildungsfähigkeit, Eingliederungswille). Diese Voraussetzungen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein.
“Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Art. 8 Abs. 3 IVG in medizinischen Massnahmen (lit. a), Beratung und Begleitung (lit. abis), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. ater), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Arbeitsversuch, Personalverleih, Einarbeitungzuschuss, Entschädigung für Beitragserhöhungen und Kapitalhilfe; lit. b) sowie Abgaben von Hilfsmitteln (lit. d). 3.1.2. Gemäss Art. 8a Abs. 1 IVG haben Rentenbezüger Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung sofern die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann (lit. a) und die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern (lit. b). Zu den Massnahmen zur Wiedereingliederung gehören gemäss Art. 8a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 IVG die Beratung und Begleitung (Art. 8 Abs. 3 lit. abis IVG; Art. 14quater IVG], die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 8 Abs. 3 lit. ater IVG; Art. 14a IVG), die Massnahmen beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG; Art. 15-18d IVG) und die Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 8 Abs. 3 lit. d IVG; Art. 21-21quater IVG). Dementsprechend ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten. In diesem Sinne ist insbesondere von Bedeutung, dass die fragliche Massnahme unter prospektiver Betrachtung eingliederungswirksam ist, was eine subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit (Gesundheitszustand, Leistungsvermögen, Bildungsfähigkeit, Eingliederungswille etc.) der betroffenen Person voraussetzt (BGE 145 V 2 E. 4.3.3.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_664/2013 vom 25. März 2014 E. 2; vgl. auch BGE 142 V 523 E. 6.3). Die objektive und subjektive Eingliederungsfähigkeit müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_231/2015 vom 7. September 2015 E. 4.2; vgl. Silvia Bucher, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, Rz. 539). 3.2. Bei einer Neuanmeldung zum Bezug einer Invalidenrente sind die Revisionsregeln gemäss Art.”
Hat die versicherte Person eigenmächtig eine Integrationsmassnahme angetreten derart, dass dadurch die von der IV‑Stelle vorgesehene Fallführung und die Bildung einer Zielvereinbarung mit allen Beteiligten verhindert werden, ist dieses Verhalten nach der zitierten Rechtsprechung zu beanstanden. Insbesondere macht die Entscheidung deutlich, dass dadurch der wirksame Vollzug der in Art. 41a IVV beschriebenen Fallführung erschwert werden kann.
“________ (inklusive bereits angedachter anschliessender Lösung) nicht antrat. Er entschied sich eigenmächtig für die Institution F.________, ohne die Verfügung der Verwaltung in dieser Angelegenheit abzuwarten, und nahm das damit einhergehende Kostenrisiko in Kauf. Er entzog sich der Integrationsmassnahme mit bereits angedachter Anschlusslösung mit der Begründung, die von ihm ausgewählte Institution sei als Einstieg passend (vgl. Protokolleintrag vom 31. März 2022). Gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person jedoch an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen (Selbsteingliederungspflicht [vgl. ERWIN MURER, a.a.O., N. 43 zu Art. 7-7b IVG; siehe auch BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2]). Dies sind insbesondere Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 7 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 14a IVG). Der Beschwerdeführer erkennt zwar richtig, dass sich die Vorgabe einer Zielvereinbarung im Rahmen der Integrationsmassnahme an die IV-Stelle und nicht an ihn richtet. Allerdings verhinderte er mit seinem eigenmächtigen Handeln, dass die Verwaltung die in Art. 41a IVV beschriebene Fallführung wahrnehmen konnte. Dadurch, dass er auf Eigeninitiative hin in die Institution F.________ eintrat, war es der IV-Stelle von vornherein nicht möglich, eine Zielvereinbarung zu treffen (mit allen Beteiligten), über die Ziele zu wachen und entsprechend zu reagieren (vgl. E. 2.4.2 hiervor).”
“________ (inklusive bereits angedachter anschliessender Lösung) nicht antrat. Er entschied sich eigenmächtig für die Institution F.________, ohne die Verfügung der Verwaltung in dieser Angelegenheit abzuwarten, und nahm das damit einhergehende Kostenrisiko in Kauf. Er entzog sich der Integrationsmassnahme mit bereits angedachter Anschlusslösung mit der Begründung, die von ihm ausgewählte Institution sei als Einstieg passend (vgl. Protokolleintrag vom 31. März 2022). Gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person jedoch an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen (Selbsteingliederungspflicht [vgl. ERWIN MURER, a.a.O., N. 43 zu Art. 7-7b IVG; siehe auch BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2]). Dies sind insbesondere Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 7 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 14a IVG). Der Beschwerdeführer erkennt zwar richtig, dass sich die Vorgabe einer Zielvereinbarung im Rahmen der Integrationsmassnahme an die IV-Stelle und nicht an ihn richtet. Allerdings verhinderte er mit seinem eigenmächtigen Handeln, dass die Verwaltung die in Art. 41a IVV beschriebene Fallführung wahrnehmen konnte. Dadurch, dass er auf Eigeninitiative hin in die Institution F.________ eintrat, war es der IV-Stelle von vornherein nicht möglich, eine Zielvereinbarung zu treffen (mit allen Beteiligten), über die Ziele zu wachen und entsprechend zu reagieren (vgl. E. 2.4.2 hiervor).”
Im vorliegenden Entscheid wurden bei einem Invaliditätsgrad von 20% Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf berufliche Massnahmen (Art. 14a Abs. 1 IVG) nicht in Betracht gezogen.
“En effet, le recourant a 55 ans et ne bénéficie d'aucune formation professionnelle. Il n'a accompli que cinq ans d'école obligatoire dans son pays d'origine, ne maîtrise ni le français, ni l'allemand, ne possède pas le permis de conduire et ne sait pas se servir d'un ordinateur. D'après l'expertise de 2016, les tâches administratives sont ainsi toutes assumées par son épouse (dos. AI 165.1/24 s.). De surcroît, il résulte de l'expertise qu'en raison de ses atteintes sur le plan ORL, l'assuré est sujet à des difficultés d'apprentissage des langues et en matière de communication (dos. AI 165.1/36). 8.2.2 Au regard du dossier, on peut ainsi d'emblée exclure les mesures évoquées à l'art. 8 al. 2, 2bis et 3 let. a et d LAI (mesures médicales, pour le traitement des infirmités congénitales, moyens auxiliaires, ainsi que perfectionnement). Le taux d'invalidité étant de 20% (voir c. 7), des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle n'entrent pas non plus en considération (art. 14a al. 1 LAI). Quant aux mesures d'ordre professionnel, on peut d'abord relever qu'une mesure d'orientation (art. 15 LAI) n'est pas indiquée. En effet, le recourant a toujours travaillé en qualité d'ouvrier (notamment pour le tri de pièces de montres et de tissus, de même que pour la réception de paquets; dos. AI 165.1/24 s.), soit dans une activité manuelle simple. Or, de tels travaux restent exigibles, aux conditions énumérées dans l'expertise de 2016, si bien que le recourant n'est pas empêché en raison de ses problèmes de santé de choisir une profession ou d'exercer le type d'activité qu'il assumait jusqu'alors (voir ATF 114 V 29 c. 1a; TF 9C_236/2012 du 15 février 2013 c. 3.5). D'autres emplois apparaissent en outre d’emblée compromis, du fait de connaissances linguistiques et scolaires insuffisantes, comme l'ont expressément signalé les experts (dos. AI 165.1/43). L'orientation professionnelle n'a cependant pas pour but de permettre d'acquérir les connaissances de bases en vue d'un apprentissage ou d'une formation élémentaire (arrêt du Tribunal fédéral des assurances [TFA, ancienne dénomination des cours de droit social du TF] I 242/02 du 17 mars 2004 c.”
“En effet, le recourant a 55 ans et ne bénéficie d'aucune formation professionnelle. Il n'a accompli que cinq ans d'école obligatoire dans son pays d'origine, ne maîtrise ni le français, ni l'allemand, ne possède pas le permis de conduire et ne sait pas se servir d'un ordinateur. D'après l'expertise de 2016, les tâches administratives sont ainsi toutes assumées par son épouse (dos. AI 165.1/24 s.). De surcroît, il résulte de l'expertise qu'en raison de ses atteintes sur le plan ORL, l'assuré est sujet à des difficultés d'apprentissage des langues et en matière de communication (dos. AI 165.1/36). 8.2.2 Au regard du dossier, on peut ainsi d'emblée exclure les mesures évoquées à l'art. 8 al. 2, 2bis et 3 let. a et d LAI (mesures médicales, pour le traitement des infirmités congénitales, moyens auxiliaires, ainsi que perfectionnement). Le taux d'invalidité étant de 20% (voir c. 7), des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle n'entrent pas non plus en considération (art. 14a al. 1 LAI). Quant aux mesures d'ordre professionnel, on peut d'abord relever qu'une mesure d'orientation (art. 15 LAI) n'est pas indiquée. En effet, le recourant a toujours travaillé en qualité d'ouvrier (notamment pour le tri de pièces de montres et de tissus, de même que pour la réception de paquets; dos. AI 165.1/24 s.), soit dans une activité manuelle simple. Or, de tels travaux restent exigibles, aux conditions énumérées dans l'expertise de 2016, si bien que le recourant n'est pas empêché en raison de ses problèmes de santé de choisir une profession ou d'exercer le type d'activité qu'il assumait jusqu'alors (voir ATF 114 V 29 c. 1a; TF 9C_236/2012 du 15 février 2013 c. 3.5). D'autres emplois apparaissent en outre d’emblée compromis, du fait de connaissances linguistiques et scolaires insuffisantes, comme l'ont expressément signalé les experts (dos. AI 165.1/43). L'orientation professionnelle n'a cependant pas pour but de permettre d'acquérir les connaissances de bases en vue d'un apprentissage ou d'une formation élémentaire (arrêt du Tribunal fédéral des assurances [TFA, ancienne dénomination des cours de droit social du TF] I 242/02 du 17 mars 2004 c.”
Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG sind als sozial‑berufliche Rehabilitationsleistungen zu verstehen; sie dienen insbesondere der Gewöhnung an den Arbeitsprozess, der Förderung der Arbeitsmotivation sowie dem schrittweisen Aufbau der Arbeitsfähigkeit zur Vorbereitung auf eine berufliche Eingliederung.
“) Bezug genommen, welche die Zusprache eines Aufbautrainings im ersten Arbeitsmarkt (act. IIB 271) bzw. einer "Coaching-Leistung" (act. IIB 272) in Zusammenhang mit dem Aufbautraining betreffen, wobei das Aufbautraining im Rahmen eines "Anspruch[s] auf Integrationsmassnahmen" (act. IIB 271) geprüft wurde. Aus dem Protokolleintrag vom 7. Januar 2022 geht ferner hervor, dass die vorgesehene Eingliederungsmassnahme der Ermittlung eines geeigneten Jobprofils sowie der Steigerung der Leistung und des Pensums in einer angepassten Tätigkeit dienen soll (S. 8), wobei ein Praktikum als Kombination zum (bestehenden [vgl. Protokoll, Eintrag vom 21. Januar 2022]) … bei der E.________ angestrebt wurde (vgl. auch act. IIB 269 S. 2). Somit ist die vorliegend streitgegenständliche Vorkehr (Arbeitstraining mit begleitendem Coaching) entgegen dem Titel und der einleitenden Erwägung der angefochtenen Verfügung nicht als Massnahme beruflicher Art im Sinne von Art. 15 ff. IVG, sondern ausschliesslich als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG i.V.m. Art. 4quater ff. IVV zu qualifizieren, da es nicht in erster Linie um die Erlangung berufsfachlicher Kenntnisse ging (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Oktober 2012, 9C_801/2011, E. 1), sondern um eine sozial-berufliche Rehabilitation im Sinne einer Gewöhnung an den Arbeitsprozess, der Förderung der Arbeitsmotivation und den Aufbau der Arbeitsfähigkeit. Dies gilt ungeachtet dessen, dass das Aufbautraining nicht in einer Institution, sondern im ersten Arbeitsmarkt erfolgte bzw. erfolgen sollte (vgl. Ziffern 1503 und 1519 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM]; Stand: 1. Februar 2022; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen, vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).”
Integrationsmassnahmen nach Art. 14a Abs. 1bis IVG dienen dem Aufbau und der Stabilisierung von Präsenz- und Leistungsfähigkeit. Sie richten sich an Versicherte, die die obligatorische Schulzeit abgeschlossen haben, und dienen nicht dem Auffüllen schulischer Lücken.
“Zu den erstmaligen beruflichen Ausbildungen zählt gemäss Art. 5 Abs. 1 IVV nebst der beruflichen Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 (BBG, SR 412.10) auch der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule. 3.3. Von Invalidität bedrohte, noch nicht erwerbstätige Jugendliche und junge Erwachsene haben nach Art. 14a Abs. lit. b IVG in der seit 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung. Diese Massnahmen dienen dem Aufbau und der Stabilisierung von Präsenz- und Leistungsfähigkeit. Sie stehen versicherten Personen offen, welche die obligatorische Schulzeit abgeschlossen haben (Kreisschreiben über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM], Rz 0902) und dienen nicht dem Füllen schulischer Lücken (KSBEM Rz 0912). Der Anspruch besteht nur, wenn durch die Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1bis IVG). 4. 4.1. Liegen Beiträge an berufliche Ausbildungsschritte nach Art. 16 IVG im Streit, so hat die medizinische Fachperson, wie bei der Invaliditätsbemessung, den Gesundheitszustand zu diagnostizieren und zu den sich daraus ergebenden Einschränkungen Stellung zu nehmen; ferner hat sie sich gegebenenfalls darüber zu äussern, ob der Gesundheitszustand die ins Auge gefasste berufliche Vorkehr zulässt und, bejahendenfalls, welche Tätigkeiten hierbei aus medizinischer Sicht dem Leiden angepasst sind. Solche ärztlichen Auskünfte sind auch dann erforderlich, wenn die versicherte Person aus eigener Initiative eine berufliche Ausbildung begonnen hat und hierfür die IV in Anspruch nehmen will (I 51/93, I 294/91, I 47/84) (Meyer Ulrich/Reichmuth Marco, in: Stauffer Hans-Ulrich/Cardinaux Basile (Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung IVG, 4. Aufl., Zürich - Basel - Genf 2023, Art. 16 Erstmalige berufliche Ausbildung N 6). 4.2. 4.2.1. Die Psychologin lic.”
“Zu den erstmaligen beruflichen Ausbildungen zählt gemäss Art. 5 Abs. 1 IVV nebst der beruflichen Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 (BBG, SR 412.10) auch der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule. 3.3. Von Invalidität bedrohte, noch nicht erwerbstätige Jugendliche und junge Erwachsene haben nach Art. 14a Abs. lit. b IVG in der seit 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung. Diese Massnahmen dienen dem Aufbau und der Stabilisierung von Präsenz- und Leistungsfähigkeit. Sie stehen versicherten Personen offen, welche die obligatorische Schulzeit abgeschlossen haben (Kreisschreiben über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM], Rz 0902) und dienen nicht dem Füllen schulischer Lücken (KSBEM Rz 0912). Der Anspruch besteht nur, wenn durch die Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1bis IVG). 4. 4.1. Liegen Beiträge an berufliche Ausbildungsschritte nach Art. 16 IVG im Streit, so hat die medizinische Fachperson, wie bei der Invaliditätsbemessung, den Gesundheitszustand zu diagnostizieren und zu den sich daraus ergebenden Einschränkungen Stellung zu nehmen; ferner hat sie sich gegebenenfalls darüber zu äussern, ob der Gesundheitszustand die ins Auge gefasste berufliche Vorkehr zulässt und, bejahendenfalls, welche Tätigkeiten hierbei aus medizinischer Sicht dem Leiden angepasst sind. Solche ärztlichen Auskünfte sind auch dann erforderlich, wenn die versicherte Person aus eigener Initiative eine berufliche Ausbildung begonnen hat und hierfür die IV in Anspruch nehmen will (I 51/93, I 294/91, I 47/84) (Meyer Ulrich/Reichmuth Marco, in: Stauffer Hans-Ulrich/Cardinaux Basile (Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung IVG, 4. Aufl., Zürich - Basel - Genf 2023, Art. 16 Erstmalige berufliche Ausbildung N 6). 4.2. 4.2.1. Die Psychologin lic.”
Als Integrationsmassnahmen im Sinn von Art. 14a Abs. 2 IVG gelten gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen; dazu gehören insbesondere Massnahmen zur sozial‑beruflichen Rehabilitation sowie Beschäftigungsmassnahmen.
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Art. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete a. Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation; b. Beschäftigungsmassnahmen Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung haben Versicherte, die fähig sind, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche an Integrationsmassnahmen teilzunehmen (Art. 4quater Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]). Anspruch auf Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation haben Versicherte, die in Bezug auf Massnahmen beruflicher Art noch nicht eingliederungsfähig sind (Art. 4quater Abs. 2 IVV). Als Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation gelten Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit und zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten (Art. 4quinquies Abs. 1 IVV).”
Integrationsmassnahmen im Sinn von Art. 14a IVG können sowohl Anpassungen am Arbeitsplatz als auch die Kostenübernahme für Hilfsmittel umfassen. In der zitierten Entscheidung wurden u. a. ein Duschhocker, Anpassungen im Badezimmer, ein Treppenlift, Fahrzeuganpassungen, ein Bürostuhl, ein elektrisch verstellbarer Schreibtisch sowie Coaching als solche Massnahmen genannt; sie dienten der Erhöhung des Beschäftigungsgrads bzw. der Arbeitsfähigkeit.
“L’assurée avait en effet également bénéficié d’une prothèse totale du genou gauche le 23 mars 2018. Le Dr C.________ prévoyait une reprise du travail à 100 % dans six mois étant précisé que l’assurée avait besoin de cannes et d’une voiture adaptée. Dans un rapport du 5 juillet 2019, le Dr V.________, spécialiste en médecine générale, a évalué la capacité de travail à 60 % dès le 1er juillet 2019 en raison de troubles majeurs de la mobilité et du déplacement et d’une décompensation de douleurs brachiales. En automne 2019, l’assurée a bénéficié de la part de l’OAI d’une mesure d’accompagnement à une adaptation de son poste de travail au sein de I.________, ainsi que de la prise en charge de divers moyens auxiliaires, tels qu’un tabouret de douche, de frais d’adaptation de la salle de bain, d’un monte-escaliers et des frais de modifications à apporter au véhicule à moteur. Etant en incapacité de travail réduite à 20 % dès le 23 septembre 2019, elle a bénéficié d’une mesure de réinsertion (art. 14a LAI) sur son lieu de travail à partir du 18 novembre 2019 jusqu’au 17 mai 2020 afin de la maintenir dans son poste et d’augmenter son taux d’activité de 80 % à 100 %, requis pour garder la direction de l’agence. Selon des entretiens avec l’employeur du 12 novembre 2019 et du 4 février 2020, l’assurée avait bien repris le travail à 80 % et arrivait à faire toutes les activités de son cahier des charges mais était quand même fatiguée. Une mesure de soutien à la place de travail, notamment sous la forme d’un coaching, lui a été octroyée en février 2020, ainsi que des moyens auxiliaires tels que la prise en charge d’une chaise de bureau et un bureau réglable électrique. La mesure a été prolongée par décision du 10 juillet 2020 jusqu’au 16 novembre 2020, sans le coaching qui n’était plus nécessaire. Selon attestation du Dr C.________ du 26 août 2020, l’assurée a réduit son incapacité de travail à 10 % dès le 1er septembre 2020. L’assurée a toutefois été licenciée en septembre 2020 avec effet au mois de mars 2021.”
Anspruch besteht, wenn die versicherte Person seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig ist. Die Gewährung von Integrationsmassnahmen setzt zudem voraus, dass hierdurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können.
“Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen) haben gemäss Art. 14a Abs. 1 IVG: a. Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind; b. nicht erwerbstätige Personen vor der Vollendung des”
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG sind sozialberufliche Rehabilitationsmassnahmen mit Ziel der beruflichen Eingliederung. Eine solche Massnahme gilt nicht automatisch als gezielte Vorbereitung auf die erstmalige Berufsausbildung; liegen die Voraussetzungen von Art. 5 Abs. 2 lit. a–c IVV (z. B. getroffene Berufswahl) nicht vor, kann die Massnahme nicht als Teil der Erstausbildung qualifiziert werden. In diesem Fall gelten für die Auszahlung eines Taggeldes die allgemeinen Taggeldvoraussetzungen; das Taggeld (Grundentschädigung) bemisst sich gestützt auf die zitierten Erwägungen mit 80% des zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens.
“Die Beschwerdegegnerin bringt demgegenüber vor, dass die während der beruflichen Erstausbildung zugesprochenen Taggelder nicht der Besitzstandsgarantie unterlägen, da die Massnahme abgebrochen worden sei, und für die Ausrichtung eines Taggeldes während der Integrationsmassnahme bei Nichterwerbstätigen keine gesetzliche Grundlage vorliege. 6.2. Mit der Beschwerdegegnerin ist festzustellen, dass die erstmalige berufliche Ausbildung im kaufmännischen Bereich im August 2021 abgebrochen wurde. Die damals ausgerichteten Taggelder sind somit nicht im Sinne einer übergangsrechtlichen Besitzstandsgarantie weiter zu bezahlen. Die aktuell umstrittene Integrationsmassnahme bei der Stiftung D. dient gemäss Zielvereinbarung vom 26. April 2022 dem Aufbau der physischen und psychischen Belastbarkeit, dem Aufbau einer beruflichen Tagesstruktur und der Steigerung der Präsenzzeit sowie der Förderung von Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenzen. Damit handelt es sich um eine Massnahme zur sozialberuflichen Rehabilitation und folglich um eine Integrationsmassnahme nach Art. 14a IVG. Solche Massnahmen sind definitionsgemäss auf die berufliche Eingliederung gerichtet. Indessen handelt es sich dabei nicht ohne Weiteres auch um eine gezielte Vorbereitung auf die erstmalige berufliche Ausbildung, die als Teil der beruflichen Erstausbildung gemäss Art. 5 IVV anzusehen ist. Eine solche kann bloss unter den in Art. 5 Abs. 2 lit. a bis c IVV genannten Voraussetzungen angenommen werden. Da vorliegend im umstrittenen Zeitraum noch nicht einmal eine Berufswahl getroffen worden war, sind diese Voraussetzungen klar nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin befindet sich damit nicht in der erstmaligen beruflichen Ausbildung oder in der gezielten Vorbereitung auf eine solche. Für die Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG gelten mangels Spezialregelung die allgemeinen Voraussetzungen für die Ausrichtung eines Taggeldes (vgl.: KSTI, Stand 1. Januar 2023, Rz. 0801 bis 0804; vgl. auch: Anhang III des KSTI). Das Taggeld (Grundentschädigung) beträgt folglich 80% des letzten ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens (Art.”
Kein Anspruch auf Integrationsmassnahmen, wenn die Voraussetzung der weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 14a Abs. 1 lit. a IVG nicht erfüllt ist.
“Ausgehend davon ist bezüglich der vom Beschwerdeführer beantragten IV-Leistungen (Urk. 1 S. 2) Folgendes festzuhalten: Bezüglich eines allfälligen Anspruches auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die beruflichen Eingliederung (Art. 14a IVG) und/oder auf Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) fehlt es an den Voraussetzungen der weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit (Art. 14a Abs. 1 lit. a IVG, Art. 18 Abs. 1 IVG). Bezüglich der übrigen im vorliegenden Fall denkbaren beruflichen Massnahmen und der im Sinne eines Eventualantrages beantragten Rentenzusprache fehlt es am Erfordernis der Invalidität (Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16-17 IVG und 28 IVG). Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.”
“Ausgehend davon ist bezüglich der vom Beschwerdeführer beantragten IV-Leistungen (Urk. 1 S. 2) Folgendes festzuhalten: Bezüglich eines allfälligen Anspruches auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die beruflichen Eingliederung (Art. 14a IVG) und/oder auf Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) fehlt es an den Voraussetzungen der weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit (Art. 14a Abs. 1 lit. a IVG, Art. 18 Abs. 1 IVG). Bezüglich der übrigen im vorliegenden Fall denkbaren beruflichen Massnahmen und der im Sinne eines Eventualantrages beantragten Rentenzusprache fehlt es am Erfordernis der Invalidität (Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16-17 IVG und 28 IVG). Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.”
Ergibt sich – wie im zitierten Entscheid – dass die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bereits kurz (hier: innerhalb von weniger als drei Monaten) nach dem Leistungsbegehren wiederhergestellt ist, liegt die spezielle Anspruchsvoraussetzung des Art. 14a IVG nicht vor und damit kein Anspruch auf Integrationsmassnahmen.
“Au vu des conclusions probantes de l'expertise psychiatrique (cf. c. 5), il s'avère que l'assurée présente certes une incapacité totale à travailler dans sa profession (opératrice en horlogerie), mais que sa capacité de travail dans un emploi adapté (activité légère permettant de varier les positions), qu'elle a recouvrée au plus tard en janvier 2019 (selon les conclusions de l'expertise psychiatrique), soit moins de trois mois seulement après sa demande de prestations datant de novembre 2018, demeure pleine et entière, de sorte que la condition spécifique en lien avec l'art. 14a LAI n'est pas réalisée en l'espèce.”
“Au vu des conclusions probantes de l'expertise psychiatrique (cf. c. 5), il s'avère que l'assurée présente certes une incapacité totale à travailler dans sa profession (opératrice en horlogerie), mais que sa capacité de travail dans un emploi adapté (activité légère permettant de varier les positions), qu'elle a recouvrée au plus tard en janvier 2019 (selon les conclusions de l'expertise psychiatrique), soit moins de trois mois seulement après sa demande de prestations datant de novembre 2018, demeure pleine et entière, de sorte que la condition spécifique en lien avec l'art. 14a LAI n'est pas réalisée en l'espèce.”
Anspruch nach Art. 14a Abs. 1 IVG besteht nur, wenn die versicherte Person seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig ist und durch die Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können. Fehlt der Nachweis der mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit über sechs Monate, besteht kein Anspruch.
“2 IVG). Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte versicherte Personen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, (u.a.) die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a), und soweit die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 8 Abs. 3 lit. abis IVG) und in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). Versicherte Personen, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführungen von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (vgl. Art. 14a Abs. 1 IVG). Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, haben Anspruch auf Berufsberatung (Art. 15 IVG). - Versicherte Personen, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, haben Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Personen entspricht (Art. 16 Abs. 1 IVG). Der erstmaligen beruflichen Ausbildung gleichgestellt ist laut Art. 16 Abs. 2 IVG unter anderem die berufliche Neuausbildung invalider Versicherter, die nach dem Eintritt der Invalidität eine ungeeignete und auf die Dauer unzumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen haben (lit. b). Unter diesen Tatbestand der beruflichen Neuausbildung fallen - vorbehältlich der Regelung gemäss Art. 6 Abs. 2 IVV und Art. 17 IVG - auch Sachverhalte, wo eine erstmalige berufliche Ausbildung nach Eintritt des Versicherungsfalles zwar noch abgeschlossen wird, eine Betätigung auf diesem Beruf jedoch invaliditätsbedingt als ungeeignet und auf die Dauer nicht zumutbar erscheint (vgl.”
“17 LAI, n'ayant pas été empêché d’exercer une profession antérieure ou de poursuivre l'activité lucrative qu’il exerçait dans son domaine d’activité (en raison d'une invalidité imminente ou déjà survenue). Il n'est, quoi qu'il en soit, pas en état de suivre avec succès des mesures de formation professionnelle, exigence requise pour bénéficier d'une mesure au sens l'art. 17 LAI (cf. ch. 4010 CMRP). Enfin, le recourant ne répond pas non plus aux conditions de l'art. 18 LAI (placement ; dans sa version au 31 décembre 2021). Il n'est en effet pas en incapacité de travail et n'est pas susceptible d'être réadapté au sens de cette disposition, à savoir présenter la possibilité objective et la disposition subjective d'être engagé par un employeur (TF 9C_594/2016 du 18 novembre 2016 consid. 3.2 ; ch. 5005 CMRP), l'expert ayant conclu qu'un éventuel processus de réinsertion professionnelle paraissait voué à l'échec. Pour le surplus, le recourant ne peut également pas prétendre à des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle, au sens de l'art. 14a al. 1 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), dans la mesure où il n'a pas présenté, tel qu'exigé par cette disposition, une incapacité de travail de 50 % au moins depuis six mois au moins. 7. Eu égard à ce qui précède, c'est à juste titre que l'intimé a mis fin à la mesure d'ordre professionnel, respectivement n'en a pas octroyé une ou des autre(s) au recourant. 8. a) En définitive, le recours doit être rejeté et, partant, la décision du 29 septembre 2021 confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie recourante, vu le sort de ses conclusions. c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause et a, quoi qu'il en soit, procédé sans mandataire qualifié (art. 61 let. g LPGA ; ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I.”
“Der Beschwerdeführer ist seit mindestens September 2020 zu 100 % arbeitsunfähig sowie seit April 2022 angesichts der beschriebenen Besonderheiten (E. 4.3) zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (E. 3.3.1) und erfüllt somit ohne weiteres die für Integrationsmassnahmen nach Art. 14a Abs. 1 IVG erforderliche Voraussetzung einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit seit mindestens sechs Monaten (vgl. E. 1.5). Klarerweise ist er somit mindestens von einer Invalidität im Sinne von Art. 8 ATSG bedroht und erweisen sich angesichts der ausdrücklichen und schlüssigen gutachterlichen Empfehlung Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit als notwendig, geeignet und insbesondere mit Blick auf das relativ junge Alter des Beschwerdeführers ohne Weiteres als angemessen. Entsprechend sind auch die allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG erfüllt (vgl. E. 1.3-4).”
Ist eine begehrte Eingliederungsmassnahme unklar bezeichnet oder fällt sie ausserhalb des konkret angefochtenen Leistungsbegehrens, ist nur auf das tatsächlich geltend gemachte Begehren einzutreten; weitergehende oder andersartige Massnahmen dürfen mangels Anfechtungsobjekt nicht berücksichtigt werden.
“des Kreisschreibens über die Integrationsmassnahmen [KSIM], in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2021). Wenn beschwerdeweise die Zusprechung nicht näher bezeichneter Eingliederungsmassnahmen in eine angepasste Tätigkeit verlangt wird, ist deshalb darauf – soweit damit weitere oder anderweitige Eingliederungsmassnahmen als jene gemäss aArt. 14a IVG gemeint sind – mangels eines entsprechenden Anfechtungsobjekts nicht einzutreten. Daran ändert auch der Verweis in der Eingabe vom 19. Dezember 2022 auf BGE 145 V 209 nichts: Abgesehen davon, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Stellensuche gewährte und die Zusprache eines sechsmonatigen Coachings in Aussicht stellte (vgl. act. II 215 S. 1), gehörten Eingliederungsmassnahmen als Teilaspekt des Rentenanspruchs zum Streitgegenstand im Verfahren IV/2021/109. Im entsprechenden Urteil vom 7. April 2022 hat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Zumutbarkeit der Selbsteingliederung des Beschwerdeführers bejaht bzw. die Notwendigkeit befähigender Eingliederungsmassnahmen verneint (VGE IV/2021/109, E. 4.5.3), was das Bundesgericht mit Entscheid vom 2. Dezember 2022, 8C_337/2022, geschützt hat. Demnach besteht auch unter Verweis auf BGE 145 V 209 kein Grund, das Beschwerdeverfahren auf ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes liegende Elemente auszudehnen. Dabei kann mit Blick auf das Ergebnis offen bleiben, ob bereits im Lichte von VGE IV/2021/109, E.”
Die versicherte Person ist verpflichtet, aktiv an Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG teilzunehmen. Die Beweislast dafür, dass eine solche Massnahme unzumutbar sei, liegt bei der versicherten Person.
“Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dazu gehören gemäss lit. b insbesondere Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 14a IVG). Als zumutbar gilt nach Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme i.S.v. Art. 7 Abs. 2 IVG liegt bei der versicherten Person (Entscheid des BGer vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 3.3; Brunner/Vollenweider, in Frésard-Fellay/Klett/ Leuzinger/ [Hrsg.], Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 69 zu Art. 21 ATSG).”
“Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dazu gehören gemäss lit. b insbesondere Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 14a IVG). Als zumutbar gilt nach Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme i.S.v. Art. 7 Abs. 2 IVG liegt bei der versicherten Person (Entscheid des BGer vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 3.3; Brunner/Vollenweider, in Frésard-Fellay/Klett/ Leuzinger/ [Hrsg.], Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 69 zu Art. 21 ATSG).”
Bei Integrationsmassnahmen ist zu prüfen, ob die versicherte Person vermittlungs- bzw. einsatzfähig ist; der konkrete Zweck der Massnahme (z. B. die Bestimmung möglicher Einsatzbereiche) kann die Beurteilung und Zielsetzung der Massnahme beeinflussen.
“c) La recourante s’est ainsi vu accorder une mesure d’orientation professionnelle au sens de l’art. 15 LAI, sous la forme d’un stage du 13 juin au 13 juillet 2017, ayant pour objet de définir les domaines de placement possibles comme secrétaire. Un rapport de stage a été établi le 10 juillet 2017, selon lequel elle n’avait pas assez de compétences dans le domaine du secrétariat. Un engagement auprès de la société A.________ n’était donc pas possible. La recourante plaide que le cas de l’assurée s’apparente à celui jugé dans l’arrêt 8C_297/2020 du 15 septembre 2020, et non à un stage où l’assuré fournit une prestation, comme dans l’affaire ayant donné lieu à l’ATF 144 V 411. Cette argumentation ne convainc toutefois pas. Dans l’affaire 8C_297/2020, il s'agissait de permettre à l’assurée de se construire physiquement et psychiquement par étapes dans un atelier de [travail du] bois, afin de pouvoir juger, à l'issue de la mesure, si des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (art. 14a LAI) ou une mesure de nature professionnelle (art. 15 ss LAI) pouvaient déjà être accordées. Manifestement, la mesure accordée en vertu de l'art. 7d LAI avait pour but de préparer la personne assurée à l'intégration dans le premier marché du travail, dans le sens d'une mise en place progressive. Dans le cas de l’assurée, il était question de définir les domaines de placement possibles comme secrétaire. Juste avant le début de la mesure, l’assurée était au chômage et touchait des indemnités journalières de cette assurance. Elle était apte au placement, comme l’a confirmé une personne de la Caisse cantonale de chômage (cf. note téléphonique du 25 septembre 2018). L’incapacité de travail à l’origine du projet d’acceptation de rente du 15 novembre 2019 (finalement annulée pour des considérations économiques) a au demeurant débuté en juin 2017, date à compter de laquelle était fixé le début du délai d’attente d’une année. Selon les informations constantes de l’OAI, le but de la démarche était qu’elle puisse possiblement être engagée après son stage auprès de A.”
Erhält eine Person bereits eine IV‑Rente, bleibt diese während der Durchführung von Reintegrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG (und von Massnahmen gemäss Art. 8a IVG) weiterhin vorbehaltlich der einschlägigen Bestimmungen erhalten und tritt an die Stelle der ansonsten vorgesehenen Taggelder. Zweck dieser Regelung ist unter anderem, die Teilnahme nicht allein aus finanziellen Motiven zu lenken. Eine Taggeldleistung kann nach Art. 22 Abs. 5ter LAI zusätzlich zur Rente gewährt werden, wenn wegen der Massnahme ein Verdienstausfall oder der Wegfall einer Taggeldleistung einer andern Versicherung eintritt. Der Rentenerhalt findet sich nach den Quellen auch bei Bezug eines ergänzenden Erwerbseinkommens bestätigt.
“213 consid. 1 et 1965, p. 47 consid. 2 p. 49). Demeurent réservées les dispositions des art. 47 al. 1ter et 22 al. 5bis LAI, qui prévoient le maintien de la rente durant l’exécution des mesures de réadaptation et l’art. 20ter al. 1 RAI, qui précise que lorsque l’indemnité journalière, y compris la prestation pour enfant, est inférieure à la rente versée jusqu’ici, la rente continue d’être allouée au lieu de l’indemnité journalière (Michel VALTERIO, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, ad. 29 n. 6). L’art. 47 al. 1 LAI vise les bénéficiaires de rentes. Il prévoit que ceux-ci conservent leur droit à la rente durant la mise en œuvre des mesures d’instruction, des mesures de réadaptation et des mesures de nouvelle réadaptation au sens de l’art. 8a LAI, ceci en dérogation à l’art. 19 al. 3 LPGA. Il convient de souligner que ce texte ne mentionne pas que le maintien de la rente est également prévu durant la mise en œuvre des mesures de réinsertion au sens de l’art. 14a LAI (voir art. 22 al. 5bis LAI) (VALTERIO, op. cit., ad 47 n. 2). L’art. 22 al. 5bis LAI prévoit que lorsqu’un assuré reçoit une rente de l’assurance-invalidité, celle-ci continue de lui être versée en lieu et place des indemnités journalières durant la mise en œuvre des mesures de réinsertion au sens de l’art. 14a LAI et des mesures de nouvelle réadaptation au sens de l’art. 8a LAI. Cette règle déroge au principe selon lequel la rente est normalement remplacée par des indemnités journalières pour la durée des mesures de réadaptation. Elle s’explique par le fait que les personnes qui participent à des mesures de réinsertion ne sont pas encore aptes à la réadaptation. Le but de l’art. 22 al. 5bis LAI est dès lors d’empêcher qu’elles soient incitées à participer aux mesures de réinsertion dans la seule perspective de recevoir des indemnités éventuellement supérieures à leur rente actuelle. Le maintien de la rente durant l’exécution des mesures de nouvelle réadaptation a quant à lui pour but de garantir à l’assuré que ces mesures ne s’accompagneront pas d’une péjoration de son revenu global.”
“1 RAI, qui précise que lorsque l’indemnité journalière, y compris la prestation pour enfant, est inférieure à la rente versée jusqu’ici, la rente continue d’être allouée au lieu de l’indemnité journalière (Michel VALTERIO, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, ad. 29 n. 6). L’art. 47 al. 1 LAI vise les bénéficiaires de rentes. Il prévoit que ceux-ci conservent leur droit à la rente durant la mise en œuvre des mesures d’instruction, des mesures de réadaptation et des mesures de nouvelle réadaptation au sens de l’art. 8a LAI, ceci en dérogation à l’art. 19 al. 3 LPGA. Il convient de souligner que ce texte ne mentionne pas que le maintien de la rente est également prévu durant la mise en œuvre des mesures de réinsertion au sens de l’art. 14a LAI (voir art. 22 al. 5bis LAI) (VALTERIO, op. cit., ad 47 n. 2). L’art. 22 al. 5bis LAI prévoit que lorsqu’un assuré reçoit une rente de l’assurance-invalidité, celle-ci continue de lui être versée en lieu et place des indemnités journalières durant la mise en œuvre des mesures de réinsertion au sens de l’art. 14a LAI et des mesures de nouvelle réadaptation au sens de l’art. 8a LAI. Cette règle déroge au principe selon lequel la rente est normalement remplacée par des indemnités journalières pour la durée des mesures de réadaptation. Elle s’explique par le fait que les personnes qui participent à des mesures de réinsertion ne sont pas encore aptes à la réadaptation. Le but de l’art. 22 al. 5bis LAI est dès lors d’empêcher qu’elles soient incitées à participer aux mesures de réinsertion dans la seule perspective de recevoir des indemnités éventuellement supérieures à leur rente actuelle. Le maintien de la rente durant l’exécution des mesures de nouvelle réadaptation a quant à lui pour but de garantir à l’assuré que ces mesures ne s’accompagneront pas d’une péjoration de son revenu global. Ce maintien s’applique également lorsqu’il perçoit un revenu complémentaire (VALTERIO, op. cit., ad 22, n. 54). Selon le libellé clair de l’art. 22 al. 5ter LAI, l'assurance verse une indemnité journalière en plus de la rente (« en plus de la rente », « oltre alla rendita ») si la personne assurée subit une perte de gain ou perd l'indemnité journalière d'une autre assurance suite à l'exécution d'une mesure.”
“1 LAI prévoit que l'assuré a droit à une indemnité journalière pendant l'exécution des mesures de réadaptation prévues à l'art. 8 al. 3 LAI si ces mesures l'empêchent d'exercer une activité lucrative durant trois jours consécutifs au moins, ou s'il présente, dans son activité habituelle, une incapacité de travail (art. 6 LPGA) de 50 % au moins. Selon l'art. 22 al. 1bis LAI, l'assuré qui suit une formation professionnelle initiale ainsi que l'assuré qui n'a pas encore atteint l'âge de 20 ans et n'a pas encore exercé d'activité lucrative ont droit à une indemnité journalière s'ils ont perdu entièrement ou partiellement leur capacité de gain. En vertu de l'art. 22 al. 5 LAI, les mesures prévues à l'art. 16 al. 2 let. c LAI ne donnent pas droit à une indemnité journalière. Conformément à l'art. 22 al. 5bis LAI, lorsqu'un assuré reçoit une rente de l'assurance-invalidité, celle-ci continue de lui être versée en lieu et place d'indemnités journalières durant la mise en oeuvre des mesures de réinsertion au sens de l'art. 14a LAI et des mesures de nouvelle réadaptation au sens de l'art. 8a LAI. Si l'assuré subit une perte de gain ou qu'il perd une indemnité journalière d'une autre assurance en raison de la mise en oeuvre d'une mesure, l'assurance lui verse une indemnité journalière en plus de la rente (art. 22 al. 5ter LAI).”
Aufbautraining kann als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG qualifiziert werden. Es dient nicht in erster Linie der Erlangung berufsfachlicher Kenntnisse und kann – unabhängig davon, ob es in einer Institution oder im ersten Arbeitsmarkt stattfindet – als sozial-berufliche Rehabilitation angesehen werden.
“Als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG i.V.m. Art. 4quater ff. IVV ist unter anderem auch ein Aufbautraining zu qualifizieren (Rz. 1501 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Dieses dient denn auch nicht der Erlangung berufsfachlicher Kenntnisse (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Oktober 2012, 9C_801/2011, E. 1). Dies gilt ungeachtet dessen, ob das Aufbautraining in einer Institution oder im ersten Arbeitsmarkt erfolgt (vgl. Rz. 1503 und 1519 KSBEM).”
“Als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG i.V.m. Art. 4quater ff. IVV ist unter anderem auch ein Aufbautraining zu qualifizieren (vgl. Rz. 1501 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM]; Stand: 1. Februar 2022; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228), da es nicht in erster Linie der Erlangung berufsfachlicher Kenntnisse dient (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Oktober 2012, 9C_801/2011, E. 1 mit Hinweis auf BGE 137 V 1 E. 3.2 S. 5), sondern einer sozial-berufliche Rehabilitation. Dies gilt ungeachtet dessen, ob das Aufbautraining in einer Institution oder im ersten Arbeitsmarkt erfolgt (vgl. Rz. 1503 und 1519 KSBEM).”
“) Bezug genommen, welche die Zusprache eines Aufbautrainings im ersten Arbeitsmarkt (act. IIB 271) bzw. einer "Coaching-Leistung" (act. IIB 272) in Zusammenhang mit dem Aufbautraining betreffen, wobei das Aufbautraining im Rahmen eines "Anspruch[s] auf Integrationsmassnahmen" (act. IIB 271) geprüft wurde. Aus dem Protokolleintrag vom 7. Januar 2022 geht ferner hervor, dass die vorgesehene Eingliederungsmassnahme der Ermittlung eines geeigneten Jobprofils sowie der Steigerung der Leistung und des Pensums in einer angepassten Tätigkeit dienen soll (S. 8), wobei ein Praktikum als Kombination zum (bestehenden [vgl. Protokoll, Eintrag vom 21. Januar 2022]) … bei der E.________ angestrebt wurde (vgl. auch act. IIB 269 S. 2). Somit ist die vorliegend streitgegenständliche Vorkehr (Arbeitstraining mit begleitendem Coaching) entgegen dem Titel und der einleitenden Erwägung der angefochtenen Verfügung nicht als Massnahme beruflicher Art im Sinne von Art. 15 ff. IVG, sondern ausschliesslich als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG i.V.m. Art. 4quater ff. IVV zu qualifizieren, da es nicht in erster Linie um die Erlangung berufsfachlicher Kenntnisse ging (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Oktober 2012, 9C_801/2011, E. 1), sondern um eine sozial-berufliche Rehabilitation im Sinne einer Gewöhnung an den Arbeitsprozess, der Förderung der Arbeitsmotivation und den Aufbau der Arbeitsfähigkeit. Dies gilt ungeachtet dessen, dass das Aufbautraining nicht in einer Institution, sondern im ersten Arbeitsmarkt erfolgte bzw. erfolgen sollte (vgl. Ziffern 1503 und 1519 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM]; Stand: 1. Februar 2022; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen, vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).”
Nach einem Abbruch oder einer Unterbrechung einer Integrationsmassnahme können frühere ärztliche Berichte für die Beurteilung eines weiteren Anspruchs wegen fehlender Aktualität ungenügend sein; es sind daher aktualisierte medizinische Feststellungen heranzuziehen.
“4), welche gemäss ihrem Schreiben vom Oktober 2021 (E. 3.6) weiter angedauert habe, wird die Anspruchsvoraussetzung der 50%igen Arbeitsunfähigkeit seit mindestens sechs Monaten bestätigt. Weder die früheren bis Mai 2018 erstellten ärztlichen Berichte (E. 3.1-3.3) noch die Protokolle zur Eingliederungsberatung (Urk. 9/71-72) stellen dies im Ergebnis in Frage, mangelt es denselben doch für die Beurteilung eines weiteren Anspruchs auf eine Integrationsmassnahme an Aktualität, nachdem sie den Verlauf des Gesundheitszustandes nach dem neuerlichen, nunmehr von Seiten der Beschwerdegegnerin veranlassten Abbruch einer Massnahme nicht berücksichtigen konnten. Bezeichnenderweise stellte selbst Dr. A.___ in den Raum, dass die Arbeitsfähigkeit erst nach einer Belastungssteigerung – mithin dem von Dr. B.___ als sinnvoll erachteten Belastungstraining von zunächst 2 Stunden pro Tag (Urk. 9/77/6) – erreichbar sei (Urk. 9/87/4). Lediglich anzufügen ist in diesem Zusammenhang, dass gemäss der am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Fassung von Art. 14a IVG und der damit angestrebten Ausweitung der Integrationsmassnahmen (Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [Weiterentwicklung der IV] vom 15. Februar 2017, BBl 2016 2572 f.) nichterwerbstätige Personen vor der Vollendung des”
Integrationsmassnahmen nach Art. 14a Abs. 1 IVG kommen nur in Betracht, soweit sie auf die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art gemünzt sind (vgl. Art. 15–18d IVG). Dies ergibt sich aus der Rechtsprechung zu Art. 14a Abs. 1 IVG.
“Nach dem Gesagten bleibt es bei der Festsetzung des Invaliditätsgrads auf 7 %. Damit fällt ein Anspruch auf Umschulung gemäss Art. 17 IVG von Vornherein ausser Betracht (vgl. BGE 139 V 399 E. 5.3 mit Hinweis). Da dem Beschwerdeführer ferner sämtliche körperlich leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeiten ohne längerdauernde Zwangshaltungen und ohne häufiges Besteigen von Leitern und Gerüsten in einem ganztägigen Pensum mit einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100 % zumutbar (vgl. E. 4 hiervor) und keine weitergehenden gesundheitlichen Einschränkungen ausgewiesen sind, lässt sich - mit dem kantonalen Gericht - rechtsprechungsgemäss auch kein Anspruch auf Berufsberatung (Art. 15 IVG) respektive Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) begründen. Ebenfalls keine Folge zu leisten ist sodann dem Ersuchen des Beschwerdeführers um Integrationsmassnahmen, kommen solche nach dem klaren Wortlaut von Art. 14a Abs. 1 IVG (vgl. BGE 140 III 550 E. 2.6; 140 II 80 E. 2.5.3; je mit Hinweisen) doch nur im Hinblick auf die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art (Art. 15-18d IVG) in Frage (vgl. Urteile 9C_702/2017 vom 15. Februar 2018 E. 2.2 und 9C_783/2015 vom 7. April 2016 E. 3.2). Es hat demnach beim vorinstanzlichen Urteil sein Bewenden.”
Zu Art. 14a Abs. 2 IVG können insbesondere Massnahmen gehören, die der Entwicklung und Förderung von Grundarbeitskompetenzen sowie von personellen Interaktions‑ und Kommunikationsfähigkeiten dienen. Ebenfalls möglich sind Massnahmen zur Stabilisierung der Persönlichkeit im Rahmen von Art. 14a IVG.
“Als Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG; vgl. E. 2.4.1 hiervor) gelten Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit, zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten und zum Aufbau der Arbeitsfähigkeit (Art. 4 quinquies Abs. 1 IVV). Ziele und Dauer aller Integrationsmassnahmen werden nach den Fähigkeiten der versicherten Person festgelegt (Art. 4 quinquies Abs. 4 IVV). Es kann somit nicht zweifelhaft sein, dass entgegen der Vorinstanz die Entwicklung und Förderung von Grundarbeitskompetenzen und weiteren Kompetenzen wie personelle Interaktions- und Kommunikationsfähigkeiten grundsätzlich Teile einer Massnahme nach Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG sein können, wie der Beschwerdeführer geltend macht. Ebenfalls ist ihm beizupflichten, dass auch Massnahmen zur Stabilisierung im Rahmen von Art. 14a IVG möglich sind (vgl. Urteil 9C_385/2009 vom 13. Oktober 2009; KSBEM, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 0904).”
Im Rahmen eines individuellen Eingliederungsplans sind konkrete Ziele zu vereinbaren; die IV‑Stelle hat den ausdrücklichen Auftrag, die versicherte Person zu begleiten und den Erfolg der Massnahmen zu überwachen.
“Die Integrationsmassnahmen sind auf die berufliche Eingliederung gerichtet, indem die Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation die Eingliederungsfähigkeit in Bezug auf Massnahmen beruflicher Art herstellen sollen. "Gezielt" auf die berufliche Eingliederung gerichtet sind die Integrationsmassnahmen, indem sie im Rahmen eines individuellen Eingliederungsplanes im Hinblick auf ein konkretes Ziel der beruflichen Eingliederung erfolgen (SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 278 Rz. 538). Dieser vom Bundesrat betonten, sich auch aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ergebenden Fokussierung (vgl. Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. Revision], BBl 2005 4459 ff. Ziff. 1.6.1.3.2) dienen der individuelle Eingliederungsplan mit Zielvereinbarung sowie der ausdrückliche Auftrag an die IV-Stelle in aArt. 14a Abs. 4 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung), die versicherte Person zu begleiten und den Erfolg der Massnahmen zu überwachen. "Gezielt" bedeutet auch, dass auf den Einzelfall bezogen und verbindlich geplant vorzugehen ist und dass - auch als Korrelat zur intensivierten Begleitung durch die IV-Stelle (vgl. Botschaft, a.a.O.) - die Mitwirkungspflicht der versicherten Person einzufordern ist (ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27 bis IVG], 2014, N. 64 zu Art. 14a IVG). Die Integrationsmassnahmen sollen möglichst niederschwellig ausgestaltet werden (Botschaft, a.a.O.).”
Die IV-Stelle begleitet die Versicherten während der Dauer der Integrationsmassnahmen und überwacht den Erfolg dieser Massnahmen.
“und Beschäftigungsmassnahmen (Bst. b). Die IV-Stelle begleitet die Versicherten während der Dauer der Integrationsmassnahmen und überwacht den Erfolg der Massnahmen (Art. 14a Abs. 4 IVG; in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung). Anspruch auf Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation haben Versicherte, die in Bezug auf Massnahmen beruflicher Art noch nicht eingliederungsfähig sind (Art. 4quater Abs. 2 IVV, in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Version). Dazu gehören Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit und zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten (Art. 4quinquies Abs. 1 IVV), wie beispielsweise das Aufbautraining und das Arbeitstraining (vgl. Merkblatt der AHV/IV Nr.”
“und Beschäftigungsmassnahmen (Bst. b). Die IV-Stelle begleitet die Versicherten während der Dauer der Integrationsmassnahmen und überwacht den Erfolg der Massnahmen (Art. 14a Abs. 4 IVG; in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung). Anspruch auf Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation haben Versicherte, die in Bezug auf Massnahmen beruflicher Art noch nicht eingliederungsfähig sind (Art. 4quater Abs. 2 IVV, in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Version). Dazu gehören Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit und zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten (Art. 4quinquies Abs. 1 IVV), wie beispielsweise das Aufbautraining und das Arbeitstraining (vgl. Merkblatt der AHV/IV Nr.”
Bei Vorliegen von Ausbildungsfähigkeit ist die Verwaltung verpflichtet, diese neu abzuklären und — sofern angezeigt — berufliche Massnahmen zu gewähren. In Frage kommen namentlich eine erstmalige berufliche Ausbildung, Stabilisierungsmassnahmen im Sinn von Art. 14a IVG oder eine berufsberaterische Unterstützung; die konkrete Art der Massnahme richtet sich nach dem Verlauf der Schullaufbahn und dem festgestellten Bedarf.
“uk/insights/a-level-grades-explained, zuletzt besucht am 12. September 2024). Darüber hinaus finden sich in den Akten keine weiteren Angaben über den schulischen Verlauf. 4.5. Zusammenfassend bedeutet dies, dass die Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Eingliederungsfähigkeit zu Unrecht verneint hat. Die Berichte der behandelnden Fachpersonen sprechen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Ausbildungsfähigkeit. Sodann steht die Beschwerdeführerin in regelmässiger psychiatrischer Behandlung und neurologischer Überwachung. Die Beschwerdegegnerin wird daher den Stand der Dinge bezüglich der begonnenen Ausbildung abzuklären und der Beschwerdeführerin daraufhin berufliche Massnahmen zu gewähren haben. Welcher Art diese sein werden, hängt vom Verlauf der Schullaufbahn und dem erhobenen Bedarf ab. Denkbar ist die Unterstützung der auch die Mittelschule und Universität - umfassenden erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVV, oder nötigenfalls die Gewährung von Stabilisierungsmassnahmen im Sinne von Art. 14a IVG, beziehungsweise eine berufsberaterische Unterstützung bei der Entwicklung neuer beruflicher Perspektiven. Insbesondere mit Blick auf die WEIV und deren Zielsetzung, Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen beim Übergang zwischen Schule und Erwerbsleben zu unterstützen, geht es nicht an, der Beschwerdeführerin unter den gegebenen Umständen in dieser Übergangsphase die Unterstützung zu versagen. 5. 5.1. Aus den obenstehenden”
Für Art. 14a Abs. 1 IVG ist erforderlich, dass die versicherte Person seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig ist und diese Arbeitsunfähigkeit nicht nur im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich, sondern auch in einem anderen Beruf bzw. Aufgabenbereich besteht; damit wird geprüft, ob eine Tätigkeit ausserhalb des bisherigen Bereichs aus gesundheitlicher Sicht ebenfalls nicht möglich ist.
“Zu prüfen ist im Folgenden zunächst, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Integrationsmassnahmen gemäss Art. 14a IVG hat. Wie zuvor dargelegt, setzen Integrationsmassnahmen eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG von mindestens 50% während mindestens eines halben Jahres nicht nur im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich, sondern auch in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich, voraus (Art. 14a Abs. 1 IVG; BGE 137 V 1 E. 7; vgl. auch Urteil des BGer 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.2.3). Ein Mindestinvaliditätsgrad ist jedoch nicht vorausgesetzt (SVR 2010 IV Nr. 24). Dies bedeutet mit anderen Worten, dass die Frage, ob einer diagnostizierten Störung die Bedeutung eines dauerhaften Gesundheitsschadens beizumessen ist, nicht relevant ist, da ein solcher gerade nicht Anspruchsvoraussetzung für eine Integrationsmassnahme gemäss Art. 14a IVG bildet (vgl. hiervor E. 6.2).”
“Die Beschwerdegegnerin verneinte auch zu Recht einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung, da die Beschwerdeführerin bei der Stellensuche selber nicht gesundheitsbedingt eingeschränkt ist (Urk. 2 S. 2). Infolge der 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer angepassten Verweistätigkeit ist ferner nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf andere Eingliederungsmassnahmen ohne Weiterungen sinngemäss verneinte. Gemäss Art. 14a Abs. 1 lit. a IVG setzen Integrationsmassnahmen (nebst anderem) eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit während mindestens sechs Monaten voraus, die sich nicht nur auf den bisherigen Beruf, sondern auch auf die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich bezieht (BGE 137 V 1 E. 7).”
“Nach Art. 14a Abs. 1 IVG haben Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können oder die Massnahmen zu einem Stellenantritt auf dem freien Arbeitsmarkt führen (BGE 137 V 1 E. 3.2 S. 4). Der Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a Abs. 1 IVG setzt eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit nicht nur im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 1 ATSG), sondern auch in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 2 ATSG) voraus (BGE 137 V 1; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, S. 173, Rz. 2), die darüber hinaus weiter anzudauern hat (vgl. Nicole Peter, Berufliche Eingliederung im Kontext der europäischen Sachleistungsaushilfe, in SZS 2021 S. 395).”
“Comme le TF l'a précisé dans son arrêt de principe (ATF 137 V 1 c. 7), et confirmé par la suite (TF 9C_326/2015 du 20 janvier 2016 c. 4.3; TF 9C_597/2010 du 7 février 2011 c. 2), le droit d'un assuré à des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle au sens de l'art. 14a al. 1 LAI est soumis à la condition spécifique (couvrant la notion d'invalidité ou menace d'invalidité de l'art. 8 LPGA, qui doit être définie en fonction de la mesure requise, cf. VGE 2014/771 du 24 juin 2015 c. 3) d'une incapacité de travail de 50% au moins depuis six mois au moins, celle-ci devant prévaloir non seulement dans la profession exercée ou le domaine d'activité (art. 6 première phrase LPGA), mais également dans une autre profession ou un autre domaine d'activité (art. 6 seconde phrase LPGA).”
Begleitmassnahmen im Sinn von Art. 14a Abs. 4 IVG sind bei der Bestimmung des Rentenbeginns zu berücksichtigen. Ergibt sich aus den Akten, dass sich der Versicherte zum fraglichen Zeitpunkt in einer solchen Begleit- oder beruflichen Massnahme befindet, kann der Rentenbeginn mit dem Ende dieser Massnahmen festgelegt werden und nicht schon früher.
“Si après l’expiration du délai d’attente d’une année, un assuré n’est pas ou toujours pas apte à la réadaptation du fait de son état de santé, il a droit à une rente – au moins provisoire – même si des mesures de réadaptation sont envisageables à l’avenir (ATF 121 V 190 c. 4, SVR 2001 IV n° 24 c. 4c). 6.3 En l'espèce, le recourant a déposé sa demande de prestations en septembre 2018 (dos. AI 2/11), si bien que, compte tenu du délai de carence de six mois prévu par l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente pourrait naître au plus tôt dès le 1er mars 2019 (art. 29 al. 3 LAI). A cette date, l'assuré n'avait toutefois pas encore présenté une incapacité de travail de 40% en moyenne durant une année, sans interruption notable (art. 28 al. 1 let. b LAI). En effet, son incapacité de travail a été attestée dès le 25 juillet 2018 (dos. AI 70.2/44). Ce n'est donc qu'en août 2019 qu'a pu survenir la naissance du droit en cause. Or, il bénéficiait alors d'une mesure de soutien, sous la forme d'un accompagnement (suivi) en vue du maintien à son poste de travail (voir dos. AI 80/1 et 45/1; mesure au sens de l'art. 14a al. 4 LAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021; Meier/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 2023, art. 14a n. 1; Silvia Bucher, Rentenaufhebung/-herabsetzung und Begleitmassnahmen nach der IV-Revision 6a, in: Gabriela Riemer-Kafka [édit.], Psyche und Sozialversicherung, 2014, p. 118 n. 59). Ensuite, dès le 29 juin 2020 (dos. AI 95/1), l'assuré a participé à plusieurs mesures professionnelles de réadaptation jusqu'au 17 octobre 2021 (dos. AI 54, 80, 95, 103, 113 et 130). Pendant cette période, il a bénéficié d'indemnités journalières de l'AI (dos. AI 97, 104, 110 et 113; voir art. 29 al. 2 LAI). Il s'ensuit que le droit éventuel à la rente doit être fixé non pas au 1er juillet 2019, contrairement à ce que l'intimé a retenu, mais avec la fin des mesures professionnelles, qui ont été interrompues en 2021 (voir TF 9C_380/2021 du 31 janvier 2022 c. 5.1). L'année de référence pour la comparaison des revenus est donc 2021. 6.”
“Si après l’expiration du délai d’attente d’une année, un assuré n’est pas ou toujours pas apte à la réadaptation du fait de son état de santé, il a droit à une rente – au moins provisoire – même si des mesures de réadaptation sont envisageables à l’avenir (ATF 121 V 190 c. 4, SVR 2001 IV n° 24 c. 4c). 6.3 En l'espèce, le recourant a déposé sa demande de prestations en septembre 2018 (dos. AI 2/11), si bien que, compte tenu du délai de carence de six mois prévu par l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente pourrait naître au plus tôt dès le 1er mars 2019 (art. 29 al. 3 LAI). A cette date, l'assuré n'avait toutefois pas encore présenté une incapacité de travail de 40% en moyenne durant une année, sans interruption notable (art. 28 al. 1 let. b LAI). En effet, son incapacité de travail a été attestée dès le 25 juillet 2018 (dos. AI 70.2/44). Ce n'est donc qu'en août 2019 qu'a pu survenir la naissance du droit en cause. Or, il bénéficiait alors d'une mesure de soutien, sous la forme d'un accompagnement (suivi) en vue du maintien à son poste de travail (voir dos. AI 80/1 et 45/1; mesure au sens de l'art. 14a al. 4 LAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021; Meier/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 2023, art. 14a n. 1; Silvia Bucher, Rentenaufhebung/-herabsetzung und Begleitmassnahmen nach der IV-Revision 6a, in: Gabriela Riemer-Kafka [édit.], Psyche und Sozialversicherung, 2014, p. 118 n. 59). Ensuite, dès le 29 juin 2020 (dos. AI 95/1), l'assuré a participé à plusieurs mesures professionnelles de réadaptation jusqu'au 17 octobre 2021 (dos. AI 54, 80, 95, 103, 113 et 130). Pendant cette période, il a bénéficié d'indemnités journalières de l'AI (dos. AI 97, 104, 110 et 113; voir art. 29 al. 2 LAI). Il s'ensuit que le droit éventuel à la rente doit être fixé non pas au 1er juillet 2019, contrairement à ce que l'intimé a retenu, mais avec la fin des mesures professionnelles, qui ont été interrompues en 2021 (voir TF 9C_380/2021 du 31 janvier 2022 c. 5.1). L'année de référence pour la comparaison des revenus est donc 2021. 6.”
Zu Art. 14a Abs. 2 IVG zählen sozialberufliche Rehabilitationsmassnahmen, insbesondere zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit, zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten und zum Aufbau der Arbeitsfähigkeit. Soweit erforderlich können auch die Entwicklung von Grundarbeitskompetenzen sowie personelle Interaktions‑ und Kommunikationsfähigkeiten Bestandteile solcher Massnahmen sein. Ziele und Dauer werden nach den Fähigkeiten der versicherten Person festgelegt.
“Als Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG; vgl. E. 2.4.1 hiervor) gelten Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit, zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten und zum Aufbau der Arbeitsfähigkeit (Art. 4 quinquies Abs. 1 IVV). Ziele und Dauer aller Integrationsmassnahmen werden nach den Fähigkeiten der versicherten Person festgelegt (Art. 4 quinquies Abs. 4 IVV). Es kann somit nicht zweifelhaft sein, dass entgegen der Vorinstanz die Entwicklung und Förderung von Grundarbeitskompetenzen und weiteren Kompetenzen wie personelle Interaktions- und Kommunikationsfähigkeiten grundsätzlich Teile einer Massnahme nach Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG sein können, wie der Beschwerdeführer geltend macht. Ebenfalls ist ihm beizupflichten, dass auch Massnahmen zur Stabilisierung im Rahmen von Art. 14a IVG möglich sind (vgl. Urteil 9C_385/2009 vom 13. Oktober 2009; KSBEM, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 0904).”
Für einen Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung setzt Art. 4quater Abs. 1 IVV voraus, dass die versicherte Person fähig ist, mindestens zwei Stunden täglich an mindestens vier Tagen pro Woche zu arbeiten.
“So erklärte Dr. E.____, dass der Versicherte aufgrund seiner psychischen Erkrankung in seinem Vermögen, selbstständig Aktivitäten zu initiieren, wesentlich eingeschränkt sei. Er verfüge hierfür auch nicht über die notwendigen Ressourcen. Die Persönlichkeitsstruktur des Versicherten und die bei ihm bestehenden Beeinträchtigungen seien derart erheblich, dass er sich nicht selbst in den Arbeitsmarkt eingliedern könne. Weiter geht aus seiner Beurteilung hervor, dass ein beruflicher Wiedereinstieg des Versicherten mit dem Ziel der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt vom Erfolg eines Arbeits- und Belastbarkeitstrainings von mehreren Monaten an einem geschützten Arbeitsplatz abhängt. Er mutete dem Versicherten auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtete IV-rechtliche Eingliederungsmassnahmen noch nicht zu. Indem er aber eine Arbeitstätigkeit im geschützten Rahmen vorschlug, ist davon auszugehen, dass er die Durchführung von Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG als eine Möglichkeit erachtete, den Versicherten in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Integrationsmassnahmen bezwecken, bei denjenigen versicherten Personen, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu erhalten (vgl. Bundesblatt 2005 4521 ff., 4564). Ein Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung setzt gemäss Art. 4quater Abs. 1 IVV voraus, dass die versicherte Person fähig ist, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche zu arbeiten (vgl. zum Sinn und Zweck der Mindestpräsenzzeit: Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit - Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum”
Art. 14a IVG kann Frühinterventions- und berufliche Eingliederungsmassnahmen umfassen; in den vorliegenden Fällen wurden namentlich Jobcoaching, ein progressives Ausdauertraining sowie die Kostenübernahme für einen Führerausweis (Aus- bzw. Weiterbildung) zugesprochen bzw. übernommen, soweit diese Massnahmen der beruflichen Eingliederung dienten.
“Was die beantragen Integrationsmassnahmen betrifft, ist zunächst darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer nicht einen Anspruch auf Integrationsmassnahmen i. S. v. Art. 14a IVG, sondern generell auf Eingliederungsmassnahmen erhebt. Am 15. April 2020 (IV-Akten, S. 476) erklärte er gegenüber der IV-Stelle, am liebsten würde er seine bisherige Arbeit wieder aufnehmen und habe sich noch keine Gedanken zu einer anderen Tätigkeit gemacht. Die Ehefrau meldete am 1. Juli 2020 (IV-Akten, S. 494), als Plan B sehe er die Ausbildung zum Buschauffeur. Mit Mitteilung vom 2. September 2020 (IV-Akten, S. 517) sprach die IV-Stelle Frühinterventionsmassnahmen in Form von Jobcoaching vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2020 zu. Am 22. Oktober 2020 (IV-Akten, S. 541) informierte der Jobcoach, der Beschwerdeführer werde die Kündigung erhalten. Eine Ausbildung zum Lastwagenchauffeur Kategorie C wäre sinnvoll. Damit könne er zur P.________ AG, welche intern die Ausbildung zum Buschauffeur übernehme. Am 4. November 2020 (IV-Akten, S. 658 ff.) erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für den Lastwagenausweis Kategorie C. Anlässlich einer Besprechung mit dem Jobcoach und dem Beschwerdeführer ergab sich, dass sich die Handproblematik nicht gebessert hatte.”
“Selon le questionnaire complété le 29 juin 2010 par l’employeur et ses annexes, pour son activité exercée à 80 % (33h11 par semaine), depuis le 1er janvier 2010 le salaire mensuel brut de l’assurée s’élevait à 4'296 fr. 80, treizième salaire non compris. Retenant comme atteinte principale à la santé des cervicobrachialgies droites non déficitaires sur hernie discale C6-C7 droite (M51.1), le médecin du Service médical régional de l’assurance-invalidité (ci-après : le SMR) a estimé que, compte tenu des limitations fonctionnelles (pas de port de charges de plus de dix kilos ; pas de travaux avec les membres supérieurs au-dessus de l’horizontale ; pas de porte-à-faux ; alternance des positions) l’exercice de l’activité d’aide-soignante n’était plus exigible. Par contre, la capacité de travail de l’assurée était entière dans une activité adaptée (rapport du 30 août 2010 du Dr D.________, du SMR). L’assurée a été licenciée par l’employeur avec effet au 30 juin 2011. Dans le cadre de l’instruction de sa demande de prestations, A.A.__________ a bénéficié de la part de l’OAI de la prise en charge d’un entraînement à l’endurance progressif auprès de M.________ (au sens de l’art. 14a LAI [loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20]) et du versement d’indemnités journalières, du 22 août au 20 novembre 2011. Cette mesure a ensuite été prolongée jusqu’au 25 décembre 2011 (communications des 13 juillet et 22 novembre 2011 de l’OAI). Une évaluation économique sur le ménage a été réalisée le 14 septembre 2011 au domicile de l’assurée. En lien avec la détermination du statut, elle a déclaré qu’en 2005, une fois sa formation terminée et réussie, elle avait maintenu un taux d’activité à 80 % pour une meilleure qualité de vie. Dans ces conditions, le statut proposé par l’enquêtrice était 80 % active et 20 % ménagère. En page 6 de son rapport, l’enquêtrice a indiqué que la fille de l’assurée (née en 1993) accomplissait sa troisième année de gymnase alors que son fils (né en 1996) était en première année gymnasiale. Le rapport d’enquête économique sur le ménage du 26 septembre 2011 a conclu à un empêchement de 11,5 % dans l’accomplissement des travaux habituels.”
Wurde durch den Leistungsträger zuvor ein Angebot eines Vertragspartners vorgeschlagen bzw. dessen Finanzierung in Aussicht gestellt und wählte die versicherte Person nachträglich eine andere Institution, ist zu prüfen, ob die Kostenübernahme durch den Leistungsträger entfällt oder weiterhin geschuldet ist.
“Unter den Parteien ist zu Recht unbestritten (Beschwerde S. 5 Ziff. 3, Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 4), dass der Beschwerdeführer als nicht erwerbstätige Person unter 25 Jahren von einer Invalidität bedroht ist (Art. 14 Abs. 1 lit. b IVG) und dass er Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen in Form einer Integrationsmassnahme zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation hat (Art. 8 Abs. 3 lit. ater IVG i.V.m. Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG). Den Akten ist zu entnehmen, dass ihm anlässlich eines Gesprächs am 31. März 2022 in der F.________ eine solche Integrationsmassnahme vorgestellt wurde (act. II 85, 90, 93), mit welcher die notwendige Präsenz- und Leistungsfähigkeit für eine Folgemassnahme erreicht werden könnte (Art. 14a Abs. 1bis IVG), und dass die Beschwerdegegnerin – wie im Schreiben vom 4. April 2022 dargelegt ("Somit konnte für Sie ein passendes Angebot bei einem unserer Vertragspartner, der F.________ gefunden werden" [act. II 93]) – implizit deren Finanzierung anbot. Der Beschwerdeführer zog es indessen vor, am 5. April 2022 eine Massnahme bei der Institution G.________ zu beginnen (act. II 100). Zu prüfen ist nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten der durch die Institution G.________ durchgeführten Massnahme zu übernehmen hat.”
Gestufte Integrationsmassnahmen (z. B. reduzierte Anwesenheit als vorbereitende Phase) können als Vorbereitung für anschliessende, weitergehende berufliche Massnahmen dienen. Fortschritte sind zu prüfen; eine Verlängerung oder Anpassung der Massnahme kommt bei Bedarf in Betracht.
“________ a estimé que la capacité de travail actuelle de l’assuré était nulle. Elle a précisé que son patient exprimait l’envie de retrouver une activité, le processus de réinsertion professionnelle étant un complément pour la psychothérapie. Elle a précisé que l’assuré ne pourrait pas guérir sans une nouvelle expérience professionnelle positive, laquelle devant idéalement se dérouler dans un cadre sécurisant et bienveillant, sans nécessité de rendement. Dans un rapport du 26 mai 2015, la Dr C.________ a fait savoir qu’elle estimait que son patient devrait recouvrer une pleine capacité de travail au terme des mesures de réinsertion professionnelle. Lors d’un entretien téléphonique le 5 août 2015 avec la Dre C.________, l’OAI a proposé un projet de mesures de réinsertion au taux d’activité de 60 % à raison de 6 heures par jour et de quatre jours par semaine. La psychiatre traitante a confirmé l’aptitude de son patient à suivre cette mesure. Par communication du 31 août 2015, l’OAI a octroyé à l’assuré une mesure d’occupation au sens de l’art. 14a LAI (mesure de réinsertion préparant la réadaptation professionnelle) du 31 août au 27 novembre 2015 auprès de l’U._______ à un taux de présence de 60 % dans le but d’établir un projet professionnel dans un milieu de travail, de se reconstruire et de partager avec les autres participants. Par communication du 18 novembre 2015, l’OAI a prolongé la mesure susmentionnée jusqu’au 29 avril 2016 en raison des progrès de l’assuré et de sa situation qualifiée de très fragile. L’OAI a reçu l’assuré et la Dre C.________ pour faire le point de la situation le 15 mars 2016, singulièrement pour évaluer si l’intéressé était prêt à passer à l’étape post mesures de réadaptation et d’intégrer une mesure centrée sur les objectifs. La psychiatre traitante a estimé que le seul moyen pour son patient de passer à autre chose était de retourner dans le monde du travail, par exemple par le biais d’un stage. Par communication du 12 mai 2016, l’OAI a octroyé à l’assuré un réentraînement au travail (art. 17 LAI) à un taux de 100 % du 1er juin 2016 au 31 août 2016 dont le but était de suivre un programme de formation continue afin de maintenir et développer une employabilité en adéquation avec le marché du travail Entretemps, l’OAI a confié un mandat d’expertise pluridisciplinaire au Centre F.”
Bei erheblichen Teilnahmemängeln kann die IV die Leistungen überprüfen und gegebenenfalls kürzen, indem sie den Versicherten so stellt, wie wenn er seine Schadenminderungspflicht erfüllt hätte. Dies kann insbesondere durch einen Einkommensvergleich erfolgen, soweit durch die nach Art. 14a Abs. 2 IVG vorgesehenen Massnahmen eine höhere berufliche Leistungsfähigkeit als mitgeteilte Grundlage anzunehmen wäre.
“Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine Überprüfung der laufenden ganzen Rente in Anwendung von Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG, wonach eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich sind (E. 3.5 hiervor), vornahm. Denn der Beschwerdeführer ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn er seine Schadenminderungspflicht wahrgenommen hätte (vgl. E. 5.3.2 hiernach). Bei ordentlicher Mitwirkung hätte er das Aufbautraining in der G.________ bereits am 13. August 2022 abgeschlossen (act. IIA 285). Weiter ist davon auszugehen, dass er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) durch diese sozial-berufliche Rehabilitation (Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG) die Präsenzzeit und Leistungsfähigkeit faktisch auf das Ausmass der medizinisch-theoretisch attestierten Restarbeitsfähigkeit von 70 % (30 % Einschränkung in einer angepassten Arbeit [act. IIA 271]) hätte steigern können. Die Beschwerdegegnerin nahm deshalb zu Recht einen Einkommensvergleich unter Berücksichtigung einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % vor.”
Im vorliegenden Entscheid bot die IV-Stelle die Finanzierung einer Integrationsmassnahme bei einem ihrer Vertragspartner an; strittig war, ob sie die Kosten einer vom Versicherten gewählten, anderen Institution übernehmen musste.
“Unter den Parteien ist zu Recht unbestritten (Beschwerde S. 5 Ziff. 3, Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 4), dass der Beschwerdeführer als nicht erwerbstätige Person unter 25 Jahren von einer Invalidität bedroht ist (Art. 14 Abs. 1 lit. b IVG) und dass er Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen in Form einer Integrationsmassnahme zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation hat (Art. 8 Abs. 3 lit. ater IVG i.V.m. Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG). Den Akten ist zu entnehmen, dass ihm anlässlich eines Gesprächs am 31. März 2022 in der F.________ eine solche Integrationsmassnahme vorgestellt wurde (act. II 85, 90, 93), mit welcher die notwendige Präsenz- und Leistungsfähigkeit für eine Folgemassnahme erreicht werden könnte (Art. 14a Abs. 1bis IVG), und dass die Beschwerdegegnerin – wie im Schreiben vom 4. April 2022 dargelegt ("Somit konnte für Sie ein passendes Angebot bei einem unserer Vertragspartner, der F.________ gefunden werden" [act. II 93]) – implizit deren Finanzierung anbot. Der Beschwerdeführer zog es indessen vor, am 5. April 2022 eine Massnahme bei der Institution G.________ zu beginnen (act. II 100). Zu prüfen ist nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten der durch die Institution G.________ durchgeführten Massnahme zu übernehmen hat.”
Während laufender Vorbereitungs‑ und Wiedereingliederungsmassnahmen im Sinne von Art. 14a IVG entsteht ein Rentenanspruch grundsätzlich nicht vor deren Abschluss. Eine Rente kommt nur in Betracht, wenn nach den Abklärungen feststeht, dass die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustands nicht oder noch nicht zur beruflichen Readaptation geeignet ist. Das Fehlen der Readaptationsfähigkeit muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein; eine rückwirkende Rentenzahlung ist nur möglich, wenn die durchgeführten Abklärungen ergeben, dass Readaptation nicht möglich war.
“22 LAI (art. 29 al. 2 LAI). Selon la jurisprudence, si l’assuré peut prétendre à des prestations de l’assurance-invalidité, l’allocation d’une rente d’invalidité à l’issue du délai d’attente d’une année (cf. art. 28 al. 1 LAI) n’entre en considération que si l’intéressé n’est pas, ou pas encore, susceptible d’être réadapté professionnellement en raison de son état de santé (principe dit de la priorité de la réadaptation sur la rente). La preuve de l’absence de capacité de réadaptation comme condition à l’octroi d’une rente d’invalidité doit présenter un degré de vraisemblance prépondérante. Dans les autres cas, une rente de l’assurance-invalidité ne peut être allouée avec effet rétroactif que si les mesures d’instruction destinées à démontrer que l’assuré est susceptible d’être réadapté ont révélé que celui-ci ne l’était pas (TF 9C_559/2021 du 14 juillet 2022 consid. 2.2 in fine). c) En l’occurrence, dans le cadre des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (art. 14a LAI) et de reclassement (art. 17 LAI), le recourant a bénéficié d’indemnités journalières de l’assurance-invalidité pour les périodes du 23 janvier 2017 au 30 avril 2018 et du 1er septembre 2019 au 14 mars 2021. Il ressort néanmoins du rapport d’expertise judiciaire du 4 mars 2024 des Dres R.________ et F.________ – auquel une pleine valeur probante a été reconnue (cf. supra consid. 5b et 5c) – que sa capacité de travail était nulle déjà en février 2016, à la suite de sa décompensation psychique. Dans ces conditions, force est de constater que l’assuré n’a jamais été susceptible de réadaptation, de sorte que – contrairement à ce que soutient l’intimé – le droit à la rente est né à l’échéance du délai d’attente de six mois de l’art. 29 al. 1 LAI, soit le 1er mars 2017. Les indemnités journalières perçues devront cependant être déduites du montant de la rente versée (cf. TF 9C_559/2021 précité consid. 4.2 in fine). 7. a) Subsiste encore la question de la prise en charge des frais de l’expertise judiciaire du 4 mars 2024 des Dres R.”
“Le droit ne prend pas naissance tant que l'assuré peut faire valoir son droit à une indemnité journalière au sens de l'art. 22 LAI (al. 2). La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (al. 3). En l'espèce, le recourant a déposé sa demande de prestations en février 2019 (dos. AI 13/1 et 13/8). Le délai prévu par l'art. 29 LAI est ainsi arrivé à échéance au 1er août 2019. A cette date, il ne pouvait cependant pas se prévaloir d'une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne d'une année, sans interruption notable (art. 28 al. 1 let. b LAI). Cette condition n'a été satisfaite qu'en décembre 2019 (un an après le début de l'incapacité de travail due à l'AVC du 20 décembre 2018). Toutefois, l'assuré a perçu des indemnités journalières, en lien avec des mesures de réadaptation du 2 juin 2020 au 30 novembre 2020 (observation professionnelle) et du 8 janvier au 15 juillet 2021 (entraînement progressif au travail). L'observation professionnelle et l'entrainement progressif au travail (mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle; art. 14a LAI, voir dos. AI 55/4 et 57/4) ont démontré que le recourant était apte à la réadaptation et que seules des mesures (d'ordre professionnel) en vue de trouver une place de travail étaient encore indiquées (dos. AI 57/5), soit un placement (art. 18 LAI), puis un placement à l'essai (art. 18a LAI). Le coaching (placement) a eu pour but d'accompagner l'assuré dans la recherche d'un emploi, alors que le placement à l'essai a été mené afin d'examiner ses compétences sur le premier marché de l'emploi (dos. AI 85/3 et 89/1; voir aussi p. 12 ss du "Protokoll per 28.06.2023"). Le coaching n'a toutefois pas empêché l'assuré d'exercer une activité lucrative pendant trois jours consécutifs au moins (art. 22 al. 1 let. a LAI, en lien avec l'art. 29 al. 2 LAI) et n'a donc pas été accompagné d'indemnités journalières (contrairement au placement à l'essai; dos. AI 89/1). Ce coaching n'a donc pas empêché la naissance du droit à la rente. C'est donc à bon droit que l'intimé l'a fixé au 1er décembre 2020 (voir TF 9C_494/2007 du 6 mai 2008 c.”
“Dans les autres cas, une rente de l'assurance-invalidité ne peut être allouée avec effet rétroactif que si les mesures d'instruction destinées à démontrer que l'assuré est susceptible d'être réadapté ont révélé que celui-ci ne l'était pas (ATF 121 V 190 consid. 4d ; arrêts 9C_380/2021 du 31 janvier 2022 consid. 5.1 et les références ; 9C_794/2007 du 27 octobre 2008 consid. 2.2). Dans l’arrêt 9C_689/2019 précité, le Tribunal fédéral a considéré qu’un droit à la rente ne peut naître qu'après la fin des mesures de réadaptation, et ce même si celles-ci n'ont eu qu'un succès partiel ou ont échoué. Avant cette date, une rente d'invalidité ne doit être octroyée, le cas échéant avec effet rétroactif, que si la personne assurée n'est pas ou pas encore apte à la réadaptation (arrêt 9C_450/2019 du 14 novembre 2019 consid. 3.3.1 avec référence à l'ATF 121 V 190 consid. 4c, d et e p. 192 ss). Dans le cas d’espèce, il était établi que l’assuré avait bénéficié, de février 2015 à août 2016, de diverses mesures de réinsertion en vue de sa préparation à la réadaptation professionnelle au sens de l'art. 14a LAI, pour lesquelles des indemnités journalières lui avaient été versées. Le fait que, selon l'évaluation rétrospective de l'expert psychiatrique, il existait une capacité de travail de 40% en janvier 2015, puis de 50% de mai 2015 à août 2016 inclus, après l'expiration de l'année d'attente, n'était contesté par aucune des parties. Du point de vue médical, l’assuré était donc apte à la réadaptation, de sorte qu'un droit à une rente pour cette période n'entrait pas en ligne de compte sans autre (cf. art. 29 al. 2 LAI). 5.5.2 En l’espèce, du point de vue strictement psychiatrique, la capacité de travail de la recourante était de 0% depuis le 1er août 2019, selon le rapport de la Dre C______ du 14 juillet 2020. Cela étant, la Dre C______ n’a pas formé d’objections dans ce rapport au fait que la recourante envisageait une reprise thérapeutique à 20% dès le 1er septembre 2020. Il n’est en outre pas contestable que cette dernière a été apte à se soumettre à la mesure de reprise thérapeutique, à 20% dans un premier temps, et qu’elle a pleinement adhéré à cette mesure.”
Für Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG gelten mangels Spezialregelung die allgemeinen Voraussetzungen für die Ausrichtung eines Taggeldes. Das Taggeld (Grundentschädigung) bemisst sich nach Art. 23 Abs. 1 IVG und beträgt 80% des zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens. Hat die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens kein Erwerbseinkommen erzielt, besteht folglich kein Anspruch auf ein Taggeld.
“April 2022 dem Aufbau der physischen und psychischen Belastbarkeit, dem Aufbau einer beruflichen Tagesstruktur und der Steigerung der Präsenzzeit sowie der Förderung von Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenzen. Damit handelt es sich um eine Massnahme zur sozialberuflichen Rehabilitation und folglich um eine Integrationsmassnahme nach Art. 14a IVG. Solche Massnahmen sind definitionsgemäss auf die berufliche Eingliederung gerichtet. Indessen handelt es sich dabei nicht ohne Weiteres auch um eine gezielte Vorbereitung auf die erstmalige berufliche Ausbildung, die als Teil der beruflichen Erstausbildung gemäss Art. 5 IVV anzusehen ist. Eine solche kann bloss unter den in Art. 5 Abs. 2 lit. a bis c IVV genannten Voraussetzungen angenommen werden. Da vorliegend im umstrittenen Zeitraum noch nicht einmal eine Berufswahl getroffen worden war, sind diese Voraussetzungen klar nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin befindet sich damit nicht in der erstmaligen beruflichen Ausbildung oder in der gezielten Vorbereitung auf eine solche. Für die Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG gelten mangels Spezialregelung die allgemeinen Voraussetzungen für die Ausrichtung eines Taggeldes (vgl.: KSTI, Stand 1. Januar 2023, Rz. 0801 bis 0804; vgl. auch: Anhang III des KSTI). Das Taggeld (Grundentschädigung) beträgt folglich 80% des letzten ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens (Art. 23 Abs. 1 IVG). Hat die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens kein Einkommen erzielt, erhält sie folglich kein Taggeld. Damit soll letztlich die Gleichbehandlung von jungen Versicherten und gesunden Personen in Ausbildung sichergestellt werden (Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [Weiterentwicklung der IV], in: Bundesblatt [BBl] 2017, S. 2535ff., S. 2578). Da die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen ist, hat sie kein für die Bemessung des Taggeldes relevantes Einkommen erzielt. Damit hat sie während der Integrationsmassnahme kein Anspruch auf ein Taggeld bzw. beträgt dieses Taggeld Fr.”
Soweit für die Beurteilung des Anspruchs auf berufliche Massnahmen erforderlich, sind gegebenenfalls medizinische Abklärungen, insbesondere psychiatrische Untersuchungen, durchzuführen, bevor über die Anordnung oder die Verneinung solcher Massnahmen entschieden wird.
“Lebensjahrs nach neuem Recht ebenfalls nur eine drohende Invalidität vorausgesetzt wird (Art. 14a Abs. 1 lit. b IVG) - oder auch Berufsberatung gemäss Art. 15 IVG in Betracht. Indem die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen pauschal verneint hat, hat sie sich nicht damit auseinandergesetzt, in welcher Form der Beschwerdeführer Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung benötigt und welche weiteren Leistungen er hierfür beanspruchen könnte. Dies wird sie allenfalls - bei entsprechendem Resultat der medizinischen Abklärungen - nachzuholen haben. 4.%1 Die Beschwerde ist somit in dem Sinn gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 29. April 2022 (Urk. 2) aufgehoben und die Sache zur Durchführung von medizinischen Abklärungen, insbesondere einer psychiatrischen Untersuchung, sowie gegebenenfalls zur Prüfung geeigneter beruflicher Massnahmen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.”
Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG sind als Vorstufe zu den Massnahmen beruflicher Art konzipiert. Sie sollen die Voraussetzungen für nachfolgende berufliche Eingliederungsmassnahmen schaffen, die Lücke zwischen sozialer und beruflicher Integration überbrücken und richten sich insbesondere auf sozial‑berufliche Rehabilitation (z. B. Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Stabilisierung, Einübung sozialer Grundfähigkeiten) sowie auf Beschäftigungsmassnahmen zur Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur.
“Die Integrationsmassnahmen gemäss Art. 14a IVG dienen dazu, die Voraussetzungen zu schaffen, um Massnahmen beruflicher Art durchzuführen. Dabei soll durch gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Förderung der Arbeitsmotivation, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben sozialer Grundfähigkeiten) und Beschäftigungsmassnahmen (Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur für die Zeit bis zum Beginn von Massnahmen beruflicher Art oder bis zu einem Stellenantritt auf dem freien Arbeitsmarkt) die Lücke zwischen sozialer und beruflicher Integration geschlossen werden (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 14a Rz. 1).”
“Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (Bst. a), und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Bst. b). Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis IVG). Zu den Eingliederungsmassnahmen gehören namentlich Integrationsmassnahmen und berufliche Massnahmen (Art. 8 Abs. 3 Bst. ater und b). Gemäss Art. 14a IVG haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen) Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind (Abs. 1 Bst. a). Der Anspruch besteht nur, wenn durch die Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Abs. 1bis). Als Integrationsmassnahmen gelten gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation sowie Beschäftigungsmassnahmen (Abs. 2). Die beruflichen Massnahmen sind in Art. 15 ff. IVG geregelt. Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, haben Anspruch auf Berufsberatung (Art. 15 IVG). Die spezielle Invalidität i. S. v. Art. 15 IVG liegt in der gesundheitlich bedingten Behinderung in der Berufswahl oder in der Ausübung der bisherigen Tätigkeit des an sich zur Berufswahl fähigen Versicherten, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können.”
“Ein Anspruch auf Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe) setzt voraus, dass die objektive und subjektive Eingliederungsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 28. Januar 2019, 8C_163/2018, E. 4.3.3.2 und vom 25. März 2014, 8C_664/2013, E. 2). Im Sinne einer Vorstufe zu den eigentlichen beruflichen Massnahmen im Hinblick auf eine optimale Arbeitsintegration wurden die Integrationsmassnahmen (vgl. Art. 14a IVG) zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung mit der”
Massnahmen, die primär der Stabilisierung der Alltags- oder Lebenspraxis dienen, sind nicht notwendigerweise als Integrationsmassnahmen im Sinn von Art. 14a IVG zu qualifizieren. Entsprechend kann bei einer primär stabilisierenden Zielsetzung das Vorliegen eines Eingliederungswillens oder einer subjektiven Eingliederungsfähigkeit fehlen; dies kann die Qualifikation als Integrationsmassnahme verneinen und rechtfertigt, gestützt auf die Verwaltungspraxis, das Abschliessen der beruflichen Eingliederungsmassnahmen ohne Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens.
“April 2022 berichtet, es gehe beim Beschwerdeführer um den zeitnahen Beginn einer "Stabilisierungsphase" bzw. darum, die Wahrscheinlichkeit einer Destabilisierung nach erfolgreicher Krisenintervention in der Klinik D.________ zu minimieren und so das mittelfristige Ziel des Wiedereinstiegs in die Berufsbildung zu sichern. Die Vorinstanz hat dargelegt, gemäss Aussagen des Vaters habe die Massnahme in der Institution F.________ primär der Stabilisierung und (im Umkehrschluss) nicht der gezielten Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gedient. Diese Folgerung stehe im Einklang mit der Empfehlung der Klinik D.________, wonach der Beschwerdeführer in die Institution F.________ eintreten solle, um "die lebenspraktischen Fähigkeiten im Alltag zu stärken" und das "Ziel des selbstständigen Wohnens" anzustreben, da die psychiatrische Krankheitskonstellation momentan eine selbstständige Lebensführung verhindere. Nach dem Gesagten ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass der Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Institution F.________ nicht als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG zu qualifizieren sei. Dem Beschwerdeführer habe es ferner an einem Eingliederungswillen bzw. einer subjektiven Eingliederungsfähigkeit für eine gezielte Vorbereitungsmassnahme gefehlt, sodass die Verwaltung die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ohne Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens habe abschliessen dürfen.”
“April 2022, es gehe um den zeitnahen Beginn einer "Stabilisierungsphase" bzw. darum, die Wahrscheinlichkeit einer Destabilisierung nach erfolgreicher Krisenintervention in der Klinik E.________ zu minimieren und so das mittelfristige Ziel des Wiedereinstiegs in die Berufsbildung zu sichern (act. II 100/1). Im Einklang mit den Aussagen des Vaters des Beschwerdeführers, wonach die Massnahme in der Institution G.________ primär der Stabilisierung diente und (im Umkehrschluss) nicht der gezielten Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, steht schliesslich die Empfehlung der Klinik E.________, der Beschwerdeführer solle in die Institution G.________ eintreten, um "die lebenspraktischen Fähigkeiten im Alltag zu stärken" und das "Ziel des selbständigen Wohnens" anzustreben, da die psychiatrische Krankheitskonstellation momentan eine selbstständige Lebensführung verhindere (act. II 95 S. 3). Mithin ist die durch die Institution G.________ durchgeführte Massnahme nicht als lntegrationsmassnahme im Sinne des Art. 14a IVG zu qualifizieren. Die Beschwerdegegnerin hat den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen in Form einer lntegrationsmassnahme zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung in der Institution G.________ folglich zu Recht verneint. Weil mit der in der Institution G.________ bereits angetretenen Massnahme eine Stabilisierung und nicht eine gezielte Vorbereitung auf eine berufliche Eingliederung angestrebt wurde, fehlte es dem Beschwerdeführer ferner an einem Eingliederungswillen bzw. einer subjektiven Eingliederungsfähigkeit für eine gezielte Vorbereitungsmassnahme, sodass die Verwaltung die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ohne Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens abschliessen durfte (vgl. SVR 2022 IV Nr. 23 S. 73; Entscheid des Bundesgerichts vom 17. August 2022, 8C_287/2022 E. 5.2.4 mit Hinweisen).”
Erfolgswirksame sozial‑berufliche Rehabilitation nach Art. 14a Abs. 2 IVG kann bei der Leistungsbemessung berücksichtigt werden. Ist unter Berücksichtigung einer erreichbar erscheinenden Präsenz‑ und Leistungssteigerung (z. B. attestierte Restarbeitsfähigkeit) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine höhere Arbeits‑/Leistungsfähigkeit annahmbar, ist ein Einkommensvergleich zulässig; bei ungenügender Mitwirkung des Versicherten können Leistungen entsprechend verweigert oder gekürzt werden.
“Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine Überprüfung der laufenden ganzen Rente in Anwendung von Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG, wonach eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich sind (E. 3.5 hiervor), vornahm. Denn der Beschwerdeführer ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn er seine Schadenminderungspflicht wahrgenommen hätte (vgl. E. 5.3.2 hiernach). Bei ordentlicher Mitwirkung hätte er das Aufbautraining in der G.________ bereits am 13. August 2022 abgeschlossen (act. IIA 285). Weiter ist davon auszugehen, dass er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) durch diese sozial-berufliche Rehabilitation (Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG) die Präsenzzeit und Leistungsfähigkeit faktisch auf das Ausmass der medizinisch-theoretisch attestierten Restarbeitsfähigkeit von 70 % (30 % Einschränkung in einer angepassten Arbeit [act. IIA 271]) hätte steigern können. Die Beschwerdegegnerin nahm deshalb zu Recht einen Einkommensvergleich unter Berücksichtigung einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % vor.”
Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Art. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation.
“Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen) haben unter anderem Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind. Der Anspruch besteht nur, wenn durch die Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1bis IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Art. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
Die kumulativen zeitlichen Voraussetzungen von Art. 14a Abs. 1 IVG (mindestens 50% Arbeitsunfähigkeit während mindestens sechs Monaten) können sich auch auf Zeiten in der Vergangenheit beziehen und demnach rückwirkend als erfüllt gelten.
“In Bezug auf die Integrationsmassnahmen argumentierte die Vorinstanz sodann, dass diese selbst bei Bejahung einer invalidenrechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit abzulehnen wären, da die zeitlichen und umfangmässigen Voraussetzungen einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% während mindestens sechs Monaten nicht erfüllt seien (BVGer-act. 12, S. 2). Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nach ihrem Spitalaufenthalt im Oktober 2020 erst nach rund einjähriger Abwesenheit wieder eine berufliche Beschäftigung in einem Arbeitsbetrieb aufnehmen konnte. Die kumulativen Voraussetzungen von Art. 14a Abs. 1 IVG wären insoweit in der Vergangenheit ohne Weiteres erfüllt gewesen. Abgesehen davon wurden vorliegend ohnehin keine Akten erhoben, die eine zuverlässige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ermöglichten.”
Die Eingliederungsfähigkeit schliesst eine Rentenzusage nicht automatisch aus. Nach der Rechtsprechung kann ein Rentenanspruch in bestimmten Fällen trotz Eingliederungsfähigkeit nicht von vornherein ausgeschlossen werden, solange geeignete Eingliederungsmassnahmen die Erwerbsunfähigkeit nicht tatsächlich behoben oder in für den Rentenanspruch erheblicher Weise vermindert haben.
“Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben nach Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Zu diesen Massnahmen gehören die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG (Art. 8 Abs. 3 lit. abis IVG) und die in Art. 15 ff. IVG geregelten Massnahmen beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). Nach dem Prinzip «Eingliederung vor Rente», wie es in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG in der ab Januar 2008 geltenden Fassung ausdrücklich festgeschrieben worden ist, aber schon vorher gegolten hatte, kann vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen, insbesondere derjenigen beruflicher Art, eine Rente grundsätzlich nur gewährt werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_186/2009 vom 29. Juni 2009 E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 121 V 190 E. 4a und c). Ausserdem schliesst das Bundesgericht in bestimmten Konstellationen einen Rentenanspruch auch bei an sich eingliederungsfähigen Personen solange nicht aus, als die Erwerbsunfähigkeit nicht oder noch nicht mit geeigneten Eingliederungsmassnahmen tatsächlich behoben oder in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise verringert werden konnte (vgl.”
Für einen Anspruch nach Art. 14a Abs. 1 IVG ist vorausgesetzt, dass die Versicherte/der Versicherte seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig ist und diese Arbeitsunfähigkeit sich nicht nur auf den bisherigen Beruf/Aufgabenbereich, sondern ebenfalls auf eine zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich bezieht.
“Zu prüfen ist im Folgenden zunächst, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Integrationsmassnahmen gemäss Art. 14a IVG hat. Wie zuvor dargelegt, setzen Integrationsmassnahmen eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG von mindestens 50% während mindestens eines halben Jahres nicht nur im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich, sondern auch in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich, voraus (Art. 14a Abs. 1 IVG; BGE 137 V 1 E. 7; vgl. auch Urteil des BGer 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.2.3). Ein Mindestinvaliditätsgrad ist jedoch nicht vorausgesetzt (SVR 2010 IV Nr. 24). Dies bedeutet mit anderen Worten, dass die Frage, ob einer diagnostizierten Störung die Bedeutung eines dauerhaften Gesundheitsschadens beizumessen ist, nicht relevant ist, da ein solcher gerade nicht Anspruchsvoraussetzung für eine Integrationsmassnahme gemäss Art. 14a IVG bildet (vgl. hiervor E. 6.2).”
“Die Beschwerdegegnerin verneinte auch zu Recht einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung, da die Beschwerdeführerin bei der Stellensuche selber nicht gesundheitsbedingt eingeschränkt ist (Urk. 2 S. 2). Infolge der 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer angepassten Verweistätigkeit ist ferner nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf andere Eingliederungsmassnahmen ohne Weiterungen sinngemäss verneinte. Gemäss Art. 14a Abs. 1 lit. a IVG setzen Integrationsmassnahmen (nebst anderem) eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit während mindestens sechs Monaten voraus, die sich nicht nur auf den bisherigen Beruf, sondern auch auf die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich bezieht (BGE 137 V 1 E. 7).”
“Nach Art. 14a Abs. 1 IVG haben Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können oder die Massnahmen zu einem Stellenantritt auf dem freien Arbeitsmarkt führen (BGE 137 V 1 E. 3.2 S. 4). Der Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a Abs. 1 IVG setzt eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit nicht nur im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 1 ATSG), sondern auch in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 2 ATSG) voraus (BGE 137 V 1; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, S. 173, Rz. 2), die darüber hinaus weiter anzudauern hat (vgl. Nicole Peter, Berufliche Eingliederung im Kontext der europäischen Sachleistungsaushilfe, in SZS 2021 S.”
Integrationsmassnahmen können bei versicherten Personen, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind, durch ein mehrmonatiges Training an einem geschützten Arbeitsplatz dazu beitragen, Eingliederungsfähigkeit zu erlangen. Integrationsmassnahmen bezwecken die Herstellung oder Erhaltung der Eingliederungsfähigkeit.
“So erklärte Dr. E.____, dass der Versicherte aufgrund seiner psychischen Erkrankung in seinem Vermögen, selbstständig Aktivitäten zu initiieren, wesentlich eingeschränkt sei. Er verfüge hierfür auch nicht über die notwendigen Ressourcen. Die Persönlichkeitsstruktur des Versicherten und die bei ihm bestehenden Beeinträchtigungen seien derart erheblich, dass er sich nicht selbst in den Arbeitsmarkt eingliedern könne. Weiter geht aus seiner Beurteilung hervor, dass ein beruflicher Wiedereinstieg des Versicherten mit dem Ziel der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt vom Erfolg eines Arbeits- und Belastbarkeitstrainings von mehreren Monaten an einem geschützten Arbeitsplatz abhängt. Er mutete dem Versicherten auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtete IV-rechtliche Eingliederungsmassnahmen noch nicht zu. Indem er aber eine Arbeitstätigkeit im geschützten Rahmen vorschlug, ist davon auszugehen, dass er die Durchführung von Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG als eine Möglichkeit erachtete, den Versicherten in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Integrationsmassnahmen bezwecken, bei denjenigen versicherten Personen, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu erhalten (vgl. Bundesblatt 2005 4521 ff., 4564). Ein Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung setzt gemäss Art. 4quater Abs. 1 IVV voraus, dass die versicherte Person fähig ist, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche zu arbeiten (vgl. zum Sinn und Zweck der Mindestpräsenzzeit: Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit - Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum”
Vorrang der Eingliederung: Für Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG gilt das Prinzip «Eingliederung vor Rente». Solange Integrationsmassnahmen noch in Betracht gezogen werden können, ist ein Rentenanspruch grundsätzlich nicht zu prüfen und kann keine Rente zugesprochen werden. Der Rentenanspruch kann erst nach Abschluss bzw. dem Ausscheiden der Integrationsmassnahmen geprüft werden; dies gilt auch bei nur teilweisem Erfolg oder Scheitern der Massnahmen. Abklärungsmassnahmen, die ergeben, dass eine Eingliederung nicht möglich ist, können jedoch eine rückwirkende Rentenzusprechung rechtfertigen.
“Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1, je mit Hinweis auf die Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. IV-Revision], BBl 2005 4459 ff., 4521 ff., 4531 und 4568). Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war (Urteil BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1; BGE 121 V 190 E. 4a; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage 2014, Art. 28 N. 16). Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen (wie sie auch der Beschwerdeführerin zugesprochen worden waren), bei welchen es sich um eine besondere Form von Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 Bst. abis und Art. 14a IVG sowie Art. 4quater ff. der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; vgl. Urteil BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 3.2): Solange Integrationsmassnahmen in Betracht fallen können, ist der Anspruch auf eine Rente deshalb nicht zu prüfen und kann eine Rente nicht zugesprochen werden (Urteile BGer 8C_951/2010 vom 30. Mai 2011 E. 3.3; 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1). Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1, je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e; Meyer/Reichmuth, Art. 28 N. 7). Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 121 V 190 E.”
“«Eingliederung statt Rente» hat die IV-Stelle zuerst abzuklären, ob die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile des Bundesgerichts 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1). Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nach Ablauf der einjährigen Wartezeit nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen, bei welchen es sich um eine besondere Form von Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 lit. abis und Art. 14a IVG sowie Art. 4quater ff. IVV [je in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen, hier anwendbaren Fassung]; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 3.2). Solange Integrationsmassnahmen in Betracht fallen können, ist der Anspruch auf eine Rente deshalb nicht zu prüfen und kann eine Rente nicht zugesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_951/2010 vom 30. Mai 2011 E. 3.3 mit Hinweisen). Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1, je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e). Ist die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit eingliederungsfähig, bleibt es entsprechend beim Vorrang der Eingliederung, und sie erhält, wenn die Eingliederung nicht sofort angetreten werden kann, nach Massgabe von Art.”
“Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1, je mit Hinweis auf die Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. IV-Revision], BBl 2005 4459 ff., 4521 ff., 4531 und 4568). Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war (Urteil BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1; BGE 121 V 190 E. 4a; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 28 N. 16). Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen, bei welchen es sich um eine besondere Form von Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 Bst. a bis und Art. 14a IVG sowie Art. 4quater ff. IVV [je in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung]; vgl. Urteil BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 3.2). Solange Integrationsmassnahmen in Betracht fallen können, ist der Anspruch auf eine Rente deshalb nicht zu prüfen und kann eine Rente nicht zugesprochen werden (Urteile BGer 8C_951/2010 vom 30. Mai 2011 E. 3.3 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1). Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1, je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e; Meyer/Reichmuth, Art. 28 N. 7). Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 121 V 190 E.”
“Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben nach Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Zu diesen Massnahmen gehören die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG (Art. 8 Abs. 3 lit. abis IVG) und die in Art. 15 ff. IVG geregelten Massnahmen beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). Nach dem Prinzip «Eingliederung vor Rente», wie es in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG in der ab Januar 2008 geltenden Fassung ausdrücklich festgeschrieben worden ist, aber schon vorher gegolten hatte, kann vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen, insbesondere derjenigen beruflicher Art, eine Rente grundsätzlich nur gewährt werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_186/2009 vom 29. Juni 2009 E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 121 V 190 E. 4a und c). Ausserdem schliesst das Bundesgericht in bestimmten Konstellationen einen Rentenanspruch auch bei an sich eingliederungsfähigen Personen solange nicht aus, als die Erwerbsunfähigkeit nicht oder noch nicht mit geeigneten Eingliederungsmassnahmen tatsächlich behoben oder in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise verringert werden konnte (vgl.”
Abklärungsmassnahmen, die zum Ergebnis führen, dass die versicherte Person nicht eingliederungsfähig ist, können die Zusprache einer Rente (gegebenenfalls rückwirkend) rechtfertigen. Dies ist von Integrationsmassnahmen zu unterscheiden, bei denen — solange sie in Betracht fallen — der Vorrang der Eingliederung gilt und eine Rentenzusprache nicht zu prüfen ist.
“Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1, je mit Hinweis auf die Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. IV-Revision], BBl 2005 4459 ff., 4521 ff., 4531 und 4568). Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war (Urteil BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1; BGE 121 V 190 E. 4a; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage 2014, Art. 28 N. 16). Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen (wie sie auch der Beschwerdeführerin zugesprochen worden waren), bei welchen es sich um eine besondere Form von Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 Bst. abis und Art. 14a IVG sowie Art. 4quater ff. der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; vgl. Urteil BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 3.2): Solange Integrationsmassnahmen in Betracht fallen können, ist der Anspruch auf eine Rente deshalb nicht zu prüfen und kann eine Rente nicht zugesprochen werden (Urteile BGer 8C_951/2010 vom 30. Mai 2011 E. 3.3; 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1). Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1, je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e; Meyer/Reichmuth, Art. 28 N. 7). Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 121 V 190 E.”
“«Eingliederung statt Rente» hat die IV-Stelle zuerst abzuklären, ob die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur wenn keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile des Bundesgerichts 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1). Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nach Ablauf der einjährigen Wartezeit nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen, bei welchen es sich um eine besondere Form von Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 lit. abis und Art. 14a IVG sowie Art. 4quater ff. IVV [je in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen, hier anwendbaren Fassung]; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 3.2). Solange Integrationsmassnahmen in Betracht fallen können, ist der Anspruch auf eine Rente deshalb nicht zu prüfen und kann eine Rente nicht zugesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_951/2010 vom 30. Mai 2011 E. 3.3 mit Hinweisen). Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1, je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e). Ist die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit eingliederungsfähig, bleibt es entsprechend beim Vorrang der Eingliederung, und sie erhält, wenn die Eingliederung nicht sofort angetreten werden kann, nach Massgabe von Art.”
“Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1, je mit Hinweis auf die Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. IV-Revision], BBl 2005 4459 ff., 4521 ff., 4531 und 4568). Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war (Urteil BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1; BGE 121 V 190 E. 4a; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 28 N. 16). Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen, bei welchen es sich um eine besondere Form von Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 Bst. a bis und Art. 14a IVG sowie Art. 4quater ff. IVV [je in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung]; vgl. Urteil BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 3.2). Solange Integrationsmassnahmen in Betracht fallen können, ist der Anspruch auf eine Rente deshalb nicht zu prüfen und kann eine Rente nicht zugesprochen werden (Urteile BGer 8C_951/2010 vom 30. Mai 2011 E. 3.3 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1). Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1, je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e; Meyer/Reichmuth, Art. 28 N. 7). Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 121 V 190 E.”
Vor Gewährung von Integrationsmassnahmen ist prognostisch zu prüfen, ob dadurch die Eingliederungsfähigkeit hergestellt werden kann. Zudem sind Geeignetheit, Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit der Massnahmen konkret abzuklären und entsprechende Feststellungen zu treffen.
“Soweit die Vorinstanz den Anspruch auf Integrationsmassnahmen gestützt auf Art. 14a Abs. 1bis IVG (in der seit 1. Januar 2022 bestehenden Fassung) negiert (vgl. BVGer-act. 12), ist festzuhalten, dass mit dieser Regelung die bisher bestehende Rechtslage weitergeführt werden sollte (BBl 2017 2535, S. 2655). Demnach war schon vor der Gesetzesrevision vor der Gewährung einer Integrationsmassnahme zu prüfen, ob die Eingliederungsfähigkeit dadurch erfolgreich hergestellt werden konnte (zur prognostischen Betrachtungsweise siehe Urteil des BGer 9C_71/2023 vom 5. September 2023 E. 3.3.1; zur Geeignetheit, Notwendigkeit, Verhältnismässigkeit vgl. Urteil des BGer 8C_503/2022 vom 8. Februar 2023 E. 3.2 f.). Auch diesbezüglich wurden seitens der Vorinstanz bislang keine Abklärungen getätigt und keine Feststellungen getroffen. Dies wird noch nachzuholen sein.”
“Soweit die Vorinstanz den Anspruch auf Integrationsmassnahmen gestützt auf Art. 14a Abs. 1bis IVG (in der seit 1. Januar 2022 bestehenden Fassung) negiert (vgl. BVGer-act. 12), ist festzuhalten, dass mit dieser Regelung die bisher bestehende Rechtslage weitergeführt werden sollte (BBl 2017 2535, S. 2655). Demnach war schon vor der Gesetzesrevision vor der Gewährung einer Integrationsmassnahme zu prüfen, ob die Eingliederungsfähigkeit dadurch erfolgreich hergestellt werden konnte (zur prognostischen Betrachtungsweise siehe Urteil des BGer 9C_71/2023 vom 5. September 2023 E. 3.3.1; zur Geeignetheit, Notwendigkeit, Verhältnismässigkeit vgl. Urteil des BGer 8C_503/2022 vom 8. Februar 2023 E. 3.2 f.). Auch diesbezüglich wurden seitens der Vorinstanz bislang keine Abklärungen getätigt und keine Feststellungen getroffen. Dies wird noch nachzuholen sein.”
Solange Integrations- oder Eingliederungsmassnahmen nach Art. 14a IVG in Betracht gezogen werden können, ist eine Invalidenrente grundsätzlich nicht zu prüfen bzw. zuzusprechen. Ein Anspruch auf Rente entsteht in der Regel erst nach Abschluss solcher Massnahmen; dies gilt auch dann, wenn die Massnahmen nur teilweise erfolgreich waren oder gescheitert sind. Eine Ausnahme besteht nur, wenn bereits Abklärungs- oder sonstige Massnahmen ergeben haben, dass die versicherte Person nicht (oder noch nicht) zur Re‑Integration fähig ist.
“Nur wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen (Urteile BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1 und 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1, je mit Hinweis auf die Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. IV-Revision], BBl 2005 4459 ff., 4521 ff., 4531 und 4568). Nach der gesetzlichen Konzeption kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war (Urteil BGer 9C_108/2012 vom 5. Juni 2012 E. 2.2.1; BGE 121 V 190 E. 4a; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage 2014, Art. 28 N. 16). Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen (wie sie auch der Beschwerdeführerin zugesprochen worden waren), bei welchen es sich um eine besondere Form von Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 Bst. abis und Art. 14a IVG sowie Art. 4quater ff. der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; vgl. Urteil BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 3.2): Solange Integrationsmassnahmen in Betracht fallen können, ist der Anspruch auf eine Rente deshalb nicht zu prüfen und kann eine Rente nicht zugesprochen werden (Urteile BGer 8C_951/2010 vom 30. Mai 2011 E. 3.3; 9C_99/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3.1). Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur einen Teilerfolg brachten oder scheiterten (Urteile BGer 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1 und 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1, je mit Hinweis auf BGE 121 V 190 E. 4c, d und e; Meyer/Reichmuth, Art. 28 N. 7). Anders verhält es sich nach Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (BGE 121 V 190 E.”
“Dans les autres cas, une rente de l'assurance-invalidité ne peut être allouée avec effet rétroactif que si les mesures d'instruction destinées à démontrer que l'assuré est susceptible d'être réadapté ont révélé que celui-ci ne l'était pas (ATF 121 V 190 consid. 4d ; arrêts 9C_380/2021 du 31 janvier 2022 consid. 5.1 et les références ; 9C_794/2007 du 27 octobre 2008 consid. 2.2). Dans l’arrêt 9C_689/2019 précité, le Tribunal fédéral a considéré qu’un droit à la rente ne peut naître qu'après la fin des mesures de réadaptation, et ce même si celles-ci n'ont eu qu'un succès partiel ou ont échoué. Avant cette date, une rente d'invalidité ne doit être octroyée, le cas échéant avec effet rétroactif, que si la personne assurée n'est pas ou pas encore apte à la réadaptation (arrêt 9C_450/2019 du 14 novembre 2019 consid. 3.3.1 avec référence à l'ATF 121 V 190 consid. 4c, d et e p. 192 ss). Dans le cas d’espèce, il était établi que l’assuré avait bénéficié, de février 2015 à août 2016, de diverses mesures de réinsertion en vue de sa préparation à la réadaptation professionnelle au sens de l'art. 14a LAI, pour lesquelles des indemnités journalières lui avaient été versées. Le fait que, selon l'évaluation rétrospective de l'expert psychiatrique, il existait une capacité de travail de 40% en janvier 2015, puis de 50% de mai 2015 à août 2016 inclus, après l'expiration de l'année d'attente, n'était contesté par aucune des parties. Du point de vue médical, l’assuré était donc apte à la réadaptation, de sorte qu'un droit à une rente pour cette période n'entrait pas en ligne de compte sans autre (cf. art. 29 al. 2 LAI). 5.5.2 En l’espèce, du point de vue strictement psychiatrique, la capacité de travail de la recourante était de 0% depuis le 1er août 2019, selon le rapport de la Dre C______ du 14 juillet 2020. Cela étant, la Dre C______ n’a pas formé d’objections dans ce rapport au fait que la recourante envisageait une reprise thérapeutique à 20% dès le 1er septembre 2020. Il n’est en outre pas contestable que cette dernière a été apte à se soumettre à la mesure de reprise thérapeutique, à 20% dans un premier temps, et qu’elle a pleinement adhéré à cette mesure.”
Vorher bereits zugesprochene Integrationsmassnahmen (z. B. insgesamt knapp neun Monate) stehen einem neuerlichen Anspruch nach Art. 14a IVG nicht grundsätzlich entgegen; Integrationsmassnahmen können wiederholt zugesprochen werden. Eine einzelne Massnahme kann grundsätzlich bis zu einem Jahr dauern und darf in Ausnahmefällen um höchstens ein Jahr verlängert werden (insgesamt damit bis zu zwei Jahre).
“Sodann stehen die bisher zugesprochenen Integrationsmassnahmen von knapp neun Monaten (Urk. 9/48, 9/64, 9/68) einem neuerlichen Anspruch auf eine Integrationsmassnahme nicht entgegen, kann eine solche doch wiederholt und gesamthaft für die Dauer eines Jahres zugesprochen und im Ausnahmefall gar um ein Jahr verlängert werden (E. 1.2.4). Was die Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers für eine solche Massnahme anbelangt, sprach sich Dr. B.___ in ihrem im gerichtlichen Verfahren eingereichten Schreiben zwar gegen eine aktuelle Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus, bezeichnete die Prognose für eine Eingliederung nach Integration und Gewöhnung an die Arbeitsstunden aber als gut (Urk. 6/1 S. 1), erachtete mithin die Eingliederungsfähigkeit für eine Integrationsmassnahme als gegeben und eine entsprechende Massnahme als grundsätzlich geeignet, die berufliche Eingliederung zu fördern. Entsprechend ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine neuerliche Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG grundsätzlich zu bejahen und der angefochtene Entscheid in Gutheissung der Beschwerde, soweit er den Anspruch auf eine solche verneint, aufzuheben. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Beschwerdegegnerin zur Prüfung der konkreten Massnahme zu überweisen.”
Die IV‑Stelle begleitet die versicherte Person im Rahmen des individuellen Eingliederungsplans mit schriftlicher Zielvereinbarung und überwacht den Erfolg der Massnahmen. Sie prüft anhand dieser Zielvereinbarung, ob die vereinbarten Zwischenziele erreicht wurden. Werden Zwischenziele nicht erreicht, ist eine vorzeitige Beendigung oder eine Unterbrechung der Massnahme zu prüfen.
“Die IV-Stelle überwacht den Erfolg der Massnahme (aArt. 14a Abs. 4 IVG; neu: Art. 41a Abs. 2 lit. c IVV [in Kraft seit 1. Januar 2022]). Das geschieht in dem Sinne, dass sie anhand des sich in einer schriftlichen Zielvereinbarung zwischen dem Anbieter der Integrationsmassnahme, der versicherten Person und der IV-Stelle niederschlagenden Eingliederungsplanes überprüft, ob die Zwischenziele erreicht wurden. Bei Nichterreichung der Zwischenziele stellt sich die Frage einer vorzeitigen Beendigung oder Unterbrechung der Massnahme nach Art. 4 sexies Abs. 3 IVV (SILVIA BUCHER, a.a.O., S. 299 Rz. 579).”
“Die Integrationsmassnahmen sind auf die berufliche Eingliederung gerichtet, indem die Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation die Eingliederungsfähigkeit in Bezug auf Massnahmen beruflicher Art herstellen sollen. "Gezielt" auf die berufliche Eingliederung gerichtet sind die Integrationsmassnahmen, indem sie im Rahmen eines individuellen Eingliederungsplanes im Hinblick auf ein konkretes Ziel der beruflichen Eingliederung erfolgen (SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 278 Rz. 538). Dieser vom Bundesrat betonten, sich auch aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ergebenden Fokussierung (vgl. Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. Revision], BBl 2005 4459 ff. Ziff. 1.6.1.3.2) dienen der individuelle Eingliederungsplan mit Zielvereinbarung sowie der ausdrückliche Auftrag an die IV-Stelle in aArt. 14a Abs. 4 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung), die versicherte Person zu begleiten und den Erfolg der Massnahmen zu überwachen. "Gezielt" bedeutet auch, dass auf den Einzelfall bezogen und verbindlich geplant vorzugehen ist und dass - auch als Korrelat zur intensivierten Begleitung durch die IV-Stelle (vgl. Botschaft, a.a.O.) - die Mitwirkungspflicht der versicherten Person einzufordern ist (ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27 bis IVG], 2014, N. 64 zu Art. 14a IVG). Die Integrationsmassnahmen sollen möglichst niederschwellig ausgestaltet werden (Botschaft, a.a.O.).”
“"Gezielt" auf die berufliche Eingliederung gerichtet sind die Integrationsmassnahmen, indem sie im Rahmen eines individuellen Eingliederungsplanes im Hinblick auf ein konkretes Ziel der beruflichen Eingliederung erfolgen (Silvia Bucher, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 278 Rz. 538). Dieser vom Bundesrat betonten, sich auch aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ergebenden Fokussierung dienen der individuelle Eingliederungsplan mit Zielvereinbarung sowie der ausdrückliche Auftrag an die IV-Stelle in (a)Art. 14a Abs. 4 (IVV; in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung), die versicherte Person zu begleiten und den Erfolg der Massnahmen zu überwachen. "Gezielt" bedeutet auch, dass auf den Einzelfall bezogen und verbindlich geplant vorzugehen ist und dass – auch als Korrelat zur intensivierten Begleitung durch die IV-Stelle – die Mitwirkungspflicht der versicherten Person einzufordern ist (Erwin Murer, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27bis IVG], 2014, Rz. 64). Die IV-Stelle überwacht den Erfolg der Massnahmen (aArt. 14a Abs. 4 IVG; nunmehr Art. 41a Abs. 2 lit. c IVV [in Kraft seit 1. Januar 2022]) in dem Sinne, dass sie anhand des sich in einer schriftlichen Zielvereinbarung zwischen dem Anbieter der Integrationsmassnahme, der versicherten Person und der IV-Stelle niederschlagenden Eingliederungsplans überprüft, ob die Zwischenziele erreicht wurden, wobei sich bei Nichterreichung der Zwischenziele die Frage einer vorzeitigen Beendigung oder Unterbrechung der Massnahme nach Art. 4sexies Abs. 3 IVV stellt (Silvia Bucher, a.a.O., 2011, S. 299 Rz. 579).”
Für Teilnahme an Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die erstmalige berufliche Ausbildung besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Taggeld nach Art. 22 Abs. 1 IVG, sofern die Voraussetzungen von Art. 22 Abs. 1 erfüllt sind. Die Verfügung kann jedoch eine Kostengutsprache ohne Zusprache eines Taggeldes vorsehen.
“Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung vom 15. März 2021 (AB 53) Kostengutsprache für die Vorbereitung auf die erstmalige berufliche Ausbildung vom 12. Januar bis 31. Juli 2021, dies ohne Zusprache eines Taggeldes. Für die Teilnahme an einer solchen Integrationsmassnahme zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne Art. 8 Abs. 3 lit. abis i.V.m. Art. 14a IVG besteht gemäss Art. 22 Abs. 1 IVG grundsätzlich Anspruch auf ein Taggeld, wenn eine der beiden folgenden Tatbestandsvarianten erfüllt ist (vgl. E. 2.2 hiervor und BGE 146 V 271 E. 6.1 S. 279).”
Ein Anspruch auf Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG setzt voraus, dass die versicherte Person die in Art. 4quater Abs. 1 IVV genannten Mindestarbeitszeiten erbringen kann; dies wird in der Praxis als Fähigkeit verstanden, mindestens zwei Stunden pro Tag an wenigstens vier Tagen pro Woche zu arbeiten.
“Er mutete dem Versicherten auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtete IV-rechtliche Eingliederungsmassnahmen noch nicht zu. Indem er aber eine Arbeitstätigkeit im geschützten Rahmen vorschlug, ist davon auszugehen, dass er die Durchführung von Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG als eine Möglichkeit erachtete, den Versicherten in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Integrationsmassnahmen bezwecken, bei denjenigen versicherten Personen, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu erhalten (vgl. Bundesblatt 2005 4521 ff., 4564). Ein Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung setzt gemäss Art. 4quater Abs. 1 IVV voraus, dass die versicherte Person fähig ist, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche zu arbeiten (vgl. zum Sinn und Zweck der Mindestpräsenzzeit: Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit - Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum”
“Er mutete dem Versicherten auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtete IV-rechtliche Eingliederungsmassnahmen noch nicht zu. Indem er aber eine Arbeitstätigkeit im geschützten Rahmen vorschlug, ist davon auszugehen, dass er die Durchführung von Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG als eine Möglichkeit erachtete, den Versicherten in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Integrationsmassnahmen bezwecken, bei denjenigen versicherten Personen, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu erhalten (vgl. Bundesblatt 2005 4521 ff., 4564). Ein Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung setzt gemäss Art. 4quater Abs. 1 IVV voraus, dass die versicherte Person fähig ist, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche zu arbeiten (vgl. zum Sinn und Zweck der Mindestpräsenzzeit: Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit - Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum”
Diagnosen wie spezifische Lernstörungen (z. B. Dyslexie, Dysorthographie, Dyskalkulie) oder Aufmerksamkeitsstörungen können — soweit sie die Arbeitsfähigkeit beeinflussen — in konkreten Fällen eine Grundlage für einen Anspruch auf Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG bilden. Voraussetzung nach Art. 14a ist eine seit mindestens sechs Monaten bestehende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50%.
“A cet égard, il convient en principe de se référer au salaire mensuel brut (valeur centrale) pour tous les secteurs économiques confondus de l'économie privée (arrêt TF 9C_214/2009 du 11 mai 2009 consid. 5.2). Dans la mesure où les salaires tirés de l'ESS sont en principe déterminés en fonction d'un horaire de 40 heures par semaine, le Tribunal fédéral a estimé qu'il fallait les rapporter à la durée hebdomadaire de travail durant l'année considérée (arrêt TF 9C_666/2009 du 26 février 2010 consid. 3.2). 2.6. A teneur de l'art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d'une invalidité ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d'accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d'octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). Les mesures de réadaptation comprennent notamment des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (art. 8 al. 3 let. abis LAI). Selon l'art. 14a LAI, l’assuré qui présente depuis six mois au moins une incapacité de travail (art. 6 LPGA) de 50% au moins a droit à des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (mesures de réinsertion), pour autant que celles-ci servent à créer les conditions permettant la mise en œuvre de mesures d’ordre professionnel. 3. Est en l'espèce litigieuse la question de la capacité de travail du recourant. Le revenu sans invalidité et celui avec invalidité ne sont pas contestés. Ils ont au demeurant été correctement calculés. 3.1. Pour rendre sa décision, l'OAI s'est basé notamment sur l'expertise psychiatrique du 9 juin 2022 réalisée par le Dr C.________, spécialiste en psychiatrie et psychothérapie (dossier OAI p. 83). L'expert retient comme diagnostics, avec influence sur la capacité de travail, un syndrome de dyslexie, dysorthographie, dyscalculie (troubles mixtes des acquisitions scolaires; F81.3), une perturbation de l'attention sans perturbation de l'activité (F90.0) et d'autres troubles spécifiques de la personnalité immature, passif-dépendante, à traits anxieux (F60.”
Nach der Praxis sind Integrationsmassnahmen gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (Art. 14a Abs. 2 IVG). Ein Anspruch nach Art. 14a Abs. 1bis IVG besteht nur, wenn durch solche Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können.
“Altersjahres, sofern sie von einer Invalidität bedroht sind (Art. 8 Abs. 2 ATSG). Der Anspruch besteht nur, wenn durch die Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1bis IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Art. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
“Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen) haben unter anderem Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind. Der Anspruch besteht nur, wenn durch die Integrationsmassnahmen die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1bis IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Art. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
Bei Massnahmen, die im Betrieb stattfinden, werden diese in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber getroffen und umgesetzt. Die Versicherung kann dem Arbeitgeber einen Beitrag leisten; Höhe, Dauer und Auszahlungsbedingungen legt der Bund fest.
“und Beschäftigungsmassnahmen (lit. b). Integrationsmassnahmen können mehrmals zugesprochen werden. Eine Massnahme darf nicht länger als ein Jahr dauern; sie kann in Ausnahmefällen um höchstens ein Jahr verlängert werden (Art. 14a Abs. 3 IVG). Die Massnahmen, die im Betrieb erfolgen, werden in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber getroffen und umgesetzt. Die Versicherung kann dem Arbeitgeber einen Beitrag leisten. Der Bundesrat legt den Betrag, die Dauer und die Bedingungen der Auszahlung fest (Art. 14a Abs. 5 IVG). Bei der Erfüllung der ihnen durch das Gesetz und diese Verordnung übertragenen Aufgaben achten die IV-Stellen auf eine durchgehende und einheitliche Fallführung (Art. 41a Abs. 1 IVV). Die Fallführung umfasst die Begleitung und Überwachung der zugesprochenen Leistungen der Invalidenversicherung (Art. 41a Abs. 2 lit. c IVV).”
Integrationsmassnahmen können praktische Elemente (z. B. Praktika, Berufserprobungen/Orientierungspraktika) sowie Aus- und Weiterbildungsangebote (z. B. Abendkurse, Trainings, Coaching) umfassen. In den Entscheiden werden Praktika und Berufserprobungen ausdrücklich zur Abklärung möglicher Einsatz- bzw. Berufsbereiche und zur Aneignung praktischer Erfahrung eingesetzt.
“c) La recourante s’est ainsi vu accorder une mesure d’orientation professionnelle au sens de l’art. 15 LAI, sous la forme d’un stage du 13 juin au 13 juillet 2017, ayant pour objet de définir les domaines de placement possibles comme secrétaire. Un rapport de stage a été établi le 10 juillet 2017, selon lequel elle n’avait pas assez de compétences dans le domaine du secrétariat. Un engagement auprès de la société A.________ n’était donc pas possible. La recourante plaide que le cas de l’assurée s’apparente à celui jugé dans l’arrêt 8C_297/2020 du 15 septembre 2020, et non à un stage où l’assuré fournit une prestation, comme dans l’affaire ayant donné lieu à l’ATF 144 V 411. Cette argumentation ne convainc toutefois pas. Dans l’affaire 8C_297/2020, il s'agissait de permettre à l’assurée de se construire physiquement et psychiquement par étapes dans un atelier de [travail du] bois, afin de pouvoir juger, à l'issue de la mesure, si des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (art. 14a LAI) ou une mesure de nature professionnelle (art. 15 ss LAI) pouvaient déjà être accordées. Manifestement, la mesure accordée en vertu de l'art. 7d LAI avait pour but de préparer la personne assurée à l'intégration dans le premier marché du travail, dans le sens d'une mise en place progressive. Dans le cas de l’assurée, il était question de définir les domaines de placement possibles comme secrétaire. Juste avant le début de la mesure, l’assurée était au chômage et touchait des indemnités journalières de cette assurance. Elle était apte au placement, comme l’a confirmé une personne de la Caisse cantonale de chômage (cf. note téléphonique du 25 septembre 2018). L’incapacité de travail à l’origine du projet d’acceptation de rente du 15 novembre 2019 (finalement annulée pour des considérations économiques) a au demeurant débuté en juin 2017, date à compter de laquelle était fixé le début du délai d’attente d’une année. Selon les informations constantes de l’OAI, le but de la démarche était qu’elle puisse possiblement être engagée après son stage auprès de A.”
“Le 19 janvier 2021, l’assurée a fait part à l’OAI de ses remarques concernant le rapport d’expertise psychiatrique du 6 octobre 2020 du Dr Q.________. Une évaluation économique sur le ménage a été réalisée le 17 février 2021 par téléphone avec l'assurée. Dans son rapport du même jour, l’enquêteur a retenu en particulier ce qui suit en lien avec la motivation du statut de l’intéressée : “[…] Depuis la naissance de sa fille, l’assurée a toujours travaillé au taux de 50%, qui lui convenait très bien et qui lui permettait de s’occuper de sa famille et de son ménage. Par ailleurs, les gains réalisés étaient suffisants à l’équilibre financier du ménage. Il y n’a pas de raison de s’écarter de ce statut. Dès le 19 mars [2021], l’assurée sera officiellement séparée de son mari. Dès lors, elle n’aurait pas d’autre choix que de travailler à 100% afin de subvenir à ses besoins. Statut proposé par l’évaluateur : 50% active – 50% ménagère jusqu’au 18 mars 2021 100% active dès le 19 mars 2021” Pour le reste, l’enquêteur a retenu un taux d’empêchement ménager de 14,9 %. Parallèlement à la mesure d’un entraînement progressif (art. 14a LAI) effectuée auprès de l’[...], du 15 mars au 14 septembre 2021 (communication du 22 février 2021), l’OAI a pris en charge au titre de reclassement (art. 17 LAI), avec indemnité journalière d’attente (art. 18 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]), un bilan d’orientation auprès du Cabinet [...] à [...], du 10 mars au 10 juillet 2021 (communication du 12 mars 2021), puis une formation d’aide-comptable au sein du [...] ([...]) à [...], du 8 septembre 2021 au 30 septembre 2022 (communication du 28 juin 2021). Cette formation se composait de cent trente-six périodes de quarante-cinq minutes, réparties sur trente-quatre soirées, à raison d’une soirée par semaine, sur une durée d’environ douze mois (document intitulé « Devis – Mme C.________ » du 24 juin 2021). En parallèle, des stages dans le domaine ont été mis en place avec le concours de la Fondation [...] de [...] pour permettre à l’assurée d’acquérir une expérience pratique dans son domaine. Ainsi après un premier stage d’aide-comptable, au taux de 40 %, chez [.”
Teilnehmende an einer Integrationsmassnahme nach Art. 14a IVG sind nach der Rechtsprechung von der Pflicht zur Stellensuche und von den Sanktionsfolgen des RAV bzw. der Arbeitslosenversicherung zu befreien; in solchen Fällen ist der im Bulletin LACI unter Ziff. B320 (Massnahmen CII) geregelte Befreiungsgrund anzuwenden, sodass keine Sanktion verfügt werden darf.
“En effet, si l’assuré avait renoncé à la mesure de l’OAI dont il bénéficiait ou qu’il avait été mis un terme prématuré à celle-ci, le recourant aurait à nouveau perçu des indemnités journalières du chômage durant le mois de juillet 2024. Comme le relève l’intimée, le recourant n’a manifesté clairement sa volonté de ne plus être inscrit à l’assurance-chômage pour le mois de juillet 2024 que dans un deuxième temps au mois de septembre 2024, ayant d’abord indiqué dans le formulaire IPA du mois de juillet 2024 vouloir toujours en bénéficier. Or, si, conformément à l’art. 23 al. 1 LPGA, un assuré peut renoncer à des prestations d’assurance, cette renonciation déploie ses effets ex tunc, soit uniquement pour l’avenir (Sylvie Pétremand in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [éd.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 44 ad art. 23 LPGA). Partant, la renonciation aux prestations du chômage par le recourant en septembre 2024 ne saurait déployer des effets en juillet 2024 déjà. Cela étant, durant le mois de juillet 2024, le recourant a suivi une mesure de l’art. 14a LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20) octroyée par l’OAI, soit un entraînement progressif à l’endurance. Cette mesure avait pour but sa réinsertion dans le marché du travail. Dans ces circonstances, l’ORP aurait dû faire application du motif de libération prévu au chiffre B320 du Bulletin LACI (mesures CII) et ainsi ne pas sanctionner l’assuré (cf. CASSO ACH 295/21 – 11/2024 du 26 janvier 2024 consid. 4). 4. Le recourant sollicite la fixation d’une audience de débats publics au sens de l’art. 6 § 1 CEDH. Il sera cependant renoncé à la tenue d’une telle audience, compte tenu de l’issue du litige. 5. a) Vu ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition entreprise annulée. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA). c) Vu le sort de ses conclusions, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“Lors du premier entretien du 25 mars 2020, l’OAI a jugé nécessaire de mettre en œuvre une mesure d’intervention précoce sous la forme d’un coaching après burn-out en faveur de l’assuré. Cette mesure s’est déroulée du 24 juin au 28 août 2020 et a été remplacée par une mesure de réinsertion, sous la forme d’un entraînement progressif à l’endurance auprès de l’Orif de [...]. La nouvelle mesure a débuté, à 20 %, le 28 septembre 2020, et a été augmentée progressivement de 40 % à 80 % au fil des prolongations (du 28 décembre 2020 au 27 mars 2021, du 28 mars au 27 juin 2021, puis du 28 juin au 26 septembre 2021). La mesure de réinsertion a pris fin le 26 septembre 2021, sans être prolongée, ce dont l’assuré a été informé le 24 août 2021. L’OAI avait en effet décidé de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire, mettant ainsi fin à la mesure. L’assuré s’est inscrit à l’ORP le 16 septembre 2021 comme demandeur d’emploi, à partir du 27 septembre 2021. Il apparait donc qu’avant de s’inscrire en tant que demandeur d’emploi, le recourant suivait une mesure de l’art. 14a LAI octroyée par l’OAI, soit un entraînement progressif à l’endurance. Cette mesure avait pour but sa réinsertion et se déroulait au sein d’un centre agréé, l’Orif de [...]. Dans ces circonstances, l’ORP aurait dû faire application du motif de libération prévu au chiffre B320 du Bulletin LACI (mesures CII) et ainsi ne pas sanctionner l’assuré. Quoi qu’il en soit, il est erroné de retenir, comme l’a fait le SDE, que l’assuré avait connaissance lorsque la mesure a été prolongée, le 10 juin 2021, qu’elle ne le serait que pour une durée de trois mois et qu’il lui appartenait de chercher des emplois durant cette période, comme cela est exigé pour un employé au bénéfice d’un contrat de durée déterminée. L’assuré était en arrêt de travail et avait déposé une demande de prestations à l’OAI. Il était dans ce cadre en processus de réinsertion, dont le but était de lui permettre de retrouver une capacité de travail sur le premier marché de l’emploi. Il n’avait alors pas de perspective claire de reprise d’une activité, celle-ci étant dépendante de son état de santé.”
Für den Anspruch nach Art. 14a Abs. 1 IVG ist erforderlich, dass die versicherte Person fähig ist, an Integrationsmassnahmen mindestens zwei Stunden täglich an mindestens vier Tagen pro Woche teilzunehmen (vgl. Art. 4quater Abs. 1 IVV, wie in den zitierten Entscheiden ausgeführt).
“Nach aArt. 14a Abs. 1 IVG haben Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können und sofern die versicherte Person fähig ist, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche an Integrationsmassnahmen teilzunehmen (aArt. 4quater Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss aArt. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation (lit.”
“Nach aArt. 14a Abs. 1 IVG haben Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können und sofern die versicherte Person fähig ist, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche an Integrationsmassnahmen teilzunehmen (aArt. 4quater Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss aArt. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation (lit.”
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Art. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete a. Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation; b. Beschäftigungsmassnahmen Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung haben Versicherte, die fähig sind, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche an Integrationsmassnahmen teilzunehmen (Art. 4quater Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]). Anspruch auf Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation haben Versicherte, die in Bezug auf Massnahmen beruflicher Art noch nicht eingliederungsfähig sind (Art. 4quater Abs. 2 IVV). Als Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation gelten Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit und zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten (Art. 4quinquies Abs. 1 IVV).”
Führen begonnene Arbeits‑ oder therapeutische Versuche wegen Verschlechterung zum Abbruch, kann ein bereits entstandener Rentenanspruch bestehen bleiben; die während der Durchführung von Integrationsmassnahmen ausgerichteten Taggelder sind in diesem Fall mit der Rente zu verrechnen.
“Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 S. 406), was vorliegend der Fall war. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer ab dem 6. April 2020 bei seiner letzten Arbeitgeberin einen Arbeitsversuch in einem 30 %-Pensum begonnen hatte (Protokoll der Beschwerdegegnerin per 14. November 2023, S. 2 Eintrag vom 26. März 2020; vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 19. Januar 2024, S. 2 C./Ziff. 2), denn dieser Arbeitsversuch führte zur Exazerbation der Beschwerden und musste bereits am 10. Mai 2020 wieder abgebrochen werden (act. II 27/3). Nachdem der Rentenanspruch (bereits) am 1. Juli 2020 entstanden war, endete dieser nicht mit dem Beginn der Eingliederungsmassnahmen bzw. der Ausrichtung von Taggeldern am 23. November 2020 (act. II 40, 42), vielmehr sind die Taggelder mit der Rente zu verrechnen (vgl. aArt. 22 Abs. 5bis IVG, wonach einer rentenbeziehenden Person die Rente während der Durchführung von Integrationsmassnahmen nach aArt. 14a IVG und von Massnahmen zur Wiedereingliederung nach aArt. 8a IVG anstelle eines Taggeldes weiter ausgerichtet wird). Folglich kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie dem Beschwerdeführer gestützt auf das seit dem 1. Januar 2022 geltende Recht ab dem 1. Februar 2022 eine Rente zugesprochen hat (act. IIa 159). Der per 1. Januar 2022 in Kraft getretene Art. 28 Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind, ist vorliegend nicht anwendbar.”
“Nach der gesetzlichen Konzeption kann eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen (allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war (BGE 148 V 397 E. 6.2.4 S. 406), was vorliegend der Fall war. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer ab dem 6. April 2020 bei seiner letzten Arbeitgeberin einen Arbeitsversuch in einem 30 %-Pensum begonnen hatte (Protokoll der Beschwerdegegnerin per 14. November 2023, S. 2 Eintrag vom 26. März 2020; vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 19. Januar 2024, S. 2 C./Ziff. 2), denn dieser Arbeitsversuch führte zur Exazerbation der Beschwerden und musste bereits am 10. Mai 2020 wieder abgebrochen werden (act. II 27/3). Nachdem der Rentenanspruch (bereits) am 1. Juli 2020 entstanden war, endete dieser nicht mit dem Beginn der Eingliederungsmassnahmen bzw. der Ausrichtung von Taggeldern am 23. November 2020 (act. II 40, 42), vielmehr sind die Taggelder mit der Rente zu verrechnen (vgl. aArt. 22 Abs. 5bis IVG, wonach einer rentenbeziehenden Person die Rente während der Durchführung von Integrationsmassnahmen nach aArt. 14a IVG und von Massnahmen zur Wiedereingliederung nach aArt. 8a IVG anstelle eines Taggeldes weiter ausgerichtet wird). Folglich kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie dem Beschwerdeführer gestützt auf das seit dem 1. Januar 2022 geltende Recht ab dem 1. Februar 2022 eine Rente zugesprochen hat (act. IIa 159). Der per 1. Januar 2022 in Kraft getretene Art. 28 Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind, ist vorliegend nicht anwendbar.”
Erfolgt in einer Verfügung lediglich eine pauschale Abweisung von „beruflichen Massnahmen“, ist durch Auslegung zu klären, welche konkreten Arten beruflicher Eingliederungsmassnahmen gemeint sind. Ergibt die Auslegung, dass mehrere Massnahmearten betroffen sind, ist für jede dieser Massnahmearten gesondert zu prüfen, ob die jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 14a IVG (und den darauf gestützten Bestimmungen) erfüllt sind. Das Dispositiv der Verfügung bzw. des Entscheids muss diese getrennten Regelungen widerspiegeln.
“Entscheid Versicherungsgericht, 18.07.2022 Art. 14a IVG. Art. 15 IVG. Art. 17 IVG. Art. 18 IVG. Werden in einer Verfügung einfach "berufliche Massnahmen" abgewiesen, ist durch Auslegung zu ermitteln, welche Arten beruflicher Eingliederungsmassnahmen effektiv gemeint sind. Wenn die Auslegung ergibt, dass mehrere Arten beruflicher Eingliederungsmassnahmen gemeint sind, ist jede dieser Massnahmenarten gesondert darauf zu prüfen, ob ein Anspruch besteht. Dementsprechend muss auch das Dispositiv des Urteils jede dieser Arten gesondert regeln (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juli 2022, IV 2021/191). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_426/2022. Entscheid vom 18. Juli 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2021/191 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau, gegen IV-Stelle des Kantons St.”
“die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Art. 14a IVG regelt die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung; Art. 15 ff. IVG regeln die Massnahmen beruflicher Art, beispielsweise die Umschulung (Art. 17 IVG), die Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) und die Kapitalhilfe (Art. 18d IVG). Das IVG sieht also eine grössere Anzahl von beruflichen Eingliederungsmassnahmen vor. Diese beruflichen Eingliederungsmassnahmen bilden jede für sich eine eigene Leistungsart und das Gesetz sieht für jede berufliche Eingliederungsmassnahme leistungsspezifische Anspruchsvoraussetzungen vor. Vorliegend geht weder aus dem Verfügungsdispositiv noch aus der Verfügungsbegründung klar hervor, welche berufliche(n) Eingliederungsmassnahme(n) die Beschwerdegegnerin abgewiesen hat. Es wird also nicht geregelt, welches Rechtsverhältnis Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet. Theoretisch könnten damit alle im IVG vorgesehenen beruflichen Eingliederungsmassnahmen gemeint gewesen sein. Dies dürfte jedoch nicht dem Willen der Beschwerdegegnerin entsprochen haben.”
Das Aufbautraining ist als Integrationsmassnahme im Sinn von Art. 14a IVG einzuordnen und gehört zur sozial-beruflichen Rehabilitation. Es dient nach Verwaltungspraxis und Rechtsprechung nicht dem Erwerb berufsfachlicher Kenntnisse. Das Aufbautraining kann sowohl in Institutionen als auch im ersten Arbeitsmarkt stattfinden.
“Als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG i.V.m. Art. 4quater ff. IVV ist unter anderem auch ein Aufbautraining zu qualifizieren (Rz. 1501 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Dieses dient denn auch nicht der Erlangung berufsfachlicher Kenntnisse (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Oktober 2012, 9C_801/2011, E. 1). Dies gilt ungeachtet dessen, ob das Aufbautraining in einer Institution oder im ersten Arbeitsmarkt erfolgt (vgl. Rz. 1503 und 1519 KSBEM).”
“des Kreisschreibens über die Integrationsmassnahmen (KSIM) des Bundesamtes für Sozialversicherungen gehört das Aufbautraining zu den Massnahmen der sozial-beruflichen Rehabilitation (Art. 4quinques der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV), welche ihrerseits zu den Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG gezählt werden (Art. 14a lit. a IVG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist Art. 14a Abs. 1 IVG im Zusammenhang mit Art. 14a Abs. 2 IVG zu sehen, wonach als Integrationsmassnahmen gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
Ein neuer Antrag auf eine Integrationsmassnahme nach Art. 14a IVG kann als selbständiges Entscheidobjekt geprüft und gegebenenfalls abgewiesen werden. Wird eine Integrationsmassnahme zugesprochen, erweist sich die Rentenprüfung als verfrüht; die konkrete Massnahme ist nach Rechtskraft des Entscheids zu prüfen.
“- Eingliederungsorientierte Beratung, Früherfassung und Frühintervention; Kreisschreiben der Invalidenversicherung über die Früherfassung und die Frühintervention [KSFEFI], gültig von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2021, Stand 1. Januar 2018, Rz. 3001 ff.). Dies ist vorliegend erfolgt. Dabei kann offenbleiben, ob das Schreiben vom 20. Oktober 2021 als Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG zu qualifizieren und mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen wäre, denn die Beschwerdeführerin stellte im Rahmen ihrer Eingabe vom 8. September 2022 unter Hinweis auf die zwischenzeitliche gesundheitliche und berufliche Entwicklung einen neuen Antrag, und zwar für ein Aufbautraining von sechs Monaten (mithin eine Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG) samt Taggeldleistungen (IV-act. 53). Die Vorinstanz nahm im angefochtenen Entscheid auf diese Eingabe und die Voraussetzungen für die Gewährung von Eingliederungsmassnahmen gemäss Art. 8 IVG Bezug. Sie verweigerte sodann unter Hinweis auf einen fehlenden Gesundheitsschaden jegliche Leistungen der Invalidenversicherung. Damit hat sie den neuen Antrag vom 8. September 2022 beurteilt und abgewiesen. Implizit verneinte sie zugleich den Rentenanspruch und schloss damit das Verfahren, welches mit Anmeldung vom 2. März 2021 eingeleitet wurde, mittels Verfügung ab. Die Mitteilung vom 20. Oktober 2021 bzw. die damit abgeschlossenen Massnahmen der Früherfassung/Frühintervention bilden im vorliegenden Verfahren mithin nicht Anfechtungsobjekt. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden demnach die Rechtmässigkeit der Verfügung vom 28. September 2022, mithin der Anspruch auf das am 8. September 2022 geforderte Aufbautraining (Integrationsmassnahme), sowie die am 2. März 2021 beantragte Rente der Invalidenversicherung.”
“Entsprechend ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG zu bejahen und der angefochtene Entscheid in teilweiser Gutheissung der Beschwerde, soweit er den Anspruch auf eine solche verneint, aufzuheben. Da Integrationsmassnahmen in Betracht fallen, erweist sich die Rentenprüfung als verfrüht. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Beschwerdegegnerin zur Prüfung der konkreten Massnahme zu überweisen.”
Zu den Massnahmen der sozial‑beruflichen Rehabilitation gehören die Gewöhnung an den Arbeitsprozess, die Förderung der Arbeitsmotivation, die Stabilisierung der Persönlichkeit und das Einüben sozialer Grundfähigkeiten. Das Kreisschreiben des BSV zählt das Aufbautraining zu diesen sozial‑beruflichen Rehabilitationsmassnahmen, welche ihrerseits zu den Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG gehören.
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Art. 14a Abs. 2 IVG gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete a. Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilitation; b. Beschäftigungsmassnahmen Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung haben Versicherte, die fähig sind, mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche an Integrationsmassnahmen teilzunehmen (Art. 4quater Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]). Anspruch auf Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation haben Versicherte, die in Bezug auf Massnahmen beruflicher Art noch nicht eingliederungsfähig sind (Art. 4quater Abs. 2 IVV). Als Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation gelten Massnahmen zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess, zur Förderung der Arbeitsmotivation, zur Stabilisierung der Persönlichkeit und zum Einüben sozialer Grundfähigkeiten (Art. 4quinquies Abs. 1 IVV).”
“des Kreisschreibens über die Integrationsmassnahmen (KSIM) des Bundesamtes für Sozialversicherungen gehört das Aufbautraining zu den Massnahmen der sozial-beruflichen Rehabilitation (Art. 4quinques der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV), welche ihrerseits zu den Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG gezählt werden (Art. 14a lit. a IVG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist Art. 14a Abs. 1 IVG im Zusammenhang mit Art. 14a Abs. 2 IVG zu sehen, wonach als Integrationsmassnahmen gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
Bei unklarer oder möglicher Ausbildungsfähigkeit ist vorrangig zu prüfen, ob eine erstmalige berufliche Ausbildung (inkl. gezielter Vorbereitung) möglich und angemessen ist. Stabilisierungsmassnahmen kommen nur ergänzend oder nötigenfalls in Betracht, wenn eine solche Ausbildung nicht getragen werden kann.
“uk/insights/a-level-grades-explained, zuletzt besucht am 12. September 2024). Darüber hinaus finden sich in den Akten keine weiteren Angaben über den schulischen Verlauf. 4.5. Zusammenfassend bedeutet dies, dass die Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Eingliederungsfähigkeit zu Unrecht verneint hat. Die Berichte der behandelnden Fachpersonen sprechen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Ausbildungsfähigkeit. Sodann steht die Beschwerdeführerin in regelmässiger psychiatrischer Behandlung und neurologischer Überwachung. Die Beschwerdegegnerin wird daher den Stand der Dinge bezüglich der begonnenen Ausbildung abzuklären und der Beschwerdeführerin daraufhin berufliche Massnahmen zu gewähren haben. Welcher Art diese sein werden, hängt vom Verlauf der Schullaufbahn und dem erhobenen Bedarf ab. Denkbar ist die Unterstützung der auch die Mittelschule und Universität - umfassenden erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVV, oder nötigenfalls die Gewährung von Stabilisierungsmassnahmen im Sinne von Art. 14a IVG, beziehungsweise eine berufsberaterische Unterstützung bei der Entwicklung neuer beruflicher Perspektiven. Insbesondere mit Blick auf die WEIV und deren Zielsetzung, Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen beim Übergang zwischen Schule und Erwerbsleben zu unterstützen, geht es nicht an, der Beschwerdeführerin unter den gegebenen Umständen in dieser Übergangsphase die Unterstützung zu versagen. 5. 5.1. Aus den obenstehenden”
Integrationsmassnahmen nach Art. 14a Abs. 2 IVG müssen eingliederungswirksam sein. Nach der Rechtsprechung setzt dies eine objektive und eine subjektive Eingliederungsfähigkeit der betroffenen Person voraus und erfordert, dass die Massnahme geeignet ist, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern.
“und die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern (lit. b). Massnahmen zur Wiedereingliederung sind Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a Abs. 2 IVG, Massnahmen beruflicher Art nach Art. 15 - 18c IVG, die Abgabe von Hilfsmitteln nach Art. 21 - 21quater IVG sowie die Beratung und Begleitung der Rentenbezügerinnen und -bezüger und ihrer Arbeitgeber (Art. 8a Abs. 2 lit. a - d IVG). Nach dem Wortlaut von Art. 8a Abs. 1 IVG können grundsätzlich alle Rentenbezügerinnen und -bezüger von Wiedereingliederungsmassnahmen profitieren, sofern die weiteren Voraussetzungen der voraussichtlichen Wirksamkeit und Geeignetheit vorliegen (BGE 145 V 2 E. 4.2.1.1 S. 7). Dabei ist auch der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten. In diesem Sinne ist insbesondere von Bedeutung, dass die fragliche Massnahme eingliederungswirksam ist, was eine subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit der betroffenen Person voraussetzt (BGE 145 V 2 E. 4.3.3.2, Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 23. Oktober 2012, 9C_644/2012, E. 3, und vom 25. März 2014, 8C_664/2013, E. 2). Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 IVG wird nicht verlangt (BGE 145 V 2 E.”
Anspruchsberechtigt sind nach Art. 14a Abs. 1 IVG Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sind, sowie nicht erwerbstätige Personen vor Vollendung des 25. Altersjahres. Der Anspruch besteht nur, wenn durch die beantragte Integrationsmassnahme die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können.
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
“Da überdies auch die vorausgesetzte Erheblichkeitsgrenze vorliegend erfüllt ist, war die Beschwerdegegnerin grundsätzlich berechtigt, auf die Verfügung vom 26. April 2022 mittels Wiedererwägung zurückzukommen. 4. In materieller Hinsicht strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin während der Dauer der im April 2022 begonnenen Integrationsmassnahme Anspruch auf ein Taggeld hat. 5.1 Art. 8 Abs. 1 IVG bestimmt, dass Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen haben, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und die Voraussetzungen für die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in medizinischen Massnahmen, Beratung und Begleitung, Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Massnahmen beruflicher Art sowie der Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 8 Abs. 3 IVG). 5.2 Gemäss Art. 14a Abs. 1 IVG haben Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig sind, sowie nicht erwerbstätige Personen vor Vollendung des 25. Altersjahres, die von einer Invalidität bedroht sind Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung. Der Anspruch besteht nur, wenn durch die Integrationsmassnahme die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1bis ). Als Integrationsmassnahmen gelten nach Art. 14a Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation und Beschäftigungsmassnahmen. Nach Art. 16 IVG haben ferner Versicherte, die ihre Berufswahl getroffen haben, noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung ihren Fähigkeiten entspricht (erstmalige berufliche Ausbildung).”
“Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
“und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem aus Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (aArt. 8 Abs. 3 lit. abis IVG). Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (aArt. 14a Abs. 1 IVG). Gemäss aArt. 4sexies Abs. 3 IVV werden die Integrationsmassnahmen insbesondere dann beendet, wenn (lit.”
Zu den Integrationsmassnahmen im Sinne von Art. 14a Abs. 1 IVG gehören sozial-berufliche Rehabilitationsmassnahmen i.S.v. Art. 4quinques IVV. Dazu zählt nach dem KSIM insbesondere das Aufbautraining.
“des Kreisschreibens über die Integrationsmassnahmen (KSIM) des Bundesamtes für Sozialversicherungen gehört das Aufbautraining zu den Massnahmen der sozial-beruflichen Rehabilitation (Art. 4quinques der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV), welche ihrerseits zu den Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG gezählt werden (Art. 14a lit. a IVG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist Art. 14a Abs. 1 IVG im Zusammenhang mit Art. 14a Abs. 2 IVG zu sehen, wonach als Integrationsmassnahmen gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
“des Kreisschreibens über die Integrationsmassnahmen (KSIM) des Bundesamtes für Sozialversicherungen gehört das Aufbautraining zu den Massnahmen der sozial-beruflichen Rehabilitation (Art. 4quinques der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV), welche ihrerseits zu den Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gemäss Art. 14a IVG gezählt werden (Art. 14a lit. a IVG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist Art. 14a Abs. 1 IVG im Zusammenhang mit Art. 14a Abs. 2 IVG zu sehen, wonach als Integrationsmassnahmen gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit.”
Der Anspruch auf vorbereitende Integrationsmassnahmen setzt voraus, dass diese nach einem verlässlichen prognostischen Urteil Aussicht auf Erfolg bieten. Massnahmen sind nicht zu gewähren, wenn nach dem aktuellen, verlässlichen Prognosestand davon auszugehen ist, dass sie voraussichtlich scheitern.
“Dans un dernier moyen, la recourante a allégué que dans l’hypothèse où une capacité de travail devait être retenue, elle aurait droit à des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle au sens de l'art. 14a LAI. a) Selon l’art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d’une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d’octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). L’art. 8 al. 3 let. b LAI dispose que les mesures de réadaptation comprennent notamment les mesures d’ordre professionnel (jusqu’au 31 décembre 2021 : orientation professionnelle, formation professionnelle initiale, reclassement, placement et aide en capital ; ainsi que depuis le 1er janvier 2022 : placement à l’essai, location de service, allocation d’initiation au travail, indemnité en cas d’augmentation des cotisations). Selon l’art. 14a al. 1 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), l’assuré qui présente depuis six mois au moins une incapacité de travail (art. 6 LPGA) de 50 % au moins a droit à des mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (mesures de réinsertion), pour autant que celles-ci servent à créer les conditions permettant la mise en œuvre de mesures d’ordre professionnel (al. 1). Sont considérées comme mesures de réinsertion les mesures socioprofessionnelles et les mesures d’occupation, qui visent la réadaptation professionnelle (al. 2). Pour déterminer si une mesure est de nature à maintenir ou à améliorer la capacité de gain d’un assuré, il convient d’effectuer un pronostic sur les chances de succès des mesures demandées (ATF 132 V 215 consid. 3.2.2 et les références citées), celles-ci ne devant pas être allouées si elles sont vouées à l’échec selon toute vraisemblance (TF I 388/06 du 25 avril 2007 consid. 7.2 ; TFA I 660/02 du 2 décembre 2002 consid. 2.1). Le droit à une mesure de réadaptation déterminée suppose en effet qu’elle soit appropriée au but de la réadaptation poursuivi par l’AI, tant objectivement en ce qui concerne la mesure que sur le plan subjectif en ce qui concerne la personne de l’assuré (TF 9C_609/2009 15 avril 2010 consid.”
Kurzfristig und flexibel gestaltete Integrationsmassnahmen mit geringem Präsenzumfang sind möglich (konkret dokumentiert: 2 Stunden verteilt auf vier Tage). Geringe Teilnahmequoten oder erfolglose Teilnahmeanläufe können in der Praxis zur Feststellung einer weiteren Gesundheitsverschlechterung und schliesslich zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit sowie zur Schliessung des Mandats führen.
“Cette option ne lui convient pas car elle ne se sent pas en mesure de travailler 4 jours de suite. 13.Il s’agit donc d’un programme souple et « à la carte » qui reste ouvert et s’adapte aux possibilités de l’assuré. Cette proposition va également dans le sens d’une réafférentation sociale. Elle adorerait travailler mais elle se sent freinée par la fatigue physique et psychique. Elle serait prête d’essayer cette possibilité par exemple 2h 1 jour sur 2 car elle a beaucoup de rendez-vous médicaux et qui lui prennent beaucoup d’énergie. […]” Le 27 février 2020, la Dre S.________, spécialiste en médecine interne ainsi qu’en allergologie et immunologie clinique, a confirmé à l’OAI la nécessité d’un traitement immunosuppresseur pour la maladie de Behçet avec atteintes inflammatoires des chevilles et articulations des pieds. Sur proposition du SMR (avis médical du 2 juin 2020 de la Dre E.___________), l’assurée a bénéficié de la prise en charge, par l’OAI, d’un entraînement à l’endurance au sens de l’art. 14a LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20) avec un taux de présence de deux heures réparti sur quatre jours de la semaine auprès de l’[...] à [...], du 8 février au 7 mai 2021 (communication de l’OAI du 4 février 2021) ; lors du premier bilan du 19 mars 2021, il est ressorti en particulier que l’intéressée avait suivi la mesure à 10 % d’un taux de 100 % ; le deuxième bilan du 23 avril 2021 signalait que l’assurée y avait participé trois fois et que sa santé continuait à se dégrader ; il a été conclu à une capacité de travail nulle et à la clôture du mandat (documents « Partenaire – Note d’entretien » des 19 mars et 23 avril 2021 ; rapport du 12 avril 2021 de l’[...] ; document « REA – Rapport final » du 23 avril 2021). Les médecins du Service d'immunologie et allergie au CHUV ont informé la médecin-conseil du SMR qu’ils n’avaient pas revu l’assurée depuis le 21 novembre 2018 et qu’ils n’étaient pas en mesure de répondre au questionnaire envoyé dans l’intervalle (document « Assuré – Note d’entretien » du 10 juin 2021).”
Jugendliche ohne abschliessend getroffene Berufswahl: Der Zugang zu Integrationsmassnahmen ist in solchen Fällen besonders zu prüfen. Bei langjährigem Rentenbezug: Die Rechtsprechung verlangt von den IV‑Stellen, Eingliederungsmassnahmen zu prüfen und gegebenenfalls zu veranlassen.
“Des Weiteren lässt die pauschale Verneinung eines invalidisierenden Gesundheitsschadens durch die Beschwerdegegnerin jegliche Bezugnahme auf die Anforderungen einer konkreten Ausbildung vermissen. So hat die Beschwerdegegnerin bisher keinerlei Abklärungen dazu getätigt, ob der Beschwerdeführer seine Berufswahl bereits abschliessend getroffen hat und ob der Beruf als Elektroinstallateur seinen Fähigkeiten entspricht, wie dies für einen Anspruch auf Übernahme von gesundheitsbedingten Mehrkosten einer erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG vorausgesetzt wird. Allenfalls fällt sodann auch der Zugang zu weiteren Eingliederungsmassnahmen wie etwa Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a IVG - für die bei nicht erwerbstätigen Jugendlichen vor Vollendung des”
“In seinem Urteil vom 7. Juni 2019 ging das Gericht gestützt auf die Z.___-Gutachter davon aus, dass die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der komplexen psychischen Symptomatik schwierig festzulegen sei. Die Gutachter seien der Auffassung gewesen, dass dem Beschwerdeführer eine einfache Erwerbstätigkeit in einem Teilzeitpensum von 50 % - eventuell auch steigerbar - zumutbar sei, wenn seine phobisch bzw. paranoid bedingte Einschränkungen berücksichtigt würden. Allerdings erst nach einer erfolgreichen Einarbeitungszeit von mehreren Monaten in einem geschützten Arbeitsplatz sei eine Eingliederung im ersten Arbeitsmarkt zu empfehlen. Das Gericht erachtete es deshalb als denkbar, dass Integrationsmassnahmen im Sinne von Art. 14a IVG im Hinblick auf eine spätere Eingliederung im Arbeitsmarkt erfolgsversprechend sein könnten (Urk. 12/164/10). Weil der Beschwerdeführer während mehr als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung bezogen hat, forderte es die Beschwerdegegnerin auf, Eingliederungsmassnahmen zu prüfen und gegebenenfalls zu tätigen. Ob dies in ausreichender Weise geschehen ist, gilt es nachfolgend zu prüfen.”