28 commentaries
Art. 58 Abs. 1 SVG begründet eine verschärfte, kausale (objektiv-verschärfte) Haftung des Halters, die auch ohne eigenes Verschulden eintreten kann. Die Norm dient dem Schutz der Geschädigten vor den spezifischen Risiken des Betriebs motorisierter Fahrzeuge. Gleichzeitig bleiben die für jede Haftung erforderlichen Voraussetzungen relevant, namentlich Schaden sowie natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang; der Halter kann zudem für das Verhalten von Fahrern haftbar gemacht werden, denen er das Fahrzeug überlassen hat.
“Die vorliegende Klage gründet in der Haftpflicht des Motorfahrzeughalters im Sinne von Art. 58 SVG. Gemäss Art. 58 Abs. 1 SVG haftet der Halter für den Schaden, wenn durch den Betrieb eines Motorfahrzeuges ein Mensch getötet oder verletzt oder Sachschaden verursacht wird. Bei der Haftung des Motorfahr- zeughalters handelt es sich um eine Kausalhaftung, was bedeutet, dass der Hal- ter auch ohne Verschulden für die Schäden haftet, welche durch den Betrieb sei- nes Fahrzeuges verursacht werden. Dabei hat der Fahrzeughalter nicht nur für sein eigenes Verhalten einzustehen, sondern auch für das Verhalten aller Fahr- zeugführer, welchen er das Fahrzeug direkt oder indirekt überlassen hat (OFK/SVG-GIGER, Art. 58 N 43). Gemäss Art. 59 Abs. 1 SVG wird der Halter von seiner Haftpflicht nur befreit, wenn er beweist, dass der Unfall durch höhere Ge- walt oder grobes Verschulden des Geschädigten oder eines Dritten verursacht wurde, ohne dass ihn selbst oder Personen, für die er verantwortlich ist, ein Ver- schulden trifft und ohne dass die fehlerhafte Beschaffenheit des Fahrzeuges zum Unfall beigetragen hat.”
“41 ss CO n'étant applicables que dans la mesure où cette loi le prévoit expressément (Werro, La responsabilité civile, 2ème éd. 2011 (ci-après: Werro, RC), n. 843; Brehm, La responsabilité civile automobile, 2ème éd. 2010 (ci-après: Brehm, RC), n. 8). L'art. 61 al. 1 LCR dispose que lorsqu’un détenteur est victime de lésions corporelles dans un accident où sont impliqués plusieurs véhicules automobiles, le dommage est supporté par les détenteurs de tous les véhicules automobiles impliqués, en proportion de leur faute, à moins que des circonstances spéciales, notamment les risques inhérents à l’emploi du véhicule, ne justifient un autre mode de répartition. En vertu de l'art. 65 al. 1 LCR, le lésé peut intenter une action directe contre l'assureur, dans la limite des montants prévue par le contrat d'assurance (art. 65 al. 1 LCR). A cet égard, les exceptions découlant du contrat d'assurance ou de la loi fédérale sur le contrat d'assurance (LCA; RS 221.229.1) ne peuvent pas être opposées au lésé (art. 65 al. 2 LCR). Selon l'art. 58 al. 1 LCR, si, par suite de l'emploi d'un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu'un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Par cette disposition, la loi instaure une responsabilité causale, qui tend à protéger les lésés contre les risques spécifiques liés à l'emploi des véhicules à moteur, en raison de leur masse et de leur vitesse (ATF 111 II 89 consid. 1a, rés. in JdT 1985 I 413). Cette responsabilité objective aggravée déroge au principe de la responsabilité de l'art. 41 CO, en ce sens qu'elle est engagée même sans faute ni manque de diligence de l'utilisateur du véhicule (Werro, RC, op. cit., n. 845; Brehm, RC, op. cit., nn. 4 et 14). La responsabilité du détenteur d'un véhicule automobile suppose toutefois, de manière générale, que soient remplies les conditions usuelles de la responsabilité civile que sont un dommage, l'illicéité, ainsi qu'un lien de causalité naturelle et adéquate entre le fait générateur de la responsabilité du détenteur du véhicule automobile et le dommage (Werro, RC, op.”
“A la question de savoir si l'assureur peut se prévaloir, vis-à-vis du lésé, d'un motif libératoire en rapport avec la relation particulière entre le lésé et l'auteur du dommage, le Tribunal fédéral a ainsi relevé que le privilège de responsabilité conserve sa signification en cas d'action directe contre l'assureur (JdT 2002 I 626). Or, comme on l’a vu ci-dessus, les actes accomplis par la défenderesse valent reconnaissance de dette au sens de l’art. 135 al. 1 ch. 1 CO. Le raisonnement développé plus haut s’applique donc mutatis mutandis. Au vu de ce qui précède, il convient d’entrer en matière et d’examiner les prétentions de la demanderesse. VI. a) La responsabilité du détenteur d'un véhicule automobile est régie par les art. 58 ss LCR, les règles générales des art. 41 ss CO n'étant applicables que dans la mesure où cette loi le prévoit expressément (Werro, La responsabilité civile, [ci-après: Werro, RC], n. 834; Brehm, La responsabilité civile automobile, [ci-après: Brehm, RC], nn. 10 ss). Selon l'art. 58 al. 1 LCR, si, par suite de l'emploi d'un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu'un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Par cette disposition, la loi instaure une responsabilité causale, qui tend à protéger les lésés contre les risques spécifiques liés à l'emploi des véhicules à moteur, en raison de leur masse et de leur vitesse (ATF 111 II 89 consid. 1a, rés. in JdT 1985 I 413). Cette responsabilité objective aggravée déroge au principe de la responsabilité de l'art. 41 CO, en ce sens qu'elle est engagée même sans faute ni manque de diligence de l'utilisateur du véhicule (Werro, RC, op. cit., n. 836; Brehm, RC, op. cit., nn. 5, 8 et 122). La responsabilité du détenteur d'un véhicule automobile suppose toutefois, de manière générale, que soient remplies les conditions usuelles de la responsabilité civile que sont un dommage, l'illicéité, ainsi qu'un lien de causalité naturelle et adéquate entre le fait générateur de la responsabilité du détenteur du véhicule automobile et le dommage (Werro, RC, op.”
Wenn ein Motorfahrzeug in einem noch erhitzten Zustand an einem dafür nicht vorgesehenen, leicht entflammbaren Ort abgestellt wird, besteht dafür nach der Rechtsprechung kein öffentliches Interesse. Die dadurch entstehende Brandgefahr fällt daher nicht unter die Kausalhaftung des Halters nach Art. 58 Abs. 1 SVG.
“Der Begriff des Betriebs ist daher dergestalt auszulegen, dass darin die aus öffentlichem Interesse von der Rechtsordnung entschuldigte Schaffung einer Gefahr enthalten ist (OFTINGER / STARK, a.a.O., S. 149). Mithin wird der Begriff des Betriebes und damit einhergehend die Kausalhaftung auch durch dieses öffentliche Interesse begrenzt. Dabei besteht durchaus ein öffentliches Interesse daran, dass das Motorfahrzeug sich fortbewegen, am Verkehrsbetrieb teilnehmen oder an einem dafür vorgesehenen und geeigneten Ort abgestellt werden kann. Die mit diesem öffentlichen Interesse einhergehende Gefahr schwerer Unfälle unter anderem aufgrund der Geschwindigkeit und der Masse des Motorfahrzeugs werden von der Kausalhaftung erfasst. Kein öffentliches Interesse ist hingegen darin zu erkennen, dass ein Motorfahrzeug in einem noch erhitzten Zustand an einem leicht entflammbaren und daher nicht zu diesem Zweck vorgesehenen oder geeigneten Ort abgestellt werden kann. Die damit verbundene Brandgefahr kann nicht mit der Zulassung des Motorfahrzeugverkehrs durch den Gesetzgeber entschuldigt werden. Sie unterliegt entsprechend auch nicht der Kausalhaftung von Art. 58 Abs. 1 SVG.”
Der Geschädigte kann seine Forderungen direkt gegen den haftpflichtversicherten Versicherer geltend machen (Art. 65 i.V.m. Art. 63 Abs. 2 SVG).
“Der eigentliche Unfallhergang sowie die Unfallfolgen – insbesondere die To- desursache des Verblutens nach innen und aussen im Rahmen eines schweren stumpfen Schädeltraumas – sind zwischen den Parteien nicht umstritten. Ebenso wenig die Tatsachen, dass es sich beim Unfallfahrzeug um ein von der K._____ AG geleastes Fahrzeug handelte, diese Gesellschaft als Halterin im Fahrzeug- ausweis eingetragen war, das Unfallfahrzeug bei der Beklagten haftpflichtversi- chert war und G._____ sel. bei der L._____ AG angestellt war. Ebenfalls unbe- stritten sind die allgemeinen Haftungsvoraussetzungen bei Unfällen im Strassen- verkehr, insbesondere die grundsätzliche Haftung des Motorfahrzeughalters nach Art. 58 SVG und das direkte Forderungsrecht des Geschädigten gegenüber dem Versicherer gemäss Art. 65 SVG in Verbindung mit Art. 63 Abs. 2 SVG.”
Der Geschädigte kann seine Forderung im Rahmen der vertraglichen Versicherungsdeckung unmittelbar gegen die Haftpflichtversicherung des Halters geltend machen (Art. 65 Abs. 1 SVG). Eine Entlastung des Halters ist nur in den in Art. 59 Abs. 1 SVG genannten Fällen möglich.
“Wird durch den Betrieb eines Motorfahrzeugs ein Mensch getötet oder verletzt oder Sachschaden verursacht, so haftet der Halter für den Schaden (Art. 58 Abs. 1 SVG); gemäss Art. 65 Abs. 1 SVG hat der Geschädigte im Rahmen der vertraglichen Versicherungsdeckung ein Forderungsrecht unmittelbar gegen den Versicherer des Halters. Der Halter wird nach Art. 59 Abs. 1 SVG unter anderem dann von der Haftpflicht befreit, wenn er beweist, dass der Unfall durch grobes Verschulden eines Dritten verursacht wurde, ohne dass ihn selbst oder Personen, für die er verantwortlich ist, ein Verschulden trifft und ohne dass fehlerhafte Beschaffenheit des Fahrzeugs zum Unfall beigetragen hat.”
Der Halter haftet nach Art. 58 SVG grundsätzlich auch bei Leasingverhältnissen, wenn er im Fahrzeugausweis als Halter eingetragen ist. Zudem besteht ein direktes Forderungsrecht des Geschädigten gegenüber der Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs (Art. 65 i.V.m. Art. 63 Abs. 2 SVG).
“Der eigentliche Unfallhergang sowie die Unfallfolgen – insbesondere die To- desursache des Verblutens nach innen und aussen im Rahmen eines schweren stumpfen Schädeltraumas – sind zwischen den Parteien nicht umstritten. Ebenso wenig die Tatsachen, dass es sich beim Unfallfahrzeug um ein von der K._____ AG geleastes Fahrzeug handelte, diese Gesellschaft als Halterin im Fahrzeug- ausweis eingetragen war, das Unfallfahrzeug bei der Beklagten haftpflichtversi- chert war und G._____ sel. bei der L._____ AG angestellt war. Ebenfalls unbe- stritten sind die allgemeinen Haftungsvoraussetzungen bei Unfällen im Strassen- verkehr, insbesondere die grundsätzliche Haftung des Motorfahrzeughalters nach Art. 58 SVG und das direkte Forderungsrecht des Geschädigten gegenüber dem Versicherer gemäss Art. 65 SVG in Verbindung mit Art. 63 Abs. 2 SVG.”
Bei Tötung oder Körperverletzung kann die Geschädigte oder der Geschädigte nach Massgabe von Art. 47/49 OR Anspruch auf eine Genugtuung (immaterielle Entschädigung) haben. Die Höhe der Genugtuung bestimmt das Gericht unter Berücksichtigung insbesondere der Schwere der körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung; ihre Bemessung liegt im pflichtgemässen richterlichen Ermessen.
“En revanche, rien n'empêche le juge de statuer sur les prétentions civiles si l'état de fait est complet, ce qui lui permet de statuer sur l'ensemble des conditions de l'art. 41 CO (CR CPP, art. 126 CPP, n. 10-11). 4.3.2. Aux termes de l’art. 58 al. 1 LCR, si, par suite de l’emploi d’un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu’un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Le détenteur répond des dommages causés par son véhicule à moteur, même s’il ne l’a pas conduit lui-même. En effet, l’art. 58 al. 4 LCR dispose que le détenteur répond de la faute du conducteur et des auxiliaires au service du véhicule comme de sa propre faute. La responsabilité du conducteur n’est quant à elle pas régie par la LCR. Cependant, s’il a commis une faute, le conducteur en répondra aussi personnellement. Son comportement étant régi par le droit commun, l’art. 41 CO trouvera application (Brehm, La responsabilité civile automobile, 2010 2ème éd., n. 119 et 122, p. 49, également n. 13, p. 6 ; CS CR commenté, art. 58 LCR n. 5.6). 4.3.3. Selon l'art. 47 CO, le juge peut, en tenant compte de circonstances particulières, allouer à la victime de lésions corporelles une indemnité équitable à titre de réparation morale. L'art. 47 CO est un cas d'application de l'art. 49 CO, lequel dispose que celui qui subit une atteinte illicite à sa personnalité a droit à une somme d'argent à titre de réparation morale, pour autant que la gravité de l'atteinte le justifie et que l'auteur ne lui ait pas donné satisfaction autrement (ATF 125 III 269 consid. 2a; ATF 118 II 410 consid. 2a). Le Tribunal fédéral a eu l'occasion à plusieurs reprises (notamment ATF 125 III 269 consid. 2; arrêt du TF 6B_705/2010 du 2 décembre 2010 consid. 6) de rappeler que l'ampleur de la réparation morale dépend avant tout de la gravité des souffrances physiques ou psychiques consécutives à l'atteinte subie par la victime et de la possibilité d'adoucir sensiblement, par le versement d'une somme d'argent, la douleur morale qui en résulte. Sa détermination relève du pouvoir d'appréciation du juge.”
“En revanche, rien n'empêche le juge de statuer sur les prétentions civiles si l'état de fait est complet, ce qui lui permet de statuer sur l'ensemble des conditions de l'art. 41 CO (CR CPP, art. 126 CPP, n. 10-11). 4.3.2. Aux termes de l’art. 58 al. 1 LCR, si, par suite de l’emploi d’un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu’un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Le détenteur répond des dommages causés par son véhicule à moteur, même s’il ne l’a pas conduit lui-même. En effet, l’art. 58 al. 4 LCR dispose que le détenteur répond de la faute du conducteur et des auxiliaires au service du véhicule comme de sa propre faute. La responsabilité du conducteur n’est quant à elle pas régie par la LCR. Cependant, s’il a commis une faute, le conducteur en répondra aussi personnellement. Son comportement étant régi par le droit commun, l’art. 41 CO trouvera application (Brehm, La responsabilité civile automobile, 2010 2ème éd., n. 119 et 122, p. 49, également n. 13, p. 6 ; CS CR commenté, art. 58 LCR n. 5.6). 4.3.3. Selon l'art. 47 CO, le juge peut, en tenant compte de circonstances particulières, allouer à la victime de lésions corporelles une indemnité équitable à titre de réparation morale. L'art. 47 CO est un cas d'application de l'art. 49 CO, lequel dispose que celui qui subit une atteinte illicite à sa personnalité a droit à une somme d'argent à titre de réparation morale, pour autant que la gravité de l'atteinte le justifie et que l'auteur ne lui ait pas donné satisfaction autrement (ATF 125 III 269 consid. 2a; ATF 118 II 410 consid. 2a). Le Tribunal fédéral a eu l'occasion à plusieurs reprises (notamment ATF 125 III 269 consid. 2; arrêt du TF 6B_705/2010 du 2 décembre 2010 consid. 6) de rappeler que l'ampleur de la réparation morale dépend avant tout de la gravité des souffrances physiques ou psychiques consécutives à l'atteinte subie par la victime et de la possibilité d'adoucir sensiblement, par le versement d'une somme d'argent, la douleur morale qui en résulte. Sa détermination relève du pouvoir d'appréciation du juge.”
Bei teilbarem Sachschaden besteht der Schaden in den Reparaturkosten, soweit diese angesichts der Umstände und des Gebots der Schadensminderung als vernünftig erscheinen. Übersteigen die Reparaturkosten den Wert der Sache, gilt der Schaden als Totalverlust mit Anspruch auf Ersatzwert. Der Anspruch richtet sich auf die durch die Beschädigung entstandene Beeinträchtigung der Sache und besteht auch dann, wenn die Reparatur noch nicht vorgenommen bzw. nicht beabsichtigt ist, soweit eine Reparatur nicht zwangsweise auferlegt werden kann. Ein Kostenvoranschlag/Devis genügt häufig als Bemessungsgrundlage.
“Un procès est dépourvu de chances de succès lorsque les perspectives de le gagner sont notablement plus faibles que les risques de le perdre, et qu'elles ne peuvent donc être considérées comme sérieuses, de sorte qu'une personne raisonnable et de condition aisée renoncerait à s'y engager en raison des frais qu'elle s'exposerait à devoir supporter; en revanche, une demande ne doit pas être considérée comme dépourvue de toute chance de succès lorsque les perspectives de gain et les risques d'échec s'équilibrent à peu près ou lorsque les premières sont seulement un peu plus faibles que les seconds. Ce qui est déterminant est de savoir si une partie, qui disposerait des ressources financières nécessaires, se lancerait ou non dans le procès après une analyse raisonnable. Une partie ne doit pas pouvoir mener un procès qu'elle ne conduirait pas à ses frais, uniquement parce qu'il ne lui coûte rien (ATF 142 III 138 consid. 5.1; ATF 128 I 225 consid. 2.5.3). La situation doit être appréciée à la date du dépôt de la requête et sur la base d'un examen sommaire (ATF 142 III 138 consid. 5.1; 133 III 614 consid. 5). L'absence de chances de succès peut résulter des faits ou du droit. L'assistance sera refusée s'il apparaît d'emblée que les faits pertinents allégués sont invraisemblables ou ne pourront pas être prouvés (arrêt du Tribunal fédéral 4A_614/2015 du 25 avril 2016 consid. 3.2). 2.2. En vertu de l'art. 58 al. 1 LCR, si par suite de l'emploi d'un véhicule automobile, une personne est blessée ou un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Le dommage matériel est partiel lorsque l'atteinte à la chose peut être réparée, de sorte que celle-ci peut ensuite à nouveau remplir son but. Dans ce cas, le dommage consiste dans les coûts de la réparation, en tant qu'elle apparaît raisonnable compte tenu des circonstances et du devoir du lésé de réduire son dommage. Le coût de la réparation ne doit pas dépasser la valeur de la chose, auquel cas le dommage partiel est assimilé à une destruction totale, donnant droit à la valeur de remplacement de la chose. Enfin, le dommage résulte de l'atteinte à la chose, et non de sa remise en état. Aussi, le remboursement du coût de la réparation est dû au lésé, quand bien même il ne l'a pas encore entreprise, respectivement n'en n'aurait pas l'intention, dans la mesure où une telle réparation ne peut pas lui être imposée. C'est pourquoi un devis suffit souvent comme base de calcul du dommage (Werro, La responsabilité civile, 2017, n° 1092 et 1093).”
Gerichtliche Feststellungen zu konkreten Bauteilen oder Schadenfragen (z. B. Leitplanken) können erhebliche Auswirkungen auf die Ersatzansprüche und die Schadenregulierung nach Art. 58 SVG haben.
“58 SVG resultierenden Schadenabwicklung immer wieder Leitplanken zur Diskussion stünden, welche aus den von ihr dargelegten - 16 - rechtlichen und sicherheitsrelevanten Gründen immer zum Anschaffungswert bzw. Neuwert ersetzt werden müssten. Der Beklagte vertrete hier eine andere Meinung und entschädige diese unter Missachtung der aus Art. 42 OR resultie- renden haftpflichtrechtlichen Grundsätzen zum Zeitwert (Urk. 24 S. 14 Rz 51). Die Vorinstanz habe mit ihren Ausführungen eine unrechtmässige Erweiterung des Rechtsbegehrens vorgenommen, zumal sich die technischen Ausführungen in ih- rer Klageschrift vom 10. Juni 2020 unmissverständlich auf Leitplanken bezögen (Urk. 24 S. 15 Rz 53). Vorliegend mache sie ein spezifisches Feststellungsinte- resse für Leitplanken geltend und nicht für irgendwelche Fahrzeugrückhaltesys- teme (Urk. 24 S. 15 Rz 55). Zudem sei das Feststellungsinteresse rechtlicher Na- tur, da ein die Begehren gutheissendes Urteil einen erheblichen Einfluss auf die Schadenregulierung im Zusammenhang mit Forderungen aus Art. 74 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 58 SVG haben werde (Urk. 24 16 Rz 56).”
Als Halter im Sinn von Art. 58 Abs. 1 SVG gilt, wer auf eigene Rechnung und Gefahr den Betrieb des Fahrzeugs vornimmt und über dieses sowie allenfalls über die zum Betrieb erforderlichen Personen die tatsächliche, unmittelbare Verfügung besitzt. Zwischen dem Betrieb des Motorfahrzeugs und dem eingetretenen Schaden muss ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang vorliegen.
“Passivlegitimation Gemäss Art. 65 Abs. 1 i.V.m. Art. 63 Abs. 2 SVG verfügt der Geschädigte über ein unmittelbares Forderungsrecht gegen den Versicherer im Rahmen der ver- traglichen Versicherungsdeckung für die Haftpflicht des Halters. Als Halter i.S.v. Art. 58 Abs. 1 SVG gilt "derjenige, auf dessen eigene Rechnung und Gefahr der Betrieb des Fahrzeugs erfolgt und der zugleich über dieses und allenfalls über die zum Betrieb erforderlichen Personen die tatsächliche, unmittelbare Verfügung be- sitzt" (BGE 129 III 102 E. 2.1 S. 103-104 m.Nw.). Die Eigenschaft der Beklagten als Haftpflichtversicherung des am Unfall vom 30. Januar 2006 beteiligten LKWs ist unstreitig. Die Passivlegitimation der Beklagten ist gegeben. - 13 -”
“Kausalzusammenhang Zwischen dem Betrieb des Motorfahrzeugs und dem Personenschaden muss ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhangs stützen sich die Klägerinnen auf das im Rahmen des Strafverfahrens eingeholte Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Basel vom 2. Februar 2006 (act. 1 Rz. 17; act. 4/8 S. 192). Der natürliche Kausalzusammenhang ist nicht streitig (act. 1 Rz. 17; act. 11 Rz. 13). Ein adäquater Kausalzusammenhang liegt vor, wenn ein Ereignis "nach dem ge- wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Ein- tritt des Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint" (BGE 142 III 433 E. 4.5 S. 438-439). Der Ablauf des streitgegenständlichen Vorfalls vom 30. Januar 2006 liegt nicht ausserhalb eines gewöhnlichen Ablaufs der Ereignis- se. Der adäquate Kausalzusammenhang ist gegeben. 2.3.1.4. Zwischenergebnis Die Beklagte haftet im Grundsatz nach Art. 58 Abs. 1 SVG.”
Betrieb im Sinne von Art. 58 Abs. 1 SVG liegt vor, wenn sich die spezifische Betriebsgefahr des Motorfahrzeugs in konkreter Weise auswirkt. Dies erfordert, dass sich die latent vorhandene Betriebsgefahr durch einen zusätzlichen Umstand manifestiert. Entscheidend ist die dem Fahrzeug innewohnende Gefährlichkeit; es kommt dabei nicht auf die Bewegung des Fahrzeugs oder auf das ordnungsgemässe Funktionieren seiner maschinellen Einrichtungen an.
“Die Kausalhaftung von Art. 58 Abs. 1 SVG setzt voraus, dass der Schaden "durch den Betrieb eines Motorfahrzeugs" verursacht worden ist. Dieses Erfordernis ist nicht in einem verkehrstechnischen Sinne zu verstehen. Es heisst insbesondere nicht, dass ein auf öffentlicher Strasse verkehrendes Motorfahrzeug solange "in Betrieb" ist, als es sich auf einer solchen Strasse befindet. Auszugehen ist vielmehr vom maschinentechnischen Betriebsbegriff (BGE 114 II 376 E. 1b). Das besondere Erfordernis der Kausalhaftung ist deshalb nur als erfüllt anzusehen, wenn der Unfall in seiner Gesamtheit betrachtet mit der besonderen Gefahr, die durch den Gebrauch der maschinellen Einrichtungen des Motorfahrzeugs geschaffen wird, zusammenhängt (BGE 133 III 675 E. 3.4; 107 II 269 E. 1a; 97 II 161 E. 3a). Trifft dies zu, kommt es nicht darauf an, ob sich das Motorfahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls in Bewegung befand oder stillstand und ob seine maschinellen Einrichtungen ordnungsgemäss funktionierten oder nicht (BGE 114 II 376 E. 1b). Entscheidend ist daher die vom Gesetz als gefährlich vorausgesetzte Eigenart des Motorfahrzeugs, das latente Schädigungspotenzial, das im Fahrzeug zu erblicken ist, wenn dieses sich mit selbstständig entwickelten und umgesetzten Kräften fortbewegt (BGE 114 III 376 E.”
“Haftung nach Art. 58 Abs. 1 SVG Gemäss Art. 58 Abs. 1 SVG haftet der Halter für den Schaden, wenn durch den Betrieb eines Motorfahrzeuges ein Mensch getötet oder verletzt oder Sachscha- den verursacht wird. Der eingangs dargestellte Unfallhergang (Ziffer A.b oben) ist insoweit unbestritten. Zwischen den Parteien ist in tatsächlicher Hinsicht weiter unstreitig, dass der Tod der Radfahrerin auf die ihr beim Unfall vom 30. Januar 2006 zugefügten Verlet- zungen zurückzuführen ist (act. 1 Rz. 17; act. 11 Rz. 11, 13; act. 22 Rz. 1; act. 27 Rz. 1-3). 2.3.1.1. Betrieb eines Motorfahrzeugs Ein Betrieb des Motorfahrzeugs i.S.v. Art. 58 Abs. 1 SVG liegt vor, wenn sich die spezifische Betriebsgefahr des Motorfahrzeugs auswirkt (BGE 110 II 423 E. 1a S. 424; BGer 4A_262/2016 vom 10. Oktober 2016 E. 4.4.1). Dies ist der Fall, wenn sich die latent vorhandene Betriebsgefahr, welche beim normalen Betrieb nicht zu Schädigungen führt, durch einen zusätzlichen Umstand manifestiert (BGer 4A_262/2016 vom 10.”
Nach Rechtsprechung genügt bereits ein leichtes Verschulden des Fahrzeugführers zur Begründung einer Haftung nach Art. 41 Abs. 1 OR; daraus folgt entsprechend, dass der Halter nach Art. 58 Abs. 4 SVG grundsätzlich haftet, wenn der Fahrzeugführer leicht fahrlässig gehandelt hat.
“2018, N 1003), und auch ein bloss leichtes Verschulden genügt zur Begründung einer Haftung nach Art. 41 Abs. 1 OR (so schon BGE 14 624 E. 6 S. 630-632). Deshalb würde selbst die behaupte- te Relativierung des Verschuldens durch das Strafgericht (act. 27 Rz. 31) einer Verschuldenshaftung nicht entgegen stehen. Lediglich für den im vorliegenden Zusammenhang nicht zu beurteilenden Rückgriff auf einen vertraglich Haftenden wäre ein leichtes Verschulden nicht ausreichend (BGE 114 II 342 E. 3 S. 345; BGE 80 II 247 E. 5 S. 254-356). Der LKW-Lenker hat gegen die ihm im Strassenverkehr obliegenden Sorgfalts- pflichten verstossen, indem er aus der vortrittsbelasteten Stoppstrasse unter Missachtung des Stoppsignals das Vortrittsrecht der Radfahrerin missachtete und die für ihn bei gehöriger Aufmerksamkeit sichtbare Radfahrerin übersah. Sein Verhalten ist als Fahrlässigkeit i.S.v. Art. 41 Abs. 1 OR zu qualifizieren. Demgemäss ist Beklagte im Grundsatz nach Art. 58 Abs. 4 SVG i.V.m. Art. 41 Abs. 1 OR leistungspflichtig.”
Der Halterbegriff nach Art. 58 SVG ist materiell und nach den tatsächlichen Verhältnissen zum Zeitpunkt der Schädigung zu bestimmen. Massgeblich sind die Verfügungsgewalt über das Fahrzeug, die Nutzniessung und das Interesse (Utilitätsprinzip); alleinige Kostenübernahme begründet die Haftung nicht. Je nach Konstellation kann auch Mithalterschaft vorliegen.
“A., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 58 SVG N 3 mit Verweis auf die bun- desgerichtliche Rechtsprechung). Aufgrund des materiellen Halterbegriffes ist je nach Konstellation auch von Mithalterschaft auszugehen. Entscheidend für die Bestimmung der Haltereigenschaft sind die tatsächlichen Verhältnisse im Zeit- punkt der Schädigung, welche in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind (WEISSENBER- GER, a.a.O., Art. 58 SVG N 4). Nach dem Interesse- oder Utilitätsprinzip soll die kausale Haftung für die Betriebsgefahr derjenige tragen, welcher den besonderen und unmittelbaren Nutzen aus dem gefährlichen Betrieb des Motorfahrzeuges hat; in der Regel hat derjenige das grösste Interesse am Betrieb des Fahrzeuges, wel- cher über das Fahrzeug unmittelbar verfügt und es jederzeit nach eigenen Bedürf- nissen und zu eigenem Nutzen betreiben kann. Alleine die Übernahme der Kos- ten aus irgendwelchen Gründen vermag die Haftung für die Betriebsgefahr ge- mäss Bundesgericht nicht zu begründen, vielmehr ist die Verfügungsgewalt über das Fahrzeug und die Nutzniessung aus der Sache entscheidend (vgl.”
Aus der Gesetzesmaterialie und der Rechtsprechung ergibt sich, dass der Gesetzgeber die Umstellung auf Regressprivilegien so vorgenommen hat, ohne den Kreis der Begünstigten ausdrücklich zu Lasten der Sozialversicherer oder zugunsten bzw. zulasten blosser Hilfspersonen weiter einzuschränken. Eine derartige Erweiterung des Ausschlusskreises hätte nach dem Gericht konkrete namentliche Erwähnung — etwa der Hilfspersonen — oder sonstige ausdrückliche Regelungen erfordert; das ist nicht erfolgt.
“Hätte der Gesetzgeber den Umfang des Privilegs auch in Bezug auf die Leistungen der Sozialversicherer einschränken wollen, hätte er nicht einfach das Haftungs- und Regressprivileg durch ein blosses Regressprivileg ersetzt, sondern dieses im Wortlaut im Vergleich zum Haftungsprivileg eingeschränkt, beispielsweise indem er die Hilfspersonen der Arbeitgeberin ausdrücklich erwähnt (vgl. beispielsweise Art. 58 Abs. 4 SVG). Mit dem Erlass von Art. 75 Abs. 2 ATSG schlug der Bundesrat bewusst eine Ablösung der bisherigen Haftungsprivilegien durch Regressprivilegien vor (BGE 145 III 63 E. 2.4.2 mit Hinweis). Wäre bei dieser Gelegenheit eine Erweiterung des Kreises der Personen, die das Privileg ausschliessen, wenn sie den Versicherungsfall absichtlich oder grobfahrlässig herbeigeführt haben, beabsichtigt worden in Abweichung zur damals aktuellen Rechtsprechung und im Sinne der Berücksichtigung des Verschuldens blosser Hilfspersonen, so wäre dies ausdrücklich angeordnet oder sonstwie zum Ausdruck gebracht worden (vgl. zur Frage der Erweiterung des Kreises der Begünstigten: BGE 145 III 63 E. 2.4.2 am Ende), zumal sich der Gesetzgeber durchaus bewusst war, dass einzelne Autoren sogar das Regressprivileg in Frage stellten und die gänzliche Abschaffung solcher Privilegien vorschlagen (Bericht der Kommission des Nationalrats, BBl 1999 4660 zu Art. 82 E-ATSG).”
“Hätte der Gesetzgeber den Umfang des Privilegs auch in Bezug auf die Leistungen der Sozialversicherer einschränken wollen, hätte er nicht einfach das Haftungs- und Regressprivileg durch ein blosses Regressprivileg ersetzt, sondern dieses im Wortlaut im Vergleich zum Haftungsprivileg eingeschränkt, beispielsweise indem er die Hilfspersonen der Arbeitgeberin ausdrücklich erwähnt (vgl. beispielsweise Art. 58 Abs. 4 SVG). Mit dem Erlass von Art. 75 Abs. 2 ATSG schlug der Bundesrat bewusst eine Ablösung der bisherigen Haftungsprivilegien durch Regressprivilegien vor (BGE 145 III 63 E. 2.4.2 mit Hinweis). Wäre bei dieser Gelegenheit eine Erweiterung des Kreises der Personen, die das Privileg ausschliessen, wenn sie den Versicherungsfall absichtlich oder grobfahrlässig herbeigeführt haben, beabsichtigt worden in Abweichung zur damals aktuellen Rechtsprechung und im Sinne der Berücksichtigung des Verschuldens blosser Hilfspersonen, so wäre dies ausdrücklich angeordnet oder sonstwie zum Ausdruck gebracht worden (vgl. zur Frage der Erweiterung des Kreises der Begünstigten: BGE 145 III 63 E. 2.4.2 am Ende), zumal sich der Gesetzgeber durchaus bewusst war, dass einzelne Autoren sogar das Regressprivileg in Frage stellten und die gänzliche Abschaffung solcher Privilegien vorschlagen (Bericht der Kommission des Nationalrats, BBl 1999 4660 zu Art. 82 E-ATSG).”
Die blosse Tatsache, dass eine gefährliche Einwirkung (z. B. Hitze) von einem Motorfahrzeug ausgeht, führt nicht zwingend zu einer besonderen Betriebsgefahr im Sinne von Art. 58 Abs. 1 SVG. Liegt die Gefahr in einer gewöhnlichen Unfall- oder Lagerungsgefahr (etwa unsachgemässe Lagerung heisser Gegenstände oder Heuselbstentzündung) und spielt der Betrieb bzw. die Fortbewegung des Fahrzeugs nur eine unbedeutende Rolle, so ist die Haftung nach Art. 58 Abs. 1 SVG nicht zu bejahen. Andernfalls würde bereits die zufällige Beteiligung eines Motorfahrzeugs jede Kausalhaftung auslösen, was dem Zweck von Art. 58 Abs. 1 SVG nicht entspricht.
“Die Brandgefahr erforderte daher zu ihrer Abwendung auch keine besonders erhöhte Aufmerksamkeit, dies gerade im Unterschied zu den üblichen Gefahren des ordentlichen Motorfahrzeugbetriebs. So hätte die Brandgefahr abgewendet werden können, wenn der Lieferwagen auf einem ordentlichen Parkplatz abgestellt worden wäre. Mithin hätte die vorliegende Gefahr bereits unter Aufbringung der üblichen Sorgfalt, die bei der Lagerung von heissen Gegenständen zu beachten ist, vermieden werden können. Insgesamt manifestierte sich daher keine dem Betrieb eigene Gefahr, sondern eine gewöhnliche Gefahr, welche sich bei der unsachgemässen Lagerung von heissen Gegenständen ergeben kann. Der Brand war daher zwar im weiteren Sinne eine Folge des Betriebs des Motorfahrzeugs, allerdings spielt der Betrieb bzw. die Fortbewegung hier eine derart unbedeutende Rolle, dass der Brand vom Zweck des Art. 58 Abs. 1 SVG nicht mehr gedeckt ist. Anders zu entscheiden, würde dazu führen, dass grundsätzlich jedes Mal die Kausalhaftung eintritt, wenn das [fahrende] Motorfahrzeug in irgend einer Weise Ursache des Schadens ist, was mit Art. 58 Abs. 1 SVG nicht beabsichtigt wurde (THOMAS MAURER, Drittverschulden und Drittverursachung im Haftpflichtrecht, 1974, S. 92). Vielmehr war es ausschliesslich die spezifische Gefahr, die vom Betrieb eines Motorfahrzeugs ausgeht, die den Gesetzgeber dazu veranlasste, eine strengere Kausalhaftung vorzusehen (BGE 72 II 217 E. 2). Eine solche spezifische Gefahr liegt hier nicht vor. Der Brand hängt daher, in seiner Gesamtheit betrachtet, nicht mit der besonderen Gefahr zusammen, die durch den Gebrauch der maschinellen Einrichtungen des Motorfahrzeugs geschaffen wird.”
“Mit Ausnahme des Umstandes, dass sich der Katalysator anlässlich der Fahrt erhitzte, besteht kein Zusammenhang mit der Fortbewegung des Lieferwagens. Das Motorfahrzeug war vielmehr in der Tenne parkiert. Die Brandgefahr erforderte daher zu ihrer Abwendung auch keine besonders erhöhte Aufmerksamkeit, dies gerade im Unterschied zu den üblichen Gefahren des ordentlichen Motorfahrzeugbetriebs. So hätte die Brandgefahr abgewendet werden können, wenn der Lieferwagen auf einem ordentlichen Parkplatz abgestellt worden wäre. Mithin hätte die vorliegende Gefahr bereits unter Aufbringung der üblichen Sorgfalt, die bei der Lagerung von heissen Gegenständen zu beachten ist, vermieden werden können. Insgesamt manifestierte sich daher keine dem Betrieb eigene Gefahr, sondern eine gewöhnliche Gefahr, welche sich bei der unsachgemässen Lagerung von heissen Gegenständen ergeben kann. Der Brand war daher zwar im weiteren Sinne eine Folge des Betriebs des Motorfahrzeugs, allerdings spielt der Betrieb bzw. die Fortbewegung hier eine derart unbedeutende Rolle, dass der Brand vom Zweck des Art. 58 Abs. 1 SVG nicht mehr gedeckt ist. Anders zu entscheiden, würde dazu führen, dass grundsätzlich jedes Mal die Kausalhaftung eintritt, wenn das [fahrende] Motorfahrzeug in irgend einer Weise Ursache des Schadens ist, was mit Art. 58 Abs. 1 SVG nicht beabsichtigt wurde (THOMAS MAURER, Drittverschulden und Drittverursachung im Haftpflichtrecht, 1974, S. 92). Vielmehr war es ausschliesslich die spezifische Gefahr, die vom Betrieb eines Motorfahrzeugs ausgeht, die den Gesetzgeber dazu veranlasste, eine strengere Kausalhaftung vorzusehen (BGE 72 II 217 E. 2). Eine solche spezifische Gefahr liegt hier nicht vor. Der Brand hängt daher, in seiner Gesamtheit betrachtet, nicht mit der besonderen Gefahr zusammen, die durch den Gebrauch der maschinellen Einrichtungen des Motorfahrzeugs geschaffen wird.”
“Ein anderes - für die Landwirtschaft typischeres - Beispiel kann in der Heuselbstentzündung erkannt werden, welche auftritt, wenn noch zu feuchtes Heu in der Tenne gelagert wird. Der in der Tenne abgestellte Lieferwagen strahlte daher keine dem Betrieb des Motorfahrzeugs besondere Gefahr aus, und zwar unabhängig davon, ob die Hitzeeinwirkung bereits bei der Einfahrt oder erst nach Abstellen des Motors begann. Entsprechend ist auch nicht auf die Rügen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit dem Bericht des Forensischen Instituts Zürich näher einzugehen. Die Hitze ging zwar von einem Motorfahrzeug aus, dies vermag jedoch für sich alleine nicht die gewöhnliche Brandgefahr in eine besondere Betriebsgefahr umzuwandeln. Ansonsten würde grundsätzlich bereits der alleinige Umstand, dass es sich beim brandverursachenden Gegenstand zufälligerweise um ein Motorfahrzeug und nicht um einen unmotorisierten Gegenstand handelt, eine Kausalhaftung auslösen. Eine solch weitgehende Kausalhaftung wäre jedoch - wie nachfolgend dargelegt wird (vgl. hiernach E. 3.4.4) - nicht mit dem Zweck von Art. 58 Abs. 1 SVG vereinbar.”
Auch bei strafrechtlichem Freispruch kann der Halter nach Art. 58 Abs. 4 SVG zivilrechtlich für das Verhalten des Fahrzeugführers einstehen. Geschädigte können daher Ansprüche gegen den Halter geltend machen und — soweit nach der Praxis anwendbar — unmittelbar gegenüber der Haftpflichtversicherung vorgehen (Art. 65 Abs. 1 SVG). Ergibt das Strafverfahren keinen vollständigen zivilrechtlichen Feststellungs- oder Beweisstand, bleibt der zivilrechtliche Rechtsweg zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen offen.
“Les lésions corporelles, qui englobent tant les atteintes physiques que psychiques, doivent donc en principe impliquer une importante douleur physique ou morale ou avoir causé une atteinte durable à la santé. Parmi les circonstances qui peuvent, selon les cas, justifier l'application de l'art. 47 CO, figurent une longue période de souffrance ou d'incapacité de travail, de même que les préjudices psychiques importants (ATF 141 III 97 consid. 1.1.2 ; 132 II 117 consid. 2.2.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1387/2021 du 29 septembre 2022 consid. 5.1). 4.2. C______ fait valoir des prétentions en CHF 3'000.- "pour couvrir les dommages moraux, les pertes financières subies et les blessures involontaires sans secours apporté". A______ est certes acquitté, du chef d'infraction à l'art. 125 al. 1 CP en particulier (lésions corporelles simples par négligence). Mais par le simple fait que le conducteur du véhicule D______ a commis une faute, A______, détenteur, qui répond du comportement de ce dernier (art. 58 al. 4 LCR), ne peut pas se libérer de sa responsabilité au regard de l'art. 59 al. 1 LCR et doit répondre du dommage causé par le véhicule. Il n'en reste pas moins que C______ ne fait pas la preuve de son dommage, qui lui incombe (art. 42 al. 1 CO), qu'il soit matériel – son assureur l'a déjà dédommagé à hauteur de CHF 6'500.- et aucune pièce n'est produite – ou moral – le certificat médical versé ne fait pas état de souffrances psychiques particulières, d'une douleur morale importante et durable ou d'un quelconque suivi psychologique – ouvrant la voie à une indemnisation. C______ doit par conséquent être renvoyé à agir au civil – étant rappelé qu'il dispose d'une action directe contre l'assureur du véhicule D______ (Z______) (art. 65 al. 1 LCR). Le jugement entrepris sera réformé sur ce point. 5. Vu l'issue de la procédure, A______, qui obtient gain de cause en partie, respectivement qui succombe en partie, supportera la moitié des frais de la procédure d'appel, qui comprennent un émolument de CHF 2'000.”
Die Halterhaftung nach Art. 58 Abs. 4 SVG ist verschuldensunabhängig: Der Halter haftet für das Verhalten des Fahrers und mitwirkender Hilfspersonen wie für eigenes Verschulden. Eine Befreiung von der Haftung ist nur möglich, wenn der Halter eine der drei positiven Ausnahmen (Force majeure, grobe Verschuldung des Geschädigten oder grobe Verschuldung eines Dritten) nachweist und zudem kumulativ nachweist, dass weder er noch die von ihm Verantwortlichen schuldhaft gehandelt haben und keine Fahrzeugdefekt zum Unfall beigetragen hat. Hierfür gelten hohe Beweisanforderungen.
“Outre les prétentions fondées sur la responsabilité civile du prévenu (art. 41ss du Code des obligations [CO] ; art. 58 et 62 LCR), il est communément admis par la doctrine que la partie plaignante peut faire valoir par l'action civile par adhésion à la procédure pénale des conclusions civiles fondées sur les actions tendant à la protection de la personnalité (art. 28ss du Code civil [CC]), en revendication (art. 641 CC) ou possessoires (art. 927, 928 et 934 CC), de même que celles prévues à l'art. 9 de la Loi fédérale contre la concurrence déloyale [LCD] (ATF 148 IV 432 consid. 3.1.3). Le principe de la responsabilité causale du détenteur de véhicule automobile fait l'objet des art. 58 et 59 LCR. Si, par suite de l’emploi d’un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu’un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable (art. 58 al. 1 LCR). Le détenteur répond de la faute du conducteur et des auxiliaires au service du véhicule comme de sa propre faute (art. 58 al. 4 LCR). Le détenteur est libéré de la responsabilité civile s’il prouve que l’accident a été causé par la force majeure ou par une faute grave du lésé ou d’un tiers sans que lui-même ou les personnes dont il est responsable aient commis de faute et sans qu’une défectuosité du véhicule ait contribué à l’accident (art. 59 al. 1 LCR). Le mode et l'étendue de la réparation ainsi que l'octroi d'une indemnité à titre de réparation morale sont régis par les principes du code des obligations concernant les actes illicites (art. 62 al. 1 LCR). La responsabilité du détenteur est indépendante de toute faute de sa part, le cas fortuit ne le libérant pas, pas plus que la faute propre légère ou moyenne du lésé. Autrement dit, si le détenteur ne parvient pas à prouver une des trois preuves positives alternatives suivantes (le préjudice a été causé par la force majeure, par la faute grave du lésé ou encore par la faute grave d'un tiers) ainsi que les deux preuves négatives cumulatives qui suivent (absence de faute dudit détenteur, du conducteur ou de l'auxiliaire et absence de défectuosité du véhicule), il faut en conclure qu'il est responsable du sinistre (arrêt du Tribunal fédéral 4A_433/2013 du 15 avril 2014 consid.”
Unter Art. 58 Abs. 1 SVG können als ersatzfähiger Vermögensschaden auch selbst getragene Rettungskosten (z. B. Sanitätskosten) gelten.
“Schadenersatz In Bezug auf die theoretischen Ausführungen zum Schadenersatzanspruch gestützt auf Art. 58 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) wird auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen (pag. 1110 f., S. 70 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Die Kammer geht mit der Vorinstanz einig, dass die haftungsauslösenden Tatbestandselemente von Art. 58 Abs. 1 SVG erfüllt sind. Der Beschuldigte erlitt durch den Unfall einen Vermögensschaden, der sich aus den selbst getragenen Rettungskosten (Sanität) im Betrag von CHF”
Art. 58 Abs. 1 begründet eine verschärfte objektive (Gefährdungs-)Haftung des Halters: Der Halter haftet grundsätzlich unabhängig von eigenem Verschulden. Eine Entlastung von der Haftung kommt nur in Betracht, wenn der Halter die in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Entlastungsgründe beweist – namentlich Force majeure (höhere Gewalt) oder die ausschliessliche grobe Fahrlässigkeit des Geschädigten bzw. eines Dritten – und zudem nachweist, dass weder er noch die von ihm verantworteten Personen an dem Unfall mitgewirkt haben und keine Fahrzeugdefektivität zum Unfall beigetragen hat.
“310 CPC). En particulier, elle contrôle librement l'appréciation des preuves effectuée par le juge de première instance (art. 157 CPC en relation avec l'art. 310 let. b CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu'il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1; arrêt du Tribunal fédéral 4A_55/2017 du 16 juin 2017 consid. 5.2.3.2). 2. La question de la recevabilité des conclusions déposées en première instance par l'appelant et le grief qui en découle peut rester indécis pour les raisons qui seront exposées ci-dessous. Le Tribunal entrant en matière et statuant finalement sur le fond a retenu l'absence de causalité naturelle entre l'atteinte corporelle subie suite à l'événement (accident) générateur de responsabilité et le dommage réclamé (perte de gain de janvier à fin août 2021), ce que l'appelant conteste, considérant que le lien de causalité naturelle, donné, a été démontré avec une vraisemblance prépondérante. Il s'agit d'examiner en premier lieu ce grief. 2.1.1 En vertu de l'art. 58 al. 1 LCR si, par suite de l'emploi d'un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu'un dommage matériel est causé, le détenteur du véhicule est civilement responsable. Il s'agit d'une responsabilité civile objective aggravée fondée sur le risque inhérent à l'emploi d'un véhicule à moteur. Le détenteur répond du dommage causé indépendamment de toute faute de sa part (arrêts du Tribunal fédéral 4A_353/2015 du 4 décembre 2015 consid. 2; 4A_433/2013 du 15 avril 2014 consid. 4.1; Werro, La responsabilité civile, 3ème éd. 2017, p. 262, n. 901; Brehm, La responsabilité civile automobile, 2ème éd. 2010, p. 2-3, n. 4 et 5). Le détenteur (ou son assureur de la responsabilité civile) n'est libéré de la responsabilité civile que s'il prouve que l'accident a été causé par la force majeure ou par une faute grave du lésé ou d'un tiers sans que lui-même ou les personnes dont il est responsable aient commis de faute et sans qu'une défectuosité du véhicule ait contribué à l'accident (art. 59 al.”
“Il renvoie la partie plaignante à agir par la voie civile lorsque celle-ci n’a pas chiffré ses conclusions de manière suffisamment précise ou ne les a pas suffisamment motivées ou lorsque le prévenu est acquitté alors que l'état de fait n'a pas été suffisamment établi (art. 126 al. 1 et 2 let. b et d CPP). Outre les prétentions fondées sur la responsabilité civile du prévenu (art. 41ss du Code des obligations [CO] ; art. 58 et 62 LCR), il est communément admis par la doctrine que la partie plaignante peut faire valoir par l'action civile par adhésion à la procédure pénale des conclusions civiles fondées sur les actions tendant à la protection de la personnalité (art. 28ss du Code civil [CC]), en revendication (art. 641 CC) ou possessoires (art. 927, 928 et 934 CC), de même que celles prévues à l'art. 9 de la Loi fédérale contre la concurrence déloyale [LCD] (ATF 148 IV 432 consid. 3.1.3). Le principe de la responsabilité causale du détenteur de véhicule automobile fait l'objet des art. 58 et 59 LCR. Si, par suite de l’emploi d’un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu’un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable (art. 58 al. 1 LCR). Le détenteur répond de la faute du conducteur et des auxiliaires au service du véhicule comme de sa propre faute (art. 58 al. 4 LCR). Le détenteur est libéré de la responsabilité civile s’il prouve que l’accident a été causé par la force majeure ou par une faute grave du lésé ou d’un tiers sans que lui-même ou les personnes dont il est responsable aient commis de faute et sans qu’une défectuosité du véhicule ait contribué à l’accident (art. 59 al. 1 LCR). Le mode et l'étendue de la réparation ainsi que l'octroi d'une indemnité à titre de réparation morale sont régis par les principes du code des obligations concernant les actes illicites (art. 62 al. 1 LCR). La responsabilité du détenteur est indépendante de toute faute de sa part, le cas fortuit ne le libérant pas, pas plus que la faute propre légère ou moyenne du lésé. Autrement dit, si le détenteur ne parvient pas à prouver une des trois preuves positives alternatives suivantes (le préjudice a été causé par la force majeure, par la faute grave du lésé ou encore par la faute grave d'un tiers) ainsi que les deux preuves négatives cumulatives qui suivent (absence de faute dudit détenteur, du conducteur ou de l'auxiliaire et absence de défectuosité du véhicule), il faut en conclure qu'il est responsable du sinistre (arrêt du Tribunal fédéral 4A_433/2013 du 15 avril 2014 consid.”
“Cela signifie que ces prétentions doivent découler d'une ou de plusieurs infractions qui, dans un premier temps, sont l'objet des investigations menées dans la procédure préliminaire, puis, dans un second temps, figurent dans l'acte d'accusation élaboré par le ministère public. La plupart du temps, le fondement juridique des prétentions civiles réside dans les règles relatives à la responsabilité civile des art. 41 ss CO; la partie plaignante peut ainsi réclamer la réparation de son dommage (art. 41 à 46 CO) et l'indemnisation de son tort moral (art. 47 et 49 CO), dans la mesure où ceux-ci découlent directement de la commission de l'infraction reprochée au prévenu (arrêt 6B_1310/2021 du 15 août 2022, destiné à la publication, consid. 3.1.2 et les références). Le fondement juridique des prétentions civiles peut aussi résider dans les règles relatives à la responsabilité civile du détenteur de véhicule automobile selon les art. 58 ss LCR (arrêt 6B_633/2016 du 19 janvier 2017 consid. 4). Si, par suite de l'emploi d'un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu'un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable (art. 58 al. 1 LCR). Le détenteur est libéré de la responsabilité civile s'il prouve que l'accident a été causé par la force majeure ou par une faute grave du lésé ou d'un tiers sans que lui-même ou les personnes dont il est responsable aient commis de faute et sans qu'une défectuosité du véhicule ait contribué à l'accident (art. 59 al. 1 LCR). Le détenteur (ou son assureur de la responsabilité civile) qui veut prouver qu'il n'est pas responsable causalement doit donc, selon le texte de l'art. 59 al. 1 LCR, apporter, d'une part, la preuve que l'accident a été causé par la force majeure ou par une faute grave du lésé ou d'un tiers et, d'autre part, la preuve que lui-même ou les personnes dont il répond n'ont pas commis de fautes et qu'une défectuosité du véhicule n'a pas contribué à l'accident; en d'autres termes, il ne peut être libéré qu'en cas de faute grave exclusive du lésé (ATF 124 III 182 consid. 4a). Le fardeau de la preuve incombe au détenteur qui entend s'exonérer de sa responsabilité (arrêt 4A_270/2011 du 9 août 2011 consid.”
Bei Haftungskollisionen ist der Gesamtschaden auf die verschiedenen haftpflichtrechtlich relevanten Ursachen aufzuteilen. Als hierfür massgebliche Kriterien gelten insbesondere die effektive Betriebsgefahr des beteiligten Motorfahrzeugs (insbesondere Gewicht und Geschwindigkeit) sowie das Selbstverschulden des Halters bzw. die bei der einfachen Kausalhaftung relevante objektive Unregelmässigkeit.
“Wird ein Motorfahrzeug aufgrund eines mangelhaften Werkes in einen Strassenverkehrsunfall verwickelt, so haftet der Motorfahrzeughalter nach Art. 58 Abs. 1 SVG für den am Werk entstandenen Schaden und der Werkeigentümer nach Art. 58 OR für den vom Motorfahrzeughalter erlittenen Schaden. Es liegt somit eine Haftungskollision zwischen der Gefährdungshaftung des Motorfahr- zeughalters und der einfachen Kausalhaftung des Werkeigentümers vor. Bei der haftpflichtrechtlichen Beurteilung solcher Haftungskollisionen geht es um die Auf- teilung des Gesamtschadens auf die verschiedenen, haftpflichtrechtlich relevan- ten (Teil-)Ursachen bzw. auf die dafür verantwortlichen Personen. Für die Vor- nahme dieser Aufteilung stehen als Kriterien einerseits die effektive Betriebsge- fahr des unfallbeteiligten Motorfahrzeugs (Art. 58 Abs. 1 SVG; massgebend sind dabei Gewicht & Geschwindigkeit) sowie andererseits das Selbstverschulden des Motorfahrzeughalters bzw. die objektive Unregelmässigkeit bei der einfachen Kausalhaftung im Vordergrund (vgl. BGE 108 II 51 E. 5a; Probst, Haftungskollisi- onen bei Strassenverkehrsunfällen – alte und neue Perspektiven, in: Strassenver- kehrsrechts-Tagung 21.”
“Wird ein Motorfahrzeug aufgrund eines mangelhaften Werkes in einen Strassenverkehrsunfall verwickelt, so haftet der Motorfahrzeughalter nach Art. 58 Abs. 1 SVG für den am Werk entstandenen Schaden und der Werkeigentümer nach Art. 58 OR für den vom Motorfahrzeughalter erlittenen Schaden. Es liegt somit eine Haftungskollision zwischen der Gefährdungshaftung des Motorfahr- zeughalters und der einfachen Kausalhaftung des Werkeigentümers vor. Bei der haftpflichtrechtlichen Beurteilung solcher Haftungskollisionen geht es um die Auf- teilung des Gesamtschadens auf die verschiedenen, haftpflichtrechtlich relevan- ten (Teil-)Ursachen bzw. auf die dafür verantwortlichen Personen. Für die Vor- nahme dieser Aufteilung stehen als Kriterien einerseits die effektive Betriebsge- fahr des unfallbeteiligten Motorfahrzeugs (Art. 58 Abs. 1 SVG; massgebend sind dabei Gewicht & Geschwindigkeit) sowie andererseits das Selbstverschulden des Motorfahrzeughalters bzw. die objektive Unregelmässigkeit bei der einfachen Kausalhaftung im Vordergrund (vgl. BGE 108 II 51 E. 5a; Probst, Haftungskollisi- onen bei Strassenverkehrsunfällen – alte und neue Perspektiven, in: Strassenver- kehrsrechts-Tagung 21. Juni 2018, S. 25 ff., 38).”
Die Halterhaftung nach Art. 58 Abs. 4 besteht unabhängig davon; trifft den Fahrer ein Verschulden, haftet dieser daneben persönlich nach dem allgemeinen Recht, insbesondere Art. 41 OR. Art. 41 OR findet insoweit Anwendung.
“Le juge est tenu de trancher toutes les conclusions civiles dans la mesure où elles trouvent leur fondement dans les faits objets de la procédure pénale (PC CPP, 2016 2e éd., art. 126 CPP n. 3 ; CR CPP, Jeandin/Matz, 2011, art. 126 CPP, n. 6). Lorsque le prévenu est acquitté au bénéfice du doute, l'état de fait est en général lacunaire, de sorte que le juge devra renvoyer la partie plaignante à agir par la voie civile en application de l'art. 126 al. 2 CPP. En revanche, rien n'empêche le juge de statuer sur les prétentions civiles si l'état de fait est complet, ce qui lui permet de statuer sur l'ensemble des conditions de l'art. 41 CO (CR CPP, art. 126 CPP, n. 10-11). 4.3.2. Aux termes de l’art. 58 al. 1 LCR, si, par suite de l’emploi d’un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu’un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Le détenteur répond des dommages causés par son véhicule à moteur, même s’il ne l’a pas conduit lui-même. En effet, l’art. 58 al. 4 LCR dispose que le détenteur répond de la faute du conducteur et des auxiliaires au service du véhicule comme de sa propre faute. La responsabilité du conducteur n’est quant à elle pas régie par la LCR. Cependant, s’il a commis une faute, le conducteur en répondra aussi personnellement. Son comportement étant régi par le droit commun, l’art. 41 CO trouvera application (Brehm, La responsabilité civile automobile, 2010 2ème éd., n. 119 et 122, p. 49, également n. 13, p. 6 ; CS CR commenté, art. 58 LCR n. 5.6). 4.3.3. Selon l'art. 47 CO, le juge peut, en tenant compte de circonstances particulières, allouer à la victime de lésions corporelles une indemnité équitable à titre de réparation morale. L'art. 47 CO est un cas d'application de l'art. 49 CO, lequel dispose que celui qui subit une atteinte illicite à sa personnalité a droit à une somme d'argent à titre de réparation morale, pour autant que la gravité de l'atteinte le justifie et que l'auteur ne lui ait pas donné satisfaction autrement (ATF 125 III 269 consid.”
Für die Haftung nach Art. 58 Abs. 1 SVG genügt ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Gebrauch des Fahrzeugs und dem eingetretenen Schaden. Ob ein solcher natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang vorliegt, ist eine Tatsachenfrage, die der Richter nach dem Massstab der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (degré de vraisemblance prépondérante) zu beurteilen hat.
“S'agissant du dommage, l'art. 58 al. 1 LCR limite la réparation aux conséquences résultant de la mort ou de lésions corporelles du lésé (dommage corporel) ainsi qu'aux conséquences résultant de l'endommagement, la destruction ou la perte d'un bien (dommage matériel), la réparation d'un dommage économique pur étant exclue (ATF 106 II 75 consid. 2; Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, n. 1272; Werro, RC, op. cit., n. 849; Brehm, RC, op. cit., n. 16; Bussy et alii, op. cit., pp. 682 ss). Par lésion corporelle, il faut entendre toute atteinte à l'intégrité physique (paralysie, amputation, affections musculaires, etc.) ou à la santé mentale (névrose, perte de mémoire, affaiblissement intellectuel, etc.) de la victime (art. 46 CO; TF 2C.2/2000 du 4 avril 2003 consid. 3; Brehm, La réparation du dommage corporel en responsabilité civile, (ci-après: Brehm, Dommage corporel), n. 410). Concernant la condition du lien de causalité, la responsabilité du détenteur d'un véhicule est engagée, en vertu de l'art. 58 al. 1 LCR, du seul fait que l'emploi du véhicule est en relation de causalité avec le dommage, ce lien devant être naturel et adéquat (ATF 95 II 344 consid. 6; Werro, RC, op. cit., n. 854; Brehm, RC, op. cit., n. 19). Un fait est la cause naturelle d'un résultat s'il en constitue l'une des conditions sine qua non. En d'autres termes, il existe un lien de causalité naturelle entre deux événements lorsque, sans le premier, le second ne se serait pas produit; il n'est pas nécessaire que l'événement considéré soit la cause unique ou immédiate du résultat (ATF 133 III 462 consid. 4.4.2 et les arrêts cités; Werro, RC, op. cit., nn. 191 ss; Bussy et alii, op. cit., ch. 9.2 ad art. 58 LCR). L'existence d'un lien de causalité naturelle entre le fait générateur de responsabilité et le dommage est une question de fait que le juge doit trancher selon la règle du degré de vraisemblance prépondérante. En pareil cas, l'allégement de la preuve se justifie par le fait que, en raison de la nature même de l'affaire, une preuve stricte n'est pas possible ou ne peut être raisonnablement exigée de celui qui en supporte le fardeau (ATF 133 III 462 consid.”
Art. 58 Abs. 4 SVG begründet nach der zitierten Rechtsprechung keine eigenständige Verhaltens- oder Sorgfaltspflicht des Fahrers. Die Norm legt eine Halterverantwortlichkeit im zivilrechtlichen Sinne fest (der Halter haftet wie für eigenes Verschulden für das Verschulden des Fahrzeugführers), stellt aber keine direkte oder indirekte Verhaltensnorm dar, die eine Sorgfaltspflichtverletzung des Fahrers begründen könnte. Vor diesem Hintergrund eignet sich eine auf Kausalhaftung gestützte Zuweisung von Strafprozesskosten an die beschuldigte Person nicht als Ersatz für das nach Art. 426 Abs. 2 StPO erforderliche schuldhafte Verhalten.
“Aufgrund der Ermittlungsergebnisse kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer im Unfallzeitpunkt an einer gesundheitlichen Einschränkung litt. Vor diesem Hintergrund kann nicht von unbestrittenen oder klar nachgewiesen Umständen ausgegangen werden, welche für ein zivilrechtlich vorwerfbares Verhalten des Beschwerdeführers sprechen. Es ist insbesondere nicht erwiesen, dass er in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise schuldhaft im Sinn von Art. 41 OR gegen eine geschriebene oder ungeschriebene Verhaltensnorm klar verstossen und dadurch das Strafverfahren veranlasst oder dessen Durchführung erschwert hat. Mit Verweis auf die obigen Ausführungen setzt Art. 426 Abs. 2 StPO für eine Kostenauflage an die beschuldigte Person ein schuldhaftes Verhalten voraus. Unter diesen Umständen erscheint unvorstellbar, dass eine Kausalhaftung, welche gerade kein Verschulden voraussetzt, zur Begründung einer Kostenauflage überhaupt herangezogen werden kann. Darüber hinaus war der Beschwerdeführer nicht der Fahrzeughalter des von ihm gelenkten Unfallfahrzeugs, sondern seine Arbeitgeberin, ein Bauunternehmen. Gemäss Art. 58 Abs. 4 SVG ist der Halter wie für eigenes Verschulden für das Verschulden des Fahrzeugführers und mitwirkender Hilfspersonen verantwortlich. Dementsprechend würde der Beschwerdeführer zivilrechtlich nicht kausal haften. Im Übrigen stellt diese Norm keine direkte oder indirekte Verhaltenspflicht auf. Sie kann nicht zur Begründung einer Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdeführers herangezogen werden.”
Art. 58 Abs. 1 SVG beschränkt den ersatzfähigen Schaden auf Todesfälle oder Körperschäden sowie auf Sachschäden; reiner Vermögensschaden ist ausgeschlossen. Unter Körperschaden ist jede Beeinträchtigung der körperlichen Integrität oder der psychischen Gesundheit zu verstehen. Als Voraussetzung der Haftung verlangt die Bestimmung einen natürlichen (sine qua non) und einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Betrieb des Motorfahrzeugs und dem Schaden.
“S'agissant du dommage, l'art. 58 al. 1 LCR limite la réparation aux conséquences résultant de la mort ou de lésions corporelles du lésé (dommage corporel) ainsi qu'aux conséquences résultant de l'endommagement, la destruction ou la perte d'un bien (dommage matériel), la réparation d'un dommage économique pur étant exclue (ATF 106 II 75 consid. 2; Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, n. 1272; Werro, RC, op. cit., n. 849; Brehm, RC, op. cit., n. 16; Bussy et alii, op. cit., pp. 682 ss). Par lésion corporelle, il faut entendre toute atteinte à l'intégrité physique (paralysie, amputation, affections musculaires, etc.) ou à la santé mentale (névrose, perte de mémoire, affaiblissement intellectuel, etc.) de la victime (art. 46 CO; TF 2C.2/2000 du 4 avril 2003 consid. 3; Brehm, La réparation du dommage corporel en responsabilité civile, (ci-après: Brehm, Dommage corporel), n. 410). Concernant la condition du lien de causalité, la responsabilité du détenteur d'un véhicule est engagée, en vertu de l'art. 58 al. 1 LCR, du seul fait que l'emploi du véhicule est en relation de causalité avec le dommage, ce lien devant être naturel et adéquat (ATF 95 II 344 consid. 6; Werro, RC, op. cit., n. 854; Brehm, RC, op. cit., n. 19). Un fait est la cause naturelle d'un résultat s'il en constitue l'une des conditions sine qua non. En d'autres termes, il existe un lien de causalité naturelle entre deux événements lorsque, sans le premier, le second ne se serait pas produit; il n'est pas nécessaire que l'événement considéré soit la cause unique ou immédiate du résultat (ATF 133 III 462 consid. 4.4.2 et les arrêts cités; Werro, RC, op. cit., nn. 191 ss; Bussy et alii, op. cit., ch. 9.2 ad art. 58 LCR). L'existence d'un lien de causalité naturelle entre le fait générateur de responsabilité et le dommage est une question de fait que le juge doit trancher selon la règle du degré de vraisemblance prépondérante. En pareil cas, l'allégement de la preuve se justifie par le fait que, en raison de la nature même de l'affaire, une preuve stricte n'est pas possible ou ne peut être raisonnablement exigée de celui qui en supporte le fardeau (ATF 133 III 462 consid.”
“1 LCR, si, par suite de l'emploi d'un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu'un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Par cette disposition, la loi instaure une responsabilité causale, qui tend à protéger les lésés contre les risques spécifiques liés à l'emploi des véhicules à moteur, en raison de leur masse et de leur vitesse (ATF 111 II 89 consid. 1a, rés. in JdT 1985 I 413). Cette responsabilité objective aggravée déroge au principe de la responsabilité de l'art. 41 CO, en ce sens qu'elle est engagée même sans faute ni manque de diligence de l'utilisateur du véhicule (Werro, RC, op. cit., n. 845; Brehm, RC, op. cit., nn. 4 et 14). La responsabilité du détenteur d'un véhicule automobile suppose toutefois, de manière générale, que soient remplies les conditions usuelles de la responsabilité civile que sont un dommage, l'illicéité, ainsi qu'un lien de causalité naturelle et adéquate entre le fait générateur de la responsabilité du détenteur du véhicule automobile et le dommage (Werro, RC, op. cit., n. 846; Bussy et alii, op. cit., ch. 1.1 et 1.2 ad art. 58 LCR). S'agissant du dommage, l'art. 58 al. 1 LCR limite la réparation aux conséquences résultant de la mort ou de lésions corporelles du lésé (dommage corporel) ainsi qu'aux conséquences résultant de l'endommagement, la destruction ou la perte d'un bien (dommage matériel), la réparation d'un dommage économique pur étant exclue (ATF 106 II 75 consid. 2; Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, n. 1272; Werro, RC, op. cit., n. 849; Brehm, RC, op. cit., n. 16; Bussy et alii, op. cit., pp. 682 ss). Par lésion corporelle, il faut entendre toute atteinte à l'intégrité physique (paralysie, amputation, affections musculaires, etc.) ou à la santé mentale (névrose, perte de mémoire, affaiblissement intellectuel, etc.) de la victime (art. 46 CO; TF 2C.2/2000 du 4 avril 2003 consid. 3; Brehm, La réparation du dommage corporel en responsabilité civile, (ci-après: Brehm, Dommage corporel), n. 410). Concernant la condition du lien de causalité, la responsabilité du détenteur d'un véhicule est engagée, en vertu de l'art. 58 al. 1 LCR, du seul fait que l'emploi du véhicule est en relation de causalité avec le dommage, ce lien devant être naturel et adéquat (ATF 95 II 344 consid.”
“1 LCR, si, par suite de l'emploi d'un véhicule automobile, une personne est tuée ou blessée ou qu'un dommage matériel est causé, le détenteur est civilement responsable. Par cette disposition, la loi instaure une responsabilité causale, qui tend à protéger les lésés contre les risques spécifiques liés à l'emploi des véhicules à moteur, en raison de leur masse et de leur vitesse (ATF 111 II 89 consid. 1a, rés. in JdT 1985 I 413). Cette responsabilité objective aggravée déroge au principe de la responsabilité de l'art. 41 CO, en ce sens qu'elle est engagée même sans faute ni manque de diligence de l'utilisateur du véhicule (Werro, RC, op. cit., n. 836; Brehm, RC, op. cit., nn. 5, 8 et 122). La responsabilité du détenteur d'un véhicule automobile suppose toutefois, de manière générale, que soient remplies les conditions usuelles de la responsabilité civile que sont un dommage, l'illicéité, ainsi qu'un lien de causalité naturelle et adéquate entre le fait générateur de la responsabilité du détenteur du véhicule automobile et le dommage (Werro, RC, op. cit., nn. 837 et 838; Bussy/Rusconi et alii, op. cit., n. 1.2 ad art. 58 LCR). S'agissant du dommage, l'art. 58 al. 1 LCR limite la réparation aux conséquences résultant de la mort ou de lésions corporelles du lésé (dommage corporel) ainsi qu'aux conséquences résultant de l'endommagement, la destruction ou la perte d'un bien (dommage matériel), la réparation d'un dommage économique pur étant exclue (Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, n. 1272; Werro, RC, op. cit., n. 840; Brehm, RC, op. cit., nn. 211, 215 et 216). Par lésion corporelle, il faut entendre toute atteinte à la santé physique ou à la santé mentale de la victime (TF 2C.2/2000 du 4 avril 2003 consid. 3; Brehm, La réparation du dommage corporel en responsabilité civile, [ci-après: Brehm, Dommage corporel], n. 410). Concernant la condition du lien de causalité, la responsabilité du détenteur d'un véhicule est engagée, en vertu de l'art. 58 al. 1 LCR, du seul fait que l'emploi du véhicule est en relation de causalité avec le dommage, ce lien devant être naturel et adéquat (ATF 95 II 344 consid. 6; Werro, RC, op. cit., nn. 837 et 845; Brehm, RC, op.”
Gemäss Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 58 Abs. 4 SVG deckt die Motorfahrzeugversicherung auch die Haftpflicht des Fahrzeuglenkers; dieser haftet nach Art. 41 OR.
“Haftung nach Art. 41 Abs. 1 OR Gemäss Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 58 Abs. 4 SVG deckt die Versicherung auch die Haftpflicht des Fahrzeuglenkers. Letzterer haftet im Rahmen von Art. 41 OR (BGE 115 II 156 E. 1 S. 157-158). Hinsichtlich des Vorliegens einer Schädigung sowie der kausalen Verursachung durch das Verhalten des Fahrzeuglenkers kann auf die vorstehenden Ausführun- gen verwiesen werden (Ziffer”
Für die Bestimmung der Haltereigenschaft sind die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der Schädigung in ihrer Gesamtheit zu würdigen. Nach dem Interesse‑ bzw. Utilitätsprinzip trägt diejenige Person die kausale Haftung für die Betriebsgefahr, welche den besonderen und unmittelbaren Nutzen aus dem Betrieb des Motorfahrzeugs hat; massgeblich sind insbesondere Verfügungsgewalt über das Fahrzeug und Nutzniessung. Die blosse Übernahme von Kosten begründet die Haftung für die Betriebsgefahr nicht.
“A., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 58 SVG N 3 mit Verweis auf die bun- desgerichtliche Rechtsprechung). Aufgrund des materiellen Halterbegriffes ist je nach Konstellation auch von Mithalterschaft auszugehen. Entscheidend für die Bestimmung der Haltereigenschaft sind die tatsächlichen Verhältnisse im Zeit- punkt der Schädigung, welche in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind (WEISSENBER- GER, a.a.O., Art. 58 SVG N 4). Nach dem Interesse- oder Utilitätsprinzip soll die kausale Haftung für die Betriebsgefahr derjenige tragen, welcher den besonderen und unmittelbaren Nutzen aus dem gefährlichen Betrieb des Motorfahrzeuges hat; in der Regel hat derjenige das grösste Interesse am Betrieb des Fahrzeuges, wel- cher über das Fahrzeug unmittelbar verfügt und es jederzeit nach eigenen Bedürf- nissen und zu eigenem Nutzen betreiben kann. Alleine die Übernahme der Kos- ten aus irgendwelchen Gründen vermag die Haftung für die Betriebsgefahr ge- mäss Bundesgericht nicht zu begründen, vielmehr ist die Verfügungsgewalt über das Fahrzeug und die Nutzniessung aus der Sache entscheidend (vgl. dazu BGE 129 III 102 E. 2.2). Wer lenkender Halter oder Mithalter eines Fahrzeuges ist, kann aus der Betriebs- gefahr seines eigenen Fahrzeuges keine Ansprüche geltend machen, wenn ein Schaden verursacht wird, da er selber für den Schaden einzustehen hat bzw. die Forderung durch Vereinigung in Anwendung von Art. 118 OR untergeht, falls er zugleich Schädiger und Geschädigter ist.”
Art. 58 Abs. 1 SVG begründet die Haftung des Halters für durch den Betrieb des Fahrzeugs verursachte Todesfälle und Körperverletzungen sowie für Sachschäden. Reine Vermögensschäden sind nicht ersatzfähig.
“S'agissant du dommage, l'art. 58 al. 1 LCR limite la réparation aux conséquences résultant de la mort ou de lésions corporelles du lésé (dommage corporel) ainsi qu'aux conséquences résultant de l'endommagement, la destruction ou la perte d'un bien (dommage matériel), la réparation d'un dommage économique pur étant exclue (ATF 106 II 75 consid. 2; Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, n. 1272; Werro, RC, op. cit., n. 849; Brehm, RC, op. cit., n. 16; Bussy et alii, op. cit., pp. 682 ss). Par lésion corporelle, il faut entendre toute atteinte à l'intégrité physique (paralysie, amputation, affections musculaires, etc.) ou à la santé mentale (névrose, perte de mémoire, affaiblissement intellectuel, etc.) de la victime (art. 46 CO; TF 2C.2/2000 du 4 avril 2003 consid. 3; Brehm, La réparation du dommage corporel en responsabilité civile, (ci-après: Brehm, Dommage corporel), n. 410). Concernant la condition du lien de causalité, la responsabilité du détenteur d'un véhicule est engagée, en vertu de l'art. 58 al. 1 LCR, du seul fait que l'emploi du véhicule est en relation de causalité avec le dommage, ce lien devant être naturel et adéquat (ATF 95 II 344 consid. 6; Werro, RC, op. cit., n. 854; Brehm, RC, op. cit., n. 19). Un fait est la cause naturelle d'un résultat s'il en constitue l'une des conditions sine qua non. En d'autres termes, il existe un lien de causalité naturelle entre deux événements lorsque, sans le premier, le second ne se serait pas produit; il n'est pas nécessaire que l'événement considéré soit la cause unique ou immédiate du résultat (ATF 133 III 462 consid. 4.4.2 et les arrêts cités; Werro, RC, op. cit., nn. 191 ss; Bussy et alii, op. cit., ch. 9.2 ad art. 58 LCR). L'existence d'un lien de causalité naturelle entre le fait générateur de responsabilité et le dommage est une question de fait que le juge doit trancher selon la règle du degré de vraisemblance prépondérante. En pareil cas, l'allégement de la preuve se justifie par le fait que, en raison de la nature même de l'affaire, une preuve stricte n'est pas possible ou ne peut être raisonnablement exigée de celui qui en supporte le fardeau (ATF 133 III 462 consid.”
Das Abrutschen und Überschlagen eines Traktors während Heuarbeiten am Hang verwirklicht nach der zitierten Rechtsprechung ein typisches Risiko im Zusammenhang mit dem Betrieb des Fahrzeugs und kann als Verkehrsunfall im Sinn von § 28 FFG qualifiziert werden. Im entschiedenen Fall wurde gleichwohl keine Haftpflichtsituation nach Art. 58 Abs. 1 SVG bejaht.
“Nicht zu beanstanden ist sodann, dass die Vorinstanz das Ereignis vom 19. Juni 2017 unter Bezugnahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 58 Abs. 1 SVG (vgl. BGE 114 II 376 E. 1d) als Verkehrsunfall im Sinn von § 28 FFG qualifizierte, wobei – wie soeben erwähnt – vorliegend keine Haftpflichtsituation gemäss Art. 58 Abs. 1 SVG infrage steht. Indem die in Fahrt befindende Fahrzeugkombination während Heuarbeiten am Hang ins Rutschen kam und sich der Traktor dabei überschlug, verwirklichte sich ein im Zusammenhang mit dem Betrieb des Traktors typisches Risiko. Wenn die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz die Aufzählung von § 28 Abs. 1 FFG ("Strassen-, Schienen-, Schiffs- und Luftverkehr") angesichts der vom Gesetzgeber bezweckten verstärkten Durchsetzung des Verursacherprinzips und der Abschaffung der Quersubventionierung der Kosten der Feuerwehr für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer (vgl. die Weisung des Regierungsrats vom 27. Februar 2008 zum Gesetz über die Anpassung des Feuerwehrwesens an das Konzept Feuerwehr 2010, ABl 2008 S. 383 ff., 400) als nicht abschliessend ansehen, ist dies nicht rechtsverletzend. Auch vor dem Hintergrund, dass beispielsweise das Bundesamt für Strassen ASTRA über eine eigene Definition verfügt, ist daher für die Anwendbarkeit von § 28 FFG nicht massgeblich bzw.”
“Nicht zu beanstanden ist sodann, dass die Vorinstanz das Ereignis vom 19. Juni 2017 unter Bezugnahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 58 Abs. 1 SVG (vgl. BGE 114 II 376 E. 1d) als Verkehrsunfall im Sinn von § 28 FFG qualifizierte, wobei – wie soeben erwähnt – vorliegend keine Haftpflichtsituation gemäss Art. 58 Abs. 1 SVG infrage steht. Indem die in Fahrt befindende Fahrzeugkombination während Heuarbeiten am Hang ins Rutschen kam und sich der Traktor dabei überschlug, verwirklichte sich ein im Zusammenhang mit dem Betrieb des Traktors typisches Risiko. Wenn die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz die Aufzählung von § 28 Abs. 1 FFG ("Strassen-, Schienen-, Schiffs- und Luftverkehr") angesichts der vom Gesetzgeber bezweckten verstärkten Durchsetzung des Verursacherprinzips und der Abschaffung der Quersubventionierung der Kosten der Feuerwehr für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer (vgl. die Weisung des Regierungsrats vom 27. Februar 2008 zum Gesetz über die Anpassung des Feuerwehrwesens an das Konzept Feuerwehr 2010, ABl 2008 S. 383 ff., 400) als nicht abschliessend ansehen, ist dies nicht rechtsverletzend. Auch vor dem Hintergrund, dass beispielsweise das Bundesamt für Strassen ASTRA über eine eigene Definition verfügt, ist daher für die Anwendbarkeit von § 28 FFG nicht massgeblich bzw.”
Nach Art. 58 Abs. 1 SVG können im Haftpflichtprozess auch langfristige Schadensfolgen geltend gemacht werden; im angeführten Fall wurden unter anderem Pflege‑, Erwerbs‑ und Haushaltschaden sowie Genugtuung gegenüber der Haftpflichtversicherung geltend gemacht und Ansprüche zugesprochen.
“Sachverhalt: A. B.________ (Geschädigte, Beschwerdegegnerin) wurde am 22. September 1993 Opfer eines Verkehrsunfalls. Sie sass nicht angegurtet auf dem Beifahrersitz eines Personenwagens, als der Lenker (und Fahrzeughalter) von der Strasse abkam. Sie wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und ist seither querschnittgelähmt. Der Lenker hatte als Fahrzeughalter eine Haftpflichtversicherung bei der A.________ AG (Versicherung, Beschwerdeführerin) abgeschlossen. Gestützt auf die Haftung des Halters nach Art. 58 Abs. 1 SVG für den Schaden, wenn durch den Betrieb eines Motorfahrzeuges ein Mensch getötet oder verletzt oder Sachschaden verursacht wird, erhebt die Geschädigte Ansprüche gegen die Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters. B. Am 15. Oktober 2008 gelangte die Geschädigte an das Handelsgericht des Kantons Zürich und beantragte, die Versicherung sei zur Zahlung jeweils bestimmter Beträge unter den Titeln "Pflege- und Betreuungsschaden", "Erwerbsausfall" und "Haushaltschaden" zu verpflichten, wobei sie jeweils separate Beträge für den vergangenen und den künftigen Schaden ausschied und zum Teil im Verlaufe des Verfahrens abänderte. Ausserdem verlangte sie von der Versicherung eine Genugtuungsrente und die Übernahme vorprozessualer Anwaltskosten, die sie beide ebenfalls bezifferte. B.a. Am 20. November 2018 beschloss das Handelsgericht, das Verfahren werde im Umfang von Fr. 1'931'754.-- zufolge Klagerückzugs als erledigt abgeschrieben. Sodann verpflichtete es die Versicherung, der Geschädigten Fr.”
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