Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe.
62 commentaries
Das Bundesgericht stellt hohe Anforderungen an die Sorgfaltspflicht bei Rechtsirrtümern. Entscheidend ist, ob sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen oder ob der Täter hinreichenden Anlass gehabt hätte, die Rechtswidrigkeit durch eigene Überlegung oder durch Erkundigung (z.B. bei Behörden oder vertrauenswürdigen Personen) in Erfahrung zu bringen (Art. 21 StGB). Insbesondere in dicht regulierten oder bewilligungspflichtigen Bereichen wird Unkenntnis üblicherweise als vermeidbar angesehen (Übernahmeverschulden). Eine fehlerhafte, qualifizierte Rechtsauskunft kann nur dann zur Unvermeidbarkeit des Irrtums führen, wenn der Täter alle relevanten Tatsachen vollständig offengelegt und der Berater diese umfassend rechtlich geprüft hat.
“In Bezug auf den von der Staatsanwaltschaft als weitere Begründung für die Einstellungsverfügung vorgebrachten Rechtsirrtum ist Folgendes zu erwägen: Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Das Bundesgericht stellt diesbezüglich hohe Anforderungen. Leitlinie der Abgrenzung soll danach sein, ob sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen, oder ob der Täter hinreichenden Anlass gehabt hätte, die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens zu erkennen oder in Erfahrung zu bringen, sei es durch eigenes Nachdenken, eine Gewissensanspannung, eine gewissenhafte Überlegung oder sei es durch ein Erkundigen bei Behörden oder vertrauenswürdigen Personen (Marcel Alexander Niggli/ Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2023, N 18a zu Art. 21 StGB, mit zahlreichen Hinweisen zur Praxis). Ob ein solcher Rechts- bzw. Verbotsirrtum vorliegt, beschlägt weder die Sachverhaltsabklärung noch die rechtliche Würdigung des zu prüfenden Tatbestandes, sondern einen allfälligen Schuldausschlussgrund, über welchen grundsätzlich das materielle Sachgericht zu befinden hat, zumal dieses auch zu entscheiden hat, ob dieser Irrtum bei allfälliger Bejahung vermeidbar gewesen ist und aus diesem Grund bloss eine Milderung der zu verhängenden Strafe in Frage kommt.”
“In Bezug auf den von der Staatsanwaltschaft als weitere Begründung für die Einstellungsverfügung vorgebrachten Rechtsirrtum ist Folgendes zu erwägen: Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Das Bundesgericht stellt diesbezüglich hohe Anforderungen. Leitlinie der Abgrenzung soll danach sein, ob sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen, oder ob der Täter hinreichenden Anlass gehabt hätte, die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens zu erkennen oder in Erfahrung zu bringen, sei es durch eigenes Nachdenken, eine Gewissensanspannung, eine gewissenhafte Überlegung oder sei es durch ein Erkundigen bei Behörden oder vertrauenswürdigen Personen (Marcel Alexander Niggli/ Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2023, N 18a zu Art. 21 StGB, mit zahlreichen Hinweisen zur Praxis). Ob ein solcher Rechts- bzw. Verbotsirrtum vorliegt, beschlägt weder die Sachverhaltsabklärung noch die rechtliche Würdigung des zu prüfenden Tatbestandes, sondern einen allfälligen Schuldausschlussgrund, über welchen grundsätzlich das materielle Sachgericht zu befinden hat, zumal dieses auch zu entscheiden hat, ob dieser Irrtum bei allfälliger Bejahung vermeidbar gewesen ist und aus diesem Grund bloss eine Milderung der zu verhängenden Strafe in Frage kommt. Abgesehen hiervon erscheint es im vorliegenden Fall keineswegs eindeutig, dass die Beschuldigte die vorgängig definierten hohen Anforderungen erfüllt. So wird die Tatsache, dass die Beschuldigte über grundlegendes Wissen verfügt, wie nach dem Tod einer Person unter Einbezug der zuständigen Behörden auf korrekte Weise vorzugehen ist, schon dadurch belegt, dass sie bereits am 4. Juli 2022, d.h. einen Tag nach dem Ableben von C. , zum Erbschaftsamt schriftlich Kontakt aufgenommen und diesem persönliche Unterlagen der Verstorbenen zu Handen deren Nachlasses zugesendet hat (act.”
“Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mil- dert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Ein solcher Verbotsirrtum kann in ver- schiedenen Formen auftreten. Zum Ersten kann dem Täter jegliche Kenntnis der übertretenen Norm fehlen (sog. direkter Verbotsirrtum), oder wenn der Täter zwar um den Widerspruch seines Verhaltens zu einer Rechtsnorm weiss, aber irriger- weise einen Rechtfertigungsgrund annimmt (sog. indirekter Verbotsirrtum; vgl. Wolfgang Wohlers/Gunhild Godenzi/Stephan Schlegel, Schweizerisches Strafge- setzbuch, Handkommentar, 4. Aufl., Bern 2020, N 2 zu Art. 21 StGB m.w.H.). Erst wenn feststeht, dass ein Verbotsirrtum vorlag, ist die Frage dessen Vermeidbarkeit zu klären (Trechsel/Fateh-Moghadam, a.a.O., N 5a zu Art. 21 StGB). Unkenntnis der rechtlichen Normierung begründet grundsätzlich keine Unvermeidbarkeit. Nach dem Denkmodell des Übernahmeverschuldens ist die Ignoranz dessen vor- werfbar, der sich in einem dicht durchnormten Bereich (Waffen, Jagd, Fischerei usw.) bewegt, insbesondere dann, wenn er einer bewilligungspflichtigen Tätigkeit nachgeht (vgl. Trechsel/Moghadam, a.a.O., N 7 zu Art. 21 StGB).”
“Per le medesime ragioni esposte ai considerandi che precedono, gli imputati non possono neppure avvalersi di un errore sui fatti ai sensi dell'art. 13 CP. Il comportamento di A., B. e C. non adempie neanche le condizioni di un errore inevitabile sull'illiceità ex art. 21 CP. Come detto gli imputati non hanno verificato come avrebbero dovuto, ab initio, quali erano le regole vigenti per il tipo di attività che intendevano intraprendere (v. supra consid. 8.5.2 e 8.5.3). Tale negligenza non costituisce un errore (ai sensi della norma), dal momento che lo stesso avrebbe potuto essere certamente evitato. Trattandosi di un settore soggetto ad autorizzazione, gli imputati, persone avvedute, coscienziose e cognite, come detto, avrebbero dovuto esperire le verifiche necessarie. Secondo giurisprudenza, l'informazione erronea in merito alla liceità di un'attività da parte di un consulente legale qualificato può condurre a un errore inevitabile sull'illiceità. L'inevitabilità dell'errore presuppone però che l'autore abbia sottoposto al consulente legale l'integralità dei fatti che si sono poi verificati. Il consulente legale deve inoltre avere esaminato tali fatti sotto tutti gli aspetti giuridici rilevanti in un parere giuridico (DTF 98 IV 293 consid. 4a; sentenza del tribunale federale 6B_804/2018 del 4 dicembre 2018 consid.”
Ist die Rechtmässigkeit des Verhaltens zweifelhaft, trifft den Handelnden grundsätzlich die Pflicht, sich bei den zuständigen Stellen zu erkundigen. Nach der Rechtsprechung kann hierzu eine einfache Internetrecherche oder eine Nachfrage bei der Polizei/Behörde genügen; unter solchen Umständen ist ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit als vermeidbar zu qualifizieren.
“Dès lors que celui-ci a acheté une matraque télescopique en vue de l'utiliser pour répondre à une potentielle agression, il avait parfaitement conscience qu'il s'agissait d'une arme et il comptait en faire usage comme telle. Dans ces conditions, il aurait dû - comme toute personne consciencieuse placée dans cette situation - se douter que l'acquisition et la possession d'une telle arme étaient réglementées et se renseigner avant de se la procurer. On rappellera que lorsque le doute est permis quant à la légalité d'un comportement, l'auteur doit, en principe, s'informer de manière plus précise auprès de l'autorité compétente (ATF 129 IV 6 consid. 4.1). On ajoutera qu'il n'est pas commun de détenir une matraque télescopique sur soi ou dans son véhicule à des fins non professionnelles et qu'il est de notoriété publique, même pour les personnes non initiées à la législation en la matière, que la possession d'armes est réglementée, notamment en Suisse. Par ailleurs, en commandant la matraque sur un site internet étranger non spécialisé, le recourant ne pouvait pas s'attendre à ce que son attention soit attirée sur la réglementation suisse topique. La cour cantonale n'a donc pas violé l'art. 21 CP en considérant que l'erreur sur l'illicéité était évitable.”
“Le fait que l'appelant ait acheté une matraque télescopique sur internet peut tout aussi bien refléter le fait qu'il savait, voire se doutait, qu'un tel objet n'était pas en vente libre en Suisse. La destination de l'objet devait être propre à éveiller en lui l'idée que sa possession n'était pas, sans autre, licite. Dans ces conditions, il y a lieu de retenir que l'appelant aurait bel et bien dû se renseigner. Il aurait pu le faire aisément par le biais d'une recherche sur internet ou auprès des services compétents. Un appel aux services de police sur cette question aurait été suffisant. Son erreur était ainsi manifestement évitable. Partant, c'est à bon droit que le premier juge a reconnu l'appelant coupable d'infraction à l'art. 33 al. 1 let. a LArm, ce qui emporte le rejet de son appel sur ce point. 3. 3.1.1. L'infraction à l'art. 33 al. 1 LArm est, en principe, passible d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. En cas d'erreur sur l'illicéité évitable, le juge atténue la peine (art. 21 CP). Le juge qui atténue la peine n'est pas lié par le minimum légal de la peine prévue pour l'infraction (art. 48a al. 1 CP). Il peut prononcer une peine d'un genre différent de celui qui est prévu pour l'infraction mais il reste lié par le maximum et par le minimum légal de chaque genre de peine (art. 48a al. 2 CP). 3.1.2. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al. 2). 3.1.3. Sauf disposition contraire de la loi, le montant maximum de l'amende est de CHF 10'000.”
“Dans sa version en vigueur le 28 mai 2020, elle prévoit, s'agissant du franchissement de la frontière, que l'entrée en Suisse est autorisée notamment à toute personne au bénéfice d'un document de voyage et d'un titre de séjour en Suisse (art. 3 al. 1 let. b ch. 1 de l'ordonnance 2 COVID-19). L'art. 4 de ladite ordonnance, régissant le trafic transfrontalier des personnes, prévoit, par ailleurs, à son al. 4, que l'administration fédérale des douanes peut ordonner et exécuter de façon autonome la fermeture de petits postes frontières terrestres secondaires à la circulation des personnes si et tant que la situation le requiert. Une telle fermeture est immédiatement communiquée aux autorités compétentes et la liste des postes frontières ouverts est publiée sur son site internet. 2.3. Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits (art. 13 al. 1 CP) celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale. L'intention délictueuse fait défaut (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1131/2018 du 21 janvier 2019 consid. 2.1). Quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable (art. 21 CP). Si la licéité du comportement considéré est sujette à caution, l'auteur est tenu de s'informer auprès des autorités compétentes (ATF 129 IV 6 consid. 4.1). 2.4. En l'espèce, il est établi que, le 29 mai 2020 à 11h30, l'appelant a franchi, à pied, la douane de B______. Contrairement à ce que ce dernier prétend, il est par ailleurs constant que cette douane était alors fermée non seulement aux voitures, mais à toute personne, quel que soit le mode de déplacement emprunté. Son passage était ainsi interdit à quiconque, ce en application de l'art. 4 al. 4 de l’ordonnance 2 COVID-19 en vigueur au moment des faits, tel que cela résulte des renseignements fournis par l'AFD. Aussi, tel que l'a considéré le premier juge, quel que soit le motif invoqué, l'appelant n'était pas autorisé à entrer en Suisse par ce poste de douane. Son grief portant sur son droit au regroupement familial ou tendant à invoquer un motif familial impérieux ne saurait par conséquent entrer en ligne de compte, ce d’autant que, selon ses propres explications, ses enfants vivaient alors en France.”
Eine laienhafte Einschätzung, dass ein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, bzw. ein blosses unbestimmtes Empfinden, etwas Unrechtes zu tun, kann dazu führen, dass ein Verbotsirrtum nicht vorliegt (Art. 21 StGB). Ist die Zulässigkeit des Verhaltens zweifelhaft, trifft den Täter eine Pflicht, sich bei den zuständigen Behörden zu erkundigen; dies wird in der Rechtsprechung besonders im Zusammenhang mit Grenz- und Asylfragen hervorgehoben.
“Ob der Beschuldigte um die Pflicht zur Stellung eines Asylantrags am Grenzübergang gewusst hat oder nicht kann offen bleiben. Unkenntnis der recht- lichen Normierung begründet grundsätzlich keine Unvermeidbarkeit des Rechts- irrtums (Trechsel, Prax.-Komm. StGB, Art. 21 N 7). Vielmehr genügt für den Ausschluss des Verbotsirrtums, wonach der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält, bereits die laienhafte Einschätzung, dass das fragliche Verhalten der Rechtsordnung widerspricht (Niggli/Mäder, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar - 10 - Strafrecht II, 4. Auflage 2019, Art. 21 StGB N 13 mit weiteren Hinweisen) bzw. das bloss unbestimmte Empfinden, etwas Unrechtes zu tun (so bereits BGE 72 IV 150 E. 3). Auch als juristischer Laie musste der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt davon ausgehen, dass er ohne gültige Papiere die Grenze nicht ohne weiteres, auch nicht zum Stellen eines Asylantrags, überqueren durfte. In jedem Falle hätte er sich vorgängig über die genauen Modalitäten des Asylverfahrens, zumindest aber um dessen Einleitung kümmern müssen.”
“Dans sa version en vigueur le 28 mai 2020, elle prévoit, s'agissant du franchissement de la frontière, que l'entrée en Suisse est autorisée notamment à toute personne au bénéfice d'un document de voyage et d'un titre de séjour en Suisse (art. 3 al. 1 let. b ch. 1 de l'ordonnance 2 COVID-19). L'art. 4 de ladite ordonnance, régissant le trafic transfrontalier des personnes, prévoit, par ailleurs, à son al. 4, que l'administration fédérale des douanes peut ordonner et exécuter de façon autonome la fermeture de petits postes frontières terrestres secondaires à la circulation des personnes si et tant que la situation le requiert. Une telle fermeture est immédiatement communiquée aux autorités compétentes et la liste des postes frontières ouverts est publiée sur son site internet. 2.3. Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits (art. 13 al. 1 CP) celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale. L'intention délictueuse fait défaut (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1131/2018 du 21 janvier 2019 consid. 2.1). Quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable (art. 21 CP). Si la licéité du comportement considéré est sujette à caution, l'auteur est tenu de s'informer auprès des autorités compétentes (ATF 129 IV 6 consid. 4.1). 2.4. En l'espèce, il est établi que, le 29 mai 2020 à 11h30, l'appelant a franchi, à pied, la douane de B______. Contrairement à ce que ce dernier prétend, il est par ailleurs constant que cette douane était alors fermée non seulement aux voitures, mais à toute personne, quel que soit le mode de déplacement emprunté. Son passage était ainsi interdit à quiconque, ce en application de l'art. 4 al. 4 de l’ordonnance 2 COVID-19 en vigueur au moment des faits, tel que cela résulte des renseignements fournis par l'AFD. Aussi, tel que l'a considéré le premier juge, quel que soit le motif invoqué, l'appelant n'était pas autorisé à entrer en Suisse par ce poste de douane. Son grief portant sur son droit au regroupement familial ou tendant à invoquer un motif familial impérieux ne saurait par conséquent entrer en ligne de compte, ce d’autant que, selon ses propres explications, ses enfants vivaient alors en France.”
“L'étranger entré légalement en Suisse pour un séjour temporaire qui dépose ultérieurement une demande d'autorisation de séjour durable doit attendre la décision à l'étranger (art. 17 al. 1 LEI). Cela vaut aussi pour l'étranger résidant illégalement en Suisse qui tente de légaliser son séjour par le dépôt ultérieur d'une demande d'autorisation de séjour durable (ATF 139 I 37 consid. 2.1 p. 40 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_173/2013 du 19 août 2013 consid. 2.4). Il est notoire que le renvoi contraint (vol spécial) en Algérie n'est pas envisageable. En effet, ce pays n'accepte pas le retour de ses ressortissants par vols spéciaux. Lorsque l'organisation d'un vol spécial est exclue et que le ressortissant algérien en situation irrégulière n'entend pas lui-même coopérer à son retour, aucune démarche supplémentaire ne peut être exigée des autorités administratives (arrêt du Tribunal fédéral 6B_525/2014 du 9 octobre 2014 consid. 1.2 ; voir encore l'interpellation 17.3707 au Conseil des Etats : https://www.parlament.ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20173707). 2.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343 et les références ; 138 IV 13 consid. 8.2 p. 27). Si la licéité du comportement considéré est sujette à caution, l'auteur est tenu de s'informer auprès des autorités compétentes (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_494/2016 du 17 mai 2017 consid. 1.1). 2.3. Au vu des décisions administratives successives et postérieures au jugement du Tribunal de police du 3 mars 2016, l'appelant se prévaut en vain d'une erreur sur l'illicéité. L'art. 21 CP n'est manifestement pas applicable en l'espèce, l'appelant ayant été à réitérées reprises informé par les autorités administratives et par la police, à l'occasion de diverses interpellations, du fait qu'il n'était pas autorisé à séjourner légalement en Suisse.”
Reine appellatorische Vorbringen, die lediglich parteiinstruiert vorgetragen werden, sind unzulässig. Entgegen dem Vorbringen eines Verbotsirrtums (Art. 21 StGB) ist ein solcher Irrtum nach der Rechtsprechung ausgeschlossen, wenn die Behörde den Beschuldigten ausdrücklich auf die rechtliche Lage hingewiesen hat oder der Beschuldigte behördlichen Weisungen trotz Kenntnis zuwiderhandelte.
“La recourante admet avoir été mise au courant des conséquences d'une éventuelle tromperie de l'autorité. Elle conteste toutefois avoir compris que le fait de percevoir de l'argent de tiers même si c'était dans un autre but que de subvenir à son entretien constituait une infraction. Ce faisant, sous couvert de l'invocation d'une erreur sur l'illicéité, la recourante conteste encore une fois son intention et le but des versements qu'elle a reçus, dans une argumentation purement appellatoire, partant irrecevable. Pour le surplus, la cour cantonale a retenu que l'attention de la recourante avait été attirée sur les conséquences pénales de la violation de son obligation d'informer et d'utiliser l'aide sociale conformément à son but, ce que la recourante avait admis avoir compris. C'est par conséquent à bon droit que la cour cantonale a exclu l'application de l'art. 21 CP, dans la mesure où, conformément à la jurisprudence, l'erreur sur l'illicéité est exclue lorsque l'autorité a expressément attiré l'attention de l'auteur sur la situation juridique ou lorsque celui-ci passe outre à des directives de l'autorité. Le grief de la recourante est infondé dans la mesure où il est recevable.”
Ein unbestimmtes Empfinden, das in Aussicht genommene Verhalten könne der Rechtsordnung widersprechen, kann genügen, um einen Verbotsirrtum auszuschliessen. Für das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit ist weder das Wissen um die Strafbarkeit noch die Kenntnis der anwendbaren Gesetzesbestimmung erforderlich.
“Rechtswidrigkeit und Schuldfähigkeit Rechtfertigungsgründe sind offensichtlich keine gegeben. Der Beschuldigte selbst machte auch keine solchen geltend. Wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft (Art. 21 Abs. 1 StGB). Ein solcher Verbotsirrtum liegt vor, «wenn dem Täter das Unrechtsbewusstsein trotz Kenntnis des rechtmässigen Sachverhalts fehlt […]. Zum Ausschluss eines Verbotsirrtums genügt das unbestimmte Empfinden, dass das in Aussicht genommene Verhalten der Rechtsordnung widerspricht (Urteil des Bundesgerichts BGer 6B_630/2018 vom 8. März 2018 E. 1.6.4). Das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit erfordert «weder das Wissen um die Strafbarkeit noch die Kenntnis der anwendbaren Gesetzesbestimmung» (BSK StGB-Niggli/Maeder, N. 15 zu Art. 21 StGB). Der stv. Generalstaatsanwalt verneinte einen Verbotsirrtum zufolge einer herkunftsbedingten Schuldunfähigkeit (siehe Ziff. 9.2.2; pag. 749 f.). Auch für die Kammer steht ausser Frage, dass der Beschuldigte rechtswidrig und schuldhaft handelte. Er bestreitet nicht, gewusst zu haben, dass sexuelle Handlungen mit der Ehefrau ihr jeweiliges Einverständnis voraussetzen (vgl. auch die Aussage des Beschuldigten: «Wenn man Sex haben will, muss man Lust dazu haben, nicht Zwang» [pag.”
Prüfungsreihenfolge: Zuerst die objektive Verwirklichung der Tatbestandsmerkmale feststellen. Erst danach auf der Ebene der Schuld den Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB prüfen. Im Finanzmarktkontext bedeutet dies insbesondere, dass das Bewusstsein des Täters, eine Bewilligung vorausgehend zu brauchen (Bewilligungsvorbehalt), unter dem Gesichtspunkt des Verbotsirrtums zu beurteilen ist.
“1 Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Eventualvorsatz; Art. 12 Abs. 2 StGB). Nicht zum Wissen als Bestandteil des Vorsatzes gehört das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit oder dasjenige der Strafbarkeit (Donatsch, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kommentar, 20. Aufl. 2018, Art. 12 StGB N. 6; Stratenwerth, a.a.O., § 11 N. 54). Der objektive Tatbestand besteht bei Strafnormen im Finanzmarktbereich nur aus der grundsätzlich verbotenen, eine Bewilligung voraussetzenden Finanzmarkttätigkeit. Darauf muss sich das Wissen als Bestandteil des Vorsatzes beziehen. Das Element der Bewilligungslosigkeit hingegen ist nicht Teil des objektiven Tatbestandes, sondern auf Ebene der Rechtswidrigkeit zu prüfen. Ob der Täter wusste, dass sein Tun unter Vorbehalt einer Bewilligungserteilung verboten war, ist auf der Ebene der Schuld unter dem Titel des Verbotsirrtums (Art. 21 StGB) zu prüfen (Urteile des Bundesgerichts 2A.460/2003 vom 11. August 2004 E. 3.5 und 6S.222/2004 vom 20. August 2004 E. 4.3; Urteile des Bundesstrafgerichts SK.2015.31 vom 3. November 2015 E. 5.8.3.5 a; SK.2015.52 vom 1. April 2016 E. 6.10; SK.2015.60 vom 24. Mai 2016 E. 4.9.1; SK.2016.19 vom 19. September 2018 E. 7.4.3.1, E. 7.4.3.3 b). 9.4.2 In subjektiver Hinsicht Aufgrund der wichtigen Stellung des Beschuldigten bei der Ausfertigung der Kaufverträge und seiner Ausbildung als deutscher Bankkaufmann steht ausser Zweifel, dass er sich bewusst war – und dies auch wollte –, dass die I.‑Gruppe zwischen 2012 und 2014 in arbeitsteiliger Vorgehensweise und enger personeller, organisatorischer und wirtschaftlicher Verflechtung mit Effekten handelte. Er wusste aufgrund der von ihm ausgefertigten Verträge, dass die E. AG die Aktien der G. AG und H. AG (auf Kommission bzw. fest) übernahm und an über 70 Anleger auf dem Primärmarkt verkaufte. Damit ist auch unzweifelhaft, dass er die Aktien öffentlich anbieten wollte.”
“- l'unité, avec sursis durant deux ans, ainsi qu'à l'intégralité des frais de la procédure de première instance (CHF 2'109.-) et à la moitié de ceux de la procédure d'appel (CHF 1'705.-), tout en rejetant ses conclusions en indemnisation de première instance et en lui allouant CHF 861.60, TVA comprise, pour celles déposées en appel. d.a. Par arrêt 6B_891/2023 et 6B_895/2023 du 16 février 2024, le Tribunal fédéral (TF) a rejeté le recours de A______, lequel concluait à son acquittement complet, et partiellement admis celui du MP, lequel avait notamment invoqué, s'agissant de la transmission des mandats de conduite le 31 janvier 2019, une violation des art. 12 et 21 CP pour avoir nié l'intention de A______ quant à l'envoi de données secrètes à son interlocuteur, en raison d'une erreur sur l'illicéité. d.b. Le TF a annulé l'arrêt AARP/183/2023 de la CPAR du 22 mai 2023 et lui a renvoyé la cause pour nouvelle décision dans le sens de son considérant 2.6.2., à savoir : "La cour cantonale ne pouvait pas exclure l'intention [de A______] sur la base de l'art. 21 CP, puisque la question d'une éventuelle erreur sur l'illicéité présupposait de retenir à la charge de l'intéressé la réalisation des éléments constitutifs de l'infraction de violation du secret de fonction, y compris l'intention, conformément à la jurisprudence précitée. La cour cantonale a donc violé l'art. 21 CP. Le recours (cause 6B_895/2023) doit, partant, être admis. L'arrêt attaqué doit être annulé et la cause renvoyée à la cour cantonale afin qu'elle réexamine la question de l'intention [de A______] en lien avec ce complexe de fait, et en particulier celle de savoir s'[il] pouvait croire que son interlocuteur connaissait déjà non seulement les informations contenues dans lesdits mandats litigieux, mais également leur existence. Ce réexamen implique également que la cour cantonale détermine la réalisation ou non des éléments constitutifs objectifs de l'art. 320 ch. 1 al. 1 CP, puisqu'elle ne les a pas tous analysés, en particulier si, objectivement B______ avait une connaissance fiable et complète des informations transmises par [A______], ce que le [MP] conteste.”
Die Praxis wendet das nach Art. 21 StGB vorgesehene freie Ermessen bei der Strafbemessung an und prüft dabei insbesondere die Vermeidbarkeit des Rechtsirrtums sowie die von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien für «zureichende Gründe». In einzelnen Fällen kann die Annahme eines vermeidbaren Rechtsirrtums die Bemessung der Strafe derart beeinflussen, dass etwa die Voraussetzungen für ein teilweises Sursis erfüllt werden.
“Gemäss Art. 21 StGB ("Irrtum über die Rechtswidrigkeit", Verbotsirr- tum) handelt nicht schuldhaft, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht - 10 - wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mil- dert das Gericht die Strafe nach freiem Ermessen. Einem Verbotsirrtum erliegt der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist. Ein Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun. Unvermeidbar ist der Verbotsirrtum, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt. Insoweit gelten die Kriterien, welche die Praxis zur Beurteilung der "zureichenden Gründe" beim altrechtlichen Rechtsirrtum entwickelt hat. Zureichend ist ein Grund, wenn dem Täter aus seinem Verbortsirrtum kein Vorwurf gemacht werden kann, weil der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (BGE 129 IV 238 E.”
“Ses récentes tentatives de réconciliation insistantes et maladroites, ainsi que le rôle protecteur qu'il aurait joué envers ses enfants à l'égard d'une situation dont il est le seul responsable, ne sauraient entrer en considération dans l'examen d'une quelconque circonstance atténuante. Il y a concours d'infractions passibles du même genre de peine. Au regard du critère premier de la faute, puis des autres circonstances pertinentes, le TCO a, à juste titre, retenu une peine privative de liberté de 24 mois pour la seule infraction de viol, soit l'infraction la plus grave, à laquelle devrait s'ajouter six mois pour la contrainte sexuelle (peine hypothétique de dix mois), deux mois pour les menaces (peine hypothétique de quatre mois), deux mois pour les lésions corporelles simples (peine hypothétique de quatre mois), deux mois pour le séjour illégal (peine hypothétique de quatre mois), deux mois pour le travail illégal (peine hypothétique de quatre mois), un mois pour l'infraction à la LStup (peine hypothétique de trois mois) et un mois pour l'infraction à la LArm (peine hypothétique de trois mois), compte tenu de l'erreur de droit évitable (art. 21 CP) retenue par les premiers juges à sa décharge. La peine calculée ci-dessus n'est que de quatre mois supérieure à la limite permettant l'octroi du sursis partiel. Or, s'il est vrai que l'appelant a un antécédent spécifique en matière de droit des étrangers et ne paraît pas pleinement prendre conscience du caractère répréhensible de ces actes, ses regrets, la thérapie régulièrement suivie, à l'exception de deux occurrences, son investissement dans son rôle de père et l'absence d'autres faits pénaux depuis sa sortie de prison en janvier 2019 laissent entrevoir une modification de son comportement. Il convient dès lors de réduire la peine prononcée et de la ramener à la quotité de 36 mois, telle que retenue par les premiers juges, afin de permettre l'octroi du sursis partiel, la peine ferme étant fixée à douze mois. Un délai d'épreuve de trois ans paraît de nature à dissuader l'appelant de la commission de nouvelles infractions, l'obligation d'un suivi thérapeutique et d'une assistance de probation permettant de s'en tenir à ce délai.”
Fehlt Schuld wegen eines Irrtums über die Rechtswidrigkeit (Art. 21 StGB), liegt keine Schuld vor. War der Irrtum vermeidbar, ist die Strafe zu mildern. Das Gericht hat dabei in einer ersten Stufe die Schuld (und gegebenenfalls die hypothetische Strafe) so zu beurteilen, als läge keine Milderung vor; in einer zweiten Stufe hat es darzulegen, wie die verminderte Schuldfähigkeit beziehungsweise die vermeintliche Milderung die Schuld und die hypothetische Strafe beeinflusst. Dabei sind der Grad der Schwere sowie allfällige persönliche Faktoren zu berücksichtigen.
“62 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1036/2018 du 28 novembre 2018 consid. 1.3). En résumé, le juge doit procéder comme suit en cas de diminution de la responsabilité pénale. Dans une première étape, il doit apprécier la culpabilité relative à l'acte (et éventuellement fixer la peine hypothétique en résultant), comme s'il n'existait aucune diminution de responsabilité. Dans un deuxième temps, il doit motiver comment la diminution de responsabilité se répercute sur l'appréciation de la faute et indiquer la peine (hypothétique). La faute globale doit être qualifiée et, au regard de l'art. 50 CP, le juge doit expressément mentionner le degré de gravité à prendre en compte. Dans une dernière phase, cette peine est éventuellement augmentée ou diminuée en raison des facteurs liés à l'auteur ainsi qu'en raison d'une éventuelle tentative selon l'art. 22 al. 1 CP (ATF 136 IV 55 consid. 5.7 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1036/2018 du 28 novembre 2018 consid. 1.3 et 6B_616/2015 du 5 avril 2016 consid. 2.3). 3.1.6. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références ; ATF 138 IV 13 consid. 8.2). 3.1.7. Conformément à l'art. 48 let. a ch. 2 CP, le juge atténue la peine si l'auteur a agi dans un état de détresse profonde. 3.1.8. En vertu de l'art. 34 al. 1 aCP, la peine pécuniaire ne peut excéder 360 jours-amende ; le juge en fixe le nombre en fonction de la culpabilité de l'auteur. Le jour-amende est de CHF 3'000.- au plus et le juge en fixe le montant selon la situation personnelle et économique de l'auteur au moment du jugement, notamment en tenant compte de son revenu et de sa fortune, de son mode de vie, de ses obligations d'assistance, en particulier familiales, et du minimum vital (art.”
Die Unvermeidbarkeit des Irrtums unterliegt hohen Anforderungen. Unkenntnis der rechtlichen Normen begründet grundsätzlich keine Unvermeidbarkeit. Der Rechtsirrtum muss auf Tatsachen beruhen, die auch eine gewissenhafte Person in die Irre hätten führen können. Ein bereits vorhandenes unbestimmtes Empfinden, man könnte gegen das Recht verstossen, schliesst den Verbotsirrtum aus.
“Zur Frage des Verbotsirrtums hat sich bereits die Vorinstanz einlässlich und zutreffend geäussert (Urk. 62 E. III/D/2.2.3–2.2.5 S. 51 ff.). Die nachfolgenden Aus- führungen sind als Ergänzungen und Verdeutlichungen zu verstehen. Ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit nach Art. 21 StGB liegt vor, wenn der Täter bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. Gegenstand des Irrtums ist die Verbotenheit eines bestimmten Verhaltens. Auf Verbotsirrtum kann sich nur berufen, wer zureichende Gründe zur Annahme hatte, er tue überhaupt nichts Unrechtes, und nicht schon, wer die Tat bloss für straflos hielt. Für den Ausschluss eines solchen Irrtums genügt schon das unbestimmte Empfinden, dass das in Aussicht genommene Verhalten gegen das - 35 - verstösst, was Recht ist; dabei sind die Auffassungen der Rechtsgemeinschaft massgebend, welcher der Täter angehört (OFK/StGB-DONATSCH, Art. 21 N 3). Der Irrtum muss zudem unvermeidbar sein, wobei das Bundesgericht diesbe- züglich hohe Anforderungen stellt. So begründet die Unkenntnis der rechtlichen Normierungen grundsätzlich keine Unvermeidbarkeit. Der Rechtsirrtum muss vielmehr auf Tatsachen beruhen, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (OFK/StGB-DONATSCH, Art.”
“Gemäss Art. 21 StGB ("Irrtum über die Rechtswidrigkeit", Verbotsirrtum) handelt nicht schuldhaft, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält (Satz 1). War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe nach freiem Ermessen (Satz 2). Einem Verbots- irrtum erliegt der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist (BGE 129 IV 238 E. 3.1 S. 241). Ein Verbotsirrtum ist indes ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, et- was Unrechtes zu tun (BGE 104 IV 217 E. 2 S. 218 f.; BSK Strafrecht I- NIG- GLI /MAEDER, 4. Auflage, 2018, N 13 und 15 zu Art. 21 StGB). Um den Rechtsirr- tum für sich in Anspruch nehmen zu können, muss der Täter mit anderen Worten stets davon ausgegangen sein, überhaupt nichts Unrechtes zu tun. Sobald aber auch nur ein unbestimmtes Empfinden besteht, man könnte bei seinem Handeln gegen das verstossen, was recht ist, liegt ein beachtlicher Rechtsirrtum ausser Betracht (D ONATSCH/TAG, Strafrecht I, 9. Auflage, Zürich 2013, S. 290; BGE 72 IV 150, 155).”
“Ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit nach Art. 21 StGB liegt vor, wenn der Täter bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. Gegenstand des Irrtums ist die Verbotenheit eines bestimm- ten Verhaltens. Auf Rechtsirrtum kann sich nur berufen, wer zureichende Gründe zur Annahme hatte, er tue überhaupt nichts Unrechtes, und nicht schon, wer die Tat bloss für straflos hielt. Für den Ausschluss eines Rechtsirrtums genügt schon das unbestimmte Empfinden, dass das in Aussicht genommene Verhalten gegen das verstösst, was Recht ist; dabei sind die Auffassungen der Rechtsgemein- schaft massgebend, welcher der Täter angehört (StGB/JStG Kommentar OFK- D ONATSCH, Art. 21 N 3, 21. Aufl., 2022). Der Irrtum muss zudem unvermeidbar sein, wobei das Bundesgericht diesbezüglich hohe Anforderungen stellt. So begründet die Unkenntnis der rechtlichen Normierungen grundsätzlich keine Unvermeidbarkeit. Der Rechtsirrtum muss vielmehr auf Tatsachen beruhen, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (StGB/JStG Kommentar OFK-D ONATSCH, Art.”
“Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21, première phrase, CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid. 2). Une raison de se croire en droit d'agir est "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid.”
Sachverhaltsirrtum und Rechtsirrtum sind zu unterscheiden: Ein Sachverhaltsirrtum (Art. 13 StGB) beseitigt den Vorsatz, weil der Täter sich in einer unzutreffenden Vorstellung über tatbestandliche Umstände befindet und die Tat nach dieser Vorstellung zu beurteilen ist. Der Rechtsirrtum (Art. 21 StGB, Verbotsirrtum) liegt vor, wenn der Täter sämtliche tatsächlichen Tatbestandsmerkmale kennt und vorsätzlich handelt, aber irrtümlich annimmt, sein Verhalten sei rechtmässig. Die Abgrenzung hängt nicht davon ab, ob die Fehlvorstellung eine als «rechtlich» oder «faktisch» zu bezeichnende Frage betrifft: Auch eine fehlerhafte Rechtsvorstellung über ein tatbestandliches Merkmal kann als Sachverhaltsirrtum (Tatbestandsirrtum) gelten.
“En vertu de l'art. 13 CP, quiconque agit sous l'influence d'une appréciation erronée des faits est jugé d'après cette appréciation si elle lui est favorable (al. 1). Quiconque pouvait éviter l'erreur en usant des précautions voulues est punissable pour négligence si la loi réprime son acte comme infraction de négligence (al. 2). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale. L'intention de réaliser la disposition pénale en question fait alors défaut. Dans une telle configuration, l'auteur doit être jugé selon son appréciation erronée, si celle-ci lui est favorable. Par opposition, l'erreur sur l'illicéité (art. 21 CP) vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (arrêts 6B_1118/2022 du 30 mars 2023 consid. 2.1; 6B_943/2019 du 7 février 2020 consid. 4.1, non publié in ATF 146 IV 126; cf. ATF 129 IV 238 consid. 3.1). La délimitation entre erreur sur les faits et erreur de droit ne dépend pas du fait que l'appréciation erronée porte sur une question de droit ou des faits. Il s'agit au contraire de qualifier d'erreur sur les faits, et non d'erreur de droit, non seulement l'erreur sur les éléments descriptifs, mais également l'appréciation erronée des éléments de nature juridique constitutifs de l'infraction (arrêts 6B_1118/2022 précité consid. 2.1; 6B_943/2019 précité consid. 4.1).”
“E. 2.5 m.w.H.). Im Unterschied zum Sachverhaltsirrtum betrifft der Rechtsirrtum (Verbotsirrtum) die Konstellation, bei welcher der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält. Der Irrtum bezieht sich in diesem Fall auf die Rechtswidrigkeit der konkreten Tat. Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, han- delt nicht schuldhaft (Art. 21 StGB; zur Vermeidbarkeit des Irrtums vgl. BGE 129 IV 6 E. 4; BGE 128 IV 201 E. 2; BGE 120 IV 208 E. 5b, je mit Hinweisen). Nach der dargestellten Konzeption hängt die Abgrenzung zwischen Sachverhalts- und Rechtsirrtum nicht davon ab, ob die unzutreffende Vorstellung eine Rechts- frage oder Tatsachen betrifft. Vielmehr gilt nach unangefochtener Lehre und Rechtsprechung nicht nur der Irrtum über beschreibende (deskriptive) Merkmale, sondern auch die falsche Vorstellung über Tatbestandsmerkmale rechtlicher (normativer) Natur als Sachverhalts- und nicht als Rechtsirrtum. Auch wer bei- spielsweise infolge fehlerhafter Rechtsvorstellungen verkennt, dass die von ihm unter Eigentumsvorbehalt erworbene Sache eine "fremde" bleibt, kann den Vor- satz der Veruntreuung (Art. 138 StGB) nicht haben, irrt also über den "Sachver- halt" im Sinne von Art. 13 StGB (BGE 129 IV 238 E. 3.2; BStGer BB.2014.20 v.”
“Der Beschuldigte hatte somit Kenntnis sämtlicher Sachverhaltselemente, welche den objektiven Tatbestand von Art. 44 Abs. 1 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG ausmachen. Der Beschuldigte hat den Tatbestand von Art. 44 Abs. 1 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG demnach direktvorsätzlich erfüllt. 9.4.3 Sachverhaltsirrtum a) Der Verteidiger machte in der Einsprache gegen den Strafbescheid und im Rahmen des Plädoyers geltend, der Beschuldigte habe sich über die Effekten—händler—bewilligungs—kriterien geirrt. Er habe sich auf die Aussagen von C. und B. verlassen, wonach die E. AG keine bewilligungspflichtige Tätigkeit ausübe. Ausserdem wird sinngemäss vorgebracht, der Beschuldigte habe stets im Back Office gearbeitet und nie eine Tätigkeit im bewilligungspflichtigen Bereich ausgeübt und sei somit rechtsunkundig. Es liege ein vorsatzausschliessender Sachverhaltsirrtum vor (SK 9.721.029). b) Ob der Täter wusste, dass sein Tun unter Vorbehalt einer Bewilligungserteilung verboten war, ist – wie erwähnt (vgl. E. 9.4.1) – grundsätzlich auf der Ebene der Schuld unter dem Titel des Verbotsirrtums (Art. 21 StGB) zu prüfen. Nachfolgend wird auf Grund des Einwands des Sachverhaltsirrtums näher geprüft, ob allenfalls in einer Fehlvorstellung über das Bewilligungserfordernis ein Sachverhaltsirrtum vorliegt, der den für die Strafbarkeit erforderlichen Vorsatz (Art. 12 Abs.1 StGB) ausschliesst. c) Handelt der Täter in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zu Gunsten des Täters nach dem Sachverhalt, den sich der Täter vorgestellt hat (Art. 13 Abs. 1 StGB; Sachverhaltsirrtum). Ein solcher Sachverhaltsirrtum beziehungsweise Tatbestandsirrtum ist auch der Irrtum über Tatbestandsmerkmale. Derjenige, der von einem strafrechtlichen Tatbestandsmerkmal eine unzutreffende Vorstellung hat, handelt in einem Sachverhaltsirrtum und damit ohne Vorsatz (BGE 129 IV 238 E. 3.2.1). Nach Rechtsprechung und herrschender Lehre ist es unerheblich, ob dieser Irrtum auf einer Verkennung von Tatsachen oder auf einer fehlerhaften Rechtsauffassung beruht (Urteil des Bundesgerichts 6B_187/2016 vom 17.”
Beim Erwerb regulierter Gegenstände, namentlich von Waffen oder waffenähnlichen Gegenständen (z. B. Teleskopschlagstock), wird ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit in der Praxis häufig als vermeidbar angesehen; Käufer hätten sich grundsätzlich über die einschlägige Regulierung zu informieren. Dies gilt insbesondere, wenn das Gefährlichkeitsbild des Objekts und die allgemeine Regelung von Waffen für jedermann erkennbar sind. Unter engen, im Einzelfall glaubhaft gemachten Umständen kann jedoch auch ein unvermeidbarer Verbotsirrtum angenommen oder eine Strafmilderung erwogen werden.
“Aucune des deux femmes ne retire un quelconque bénéfice de telles accusations ; en particulier, on ne discerne aucune raison que E______, qui a admis avoir entretenu des relations sexuelles à plusieurs reprises avec A______ après leur rupture et n’a jamais fait état d’une quelconque contrainte sur ce plan, l’accuserait de violences à caractère sexuel sur une autre femme. Les émotions exprimées lors de l’évocation de ces faits (pleurs de C______, colère de E______) apparaissent sincères et congruentes aux faits décrits. Les dénégations de l’appelant sont, en regard de ces mises en cause, dépourvues de toute crédibilité. Les faits en cause (caresses appuyées au niveau des seins, des lèvres et du clitoris) sont clairement constitutifs d’actes d’ordre sexuel. L’appelant a persévéré nonobstant l’opposition exprimée, profitant de son ascendant sur la partie plaignante et de la crainte suscitée par les épisodes de violence précédents. Dans ces circonstances, la contrainte sexuelle au sens de l’art. 189 CP doit être admise. L’appelant sera donc reconnu coupable de contrainte sexuelle au sens de l’art. 189 CP. 2.11.12. L’appelant admet avoir fait l’acquisition d’un poing américain et l’avoir détenu dans la cave de son domicile, soit une arme interdite au sens de l’art. 4 LArm. Il se prévaut d’une erreur sur l’illicéité. Une telle erreur, au sens de l’art. 21 CP, n’est admise que si l'auteur ne sait ni ne peut savoir que son comportement est illicite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3). Or, le caractère dangereux d’un tel objet est manifeste, et le fait que la détention d'armes et d’objets assimilés fait l'objet d'une régulation dans la plupart des pays est notoire. Il appartenait au prévenu de se renseigner sur les règles applicables avant de faire l’acquisition d’un tel objet ; une erreur sur l’illicéité est ainsi exclue et le verdict de culpabilité doit être confirmé. 3. 3.1. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
“2 LArm, si l'auteur agit par négligence, la peine est une amende. Dans les cas de peu de gravité, le juge peut exempter l'auteur de toute peine. 2.2.2. En l'espèce et à juste titre, l'appelant ne conteste pas en appel que les objets trouvés à son domicile soient des armes au sens de la LArm. Il est établi et admis qu'il a acquis, importé et détenu ces armes. Il affirme avoir agi en ignorant de bonne foi que ces objets achetés en France étaient interdits en Suisse. S'il faut effectivement relever, avec le MP, que le but dans lequel les armes ont été achetées ou importées est sans effet sur l'incrimination des comportements adoptés, il sera en revanche fait application de l'art. 33 al. 2 LArm, l'appelant ayant agi par négligence en ne se renseignant pas sur la législation suisse applicable. L'appel sera dès lors partiellement admis, par substitution de motifs. L'art. 13 CP plaidé ne trouve pas application en l'espèce. Tout au plus se poserait la question, non soulevée, d'une erreur sur l'illicéité (art. 21 CP), qui ne sera pas plus retenue, l'appelant ayant parfaitement et facilement pu se renseigner pour savoir que ces armes étaient interdites en Suisse. 3. 3.1.1. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al. 2). La culpabilité de l'auteur doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution (objektive Tatkomponente).”
“Dès lors que celui-ci a acheté une matraque télescopique en vue de l'utiliser pour répondre à une potentielle agression, il avait parfaitement conscience qu'il s'agissait d'une arme et il comptait en faire usage comme telle. Dans ces conditions, il aurait dû - comme toute personne consciencieuse placée dans cette situation - se douter que l'acquisition et la possession d'une telle arme étaient réglementées et se renseigner avant de se la procurer. On rappellera que lorsque le doute est permis quant à la légalité d'un comportement, l'auteur doit, en principe, s'informer de manière plus précise auprès de l'autorité compétente (ATF 129 IV 6 consid. 4.1). On ajoutera qu'il n'est pas commun de détenir une matraque télescopique sur soi ou dans son véhicule à des fins non professionnelles et qu'il est de notoriété publique, même pour les personnes non initiées à la législation en la matière, que la possession d'armes est réglementée, notamment en Suisse. Par ailleurs, en commandant la matraque sur un site internet étranger non spécialisé, le recourant ne pouvait pas s'attendre à ce que son attention soit attirée sur la réglementation suisse topique. La cour cantonale n'a donc pas violé l'art. 21 CP en considérant que l'erreur sur l'illicéité était évitable.”
“Le fait qu'il n'ait pas dissimulé l'arme en question et qu'il ait immédiatement collaboré avec les gardes-frontière et expliqué sa situation démontrait qu'il n'avait pas conscience de commettre une infraction. Il n'était pas un homme violent et il ne s'était procuré une matraque qu'en raison d'agressions subies par le passé, étant un personnage public et exposé de par ses activités professionnelles. Une condamnation inscrite à son casier judiciaire entraverait gravement ses activités professionnelles et caritatives. Sa négligence n'était que légère et la présente procédure l'avait suffisamment fait prendre conscience de l'illicéité de son acte, qu'il regrettait infiniment, de sorte qu'il convenait de l'exempter de peine. c. Le MP conclut au rejet de l'appel, avec suite de frais. L'appelant aurait dû savoir qu'il n'était pas autorisé à détenir une matraque télescopique dans son véhicule, raison pour laquelle il ne devait pas être mis au bénéfice d'une erreur sur l'illicéité selon l'art. 21 CP. En tout état de cause, même à considérer, comme le TP l'avait fait, que l'appelant ignorait que la possession d'un tel objet était, sans autorisation, prohibée et qu'il pouvait être qualifié d'arme, il y aurait lieu de considérer que cette erreur était à tout le moins évitable. Il lui appartenait de se renseigner sur la législation suisse en vigueur avant d'acquérir une telle arme, étant précisé que ce n'était pas parce qu'un objet était proposé à la vente sur une plateforme de vente en ligne, dont le siège se trouve qui plus est à l'étranger, que son acquisition était autorisée sous l'angle du droit suisse. Aussi, il y avait bien lieu de reconnaître l'appelant coupable d'infraction à l'art. 33 al. 1 LArm et non à l'art. 33 al. 2 LArm. d. Par courrier du 29 juin 2021, la CPAR a informé les parties de ce que la cause serait gardée à juger sous dizaine. D. A______, né le ______ 1973, est de nationalité suisse. Divorcé, il est père de deux enfants majeurs. Titulaire d'un diplôme de gérant de fortune, il a une activité de businessman indépendant et dirige le groupe E______.”
“1 let. d LArm). D'après la jurisprudence, la notion d'"acquisition" au sens de la LArm comprend toutes les formes de transfert de la propriété ou de la possession, notamment l'achat (ATF 143 IV 347 consid. 3.4 p. 351). Selon l'art. 8 al. 1 LArm, toute personne qui acquiert une arme ou un élément essentiel d'arme doit être titulaire d'un permis d'acquisition d'armes. L'expression "sans droit" signifie que l'acte est commis en l'absence de l'autorisation requise notamment le permis d'acquisition d'armes ou qu'il porte sur des armes prohibées par la loi (Message du Conseil fédéral concernant la LArm, FF 1996 I 1020 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_376/2019 du 18 avril 2019 consid. 2.3). 2.2.2. Selon l'art. 12 al. 2 CP, agit intentionnellement quiconque commet un crime ou un délit avec conscience et volonté. L'auteur agit déjà intentionnellement lorsqu'il tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait (dol éventuel). 2.2.3. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité supprime ou diminue la faute de l'auteur, alors que ce dernier a réalisé les éléments objectifs et subjectifs de l'infraction ; l'intention de l'auteur n'est pas exclue, au contraire de l'erreur sur les faits (art. 13 CP ; M. DUPUIS / L. MOREILLON / C. PIGUET / S. BERGER / M. MAZOU / V. RODIGARI [éds], Code pénal - Petit commentaire, 2ème éd., Bâle 2017, ad art. 21, n. 2 ss). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1131/2018 du 21 janvier 2019 consid. 2.1 et les références citées). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art.”
“Dies gilt umso mehr, als er im Vorverfahren zu Protokoll gab, dass er diese inkriminierten Dateien, die er angeblich von Mitgliedern der MAK erhalten habe, deshalb behalten habe, um gegen eben diese Leute vorgehen zu können, weil die Dateien zeigen, dass diese Leute kriminell seien (siehe E. 6.3.3). Wenn er die hier zur Diskussion stehenden, inkriminierten Dateien also angeblich deshalb abspeicherte, um aufzuzeigen, dass andere Personen kriminell sind, musste er sehr wohl um das Verbot des Besitzes derselbigen wissen. Ohnehin kann dem Beschuldigten nicht gefolgt werden, wenn er den Besitz von solchen Dateien als «normal» bezeichnet, scheinen nach seinem Verständnis doch auch illegale Aufenthalte und Diebstähle «normal» zu sein (s. dazu bspw. BA pag. 13.01.0021: «Das ist ein normaler Mensch. Ein Algerier der dort illegal eingereist ist. Ganz normal»; «wir haben Diebstähle zusammen gemacht»). Vor diesem Hintergrund sind seine Äusserungen, wonach er nicht gewusst haben will, dass der Besitz von Gewaltdarstellungen verboten ist, als blosse Schutzbehauptung zu qualifizieren. Für einen Verbotsirrtum i.S.v. Art. 21 StGB verbleibt damit kein Raum; ein solcher wäre denn ohnehin vermeidbar gewesen.”
Der Schutz des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB ist restriktiv: Unkenntnis der Rechtswidrigkeit schützt nur in Ausnahmefällen. Der Rechtsunterworfene hat sich um Kenntnis der Rechtslage zu bemühen; sich ohne hinreichende rechtliche Prüfung blind auf Einschätzungen Dritter zu verlassen genügt im Regelfall nicht. Massgeblich ist, ob dem Täter sein Irrtum vorwerfbar ist; die Annahme eines Verbotsirrtums kommt allenfalls für Personen in Betracht, die sich erst seit kurzer Zeit in der Schweiz aufhalten.
“Nicht zum Wissen als Bestandteil des Vorsatzes gehört das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit oder dasjenige der Strafbarkeit. Ob der Täter wusste, dass sein Tun verboten war, ist auf der Ebene der Schuld unter dem Titel des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB zu prüfen. Nach dieser Bestimmung handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Die Regelung betreffend den Verbotsirrtum beruht auf dem Gedanken, dass sich der Rechtsunterworfene um die Kenntnis der Gesetze zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (BGE 129 IV 238 E. 3.1; Urteil BGer 6B_77/2019 vom 11. Februar 2019 E. 2.1, nicht publiziert in BGE 145 IV 17). Ein Verbotsirrtum ist dann gegeben, wenn dem Täter trotz Kenntnis des unrechtsbegründenden Sachverhalts das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit fehlt (vgl. Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht Allgemeiner Teil I, 4. Aufl. 2011, § 11 N 46 f.). Jeder ist individuell dafür verantwortlich, sich über die rechtlichen Voraussetzungen seines Handelns zu erkundigen. Unter Vorbehalt eines detaillierten einschlägigen Rechtsgutachtens ist man gehalten, sich nicht blind auf die Einschätzung von Drittpersonen zu verlassen.”
“Par contre, des images imprécises d'assassinat de civils dont on ne peut exclure qu'elles soient assimilables à celles d'un reportage de guerre, des images de cadavres défigurés se référant à un fait d'actualité visant à dénoncer une action de la police ou des images d'assassinat reprises d'un reportage officiel n'ont pas été considérées comme illicites, car elles pouvaient relever de l'illustration de faits d’actualité (jugement de la Cour des affaires pénales SK.2007.4 du 21 juin 2007 consid. 6.2.4 à 6.2.6). 3.3.3. La possession suppose objectivement la maîtrise physique, directe ou à tout le moins indirecte, sur une chose et subjectivement la volonté d’exercer cette maîtrise. La notion de possession correspond à celle utilisée généralement en droit pénal, notamment dans l’application de CP 139. Celui qui a l’usage exclusif du support ou d’une partie du support, à l’instar du titulaire d’un compte de messagerie électronique sur lequel sont stockées des images illicites appartenant à un tiers, peut également être considéré comme possesseur (A. MACALUSO / L. MOREILLON / N. QUELOZ (éds), Commentaire romand, Code pénal II, vol. II, Partie spéciale : art. 111-392 CP, Bâle 2017 n. 30 et 31 ad art. 135). 3.3.4. L'art. 135 CP est une infraction intentionnelle. Le dol éventuel suffit (A. MACALUSO / L. MOREILLON / N. QUELOZ (éds), op. cit., n. 73 ad art. 135). 3.4. Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; 129 IV 238 consid. 3.1). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels. Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment. Ce qui est déterminant, c'est de savoir si l'erreur de l'auteur peut lui être reprochée (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_77/2019 du 11 février 2019 consid. 2.1 non publié aux ATF 145 IV 17) 3.”
“Il a été scolarisé en Turquie jusqu'à la fin de ses études secondaires puis a poursuivi des études universitaires au Kazakhstan. Il a occupé différents postes, notamment comme enseignant, dans ces deux pays. En Suisse, avant son arrestation, il résidait au foyer B______ et touchait CHF 10.- par jour de l'Hospice général. À teneur de l'extrait de son casier judiciaire suisse, il est sans antécédent. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du Code de procédure pénale [CPP]). La Chambre n'examine que les points attaqués du jugement de première instance (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions, à moins qu'elle ne statue sur une action civile (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1. À teneur de l'art. 115 al. 1 let. b LEI, est puni quiconque séjourne illégalement en Suisse, notamment après l'expiration de la durée du séjour non soumis à autorisation ou du séjour autorisé. 2.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite. La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels. Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment. Toutefois, la possibilité théorique d'apprécier correctement la situation ne suffit pas à exclure l'application de l'art. 21, 1ère phrase, CP. Ce qui est déterminant, c'est de savoir si l'erreur de l'auteur peut lui être reprochée (ATF 141 IV 336 consid.”
“Anlässlich der Hauptverhandlung bestätigte er diese Haltung. Er finde den Inhalt dieser Videos und was dort gemacht werde falsch (TPF pag. 5.731.015 f.). Der Beschuldigte wusste somit über seinen tatsächlichen Gewahrsam über die zur Diskussion stehenden Videos sowie um deren Inhalt Bescheid. Damit ist auch vorsätzliches Handeln mit Bezug auf den Besitz von Gewaltdarstellungen ohne weiteres erstellt und der subjektive Tatbestand entsprechend erstellt. 3.3.3 Rechtfertigungsgründe liegen keine vor. 3.3.4 Schuld Der Beschuldigte gab hinsichtlich der inkriminierten Videos an zu wissen, dass es falsch sei, dass er diese Filme anderen Leuten weitergeleitet habe, er habe aber nicht gewusst, dass der Besitz solcher Videos in der Schweiz verboten sei. Der Verteidiger machte im Parteivortrag diesbezüglich geltend, der Beschuldigte habe sich in einem Verbotsirrtum befunden, indem er nicht gewusst habe, dass der Besitz von Gewaltdarstellungen in der Schweiz strafbar sei (TPF pag. 5.721.036). Gemäss Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Einem Rechts- bzw. Verbotsirrtum erliegt der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist (BGE 129 IV 238 E. 3.1). Ein Rechts- bzw. Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun (BGE 104 IV 217 E. 2; vgl. auch BGE 130 IV 77 E. 2.4). Die Regelung betreffend den Rechts- bzw. Verbotsirrtum beruht auf dem Gedanken, dass sich der Rechtsunterworfene um die Kenntnis der Gesetze zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (BGE 129 IV 238 E. 3.1). Die Annahme eines Rechts- bzw. Verbotsirrtums kommt höchstens für Personen in Betracht, die sich erst seit kurzer Zeit in der Schweiz aufhalten.”
Wiederholte bzw. fortlaufende Belehrungen durch Behörden oder wiederholte Interpellationen sprechen in der Regel gegen das Vorliegen eines Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB. Wer wiederholt durch die zuständigen Behörden oder die Polizei darüber informiert wurde, dass sein Verhalten unzulässig ist, kann sich im Regelfall nicht darauf berufen, die Rechtswidrigkeit nicht gekannt zu haben; bei Zweifeln trifft ihn die Pflicht, sich bei den zuständigen Stellen zu informieren.
“Wer sich aber bewusst für Nichtwissen entscheidet, kann sich nicht darauf berufen, die Tatbestandsverwirklichung nicht vorausgesehen zu haben: «Wer weiss, dass er nichts weiss, irrt nicht» (BGE 135 IV 12 E. 2.3.1). Unter diesen Umständen unterlag der Berufungsführer etwa auch keinem Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 StGB. Ein solcher hätte im Übrigen bei pflichtgemässer Sorgfalt ohne weiteres vermieden werden können (vgl. Art. 13 Abs. 2 StGB). Der Berufungsführer handelte somit mindestens pflichtwidrig unvorsichtig und damit fahrlässig i.S.v. Art. 12 Abs. 3 StGB. Da der Berufungsführer als Fahrzeuglenker persönlich und allein für das Vorhandensein eines gültigen Fahrzeugausweises verantwortlich war, vermag ihn auch nicht zu entlasten, dass sogar der bei der D.________ AG für die Immatrikulation der Fahrzeuge verantwortliche B.________ das gewählte Vorgehen für gesetzmässig hielt. Dieser wurde zudem in der Vergangenheit vom Strassenverkehrsamt Schwyz wiederholt schriftlich über die Ersatzfahrzeugbewilligung belehrt, sodass in diesem Zusammenhang auch ein Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB von vornherein ausscheidet.”
“ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20173707). 2.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343 et les références ; 138 IV 13 consid. 8.2 p. 27). Si la licéité du comportement considéré est sujette à caution, l'auteur est tenu de s'informer auprès des autorités compétentes (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_494/2016 du 17 mai 2017 consid. 1.1). 2.3. Au vu des décisions administratives successives et postérieures au jugement du Tribunal de police du 3 mars 2016, l'appelant se prévaut en vain d'une erreur sur l'illicéité. L'art. 21 CP n'est manifestement pas applicable en l'espèce, l'appelant ayant été à réitérées reprises informé par les autorités administratives et par la police, à l'occasion de diverses interpellations, du fait qu'il n'était pas autorisé à séjourner légalement en Suisse. Ainsi, l'appelant séjourne illégalement en Suisse depuis l'expiration de son visa en octobre 2002. Il persiste à y vivre, sans autorisation, notamment à Genève voire dans le canton de Vaud, ce qui justifie les diverses interpellations dont il a fait l'objet qui ne sont nullement constitutives d'une persécution et en réalité peu nombreuses au vu de la durée de son séjour illégal. Il semble avoir compris une première décision d'acquittement, motivée non pas par sa situation mais par une carence de l'administration, comme une sorte de blanc-seing, et ne tenir aucun compte des décisions successives de l'autorité administrative compétente l'invitant à quitter la Suisse. Il se soustrait par ailleurs à l'exécution de son renvoi en ne se présentant pas aux convocations de l'administration et en fournissant une adresse postale à laquelle il ne réside pas, voire l'adresse d'un avocat où il ne réside évidemment pas non plus.”
Bei Leitungs‑ oder Organisationsverantwortung sowie in behördlich reglementierten Tätigkeiten besteht eine besondere Pflicht zur vorgängigen Abklärung der Rechtslage; eine mangelhafte oder unterlassene Überprüfung macht einen Rechts- oder Verbotsirrtum in der Regel vermeidbar.
“Sodann ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zumindest eventualvorsätzlich gehandelt und somit den Verstoss zumindest in Kauf genommen hat (vgl. Art. 12 StGB; SR 311.0). Ihm war die Bestimmung von Art. 154 Abs. 2 BauG bekannt. Indem er geltend macht, er habe angenommen, die von ihm am 24. Januar 2024 ausgeführte Anlieferung falle nicht unter diese Bestimmung, macht er sinngemäss einen sogenannten Rechts- oder Verbotsirrtum gemäss Art. 21 StGB geltend. Danach handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. Der Täter hält mit anderen Worten sein Tun versehentlich für erlaubt. Ein solcher Irrtum ist jedoch unter anderem nur dann beachtlich, wenn dieser auch bei Anwendung der pflichtgemässen Sorgfalt unvermeidbar gewesen wäre; Rechtsunkenntnis genügt allein nicht (vgl. BGE 129 IV 238 E. 3.1; BGE 129 IV 6 E. 4 m.w.H.). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, kann sich der Beschwerdeführer nicht mit einem Hinweis auf fehlende Fachkenntnisse entschuldigen, wenn er die Bauarbeiten organisiert und leitet. Für ihn wäre es Pflicht und ein Leichtes gewesen, sich vorgängig beim Bauamt zu erkundigen, welche Tätigkeiten während der Zeit vom 15. Dezember bis am Osterdienstag erlaubt bzw. untersagt sind. Ein beachtlicher Irrtum liegt somit nicht vor.”
“Per le medesime ragioni esposte ai considerandi che precedono, gli imputati non possono neppure avvalersi di un errore sui fatti ai sensi dell'art. 13 CP. Il comportamento di A., B. e C. non adempie neanche le condizioni di un errore inevitabile sull'illiceità ex art. 21 CP. Come detto gli imputati non hanno verificato come avrebbero dovuto, ab initio, quali erano le regole vigenti per il tipo di attività che intendevano intraprendere (v. supra consid. 8.5.2 e 8.5.3). Tale negligenza non costituisce un errore (ai sensi della norma), dal momento che lo stesso avrebbe potuto essere certamente evitato. Trattandosi di un settore soggetto ad autorizzazione, gli imputati, persone avvedute, coscienziose e cognite, come detto, avrebbero dovuto esperire le verifiche necessarie. Secondo giurisprudenza, l'informazione erronea in merito alla liceità di un'attività da parte di un consulente legale qualificato può condurre a un errore inevitabile sull'illiceità. L'inevitabilità dell'errore presuppone però che l'autore abbia sottoposto al consulente legale l'integralità dei fatti che si sono poi verificati. Il consulente legale deve inoltre avere esaminato tali fatti sotto tutti gli aspetti giuridici rilevanti in un parere giuridico (DTF 98 IV 293 consid. 4a; sentenza del tribunale federale 6B_804/2018 del 4 dicembre 2018 consid.”
Berufserfahrung, fachliche Nähe zum einschlägigen Regelungsbereich, Kenntnis des Geschäftsmodells oder wiederholte behördliche Hinweise können ein Berufensein auf einen Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB erschweren oder ausschliessen. Gleiches gilt, wenn sich die betreffende Person bewusstes Nichtwissens (kein Prüfungswille) angeeignet hat; unter solchen Umständen ist ein Verbotsirrtum typischerweise nicht gegeben.
“Unter diesen Umständen ist es unglaubwürdig, dass die Beschuldigten nicht erkannt haben sollen, dass die C. AG spätestens mit dem Zahlungseingang von rund EUR 26'350 vom 11. Oktober 2017 Kundenzahlungen von über Fr. 50'000 eingenommen hatte. 2.5.2.3 Andere Elemente, die den Vorsatz infrage stellen könnten, werden nicht vorgebracht und sind auch sonst nicht ersichtlich. 2.5.2.4 Der subjektive Tatbestand von Art. 44 Abs. 1 aFINMAG i.V.m. Art. 14 Abs. 1 aGwG ist nach dem Gesagten ebenfalls erfüllt. 2.5.3 Rechtswidrigkeit Rechtfertigungsgründe liegen unbestrittenermassen nicht vor. 2.5.4 Schuld 2.5.4.1 Die Verteidigung macht einen Verbotsirrtum geltend. Die Beschuldigten hätten keinerlei Erfahrung im Finanzbereich. Sie hätten aufgrund der Auskunft der FINMA vom 25. Februar 2011 geglaubt, mit ihrer Tätigkeit keine gesetzlichen Vorgaben zu verletzen. Eine Kenntnis der Freigrenze von Fr. 50'000 zur Berufsmässigkeit sei ihnen bis zur Anfrage der FINMA im Jahr 2018 nicht bekannt gewesen (SK pag. 4.721.013). 2.5.4.2 Gemäss Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Ein Verbotsirrtum liegt vor, wenn dem Täter das Unrechtsbewusstsein trotz Kenntnis des unrechtsbegründenden Sachverhalts fehlt (BGE 115 IV 162 E. 3). 2.5.4.3 Im Finanzmarktbereich ist jeder Akteur persönlich dafür verantwortlich, sich über die geltende Rechtslage zu erkundigen. Entgegen der Verteidigung handelt es sich bei den Beschuldigten nicht um im Finanzbereich unerfahrene Personen. So wurde auf der Webseite der C. AG B. als Investmentspezialist mit über 30 Jahren Erfahrung im Wertpapierhandel und Investmentbanking präsentiert. Über A. wurde ebenda u.a. ausgeführt, dass er sich seit 2000 professionell mit dem Wertpapier- und Devisenhandel beschäftigt habe (EFD pag. 050 0023). Angesichts dieser Profile muss davon ausgegangen werden, dass die Beschuldigten sehr wohl Kenntnis über die einschlägigen gesetzlichen Vorgaben hatten.”
“Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat die Gemeinde D. die Beschuldigte wiederholt mündlich dazu aufgefordert, ihre beiden Hunde in der Datenbank AMICUS einzutragen (act. E.1 E. 3.2.3 sowie act. E.2 Akte 5). Gestützt darauf hätte die Beschuldigte zumindest vermuten müssen, dass ihr Verhalten der Rechtsordnung widersprechen könnte, weshalb ein Verbotsirr- tum nach Art. 21 StGB vorliegend ausgeschlossen ist.”
“Sie hätten das Formular so gestaltet, weil sie davon ausgegangen seien, dass dies bei den Leuten seriös an- komme (Urk. D1/5/1 F/A 71). Der Beschuldigte wollte zudem, dass die Adressa- ten aufgrund dieses falschen Eindrucks die Rechnung bezahlen würden. Er han- delte somit direktvorsätzlich. Vor diesem Hintergrund erweist sich auch die Beru- fung auf einen Rechtsirrtum als klare Schutzbehauptung, ist doch nicht ersichtlich, wieso er ernsthaft und gutgläubig darauf hätte vertrauen dürfen, dass es in der Schweiz legal sei, durch gezielte Täuschung Dritter Geld zu erlangen – was es denn vorliegend klarerweise auch nicht war. Ohnehin wäre er gehalten gewesen, vor der Aufnahme seiner "Geschäftstätigkeit" Abklärungen über deren Legalität zu treffen (vgl. hierzu bereits die Vorinstanz in Urk. 100 S. 30), was er jedoch offen- bar nicht tat. Der Verteidigung ist somit nicht zu folgen, wenn sie geltend macht, der Beschuldigte habe sich in einem Irrtum über die Rechtswidrigkeit seines Ver- haltens befunden. Eine Anwendung von Art. 21 StGB fällt vorliegend ausser Be- tracht.”
“Wer sich aber bewusst für Nichtwissen entscheidet, kann sich nicht darauf berufen, die Tatbestandsverwirklichung nicht vorausgesehen zu haben: «Wer weiss, dass er nichts weiss, irrt nicht» (BGE 135 IV 12 E. 2.3.1). Unter diesen Umständen unterlag der Berufungsführer etwa auch keinem Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 StGB. Ein solcher hätte im Übrigen bei pflichtgemässer Sorgfalt ohne weiteres vermieden werden können (vgl. Art. 13 Abs. 2 StGB). Der Berufungsführer handelte somit mindestens pflichtwidrig unvorsichtig und damit fahrlässig i.S.v. Art. 12 Abs. 3 StGB. Da der Berufungsführer als Fahrzeuglenker persönlich und allein für das Vorhandensein eines gültigen Fahrzeugausweises verantwortlich war, vermag ihn auch nicht zu entlasten, dass sogar der bei der D.________ AG für die Immatrikulation der Fahrzeuge verantwortliche B.________ das gewählte Vorgehen für gesetzmässig hielt. Dieser wurde zudem in der Vergangenheit vom Strassenverkehrsamt Schwyz wiederholt schriftlich über die Ersatzfahrzeugbewilligung belehrt, sodass in diesem Zusammenhang auch ein Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB von vornherein ausscheidet.”
“La présentation, par l'intimé, de documents falsifiés au TBL pour obtenir une ordonnance qui lui soit favorable, n'y change rien, le fait que le contrat de bail liant les parties n'ait été conclu qu'oralement n'affectant pas sa validité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_415/2017 du 31 octobre 2017 consid. 3.3). En changeant les serrures de l'appartement, empêchant de facto l'intimé d'y revenir, l'appelant a par ailleurs réalisé les éléments constitutifs de l'infraction de contrainte, celle-ci ne nécessitant pas, contrairement à ce qu'il semble soutenir, d'usage de violence et l'intimé ayant manifestement été entravé dans sa liberté d'action, puisqu'il a été contraint d'agir en justice pour recouvrer la possession de son domicile. Au vu de ces éléments, l'existence d'une erreur sur les faits au sens de l'art. 13 CP doit être niée. L'appelant prétend avoir été autorisé à reprendre possession des lieux par la police et n'avoir donc eu ni conscience, ni volonté de commettre un acte illicite, moyen qui relève de l'art. 21 CP. Le rapport de police du 2 juin 2022, s'il confirme le conflit entre les parties, la qualité de locataire de l'appelant et celle de "sous-locataire non-officiel" de l'intimé, ne précise toutefois pas l'issue de celui-ci. Il ne mentionne en particulier pas que les agents auraient assuré au premier nommé qu'il pouvait reprendre possession de l'appartement et au second qu'il devait libérer les lieux. Le rapport ne mentionne par ailleurs pas l'existence de témoins et, entendu par la police, l'appelant a reconnu que l'ami croisé en bas de l'immeuble n'était pas monté et n'avait pas assisté à l'altercation. Compte tenu de cet élément et de la proximité entre l'appelant et ce dernier, les déclarations de F______ devant le premier juge doivent être examinées avec circonspection et ne sauraient, à elles seules, suffire à attester de la véracité de la version de l'appelant. À cela s'ajoute que l'appelant, qui vit depuis plus de dix ans en Suisse, ne saurait soutenir s'être cru de bonne foi en droit d'agir comme il l'a fait.”
Vorgetragener Wissens- oder Rechtsmangel ist hier als blosse Schutzbehauptung qualifiziert worden; wegen der vorliegenden Indizien für Bewusstsein der Rechtswidrigkeit kommt ein Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB nicht in Betracht. Soweit ersichtlich wäre ein etwaiger Irrtum vermeidbar gewesen.
“Dies gilt umso mehr, als er im Vorverfahren zu Protokoll gab, dass er diese inkriminierten Dateien, die er angeblich von Mitgliedern der MAK erhalten habe, deshalb behalten habe, um gegen eben diese Leute vorgehen zu können, weil die Dateien zeigen, dass diese Leute kriminell seien (siehe E. 6.3.3). Wenn er die hier zur Diskussion stehenden, inkriminierten Dateien also angeblich deshalb abspeicherte, um aufzuzeigen, dass andere Personen kriminell sind, musste er sehr wohl um das Verbot des Besitzes derselbigen wissen. Ohnehin kann dem Beschuldigten nicht gefolgt werden, wenn er den Besitz von solchen Dateien als «normal» bezeichnet, scheinen nach seinem Verständnis doch auch illegale Aufenthalte und Diebstähle «normal» zu sein (s. dazu bspw. BA pag. 13.01.0021: «Das ist ein normaler Mensch. Ein Algerier der dort illegal eingereist ist. Ganz normal»; «wir haben Diebstähle zusammen gemacht»). Vor diesem Hintergrund sind seine Äusserungen, wonach er nicht gewusst haben will, dass der Besitz von Gewaltdarstellungen verboten ist, als blosse Schutzbehauptung zu qualifizieren. Für einen Verbotsirrtum i.S.v. Art. 21 StGB verbleibt damit kein Raum; ein solcher wäre denn ohnehin vermeidbar gewesen. 6.4.4 Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte des Besitzes von verbotenen Gewaltdarstellungen i.S.v. aArt. 135 Abs. 1bis StGB schuldig zu sprechen. Da es sich um mehrere inkriminierte Dateien handelt, liegt mehrfache Tatbegehung vor. 7. Strafzumessung 7.1 Rechtliches Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Gemäss Art. 47 Abs. 2 StGB richtet sich die Bewertung des Verschuldens nach der Schwere der Verletzung oder der Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Dabei ist zwischen Tat- und Täterkomponenten zu unterscheiden.”
“Sie hätten das Formular so gestaltet, weil sie davon ausgegangen seien, dass dies bei den Leuten seriös an- komme (Urk. D1/5/1 F/A 71). Der Beschuldigte wollte zudem, dass die Adressa- ten aufgrund dieses falschen Eindrucks die Rechnung bezahlen würden. Er han- delte somit direktvorsätzlich. Vor diesem Hintergrund erweist sich auch die Beru- fung auf einen Rechtsirrtum als klare Schutzbehauptung, ist doch nicht ersichtlich, wieso er ernsthaft und gutgläubig darauf hätte vertrauen dürfen, dass es in der Schweiz legal sei, durch gezielte Täuschung Dritter Geld zu erlangen – was es denn vorliegend klarerweise auch nicht war. Ohnehin wäre er gehalten gewesen, vor der Aufnahme seiner "Geschäftstätigkeit" Abklärungen über deren Legalität zu treffen (vgl. hierzu bereits die Vorinstanz in Urk. 100 S. 30), was er jedoch offen- bar nicht tat. Der Verteidigung ist somit nicht zu folgen, wenn sie geltend macht, der Beschuldigte habe sich in einem Irrtum über die Rechtswidrigkeit seines Ver- haltens befunden. Eine Anwendung von Art. 21 StGB fällt vorliegend ausser Be- tracht.”
“Seine nachweislich falschen Aussagen deuten klar darauf hin, dass sich der Beschuldigte bewusst war, dass sein Verhalten möglicherweise strafrechtlich relevant sein könnte, und er erst in Kenntnis der Ermittlungsergebnisse seine Darstellung anzupassen versuchte. Wäre der Beschuldigte wirklich davon über- zeugt gewesen, er verhalte sich rechtmässig, hätte er nicht derartige Falschaus- sagen und Ausflüchte deponieren müssen. Der Beschuldigte hatte zugestande- nermassen Kenntnis davon, dass Kratom bzw. der darin enthaltene Wirkstoff Mit- ragynin als illegale Droge gilt, welche nicht in die Schweiz verbracht werden darf (vgl. Urk. 1/9 F/A 15, 28; Urk. 3/1 F/A 59; Urk. 20 S. 8). Vor diesem Hintergrund erweist sich die Berufung auf einen Rechtsirrtum als klare Schutzbehauptung. Der Verteidigung ist somit nicht zu folgen, wenn sie geltend macht, der Beschuldigte habe sich in einem Irrtum über die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens befunden. Eine Anwendung von Art. 21 StGB fällt vorliegend ausser Betracht.”
“Die Verteidigung macht allerdings einen Sachverhaltsirrtum geltend, da die Berufungsklägerin davon ausgegangen sei, «dass sie angesichts des monatlichen Freibetrags von CHF 400.00, hochgerechnet auf das ganze Jahr, keinen deklara-tionspflichtigen Lohn erzielt habe.» Handelt die Täterin in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zugunsten der Täterin nach dem Sachverhalt, den sie sich vorgestellt hat (Art. 13 Abs. 1 StGB). Nach Abs. 2 der Bestimmung ist die Täterin wegen Fahrlässigkeit strafbar, wenn sie den Irrtum bei pflichtgemässer Vorsicht hätte vermeiden könne und wenn die fahrlässige Begehung der Tat mit Strafe bedroht ist. Es kann hier offenbleiben, ob es sich gegebenenfalls allenfalls um einen Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB handeln würde, der statuiert, dass nicht schuldhaft handelt, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält (vgl. zur Abgrenzung vgl. Trechsel/Fateh-Moghadam, in Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Auflage, 2021, Art. 21 N 3, mit weiteren Hinweisen). Denn es handelt sich, wie oben (E. 3.2.4) bereits ausgeführt worden ist und wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, so oder so offensichtlich um eine reine Schutzbehauptung der Berufungsklägerin. Es gibt nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür, dass der Berufungsklägerin nicht bewusst gewesen wäre, dass sie diese Einkünfte hat deklarieren müssen. Die Berücksichtigung eines Freibetrags setzt ja gerade voraus, dass vorab das Einkommen korrekt deklariert wird; es kann offensichtlich nicht die Sache der Unterstützten sein, sich den Freibetrag selbst zuzusprechen. Der Umstand, dass sich die Berufungsklägerin ihren Lohn hat bar ausbezahlen lassen, ist auffällig und jedenfalls auch ein Indiz dafür, dass sie nicht wollte, dass die Einkünfte in ihren Bankauszügen aufgeführt werden und dass sie sich damit sehr wohl bewusst gewesen ist, dass sie diese Einkünfte angeben musste.”
Wenn der behauptete Verbotsirrtum nicht durch glaubwürdige, fallbezogene Anhaltspunkte gestützt wird, wird er häufig nicht anerkannt; die Rechtsprechung verlangt in solchen Fällen auch, dass der Betroffene sich — soweit zumutbar — bei den zuständigen Behörden erkundigt hat.
“Der Gutglaubensbeweis ist vor allem für denjenigen gedacht, der durch glaubwürdige Elemente, die sich später als falsch erweisen, in die Irre geführt wurde, oder für denjenigen, der einen Verdacht aufgrund von ernsthaften Indizien geäussert hat, die sich aber später nicht bestätigen lassen (BGE 124 IV 149 E. 3b). Die Beschuldigte macht jedoch nichts dergleichen geltend. Sie beschränkte sich vielmehr darauf, Abklärungen zu tätigen, die ihre Annahme stützten, ohne dass diese für den konkreten Fall einschlägig gewesen wären. Sie erwog nicht einmal, dass hierbei nicht strafbares Handeln vorlag; dementsprechend setzte sie sich auch nicht mit den Erwägungen der Staatsanwaltschaft auseinander. Von einer besonders sorgfältigen Prüfung kann keine Rede sein. Die Beschuldigte konnte nicht in guten Treuen davon ausgehen, dass der Straf- und Zivilkläger mit genau diesem Verhalten, welches durch die Staatsanwaltschaft bereits überprüft worden war, Dokumente fälschte und einen E.________-Betrug beging. Demnach liegen keine Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe vor. Entgegen den sinngemässen Ausführungen der Beschuldigten (pag. 317) und mit der Vorinstanz (pag. 298, S. 8 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung) unterlag sie insbesondere keinem Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat die Beschuldigte gewusst, welches Handeln unter Strafe gestellt ist. Wer weiss, dass er in einer Weise vorgeht, welche einer Verbotsnorm zuwiderläuft, kann sich nicht darauf berufen, überzeugt gewesen zu sein, nicht rechtswidrig gehandelt zu haben.”
“Au-delà du fait qu'aucun étranger ne saurait songer à vivre sur le territoire d'un Etat sans s'assurer qu'il y est bien autorisé, l'appelante n'ignorait pas qu'un permis de séjour était indispensable dans son cas, puisqu'elle en avait précédemment requis et obtenu un. Celui-ci étant échu, elle savait nécessairement qu'elle devait quitter la Suisse, à moins d'en obtenir le renouvellement. Elle ne fournit aucun élément permettant de la disculper, soit de retenir qu'elle était sous le coup d'une erreur sur les faits - laquelle ? elle ne l'explique pas - ou sur le droit. Certes, son conseil a invité la juridiction d'appel à se demander si l'intéressée n'avait pas été victime d'une confusion entre autorisation de séjour et permis de travail, à tout le moins jusqu'à son audition par la police suite au prêt du scooter, mais le dossier ne contient aucun élément à l'appui de cette thèse. A la suivre, rien ne permet de retenir que l'appelante aurait eu des raisons suffisantes de se croire en droit de maintenir son séjour en Suisse à l'échéance de son permis, au sens de la jurisprudence relative à l'art. 21 CP (ATF 128 IV 201 consid. 2 p. 210 ; ATF 98 IV 293 consid. 4a p. 303 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_403/2013 du 27 juin 2013 consid. 1.1), et étant rappelé que l'auteur est tenu de s'informer auprès des autorités compétentes (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_494/2016 du 17 mai 2017 consid. 1.1). Au contraire, il résulte des déclarations de l'appelante elle-même que celle-ci était pleinement consciente de ce qu'elle était censée quitter la Suisse mais ne voulait le faire, ayant eu du mal à trouver son appartement et estimant, non sans désinvolture, qu'on ne saurait lui demander de « mettre sa vie en suspens » le temps de satisfaire à nouveau aux conditions d'octroi d'un permis de séjour. 3.3. L'appel est rejeté en ce qu'il vise le verdict de culpabilité d'infraction à l'art. 115 al. 1 let b LEI. 4. 4.1. L'art. 95 al. 1 let. e LCR prévoit qu'est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque met un véhicule automobile à la disposition d'un conducteur dont il sait ou devrait savoir s'il avait prêté toute l'attention commandée par les circonstances qu'il n'est pas titulaire du permis requis.”
Prüfung in zwei Schritten: Zuerst ist festzustellen, ob überhaupt ein Verbotsirrtum vorliegt (der Täter musste aus zureichenden Gründen annehmen, sein Tun sei erlaubt). Die Gründe für den Irrtum sind unerheblich. Zweitens ist die Vermeidbarkeit des Irrtums zu prüfen (Rechtsfrage). War der Irrtum vermeidbar, ist Schuld gegeben, die Strafe ist zu mildern; war er unvermeidbar, fehlt die Schuld und der Täter ist straflos (Freispruch).
“Unter der Marginalie «Irrtum über die Rechtswidrigkeit» hält Art. 21 Strafgesetzbuch (StGB, SR 311.0) betreffend den sog. Verbotsirrtum fest, dass, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, nicht schuldhaft handelt. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Ob und inwieweit Art. 21 StGB dem Täter zugutekommen kann, hängt von den Voraussetzungen ab, unter welchen sich sagen lässt, er habe um die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens (1) weder gewusst, noch (2) um sie wissen können. Daraus ergibt sich, dass die Anwendung von Art. 21 StGB in zwei Schritten erfolgt: Zuerst ist zu prüfen, ob sich der Täter überhaupt in einem Verbotsirrtum befand. Die Gründe für diesen Irrtum bleiben dabei unerheblich. Ist von einem Irrtum auszugehen, folgt jedenfalls eine Strafmilderung. Im zweiten Schritt ist zu prüfen, ob der Verbotsirrtum vermeidbar gewesen wäre. Wird die Vermeidbarkeit bejaht, bleibt es bei der Strafmilderung, andernfalls fehlt jegliche Schuld und der Täter bleibt straflos bzw. ist freizusprechen. Was das Wissen um die Rechtswidrigkeit betrifft, das die Anwendung von Art. 21 StGB ausschliesst, hat das Bundesgericht, unter Abstützung auf seine frühere Rechtsprechung zum Bundesstrafrecht, eine Grundsatzregel aufgestellt, an der es im Wesentlichen bis heute festhält. Danach ist erforderlich (aber auch ausreichend), dass «sich der Täter bewusst war [ ] gegen das Recht zu verstossen, sei es gegen subjektive Rechte anderer oder gegen allgemeine Gebote der Rechtsordnung, sei es auch ohne genauere Vorstellung» der verletzten Norm «einfach gegen das, was recht ist» (BGE 70 IV 97, E.”
“Nach Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält (Satz 1). War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Satz 2). Der Täter muss aus zureichenden Gründen angenommen haben, sein Tun sei erlaubt. Vermeidbar ist ein Verbotsirrtum regelmässig dann, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Verhaltens zweifelte oder hätte Zweifel haben müssen (BGE 129 IV 6 E. 4.1). Wenn er aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, ist ein Verbotsirrtum ausgeschlossen (Urteil 6B_358/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.2). Die Vermeidbarkeit des Irrtums ist Rechtsfrage (Urteil 6B_216/2018 vom 14. November 2018 E. 2.2). Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm und ob er irrte (sogenannte innere Tatsachen), ist Tatfrage (BGE 141 IV 369 E. 6.3; 137 IV 1 E. 4.2.3). Tatsächliche Feststellungen der Vorinstanz können nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.”
“], Waffengesetz (WG), Stämpfli Handkommentar, 2017, n. 12 ad art. 4 ; Office fédéral de la police Fedpol, Les armes en bref, 2019, p. 3). 3.5.6. Si une arme a été acquise à l'étranger, même légalement, son intégration sur le territoire suisse à titre non professionnel implique l'obtention d'une autorisation (art. 25 al. 1 LArm), laquelle est délivrée si le requérant est autorisé à acquérir un tel objet, soit s'il obtient une autorisation cantonale exceptionnelle (art. 5 al. 6 LArm) et une autorisation exceptionnelle de l'office central (art. 31c et 5 al. 7 LArm). À défaut d'une autorisation, l'acquéreur ne peut pas être considéré comme une personne ayant acquis légalement une arme en Suisse et se prévaloir de l'art. 12 LArm pour justifier sa possession. La possession d'une arme en violation de l'art. 12 LArm est punissable en vertu de l'art. 33 al. 1 let. a LArm, même si l'arme en question ne figure pas dans la liste de l'art. 5 al. 1 LArm (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1440/2021 du 26 octobre 2022 consid. 2.1). 3.6. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté. Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir. Une raison de se croire en droit d'agir est "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut lui être adressé parce que son erreur provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur tout homme consciencieux. En revanche, celui dont l'erreur sur l'illicéité est évitable commet une faute, mais sa culpabilité est diminuée. La peine est alors obligatoirement atténuée. L'erreur sera notamment considérée comme évitable lorsque l'auteur avait ou aurait dû avoir des doutes quant à l'illicéité de son comportement ou s'il a négligé de s'informer suffisamment alors qu'il savait qu'une réglementation juridique existait.”
Ist der Irrtum nach Art. 21 StGB vermeidbar, liegt keine Straflosigkeit vor. Ein Putativnotwehrexzess führt demnach nicht zur Straffreiheit, kann jedoch im Rahmen der Strafzumessung als strafmildernder Umstand berücksichtigt werden.
“Aus all diesen Gründen ist die Angemessenheit ihrer Abwehrhandlung auch unter Berücksichtigung des Sachverhalts, den sich die Beschuldigte irrtümlich vorge- stellt hat, zu verneinen und wurde das Notwehrrecht überschritten. Sodann kann das unvermittelte Zubeissen nicht mit der Bejahung einer entschuldbaren Aufre- gung oder Bestürzung zur Straflosigkeit i.S. von Art. 16 Ab. 2 StGB führen. Der Zustand der Beschuldigten hatte nicht die für die Entschuldbarkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB erforderliche Intensität erreicht. Der auf sie verübte vermeint- liche Angriff bestand in der Wegnahme von Schlüsseln und ihre Reaktion war vom Willen getragen, dieses Eigentum zurück zu erlangen. Ihre physische Integri- tät war nicht bedroht, und der Biss erfolgte auch nicht zu einer Flucht, zumal sie sich ja gerade auf ihren angeblichen Angreifer stürzte. Zusammenfassend erscheint es unverhältnismässig, den vermeintlichen Angreifer in dieser Situation als unmittelbare Reaktion auf das Wegnehmen von Schlüsseln zu beissen und ihn körperlich zu verletzen. Der Irrtum der Beschuldigten über die Zulässigkeit der Abwehrhandlung war ausserdem vermeidbar i.S. v. Art. 21 StGB, denn es waren auch weitere Personen anwesend wie die Zeugin Fieseler, welche sie hätte um Hilfe bitten können, und die Polizei war bereits unterwegs zum Ort des Geschehens. Ein Strafbefreiungsgrund liegt demnach nicht vor. Es liegt ein Putativ-notwehrexzess vor, der im Rahmen der Strafzumessung als Strafmilde- rungsgrund zu berücksichtigen ist . Die Beschuldigte ist daher der einfachen Körperverletzung i.S.v. Art. 123 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. - 24 -”
“Demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umständen durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; P ETER ALB- RECHT , Strafprozessuale Dimensionen im Notwehrrecht, ZStrR 138/2020, S. 17 und 20; ESTHER TOPHINKE, in: Basler Kommentar, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 10 StPO; vgl. auch WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 7 zu Art. 10 StPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2a zu Art. 10; S CHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 220; ROGER GRONER, Beweisrecht, Beweise und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 165). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Si- tuation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirr- tums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum un- vermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (Urteil des Bundesgerichts 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; vgl. N IGGLI/MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 18 zu Art. 13; W OHLERS/PFLAUM, Todesgefährliche Notwehr, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 300 f.; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil 1: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 10 N. - 20 - 114 in fine; G ÜNTER HEINE und Andere, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011 S. 117 ff., S. 125 f.). Vorliegend lag kein Angriff gegen die Beschuldigte vor. Die Beschuldigte wollte mit der Tochter fliehen, wobei sie nach eigenen Angaben nicht rational denken konnte (Prot. II S. 12 ff.). Sie hatte die Tochter im Auto nicht in den Kindersitz ge- setzt (Prot.”
Bei einem vermeidbaren Irrtum über die Rechtswidrigkeit kommt es nach Art. 21 StGB nicht zum Freispruch, sondern das Gericht mildert die Strafe; ein Freispruch tritt nur bei unvertretbarem (unvermeidbarem) Irrtum ein. Eine Strafmilderung wegen eines vermeidbaren Irrtums tritt in der Praxis regelmässig ein; sie kann unter anderem auch bei Unterlassungsdelikten wegen verminderten Verschuldens in Betracht fallen.
“Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343 et les référencés; 138 IV 13 consid. 8.2 p. 27). Déterminer ce que l'auteur d'une infraction a su, cru ou voulu et, en particulier, l'existence d'une erreur relève de l'établissement des faits (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343; 135 IV 152 consid. 2.3.2 p. 156). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21, 1re phrase, CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid.”
“Das StGB selbst erwähnt verschiedene Umstände, die das Verschulden reduzieren können: Wenn der Täter aus achtenswerten Beweggründen, in schwerer Be- drängnis oder unter dem Eindruck einer schweren Drohung gehandelt hat; eben- so wenn sein Handeln durch eine Person, der er Gehorsam schuldet oder von der er abhängig ist, veranlasst worden ist (Art. 48 lit. a StGB). Im gleichen Sinne ist von einem minderen Verschulden auszugehen, wenn der Täter durch das Verhal- ten der verletzten Person ernsthaft in Versuchung geführt worden ist (Art. 48 lit. b StGB), wenn er in einer heftigen Gemütsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung (Art. 48 lit. c StGB) gehandelt hat. Ein reduziertes Verschulden trifft häufig auch denjenigen, der die Tat durch Unterlassung begeht (Art. 11 Abs. 4 StGB). Zu nennen sind schliesslich die entschuldbare Notwehr (Art. 16 Abs. 1 StGB) und der entschuldbare Notstand (Art. 18 Abs. 1 StGB), der vermeidbare Irr- tum über die Rechtswidrigkeit (Art. 21 StGB), der Rücktritt (Art. 23 Abs. 1 StGB) und die Gehilfenschaft (Art. 25 StGB). In all diesen Fällen liegen”
“Das StGB selbst erwähnt verschiedene Umstände, die das Verschulden reduzieren können: Wenn der Täter aus achtenswerten Beweggründen, in schwerer Be- drängnis oder unter dem Eindruck einer schweren Drohung gehandelt hat; eben- so wenn sein Handeln durch eine Person, der er Gehorsam schuldet oder von der er abhängig ist, veranlasst worden ist (Art. 48 lit. a StGB). Im gleichen Sinne ist von einem minderen Verschulden auszugehen, wenn der Täter durch das Verhal- ten der verletzten Person ernsthaft in Versuchung geführt worden ist (Art. 48 lit. b StGB), wenn er in einer heftigen Gemütsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung (Art. 48 lit. c StGB) gehandelt hat. Ein reduziertes Verschulden trifft häufig auch denjenigen, der die Tat durch Unterlassung begeht (Art. 11 Abs. 4 StGB). Zu nennen sind schliesslich die entschuldbare Notwehr (Art. 16 Abs. 1 StGB) und der entschuldbare Notstand (Art. 18 Abs. 1 StGB), der vermeidbare Irr- tum über die Rechtswidrigkeit (Art. 21 StGB), der Rücktritt (Art. 23 Abs. 1 StGB) und die Gehilfenschaft (Art. 25 StGB). In all diesen Fällen liegen Sachverhalts- elemente vor, die sich verschuldensmindernd auswirken, was zu einer milderen Strafe führt. Auf der anderen Seite sind Umstände denkbar, welche das Tatver- schulden erhöhen und namentlich die wegen der reduzierten Einsichts- bzw. Steuerungsfähigkeit des Täters geringere Schuld wieder auszugleichen vermö- gen. Zu erwähnen ist beispielsweise ein verwerfliches Motiv. - Gemäss Lehre und Rechtsprechung sind auch weitere Umstände zu be- rücksichtigen, nämlich das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Wei- se der Herbeiführung des Erfolges (Deliktsbetrag, Gefährdung/Risiko, Zahl der Verletzten, körperliche und psychische Schäden beim Opfer, Sachschaden etc.), die Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, das "Mass an Entschei- - 15 - dungsfreiheit" beim Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen Willens (H EIMGARTNER, a.”
Wiederholte Hinweise oder Warnungen von Mitarbeitenden können dazu führen, dass ein Verbotsirrtum als vermeidbar zu qualifizieren ist und damit nach Art. 21 StGB ausgeschlossen wird.
“Daher musste ihm klar sein, dass durch die Aktivierung bzw. nicht vollständige Abschreibung des Bilanzpostens „Nutzungsrechte/Knowhow“ und die Aktivierung bzw. Wiedereinbringung von Abschreibungen/Wertberichtigungen auf dem Bilanzposten „aktivierte Projektierungskosten“ die finanzielle Lage der F. AG wesentlich geschönt wurde und die besagten Bilanzposten deshalb in den Jahresrechnungen 2007 und 2008 sowie dem Zwischenabschluss per 31. Oktober 2009 nur mit null aufgeführt werden durften. Demgemäss hätte er erkennen müssen, dass die von ihm erstellten Revisionsberichte in wesentlichem Mass inhaltlich unrichtig waren. Davon ist umso mehr auszugehen, als insbesondere Mitarbeitende aber auch N. (vgl. insbesondere act. X48.02.049; X48.02.051, X48.03.130, X48.03.131) im Vorfeld der betreffenden Taten den Beschuldigten 6 verschiedentlich auf die einschlägigen Gesetzesbestimmungen aufmerksam machten. In Anbetracht all dessen kann nicht angenommen werden, der Beschuldigte 6 sei einem unvermeidbaren Verbotsirrtum unterlegen. Ein Verbotsirrtum gemäss Art. 21 StGB ist daher ausgeschlossen. (d) Fazit Der Beschuldigte 6 ist im Anklagepunkt”
Überschreitet der Täter in einer vorgestellten Putativnotwehrlage die Grenzen zulässiger Abwehr, findet nicht der Sachverhaltsirrtum auf die exzessive Handlung selbst Anwendung. Vielmehr ist die Beurteilung nach den Regeln des Verbotsirrtums (Art. 21 StGB) vorzunehmen. Damit eine Strafbefreiung in Betracht kommt, muss dieser Verbotsirrtum unvermeidbar im Sinne von Art. 21 StGB sein.
“Handelt der Täter in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zugunsten des Täters nach dem Sachverhalt, den er sich vorgestellt hat (Art. 13 StGB). Die blosse Vorstellung von der Möglichkeit eines Angriffs genügt nicht für die Annahme einer Putativnotwehrsituation (vgl. BGE 147 IV 193 E. 1.4.5; BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; 6B_569/2018 vom 20. März 2019 E. 3.5.4; 6B_676/2016 vom 16. Februar 2017 E. 2; je mit Hinweisen). Der vermeintlich Angegriffene muss vielmehr Umstände glaubhaft machen, die bei ihm den Glauben erwecken konnten, er befinde sich in einer Notwehrlage; demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umstände durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen).”
“Der vermeintlich Angegriffene muss vielmehr Umstände glaubhaft machen, die bei ihm den Glauben erwecken konnten, er befinde sich in einer Notwehrlage; demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umständen durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (PETER ALBRECHT, Strafprozessuale Dimensionen im Notwehrrecht, ZStrR 138/2020, S. 17 und 20; ESTHER TOPHINKE, in: Basler Kommentar, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 10 StPO; vgl. auch WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 7 zu Art. 10 S tPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2a zu Art. 10; SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 220; ROGER GRONER, Beweisrecht, Beweise und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 165). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (vgl. NIGGLI/MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 18 zu Art. 13; WOHLERS/PFLAUM, Todesgefährliche Notwehr, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 300 f.; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil 1: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 10 N. 114 in fine; GÜNTER HEINE UND ANDERE, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011 S. 117 ff., S. 125 f.).”
“Demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umständen durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; P ETER ALB- RECHT , Strafprozessuale Dimensionen im Notwehrrecht, ZStrR 138/2020, S. 17 und 20; ESTHER TOPHINKE, in: Basler Kommentar, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 10 StPO; vgl. auch WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 7 zu Art. 10 StPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2a zu Art. 10; S CHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 220; ROGER GRONER, Beweisrecht, Beweise und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 165). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Si- tuation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirr- tums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum un- vermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (Urteil des Bundesgerichts 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; vgl. N IGGLI/MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 18 zu Art. 13; W OHLERS/PFLAUM, Todesgefährliche Notwehr, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 300 f.; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil 1: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 10 N. - 20 - 114 in fine; G ÜNTER HEINE und Andere, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011 S. 117 ff., S. 125 f.). Vorliegend lag kein Angriff gegen die Beschuldigte vor. Die Beschuldigte wollte mit der Tochter fliehen, wobei sie nach eigenen Angaben nicht rational denken konnte (Prot. II S. 12 ff.). Sie hatte die Tochter im Auto nicht in den Kindersitz ge- setzt (Prot.”
Ein Verbotsirrtum liegt vor, wenn der Täter die relevanten Tatumstände kennt, aber nicht weiss und nicht wissen kann, dass sein Verhalten rechtswidrig ist. Ist der Irrtum unvermeidbar, entfällt die Schuld (Freispruch); war der Irrtum vermeidbar, hat das Gericht die Strafe zu mildern.
“Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Gemäss Bundesgericht erliegt ei- nem Verbotsirrtum der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist. Ein Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun. Der Verbotsirr- tum ist unvermeidbar, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt. Es gelten die Kriterien, welche die Praxis zur Beurteilung der "zureichenden Gründe" beim altrechtlichen Rechtsirrtum (Art. 20 aStGB) entwi- ckelt hat. Zureichend ist ein Grund, wenn dem Täter aus seinem Verbotsirrtum kein Vorwurf gemacht werden kann, weil der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (Urteil des Bundesgerichts 6B_505/2018 vom 3. Mai 2019 E. 3.2).”
“Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21, première phrase, CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid. 2). Une raison de se croire en droit d'agir est "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid.”
“Ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit nach Art. 21 StGB liegt vor, wenn der Täter bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. Gegenstand des Irrtums ist die Verbotenheit eines bestimm- ten Verhaltens. Auf Rechtsirrtum kann sich nur berufen, wer zureichende Gründe zur Annahme hatte, er tue überhaupt nichts Unrechtes, und nicht schon, wer die Tat bloss für straflos hielt. Für den Ausschluss eines Rechtsirrtums genügt schon das unbestimmte Empfinden, dass das in Aussicht genommene Verhalten gegen das verstösst, was Recht ist; dabei sind die Auffassungen der Rechtsgemein- schaft massgebend, welcher der Täter angehört (StGB/JStG Kommentar OFK- D ONATSCH, Art. 21 N 3, 21. Aufl., 2022). Der Irrtum muss zudem unvermeidbar sein, wobei das Bundesgericht diesbezüglich hohe Anforderungen stellt. So begründet die Unkenntnis der rechtlichen Normierungen grundsätzlich keine Unvermeidbarkeit. Der Rechtsirrtum muss vielmehr auf Tatsachen beruhen, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (StGB/JStG Kommentar OFK-D ONATSCH, Art.”
Unvermeidbarer Verbotsirrtum: Liegt ein unvermeidbarer Irrtum über die Rechtswidrigkeit vor, so ist der Täter nicht schuldhaft und der Tat ist nach der Rechtsprechung mit Freispruch zu begegnen. Ein Irrtum ist unvermeidbar, wenn der Täter hinreichende Gründe hatte, sich für im Recht zu halten, d. h. wenn die Irrtumsvoraussetzungen auf Umständen beruhten, die auch einen gewissenhaften Menschen hätten täuschen können.
“5 CP punit la consommation en tant que telle, y compris la consommation sans possession via internet (Message du Conseil fédéral concernant l'approbation de la convention du Conseil de l'Europe sur la protection des enfants contre l'exploitation et les abus sexuels [convention de Lanzarote] et sa mise en œuvre, FF 2012 7051 (7096) ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1260/2017 du 23 mai 2018 consid. 2.1). Le texte de l'art. 197 al. 4 et 5 CP apporte une nuance importante, en optant pour un mode de classification fondé sur le dessein de diffusion. Ainsi, les mêmes comportements tombent sous le coup de l'art. 197 al. 5 CP (cas atténué) s'ils sont commis aux fins de consommation propre, ou de l'art. 197 al. 4 CP dans les autres cas. En application du principe in dubio pro reo, il faudra donc retenir le cas atténué toutes les fois où le dessein de diffusion ne pourra être établi (A. MACALUSO / L. MOREILLON / N. QUELOZ [éds], Commentaire romand : Code pénal II, art. 111-392 CP, Bâle 2017, n. 66 ad art. 197). L’infraction, sous toutes ses formes, est intentionnelle, le dol éventuel suffisant (A. MACALUSO / L. MOREILLON / N. QUELOZ [éds], op. cit. n. 22 ad art. 197). 3.2.5. Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; 129 IV 238 consid. 3.1). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21 1ère ph. CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir. Une raison de se croire en droit d'agir est "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid. 2 ; 98 IV 293 consid. 4a).”
“189 CP, car pour parvenir à ses fins, il avait exploité le jeune âge et l'inexpérience de la victime (i) en la mettant mal à l'aise, en lui posant des questions d'ordre sexuel, manifestement dans le but de la déstabiliser et de la conduire à lui prodiguer une fellation, tout en minimisant les faits, (ii) en exploitant la gêne de l'appelante en lui montrant un film pornographique, (iii) en précisant ne devoir rien dire à sa mère, afin de maintenir de bons rapports familiaux. Ainsi, la Cour a retenu qu'en plus d'avoir un ascendant sur l'appelante du fait de son âge et de son expérience, l'intimé s'est servi des rapports familiaux qu'il entretenait avec elle - qui le considérait comme son frère - pour la mettre en confiance et annihiler toute forme de résistance, d'où l'incapacité de cette dernière à manifester son refus. 3.1. Selon l'art. 12 al. 2 CP, agit intentionnellement quiconque commet un crime ou un délit avec conscience et volonté. L'auteur agit déjà intentionnellement lorsqu'il tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait (dol éventuel). 3.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité supprime ou diminue la faute de l'auteur, alors que ce dernier a réalisé les éléments objectifs et subjectifs de l'infraction ; l'intention de l'auteur n'est pas exclue, au contraire de l'erreur sur les faits (art. 13 CP ; M. DUPUIS / L. MOREILLON / C. PIGUET / S. BERGER / M. MAZOU / V. RODIGARI [éds], Code pénal - Petit commentaire, 2ème éd., Bâle 2017, ad art. 21, n. 2 ss). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1131/2018 du 21 janvier 2019 consid. 2.1 et les références citées). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art.”
“Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Gemäss Bundesgericht erliegt ei- nem Verbotsirrtum der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist. Ein Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun. Der Verbotsirr- tum ist unvermeidbar, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt. Es gelten die Kriterien, welche die Praxis zur Beurteilung der "zureichenden Gründe" beim altrechtlichen Rechtsirrtum (Art. 20 aStGB) entwi- ckelt hat. Zureichend ist ein Grund, wenn dem Täter aus seinem Verbotsirrtum kein Vorwurf gemacht werden kann, weil der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (Urteil des Bundesgerichts 6B_505/2018 vom 3. Mai 2019 E. 3.2).”
Ein Irrtum über Rechtfertigungsumstände (z. B. putative Notwehr oder putativer Notstand) kann unter Art. 21 StGB die Schuldfähigkeit ausschliessen. Voraussetzung ist, dass der Irrtum unvermeidbar ist; nur dann kommt eine Strafbefreiung in Betracht.
“L'erreur peut cependant aussi porter sur un fait justificatif, tel le cas de l'état de nécessité ou de la légitime défense putatifs ou encore sur un autre élément qui peut avoir pour effet d'atténuer ou d'exclure la peine (ATF 129 IV 257 consid. 2.2.1 p. 259 ; 129 IV 6). La délimitation entre erreur sur les faits et erreur de droit ne dépend pas du fait que l'appréciation erronée concerne une question de droit ou des faits illicites. Il s'agit de qualifier d'erreur sur les faits, et non d'erreur de droit, non seulement l'erreur sur les éléments descriptifs, mais également l'appréciation erronée des éléments normatifs, tels que l'appartenance à autrui d'un objet ou l'étendue d'une servitude (ATF 129 IV 238 consid. 3.2 p. 241 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_220/2015 du 10 février 2016 consid. 3.4.1 et 6B_455/2008 du 26 décembre 2008 consid. 4.4). En d'autres termes, les erreurs sur tous les éléments constitutifs d'une infraction qui impliquent des conceptions juridiques entrent dans le champ de l'art. 13 CP et non de l'art. 21 CP (arrêt du Tribunal fédéral 6B_806/2009 du 18 mars 2010 consid. 4.1). L'art. 14 CP dispose que celui qui agit comme la loi l'ordonne ou l'autorise se comporte de manière licite, même si l'acte est punissable en vertu du code pénal ou d'une autre loi. La licéité de l'acte est, en tous les cas, subordonnée à la condition qu'il soit proportionné à son but (ATF 107 IV 84 consid. 4 p. 86 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_960/2017 du 2 mai 2018 consid. 3.2 ; 6B_507/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.4). 2.4. En l’espèce, il ressort de la procédure que l’appelante principale était au bénéfice d’un contrat de bail, plus précisément de sous-location, portant sur un appartement dont la prévenue, bailleresse, était locataire principale. A la suite de leur litige, celle-ci a adopté une attitude contradictoire, puisqu’elle a refusé la résiliation anticipée du bail, en rappelant que le délai de congé était de deux mois, tout en invitant sa locataire à se présenter pour un état des lieux de sortie le 31 janvier 2019, soit deux mois avant l’échéance du bail.”
“Der vermeintlich Angegriffene muss vielmehr Umstände glaubhaft machen, die bei ihm den Glauben erwecken konnten, er befinde sich in einer Notwehrlage; demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umständen durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (PETER ALBRECHT, Strafprozessuale Dimensionen im Notwehrrecht, ZStrR 138/2020, S. 17 und 20; ESTHER TOPHINKE, in: Basler Kommentar, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 10 StPO; vgl. auch WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 7 zu Art. 10 S tPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2a zu Art. 10; SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 220; ROGER GRONER, Beweisrecht, Beweise und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 165). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (vgl. NIGGLI/MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 18 zu Art. 13; WOHLERS/PFLAUM, Todesgefährliche Notwehr, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 300 f.; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil 1: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 10 N. 114 in fine; GÜNTER HEINE UND ANDERE, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011 S. 117 ff., S. 125 f.).”
Nur dann liegt ein unvermeidbarer Rechtsirrtum im Sinn von Art. 21 StGB vor, wenn der Täter hinreichende Gründe hatte, sich im Recht zu wähnen. Es reicht nicht blosses Unwissen; der Irrtum muss auf konkreten, nachvollziehbaren Umständen beruhen, die auch eine gewissenhafte Person hätten täuschen können. Entscheidend ist, ob dem Irrtum ein Vorwurf gemacht werden kann; allein die theoretische Möglichkeit der richtigen Rechtsbeurteilung genügt nicht.
“181 CP vise, du chef de contrainte, quiconque, en usant de violence envers une personne ou en la menaçant d'un dommage sérieux, ou en l'entravant de quelque autre manière dans sa liberté d'action, l'oblige à faire, à ne pas faire ou à laisser faire un acte. Le fait, pour un bailleur, de changer les serrures d'un appartement pour empêcher le locataire d'y pénétrer, mettant de la sorte, de facto, une fin prématurée au contrat de bail, est constitutif de contrainte au sens de cette disposition (arrêt du Tribunal fédéral 6B_334/2023 du 16 août 2023 consid. 3.3). Cela vaut y compris lorsque le bail a été résilié, mais qu'une procédure en contestation du congé est pendante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_499/2013 du 4 février 2014 consid. 3.3.3 et 6B_8/2010 du 29 mars 2010 consid. 2.2.2). 2.3.2. Sur le plan subjectif, il faut que l'auteur ait agi avec conscience et volonté, soit au moins qu'il ait accepté l'éventualité que le procédé soit illicite et entrave le destinataire dans sa liberté de décision (ATF 120 IV 17 consid. 2c). Le dol éventuel suffit (arrêt du Tribunal fédéral 6B_406/2020 du 20 août 2020 consid. 2.1). 2.4. L'appelant invoque l'erreur sur les faits et sur l'illicéité. 2.4.1. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite. La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels. Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment. La possibilité théorique d'apprécier correctement la situation ne suffit pas à exclure l'application de l'art. 21 1ère phrase CP. Ce qui est déterminant c'est de savoir si l'erreur de l'auteur peut lui être reprochée. Le Tribunal fédéral a ainsi considéré que seul celui qui avait des "raisons suffisantes de se croire en droit d'agir" pouvait être mis au bénéfice de l'erreur sur l'illicéité.”
“f LCStr (cfr. Mizel, op. cit, pag. 504). E ciò, quand'anche si volesse considerare a suo carico soltanto una negligenza lieve (cfr. STF 1C_102/2016 del 20 dicembre 2016 consid. 2.5), come essenzialmente ritenuto dal magistrato penale che, pur dando atto che si era posta al volante nonostante la revoca in un'unica occasione e ben sapendo di essere stata giudicata idonea da parte del medico del traffico, sul piano fattuale ha comunque inequivocabilmente rilevato ch'ella avrebbe chiaramente dovuto attendere di ricevere la decisione ufficiale da parte della competente autorità amministrativa prima di mettersi alla guida. Invano la ricorrente ribadisce di aver creduto di essere autorizzata a guidare perché sapeva che il medico del traffico l'aveva ritenuta idonea alla guida ed era convinta che, con il pagamento al Centro medico del traffico a cui aveva proceduto proprio quel giorno, la procedura amministrativa si fosse conclusa. Per prevalersi con successo di un errore sull'illiceità ai sensi dell'art. 21 CP non basta infatti ignorare il carattere illecito di un determinato comportamento, ma è anche indispensabile che l'interessato abbia avuto delle ragioni sufficienti per credere di agire nella legalità (cfr. STF 1C_539/2015 del 5 febbraio 2016 consid. 5.2.2 e rif.; cfr. pure STA”
“c LAVS prévoit que les employés n'ont pas à être assurés dans les cas où l'employeur n’est pas tenu de payer des cotisations, à savoir lorsqu’ils exercent une activité lucrative en Suisse que pour une période relativement courte, n'excédant pas trois mois consécutifs par année civile (art. 2 du règlement sur l’assurance-vieillesse et survivants (RAVS)). 3.1.4. L'art. 76 al. 2 aLPP, dans sa teneur en vigueur au moment des faits, plus favorable à l'appelante et applicable à titre de lex mitior (art. 2 CP), punit celui qui, par des indications fausses ou incomplètes, ou de toute autre manière, aura éludé l'obligation de payer des cotisations ou des contributions à une institution de prévoyance ou au fonds de garantie. Selon l'art. 2 al. 1 LPP, sont soumis à l’assurance obligatoire les salariés qui ont plus de 17 ans et reçoivent d’un même employeur un salaire annuel supérieur à CHF 22'050.-. Si le salarié est occupé par un employeur pendant moins d’une année, est considéré comme salaire annuel celui qu’il obtiendrait s’il était occupé toute l’année (al. 2). 3.1.5. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite. La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 104 IV 217 consid. 2). Seul peut être mis au bénéfice de l'erreur sur l'illicéité celui qui a une raison suffisante de se croire en droit d'agir, soit à qui aucun reproche ne peut être adressé parce que son erreur provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid.”
Der Verbotsirrtum (Irrtum über die Rechtswidrigkeit) verlangt, dass der Täter trotz Kenntnis aller Tatbestandsmerkmale irrtümlich an deren Rechtmässigkeit glaubte und hierfür «ausreichende Gründe» hatte. Die Rechtsprechung wendet Art. 21 StGB eng; der Irrtum steht nur unter engen Voraussetzungen zur Entschuldigung. War der Irrtum unvermeidbar, führt dies zur Schuldlosigkeit und zum Freispruch; war er vermeidbar, mindert das Gericht die Strafe. Ein Irrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter das Gefühl hatte oder haben musste, etwas Rechtswidriges zu tun (vorwerfbarer Irrtum).
“La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l’acte, par les motivations et les buts de l’auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (art. 47 al. 2 CP ; ATA/174/2023 précité consid. 2.1.5 et les arrêts cités). 59. Selon l'art. 13 CP, quiconque agit sous l'influence d'une appréciation erronée des faits est jugé d'après cette appréciation si elle lui est favorable (al. 1). Quiconque pouvait éviter l'erreur en usant des précautions voulues est punissable pour négligence si la loi réprime son acte comme infraction par négligence (al. 2). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 p. 240). L'erreur ne peut conduire à un acquittement que si elle est excusable (Michel DUPUIS/Bernard GELLER/Gilles MONNIER/ Laurent MOREILLON/Christophe PIGUET/Christian BETTEX/Daniel STOLL [éds], Code pénal - Petit commentaire, 2e éd., n. 18 ad art. 13). 60. Selon l’art. 21 CP, intitulé « erreur sur l’illicéité », quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Cette disposition implique que l'auteur ait cru à tort que son comportement était licite parce qu'il ignorait que l'acte qu'il commettait était interdit ou punissable et, en outre, qu'il avait eu des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir. La réglementation de l'erreur sur l’illicéité est stricte. Elle repose sur l'idée que le sujet de droit doit faire l'effort d'acquérir la connaissance des lois et que son ignorance ne l'absout que dans des circonstances particulières (ATF 129 IV 238 consid. 3.1). Selon la jurisprudence, cette erreur est admise à la double condition que l'auteur a agi en se croyant être en droit de le faire et qu'il avait des « raisons suffisantes » de se tromper. Pour exclure l'erreur, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit (ATF 104 IV 217 consid.”
“Sur le plan subjectif, pour que l'infraction soit retenue, il faudra que l'auteur ait une connaissance effective de la décision de retrait et de la sommation (arrêt du Tribunal fédéral 6B_539/2009 du 8 septembre 2009, consid. 2). 2.1.2 A teneur de l'art. 96 al. 2 LCR, est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque conduit un véhicule automobile en sachant qu'il n'est pas couvert par l'assurance responsabilité civile prescrite ou qui devrait le savoir s'il avait prêté toute l'attention commandée par les circonstances, Dans les cas de peu de gravité, la sanction est la peine pécuniaire. 2.1.3. Selon l'art. 95 al. 1 let. a LCR, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque conduit un véhicule automobile sans être titulaire du permis de conduire requis. L'article 10 al. 2 LCR rappelle que nul ne peut conduire un véhicule automobile sans être titulaire d'un permis de conduire (art. 10 al. 2 LCR). 2.1.4. Aux termes de l'art. 21 CP, relatif à l'erreur sur l’illicéité, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d’agir que son comportement est illicite n’agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l’erreur était évitable. La jurisprudence est particulièrement restrictive à admettre l'existence d'une erreur sur l'illicéité, qui doit rester l'exception (ATF 129 IV 238, in JdT 2005 IV 87 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_77/2019 du 11 février 2019, consid. 2.1). Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 p. 241). Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit. Déterminer ce que l'auteur d'une infraction a su, cru ou voulu et, en particulier, l'existence d'une erreur relève de l'établissement des faits (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.2 p. 156; arrêt du Tribunal fédéral 6B_139/2010 du 24 septembre 2010 consid. 4.1, in JdT 2010 I 576).”
“2 LIASI, exceptionnellement, une aide financière peut être accordée à une personne propriétaire d'un bien immobilier, si ce bien lui sert de demeure permanente, étant précisé que dans ce cas, l'aide financière accordée est remboursable et l'immeuble peut être grevé d'une hypothèque au profit de l'Hospice général. Le demandeur doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir son droit et fixer le montant des prestations d'aide financière (art. 31 al. 1 LIASI). Le bénéficiaire doit immédiatement déclarer à l'HG tout fait nouveau de nature à entraîner la modification du montant des prestations d'aide financière qui lui sont allouées ou leur suppression (art. 33 al. 1 LIASI). Les prestations d'aide financière peuvent être réduites, suspendues, refusées ou supprimées notamment lorsque le bénéficiaire refuse de donner les informations requises, donne des indications fausses ou incomplètes ou cache des informations utiles (art. 35 al. 1 let. d LIASI). 3.4. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées). Le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi, son ignorance ne le protégeant que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; arrêt 6B_77/2019 du 11 février 2019 consid. 2.1 et les références citées). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 ; 104 IV 217 consid. 2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_77/2019 précité consid. 2.1). L'erreur sur l'illicéité est ainsi exclue lorsque l'autorité a expressément attiré l'attention de l'auteur sur la situation juridique ou lorsque celui-ci passe outre à des directives de l'autorité (ATF 129 IV 6 consid.”
Ein vermeidbarer Verbotsirrtum (Irrtum über die Rechtswidrigkeit) nach Art. 21 StGB kann auch dann vorliegen, wenn der Täter die Tatbestandsmerkmale kennt und damit vorsätzlich handelt; ist der Irrtum vermeidbar, kann das Gericht die Strafe mildern.
“1 LCR est réalisé sous la forme du dol éventuel lorsque le conducteur connaissait les faits fondant une obligation d'avertir la police ainsi que la haute vraisemblance de la constatation de l'état d'incapacité de conduire, et que l'omission de l'annonce à la police prescrite par l'art. 51 LCR ne peut raisonnablement s'expliquer que par l'acceptation du risque d'une entrave aux mesures de constatation (ATF 131 IV 36 consid. 2.2.1 ; 126 IV 53 consid. 2a ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1105/2022 du 27 avril 2023 consid. 1.7.2). Aucun dessein spécial n'est requis. Il n'est ainsi pas déterminant que l'auteur se soit senti ou non en incapacité de conduire ou qu'il soit finalement constaté qu'il se trouvait dans cet état (arrêts du Tribunal fédéral 6B_118/2022 du 31 octobre 2022 consid. 2.1 ; 6B_841/2020 du 13 août 2020 consid. 1.1). La soustraction à la constatation de l'incapacité est une infraction de résultat qui suppose, pour être consommée, qu'il soit impossible d'établir de manière probante l'état de la personne au moment déterminant par le moyen de l'une des mesures spécifiques prévues (ATF 115 IV 51 consid. 5 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1105/2022 du 27 avril 2023 consid. 1.1.1 et 1.7.2). 2.1.6. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid. 1.3.2 ; 6B_1102/2015 du 20 juillet 2016 consid. 4.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 104 IV 217 consid. 2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid.”
“Par contre, des images imprécises d'assassinat de civils dont on ne peut exclure qu'elles soient assimilables à celles d'un reportage de guerre, des images de cadavres défigurés se référant à un fait d'actualité visant à dénoncer une action de la police ou des images d'assassinat reprises d'un reportage officiel n'ont pas été considérées comme illicites, car elles pouvaient relever de l'illustration de faits d’actualité (jugement de la Cour des affaires pénales SK.2007.4 du 21 juin 2007 consid. 6.2.4 à 6.2.6). L'art. 135 CP est une infraction intentionnelle. Le dol éventuel suffit. L'auteur doit avoir conscience, au moins sous la forme d'une appréciation qui serait communément admise, du caractère gravement attentatoire à la dignité humaine des objets ou représentations visées et de l'absence de valeur culturelle ou scientifique (A. KUHN / Y. JEANNERET [éds], op. cit., n. 73 ad art. 135). Quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable (art. 21 CP). 3.1.3. Selon l'art. 197 al. 5 CP est notamment punissable quiconque consomme ou, pour sa propre consommation, importe, acquiert, obtient par voie électronique ou possède des objets ou représentations d'actes d'ordre sexuel avec des animaux, des actes de violence entre adultes ou des actes d'ordre sexuel effectifs ou non effectifs avec des mineurs. La possession d'un contenu pornographique est constituée par la libre disposition sur ce contenu, soit notamment la possibilité de l'effacer (ATF 137 IV 208 consid. 4.1 ; B. ISENRING / M. A. KESSLER, Basler Kommentar StGB, 4ème éd. 2019, n. 52 ad art. 197). Depuis le 1er juillet 2014, la consommation d'un contenu pédopornographique est également punissable en tant que telle (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1260/2017 du 23 mai 2018 consid. 2.1 ; AARP/237/2022 du 3 août 2022 consid. 2.2.1 ; AARP/6/2018 du 8 janvier 2018 consid. 2.5). La notion d'actes d'ordre sexuel effectifs avec des mineurs fait quant à elle référence à la représentation de mineurs réels dans un contenu pornographique (arrêts du Tribunal fédéral 6B_304/2021 du 2 juin 2022 consid.”
Wiederholte Begehungen nach ausdrücklicher Belehrung oder nach sonstigem deutlichem Bekanntwerden eines Verbots sprechen dafür, dass ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit vermeidbar war; in solchen Fällen wird die Berufung auf einen Rechtfertigungs- oder Schuldausschluss nach Art. 21 StGB in der Regel nicht zugestanden.
“En outre, l'appelante s'est immédiatement déplacée à la vue des policiers lors du contrôle du 14 décembre 2022, ce qui démontre qu'elle avait compris ne pas être autorisée à mendier à cet emplacement. Malgré le fait qu'elle a été dûment informée de ce que cette pratique n'était pas autorisée en ce lieu, raison pour laquelle elle a été verbalisée sur-le-champ le 2 mai 2022, elle s'est adonnée à trois autres reprises à la mendicité en ce même lieu, soit le 18 mai 2022, ainsi que les 2 et 14 décembre 2022. Ces éléments démontrent que ni l'ignorance de l'interdiction, ni un éventuel doute quant à sa portée et son interprétation n'ont eu une quelconque influence sur la commission des infractions reprochées, à tout le moins postérieurement au 2 mai 2022. S'agissant de cette occurrence, il sera précisé que si elle s'était renseignée en amont, l'appelante aurait su qu'il lui était interdit de mendier dans certains endroits déterminés. Elle ne saurait ainsi se prévaloir d'une erreur sur l'illicéité (art. 21 CP), celle-ci étant évitable. Il paraît en effet évident pour tout un chacun que ce genre d'activité, du fait qu'elle se pratique sur le domaine public, est susceptible de faire l'objet d'une réglementation, voire d'une interdiction en certains lieux. Il lui incombait dès lors, en cas d'ignorance, de se renseigner sur les conditions d'exercice de la pratique de la mendicité, ce qui lui aurait été aisé, vu les structures mises en place à Genève. Ainsi, le grief tiré du prétendu manque de précision de la loi doit être écarté, à l'instar de celui relatif à l'inégalité de traitement qui ne fait l'objet d'aucun développement spécifique. 4.2.1. L'interdiction de la mendicité doit ensuite être justifiée par un intérêt public suffisant ou par la protection des droits fondamentaux de tiers (art. 36 al. 2 Cst.). La notion d'intérêt public varie en fonction du temps et des lieux et comprend non seulement les biens de police (tels que l'ordre, la sécurité, la santé et la paix publics par exemple), mais aussi les valeurs culturelles, écologiques et sociales dont les tâches de l'Etat sont l'expression.”
“En effet, le 26 juin 2022, alors qu'il s'adonnait à la mendicité en tenant sa casquette pour quémander de l'argent, il a, à la vue des agents de police, sorti son harmonica pour jouer de la musique, ce qui démontre qu'il avait compris ne pas être autorisé à mendier à cet endroit. Malgré le fait qu'il a été dûment informé de ce que cette pratique n'était pas autorisée à cet emplacement, raison pour laquelle il a été verbalisé sur le champ, il s'est adonné à deux autres reprises à la mendicité en ce même lieu, les 4 et 19 juillet 2022, soit à seulement deux semaines d'intervalle, ainsi que, le 13 juillet 2022, à la rue du Mont-Blanc no. ______, à moins de cinq mètres de l'entrée du commerce [d'horlogerie] D______. Ces éléments démontrent que ni l'ignorance de l'interdiction, ni un éventuel doute quant à sa portée et son interprétation, n'ont eu une quelconque influence sur la commission des infractions reprochées, à tout le moins postérieurement au 13 octobre 2020. S'agissant de cette occurrence, il sera précisé que s'il s'était renseigné auparavant, l'appelant aurait su qu'il lui était interdit de mendier dans certains endroits déterminés. Il ne saurait ainsi se prévaloir d'une erreur sur l'illicéité (art. 21 CP), celle-ci étant évitable. Il paraît en effet évident pour tout un chacun que ce genre d'activité, du fait qu'elle se pratique sur le domaine public, est susceptible de faire l'objet d'une règlementation, voire d'une interdiction en certains lieux. L'appelant ne pouvait qu'en être conscient, dès lors que, dans le même temps, il exerçait l'activité de musicien ambulant, pour laquelle il avait fait les démarches nécessaires afin qu'elle soit autorisée dans son principe. Il lui incombait dès lors, en cas d'ignorance, de se renseigner sur les conditions d'exercice de la pratique de la mendicité, ce qui lui aurait été aisé, vu les structures mises en place à Genève. Ainsi, le grief tiré du prétendu manque de précision de la loi doit être écarté, à l'instar de celui relatif à l'inégalité de traitement, qui n'est au demeurant ni développé ni illustré par l'appelant. 3.2.1. L'interdiction de la mendicité doit ensuite être justifiée par un intérêt public suffisant ou par la protection des droits fondamentaux de tiers (art.”
“13 CP, quiconque agit sous l'influence d'une appréciation erronée des faits est jugé d'après cette appréciation si elle lui est favorable (al. 1). Quiconque pouvait éviter l'erreur en usant des précautions voulues est punissable pour négligence si la loi réprime son acte comme infraction par négligence (al. 2). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale (ATF 129 IV 238 consid. 3.1). L'intention délictuelle fait défaut (arrêt du Tribunal fédéral 6B_465/2015 du 8 février 2016 conid. 4.1). L'erreur peut cependant aussi porter sur un fait justificatif, tel le cas de l'état de nécessité ou de la légitime défense putatifs (ATF 125 IV 49 consid. 2) ou encore sur un autre élément qui peut avoir pour effet d'atténuer ou d'exclure la peine (ATF 117 IV 270 consid. 2b ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_346/2016 du 31 janvier 2017 consid. 2.1.2 ; 6B_719/2009 du 3 décembre 2009 consid. 1.1). 2.4.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; 138 IV 13 consid. 8.2). 2.5.1. En l’espèce, l’appelant admet avoir fait notifier à chaque plaignant un commandement de payer pour un dommage allégué, correspondant, pour chacun, au total d’un montant qu’il avait calculé à la légère. Si le moyen dont a usé l'appelant est prévu par la loi (cf. LP), le but poursuivi est quant à lui illicite, puisqu'il visait à recouvrer une créance qui ne lui était pas due, comme l'a notamment retenu le TPI. Dans la mesure où le jugement civil est intervenu postérieurement, il faut néanmoins examiner si l’appelant était fondé à agir pour recouvrer ce dommage.”
“L'étranger entré légalement en Suisse pour un séjour temporaire qui dépose ultérieurement une demande d'autorisation de séjour durable doit attendre la décision à l'étranger (art. 17 al. 1 LEI). Cela vaut aussi pour l'étranger résidant illégalement en Suisse qui tente de légaliser son séjour par le dépôt ultérieur d'une demande d'autorisation de séjour durable (ATF 139 I 37 consid. 2.1 p. 40 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_173/2013 du 19 août 2013 consid. 2.4). Il est notoire que le renvoi contraint (vol spécial) en Algérie n'est pas envisageable. En effet, ce pays n'accepte pas le retour de ses ressortissants par vols spéciaux. Lorsque l'organisation d'un vol spécial est exclue et que le ressortissant algérien en situation irrégulière n'entend pas lui-même coopérer à son retour, aucune démarche supplémentaire ne peut être exigée des autorités administratives (arrêt du Tribunal fédéral 6B_525/2014 du 9 octobre 2014 consid. 1.2 ; voir encore l'interpellation 17.3707 au Conseil des Etats : https://www.parlament.ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20173707). 2.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343 et les références ; 138 IV 13 consid. 8.2 p. 27). Si la licéité du comportement considéré est sujette à caution, l'auteur est tenu de s'informer auprès des autorités compétentes (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_494/2016 du 17 mai 2017 consid. 1.1). 2.3. Au vu des décisions administratives successives et postérieures au jugement du Tribunal de police du 3 mars 2016, l'appelant se prévaut en vain d'une erreur sur l'illicéité. L'art. 21 CP n'est manifestement pas applicable en l'espèce, l'appelant ayant été à réitérées reprises informé par les autorités administratives et par la police, à l'occasion de diverses interpellations, du fait qu'il n'était pas autorisé à séjourner légalement en Suisse.”
Der Verbotsirrtum betrifft die Schuldseite und nicht den Vorsatz: Das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit gehört nicht zum Vorsatz, sodass der Vorsatz für die objektiven Tatbestandsmerkmale unberührt bleibt. Ein unvermeidbarer Verbotsirrtum führt zum Schuldausschluss; war der Irrtum vermeidbar, kommt es (wie im Gesetz vorgesehen) zu einer Strafmilderung. Die Beurteilung der Vermeidbarkeit ist überwiegend Rechtsfrage, die Feststellung dessen, was der Täter wusste oder ob er irrte (innere Tatsachen), ist Tatfrage.
“Bopp/Jendis, in: Kommentar Waffengesetz, 2017, N. 20 zu Art. 5 WG). Grundsätzlich waren zu halbautomatischen Feuerwaffen umgebaute Seriefeuerwaffen auch nach altem Recht schon verboten, für Ordonnanzwaffen galt jedoch eine generelle Ausnahme (vgl. Art 5 Abs. 1 Bst. a, Art. 5 Abs. 2 Bst. a und Art. 5 Abs. 6 WG in der Fassung vom 1. Juli 2016). Das Einholen einer Ausnahmebewilligung für den Erwerb der fraglichen Waffe war demnach vor Inkrafttreten der besagten Änderung nicht vorgeschrieben. Auf subjektiver Seite verlangt Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts gehört zum Vorsatz gemäss Art. 12 Abs. 2 StGB nur das auf die objektiven Merkmale des Deliktstatbestandes bezogene Wissen und Wollen, nicht aber auch das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit oder gar dasjenige der Strafbarkeit (vgl. BGE 107 IV 205 E. 3 mit Hinweisen). Wer sein Verhalten irrtümlich für rechtmässig hält, erliegt allenfalls einem Irrtum über die Rechtswidrigkeit (sog. «Verbotsirrtum»; Art. 21 StGB), welcher den Vorsatz des Täters nicht berührt (Urteile des BGer 6B_64/2014 vom 26. Juni 2014 E. 3; 6B_1031/2010 vom 1. Juni 2011 E. 2.4.1).”
“Nach Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält (Satz 1). War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Satz 2). Der Täter muss aus zureichenden Gründen angenommen haben, sein Tun sei erlaubt. Vermeidbar ist ein Verbotsirrtum regelmässig dann, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Verhaltens zweifelte oder hätte Zweifel haben müssen (BGE 129 IV 6 E. 4.1). Wenn er aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, ist ein Verbotsirrtum ausgeschlossen (Urteil 6B_358/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.2). Die Vermeidbarkeit des Irrtums ist Rechtsfrage (Urteil 6B_216/2018 vom 14. November 2018 E. 2.2). Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm und ob er irrte (sogenannte innere Tatsachen), ist Tatfrage (BGE 141 IV 369 E. 6.3; 137 IV 1 E. 4.2.3). Tatsächliche Feststellungen der Vorinstanz können nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.”
“Aux termes de l'art. 115 al. 1 let. b LEI, est puni d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque séjourne illégalement en Suisse, notamment après l'expiration de la durée du séjour non soumis à autorisation ou du séjour autorisé. Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1; arrêt 6B_1398/2022 du 12 mai 2023 consid. 1.1.1 cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées).”
Bei einem Notwehrexzess ist zunächst zu prüfen, ob die Aufregung oder Bestürzung des Täters entschuldbar war. Haben die vom Täter vorgestellten Umstände die Grenzen zulässiger Notwehr überschritten, ist die Beurteilung sinngemäss nach den Regeln des (unvermeidbaren) Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB vorzunehmen.
“Überdies müssen Art und Umstände des Angriffs derart sein, dass sie die Aufregung oder die Bestürzung entschuldbar erscheinen lassen. Nicht jede geringfügige Erregung oder Bestürzung führt zu Straflosigkeit. Das Gericht hat einen umso strengeren Massstab anzulegen, je mehr die Reaktion des Täters den Angreifer verletzt oder gefährdet. Erforderlich ist, dass es dem Täter aufgrund der Aufregung oder Bestürzung über den Angriff nicht möglich war, besonnen und verantwortlich zu reagieren. Insoweit besteht trotz der absoluten Formulierung ein gewisses Ermessen (BGE 109 IV 5 E. 3; 102 IV 1 E. 3b; Urteile 6B_521/2022 vom 7. November 2022 E. 3.1.3; 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 3.3.2; 6B_1163/2020 vom 25. Februar 2021 E. 3.1.2; je mit Hinweisen). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (Urteil 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Der Angegriffene kann sich nicht auf Notwehr berufen, wenn er die Notwehrsituation provoziert, mithin den Angriff absichtlich herbeigeführt hat, um den Angreifer gleichsam unter dem Deckmantel der Notwehr etwa zu töten oder zu verletzen (sogenannte Absichtsprovokation). Hat der Angegriffene die Notwehrlage zwar nicht absichtlich herbeigeführt, aber durch sein Verhalten doch mitverschuldet beziehungsweise verursacht, so hängt es von der Bewertung dieses Verhaltens ab, welche Folgen sich daraus für das Notwehrrecht ergeben. Je nach den Umständen kann das Notwehrrecht des Angegriffenen uneingeschränkt bestehen bleiben oder aber eingeschränkt sein. Ist es eingeschränkt, so ist die noch zulässige Abwehr im Vergleich zur sonst zulässigen begrenzt und kann eine bestimmte Abwehrhandlung, die bei uneingeschränktem Notwehrrecht noch angemessen wäre, unzulässig und damit als Notwehrexzess zu qualifizieren sein.”
“Ein Notwehrexzess ist entschuldbar, wenn die Aufregung oder die Bestürzung des Täters allein oder zumindest vorwiegend auf den rechtswidrigen Angriff zurückzuführen ist. Überdies müssen Art und Umstände des Angriffs derart sein, dass sie die Aufregung oder die Bestürzung entschuldbar erscheinen lassen. Nicht jede geringfügige Erregung oder Bestürzung führt zu Straflosigkeit. Das Gericht hat einen umso strengeren Massstab anzulegen, je mehr die Reaktion des Täters den Angreifer verletzt oder gefährdet. Erforderlich ist, dass es dem Täter aufgrund der Aufregung oder Bestürzung über den Angriff nicht möglich war, besonnen und verantwortlich zu reagieren. Insoweit besteht trotz der absoluten Formulierung ein gewisses Ermessen (BGE 109 IV 5 E. 3; 102 IV 1 E. 3b; Urteile 6B_521/2022 vom 7. November 2022 E. 3.1.3; 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 3.3.2; 6B_1163/2020 vom 25. Februar 2021 E. 3.1.2; je mit Hinweisen). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (Urteil 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Der Angegriffene kann sich nicht auf Notwehr berufen, wenn er die Notwehrsituation provoziert, mithin den Angriff absichtlich herbeigeführt hat, um den Angreifer gleichsam unter dem Deckmantel der Notwehr etwa zu töten oder zu verletzen (sogenannte Absichtsprovokation). Hat der Angegriffene die Notwehrlage zwar nicht absichtlich herbeigeführt, aber durch sein Verhalten doch mitverschuldet beziehungsweise verursacht, so hängt es von der Bewertung dieses Verhaltens ab, welche Folgen sich daraus für das Notwehrrecht ergeben. Je nach den Umständen kann das Notwehrrecht des Angegriffenen uneingeschränkt bestehen bleiben oder aber eingeschränkt sein. Ist es eingeschränkt, so ist die noch zulässige Abwehr im Vergleich zur sonst zulässigen begrenzt und kann eine bestimmte Abwehrhandlung, die bei uneingeschränktem Notwehrrecht noch angemessen wäre, unzulässig und damit als Notwehrexzess zu qualifizieren sein.”
Praktische Indizien, die darauf hindeuten können, dass ein Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB vermeidbar war, sind z.B. wiederholte Belehrungen oder Verwarnungen durch Behörden oder die Polizei, eindeutige Signalisation sowie die deutliche Bekanntheit der einschlägigen Regelung (etwa durch langjährige Anwesenheit in einem grenznahen Gebiet). Solche Umstände sprechen dafür, dass sich der Täter hättte erkundigen müssen und der Irrtum somit vermeidbar sein kann; sie führen aber nicht zwingend in jedem Fall zum Ausschluss des Schuldausschlusses.
“En outre, l'appelante s'est immédiatement déplacée à la vue des policiers lors du contrôle du 14 décembre 2022, ce qui démontre qu'elle avait compris ne pas être autorisée à mendier à cet emplacement. Malgré le fait qu'elle a été dûment informée de ce que cette pratique n'était pas autorisée en ce lieu, raison pour laquelle elle a été verbalisée sur-le-champ le 2 mai 2022, elle s'est adonnée à trois autres reprises à la mendicité en ce même lieu, soit le 18 mai 2022, ainsi que les 2 et 14 décembre 2022. Ces éléments démontrent que ni l'ignorance de l'interdiction, ni un éventuel doute quant à sa portée et son interprétation n'ont eu une quelconque influence sur la commission des infractions reprochées, à tout le moins postérieurement au 2 mai 2022. S'agissant de cette occurrence, il sera précisé que si elle s'était renseignée en amont, l'appelante aurait su qu'il lui était interdit de mendier dans certains endroits déterminés. Elle ne saurait ainsi se prévaloir d'une erreur sur l'illicéité (art. 21 CP), celle-ci étant évitable. Il paraît en effet évident pour tout un chacun que ce genre d'activité, du fait qu'elle se pratique sur le domaine public, est susceptible de faire l'objet d'une réglementation, voire d'une interdiction en certains lieux. Il lui incombait dès lors, en cas d'ignorance, de se renseigner sur les conditions d'exercice de la pratique de la mendicité, ce qui lui aurait été aisé, vu les structures mises en place à Genève. Ainsi, le grief tiré du prétendu manque de précision de la loi doit être écarté, à l'instar de celui relatif à l'inégalité de traitement qui ne fait l'objet d'aucun développement spécifique. 4.2.1. L'interdiction de la mendicité doit ensuite être justifiée par un intérêt public suffisant ou par la protection des droits fondamentaux de tiers (art. 36 al. 2 Cst.). La notion d'intérêt public varie en fonction du temps et des lieux et comprend non seulement les biens de police (tels que l'ordre, la sécurité, la santé et la paix publics par exemple), mais aussi les valeurs culturelles, écologiques et sociales dont les tâches de l'Etat sont l'expression.”
“Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat die Gemeinde D. die Beschuldigte wiederholt mündlich dazu aufgefordert, ihre beiden Hunde in der Datenbank AMICUS einzutragen (act. E.1 E. 3.2.3 sowie act. E.2 Akte 5). Gestützt darauf hätte die Beschuldigte zumindest vermuten müssen, dass ihr Verhalten der Rechtsordnung widersprechen könnte, weshalb ein Verbotsirr- tum nach Art. 21 StGB vorliegend ausgeschlossen ist.”
“En effet, le 26 juin 2022, alors qu'il s'adonnait à la mendicité en tenant sa casquette pour quémander de l'argent, il a, à la vue des agents de police, sorti son harmonica pour jouer de la musique, ce qui démontre qu'il avait compris ne pas être autorisé à mendier à cet endroit. Malgré le fait qu'il a été dûment informé de ce que cette pratique n'était pas autorisée à cet emplacement, raison pour laquelle il a été verbalisé sur le champ, il s'est adonné à deux autres reprises à la mendicité en ce même lieu, les 4 et 19 juillet 2022, soit à seulement deux semaines d'intervalle, ainsi que, le 13 juillet 2022, à la rue du Mont-Blanc no. ______, à moins de cinq mètres de l'entrée du commerce [d'horlogerie] D______. Ces éléments démontrent que ni l'ignorance de l'interdiction, ni un éventuel doute quant à sa portée et son interprétation, n'ont eu une quelconque influence sur la commission des infractions reprochées, à tout le moins postérieurement au 13 octobre 2020. S'agissant de cette occurrence, il sera précisé que s'il s'était renseigné auparavant, l'appelant aurait su qu'il lui était interdit de mendier dans certains endroits déterminés. Il ne saurait ainsi se prévaloir d'une erreur sur l'illicéité (art. 21 CP), celle-ci étant évitable. Il paraît en effet évident pour tout un chacun que ce genre d'activité, du fait qu'elle se pratique sur le domaine public, est susceptible de faire l'objet d'une règlementation, voire d'une interdiction en certains lieux. L'appelant ne pouvait qu'en être conscient, dès lors que, dans le même temps, il exerçait l'activité de musicien ambulant, pour laquelle il avait fait les démarches nécessaires afin qu'elle soit autorisée dans son principe. Il lui incombait dès lors, en cas d'ignorance, de se renseigner sur les conditions d'exercice de la pratique de la mendicité, ce qui lui aurait été aisé, vu les structures mises en place à Genève. Ainsi, le grief tiré du prétendu manque de précision de la loi doit être écarté, à l'instar de celui relatif à l'inégalité de traitement, qui n'est au demeurant ni développé ni illustré par l'appelant. 3.2.1. L'interdiction de la mendicité doit ensuite être justifiée par un intérêt public suffisant ou par la protection des droits fondamentaux de tiers (art.”
“21 StGB handelt es sich um einen Rechtsirrtum, welcher im Gegensatz zu einem Sachverhaltsirrtum den Täter, der nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt oder dessen Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen, vor Strafe schützt (BGE 104 IV 217 E. 3a S. 220 f. mit Hinweis; BGer 6B_524/2016 vom 13. Februar 2017 E. 1.3.2 mit Hinweis). Ein Verbotsirrtum gilt nach der Rechtsprechung in der Regel als vermeidbar, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Handelns zweifelte oder hätte zweifeln müssen oder wenn er weiss, dass eine rechtliche Regelung besteht, er sich über deren Inhalt und Reichweite aber nicht genügend informiert. Für den Ausschluss des Verbotsirrtums, wonach der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält, genügt bereits die laienhafte Einschätzung, dass das fragliche Verhalten der Rechtsordnung widerspricht (Niggli/Mäder, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafrecht II, 4. Auflage 2019, Art. 21 StGB N 13 mit weiteren Hinweisen) bzw. das bloss unbestimmte Empfinden, etwas Unrechtes zu tun (so bereits BGE 72 IV 150 E. 3). Diese Regelung beruht auf dem Gedanken, dass sich die rechtsunterworfene Person um die Kenntnis der Rechtslage zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (error iuris nocet) (BGE 129 IV 238 E. 3.1 f., mit Hinweisen). Auf einen Verbotsirrtum kann sich demnach nur berufen, wer zureichende Gründe hat anzunehmen, er tue überhaupt nichts Unrechtes, und nicht schon, wer die Tat für straflos hält. Die Aussagen des Berufungsklägers, er habe nicht gewusst, dass für die Einreise in die Schweiz ein gültiges Visum oder gültige Ausweisdokument erforderlich seien, sind nicht glaubhaft. Wer ein fremdes Land betritt, hat sich zuvor über die Ausweismodalitäten zu informieren. Aufgrund des Umstandes, dass sich der Berufungskläger seit Jahren im grenznahen Raum bewegte, muss davon ausgegangen werden, dass ihm die Anforderungen an eine Einreise in die Schweiz bekannt waren.”
“Allgemeine Ausführungen Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Ein Verbotsirrtum gilt nach der Rechtsprechung in der Regel als vermeidbar, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Handelns zweifelte oder hätte zweifeln müssen oder wenn er weiss, dass eine rechtliche Regelung besteht, er sich über deren Inhalt und Reichweite aber nicht genügend informiert (BGE 129 IV 6 E. 4.1; BGE 120 IV 208 E. 5b; je mit Hinweisen). Unvermeidbar ist der Verbotsirrtum, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt, oder wenn der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (BGE 104 IV 217 E. 3a mit Hinweis; siehe zum Ganzen auch Urteile des BGer 6B_524/2016 vom 13. Februar 2017 E. 1.3.2; 6B_782/2016 vom 27. September 2016 E. 3.1; je mit Hinweisen). Diese Regelung beruht auf dem Gedanken, dass sich der Rechtsunterworfene um die Kenntnis der Rechtslage zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (vgl. BGE 129 IV 238 E. 3.1 mit Hinweisen).”
“Son grief portant sur son droit au regroupement familial ou tendant à invoquer un motif familial impérieux ne saurait par conséquent entrer en ligne de compte, ce d’autant que, selon ses propres explications, ses enfants vivaient alors en France. Par ailleurs, l’appelant avait également la possibilité de travailler depuis ce pays, de sorte que son entrée en Suisse apparaît, quoi qu'il en soit, n'avoir été motivée que par des motifs secondaires. En tout état de cause, en invoquant en outre avoir été en possession d'un permis de séjour en Suisse, l’appelant perd de vue le fait que le comportement qui lui est reproché est le franchissement d’un poste de douane fermé et non un défaut d’autorisation d’entrer en Suisse au sens de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration. À cet égard, en dépit des critiques formulées par l’appelant, le garde-frontière qui l’a verbalisé s’est déterminé sur son opposition et a maintenu sa constatation d’infraction, relevant que celui-ci avait fait fi de la barrière et de la signalisation interdisant le passage. L'appelant argue d'une erreur involontaire.Or, tel que l’a retenu le premier juge, il ne saurait se prévaloir d'une erreur sur les faits (art. 13 CP) ou sur l'illicéité (art. 21 CP). En effet, d’une part, au moment des faits, la fermeture d'un certain nombre de postes frontières était en vigueur depuis plus d'un mois et notoirement connue du public. Le fait que des personnes, tout en restant de chaque côté de la frontière, se passent des affaires, ne permettait pas raisonnablement à l’appelant d'en déduire qu'il était autorisé à traverser la frontière, bien au contraire, cela aurait dû le pousser à davantage de précaution. Or, l'appelant, qui dit lui-même avoir été surpris par la possibilité d'un passage pour les piétons, n'a pas pris le soin de se renseigner auprès des autorités compétentes avant le franchissement incriminé. A l’ère de l’utilisation généralisée des smartphones, il lui aurait été pourtant aisé de consulter le site internet de l’AFD, voire de demander à l'une des personnes présentes de le faire pour lui. D’autre part, force est de constater, au vu de la photographie de la douane produite, qu'elle était munie d’une large signalisation démontrant au-delà de tout doute possible qu'elle était bel et bien fermée à quiconque.”
“L'étranger entré légalement en Suisse pour un séjour temporaire qui dépose ultérieurement une demande d'autorisation de séjour durable doit attendre la décision à l'étranger (art. 17 al. 1 LEI). Cela vaut aussi pour l'étranger résidant illégalement en Suisse qui tente de légaliser son séjour par le dépôt ultérieur d'une demande d'autorisation de séjour durable (ATF 139 I 37 consid. 2.1 p. 40 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_173/2013 du 19 août 2013 consid. 2.4). Il est notoire que le renvoi contraint (vol spécial) en Algérie n'est pas envisageable. En effet, ce pays n'accepte pas le retour de ses ressortissants par vols spéciaux. Lorsque l'organisation d'un vol spécial est exclue et que le ressortissant algérien en situation irrégulière n'entend pas lui-même coopérer à son retour, aucune démarche supplémentaire ne peut être exigée des autorités administratives (arrêt du Tribunal fédéral 6B_525/2014 du 9 octobre 2014 consid. 1.2 ; voir encore l'interpellation 17.3707 au Conseil des Etats : https://www.parlament.ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20173707). 2.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343 et les références ; 138 IV 13 consid. 8.2 p. 27). Si la licéité du comportement considéré est sujette à caution, l'auteur est tenu de s'informer auprès des autorités compétentes (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_494/2016 du 17 mai 2017 consid. 1.1). 2.3. Au vu des décisions administratives successives et postérieures au jugement du Tribunal de police du 3 mars 2016, l'appelant se prévaut en vain d'une erreur sur l'illicéité. L'art. 21 CP n'est manifestement pas applicable en l'espèce, l'appelant ayant été à réitérées reprises informé par les autorités administratives et par la police, à l'occasion de diverses interpellations, du fait qu'il n'était pas autorisé à séjourner légalement en Suisse.”
Ein Verlass auf eine Auskunft eines Rechtsberaters kann entschuldigend wirken, sofern der dem Berater zur Prüfung vorgelegte Sachverhalt mit dem später verwirklichten Sachverhalt übereinstimmt und die Auskunft alle rechtlichen Gesichtspunkte behandelt hat, die auch der Täter kennen musste.
“Gemäss Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Der Verbotsirrtum betrifft die Konstellation, bei welcher der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält (BGE 129 IV E. 238 E. 3.1.). Es kann sich nur darauf berufen, wer zureichende Gründe zur Annahme hatte, er tue überhaupt nichts Unrechtes, und nicht schon, wer die Tat bloss für straflos hielt. Anderseits genügt zum Ausschluss eines Verbotsirrtums das unbestimmte Empfinden, dass das in Aussicht genommene Verhalten gegen das verstösst, was recht ist (BGE 104 IV 217 E. 2). Werden Auskünfte bei einem Rechtsberater bzw. Anwalt eingeholt, gilt es zu berücksichtigen, dass sich der Täter auf die Auskunft nur verlassen kann, wenn diesem jener Sachverhalt zur Prüfung vorlag, der vom Täter nachher verwirklicht wurde, und er im Gutachten unter allen rechtlichen Gesichtspunkten geprüft worden ist, die auch der Täter kennen musste (Urteil des Bundesgerichts 6B_804/2018 vom 4.”
“Gemäss Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Der Verbotsirrtum betrifft die Konstellation, bei welcher der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält (BGE 129 IV E. 238 E. 3.1.). Es kann sich nur darauf berufen, wer zureichende Gründe zur Annahme hatte, er tue überhaupt nichts Unrechtes, und nicht schon, wer die Tat bloss für straflos hielt. Anderseits genügt zum Ausschluss eines Verbotsirrtums das unbestimmte Empfinden, dass das in Aussicht genommene Verhalten gegen das verstösst, was recht ist (BGE 104 IV 217 E. 2). Werden Auskünfte bei einem Rechtsberater bzw. Anwalt eingeholt, gilt es zu berücksichtigen, dass sich der Täter auf die Auskunft nur verlassen kann, wenn diesem jener Sachverhalt zur Prüfung vorlag, der vom Täter nachher verwirklicht wurde, und er im Gutachten unter allen rechtlichen Gesichtspunkten geprüft worden ist, die auch der Täter kennen musste (Urteil des Bundesgerichts 6B_804/2018 vom 4.”
Kann eine Vorgesetztenanordnung den Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB begründen, wenn die Anordnung ausdrücklich ermächtigend war und die Betroffene glaubhaft darlegte, weshalb sie an Unrechtsunkenntnis glaubte? Insbesondere kann von der Unterstellten nicht verlangt werden, eine vom zuständigen Vorgesetzten erhaltene Prozessinformation in Frage zu stellen, sofern die Anordnung nicht offenkundig rechtswidrig ist.
“Le déroulement des faits laisse toutefois apparaître qu'elle n'avait pas conscience du caractère illicite de son comportement, qui lui avait été expressément autorisé par son supérieur hiérarchique. C______ a expliqué de manière crédible qu'elle n'avait pas connaissance de la marche à suivre dans une pareille situation, raison pour laquelle elle l'avait sollicité. Cette version est également corroborée par J______ et E______, celui-là précisant que les inspecteurs ne connaissaient pas les détails procéduraux de ce genre d'intervention. Aussi, on ne saurait exiger d'une subalterne qu'elle remette en question une information sur un processus fourni par son supérieur compétent en la matière, tel que celui concernant l'enlèvement d'un véhicule stationné sans droit sur un terrain privé. Cette situation n'est au demeurant pas comparable à celle où un tel supérieur ordonnerait la réalisation d'un acte notoirement contraire à la loi comme une atteinte à l'intégrité personnelle d'un détenu. Dans ces conditions, C______ avait des raisons suffisantes de se croire en droit d'organiser l'enlèvement du véhicule de A______ (art. 21 CP). Partant, il ne peut être retenu qu'elle a agi de manière coupable en lien avec l'enlèvement dudit véhicule. 3.6.4. C______ sera dès lors acquittée du chef d'abus d'autorité, ce qui conduit au rejet des appels et à la confirmation du jugement entrepris. L'acquittement ne préjuge toutefois en rien d'éventuelles sanctions disciplinaires qui pourraient être prises par l'autorité administrative et qui ne relèvent pas de la juridiction d'appel. 4. 4.1. Lorsque, du fait de la procédure, le prévenu a subi une atteinte particulièrement grave à ses intérêts personnels au sens des art. 28 al. 2 CC ou 49 CO, il aura droit à la réparation de son tort moral. L'intensité de l'atteinte à la personnalité doit être analogue à celle requise dans le contexte de l'art. 49 CO (ATF 149 IV 289 consid. 2.1.1 ; 143 IV 339 consid. 3.1). Outre la détention, peut constituer une grave atteinte à la personnalité, par exemple, une arrestation ou une perquisition menée en public ou avec un fort retentissement médiatique, une durée très longue de la procédure ou une importante exposition dans les médias, ainsi que les conséquences familiale, professionnelle ou politique d'une procédure pénale, de même que les assertions attentatoires aux droits de la personnalité qui pourraient être diffusées par les autorités pénales en cours d'enquête ; en revanche, il n'y a pas lieu de prendre en compte les désagréments inhérents à toute poursuite pénale comme la charge psychique que celle-ci est censée entraîner normalement chez une personne mise en cause (ATF 146 IV 231 consid.”
Eine langjährige oder konstante Duldung bzw. eine unangefochtene Praxis der Behörden kann in Einzelfällen eine suffiziente Grundlage dafür bilden, dass sich eine handelnde Person im Zeitpunkt der Tat im Sinne von Art. 21 StGB irrt und nicht weiss bzw. nicht wissen kann, dass ihr Verhalten rechtswidrig ist. Eine solche suffiziente Grundlage liegt vor, wenn der Handelnde keinen Vorwurf trifft, weil die Umstände auch eine gewissenhafte Person hätten irreführen können. Dagegen reicht das blosses Nicht‑Eingreifen der Behörde nicht stets aus. In besonders technischen oder bewilligungspflichtigen Bereichen ist im Allgemeinen erhöhte Sorgfalt erforderlich, sodass eine behördliche Duldung dort weniger leicht als suffiziente Irrtumsursache anerkannt wird.
“Une raison de se croire en droit d'agir est « suffisante » lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid. 2 ; 98 IV 293 consid. 4a ; arrêt TF 6B_403/2013 du 27 juin 2013 consid. 1.1). La tolérance constante de l'autorité - administrative ou pénale - à l'égard d'un comportement illicite déterminé peut, dans certains cas, constituer une raison suffisante de se croire en droit d'agir (ATF 91 IV 201 consid. 4). Ainsi, il existe des raisons suffisantes excluant la nécessité de réflexions supplémentaires lorsque la police a toléré des comportements semblables depuis longtemps. Il en va de même en présence d'une pratique constante et non contestée. En revanche, le simple fait que l'autorité n'intervienne pas ne suffit pas pour admettre l'existence d'une erreur de droit (ATF 128 IV 201 consid. 2 ; arrêt TF 6S.46/2002 du 24 mai 2002 consid. 4b, publié in SJ 2002 I 441 ; Trechsel/Jean-Richard, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3 e éd., 2018, art. 21 CP n. 9). 4.4.2. Si l’on peut admettre que la législation sur les armes est à certains égards complexe notamment en raison de ses différentes révisions, cette complexité ne saurait en l'occurrence constituer une raison suffisante permettant à l’appelant de se croire autorisé à procéder à la transmission d’un fusil d’assaut sans posséder un quelconque document au moment du transfert. Cette complexité exigeait au contraire de celui-ci qu'il fasse preuve d'une attention particulière. Il y a en effet lieu de se montrer sévère lorsqu'il s'agit d'appliquer, comme en l'espèce, l'erreur sur l'illicéité dans des domaines techniques ou soumis à un régime d'autorisation (cf. Killias et al., Précis de droit pénal général, 3e éd. 2008, p. 43 n. 312 et les arrêts cités) et que l'auteur sait qu'une réglementation juridique existe (cf. ATF 120 IV 208 consid. 5b p. 215). Comme avocat et qui plus est habitué des armes pour pratiquer le tir sportif et la chasse (pv du 3 juin 2022/DO 14 et 17), l’appelant savait vers qui se renseigner afin de connaître le régime applicable à l’arme en question.”
“Une raison de se croire en droit d'agir est « suffisante » lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid. 2 p. 210; ATF 98 IV 293 consid. 4a p. 303; TF 6B_403/2013 du 27 juin 2013 consid. 1.1). La tolérance constante de l'autorité – administrative ou pénale – à l'égard d'un comportement illicite déterminé peut, dans certains cas, constituer une raison suffisante de se croire en droit d'agir (ATF 91 IV 201 consid. 4 p. 204). Ainsi, il existe des raisons suffisantes excluant la nécessité de réflexions supplémentaires lorsque la police a toléré des comportements semblables depuis longtemps. Il en va de même en présence d'une pratique constante et non contestée. En revanche, le simple fait que l'autorité n'intervienne pas ne suffit pas pour admettre l'existence d'une erreur de droit (ATF 128 IV 201 consid. 2 p. 210; TF 6S.46/2002 du 24 mai 2002 consid. 4b, publié in SJ 2002 I 441; Trechsel/Jean-Richard, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3e éd., 2018, n° 9 ad art. 21 CP). 5.3 Dans le cas particulier, l’appelante a opposé à l’injonction d’une collaboratrice du magasin de porter un masque une « attestation » provenant d’un juriste – et non d’un médecin – exposant qu’elle était dispensée de porter un masque de protection. Cette attestation, produite au dossier préfectoral, expose la position juridique d’un juriste. Elle est définie par son auteur « comme un document de résistance pacifique pour tous ceux qui veulent se libérer de l’ordonnance fédérale concernant l’obligation du port du masque ». On lit également que les mesures entreprises ensuite de la pandémie sont assimilée à un « coup d’Etat orchestré par le Conseil fédéral ». Enfin, l’attestation est délivrée pour toutes les personnes qui disent avoir « plusieurs raisons non médicales de ne pas porter de masque facial ». Il ressort de l’état de fait du jugement que l’appelante estimait devoir être exemptée du port du masque en raison de cette attestation. Pour l’avoir lue, l’appelante comprenait que cette attestation contrecarrait les mesures sanitaires mises en place pour lutter contre la pandémie de COVID-19 pour des raisons idéologiques suivant une vision unilatérale d’un juriste.”
“Aussi, le Tribunal fédéral exige-t-il que le comportement de l'auteur rende plus difficile le prononcé ou l'exécution d'une décision à l'encontre de l'étranger en situation irrégulière ou restreigne, pour les autorités, les possibilités de l'arrêter. En règle générale, il est admis que celui qui héberge une personne séjournant illégalement en Suisse facilite le séjour illégal de celle-ci, qu'il agisse en tant qu'hôtelier, de bailleur ou d'employeur qui loue une chambre. Le logement est alors susceptible de devenir une cachette pour l'étranger en situation irrégulière, lui permettant ainsi de se soustraire à l'intervention des autorités administratives (ATF 130 IV 77 consid. 2.3.2). En revanche, les personnes qui offrent aux étrangers en situation illégale un logement ou un gîte pour seulement quelques jours doivent demeurer impunis car cela ne témoigne pas d'une volonté délictueuse, qui n'est, par ailleurs, pas de nature à entraver l'action administrative (NGUYEN/AMARELLE, Code annoté de droit des migrations, Vol. II, Loi sur les étrangers, n. 2.2/14 ad art. 116 LEI). 4.1.5. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; 138 IV 13 consid. 8.2). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid. 2), une raison de se croire en droit d'agir étant "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut lui être adressé parce que son erreur provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur tout homme consciencieux (ATF 98 IV 293 consid. 4a; cf. FF 1999 p. 1814). La tolérance constante de l'autorité administrative ou pénale à l'égard d'un comportement illicite déterminé peut, dans certains cas, constituer une raison suffisante de se croire en droit d'agir (ATF 91 IV 201 consid.”
Ist der Verbotsirrtum unvermeidbar, liegt nach Art. 21 StGB keine Schuld vor und der Täter ist in der Regel freizusprechen. War der Irrtum vermeidbar, mindert das Gericht die Strafe. Erweist sich, dass der Täter sich der Rechtswidrigkeit bewusst war, kommt Art. 21 nicht zur Anwendung.
“189 CP, car pour parvenir à ses fins, il avait exploité le jeune âge et l'inexpérience de la victime (i) en la mettant mal à l'aise, en lui posant des questions d'ordre sexuel, manifestement dans le but de la déstabiliser et de la conduire à lui prodiguer une fellation, tout en minimisant les faits, (ii) en exploitant la gêne de l'appelante en lui montrant un film pornographique, (iii) en précisant ne devoir rien dire à sa mère, afin de maintenir de bons rapports familiaux. Ainsi, la Cour a retenu qu'en plus d'avoir un ascendant sur l'appelante du fait de son âge et de son expérience, l'intimé s'est servi des rapports familiaux qu'il entretenait avec elle - qui le considérait comme son frère - pour la mettre en confiance et annihiler toute forme de résistance, d'où l'incapacité de cette dernière à manifester son refus. 3.1. Selon l'art. 12 al. 2 CP, agit intentionnellement quiconque commet un crime ou un délit avec conscience et volonté. L'auteur agit déjà intentionnellement lorsqu'il tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait (dol éventuel). 3.2. Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité supprime ou diminue la faute de l'auteur, alors que ce dernier a réalisé les éléments objectifs et subjectifs de l'infraction ; l'intention de l'auteur n'est pas exclue, au contraire de l'erreur sur les faits (art. 13 CP ; M. DUPUIS / L. MOREILLON / C. PIGUET / S. BERGER / M. MAZOU / V. RODIGARI [éds], Code pénal - Petit commentaire, 2ème éd., Bâle 2017, ad art. 21, n. 2 ss). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1131/2018 du 21 janvier 2019 consid. 2.1 et les références citées). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art.”
“Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Gemäss Bundesgericht erliegt ei- nem Verbotsirrtum der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist. Ein Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun. Der Verbotsirr- tum ist unvermeidbar, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt. Es gelten die Kriterien, welche die Praxis zur Beurteilung der "zureichenden Gründe" beim altrechtlichen Rechtsirrtum (Art. 20 aStGB) entwi- ckelt hat. Zureichend ist ein Grund, wenn dem Täter aus seinem Verbotsirrtum kein Vorwurf gemacht werden kann, weil der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (Urteil des Bundesgerichts 6B_505/2018 vom 3. Mai 2019 E. 3.2).”
“Per escludere l'errore sull'illiceità, è sufficiente che l'autore abbia avuto, o avrebbe dovuto avere, la sensazione di fare qualcosa di contrario a ciò che si deve (DTF 129 IV 6 consid. 4.1). In generale, l'ordinamento giuridico ricalca i valori etici predominanti, nel senso che le trasgressioni rilevanti a tali valori sono disapprovate anche sotto il profilo legale. La sensazione dell'autore di agire in contrasto con le norme morali prevalenti costituisce un'indicazione importante in merito alla sua consapevolezza dell'illiceità della sua condotta (DTF 104 IV 217 consid. 2). BGE 150 IV 10 S. 27 Il ricorrente si prevale di un errore sull'illiceità, argomentando a ruota libera, senza confrontarsi con le argomentazioni della Corte di appello e in particolare con i fatti da essa accertati. Non censura alcun arbitrio al riguardo. Orbene, l'autorità precedente ha ritenuto che egli ha agito con coscienza del carattere illecito dei propri atti. Trattasi di un accertamento di fatto che vincola questo Tribunale e che è sufficiente a escludere la sussistenza di un errore sull'illiceità e quindi l'applicazione dell'art. 21 CP.”
“Handelt der Täter in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zugunsten des Täters nach dem Sachverhalt, den er sich vorgestellt hat (Art. 13 StGB). Die blosse Vorstellung von der Möglichkeit eines Angriffs genügt nicht für die Annahme einer Putativnotwehrsituation (vgl. BGE 147 IV 193 E. 1.4.5; BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; 6B_569/2018 vom 20. März 2019 E. 3.5.4; 6B_676/2016 vom 16. Februar 2017 E. 2; je mit Hinweisen). Der vermeintlich Angegriffene muss vielmehr Umstände glaubhaft machen, die bei ihm den Glauben erwecken konnten, er befinde sich in einer Notwehrlage; demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umstände durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen).”
Ein Rechtsirrtum (Art. 21 StGB) ist ausgeschlossen, wenn die Behörde den Täter ausdrücklich auf die rechtliche Lage hingewiesen hat oder wenn der Täter behördlichen Weisungen zuwider gehandelt hat.
“2 LIASI, exceptionnellement, une aide financière peut être accordée à une personne propriétaire d'un bien immobilier, si ce bien lui sert de demeure permanente, étant précisé que dans ce cas, l'aide financière accordée est remboursable et l'immeuble peut être grevé d'une hypothèque au profit de l'Hospice général. Le demandeur doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir son droit et fixer le montant des prestations d'aide financière (art. 31 al. 1 LIASI). Le bénéficiaire doit immédiatement déclarer à l'HG tout fait nouveau de nature à entraîner la modification du montant des prestations d'aide financière qui lui sont allouées ou leur suppression (art. 33 al. 1 LIASI). Les prestations d'aide financière peuvent être réduites, suspendues, refusées ou supprimées notamment lorsque le bénéficiaire refuse de donner les informations requises, donne des indications fausses ou incomplètes ou cache des informations utiles (art. 35 al. 1 let. d LIASI). 3.4. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées). Le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi, son ignorance ne le protégeant que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; arrêt 6B_77/2019 du 11 février 2019 consid. 2.1 et les références citées). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 ; 104 IV 217 consid. 2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_77/2019 précité consid. 2.1). L'erreur sur l'illicéité est ainsi exclue lorsque l'autorité a expressément attiré l'attention de l'auteur sur la situation juridique ou lorsque celui-ci passe outre à des directives de l'autorité (ATF 129 IV 6 consid.”
Der Massstab für die Vermeidbarkeit des Verbotsirrtums ist individualisiert. Zu prüfen ist, ob gerade dem konkreten Täter aufgrund seiner persönlichen Verhältnisse (z. B. Erfahrung, Ausbildung, Intelligenz) vorgeworfen werden kann, die Rechtmässigkeit seines Verhaltens zu überprüfen. Regelmässig gilt ein Irrtum als vermeidbar, wenn der Täter an der Rechtmässigkeit seines Verhaltens zweifelte oder hätte zweifeln müssen.
“Im Übrigen hätte er die Ermächtigung wahrscheinlich problemlos erhalten, nachdem er im Namen des kantonalen Amts bereits Anzeige erstattet hatte und eine Strafverfolgung offensichtlich im Interesse des kantonalen Amts war. Da die ohne Entbindung vom Amtsgeheimnis erfolgte Zeugenaussage nicht den einzigen möglichen Weg darstellte, kann das kumulative Erfordernis offengelassen werden, ob das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung des Beschwerdeführers dessen Interesse an der Geheimhaltung überwog. Nicht massgeblich ist damit auch, ob eine Verletzung der Geheimhaltungsinteressen des Beschwerdeführers deshalb als vermindert erscheint, weil diesen Interessen durch die generelle Pflicht der Strafbehörde zur Wahrung des Amtsgeheimnisses Rechnung getragen wurde. Diese Argumentation verkennt, dass das Amtsgeheimnis auch zwischen Verwaltungs- und Strafbehörden gilt; zumal im Fall hier die Geheimhaltungspflicht des Beschwerdegegners nicht im Sinn von § 76 Abs. 4 Satz 2 RSV aufgrund einer gesetzlichen Auskunfts- oder Anzeigepflicht entfallen war. Ein Verbotsirrtum liegt nach Art. 21 StGB vor, wenn der Täter nicht weiss oder nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. Der Täter handelt beim Verbotsirrtum vorsätzlich, das heisst in richtiger Kenntnis aller objektiven und subjektiven Tatbestandselemente, er meint aber – subjektiv – im Recht zu sein beziehungsweise hält sein Tun versehentlich für erlaubt. Bei einem Verbotsirrtum handelt der Täter zwar objektiv rechtswidrig, aber nicht schuldhaft und ist deshalb freizusprechen. War der Irrtum hingegen vermeidbar, kann das Gericht nur auf eine mildere Strafe erkennen. Die Rechtsprechung verlangt vom Täter in aller Regel, sein Verhalten auf dessen Rechtmässigkeit zu überprüfen, wenn er selbst daran zweifelt oder hätte zweifeln müssen. Der Massstab für die Vermeidbarkeit eines Irrtums ist in dem Sinn individualisiert, dass jeweils zu prüfen ist, ob gerade dem konkreten Täter aufgrund seiner persönlichen Verhältnisse, Erfahrung, Intelligenz, Ausbildung etc. die Vermeidbarkeit einer Pflichtverletzung vorgeworfen werden kann.”
“Nach Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält (Satz 1). War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Satz 2). Der Täter muss aus zureichenden Gründen angenommen haben, sein Tun sei erlaubt. Vermeidbar ist ein Verbotsirrtum regelmässig dann, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Verhaltens zweifelte oder hätte Zweifel haben müssen (BGE 129 IV 6 E. 4.1). Wenn er aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, ist ein Verbotsirrtum ausgeschlossen (Urteil 6B_358/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.2). Die Vermeidbarkeit des Irrtums ist Rechtsfrage (Urteil 6B_216/2018 vom 14. November 2018 E. 2.2). Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm und ob er irrte (sogenannte innere Tatsachen), ist Tatfrage (BGE 141 IV 369 E. 6.3; 137 IV 1 E. 4.2.3). Tatsächliche Feststellungen der Vorinstanz können nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.”
Die Unkenntnis der Rechtswidrigkeit schützt nur ausnahmsweise. Die Rechtsprechung legt zugrunde, dass der Rechtsunterworfene sich um Kenntnis der Rechtslage zu bemühen hat; Unkenntnis kommt nur in besonderen Fällen zum Zuge. Ausschlaggebend ist, ob der Täter die Rechtswidrigkeit erkennen konnte bzw. ob er sich die erforderlichen Erkenntnisse hätte verschaffen müssen; die Voraussetzungen der Unvermeidbarkeit sind restriktiv zu prüfen.
“Il ne pouvait dès lors avoir conscience que son comportement était illicite. 9.2.3.1 Aux termes de l'art. 13 CP, quiconque agit sous l’influence d’une appréciation erronée des faits est jugé d’après cette appréciation si elle lui est favorable (al. 1). Quiconque pouvait éviter l’erreur en usant des précautions voulues est punissable pour négligence si la loi réprime son acte comme infraction de négligence (al. 2). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale. L'intention délictueuse fait alors défaut. Dans une telle configuration, l'auteur doit être jugé selon son appréciation erronée, si celle-ci lui est favorable (ATF 129 IV 238 consid. 3.1, JdT 2005 IV 87 ; TF 6B_1180/2022 du 15 juin 2023 consid. 2.1 ; TF 6B_943/2019 du 7 février 2020 consid. 4.1 ; TF 6B_1012/2017 du 23 mars 2018 consid. 2.1 ; TF 6B_996/2017 du 7 mars 2018 consid. 4.2). 9.2.3.2 Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées, JdT 2016 I 200 ; ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; TF 6B_1398/2022 du 12 mai 2023 consid. 1.1.1). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; TF 6B_1398/2022 précité ; TF 6B_706/2019 du 13 août 2019 consid. 2.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 129 IV 6 consid.”
“Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 129 IV 6 consid. 4.1; 104 IV 217 consid. 2). La possibilité théorique d'apprécier correctement la situation ne suffit pas à exclure l'application de l'art. 21 1 re phrase CP.”
“Gemäss Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und auch nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, mithin also annimmt, sein Tun sei erlaubt. Einem Rechts- bzw. Verbotsirrtum erliegt der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist (BGE 129 IV 238 E. 3.1). Ein Rechts- bzw. Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun (BGE 104 IV 217 E. 2; vgl. auch BGE 130 IV 77 E. 2.4). Die Regelung betreffend den Rechts- bzw. Verbotsirrtum beruht auf dem Gedanken, dass sich der Rechtsunterworfene um die Kenntnis der Gesetze zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (BGE 129 IV 238 E. 3.1).”
“Ces deux conditions doivent être interprétées de façon restrictive. (ATF 132 112 consid. 1). La jurisprudence a considéré que constituaient des motifs suffisants les affirmations tenues dans le cadre d'une procédure en divorce (ATF 96 IV 56 ; M. DUPUIS / L. MOREILLON / C. PIGUET / S. BERGER / M. MAZOU / V. RODIGARI [éds], Code pénal - Petit commentaire, 2ème éd., Bâle 2017, n. 28 ad. art. 173). 2.2.3. La calomnie de l'art. 174 CP est une forme qualifiée de diffamation, en ce sens que les allégations attentatoires à l'honneur sont fausses, que l'auteur a connaissance de la fausseté de ses allégations et qu'il n'y a, dès lors, pas de place pour les preuves libératoires prévues par l'art. 173 CP (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1286/2016 du 15 août 2017 consid. 1.2). Le concours idéal avec la diffamation (art. 173 CP) est ainsi exclu (M. DUPUIS / L. MOREILLON / C. PIGUET / S. BERGER / M. MAZOU / V. RODIGARI [éds], Code pénal - Petit commentaire, 2ème éd., Bâle 2017, n. 18 ad art. 174). 2.3. En application de l'art. 21 CP relatif à l'erreur sur l'illicéité, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 p. 241; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343 et les références citées). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 p. 241; arrêts 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid. 1.3.2; 6B_1102/2015 du 20 juillet 2016 consid. 4.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 104 IV 217 consid.”
Ein Verbotsirrtum gilt regelmässig als vermeidbar, wenn der Täter an der Rechtmässigkeit seines Handelns zweifelte oder hätte zweifeln müssen, oder wenn er wusste, dass eine rechtliche Regelung besteht, sich über deren Inhalt und Reichweite aber nicht genügend informierte. Bereits laienhafte Einschätzungen, dass das fragliche Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, können den Verbotsirrtum ausschliessen.
“Allgemeine Ausführungen Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Ein Verbotsirrtum gilt nach der Rechtsprechung in der Regel als vermeidbar, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Handelns zweifelte oder hätte zweifeln müssen oder wenn er weiss, dass eine rechtliche Regelung besteht, er sich über deren Inhalt und Reichweite aber nicht genügend informiert (BGE 129 IV 6 E. 4.1; BGE 120 IV 208 E. 5b; je mit Hinweisen). Unvermeidbar ist der Verbotsirrtum, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt, oder wenn der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (BGE 104 IV 217 E. 3a mit Hinweis; siehe zum Ganzen auch Urteile des BGer 6B_524/2016 vom 13. Februar 2017 E. 1.3.2; 6B_782/2016 vom 27. September 2016 E. 3.1; je mit Hinweisen). Diese Regelung beruht auf dem Gedanken, dass sich der Rechtsunterworfene um die Kenntnis der Rechtslage zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (vgl. BGE 129 IV 238 E. 3.1 mit Hinweisen).”
“Hätte der Täter den Irrtum bei pflichtgemässer Vorsicht vermeiden können, so ist er aber wegen Fahrlässigkeit strafbar, wenn die fahrlässige Begehung der Tat mit Strafe bedroht ist (Art. 13 Abs. 2 StGB). Diese Regeln bringen im Wesentlichen zum Ausdruck, was sich bereits aus der Konzeption von Vorsatz und Fahrlässigkeit gemäss Art. 12 Abs. 2 und 3 StGB ergibt. Zum «Sachverhalt», den Art. 13 StGB im Auge hat, gehören in erster Linie die Tatumstände, also sämtliche Merkmale des objektiven Tatbestands, weshalb auch von einem Tatbestandsirrtum gesprochen wird. Diesem unterliegt nicht nur, wer sich positiv falsche Vorstellungen über den «Sachverhalt» macht, sondern es genügt schon das Fehlen der richtigen Vorstellung, die Unkenntnis eines Tatbestandsmerkmals, wie etwa, wenn der Erwerber einer gestohlenen Sache deren legale Herkunft als so selbstverständlich voraussetzt, dass er sie nicht einmal bedenkt (Niggli/Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 8 und 10 zu Art. 13 StGB). Demgegenüber betrifft der (auch Verbotsirrtum genannte) Rechtsirrtum gemäss Art. 21 StGB die Konstellation, bei welcher der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält (vgl. z.B. Urteil des BGer 6B_1066/2016 vom 16. Mai 2017 E. 3.1). Der Irrtum bezieht sich in diesem Fall auf die Rechtswidrigkeit der konkreten Tat (vgl. BGE 129 IV 238 E. 3.1; Urteil des BGer 6B_943/2019 vom 7. Februar 2020 E. 4.1). Ein Verbotsirrtum gilt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel als vermeidbar, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Handelns zweifelte oder hätte zweifeln müssen oder wenn er weiss, dass eine rechtliche Regelung besteht, er sich über deren Inhalt und Reichweite aber nicht genügend informiert (vgl. BGE 129 IV 6 E. 4.1; BGE 120 IV 208 E. 5b; Urteil 6B_216/2018 vom 14. November 2018 E. 2.3; je mit Hinweisen). Unvermeidbar ist der Verbotsirrtum, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt, oder wenn der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (vgl.”
“Bei einem Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB handelt es sich um einen Rechtsirrtum, welcher im Gegensatz zu einem Sachverhaltsirrtum den Täter, der nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt oder dessen Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen, vor Strafe schützt (BGE 104 IV 217 E. 3a S. 220 f. mit Hinweis; BGer 6B_524/2016 vom 13. Februar 2017 E. 1.3.2 mit Hinweis). Ein Verbotsirrtum gilt nach der Rechtsprechung in der Regel als vermeidbar, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Handelns zweifelte oder hätte zweifeln müssen oder wenn er weiss, dass eine rechtliche Regelung besteht, er sich über deren Inhalt und Reichweite aber nicht genügend informiert. Für den Ausschluss des Verbotsirrtums, wonach der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält, genügt bereits die laienhafte Einschätzung, dass das fragliche Verhalten der Rechtsordnung widerspricht (Niggli/Mäder, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.”
“Le seul fait qu'une personne dans l'erreur ait théoriquement pu éviter celle-ci en se renseignant, n'exclut pas nécessairement l'application de l'art. 21 CP (ATF 116 IV 56 consid. II.3.a). Cependant, si l'auteur d'une infraction se trouvait dans l'erreur mais qu'une personne consciencieuse placée dans la même situation aurait su éviter celle-ci, il n'existe alors pas d'erreur sur l'illicéité stricto sensu (ATF 104 IV 217 consid. 3a ; 99 IV 185 consid. 3a ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_1008/2021 du 9 novembre 2021 consid. 1.3.2 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2). Dans un tel cas, il existe une "erreur évitable sur l'illicéité" qui, si elle n'a pas d'influence sur la punissabilité du comportement de l'auteur, constitue une circonstance atténuante impérative, selon l'art. 21, deuxième phrase, CP (du même avis : A. DONATSCH, OFK StGB/JStG Kommentar, n. 7 ad art. 21 CP ; CP. DEPEURSINGE/R. GAUDERON, Commentaire romand CP I, 2ème éd. 2021, n. 36 ad art. 21 CP ; S. TRECHSEL/B. FATEH-MOGHADAM, DIKE Praxiskommentar StGB, n. 5a ad art. 21 CP ; MA. NIGGLI/S. MAEDER, Commentaire bâlois StGB, 4ème éd. 2019, n. 24 ad art. 21 CP). Une erreur sur l'illicéité est en revanche exclue lorsque l'auteur savait que son action ou son omission était contraire au droit mais ignorait la qualification juridique de son comportement (ATF 148 IV 298 consid. 7.6). La détermination de ce qu'un auteur savait est une question de fait (ATF 150 IV 10 consid. 4.7.2 ; 148 IV 298 consid. 7.6 ; 141 IV 336 consid. 2.4.3). Le fait que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose d'illégal constitue un indice important que l'auteur ne se trouvait pas dans une erreur sur l'illicéité dans la mesure où le système pénal suit en principe les valeurs éthiques dominantes (ATF 150 IV 10 consid. 4.2.7 ; 104 IV 217 consid. 2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_311/2020 du 12 octobre 2020 consid. 3.4.1 ; 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid. 1.3.2). Savoir si une erreur est évitable est en revanche une question de droit (arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid.”
Ist ein Verfahren als rein administrativ zu qualifizieren und die zugrundeliegende Norm keine Strafbestimmung, findet Art. 21 StGB keine Anwendung; ein Verweis auf das StGB (z.B. Art. 2 DPA) ändert daran nicht.
“ti 28-31 del ricorso presentato davanti all'istanza inferiore, va infatti rilevato che un diniego di giustizia non è dato, perché la Corte cantonale ha escluso anche la possibilità di richiamo al principio della buona fede, indicando nel suo giudizio: da un lato, che l'autorizzazione a portare titoli accademici di università private o estere spettava al Dipartimento della sanità e della socialità; d'altro lato, che neppure corrispondeva al vero che egli avesse utilizzato il termine di professore in corrispondenza al periodo di docenza presso C.________ (precedente consid. 4.2). Scartata questa possibilità, non doveva quindi nemmeno esprimersi sull'art. 21 CP, perché la richiesta di una sua applicazione era subordinata al riconoscimento del diritto alla tutela della buona fede (ricorso del 10 gennaio 2020, p.to 30). 7.3. Il riconoscimento di un errore di diritto ai sensi dell'art. 21 CP doveva e deve del resto essere escluso. Come indicato nel precedente considerando 6, la procedura va infatti considerata come meramente amministrativa e l'art. 21 CP non trova quindi applicazione, neppure su richiamo dell'art. 2 DPA, che prevede che le disposizioni generali del codice penale svizzero si applicano - salvo eccezioni - anche ai fatti cui la legislazione amministrativa federale commina una pena. In effetti, l'art. 43 LPMed non è una norma penale. 7.4. Constatata l'infondatezza delle critiche sollevate nei confronti del giudizio impugnato non resta di conseguenza che respingere il ricorso e confermare la multa di fr. 300.-- decisa in sede cantonale. In base agli accertamenti di fatto contenuti nel giudizio impugnato, che vincolano il Tribunale federale (art. 105 cpv. 1 LTF; precedente consid. 2.2), appare infatti evidente che al momento in cui ha inviato l'opuscolo dello Studio B.________ ai suoi colleghi, nel maggio 2014, il ricorrente sapeva o doveva sapere di non essere più docente presso C.________ e che - anche già solo per questo motivo, che è uno dei due addotti a sostegno della misura disciplinare decisa (precedente consid. 4.2) - l'informazione fornita non era corretta.”
“21 CP, applicabile per analogia anche nell'ambito del diritto penale amministrativo, in base all'art. 2 della legge federale del 22 marzo 1974 sul diritto penale amministrativo (DPA; RS 313.0) in relazione con l'art. 333 cpv. 1 CP. 7.2. Pure in quest'ultimo caso, a torto tuttavia. Nella misura in cui l'insorgente fa valere la mancata verifica delle critiche esposte ai p.ti 28-31 del ricorso presentato davanti all'istanza inferiore, va infatti rilevato che un diniego di giustizia non è dato, perché la Corte cantonale ha escluso anche la possibilità di richiamo al principio della buona fede, indicando nel suo giudizio: da un lato, che l'autorizzazione a portare titoli accademici di università private o estere spettava al Dipartimento della sanità e della socialità; d'altro lato, che neppure corrispondeva al vero che egli avesse utilizzato il termine di professore in corrispondenza al periodo di docenza presso C.________ (precedente consid. 4.2). Scartata questa possibilità, non doveva quindi nemmeno esprimersi sull'art. 21 CP, perché la richiesta di una sua applicazione era subordinata al riconoscimento del diritto alla tutela della buona fede (ricorso del 10 gennaio 2020, p.to 30). 7.3. Il riconoscimento di un errore di diritto ai sensi dell'art. 21 CP doveva e deve del resto essere escluso. Come indicato nel precedente considerando 6, la procedura va infatti considerata come meramente amministrativa e l'art. 21 CP non trova quindi applicazione, neppure su richiamo dell'art. 2 DPA, che prevede che le disposizioni generali del codice penale svizzero si applicano - salvo eccezioni - anche ai fatti cui la legislazione amministrativa federale commina una pena. In effetti, l'art. 43 LPMed non è una norma penale. 7.4. Constatata l'infondatezza delle critiche sollevate nei confronti del giudizio impugnato non resta di conseguenza che respingere il ricorso e confermare la multa di fr. 300.-- decisa in sede cantonale. In base agli accertamenti di fatto contenuti nel giudizio impugnato, che vincolano il Tribunale federale (art.”
“Pure in quest'ultimo caso, a torto tuttavia. Nella misura in cui l'insorgente fa valere la mancata verifica delle critiche esposte ai p.ti 28-31 del ricorso presentato davanti all'istanza inferiore, va infatti rilevato che un diniego di giustizia non è dato, perché la Corte cantonale ha escluso anche la possibilità di richiamo al principio della buona fede, indicando nel suo giudizio: da un lato, che l'autorizzazione a portare titoli accademici di università private o estere spettava al Dipartimento della sanità e della socialità; d'altro lato, che neppure corrispondeva al vero che egli avesse utilizzato il termine di professore in corrispondenza al periodo di docenza presso C.________ (precedente consid. 4.2). Scartata questa possibilità, non doveva quindi nemmeno esprimersi sull'art. 21 CP, perché la richiesta di una sua applicazione era subordinata al riconoscimento del diritto alla tutela della buona fede (ricorso del 10 gennaio 2020, p.to 30). 7.3. Il riconoscimento di un errore di diritto ai sensi dell'art. 21 CP doveva e deve del resto essere escluso. Come indicato nel precedente considerando 6, la procedura va infatti considerata come meramente amministrativa e l'art. 21 CP non trova quindi applicazione, neppure su richiamo dell'art. 2 DPA, che prevede che le disposizioni generali del codice penale svizzero si applicano - salvo eccezioni - anche ai fatti cui la legislazione amministrativa federale commina una pena. In effetti, l'art. 43 LPMed non è una norma penale. 7.4. Constatata l'infondatezza delle critiche sollevate nei confronti del giudizio impugnato non resta di conseguenza che respingere il ricorso e confermare la multa di fr. 300.-- decisa in sede cantonale. In base agli accertamenti di fatto contenuti nel giudizio impugnato, che vincolano il Tribunale federale (art. 105 cpv. 1 LTF; precedente consid. 2.2), appare infatti evidente che al momento in cui ha inviato l'opuscolo dello Studio B.________ ai suoi colleghi, nel maggio 2014, il ricorrente sapeva o doveva sapere di non essere più docente presso C.”
Ein entschuldigender Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB ist in der Regel nicht anzunehmen, wenn der Täter keine ernsthaften, fachkundigen Abklärungen getroffen hat. Blosse Praxisannahmen Dritter oder nicht‑juristische Äusserungen begründen für sich genommen keine ausreichende faktische Grundlage für einen Verbotsirrtum; ebenso fehlt es an ihm, wenn etwa kein Rechtsgutachten eingeholt oder einschlägige Schreiben nicht geprüft wurden.
“Schliesslich wusste der Beschuldigte, dass die I.‑Gruppe für die Akquisition von Kunden Vermittler einsetzte und Aktienverkäufe tätigte. Das EFD führte an der Hauptverhandlung weiter zutreffend aus, dass es ausserdem naheliegend gewesen wäre, dass sich der Beschuldigte das Schreiben der FINMA hätte zeigen lassen, wenn sich C. und B. im Gespräch mit ihm darauf berufen hätten, womit er den alles andere als entlastenden Charakter des Schreibens auch als finanzmarktrechtlicher Laie erkannt hätte (SK 9.721.018), war ihm doch das Geschäftsmodell der I.‑Gruppe bekannt (siehe E. 9.4.2). Dass ausserdem ein Gutachten bei einem qualifizierten Rechtsberater in Auftrag gegeben worden wäre, um abzuklären, ob der Effektenhandel der I.‑Gruppe unter die Bewilligungspflicht falle, wird vorliegend weder behauptet noch ist ein solches aktenkundig. Der Umstand, dass die Geschäftspartner des Beschuldigten grundsätzlich «eher nicht» von einer Bewilligungspflicht ausgingen, vermag daher auch keine Grundlage für einen Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB zu begründen, zumal beide nicht Juristen waren. Damit fehlt es an einer faktischen Grundlage für die Annahme einer Fehlvorstellung im Sinne von Art. 21 StGB und damit für einen Verbotsirrtum. Ein Schuldausschlussgrund gemäss Art. 21 StGB liegt nach dem Gesagten nicht vor. Der Beschuldigte hat mithin auch schuldhaft gehandelt. 9.7 Ergebnis Im Ergebnis ist der Beschuldigte der vorsätzlichen Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung gemäss Art. 44 Abs. 1 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG schuldig zu sprechen, begangen vom 1. Februar 2012 bis zum 30. April 2014. 10. Strafzumessung 10.1 Wie dargelegt wurde, erscheint das neue Sanktionenrecht nicht milder, weshalb das alte Recht anzuwenden ist (vgl. 2.5). 10.2 10.2.1 Innerhalb des Strafrahmens misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden bestimmt sich nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Tat zu vermeiden (Art.”
“Der Gutglaubensbeweis ist vor allem für denjenigen gedacht, der durch glaubwürdige Elemente, die sich später als falsch erweisen, in die Irre geführt wurde, oder für denjenigen, der einen Verdacht aufgrund von ernsthaften Indizien geäussert hat, die sich aber später nicht bestätigen lassen (BGE 124 IV 149 E. 3b). Die Beschuldigte macht jedoch nichts dergleichen geltend. Sie beschränkte sich vielmehr darauf, Abklärungen zu tätigen, die ihre Annahme stützten, ohne dass diese für den konkreten Fall einschlägig gewesen wären. Sie erwog nicht einmal, dass hierbei nicht strafbares Handeln vorlag; dementsprechend setzte sie sich auch nicht mit den Erwägungen der Staatsanwaltschaft auseinander. Von einer besonders sorgfältigen Prüfung kann keine Rede sein. Die Beschuldigte konnte nicht in guten Treuen davon ausgehen, dass der Straf- und Zivilkläger mit genau diesem Verhalten, welches durch die Staatsanwaltschaft bereits überprüft worden war, Dokumente fälschte und einen E.________-Betrug beging. Demnach liegen keine Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe vor. Entgegen den sinngemässen Ausführungen der Beschuldigten (pag. 317) und mit der Vorinstanz (pag. 298, S. 8 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung) unterlag sie insbesondere keinem Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat die Beschuldigte gewusst, welches Handeln unter Strafe gestellt ist. Wer weiss, dass er in einer Weise vorgeht, welche einer Verbotsnorm zuwiderläuft, kann sich nicht darauf berufen, überzeugt gewesen zu sein, nicht rechtswidrig gehandelt zu haben.”
Offensichtliche Schutzbehauptungen können die Annahme eines entschuldigenden Verbotsirrtums i.S.v. Art. 21 StGB erschweren. Widersprüchliche Angaben, auffälliges Verschweigen oder Indizien wie Barzahlungen zur Verschleierung sind in den zitier-ten Entscheiden als Hinweis darauf gewertet worden, dass die behauptete Unkenntnis nicht glaubhaft ist und der Verbotsirrtum allenfalls vermeidbar war.
“Dies gilt umso mehr, als er im Vorverfahren zu Protokoll gab, dass er diese inkriminierten Dateien, die er angeblich von Mitgliedern der MAK erhalten habe, deshalb behalten habe, um gegen eben diese Leute vorgehen zu können, weil die Dateien zeigen, dass diese Leute kriminell seien (siehe E. 6.3.3). Wenn er die hier zur Diskussion stehenden, inkriminierten Dateien also angeblich deshalb abspeicherte, um aufzuzeigen, dass andere Personen kriminell sind, musste er sehr wohl um das Verbot des Besitzes derselbigen wissen. Ohnehin kann dem Beschuldigten nicht gefolgt werden, wenn er den Besitz von solchen Dateien als «normal» bezeichnet, scheinen nach seinem Verständnis doch auch illegale Aufenthalte und Diebstähle «normal» zu sein (s. dazu bspw. BA pag. 13.01.0021: «Das ist ein normaler Mensch. Ein Algerier der dort illegal eingereist ist. Ganz normal»; «wir haben Diebstähle zusammen gemacht»). Vor diesem Hintergrund sind seine Äusserungen, wonach er nicht gewusst haben will, dass der Besitz von Gewaltdarstellungen verboten ist, als blosse Schutzbehauptung zu qualifizieren. Für einen Verbotsirrtum i.S.v. Art. 21 StGB verbleibt damit kein Raum; ein solcher wäre denn ohnehin vermeidbar gewesen.”
“Die Verteidigung macht allerdings einen Sachverhaltsirrtum geltend, da die Berufungsklägerin davon ausgegangen sei, «dass sie angesichts des monatlichen Freibetrags von CHF 400.00, hochgerechnet auf das ganze Jahr, keinen deklara-tionspflichtigen Lohn erzielt habe.» Handelt die Täterin in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zugunsten der Täterin nach dem Sachverhalt, den sie sich vorgestellt hat (Art. 13 Abs. 1 StGB). Nach Abs. 2 der Bestimmung ist die Täterin wegen Fahrlässigkeit strafbar, wenn sie den Irrtum bei pflichtgemässer Vorsicht hätte vermeiden könne und wenn die fahrlässige Begehung der Tat mit Strafe bedroht ist. Es kann hier offenbleiben, ob es sich gegebenenfalls allenfalls um einen Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB handeln würde, der statuiert, dass nicht schuldhaft handelt, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält (vgl. zur Abgrenzung vgl. Trechsel/Fateh-Moghadam, in Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Auflage, 2021, Art. 21 N 3, mit weiteren Hinweisen). Denn es handelt sich, wie oben (E. 3.2.4) bereits ausgeführt worden ist und wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, so oder so offensichtlich um eine reine Schutzbehauptung der Berufungsklägerin. Es gibt nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür, dass der Berufungsklägerin nicht bewusst gewesen wäre, dass sie diese Einkünfte hat deklarieren müssen. Die Berücksichtigung eines Freibetrags setzt ja gerade voraus, dass vorab das Einkommen korrekt deklariert wird; es kann offensichtlich nicht die Sache der Unterstützten sein, sich den Freibetrag selbst zuzusprechen. Der Umstand, dass sich die Berufungsklägerin ihren Lohn hat bar ausbezahlen lassen, ist auffällig und jedenfalls auch ein Indiz dafür, dass sie nicht wollte, dass die Einkünfte in ihren Bankauszügen aufgeführt werden und dass sie sich damit sehr wohl bewusst gewesen ist, dass sie diese Einkünfte angeben musste.”
Art. 21 StGB wird in der Praxis in zwei Schritten angewendet: Zunächst ist zu prüfen, ob ein Verbotsirrtum vorlag; anschliessend, ob dieser Irrtum vermeidbar war. Die Frage der Vermeidbarkeit ist eine Rechtsfrage; die Feststellung dessen, was der Täter wusste oder ob er irrte (innere Tatsachen) ist eine Tatsachenfrage. Ein Irrtum gilt als unvermeidbar, wenn der Täter aus zureichenden Gründen annehmen durfte, sein Tun sei erlaubt; war der Irrtum vermeidbar, bleibt es bei einer (obligatorischen) Strafmilderung, ansonsten fehlt die Schuld und der Täter ist freizusprechen.
“Unter der Marginalie «Irrtum über die Rechtswidrigkeit» hält Art. 21 Strafgesetzbuch (StGB, SR 311.0) betreffend den sog. Verbotsirrtum fest, dass, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, nicht schuldhaft handelt. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Ob und inwieweit Art. 21 StGB dem Täter zugutekommen kann, hängt von den Voraussetzungen ab, unter welchen sich sagen lässt, er habe um die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens (1) weder gewusst, noch (2) um sie wissen können. Daraus ergibt sich, dass die Anwendung von Art. 21 StGB in zwei Schritten erfolgt: Zuerst ist zu prüfen, ob sich der Täter überhaupt in einem Verbotsirrtum befand. Die Gründe für diesen Irrtum bleiben dabei unerheblich. Ist von einem Irrtum auszugehen, folgt jedenfalls eine Strafmilderung. Im zweiten Schritt ist zu prüfen, ob der Verbotsirrtum vermeidbar gewesen wäre. Wird die Vermeidbarkeit bejaht, bleibt es bei der Strafmilderung, andernfalls fehlt jegliche Schuld und der Täter bleibt straflos bzw. ist freizusprechen. Was das Wissen um die Rechtswidrigkeit betrifft, das die Anwendung von Art. 21 StGB ausschliesst, hat das Bundesgericht, unter Abstützung auf seine frühere Rechtsprechung zum Bundesstrafrecht, eine Grundsatzregel aufgestellt, an der es im Wesentlichen bis heute festhält. Danach ist erforderlich (aber auch ausreichend), dass «sich der Täter bewusst war [ ] gegen das Recht zu verstossen, sei es gegen subjektive Rechte anderer oder gegen allgemeine Gebote der Rechtsordnung, sei es auch ohne genauere Vorstellung» der verletzten Norm «einfach gegen das, was recht ist» (BGE 70 IV 97, E.”
“Nach Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält (Satz 1). War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Satz 2). Der Täter muss aus zureichenden Gründen angenommen haben, sein Tun sei erlaubt. Vermeidbar ist ein Verbotsirrtum regelmässig dann, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Verhaltens zweifelte oder hätte Zweifel haben müssen (BGE 129 IV 6 E. 4.1). Wenn er aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, ist ein Verbotsirrtum ausgeschlossen (Urteil 6B_358/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.2). Die Vermeidbarkeit des Irrtums ist Rechtsfrage (Urteil 6B_216/2018 vom 14. November 2018 E. 2.2). Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm und ob er irrte (sogenannte innere Tatsachen), ist Tatfrage (BGE 141 IV 369 E. 6.3; 137 IV 1 E. 4.2.3). Tatsächliche Feststellungen der Vorinstanz können nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.”
“Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. Savoir si une erreur était évitable ou non est une question de droit (arrêt 6B_428/2021 du 18 novembre 2021 consid. 2.1). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1). L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21, première phrase, CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid.”
Ist der Verbotsirrtum vermeidbar, handelt es sich nach der Praxis und Kommentaren um einen zwingenden strafmildernden Umstand zugunsten des Täters; die Gerichte haben in diesem Fall die Strafe zu mildern. Die Beurteilung der Vermeidbarkeit ist eine Frage des Rechts; liegt vor, dass eine gewissenhafte Person in derselben Lage den Irrtum hätte vermeiden können, spricht dies für eine «vermeidbare Irrtum»-Konstellation mit der genannten Folgen.
“3 ; 138 IV 13 consid. 8.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_804/2018 du 4 décembre 2018 consid. 3.2). Le seul fait qu'une personne dans l'erreur ait théoriquement pu éviter celle-ci en se renseignant, n'exclut pas nécessairement l'application de l'art. 21 CP (ATF 116 IV 56 consid. II.3.a). Cependant, si l'auteur d'une infraction se trouvait dans l'erreur mais qu'une personne consciencieuse placée dans la même situation aurait su éviter celle-ci, il n'existe alors pas d'erreur sur l'illicéité stricto sensu (ATF 104 IV 217 consid. 3a ; 99 IV 185 consid. 3a ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_1008/2021 du 9 novembre 2021 consid. 1.3.2 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2). Dans un tel cas, il existe une "erreur évitable sur l'illicéité" qui, si elle n'a pas d'influence sur la punissabilité du comportement de l'auteur, constitue une circonstance atténuante impérative, selon l'art. 21, deuxième phrase, CP (du même avis : A. DONATSCH, OFK StGB/JStG Kommentar, n. 7 ad art. 21 CP ; CP. DEPEURSINGE/R. GAUDERON, Commentaire romand CP I, 2ème éd. 2021, n. 36 ad art. 21 CP ; S. TRECHSEL/B. FATEH-MOGHADAM, DIKE Praxiskommentar StGB, n. 5a ad art. 21 CP ; MA. NIGGLI/S. MAEDER, Commentaire bâlois StGB, 4ème éd. 2019, n. 24 ad art. 21 CP). Une erreur sur l'illicéité est en revanche exclue lorsque l'auteur savait que son action ou son omission était contraire au droit mais ignorait la qualification juridique de son comportement (ATF 148 IV 298 consid. 7.6). La détermination de ce qu'un auteur savait est une question de fait (ATF 150 IV 10 consid. 4.7.2 ; 148 IV 298 consid. 7.6 ; 141 IV 336 consid. 2.4.3). Le fait que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose d'illégal constitue un indice important que l'auteur ne se trouvait pas dans une erreur sur l'illicéité dans la mesure où le système pénal suit en principe les valeurs éthiques dominantes (ATF 150 IV 10 consid. 4.2.7 ; 104 IV 217 consid. 2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_311/2020 du 12 octobre 2020 consid.”
“Le seul fait qu'une personne dans l'erreur ait théoriquement pu éviter celle-ci en se renseignant, n'exclut pas nécessairement l'application de l'art. 21 CP (ATF 116 IV 56 consid. II.3.a). Cependant, si l'auteur d'une infraction se trouvait dans l'erreur mais qu'une personne consciencieuse placée dans la même situation aurait su éviter celle-ci, il n'existe alors pas d'erreur sur l'illicéité stricto sensu (ATF 104 IV 217 consid. 3a ; 99 IV 185 consid. 3a ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_1008/2021 du 9 novembre 2021 consid. 1.3.2 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2). Dans un tel cas, il existe une "erreur évitable sur l'illicéité" qui, si elle n'a pas d'influence sur la punissabilité du comportement de l'auteur, constitue une circonstance atténuante impérative, selon l'art. 21, deuxième phrase, CP (du même avis : A. DONATSCH, OFK StGB/JStG Kommentar, n. 7 ad art. 21 CP ; CP. DEPEURSINGE/R. GAUDERON, Commentaire romand CP I, 2ème éd. 2021, n. 36 ad art. 21 CP ; S. TRECHSEL/B. FATEH-MOGHADAM, DIKE Praxiskommentar StGB, n. 5a ad art. 21 CP ; MA. NIGGLI/S. MAEDER, Commentaire bâlois StGB, 4ème éd. 2019, n. 24 ad art. 21 CP). Une erreur sur l'illicéité est en revanche exclue lorsque l'auteur savait que son action ou son omission était contraire au droit mais ignorait la qualification juridique de son comportement (ATF 148 IV 298 consid. 7.6). La détermination de ce qu'un auteur savait est une question de fait (ATF 150 IV 10 consid. 4.7.2 ; 148 IV 298 consid. 7.6 ; 141 IV 336 consid. 2.4.3). Le fait que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose d'illégal constitue un indice important que l'auteur ne se trouvait pas dans une erreur sur l'illicéité dans la mesure où le système pénal suit en principe les valeurs éthiques dominantes (ATF 150 IV 10 consid. 4.2.7 ; 104 IV 217 consid. 2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_311/2020 du 12 octobre 2020 consid. 3.4.1 ; 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid. 1.3.2). Savoir si une erreur est évitable est en revanche une question de droit (arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid.”
“Au vu de ce qui précède, il doit être retenu que l'infraction d'introduction sans droit d'une arme sur le territoire suisse est achevée dès le franchissement par celle-ci de la frontière helvétique (et non de la douane). Le Tribunal fédéral a d'ailleurs confirmé des arrêts cantonaux semblant de fait retenir cette solution (cf. arrêts du Tribunal fédéral 6B_1091/2022 du 13 novembre 2023 ; 6B_76/2023 du 4 mai 2023 ; 6B_660/2018 du 18 janvier 2019). 2.1.2. Conformément à l'art. 21, première phrase, CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. L'erreur sur l'illicéité porte sur la connaissance du caractère illégal de son comportement par l'auteur, il suffit donc qu'il ait su ou pu savoir que son comportement était prohibé pour qu'elle soit exclue (ATF 150 IV 10 consid. 4.7.2 ; 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; 138 IV 13 consid. 8.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_804/2018 du 4 décembre 2018 consid. 3.2). Le seul fait qu'une personne dans l'erreur ait théoriquement pu éviter celle-ci en se renseignant, n'exclut pas nécessairement l'application de l'art. 21 CP (ATF 116 IV 56 consid. II.3.a). Cependant, si l'auteur d'une infraction se trouvait dans l'erreur mais qu'une personne consciencieuse placée dans la même situation aurait su éviter celle-ci, il n'existe alors pas d'erreur sur l'illicéité stricto sensu (ATF 104 IV 217 consid. 3a ; 99 IV 185 consid. 3a ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_1008/2021 du 9 novembre 2021 consid. 1.3.2 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2). Dans un tel cas, il existe une "erreur évitable sur l'illicéité" qui, si elle n'a pas d'influence sur la punissabilité du comportement de l'auteur, constitue une circonstance atténuante impérative, selon l'art. 21, deuxième phrase, CP (du même avis : A. DONATSCH, OFK StGB/JStG Kommentar, n. 7 ad art. 21 CP ; CP. DEPEURSINGE/R. GAUDERON, Commentaire romand CP I, 2ème éd. 2021, n. 36 ad art. 21 CP ; S. TRECHSEL/B. FATEH-MOGHADAM, DIKE Praxiskommentar StGB, n. 5a ad art. 21 CP ; MA. NIGGLI/S. MAEDER, Commentaire bâlois StGB, 4ème éd.”
Bei Tatbestandsirrtum ist nach dem vom Täter eingenommenen Tatsachenblickpunkt zu beurteilen; diese Beurteilung gilt, wenn sie für den Täter günstig ist (Art. 13 StGB). Ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit (Art. 21 StGB) liegt vor, wenn der Täter alle Tatbestandsmerkmale kennt, aber irrtümlich glaubt, rechtsmässig zu handeln. Die Abgrenzung zwischen Tatsachen- und Rechtsirrtum richtet sich nach der subjektiven Einstellung des Täters; auch fehlerhafte Bewertungen rechtlicher Elemente können als Tatbestandsirrtum qualifiziert werden.
“En vertu de l'art. 13 CP, quiconque agit sous l'influence d'une appréciation erronée des faits est jugé d'après cette appréciation si elle lui est favorable (al. 1). Quiconque pouvait éviter l'erreur en usant des précautions voulues est punissable pour négligence si la loi réprime son acte comme infraction de négligence (al. 2). Agit sous l'emprise d'une erreur sur les faits celui qui n'a pas connaissance ou qui se base sur une appréciation erronée d'un élément constitutif d'une infraction pénale. L'intention de réaliser la disposition pénale en question fait alors défaut. Dans une telle configuration, l'auteur doit être jugé selon son appréciation erronée, si celle-ci lui est favorable. Par opposition, l'erreur sur l'illicéité (art. 21 CP) vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (arrêts 6B_1118/2022 du 30 mars 2023 consid. 2.1; 6B_943/2019 du 7 février 2020 consid. 4.1, non publié in ATF 146 IV 126; cf. ATF 129 IV 238 consid. 3.1). La délimitation entre erreur sur les faits et erreur de droit ne dépend pas du fait que l'appréciation erronée porte sur une question de droit ou des faits. Il s'agit au contraire de qualifier d'erreur sur les faits, et non d'erreur de droit, non seulement l'erreur sur les éléments descriptifs, mais également l'appréciation erronée des éléments de nature juridique constitutifs de l'infraction (arrêts 6B_1118/2022 précité consid. 2.1; 6B_943/2019 précité consid. 4.1).”
Berufsträger und Amtspersonen tragen eine erhöhte Pflicht zur Kenntnisnahme und Sorgfalt; wer Arbeiten organisiert oder eine hoheitliche Funktion ausübt, muss die rechtlichen Voraussetzungen prüfen und kann sich nicht leichtfertig auf Unkenntnis berufen. Insbesondere bei erfahrener Polizei oder offiziellen Stellen ist ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit eher als vermeidbar einzustufen; zugleich können besondere Umstände (z. B. zureichende Bestätigung durch Behördenvertreter) eine Entschuldung begründen.
“Sodann ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zumindest eventualvorsätzlich gehandelt und somit den Verstoss zumindest in Kauf genommen hat (vgl. Art. 12 StGB; SR 311.0). Ihm war die Bestimmung von Art. 154 Abs. 2 BauG bekannt. Indem er geltend macht, er habe angenommen, die von ihm am 24. Januar 2024 ausgeführte Anlieferung falle nicht unter diese Bestimmung, macht er sinngemäss einen sogenannten Rechts- oder Verbotsirrtum gemäss Art. 21 StGB geltend. Danach handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. Der Täter hält mit anderen Worten sein Tun versehentlich für erlaubt. Ein solcher Irrtum ist jedoch unter anderem nur dann beachtlich, wenn dieser auch bei Anwendung der pflichtgemässen Sorgfalt unvermeidbar gewesen wäre; Rechtsunkenntnis genügt allein nicht (vgl. BGE 129 IV 238 E. 3.1; BGE 129 IV 6 E. 4 m.w.H.). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, kann sich der Beschwerdeführer nicht mit einem Hinweis auf fehlende Fachkenntnisse entschuldigen, wenn er die Bauarbeiten organisiert und leitet. Für ihn wäre es Pflicht und ein Leichtes gewesen, sich vorgängig beim Bauamt zu erkundigen, welche Tätigkeiten während der Zeit vom 15. Dezember bis am Osterdienstag erlaubt bzw. untersagt sind. Ein beachtlicher Irrtum liegt somit nicht vor.”
“Certes, il avait la charge d'organiser les travaux de manière à éviter que des tiers ne subissent de préjudice. Cependant, le but de la séance du 12 août 2013 était précisément de décider des mesures de sécurisation du chantier. Si les employés communaux n'avaient, certes, pas donné de garantie expresse, le recourant avait été conforté par leur présence, celle de l'agent de police en particulier, et ainsi faussement amené à croire que la procédure qu'il proposait était conforme à la réglementation. La publication de l'avis de fermeture de routes au Bulletin officiel par la commune de V.________ avait encore renforcé sa conviction que les choses étaient faites correctement. Le fait qu'il soit entrepreneur n'enlevait rien au caractère excusable de son erreur, dès lors que H.________ SA n'était pas une entreprise de génie civil active dans la construction de route. Dès lors, aucune violation fautive du devoir de prudence ne saurait lui être opposée et une erreur sur l'illicéité au sens de l'art. 21 CP devait être retenue.”
“312 CP dépend uniquement de savoir si l'auteur a utilisé ses pouvoirs spécifiques, s'il a commis l'acte qui lui est reproché sous le couvert de son activité officielle et s'il a ainsi violé les devoirs qui lui incombent. L'utilisation de la force ou de la contrainte doit apparaître comme l'exercice de la puissance qui échoit au fonctionnaire en vertu de sa position officielle (ATF 127 IV 209 consid. 1b p. 213). L'abus visé par cette disposition suppose une violation insoutenable des règles applicables, les infractions de moindre gravité devant être sanctionnées par la voie disciplinaire (M. DUPUIS / B. GELLER / G. MONNIER / L. MOREILLON / C. PIGUET / C. BETTEX / D. STOLL (éds), Code pénal - Petit commentaire, Bâle 2012, n. 19 ad art. 312 ; B. CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., Berne 2010, n. 6 ad art. 312 CP ; M. NIGGLI / H. WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar Strafrecht II : Art. 137-392 StGB, 4e éd., Bâle 2019, n. 21 ad art. 312 CP). La représentation erronée des circonstances personnelles ou matérielles qui constituent les éléments constitutifs objectifs de l'infraction conduit à l'application de l'art. 13 CP. La situation doit être examinée conformément à l'art. 21 CP si l'erreur concerne les conditions juridiques. La délimitation entre erreur sur les faits typiques et erreur sur l'illicéité n'est pas aisée. L'erreur sur l'illicéité se produit lorsque l'auteur a appréhendé correctement la situation de fait mais qu'il s'est trompé sur sa faculté d'agir. Alors que l'erreur sur les faits concerne les éléments constitutifs subjectifs, l'erreur sur l'illicéité rentre dans la catégorie des facteurs de culpabilité. Si l'erreur était inévitable, l'auteur ne peut pas être puni. Par contre, dans l'éventualité où celle-ci était évitable, la responsabilité est atténuée (A. MACALUSO / L. MOREILLON / N. QUELOZ (éds), Commentaire romand, Code pénal II, vol. II, Partie spéciale : art. 111-392 CP, Bâle 2017, n. 32 ad art. 312 CP). Un fonctionnaire de police, surtout s'il est expérimenté, doit conserver à l'esprit les règles de sa fonction lorsqu'il l'exerce et ne saurait en particulier se prévaloir d'une instruction de sa hiérarchie pour se prévaloir d'une erreur inévitable.”
Nimmt der Täter irrtümlich eine Notwehrlage an (Putativnotwehr), ist sein Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 StGB zu seinen Gunsten zu beurteilen. Die blosse Vorstellung einer möglichen Bedrohung genügt nicht: Der vermeintlich Angegriffene muss Umstände glaubhaft machen, die den Glauben an eine Notwehrlage begründen. Überschreitet der Täter jedoch auch in der von ihm vorgestellten Lage die Grenzen zulässiger Notwehr, erfolgt die Beurteilung nach den Regeln des Verbotsirrtums (Art. 21 StGB); ein solcher Irrtum muss unvermeidbar im Sinne von Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung in Betracht kommt.
“Handelt der Täter in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zugunsten des Täters nach dem Sachverhalt, den er sich vorgestellt hat (Art. 13 StGB). Die blosse Vorstellung von der Möglichkeit eines Angriffs genügt nicht für die Annahme einer Putativnotwehrsituation (vgl. BGE 147 IV 193 E. 1.4.5; BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; 6B_569/2018 vom 20. März 2019 E. 3.5.4; 6B_676/2016 vom 16. Februar 2017 E. 2; je mit Hinweisen). Der vermeintlich Angegriffene muss vielmehr Umstände glaubhaft machen, die bei ihm den Glauben erwecken konnten, er befinde sich in einer Notwehrlage; demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umstände durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen).”
“Der vermeintlich Angegriffene muss vielmehr Umstände glaubhaft machen, die bei ihm den Glauben erwecken konnten, er befinde sich in einer Notwehrlage; demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umständen durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (PETER ALBRECHT, Strafprozessuale Dimensionen im Notwehrrecht, ZStrR 138/2020, S. 17 und 20; ESTHER TOPHINKE, in: Basler Kommentar, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 10 StPO; vgl. auch WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 7 zu Art. 10 S tPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2a zu Art. 10; SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 220; ROGER GRONER, Beweisrecht, Beweise und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 165). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (vgl. NIGGLI/MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 18 zu Art. 13; WOHLERS/PFLAUM, Todesgefährliche Notwehr, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 300 f.; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil 1: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 10 N. 114 in fine; GÜNTER HEINE UND ANDERE, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011 S. 117 ff., S. 125 f.).”
“Demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umständen durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; P ETER ALB- RECHT , Strafprozessuale Dimensionen im Notwehrrecht, ZStrR 138/2020, S. 17 und 20; ESTHER TOPHINKE, in: Basler Kommentar, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 10 StPO; vgl. auch WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 7 zu Art. 10 StPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2a zu Art. 10; S CHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 220; ROGER GRONER, Beweisrecht, Beweise und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 165). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Si- tuation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirr- tums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum un- vermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (Urteil des Bundesgerichts 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; vgl. N IGGLI/MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 18 zu Art. 13; W OHLERS/PFLAUM, Todesgefährliche Notwehr, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 300 f.; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil 1: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 10 N. - 20 - 114 in fine; G ÜNTER HEINE und Andere, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011 S. 117 ff., S. 125 f.). Vorliegend lag kein Angriff gegen die Beschuldigte vor. Die Beschuldigte wollte mit der Tochter fliehen, wobei sie nach eigenen Angaben nicht rational denken konnte (Prot. II S. 12 ff.). Sie hatte die Tochter im Auto nicht in den Kindersitz ge- setzt (Prot.”
Ob ein Rechtsirrtum vermeidbar war, bemisst sich nach einem praktischen Sorgfaltsmassstab: Es ist zu prüfen, ob auch eine gewissenhafte Person in denselben Umständen den Irrtum vermieden hätte (ob dem Täter somit ein Vorwurf trifft). Die Feststellung dessen, was der Täter wusste, ist eine Tatsachenfrage; die Frage der Vermeidbarkeit ist hingegen rechtlich zu würdigen.
“Le seul fait qu'une personne dans l'erreur ait théoriquement pu éviter celle-ci en se renseignant, n'exclut pas nécessairement l'application de l'art. 21 CP (ATF 116 IV 56 consid. II.3.a). Cependant, si l'auteur d'une infraction se trouvait dans l'erreur mais qu'une personne consciencieuse placée dans la même situation aurait su éviter celle-ci, il n'existe alors pas d'erreur sur l'illicéité stricto sensu (ATF 104 IV 217 consid. 3a ; 99 IV 185 consid. 3a ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_1008/2021 du 9 novembre 2021 consid. 1.3.2 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2). Dans un tel cas, il existe une "erreur évitable sur l'illicéité" qui, si elle n'a pas d'influence sur la punissabilité du comportement de l'auteur, constitue une circonstance atténuante impérative, selon l'art. 21, deuxième phrase, CP (du même avis : A. DONATSCH, OFK StGB/JStG Kommentar, n. 7 ad art. 21 CP ; CP. DEPEURSINGE/R. GAUDERON, Commentaire romand CP I, 2ème éd. 2021, n. 36 ad art. 21 CP ; S. TRECHSEL/B. FATEH-MOGHADAM, DIKE Praxiskommentar StGB, n. 5a ad art. 21 CP ; MA. NIGGLI/S. MAEDER, Commentaire bâlois StGB, 4ème éd. 2019, n. 24 ad art. 21 CP). Une erreur sur l'illicéité est en revanche exclue lorsque l'auteur savait que son action ou son omission était contraire au droit mais ignorait la qualification juridique de son comportement (ATF 148 IV 298 consid. 7.6). La détermination de ce qu'un auteur savait est une question de fait (ATF 150 IV 10 consid. 4.7.2 ; 148 IV 298 consid. 7.6 ; 141 IV 336 consid. 2.4.3). Le fait que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose d'illégal constitue un indice important que l'auteur ne se trouvait pas dans une erreur sur l'illicéité dans la mesure où le système pénal suit en principe les valeurs éthiques dominantes (ATF 150 IV 10 consid. 4.2.7 ; 104 IV 217 consid. 2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_311/2020 du 12 octobre 2020 consid. 3.4.1 ; 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid. 1.3.2). Savoir si une erreur est évitable est en revanche une question de droit (arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid.”
“2a, JdT 2004 IV 65 ; TF 6B_47/2018 du 20 septembre 2018 consid. 1.1). Comme règle d’appréciation des preuves, la présomption d’innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l’existence d’un fait défavorable à l’accusé si, d’un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l’existence de ce fait. Il importe peu qu’il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s’agir de doutes sérieux et irréductibles, c’est-à-dire de doutes qui s’imposent à l’esprit en fonction de la situation objective (TF 6B_249/2021 du 13 septembre 2021 consid. 3.2). Dans cette mesure, la présomption d’innocence se confond avec l’interdiction générale de l’arbitraire, prohibant une appréciation reposant sur des preuves inadéquates ou sans pertinence (ATF 146 IV 88 consid. 1.3.1 ; ATF 145 IV 154 consid. 1.1 ; ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3, JdT 2019 IV 147). 4.1.2 Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées, JdT 2016 I 200 ; ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; TF 6B_1398/2022 du 12 mai 2023 consid. 1.1.1). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 précité ; TF 6B_1398/2022 précité ; TF 6B_706/2019 du 13 août 2019 consid. 2.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 129 IV 6 consid.”
“In Bezug auf den von der Staatsanwaltschaft als weitere Begründung für die Einstellungsverfügung vorgebrachten Rechtsirrtum ist Folgendes zu erwägen: Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Das Bundesgericht stellt diesbezüglich hohe Anforderungen. Leitlinie der Abgrenzung soll danach sein, ob sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen, oder ob der Täter hinreichenden Anlass gehabt hätte, die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens zu erkennen oder in Erfahrung zu bringen, sei es durch eigenes Nachdenken, eine Gewissensanspannung, eine gewissenhafte Überlegung oder sei es durch ein Erkundigen bei Behörden oder vertrauenswürdigen Personen (Marcel Alexander Niggli/ Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2023, N 18a zu Art. 21 StGB, mit zahlreichen Hinweisen zur Praxis). Ob ein solcher Rechts- bzw. Verbotsirrtum vorliegt, beschlägt weder die Sachverhaltsabklärung noch die rechtliche Würdigung des zu prüfenden Tatbestandes, sondern einen allfälligen Schuldausschlussgrund, über welchen grundsätzlich das materielle Sachgericht zu befinden hat, zumal dieses auch zu entscheiden hat, ob dieser Irrtum bei allfälliger Bejahung vermeidbar gewesen ist und aus diesem Grund bloss eine Milderung der zu verhängenden Strafe in Frage kommt. Abgesehen hiervon erscheint es im vorliegenden Fall keineswegs eindeutig, dass die Beschuldigte die vorgängig definierten hohen Anforderungen erfüllt. So wird die Tatsache, dass die Beschuldigte über grundlegendes Wissen verfügt, wie nach dem Tod einer Person unter Einbezug der zuständigen Behörden auf korrekte Weise vorzugehen ist, schon dadurch belegt, dass sie bereits am 4. Juli 2022, d.h. einen Tag nach dem Ableben von C. , zum Erbschaftsamt schriftlich Kontakt aufgenommen und diesem persönliche Unterlagen der Verstorbenen zu Handen deren Nachlasses zugesendet hat (act.”
“1 LCR est réalisé sous la forme du dol éventuel lorsque le conducteur connaissait les faits fondant une obligation d'avertir la police ainsi que la haute vraisemblance de la constatation de l'état d'incapacité de conduire, et que l'omission de l'annonce à la police prescrite par l'art. 51 LCR ne peut raisonnablement s'expliquer que par l'acceptation du risque d'une entrave aux mesures de constatation (ATF 131 IV 36 consid. 2.2.1 ; 126 IV 53 consid. 2a ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1105/2022 du 27 avril 2023 consid. 1.7.2). Aucun dessein spécial n'est requis. Il n'est ainsi pas déterminant que l'auteur se soit senti ou non en incapacité de conduire ou qu'il soit finalement constaté qu'il se trouvait dans cet état (arrêts du Tribunal fédéral 6B_118/2022 du 31 octobre 2022 consid. 2.1 ; 6B_841/2020 du 13 août 2020 consid. 1.1). La soustraction à la constatation de l'incapacité est une infraction de résultat qui suppose, pour être consommée, qu'il soit impossible d'établir de manière probante l'état de la personne au moment déterminant par le moyen de l'une des mesures spécifiques prévues (ATF 115 IV 51 consid. 5 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1105/2022 du 27 avril 2023 consid. 1.1.1 et 1.7.2). 2.1.6. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid. 1.3.2 ; 6B_1102/2015 du 20 juillet 2016 consid. 4.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 104 IV 217 consid. 2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid.”
Eine unrechtsverneinende Auskunft kann einen unvermeidbaren Verbotsirrtum i.S.v. Art. 21 StGB begründen; hierfür ist aber erforderlich, dass der Rechtsberater oder die zuständige Behörde den vollständigen Sachverhalt geprüft hat und ein detailliertes, einschlägiges Gutachten bzw. eine verbindliche Auskunft vorliegt. Auf blosse oder unqualifizierte Auskünfte Dritter (insbesondere Nicht‑Juristen) darf sich der Täter grundsätzlich nicht verlassen; solche Aussagen begründen nur ausnahmsweise einen unvermeidbaren Irrtum.
“Der Rechtsirrtum (Verbotsirrtum) betrifft die Konstellation, bei welcher der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält (Urteil des Bundesgerichts 2A.460/2003 vom 11. August 2004 E. 3.5). Ein Verbotsirrtum liegt nur vor, wenn der Täter meint, kein Unrecht zu tun (Trechsel/Fateh-Moghadam, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Art. 21 StGB N. 4; Urteil des Bundesgerichts 6B_395/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 5.1). Der Irrtum bezieht sich in diesem Fall auf die Rechtswidrigkeit der konkreten Tat (Urteil des Bundesgerichts 2A.460/2003 vom 11. August 2004 E. 3.5; vgl. weiterführend BGE 129 IV 238 E. 3 S. 240 ff.). Art. 21 StGB anerkennt einen Irrtum über die Rechtmässigkeit als unvermeidbar, wenn der Täter «nicht weiss und nicht wissen kann», dass er rechtswidrig handelt (Trechsel/Fateh-Moghadam, a.a.O., Art. 21 StGB N. 6). Zureichend ist ein Grund nur dann, wenn dem Täter aus seinem Rechtsirrtum kein Vorwurf gemacht werden kann, weil er auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (Trechsel/Fateh-Moghadam, a.a.O., Art. 21 StGB N. 6; BGE 98 IV 293 E. 4.a m.w.H.). Die unrechtsverneinende Auskunft eines qualifizierten Rechtsberaters kann zu einem unvermeidbaren Verbotsirrtum führen. Voraussetzung der Unvermeidbarkeit ist diesbezüglich einerseits, dass dem Rechtsberater der vollständige Sachverhalt zur Prüfung vorgelegt worden ist, den der Täter anschliessend verwirklicht. Andererseits muss der Rechtsberater diesen Sacherhalt in einem Gutachten unter allen rechtlichen Gesichtspunkten geprüft haben (BGE 98 IV 293 E. 4a S. 303; Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2015.23 vom 24. September 2015 E. 4.7.3). 9.6.3 Im Finanzmarktbereich ist jeder Akteur individuell dafür verantwortlich, sich über das Erfordernis einer Bewilligung zu erkundigen. Nur die Auskunft der zuständigen Behörde oder ein detailliertes, einschlägiges Rechtsgutachten gemäss den oben dargelegten Kriterien (E. 9.6.2) kann einen Rechtsirrtum unvermeidbar erscheinen lassen. Ein solches lag mit den Informationen seitens C. und B. klarerweise nicht vor, zumal ihm C.”
“Nicht zum Wissen als Bestandteil des Vorsatzes gehört das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit oder dasjenige der Strafbarkeit. Ob der Täter wusste, dass sein Tun verboten war, ist auf der Ebene der Schuld unter dem Titel des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB zu prüfen. Nach dieser Bestimmung handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Die Regelung betreffend den Verbotsirrtum beruht auf dem Gedanken, dass sich der Rechtsunterworfene um die Kenntnis der Gesetze zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (BGE 129 IV 238 E. 3.1; Urteil BGer 6B_77/2019 vom 11. Februar 2019 E. 2.1, nicht publiziert in BGE 145 IV 17). Ein Verbotsirrtum ist dann gegeben, wenn dem Täter trotz Kenntnis des unrechtsbegründenden Sachverhalts das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit fehlt (vgl. Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht Allgemeiner Teil I, 4. Aufl. 2011, § 11 N 46 f.). Jeder ist individuell dafür verantwortlich, sich über die rechtlichen Voraussetzungen seines Handelns zu erkundigen. Unter Vorbehalt eines detaillierten einschlägigen Rechtsgutachtens ist man gehalten, sich nicht blind auf die Einschätzung von Drittpersonen zu verlassen.”
“Dass ihm dies tatsächlich auch bewusst war, zeigt der Umstand, dass er sich nach eigener Darstellung mit C. und B. über die Frage der Bewilligungspflicht unterhalten hatte (E. 7.1). Das zeigt deutlich, dass unter den Beteiligten Zweifel an der Rechtmässigkeit der Tätigkeit der I.‑Gruppe bestanden hatten. Dies schliesst gemäss der vorerwähnten Rechtsprechung einen Sachverhaltsirrtum per se aus (E. 9.4.3 c). 9.5 Rechtswidrigkeit Die I.‑Gruppe sowie der Beschuldigte verfügten nicht über die erforderliche Effek—ten—händ—ler—be—will—li—gung der FINMA nach Art. 10 Abs. 1 aBEHG (vgl. E. 6.1.1). Der Effektenhandel erfolgte somit rechtswidrig. 9.6 Schuld 9.6.1 Der Verteidiger machte im Rahmen des Plädoyers sinngemäss auch einen Verbotsirrtum geltend. Er brachte in diesem Zusammenhang vor, der Beschuldigte habe auf die Aussagen von C. und B. vertraut, wonach die E. AG keine bewilligungspflichtige Tätigkeit ausübe und daher keine weiteren Abklärungen, wie beispielsweise ein Gutachten, vorgenommen (SK 9.721.029). 9.6.2 a) Gemäss Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe. Ein Verbotsirrtum ist gegeben, wenn dem Täter trotz Kenntnis des unrechtsbegründenden Sachverhalts das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit fehlt (Stratenwerth, a.a.O., § 11 N. 46 f.). Der Rechtsirrtum (Verbotsirrtum) betrifft die Konstellation, bei welcher der Täter in Kenntnis aller Tatumstände und somit vorsätzlich handelt, aber sein Tun versehentlich für erlaubt hält (Urteil des Bundesgerichts 2A.460/2003 vom 11. August 2004 E. 3.5). Ein Verbotsirrtum liegt nur vor, wenn der Täter meint, kein Unrecht zu tun (Trechsel/Fateh-Moghadam, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Art. 21 StGB N. 4; Urteil des Bundesgerichts 6B_395/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 5.1). Der Irrtum bezieht sich in diesem Fall auf die Rechtswidrigkeit der konkreten Tat (Urteil des Bundesgerichts 2A.460/2003 vom 11.”
“Das EFD führte an der Hauptverhandlung weiter zutreffend aus, dass es ausserdem naheliegend gewesen wäre, dass sich der Beschuldigte das Schreiben der FINMA hätte zeigen lassen, wenn sich C. und B. im Gespräch mit ihm darauf berufen hätten, womit er den alles andere als entlastenden Charakter des Schreibens auch als finanzmarktrechtlicher Laie erkannt hätte (SK 9.721.018), war ihm doch das Geschäftsmodell der I.‑Gruppe bekannt (siehe E. 9.4.2). Dass ausserdem ein Gutachten bei einem qualifizierten Rechtsberater in Auftrag gegeben worden wäre, um abzuklären, ob der Effektenhandel der I.‑Gruppe unter die Bewilligungspflicht falle, wird vorliegend weder behauptet noch ist ein solches aktenkundig. Der Umstand, dass die Geschäftspartner des Beschuldigten grundsätzlich «eher nicht» von einer Bewilligungspflicht ausgingen, vermag daher auch keine Grundlage für einen Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB zu begründen, zumal beide nicht Juristen waren. Damit fehlt es an einer faktischen Grundlage für die Annahme einer Fehlvorstellung im Sinne von Art. 21 StGB und damit für einen Verbotsirrtum. Ein Schuldausschlussgrund gemäss Art. 21 StGB liegt nach dem Gesagten nicht vor. Der Beschuldigte hat mithin auch schuldhaft gehandelt. 9.7 Ergebnis Im Ergebnis ist der Beschuldigte der vorsätzlichen Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung gemäss Art. 44 Abs. 1 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG schuldig zu sprechen, begangen vom 1. Februar 2012 bis zum 30. April 2014. 10. Strafzumessung 10.1 Wie dargelegt wurde, erscheint das neue Sanktionenrecht nicht milder, weshalb das alte Recht anzuwenden ist (vgl. 2.5). 10.2 10.2.1 Innerhalb des Strafrahmens misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden bestimmt sich nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Tat zu vermeiden (Art.”
Irrtum über die Kenntnis Dritter: Bei der Anwendung von Art. 21 StGB ist zu prüfen, ob der Täter aus seiner Perspektive vernünftigerweise annehmen konnte, der Adressat kenne bereits die konkreten Informationen und/oder deren Existenz. Diese Frage ist Teil der Prüfung eines Irrtums über die Rechtswidrigkeit unter den vom Gericht festgestellten Umständen.
“Par arrêt 6B_891/2023 et 6B_895/2023 du 16 février 2024, le Tribunal fédéral (TF) a rejeté le recours de A______, lequel concluait à son acquittement complet, et partiellement admis celui du MP, lequel avait notamment invoqué, s'agissant de la transmission des mandats de conduite le 31 janvier 2019, une violation des art. 12 et 21 CP pour avoir nié l'intention de A______ quant à l'envoi de données secrètes à son interlocuteur, en raison d'une erreur sur l'illicéité. d.b. Le TF a annulé l'arrêt AARP/183/2023 de la CPAR du 22 mai 2023 et lui a renvoyé la cause pour nouvelle décision dans le sens de son considérant 2.6.2., à savoir : "La cour cantonale ne pouvait pas exclure l'intention [de A______] sur la base de l'art. 21 CP, puisque la question d'une éventuelle erreur sur l'illicéité présupposait de retenir à la charge de l'intéressé la réalisation des éléments constitutifs de l'infraction de violation du secret de fonction, y compris l'intention, conformément à la jurisprudence précitée. La cour cantonale a donc violé l'art. 21 CP. Le recours (cause 6B_895/2023) doit, partant, être admis. L'arrêt attaqué doit être annulé et la cause renvoyée à la cour cantonale afin qu'elle réexamine la question de l'intention [de A______] en lien avec ce complexe de fait, et en particulier celle de savoir s'[il] pouvait croire que son interlocuteur connaissait déjà non seulement les informations contenues dans lesdits mandats litigieux, mais également leur existence. Ce réexamen implique également que la cour cantonale détermine la réalisation ou non des éléments constitutifs objectifs de l'art. 320 ch. 1 al. 1 CP, puisqu'elle ne les a pas tous analysés, en particulier si, objectivement B______ avait une connaissance fiable et complète des informations transmises par [A______], ce que le [MP] conteste. Dans son examen, elle devra tenir compte en particulier de la nature des mandats de conduite, lesquels sont, par définition, décernés à l'attention des agent publics chargés de leur exécution, ce qui semblerait exclure que B______ ait pu avoir connaissance de l'existence même de tels mandats avant leur transmission par [A______], l'information selon laquelle une personne fait l'objet d'un mandat de conduite paraissant elle-aussi couverte par le secret".”
Vorbestehende behördliche Verfügungen oder verlässliche Auskünfte von Behörden (z. B. Nichtanhandnahmeverfügung) können einen unvermeidbaren Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB begründen. Dagegen kann eine vorherige polizeiliche Warnung oder eine für den Handelnden offensichtlich zugängliche Informationsmöglichkeit den Nachweis der Unvermeidbarkeit erschweren; massgeblich sind die konkreten Umstände und darauf, ob die Auskunft jede sorgfältige Person hätte irreführen können.
“Wie die Vorinstanz kam auch die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland in der vorgenannten Verfügung zum Schluss, dass der Beschuldigte aufgrund der Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Oberland des Kantons Bern vom 30. Oktober 2018 bis anhin bzw. bis zum 13. Januar 2023 davon ausgehen durfte, dass er seinen Führerschein nicht umwandeln muss (a.a.O. S. 3). Die frühere Nichtanhandnahmeverfügung der zuständigen Staatsanwaltschaft bei im Wesentlichem gleichem Sachverhalt begründet vorliegend eine ausreichende Grundlage für einen unvermeidbaren Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB (BGE 99 IV 185 E. 3.a; TRECHSEL/FATEH-MOGHADAM, in: StGB Praxiskommentar, TRECHSEL/PIETH (Hrsg.), 4. Aufl. 2021, Art. 21 N 10), worauf sich der Beschuldigte folglich zu Recht beruft (Urk. 58 S. 7-9). Insgesamt sind die Erwägungen der Vorinstanz daher nicht zu beanstanden. Der Beschuldigte ist vom Vorwurf des fahrlässigen Nichterwerbens des schweize- rischen Führerausweises im Sinne von Art. 147 Ziff. 1 VZV i.V.m. Art. 42 Abs. 3 bis lit. a VZV freizusprechen. - 19 - IV. Strafzumessung 1.Rechtliche Grundlagen”
“Il en résulte que la définition du comportement punissable ne comporte aucune imprécision. Partant, le grief d'une violation du principe de la légalité doit être rejeté, tout comme le grief fondé sur une interprétation libérale reposant sur l'égalité de traitement entre les acquéreurs en Suisse de trottinettes à l’étranger qu'ils brident eux-mêmes et les acquéreurs en Suisse de trottinettes à l’étranger bridées par les fournisseurs ou les vendeurs, le jugement ne comportant pas les éléments de fait permettant d'établir cette comparaison. 5. Erreur sur l’illicéité 5.1 L'appelant affirme qu'il a aussitôt bridé sa trottinette pour limiter sa vitesse maximale à 20 km/h et qu’il était ainsi convaincu de bonne foi de respecter la législation suisse. En effet, les directives ASTRA qu’un policier lui avait transmises à la suite d’un précédent contrôle, au cours duquel il avait déjà été verbalisé, ne comportaient aucune mention d’interdiction de bridage par le menu d’usine de l’engin. 5.2 Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21, 1re phrase, CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid. 2). Une raison de se croire en droit d'agir est « suffisante » lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid.”
“Le recourant ne prétend pas pour le surplus avoir agi sous l'emprise d'une erreur sur l'illicéité au sens de l'art. 21 CP. On ne voit cependant pas qu'il serait fondé à le faire dans la mesure où il ressort de l'arrêt attaqué que, le 22 février 2020, soit quelques semaines avant les faits, une patrouille de la police l'avait averti oralement de l'interdiction de naviguer sur un eFoil (cf. arrêt attaqué, ad "En fait" let. B.a p. 2).”
“Par ailleurs, la loi fédérale sur l'usage de la contrainte (LUsC) permet le recours par les ASP à certaines mesures de contrainte pour exécuter le mandat administratif. Compte tenu du flou organisationnel et réglementaire régnant à l'époque des faits, la CPAR considère ainsi, avec le MP dans les ordonnances pénales initialement prononcées, que la connaissance de l'existence d'un mandat pénal ne suffisait pas à suspendre la mission fondée sur le mandat administratif. Cette confusion dans les missions et les tâches qui leur étaient imparties a pu, erronément, leur faire penser qu'ils étaient habilités à procéder à l'interpellation sans faire appel à un soutien policier ni instruction spécifique. Il importe dès lors peu de savoir si et quand les autres prévenus ont appris l'existence de l'ordre d'arrestation provisoire, puisque cette information, à elle seule et compte tenu notamment de l'absence du règlement prévu à l'art. 19 al. 3 LPol, ne devait pas mettre un terme à leur mission. Les prévenus se trouvaient, de ce point de vue, sous l'influence d'une erreur de droit inévitable (art. 21 CP) sur leur droit d'intervenir. 3.4.3. La CPAR tient par ailleurs pour établi que les agents de la BRE avaient reçu des instructions répétées de ne pas procéder à une interpellation à l'intérieur ni à proximité immédiate de l'OCPM. Ainsi, le jour des faits, c'est logiquement que les prévenus ont suivi le plaignant et ses compagnons à leur sortie de cet office, sans immédiatement intervenir, se conformant à l'instruction de ne pas mettre en évidence leur collaboration avec l'administration. Les prévenus n'ont manifestement pas anticipé le départ de leur cible en voiture, le plaignant n'ayant pas de permis de conduire et l'OCPM étant facilement accessible en transports publics. C______ a d'ailleurs clairement exprimé sa surprise à cet égard. Leur mission interdisant une interpellation à proximité immédiate de l'OCPM, le fait de suivre le plaignant en véhicule s'inscrivait encore dans leur mission d'interpellation. En effet, le fait qu'une personne recherchée soit accompagnée de tiers ne saurait commander l'interruption d'une interpellation prévue, sauf à admettre qu'il suffit pour se soustraire à toute interpellation de se tenir systématiquement en compagnie.”
“En l'espèce, il a été retenu, à raison, par arrêt de la CPR du 13 avril 2018, qu'en continuant de soutenir ses accusations de violence physique, psychologique et sexuelle à l'encontre de son époux malgré les ordonnances de non entrée en matière rendues à cet égard, C______ réalisait les éléments constitutifs des infractions d'atteinte à l'honneur reprochées, soit de calomnie et de diffamation. Cette procédure avait pour objet une écriture qui contenait des allégués de faits identiques à ceux décrits plusieurs mois plus tard par E______ dans son courrier du 15 février 2018. Le raisonnement de la CPR s'applique dès lors mutatis mutandis à la présente procédure. Dans ces circonstances, il convient de retenir qu'en tenant une nouvelle fois ces mêmes accusations par le dépôt de son écriture et de la pièce incriminée devant le TPI, l'intimée C______ a réalisé les éléments constitutifs de la calomnie (art. 174 CP), laquelle, en tant que forme qualifiée de la diffamation, l'englobe. La preuve libératoire de l'art. 173 ch.2 CP est exclue. 2.5.2. L'intimée ne peut pas non plus être mise au bénéfice d'une erreur sur l'illicéité au sens de l'art. 21 CP. Elle avait parfaitement connaissance du caractère potentiellement calomnieux ou diffamatoire de l'écrit litigieux, puisqu'elle avait fait l'objet d'une dénonciation pénale de ces chefs d'infraction pour avoir déjà tenu, devant la Cour civile, les propos contenus dans la pièce incriminée. S'il est vrai que le MP avait refusé d'entrer en matière sur cette première dénonciation pénale pour infraction contre l'honneur, l'intimée savait néanmoins, au moment du dépôt de la pièce incriminée, que ladite ordonnance avait fait l'objet d'un recours. Elle ne pouvait ainsi pas, sans autre, continuer à soutenir de telles accusations contre son époux sans se poser la question de la licéité de sa démarche, quand bien même c'était pour que les abus allégués fussent finalement « instruits ». A admettre dès lors que l'appelante était sous l'emprise d'une erreur, il ne peut être retenu que celle-ci était inévitable. Elle aurait en effet dû faire preuve de prudence et se renseigner, ce qu'elle n'a pas démontré avoir fait.”
Fragen der Schuld (z. B. Rechts- bzw. Verbotsirrtum) betreffen die Beweiswürdigung und sind vom materiellen Sachgericht zu prüfen. Ob der Täter sich hätte bei Behörden oder vertrauenswürdigen Personen erkundigen müssen, ist Teil dieser Prüfung und relevant dafür, ob ein Irrtum als vermeidbar anzusehen ist.
“2a, JdT 2004 IV 65 ; TF 6B_47/2018 du 20 septembre 2018 consid. 1.1). Comme règle d’appréciation des preuves, la présomption d’innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l’existence d’un fait défavorable à l’accusé si, d’un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l’existence de ce fait. Il importe peu qu’il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s’agir de doutes sérieux et irréductibles, c’est-à-dire de doutes qui s’imposent à l’esprit en fonction de la situation objective (TF 6B_249/2021 du 13 septembre 2021 consid. 3.2). Dans cette mesure, la présomption d’innocence se confond avec l’interdiction générale de l’arbitraire, prohibant une appréciation reposant sur des preuves inadéquates ou sans pertinence (ATF 146 IV 88 consid. 1.3.1 ; ATF 145 IV 154 consid. 1.1 ; ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3, JdT 2019 IV 147). 4.1.2 Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées, JdT 2016 I 200 ; ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; TF 6B_1398/2022 du 12 mai 2023 consid. 1.1.1). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 précité ; TF 6B_1398/2022 précité ; TF 6B_706/2019 du 13 août 2019 consid. 2.1). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 129 IV 6 consid.”
“In Bezug auf den von der Staatsanwaltschaft als weitere Begründung für die Einstellungsverfügung vorgebrachten Rechtsirrtum ist Folgendes zu erwägen: Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Das Bundesgericht stellt diesbezüglich hohe Anforderungen. Leitlinie der Abgrenzung soll danach sein, ob sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen, oder ob der Täter hinreichenden Anlass gehabt hätte, die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens zu erkennen oder in Erfahrung zu bringen, sei es durch eigenes Nachdenken, eine Gewissensanspannung, eine gewissenhafte Überlegung oder sei es durch ein Erkundigen bei Behörden oder vertrauenswürdigen Personen (Marcel Alexander Niggli/ Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2023, N 18a zu Art. 21 StGB, mit zahlreichen Hinweisen zur Praxis). Ob ein solcher Rechts- bzw. Verbotsirrtum vorliegt, beschlägt weder die Sachverhaltsabklärung noch die rechtliche Würdigung des zu prüfenden Tatbestandes, sondern einen allfälligen Schuldausschlussgrund, über welchen grundsätzlich das materielle Sachgericht zu befinden hat, zumal dieses auch zu entscheiden hat, ob dieser Irrtum bei allfälliger Bejahung vermeidbar gewesen ist und aus diesem Grund bloss eine Milderung der zu verhängenden Strafe in Frage kommt. Abgesehen hiervon erscheint es im vorliegenden Fall keineswegs eindeutig, dass die Beschuldigte die vorgängig definierten hohen Anforderungen erfüllt. So wird die Tatsache, dass die Beschuldigte über grundlegendes Wissen verfügt, wie nach dem Tod einer Person unter Einbezug der zuständigen Behörden auf korrekte Weise vorzugehen ist, schon dadurch belegt, dass sie bereits am 4. Juli 2022, d.h. einen Tag nach dem Ableben von C. , zum Erbschaftsamt schriftlich Kontakt aufgenommen und diesem persönliche Unterlagen der Verstorbenen zu Handen deren Nachlasses zugesendet hat (act.”
Ist der Verbotsirrtum vermeidbar, hat der Richter die Strafe obligatorisch zu mildern. Er kann dabei von der gesetzlich vorgesehenen Strafart abweichen (z. B. eine Geldstrafe statt Freiheitsstrafe), bleibt dabei jedoch an die rechtlichen Höchst- und Mindestgrenzen der jeweiligen Strafarten gebunden. Liegt ein unvermeidbarer Irrtum vor, fehlt die Schuld; der Täter ist freizusprechen.
“], Waffengesetz (WG), Stämpfli Handkommentar, 2017, n. 12 ad art. 4 ; Office fédéral de la police Fedpol, Les armes en bref, 2019, p. 3). 3.5.6. Si une arme a été acquise à l'étranger, même légalement, son intégration sur le territoire suisse à titre non professionnel implique l'obtention d'une autorisation (art. 25 al. 1 LArm), laquelle est délivrée si le requérant est autorisé à acquérir un tel objet, soit s'il obtient une autorisation cantonale exceptionnelle (art. 5 al. 6 LArm) et une autorisation exceptionnelle de l'office central (art. 31c et 5 al. 7 LArm). À défaut d'une autorisation, l'acquéreur ne peut pas être considéré comme une personne ayant acquis légalement une arme en Suisse et se prévaloir de l'art. 12 LArm pour justifier sa possession. La possession d'une arme en violation de l'art. 12 LArm est punissable en vertu de l'art. 33 al. 1 let. a LArm, même si l'arme en question ne figure pas dans la liste de l'art. 5 al. 1 LArm (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1440/2021 du 26 octobre 2022 consid. 2.1). 3.6. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté. Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir. Une raison de se croire en droit d'agir est "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut lui être adressé parce que son erreur provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur tout homme consciencieux. En revanche, celui dont l'erreur sur l'illicéité est évitable commet une faute, mais sa culpabilité est diminuée. La peine est alors obligatoirement atténuée. L'erreur sera notamment considérée comme évitable lorsque l'auteur avait ou aurait dû avoir des doutes quant à l'illicéité de son comportement ou s'il a négligé de s'informer suffisamment alors qu'il savait qu'une réglementation juridique existait.”
“Le fait que l'appelant ait acheté une matraque télescopique sur internet peut tout aussi bien refléter le fait qu'il savait, voire se doutait, qu'un tel objet n'était pas en vente libre en Suisse. La destination de l'objet devait être propre à éveiller en lui l'idée que sa possession n'était pas, sans autre, licite. Dans ces conditions, il y a lieu de retenir que l'appelant aurait bel et bien dû se renseigner. Il aurait pu le faire aisément par le biais d'une recherche sur internet ou auprès des services compétents. Un appel aux services de police sur cette question aurait été suffisant. Son erreur était ainsi manifestement évitable. Partant, c'est à bon droit que le premier juge a reconnu l'appelant coupable d'infraction à l'art. 33 al. 1 let. a LArm, ce qui emporte le rejet de son appel sur ce point. 3. 3.1.1. L'infraction à l'art. 33 al. 1 LArm est, en principe, passible d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. En cas d'erreur sur l'illicéité évitable, le juge atténue la peine (art. 21 CP). Le juge qui atténue la peine n'est pas lié par le minimum légal de la peine prévue pour l'infraction (art. 48a al. 1 CP). Il peut prononcer une peine d'un genre différent de celui qui est prévu pour l'infraction mais il reste lié par le maximum et par le minimum légal de chaque genre de peine (art. 48a al. 2 CP). 3.1.2. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al. 2). 3.1.3. Sauf disposition contraire de la loi, le montant maximum de l'amende est de CHF 10'000.”
In offensichtlichen Fällen (z. B. Schlagring, eindeutige grausame Gewaltdarstellungen) ist ein Verbotsirrtum nach Art. 21 StGB regelmässig ausgeschlossen. Bei dolus eventualis genügt das Bewusstsein der tatbestandlichen Umstände bzw. des Besitzes verbotener Gegenstände/Inhalte; das Wissen um die strafrechtliche Rechtswidrigkeit gehört hingegen nicht zum Vorsatz.
“Über eine solche Bewilligung verfügte der Beschuldigte B. nicht (E. 3.2.3). Demnach hat er den Schlagring ohne Berechtigung besessen. Der objektive Tatbestand von Art. 33 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 4 lit. d WG ist erfüllt. 3.2.4.2 Vorab ist festzuhalten, dass die Ausführungen des Beschuldigten B., er habe den Schlagring in einem von ihm gekauften Occasion-Fahrzeug gefunden und diesen nach Hause genommen, als Schutzbehauptungen zu qualifizieren sind: Er konnte den angeblichen Kauf weder zeitlich näher eingrenzen noch diesbezüglich Kaufunterlagen vorweisen. Seine Aussage, er habe die rechtliche Qualifikation des Schlagringes als Waffe nicht gekannt, vermag ihn ebenfalls nicht zu exkulpieren. Vielmehr besass B. den Schlagring mit Wissen und Willen, ohne über eine entsprechende Bewilligung zu verfügen. Insofern ist auch der subjektive Tatbestand zu bejahen. Die Frage, ob der Beschuldige wusste, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, ist eng mit dem sog. Verbotsirrtum in Sinne von Art. 21 StGB verknüpft. Demnach handelt nicht schuldhaft, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, mithin irrtümlich und aus zureichenden Gründen annimmt, sein Tun sei erlaubt. Ein Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung (sog. Parallelwertung in der Laiensphäre) weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht (Urteil des Bundesgerichts 6B_141/2020 vom 9. Juli 2020 E. 1.2.1 m.H.). Das Wissen um die Strafbarkeit gehört nicht zum Vorsatz, weshalb ein allfälliger Subsumtionsirrtum insoweit irrelevant ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_274/2021 vom 1. Dezember 2021 E. 1.4.1). Ein diesbezüglicher Rechtsirrtum wurde nicht vorgebracht und dessen hohe Anforderungen liegen in casu a priori offensichtlich nicht vor, weswegen darauf auch unter dem Aspekt der Schuld nicht näher einzugehen ist. Vielmehr wusste der Beschuldigte B., dass es sich bei dem hier in Frage stehenden Gegenstand um einen Schlagring handelt.”
“Die Dateien sind somit allesamt als Gewaltdarstellungen i.S.v. Art. 135 StGB zu qualifizieren. Der Beschuldigte hat die inkriminierten Videodateien anerkannter- und nachgewiesenermassen auf seinem Mobiltelefon gespeichert. Der objektive Tatbestand des Besitzes von Gewaltdarstellungen i.S.v. aArt. 135 Abs. 1bis StGB ist somit erfüllt. 6.4.2 Dass der Beschuldigte dabei vorsätzlich handelte, ist offensichtlich, zumal er um die Speicherung der Dateien, deren Inhalt er kannte, auf seinem Mobiltelefon und somit um seinen tatsächlichen Gewahrsam an denselben wusste und dies auch wollte. Damit ist ein vorsätzliches Handeln in Bezug auf den Besitz von (verbotenen) Gewaltdarstellungen i.S.v. aArt. 135 Abs. 1bis StGB erstellt. 6.4.3 Der Beschuldigte macht indes geltend, nicht gewusst zu haben, dass sein Verhalten der Schweizerischen Rechtsordnung widerspricht, in Algerien sei das Abspeichern solcher Dateien «normal». Damit macht er sinngemäss einen Ver—bots—irrtum i.S.v. Art. 21 StGB geltend. 6.4.3.1 Gemäss Art. 21 StGB handelt nicht schuldhaft, wer bei Begehung der Tat nicht weiss und auch nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, mithin also annimmt, sein Tun sei erlaubt. Einem Rechts- bzw. Verbotsirrtum erliegt der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist (BGE 129 IV 238 E. 3.1). Ein Rechts- bzw. Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun (BGE 104 IV 217 E. 2; vgl. auch BGE 130 IV 77 E. 2.4). Die Regelung betreffend den Rechts- bzw. Verbotsirrtum beruht auf dem Gedanken, dass sich der Rechtsunterworfene um die Kenntnis der Gesetze zu bemühen hat und deren Unkenntnis nur in besonderen Fällen vor Strafe schützt (BGE 129 IV 238 E. 3.1). 6.4.3.2 Dass solche grauenhaften Darstellungen von eindringlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen in den meisten, zumindest westlichen Staaten verboten sind, gilt als allgemein bekannt und musste auch dem Beschuldigten geläufig gewesen sein.”
“En outre, il a ajouté recevoir des messages qu'il n'ouvrait pas, ce qui paraît pour le moins surprenant puisqu'en parallèle il les désigne comme décrivant "ce qui se passe". En réalité, ces explications sont de circonstance: la vidéo en question, unique en son genre, n'a certainement pas échappé à l'appelant, même s'il n'en a peut-être pas gardé un souvenir précis. Il faut dès lors retenir que l'appelant, sachant pertinemment qu'il avait reçu ces images, a accepté de les conserver et donc de se trouver en possession de fichiers illicites. Compte tenu de ce qui précède, l'infraction à l'art. 135 al. 1bis CP est réalisée, à tout le moins par dol éventuel, étant précisé que la seule possession d'un tel contenu suffit à remplir les conditions de l'infraction sans qu'il ne soit nécessaire de déterminer précisément les circonstances entourant l'acquisition du matériel litigieux. L'appelant se contredit lorsqu'il explique d'une part ne pas avoir su qu'une vidéo de décapitation se trouvait dans son téléphone, et d'autre part se prévaut de l'art. 21 CP, qui suppose que l'auteur ait agi en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction. Cela étant, la Cour de céans retient que l'appelant se savait, à tout le moins par dol éventuel, détenir des images de violence extrême. Il ne peut toutefois pas se prévaloir d'une erreur sur l'illicéité, dans la mesure où il a bien eu conscience – la Cour en veut pour preuve ses dénégations – de l'illicéité de telles images. Le verdict de culpabilité sera entièrement confirmé. 4. 4.1.1. L'infraction de pornographie au sens de l'art. 197 al. 4 2ème phrase CP est réprimée par une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou une peine pécuniaire, tandis que la représentation de la violence au sens de l'art. 135 al. 1bis aCP (dans sa teneur en vigueur au moment des faits, plus favorable au prévenu, art. 2 al. 2 a contrario CP) est punie d'une peine privative de liberté d'un an au plus "ou de l'amende" selon la version française. Les versions allemande et italienne de la disposition précitée prévoient toutefois comme sanction non pas une amende, mais bien une peine pécuniaire, de sorte que, s'agissant d'une erreur manifeste de traduction en français, il sera tenu compte de la version allemande.”
Liegt beim Täter ein unvermeidbarer Irrtum über die Rechtswidrigkeit vor, entfällt das Verschulden; der Täter ist nicht schuldhaft und ist freizusprechen. War der Irrtum vermeidbar, so tritt keine Entschuldung ein, wohl aber eine Straffreisichtsmilderung (Art. 21 StGB).
“Au vu de ce qui précède, il doit être retenu que l'infraction d'introduction sans droit d'une arme sur le territoire suisse est achevée dès le franchissement par celle-ci de la frontière helvétique (et non de la douane). Le Tribunal fédéral a d'ailleurs confirmé des arrêts cantonaux semblant de fait retenir cette solution (cf. arrêts du Tribunal fédéral 6B_1091/2022 du 13 novembre 2023 ; 6B_76/2023 du 4 mai 2023 ; 6B_660/2018 du 18 janvier 2019). 2.1.2. Conformément à l'art. 21, première phrase, CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. L'erreur sur l'illicéité porte sur la connaissance du caractère illégal de son comportement par l'auteur, il suffit donc qu'il ait su ou pu savoir que son comportement était prohibé pour qu'elle soit exclue (ATF 150 IV 10 consid. 4.7.2 ; 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; 138 IV 13 consid. 8.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_804/2018 du 4 décembre 2018 consid. 3.2). Le seul fait qu'une personne dans l'erreur ait théoriquement pu éviter celle-ci en se renseignant, n'exclut pas nécessairement l'application de l'art. 21 CP (ATF 116 IV 56 consid. II.3.a). Cependant, si l'auteur d'une infraction se trouvait dans l'erreur mais qu'une personne consciencieuse placée dans la même situation aurait su éviter celle-ci, il n'existe alors pas d'erreur sur l'illicéité stricto sensu (ATF 104 IV 217 consid. 3a ; 99 IV 185 consid. 3a ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_1008/2021 du 9 novembre 2021 consid. 1.3.2 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2). Dans un tel cas, il existe une "erreur évitable sur l'illicéité" qui, si elle n'a pas d'influence sur la punissabilité du comportement de l'auteur, constitue une circonstance atténuante impérative, selon l'art. 21, deuxième phrase, CP (du même avis : A. DONATSCH, OFK StGB/JStG Kommentar, n. 7 ad art. 21 CP ; CP. DEPEURSINGE/R. GAUDERON, Commentaire romand CP I, 2ème éd. 2021, n. 36 ad art. 21 CP ; S. TRECHSEL/B. FATEH-MOGHADAM, DIKE Praxiskommentar StGB, n. 5a ad art. 21 CP ; MA. NIGGLI/S. MAEDER, Commentaire bâlois StGB, 4ème éd.”
“Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. L'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343 et les référencés; 138 IV 13 consid. 8.2 p. 27). Déterminer ce que l'auteur d'une infraction a su, cru ou voulu et, en particulier, l'existence d'une erreur relève de l'établissement des faits (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 p. 343; 135 IV 152 consid. 2.3.2 p. 156). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21, 1re phrase, CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid.”
Bei Putativnotwehr sind Irrtümer über die Erforderlichkeit der Abwehrhandlung und über die Überschreitung der Notwehrgrenzen nach den Regeln des Verbotsirrtums (Art. 21 StGB) zu beurteilen. Ein solcher Irrtum kann nur strafbefreiend wirken, wenn er im Sinne von Art. 21 StGB unvermeidbar war (vgl. auch die Anwendbarkeit von Art. 16 Abs. 2 bei entsprechendem unvermeidbaren Irrtum).
“Handelt der Täter in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zugunsten des Täters nach dem Sachverhalt, den er sich vorgestellt hat (Art. 13 StGB). Die blosse Vorstellung von der Möglichkeit eines Angriffs genügt nicht für die Annahme einer Putativnotwehrsituation (vgl. BGE 147 IV 193 E. 1.4.5; BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; 6B_569/2018 vom 20. März 2019 E. 3.5.4; 6B_676/2016 vom 16. Februar 2017 E. 2; je mit Hinweisen). Der vermeintlich Angegriffene muss vielmehr Umstände glaubhaft machen, die bei ihm den Glauben erwecken konnten, er befinde sich in einer Notwehrlage; demgegenüber ist in einer Putativnotwehrsituation kein eigentlicher Nachweis solcher Umstände durch den vermeintlich Angegriffenen zu verlangen (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Situation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum unvermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (BGer 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3 mit Hinweisen).”
“3; P ETER ALB- RECHT , Strafprozessuale Dimensionen im Notwehrrecht, ZStrR 138/2020, S. 17 und 20; ESTHER TOPHINKE, in: Basler Kommentar, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 10 StPO; vgl. auch WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 7 zu Art. 10 StPO; SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2a zu Art. 10; S CHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 220; ROGER GRONER, Beweisrecht, Beweise und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 165). Sind die Grenzen der zulässigen Notwehr auch in der vom Täter vorgestellten Si- tuation überschritten, folgt die Beurteilung sinngemäss den Regeln des Verbotsirr- tums nach Art. 21 StGB, da sich der Sachverhaltsirrtum des Täters nicht auf seine exzessive Abwehrhandlung bezieht. Entsprechend muss ein solcher Irrtum un- vermeidbar i.S.v. Art. 21 StGB sein, damit eine Strafbefreiung nach Art. 16 Abs. 2 StGB überhaupt anwendbar sein kann (Urteil des Bundesgerichts 6B_1454/2020 vom 7. April 2022 E. 2.3; vgl. N IGGLI/MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 18 zu Art. 13; W OHLERS/PFLAUM, Todesgefährliche Notwehr, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 300 f.; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil 1: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 10 N. - 20 - 114 in fine; G ÜNTER HEINE und Andere, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011 S. 117 ff., S. 125 f.). Vorliegend lag kein Angriff gegen die Beschuldigte vor. Die Beschuldigte wollte mit der Tochter fliehen, wobei sie nach eigenen Angaben nicht rational denken konnte (Prot. II S. 12 ff.). Sie hatte die Tochter im Auto nicht in den Kindersitz ge- setzt (Prot. II S. 12), sondern auf den Vordersitz (Prot. II S. 13 und S. 18) und verursachte eine Streifkollision mit der Wand (Prot.”
Ob ein Verbotsirrtum vermeidbar war, ist eine Frage des Rechts. Liegt ein vermeidbarer Irrtum vor, bildet dies nach Art. 21 StGB einen zwingenden Milderungsgrund. Die blosse theoretische Möglichkeit, sich zu informieren, schliesst Art. 21 nicht automatisch aus; für die Prüfung der Vermeidbarkeit gelten die in der Praxis entwickelten Kriterien.
“21 CP (ATF 116 IV 56 consid. II.3.a). Cependant, si l'auteur d'une infraction se trouvait dans l'erreur mais qu'une personne consciencieuse placée dans la même situation aurait su éviter celle-ci, il n'existe alors pas d'erreur sur l'illicéité stricto sensu (ATF 104 IV 217 consid. 3a ; 99 IV 185 consid. 3a ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_1008/2021 du 9 novembre 2021 consid. 1.3.2 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2). Dans un tel cas, il existe une "erreur évitable sur l'illicéité" qui, si elle n'a pas d'influence sur la punissabilité du comportement de l'auteur, constitue une circonstance atténuante impérative, selon l'art. 21, deuxième phrase, CP (du même avis : A. DONATSCH, OFK StGB/JStG Kommentar, n. 7 ad art. 21 CP ; CP. DEPEURSINGE/R. GAUDERON, Commentaire romand CP I, 2ème éd. 2021, n. 36 ad art. 21 CP ; S. TRECHSEL/B. FATEH-MOGHADAM, DIKE Praxiskommentar StGB, n. 5a ad art. 21 CP ; MA. NIGGLI/S. MAEDER, Commentaire bâlois StGB, 4ème éd. 2019, n. 24 ad art. 21 CP). Une erreur sur l'illicéité est en revanche exclue lorsque l'auteur savait que son action ou son omission était contraire au droit mais ignorait la qualification juridique de son comportement (ATF 148 IV 298 consid. 7.6). La détermination de ce qu'un auteur savait est une question de fait (ATF 150 IV 10 consid. 4.7.2 ; 148 IV 298 consid. 7.6 ; 141 IV 336 consid. 2.4.3). Le fait que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose d'illégal constitue un indice important que l'auteur ne se trouvait pas dans une erreur sur l'illicéité dans la mesure où le système pénal suit en principe les valeurs éthiques dominantes (ATF 150 IV 10 consid. 4.2.7 ; 104 IV 217 consid. 2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_311/2020 du 12 octobre 2020 consid. 3.4.1 ; 6B_524/2016 du 13 février 2017 consid. 1.3.2). Savoir si une erreur est évitable est en revanche une question de droit (arrêts du Tribunal fédéral 6B_538/2022 du 9 septembre 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_505/2018 du 3 mai 2019 consid. 3.2 ; 6B_804/2018 du 4 décembre 2018 consid.”
“Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Gemäss Bundesgericht erliegt ei- nem Verbotsirrtum der Täter, der zwar alle Tatumstände kennt und somit weiss, was er tut, aber nicht weiss, dass sein Tun rechtswidrig ist. Ein Verbotsirrtum ist ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, wenn er also in diesem Sinne das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun. Der Verbotsirr- tum ist unvermeidbar, wenn der Täter nicht weiss und nicht wissen kann, dass er rechtswidrig handelt. Es gelten die Kriterien, welche die Praxis zur Beurteilung der "zureichenden Gründe" beim altrechtlichen Rechtsirrtum (Art. 20 aStGB) entwi- ckelt hat. Zureichend ist ein Grund, wenn dem Täter aus seinem Verbotsirrtum kein Vorwurf gemacht werden kann, weil der Irrtum auf Tatsachen beruht, durch die sich auch ein gewissenhafter Mensch hätte in die Irre führen lassen (Urteil des Bundesgerichts 6B_505/2018 vom 3. Mai 2019 E. 3.2).”
Bei unklarer Rechtslage können blosse, oberflächliche Abklärungen (z. B. lediglich telefonische Nachfragen) regelmässig nicht genügen; weitergehende, nachvollziehbare und dokumentierte Abklärungen können erforderlich sein, damit ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit als entschuldigend angesehen wird.
“Une raison de se croire en droit d'agir est « suffisante » lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid. 2 p. 210; ATF 98 IV 293 consid. 4a p. 303; arrêt 6B_403/2013 du 27 juin 2013 consid. 1.1). La tolérance constante de l'autorité - administrative ou pénale - à l'égard d'un comportement illicite déterminé peut, dans certains cas, constituer une raison suffisante de se croire en droit d'agir (ATF 91 IV 201 consid. 4 p. 204). Ainsi, il existe des raisons suffisantes excluant la nécessité de réflexions supplémentaires lorsque la police a toléré des comportements semblables depuis longtemps. Il en va de même en présence d'une pratique constante et non contestée. En revanche, le simple fait que l'autorité n'intervienne pas ne suffit pas pour admettre l'existence d'une erreur de droit (ATF 128 IV 201 consid. 2 p. 210; TF 6S.46/2002 du 24 mai 2002 consid. 4b, publié in SJ 2002 I 441; Trechsel/Jean-Richard, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3e éd., 2018, n° 9 ad art. 21 CP). 4.4 En l’espèce, l’appelant savait exercer une activité de commerçant de produits comprenant du cannabidiol dans un contexte législatif mouvant. Il avait entrepris de faire des démarches téléphoniques pour éclaircir ce qui était licite ou non. Il éprouvait donc des doutes sur la légalité de certains aspects de son activité. Toutefois, il n’a pas insisté lorsqu’il a reçu des informations peu claires, pas plus qu’il n’a fait de démarches écrites. Il en résulte qu’il ne pouvait pas légitimement se sentir en droit d’agir. Bien plutôt, il s’est contenté de vagues démarches au résultat flou et il s’est empressé de commercer au bénéfice de cette incertitude. Il ne saurait donc se prévaloir d’une erreur sur l’illicéité, compte tenu des exigences élevées de vérification attachées à cette notion. Ce moyen d’appel doit également être rejeté. 5. 5.1 L’appelant est également prévenu de délit à la loi sur les substances thérapeutiques pour avoir illicitement commercialisé le médicament « suppositoires Hemp Extract » avec une date de péremption largement dépassée (« expiry date : 2019-05 »; cf.”
Zu prüfen ist, ob der Täter subjektiv glaubte, sein Verhalten sei rechtmässig; Art. 21 kommt nur zur Anwendung, wenn sich der Täter in der (falschen) Überzeugung befand, er sei berechtigt zu handeln. Dagegen schliesst bereits das Vorhandensein — oder das Vorliegen dessen, was der Täter hätte empfinden müssen — einer Wahrnehmung, etwas Unrechtes zu tun, einen Fehler über die Rechtswidrigkeit aus. Das Vorliegen eines Fehlers über die Rechtswidrigkeit ist eine Tatsachenfrage und der Beweiswürdigung unterstellt.
“Il avait ainsi agi par favoritisme, ce qui constituait un abus d'autorité. S'agissant de ces dernières, il avait sciemment accepté de donner suite à leur requête en dépit du fait qu'elles n'étaient pas justifiées, procurant ainsi à ces tiers un avantage illicite (arrêt du Tribunal fédéral 6B_76/2011 du 31 janvier 2011 consid. 5.2 à 5.6). 3.1.3. Du point de vue subjectif, l'infraction suppose un comportement intentionnel, au moins sous la forme du dol éventuel (ATF 149 IV 128 consid. 1.3.1). L'auteur doit avoir conscience de son statut et accepter l'éventualité d'abuser de ses pouvoirs de sa charge. Une réponse négative conduit à la conclusion que l'infraction n'est pas réalisée (B. CORBOZ, op. cit., n. 9 ad art. 312). L'auteur doit également agir dans le but de se procurer ou de procurer à un tiers un avantage illicite, ou encore avec le dessein de nuire à autrui (ATF 149 IV 128 consid. 1.3.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1012/2017 du 23 mars 2018 consid. 1.1 ; 6B_138/2017 du 19 juillet 2017 consid. 3.2). 3.1.4. Selon l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. Pour qu'il y ait erreur sur l'illicéité, il faut que l'auteur ne sache ni ne puisse savoir que son comportement est illicite. Comme dans l'ancien droit, l'auteur doit agir alors qu'il se croyait en droit de le faire. Il pense, à tort, que l'acte concret qu'il commet est conforme au droit. Pour admettre l'erreur sur l'illicéité, il ne suffit pas que l'auteur pense que son comportement n'est pas punissable, ni qu'il ait cru à l'absence d'une sanction. Déterminer ce que l'auteur d'une infraction a su, cru ou voulu et, en particulier, l'existence d'une erreur relève de l'établissement des faits (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 ; 148 IV 298 consid. 7.6 ; 150 IV 10 consid. 4.7.2). 3.2.1. Selon l'art. 15 al. 1 CPP, en matière de poursuite pénale, les activités de la police, qu’elle soit fédérale, cantonale ou communale, sont régies par ce code.”
“In virtù dell'art. 21 CP, chiunque commette un reato non sapendo né potendo sapere di agire illecitamente non agisce in modo colpevole. Se l'errore era evitabile, il giudice attenua la pena. L'errore sull'illiceità concerne il caso in cui l'autore agisce con la consapevolezza di tutti gli elementi costitutivi del reato, e quindi con intenzione, ma crede erroneamente di agire in modo lecito. Perché sia realizzato un errore sull'illiceità, occorre che l'autore non sappia, né possa sapere che il suo comportamento è illecito. Egli deve agire credendosi legittimato a farlo. Egli pensa quindi a torto che l'atto concretamente commesso sia conforme al diritto. Determinare ciò che l'autore sapeva, credeva o voleva e, in particolare, l'esistenza di un errore è una questione che concerne l'accertamento dei fatti, sindacabile dinanzi al Tribunale federale sotto il ristretto profilo dell'arbitrio (DTF 148 IV 298 consid. 7.6; DTF 141 IV 336 consid. 2.4.3). Per escludere l'errore sull'illiceità, è sufficiente che l'autore abbia avuto, o avrebbe dovuto avere, la sensazione di fare qualcosa di contrario a ciò che si deve (DTF 129 IV 6 consid.”
“Per escludere l'errore sull'illiceità, è sufficiente che l'autore abbia avuto, o avrebbe dovuto avere, la sensazione di fare qualcosa di contrario a ciò che si deve (DTF 129 IV 6 consid. 4.1). In generale, l'ordinamento giuridico ricalca i valori etici predominanti, nel senso che le trasgressioni rilevanti a tali valori sono disapprovate anche sotto il profilo legale. La sensazione dell'autore di agire in contrasto con le norme morali prevalenti costituisce un'indicazione importante in merito alla sua consapevolezza dell'illiceità della sua condotta (DTF 104 IV 217 consid. 2). BGE 150 IV 10 S. 27 Il ricorrente si prevale di un errore sull'illiceità, argomentando a ruota libera, senza confrontarsi con le argomentazioni della Corte di appello e in particolare con i fatti da essa accertati. Non censura alcun arbitrio al riguardo. Orbene, l'autorità precedente ha ritenuto che egli ha agito con coscienza del carattere illecito dei propri atti. Trattasi di un accertamento di fatto che vincola questo Tribunale e che è sufficiente a escludere la sussistenza di un errore sull'illiceità e quindi l'applicazione dell'art. 21 CP.”
“En effet, plus la quantité de drogue s’éloigne de la limite du cas grave, plus elle perd de l’importance dans la fixation de la peine (cf. consid. 6.2). Quoi qu’il en soit, aucun élément ne justifie de s’écarter du taux de pureté moyen mis en évidence par l’ESC pour les saisies nettes de cocaïne, soit 72 % en 2022 pour les quantités unitaires de 1 à 10 g, lequel se base sur les statistiques 2021 produites par la Société Suisse de Médecine Légale. Avec les premiers juges, il faut donc retenir une quantité acquise de 760,2 g de cocaïne pure de sorte qu’en définitive, le trafic auquel s’est adonné l’appelant a porté sur une quantité minimale totale de 893,9 g de cocaïne pure (760,2 g + 133,7 grammes). Le moyen doit donc être rejeté. 6. 6.1 L’appelant invoque une erreur sur l’illicéité pour l’infraction à la LPTh retenue contre lui au chiffre 1.17 de l’acte d’accusation (ch. 2.17 ci-dessus) et soutient qu’il y a lieu de diminuer la peine en conséquence. 6.2 Aux termes de l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références citées, JdT 2016 I 200 ; ATF 129 IV 238 consid. 3.1 ; TF 6B_471/2024 du 6 janvier 2025 consid. 5.2). La réglementation relative à l'erreur sur l'illicéité repose sur l'idée que le justiciable doit faire tout son possible pour connaître la loi et que son ignorance ne le protège que dans des cas exceptionnels (ATF 129 IV 238 précité ; TF 6B_471/2024 précité). Pour exclure l'erreur de droit, il suffit que l'auteur ait eu le sentiment de faire quelque chose de contraire à ce qui se doit ou qu'il eût dû avoir ce sentiment (ATF 129 IV 6 consid. 4.1 ; TF 6B_471/2024 précité).”
Bei Jugendlichen und Minderjährigen ist für die Prüfung eines Verbotsirrtums nach Art. 21 StGB darauf abzustellen, ob ihnen aufgrund ihrer intellektuellen Entwicklung und ihres Reifegrades erkennbar war, dass ihr Verhalten der Rechtsordnung widerspricht. Eine laienhafte Einsicht reicht aus; es ist nicht erforderlich, dass die genaue rechtliche Qualifikation des Verhaltens bekannt ist. Ob ein solches Unrechtsbewusstsein vorlag, ist eine Tatsachenfrage, die das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür überprüft.
“Die Beschwerdeführerin rügt, dem angefochtenen Entscheid lasse sich nicht entnehmen, ob für sie als Minderjährige aufgrund ihrer intellektuellen Entwicklung und ihres Reifegrades überhaupt erkennbar sein konnte, dass sie mit der Reise eine Straftat beging. Urteile über die Bestrafung von Reisenden in das IS-Gebiet habe es damals BGE 148 IV 298 S. 313 noch nicht gegeben. Das eidgenössische Departement des Äussern (EDA) habe in seinen damaligen und heutigen Reisewarnungen zudem nur erklärt, dass keine diplomatischen und anderen Hilfestellungen erbracht würden, wenn das Gebiet des IS aufgesucht werde. Einen Hinweis, dass das Betreten des IS-Gebiets verboten sei, habe die Reisewarnung nicht enthalten. Es erschliesse sich ihr nicht, weshalb allein schon die Präsenz auf dem Gebiet des IS, alltägliche, harmlose Tätigkeiten wie die Verrichtung von Hausarbeiten, Kontakt mit Frauen aus dem Dorf und das Erteilen von Englischunterricht an Kinder als Unterstützung des IS gewertet werde. Damit macht die Beschwerdeführerin einen Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB i.V.m. Art. 1 Abs. 2 lit. a JStG geltend, ohne jedoch rechtsgenügend aufzuzeigen, weshalb die Voraussetzungen hierfür erfüllt sein könnten. Ein Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB ist nach der Rechtsprechung ausgeschlossen, wenn der Täter aufgrund seiner laienhaften Einschätzung weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht, bzw. wenn er das unbestimmte Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun. Nicht erforderlich ist, dass der Täter die exakte rechtliche Qualifikation seines Verhaltens kennt (Urteile 6B_274/2021 vom 1. Dezember 2021 E. 1.3.4; 6B_141/ 2020 vom 9. Juli 2020 E. 1.2.1; je mit Hinweisen). Ob der Täter weiss, dass sein Verhalten der Rechtsordnung widerspricht bzw. er ein unbestimmtes Empfinden hat, etwas Unrechtes zu tun, ist eine Sachverhaltsfrage, welche das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür prüft (BGE 141 IV 336 E. 2.4.3; Urteil 6B_274/2021 vom 1. Dezember 2021 E. 1.3.4). Willkür ist weder rechtsgenügend dargetan noch ersichtlich.”
Liegt ein unvermeidbarer Irrtum über die Rechtswidrigkeit vor – namentlich wenn der Täter ausreichende Gründe hatte, sich für als rechtmässig handelnd zu halten, sodass ihm kein Vorwurf gemacht werden kann, weil die Umstände jeden gewissenhaften Menschen hätten täuschen können – so handelt er nicht schuldhaft und ist nach Art. 21 StGB freizusprechen.
“Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les réf. citées). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21 1re phrase CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid. 2). Une raison de se croire en droit d'agir est "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid.”
“Conformément à l'art. 21 CP, quiconque ne sait ni ne peut savoir au moment d'agir que son comportement est illicite n'agit pas de manière coupable. Le juge atténue la peine si l'erreur était évitable. L'erreur sur l'illicéité vise le cas où l'auteur agit en ayant connaissance de tous les éléments constitutifs de l'infraction, et donc avec intention, mais en croyant par erreur agir de façon licite (ATF 129 IV 238 consid. 3.1; cf. ATF 141 IV 336 consid. 2.4.3 et les références). Les conséquences pénales d'une erreur sur l'illicéité dépendent de son caractère évitable ou inévitable. L'auteur qui commet une erreur inévitable est non coupable et doit être acquitté (art. 21, première phrase, CP). Tel est le cas s'il a des raisons suffisantes de se croire en droit d'agir (ATF 128 IV 201 consid. 2). Une raison de se croire en droit d'agir est "suffisante" lorsqu'aucun reproche ne peut être adressé à l'auteur du fait de son erreur, parce qu'elle provient de circonstances qui auraient pu induire en erreur toute personne consciencieuse (ATF 128 IV 201 consid.”
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