RS 314.1 ↩
Nuovo testo giusta la cifra I della LF del 17 mar. 2023, in vigore dal 1° ott. 2023 (RU 2023 453;FF 2021 3026). ↩
Nuovo del per. testo giusta l’all. n. 4 della LF del 18 mar. 2016, in vigore dal 1° ago. 2016 (RU 2016 2429;FF 2015 2395). ↩
Nuovo testo giusta la cifra I della LF del 14 dic. 2001, in vigore dal 1° gen. 2005 (RU 2002 2767, 2004 2849; FF 1999 3837). ↩
Nuovo testo giusta la cifra I della LF del 14 dic. 2001, in vigore dal 1° apr. 2003 (RU 2002 2767; FF 1999 3837). ↩
RS 641.81 ↩
Introdotto dalla cifra II della LF del 5 ott. 2007 concernente misure atte a migliorare le procedure nell’ambito della tassa sul traffico pesante commisurata alle prestazioni, in vigore dal 1° apr. 2008 (RU 2008 765;FF 2006 8743). ↩
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Wird das Verfahren nicht nach dem Ordnungsbussenrecht geführt, kann eine Widerhandlung nach Art. 16 Abs. 2 SVG zum Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises führen. Die Entscheidung bemisst sich nach der Gefährdungsschwere gemäss den Kategorien in Art. 16a–16c SVG (vgl. dazu Leitsatz zur Prüfung der Schwere). In der Praxis wurde etwa eine erhebliche Überladung verbunden mit mangelhafter Ladungssicherung als relevant für die Würdigung der Schwere herangezogen (Quelle 0).
“La CPAR, admettant partiellement l'appel du Ministère public contre ce jugement, a annulé celui-ci par jugement du 18 avril 2023 et a condamné le recourant à une amende de CHF 800.- pour violation des règles de la circulation routière (art. 30 al. 2 et 90 al. 1 LCR) et infraction à l'art. 96 al. 1 let. c LCR. Elle a retenu que le recourant avait surchargé son véhicule en dépassant de plus de 40 % le poids total maximal autorisé par le permis d'immatriculation en transportant un véhicule imposant qui plus est mal arrimé. Ce jugement n'a pas été contesté, de sorte qu'il est entré en force. Aucun élément ne permet au tribunal de céans de s'écarter de l'appréciation de la CPAR, laquelle est au demeurant conforme à la jurisprudence précitée. Reste toutefois à examiner la gravité de l'infraction. 10. Lorsque la procédure prévue par la loi sur les amendes d’ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n’est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d’élève-conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 11. Pour déterminer la durée et s'il y a lieu de prononcer un retrait d’admonestation, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16c LCR). 12. Selon l'art. 16a al. 1 let. a LCR, commet une infraction légère la personne qui, en violant les règles de la circulation, met légèrement en danger la sécurité d'autrui et à laquelle seule une faute bénigne peut être imputée. Commet une infraction moyennement grave, selon l'art. 16b al. 1 let. a LCR, la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Commet en revanche une infraction grave, selon l'art. 16c al. 1 let. a LCR, la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. 13. La définition d'une infraction moyennement grave découle du fait qu'elle ne peut être considérée ni comme légère au sens de l'art. 16a al. 1 let.”
“(repris tel quel dans la directive du 17 décembre 2019), une amende de 200 fr. pour la mise en mouvement fortuite, sans accident, d'un véhicule de moins de 3,5 tonnes, alors qu'il peut être déduit de son annexe 2 que la Police neuchâteloise était chargée de la poursuite de cette contravention (à l'instar d'ailleurs de ce que prévoit la directive du 17 décembre 2019). Cela étant, le recourant ne prétend pas que le droit cantonal a été appliqué de manière arbitraire à cet égard, ni qu'il serait d'une quelconque façon contraire au droit fédéral en matière de procédure pénale, notamment quant aux possibilités qui lui étaient offertes de contester l'infraction. Il ne tente par ailleurs pas de démontrer que le comportement en cause était susceptible de tomber sous le coup de la LAO, dès lors qu'il consacrerait une contravention figurant dans la liste de l'annexe 1 de l'OAO. Il suffit ainsi de constater, au regard de l'art. 16 al. 2 LCR, que, dans la mesure où le recourant ne rend pas vraisemblable que l'infraction commise a été poursuivie en vertu de la procédure prévue par la LAO, cette infraction pouvait ouvrir la voie à un retrait du permis de conduire. Le grief est dès lors infondé.”
Frühere Ausweisentzugsentscheide, die lediglich Spezialkategorien (z. B. G, M) betrafen, führten im entschiedenen Fall nicht automatisch zu einem Rückfall für eine andere Kategorie (z. B. B). Ob Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG anzuwenden ist, muss durch Auslegung der Bestimmung bestimmt werden.
“Entzugsdauer Der Beschwerdeführer ist davon ausgegangen, es liege ein Rückfall im Sinn von Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG vor, weil dem Beschwerdegegner der Führerausweis bereits im Jahr 2016 wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften entzogen war, und hat die sechsmonatige Mindestentzugsdauer verfügt. Die Vorinstanz ist der Auffassung, ein solcher Rückfall liege nicht vor, weil der frühere Entzug lediglich den Führerausweis der Spezialkategorien G und M betraf und der Beschwerdegegner den Führerausweis für die Kategorie B damals noch nicht besass, und hat die Entzugsdauer auf vier Monate herabgesetzt. Wer ein Motorfahrzeug führt, bedarf des Führerausweises, wer Lernfahrten unternimmt, des Lernfahrausweises (Art. 10 Abs. 2 SVG). Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 314.1, OBG) ausgeschlossen ist, wird der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Bei der Bemessung der Entzugsdauer dürfen die Mindestentzugsdauern nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Die Mindestentzugsdauern tragen einerseits der Schwere der Widerhandlung und anderseits dem Umstand Rechnung, ob und wenn ja, wie weit zeitlich zurückliegend dem Betroffenen der Führerausweis bereits früher entzogen war (sogenanntes "Kaskadensystem"; vgl. BGE 141 II 220 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Nach einer schweren Widerhandlung beträgt die Mindestentzugsdauer drei Monate (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG). War dem Betroffenen der Ausweis in den vorangegangenen Jahren einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen, erhöht sich die Mindestentzugsdauer auf sechs Monate (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG). Die Frage, ob Art. 16 c Abs. 2 lit. b SVG anzuwenden ist, ist durch Auslegung der Bestimmung zu beantworten. Massgebend ist in erster Linie der Wortlaut der Norm. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Bestimmung gesucht werden, wobei alle Auslegungselemente zu berücksichtigen sind (Methodenpluralismus).”
Ein insgesamt belasteter automobilistischer Leumund (insbesondere Häufigkeit, Zeitraum und Schwere früherer Administrativmassnahmen) kann bei der Festsetzung der Entzugsdauer gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG zusätzlich berücksichtigt werden. Soweit einzelne frühere Massnahmen bereits konkret zur Erhöhung der Mindestentzugsdauer geführt haben, dürfen dieselben Tatsachen jedoch nicht nochmals in unzulässiger Doppelzählung bei der Bemessung der Gesamtdauer verwendet werden.
“Es ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die Tatsache der Rückfälligkeit des fehlbaren Motorfahrzeugführers insoweit nicht berücksichtigt werden darf, als sie – wie vorliegend – bereits Grund für eine erhöhte Mindestentzugsdauer ist (Bernhard Rütsche/Denise Weber in: Marcel Alexander Niggli/Thomas Probst/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, Art. 16c N. 49). Allerdings ist die oben in E. 4.2.3 erwähnte Verfügung vom 9. Januar 2020 betreffend die mittelschwere Widerhandlung, welche Anlass für die Anwendung von Art. 16 Abs. 2 lit. b SVG war, nicht die einzige kurz vor dem hier streitgegenständlichen Vorfall erlassene Verfügung wegen Verletzungen der Strassenverkehrsvorschriften durch den Beschwerdeführer. Seit dem Jahr 2018 ergingen Verwarnungen wegen Nichtbeachtung von Signalen und wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie ein weiterer Führerausweisentzug infolge Geschwindigkeitsüberschreitung. Hieraus ist der erheblich belastete automobilistische Leumund des Beschwerdeführers ersichtlich, namentlich im Zusammenhang mit wiederholten Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Dies wurde bei der Dauer des Führerausweisentzugs mit Blick auf Art. 16 Abs. 3 SVG richtigerweise berücksichtigt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanzen bei der Festlegung der Entzugsdauer von acht Monaten den ihnen hierbei zustehenden Ermessensspielraum nicht überschritten haben. Insgesamt ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. 5. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine Parteientschädigung steht ihm nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.--; die übrigen Kosten betragen: Fr. 120.-- Zustellkosten, Fr. 1'620.-- Total der Kosten. 3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.”
“Subjektive Umstände wie mangelnde Erfahrung, körperliche Defizite oder Übermüdung sind für die Beurteilung des Verschuldensgrades grundsätzlich nicht massgebend (vgl. Rütsche, a.a.O., N 121 zu Art. 16). Die Berücksichtigung des automobilistischen Leumunds bezieht sich auf vergangene Administrativmassnahmen oder Strafen wegen Verletzung von Strassenverkehrsvorschriften gegen den Fahrzeugführer, wobei entscheidend ist, wie häufig, in welchem Zeitraum und von welcher Schwere diese angeordnet worden sind. Zu den Administrativmassnahmen zählen unter anderem Verwarnungen, Warnungsentzüge, Sicherungsentzüge wegen Widerhandlung gegen Strassenverkehrsvorschriften und die Aberkennung ausländischer Führerausweise (vgl. Rütsche, a.a.O., N 123 zu Art. 16). Das Bemessungskriterium der beruflichen Notwendigkeit dient der unterschiedlichen Massnahmenempfindlichkeit von Personen, welche beruflich auf das Führen eines Motorfahrzeuges angewiesen sind. Dieser Umstand kann mit einer kürzeren Entzugsdauer berücksichtigt werden (vgl. Rütsche, a.a.O., N 127 zu Art. 16). Im Rahmen der Festsetzung der Entzugsdauer des Führerausweises gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG sind alle Umstände gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (Urteil des Bundesgerichts 1C_165/2022 vom 28. Juni 2022 E. 2.2 mit Verweisen).”
Bei der Festsetzung der Dauer eines Ausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen; namentlich werden Gefährdung der Verkehrssicherheit, Verschulden, Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen, herangezogen.
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen; die Mindestentzugsdauer darf jedoch, von einer hier nicht interessierenden Ausnahme abgesehen, nicht unterschritten werden. Art. 16c Abs. 2 SVG sieht eine Kaskadenfolge bei der gesetzlichen Mindestdauer des Entzugs eines Ausweises bei einer schweren Widerhandlung vor. Als mildeste Massnahme wird der Ausweis, wenn kein qualifizierter Tatbestand vorliegt, für mindestens drei Monate entzogen (lit. a); die Dauer beträgt mindestens sechs Monate, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen war (lit.”
“Nach Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 741.03) ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen; die Mindestentzugsdauer darf jedoch, von einer hier nicht interessierenden Ausnahme abgesehen, nicht unterschritten werden. Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen schweren, mittelschweren und leichten Widerhandlungen. Art. 16a SVG definiert die leichten Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht und deren Rechtsfolgen. Danach begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs.”
Ist das Ordnungsbussverfahren nicht anwendbar (Art. 16 Abs. 2 LCR), kann als Massnahme der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen werden. Inhaber ausländischer Führerausweise können, weil ein ausländischer Ausweis nicht entzogen werden kann, stattdessen das Recht aberkannt werden, den ausländischen (nationalen oder internationalen) Führerausweis in der Schweiz zu gebrauchen (vgl. Art. 45 VZV/OAC). Die Bestimmungen zur Unterscheidung zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen richten sich nach Art. 16a–16c LCR.
“10), conclue à Vienne le 8 novembre 1968, entrée en vigueur pour la Suisse le 11 décembre 1992 et pour la France le 21 mai 1977, les parties contractantes ou leurs subdivisions peuvent retirer à un conducteur, qui commet sur leur territoire une infraction susceptible d’entraîner le retrait du permis de conduire en vertu de leur législation, le droit de faire usage sur leur territoire du permis de conduire, national ou international dont il est titulaire. Le droit suisse prévoit que l’usage d’un permis étranger peut être interdit en vertu des dispositions qui s’appliquent au retrait du permis de conduire suisse (art. 45 al. 1 de l’ordonnance réglant l’admission à la circulation routière du 27 octobre 1976 - OAC - RS 741.51). Les règles et principes énoncés ci-après sont donc applicables mutatis mutandis à l’interdiction de faire usage du permis de conduire étranger, notamment français, sur le territoire suisse. 5. Lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d’ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n’est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 6. Pour déterminer la durée et s’il y a lieu de prononcer un retrait d’admonestation, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16c LCR). Commet en particulier une infraction grave, selon l’art. 16c al. 1 let. a LCR, la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d’autrui ou en prend le risque. La qualification du cas grave au sens de cette disposition correspond à celle de l’art. 90 al. 2 LCR (cf. ATF 132 II 234 consid. 3 ; 123 II 37 consid. 1b ; arrêts du Tribunal fédéral 6B.264/2007 du 19 septembre 2007 consid. 3.1 ; 6A.80/2004 du 31 janvier 2005 consid. 3.1 ; ATA/392/2010 du 8 juin 2010 consid. 6 ; ATA/456/2009 du 15 septembre 2009 consid. 8c). 7. De jurisprudence constante, les limitations de vitesse, telles qu’elles résultent de la loi ou de la signalisation routière, valent comme limites au-delà desquelles la sécurité de la route est compromise. Elles indiquent aux conducteurs les seuils à partir desquels le danger est assurément présent.”
“1 SVG und bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 400.-. Gestützt auf diese Grundlage – und als Zusatzmassnahme zur Verfügung vom 17. November 2017, mit der dem Beschwerdeführer wegen einer leichten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften der Führerausweis für einen Monat entzogen wurde – aberkannte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020 aufgrund einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a und Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG das Recht zur Verwendung des ausländischen nationalen und allenfalls internationalen Führerausweises in der Schweiz und entzog ihm zugleich den schweizerischen Führerausweis der Kategorien C und CE für die Dauer von drei Monaten. 3. 3.1 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz wie vorliegend ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Da ausländische Führerausweise in der Schweiz nicht entzogen werden können, wird Inhabern ausländischer Führerausweise gegebenenfalls das Recht aberkannt, vom Ausweis in der Schweiz Gebrauch zu machen (Art. 45 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 27. Oktober 1976 [VZV]). Dabei gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Entzug eines schweizerischen Führerausweises (Art. 45 Abs. 1 VZV). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Widerhandlung (Art. 16a–c SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie liegt nach der Rechtsprechung immer dann vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind.”
Vorübergehende Beeinträchtigungen (z. B. durch Einnahme von Medikamenten) können Anlass zu einer Überprüfung der Fahreignung und gegebenenfalls zum Entzug des Ausweises bzw. der Bewilligung geben. Ebenso kann die Missachtung von mit der Erteilung verbundenen Auflagen oder das Unterlassen vorgeschriebener Prüfungen zu einem Entzug führen.
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 28.01.2021 Art. 14 Abs. 1 und 2, Art. 15d Abs. 1, Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01), Art. 7 Abs. 1 VZV (SR 741.51), Art. 12a, Art. 15 Abs. 1, Art. 16 Abs. 1 und 2 SKV (SR 741.013), Art. 26 VKSV-ASTRA (SR 741.013.1). Die Rekurrentin erlitt während einer Fahrt im Innerortsbereich einen Schwächeanfall, verlor kurzzeitig das Bewusstsein und prallte in ein Fahrzeug vor ihr. Nach dem Aufprall war sie sofort wieder bei vollem Bewusstsein. Ein Polizist stufte sie in allen Bereichen als normal und unauffällig ein, sprach ihr aber trotzdem die Fahrfähigkeit ab. Ein Arzt im Kantonsspital stellte ebenfalls nichts Auffälliges fest und die Auswertung der Blut- und Urinprobe ergab keine Hinweise auf eine Fahrunfähigkeit. Die Rekurrentin hatte sich wenige Tage vor dem Unfall zwei Zähne ziehen lassen. Nach der Entfernung der Zähne hatte sie Schmerzen, konnte deswegen nicht richtig essen und schlafen. Vor dem Unfall war sie beim Zahnarzt, um die Fäden ziehen zu lassen. Vor der Rückfahrt zu ihrem Wohnort nahm sie eine Tablette gegen die Schmerzen ein, die zweite an diesem Tag.”
“Trotzdem liess er sein Fahrzeug nicht mit schweizerischen Kontrollschildern versehen. Dieser Sachverhalt ist unbestritten und lässt sich anhand der Akten nachvollziehen. Der Rekurrent macht zwar geltend, das von der Vorinstanz geforderte technische Gutachten noch nicht erhalten zu haben, weshalb es gar nicht möglich gewesen sei, das Fahrzeug prüfen zu lassen. Sein Verhalten lässt jedoch darauf schliessen, dass es ihm von Anfang an nur darum ging, Zeit zu gewinnen. So reagierte er auf die verschiedenen Mahnungen der Vorinstanz, wenn überhaupt, nur ungenügend. Auch im Rekursverfahren sicherte er mehrmals zu, die notwendigen Unterlagen zu beschaffen und einen Termin mit der Prüfstelle Oberbüren zu vereinbaren. Soweit dem Gericht bekannt, blieb es bei der Absichtsbekundung. Vor diesem Hintergrund erscheint nachvollziehbar, dass die Vorinstanz davon ausging, die gesetzlichen Voraussetzungen für den Betrieb des Audi Q5 mit deutschen Kontrollschildern bestünden nicht mehr. In einem solchen Fall ist der Fahrzeugausweis zwingend zu entziehen bzw. abzuerkennen (Art. 16 Abs. 1 SVG; Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16 SVG N 1 und 3).”
Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, ist gemäss gefestigter Rechtsprechung ein Sicherungsentzug anzuordnen; in der Praxis erfolgt dieser regelmässig für unbestimmte Zeit, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit das sichere Führen eines Fahrzeugs ausschliesst. Eine Rückgabe des Ausweises setzt den Nachweis voraus, dass die Untauglichkeit behoben ist (vgl. einschlägige Entscheide und Auslegungen zu Art. 16 Abs. 1 und Art. 16d Abs. 1 SVG bzw. Art. 17 Abs. 3).
“und nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Bst. d). Über Fahrkompetenz verfügt, wer die Verkehrsregeln kennt (Art. 14 Abs. 3 Bst. a SVG) und Fahrzeuge der Kategorie, für die der Ausweis gilt, sicher führen kann (Art. 14 Abs. 3 Bst. b SVG). Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG), namentlich wenn die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Person nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen oder wenn sie aufgrund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften beachten und auf Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (Art. 16d Abs. 1 Bst. a und c SVG).”
“Die Fahreignung setzt unter anderem voraus, dass sie über die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen verfügen (Art. 14 Abs. 2 lit. b SVG). Dies setzt die stabil vorliegende Fähigkeit voraus, sich auch in schwierigen Situationen regelkonform verhalten zu können (Bickel, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 14 SVG N 13 f.; BGer 1C_220/2011 vom 24. August 2011 E. 2). Die medizinischen Mindestanforderungen betreffen dabei auch körperliche Merkmale, wie zum Beispiel die Sehschärfe, das Gehör, die Atmungsorgane und die Gliedmassen (Bickel, a.a.O., Art. 14 SVG N 26). Erfüllt eine Person diese gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines Führerausweises nicht mehr, so ist ihr dieser gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen. In Konkretisierung dieser Bestimmung wird der Führerausweis einer Person gemäss Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen. Angesichts des in Art. 16 Abs. 1 SVG verankerten Grundsatzes muss ein Sicherungsentzug in jedem Fall angeordnet werden, bei dem die Fahreignung nicht mehr gegeben ist. Unter Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG fallen alle medizinischen und psychischen Gründe, welche die Fahreignung ausschliessen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, kann ein Ausweisentzug dabei auch ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsregeln erfolgen (vgl. BGE 133 I 331 E. 9.1 und BGer 1C_491/2017 vom 9. Mai 2018 E. 3.5.). Als schwerer Eingriff in den Persönlichkeitsbereich der betroffenen Person hat der Entzug auf einer sorgfältigen Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte zu beruhen. Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so ist gemäss Art. 15d SVG eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen (Rütsche/DAmico, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 16d SVG N 17).”
“Das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRMZ) vom 19. Mai 2022 kam dabei zum Schluss, die Fahreignung des Beschwerdeführers sei wegen der zentralen Gesichtsfelddefekte und der kognitiven und körperlichen Defizite zu verneinen. Auch eine Beschränkung des Führerausweises nach Art. 34 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 15. Juli 2023 (VZV) sei aus verkehrsmedizinischer Sicht nicht möglich, ebenso wenig wie ein Abweichen von den Mindestanforderungen nach Art. 7 Abs. 3 VZV. Gestützt auf diesen Sachverhalt entzog der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer mit angefochtener Verfügung vom 16. Juni 2022 gestützt auf Art. 16 Abs. 1, Art. 16d Abs. 1 lit. a sowie Art. 17 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1959 (SVG) den Führerausweis auf unbestimmte Zeit. 3. 3.1 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Für Motorfahrzeugführende setzt Art. 14 Abs. 1 SVG voraus, dass sie über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG). 3.2 Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, muss ein Sicherungsentzug zwingend angeordnet werden. Als schwerwiegender Eingriff in den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen setzt er eine sorgfältige Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte voraus (BGE 133 II 384 E. 3.1). Das Verwaltungsgericht prüft dabei den dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegten Sachverhalt grundsätzlich frei (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. b VRG). Steht allerdings eine gutachterliche Einschätzung zu Sachverhaltsfragen im Streit, beschränkt das Gericht seine Prüfung darauf, ob das Gutachten vollständig, klar, gehörig begründet und widerspruchsfrei ist. Die Entscheidinstanz darf somit nur aus triftigen Gründen von einem Gutachten abweichen – etwa dann, wenn dieses Irrtümer, Lücken oder Widersprüche enthält oder wenn dessen Schlüssigkeit in wesentlichen Punkten zweifelhaft erscheint (vgl.”
“Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die sogenannte Fahreignung. Mit diesem Begriff umschreiben alle betroffenen wissenschaftlichen Disziplinen (insbesondere Medizin, Psychologie und Jurisprudenz) die körperlichen und geistigen Voraussetzungen des Individuums, ein Fahrzeug im Strassenverkehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss dauernd vorliegen. Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Art. 16d Abs. 1 SVG bestimmt, dass der Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen wird, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (lit. a), sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (lit.”
“Pour des raisons d'économie de procédure, il n'y aurait dès lors pas lieu de lui renvoyer l'affaire. Sur ce point, le recours doit dès lors être rejeté. 4. 4.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui, notamment, a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b) et ne souffre d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. c). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies. L'art. 16d al. 1 LCR précise que les permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d’une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Selon l'art. 17 al. 3 LCR, lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu.”
Vorbelastungen und Rückfälle (insbesondere wenn ein Führerausweis innerhalb der letzten fünf Jahre entzogen oder vollzogen wurde) gelten in der Praxis als verschärfende Umstände. Dies kann zu längeren Entzugsdauern oder zu einer strengeren Anwendung der gesetzlichen Mindestentzugsdauern führen; bereits ausgeführte frühere Entzüge wirken dabei verschärfend.
“Le asserite rassicurazioni, per ammissione della stessa ricorrente, sarebbero successive all'emanazione della decisione di revoca della licenza di condurre, e non potevano quindi esplicare alcun effetto vincolante per l'autorità di ricorso, davanti alla quale la ricorrente ha potuto contestare compiutamente la misura adottata nei suoi confronti. Inoltre, come accertato dalla Corte cantonale, in modo vincolante per il Tribunale federale (art. 105 cpv. 1 LTF), neppure risulta che l'insorgente abbia preso particolari disposizioni che non potrebbe modificare senza subire pregiudizio (DTF 150 I 1 consid. 4.1; 148 II 233 consid. 5.5.1). Ciò che neppure la ricorrente pretende. 5.2. Infine, accennando in maniera del tutto generica ad asserite necessità familiari e professionali di condurre un veicolo a motore, la ricorrente non cerca di spiegare perché i giudici cantonali avrebbero ritenuto, a torto, che non si potrebbe comunque ridurre il periodo di revoca minimo previsto dalla legge (art. 16 cpv. 3 secondo periodo LCStr; DTF 135 II 334 consid. 2.2; sentenza 1C_55/2017 dell'8 febbraio 2017 consid. 3.8; HANS GIGER, SVG Kommentar, 9a ed. 2022, n. 23 segg. all'art. 16 LCStr). D'altro canto, l'insorgente, dopo aver subito nel 2017 una revoca della licenza di condurre di tre mesi per un'infrazione grave (guida in stato di inattitudine), nel 2021 è stata nuovamente oggetto di una misura di revoca, a tempo indeterminato, a seguito di un'ulteriore infrazione grave (guida nonostante la revoca a titolo preventivo). Il 3 agosto 2023 l'insorgente ha nuovamente commesso un'infrazione grave (guida nonostante la revoca a titolo preventivo). Tenuto conto di tali circostanze, la Corte cantonale ha quindi accertato in maniera corretta i fatti e la dimensione soggettiva della condotta della ricorrente (DTF 142 IV 137 consid. 11.2 e 12). 6. Ne segue che, in quanto ammissibile, il ricorso dev'essere respinto, come la domanda di assistenza giudiziaria con gratuito patrocinio. In effetti, le conclusioni ricorsuali erano prive di probabilità di successo (art. 64 cpv. 1 LTF).”
“Le asserite rassicurazioni, per ammissione della stessa ricorrente, sarebbero successive all'emanazione della decisione di revoca della licenza di condurre, e non potevano quindi esplicare alcun effetto vincolante per l'autorità di ricorso, davanti alla quale la ricorrente ha potuto contestare compiutamente la misura adottata nei suoi confronti. Inoltre, come accertato dalla Corte cantonale, in modo vincolante per il Tribunale federale (art. 105 cpv. 1 LTF), neppure risulta che l'insorgente abbia preso particolari disposizioni che non potrebbe modificare senza subire pregiudizio (DTF 150 I 1 consid. 4.1; 148 II 233 consid. 5.5.1). Ciò che neppure la ricorrente pretende. 5.2. Infine, accennando in maniera del tutto generica ad asserite necessità familiari e professionali di condurre un veicolo a motore, la ricorrente non cerca di spiegare perché i giudici cantonali avrebbero ritenuto, a torto, che non si potrebbe comunque ridurre il periodo di revoca minimo previsto dalla legge (art. 16 cpv. 3 secondo periodo LCStr; DTF 135 II 334 consid. 2.2; sentenza 1C_55/2017 dell'8 febbraio 2017 consid. 3.8; HANS GIGER, SVG Kommentar, 9a ed. 2022, n. 23 segg. all'art. 16 LCStr). D'altro canto, l'insorgente, dopo aver subito nel 2017 una revoca della licenza di condurre di tre mesi per un'infrazione grave (guida in stato di inattitudine), nel 2021 è stata nuovamente oggetto di una misura di revoca, a tempo indeterminato, a seguito di un'ulteriore infrazione grave (guida nonostante la revoca a titolo preventivo). Il 3 agosto 2023 l'insorgente ha nuovamente commesso un'infrazione grave (guida nonostante la revoca a titolo preventivo). Tenuto conto di tali circostanze, la Corte cantonale ha quindi accertato in maniera corretta i fatti e la dimensione soggettiva della condotta della ricorrente (DTF 142 IV 137 consid. 11.2 e 12). 6. Ne segue che, in quanto ammissibile, il ricorso dev'essere respinto, come la domanda di assistenza giudiziaria con gratuito patrocinio. In effetti, le conclusioni ricorsuali erano prive di probabilità di successo (art. 64 cpv. 1 LTF).”
“Der Rekurrent macht sinngemäss geltend, der Sicherungsentzug des Führerausweises für immer mit einer Sperrfrist von fünf Jahren sei unverhältnismässig, weil er aus beruflichen Gründen auf den Führerausweis angewiesen sei und der Sicherungsentzug erhebliche negative Auswirkungen auf ihn und seine Familie hätte (vgl. Rekursbegründung, S. 2). Gemäss der vorliegend anwendbaren Bestimmung von Art. 16c Abs. 2 lit. e SVG wird der Führerausweis nach einer schweren Widerhandlung für immer entzogen, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis nach Art. 16c Abs. 2 lit. d oder Art. 16b Abs. 2 lit. e SVG entzogen war. Abgesehen von im vorliegenden Fall nicht einschlägigen Ausnahmen darf auf diesen Sicherungsentzug nicht verzichtet und die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG; Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 91 ff.; Rütsche/Weber, ebenda, Art. 16c SVG N 49; Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Auflage, Zürich 2015, Art. 16 N 28 und 32 f., Vorbemerkungen zu Art. 16a-c N 10 und Art. 16c N 45). Beim Entzug für immer gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. e SVG gilt zudem eine gesetzliche Sperrfrist von fünf Jahren (vgl. Art. 17 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 23 Abs. 3 SVG; Rütsche/Weber, a.a.O., Art. 16c SVG N 60 und Art. 17 SVG N 33). Selbst wenn der Rekurrent beruflich dringend auf den Führerausweis angewiesen wäre und der Führerausweisentzug für ihn und seine Familie eine existenzielle Bedrohung bedeutete, könnte deshalb weder auf den Sicherungsentzug für immer verzichtet noch eine kürzere Sperrfrist als fünf Jahre angeordnet werden, wie das JSD richtig festgestellt hat (vgl. angefochtener Entscheid, E. 16).”
“Ce faisant, il ne répond pas à l'argumentation de la cour cantonale qui a expliqué clairement pourquoi, même si une erreur d'adressage avait conduit à une perte de temps, le dies a quo du délai prévu à l'art. 16c al. 2 let. e LCR demeurait le jour de la révocation du précédent retrait du permis de conduire. En effet, selon le texte clair de la loi, le facteur décisif est de savoir si "au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré". Le point de référence est donc l'exécution du retrait du permis de conduire. La formulation correspond aussi au sens de la disposition, car c'est le retrait du permis de conduire - et non pas l'infraction - qui doit avoir un effet d'avertissement. Si le retrait du permis de conduire, également appelé dans ce contexte retrait de sécurité, n'a pas un effet suffisant puisque le conducteur commet à nouveau une infraction dans les cinq ans suivant son exécution, cela entraîne automatiquement une aggravation de la sanction conformément à l'art. 16a al. 2 LCR (arrêt 1C_106/2011 du 7 juin 2011 consid. 2.3 et les arrêts cités; BERNHARD RÜTSCHE, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, n° 100 ad art. 16 LCR). Le Tribunal cantonal n'a donc pas violé l'art. 16a al. 2 let. e LCR en confirmant le retrait du permis de conduire du recourant avec un minimum incompressible de cinq ans. Mal fondé, le grief doit être écarté.”
Beim Entzug des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder ist dem Betroffenen vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme (rechtliches Gehör) zu gewähren. Eine Verletzung dieses Anspruchs kann zur Aufhebung der Verfügung führen.
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 24. Juni 2021 Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01), Art. 108 Abs. 1, Art. 115 Abs. 1 lit. c, Art. 116 Abs. 3 VZV (SR 741.51). Die Vorinstanz verletzte den Anspruch des Rekurrenten auf rechtliches Gehör, indem sie den Fahrzeugausweis und die Kontrollschilder einzog, ohne vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 24. Juni 2021, IV-2021/23). Präsident Urs Gmünder, Richter Beat Fritsche und Roland Luchsinger, Gerichtsschreiber Philipp Lenz X, Rekurrent, gegen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Verkehrszulassung, Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz, betreffend Aberkennung des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder”
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 24. Juni 2021 Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01), Art. 108 Abs. 1, Art. 115 Abs. 1 lit. c, Art. 116 Abs. 3 VZV (SR 741.51). Die Vorinstanz verletzte den Anspruch des Rekurrenten auf rechtliches Gehör, indem sie den Fahrzeugausweis und die Kontrollschilder einzog, ohne vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 24. Juni 2021, IV-2021/23). Präsident Urs Gmünder, Richter Beat Fritsche und Roland Luchsinger, Gerichtsschreiber Philipp Lenz X, Rekurrent, gegen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Verkehrszulassung, Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz, betreffend Aberkennung des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder”
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 24. Juni 2021 Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01), Art. 108 Abs. 1, Art. 115 Abs. 1 lit. c, Art. 116 Abs. 3 VZV (SR 741.51). Die Vorinstanz verletzte den Anspruch des Rekurrenten auf rechtliches Gehör, indem sie den Fahrzeugausweis und die Kontrollschilder einzog, ohne vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 24. Juni 2021, IV-2021/23). Präsident Urs Gmünder, Richter Beat Fritsche und Roland Luchsinger, Gerichtsschreiber Philipp Lenz X, Rekurrent, gegen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Verkehrszulassung, Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz, betreffend Aberkennung des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder”
Zieht jemand die Einsprache gegen eine Strafverfügung (Ordonnance pénale) zurück, tritt diese in Rechtskraft; für die administrativen Folgen nach Art. 16 Abs. 2 SVG ist die Person wie bei einem definitiven Strafurteil zu behandeln. Die Gründe für den Rückzug sind unbeachtlich.
“En l'occurrence, le recourant savait à la suite des différents courriers reçus de l'Office cantonal des véhicules qu'il s'exposait à une mesure administrative à raison des faits survenus le 1er mars 2021 et que son dossier avait été suspendu dans l'attente du jugement pénal. L'art. 16 al. 2 LCR prévoit d'ailleurs qu'une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d'ordre n'est pas applicable. Le recourant était assisté, dans la procédure pendante devant le Tribunal de police, d'un avocat mandaté par son assurance de protection juridique, censé connaître la jurisprudence précitée et les conséquences que le prononcé pénal pouvait avoir au plan administratif s'il ne contestait pas les faits dans le cadre de la procédure pénale. Il a néanmoins retiré l'opposition qu'il avait formée à l'ordonnance pénale, laquelle est ainsi entrée en force. Il doit ainsi être traité de la même manière que toute personne ayant fait l'objet d'un jugement pénal définitif. Les raisons qui l'ont amené à retirer son opposition importent peu. Il ne ressort au demeurant pas de l'état de fait de l'arrêt attaqué, qui lie le Tribunal fédéral en l'absence d'éléments au dossier propres à en établir l'inexactitude (cf.”
“En l'occurrence, le recourant savait à la suite des différents courriers reçus de l'Office cantonal des véhicules qu'il s'exposait à une mesure administrative à raison des faits survenus le 1er mars 2021 et que son dossier avait été suspendu dans l'attente du jugement pénal. L'art. 16 al. 2 LCR prévoit d'ailleurs qu'une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d'ordre n'est pas applicable. Le recourant était assisté, dans la procédure pendante devant le Tribunal de police, d'un avocat mandaté par son assurance de protection juridique, censé connaître la jurisprudence précitée et les conséquences que le prononcé pénal pouvait avoir au plan administratif s'il ne contestait pas les faits dans le cadre de la procédure pénale. Il a néanmoins retiré l'opposition qu'il avait formée à l'ordonnance pénale, laquelle est ainsi entrée en force. Il doit ainsi être traité de la même manière que toute personne ayant fait l'objet d'un jugement pénal définitif. Les raisons qui l'ont amené à retirer son opposition importent peu. Il ne ressort au demeurant pas de l'état de fait de l'arrêt attaqué, qui lie le Tribunal fédéral en l'absence d'éléments au dossier propres à en établir l'inexactitude (cf.”
Aus dem Wortlaut sowie der teleologischen und historischen Auslegung von Art. 16 Abs. 2 SVG ergeben sich nach der Rechtsprechung keine Anhaltspunkte dafür, dass die Bestimmung Vorfälle erfasst, die sich vor Erteilung des Lernfahr‑ bzw. Führerausweises ereignet haben.
“Anhaltspunkte dafür, dass ein Entzug des Lernfahr- bzw. Führerausweises gestützt auf Art. 16 Abs. 2 SVG aufgrund eines Vorfalls, welcher sich vor Erteilung des Lernfahr- bzw. Führerausweises ereignet hat, von dieser Bestimmung erfasst sein sollte, ergeben sich aus deren Wortlaut keine. Zwar ist das Administrativmassnahmenrecht des Strassenverkehrsgesetzes per 1. Januar 2005 verschärft worden (Botschaft vom 31. März 1999 zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes [SVG], BBl 1999 4485). Gegenteiliges ergibt sich jedoch auch nicht aus der teleologischen oder historischen Auslegung der Bestimmung.”
Hat eine nicht nach dem Ordnungsbussengesetz abzuwickelnde Verkehrsverletzung einen Unfall mit Verletzten zur Folge, ist danach mit einer administrativen Massnahme nach Art. 16 Abs. 2 SVG (Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises oder Verwarnung) zu rechnen; die Unkenntnis des Betroffenen über die genaue Schwere der Verletzungen steht dem nicht entgegen.
“Il est exact que le recourant n'a aucun antécédent en matière de circulation routière et que l'ordonnance pénale ne mentionnait pas que la sanction pénale prononcée était indépendante d'une éventuelle mesure administrative ni qu'il devait faire opposition s'il entendait contester les faits; ces éléments ne sont toutefois pas à eux seuls décisifs pour faire échec à l'application de cette jurisprudence, qui réserve l'hypothèse où les circonstances de l'infraction, voire les conséquences de celle-ci, devaient amener le conducteur fautif à envisager qu'il s'expose à une mesure de retrait de son permis de conduire. Tel est précisément le cas en l'occurrence où l'infraction reprochée au recourant dans l'ordonnance pénale, non contestée et entrée en force, a provoqué un accident, la conductrice de la trottinette ayant chuté et s'étant blessée. Il importe peu que le recourant ait ignoré la gravité exacte des lésions occasionnées. En tant qu'il retient que le recourant ne pouvait pas raisonnablement penser qu'il échapperait à toute mesure administrative alors qu'il était condamné sur le plan pénal pour une infraction ayant entraîné un accident ayant occasionné des blessures d'une certaine gravité, l'arrêt attaqué est conforme à la jurisprudence précitée et ne viole pas le droit fédéral. Le recourant ne saurait arguer de sa méconnaissance du système légal ou du fait que l'ordonnance pénale ne faisait aucune mention d'une éventuelle procédure administrative de retrait du permis de conduire. L'art. 16 al. 2 LCR prévoit en effet qu'une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement lorsque la procédure prévue par la loi fédérale du 18 mars 2016 sur les amendes d'ordre (LAO; RS 341.1) n'est pas applicable; l'auteur d'une infraction qui a fait l'objet d'une ordonnance pénale et n'a pas été sanctionné par une simple amende d'ordre devrait ainsi savoir qu'il va faire l'objet d'une mesure de retrait de son permis de conduire, ce d'autant que la police et les autorités pénales ont l'obligation, en vertu de l'art. 104 al. 1 LCR, de notifier aux autorités compétentes toute infraction pouvant entraîner une mesure prévue dans la présente loi (cf. arrêt 1C_589/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2). La conformité du système de la double procédure pénale et administrative en matière de répression des infractions aux règles de la circulation routière au principe de l'interdiction de la double peine a au surplus été constatée par le Tribunal fédéral dans un arrêt rendu le 26 septembre 2011 et publié aux ATF 137 I 363 et confirmé par la Cour européenne des droits de l'homme (arrêt Rivard contre Suisse du 4 octobre 2016, Requête n° 21563/12, §§ 23 ss).”
“Il est exact que le recourant n'a aucun antécédent en matière de circulation routière et que l'ordonnance pénale ne mentionnait pas que la sanction pénale prononcée était indépendante d'une éventuelle mesure administrative ni qu'il devait faire opposition s'il entendait contester les faits; ces éléments ne sont toutefois pas à eux seuls décisifs pour faire échec à l'application de cette jurisprudence, qui réserve l'hypothèse où les circonstances de l'infraction, voire les conséquences de celle-ci, devaient amener le conducteur fautif à envisager qu'il s'expose à une mesure de retrait de son permis de conduire. Tel est précisément le cas en l'occurrence où l'infraction reprochée au recourant dans l'ordonnance pénale, non contestée et entrée en force, a provoqué un accident, la conductrice de la trottinette ayant chuté et s'étant blessée. Il importe peu que le recourant ait ignoré la gravité exacte des lésions occasionnées. En tant qu'il retient que le recourant ne pouvait pas raisonnablement penser qu'il échapperait à toute mesure administrative alors qu'il était condamné sur le plan pénal pour une infraction ayant entraîné un accident ayant occasionné des blessures d'une certaine gravité, l'arrêt attaqué est conforme à la jurisprudence précitée et ne viole pas le droit fédéral. Le recourant ne saurait arguer de sa méconnaissance du système légal ou du fait que l'ordonnance pénale ne faisait aucune mention d'une éventuelle procédure administrative de retrait du permis de conduire. L'art. 16 al. 2 LCR prévoit en effet qu'une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement lorsque la procédure prévue par la loi fédérale du 18 mars 2016 sur les amendes d'ordre (LAO; RS 341.1) n'est pas applicable; l'auteur d'une infraction qui a fait l'objet d'une ordonnance pénale et n'a pas été sanctionné par une simple amende d'ordre devrait ainsi savoir qu'il va faire l'objet d'une mesure de retrait de son permis de conduire, ce d'autant que la police et les autorités pénales ont l'obligation, en vertu de l'art. 104 al. 1 LCR, de notifier aux autorités compétentes toute infraction pouvant entraîner une mesure prévue dans la présente loi (cf. arrêt 1C_589/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2). La conformité du système de la double procédure pénale et administrative en matière de répression des infractions aux règles de la circulation routière au principe de l'interdiction de la double peine a au surplus été constatée par le Tribunal fédéral dans un arrêt rendu le 26 septembre 2011 et publié aux ATF 137 I 363 et confirmé par la Cour européenne des droits de l'homme (arrêt Rivard contre Suisse du 4 octobre 2016, Requête n° 21563/12, §§ 23 ss).”
Bei wiederholten Alkoholverstössen kann ein nur geringfügig überschrittener qualifizierter Alkoholwert eine Verlängerung des Führerausweisentzugs bis zu zwölf Monaten rechtfertigen.
“Au vu de ses antécédents, le recourant, né en 1993, devait porter une attention toute particulière à prouver qu'il était capable de respecter les règles de la circulation routière. Le fait de conduire en état ébriété qualifié comporte en outre un risque indéniable pour le conducteur et les autres usagers de la route, cela également de nuit et dans des circonstances où la présence d'autres usagers est faible. Le recourant ne peut pas minimiser la faute commise – soit la conduite sous l'influence de l'alcool avec un taux qualifié – et le danger en résultant en invoquant que le taux de 0.40 mg/l est dépassé de peu seulement. On ajoute que le fait de prendre le volant après avoir consommé de l'alcool est le fruit d'un acte volontaire dont les conséquences et risques sont notoires. Dans de telles conditions, l'aggravation de la durée de retrait, du minimum de trois mois prévus en cas d'infraction grave sans antécédents (cf. art. 16c al. 2 let. a LCR) à douze mois, respecte manifestement l'art. 16 al. 3 LCR et cela même en tenant compte d'un besoin professionnel. Celui-ci ne peut pas conduire à une autre appréciation du passé de ce conducteur relativement jeune et de son problème récurrent de ne pas être en mesure de respecter les règles de la circulation routière. Par ailleurs, il est finalement souligné que le système des cascades conduirait à une sanction bien plus lourde en application de l'art. 16c al. 2 let. d LCR (durée indéterminée avec un minimum incompressible de deux ans). 7. Sur le vu de ce qui précède, l'OCN n'a manifestement pas violé la loi, ni commis un abus ou un excès de son pouvoir d'appréciation en prononçant à l'endroit du recourant un retrait du permis de conduire d'une durée de douze mois. 8. Vu l'issue du recours, les frais de procédure doivent être mis à la charge du recourant qui succombe, conformément à l'art. 131 CPJA et aux art. 1 et 2 du tarif fribourgeois du 17 décembre 1991 sur les frais de procédure et des indemnités en matière de juridiction administrative (RSF 150.”
Eine Häufung von Alkoholverstössen bzw. belastende oder nicht vollständig erklärbare Alkoholbefunde kann nach den Behördenentscheiden Anlass zu ernsthaften Zweifeln an der Fahreignung geben und unter den konkreten Umständen einen Entzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit rechtfertigen.
“Februar 2021 erging ein Entzug des Führerausweises für die Dauer von sechs Monaten wegen Lenkens eines Motorfahrzeugs in qualifiziert angetrunkenem Zustand (AAK 0,72 mg/l), begangen am 11. Februar 2021. Weiter hat der Beschwerdeführer gemäss Rapport der Kantonspolizei Zürich am 24. September 2021 erneut einen Personenwagen in angetrunkenem Zustand gelenkt; die administrativrechtliche Beurteilung dieses Vorfalls ist noch ausstehend, da das Verfahren mit Blick auf den ausstehenden Strafentscheid pendent gehalten wird. Bereits eine solche Häufung teilweise schwerer Vorfälle weckt ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers und lässt die angeordnete Abklärung bereits als gerechtfertigt erscheinen, ohne dass die genauen Umstände des Vorfalls vom 15. März 2022 näherer Abklärung bedürften (vgl. dazu aber ergänzend unten E. 4.3). 4. 4.1 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Nach Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG wird der Führerausweis einer Person entzogen, wenn diese an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst. Eine die Fahreignung ausschliessende Sucht kann beispielsweise bei einer Abhängigkeit von Alkohol gegeben sein (Philippe Weissenberger, Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 2. A., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 16d N. 25). Der Entzug des Führerausweises wegen fehlender Fahreignung ist ein Entzug zu Sicherungszwecken (sogenannter Sicherungsentzug). Er bezweckt, die zu befürchtende Gefährdung der Verkehrssicherheit in der Schweiz durch einen ungeeigneten Fahrzeugführer in der Zukunft zu verhindern. Dementsprechend setzt er keine schuldhafte Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung voraus (Weissenberger, Art. 16d N. 8). Auf fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Alkohol- bzw. Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (BGE 129 II 82 E.”
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 29.10.2020 Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01). Nach einer Trunkenheitsfahrt mit einer Blutalkoholkonzentration von durchschnittlich 2,1 Gewichtspromille musste sich der Rekurrent verkehrsmedizinisch untersuchen lassen. Rund vier Monate später wurde der vorsorglich entzogene Führerausweis gestützt auf die Empfehlungen des Gutachters mit einer Alkoholtotalabstinenzauflage wiedererteilt. Anlässlich der ersten Verlaufskontrolle ergab die Haaranalyse für den Zeitraum von zwei Monaten vor und einem Monat nach der Wiedererteilung des Führerausweises einen Ethylglucuronidwert von 49 pg/mg. Unabhängig davon, ob der Rekurrent vor oder nach der Wiedererteilung des Führerausweises Alkohol konsumierte, sind die Voraussetzungen für einen Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit erfüllt (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 29. Oktober 2020, IV-2020/47). Präsident Urs Gmünder, Richter Urs Früh und Beat Fritsche, Gerichtsschreiberin Susanne Schmid Etter X, Rekurrent, vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. Markus Thier, Dufourstrasse 124, 9000 St.”
Die in den Quellen beschriebene Mindestentzugsdauer begrenzt das Auswahlermessen der Entzugsbehörde nach unten; oberhalb dieser Schwelle steht den Behörden ein beträchtliches Ermessen zu, das — wie jedes Verwaltungsermessen — pflichtgemäss auszuüben ist. Zur Gewährleistung einer rechtsgleichen und vorhersehbaren Praxis sollen sich die Behörden bei der Ermessensausübung an vergleichbaren Fällen und an der bundesrechtlichen Rechtsprechung orientieren. Gleichwohl entbindet die entwickelte Rechtsprechung die Behörden nicht von der gebotenen Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls.
“Es handelt sich bei diesen Schwellenwerten um unwiderlegbare Rechtsvermutungen, welche unabhängig von weiteren Beweisen und individueller Alkoholverträglichkeit gelten (Bernhard Rütsche, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 108 zu Art. 16 SVG). Nach Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG ist sodann eine Mindestdauer des Führerausweisentzugs von drei Monaten vorgesehen, sofern kein Fall von Art. 16c Abs. 2 lit. abis -e vorliegt, welcher eine längere Entzugsdauer vorsieht. 5.3 Nach einer schweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens zwölf Monate entzogen, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war (Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG). Durch die Mindestentzugsdauer wird das Auswahlermessen der Entzugsbehörde nach unten begrenzt. Oberhalb der Mindestentzugsdauer kommt den Behörden bei der Bemessung der Entzugsdauer hingegen ein beträchtliches Ermessen zu. Dieses Ermessen ist – wie jedes Verwaltungsermessen – pflichtgemäss auszuüben (Giger, a.a.O., N 15 zu Art. 16c SVG; Rütsche, a.a.O., N 112 f. zu Art. 16 SVG). Nach Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahroder Führerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden, es sei denn die Strafe wurde nach Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG gemildert (Giger, a.a.O., N 23 f. zu Art. 16 SVG). Die Berücksichtigung der konkreten Umstände dient zwar der Einzelfallgerechtigkeit, steht aber in einem gewissen Spannungsverhältnis zu den Geboten der Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit. Entsprechend haben sich die Behörden, zur Gewährleistung einer rechtsgleichen und vorhersehbaren Praxis, bei der Ausübung des Ermessens an vergleichbaren Fällen zu orientieren, welche sich vorrangig aus der bundesrechtlichen Judikatur ergeben (Rütsche, a.a.O., N 116 f. zu Art. 16 SVG; BGE 128 II 173 E. 4g). Die rechtsanwendenden Behörden werden durch die entwickelte Rechtsprechung mit schematischen Limiten aber nicht von der Berücksichtigung der konkreten Umstände im Einzelfall enthoben (BGE 124 II 44 E.”
“Durch die Mindestentzugsdauer wird das Auswahlermessen der Entzugsbehörde nach unten begrenzt. Das den Behörden zustehende Ermessen ist - wie jedes Verwaltungsermessen - pflichtgemäss auszuüben (Rütsche/Weber, a.a.O., N 112 f. zu Art. 16 SVG). Nach Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden, ausser wenn die Strafe nach Artikel 100 Ziffer 4 dritter Satz gemildert wurde. Die Berücksichtigung der konkreten Umstände dient zwar der Einzelfallgerechtigkeit, steht aber in einem gewissen Spannungsverhältnis zu den Geboten der Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit. Entsprechend haben sich die Behörden, zur Gewährleistung einer rechtsgleichen und vorhersehbaren Praxis, bei der Ausübung des Ermessens an vergleichbaren Fällen zu orientieren, welche sich vorrangig aus der bundesrechtlichen Judikatur ergeben (Rütsche/Weber, a.a.O., N 116 f. zu Art. 16 SVG; BGE 128 II 173 E. 4g). Die rechtsanwendenden Behörden werden durch die entwickelte Rechtsprechung mit schematischen Limiten aber nicht von der Berücksichtigung der konkreten Umstände im Einzelfall enthoben (BGE 124 II 44 E.”
In Ausnahmefällen sieht der seit Anfang 2021 geltende Anhang 1 Ziff. 314.3 OBV bestimmte, wenig gravierende Fälle des Rechtsüberholens (z. B. durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn) als Ordnungswidrigkeit vor. Beim Vollzug von Art. 16 Abs. 2 SVG ist der Grundsatz der lex mitior zu beachten. Die neue Regel ist eng auszulegen und zurückhaltend anzuwenden; eine Bewertung als Ordnungswidrigkeit kommt nur ausnahmsweise in Betracht.
“Regeste Art. 16 Abs. 2 SVG; Art. 2 Abs. 2 StGB ;titi; Anhang 1 Ziff. 314.3 OBV; Warnungsentzug des Führerausweises wegen Rechtsüberholens auf der Autobahn; Grundsatz der lex mitior; Beurteilung als Ordnungswidrigkeit. Beim Entscheid über die Anwendbarkeit von Art. 16 Abs. 2 SVG auf ein noch unter dem alten Recht erfolgtes Rechtsüberholmanöver durch Aus- schwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn ist der Grundsatz der lex mitior zu beachten und das neue Recht zu berücksichtigen, wenn dieses eine Ahndung des betreffenden Überholmanövers im Ordnungsbussenverfahren vorsieht (E. 4). Gemäss dem seit Anfang 2021 geltenden Anhang 1 Ziff. 314.3 OBV ist Rechtsüberholen durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn in gewissen, wenig gravierenden Fällen neu als Ordnungswidrigkeit zu beurteilen (E. 5.4). Die bisherige Praxis des Bundesgerichts (E. 5.3) ist entsprechend anzupassen (E. 5.5). Die neue Bestimmung ist jedoch eng auszulegen und zurückhaltend anzuwenden. Eine Bewertung und Ahndung als Ordnungswidrigkeit kommt nur ausnahmsweise in Betracht (E. 5.5.2). Vorliegend verletzt der verfügte Warnungsentzug mit Blick auf den neuen Ordnungsbussentatbestand Art. 16 Abs. 2 SVG (E. 5.6 und 5.7).”
Die Behörden können die Verwendung eines im Ausland ausgestellten Führerausweises während des Aufenthalts in der Schweiz untersagen und den Ausweis während des Aufenthalts zurückbehalten. Ein dauerhafter Entzug des ausländischen Ausweises gegenüber dem ausländischen Aussteller ist nicht zulässig; der Ausweis ist bei Ausreise zurückzugeben.
“A cela s’ajoute que plusieurs autres critères d’appréciation ont été jugés insuffisants, en lien notamment avec le sens du trafic, les changements de voies et la circulation sur l’autoroute; que, dans ces circonstances, l’échec à la course de contrôle paraît manifeste; que le recourant ne le conteste du reste pas, mais il invoque l’état de stress intense dans lequel il se trouvait lors de l’examen, qui l’a conduit à effectuer des erreurs, alors pourtant qu’il conduit régulièrement depuis son arrivée dans le pays sans avoir commis d’infractions; que pourtant, s’il faut admettre que le stress que peut occasionner le fait de passer un examen de conduite est susceptible d’engendrer quelques imprécisions dans la maîtrise du véhicule, il ne saurait d’aucune manière excuser la commission de fautes graves et/ou répétées au volant; que cela est d’autant plus vrai que la course de contrôle a précisément pour objectif de vérifier que le conducteur est en mesure de conduire de manière sûre en toute situation; qu’or, le recourant n’a manifestement pas réussi à démontrer lors de cette course qu’il possède les connaissances, les capacités et l'habileté nécessaires à la conduite d’un véhicule automobile en Suisse; que le fait qu’il dispose d’un permis de conduire obtenu au Togo ne constitue pas un indice fiable de ses aptitudes à conduire en Suisse, les conditions du trafic et les aménagements routiers, comme aussi les règles de conduite étant sensiblement différents entre ces pays; que, de même, le fait que depuis son arrivée dans le pays il n'a, par chance, commis aucun accident, relève du pur cas fortuit et ne saurait en tous les cas suffire pour attester de son aptitude à conduire; qu’aussi et pour l'ensemble des motifs qui précèdent, c'est à juste titre que l'autorité intimée ne s'est pas écartée de l'appréciation de l'expert et qu'elle a refusé de délivrer au recourant un permis de conduire suisse sur la base de son permis togolais; que le recourant demande cependant de pouvoir effectuer une nouvelle course de contrôle; que, cependant, l'art. 29 al. 3 OAC prévoit expressément que la course de contrôle ne peut pas être répétée. Bien que l'art. 44 OAC ne renvoie pas expressément à l'art. 29 al. 3 OAC, il y a lieu d'admettre que cette disposition s'applique par analogie dans le cas visé à l'art. 44 OAC: en effet, dans ce cas également, la répétition de la course de contrôle n'aurait aucun sens (arrêts TF 1C_486/2017 du 13 juin 2018 consid. 2.3; 2A.735/2004 du 1er avril 2005 consid. 3.1; TA FR 3A 2003 8 du 21 août 2003 consid. 2a); qu’une répétition de la course de contrôle ne saurait dès lors entrer en ligne de compte; que, par ailleurs, selon l'art. 29 al. 2 let. a OAC, si la personne concernée ne réussit pas la course de contrôle, l'usage du permis de conduire étranger lui sera interdit; que cette disposition trouve son fondement légal à l’art. 16 al. 1 LCR, selon lequel les permis de conduire doivent être retirés lorsqu'il est établi que les conditions légales de leur délivrance n'existent pas ou plus. L'usage des permis de conduire étrangers peuvent être interdits en Suisse selon les mêmes dispositions que celles qui s'appliquent au retrait des permis de conduire suisses (art. 45 al. 1 OAC). Les permis de conduire étrangers ne peuvent en revanche pas être retirés, sinon il y aurait empiètement inadmissible sur les droits souverains étrangers (ATF 129 II 175 consid. 2.3; arrêt TF 1C_556/2016 du 14 juin 2017 consid. 4.3); qu'à ce propos, la jurisprudence a précisé que les autorités suisses ne peuvent pas, faute de base légale suffisante, faire interdiction de conduire à l'étranger avec un permis de conduire obtenu à l'étranger. Elles peuvent certes retirer le permis pendant la durée de son séjour en Suisse, mais elles doivent le lui rendre lorsqu'il quitte la Suisse; il en va de même lorsque le séjour en Suisse s'accompagne d'une prise de domicile.”
Liegt ein verkehrsmedizinisches Gutachten vor, das die Fahreignung verneint, ist in der Regel ein Sicherungsentzug des Führerausweises anzuordnen. Das Gutachten bildet dabei die wesentliche Grundlage des Entscheids; von dieser gutachterlichen Einschätzung darf die Behörde nur aus triftigen Gründen abweichen (z. B. bei erkennbaren Irrtümern, Lücken oder Widersprüchen im Gutachten).
“Das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRMZ) vom 19. Mai 2022 kam dabei zum Schluss, die Fahreignung des Beschwerdeführers sei wegen der zentralen Gesichtsfelddefekte und der kognitiven und körperlichen Defizite zu verneinen. Auch eine Beschränkung des Führerausweises nach Art. 34 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 15. Juli 2023 (VZV) sei aus verkehrsmedizinischer Sicht nicht möglich, ebenso wenig wie ein Abweichen von den Mindestanforderungen nach Art. 7 Abs. 3 VZV. Gestützt auf diesen Sachverhalt entzog der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer mit angefochtener Verfügung vom 16. Juni 2022 gestützt auf Art. 16 Abs. 1, Art. 16d Abs. 1 lit. a sowie Art. 17 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1959 (SVG) den Führerausweis auf unbestimmte Zeit. 3. 3.1 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Für Motorfahrzeugführende setzt Art. 14 Abs. 1 SVG voraus, dass sie über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG). 3.2 Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, muss ein Sicherungsentzug zwingend angeordnet werden. Als schwerwiegender Eingriff in den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen setzt er eine sorgfältige Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte voraus (BGE 133 II 384 E. 3.1). Das Verwaltungsgericht prüft dabei den dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegten Sachverhalt grundsätzlich frei (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. b VRG). Steht allerdings eine gutachterliche Einschätzung zu Sachverhaltsfragen im Streit, beschränkt das Gericht seine Prüfung darauf, ob das Gutachten vollständig, klar, gehörig begründet und widerspruchsfrei ist. Die Entscheidinstanz darf somit nur aus triftigen Gründen von einem Gutachten abweichen – etwa dann, wenn dieses Irrtümer, Lücken oder Widersprüche enthält oder wenn dessen Schlüssigkeit in wesentlichen Punkten zweifelhaft erscheint (vgl.”
“Darüber hinaus nähme der Beschwerdeführer verkehrsmedizinisch relevante Präparate (das Schlafmittel Zolpidem und einen Stimmungsaufheller mit dem Wirkstoff Trazodon) ein, was ebenso zu einem erhöhten Risiko für Verkehrszwischenfälle führe. Zusammenfassend müsse die Fahreignung aus verkehrsmedizinscher Sicht verneint werden, da eine erhöhte Gefahr bestehe, dass der Beschwerdeführer während des Lenkens eines Fahrzeugs aufgrund von verminderten Leistungsreserven respektive körperlicher Schwächen wieder ein Fehlverhalten im Strassenverkehr zeige. Auf Grundlage dieser verkehrsmedizinischen Untersuchung entzog die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit angefochtener Verfügung vom 30. November 2020 gestützt auf Art. 16d Abs. 1 lit. a des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1959 (SVG) den Führerausweis auf unbestimmte Zeit und ordnete zugleich aufgrund der als mittelschwer qualifizierten Verkehrsregelverletzung eine Sperrfrist von einem Monat an (Art. 16d Abs. 2 SVG, Art. 16b Abs. 1 lit. a und Abs. 2 lit. a SVG). 3. 3.1 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Für Motorfahrzeugführende setzt Art. 14 Abs. 1 SVG voraus, dass sie über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG). 3.2 Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, muss ein Sicherungsentzug zwingend angeordnet werden. Als schwerwiegender Eingriff in den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen setzt er eine sorgfältige Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte voraus (BGE 133 II 384 E. 3.1). Das Verwaltungsgericht prüft dabei den dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegten Sachverhalt grundsätzlich frei (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. b VRG). Steht allerdings eine gutachterliche Einschätzung zu Sachverhaltsfragen im Streit, beschränkt das Gericht seine Prüfung darauf, ob das Gutachten vollständig, klar, gehörig begründet und widerspruchsfrei ist. Die Entscheidinstanz darf somit nur aus triftigen Gründen von einem Gutachten abweichen – etwa dann, wenn dieses Irrtümer, Lücken oder Widersprüche enthält oder wenn dessen Schlüssigkeit in wesentlichen Punkten zweifelhaft erscheint (vgl.”
“Gestützt auf diese fundierte Begutachtung hat die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu Recht geschlossen, dass die Fahreignung des Beschwerdeführers verneint werden muss, und ihm folglich gestützt auf Art. 16 Abs. 1 SVG den Führerausweis für unbestimmte Dauer, mindestens jedoch für drei Monate (Mindestdauer der Sperrfrist), gerechnet ab dem Datum der Hinterlegung des Führerausweises, entzogen. Auch war es nicht erforderlich, hierzu weitere Beweise zu erheben (siehe hierzu auch sogleich E. 7).”
Bei der vorfrageweisen strafrechtlichen Beurteilung im Administrativverfahren nach Art. 16 Abs. 2 SVG ist der Grundsatz der lex mitior (Art. 2 Abs. 2 StGB) zu beachten. Entsprechend ist grundsätzlich das am 1. Januar 2021 in Kraft getretene Recht zu berücksichtigen und anzuwenden, sofern dieses milder ist und die Voraussetzungen für die Anwendung der lex mitior erfüllt sind.
“der Ordnungsbussenverordnung vom 16. Januar 2019 (OBV; SR 314.11) trat jedoch am 1. Januar 2021 vor der Durchführung des Administrativverfahrens betreffend das Rechtsüberholen des Beschwerdeführers auf der Autobahn vom 3. Juli 2020 neben dem geänderten Art. 36 Abs. 5 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11) eine neue Bestimmung in Kraft, deren Wortlaut nahelegt, derartige Überholmanöver seien im Ordnungsbussenverfahren zu ahnden. Diese Rechtsänderung ist für das Administrativverfahren gegen den Beschwerdeführer von Bedeutung, auch wenn sie die strafrechtliche Beurteilung seiner Widerhandlung betrifft, wird nach Art. 16 Abs. 2 SVG doch, wie erwähnt (vgl. nicht publ. E. 3.1), dann der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen, wenn Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften begangen wurden, bei denen das Ordnungsbussenverfahren ausgeschlossen ist. Im Administrativverfahren gegen den Beschwerdeführer ist daher bei der vorfrageweisen strafrechtlichen Beurteilung seines Rechtsüberholmanövers entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Rechtsnatur des Warnungsentzugs der Grundsatz der lex mitior gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB zu beachten, soweit die Voraussetzungen für dessen Anwendung erfüllt sind, und ist grundsätzlich das neue Recht anzuwenden, wenn es milder ist als das im Begehungszeitpunkt geltende. Da es sich beim Warnungsentzug um eine zusätzliche Sanktion handelt, gilt BGE 149 II 96 S. 100 dies ungeachtet des Strafbefehls vom 9. Oktober 2020, mit dem der Beschwerdeführer auf der Grundlage des damaligen Rechts für sein Überholmanöver einer groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art.”
“Nach dem Gesagten ist der Grundsatz der lex mitior gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB im Administrativverfahren gegen den Beschwerdeführer bei der Anwendung von Art. 16 Abs. 2 SVG im genannten Sinn zu beachten und ist grundsätzlich das erwähnte, am 1. Januar 2021 in Kraft getretene neue Recht, insbesondere Anhang 1 Ziff.”
“OBV und den geänderten Art. 36 Abs. 5 VRV bestehen keine abweichenden Vorschriften. Aus den Ausführungen des SVSA im bundesgerichtlichen Verfahren ergibt sich nichts anderes. Zwar wird in Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung des SVG vom 14. Dezember 2001 festgehalten, nach den Vorschriften dieser Änderung werde beurteilt, wer nach ihrem Inkrafttreten eine leichte, mittelschwere oder schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (im Sinne der mit der Änderung eingeführten Art. 16a-c SVG) begehe. Daraus folgt indessen nichts für die Frage, ob bei der Anwendung von Art. 16 Abs. 2 SVG das erwähnte neue Recht grundsätzlich als lex mitior zu berücksichtigen ist, wenn es milder ist als das im Zeitpunkt der Widerhandlung des Beschwerdeführers geltende. Auch sonst ergibt sich aus den Vorbringen des SVSA nicht, dass eine entsprechende Anwendung des neuen Rechts im Administrativverfahren gegen den Beschwerdeführer ausgeschlossen ist. Dies folgt namentlich nicht daraus, dass das Bundesgericht nach Inkrafttreten der neuen Bestimmungen zum Rechtsüberholen auf der Autobahn in zwei vom SVSA genannten Fällen Verurteilungen wegen einer groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG für derartige Überholmanöver schützte, war doch der neue Ordnungsbussentatbestand von Anhang 1 Ziff.”
Bei Überschreitung der qualifizierten Alkoholkonzentration (Gewichtspromille; unwiderlegbare Rechtsvermutung) sieht Art. 16 Abs. 2 lit. a SVG eine Mindestentzugsdauer des Führerausweises von drei Monaten vor, sofern kein Fall von Art. 16c Abs. 2 lit. abis–f gegeben ist.
“Gewichtspromille als qualifizierte Alkoholkonzentration. Dabei handelt es sich um eine unwiderlegbare Rechtsvermutung, welche unabhängig von weiteren Beweisen und der Alkoholverträglichkeit gilt (Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Marcel Alexander Niggli/Thomas Probst/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 107 ff. zu Art. 16 SVG). Nach Art. 16 Abs. 2 lit. a SVG ist sodann eine Mindestentzugsdauer des Führerausweises von drei Monaten vorgesehen, sofern kein Fall von Art. 16c Abs. 2 lit. abis-f vorliegt.”
Bestehen Zweifel an der Fahrfähigkeit wegen einer möglichen Abhängigkeit, ist eine Begutachtung durch einen Mediziner der Stufe 4 erforderlich. Gutachten niedrigerer Stufen genügen nicht, da nur Mediziner der Stufe 4 befugt sind, eine Abhängigkeit verbindlich festzustellen bzw. die dafür erforderlichen Analysen vorzunehmen.
“L’OCV avait ordonné une expertise de niveau 3 et non de niveau 4 comme cela aurait dû être le cas en présence de doutes sur l’aptitude à la conduite en raison d’une dépendance à la suite d’un contrôle de police. L’expert n’étant pas un médecin de niveau 4, il n’était pas habilité à retenir l’existence d’une prétendue dépendance et n’avait pas effectué les analyses exigées par le Tribunal fédéral. b. L’OCV a indiqué n’avoir pas d’observations complémentaires à formuler et s’en remettre à l’appréciation de la chambre de céans. c. Sur ce, les parties ont été informées que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. Interjeté en temps utile devant la juridiction compétente, le recours est recevable (art. 132 de la loi sur l'organisation judiciaire du 26 septembre 2010 - LOJ - E 2 05 ; art. 62 al. 1 let. a et 63 al. 1 let. a de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 - LPA - E 5 10). 2. Dans un premier grief, le recourant allègue que l’expertise devait être établie par un médecin de niveau 4. 2.1 Conformément à l’art. 16 al. 1 LCR, le permis de conduire doit être retiré lorsque l’autorité constate que les conditions légales de sa délivrance, énoncées par l’art. 14 LCR, ne sont pas ou plus remplies. Il y a notamment lieu de retirer le permis de conduire, pour une durée indéterminée, lorsque la personne souffre d’une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (art. 16d al. 1 let. b LCR). 2.2 Le Conseil fédéral édicte des prescriptions sur les exigences minimales imposées aux personnes chargées d’effectuer les enquêtes sur l’aptitude à la conduite (art. 25 al. 3 let. f LCR). Les examens relevant de la médecine du trafic visés dans l’ordonnance réglant l’admission des personnes et des véhicules à la circulation routière du 27 octobre 1976 (OAC - RS 741.51) peuvent être réalisés seulement sous la responsabilité de médecins reconnus (art. 5a al. 1 OAC). L’autorité cantonale procède à la reconnaissance de médecins pour des examens conformément aux niveaux suivants : - niveau 1: contrôles relevant de la médecine du trafic de titulaires d’un permis de conduire âgés de plus de 75 ans (let.”
Führerausweisentzüge nach Art. 16 SVG sind nicht auf strafbare Verkehrsdelikte nach Art. 90 SVG beschränkt. Sie sind auch bei sonstigen Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften zulässig, etwa bei Missachtung von im Fahrzeugausweis vorgesehenen Auflagen (vgl. BGE 1C_311/2021 E.4.3).
“Strafrechtlich wurde der Beschwerdeführer gemäss Art. 96 Abs. 1 lit. c SVG wegen der Missachtung einer im Fahrzeugausweis vorgesehenen Auflage zu einer Busse von Fr. 100.-- verurteilt. Im Verwaltungsverfahren wurde ihm der Führerausweis wegen einer mittelschweren Verkehrsregelverletzung in Anwendung von Art. 16b Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Abs. 2 lit. a und Abs. 3 SVG sowie von ergänzenden Verordnungsbestimmungen, also insbesondere weil er durch sein Verhalten eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen hat, für die Mindestdauer von einem Monat entzogen. Insofern ist die Begründung im angefochtenen Entscheid, worin auf Art. 90 SVG verwiesen wird, nur bedingt für den vorliegenden Fall einschlägig, wie der Beschwerdeführer nicht ohne Grund rügt. Führerausweisentzüge gemäss Art. 16 SVG sind jedoch nicht nur bei strafbaren Verkehrsregelverstössen nach Art. 90 SVG, sondern auch bei sonstigen Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften zulässig. Dazu zählen unter anderem Verstösse im Sinne von Art. 96 SVG (vgl. DORIS BÜHLMANN, in : Niggli et al. [Hrsg.], Strassenverkehrsgesetz, Basler Kommentar, 2014, N. 100 zu Art. 96). Der angefochtene Entscheid stützt sich auf diese Bestimmung in Verbindung mit Art. 29 SVG. Danach dürfen Fahrzeuge insbesondere nur in betriebssicherem und vorschriftsgemässem Zustand verkehren. Gemäss Art. 96 Abs. 1 lit. c SVG wird mit Busse bestraft, wer die mit dem Fahrzeugausweis oder der Bewilligung von Gesetzes wegen oder im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet. Die Strafdrohung von Art. 96 Abs. 1 SVG entspricht derjenigen von Art. 90 Abs. 1 SVG. Im Übrigen verfügen die straf- und verwaltungsrechtlichen Sanktionen über unterschiedliche Abstufungen. Dass strafrechtlich allenfalls nicht von einer qualifizierten, d.”
Bei Anwendung von Art. 16 Abs. 1 können ausländische Führerausweise in der Schweiz während des Aufenthalts gesperrt bzw. das Führen in der Schweiz untersagt werden. Ein dauerhafter Entzug des im Ausland ausgestellten Führerausweises gegenüber dem ausländischen Staat ist nicht möglich; die Behörden dürfen das Dokument jedoch für die Dauer des Aufenthalts einbehalten und müssen es bei Wegzug zurückgeben.
“A cela s’ajoute que plusieurs autres critères d’appréciation ont été jugés insuffisants, en lien notamment avec le sens du trafic, les changements de voies et la circulation sur l’autoroute; que, dans ces circonstances, l’échec à la course de contrôle paraît manifeste; que le recourant ne le conteste du reste pas, mais il invoque l’état de stress intense dans lequel il se trouvait lors de l’examen, qui l’a conduit à effectuer des erreurs, alors pourtant qu’il conduit régulièrement depuis son arrivée dans le pays sans avoir commis d’infractions; que pourtant, s’il faut admettre que le stress que peut occasionner le fait de passer un examen de conduite est susceptible d’engendrer quelques imprécisions dans la maîtrise du véhicule, il ne saurait d’aucune manière excuser la commission de fautes graves et/ou répétées au volant; que cela est d’autant plus vrai que la course de contrôle a précisément pour objectif de vérifier que le conducteur est en mesure de conduire de manière sûre en toute situation; qu’or, le recourant n’a manifestement pas réussi à démontrer lors de cette course qu’il possède les connaissances, les capacités et l'habileté nécessaires à la conduite d’un véhicule automobile en Suisse; que le fait qu’il dispose d’un permis de conduire obtenu au Togo ne constitue pas un indice fiable de ses aptitudes à conduire en Suisse, les conditions du trafic et les aménagements routiers, comme aussi les règles de conduite étant sensiblement différents entre ces pays; que, de même, le fait que depuis son arrivée dans le pays il n'a, par chance, commis aucun accident, relève du pur cas fortuit et ne saurait en tous les cas suffire pour attester de son aptitude à conduire; qu’aussi et pour l'ensemble des motifs qui précèdent, c'est à juste titre que l'autorité intimée ne s'est pas écartée de l'appréciation de l'expert et qu'elle a refusé de délivrer au recourant un permis de conduire suisse sur la base de son permis togolais; que le recourant demande cependant de pouvoir effectuer une nouvelle course de contrôle; que, cependant, l'art. 29 al. 3 OAC prévoit expressément que la course de contrôle ne peut pas être répétée. Bien que l'art. 44 OAC ne renvoie pas expressément à l'art. 29 al. 3 OAC, il y a lieu d'admettre que cette disposition s'applique par analogie dans le cas visé à l'art. 44 OAC: en effet, dans ce cas également, la répétition de la course de contrôle n'aurait aucun sens (arrêts TF 1C_486/2017 du 13 juin 2018 consid. 2.3; 2A.735/2004 du 1er avril 2005 consid. 3.1; TA FR 3A 2003 8 du 21 août 2003 consid. 2a); qu’une répétition de la course de contrôle ne saurait dès lors entrer en ligne de compte; que, par ailleurs, selon l'art. 29 al. 2 let. a OAC, si la personne concernée ne réussit pas la course de contrôle, l'usage du permis de conduire étranger lui sera interdit; que cette disposition trouve son fondement légal à l’art. 16 al. 1 LCR, selon lequel les permis de conduire doivent être retirés lorsqu'il est établi que les conditions légales de leur délivrance n'existent pas ou plus. L'usage des permis de conduire étrangers peuvent être interdits en Suisse selon les mêmes dispositions que celles qui s'appliquent au retrait des permis de conduire suisses (art. 45 al. 1 OAC). Les permis de conduire étrangers ne peuvent en revanche pas être retirés, sinon il y aurait empiètement inadmissible sur les droits souverains étrangers (ATF 129 II 175 consid. 2.3; arrêt TF 1C_556/2016 du 14 juin 2017 consid. 4.3); qu'à ce propos, la jurisprudence a précisé que les autorités suisses ne peuvent pas, faute de base légale suffisante, faire interdiction de conduire à l'étranger avec un permis de conduire obtenu à l'étranger. Elles peuvent certes retirer le permis pendant la durée de son séjour en Suisse, mais elles doivent le lui rendre lorsqu'il quitte la Suisse; il en va de même lorsque le séjour en Suisse s'accompagne d'une prise de domicile.”
Liegen die Tatbestandsvoraussetzungen der in Art. 16c Abs. 2 LCR vorgesehenen Mindestentzugsdauern vor (z.B. drei Monate nach einer schweren Zuwiderhandlung; zwölf Monate, wenn in den letzten fünf Jahren bereits ein Entzug wegen einer schweren Zuwiderhandlung erfolgte bzw. zwei mittlere Entzüge vorlagen), sind diese Mindestdauern nach Art. 16 Abs. 3 LCR grundsätzlich nicht zu unterschreiten.
“D'autre part, en quittant les lieux de l'accident sans prévenir la police, le recourant s'est dérobé intentionnellement à un alcootest ou à un autre examen préliminaire dont il ne pouvait ignorer qu'il serait ordonné, dans la mesure où la police procède quasiment systématiquement à un alcootest après un accident, l'art. 55 LCR ne subordonnant par ailleurs pas cette mesure à la présence d'indices particuliers. Or, selon le texte de l'art. 16c al. 1 let. d LCR, il s'agit-là toujours d'une infraction grave. C'est dès lors à juste titre que l'autorité intimée ne s'est pas éloignée de cette qualification. 6. 6.1. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire (cf. ATF 132 II 234 consid. 2.3; arrêt TC FR 603 2023 56 du 8 août 2023 consid. 5.1). 6.2. En l'occurrence, il faut constater que, par décision du 27 janvier 2021, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis pour faute grave d'une durée de trois mois en application de l'art. 16c LCR, retrait exécuté du 27 mars au 26 juin 2021. Le délai de cinq ans prévu à l'art. 16c al. 2 let. c LCR n'était par conséquent manifestement pas arrivé à échéance lorsque le recourant a commis une nouvelle infraction grave au sens de l'art.”
“Partant, au vu des éléments à prendre en considération, l'autorité intimé était fondée à qualifier de grave tant la faute que la mise en danger qui en a résulté. Peu importe que les risques liés au comportement de la recourante ne se soient – heureusement – pas concrétisés, une mise en danger accrue étant suffisante (arrêt TF 6B_464/2015 du 8 février 2016 consid. 5.1). C'est ainsi à juste titre que l'autorité intimée a fait application de l'art. 16c al. 2 let. a LCR pour prononcer le retrait de permis de la recourante. 4. 4.1. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire (ATF 132 II 234 consid. 2.3; arrêt TC FR 603 2023 56 du 8 août 2023 consid. 5.1). 4.2. En l'occurrence, il faut constater que, par décision du 6 janvier 2023, la recourante a déjà fait l'objet d'un retrait de permis pour faute grave d'une durée de trois mois en application de l'art. 16c LCR, retrait exécuté du 5 juillet 2023 au 4 octobre 2023, en raison d'une infraction commise le 2 novembre 2022. Selon la jurisprudence, la période probatoire commence à courir à l'expiration du dernier jour de l'exécution du précédent retrait du permis de conduire (ATF 136 II 447 consid.”
“91a LCR (voir arrêt TC FR 501 2022 68 du 27 janvier 2023 consid. 2). Il avait en particulier reconnu par-devant la Cour d'appel pénal qu’il avait refusé de se rendre à l’hôpital pour procéder au prélèvement d’urine ordonné par le Ministère public. Au demeurant, il a signé le formulaire constatant qu’il avait refusé une prise de sang et une prise d’urine. Compte tenu de ce qui précède, c'est à juste titre que l'OCN a retenu que le recourant s'est rendu coupable d'une infraction grave au sens de l'art. 16c al. 1 let. d LCR. 5. 5.1. A la teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction grave ou à deux reprises en raison d’infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire. Le législateur a ainsi entendu exclure expressément la possibilité ouverte par la jurisprudence sous l'ancien droit de réduire la durée minimale du retrait en présence de circonstances particulières (Message du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur la circulation routière du 31 mars 1999, FF 1999 IV 4131; ATF 132 II 234 consid. 2.3). 5.2. En l'occurrence, il faut constater que, le 13 avril 2017, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis d'une durée de 3 mois en application de l'art.”
Die Eintragung einer administrativen Massnahme in das SIAC‑Mesures kann ein aktuelles und konkretes Interesse an deren Anfechtung begründen, weil die gerichtliche Praxis diese Registrierung als eine «erhebliche und dauerhafte» Beeinträchtigung der künftigen Reputation als Lenker ansieht (in Zusammenhang mit Art. 16 Abs. 2).
“Interjeté en temps utile et dans les formes prescrites devant la juridiction compétente, le recours est recevable au sens des art. 60 et 62 à 65 de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 (LPA - E 5 10). 3. À toutes fins utiles, le tribunal constate que malgré l'échéance du permis d'élève conducteur du recours depuis le 25 janvier 2024, le recours n'a pas perdu son objet. En effet, la mesure contestée a cessé de déployer son principal effet le 25 janvier 2024, soit à l'échéance de validité du permis d'élève conducteur du recourant, si bien que l'intérêt à son annulation n'existe plus au moment où le tribunal de céans statue. Toutefois, la décision de l'OCV du 10 janvier 2024 mentionne expressément l'inscription de cette mesure au fichier SIAC-Mesure. L'exigence d'un intérêt actuel et concret doit être examinée sous cet angle également, en relation avec les conséquences que la loi attache au prononcé d'une telle mesure en cas d'infraction subséquente (art. 16 al. 2 LCR). A rigueur du texte de l'art. 9 de l'ordonnance sur le système d’information relatif à l’admission à la circulation du 30 novembre 2018 (OSIAC - RS 741.58), s’agissant des mesures administratives prévues à l’art. 89c let. d LCR, le sous-système SIAC-Mesures contient les données visées à l’annexe 3 de la LCR concernant les personnes domiciliées en Suisse et celles domiciliées à l’étranger. Selon l'art. 89c let. d LCR, les données relatives aux mesures administratives, à leur levée ou à leur modification, lorsque ces mesures ont été prononcées par des autorités suisses ou par des autorités étrangères contre des personnes domiciliées en Suisse, notamment les refus et retraits de permis et d'autorisations (ch. 1). Il s'ensuit que la mesure prononcée à l'égard du recourant doit bien figurer au registre automatisé des mesures administratives, ce qui constitue une atteinte considérable et durable à sa future réputation de conducteur (ATF 104 Ib 103 consid. 1 p. 105 s., spéc. 106). Le recourant conserve, en conséquence, un intérêt actuel et concret à l'annulation de la décision entreprise (Arrêt du Tribunal fédéral 6A.”
“Interjeté en temps utile et dans les formes prescrites devant la juridiction compétente, le recours est recevable au sens des art. 60 et 62 à 65 de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 (LPA - E 5 10). 3. À toutes fins utiles, le tribunal constate que malgré l'échéance du permis d'élève conducteur du recours depuis le 25 janvier 2024, le recours n'a pas perdu son objet. En effet, la mesure contestée a cessé de déployer son principal effet le 25 janvier 2024, soit à l'échéance de validité du permis d'élève conducteur du recourant, si bien que l'intérêt à son annulation n'existe plus au moment où le tribunal de céans statue. Toutefois, la décision de l'OCV du 10 janvier 2024 mentionne expressément l'inscription de cette mesure au fichier SIAC-Mesure. L'exigence d'un intérêt actuel et concret doit être examinée sous cet angle également, en relation avec les conséquences que la loi attache au prononcé d'une telle mesure en cas d'infraction subséquente (art. 16 al. 2 LCR). A rigueur du texte de l'art. 9 de l'ordonnance sur le système d’information relatif à l’admission à la circulation du 30 novembre 2018 (OSIAC - RS 741.58), s’agissant des mesures administratives prévues à l’art. 89c let. d LCR, le sous-système SIAC-Mesures contient les données visées à l’annexe 3 de la LCR concernant les personnes domiciliées en Suisse et celles domiciliées à l’étranger. Selon l'art. 89c let. d LCR, les données relatives aux mesures administratives, à leur levée ou à leur modification, lorsque ces mesures ont été prononcées par des autorités suisses ou par des autorités étrangères contre des personnes domiciliées en Suisse, notamment les refus et retraits de permis et d'autorisations (ch. 1). Il s'ensuit que la mesure prononcée à l'égard du recourant doit bien figurer au registre automatisé des mesures administratives, ce qui constitue une atteinte considérable et durable à sa future réputation de conducteur (ATF 104 Ib 103 consid. 1 p. 105 s., spéc. 106). Le recourant conserve, en conséquence, un intérêt actuel et concret à l'annulation de la décision entreprise (Arrêt du Tribunal fédéral 6A.”
Der Warnungsentzug setzt schuldhaftes Verhalten (Fahrlässigkeit oder Vorsatz) voraus und verfolgt in erster Linie Spezialprävention (Besserung des Fahrers, Verhinderung von Rückfällen). Er ist eine verwaltungsrechtliche Massnahme mit primär präventiv-erzieherischem Charakter, die in der Rechtsprechung aber teilweise als strafähnlich bezeichnet wird. Voraussetzung ist, dass der Betroffene über die nötige Fahreignung verfügt; andernfalls ist ein Sicherungsentzug anzuordnen.
“Der Warnungsentzug wird bei Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften ausgesprochen, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (OBG; SR 741.03) ausgeschlossen ist (Art. 16 Abs. 2 SVG). Sie dient der Besserung des Fahrers und der Bekämpfung von Rückfällen (Spezialprävention). Der Ausweisinhaber verfügt (grundsätzlich) über die nötige Fahreignung (andernfalls wäre ein Sicherungsentzug anzuordnen) und hat die Verkehrsverletzung fahrlässig oder vorsätzlich verschuldet (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG). Der Warnungsentzug erweist sich als eine um der Verkehrssicherheit Willen angeordnete Verwaltungsmassnahme mit primär präventivem und erzieherischem Charakter, die teilweise aber auch strafähnliche Züge aufweist (BGE 141 II 220 E. 3.1.2, mit Hinweisen).”
“Der Führerausweisentzug dient einerseits der Gefahrenabwehr, indem er fahrungeeignete Personen daran hindert, ein Motorfahrzeug zu führen und so die Verkehrssicherheit zu gefährden (Sicherungsentzug), andrerseits hat der Staat mit dem Ausweisentzug ein Mittel in der Hand, um auf das Fehlverhalten von Motorfahrzeuglenkern im Strassenverkehr zu reagieren (Warnungsentzug). Der Führerausweisentzug stellt in jenen Fällen eine Sanktion dar, welche fehlbare Fahrzeuglenker künftig zu rücksichtsvollem und sicherem Fahren bewegen sowie im Sinn einer fühlbaren Warnung gefährliche Fahrer davon abhalten soll, die gebotene Sorgfalt und Disziplin im Strassenverkehr zu missachten und die Verkehrsvorschriften zu verletzen (B. Rütsche, in: Niggli/ Probst/Waldmann [Hrsg.], Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 26 zu Vor Art. 16-17a SVG). Voraussetzung für die Verfügung eines Warnungsentzugs ist, dass der Ausweisinhaber über die nötige Fahreignung verfügt; andernfalls wäre ein Sicherungsentzug anzuordnen (BGE 131 II 248 E. 4.2). Zum andern setzt der Warnungsentzug notwendig ein Verschulden des betroffenen Lenkers voraus (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG). Der Warnungsentzug ist mithin nach der Rechtsprechung eine der Strafe ähnliche, aber dennoch von ihr unabhängige Verwaltungsmassnahme mit präventivem und erzieherischem Charakter. Die Rechtsprechung hat daher verschiedene für die Strafen geltende strafrechtliche sowie verfassungs- und konventionsrechtliche Regeln und Grundsätze auf den Warnungsentzug analog angewandt, so beispielsweise die Unschuldsvermutung, das Doppelbestrafungsverbot, die strafrechtlichen Konkurrenz- und Verjährungsregeln oder den Anspruch auf eine mündliche Verhandlung (Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, N 5 f. zu den Vorbemerkungen zu Art. 16 ff. SVG). Der Warnungsentzug ist ein Entscheid über die Stichhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK; BGE 121 II 22 E. 2). Das Bundesgericht erwog, der Warnungsentzug setze, wie die Strafe, die schuldhafte Verletzung von Verkehrsregeln voraus, durch welche der Verkehr beziehungsweise die Sicherheit anderer irgendwie gefährdet worden sei.”
Es kann genügen, dass der Inhaber den missbräuchlichen Gebrauch des Ausweises oder der Bewilligung einmal selbst vorgenommen oder geduldet hat, damit ein Entzug in Betracht kommt. In Fällen geringerer Schwere kann statt des Entzugs eine Androhung, in der Regel in Form einer Verwarnung, erfolgen.
“Le permis de circulation collectif est retiré lorsque les conditions de la délivrance ne sont plus remplies (art. 16 al. 1 LCR et 23a al. 1 OAV). L'art. 23a al. 2 OAV précise que la garantie de l'usage irréprochable du permis de circulation collectif n'est plus assurée notamment lorsque le titulaire du permis en a fait ou a toléré un usage abusif, par exemple en négligeant d'exercer la surveillance nécessaire ou en mettant en circulation un véhicule qui ne présente pas toutes les garanties de sécurité (1ère phrase). Dans les cas de peu de gravité, le titulaire peut être menacé du retrait (2ème phrase). Cette commination prend généralement la forme d’un avertissement. Il suffit à cet égard que le titulaire du permis ait fait ou toléré une seule fois un usage abusif pour qu’il puisse se le faire retirer (cf. Bussy/Rusconi/Jeanneret/Kuhn/Mizel/Müller, Code suisse de la circulation routière commenté, 4e éd., Bâle 2015, n. 3 ad art. 23a OAV). On peut en effet interpréter l'art. 23a al. 2 OAV, vu l'emploi de l'adverbe "notamment", en ce sens que le titulaire peut se voir retirer son permis de circulation collectif non seulement lorsqu'il tolère un usage abusif du permis de circulation collectif par un tiers, mais également lorsqu'il manque à ses devoirs de surveillance et que l'un de ses auxiliaires a commis, dans le cadre professionnel, des infractions sans avoir fait un usage abusif du permis collectif (arrêt TF 2A.”
Eine festgestellte ernstliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmender kann bei der Festsetzung der Entzugsdauer als massnahmeverschärfender Umstand berücksichtigt werden.
“Die Gefährdung der Verkehrssicherheit ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers in Art. 16 Abs. 3 SVG explizit als bei der Festsetzung der Entzugsdauer zu berücksichtigendes Element genannt. Die Vorinstanz kam in diesem Zusammenhang zum nicht zu beanstandenden Schluss, die festgestellte ernstliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmender sei zu Recht massnahmeverschärfend berücksichtigt worden.”
“Die Gefährdung der Verkehrssicherheit ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers in Art. 16 Abs. 3 SVG explizit als bei der Festsetzung der Entzugsdauer zu berücksichtigendes Element genannt. Die Vorinstanz kam in diesem Zusammenhang zum nicht zu beanstandenden Schluss, die festgestellte ernstliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmender sei zu Recht massnahmeverschärfend berücksichtigt worden.”
Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, ist der Führerausweis nach Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen. Der Ausweis bestätigt die Verkehrsberechtigung nur zum Zeitpunkt der Erteilung; besteht keine dauernde Fahreignung, ist deshalb ein Sicherungsentzug anzuordnen. Bestehen Zweifel an der Fahreignung, ist eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen.
“Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG, SR 741.01) müssen Motorfahrzeugführerinnen und -führer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Die Fahreignung setzt unter anderem voraus, dass sie über die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen verfügen (Art. 14 Abs. 2 lit. b SVG). Dies setzt die stabil vorliegende Fähigkeit voraus, sich auch in schwierigen Situationen regelkonform verhalten zu können (Bickel, in: Basler Kommentar SVG, 2014, Art. 14 N 13 f.; BGer 1C_220/2011 vom 24. August 2011 E. 2). Die medizinischen Mindestanforderungen betreffen dabei auch körperliche Merkmale, wie zum Beispiel die Sehschärfe, das Gehör, die Atmungsorgane und die Gliedmassen (Bickel, a.a.O., Art. 14 N 26). Erfüllt eine Person diese gesetzliche Voraussetzung für die Erteilung eines Führerausweises nicht mehr, so ist dieser ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen. In Konkretisierung dieser Bestimmung wird er einer Person gemäss Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen. Angesichts des in Art. 16 Abs. 1 SVG verankerten Grundsatzes muss ein Sicherungsentzug in jedem Fall angeordnet werden, wenn die Fahreignung nicht mehr gegeben ist. Unter Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG fallen alle medizinischen und psychischen Gründe, welche die Fahreignung ausschliessen. Als schwerer Eingriff in den Persönlichkeitsbereich der betroffenen Person hat der Entzug auf einer sorgfältigen Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte zu beruhen. Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so ist gemäss Art. 15d SVG eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen (Rütsche/DAmico, in: Basler Kommentar SVG, Basel 2014, Art. 16d N 17).”
“Abgesehen davon handelt es sich gemäss Bundesgericht beim Führerausweis um eine Polizeibewilligung, welche einer bestimmten Person das Führen eines Motorfahrzeuges auf öffentlichen Strassen erlaubt (BGE 110 Ib 364, E. 2a, mit Hinweisen und auch zum Folgenden). Mit der Erteilung der Bewilligung stellt die Behörde verbindlich fest, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zum Führen einer bestimmten Art von Fahrzeugen – bei deren Vorliegen die Bewilligung erteilt werden muss – im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung gegeben sind. Entsprechend basiert Art. 16 Abs. 1 SVG auf der Annahme, dass Ausweise die amtliche Bestätigung der Verkehrsberechtigung darstellen (OFK-SVG, Art. 16 N. 7).”
Findet das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz Anwendung, sind nach der zitierten Rechtsprechung keine administrativen Massnahmen (insbesondere kein Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises) anzuordnen.
“Anhang 1 OBG Anwendung finde und der strittige Führerausweisentzug aufzuheben sei, erweist sich damit als begründet. Bei Verkehrsregelverletzungen, die nach dem Ordnungsbussengesetz zu beurteilen sind, sind sodann keine Administrativmassnahmen anzuordnen (vgl. Art. 16 Abs. 2 SVG; Urteile 1C_183/2016 vom 22. September 2016 E. 3.1; 1C_406/2010 vom 29. November 2010 E. 2.1). Das angefochtene Urteil und damit auch der strittige Führerausweisentzug des SVSA vom 14. Dezember 2020 sind daher ersatzlos aufzuheben.”
“Anhang 1 OBG Anwendung finde und der strittige Führerausweisentzug aufzuheben sei, erweist sich damit als begründet. Bei Verkehrsregelverletzungen, die nach dem Ordnungsbussengesetz zu beurteilen sind, sind sodann keine Administrativmassnahmen anzuordnen (vgl. Art. 16 Abs. 2 SVG; Urteile 1C_183/2016 vom 22. September 2016 E. 3.1; 1C_406/2010 vom 29. November 2010 E. 2.1). Das angefochtene Urteil und damit auch der strittige Führerausweisentzug des SVSA vom 14. Dezember 2020 sind daher ersatzlos aufzuheben.”
Die berufliche Notwendigkeit kommt gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG nur bei der Festsetzung der Dauer des Führerausweisentzugs in Betracht, nicht bei der Entscheidung, ob überhaupt entzogen werden soll. Ein vollständiger Verzicht auf den Entzug ist infolge der Regelung über die Ermessensmilderung nur dann zu prüfen, wenn es sich um einen Fall von sehr geringer oder von geringer Gravität im Sinne von Art. 16a handelt.
“a LCR, commet une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Enfin, selon l'art. 16c al. 1 let. a LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant les règles de la circulation routière, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Ainsi, la loi fait la distinction entre (cf. ATF 123 II 106 consid. 2a): le cas de très peu de gravité (art. 16a al. 4 LCR); le cas de peu de gravité (art. 16a al. 1 LCR); le cas de gravité moyenne (art. 16b al. 1 LCR); le cas grave (art. 16c al. 1 LCR). Sur la base des dispositions précitées, l'autorité administrative doit donc décider de la mesure à prononcer en fonction de la gravité du cas d'espèce. Elle ne renoncera au retrait du permis de conduire que s'il s'agit d'un cas de très peu de gravité ou de peu de gravité au sens de l'art. 16a LCR, ce qui doit être déterminé en premier lieu au regard de l'importance de la faute et de la mise en danger de la sécurité routière, mais aussi en tenant compte des antécédents du conducteur (art. 16 al. 3 LCR). Il ne saurait en revanche être question de tenir compte des besoins professionnels ou personnels de l'intéressé, ceux-ci ne jouant un rôle que lorsqu'il s'agit de fixer la durée du retrait (cf. arrêt TC FR 603 2019 137 du 24 avril 2020 consid. 4.1). Le législateur conçoit l'infraction moyennement grave énoncée à l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement: elle n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a et 16c al. 1 let. a LCR. Dès lors, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la privilégier comme légère ou au contraire de la qualifier de grave ne sont pas réunis. Tel est par exemple le cas lorsque la faute est grave et la mise en danger bénigne ou, inversement, si la faute est légère et la mise en danger grave (cf. ATF 136 II 447 consid. 3.2). Ainsi, par rapport à une infraction légère, où tant la mise en danger que la faute doivent être légères, on parle d'infraction moyennement grave dès que la mise en danger ou la faute n'est pas légère, alors qu'une infraction grave suppose le cumul d'une faute grave et d'une mise en danger grave (cf.”
“a LCR, commet une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Enfin, selon l'art. 16c al. 1 let. a LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant les règles de la circulation routière, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Ainsi, la loi fait la distinction entre (cf. ATF 123 II 106 consid. 2a): le cas de très peu de gravité (art. 16a al. 4 LCR); le cas de peu de gravité (art. 16a al. 1 LCR); le cas de gravité moyenne (art. 16b al. 1 LCR); le cas grave (art. 16c al. 1 LCR). Sur la base des dispositions précitées, l'autorité administrative doit donc décider de la mesure à prononcer en fonction de la gravité du cas d'espèce. Elle ne renoncera au retrait du permis de conduire que s'il s'agit d'un cas de très peu de gravité ou de peu de gravité au sens de l'art. 16a LCR, ce qui doit être déterminé en premier lieu au regard de l'importance de la faute et de la mise en danger de la sécurité routière, mais aussi en tenant compte des antécédents de la conductrice (art. 16 al. 3 LCR). Il ne saurait en revanche être question de tenir compte des besoins professionnels de l'intéressée, ceux-ci ne jouant un rôle que lorsqu'il s'agit de fixer la durée du retrait (cf. arrêt TC FR 603 2019 137 du 24 avril 2020 consid. 4.1). Le législateur conçoit l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement. Cette disposition n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a ou 16c al. 1 let. a LCR. Dès lors, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la qualifier de légère ou, au contraire, de grave, ne sont pas réunis. Tel est par exemple le cas lorsque la faute est grave et la mise en danger bénigne ou, inversement, si la faute est légère et la mise en danger grave (cf. arrêt TF 1C_250/2017 du 7 septembre 2017 consid. 2.2). Pour déterminer si le cas est de peu de gravité ou de gravité moyenne, l'autorité doit tenir compte de la gravité de la faute commise et de la réputation du conducteur; la gravité de la mise en danger du trafic n'est prise en considération que dans la mesure où elle est significative pour apprécier la faute (cf.”
“a). Ainsi, la loi fait la distinction entre (cf. ATF 123 II 106 consid. 2a): - le cas de très peu de gravité (art. 16a al. 4 LCR); - le cas de peu de gravité (art. 16a al. 1 LCR); - le cas de gravité moyenne (art. 16b al. 1 LCR); - le cas grave (art. 16c al. 1 LCR). Sur la base des dispositions précitées, l'autorité administrative doit donc décider de la mesure à prononcer en fonction de la gravité du cas d'espèce. Elle ne renoncera au retrait du permis que s'il s'agit d'un cas de très peu de gravité ou de peu de gravité au sens de l'art. 16a LCR, ce qui doit être déterminé en premier lieu au regard de l'importance de la gravité de la faute et de la mise en danger de la sécurité, mais aussi en tenant compte des antécédents du conducteur comme automobiliste (art. 16a al. 3 LCR; cf. ATF 124 II 259 consid. 2b/aa). Il ne saurait en revanche être question de tenir compte des besoins professionnels de l'intéressé, ceux‑ci ne jouant un rôle que lorsqu'il s'agit de mesurer la durée du retrait (art. 16 al. 3 LCR). Les conditions auxquelles un cas d'infraction particulièrement légère peut être admis découlent de la définition de l'infraction légère au sens de l'art. 16a al. 1 LCR. Le cas d'infraction particulièrement légère est réalisé si la violation des règles de la circulation routière n'a entraîné qu'une mise en danger particulièrement légère de la sécurité d'autrui et que seule une faute particulièrement bénigne peut être reprochée au conducteur fautif (cf. arrêt TF 6A.52/2005 du 2 décembre 2005 consid. 2.2). La faute légère correspond à une négligence légère. Un tel cas de figure est, par exemple, donné lorsque les conditions de circulation sont bonnes, n'inclinant pas un conducteur moyen – c'est-à-dire normalement prudent – à une vigilance particulière, et qu'une infraction survient malgré tout à la suite d'une inattention. La faute peut ainsi être légère si l'infraction n'est que l'enchaînement de circonstances malheureuses, ou lorsque seule une légère inattention, ne pesant pas lourd du point de vue de la culpabilité, peut être reprochée au conducteur, lequel a fondamentalement adopté un comportement routier juste.”
Bei Kumulation mehrerer Widerhandlungen hat die Behörde zunächst diejenige Widerhandlung mit der höchsten Mindestentzugsdauer und die hierfür angemessene Entzugsdauer zu bestimmen; diese Entzugsdauer ist anschliessend unter Berücksichtigung der übrigen Widerhandlungen angemessen zu erhöhen. Dieses Vorgehen soll der Verhältnismässigkeitsprüfung dienen und eine unverhältnismässig lange kumulative Entzugsdauer vermeiden. Die Praxis hält grundsätzlich an dieser Vorgehensweise fest und billigt die Kumulation von Mindestentzugsdauern im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens.
“Ein solcher Zeitraum übersteigt schlechterdings den Prognosehorizont (R. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die Administrativmassnahmen, Bern 1995, Rz. 2426). Für den Fall, dass mehrere Widerhandlungen begangen wurden, ist in analoger Anwendung von Art. 49 StGB die für die schwerste Verkehrsregelverletzung verwirkte Massnahme angemessen zu erhöhen (BGer 6A.74/2005 vom 15. März 2006 E. 5.3, BGE 120 Ib 54 E. 2a; B. Rütsche, a.a.O., N 134 zu Art. 16 SVG; Weissenberger, a.a.O., N 14 zu den Vorbemerkungen zu Art. 16 ff. SVG). Die Behörde hat zunächst die Widerhandlung mit der höchsten Mindestentzugsdauer und die dieser Widerhandlung entsprechende Entzugsdauer zu bestimmen; anschliessend ist diese Entzugsdauer unter Berücksichtigung der anderen Widerhandlungen angemessen zu erhöhen. Mit diesem Vorgehen soll verhindert werden, dass durch die Kumulation der Entzugsdauern für verschiedene Entzugsgründe ein übermässig langer Ausweisentzug verhängt wird (Rütsche, a.a.O., N 134 zu Art. 16 SVG). Der Verwaltungsbehörde und der Vorinstanz steht bei der Bemessung der Dauer des Führerausweisentzugs ein weiter Ermessensspielraum zu. Das Ermessen muss pflichtgemäss, das heisst insbesondere verhältnismässig und rechtsgleich, gehandhabt werden (Schaffhauser, a.a.O., Rz. 2413). Dies bedeutet, dass alle in der Sache erheblichen Interessen zu berücksichtigen und sorgfältig gegeneinander abzuwägen sind. Da im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP ausschliesslich Rechtsverletzungen gerügt werden können, greift das Verwaltungsgericht nur ein, wenn das Ermessen überschritten oder missbraucht wurde. Dies ist namentlich der Fall, wenn einzelne Umstände zu Unrecht ganz ausser Acht gelassen oder in einer unhaltbaren Weise gewichtet wurden (BGE 128 II 173 E. 4b mit Hinweisen). Der Entscheid muss sich auf sachlich haltbare Gründe stützen und von rechtlich massgebenden Gesichtspunkten ausgehen. Zu prüfen ist, ob die Gewichtung und gesamthafte Würdigung der verschiedenen Umstände im Rahmen des zustehenden Ermessens erfolgte und der Grundsatz der Verhältnismässigkeit beachtet wurde.”
“ad art. 16 LCR). En l'occurrence, en cumulant les deux durées minimales de retrait de permis, les autorités n'ont pas abusé de leur pouvoir d'appréciation. Il y a d'autant moins abus du pouvoir d'appréciation que, comme le relève la cour cantonale, si l'antécédent ayant donné lieu au retrait de permis de 24 mois avait été pris en considération, la durée du second retrait eût été bien supérieure aux quatre mois infligés. La présence en Suisse de son épouse et de ses enfants ne conduit pas à une autre appréciation, le recourant pouvant en particulier exercer son droit de visite autrement qu'au moyen de sa voiture, comme il prétend l'avoir fait entre 2015 et”
Ein Warnungsentzug nach Art. 16 Abs. 2 SVG kommt nur gegenüber Motorfahrzeugführern in Betracht, die grundsätzlich im Besitz eines Führerausweises sind.
“zu Letzterem Hans Giger, Kommentar SVG, 8. A., Zürich 2014, Art. 16 N. 15 und BGE 121 II 22 E. 3, auch zum Folgenden). 5.1.2 Mit dem in Art. 16 ff. SVG geregelten Warnungsentzug wird neben dem repressiven auch ein präventiver Zweck verfolgt. Die beiden Administrativmassnahmen unterscheiden sich zudem darin, dass ein Warnungsentzug nach Art. 16 Abs. 2 SVG von vornherein nur gegenüber einem Motorfahrzeugführer ausgesprochen werden kann, der grundsätzlich über einen Führerausweis verfügt (vgl. Hans Giger, Kommentar SVG, Art. 15e N. 3). Entsprechendes gilt auch für den Sicherungsentzug nach Art. 16 Abs. 1 bzw. Art. 16d SVG, welcher indes die Fahreignung im Sinn von Art. 14 Abs. 2 SVG betrifft und vor allem der Erhöhung der Sicherheit im Strassenverkehr dient (VGr, 1. Juli 2014, VB.2014.00265, E. 3.3). Damit sind die beiden Massnahmen hinsichtlich ihres Charakters und Zwecks vergleichbar. 5.1.3 Wie die Vorinstanzen zutreffend ausgeführt haben, geht die Anwendung von Art. 15e SVG derjenigen von Art. 16 SVG grundsätzlich vor. Auf die entsprechenden vorinstanzlichen”
Bei sicherheitsrelevanten Gesundheitszweifeln muss die Behörde die für den Entzug massgeblichen Umstände präzis, vollständig und sorgfältig abklären. Vor einem Entzug sind die Verhältnisse umfassend zu instruieren; erforderliche medizinische Abklärungen sind, soweit vorgesehen, durch anerkannte Verkehrsmediziner durchführen zu lassen. Die Entzugsentscheidung soll auf einer sorgfältigen Instruktion und auf belastbaren medizinischen Gutachten beruhen.
“1 LCR), l'autorité cantonale ordonne, en cas de questions relevant de la médecine du trafic, un examen d'évaluation de l'aptitude à la conduite par un médecin selon l'article 5abis OAC. Cet examen ne peut être réalisé que sous la responsabilité de médecins reconnus (cf. art. 5a al. 1 OAC). Selon l’article 5abis OAC, l’autorité cantonale procède à la reconnaissance de médecins pour des examens conformément aux niveaux suivants : niveau 1 : contrôles relevant de la médecine du trafic de titulaires d’un permis de conduire âgés de plus de 75 ans (let. a) ; (…) ; niveau 3 : deuxième examen des personnes visées aux let. a et b si le résultat du premier examen ne permet pas d’émettre des conclusions formelles sur leur aptitude à la conduite (let. c ch. 1). b) Les permis et les autorisations seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies ; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées (art. 16 al. 1 LCR). Le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (art. 16d al. 1 let. a LCR). Le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire retiré pour une durée indéterminée peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art. 17 al. 3 LCR). c) La décision de retrait de sécurité du permis pour cause d'inaptitude à la conduite au sens de l'article 16d al. 1 let. a LCR constitue une atteinte grave à la personnalité et à la sphère privée de l'intéressé et elle doit donc reposer sur une instruction précise des circonstances déterminantes (ATF 139 II 95 cons. 3.4.1). L'autorité compétente doit, avant d'ordonner un tel retrait, éclaircir d'office la situation de la personne concernée (ATF 142 IV 49 cons.”
“En revanche, à défaut d’habilitation légale expresse, le Tribunal de céans ne peut pas examiner en l’espèce le grief d’inopportunité (art. 78 al. 2 CPJA). 2. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi fédérale du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR ; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. Il doit notamment disposer des aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. b LCR) et ne souffrir d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. c LCR). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés pour une durée indéterminée lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies ; ils pourront être retirés également lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que les permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d’une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
“a) et pour constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b). En revanche, dans la mesure où aucune des situations prévues aux let. a à c de l'art. 78 al. 2 CPJA n'est réalisée, la Cour de céans ne peut pas, dans le cas particulier, revoir l'opportunité de la décision de retrait de permis. 2. Le recourant reproche à l’autorité intimée d’avoir considéré à tort qu’il était inapte à la conduite. Il réfute en particulier le diagnostic de crise d’épilepsie retenu suite à son malaise et soulève l’absence de récidive depuis cet événement. Il conteste en outre souffrir d’un problème d’alcool pouvant avoir une incidence sur son comportement routier. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 LCR, tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui, notamment, a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b). Lorsqu'un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ce permis sera notamment retiré lorsque l'autorité constate que les conditions légales de sa délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; il pourra être retiré lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que ces permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir, elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
Bei Bagatelldelikten oder wenn frühere Entzüge nur die unterste Stufe des Kaskadensystems betrafen, ist eine einzelfallweise Verhältnismässigkeitsprüfung vorzunehmen; dies kann zu Gunsten der betroffenen Person gegen einen längeren Entzug sprechen.
“Der Beschwerdegegner bringt vor, die Vorinstanz habe zutreffend ausgeführt, dass für die Anwendung des Sicherungsentzugs nach Art. 16b Abs. 2 lit. e SVG nicht starr auf den Wortlaut des Gesetzes abgestellt werden dürfe. Vielmehr sei eine einzelfallweise Beurteilung vorzunehmen. Bei ihm hätten alle drei vorgelagerten Warnungsentzüge die unterste Stufe des Kaskadensystems betroffen. Bei den einzelnen Vorfällen habe es sich um Bagatellen gehandelt, die beim berufsmässigen Führen von Motorfahrzeugen vorkommen könnten. Die Folgen wären für ihn als Landwirt fatal, da der Sicherungsentzug einem Berufsverbot gleichkäme. Dieser Umstand sei unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit in die Erwägungen miteinzubeziehen. Der Zusatzmassnahme vom 9. Juni 2016 komme keine selbständige Bedeutung zu, ansonsten das verfassungsmässig garantierte Gleichheitsgebot verletzt wäre. Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, wird gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen (Art. 16a-c SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen für: mindestens einen Monat (Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG); mindestens vier Monate, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen war (Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG); mindestens neun Monate, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis zweimal wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen entzogen war (Art. 16b Abs. 2 lit. c SVG); mindestens 15 Monate, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis zweimal wegen schweren Widerhandlungen entzogen war (Art.”
Bei der Bemessung der Entzugsdauer sind Umstände wie die berufliche Notwendigkeit des Führens eines Fahrzeugs, Pflegepflichten, eine Behinderung oder ein guter Leumund zu berücksichtigen. Diese Gründe können jedoch die gesetzlich vorgeschriebene Mindestentzugsdauer nicht unterschreiten; die Mindestdauer ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich inkompressibel.
“Die Verwaltungsbehörden haben sich aufgrund der oben zitierten Rechtsprechung zu Recht an die tatsächlichen Feststellungen der Strafbehörde gebunden erachtet und den Vorfall infolge Lenken eines Motorfahrzeugs in qualifiziert angetrunkenem Zustand als schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG qualifiziert. 7.4 Das Administrativmassnahmenrecht des Strassenverkehrsrechts wurde per 1. Januar 2005 verschärft. Ziel der Revision war eine "einheitlichere und strengere Ahndung von schweren und wiederholten Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften" (Botschaft zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes [SVG] vom 31. März 1999 [Botschaft SVG], BBl 1999 4485). Nach der früheren Rechtsprechung konnte die Mindestentzugsdauer unterschritten und allenfalls von der Anordnung einer Massnahme abgesehen werden, wenn seit dem massnahmeauslösenden Ereignis verhältnismässig lange Zeit vergangen war, sich der Betroffene während dieser Zeit wohl verhalten hatte und ihn an der Verfahrensdauer keine Schuld traf (BGE 135 II 334 E. 2.2). Im Rahmen der Revision wurde Art. 16 Abs. 3 SVG angepasst. Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahroder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf seit dem 1. Januar 2005 jedoch nicht unterschritten werden, es sei denn, die Strafe wurde nach Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG gemildert (Art. 16 Abs. 3 SVG; BGE 135 II 334 E. 2.2). Gemäss Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG kann die Strafe für Führer eines Feuerwehr-, Sanitäts-, Polizei- oder Zollfahrzeugs unter bestimmten Voraussetzungen gemildert werden. Eine solche Situation liegt eindeutig nicht vor, weshalb darauf im Folgenden nicht weiter einzugehen ist. Ausserhalb dieses Anwendungsbereichs kann die Mindestentzugsdauer unter keinen Umständen unterschritten werden (Weissenberger, a.a.O., N 28 und 32 zu Art. 16). Dies gilt selbst bei Personen, welche beruflich auf ihren Führerausweis angewiesen sind, etwa bei Berufschauffeuren oder bei Menschen mit Behinderungen (BGE 135 II 138 E.”
“Toute personne qui n’a pas les capacités physiques et psychiques nécessaires pour conduire un véhicule parce qu’elle est sous l’influence de l’alcool, de stupéfiants, de médicaments ou pour d’autres raisons, est réputée incapable de conduire pendant cette période et doit s’en abstenir (al. 2). Cette disposition implique notamment de pouvoir demeurer maître de ses émotions (colère, peur, etc.), de manière à ce que celles-ci n'altèrent pas la capacité de conduire de manière conforme aux devoirs de la prudence. Une personne soumise à des émotions trop importantes et qui risque pour cette raison de se comporter de manière contraire à la prudence, doit alors s'abstenir de conduire. 12. Aux termes de l’art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Si le conducteur a des antécédents (ce qui n’est pas le cas en l’occurrence), la durée minimum du retrait est supérieure (cf. art. 16c al. 2 let. b, c, d et e LCR). 13. Selon l’art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire, notamment l’atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur, ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile ; la durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette dernière règle, qui rend incompressibles les durées minimales de retrait des permis, s’impose à l’autorité et aux tribunaux sans dérogation possible, même pour tenir compte des besoins professionnels – ou autres – particuliers du conducteur ; le législateur a en effet entendu exclure expressément la possibilité ouverte par la jurisprudence sous l’ancien droit de réduire la durée minimale du retrait en présence de circonstances particulières, notamment en faveur de conducteurs professionnels (ATF 135 II 334 consid. 2.2 ; 132 II 234 consid. 2.3 ; arrêts du Tribunal fédéral 1C_414/2019 du 28 août 2019 consid. 2 ; 1C_535/2017 du 16 octobre 2017 consid.”
“Betreffend die Dauer des Führerausweisentzuges ist darauf hinzuweisen, dass der Führerausweis nach einer schweren Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 2 Bst. a SVG für mindestens drei Monate zu entziehen ist. Laut Art. 16 Abs. 3 SVG sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3).”
“Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung den Führerausweis nur für die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdauer von einem Monat entzogen. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, dass er aufgrund der Krankheit seiner Frau, die an Demenz leide und die er ständig pflege und unterstütze, auf den Führerausweis angewiesen sei, um Kommissionen, ärztliche Besuche etc. zu machen. Indes darf gemäss dem klaren Wortlaut des Gesetzes die vorgeschriebene Mindestdauer nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG Satz 2; siehe BGE 135 II 334 E. 2.2; 132 II 234 E. 2.3; Urteil BGer 1C_585/2008 vom 14. Mai 2009 E. 2.1), so dass die verfügte Entzugsdauer selbst unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer hervorgehobenen Argumente nicht zu beanstanden ist und keinesfalls gekürzt werden kann.”
“Le fait que l'excès de vitesse ait été commis alors que les conditions de la circulation étaient favorables ou que le conducteur jouissait d'une excellente réputation en tant qu'automobiliste ne joue aucun rôle sur la gravité de l'infraction lorsque ces seuils sont atteints, dès lors qu'ils ont été fixés précisément en partant de ces prémisses (ATF 132 II 234 consid. 3 ; ATF 124 II 475 consid. 2a). 8. En l’espèce, le recourant ne conteste pas avoir commis le dépassement de vitesse du 8 octobre 2022 ni qu’il s’agit d’une infraction grave aux règles de la circulation routière, mais fait valoir qu’il a un besoin impératif de son permis de conduire car il doit fréquemment véhiculer son épouse et son petit-fils, tous deux atteints dans leur santé, en l’absence de solutions alternatives. 9. Selon l'art. 16c al. 2 let. b LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour six mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction moyennement grave. 10. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances qui doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire sont notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. 11. Ces éléments doivent faire l'objet d'une appréciation d'ensemble, de manière à atteindre autant que possible l'effet éducatif et préventif auquel tend la mesure. Dans ce contexte, l'autorité cantonale dispose d'un large pouvoir d'appréciation et l'autorité de recours n'intervient que si celle-ci a abusé de ce pouvoir, par exemple en ne prenant pas en compte certains éléments pertinents ou encore en appréciant leur portée de manière tout à fait insoutenable (ATF 128 II 173 c. 4b, JdT 2002 I 593, et la jurisprudence citée). Conformément à cette même disposition, la durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, cette dernière règle s'impose à l'autorité et aux tribunaux sans dérogation possible, même pour tenir compte de besoins professionnels particuliers du conducteur (ATF 132 II 234 consid.”
Der Warnungsentzug verfolgt primär präventive und erzieherische Zwecke. Er dient der Besserung des Fahrers sowie der Erziehung zu mehr Sorgfalt und der Bekämpfung von Rückfällen.
“Der Warnungsentzug wird bei Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften ausgesprochen, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (OBG; SR 741.03) ausgeschlossen ist (Art. 16 Abs. 2 SVG). Sie dient der Besserung des Fahrers und der Bekämpfung von Rückfällen (Spezialprävention). Der Ausweisinhaber verfügt (grundsätzlich) über die nötige Fahreignung (andernfalls wäre ein Sicherungsentzug anzuordnen) und hat die Verkehrsverletzung fahrlässig oder vorsätzlich verschuldet (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG). Der Warnungsentzug erweist sich als eine um der Verkehrssicherheit Willen angeordnete Verwaltungsmassnahme mit primär präventivem und erzieherischem Charakter, die teilweise aber auch strafähnliche Züge aufweist (BGE 141 II 220 E. 3.1.2, mit Hinweisen).”
“Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Die Art. 16 Abs. 2 und 3 sowie 16a - c SVG betreffen den sogenannten Warnungsentzug (Hans Giger, Kommentar zum SVG, Zürich 2022, 9. Auflage, N 14 zu Art. 16 SVG). Der Warnungsentzug bezweckt im Allgemeinen, die Betroffenen zu mehr Verantwortung und Sorgfalt zu erziehen und sie dadurch von weiteren Verkehrsdelikten abzuhalten (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 21. August 2019 [810 19 11] E. 4.1; René Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die Administrativmassnahmen, Bern 1995, N 2236).”
Bei Rückfälligkeit führen die in den Rückfalltatbeständen vorgesehenen höheren Mindestentzugsdauern (z. B. erhöhte Mindestdauern bei früheren Entzügen innerhalb der massgeblichen Fristen) zu einem höheren gesetzlichen Minimum; auch für diese erhöhten Mindestdauern ist eine Unterschreitung ausgeschlossen.
“De plus, en reprenant la route jusqu'au domicile de son passager, puis jusqu'à chez lui au volant de son véhicule dont le pare-brise était fissuré, le phare avant gauche cassé et une partie du pare-chocs avant arraché, le recourant s'est rendu coupable de conduite d'un véhicule défectueux (art. 93 al. 2 let. a LCR). Enfin, en déclarant à la police qu'il avait circulé sans la ceinture de sécurité, il s'est également rendu coupable de contravention à l'ordonnance sur les règles de la circulations routière du 13 novembre 1962 (OCR; RS 741.11) (art. 3a al. 1 et 96 OCR). 4. 4.1. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire. Le législateur a ainsi entendu exclure expressément la possibilité ouverte par la jurisprudence sous l'ancien droit de réduire la durée minimale du retrait en présence de circonstances particulières (Message du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur la circulation routière du 31 mars 1999, FF 1999 IV 4131; ATF 132 II 234 consid. 2.3). 4.2. En l'occurrence, il faut constater que, le 8 juin 2016, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis d'une durée de 3 mois en application de l'art.”
“Aussi, un tel comportement − qui viole les règles de la circulation routière − constitue une mise en danger abstraite accrue, le fait qu'aucun autre usager ne se soit trouvé devant, derrière ou à proximité de lui au moment où il effectuait cette acrobatie, n'étant dû qu'au hasard. En conséquence, c'est à bon droit que l'autorité intimée a retenu que le recourant avait commis une infraction moyennement grave au sens de l'art. 16b al. 1 let. a LCR. 19. S’agissant de la sanction, l’art. 16b al. 2 let. b LCR prévoit qu’après une infraction moyennement grave, le permis de conduire est retiré pour quatre mois au minimum si, au cours des deux années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou moyennement grave. 20. Les circonstances du cas d’espèce doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire, notamment l’atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois pas être réduite (art. 16 al. 3 LCR). Ces éléments doivent faire l'objet d'une appréciation d'ensemble, de manière à atteindre autant que possible l'effet éducatif et préventif auquel tend la mesure (arrêt du Tribunal fédéral 1C 430/2011 du 7 mars 2012 consid. 4.1). 21. En l'espèce, le recourant ayant un antécédent en raison d’un retrait de permis d’une durée de trois mois prononcé le 9 mai 2022 pour une infraction grave, mesure dont l'exécution a pris fin le 31 janvier 2023, ce dernier se trouve dans la situation prévue par l’art. 16b al. 2 let. b LCR. En conséquence, le retrait de permis pour la nouvelle infraction doit être de quatre mois au moins. Sur la base des éléments en sa possession, le tribunal s’en tiendra à ce minimum. 22. Il en résulte que la décision de l'OCV ne peut être que confirmée. Ne reposant sur aucun motif valable, le recours sera rejeté. 23. Dans la mesure où il succombe, un émolument de CHF 500.- sera mis à la charge du recourant en application de l'art. 87 al. 1 LPA et du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en procédure administrative du 30 juillet 1986 (RFPA - E 5 10.”
“Gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG wird der Führerausweis nach einer mittelschweren Widerhandlung für mindestens vier Monate entzogen, wenn der Ausweis in den vorangegangenen zwei Jahren einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen war. Gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Allerdings darf gemäss Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG die gesetzliche Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden (vgl. BGE 141 II 220 E. 3.3.3), ausser wenn die Strafe nach Art. 100 Ziffer 4 dritter Satz SVG gemildert wurde, was vorliegend nicht der Fall ist.”
“En effet, la décision de retrait du permis de conduire prise à son endroit le 17 février 2022, non contestée, est entrée en force de sorte qu'elle ne peut plus être remise en cause dans le cadre de la présente procédure, ce que le recourant ne conteste à juste titre pas. Vu la disposition précitée, c'est à bon droit que l'OCN a retenu que la conduite sous le coup du retrait constituait une infraction grave. 5. 5.1. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. 5.2. En l'espèce, comme mentionné ci-dessus, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis pour faute grave le 17 février 2022. La nouvelle infraction grave ayant été commise dans les cinq ans suivant ce retrait, le permis du recourant devait être retiré pour la durée minimale de douze mois, conformément à l'art. 16c al. 2 let. c LCR. 6. 6.1. Selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du retrait du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (cf. ATF 132 II 234 consid. 2.3). 6.2. En l'espèce, l'OCN a prononcé un retrait de douze mois. Ce faisant, l'autorité s'en est dès lors tenue à la durée minimale du retrait, laquelle ne peut être réduite, pour quelque raison que ce soit (cf. art. 16 al. 3, 2ème phrase, LCR; ATF 132 II 234 consid. 2.3). Autrement dit, les besoins professionnels et personnels de disposer du permis, tels que le recourant les a exposés dans son recours, ne peuvent conduire à une réduction de la durée du retrait, limitée au minimum légal. C'est à juste titre également que, conformément à l'art. 16c al. 3 LCR, l'OCN a substitué à la durée du retrait du permis la durée restante du retrait alors en cours, à savoir 33 jours, soit la période comprise entre le 23 mai 2022 et l'échéance de la mesure du 17 février 2022.”
Bei Art. 16 Abs. 3 SVG ist die Entzugsdauer einzelfallbezogen festzulegen; dabei können sämtliche früheren strassenverkehrsrechtlichen Vorfälle in die Würdigung einbezogen werden. Besteht bei der erstentscheidenden Behörde ein nicht unerheblicher Ermessensspielraum, darf eine kantonale Instanz die Entzugsdauer nicht erstmals an ihrer Stelle festsetzen, sondern hat die Angelegenheit gegebenenfalls an die zuständige Behörde zurückzuweisen.
“3 hiervor) kommt bei der Bestimmung der Entzugsdauer eines Führerausweises auf Probe nicht die Kaskadenfolge von Art. 16c Abs. 2 SVG zur Anwendung, sondern Art. 16 Abs. 3 SVG. Die Entzugsdauer muss vorliegend somit nach Art. 16 Abs. 3 SVG bestimmt werden, wobei sämtliche früheren strassenverkehrsrechtlichen Vorfälle berücksichtigt werden können. Die Polizei Basel-Landschaft sowie der Regierungsrat haben die Entzugsdauer des Führerausweises auf Probe des Beschwerdeführers jeweils in Anwendung von Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG festgelegt, ohne eine weitere Prüfung der Umstände des Einzelfalls vorzunehmen, wie dies in Art. 16 Abs. 3 SVG vorgesehen ist. Der Regierungsrat stellte sich auf den Standpunkt, dass die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden dürfe und somit die Möglichkeit, eine kürzere Entzugsdauer festzulegen, gar nicht bestehe. Beide Vorinstanzen haben im Ergebnis die Dauer des Führerausweisentzugs auf eine nicht einschlägige Gesetzesnorm abgestützt. Da bei der Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG der Behörde ein nicht unerheblicher Ermessensspielraum zusteht, kann das Kantonsgericht nicht erstmalig an Stelle der Polizei Basel-Landschaft die Entzugsdauer gestützt auf diese Bestimmung festlegen. Die Angelegenheit ist deshalb zur neuen Festlegung der Entzugsdauer unter Anwendung der massgebenden Bestimmungen (Art. 15a und Art. 16 Abs. 3 SVG) an die Polizei Basel-Landschaft zurückzuweisen. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen.”
“3 hiervor) kommt bei der Bestimmung der Entzugsdauer eines Führerausweises auf Probe nicht die Kaskadenfolge von Art. 16c Abs. 2 SVG zur Anwendung, sondern Art. 16 Abs. 3 SVG. Die Entzugsdauer muss vorliegend somit nach Art. 16 Abs. 3 SVG bestimmt werden, wobei sämtliche früheren strassenverkehrsrechtlichen Vorfälle berücksichtigt werden können. Die Polizei Basel-Landschaft sowie der Regierungsrat haben die Entzugsdauer des Führerausweises auf Probe des Beschwerdeführers jeweils in Anwendung von Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG festgelegt, ohne eine weitere Prüfung der Umstände des Einzelfalls vorzunehmen, wie dies in Art. 16 Abs. 3 SVG vorgesehen ist. Der Regierungsrat stellte sich auf den Standpunkt, dass die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden dürfe und somit die Möglichkeit, eine kürzere Entzugsdauer festzulegen, gar nicht bestehe. Beide Vorinstanzen haben im Ergebnis die Dauer des Führerausweisentzugs auf eine nicht einschlägige Gesetzesnorm abgestützt. Da bei der Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG der Behörde ein nicht unerheblicher Ermessensspielraum zusteht, kann das Kantonsgericht nicht erstmalig an Stelle der Polizei Basel-Landschaft die Entzugsdauer gestützt auf diese Bestimmung festlegen. Die Angelegenheit ist deshalb zur neuen Festlegung der Entzugsdauer unter Anwendung der massgebenden Bestimmungen (Art. 15a und Art. 16 Abs. 3 SVG) an die Polizei Basel-Landschaft zurückzuweisen. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen.”
Der befristete Führerausweisentzug (Warnungsentzug) ist primär eine erzieherische und präventive Verwaltungsmassnahme mit dem Ziel, die betroffene Person zu mehr Sorgfalt im Strassenverkehr zu veranlassen und Unfälle zu verhindern. Für Warnungsentzüge bestehen keine festen Höchstdauern; bei der Bemessung der Dauer soll die Behörde sich jedoch nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Warnungsentzüge sollten indessen fünf Jahre nicht überschreiten.
“Gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Dauer des Führerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden, ausser wenn die Strafe nach Artikel 100 Ziffer 4 dritter Satz SVG gemildert wurde. Der Entzug des Führerausweises für eine bestimmte Dauer gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG wird als Warnungs- oder Warnentzug bezeichnet. Er ist eine Verwaltungsmassnahme, die als erzieherische Wirkung die betroffene Person zu mehr Sorgfalt und Verantwortung im Strassenverkehr anhalten und damit als präventive Wirkung Unfälle verhindern soll (BGE 128 II 173 E. 3b; 125 II 396 E. 2a/aa; Urteil 1C_413/2009 vom 22. Januar 2010 E. 3.2.1; je mit Hinweisen).”
“Allgemeines Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (Weissenberger, a.a.O., N 28 zu Art. 16 SVG). Wie alle hoheitlichen Massnahmen muss auch ein Führerausweisentzug dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit gerecht werden. Unter anderem muss die Anordnung des Entzugs noch erforderlich sein, um dessen Zweck, die Erziehung und Besserung des Fahrzeuglenkers, zu erreichen (BGE 120 Ib 504 E. 4e). Für den Warnungsentzug existieren keine Höchstentzugsdauern. Die Behörde sollte sich jedoch bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Dabei handelt es sich nicht um fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen; Warnungsentzüge sollen indessen fünf Jahre nicht überschreiten. Ein Warnungsentzug von fünf Jahren stünde im Widerspruch zu den Bestimmungen von Art.”
War mit einem Strafbefehl (und nicht mit einem Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz) zu rechnen, schloss dies die Möglichkeit eines Administrativverfahrens mit Führerausweisentzug nicht aus. In diesem Fall musste der Betroffene damit rechnen, dass ein Führerausweisentzug angeordnet werden kann, und war daher nach Treu und Glauben gehalten, im Strafbefehlsverfahren gegen die Sachverhaltsfeststellungen Einwendungen zu erheben.
“Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe gegen den Strafbefehl keine Einsprache erhoben, weil er den Vorfall vom 18. September 2019 bloss als geringfügige Verkehrsregelverletzung eingestuft und nicht mit einem Führerausweisentzug gerechnet habe. Dem ist entgegen zu halten, dass dem Beschwerdeführer der Führerausweis in der Vergangenheit nach eigenen Angaben bereits drei Mal entzogen wurde. Zudem erliess die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl und leitete nicht etwa ein Verfahren gemäss dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1) ein. Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG ist die Anordnung von Administrativmassnahmen nur bei Verkehrsregelverletzungen ausgeschlossen, die nach dem Ordnungsbussengesetz beurteilt werden können (vgl. Urteile 1C_183/2016 vom 22. September 2016 E. 3.1; 1C_406/2010 vom 29. November 2020 E. 1). Da keine solche Beurteilung vorlag, musste der Beschwerdeführer mit der Eröffnung eines Administrativverfahrens rechnen. Entsprechend war er nach Treu und Glauben gehalten, mit allfälligen Einwendungen gegen die Sachverhaltsfeststellungen der Staatsanwaltschaft im Strafbefehlsverfahren vorzugehen. Dass sich die kantonalen Instanzen grundsätzlich an den von den Strafbehörden ermittelten Sachverhalt hielten, ist bei dieser Ausgangslage nicht zu beanstanden.”
In bestimmten, weniger gravierenden Fällen von Rechtsüberholen durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn kann das Verhalten nach Anhang 1 Ziff. 314.3 OBV als Ordnungswidrigkeit im Ordnungsbussenverfahren zu beurteilen sein. Die neue Regelung ist eng auszulegen und zurückhaltend anzuwenden; eine Bewertung als Ordnungswidrigkeit kommt nur ausnahmsweise in Betracht.
“Regeste Art. 16 Abs. 2 SVG; Art. 2 Abs. 2 StGB ;titi; Anhang 1 Ziff. 314.3 OBV; Warnungsentzug des Führerausweises wegen Rechtsüberholens auf der Autobahn; Grundsatz der lex mitior; Beurteilung als Ordnungswidrigkeit. Beim Entscheid über die Anwendbarkeit von Art. 16 Abs. 2 SVG auf ein noch unter dem alten Recht erfolgtes Rechtsüberholmanöver durch Aus- schwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn ist der Grundsatz der lex mitior zu beachten und das neue Recht zu berücksichtigen, wenn dieses eine Ahndung des betreffenden Überholmanövers im Ordnungsbussenverfahren vorsieht (E. 4). Gemäss dem seit Anfang 2021 geltenden Anhang 1 Ziff. 314.3 OBV ist Rechtsüberholen durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn in gewissen, wenig gravierenden Fällen neu als Ordnungswidrigkeit zu beurteilen (E. 5.4). Die bisherige Praxis des Bundesgerichts (E. 5.3) ist entsprechend anzupassen (E. 5.5). Die neue Bestimmung ist jedoch eng auszulegen und zurückhaltend anzuwenden. Eine Bewertung und Ahndung als Ordnungswidrigkeit kommt nur ausnahmsweise in Betracht (E.”
Der Umfang des Ausweisentzugs richtet sich nach Art. 33 VZV: Der Entzug des Führerausweises einer Kategorie oder Unterkategorie zieht den Entzug des Führerausweises aller Kategorien, aller Unterkategorien und der Spezialkategorie F nach sich. Der Entzug einer Spezialkategorie zieht den Entzug aller Spezialkategorien nach sich; die Entzugsbehörde kann beim Entzug einer Spezialkategorie zudem auch die Kategorien und Unterkategorien entziehen.
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Der Umfang des Entzugs wird in Art. 33 VZV geregelt, der bestimmt, dass der Entzug des Führerausweises einer Kategorie oder Unterkategorie den Entzug des Führerausweises aller Kategorien, aller Unterkategorien und der Spezialkategorie F zur Folge hat (Abs. 1). Der Entzug des Führerausweises einer Spezialkategorie hat den Entzug des Führerausweises aller Spezialkategorien zur Folge (Abs. 2). Die Entzugsbehörde kann mit dem Führerausweis einer Spezialkategorie auch den Führerausweis der Kategorien und Unterkategorien entziehen (Abs. 4 lit. b).”
Nach der Rechtsprechung beginnt die Rückfallwirkung (z. B. die zweijährige Frist) erst mit dem Ablauf des zuvor vollzogenen Ausweisentzugs. In der vorliegenden Praxis wurden gesundheitliche oder persönliche Gründe nicht als Grund anerkannt, die sich auf die Mindestentzugsdauer bei Rückfall auswirken könnten.
“Aucune conclusion en faveur d'une infraction légère à la loi sur la circulation routière ne peut en outre être tirée de l'arrêt TF 1C_81/2021 du 14 juin 2021 cité par le recourant puisqu'il s'agit d'une affaire où la qualification d'infraction moyennement grave a été confirmée. Il ne suffit pas de soulever l'une ou l'autre différence entre les faits d'une affaire avec ceux d'une autre pour en déduire, à la baisse ou à la hausse, la qualification de l'infraction, la comparaison entre affaires demeurant délicate. Au vu de ce qui précède, il convient de retenir que, même si la mise en danger d'autrui ne revêt en l'espèce pas un degré de gravité particulier, elle n'est pas non plus anodine. L'OCN a donc retenu à juste titre une mise en danger moyennement grave dans le cas d'espèce. Au vu des circonstances, l'OCN a correctement qualifié l'infraction à la circulation routière de moyennement grave. 5. 5.1. Conformément à l'art. 16b al. 2 LCR, après une infraction moyennement grave, le permis d’élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour quatre mois au minimum si, au cours des deux années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction grave ou moyennement grave. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (arrêt TC FR 603 2023 8 du 29 mars 2023 consid. 6.2 avec renvois). 5.2. En l'espèce, le recourant a fait l'objet d'un retrait de permis pour une infraction moyennement grave en date du 17 février 2022, exécuté du 28 juillet 2022 au 27 août 2022. Selon la jurisprudence, la période probatoire commence à courir à l'expiration du dernier jour de l'exécution du précédent retrait du permis de conduire (ATF 136 II 447 consid. 5.3; arrêt TF 1C_495/2020 du 18 novembre 2020 consid. 3.1). Dans ces conditions, le 11 novembre 2023, il ne s'était pas écoulé deux ans lorsque le recourant a commis la nouvelle infraction qu'il s'agit de sanctionner en l'espèce.”
“Du reste, les problèmes de santé prétendument rencontrés par le recourant n'ont pas été retenus ni même invoqués sur le plan pénal et l'ordonnance du 23 mars 2023 n'a pas été contestée. Dans ces conditions, ils ne sauraient être pris en considération sur le plan administratif pour excuser l'excès de vitesse commis par le recourant. 3.4. Partant, l'appréciation de l'OCN, selon laquelle le recourant s'est rendu coupable d'une infraction légère au sens de l'art. 16a al. 1 let. a LCR, ne saurait être remise en cause. 4. 4.1. Selon l'art. 16a LCR, après une infraction légère, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour un mois au moins au conducteur qui a fait l'objet d'un retrait de permis ou d'une autre mesure administrative au cours des deux années précédentes (al. 2). L'auteur d'une infraction légère fait l'objet d'un avertissement si, au cours des deux années précédentes, le permis de conduire ne lui a pas été retiré et qu'aucune mesure administrative n'a été prononcée (al. 3). Selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. 4.2. En l'occurrence, par décision du 26 octobre 2022, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis pour la durée d'un mois, pour une infraction moyennement grave commise le 1er mai 2022, soit dans les deux ans précédents la commission de la nouvelle infraction en cause. Partant, son permis de conduire devait obligatoirement lui être retiré. En fixant à un mois la durée du retrait, l'autorité s'en est tenue à la durée minimale prévue par l'art. 16a al. 2 LCR. Au vu de l'art. 16 al. 3, dernière phrase, LCR, cette durée ne peut être réduite, pour quelque raison que ce soit (cf. ATF 132 II 234). 5. 5.”
“c SVG eine mittelschwere Widerhandlung darstellt. Der Beschwerdeführer hatte die entsprechende Verfügung vom 17. Juni 2020 nicht angefochten. Für das SVSA bestand kein Anlass, im Rahmen seiner Verfügung vom 17. August 2021 auf die rechtskräftige Verfügung vom 17. Juni 2020 zurückzukommen, zumal diese jedenfalls nicht als nichtig eingestuft werden kann. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Urteil richtig erwog, war der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen gegen die rechtskräftige Verfügung vom 17. Juni 2020 im vorinstanzlichen Verfahren nicht mehr zu hören. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Ergreifung eines Rechtsmittels gegen die Verfügung vom 17. Juni 2020 habe angesichts der kurzen Entzugsdauer von einem Monat keinen Sinn gemacht, ändert daran nichts. Nachdem dem Beschwerdeführer der Ausweis innerhalb von zwei Jahren bereits einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen war, hatte das SVSA ihm den Führerausweis nach dem Vorfall vom 17. April 2021 in Anwendung von Art. 16b Abs. 2 lit. b und Art. 16 Abs. 3 SVG für mindestens vier Monate zu entziehen. Darin, dass die Vorinstanz die angeordnete Massnahme schützte, ist keine Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG zu erblicken.”
“Hinsichtlich der Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Nach einer mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG für mindestens vier Monate zu entziehen, sofern dem Lenker in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen wurde. Der Wortlaut von Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG setzt eine vollzogene Massnahme voraus ("entzogen war"), weshalb die zweijährige Rückfallfrist mit dem Ablauf des Ausweisentzugs beginnt (BGE 136 II 447 E. 5.3; Urteil BGer 1C_180/2010 vom 22. September 2010 E. 2.2). Gegen die Beschwerdeführerin wurde bereits mit Verfügung vom 13. Februar 2019 eine Administrativmassnahme erlassen, wobei ihr der Führerausweis wegen einer mittelschweren Widerhandlung zwischen dem 26.”
Berufliche Notwendigkeit und ein nachgewiesener guter Leumund konnten bei der Erwägung einer Verkürzung der Entzugsdauer berücksichtigt werden; im zugrunde liegenden Fall wurde beanstandet, dass der Betroffene diese Umstände nicht habe vorbringen können.
“Par acte mis à la poste le 2 octobre 2023, B______ et la société ont interjeté recours auprès de la chambre administrative de la Cour de justice (ci-après : la chambre administrative) contre les décisions du PCTN du 1er septembre 2023, concluant à leur annulation. L’autorité intimée s’était bornée à appliquer l’art. 6 al. 2 let. b RTVTC sans prendre en compte les conditions légales de l’art. 6 al. 3 RTVTC. S’agissant de la gravité des faits, son comportement ne consistait pas en une mise en danger concrète des autres usagers de la circulation routière. Rien ne permettait de retenir que les faits retenus à son encontre avaient été accomplis dans le cadre de l’exercice de sa profession de chauffeur de VTC. Il avait été privé de l’usage effectif de son droit d’être entendu, puisqu’il était à l’étranger au moment où l’OCV lui a octroyé un délai de quinze jours pour faire valoir ses observations. Il aurait dû pouvoir faire valoir qu’il était au bénéfice d’un besoin professionnel de conduire des véhicules au sens de l’art. 16 al. 3 LCR et qu’il pouvait justifier d’une bonne réputation. Il était exempt de tous reproches s’agissant des autres conditions de l’art. 7 al. 3 LTVTC. La décision violait le principe de la proportionnalité. Les faits reprochés étaient moyennement graves et étaient contestables quant à leur constatation ; il n’y avait pas de réitération, le laps de temps écoulé entre la décision de retrait et la décision entreprise était d’une certaine durée et le risque de récidive était inexistant. La mesure avait en revanche de graves conséquences personnelles et économiques pour lui-même et sa famille. Enfin, dans la mesure où il devait être reconnu comme valablement titulaire d’une carte professionnelle de chauffeur de VTC, la société était en droit d’obtenir une autorisation pour son activité au sens de l’art. 10 al. 1 et al. 2 let. c LTVTC. b. Le 6 décembre 2023, le PCTN a conclu au rejet du recours. Au vu des travaux préparatoires relatifs à la LTVTC et du texte même de l’art. 6 al. 2 let. b RTVTC, la nouvelle législation avait prévu un net durcissement des conditions de délivrance des cartes professionnelles, si bien que la jurisprudence établie sous l’ancienne législation ne pouvait être reprise dans le nouveau droit.”
Bei einer nachträglichen Neubewertung unter dem neueren Recht ist der Grundsatz der lex mitior zu beachten. Neu als Ordnungswidrigkeit qualifizierte Tatbestände sind eng auszulegen und zurückhaltend anzuwenden; eine Ahndung als Ordnungswidrigkeit und damit ein Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises statt einer Verwarnung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht.
“3 OBV; Warnungsentzug des Führerausweises wegen Rechtsüberholens auf der Autobahn; Grundsatz der lex mitior; Beurteilung als Ordnungswidrigkeit. Beim Entscheid über die Anwendbarkeit von Art. 16 Abs. 2 SVG auf ein noch unter dem alten Recht erfolgtes Rechtsüberholmanöver durch Aus- schwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn ist der Grundsatz der lex mitior zu beachten und das neue Recht zu berücksichtigen, wenn dieses eine Ahndung des betreffenden Überholmanövers im Ordnungsbussenverfahren vorsieht (E. 4). Gemäss dem seit Anfang 2021 geltenden Anhang 1 Ziff. 314.3 OBV ist Rechtsüberholen durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen auf der Autobahn in gewissen, wenig gravierenden Fällen neu als Ordnungswidrigkeit zu beurteilen (E. 5.4). Die bisherige Praxis des Bundesgerichts (E. 5.3) ist entsprechend anzupassen (E. 5.5). Die neue Bestimmung ist jedoch eng auszulegen und zurückhaltend anzuwenden. Eine Bewertung und Ahndung als Ordnungswidrigkeit kommt nur ausnahmsweise in Betracht (E. 5.5.2). Vorliegend verletzt der verfügte Warnungsentzug mit Blick auf den neuen Ordnungsbussentatbestand Art. 16 Abs. 2 SVG (E. 5.6 und 5.7).”
Ein früherer Entzug des Führerausweises, der sich lediglich auf Spezialkategorien (z. B. G und M) erstreckt, begründet nach der genannten Rechtsprechung nicht zwingend einen Rückfall im Sinn von Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG. Ob die erhöhte Mindestentzugsdauer anzuwenden ist, ist folglich im Einzelfall zu prüfen; gegebenenfalls kann die Mindestdauer entsprechend reduziert werden.
“b SVG vor, weil dem Beschwerdegegner der Führerausweis bereits im Jahr 2016 wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften entzogen war, und hat die sechsmonatige Mindestentzugsdauer verfügt. Die Vorinstanz ist der Auffassung, ein solcher Rückfall liege nicht vor, weil der frühere Entzug lediglich den Führerausweis der Spezialkategorien G und M betraf und der Beschwerdegegner den Führerausweis für die Kategorie B damals noch nicht besass, und hat die Entzugsdauer auf vier Monate herabgesetzt. Wer ein Motorfahrzeug führt, bedarf des Führerausweises, wer Lernfahrten unternimmt, des Lernfahrausweises (Art. 10 Abs. 2 SVG). Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 314.1, OBG) ausgeschlossen ist, wird der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Bei der Bemessung der Entzugsdauer dürfen die Mindestentzugsdauern nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Die Mindestentzugsdauern tragen einerseits der Schwere der Widerhandlung und anderseits dem Umstand Rechnung, ob und wenn ja, wie weit zeitlich zurückliegend dem Betroffenen der Führerausweis bereits früher entzogen war (sogenanntes "Kaskadensystem"; vgl. BGE 141 II 220 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Nach einer schweren Widerhandlung beträgt die Mindestentzugsdauer drei Monate (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG). War dem Betroffenen der Ausweis in den vorangegangenen Jahren einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen, erhöht sich die Mindestentzugsdauer auf sechs Monate (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG). Die Frage, ob Art. 16 c Abs. 2 lit. b SVG anzuwenden ist, ist durch Auslegung der Bestimmung zu beantworten. Massgebend ist in erster Linie der Wortlaut der Norm. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Bestimmung gesucht werden, wobei alle Auslegungselemente zu berücksichtigen sind (Methodenpluralismus).”
Die berufliche Notwendigkeit ist bei der Bemessung der Entzugsdauer zu berücksichtigen. Bei Fahrern, die beruflich auf ein Motorfahrzeug angewiesen sind, kann dies — unter Wahrung der gesetzlichen Mindestdauer — zu einer verkürzten Entzugsdauer führen, weil sie aufgrund der grösseren Massnahmeempfindlichkeit bereits mit einer kürzeren Dauer wirksam von weiteren Widerhandlungen abgehalten werden können.
“Die Vorinstanz hat zur Festsetzung der Dauer des Führerausweisentzugs in rechtlicher Hinsicht zutreffend erwogen, dass gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls, wie namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen, zu berücksichtigen seien. Die Mindestentzugsdauer dürfe jedoch, von der hier nicht interessierenden Ausnahme für Vorfälle auf Dienstfahrten gemäss Art. 100 Ziff. 4 SVG abgesehen, nicht unterschritten werden. Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichts sei bei der Prüfung der Massnahmeempfindlichkeit dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit Rechnung zu tragen und deshalb zu berücksichtigen, in welchem Masse der Fahrzeugführer infolge beruflicher Angewiesenheit auf ein Motorfahrzeug stärker als andere Fahrer vom Entzug des Führerausweises betroffen ist (BGer 1C_589/2019 vom 14. April 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 128 II 285 E. 2.4). Berufsmässig auf den Einsatz eines Motorfahrzeuges angewiesene Fahrzeuglenkerinnen und -lenker würden wegen der grösseren Massnahmeempfindlichkeit in der Regel schon durch eine kürzere Entzugsdauer wirksam von weiteren Widerhandlungen abgehalten.”
“Er macht aber geltend, dass die nicht unerhebliche Erschwerung seiner Berufsausübung dennoch bei der Bemessung der Dauer des Führerausweisentzugs zu berücksichtigen sei (vgl. dazu act. 5/2 S. 107 ff.). Als Buchhalter müsse er häufig zu den Firmenkunden fahren, weshalb er auf ein Auto angewiesen sei. Seine Arbeitgeberin habe bestätigt, dass die Arbeitszeit, welche vertraglich abgesprochen worden sei, nur möglich sei, wenn er die Wege mit dem privaten Fahrzeug zurücklegen könne. Er müsse nach [...] und dann zu den Liegenschaften in und um Basel fahren. Der Wechsel zu den öffentlichen Verkehrsmitteln wäre daher «unerfreulich», da sich die Wege zu den Firmenkunden verlängern würden und es schwer wäre, mehrere an einem Tag zu besuchen, womit er in seiner Arbeit stark eingeschränkt werde. Auch aus diesen Einwendungen des Rekurrenten ergibt sich, dass dieser durch den Führerausweisentzug nicht stärker betroffen ist, als andere von einem Führerausweisentzug betroffene Personen, welche ihr Motorfahrzeug für den Arbeitsweg und berufliche Fahrten benutzen. Bei der Beurteilung der verhältnismässigen Entzugsdauer nach Massgabe der gesamten Umstände gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG ist diesem Umstand aber gleichwohl Rechnung zu tragen.”
“Laut Art. 16a Abs. 2 SVG wird der Lernfahr- bzw. Führerausweis nach einer leichten Widerhandlung für mindestens einen Monat entzogen, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis entzogen war oder eine andere Administrativmassnahme verfügt wurde. Für die Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden.”
Interne Richtlinien zur Festlegung der Entzugsdauer können bei Massendelinquenz zur rechtsgleichen und vorhersehbaren Praxis beitragen. Sie entbinden die rechtsanwendende Behörde jedoch nicht von der gesetzlich gebotenen Einzelfallprüfung nach Art. 16 Abs. 3 SVG. Die Behörde darf die Entzugsdauer nicht im Wesentlichen einzig mit einem Messwert (z. B. Alkoholisierung) begründen und hat sich im Verfahren zumindest mit Rügen der betroffenen Partei auseinanderzusetzen und dazu Stellung zu nehmen.
“In der Verfügung heisst es lediglich, dass das Verschulden hoch sei, ansonsten keine schwere Widerhandlung vorliegen würde, und sich die Entzugsdauer aus der hohen Alkoholisierung (gemäss den internen Richtlinien der Polizei) ergebe. Im Rahmen des rechtlichen Gehörs bestätigte die Polizei mit Schreiben vom 23. April 2021 sodann ausdrücklich, dass sie hinsichtlich der vorgesehenen Entzugsdauer in erster Linie auf den gemessenen Alkoholwert abstelle, weil nur so bei vergleichbaren Fällen die Gleichbehandlung gesichert werden könne. Somit begründete die Polizei die angeordnete Entzugsdauer im Wesentlichen einzig mit dem hohen Alkoholgehalt, ohne die übrigen Umstände des Falles zu prüfen. Dass im Rahmen sogenannter Massendelinquenz wie im Strassenverkehrsrecht interne Richtlinien zur Festlegung des Strafmasses oder der Entzugsdauer genutzt werden, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, zumal sich dadurch eine rechtsgleiche und vorhersehbare Praxis sicherstellen lässt. Wie bereits festgehalten, stehen solche Richtlinien jedoch in einem gewissen Spannungsverhältnis zu Art. 16 Abs. 3 SVG, welcher die Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls vorsieht. Durch das Vorhandensein von Richtlinien und die Rechtsprechung wird die rechtsanwendende Behörde demnach nicht von dieser Einzelfallbeurteilung entbunden (E. 4.3 hiervor). Die Polizei durfte sich mit Blick auf das ihr zustehende Ermessen und die von Gesetzes wegen zu berücksichtigenden Kriterien nicht einzig auf den hohen Alkoholisierungsgrad abstützen. Auch wenn ihr bei Massendelinquenz im Sinne der Prozessökonomie ein gewisser Schematismus zugestanden werden kann, so hat sie sich im Rahmen des rechtlichen Gehörs zumindest mit Rügen der betroffenen Partei auseinanderzusetzen und dazu Stellung zu nehmen.”
Bei Anwendung der Kaskadenordnung sind die konkreten Umstände der Vortat (z. B. Alter oder Ausbildungsstand) zwar in der Beurteilung der Vortat zu berücksichtigen; eine getrennte, erneute Gewichtung dieser Aspekte im Rahmen der Kaskade kommt jedoch nicht in Betracht. Würde die Kaskade aus Rücksicht auf einen geringeren Ausbildungsstand nicht angewandt, führte dies zu einer erneuten und damit systemwidrigen Gewichtung dieses Teilaspekts des Verschuldens und könnte die Entzugsdauer unangemessen verkürzen.
“Die konkreten Umstände der Vortat – also beispielsweise für die Würdigung des Verschuldens bedeutsame Aspekte wie das Alter und der Ausbildungsstand – fliessen ebenfalls in die Beurteilung der Vortat. Der Beschwerdegegner war im Übrigen im Zeitpunkt der ersten Widerhandlung bereits 18-jährig und damit in einem Alter, in welchem ihm die Gefährlichkeit seines verkehrswidrigen Verhaltens – Linksabbiegen ohne genügende Rücksichtnahme auf den nachfolgenden Verkehr, defekter Blinker am Anhänger, Überschreiten der zulässigen Anhängelast – bewusst sein musste. Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung des erneuten Verstosses auf jene der Vortat nicht zurückzukommen (vgl. BGer 1C_210/2020 vom 30. November 2020 E. 4.3). Würde die Kaskade aus Rücksicht auf den Ausbildungsstand nicht zur Anwendung gelangen, käme dies im Ergebnis einer sehr hohen, erneuten und damit systemwidrigen Gewichtung eines Teilaspekts des Verschuldens der Erstwiderhandlung gleich, der zu einer erheblichen Verkürzung der Ausweisentzugsdauer führen würde (vgl. Rütsche, a.a.O., N 98 zu Art. 16 SVG; vgl. zum Ganzen auch VerwGE B 2021/245 und 246 vom 25. April 2022 E. 4.4.3). Dass die gesetzlich vorgegebene Mindestentzugsdauer, die – wie dargelegt – nicht unterschritten werden darf, der rechtsanwendenden Behörde im Einzelfall mit Blick auf die Einschätzung ihrer Erforderlichkeit zur Erreichung der Besserung als unverhältnismässig streng erscheint, ist nicht ausgeschlossen. Indessen entspricht diese Härte der Absicht des Bundesgesetzgebers, der schwere und wiederholte Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften zur Vermeidung von Toten und Verletzten im Strassenverkehr strenger ahnden wollte (Botschaft S. 4485), und ist für die rechtsanwendenden Behörden massgebend (vgl. Art. 190 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV; vgl. auch B. Rütsche, in: Basler Kommentar zum SVG, Basel 2014, N 98 zu Art. 16 SVG). Der Warncharakter sowie der damit einhergehende präventive Zweck der Kaskadenordnung zum Schutz der Verkehrssicherheit würde mit der Verwehrung einer Anwendung auf Fälle, in denen der erstmalige Führerausweisentzug sich auf eine Spezialkategorie beschränkte wurde, vereitelt werden.”
“Dies mit der Begründung, dass zur Erlangung des Führerausweises für Motorfahrräder kein Kurs in Sachen Verkehrssinnbildung und Gefahrenlehre zu absolvieren sei und es von daher nicht gerechtfertigt sei, den Motorfahrradführer die gleichen Konsequenzen tragen zu lassen wie einen Motorfahrzeugführer, der hinsichtlich der Gefahren im Strassenverkehr besonders sensibilisiert worden sei (BGE 128 II 187 E. 1c am Schluss). Die einschlägige Lehre erachtet es als fraglich, ob diese Rechtsprechung angesichts der vom Gesetzgeber mit der SVG-Revision 2001 beabsichtigten härteren Gangart gegen rückfällige Fahrzeugführer auf das geltende Recht übertragen werden könne. Abgesehen davon sei zu bedenken, dass der allenfalls geringere Ausbildungsstand von Motorfahrradführern bei der Anordnung einer Administrativmassnahme bereits im Rahmen des Verschuldens zu berücksichtigen sei und zu einem kürzeren Ausweisentzug führen könne; insofern erscheine eine erneute Berücksichtigung des geringeren Ausbildungsstands im Rahmen des Kaskadensystems nicht als gerechtfertigt (B. Rütsche, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], a.a.O., N 98 zu Art. 16 SVG). Diese Überlegungen lassen sich nicht von der Hand weisen, zumal der Führerausweis für Motorfahrräder beim Erlass von BGE 128 II 187 gemäss Art. 27 der dort anwendbaren VZV (Stand 1. Januar 2001) separat geregelt wurde und keine Ausweiskategorie von Art. 3 VZV darstellte (vgl. auch BGE 128 II 187 E. 1c Absatz 4). Hinzu kommt im konkreten Fall, dass für die vom Beschwerdeführer 1 im Jahr 2017 begangene Widerhandlung kein Fahrzeug der Kategorie M (Motorfahrrad) verwendet wurde, für welche der Beschwerdeführer 1 damals über einen Führerausweis verfügte; vielmehr lag ihr die Benützung eines Motorrades der Unterkategorie A1 ohne Bewilligung zugrunde. Von daher vermag vorliegend das Argument des allenfalls geringeren Ausbildungsstands von Motorfahrradführern bei der Anordnung einer Administrativmassnahme eine Nichtanwendung des Kaskadensystems nicht zu rechtfertigen, zumal die Verwendung eines Fahrzeugs der Bewilligungskategorie A1 ohne Bewilligung seine Ursache nicht in dem damaligen strassenverkehrsrechtlichen Ausbildungsstand des Beschwerdeführers 1 hatte; eine Fahrzeugverwendung ohne Bewilligung lässt sich m.”
Bei kumulierten bzw. wiederholten Widerhandlungen kann die Entzugsdauer erhöht werden. Insbesondere sieht die Praxis bei mehrfachen schweren Widerhandlungen einen Entzug auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch zwei Jahre vor (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. d). Bei der Festlegung der tatsächlichen Dauer sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen.
“Angefochten ist der Entscheid über den Entzug der aufschiebenden Wirkung eines Rekurses gegen den Entzug eines Führerausweises gemäss Art. 16, 16b Abs. 2 lit. e und Art. 16d SVG sowie von Art. 33 und 45 der Verkehrszulassungsverordnung VZV. Gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Art. 16 Abs. 2 lit. e SVG sieht vor, dass der Führerausweis nach einer mittelschweren Widerhandlung für unbestimmte Zeit, mindestens aber für zwei Jahre entzogen wird, wenn in den vorangegangenen zehn Jahren der Ausweis dreimal wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Gemäss Art. 16d Abs. 1 SVG wird der Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (lit. a), die Person an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (lit.”
“Da dem Beschwerdeführer der Führerausweis in den Jahren 2012 bis 2014 schon zweimal wegen einer schweren Widerhandlung entzogen worden war, ging sie gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG von einer unbestimmten, mindestens aber zweijährigen Entzugsdauer aus. Wegen dieses Vorfalls sowie wegen Betäubungsmitteldelikten wurde der Beschwerdeführer sodann vom Gericht des Sinnbezirks mit Urteil vom 5. Mai 2020 der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG sowie der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vom 3. Oktober 1951 im Sinn von Art. 19 Abs. 2 schuldig gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren bestraft, wovon 18 Monate unbedingt und 18 Monate bedingt ausgesprochen wurden und die Auslieferungshaft sowie der vorzeitige Strafantritt vom 8. Februar 2018 bis 7. Februar 2019 angerechnet wurden. 3. 3.1 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (OBG) wie vorliegend ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). 3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet weder den Sachverhalt noch die erfolgte rechtliche Würdigung. Er bringt hingegen vor, es liege eine überlange Verfahrensdauer und eine krasse Verletzung des Beschleunigungsgebots vor. Dies müsse korrekterweise dazu führen, vorliegend auf einen Führerausweisentzug zu verzichten. Angesichts des seitherigen Wohlverhaltens sei der Zweck der Massnahme, nämlich die Erziehung des Fehlbaren, bereits erreicht worden, weshalb sich die Massnahme als nicht mehr notwendig und damit als unverhältnismässig erweise. Zudem würde ein Führerausweisentzug den Beschwerdeführer in seiner beruflichen Existenz treffen. 3.3 Die Beschwerdegegnerin ging zu Recht von einer schweren Widerhandlung im Sinn von Art. 16c SVG und aufgrund der Vorbelastung von einer unbestimmten, minimal zweijährigen Entzugsdauer aus (Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG). 3.4 Bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs sind gemäss Art. 16 Abs. 3 Satz 1 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen.”
Bei Missachtung von Auflagen kann gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG der Führerausweis entzogen werden; in den vorliegenden Entscheiden wird ein solcher Entzug ausdrücklich als mögliche Folge genannt und teilweise als allenfalls auf unbestimmte Zeit bezeichnet.
“d) Regelmässige ärztliche Kontrolle und Behandlung des Schlaf-ApnoeSyndroms und Medikamenten-Einnahme gemäss Verordnung des behandelnden Arztes sowie striktes Befolgen der ärztlichen Weisungen, inkl. Medikation. e) Die Auflagenkontrolle inklusive Haaranalyse erfolgt alle 6 Monate am Institut für Rechtsmedizin (IRM) in St. Gallen. Für die Haaranalyse müssen die Haare kosmetisch unbehandelt sein, das heisst nicht gefärbt, nicht getönt oder gebleicht. Die Kosten dafür gehen zu Ihren Lasten. Die Kontrollen haben im September und März zu erfolgen. Zur gegebenen Zeit wird Ihnen durch das IRM St. Gallen ein Erinnerungsschreiben zugestellt, welches u.a. über den zu leistenden Vorschuss orientiert. Die Verlaufsberichte (Psychiater, Hausarzt, Lungenliga) sind jeweils zur Abstinenzkontrolle (Haaranalyse) in das IRM mitzubringen. f) Diese Auflagen haben auf unbestimmte Zeit Gültigkeit und werden mit Code 101 in ihren Führerausweis eingetragen. Eine Aufhebung der Abstinenzkontrolle kann frühestens in 3 Jahren geprüft werden. g) Bei Missachten der Auflagen haben Sie in Anwendung von Art. 16 Abs. 1 SVG mit dem Entzug des Führerausweises - allenfalls auf unbestimmte Zeit - zu rechnen." Einen von A.________ gegen die verfügten Auflagen erhobenen Rekurs wies die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen am 25. April 2019 ab. Gegen deren Entscheid erhob A.________ Beschwerde, welche vom Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen am 3. Oktober 2019 abgewiesen wurde. C. Gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 3. Oktober 2019 hat A.________ am 13. November 2019 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Angelegenheit zu neuer Beurteilung an die Verwaltungsrekurskommission, eventualiter an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und ihm der Fahrausweis ohne die verfügten Auflagen wiederzuerteilen. Subeventualiter sei von der Auflage der alle sechs Monate kontrollierten Alkoholabstinenz abzusehen und subsubeventualiter eine Überprüfung der Auflage der kontrollierten Alkoholabstinenz bereits nach Ablauf von einem halben Jahr zuzulassen.”
“d) Regelmässige ärztliche Kontrolle und Behandlung des Schlaf-ApnoeSyndroms und Medikamenten-Einnahme gemäss Verordnung des behandelnden Arztes sowie striktes Befolgen der ärztlichen Weisungen, inkl. Medikation. e) Die Auflagenkontrolle inklusive Haaranalyse erfolgt alle 6 Monate am Institut für Rechtsmedizin (IRM) in St. Gallen. Für die Haaranalyse müssen die Haare kosmetisch unbehandelt sein, das heisst nicht gefärbt, nicht getönt oder gebleicht. Die Kosten dafür gehen zu Ihren Lasten. Die Kontrollen haben im September und März zu erfolgen. Zur gegebenen Zeit wird Ihnen durch das IRM St. Gallen ein Erinnerungsschreiben zugestellt, welches u.a. über den zu leistenden Vorschuss orientiert. Die Verlaufsberichte (Psychiater, Hausarzt, Lungenliga) sind jeweils zur Abstinenzkontrolle (Haaranalyse) in das IRM mitzubringen. f) Diese Auflagen haben auf unbestimmte Zeit Gültigkeit und werden mit Code 101 in ihren Führerausweis eingetragen. Eine Aufhebung der Abstinenzkontrolle kann frühestens in 3 Jahren geprüft werden. g) Bei Missachten der Auflagen haben Sie in Anwendung von Art. 16 Abs. 1 SVG mit dem Entzug des Führerausweises - allenfalls auf unbestimmte Zeit - zu rechnen." Einen von A.________ gegen die verfügten Auflagen erhobenen Rekurs wies die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen am 25. April 2019 ab. Gegen deren Entscheid erhob A.________ Beschwerde, welche vom Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen am 3. Oktober 2019 abgewiesen wurde. C. Gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 3. Oktober 2019 hat A.________ am 13. November 2019 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Angelegenheit zu neuer Beurteilung an die Verwaltungsrekurskommission, eventualiter an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und ihm der Fahrausweis ohne die verfügten Auflagen wiederzuerteilen. Subeventualiter sei von der Auflage der alle sechs Monate kontrollierten Alkoholabstinenz abzusehen und subsubeventualiter eine Überprüfung der Auflage der kontrollierten Alkoholabstinenz bereits nach Ablauf von einem halben Jahr zuzulassen.”
In der zitierten Rechtssache verfügte die Beschwerdegegnerin den Entzug des bereits erlangten Führerausweises in 'analoger Anwendung' von Art. 15e und Art. 16 SVG wegen eines Vorfalls, der sich vor der Prüfungszulassung ereignet hatte. Die Anwendbarkeit von Art. 16 Abs. 2 SVG auf derartige, vor Zulassung begangene Widerhandlungen war streitig.
“Aufgrund des Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis wäre dem Beschwerdeführer daher die Erteilung des Lernfahrausweises gestützt auf Art. 15e Abs. 1 SVG für mindestens sechs Monate ab Erreichen des Mindestalters zu verweigern gewesen. Der Beschwerdeführer wurde am 31. August 2019 volljährig, womit die Sperrfrist frühestens Ende Februar 2020 abgelaufen wäre. Während laufendem Straf- und sistiertem Administrativmassnahmenverfahren stellte der Beschwerdeführer am 23. Oktober 2019 ein Gesuch um Erteilung eines Lernfahrausweises der Kategorie B, welchem am 21. November 2019 entsprochen wurde. Am 22. Januar 2020 absolvierte er die Führerprüfung erfolgreich, worauf ihm tags darauf der Führerausweis auf Probe erteilt wurde. 4.3 Nach Erlass des Strafbefehls am 25. März 2020 verfügte die Beschwerdegegnerin anstelle der angedrohten Verweigerungsfrist für die Erteilung des Lernfahrausweises in ''analoger Anwendung'' von Art. 15e und Art. 16 SVG den Entzug des inzwischen erlangten Führerausweises auf Probe. Strittig ist im Wesentlichen, ob gestützt auf Art. 16 Abs. 2 SVG ein Führerausweisentzug bezüglich eines Vorfalls angeordnet werden kann, welcher sich vor der Zulassung zur theoretischen und praktischen Fahrprüfung ereignet hat. 5. 5.1 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden (Art. 16 Abs. 1 SVG). Der Lernfahr- bzw. Führerausweis wird gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG) ausgeschlossen ist, entzogen oder es wird eine Verwarnung ausgesprochen. Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen und sieht je Schweregrad in einem Kaskadensystem nach vorgängigen Administrativmassnahmen abgestufte Mindestentzugsdauern vor (Art. 16a–c SVG).”
Bei Entzügen nach Widerhandlungen, für die das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz ausgeschlossen ist, sind die gesetzlichen Grundlagen und die einschlägige Rechtsprechung zu Art. 16 SVG zu beachten. Art. 16 Abs. 2 sieht in solchen Fällen entweder Entzug oder Verwarnung vor; zwischen diesen Massnahmen ist eine einzelfallbezogene Abwägung vorzunehmen.
“100/2006 BGE 124 II 103ATF 124 II 103DTF 124 II 103 BGE 104 Ib 359ATF 104 Ib 359DTF 104 Ib 359 BGE 102 Ib 196ATF 102 Ib 196DTF 102 Ib 196 BGE 120 Ib 312ATF 120 Ib 312DTF 120 Ib 312 BGE 119 Ib 158ATF 119 Ib 158DTF 119 Ib 158 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 BGE 123 II 97ATF 123 II 97DTF 123 II 97 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 6A.82/2006 BGE 123 II 106ATF 123 II 106DTF 123 II 106 BGE 124 II 259ATF 124 II 259DTF 124 II 259 603 2016 227 6A.16/2006 BGE 126 II 202ATF 126 II 202DTF 126 II 202 BGE 126 II 192ATF 126 II 192DTF 126 II 192 BGE 125 II 561ATF 125 II 561DTF 125 II 561 Art. 3 VRVart. 3 OCRart. 3 ONC BGE 137 IV 290ATF 137 IV 290DTF 137 IV 290 6B_69/2017 BGE 127 II 302ATF 127 II 302DTF 127 II 302 BGE 127 II 302ATF 127 II 302DTF 127 II 302 1C_235/2007 6S.186/2002 BGE 120 Ib 312ATF 120 Ib 312DTF 120 Ib 312 1C_249/2012 603 2015 48 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr 6A.90/2002 6A.65/2003 603 2011 20 603 2019 189 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2022 6006.07.2022Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 16 SVGArt. 90 SVGArt. 3 VRVRechtsprechung BundBGE 137 IV 290BGE 132 II 234BGE 127 II 3026B_69/20171C_249/20121C_235/2007Normen KantonArt. 77 VRGArt. 78 VRGArt. 131 VRGRechtsprechung Kanton603 2022 60603 2019 189603 2016 227Normen Bund/Kanton”
Die kantonalen Verwaltungsbehörden haben bei der Festlegung der Entzugsdauer einen weiten Ermessensspielraum; sie müssen die in Art. 16 Abs. 3 SVG genannten Umstände (Gefährdung der Verkehrssicherheit, Verschulden, Leumund, berufliche Notwendigkeit) gesamthaft würdigen. Die Behörden können die übliche Entzugsdauer im Einzelfall bis auf die gesetzliche Mindestdauer reduzieren, wenn die konkreten Umstände dies rechtfertigen; die Mindestdauer darf jedoch nicht unterschritten werden.
“c LCR; qu'à cela s'ajoute qu'alors qu'il circulait sous le coup du retrait, le recourant a fait preuve d'inattention au volant et a perdu la maîtrise de son véhicule, lequel est sorti de la route et a terminé sa course en contre-bas d'un talus; que, ce faisant, le précité a également violé le prescrit de l'art. 31 al. 1 LCR, qui impose au conducteur de rester constamment maître de son véhicule de façon à pouvoir se conformer aux devoirs de la prudence; que, par son comportement au volant, le recourant a, à l'évidence, créé un danger sérieux pour la circulation routière comme pour sa propre sécurité, au sens de l'art. 16b al. 1 let. a LCR; que c'est à juste titre que la CMA a qualifié cette infraction de moyennement grave, laquelle, prise isolément, aurait entraîné le retrait du permis de conduire du recourant pour la durée de quatre mois au moins, conformément à l'art. 16b al. 2 let. b LCR; que le fait que la CMA ait retenu que la perte de maitrise résultait également d'une vitesse inadaptée – infraction qui n'a pas été confirmée sur le plan pénal – ne modifie pas cette appréciation; que, selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait de permis d'élève conducteur ou du retrait de permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (ATF 132 II 234 consid. 2.3); que l'autorité administrative doit se réserver la possibilité de réprimer toutes les fautes, des plus bénignes aux plus graves. Pour se conformer à ce principe, elle doit adopter la règle selon laquelle la durée habituelle du retrait d'admonestation est, dans chaque hypothèse visée notamment à l'art. 16c al. 2 LCR, supérieure au minimum légal prescrit par cette norme. Elle peut ainsi, en appréciant les circonstances particulières d'un cas d'espèce, réduire la période ordinaire de retrait et s'en tenir au minimum légal, lorsque la gravité de la faute commise, la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile ou les bons antécédents du contrevenant commandent que l'on s'écarte de la durée normale du retrait (cf.”
“Für die Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3). Nach einer mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss 16b Abs. 2 lit. a SVG für mindestens einen Monat, und nach einer schweren Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG für mindestens drei Monate zu entziehen. Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (Weissen-berger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N 27 f.; Urteil KG FR 603 2018 57 vom 28. August 2018 E. 4.1.). Da bei der Festsetzung der Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind, die Mindestentzugsdauer jedoch nicht unterschritten werden darf (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG), kann nicht die Mindestentzugsdauer als Regel und eine über diesem Minimum liegende Entzugsdauer als besonders begründungspflichtige Ausnahme gelten. Andernfalls hätte die Administrativmassnahmenbehörde keine Möglichkeit mehr, den einzelfallspezifischen Umständen, welche für eine Reduktion der Entzugsdauer sprechen, Rechnung zu tragen (vgl. Urteile KG FR 603 2018 57 vom 28.”
Bei erneutem Begehen einer einschlägigen Widerhandlung während eines bereits laufenden Führerausweisentzugs (z. B. Fahren trotz Entzugs) hat die Praxis eine zusätzliche Wartefrist anzusetzen, und zwar in der Länge der für die neue Tat vorgesehenen Mindestentzugsdauer (im entschiedenen Fall 12 Monate).
“En l'espèce, il n'est pas contesté que le recourant a conduit le 28 septembre 2020 alors qu'il faisait l'objet d'un retrait de son droit de conduire (cf. admission par le recourant figurant dans le rapport du 28 septembre 2020). Comme exposé ci-dessus, la conduite sous retrait de permis constitue une infraction grave au sens de l'art. 16c al. 1 let. f LCR. Il en va de même pour la conduite en état d'ébriété avec un taux qualifié. Ainsi, le recourant, en conduisant alors qu'il s’était déjà vu retirer son permis suite à la décision du 20 février 2020 en raison d'une ivresse au volant, a réalisé les conditions fixées par l'art. 16 al. 2 LCR. Dès lors, en application de l'art. 16c al. 2 let. c LCR ainsi que de son alinéa 4, un délai d'attente correspondant à la durée minimale prévue pour l'infraction, soit en l'espèce 12 mois, doit être fixé au recourant en raison de l'infraction commise le 28 septembre”
Bei der Bemessung der Entzugsdauer nach Art. 16 Abs. 3 SVG können frühere administrativrechtliche Massnahmen und frühere Verstösse des Betroffenen — einschliesslich solcher aus Zeiträumen eines annullierten Permis à l’essai — berücksichtigt werden. Solche Voreinträge können die festgesetzte Entzugsdauer erhöhen.
“Dans le cas particulier, la Haute Cour a considéré que la durée du retrait fixée à 12 mois, qui correspondait au minimum légal en application du système des cascades, pouvait être confirmée à la lumière de toutes les circonstances de l'espèce (cf. pour le tout ég. arrêt TC FR 603 2022 59 du 4 août 2022 consid. 4). 6. Dans la présente occurrence, l'OCN a fixé à douze mois la durée du retrait en tenant notamment compte des antécédents du recourant. Celui-ci soutient qu'une sanction de trois mois serait suffisante dès lors que toutes les infractions commises dans les différentes périodes où il bénéficiait de permis à l'essai doivent être totalement écartées. Cette interprétation de la jurisprudence de la Haute Cour est manifestement erronée. En effet, dans son arrêt 143 II 699, le TF a clairement précisé que les règles sur la fixation de la durée du retrait (art. 16 al. 3 LCR) permettent de tenir compte du passé de l'administré comme conducteur, même si les antécédents remontent à des périodes d'un permis à l'essai annulé. Il a même confirmé dans le cas concret que la durée de retrait de 12 mois – correspondant à la durée légale minimale en application du système des cascades – se justifiait par le biais de l'art. 16 al. 3 LCR. Il ressort du dossier que le recourant a fait l'objet des mesures suivantes: - décision du 23 juillet 2009: refus de délivrance du permis d'élève conducteur (conduite d'un véhicule sans être titulaire du permis requis et vol d'usage); - décision du 30 octobre 2014: retrait du permis à l'essai pour deux mois, prolongation de la période d'essai pour faute moyennement grave (deux dépassements de vitesse); - décision du 21 janvier 2016: annulation du permis à l'essai, infraction légère (vitesse inadaptée, accélération inutile, véhicule défectueux); - décision du 16 février 2017: prolongation du délai de délivrance d'un nouveau permis d'élève conducteur pour faute moyennement grave (vol d'usage et conduite d'une voiture sans permis); - décision du 3 juillet 2019: retrait du nouveau permis à l'essai de quatre mois pour faute moyennement grave (conduite sans permis pour la catégorie requise). Au vu de ses antécédents, le recourant, né en 1993, devait porter une attention toute particulière à prouver qu'il était capable de respecter les règles de la circulation routière.”
“La décision entreprise prononce un retrait d'une durée de quatorze mois. L'autorité intimée s'est ainsi écartée de la durée minimale précitée, ce qu'elle a justifié par l'importance de l'excès de vitesse. Compte tenu de cet élément ainsi que des précédentes infractions commises par le recourant, qui ont notamment conduit à deux reprises à un retrait pour ébriété, son appréciation n'est pas critiquable (cf. art. 16 al. 3 LCR précité). Cela étant, la décision comporte encore la précision que le recourant a la possibilité de suivre, à ses frais, un cours d'éducation routière et que, sur présentation de l'attestation de suivi de ce cours, le droit de conduire lui serait restitué deux mois avant l'échéance initialement prévue, en application de l'art. 17 LCR. Selon cette disposition, le permis de conduire retiré pour une durée déterminée peut être restitué au plus tôt trois mois avant l’expiration de la durée prescrite du retrait si la personne concernée a suivi un des cours d’éducation routière reconnus par l’autorité. La durée minimale du retrait ne peut être réduite (al. 1). Ainsi, le recourant pourra par une mesure volontaire réduire la durée de retrait à douze mois, ce qui correspond au minimum légal. La sanction n'apparaît dès lors pas disproportionnée.”
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 20. August 2021 Art. 16c Abs. 1 lit. b, Art. 16c Abs. 2 lit. b, Art. 16 Abs. 3 SVG (SR 741.01); Art. 33 VZV (SR 741.51). Der Rekurrent war noch nicht fahrberechtigt für die Fahrzeugkategorie B, als ihm der Führerausweis für die Spezialkategorie G nach einem Verkehrsunfall mit einem Traktor und einem erheblichen Überschreiten der zulässigen Anhängelast wegen mittelschwerer Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften für einen Monat einzogen wurde. Nach dem Ende dieses Warnungsentzugs waren noch nicht fünf Jahren vergangen, als der Rekurrent mit einer qualifizierten Blutalkoholkonzentration ein Motorfahrzeug lenkte. Insbesondere aus systematischen und teleologischen Überlegungen vermag die Trunkenheitsfahrt die Kaskade gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht auszulösen. Der frühere Führerausweisentzug ist hingegen bei der Bemessung der Entzugsdauer für die neuerliche Widerhandlung massnahmeerhöhend zu berücksichtigen (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 20. August 2021, IV-2021/47). Gegen diesen Entscheid wurde beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben (B 2021/197).”
Entzug kollektiver Fahrbewilligungen nach Art. 16 Abs. 1 SVG ist zulässig, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für deren Erteilung nicht oder nicht mehr erfüllt sind. Das Bundesgericht hat in diesem Zusammenhang festgestellt, dass die Behörde befugt ist, kollektive Fahrbewilligungen und die dazugehörigen beruflichen Kennzeichen auf dieser Grundlage zu entziehen.
“0043 Autorité:, Date décision: TF, 31.03.2021 Juge: Greffier: Publication (revue juridique): Ref. TF: 1C_416/2020 Nom des parties contenant: A.________ /Service des automobiles et de la navigation et CDAP PERMIS DE CIRCULATION RETRAIT DE L'AUTORISATION APTITUDE PROFESSIONNELLE POUVOIR D'APPRÉCIATION LCR-16-1LCR-25-2-dOAV-annexe-4OAV-23OAV-23aOAV-24 Résumé contenant: Recours au TF contre un arrêt de la CDAP confirmant une décision du SAN ordonnant le retrait des permis de circulation collectifs et des plaques professionnelles dont bénéficiait une société active essentiellement dans le dépannage sur route de véhicules immatriculés. Les permis et les autorisations devant être retirés lorsqu'il est constaté que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou plus remplies (cf. art. 16 al. 1 LCR), le SAN était en l'espèce habilité à retirer les permis de circulation collectifs et les plaques professionnelles à la recourante sur cette base, respectivement en application de l'art. 23a al. 1 OAV. Le Tribunal cantonal n'a pas violé le droit, respectivement excédé ou abusé de son pouvoir d'appréciation en jugeant qu'une dérogation au sens de l'art. 23 al. 2 OAV n'entrait pas en considération. Recours rejeté. Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 1C_416/2020 Arrêt du 31 mars 2021 Ire Cour de droit public Composition MM. les Juges fédéraux Kneubühler, Président, Chaix et Haag. Greffière : Mme Nasel. Participants à la procédure A.________ SA, représentée par Me Gilles-Antoine Hofstetter, avocat, recourante, contre Service des automobiles et de la navigation du canton de Vaud, avenue du Grey 110, 1014 Lausanne. Objet retrait des permis de circulation collectifs et des jeux de plaques professionnelles, recours contre l'arrêt du Tribunal cantonal du canton de Vaud, Cour de droit administratif et public, du 17 juin 2020 (CR.”
“Quoi qu'il en soit, même en admettant que tel soit le cas, force est de constater que l'intéressée ne rentre pas dans l'une des catégories énumérées à l'annexe 4 OAV, ce qu'elle ne conteste d'ailleurs pas. Les permis et les autorisations devant être retirés lorsqu'il est constaté que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou plus remplies (cf. art. 16 al. 1 LCR), le SAN était en l'espèce habilité à retirer les permis de circulation collectifs et les plaques professionnelles à la recourante sur cette base, respectivement en application de l'art. 23a al. 1 OAV. Peu importe, dès lors, que la recourante offre ou non la garantie de l'utilisation irréprochable des permis de circulation collectifs, dans la mesure où les conditions énoncées à l'art. 23 al. 1 OAV sont cumulatives (arrêts 1C_567/2018 du 22 juillet 2019 consid. 4.2; 1C_26/2015 du 23 juin 2015 consid. 2.6). Dans ces circonstances, la recourante ne saurait reprocher au SAN de n'avoir pas fait usage de la menace d'un retrait énoncée à l'art. 23a al. 2 in fine OAV. Reste à savoir si la recourante pouvait bénéficier d'une dérogation aux conditions posées par l'art. 23 al. 1 OAV et l'annexe 4 de l'ordonnance à la délivrance d'un permis de circulation collectif.”
Ist das Ordnungsbussenverfahren ausgeschlossen (z. B. weil Personen gefährdet oder verletzt wurden oder Schaden entstanden ist; Art. 4 Abs. 3 lit. a OBG), führt Art. 16 Abs. 2 SVG zu Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises oder zu einer Verwarnung. Ob und in welchem Ausmass eine Massnahme zu ergreifen ist, ist anhand der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen; dabei ist bereits eine erhöhte abstrakte Gefährdung ausreichend, die Abgrenzung richtet sich nach dem Gefährdungsgrad und den weiteren Umständen des Sachverhalts.
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1) ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Ordnungsbussenverfahren ist insbesondere ausgeschlossen, wenn die beschuldigte Person jemanden gefährdet oder verletzt oder Schaden verursacht hat (Art. 4 Abs. 3 lit. a OBG). Eine konkrete Gefährdung ist dabei nicht erforderlich; eine erhöhte abstrakte Gefährdung genügt (vgl. BGE 148 IV 374 E. 2.2; 114 IV 63 E. 3). Eine abstrakte Gefährdung liegt vor, wenn die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder einer Verletzung naheliegt (vgl. BGE 142 IV 93 E. 3.1; 131 IV 133 E. 3.2; je mit Hinweisen). Ob dies zutrifft, ist anhand der jeweiligen Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. BGE 131 IV 133 E. 3.2; Urteile 1C_626/2021 vom 3. November 2022 E. 3.1 [zur Publ. vorgesehen]; 1C_634/2017 vom 10. April 2018 E. 5.1; je mit Hinweisen). Eine schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften gemäss Art.”
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1) ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Ordnungsbussenverfahren ist insbesondere ausgeschlossen, wenn die beschuldigte Person jemanden gefährdet oder verletzt oder Schaden verursacht hat (Art. 4 Abs. 3 lit. a OBG). Eine konkrete Gefährdung ist dabei nicht erforderlich; eine erhöhte abstrakte Gefährdung genügt (vgl. BGE 148 IV 374 E. 2.2; 114 IV 63 E. 3). Eine abstrakte Gefährdung liegt vor, wenn die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder einer Verletzung naheliegt (vgl. BGE 142 IV 93 E. 3.1; 131 IV 133 E. 3.2; je mit Hinweisen). Ob dies zutrifft, ist anhand der jeweiligen Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. BGE 131 IV 133 E. 3.2; Urteile 1C_626/2021 vom 3. November 2022 E. 3.1 [zur Publ. vorgesehen]; 1C_634/2017 vom 10. April 2018 E. 5.1; je mit Hinweisen). Eine schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften gemäss Art.”
“Nach Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Art. 16a SVG definiert die leichten Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht und deren Rechtsfolgen. Art. 16b SVG enthält dieselbe Regelung für mittelschwere und Art. 16c SVG für schwere Widerhandlungen. Nach Art. 16c Abs. 1 SVG begeht insbesondere eine schwere Widerhandlung, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (lit. a). Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ eine qualifizierte objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. In objektiver Hinsicht wird verlangt, dass die Verkehrssicherheit ernsthaft gefährdet wurde. Dabei genügt nach der Rechtsprechung eine erhöhte abstrakte Gefährdung, die vorliegt, wenn in Anbetracht der jeweiligen Verhältnisse des Einzelfalls der Eintritt einer konkreten Gefährdung oder gar einer Verletzung nahe liegt.”
“Sachverhalt als mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG. Gestützt auf Art. 16b Abs. 2 lit. f SVG entzog sie dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung vom 14. Januar 2022 den Führerausweis für immer. Die Vorinstanz beurteilte diesen Entscheid als recht- und verhältnismässig und wies die dagegen erhobenen Einwände ab. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, der Vorfall vom 23. August 2017 sei als leichte Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 SVG (geringe Drittgefährdung und leichtes Verschulden) zu qualifizieren und die Entzugsdauer entsprechend auf einen Monat zu reduzieren. 3. 3.1 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz (OBG) ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Dies ist immer dann der Fall, wenn der Täter durch seine Handlung Personen gefährdet oder verletzt oder Sachschaden verursacht hat (Art. 2 lit. a OBG). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Widerhandlung (Art. 16a–c SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch die Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie liegt nach der Rechtsprechung immer dann vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind. Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (BGr, 12. Dezember 2013, 1C_746/2013, E. 2.3; 21. Juni 2013, 1C_183/2013, E.”
“Lorsque la procédure prévue par la loi fédérale du 18 mars 2016 sur les amendes d'ordre (LAO; RS 314.1) n'est pas applicable - notamment en cas de mise en danger abstraite accrue (cf. art. 4 al. 3 let. a LAO; arrêt 1C_626/2021 du 3 novembre 2022 consid. 3.1, destiné à publication) -, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (cf. art. 16 al. 2 LCR). A ses art. 16a à 16c, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves. Selon l'art. 16b al. 1 let. a LCR, commet une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Dans cette hypothèse, en présence d'antécédents, le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, mais pour deux ans au minimum si, au cours des dix années précédentes, le permis a été retiré à trois reprises en raison d'infractions qualifiées de moyennement graves au moins; il est renoncé à cette mesure si, dans les cinq ans suivant l'expiration du retrait, aucune infraction donnant lieu à une mesure administrative n'a été commise (art. 16b al. 2 let. e LCR). Le législateur conçoit l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement. Cette disposition n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a et 16c al. 1 let. a LCR. Dès lors, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la privilégier comme légère ou au contraire de la qualifier de grave ne sont pas réunis.”
“1 OCR s'apprécie au regard des circonstances d'espèce, telles que la densité du trafic, la configuration des lieux, l'heure, la visibilité et les sources de danger prévisibles (ATF 137 IV 290 consid. 3.6 et les références citées ; arrêt du Tribunal fédéral 1C_179/2023 du 3 août 2023 consid. 3.1). 3.2 Les infractions à la LCR sont réparties en fonction de leur gravité en trois catégories distinctes, assorties de mesures administratives minimales : les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16c LCR). Les principes relatifs aux retraits de permis de conduire d'admonestation sont, beaucoup plus que sous l'ancien droit, fonction de la mise en danger créée par l'infraction (ATA/25/2015 du 6 janvier 2015 ; ATA/479/2014 du 24 juin 2014 ; ATA/552/2012 du 21 août 2012). Lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d'ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n'est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 3.2.1 Selon l'art. 16a al. 1 let. a LCR, commet une infraction légère la personne qui, en violant les règles de la circulation, met légèrement en danger la sécurité d'autrui alors que seule une faute bénigne peut lui être imputée. La doctrine relève que la faute légère (ou bénigne) correspond en principe à une négligence légère. Un tel cas de figure est souvent donné lorsque les conditions de circulation sont bonnes, n'inclinant pas un conducteur moyen – c’est-à-dire normalement prudent – à une vigilance particulière, et qu'une infraction survient malgré tout à la suite d'une inattention. De façon plus générale, une faute légère est donnée lorsque le conducteur a pris conscience du danger spécifique et qu'il a adapté sa vitesse et sa vigilance en conséquence, mais non pas suffisamment du fait d'une mauvaise appréciation compréhensible du point de vue d'un conducteur moyen, par exemple à cause d'un soudain manque d'adhérence malgré une faible vitesse, ou du fait de la survenance d'un élément raisonnablement imprévisible.”
Bei Auslandtaten kann eine Unterschreitung der im SVG vorgesehenen Mindestentzugsdauern nur unter besonderen, vom Einzelfall abhängigen Voraussetzungen in Betracht fallen. Entscheidend ist insbesondere, ob und inwiefern die betroffene Person tatsächlich durch ein ausländisches Fahrverbot betroffen ist; die Berücksichtigung des ausländischen Fahrverbots richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls.
“Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss kam, die im SVG vorgesehenen Mindestentzugsdauern könnten bei Personen, deren automobilistischer Leumund vorbelastet sei, nach Auslandtaten nur bei einer Betroffenheit durch das ausländische Fahrverbot unterschritten werden (vgl. BGE 141 II 256 E. 2.3; Urteil 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 2.2 und 4.3; RÜTSCHE/WEBER, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N. 16 zu Art. 16cbis SVG; BERNHARD RÜTSCHE, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N. 91 zu Art. 16 SVG; PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar, Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, Mit Änderungen nach Via Sicura, 2. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; RENÉ SCHAFFHAUSER, in: Handbuch Strassenverkehrsrecht, 2018, § 4 Rz. 96 und 99). Wie das ausländische Fahrverbot zu berücksichtigen ist, hängt sodann von den Umständen des Einzelfalls ab (BGE 129 II 168 E. 6.3; Urteile 1C_67/2021 vom 5. August 2021 E. 5.2; 1C_316/2010 vom 7. Dezember 2010 E. 2.1; vgl. auch Urteile 1C_325/2015 vom 15. März 2016 E. 4.2; 1C_353/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 4; 1C_456/2012 vom 15. Februar 2013 E. 3.3 f.; 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 4.3; CÉDRIC MIZEL, in: Code suisse de la circulation routière commenté, 4. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; CÉDRIC MIZEL, Droit et pratique illustrée du retrait du permis de conduire, 2015, S. 659 f.). Dem nicht weiter begründeten Vorbringen des Beschwerdeführers, eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer gestützt auf Art. 16cbis Abs. 2 Satz 2 SVG sei auch infolge Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls im Sinne von Art.”
“Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss kam, die im SVG vorgesehenen Mindestentzugsdauern könnten bei Personen, deren automobilistischer Leumund vorbelastet sei, nach Auslandtaten nur bei einer Betroffenheit durch das ausländische Fahrverbot unterschritten werden (vgl. BGE 141 II 256 E. 2.3; Urteil 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 2.2 und 4.3; RÜTSCHE/WEBER, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N. 16 zu Art. 16cbis SVG; BERNHARD RÜTSCHE, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N. 91 zu Art. 16 SVG; PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar, Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, Mit Änderungen nach Via Sicura, 2. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; RENÉ SCHAFFHAUSER, in: Handbuch Strassenverkehrsrecht, 2018, § 4 Rz. 96 und 99). Wie das ausländische Fahrverbot zu berücksichtigen ist, hängt sodann von den Umständen des Einzelfalls ab (BGE 129 II 168 E. 6.3; Urteile 1C_67/2021 vom 5. August 2021 E. 5.2; 1C_316/2010 vom 7. Dezember 2010 E. 2.1; vgl. auch Urteile 1C_325/2015 vom 15. März 2016 E. 4.2; 1C_353/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 4; 1C_456/2012 vom 15. Februar 2013 E. 3.3 f.; 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 4.3; CÉDRIC MIZEL, in: Code suisse de la circulation routière commenté, 4. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; CÉDRIC MIZEL, Droit et pratique illustrée du retrait du permis de conduire, 2015, S. 659 f.). Dem nicht weiter begründeten Vorbringen des Beschwerdeführers, eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer gestützt auf Art. 16cbis Abs. 2 Satz 2 SVG sei auch infolge Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls im Sinne von Art.”
Neben der Sperrfrist nach Art. 15a Abs. 5 SVG darf nicht in analoger Anwendung eine zusätzliche Sperrfrist nach Art. 16 Abs. 3 SVG angeordnet werden; Art. 15a Abs. 4–6 SVG (nebst Art. 35a und 35b VZV) regeln die Folgen der zweiten zum Ausweisentzug führenden Widerhandlung in der Probezeit abschliessend. Soweit eine zusätzliche, bundesrechtswidrige «Sperrfrist» angeordnet wurde, ist im kantonalen Verfahren zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Mindestsperrfrist gemäss Art. 15a Abs. 5 SVG ausnahmsweise zu verlängern wäre, sodass die angefochtene Zusatzfrist allenfalls unter diesem Rechtstitel ganz oder teilweise Bestand haben könnte.
“Eine alle massgeblichen Gesichtspunkte berücksichtigende Auslegung führt somit zum Ergebnis, dass Art. 15a Abs. 4-6 SVG sowie Art. 35a und 35b VZV die Folgen der zweiten zum Ausweisentzug führenden Widerhandlung in der gleichen Probezeit (bzw., nach der vorgesehenen geänderten Fassung von Art. 15a Abs. 4 SVG, der zweiten mittelschweren oder schweren Widerhandlung) soweit hier von Interesse selbständig und abschliessend regeln. Es darf somit neben der Sperrfrist von Art. 15a Abs. 5 SVG für die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises keine zusätzliche, insbesondere in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG bestimmte "Sperrfrist" angeordnet werden. Für die vorliegend strittige zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten besteht demnach kein Raum. Insoweit erweist sich die Beschwerde daher - ungeachtet der Frage, ob die Festsetzung einer solchen zusätzlichen Frist ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage überhaupt in Betracht käme - als begründet. Das bedeutet entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers indes nicht, es habe bei der mit dem Einspracheentscheid (unter der Bezeichnung "Wartefrist") gestützt auf Art. 15a Abs. 5 SVG verfügten Sperrfrist von 24 Monaten für die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises ohne Weiteres sein Bewenden. Vielmehr ist zu prüfen, ob die Mindestsperrfrist von Art. 15a Abs. 5 Satz 1 SVG ausnahmsweise zu verlängern, die strittige, als solche bundesrechtwidrige zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten mithin allenfalls unter diesem Rechtstitel mindestens teilweise bundesrechtskonform sei. Die Prüfung dieser Frage wird im kantonalen Verfahren nachzuholen sein. Deren erstmalige Prüfung durch das Bundesgericht als letzte Rechtsmittelinstanz kommt, zumal mit Blick auf dessen eingeschränkte Kognition (vgl.”
Bestehen Zweifel an der Fahrtauglichkeit, sind Abklärungen bzw. eine verkehrsmedizinische Untersuchung anzuordnen. Art. 16 erlaubt den Entzug des Ausweises oder der Bewilligung für eine unbestimmte Dauer, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht mehr gegeben sind.
“1]) et l'avance de frais a été versée en temps utile, de sorte que le Tribunal cantonal peut entrer en matière sur ses mérites. 2. Selon l'art. 77 CPJA, le recours devant le Tribunal de céans peut être formé pour violation du droit, y compris l'excès ou l'abus du pouvoir d'appréciation (let. a) et pour constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b). En revanche, à défaut d'habilitation légale expresse, le Tribunal cantonal ne peut revoir le grief de l'inopportunité (art. 78 al. 2 CPJA). 3. 3.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi fédérale du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. Il doit notamment disposer des aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. b LCR) et ne souffrir d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. c LCR). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés pour une durée indéterminée lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; ils pourront être retirés également lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. 3.2. Selon l'art. 15d al. 1 let. b LCR, si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête, notamment dans les cas de conduite sous l'emprise de stupéfiants ou transport de stupéfiants qui altèrent fortement la capacité de conduire ou présentent un potentiel de dépendance élevé. En vertu de l'art. 28a al. 1 let. a de l'ordonnance du 27 octobre 1976 réglant l'admission des personnes et des véhicules à la circulation routière (OAC; RS 741.51), si l'aptitude à la conduite d'une personne soulève des doutes (art. 15d al. 1 LCR), l'autorité cantonale ordonne, en cas de questions relevant de la médecine du trafic, un examen d'évaluation de l'aptitude à la conduite par un médecin selon l'art.”
“En revanche, à défaut d’habilitation légale expresse, le Tribunal de céans ne peut pas examiner en l’espèce le grief d’inopportunité (art. 78 al. 2 CPJA). 2. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi fédérale du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR ; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. Il doit notamment disposer des aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. b LCR) et ne souffrir d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. c LCR). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés pour une durée indéterminée lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies ; ils pourront être retirés également lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que les permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d’une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
“10) – prévoit que l'usage d'un permis étranger peut être interdit en vertu des dispositions qui s'appliquent au retrait du permis de conduire suisse. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. Il doit notamment disposer des aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. b LCR) et ne souffrir d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. c LCR). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (cf. Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR - corollaire de l'art. 14 LCR - prescrit que ces permis seront retirés pour une durée indéterminée lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que les permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
Berufliche Abhängigkeit erhöht die Massnahmeempfindlichkeit; berufsmässig auf ein Motorfahrzeug angewiesene Personen werden in der Regel schon durch eine kürzere Entzugsdauer wirksam gewarnt. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass die Mindestentzugsdauer unterschritten oder auf die Administrativmassnahme verzichtet wird.
“Damit wird die Massnahmeempfindlichkeit angesprochen. Ist eine Person beruflich auf das Führen eines Motorfahrzeugs angewiesen, trifft sie ein Ausweisentzug stärker als eine Person, die das Fahrzeug nur gelegentlich benötigt. Berufsmässig auf ein Motorfahrzeug angewiesene Fahrzeugführer werden daher "in der Regel" schon durch eine kürzere Entzugsdauer wirksam gewarnt und von weiteren Widerhandlungen abgehalten (BGE 105 Ib 255, 259 E. 2b). Mit Blick auf die abschreckende und erzieherische Zielsetzung des Warnungsentzugs sowie aus Gründen der Rechtsgleichheit ist nur folgerichtig, dass die unterschiedliche Betroffenheit bei der Bemessung der Entzugsdauer zu berücksichtigen ist. Die grössere Massnahmeempfindlichkeit von Personen, die beruflich auf ein Motorfahrzeug angewiesen sind, darf indessen in keinem Fall Grund dafür sein, auf eine Administrativmassnahme zu verzichten oder auch nur die Mindestentzugsdauer zu unterschreiten (KGE VV vom 21. August 2019 [810 19 11] E. 7.1 ff.; Rütsche, a.a.O., N 127 zu Art. 16 SVG).”
Sind die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung oder den Betrieb eines Ausweises nicht mehr gegeben, ist der Ausweis zu entziehen (vgl. Erw. IV-2021/23 E. 13.20b).
“Trotzdem liess er sein Fahrzeug nicht mit schweizerischen Kontrollschildern versehen. Dieser Sachverhalt ist unbestritten und lässt sich anhand der Akten nachvollziehen. Der Rekurrent macht zwar geltend, das von der Vorinstanz geforderte technische Gutachten noch nicht erhalten zu haben, weshalb es gar nicht möglich gewesen sei, das Fahrzeug prüfen zu lassen. Sein Verhalten lässt jedoch darauf schliessen, dass es ihm von Anfang an nur darum ging, Zeit zu gewinnen. So reagierte er auf die verschiedenen Mahnungen der Vorinstanz, wenn überhaupt, nur ungenügend. Auch im Rekursverfahren sicherte er mehrmals zu, die notwendigen Unterlagen zu beschaffen und einen Termin mit der Prüfstelle Oberbüren zu vereinbaren. Soweit dem Gericht bekannt, blieb es bei der Absichtsbekundung. Vor diesem Hintergrund erscheint nachvollziehbar, dass die Vorinstanz davon ausging, die gesetzlichen Voraussetzungen für den Betrieb des Audi Q5 mit deutschen Kontrollschildern bestünden nicht mehr. In einem solchen Fall ist der Fahrzeugausweis zwingend zu entziehen bzw. abzuerkennen (Art. 16 Abs. 1 SVG; Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16 SVG N 1 und 3).”
Überschreiten von Labor‑/Messwertgrenzen, die auf eine mögliche Drogenabhängigkeit hindeuten, kann einen vorsorglichen Entzug des Führerausweises rechtfertigen. Es ist zudem zulässig, die betroffene Person zur medizinischen Expertise zu verpflichten, um die Fahreignung abzuklären; der Ausweis kann erst nach Beseitigung der begründeten Zweifel, gegebenenfalls unter Auflagen (z. B. Nachweis von Abstinenz), zurückgegeben werden.
“Tant que cette présomption n'est pas renversée, l'intéressé doit être interdit de circulation, ce qui consiste en une mesure adaptée et proportionnée; qu'en l'occurrence, tant que l'absence de dépendance de l'intéressé n'est pas prouvée, ce dernier doit être considéré préventivement comme inapte à la conduite et, dès lors, être interdit de circulation; que, partant, c'est à raison que la CMA a prononcé le retrait préventif de son permis de conduire; que c'est également à juste titre qu'elle l'a astreint à se soumettre à une expertise; que les recommandations précitées indiquent les seuils à compter desquels il y a lieu d'ordonner une telle investigation médicale, laquelle doit établir si les habitudes de consommation de l'intéressé influencent son aptitude à conduire; qu'or, les mesures prises en l'espèce dépassent clairement les valeurs limites, lesquelles mettent en lumière une consommation laissant craindre une dépendance; qu'aussi, ce n'est que lorsque les doutes actuellement présents auront été levés que son permis pourra lui être restitué, cas échéant en subordonnant sa restitution à des conditions permettant de prouver son abstinence sur la durée; que les arguments invoqués par le recourant – à savoir qu'il était apte à la conduite, qu'il ne souffre pas selon lui d'un syndrome de dépendance, qu'il a été confronté, à l'occasion de l'évènement du 12 novembre 2020, à des agents de police qui ne maitrisaient pas le français, qu'il ne souffre pas de troubles de la personnalité ou encore qu'il ne consomme que du CBD – n'y changent rien; qu'étant confrontée aux analyses de sang susmentionnées, la CMA se devait – pour des raisons liées à la sécurité routière – d'ordonner que le recourant se soumette à des investigations supplémentaires sous forme d'une expertise et il incombe désormais à ce dernier de prouver, par ce biais, que ses dires sont fondés; qu'on relève finalement que, même s'il a besoin de son permis pour son travail et qu'il subvient aux besoins de sa famille, les doutes fondés révélés par les examens effectués sur sa personne ne permettent pas de l'autoriser à continuer de conduire, tant qu'ils n'auront pas été levés; qu'au vu de ce qui précède, l'autorité de céans constate que la CMA n'a pas violé le droit, ni commis un excès ou un abus de son pouvoir d'appréciation, en retenant que la dépendance du recourant à la drogue ne pouvait pas être exclue, qu'il se justifiait, par conséquent, de protéger prioritairement les usagers de la route par un retrait préventif et qu'il y avait lieu d'exiger de sa part qu'il se soumette à une expertise médicale pour lever tout doute; que, partant, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision litigieuse confirmée; que les frais de justice sont mis à la charge du recourant; la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. II. Les frais de justice de CHF 600.- sont mis à la charge du recourant et compensés avec l'avance de frais du même montant. III. Notification. Cette décision peut faire l'objet d'un recours auprès du Tribunal fédéral, à Lausanne, dans les 30 jours dès sa notification. La fixation du montant des frais de procédure peut, dans un délai de 30 jours, faire l'objet d'une réclamation auprès de l'autorité qui a statué, lorsque seule cette partie de la décision est contestée (art. 148 CPJA). Fribourg, le 24 février 2021/jfr/vth La Présidente : La Greffière-rapporteure : 603 2021 11 1C_522/2011 BGE 138 II 501ATF 138 II 501DTF 138 II 501 Art. 79 VRGart. 79 CPJAart. 79 VRG Art. 81 VRGart. 81 CPJAart. 81 VRG Art. 12 AGSVGart. 12 LALCRart. 12 AGSVG Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 78 VRGart. 78 CPJAart. 78 VRG Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr BGE 103 Ib 33ATF 103 Ib 33DTF 103 Ib 33 BGE 105 Ib 387ATF 105 Ib 387DTF 105 Ib 387 BGE 120 Ib 305ATF 120 Ib 305DTF 120 Ib 305 BGE 104 Ib 46ATF 104 Ib 46DTF 104 Ib 46 Art. 30 VZVart. 30 OACart. 30 VZV BGE 125 II 396ATF 125 II 396DTF 125 II 396 BGE 122 II 359ATF 122 II 359DTF 122 II 359 1C_111/2015 BGE 128 II 335ATF 128 II 335DTF 128 II 335 BGE 124 II 559ATF 124 II 559DTF 124 II 559 BGE 126 II 185ATF 126 II 185DTF 126 II 185 BGE 125 II 396ATF 125 II 396DTF 125 II 396 BGE 120 Ib 305ATF 120 Ib 305DTF 120 Ib 305 BGE 104 Ib 46ATF 104 Ib 46DTF 104 Ib 46 BGE 106 Ib 115ATF 106 Ib 115DTF 106 Ib 115 Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2021 1124.02.2021Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 14 SVGArt. 16 SVGArt. 30 VZVRechtsprechung BundBGE 138 II 501BGE 128 II 335BGE 126 II 1851C_111/20151C_522/2011Normen KantonArt.”
“Tant que cette présomption n'est pas renversée, l'intéressé doit être interdit de circulation, ce qui consiste en une mesure adaptée et proportionnée; qu'en l'occurrence, tant que l'absence de dépendance de l'intéressé n'est pas prouvée, ce dernier doit être considéré préventivement comme inapte à la conduite et, dès lors, être interdit de circulation; que, partant, c'est à raison que la CMA a prononcé le retrait préventif de son permis de conduire; que c'est également à juste titre qu'elle l'a astreint à se soumettre à une expertise; que les recommandations précitées indiquent les seuils à compter desquels il y a lieu d'ordonner une telle investigation médicale, laquelle doit établir si les habitudes de consommation de l'intéressé influencent son aptitude à conduire; qu'or, les mesures prises en l'espèce dépassent clairement les valeurs limites, lesquelles mettent en lumière une consommation laissant craindre une dépendance; qu'aussi, ce n'est que lorsque les doutes actuellement présents auront été levés que son permis pourra lui être restitué, cas échéant en subordonnant sa restitution à des conditions permettant de prouver son abstinence sur la durée; que les arguments invoqués par le recourant – à savoir qu'il était apte à la conduite, qu'il ne souffre pas selon lui d'un syndrome de dépendance, qu'il a été confronté, à l'occasion de l'évènement du 12 novembre 2020, à des agents de police qui ne maitrisaient pas le français, qu'il ne souffre pas de troubles de la personnalité ou encore qu'il ne consomme que du CBD – n'y changent rien; qu'étant confrontée aux analyses de sang susmentionnées, la CMA se devait – pour des raisons liées à la sécurité routière – d'ordonner que le recourant se soumette à des investigations supplémentaires sous forme d'une expertise et il incombe désormais à ce dernier de prouver, par ce biais, que ses dires sont fondés; qu'on relève finalement que, même s'il a besoin de son permis pour son travail et qu'il subvient aux besoins de sa famille, les doutes fondés révélés par les examens effectués sur sa personne ne permettent pas de l'autoriser à continuer de conduire, tant qu'ils n'auront pas été levés; qu'au vu de ce qui précède, l'autorité de céans constate que la CMA n'a pas violé le droit, ni commis un excès ou un abus de son pouvoir d'appréciation, en retenant que la dépendance du recourant à la drogue ne pouvait pas être exclue, qu'il se justifiait, par conséquent, de protéger prioritairement les usagers de la route par un retrait préventif et qu'il y avait lieu d'exiger de sa part qu'il se soumette à une expertise médicale pour lever tout doute; que, partant, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision litigieuse confirmée; que les frais de justice sont mis à la charge du recourant; la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. II. Les frais de justice de CHF 600.- sont mis à la charge du recourant et compensés avec l'avance de frais du même montant. III. Notification. Cette décision peut faire l'objet d'un recours auprès du Tribunal fédéral, à Lausanne, dans les 30 jours dès sa notification. La fixation du montant des frais de procédure peut, dans un délai de 30 jours, faire l'objet d'une réclamation auprès de l'autorité qui a statué, lorsque seule cette partie de la décision est contestée (art. 148 CPJA). Fribourg, le 24 février 2021/jfr/vth La Présidente : La Greffière-rapporteure : 603 2021 11 1C_522/2011 BGE 138 II 501ATF 138 II 501DTF 138 II 501 Art. 79 VRGart. 79 CPJAart. 79 VRG Art. 81 VRGart. 81 CPJAart. 81 VRG Art. 12 AGSVGart. 12 LALCRart. 12 AGSVG Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 78 VRGart. 78 CPJAart. 78 VRG Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr BGE 103 Ib 33ATF 103 Ib 33DTF 103 Ib 33 BGE 105 Ib 387ATF 105 Ib 387DTF 105 Ib 387 BGE 120 Ib 305ATF 120 Ib 305DTF 120 Ib 305 BGE 104 Ib 46ATF 104 Ib 46DTF 104 Ib 46 Art. 30 VZVart. 30 OACart. 30 VZV BGE 125 II 396ATF 125 II 396DTF 125 II 396 BGE 122 II 359ATF 122 II 359DTF 122 II 359 1C_111/2015 BGE 128 II 335ATF 128 II 335DTF 128 II 335 BGE 124 II 559ATF 124 II 559DTF 124 II 559 BGE 126 II 185ATF 126 II 185DTF 126 II 185 BGE 125 II 396ATF 125 II 396DTF 125 II 396 BGE 120 Ib 305ATF 120 Ib 305DTF 120 Ib 305 BGE 104 Ib 46ATF 104 Ib 46DTF 104 Ib 46 BGE 106 Ib 115ATF 106 Ib 115DTF 106 Ib 115 Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2021 1124.02.2021Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 14 SVGArt. 16 SVGArt. 30 VZVRechtsprechung BundBGE 138 II 501BGE 128 II 335BGE 126 II 1851C_111/20151C_522/2011Normen KantonArt.”
Wiederholtes Fahren unter Alkoholeinfluss kann die Fahreignung im Sinne von Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG in Frage stellen und damit einen Entzug des Führerausweises nach Art. 16 Abs. 1 SVG begründen.
“Nach Art. 14 Abs. 1 SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Über Fahreignung verfügt unter anderem, wer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese nach Art. 15d Abs. 1 lit. a SVG einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, namentlich bei Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von”
Wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitungen bzw. ein erheblich belasteter automobilistischer Leumund können bei der Bemessung der Entzugsdauer zu einer Erhöhung führen, etwa um mehrere Monate.
“Es ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die Tatsache der Rückfälligkeit des fehlbaren Motorfahrzeugführers insoweit nicht berücksichtigt werden darf, als sie – wie vorliegend – bereits Grund für eine erhöhte Mindestentzugsdauer ist (Bernhard Rütsche/Denise Weber in: Marcel Alexander Niggli/Thomas Probst/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, Art. 16c N. 49). Allerdings ist die oben in E. 4.2.3 erwähnte Verfügung vom 9. Januar 2020 betreffend die mittelschwere Widerhandlung, welche Anlass für die Anwendung von Art. 16 Abs. 2 lit. b SVG war, nicht die einzige kurz vor dem hier streitgegenständlichen Vorfall erlassene Verfügung wegen Verletzungen der Strassenverkehrsvorschriften durch den Beschwerdeführer. Seit dem Jahr 2018 ergingen Verwarnungen wegen Nichtbeachtung von Signalen und wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie ein weiterer Führerausweisentzug infolge Geschwindigkeitsüberschreitung. Hieraus ist der erheblich belastete automobilistische Leumund des Beschwerdeführers ersichtlich, namentlich im Zusammenhang mit wiederholten Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Dies wurde bei der Dauer des Führerausweisentzugs mit Blick auf Art. 16 Abs. 3 SVG richtigerweise berücksichtigt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanzen bei der Festlegung der Entzugsdauer von acht Monaten den ihnen hierbei zustehenden Ermessensspielraum nicht überschritten haben. Insgesamt ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. 5. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine Parteientschädigung steht ihm nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.--; die übrigen Kosten betragen: Fr. 120.-- Zustellkosten, Fr. 1'620.-- Total der Kosten. 3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.”
“Unter Berücksichtigung des mehrfach belasteten fahrerischen Leumunds, des schweren Verschuldens und der erheblichen Gefährdung der Verkehrssicherheit aufgrund des hohen Alkoholisierungsgrads hielt sie eine Entzugsdauer von sechs Monaten für angemessen mild. 2.4 Der Beschwerdeführer akzeptiert sowohl den Sachverhalt als auch dessen rechtliche Qualifikation als schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften und wendet sich einzig gegen die Entzugsdauer. Er hält eine solche von vier Monaten für angemessen. Die Vorinstanz beurteilte die Erhöhung der Warnungsentzugsdauer um zwei Monate über das Minimum als angesichts der Umstände ohne Weiteres angemessen. Wie die Beschwerdegegnerin selber anerkenne, gelte es im konkreten Fall auch die besondere berufliche Massnahmeempfindlichkeit des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin hielt es daher für angezeigt, die Entzugsdauer von sechs auf fünf Monate zu reduzieren. 3. 3.1 Nach einer schweren Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz wird der Führerausweis entzogen (Art. 16c Abs. 2 SVG). Im vorliegenden Fall beträgt die Mindestentzugsdauer gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG drei Monate und darf nach Art. 16 Abs. 3 SVG nicht unterschritten werden. Gemäss letzterer Bestimmung sind bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Dabei sind alle Umstände gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (BGE 124 II 44 E. 1). 3.2 Die Vorinstanz hat die vorliegend massgebende Mindestentzugsdauer von drei Monaten um zwei Monate erhöht. Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Entzugsdauer nur der getrübte automobilistische Leumund erhöhend zu berücksichtigen. Das konkrete Verschulden beim Vorfall rechtfertige dagegen keine weitere Erhöhung. Ebenso wenig die angeführte Gefährdung der Verkehrssicherheit. Sodann ist für ihn nicht nachvollziehbar, dass die Vorbelastung zu einer Erhöhung von drei Monaten, die berufliche Massnahmeempfindlichkeit dagegen nur zu einer Reduktion von einem Monat führte.”
Die Wirkung eines im Ausland verfügten Fahrverbots ist nach Art. 16 Abs. 3 SVG fallabhängig zu würdigen. Es bedarf einer konkreten Einzelfallprüfung; pauschale Konnexbehauptungen genügen nicht.
“16 SVG; PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar, Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, Mit Änderungen nach Via Sicura, 2. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; RENÉ SCHAFFHAUSER, in: Handbuch Strassenverkehrsrecht, 2018, § 4 Rz. 96 und 99). Wie das ausländische Fahrverbot zu berücksichtigen ist, hängt sodann von den Umständen des Einzelfalls ab (BGE 129 II 168 E. 6.3; Urteile 1C_67/2021 vom 5. August 2021 E. 5.2; 1C_316/2010 vom 7. Dezember 2010 E. 2.1; vgl. auch Urteile 1C_325/2015 vom 15. März 2016 E. 4.2; 1C_353/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 4; 1C_456/2012 vom 15. Februar 2013 E. 3.3 f.; 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 4.3; CÉDRIC MIZEL, in: Code suisse de la circulation routière commenté, 4. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; CÉDRIC MIZEL, Droit et pratique illustrée du retrait du permis de conduire, 2015, S. 659 f.). Dem nicht weiter begründeten Vorbringen des Beschwerdeführers, eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer gestützt auf Art. 16cbis Abs. 2 Satz 2 SVG sei auch infolge Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls im Sinne von Art. 16 Abs. 3 SVG zulässig, kann demnach nicht gefolgt werden. Auf die von ihm in diesem Zusammenhang geltend gemachten Umstände, dass eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 40 km/h (statt 41 km/h) kein Fahrverbot in Deutschland zur Folge gehabt hätte, eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h auf einer Autobahn doch eher ungewöhnlich erscheine, keine anderen Verkehrsteilnehmer zugegen gewesen seien, eine Anfechtung des deutschen Entscheids erfolgsversprechend gewesen wäre und die Widerhandlung aus dem Jahr 2014 beinahe fünf Jahre zurückgelegen habe, ist daher nicht einzugehen. Sie weisen keinen Konnex zum im Ausland verfügten Fahrverbot auf.”
“16 SVG; PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar, Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, Mit Änderungen nach Via Sicura, 2. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; RENÉ SCHAFFHAUSER, in: Handbuch Strassenverkehrsrecht, 2018, § 4 Rz. 96 und 99). Wie das ausländische Fahrverbot zu berücksichtigen ist, hängt sodann von den Umständen des Einzelfalls ab (BGE 129 II 168 E. 6.3; Urteile 1C_67/2021 vom 5. August 2021 E. 5.2; 1C_316/2010 vom 7. Dezember 2010 E. 2.1; vgl. auch Urteile 1C_325/2015 vom 15. März 2016 E. 4.2; 1C_353/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 4; 1C_456/2012 vom 15. Februar 2013 E. 3.3 f.; 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 4.3; CÉDRIC MIZEL, in: Code suisse de la circulation routière commenté, 4. Aufl. 2015, N. 3 zu Art. 16cbis SVG; CÉDRIC MIZEL, Droit et pratique illustrée du retrait du permis de conduire, 2015, S. 659 f.). Dem nicht weiter begründeten Vorbringen des Beschwerdeführers, eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer gestützt auf Art. 16cbis Abs. 2 Satz 2 SVG sei auch infolge Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls im Sinne von Art. 16 Abs. 3 SVG zulässig, kann demnach nicht gefolgt werden. Auf die von ihm in diesem Zusammenhang geltend gemachten Umstände, dass eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 40 km/h (statt 41 km/h) kein Fahrverbot in Deutschland zur Folge gehabt hätte, eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h auf einer Autobahn doch eher ungewöhnlich erscheine, keine anderen Verkehrsteilnehmer zugegen gewesen seien, eine Anfechtung des deutschen Entscheids erfolgsversprechend gewesen wäre und die Widerhandlung aus dem Jahr 2014 beinahe fünf Jahre zurückgelegen habe, ist daher nicht einzugehen. Sie weisen keinen Konnex zum im Ausland verfügten Fahrverbot auf.”
Ob mehrere Tempoexzesse als Einheitsdelikt oder als Tatmehrheit zu qualifizieren sind, ist für die Beurteilung der Gefährdung der Verkehrssicherheit und des Verschuldens nach Art. 16 Abs. 3 SVG nicht entscheidend. Eine enge zeitliche Abfolge kann jedoch die massenerhöhende Wirkung einer Tatmehrheit vermindern.
“Eine Ausnahme besteht dann, wenn die rechtliche Würdigung stark von der Würdigung von Tatsachen abhängt, welche die Strafbehörden besser kennen (BGE 136 II 447 E. 3.1; Urteile 1C_156/2020 vom 15. April 2021 E. 5.2; 1C_453/2018 vom 22. August 2019 E. 2.1; je mit Hinweisen). Ob eine solche Ausnahme hinsichtlich der Würdigung der drei Geschwindigkeitsexzesse als mehrfache Tat oder als Einheitsdelikt zu machen ist und die Behörden im Administrativverfahren somit frei waren in ihrer rechtlichen Würdigung, kann jedoch offenbleiben (zur Abgrenzung zwischen mehrfacher Tat und Einheitsdelikt s. BGE 133 IV 256 E. 4.5.3; Urteil 6B_368/2020 vom 24. November 2021 E. 1.3.4; je mit Hinweisen). Ob ein Fahrzeuglenker oder eine -lenkerin dreimal unabhängig voneinander die Geschwindigkeit nur kurz, aber massiv überschreitet oder ob er bzw. sie auf einer Fahrt, die eine natürliche Handlungseinheit darstellt, dreimal massiv zu schnell fährt, ist für die Beurteilung der Gefährdung der Verkehrssicherheit und des Verschuldens (s. Art. 16 Abs. 3 SVG) nicht ausschlaggebend. Das Ausmass und die Dauer der Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ist in beiden Fällen identisch und auch das Wissen um das gefährliche Zu-schnell-Fahren während der einzelnen Phasen bleibt dasselbe. Einzig der Umstand, dass im einen Fall die Geschwindigkeitsüberschreitungen auf einem einzigen und im andern Fall auf mehreren Entschlüssen beruhen, rechtfertigt keine andere Festsetzung der Dauer des Ausweisentzugs (vgl. Urteil 6S.134/1998 vom 2. Juli 1998 E. 2c). Das Verwaltungsgericht hat deshalb kein Bundesrecht verletzt, indem es auf das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht weiter einging.”
“Von den begangenen Widerhandlungen sind diese Verfehlungen am strengsten zu ahnden. Die Mindestentzugsdauer, die weder aus beruflichen noch aus persönlichen Gründen unterschritten werden darf, beträgt zwei Jahre (Art. 16c Abs. 2 lit. abis und Art. 16 Abs. 3 SVG). Im Strafverfahren wurde der Rekurrent wegen mehrfacher qualifiziert grober Verkehrsregelverletzung schuldig gesprochen. Mithin wurde kein einheitlicher Willensentschluss für beide Fahrten angenommen, was zur Nichtanwendung des Art. 49 Abs. 1 StGB geführt hätte (vgl. BSK StGB-Ackermann, a.a.O., Art. 49 N 30). Es besteht kein Anlass, von dieser rechtlichen Beurteilung abzuweichen, zumal die beiden Teilnehmer die Autobahn nach dem ersten Rennen verlassen mussten, um nachher ein zweites Rennen in die andere Richtung zu starten. Aufgrund der engen zeitlichen Abfolge der beiden Rennen – diese lagen nur sechs Minuten auseinander – wirkt sich die Tatmehrheit indessen weniger massnahmeerhöhend aus, wie wenn die beiden Rennen an verschiedenen Tagen stattgefunden hätten. Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass dem Rekurrenten während beiden Fahrten eigentliche Tempoexzesse vorzuwerfen sind. Er beschleunigte jeweils so stark, dass er in unmittelbare Nähe zur Grenze der krassen Geschwindigkeitsüberschreitung gemäss Art.”
Für die Aufhebung des Sicherungsentzugs kann ein neues verkehrspsychologisches Gutachten verlangt werden, das die wiedererlangte Fahreignung attestiert.
“Ist auf das Gutachten von C____ folglich abzustellen, so ist erstellt, dass dem Rekurrenten die Fahreignung fehlt und er mithin keine Gewähr bietet, künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Art. 16 Abs. 1 lit. c SVG). Gestützt auf dieses Gutachten ist daher zu Recht ein Sicherungsentzug des Führerausweises des Rekurrenten erfolgt. Die gemäss dem Gutachten von C____ aktuell fehlende Fahreignung kann nur mit einem neuen Gutachten nachgewiesen werden, welches unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Entwicklung zu einem anderen Schluss und damit zur Bejahung der Fahreignung kommt (Art. 17 Abs. 3 SVG). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass mit der angefochtenen Verfügung vom 28. Januar 2020 für die Aufhebung des Sicherungsentzugs eine verkehrspsychologische Untersuchung vorausgesetzt worden ist, welche dem Rekurrenten die Fahreignung attestiert.”
Ist das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz ausgeschlossen, sieht Art. 16 Abs. 2 SVG grundsätzlich entweder den Entzug des Lernfahr‑/Führerausweises oder eine Verwarnung vor. Die Abgrenzung erfolgt nach den Kategorien leichte, mittelschwere und schwere Widerhandlung (Art. 16a–16c SVG). Die Praxis qualifiziert diverse einfache Verkehrsregelverletzungen als mittelschwere Widerhandlung und zieht in solchen Fällen regelmässig einen Ausweisentzug nach sich; in den angeführten Entscheidungen wurden hierfür wiederholt Entzugsdauern von einem Monat festgesetzt.
“Der Strafbefehl hält hierzu fest, der vom Beschwerdeführer vorgebrachte Unfallablauf erscheine aufgrund der Polizeiakten als Schutzbehauptung, wobei es ihm aber aufgrund seiner geringen Geschwindigkeit auch bei diesem Ablauf der Ereignisse hätte möglich sein müssen, die Situation zu meistern und vor der Verkehrsberuhigungseinrichtung anzuhalten. Mit dieser Formulierung liegt bezüglich des genauen Unfalls aber keine klare Sachverhaltsfeststellung vor. Damit bleibt Raum für die vom Beschwerdeführer auch im Administrativerfahren vorgebrachte Darstellung. Da sich diese aufgrund der Akten nicht widerlegen lässt, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer rund 30 Meter vor der Verengung der Fahrbahn überholt wurde und damit das Hindernis nicht umfahren konnte. Hingegen ist mit dem Strafentscheid davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei rechtzeitigem Bremsen sein Fahrzeug vor dem Hindernis hätte anhalten können. 4. 4.1 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG) – wie vorliegend – ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen (Art. 16a–c SVG). Wird durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen und trifft die fehlbare Person dabei nur ein leichtes Verschulden, begeht sie eine leichte Widerhandlung (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht demgegenüber, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie liegt nach der Rechtsprechung immer dann vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind. Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (BGr, 7.”
“Mai 2022 zum Schluss, die Qualifikation der Geschwindigkeitsüberschreitung als mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften sei in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend Bindungswirkung eines Strafentscheids sowie betreffend Geschwindigkeitsüberschreitung ergangen und damit nicht zu beanstanden. Die festgesetzte Dauer des Führerausweisentzugs von einem Monat entspreche dem gesetzlichen Minimum und erweise sich folglich als recht- und verhältnismässig. 4. 4.1 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die rechtliche Würdigung der einfachen Verkehrsregelverletzung im Sinn von Art. 90 Abs. 1 SVG als mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a und Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG. Er vertritt die Ansicht, es liege mangels Gefährdung und aufgrund des leichten Verschuldens ein besonders leichter Fall vor, welcher zu einem Verzicht auf jegliche Massnahme führen müsse (Art. 16a Abs. 4 SVG); allenfalls sei eine Verwarnung wegen einer leichten Widerhandlung auszusprechen (Art. 16a Abs. 3 SVG). 4.2 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (OBG) wie vorliegend ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Widerhandlung (Art. 16a–c SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG ). Sie liegt nach der Rechtsprechung immer dann vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind. Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (BGr, 12. Dezember 2013, 1C_746/2013, E. 2.3; 21. Juni 2013, 1C_183/2013, E. 3.2 auch zum Folgenden). Alle Widerhandlungen nach Art. 16a–c SVG – seien sie leicht, mittelschwer oder schwer – setzen überdies gleichermassen eine konkrete oder jedenfalls erhöhte abstrakte Gefährdung anderer Personen voraus.”
“Sachverhalt als mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG. Gestützt auf Art. 16b Abs. 2 lit. f SVG entzog sie dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung vom 14. Januar 2022 den Führerausweis für immer. Die Vorinstanz beurteilte diesen Entscheid als recht- und verhältnismässig und wies die dagegen erhobenen Einwände ab. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, der Vorfall vom 23. August 2017 sei als leichte Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 SVG (geringe Drittgefährdung und leichtes Verschulden) zu qualifizieren und die Entzugsdauer entsprechend auf einen Monat zu reduzieren. 3. 3.1 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz (OBG) ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Dies ist immer dann der Fall, wenn der Täter durch seine Handlung Personen gefährdet oder verletzt oder Sachschaden verursacht hat (Art. 2 lit. a OBG). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Widerhandlung (Art. 16a–c SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch die Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie liegt nach der Rechtsprechung immer dann vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind. Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (BGr, 12. Dezember 2013, 1C_746/2013, E. 2.3; 21. Juni 2013, 1C_183/2013, E.”
“Durch den Aufprall zog sich der Motorradlenker leichte Verletzungen zu. 2.2 Gestützt darauf wurde der Beschwerdeführer mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 4. November 2020 wegen einer fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinn von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG und in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie Art. 3 Abs. 1 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV) schuldig befunden und mit einer Busse von Fr. 500.- bestraft. Gestützt auf diese Grundlage entzog die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am 2. September 2021 aufgrund einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a und Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG für die Dauer von einem Monat den Führerausweis. 3. 3.1 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG) – wie vorliegend – ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen (Art. 16a–c SVG). Wird durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen und trifft die fehlbare Person dabei nur ein leichtes Verschulden, begeht sie eine leichte Widerhandlung (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht demgegenüber, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie liegt nach der Rechtsprechung immer dann vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind. Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (BGr, 7.”
“Da die weiteren formellen Voraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contra-rio). 3. Da es sich um einen klaren Fall handelt, wird vorliegend im Zirkulationsverfahren entschieden (§1 Abs. 4 VPO). 4. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Entzug des Führerausweises für die Dauer von zwölf Monaten gegenüber dem Beschwerdeführer zu Recht erfolgte. 5.1 Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das SVG unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Art. 16a bis Art. 16c SVG). In besonders leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Art. 16a Abs. 4 SVG). In leichten Fällen wird die fehlbare Person verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Art. 16a Abs. 3 SVG). In allen übrigen Fällen von Widerhandlungen gegen das SVG wird der Führerausweis entzogen (Art. 16a Abs. 2 SVG, Art. 16b Abs. 2 lit. a-f SVG, Art. 16c Abs. 2 lit. a-e SVG). 5.2 Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG stuft das Fahren in angetrunkenem Zustand als schwere Widerhandlung ein, wenn der Motorfahrzeugführer eine qualifizierte Atemalkoholoder Blutalkoholkonzentration aufweist, selbst wenn keine weitere Verkehrsregelverletzung vorliegt (Hans Giger, Kommentar zum SVG, 9. Aufl., Zürich 2022, N 36 zu Art. 16c SVG; Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.”
Bei Widerhandlungen im Ausland ist die im Ausland angeordnete Fahrverbotsdauer bei der Festsetzung des Entzugs angemessen zu berücksichtigen; die gesetzliche Mindestentzugsdauer kann dabei unterschritten werden. Bei Personen, zu denen im Informationssystem Verkehrszulassung (IVZ) keine Administrativmassnahmen verzeichnet sind, darf die inländische Entzugsdauer die am Tatort im Ausland verfügte Fahrverbotsdauer nicht überschreiten. (vgl. Art. 16cbis Abs. 2 SVG und Quelle)
“Bei der Festsetzung der Entzugsdauer sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer und die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen (Art. 16 Abs. 3 SVG). Hinsichtlich der Entzugsdauer nach einer Widerhandlung im Ausland spezifiziert Art. 16cbis Abs. 2 SVG, dass die Auswirkungen des ausländischen Fahrverbotes auf die betroffene Person angemessen zu berücksichtigen sind. Die Mindestentzugsdauer darf unterschritten werden. Die Entzugsdauer darf bei Personen, zu denen im Informationssystem Verkehrszulassung (IVZ) keine Daten zu Administrativmassnahmen enthalten sind, die am Begehungsort im Ausland verfügte Dauer des Fahrverbots nicht überschreiten. Aus dem gesetzlichen Verweis auf Art. 16b und Art. 16c SVG und dem Hinweis, dass die gesetzliche Mindestdauer unterschritten werden dürfen, ergibt sich, dass grundsätzlich die für Inlandtaten geltenden Vorschriften anzuwenden sind, sofern sich aus Art. 16cbis SVG nichts anderes ergibt (Urteil BGer 1C_392/2013 vom 23. Januar 2014 E. 2.2 mit Hinweis auf 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 2.2). Die Möglichkeit der Unterschreitung der Mindestentzugsdauer gemäss Art. 16cbis Abs. 2 SVG bezweckt die Vermeidung von Doppelbestrafungen.”
Die in der Verordnung festgelegten Schwellenwerte (Atemalkohol ≥ 0,4 mg/L bzw. Blutalkohol ≥ 0,8 ‰) gelten als qualifizierte Alkoholkonzentration. Nach der einschlägigen Lehre und Rechtsprechung begründen diese Schwellenwerte eine unwiderlegbare Rechtsvermutung für die Einstufung der Schwere der Widerhandlung, unabhängig von weiteren Beweismitteln oder der individuellen Alkoholverträglichkeit.
“, Zürich 2022, N 36 zu Art. 16c SVG; Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 17 zu Art. 16c SVG). Im Gegensatz zu anderen Bereichen von Widerhandlungen (z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen) hat der Gesetzgeber hinsichtlich des Fahrens in angetrunkenem Zustand schematische Regeln aufgestellt, um den Schweregrad zu bestimmen. Gemäss der Verordnung der Bundesversammlung über Alkoholgrenzwerte im Strassenverkehr vom 15. Juni 2012 gilt eine Atemalkoholkonzentration von mindestens 0.4 mg Alkohol pro Liter Atemluft bzw. eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 0.8 Gewichtspromille als qualifizierte Alkoholkonzentration. Es handelt sich bei diesen Schwellenwerten um unwiderlegbare Rechtsvermutungen, welche unabhängig von weiteren Beweisen und individueller Alkoholverträglichkeit gelten (Bernhard Rütsche, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 108 zu Art. 16 SVG). Nach Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG ist sodann eine Mindestdauer des Führerausweisentzugs von drei Monaten vorgesehen, sofern kein Fall von Art. 16c Abs. 2 lit. abis -e vorliegt, welcher eine längere Entzugsdauer vorsieht. 5.3 Nach einer schweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens zwölf Monate entzogen, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war (Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG). Durch die Mindestentzugsdauer wird das Auswahlermessen der Entzugsbehörde nach unten begrenzt. Oberhalb der Mindestentzugsdauer kommt den Behörden bei der Bemessung der Entzugsdauer hingegen ein beträchtliches Ermessen zu. Dieses Ermessen ist – wie jedes Verwaltungsermessen – pflichtgemäss auszuüben (Giger, a.a.O., N 15 zu Art. 16c SVG; Rütsche, a.a.O., N 112 f. zu Art. 16 SVG). Nach Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahroder Führerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen.”
“Gewichtspromille als qualifizierte Alkoholkonzentration. Dabei handelt es sich um eine unwiderlegbare Rechtsvermutung, welche unabhängig von weiteren Beweisen und der Alkoholverträglichkeit gilt (Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Marcel Alexander Niggli/Thomas Probst/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 107 ff. zu Art. 16 SVG). Nach Art. 16 Abs. 2 lit. a SVG ist sodann eine Mindestentzugsdauer des Führerausweises von drei Monaten vorgesehen, sofern kein Fall von Art. 16c Abs. 2 lit. abis-f vorliegt.”
Die Behörden müssen die Umstände des Einzelfalls gewichten; hierzu gehört insbesondere die Prüfung, ob der Fahrer aus ernsthaften Gründen davon ausgehen konnte, sich nicht (mehr) in einer Geschwindigkeitsbegrenzung zu befinden, oder ob die Signalisierung unklar bzw. schlecht sichtbar war. Eine ausschliesslich schematische Bemessung allein nach dem festgestellten Geschwindigkeitsüberschuss verstösst gegen die Rechtsprechung.
“Danach ist objektiv, das heisst unabhängig von den konkreten Umständen, innerorts ein leichter Fall anzunehmen, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 15 km/h überschritten wird (Urteil 1C_303/2007 vom 15. Mai 2008 E. 8.1 f.), ein mittelschwerer Fall bei einer Überschreitung um 21 bis 24 km/h (Urteile 1C_163/2022 vom 9. März 2021 E. 2.4; 1C_35/2019 vom 2. Juli 2019 E. 4.1.1) und ein schwerer Fall bei einer Überschreitung um 25 km/h und mehr (Urteil 1C_464/2020 vom 16. März 2021 E. 3.2). Diese Schematisierung entbindet die rechtsanwendenden Behörden indessen nicht, den Umständen des Einzelfalls Rechnung zu tragen. Einerseits ist zu prüfen, ob besondere Umstände die Verkehrsregelverletzung weniger gravierend erscheinen lassen, etwa wenn der Fahrer bzw. die Fahrerin aus ernsthaften Gründen annahm, sich noch nicht oder nicht mehr in einer geschwindigkeitsbegrenzten Zone zu befinden (BGE 132 II 234 E. 3.2; Urteil 1C_464/2020 vom 16. März 2021 E. 3.2 mit Hinweis). Andererseits sind die konkreten Umstände des Einzelfalls bei der Festsetzung der Dauer des Ausweisentzugs zu berücksichtigen (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG).”
“Après une infraction grave, le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, mais de deux ans au minimum, si, au cours des dix années précédentes, le permis a été retiré à deux reprises en raison d'infractions graves ou à trois reprises en raison d'infractions qualifiées de moyennement graves au moins; il est renoncé à cette mesure si, dans les cinq ans suivant l'expiration d'un retrait, aucune infraction donnant lieu à une mesure administrative n'a été commise (art. 16c al. 2 let. d LCR). b. Dans le domaine des excès de vitesse, la jurisprudence a été amenée à fixer des règles précises afin d'assurer l'égalité de traitement entre conducteurs. Ainsi, un dépassement de la vitesse prescrite de 30 km/h ou plus hors des localités est considéré comme un cas grave, au sens de l'art. 16c al. 1 let. a LCR, nonobstant des circonstances particulières comme des conditions de la circulation favorables ou l'excellente réputation du conducteur en tant qu'automobiliste (ATF 132 II 234 consid. 3.2 ; 124 II 259 consid. 2b). La jurisprudence admet, pour les cas d'infractions de gravité moyenne liée à un dépassement de vitesse, que l'importance de la mise en danger et celle de la faute doivent être appréciées, afin de déterminer quelle doit être la durée du retrait (art. 16 al. 3 LCR) ; il y a lieu de rechercher si des circonstances particulières ne justifient pas de considérer néanmoins le cas comme de moindre gravité, voire de gravité plus importante. Dans cette mesure, une appréciation purement schématique du cas, fondée exclusivement sur le dépassement de vitesse constaté, violerait le droit fédéral (ATF 126 II 196 consid. 2a ; 124 II 97 consid. 2c). Afin de pouvoir considérer si le cas est de peu de gravité, le conducteur doit avoir notamment des motifs sérieux de penser qu'il ne se trouve plus dans la zone de limitation de vitesse (ATF 124 II 97 consid. 2c) ou encore que signalisation était peu claire ou peu visible (ATF 142 IV 137 consid. 12). c. Enfin, selon la jurisprudence, la signalisation routière est valable et obligatoire pour les usagers lorsqu'elle a été mise en place sur la base d'une décision et d'une publication conforme de l'autorité compétente (ATF 126 II 196 consid. 2b ; 126 IV 48 consid. 2a et les arrêts cités). Lorsque la validité formelle de la signalisation n'est pas contestée, les usagers de la route ne sont légitimés à mettre en doute ni son opportunité, ni même sa légalité matérielle (ATF 126 II 196 consid.”
Für die Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs ist es grundsätzlich unerheblich, ob es sich um mehrere kurzzeitige, voneinander unabhängige Geschwindigkeitsexzesse oder um mehrfaches Überschreiten im Rahmen einer natürlichen Handlungseinheit handelt. Das Ausmass und die Dauer der Gefährdung sowie das Wissen um das gefährliche Zu-schnell-Fahren sind in beiden Fällen im Wesentlichen gleich, weshalb dieser Unterschied keine andere Festsetzung der Entzugsdauer rechtfertigt.
“Eine Ausnahme besteht dann, wenn die rechtliche Würdigung stark von der Würdigung von Tatsachen abhängt, welche die Strafbehörden besser kennen (BGE 136 II 447 E. 3.1; Urteile 1C_156/2020 vom 15. April 2021 E. 5.2; 1C_453/2018 vom 22. August 2019 E. 2.1; je mit Hinweisen). Ob eine solche Ausnahme hinsichtlich der Würdigung der drei Geschwindigkeitsexzesse als mehrfache Tat oder als Einheitsdelikt zu machen ist und die Behörden im Administrativverfahren somit frei waren in ihrer rechtlichen Würdigung, kann jedoch offenbleiben (zur Abgrenzung zwischen mehrfacher Tat und Einheitsdelikt s. BGE 133 IV 256 E. 4.5.3; Urteil 6B_368/2020 vom 24. November 2021 E. 1.3.4; je mit Hinweisen). Ob ein Fahrzeuglenker oder eine -lenkerin dreimal unabhängig voneinander die Geschwindigkeit nur kurz, aber massiv überschreitet oder ob er bzw. sie auf einer Fahrt, die eine natürliche Handlungseinheit darstellt, dreimal massiv zu schnell fährt, ist für die Beurteilung der Gefährdung der Verkehrssicherheit und des Verschuldens (s. Art. 16 Abs. 3 SVG) nicht ausschlaggebend. Das Ausmass und die Dauer der Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ist in beiden Fällen identisch und auch das Wissen um das gefährliche Zu-schnell-Fahren während der einzelnen Phasen bleibt dasselbe. Einzig der Umstand, dass im einen Fall die Geschwindigkeitsüberschreitungen auf einem einzigen und im andern Fall auf mehreren Entschlüssen beruhen, rechtfertigt keine andere Festsetzung der Dauer des Ausweisentzugs (vgl. Urteil 6S.134/1998 vom 2. Juli 1998 E. 2c). Das Verwaltungsgericht hat deshalb kein Bundesrecht verletzt, indem es auf das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht weiter einging.”
Die Regelung in Art. 15a Abs. 4–6 SVG regelt die Folgen einer zweiten relevanten Widerhandlung in der Probezeit abschliessend. Demzufolge ist eine zusätzlich angeordnete, pauschale "Sperrfrist" nach Art. 16 Abs. 3 SVG nicht zulässig. Gleichwohl ist im Einzelfall zu prüfen, ob die in Art. 15a Abs. 5 Satz 1 festgelegte Mindestsperrfrist ausnahmsweise zu verlängern ist; diese Prüfung obliegt dem kantonalen Verfahren.
“Eine alle massgeblichen Gesichtspunkte berücksichtigende Auslegung führt somit zum Ergebnis, dass Art. 15a Abs. 4-6 SVG sowie Art. 35a und 35b VZV die Folgen der zweiten zum Ausweisentzug führenden Widerhandlung in der gleichen Probezeit (bzw., nach der vorgesehenen geänderten Fassung von Art. 15a Abs. 4 SVG, der zweiten mittelschweren oder schweren Widerhandlung) soweit hier von Interesse selbständig und abschliessend regeln. Es darf somit neben der Sperrfrist von Art. 15a Abs. 5 SVG für die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises keine zusätzliche, insbesondere in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG bestimmte "Sperrfrist" angeordnet werden. Für die vorliegend strittige zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten besteht demnach kein Raum. Insoweit erweist sich die Beschwerde daher - ungeachtet der Frage, ob die Festsetzung einer solchen zusätzlichen Frist ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage überhaupt in Betracht käme - als begründet. Das bedeutet entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers indes nicht, es habe bei der mit dem Einspracheentscheid (unter der Bezeichnung "Wartefrist") gestützt auf Art. 15a Abs. 5 SVG verfügten Sperrfrist von 24 Monaten für die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises ohne Weiteres sein Bewenden. Vielmehr ist zu prüfen, ob die Mindestsperrfrist von Art. 15a Abs. 5 Satz 1 SVG ausnahmsweise zu verlängern, die strittige, als solche bundesrechtwidrige zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten mithin allenfalls unter diesem Rechtstitel mindestens teilweise bundesrechtskonform sei. Die Prüfung dieser Frage wird im kantonalen Verfahren nachzuholen sein. Deren erstmalige Prüfung durch das Bundesgericht als letzte Rechtsmittelinstanz kommt, zumal mit Blick auf dessen eingeschränkte Kognition (vgl.”
Wenn im Strafverfahren eine strafmindernde Regelung nach Art. 100 Ziff. 4 3. Satz LCR angewendet worden ist, hat die kantonale Behörde nach der Rechtsprechung zu prüfen, ob in Ausnahmefällen eine Reduktion der gesetzlichen Mindestentzugsdauer nach Art. 16 Abs. 3 SVG (LCR) gerechtfertigt ist. Dabei ist zu beachten, dass der Grundsatz der lex mitior grundsätzlich dem Strafrecht vorbehalten ist; die Behörde muss folglich eine eigene, auf die Erwägungen des Strafentscheids abgestützte Prüfung vornehmen.
“En l'occurrence, la Cour de justice a retenu que le dépassement avait été limité dans le temps et dans l'espace et commis dans le cadre d'une course officielle nécessaire pour des raisons tactiques. De plus, les faits se sont déroulés un dimanche soir à 22h30, ce qui limitait la sortie de personnes ou de véhicules des domaines agricoles à cette heure-là, en plein hiver, étant précisé qu'il n'y avait pas de circulation et que la visibilité des phares était bonne sur le tronçon. La recourante était par ailleurs rompue à la conduite d'urgence en raison de sa longue expérience dans la profession et des formations spécifiques suivies, ce qui pouvait diminuer le risque de perte de maitrise du véhicule. La Cour de justice a estimé que, dans ces conditions, la recourante pouvait bénéficier d'une atténuation de peine fondée sur l'art. 100 ch. 4 3e phrase LCR. La recourante ayant bénéficié d'une atténuation de peine sous l'angle pénal, l'exception à l'incompressibilité de la durée minimale du retrait du permis de conduire, au sens de l'art. 16 al. 3 LCR, peut être appliquée au cas d'espèce. Dès lors, l'autorité intimée aurait dû examiner, à l'instar du juge pénal, si une réduction exceptionnelle de la durée du retrait se justifiait en l'occurrence, ce qu'il n'a pas fait. Sur ce point, le recours doit être admis et la décision de l'OCN annulée. Par conséquent, en application de l'art. 98 al. 2 CPJA, il y a lieu de renvoyer la cause à l'OCN pour nouvelle décision. Il incombe à l'autorité intimée d'examiner, dans le sens des considérants qui précèdent, si une réduction exceptionnelle de la durée minimale du retrait se justifie et de fixer ensuite à nouveau la durée du retrait. Dans cet examen, l'autorité de céans ne saurait substituer son appréciation à celle de l'autorité intimée. 4. 4.1. Dans un dernier grief, la recourante invoque l'application du nouveau droit en vertu du principe de la lex mitior. En général, le principe de la lex mitior ne concerne que le domaine du droit pénal (art. 2 al. 2 CP) et non pas celui du droit administratif (ATF 102 Ib 335 consid.”
Wiederholte schwere Verstösse (z. B. mehrere alkoholverursachte Fahrten) können eine Sicherungsabklärung begründen und — sofern die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht mehr erfüllt sind — zum Entzug des Ausweises nach Art. 16 Abs. 1 SVG führen. Wird der befristete bzw. probeweise erteilte Kategorie‑B‑Ausweis aufgehoben, können damit verbundene Unterkategorien oder an die Kategorie B geknüpfte Bewilligungen (z. B. Lernfahrausweis BE) regelmässig ebenfalls entzogen werden. Entsprechendes gilt für Bewilligungen wie die Fahrlehrerbewilligung, wenn die Fahreignung fehlt.
“Februar 2021 erging ein Entzug des Führerausweises für die Dauer von sechs Monaten wegen Lenkens eines Motorfahrzeugs in qualifiziert angetrunkenem Zustand (AAK 0,72 mg/l), begangen am 11. Februar 2021. Weiter hat der Beschwerdeführer gemäss Rapport der Kantonspolizei Zürich am 24. September 2021 erneut einen Personenwagen in angetrunkenem Zustand gelenkt; die administrativrechtliche Beurteilung dieses Vorfalls ist noch ausstehend, da das Verfahren mit Blick auf den ausstehenden Strafentscheid pendent gehalten wird. Bereits eine solche Häufung teilweise schwerer Vorfälle weckt ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers und lässt die angeordnete Abklärung bereits als gerechtfertigt erscheinen, ohne dass die genauen Umstände des Vorfalls vom 15. März 2022 näherer Abklärung bedürften (vgl. dazu aber ergänzend unten E. 4.3). 4. 4.1 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Nach Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG wird der Führerausweis einer Person entzogen, wenn diese an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst. Eine die Fahreignung ausschliessende Sucht kann beispielsweise bei einer Abhängigkeit von Alkohol gegeben sein (Philippe Weissenberger, Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 2. A., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 16d N. 25). Der Entzug des Führerausweises wegen fehlender Fahreignung ist ein Entzug zu Sicherungszwecken (sogenannter Sicherungsentzug). Er bezweckt, die zu befürchtende Gefährdung der Verkehrssicherheit in der Schweiz durch einen ungeeigneten Fahrzeugführer in der Zukunft zu verhindern. Dementsprechend setzt er keine schuldhafte Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung voraus (Weissenberger, Art. 16d N. 8). Auf fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Alkohol- bzw. Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (BGE 129 II 82 E.”
“L'annulation du permis de conduire à l'essai est une conséquence directe de la seconde infraction commise durant la période probatoire, et ce, indépendamment de la date d'envoi du permis définitif ou de la date à laquelle la mesure est prise. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le seul élément déterminant est qu'après une première infraction moyennement grave ou grave ayant entrainé un retrait de permis (et la prolongation de la période d'essai), une seconde infraction moyennement grave ou grave est commise pendant la période probatoire, qui conduit également à un retrait de permis (cf. ATF 146 II 300 consid. 4; 136 II 447 consid. 5). Par ailleurs, le recourant était également titulaire d'un permis d'élève conducteur de catégorie BE. Ce permis, qui autorise la conduite d'un véhicule de catégorie B attelé d'une remorque, est intrinsèquement lié à la possession d'un permis de catégorie B. Dès lors que le permis de catégorie B à l'essai du recourant a été annulé et qu'il existe une présomption d'inaptitude à la conduite suite à la seconde infraction commise pendant la période probatoire (cf. supra consid. 6.1), le permis d'élève conducteur de catégorie BE devait également lui être retiré, conformément à l'art. 16 al. 1 LCR, qui prévoit le retrait des permis de conduire lorsque les conditions légales de leur délivrance ne sont plus remplies. 7. Pour l'ensemble des motifs qui précèdent, il faut constater que la décision de l'OCN est conforme aux principes de la légalité et de la proportionnalité. Elle doit dès lors être confirmée et le recours est rejeté. 8. Vu l'issue du recours, les frais de procédure, arrêtés à CHF 800.-, doivent être mis à la charge du recourant qui succombe, conformément à l'art. 131 CPJA et aux art. 1 et 2 du tarif du 17 décembre 1991 sur les frais de procédure et des indemnités en matière de juridiction administrative (RSF 150.12). Ils sont compensés par l'avance de frais de même montant prestée le 24 décembre 2024. (dispositif en page suivante) la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. II. Les frais de procédure, par CHF 800.-, sont mis à la charge du recourant. Ils sont compensés par l'avance de frais versée. III. Notification. Cette décision peut faire l'objet d'un recours auprès du Tribunal fédéral, à Lausanne, dans les 30 jours dès sa notification.”
“Beide Voraussetzungen stehen in engem Zusammenhang zur Fahreignung, die nach Art. 14 Abs. 1 SVG eine Voraussetzung des Fahrzeugführens und damit der Erteilung eines Führerausweises darstellt. Um über die Fahreignung zu verfügen, muss die betroffene Person unter anderem nach ihrem bisherigen Verhalten Gewähr bieten, als Motorfahrzeugführerin oder Motofahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG). Fehlt die Fahreignung in diesem Sinne, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass zugleich die Voraussetzung der Fahrlehrerbewilligung gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. d FV, wonach das bisherige Verhalten für eine einwandfreie Berufsausübung Gewähr bieten muss, nicht mehr gegeben ist. Konkret ist diesfalls entweder die sichere Durchführung der Lernfahrten nicht mehr gewährleistet (Art. 27 lit. a FV) oder die Lehrtätigkeit ist aus charakterlichen Gründen nicht mehr zumutbar (Art. 27 lit. b FV). Gestützt auf die vorgenannten Bestimmungen und in Übereinstimmung mit Art. 16 Abs. 1 SVG ist folglich die Fahrlehrerbewilligung zu entziehen. Umgekehrt verlangt eine Beurteilung der Fragen, ob eine Fahrlehrerin oder ein Fahrlehrer die sichere Durchführung der Lernfahrten gewährleistet (Art. 27 lit. a FV) und den für die Lehrtätigkeit erforderlichen charakterlichen Voraussetzungen nachkommt (Art. 27 lit. b FV), unter anderem, dass die Fahreignung gegeben und namentlich Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG erfüllt ist. Dies ergibt sich auch aus der Vorbildfunktion, der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer zu genügen haben (vgl. Anhang 1 FV). Abgesehen davon handelt es sich bei der Fahreignung insofern um eine unabdingbare Voraussetzung der Fahrlehrertätigkeit, als der praktische Fahrunterricht einen wesentlichen Teil derselben darstellt, auch wenn der theoretische Fahrunterricht unter Umständen ohne Führerausweis (Art. 28 FV) und Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport (Art. 25 lit. a FV) möglich ist. Wenn die kantonalen Instanzen im vorliegenden Verfahren daher im Zusammenhang mit der Abklärung, ob die persönlichen Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Fahrlehrer erfüllt sind oder im Gegenteil die Fahrlehrerbewilligung gemäss Art.”
Das Kaskadensystem (Rückfallfristen) kann die Mindestentzugsdauer erhöhen. Nach einer schweren Widerhandlung beträgt die Mindestdauer mindestens 3 Monate; liegt innerhalb der relevanten Frist ein früherer Führerausweisentzug vor, erhöht sich die Mindestdauer auf 12 Monate. Bei einer mittelschweren Widerhandlung kommt eine erhöhte Mindestdauer (z. B. 6 Monate bei früherem Entzug) in Betracht. Die Mindestentzugsdauern dürfen gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG nicht unterschritten werden.
“D'autre part, en quittant les lieux de l'accident sans prévenir la police, le recourant s'est dérobé intentionnellement à un alcootest ou à un autre examen préliminaire dont il ne pouvait ignorer qu'il serait ordonné, dans la mesure où la police procède quasiment systématiquement à un alcootest après un accident, l'art. 55 LCR ne subordonnant par ailleurs pas cette mesure à la présence d'indices particuliers. Or, selon le texte de l'art. 16c al. 1 let. d LCR, il s'agit-là toujours d'une infraction grave. C'est dès lors à juste titre que l'autorité intimée ne s'est pas éloignée de cette qualification. 6. 6.1. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire (cf. ATF 132 II 234 consid. 2.3; arrêt TC FR 603 2023 56 du 8 août 2023 consid. 5.1). 6.2. En l'occurrence, il faut constater que, par décision du 27 janvier 2021, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis pour faute grave d'une durée de trois mois en application de l'art. 16c LCR, retrait exécuté du 27 mars au 26 juin 2021. Le délai de cinq ans prévu à l'art. 16c al. 2 let. c LCR n'était par conséquent manifestement pas arrivé à échéance lorsque le recourant a commis une nouvelle infraction grave au sens de l'art.”
“De plus, en reprenant la route jusqu'au domicile de son passager, puis jusqu'à chez lui au volant de son véhicule dont le pare-brise était fissuré, le phare avant gauche cassé et une partie du pare-chocs avant arraché, le recourant s'est rendu coupable de conduite d'un véhicule défectueux (art. 93 al. 2 let. a LCR). Enfin, en déclarant à la police qu'il avait circulé sans la ceinture de sécurité, il s'est également rendu coupable de contravention à l'ordonnance sur les règles de la circulations routière du 13 novembre 1962 (OCR; RS 741.11) (art. 3a al. 1 et 96 OCR). 4. 4.1. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire. Le législateur a ainsi entendu exclure expressément la possibilité ouverte par la jurisprudence sous l'ancien droit de réduire la durée minimale du retrait en présence de circonstances particulières (Message du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur la circulation routière du 31 mars 1999, FF 1999 IV 4131; ATF 132 II 234 consid. 2.3). 4.2. En l'occurrence, il faut constater que, le 8 juin 2016, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis d'une durée de 3 mois en application de l'art.”
“Selon l'art. 16 al. 3 LCR, la durée du retrait de permis de conduire est fixée en fonction des circonstances du cas, notamment de l'atteinte à la sécurité routière, de la gravité de la faute, des antécédents en tant que conducteur ainsi que de la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis de conduire est retiré pour une durée de douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves.”
“91a LCR (voir arrêt TC FR 501 2022 68 du 27 janvier 2023 consid. 2). Il avait en particulier reconnu par-devant la Cour d'appel pénal qu’il avait refusé de se rendre à l’hôpital pour procéder au prélèvement d’urine ordonné par le Ministère public. Au demeurant, il a signé le formulaire constatant qu’il avait refusé une prise de sang et une prise d’urine. Compte tenu de ce qui précède, c'est à juste titre que l'OCN a retenu que le recourant s'est rendu coupable d'une infraction grave au sens de l'art. 16c al. 1 let. d LCR. 5. 5.1. A la teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction grave ou à deux reprises en raison d’infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire. Le législateur a ainsi entendu exclure expressément la possibilité ouverte par la jurisprudence sous l'ancien droit de réduire la durée minimale du retrait en présence de circonstances particulières (Message du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur la circulation routière du 31 mars 1999, FF 1999 IV 4131; ATF 132 II 234 consid. 2.3). 5.2. En l'occurrence, il faut constater que, le 13 avril 2017, le recourant a déjà fait l'objet d'un retrait de permis d'une durée de 3 mois en application de l'art.”
“b SVG vor, weil dem Beschwerdegegner der Führerausweis bereits im Jahr 2016 wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften entzogen war, und hat die sechsmonatige Mindestentzugsdauer verfügt. Die Vorinstanz ist der Auffassung, ein solcher Rückfall liege nicht vor, weil der frühere Entzug lediglich den Führerausweis der Spezialkategorien G und M betraf und der Beschwerdegegner den Führerausweis für die Kategorie B damals noch nicht besass, und hat die Entzugsdauer auf vier Monate herabgesetzt. Wer ein Motorfahrzeug führt, bedarf des Führerausweises, wer Lernfahrten unternimmt, des Lernfahrausweises (Art. 10 Abs. 2 SVG). Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 314.1, OBG) ausgeschlossen ist, wird der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Bei der Bemessung der Entzugsdauer dürfen die Mindestentzugsdauern nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Die Mindestentzugsdauern tragen einerseits der Schwere der Widerhandlung und anderseits dem Umstand Rechnung, ob und wenn ja, wie weit zeitlich zurückliegend dem Betroffenen der Führerausweis bereits früher entzogen war (sogenanntes "Kaskadensystem"; vgl. BGE 141 II 220 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Nach einer schweren Widerhandlung beträgt die Mindestentzugsdauer drei Monate (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG). War dem Betroffenen der Ausweis in den vorangegangenen Jahren einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen, erhöht sich die Mindestentzugsdauer auf sechs Monate (vgl. Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG). Die Frage, ob Art. 16 c Abs. 2 lit. b SVG anzuwenden ist, ist durch Auslegung der Bestimmung zu beantworten. Massgebend ist in erster Linie der Wortlaut der Norm. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Bestimmung gesucht werden, wobei alle Auslegungselemente zu berücksichtigen sind (Methodenpluralismus).”
Bei der Bemessung ist auf die hypothetische konkrete Gefährdung abzustellen, d.h. auf das Ausmass der Gefahr, das von der konkreten Widerhandlung adäquat-kausal ausgehen konnte. Auf eine etwaige Gefährdung in der Zukunft (künftiges Risiko) kommt es nicht als Bemessungskriterium an; ebenso ist das tatsächliche Schadensresultat nicht allein massgebend.
“Bei der Beurteilung der Gefährdung der Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 16 Abs. 3 SVG ist die Gefährdung der Sicherheit anderer, die der Fahrzeugführer durch die konkrete Widerhandlung hervorgerufen oder in Kauf genommen hat, zu beurteilen (vgl. BGE 133 II 331 E. 6.4.2). Dabei kommt es nicht auf das Ausmass einer realen konkreten Gefährdung an, sondern auf das Ausmass einer hypothetischen konkreten Gefährdung. Massgebend ist demnach das Ausmass der konkreten Gefährdung, die von der Widerhandlung adäquat kausal, nach gewöhnlichem Lauf der Dinge und allgemeiner Lebenserfahrung, ausgehen konnte (vgl. Rütsche, a.a.O., N 119 zu Art. 16). Hinsichtlich des Kriteriums des Verschuldens ist zwischen besonders leichtem, leichtem, mittelschwerem und schwerem Verschulden zu unterscheiden (vgl. Rütsche, a.a.O., N 119 zu Art. 16). Der Grad des Verschuldens bestimmt sich primär nach der objektiven Seite des Verschuldens, d.h. nach der Schwere der Verkehrsregelverletzung. Subjektive Umstände wie mangelnde Erfahrung, körperliche Defizite oder Übermüdung sind für die Beurteilung des Verschuldensgrades grundsätzlich nicht massgebend (vgl.”
“Die Rechtsprechung hat daher verschiedene für die Strafen geltende strafrechtliche sowie verfassungs- und konventionsrechtliche Regeln und Grundsätze auf den Warnungsentzug analog angewandt, so beispielsweise die Unschuldsvermutung, das Doppelbestrafungsverbot, die strafrechtlichen Konkurrenz- und Verjährungsregeln oder den Anspruch auf eine mündliche Verhandlung (Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, N 5 f. zu den Vorbemerkungen zu Art. 16 ff. SVG). Der Warnungsentzug ist ein Entscheid über die Stichhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK; BGE 121 II 22 E. 2). Das Bundesgericht erwog, der Warnungsentzug setze, wie die Strafe, die schuldhafte Verletzung von Verkehrsregeln voraus, durch welche der Verkehr beziehungsweise die Sicherheit anderer irgendwie gefährdet worden sei. Seine Dauer bemesse sich im Wesentlichen nach denselben Umständen wie eine Strafe, indem gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen seien, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die "Gefährdung des Verkehrs" bzw. die "Gefahr für die Sicherheit anderer", von welcher im Gesetz (Art. 16 ff. SVG) mehrfach die Rede sei, meine nicht eine Gefährdung in der Zukunft, sondern die Gefährdung, die der Fahrzeugführer durch die konkrete Widerhandlung hervorgerufen oder in Kauf genommen habe. Die vom Fahrzeuglenker allenfalls ausgehende Gefahr von Widerhandlungen in der Zukunft sei weder ein Grund für die Anordnung des Warnungsentzugs noch ein Kriterium für die Bemessung der Dauer. Der Warnungsentzug werde – im Unterschied zum Sicherungsentzug – nicht deshalb angeordnet, weil zu befürchten sei, dass der Fahrzeugführer in der Zukunft ein Strassenverkehrsdelikt begehe und dadurch die Verkehrssicherheit gefährden könnte, sondern er werde wie die Strafe angeordnet, weil der Fahrzeugführer ein solches Delikt begangen und dadurch die Verkehrssicherheit gefährdet habe.”
Gemäss der Rechtsprechung kann der Führerausweis im Rahmen eines Sicherungsentzugs auch ohne Vorliegen einer konkreten Verkehrsübertretung entzogen werden, namentlich wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit oder eine Sucht die sichere Führung ausschliesst. Sicherungsentzüge dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit; in den entsprechenden Verfahren gilt die Unschuldsvermutung nicht.
“Nach Art. 14 Abs. 1 SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Für die Fahreignung ist unter anderem erforderlich, dass der Motorfahrzeugführer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Insbesondere wird einer Person der Führerausweis zwingend auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, um ein Motorfahrzeug sicher zu führen, oder sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. a und b SVG). Diesfalls kann der Ausweisentzug selbst ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsregeln erfolgen (BGE 133 I 331 E. 9.1; Urteil 1C_37/ 2020 vom 24. Juni 2020 E. 4.1). Sicherungsentzüge dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit; in den entsprechenden Verfahren gilt die Unschuldsvermutung nicht (BGE 140 II 334 E. 6). Gemäss Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. Missachtet aber die betroffene Person die Auflagen oder missbraucht sie in anderer Weise das in sie gesetzte Vertrauen, so ist der Ausweis nach Art.”
“Nach Art. 14 Abs. 1 SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Für die Fahreignung ist unter anderem erforderlich, dass der Motorfahrzeugführer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Insbesondere wird einer Person der Führerausweis zwingend auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, um ein Motorfahrzeug sicher zu führen, oder sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. a und b SVG). Diesfalls kann der Ausweisentzug selbst ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsregeln erfolgen (BGE 133 I 331 E. 9.1; Urteil 1C_37/ 2020 vom 24. Juni 2020 E. 4.1). Sicherungsentzüge dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit; in den entsprechenden Verfahren gilt die Unschuldsvermutung nicht (BGE 140 II 334 E. 6). Gemäss Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. Missachtet aber die betroffene Person die Auflagen oder missbraucht sie in anderer Weise das in sie gesetzte Vertrauen, so ist der Ausweis nach Art.”
Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr‑ oder Führerausweisentzugs sind die in Art. 16 Abs. 3 SVG genannten Umstände des Einzelfalls (insbesondere Gefährdung der Verkehrssicherheit, Verschulden, Leumund als Motorfahrzeugführer sowie berufliche Notwendigkeit) gesamthaft zu würdigen. Die gesetzlichen Mindestentzugsdauern dürfen dabei grundsätzlich nicht unterschritten werden.
“Bezüglich der Dauer des Führerausweisentzuges ist festzuhalten, dass der Führerausweis nach Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwölf Monate zu entziehen ist, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Die erwähnte Rückfallfrist von fünf Jahren für die Kaskade beginnt nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf des letzten Tages des früheren Führerausweisentzuges bzw. bei einem früheren Sicherungsentzug mit dem Tag der Wiederzulassung zum Strassenverkehr zu laufen (siehe ausführlich Urteil BGer 1C_180/2010 vom 22. September 2010). Laut Art. 16 Abs. 3 SVG sind für die Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3). Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N. 27 f.).”
“Nach Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 741.03) ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen; die Mindestentzugsdauer darf jedoch, von einer hier nicht interessierenden Ausnahme abgesehen, nicht unterschritten werden. Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen schweren, mittelschweren und leichten Widerhandlungen. Art. 16a SVG definiert die leichten Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht und deren Rechtsfolgen. Danach begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Nach einer leichten Widerhandlung wird der Lernfahr- oder Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis entzogen war oder eine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Abs. 2). In besonders leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Abs.”
“3bis ou 3ter) a été prononcée; pour six mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction moyennement grave; pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction grave ou à deux reprises en raison d’infractions moyennement graves; pour une durée indéterminée, mais pour deux ans au minimum, si, au cours des dix années précédentes, le permis lui a été retiré à deux reprises en raison d’infractions graves ou à trois reprises en raison d’infractions qualifiées de moyennement graves au moins; il est renoncé à cette mesure si, dans les cinq ans suivant l’expiration d’un retrait, aucune infraction donnant lieu à une mesure administrative n’a été commise; définitivement si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré en application de la let. d ou de l’art. 16b al. 2 let. e LCR. Dans ce cadre, le point de départ pour le calcul du délai est la fin de l'exécution du précédent retrait (cf. ATF 136 II 447 consid. 5.3; arrêts TF 1C_492/2020 du 18 novembre 2020 consid. 3.1 et les réf. citées). Selon l’art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d’élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l’atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite, sauf si la peine a été atténuée conformément à l’art. 100, ch. 4, 3e phrase. En effet, la règle de l’art. 16 al. 3, dernière phrase, LCR, introduite dans la loi par souci d’uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire. Le législateur a ainsi entendu exclure expressément la possibilité ouverte par la jurisprudence sous l’ancien droit, de réduire la durée minimale du retrait en présence de circonstances particulières (cf. Message du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur la circulation routière du 31 mars 1999, FF 1999 4106, p. 4131; ég. ATF 132 II 234 consid.”
Die gesetzlichen Mindestentzugsdauern begrenzen die Berücksichtigung individueller Umstände (insbesondere berufliche Notwendigkeit): Sonderumstände können die Dauer des Entzugs nur soweit beeinflussen, dass die gesetzliche Mindestdauer nicht unterschritten wird. Eine Ausnahme bildet die erlaubte Milderung nach Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG.
“Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz (OBG, SR 314.1) ausgeschlossen ist, wird gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Nach einer schweren Widerhandlung wird der Führerausweis gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG für mindestens sechs Monate entzogen, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen gewesen ist. Gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Dauer des Führerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden, ausser wenn die Strafe nach Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG gemildert wird. Die besonderen Umstände des Einzelfalls, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen, können damit nach dem Willen des Gesetzgebers nur bis zur gesetzlichen vorgeschriebenen Mindestentzugsdauer berücksichtigt werden (vgl.”
Die Behörde hat die Umstände des Einzelfalls gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer so festzulegen, dass die beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung bestmöglich erreicht wird; dabei sind Verhältnismässigkeit und Erforderlichkeit zu beachten. Für Warnungsentzüge bestehen keine gesetzlich festgelegten Höchstdauern; die Behörde soll sich jedoch bei der Bemessung nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Warnungsentzüge sollen fünf Jahre nicht überschreiten.
“Allgemeines Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (Weissenberger, a.a.O., N 28 zu Art. 16 SVG). Wie alle hoheitlichen Massnahmen muss auch ein Führerausweisentzug dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit gerecht werden. Unter anderem muss die Anordnung des Entzugs noch erforderlich sein, um dessen Zweck, die Erziehung und Besserung des Fahrzeuglenkers, zu erreichen (BGE 120 Ib 504 E. 4e). Für den Warnungsentzug existieren keine Höchstentzugsdauern. Die Behörde sollte sich jedoch bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Dabei handelt es sich nicht um fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen; Warnungsentzüge sollen indessen fünf Jahre nicht überschreiten. Ein Warnungsentzug von fünf Jahren stünde im Widerspruch zu den Bestimmungen von Art.”
“Promille) ein E-Bike gelenkt. Damit habe er erneut gezeigt, dass er nicht in der Lage sei, sich an die Verkehrsvorschriften zu halten. Beim Verfahren betreffend Sicherungsentzug stehe sodann die Verkehrssicherheit bzw. die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer und nicht die Sanktionierung des Fahrzeuglenkers im Vordergrund. Das Kriterium der beruflichen Angewiesenheit auf den Führerausweis sei einzig für die Bemessung der Dauer eines Warnungsentzugs, nicht aber für einen Sicherungsentzug relevant (Art. 16 Abs. 3 SVG; so bereits BGer 6A.23/2004 vom 11. Juni 2004 E. 2.2). Damit habe der Beschwerdegegner zu Recht auf das Gutachten 2021 abgestellt und dem Beschwerdeführer den Führerausweis, die Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport sowie die Fahrlehrerbewilligung auf unbestimmte Zeit entzogen. Die verfügten Bedingungen für die Aufhebung des Führerausweisentzugs erschienen ebenfalls angemessen und verhältnismässig (act. G 2 S. 14-16). Der Beschwerdeführer wendet hiergegen im Wesentlichen sinngemäss ein, das Bundesgericht habe für die Zulässigkeit vorsorglicher Massnahmen (vorsorglicher Entzug der Berufsausübungsbewilligung) eine hinreichende gesetzliche Grundlage vorausgesetzt. Ein vorsorglicher Entzug der Fahrlehrerbewilligung sei (zufolge fehlender gesetzlicher Grundlage) nicht legitim. Seine verkehrsmedizinische Eignung sei mit dem Gutachten vom 27. Januar 2016 durch Dr. med. C.__ bestätigt worden. Somit basiere das Gutachten 2021 auf einer rechtlich fehlerhaften Verfügung. Das Gutachten 2021 und die ihm zugrundeliegende Untersuchung vom 14.”
Bei begründeten bzw. anhaltenden Zweifeln an der Fahreignung kann der Führerausweis entzogen werden. Bei einem Sicherungsentzug ist insbesondere die negative Prognose des künftigen Verhaltens (charakterliche Mängel), die darauf hinweist, dass die Person künftig die Vorschriften nicht beachten oder keine Rücksicht nehmen wird, massgebend.
“2 CPJA n'est réalisée, le Cour de céans ne peut pas, dans le cas particulier revoir l'opportunité de la décision de retrait de permis. 2. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaire à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui, notamment, a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b) et ne souffre d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. c). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies. L'art. 16d al. 1 LCR précise que ces permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir, elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après l'expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art. 17 al. 3 LCR).”
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Über Fahreignung verfügt insbesondere, wer nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG). Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie auf Grund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (sogenannter Sicherungsentzug; Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG). Anzeichen hierfür bestehen, wenn Charaktermerkmale der betroffenen Person, die für die Eignung im Verkehr erheblich sind, darauf hindeuten, dass sie als Lenkerin eine Gefahr für den Verkehr darstellt (BGE 104 Ib 95 E. 1). Für den Sicherungsentzug aus charakterlichen Gründen ist die schlechte Prognose hinsichtlich des Verhaltens als Motorfahrzeugführerin oder Motorfahrzeugführer massgebend. Die Behörden dürfen gestützt hierauf den Ausweis verweigern oder entziehen, wenn hinreichend begründete Anhaltspunkte vorliegen, dass die Person rücksichtslos fahren wird (Urteile 1C_496/2018 vom 20. Mai 2019 E. 5.1; 1C_134/2011 vom 14. Juni 2011 E. 2.1; je mit Hinweisen; vgl. Botschaft vom 24. Juni 1955 zum Entwurf eines Bundesgesetzes über den Strassenverkehr, BBl 1955 II S.”
Die gesetzliche Mindestentzugsdauer darf nicht unterschritten werden. Soweit die Mindestdauer bereits kraft Art. 16b Abs. 2 SVG festgelegt ist (bei mittelschweren Widerhandlungen mindestens 1 Monat, bei schweren Widerhandlungen mindestens 3 Monate), kann die berufliche Notwendigkeit die Dauer nicht unter diese gesetzliche Mindestgrenze herabsetzen.
“Für die Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Nach einer mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss Art. 16b Abs. 2 Bst. a SVG für mindestens einen Monat zu entziehen.”
“Für die Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Nach einer mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG für mindestens einen Monat zu entziehen.”
“Que ce risque ne se soit pas concrétisé en l'espèce relève du cas fortuit qui ne saurait profiter à la recourante; qu'au demeurant, le dossier photographique établi par la police bernoise montre les dégâts causés aux véhicules et atteste d'un choc sérieux entre les deux véhicules, et non pas d'une simple touchette; ce premier accident a du reste été à l'origine d'une collision en chaîne dans le cadre de laquelle quatre véhicules ont été impliqués; que ces éléments corroborent les déclarations de l'automobiliste impliquée qui parle d'un choc relativement fort; que, dans la mesure où ni la faute commise ni la mise en danger qui en est résulté ne peuvent être qualifiées de légères - au sens de bénigne du terme - l'appréciation de l'autorité intimée qui retient une infraction moyennement grave échappe à la critique; qu'en vertu de l'art. 16b al. 2 let. a LCR, après une infraction moyennement grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour la durée d'un mois au minimum (let. a); qu'en vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (ATF 132 II 234 consid. 2.3); qu'en l'occurrence, en fixant à un mois la durée du retrait du permis de conduire de la recourante, l'OCN s'en est tenu à la durée minimale légale prévue par l'art. 16b al. 2 let. a LCR; que, dans ces conditions, le besoin professionnel de la précitée de disposer du permis - pour autant qu'avéré ce qui n'est pas le cas en l'espèce - ne pourrait pas conduire à une réduction de la durée du retrait, déjà limitée au minimum légal; que, pour les motifs qui précèdent, le recours doit être rejeté et la décision de l'OCN confirmée; que, vu l'issue du recours, les frais de procédure doivent être mis à la charge de la recourante qui succombe (cf.”
“Im Interesse der Verkehrssicherheit ist nicht leichthin anzunehmen, der Rekurrent habe sich auf das Verbot des Linküberholens beim Linksabbiegen verlassen dürfen. Er hätte sich in dieser Situation besonders vorsichtig verhalten und sich unmittelbar vor seinem Manöver nochmals vergewissern müssen, ob nachfolgende Fahrzeuge zu Überholmanövern angesetzt hatten. Er bestätigte indessen, nicht über die Schulter nach hinten geblickt zu haben (act. 16/E1/5 und 11), was in dieser Situation zwingend erforderlich gewesen wäre. Blicke in den Innen- und Aussenspiegel genügten nicht und auf den Totwinkelassistenten des Fahrzeugs durfte er sich nicht verlassen, was dem Rekurrenten bewusst war (act. 16/E1/11). Somit liegt kein leichtes Verschulden vor (vgl. dazu auch BGer 6A.17/2005 vom 16. Mai 2005 E. 4), und die Vorinstanz ist zu Recht von einem mittelschweren Fall gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG ausgegangen. 5.- Schliesslich ist die Dauer des einmonatigen Führerausweisentzugs zu überprüfen. Dabei handelt es sich um die Mindestentzugsdauer gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG, welche nicht unterschritten werden darf (Art. 16 Abs. 3 SVG). Dementsprechend wirken sich ein ungetrübter automobilistischer Leumund oder eine berufliche Angewiesenheit auf den Führerausweis nicht massnahmemindernd aus. Die einmonatige Entzugsdauer ist zu bestätigen. 6.- Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz den Führerausweis wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften zu Recht für einen Monat entzogen hat. Der Rekurs ist damit abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom Rekurrenten zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist damit zu verrechnen. Zufolge Abweisung des Rekurses sind keine ausseramtlichen Kosten zu entschädigen (Art. 98bis VRP). Entscheid:”
Schwere Verkehrsverstösse können einen Entzug des Führerausweises nach Art. 16 Abs. 1 SVG rechtfertigen. Nach Rechtsprechung ist ein innerorts gemessener Geschwindigkeitsüberschuss von mehr als 25 km/h als schwere Widerhandlung anzusehen; in solchen Fällen kommen Entzug, eine Mindestdauer von zwei Jahren sowie eine verkehrspsychologische Abklärung in Betracht.
“Est litigieuse le retrait du permis de conduire pour une durée indéterminée d’un minimum de deux ans ainsi que l’obligation de se soumettre à une expertise par un psychologue du trafic pour le récupérer. 7. Conformément à l'art. 14 al. 1 LCR, tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l’aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. Est apte à la conduite, aux termes de l'art. 14 al. 2 LCR, celui qui a atteint l’âge minimal requis (let. a), a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b), ne souffre d’aucune dépendance qui l’empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. c) et dont les antécédents attestent qu’il respecte les règles en vigueur ainsi que les autres usagers de la route (let. d). 8. Les permis et les autorisations seront retirés lorsque l’autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n’auront pas été observées (art. 16 al. 1 LCR). 9. Lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d'ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n'est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d'élève-conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 10. Pour déterminer la durée et s'il y a lieu de prononcer un retrait d'admonestation, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16e LCR). 11. Selon l’art. 16c al. 1 LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation met sérieusement en danger la sécurité d’autrui ou en prend le risque (let. a) ou qui conduit un véhicule automobile alors que le permis de conduire lui a été retiré (let. f). En matière d’excès de vitesse, le Tribunal fédéral a maintes fois confirmé qu’un excès de vitesse de plus de 25 km/h ou plus à l’intérieur d’une localité devait être considéré comme une faute grave (arrêt 1C_210/2020 consid.”
Oberhalb der gesetzlichen Mindestdauer steht der Entzugsbehörde ein beträchtliches Ermessen zu. Dieses Ermessen ist pflichtgemäss auszuüben (insbesondere verhältnismässig und rechtsgleich). Bei der Bemessung sollte die Behörde sich nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren; es bestehen damit jedoch keine starren Höchstgrenzen.
“Mit den Mindestentzugsdauern begrenzt der Gesetzgeber das Auswahlermessen der Entzugsbehörde nach unten. Demgegenüber existieren für den Warnungsentzug abgesehen von einer hier nicht interessierenden Ausnahme keine Höchstentzugsdauern. Die Behörde sollte sich zwar bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächst höheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Es handelt sich dabei jedoch nicht um fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Oberhalb der Mindestentzugsdauer kommt den Behörden bei der Bemessung der Entzugsdauer ein beträchtliches Ermessen zu. Dieses Ermessen muss – wie jedes Verwaltungsermessen – pflichtgemäss, d.h. insbesondere verhältnismässig und rechtsgleich, gehandhabt werden. Bei der Festsetzung der Dauer sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen.”
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen; die Mindestentzugsdauer darf jedoch, von einer hier nicht interessierenden Ausnahme abgesehen, nicht unterschritten werden. Art. 16c Abs. 2 SVG sieht eine Kaskadenfolge bei der gesetzlichen Mindestdauer des Entzugs eines Ausweises bei einer schweren Widerhandlung vor. Als mildeste Massnahme wird der Ausweis, wenn kein qualifizierter Tatbestand vorliegt, für mindestens drei Monate entzogen (lit. a); die Dauer beträgt mindestens sechs Monate, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen war (lit. b), und zwölf Monate, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war (lit. c); bei noch schwereren Vortaten ist der Ausweis für unbestimmte Zeit, mindestens aber für zwei Jahre, bzw.”
Art. 16 SVG kann in ähnlichen Fällen analog angewendet werden; so wurde in der zitierten Praxis der bereits ausgestellte Führerausweis auf Probe in analoger Anwendung von Art. 16 SVG entzogen, weil die Widerhandlung vor der Ausstellung begangen worden war.
“4 Nach Vorliegen des rechtskräftigen Strafbefehls nahm der Beschwerdeführer auf Aufforderung der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 15. Mai 2020 Stellung zur Anordnung einer Administrativmassnahme. Am 3. Juni 2020 entzog die Beschwerdegegnerin in analoger Anwendung von Art. 15e und Art. 16 SVG sowie Art. 33 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 27. Oktober 1976 (VZV) dem Beschwerdeführer den Führerausweis auf Probe für die Dauer von drei Monaten vom 30. November 2020 bis 28. Februar 2021. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer anerkennt den oben geschilderten Sachverhalt, stellt jedoch dessen (administrativ-)rechtliche Würdigung als analogen Grund für einen Führerausweisentzug gestützt auf Art. 15e und Art. 16 SVG infrage. Er rügt dieses Vorgehen als rechtsverletzend und macht geltend, es sei unzulässig, einen Führerausweisentzug bezüglich eines Vorfalls anzuordnen, welcher sich vor der Zulassung zur theoretischen und praktischen Fahrprüfung ereignet habe. Art. 16 SVG lasse sich lediglich auf Fälle anwenden, in denen der fehlbare Lenker im Besitze eines Führerausweises sei. Eine analoge Anwendung auf den vorliegenden Fall sei nicht zulässig. 3.2 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung zur Begründung aus, wer ein Motorfahrzeug geführt habe, ohne einen Führerausweis zu besitzen, erhalte gemäss Art. 15e Abs. 1 SVG während mindestens sechs Monaten nach der Widerhandlung weder Lernfahr- noch Führerausweis. Dem Betroffenen sei jedoch während des noch laufenden Strafverfahrens am 23. Januar 2020 ein Führerausweis auf Probe ausgestellt worden, weshalb keine Verweigerung im Sinn von Art. 15e SVG mehr ausgesprochen werden könne, sondern der bereits erteilte Führerausweis auf Probe in analoger Anwendung der genannten Gesetzesbestimmungen für so lange zu entziehen sei, wie es unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung in Fällen, in denen im Entscheidungszeitpunkt noch kein Lernfahr- oder Führerausweis ausgestellt worden sei, angezeigt erscheine.”
Auf ein Gutachten kann nur in offensichtlichen Fällen verzichtet werden; dies kommt nach der Rechtsprechung etwa in Betracht, wenn die betroffene Person ausdrücklich erklärt hat, künftig weiterhin gegen Verkehrsregeln verstossen zu wollen, oder sich über längere Zeit hin durch ihr Verhalten als unverbesserlich ergeben hat.
“Wie bereits erwähnt (E. 3.2 hiervor), handelt es sich bei Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG um eine qualifizierte bzw. verschärfte Form des Sicherungsentzugs aus charakterlichen Gründen nach Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG, die ohne Gutachten nur in offensichtlichen Fällen zur Anwendung gelangen kann, etwa wenn die betroffene Person klar zum Ausdruck gebracht hat, auch künftig gegen die Verkehrsregeln verstossen zu wollen, oder mit ihrem Verhalten über einen längeren Zeitraum hinweg ihren Willen zur Verletzung der Verkehrsregeln manifestiert hat (zum Ganzen: Urteil 1C_739/2021 vom 30. Januar 2023 E. 4.3 mit Hinweisen). Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Kriterien, welche eine Unverbesserlichkeit zur Folge haben sollen, in weiten Teilen zu unbestimmt seien, um eine sinnvolle Abgrenzung zu Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG zu erreichen, ist somit unbehelflich.”
Ein Entzug des Ausweises kommt insbesondere in Betracht, wenn die Person an einer Sucht leidet, die die Fahreignung ausschliesst, oder wenn ihr bisheriges Verhalten nicht die Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften beachtet und auf Mitmenschen Rücksicht nimmt.
“und nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Bst. d). Über Fahrkompetenz verfügt, wer die Verkehrsregeln kennt (Art. 14 Abs. 3 Bst. a SVG) und Fahrzeuge der Kategorie, für die der Ausweis gilt, sicher führen kann (Art. 14 Abs. 3 Bst. b SVG). Der Führerausweis wird entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG), namentlich wenn die Person an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst oder wenn sie aufgrund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften beachten und auf Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (Art. 16d Abs. 1 Bst. b und c SVG).”
“und nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Bst. d). Über Fahrkompetenz verfügt, wer die Verkehrsregeln kennt (Art. 14 Abs. 3 Bst. a SVG) und Fahrzeuge der Kategorie, für die der Ausweis gilt, sicher führen kann (Art. 14 Abs. 3 Bst. b SVG). Der Führerausweis wird entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG), namentlich wenn die Person an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst oder wenn sie aufgrund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften beachten und auf Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (Art. 16d Abs. 1 Bst. b und c SVG).”
Die berufliche Angewiesenheit auf den Führerausweis ist für die Beurteilung eines Sicherungsentzugs (vorsorglicher Entzug zur Wahrung der Verkehrssicherheit) unbeachtlich. Sie kommt nach der Rechtsprechung nur bei der Bemessung eines Warnungsentzugs bzw. bei der Festlegung der Entzugsdauer generell in Betracht.
“Promille) ein E-Bike gelenkt. Damit habe er erneut gezeigt, dass er nicht in der Lage sei, sich an die Verkehrsvorschriften zu halten. Beim Verfahren betreffend Sicherungsentzug stehe sodann die Verkehrssicherheit bzw. die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer und nicht die Sanktionierung des Fahrzeuglenkers im Vordergrund. Das Kriterium der beruflichen Angewiesenheit auf den Führerausweis sei einzig für die Bemessung der Dauer eines Warnungsentzugs, nicht aber für einen Sicherungsentzug relevant (Art. 16 Abs. 3 SVG; so bereits BGer 6A.23/2004 vom 11. Juni 2004 E. 2.2). Damit habe der Beschwerdegegner zu Recht auf das Gutachten 2021 abgestellt und dem Beschwerdeführer den Führerausweis, die Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport sowie die Fahrlehrerbewilligung auf unbestimmte Zeit entzogen. Die verfügten Bedingungen für die Aufhebung des Führerausweisentzugs erschienen ebenfalls angemessen und verhältnismässig (act. G 2 S. 14-16). Der Beschwerdeführer wendet hiergegen im Wesentlichen sinngemäss ein, das Bundesgericht habe für die Zulässigkeit vorsorglicher Massnahmen (vorsorglicher Entzug der Berufsausübungsbewilligung) eine hinreichende gesetzliche Grundlage vorausgesetzt. Ein vorsorglicher Entzug der Fahrlehrerbewilligung sei (zufolge fehlender gesetzlicher Grundlage) nicht legitim. Seine verkehrsmedizinische Eignung sei mit dem Gutachten vom 27. Januar 2016 durch Dr. med. C.__ bestätigt worden. Somit basiere das Gutachten 2021 auf einer rechtlich fehlerhaften Verfügung. Das Gutachten 2021 und die ihm zugrundeliegende Untersuchung vom 14.”
Treffen innerhalb der jeweils massgeblichen Fristen zwei frühere Führerausweisentzüge zu, ist gemäss der in Quelle [0] dargestellten Graduierung der Vorstrafen die höhere Mindestentzugsdauer anzuwenden (z. B. Erhöhung von 12 auf 24 Monate). Dieselbe Konstellation kann nicht zugleich mehreren Staffelstufen zugerechnet werden, und die Behörde ist an den so bestimmten Mindestwert gebunden.
“Elle soutient cependant qu’un seul retrait ayant été prononcé durant les cinq dernières années, l’art. 16c al. 2 let. c LCR prévoyant une durée minimale de retrait de douze mois devrait lui être appliqué au vu des circonstances du cas particulier. Elle ne saurait être suivie. L’art. 16c al. 2 LCR prévoit une gradation des mesures par ordre croissant de la gravité des antécédents, et il résulte du texte et de la systématique de la disposition que le fait d’avoir deux antécédents sous forme de retrait de permis pour faute grave durant les dix dernières années est plus grave que de n’avoir qu’un antécédent de ce type durant les cinq dernières années, dès lors que le premier cas de figure entraîne l’élévation du minimum de la durée du retrait de douze à vingt-quatre mois. Une même situation ne peut dès lors entrer à la fois dans le champ des let. c et d de l’art. 16c al. 2 LCR. C’est ainsi à juste que le TAPI a appliqué la let. d et retenu que l’OCV était contraint de prononcer un retrait d’un minimum de vingt-quatre mois. Le grief sera écarté. L’OCV s’étant tenu à ce minimum et l’art. 16 al. 3 LCR ne lui permettant pas d’aller en-deçà de ce seuil, la question de la proportionnalité de la quotité de la mesure ne se pose pas. Entièrement mal fondé, le recours sera rejeté. 5) Vu l’issue du litige, un émolument de CHF 500.- sera mis à la charge de la recourante (art. 87 al. 1 LPA) et aucune indemnité de procédure ne lui sera allouée (art. 87 al. 2 LPA). * * * * * PAR CES MOTIFS LA CHAMBRE ADMINISTRATIVE à la forme : déclare recevable le recours interjeté le 10 janvier 2022 par Mme A______ contre le jugement du Tribunal administratif de première instance du 22 novembre 2021 ; au fond : le rejette ; met à la charge de Mme A______ un émolument de CHF 500.- ; dit qu’il n’est pas alloué d’indemnité de procédure ; dit que, conformément aux art. 82 ss de la loi fédérale sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 (LTF - RS 173.110), le présent arrêt peut être porté dans les trente jours qui suivent sa notification par-devant le Tribunal fédéral, par la voie du recours en matière de droit public ; le mémoire de recours doit indiquer les conclusions, motifs et moyens de preuve et porter la signature du recourant ou de son mandataire ; il doit être adressé au Tribunal fédéral, 1000 Lausanne 14, par voie postale ou par voie électronique aux conditions de l’art.”
Für die Berechnung der Bewährungsfrist ist auf den Ablauf des Ausweisentzugs abzustellen; massgebend ist also das Ende der Entzugsdauer, nicht das Datum der Entzugsverfügung oder das Datum der letzten Widerhandlung.
“Im Übrigen beruht die Argumentation des Rekurrenten teilweise auf unbewiesenen Behauptungen und unrichtigen Annahmen. Das JSD hat die berufliche Notwendigkeit des Autos für den Rekurrenten zwar implizit anerkannt (vgl. angefochtener Entscheid E. 10). Dass ein Führerausweisentzug von sechs Monaten für den Rekurrenten und seine Angestellten existenzielle wirtschaftliche Folgen haben könnte, ist vom JSD aber nicht festgestellt und vom Rekurrenten weder substanziiert noch begründet worden. Die Behauptung des Rekurrenten, die mittelschwere Widerhandlung wäre 45 Tage später nicht mehr ins Gewicht gefallen, beruht auf der Annahme, für die Beantwortung der Frage, ob der Führerausweis in den vorangegangenen fünf Jahren entzogen gewesen ist, sei auf das Datum der Entzugsverfügung abzustellen. Dies ist unzutreffend. Die Bewährungsfrist beginnt nicht mit der letzten Widerhandlung oder der früheren Entzugsverfügung, sondern erst mit dem Ablauf des Ausweisentzugs (Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 100; vgl. BGE 136 II 447 E. 5.3 S. 455 f.; BGer 1C_83/2020 vom 13. Februar 2020 E. 4.3, 1C_180/2010 vom 22. September 2010 E. 2). Der Führerausweis war dem Rekurrenten wegen einer mittelschweren Widerhandlung bis am 4. Mai 2012 entzogen (angefochtener Entscheid E. 10). Folglich wäre die mittelschwere Widerhandlung für die Bestimmung der Entzugsdauer noch bis fast zehn Monate nach der Widerhandlung vom 15. Juli 2016 relevant gewesen. Selbst wenn der Führerausweisentzug für den Rekurrenten und seine Angestellten existenzielle wirtschaftliche Folgen hätte und die mittelschwere Widerhandlung 45 Tage später nicht mehr ins Gewicht gefallen wäre, kämen ein Verzicht auf den Führerausweisentzug oder eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer aus den vorstehend erwähnten Gründen (vgl. oben E. 4.1 und 4.4) aber nicht in Frage. Schliesslich ist die vom Fahrzeuglenker allenfalls ausgehende Gefahr von Widerhandlungen in der Zukunft kein Grund für die Anordnung des Warnungsentzugs (BGE 133 II 331 E.”
“Im Übrigen beruht die Argumentation des Rekurrenten teilweise auf unbewiesenen Behauptungen und unrichtigen Annahmen. Das JSD hat die berufliche Notwendigkeit des Autos für den Rekurrenten zwar implizit anerkannt (vgl. angefochtener Entscheid E. 10). Dass ein Führerausweisentzug von sechs Monaten für den Rekurrenten und seine Angestellten existenzielle wirtschaftliche Folgen haben könnte, ist vom JSD aber nicht festgestellt und vom Rekurrenten weder substanziiert noch begründet worden. Die Behauptung des Rekurrenten, die mittelschwere Widerhandlung wäre 45 Tage später nicht mehr ins Gewicht gefallen, beruht auf der Annahme, für die Beantwortung der Frage, ob der Führerausweis in den vorangegangenen fünf Jahren entzogen gewesen ist, sei auf das Datum der Entzugsverfügung abzustellen. Dies ist unzutreffend. Die Bewährungsfrist beginnt nicht mit der letzten Widerhandlung oder der früheren Entzugsverfügung, sondern erst mit dem Ablauf des Ausweisentzugs (Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 100; vgl. BGE 136 II 447 E. 5.3 S. 455 f.; BGer 1C_83/2020 vom 13. Februar 2020 E. 4.3, 1C_180/2010 vom 22. September 2010 E. 2). Der Führerausweis war dem Rekurrenten wegen einer mittelschweren Widerhandlung bis am 4. Mai 2012 entzogen (angefochtener Entscheid E. 10). Folglich wäre die mittelschwere Widerhandlung für die Bestimmung der Entzugsdauer noch bis fast zehn Monate nach der Widerhandlung vom 15. Juli 2016 relevant gewesen. Selbst wenn der Führerausweisentzug für den Rekurrenten und seine Angestellten existenzielle wirtschaftliche Folgen hätte und die mittelschwere Widerhandlung 45 Tage später nicht mehr ins Gewicht gefallen wäre, kämen ein Verzicht auf den Führerausweisentzug oder eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer aus den vorstehend erwähnten Gründen (vgl. oben E. 4.1 und 4.4) aber nicht in Frage. Schliesslich ist die vom Fahrzeuglenker allenfalls ausgehende Gefahr von Widerhandlungen in der Zukunft kein Grund für die Anordnung des Warnungsentzugs (BGE 133 II 331 E.”
Ist das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz ausgeschlossen, richtet sich die Sanktion nach der Einordnung der Widerhandlung als leicht, mittelschwer oder schwer: es wird entweder der Lernfahr‑ oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. In besonders leichten Fällen sieht das Gesetz keinen Eingriff vor.
“Da die weiteren formellen Voraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contra-rio). 3. Da es sich um einen klaren Fall handelt, wird vorliegend im Zirkulationsverfahren entschieden (§1 Abs. 4 VPO). 4. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Entzug des Führerausweises für die Dauer von zwölf Monaten gegenüber dem Beschwerdeführer zu Recht erfolgte. 5.1 Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das SVG unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Art. 16a bis Art. 16c SVG). In besonders leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Art. 16a Abs. 4 SVG). In leichten Fällen wird die fehlbare Person verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Art. 16a Abs. 3 SVG). In allen übrigen Fällen von Widerhandlungen gegen das SVG wird der Führerausweis entzogen (Art. 16a Abs. 2 SVG, Art. 16b Abs. 2 lit. a-f SVG, Art. 16c Abs. 2 lit. a-e SVG). 5.2 Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG stuft das Fahren in angetrunkenem Zustand als schwere Widerhandlung ein, wenn der Motorfahrzeugführer eine qualifizierte Atemalkoholoder Blutalkoholkonzentration aufweist, selbst wenn keine weitere Verkehrsregelverletzung vorliegt (Hans Giger, Kommentar zum SVG, 9. Aufl., Zürich 2022, N 36 zu Art. 16c SVG; Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.”
“Lorsque la procédure prévue par la loi fédérale du 18 mars 2016 sur les amendes d'ordre (LAO; RS 314.1) n'est pas applicable - notamment en cas de mise en danger abstraite accrue (cf. art. 4 al. 3 let. a LAO; arrêt 1C_626/2021 du 3 novembre 2022 consid. 3.1, destiné à publication) -, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (cf. art. 16 al. 2 LCR). A ses art. 16a à 16c, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves. Selon l'art. 16b al. 1 let. a LCR, commet une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Dans cette hypothèse, en présence d'antécédents, le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, mais pour deux ans au minimum si, au cours des dix années précédentes, le permis a été retiré à trois reprises en raison d'infractions qualifiées de moyennement graves au moins; il est renoncé à cette mesure si, dans les cinq ans suivant l'expiration du retrait, aucune infraction donnant lieu à une mesure administrative n'a été commise (art. 16b al. 2 let. e LCR). Le législateur conçoit l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement. Cette disposition n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a et 16c al. 1 let. a LCR. Dès lors, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la privilégier comme légère ou au contraire de la qualifier de grave ne sont pas réunis.”
“Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). In besonders leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Art. 16a Abs. 4 SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Ist die Verletzung der Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Von einer mittelschweren Widerhandlung ist immer dann auszugehen, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten und nicht alle qualifizierenden Bestandteile einer schweren Widerhandlung erfüllt sind (vgl.”
Fehlende Fahreignung kann nachträglich festgestellt werden; in diesem Fall sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, etwa bei später festgestellten medizinischen Mängeln oder bei Suchtproblemen, die die Fahrsicherheit beeinträchtigen.
“Gemäss Art. 14 Abs. 1 und 2 lit. b, c und d SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Über Fahreignung verfügt, wer die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen hat, frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt, und nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Entsprechend bestimmt Art. 16 Abs. 1 SVG, dass Ausweise und Bewilligungen zu entziehen sind, wenn nachträglich festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen.”
“2 CPJA n'est réalisée, le Cour de céans ne peut pas, dans le cas particulier revoir l'opportunité de la décision de retrait de permis. 2. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaire à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui, notamment, a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b) et ne souffre d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. c). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies. L'art. 16d al. 1 LCR précise que ces permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir, elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après l'expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art. 17 al. 3 LCR).”
Bei der Festsetzung der Entzugsdauer sind die in Art. 16 Abs. 3 SVG genannten Umstände zu berücksichtigen (Gefährdung der Verkehrssicherheit, Verschulden, Leumund, berufliche Notwendigkeit). Die gesetzlich vorgesehenen Mindestentzugsdauern dürfen dabei nicht unterschritten werden. Die Rechtsprechung hält zugleich fest, dass dies nicht dahin führt, die Mindestdauer als unangefochtene Regel und längere Entzüge als besonders zu rechtfertigende Ausnahme zu behandeln; die Behörde muss die Einzelfallumstände angemessen berücksichtigen, wenn sie eine über die Mindestdauer hinausgehende Massnahme festsetzt.
“citées; Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, no 1216), notamment aussi lorsque plusieurs causes de retrait de permis de conduire sont en concours (cf. ATF 108 Ib 258 consid. 2a; arrêt TC FR 603 2018 73 du 24 août 2018 consid. 5.1), respectivement en cas de concours rétrospectif, lorsque les infractions qui doivent être jugées ont été commises avant le prononcé d'une décision de retrait antérieur. L'autorité administrative doit prononcer une mesure pour l'infraction la plus grave et en prolonger la durée équitablement. Sur la base de tous les éléments à prendre en compte, elle fixe ainsi une mesure d'ensemble (cf. arrêt TC FR 603 2023 154 du 1er mars 2024 consid. 6.2). 7.2. À la teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. L'art. 16a al. 3 LCR prévoit, quant à lui, que l'auteur d’une infraction légère fait l’objet d’un avertissement si, au cours des deux années précédentes, le permis de conduire ne lui a pas été retiré et qu’aucune autre mesure administrative n’a été prononcée. L'art. 16 al. 3 LCR dispose que, pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, les circonstances doivent être prises en considération, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. La règle de l'art. 16 al. 3, dernière phrase, LCR, qui rend incompressibles les durées minimales de retrait des permis de conduire, a été introduite dans la loi par souci d'uniformité. Le législateur a ainsi entendu exclure expressément la possibilité, ouverte par la jurisprudence sous l'ancien droit, de réduire la durée minimale du retrait en présence de circonstances particulières (ATF 132 II 234 consid. 2.3; arrêt TC FR 603 2024 113 du 29 octobre 2024 consid. 6.1). 7.3. En l'espèce, en prononçant, comme mesure d'ensemble pour les infractions légère et grave commises les 15 et 17 avril 2024, un retrait de permis de conduire pour une durée de trois mois, l'autorité intimée s'en est tenue à la durée minimale prévue par l'art.”
“Bei der Festsetzung der Entzugsdauer sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 SVG). Da die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden darf (BGE 135 II 334 E. 2.2), kann allerdings nicht die Mindestentzugsdauer als Regel und eine über diesem Minimum liegende Entzugsdauer als besonders begründungspflichtige Ausnahme gelten. Andernfalls hätte die Administrativmassnahmenbehörde keine Möglichkeit mehr, den einzelfallspezifischen Umständen, welche für eine Reduktion der Entzugsdauer sprechen, Rechnung zu tragen (Urteil KG FR 603 2023 8 vom 29. März 2023 E. 6.2 mit Hinweisen). Bei der Verwirklichung mehrerer Entzugsgründe durch eine oder mehrere Handlungen ist in analoger Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB die Dauer für die schwerste Administrativmassnahme angemessen zu erhöhen. Dies gilt auch, wenn ein Fahrzeugführer noch vor der Verfügung über einen Warnungsentzug eine zweite Widerhandlung begeht, die einen solchen Entzug zur Folge hat. In diesem Fall ist nach Art. 49 Abs. 2 StGB im zweiten Administrativverfahren die Dauer des Warnungsentzugs im Sinne einer Zusatzmassnahme so zu bemessen, dass der Fahrzeugführer nicht schwerer sanktioniert wird, als wenn die beiden Widerhandlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (sog.”
Ist das Ordnungsbussengesetz ausgeschlossen und liegt ein in Rechtskraft erwachsener Strafentscheid (auch Strafbefehl ohne materielle Überprüfung) vor, stützt sich die Verwaltung in der Praxis häufig auf diesen Strafentscheid für die Sachverhaltsfeststellung. In solchen Fällen kann nach Art. 16 Abs. 2 SVG mit einem Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises oder zumindest mit einer Verwarnung gerechnet werden; der Strafentscheid ist insoweit massgeblich, sofern er nicht offenbar unvollständig oder unzutreffend ist.
“Il est exact que le recourant n'a aucun antécédent en matière de circulation routière et que l'ordonnance pénale ne mentionnait pas que la sanction pénale prononcée était indépendante d'une éventuelle mesure administrative ni qu'il devait faire opposition s'il entendait contester les faits; ces éléments ne sont toutefois pas à eux seuls décisifs pour faire échec à l'application de cette jurisprudence, qui réserve l'hypothèse où les circonstances de l'infraction, voire les conséquences de celle-ci, devaient amener le conducteur fautif à envisager qu'il s'expose à une mesure de retrait de son permis de conduire. Tel est précisément le cas en l'occurrence où l'infraction reprochée au recourant dans l'ordonnance pénale, non contestée et entrée en force, a provoqué un accident, la conductrice de la trottinette ayant chuté et s'étant blessée. Il importe peu que le recourant ait ignoré la gravité exacte des lésions occasionnées. En tant qu'il retient que le recourant ne pouvait pas raisonnablement penser qu'il échapperait à toute mesure administrative alors qu'il était condamné sur le plan pénal pour une infraction ayant entraîné un accident ayant occasionné des blessures d'une certaine gravité, l'arrêt attaqué est conforme à la jurisprudence précitée et ne viole pas le droit fédéral. Le recourant ne saurait arguer de sa méconnaissance du système légal ou du fait que l'ordonnance pénale ne faisait aucune mention d'une éventuelle procédure administrative de retrait du permis de conduire. L'art. 16 al. 2 LCR prévoit en effet qu'une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement lorsque la procédure prévue par la loi fédérale du 18 mars 2016 sur les amendes d'ordre (LAO; RS 341.1) n'est pas applicable; l'auteur d'une infraction qui a fait l'objet d'une ordonnance pénale et n'a pas été sanctionné par une simple amende d'ordre devrait ainsi savoir qu'il va faire l'objet d'une mesure de retrait de son permis de conduire, ce d'autant que la police et les autorités pénales ont l'obligation, en vertu de l'art. 104 al. 1 LCR, de notifier aux autorités compétentes toute infraction pouvant entraîner une mesure prévue dans la présente loi (cf. arrêt 1C_589/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2). La conformité du système de la double procédure pénale et administrative en matière de répression des infractions aux règles de la circulation routière au principe de l'interdiction de la double peine a au surplus été constatée par le Tribunal fédéral dans un arrêt rendu le 26 septembre 2011 et publié aux ATF 137 I 363 et confirmé par la Cour européenne des droits de l'homme (arrêt Rivard contre Suisse du 4 octobre 2016, Requête n° 21563/12, §§ 23 ss).”
“4 Die Beschwerdeführerin hat sodann keinen Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung gestellt, sondern lediglich um eine persönliche Anhörung im Sinne eines Beweisantrags ersucht. In antizipierter Beweiswürdigung kann indes nach dem oben Ausgeführten auf Beweisabnahmen verzichtet werden. Den prozessualen Anträgen ist damit nicht nachzukommen (vgl. VGr, 18. März 2015, VB.2014.00706, E. 2.5). 3.3 Aufgrund des ausdrücklichen Hinweises auf das Strafverfahren war das Strassenverkehrsamt somit bezüglich der Sachverhaltsfeststellung an das Strafurteil gebunden, auch wenn dieses lediglich im Strafbefehlsverfahren erging und zufolge verpasster Einsprachefrist keine materielle Überprüfung erfuhr. Abgesehen davon führt die Beschwerdeführerin selber aus, dass sich die Vorinstanz auf den Strafbefehl berufe, sei soweit ''rechtsgültig''. 4. Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (OBG) ausgeschlossen ist, wird der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen (Art. 16a–c SVG). 4.1 Wer sich vorsätzlich einer Blutprobe, einer Atemalkoholprobe oder einer anderen vom Bundesrat geregelten Voruntersuchung, die angeordnet wurde oder mit deren Anordnung gerechnet werden muss, oder einer zusätzlichen ärztlichen Untersuchung widersetzt oder entzieht oder den Zweck dieser Massnahmen vereitelt, begeht eine schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Art. 16c Abs. 1 lit. d SVG). Diese Bestimmung entspricht dem Wortlaut nach der Strafbestimmung von Art. 91a Abs. 1 SVG, nach welcher die Beschwerdeführerin gemäss Strafbefehl vom 25. Februar 2019 schuldig gesprochen worden ist. Die Beschwerdeführerin wendet sich denn auch nicht gegen die Qualifikation ihrer Handlung als schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. d SVG und führt in ihrer Beschwerde selber aus, die angeordnete Blutprobe vereitelt zu haben.”
“2 Vorliegend besteht kein Anlass, von der Sachverhaltsdarstellung im Strafbefehlsverfahren abzuweichen. Diese stellt einerseits auf den Polizeirapport vom 14. Januar 2019 ab, welcher auf Wahrnehmungen der Polizeibeamten B und C beruht, und andererseits auf das METAS-Gutachten. Es verhält sich insbesondere nicht so, dass dem Strafrichter relevante Tatsachen unbekannt gewesen wären. Daher ist im vorliegenden Verfahren auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten. Des Weiteren wurde der Beschwerdeführer bereits mit Schreiben vom 21. Januar 2019 ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass im Administrativverfahren massgeblich auf den Strafentscheid abgestellt werde, da ihm im Strafverfahren umfassende Verteidigungsrechte zur Verfügung stünden. 4. 4.1 Nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG) – wie vorliegend – ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen (Art. 16a–c SVG). Wird durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen und trifft die fehlbare Person dabei nur ein leichtes Verschulden, begeht sie eine leichte Widerhandlung (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht demgegenüber, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie liegt nach der Rechtsprechung immer dann vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind. Ist die Gefährdung der Sicherheit anderer gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (BGr, 7.”
Liegen die gesetzlichen Voraussetzungen des Art. 16 SVG vor, ist der Entzug des Führerausweises grundsätzlich vorzunehmen; eine Verhältnismässigkeitsprüfung des Führerausweisentzugs als solcher ist im Regelfall ausgeschlossen. Das Bundesgericht hat jedoch offen gelassen, ob unter ganz besonders gelagerten Umständen — namentlich bei schwerer Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist — ausnahmsweise auf den Entzug verzichtet werden kann.
“16 N 33 und Art. 16c N 45). Ob bei einer schweren Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist, der nicht in anderer Weise Rechnung getragen werden kann, ausnahmsweise gänzlich auf einen Führerausweisentzug verzichtet werden kann, wenn sich der Betroffene seit dem massnahmeauslösenden Ereignis wohl verhalten hat und ihn an der Verfahrensdauer kein Verschulden trifft, hat das Bundesgericht offen gelassen (vgl. BGE 135 II 334 E. 2.2 S. 336 und E. 2.3 S. 337; BGer 1C_190/2018 vom 21. August 2018 E. 4.1). Wenn Art. 16 Abs. 3 SVG eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer ausschliesst, darf allenfalls unter Vorbehalt einer schweren Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist grundsätzlich erst Recht nicht ganz auf einen Entzug des Führerausweises verzichtet werden (vgl. zur grundsätzlich zwingenden Natur des Führerausweisentzugs bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen Giger, SVG Kommentar, 8. Auflage, Zürich 2014, Art. 16c N 6; Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 4, 31 und 127; Rütsche/Weber, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 16c SVG N 49; Weissenberger, a.a.O., Art. 16c N 45). Dementsprechend hat das Bundesgericht entschieden, dass ein Massnahmenverzicht grundsätzlich auch dann nicht in Frage kommt, wenn seit der Verkehrsregelverletzung viel Zeit verstrichen ist und sich der Betroffene wohl verhalten hat. Die Frage, ob unter ganz besonders gelagerten Umständen dennoch nach Massgabe der früheren Praxis auf den Führerausweisentzug verzichtet oder die Mindestentzugsdauer unterschritten werden dürfe, hat es offengelassen (vgl. BGer 1C_190/2018 vom 21. August 2018 E. 5.2). Bezüglich des Führerausweisentzugs als solchem und der Mindestentzugsdauer ist damit eine Verhältnismässigkeitsprüfung grundsätzlich ausgeschlossen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. zum Führerausweisentzug als solchem Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 31). Die Ausführungen des Rekurrenten sind nicht geeignet, die Richtigkeit der vorstehenden Erwägungen in Frage zu stellen.”
“16 N 33 und Art. 16c N 45). Ob bei einer schweren Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist, der nicht in anderer Weise Rechnung getragen werden kann, ausnahmsweise gänzlich auf einen Führerausweisentzug verzichtet werden kann, wenn sich der Betroffene seit dem massnahmeauslösenden Ereignis wohl verhalten hat und ihn an der Verfahrensdauer kein Verschulden trifft, hat das Bundesgericht offen gelassen (vgl. BGE 135 II 334 E. 2.2 S. 336 und E. 2.3 S. 337; BGer 1C_190/2018 vom 21. August 2018 E. 4.1). Wenn Art. 16 Abs. 3 SVG eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer ausschliesst, darf allenfalls unter Vorbehalt einer schweren Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist grundsätzlich erst Recht nicht ganz auf einen Entzug des Führerausweises verzichtet werden (vgl. zur grundsätzlich zwingenden Natur des Führerausweisentzugs bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen Giger, SVG Kommentar, 8. Auflage, Zürich 2014, Art. 16c N 6; Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 4, 31 und 127; Rütsche/Weber, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 16c SVG N 49; Weissenberger, a.a.O., Art. 16c N 45). Dementsprechend hat das Bundesgericht entschieden, dass ein Massnahmenverzicht grundsätzlich auch dann nicht in Frage kommt, wenn seit der Verkehrsregelverletzung viel Zeit verstrichen ist und sich der Betroffene wohl verhalten hat. Die Frage, ob unter ganz besonders gelagerten Umständen dennoch nach Massgabe der früheren Praxis auf den Führerausweisentzug verzichtet oder die Mindestentzugsdauer unterschritten werden dürfe, hat es offengelassen (vgl. BGer 1C_190/2018 vom 21. August 2018 E. 5.2). Bezüglich des Führerausweisentzugs als solchem und der Mindestentzugsdauer ist damit eine Verhältnismässigkeitsprüfung grundsätzlich ausgeschlossen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. zum Führerausweisentzug als solchem Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 31). Die Ausführungen des Rekurrenten sind nicht geeignet, die Richtigkeit der vorstehenden Erwägungen in Frage zu stellen.”
Art. 16 Abs. 1 SVG ist als Kann‑Vorschrift zu verstehen; der Entzug von Ausweisen und Bewilligungen liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Bei weniger gravierenden Verstössen oder missbräuchlicher Verwendung können statt eines sofortigen Entzugs Verwarnungen oder die Androhung des Entzugs ausgesprochen werden.
“Le titulaire du permis de circulation collectif est responsable, au même titre qu'un détenteur, du parfait état de fonctionnement du véhicule et de sa conformité aux prescriptions (art. 93 ch. 2 LCR; art. 24 al. 2 OAV). L'art. 24 al. 3 OAV prévoit qu'il est permis d'utiliser des plaques professionnelles: a. pour les courses de dépannage et pour les remorquages; b. pour les courses de transfert ou d’essais, effectuées en rapport avec le commerce de véhicules, avec des réparations ou des transformations exécutées sur le véhicule; c. pour les courses d’essais de véhicules neufs à effectuer par des constructeurs ou des importateurs; d. pour permettre à des experts en automobiles d’examiner des véhicules; e. pour la présentation des véhicules aux contrôles officiels et pour les courses effectuées lors de ces contrôles; f. pour les courses gratuites de tout genre, à condition que neuf personnes au plus, le conducteur y compris, se trouvent dans ou sur le véhicule. Le permis de circulation collectif est retiré lorsque les conditions de la délivrance ne sont plus remplies (art. 16 al. 1 LCR et 23a al. 1 OAV). L'art. 23a al. 2 OAV précise que la garantie de l'usage irréprochable du permis de circulation collectif n'est plus assurée notamment lorsque le titulaire du permis en a fait ou a toléré un usage abusif, par exemple en négligeant d'exercer la surveillance nécessaire ou en mettant en circulation un véhicule qui ne présente pas toutes les garanties de sécurité. Dans les cas de peu de gravité, le titulaire peut être menacé du retrait; cela se fait sous forme d'avertissement.”
“Im Strassenverkehrsgesetz gibt es zwei Bestimmungen, welche den Entzug des Führerausweises für den Fall vorsehen, dass zuvor verfügte Auflagen missachtet wurden. Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden. Werden hingegen Auflagen verletzt, die bei der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verfügt worden waren, kommt Art. 17 Abs. 5 SVG als Spezialnorm zur Anwendung (vgl. Art. 17 Abs. 3 SVG; BGE 140 II 334 E. 2). Art. 16 Abs. 1 SVG ist als "Kann"-Vorschrift abgefasst. Der Entscheid, welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Demgegenüber führt die Verletzung von Auflagen, die im Rahmen von Art. 17 SVG verfügt wurden, nach dem Wortlaut von Art. 17 Abs. 5 SVG in aller Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises, ohne dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen hinsichtlich der Fahreignung notwendig wären (siehe BSK SVG-Rütsche/Weber, Art.”
Bei der Würdigung des Verschuldens der Vortat sind die konkreten Umstände wie Alter und Ausbildungsstand zu berücksichtigen. Dies steht jedoch der Anwendung der Kaskadenregel nicht entgegen; eine Anwendung der Kaskade darf nicht allein wegen des Ausbildungsstandes unterlassen werden.
“Die konkreten Umstände der Vortat – also beispielsweise für die Würdigung des Verschuldens bedeutsame Aspekte wie das Alter und der Ausbildungsstand – fliessen ebenfalls in die Beurteilung der Vortat. Der Beschwerdegegner war im Übrigen im Zeitpunkt der ersten Widerhandlung bereits 18-jährig und damit in einem Alter, in welchem ihm die Gefährlichkeit seines verkehrswidrigen Verhaltens – Linksabbiegen ohne genügende Rücksichtnahme auf den nachfolgenden Verkehr, defekter Blinker am Anhänger, Überschreiten der zulässigen Anhängelast – bewusst sein musste. Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung des erneuten Verstosses auf jene der Vortat nicht zurückzukommen (vgl. BGer 1C_210/2020 vom 30. November 2020 E. 4.3). Würde die Kaskade aus Rücksicht auf den Ausbildungsstand nicht zur Anwendung gelangen, käme dies im Ergebnis einer sehr hohen, erneuten und damit systemwidrigen Gewichtung eines Teilaspekts des Verschuldens der Erstwiderhandlung gleich, der zu einer erheblichen Verkürzung der Ausweisentzugsdauer führen würde (vgl. Rütsche, a.a.O., N 98 zu Art. 16 SVG; vgl. zum Ganzen auch VerwGE B 2021/245 und 246 vom 25. April 2022 E. 4.4.3). Dass die gesetzlich vorgegebene Mindestentzugsdauer, die – wie dargelegt – nicht unterschritten werden darf, der rechtsanwendenden Behörde im Einzelfall mit Blick auf die Einschätzung ihrer Erforderlichkeit zur Erreichung der Besserung als unverhältnismässig streng erscheint, ist nicht ausgeschlossen. Indessen entspricht diese Härte der Absicht des Bundesgesetzgebers, der schwere und wiederholte Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften zur Vermeidung von Toten und Verletzten im Strassenverkehr strenger ahnden wollte (Botschaft S. 4485), und ist für die rechtsanwendenden Behörden massgebend (vgl. Art. 190 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV; vgl. auch B. Rütsche, in: Basler Kommentar zum SVG, Basel 2014, N 98 zu Art. 16 SVG). Der Warncharakter sowie der damit einhergehende präventive Zweck der Kaskadenordnung zum Schutz der Verkehrssicherheit würde mit der Verwehrung einer Anwendung auf Fälle, in denen der erstmalige Führerausweisentzug sich auf eine Spezialkategorie beschränkte wurde, vereitelt werden.”
Bei ernsthaften oder konkreten Anhaltspunkten, die die Fahreignung in Frage stellen, kann der Führerausweis vorsorglich entzogen werden. Für diese vorläufige Massnahme genügt ein reduziertes Prüfungsmass — konkrete Anhaltspunkte/ernsthafte Zweifel; ein strikter Beweisbedarf ist nicht erforderlich.
“In der Rechtsprechung wurde diese Frage bis anhin noch nicht geklärt, weshalb darauf nachfolgend einzugehen ist. Gemäss Art. 15d Abs. 1 SVG wird eine Person einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, wenn Zweifel an ihrer Fahreignung bestehen. Dieser Anordnung liegt ein Anfangsverdacht basierend auf einer summarischen Prüfung der Administrativbehörde zu Grunde (vgl. Urteil 1C_12/2014 vom 7. März 2014 E. 2.4; JÜRG BICKEL, in: Basler Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2014, N. 14 zu Art. 15d SVG). Die Untersuchungen gemäss Art. 15d SVG stellen Mittel zur Feststellung des Sachverhalts im Kontext der Fahreignung und damit Beweismassnahmen dar (vgl. zur Sachverhaltsermittlung mittels Gutachten eines Sachverständigen: KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl. 2021, Rz. 737 und 769 ff.). Typischerweise erfolgen die auf der Grundlage von Art. 15d SVG angeordneten Abklärungen im Hinblick auf den Entscheid über einen allfälligen Sicherungsentzug. Dieser wird verfügt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung des Ausweises nicht oder nicht mehr gegeben sind (Art. 16 Abs. 1 SVG; vgl. BGE 133 II 384 E. 3.1; Urteil 1C_284/2022 vom 13. September 2023 E. 2.1.2). Damit soll die zu befürchtende Gefährdung der Verkehrssicherheit durch einen ungeeigneten Fahrzeuglenker bzw. eine ungeeignete Fahrzeuglenkerin zukünftig verhindert werden (BGE 141 II 220 E. 3.1.1; 133 II 331 E. 9.1). Liegen ernsthafte Zweifel an der Fahreignung vor, ist neben der Anordnung der entsprechenden Untersuchung der Führerausweis bereits vorsorglich zu entziehen (vgl. Art. 30 Abs. 1 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 [VZV; SR 741.51]; BGE 141 II 220 E. 3.1.1 mit Hinweis).”
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG werden Führerausweise entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Der Führerausweis wird einer Person nach Art. 16d Abs. 1 SVG auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, die die Fahreignung ausschliesst (lit. b; sogenannter Sicherungsentzug). Bestehen ernsthafte Zweifel an der Fahreignung einer Person, so kann der Lernfahr- oder der Führerausweis vorsorglich entzogen werden (Art. 30 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr [Verkehrszulassungsverordnung, VZV; SR 741.51]). Angesichts des grossen Gefährdungspotenzials, das dem Führen eines Motorfahrzeugs eigen ist, genügen bereits konkrete Anhaltspunkte für eine fehlende Fahreignung, um den Führerausweis vorsorglich zu entziehen. Ein strikter Beweis ist nicht erforderlich (BGE 125 II 493 E. 2b). Dasselbe Beweismass (Genügen konkreter Anhaltspunkte) gilt beim prozessleitenden Entscheid über die aufschiebende Wirkung im Rechtsmittelverfahren (Urteil 1C_526/2016 vom 21.”
“In der Rechtsprechung wurde diese Frage bis anhin noch nicht geklärt, weshalb darauf nachfolgend einzugehen ist. Gemäss Art. 15d Abs. 1 SVG wird eine Person einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, wenn Zweifel an ihrer Fahreignung bestehen. Dieser Anordnung liegt ein Anfangsverdacht basierend auf einer summarischen Prüfung der Administrativbehörde zu Grunde (vgl. Urteil 1C_12/2014 vom 7. März 2014 E. 2.4; JÜRG BICKEL, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N. 14 zu Art. 15d SVG). Die Untersuchungen gemäss Art. 15d SVG stellen Mittel zur Feststellung des Sachverhalts im Kontext der Fahreignung und damit Beweismassnahmen dar (vgl. zur Sachverhaltsermittlung mittels Gutachten eines Sachverständigen: KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl. 2021, Rz. 737 und 769 ff.). Typischerweise erfolgen die auf der Grundlage von Art. 15d SVG angeordneten Abklärungen im Hinblick auf den Entscheid über einen allfälligen Sicherungsentzug. Dieser wird verfügt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung des Ausweises nicht oder nicht mehr gegeben sind (Art. 16 Abs. 1 SVG; vgl. BGE 133 II 384 E. 3.1; Urteil 1C_284/2022 vom 13. September 2023 E. 2.1.2). Damit soll die zu befürchtende Gefährdung der Verkehrssicherheit durch einen ungeeigneten Fahrzeuglenker bzw. eine ungeeignete Fahrzeuglenkerin zukünftig verhindert werden (BGE 141 II 220 E. 3.1.1; BGE 133 II 331 E. 9.1). Liegen ernsthafte Zweifel an der Fahreignung vor, ist neben der Anordnung der entsprechenden Untersuchung der Führerausweis bereits vorsorglich zu entziehen (vgl. Art. 30 Abs. 1 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 [VZV; SR 741.51]; BGE 141 II 220 E. 3.1.1 mit Hinweis). BGE 150 II 537 S. 540”
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG werden Führerausweise entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Der Führerausweis wird einer Person nach Art. 16d Abs. 1 SVG auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, die die Fahreignung ausschliesst (lit. b; sogenannter Sicherungsentzug). Bestehen Zweifel an der Fahreignung der betroffenen Person, ist eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen (Art. 15d Abs. 1 Ingress SVG und Art. 28a Abs. 1 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr [Verkehrszulassungsverordnung, VZV; SR 741.51]). Bestehen ernsthafte Zweifel an der Fahreignung einer Person, so kann der Lernfahr- oder der Führerausweis vorsorglich entzogen werden (Art. 30 VZV). Angesichts des grossen Gefährdungspotenzials, das dem Führen eines Motorfahrzeugs eigen ist, genügen bereits konkrete Anhaltspunkte für eine fehlende Fahreignung, um den Führerausweis vorsorglich zu entziehen. Ein strikter Beweis ist nicht erforderlich.”
Berufliche Fahrnotwendigkeit ist bei der Bemessung der Entzugsdauer zu berücksichtigen; sie kann eine auf den Einzelfall abgestimmte Verkürzung bewirken, wobei das Ausmass der Reduktion sich nach der stärkeren Betroffenheit der betroffenen Person bemisst. Die Mindestentzugsdauer darf dabei nicht unterschritten werden. Zudem steht den kantonalen Behörden insofern ein weiter Ermessensspielraum zu.
“Damit wird die Massnahmeempfindlichkeit angesprochen. Ist eine Person beruflich auf das Führen eines Motorfahrzeugs angewiesen, trifft sie ein Ausweisentzug stärker als eine Person, die das Fahrzeug nur gelegentlich benötigt. Berufsmässig auf ein Motorfahrzeug angewiesene Fahrzeugführer werden daher "in der Regel" schon durch eine kürzere Entzugsdauer wirksam gewarnt und von weiteren Widerhandlungen abgehalten (BGE 105 Ib 255, 259 E. 2b). Mit Blick auf die abschreckende und erzieherische Zielsetzung des Warnungsentzugs sowie aus Gründen der Rechtsgleichheit ist nur folgerichtig, dass die unterschiedliche Betroffenheit bei der Bemessung der Entzugsdauer zu berücksichtigen ist. Die grössere Massnahmeempfindlichkeit von Personen, die beruflich auf ein Motorfahrzeug angewiesen sind, darf indessen in keinem Fall Grund dafür sein, auf eine Administrativmassnahme zu verzichten oder auch nur die Mindestentzugsdauer zu unterschreiten (KGE VV vom 21. August 2019 [810 19 11] E. 7.1 ff.; Rütsche, a.a.O., N 127 zu Art. 16 SVG).”
“Ebenso sei die berufliche Notwendigkeit zu bejahen, wenn die Unmöglichkeit, ein Fahrzeug zu führen, einen solchen Einkommensverlust oder so beachtliche Kosten verursachen würde, dass diese Massnahme offensichtlich als unverhältnismässig erscheint. Dagegen liege keine massgebliche berufliche Notwendigkeit vor, wenn der Führerausweisentzug die Ausübung eines Berufes lediglich erschwert, selbst wenn damit ernsthafte Unannehmlichkeiten und Gewinnausfall verbunden sind. Führe der Entzug des Führerausweises lediglich zu einem organisatorischen, zeitlichen und finanziellen Mehraufwand, so sei dies die normale Folge eines Führerausweisentzuges und reiche nicht aus, um eine berufliche Notwendigkeit anzunehmen, welche eine Reduktion der Entzugsdauer rechtfertige (BGer 1C_589/2019 vom 14. April 2020 E. 2.4; BGE 123 II 572 E. 2c, KGer BL Nr. 810 17 226 vom 25. April 2018 E. 8.4). Die Reduktion der Entzugsdauer bemesse sich danach, in welchem Mass die betroffene Person infolge beruflicher Angewiesenheit stärker als andere von der Massnahme betroffen ist (BGE 123 II 572 E. 2c). Bei der Bemessung der Entzugsdauer stehe den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (vgl. Weissenberger, a.a.O., Art. 16 SVG N 27; BGer 1C_589/2019 vom 14. April 2020 E. 2.2).”
Ein geltend gemachter Sachverhaltsirrtum schützt nicht, wenn der Irrtum bei pflichtgemässer Sorgfalt vermeidbar gewesen wäre; auch eine fahrlässige Begehung kann in diesem Fall sanktioniert werden.
“Mit rechtskräftigem Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 22. November 2019 wurde der Beschwerdeführer des fahrlässigen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Ausweises in Anwendung von Art. 95 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG verurteilt. Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG entspricht gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. f SVG einer schweren Widerhandlung im administrativen Sinn (Adrian Bussmann, in, BSK SVG, N 46 und 54 zu Art. 95). Objektiv erfüllt Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, wer ein Motorfahrzeug führt, obwohl ihm der Führerausweis entzogen wurde. Auf der subjektiven Seite sind sowohl die vorsätzliche als auch die fahrlässige Begehung strafbar (vgl. Art. 100 Ziff. 1 SVG). Ihrem Entscheid legte die Strafrichterin im Wesentlichen zugrunde, der Beschwerdeführer erfülle mit dem Vorfall vom 16. September 2017 unbestrittenermassen den objektiven Tatbestand des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzug des Führerausweises. Indem der Beschwerdeführer angebe, er habe das Schreiben nicht gelesen und sei aufgrund des beiliegenden Führerausweises irrtümlicherweise davon ausgegangen, sofort wieder fahren zu können, mache er sinngemäss einen Sachverhaltsirrtum geltend. Bei Vorliegen eines Sachverhaltsirrtums sei jedoch auch die fahrlässige Begehung strafbar, sofern der Beschwerdeführer den Irrtum bei pflichtgemässer Sorgfalt hätte vermeiden können.”
“Mit rechtskräftigem Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 22. November 2019 wurde der Beschwerdeführer des fahrlässigen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Ausweises in Anwendung von Art. 95 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 SVG verurteilt. Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG entspricht gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. f SVG einer schweren Widerhandlung im administrativen Sinn (Adrian Bussmann, in, BSK SVG, N 46 und 54 zu Art. 95). Objektiv erfüllt Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, wer ein Motorfahrzeug führt, obwohl ihm der Führerausweis entzogen wurde. Auf der subjektiven Seite sind sowohl die vorsätzliche als auch die fahrlässige Begehung strafbar (vgl. Art. 100 Ziff. 1 SVG). Ihrem Entscheid legte die Strafrichterin im Wesentlichen zugrunde, der Beschwerdeführer erfülle mit dem Vorfall vom 16. September 2017 unbestrittenermassen den objektiven Tatbestand des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzug des Führerausweises. Indem der Beschwerdeführer angebe, er habe das Schreiben nicht gelesen und sei aufgrund des beiliegenden Führerausweises irrtümlicherweise davon ausgegangen, sofort wieder fahren zu können, mache er sinngemäss einen Sachverhaltsirrtum geltend. Bei Vorliegen eines Sachverhaltsirrtums sei jedoch auch die fahrlässige Begehung strafbar, sofern der Beschwerdeführer den Irrtum bei pflichtgemässer Sorgfalt hätte vermeiden können.”
Ein neu angeordneter Entzug tritt an die Stelle der noch laufenden Massnahme; die verbleibende Restdauer der laufenden Massnahme gilt als berücksichtigt und wird durch den neuen Entzug ersetzt. Die zuvor ausgesprochene Entzugsdauer wird in diesem System als unmittelbar erschwerendes Vorbringen (antécédent immédiatement aggravant) gewertet. Bei der Bemessung der Entzugsdauer bleibt die kantonale Behörde im Rahmen von Art. 16 Abs. 3 SVG frei in ihrer Würdigung und verfügt über einen weiten Beurteilungsspielraum. Die im Gesetz vorgesehenen Mindestdauern sind in der Regel nicht unterschreitbar.
“Le Tribunal correctionnel, dans le jugement précité, a du reste retenu à l’encontre de la recourante les infractions de violation grave des règles de la circulation routière, violation grave qualifiée des règles de la circulation routière, conduite sans autorisation, conduite sans permis de circulation, sans autorisation ou sans assurance responsabilité-civile et usage abusif de permis ou de plaques. Or, on rappelle sur ce point que l'autorité administrative est libre d'apprécier les faits de la cause d'un point de vue juridique, y compris la culpabilité, sauf si la qualification juridique dépend fortement de l'appréciation des faits que le juge pénal connaît mieux, par exemple parce qu'il a interrogé l'accusé personnellement (ATF 136 II 447 consid. 3.1 p. 451). La recourante se trouve dès lors précisément dans la situation décrite à l’art. 16d al. 3 let. b LCR, puisqu’un an à peine avant de reprendre le guidon d’un motocycle et de commettre, notamment, un second délit de chauffard, son permis lui avait été retiré pour un premier délit de chauffard, conformément à l’art. 16c al. 2 let. abis LCR. Il importe peu que ce premier retrait n’ait pas entièrement été exécuté; la durée d'un retrait prononcé en raison d'une conduite sans permis (cf. art. 16c al. 1 let. f LCR) se substitue en effet à la durée restante de la mesure en cours (cf. art. 16 al. 3 LCR). L'infraction à l'origine du retrait en cours est considérée à cet égard comme étant un antécédent immédiatement aggravant en cas de conduite malgré un retrait du permis de conduire (arrêt TF 1C_584/2015 du 1er mars 2016 consid. 4.2.1). Contrairement à ce qu’elle semble soutenir, la recourante est en situation de récidive d’un délit de chauffard. Lorsqu’elle fait valoir sur ce point que son cas comporterait une variante avec une automobile et une autre avec une moto, la recourante plaide contre les faits; elle a commis toutes les infractions qualifiées au code de la route au guidon d’un motocycle, comme l’a retenu du reste le Tribunal correctionnel, dont les constatations de fait ne peuvent être écartées. Quoi qu’il en soit, la distinction opérée par la recourante n’est pas déterminante. Confrontée à une présomption irréfragable d’incorrigibilité de la part de la recourante, l’autorité intimée ne pouvait pas prononcer une autre mesure qu’un retrait de sécurité définitif, sans même qu’un examen préalable de son aptitude soit préalablement mis en œuvre.”
“f LCR présente les traits d'une mesure répressive destinée à faire respecter une précédente décision de retrait du permis de conduire (arrêt TF 1C_539/2015 du 5 février 2016 consid. 5.2.1; Bussy et al., Code suisse de la circulation routière commenté, 4e éd. 2015, n. 6 ad. art. 16c LCR et la référence). La durée du retrait du permis en raison d'une infraction visée à l'art. 16c al. 1 let. f LCR se substitue à la durée restante du retrait en cours (art. 16c al. 3 LCR). La substitution prévue à l’art. 16c al. 3 LCR signifie concrètement qu’en cas de conduite malgré le retrait, la durée restante du retrait en cours est remplacée par un nouveau retrait qui tient précisément compte de ce retrait encore en cours, celui-ci étant réputé subi et constituant un antécédent immédiatement aggravant dans le système des "cascades" (arrêts TF 1C_600/2015 du 1er mars 2016 consid. 3.1; 1C_579/2014 du 15 juillet 2015 consid. 3.1; 1C_32/2015 du 18 juin 2015 consid. 6.1; arrêt CDAP CR.2016.0011 du 27 avril 2016 consid. 2b et les références). Selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances qui doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire sont notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. Ces éléments doivent faire l'objet d'une appréciation d'ensemble, de manière à atteindre autant que possible l'effet éducatif et préventif auquel tend la mesure. Dans ce contexte, l'autorité cantonale dispose d'un large pouvoir d'appréciation (ATF 128 II 173 consid. 4b et la jurisprudence citée; arrêt TF 1C_430/2011 du 7 mars 2012 consid. 4.1). L'art. 16 al. 3, 2ème phrase, LCR précise toutefois que la durée minimale du retrait ne peut être réduite, sauf cas particuliers (courses officielles urgentes, cf. art. 100 ch. 4 LCR) qui ne sont pas remplis en l’espèce. Cette règle, qui rend incompressibles les durées minimales de retrait des permis de conduire, a été introduite dans la loi, avec effet au 1er janvier 2005, par souci d'uniformité conformément à la volonté du législateur (ATF 135 II 334 consid.”
Bei einer leichten Widerhandlung (Art. 16a SVG) ist statt Ausweisentzug eine Verwarnung möglich; vorausgesetzt liegt nur leichtes Verschulden vor und in den vorangegangenen zwei Jahren wurde der Ausweis nicht entzogen bzw. wurde keine andere Administrativmassnahme getroffen.
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz ausgeschlossen ist, der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Im Zusammenhang mit Administrativmassnahmen unterscheidet das Gesetz zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlung (Art. 16a-c SVG). Gemäss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft, sofern ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Die fehlbare Person wird verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Abs. 3). Gemäss Art. 16b SVG begeht eine mittelschwere Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Abs. 1 lit. a). Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen (Abs.”
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen eine Ordnungsbusse ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlung (Art. 16a-c SVG). Gemäss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft, sofern ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Die fehlbare Person wird verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Abs. 3). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen (Abs. 2 lit. a). Gemäss Art.”
“Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). In besonders leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Art. 16a Abs. 4 SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Ist die Verletzung der Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Von einer mittelschweren Widerhandlung ist immer dann auszugehen, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten und nicht alle qualifizierenden Bestandteile einer schweren Widerhandlung erfüllt sind (vgl.”
Ein Sicherungsentzug stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeit dar; er muss daher auf einer präzisen, sorgfältigen und umfassenden Abklärung der den Entzug begründenden Umstände beruhen. Die zuständige Behörde hat die massgeblichen Verhältnisse von Amtes wegen aufzuklären und insbesondere die entscheidrelevanten Tatsachen genau zu ermitteln.
“1 LCR), l'autorité cantonale ordonne, en cas de questions relevant de la médecine du trafic, un examen d'évaluation de l'aptitude à la conduite par un médecin selon l'article 5abis OAC. Cet examen ne peut être réalisé que sous la responsabilité de médecins reconnus (cf. art. 5a al. 1 OAC). Selon l’article 5abis OAC, l’autorité cantonale procède à la reconnaissance de médecins pour des examens conformément aux niveaux suivants : niveau 1 : contrôles relevant de la médecine du trafic de titulaires d’un permis de conduire âgés de plus de 75 ans (let. a) ; (…) ; niveau 3 : deuxième examen des personnes visées aux let. a et b si le résultat du premier examen ne permet pas d’émettre des conclusions formelles sur leur aptitude à la conduite (let. c ch. 1). b) Les permis et les autorisations seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies ; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées (art. 16 al. 1 LCR). Le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (art. 16d al. 1 let. a LCR). Le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire retiré pour une durée indéterminée peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art. 17 al. 3 LCR). c) La décision de retrait de sécurité du permis pour cause d'inaptitude à la conduite au sens de l'article 16d al. 1 let. a LCR constitue une atteinte grave à la personnalité et à la sphère privée de l'intéressé et elle doit donc reposer sur une instruction précise des circonstances déterminantes (ATF 139 II 95 cons. 3.4.1). L'autorité compétente doit, avant d'ordonner un tel retrait, éclaircir d'office la situation de la personne concernée (ATF 142 IV 49 cons.”
“1 SVG voraus, dass sie über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Über die erforderliche Fahreignung verfügt unter anderem, wer die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen hat (Art. 14 Abs. 2 lit. b SVG). Insbesondere dürfen keine psychischen Störungen mit bedeutsamen Auswirkungen auf die realitätsgerechte Wahrnehmung, die Informationsverarbeitung und -bewertung, das Reaktionsvermögen und die situationsgerechte Verhaltenssteuerung sowie keine Beeinträchtigung von verkehrsrelevanten Leistungsreserven, keine manische oder erhebliche depressive Symptomatik, keine erheblichen Persönlichkeitsstörungen, insbesondere keine ausgeprägten dissozialen Verhaltensstörungen, und keine erhebliche Intelligenzminderung vorliegen (Ziff. 4 Anhang 1 zur Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 27. Oktober 1976 [VZV]). Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG). 3.2 Als schwerwiegender Eingriff in den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen setzt der Sicherungsentzug eine sorgfältige Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte voraus (BGE 133 II 384 E. 3.1). Das Verwaltungsgericht prüft dabei den dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegten Sachverhalt grundsätzlich frei (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. b VRG). Steht allerdings eine gutachterliche Einschätzung zu Sachverhaltsfragen im Streit, beschränkt das Gericht seine Prüfung darauf, ob das Gutachten vollständig, klar, gehörig begründet und widerspruchsfrei ist. Die Entscheidinstanz darf somit nur aus triftigen Gründen von einem Gutachten abweichen – etwa dann, wenn dieses Irrtümer, Lücken oder Widersprüche enthält oder wenn dessen Schlüssigkeit in wesentlichen Punkten zweifelhaft erscheint (vgl.”
“Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die sogenannte Fahreignung. Mit diesem Begriff umschreiben alle betroffenen wissenschaftlichen Disziplinen (insbesondere Medizin, Psychologie und Jurisprudenz) die körperlichen und geistigen Voraussetzungen des Individuums, ein Fahrzeug im Strassenverkehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss dauernd vorliegen. Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Art. 16d Abs. 1 SVG bestimmt, dass der Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen wird, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (lit. a), sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (lit.”
Wird eine Auflage verletzt, die im Rahmen der Wiedererteilung nach Art. 17 SVG verfügt wurde, kommt in der Regel die Spezialnorm von Art. 17 Abs. 5 SVG zur Anwendung; die Verletzung führt typischerweise zum Entzug des Ausweises. Art. 16 Abs. 1 SVG ist dagegen als generelle «Kann»-Vorschrift zu verstehen, deren Anwendung im pflichtgemässen Ermessen der Behörde steht und daher von anderen Erwägungen geleitet wird.
“Im Strassenverkehrsgesetz gibt es zwei Bestimmungen, welche den Entzug des Führerausweises für den Fall vorsehen, dass zuvor verfügte Auflagen missachtet wurden. Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden. Werden hingegen Auflagen verletzt, die bei der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verfügt worden waren, kommt Art. 17 Abs. 5 SVG als Spezialnorm zur Anwendung (vgl. Art. 17 Abs. 3 SVG; BGE 140 II 334 E. 2). Art. 16 Abs. 1 SVG ist als "Kann"-Vorschrift abgefasst. Der Entscheid, welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Demgegenüber führt die Verletzung von Auflagen, die im Rahmen von Art. 17 SVG verfügt wurden, nach dem Wortlaut von Art. 17 Abs. 5 SVG in aller Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises, ohne dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen hinsichtlich der Fahreignung notwendig wären (siehe BSK SVG-Rütsche/Weber, Art. 17 N. 29 und 36; Urteil BGer 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.1; Entscheid Verwaltungsrekurskommission des Kantons SG, IV-2017/37 vom 30. November 2017, E. 2b). Denn in diesem Fall ist davon auszugehen, dass die bereits früher festgestellte Suchtkrankheit nicht erfolgreich überwunden wurde und es weiterhin an der Fahreignung fehlt (BGE 140 II 334 E. 2; Urteil BGer 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.1).”
“Nachdem die Vorinstanz die Auflagen im wiedererteilten Führerausweis des Rekurrenten zwischenzeitlich aufgehoben hatte, versah sie diesen mit Verfügung vom 26. August 2020 erneut mit der Auflage einer vollständigen, kontrollierten Drogenabstinenz inklusive monatlicher Urinkontrollen auf Cannabis (ohne Suchtberatung) und der Kontrolle inklusive Haaranalyse alle sechs Monate am IRM St. Gallen. Somit handelt es sich um eine Auflage, welche nach der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug erneut verfügt und nicht um eine Auflage, welche mit der erstmaligen Ausweiserteilung angeordnet worden war. Der Verweis in Ziffer 2 lit. e der Verfügung vom 26. August 2020 auf Art. 16 Abs. 1 SVG, wonach der Rekurrent bei Missachten der Auflagen mit dem Entzug des Ausweises – allenfalls auf unbestimmte Zeit – zu rechnen habe (act. 8/309 f.), war falsch. Allein dieser Hinweis vermag die korrekte Anwendung von Art. 17 Abs. 5 SVG indessen nicht zu hindern. Insbesondere verweist die Vorinstanz in der Verfügung vom 26. August 2020 einleitend korrekt auf Art. 17 SVG ("Wiedererteilung der Führerausweise"). In der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2021 erwähnte die Vorinstanz zudem richtigerweise Art. 17 Abs. 5 SVG. Ebenso wenig vermögen die Ausführungen des Rekurrenten, wonach fraglich sei, ob die Auflagen in der Verfügung vom 26. August 2020 zu Recht angeordnet worden seien (act. 6, Seite 6 f., insbesondere N 23), da er bezüglich Drogen eine unbelastete Verkehrsvorgeschichte aufweise und sich seit mehreren Jahren bewährt und somit bewiesen habe, dass keine Suchtproblematik vorhanden sei, etwas an der Anwendbarkeit von Art. 17 Abs. 5 SVG zu ändern. Mit Schreiben des Rechtsvertreters vom 25.”
Fehlende Fahreignung (insbesondere im Sinne von Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG) begründet regelmässig, dass die persönliche Voraussetzung für die Fahrlehrerbewilligung nach Art. 5 Abs. 1 lit. d FV nicht mehr erfüllt ist. Vor diesem Hintergrund kann die Fahrlehrerbewilligung nach Art. 16 Abs. 1 SVG entzogen werden, weil dadurch entweder die sichere Durchführung von Lernfahrten (Art. 27 lit. a FV) oder die charakterliche Zumutbarkeit der Lehrtätigkeit (Art. 27 lit. b FV) nicht mehr gewährleistet ist.
“Beide Voraussetzungen stehen in engem Zusammenhang zur Fahreignung, die nach Art. 14 Abs. 1 SVG eine Voraussetzung des Fahrzeugführens und damit der Erteilung eines Führerausweises darstellt. Um über die Fahreignung zu verfügen, muss die betroffene Person unter anderem nach ihrem bisherigen Verhalten Gewähr bieten, als Motorfahrzeugführerin oder Motofahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG). Fehlt die Fahreignung in diesem Sinne, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass zugleich die Voraussetzung der Fahrlehrerbewilligung gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. d FV, wonach das bisherige Verhalten für eine einwandfreie Berufsausübung Gewähr bieten muss, nicht mehr gegeben ist. Konkret ist diesfalls entweder die sichere Durchführung der Lernfahrten nicht mehr gewährleistet (Art. 27 lit. a FV) oder die Lehrtätigkeit ist aus charakterlichen Gründen nicht mehr zumutbar (Art. 27 lit. b FV). Gestützt auf die vorgenannten Bestimmungen und in Übereinstimmung mit Art. 16 Abs. 1 SVG ist folglich die Fahrlehrerbewilligung zu entziehen. Umgekehrt verlangt eine Beurteilung der Fragen, ob eine Fahrlehrerin oder ein Fahrlehrer die sichere Durchführung der Lernfahrten gewährleistet (Art. 27 lit. a FV) und den für die Lehrtätigkeit erforderlichen charakterlichen Voraussetzungen nachkommt (Art. 27 lit. b FV), unter anderem, dass die Fahreignung gegeben und namentlich Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG erfüllt ist. Dies ergibt sich auch aus der Vorbildfunktion, der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer zu genügen haben (vgl. Anhang 1 FV). Abgesehen davon handelt es sich bei der Fahreignung insofern um eine unabdingbare Voraussetzung der Fahrlehrertätigkeit, als der praktische Fahrunterricht einen wesentlichen Teil derselben darstellt, auch wenn der theoretische Fahrunterricht unter Umständen ohne Führerausweis (Art. 28 FV) und Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport (Art. 25 lit. a FV) möglich ist. Wenn die kantonalen Instanzen im vorliegenden Verfahren daher im Zusammenhang mit der Abklärung, ob die persönlichen Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Fahrlehrer erfüllt sind oder im Gegenteil die Fahrlehrerbewilligung gemäss Art.”
Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu. Sie haben die Umstände des Einzelfalls gesamthaft zu würdigen und die Dauer pflichtgemäss (insbesondere verhältnismässig und rechtsgleich) festzusetzen. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn dieses Ermessen überschritten oder missbraucht worden ist (z.B. wenn bestimmte Umstände unberücksichtigt bleiben oder in unhaltbarer Weise gewichtet werden).
“Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch - abgesehen von der hier nicht beachtlichen Ausnahme - nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Den kantonalen Behörden steht bei der Bemessung der Entzugsdauer ein weiter Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn dieses Ermessen überschritten oder missbraucht worden ist. Dies ist namentlich der Fall, wenn die kantonalen Behörden einzelne Umstände zu Unrecht ganz ausser Acht lassen oder in einer unhaltbaren Weise gewichten (BGE 128 II 173 E. 4b; Urteile 1C_59/2023 vom 11. Juli 2023 E. 5.3; 1C_320/2018 vom 14. Januar 2019 E. 3.1; je mit Hinweisen).”
“Mit den Mindestentzugsdauern begrenzt der Gesetzgeber das Auswahlermessen der Entzugsbehörde nach unten. Demgegenüber existieren für den Warnungsentzug abgesehen von einer hier nicht interessierenden Ausnahme keine Höchstentzugsdauern. Die Behörde sollte sich zwar bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächst höheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Es handelt sich dabei jedoch nicht um fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Oberhalb der Mindestentzugsdauer kommt den Behörden bei der Bemessung der Entzugsdauer ein beträchtliches Ermessen zu. Dieses Ermessen muss – wie jedes Verwaltungsermessen – pflichtgemäss, d.h. insbesondere verhältnismässig und rechtsgleich, gehandhabt werden. Bei der Festsetzung der Dauer sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen.”
“Die Polizei Basel-Landschaft sowie der Regierungsrat haben die Entzugsdauer des Führerausweises auf Probe des Beschwerdeführers jeweils in Anwendung von Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG festgelegt, ohne eine weitere Prüfung der Umstände des Einzelfalls vorzunehmen, wie dies in Art. 16 Abs. 3 SVG vorgesehen ist. Der Regierungsrat stellte sich auf den Standpunkt, dass die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden dürfe und somit die Möglichkeit, eine kürzere Entzugsdauer festzulegen, gar nicht bestehe. Beide Vorinstanzen haben im Ergebnis die Dauer des Führerausweisentzugs auf eine nicht einschlägige Gesetzesnorm abgestützt. Da bei der Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG der Behörde ein nicht unerheblicher Ermessensspielraum zusteht, kann das Kantonsgericht nicht erstmalig an Stelle der Polizei Basel-Landschaft die Entzugsdauer gestützt auf diese Bestimmung festlegen. Die Angelegenheit ist deshalb zur neuen Festlegung der Entzugsdauer unter Anwendung der massgebenden Bestimmungen (Art. 15a und Art. 16 Abs. 3 SVG) an die Polizei Basel-Landschaft zurückzuweisen. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen.”
“3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3). Nach einer mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss 16b Abs. 2 lit. a SVG für mindestens einen Monat, und nach einer schweren Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG für mindestens drei Monate zu entziehen. Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (Weissen-berger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N 27 f.; Urteil KG FR 603 2018 57 vom 28. August 2018 E. 4.1.). Da bei der Festsetzung der Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind, die Mindestentzugsdauer jedoch nicht unterschritten werden darf (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG), kann nicht die Mindestentzugsdauer als Regel und eine über diesem Minimum liegende Entzugsdauer als besonders begründungspflichtige Ausnahme gelten. Andernfalls hätte die Administrativmassnahmenbehörde keine Möglichkeit mehr, den einzelfallspezifischen Umständen, welche für eine Reduktion der Entzugsdauer sprechen, Rechnung zu tragen (vgl. Urteile KG FR 603 2018 57 vom 28. August 2018 E. 4.1; 603 2018 69 vom 27. Juli 2018 E. 4.1; 603 2017 166 vom 6. November 2017 E. 5.a, je mit Hinweis). Bei der Verwirklichung mehrerer Entzugsgründe durch eine oder mehrere Handlungen sind die Konkurrenzbestimmungen nach Art. 49 StGB sinngemäss anwendbar. Die Dauer für die schwerste Administrativmassnahme ist angemessen zu erhöhen (BGE 122 II 180 E. 5b). Bei der analogen Anwendung von Art. 49 StGB gilt es zu beachten, dass gemäss Art. 49 Abs. 1 Satz 2 StGB das Höchstmass der angedrohten Strafe um nicht mehr als die Hälfte erhöht werden darf, die bundesrechtlichen Bestimmungen zum Führerausweisentzug aber keine maximale, sondern lediglich eine minimale Entzugsdauer vorsehen (vgl.”
Eine Erhöhung der Entzugsdauer über die Mindestdauer kann sich bei besonderen Umständen des Einzelfalls als angemessen erweisen (beispielsweise erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung oder Todesfolge). Die Behörde hat in diesem Fall die konkreten Umstände darzulegen und die Abwägung unter Würdigung der in Art. 16 Abs. 3 SVG genannten Kriterien (insbesondere Gefährdung der Verkehrssicherheit, Verschulden, Leumund, berufliche Notwendigkeit) zu begründen.
“Vorliegend hat der Beschwerdeführer wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts von 50 km/h um 25 km/h am 16. Oktober 2019 eine schwere Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG begangen. Gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG wird der Lern- oder Führerausweises nach einer schweren Widerhandlung für mindestens drei Monate entzogen (vgl. BGE 143 II 699 E. 2.3). Dieser Umstand wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Hingegen ist strittig, ob die gegenüber dem Beschwerdeführer in Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG verfügte Entzugsdauer des Führerausweises auf Probe zu Recht auf zehn Monate erhöht wurde. Nachfolgend muss deshalb die vom Regierungsrat vorgenommene Würdigung näher überprüft werden.”
“Dieses Vorgehen erweist sich somit in der kritischen kurzen Zeitspanne als rücksichtslos, weshalb ein qualifiziertes Verschulden des Beschwerdeführers vorliegt. Dass vorliegend eine qualifizierte objektive Gefährdung bestand, wird zu Recht nicht bestritten. Demgemäss sind die Voraussetzungen einer schweren Widerhandlung erfüllt. 5.3 Bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs sind gemäss Art. 16 Abs. 3 Satz 1 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Zu den besonderen Umständen, die mit Blick auf die Entzugsdauer zu berücksichtigen sind, zählt auch die Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist (vgl. BGE 135 II 334 E. 2.2). Die Mindestentzugsdauer darf jedoch von der hier nicht interessierenden Ausnahme für Vorfälle auf Dienstfahrten gemäss Art. 100 Ziff. 4 SVG abgesehen, nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (BGr, 14. Januar 2019, 1C_320/2018, E. 3.1). 5.4 Nach einer schweren Widerhandlung wird der Lernfahr- oder Führerausweis nach Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG für mindestens drei Monate entzogen. Die Beschwerdegegnerin hat die Mindestentzugsdauer um einen Monat auf vier Monate erhöht. Dies erweist sich angesichts der sehr hohen Gefährdung, die sich schliesslich im Tod der Geschädigten manifestierte, auch unter Berücksichtigung des tadellosen Leumunds des Beschwerdeführers als angemessen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine Parteientschädigung steht ihm von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.”
In der Praxis hat die Rechtsprechung Fälle bestätigt, in denen Blendung oder schlechte Sicht in Verbindung mit mangelhafter Aufmerksamkeit zur Überschreitung von Signalisationen und zum Entzug des Lernfahr‑ bzw. Führerausweises geführt hat; bei als grobe Unaufmerksamkeit qualifizierten Verfehlungen wurde der Entzug typischerweise auf mindestens drei Monate festgelegt.
“A encore commis une faute grave le conducteur qui, en raison d'une confusion de feux et de panneaux de direction qui se trouvaient en dessous, a violé un feu rouge à un carrefour à quatre intersections où la visibilité était relativement mauvaise et où régnait un important trafic ; la situation exigeait une attention particulière de sa part (arrêt 6P.153/2002 du 14 mars 2003). Il en allait de même pour l'automobiliste qui, ébloui plusieurs fois par le soleil, avait continué de circuler à 55 km/h à l'intérieur d'une localité, en particulier sur un passage pour piétons, sans visibilité (arrêt 6S.628/2001 du 29 novembre 2001). Enfin, le Tribunal fédéral a confirmé le retrait du permis pendant trois mois à l'encontre du conducteur qui n'avait pas porté attention, alors qu'il était ébloui par le soleil qui lui faisait face, à la signalisation lumineuse qui était à la phase rouge, avait franchi un carrefour sans ralentir et avait percuté violemment le flanc gauche d'une voiture qui circulait normalement depuis la droite (arrêt 1C_27/2012 du 3 juillet 2012, JdT 2012 I 257). 15. Ainsi que cela ressort notamment de la formulation de l'art. 16 al. 2 LCR (« une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait ») et de l'art. 16c al. 2 LCR (« le permis de conduire est retiré »), le retrait du permis de conduire est une mesure obligatoire qui, dès que ses conditions légales sont remplies, doit être ordonnée par l'autorité, laquelle ne dispose d'aucun pouvoir d'appréciation à cet égard et ne saurait dès lors, par exemple, prononcer des sanctions de substitution à l'encontre du conducteur fautif, d'autant plus si celles-ci ne sont pas prévues par la loi. 16. Après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum (art. 16c al. 2 let. a LCR). Après une infraction moyennement grave, le permis d'élève-conducteur ou le permis de conduire est retiré pour un mois au minimum (art. 16b al. 2 let. a LCR). 17. Selon l'art. 29 LCR, les véhicules ne peuvent circuler que s’ils sont en parfait état de fonctionnement et répondent aux prescriptions.”
“A encore commis une faute grave le conducteur qui, en raison d'une confusion de feux et de panneaux de direction qui se trouvaient en dessous, a violé un feu rouge à un carrefour à quatre intersections où la visibilité était relativement mauvaise et où régnait un important trafic ; la situation exigeait une attention particulière de sa part (arrêt 6P.153/2002 du 14 mars 2003). Il en allait de même pour l'automobiliste qui, ébloui plusieurs fois par le soleil, avait continué de circuler à 55 km/h à l'intérieur d'une localité, en particulier sur un passage pour piétons, sans visibilité (arrêt 6S.628/2001 du 29 novembre 2001). Enfin, le Tribunal fédéral a confirmé le retrait du permis pendant trois mois à l'encontre du conducteur qui n'avait pas porté attention, alors qu'il était ébloui par le soleil qui lui faisait face, à la signalisation lumineuse qui était à la phase rouge, avait franchi un carrefour sans ralentir et avait percuté violemment le flanc gauche d'une voiture qui circulait normalement depuis la droite (arrêt 1C_27/2012 du 3 juillet 2012, JdT 2012 I 257). 15. Ainsi que cela ressort notamment de la formulation de l'art. 16 al. 2 LCR (« une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait ») et de l'art. 16c al. 2 LCR (« le permis de conduire est retiré »), le retrait du permis de conduire est une mesure obligatoire qui, dès que ses conditions légales sont remplies, doit être ordonnée par l'autorité, laquelle ne dispose d'aucun pouvoir d'appréciation à cet égard et ne saurait dès lors, par exemple, prononcer des sanctions de substitution à l'encontre du conducteur fautif, d'autant plus si celles-ci ne sont pas prévues par la loi. 16. Après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum (art. 16c al. 2 let. a LCR). Après une infraction moyennement grave, le permis d'élève-conducteur ou le permis de conduire est retiré pour un mois au minimum (art. 16b al. 2 let. a LCR). 17. Selon l'art. 29 LCR, les véhicules ne peuvent circuler que s’ils sont en parfait état de fonctionnement et répondent aux prescriptions.”
Für Warnungsentzüge bestehen keine festen Höchstdauern. Die Praxis sollte sich jedoch an der Obergrenze von fünf Jahren orientieren; Fristen von mehr als fünf Jahren werden in der Literatur als zu lang und als Überschreitung des Prognosehorizonts kritisiert.
“Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (Weissenberger, a.a.O., N 28 zu Art. 16 SVG). Wie alle hoheitlichen Massnahmen muss auch ein Führerausweisentzug dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit gerecht werden. Unter anderem muss die Anordnung des Entzugs noch erforderlich sein, um dessen Zweck, die Erziehung und Besserung des Fahrzeuglenkers, zu erreichen (BGE 120 Ib 504 E. 4e). Für den Warnungsentzug existieren keine Höchstentzugsdauern. Die Behörde sollte sich jedoch bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Dabei handelt es sich nicht um fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen; Warnungsentzüge sollen indessen fünf Jahre nicht überschreiten. Ein Warnungsentzug von fünf Jahren stünde im Widerspruch zu den Bestimmungen von Art. 17 Abs. 4 und Art. 23 Abs. 3 SVG, welche bei Sicherungsentzügen für immer nach fünf Jahren einen Anspruch auf Wiedererwägung einräumen (Rütsche, a.a.O., N 112 zu Art. 16 SVG). Ein Warnungsentzug von mehr als fünf Jahren wäre auch nicht sinnvoll. Ein solcher Zeitraum übersteigt schlechterdings den Prognosehorizont (R. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die Administrativmassnahmen, Bern 1995, Rz. 2426). Für den Fall, dass mehrere Widerhandlungen begangen wurden, ist in analoger Anwendung von Art. 49 StGB die für die schwerste Verkehrsregelverletzung verwirkte Massnahme angemessen zu erhöhen (BGer 6A.74/2005 vom 15. März 2006 E. 5.3, BGE 120 Ib 54 E. 2a; B. Rütsche, a.a.O., N 134 zu Art. 16 SVG; Weissenberger, a.a.O., N 14 zu den Vorbemerkungen zu Art. 16 ff. SVG). Die Behörde hat zunächst die Widerhandlung mit der höchsten Mindestentzugsdauer und die dieser Widerhandlung entsprechende Entzugsdauer zu bestimmen; anschliessend ist diese Entzugsdauer unter Berücksichtigung der anderen Widerhandlungen angemessen zu erhöhen. Mit diesem Vorgehen soll verhindert werden, dass durch die Kumulation der Entzugsdauern für verschiedene Entzugsgründe ein übermässig langer Ausweisentzug verhängt wird (Rütsche, a.”
“Die Behörde sollte sich jedoch bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Dabei handelt es sich nicht um fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen; Warnungsentzüge sollen indessen fünf Jahre nicht überschreiten. Ein Warnungsentzug von fünf Jahren stünde im Widerspruch zu den Bestimmungen von Art. 17 Abs. 4 und Art. 23 Abs. 3 SVG, welche bei Sicherungsentzügen für immer nach fünf Jahren einen Anspruch auf Wiedererwägung einräumen (Rütsche, a.a.O., N 112 zu Art. 16 SVG). Ein Warnungsentzug von mehr als fünf Jahren wäre auch nicht sinnvoll. Ein solcher Zeitraum übersteigt schlechterdings den Prognosehorizont (R. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die Administrativmassnahmen, Bern 1995, Rz. 2426). Für den Fall, dass mehrere Widerhandlungen begangen wurden, ist in analoger Anwendung von Art. 49 StGB die für die schwerste Verkehrsregelverletzung verwirkte Massnahme angemessen zu erhöhen (BGer 6A.74/2005 vom 15. März 2006 E. 5.3, BGE 120 Ib 54 E. 2a; B. Rütsche, a.a.O., N 134 zu Art. 16 SVG; Weissenberger, a.a.O., N 14 zu den Vorbemerkungen zu Art. 16 ff. SVG). Die Behörde hat zunächst die Widerhandlung mit der höchsten Mindestentzugsdauer und die dieser Widerhandlung entsprechende Entzugsdauer zu bestimmen; anschliessend ist diese Entzugsdauer unter Berücksichtigung der anderen Widerhandlungen angemessen zu erhöhen. Mit diesem Vorgehen soll verhindert werden, dass durch die Kumulation der Entzugsdauern für verschiedene Entzugsgründe ein übermässig langer Ausweisentzug verhängt wird (Rütsche, a.a.O., N 134 zu Art. 16 SVG). Der Verwaltungsbehörde und der Vorinstanz steht bei der Bemessung der Dauer des Führerausweisentzugs ein weiter Ermessensspielraum zu. Das Ermessen muss pflichtgemäss, das heisst insbesondere verhältnismässig und rechtsgleich, gehandhabt werden (Schaffhauser, a.a.O., Rz. 2413). Dies bedeutet, dass alle in der Sache erheblichen Interessen zu berücksichtigen und sorgfältig gegeneinander abzuwägen sind. Da im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP ausschliesslich Rechtsverletzungen gerügt werden können, greift das Verwaltungsgericht nur ein, wenn das Ermessen überschritten oder missbraucht wurde.”
Die gesetzlichen Mindestentzugsdauern sind als untere, nicht unterschreitbare Schranken zu verstehen. Die Verwaltungsbehörde kann eine längere Entzugsdauer anordnen. Die Rechtsprechung verlangt, dass die Behörde sich die Möglichkeit vorbehält, auch milde bis schwere Fälle zu erfassen, und in der Praxis in der Regel eine über dem gesetzlichen Minimum liegende «übliche» Entzugsdauer festlegt; in einzelnen Fällen kann sie wegen mildernder Umstände (z. B. geringe Schwere der Tat, berufliche Notwendigkeit, gute Fahrervorgeschichte) von dieser üblichen Dauer abweichen und beim insgesamt milderen Fall auf das gesetzliche Minimum zurückgreifen. Die Mindestdauer darf jedoch nicht unterschritten werden.
“2); qu'or, force est de constater que le précédent retrait, ordonné le 10 juin 2021, n'avait pas encore été exécuté au moment de la commission de la nouvelle infraction du 12 novembre 2021, de sorte qu'il ne doit pas être pris en compte dans le système des cascades, tel que prévu par l'art. 16c al. 2 LCR; qu'en revanche, le retrait d'un mois ordonné le 2 mars 2017, dont la fin de l'exécution remonte au 15 avril 2017, se situe dans le délai de cinq ans; partant, il y a lieu de retenir que la nouvelle infraction a été commise moins de cinq ans après l'exécution du retrait précité, de sorte qu'elle devait entraîner un retrait du permis pour la durée minimale de six mois, conformément au prescrit de l'art. 16c al. 2 let. b LCR précité; qu'en l'espèce, en fixant à sept mois la durée du retrait, l'OCN s'est distancié d'un mois de la durée minimale du retrait; que son appréciation échappe à toute critique; qu'en effet, pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, l'art. 16 al. 3 LCR exige que l'ensemble des circonstances soient prises en considération, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale ne peut toutefois être réduite (cf. ATF 132 II 234 consid. 2.3); que l'autorité administrative doit se réserver la possibilité de réprimer toutes les fautes, des plus bénignes aux plus graves. Pour se conformer à ce principe, elle doit adopter la règle selon laquelle la durée habituelle du retrait d'admonestation est, dans chaque hypothèse visée, notamment à l'art. 16c al. 2 LCR, supérieure au minimum légal prescrit par cette norme. Elle peut ainsi, en appréciant les circonstances particulières d'un cas d'espèce, réduire la période ordinaire de retrait et s'en tenir au minimum légal, lorsque la gravité de la faute commise, la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile ou les bons antécédents du contrevenant commandent que l'on s'écarte de la durée normale du retrait (cf.”
“c); pour une durée indéterminée, mais pour deux ans au minimum, si, au cours des dix années précédentes, le permis a été retiré à deux reprises en raison d'infractions graves ou à trois reprises en raison d'infractions qualifiées de moyennement graves au moins; il est renoncé à cette mesure si, dans les cinq ans suivant l'expiration d'un retrait, aucune infraction donnant lieu à une mesure administrative n'a été commise (let. d); définitivement si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré en application de la let. d ou de l'art. 16b al. 2 (let. e); qu'en l'occurrence, le recourant a déjà été sanctionné par décision du 24 juin 2021 à six mois de retrait du permis pour faute grave, en raison d'un dépassement de 25 km/h de la vitesse autorisée à l'intérieur d'une localité; que la commission d'une nouvelle infraction grave tombe dès lors manifestement sous le coup de l'art. 16c al. 2 let. c LCR et que le permis de conduire du recourant devait être retiré pour un minimum incompressible de douze mois; que, pour fixer la durée du retrait du permis, l'ensemble des circonstances doit être pris en considération, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale ne peut toutefois pas être réduite (art. 16 al. 3 LCR); que l'autorité administrative doit se réserver la possibilité de réprimer toutes les fautes, des plus bénignes aux plus graves. Pour se conformer à ce principe, elle doit adopter la règle selon laquelle la durée habituelle du retrait d'admonestation est, dans chaque hypothèse visée par la loi, supérieure au minimum légal. Elle peut ainsi, en appréciant les circonstances particulières d'un cas d'espèce, réduire la période ordinaire de retrait et s'en tenir au minimum légal, lorsque la gravité de la faute commise, la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile ou les bons antécédents du contrevenant commandent que l'on s'écarte de la durée normale du retrait (cf. Perrin, Délivrance et retrait du permis de conduire, 1982, p. 190 et la jurisprudence citée; cf. not. arrêt TC FR 603 2016 177 du 30 janvier 2018). que, lorsqu'il s'agit d'apprécier l'élément du besoin professionnel de conduire un véhicule automobile, il convient de respecter le principe de la proportionnalité.”
“Dans le cas particulier, un renvoi à l'autorité intimée semble superflu et le principe de l'économie de procédure justifie que l'autorité de recours statue elle-même dès lors qu'elle dispose de tous les éléments nécessaires pour statuer en toute connaissance de cause. 4. 4.1. Selon l'art. 16b al. 2 LCR, après une infraction moyennement grave, le permis d’élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour un mois au minimum (let. a), pour quatre mois au minimum si, au cours des deux années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction grave ou moyennement grave (let. b) et pour neuf mois au minimum si, au cours des deux années précédentes, le permis a été retiré à deux reprises en raison d’infractions qualifiées de moyennement graves au moins (let. c). Les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (cf. art. 16 al. 3 LCR). L'autorité administrative doit en outre se réserver la possibilité de réprimer toutes les fautes, des plus bénignes aux plus graves. Pour se conformer à ce principe, elle doit adopter la règle selon laquelle la durée habituelle du retrait d'admonestation est, dans chaque hypothèse visée par la loi, supérieure au minimum légal. Elle peut ainsi, en appréciant les circonstances particulières d'un cas d'espèce, réduire la période ordinaire de retrait et s'en tenir au minimum légal, lorsque la gravité de la faute commise, la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile ou les bons antécédents du contrevenant commandent que l'on s'écarte de la durée normale du retrait (Perrin, Délivrance et retrait du permis de conduire, Fribourg 1982, p. 190 et la jurisprudence citée). 4.2. Sur le vu de ce qui précède et compte tenu de l'absence d'antécédents du recourant et du fait que la CMA s'en était tenue dans sa décision à la durée minimale de retrait, la durée du retrait du permis de conduire du recourant est fixée à un mois, soit le minimum légal prévu par l'art.”
Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 g/‰ ist gemäss der zitierten Quellen in jedem Fall eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen. Ein Wert von rund 1,74 g/‰ wird in der Rechtsprechung ausdrücklich als Hinweis auf missbräuchlichen Konsum oder Abhängigkeit gewertet und rechtfertigt damit die Durchführung einer solchen Untersuchung; daraus kann sich — sofern dadurch festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht (mehr) erfüllt sind — der Entzug des Führerausweises nach Art. 16 Abs. 1 SVG ergeben.
“a LCR, en vigueur depuis le 1er juillet 2014, impose en en tous les cas un examen de l'aptitude à la conduite lorsqu'un conducteur a circulé en étant pris de boisson avec un taux d'alcool dans le sang supérieur ou égal à 1.6 gr. ‰. Des concentrations aussi élevées sont l'indice d'un problème de consommation abusive, voire d'addiction (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, le programme d'action de la Confédération visant à renforcer la sécurité routière, FF 2010 p. 7755 et les auteurs cités). Un tel seuil avait d'ailleurs déjà été mis en évidence comme référence dans la jurisprudence rendue sous l'ancien droit (arrêt du Tribunal fédéral 1C_331/2016 du 29 août 2016 consid 5. et références citées). La chambre administrative a retenu qu'un taux d'alcool dans le sang d'au minimum 1,74 g ‰, justifiait à lui seul la mise en œuvre d'un examen d'aptitude au sens de l'art. 15d al. 1 let. a LCR. Ce taux constituait un indice d'un problème de consommation abusive d'alcool, voire d'une addiction (ATA/390/2018 du 24 avril 2018 consid. 4) d. Conformément à l'art. 16 al. 1 LCR, le permis de conduire doit être retiré lorsque l'autorité constate que les conditions légales de sa délivrance, énoncées par l'art. 14 LCR, ne sont pas ou plus remplies. Il y a notamment lieu de retirer le permis de conduire, pour une durée indéterminée, lorsque la personne souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (art. 16d al. 1 let. b LCR) ou que ses aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (art. 16d al. 1 let. a LCR). e. Dans son Message du 31 mars 1999 concernant la modification de la LCR, le Conseil fédéral a relevé que la consommation d'alcool pouvait justifier un retrait du permis de conduire pour inaptitude même en l'absence de dépendance au sens de l'art. 16d al. 1 let. b LCR. Il a retenu qu'il y avait lieu dans ce cas de déterminer, par une expertise psychologique, si le permis de conduire devait être retiré à la personne concernée en se fondant sur l'art. 16d al. 1 let. a LCR, la personne n'étant pas en mesure, pour des motifs psychiques, de choisir entre boire et conduire (FF 1999 4106 ss, spéc.”
“a LCR, en vigueur depuis le 1er juillet 2014, impose en en tous les cas un examen de l'aptitude à la conduite lorsqu'un conducteur a circulé en étant pris de boisson avec un taux d'alcool dans le sang supérieur ou égal à 1.6 gr. ‰. Des concentrations aussi élevées sont l'indice d'un problème de consommation abusive, voire d'addiction (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, le programme d'action de la Confédération visant à renforcer la sécurité routière, FF 2010 p. 7755 et les auteurs cités). Un tel seuil avait d'ailleurs déjà été mis en évidence comme référence dans la jurisprudence rendue sous l'ancien droit (arrêt du Tribunal fédéral 1C_331/2016 du 29 août 2016 consid 5. et références citées). La chambre administrative a retenu qu'un taux d'alcool dans le sang d'au minimum 1,74 g ‰, justifiait à lui seul la mise en œuvre d'un examen d'aptitude au sens de l'art. 15d al. 1 let. a LCR. Ce taux constituait un indice d'un problème de consommation abusive d'alcool, voire d'une addiction (ATA/390/2018 du 24 avril 2018 consid. 4) d. Conformément à l'art. 16 al. 1 LCR, le permis de conduire doit être retiré lorsque l'autorité constate que les conditions légales de sa délivrance, énoncées par l'art. 14 LCR, ne sont pas ou plus remplies. Il y a notamment lieu de retirer le permis de conduire, pour une durée indéterminée, lorsque la personne souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (art. 16d al. 1 let. b LCR) ou que ses aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (art. 16d al. 1 let. a LCR). e. Dans son Message du 31 mars 1999 concernant la modification de la LCR, le Conseil fédéral a relevé que la consommation d'alcool pouvait justifier un retrait du permis de conduire pour inaptitude même en l'absence de dépendance au sens de l'art. 16d al. 1 let. b LCR. Il a retenu qu'il y avait lieu dans ce cas de déterminer, par une expertise psychologique, si le permis de conduire devait être retiré à la personne concernée en se fondant sur l'art. 16d al. 1 let. a LCR, la personne n'étant pas en mesure, pour des motifs psychiques, de choisir entre boire et conduire (FF 1999 4106 ss, spéc.”
Art. 16 Abs. 1 SVG bildet — zusammen mit der auf dieser Grundlage erlassenen Fahrlehrerverordnung — eine hinreichende formell-gesetzliche Grundlage für den Entzug der Fahrlehrerbewilligung. Dass die konkreten Voraussetzungen in der Verordnung geregelt sind, ist dem nicht abträglich, weil die Grundzüge im Gesetz umschrieben sind.
“Der Entzug der Fahrlehrerbewilligung stellt ohne Weiteres einen schwerwiegenden Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit gemäss Art. 27 BV dar (vgl. Urteil 2C_373/2023 vom 12. Januar 2024 E. 4.2 mit Hinweisen). Als solcher erfordert er zumindest in seinen Grundzügen eine formell-gesetzliche Grundlage (vgl. Art. 36 Abs. 1 BV; BGE 149 I 129 E. 3.4.2 mit Hinweisen; Urteil 2C_131/2023 vom 29. Februar 2024 E. 4.2.1). Mit Blick auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. Urteile 2C_373/2023 vom 12. Januar 2024 E. 4.2; 2C_221/2018 vom 29. November 2018 E. 3.4) ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass Art. 16 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 27 FV eine hinreichende gesetzliche Grundlage darstellt, um eine Fahrlehrerbewilligung zu entziehen. Dass die einzelnen Voraussetzungen zur Erteilung (vgl. Art. 5 Abs. 1 FZ) bzw. zum Entzug (vgl. Art. 27 FV) der Fahrlehrerbewilligung nicht im Strassenverkehrsgesetz selbst, sondern in der vom Bundesrat gestützt auf Art. 25 Abs. 2 lit. c SVG erlassenen Fahrlehrerverordnung enthalten sind, ist dem nicht abträglich, sind doch die Grundzüge im Gesetz selbst (Art. 16 Abs. 1 SVG) umschrieben.”
“Der Entzug der Fahrlehrerbewilligung stellt ohne Weiteres einen schwerwiegenden Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit gemäss Art. 27 BV dar (vgl. Urteil 2C_373/2023 vom 12. Januar 2024 E. 4.2 mit Hinweisen). Als solcher erfordert er zumindest in seinen Grundzügen eine formell-gesetzliche Grundlage (vgl. Art. 36 Abs. 1 BV; BGE 149 I 129 E. 3.4.2 mit Hinweisen; Urteil 2C_131/2023 vom 29. Februar 2024 E. 4.2.1). Mit Blick auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. Urteile 2C_373/2023 vom 12. Januar 2024 E. 4.2; 2C_221/2018 vom 29. November 2018 E. 3.4) ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass Art. 16 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 27 FV eine hinreichende gesetzliche Grundlage darstellt, um eine Fahrlehrerbewilligung zu entziehen. Dass die einzelnen Voraussetzungen zur Erteilung (vgl. Art. 5 Abs. 1 FZ) bzw. zum Entzug (vgl. Art. 27 FV) der Fahrlehrerbewilligung nicht im Strassenverkehrsgesetz selbst, sondern in der vom Bundesrat gestützt auf Art. 25 Abs. 2 lit. c SVG erlassenen Fahrlehrerverordnung enthalten sind, ist dem nicht abträglich, sind doch die Grundzüge im Gesetz selbst (Art. 16 Abs. 1 SVG) umschrieben.”
Bestehen Zweifel an der Fahreignung, ist gemäss Art. 15d Abs. 1 SVG eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen. Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen können Anlass für eine solche Untersuchung sein und — bei Feststellung, dass die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind — zum Entzug des Führerausweises nach Art. 16 Abs. 1 SVG führen.
“Die Fahreignung setzt unter anderem voraus, dass sie über die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen verfügen (Art. 14 Abs. 2 lit. b SVG). Dies setzt die stabil vorliegende Fähigkeit voraus, sich auch in schwierigen Situationen regelkonform verhalten zu können (Bickel, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 14 SVG N 13 f.; BGer 1C_220/2011 vom 24. August 2011 E. 2). Die medizinischen Mindestanforderungen betreffen dabei auch körperliche Merkmale, wie zum Beispiel die Sehschärfe, das Gehör, die Atmungsorgane und die Gliedmassen (Bickel, a.a.O., Art. 14 SVG N 26). Erfüllt eine Person diese gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines Führerausweises nicht mehr, so ist ihr dieser gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen. In Konkretisierung dieser Bestimmung wird der Führerausweis einer Person gemäss Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen. Angesichts des in Art. 16 Abs. 1 SVG verankerten Grundsatzes muss ein Sicherungsentzug in jedem Fall angeordnet werden, bei dem die Fahreignung nicht mehr gegeben ist. Unter Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG fallen alle medizinischen und psychischen Gründe, welche die Fahreignung ausschliessen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, kann ein Ausweisentzug dabei auch ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsregeln erfolgen (vgl. BGE 133 I 331 E. 9.1 und BGer 1C_491/2017 vom 9. Mai 2018 E. 3.5.). Als schwerer Eingriff in den Persönlichkeitsbereich der betroffenen Person hat der Entzug auf einer sorgfältigen Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte zu beruhen. Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so ist gemäss Art. 15d SVG eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen (Rütsche/DAmico, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 16d SVG N 17).”
“Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Abs. 1). Für die Fahreignung ist insbesondere erforderlich, dass der Motorfahrzeugführer die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen hat (Abs. 2 Bst. b), und dass er frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Abs. 2 Bst. c). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese nach Art. 15d Abs. 1 Bst. a SVG einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, namentlich bei Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von”
“Nach Art. 14 Abs. 1 SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Über Fahreignung verfügt unter anderem, wer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese nach Art. 15d Abs. 1 lit. a SVG einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, namentlich bei Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von”
Bei Entzug von Bewilligungen oder Führerausweisen stützen sich die Entscheide regelmässig auf frühere bundesgerichtliche Rechtsprechung, namentlich zu Gefährdung der Verkehrssicherheit, zum Leumund und zu den zulässigen Entzugsgründen; diese Rechtsprechung dient als Orientierung bei der Anwendung von Art. 16 SVG.
“100/2006 BGE 124 II 103ATF 124 II 103DTF 124 II 103 BGE 104 Ib 359ATF 104 Ib 359DTF 104 Ib 359 BGE 102 Ib 196ATF 102 Ib 196DTF 102 Ib 196 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 BGE 123 II 97ATF 123 II 97DTF 123 II 97 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 6A.82/2006 BGE 139 II 95ATF 139 II 95DTF 139 II 95 Art. 29 SVGart. 29 LCRart. 29 LCStr Art. 57 VRVart. 57 OCRart. 57 ONC Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 29 SVGart. 29 LCRart. 29 LCStr Art. 57 VRVart. 57 OCRart. 57 ONC Art. 71a VTSart. 71a OETVart. 71a OETV BGE 123 II 106ATF 123 II 106DTF 123 II 106 BGE 124 II 259ATF 124 II 259DTF 124 II 259 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr 6A.16/2006 BGE 126 II 202ATF 126 II 202DTF 126 II 202 BGE 125 II 561ATF 125 II 561DTF 125 II 561 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 120 Ib 285ATF 120 Ib 285DTF 120 Ib 285 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 122 II 228ATF 122 II 228DTF 122 II 228 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 118 IV 84ATF 118 IV 84DTF 118 IV 84 6A.16/2006 6A.58/2006 6B_672/2008 1C_532/2009 603 2010 123 603 2009 135 603 2014 77 603 2014 108 603 2016 74 603 2020 149 603 2020 142 603 2021 165 603 2013 34 1C_813/2013 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2022 2204.05.2022Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 16 SVGArt. 29 SVGArt. 90 SVGRechtsprechung BundBGE 139 II 95BGE 126 II 202BGE 125 II 5611C_813/20131C_532/20096B_672/2008Normen KantonArt. 77 VRGArt. 78 VRGArt. 131 VRGRechtsprechung Kanton603 2022 22603 2021 165603 2020 142Normen Bund/Kanton”
“76 VRG Art. 79 VRGart. 79 CPJAart. 79 VRG Art. 128 VRGart. 128 CPJAart. 128 VRG Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 133 I 331ATF 133 I 331DTF 133 I 331 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 Art. 17 SVGart. 17 LCRart. 17 LCStr BGE 133 II 384ATF 133 II 384DTF 133 II 384 BGE 129 II 82ATF 129 II 82DTF 129 II 82 1C_384/2017 BGE 133 II 331ATF 133 II 331DTF 133 II 331 BGE 130 II 25ATF 130 II 25DTF 130 II 25 1C_615/2014 BGE 133 II 384ATF 133 II 384DTF 133 II 384 BGE 129 II 82ATF 129 II 82DTF 129 II 82 BGE 129 II 82ATF 129 II 82DTF 129 II 82 1C_147/2017 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 1C_150/2010 1C_615/2014 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 Art. 9 BVart. 9 Cst.art. 9 Costituzione federale della Confederazione Svizzera BGE 133 II 384ATF 133 II 384DTF 133 II 384 1C_242/2017 BGE 126 II 361ATF 126 II 361DTF 126 II 361 1C_128/2020 1C_128/2020 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr Art. 17 SVGart. 17 LCRart. 17 LCStr BGE 134 I 140ATF 134 I 140DTF 134 I 140 603 2023 2 603 2023 3 Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 1 Tarif VJart. 1 Tarif JAart. 1 Tarif VJ Art. 2 Tarif VJart. 2 Tarif JAart. 2 Tarif VJ Art. 137 VRGart. 137 CPJAart. 137 VRG 603 2023 2 603 2023 3 Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2023 211.04.2023Urteil des III. Verwaltungsgerichtshofes des KantonsgerichtsGegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (1C_231/2023).Normen BundArt. 9 BVArt. 14 SVGArt. 16 SVGRechtsprechung BundBGE 140 II 334BGE 134 I 140BGE 133 I 3311C_128/20201C_384/20171C_242/2017Normen KantonArt. 12 AGSVGArt. 1 Tarif VJArt. 2 Tarif VJRechtsprechung Kanton603 2023 2603 2023 3603 2023 4Normen Bund/Kanton”
Die Behörde kann den Ausweis/das Bewilligung entziehen, wenn die bei der Erteilung festgelegten Beschränkungen oder Auflagen nicht eingehalten werden. Missbräuchliche oder geduldete Nutzung (z. B. Vernachlässigung der Überwachung oder Inverkehrbringen eines nicht sicheren Fahrzeugs) rechtfertigt einen Entzug; in weniger gravierenden Fällen kann stattdessen eine Verwarnung ausgesprochen werden.
“En revanche, dans la mesure où aucune des situations prévues aux let. a à c de l'art. 78 al. 2 CPJA n'est réalisée, la Cour de céans ne peut pas, dans le cas d'espèce, revoir l'opportunité de la décision de maintien sous conditions du droit de conduire. 2. 2.1. Aux termes de l'art. 14 al. 1 de la loi du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui remplit les conditions suivantes: il a atteint l'âge minimal requis (let. a); il a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b); il ne souffre d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. c); ses antécédents attestent qu'il respecte les règles en vigueur ainsi que les autres usagers de la route (let. d). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que ces permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir, elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). D'une façon générale, la question de savoir si un conducteur est capable de conduire avec sécurité dépend essentiellement de la personnalité de l'intéressé et de l'ensemble des circonstances du cas particulier (cf.”
“Le titulaire du permis de circulation collectif est responsable, au même titre qu'un détenteur, du parfait état de fonctionnement du véhicule et de sa conformité aux prescriptions (art. 93 ch. 2 LCR; art. 24 al. 2 OAV). L'art. 24 al. 3 OAV prévoit qu'il est permis d'utiliser des plaques professionnelles: a. pour les courses de dépannage et pour les remorquages; b. pour les courses de transfert ou d’essais, effectuées en rapport avec le commerce de véhicules, avec des réparations ou des transformations exécutées sur le véhicule; c. pour les courses d’essais de véhicules neufs à effectuer par des constructeurs ou des importateurs; d. pour permettre à des experts en automobiles d’examiner des véhicules; e. pour la présentation des véhicules aux contrôles officiels et pour les courses effectuées lors de ces contrôles; f. pour les courses gratuites de tout genre, à condition que neuf personnes au plus, le conducteur y compris, se trouvent dans ou sur le véhicule. Le permis de circulation collectif est retiré lorsque les conditions de la délivrance ne sont plus remplies (art. 16 al. 1 LCR et 23a al. 1 OAV). L'art. 23a al. 2 OAV précise que la garantie de l'usage irréprochable du permis de circulation collectif n'est plus assurée notamment lorsque le titulaire du permis en a fait ou a toléré un usage abusif, par exemple en négligeant d'exercer la surveillance nécessaire ou en mettant en circulation un véhicule qui ne présente pas toutes les garanties de sécurité. Dans les cas de peu de gravité, le titulaire peut être menacé du retrait; cela se fait sous forme d'avertissement.”
In Verfahren gestützt auf Art. 16 SVG werden die Gerichtskosten in den vorliegenden Entscheiden regelmässig dem unterliegenden Beschwerdeführer/der unterliegenden Partei auferlegt; bereits geleistete Kostenvorschüsse werden dabei angerechnet oder mit den festgesetzten Kosten verrechnet.
“Les frais partiels de procédure, par CHF 400.-, sont mis à la charge de la recourante. Ils sont compensés par l'avance de frais versée, le solde de CHF 400.- lui étant restitué. III. Il est alloué à Me Romain Jordan à titre d’indemnité de partie réduite un montant de CHF 2'154.- (TVA par CHF 154.- comprise), à la charge de l'Etat de Fribourg. IV. Notification. Cette décision peut faire l'objet d'un recours auprès du Tribunal fédéral, à Lausanne, dans les 30 jours dès sa notification. La fixation du montant des frais de procédure et de l'indemnité de partie peut, dans un délai de 30 jours, faire l'objet d'une réclamation auprès de l'autorité qui a statué, lorsque seule cette partie de la décision est contestée (art. 148 CPJA). Fribourg, le 17 juillet 2023/mju/gye La Présidente Le Greffier-stagiaire 603 2023 63 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 100 SVGart. 100 LCRart. 100 LCStr 6B_1049/2021 Art. 100 SVGart. 100 LCRart. 100 LCStr Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 78 VRGart. 78 CPJAart. 78 VRG Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr 1C_154/2018 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 142 IV 137ATF 142 IV 137DTF 142 IV 137 BGE 143 IV 508ATF 143 IV 508DTF 143 IV 508 603 2021 175 8B_1049/2021 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 143 IV 508ATF 143 IV 508DTF 143 IV 508 8B_1049/2021 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 140 IV 133ATF 140 IV 133DTF 140 IV 133 BGE 139 IV 250ATF 139 IV 250DTF 139 IV 250 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 142 IV 137ATF 142 IV 137DTF 142 IV 137 6B_1084/2018 BGE 142 IV 137ATF 142 IV 137DTF 142 IV 137 Art. 90 SVGart. 90 LCRart.”
“Das Gesuch (603 2023 3) um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung wird als gegenstandslos abgeschrieben. III. Die Gerichtskosten von CHF 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. IV. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. V. Zustellung. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG). Freiburg, 11. April 2023/dgr Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber-Praktikant 603 2023 2 603 2023 3 603 2023 2 603 2023 3 603 2023 3 603 2023 4 Art. 12 AGSVGart. 12 LALCRart. 12 AGSVG Art. 114 VRGart. 114 CPJAart. 114 VRG Art. 76 VRGart. 76 CPJAart. 76 VRG Art. 79 VRGart. 79 CPJAart. 79 VRG Art. 128 VRGart. 128 CPJAart. 128 VRG Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 14 SVGart. 14 LCRart. 14 LCStr Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 133 I 331ATF 133 I 331DTF 133 I 331 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 Art. 17 SVGart. 17 LCRart. 17 LCStr BGE 133 II 384ATF 133 II 384DTF 133 II 384 BGE 129 II 82ATF 129 II 82DTF 129 II 82 1C_384/2017 BGE 133 II 331ATF 133 II 331DTF 133 II 331 BGE 130 II 25ATF 130 II 25DTF 130 II 25 1C_615/2014 BGE 133 II 384ATF 133 II 384DTF 133 II 384 BGE 129 II 82ATF 129 II 82DTF 129 II 82 BGE 129 II 82ATF 129 II 82DTF 129 II 82 1C_147/2017 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 1C_150/2010 1C_615/2014 BGE 140 II 334ATF 140 II 334DTF 140 II 334 Art. 9 BVart. 9 Cst.art. 9 Costituzione federale della Confederazione Svizzera BGE 133 II 384ATF 133 II 384DTF 133 II 384 1C_242/2017 BGE 126 II 361ATF 126 II 361DTF 126 II 361 1C_128/2020 1C_128/2020 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr Art. 17 SVGart. 17 LCRart. 17 LCStr BGE 134 I 140ATF 134 I 140DTF 134 I 140 603 2023 2 603 2023 3 Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 1 Tarif VJart. 1 Tarif JAart.”
“Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 137 Abs. 1 VRG). Der Hof erkennt: I. Die Beschwerde wird abgewiesen. II. Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 600.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. III. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen. IV. Zustellung. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Gerichtskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG). Freiburg, 23. Mai 2022/mpo Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: 603 2021 167 Art. 12 AGSVGart. 12 LALCRart. 12 AGSVG Art. 114 VRGart. 114 CPJAart. 114 VRG Art. 76 VRGart. 76 CPJAart. 76 VRG Art. 79 VRGart. 79 CPJAart. 79 VRG Art. 128 VRGart. 128 CPJAart. 128 VRG Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 135 II 138ATF 135 II 138DTF 135 II 138 1C_575/2017 BGE 136 II 447ATF 136 II 447DTF 136 II 447 1C_632/2020 Art. 34 SVGart. 34 LCRart. 34 LCStr Art. 12 VRVart. 12 OCRart. 12 ONC BGE 131 IV 133ATF 131 IV 133DTF 131 IV 133 BGE 137 IV 326ATF 137 IV 326DTF 137 IV 326 1C_26/2018 Art. 34 SVGart. 34 LCRart. 34 LCStr BGE 131 IV 133ATF 131 IV 133DTF 131 IV 133 1C_442/2017 BGE 104 IV 192ATF 104 IV 192DTF 104 IV 192 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 131 IV 133ATF 131 IV 133DTF 131 IV 133 6B_1030/2010 6B_1139/2019 1C_746/2013 BGE 139 II 95ATF 139 II 95DTF 139 II 95 BGE 136 II 447ATF 136 II 447DTF 136 II 447 1C_334/2019 1C_26/2018 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr 603 2021 90 603 2020 26 1C_250/2017 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 1 Tarif VJart. 1 Tarif JAart. 1 Tarif VJ Art. 2 Tarif VJart. 2 Tarif JAart. 2 Tarif VJ Art. 137 VRGart. 137 CPJAart. 137 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2021 16723.”
“Les frais de justice, fixés à CHF 600.-, sont mis à la charge du recourant et compensés avec l'avance de frais. III. Notification. Cette décision peut faire l'objet d'un recours auprès du Tribunal fédéral, à Lausanne, dans les 30 jours dès sa notification. La fixation du montant des frais de procédure peut, dans un délai de 30 jours, faire l'objet d'une réclamation auprès de l'autorité qui a statué, lorsque seule cette partie de la décision est contestée (art. 148 CPJA). Fribourg, le 22 février 2021/ape/eto La Présidente : La Greffière-stagiaire : 603 2020 180 Art. 79 VRGart. 79 CPJAart. 79 VRG Art. 81 VRGart. 81 CPJAart. 81 VRG Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 78 VRGart. 78 CPJAart. 78 VRG Art. 27 SVGart. 27 LCRart. 27 LCStr Art. 5 VRVart. 5 OCRart. 5 ONC BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 BGE 124 II 259ATF 124 II 259DTF 124 II 259 BGE 126 II 196ATF 126 II 196DTF 126 II 196 BGE 124 II 97ATF 124 II 97DTF 124 II 97 603 2019 146 603 2019 57 603 2015 58 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2020 18022.02.2021Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 16 SVGArt. 27 SVGArt. 5 VRVRechtsprechung BundBGE 132 II 234BGE 126 II 196BGE 124 II 259Normen KantonArt. 77 VRGArt. 78 VRGArt. 79 VRGRechtsprechung Kanton603 2020 180603 2019 57603 2019 146Normen Bund/Kanton”
Bei fortgesetzter Verzögerungstaktik oder wiederholter Nichtbefolgung von Auflagen (etwa wiederholte Nichtvorlage geforderter Unterlagen oder das Ausbleiben der Umschreibung/Anbringung schweizerischer Kontrollschilder) kann dies als Indiz gewertet werden, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulassung nicht mehr erfüllt sind. In solchen Fällen hat die Rechtsprechung den Entzug bzw. die Aberkennung des Fahrzeugausweises als erforderlich erachtet (Art. 16 Abs. 1 SVG).
“Trotzdem liess er sein Fahrzeug nicht mit schweizerischen Kontrollschildern versehen. Dieser Sachverhalt ist unbestritten und lässt sich anhand der Akten nachvollziehen. Der Rekurrent macht zwar geltend, das von der Vorinstanz geforderte technische Gutachten noch nicht erhalten zu haben, weshalb es gar nicht möglich gewesen sei, das Fahrzeug prüfen zu lassen. Sein Verhalten lässt jedoch darauf schliessen, dass es ihm von Anfang an nur darum ging, Zeit zu gewinnen. So reagierte er auf die verschiedenen Mahnungen der Vorinstanz, wenn überhaupt, nur ungenügend. Auch im Rekursverfahren sicherte er mehrmals zu, die notwendigen Unterlagen zu beschaffen und einen Termin mit der Prüfstelle Oberbüren zu vereinbaren. Soweit dem Gericht bekannt, blieb es bei der Absichtsbekundung. Vor diesem Hintergrund erscheint nachvollziehbar, dass die Vorinstanz davon ausging, die gesetzlichen Voraussetzungen für den Betrieb des Audi Q5 mit deutschen Kontrollschildern bestünden nicht mehr. In einem solchen Fall ist der Fahrzeugausweis zwingend zu entziehen bzw. abzuerkennen (Art. 16 Abs. 1 SVG; Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16 SVG N 1 und 3).”
Bei drei Entzügen wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen innerhalb von zehn Jahren sieht Art. 16 Abs. 2 lit. e SVG den Entzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch für zwei Jahre, vor. Zur Bemessung von Dauer oder Verwarnung sind die in Art. 16a–16c SVG (Einteilung in leichte, mittelschwere und schwere Widerhandlungen) massgebenden Kriterien heranzuziehen.
“Angefochten ist der Entscheid über den Entzug der aufschiebenden Wirkung eines Rekurses gegen den Entzug eines Führerausweises gemäss Art. 16, 16b Abs. 2 lit. e und Art. 16d SVG sowie von Art. 33 und 45 der Verkehrszulassungsverordnung VZV. Gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Art. 16 Abs. 2 lit. e SVG sieht vor, dass der Führerausweis nach einer mittelschweren Widerhandlung für unbestimmte Zeit, mindestens aber für zwei Jahre entzogen wird, wenn in den vorangegangenen zehn Jahren der Ausweis dreimal wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Gemäss Art. 16d Abs. 1 SVG wird der Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (lit. a), die Person an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (lit.”
“La CPAR, admettant partiellement l'appel du Ministère public contre ce jugement, a annulé celui-ci par jugement du 18 avril 2023 et a condamné le recourant à une amende de CHF 800.- pour violation des règles de la circulation routière (art. 30 al. 2 et 90 al. 1 LCR) et infraction à l'art. 96 al. 1 let. c LCR. Elle a retenu que le recourant avait surchargé son véhicule en dépassant de plus de 40 % le poids total maximal autorisé par le permis d'immatriculation en transportant un véhicule imposant qui plus est mal arrimé. Ce jugement n'a pas été contesté, de sorte qu'il est entré en force. Aucun élément ne permet au tribunal de céans de s'écarter de l'appréciation de la CPAR, laquelle est au demeurant conforme à la jurisprudence précitée. Reste toutefois à examiner la gravité de l'infraction. 10. Lorsque la procédure prévue par la loi sur les amendes d’ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n’est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d’élève-conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 11. Pour déterminer la durée et s'il y a lieu de prononcer un retrait d’admonestation, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16c LCR). 12. Selon l'art. 16a al. 1 let. a LCR, commet une infraction légère la personne qui, en violant les règles de la circulation, met légèrement en danger la sécurité d'autrui et à laquelle seule une faute bénigne peut être imputée. Commet une infraction moyennement grave, selon l'art. 16b al. 1 let. a LCR, la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Commet en revanche une infraction grave, selon l'art. 16c al. 1 let. a LCR, la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. 13. La définition d'une infraction moyennement grave découle du fait qu'elle ne peut être considérée ni comme légère au sens de l'art. 16a al. 1 let.”
Art. 16 Abs. 1 SVG ist als Generalklausel in 'Kann'-Form gefasst: Der Entscheid über die angemessene Massnahme liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Dagegen kommt bei der Verletzung von Auflagen, die im Rahmen einer Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug (Art. 17 SVG) verfügt wurden, die Spezialnorm von Art. 17 Abs. 5 SVG zur Anwendung. Nach Wortlaut und Rechtsprechung führt die Verletzung solcher Art.‑17‑Auflagen in der Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises und geht damit vorrangig vor einer Anwendung von Art. 16 Abs. 1; es sind insoweit regelmässig keine weiteren verkehrsmedizinischen oder -psychologischen Abklärungen erforderlich.
“Im Strassenverkehrsgesetz gibt es zwei Bestimmungen, welche den Entzug des Führerausweises für den Fall vorsehen, dass zuvor verfügte Auflagen missachtet wurden. Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden. Werden hingegen Auflagen verletzt, die bei der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verfügt worden waren, kommt Art. 17 Abs. 5 SVG als Spezialnorm zur Anwendung (vgl. Art. 17 Abs. 3 SVG; BGE 140 II 334 E. 2). Art. 16 Abs. 1 SVG ist als "Kann-Vorschrift" abgefasst. Der Entscheid, welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Demgegenüber führt die Verletzung von Auflagen, die im Rahmen von Art. 17 SVG verfügt wurden, nach dem Wortlaut von Art. 17 Abs. 5 SVG in aller Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises, ohne dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen hinsichtlich der Fahreignung notwendig wären (siehe BSK SVG-Rütsche/Weber, Art. 17 N. 29 und 36; Urteil BGer 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.1; Entscheid Verwaltungsrekurskommission des Kantons SG IV-2017/37 vom 30. November 2017 E. 2b). Denn in diesem Fall ist davon auszugehen, dass die bereits früher festgestellte Suchtkrankheit nicht erfolgreich überwunden wurde und es weiterhin an der Fahreignung fehlt (BGE 140 II 334 E. 2; Urteile BGer 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.1; 1C_147/2018 vom 5. Oktober 2018 E. 6.2; zum Ganzen auch Urteil KG FR 603 2021 32 vom 14. Mai 2021 E.”
“Im Strassenverkehrsgesetz gibt es zwei Bestimmungen, welche den Entzug des Führerausweises für den Fall vorsehen, dass zuvor verfügte Auflagen missachtet wurden. Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden. Werden hingegen Auflagen verletzt, die bei der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verfügt worden waren, kommt Art. 17 Abs. 5 SVG als Spezialnorm zur Anwendung (vgl. Art. 17 Abs. 3 SVG; BGE 140 II 334 E. 2). Art. 16 Abs. 1 SVG ist als "Kann"-Vorschrift abgefasst. Der Entscheid, welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Demgegenüber führt die Verletzung von Auflagen, die im Rahmen von Art. 17 SVG verfügt wurden, nach dem Wortlaut von Art. 17 Abs. 5 SVG in aller Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises, ohne dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen hinsichtlich der Fahreignung notwendig wären (siehe BSK SVG-Rütsche/Weber, Art. 17 N. 29 und 36; Urteil BGer 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.1; Entscheid Verwaltungsrekurskommission des Kantons SG, IV-2017/37 vom 30. November 2017, E. 2b). Denn in diesem Fall ist davon auszugehen, dass die bereits früher festgestellte Suchtkrankheit nicht erfolgreich überwunden wurde und es weiterhin an der Fahreignung fehlt (BGE 140 II 334 E. 2; Urteil BGer 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.1).”
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt objektiv eine «schwere Widerhandlung» vor, die die Entzugsfolgen nach Art. 16 SVG beeinflusst, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung die festgesetzten Schwellenwerte erreicht (innerorts ab 25 km/h, ausserorts ab 30 km/h, auf Autobahnen ab 35 km/h).
“Im Bereich der Geschwindigkeitsüberschreitungen hat die Rechtsprechung im Interesse der Rechtsgleichheit präzise Regeln aufgestellt, um leichte, mittelschwere und schwere Widerhandlungen voneinander abzugrenzen (BGE 132 II 234 E. 3 S. 237 f.; BGer 1C_144/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 3.3). Die vom Bundesgericht festgesetzten Limiten stehen auch im Dienst der Rechtssicherheit (Rütsche, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 16 SVG N 104). Nach der erwähnten Rechtsprechung liegt objektiv unabhängig von den konkreten Umständen wie z.B. günstigen Verkehrsverhältnissen oder einem tadellosen automobilistischen Leumund eine schwere Widerhandlung im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG vor, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts 25 km/h oder mehr, ausserorts 30 km/h oder mehr und auf einer Autobahn 35 km/h oder mehr beträgt (BGE 132 II 234 E. 3 S. 237 f.; BGer 1C_144/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 3.3, 1C_224/2010, 1C_238/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 3.3, 1C_83/2008 vom 16. Oktober 2008 E. 2.1; Rütsche, a.a.O., Art. 16 SVG N 101 f.; Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Auflage, Zürich 2015, Art. 16c N 6). Teilweise wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 25 km/h, 30 km/h oder 35 km/h verlangt (BGer 1C_210/2020 vom 30. November 2020 E. 2.2, 1C_454/2018 vom 21. Dezember 2018 E. 3.3, 1C_87/2016 vom 13. Juni 2016 E. 2.1.2; VGE VD.2016.143 vom 21. Februar 2017 E. 2.2). Diesen Urteilen, die ohne jegliche Begründung von der langjährigen und teilweise in der amtlichen Sammlung publizierten Rechtsprechung des Bundesgerichts abweichen, kann nicht gefolgt werden. Insbesondere hat das Bundesgericht ausdrücklich entschieden, dass auch eine Geschwindigkeitsüberschreitung von genau 25 km/h innerorts objektiv eine schwere Widerhandlung im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG darstellt (BGer 1C_144/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 3.4, 1C_83/2008 vom 16. Oktober 2008 E. 2.2). Im Übrigen ist die Frage im vorliegenden Fall nicht entscheiderheblich, weil die Geschwindigkeitsüberschreitung 25 km/h übersteigt.”
Art. 16 Abs. 1 SVG ist als Kann‑Vorschrift ausgestaltet. Bei Verletzung von mit der Erteilung verbundenen Beschränkungen oder Auflagen entscheidet die zuständige Behörde im pflichtgemässen Ermessen; ein Entzug des Ausweises oder der Bewilligung ist demnach nicht zwingend.
“Im Strassenverkehrsgesetz gibt es zwei Bestimmungen, welche den Entzug des Führerausweises für den Fall vorsehen, dass zuvor verfügte Auflagen missachtet wurden. Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden. Werden hingegen Auflagen verletzt, die bei der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verfügt worden waren, kommt Art. 17 Abs. 5 SVG als Spezialnorm zur Anwendung (vgl. Art. 17 Abs. 3 SVG; BGE 140 II 334 E. 2). Art. 16 Abs. 1 SVG ist als "Kann-Vorschrift" abgefasst. Der Entscheid, welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Demgegenüber führt die Verletzung von Auflagen, die im Rahmen von Art. 17 SVG verfügt wurden, nach dem Wortlaut von Art. 17 Abs. 5 SVG in aller Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises, ohne dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen hinsichtlich der Fahreignung notwendig wären (siehe BSK SVG-Rütsche/Weber, Art.”
“Im Strassenverkehrsgesetz gibt es zwei Bestimmungen, welche den Entzug des Führerausweises für den Fall vorsehen, dass zuvor verfügte Auflagen missachtet wurden. Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden. Werden hingegen Auflagen verletzt, die bei der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verfügt worden waren, kommt Art. 17 Abs. 5 SVG als Spezialnorm zur Anwendung (vgl. Art. 17 Abs. 3 SVG; BGE 140 II 334 E. 2). Art. 16 Abs. 1 SVG ist als "Kann"-Vorschrift abgefasst. Der Entscheid, welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Demgegenüber führt die Verletzung von Auflagen, die im Rahmen von Art. 17 SVG verfügt wurden, nach dem Wortlaut von Art. 17 Abs. 5 SVG in aller Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises, ohne dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen hinsichtlich der Fahreignung notwendig wären (siehe BSK SVG-Rütsche/Weber, Art.”
Die kantonale Praxis wendet Art. 16 SVG zurückhaltend zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit an und orientiert sich dabei an Entscheiden des Bundesgerichts.
“100/2006 BGE 124 II 103ATF 124 II 103DTF 124 II 103 BGE 104 Ib 359ATF 104 Ib 359DTF 104 Ib 359 BGE 102 Ib 196ATF 102 Ib 196DTF 102 Ib 196 BGE 120 Ib 312ATF 120 Ib 312DTF 120 Ib 312 BGE 119 Ib 158ATF 119 Ib 158DTF 119 Ib 158 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 BGE 123 II 97ATF 123 II 97DTF 123 II 97 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 6A.82/2006 BGE 123 II 106ATF 123 II 106DTF 123 II 106 BGE 124 II 259ATF 124 II 259DTF 124 II 259 603 2016 227 6A.16/2006 BGE 126 II 202ATF 126 II 202DTF 126 II 202 BGE 126 II 192ATF 126 II 192DTF 126 II 192 BGE 125 II 561ATF 125 II 561DTF 125 II 561 Art. 3 VRVart. 3 OCRart. 3 ONC BGE 137 IV 290ATF 137 IV 290DTF 137 IV 290 6B_69/2017 BGE 127 II 302ATF 127 II 302DTF 127 II 302 BGE 127 II 302ATF 127 II 302DTF 127 II 302 1C_235/2007 6S.186/2002 BGE 120 Ib 312ATF 120 Ib 312DTF 120 Ib 312 1C_249/2012 603 2015 48 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr 6A.90/2002 6A.65/2003 603 2011 20 603 2019 189 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2022 6006.07.2022Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 16 SVGArt. 90 SVGArt. 3 VRVRechtsprechung BundBGE 137 IV 290BGE 132 II 234BGE 127 II 3026B_69/20171C_249/20121C_235/2007Normen KantonArt. 77 VRGArt. 78 VRGArt. 131 VRGRechtsprechung Kanton603 2022 60603 2019 189603 2016 227Normen Bund/Kanton”
“100/2006 BGE 124 II 103ATF 124 II 103DTF 124 II 103 BGE 104 Ib 359ATF 104 Ib 359DTF 104 Ib 359 BGE 102 Ib 196ATF 102 Ib 196DTF 102 Ib 196 BGE 120 Ib 312ATF 120 Ib 312DTF 120 Ib 312 BGE 119 Ib 158ATF 119 Ib 158DTF 119 Ib 158 BGE 119 Ib 158ATF 119 Ib 158DTF 119 Ib 158 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 Art. 29 SVGart. 29 LCRart. 29 LCStr Art. 57 VRVart. 57 OCRart. 57 ONC Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 29 SVGart. 29 LCRart. 29 LCStr Art. 57 VRVart. 57 OCRart. 57 ONC BGE 123 II 106ATF 123 II 106DTF 123 II 106 BGE 124 II 259ATF 124 II 259DTF 124 II 259 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr 6A.16/2006 BGE 126 II 202ATF 126 II 202DTF 126 II 202 BGE 125 II 561ATF 125 II 561DTF 125 II 561 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 120 Ib 285ATF 120 Ib 285DTF 120 Ib 285 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 122 II 228ATF 122 II 228DTF 122 II 228 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 118 IV 84ATF 118 IV 84DTF 118 IV 84 6A.16/2006 6A.58/2006 6B_672/2008 1C_532/2009 603 2010 123 603 2009 135 603 2014 77 603 2014 108 603 2016 74 603 2020 149 603 2020 142 603 2013 34 1C_813/2013 Art. 98 VRGart. 98 CPJAart. 98 VRG Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2021 16530.11.2021Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 16 SVGArt. 29 SVGArt. 90 SVGRechtsprechung BundBGE 126 II 202BGE 125 II 561BGE 124 II 2591C_813/20131C_532/20096B_672/2008Normen KantonArt. 77 VRGArt. 78 VRGArt. 98 VRGRechtsprechung Kanton603 2021 165603 2020 142603 2020 149Normen Bund/Kanton”
“100/2006 BGE 124 II 103ATF 124 II 103DTF 124 II 103 BGE 104 Ib 359ATF 104 Ib 359DTF 104 Ib 359 BGE 102 Ib 196ATF 102 Ib 196DTF 102 Ib 196 BGE 120 Ib 312ATF 120 Ib 312DTF 120 Ib 312 BGE 119 Ib 158ATF 119 Ib 158DTF 119 Ib 158 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 BGE 123 II 97ATF 123 II 97DTF 123 II 97 BGE 121 II 214ATF 121 II 214DTF 121 II 214 6A.82/2006 Art. 29 SVGart. 29 LCRart. 29 LCStr Art. 57 VRVart. 57 OCRart. 57 ONC Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 29 SVGart. 29 LCRart. 29 LCStr Art. 57 VRVart. 57 OCRart. 57 ONC BGE 123 II 106ATF 123 II 106DTF 123 II 106 BGE 124 II 259ATF 124 II 259DTF 124 II 259 Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr 6A.16/2006 BGE 126 II 202ATF 126 II 202DTF 126 II 202 BGE 125 II 561ATF 125 II 561DTF 125 II 561 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 120 Ib 285ATF 120 Ib 285DTF 120 Ib 285 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 122 II 228ATF 122 II 228DTF 122 II 228 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr BGE 118 IV 84ATF 118 IV 84DTF 118 IV 84 6A.16/2006 6A.58/2006 6B_672/2008 1C_532/2009 603 2010 123 603 2009 135 603 2014 77 603 2014 108 603 2016 74 603 2013 34 Art. 90 SVGart. 90 LCRart. 90 LCStr Art. 16 SVGart. 16 LCRart. 16 LCStr BGE 132 II 234ATF 132 II 234DTF 132 II 234 603 2018 2 603 2019 55 Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos603 2020 14926.10.2020Arrêt de la IIIe Cour administrative du Tribunal cantonalNormen BundArt. 16 SVGArt. 29 SVGArt. 90 SVGRechtsprechung BundBGE 132 II 234BGE 126 II 202BGE 125 II 5611C_532/20096B_672/20086A.100/2006Normen KantonArt. 77 VRGArt. 78 VRGArt. 131 VRGRechtsprechung Kanton603 2020 149603 2019 55603 2018 2Normen Bund/Kanton”
Innerorts hat die Rechtsprechung für die Einordnung nach Schwere feste Schwellenwerte anerkannt: leichter Fall bei Überschreitung um mehr als 15 km/h, mittelschwer bei 21–24 km/h und schwer bei 25 km/h oder mehr. Diese Schematisierung entbindet die Behörde jedoch nicht davon, die Umstände des Einzelfalls bei der Festsetzung der Entzugsdauer zu prüfen (Art. 16 Abs. 3 SVG).
“Danach ist objektiv, das heisst unabhängig von den konkreten Umständen, innerorts ein leichter Fall anzunehmen, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 15 km/h überschritten wird (Urteil 1C_303/2007 vom 15. Mai 2008 E. 8.1 f.), ein mittelschwerer Fall bei einer Überschreitung um 21 bis 24 km/h (Urteile 1C_163/2022 vom 9. März 2021 E. 2.4; 1C_35/2019 vom 2. Juli 2019 E. 4.1.1) und ein schwerer Fall bei einer Überschreitung um 25 km/h und mehr (Urteil 1C_464/2020 vom 16. März 2021 E. 3.2). Diese Schematisierung entbindet die rechtsanwendenden Behörden indessen nicht, den Umständen des Einzelfalls Rechnung zu tragen. Einerseits ist zu prüfen, ob besondere Umstände die Verkehrsregelverletzung weniger gravierend erscheinen lassen, etwa wenn der Fahrer bzw. die Fahrerin aus ernsthaften Gründen annahm, sich noch nicht oder nicht mehr in einer geschwindigkeitsbegrenzten Zone zu befinden (BGE 132 II 234 E. 3.2; Urteil 1C_464/2020 vom 16. März 2021 E. 3.2 mit Hinweis). Andererseits sind die konkreten Umstände des Einzelfalls bei der Festsetzung der Dauer des Ausweisentzugs zu berücksichtigen (vgl. Art. 16 Abs. 3 SVG).”
“3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Dans le domaine des excès de vitesse, la jurisprudence a été amenée à fixer des règles précises afin d'assurer l'égalité de traitement entre conducteurs. Ainsi, selon la jurisprudence constante, le cas est objectivement grave, c'est-à-dire sans égard aux circonstances concrètes, en présence d'un dépassement de la vitesse autorisée de 25 km/h ou plus à l'intérieur des localités, de 30 km/h ou plus hors des localités et sur les semi-autoroutes et de 35 km/h ou plus sur les autoroutes (ATF 143 IV 508 consid. 1.3; 132 II 234 consid. 3.1 et les arrêts cités; arrêt 6B_973/2020 du 25 février 2021 consid. 2.1). Cette jurisprudence ne dispense toutefois pas l'autorité de tout examen des circonstances du cas concret. D'une part, l'importance de la mise en danger et celle de la faute doivent être appréciées afin de déterminer quelle doit être la durée du retrait, la durée minimale du retrait ne pouvant toutefois pas être réduite (art. 16 al. 3 LCR). D'autre part, il y a lieu de rechercher si des circonstances particulières ne justifient pas de considérer néanmoins le cas comme plus grave ou, inversement, comme de moindre gravité. Dans cette mesure, une appréciation purement schématique du cas, fondée exclusivement sur le dépassement de vitesse constaté, violerait le droit fédéral (ATF 126 II 196 consid. 2a; arrêt 1C_55/2014 du 9 janvier 2015 consid. 3.1).”
Bei Tatmehrheit kann im Rahmen der nach Art. 16 Abs. 3 SVG vorzunehmenden Zumessung die Mindestverweigerungsfrist bzw. Entzugsdauer erhöht werden; Tatmehrheit ist dabei eines der zu berücksichtigenden Zumessungskriterien.
“Denn nach dem Willen des Gesetzgebers sei bei Fahren ohne Ausweis immer eine Administrativmassnahme auszusprechen, was sich aus dem zwingenden Charakter von Art. 15e SVG ergebe. 3.2.1 Der Betroffene habe ein Motorfahrzeug zum Gebrauch entwendet, was eine mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. d SVG darstelle. Beim durch Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassen- beziehungsweise Witterungsverhältnisse auf der Autobahn verursachten Verkehrsunfall handle es sich ebenfalls um eine mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG. Entsprechend wäre die Mindestverweigerungsfrist von sechs Monaten gemäss Art. 15e Abs. 1 SVG zu erhöhen gewesen. 3.2.2 Unter wohlwollender Berücksichtigung des Umstands, dass dem Betroffenen zwischenzeitlich bereits ein Führerausweis auf Probe ausgestellt worden sei und dieser seit dem 18. März 2018 keine weiteren Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften begangen habe, sowie unter Berücksichtigung der massgeblichen Zumessungskriterien im Sinn von Art. 16 Abs. 3 SVG wie einerseits Verschulden, Gefährdung der Verkehrssicherheit, Tatmehrheit und andererseits berufliche Angewiesenheit auf den Führerausweis, sei eine Entzugsdauer von drei Monaten angemessen. Die Probezeit des Führerausweises auf Probe werde nicht verlängert. 3.3 Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, aufgrund der Unschuldsvermutung habe die Beschwerdegegnerin vor Abschluss des Strafverfahrens keinen Grund beziehungsweise keine Berechtigung gehabt, eine Administrativmassnahme zu erlassen und dem Beschwerdeführer den Lernfahrausweis beziehungsweise den Führerausweis auf Probe zu verweigern. Nachdem der Beschwerdeführer vor Erlass des Strafbefehls den Führerausweis auf Probe erlangt habe, sei dessen Verweigerung nicht mehr möglich gewesen. Dennoch sei das Verhalten nach dem Willen des Gesetzgebers zwingend mit einer Administrativmassnahme zu ahnden. Es könne nicht angehen, dass aus dem Abwarten des strafrechtlichen Verfahrensausgangs, in welchem eine Verurteilung erfolgt sei, etwas Anderes abgeleitet werden könne.”
Die Kaskadenordnung ist auch dann anzuwenden, wenn die frühere Widerhandlung allein den Entzug von Führerausweisen für Spezialkategorien (z. B. G, M, F) betroffen hat; eine Nichtanwendung würde den präventiven Warncharakter und die erzieherische Funktion der Kaskadenregelung vereiteln.
“Würde die Kaskade aus Rücksicht auf den Ausbildungsstand nicht zur Anwendung gelangen, käme dies im Ergebnis einer sehr hohen, erneuten und damit systemwidrigen Gewichtung eines Teilaspekts des Verschuldens der Erstwiderhandlung gleich, der zu einer erheblichen Verkürzung der Ausweisentzugsdauer führen würde (vgl. Rütsche, a.a.O., N 98 zu Art. 16 SVG; vgl. zum Ganzen auch VerwGE B 2021/245 und 246 vom 25. April 2022 E. 4.4.3). Dass die gesetzlich vorgegebene Mindestentzugsdauer, die – wie dargelegt – nicht unterschritten werden darf, der rechtsanwendenden Behörde im Einzelfall mit Blick auf die Einschätzung ihrer Erforderlichkeit zur Erreichung der Besserung als unverhältnismässig streng erscheint, ist nicht ausgeschlossen. Indessen entspricht diese Härte der Absicht des Bundesgesetzgebers, der schwere und wiederholte Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften zur Vermeidung von Toten und Verletzten im Strassenverkehr strenger ahnden wollte (Botschaft S. 4485), und ist für die rechtsanwendenden Behörden massgebend (vgl. Art. 190 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV; vgl. auch B. Rütsche, in: Basler Kommentar zum SVG, Basel 2014, N 98 zu Art. 16 SVG). Der Warncharakter sowie der damit einhergehende präventive Zweck der Kaskadenordnung zum Schutz der Verkehrssicherheit würde mit der Verwehrung einer Anwendung auf Fälle, in denen der erstmalige Führerausweisentzug sich auf eine Spezialkategorie beschränkte wurde, vereitelt werden. Gleiches gilt für die erzieherische Funktion der Kaskadenordnung. Ergebnis Zusammenfassend ergibt sich, dass hinsichtlich Erteilung und Umfang des Entzugs zwischen dem Ausweis der Spezialkategorien G und M (Erteilung) beziehungsweise aller Spezialkategorien (Umfang des Entzugs) einerseits und dem Ausweis für die übrigen Kategorien und Unterkategorien zwar Unterschiede bestehen. Mit Blick auf den Wortlaut der Rückfallbestimmungen und die vom Gesetzgeber mit der Kaskadenordnung verfolgte Absicht ist Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG aber auch dann anzuwenden, wenn die frühere Widerhandlung einzig den Entzug eines Führerausweises der Spezialkategorien G und M oder eines Lernfahr- oder Führerausweises der Spezialkategorie F zum Gegenstand hatte.”
“Die konkreten Umstände der Vortat – also beispielsweise für die Würdigung des Verschuldens bedeutsame Aspekte wie das Alter und der Ausbildungsstand – fliessen ebenfalls in die Beurteilung der Vortat. Der Beschwerdegegner war im Übrigen im Zeitpunkt der ersten Widerhandlung bereits 18-jährig und damit in einem Alter, in welchem ihm die Gefährlichkeit seines verkehrswidrigen Verhaltens – Linksabbiegen ohne genügende Rücksichtnahme auf den nachfolgenden Verkehr, defekter Blinker am Anhänger, Überschreiten der zulässigen Anhängelast – bewusst sein musste. Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung des erneuten Verstosses auf jene der Vortat nicht zurückzukommen (vgl. BGer 1C_210/2020 vom 30. November 2020 E. 4.3). Würde die Kaskade aus Rücksicht auf den Ausbildungsstand nicht zur Anwendung gelangen, käme dies im Ergebnis einer sehr hohen, erneuten und damit systemwidrigen Gewichtung eines Teilaspekts des Verschuldens der Erstwiderhandlung gleich, der zu einer erheblichen Verkürzung der Ausweisentzugsdauer führen würde (vgl. Rütsche, a.a.O., N 98 zu Art. 16 SVG; vgl. zum Ganzen auch VerwGE B 2021/245 und 246 vom 25. April 2022 E. 4.4.3). Dass die gesetzlich vorgegebene Mindestentzugsdauer, die – wie dargelegt – nicht unterschritten werden darf, der rechtsanwendenden Behörde im Einzelfall mit Blick auf die Einschätzung ihrer Erforderlichkeit zur Erreichung der Besserung als unverhältnismässig streng erscheint, ist nicht ausgeschlossen. Indessen entspricht diese Härte der Absicht des Bundesgesetzgebers, der schwere und wiederholte Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften zur Vermeidung von Toten und Verletzten im Strassenverkehr strenger ahnden wollte (Botschaft S. 4485), und ist für die rechtsanwendenden Behörden massgebend (vgl. Art. 190 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV; vgl. auch B. Rütsche, in: Basler Kommentar zum SVG, Basel 2014, N 98 zu Art. 16 SVG). Der Warncharakter sowie der damit einhergehende präventive Zweck der Kaskadenordnung zum Schutz der Verkehrssicherheit würde mit der Verwehrung einer Anwendung auf Fälle, in denen der erstmalige Führerausweisentzug sich auf eine Spezialkategorie beschränkte wurde, vereitelt werden.”
“Von daher vermag vorliegend das Argument des allenfalls geringeren Ausbildungsstands von Motorfahrradführern bei der Anordnung einer Administrativmassnahme eine Nichtanwendung des Kaskadensystems nicht zu rechtfertigen, zumal die Verwendung eines Fahrzeugs der Bewilligungskategorie A1 ohne Bewilligung seine Ursache nicht in dem damaligen strassenverkehrsrechtlichen Ausbildungsstand des Beschwerdeführers 1 hatte; eine Fahrzeugverwendung ohne Bewilligung lässt sich m.a.W. nicht mit dem strassenverkehrsrechtlichen Ausbildungsstand begründen. Zu beachten ist überdies, dass die Kaskadenordnung gemäss Art. 16b Abs. 2 und Art. 16c Abs. 2 SVG am 1. Januar 2005 und damit rund drei Jahre nach Erlass des von der Vorinstanz angeführten BGE 128 II 187 in Kraft trat. Mit den Bestimmungen der per 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Teilrevision 2001 des SVG sollten schwere und wiederholte Widerhandlungen gegen SVG-Vorschriften strenger geahndet werden (BBl 1999, 4464, 4474 und 4485 [zitiert in Rütsche a.a.O., N 98 zu Art. 16 SVG]). Aufgrund der geschilderten Gegebenheiten kann das erwähnte Urteil für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts nicht als einschlägig gelten. Die Vorinstanz hielt im Weiteren dafür, dass der Beschwerdeführer 1 im Zeitpunkt der Widerhandlung im Jahr 2017 aufgrund der erwähnten Altersgrenze nicht im Besitz eines Führerausweises der Kategorien A und B habe sein können, weshalb eine Ausdehnung auf diese Kategorien gemäss Art. 33 Abs. 4 lit. b VZV nicht möglich sei (act. G 2 [B 2021/246] S. 10 f.). Hierzu ist festzuhalten, dass die vorerwähnte Bestimmung den Umfang des Entzugs betrifft und sich daraus zur Frage, ob ein Führerausweis der Spezialkategorie M vorliegend nach Widerhandlungen im Ausland kaskadenrelevant ist oder nicht, keine Antwort ableiten lässt. Aus der erwähnten Bestimmung ergibt sich insbesondere nicht, dass ein Entzug eines Führerausweises der Kategorie M aufgrund einer mittelschweren Widerhandlung (Fahren ohne Bewilligung mit einem Fahrzeug der Kategorie A1) nach einer erneuten (schweren) Widerhandlung nicht zu einer Anwendung der Kaskadenordnung führen kann.”
Bestimmte Delikte, namentlich Fahren mit qualifizierter Alkoholkonzentration und Fahrerflucht nach einem Unfall, sind in den Quellen ausdrücklich als schwere Widerhandlungen bezeichnet und können den Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises beziehungsweise schärfere Massnahmen rechtfertigen.
“Da die weiteren formellen Voraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contra-rio). 3. Da es sich um einen klaren Fall handelt, wird vorliegend im Zirkulationsverfahren entschieden (§1 Abs. 4 VPO). 4. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Entzug des Führerausweises für die Dauer von zwölf Monaten gegenüber dem Beschwerdeführer zu Recht erfolgte. 5.1 Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 ausgeschlossen ist, wird der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2 SVG). Das SVG unterscheidet zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Art. 16a bis Art. 16c SVG). In besonders leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Art. 16a Abs. 4 SVG). In leichten Fällen wird die fehlbare Person verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Art. 16a Abs. 3 SVG). In allen übrigen Fällen von Widerhandlungen gegen das SVG wird der Führerausweis entzogen (Art. 16a Abs. 2 SVG, Art. 16b Abs. 2 lit. a-f SVG, Art. 16c Abs. 2 lit. a-e SVG). 5.2 Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG stuft das Fahren in angetrunkenem Zustand als schwere Widerhandlung ein, wenn der Motorfahrzeugführer eine qualifizierte Atemalkoholoder Blutalkoholkonzentration aufweist, selbst wenn keine weitere Verkehrsregelverletzung vorliegt (Hans Giger, Kommentar zum SVG, 9. Aufl., Zürich 2022, N 36 zu Art. 16c SVG; Bernhard Rütsche/Denise Weber, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.”
“De plus, son propre collègue, qui le suivait en scooter, avait jugé nécessaire de s'assurer de l'état du cycliste. Par ailleurs, le fait qu'il ait déposé une main courante, dont le contenu ne figurait pas au dossier, ne suffisait pas pour considérer que les devoirs en cas d'accident avaient été remplis, la police devant pouvoir intervenir sur place. Ce dernier jugement n'a pas été contesté, de sorte qu'il est entré en force. Aucun élément ne permet au tribunal de céans de s'écarter de l'appréciation de la CPAR, laquelle est au demeurant conforme à la jurisprudence précitée. De plus, le recourant n'apporte aucun nouvel élément, se contentant de vouloir substituer sa propre appréciation des faits à celle retenue par la CPAR. 11. Reste toutefois à examiner la gravité des infractions. 12. Lorsque la procédure prévue par la loi sur les amendes d’ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n’est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d’élève-conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 13. Pour déterminer la durée et s'il y a lieu de prononcer un retrait d’admonestation, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16c LCR). 14. La définition d'une infraction moyennement grave découle du fait qu'elle ne peut être considérée ni comme légère au sens de l'art. 16a al. 1 let. a LCR, ni comme grave au sens de l'art. 16c al. 1 let. a LCR. 15. Commet notamment une infraction grave, selon l'art. 16c al. 1 LCR, la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque (let. a) ou prend la fuite après avoir blessé ou tué une personne (let. e). 16. La notion de délit de fuite décrite à l'art. 16c al. 1 let. e LCR est identique à celle de l'art. 92 al. 2 LCR (cf. André BUSSY/Baptiste RUSCONI/Yvan JEANNERET/André KUHN/Cédric MIZEL/Christoph MÜLLER, Code suisse de la circulation routière commenté, 4ème éd., 2015, n. 2.5 ad art.”
Die von der Rechtsprechung entwickelten Palierschwellen sind grundsätzlich beizubehalten. Dies enthebt die Behörde jedoch nicht davon, die Bedeutung der Gefährdung und des Verschuldens sowie allfällige besondere Umstände des Einzelfalls zu prüfen, die eine Abweichung rechtfertigen könnten.
“3; 124 II 259 consid. 2b). Le Tribunal fédéral a rappelé que les seuils fixés par la jurisprudence n'avaient pas été arrêtés à la légère mais reposaient sur les considérations d'un collège d'experts mandatés par la Cour de cassation pénale du Tribunal fédéral (TF 1C_83/2008 du 16 octobre 2008 consid. 2.5; arrêt CDAP CR.2019.0003 du 23 octobre 2019 consid. 4b) et qu'il n'y avait pas lieu de remettre en cause dans son principe le système de paliers mis en place par la jurisprudence et confirmé à maintes reprises depuis l'entrée en vigueur du nouveau droit (TF 1C_125/2016 du 25 octobre 2016 consid. 3.1 ; 1C_55/2014 du 9 janvier 2015 consid. 3.2; 6B_3/2014 du 28 avril 2014 consid. 1.3; CR.2018.0027 du 18 mars 2019 consid. 2a). Cette jurisprudence ne dispense toutefois pas l'autorité de tout examen des circonstances du cas concret. D'une part, l'importance de la mise en danger et celle de la faute doivent être appréciées afin de déterminer quelle doit être la durée d'un retrait de permis (cf. art. 16 al. 3 LCR). D'autre part, il y a lieu de rechercher si des circonstances particulières ne justifient pas de considérer néanmoins le cas comme de moindre gravité, cette dernière hypothèse pouvant notamment être réalisée lorsque le conducteur avait des motifs sérieux de penser qu'il ne se trouvait pas encore ou plus dans la zone de limitation de vitesse (ATF 126 II 196 consid. 2a; 124 II 97 consid. 2c; 123 II 37 consid. 1f).”
Bei der Bemessung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die in Art. 16 Abs. 3 SVG genannten Umstände gesamthaft zu würdigen. Die Entzugsdauer ist so festzusetzen, dass die mit der Massnahme verfolgte erzieherische und präventive Wirkung bestmöglich erreicht wird; die Mindestentzugsdauer darf nicht unterschritten werden. Den kantonalen Behörden steht bei der Festlegung ein weiter Ermessensspielraum zu; ein Einschreiten der Aufsichts- oder Gerichtsinstanz erfolgt nur bei Ermessensüberschreitung oder Missbrauch (z. B. unhaltbare Gewichtung oder unbeachtliche Nichtberücksichtigung wesentlicher Umstände).
“Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch - abgesehen von der hier nicht beachtlichen Ausnahme - nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Den kantonalen Behörden steht bei der Bemessung der Entzugsdauer ein weiter Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn dieses Ermessen überschritten oder missbraucht worden ist. Dies ist namentlich der Fall, wenn die kantonalen Behörden einzelne Umstände zu Unrecht ganz ausser Acht lassen oder in einer unhaltbaren Weise gewichten (BGE 128 II 173 E. 4b; Urteile 1C_59/2023 vom 11. Juli 2023 E. 5.3; 1C_320/2018 vom 14. Januar 2019 E. 3.1; je mit Hinweisen).”
“1 let. b LCR). Selon l'art. 2 de l'ordonnance de l'Assemblée fédérale concernant les taux limites d'alcool admis en matière de circulation routière du 15 juin 2012 (RS 741.13), sont considérés comme qualifiés un taux d'alcool dans le sang de 0,8 gramme pour mille ou plus (let. a), ou un taux d'alcool dans l'haleine de 0,4 mg ou plus par litre d'air expiré (let. b). 12. De façon générale, la qualification de cas grave au sens de l’art. 16c al. 1 let. a LCR correspond à celle de l’art. 90 al. 2 LCR (ATF 132 II 234 consid. 3 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B.264/2007 du 19 septembre 2007 consid. 3.1 ; ATA/458/2012 du 30 juillet 2012). 13. Après une infraction grave, le permis d’élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction grave ou à deux reprises en raison d’infractions moyennement graves (art. 16c al. 2 let. c LCR). 14. Selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur, ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Ces éléments doivent faire l'objet d'une appréciation d'ensemble, de manière à atteindre autant que possible l'effet éducatif et préventif auquel tend la mesure. Dans ce contexte, l'autorité cantonale dispose d'un large pouvoir d'appréciation et l'autorité de recours n'intervient que si celle-ci a abusé de ce pouvoir, par exemple en ne prenant pas en compte certains éléments pertinents ou encore en appréciant leur portée de manière insoutenable (ATF 128 II 173 consid. 4b ; JdT 2002 I 593 et la jurisprudence citée). Il y a lieu ainsi de rechercher si des circonstances particulières ne justifient pas de considérer le cas comme plus grave ou, inversement, comme de moindre gravité (arrêt 1C_125/2016 du 25 octobre 2016).”
“Bezüglich der Dauer des Führerausweisentzuges ist festzuhalten, dass der Führerausweis nach Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwölf Monate zu entziehen ist, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Die erwähnte Rückfallfrist von fünf Jahren für die Kaskade beginnt nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf des letzten Tages des früheren Führerausweisentzuges bzw. bei einem früheren Sicherungsentzug mit dem Tag der Wiederzulassung zum Strassenverkehr zu laufen (siehe ausführlich Urteil BGer 1C_180/2010 vom 22. September 2010). Laut Art. 16 Abs. 3 SVG sind für die Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3). Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N. 27 f.).”
“Hinsichtlich der Dauer des Führerausweisentzuges ist darauf hinzuweisen, dass der Führerausweis nach Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwölf Monate zu entziehen ist, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Die erwähnte Rückfallfrist von fünf Jahren für die Kaskade beginnt nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf des letzten Tages des früheren Führerausweisentzuges bzw. bei einem früheren Sicherungsentzug mit dem Tag der Wiederzulassung zum Strassenverkehr zu laufen (siehe ausführlich Urteil BGer 1C_180/2010 vom 22. September 2010). Laut Art. 16 Abs. 3 SVG sind für die Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3). Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (Weissen-berger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N. 27 f.; Urteil KG FR 603 2018 57 vom 28. August 2018 E. 4.1.).”
“Nach einer schweren Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz wird der Führerausweis entzogen (Art. 16c Abs. 2 SVG). Im vorliegenden Fall beträgt die Mindestentzugsdauer gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG drei Monate und darf nach Art. 16 Abs. 3 SVG nicht unterschritten werden. Gemäss letzterer Bestimmung sind bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Dabei sind alle Umstände gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (BGE 124 II 44 E. 1).”
“Allgemeines Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird (Weissenberger, a.a.O., N 28 zu Art. 16 SVG). Wie alle hoheitlichen Massnahmen muss auch ein Führerausweisentzug dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit gerecht werden. Unter anderem muss die Anordnung des Entzugs noch erforderlich sein, um dessen Zweck, die Erziehung und Besserung des Fahrzeuglenkers, zu erreichen (BGE 120 Ib 504 E. 4e). Für den Warnungsentzug existieren keine Höchstentzugsdauern. Die Behörde sollte sich jedoch bei der Bemessung der Entzugsdauer nach oben an der Mindestentzugsdauer der nächsthöheren Stufe im Kaskadensystem orientieren. Dabei handelt es sich nicht um fixe Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen; Warnungsentzüge sollen indessen fünf Jahre nicht überschreiten. Ein Warnungsentzug von fünf Jahren stünde im Widerspruch zu den Bestimmungen von Art.”
Bei der Festsetzung der Entzugsdauer nach Art. 16 Abs. 3 SVG können frühere strassenverkehrsrechtliche Widerhandlungen des Betroffenen — einschliesslich solcher aus einer früheren Probezeit oder eines annullierten Lernfahrausweises — in die Gesamtbemessung einbezogen werden.
“Cela signifie en particulier qu'à l'exception des durées minimales qui ne sont pas pertinentes, les critères légaux pour la fixation de la durée du retrait s'appliquent. Les infractions commises durant une période d'essai précédente en font aussi partie. Dans le cas particulier, la Haute Cour a considéré que la durée du retrait fixée à 12 mois, qui correspondait au minimum légal en application du système des cascades, pouvait être confirmée à la lumière de toutes les circonstances de l'espèce (cf. pour le tout ég. arrêt TC FR 603 2022 59 du 4 août 2022 consid. 4). 6. Dans la présente occurrence, l'OCN a fixé à douze mois la durée du retrait en tenant notamment compte des antécédents du recourant. Celui-ci soutient qu'une sanction de trois mois serait suffisante dès lors que toutes les infractions commises dans les différentes périodes où il bénéficiait de permis à l'essai doivent être totalement écartées. Cette interprétation de la jurisprudence de la Haute Cour est manifestement erronée. En effet, dans son arrêt 143 II 699, le TF a clairement précisé que les règles sur la fixation de la durée du retrait (art. 16 al. 3 LCR) permettent de tenir compte du passé de l'administré comme conducteur, même si les antécédents remontent à des périodes d'un permis à l'essai annulé. Il a même confirmé dans le cas concret que la durée de retrait de 12 mois – correspondant à la durée légale minimale en application du système des cascades – se justifiait par le biais de l'art. 16 al. 3 LCR. Il ressort du dossier que le recourant a fait l'objet des mesures suivantes: - décision du 23 juillet 2009: refus de délivrance du permis d'élève conducteur (conduite d'un véhicule sans être titulaire du permis requis et vol d'usage); - décision du 30 octobre 2014: retrait du permis à l'essai pour deux mois, prolongation de la période d'essai pour faute moyennement grave (deux dépassements de vitesse); - décision du 21 janvier 2016: annulation du permis à l'essai, infraction légère (vitesse inadaptée, accélération inutile, véhicule défectueux); - décision du 16 février 2017: prolongation du délai de délivrance d'un nouveau permis d'élève conducteur pour faute moyennement grave (vol d'usage et conduite d'une voiture sans permis); - décision du 3 juillet 2019: retrait du nouveau permis à l'essai de quatre mois pour faute moyennement grave (conduite sans permis pour la catégorie requise).”
“15a SVG eine gewisse selbständige Bedeutung zuzumessen. Für die Frage, ob der zweite Führerausweis auf Probe (bloss) zu entziehen oder gestützt auf Art. 15a Abs. 4 SVG (auch) zu annullieren sei, sei einzig auf die in der zweiten Probezeit begangene (n) Widerhandlung (en) und nicht auch auf die Vorfälle in der ersten Probezeit abzustellen (E. 3.5.6). Anders verhalte es sich für die Frage der Entzugsdauer. Art. 15a SVG enthalte insofern nur eine teilweise spezifische Regelung, die zwar der Kaskadenfolge von Art. 16c Abs. 2 lit. b-e SVG, nicht aber den übrigen Bestimmungen von Art. 16 ff. SVG vorgehe. Mit Ausnahme von Art. 16c Abs. 2 lit. a und a bis SVG gälten mithin einzig die verschiedenen Mindestentzugsdauern für den Ausweis auf Probe nicht vorbehaltlos. Analoges möge für Art. 16a Abs. 2 sowie Art. 16b Abs. 2 SVG zutreffen. Im Übrigen seien die Art. 16 ff. SVG jedoch auch auf die Ausweise auf Probe anwendbar. Das bedeute insbesondere, dass die Kriterien für die Festsetzung der Entzugsdauer gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG mit Ausnahme der insofern nicht massgeblichen Mindestentzugsdauer uneingeschränkt Anwendung fänden. Dazu zählten ohne Ausnahme auch die Widerhandlungen aus einer früheren Probezeit (E. 3.5.7).”
“SVG jedoch auch auf die Ausweise auf Probe anwendbar. Dies bedeute insbesondere, dass die Kriterien für die Festsetzung der Entzugsdauer gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG mit Ausnahme der insofern nicht massgeblichen Mindestentzugsdauer uneingeschränkt Anwendung fänden. Dazu würden ohne Ausnahme auch die Widerhandlungen aus einer früheren Probezeit zählen. Diese früheren Widerhandlungen seien für die Bemessung der Entzugsdauer in eine Gesamtbeurteilung einzubeziehen, welche die rechtsstaatlichen Anforderungen an eine verwaltungsrechtliche Massnahme, insbesondere den Grundsatz der Verhältnismässigkeit, wahre. Gemäss dem Bundesgericht erlaube diese Auslegung, dem Einzelfall mit all seinen Facetten gerecht zu werden (BGE 143 II 699 E. 3.5.7). Zusammenfassend stellt sich das Bundesgericht auf den Standpunkt, dass bei einem Entzug eines Führerausweises auf Probe die Kaskadenfolge von Art. 16c Abs. 2 SVG keine Anwendung finde, weil Art. 15a SVG eine eigene Regelung aufstelle. Die Dauer dieses Entzugs sei in der Folge nach Art. 16 Abs. 3 SVG zu bestimmen.”
Ist bei einer Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften das gesetzliche Tatbestandsbild erfüllt, ist der Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises anzuordnen. Die Behörde verfügt insoweit nicht über einen Ermessensspielraum und kann keine nicht gesetzlich vorgesehenen Ersatzsanktionen verhängen.
“a LCR, la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. 6. Le législateur conçoit l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement. Cette disposition n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a et 16c al. 1 let. a LCR. Ainsi, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la privilégier comme légère ou au contraire de la qualifier de grave ne sont pas réunis. Tel est par exemple le cas lorsque la faute est grave et la mise en danger bénigne ou, inversement, si la faute est légère et la mise en danger grave (ATF 136 II 447 consid. 3.2 ; 135 II 138 consid. 2.2.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 1C_525/2012 du 24 octobre 2013 consid. 2.1 ; 6A.16/2006 du 6 avril 2006 consid. 2.1.1). 7. L'art. 16c al. 2 let. a LCR prévoit qu'après une infraction grave, le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Ainsi que cela ressort notamment de la formulation de l'art. 16 al. 2 LCR (« une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait ») et de l'art. 16c al. 2 LCR (« le permis de conduire est retiré »), le retrait du permis de conduire est une mesure obligatoire, qui, dès que ses conditions légales sont remplies, doit être ordonnée par l'autorité, laquelle ne dispose d'aucun pouvoir d'appréciation à cet égard et ne saurait dès lors, par exemple, prononcer des sanctions de substitution à l'encontre du conducteur fautif, d'autant plus si celles-ci ne sont pas prévues par la loi. 8. De jurisprudence constante, les limitations de vitesse, telles qu’elles résultent de la loi ou de la signalisation routière, valent comme limites au-delà desquelles la sécurité de la route est compromise. Elles indiquent aux conducteurs les seuils à partir desquels le danger est assurément présent. Leur respect est donc essentiel à la sécurité du trafic (ATF 132 II 234 consid. 3.1.). Dans le domaine des excès de vitesse, la jurisprudence a été amenée à fixer des règles précises afin d'assurer l'égalité de traitement.”
“Ainsi que cela ressort notamment de la formulation de l'art. 16 al. 2 LCR (« une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait ») et de l'art. 16c al. 2 LCR (« le permis de conduire est retiré »), le retrait du permis de conduire est une mesure obligatoire, qui, dès que ses conditions légales sont remplies, doit être ordonnée par l'autorité, laquelle ne dispose d'aucun pouvoir d'appréciation à cet égard et ne saurait dès lors, par exemple, prononcer des sanctions de substitution à l'encontre du conducteur fautif, d'autant plus si celles-ci ne sont pas prévues par la loi.”
“03) n’est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d'élève-conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 9. Pour déterminer la durée et s'il y a lieu de prononcer un retrait d'admonestation, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16c LCR). 10. Selon l'art. 16c al. 1 let. b LCR, commet une infraction grave celui qui conduit un véhicule automobile en état d'ébriété et présente un taux d'alcool qualifié dans l'haleine ou dans le sang. 11. Selon l'art. 2 de l'ordonnance de l'Assemblée fédérale concernant les taux limites d'alcool admis en matière de circulation routière du 15 juin 2012 (RS 741.13), ci-après : l'ordonnance, est considéré comme qualifié un taux d'alcool dans le sang de 0.8 gramme pour mille ou plus (let. a), ou un taux d'alcool dans l'haleine de 0.4 mg ou plus par litre d'air expiré (let. b). 12. Ainsi que cela ressort notamment de la formulation de l'art. 16 al. 2 LCR (« une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait ») et de l'art. 16c al. 2 LCR (« le permis de conduire est retiré »), le retrait du permis de conduire est une mesure obligatoire, qui, dès que ses conditions légales sont remplies, doit être ordonnée par l'autorité, laquelle ne dispose d'aucun pouvoir d'appréciation à cet égard et ne saurait dès lors, par exemple, prononcer des sanctions de substitution à l'encontre du conducteur fautif, d'autant plus si celles-ci ne sont pas prévues par la loi. 13. Après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum (art. 16c al. 2 let. a LCR). L'art. 16c al. 2 let. c LCR prévoit toutefois que le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. 14. En vertu de l'art.”
Praxisnähe: Nach einer mittelschweren Widerhandlung beträgt die Mindestentzugsdauer ein Monat. Bei Wiederholungen kann die gesetzliche Mindestdauer erhöht sein (z.B. mindestens vier Monate nach der in den Quellen genannten Konstellation). Nach einer schweren Widerhandlung beträgt die Mindestdauer mindestens drei Monate; in bestimmten Fällen (mit Vorstrafen/mehrmaligen Entzügen) sieht die Rechtsprechung auch längere Mindestdauern (bis zu zwölf Monate) vor. Die genauen Umstände des Einzelfalls bleiben bei der Festlegung der Entzugsdauer zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 SVG).
“Für die Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Nach einer mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss Art. 16b Abs. 2 Bst. a SVG für mindestens einen Monat zu entziehen.”
“Für die Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Nach einer mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG für mindestens einen Monat zu entziehen.”
“Que ce risque ne se soit pas concrétisé en l'espèce relève du cas fortuit qui ne saurait profiter à la recourante; qu'au demeurant, le dossier photographique établi par la police bernoise montre les dégâts causés aux véhicules et atteste d'un choc sérieux entre les deux véhicules, et non pas d'une simple touchette; ce premier accident a du reste été à l'origine d'une collision en chaîne dans le cadre de laquelle quatre véhicules ont été impliqués; que ces éléments corroborent les déclarations de l'automobiliste impliquée qui parle d'un choc relativement fort; que, dans la mesure où ni la faute commise ni la mise en danger qui en est résulté ne peuvent être qualifiées de légères - au sens de bénigne du terme - l'appréciation de l'autorité intimée qui retient une infraction moyennement grave échappe à la critique; qu'en vertu de l'art. 16b al. 2 let. a LCR, après une infraction moyennement grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour la durée d'un mois au minimum (let. a); qu'en vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (ATF 132 II 234 consid. 2.3); qu'en l'occurrence, en fixant à un mois la durée du retrait du permis de conduire de la recourante, l'OCN s'en est tenu à la durée minimale légale prévue par l'art. 16b al. 2 let. a LCR; que, dans ces conditions, le besoin professionnel de la précitée de disposer du permis - pour autant qu'avéré ce qui n'est pas le cas en l'espèce - ne pourrait pas conduire à une réduction de la durée du retrait, déjà limitée au minimum légal; que, pour les motifs qui précèdent, le recours doit être rejeté et la décision de l'OCN confirmée; que, vu l'issue du recours, les frais de procédure doivent être mis à la charge de la recourante qui succombe (cf.”
“Betreffend die Dauer des Führerausweisentzuges ist darauf hinzuweisen, dass der Führerausweis nach einer schweren Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 2 Bst. a SVG für mindestens drei Monate zu entziehen ist. Laut Art. 16 Abs. 3 SVG sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3).”
“Vorliegend hat der Beschwerdeführer wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts von 50 km/h um 25 km/h am 16. Oktober 2019 eine schwere Widerhandlung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG begangen. Gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG wird der Lern- oder Führerausweises nach einer schweren Widerhandlung für mindestens drei Monate entzogen (vgl. BGE 143 II 699 E. 2.3). Dieser Umstand wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Hingegen ist strittig, ob die gegenüber dem Beschwerdeführer in Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG verfügte Entzugsdauer des Führerausweises auf Probe zu Recht auf zehn Monate erhöht wurde. Nachfolgend muss deshalb die vom Regierungsrat vorgenommene Würdigung näher überprüft werden.”
“Aussi, un tel comportement − qui viole les règles de la circulation routière − constitue une mise en danger abstraite accrue, le fait qu'aucun autre usager ne se soit trouvé devant, derrière ou à proximité de lui au moment où il effectuait cette acrobatie, n'étant dû qu'au hasard. En conséquence, c'est à bon droit que l'autorité intimée a retenu que le recourant avait commis une infraction moyennement grave au sens de l'art. 16b al. 1 let. a LCR. 19. S’agissant de la sanction, l’art. 16b al. 2 let. b LCR prévoit qu’après une infraction moyennement grave, le permis de conduire est retiré pour quatre mois au minimum si, au cours des deux années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou moyennement grave. 20. Les circonstances du cas d’espèce doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire, notamment l’atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois pas être réduite (art. 16 al. 3 LCR). Ces éléments doivent faire l'objet d'une appréciation d'ensemble, de manière à atteindre autant que possible l'effet éducatif et préventif auquel tend la mesure (arrêt du Tribunal fédéral 1C 430/2011 du 7 mars 2012 consid. 4.1). 21. En l'espèce, le recourant ayant un antécédent en raison d’un retrait de permis d’une durée de trois mois prononcé le 9 mai 2022 pour une infraction grave, mesure dont l'exécution a pris fin le 31 janvier 2023, ce dernier se trouve dans la situation prévue par l’art. 16b al. 2 let. b LCR. En conséquence, le retrait de permis pour la nouvelle infraction doit être de quatre mois au moins. Sur la base des éléments en sa possession, le tribunal s’en tiendra à ce minimum. 22. Il en résulte que la décision de l'OCV ne peut être que confirmée. Ne reposant sur aucun motif valable, le recours sera rejeté. 23. Dans la mesure où il succombe, un émolument de CHF 500.- sera mis à la charge du recourant en application de l'art. 87 al. 1 LPA et du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en procédure administrative du 30 juillet 1986 (RFPA - E 5 10.”
“Selon l'art. 16 al. 3 LCR, la durée du retrait de permis de conduire est fixée en fonction des circonstances du cas, notamment de l'atteinte à la sécurité routière, de la gravité de la faute, des antécédents en tant que conducteur ainsi que de la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis de conduire est retiré pour une durée de douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves.”
Bei den in den Quellen beschriebenen Gefährdungsstufen gilt: Liegt lediglich eine einfache abstrakte Gefährdung vor, zieht dies nach den Quellen keine Administrativmassnahme nach Art. 16 Abs. 2 SVG nach sich. Erhöhte abstrakte oder konkrete Gefährdungen sowie die Verletzung eines Rechtsguts können dagegen eine Administrativmassnahme (Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises oder Verwarnung) begründen. Nach der Rechtsprechung ist eine mittelschwere Widerhandlung gegeben, wenn durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen wird.
“Eine Gefahr für die Sicherheit anderer liegt vor, wenn die körperliche Integrität einer Person entweder konkret oder zumindest abstrakt gefährdet wurde. Es wird zwischen der einfachen und der erhöhten abstrakten Gefährdung unterschieden. Erstere zieht keine Administrativmassnahme nach sich (vgl. Art. 16 Abs. 2 SVG). Von einem solchen Fall ist jedoch nur dann auszugehen, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer vom Fehlverhalten hätten betroffen werden können. Wurde hingegen ein Rechtsgut verletzt oder eine konkrete bzw. eine erhöhte abstrakte Gefährdung der körperlichen Integrität hervorgerufen, hat dies eine Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser, Die neuen Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, N 43 ff.). Innerhalb der erhöhten abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der Verwirklichung der Gefahr abzustellen. Je näher die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte abstrakte Gefahr (vgl. BGE 118 IV 285 E. 3a). Eine konkrete Gefahr liegt vor, wenn für einen bestimmten, tatsächlich daherkommenden Verkehrsteilnehmer oder einen Mitfahrer des Täters die Gefahr einer Körperverletzung oder gar Tötung bestand (J. Boll, Grobe Verkehrsverletzung, Davos 1999, S. 12).”
“Nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, wird gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen (Art. 16a-c SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG).”
“1 SVG verurteilt, und zwar einerseits wegen Überholens an einer unübersichtlichen Stelle (Art. 35 Abs. 2 SVG) und andrerseits wegen ungenügenden Abstands beim Hintereinanderfahren (Art. 34 Abs. 4 SVG). Die Strafbestimmung der einfachen Verkehrsregelverletzung nach Art. 90 Abs. 1 SVG erfasst administrativrechtlich leichte und mittelschwere Widerhandlungen (BGE 135 II 138 E. 2.4). Das straf- und das administrativrechtliche Sanktionensystem sind insoweit nicht deckungsgleich (BGer 1C_259/2011 vom 27. September 2011 E. 3.4 und 1C_282/2011 vom 27. September 2011 E. 2.4). Aus der strafrechtlichen Verurteilung kann somit ebenso wenig wie aus der Bussenhöhe auf die administrativrechtliche Qualifikation der Widerhandlung geschlossen werden. Eine Gefahr für die Sicherheit anderer liegt vor, wenn die körperliche Integrität einer Person entweder konkret oder zumindest abstrakt gefährdet wurde. Im Recht der Administrativmassnahmen wird zwischen der einfachen und der erhöhten abstrakten Gefährdung unterschieden. Erstere zieht keine Administrativmassnahme nach sich (vgl. Art. 16 Abs. 2 SVG). Von einem solchen Fall ist jedoch nur dann auszugehen, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer vom Fehlverhalten hätten betroffen werden können. Führte dies hingegen zur Verletzung eines Rechtsguts oder einer konkreten bzw. einer erhöhten abstrakten Gefährdung der körperlichen Integrität, hat dies eine Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser, Die neuen Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, Rz. 43 ff.). Innerhalb der erhöhten abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der Verwirklichung der Gefahr abzustellen. Je näher die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte abstrakte Gefahr (vgl. BGE 118 IV 285 E. 3a). Eine konkrete Gefahr liegt vor, wenn für einen bestimmten, tatsächlich daherkommenden Verkehrsteilnehmer oder einen Mitfahrer des Täters die Gefahr einer Körperverletzung oder gar Tötung bestand (J. Boll, Grobe Verkehrsregelverletzung, Davos 1999, S.”
Insbesondere fällt unter Art. 16 Abs. 1 SVG das Fehlen der dauernden Fahreignung — etwa unzureichende körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit — sowie eine Sucht, die das sichere Führen ausschliesst.
“Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Über Fahreignung verfügt, wer die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen hat (Abs. 2 Bst. b). Fahrkompetent ist, wer Fahrzeuge der Kategorie, für die der Ausweis gilt, sicher führen kann (Abs. 3 Bst. b). Das Gesetz sieht demzufolge eine Unterscheidung der Führerausweise nach Fahrzeugkategorien vor. Gleichzeitig überlässt es die Unterteilung und Ausgestaltung der Ausweiskategorien dem Verordnungsgeber (vgl. Art. 25 SVG). Dieser gesetzlichen Grundordnung entspricht es, an die Fahreignung und Fahrkompetenz je nach Ausweiskategorie unterschiedlich hohe Anforderungen zu stellen (vgl. Art. 25 Abs. 3 Bst. a SVG; BGE 133 II 384 E. 3.2; Urteil BGer 6A.21/2002 vom 7. Mai 2002 E. 4.2). Der Führerausweis ist gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Insbesondere wird der Führerausweis nach Art. 16d Abs. 1 Bst. a SVG auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen. Weiter kann der Führerausweis vorsorglich entzogen werden, wenn ernsthafte Zweifel an der Fahreignung bestehen (Art. 30 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 [VZV; SR 741.51]).”
“Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die sogenannte Fahreignung. Mit diesem Begriff umschreiben alle betroffenen wissenschaftlichen Disziplinen (insbesondere Medizin, Psychologie und Jurisprudenz) die körperlichen und geistigen Voraussetzungen des Individuums, ein Fahrzeug im Strassenverkehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss dauernd vorliegen. Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Art. 16d Abs. 1 SVG bestimmt, dass der Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen wird, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (lit. a), sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (lit.”
“und frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (lit. c). Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (vgl. Art. 16 Abs. 1 SVG). Wegen fehlender Fahreignung wird der Führerausweis nach Art. 16d Abs. 1 SVG einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (lit. a), sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (lit.”
Der Entzug wird mit Verfügung angeordnet; der Vollzug kann durch tatsächliche Rückgabe oder Hinterlegung der Ausweise ausgelöst werden. Verfügungen können eine Rückgabefrist vorsehen; mit der Rückgabe endet die Fahrberechtigung auch dann, wenn ein weiterer Ausweis physisch zurückbehalten wird.
“September 2019 noch im physischen Besitz seines unbefristeten Führerausweises der Kategorie B war. Entgegen seiner Auffassung berechtigte ihn indessen einzig dieser physische Führerausweis nicht mehr zum Führen eines Motorfahrzeuges. Wie den unbestrittenen vorinstanzlichen Erwägungen entnommen werden kann, entzog das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Juni 2019 den Führerausweis der Kategorie B sowie seinen Lernfahrausweis der Kategorie A für drei Monate. Dabei ist in Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung ausdrücklich festgehalten, dass "der Führerausweis und allfällige weitere Fahrbewilligungen zu einem frei wählbaren Zeitpunkt (Datum Poststempel gilt), aber bis spätestens 3 Monate ab Erhalt dieser Verfügung (...) einzusenden sind" und "sobald Sie den Ausweis oder die Ausweise der Post abgeben, sind Sie nicht mehr fahrberechtigt". In Dispositiv-Ziffer 4 wurde weiter festgehalten was folgt: "Ihr unbefristeter Führerausweis, ausgestellt am 14. März 2019, wird gestützt auf Art. 16 Abs. 1 SVG eingezogen". Indem der Beschwerdeführer in der Folge am 9. Juli 2019 einerseits den abgelaufenen Führerausweis auf Probe der Kategorie B und andererseits den Lernfahrausweis für die Kategorie A dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zur Hinterlegung eingereicht hatte, löste er den Vollzug des Ausweisentzugs von drei Monaten aus. Ab diesem Zeitpunkt war er folglich nicht mehr fahrberechtigt. Daran ändert nichts, dass er den unbefristeten Führerausweis der Kategorie B zurückhielt. Wie die Vorinstanz berechtigterweise erwog, musste sich der Beschwerdeführer aufgrund der unzweideutigen Formulierung der Verfügung vom 28. Juni 2019 bewusst sein, dass die Entzugsdauer bzw. die daraus resultierende fehlende Fahrberechtigung für alle Führerausweise gilt (vgl. auch Art. 33 Abs. 1 VZV; BGE 128 II 173 E. 3b in fine; Urteil 1C_6/2019 vom 23. April 2019 E. 3.2 mit Hinweis; BUSSY/RUSCONI/JEANNERET/KUHN/MIZEL/MÜLLER, Code suisse de la circulation routière, 4. Aufl. 2015, N.”
“September 2019 noch im physischen Besitz seines unbefristeten Führerausweises der Kategorie B war. Entgegen seiner Auffassung berechtigte ihn indessen einzig dieser physische Führerausweis nicht mehr zum Führen eines Motorfahrzeuges. Wie den unbestrittenen vorinstanzlichen Erwägungen entnommen werden kann, entzog das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Juni 2019 den Führerausweis der Kategorie B sowie seinen Lernfahrausweis der Kategorie A für drei Monate. Dabei ist in Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung ausdrücklich festgehalten, dass "der Führerausweis und allfällige weitere Fahrbewilligungen zu einem frei wählbaren Zeitpunkt (Datum Poststempel gilt), aber bis spätestens 3 Monate ab Erhalt dieser Verfügung (...) einzusenden sind" und "sobald Sie den Ausweis oder die Ausweise der Post abgeben, sind Sie nicht mehr fahrberechtigt". In Dispositiv-Ziffer 4 wurde weiter festgehalten was folgt: "Ihr unbefristeter Führerausweis, ausgestellt am 14. März 2019, wird gestützt auf Art. 16 Abs. 1 SVG eingezogen". Indem der Beschwerdeführer in der Folge am 9. Juli 2019 einerseits den abgelaufenen Führerausweis auf Probe der Kategorie B und andererseits den Lernfahrausweis für die Kategorie A dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zur Hinterlegung eingereicht hatte, löste er den Vollzug des Ausweisentzugs von drei Monaten aus. Ab diesem Zeitpunkt war er folglich nicht mehr fahrberechtigt. Daran ändert nichts, dass er den unbefristeten Führerausweis der Kategorie B zurückhielt. Wie die Vorinstanz berechtigterweise erwog, musste sich der Beschwerdeführer aufgrund der unzweideutigen Formulierung der Verfügung vom 28. Juni 2019 bewusst sein, dass die Entzugsdauer bzw. die daraus resultierende fehlende Fahrberechtigung für alle Führerausweise gilt (vgl. auch Art. 33 Abs. 1 VZV; BGE 128 II 173 E. 3b in fine; Urteil 1C_6/2019 vom 23. April 2019 E. 3.2 mit Hinweis; BUSSY/RUSCONI/JEANNERET/KUHN/MIZEL/MÜLLER, Code suisse de la circulation routière, 4. Aufl. 2015, N.”
Beginn der Rückfall‑/Bewährungsfrist: Die Frist beginnt erst mit dem Ablauf des letzten Tages der Ausführung eines früheren Führerausweisentzugs. Bei einem früheren Sicherungsentzug läuft die Frist ab dem Zeitpunkt der Wiederzulassung bzw. der Rückgabe des Ausweises.
“Bezüglich der Dauer des Führerausweisentzuges ist festzuhalten, dass der Führerausweis nach Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwölf Monate zu entziehen ist, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Die erwähnte Rückfallfrist von fünf Jahren für die Kaskade beginnt nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf des letzten Tages des früheren Führerausweisentzuges bzw. bei einem früheren Sicherungsentzug mit dem Tag der Wiederzulassung zum Strassenverkehr zu laufen (siehe ausführlich Urteil BGer 1C_180/2010 vom 22. September 2010). Laut Art. 16 Abs. 3 SVG sind für die Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3). Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N. 27 f.).”
“Or, il ressort du fichier SIAC que le retrait prononcé le 1er juin 2016 a été exécuté du 28 novembre 2016 au 21 février 2017 après un retrait sur-le-champ du 13 au 18 mai 2016, ce qui fait un total de trois mois. En application de la jurisprudence constante précitée, le délai de cinq ans est compté à partir du 22 février 2017, jour auquel le recourant a été remis au bénéfice du droit de conduire après l'exécution de la mesure de retrait de son permis. Commise le 30 octobre 2021, l'infraction dont il est ici question est donc intervenue durant le délai d'épreuve de cinq ans, quoi qu'en dise le recourant. Il en découle qu'en application de l'art. 16c al. 2 let. c LCR, la durée de retrait de permis de conduire doit être d'au minimum douze mois. Les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire, notamment l’atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur, ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (art. 16 al. 3 LCR).”
“Danach begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Nach einer leichten Widerhandlung wird der Lernfahr- oder Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis entzogen war oder eine andere Administrativmassnahme verfügt wurde (Abs. 2). In besonders leichten Fällen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Abs. 4). Dem Beschwerdeführer war in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis aufgrund einer mittelschweren Widerhandlung für einen Monat entzogen worden. Die Bewährungsfrist von zwei Jahren beginnt im Zeitpunkt zu laufen, in dem der Betroffene seinen Führerausweis wieder zurückerhält, was im vorliegenden Fall am 23. Januar 2017 geschah (vgl. BGE 136 II 447 E. 5.3 S. 455; Urteile 1C_548/2018 vom 26. März 2019 E. 2.4; 1C_520/2013 vom 17. September 2013 E. 3; je mit Hinweisen). Gemäss Art. 16a Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 16 Abs. 3 SVG ist ihm deshalb der Führerausweis wegen der Widerhandlung vom 27. Juni 2018 zwingend für einen Monat zu entziehen, sofern von einem leichten Fall auszugehen ist. Davon wäre gemäss Art. 16a Abs. 4 SVG nur dann abzusehen, wenn die Voraussetzungen eines besonders leichten Falls gegeben wären.”
Art. 16 Abs. 3 SVG findet auch bei der Festsetzung der Dauer des Entzugs des Führerausweises auf Probe Anwendung. Die dort genannten Kriterien (namentlich Gefährdung der Verkehrssicherheit, Verschulden, Leumund als Motorfahrzeugführer sowie berufliche Notwendigkeit) sind demnach bei Probeentzügen ebenfalls heranzuziehen; Art. 15a SVG enthält nur eine teilweise spezifische Regelung und schliesst die Anwendung von Art. 16 Abs. 3 nicht aus.
“Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, aus den publizierten bundesgerichtlichen Urteilen BGE 143 II 699 und 146 II 300 ergebe sich, dass der Führerausweis auf Probe in Art. 15a SVG nicht abschliesend geregelt werde, sondern dieser Artikel nur eine teilweise spezifische Regelung enthalte. Gemäss dem Bundesgericht gehe die Regelung von Art. 15a SVG zwar der Kaskadenfolge in Art. 16b und 16c SVG vor bzw. gälten die entsprechenden Mindestentzugsdauern nicht vorbehaltlos; die weiteren Bestimmungen von Art. 16 ff. SVG, insbesondere Art. 16 Abs. 3 SVG, seien jedoch auch auf den Führerausweis auf Probe anwendbar. Nach Ansicht der Vorinstanz folgt aus dieser Rechtsprechung insbesondere, dass im vorliegenden Fall die Kriterien für die Festsetzung der Entzugsdauer gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG, mit Ausnahme der an sich einschlägigen, jedoch nicht massgeblichen Mindestentzugsdauer von Art. 16b Abs. 2 lit. f SVG, uneingeschränkt analog Anwendung finden. Soweit der Beschwerdeführer bemängle, für die zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten bestehe keine gesetzliche Grundlage, sei er somit nicht zu hören. Dasselbe gelte für sein Vorbringen, Art. 15a SVG gehe als lex specialis vor. Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit durch eine strenge Ahndung von SVG-Verstössen von Neulenkerinnen und Neulenkern sei gerade dadurch zu erreichen, dass diese mit zusätzlichen Administrativmassnahmen belegt werden könnten. Es könne nicht im Sinne des Gesetzgebers gewesen sein, dass unbelehrbare Neulenkerinnen und Neulenker mit wiederholten oder massiven Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Ergebnis mit weniger einschneidenden Massnahmen zu rechnen hätten als Inhaberinnen und Inhaber des definitiven Führerausweises.”
“15a SVG eine gewisse selbständige Bedeutung zuzumessen. Für die Frage, ob der zweite Führerausweis auf Probe (bloss) zu entziehen oder gestützt auf Art. 15a Abs. 4 SVG (auch) zu annullieren sei, sei einzig auf die in der zweiten Probezeit begangene (n) Widerhandlung (en) und nicht auch auf die Vorfälle in der ersten Probezeit abzustellen (E. 3.5.6). Anders verhalte es sich für die Frage der Entzugsdauer. Art. 15a SVG enthalte insofern nur eine teilweise spezifische Regelung, die zwar der Kaskadenfolge von Art. 16c Abs. 2 lit. b-e SVG, nicht aber den übrigen Bestimmungen von Art. 16 ff. SVG vorgehe. Mit Ausnahme von Art. 16c Abs. 2 lit. a und a bis SVG gälten mithin einzig die verschiedenen Mindestentzugsdauern für den Ausweis auf Probe nicht vorbehaltlos. Analoges möge für Art. 16a Abs. 2 sowie Art. 16b Abs. 2 SVG zutreffen. Im Übrigen seien die Art. 16 ff. SVG jedoch auch auf die Ausweise auf Probe anwendbar. Das bedeute insbesondere, dass die Kriterien für die Festsetzung der Entzugsdauer gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG mit Ausnahme der insofern nicht massgeblichen Mindestentzugsdauer uneingeschränkt Anwendung fänden. Dazu zählten ohne Ausnahme auch die Widerhandlungen aus einer früheren Probezeit (E. 3.5.7).”
Bei Entzug nach Art. 16 Abs. 1 SVG beginnt die Sperrfrist mit der Hinterlegung des Ausweises; die fehlende Fahrberechtigung gilt für alle Ausweise. In den zitierten Fällen wurde eine Mindestdauer von drei Monaten ab Hinterlegung festgehalten.
“Gestützt auf diese fundierte Begutachtung hat die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu Recht geschlossen, dass die Fahreignung des Beschwerdeführers verneint werden muss, und ihm folglich gestützt auf Art. 16 Abs. 1 SVG den Führerausweis für unbestimmte Dauer, mindestens jedoch für drei Monate (Mindestdauer der Sperrfrist), gerechnet ab dem Datum der Hinterlegung des Führerausweises, entzogen. Auch war es nicht erforderlich, hierzu weitere Beweise zu erheben (siehe hierzu auch sogleich E. 7).”
“September 2019 noch im physischen Besitz seines unbefristeten Führerausweises der Kategorie B war. Entgegen seiner Auffassung berechtigte ihn indessen einzig dieser physische Führerausweis nicht mehr zum Führen eines Motorfahrzeuges. Wie den unbestrittenen vorinstanzlichen Erwägungen entnommen werden kann, entzog das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Juni 2019 den Führerausweis der Kategorie B sowie seinen Lernfahrausweis der Kategorie A für drei Monate. Dabei ist in Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung ausdrücklich festgehalten, dass "der Führerausweis und allfällige weitere Fahrbewilligungen zu einem frei wählbaren Zeitpunkt (Datum Poststempel gilt), aber bis spätestens 3 Monate ab Erhalt dieser Verfügung (...) einzusenden sind" und "sobald Sie den Ausweis oder die Ausweise der Post abgeben, sind Sie nicht mehr fahrberechtigt". In Dispositiv-Ziffer 4 wurde weiter festgehalten was folgt: "Ihr unbefristeter Führerausweis, ausgestellt am 14. März 2019, wird gestützt auf Art. 16 Abs. 1 SVG eingezogen". Indem der Beschwerdeführer in der Folge am 9. Juli 2019 einerseits den abgelaufenen Führerausweis auf Probe der Kategorie B und andererseits den Lernfahrausweis für die Kategorie A dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zur Hinterlegung eingereicht hatte, löste er den Vollzug des Ausweisentzugs von drei Monaten aus. Ab diesem Zeitpunkt war er folglich nicht mehr fahrberechtigt. Daran ändert nichts, dass er den unbefristeten Führerausweis der Kategorie B zurückhielt. Wie die Vorinstanz berechtigterweise erwog, musste sich der Beschwerdeführer aufgrund der unzweideutigen Formulierung der Verfügung vom 28. Juni 2019 bewusst sein, dass die Entzugsdauer bzw. die daraus resultierende fehlende Fahrberechtigung für alle Führerausweise gilt (vgl. auch Art. 33 Abs. 1 VZV; BGE 128 II 173 E. 3b in fine; Urteil 1C_6/2019 vom 23. April 2019 E. 3.2 mit Hinweis; BUSSY/RUSCONI/JEANNERET/KUHN/MIZEL/MÜLLER, Code suisse de la circulation routière, 4. Aufl. 2015, N.”
Der Leumund des Motorfahrzeugführers (z. B. frühere Verwarnungen, Entzüge, wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitungen) wird bei der Bemessung der Entzugsdauer berücksichtigt und kann eine Erhöhung der Mindestentzugsdauer rechtfertigen. Gleiches Verhalten darf jedoch nicht in unveränderter Weise doppelt berücksichtigt werden, wenn es bereits als Grund für eine erhöhte Mindestentzugsdauer herangezogen wurde.
“4 Bei einer Erhöhung der Mindestentzugsdauer sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen (Art. 16 Abs. 3 Satz 1 SVG). In der Eventualbegründung seiner Beschwerdeschrift bringt der Beschwerdeführer vor, die Erhöhung der Mindestentzugsdauer um zwei Monate auf insgesamt acht Monate erweise sich als übermässig: Die Vorinstanz habe die Tatsache seiner Rückfälligkeit unzulässigerweise doppelt berücksichtigt, nämlich sowohl bei der Festlegung der Mindestentzugsdauer wie auch bei deren Erhöhung. Es ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die Tatsache der Rückfälligkeit des fehlbaren Motorfahrzeugführers insoweit nicht berücksichtigt werden darf, als sie – wie vorliegend – bereits Grund für eine erhöhte Mindestentzugsdauer ist (Bernhard Rütsche/Denise Weber in: Marcel Alexander Niggli/Thomas Probst/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, Art. 16c N. 49). Allerdings ist die oben in E. 4.2.3 erwähnte Verfügung vom 9. Januar 2020 betreffend die mittelschwere Widerhandlung, welche Anlass für die Anwendung von Art. 16 Abs. 2 lit. b SVG war, nicht die einzige kurz vor dem hier streitgegenständlichen Vorfall erlassene Verfügung wegen Verletzungen der Strassenverkehrsvorschriften durch den Beschwerdeführer. Seit dem Jahr 2018 ergingen Verwarnungen wegen Nichtbeachtung von Signalen und wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie ein weiterer Führerausweisentzug infolge Geschwindigkeitsüberschreitung. Hieraus ist der erheblich belastete automobilistische Leumund des Beschwerdeführers ersichtlich, namentlich im Zusammenhang mit wiederholten Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Dies wurde bei der Dauer des Führerausweisentzugs mit Blick auf Art. 16 Abs. 3 SVG richtigerweise berücksichtigt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanzen bei der Festlegung der Entzugsdauer von acht Monaten den ihnen hierbei zustehenden Ermessensspielraum nicht überschritten haben. Insgesamt ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. 5. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 65a Abs.”
“4 Bei einer Erhöhung der Mindestentzugsdauer sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen (Art. 16 Abs. 3 Satz 1 SVG). In der Eventualbegründung seiner Beschwerdeschrift bringt der Beschwerdeführer vor, die Erhöhung der Mindestentzugsdauer um zwei Monate auf insgesamt acht Monate erweise sich als übermässig: Die Vorinstanz habe die Tatsache seiner Rückfälligkeit unzulässigerweise doppelt berücksichtigt, nämlich sowohl bei der Festlegung der Mindestentzugsdauer wie auch bei deren Erhöhung. Es ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die Tatsache der Rückfälligkeit des fehlbaren Motorfahrzeugführers insoweit nicht berücksichtigt werden darf, als sie – wie vorliegend – bereits Grund für eine erhöhte Mindestentzugsdauer ist (Bernhard Rütsche/Denise Weber in: Marcel Alexander Niggli/Thomas Probst/Bernhard Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, Art. 16c N. 49). Allerdings ist die oben in E. 4.2.3 erwähnte Verfügung vom 9. Januar 2020 betreffend die mittelschwere Widerhandlung, welche Anlass für die Anwendung von Art. 16 Abs. 2 lit. b SVG war, nicht die einzige kurz vor dem hier streitgegenständlichen Vorfall erlassene Verfügung wegen Verletzungen der Strassenverkehrsvorschriften durch den Beschwerdeführer. Seit dem Jahr 2018 ergingen Verwarnungen wegen Nichtbeachtung von Signalen und wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie ein weiterer Führerausweisentzug infolge Geschwindigkeitsüberschreitung. Hieraus ist der erheblich belastete automobilistische Leumund des Beschwerdeführers ersichtlich, namentlich im Zusammenhang mit wiederholten Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Dies wurde bei der Dauer des Führerausweisentzugs mit Blick auf Art. 16 Abs. 3 SVG richtigerweise berücksichtigt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanzen bei der Festlegung der Entzugsdauer von acht Monaten den ihnen hierbei zustehenden Ermessensspielraum nicht überschritten haben. Insgesamt ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. 5. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 65a Abs.”
Ein richterliches Fahrverbot schliesst die Anordnung eines Warnungsentzugs nach Art. 16 Abs. 2 SVG nicht aus; beide Massnahmen können nebeneinander relevant sein.
“67e StGB erlassen. Nach dieser Bestimmung kann das Gericht neben einer Strafe oder einer Massnahme nach den Artikeln 59 bis 64 StGB den Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises für die Dauer von einem Monat bis zu fünf Jahren anordnen, wenn der Täter ein Motorfahrzeug zur Begehung eines Verbrechens oder Vergehens verwendet hat und Wiederholungsgefahr besteht. Vielmehr geht aus dem Strafurteil hervor, dass das Fahrverbot im Sinn einer richterlichen Weisung gemäss Art. 44 Abs. 2 und Art. 94 StGB erging, die gegenüber einem zu einer bedingten Strafe Verurteilten erlassen werden kann und der Resozialisierung dient (BSK StGB I-Arquint Hill/Heimgartner, Art. 67e N 7 ff.). Eine solche Weisung stellt keine Strafe dar. Im Übrigen hat die Vorinstanz den Zeitpunkt des Beginns des Führerausweisentzugs auf den 11. Dezember 2019 gelegt. Faktisch rechnet sie damit das richterliche Fahrverbot an den Warnungsentzug an, weshalb auf allfällige Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen einem Warnungsentzug gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG und einem richterlichen Fahrverbot gemäss Art. 44 Abs. 2 und Art. 94 StGB nicht weiter einzugehen ist (vgl. dazu BSK StGB-Imperatori, Art. 94 N 15). Auf jeden Fall schliesst ein richterliches Fahrverbot die Anordnung eines Warnungsentzugs nicht aus. Auch deshalb ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Rekurrenten aufgrund der richterlichen Weisung im Hinblick auf das Warnungsentzugsverfahren ein Nachteil entstanden sein soll. Schliesslich hat auch der Umstand, dass die Fahreignung des Rekurrenten im Gutachten vom 23. Juni 2020 aus verkehrspsychologischer Sicht bejaht wurde (act. 9/460 ff. [469]), keinen Einfluss auf die Entzugsdauer. Dass sich der Rekurrent während rund drei Jahren keine Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften hat zu Schulden kommen lassen, war – aufgrund der Vorgeschichte – überhaupt erst Voraussetzung, damit das Gutachten positiv ausfallen konnte. Insbesondere hielt die Annullierung des ersten Führerausweises auf Probe den Rekurrenten nicht davon ab, bereits während der Probezeit des zweiten Führerausweises massivst gegen die Strassenverkehrsvorschriften zu verstossen.”
“67e StGB erlassen. Nach dieser Bestimmung kann das Gericht neben einer Strafe oder einer Massnahme nach den Artikeln 59 bis 64 StGB den Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises für die Dauer von einem Monat bis zu fünf Jahren anordnen, wenn der Täter ein Motorfahrzeug zur Begehung eines Verbrechens oder Vergehens verwendet hat und Wiederholungsgefahr besteht. Vielmehr geht aus dem Strafurteil hervor, dass das Fahrverbot im Sinn einer richterlichen Weisung gemäss Art. 44 Abs. 2 und Art. 94 StGB erging, die gegenüber einem zu einer bedingten Strafe Verurteilten erlassen werden kann und der Resozialisierung dient (BSK StGB I-Arquint Hill/Heimgartner, Art. 67e N 7 ff.). Eine solche Weisung stellt keine Strafe dar. Im Übrigen hat die Vorinstanz den Zeitpunkt des Beginns des Führerausweisentzugs auf den 11. Dezember 2019 gelegt. Faktisch rechnet sie damit das richterliche Fahrverbot an den Warnungsentzug an, weshalb auf allfällige Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen einem Warnungsentzug gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG und einem richterlichen Fahrverbot gemäss Art. 44 Abs. 2 und Art. 94 StGB nicht weiter einzugehen ist (vgl. dazu BSK StGB-Imperatori, Art. 94 N 15). Auf jeden Fall schliesst ein richterliches Fahrverbot die Anordnung eines Warnungsentzugs nicht aus. Auch deshalb ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Rekurrenten aufgrund der richterlichen Weisung im Hinblick auf das Warnungsentzugsverfahren ein Nachteil entstanden sein soll. Schliesslich hat auch der Umstand, dass die Fahreignung des Rekurrenten im Gutachten vom 23. Juni 2020 aus verkehrspsychologischer Sicht bejaht wurde (act. 9/460 ff. [469]), keinen Einfluss auf die Entzugsdauer. Dass sich der Rekurrent während rund drei Jahren keine Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften hat zu Schulden kommen lassen, war – aufgrund der Vorgeschichte – überhaupt erst Voraussetzung, damit das Gutachten positiv ausfallen konnte. Insbesondere hielt die Annullierung des ersten Führerausweises auf Probe den Rekurrenten nicht davon ab, bereits während der Probezeit des zweiten Führerausweises massivst gegen die Strassenverkehrsvorschriften zu verstossen.”
Bei schweren Delikten sieht die Rechtsprechung Mindestdauern von in der Regel 3 Monaten bzw. 6 Monaten (bei einschlägigem Entzug in den letzten fünf Jahren) vor. Diese Mindestdauern können – soweit sie durch Art. 16c Abs. 2 LCR bestimmt sind – nicht wegen beruflicher Notwendigkeit unterschritten werden. Art. 33 OAC erlaubt eine befristete Ausnahme während des Entzugs nur, wenn der Entzug wegen einer leichten Tat im Sinne von Art. 16a LCR erfolgte.
“Après une infraction grave, une interdiction de conduire en Suisse pour trois mois au minimum (cf. art. 16c al. 2 let. a LCR, applicable par renvoi de l'art. 45 al. 1 de l'ordonnance fédérale du 27 octobre 1976 réglant l'admission des personnes et des véhicules à la circulation routière [OAC; RS 741.51]), seuil en-dessous duquel il est impossible d'aller même en cas de nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile (cf. art. 16 al. 3 LCR), est prononcée. S'en tenant à cette durée minimale, la décision attaquée ne peut qu'être confirmée.”
“Si tel avait été le cas, on ne conçoit pas qu'il n'ait pas remarqué qu'il se rapprochait dangereusement du véhicule qui le précédait, ce d'autant plus que ce dernier n'a pas opéré de manœuvre de ralentissement brutal mais circulait simplement à une vitesse moins élevée. Il faut donc retenir que, en agissant comme il l'a fait, le recourant n'a pas montré suffisamment d'égards pour les autres usagers de la route et sa faute doit être qualifiée de grave. La double condition de la gravité de la faute et de la mise en danger étant réalisée, c'est à juste titre que l'autorité intimée a qualifié l'infraction commise de grave au sens de l'art. 16c al. 1 let. a LCR. Après une infraction grave, le permis de conduire est retiré pour six mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction moyennement grave (cf. art. 16c al. 2 let. b LCR), seuil en-dessous duquel il est impossible d'aller même en cas de nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile (cf. art. 16 al. 3 LCR). S'en tenant à cette durée minimale, la décision attaquée ne peut qu'être confirmée. Par ailleurs, c'est à tort que le recourant se prévaut de l'art. 33 al. 5 OAC qui permet à l’autorité cantonale de délivrer aux titulaires du permis d’élève conducteur ou du permis de conduire une autorisation leur permettant d’effectuer pendant la période de retrait du permis les trajets nécessaires à l’exercice de leur profession. En effet, cette autorisation est accordée uniquement lorsque trois conditions sont réunies, parmi lesquelles celle que le permis a été retiré à la suite d’une infraction légère au sens de l’art. 16a LCR (cf. art. 33 al. 5 let. a OAC). Ce n'est manifestement pas le cas en l'espèce. C'est donc à raison que l'autorité intimée n'a pas fait application de l'art. 33 al. 5 OAC.”
“Ainsi, les seuils fixés par la jurisprudence pour distinguer le cas de peu de gravité, le cas de moyenne gravité et le cas grave tiennent compte de la nature particulière du danger représenté pour les autres usagers de la route selon que l’excès de vitesse est commis sur une autoroute, sur une semi-autoroute, sur une sortie d’autoroute, etc. (cf. arrêts du Tribunal fédéral 1C_216/2009 du 14 septembre 2009 consid. 5.2; 1C_83/2008 du 16 octobre 2008 et les références citées). Le cas est objectivement grave, c'est-à-dire sans égard aux circonstances concrètes ou encore à la bonne réputation du conducteur, en cas de dépassement de la vitesse autorisée de 25 km/h ou plus à l'intérieur des localités, de 30 km/h ou plus hors des localités et sur les semi-autoroutes dont les chaussées, dans les deux directions, ne sont pas séparées et de 35 km/h ou plus sur les autoroutes (arrêt 6B_444/2016 du 3 avril 2017 consid. 1.1). 9. En l’espèce, le dépassement de la vitesse autorisée de 44 km/h, marge de sécurité déduite, sur l'autoroute, n'est en soi pas contesté par le recourant. Dans cette mesure, compte tenu de la jurisprudence fédérale, le recourant a commis une infraction grave au sens de l’art. 16c al. 1 let. a LCR. 10. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances qui doivent être prises en considérations pour fixer la durée du retrait du permis de conduire sont notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile ; la durée minimale du retrait ne peut être toutefois réduite. 11. Le besoin professionnel ne peut être pris en compte dans le cadre de la fixation de la durée d'un retrait de permis que dans la mesure où la privation de ce document revient à interdire à l'intéressé tout exercice de son activité lucrative ou entraîne pour lui une perte de gain telle ou des frais à ce point considérables que la mesure apparaît manifestement disproportionnée, comme ce serait le cas, par exemple, pour un chauffeur professionnel, un chauffeur de taxis, un livreur ou un routier (arrêts du Tribunal fédéral 1C_430/2011 du 7 mars 2012 consid. 4.2 ; 1C_63/2007 du 24 septembre 2007 consid. 4.4 ; SJ 1994 p. 534).”
Ob neben einer bereits angeordneten Sperrfrist eine zusätzliche Sperrfrist nach Art. 16 Abs. 3 SVG verfügt werden darf, hängt davon ab, ob hierfür rechtlich überhaupt Raum besteht. Diese Frage ist durch Auslegung des einschlägigen Rechts zu klären.
“Soweit sich die Vorinstanz für die Zulässigkeit der strittigen zusätzlichen "Sperrfrist" von 48 Monaten auf BGE 143 II 699 und 146 II 300 beruft, ist dies somit unbehelflich. Das bedeutet indes noch nicht, ihre Beurteilung sei bundesrechtswidrig. Ob im Falle einer Widerhandlung im Sinne von Art. 15a Abs. 4 SVG neben der Sperrfrist von Art. 15a Abs. 5 SVG eine zusätzliche, insbesondere in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG festgelegte "Sperrfrist" verfügt werden darf, hängt zunächst davon ab, ob für eine derartige zusätzliche Frist überhaupt Raum besteht. Dies ist mittels Auslegung zu klären.”
“Soweit sich die Vorinstanz für die Zulässigkeit der strittigen zusätzlichen "Sperrfrist" von 48 Monaten auf BGE 143 II 699 und 146 II 300 beruft, ist dies somit unbehelflich. Das bedeutet indes noch nicht, ihre Beurteilung sei bundesrechtswidrig. Ob im Falle einer Widerhandlung im Sinne von Art. 15a Abs. 4 SVG neben der Sperrfrist von Art. 15a Abs. 5 SVG eine zusätzliche, insbesondere in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG festgelegte "Sperrfrist" verfügt werden darf, hängt zunächst davon ab, ob für eine derartige zusätzliche Frist überhaupt Raum besteht. Dies ist mittels Auslegung zu klären.”
Bei mehreren mittelschweren Widerhandlungen kann im Einzelfall die Entzugsdauer unter Berücksichtigung der massgebenden Bemessungskriterien herabgesetzt werden; in der zitierten Rechtsprechung wurde die Dauer von vier auf zwei Monate reduziert.
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 29.10.2020 Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01),. Die Voraussetzungen für die Wiederherstellung der Rekursfrist sind erfüllt. Die Rekurrentin beging zwei Widerhandlungen (Überholen an einer unübersichtlichen Stelle mit Behinderung eines entgegenkommenden Fahrzeugs und ungenügender Abstand beim Hintereinanderfahren), welche die Vorinstanz beide zu Recht als mittelschwer einstufte. Die Entzugsdauer ist demgegenüber unter Berücksichtigung der massgebenden Bemessungskriterien von vier auf zwei Monate herabzusetzen (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 29. Oktober 2020, IV-2020/88). Präsident Urs Gmünder, Richter Urs Früh und Beat Fritsche, Gerichtsschreiberin Susanne Schmid Etter X, Rekurrentin, gegen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Administrativmassnahmen, Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz, betreffend Führerausweisentzug (Wiederherstellung / Warnungsentzug)”
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 29.10.2020 Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01),. Die Voraussetzungen für die Wiederherstellung der Rekursfrist sind erfüllt. Die Rekurrentin beging zwei Widerhandlungen (Überholen an einer unübersichtlichen Stelle mit Behinderung eines entgegenkommenden Fahrzeugs und ungenügender Abstand beim Hintereinanderfahren), welche die Vorinstanz beide zu Recht als mittelschwer einstufte. Die Entzugsdauer ist demgegenüber unter Berücksichtigung der massgebenden Bemessungskriterien von vier auf zwei Monate herabzusetzen (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 29. Oktober 2020, IV-2020/88). Präsident Urs Gmünder, Richter Urs Früh und Beat Fritsche, Gerichtsschreiberin Susanne Schmid Etter X, Rekurrentin, gegen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Administrativmassnahmen, Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz, betreffend Führerausweisentzug (Wiederherstellung / Warnungsentzug)”
Art. 16 SVG wurde in der Praxis in analoger Anwendung herangezogen, um den Entzug eines bereits erteilten Führerausweises auf Probe anzuordnen. Diese Vorgehensweise diente der Gleichbehandlung mit Fällen, in denen zum Zeitpunkt der Entscheidung noch kein Lern‑ oder Führerausweis ausgestellt war.
“1 SVG sowie der fahrlässigen Körperverletzung im Sinn von Art. 125 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB) schuldig und bestrafte ihn mit Freiheitsentzug von 10 Tagen; den Vollzug des Freiheitsentzugs schob sie auf und setzte die Probezeit auf 6 Monate fest. 2.4 Nach Vorliegen des rechtskräftigen Strafbefehls nahm der Beschwerdeführer auf Aufforderung der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 15. Mai 2020 Stellung zur Anordnung einer Administrativmassnahme. Am 3. Juni 2020 entzog die Beschwerdegegnerin in analoger Anwendung von Art. 15e und Art. 16 SVG sowie Art. 33 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 27. Oktober 1976 (VZV) dem Beschwerdeführer den Führerausweis auf Probe für die Dauer von drei Monaten vom 30. November 2020 bis 28. Februar 2021. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer anerkennt den oben geschilderten Sachverhalt, stellt jedoch dessen (administrativ-)rechtliche Würdigung als analogen Grund für einen Führerausweisentzug gestützt auf Art. 15e und Art. 16 SVG infrage. Er rügt dieses Vorgehen als rechtsverletzend und macht geltend, es sei unzulässig, einen Führerausweisentzug bezüglich eines Vorfalls anzuordnen, welcher sich vor der Zulassung zur theoretischen und praktischen Fahrprüfung ereignet habe. Art. 16 SVG lasse sich lediglich auf Fälle anwenden, in denen der fehlbare Lenker im Besitze eines Führerausweises sei. Eine analoge Anwendung auf den vorliegenden Fall sei nicht zulässig. 3.2 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung zur Begründung aus, wer ein Motorfahrzeug geführt habe, ohne einen Führerausweis zu besitzen, erhalte gemäss Art. 15e Abs. 1 SVG während mindestens sechs Monaten nach der Widerhandlung weder Lernfahr- noch Führerausweis. Dem Betroffenen sei jedoch während des noch laufenden Strafverfahrens am 23. Januar 2020 ein Führerausweis auf Probe ausgestellt worden, weshalb keine Verweigerung im Sinn von Art. 15e SVG mehr ausgesprochen werden könne, sondern der bereits erteilte Führerausweis auf Probe in analoger Anwendung der genannten Gesetzesbestimmungen für so lange zu entziehen sei, wie es unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung in Fällen, in denen im Entscheidungszeitpunkt noch kein Lernfahr- oder Führerausweis ausgestellt worden sei, angezeigt erscheine.”
Eine erhebliche Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit kann nach der Rechtsprechung bereits die Qualifikation als schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 SVG begründen. Insbesondere wird innerorts eine Überschreitung von mehr als 15 km/h (nach Abzug der Sicherheitsmarge) regelmässig als Schaffung einer erhöhten abstrakten Gefahr angesehen; Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten dabei als Schwellen, ab denen die Verkehrssicherheit als gefährdet gilt.
“der Ordnungsbussenverordnung vom 16. Januar 2019 [OBV; SR 214.11]). Folglich wurde das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 16 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge nach dem Vorfall vom 17. September 2021 nicht im Rahmen eines Ordnungsbussenverfahrens, sondern mit einem Strafbefehl, in welchem eine Busse von Fr. 400.-- ausgefällt wurde, sanktioniert. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von über 15 km/h innerorts - ungeachtet der konkreten Umstände - eine erhöhte abstrakte Gefahr für Verkehrsteilnehmer geschaffen (Urteil 1C_438/2012 vom 17. Juni 2013 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Wenn die Vorinstanz annahm, bei einer Überschreitung von 16 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge liege keine besonders leichte Verkehrsregelverletzung vor, so ist dies nicht zu beanstanden (vgl. auch Art. 16 Abs. 2 SVG). Die Einwände der Beschwerdeführerin, sie habe noch nie einen Unfall gehabt, es sei niemand konkret gefährdet worden, die Geschwindigkeitsüberschreitung sei bei geringem Verkehr, guten Sicht- und Wetterverhältnissen sowie auf einer übersichtlichen Strasse geschehen, nur fahrlässig begangen worden und nur mit einer Busse von Fr. 400.-- bestraft und nicht im Strafregister eingetragen worden, ändern daran nichts.”
“10), conclue à Vienne le 8 novembre 1968, entrée en vigueur pour la Suisse le 11 décembre 1992 et pour la France le 21 mai 1977, les parties contractantes ou leurs subdivisions peuvent retirer à un conducteur, qui commet sur leur territoire une infraction susceptible d’entraîner le retrait du permis de conduire en vertu de leur législation, le droit de faire usage sur leur territoire du permis de conduire, national ou international dont il est titulaire. Le droit suisse prévoit que l’usage d’un permis étranger peut être interdit en vertu des dispositions qui s’appliquent au retrait du permis de conduire suisse (art. 45 al. 1 de l’ordonnance réglant l’admission à la circulation routière du 27 octobre 1976 - OAC - RS 741.51). Les règles et principes énoncés ci-après sont donc applicables à l’interdiction de faire usage du permis de conduire étranger, notamment allemand, sur le territoire suisse. 9. Lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d’ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n’est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 10. Pour déterminer la durée et s’il y a lieu de prononcer un retrait d’admonestation, la LCR distingue les infractions légères, moyennement graves et graves (art. 16a à 16c LCR). Commet en particulier une infraction grave, selon l’art. 16c al. 1 let. a LCR, la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d’autrui ou en prend le risque. La qualification du cas grave au sens de cette disposition correspond à celle de l’art. 90 al. 2 LCR (cf. ATF 132 II 234 consid. 3 ; 123 II 37 consid. 1b ; arrêts du Tribunal fédéral 6B.264/2007 du 19 septembre 2007 consid. 3.1 ; 6A.80/2004 du 31 janvier 2005 consid. 3.1 ; ATA/392/2010 du 8 juin 2010 consid. 6 ; ATA/456/2009 du 15 septembre 2009 consid. 8c). 11. De jurisprudence constante, les limitations de vitesse, telles qu’elles résultent de la loi ou de la signalisation routière, valent comme limites au-delà desquelles la sécurité de la route est compromise. Elles indiquent aux conducteurs les seuils à partir desquels le danger est assurément présent.”
Praktische Rücksichtslosigkeit (z. B. Blick aufs Handy und knappes Verfehlen eines anderen Verkehrsteilnehmers) kann dazu führen, dass die Tat nicht als leicht einzustufen ist und eine längere Entzugsdauer rechtfertigt. Die gesetzlichen Mindestentzugsdauern sind verbindlich und dürfen grundsätzlich nicht unterschritten werden.
“Selon le Tribunal fédéral, commet une faute grave : le conducteur qui, circulant à 30 km/h dans une zone à important trafic piétonnier et après avoir contourné un îlot de tram, renverse mortellement une dame âgée à quelques mètres d'un passage pour piétons (arrêt du Tribunal fédéral 1C_402/2009 du 17 février 2010) ; le motocycliste qui, de nuit et sur une chaussée mouillée, n'ayant remarqué que tardivement un piéton sur un passage sécurisé, effectue un freinage d'urgence entraînant la chute de sa moto qui renverse alors le piéton (arrêt du Tribunal fédéral 1C_87/2009 du 11 août 2009) ; le conducteur qui, ébloui plusieurs fois par le soleil, continue de circuler à 55 km/h à l'intérieur d'une localité, en particulier sur un passage pour piétons, sans visibilité (arrêt du Tribunal fédéral 6S.628/2001 du 29 novembre 2001). Il a également estimé que la faute d'un conducteur qui a heurté une personne engagée sur un passage pour piétons en ne s'arrêtant pas à temps ne peut être qualifiée de légère (arrêts du Tribunal fédéral 1C_87/2009 précité ; 6A.83/2000 précité ; 6A.43/2000 précité). En cas d'infraction grave, la durée minimale du retrait du permis de conduire prévue par la loi est de trois mois (art. 16c al. 2 let. a LCR). 3.3 Selon l’art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d’élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l’atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite, sauf si la peine a été atténuée conformément à l’art. 100 ch. 4 3e phr. LCR. Conformément à la jurisprudence précitée, les tribunaux sont liés par une durée minimale de retrait, qui a un caractère incompressible. 4. En l’espèce, l’infraction commise par le recourant ne peut certes pas être qualifiée de grave, notamment au vu de l'absence de lésion ou de mise en danger concrète. Une infraction légère peut cependant elle aussi être exclue. En effet, sur la base de l'état de fait retenu par les autorités pénales – qui lie, comme déjà exposé, la chambre de céans –, le recourant ne vouait pas toute son attention à la route, ayant les yeux rivés sur son téléphone portable, et a manqué de peu de heurter un scooter en changeant de file.”
“Zusammengefasst erweist sich der von der Vorinstanz ausgesprochene Warnungsentzug von einem Monat als rechtmässig. Hierbei handelt es sich um die Mindestentzugsdauer, die nicht unterschritten werden darf (Art. 16a Abs. 2 und Art. 16 Abs. 3 SVG). Damit ist gleichzeitig gesagt, dass auch die Verlängerung der Probezeit gemäss Art. 15a Abs. 3 SVG (vgl. Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung) zu bestätigen ist. Der Rekurs ist insoweit abzuweisen. 5.- Die Vorinstanz ordnete in Ziffer 1 Abs. 2, 5 und 6 der angefochtenen Verfügung an, dass dem Rekurrenten der Führerausweis und allfällig vorhandene weitere Ausweise vom 15. August bis und mit 14. September 2021 entzogen werde. Hierbei handelt es sich um eine vollstreckungsrechtliche Anordnung, die separat verfügt werden müsste.”
Das Kontrollschild ist personengebunden und bildet das Bindeglied zwischen Fahrzeugausweis, Fahrzeug und Halter. Es ist Bestandteil der polizeilichen Bewilligung; folglich werden mit dem Entzug des Fahrzeugausweises auch die Kontrollschilder entzogen.
“1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) vom 19. Dezember 1958 dürfen Motorfahrzeuge nur mit Fahrzeugausweis und Kontrollschildern in Verkehr gebracht werden. Das Gesetz erlässt ein sogenanntes Polizeiverbot mit Erlaubnisvorbehalt: Es untersagt das In-Verkehr-Bringen und das Führen eines Motorfahrzeugs für so lange, als nicht eine ausdrückliche Polizeierlaubnis dazu gegeben ist. Mit der Ausstellung eines Fahrzeugausweises und der Zuteilung eines Kontrollschildes wird amtlich bestätigt, dass das Fahrzeug die gesetzlichen Vorschriften erfüllt und mithin zum Verkehr zugelassen ist (Peter Sprenger, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 3 zu Art. 10 SVG). Bei der Erteilung des Fahrzeugausweises handelt es sich um eine Polizeibewilligung (Urteil des Bundesgerichts 1C_569/2010 vom 7. Februar 2011 E. 1.2). Dementsprechend handelt es sich bei dessen Entzug in rechtlicher Hinsicht um einen Bewilligungsentzug (Bernhard Rütsche, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 9 zu Art. 16 SVG). Mit dem Entzug des Fahrzeugausweises werden zudem die Kontrollschilder entzogen (Art. 106 Abs. 3 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr [VZV] vom 27. Oktober 1976). Während der Fahrzeugausweis darüber Auskunft gibt, dass das entsprechende Fahrzeug den Vorschriften entspricht, verkehrssicher ist und die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung besteht (vgl. Art. 11 Abs. 1 und 2 SVG), wird ein zugelassenes Fahrzeug erst mittels des zugeteilten Kontrollschildes eindeutig zuordenbar (Sprenger, a.a.O., N 4 zu Art. 10 SVG). Das Kontrollschild stellt somit eine Art Bindeglied zwischen dem zugelassenen Fahrzeug, dessen Ausweis und dessen Halter dar. Es ist mithin ein integraler Bestandteil der polizeilichen Bewilligung, mit welcher ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehr zugelassen wird. Dabei entspricht es einer Eigenart der schweizerischen Rechtsordnung, dass das Nummernschild nicht fahrzeug-, sondern personengebunden ist (Sprenger, a.a.O., N 4 zu Art.”
“1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) vom 19. Dezember 1958 dürfen Motorfahrzeuge nur mit Fahrzeugausweis und Kontrollschildern in Verkehr gebracht werden. Das Gesetz erlässt ein sogenanntes Polizeiverbot mit Erlaubnisvorbehalt: Es untersagt das In-Verkehr-Bringen und das Führen eines Motorfahrzeugs für so lange, als nicht eine ausdrückliche Polizeierlaubnis dazu gegeben ist. Mit der Ausstellung eines Fahrzeugausweises und der Zuteilung eines Kontrollschildes wird amtlich bestätigt, dass das Fahrzeug die gesetzlichen Vorschriften erfüllt und mithin zum Verkehr zugelassen ist (Peter Sprenger, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 3 zu Art. 10 SVG). Bei der Erteilung des Fahrzeugausweises handelt es sich um eine Polizeibewilligung (Urteil des Bundesgerichts 1C_569/2010 vom 7. Februar 2011 E. 1.2). Dementsprechend handelt es sich bei dessen Entzug in rechtlicher Hinsicht um einen Bewilligungsentzug (Bernhard Rütsche, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 9 zu Art. 16 SVG). Mit dem Entzug des Fahrzeugausweises werden zudem die Kontrollschilder entzogen (Art. 106 Abs. 3 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr [VZV] vom 27. Oktober 1976). Während der Fahrzeugausweis darüber Auskunft gibt, dass das entsprechende Fahrzeug den Vorschriften entspricht, verkehrssicher ist und die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung besteht (vgl. Art. 11 Abs. 1 und 2 SVG), wird ein zugelassenes Fahrzeug erst mittels des zugeteilten Kontrollschildes eindeutig zuordenbar (Sprenger, a.a.O., N 4 zu Art. 10 SVG). Das Kontrollschild stellt somit eine Art Bindeglied zwischen dem zugelassenen Fahrzeug, dessen Ausweis und dessen Halter dar. Es ist mithin ein integraler Bestandteil der polizeilichen Bewilligung, mit welcher ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehr zugelassen wird. Dabei entspricht es einer Eigenart der schweizerischen Rechtsordnung, dass das Nummernschild nicht fahrzeug-, sondern personengebunden ist (Sprenger, a.a.O., N 4 zu Art.”
Bei einem unbefristeten Entzug kann der Führerausweis (Lernfahrausweis oder Führerausweis) unter den in der Praxis vorgesehenen Bedingungen und nach Ablauf allfälliger gesetzlicher oder angeordneter Wartefristen wiedererteilt werden, wenn die betroffene Person nachweist, dass ihre mangelnde Fahreignung beseitigt ist.
“En revanche, à défaut d’habilitation légale expresse, le Tribunal de céans ne peut pas examiner en l’espèce le grief d’inopportunité (art. 78 al. 2 CPJA). 2. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi fédérale du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR ; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. Il doit notamment disposer des aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. b LCR) et ne souffrir d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. c LCR). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés pour une durée indéterminée lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies ; ils pourront être retirés également lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que les permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d’une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
“Pour des raisons d'économie de procédure, il n'y aurait dès lors pas lieu de lui renvoyer l'affaire. Sur ce point, le recours doit dès lors être rejeté. 3. 3.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. Il doit notamment disposer des aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. b LCR) et ne souffrir d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (art. 14 al. 2 let. c LCR). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (cf. Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755); Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR - corollaire de l'art. 14 LCR - prescrit que ces permis seront retirés pour une durée indéterminée lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que les permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d’une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
“De plus, la CMA a clairement renvoyé à l'expertise, dont le contenu était connu du recourant. Partant, son grief relatif à la violation du droit d'être entendu se confond en grande partie avec la critique quant à la valeur probante de l'expertise. On note en outre que le recourant a été pleinement en mesure de formuler ses griefs dans le cadre du présent recours. Le grief relatif à une violation du droit d'être entendu est partant manifestement dénué de pertinence. 3. 3.1. Selon l'art. 14 al. 1 LCR, tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui, notamment, a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b) et ne souffre d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. c). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que ces permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir, elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
“a) et pour constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b). En revanche, dans la mesure où aucune des situations prévues aux let. a à c de l'art. 78 al. 2 CPJA n'est réalisée, la Cour de céans ne peut pas, dans le cas particulier, revoir l'opportunité de la décision de retrait de permis. 2. Le recourant reproche à l’autorité intimée d’avoir considéré à tort qu’il était inapte à la conduite. Il réfute en particulier le diagnostic de crise d’épilepsie retenu suite à son malaise et soulève l’absence de récidive depuis cet événement. Il conteste en outre souffrir d’un problème d’alcool pouvant avoir une incidence sur son comportement routier. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 LCR, tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaires à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui, notamment, a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b). Lorsqu'un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ce permis sera notamment retiré lorsque l'autorité constate que les conditions légales de sa délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; il pourra être retiré lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées. L'art. 16d al. 1 LCR précise que ces permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir, elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art.”
Eine Sucht (z. B. Alkohol-, Betäubungs- oder Arzneimittelabhängigkeit) kann einen Entzug des Führerausweises rechtfertigen, wenn frequentierlicher bzw. erheblicher Konsum die Fahrfähigkeit vermindert. Ebenso spricht gegen die Fahreignung, wenn die Person nicht mehr in der Lage ist, Konsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen oder die naheliegende Gefahr besteht, dass sie im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt.
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Die Fahreignung setzt unter anderem voraus, dass die Person frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Wegen fehlender Fahreignung wird einer Person der Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG). In der Rechsprechung wird eine Trunksucht bejaht, wenn die betroffene Person regelmässig so viel Alkohol konsumiert, dass ihre Fahrfähigkeit vermindert wird und sie diese Neigung zum übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu kontrollieren vermag. Auf eine fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn die Person nicht mehr in der Lage ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass sie im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt. Der Suchtbegriff des Verkehrsrechts deckt sich nicht mit dem medizinischen Begriff der Alkoholabhängigkeit. Auch bloss suchtgefährdete Personen, bei denen aber jedenfalls ein Alkoholmissbrauch vorliegt, können vom Führen eines Motorfahrzeugs ferngehalten werden (zum Ganzen: BGE 129 II 82 E.”
“Führerausweise werden entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Dies ist unter anderem der Fall, wenn die Person an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG), wie beispielsweise eine Alkohol-, Betäubungs- und Arzneimittelabhängigkeit (Urteile 1C_248/2011 vom 30. Januar 2012 E. 3.1; 1C_140/2007 vom 7. Januar 2008 E. 2.1). Allgemein darf auf fehlende Fahreignung geschlossen werden, wenn die Person nicht (mehr) in der Lage ist, Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend auseinanderzuhalten, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass sie im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (BGE 129 II 82 E. 4.1; BGE 127 II 122 E. 3c).”
“Führerausweise werden entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Nach Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG wird der Lernfahr- oder Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst. Ein allfälliger Sicherungsentzug im Sinne dieser Bestimmung setzt das Vorliegen einer Sucht voraus. Trunksucht wird nach der Praxis des Bundesgerichtes bejaht, wenn der Lenker regelmässig so viel Alkohol konsumiert, dass seine Fahrfähigkeit vermindert wird und er keine Gewähr bietet, den Alkoholkonsum zu kontrollieren und ihn ausreichend vom Strassenverkehr zu trennen, sodass die Gefahr naheliegt, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (BGE 127 II 122 E. 3c; 124 II 559 E. 3d, E. 4e; je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 1C_144/2017 vom 2. Juni 2017 E. 2.1).”
“Conformément à l'art. 16 al. 1 LCR, le permis de conduire doit être retiré lorsque l'autorité constate que les conditions légales de sa délivrance, énoncées par l'art. 14 LCR, ne sont pas ou plus remplies. Il y a également lieu à retrait du permis de conduire, pour une durée indéterminée, lorsque la personne souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (art. 16d al. 1 let. b LCR). Ces deux mesures constituent des retraits de sécurité. La consommation de stupéfiants est considérée comme une dépendance aux drogues au sens de l’art. 16d al. 1 let. b LCR lorsque sa fréquence et sa quantité diminuent l'aptitude à conduire et qu'il existe un risque majeur que l'intéressé se mette au volant d'un véhicule dans un état qui, partiellement ou de manière durable, compromet la sûreté de la conduite. En d'autres termes, ces conditions sont remplies lorsque le consommateur n'est plus en mesure de s'abstenir lorsqu'il doit conduire (ATF 129 II 82 consid. 4.1; 127 II 122 consid. 3c; 124 II 559 consid. 3d; TF 1C_819/2013 du 25 novembre 2013 consid.”
Bei im zitierten Fall gemessenen THC‑Konzentrationen von 2,1–4,1 µg/L (über dem Grenzwert von 1,5 µg/L) hielt die Praxis eine Erhöhung der Entzugsdauer von drei auf sechs Monate für gerechtfertigt. Eine solche Verlängerung kann damit im konkreten Einzelfall mit Berufung auf die Gefährdung der Verkehrssicherheit und die Schwere des Verschuldens angeordnet werden.
“Il peut, par exemple, en résulter une diminution de l'acuité visuelle dynamique, un allongement du temps de réaction, une altération de la capacité de coordination ou encore une diminution de la précision des automatismes de conduite. Parmi les erreurs de conduite typiques, on peut citer les difficultés à tenir sa ligne, l'éloignement de sa voie de circulation, la mauvaise appréciation des manœuvres de dépassement, la confusion entre limites extérieures et intérieures de la route, l'augmentation de la fréquence des collisions et les excès de vitesse (ATF 124 II 559 consid. 3c/aa et les références citées). La conduite dans un tel état comporte ainsi un risque indéniable pour le conducteur et les autres usagers de la route. On relève en outre qu'en l'espèce, la concentration du THC mesurée entre 2.1 et 4.1 µg/L se situe clairement en dessus de la limite de 1.5 µg/L fixée dans l'ordonnance précitée. Dans de telles conditions, l'aggravation de la durée du délai de retrait, de trois mois minimum prévus en cas d'infraction grave sans antécédents (cf. art. 16c al. 2 let. a LCR) à six mois, respecte manifestement l'art. 16 al. 3 LCR et s'avère du reste très nettement inférieure à la durée minimale de retrait qui aurait dû prévaloir selon le système des cascades. Un éventuel besoin de disposer du permis de conduire, comme allégué par le recourant, ne peut pas conduire à une autre appréciation. 5. 5.1. Le recourant conteste le délai de 30 jours qui lui a été imposé pour déposer son permis de conduire. La loi ne prévoit rien concernant les modalités d'exécution de la mesure de retrait, lesquelles, en vertu de l'art. 106 LCR, relèvent fondamentalement de la compétence des autorités désignées par les cantons (arrêts TF 6A.70/2004 du 2 novembre 2004 consid. 2; 6A.9/2004 du 23 avril 2004 consid. 1; Bussy/Rusconi, Commentaire LCR, Intro, art. 16 ss LCR, n. 7). Le retrait d'admonestation – mesure qui a été prononcée en l'espèce – a un caractère répressif, préventif et éducatif (ATF 123 II 225 consid. 2a/bb; 122 II 180 consid. 5a; 121 II 22; 115 Ib 159). Il a pour but de manière générale d'amener l'intéressé à plus de responsabilité et de diligence et à le détourner ainsi de nouvelles infractions aux règles de la circulation.”
Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu. Die Aufsichts‑/Rekursbehörde bzw. das Bundesgericht greifen nur ein, wenn dieses Ermessen überschritten oder missbraucht worden ist, namentlich etwa wenn relevante Umstände ganz ausser Acht gelassen oder in unhaltbarer Weise gewichtet worden sind.
“Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch - abgesehen von der hier nicht beachtlichen Ausnahme - nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). Alle Umstände sind dabei gesamthaft zu würdigen, und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Den kantonalen Behörden steht bei der Bemessung der Entzugsdauer ein weiter Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn dieses Ermessen überschritten oder missbraucht worden ist. Dies ist namentlich der Fall, wenn die kantonalen Behörden einzelne Umstände zu Unrecht ganz ausser Acht lassen oder in einer unhaltbaren Weise gewichten (BGE 128 II 173 E. 4b; Urteile 1C_59/2023 vom 11. Juli 2023 E. 5.3; 1C_320/2018 vom 14. Januar 2019 E. 3.1; je mit Hinweisen).”
“1 let. b LCR). Selon l'art. 2 de l'ordonnance de l'Assemblée fédérale concernant les taux limites d'alcool admis en matière de circulation routière du 15 juin 2012 (RS 741.13), sont considérés comme qualifiés un taux d'alcool dans le sang de 0,8 gramme pour mille ou plus (let. a), ou un taux d'alcool dans l'haleine de 0,4 mg ou plus par litre d'air expiré (let. b). 12. De façon générale, la qualification de cas grave au sens de l’art. 16c al. 1 let. a LCR correspond à celle de l’art. 90 al. 2 LCR (ATF 132 II 234 consid. 3 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B.264/2007 du 19 septembre 2007 consid. 3.1 ; ATA/458/2012 du 30 juillet 2012). 13. Après une infraction grave, le permis d’élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d’une infraction grave ou à deux reprises en raison d’infractions moyennement graves (art. 16c al. 2 let. c LCR). 14. Selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur, ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Ces éléments doivent faire l'objet d'une appréciation d'ensemble, de manière à atteindre autant que possible l'effet éducatif et préventif auquel tend la mesure. Dans ce contexte, l'autorité cantonale dispose d'un large pouvoir d'appréciation et l'autorité de recours n'intervient que si celle-ci a abusé de ce pouvoir, par exemple en ne prenant pas en compte certains éléments pertinents ou encore en appréciant leur portée de manière insoutenable (ATF 128 II 173 consid. 4b ; JdT 2002 I 593 et la jurisprudence citée). Il y a lieu ainsi de rechercher si des circonstances particulières ne justifient pas de considérer le cas comme plus grave ou, inversement, comme de moindre gravité (arrêt 1C_125/2016 du 25 octobre 2016).”
“Bezüglich der Dauer des Führerausweisentzuges ist festzuhalten, dass der Führerausweis nach Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwölf Monate zu entziehen ist, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Die erwähnte Rückfallfrist von fünf Jahren für die Kaskade beginnt nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf des letzten Tages des früheren Führerausweisentzuges bzw. bei einem früheren Sicherungsentzug mit dem Tag der Wiederzulassung zum Strassenverkehr zu laufen (siehe ausführlich Urteil BGer 1C_180/2010 vom 22. September 2010). Laut Art. 16 Abs. 3 SVG sind für die Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (vgl. auch BGE 132 II 234 E. 2.3). Die in Art. 16 Abs. 3 SVG beispielhaft genannten Zumessungsfaktoren sind gesamthaft zu würdigen und die Entzugsdauer ist im Einzelfall so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsichtigte erzieherische und präventive Wirkung am besten erreicht wird. Bei der Bemessung der Entzugsdauer steht den kantonalen Behörden ein weiter Ermessensspielraum zu (Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 16 N. 27 f.).”
Ein Zeitraum von rund drei Jahren zwischen den vorgeworfenen Taten und dem Entscheid stellt nach Rechtsprechung in der Regel keine Verletzung des Beschleunigungsgebots dar; dies gilt auch für Entscheidungen über den Entzug des Führerausweises, soweit die Mindestentzugsdauer eingehalten wurde.
“Il s'est ainsi écoulé environ trois ans entre les faits reprochés et l'arrêt rendu ce jour, ce qui n'est manifestement pas constitutif d'une violation du principe de célérité (cf. notamment arrêts TF 1C_650/2022 du 31 mars 2023 consid. 4.1.2 et les références citées, dont il ressort qu'une durée de cinq ans jusqu'à la décision administrative ne dépasse pas les limites temporelles exposées au gré de la jurisprudence). On peine pour le surplus à comprendre ce que le recourant entend tirer du principe de la bonne foi et de l'interdiction de l'arbitraire. Le recourant, qui ne conteste pas les faits qui lui sont reprochés, ne soutient en particulier pas que l'attitude de l'autorité intimée l'aurait dissuadé d'agir sur le plan pénal. Il s'ensuit que la décision attaquée, qui sanctionne le recourant d'un retrait de permis de douze mois, réduit à la durée incompressible, est conforme à l'art. 16 LCR, mis en relation avec l'art. 16c al. 2 let. c LCR.”
“Il s'est ainsi écoulé environ trois ans entre les faits reprochés et l'arrêt rendu ce jour, ce qui n'est manifestement pas constitutif d'une violation du principe de célérité (cf. notamment arrêts TF 1C_650/2022 du 31 mars 2023 consid. 4.1.2 et les références citées, dont il ressort qu'une durée de cinq ans jusqu'à la décision administrative ne dépasse pas les limites temporelles exposées au gré de la jurisprudence). On peine pour le surplus à comprendre ce que le recourant entend tirer du principe de la bonne foi et de l'interdiction de l'arbitraire. Le recourant, qui ne conteste pas les faits qui lui sont reprochés, ne soutient en particulier pas que l'attitude de l'autorité intimée l'aurait dissuadé d'agir sur le plan pénal. Il s'ensuit que la décision attaquée, qui sanctionne le recourant d'un retrait de permis de douze mois, réduit à la durée incompressible, est conforme à l'art. 16 LCR, mis en relation avec l'art. 16c al. 2 let. c LCR.”
Bei Anwendung des neuen Rechts ist das Überholmanöver als Ordnungswidrigkeit im Ordnungsbussenverfahren zu ahnden; ein Führerausweisentzug zur Sanktionierung des beanstandeten Überholmanövers kommt nach Art. 16 Abs. 2 SVG nicht in Betracht. Ein hierfür angeordneter Führerausweisentzug (z. B. zwölf Monate) wäre bundesrechtswidrig.
“Anhang 1 OBV als Ordnungswidrigkeit zu qualifizieren, die im Ordnungsbussenverfahren zu ahnden wäre (vgl. Urteil 1C_626/2021 vom 3. November 2022 E. 5.7 [zur Publ. vorgesehen]). Damit ist im Administrativverfahren gegen den Beschwerdeführer das neue Recht als lex mitior anzuwenden, kommt doch bei dessen Anwendung nach Art. 16 Abs. 2 SVG ein Führerausweisentzug zur Sanktionierung des Überholmanövers nicht mehr in Betracht. Der angeordnete Führerausweisentzug von zwölf Monaten ist folglich bundesrechtswidrig. Die Rüge des Beschwerdeführers, wonach auf das strittige Überholmanöver die neu eingefügte Ziff.”
“OBV neu ausnahmsweise als Ordnungswidrigkeit zu qualifizieren, die im Ordnungsbussenverfahren zu ahnden wäre (vgl. Urteil 6B_520/2015 vom 24. November 2015 E. 1.1 mit Hinweisen). Damit ist im Administrativverfahren gegen den Beschwerdeführer das neue Recht als lex mitior anzuwenden, kommt doch bei dessen Anwendung nach Art. 16 Abs. 2 SVG ein Führerausweisentzug zur BGE 149 II 96 S. 109 Sanktionierung des Überholmanövers nicht mehr in Betracht und ist der dafür angeordnete strittige Führerausweisentzug von zwölf Monaten deshalb bundesrechtswidrig. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach das neue Recht im genannten Sinn als lex mitior anzuwenden und gestützt darauf der strittige Führerausweisentzugs aufzuheben sei, erweist sich somit als begründet.”
Sachverhaltsfeststellungen eines rechtskräftigen strafrechtlichen Entscheids sind im anschliessenden Verwaltungsverfahren grundsätzlich verbindlich, sofern der Betroffene diese nicht bereits im Strafverfahren bestritten oder vorgebracht hat. Wird im Verwaltungsverfahren nichts vorgetragen, das im Strafverfahren nicht zur Sprache kam, sind die im Strafentscheid festgehaltenen Tatsachen zu beachten.
“Si le recourant entendait critiquer les faits retenus sur le plan pénal, notamment se prévaloir d'un état de nécessité, consistant à renoncer à porter ses lunettes afin d'en faire disparaître la buée qui s'y était accumulée et d'éviter ainsi un accident, il aurait dû faire valoir ses arguments dans le cadre de la procédure pénale. Ne l'ayant pas fait, il doit se voir opposer les faits tels que retenus par le juge pénal et entrés en force. Dans le cadre de la présente procédure, le recourant n'a au demeurant fait valoir aucun argument nouveau qu'il n'aurait pas déjà pu invoquer devant l'autorité pénale. Rien ne justifie dès lors de se distancier des faits en question. Partant, force est de retenir que le précité n'a pas respecté son obligation de porter des lunettes médicales ou des verres de contacts lorsqu'il était au volant de son véhicule, qu'il ne peut pas se prévaloir d'un fait justificatif et que ce comportement justifie le prononcé d'une mesure administrative. 3. 3.1. En vertu de l'art. 16 LCR, les permis et les autorisations seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies; ils pourront être retirés lorsque les restrictions ou les obligations imposées dans un cas particulier, lors de la délivrance, n'auront pas été observées (al. 1). L’autorisation de conduire peut être assortie de conditions, de restrictions et d’autres indications complémentaires, qui sont inscrites sur le permis de conduire au moyen de codes numériques ou de textes liminaires, pour lesquels l’Office fédéral des routes édicte les instructions correspondantes (cf. art. 24d de l'ordonnance du 27 octobre 1976 réglant l'admission des personnes et des véhicules à la circulation routière [OAC; RS 741.51]). Aux termes de l’art. 7 al. 1 OAC, tout candidat au permis d’élève conducteur, au permis de conduire ou à une autorisation de transporter des personnes à titre professionnel doit satisfaire aux exigences médicales de l’annexe 1. Conformément à l’art.”
Begriff der Gefahr: Für Art. 16 Abs. 2 SVG ist zwischen einer konkreten Gefährdung sowie einer erhöhten und einer einfachen abstrakten Gefährdung zu unterscheiden. Eine erhöhte abstrakte Gefährdung liegt vor, wenn unter den konkreten Umständen des Einzelfalls die Verwirklichung einer konkreten Gefährdung oder einer Verletzung als nahe erscheint; die Abgrenzung erfolgt anhand der jeweiligen Umstände.
“Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1) ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Ordnungsbussenverfahren ist insbesondere ausgeschlossen, wenn die beschuldigte Person jemanden gefährdet oder verletzt oder Schaden verursacht hat (Art. 4 Abs. 3 lit. a OBG). Eine konkrete Gefährdung ist dabei nicht erforderlich; eine erhöhte abstrakte Gefährdung genügt (vgl. BGE 148 IV 374 E. 2.2; 114 IV 63 E. 3). Eine abstrakte Gefährdung liegt vor, wenn die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder einer Verletzung naheliegt (vgl. BGE 142 IV 93 E. 3.1; 131 IV 133 E. 3.2; je mit Hinweisen). Ob dies zutrifft, ist anhand der jeweiligen Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. BGE 131 IV 133 E. 3.2; Urteile 1C_626/2021 vom 3. November 2022 E. 3.1 [zur Publ. vorgesehen]; 1C_634/2017 vom 10. April 2018 E. 5.1; je mit Hinweisen). Eine schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften gemäss Art.”
“Eine Gefahr für die Sicherheit anderer liegt vor, wenn die körperliche Integrität einer Person entweder konkret oder zumindest abstrakt gefährdet wurde. Es wird zwischen der einfachen und der erhöhten abstrakten Gefährdung unterschieden. Erstere zieht keine Administrativmassnahme nach sich (vgl. Art. 16 Abs. 2 SVG). Von einem solchen Fall ist jedoch nur dann auszugehen, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer vom Fehlverhalten hätten betroffen werden können. Wurde hingegen ein Rechtsgut verletzt oder eine konkrete bzw. eine erhöhte abstrakte Gefährdung der körperlichen Integrität hervorgerufen, hat dies eine Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser, Die neuen Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, N 43 ff.). Innerhalb der erhöhten abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der Verwirklichung der Gefahr abzustellen. Je näher die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte abstrakte Gefahr (vgl. BGE 118 IV 285 E. 3a). Eine konkrete Gefahr liegt vor, wenn für einen bestimmten, tatsächlich daherkommenden Verkehrsteilnehmer oder einen Mitfahrer des Täters die Gefahr einer Körperverletzung oder gar Tötung bestand (J. Boll, Grobe Verkehrsverletzung, Davos 1999, S. 12).”
“Nach Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Art. 16a SVG definiert die leichten Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht und deren Rechtsfolgen. Art. 16b SVG enthält dieselbe Regelung für mittelschwere und Art. 16c SVG für schwere Widerhandlungen. Nach Art. 16c Abs. 1 SVG begeht insbesondere eine schwere Widerhandlung, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (lit. a). Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ eine qualifizierte objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. In objektiver Hinsicht wird verlangt, dass die Verkehrssicherheit ernsthaft gefährdet wurde. Dabei genügt nach der Rechtsprechung eine erhöhte abstrakte Gefährdung, die vorliegt, wenn in Anbetracht der jeweiligen Verhältnisse des Einzelfalls der Eintritt einer konkreten Gefährdung oder gar einer Verletzung nahe liegt.”
Liegt die Fahreignung nicht mehr vor (z. B. wegen körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung oder Sucht), hat die Behörde den Ausweis zu entziehen. Der Entzug dient der Verkehrssicherheit (Sicherungsentzug) und kann auch ohne Verschulden oder konkrete frühere Verkehrsverletzung angeordnet werden.
“Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG, SR 741.01) müssen Motorfahrzeugführerinnen und -führer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Die Fahreignung setzt unter anderem voraus, dass sie über die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen verfügen (Art. 14 Abs. 2 lit. b SVG). Dies setzt die stabil vorliegende Fähigkeit voraus, sich auch in schwierigen Situationen regelkonform verhalten zu können (Bickel, in: Basler Kommentar, 2014, Art. 14 SVG N 13 f.; BGer 1C_220/2011 vom 24. August 2011 E. 2). Die medizinischen Mindestanforderungen betreffen dabei auch körperliche Merkmale, wie zum Beispiel die Sehschärfe, das Gehör, die Atmungsorgane und die Gliedmassen (Bickel, a.a.O., Art. 14 SVG N 26). Erfüllt eine Person diese gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines Führerausweises nicht mehr, so ist ihr dieser gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen. In Konkretisierung dieser Bestimmung wird der Führerausweis einer Person gemäss Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu führen. Angesichts des in Art. 16 Abs. 1 SVG verankerten Grundsatzes muss ein Sicherungsentzug in jedem Fall angeordnet werden, bei dem die Fahreignung nicht mehr gegeben ist. Unter Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG fallen alle medizinischen und psychischen Gründe, welche die Fahreignung ausschliessen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, kann ein Ausweisentzug dabei auch ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsregeln erfolgen (vgl. BGE 133 I 331 E. 9.1 und BGer 1C_491/2017 vom 9. Mai 2018 E. 3.5.). Als schwerer Eingriff in den Persönlichkeitsbereich der betroffenen Person hat der Entzug auf einer sorgfältigen Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte zu beruhen. Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so ist gemäss Art.”
“Juli 2021 unterzog sich die Beschwerdeführerin beim Begutachtungszentrum Verkehrsmedizin Zürich (bvzm) einer Verlaufskontrolle. Dabei ergab die chemisch-toxikologische Haaruntersuchung durch das IRMZ positive Befunde für Kokain mit 1300 pg/mg, für Benzoylecgonin (Kokain-Metabolit) mit 440 pg/mg, für Norcocain (Kokain-Metabolit) mit 16 pg/mg, für p-Hydroxycocain (Kokain-Metabolit) mit 0,9 pg/mg sowie für m-Hydroxycocain (Kokain-Metabolit) mit 1,5 pg/mg. Gestützt auf diese Werte kam das bvzm zum Schluss, dass für den Zeitraum von etwa Anfang Februar bis Anfang Juli 2021 ein Kokainkonsum nachgewiesen werden könne. Gestützt auf diesen Sachverhalt entzog die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 29. September 2021 den Führerausweis vorsorglich. Die Beschwerdeführerin bestreitet, je Drogen genommen zu haben. 3. 3.1 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Nach Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG wird der Führerausweis einer Person entzogen, wenn diese an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst. Eine die Fahreignung ausschliessende Sucht kann beispielsweise bei einer Abhängigkeit von Alkohol, Betäubungsmitteln und Arzneimitteln gegeben sein (Philippe Weissenberger, Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 2. A., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 16d N. 25). Der Entzug des Führerausweises wegen fehlender Fahreignung ist ein Entzug zu Sicherungszwecken (sogenannter Sicherungsentzug). Er bezweckt, die zu befürchtende Gefährdung der Verkehrssicherheit in der Schweiz durch einen ungeeigneten Fahrzeugführer in der Zukunft zu verhindern. Dementsprechend setzt er keine schuldhafte Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung voraus (Weissenberger, Art. 16d N. 8). Auf fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Alkohol- bzw. Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (BGE 129 II 82 E.”
“Nach Art. 14 Abs. 1 SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Für die Fahreignung ist unter anderem erforderlich, dass der Motorfahrzeugführer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Insbesondere wird einer Person der Führerausweis zwingend auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, um ein Motorfahrzeug sicher zu führen, oder sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. a und b SVG). Diesfalls kann der Ausweisentzug selbst ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsregeln erfolgen (BGE 133 I 331 E. 9.1; Urteil 1C_37/ 2020 vom 24. Juni 2020 E. 4.1). Sicherungsentzüge dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit; in den entsprechenden Verfahren gilt die Unschuldsvermutung nicht (BGE 140 II 334 E. 6). Gemäss Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. Missachtet aber die betroffene Person die Auflagen oder missbraucht sie in anderer Weise das in sie gesetzte Vertrauen, so ist der Ausweis nach Art.”
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Über Fahreignung verfügt insbesondere, wer nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG). Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie auf Grund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (sogenannter Sicherungsentzug; Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG). Anzeichen hierfür bestehen, wenn Charaktermerkmale der betroffenen Person, die für die Eignung im Verkehr erheblich sind, darauf hindeuten, dass sie als Lenkerin eine Gefahr für den Verkehr darstellt (BGE 104 Ib 95 E. 1). Für den Sicherungsentzug aus charakterlichen Gründen ist die schlechte Prognose hinsichtlich des Verhaltens als Motorfahrzeugführerin oder Motorfahrzeugführer massgebend. Die Behörden dürfen gestützt hierauf den Ausweis verweigern oder entziehen, wenn hinreichend begründete Anhaltspunkte vorliegen, dass die Person rücksichtslos fahren wird (Urteile 1C_496/2018 vom 20. Mai 2019 E. 5.1; 1C_134/2011 vom 14. Juni 2011 E. 2.1; je mit Hinweisen; vgl. Botschaft vom 24. Juni 1955 zum Entwurf eines Bundesgesetzes über den Strassenverkehr, BBl 1955 II S.”
“2 CPJA n'est réalisée, le Cour de céans ne peut pas, dans le cas particulier revoir l'opportunité de la décision de retrait de permis. 2. 2.1. Selon l'art. 14 al. 1 de la loi du 19 décembre 1958 sur la circulation routière (LCR; RS 741.01), tout conducteur de véhicule automobile doit posséder l'aptitude et les qualifications nécessaire à la conduite. En vertu de l'al. 2 de cette disposition, est apte à la conduite celui qui, notamment, a les aptitudes physiques et psychiques requises pour conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. b) et ne souffre d'aucune dépendance qui l'empêche de conduire un véhicule automobile en toute sécurité (let. c). Si l'aptitude à la conduite soulève des doutes, la personne concernée fera l'objet d'une enquête dans les cas énumérés de manière non exhaustive à l'art. 15d al. 1 let. a à e LCR (Message du Conseil fédéral du 20 octobre 2010 concernant Via sicura, FF 2010 7703 ss, 7755). Lorsqu'un permis d'élève conducteur ou un permis de conduire a déjà été délivré, l'art. 16 al. 1 LCR – corollaire de l'art. 14 LCR – prescrit que ces permis seront retirés lorsque l'autorité constate que les conditions légales de leur délivrance ne sont pas ou ne sont plus remplies. L'art. 16d al. 1 LCR précise que ces permis sont retirés pour une durée indéterminée à la personne dont les aptitudes physiques et psychiques ne lui permettent pas ou plus de conduire avec sûreté un véhicule automobile (let. a), qui souffre d'une forme de dépendance la rendant inapte à la conduite (let. b) ou qui, en raison de son comportement antérieur, ne peut garantir qu'à l'avenir, elle observera les prescriptions et fera preuve d'égards envers autrui en conduisant un véhicule automobile (let. c). Lorsque le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, il peut être restitué à certaines conditions après l'expiration d'un éventuel délai d'attente légal ou prescrit si la personne concernée peut prouver que son inaptitude à la conduite a disparu (art. 17 al. 3 LCR).”
Zeitlich eng beieinanderliegende Taten können zwar zu einer Erhöhung der Entzugsdauer führen; diese Erhöhung fällt aber weniger ausgeprägt aus als bei zeitlich weiter auseinanderliegenden Taten. Enge Abläufe sind bei der Bemessung daher mildernd zu berücksichtigen.
“Von den begangenen Widerhandlungen sind diese Verfehlungen am strengsten zu ahnden. Die Mindestentzugsdauer, die weder aus beruflichen noch aus persönlichen Gründen unterschritten werden darf, beträgt zwei Jahre (Art. 16c Abs. 2 lit. abis und Art. 16 Abs. 3 SVG). Im Strafverfahren wurde der Rekurrent wegen mehrfacher qualifiziert grober Verkehrsregelverletzung schuldig gesprochen. Mithin wurde kein einheitlicher Willensentschluss für beide Fahrten angenommen, was zur Nichtanwendung des Art. 49 Abs. 1 StGB geführt hätte (vgl. BSK StGB-Ackermann, a.a.O., Art. 49 N 30). Es besteht kein Anlass, von dieser rechtlichen Beurteilung abzuweichen, zumal die beiden Teilnehmer die Autobahn nach dem ersten Rennen verlassen mussten, um nachher ein zweites Rennen in die andere Richtung zu starten. Aufgrund der engen zeitlichen Abfolge der beiden Rennen – diese lagen nur sechs Minuten auseinander – wirkt sich die Tatmehrheit indessen weniger massnahmeerhöhend aus, wie wenn die beiden Rennen an verschiedenen Tagen stattgefunden hätten. Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass dem Rekurrenten während beiden Fahrten eigentliche Tempoexzesse vorzuwerfen sind. Er beschleunigte jeweils so stark, dass er in unmittelbare Nähe zur Grenze der krassen Geschwindigkeitsüberschreitung gemäss Art.”
Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für seine Erteilung nicht mehr bestehen. In der Rechtsprechung wird namentlich eine Sucht, die die Fahreignung ausschliesst, als solcher Entzugsgrund betrachtet.
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Voraussetzung hierfür ist, dass die Person frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Wegen fehlender Fahreignung wird einer Person der Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG). Der auf unbestimmte Zeit entzogene Lernfahr- oder Führerausweis kann bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat (Art. 17 Abs. 3 SVG). Missachtet die betroffene Person die Auflagen oder missbraucht sie in anderer Weise das in sie gesetzte Vertrauen, so ist der Ausweis wieder zu entziehen (Art. 17 Abs. 5 SVG).”
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompe-tenz verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Voraussetzung für die Bejahung der Fahreignung ist unter anderem, dass die Person frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Wegen fehlender Fahreignung wird einer Person der Führerausweis auf unbestimmte Zeit unter anderem entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG). Der auf unbestimmte Zeit entzogene Lernfahr- oder Führerausweis kann bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat (Art. 17 Abs. 3 SVG).”
“Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Fahreignung setzt nach Art. 14 Abs. 2 SVG unter anderem voraus, dass die betroffene Person frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (lit. c). Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (vgl. Art. 16 Abs. 1 SVG). Wegen fehlender Fahreignung wird der Führerausweis nach Art. 16d Abs. 1 SVG einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie unter anderem an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (lit. b). Der nach Art. 16d Abs. 1 SVG auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis kann bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat (Art. 17 Abs. 3 SVG). Die Wiedererteilung kann namentlich bei Suchtkrankheiten mit der Auflage verknüpft werden, wonach die Abstinenz weiter einzuhalten und über eine gewisse Zeit weiter ärztlich zu kontrollieren ist. Eine solche Auflage bezweckt, gewisse Bedenken an der Fahreignung auszuräumen, die bei der Wiedererteilung des Führerausweises noch bestehen. Vermag die betroffene Person in einem solchen Fall die mit der Wiedererteilung des Führerausweises auferlegte, ärztlich kontrollierte Abstinenz nicht einzuhalten, ist ihr der Ausweis in Anwendung von Art.”
Gemäss Art. 27 FV kommen für einen unbefristeten Entzug der Fahrlehrerbewilligung insbesondere in Betracht: der schwere Missbrauch der Stellung und Fälle, in denen aus charakterlichen Gründen die Lehrtätigkeit den Lernenden nicht mehr zugemutet werden kann.
“Wer gewerbsmässig Fahrunterricht erteilt, bedarf der Fahrlehrerbewilligung (Art. 15 Abs. 3 SVG). Gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. d FV wird die Fahrlehrerbewilligung der Kategorie B Personen erteilt, die - neben den in lit. a bis c genannten Voraussetzungen - nach ihrem bisherigen Verhalten für eine einwandfreie Berufsausübung Gewähr bieten. Nach Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Gemäss Art. 27 lit. b FV ist die Fahrlehrerbewilligung für eine unbefristete Dauer zu entziehen, wenn der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin seine oder ihre Stellung schwer missbraucht hat oder wenn aus charakterlichen Gründen seine oder ihre Lehrtätigkeit den Schülern und Schülerinnen nicht mehr zugemutet werden kann.”
“Wer gewerbsmässig Fahrunterricht erteilt, bedarf der Fahrlehrerbewilligung (Art. 15 Abs. 3 SVG). Gemäss Art. 5 Abs. 1 FV wird die Fahrlehrerbewilligung der Kategorie B Personen erteilt, die den eidgenössischen Fachausweis «Fahrlehrer/Fahrlehrerin» (Modulabschluss B) besitzen, wenn dieser die Kompetenzen nach Anhang 1 Ziffer 1 FV abdeckt (lit. a); den unbefristeten Führerausweis der Kategorie B besitzen und während den vorangegangenen zwei Jahren Motorfahrzeuge geführt haben, ohne eine verkehrsgefährdende Verletzung von Verkehrsvorschriften begangen zu haben (lit. b); die Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport nach Art. 25 VZV besitzen (lit. c); und nach ihrem bisherigen Verhalten für eine einwandfreie Berufsausübung Gewähr bieten (lit. d). Nach Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen. Gemäss Art. 27 FV ist die Fahrlehrerbewilligung für eine unbefristete Dauer zu entziehen, wenn der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin nicht mehr im Besitz der Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport nach Art. 25 VZV ist oder die sichere Durchführung der Lernfahrten aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist (lit. a); der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin seine oder ihre Stellung schwer missbraucht hat oder wenn aus charakterlichen Gründen seine oder ihre Lehrtätigkeit den Schülerinnen und Schülern nicht mehr zugemutet werden kann (lit. b); gestützt auf eine Inspektion festgestellt wird, dass der erteilte Fahrunterricht gravierende Mängel aufweist (lit. c); die nach Art. 25 FV angeordnete Kontrollprüfung nicht bestanden wird (lit. d); oder die Frist zum Nachholen der Weiterbildung nach Art. 26 Abs. 1 FV unbenutzt verstrichen ist (lit.”
Bei Entzug von Ausweisen nach Art. 16 Abs. 1 SVG ist das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten. Gegebenenfalls ist zudem eine Abklärung der Fahreignung vorzunehmen (vgl. Art. 15d Abs. 1 SVG).
“E. 2.1; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, N 2650 f.). Wenn aber festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen, sind gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG Ausweise und Bewilligungen zu entziehen bzw. ist die Abklärung der Fahreignung vornehmen zu lassen (Art. 15d Abs. 1 SVG). Bei der Anordnung einer solchen Massnahme ist – wie bei allem staatlichen Handeln – das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N 517 mit Hinweisen).”
“E. 2.1; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, N 2650 f.). Wenn aber festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen, sind gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG Ausweise und Bewilligungen zu entziehen bzw. ist die Abklärung der Fahreignung vornehmen zu lassen (Art. 15d Abs. 1 SVG). Bei der Anordnung einer solchen Massnahme ist – wie bei allem staatlichen Handeln – das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N 517 mit Hinweisen).”
“E. 2.1; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, N 2650 f.). Wenn aber festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen, sind gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG Ausweise und Bewilligungen zu entziehen bzw. ist die Abklärung der Fahreignung vornehmen zu lassen (Art. 15d Abs. 1 SVG). Bei der Anordnung einer solchen Massnahme ist – wie bei allem staatlichen Handeln – das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N 517 mit Hinweisen).”
Bestehen konkrete Anhaltspunkte, die ernsthafte Zweifel an der Fahreignung aufwerfen — etwa wegen vorübergehender, medikamentenbedingter oder vergleichbarer temporärer Beeinträchtigungen — kann der Führerausweis vorsorglich entzogen werden, auch wenn erste Untersuchungen unauffällig erscheinen. In der Regel sind anschliessend verkehrsmedizinische Abklärungen anzuordnen.
“Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 28.01.2021 Art. 14 Abs. 1 und 2, Art. 15d Abs. 1, Art. 16 Abs. 1 SVG (SR 741.01), Art. 7 Abs. 1 VZV (SR 741.51), Art. 12a, Art. 15 Abs. 1, Art. 16 Abs. 1 und 2 SKV (SR 741.013), Art. 26 VKSV-ASTRA (SR 741.013.1). Die Rekurrentin erlitt während einer Fahrt im Innerortsbereich einen Schwächeanfall, verlor kurzzeitig das Bewusstsein und prallte in ein Fahrzeug vor ihr. Nach dem Aufprall war sie sofort wieder bei vollem Bewusstsein. Ein Polizist stufte sie in allen Bereichen als normal und unauffällig ein, sprach ihr aber trotzdem die Fahrfähigkeit ab. Ein Arzt im Kantonsspital stellte ebenfalls nichts Auffälliges fest und die Auswertung der Blut- und Urinprobe ergab keine Hinweise auf eine Fahrunfähigkeit. Die Rekurrentin hatte sich wenige Tage vor dem Unfall zwei Zähne ziehen lassen. Nach der Entfernung der Zähne hatte sie Schmerzen, konnte deswegen nicht richtig essen und schlafen. Vor dem Unfall war sie beim Zahnarzt, um die Fäden ziehen zu lassen. Vor der Rückfahrt zu ihrem Wohnort nahm sie eine Tablette gegen die Schmerzen ein, die zweite an diesem Tag.”
“Führerausweise werden entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG), insbesondere wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit einer Person nicht mehr ausreicht, um ein Motorfahrzeug sicher zu führen (Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG). Wecken konkrete Anhaltspunkte ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Betroffenen, ist eine verkehrsmedizinische Abklärung anzuordnen (Art. 15d Abs. 1 SVG, Art. 28a Abs. 1 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr [Verkehrszulassungsverordnung, VZV; SR 741.51]). Diesfalls ist der Führerausweis nach Art. 30 VZV in der Regel vorsorglich zu entziehen (BGE 127 II 122 E. 5 S. 128; Urteil 1C_232/2018 vom 13. August 2018 E. 3.1; je mit Hinweisen). Denn steht die Fahreignung des Betroffenen ernsthaft in Frage, ist es unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht zu verantworten, ihm den Führerausweis bis zum Vorliegen des Untersuchungsergebnisses zu belassen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für den vorsorglichen Führerausweisentzug nach Art.”
Ist das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz nicht anwendbar, kann nach Art. 16 Abs. 2 SVG ein administratives Verfahren eingeleitet werden, das zum Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises oder zu einer Verwarnung führen kann. Betroffene mussten daher nach der Rechtsprechung mit der Eröffnung eines Administrativverfahrens rechnen und sind gehalten, allfällige Einwendungen gegen die von der Strafbehörde festgestellten Sachverhalte im Strafbefehlsverfahren bzw. durch Anfechtung vorzubringen; ein in Rechtskraft erwachsener Strafbefehl wird administrativ wie ein endgültiges strafgerichtliches Ergebnis behandelt.
“17 de la loi d'application de la législation fédérale sur la circulation routière du 18 décembre 1987 - LaLCR - H 1 05). 2. Interjeté en temps utile et dans les formes prescrites devant la juridiction compétente, le recours est recevable au sens des art. 62 à 65 de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 (LPA - E 5 10). 3. Selon l'art. 61 al. 1 LPA, le recours peut être formé pour violation du droit, y compris l'excès et l'abus du pouvoir d'appréciation (let. a), ou pour constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b). En revanche, les juridictions administratives n'ont pas compétence pour apprécier l'opportunité de la décision attaquée, sauf exception prévue par la loi, non réalisée en l'espèce (art. 61 al. 2 LPA). 4. Lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d'ordre du 24 juin 1970 (LAO - RS 741.03) n'est pas applicable, une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis d'élève-conducteur ou du permis de conduire ou un avertissement (art. 16 al. 2 LCR). 5. Pour déterminer la durée et s'il y a lieu de prononcer un retrait d'admonestation, la LCR distingue les infractions légères (art. 16a LCR), moyennement graves (art. 16b LCR) et graves (art. 16c LCR). 6. Commet en particulier une infraction grave, selon l'art. 16c al. 1 let. a LCR, la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. 7. Aux termes de l'art. 26 al. 1 LCR, chacun doit se comporter dans la circulation de manière à ne pas gêner ni mettre en danger ceux qui utilisent la route conformément aux règles établies. 8. L'art. 27 al. 1 LCR stipule que chacun se conformera aux signaux et marques ainsi qu'aux ordres de la police. 9. L'art. 34 LCR prévoit que Les véhicules tiendront leur droite et circuleront, si la route est large, sur la moitié droite de celle-ci. Ils longeront le plus possible le bord droit de la chaussée, en particulier s’ils roulent lentement ou circulent sur un tronçon dépourvu de visibilité (al.”
“Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe gegen den Strafbefehl keine Einsprache erhoben, weil er den Vorfall vom 18. September 2019 bloss als geringfügige Verkehrsregelverletzung eingestuft und nicht mit einem Führerausweisentzug gerechnet habe. Dem ist entgegen zu halten, dass dem Beschwerdeführer der Führerausweis in der Vergangenheit nach eigenen Angaben bereits drei Mal entzogen wurde. Zudem erliess die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl und leitete nicht etwa ein Verfahren gemäss dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1) ein. Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG ist die Anordnung von Administrativmassnahmen nur bei Verkehrsregelverletzungen ausgeschlossen, die nach dem Ordnungsbussengesetz beurteilt werden können (vgl. Urteile 1C_183/2016 vom 22. September 2016 E. 3.1; 1C_406/2010 vom 29. November 2020 E. 1). Da keine solche Beurteilung vorlag, musste der Beschwerdeführer mit der Eröffnung eines Administrativverfahrens rechnen. Entsprechend war er nach Treu und Glauben gehalten, mit allfälligen Einwendungen gegen die Sachverhaltsfeststellungen der Staatsanwaltschaft im Strafbefehlsverfahren vorzugehen. Dass sich die kantonalen Instanzen grundsätzlich an den von den Strafbehörden ermittelten Sachverhalt hielten, ist bei dieser Ausgangslage nicht zu beanstanden.”
“En l'occurrence, le recourant savait à la suite des différents courriers reçus de l'Office cantonal des véhicules qu'il s'exposait à une mesure administrative à raison des faits survenus le 1er mars 2021 et que son dossier avait été suspendu dans l'attente du jugement pénal. L'art. 16 al. 2 LCR prévoit d'ailleurs qu'une infraction aux prescriptions sur la circulation routière entraîne le retrait du permis de conduire ou un avertissement lorsque la procédure prévue par la loi fédérale sur les amendes d'ordre n'est pas applicable. Le recourant était assisté, dans la procédure pendante devant le Tribunal de police, d'un avocat mandaté par son assurance de protection juridique, censé connaître la jurisprudence précitée et les conséquences que le prononcé pénal pouvait avoir au plan administratif s'il ne contestait pas les faits dans le cadre de la procédure pénale. Il a néanmoins retiré l'opposition qu'il avait formée à l'ordonnance pénale, laquelle est ainsi entrée en force. Il doit ainsi être traité de la même manière que toute personne ayant fait l'objet d'un jugement pénal définitif. Les raisons qui l'ont amené à retirer son opposition importent peu. Il ne ressort au demeurant pas de l'état de fait de l'arrêt attaqué, qui lie le Tribunal fédéral en l'absence d'éléments au dossier propres à en établir l'inexactitude (cf.”
Bei der Festsetzung der Entzugsdauer ist der automobilistische Leumund (die Vorgeschichte als Motorfahrzeugführer) zu berücksichtigen. Ein belasteter Leumund — namentlich wenn bereits frühere Massnahmen wie Entzüge/Annullierungen erfolgen mussten — wirkt bei wiederholten oder schweren Verstössen erschwerend und kann eine längere Entzugsdauer rechtfertigen.
“a LCR, commet une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Enfin, selon l'art. 16c al. 1 let. a LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant les règles de la circulation routière, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Ainsi, la loi fait la distinction entre (cf. ATF 123 II 106 consid. 2a): le cas de très peu de gravité (art. 16a al. 4 LCR); le cas de peu de gravité (art. 16a al. 1 LCR); le cas de gravité moyenne (art. 16b al. 1 LCR); le cas grave (art. 16c al. 1 LCR). Sur la base des dispositions précitées, l'autorité administrative doit donc décider de la mesure à prononcer en fonction de la gravité du cas d'espèce. Elle ne renoncera au retrait du permis de conduire que s'il s'agit d'un cas de très peu de gravité ou de peu de gravité au sens de l'art. 16a LCR, ce qui doit être déterminé en premier lieu au regard de l'importance de la faute et de la mise en danger de la sécurité routière, mais aussi en tenant compte des antécédents de la conductrice (art. 16 al. 3 LCR). Il ne saurait en revanche être question de tenir compte des besoins professionnels de l'intéressée, ceux-ci ne jouant un rôle que lorsqu'il s'agit de fixer la durée du retrait (cf. arrêt TC FR 603 2019 137 du 24 avril 2020 consid. 4.1). Le législateur conçoit l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement. Cette disposition n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a ou 16c al. 1 let. a LCR. Dès lors, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la qualifier de légère ou, au contraire, de grave, ne sont pas réunis. Tel est par exemple le cas lorsque la faute est grave et la mise en danger bénigne ou, inversement, si la faute est légère et la mise en danger grave (cf. arrêt TF 1C_250/2017 du 7 septembre 2017 consid. 2.2). Pour déterminer si le cas est de peu de gravité ou de gravité moyenne, l'autorité doit tenir compte de la gravité de la faute commise et de la réputation du conducteur; la gravité de la mise en danger du trafic n'est prise en considération que dans la mesure où elle est significative pour apprécier la faute (cf.”
“a LCR, comme une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Enfin selon l'art. 16c al.1 let. a LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant les règles de la circulation routière, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Ainsi, la loi fait la distinction entre (cf. ATF 123 II 106 / JdT 1997 I 725 consid. 2a) : • le cas de très peu de gravité (art. 16a al. 4 LCR) ; • le cas de peu de gravité (art. 16a al. 1 LCR) ; • le cas de gravité moyenne (art. 16b al. 1 LCR) ; • le cas grave (art. 16c al. 1 LCR). Sur la base des dispositions précitées, l'autorité administrative doit donc décider de la mesure à prononcer en fonction de la gravité du cas d'espèce. Elle ne renoncera au retrait du permis que s'il s'agit d'un cas de très peu de gravité ou de peu de gravité au sens de l'art. 16a LCR, ce qui doit être déterminé en premier lieu au regard de l'importance de la gravité de la faute et de la mise en danger de la sécurité, mais aussi en tenant compte des antécédents du conducteur comme automobiliste (art. 16 al. 3 LCR). Il ne saurait en revanche être question de tenir compte des besoins professionnels de l'intéressé, ceux-ci ne jouant un rôle que lorsqu'il s'agit de mesurer la durée du retrait comme le prévoit l'art. 16 al. 3 LCR. Le législateur conçoit l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement. Cette disposition n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a ou 16c al. 1 let. a LCR. Dès lors, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la privilégier comme légère ou au contraire de la qualifier de grave ne sont pas réunis. Tel est par exemple le cas lorsque la faute est grave et la mise en danger bénigne ou, inversement, si la faute est légère et la mise en danger grave (arrêt TF 1C_250/2017 du 7 septembre 2017 consid. 2.2 et les références). Pour déterminer si le cas est de peu de gravité ou de gravité moyenne, l'autorité doit tenir compte de la gravité de la faute commise et de la réputation du contrevenant en tant que conducteur ; la gravité de la mise en danger du trafic n'est prise en considération que dans la mesure où elle est significative pour la faute (ATF 128 II 86 consid.”
“Leumund Nach Art. 16 Abs. 3 SVG ist bei der Bemessung der Entzugsdauer auch der Leumund als Motorfahrzeugführer – ob und welche Delikte der Betroffene in seiner Geschichte als Motorfahrzeugführer bereits begangen hat – zu berücksichtigen. Verfügt der Betroffene über einen belasteten Leumund, hat er insbesondere schon Massnahmen erdulden müssen, so stellt ein neuerliches Delikt, das zu einem Warnungsentzug führt, gewissermassen den Nachweis dafür da, dass er die frühere "Lektion" nicht gelernt hat. Dies wirkt sich erschwerend aus, denn der Betroffene bedarf offenbar einer strengeren Massnahme, um die erforderlichen Lernschritte zu vollziehen (Schaffhauser, a.a.O., Rz. 2435). Der automobilistische Leumund des Beschwerdeführers ist getrübt. Er beging in den Jahren 2009, 2010 und 2011 je eine Verkehrsregelverletzung (schwer, mittelschwer und schwer). Die ersten zwei Widerhandlungen führten zur Annullierung des Führerausweises auf Probe. Im Zeitpunkt der zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen vom 6. März und 6. April 2015 war der Beschwerdeführer im Besitz des Führerausweises auf Probe, den er zum zweiten Mal am 25.”
Die Möglichkeit, die gesetzliche Mindestentzugsdauer zu unterschreiten, ist eng auszulegen: Eine Reduktion kommt nur in Betracht, wenn die Strafzumessung nach Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG gemildert worden ist.
“Die Verwaltungsbehörden haben sich aufgrund der oben zitierten Rechtsprechung zu Recht an die tatsächlichen Feststellungen der Strafbehörde gebunden erachtet und den Vorfall infolge Lenken eines Motorfahrzeugs in qualifiziert angetrunkenem Zustand als schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG qualifiziert. 7.4 Das Administrativmassnahmenrecht des Strassenverkehrsrechts wurde per 1. Januar 2005 verschärft. Ziel der Revision war eine "einheitlichere und strengere Ahndung von schweren und wiederholten Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften" (Botschaft zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes [SVG] vom 31. März 1999 [Botschaft SVG], BBl 1999 4485). Nach der früheren Rechtsprechung konnte die Mindestentzugsdauer unterschritten und allenfalls von der Anordnung einer Massnahme abgesehen werden, wenn seit dem massnahmeauslösenden Ereignis verhältnismässig lange Zeit vergangen war, sich der Betroffene während dieser Zeit wohl verhalten hatte und ihn an der Verfahrensdauer keine Schuld traf (BGE 135 II 334 E. 2.2). Im Rahmen der Revision wurde Art. 16 Abs. 3 SVG angepasst. Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahroder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf seit dem 1. Januar 2005 jedoch nicht unterschritten werden, es sei denn, die Strafe wurde nach Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG gemildert (Art. 16 Abs. 3 SVG; BGE 135 II 334 E. 2.2). Gemäss Art. 100 Ziff. 4 dritter Satz SVG kann die Strafe für Führer eines Feuerwehr-, Sanitäts-, Polizei- oder Zollfahrzeugs unter bestimmten Voraussetzungen gemildert werden. Eine solche Situation liegt eindeutig nicht vor, weshalb darauf im Folgenden nicht weiter einzugehen ist. Ausserhalb dieses Anwendungsbereichs kann die Mindestentzugsdauer unter keinen Umständen unterschritten werden (Weissenberger, a.a.O., N 28 und 32 zu Art. 16). Dies gilt selbst bei Personen, welche beruflich auf ihren Führerausweis angewiesen sind, etwa bei Berufschauffeuren oder bei Menschen mit Behinderungen (BGE 135 II 138 E.”
“Die Annahme einer schweren Widerhandlung setzt kumulativ eine qualifizierte objektive Gefährdung und ein qualifiziertes Verschulden voraus. Ist die Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (Botschaft, a.a.O., S. 4489; Cédric Mizel, Die Grundtatbestände der neuen Warnungsentzüge des SVG und ihre Beziehung zum Strafrecht, in: Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht [ZStrR] 124/2006, S. 31 ff., insbesondere S. 63 f.). Dabei genügt nach der Rechtsprechung eine erhöhte abstrakte Gefährdung, die vorliegt, wenn in Anbetracht der jeweiligen Verhältnisse des Einzelfalls der Eintritt einer konkreten Gefährdung oder gar einer Verletzung naheliegt (Urteil des Bundesgerichts 1C_539/2022 vom 23. Mai 2024 E. 6.1). Nach einer schweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen (Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG). Eine Unterschreitung der gesetzlichen Mindestentzugsdauer ist ausgeschlossen (Art. 16 Abs. 3 SVG, vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts 1C_424/2012 vom 15. Januar 2013 E. 2.1 und 1C_144/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 3.6).”
“Lorsque la validité formelle de la signalisation n'est pas contestée, les usagers de la route ne sont légitimés à mettre en doute ni son opportunité, ni même sa légalité matérielle, sans quoi la sécurité et la fluidité du trafic pourraient s'en trouver gravement compromises ; chacun doit en effet pouvoir compter sur le respect, par autrui, de la signalisation en place, en particulier en ce qui concerne les limitations de vitesse. Il n'est fait exception à ce principe que de manière très restrictive, lorsque la signalisation n'est pas suffisamment visible (par exemple parce qu'elle se trouve masquée par des branchages) ou lorsqu'elle prête en soi à confusion au point qu'un usager attentif et de bonne foi ne saurait plus quel comportement adopter (arrêt du Tribunal fédéral 1C_55/2014 du 9 janvier 2015 consid. 3.1 et les références citées). 9. Si des circonstances telles que la gravité de la faute, les antécédents ou la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile doivent être prises en compte pour fixer la durée du retrait, la durée minimale ne peut pas être réduite (ATF 135 II 334 consid. 2.2 ; 132 II 234 consid. 2.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 1C_402/2015 du 10 février 2016 consid. 2.1 ; ATA/645/2016 du 26 juillet 2016 consid. 13 et les références citées ; ATA/287/2014 du 29 avril 2014 consid. 29). L'art. 16 al. 3 LCR confère aux durées de retrait minimales prévues par la loi un caractère incompressible (ATF 134 II 334 consid. 2.2 ; 132 II 234 consid. 2.3). Cette règle a été introduite dans un souci d'uniformité. Le législateur a entendu exclure la possibilité ouverte par la jurisprudence, sous l'ancien droit, de réduire la durée minimale de retrait en présence de circonstances particulières, notamment en faveur de conducteurs professionnels (Message du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur la circulation routière du 31 mars 1999, FF 1999 p. 4131). Au vu des débats parlementaires, cette exclusion vaut aussi pour les personnes handicapées (BO CN 2001 p. 910, intervention Hämmerli). À fortiori, il en va de même des raisons de santé (arrêt du Tribunal fédéral 1C_593/2013 du 25 juin 2013 consid. 2 et les références citées). 10. En l'espèce, la recourante ne conteste pas avoir dépassé de 41 km/h la vitesse autorisée, après déduction de 5 km/h de tolérance, ce qui constitue une faute grave au sens de la jurisprudence précitée.”
“Gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG wird der Führerausweis nach einer mittelschweren Widerhandlung für mindestens vier Monate entzogen, wenn der Ausweis in den vorangegangenen zwei Jahren einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen war. Gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG sind bei der Festsetzung der Entzugsdauer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Allerdings darf gemäss Art. 16 Abs. 3 Satz 2 SVG die gesetzliche Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden (vgl. BGE 141 II 220 E. 3.3.3), ausser wenn die Strafe nach Art. 100 Ziffer 4 dritter Satz SVG gemildert wurde, was vorliegend nicht der Fall ist.”
Bei der Festsetzung der Entzugsdauer sind vorrangig das Ausmass der (hypothetisch zu beurteilenden) konkreten Gefährdung und der Grad des Verschuldens zu prüfen. Für das Verschulden sind die Abstufungen (besonders leicht, leicht, mittelschwer, schwer) massgeblich. Frühere Einträge/Antécédents des Fahrzeugführers sind ebenfalls zu berücksichtigen.
“a LCR, commet une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Enfin, selon l'art. 16c al. 1 let. a LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant les règles de la circulation routière, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Ainsi, la loi fait la distinction entre (cf. ATF 123 II 106 consid. 2a): le cas de très peu de gravité (art. 16a al. 4 LCR); le cas de peu de gravité (art. 16a al. 1 LCR); le cas de gravité moyenne (art. 16b al. 1 LCR); le cas grave (art. 16c al. 1 LCR). Sur la base des dispositions précitées, l'autorité administrative doit donc décider de la mesure à prononcer en fonction de la gravité du cas d'espèce. Elle ne renoncera au retrait du permis de conduire que s'il s'agit d'un cas de très peu de gravité ou de peu de gravité au sens de l'art. 16a LCR, ce qui doit être déterminé en premier lieu au regard de l'importance de la faute et de la mise en danger de la sécurité routière, mais aussi en tenant compte des antécédents du conducteur (art. 16 al. 3 LCR). Le législateur conçoit l'infraction moyennement grave énoncée à l'art. 16b al. 1 let. a LCR comme l'élément dit de regroupement: elle n'est ainsi pas applicable aux infractions qui tombent sous le coup des art. 16a al. 1 let. a et 16c al. 1 let. a LCR. Dès lors, l'infraction est toujours considérée comme moyennement grave lorsque tous les éléments constitutifs qui permettent de la privilégier comme légère ou au contraire de la qualifier de grave ne sont pas réunis. Tel est par exemple le cas lorsque la faute est grave et la mise en danger bénigne ou, inversement, si la faute est légère et la mise en danger grave (cf. ATF 136 II 447 consid. 3.2). Ainsi, par rapport à une infraction légère, où tant la mise en danger que la faute doivent être légères, on parle d'infraction moyennement grave dès que la mise en danger ou la faute n'est pas légère, alors qu'une infraction grave suppose le cumul d'une faute grave et d'une mise en danger grave (cf. ATF 135 II 138 consid. 2.2.3; arrêt TF 1C_485/2023 du 23 janvier 2024 consid.”
“Bei der Beurteilung der Gefährdung der Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 16 Abs. 3 SVG ist die Gefährdung der Sicherheit anderer, die der Fahrzeugführer durch die konkrete Widerhandlung hervorgerufen oder in Kauf genommen hat, zu beurteilen (vgl. BGE 133 II 331 E. 6.4.2). Dabei kommt es nicht auf das Ausmass einer realen konkreten Gefährdung an, sondern auf das Ausmass einer hypothetischen konkreten Gefährdung. Massgebend ist demnach das Ausmass der konkreten Gefährdung, die von der Widerhandlung adäquat kausal, nach gewöhnlichem Lauf der Dinge und allgemeiner Lebenserfahrung, ausgehen konnte (vgl. Rütsche, a.a.O., N 119 zu Art. 16). Hinsichtlich des Kriteriums des Verschuldens ist zwischen besonders leichtem, leichtem, mittelschwerem und schwerem Verschulden zu unterscheiden (vgl. Rütsche, a.a.O., N 119 zu Art. 16). Der Grad des Verschuldens bestimmt sich primär nach der objektiven Seite des Verschuldens, d.h. nach der Schwere der Verkehrsregelverletzung. Subjektive Umstände wie mangelnde Erfahrung, körperliche Defizite oder Übermüdung sind für die Beurteilung des Verschuldensgrades grundsätzlich nicht massgebend (vgl.”
Der Begleiter eines Lernfahrers ist nach Rechtsprechung nicht als gewöhnlicher Passagier zu qualifizieren, sondern wird dem Fahrzeugführer gleichgestellt und kann für Verstösse wie ein Fahrer haftbar gemacht werden. Er muss die gesetzlichen Voraussetzungen für Begleitpersonen erfüllen; dies schliesst Personen mit einem während der Probezeit ausgestellten Führerausweis aus.
“1 LCR indique que les courses d’apprentissage en voiture automobile ne peuvent être entreprises que si l’élève est accompagné d’une personne âgée de 23 ans au moins, qui possède depuis trois ans au moins un permis de conduire correspondant à la catégorie du véhicule et n’étant plus à l’essai; que, d'emblée, il y a lieu de préciser que le Tribunal fédéral a rappelé que l’accompagnateur d’un élève conducteur n’est pas un passager ordinaire, mais qu’au contraire il participe directement à la conduite du véhicule et se rend coupable d’une infraction en tant que conducteur lorsque, par exemple, pris de boisson, il accompagne un élève (ATF 128 IV 272 / JdT 2002 I 641 consid. 3). Cette décision, qui reprend la volonté du législateur exprimée tant à propos de l’ancienne loi que de la LCR, doit être suivie sans réserve, dès lors que l’accompagnateur doit directement veiller à ce que la course d’apprentissage s’effectue en toute sécurité et que l’élève ne contrevienne pas aux prescriptions sur la circulation (cf. art. 15 al. 2 LCR). Il s’ensuit notamment que l’accompagnateur doit être apte à conduire de la même manière que l’élève conducteur (Mizel, Droit et pratique illustrée du retrait du permis de conduire, 2015, p. 228 et 229, lequel se réfère à l'arrêt TF 1C_260/2012 du 12 mars 2013 consid. 2.1); qu'ainsi, comme l'a relevé l'OCN dans la décision attaquée, celui qui accompagne un élève conducteur doit être assimilé à un conducteur au sens de l'art. 16 LCR; qu'en l'espèce, la recourante - pourtant au bénéfice d'un permis de conduire à l'essai, qui plus est retiré jusqu'au 29 décembre 2021 - a accompagné un élève conducteur le 8 novembre 2021; qu’il est dès lors établi qu'elle a violé les prescriptions qui précèdent, ce qu'elle ne conteste du reste pas; qu'à l'évidence, cette infraction justifiait le prononcé d'une mesure administrative; que, conformément à l’art. 16a al. 1 let. a LCR, commet une infraction légère la personne qui en violant les règles de la circulation, met légèrement en danger la sécurité d’autrui et à laquelle seule une faute bénigne peut être imputée; qu'en vertu de l’art. 16b al. 1 let. a LCR, commet une infraction moyennement grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, crée un danger pour la sécurité d’autrui ou en prend le risque; qu'enfin, selon l’art. 16c al. 1 let. a LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d’autrui ou en prend le risque; qu'ainsi, la loi fait la distinction entre (ATF 123 II 106 consid.”
Strittig ist, ob zu Art. 15a Abs. 5 SVG zusätzlich in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG längere Sperrfristen (z. B. 48 Monate) verfügt werden dürfen. Das Bundesgericht hat in einem Verfahren die analoge Anordnung einer solchen zusätzlichen Sperrfrist gestützt und dabei ausgeführt, Art. 15a SVG sei nicht als abschliessende Regelung zu verstehen; insbesondere sei eine strengere Ahndung wiederholter oder massiver Widerhandlungen bei Neulenkerinnen und Neulenkern durch zusätzliche administrative Massnahmen möglich.
“f SVG, uneingeschränkt analog Anwendung finden. Soweit der Beschwerdeführer bemängle, für die zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten bestehe keine gesetzliche Grundlage, sei er somit nicht zu hören. Dasselbe gelte für sein Vorbringen, Art. 15a SVG gehe als lex specialis vor. Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit durch eine strenge Ahndung von SVG-Verstössen von Neulenkerinnen und Neulenkern sei gerade dadurch zu erreichen, dass diese mit zusätzlichen Administrativmassnahmen belegt werden könnten. Es könne nicht im Sinne des Gesetzgebers gewesen sein, dass unbelehrbare Neulenkerinnen und Neulenker mit wiederholten oder massiven Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Ergebnis mit weniger einschneidenden Massnahmen zu rechnen hätten als Inhaberinnen und Inhaber des definitiven Führerausweises. Dies wäre aber die Folge, wenn Art. 15a SVG als abschliessende Regelung für den Entzug des Führerausweises auf Probe betrachtet würde. Die Anordnung der zusätzlichen "Sperrfrist" von 48 Monaten in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG sei demnach zulässig.”
“Auf der Sedelstrasse in Richtung Sedel fahrend, geriet er in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem korrekt entgegenkommenden Personenwagen. Das Verkehrssicherheitszentrum ging davon aus, A.________ habe die Geschwindigkeit nicht den Strassen- und Sichtverhältnissen angepasst, und beurteilte den Unfall als mittelschwere Widerhandlung. Mit Verfügung vom 29. Juni 2020 annullierte es den Führerausweis auf Probe der Kategorie B und ordnete einen Kaskadensicherungsentzug nach Art. 16b Abs. 2 lit. f SVG an. Es entzog A.________ die Fahrberechtigung, untersagte ihm auch das Führen von Motorfahrzeugen, für die kein Führerausweis erforderlich ist, und setzte eine Sperrfrist von 60 Monaten ab Zustellung der Verfügung an. Gegen diese Verfügung erhob A.________ Einsprache, die das Verkehrssicherheitszentrum mit Entscheid vom 11. Dezember 2020 teilweise guthiess. Anstelle der Sperrfrist von 60 Monaten verfügte es im Wesentlichen neu eine auf Art. 15a Abs. 5 SVG gestützte "Wartefrist" von 24 Monaten und eine in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 3 SVG bestimmte zusätzliche "Sperrfrist" von 48 Monaten, beginnend am 30. Juni 2020 resp. 30. Juni 2022. Sodann auferlegte es die Kosten für das Einspracheverfahren A.________, sprach dessen Rechtsanwältin wegen der teilweisen Gutheissung der Einsprache ein Honorar zu und bestätigte den Kostenentscheid gemäss der Verfügung vom 29. Juni 2020. C. Gegen den Einspracheentscheid des Verkehrssicherheitszentrums gelangte A.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden. Mit Entscheid vom 10. Mai 2021 (versandt am 23. September 2021) wies das Gericht das Rechtsmittel ab, soweit es darauf eintrat. D. Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 26. Oktober 2021 an das Bundesgericht beantragt A.________, den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben, seine Einsprache gegen die Verfügung des Verkehrssicherheitszentrums vom 29. Juni 2020 gutzuheissen und dessen Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2020 aufzuheben bzw. in verschiedenen Punkten abzuändern. Insbesondere sei die "Sperrfrist" von 48 Monaten aufzuheben.”
Die bundesgerichtliche Praxis qualifiziert bestimmte Geschwindigkeitsüberschreitungen als objektiv schwer (ohne Rücksicht auf weitere Umstände): z. B. ab +25 km/h innerorts (entsprechend tiefere Schwellen ausserorts/Schnellstrassen). Konkrete Entscheidungen bestätigen ferner, dass sehr hohe Überschreitungen (z. B. 82 km/h innerorts im erwähnten Entscheid) als schwere Widerhandlung gewertet werden können. Diese Rechtsprechung entbindet die Behörde jedoch nicht von der Prüfung der konkreten Umstände gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG.
“Conformément à l'art. 16c al. 1 let. a LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation, met sérieusement en danger la sécurité d'autrui ou en prend le risque. Après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum (art. 16c al. 2 let. a LCR). Selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Dans le domaine des excès de vitesse, la jurisprudence a été amenée à fixer des règles précises afin d'assurer l'égalité de traitement entre conducteurs. Ainsi, selon la jurisprudence constante, le cas est objectivement grave, c'est-à-dire sans égard aux circonstances concrètes, en présence d'un dépassement de la vitesse autorisée de 25 km/h ou plus à l'intérieur des localités, de 30 km/h ou plus hors des localités et sur les semi-autoroutes et de 35 km/h ou plus sur les autoroutes (ATF 143 IV 508 consid. 1.3; 132 II 234 consid. 3.1 et les arrêts cités; arrêt 6B_973/2020 du 25 février 2021 consid. 2.1). Cette jurisprudence ne dispense toutefois pas l'autorité de tout examen des circonstances du cas concret.”
“1 LCR, commet une infraction grave la personne qui, en violant gravement les règles de la circulation met sérieusement en danger la sécurité d’autrui ou en prend le risque (let. a) ou qui conduit un véhicule automobile alors que le permis de conduire lui a été retiré (let. f). En matière d’excès de vitesse, le Tribunal fédéral a maintes fois confirmé qu’un excès de vitesse de plus de 25 km/h ou plus à l’intérieur d’une localité devait être considéré comme une faute grave (arrêt 1C_210/2020 consid. 2.2 du 30 novembre 2020 et les références citées). 12. L'art. 16c al. 2 let. d LCR prévoit qu'après une infraction grave, le permis de conduire est retiré pour une durée indéterminée, mais pour deux ans au minimum, si, au cours des dix années précédentes, le permis lui a été retiré à deux reprises en raison d’infractions graves ou à trois reprises en raison d’infractions qualifiées de moyennement graves au moins; il est renoncé à cette mesure si, dans les cinq ans suivant l’expiration d’un retrait, aucune infraction donnant lieu à une mesure administrative n’a été commise; 13. Selon l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur, ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite (ATF 135 II 334 consid. 2.2 et les arrêts cités). 14. Ces éléments doivent faire l'objet d'une appréciation d'ensemble, de manière à atteindre autant que possible l'effet éducatif et préventif auquel tend la mesure. Dans ce contexte, l'autorité cantonale dispose d'un large pouvoir d'appréciation et l'autorité de recours n'intervient que si celle-ci a abusé de ce pouvoir, par exemple en ne prenant pas en compte certains éléments pertinents ou encore en appréciant leur portée de manière insoutenable (ATF 128 II 173 consid. 4b ; JdT 2002 I 593 et la jurisprudence citée). Il y a lieu ainsi de rechercher si des circonstances particulières ne justifient pas de considérer le cas comme plus grave ou, inversement, comme de moindre gravité (arrêt 1C_125/2016 du 25 octobre 2016).”
“28 Uhr den Personenwagen der Marke C in Begleitung seines siebenjährigen Sohnes anlässlich einer Probefahrt auf der D-Strasse, innerorts auf dem Gemeindegebiet E in Richtung F. Dabei fuhr er mit einer Geschwindigkeit von 82 km/h (nach Toleranzabzug). Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auf dieser Strecke 50 km/h. Dieser Sachverhalt wird vom Beschwerdeführer anerkannt. 3. 3.1 Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG) wird bei Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG). 3.2 Das Gesetz unterscheidet zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Widerhandlung. Eine schwere Widerhandlung begeht, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Die schwere Widerhandlung entspricht gemäss konstanter Rechtsprechung der groben Verkehrsregelverletzung im Sinn von Art. 90 Abs. 2 SVG (BGE 132 II 234, 238 E. 3.2; BGr, 28. März 2007, 6A.86/2006, mit weiteren Hinweisen). 3.3 Nach Art. 32 Abs. 1 SVG ist die Geschwindigkeit stets den Umständen anzupassen, namentlich den Besonderheiten von Fahrzeug und Ladung sowie den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen. Art. 27 Abs. 1 SVG verpflichtet den Fahrzeuglenker zur Beachtung von Signalen und Markierungen. Laut Art. 32 Abs. 2 SVG hat der Bundesrat die Geschwindigkeit auf allen Strassen durch Höchstgeschwindigkeitsvorschriften zu begrenzen. Gemäss Art. 4a Abs. 1 lit. a der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 beträgt die allgemeine Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften 50 km/h.”
Meldet der Versicherer das Aussetzen oder Aufhören der Haftpflichtdeckung, hat die Behörde nach Eingang dieser Meldung unverzüglich den Fahrzeugausweis zu entziehen und die Kontrollschilder einzuziehen; sie muss die Meldung nicht materiell überprüfen. Der Versicherer darf die Meldung frühestens auf den Tag der vertraglich vereinbarten Beendigung der Deckung vornehmen und hat den Versicherungsnehmer vorab zu informieren; eine zivilrechtliche Klärung etwaiger Streitigkeiten zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer obliegt den Parteien.
“Der Fahrzeugausweis darf nur erteilt werden, wenn das Fahrzeug den Vorschriften entspricht, verkehrssicher ist und wenn die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung besteht (Art. 11 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes [SVG] vom 19. Dezember 1958). Besteht die Versicherungsdeckung nicht mehr oder ist diese ausgesetzt, so ist dies vom Versicherer an die Behörde zu melden. Die Behörde hat in diesem Fall den Fahrzeugausweis zu entziehen und die Kontrollschilder einzuziehen (vgl. Art. 68 Abs. 2 SVG). Der Versicherer darf das Aussetzen oder Aufhören der Versicherung frühestens an dem Tag melden, an dem die vertragsgemässe Versicherungsdeckung endet (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 VVV). Nach Eingang der Meldung entzieht die Behörde unverzüglich den Fahrzeugausweis gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG und beauftragt die Polizei, Fahrzeugausweis und Kontrollschilder einzuziehen (Art. 7 Abs. 2 VVV). Die Behörde kann und darf dabei die Meldung des Versicherers nicht dahingehend überprüfen, ob sie auf einer Vertragsverletzung seitens des Versicherers beruht und dieser die vertragliche Versicherungsdeckung zu Unrecht verneint. Bevor der Versicherer das Aussetzen oder Aufhören der Versicherung veranlasst, hat er dem Versicherungsnehmer die bevorstehende Meldung und deren Folgen anzukündigen (Art. 7 Abs. 1 Satz 2 VVV). Es obliegt alsdann dem Versicherungsnehmer, die Rechtslage mit dem Versicherer - gegebenenfalls auf dem zivilrechtlichen Rechtsweg - zu klären. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die MFK nach dem Eingang der Meldung der Smile am 15. Juni 2023 gesetzlich zur Durchführung des Fahrzeugausweis- und Kontrollschilderentzugsverfahrens verpflichtet war. Dies gilt unabhängig davon, ob die Beschwerdeführerin auf der versicherungsvertraglichen Ebene eine wirksame Verrechnung herbeigeführt und so ihre Prämienschuld beglichen hatte.”
“Der Fahrzeugausweis darf nur erteilt werden, wenn das Fahrzeug den Vorschriften entspricht, verkehrssicher ist und wenn die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung besteht (Art. 11 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes [SVG] vom 19. Dezember 1958). Besteht die Versicherungsdeckung nicht mehr oder ist diese ausgesetzt, so ist dies vom Versicherer an die Behörde zu melden. Die Behörde hat in diesem Fall den Fahrzeugausweis zu entziehen und die Kontrollschilder einzuziehen (vgl. Art. 68 Abs. 2 SVG). Der Versicherer darf das Aussetzen oder Aufhören der Versicherung frühestens an dem Tag melden, an dem die vertragsgemässe Versicherungsdeckung endet (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 VVV). Nach Eingang der Meldung entzieht die Behörde unverzüglich den Fahrzeugausweis gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG und beauftragt die Polizei, Fahrzeugausweis und Kontrollschilder einzuziehen (Art. 7 Abs. 2 VVV). Die Behörde kann und darf dabei die Meldung des Versicherers nicht dahingehend überprüfen, ob sie auf einer Vertragsverletzung seitens des Versicherers beruht und dieser die vertragliche Versicherungsdeckung zu Unrecht verneint. Bevor der Versicherer das Aussetzen oder Aufhören der Versicherung veranlasst, hat er dem Versicherungsnehmer die bevorstehende Meldung und deren Folgen anzukündigen (Art. 7 Abs. 1 Satz 2 VVV). Es obliegt alsdann dem Versicherungsnehmer, die Rechtslage mit dem Versicherer - gegebenenfalls auf dem zivilrechtlichen Rechtsweg - zu klären. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die MFK nach dem Eingang der Meldung der Smile am 15. Juni 2023 gesetzlich zur Durchführung des Fahrzeugausweis- und Kontrollschilderentzugsverfahrens verpflichtet war. Dies gilt unabhängig davon, ob die Beschwerdeführerin auf der versicherungsvertraglichen Ebene eine wirksame Verrechnung herbeigeführt und so ihre Prämienschuld beglichen hatte.”
Bei einem zuvor tatsächlich vollzogenen Entzug beginnt die neue Probezeit erst mit Ablauf des letzten Tages der Ausführung des vorherigen Entzugs.
“Partant, au vu des éléments à prendre en considération, l'autorité intimé était fondée à qualifier de grave tant la faute que la mise en danger qui en a résulté. Peu importe que les risques liés au comportement de la recourante ne se soient – heureusement – pas concrétisés, une mise en danger accrue étant suffisante (arrêt TF 6B_464/2015 du 8 février 2016 consid. 5.1). C'est ainsi à juste titre que l'autorité intimée a fait application de l'art. 16c al. 2 let. a LCR pour prononcer le retrait de permis de la recourante. 4. 4.1. A teneur de l'art. 16c al. 2 let. a LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour trois mois au minimum. Par ailleurs, selon l'art. l'art. 16c al. 2 let. c LCR, après une infraction grave, le permis d'élève conducteur ou le permis de conduire est retiré pour douze mois au minimum si, au cours des cinq années précédentes, le permis a été retiré une fois en raison d'une infraction grave ou à deux reprises en raison d'infractions moyennement graves. En vertu de l'art. 16 al. 3 LCR, les circonstances doivent être prises en considération pour fixer la durée du retrait du permis d'élève conducteur ou du permis de conduire, notamment l'atteinte à la sécurité routière, la gravité de la faute, les antécédents en tant que conducteur ainsi que la nécessité professionnelle de conduire un véhicule automobile. La durée minimale du retrait ne peut toutefois être réduite. Cette règle, introduite dans la loi par souci d'uniformité, rend incompressible les durées minimales de retrait des permis de conduire (ATF 132 II 234 consid. 2.3; arrêt TC FR 603 2023 56 du 8 août 2023 consid. 5.1). 4.2. En l'occurrence, il faut constater que, par décision du 6 janvier 2023, la recourante a déjà fait l'objet d'un retrait de permis pour faute grave d'une durée de trois mois en application de l'art. 16c LCR, retrait exécuté du 5 juillet 2023 au 4 octobre 2023, en raison d'une infraction commise le 2 novembre 2022. Selon la jurisprudence, la période probatoire commence à courir à l'expiration du dernier jour de l'exécution du précédent retrait du permis de conduire (ATF 136 II 447 consid.”