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LAI art. 7 n. 136 Si la personne assurée refuse de se conformer activement à une convention d'objectifs raisonnable ou à d'autres mesures raisonnables, l'AI peut interrompre la mesure d'intégration concernée. Dans l'espèÎ, une dernière mise en demeure, l'indication des conséquences juridiques et un avis préalable ont été donnés avant que la décision ne soit rendue.
“3.) aufmerksam. Sie setzte der Beschwerdeführerin zudem eine letzte Frist bis zum 31. März 2023 um die Zielvereinbarung einzureichen und wies sie darauf hin, dass sie die Bearbeitung im Rahmen der Eingliederung zur Evaluation der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit umgehend einstelle und aufgrund der Akten entscheide, sollte die Zielvereinbarung nicht bis zum genannten Datum eingereicht werden. Da sich die Beschwerdeführerin weiterhin weigerte, die Zielvereinbarung zu unterschreiben, erliess die Beschwerdegegnerin in der Folge am 5. April 2023 einen Vorbescheid, mit welchem sie der Beschwerdeführerin die Einstellung der Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung in Aussicht stellte (IV-Akte 430) und am 31. Mai 2023 die entsprechende und nun angefochtene Verfügung (IV-Akte 440). 4.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert nun im Wesentlichen, dass die Beschwerdegegnerin ihren Abklärungspflichten nicht genügend nachgekommen sei (vgl. E. 2.2.). Wie unter E. 3.3. ausgeführt, verpflichtet Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG versicherten Personen, aktiv an ihr zumutbaren Massnahmen beruflicher Art teilzunehmen. Dabei gelten gemäss Art. 7a IVG alle Massnahmen als zumutbar, die der versicherten Person dienen, solange sie dem Gesundheitszustand der versicherten Person angemessen sind. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was den Schluss zuliesse, dass die von der Beschwerdegegnerin eingeleitete Arbeitsvermittlung bzw. der mittels Coaching unterstützten Suche einer Stelle für einen Arbeitsversuch dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht angemessen wäre. Ihr Vorbringen, die Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht davon aus, dass die Tätigkeit als MPA keine leidensadaptierte Tätigkeit sei, überzeugt nicht. Selbst wenn die Beschwerdeführerin die Abschlussprüfung bestanden hätte (was bisher nicht der Fall ist, vgl. z.B. Notenausweis vom 30. August 2022, IV-Akte 392, S. 2), liessen die Auswertungen der Arbeitseinsätze der Beschwerdeführerin nicht den Schluss zu, dass es sich dabei um eine optimale Tätigkeit handelt.”
L'offiÎ de l'assuranÎ-invalidité peut fixer des délais pour la mise en œuvre de mesures assimilables à un traitement et attirer l'attention de la personne assurée sur son obligation de collaborer (art. 43 LPGA; art. 7 LAI). Dans l'affaire citée, il a été expressément averti que l'omission de collaborer pourrait conduire à ce que l'état de santé soit apprécié «comme si» la mesure avait été réalisée, et que cela puisse aller jusqu'au rejet (partiel) de la demanÞ de prestations.
“6/40) hielt die Beschwerdegegnerin unter dem Titel «Auflage einer Massnahme» fest, zurzeit werde der Leistungsanspruch geklärt. Gestützt auf die vorhandenen Unterlagen sei nicht abschliessend beurteilbar, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit längere Zeit andauere oder bleibend sei. Die Abklärungen hätten ergeben, dass der Gesundheitszustand durch eine zweimonatige stationäre Behandlung in einer Fachklinik für Psychiatrie und im Anschluss eine viermonatige tagesklinische Behandlung wesentlich verbessert werden könne. Man erwarte, dass sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch diese Massnahme innert sechs bis acht Monaten auf 50 bis 80 % steigern lasse. Der Beschwerdeführerin wurde eine Frist bis zum 20. August 2022 gesetzt, um mitzuteilen, wo die Massnahme durchgeführt werde. Sie wurde zudem aufgefordert, die Massnahme spätestens bis am 31. März 2022 (richtig wohl: 2023) durchzuführen (S. 1). Die Beschwerdeführerin wurde auf ihre Mitwirkungspflicht nach Art. 43 ATSG und Art. 7 IVG hingewiesen. Die Beschwerdegegnerin hielt fest, wenn die Beschwerdeführerin nicht bis zum 20. August 2022 mitgeteilt habe, wo die Massnahme durchgeführt werde, könne dies zur Folge haben, dass ihr Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob sie die Massnahme durchgeführt hätte. Dasselbe gelte, wenn die Massnahme nicht bis 31. März 2022 durchgeführt werde. Dies könne die Abweisung des Gesuches zur Folge haben (S. 2). Beigelegt war ein Informationsblatt über die gesetzlichen Grundlagen (Urk. 6/41/5-6). In der Folge nannte die Beschwerdeführerin im Formular «Angaben Behandlungsort und Einverständniserklärung» (Urk. 6/42) lediglich ihren Namen und ihre Adresse und wurde deshalb mit Schreiben vom 17. August 2022 (Urk. 6/44) erneut aufgefordert, den Behandlungsort anzugeben. Am 24. August 2022 gab die Beschwerdeführerin erneut ihren Namen und ihre Adresse an (Urk. 6/45), worauf sich die Beschwerdegegnerin im Einverständnis mit der Beschwerdeführerin (Urk. 6/45) an Dr. G.___ wendete (Urk.”
LAI art. 7 n. 134 Ce qui est raisonnablement exigible doit être apprécié au regard des circonstances concrètes et du cas d'espèÎ. La jurisprudenÎ admet, parmi les mesures raisonnablement exigibles visant à réduire le dommage, notamment l'activité physique (p. ex. des promenades) ainsi que l'intensification ou l'optimisation d'une psychothérapie; il convient également de prendre en compte les mesures médicales et professionnelles. La question de savoir si une mesure est raisonnablement exigible résulte de l'appréciation d'ensemble au cas par cas.
“im frühestmöglichen Zeitpunkt des Rentenbeginns (Juni 2021 [E. 4.2 hiernach]) bei 70 % zu veranschlagen ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7 Ziff. 27) wurde der Bericht bzw. die Festlegung der Arbeitsfähigkeit ausreichend begründet, handelt es sich bei Letzterer doch in der Regel um eine Schätzung, die naturgemäss einen Ermessensspielraum aufweist (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.1.2 S. 365; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 29. April 2021, 8C_761/2020, E. 5.3). Zu beachten ist weiter, dass zu der stetigen gesundheitlichen Verbesserung auch die körperliche Bewegung beigetragen hat. Die im Juni 2020 noch vorhandene Dekonditionierung, welche vermutungsweise zumindest einen Teil der vorhandenen Beschwerden zu erklären vermochte (AB 37/5), war ein knappes Jahr später nicht mehr feststellbar. Vielmehr gab der Beschwerdeführer im Rahmen der pneumologischen Untersuchung vom 12. Mai 2021 an, fast täglich längere Spaziergänge zu unternehmen (AB 37/1), was ihm mit Blick auf die Schadenminderungspflicht auch zumutbar ist (vgl. Art. 7 Abs. 1 IVG; BGE 113 V 22 E. 4a S. 28; AHI 2001 S. 282 E. 5a aa; RKUV 1987 U 26 S. 391). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der behandelnde Pneumologe am 11. Januar 2021 in einer Tätigkeit mit leichten bis mässigen körperlichen Belastungen gar von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausging (AB 24/3 Ziff. 2.7, 24/5 Ziff. 4.1), so dass bereits deshalb kein Anlass zu den beschwerdeweise beantragten weiteren Abklärungen besteht (vgl. Beschwerde S. 7 f. Ziff. 4). Weitere Anhaltspunkte oder Vorbringen, welche auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Beurteilung aufkommen lassen (vgl. hierzu BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 -”
“S. 67 unten) – von einer Stabilisierung bzw. erworbenen Stabilität. Die behandelnde Ärztin ergänzte diesbezüglich allerdings, die Stabilität komme bei Überforderungssituationen "schnell ins Wanken" und bedürfe psychotherapeutischer oder medikamentöser Behandlung. Dies ist der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Pflicht zur Schadenminderung nach Art. 7 Abs. 1 IVG denn auch zumutbar; die entsprechende Psychotherapie liesse sich zudem auch intensivieren und optimieren, namentlich auch vorbeugend, mit dem Ziel des frühzeitigen Erkennens und Verhinderns bzw. des besseren Bewältigens einer drohenden bzw. eingetretenen Überforderungssituation.”
“Il découle de la notion d'invalidité que ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée; ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Le taux d’invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d’ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond pas forcément avec le taux de l’incapacité fonctionnelle qu’il importe d’évaluer (ATF 122 V 418). Toutefois, pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4; 115 V 133 consid. 2; 114 V 310 consid. 3c; 105 V 156 consid. 1). 2.5. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
Citation : LAI art. 7 n. 133 Chez les membres de communautés religieuses, le «champ d'activités» comprend les activités usuelles pratiquées au sein de la communauté et auxquelles la communauté, dans son ensemble, se consacre. Sont déterminantes les activités ordinaires de la communauté exercées jusqu'à la survenanÎ de l'atteinte à la santé; il convient d'examiner si et dans quelle mesure la personne assurée peut continuer à les exercer.
“c) Chez les assurés qui n’exerçaient pas d’activité lucrative avant d’être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique et dont il ne peut être exigé qu’ils en exercent une, il y a lieu d’effectuer une comparaison des activités, en cherchant à établir dans quelle mesure l’assuré est empêché d’accomplir ses travaux habituels; c’est la méthode spécifique d’évaluation de l’invalidité (art. 28a al. 2 LAI en corrélation avec les art. 8 al. 3 LPGA et 27 RAI [RS 831.201] ; cf. ATF 137 V 334 consid. 3.1.2 et les références citées ; TF 9C_589/2014 précité). La loi ne définit pas quelles activités sont visées, mais elles doivent être comprises comme les occupations correspondant aux « travaux habituels » reconnus par l’assurance-invalidité (cf. art. 7 al. 2 LAI), sans que cette aide ne soit forcément rétribuée (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [éd.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, n. 23 ad art. 6 LPGA). Par voie d’ordonnance, le Conseil fédéral a expressément précisé que les travaux habituels des religieux ou religieuses visés à l’art. 7 al. 2 LAI correspondent à l’ensemble de l’activité à laquelle se consacre la communauté (art. 27 al. 2 RAI). Il faut alors mettre en évidence les activités habituelles effectuées par l’intéressé jusqu’au moment de la survenance de l’atteinte à la santé et apprécier si et dans quelle mesure il est encore capable de les accomplir. L’incapacité de travail (ou perte de l’aptitude à accomplir le travail dans son domaine d’activité) correspond à la diminution du rendement fonctionnel dans l’accomplissement des activités habituelles (Moser-Szeless, ibid.). Ainsi, la personne membre d’une communauté religieuse, que son invalidité contraint à renoncer au ministère qu’elle exerçait hors les murs, mais qui pourrait cependant effectuer, au moins partiellement, l’une ou l’autre des tâches habituellement dévolues à celles qui demeurent dans l’établissement, n’est invalide que dans la mesure où elle n’est pas à même d’accomplir celles-ci (ch. 3095 ss CIIAI [Circulaire de l’OFAS sur l’invalidité et l’impotence dans l’assurance-invalidité]).”
Un refus délibéré de collaborer (p. ex. le refus de signer une convention d'objectifs ou de réintégration professionnelle convenue, ou une recherche d'emploi insuffisante) peut être considéré comme une violation de l'obligation de collaborer prévue à l'art. 7 al. 2 LAI. Avant d'appliquer une telle sanction, la pratique prévoit régulièrement des avertissements et la fixation de délais; un refus persistant ou une absenÎ de coopération conduit souvent au recours à des procédures de mise en demeure et de délai de réflexion et peut justifier la suspension d'une mesure d'intégration.
“März 2023 (IV-Akte 423) dargelegt, hätte die Arbeitsvermittlung, welche sie der Beschwerdeführerin zugesprochen hat, der Abklärung der Arbeitsfähigkeit gedient. Ein Arbeitsversuch hätte die 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bestätigen können, er hätte aber auch Zweifel daran wecken können. Der Umstand, dass mit einer Arbeitsvermittlung bzw. einem Arbeitsversuch ein höheres Pensum angestrebt wurde, als der Beschwerdeführerin als angemessen erscheint, ändert nichts an deren Zumutbarkeit. Auch führt dies nicht dazu, dass die Massnahme dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht im Sinne von Art. 7a IVG angemessen war bzw. gewesen wäre. 4.3. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung inklusive der Zielvereinbarung, welche die Beschwerdegegnerin erstellt hatte, für die Beschwerdeführerin nicht unzumutbar und ihrem Gesundheitszustand angemessen war bzw. gewesen wäre. Dadurch, dass sie sich weigerte, die von der Beschwerdegegnerin aufgesetzte Zielvereinbarung zu unterschreiben, hat sie ihre Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG verletzt. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG durchgeführt. Sie hat die Beschwerdeführerin dabei mit Schreiben vom 6. März 2023 (IV-Akte 423) und mit Mitteilung vom 21. März 2023 aufgefordert, die Zielvereinbarung zu unterschreiben und einzureichen. Dabei hat sie ihr jeweils eine neue Frist zur Einreichung gesetzt und sie auf die Folgen einer Verweigerung dessen aufmerksam gemacht. Die Beschwerdeführerin hatte genügend Zeit um die Zielvereinbarung in Kenntnis dieser Folgen doch noch zu unterschreiben und einzureichen, hat jedoch mehrfach mitgeteilt bzw. mitteilen lassen, dass sie dies nicht zu tun gedenke (vgl. E. 4.1.). Die Beschwerdegegnerin hat somit ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG durchgeführt. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung mit Vorbescheid vom 5. April 2023 (IV-Akte 430) und Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) eingestellt hat.”
“– ist in Anbetracht der gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG geforderten aktiven Teilnahme an den Massnahmen fraglich (vgl. E. 6.1.3 vorne), kann jedoch offen bleiben. In Anbetracht der Tatsache, dass der (anwaltlich vertretene) Beschwerdeführer bereits mit Urteil vom 26. März 2019 (act. II 164 S. 22) und auch in der Folge wiederholt – so insbesondere auch mittels der vom Beschwerdeführer unterzeichneten Wiedereingliederungsvereinbarung vom 13. Mai 2020 (act. II 214 S. 2) – korrekt auf die Folgen mangelnder Mitwirkung aufmerksam gemacht worden war, jedoch trotzdem keine respektive zu wenig Stellen suchte, verletzte er wissentlich seine Mitwirkungspflicht.”
Selon l'art. 7 al. 1 LAI, la personne assurée a une obligation de réinsertion personnelle : elle doit entreprendre de sa propre initiative tout ce qui est raisonnablement exigible afin d'améliorer sa capacité de gain. Cette obligation de réhabilitation personnelle prime sur le droit à une rente et, à cet égard, prévaut également sur le droit à des mesures d'intégration de l'État. Ce n'est que lorsque la personne assurée, malgré des efforts personnels raisonnablement exigibles, ne peut réaliser, pour des raisons liées à son état de santé, le potentiel de gain généralement présent, que des mesures d'intégration complémentaires de l'assuranÎ-invalidité doivent être examinées d'offiÎ.
“Soweit die Beschwerdeführerin sich zum einen auf den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beruft, verkennt sie, dass darunter auch die Pflicht zur Selbsteingliederung fällt. Als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht (hierzu siehe Art. 7 Abs. 1 IVG sowie BGE 147 V 187 E. 5.3.1; 141 V 642 E. 4.3.2) hat die versicherte Person gemäss dieser von sich aus das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beizutragen. Die Selbsteingliederung geht daher nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (BGE 113 V 22 E. 4a; Urteile 8C_326/2022 vom 13. Oktober 2022 E. 7.2.3 und 9C_755/2020 vom 8. März 2021 E. 5.3, je mit Hinweisen). Erst wenn die versicherte Person das prinzipiell vorhandene erwerbliche Potential aus Gründen, die mit dem Gesundheitsschaden zusammenhängen, selbst bei zumutbarer Willensanstrengung nicht in eigener Verantwortung realisieren kann, muss geprüft werden, ob es zur Aktivierung der grundsätzlich gegebenen Arbeitsfähigkeit noch der Durchführung weiterer - der Invalidenversicherung obliegender - Eingliederungsmassnahmen bedarf (Urteil 9C_755/2020 vom 8. März 2021 E. 5.2 mit Hinweisen). Vorliegend kann die Beschwerdeführerin Tätigkeiten, die ihrem Handekzem Rechnung tragen, uneingeschränkt ausüben.”
“Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
“Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n° 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). Selon l'art. 8 LAI, les assurés invalides ou menacés d'une invalidité (art.”
RéférenÎ : LAI art. 7 N. 130 Une réduction ou un refus de prestations suppose que la personne assurée ait omis un traitement ou une mesure d'intégration raisonnable, apte à entraîner une augmentation substantielle de sa capacité de gain. Il est en outre nécessaire que la violation de l'obligation soit inexcusable. Avant toute réduction ou tout refus, la personne assurée doit être mise en demeure par écrit, informée des conséquences juridiques et se voir accorder un délai de réflexion approprié. Lors de la décision, toutes les circonstances de l'espèÎ doivent être prises en compte, notamment le degré de la faute et la proportionnalité de la mesure.
“Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schadenminderungspflicht wahrgenommen hätte (Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2022 vom 12. Oktober 2022 E. 5.4.2.). Leistungen, welche bei gesetzeskonformem Verhalten dennoch zu erbringen wären, dürfen nicht gekürzt oder verweigert werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2). 3.1.2. Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (vgl. Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt: Gemäss Art. 7 Satz 1 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Gemäss Art. 7a IVG gilt als zumutbar jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person insbesondere den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG). 3.1.3. Zusammenfassend setzt eine vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung der Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht die Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerblichen Eingliederung voraus. Darüber hinaus muss diese Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, geeignet sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_865/2017 vom 19. Oktober 2018 E. 3.3.). Voraussetzung der Sanktion ist zudem auch, dass die Verletzung der Schadenminderungspflicht in unentschuldbarer Weise erfolgte. Ausdrücklich zu wiederholen ist hier Art. 7b Abs. 3 IVG, wonach beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen sind.”
“Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG). Vor allem ist auch das Gebot der Verhältnismässigkeit, namentlich die Relation zur günstigen Wirkung der streitbetroffenen Massnahme zu wahren. Mit anderen Worten darf eine Sanktion nicht weiter gehen, als wenn die Schadenminderungspflicht befolgt worden wäre (SVR 2019 IV Nr. 16 S. 49 E. 3.2 und S. 50 E. 5.2.2).”
“Die Leistungen können gemäss Art. 7b IVG nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist (Abs. 1). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Abs. 3). Nach Art. 21 Abs. 4 ATSG können Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben entzieht oder widersetzt, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen.”
Citation: LAI art. 7 n. 129 En cas d'incapacité de travail prolongée ou permanente, la personne assurée doit examiner et prendre des mesures raisonnables afin de préserver ou de rétablir sa capacité de gain. Cela comprend — dans la mesure où ces mesures sont raisonnables et proportionnées au regard du rétablissement ou de la préservation de la capacité de gain — l'examen et, le cas échéant, la reprise d'une réorientation professionnelle, d'une reconversion ou l'exerciÎ d'une activité dans un autre secteur professionnel.
“Il découle de la notion d'invalidité que ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée; ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Le taux d’invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d’ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond pas forcément avec le taux de l’incapacité fonctionnelle qu’il importe d’évaluer (ATF 122 V 418). Toutefois, pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4; 115 V 133 consid. 2; 114 V 310 consid. 3c; 105 V 156 consid. 1). 2.5. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente (cf. arrêt TF 9C_244/2020 du 5 janvier 2021 consid. 4.3.2). Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
“Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
“En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, ce qui est déterminant, c’est que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance de l’anamnèse, que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions médicales soient dûment motivées. 4.2. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante n’est ni l’origine du moyen de preuve ni sa désignation comme rapport ou expertise, mais bel et bien son contenu (arrêt TF 9C_745/2010 du 30 mars 2011 ; ATF 125 V 351). La durée d’un examen n’est pas un critère permettant en soi de juger de la valeur d’un rapport médical (arrêts TF 9C_382/2008 du 22 juillet 2008 ; 9C_514/2011 du 26 avril 2012). La question de savoir si l’expertise est complète et convaincante dans son résultat est en première ligne déterminante (arrêt TF 9C_55/2009 du 1er avril 2009 consid. 3.3 et les références citées). 5. 5.1. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). 5.2. En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
Citation : LAI art. 7 n. 128 L'aiÞ fournie par des proches ne doit pas être prise en compte de manière forfaitaire et sans base légale dans le calcul du degré d'invalidité.
“Invoquant une violation des art. 8 et 9 Cst., la recourante demande ensuite la modification de la jurisprudence consacrée à l'obligation de diminuer le dommage en ce sens qu'il soit fait abstraction de l'aide apportée par les proches de la personne assurée dans le calcul du degré d'invalidité pour la part consacrée aux activités ménagères. De par son statut d'étudiant au gymnase, elle fait valoir tout d'abord que son fils se trouve dans une situation chronophage, où les cours et la préparation des évaluations et examens exigent un investissement temporel conséquent. Elle soutient ensuite que l'art. 7 LAI, qui prévoit que l'assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA), n'impose aucune obligation à d'autres personnes que la personne assurée, fussent-elles des proches vivant sous le même toit. Faute de base légale dans la LAI ou dans la LPGA, et compte tenu des critiques de la doctrine, il serait ainsi insoutenable d'imputer au degré d'invalidité de la personne assurée la potentielle aide des proches de celle-ci, de même que d'imposer une quelconque obligation de réduire un dommage à des proches qui n'en sont pas responsables. La recourante affirme enfin que les femmes qui feraient le "choix de vivre en famille" seraient indirectement discriminées par l'obligation de diminuer le dommage à l'égard des tiers, car elles seraient majoritairement actives dans le domaine des tâches ménagères et subiraient des degrés d'invalidité plus faibles en raison de la prise en compte des prestations accrues de leurs proches.”
RéférenÎ : LAI art. 7 N. 127 La condition préalable à un refus ou à une réduction de prestations en raison du refus d’une mesure raisonnable est que l’organe AI agisse conformément à l’art. 21 al. 4 LPGA : la personne assurée doit avoir été mise en demeure par écrit, informée des conséquences juridiques et s’être vue accorder un délai raisonnable de réflexion. Pour l’appréciation du succès présumé de la réinsertion, il n’est pas exigé une preuve causale stricte ; une certaine probabilité — adaptée aux circonstances — que la mesure aurait été efficaÎ suffit. Les exigences découlant de l’obligation de limiter le dommage sont notamment plus strictes lorsque le renoncement à la mesure entraînerait le déclenchement ou la perpétuation de prestations de rente. En cas de sanction (réduction ou refus de prestations), il convient en outre de respecter le rapport entre l’ampleur de la sanction et le succès probable de la réinsertion. La charge de la preuve quant au caractère déraisonnable d’une mesure incombe à la personne assurée.
“Eine Leistungsverweigerung oder -kürzung mit der Begründung, die versicherte Person verweigere eine zumutbare Therapie, die eine wesentliche Verbesserung verspricht, setzt voraus, dass die IV-Stelle nach Art. 21 Abs. 4 ATSG vorgeht. Die versicherte Person muss schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen worden sein; ihr muss eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt worden sein. Eines strikten Beweises, die verweigerte Massnahme hätte tatsächlich zum erwarteten Erfolg geführt, bedarf es nicht; vielmehr genügt es, wenn die Vorkehr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erfolgreich gewesen wäre. Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht sind dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (Urteil des Bundesgerichts 9C_391/2016 vom 4. November 2016 E. 3.1 mit Hinwiesen). Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt bei der versicherten Person (Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.3 mit Hinweisen).”
“Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Diese Bestimmung ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt (zum Verhältnis der nachfolgenden Bestimmungen zu Art. 21 Abs. 4 ATSG vgl. Urteil 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 1 f. S. 81): Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere medizinische Behandlungen nach Art. 25 KVG (Art. 7 Abs. 2 lit. b IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person insbesondere den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG). 2.2.2. Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG sind streng, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (SVR 2007 IV Nr. 34 S. 120, I 744/06 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 8C_128/2015 vom 25. Juni 2015 E. 1.2) resp. perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient (BGE 145 V 2 E.”
“Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG sind streng, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (SVR 2007 IV Nr. 34 S. 120, I 744/06 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 8C_128/2015 vom 25. Juni 2015 E. 1.2) oder perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient (BGE 145 V 2 E. 4.2.3; Urteile 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.3; 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2). Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt somit bei der versicherten Person (Urteil 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.3). Nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip müssen das Mass der Sanktion (Leistungskürzung oder -verweigerung) und der voraussichtliche Eingliederungserfolg (Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) einander entsprechen. Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schadenminderungspflicht wahrgenommen hätte (Urteil 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Art. 61 UVV [SR 832.202]). Für die Frage nach dem mutmasslichen Eingliederungserfolg bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine - je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, erfolgreich gewesen wäre (SVR 2019 IV Nr. 16 S. 48, 8C_865/2017 E. 3.3).”
art. 7 al. 2 LAI oblige la personne assurée à participer activement à toutes les mesures raisonnables visant à préserver son poste de travail existant ou à favoriser sa réinsertion dans la vie professionnelle ou dans un domaine d'activités équivalent. Dans les décisions sont notamment citées les mesures d'intervention précoÎ, les mesures d'intégration ou préparatoires en vue de la réinsertion professionnelle, ainsi que les traitements médicaux au sens de l'art. 25 LAMal. L'énumération n'est pas exhaustive.
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Mass-nahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dazu zählen insbesondere Massnahmen der Frühintervention (Art. 7d) und medizinische Behandlungen nach Artikel 25 KVG. Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind.”
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: a. Massnahmen der Frühintervention (Art. 7d); b. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 14a); c. Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b); d. medizinische Behandlungen nach Artikel 25 KVG; e. Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs.”
“Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 7 Abs. 2 lit. b IVG).”
LAI art. 7 n. 125 Pour les syndromes de dépendanÎ, comme pour d'autres affections psychiques, il convient d'examiner, au cas par cas et au moyen d'une procédure de preuve structurée, si et dans quelle mesure le diagnostic posé par un médecin spécialiste porte atteinte à la capacité de travail. Il faut tenir compte du degré de gravité de la dépendanÎ; les facteurs psychosociaux ou socioculturels doivent être écartés, sauf dans la mesure où ils entraînent éventuellement des conséquences fonctionnelles directes.
“Es hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wird im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (E. 5.3.1). Das Bundesgericht begründete die Rechtsprechungsänderung zum einen damit, dass in der final konzipierten Invalidenversicherung (vgl. etwa BGE 120 V 95 E. 4c) keine Grundlage dafür bestehe, das Herbeiführen einer Suchterkrankung durch den willentlichen Konsum von Suchtmitteln zum Anlass zu nehmen, einen versicherten Gesundheitsschaden zum vornherein zu verneinen und mit der Begründung eines Selbstverschuldens der versicherten Person auf jegliche weitere Prüfung der funktionellen Einschränkungen zu verzichten (E. 5.3.1). Zum anderen könne die willentliche Natur des fortgesetzten Substanzkonsums bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms nicht in jedem Fall vorbehaltlos bejaht werden, wie sowohl aus den Diagnosekriterien des ICD-10 als auch aus denjenigen des DSM-5 erhelle (E.”
“Hiegegen wendet die Beschwerdeführerin ein, die Anwendung der Praxisänderung von BGE 145 V 215 begründe nicht automatisch einen Rechtsanspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bei Vorhandensein einer Suchtkrankheit. Die im sozialversicherungsrechtlichen Kontext geltende Schadenminderungspflicht gelange auch bei versicherten Personen zur Anwendung, die unter einem Abhängigkeitssyndrom litten. Auch von diesen könne die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Auch bei primären Abhängigkeitssyndromen bleibe nach BGE 145 V 215 eine sorgfältige Leistungsprüfung im Einzelfall nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 unerlässlich. Das tiefe Beweismass des blossen Glaubhaftmachens eines Neuanmeldungsgrundes lasse einen Eintretensentscheid nicht als derart unwahrscheinlich erscheinen, um in Anwendung der Ausnahmeregelung für das Eintreten auf ein Neuanmeldungsgesuch allein die Praxisänderung von BGE 145 V 215 genügen zu lassen. Im gleichen Sinne argumentiert das BSV. Aus der geänderten Praxis nach BGE 145 V 215 folge nicht per se ein Anspruch auf eine Invalidenrente. Eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots liege bei versicherten Personen, deren Leistungsgesuch aufgrund einer primären Suchtkrankheit abgelehnt wurde, nicht vor. Auch bei Abhängigkeitssyndromen bestehe - wie bei den meisten Erkrankungen - kein direkter Zusammenhang zwischen Diagnose und Arbeitsunfähigkeit bzw. Invalidität. Mit der Neuanmeldung werde nicht direkt ein Rentenanspruch ausgelöst.”
“En outre, il ressort d'un arrêt 9C_724/2018 prononcé le 11 juillet 2019 par le Tribunal fédéral et publié aux ATF 145 V 215 (consid. 5 et 6.2 en particulier) qu'à l'instar de toute maladie mentale, un syndrome de dépendance diagnostiqué par un spécialiste doit être examiné à l'aune d'une procédure probatoire structurée afin de déterminer si et, le cas échéant, dans quelle mesure ladite dépendance exerce une incidence sur la capacité de travail d'un assuré. Dans ce cadre, le degré de gravité de la dépendance doit être pris en considération, car à l'instar des autres pathologies mentales, la dépendance implique une interaction du trouble en tant que maladie avec des facteurs psychosociaux et socioculturels, ces derniers devant être écartés s'ils entraînent des limitations fonctionnelles directes. Le devoir de limiter le dommage s'applique également en cas de syndrome de dépendance, de sorte que l'assuré peut être tenu de participer activement à des traitements médicaux raisonnables (cf. art. 7 al. 2 lit. d LAI). A défaut de se conformer à son devoir de limiter le dommage, l'assuré encourt le risque d'une réduction voire d'une suppression des prestations en application de l'art. 7b al. 1 LAI en lien avec l'art. 21 al. 4 LPGA. 4.6 Compte tenu des troubles somatiques et psychiques susmentionnés, le Tribunal constate que l'OAIE n'a pas pris toutes les mesures d'instruction ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur la demande de prestations d'invalidité du recourant, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Dans ces circonstances, on ne voit pas de motifs justifiant de s'écarter des conclusions de l'autorité inférieure tendant à admettre partiellement le recours, à annuler la décision attaquée et à renvoyer le dossier à l'autorité inférieure en application de l'art. 61 al. 1 PA afin qu'elle complète son instruction en ordonnant la mise en oeuvre d'une procédure probatoire structurée respectivement d'une expertise pluridisciplinaire en neurologie, psychiatrie et orthopédie, ainsi que l'exécution d'un test neuropsychologique et d'un électroneuromyogramme des membres inférieurs, auprès d'experts indépendants (art.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n° 124 Pour les tâches ménagères, il peut être exigé de la personne assurée qu'elle prenne des allégements raisonnables (p. ex. l'acquisition d'appareils appropriés), qu'elle répartisse mieux le travail domestique et qu'elle prenne des pauses, ainsi que qu'elle fasse appel à l'aiÞ familiale dans la mesure habituelle. La question de savoir si l'aiÞ de membres de la famille est envisageable s'apprécie selon la manière dont une «cellule ménagère» raisonnable se comporterait dans des conditions sociales comparables. Une incidenÎ importante sur l'invalidité n'existe toutefois que lorsque la charge est si granÞ que la personne assurée, dans le cadre d'une structure quotidienne normale, ne peut plus accomplir les tâches ménagères et dépend dès lors dans une large mesure d'une aiÞ rémunérée extérieure.
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références). Une personne qui s'occupe du ménage doit se procurer, dans les limites de ses moyens, l'équipement ou les appareils ménagers appropriés. Si l'atteinte à la santé a pour résultat que certains travaux ne peuvent être accomplis qu'avec peine et nécessitent beaucoup plus de temps, on doit néanmoins attendre de la personne assurée qu'elle répartisse mieux son travail (soit en aménageant des pauses, soit en repoussant les travaux peu urgents) et qu'elle recoure, dans une mesure habituelle, à l'aide des membres de sa famille. La surcharge de travail n'est déterminante pour le calcul de l'invalidité que lorsque la personne assurée ne peut, dans le cadre d'un horaire normal, accomplir tous les travaux du ménage et a par conséquent besoin, dans une mesure importante, de l'aide d'une personne extérieure qu'elle doit rémunérer à ce titre (RCC 1984 p.”
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). 4.2.3 Le facteur déterminant pour évaluer l'invalidité des assurés n'exerçant pas d'activité lucrative consiste dans l'empêchement d'accomplir les travaux habituels, lequel est déterminé compte tenu des circonstances concrètes du cas particulier. C'est pourquoi il n'existe pas de principe selon lequel l'évaluation médicale de la capacité de travail l'emporte d'une manière générale sur les résultats de l'enquête ménagère.”
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; ATF 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint (art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 [CC ‑ RS 210]) ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). 2.7 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible.”
Citation : LAI art. 7 n. 123 Le devoir d'atténuation du dommage au sens de l'art. 7 LAI impose à la personne assurée d'entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible et de participer activement à des mesures d'intégration et médicales raisonnables. Sont considérées comme raisonnables, selon la jurisprudenÎ, notamment les possibilités de traitement indiquées par un spécialiste; en règle générale, cela inclut également la poursuite du traitement de la maladie, y compris, le cas échéant, un traitement médicamenteux prescrit de façon permanente par un médecin. Si la personne assurée ne respecte pas ces obligations, les prestations au titre de l'art. 7b LAI, en liaison avì l'art. 21 LPGA, peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement, sous réserve d'un avertissement écrit préalable et de l'octroi d'un délai de réflexion raisonnable.
“Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Massnahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG).”
“Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.5. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar. Als zumutbar gilt gemäss Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die in Art. 7b Abs. 1 IVG angesprochene Bestimmung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung von Leistungen vor, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt (Satz 1). Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG).”
“Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 4.3 Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar. Als zumutbar gilt gemäss Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die in Art. 7b Abs. 1 IVG angesprochene Bestimmung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung von Leistungen vor, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt (Satz 1). Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG).”
“Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa, weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2). 3.5. 3.5.1. Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehrungen verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22, 28 E. 4a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.5.2. Die Schadenminderungspflicht wird in Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7 IVG konkretisiert. Danach muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit und den Eintritt der Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie ist verpflichtet, aktiv an allen zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, worunter insbesondere medizinische Behandlungen, Integrationsmassnahmen, berufliche Massnahmen und Massnahmen zur Wiedereingliederung fallen (vgl. zum Ganzen Patrick Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsverweigerung im Abklärungsverfahren? in: SZS 62/2017 S. 137 ff., insbesondere S. 157 f.). 3.5.3. Dieser Grundsatz der Schadenminderungspflicht konkretisiert sich unter anderem darin, dass die IV-Stellen der versicherten Person im Zusammenhang mit einer Leistung, z.B. einer Rente, Auflagen machen können. Damit fordern sie die versicherte Person zu einer bestimmten Verhaltensweise auf, welche nach Beurteilung der IV-Stellen geeignet ist, den versicherungsrechtlichen Schaden zu mindern (z.B. eine medizinische Behandlung).”
LAI art. 7 N. 122 L'administration peut, dans le cadre de la procédure de mise en demeure et de délai de réflexion, obliger la personne assurée à se soumettre à un traitement médicamenteux antidépresseur conforme aux lignes directrices et contrôlé, l'observanÎ thérapeutique pouvant par exemple être vérifiée au moyen d'un contrôle des taux sériques. Par la suite, l'administration peut réexaminer le droit à la rente.
“Auch wenn auf die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters nicht abgestellt werden kann (vgl. vorne E. 3.3.2 und 3.4), überzeugen diese Ausführungen. Mithin ist das therapeutische Potential nicht ausgeschöpft und auch im Hinblick auf eine erneute psychiatrische Begutachtung ist die Aufnahme einer leitliniengerechten antidepressiven Therapie inklusive entsprechender psychopharmakologischer Medikation, wobei die Therapieadhärenz mittels Serumspiegelbestimmung zu kontrollieren sein wird, angezeigt. Aufgrund der notwendigen Vorbereitungs- und Kontrollmassnahmen, die den Beizug des RAD notwendig machen dürften, ist eine Rückweisung der Sache an die Verwaltung angezeigt (vgl. Thomas Flückiger, Welchen Beitrag leisten die Gerichte zur Effektivität des Rechtsschutzes im Sozialversicherungsrecht?, in: Fuhrer/Kieser/Weber [Hrsg.], Mehrspuriger Schadenausgleich, 2022, S. 1117). Diese hat zunächst die möglichen Behandlungsoptionen zu prüfen, die Beschwerdeführerin mittels des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (Art. 21 Abs. 4 ATSG bzw. Art. 7 IVG) dazu zu verpflichten, sich einer kontrollierten, medikamentösen antidepressiven Therapie zu unterziehen und parallel dazu bei einem mit der Beschwerdeführerin noch nicht befassten Sachverständigen ein weiteres psychiatrisches Gutachten i.S.v. Art. 44 ATSG einzuholen sowie hiernach über den Rentenanspruch erneut zu befinden.”
“Auch wenn auf die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters nicht abgestellt werden kann (vgl. vorne E. 3.3.2 und 3.4), überzeugen diese Ausführungen. Mithin ist das therapeutische Potential nicht ausgeschöpft und auch im Hinblick auf eine erneute psychiatrische Begutachtung ist die Aufnahme einer leitliniengerechten antidepressiven Therapie inklusive entsprechender psychopharmakologischer Medikation, wobei die Therapieadhärenz mittels Serumspiegelbestimmung zu kontrollieren sein wird, angezeigt. Aufgrund der notwendigen Vorbereitungs- und Kontrollmassnahmen, die den Beizug des RAD notwendig machen dürften, ist eine Rückweisung der Sache an die Verwaltung angezeigt (vgl. Thomas Flückiger, Welchen Beitrag leisten die Gerichte zur Effektivität des Rechtsschutzes im Sozialversicherungsrecht?, in: Fuhrer/Kieser/Weber [Hrsg.], Mehrspuriger Schadenausgleich, 2022, S. 1117). Diese hat zunächst die möglichen Behandlungsoptionen zu prüfen, die Beschwerdeführerin mittels des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (Art. 21 Abs. 4 ATSG bzw. Art. 7 IVG) dazu zu verpflichten, sich einer kontrollierten, medikamentösen antidepressiven Therapie zu unterziehen und parallel dazu bei einem mit der Beschwerdeführerin noch nicht befassten Sachverständigen ein weiteres psychiatrisches Gutachten i.S.v. Art. 44 ATSG einzuholen sowie hiernach über den Rentenanspruch erneut zu befinden.”
En cas de dépendanÎ, on peut exiger de la personne assurée qu'elle se soumette à une cure de désintoxication ou à un traitement de l'addiction recommandé par un médecin, dans la mesure où une telle intervention est appropriée et raisonnablement exigible pour améliorer la capacité de gain ou prévenir une invalidité. Dans les décisions citées, cela a été reconnu, notamment pour le sevrage des benzodiazépines, le sevrage du cannabis et un traitement médicamenteux (p. ex. en cas de problèmes liés aux opiacés), comme exigible au titre de l'art. 7 al. 1 LAI.
“________, à tout le moins une éventuelle répercussion sur la capacité de travail, lesquels ont examiné la situation à la lumière de l’ensemble des documents médicaux, y compris sur la base des diagnostics divergents posés par le psychiatre traitant consulté avant eux, et se sont prononcés sur les répercussions des atteintes sur la capacité de travail en toute connaissance de cause. En outre, contrairement à ce qu’allègue la recourante, sa situation ne saurait être considérée comme définitivement figée sur le plan médical. En présence d’une assurée présentant depuis le mois de février 2020 un trouble de l’adaptation avec réaction anxieuse et dépressive mixte, évoluant dans le contexte de traits de la personnalité émotionnellement labile et d’une dépendance au cannabis avec utilisation continue et épisodique pour la cocaïne depuis le début de l’âge adulte, le Dr T.________ a recommandé « vivement » un sevrage aux substances. Il apparaît donc raisonnablement exigible de la recourante qu’elle entreprenne un traitement médical dans le but de réduire la durée et l’étendue de son incapacité de travail (en l’occurrence, une baisse du rendement de 20 % sur une capacité de travail de 100 % évoquée par le Dr T.________ lors des prises plus importantes de cocaïne et cannabis) au titre de son obligation de diminuer le dommage envers l’assurance (art. 7 al. 1 LAI). Son grief est vain et il doit par conséquent être rejeté. A la lecture de l’ensemble du dossier médical, en particulier le rapport d’expertise psychiatrique du 22 juillet 2022 du Dr T.________, il convient de retenir chez la recourante uniquement des diagnostics non incapacitants, c’est-à-dire un trouble de l’adaptation avec réaction dépressive prolongée sans indices de gravité de jurisprudence remplis (F43.21) et un trouble de l’attention avec hyperactivité (F90). En conséquence, il n’existe pas de limitations fonctionnelles psychiatriques durables significatives, sous la réserve du diagnostic de dépendance au cannabis avec utilisation continue et épisodique pour la cocaïne depuis le début de l’âge adulte (F19.2) motivant, selon le Dr T.________, une diminution du rendement de 20 % de la capacité de travail lors des prises plus importantes de cocaïne et de cannabis. Un traitement aux opiacés est exigible, à dire d’expert, si bien que les atteintes à la santé psychique répertoriées n’altèrent pas la capacité de travail de la recourante qui doit être tenue pour entière depuis le mois de février 2020 dans toute activité adaptée dont celle habituelle de sage-femme.”
“Der psychiatrische Gutachter berücksichtigte damit die nach dem normativen strukturierten Beweisverfahren massgebenden Indikatoren und würdigte diese nachvollziehbar. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erhob der Gutachter nicht nur eine Benzodiazepin-Abhängigkeit, welche ärztlich soweit kontrolliert sei (IV-act. 156-36), sondern würdigte diese auch im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Er führte aus, unter anderem könne aufgrund des ständigen Benzodiazepin-Einflusses in einer Initialphase bei Aufnahme einer Berufstätigkeit eine gewisse Limitation bei der Leistungsentfaltung erwartet werden (IV-act. 156-41). Diesbezüglich wies er jedoch darauf hin, dass sofern sich die Benzodiazepin-Abhängigkeit als limitierender Faktor erweisen würde, ein Entzug/Entwöhnung von den Benzodiazepinen angezeigt sei (Vorschlag zu Therapieoptionen, IV-act. 156-45). Sofern der Beschwerdeführer gemäss seinen Behauptungen durch diese Abhängigkeit massgeblich in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wäre, wäre er im Rahmen der Selbsteingliederungspflicht (Art. 7 Abs. 1 IVG) gehalten, sich einer Entwöhnung zu unterziehen. Zusammenfassend entspricht das psychiatrische Gutachten den Anforderungen der Rechtsprechung und ist folglich beweiskräftig. Nach Eingang des Gutachtens von Dr. J.___ reichte der Beschwerdeführer im Rahmen eines Wiedererwägungsgesuchs vom 8. Juli 2020 einen Bericht des Zentrums für Schlafmedizin des KSSG vom 25. Juni 2020 ein. Daraus geht hervor, dass dem Beschwerdeführer eine schwere obstruktive Schlafapnoe diagnostiziert worden sei. Der Beschwerdeführer sei für eine CPAP-Therapie motoviert, aufgrund möglicher Angsttriggerung sei für die Einschulung ein genügender Zeitbedarf einzurechnen (IV-act. 204). Gemäss Art. 7 Abs. 1 ATSG ist Erwerbsunfähigkeit der nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Bei im Allgemeinen leicht behandelbaren Gesundheitsschäden ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt.”
“c) Sur le vu de ce qui précède, il y a lieu de retenir une incapacité totale de travail en toute activité. Dans la mesure où le taux d’incapacité de travail se confond avec le taux d’invalidité, le droit à une rente entière doit dès lors être reconnu. d) S’agissant du début du droit à la rente d’invalidité (art. 28 et 29 LAI ainsi que les considérants 3b et 3c ci-dessus), il y a lieu, compte tenu de la date à laquelle la demande de prestations de l’assurance-invalidité a été déposée, le 10 septembre 2019, de faire application du délai de carence de six mois (art. 29 al. 1 LAI). Partant, la rente entière est due à compter du sixième mois après le dépôt de la demande de prestations, c’est-à-dire dès le 10 mars 2020, reporté au 1er mars 2020 (art. 29 al. 3 LAI). 7. L’office intimé soutient qu’un traitement médicamenteux et un sevrage au cannabis sont exigibles de la part du recourant afin d’améliorer ses capacités professionnelles. a) Selon un principe général en droit des assurances sociales, concrétisé à l'art. 7 al. 1 LAI, l'assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de sa part pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail et pour empêcher la survenance d'une invalidité (obligation de diminuer le dommage). Il doit participer activement à la mise en oeuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l'exercice d'une activité comparable (travaux habituels) ; il s'agit en particulier : de mesures d'intervention précoce (art. 7 al. 2 let. a LAI), de mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (art. 7 al. 2 let. b LAI), de mesures d'ordre professionnel (art. 7 al. 2 let. c LAI), de traitements médicaux au sens de l'art. 25 LAMaI ([loi fédérale du 18 mars 1994 sur l'assurance-maladie ; RS 832.10] ; art. 7 al. 2 let. d LAI) ou de mesures en vue d'une nouvelle réadaptation destinées aux bénéficiaires de rente au sens de l'art. 8a al. 2 LAI (art.”
Citation: LAI art. 7 ch. 120 Lors d'une première demanÞ de prestations, la personne assurée ne peut se prévaloir avì succès de l'absenÎ de mesures de réinsertion si aucun indiÎ suffisant n'indique qu'elle a entrepris les efforts personnels nécessaires à sa réinsertion par ses propres moyens ou à l'atténuation du préjudiÎ. En l'absenÎ de tels indices, la demanÞ peut être rejetée.
“Es ist nämlich nicht einzusehen, weshalb der Beschwerdegegner nicht in der Lage gewesen sein soll, aus Eigeninitiative auf den Alkohol- und Drogenkonsum zu verzichten und die notwendigen Medikamente zur Behandlung des ADHS einzunehmen. Nicht gefolgt werden kann dem vorinstanzlichen Argument, es sei für ihn nicht erkennbar gewesen, welche medizinischen Massnahmen er hätte ergreifen müssen. Denn immerhin war er im Verfahren vor der IV-Stelle bzw. auch im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. med. B. und bis zum Verfügungserlass am 14. Juli 2021 durch die Soziale Fachstelle D. vertreten. Hiervon abgesehen könnte sich der Beschwerdegegner, der hier erstmalig Leistungen der Invalidenversicherung verlangt, ohnehin nicht mit Erfolg auf unterbliebene Eingliederungsmassnahmen berufen. Denn es sind keine hinreichenden Indizien für Eigenanstrengungen BGE 148 V 397 S. 408 ersichtlich. Es wird von ihm auch nicht aufgezeigt, dass er die notwendigen Schritte zur Selbsteingliederung unternommen habe, welche als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht (hierzu siehe Art. 7 Abs. 1 IVG sowie BGE 147 V 187 E. 5.3.1; BGE 141 V 642 E. 4.3.2) nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vorgeht (vgl. BGE 113 V 22 E. 4a; SVR 2012 IV Nr. 25 S. 104, 9C_363/2011; Urteil 8C_570/2018 vom 10. April 2019 E. 4.1.2.3).”
RéférenÎ : LAI, art. 7, n° 119 Selon l'art. 7 LAI, la personne assurée est tenue de prendre des mesures raisonnables en vue de préserver ou de rétablir son autonomie. La jurisprudenÎ relève que des aides raisonnables ou des vêtements adaptés (p. ex. déambulateur, aides techniques, chaussures à fermeture par velcro) peuvent conduire à ce qu'une invalidité importante ou une situation de dépendanÎ ne soit pas reconnue; si la personne assurée omet de prendre de telles mesures raisonnables, l'aiÞ qui aurait autrement été nécessaire peut ne pas être prise en compte lors de son évaluation.
“2023 CGI il compimento difficoltoso o rallentato degli atti ordinari della vita non giustifica per principio la grande invalidità (sentenza del TF 9C_633/2012 dell’8 gennaio 2013; N. 2007). Ai sensi del N. 2024 CGI, se un assicurato necessita dell’aiuto di terzi per diversi atti ordinari della vita determinanti e/o nell’ambito dell’accompagnamento nell’organizzazione della realtà quotidiana, le funzioni parziali degli atti ordinari della vita vanno prese in considerazione una sola volta per il calcolo del grado della grande invalidità (sentenza del TF 9C_839/2009 del 4 giugno 2010). Il N. 2025 CGI rammenta che la giurisprudenza prevede un’eccezione per l’atto di espletare i bisogni corporali, in quanto considera funzioni parziali di questo atto ordinario anche la risistemazione dei vestiti (DTF 121 V 88), l’accompagnamento al WC e l’aiuto a sedersi e ad alzarsi dal gabinetto (sentenza del TF H 150/03 del 30 aprile 2004). Va poi rammentato che il N. 10001 CGI prevede che in virtù dell’obbligo di ridurre il danno (art. 7 LAI), l’assicurato è tenuto ad adottare misure adeguate e ragionevolmente esigibili per mantenere o ristabilire la propria autonomia (p. es. abiti adeguati all’invalidità, scarpe con chiusura velcro per le persone con un braccio solo, mezzi ausiliari, attrezzi). In caso contrario, l’aiuto cui deve far ricorso non è preso in considerazione nella valutazione della grande invalidità (RCC 1989 pag. 228, 1986 pag. 507). È quindi possibile che un mezzo ausiliario escluda la grande invalidità. Per il N. 10002 CGI l’obbligo di ridurre il danno si applica ai più svariati aspetti della vita. Inoltre, quanto più sarebbe elevato l’onere a carico dell’assicurazione, tanto più severe dovranno essere le esigenze in materia di obbligo di ridurre il danno. Secondo il N. 2100 CGI va prestata particolare attenzione all’aiuto dei familiari, soprattutto per quanto riguarda la conduzione dell’economia domestica. Al riguardo, ci si deve chiedere come si organizzerebbe una comunità familiare se non potesse contare su alcuna prestazione assicurativa (DTF 133 V 504; sentenza del TF I 228/06 del 5 dicembre 2006).”
“Dem Bedarf der Beschwerdeführerin auf regelmässige und erhebliche Unterstützung bei der Fortbewegung wurde bei der Abklärung vor Ort Rechnung getragen. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass ihr die Benützung eines Rollators zumutbar wäre. Im Sinne der Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) ist die versicherte Person verpflichtet, geeignete und zumutbare Massnahmen zu treffen, um ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen (z.B. der Behinderung angepasste Kleidung wie Schuhe mit Klettverschluss für einarmige Personen, Hilfsmittel, Hilfsvorrichtungen). Unterlässt sie dies, so kann die entsprechende Hilfe bei der Bemessung der Hilflosigkeit nicht berücksichtigt werden (ZAK 1989 S. 213, 1986 S. 481). Es ist somit möglich, dass ein Hilfsmittel eine Hilflosigkeit ausschliesst. Dies kann vorliegend jedoch - wie auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin offenbar fähig ist, eine Wohnung im”
“Si riporta inoltre di seguito quanto espresso dalle cifre marginali CGI in riferimento ai punti 1, 2 e 3 del contenzioso: 2011 CGI: Anche se l'aiuto è necessario tra quattro e sei giorni a settimana (ossia per la maggior parte dei giorni della settimana), non si è di fronte a un aiuto regolare, dato che questo non è necessario quotidianamente. 2030 CGI: La grande invalidità è data se l'assicurato non è in grado di alzarsi, sedersi o sdraiarsi senza l'aiuto di terzi. Se tuttavia è in grado di eseguire da solo i cambi di posizione, non vi è grande invalidità. 2032 CGI: L'aiuto di terzi per alzarsi da una posizione seduta bassa (non indispensabile all'assicurato) o dal pavimento oppure per salire in automobile non è notevole né quotidiano. Di conseguenza non si tratta di una grande invalidità regolare e notevole (RCC 1987 pag. 263). Se invece l'assicurato non è in grado di mettersi sdraiato a letto, è considerato grande invalido in questo atto ordinario della vita. 10001 CGI: In virtù dell'obbligo di riduzione del danno (art. 7 LAI), l'assicurato è tenuto ad adottare misure adeguate e ragionevolmente esigibili per mantenere o ristabilire la propria autonomia (p. es. Abiti adeguati all'invalidità, scarpe con chiusura velcro per le persone con un braccio solo, mezzi ausiliari, attrezzi). In caso contrario, l'aiuto cui deve far ricorso non è preso in considerazione nella valutazione della grande invalidità (RCC 1989 pag. 229, 1986 pag. 507). È quindi possibile che un mezzo ausiliario escluda la grande invalidità. Si conferma pertanto la non computabilità dell'atto Alzarsi/sedersi e coricarsi, come espresso in sede d'inchiesta. Relativamente ai punti 1 e 4 del contenzioso in riferimento all'atto di andare al gabinetto, si conferma quanto riportato in sede d'inchiesta, che considera l'atto indagato nell'ambito della sfera privata esaurientemente valutato. Infatti l'andare di corpo al di fuori del proprio domicilio, quand'anche si concretizzasse, non adempie al criterio di regolarità come inteso dalla legge. Si ribadisce pertanto la non computabilità dell'atto Andare al gabinetto, come espresso in sede d'inchiesta.”
Avant une réduction ou un refus de prestations pour violation de l'obligation d'atténuation du dommage visée à l'art. 7 al. 1 LAI, la personne assurée doit en principe être mise en demeure par écrit, informée des conséquences juridiques et se voir accorder un délai de réflexion approprié. Si la procédure de mise en demeure et de délai de réflexion n'est pas menée correctement, une sanction est en règle générale illégale. Des mesures thérapeutiques ou de réinsertion qui présentent un danger pour la vie ou la santé ne peuvent pas être exigées.
“Kommt die versicherte Person ihrer Schadenminderungspflicht nicht nach, ist sie grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schadenminderungsplicht wahrgenommen hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2019, 9C_155/2019, E. 2.2.1 f. mit Verweisen). Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG sind streng, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst resp. perpetuiert (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2019, 9C_155/2019, E. 2.2.1 f. mit Verweisen). Da die Schadenminderungspflicht auch Massnahmen zur Vermeidung des Eintritts einer Invalidität erfasst, ist die Eingliederungspflicht nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer bereits ohne die empfohlenen medizinischen Massnahmen zu 70 % arbeitsfähig ist. Die IV-Ärztin hat in ihrer Stellungnahme vom 14. März 2023 deren voraussichtlich positiven Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und deren Zumutbarkeit ausführlich und überzeugend bestätigt (IV-act. 193-3 ff.). Die vom Gutachter formulierten medizinischen Massnahmen einer absoluten Abstinenz von Alkohol und Cannabis sowie einer Intensivierung der Psychotherapie (evtl.”
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechts-folgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.”
“Sinn und Zweck des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens ist es ja gerade, dass eine versicherte Person nicht die Folgen eines Verhaltens tragen muss, über dessen Auswirkungen sie sich möglicherweise keine Rechenschaft abgelegt hat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N 147 zu Art. 21; siehe auch Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 11. Januar 2005, I 605/04 E. 2.3). Die versicherte Person ist deshalb in jedem Fall auf die möglichen nachteiligen Folgen ihres Widerstandes gegen Eingliederungsmassnahmen aufmerksam zu machen, damit sie in Kenntnis aller wesentlichen Faktoren ihre Entscheidung treffen kann (vgl. BGE 122 V 218 E. 4b). Die Beschwerdegegnerin hat im Schreiben vom 24. Februar 2017 weder das erwartete Verhalten genau definiert noch hat sie die möglichen nachteiligen Folgen im Widersetzungsfalle aufgezeigt. Die Beschwerdegegnerin hat das Mahn- und Bedenkzeitverfahren somit nicht korrekt durchgeführt. Damit erweist sich eine Sanktionierung der Verletzung der Schadenverhinderungspflicht (sollte denn eine Verzögerung der erstmaligen beruflichen Eingliederung unter Art. 7 Abs. 1 IVG zu subsumieren sein und sollte die Verzögerung als schuldhaft zu qualifizieren sein) als rechtswidrig. Der Beschwerdeführer hat somit bereits ab dem 3. Juli 2019 einen Anspruch auf den höheren Ansatz des kleinen Taggeldes (Grundentschädigung von Fr. 122.10) gehabt. Die Beschwerdegegnerin hat für die Zeit vom 3. Juli 2019 bis 31. August 2019 vom Taggeld einen Verpflegungsabzug von Fr.”
RéférenÎ : LAI art. 7 ch. 117 La renonciation aux mesures de réadaptation ne conduit pas automatiquement à la suppression de l'obligation de verser la rente. Selon la jurisprudenÎ citée, l'obligation de mobilisation personnelle (art. 7 al. 1 LAI) demeure; il faut donc vérifier si les mesures de réadaptation sont effectivement inutiles avant de réduire ou de supprimer le droit à la rente.
“Cela étant, il convient d'examiner si l'Office AI a correctement vérifié si des mesures de réadaptation étaient inutiles avant de supprimer le droit à la rente. 11. Effets de la renonciation aux mesures de réadaptation sur le droit à la rente Conformément à la jurisprudence, le recourant avait plus de 55 ans lors de l'amélioration de son état de santé. Il a donc en principe droit aux mesures de réadaptation nécessaires à une reprise d'une activité lucrative avant la réduction de sa rente. Contrairement à ce qu'il soutient, l'Office AI n'est pas tenu d'ordonner des mesures de réadaptation aptes à lui permettre de recouvrer son salaire antérieur. Pour une personne qui ne répond pas aux conditions mentionnées dans l'ATF 145 V 209, la rente s'éteint en effet trois mois après le recouvrement de la capacité de travail. Peu importe que l'assuré réalise effectivement un revenu. En effet, de par la loi, l'assuré est tenu de mobiliser sa capacité de travail sans qu'il soit nécessaire de l'y obliger par une décision ou une sommation (art. 7 al. 1 LAI). Quant aux personnes qui répondent aux conditions précitées comme c'est le cas du recourant, il est seulement présumé que la réadaptation par soi-même n'est pas raisonnablement exigible. Ainsi, la seule question qui se pose est celle de savoir si des mesures de réadaptation sont nécessaires pour aider le recourant à se réinsérer par lui-même dans le monde de travail et, cas échéant, lesquelles. Enfin, cette situation se distingue du cas visé par l'art. 21 al. 4 LPGA où l'assuré néglige de respecter ses obligations qui lui permettraient de réduire son incapacité de travail, puisque le recourant a précisément déjà une capacité de travail. Ceci rappelé, il ressort du dossier que le recourant a expressément renoncé le 26 avril 2023 à toute mesure de réadaptation de la part de l'Office AI. Dans ses oppositions et durant la procédure de recours, le recourant n'est à aucun moment revenu sur cette renonciation. Il a enfin suivi semble-t-il avec succès une mesure de réinsertion de l'assurance-chômage afin de devenir apiculteur indépendant.”
Si l'ordonnanÎ d'une mesure comporte un délai peu clair ou manifestement inexécutable (p. ex. une erreur manifeste de date), cela n'entraîne selon la jurisprudenÎ aucune violation de l'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 LAI, dans la mesure où il n'est pas clairement apparent pour la personne assurée à quelle date la mesure doit être exécutée. Il convient donc de fixer ou de communiquer clairement un délai effectivement réalisable.
“5), und eine qualifizierte Pflichtverletzung ist vorliegend nicht gegeben, was auch seitens der Beschwerdegegnerin nicht dargetan wird. Soweit in Rz. 5046 KSVI unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_562/2022 vom 25. April 2023 E. 6.2 festgehalten wird, dass dieser Schritt (der Erlass einer Mahnung) weggelassen werden könne, wenn die Anordnung der Auflage mit einer zwingenden Umsetzungsfrist versehen wurde, so lässt sich dies nicht auf den vorliegenden Fall anwenden, hat die Beschwerdegegnerin doch diesbezüglich keine tatsächlich einhaltbare Frist gesetzt. Denn eine Massnahme, die am 13. Juli 2022 verhängt wird, kann nicht bis spätestens am 31. März 2022 erfüllt werden (vgl. Urk. 6/40). Selbst wenn es sich dabei um ein Versehen gehandelt hat, war für die Beschwerdeführerin nicht klar ersichtlich, bis wann sie die Massnahme durchzuführen hatte. Dies wurde auch in der nachfolgenden Korrespondenz nicht korrigiert (vgl. Urk. 6/44; Urk. 6/46-47). Zudem wurde im Schreiben vom 13. Juli 2022 lediglich auf die Mitwirkungspflicht nach Art. 43 ATSG und die Schadenminderungspflicht gemäss Art. 7 IVG hingewiesen (vgl. S. 2). Bei dem im genannten Bundesgerichtsurteil 8C_562/2022 vom 25. April 2023 gegebenen Sachverhalt (vgl. E. 6.2.1), auf den sich Rz. 5046 KSVI bezieht, war demgegenüber im Schreiben betreffend Schadenminderung aufgrund des expliziten Hinweises auf Art. 21 Abs. 4 ATSG gemäss höchstrichterlicher Beurteilung ein eigentliches Mahn- und Bedenkzeitverfahren bereits enthalten. Die Beschwerdegegnerin machte denn vorliegend auch nicht geltend, nach Rz. 5046 KSVI vorgegangen zu sein.”
L'examen de la raisonnabilité au sens de l'art. 7 LAI est apprécié au cas par cas et tient compte tant de circonstances objectives que subjectives. Pour les mesures thérapeutiques, il convient de prendre en considération la gravité de l'atteinte portée à la personnalité de la personne assurée : plus l'atteinte est grave, plus la mesure pourra être considérée comme irraisonnable. Les mesures présentant un danger pour la vie ou la santé sont réputées irraisonnables. En revanche, la poursuite du traitement de la maladie (notamment la prise continue de médicaments prescrits par un médecin) est en règle générale considérée comme une forme raisonnable d'atténuation du préjudiÎ.
“Falls sie mit einem besonderen Risiko verbunden sind, fällt eine Durchführung ausser Betracht. Bei therapeutischen Massnahmen ist auch die Schwere des mit der Massnahme verbundenen Eingriffs in die Versichertenpersönlichkeit mit zu berücksichtigen. Je schwerer der Eingriff ist, desto weniger hoch ist der Massstab an die Unzumutbarkeit zu legen. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Generell hat die Zumutbarkeitsprüfung bei Behandlungsmassnahmen einzelfallbezogen zu erfolgen, weil neben den objektiven auch die subjektiven Umstände einzubeziehen sind (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 21, Rz. 136). 3.4. Gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG können Leistungen gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Dazu bedarf es einer entsprechenden Auflage und eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Auf ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren kann in den qualifizierten Fällen von Art. 7b Abs. 2 IVG verzichtet werden, so zum Beispiel, wenn die Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG verletzt wurde. 3.5. Die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung der Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt nicht nur die Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerblichen Eingliederung voraus. Die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, muss darüber hinaus auch geeignet sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken. Hierfür bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine - je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr erfolgreich gewesen wäre.”
“Falls sie mit einem besonderen Risiko verbunden sind, fällt eine Durchführung ausser Betracht. Bei therapeutischen Massnahmen ist auch die Schwere des mit der Massnahme verbundenen Eingriffs in die Versichertenpersönlichkeit mit zu berücksichtigen. Je schwerer der Eingriff ist, desto weniger hoch ist der Massstab an die Unzumutbarkeit zu legen. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Generell hat die Zumutbarkeitsprüfung bei Behandlungsmassnahmen einzelfallbezogen zu erfolgen, weil neben den objektiven auch die subjektiven Umstände einzubeziehen sind (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 21, Rz. 136). 3.4. Gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG können Leistungen gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Dazu bedarf es einer entsprechenden Auflage und eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Auf ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren kann in den qualifizierten Fällen von Art. 7b Abs. 2 IVG verzichtet werden, so zum Beispiel, wenn die Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG verletzt wurde. 3.5. Die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung der Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt nicht nur die Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerblichen Eingliederung voraus. Die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, muss darüber hinaus auch geeignet sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken. Hierfür bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine - je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr erfolgreich gewesen wäre.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
La personne assurée a une obligation d'atténuation du dommage : elle doit entreprendre tout ce qui est raisonnable pour réduire la durée et l'ampleur de l'incapacité de travail et prévenir une invalidité. Cela inclut la participation active à des mesures raisonnables d'intégration et de réadaptation ; sont notamment visés à cet égard les traitements médicaux et thérapeutiques au sens de l'art. 25 LAMal.
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Behandlungen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen.”
“Ce n'est qu'en présence de circonstances particulières que les doutes au sujet de l'impartialité d'une appréciation peuvent être considérés comme objectivement fondés. Etant donné l'importance conférée aux rapports médicaux dans le droit des assurances sociales, il y a lieu toutefois de poser des exigences sévères quant à l'impartialité de l'expert (ATF 125 V 353 consid. 3b/ee). En outre, il y a lieu d'attacher plus de poids à l'opinion motivée d'un expert qu'à l'appréciation de l'incapacité de travail par le médecin traitant dès lors que celui-ci, vu la relation de confiance qui l'unit à son patient, est généralement enclin, en cas de doute, à prendre parti pour lui (ATF 125 V 351 consid. 3b/cc et les références citées). Enfin, l'on ne saurait remettre en cause une expertise ordonnée par l'administration ou un juge et procéder à de nouvelles investigations du seul fait qu'un ou plusieurs médecins traitants ont une opinion contradictoire (arrêt TF 9C_201/2007 du 29 janvier 2008). 2.3. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
Si la personne assurée laisse inutilisés des aides raisonnables ou d’autres mesures raisonnables destinées à préserver ou à rétablir son autonomie, l’aiÞ fondée sur ces éléments peut être écartée dans l’appréciation (p. ex. de la nécessité d’assistanÎ). Il est en outre admis que, plus important est l’effort que cela représenterait pour l’assuranÎ, plus strictes doivent être considérées les exigences relatives à l’obligation de réduire le préjudiÎ.
“2023 CGI il compimento difficoltoso o rallentato degli atti ordinari della vita non giustifica per principio la grande invalidità (sentenza del TF 9C_633/2012 dell’8 gennaio 2013; N. 2007). Ai sensi del N. 2024 CGI, se un assicurato necessita dell’aiuto di terzi per diversi atti ordinari della vita determinanti e/o nell’ambito dell’accompagnamento nell’organizzazione della realtà quotidiana, le funzioni parziali degli atti ordinari della vita vanno prese in considerazione una sola volta per il calcolo del grado della grande invalidità (sentenza del TF 9C_839/2009 del 4 giugno 2010). Il N. 2025 CGI rammenta che la giurisprudenza prevede un’eccezione per l’atto di espletare i bisogni corporali, in quanto considera funzioni parziali di questo atto ordinario anche la risistemazione dei vestiti (DTF 121 V 88), l’accompagnamento al WC e l’aiuto a sedersi e ad alzarsi dal gabinetto (sentenza del TF H 150/03 del 30 aprile 2004). Va poi rammentato che il N. 10001 CGI prevede che in virtù dell’obbligo di ridurre il danno (art. 7 LAI), l’assicurato è tenuto ad adottare misure adeguate e ragionevolmente esigibili per mantenere o ristabilire la propria autonomia (p. es. abiti adeguati all’invalidità, scarpe con chiusura velcro per le persone con un braccio solo, mezzi ausiliari, attrezzi). In caso contrario, l’aiuto cui deve far ricorso non è preso in considerazione nella valutazione della grande invalidità (RCC 1989 pag. 228, 1986 pag. 507). È quindi possibile che un mezzo ausiliario escluda la grande invalidità. Per il N. 10002 CGI l’obbligo di ridurre il danno si applica ai più svariati aspetti della vita. Inoltre, quanto più sarebbe elevato l’onere a carico dell’assicurazione, tanto più severe dovranno essere le esigenze in materia di obbligo di ridurre il danno. Secondo il N. 2100 CGI va prestata particolare attenzione all’aiuto dei familiari, soprattutto per quanto riguarda la conduzione dell’economia domestica. Al riguardo, ci si deve chiedere come si organizzerebbe una comunità familiare se non potesse contare su alcuna prestazione assicurativa (DTF 133 V 504; sentenza del TF I 228/06 del 5 dicembre 2006).”
“Dem Bedarf der Beschwerdeführerin auf regelmässige und erhebliche Unterstützung bei der Fortbewegung wurde bei der Abklärung vor Ort Rechnung getragen. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass ihr die Benützung eines Rollators zumutbar wäre. Im Sinne der Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) ist die versicherte Person verpflichtet, geeignete und zumutbare Massnahmen zu treffen, um ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen (z.B. der Behinderung angepasste Kleidung wie Schuhe mit Klettverschluss für einarmige Personen, Hilfsmittel, Hilfsvorrichtungen). Unterlässt sie dies, so kann die entsprechende Hilfe bei der Bemessung der Hilflosigkeit nicht berücksichtigt werden (ZAK 1989 S. 213, 1986 S. 481). Es ist somit möglich, dass ein Hilfsmittel eine Hilflosigkeit ausschliesst. Dies kann vorliegend jedoch - wie auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin offenbar fähig ist, eine Wohnung im”
Citation : LAI art. 7 n. 112 La personne assurée est tenue de participer activement à des mesures raisonnables visant à préserver son poste de travail existant ou à favoriser sa réinsertion professionnelle. Pour l'appréciation de l'invalidité, il faut tenir compte des conséquences économiques de l'atteinte à la santé ; ce qui est déterminant, ce sont les répercussions économiques objectives sur la capacité de gain. Ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui importe, mais seulement dans la mesure où elle entraîne une atteinte objective de la capacité de gain.
“7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). Selon l'art. 7 al. 1 LAI, l'assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). L'art. 7 al. 2 première phrase ajoute que l'assuré doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant au maintien de son emploi actuel, à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l'exercice d'une activité comparable (travaux habituels). Par travaux habituels visés à l'art. 7 al. 2 LAI, des assurés travaillant dans le ménage, il faut entendre l'activité usuelle dans le ménage, ainsi que les soins et l'assistance apportés aux proches (art. 27 al. 1 RAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 7.2 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let.”
Exemples de mesures raisonnables : des activités progressives en dehors du domicile (p. ex. environ 3 heures toutes les deux semaines) ainsi que la participation active à des programmes diététiques, médicamenteux ou d'exercices physiques peuvent, selon l'art. 7 LAI, être considérées comme raisonnables et être exigées de la personne assurée.
“Somit ist gestützt auf das Gutachten von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit geringer unmittelbarer Integrationsnotwendigkeit und mit der Möglichkeit selbst gewählter Pausen und zum Rückzug auszugehen (vgl. IV-act. 149-49). Dabei ist es dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Antwortverzerrung zumutbar, alle 14 Tage etwa 3 Stunden an einem ausserhäuslichen Arbeitsplatz zu verbringen (IV-act. 180-9). Weiter hielt der Gutachter fest, zum aktuellen Zeitpunkt sei von der Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (IV-act. 149-49). Unter Durchführung einer leitliniengerechten medikamentösen Behandlung der Angsterkrankung sowie einer überwachten absoluten Abstinenz bezüglich Alkohol, Cannabis, CBD und anderer Wirkstoffe bestehe die Möglichkeit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit innerhalb von 2 bis 3 Jahren. Die Massnahmen seien zumutbar (IV-act. 149-50 ff.). Bezüglich der Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100 % steht die Selbsteingliederungs- (Art. 7 IVG) sowie Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 ATSG) des Beschwerdeführers im Raum. Nach Art. 7 IVG besteht eine Selbsteingliederungspflicht der versicherten Personen. So haben diese alles ihnen Zumutbare zu unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG64) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Dazu gehören namentlich berufliche wie medizinische Massnahmen (Abs. 2). Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient. Kommt die versicherte Person ihrer Schadenminderungspflicht nicht nach, ist sie grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schadenminderungsplicht wahrgenommen hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2019, 9C_155/2019, E. 2.2.1 f. mit Verweisen). Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden.”
“Selbstredend gilt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) auch bei der Adipositas, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren diätischen und medikamentösen Therapien resp. Verhaltenstherapien und Bewegungsprogrammen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (vgl. betreffend Abhängigkeitssyndrom: BGE 145 V 215 E. 5.3.1 und Urteil 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.2; betreffend die Anrechnung fiktiver Therapie- resp. Trainingserfolge: Urteil I 33/03 vom 12. Dezember 2003 E. 3.3.2). Dass der Beschwerdeführerin im hier relevanten Beurteilungszeitraum von der IV-Stelle eine entsprechende Schadenminderungspflicht auferlegt worden wäre, ist nicht ersichtlich.”
En cas d'absenÎ de collaboration, les conséquences en matière de mesures d'assuranÎ-invalidité peuvent s'appliquer : l'administration peut clore le dossier, réduire ou refuser des prestations conformément à l'art. 7b al. 1 LAI (en liaison avì l'art. 21 al. 4 LPGA) ; en outre, une suppression de la rente peut intervenir, sous les conditions retenues par la jurisprudenÎ et par l'art. 21 al. 4 LPGA.
“Die Beschwerdegegnerin hob die mit Verfügung vom 12. Mai 2005 zugesprochene ganze Invalidenrente mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1. Juli 2021 auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats auf. Diesen Entscheid begründete sie dahingehend, dass Dr. C. in seinem Gutachten vom 21. November 2019 zum Ergebnis gelangt sei, beim Beschwerdeführer habe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden können und ihm sei aus versicherungsmedizinischer Sicht die angestammte Tätigkeit als Hilfsarbeiter wie auch jede andere Arbeit, welche seinen Neigungen und Fähigkeiten entspräche, zu 100 % zumutbar. Aus diesem Grund seien Eingliederungsmassnahmen durch die IV eingeleitet worden. Diesbezüglich wies die IV-Stelle auf BGE 145 V 2 E. 4.3.1 ff. hin, wonach Rentenbezügerinnen und -bezüger auch bei fehlendem Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – wie dies vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird – nicht nur berechtigt im Sinne von Art. 8a Abs. 1 IVG, sondern gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG auch verpflichtet seien, an zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Da der Beschwerdeführer trotz Aufforderung am Eingliederungsprozess nicht teilgenommen habe, sei das Dossier wegen fehlender Mitwirkung geschlossen worden. Der Beschwerdeführer bestreitet diese Schlussfolgerungen der Vorinstanz und macht geltend, es sei ihm nicht zumutbar, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Unter diesen Umständen ist nachfolgend zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen aus medizinischer Sicht zumutbar ist. Entscheidend ist dabei der Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Rentenaufhebung per Ende August”
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dazu zählen gemäss lit. c von Art. 7 Abs. 2 IVG namentlich auch die Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können die Leistungen nach Artikel 21 Absatz 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Artikel 7 dieses Gesetzes oder nach Artikel 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist.”
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Fehlt der Eingliederungswille beziehungsweise die subjektive Eingliederungsfähigkeit, d.h. ist die Eingliederungsbereitschaft aus invaliditätsfremden Gründen nicht gegeben, darf die Rente ohne vorgängige Prüfung von Massnahmen der (Wieder-)Eingliederung und ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 21 Abs. 4 ATSG herabgesetzt oder aufgehoben werden. Berufliche Massnahmen können zwar unter anderem dazu dienen, subjektive Eingliederungshindernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung der versicherten Person zu beseitigen. Es bedarf indessen auch eines Eingliederungswillens beziehungsweise einer entsprechenden Motivation der versicherten Person. Es sind insbesondere die gegenüber der Verwaltung und den medizinischen Experten gemachten Aussagen betreffend Krankheitsüberzeugung beziehungsweise Arbeitsmotivation zu berücksichtigen.”
Chez les personnes exerçant une activité lucrative partielle et travaillant en outre dans le domaine des tâches au sens de l'art. 7 al. 2 LAI, l'activité lucrative et le domaine des tâches doivent être pris en compte séparément : le degré d'invalidité pour l'activité lucrative est déterminé selon l'art. 16 LPGA, le degré d'invalidité pour l'activité dans le domaine des tâches est établi au moyen d'une comparaison d'activités ; les deux sous-degrés sont ensuite additionnés et pondérés en fonction de la part respective de l'activité lucrative et du domaine des tâches.
“Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23). Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV).”
“Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV).”
“Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23). Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV).”
L'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 al. 2 LAI comprend les traitements médicaux raisonnables. Selon la jurisprudenÎ, notamment la psychothérapie indiquée par un spécialiste et la poursuite de la prise de médicaments prescrits par un médecin constituent en principe des formes de traitement raisonnables. Dans la mesure où ils sont indiqués par un spécialiste, il faut également prendre en considération des mesures telles que le suivi thérapeutique des médicaments, une médication conforme aux lignes directrices ainsi que l'épuisement des options de traitement ambulatoires et, le cas échéant, hospitalières indiquées. La raisonnabilité doit être appréciée au cas par cas ; la personne assurée doit coopérer en recourant pleinement aux possibilités de traitement indiquées et raisonnables.
“Diagnostische Massnahmen stellen zwar grundsätzlich keine Gefahr für Leben und Gesundheit dar, sind aber dennoch nicht durchwegs zumutbar. Falls sie mit einem besonderen Risiko verbunden sind, fällt eine Durchführung ausser Betracht. Bei therapeutischen Massnahmen ist auch die Schwere des mit der Massnahme verbundenen Eingriffs in die Versichertenpersönlichkeit mit zu berücksichtigen. Je schwerer der Eingriff ist, desto weniger hoch ist der Massstab an die Unzumutbarkeit zu legen. Es geht beispielsweise um eine Psychopharmaka-Therapie (vgl. SVR 2008 IV Nr. 7, I 824/06, E. 3.1). Generell hat die Zumutbarkeitsprüfung bei Behandlungsmassnahmen einzelfallbezogen zu erfolgen, weil neben den objektiven auch die subjektiven Umstände einzubeziehen sind (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 21, Rz. 136). 4.3.2. Der Beschwerdegegnerin kann insoweit gefolgt werden, dass die angeordnete Schadenminderungsauflage als zumutbar anzusehen ist. Wie aufgezeigt, ordnete die IV-Stelle mit Schreiben vom 6. Juni 2019 gegenüber dem Versicherten gestützt auf Art. 7 Abs. 2 IVG Auflagen zur Schadenminderung an (vgl. IV-Akte 213). So hielt sie fest, dass aus ärztlicher Sicht davon ausgegangen werden könne, dass der Gesundheitszustand des Versicherten und in der Folge dessen Erwerbstätigkeit durch eine geeignete medizinische Behandlung verbessert werden könne und ordnete folgende Massnahmen an: "kontinuierliche mindestens wöchentliche Psychotherapie bei einem anerkannten Psychiater; Ausschöpfung der psychopharmakologischen Optionen einschliesslich therapeutic drug monitoring; suchtspezifische Behandlung (Alkoholkonsum) mit objektiver Kontrolle; bei ungenügendem Ansprechen halbstationäre oder zwischengeschaltet stationäre Behandlung" (IV-Akte 213). Die erteilten Auflagen stellen keine Gefahr für Leben und Gesundheit dar. Bei einer einzelfallbezogenen Betrachtung erweisen sich als angemessen und verhältnismässig, da bereits Dr. F____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, im dem Rentenanspruch zugrundeliegenden G____-Gutachten vom 25. August 2017 ausdrücklich festgehalten hatte, dass konsequente Psychotherapiemassnahmen und die Weiterführung einer antidepressiven Medikation mit Laborkontrollen dringend indiziert seien (vgl.”
“Der Beschwerdeführer ist mit dieser Einschätzung nicht einverstanden und bringt vor, dass ihm die Nichteinhaltung der Massnahme nicht angelastet werden könne. 2.3. Streitig und zu prüfen ist, ob sich die Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.2. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.3. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art.”
“deren erneute Prüfung und Gewährung unter die beiden Bedingungen der Aufnahme einer regelmässigen psychiatrischen-psychotherapeutischen Behandlung unter leitliniengerichteter Medikation nach Vorgabe eines Facharztes und des Nachweises einer mindestens dreimonatigen Cannabisabstinenz mittels entsprechender Laborkontrollen gestellt hat. 4.1 Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 4.2 Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 4.3 Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art.”
LAI art. 7 ch. 107 Les travailleurs à temps partiel sans attributions supplémentaires (p. ex. en cas de réduction volontaire du taux d’activité en faveur des loisirs) doivent être traités différemment. La précision apportée à la pratique visait à supprimer une préférenÎ accordée aux travailleurs à temps partiel sans attributions reconnues au détriment de ceux disposant d’attributions reconnues, préférenÎ incompatible avì l’exigenÎ d’égalité.
“Weshalb diese mit BGE 140 V 290 präzisierte Invaliditätsbemessung für Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich nach Einführung von Art. 27bis IVV per 1. Januar 2018 bundesrechtswidrig sein soll, ist nicht stichhaltig begründet. Diese Bestimmung betrifft Teilerwerbstätige, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen und für die der Invaliditätsgrad anhand der gemischten Methode ermittelt wird (Art. 27bis Abs. 2 und 3 IVV). Vorliegend geht es jedoch um eine teilerwerbstätige Person ohne zusätzlichen Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG, da die Beschwerdeführerin zugunsten ihrer Freizeit und somit freiwillig auf eine Vollerwerbstätigkeit verzichtet hat. Eine indirekte Diskriminierung der Frauen nach Art. 8 Abs. 2 und 3 BV, wie die Beschwerdeführerin einwendet, ist in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen. Die Präzisierung im Sinne von BGE 142 V 290 erfolgte sodann, weil die bisherige Praxis zur Invaliditätsbemessung Teilerwerbstätiger ohne einen Aufgabenbereich gemäss BGE 131 V 51 unter anderem zu einer mit dem Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) nicht zu vereinbarenden Bevorzugung Teilerwerbstätiger ohne einen anerkannten Aufgabenbereich gegenüber Teilerwerbstätigen mit einem anerkannten Aufgabenbereich führte (vgl. SVR 2019 IV Nr. 34 S. 104, Urteil 9C_583/2018 E. 4.1; Urteil 8C_846/2015 vom 3. Juni 2016 E. 6.3). Denn die Reduktion des zumutbaren erwerblichen Arbeitspensums, ohne dass die dadurch frei werdende Zeit für die Tätigkeit in einem Aufgabenbereich verwendet wird, war rechtsprechungsgemäss für die Methode der Invaliditätsbemessung ohne Bedeutung.”
“Weshalb diese mit BGE 140 V 290 präzisierte Invaliditätsbemessung für Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich nach Einführung von Art. 27bis IVV per 1. Januar 2018 bundesrechtswidrig sein soll, ist nicht stichhaltig begründet. Diese Bestimmung betrifft Teilerwerbstätige, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen und für die der Invaliditätsgrad anhand der gemischten Methode ermittelt wird (Art. 27bis Abs. 2 und 3 IVV). Vorliegend geht es jedoch um eine teilerwerbstätige Person ohne zusätzlichen Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG, da die Beschwerdeführerin zugunsten ihrer Freizeit und somit freiwillig auf eine Vollerwerbstätigkeit verzichtet hat. Eine indirekte Diskriminierung der Frauen nach Art. 8 Abs. 2 und 3 BV, wie die Beschwerdeführerin einwendet, ist in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen. Die Präzisierung im Sinne von BGE 142 V 290 erfolgte sodann, weil die bisherige Praxis zur Invaliditätsbemessung Teilerwerbstätiger ohne einen Aufgabenbereich gemäss BGE 131 V 51 unter anderem zu einer mit dem Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) nicht zu vereinbarenden Bevorzugung Teilerwerbstätiger ohne einen anerkannten Aufgabenbereich gegenüber Teilerwerbstätigen mit einem anerkannten Aufgabenbereich führte (vgl. SVR 2019 IV Nr. 34 S. 104, Urteil 9C_583/2018 E. 4.1; Urteil 8C_846/2015 vom 3.”
Lors de la constatation d'une invalidité, l'administration doit vérifier s'il y a lieu d'ordonner des injonctions visant à la réduction du dommage ou des obligations de collaboration en application de l'art. 7 al. 2 LAI. Les marges de manœuvre correspondantes en matière de réduction du dommage doivent être définies dans le cadre d'une procédure de mise en demeure et de délai de réflexion.
“S. 14 f. Ziff. 8). Soweit nach der nachzuholenden RAD-Beurteilung (vgl. E. 3.5 hiervor) das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens bejaht werden sollte, hätte die Verwaltung eine entsprechende Aufforderung zur Schadenminderung zu prüfen (vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG; Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; Rz. 2400 KSIR; Rz. 5020 f. KSVI).”
“Dies trifft dann zu, wenn therapeutische Vorkehren, die eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erwarten lassen (z.B. Einnahme verschriebener Medikamente), aus Eigeninitiative umsetzbar sind. Insoweit geht die Selbsteingliederung dem Rentenanspruch (und auch gesetzlichen Eingliederungsleistungen) vor (BGE 148 V 397 E. 7 mit Hinweisen). Besteht keine aus Eigeninitiative umsetzbare Selbsteingliederungspflicht, weil die versicherte Person es nicht ohne Weiteres selber in der Hand hat, Arbeitsfähigkeit herzustellen (vgl. erwähntes Urteil 8C_104/2024 E. 6.1) oder auf ihre Eingliederungsfähigkeit hinzuwirken (vgl. BGE 148 V 397 E. 6.2.4), kann bei einem noch nicht austherapierten Leiden ein Rentenanspruch entstehen (oben E. 5.1.3). Dies gilt auch, wenn das Behandlungspotential und die infrage kommenden therapeutischen Vorkehren abklärungsbedürftig sind. Die versicherte Person ist bei der Abklärung und Durchführung der auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands abzielenden Therapie mitwirkungspflichtig (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; ANNE-SYLVIE DUPONT, in: Commentaire romand, LPGA, 2018, N. 54 zu Art. 21 ATSG). Die betreffenden Spielräume der Schadenminderung (Art. 7 IVG) müssen im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens definiert werden (zur amtl. Publ. bestimmtes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 6.2). Ob eine geplante Behandlung erfolgreich sein wird, kann erst nach Abschluss der betreffenden Therapie beurteilt werden. Solange sie andauert, kommt ein unbefristeter Rentenanspruch infrage (BGE 145 V 215 E. 8.2; 143 V 409 E. 4.4); hat sich der prognostizierte Behandlungserfolg realisiert (oder die versicherte Person die Mitwirkungspflicht verletzt), wird die Invalidenrente gegebenenfalls auf dem Weg der materiellen Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) herabgesetzt oder aufgehoben (BGE 127 V 294 E. 4b/cc). Wenn der prognostizierte Behandlungserfolg schon im Vornhinein absehbar und terminierbar ist, kann eine befristete Invalidenrente gesprochen werden (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2).”
La personne assurée qui ne respecte pas les obligations de coopération et de participation prévues à l’art. 7 LAI peut voir ses prestations réduites ou refusées, temporairement ou définitivement (cf. art. 21 al. 4 LPGA en liaison avì l’art. 7b LAI). Avant une telle sanction, la personne assurée doit être avertie par écrit, informée des conséquences juridiques et se voir accorder un délai de réflexion approprié; les mesures qui mettent en danger la vie ou la santé ne peuvent être raisonnablement exigées.
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen (Art. 7 Abs. 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nach, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt dabei was folgt: Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist (Abs. l). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Abs. 3). Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind.”
“Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht vor, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung in das Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt; sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.”
En lien avì l'art. 7 al. 1 LAI, les organes de l'AI peuvent imposer à la personne assurée des prescriptions écrites. Ces prescriptions doivent être décrites de manière précise; un délai approprié doit être fixé et la personne informée des conséquences juridiques du non-respect. Les mesures ainsi imposées doivent être proportionnées et raisonnablement exigibles pour la personne assurée.
“das Urteil des Bundesgerichts 8C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2). 3.5. 3.5.1. Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehrungen verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22, 28 E. 4a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.5.2. Die Schadenminderungspflicht wird in Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7 IVG konkretisiert. Danach muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit und den Eintritt der Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie ist verpflichtet, aktiv an allen zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, worunter insbesondere medizinische Behandlungen, Integrationsmassnahmen, berufliche Massnahmen und Massnahmen zur Wiedereingliederung fallen (vgl. zum Ganzen Patrick Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsverweigerung im Abklärungsverfahren? in: SZS 62/2017 S. 137 ff., insbesondere S. 157 f.). 3.5.3. Dieser Grundsatz der Schadenminderungspflicht konkretisiert sich unter anderem darin, dass die IV-Stellen der versicherten Person im Zusammenhang mit einer Leistung, z.B. einer Rente, Auflagen machen können. Damit fordern sie die versicherte Person zu einer bestimmten Verhaltensweise auf, welche nach Beurteilung der IV-Stellen geeignet ist, den versicherungsrechtlichen Schaden zu mindern (z.B. eine medizinische Behandlung). Das auferlegte Verhalten muss verhältnismässig und zumutbar sein. Die Auflagen zur Schadenminderung erfolgen in Form einer schriftlichen Aufforderung, in welcher der Inhalt der Auflage beschrieben ist, eine angemessene Frist gesetzt und auf die Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung hingewiesen wird.”
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
En cas de refus ou de collaboration insuffisante, les prestations prévues à l'art. 21 al. 4 LPGA ou à l'art. 7b LAI peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement. La personne assurée doit, au préalable, être mise en demeure par écrit, informée des conséquences juridiques et se voir accorder un délai raisonnable pour y réfléchir; lors de la prise de décision, toutes les circonstances de chaque cas, en particulier le degré de la faute, doivent être prises en compte.
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen (Art. 7 Abs. 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nach, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt dabei was folgt: Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden.”
“Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (vgl. Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.2. Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22, 28 E. 4a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.3. Die Schadenminderungspflicht wird in Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7 IVG konkretisiert. Danach muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit und den Eintritt der Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie ist verpflichtet, aktiv an allen zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, worunter insbesondere medizinische Behandlungen, Integrationsmassnahmen, berufliche Massnahmen und Massnahmen zur Wiedereingliederung fallen (vgl. zum Ganzen Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsverweigerung im Abklärungsverfahren? in: SZS 62/2017 S. 137 ff., insbesondere S. 157 f.) Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin. Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 4.2 mit Hinweisen). 3.4. Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden.”
“Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Diese Bestimmung ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt (zum Verhältnis der nachfolgenden Bestimmungen zu Art. 21 Abs. 4 ATSG vgl. Urteil 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 1 f. S. 81) : Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. b und c IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person insbesondere den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG).”
“Sinn und Zweck des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens ist es ja gerade, dass eine versicherte Person nicht die Folgen eines Verhaltens tragen muss, über dessen Auswirkungen sie sich möglicherweise keine Rechenschaft abgelegt hat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N 147 zu Art. 21; siehe auch Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 11. Januar 2005, I 605/04 E. 2.3). Die versicherte Person ist deshalb in jedem Fall auf die möglichen nachteiligen Folgen ihres Widerstandes gegen Eingliederungsmassnahmen aufmerksam zu machen, damit sie in Kenntnis aller wesentlichen Faktoren ihre Entscheidung treffen kann (vgl. BGE 122 V 218 E. 4b). Die Beschwerdegegnerin hat im Schreiben vom 24. Februar 2017 weder das erwartete Verhalten genau definiert noch hat sie die möglichen nachteiligen Folgen im Widersetzungsfalle aufgezeigt. Die Beschwerdegegnerin hat das Mahn- und Bedenkzeitverfahren somit nicht korrekt durchgeführt. Damit erweist sich eine Sanktionierung der Verletzung der Schadenverhinderungspflicht (sollte denn eine Verzögerung der erstmaligen beruflichen Eingliederung unter Art. 7 Abs. 1 IVG zu subsumieren sein und sollte die Verzögerung als schuldhaft zu qualifizieren sein) als rechtswidrig. Der Beschwerdeführer hat somit bereits ab dem 3. Juli 2019 einen Anspruch auf den höheren Ansatz des kleinen Taggeldes (Grundentschädigung von Fr. 122.10) gehabt. Die Beschwerdegegnerin hat für die Zeit vom 3. Juli 2019 bis 31. August 2019 vom Taggeld einen Verpflegungsabzug von Fr.”
LAI art. 7 n. 102 En cas d'obésité, la personne assurée peut être tenue de participer activement à des traitements diététiques et médicamenteux raisonnables ainsi qu'à des thérapies comportementales et à des programmes d'activité physique; en cas de non-respect volontaire après rappel et délai de réflexion, des réductions ou des refus de prestations peuvent être envisagés.
“Selbstredend gilt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) auch bei der Adipositas, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren diätischen und medikamentösen Therapien resp. Verhaltenstherapien und Bewegungsprogrammen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (vgl. betreffend Abhängigkeitssyndrom: BGE 145 V 215 E. 5.3.1 und Urteil 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.2; betreffend die Anrechnung fiktiver Therapie- resp. Trainingserfolge: Urteil I 33/03 vom 12. Dezember 2003 E. 3.3.2). Dass der Beschwerdeführerin im hier relevanten Beurteilungszeitraum von der IV-Stelle eine entsprechende Schadenminderungspflicht auferlegt worden wäre, ist nicht ersichtlich.”
RéférenÎ : LAI art. 7 N. 101 En cas de refus de collaboration répété et documenté, l'administration peut clore la procédure ou rejeter la demanÞ sans avoir à adresser au préalable un nouvel avertissement, si une dernière sommation a déjà été envoyée auparavant et avait expressément menacé d'une clôture immédiate sans nouvel avertissement en cas de maintien du refus. Cette mesure a été prise en l'espèÎ après de multiples invitations et le comportement non coopératif de l'assuré (voir courrier avì fixation d'un délai et dernière sommation).
“Februar 2023 ("Mahn- und Bedenkzeitverfahren Letzte Aufforderung zur Mitwirkung / Schadenminderung") eine Frist bis zum 17. Februar 2023 ein, um schriftlich und detailliert mitzuteilen, ob er zukünftig vollständig an den Eingliederungs- und Abklärungsmassnahmen mitwirke, der Meldepflicht nachkomme und jegliche Änderungen in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen umgehend melde. Dazu zähle auch die vorherige Absprache von Ferien und die Gewährleistung der Erreichbarkeit. Des Weiteren wurde in besagtem Schreiben klargestellt, sollte er die Mitwirkungspflicht und Meldepflicht weiterhin verletzen, würde er die Mitwirkung ablehnen oder keine zeitnahe (innert 24 Stunden) Rückmeldung machen, sei die Erreichbarkeit nicht sichergestellt oder halte er die getroffenen Vereinbarungen nicht ein, werde die Bearbeitung des Antrages umgehend, ohne erneute Mahnung, eingestellt und das Gesuch ohne weitere Leistungsprüfung abgewiesen. Dem Schreiben angefügt waren gesetzliche Grundlagen betreffend die Schadenminderung (vgl. IV-Akte 121). Wörtlich wiedergegeben wurden die Art. 21. Abs. 4 ATSG, Art. 28 ATSG, Art. 7 IVG und Art. 7b Abs. 1 IVG (vgl. IV-Akte 121, S. 3). Art. 7b Abs. 1 IVG besagt Folgendes: "Die Leistungen können nach Art 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist." Der Erhalt dieses Schreibens wurde vom Beschwerdeführer am 10. Februar 2023 unterschriftlich bestätigt (vgl. IV-Akte 125, S. 3). 3.2.2. Dieses Schreiben erging nach wiederholt unkooperativem Verhalten des Beschwerdeführers resp. diversen Aufforderungen, Mahnungen etc. von Seiten der Beschwerdegegnerin. So hatte sich der Beschwerdeführer während längerer Zeit geweigert, die Zielvereinbarung (vgl. IV-Akte 44, S. 3 ff.) zu unterzeichnen. In einer an die Beschwerdegegnerin gerichteten E-Mail vom 2. November 2022 erwähnte F____, der Versicherte verstehe nicht, weshalb er eine Zielvereinbarung unterschreiben solle und tue sich schwer damit, dass neben ihrem Namen "Psychologin" stehe (vgl. IV-Akte 50, S. 1).”
“Februar 2023 ("Mahn- und Bedenkzeitverfahren Letzte Aufforderung zur Mitwirkung / Schadenminderung") eine Frist bis zum 17. Februar 2023 ein, um schriftlich und detailliert mitzuteilen, ob er zukünftig vollständig an den Eingliederungs- und Abklärungsmassnahmen mitwirke, der Meldepflicht nachkomme und jegliche Änderungen in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen umgehend melde. Dazu zähle auch die vorherige Absprache von Ferien und die Gewährleistung der Erreichbarkeit. Des Weiteren wurde in besagtem Schreiben klargestellt, sollte er die Mitwirkungspflicht und Meldepflicht weiterhin verletzen, würde er die Mitwirkung ablehnen oder keine zeitnahe (innert 24 Stunden) Rückmeldung machen, sei die Erreichbarkeit nicht sichergestellt oder halte er die getroffenen Vereinbarungen nicht ein, werde die Bearbeitung des Antrages umgehend, ohne erneute Mahnung, eingestellt und das Gesuch ohne weitere Leistungsprüfung abgewiesen. Dem Schreiben angefügt waren gesetzliche Grundlagen betreffend die Schadenminderung (vgl. IV-Akte 121). Wörtlich wiedergegeben wurden die Art. 21. Abs. 4 ATSG, Art. 28 ATSG, Art. 7 IVG und Art. 7b Abs. 1 IVG (vgl. IV-Akte 121, S. 3). Art. 7b Abs. 1 IVG besagt Folgendes: "Die Leistungen können nach Art 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist." Der Erhalt dieses Schreibens wurde vom Beschwerdeführer am 10. Februar 2023 unterschriftlich bestätigt (vgl. IV-Akte 125, S. 3). 3.2.2. Dieses Schreiben erging nach wiederholt unkooperativem Verhalten des Beschwerdeführers resp. diversen Aufforderungen, Mahnungen etc. von Seiten der Beschwerdegegnerin. So hatte sich der Beschwerdeführer während längerer Zeit geweigert, die Zielvereinbarung (vgl. IV-Akte 44, S. 3 ff.) zu unterzeichnen. In einer an die Beschwerdegegnerin gerichteten E-Mail vom 2. November 2022 erwähnte F____, der Versicherte verstehe nicht, weshalb er eine Zielvereinbarung unterschreiben solle und tue sich schwer damit, dass neben ihrem Namen "Psychologin" stehe (vgl. IV-Akte 50, S. 1).”
“Februar 2023 ("Mahn- und Bedenkzeitverfahren Letzte Aufforderung zur Mitwirkung / Schadenminderung") eine Frist bis zum 17. Februar 2023 ein, um schriftlich und detailliert mitzuteilen, ob er zukünftig vollständig an den Eingliederungs- und Abklärungsmassnahmen mitwirke, der Meldepflicht nachkomme und jegliche Änderungen in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen umgehend melde. Dazu zähle auch die vorherige Absprache von Ferien und die Gewährleistung der Erreichbarkeit. Des Weiteren wurde in besagtem Schreiben klargestellt, sollte er die Mitwirkungspflicht und Meldepflicht weiterhin verletzen, würde er die Mitwirkung ablehnen oder keine zeitnahe (innert 24 Stunden) Rückmeldung machen, sei die Erreichbarkeit nicht sichergestellt oder halte er die getroffenen Vereinbarungen nicht ein, werde die Bearbeitung des Antrages umgehend, ohne erneute Mahnung, eingestellt und das Gesuch ohne weitere Leistungsprüfung abgewiesen. Dem Schreiben angefügt waren gesetzliche Grundlagen betreffend die Schadenminderung (vgl. IV-Akte 121). Wörtlich wiedergegeben wurden die Art. 21. Abs. 4 ATSG, Art. 28 ATSG, Art. 7 IVG und Art. 7b Abs. 1 IVG (vgl. IV-Akte 121, S. 3). Art. 7b Abs. 1 IVG besagt Folgendes: "Die Leistungen können nach Art 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist." Der Erhalt dieses Schreibens wurde vom Beschwerdeführer am 10. Februar 2023 unterschriftlich bestätigt (vgl. IV-Akte 125, S. 3). 3.2.2. Dieses Schreiben erging nach wiederholt unkooperativem Verhalten des Beschwerdeführers resp. diversen Aufforderungen, Mahnungen etc. von Seiten der Beschwerdegegnerin. So hatte sich der Beschwerdeführer während längerer Zeit geweigert, die Zielvereinbarung (vgl. IV-Akte 44, S. 3 ff.) zu unterzeichnen. In einer an die Beschwerdegegnerin gerichteten E-Mail vom 2. November 2022 erwähnte F____, der Versicherte verstehe nicht, weshalb er eine Zielvereinbarung unterschreiben solle und tue sich schwer damit, dass neben ihrem Namen "Psychologin" stehe (vgl. IV-Akte 50, S. 1).”
LAI art. 7 n. 100 Le critère de raisonnabilité doit être apprécié en tenant compte de l'ensemble des circonstances objectives et subjectives de chaque cas particulier. Pour les mesures médicales susceptibles de constituer une atteinte importante à l'intégrité personnelle, il ne convient pas d'appliquer un seuil de raisonnabilité strict.
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
Citation : LAI art. 7 ch. 99 En cas de troubles psychiques, la constatation d'une atteinte à la santé exige en règle générale un diagnostic établi par un spécialiste (psychiatre), réalisé selon des critères de classification reconnus. Lors de l'appréciation de la pertinenÎ au regard de l'invalidité, il convient en outre de vérifier s'il existe des circonstances qui s'opposent à l'effet invalidant du diagnostic (p. ex. exagération des symptômes).
“La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (cf. ATF 141 V 281; 130 V 396). En outre, l’analyse doit tenir compte des facteurs excluant la valeur invalidante de ces diagnostics, par exemple si les limitations liées à l'exercice d'une activité résultent d'une exagération des symptômes ou d'une constellation semblable qui permettent de conclure à l'absence d'une atteinte à la santé ouvrant le droit aux prestations d'assurance. La capacité de travail réellement exigible des personnes concernées doit être évaluée dans le cadre d'une procédure d'établissement des faits structurée et sur la base d'une vision d'ensemble, à la lumière des circonstances du cas particulier et sans résultat prédéfini, en tenant compte d'un catalogue d'indices qui rassemble les éléments essentiels propres aux troubles de nature psychosomatique (cf. ATF 143 V 409; 141 V 281). 2.3. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
“La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (cf. ATF 141 V 281; 130 V 396). En outre, l’analyse doit tenir compte des facteurs excluant la valeur invalidante de ces diagnostics, par exemple si les limitations liées à l'exercice d'une activité résultent d'une exagération des symptômes ou d'une constellation semblable qui permettent de conclure à l'absence d'une atteinte à la santé ouvrant le droit aux prestations d'assurance. La capacité de travail réellement exigible des personnes concernées doit être évaluée dans le cadre d'une procédure d'établissement des faits structurée et sur la base d'une vision d'ensemble, à la lumière des circonstances du cas particulier et sans résultat prédéfini, en tenant compte d'un catalogue d'indices qui rassemble les éléments essentiels propres aux troubles de nature psychosomatique (cf. ATF 143 V 409; 141 V 281). 2.3. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
Lors de la détermination, l'administration doit examiner et prendre en compte les conditions pertinentes; cela inclut notamment la vérification de l'efficacité des mesures médicales pour l'intégration, l'accomplissement des obligations d'enquête ainsi que le point de référenÎ temporel pertinent de la décision.
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Darunter fallen insbesondere auch die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 - 18 und Art. 18b IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG). Die mit der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2022 eingestellte Eingliederungsmassnahme, das heisst die Umschulung des Beschwerdeführers in den Beruf eines Mediamatikers, hatte die Beschwerdegegnerin zuvor am 1. April 2022 angeordnet (Urk. 12/115). Mit der Anordnung dieser Massnahme war deren Eingliederungswirksamkeit (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.2.2) von der Beschwerdegegnerin grundsätzlich als gegeben erachtet worden. Daran ändert nichts, dass die Eingliederungs-massnahme im Sinne der Austauschbefugnis gewährt worden war. Die Voraussetzung der Eingliederungswirksamkeit steht auch weiterhin nicht in Frage, sondern vielmehr die Eingliederungsfähigkeit und -willigkeit des Beschwerdeführers.”
“Mit Blick auf die medizinische Aktenlage steht zwar ausser Frage, dass es sich bei der auferlegten pulmologischen Behandlung mit Raucherentwöhnung jedenfalls um eine medizinisch indizierte Behandlung handelt. Jedoch lässt sich weder dem Bericht von Dr. D.___ (E. 3.2) noch demjenigen des B.___ (E. 3.3) eine Angabe zur Eingliederungswirksamkeit dieser Massnahme entnehmen. Ob damit (nur) eine Stagnation der Erkrankung respektive eine Verlangsamung der von Dr. D.___ prognostizierten Progressivität derselben (Urk. 9/34/3) erreicht werden kann oder ob und wann davon eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit und damit eine Verminderung des invalidenversicherungsrechtlichen Schadens zu erwarten ist, lässt sich aufgrund der aktuellen Aktenlage nicht abschliessend beurteilen. Soweit sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellt, der Beschwerdeführer habe durch sein Verhalten eine abschliessende Prüfung des Rentenanspruchs verhindert (Urk. 2 S. 2), verkennt sie, dass sie ihm keine Abklärungsmassnahme im Sinne von Art. 43 Abs. 2 ATSG, sondern eine medizinische Behandlungsmassnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG (vgl. E. 1.2) auferlegt hat. Die Frage aber, ob durch eine solche eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erreicht oder zumindest eine weitere Invalidisierung verhindert werden kann, hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht abzuklären. Dass sich der Beschwerdeführer einer Abklärungsmassnahme im Sinne von Art. 43 Abs. 2 ATSG verweigert hätte, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Auch absolvierte er den am 14. Juli 2020 zugesprochenen Arbeitsversuch (Urk. 9/66), welcher unter anderem im Dienste einer besseren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit stand (Urk. 9/72/7), zuverlässig, so dass bei zuletzt ausgeübtem Pensum von 60 % gar eine Festanstellung im Raume stand (Urk. 7/72/12).”
“Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3; BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). Im vorliegenden Fall bildet daher die Verfügung vom 24. Oktober 2019 (IV-Akte 81) den Referenzzeitpunkt. 4. 4.1. 4.1.1. Gemäss Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1). 4.1.2. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). 4.2. 4.2.1. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG bemessen. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich (Art. 7 Abs. 2 IVG) tätig, so wird zur Ermittlung der Invalidität für diese Tätigkeit darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; sog. gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). 4.2.2. Als Aufgabenbereich gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 4.2.3. Gemäss Art. 27bis Abs. 1 IVV werden bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, für die Bestimmung des Invaliditätsgrades folgende Invaliditätsgrade summiert: a. der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit; b. der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich. Laut Art. 27bis Abs. 2 IVV richtet sich die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit nach Art.”
Les mesures d'intégration (p. ex. mesures d'intégration visant la préparation à la réinsertion professionnelle, placement professionnel, coaching, essais professionnels) sont considérées comme des mesures raisonnables au sens de l'art. 7 al. 2 LAI. Le fait de s'écarter unilatéralement des mesures ordonnées ou proposées par l'offiÎ AI, ou de les refuser, peut avoir pour conséquenÎ que la personne assurée assume elle-même le risque financier y afférent, ou que l'administration interrompe la mesure d'intégration ou envisage une telle interruption.
“In Anbetracht des Gesagten kann festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer von sich aus die von der IV-Stelle angebotene Integrationsmassnahme in der Stiftung E.________ (inklusive bereits angedachter anschliessender Lösung) nicht antrat. Er entschied sich eigenmächtig für die Institution F.________, ohne die Verfügung der Verwaltung in dieser Angelegenheit abzuwarten, und nahm das damit einhergehende Kostenrisiko in Kauf. Er entzog sich der Integrationsmassnahme mit bereits angedachter Anschlusslösung mit der Begründung, die von ihm ausgewählte Institution sei als Einstieg passend (vgl. Protokolleintrag vom 31. März 2022). Gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person jedoch an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen (Selbsteingliederungspflicht [vgl. ERWIN MURER, a.a.O., N. 43 zu Art. 7-7b IVG; siehe auch BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2]). Dies sind insbesondere Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 7 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 14a IVG). Der Beschwerdeführer erkennt zwar richtig, dass sich die Vorgabe einer Zielvereinbarung im Rahmen der Integrationsmassnahme an die IV-Stelle und nicht an ihn richtet. Allerdings verhinderte er mit seinem eigenmächtigen Handeln, dass die Verwaltung die in Art. 41a IVV beschriebene Fallführung wahrnehmen konnte. Dadurch, dass er auf Eigeninitiative hin in die Institution F.________ eintrat, war es der IV-Stelle von vornherein nicht möglich, eine Zielvereinbarung zu treffen (mit allen Beteiligten), über die Ziele zu wachen und entsprechend zu reagieren (vgl.”
“3.) aufmerksam. Sie setzte der Beschwerdeführerin zudem eine letzte Frist bis zum 31. März 2023 um die Zielvereinbarung einzureichen und wies sie darauf hin, dass sie die Bearbeitung im Rahmen der Eingliederung zur Evaluation der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit umgehend einstelle und aufgrund der Akten entscheide, sollte die Zielvereinbarung nicht bis zum genannten Datum eingereicht werden. Da sich die Beschwerdeführerin weiterhin weigerte, die Zielvereinbarung zu unterschreiben, erliess die Beschwerdegegnerin in der Folge am 5. April 2023 einen Vorbescheid, mit welchem sie der Beschwerdeführerin die Einstellung der Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung in Aussicht stellte (IV-Akte 430) und am 31. Mai 2023 die entsprechende und nun angefochtene Verfügung (IV-Akte 440). 4.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert nun im Wesentlichen, dass die Beschwerdegegnerin ihren Abklärungspflichten nicht genügend nachgekommen sei (vgl. E. 2.2.). Wie unter E. 3.3. ausgeführt, verpflichtet Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG versicherten Personen, aktiv an ihr zumutbaren Massnahmen beruflicher Art teilzunehmen. Dabei gelten gemäss Art. 7a IVG alle Massnahmen als zumutbar, die der versicherten Person dienen, solange sie dem Gesundheitszustand der versicherten Person angemessen sind. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was den Schluss zuliesse, dass die von der Beschwerdegegnerin eingeleitete Arbeitsvermittlung bzw. der mittels Coaching unterstützten Suche einer Stelle für einen Arbeitsversuch dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht angemessen wäre. Ihr Vorbringen, die Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht davon aus, dass die Tätigkeit als MPA keine leidensadaptierte Tätigkeit sei, überzeugt nicht. Selbst wenn die Beschwerdeführerin die Abschlussprüfung bestanden hätte (was bisher nicht der Fall ist, vgl. z.B. Notenausweis vom 30. August 2022, IV-Akte 392, S. 2), liessen die Auswertungen der Arbeitseinsätze der Beschwerdeführerin nicht den Schluss zu, dass es sich dabei um eine optimale Tätigkeit handelt.”
“Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 7 Abs. 2 lit. b IVG).”
LAI art. 7 N. 96 La partie adverse doit exposer concrètement en quoi la personne assurée a refusé des offres d'intégration ou quels manquements concrets sont invoqués; des indications générales ou vagues ne suffisent pas.
“Die Beschwerdegegnerin berief sich – soweit ersichtlich – auf eine Verletzung der Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 7 Abs. 1 IVG, die sie gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG zur Einstellung oder Verweigerung von Leistungen berechtige. Dafür würde sprechen, dass berufliche Massnahmen, insbesondere eine zusätzliche Ausbildung, dem Beschwerdeführer zweifelsohne neue Erwerbsmöglichkeiten eröffnen würden. Indessen äusserte sich die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer gegenüber bis anhin nicht schlüssig zur Frage, inwieweit er Anspruch auf Unterstützung bei der Eingliederung hat (vgl. Urk. 5 Ziff. 5) respektive inwieweit er sich selbst einzugliedern hat (vgl. Urk. 6/38). In der Verfügung wurde ebenfalls nur erwähnt, dass die Zusprache der Berufsberatung durch eine kulante Auslegung der Akten erfolgt sei (vgl. Urk. 2). Ein potentieller Schaden für die Invalidenversicherung ist angesichts des abschlägigen Rentenbescheids vom 9. Februar 2023 (Urk. 6/39), wonach das Invalideneinkommen anhand des Tabellenlohnes für Hilfsarbeiten gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2020 festzusetzen ist und ein Invaliditätsgrad von 0 % resultiert, zudem nicht ohne weiteres ersichtlich.”
Réf. : LAI art. 7 n. 95 La détermination de l'acceptabilité des mesures dépend du cas concret. Lors de l'évaluation des mesures thérapeutiques, l'expert médical (SMR) doit être consulté. Si nécessaire, il convient d'examiner et de garantir qu'un traitement conforme aux lignes directrices ou indiqué par un spécialiste soit évalué et mis en œuvre.
“1, l’assicurato deve fare tutto quanto si può ragionevolmente esigere da lui per ridurre la durata e l’entità dell’incapacità al lavoro e per evitare l’insorgere di un’invalidità (art. 7 cpv. 1 LPGA). Deve partecipare attivamente all’esecuzione di tutti i provvedimenti ragionevolmente esigibili che possono contribuire sia a mantenerlo nel suo attuale posto di lavoro, sia a favorire la sua integrazione nella vita professionale o in un’attività paragonabile (art. 7 cpv. 2 LAI). In particolare si tratta di provvedimenti di reinserimento per preparare all’integrazione professionale e di provvedimenti professionali (art. 7 cpv. 2 lett. b e c LAI). È considerato ragionevolmente esigibile ogni provvedimento che serve all’integrazione dell’assicurato; fanno eccezione i provvedimenti che non sono adatti allo stato di salute dell’assicurato (art. 7a LAI). Le prestazioni possono essere ridotte o rifiutate ai sensi dell’art. 24 cpv. 4 LPGA segnatamente se l’assicurato non ha adempiuto a quanto stabilito dall’art. 7 LAI (art. 7b cpv. 1 LAI). Da ultimo, la decisione di ridurre o di rifiutare prestazioni deve tener conto di tutte le circostanze del singolo caso, in particolare del grado della colpa dell’assicurato (art. 7b cpv. 3 LAI). Secondo il marginale 5033 della Circolare sulla procedura nell’assicurazione per l’invalidità (CPAI) nell’ambito dell’accompagnamento di un assicurato durante l’esecuzione dei provvedimenti d’integrazione (secondo il N. 5022) e/o delle cure mediche bisogna verificare costantemente il raggiungimento degli obiettivi, anche per capire se l’esigibilità è mantenuta. Se necessario, bisogna adeguare il provvedimento o la cura (v. N. 1033 e 1034 CGC). Per il marginale 5034 CPAI un provvedimento sanitario d’integrazione dell’AI o una cura medica è tanto più inesigibile quanto più grave è la lesione dell’integrità personale dell’assicurato (sentenza del TF I 824/06 del 13 marzo 2007). Ai sensi del marginale 5035 CPAI in caso di misure terapeutiche occorre coinvolgere il SMR per valutare la loro esigibilità.”
“Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in geeigneter Weise abklärt und sofern als notwendig erachtet eine Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 7 IVG auferlegt, damit eine leitliniengerechte Behandlung erfolgt. Danach hat die Beschwerdegegnerin neu über den Leistungsanspruch zu entscheiden.”
“ssa __________ il formulario medico datato 4 aprile 2019 (doc. 225 incarto AI), il medico SMR ha ritenuto indispensabile – a fronte della diagnosi neurologica, di un importante calo del peso di causa non chiara e dell’attestazione di incapacità lavorativa completa accertata dalla curante – un aggiornamento degli atti medici (doc. 226 incarto AI). Oltre ad una presa di posizione della dr.ssa __________ del 16 settembre 2019 (doc. 227 incarto AI), l’Ufficio AI ha richiamato dalla nuova curante, dr.ssa __________ (specialista in neurologia), il rapporto medico del 29 agosto 2020 con molteplici allegati medici pregressi (doc. 236 incarto AI). Vagliata la documentazione, il medico SMR ha circostanziato l’entità nosologica delle nuove refertazioni mediche all’ambito psichiatrico, coinvolgendo dunque il collega dr. __________ (specialista in psichiatrica e anch’egli medico SMR) (doc. 238 incarto AI); quest’ultimo ha ritenuto “un trattamento psichiatrico, benché raccomandato, non esigibile ex art. 7 LAI” (doc. 240 incarto AI), ritenendo condivisibili le risultanze dell’inchiesta economica per le persone che si occupano dell’economia domestica (doc. 242 incarto AI) e precisando che “Non appare oggettivata la necessità dell’aiuto di terzi nell’organizzazione della realtà quotidiana, come inteso dalla normativa” (doc. 243 incarto AI). Conseguentemente, con progetto del 15 gennaio 2021 (doc. 244 incarto AI), confermato con decisione del 1. marzo 2021 (doc. 249 incarto AI), l’Ufficio AI ha calcolato un grado d’invalidità del 55%, conferente il diritto a ½ rendita dal 1. febbraio 2019. Con progetto di decisione del 25 febbraio 2021 l’Ufficio AI ha invece prospettato il rifiuto dell’AGI, siccome “Dalla documentazione medica [valutata dal medico SMR, n.d.r.] non risulta che lei necessiti dell’aiuto regolare e notevole di terzi nello svolgimento degli atti ordinari della vita o il bisogno dell’aiuto di terzi nell’organizzazione della quotidianità” (doc.”
Citation : LAI art. 7 N. 94 Les offices AI peuvent imposer à la personne assurée des exigences raisonnables, notamment des traitements médicaux. Si la personne assurée ne respecte pas ces exigences sans motif excusable, l'offiÎ AI peut apprécier l'état de santé en tenant compte de l'hypothèse que les mesures ont été exécutées.
“September 2023 einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung mit der Begründung verneint, dass diese der ihr auferlegten Pflicht zur Durchführung von therapeutischen Massnahmen nicht nachgekommen sei, weshalb die medizinische Situation so zu beurteilen sei, wie wenn sie die Massnahmen umgesetzt hätte. Da durch die Behandlungen eine Eingliederungs- und Ausbildungsfähigkeit eingetreten wäre, könne nach dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» kein Rentenanspruch entstehen (Urk. 2). Die der Beschwerdeführerin am 6. Juni 2023 auferlegte Massnahme in Form einer mehrmonatigen teilstationären Behandlung auf einer störungsspezifischen Station, gefolgt von wöchentlichen ambulanten psychiatrischen Behandlungen und der Etablierung einer psychiatrischen Spitex, begründete sie damit, dass dadurch nach 12 Monaten eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes im Sinne des Erlangens einer Ausbildungsfähigkeit erreicht werden könne. Gleichzeitig wies die Beschwerdegegnerin auf die Mitwirkungspflicht und auf die gesetzlichen Bestimmungen von Art. 43 ATSG und Art. 7 IVG hin. Des Weiteren legte sie ihrem Schreiben das Informationsblatt «Invalidenversicherung: Ihre Mitwirkungspflicht» bei. Abschliessend machte sie darauf aufmerksam, es könne zur Folge haben, dass der Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob die Beschwerdeführerin die Massnahme durchgeführt hätte, falls sie nicht bis zum 24. Juli 2023 mitteile, wo sie diese durchführen lasse. Dasselbe gelte, wenn sie die Massnahme bis Ende Juli 2024 nicht durchgeführt habe. Dies könne zur Abweisung des Gesuchs führen (Urk. 12/60). Mit Schreiben vom 2. August 2023 verwies die IV-Stelle auf ihre vorhergehende Mitteilung, wies auf allfällige Konsequenzen bei Nicht-Durchführung der Massnahme hin und setzte eine letzte Frist bis am 16. August 2023 (Urk. 12/65). Am 11. August 2023 teilte die Beschwerdeführerin der IV-Stelle per E-Mail mit, dass für sie ein teilstationärer Aufenthalt in einer Klinik nicht möglich sei, da dies für ihr Gemüt nicht förderlich wäre. Zurzeit nehme sie Medikamente und sei in Behandlung bei Dipl.”
“Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa, weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2). 3.5. 3.5.1. Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehrungen verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22, 28 E. 4a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.5.2. Die Schadenminderungspflicht wird in Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7 IVG konkretisiert. Danach muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit und den Eintritt der Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie ist verpflichtet, aktiv an allen zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, worunter insbesondere medizinische Behandlungen, Integrationsmassnahmen, berufliche Massnahmen und Massnahmen zur Wiedereingliederung fallen (vgl. zum Ganzen Patrick Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsverweigerung im Abklärungsverfahren? in: SZS 62/2017 S. 137 ff., insbesondere S. 157 f.). 3.5.3. Dieser Grundsatz der Schadenminderungspflicht konkretisiert sich unter anderem darin, dass die IV-Stellen der versicherten Person im Zusammenhang mit einer Leistung, z.B. einer Rente, Auflagen machen können. Damit fordern sie die versicherte Person zu einer bestimmten Verhaltensweise auf, welche nach Beurteilung der IV-Stellen geeignet ist, den versicherungsrechtlichen Schaden zu mindern (z.B. eine medizinische Behandlung).”
“Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in geeigneter Weise abklärt und sofern als notwendig erachtet eine Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 7 IVG auferlegt, damit eine leitliniengerechte Behandlung erfolgt. Danach hat die Beschwerdegegnerin neu über den Leistungsanspruch zu entscheiden.”
Citation : LAI art. 7 n. 93 Le caractère raisonnable doit être apprécié au cas par cas et tient compte de l'ensemble des circonstances objectives et subjectives de la personne concernée. Pour délimiter les traitements et les mesures d'intégration raisonnables, l'évaluation d'un spécialiste quant à l'indication médicale et au pronostic revêt une importanÎ centrale ; la personne assurée doit, de manière coopérative, mettre en œuvre les mesures médicales indiquées et raisonnables du point de vue du spécialiste.
“Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (vgl. Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.2. Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22, 28 E. 4a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.3. Die Schadenminderungspflicht wird in Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7 IVG konkretisiert. Danach muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit und den Eintritt der Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie ist verpflichtet, aktiv an allen zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, worunter insbesondere medizinische Behandlungen, Integrationsmassnahmen, berufliche Massnahmen und Massnahmen zur Wiedereingliederung fallen (vgl. zum Ganzen Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsverweigerung im Abklärungsverfahren? in: SZS 62/2017 S. 137 ff., insbesondere S. 157 f.) Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin. Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 4.2 mit Hinweisen). 3.4. Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden.”
“Il découle de la notion d'invalidité que ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée; ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Le taux d’invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d’ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond pas forcément avec le taux de l’incapacité fonctionnelle qu’il importe d’évaluer (ATF 122 V 418). Toutefois, pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4; 115 V 133 consid. 2; 114 V 310 consid. 3c; 105 V 156 consid. 1). 2.4. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 92 L'AI peut limiter dans le temps la prise en charge des coûts d'un coaching destiné à la recherche active d'un emploi. Dans la décision citée, une périoÞ d'octroi précise a été fixée et, ultérieurement, en raison d'un retard du début, une prolongation de ce délai a été inscrite.
“Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Dabei ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Dazu konkretisiert Art. 7 Abs. 2 IVG, dass die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen muss. Dies gilt insbesondere für die in lit. a bis lit. e der Bestimmung aufgeführten Massnahmen, so auch für die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 bis 18 und 18b IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 9C_842/2010 vom 26. Januar 2011 E. 2.2 und 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2, die sich auf die Konkretisierung von Art. 21 Abs. 4 ATSG durch Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG beziehen, für lit. c kann aber nichts Anderes gelten). Art. 7a IVG hält dazu fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient, als zumutbar gilt. Ausgenommen sind Massnahmen die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. 4. 4.1. Mit der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) stellte die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung ein, welche sie der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 21. November 2022 (IV-Akte 395) zugesprochen hatte. Konkret hatte die Beschwerdegegnerin damals erklärt, die Kosten für ein Coaching mit aktiver Stellensuche vom 1. November 2022 bis zum 30. April 2023 zu übernehmen. Auf der Mitteilung findet sich der später angebrachte Vermerk, dass der Zeitrahmen aufgrund einer Verzögerung des Beginns des Coachings verlängert werde. Anlässlich des Standortgesprächs vom 4. November 2022 wurde festgehalten, der oder die Coach werde beauftragt, nach dem anstehenden Klinikaufenthalt der Beschwerdeführerin (die Beschwerdeführerin befand sich vom 6.”
Si la personne assurée refuse des traitements raisonnables recommandés par le corps médical ou n'apporte pas la contribution raisonnable destinée à atténuer le préjudiÎ, l'offiÎ AI peut, conformément aux exigences formelles prévues à l'art. 21 al. 4 LPGA, réduire ou refuser les prestations de façon temporaire ou définitive. Avant d'appliquer une telle sanction, la personne assurée doit être mise en demeure par écrit, informée des conséquences juridiques et se voir accorder un délai de réflexion approprié; le caractère raisonnable de la mesure doit être apprécié concrètement en tenant compte des circonstances individuelles.
“Dans la mesure où les experts prénommés considèrent la capacité de travail de 50 % comme stable dès le mois de février 2021, il convient d’examiner si le droit à une rente partielle est ouvert trois mois après l’amélioration de l’état de santé du recourant (cf. art. 88a al. 1 RAI). Il n’incombe toutefois pas à la Cour de céans d’examiner cette question dans le cadre de la présente procédure. g) Sur la base des observations du Dr B.________ (cf. rapport d’expertise du 31 janvier 2022, pp. 20 ss), il convient de réserver une évolution de l’état de santé du recourant, puisque sa situation ne saurait être considérée comme définitivement figée sur le plan médical. Dans ce contexte, il y a lieu d’insister sur le caractère impératif d’un suivi psychiatrique qu’il lui appartient de suivre dans l’optique de diminuer le dommage, avec pour corollaire qu’il reviendra à l’office intimé d’examiner les conditions de mise en place du traitement psychiatrique exigible de la part du recourant, dans le but de réduire la durée et l’étendue de son incapacité de travail au titre de son obligation de diminuer le dommage (art. 7 al. 1 LAI), cas échéant lui enjoindre de se soumettre au traitement qui serait recommandé par le corps médical, en procédant à une mise en demeure écrite conformément à l’art. 21 al. 4 LPGA (cf. art. 7b al. 1 en relation avec l’art. 7 al. 2 let. d LAI ; voir aussi ATF 145 V 215 consid. 5.3.1 ; TF 9C_309/2019 du 7 novembre 2019 consid. 4.2.2 in fine et les références). 8. Le recourant conclut au remboursement des frais de l’expertise effectuée par les Drs S.________ et B.________, à hauteur respectivement de 4'900 fr. et 5'000 fr., de même qu’à celui du complément d’expertise du Dr S.________ par 420 fr. a) L’art. 45 al. 1 LPGA prévoit que les frais de l’instruction sont pris en charge par l’assureur qui a ordonné les mesures. A défaut, l’assureur rembourse les frais occasionnés par les mesures indispensables à l’appréciation du cas ou comprises dans les prestations accordées ultérieurement. Tel est notamment le cas lorsque l'état de fait médical ne peut être établi de manière concluante que sur la base de documents recueillis et produits par la personne assurée, si bien que l'on peut reprocher à l'assureur de n'avoir pas établi, en méconnaissance de la maxime inquisitoire applicable, les faits déterminants pour la solution du litige (TF 8C_354/2015 du 13 octobre 2015 consid.”
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 90 La personne assurée doit entreprendre tout ce qui lui est raisonnablement exigible pour réduire la durée et l'étendue de son incapacité de travail ; cela peut comprendre l'acceptation d'une activité lucrative adaptée à son état de santé, même si celle-ci diffère de son activité précédente.
“Par ailleurs, l'aggravation de l'état de santé du 17 janvier 2018 ne fait pas courir un nouveau délai d'attente au sens de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (cf. TF 9C_878/2017 du 19 février 2018 consid. 5.3 ; 9C_412/2017 du 5 octobre 2017 consid. 4.3 ; TAF C-3102/2020 du 30 novembre 2022 consid. 6.1.2 et références). 9.6 Pour conclure, l'assuré a droit à un quart de rente dès le 1er janvier 2018, tel qu'arrêté par l'OAIE dans sa décision contestée du 14 septembre 2018. Au regard des dispositions légales déterminantes, le TAF ne saurait suivre le recourant qui demande un versement d'une rente d'invalidité depuis 2015, le taux d'invalidité déterminé de 34% pour la période avant le 17 janvier 2018, inférieur à 40%, ne donnant pas droit à une rente (cf. consid. 9.5.2). 9.7 Il est au demeurant rappelé que, selon un principe général, valable en assurances sociales, il appartient à la personne assurée de mettre en oeuvre tout ce qui est raisonnablement exigible de sa part pour solliciter le moins lourdement possible l'assurance-invalidité (cf. art. 7 LAI ; notamment : ATF 138 V 457 consid. 3.2 ; TF 8C_667/2015 du 6 septembre 2016 consid. 5.2 ; Anne Sylvie Dupont, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, Intro. gén. n° 44). Afin de réduire la perte de gain, cette obligation implique notamment que, le cas échéant, l'on peut exiger de la part de l'assuré qu'il accepte une activité professionnelle adaptée à son état de santé même si celle-ci diffère de l'activité habituelle (TF I 222/05 du 13 octobre 2005 consid. 4.2 ; cf. art. 6 LPGA cité, consid. 5.1) et qu'il s'intègre de son propre chef dans le marché du travail (à titre d'exemple : TF 9C_899/2015 du 4 mars 2016 consid. 4.3.1). 10. Eu égard à tout ce qui précède, le recours est rejeté et la décision du 14 septembre 2018, selon laquelle le recourant a droit à un quart de rente d'invalidité à compter du 1er janvier 2018, est confirmée. 11. Le recourant au bénéfice de l'assistance judiciaire partielle a été dispensé du paiement des frais de la présente procédure (TAF [affaire C-183/2020] pce 9 ; TAF pce 3).”
“Au demeurant, c'est à juste titre que l'OAIE a rappelé que l'assurance-invalidité ne couvre pas l'atteinte à la santé en tant que tel, ou son traitement, mais l'incapacité de gain y résultant (cf. consid. 5.1). L'argument du recourant selon lequel son atteinte est grave, les médecins ayant exclu toute intervention chirurgicale, et qu'il doit suivre un traitement de la douleur tombe donc à faux puisque, pour les raisons exposées ci-dessus, la poursuite d'une activité professionnelle adaptée à ses limitations reste néanmoins possible. Plus encore, selon un principe général, valable en assurances sociales, il appartient à la personne assurée de mettre en oeuvre tout ce qui est raisonnablement exigible de sa part pour solliciter le moins lourdement possible l'assurance-invalidité (cf. art. 7 LAI; notamment : ATF 138 V 457 consid. 3.2; TF 8C_667/2015 du 6 septembre 2016 consid. 5.2; Anne Sylvie Dupont, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, Intro. gén. n° 44). Cette obligation implique notamment que, le cas échéant, l'on peut exiger de la part de l'assuré qu'il accepte une activité professionnelle adaptée à son état de santé même si celle-ci diffère de l'activité habituelle, afin de réduire sa perte de gain (TF I 222/05 du 13 octobre 2005 consid. 4.2; cf. art. 6 LPGA cité; consid. 5.1), et qu'il s'intègre de son propre chef dans le marché du travail (à titre d'exemple : TF 9C_899/2015 du 4 mars 2016 consid. 4.3.1).”
“3 ss) - le recourant l'a soulevé à juste titre - et que dans cette situation, l'OAIE doit poursuivre l'instruction (cf. consid. 9.2.2). En l'état du dossier, le TAF ne peut confirmer que l'assuré présentait une capacité de travail résiduelle de 90% telle que retenue par l'OAIE et ses médecins. 10. Le Tribunal ne peut pas non plus se prononcer sur le taux d'invalidité de l'assuré et sur son droit éventuel à une rente, ces éléments dépendant de la capacité de travail résiduelle encore à fixer. D'ailleurs le droit à une rente d'invalidité ne saurait naître, au plus tôt, que 6 mois après le dépôt de la deuxième demande de prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA (cf. art. 29 al. 1 LAI; consid. 5.2). 11. Enfin, il se justifie dans le cadre de la présente affaire de relever à l'attention du recourant que selon un principe général valable en assurances sociales, il appartient à la personne assurée de mettre en oeuvre tout ce qui est raisonnablement exigible de sa part pour solliciter le moins lourdement possible l'assurance-invalidité (cf. art. 7 LAI; notamment : ATF 138 V 457 consid. 3.2; TF 8C_667/2015 du 6 septembre 2016 consid. 5.2; Anne Sylvie Dupont, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, Intro. gén. n° 44). Cette obligation implique notamment que, le cas échéant, l'on peut exiger de la part de l'assuré qu'il accepte une activité professionnelle adaptée à son état de santé afin de réduire sa perte de gain (cf. art. 6 LPGA cité; consid. 5.1) et qu'il s'intègre de son propre chef dans le marché du travail (à titre d'exemple : TF 9C_899/2015 du 4 mars 2016 consid. 4.3.1). 12. 12.1 Au regard de ce qui précède, il convient d'admettre le recours en ce sens que la décision contestée est annulée et le dossier renvoyé à l'OAIE pour compléments d'instruction et nouvelle décision. L'OAIE examinera si au regard de l'art. 40 al. 2 RAI il doit recourir pour le complément d'instruction à l'Office AI cantonal (cf. consid. 2.3.4). 12.2 Le renvoi de la cause est en l'espèce indiqué bien qu'il doive rester exceptionnel au regard de l'exigence de la célérité de la procédure (cf.”
Selon la jurisprudenÎ, un comportement intentionnel (y compris le dolus eventualis) de la personne assurée constitue, en règle générale, une condition préalable à une réduction des prestations ; toutefois, après la réception d'une mise en demeure écrite, une négligenÎ grave peut suffire. L'art. 7 al. 2 LAI exige en outre que la personne assurée participe de manière active et vérifiable aux mesures raisonnables.
“Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Prinzipiell muss ein (eventual-)vorsätzliches Verhalten der betroffenen Person vorliegen, wobei nach Zugang der Mahnung eine grobfahrlässige Vorgehensweise ausreichen dürfte (Entscheid des BGer vom 11. August 2010, 8C_311/2010, E. 4). Jedoch fordert Art. 7 Abs. 2 IVG über Art. 21 Abs. 4 ATSG hinaus die aktive Teilnahme an den Massnahmen (BGE 145 V 2 E. 4.2.2 S. 9).”
“Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Dabei ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Dazu konkretisiert Art. 7 Abs. 2 IVG, dass die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen muss. Dies gilt insbesondere für die in lit. a bis lit. e der Bestimmung aufgeführten Massnahmen, so auch für die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 bis 18 und 18b IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 9C_842/2010 vom 26. Januar 2011 E. 2.2 und 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2, die sich auf die Konkretisierung von Art. 21 Abs. 4 ATSG durch Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG beziehen, für lit. c kann aber nichts Anderes gelten). Art. 7a IVG hält dazu fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient, als zumutbar gilt. Ausgenommen sind Massnahmen die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. 4. 4.1. Mit der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) stellte die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung ein, welche sie der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 21. November 2022 (IV-Akte 395) zugesprochen hatte. Konkret hatte die Beschwerdegegnerin damals erklärt, die Kosten für ein Coaching mit aktiver Stellensuche vom 1. November 2022 bis zum 30. April 2023 zu übernehmen. Auf der Mitteilung findet sich der später angebrachte Vermerk, dass der Zeitrahmen aufgrund einer Verzögerung des Beginns des Coachings verlängert werde. Anlässlich des Standortgesprächs vom 4. November 2022 wurde festgehalten, der oder die Coach werde beauftragt, nach dem anstehenden Klinikaufenthalt der Beschwerdeführerin (die Beschwerdeführerin befand sich vom 6.”
Il existe une jurisprudenÎ concernant l'application et l'interprétation de l'art. 7 LAI; voir les décisions documentées dans la sourÎ.
“61 LPGA BGE 144 V 245ATF 144 V 245DTF 144 V 245 BGE 138 V 324ATF 138 V 324DTF 138 V 324 BGE 143 V 105ATF 143 V 105DTF 143 V 105 BGE 144 V 245ATF 144 V 245DTF 144 V 245 VGE IV/2022/103 VGE IV/2022/103 Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA VGE IV/2022/103 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 8C_230/2022 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 130 V 97ATF 130 V 97DTF 130 V 97 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI 8C_669/2021 Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 Art. 69 IVVart. 69 RAIart. 69 OAI BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA BGE 128 V 124ATF 128 V 124DTF 128 V 124 Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2023 62705.02.2024Verfügung vom 10. Juli 2023Normen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 148 V 174BGE 147 V 79BGE 146 V 3648C_230/20228C_669/20219C_554/2018Normen KantonArt.”
Si la disponibilité subjective à l'intégration fait défaut pour des raisons étrangères à l'invalidité, la rente peut être réduite ou supprimée sans examen préalable des mesures de (ré‑)intégration et sans mise en œuvre de la procédure d'avertissement et de délai de réflexion prévue à l'art. 21 al. 4 LPGA. Lors de l'appréciation, il convient notamment de tenir compte des déclarations faites à l'administration et aux experts médicaux concernant la conviction d'être malaÞ et la motivation au travail.
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Fehlt der Eingliederungswille beziehungsweise die subjektive Eingliederungsfähigkeit, d.h. ist die Eingliederungsbereitschaft aus invaliditätsfremden Gründen nicht gegeben, darf die Rente ohne vorgängige Prüfung von Massnahmen der (Wieder-)Eingliederung und ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 21 Abs. 4 ATSG herabgesetzt oder aufgehoben werden. Berufliche Massnahmen können zwar unter anderem dazu dienen, subjektive Eingliederungshindernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung der versicherten Person zu beseitigen. Es bedarf indessen auch eines Eingliederungswillens beziehungsweise einer entsprechenden Motivation der versicherten Person. Es sind insbesondere die gegenüber der Verwaltung und den medizinischen Experten gemachten Aussagen betreffend Krankheitsüberzeugung beziehungsweise Arbeitsmotivation zu berücksichtigen.”
La participation à des traitements médicaux jugés indiqués par un spécialiste et raisonnablement exigibles est, en règle générale, exigible. Cela comprend notamment la poursuite du traitement de la maladie et la prise continue de médicaments prescrits par un médecin, le cas échéant y compris d'antalgiques prescrits. La personne assurée doit mettre en œuvre ces traitements, tels qu'ils sont considérés par le spécialiste, de manière coopérative, optimale et durable ; le ou la spécialiste détermine quelles mesures sont indiquées et raisonnablement exigibles.
“Im Rahmen der Schadenminderungspflicht (BGE 113 V 22 E. 4a) ist die versicherte Person jederzeit gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (BGE 113 V 22 E. 4d; Urteil des Bundesgerichts I 824/06 vom 13. März 2007 E. 3.1.1, in: SVR 2008 IV Nr. 7 S. 19). Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung; dazu zählt auch die dauernde Einnahme von ärztlich verschriebenen Schmerzmitteln, selbst wenn diese mit Nebenwirkungen verbunden ist (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_625/2016 vom 27. Januar 2017 E. 3.4.1 mit Hinweisen; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 4.1). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen (BGE 140 V 193 E.”
“Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.3. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar. Als zumutbar gilt gemäss Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die in Art. 7b Abs. 1 IVG angesprochene Bestimmung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung von Leistungen vor, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt (Satz 1). Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Auf ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren kann in den Fällen von Art. 7b Abs. 2 IVG verzichtet werden, u.a. wenn die Meldepflicht nach Art.”
“1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a); und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). 3.3. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.4. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.5. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 85 Chez les assurés âgés, l'obligation de participer à leur propre réinsertion peut être levée si la capacité de travail résiduelle ne peut raisonnablement être mise à profit sur un marché du travail équilibré. L'appréciation se fait au cas par cas et tient compte, outre de l'âge, notamment de la nature et des conséquences de l'atteinte à la santé, des efforts prévisibles de reconversion et d'adaptation ainsi que des circonstances personnelles et professionnelles (p. ex. structure de la personnalité, aptitudes, formation, parcours professionnel).
“Der Beigeladene äusserte sich am 8. August 2022 im Wesentlichen dahingehend, dass er Eidgenössisch diplomierter Dachdeckermeister sei und in seiner Funktion als solcher sehr wohl auf den Baustellen vor Ort anwesend gewesen sei, zur Instruktion der Mitarbeiter, für die Schlussabnahme etc. Als Beispiel zu nennen seien die Arbeiten an X. , die nur durch sein Spezialwissen vor Ort hätten erstellt werden können. Alsdann werde bestritten, dass er oder seine Sekretärin anlässlich eines Telefonats gesagt haben sollen, er würde keine Dachdeckerarbeiten ausüben. Seine Sekretärin habe die Frage wohl missverstanden. Zudem sei nicht bekannt, weshalb dieselbe überhaupt befragt worden sei. 7.3.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (Urteil des Bundesgerichts vom 21.”
“Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (vgl.”
“Insgesamt ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Gutachten der Dres. B.____ und C.____ vollen Beweiswert zuerkannte. Die ausschlaggebende Beweiskraft des Gutachtens wird denn auch von der Versicherten - zu Recht - nicht (mehr) in Frage gestellt. Auf das entsprechende Gutachten und die darin formulierte Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit kann deshalb ohne Weiteres abgestellt werden. 7.1 Die Beschwerdeführerin macht hingegen geltend, dass die ihr gutachterlich attestierte Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei. Sie begründet ihr Vorbringen im Wesentlichen unter Hinweis darauf, dass das ihr attestierte Zumutbarkeitsprofil sehr einschränkend sei. 7.2.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (Urteil des Bundesgerichts vom 21.”
LAI art. 7 n. 84 En cas de modification du calcul, il faut démontrer de manière crédible que, selon le nouveau modèle de calcul, un droit à une rente devrait vraisemblablement naître. Si cette condition est remplie, il convient de donner suite à une nouvelle demanÞ correspondante et d'examiner le droit à la rente.
“Laut Abs. 2 der Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV vom 1. Dezember 2017 wird eine neue Anmeldung geprüft, wenn die Berechnung des Invaliditätsgrads nach Art. 27bis Abs. 2–4 (in Kraft seit 1. Januar 2018) voraussichtlich zu einem Rentenanspruch führt. Dies gilt unter der hier gegebenen Voraussetzung, dass eine Rente vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 1. Dezember 2017 wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads einer teilerwerbstätigen versicherten Person, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigte, verweigert wurde. Diesfalls ist es notwendig glaubhaft zu machen, dass durch das neue Berechnungsmodell voraussichtlich neu ein Rentenanspruch resultieren wird. Ist diese Voraussetzung erfüllt, so ist auf die entsprechende Neuanmeldung einzutreten und der entsprechende Anspruch abzuklären (Art. 87 Abs. 3 IVV). Diesbezüglich hat zwar die Beschwerdeführerin nichts vorgebracht, doch rechtfertigt sich eine entsprechende Prüfung in Anbetracht der geänderten Rechtslage.”
En cas de syndrome de dépendanÎ, l'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 LAI s'applique. La personne assurée peut être tenue de participer activement à des traitements médicaux raisonnablement exigibles (art. 7 al. 2 let. d LAI). Un traitement de sevrage ne doit en principe pas être ordonné avant l'ouverture de la procédure d'examen; une telle mesure ne peut être envisagée comme mesure d'atténuation du dommage qu'en se fondant sur un rapport d'expertise approprié ou après la clôture de la procédure d'examen. Si l'état pathologique est maintenu volontairement, il peut, sous réserve des conditions de procédure pertinentes (mise en demeure, délai de réflexion), y avoir refus ou réduction des prestations selon l'art. 7b al. 1 LAI en liaison avì l'art. 21 al. 4 LPGA.
“1; 9C_ 620/2017 vom 10. April 2018 E. 2.2). Es hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wird im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (E. 5.3.1). Das Bundesgericht begründete die Rechtsprechungsänderung zum einen damit, dass in der final konzipierten Invalidenversicherung (vgl. etwa BGE 120 V 95 E. 4c) keine Grundlage dafür bestehe, das Herbeiführen einer Suchterkrankung durch den willentlichen Konsum von Suchtmitteln zum Anlass zu nehmen, einen versicherten Gesundheitsschaden zum vornherein zu verneinen und mit der Begründung eines Selbstverschuldens der versicherten Person auf jegliche weitere Prüfung der funktionellen Einschränkungen zu verzichten (E. 5.3.1). Zum anderen könne die willentliche Natur des fortgesetzten Substanzkonsums bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms nicht in jedem Fall vorbehaltlos bejaht werden, wie sowohl aus den Diagnosekriterien des ICD-10 als auch aus denjenigen des DSM-5 erhelle (E.”
“April 2018 E. 2.2), fallen gelassen. Es hat entschieden, dass fortan — gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen — nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen — wie auch bei anderen psychischen Störungen — oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wurde im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich. Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_259/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 5.1 mit Hinweis; BGE 147 V 234 E. 2.2).”
“Ein Rentenanspruch kann entstehen, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist. Die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung schliesst auch angesichts der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit einen Rentenanspruch nicht per se aus (SVR 2020 IV Nr. 11 S. 41, 9C_309/2019 E.4.3.1 mit Hinweisen). Bei einem Abhängigkeitssyndrom kommt aber selbstredend auch die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (BGE 145 V 215 E. 5.3.1). Das kantonale Gericht hat eine weitere stationäre Behandlung für zumutbar und möglich gehalten. Ob diese Auffassung zutrifft, und (gegebenenfalls) ob die Vorinstanz einzig gestützt darauf eine Invalidität und einen Rentenanspruch ohne Weiteres verneinen durfte, braucht hier ebenfalls nicht beantwortet zu werden.”
“Auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms kommt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; vgl. E. 2.2.2 hiervor). Zwar ist die Anordnung einer Entzugsbehandlung nach der unlängst geänderten Rechtsprechung zu den Abhängigkeitssyndromen (BGE 145 V 215) im Vorfeld einer Begutachtung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren grundsätzlich nicht statthaft (vgl. E. 2.2.3 hiervor), wohl aber – unter dem Titel der Schadenminderungspflicht – nach Vorliegen eines entsprechenden Gutachtens und somit abgeschlossenem Abklärungsverfahren. Das MEDAS-Gutachten vom 6. Februar 2019 (AB 150.2) ergibt – namentlich auch in Bezug auf die Zumutbarkeit und Notwendigkeit einer Entzugsbehandlung – ein schlüssiges Bild, welches eine zuverlässige Beurteilung hinsichtlich der vorliegend strittigen Punkte (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352) erlaubt:”
“Le caractère primaire ou secondaire d’un trouble de la dépendance n’est plus décisif pour en nier d’emblée toute pertinence sous l’angle du droit de l’assurance-invalidité (arrêt du Tribunal fédéral 9C_618/2019 du 16 mars 2020 consid. 8.1.1). Par conséquent, il s’agit, comme pour toutes les autres troubles psychiques, de déterminer selon une grille d’évaluation normative et structurée (à cet égard, ATF 141 V 281) si, et le cas échéant, dans quelle mesure un syndrome de dépendance diagnostiqué par un spécialiste influence dans le cas concret la capacité de travail de l’assuré. La gravité de la dépendance dans un cas particulier peut et doit être prise en compte dans la procédure de preuve structurée (ATF 145 V 215 consid. 6.3). Ceci est d'autant plus important que dans le cas des troubles de la dépendance – comme dans celui d'autres troubles psychiques – il y a souvent un mélange de troubles ayant valeur de maladie ainsi que de facteurs psychosociaux et socio-culturels. L’obligation de diminuer le dommage (art. 7 LAI) s'applique également en cas de syndrome de dépendance, de sorte que l’assuré peut être tenu de participer activement à un traitement médical raisonnablement exigible (art. 7 al. 2 let. d LAI). S’il ne respecte pas son obligation de diminuer le dommage, mais qu’il maintient délibérément son état pathologique, l’art. 7b al. 1 LAI en liaison avec l'art. 21 al. 4 LPGA permet le refus ou la réduction des prestations (consid 5.3.1). 4.2.4 Selon la jurisprudence rendue jusque-là à propos des dépressions légères à moyennes, les maladies en question n'étaient considérées comme invalidantes que lorsqu'on pouvait apporter la preuve qu'elles étaient « résistantes à la thérapie » (ATF 140 V 193 consid 3.3 ; arrêts du Tribunal fédéral 9C_841/2016 du 8 février 2017 consid. 3.1 et 9C_13/2016 du 14 avril 2016 consid. 4.2). Dans l'ATF 143 V 409 consid. 4.2, le Tribunal fédéral a rappelé que le fait qu'une atteinte à la santé psychique puisse être influencée par un traitement ne suffit pas, à lui seul, pour nier le caractère invalidant de celle-ci ; la question déterminante est en effet celle de savoir si la limitation établie médicalement empêche, d'un point de vue objectif, la personne assurée d'effectuer une prestation de travail.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 82 En cas de syndrome de dépendanÎ diagnostiqué par un médecin spécialiste, l'art. 7 al. 2 LAI s'applique : la personne assurée peut être tenue de participer activement à des traitements médicaux raisonnables. Selon la jurisprudenÎ, l'ordonnanÎ de traitements de désintoxication en milieu hospitalier doit en principe être examinée seulement après la clôture de la procédure d'éclaircissement et la présentation d'un rapport d'expertise approprié. Dans des cas particuliers, des obligations de justificatif (p. ex. certificats d'abstinenÎ) peuvent être imposées pour contrôler la coopération. Si la personne assurée ne respecte pas ses obligations d'atténuation du dommage/de collaboration, cela peut entraîner des réductions ou des refus de prestations.
“Es hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wird im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (E. 5.3.1). Das Bundesgericht begründete die Rechtsprechungsänderung zum einen damit, dass in der final konzipierten Invalidenversicherung (vgl. etwa BGE 120 V 95 E. 4c) keine Grundlage dafür bestehe, das Herbeiführen einer Suchterkrankung durch den willentlichen Konsum von Suchtmitteln zum Anlass zu nehmen, einen versicherten Gesundheitsschaden zum vornherein zu verneinen und mit der Begründung eines Selbstverschuldens der versicherten Person auf jegliche weitere Prüfung der funktionellen Einschränkungen zu verzichten (E. 5.3.1). Zum anderen könne die willentliche Natur des fortgesetzten Substanzkonsums bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms nicht in jedem Fall vorbehaltlos bejaht werden, wie sowohl aus den Diagnosekriterien des ICD-10 als auch aus denjenigen des DSM-5 erhelle (E.”
“Es hat entschieden, dass fortan — gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen — nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen — wie auch bei anderen psychischen Störungen — oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wurde im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich. Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_259/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 5.1 mit Hinweis; BGE 147 V 234 E. 2.2).”
“Auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms kommt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; vgl. E. 2.2.2 hiervor). Zwar ist die Anordnung einer Entzugsbehandlung nach der unlängst geänderten Rechtsprechung zu den Abhängigkeitssyndromen (BGE 145 V 215) im Vorfeld einer Begutachtung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren grundsätzlich nicht statthaft (vgl. E. 2.2.3 hiervor), wohl aber – unter dem Titel der Schadenminderungspflicht – nach Vorliegen eines entsprechenden Gutachtens und somit abgeschlossenem Abklärungsverfahren. Das MEDAS-Gutachten vom 6. Februar 2019 (AB 150.2) ergibt – namentlich auch in Bezug auf die Zumutbarkeit und Notwendigkeit einer Entzugsbehandlung – ein schlüssiges Bild, welches eine zuverlässige Beurteilung hinsichtlich der vorliegend strittigen Punkte (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352) erlaubt:”
“deren erneute Prüfung und Gewährung unter die beiden Bedingungen der Aufnahme einer regelmässigen psychiatrischen-psychotherapeutischen Behandlung unter leitliniengerichteter Medikation nach Vorgabe eines Facharztes und des Nachweises einer mindestens dreimonatigen Cannabisabstinenz mittels entsprechender Laborkontrollen gestellt hat. 4.1 Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 4.2 Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 4.3 Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art.”
“Es hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wird im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (E. 5.3.1). Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil 9C_132/2020 vom E. 2.2 mit Hinweis, zur Publikation vorgesehen).”
art. 7 al. 2 LAI oblige la personne assurée à participer activement à toutes les mesures raisonnables visant à préserver son emploi ou à favoriser son intégration dans la vie professionnelle. Parmi les exemples expressément cités dans les sources figurent les mesures d'intervention précoÎ, les mesures d'intégration et les mesures professionnelles ainsi que les traitements médicaux. Sont considérées comme non raisonnables, selon les sources, les mesures qui ne sont pas adaptées à l'état de santé de la personne assurée.
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: a. Massnahmen der Frühintervention (Art. 7d); b. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 14a); c. Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b); d. medizinische Behandlungen nach Artikel 25 KVG; e. Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Artikel 8a Absatz”
“Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Dabei ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Dazu konkretisiert Art. 7 Abs. 2 IVG, dass die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen muss. Dies gilt insbesondere für die in lit. a bis lit. e der Bestimmung aufgeführten Massnahmen, so auch für die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 bis 18 und 18b IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 9C_842/2010 vom 26. Januar 2011 E. 2.2 und 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2, die sich auf die Konkretisierung von Art. 21 Abs. 4 ATSG durch Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG beziehen, für lit. c kann aber nichts Anderes gelten). Art. 7a IVG hält dazu fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient, als zumutbar gilt. Ausgenommen sind Massnahmen die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. 4. 4.1. Mit der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) stellte die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung ein, welche sie der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 21. November 2022 (IV-Akte 395) zugesprochen hatte. Konkret hatte die Beschwerdegegnerin damals erklärt, die Kosten für ein Coaching mit aktiver Stellensuche vom 1. November 2022 bis zum 30. April 2023 zu übernehmen. Auf der Mitteilung findet sich der später angebrachte Vermerk, dass der Zeitrahmen aufgrund einer Verzögerung des Beginns des Coachings verlängert werde. Anlässlich des Standortgesprächs vom 4. November 2022 wurde festgehalten, der oder die Coach werde beauftragt, nach dem anstehenden Klinikaufenthalt der Beschwerdeführerin (die Beschwerdeführerin befand sich vom 6.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt.”
Le devoir d'atténuation prévu à l'art. 7 al. 1 LAI oblige la personne assurée à entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible afin de réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail ; son but est une amélioration substantielle de la capacité de gain. Cela comprend, selon les sources citées, notamment les mesures médicales et thérapeutiques nécessaires ainsi que l'utilisation des possibilités de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à l'état de santé. Le droit aux prestations suppose que les mesures raisonnablement exigibles ont été prises.
“Die Schadenminderungspflicht stellt ein allgemeines Prinzip des Sozialversicherungsrechts dar (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 2020, N 90 Vorbemerkungen). Sie bezweckt eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über das Verfahren in der Invalidenversicherung Rz. 5020; vgl. auch Art. 21 Abs. 4 ATSG). Im Rahmen der Schadenminderung muss die versicherte Person gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit zu verringern und den Eintritt einer Invalidität zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Behandlungen fallen.”
“Il découle de la notion d'invalidité que ce n'est pas l'atteinte à la santé en soi qui est assurée; ce sont bien plutôt les conséquences économiques de celle-ci, c'est-à-dire une incapacité de gain qui sera probablement permanente ou du moins de longue durée (ATF 127 V 294). Le taux d’invalidité étant une notion juridique fondée sur des éléments d’ordre essentiellement économique, et pas une notion médicale, il ne se confond pas forcément avec le taux de l’incapacité fonctionnelle qu’il importe d’évaluer (ATF 122 V 418). Toutefois, pour pouvoir calculer le degré d'invalidité, l'administration ou le juge a besoin de documents que le médecin, éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4; 115 V 133 consid. 2; 114 V 310 consid. 3c; 105 V 156 consid. 1). 2.5. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
En cas d'obésité, il peut être exigé de la personne assurée qu'elle participe activement à des programmes raisonnables — diététiques, médicamenteux, de thérapie comportementale ou relatifs à l'activité physique — (art. 7 al. 2 let. d LAI). Si la personne assurée ne respecte pas ces obligations d'atténuation du dommage et entretient volontairement l'état pathologique, il peut être, en vertu de l'art. 7b al. 1 LAI en liaison avì l'art. 21 al. 4 LPGA — après un avertissement approprié et l'octroi d'un délai de réflexion — procédé à un refus ou à une réduction des prestations.
“Selbstredend gilt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) auch bei der Adipositas, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren diätischen und medikamentösen Therapien resp. Verhaltenstherapien und Bewegungsprogrammen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (vgl. betreffend Abhängigkeitssyndrom: BGE 145 V 215 E. 5.3.1 und Urteil 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.2; betreffend die Anrechnung fiktiver Therapie- resp. Trainingserfolge: Urteil I 33/03 vom 12. Dezember 2003 E. 3.3.2). Dass der Beschwerdeführerin im hier relevanten Beurteilungszeitraum von der IV-Stelle eine entsprechende Schadenminderungspflicht auferlegt worden wäre, ist nicht ersichtlich.”
“Selbstredend gilt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) auch bei der Adipositas, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren diätischen und medikamentösen Therapien resp. Verhaltenstherapien und Bewegungsprogrammen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (vgl. betreffend Abhängigkeitssyndrom: BGE 145 V 215 E. 5.3.1 und Urteil 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.2; betreffend die Anrechnung fiktiver Therapie- resp. Trainingserfolge: Urteil I 33/03 vom 12. Dezember 2003 E. 3.3.2). Dass der Beschwerdeführerin im hier relevanten Beurteilungszeitraum von der IV-Stelle eine entsprechende Schadenminderungspflicht auferlegt worden wäre, ist nicht ersichtlich.”
Le défaut de collaboration active peut, en vertu de l'art. 7 al. 2 LAI, entraîner l'imposition de conditions visant à favoriser la réinsertion. Dans la jurisprudenÎ, ont été ordonnés, par exemple, un traitement psychiatrique‑psychothérapeutique régulier et la production d'attestations d'abstinenÎ au cannabis.
“Entsprechend notierte die Fachperson Eingliederung im Abschlussbericht, dass die Versicherte mit der Suche nach einer neuen Wohnung beschäftigt und es ihr deshalb nicht möglich sei, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Abschlussbericht vom 15.09.2021, IV-Akte 49, S. 2). 4.4. Hält man sich den vorliegenden Geschehensablauf vor Augen, erscheint die aktive Mitwirkung und Kooperation der Versicherten klarerweise als mangelhaft. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Eingliederungsmassnahmen eingestellt hat, ohne auf den Wunsch der Beiständin nach einem gemeinsamen Gespräch einzugehen. Jedenfalls bestehen nach Lage der Akten keine Hinweise, dass die Versicherte objektiv oder ursprünglich subjektiv nicht in der Lage gewesen wäre, an den angestrebten Eingliederungsmassnahmen im D____ teilzunehmen. Insbesondere lässt sich der Einwand der psychiatrischen Erkrankung als Ursache für die fehlende aktive Mitwirkung nach der Aktenlage nicht erhärten). 4.5. Wie aufgezeigt, ordnete die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 29. März 2021 der Versicherten gegenüber gestützt auf Art. 7 Abs. 2 IVG Auflagen zur Schadenminderung an. So forderte sie die Beschwerdeführerin vor dem Hintergrund ihres erheblichen Cannabiskonsums und den damit zusammenhängenden psychischen Problemen auf, eine regelmässige psychiatrische-psychotherapeutische Behandlung aufzunehmen und einen Nachweis der Cannabisabstinenz im Abstand von 3-4 Wochen vorzulegen. Mit diesen Anordnungen bezweckte die Beschwerdegegnerin, die Eingliederung der Versicherten ins Erwerbsleben zu erleichtern. Die erteilten Auflagen erweisen sich in Anbetracht der Gesamtsituation und in Bezug auf die Eingliederung als angemessen und verhältnismässig. Eine regelmässige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung und der Cannabisentzug wurden bereits von der Klinik C____ ausdrücklich empfohlen und ein stationäres Setting mit der Beschwerdeführerin besprochen (vgl. Bericht vom 20.04.2020 IV-Akte 19, S. 4). Wie bereits ausgeführt, ist nach der Rechtsprechung die fortgesetzte Krankheitsbehandlung in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung.”
Citation : LAI art. 7 n. 77 Les traitements psychothérapeutiques ainsi que d'autres traitements médico-thérapeutiques peuvent, en vertu de l'art. 7 al. 1 LAI, être raisonnablement exigés. Les mesures de traitement et d'intégration indiquées doivent être mises en œuvre de manière coopérative, de façon optimale et durable, et, le cas échéant, de façon intensifiée.
“S. 67 unten) – von einer Stabilisierung bzw. erworbenen Stabilität. Die behandelnde Ärztin ergänzte diesbezüglich allerdings, die Stabilität komme bei Überforderungssituationen "schnell ins Wanken" und bedürfe psychotherapeutischer oder medikamentöser Behandlung. Dies ist der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Pflicht zur Schadenminderung nach Art. 7 Abs. 1 IVG denn auch zumutbar; die entsprechende Psychotherapie liesse sich zudem auch intensivieren und optimieren, namentlich auch vorbeugend, mit dem Ziel des frühzeitigen Erkennens und Verhinderns bzw. des besseren Bewältigens einer drohenden bzw. eingetretenen Überforderungssituation.”
“Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (vgl. Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.2. Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22, 28 E. 4a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.3. Die Schadenminderungspflicht wird in Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7 IVG konkretisiert. Danach muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit und den Eintritt der Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie ist verpflichtet, aktiv an allen zumutbaren Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, worunter insbesondere medizinische Behandlungen, Integrationsmassnahmen, berufliche Massnahmen und Massnahmen zur Wiedereingliederung fallen (vgl. zum Ganzen Fässler, Schadenminderungsauflagen und Leistungsverweigerung im Abklärungsverfahren? in: SZS 62/2017 S. 137 ff., insbesondere S. 157 f.) Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin. Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 4.2 mit Hinweisen). 3.4. Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden.”
“1 LAI, dite invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; de 50% au moins, à une demi-rente; de 60% au moins, à trois-quarts de rente; de 70% au moins, à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI). 2.2. Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.1; 102 V 165; VSI 2001 p. 223 consid. 2b et les références citées; cf. également ATF 127 V 294 consid. 4c i. f.). La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). 2.3. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
Citation : LAI art. 7 n. 76 En cas de troubles psychiques, on peut en principe exiger un examen probatoire structuré (cf. ATF 141 V 281). Un tel examen est toutefois superflu lorsqu'il existe déjà des rapports probants de spécialistes ou lorsque des expertises contradictoires, pour des raisons (p. ex. absenÎ de formation spécialisée), n'ont aucune forÎ probante.
“Les expertises mises en œuvre selon les anciens standards de procédure ne perdent pas d’emblée toute valeur probante. Il y a lieu d’examiner si elles permettent ou non une appréciation concluante du cas à l’aune des indicateurs déterminants (ATF 141 V 281 consid. 8). 5.6 Dans des arrêts 8C_841/2016 et 8C_130/2017 prononcés le 30 novembre 2017, publiés aux ATF 143 V 409 et 418, le Tribunal fédéral a ensuite jugé que toutes les affections psychiques devaient en principe faire l'objet de la procédure probatoire structurée définie à l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7). Une telle évaluation est cependant superflue lorsque l'incapacité de travail est niée sur la base de rapports probants établis par des médecins spécialistes (voir ATF 125 V 351) et que d'éventuelles appréciations contraires n'ont pas de valeur probante du fait qu'elles proviennent de médecins n'ayant pas une qualification spécialisée ou pour d'autres raisons (ATF 143 V 409 consid. 4.5). 6. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). 6.1. C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). 6.2. En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
“Les expertises mises en œuvre selon les anciens standards de procédure ne perdent pas d’emblée toute valeur probante. Il y a lieu d’examiner si elles permettent ou non une appréciation concluante du cas à l’aune des indicateurs déterminants (ATF 141 V 281 consid. 8). 5.6 Dans des arrêts 8C_841/2016 et 8C_130/2017 prononcés le 30 novembre 2017, publiés aux ATF 143 V 409 et 418, le Tribunal fédéral a ensuite jugé que toutes les affections psychiques devaient en principe faire l'objet de la procédure probatoire structurée définie à l'ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7). Une telle évaluation est cependant superflue lorsque l'incapacité de travail est niée sur la base de rapports probants établis par des médecins spécialistes (voir ATF 125 V 351) et que d'éventuelles appréciations contraires n'ont pas de valeur probante du fait qu'elles proviennent de médecins n'ayant pas une qualification spécialisée ou pour d'autres raisons (ATF 143 V 409 consid. 4.5). 6. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). 6.1. C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). 6.2. En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
LAI art. 7 n. 75 En cas d'avis médicaux contradictoires, l'instanÎ qui statue doit exposer pourquoi elle privilégie un rapport par rapport à un autre. Décisif est le contenu : les points litigieux doivent avoir été examinés de manière approfondie ; le rapport doit s'appuyer sur des examens complets, tenir compte des plaintes de la personne assurée et être rédigé en connaissanÎ du dossier (anamnèse) ; la description de la situation médicale et les conclusions doivent être claires et suffisamment motivées.
“S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). 5. a) Selon un principe général en droit des assurances sociales, concrétisé à l'art. 7 al. 1 LAI, l'assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de sa part pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail et pour empêcher la survenance d'une invalidité (obligation de diminuer le dommage). Il doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l'exercice d'une activité comparable (travaux habituels) ; il s'agit en particulier : de mesures d'intervention précoce (art. 7 al. 2 let. a LAI), de mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (art. 7 al. 2 let. b LAI), de mesures d'ordre professionnel (art. 7 al. 2 let. c LAI), de traitements médicaux au sens de l'art. 25 LAMaI ([loi fédérale du 18 mars 1994 sur l'assurance-maladie ; RS 832.10] ; art. 7 al. 2 let. d LAI) ou de mesures en vue d'une nouvelle réadaptation destinées aux bénéficiaires de rente au sens de l'art. 8a al. 2 LAI (art.”
Avant une réduction temporaire ou définitive ou un refus de prestations, la personne assurée doit au préalable être mise en demeure par écrit, informée des conséquences juridiques et se voir accorder un délai de réflexion approprié. Cette procédure de mise en demeure et de délai de réflexion découle du renvoi opéré par l'art. 7 al. 1 LAI à l'art. 21 al. 4 LPGA.
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
“1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). 3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Er stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) überein. Die hiezu ergangene Rechtsprechung ist somit zu beachten (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 54 ff. zu Art. 21). Es betrifft dies insbesondere die formellen Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Bereich der Invalidenversicherung (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113). Art. 7 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung verweist bezüglich der Kürzung und Verweigerung von Leistungen ausdrücklich auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. altrechtlich ZAK 1965 S. 507). 3.3 Was als zumutbar im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG zu gelten hat, wird im Gesetz nicht näher umschrieben. Da sich diesbezüglich mit dem neuen Recht nichts geändert hat (vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21), kann auf die zu Art. 31 Abs. 1 IVG ergangene Rechtsprechung verwiesen werden. Danach sind bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Massnahme die gesamten objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Namentlich bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können, ist an die Zumutbarkeit kein strenger Massstab anzulegen (ZAK 1985 S. 326 Erw. 1). (…)" (STFA I 462/05 del 16 agosto 2006, consid. 3) L’Alta Corte, nella STF I 824/06 del 13 marzo 2007 pubblicata in SVR 2008 IV Nr.”
“Altersjahr vollendet und wann er seine berufliche Ausbildung abgeschlossen hätte, wenn er gesundheitlich nicht beeinträchtigt gewesen wäre (vgl. Rz 3103 des Kreisschreibens über die Taggelder der Invalidenversicherung, KSTI; vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. September 2014, IV 2013/251 E. 2.1). Der Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten im Juli 2019 21-jährig gewesen. Die Lehre zum Kaufmann EFZ hatte er am 1. August 2015 begonnen; bei einem ordnungsgemässen Verlauf hätte er sie am 31. Juli 2018 abgeschlossen (IV-act. 288). Die Voraussetzungen für die Zusprache des höheren Ansatzes des kleinen Taggeldes gemäss Art. 23 Abs. 2 IVG sind im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten am 3. Juli 2019 somit erfüllt gewesen. Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere auch an Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG). Ist die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden (Art. 7b Abs. 1 IVG). Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 2 IVG in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person trotz Aufforderung der IV-Stelle nach Art. 3c Abs. 6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dauer oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität auswirkt (lit.”
Les mesures de réadaptation médicale qui doivent être qualifiées de traitement médical au sens de l'art. 25 LAMal ne confèrent, selon la décision citée, à l'offiÎ AI aucun pouvoir décisionnel quant à leur prescription et à la prise en charge des coûts. Une participation aux coûts de l'AI (p. ex. la prise en charge de la quote‑part ou de la franchise pour des prestations LAMal) ne peut donc, d'après cette jurisprudenÎ, faire l'objet d'une décision de l'offiÎ AI.
“Nach dem Gesagten handelt es sich bei der von der Beschwerdegegnerin auferlegten vier- bis sechswöchigen Reha eindeutig einzig um eine der Schadenminderungspflicht dienende medizinische Massnahme zur Verbesserung des Gesundheitszustandes, weshalb die Beschwerdegegnerin kein Verfügungsrecht hat, diese anzuordnen. Hat sie kein Verfügungsrecht zur Anordnung, hat sie auch keine Kosten zu übernehmen. Im Gegenteil handelt es sich vorliegend um eine medizinische Behandlung nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Damit muss die Beschwerdegegnerin klarerweise auch nicht über die Teilfrage der Kostenübernahme verfügen. Eine solche kann gar nicht Gegenstand einer Verfügung der Beschwerdegegnerin sein, denn eine Kostenbeteiligung der Eidgenössischen Invalidenversicherung im Sinne der Übernahme des Selbstbehalts und der Franchise für medizinische Behandlungen im Sinne des KVG ist gesetzlich nicht vorgesehen. Der Beschwerdegegnerin ist daher keine Rechtsverweigerung vorzuwerfen, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Das Gericht erkennt:”
“Nach dem Gesagten handelt es sich bei der von der Beschwerdegegnerin auferlegten vier- bis sechswöchigen Reha eindeutig einzig um eine der Schadenminderungspflicht dienende medizinische Massnahme zur Verbesserung des Gesundheitszustandes, weshalb die Beschwerdegegnerin kein Verfügungsrecht hat, diese anzuordnen. Hat sie kein Verfügungsrecht zur Anordnung, hat sie auch keine Kosten zu übernehmen. Im Gegenteil handelt es sich vorliegend um eine medizinische Behandlung nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Damit muss die Beschwerdegegnerin klarerweise auch nicht über die Teilfrage der Kostenübernahme verfügen. Eine solche kann gar nicht Gegenstand einer Verfügung der Beschwerdegegnerin sein, denn eine Kostenbeteiligung der Eidgenössischen Invalidenversicherung im Sinne der Übernahme des Selbstbehalts und der Franchise für medizinische Behandlungen im Sinne des KVG ist gesetzlich nicht vorgesehen. Der Beschwerdegegnerin ist daher keine Rechtsverweigerung vorzuwerfen, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Das Gericht erkennt:”
Au début d'une préparation en vue d'une nouvelle formation, les conditions permettant l'application d'un taux majoré de la petite indemnité journalière au sens de l'art. 23 al. 2 LAI peuvent être remplies. La personne assurée doit toutefois s'acquitter activement des mesures d'intégration raisonnables prévues à l'art. 7 LAI; si elle ne s'acquitte pas de ces obligations, les prestations conformément à l'art. 7b LAI ou à l'art. 21 al. 4 LPGA peuvent être réduites ou refusées. Avant toute réduction ou tout refus, la personne assurée doit être mise en demeure par écrit et informée des conséquences juridiques; un délai raisonnable de réflexion doit lui être accordé. L'art. 7b al. 2 LAI autorise, dans les cas y visés, une procédure dérogatoire sans mise en demeure ni délai de réflexion.
“Der Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten im Juli 2019 21-jährig gewesen. Die Lehre zum Kaufmann EFZ hatte er am 1. August 2015 begonnen; bei einem ordnungsgemässen Verlauf hätte er sie am 31. Juli 2018 abgeschlossen (IV-act. 288). Die Voraussetzungen für die Zusprache des höheren Ansatzes des kleinen Taggeldes gemäss Art. 23 Abs. 2 IVG sind im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten am 3. Juli 2019 somit erfüllt gewesen. Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere auch an Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG). Ist die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden (Art. 7b Abs. 1 IVG). Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 2 IVG in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person trotz Aufforderung der IV-Stelle nach Art. 3c Abs. 6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dauer oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität auswirkt (lit. a), der Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen ist (lit. b), Leistungen der Invalidenversicherung zu Unrecht erwirkt oder zu erwirken versucht hat (lit.”
Conformément à l'art. 7 al. 2 LAI, la personne assurée doit participer activement à toutes les mesures raisonnables visant le maintien de son emploi ou la (ré)intégration dans la vie professionnelle. Selon les décisions citées, ces mesures comprennent notamment des traitements médicaux au sens de l'art. 25 LAMal.
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Dazu muss sie gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: a. Massnahmen der Frühintervention (Art. 7d); b. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliede rung (Art. 14a); c. Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b); d. medizinische Behandlungen nach Artikel 25 KVG; e. Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs.”
“Die Schadenminderungspflicht stellt ein allgemeines Prinzip des Sozialversicherungsrechts dar (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 2020, N 90 Vorbemerkungen). Sie bezweckt eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über das Verfahren in der Invalidenversicherung Rz. 5020; vgl. auch Art. 21 Abs. 4 ATSG). Im Rahmen der Schadenminderung muss die versicherte Person gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit zu verringern und den Eintritt einer Invalidität zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Behandlungen fallen.”
“Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Diese Bestimmung ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt (zum Verhältnis der nachfolgenden Bestimmungen zu Art. 21 Abs. 4 ATSG vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_830/ 2012 vom 13. März 2013 E. 2.2): Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere medizinische Behandlungen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG, Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG).”
LAI art. 7 n° 70 La personne assurée doit entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail et prévenir une invalidité. Cela comprend la participation active à des mesures raisonnables, notamment des traitements médicaux. Si la personne assurée manque, sans justification valable, à ces obligations de collaboration et d'atténuation du dommage, les prestations peuvent être réduites ou refusées.
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Behandlungen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art. 43 Abs. 3 ATSG der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen.”
“La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (cf. ATF 141 V 281; 130 V 396). En outre, l’analyse doit tenir compte des facteurs excluant la valeur invalidante de ces diagnostics, par exemple si les limitations liées à l'exercice d'une activité résultent d'une exagération des symptômes ou d'une constellation semblable qui permettent de conclure à l'absence d'une atteinte à la santé ouvrant le droit aux prestations d'assurance. La capacité de travail réellement exigible des personnes concernées doit être évaluée dans le cadre d'une procédure d'établissement des faits structurée et sur la base d'une vision d'ensemble, à la lumière des circonstances du cas particulier et sans résultat prédéfini, en tenant compte d'un catalogue d'indices qui rassemble les éléments essentiels propres aux troubles de nature psychosomatique (cf. ATF 143 V 409; 141 V 281). 2.3. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
“2 du règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité [RAI, RS 831.201]). Aux termes de l’art. 28 LPGA, les assurés et les employeurs doivent collaborer gratuitement à l’exécution des différentes lois sur les assurances sociales (al. 1). Celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues (al. 2). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Par ailleurs, l’art. 7 al. 1 LAI dispose que l’assuré doit entreprendre tout ce qui peut raisonnablement être exigé de lui pour réduire la durée et l’étendue de l’incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d’une invalidité (art. 8 LPGA). Aux termes de l’art. 21 al. 4 LPGA, les prestations peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement si l’assuré se soustrait ou s’oppose, ou encore ne participe pas spontanément, dans les limites de ce qui peut être exigé de lui, à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou d’offrir une nouvelle possibilité de gain. Une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable doit lui avoir été adressée. Selon l’art. 7b al. 1 LAI, les prestations peuvent aussi être réduites ou refusées conformément à l’art. 21 al. 4 LPGA si l’assuré a manqué aux obligations prévues à l’art. 7 LAI ou à l’art.”
Dans des circonstances particulières, notamment en cas de restrictions de mobilité importantes, l'accomplissement de certaines obligations prévues à l'art. 7 LAI — par exemple la recherche active d'un emploi ou la participation à des entretiens — peut être considéré, à l'heure actuelle, comme irréaliste. La jurisprudenÎ souligne en particulier que l'envoi ou le retrait de documents de travail, ainsi que l'exerciÎ d'une activité à domicile, peuvent également poser problème en raison du nécessaire aménagement de la part de l'employeur, de sorte que l'accomplissement de l'obligation d'atténuation du dommage ne peut être exigé au cas par cas.
“Auf dieses Urteil ist jedoch nicht weiter einzugehen, ist die Beschwerdeführerin vorliegend doch auf jeden Fall nicht in der Lage, auch nur sporadisch den Betrieb ihres Arbeitgebers auszusuchen. Damit ist es ihr auch kaum möglich, an einem Vorstellungsgespräch teilzunehmen, womit das Finden einer neuen Stelle stark erschwert wird. Da ihr zudem gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen eine Mobilität auch im näheren Radius zu ihrer Wohnung unzumutbar ist, könnte für das Bringen und Holen von Arbeitsunterlagen auch nicht ohne Weiteres auf die Dienste der Post oder anderer Kurierdienste zurückgegriffen werden. Im Weiteren wäre sie selbst bei einer Tätigkeit zu Hause auf einen sehr wohlwollenden Arbeitgeber angewiesen und es dürfte in dieser Tätigkeit keinerlei Leistungsdruck bestehen. Insgesamt erscheint damit das Entgegenkommen, welches ihr von einem Arbeitgeber entgegengebracht werden müsste, als so erheblich, dass das Finden einer entsprechenden Stelle im jetzigen Zeitpunkt (vgl. allerdings im Hinblick auf spätere Beurteilungen auch die Schadenminderungspflicht gemäss Art. 7 IVG) zum Vornherein als unrealistisch erscheint.”
Des prescriptions concrètes au sens de l'art. 7 al. 2 LAI peuvent — selon le cas d'espèÎ et l'indication médicale — comprendre la prescription d'un traitement psychiatrique-psychothérapeutique régulier sous la direction d'un médecin spécialiste et l'obligation de fournir la preuve d'abstinenÎ. Dans la jurisprudenÎ citée, il s'agissait concrètement de justificatifs mensuels d'abstinenÎ au cannabis ainsi que d'une condition d'une abstinenÎ d'au moins trois mois vérifiée par des contrôles de laboratoire; de telles prescriptions y ont été jugées appropriées et proportionnées.
“Wie aufgezeigt, ordnete die IV-Stelle mit Schreiben vom 15. Juli 2020 und 28. Oktober 2020 dem Versicherten gegenüber gestützt auf Art. 7 Abs. 2 IVG Auflagen zur Schadenminderung an. Sie forderte ihn vor dem Hintergrund seines erheblichen Cannabiskonsums und den damit zusammenhängenden psychischen Problemen auf, eine regelmässige psychiatrische-psychotherapeutische Behandlung unter leitliniengerichteter Medikation nach Vorgabe eines Facharztes aufzunehmen und monatlich einen Nachweis der Cannabisabstinenz vorzulegen. Mit diesen Anordnungen bezweckte die IV-Stelle, die Eingliederung des Betroffenen ins Erwerbsleben zu ermöglichen und zu erleichtern. Die strittigen Auflagen erweisen sich in Anbetracht des ausufernden Cannabiskonsums des Versicherten und seines gemäss den Fachleuten der Institution C.____ in erheblichem Masse darauf zurückzuführenden Verhaltens (ganztägige unentschuldigte Absenzen, Verspätungen, Nichteinhalten von Therapieterminen, fehlende proaktive Kommunikation) als angemessen und verhältnismässig. Letzteres gilt insbesondere auch in Bezug auf die angeordnete Aufnahme einer regelmässigen psychiatrischen-psychotherapeutischen Behandlung unter leitliniengerichteter Medikation nach Vorgabe eines Facharztes, ist es dem Versicherten doch - entgegen seinen ursprünglichen Vorsätzen - offensichtlich nicht gelungen, die angestrebte Cannabisabstinenz ohne entsprechende therapeutische Begleitung zu erreichen.”
“deren erneute Prüfung und Gewährung unter die beiden Bedingungen der Aufnahme einer regelmässigen psychiatrischen-psychotherapeutischen Behandlung unter leitliniengerichteter Medikation nach Vorgabe eines Facharztes und des Nachweises einer mindestens dreimonatigen Cannabisabstinenz mittels entsprechender Laborkontrollen gestellt hat. 4.1 Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 4.2 Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 4.3 Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art.”
La personne assurée porte la charge de la preuve que la mesure concrètement ordonnée en vertu de l'art. 7 al. 2 LAI est inacceptable. Cela vaut également pour l'inacceptabilité d'une augmentation de la fréquenÎ thérapeutique (p. ex. un traitement psychiatrique conforme aux lignes directrices toutes les deux semaines) : si le dossier ne fournit pas de preuves suffisantes, la mesure doit être considérée comme acceptable. De même, il incombe à la personne assurée de prouver que des atteintes psychiques ont effectivement rendu sa collaboration impossible.
“April 2021 festhielt, dieser werde betreffend die Behandlungsfrequenz nochmals mit dem Arzt Rücksprache nehmen, er sei grundsätzlich motiviert, diese Massnahmen durchzuführen (Urk. 9/26). Zudem ist dem Bericht von Dr. C.___, D.___, vom 17. April 2020 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei ihm seit 28. Oktober 2019 und vor der Umstellung aufgrund der Coronakrise in einer zweiwöchentlichen Behandlung stand (vorstehend E. 3.1). All dies lässt mit der Fachärztin Dr. G.___ den Schluss zu, dass dem Beschwerdeführer durchaus die Durchführung einer zweiwöchentlichen leitliniengetreuen psychiatrischen Depressionsbehandlung zumutbar war und ist, die nicht lediglich in stützenden Konsultationen zu bestehen hat. Auf die Zumutbarkeit der verlangten erhöhten Therapiefrequenz weist sodann nicht zuletzt der Umstand hin, dass die Frequenz der Konsultationen gemäss E-Mail von Dr. A.___ vom 9. September 2022 nunmehr doch von einmal alle sechs Wochen auf einmal alle drei Wochen hat gesteigert werden können (vorstehend E. 3.10). Zu beachten ist, dass der Beschwerdeführer die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG trägt (vorstehend E. 1.10). Ein derartiger Beweis gelang dem Beschwerdeführer bezüglich der ihm auferlegten zweiwöchentlichen psychiatrischen leitliniengerechten Behandlung seines depressiven Leidens nicht. Dies gilt auch für die geltend gemachte Medikamentenunverträglichkeit, welche die verlangte Pharmakotherapie des depressiven Leidens verunmöglichen soll. Den Akten ist diesbezüglich zu entnehmen, dass die vor Auferlegung der Schadenminderungspflicht vom 7. Dezember 2020 bestandene Behandlung mit 150 mg Trazodon zur Nacht (Trittico Retard) trotz fachärztlich indiziertem Wechsel in der antidepressiven Medikation vorerst noch weitergeführt wurde. Erst im August 2021 fand ein Wechsel auf Wellbutrin (Bupropion) und im September 2021 ein solcher auf Sertralin statt. Beide Medikamente wurden indes wegen Unverträglichkeit – es sei subjektiv zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein und Schwindel gekommen – auf Anraten von Dr. A.___ wieder abgesetzt (vorstehend E. 3.8 und 3.10). Seither findet keine Medikation mehr statt, wie Dr.”
“Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt bei der versicherten Person (Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.3). Gestützt auf die Akten ist jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass es dem Beschwerdeführer aus psychischen Gründen unmöglich gewesen wäre, seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen. Daran vermag auch der nachträglich eingereichte E-Mail-Verkehr zwischen der zuständigen Berufsbildnerin und dem Beschwerdeführer (Urk. 9/87 = Urk. 3/1) nichts zu ändern, in welchem der Beschwerdeführer eine schulische Absenz mit Bauchschmerzen entschuldigte (S. 1 unten) und andernorts erwähnte, es gehe ihm körperlich und psychisch noch nicht besser (S. 2 unten). Insbesondere liegen keine echtzeitlichen ärztlichen Stellungnahmen vor, die einen solchen Schluss zuliessen. Zwar führte der damals behandelnde Dr. A.___ gemäss (nicht unterzeichneter) Telefongesprächsnotiz vom 20. November 2020 (Urk. 9/75/12) gegenüber der zuständigen Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin aus, es sei ein stationärer Aufenthalt des Beschwerdeführers notwendig.”
Selon l'art. 7 al. 2 LAI, appartiennent notamment à l'obligation de participation active les mesures professionnelles prévues aux art. 15 à 18 et 18b LAI, ainsi que les mesures de réintégration des bénéficiaires de rente conformément à l'art. 8a LAI.
“ihre objektive Möglichkeit und subjektive Bereitschaft, von einem Arbeitgeber angestellt zu werden. Die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt muss der versicherten Person überdies zumutbar sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_594/2016 vom 18. November 2016 E. 3.2.; vgl. Kreisschreiben über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM], N 1807). 3.3. Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Dabei ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Dazu konkretisiert Art. 7 Abs. 2 IVG, dass die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen muss. Dies gilt insbesondere für die in lit. a bis lit. e der Bestimmung aufgeführten Massnahmen, so auch für die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 bis 18 und 18b IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 9C_842/2010 vom 26. Januar 2011 E. 2.2 und 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2, die sich auf die Konkretisierung von Art. 21 Abs. 4 ATSG durch Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG beziehen, für lit. c kann aber nichts Anderes gelten). Art. 7a IVG hält dazu fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient, als zumutbar gilt. Ausgenommen sind Massnahmen die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. 4. 4.1. Mit der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) stellte die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung ein, welche sie der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 21.”
“Nach Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs. 2 IVG. Dazu gehören gemäss lit. b der letztgenannten Bestimmung Massnahmen beruflicher Art nach den Art. 15-18c IVG.”
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: a. Massnahmen der Frühintervention (Art. 7d); b. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung (Art. 14a); c. Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b); d. medizinische Behandlungen nach Artikel 25 KVG; e. Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Artikel 8a Absatz”
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: a. Massnahmen der Frühintervention (Art. 7d); b. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 14a); c. Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b); d. medizinische Behandlungen nach Artikel 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) e. Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs.”
Pour les travailleurs à temps partiel qui exercent en outre des tâches au sens de l'art. 7 al. 2 LAI, il convient de fixer la part relevant de l'activité lucrative et la part relevant du domaine des tâches. Pour la part d'activité lucrative, le degré d'invalidité est déterminé selon la méthoÞ de comparaison des revenus (art. 16 LPGA) ; pour le domaine des tâches, on établit le pourcentage de perte dans l'exerciÎ des tâches ménagères et de prise en charge habituelles. Les deux degrés d'invalidité ainsi déterminés sont ensuite additionnés conformément à l'art. 27bis RAI (méthoÞ dite mixte).
“En conclusion, la capacité de travail a été évaluée à 0% de février 2012 à janvier 2013, puis à 100% de janvier 2013 à juin 2018, date à compter de laquelle elle n’a plus été que de 50% dans une activité adaptée (en raison d’une baisse de rendement de 50% sur un temps de travail de 100%), étant précisé qu’avec un traitement adéquat, cette capacité de travail pourrait augmenter à 100%. Eu égard aux considérations qui précèdent, la Cour de céans considère qu’une pleine valeur probante peut être reconnue aux conclusions des experts, de sorte que c’est à juste titre que l’intimé s’y est rallié, s’agissant de l’évaluation de la capacité de travail de l’assurée. Reste à examiner le calcul du degré d’invalidité, qui fait l’objet du second grief de la recourante. 6. 6.1 Pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA et art. 28 al. 2 LAI). Selon l’art. 27bis RAI en vigueur depuis le 1er janvier 2018, pour les personnes qui exercent une activité lucrative à temps partiel et accomplissent par ailleurs des travaux habituels visés à l'art. 7 al. 2 LAI, le taux d'invalidité est déterminé par l'addition des taux suivants : a. le taux d'invalidité en lien avec l'activité lucrative; b. le taux d'invalidité en lien avec les travaux habituels (al. 2). Le calcul du taux d'invalidité en lien avec l'activité lucrative est régi par l'art. 16 LPGA, étant entendu que : a. le revenu que l'assuré aurait pu obtenir de l'activité lucrative exercée à temps partiel, s'il n'était pas invalide, est extrapolé pour la même activité lucrative exercée à plein temps; b. la perte de gain exprimée en pourcentage est pondérée au moyen du taux d'occupation qu'aurait l'assuré s'il n'était pas invalide (al. 3). Pour le calcul du taux d'invalidité en lien avec les travaux habituels, on établit le pourcentage que représentent les limitations dans les travaux habituels par rapport à la situation si l'assuré n'était pas invalide. Ce pourcentage est pondéré au moyen de la différence entre le taux d'occupation visé à l'al. 3 let. b et une activité lucrative exercée à plein temps (al.”
“Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des IV-Grades der IV-Grad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der IV-Grad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des IV-Grades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des IV-Grades in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV).”
“Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (vgl. u.a. BGE 144 I 21, 23 E. 2.1). 4.2. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung und in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung). 4.3. 4.3.1. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG bemessen. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich (Art. 7 Abs. 2 IVG) tätig, so wird zur Ermittlung der Invalidität für diese Tätigkeit darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung sowie auch in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung; sog. gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). 4.3.2. Als Aufgabenbereich gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung und in der seit Januar 2022 in Kraft stehenden Version). 4.3.3. Gemäss Art. 27bis IVV werden bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, für die Bestimmung des Invaliditätsgrades folgende Invaliditätsgrade summiert: a.”
LAI art. 7 n. 64 Les traitements médicaux raisonnables, notamment la poursuite de la prise de médicaments prescrits par un médecin, sont en règle générale considérés comme des mesures raisonnables d'atténuation du dommage au sens de l'art. 7 al. 2 LAI. Les possibilités de traitement (ambulatoires ou hospitalières) qui sont indiquées et raisonnables du point de vue d'un spécialiste doivent être mises en œuvre de manière coopérative par la personne assurée. Si celle-ci ne s'acquitte pas de ces obligations, les prestations peuvent être réduites ou refusées en vertu de l'art. 7b al. 1 LAI, en liaison avì l'art. 21 al. 4 LPGA.
“1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a); und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). 3.3. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.4. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.5. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar.”
“In formeller Hinsicht wird sodann zu klären sein, ob die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt hat. 3. 3.1. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.2. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. 3.3. Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). Nach der Lehre sind diejenigen Verhaltensweisen unzumutbar, die eine Gefahr für Leben oder Gesundheit darstellen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Art. 21, Rz. 133). Diagnostische Massnahmen stellen zwar grundsätzlich keine Gefahr für Leben und Gesundheit dar, sind aber dennoch nicht durchwegs zumutbar. Falls sie mit einem besonderen Risiko verbunden sind, fällt eine Durchführung ausser Betracht.”
“Der Beschwerdeführer ist mit dieser Einschätzung nicht einverstanden und bringt vor, dass ihm die Nichteinhaltung der Massnahme nicht angelastet werden könne. 2.3. Streitig und zu prüfen ist, ob sich die Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.2. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.3. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art.”
LAI art. 7 n. 63 Chez les assurés âgés, l'exigibilité des mesures d'intégration professionnelle, ainsi que la valorisation d'une capacité de travail résiduelle attestée sur le marché du travail équilibré, peut être restreinte ou faire défaut. L'âge avancé est certes un facteur étranger à l'invalidité, mais il est reconnu par la jurisprudenÎ comme critère ; il peut, conjointement avì des circonstances personnelles et professionnelles, conduire à ce que la capacité de travail résiduelle ne soit plus raisonnablement demandée sur le marché du travail équilibré et que son exploitation ne soit plus exigible. Une règle générale est exclue ; ce sont les circonstances de l'espèÎ qui sont déterminantes, notamment la nature et les conséquences de l'atteinte à la santé, les efforts prévisibles de reconversion et d'adaptation au poste ainsi que la structure de la personnalité, les aptitudes et compétences disponibles, la formation, le parcours professionnel et la transférabilité de l'expérienÎ professionnelle.
“Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (Urteil des Bundesgerichts vom 21.”
“Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (vgl.”
“Insgesamt ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Gutachten der Dres. B.____ und C.____ vollen Beweiswert zuerkannte. Die ausschlaggebende Beweiskraft des Gutachtens wird denn auch von der Versicherten - zu Recht - nicht (mehr) in Frage gestellt. Auf das entsprechende Gutachten und die darin formulierte Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit kann deshalb ohne Weiteres abgestellt werden. 7.1 Die Beschwerdeführerin macht hingegen geltend, dass die ihr gutachterlich attestierte Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei. Sie begründet ihr Vorbringen im Wesentlichen unter Hinweis darauf, dass das ihr attestierte Zumutbarkeitsprofil sehr einschränkend sei. 7.2.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich (Urteil des Bundesgerichts vom 21.”
Citation : LAI art. 7 n° 62 Lors de l'appréciation des prestations de tiers provenant du milieu familial, il n'est pas décisif en premier lieu de savoir si une aiÞ est effectivement disponible. Ce qui compte, c'est la manière dont une famille raisonnable se comporterait dans les mêmes conditions sociales si elle ne pouvait pas compter sur des prestations d'assuranÎ. L'aiÞ que l'on peut attendre de tiers ne doit pas être excessive ni disproportionnée. Il convient également de respecter des limites de ce qui est raisonnablement exigible ; par exemple, on ne peut exiger d'imposer aux enfants des charges déraisonnables, ni demander l'aiÞ du conjoint lorsque celui-ci est lui‑même fortement limité du fait de son invalidité.
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers – par exemple son conjoint (art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 - CC - RS 210) ou ses enfants (art. 272 CC) – sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). Le fait que le conjoint de l'assuré qui tient le ménage soit au chômage ne conduit pas à une extension de l'obligation de réduire le dommage en raison de sa collaboration à la tenue du ménage car il s'agit d'une considération étrangère à l'invalidité. Autrement, l'assuré qui tient le ménage et dont le conjoint est involontairement au chômage se trouverait défavorisé par rapport à celui dont le conjoint exerce une activité lucrative (Michel VALTERIO, Droit de l’assurance‑vieillesse et survivants [AVS] et de l’assurance-invalidité [AI], Commentaire thématique, n.”
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'AI doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers – par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) – sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156, qui confirme qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence). 4.5.2 Le facteur déterminant pour évaluer l'invalidité des assurés n'exerçant pas d'activité lucrative consiste dans l'empêchement d'accomplir les travaux habituels, lequel est déterminé compte tenu des circonstances concrètes du cas particulier. C'est pourquoi il n'existe pas de principe selon lequel l'évaluation médicale de la capacité de travail l'emporte d'une manière générale sur les résultats de l'enquête ménagère.”
“La jurisprudence ne pose pas de grandeur limite au-delà de laquelle l'aide des membres de la famille ne serait plus possible. L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement. Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint (art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 [CC ‑ RS 210]) ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). Toutefois, on ne saurait attendre d'un assuré qu'il ait recours à l'aide de ses enfants en les pénalisant dans une mesure déraisonnable dans l'exercice de leur activité professionnelle et dans leur vie privée ou qu'il fasse appel à l'aide de son conjoint lorsque celui-ci souffre de troubles fondant l'octroi d'une rente entière d'invalidité (arrêts du Tribunal fédéral 9C_934/2010 du 7 juillet 2011 consid.”
Citation : LAI art. 7 n. 61 L'examen de ce qui est raisonnablement exigible peut inclure l'obligation d'accepter des activités adaptées, dérogatoires ou de nature différente (ajustées à l'état de santé). Il comprend également la participation à des mesures pratiques d'insertion professionnelle (p. ex. stages, mises en situation ou essais pratiques en milieu de travail), dans la mesure où celles-ci sont raisonnablement exigibles et favorisent la réinsertion dans la vie professionnelle. La personne assurée peut être invitée à examiner les mesures proposées et à prendre contact avì les prestataires.
“2) qui est une notion théorique et abstraite et implique, d'une part, un certain équilibre entre l'offre et la demande de main-d'oeuvre et, d'autre part, un marché du travail structuré de telle sorte qu'il offre un large éventail d'emplois diversifiés, tant au regard des exigences professionnelles et intellectuelles qu'au niveau des sollicitations physiques (TF 9C_659/2014 du 13 mars 2015 consid. 5.3.2; 9C_830/2007 du 29 juillet 2008 consid. 5.1; Michel Valterio, op. cit., art. 28a n° 65). Le Tribunal fédéral a aussi jugé que ce marché du travail équilibré était en mesure d'offrir des postes de travail non qualifiés pour n'importe quel âge et ne nécessitant aucune formation particulière (TF 9C_898/2017 du 25 octobre 2018 consid. 3.4; voir aussi TF I 222/05 du 13 octobre 2005 consid. 6.1). 12.3 Enfin, selon un principe général, valable en assurances sociales, il appartient à la personne assurée de mettre en oeuvre tout ce qui est raisonnablement exigible de sa part pour solliciter le moins lourdement possible l'assurance-invalidité (cf. art. 7 LAI; notamment : ATF 138 V 457 consid. 3.2; TF 8C_667/2015 du 6 septembre 2016 consid. 5.2; Anne Sylvie Dupont, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, Intro. gén. n° 44). Afin de réduire la perte de gain, cette obligation implique notamment que, le cas échéant, l'on peut exiger de la part de l'assurée qu'elle accepte une activité professionnelle adaptée à son état de santé même si celle-ci diffère de l'activité habituelle (TF I 222/05 du 13 octobre 2005 consid. 4.2; cf. art. 6 LPGA cité; consid. 5.1) et qu'elle s'intègre de son propre chef dans le marché du travail (à titre d'exemple : TF 9C_899/2015 du 4 mars 2016 consid. 4.3.1). 13. Au regard de tout ce qui précède, le Tribunal ne saurait se déterminer sur le droit de la recourante à une mesure professionnelle ou/et à une rente d'invalidité et il convient d'admettre le recours en ce sens que la décision contestée est annulée et le dossier renvoyé à l'OAIE pour compléments d'instruction et nouvelle décision.”
“Le 5 mars 2018, votre père nous informe par téléphone que pour des raisons financières, vous n’avez pas débuté ce Brevet. Afin de vous offrir une meilleure employabilité et compte tenu de vos limitations fonctionnelles (à savoir fatigue et fatigabilité, activité sédentaire voir semi-sédentaire, sans beaucoup de déplacements sur la place de travail, sans port de charge et sans effort physique, sans stress, sans rendement soutenu, près des toilettes) ainsi que de votre manque de pratique, une mesure professionnelle sous forme de stage(s) est proposée auprès de H.________ afin d’évaluer les possibilités adaptées à votre formation et votre rendement. Lors des premiers entretiens, vous informez H.________ de limitations fonctionnelles supplémentaires à celles connues. Vous refusez ensuite les propositions qui vous sont faites estimant que vous n’êtes pas capable de pouvoir y répondre en raison de votre atteinte et des limitations fonctionnelles qui en découlent. Nous vous rappelons que selon l’art. 7 LAI, l’assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l’étendue de l’incapacité de travail et pour empêcher la survenance d’une invalidité. Dans ce cadre, il doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ; il s’agit en particulier des mesures d’ordre professionnel. L’art. 21 al. 4 LPGA précise que les prestations peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement si l’assuré se soustrait ou s’oppose, ou encore ne participe pas spontanément, dans les limites de ce qui peut être exigé de lui, à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou d’offrir une nouvelle possibilité de gain. Dès lors, nous pensons qu’une mise en situation concrète est nécessaire. Nous vous laissons un délai jusqu’au 31 octobre 2018 pour prendre contact avec H.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 60 Si un emploi doit être qualifié de simplement temporaire ou d'instable (p. ex. en cas de faillite/liquidation de l'employeur ou en cas d'engagement uniquement à durée déterminée), il ne peut pas être retenu comme emploi de référenÎ stable pour l'appréciation de la raisonnabilité des exigences et pour la détermination du revenu. Dans de tels cas, le revenu d'invaliÞ doit être déterminé sur la base de paramètres de revenu hypothétiques ou tabulaires (cf. consid. 5.4).
“Für die Festsetzung des Invalideneinkommens (vgl. E. 5.1.2 hiervor) ist zunächst festzustellen, dass die seit Juli 2016 allein vorübergehend erfolgte Anstellung als … bei der G.________ AG (seit 13. August 2018 „G.________ AG in Liquidation“ [vgl. www.zefix.ch]; vgl. act. II 63/2-3) nicht massgeblich ist. Zum einen wurde über diese Gesellschaft mit Entscheid des zuständigen Einzelgerichts vom 7. August 2018 der Konkurs eröffnet, so dass nicht von einem besonders stabilen Arbeitsverhältnis die Rede sein kann. Zum anderen wurde das medizinische Zumutbarkeitsprofil mit dem innegehabten Pensum von 20 % (act. II 63/2, 65.4/5, 65.5/14; bzw. allenfalls 40 % [vgl. act. IIA 82/68, 86/3 Ziff. 5]) nicht ausgeschöpft. Damit ist das Invalideneinkommen ausgehend von Tabellenlöhnen zu bestimmen. Mit Blick auf die im Bereich der IV gültige Schadenminderungspflicht (Art. 7 Abs. 1 IVG, wonach die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen muss, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit [Art. 6 ATSG] zu verringern und den Eintritt der Invalidität [Art. 8 ATSG] zu verhindern; vgl. im Sozialversicherungsrecht allgemein BGE 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274, 129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 2020 EL Nr. 6 S. 23 E. 7.3.1) ist ausgehend vom medizinischen Zumutbarkeitsprofil mit einer 50%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in der als ideal angepasst geltenden Tätigkeit als selbstständiger … (E. 4.4 hiervor) fraglich, von welchen hypothetischen Beträgen auszugehen ist. Gleich wie beim Valideneinkommen sind die strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers (vgl. E. 5.3 hiervor) auch für das hypothetische Einkommen mit Gesundheitsschaden zu berücksichtigen. Demnach ist im Juli 2017 überwiegend wahrscheinlich ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer im Umfang des Zumutbarkeitsprofils einer Tätigkeit als selbstständiger … bzw. als angestellter … nachgehen könnte.”
Pour les personnes exerçant une activité lucrative à temps partiel qui accomplissent en outre des activités relevant du domaine visé à l'art. 7 al. 2 LAI, le degré d'invalidité est évalué séparément : la part liée à l'activité lucrative selon l'art. 16 LPGA, et les activités relevant du domaine des tâches (travaux ménagers usuels ainsi que soins et assistanÎ aux proches) selon l'ampleur de l'incapacité à accomplir ces activités. Les degrés d'invalidité ainsi obtenus sont additionnés conformément à l'art. 27bis RAI (dite « méthoÞ mixte »).
“Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (vgl. u.a. BGE 144 I 21, 23 E. 2.1). 4.2. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung und in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung). 4.3. 4.3.1. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG bemessen. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich (Art. 7 Abs. 2 IVG) tätig, so wird zur Ermittlung der Invalidität für diese Tätigkeit darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung sowie auch in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung; sog. gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). 4.3.2. Als Aufgabenbereich gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung und in der seit Januar 2022 in Kraft stehenden Version). 4.3.3. Gemäss Art. 27bis IVV werden bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, für die Bestimmung des Invaliditätsgrades folgende Invaliditätsgrade summiert: a.”
Citation : LAI art. 7 n. 58 Si l'autorité, après enquête, constate une atteinte à la santé entraînant une invalidité, elle doit vérifier s'il y a lieu d'ordonner une mise en demeure visant la réduction du préjudiÎ. Avant toute sanction (réduction ou refus de prestations), il convient en principe d'engager une procédure écrite de rappel et de délai de réflexion ; toutefois, il peut être renoncé à cette procédure dans certains cas prévus par la loi.
“S. 14 f. Ziff. 8). Soweit nach der nachzuholenden RAD-Beurteilung (vgl. E. 3.5 hiervor) das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens bejaht werden sollte, hätte die Verwaltung eine entsprechende Aufforderung zur Schadenminderung zu prüfen (vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG; Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; Rz. 2400 KSIR; Rz. 5020 f. KSVI).”
“In formeller Hinsicht wird sodann zu klären sein, ob die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt hat. 3. 3.1. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.2. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. 3.3. Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). Nach der Lehre sind diejenigen Verhaltensweisen unzumutbar, die eine Gefahr für Leben oder Gesundheit darstellen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Art. 21, Rz. 133). Diagnostische Massnahmen stellen zwar grundsätzlich keine Gefahr für Leben und Gesundheit dar, sind aber dennoch nicht durchwegs zumutbar. Falls sie mit einem besonderen Risiko verbunden sind, fällt eine Durchführung ausser Betracht.”
“Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.3. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar. Als zumutbar gilt gemäss Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die in Art. 7b Abs. 1 IVG angesprochene Bestimmung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung von Leistungen vor, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt (Satz 1). Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Auf ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren kann in den Fällen von Art. 7b Abs. 2 IVG verzichtet werden, u.a. wenn die Meldepflicht nach Art.”
Les bénéficiaires de rentes sont tenus, même en l'absenÎ d'un motif de révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA, de participer activement à des mesures de réinsertion ou d'intégration raisonnablement exigibles selon l'art. 7 al. 2 LAI. La jurisprudenÎ souligne que cette obligation vaut tant pour les rentes entières que pour les rentes partielles et peut être mise en œuvre par des sanctions (réduction ou refus des prestations de rente).
“führen sämtliche Auslegungsmethoden einheitlich zum Schluss, dass Rentenbezügerinnen und -bezüger auch bei fehlendem Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet sind, an zumutbaren Massnahmen aktiv teilzunehmen. Dies betrifft Personen mit ganzen und Teilrenten gleichermassen. Gestützt auf Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG geht es in einem umfassenden Sinn um die "Wiedereingliederung" mittels entsprechender Massnahmen. Mit Widerstand der einzelnen rentenbeziehenden Personen, welche sich mit einem Wiedereingliederungsplan der Verwaltung konfrontiert sehen, wurde bereits im Gesetzgebungsprozess gerechnet, weshalb eine klar verpflichtende Regelung beabsichtigt war. Zudem sollen flankierende Massnahmen - so neben der Weiterausrichtung der Rente bis zum Abschluss der Massnahmen auch der auf drei Jahre ab Entscheid der IV-Stelle begrenzte Anspruch auf Beratung und Begleitung gemäss Art. 8a Abs. 4 IVG - den Weg der "Eingliederung aus Rente" unterstützen. Der Verpflichtung zur aktiven Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen wird durch die Sanktionierungsmöglichkeiten der Kürzung oder Verweigerung von Rentenleistungen Nachdruck verliehen.”
“führen sämtliche Auslegungsmethoden einheitlich zum Schluss, dass Rentenbezügerinnen und -bezüger auch bei fehlendem Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet sind, an zumutbaren Massnahmen aktiv teilzunehmen. Dies betrifft Personen mit ganzen und Teilrenten gleichermassen. Gestützt auf Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG geht es in einem umfassenden Sinn um die "Wiedereingliederung" mittels entsprechender Massnahmen. Mit Widerstand der einzelnen rentenbeziehenden Personen, welche sich mit einem Wiedereingliederungsplan der Verwaltung konfrontiert sehen, wurde bereits im Gesetzgebungsprozess gerechnet, weshalb eine klar verpflichtende Regelung beabsichtigt war. Zudem sollen flankierende Massnahmen - so neben der Weiterausrichtung der Rente bis zum Abschluss der Massnahmen auch der auf drei Jahre ab Entscheid der IV-Stelle begrenzte Anspruch auf Beratung und Begleitung gemäss Art. 8a Abs. 4 IVG - den Weg der "Eingliederung aus Rente" unterstützen. Der Verpflichtung zur aktiven Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen wird durch die Sanktionierungsmöglichkeiten der Kürzung oder Verweigerung von Rentenleistungen Nachdruck verliehen.”
LAI art. 7 n. 56 Si l'efficacité d'un traitement projeté n'est pas encore certaine ou si la thérapie n'est pas encore achevée, un droit à une rente peut naître malgré l'existenÎ de mesures d'intégration. Tant que la thérapie se poursuit, un droit à une rente à durée indéterminée est également possible. Si le succès du traitement est prévisible et peut être daté, une rente d'invalidité à durée déterminée peut être accordée. La personne assurée est tenue de collaborer lors de l'examen et de la mise en œuvre des mesures liées à la thérapie. Si le résultat de traitement prévu est atteint ou si la personne assurée manque à son obligation de collaboration, la rente peut être réduite ou supprimée par voie de révision matérielle.
“Einnahme verschriebener Medikamente), aus Eigeninitiative umsetzbar sind. Insoweit geht die Selbsteingliederung dem Rentenanspruch (und auch gesetzlichen Eingliederungsleistungen) vor (BGE 148 V 397 E. 7 mit Hinweisen). Besteht keine aus Eigeninitiative umsetzbare Selbsteingliederungspflicht, weil die versicherte Person es nicht ohne Weiteres selber in der Hand hat, Arbeitsfähigkeit herzustellen (vgl. erwähntes Urteil 8C_104/2024 E. 6.1) oder auf ihre Eingliederungsfähigkeit hinzuwirken (vgl. BGE 148 V 397 E. 6.2.4), kann bei einem noch nicht austherapierten Leiden ein Rentenanspruch entstehen (oben E. 5.1.3). Dies gilt auch, wenn das Behandlungspotential und die infrage kommenden therapeutischen Vorkehren abklärungsbedürftig sind. Die versicherte Person ist bei der Abklärung und Durchführung der auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands abzielenden Therapie mitwirkungspflichtig (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; ANNE-SYLVIE DUPONT, in: Commentaire romand, LPGA, 2018, N. 54 zu Art. 21 ATSG). Die betreffenden Spielräume der Schadenminderung (Art. 7 IVG) müssen im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens definiert werden (zur amtl. Publ. bestimmtes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 6.2). Ob eine geplante Behandlung erfolgreich sein wird, kann erst nach Abschluss der betreffenden Therapie beurteilt werden. Solange sie andauert, kommt ein unbefristeter Rentenanspruch infrage (BGE 145 V 215 E. 8.2; 143 V 409 E. 4.4); hat sich der prognostizierte Behandlungserfolg realisiert (oder die versicherte Person die Mitwirkungspflicht verletzt), wird die Invalidenrente gegebenenfalls auf dem Weg der materiellen Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) herabgesetzt oder aufgehoben (BGE 127 V 294 E. 4b/cc). Wenn der prognostizierte Behandlungserfolg schon im Vornhinein absehbar und terminierbar ist, kann eine befristete Invalidenrente gesprochen werden (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2).”
“Einnahme verschriebener Medikamente), aus Eigeninitiative umsetzbar sind. Insoweit geht die Selbsteingliederung dem Rentenanspruch (und auch gesetzlichen Eingliederungsleistungen) vor (BGE 148 V 397 E. 7 mit Hinweisen). Besteht keine aus Eigeninitiative umsetzbare Selbsteingliederungspflicht, weil die versicherte Person es nicht ohne Weiteres selber in der Hand hat, Arbeitsfähigkeit herzustellen (vgl. erwähntes Urteil 8C_104/2024 E. 6.1) oder auf ihre Eingliederungsfähigkeit hinzuwirken (vgl. BGE 148 V 397 E. 6.2.4), kann bei einem noch nicht austherapierten Leiden ein Rentenanspruch entstehen (oben E. 5.1.3). Dies gilt auch, wenn das Behandlungspotential und die infrage kommenden therapeutischen Vorkehren abklärungsbedürftig sind. Die versicherte Person ist bei der Abklärung und Durchführung der auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands abzielenden Therapie mitwirkungspflichtig (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; ANNE-SYLVIE DUPONT, in: Commentaire romand, LPGA, 2018, N. 54 zu Art. 21 ATSG). Die betreffenden Spielräume der Schadenminderung (Art. 7 IVG) müssen im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens definiert werden (zur amtl. Publ. bestimmtes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 6.2). Ob eine geplante Behandlung erfolgreich sein wird, kann erst nach Abschluss der betreffenden Therapie beurteilt werden. Solange sie andauert, kommt ein unbefristeter Rentenanspruch infrage (BGE 145 V 215 E. 8.2; 143 V 409 E. 4.4); hat sich der prognostizierte Behandlungserfolg realisiert (oder die versicherte Person die Mitwirkungspflicht verletzt), wird die Invalidenrente gegebenenfalls auf dem Weg der materiellen Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) herabgesetzt oder aufgehoben (BGE 127 V 294 E. 4b/cc). Wenn der prognostizierte Behandlungserfolg schon im Vornhinein absehbar und terminierbar ist, kann eine befristete Invalidenrente gesprochen werden (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2).”
Les personnes chargées du ménage doivent, dans le cadre de l'art. 7 al. 1 LAI, accomplir ce qui peut raisonnablement être attendu d'elles afin d'améliorer leur capacité à assurer les tâches ménagères et d'atténuer les conséquences de l'atteinte à la santé; cela implique notamment qu'elles se procurent — dans la limite de leurs moyens financiers — des appareils ménagers ou des aides techniques adaptés.
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage (cf. ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 140 V 267 consid. 5.2.1 ; 133 V 504 consid. 4.2), une personne qui s'occupe du ménage doit faire ce que l'on peut raisonnablement attendre d'elle afin d'améliorer sa capacité de travail et réduire les effets de l'atteinte à la santé; elle doit en particulier se procurer, dans les limites de ses moyens, l'équipement ou les appareils ménagers appropriés.”
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage (cf. ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 140 V 267 consid. 5.2.1 ; 133 V 504 consid. 4.2), une personne qui s'occupe du ménage doit faire ce que l'on peut raisonnablement attendre d'elle afin d'améliorer sa capacité de travail et réduire les effets de l'atteinte à la santé; elle doit en particulier se procurer, dans les limites de ses moyens, l'équipement ou les appareils ménagers appropriés.”
LAI art. 7 n. 54 Chez les personnes assurées qui n'exercent pas d'activité lucrative, qui s'occupent des tâches relevant du foyer et pour lesquelles une activité lucrative ne peut être raisonnablement exigée, le degré d'invalidité se détermine en fonction de la mesure dans laquelle elles sont incapables de s'acquitter des tâches relevant du foyer. Sont considérées comme relevant du foyer les activités ménagères usuelles ainsi que les soins et l'assistanÎ apportés aux proches.
“Für die Bemessung des Invaliditätsgrades wird bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische Methode der Invaliditätsbemessung [Betätigungsvergleich]; vgl. statt vieler: BGE 142 V 290 E. 4). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).”
“Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische Methode der Invaliditätsbemessung [Betätigungsvergleich]; vgl. statt vieler: BGE 142 V 290 E. 4). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).”
Citation : LAI art. 7 n. 53 Dans le cadre de la procédure de mise en demeure et du délai de réflexion, la personne assurée doit être informée du comportement attendu d'elle et des conséquences préjudiciables qu'une résistanÎ aux mesures d'intégration peut entraîner. À défaut d'une telle information, la procédure de mise en demeure et du délai de réflexion n'est pas correctement menée ; une sanction fondée sur celle-ci peut dès lors être illégale.
“Sinn und Zweck des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens ist es ja gerade, dass eine versicherte Person nicht die Folgen eines Verhaltens tragen muss, über dessen Auswirkungen sie sich möglicherweise keine Rechenschaft abgelegt hat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N 147 zu Art. 21; siehe auch Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 11. Januar 2005, I 605/04 E. 2.3). Die versicherte Person ist deshalb in jedem Fall auf die möglichen nachteiligen Folgen ihres Widerstandes gegen Eingliederungsmassnahmen aufmerksam zu machen, damit sie in Kenntnis aller wesentlichen Faktoren ihre Entscheidung treffen kann (vgl. BGE 122 V 218 E. 4b). Die Beschwerdegegnerin hat im Schreiben vom 24. Februar 2017 weder das erwartete Verhalten genau definiert noch hat sie die möglichen nachteiligen Folgen im Widersetzungsfalle aufgezeigt. Die Beschwerdegegnerin hat das Mahn- und Bedenkzeitverfahren somit nicht korrekt durchgeführt. Damit erweist sich eine Sanktionierung der Verletzung der Schadenverhinderungspflicht (sollte denn eine Verzögerung der erstmaligen beruflichen Eingliederung unter Art. 7 Abs. 1 IVG zu subsumieren sein und sollte die Verzögerung als schuldhaft zu qualifizieren sein) als rechtswidrig. Der Beschwerdeführer hat somit bereits ab dem 3. Juli 2019 einen Anspruch auf den höheren Ansatz des kleinen Taggeldes (Grundentschädigung von Fr. 122.10) gehabt. Die Beschwerdegegnerin hat für die Zeit vom 3. Juli 2019 bis 31. August 2019 vom Taggeld einen Verpflegungsabzug von Fr.”
“Sinn und Zweck des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens ist es ja gerade, dass eine versicherte Person nicht die Folgen eines Verhaltens tragen muss, über dessen Auswirkungen sie sich möglicherweise keine Rechenschaft abgelegt hat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N 147 zu Art. 21; siehe auch Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 11. Januar 2005, I 605/04 E. 2.3). Die versicherte Person ist deshalb in jedem Fall auf die möglichen nachteiligen Folgen ihres Widerstandes gegen Eingliederungsmassnahmen aufmerksam zu machen, damit sie in Kenntnis aller wesentlichen Faktoren ihre Entscheidung treffen kann (vgl. BGE 122 V 218 E. 4b). Die Beschwerdegegnerin hat im Schreiben vom 24. Februar 2017 weder das erwartete Verhalten genau definiert noch hat sie die möglichen nachteiligen Folgen im Widersetzungsfalle aufgezeigt. Die Beschwerdegegnerin hat das Mahn- und Bedenkzeitverfahren somit nicht korrekt durchgeführt. Damit erweist sich eine Sanktionierung der Verletzung der Schadenverhinderungspflicht (sollte denn eine Verzögerung der erstmaligen beruflichen Eingliederung unter Art. 7 Abs. 1 IVG zu subsumieren sein und sollte die Verzögerung als schuldhaft zu qualifizieren sein) als rechtswidrig. Der Beschwerdeführer hat somit bereits ab dem 3. Juli 2019 einen Anspruch auf den höheren Ansatz des kleinen Taggeldes (Grundentschädigung von Fr. 122.10) gehabt. Die Beschwerdegegnerin hat für die Zeit vom 3. Juli 2019 bis 31. August 2019 vom Taggeld einen Verpflegungsabzug von Fr.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 52 Si la personne assurée, malgré un rappel écrit préalable et l'octroi d'un délai de réflexion raisonnable, ne fournit pas la collaboration requise à des mesures d'intégration raisonnables (p. ex. refus de conclure une convention d'objectifs, non-participation au coaching), l'AI peut suspendre la mesure et/ou réduire ou refuser les prestations, temporairement ou définitivement.
“Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Dabei ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Dazu konkretisiert Art. 7 Abs. 2 IVG, dass die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen muss. Dies gilt insbesondere für die in lit. a bis lit. e der Bestimmung aufgeführten Massnahmen, so auch für die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 bis 18 und 18b IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 9C_842/2010 vom 26. Januar 2011 E. 2.2 und 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2, die sich auf die Konkretisierung von Art. 21 Abs. 4 ATSG durch Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG beziehen, für lit. c kann aber nichts Anderes gelten). Art. 7a IVG hält dazu fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient, als zumutbar gilt. Ausgenommen sind Massnahmen die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. 4. 4.1. Mit der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) stellte die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung ein, welche sie der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 21. November 2022 (IV-Akte 395) zugesprochen hatte. Konkret hatte die Beschwerdegegnerin damals erklärt, die Kosten für ein Coaching mit aktiver Stellensuche vom 1. November 2022 bis zum 30. April 2023 zu übernehmen. Auf der Mitteilung findet sich der später angebrachte Vermerk, dass der Zeitrahmen aufgrund einer Verzögerung des Beginns des Coachings verlängert werde.”
“März 2023 (IV-Akte 423) dargelegt, hätte die Arbeitsvermittlung, welche sie der Beschwerdeführerin zugesprochen hat, der Abklärung der Arbeitsfähigkeit gedient. Ein Arbeitsversuch hätte die 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bestätigen können, er hätte aber auch Zweifel daran wecken können. Der Umstand, dass mit einer Arbeitsvermittlung bzw. einem Arbeitsversuch ein höheres Pensum angestrebt wurde, als der Beschwerdeführerin als angemessen erscheint, ändert nichts an deren Zumutbarkeit. Auch führt dies nicht dazu, dass die Massnahme dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht im Sinne von Art. 7a IVG angemessen war bzw. gewesen wäre. 4.3. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung inklusive der Zielvereinbarung, welche die Beschwerdegegnerin erstellt hatte, für die Beschwerdeführerin nicht unzumutbar und ihrem Gesundheitszustand angemessen war bzw. gewesen wäre. Dadurch, dass sie sich weigerte, die von der Beschwerdegegnerin aufgesetzte Zielvereinbarung zu unterschreiben, hat sie ihre Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG verletzt. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG durchgeführt. Sie hat die Beschwerdeführerin dabei mit Schreiben vom 6. März 2023 (IV-Akte 423) und mit Mitteilung vom 21. März 2023 aufgefordert, die Zielvereinbarung zu unterschreiben und einzureichen. Dabei hat sie ihr jeweils eine neue Frist zur Einreichung gesetzt und sie auf die Folgen einer Verweigerung dessen aufmerksam gemacht. Die Beschwerdeführerin hatte genügend Zeit um die Zielvereinbarung in Kenntnis dieser Folgen doch noch zu unterschreiben und einzureichen, hat jedoch mehrfach mitgeteilt bzw. mitteilen lassen, dass sie dies nicht zu tun gedenke (vgl. E. 4.1.). Die Beschwerdegegnerin hat somit ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG durchgeführt. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung mit Vorbescheid vom 5. April 2023 (IV-Akte 430) und Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) eingestellt hat.”
Citation : LAI art. 7 n. 51 En matière de mesures d'intégration, l'offiÎ AI peut, selon la jurisprudenÎ, subordonner l'octroi à des obligations thérapeutiques spécifiques ; ont ainsi été exigés, par exemple, le suivi régulier d'un traitement psychiatrique et psychothérapeutique, une médication conforme aux lignes directrices sur indication d'un spécialiste, ainsi que la preuve, par des analyses de laboratoire, d'une abstinenÎ au cannabis d'au moins trois mois.
“Im Vordergrund stehen dabei eine seine Fähigkeiten entsprechende erstmalige berufliche Ausbildung und die dafür erforderlichen Vorbereitungsmassnahmen. Im Rahmen dieses Anspruchs gewährte die IV-Stelle dem Versicherten denn auch mit Mitteilungen vom 27. Juli 2020 und 3. November 2020 für die Perioden vom 1. August 2020 bis 31. Oktober 2020 und vom 1. November 2020 bis 31. Januar 2021 Kostengutsprachen für einen Berufsorientierungskurs in der Institution C.____. 3.2 Strittig und zu prüfen ist hingegen, ob die IV-Stelle zu Recht diesen Berufsorientierungskurs wegen Nichteinhaltung der am 15. Juli 2020 und 28. Oktober 2020 angeordneten Auflagen abgebrochen und in der angefochtenen Verfügung vom 20. Januar 2021 einen (weiteren) Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen abgelehnt bzw. deren erneute Prüfung und Gewährung unter die beiden Bedingungen der Aufnahme einer regelmässigen psychiatrischen-psychotherapeutischen Behandlung unter leitliniengerichteter Medikation nach Vorgabe eines Facharztes und des Nachweises einer mindestens dreimonatigen Cannabisabstinenz mittels entsprechender Laborkontrollen gestellt hat. 4.1 Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 4.2 Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst.”
Le défaut de collaboration peut entraîner la suppression de la rente ; dans l'affaire jugée, la suppression de la rente a été fondée sur l'art. 7 al. 2 let. e LAI en liaison avì l'art. 21 LPGA (art. 21 al. 4 LPGA dans le jugement) et a ensuite fait l'objet d'un contrôle judiciaire.
“Streitig und zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdegegnerin infolge fehlender Mitwirkung (Art. 8a Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG und Art. 21 Abs. 4 ATSG) verfügte Rentenaufhebung vor Bundesrecht stand hält. Nicht im Streit liegt demgegenüber, dass eine Wiedererwägung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) der rentenzusprechenden Verfügung vom 4. Dezember 2007 ausgeschlossen ist, nachdem diese Gegenstand gerichtlicher Beurteilung war (vgl. Art. 53 Abs. 3 ATSG; BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 148 f.).”
“Streitig und zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdegegnerin infolge fehlender Mitwirkung (Art. 8a Abs. 1 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 lit. e IVG und Art. 21 Abs. 4 ATSG) verfügte Rentenaufhebung vor Bundesrecht stand hält. Nicht im Streit liegt demgegenüber, dass eine Wiedererwägung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) der rentenzusprechenden Verfügung vom 4. Dezember 2007 ausgeschlossen ist, nachdem diese Gegenstand gerichtlicher Beurteilung war (vgl. Art. 53 Abs. 3 ATSG; BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 148 f.).”
JurisprudenÎ : L'appréciation des questions de ce qui est raisonnablement exigible au sens de l'art. 7 LAI s'appuie régulièrement sur les décisions pertinentes du Tribunal fédéral, notamment ATF 141 V 281 ; en outre, la pratique récente a accordé de l'importanÎ à la procédure probatoire structurée lors de la détermination de ce qui est raisonnablement exigible.
“7 LPGAart. 7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 102 V 165ATF 102 V 165DTF 102 V 165 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 130 V 396ATF 130 V 396DTF 130 V 396 BGE 143 V 409ATF 143 V 409DTF 143 V 409 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 132 V 65ATF 132 V 65DTF 132 V 65 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 122 V 418ATF 122 V 418DTF 122 V 418 BGE 125 V 256ATF 125 V 256DTF 125 V 256 BGE 115 V 133ATF 115 V 133DTF 115 V 133 BGE 114 V 310ATF 114 V 310DTF 114 V 310 BGE 105 V 156ATF 105 V 156DTF 105 V 156 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 9C_844/2009 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_201/2007 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA 9C_36/2018 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 8C_339/2001 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 112 V 371ATF 112 V 371DTF 112 V 371 BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 130 V 351ATF 130 V 351DTF 130 V 351 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 125 V 369ATF 125 V 369DTF 125 V 369 BGE 112 V 372ATF 112 V 372DTF 112 V 372 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA 9C_517/2016 9C_254/2011 9C_308/2018 9C_819/2014 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 121 V 362ATF 121 V 362DTF 121 V 362 9C_2010/2017 BGE 121 V 47ATF 121 V 47DTF 121 V 47 BGE 115 V 143ATF 115 V 143DTF 115 V 143 9C_78/2018 erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos608 2019 32301.06.2021Arrêt de la IIe Cour des assurances sociales du Tribunal cantonalNormen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 143 V 418BGE 143 V 409BGE 141 V 2819C_308/20189C_78/20189C_36/2018Normen KantonRechtsprechung Kanton608 2019 323Normen Bund/Kanton”
“8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 102 V 165ATF 102 V 165DTF 102 V 165 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 130 V 396ATF 130 V 396DTF 130 V 396 BGE 143 V 409ATF 143 V 409DTF 143 V 409 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 132 V 65ATF 132 V 65DTF 132 V 65 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 122 V 418ATF 122 V 418DTF 122 V 418 BGE 125 V 256ATF 125 V 256DTF 125 V 256 BGE 115 V 133ATF 115 V 133DTF 115 V 133 BGE 114 V 310ATF 114 V 310DTF 114 V 310 BGE 105 V 156ATF 105 V 156DTF 105 V 156 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 9C_844/2009 BGE 125 V 353ATF 125 V 353DTF 125 V 353 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_201/2007 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA 9C_36/2018 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 9C_844/2009 9C_95/2012 9C_851/2018 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 9C_724/2018 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA 8C_217/2015 9C_2010/2017 9C_601/2019 BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 121 V 362ATF 121 V 362DTF 121 V 362 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 TFA I 693/06 BGE 126 V 353ATF 126 V 353DTF 126 V 353 BGE 130 V 393ATF 130 V 393DTF 130 V 393 608 2019 291 605 2016 93 Art. 68 JRart. 68 RJart. 68 JR 608 2019 290 608 2019 291 erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos608 2019 29006.05.2021Arrêt de la IIe Cour des assurances sociales du Tribunal cantonalNormen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 145 V 215BGE 143 V 409BGE 141 V 2819C_601/20199C_851/20189C_724/2018TFA I 693/06Normen KantonArt.”
Si le dossier médical n'est pas suffisamment éclairci, l'offiÎ de l'AI doit ordonner des investigations complémentaires, notamment une expertise psychiatrique et, le cas échéant, une expertise pluridisciplinaire. Sur cette base, il convient d'examiner s'il y a lieu d'imposer une obligation d'atténuation du dommage au sens de l'art. 7 LAI. Si des mesures correspondantes ont été ordonnées et mises en œuvre, des expertises de suivi doivent ensuite être obtenues et le droit aux prestations réexaminé.
“Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mittels psychiatrischen und eventuell polydisziplinären Gutachtens abklärt und danach gegebenenfalls eine Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 7 IVG auferlegt und - sofern die Massnahme durchgeführt wurde - im Anschluss eine Verlaufsbegutachtung einholt, sollte der Sachverhalt sich als ungenügend beurteilbar erweisen. Danach hat die Beschwerdegegnerin neu über den Leistungsanspruch zu entscheiden.”
“Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mittels psychiatrischen und eventuell polydisziplinären Gutachtens abklärt und danach gegebenenfalls eine Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 7 IVG auferlegt und - sofern die Massnahme durchgeführt wurde - im Anschluss eine Verlaufsbegutachtung einholt, sollte der Sachverhalt sich als ungenügend beurteilbar erweisen. Danach hat die Beschwerdegegnerin neu über den Leistungsanspruch zu entscheiden.”
Lors de syndromes de dépendanÎ, l'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 LAI s'applique également. La personne assurée peut être tenue de participer activement à des traitements médicaux raisonnablement exigibles. Si elle n'accomplit pas ses obligations d'atténuation et maintient volontairement l'état pathologique, cela peut — après mise en demeure et octroi d'un délai de réflexion — entraîner un refus ou une réduction des prestations (art. 7b al. 1 LAI en liaison avì art. 21 al. 4 LPGA).
“1; 9C_ 620/2017 vom 10. April 2018 E. 2.2). Es hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wird im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (E. 5.3.1). Das Bundesgericht begründete die Rechtsprechungsänderung zum einen damit, dass in der final konzipierten Invalidenversicherung (vgl. etwa BGE 120 V 95 E. 4c) keine Grundlage dafür bestehe, das Herbeiführen einer Suchterkrankung durch den willentlichen Konsum von Suchtmitteln zum Anlass zu nehmen, einen versicherten Gesundheitsschaden zum vornherein zu verneinen und mit der Begründung eines Selbstverschuldens der versicherten Person auf jegliche weitere Prüfung der funktionellen Einschränkungen zu verzichten (E. 5.3.1). Zum anderen könne die willentliche Natur des fortgesetzten Substanzkonsums bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms nicht in jedem Fall vorbehaltlos bejaht werden, wie sowohl aus den Diagnosekriterien des ICD-10 als auch aus denjenigen des DSM-5 erhelle (E.”
“April 2018 E. 2.2), fallen gelassen. Es hat entschieden, dass fortan — gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen — nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen — wie auch bei anderen psychischen Störungen — oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wurde im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich. Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_259/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 5.1 mit Hinweis; BGE 147 V 234 E. 2.2).”
“Ein Rentenanspruch kann entstehen, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist. Die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung schliesst auch angesichts der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit einen Rentenanspruch nicht per se aus (SVR 2020 IV Nr. 11 S. 41, 9C_309/2019 E.4.3.1 mit Hinweisen). Bei einem Abhängigkeitssyndrom kommt aber selbstredend auch die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (BGE 145 V 215 E. 5.3.1). Das kantonale Gericht hat eine weitere stationäre Behandlung für zumutbar und möglich gehalten. Ob diese Auffassung zutrifft, und (gegebenenfalls) ob die Vorinstanz einzig gestützt darauf eine Invalidität und einen Rentenanspruch ohne Weiteres verneinen durfte, braucht hier ebenfalls nicht beantwortet zu werden.”
Citation : LAI art. 7 n. 46 En présenÎ d'obésité/IMC, l'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 LAI doit être examinée. Dans les décisions en cause, la réduction du poids et un traitement psychiatrique sont mentionnés comme des mesures raisonnables et à examiner, qui doivent être prises en compte dans l'évaluation de l'obligation de réinsertion personnelle et d'atténuation du dommage.
“ATSG mangelhaft abgeklärt, womit die entscheidwesentlichen Aspekte ungeklärt geblieben sind. Folglich steht einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen und hernach neuem Entscheid nichts entgegen (vgl. BGE 139 V 99 E. 1.1; 137 V 210 E. 4.4.1.4; Urteil des BVGer C-977/2020 vom 6. Juli 2023 E. 10.1; zur Rückweisung bzw. zum Absehen von einem Gerichtsgutachten vgl. auch Urteil des BVGer C-4760/2018 vom 25. Juli 2019 E. 7.2). Dabei ist die Rückweisung schon deshalb angezeigt, weil voraussichtlich eine psychiatrische Teilbegutachtung unter Beachtung der Vorgaben des strukturierten Beweisverfahrens in die Wege zu leiten sein wird (vgl. dazu auch Urteile des BVGer C-5237/2018 vom 2. April 2019 S. 7; C-1444/2015 vom 17. Oktober 2017 E. 8.14 mit Hinweisen). Ebenso wird zu prüfen sein, ob und inwiefern die schwere Adipositas-Erkrankung (BMI 42,7 kg/m2, Schweregrad 3, BVGer-act. 193, S. 1) sich auf die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkt, wobei selbstredend die Schadenminderungspflicht nach Art. 7 IVG in die Prüfung miteinzubeziehen sein wird (vgl. hiervor E. 9.4.3; Urteil des BGer 8C_104/2024 E. 5.10 und E. 5.11).”
“Für ungeeignet hielten sie kniende, hockende, kauernde, vorübergebeugt stehende, mit repetitiven Bewegungsanforderungen an den Rumpf sowie überwiegend sitzende Tätigkeiten. Insgesamt wurden in diesem Profil somit bereits die Beschwerden der rechten Schulter, der Knie und des Rückens berücksichtigt. Selbst wenn der Beschwerdeführer nun an beiden Knien an Gonarthrose leidet und die Rückenbeschwerden rein bildgebend ausgeprägter sind, wurden im Belastungsprofil bereits alle Funktionseinschränkungen an den beschriebenen Körperteilen berücksichtigt. In der leicht unterschiedlichen Beantwortung einer Ermessensfrage (Rendement) lässt sich jedenfalls kein Mangel des PMEDA-Gutachtens erblicken. Entsprechend den vorgängigen Ausführungen kann die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit jedenfalls nicht tiefer liegen als bei 80 % (SMAB-Gutachten). Dass der Arbeitsunfähigkeitsgrad nicht höher als 20 % ist, ergibt sich auch mit der dem Beschwerdeführer obliegenden Selbsteingliederungspflicht (Art. 7 IVG) bzw. Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 ATSG). So machten bereits die SMAB-Gutachter die prognostische Einschätzung des Gesundheitszustands von der Entwicklung des Körpergewichts abhängig und wiesen auf die Notwendigkeit einer Gewichtsreduktion um ca. 35 kg hin. Diese Gewichtsreduktion könne in Eigenregie mittels Kontrolle und Bilanzierung der Nahrungsaufnahme und einer bewegungsaktiven Alltagsgestaltung (erschöpfende Spaziergänge, Gymnastik, Fitnesstraining, Velofahren, Schwimmen etc.) erfolgen act. G 7.2/91.21). Auch die Experten der PMEDA erachten eine Gewichtsreduktion sowie eine psychiatrische Behandlung als vorrangig und zumutbar (act. G 7.1/267.22). Der psychiatrische Gutachter empfiehlt zudem die Fortführung der laufenden Behandlung sowie gegebenenfalls eine Intensivierung mit einem Antidepressivum; darüber hinaus sollten die potentiell suchtinduzierenden Opioide unter ärztlicher Aufsicht schrittweise abgesetzt werden (act. G 7.1/267.238). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden sind somit noch nicht austherapiert und er hat sich den vorgeschlagenen Therapien aufgrund seiner Selbsteingliederungs- und Schadenminderungspflicht zu unterziehen.”
Citation : LAI art. 7 n. 45 Si la personne assurée refuse d'accomplir les obligations de collaboration ou d'examen requises, l'assuranÎ peut, après une mise en demeure écrite, interrompre la procédure (ne pas entrer en matière) ou réduire temporairement ou définitivement les prestations, ou les refuser. Toutefois, la possibilité de ne pas entrer en matière doit être utilisée avì retenue ; elle n'est envisageable que lorsque l'appréciation au fond de l'obligation de prestations sur la base du dossier est effectivement impossible sans la collaboration de la personne assurée. Inversement, une décision au fond fondée sur le dossier ne peut être prise que si, nonobstant le refus de collaborer, le fait pertinent ne peut plus être éclairci.
“Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1; SVR 2020 IV n° 48 c. 8.1.1). 2.2 L’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Il doit en outre participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l’exercice d’une activité comparable (travaux habituels). Il s’agit en particulier des mesures d'ordre professionnel (art. 7 al. 2 let. c LAI). Si l'assuré manque aux obligations prévues à l'art. 7 LAI ou à l'art. 43 al. 2 LPGA ou si lui ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Les prestations peuvent ainsi être réduites ou refusées temporairement ou définitivement. Une mise en demeure écrite avertissant l'assuré des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable doit lui avoir été adressée (art. 7b al. 1 LAI en relation avec l'art. 21 al. 4 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l’inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l’état de fait pertinent, indépendamment des mesures d’instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l’assuré s’est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c.”
Si la personne assurée ne s'acquitte pas des obligations prévues à l'art. 7 LAI, ses prestations peuvent, en vertu de l'art. 21 al. 4 LPGA, être réduites temporairement ou définitivement, ou être refusées; l'art. 7b LAI s'y réfère. Lors de la décision, toutes les circonstances du cas concret doivent être prises en compte, en particulier le degré de faute de la personne assurée. Avant toute réduction ou tout refus, la personne assurée doit être avertie par écrit et informée des conséquences juridiques; il convient en principe de lui accorder un délai raisonnable de réflexion.
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen (Art. 7 Abs. 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nach, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt dabei was folgt: Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.”
“2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 1 f. S. 81) : Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. b und c IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person insbesondere den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG).”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
“Die Leistungen können gemäss Art. 7b IVG nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist (Abs. 1). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Abs. 3). Nach Art. 21 Abs. 4 ATSG können Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben entzieht oder widersetzt, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen.”
“Der Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten im Juli 2019 21-jährig gewesen. Die Lehre zum Kaufmann EFZ hatte er am 1. August 2015 begonnen; bei einem ordnungsgemässen Verlauf hätte er sie am 31. Juli 2018 abgeschlossen (IV-act. 288). Die Voraussetzungen für die Zusprache des höheren Ansatzes des kleinen Taggeldes gemäss Art. 23 Abs. 2 IVG sind im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten am 3. Juli 2019 somit erfüllt gewesen. Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere auch an Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG). Ist die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden (Art. 7b Abs. 1 IVG). Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 2 IVG in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person trotz Aufforderung der IV-Stelle nach Art. 3c Abs. 6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dauer oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität auswirkt (lit. a), der Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen ist (lit. b), Leistungen der Invalidenversicherung zu Unrecht erwirkt oder zu erwirken versucht hat (lit.”
LAI art. 7 N. 43 Pour établir les restrictions dans le domaine des tâches, une vérification sur plaÎ effectuée par une personne qualifiée suffit en règle générale. L'élément décisif est la manière dont l'atteinte à la santé affecte concrètement l'exécution des travaux ménagers usuels ainsi que les soins et l'accompagnement des proches.
“Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung des Invaliditätsgrades in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische Methode der Invaliditätsbemessung [Betätigungsvergleich]; vgl. statt vieler: BGE 142 V 290 E. 4). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV). Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3600 ff. des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Stand: 1. Januar 2024) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar. Bei der spezifischen Methode der Invaliditätsbemessung ist mithin nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch eine Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen). Dagegen kann zur Bestimmung des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im sogenannten Wartejahr nicht von den Ergebnissen der Haushaltsabklärung ausgegangen werden, um die diesbezügliche Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Aufgabenbereich zu beurteilen.”
“Chez les assurés qui n'exerçaient pas d'activité lucrative avant d'être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique et dont il ne peut être exigé qu'ils en exercent une, il y a lieu d'effectuer une comparaison des activités, en cherchant à établir dans quelle mesure l'assuré est empêché d'accomplir ses travaux habituels; c'est la méthode spécifique d'évaluation de l'invalidité (art. 28a al. 2 LAI en corrélation avec les art. 8 al. 3 LPGA, 5 al. 1 LAI et 27 du règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité [RAI; RS 831.201]; ATF 137 V 334 consid. 3.1.2). Par travaux habituels, visés à l’art. 7 al. 2 LAI, des assurés travaillant dans le ménage, il faut entendre l’activité usuelle dans le ménage, ainsi que les soins et l’assistance apportés aux proches (art. 27 al. 1 RAI).”
“Für die Bemessung des Invaliditätsgrades wird bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische Methode der Invaliditätsbemessung [Betätigungsvergleich]; vgl. statt vieler: BGE 142 V 290 E. 4). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).”
RéférenÎ : LAI art. 7 ch. 42 La personne assurée a l'obligation de réduire le préjudiÎ ; elle doit entreprendre tout ce qui peut raisonnablement lui être exigé, compte tenu des circonstances, afin d'atténuer les conséquences de l'atteinte à la santé et de faire valoir sa capacité de travail résiduelle. Cela comprend notamment de rechercher et — dans la mesure où cela est raisonnablement exigible — d'exercer une activité lucrative adaptée aux limitations fonctionnelles lorsque l'emploi antérieur n'exploite pas adéquatement la capacité de travail résiduelle.
“En outre, le fait de tenir compte du revenu effectivement réalisé par le recourant dans son poste à 70 %, calcul qui a déjà été fait par l’OAI pour la période à compter du 5 octobre 2020, ou du revenu qu’il pourrait obtenir grâce à une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles exercée à 100 %, conformément au calcul fait dans la décision entreprise, qui n’est pas critiquable, ne change rien puisque le degré d’invalidité du recourant demeure en tous les cas inférieur à 40 %. On peut d’ailleurs relever que le revenu sans invalidité retenu par l’OAI est particulièrement favorable au recourant puisque l’intimé a pris pour base de calcul le gain assuré retenu par la CNA et non pas le revenu sans invalidité fixé par l’assureur-accidents (cf. calcul du salaire exigible du 21 mars 2022). En tout état de cause, l’OAI était fondé à retenir, à partir du 14 janvier 2021, un revenu d’invalide fondé sur la base des données salariales statistiques et non le revenu effectivement réalisé, puisque ce dernier l'est dans une activité qui n'est pas parfaitement adaptée aux limitations fonctionnelles (cf. consid. 6 ci-dessus). Conformément à l’art. 7 al. 1 LAI, l’assuré a en effet l’obligation de diminuer le dommage, en entreprenant tout ce qu’on est en droit d’exiger de lui pour atténuer le plus possible les effets de l’atteinte à la santé et de mettre en valeur sa capacité résiduelle de travail. Il ne peut dès lors être fait grief à l'OAI de ne pas avoir appliqué l'ATF 148 V 174 consid. 6.2 en l'espèce, pour la période à compter du 14 janvier 2021, faute pour l'activité exercée après la survenance de l'atteinte à la santé de mettre pleinement en valeur la capacité de travail résiduelle exigible. Dans sa réponse, l’OAI expose les raisons pour lesquelles il a maintenu que le calcul du revenu d’invalide devait se faire sur la base des données salariales statistiques si bien qu’on ne saurait suivre le recourant lorsqu’il affirme que l’intimé n’aurait pas pris position sur les griefs de son recours. 8. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être très partiellement admis et la décision de l’OAI du 15 novembre 2022 réformée en ce sens que le recourant a droit, du 1er septembre 2020 au 31 novembre 2020, à une rente entière d’invalidité.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 41 Pour les travailleurs indépendants, l'obligation de diminution du dommage au sens de l'art. 7 al. 1 LAI peut, sous certaines conditions, exiger l'abandon de l'entreprise au profit d'une activité salariée plus lucrative. Il convient également d'examiner quelles adaptations professionnelles ou quelles possibilités de valorisation de la capacité de travail résiduelle sont raisonnablement exigibles.
“Im Abklärungsbericht wird zwar erwähnt, dass der Beschwerdeführer in einer Verweistätigkeit ein höheres Einkommen erzielen würde als mit der Arbeit auf dem … (AB 120/11 Ziff. 14). Mit der Frage, ob ihm eine andere als die … Tätigkeit im eigenen Betrieb zuzumuten wäre, was die Aufgabe des …betriebs zur Folge hätte, hat sich die Beschwerdegegnerin erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auseinandergesetzt. Aufgrund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht ist der Beschwerdeführer gehalten, seine Restarbeitsfähigkeit optimal zu verwerten: Bei der Schadenminderungspflicht der versicherten Person handelt es sich um einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts (BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 2020 EL Nr. 6 S. 23 E. 7.3.1). Einer versicherten Person sind im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte (BGE 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274). Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Es ist primär Sache des Einzelnen, sich um eine angemessene Eingliederung zu bemühen. Kann eine versicherte Person ihre erwerbliche Beeinträchtigung in zumutbarer Weise selber beheben, so besteht gar keine Invalidität, womit es an der unabdingbaren Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Invalidenversicherung – auch für Eingliederungsmassnahmen – fehlt. Die Selbsteingliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht geht nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (BGE 148 V 397, 113 V 22 E. 4a S. 28; SVR 2023 UV Nr. 46 S. 157 E. 5.3.1; AHI 2001 S. 282 E. 5a aa; RKUV 1987 U 26 S. 391). Aufgrund dieser Schadenminderungspflicht hat ein selbständigerwerbender … nach der Rechtsprechung unter bestimmten Voraussetzungen seinen … aufzugeben (vgl.”
“Mit der Bemessung des Invaliditätsgrades anhand eines Einkommensvergleichs nach Art. 28a Abs. 1 IVG anstatt der ausserordentlichen Methode ging die Beschwerdegegnerin offenbar implizit davon aus, der Beschwerdeführer habe unter dem Titel der Schadenminderung (vgl. Art. 7 Abs. 1 IVG) einen Berufswechsel und damit die Aufgabe seines Landwirtschaftsbetriebes vorzunehmen, ohne dies allerdings weiter zu begründen (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2; Entscheid des Bundesgerichts vom 7. April 2013, 9C_652/2012, E. 3.1). Nach erfolgter medizinischer Abklärung (E. 3.6 hiervor) wird die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung damit auch zu prüfen haben, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der Schadenminderungspflicht die Aufgabe der selbstständigen zu Gunsten einer einträglicheren unselbstständigen Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, persönliche Lebensumstände) zuzumuten ist.”
RéférenÎ : LAI art. 7 ch. 40 Lorsqu'il n'existe aucun potentiel d'intégration pouvant être mis en œuvre par initiative personnelle — par exemple parÎ que des mesures thérapeutiques préalables ou le potentiel de traitement doivent encore être éclaircis, ou que la thérapie n'est pas encore achevée — un droit à une rente peut naître. La personne assurée est tenue de collaborer pendant la phase d'éclaircissement et la thérapie. Le succès d'un traitement ne peut être apprécié qu'après son achèvement ; tant qu'il est en cours, une rente à durée indéterminée peut être envisagée; si le succès du traitement est d'emblée susceptible d'être fixé dans le temps, une rente à durée déterminée est envisageable.
“Dies trifft dann zu, wenn therapeutische Vorkehren, die eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erwarten lassen (z.B. Einnahme verschriebener Medikamente), aus Eigeninitiative umsetzbar sind. Insoweit geht die Selbsteingliederung dem Rentenanspruch (und auch gesetzlichen Eingliederungsleistungen) vor (BGE 148 V 397 E. 7 mit Hinweisen). Besteht keine aus Eigeninitiative umsetzbare Selbsteingliederungspflicht, weil die versicherte Person es nicht ohne Weiteres selber in der Hand hat, Arbeitsfähigkeit herzustellen (vgl. erwähntes Urteil 8C_104/2024 E. 6.1) oder auf ihre Eingliederungsfähigkeit hinzuwirken (vgl. BGE 148 V 397 E. 6.2.4), kann bei einem noch nicht austherapierten Leiden ein Rentenanspruch entstehen (oben E. 5.1.3). Dies gilt auch, wenn das Behandlungspotential und die infrage kommenden therapeutischen Vorkehren abklärungsbedürftig sind. Die versicherte Person ist bei der Abklärung und Durchführung der auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands abzielenden Therapie mitwirkungspflichtig (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; ANNE-SYLVIE DUPONT, in: Commentaire romand, LPGA, 2018, N. 54 zu Art. 21 ATSG). Die betreffenden Spielräume der Schadenminderung (Art. 7 IVG) müssen im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens definiert werden (zur amtl. Publ. bestimmtes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 6.2). Ob eine geplante Behandlung erfolgreich sein wird, kann erst nach Abschluss der betreffenden Therapie beurteilt werden. Solange sie andauert, kommt ein unbefristeter Rentenanspruch infrage (BGE 145 V 215 E. 8.2; 143 V 409 E. 4.4); hat sich der prognostizierte Behandlungserfolg realisiert (oder die versicherte Person die Mitwirkungspflicht verletzt), wird die Invalidenrente gegebenenfalls auf dem Weg der materiellen Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) herabgesetzt oder aufgehoben (BGE 127 V 294 E. 4b/cc). Wenn der prognostizierte Behandlungserfolg schon im Vornhinein absehbar und terminierbar ist, kann eine befristete Invalidenrente gesprochen werden (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2).”
Lors de l'appréciation de ce qui est raisonnablement exigible au sens de l'art. 7 LAI, il convient de comparer les revenus d'activité réalistes et prévisibles : le revenu en l'absenÎ d'atteinte à la santé et le revenu prévisible après traitement ou mesures de réinsertion professionnelle. Cette comparaison permet d'évaluer concrètement quelles activités et quelles mesures peuvent être raisonnablement exigées de la personne assurée.
“c) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 LAI). d) Selon l’art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d’une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d’octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). L’art. 8 al. 3 let. b LAI dispose que les mesures de réadaptation comprennent notamment les mesures d’ordre professionnel au sens des art. 15 à 18d LAI (orientation professionnelle, formation professionnelle initiale, reclassement, placement et aide en capital). Selon l’art. 17 al. 1 LAI, l’assuré a droit au reclassement dans une nouvelle profession si son invalidité rend cette mesure nécessaire et que sa capacité de gain peut ainsi, selon toute vraisemblance, être maintenue ou améliorée. Est réputé invalide au sens de l’art. 7 LAI celui qui n’est pas suffisamment réadapté, l’activité lucrative exercée jusque-là n’étant plus raisonnablement exigible ou ne l’étant plus que partiellement en raison de la forme et de la gravité de l’atteinte à la santé. Le seuil minimum fixé par la jurisprudence pour ouvrir le droit à une mesure de reclassement est une diminution de la capacité de gain de 20 % environ (ATF 139 V 399 consid. 5.3). e) Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). aa) Le revenu sans invalidité doit être évalué de la manière la plus concrète possible. Il se déduit en règle générale du salaire réalisé avant l’atteinte à la santé, en l’adaptant toutefois à son évolution vraisemblable jusqu’au moment déterminant de la naissance éventuelle du droit à la rente (ATF 144 I 103 consid.”
“Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin aufgrund Verletzung der Schadenminderungspflicht keinen Anspruch auf ein Wartezeittaggeld hat. Bei der Schadenminderungspflicht der versicherten Person handelt es sich um einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts (BGE 123 V 230 E. 3c, 117 V 275 E. 2b, 400, je mit Hinweisen; Riemer-Kafka, Die Pflicht zur Selbstverantwortung, Freiburg 1999, S. 57, 551 und 572; Landolt, Das Zumutbarkeitsprinzip im schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Diss. Zürich 1995, S. 61). Das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) enthält keine allgemeine Regelung der Schadenminderungspflicht (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Vorbemerkungen N 90). Mit Art. 21 Abs. 4 ATSG enthält es zwar eine Norm, welche die Schadenminderungspflicht betrifft. Diese Norm bezieht sich jedoch lediglich auf die Behandlung und die Eingliederung ins Erwerbsleben und kommt daher vorliegend nicht zur Anwendung. Auch das IVG und die IVV enthalten betreffend Wartezeittaggeld keine spezifische Schadenminderungspflicht-Regelung. Dies gilt insbesondere mit Blick auf Art. 7 IVG, welche Bestimmung die Schadenminderungspflicht für die IV spezifiziert. In Art. 21septies IVV ist jedoch geregelt, dass wenn eine versicherte Person während der Eingliederung eine Erwerbstätigkeit ausübt, das Taggeld soweit gekürzt wird, als es das für die Bemessung des Taggelds massgebende Einkommen übersteigt (Abs. 1). Dabei ist das Einkommen zu berücksichtigen, das die versicherte Person mit der während der Eingliederung ausgeübten Tätigkeit erzielt hat (Abs. 2). In Rz. 3075 KSTI hat das Bundesamt für Sozialversicherungen festgehalten, dass wenn die versicherte Person die vom Arzt für die Zeit der Eingliederung als zumutbar erklärte Teilerwerbstätigkeit nicht ausübt, für die Kürzung der Lohn massgebend ist, den sie erzielen könnte, wobei keine Kürzung erfolgt, wenn die zumutbare Erwerbstätigkeit unter 25% liegt. Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) hat – zuletzt – mit Urteil I 137/05 vom 26. Oktober 2005 zum damals anwendbaren Art. 21 Abs. 4 IVV, welcher grundsätzlich mit dem vorliegend anwendbaren Art.”
Citation : LAI art. 7 n. 38 Le refus répété ou prolongé, ou le manque de coopération à l'égard de mesures d'intégration ou de réintégration raisonnables (p. ex. absences répétées à des formations ou à des mesures professionnelles) peut — après un avertissement préalable et l'octroi d'un délai/périoÞ de réflexion — entraîner une réduction partielle ou totale ou le refus des prestations. Il est déterminant que ces mesures soient, compte tenu de l'état de santé, raisonnablement exigibles de la personne assurée et qu'elles soient propres à améliorer sensiblement la capacité de gain.
“Les limitations fonctionnelles dont il vous faut tenir compte sont : pas de positions assises plus que 2 h, pas de port de charge de plus de 5 kg debout, pas de déplacements prolongés de plus d’une heure en voiture, pas de mouvements sollicitant le rachis. Plusieurs démarches de réadaptation ont dès lors été mises en place dès début 2016 et différents projets ont été évoqués tels que : experte en prévention des infections associées aux soins, spécialiste en codage médical, spécialiste dans le traitement des plaies, évaluatrice RAI … Dans le cadre des derniers stages que vous avez effectués, la prise en charge d’une formation de type CAS ou MAS a été envisagée, pour autant que vous soyez présente à 100 %. Or, vous n’avez jamais dépassé un taux de présence de 50-60 % et vous n’êtes pas d’accord avec la capacité de travail dans une activité adaptée fixée à 100 %. Pour rappel, cette appréciation de la capacité de travail a été déterminée à plusieurs reprises, notamment dans le cadre de la dernière expertise pluridisciplinaire effectuée au début de l’année 2021. Selon l’art. 7 LAI, l’assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l’étendue de l’incapacité de travail et pour empêcher la survenance d’une invalidité. Dans ce cadre, il doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ; il s’agit en particulier des mesures d’ordre professionnel. L’art. 21 al. 4 LPGA précise que les prestations peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement si l’assuré se soustrait ou s’oppose, ou encore ne participe pas spontanément, dans les limites de ce qui peut être exigé de lui, à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou d’offrir une nouvelle possibilité de gain. Au vu de ce qui précède, nous vous laissons un délai au 31 mai 2021 pour nous confirmer par écrit que vous acceptez la capacité de travail de 100 % dans une activité adaptée fixée par le SMR et collaborerez pleinement tout au long des mesures qui seront alors mises en place.”
“7 LAI, l’assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l’étendue de l’incapacité de travail et pour empêcher la survenance de l’invalidité (al. 1) . L’assuré doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l’exercice d’une activité comparable (travaux habituels). Il s’agit en particulier notamment (al. 2 let. d) de traitements médicaux au sens de l’art. 25 LAMal (loi fédérale du 18 mars 1994 sur l’assurance-maladie ; RS 832.10). c) En vertu de l’art. 7a LAI, est réputée raisonnablement exigible toute mesure servant à la réadaptation de l’assuré, à l’exception des mesures qui ne sont pas adaptées à son état de santé. d) L’art. 7b al. 1 LAI prévoit que les prestations peuvent être réduites ou refusées conformément à l’art. 21 al. 4 LPGA si l’assuré a manqué aux obligations prévues à l’art. 7 LAI ou à l’art. 43 al. 2 LPGA. 8. a) En l’espèce, il ne fait pas de doute que le comportement du recourant est seul responsable de la mise en échec des diverses mesures d’ordre professionnel (observations et mesures de réinsertion) diligentées par l’intimé. b) On observe en effet que le rapport du centre G.________ du 19 novembre 2019 a fait état de consommations régulières de toxiques et d’un non-respect du règlement de l’hébergement, avec de nombreuses absences et retards aux différents ateliers (cf. rapport du 19 novembre 2019, p. 2, 3 et 6). Il en a été de même au sein du Centre H.________, où la faible participation du recourant aux ateliers a été mise en évidence dès le premier bilan intermédiaire. Le recourant n’avait en effet participé qu’à quatre ateliers, invoquant systématiquement des raisons diverses à ses absences (amener quelqu’un aux urgences, rendez-vous au social, difficultés à se lever le matin, absences de bons de transport ; cf. bilan intermédiaire du 8 janvier 2020). Aux termes du bilan intermédiaire du second mois, le Centre H.”
“1, l’assicurato deve fare tutto quanto si può ragionevolmente esigere da lui per ridurre la durata e l’entità dell’incapacità al lavoro e per evitare l’insorgere di un’invalidità (art. 7 cpv. 1 LPGA). Deve partecipare attivamente all’esecuzione di tutti i provvedimenti ragionevolmente esigibili che possono contribuire sia a mantenerlo nel suo attuale posto di lavoro, sia a favorire la sua integrazione nella vita professionale o in un’attività paragonabile (art. 7 cpv. 2 LAI). In particolare si tratta di provvedimenti di reinserimento per preparare all’integrazione professionale e di provvedimenti professionali (art. 7 cpv. 2 lett. b e c LAI). È considerato ragionevolmente esigibile ogni provvedimento che serve all’integrazione dell’assicurato; fanno eccezione i provvedimenti che non sono adatti allo stato di salute dell’assicurato (art. 7a LAI). Le prestazioni possono essere ridotte o rifiutate ai sensi dell’art. 24 cpv. 4 LPGA segnatamente se l’assicurato non ha adempiuto a quanto stabilito dall’art. 7 LAI (art. 7b cpv. 1 LAI). Da ultimo, la decisione di ridurre o di rifiutare prestazioni deve tener conto di tutte le circostanze del singolo caso, in particolare del grado della colpa dell’assicurato (art. 7b cpv. 3 LAI). 2.4. Nel caso in esame, come visto al consid. 1.1, terminata la formazione quale assistente di manutenzione per autoveicoli, l’Ufficio AI ha riconosciuto all’assicurato i costi supplementari di una prima formazione professionale quale meccanico di manutenzione per automobili presso la __________ per il periodo 1° settembre – 31 agosto 2024. Come riportato al consid. 1.2, con scritto del 28 marzo 2022 la consulente AI ha elencato le problematiche riscontrate a scuola e sul posto di lavoro, diffidando l’assicurato a rispettare le direttive indicate, le quali sono state da lui accettate il 13 aprile 2022 mediante sottoscrizione delle stesse. Dagli atti risulta in particolare che il 12 maggio 2022 l’assicurato è stato trovato “nascosto nel locale materiale infiammabili a fumare e guardare il telefono” (cfr.”
“Selbstredend gilt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) auch bei der Adipositas, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren diätischen und medikamentösen Therapien resp. Verhaltenstherapien und Bewegungsprogrammen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (vgl. betreffend Abhängigkeitssyndrom: BGE 145 V 215 E. 5.3.1 und Urteil 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.2; betreffend die Anrechnung fiktiver Therapie- resp. Trainingserfolge: Urteil I 33/03 vom 12. Dezember 2003 E. 3.3.2). Dass der Beschwerdeführerin im hier relevanten Beurteilungszeitraum von der IV-Stelle eine entsprechende Schadenminderungspflicht auferlegt worden wäre, ist nicht ersichtlich.”
La personne assurée doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible ; cela comprend en règle générale la participation à des traitements médicaux ou psychothérapeutiques raisonnables, ce qui, selon la jurisprudenÎ, inclut également la prise continue de médicaments prescrits par un médecin. En cas de refus ou d'omission de participer à de telles mesures jugées raisonnables, les autorités d'assuranÎ peuvent en tenir compte et, le cas échéant, envisager des sanctions ou des conséquences négatives quant aux droits à la rente. La question de savoir si une réduction de la fréquenÎ des thérapies est suffisante doit être examinée au cas par cas.
“Strittig und damit zu prüfen ist nur noch die Wiederaufnahme der eingestellten Eingliederungsmassnahmen. 3. 3.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 140 V 41, 44 E. 6.3.1 mit Hinweisen) sind die Bestimmungen des ATSG, des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 3.2. Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a); und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). 3.3. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.4. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22.”
“Er habe sodann die Therapie nicht abgebrochen, sondern lediglich deren Frequenz ausgedünnt (vgl. Replik Rz. 8 ff.). In formeller Hinsicht bemängelt der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin habe kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt, sondern die Leistungen nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens direkt eingestellt. Die Zulässigkeit eines solches Vorgehens sei auf Fälle qualifizierter Pflichtverletzung beschränkt, was vorliegend nicht der Fall sei. 2.3. Zunächst ist festzuhalten, dass es vorliegend einzig um die Überprüfung der Rechtmässigkeit der Aufhebung der per August 2016 zugesprochenen Viertelrente geht. Dabei ist zunächst in materieller Hinsicht zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die ihm auferlegten Therapiemassnahmen wahrgenommen hat, beziehungsweise widrigenfalls um die Frage, ob Gründe vorliegen, die ihm die Durchführung unzumutbar machten. In formeller Hinsicht wird sodann zu klären sein, ob die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt hat. 3. 3.1. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.2. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst.”
“Gemäss der damit in Übereinstimmung stehenden, nachvollziehbaren und überzeugenden Darlegung des RAD-Arztes Dr. med. F.________ sind sowohl die Symptome als auch der geltend gemachte Übergang des obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom von mittel- zu schwergradig der fehlenden Therapie-Compliance des Beschwerdeführers geschuldet (AB 200 S. 2). Laut Bericht des behandelnden Hausarztes, Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 3. Februar 2021 (AB 157 S. 7 f.) ist sodann bereits im Frühling 2017 ein obstruktives schwergradiges Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert worden (S. 7), weshalb fraglich ist, ob vorliegend überhaupt von einer Verschlechterung des Schlafapnoe-Syndroms auszugehen ist. Soweit eine für den IV-Grad massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit der Diagnose des obstruktiven schwergradigen Schlafapnoe-Syndroms begründet wird, kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer kann und muss sich im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7 Abs. 1 IVG) der – praxisgemäss zumutbaren (vgl. hierzu Urteile des BGer vom 8. Januar 2016, 9C_315/2015, E. 3.2.2; 13. Juli 2015, 8C_249/2015, E. 4.2) – Behandlungsmassnahme unterziehen. Dem Bericht der behandelnden Ärzte lässt sich nicht entnehmen, dass eine Therapie im konkreten Fall nicht erfolgsversprechend oder nicht zumutbar wäre. Vielmehr zeigten die behandelnden Ärzte die möglichen Behandlungsmassnahmen auf und boten diese dem Beschwerdeführer an – diese lehnt er jedoch ab. Eine anspruchsbegründende Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ist somit auch hinsichtlich des Schlafapnoe-Syndroms zu verneinen und entsprechend auch nicht glaubhaft gemacht. Bezüglich der im Auszug der Krankengeschichte vom 2. Juli 2023 ausserdem festgehaltenen, neuen Diagnose der medialen und patellofemoralen Gonarthrose rechts (AB 191 S. 3) enthalten weder die medizinischen Akten noch die neu eingereichten Berichte fachärztliche Angaben, insbesondere auch nicht zu allfälligen Auswirkungen auf die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers.”
“Das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist als einzige kantonale Instanz zuständig zum Entscheid über die vorliegende Streitigkeit (§ 82 Abs. 1 des Gesetzes vom 3. Juni 2015 betreffend die Organisation der Gerichte und der Staatsanwaltschaft [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG; SG 154.100]). Die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20). Da die Beschwerde fristgerecht eingereicht wurde und auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1. Die Beschwerdegegnerin stellte mit Verfügung vom 29. Oktober 2021 die Rentenleistung aufgrund der Nichteinhaltung der Schadenminderungsauflage ein und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (IV-Akte 248). 2.2. Der Beschwerdeführer ist mit dieser Einschätzung nicht einverstanden und bringt vor, dass ihm die Nichteinhaltung der Massnahme nicht angelastet werden könne. 2.3. Streitig und zu prüfen ist, ob sich die Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.2. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst.”
L'obligation de collaboration prévue à l'art. 7 al. 2 LAI s'applique également après le début du versement de la rente : les bénéficiaires de rente sont tenus de participer à des mesures de réintégration raisonnablement exigibles (voir «Réintégration à partir de la rente»).
“Art. 29 Abs. 1 ATSG verhindert eine Auszahlung ab diesem Zeitpunkt (bei Anmeldung von 2012) nicht. Angesichts dieser - erstmals gerichtlich festgestellten - Invalidität rentenbegründenden Ausmasses (bei bis anhin erfolgtem Eingliederungsstand) stellt sich für den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt bis zum 4. Oktober 2019 angesichts des Zeitablaufs seit Juni bzw. November 2017 und der Begutachtung vom November/Dezember 2018 allerdings nochmals die Eingliederungsfrage. Die Durchführung allenfalls möglicher weiterer zumutbarer, geeigneter und verhältnismässiger beruflicher Eingliederungsmassnahmen stellt unter diesen Umständen (Rentenanspruch) nicht lediglich einen Anspruch der Beschwerdeführerin dar, sondern auch eine Pflicht der Beschwerdegegnerin zu deren Veranlassung sowie ausserdem eine Pflicht der Beschwerdeführerin, dabei mitzuwirken. Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, gemäss der seit 2012 im Gesetz festgeschriebenen lit. e insbesondere an Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs. 2 (vgl. BGE 145 V 2 E. 4.3.1, "Eingliederung aus Rente"). Die zumutbaren Massnahmen sollen zu einer Rentenrevisionsmöglichkeit führen (vgl. BGE 145 V 2 E. 4.2.4). Auch wenn die Invalidenversicherung eine Eingliederung nicht ohne Weiteres bis zum Erreichen einer tatsächlichen dauerhaften Anstellung schuldet (vgl. unten E. 7.5), kann die Eingliederung der Beschwerdeführerin nach dem oben Dargelegten mit dem Erreichen des Berufsattests in der erstmaligen beruflichen Ausbildung als AGS doch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden. Vielmehr erscheint möglich, dass noch verhältnismässige Integrationsmassnahmen und/oder berufliche Massnahmen eruiert werden könnten, welche ihre Erwerbsfähigkeit steigern (d.”
Lorsqu'il s'agit d'examiner des réductions de prestations ou des exclusions du droit aux prestations, on vérifie en particulier si la personne assurée a participé activement aux mesures visées à l'art. 7 al. 2 LAI (p. ex. intervention précoÎ, réinsertion professionnelle). Si la personne assurée ne s'acquitte pas de ces obligations, les prestations peuvent être réduites ou refusées sur la base de l'art. 7b LAI ou de l'art. 21 al. 4 LPGA. Avant toute réduction, une mise en demeure écrite assortie d'un délai raisonnable de réflexion est, en principe, nécessaire ; l'art. 7b al. 2 LAI énumère des situations dérogatoires dans lesquelles ces formalités peuvent être omises.
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere: a. Massnahmen der Frühintervention (Art. 7d); b. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Einglie- derung (Art. 14a); c. Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b); d. medizinische Behandlungen nach Artikel 25 KVG; e. Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs.”
“Der Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten im Juli 2019 21-jährig gewesen. Die Lehre zum Kaufmann EFZ hatte er am 1. August 2015 begonnen; bei einem ordnungsgemässen Verlauf hätte er sie am 31. Juli 2018 abgeschlossen (IV-act. 288). Die Voraussetzungen für die Zusprache des höheren Ansatzes des kleinen Taggeldes gemäss Art. 23 Abs. 2 IVG sind im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten am 3. Juli 2019 somit erfüllt gewesen. Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere auch an Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG). Ist die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden (Art. 7b Abs. 1 IVG). Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 2 IVG in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person trotz Aufforderung der IV-Stelle nach Art. 3c Abs. 6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dauer oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität auswirkt (lit. a), der Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen ist (lit. b), Leistungen der Invalidenversicherung zu Unrecht erwirkt oder zu erwirken versucht hat (lit.”
Réf. : LAI art. 7 n. 34 Dans certaines circonstances, l'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 al. 1 LAI peut exiger qu'une personne assurée renonÎ à une activité lucrative indépendante au profit d'une activité salariée plus rémunératriÎ. Il faut examiner si cela est raisonnable en tenant compte de l'ensemble des circonstances (p. ex. âge, durée de l'activité, formation, situation personnelle).
“Mit der Bemessung des Invaliditätsgrades anhand eines Einkommensvergleichs nach Art. 28a Abs. 1 IVG anstatt der ausserordentlichen Methode ging die Beschwerdegegnerin offenbar implizit davon aus, der Beschwerdeführer habe unter dem Titel der Schadenminderung (vgl. Art. 7 Abs. 1 IVG) einen Berufswechsel und damit die Aufgabe seines Landwirtschaftsbetriebes vorzunehmen, ohne dies allerdings weiter zu begründen (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2; Entscheid des Bundesgerichts vom 7. April 2013, 9C_652/2012, E. 3.1). Nach erfolgter medizinischer Abklärung (E. 3.6 hiervor) wird die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung damit auch zu prüfen haben, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der Schadenminderungspflicht die Aufgabe der selbstständigen zu Gunsten einer einträglicheren unselbstständigen Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, persönliche Lebensumstände) zuzumuten ist.”
Si la personne assurée continue de percevoir le même salaire malgré la poursuite du travail aménagé, on peut en déduire qu'il n'existe pas de préjudiÎ économique; ce comportement peut être considéré comme l'exécution de l'obligation de réduction du dommage au sens de l'art. 7 LAI et, partant, influer sur l'ouverture du droit à la prestation.
“Quo alla valutazione economica, l’Ufficio AI ha osservato quanto segue: “[…] all’UAI risulta che l’assicurato, nonostante gli infortuni, abbia continuato a percepire il medesimo salario (cfr. lo scritto della __________ di __________ del 4 maggio 2021 di cui al doc. 385 [incarto LAINF, n.d.r.]). […] per cui lo stesso non subisce un discapito economico dalla sua invalidità. Va al riguardo rilevato che la nota marginale 3201 della […] (CIRAI) esplicita che (anche) le (in casu eventuali) “componenti del salario per le quali la persona assicurata non fornisce nessuna controprestazione a causa della limitata capacità al lavoro (salario sociale) sono computate quale reddito nella misura in cui su di esse sono stati prelevati contributi AVS”. In proposito, occorre […] ricordare che l’assicurato – svolgendo la propria attività in modo adattato alle sue limitazioni funzionali – sta adottando un comportamento ossequioso dell’obbligo di ridurre il danno previsto all’art. 7 LAI. Secondo detta norma l’interessato ha infatti l’obbligo di ovviare – intraprendendo tutto quanto sia ragionevolmente esigibile (se necessario intraprendendo anche una nuova professione; cfr. DTF 113 V 28 consid. 4a e le sentenze ivi citate – alle conseguenze del discapito economico cagionato dai danni alla salute (cfr. DTF 123 V 233 consid. 3c e 117 V 278 consid. 2b).”. In ragione di quanto precede, l’Ufficio AI chiede la conferma della decisione impugnata e, di riflesso, la reiezione del gravame.”
En cas de diagnostic d'un syndrome de dépendanÎ, l'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 LAI s'applique : il peut être exigé de la personne assurée qu'elle participe activement à des traitements médicaux raisonnablement exigibles (art. 7 al. 2 let. d LAI). Si elle ne respecte pas ces obligations et entretient volontairement l'état pathologique, après un avertissement approprié et l'octroi d'un délai de réflexion, une décision de refus ou de réduction des prestations peut être envisagée conformément à l'art. 7b al. 1 LAI en liaison avì l'art. 21 al. 4 LPGA.
“Es hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wird im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (E. 5.3.1). Das Bundesgericht begründete die Rechtsprechungsänderung zum einen damit, dass in der final konzipierten Invalidenversicherung (vgl. etwa BGE 120 V 95 E. 4c) keine Grundlage dafür bestehe, das Herbeiführen einer Suchterkrankung durch den willentlichen Konsum von Suchtmitteln zum Anlass zu nehmen, einen versicherten Gesundheitsschaden zum vornherein zu verneinen und mit der Begründung eines Selbstverschuldens der versicherten Person auf jegliche weitere Prüfung der funktionellen Einschränkungen zu verzichten (E. 5.3.1). Zum anderen könne die willentliche Natur des fortgesetzten Substanzkonsums bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms nicht in jedem Fall vorbehaltlos bejaht werden, wie sowohl aus den Diagnosekriterien des ICD-10 als auch aus denjenigen des DSM-5 erhelle (E.”
“Es hat entschieden, dass fortan — gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen — nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen — wie auch bei anderen psychischen Störungen — oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen würden. Weiter wurde im Urteil festgehalten, dass auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung komme, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden könne (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Komme sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhalte sie willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, sei nach Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich. Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_259/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 5.1 mit Hinweis; BGE 147 V 234 E. 2.2).”
“Ein Rentenanspruch kann entstehen, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist. Die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung schliesst auch angesichts der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlenden Eingliederungsfähigkeit einen Rentenanspruch nicht per se aus (SVR 2020 IV Nr. 11 S. 41, 9C_309/2019 E.4.3.1 mit Hinweisen). Bei einem Abhängigkeitssyndrom kommt aber selbstredend auch die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auferlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält willentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG - mithin nach entsprechender Mahnung und Einräumung einer Bedenkzeit - eine Verweigerung oder Kürzung der Leistungen möglich (BGE 145 V 215 E. 5.3.1). Das kantonale Gericht hat eine weitere stationäre Behandlung für zumutbar und möglich gehalten. Ob diese Auffassung zutrifft, und (gegebenenfalls) ob die Vorinstanz einzig gestützt darauf eine Invalidität und einen Rentenanspruch ohne Weiteres verneinen durfte, braucht hier ebenfalls nicht beantwortet zu werden.”
“Hiegegen wendet die Beschwerdeführerin ein, die Anwendung der Praxisänderung von BGE 145 V 215 begründe nicht automatisch einen Rechtsanspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bei Vorhandensein einer Suchtkrankheit. Die im sozialversicherungsrechtlichen Kontext geltende Schadenminderungspflicht gelange auch bei versicherten Personen zur Anwendung, die unter einem Abhängigkeitssyndrom litten. Auch von diesen könne die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Auch bei primären Abhängigkeitssyndromen bleibe nach BGE 145 V 215 eine sorgfältige Leistungsprüfung im Einzelfall nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 unerlässlich. Das tiefe Beweismass des blossen Glaubhaftmachens eines Neuanmeldungsgrundes lasse einen Eintretensentscheid nicht als derart unwahrscheinlich erscheinen, um in Anwendung der Ausnahmeregelung für das Eintreten auf ein Neuanmeldungsgesuch allein die Praxisänderung von BGE 145 V 215 genügen zu lassen. Im gleichen Sinne argumentiert das BSV. Aus der geänderten Praxis nach BGE 145 V 215 folge nicht per se ein Anspruch auf eine Invalidenrente. Eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots liege bei versicherten Personen, deren Leistungsgesuch aufgrund einer primären Suchtkrankheit abgelehnt wurde, nicht vor. Auch bei Abhängigkeitssyndromen bestehe - wie bei den meisten Erkrankungen - kein direkter Zusammenhang zwischen Diagnose und Arbeitsunfähigkeit bzw. Invalidität. Mit der Neuanmeldung werde nicht direkt ein Rentenanspruch ausgelöst.”
“En outre, il ressort d'un arrêt 9C_724/2018 prononcé le 11 juillet 2019 par le Tribunal fédéral et publié aux ATF 145 V 215 (consid. 5 et 6.2 en particulier) qu'à l'instar de toute maladie mentale, un syndrome de dépendance diagnostiqué par un spécialiste doit être examiné à l'aune d'une procédure probatoire structurée afin de déterminer si et, le cas échéant, dans quelle mesure ladite dépendance exerce une incidence sur la capacité de travail d'un assuré. Dans ce cadre, le degré de gravité de la dépendance doit être pris en considération, car à l'instar des autres pathologies mentales, la dépendance implique une interaction du trouble en tant que maladie avec des facteurs psychosociaux et socioculturels, ces derniers devant être écartés s'ils entraînent des limitations fonctionnelles directes. Le devoir de limiter le dommage s'applique également en cas de syndrome de dépendance, de sorte que l'assuré peut être tenu de participer activement à des traitements médicaux raisonnables (cf. art. 7 al. 2 lit. d LAI). A défaut de se conformer à son devoir de limiter le dommage, l'assuré encourt le risque d'une réduction voire d'une suppression des prestations en application de l'art. 7b al. 1 LAI en lien avec l'art. 21 al. 4 LPGA. 4.6 Compte tenu des troubles somatiques et psychiques susmentionnés, le Tribunal constate que l'OAIE n'a pas pris toutes les mesures d'instruction ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur la demande de prestations d'invalidité du recourant, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Dans ces circonstances, on ne voit pas de motifs justifiant de s'écarter des conclusions de l'autorité inférieure tendant à admettre partiellement le recours, à annuler la décision attaquée et à renvoyer le dossier à l'autorité inférieure en application de l'art. 61 al. 1 PA afin qu'elle complète son instruction en ordonnant la mise en oeuvre d'une procédure probatoire structurée respectivement d'une expertise pluridisciplinaire en neurologie, psychiatrie et orthopédie, ainsi que l'exécution d'un test neuropsychologique et d'un électroneuromyogramme des membres inférieurs, auprès d'experts indépendants (art.”
Citation: LAI art. 7 n. 31 Si la personne assurée ne s'acquitte pas de l'obligation de collaboration et d'atténuation du dommage qui lui incombe en vertu de l'art. 7 LAI (et de l'art. 43 LPGA), l'AI peut apprécier l'état de santé comme si les mesures thérapeutiques prescrites avaient été mises en œuvre. Une telle appréciation peut conduire au refus de prestations.
“September 2023 einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung mit der Begründung verneint, dass diese der ihr auferlegten Pflicht zur Durchführung von therapeutischen Massnahmen nicht nachgekommen sei, weshalb die medizinische Situation so zu beurteilen sei, wie wenn sie die Massnahmen umgesetzt hätte. Da durch die Behandlungen eine Eingliederungs- und Ausbildungsfähigkeit eingetreten wäre, könne nach dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente» kein Rentenanspruch entstehen (Urk. 2). Die der Beschwerdeführerin am 6. Juni 2023 auferlegte Massnahme in Form einer mehrmonatigen teilstationären Behandlung auf einer störungsspezifischen Station, gefolgt von wöchentlichen ambulanten psychiatrischen Behandlungen und der Etablierung einer psychiatrischen Spitex, begründete sie damit, dass dadurch nach 12 Monaten eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes im Sinne des Erlangens einer Ausbildungsfähigkeit erreicht werden könne. Gleichzeitig wies die Beschwerdegegnerin auf die Mitwirkungspflicht und auf die gesetzlichen Bestimmungen von Art. 43 ATSG und Art. 7 IVG hin. Des Weiteren legte sie ihrem Schreiben das Informationsblatt «Invalidenversicherung: Ihre Mitwirkungspflicht» bei. Abschliessend machte sie darauf aufmerksam, es könne zur Folge haben, dass der Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob die Beschwerdeführerin die Massnahme durchgeführt hätte, falls sie nicht bis zum 24. Juli 2023 mitteile, wo sie diese durchführen lasse. Dasselbe gelte, wenn sie die Massnahme bis Ende Juli 2024 nicht durchgeführt habe. Dies könne zur Abweisung des Gesuchs führen (Urk. 12/60). Mit Schreiben vom 2. August 2023 verwies die IV-Stelle auf ihre vorhergehende Mitteilung, wies auf allfällige Konsequenzen bei Nicht-Durchführung der Massnahme hin und setzte eine letzte Frist bis am 16. August 2023 (Urk. 12/65). Am 11. August 2023 teilte die Beschwerdeführerin der IV-Stelle per E-Mail mit, dass für sie ein teilstationärer Aufenthalt in einer Klinik nicht möglich sei, da dies für ihr Gemüt nicht förderlich wäre. Zurzeit nehme sie Medikamente und sei in Behandlung bei Dipl.”
“Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch für die Zeit ab Februar 2020 (Ablauf des Wartejahres) mit der Begründung verneint, der Beschwerdeführer sei der ihm auferlegten Schadenminderungspflicht nicht vollumfänglich nachgekommen, weshalb die medizinische Situation so zu beurteilen sei, wie wenn er alle Massnahmen umgesetzt hätte. Demnach sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen (Urk. 2). Die dem Beschwerdeführer am 18. November 2021 auferlegten Massnahmen zur Verbesserung des Gesundheitszustandes in Gestalt einer leitliniengerechten medikamentösen Behandlung der ADHS und der Angststörung sowie einer Wiederaufnahme der Expositionstherapie durch die Spitex und mindestens wöchentlicher Psychotherapie begründete die Beschwerdegegnerin damit, dass gestützt auf die vorhandenen Unterlagen nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit längere Zeit andauere oder bleibend sei. Es sei zu erwarten, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch diese Massnahmen auf mindestens 80 % steigern lasse. Gleichzeitig wies die Beschwerdegegnerin auf die Mitwirkungspflicht und auf die gesetzlichen Bestimmungen von Art. 43 ATSG und Art. 7 IVG hin. Des Weiteren legte sie ihrem Schreiben das Informationsblatt «Invalidenversicherung: Ihre Mitwirkungspflicht» bei, das indes nicht aktenkundig ist. Abschliessend machte sie darauf aufmerksam, es könne zur Folge haben, dass der Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob der Beschwerdeführer die Massnahme durchgeführt hätte, falls er nicht bis zum 17. Dezember 2021 mitteile, wo er diese durchführen lasse. Dasselbe gelte, wenn er die Massnahme bis zum 1. Februar 2022 nicht gestartet habe. Dies könne zur Abweisung des Gesuchs führen (Urk. 7/43/1 f.). Am 16. Dezember 2021 teilte der Beschwerdeführer der IV-Stelle mit, er werde die Behandlung im Zentrum für Neurologie I.___ bei Fachpsychologe G.___ aufnehmen (Urk. 7/44), welcher der IV-Stelle am 3. Februar 2022 den verlangten Behandlungsplan zustellte (Urk. 7/45-7). Am 3. November 2022 berichtete er über die vom 27. Oktober 2021 bis 3. November 2022 erfolgten psychotherapeutischen Behandlungen und die versuchte Medikation (vorstehend E.”
RéférenÎ : LAI art. 7 n. 30 Pour les personnes assurées qui exercent exclusivement des activités ménagères, l'ensemble du champ d'activités est évalué à 100 %. En cas d'activité mixte (emploi partiel), il convient de déterminer la part correspondant aux activités ménagères et de la pondérer, pour l'évaluation de l'invalidité, conformément à l'art. 27bis RAI.
“Bei den nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (spezifische Methode; Art. 28a Abs. 2 IVG; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Der gesamte Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten entspricht in jedem Fall einem Wert von 100 %. Die Gewichtung der einzelnen Teilbereiche der Haushaltführung hat sodann nach Massgabe der Verwaltungsweisungen zu erfolgen. Hernach ist die gesundheitlich bedingte Einschränkung in den einzelnen Teilbereichen festzustellen, woraus sich schliesslich der IV-Grad ermitteln lässt (AHI 1997 S. 291 E. 4a).”
“Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (vgl. u.a. BGE 144 I 21, 23 E. 2.1). 3.3. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung und in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung). 3.4. 3.4.1. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG bemessen. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich (Art. 7 Abs. 2 IVG) tätig, so wird zur Ermittlung der Invalidität für diese Tätigkeit darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung sowie auch in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung; sog. gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). 3.4.2. Als Aufgabenbereich gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung und in der seit Januar 2022 in Kraft stehenden Version). 3.4.3. Gemäss Art. 27bis IVV werden bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, für die Bestimmung des Invaliditätsgrades folgende Invaliditätsgrade summiert: a.”
“Gemäss Art. 28a Abs. 2 IVG wird bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, für die Bemessung des Invaliditätsgrades in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; vgl. auch BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV).”
Citation : LAI art. 7 n. 29 Les personnes assurées doivent participer activement à toutes les mesures raisonnables visant à maintenir leur poste de travail existant ou à favoriser leur réintégration dans la vie professionnelle. Selon la jurisprudenÎ, cela comprend également des mesures professionnelles telles que le placement professionnel et le coaching. Conformément à l'art. 7a LAI, les mesures sont réputées raisonnables dans la mesure où elles sont adaptées à l'état de santé de la personne assurée.
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen.”
“3.) aufmerksam. Sie setzte der Beschwerdeführerin zudem eine letzte Frist bis zum 31. März 2023 um die Zielvereinbarung einzureichen und wies sie darauf hin, dass sie die Bearbeitung im Rahmen der Eingliederung zur Evaluation der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit umgehend einstelle und aufgrund der Akten entscheide, sollte die Zielvereinbarung nicht bis zum genannten Datum eingereicht werden. Da sich die Beschwerdeführerin weiterhin weigerte, die Zielvereinbarung zu unterschreiben, erliess die Beschwerdegegnerin in der Folge am 5. April 2023 einen Vorbescheid, mit welchem sie der Beschwerdeführerin die Einstellung der Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung in Aussicht stellte (IV-Akte 430) und am 31. Mai 2023 die entsprechende und nun angefochtene Verfügung (IV-Akte 440). 4.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert nun im Wesentlichen, dass die Beschwerdegegnerin ihren Abklärungspflichten nicht genügend nachgekommen sei (vgl. E. 2.2.). Wie unter E. 3.3. ausgeführt, verpflichtet Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG versicherten Personen, aktiv an ihr zumutbaren Massnahmen beruflicher Art teilzunehmen. Dabei gelten gemäss Art. 7a IVG alle Massnahmen als zumutbar, die der versicherten Person dienen, solange sie dem Gesundheitszustand der versicherten Person angemessen sind. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was den Schluss zuliesse, dass die von der Beschwerdegegnerin eingeleitete Arbeitsvermittlung bzw. der mittels Coaching unterstützten Suche einer Stelle für einen Arbeitsversuch dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht angemessen wäre. Ihr Vorbringen, die Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht davon aus, dass die Tätigkeit als MPA keine leidensadaptierte Tätigkeit sei, überzeugt nicht. Selbst wenn die Beschwerdeführerin die Abschlussprüfung bestanden hätte (was bisher nicht der Fall ist, vgl. z.B. Notenausweis vom 30. August 2022, IV-Akte 392, S. 2), liessen die Auswertungen der Arbeitseinsätze der Beschwerdeführerin nicht den Schluss zu, dass es sich dabei um eine optimale Tätigkeit handelt.”
“Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Dabei ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Dazu konkretisiert Art. 7 Abs. 2 IVG, dass die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen muss. Dies gilt insbesondere für die in lit. a bis lit. e der Bestimmung aufgeführten Massnahmen, so auch für die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 bis 18 und 18b IVG (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 9C_842/2010 vom 26. Januar 2011 E. 2.2 und 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2, die sich auf die Konkretisierung von Art. 21 Abs. 4 ATSG durch Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG beziehen, für lit. c kann aber nichts Anderes gelten). Art. 7a IVG hält dazu fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient, als zumutbar gilt. Ausgenommen sind Massnahmen die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. 4. 4.1. Mit der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2023 (IV-Akte 440) stellte die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahme Arbeitsvermittlung ein, welche sie der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 21. November 2022 (IV-Akte 395) zugesprochen hatte. Konkret hatte die Beschwerdegegnerin damals erklärt, die Kosten für ein Coaching mit aktiver Stellensuche vom 1. November 2022 bis zum 30. April 2023 zu übernehmen. Auf der Mitteilung findet sich der später angebrachte Vermerk, dass der Zeitrahmen aufgrund einer Verzögerung des Beginns des Coachings verlängert werde.”
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen.”
Les rapports des médecins traitants devraient examiner et documenter les ressources disponibles des assurés. La mobilisation de ces ressources en vue de la mise à profit de la capacité résiduelle de gain fait partie des obligations des assurés selon l'art. 7 al. 1 LAI.
“notamment questionnaire pour l'employeur du 11 octobre 2021 [AI pce 25]), commencé au mois d'août 2017 et un arrêt pour raison médicale depuis le début de l'an 2021. La capacité de la recourante de se former et d'exercer une activité lucrative malgré la présence de ses affections a également été relevée par la Dre L._______, qui précise, dans son évaluation, que les symptômes sur le plan rhumatologique existant depuis 2007 n'ont pas empêché la recourante de poursuivre une scolarité normale - après que sa pathologie a été découverte à l'âge de 14 ans -, scolarité couronnée par l'obtention d'un diplôme de coiffeuse et d'un bac de gestion/administration en travaillant en alternance dans une collectivité pour valider sa formation (cf. p. 12 du rapport d'expertise). Le Tribunal retient en particulier que les médecins qui suivent la recourante n'abordent pas de manière circonstanciée la question des ressources de l'expertisée, étant précisé que la mobilisation des ressources pour mettre en valeur sa capacité de travail résiduelle est un devoir qu'incombe à tout assuré en vertu de l'art. 7 al. 1 LAI, qui prévoit que l'assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). 8.4.7.6 En ce qui concerne l'extension des symptômes du syndrome des jambes sans repos aux membres supérieurs (cf. ci-dessus, consid. 8.4.7.1), le Tribunal constate que cette extension est notamment mentionnée dans les rapports des Drs F._______ et E._______ des 5 décembre 2022 et 4 avril 2023 (cf. ci-dessus, let. B.m et C.a), soit postérieurement à la date du rapport d'expertise de J._______. Or, comme mentionné plus haut, le Dr K._______ a procédé à un examen neurologique des membres supérieurs notamment (cf. ci-dessus, consid. 8.3.4 ; p. 26 du rapport d'expertise). Il résulte en particulier de cet examen que, au niveau des membres supérieurs, la trophicité musculaire est harmonieuse, qu'il n'y a pas de signe de dysautonomie ni de dystrophie cutanée, et que l'activité musculaire est normale.”
Si l'activité exercée après la survenue de l'atteinte à la santé n'est pas (ou pas entièrement) adaptée aux limitations fonctionnelles et n'exploite pas adéquatement la capacité de gain résiduelle, le salaire d'invalidité peut, selon la jurisprudenÎ, être calculé sur la base de données salariales statistiques (p. ex. ESS / grilles salariales) plutôt que sur le salaire effectivement réalisé. Cette approche s'appuie sur l'obligation de l'assuré de réduire le dommage conformément à l'art. 7 al. 1 LAI.
“En outre, le fait de tenir compte du revenu effectivement réalisé par le recourant dans son poste à 70 %, calcul qui a déjà été fait par l’OAI pour la période à compter du 5 octobre 2020, ou du revenu qu’il pourrait obtenir grâce à une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles exercée à 100 %, conformément au calcul fait dans la décision entreprise, qui n’est pas critiquable, ne change rien puisque le degré d’invalidité du recourant demeure en tous les cas inférieur à 40 %. On peut d’ailleurs relever que le revenu sans invalidité retenu par l’OAI est particulièrement favorable au recourant puisque l’intimé a pris pour base de calcul le gain assuré retenu par la CNA et non pas le revenu sans invalidité fixé par l’assureur-accidents (cf. calcul du salaire exigible du 21 mars 2022). En tout état de cause, l’OAI était fondé à retenir, à partir du 14 janvier 2021, un revenu d’invalide fondé sur la base des données salariales statistiques et non le revenu effectivement réalisé, puisque ce dernier l'est dans une activité qui n'est pas parfaitement adaptée aux limitations fonctionnelles (cf. consid. 6 ci-dessus). Conformément à l’art. 7 al. 1 LAI, l’assuré a en effet l’obligation de diminuer le dommage, en entreprenant tout ce qu’on est en droit d’exiger de lui pour atténuer le plus possible les effets de l’atteinte à la santé et de mettre en valeur sa capacité résiduelle de travail. Il ne peut dès lors être fait grief à l'OAI de ne pas avoir appliqué l'ATF 148 V 174 consid. 6.2 en l'espèce, pour la période à compter du 14 janvier 2021, faute pour l'activité exercée après la survenance de l'atteinte à la santé de mettre pleinement en valeur la capacité de travail résiduelle exigible. Dans sa réponse, l’OAI expose les raisons pour lesquelles il a maintenu que le calcul du revenu d’invalide devait se faire sur la base des données salariales statistiques si bien qu’on ne saurait suivre le recourant lorsqu’il affirme que l’intimé n’aurait pas pris position sur les griefs de son recours. 8. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être très partiellement admis et la décision de l’OAI du 15 novembre 2022 réformée en ce sens que le recourant a droit, du 1er septembre 2020 au 31 novembre 2020, à une rente entière d’invalidité.”
“Indépendamment de ce qui précède, s'il convenait de se référer à une autre activité adaptée, il s'agirait alors de déterminer l'invalidité de la recourante sur la base des statistiques salariales ressortant de l’Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) publiées par l’Office fédéral de la statistique, tant pour le revenu sans invalidité qu'avec invalidité. On ne parviendrait dès lors pas à un résultat différent. Dès lors, le degré d'invalidité de la recourante est conforme à l’incapacité de travail évoquée au considérant 6.b) qui précède. d) Compte tenu de ce qui précède, à l'issue du délai de carence d’une année échéant fin avril 2015, le degré d'invalidité précité ouvre théoriquement le droit à une rente entière d'invalidité du 1er mai 2015 au 30 avril 2017, puis à une demi-rente d'invalidité dès le 1er mai 2017 (art. 88a RAI). Etant donné que la recourante n'a déposé sa demande de prestations que le 14 janvier 2015, elle n'a droit au versement de cette prestation qu'à l'échéance d'un délai de six mois, soit à partir du 1er juillet 2015 (cf. art. 29 al. 1 LAI). S'agissant de la période postérieure à la décision attaquée, il appartiendra à l'intimé d'examiner les conditions d'une éventuelle aggravation de l'état de santé de la recourante. 8. a) Selon un principe général en droit des assurances sociales, concrétisé à l'art. 7 al. 1 LAI, l'assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de sa part pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail et pour empêcher la survenance d'une invalidité (obligation de diminuer le dommage). Il doit participer activement à la mise en oeuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l'exercice d'une activité comparable (travaux habituels); il s'agit en particulier : de mesures d'intervention précoce (art. 7 al. 2, let. a, LAI), de mesures de réinsertion préparant à la réadaptation professionnelle (art. 7 al. 2, let. b, LAI), de mesures d'ordre professionnel (art. 7 al. 2, let. c, LAI), de traitements médicaux au sens de l'art. 25 LAMaI ([loi fédérale du 18 mars 1994 sur l'assurance-maladie ; RS 832.10] ; art. 7 al. 2; let. d LAI) ou de mesures en vue d'une nouvelle réadaptation destinées aux bénéficiaires de rente au sens de l'art. 8a al. 2 LAI (art.”
En cas de troubles psychiques, les constatations médicales ont, pour l'appréciation de l'obligation de réduire le dommage en vertu de l'art. 7 al. 1 LAI, en règle générale plus de poids que les résultats d'une enquête ménagère. L'enquête ménagère est souvent moins adaptée pour déceler et apprécier l'ampleur des atteintes psychiques et les limitations qui en résultent; c'est pourquoi les constatations médicales prévalent régulièrement à cet égard.
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références). 3.6 En présence de troubles d'ordre psychique, et en cas de divergences entre les résultats de l'enquête économique sur le ménage et les constatations d'ordre médical relatives à la capacité d'accomplir les travaux habituels, celles-ci ont, en règle générale, plus de poids que l'enquête à domicile. Une telle priorité de principe est justifiée par le fait qu'il est souvent difficile pour la personne chargée de l'enquête à domicile de reconnaître et d'apprécier l'ampleur de l'atteinte psychique et les empêchements en résultant (arrêt du Tribunal fédéral 9C_657/2021 du 22 novembre 2022 consid.”
Le refus d'accomplir des mesures d'intégration professionnelle raisonnables peut entraîner le refus de la rente d'invalidité. Selon l'art. 7 al. 2 LAI, la personne assurée est tenue de participer activement à de telles mesures d'intégration professionnelle; le tribunal a, en l'espèÎ, refusé la rente notamment au motif que l'assuré n'avait pas suivi les mesures proposées.
“h) Au vu de ce qui précède, c’est à raison que l’intimé a retenu une capacité de travail entière du recourant dans une activité adaptée sans efforts physiques intenses, ce qui correspond, selon sa décision du 19 avril 2021, à un degré d’invalidité de 8.46 %. Conformément à l’art. 16 LPGA, ce taux d’invalidité a été évalué sur la base des données salariales statistiques en comparant, d’une part, un revenu sans atteinte à la santé à 100 % de CHF 70'331.22 correspondant au salaire d’un homme dans des activités non qualifiées du domaine de la construction avec, d’autre part, un revenu avec atteinte à la santé de CHF 64'378.34 correspondant au salaire d’un homme dans des activités non qualifiées du domaine de la production et des services à 100 % de CHF 67'766.67 tenant compte d’un abattement de 5 % eu égard à l’âge du recourant. Celui-ci ne conteste pas le calcul effectué par l’OAI, qui peut effectivement être confirmé. Il sied de rappeler également que l’OAI a accordé au recourant une aide au placement par communication du 26 octobre 2020 et y a mis fin le 8 décembre 2020, compte tenu du fait que le recourant a renoncé à cette mesure prévue à l’art. 18 LAI. Conformément à l’art. 7 al. 2 LAI, l'assuré doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles, notamment les mesures d’ordre professionnel. Ainsi que le Tribunal fédéral l’a souligné, la personne assurée n’a pas seulement le droit mais aussi l’obligation de participer aux mesures raisonnablement exigibles (ATF 145 V 2 consid. 4.3.1). Il faut ainsi retenir que des mesures d’ordre professionnel ont été tentées par l’OAI, mais qu’elles n’ont pas été mises à profit par le recourant. Ce dernier soutient qu’en raison de son état de santé, il ne se sentirait pas apte à reprendre une activité professionnelle adaptée. Or, aucune pièce dans le dossier ne vient corroborer ses allégations. Au contraire, les différents rapports médicaux figurant dans le dossier attestent tous d’une capacité de travail dans une activité adaptée. i) En conclusion, il y a lieu d’admettre l’existence d’une pleine capacité de gain dans une activité adaptée. C’est ainsi à bon droit que l’office intimé a jugé que les conditions pour le droit à la rente n’étaient pas remplies.”
RéférenÎ: LAI art. 7 n. 24 Pour les assurés dont l’objectif d’intégration est l’exécution des travaux ménagers, cet objectif englobe les activités domestiques ainsi que les tâches de soins et d’accompagnement des proches. Pour apprécier si les exigences sont raisonnables et l’étendue des limitations de prestations, la jurisprudenÎ considère en règle générale qu’une enquête ménagère effectuée au domicile constitue une base appropriée et suffisante, pour autant que le rapport soit établi par une personne compétente sur le plan professionnel, dûment motivé et suffisamment détaillé.
“7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain. De plus, il n’y a incapacité de gain que si celle-ci n’est pas objectivement surmontable (al. 2). Selon l'art. 7 al. 1 LAI, l'assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). L'art. 7 al. 2 première phrase ajoute que l'assuré doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant au maintien de son emploi actuel, à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l'exercice d'une activité comparable (travaux habituels). Par travaux habituels visés à l'art. 7 al. 2 LAI, des assurés travaillant dans le ménage, il faut entendre l'activité usuelle dans le ménage, ainsi que les soins et l'assistance apportés aux proches (art. 27 al. 1 RAI). Il y a lieu de préciser que selon la jurisprudence, la notion d'invalidité, au sens du droit des assurances sociales, est une notion économique et non médicale; ce sont les conséquences économiques objectives de l'incapacité fonctionnelle qu'il importe d'évaluer (ATF 110 V 273 consid. 4a). L’atteinte à la santé n’est donc pas à elle seule déterminante et ne sera prise en considération que dans la mesure où elle entraîne une incapacité de travail ayant des effets sur la capacité de gain de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 654/00 du 9 avril 2001 consid. 1). 7.2 En vertu de l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente aux conditions suivantes : sa capacité de gain ou sa capacité d'accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles (let.”
“Chez les assurés qui exerçaient une activité lucrative à plein temps avant d'être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique, il y a lieu de déterminer l'ampleur de la diminution des possibilités de gain de l'assuré, en comparant le revenu qu'il aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré; c'est la méthode générale de comparaison des revenus (art. 28a al. 1 LAI en corrélation avec l'art. 16 LPGA) et ses sous-variantes, la méthode de comparaison en pour-cent (ATF 114 V 310 consid. 3a et les références) et la méthode extraordinaire de comparaison des revenus (ATF 137 V 334 consid. 3.1.1 et les références). 3.2.2. Chez les assurés qui n'exerçaient pas d'activité lucrative avant d'être atteints dans leur santé physique, mentale ou psychique et dont il ne peut être exigé qu'ils en exercent une, il y a lieu d'effectuer une comparaison des activités, en cherchant à établir dans quelle mesure l'assuré est empêché d'accomplir ses travaux habituels; c'est la méthode spécifique d'évaluation de l'invalidité (art. 28a al. 2 LAI en corrélation avec les art. 8 al. 3 LPGA, 5 al. 1 LAI et 27 RAI; ATF 137 V 334 consid. 3.1.2). Par travaux habituels, visés à l’art. 7 al. 2 LAI, des assurés travaillant dans le ménage, il faut entendre l’activité usuelle dans le ménage, ainsi que les soins et l’assistance apportés aux proches (art. 27 al. 1 RAI). Selon la jurisprudence, une enquête ménagère effectuée au domicile de la personne assurée (cf. art. 69 al. 2 RAI) constitue en règle générale une base appropriée et suffisante pour évaluer les empêchements dans l’accomplissement des travaux habituels. En ce qui concerne la valeur probante d’un tel rapport d’enquête, il est essentiel qu’il ait été élaboré par une personne qualifiée qui a connaissance de la situation locale et spatiale, ainsi que des empêchements et des handicaps résultant des diagnostics médicaux. Il s’agit en outre de tenir compte des indications de la personne assurée et de consigner les opinions divergentes des participants. Enfin, le contenu du rapport doit être plausible, motivé et rédigé de façon suffisamment détaillée en ce qui concerne les diverses limitations et correspondre aux indications relevées sur place.”
La charge de la preuve que la mesure d'intégration ou de traitement proposée en vertu de l'art. 7 al. 2 LAI est inacceptable incombe à la personne assurée.
“Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1 IVG) und wird im IVG wie folgt ergänzt: Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sodann muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere an medizinischen Behandlungen nach Art. 25 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10; Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt bei der versicherten Person (BGer 9C_155/2019 E. 2.2.2).”
“Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG sind streng, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (SVR 2007 IV Nr. 34 S. 120, I 744/06 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 8C_128/2015 vom 25. Juni 2015 E. 1.2) oder perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient (BGE 145 V 2 E. 4.2.3; Urteile 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.3; 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2). Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt somit bei der versicherten Person (Urteil 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.3). Nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip müssen das Mass der Sanktion (Leistungskürzung oder -verweigerung) und der voraussichtliche Eingliederungserfolg (Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) einander entsprechen. Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schadenminderungspflicht wahrgenommen hätte (Urteil 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Art. 61 UVV [SR 832.202]). Für die Frage nach dem mutmasslichen Eingliederungserfolg bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine - je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, erfolgreich gewesen wäre (SVR 2019 IV Nr. 16 S. 48, 8C_865/2017 E. 3.3).”
“Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht und Ausdruck des Prinzips «Eingliederung vor Rente» der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient (BGE 145 V 2 E. 4.2.3). Der Gesetzgeber strebte mit Art. 7a IVG im Verhältnis zu Art. 21 Abs. 4 ATSG in Bezug auf die Zumutbarkeitsfrage eine Verschiebung der Beweislast an. Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt somit neu bei der versicherten Person (Urteile des Bundesgerichts 8C_345/2022 vom 12. Oktober 2022 E. 5.4.2 und 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.3, je mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst indes die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4. März 2021 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 427 E. 3.2). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_257/2018 vom 24.”
La personne assurée doit prendre toutes les mesures raisonnablement exigibles afin de réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail et de prévenir une invalidité; cela comprend la participation active à des mesures raisonnables, notamment professionnelles. Si la personne assurée ne s'acquitte pas de ces obligations, les prestations peuvent être réduites ou refusées (art. 7b LAI en relation avì art. 21 LPGA), sous réserve du respect des règles de procédure applicables.
“Altersjahr vollendet und wann er seine berufliche Ausbildung abgeschlossen hätte, wenn er gesundheitlich nicht beeinträchtigt gewesen wäre (vgl. Rz 3103 des Kreisschreibens über die Taggelder der Invalidenversicherung, KSTI; vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. September 2014, IV 2013/251 E. 2.1). Der Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten im Juli 2019 21-jährig gewesen. Die Lehre zum Kaufmann EFZ hatte er am 1. August 2015 begonnen; bei einem ordnungsgemässen Verlauf hätte er sie am 31. Juli 2018 abgeschlossen (IV-act. 288). Die Voraussetzungen für die Zusprache des höheren Ansatzes des kleinen Taggeldes gemäss Art. 23 Abs. 2 IVG sind im Zeitpunkt des Beginns der Vorbereitung auf die Ausbildung zum Büroassistenten am 3. Juli 2019 somit erfüllt gewesen. Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere auch an Massnahmen beruflicher Art (Art. 7 Abs. 2 lit. c IVG). Ist die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden (Art. 7b Abs. 1 IVG). Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 2 IVG in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person trotz Aufforderung der IV-Stelle nach Art. 3c Abs. 6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dauer oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität auswirkt (lit.”
Citation : LAI art. 7 n. 21 Lors des expertises, il convient — dans la mesure où cela est pertinent pour l'examen du droit aux prestations —, le cas échéant, de reconstituer de manière rétrospective l'état de santé au moment du début présumé du droit aux prestations. La nature et l'étendue de tout complément d'examens médicaux doivent être déterminées selon l'appréciation médicale que les experts sont tenus d'exercer. Si les investigations indiquent qu'une amélioration serait à attendre d'un traitement intensif ou ciblé, la personne assurée doit, dans le cadre de l'obligation d'atténuation du dommage prévue à l'art. 7 al. 2 LAI, en être informée et y être invitée ou, le cas échéant, sommée d'y recourir; un refus ou une réduction des prestations au motif du non-épuisement des ressources de traitement suppose alors l'ouverture de la procédure de mise en demeure et de délai de réflexion prévue à l'art. 21 al. 4 LPGA.
“Ob neben den genannten Fachdisziplinen auch noch weitere Spezialisten beizuziehen sind, ist dem pflichtgemässen Ermessen der Gutachter zu überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, aufgrund der konkreten Fragestellung über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 3.3; Urteil des BGer 9C_361/2020 vom 26. Februar 2021 E. 4.4). Im vorliegenden Verfahren ist ein allfälliger Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung spätestens ab 1. Oktober 2015 zu prüfen (Anmeldedatum: 9. April 2015, vgl. oben Bst. A.c; IVSTA-act. 68 S. 7; Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). Daher reicht es nicht, wenn die Gutachter lediglich den Ist-Zustand im Zeitpunkt des Gutachtens feststellen. Vielmehr ist auch aufzuzeigen, wie der Gesundheitszustand im Zeitpunkt des möglichen Anspruchsbeginns war und ob respektive inwiefern sich der Gesundheitszustand verändert hat. Sollten die Abklärungen ergeben, dass mit einer intensiven, gezielten (stationären) Behandlung eine Besserung der Beschwerden zu erwarten wäre, so hätte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG aufzufordern, eine entsprechende medizinische Behandlung aufzunehmen. Eine Leistungsverweigerung oder -kürzung mit der Begründung, die Beschwerdeführerin schöpfe ihre Behandlungsressourcen nicht aus, setzt ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 21 Abs. 4 ATSG voraus (Urteil des BGer 9C_327/2022 vom 10. Oktober 2023 E. 4.2; BGE 144 V 50 E. 5.2.1).”
“S. 32 Ziff. 8.4), ging es doch allein darum, aus ärztlicher Perspektive aufzuzeigen, welche medizinischen Massnahmen indiziert und zumutbar wären, um die Arbeitsfähigkeit zu verbessern, wobei die Kompetenz zur Anordnung solcher Massnahmen selbstredend bei der Beschwerdegegnerin gelegen hätte (vgl. Art. 7 Abs. 2 IVG; Rz. 5034 ff. KSVI). Eine Rückfrage an die Sachverständigen erübrigt sich indes, da als Ergebnis des strukturierten Beweisverfahrens aus rein rechtlicher Optik keine Arbeitsunfähigkeit resultiert, welche einen rentenbegründenden IV-Grad zu begründen vermöchte (vgl. E. 5 hiernach), und damit eine Aufforderung zur Schadenminderung obsolet ist. Soweit die Beschwerdeführerin zudem die fehlende Fremdanamnese (Nachfrage bei den Behandlern) bemängelt (Beschwerde S. 4 Ziff. III/4), verkennt sie, dass im Rahmen einer (psychiatrischen) Begutachtung grundsätzlich nicht eine Fremdanamnese entscheidend ist, sondern die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese. Die Notwendigkeit der Einholung einer Fremdanamnese ist in erster Linie eine Frage des medizinischen Ermessens. Auch aus den Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie ergibt sich in dieser Hinsicht nichts Anderes (SVR 2019 IV Nr. 41 S. 134 E. 5.2.2.”
LAI art. 7 N. 20 En cas de refus de collaborer, l'administration peut, dans certaines circonstances, apprécier l'état de santé comme si la personne assurée avait exécuté la mesure ordonnée. Des décisions de justiÎ et des expertises confirment que cela peut être particulièrement pertinent dans des situations de dépendanÎ ou de sevrage, lorsque des expertes et des experts estiment qu'un certain besoin de traitement constitue une mesure raisonnable au sens de l'art. 7 al. 1 LAI.
“Zunächst fällt auf, dass die mit Schreiben vom 18. November 2021 erteilten Auflagen im angefochtenen Entscheid als Massnahmen zur Schadenminderung interpretiert wurden (mit Hinweis auf Art. 7 Abs. 1 IVG und Art. 21 Abs. 4 ATSG; Urk. 2 S. 2; vgl. auch Urk. 7/64/4). Im genannten Schreiben führte die Beschwerdegegnerin zwar ebenfalls Art. 7 IVG auf, wies aber gleichzeitig auf die Mitwirkungspflicht und die rechtlichen Konsequenzen hin, falls dieser nicht nachgekommen werden sollte (Verfügung aufgrund der Akten oder Einstellung der Erhebungen; Art. 43 Abs. 3 ATSG). In einem weiteren Abschnitt machte sie darauf aufmerksam, es könne zur Folge haben, dass der Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob der Beschwerdeführer die Massnahme durchgeführt hätte, falls er nicht bis zum 17. Dezember 2021 mitteile, wo er diese durchführen lasse. Dasselbe gelte, wenn er die Massnahme bis zum 1. Februar 2022 nicht gestartet habe. Dies könne zur Abweisung des Gesuchs führen (Urk. 7/43/1 f.). Im Schreiben vom 18. November 2021 hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer somit die verfügungsweise erfolgte Verweigerung der Rentenleistung gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG nicht in Aussicht gestellt.”
“________, à tout le moins une éventuelle répercussion sur la capacité de travail, lesquels ont examiné la situation à la lumière de l’ensemble des documents médicaux, y compris sur la base des diagnostics divergents posés par le psychiatre traitant consulté avant eux, et se sont prononcés sur les répercussions des atteintes sur la capacité de travail en toute connaissance de cause. En outre, contrairement à ce qu’allègue la recourante, sa situation ne saurait être considérée comme définitivement figée sur le plan médical. En présence d’une assurée présentant depuis le mois de février 2020 un trouble de l’adaptation avec réaction anxieuse et dépressive mixte, évoluant dans le contexte de traits de la personnalité émotionnellement labile et d’une dépendance au cannabis avec utilisation continue et épisodique pour la cocaïne depuis le début de l’âge adulte, le Dr T.________ a recommandé « vivement » un sevrage aux substances. Il apparaît donc raisonnablement exigible de la recourante qu’elle entreprenne un traitement médical dans le but de réduire la durée et l’étendue de son incapacité de travail (en l’occurrence, une baisse du rendement de 20 % sur une capacité de travail de 100 % évoquée par le Dr T.________ lors des prises plus importantes de cocaïne et cannabis) au titre de son obligation de diminuer le dommage envers l’assurance (art. 7 al. 1 LAI). Son grief est vain et il doit par conséquent être rejeté. A la lecture de l’ensemble du dossier médical, en particulier le rapport d’expertise psychiatrique du 22 juillet 2022 du Dr T.________, il convient de retenir chez la recourante uniquement des diagnostics non incapacitants, c’est-à-dire un trouble de l’adaptation avec réaction dépressive prolongée sans indices de gravité de jurisprudence remplis (F43.21) et un trouble de l’attention avec hyperactivité (F90). En conséquence, il n’existe pas de limitations fonctionnelles psychiatriques durables significatives, sous la réserve du diagnostic de dépendance au cannabis avec utilisation continue et épisodique pour la cocaïne depuis le début de l’âge adulte (F19.2) motivant, selon le Dr T.________, une diminution du rendement de 20 % de la capacité de travail lors des prises plus importantes de cocaïne et de cannabis. Un traitement aux opiacés est exigible, à dire d’expert, si bien que les atteintes à la santé psychique répertoriées n’altèrent pas la capacité de travail de la recourante qui doit être tenue pour entière depuis le mois de février 2020 dans toute activité adaptée dont celle habituelle de sage-femme.”
LAI art. 7 ch. 19 En cas de troubles psychiatriques, l'AI peut subordonner l'octroi ou la poursuite de mesures professionnelles à des conditions, par exemple l'engagement dans un traitement psychiatrique-psychothérapeutique conforme aux lignes directrices, avì diagnostic réalisé par un médecin spécialiste et/ou prescriptions, et — dans des cas particuliers — la preuve d'une abstinenÎ.
“Im Vordergrund stehen dabei eine seine Fähigkeiten entsprechende erstmalige berufliche Ausbildung und die dafür erforderlichen Vorbereitungsmassnahmen. Im Rahmen dieses Anspruchs gewährte die IV-Stelle dem Versicherten denn auch mit Mitteilungen vom 27. Juli 2020 und 3. November 2020 für die Perioden vom 1. August 2020 bis 31. Oktober 2020 und vom 1. November 2020 bis 31. Januar 2021 Kostengutsprachen für einen Berufsorientierungskurs in der Institution C.____. 3.2 Strittig und zu prüfen ist hingegen, ob die IV-Stelle zu Recht diesen Berufsorientierungskurs wegen Nichteinhaltung der am 15. Juli 2020 und 28. Oktober 2020 angeordneten Auflagen abgebrochen und in der angefochtenen Verfügung vom 20. Januar 2021 einen (weiteren) Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen abgelehnt bzw. deren erneute Prüfung und Gewährung unter die beiden Bedingungen der Aufnahme einer regelmässigen psychiatrischen-psychotherapeutischen Behandlung unter leitliniengerichteter Medikation nach Vorgabe eines Facharztes und des Nachweises einer mindestens dreimonatigen Cannabisabstinenz mittels entsprechender Laborkontrollen gestellt hat. 4.1 Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 4.2 Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst.”
“1 LAI, dite invalidité peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident. Un taux d’invalidité de 40% au moins donne droit à un quart de rente; de 50% au moins, à une demi-rente; de 60% au moins, à trois-quarts de rente; de 70% au moins, à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI). 2.2. Les atteintes à la santé psychique peuvent, comme les atteintes physiques, entraîner une invalidité au sens de l'art. 4 al. 1 LAI en liaison avec l'art. 8 LPGA (art. 7 al. 2 2ème phrase LPGA; ATF 141 V 281 consid. 3.7.1; 102 V 165; VSI 2001 p. 223 consid. 2b et les références citées; cf. également ATF 127 V 294 consid. 4c i. f.). La reconnaissance de l'existence d'une atteinte à la santé psychique suppose la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant selon les règles de l'art sur les critères d'un système de classification reconnu (ATF 141 V 281 consid. 2.1 et 2.1.1; 130 V 396 consid. 5.3 et 6). 2.3. Pour satisfaire à l'obligation de réduire le dommage, l'assuré doit, conformément à l'art. 7 al. 1 LAI, entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l'étendue de l'incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d'une invalidité (art. 8 LPGA). C'est la consécration du principe de la réadaptation par soi-même, laquelle prime notamment le droit à la rente. Dans cette mesure, l'assuré doit en particulier recourir à toutes les mesures médicales et thérapeutiques rendues nécessaires par son état de santé; il est tenu également de saisir toute possibilité de trouver, d'accepter ou de conserver une activité lucrative adaptée à son invalidité (cf. Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. 1256 s.). Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf.”
Lors des clarifications au sens de l'art. 7 LAI, l'art. 14a LAI doit être invoqué à plusieurs reprises comme fondement pertinent pour l'appréciation et la prescription des mesures d'intégration.
“32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 BGE 131 V 164ATF 131 V 164DTF 131 V 164 BGE 148 V 162ATF 148 V 162DTF 148 V 162 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 Art. 15 IVGart. 15 LAIart. 15 LAI Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 4quater IVVart. 4quater RAIart. 4quater OAI 9C_801/2011 BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 BGE 146 V 224ATF 146 V 224DTF 146 V 224 Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI BGE 147 V 369ATF 147 V 369DTF 147 V 369 Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 57 GSOGart. 57 LOJMart. 57 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA BGE 137 V 1ATF 137 V 1DTF 137 V 1 Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA BGE 137 V 1ATF 137 V 1DTF 137 V 1 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 7a IVGart. 7a LAIart. 7a LAI Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI 8C_741/2018 Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA Art. 7b IVGart. 7b LAIart. 7b LAI Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA 8C_202/2021 8C_597/2022 8C_598/2022 Art. 7b IVGart. 7b LAIart. 7b LAI BGE 145 V 209ATF 145 V 209DTF 145 V 209 BGE 10 I 10ATF 10 I 10DTF 10 I 10 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI Art. 14a IVGart. 14a LAIart. 14a LAI BGE 145 V 209ATF 145 V 209DTF 145 V 209 Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA Art. 7a IVGart. 7a LAIart. 7a LAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG BVR 2009 186 Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA BGE 128 V 124ATF 128 V 124DTF 128 V 124 Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart.”
RéférenÎ: LAI art. 7 ch. 17 Selon la pratique, en cas d'absenÎ de capacité subjective d'intégration — c.-à-d. lorsque la disposition à l'intégration fait défaut pour des motifs étrangers à l'invalidité — la rente peut être réduite ou supprimée sans examen préalable des mesures d'intégration et sans mise en œuvre de la procédure d'avertissement et de délai de réflexion prévue à l'art. 21 al. 4 LPGA. La condition est que l'absenÎ de volonté d'intégration soit établie au degré de preuve de la prépondéranÎ des probabilités.
“September 2018, IV-act. 247). Soweit die Beschwerdegegnerin betreffend Verzicht auf die Durchführung der erforderlichen Integrationsmassnahmen auf die Eingliederungsbemühungen aus dem Jahr 2014 hinweist, so kann ihr nicht gefolgt werden. Allein schon aufgrund des inzwischen wieder erheblich verschlechterten Gesundheitszustands und des erheblich grösseren Eingliederungsbedarfs vermag die Beschwerdegegnerin nichts aus den zeitlich weit zurückliegenden erfolglosen Eingliederungsversuchen zu ihren Gunsten abzuleiten. Zu ergänzen bleibt, dass «der letztendliche Auslöser für den Abbruch» der Integrationsmassnahme im September 2014 ein mehrtägiger Spitalaufenthalt des Beschwerdeführers bildete (IV-act. 133-2; siehe auch den Eintrag im Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung vom 21. August 2014, IV-act. 134-2). Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer an allen zumutbaren Massnahmen, die seiner (Wieder-)Eingliederung ins Erwerbsleben dienen, aktiv teilzunehmen hat (Art. 7 Abs. 2 IVG). Praxisgemäss darf bei fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit, d.h. wenn die Eingliederungsbereitschaft aus invaliditätsfremden Gründen nicht gegeben ist, die Rente ohne vorgängige Prüfung von Massnahmen der (Wieder-)Eingliederung und ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 21 Abs. 4 ATSG herabgesetzt oder aufgehoben werden. Von fehlendem Eingliederungswillen bzw. fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit ist allerdings nur dann auszugehen, wenn sie mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2019, 8C_611/2018, E. 6.1 f.). Die angefochtene Verfügung ist nach dem Gesagten aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie vor der Herabsetzung der ganzen auf eine Dreiviertelsrente zunächst die notwendigen Abklärungen zur Wiedereingliederung ins Erwerbsleben bzw. den Verhältnissen angepasste befähigende Massnahmen durchführe. Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf rückwirkende Nachzahlung und Weiterausrichtung der ganzen Rente (samt Kinderrenten) bis zum Abschluss der Eingliederung (Urteil des Bundesgerichts vom 16.”
Pour l'appréciation de l'obligation de réduction du dommage au sens de l'art. 7 al. 1 LAI, il n'est pas décisif que la personne assurée bénéficie effectivement d'une aiÞ concrète de tiers, mais plutôt la manière dont une «cellule familiale» raisonnable se comporterait dans des conditions sociales comparables. Dans ce cadre, l'organisme prestataire peut soutenir que des proches (p. ex. le conjoint, les enfants) doivent, dans le cadre de leurs obligations familiales, fournir une aiÞ de remplacement pour les travaux ménagers dans une mesure raisonnable et proportionnée. Il convient, pour chaque tâche concrète, d'examiner si et dans quelle mesure une telle mise à contribution est proportionnée, non déraisonnable et non excessive.
“A l'inverse de ce que semble tout d'abord croire la recourante, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de sa famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2; 133 V 504 consid. 4.2; arrêts 8C_748/2019 du 7 janvier 2020 consid. 6.6; 8C_225/2014 du 21 novembre 2014 consid. 8.3.1; I 681/02 du 11 août 2003 consid. 4.4). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage (arrêt 8C_879/2012 du 17 janvier 2013 consid. 4.2; cf. ATF 133 V 504 consid. 4.2; cf. aussi Circulaire de l'OFAS sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI] du 1er janvier 2022, ch. 3612 et 3614). Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance (THOMAS ACKERMANN, Gedanken zu Mitwirkungspflicht, Schadenminderungspflicht und Untersuchungsgrundsatz, JaSo 2022 101 ss, p. 112 s.). Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint (art. 159 al. 2 et 3 CC) ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (MARCO REICHMUTH, Wie weit geht die Schadenminderungspflicht? Mit Blick auf die Rechtsprechung zur”
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). 4.2.3 Le facteur déterminant pour évaluer l'invalidité des assurés n'exerçant pas d'activité lucrative consiste dans l'empêchement d'accomplir les travaux habituels, lequel est déterminé compte tenu des circonstances concrètes du cas particulier. C'est pourquoi il n'existe pas de principe selon lequel l'évaluation médicale de la capacité de travail l'emporte d'une manière générale sur les résultats de l'enquête ménagère.”
Lors de l'examen de l'obligation d'atténuation des dommages selon l'art. 7 al. 1 LAI, on peut tenir à la charge de l'assuré, en ce qui concerne l'aiÞ familiale, les prestations que l'on peut raisonnablement attendre des membres de la famille. Il n'est pas décisif que l'aiÞ soit effectivement disponible de manière concrète, mais plutôt comment une «cellule familiale raisonnable» se comporterait dans les mêmes conditions sociales; l'aiÞ attendue de tiers ne doit alors être ni excessive ni disproportionnée. La jurisprudenÎ n'en conclut toutefois pas de manière générale qu'un membre de la famille doit prendre en charge certaines tâches ménagères; il convient au contraire, pour chaque obstacle concret, de vérifier si la personne concernée est effectivement en mesure d'exécuter la tâche à titre de remplacement.
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers - par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) - sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). 4.2.3 Le facteur déterminant pour évaluer l'invalidité des assurés n'exerçant pas d'activité lucrative consiste dans l'empêchement d'accomplir les travaux habituels, lequel est déterminé compte tenu des circonstances concrètes du cas particulier. C'est pourquoi il n'existe pas de principe selon lequel l'évaluation médicale de la capacité de travail l'emporte d'une manière générale sur les résultats de l'enquête ménagère.”
Parmi les mesures raisonnables figurent notamment : traitement psychiatrique (y compris une thérapie médicamenteuse conforme aux lignes directrices), hospitalisation ou prise en charge en hôpital de jour, abstinenÎ encadrée (p. ex. pour l'alcool, le cannabis ou les opioïdes induisant une dépendanÎ), perte de poids, ainsi que des essais d'activité professionnelle de courte durée accompagnés (p. ex. env. 3 heures toutes les deux semaines).
“Für ungeeignet hielten sie kniende, hockende, kauernde, vorübergebeugt stehende, mit repetitiven Bewegungsanforderungen an den Rumpf sowie überwiegend sitzende Tätigkeiten. Insgesamt wurden in diesem Profil somit bereits die Beschwerden der rechten Schulter, der Knie und des Rückens berücksichtigt. Selbst wenn der Beschwerdeführer nun an beiden Knien an Gonarthrose leidet und die Rückenbeschwerden rein bildgebend ausgeprägter sind, wurden im Belastungsprofil bereits alle Funktionseinschränkungen an den beschriebenen Körperteilen berücksichtigt. In der leicht unterschiedlichen Beantwortung einer Ermessensfrage (Rendement) lässt sich jedenfalls kein Mangel des PMEDA-Gutachtens erblicken. Entsprechend den vorgängigen Ausführungen kann die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit jedenfalls nicht tiefer liegen als bei 80 % (SMAB-Gutachten). Dass der Arbeitsunfähigkeitsgrad nicht höher als 20 % ist, ergibt sich auch mit der dem Beschwerdeführer obliegenden Selbsteingliederungspflicht (Art. 7 IVG) bzw. Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 ATSG). So machten bereits die SMAB-Gutachter die prognostische Einschätzung des Gesundheitszustands von der Entwicklung des Körpergewichts abhängig und wiesen auf die Notwendigkeit einer Gewichtsreduktion um ca. 35 kg hin. Diese Gewichtsreduktion könne in Eigenregie mittels Kontrolle und Bilanzierung der Nahrungsaufnahme und einer bewegungsaktiven Alltagsgestaltung (erschöpfende Spaziergänge, Gymnastik, Fitnesstraining, Velofahren, Schwimmen etc.) erfolgen act. G 7.2/91.21). Auch die Experten der PMEDA erachten eine Gewichtsreduktion sowie eine psychiatrische Behandlung als vorrangig und zumutbar (act. G 7.1/267.22). Der psychiatrische Gutachter empfiehlt zudem die Fortführung der laufenden Behandlung sowie gegebenenfalls eine Intensivierung mit einem Antidepressivum; darüber hinaus sollten die potentiell suchtinduzierenden Opioide unter ärztlicher Aufsicht schrittweise abgesetzt werden (act. G 7.1/267.238). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden sind somit noch nicht austherapiert und er hat sich den vorgeschlagenen Therapien aufgrund seiner Selbsteingliederungs- und Schadenminderungspflicht zu unterziehen.”
“Somit ist gestützt auf das Gutachten von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit geringer unmittelbarer Integrationsnotwendigkeit und mit der Möglichkeit selbst gewählter Pausen und zum Rückzug auszugehen (vgl. IV-act. 149-49). Dabei ist es dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Antwortverzerrung zumutbar, alle 14 Tage etwa 3 Stunden an einem ausserhäuslichen Arbeitsplatz zu verbringen (IV-act. 180-9). Weiter hielt der Gutachter fest, zum aktuellen Zeitpunkt sei von der Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (IV-act. 149-49). Unter Durchführung einer leitliniengerechten medikamentösen Behandlung der Angsterkrankung sowie einer überwachten absoluten Abstinenz bezüglich Alkohol, Cannabis, CBD und anderer Wirkstoffe bestehe die Möglichkeit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit innerhalb von 2 bis 3 Jahren. Die Massnahmen seien zumutbar (IV-act. 149-50 ff.). Bezüglich der Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100 % steht die Selbsteingliederungs- (Art. 7 IVG) sowie Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 ATSG) des Beschwerdeführers im Raum. Nach Art. 7 IVG besteht eine Selbsteingliederungspflicht der versicherten Personen. So haben diese alles ihnen Zumutbare zu unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG64) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Abs. 1). Dazu gehören namentlich berufliche wie medizinische Massnahmen (Abs. 2). Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient. Kommt die versicherte Person ihrer Schadenminderungspflicht nicht nach, ist sie grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schadenminderungsplicht wahrgenommen hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2019, 9C_155/2019, E. 2.2.1 f. mit Verweisen). Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden.”
“Da die Schadenminderungspflicht auch Massnahmen zur Vermeidung des Eintritts einer Invalidität erfasst, ist die Eingliederungspflicht nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer bereits ohne die empfohlenen medizinischen Massnahmen zu 70 % arbeitsfähig ist. Die IV-Ärztin hat in ihrer Stellungnahme vom 14. März 2023 deren voraussichtlich positiven Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und deren Zumutbarkeit ausführlich und überzeugend bestätigt (IV-act. 193-3 ff.). Die vom Gutachter formulierten medizinischen Massnahmen einer absoluten Abstinenz von Alkohol und Cannabis sowie einer Intensivierung der Psychotherapie (evtl. stationäre oder tagesklinische Behandlung) und einer leitliniengerechten psychiatrischen Medikation für Angsterkrankungen (siehe detaillierter: IV-act. 149-50) sind dem Beschwerdeführer zumutbar (siehe auch Stellungnahme RAD vom 23. Juli 2021; IV-act. 151). Er hat sich diesen Massnahmen folglich im Rahmen seiner Selbsteingliederungs- (Art. 7 IVG) sowie Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 ATSG) zu unterziehen. Der Beschwerdeführer stellt die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit in Abrede. In Ermangelung einer Ausbildung im EDV/IT oder im kaufmännischen Bereich sei es ihm nicht möglich, seine verbleibende Arbeitsfähigkeit durch eine Homeoffice-Tätigkeit zu verwerten. Das Scheitern des Online-Shops habe gezeigt, dass ihm und seinem Bruder die dafür notwendigen Kenntnisse fehlten. Eine Umschulung oder Einarbeitung erfordere Ortsanwesenheit, die ihm nicht zumutbar sei (act. G 1 S. 9 f.; act. G 9 S. 4 f.). Die Möglichkeit einer versicherten Person, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend sind rechtsprechungsgemäss die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich.”
“7 LAI, l’assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l’étendue de l’incapacité de travail et pour empêcher la survenance de l’invalidité (al. 1) . L’assuré doit participer activement à la mise en œuvre de toutes les mesures raisonnablement exigibles contribuant soit au maintien de son emploi actuel, soit à sa réadaptation à la vie professionnelle ou à l’exercice d’une activité comparable (travaux habituels). Il s’agit en particulier notamment (al. 2 let. d) de traitements médicaux au sens de l’art. 25 LAMal (loi fédérale du 18 mars 1994 sur l’assurance-maladie ; RS 832.10). c) En vertu de l’art. 7a LAI, est réputée raisonnablement exigible toute mesure servant à la réadaptation de l’assuré, à l’exception des mesures qui ne sont pas adaptées à son état de santé. d) L’art. 7b al. 1 LAI prévoit que les prestations peuvent être réduites ou refusées conformément à l’art. 21 al. 4 LPGA si l’assuré a manqué aux obligations prévues à l’art. 7 LAI ou à l’art. 43 al. 2 LPGA. 6. a) En l’espèce, il est établi que le recourant souffre de troubles psychiques, lesquels ont significativement entravé sa capacité de travail et de gain depuis 2014. Ces troubles requièrent, aux dires d’expert, une prise en charge spécialisée et un traitement pharmacologique, susceptibles de favoriser le recouvrement d’une capacité de travail substantielle (80 %) dans un délai d’environ une année (cf. rapport d’expertise du Dr H.________ du 9 novembre 2020, p. 43). Il n’est pas contesté que les traitements susmentionnés sont adaptés à l’état de santé du recourant et, partant, exigibles au sens entendu par l’art. 7a LAI. b) Il ressort par ailleurs des différents courriels du recourant à l’intimé qu’il s’est déclaré prêt à entamer un suivi psychiatrique, ce dès que l’intimé le lui a signifié par courrier recommandé du 9 décembre 2020. Depuis lors, le recourant a régulièrement informé l’intimé de ses démarches en vue de se conformer à ses exigences, à savoir de lui adresser les coordonnées de son psychiatre traitant.”
“Richiesto circa i provvedimenti sanitari e le terapie con ripercussione sulla capacità lavorativa attuabili, il perito si è così espresso: " 8.4 Provvedimenti sanitari e terapie con ripercussione sulla CL Ritengo possibile migliorare ancora in misura rilevante la CL mediante l'attuazione di provvedimenti sanitari, in particolare con il potenziamento attraverso un neurolettico atipico che potrebbe portare verosimilmente ad un miglioramento clinico e valetudinario nella misura di un 20% in ogni attività nei prossimi 8-10 mesi. Provvedimenti professionali, che attualmente avrebbero alta probabilità di fallire, potranno essere tenuti ancora in considerazione al momento del miglioramento clinico prognosticato.” (doc. AI 59 p. 15) Nel rapporto SMR del 1. luglio 2019, il dr. __________, ha condiviso le conclusioni peritali, sottolineando che in base alla perizia erano applicabili “terapie che migliorerebbero o manterrebbero verosimilmente la capacità lavorativa” ai sensi dell’art. 7 LAI, ritenuto che tramite il trattamento farmacologico i periti pronosticavano un recupero del 20% della capacità lavorativa in ogni attività e la possibilità di mettere in atto misure SIP (doc. AI 58). Alla luce di queste conclusioni, con progetto del 21 agosto 2019 e, quindi, decisione del 22 novembre 2019, l’Ufficio AI, ammessa dal maggio 2017 un’inabilità lavorativa dell’85% nell’attività abituale e del 65% in un’attività adeguata, stabilito un conseguente grado di invalidità del 65%, ha attribuito all’assicurato tre quarti di rendita dal 1. maggio 2018 (ovvero trascorso l’anno di attesa giusta l’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI). Tanto nella medesima decisione, quanto nel preavviso del 21 agosto 2019, nel paragrafo finale intitolato, in grassetto, “Importante”, l’Ufficio AI ha diffidato l’assicurato a sottoporsi alle dovute e regolari cure psichiatriche adducendo che “(…) Lei è invitato a prendere contatto con il suo medico curante ed è reso attento già sin d'ora sull'obbligo di mettere in atto tutte le misure terapeutiche possibili evidenziate in ambito peritale, in modo tale da migliorare il suo stato di salute e di riflesso la capacità lavorativa.”
Pour apprécier l'obligation de collaboration exigée à l'art. 7 LAI, une expertise orthopédique spécialisée peut s'avérer nécessaire. Un orthopédiste peut exposer, sur le plan technique, les restrictions orthopédiques, leurs répercussions sur la capacité de travail ainsi que les activités raisonnablement exigibles et les mesures de réinsertion professionnelle qui en découlent.
“Per tratti di lunghezza superiore ai 10 metri, deve aiutarsi con una o due stampelle. Quanto ai dolori, ogni volta che appoggia il piede a terra, questo le fa male. Senza dimenticare che ora ha due dita del piede praticamente bloccate: non riesce infatti a muoverle (non si può escludere che siano stati toccati dei nervi durante l'operazione). Infine, in piedi non può stare a lungo e ha sovente dolori alla spalla destra. Il quadro, in definitiva, risulta ancora più fragile di quello precedente all'operazione. d) Non bisogna nemmeno dimenticare che gli esami medici non servono solo a descrivere lo stato di salute dell'assicurata, ma anche a formulare delle prognosi sulla sua capacità di reinserimento nel mondo professionale. L'assicurato, infatti, deve partecipare attivamente all'esecuzione di tutti i provvedimenti ragionevolmente esigibili che possono contribuire sia a mantenerlo nel suo attuale posto di lavoro, sia a favorire la sua integrazione nella vita professionale o in un'attività paragonabile (mansioni consuete; cfr. art. 7 LAI). Sotto questo profilo è importante che anche uno specialista in ortopedia si esprima sullo stato di salute dell'assicurata in funzione di una sua ripresa lavorativa anche in un'attività diversa da quella da lei svolta prima di operarsi al piede più volte. In altre parole, è fondamentale che gli accertamenti decisi dall'amministrazione siano completi, e ciò implica anche un'indagine da parte di un ortopedico il quale si esprimerà nel dettaglio sulle condizioni e su gli eventuali limiti entro i quali si potrà esigere che RI 1 svolga delle attività alla portata del suo attuale stato psicofisico. Solo uno specialista può spiegare dal punto di vista ortopedico le limitazioni del piede destro, comprese le dita bloccate, e le difficoltà a camminare che affliggono l'assicurata, come pure le ripercussioni di tutto ciò per la sua capacità lavorativa in attività adeguate, diverse da quella precedente. A maggior ragione ove lo stesso dott. Vienne non ha certificato che l'assicurata ha recuperato in modo integrale la mobilità del piede leso, né che lei non abbia più dolori al piede, quando è a riposo o mentre cammina.”
Est considérée comme «raisonnable» toute mesure visant à l'intégration; sont exclues les mesures qui ne sont pas adaptées à l'état de santé de la personne assurée (art. 7a LAI). Les mesures de traitement ou d'intégration qui présentent un danger pour la vie ou la santé ne sont pas raisonnables. Si la personne assurée n'exécute pas ses obligations, les prestations peuvent, sur la base de l'art. 21 al. 4 LPGA, être réduites ou refusées, temporairement ou définitivement; cela suppose un avertissement écrit préalable, l'information sur les conséquences juridiques et l'octroi d'un délai de réflexion raisonnable.
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen (Art. 7 Abs. 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nach, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt dabei was folgt: Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.”
“Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Diese Bestimmung ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt (zum Verhältnis der nachfolgenden Bestimmungen zu Art. 21 Abs. 4 ATSG vgl. Urteil 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 1 f. S. 81): Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere medizinische Behandlungen nach Art. 25 KVG (Art. 7 Abs. 2 lit. b IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person insbesondere den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG). 2.2.2. Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG sind streng, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (SVR 2007 IV Nr. 34 S. 120, I 744/06 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 8C_128/2015 vom 25. Juni 2015 E. 1.2) resp. perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient (BGE 145 V 2 E.”
“Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 2 IVG an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dazu zählen gemäss lit. c von Art. 7 Abs. 2 IVG namentlich auch die Massnahmen beruflicher Art (Art. 15–18 und 18b IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können die Leistungen nach Artikel 21 Absatz 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Artikel 7 dieses Gesetzes oder nach Artikel 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist.”
“Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.3. Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar. Als zumutbar gilt gemäss Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die in Art. 7b Abs. 1 IVG angesprochene Bestimmung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung von Leistungen vor, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt (Satz 1). Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Auf ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren kann in den Fällen von Art. 7b Abs. 2 IVG verzichtet werden, u.a. wenn die Meldepflicht nach Art.”
(LAI art. 7 n. 11) Lors de l'examen de l'exigibilité, les prestations fournies par des membres de la famille peuvent être prises en compte ; déterminant est ce que, dans la réalité sociale concernée, une famille « raisonnable » placée dans la même situation considérerait comme exigible. Toutefois, toutes les tâches ménagères ne sont pas automatiquement imputées aux proches ; il convient plutôt d'examiner, cas par cas, s'il existe un obstacle concret et si un membre de la famille peut effectivement être envisagé, ou si cela entraînerait pour lui une perte de gain démontrable ou une charge disproportionnée.
“L'aide exigible de tiers ne doit cependant pas devenir excessive ou disproportionnée (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.1 et les références). Toutefois, la jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers – par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC -RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) – sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). 5. Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid.”
“Il y a lieu en effet de se demander quelle attitude adopterait une famille raisonnable, dans la même situation et les mêmes circonstances, si elle devait s'attendre à ne recevoir aucune prestation d'assurance (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2. et les références). La jurisprudence ne répercute pas sur un membre de la famille l'accomplissement de certaines activités ménagères, avec la conséquence qu'il faudrait se demander pour chaque empêchement si cette personne entre effectivement en ligne de compte pour l'exécuter en remplacement (ATF 141 V 642 consid. 4.3.2 ; 133 V 504 consid. 4.2). Au contraire, la possibilité pour la personne assurée d'obtenir concrètement de l'aide de la part d'un tiers n'est pas décisive dans le cadre de l'évaluation de son obligation de réduire le dommage. Ce qui est déterminant, c'est le point de savoir comment se comporterait une cellule familiale raisonnable, soumise à la même réalité sociale, si elle ne pouvait pas s'attendre à recevoir des prestations d'assurance. Dans le cadre de son obligation de réduire le dommage (art. 7 al. 1 LAI), la personne qui requiert des prestations de l'assurance-invalidité doit par conséquent se laisser opposer le fait que des tiers – par exemple son conjoint [art. 159 al. 2 et 3 du Code civil suisse du 10 décembre 1907 (CC - RS 210)] ou ses enfants (art. 272 CC) – sont censés remplir les devoirs qui leur incombent en vertu du droit de la famille (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3.2 et les références, in SVR 2023 IV n. 46 p. 156). Le Tribunal fédéral a récemment confirmé qu'il n'y a pas de motif de revenir sur le principe de l'obligation de diminuer le dommage tel que dégagé par la jurisprudence (arrêt du Tribunal fédéral 9C_248/2022 du 25 avril 2023 consid. 5.3 et les références). Selon la jurisprudence, une enquête ménagère effectuée au domicile de la personne assurée constitue en règle générale une base appropriée et suffisante pour évaluer les empêchements dans l’accomplissement des travaux habituels. En ce qui concerne la valeur probante d’un tel rapport d’enquête, il est essentiel qu’il ait été élaboré par une personne qualifiée qui a connaissance de la situation locale et spatiale, ainsi que des empêchements et des handicaps résultant des diagnostics médicaux.”
“Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit zu verringern und den Eintritt einer Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Praxisgemäss ist vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Für deren Umfang ist sodann nicht die rechtliche Durchsetzbarkeit massgebend, sondern das was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder eine unverhältnismässige Belastung entsteht (BGE 133 V 504 E.”
La participation à des traitements médicaux raisonnables au sens de l'art. 7 al. 2 LAI constitue une obligation exécutoire. Conformément à l'art. 7b LAI en liaison avì l'art. 21 al. 4 LPGA, les prestations peuvent être réduites ou refusées, temporairement ou définitivement, si l'assuré(e) se soustrait à un traitement raisonnable ou n'accomplit pas ce qui peut raisonnablement lui être demandé. Avant d'appliquer une telle sanction, l'assuré(e) doit être mis(e) en demeure par écrit, informé(e) des conséquences juridiques et se voir accorder un délai de réflexion approprié. Sont réputées non raisonnables les mesures qui ne sont pas adaptées à son état de santé; selon les sources, il appartient au médecin spécialiste d'apprécier quelles prises en charge sont médicalement indiquées et, partant, raisonnables.
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt.”
“Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Diese Bestimmung ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt (zum Verhältnis der nachfolgenden Bestimmungen zu Art. 21 Abs. 4 ATSG vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_830/ 2012 vom 13. März 2013 E. 2.2): Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere medizinische Behandlungen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG, Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG).”
“Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. Nach der Rechtsprechung ist die fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). 4.3 Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person unter anderem den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist. Die Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG stellt eine solche mittels Sanktionen durchsetzbare Pflicht dar. Als zumutbar gilt gemäss Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die in Art. 7b Abs. 1 IVG angesprochene Bestimmung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung von Leistungen vor, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt (Satz 1). Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind sodann alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen sind. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.”
Lorsqu'une rente est imminente ou déjà en cours, les exigences relatives à l'obligation d'atténuation du préjudiÎ visée à l'art. 7 al. 2 LAI sont en principe plus strictes. L'omission de mesures raisonnables visant à atténuer le préjudiÎ peut contribuer au déclenchement ou au maintien d'effets en matière de rente et justifier une réduction ou un refus de prestations sur la base de l'art. 21 LPGA (en liaison avì l'art. 7b LAI).
“In formeller Hinsicht wird sodann zu klären sein, ob die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt hat. 3. 3.1. Nach Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (sog. Schadenminderungspflicht). Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. 3.2. Im Rahmen der soeben umschriebenen Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person unter anderem gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst. 3.3. Die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten hat die versicherte Person in kooperativer Weise optimal und nachhaltig auszuschöpfen. Welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten indiziert und zumutbar sind, bestimmt der Facharzt oder die Fachärztin (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 8C_741/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). Nach der Lehre sind diejenigen Verhaltensweisen unzumutbar, die eine Gefahr für Leben oder Gesundheit darstellen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Art. 21, Rz. 133). Diagnostische Massnahmen stellen zwar grundsätzlich keine Gefahr für Leben und Gesundheit dar, sind aber dennoch nicht durchwegs zumutbar. Falls sie mit einem besonderen Risiko verbunden sind, fällt eine Durchführung ausser Betracht.”
“Die Beschwerdeführerin ist abschliessend darauf hinzuweisen, dass die versicherte Person im Rahmen der Schadenminderungspflicht jederzeit gehalten ist, sich im Sinn der Selbsteingliederung einer zumutbaren Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (BGE 113 V 22 E. 4d; Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Im Lichte dessen wird sie mit Blick auf einen allfälligen Rentenbezug mittelfristig kaum um weitere gegebenenfalls auch stationäre Entzugsbehandlungen umhinkommen.”
“Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG). Diese Bestimmung ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt (zum Verhältnis der nachfolgenden Bestimmungen zu Art. 21 Abs. 4 ATSG vgl. Urteil 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 1 f. S. 81): Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sie muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere medizinische Behandlungen nach Art. 25 KVG (Art. 7 Abs. 2 lit. b IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person insbesondere den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG). 2.2.2. Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG sind streng, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (SVR 2007 IV Nr. 34 S. 120, I 744/06 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 8C_128/2015 vom 25. Juni 2015 E. 1.2) resp. perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminderungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient (BGE 145 V 2 E.”
Est considéré comme domaine d'activités au sens de l'art. 7 al. 2 LAI, pour les assurés exerçant au ménage, l'activité ménagère habituelle ainsi que les soins et la prise en charge des proches.
“Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).”
“Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt (Einkommensvergleichsmethode). Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird der Invaliditätsgrad für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen. Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).”
“28b LAI, la quotité de la rente est fixée en pourcentage d'une rente entière (al. 1). Pour un taux d'invalidité compris entre 50 et 69%, la quotité de la rente correspond au taux d'invalidité (al. 2); pour un taux d'invalidité supérieur ou égal à 70%, l'assuré a droit à une rente entière (al. 3). Pour un taux d'invalidité entre 40 et 49%, la quotité de la rente est fixée au pourcentage découlant de l'art. 28b al. 4 LAI. 2.5 Selon l'art. 28a al. 3 LAI, lorsque l'assuré exerce une activité lucrative à temps partiel ou travaille sans être rémunéré dans l'entreprise de son conjoint, l'invalidité pour cette activité est évaluée selon l'art. 16 LPGA. S'il accomplit en outre des travaux habituels, l'invalidité est fixée selon l'art. 28a al. 2 LAI pour cette activité-là. Dans ce cas, les parts de l'activité lucrative ou du travail non rémunéré dans l'entreprise du conjoint et de l'accomplissement des travaux habituels sont déterminées; ensuite, le taux d'invalidité est calculé dans les deux domaines d'activité. Par travaux habituels, visés à l’art. 7 al. 2 LAI, des assurés travaillant dans le ménage, il faut entendre l'activité usuelle dans le ménage, ainsi que les soins et l’assistance apportés aux proches (art. 27 al. 1 RAI). 2.6 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). 2.7 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre.”
“Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische Methode der Invaliditätsbemessung [Betätigungsvergleich]; vgl. statt vieler: BGE 142 V 290 E. 4). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV in der seit 1. Januar 2018 geltenden Fassung).”
Le nouveau modèle de calcul, conformément à l'art. 27bis RAI (version du 1.12.2017), ne peut être appliqué qu'à partir de son entrée en vigueur le 1er janvier 2018 ; il en résulte des répercussions correspondantes sur le moment de l'examen ainsi que sur les questions transitoires et de révision.
“In Bezug auf die Bemessung der Invalidität aufgrund der gemischten Methode ist zu beachten, dass Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV (in der seit dem 1. Januar 2018 geltenden Fassung) bestimmt, dass sich die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, nach Art. 16 ATSG richtet, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird. Nach ständiger Rechtsprechung kann die Invaliditätsbemessung mittels der gemischten Methode nach dem neuen Berechnungsmodell gemäss Art. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV in der Fassung vom 1. Dezember 2017 erst ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Bestimmung am 1. Januar 2018 erfolgen (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 20. Januar 2020, 9C_690/2019, E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen).”
“4) sowie zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a), namentlich zur Beweiskraft von Gerichtsgutachten, von denen das Gericht nicht ohne zwingende Gründe abweichen darf (BGE 125 V 351 E. 3b/aa; vgl. auch BGE 143 V 269 E. 6.2.3.2; 135 V 465 E. 4.4). Hervorzuheben ist hierbei, dass nach der bis Ende Dezember 2017 geltenden Rechtslage im erwerblichen Bereich bei Anwendung der gemischten Methode als Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen), praxisgemäss berücksichtigt wird, was sie im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde. Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV in der vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2021 in Kraft gestandenen Fassung bestimmt, dass sich die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, nach Art. 16 ATSG richtet, wobei das Valideneinkommen auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (vgl. etwa Urteil 9C_690/2019 vom 20. Januar 2020 E. 2.2 mit Hinweisen). Nach ständiger Rechtsprechung kann die Invaliditätsbemessung mittels der gemischten Methode nach dem neuen Berechnungsmodell gemäss Art. 27bis Abs. 2 - 4 IVV in der Fassung vom 1. Dezember 2017 erst ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Norm am 1. Januar 2018 erfolgen (Urteil 9C_690/2019 vom 20. Januar 2020 E. 4.2 mit diversen Hinweisen).”
“c) Depuis le 1er janvier 2018, le revenu que la personne assurée aurait pu obtenir dans l’activité qu’elle effectuait à temps partiel avant la survenance de l’atteinte à la santé (revenu sans invalidité) n’est plus déterminé sur la base du revenu effectivement réalisé, mais est désormais extrapolé pour la même activité lucrative exercée à plein temps (art. 27bis al. 3, let. a, RAI). d) Selon les dispositions transitoires applicables à cette modification réglementaire du 1er décembre 2017, pour les trois-quarts de rentes, demi-rentes et quarts de rentes en cours octroyés en application de la méthode mixte avant l’entrée en vigueur de ladite modification, une révision doit être initiée dans le délai d’un an après son entrée en vigueur. Une éventuelle augmentation de la rente prend effet au moment de l’entrée en vigueur de la modification (al. 1). Lorsque l’octroi d’une rente a été refusé avant l’entrée en vigueur de la modification du 1er décembre 2017 parce que le taux d’invalidité était insuffisant, à un assuré qui exerce une activité lucrative à temps partiel et accomplit par ailleurs des travaux habituels visés à l’art. 7 al. 2 LAI, une nouvelle demande est examinée s’il paraît vraisemblable que le calcul du taux d’invalidité conformément à l’art. 27bis al. 2 à 4 aboutira à la reconnaissance d’un droit à la rente (al. 2 ; cf. RO 2017 7581). 14. a) Selon l’art. 16 LPGA, applicable pour évaluer le taux d’invalidité dans la sphère d’activité lucrative, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. La comparaison des revenus s’effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l’un avec l’autre, la différence permettant de calculer le taux d’invalidité. Dans la mesure où ces revenus ne peuvent être chiffrés exactement, ils doivent être estimés d’après les éléments connus dans le cas particulier, après quoi l’on compare entre elles les valeurs approximatives ainsi obtenues (ATF 128 V 29 consid.”
LAI art. 7 n. 6 L'offiÎ AI apprécie, en principe, l'état de santé comme si la personne assurée avait effectivement suivi des mesures raisonnables et appropriées visant à réduire le dommage; cela suppose que la mesure soit raisonnable et apte à entraîner une augmentation substantielle de la capacité de gain.
“Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch für die Zeit ab Februar 2020 (Ablauf des Wartejahres) mit der Begründung verneint, der Beschwerdeführer sei der ihm auferlegten Schadenminderungspflicht nicht vollumfänglich nachgekommen, weshalb die medizinische Situation so zu beurteilen sei, wie wenn er alle Massnahmen umgesetzt hätte. Demnach sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen (Urk. 2). Die dem Beschwerdeführer am 18. November 2021 auferlegten Massnahmen zur Verbesserung des Gesundheitszustandes in Gestalt einer leitliniengerechten medikamentösen Behandlung der ADHS und der Angststörung sowie einer Wiederaufnahme der Expositionstherapie durch die Spitex und mindestens wöchentlicher Psychotherapie begründete die Beschwerdegegnerin damit, dass gestützt auf die vorhandenen Unterlagen nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit längere Zeit andauere oder bleibend sei. Es sei zu erwarten, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch diese Massnahmen auf mindestens 80 % steigern lasse. Gleichzeitig wies die Beschwerdegegnerin auf die Mitwirkungspflicht und auf die gesetzlichen Bestimmungen von Art. 43 ATSG und Art. 7 IVG hin. Des Weiteren legte sie ihrem Schreiben das Informationsblatt «Invalidenversicherung: Ihre Mitwirkungspflicht» bei, das indes nicht aktenkundig ist. Abschliessend machte sie darauf aufmerksam, es könne zur Folge haben, dass der Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob der Beschwerdeführer die Massnahme durchgeführt hätte, falls er nicht bis zum 17. Dezember 2021 mitteile, wo er diese durchführen lasse. Dasselbe gelte, wenn er die Massnahme bis zum 1. Februar 2022 nicht gestartet habe. Dies könne zur Abweisung des Gesuchs führen (Urk. 7/43/1 f.). Am 16. Dezember 2021 teilte der Beschwerdeführer der IV-Stelle mit, er werde die Behandlung im Zentrum für Neurologie I.___ bei Fachpsychologe G.___ aufnehmen (Urk. 7/44), welcher der IV-Stelle am 3. Februar 2022 den verlangten Behandlungsplan zustellte (Urk. 7/45-7). Am 3. November 2022 berichtete er über die vom 27. Oktober 2021 bis 3. November 2022 erfolgten psychotherapeutischen Behandlungen und die versuchte Medikation (vorstehend E.”
“Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schadenminderungspflicht wahrgenommen hätte (Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2022 vom 12. Oktober 2022 E. 5.4.2.). Leistungen, welche bei gesetzeskonformem Verhalten dennoch zu erbringen wären, dürfen nicht gekürzt oder verweigert werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_830/2012 vom 13. März 2013 E. 2.2). 3.1.2. Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch auf die Invalidenversicherung anwendbar (vgl. Art. 1 IVG), wird aber im IVG wie folgt ergänzt: Gemäss Art. 7 Satz 1 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Gemäss Art. 7a IVG gilt als zumutbar jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Die Leistungen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person insbesondere den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nachgekommen ist (Art. 7b Abs. 1 IVG). Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG). 3.1.3. Zusammenfassend setzt eine vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung der Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht die Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerblichen Eingliederung voraus. Darüber hinaus muss diese Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, geeignet sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_865/2017 vom 19. Oktober 2018 E. 3.3.). Voraussetzung der Sanktion ist zudem auch, dass die Verletzung der Schadenminderungspflicht in unentschuldbarer Weise erfolgte. Ausdrücklich zu wiederholen ist hier Art. 7b Abs. 3 IVG, wonach beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen sind.”
Pour les personnes exerçant une activité lucrative à temps partiel et qui exercent en outre une activité dans le domaine visé à l'art. 7 al. 2 LAI, il convient d'appliquer la dite méthoÞ mixte. Il faut déterminer la part de l'activité lucrative et la part de l'activité relevant de ce domaine et mesurer séparément les degrés d'invalidité dans les deux secteurs. L'évaluation dans le domaine lucratif se fait conformément à l'art. 16 LPGA (comparaison des revenus), tandis que l'évaluation dans le domaine des tâches s'effectue au moyen d'une comparaison des activités. Pour le degré d'invalidité global, les sous-scores ainsi déterminés sont respectivement additionnés ou pondérés.
“Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich (Art. 7 Abs. 2 IVG) tätig, so wird zur Ermittlung der Invalidität für diese Tätigkeit darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung sowie auch in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung; sog. gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). 4.3.2. Als Aufgabenbereich gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung und in der seit Januar 2022 in Kraft stehenden Version). 4.3.3. Gemäss Art. 27bis IVV werden bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, für die Bestimmung des Invaliditätsgrades folgende Invaliditätsgrade summiert: a. der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit; b. der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich (Abs. 2 in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung resp. Abs. 1 in der seit Januar 2022 geltenden Fassung). Laut Art. 27bis Abs. 3 IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung richtet sich die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit nach Art. 16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet (lit. a), und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (lit. b). Dasselbe wird im Ergebnis in Art. 27bis Abs. 2 IVV in der seit Januar 2022 geltenden Fassung festgehalten. 4.4. Bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs (ebenso wie bei der Rentenrevision) ist die Methode der Invaliditätsbemessung zu bestimmen (BGE 144 I 28, 30 E.”
“1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 2.3.2 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23). Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV). 2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (aArt.”
“Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23). Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV).”
Citation : LAI, art. 7, ch. 4 Lorsque des mesures thérapeutiques peuvent être mises en œuvre de la propre initiative de la personne assurée, la réinsertion personnelle prime sur le droit à la rente. Si la capacité de travail ou la capacité d'intégration ne peuvent être rétablies sans délai par la personne assurée, ou si des traitements doivent encore faire l'objet d'éclaircissements ou sont en cours, un droit à la rente peut naître. La personne assurée est tenue de collaborer à l'examen et à l'exécution des thérapies visant l'amélioration; si elle manque à cette obligation ou si le succès thérapeutique prévisible ne se manifeste pas après la fin du traitement, une révision de fond ou la suppression de la rente peut être envisagée. Si le succès du traitement est prévisible et déterminable dans le temps, une rente d'invalidité temporaire est également envisageable.
“Dies trifft dann zu, wenn therapeutische Vorkehren, die eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erwarten lassen (z.B. Einnahme verschriebener Medikamente), aus Eigeninitiative umsetzbar sind. Insoweit geht die Selbsteingliederung dem Rentenanspruch (und auch gesetzlichen Eingliederungsleistungen) vor (BGE 148 V 397 E. 7 mit Hinweisen). Besteht keine aus Eigeninitiative umsetzbare Selbsteingliederungspflicht, weil die versicherte Person es nicht ohne Weiteres selber in der Hand hat, Arbeitsfähigkeit herzustellen (vgl. erwähntes Urteil 8C_104/2024 E. 6.1) oder auf ihre Eingliederungsfähigkeit hinzuwirken (vgl. BGE 148 V 397 E. 6.2.4), kann bei einem noch nicht austherapierten Leiden ein Rentenanspruch entstehen (oben E. 5.1.3). Dies gilt auch, wenn das Behandlungspotential und die infrage kommenden therapeutischen Vorkehren abklärungsbedürftig sind. Die versicherte Person ist bei der Abklärung und Durchführung der auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands abzielenden Therapie mitwirkungspflichtig (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; ANNE-SYLVIE DUPONT, in: Commentaire romand, LPGA, 2018, N. 54 zu Art. 21 ATSG). Die betreffenden Spielräume der Schadenminderung (Art. 7 IVG) müssen im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens definiert werden (zur amtl. Publ. bestimmtes Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 6.2). Ob eine geplante Behandlung erfolgreich sein wird, kann erst nach Abschluss der betreffenden Therapie beurteilt werden. Solange sie andauert, kommt ein unbefristeter Rentenanspruch infrage (BGE 145 V 215 E. 8.2; 143 V 409 E. 4.4); hat sich der prognostizierte Behandlungserfolg realisiert (oder die versicherte Person die Mitwirkungspflicht verletzt), wird die Invalidenrente gegebenenfalls auf dem Weg der materiellen Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) herabgesetzt oder aufgehoben (BGE 127 V 294 E. 4b/cc). Wenn der prognostizierte Behandlungserfolg schon im Vornhinein absehbar und terminierbar ist, kann eine befristete Invalidenrente gesprochen werden (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2).”
LAI art. 7 ch. 3 Après l'achèvement de la procédure d'examen ou la production d'un rapport d'expert pertinent, un traitement de désintoxication ou de sevrage peut être ordonné comme mesure raisonnable d'atténuation du dommage. Avant la fin de l'examen ou en l'absenÎ de rapport d'expert, une telle ordonnanÎ n'est en principe pas exigée dans le cadre de l'obligation de collaboration. Lorsqu'une rente est perçue, les exigences découlant de l'obligation de réduire le dommage sont plus élevées ; dans ce contexte, un traitement de désintoxication ne devrait en règle générale pas être considéré comme déraisonnable.
“Im Hinblick auf eine revisionsweise Überprüfung der Invalidenrente wird die Beschwerdegegnerin die am 26. April 2021 auferlegte schadenmindernde Massnahme (Urk. 8/57) im Lichte der aktualisierten medizinischen Aktenlage zu überprüfen haben und dem Beschwerdeführer bei Festhalten an einer schadenmindernden Auflage in Nachachtung von Art. 21 Abs. 4 ATSG die schadenmindernden Massnahmen neuerlich und konkret mitzuteilen haben. Der Beschwerdeführer ist in diesem Zusammenhang bereits hier darauf hinzuweisen, dass er im Rahmen der Schadenminderungspflicht (BGE 113 V 22 E. 4a) jederzeit gehalten ist, sich im Sinn der Selbsteingliederung einer zumutbaren medizinischen Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Grundsätzlich sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (BGE 113 V 22 E. 4d, Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Im Lichte des laufenden Rentenbezugs sowie der aktuellen medizinischen Aktenlage wird eine Entzugsbehandlung – ob stationär oder ambulant – kaum als unzumutbar zu betrachten sein.”
“Auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms kommt die Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) zur Anwendung, so dass von der versicherten Person etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren medizinischen Behandlungen verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG; vgl. E. 2.2.2 hiervor). Zwar ist die Anordnung einer Entzugsbehandlung nach der unlängst geänderten Rechtsprechung zu den Abhängigkeitssyndromen (BGE 145 V 215) im Vorfeld einer Begutachtung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren grundsätzlich nicht statthaft (vgl. E. 2.2.3 hiervor), wohl aber – unter dem Titel der Schadenminderungspflicht – nach Vorliegen eines entsprechenden Gutachtens und somit abgeschlossenem Abklärungsverfahren. Das MEDAS-Gutachten vom 6. Februar 2019 (AB 150.2) ergibt – namentlich auch in Bezug auf die Zumutbarkeit und Notwendigkeit einer Entzugsbehandlung – ein schlüssiges Bild, welches eine zuverlässige Beurteilung hinsichtlich der vorliegend strittigen Punkte (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352) erlaubt:”
LAI art. 7 N. 2 Dans le domaine ménager, on peut exiger de la personne assurée des adaptations et des comportements raisonnablement exigibles, qui atténuent les effets de l'invalidité et permettent une conduite du ménage aussi autonome que possible. Si elle ne peut plus accomplir certaines tâches ménagères qu'au prix d'un surcroît de travail important, il est prioritairement raisonnable d'imposer une répartition des tâches et le recours à l'aiÞ habituelle non rémunérée des membres de la famille. Une absenÎ liée à l'invalidité n'est reconnue que dans la mesure où les tâches non accomplies sont reprises par des tiers contre rémunération ou par des membres de la famille, et que cela leur occasionne de manière démontrable une perte de gain ou une charge disproportionnée, voire excessivement élevée.
“Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit zu verringern und den Eintritt einer Invalidität zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Praxisgemäss ist vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Für deren Umfang ist sodann nicht die rechtliche Durchsetzbarkeit massgebend, sondern das was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder eine unverhältnismässige Belastung entsteht (BGE 133 V 504 E.”
Dans la présente expertise, il est prévu que des mesures pharmacologiques — notamment un renforcement du traitement par un neuroleptique atypique — permettraient d'améliorer la capacité de travail d'environ 20 % dans un délai de 8 à 10 mois. Cette appréciation d'expert est rattachée au dossier par la mention selon laquelle des mesures thérapeutiques correspondantes peuvent être envisagées au sens de l'art. 7 LAI.
“Richiesto circa i provvedimenti sanitari e le terapie con ripercussione sulla capacità lavorativa attuabili, il perito si è così espresso: " 8.4 Provvedimenti sanitari e terapie con ripercussione sulla CL Ritengo possibile migliorare ancora in misura rilevante la CL mediante l'attuazione di provvedimenti sanitari, in particolare con il potenziamento attraverso un neurolettico atipico che potrebbe portare verosimilmente ad un miglioramento clinico e valetudinario nella misura di un 20% in ogni attività nei prossimi 8-10 mesi. Provvedimenti professionali, che attualmente avrebbero alta probabilità di fallire, potranno essere tenuti ancora in considerazione al momento del miglioramento clinico prognosticato.” (doc. AI 59 p. 15) Nel rapporto SMR del 1. luglio 2019, il dr. __________, ha condiviso le conclusioni peritali, sottolineando che in base alla perizia erano applicabili “terapie che migliorerebbero o manterrebbero verosimilmente la capacità lavorativa” ai sensi dell’art. 7 LAI, ritenuto che tramite il trattamento farmacologico i periti pronosticavano un recupero del 20% della capacità lavorativa in ogni attività e la possibilità di mettere in atto misure SIP (doc. AI 58). Alla luce di queste conclusioni, con progetto del 21 agosto 2019 e, quindi, decisione del 22 novembre 2019, l’Ufficio AI, ammessa dal maggio 2017 un’inabilità lavorativa dell’85% nell’attività abituale e del 65% in un’attività adeguata, stabilito un conseguente grado di invalidità del 65%, ha attribuito all’assicurato tre quarti di rendita dal 1. maggio 2018 (ovvero trascorso l’anno di attesa giusta l’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI). Tanto nella medesima decisione, quanto nel preavviso del 21 agosto 2019, nel paragrafo finale intitolato, in grassetto, “Importante”, l’Ufficio AI ha diffidato l’assicurato a sottoporsi alle dovute e regolari cure psichiatriche adducendo che “(…) Lei è invitato a prendere contatto con il suo medico curante ed è reso attento già sin d'ora sull'obbligo di mettere in atto tutte le misure terapeutiche possibili evidenziate in ambito peritale, in modo tale da migliorare il suo stato di salute e di riflesso la capacità lavorativa.”
“Richiesto circa i provvedimenti sanitari e le terapie con ripercussione sulla capacità lavorativa attuabili, il perito si è così espresso: " 8.4 Provvedimenti sanitari e terapie con ripercussione sulla CL Ritengo possibile migliorare ancora in misura rilevante la CL mediante l'attuazione di provvedimenti sanitari, in particolare con il potenziamento attraverso un neurolettico atipico che potrebbe portare verosimilmente ad un miglioramento clinico e valetudinario nella misura di un 20% in ogni attività nei prossimi 8-10 mesi. Provvedimenti professionali, che attualmente avrebbero alta probabilità di fallire, potranno essere tenuti ancora in considerazione al momento del miglioramento clinico prognosticato.” (doc. AI 59 p. 15) Nel rapporto SMR del 1. luglio 2019, il dr. __________, ha condiviso le conclusioni peritali, sottolineando che in base alla perizia erano applicabili “terapie che migliorerebbero o manterrebbero verosimilmente la capacità lavorativa” ai sensi dell’art. 7 LAI, ritenuto che tramite il trattamento farmacologico i periti pronosticavano un recupero del 20% della capacità lavorativa in ogni attività e la possibilità di mettere in atto misure SIP (doc. AI 58). Alla luce di queste conclusioni, con progetto del 21 agosto 2019 e, quindi, decisione del 22 novembre 2019, l’Ufficio AI, ammessa dal maggio 2017 un’inabilità lavorativa dell’85% nell’attività abituale e del 65% in un’attività adeguata, stabilito un conseguente grado di invalidità del 65%, ha attribuito all’assicurato tre quarti di rendita dal 1. maggio 2018 (ovvero trascorso l’anno di attesa giusta l’art. 28 cpv. 1 lett. b LAI). Tanto nella medesima decisione, quanto nel preavviso del 21 agosto 2019, nel paragrafo finale intitolato, in grassetto, “Importante”, l’Ufficio AI ha diffidato l’assicurato a sottoporsi alle dovute e regolari cure psichiatriche adducendo che “(…) Lei è invitato a prendere contatto con il suo medico curante ed è reso attento già sin d'ora sull'obbligo di mettere in atto tutte le misure terapeutiche possibili evidenziate in ambito peritale, in modo tale da migliorare il suo stato di salute e di riflesso la capacità lavorativa.”