Das Gericht verfügt die Einziehung aller Vermögenswerte, welche der Verfügungsmacht einer kriminellen oder terroristischen Organisation unterliegen. Bei Vermögenswerten einer Person, die sich an einer solchen Organisation beteiligt oder sie unterstützt hat (Art. 260ter), wird die Verfügungsmacht der Organisation bis zum Beweis des Gegenteils vermutet.
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Der Nachweis der rechtmäßigen Herkunft von Vermögenswerten kann insbesondere bei lange zurückliegenden Amtszeiten schwierig sein.
“Dans sa duplique, la défenderesse note que les divers documents produits par le demandeur n'apportent aucune démonstration permettant de soutenir que Frantz Merceron se serait livré au pillage systématique des caisses de la République d'Haïti durant l'air duvaliériste, déclarant que ces documents ne font que reprendre une affirmation basée sur des faits prétendument notoires ou reconnus internationalement. Or, selon elle, rien ne permet à ce jour d'affirmer que Frantz Merceron aurait détourné et non reçu de l'argent durant ses fonctions de ministre des finances de 1982 à 1985. Elle souligne qu'avec l'écoulement du temps, il lui est difficile d'apporter la démonstration de la provenance de ces fonds. Elle déclare qu'à suivre le raisonnement du demandeur, les personnes individuelles, et notamment les membres du gouvernement sous l'air duvaliériste, seraient tous présumés « coupables », alors qu'aucun fait ne permet d'affirmer aujourd'hui concrètement et factuellement qu'ils auraient pillé des caisses de la République d'Haïti. 6.1 En vertu de l'art. 72 CP sur lequel se fonde le demandeur, le juge prononce la confiscation de toutes les valeurs patrimoniales sur lesquelles une organisation criminelle ou terroriste exerce un pouvoir de disposition. Les valeurs appartenant à une personne qui a participé ou apporté son soutien à une telle organisation (art. 260ter CP) sont présumées soumises, jusqu'à preuve du contraire, au pouvoir de disposition de l'organisation. La question de savoir si l'art. 72 CP s'applique à la procédure de confiscation selon les art. 5 ss aLRAI devenus les art. 14 ss LVP n'a pas été tranchée. Une telle application reviendrait à présumer l'origine illicite des avoirs de la personne en cause au sens de l'art. 14 al. 2 let. b LVP s'il est établi qu'elle a participé ou accordé son soutien à une organisation criminelle au sens de l'art. 260ter CP ; cette personne conserverait néanmoins la possibilité de renverser la présomption, en démontrant l'origine licite des avoirs ou l'absence de pouvoir de disposition de l'organisation criminelle (cf.”
Bei Einziehung und Rechtshilfe können konkrete Ermittlungen oder ausländische Urteile bzw. nach außen erkennbare Untersuchungshandlungen verjährungsunterbrechend bzw. zur Herausgabe/Vermögenseinziehung herangezogen werden; die Herausgabe an ersuchende Staaten ist teilweise schon vor endgültiger ausländischer Verurteilung möglich.
“Nach einem Teil der Literatur zu aArt. 72 Ziff. 2 StGB bringt die Bestimmung mit den Worten "gegenüber dem Täter" zum Ausdruck, dass die Untersuchungshandlung eine "Zielrichtung gegen den Beschuldigten bzw. Angeklagten" erfordert (HUBERT FISCHER, Die Strafverfolgungsverjährung im deutschen und schweizerischen Strafgesetzbuch, Basel 1970, S. 241; ERNST HUGGENBERGER, Die Verjährung im schweizerischen Strafrecht, Zürich 1949, S. 57). Mehrere Autoren äussern sich dahingehend, der Täter brauche zwar nicht namentlich bekannt zu sein, damit die Verjährung unterbrochen werde, die Untersuchungshandlung müsse sich aber auf ihn persönlich beziehen, was etwa zutreffe, wenn er durch bestimmte Merkmale hinreichend individualisiert worden sei (insbesondere ELISABETH TRACHSEL, Die Verjährung gemäss den Art. 70 - 75bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches, Zürich 1990, S. 163 f.; ferner PETER MÜLLER, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, 2003, N. 31 zu Art. 72 StGB; REHBERG/DONATSCH, Strafrecht I, 7. Aufl. 2001, S. 345; MATTHIAS ZURBRÜGG, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, N. 22 zu Art. 72 aStGB). Auch das Bundesgericht hat sich in einzelnen Entscheiden dieser Auffassung angeschlossen, ohne dass in diesem Punkt jedoch von einer gefestigten Rechtsprechung die Rede sein könnte (siehe Urteile 6S.575/1996 vom 21. Oktober 1996 E. 3.a; 6S.519/2006 vom 22. Mai 2007 E. 3.3.1, nicht publ. in BGE 133 IV 158). Im Schrifttum findet sich denn auch die entgegengesetzte Auffassung, nämlich, dass sich die Handlung nicht gegen eine konkret bestimmte Person richten müsse (MARTIN KILLIAS, Précis de droit pénal général, 1998, N. 1647). Die Auslegung von aArt. 72 Ziff. 2 StGB bestätigt die letztgenannte Meinung: Der Wortlaut der Bestimmung ist diesbezüglich nicht eindeutig. In einem publizierten Entscheid zum damaligen Art. 82 Abs. 3 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 (aZG; SR 631.0) erwog das Bundesgericht immerhin, "gegen den Täter gerichtet" seien nach dem allgemeinen Sprachgebrauch auch Verfolgungshandlungen, die ihn "nicht direkt und persönlich zum Gegenstand" hätten (BGE 73 IV 258).”
“genannte Aufzählung der Unterbrechungshandlungen in aArt. 72 Ziff. 2 Abs. 1 StGB ist nicht abschliessend. So werden weitere Untersuchungshandlungen als verjährungsunterbrechend anerkannt, wenn sie den Prozess der Strafverfolgung fördern, das heisst das Strafverfahren der urteilsmässigen Erledigung zuführen, und wenn diese Handlungen nach aussen hin in Erscheinung treten (BGE 126 IV 5 E. 1a; BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 20 zu aArt. 72 StGB). Rein verwaltungsinterne Tätigkeiten, etwa das blosse Aktenstudium oder das Entgegennehmen einer Anzeige, bewirken hingegen keine Verjährungsunterbrechung (Zurbrügg, a.a.O., N 24 zu aArt. 72 StGB; Stefan Trechsel, in: Kurzkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 2. Auflage 1997, N 3 zu aArt. 72 StGB). Entgegen dem Wortlaut von aArt. 72 Ziff. 2 StGB fallen nicht nur Verfügungen der Gerichte, sondern auch jene der Strafverfolgungsbehörden unter diese Bestimmung (BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 28 zu aArt. 72 StGB). Neben materiellen Urteilen wirken auch Nichteintretensents-, Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen verjährungsunterbrechend (Zurbrügg, a.a.O., N 21 zu aArt. 72 StGB). 2.2.3.1. Die Staatsanwaltschaft nennt in ihrem Antrag auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und Haftverlängerungsgesuch vom 31. Mai 2024 an das Zwangsmassnahmengericht vier Handlungen, bei welchen es sich ihrer Ansicht nach um verjährungsunterbrechende Untersuchungshandlungen gemäss aArt. 72 Ziff. 2 StGB handelt: die Editionsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 14. Juli 2004 an die C. , die Sistierungsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 29. Dezember 2008, der internationale Haftbefehl der Staatsanwaltschaft vom 12. September 2023 sowie das Urteil des Zentralgerichts Pest, Ungarn, vom 25. April”
“genannte Aufzählung der Unterbrechungshandlungen in aArt. 72 Ziff. 2 Abs. 1 StGB ist nicht abschliessend. So werden weitere Untersuchungshandlungen als verjährungsunterbrechend anerkannt, wenn sie den Prozess der Strafverfolgung fördern, das heisst das Strafverfahren der urteilsmässigen Erledigung zuführen, und wenn diese Handlungen nach aussen hin in Erscheinung treten (BGE 126 IV 5 E. 1a; BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 20 zu aArt. 72 StGB). Rein verwaltungsinterne Tätigkeiten, etwa das blosse Aktenstudium oder das Entgegennehmen einer Anzeige, bewirken hingegen keine Verjährungsunterbrechung (Zurbrügg, a.a.O., N 24 zu aArt. 72 StGB; Stefan Trechsel, in: Kurzkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 2. Auflage 1997, N 3 zu aArt. 72 StGB). Entgegen dem Wortlaut von aArt. 72 Ziff. 2 StGB fallen nicht nur Verfügungen der Gerichte, sondern auch jene der Strafverfolgungsbehörden unter diese Bestimmung (BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 28 zu aArt. 72 StGB). Neben materiellen Urteilen wirken auch Nichteintretensents-, Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen verjährungsunterbrechend (Zurbrügg, a.a.O., N 21 zu aArt. 72 StGB). 2.2.3.1. Die Staatsanwaltschaft nennt in ihrem Antrag auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und Haftverlängerungsgesuch vom 31. Mai 2024 an das Zwangsmassnahmengericht vier Handlungen, bei welchen es sich ihrer Ansicht nach um verjährungsunterbrechende Untersuchungshandlungen gemäss aArt.”
Die Vermutung der deliktischen bzw. illiciten Herkunft kann bereits ohne strafrechtliche Verurteilung greifen, stützt sich auf frühere verdächtige Verhaltensweisen und kann eine Umkehr der Herkunftsbeweislast nach spezialgesetzlichen Regelungen bewirken; die Vermögenswerte gelten als ‚kontaminiert‘, sofern die betroffene Person die mangelhafte Herkunft nicht widerlegt.
“genannte Aufzählung der Unterbrechungshandlungen in aArt. 72 Ziff. 2 Abs. 1 StGB ist nicht abschliessend. So werden weitere Untersuchungshandlungen als verjährungsunterbrechend anerkannt, wenn sie den Prozess der Strafverfolgung fördern, das heisst das Strafverfahren der urteilsmässigen Erledigung zuführen, und wenn diese Handlungen nach aussen hin in Erscheinung treten (BGE 126 IV 5 E. 1a; BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 20 zu aArt. 72 StGB). Rein verwaltungsinterne Tätigkeiten, etwa das blosse Aktenstudium oder das Entgegennehmen einer Anzeige, bewirken hingegen keine Verjährungsunterbrechung (Zurbrügg, a.a.O., N 24 zu aArt. 72 StGB; Stefan Trechsel, in: Kurzkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 2. Auflage 1997, N 3 zu aArt. 72 StGB). Entgegen dem Wortlaut von aArt. 72 Ziff. 2 StGB fallen nicht nur Verfügungen der Gerichte, sondern auch jene der Strafverfolgungsbehörden unter diese Bestimmung (BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 28 zu aArt. 72 StGB). Neben materiellen Urteilen wirken auch Nichteintretensents-, Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen verjährungsunterbrechend (Zurbrügg, a.a.O., N 21 zu aArt. 72 StGB). 2.2.3.1. Die Staatsanwaltschaft nennt in ihrem Antrag auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und Haftverlängerungsgesuch vom 31. Mai 2024 an das Zwangsmassnahmengericht vier Handlungen, bei welchen es sich ihrer Ansicht nach um verjährungsunterbrechende Untersuchungshandlungen gemäss aArt. 72 Ziff. 2 StGB handelt: die Editionsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 14. Juli 2004 an die C. , die Sistierungsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 29. Dezember 2008, der internationale Haftbefehl der Staatsanwaltschaft vom 12. September 2023 sowie das Urteil des Zentralgerichts Pest, Ungarn, vom 25. April”
“genannte Aufzählung der Unterbrechungshandlungen in aArt. 72 Ziff. 2 Abs. 1 StGB ist nicht abschliessend. So werden weitere Untersuchungshandlungen als verjährungsunterbrechend anerkannt, wenn sie den Prozess der Strafverfolgung fördern, das heisst das Strafverfahren der urteilsmässigen Erledigung zuführen, und wenn diese Handlungen nach aussen hin in Erscheinung treten (BGE 126 IV 5 E. 1a; BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 20 zu aArt. 72 StGB). Rein verwaltungsinterne Tätigkeiten, etwa das blosse Aktenstudium oder das Entgegennehmen einer Anzeige, bewirken hingegen keine Verjährungsunterbrechung (Zurbrügg, a.a.O., N 24 zu aArt. 72 StGB; Stefan Trechsel, in: Kurzkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 2. Auflage 1997, N 3 zu aArt. 72 StGB). Entgegen dem Wortlaut von aArt. 72 Ziff. 2 StGB fallen nicht nur Verfügungen der Gerichte, sondern auch jene der Strafverfolgungsbehörden unter diese Bestimmung (BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 28 zu aArt. 72 StGB). Neben materiellen Urteilen wirken auch Nichteintretensents-, Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen verjährungsunterbrechend (Zurbrügg, a.a.O., N 21 zu aArt. 72 StGB). 2.2.3.1. Die Staatsanwaltschaft nennt in ihrem Antrag auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und Haftverlängerungsgesuch vom 31. Mai 2024 an das Zwangsmassnahmengericht vier Handlungen, bei welchen es sich ihrer Ansicht nach um verjährungsunterbrechende Untersuchungshandlungen gemäss aArt.”
Bei Amtsträgern/PEPs oder in Fällen systematischen Staatsplünderns (z.B. Auslandsdiktaturen) rechtfertigt erheblicher Vermögenszuwachs während der Amtszeit oder die nachgewiesene Funktion innerhalb der Organisationsstruktur die Vermutung einer unrechtmäßigen Herkunft und die Zurechnung bzw. Verfügungsgewalt zugunsten des Staates oder als organisierte Kriminalität.
“Dans sa duplique, la défenderesse note que les divers documents produits par le demandeur n'apportent aucune démonstration permettant de soutenir que Frantz Merceron se serait livré au pillage systématique des caisses de la République d'Haïti durant l'air duvaliériste, déclarant que ces documents ne font que reprendre une affirmation basée sur des faits prétendument notoires ou reconnus internationalement. Or, selon elle, rien ne permet à ce jour d'affirmer que Frantz Merceron aurait détourné et non reçu de l'argent durant ses fonctions de ministre des finances de 1982 à 1985. Elle souligne qu'avec l'écoulement du temps, il lui est difficile d'apporter la démonstration de la provenance de ces fonds. Elle déclare qu'à suivre le raisonnement du demandeur, les personnes individuelles, et notamment les membres du gouvernement sous l'air duvaliériste, seraient tous présumés « coupables », alors qu'aucun fait ne permet d'affirmer aujourd'hui concrètement et factuellement qu'ils auraient pillé des caisses de la République d'Haïti. 6.1 En vertu de l'art. 72 CP sur lequel se fonde le demandeur, le juge prononce la confiscation de toutes les valeurs patrimoniales sur lesquelles une organisation criminelle ou terroriste exerce un pouvoir de disposition. Les valeurs appartenant à une personne qui a participé ou apporté son soutien à une telle organisation (art. 260ter CP) sont présumées soumises, jusqu'à preuve du contraire, au pouvoir de disposition de l'organisation. La question de savoir si l'art. 72 CP s'applique à la procédure de confiscation selon les art. 5 ss aLRAI devenus les art. 14 ss LVP n'a pas été tranchée. Une telle application reviendrait à présumer l'origine illicite des avoirs de la personne en cause au sens de l'art. 14 al. 2 let. b LVP s'il est établi qu'elle a participé ou accordé son soutien à une organisation criminelle au sens de l'art. 260ter CP ; cette personne conserverait néanmoins la possibilité de renverser la présomption, en démontrant l'origine licite des avoirs ou l'absence de pouvoir de disposition de l'organisation criminelle (cf.”
Bei Vermögenseinziehung kann aufgrund enger wirtschaftlicher Verflechtung oder fortbestehendem/tatsächlichem Einfluss einer Organisation auf Bankkonten oder Vermögenswerte die Vermutung begründet werden, dass diese unter der Verfügungsgewalt der Organisation stehen; dies gilt auch bei Konten Dritter oder nahestehender Personen sowie bei unterstützenden/teilnehmenden Personen, wobei die Betroffenen die Gegenbeweislast tragen kann.
“Cette disposition consacre le principe de l'unité de la procédure pénale, qui tend à éviter les jugements contradictoires, que cela soit au niveau de la constatation de l'état de fait, de l'appréciation juridique ou de la fixation de la peine. Il garantit également le respect du principe de l'égalité de traitement (art. 8 Cst. et 3 al. 2 let. c CPP) et sert l'économie de la procédure (ATF 138 IV 214 consid. 3.2; 138 IV 29 consid. 3.2). Si des raisons objectives le justifient, le ministère public et les tribunaux peuvent ordonner la jonction ou la disjonction de procédures pénales (art. 30 CPP). La faculté offerte par l'art. 30 CPP d'ordonner la jonction de plusieurs procédures s'entend en quelque sorte comme une extension du principe d'unité à d'autres situations que celles qui sont visées à l'art. 29 CPP (Bouverat, Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd. 2019, n. 3 ad art. 30 CPP). La disjonction de procédures doit rester l'exception. Elle doit avant tout servir à garantir la rapidité de la procédure et à éviter un retard inutile (ATF 144 IV 97 consid. 3.3; 138 IV 214 consid. 3.2; arrêt du Tribunal fédéral 6B_710/2023 du 25 avril 2024 consid. 1.1). 2.2 Aux termes de l'art. 72 CP, le juge prononce la confiscation de toutes les valeurs patrimoniales sur lesquelles une organisation criminelle ou terroriste exerce un pouvoir de disposition. Les valeurs appartenant à une personne qui a participé ou apporté son soutien à une telle organisation (art. 260ter) sont présumées soumises, jusqu'à preuve du contraire, au pouvoir de disposition de l'organisation. L'opposition formée par B. contre l'ordonnance pénale du 12 décembre 2023 porte sur la confiscation de ses avoirs auprès de la Banque E. SA, prononcée en application de la disposition précitée. Le MPC a retenu qu'à l'exception d'un montant de USD 328'104.22, les avoirs en question provenaient d'une relation bancaire détenue par A., lequel était membre de l'organisation criminelle des «I.», et qu'ils étaient restés dans la sphère d'influence de cette organisation dans la mesure où C., ayant droit économique de la relation au nom de B., avait toujours conservé un contact avec son père et l'avait informé de la destination des fonds.”
“Nach einem Teil der Literatur zu aArt. 72 Ziff. 2 StGB bringt die Bestimmung mit den Worten "gegenüber dem Täter" zum Ausdruck, dass die Untersuchungshandlung eine "Zielrichtung gegen den Beschuldigten bzw. Angeklagten" erfordert (HUBERT FISCHER, Die Strafverfolgungsverjährung im deutschen und schweizerischen Strafgesetzbuch, Basel 1970, S. 241; ERNST HUGGENBERGER, Die Verjährung im schweizerischen Strafrecht, Zürich 1949, S. 57). Mehrere Autoren äussern sich dahingehend, der Täter brauche zwar nicht namentlich bekannt zu sein, damit die Verjährung unterbrochen werde, die Untersuchungshandlung müsse sich aber auf ihn persönlich beziehen, was etwa zutreffe, wenn er durch bestimmte Merkmale hinreichend individualisiert worden sei (insbesondere ELISABETH TRACHSEL, Die Verjährung gemäss den Art. 70 - 75bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches, Zürich 1990, S. 163 f.; ferner PETER MÜLLER, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, 2003, N. 31 zu Art. 72 StGB; REHBERG/DONATSCH, Strafrecht I, 7. Aufl. 2001, S. 345; MATTHIAS ZURBRÜGG, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, N. 22 zu Art. 72 aStGB). Auch das Bundesgericht hat sich in einzelnen Entscheiden dieser Auffassung angeschlossen, ohne dass in diesem Punkt jedoch von einer gefestigten Rechtsprechung die Rede sein könnte (siehe Urteile 6S.575/1996 vom 21. Oktober 1996 E. 3.a; 6S.519/2006 vom 22. Mai 2007 E. 3.3.1, nicht publ. in BGE 133 IV 158). Im Schrifttum findet sich denn auch die entgegengesetzte Auffassung, nämlich, dass sich die Handlung nicht gegen eine konkret bestimmte Person richten müsse (MARTIN KILLIAS, Précis de droit pénal général, 1998, N. 1647). Die Auslegung von aArt. 72 Ziff. 2 StGB bestätigt die letztgenannte Meinung: Der Wortlaut der Bestimmung ist diesbezüglich nicht eindeutig. In einem publizierten Entscheid zum damaligen Art. 82 Abs. 3 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 (aZG; SR 631.0) erwog das Bundesgericht immerhin, "gegen den Täter gerichtet" seien nach dem allgemeinen Sprachgebrauch auch Verfolgungshandlungen, die ihn "nicht direkt und persönlich zum Gegenstand" hätten (BGE 73 IV 258).”
“genannte Aufzählung der Unterbrechungshandlungen in aArt. 72 Ziff. 2 Abs. 1 StGB ist nicht abschliessend. So werden weitere Untersuchungshandlungen als verjährungsunterbrechend anerkannt, wenn sie den Prozess der Strafverfolgung fördern, das heisst das Strafverfahren der urteilsmässigen Erledigung zuführen, und wenn diese Handlungen nach aussen hin in Erscheinung treten (BGE 126 IV 5 E. 1a; BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 20 zu aArt. 72 StGB). Rein verwaltungsinterne Tätigkeiten, etwa das blosse Aktenstudium oder das Entgegennehmen einer Anzeige, bewirken hingegen keine Verjährungsunterbrechung (Zurbrügg, a.a.O., N 24 zu aArt. 72 StGB; Stefan Trechsel, in: Kurzkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 2. Auflage 1997, N 3 zu aArt. 72 StGB). Entgegen dem Wortlaut von aArt. 72 Ziff. 2 StGB fallen nicht nur Verfügungen der Gerichte, sondern auch jene der Strafverfolgungsbehörden unter diese Bestimmung (BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 28 zu aArt. 72 StGB). Neben materiellen Urteilen wirken auch Nichteintretensents-, Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen verjährungsunterbrechend (Zurbrügg, a.a.O., N 21 zu aArt. 72 StGB). 2.2.3.1. Die Staatsanwaltschaft nennt in ihrem Antrag auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und Haftverlängerungsgesuch vom 31. Mai 2024 an das Zwangsmassnahmengericht vier Handlungen, bei welchen es sich ihrer Ansicht nach um verjährungsunterbrechende Untersuchungshandlungen gemäss aArt. 72 Ziff. 2 StGB handelt: die Editionsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 14. Juli 2004 an die C. , die Sistierungsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 29. Dezember 2008, der internationale Haftbefehl der Staatsanwaltschaft vom 12. September 2023 sowie das Urteil des Zentralgerichts Pest, Ungarn, vom 25. April”
“genannte Aufzählung der Unterbrechungshandlungen in aArt. 72 Ziff. 2 Abs. 1 StGB ist nicht abschliessend. So werden weitere Untersuchungshandlungen als verjährungsunterbrechend anerkannt, wenn sie den Prozess der Strafverfolgung fördern, das heisst das Strafverfahren der urteilsmässigen Erledigung zuführen, und wenn diese Handlungen nach aussen hin in Erscheinung treten (BGE 126 IV 5 E. 1a; BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 20 zu aArt. 72 StGB). Rein verwaltungsinterne Tätigkeiten, etwa das blosse Aktenstudium oder das Entgegennehmen einer Anzeige, bewirken hingegen keine Verjährungsunterbrechung (Zurbrügg, a.a.O., N 24 zu aArt. 72 StGB; Stefan Trechsel, in: Kurzkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 2. Auflage 1997, N 3 zu aArt. 72 StGB). Entgegen dem Wortlaut von aArt. 72 Ziff. 2 StGB fallen nicht nur Verfügungen der Gerichte, sondern auch jene der Strafverfolgungsbehörden unter diese Bestimmung (BGE 115 IV 97 E. 2b; Zurbrügg, a.a.O., N 28 zu aArt. 72 StGB). Neben materiellen Urteilen wirken auch Nichteintretensents-, Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen verjährungsunterbrechend (Zurbrügg, a.a.O., N 21 zu aArt. 72 StGB). 2.2.3.1. Die Staatsanwaltschaft nennt in ihrem Antrag auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und Haftverlängerungsgesuch vom 31. Mai 2024 an das Zwangsmassnahmengericht vier Handlungen, bei welchen es sich ihrer Ansicht nach um verjährungsunterbrechende Untersuchungshandlungen gemäss aArt.”
“Dans sa duplique, la défenderesse note que les divers documents produits par le demandeur n'apportent aucune démonstration permettant de soutenir que Frantz Merceron se serait livré au pillage systématique des caisses de la République d'Haïti durant l'air duvaliériste, déclarant que ces documents ne font que reprendre une affirmation basée sur des faits prétendument notoires ou reconnus internationalement. Or, selon elle, rien ne permet à ce jour d'affirmer que Frantz Merceron aurait détourné et non reçu de l'argent durant ses fonctions de ministre des finances de 1982 à 1985. Elle souligne qu'avec l'écoulement du temps, il lui est difficile d'apporter la démonstration de la provenance de ces fonds. Elle déclare qu'à suivre le raisonnement du demandeur, les personnes individuelles, et notamment les membres du gouvernement sous l'air duvaliériste, seraient tous présumés « coupables », alors qu'aucun fait ne permet d'affirmer aujourd'hui concrètement et factuellement qu'ils auraient pillé des caisses de la République d'Haïti. 6.1 En vertu de l'art. 72 CP sur lequel se fonde le demandeur, le juge prononce la confiscation de toutes les valeurs patrimoniales sur lesquelles une organisation criminelle ou terroriste exerce un pouvoir de disposition. Les valeurs appartenant à une personne qui a participé ou apporté son soutien à une telle organisation (art. 260ter CP) sont présumées soumises, jusqu'à preuve du contraire, au pouvoir de disposition de l'organisation. La question de savoir si l'art. 72 CP s'applique à la procédure de confiscation selon les art. 5 ss aLRAI devenus les art. 14 ss LVP n'a pas été tranchée. Une telle application reviendrait à présumer l'origine illicite des avoirs de la personne en cause au sens de l'art. 14 al. 2 let. b LVP s'il est établi qu'elle a participé ou accordé son soutien à une organisation criminelle au sens de l'art. 260ter CP ; cette personne conserverait néanmoins la possibilité de renverser la présomption, en démontrant l'origine licite des avoirs ou l'absence de pouvoir de disposition de l'organisation criminelle (cf.”
Für die Einziehung genügt häufig eine hinreichende Individualisierung oder ein individualisiertes Signalement der betroffenen Person; die namentliche Feststellung kann später erfolgen.
“Nach einem Teil der Literatur zu aArt. 72 Ziff. 2 StGB bringt die Bestimmung mit den Worten "gegenüber dem Täter" zum Ausdruck, dass die Untersuchungshandlung eine "Zielrichtung gegen den Beschuldigten bzw. Angeklagten" erfordert (HUBERT FISCHER, Die Strafverfolgungsverjährung im deutschen und schweizerischen Strafgesetzbuch, Basel 1970, S. 241; ERNST HUGGENBERGER, Die Verjährung im schweizerischen Strafrecht, Zürich 1949, S. 57). Mehrere Autoren äussern sich dahingehend, der Täter brauche zwar nicht namentlich bekannt zu sein, damit die Verjährung unterbrochen werde, die Untersuchungshandlung müsse sich aber auf ihn persönlich beziehen, was etwa zutreffe, wenn er durch bestimmte Merkmale hinreichend individualisiert worden sei (insbesondere ELISABETH TRACHSEL, Die Verjährung gemäss den Art. 70 - 75bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches, Zürich 1990, S. 163 f.; ferner PETER MÜLLER, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, 2003, N. 31 zu Art. 72 StGB; REHBERG/DONATSCH, Strafrecht I, 7. Aufl. 2001, S. 345; MATTHIAS ZURBRÜGG, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, N. 22 zu Art. 72 aStGB). Auch das Bundesgericht hat sich in einzelnen Entscheiden dieser Auffassung angeschlossen, ohne dass in diesem Punkt jedoch von einer gefestigten Rechtsprechung die Rede sein könnte (siehe Urteile 6S.575/1996 vom 21. Oktober 1996 E. 3.a; 6S.519/2006 vom 22. Mai 2007 E. 3.3.1, nicht publ. in BGE 133 IV 158). Im Schrifttum findet sich denn auch die entgegengesetzte Auffassung, nämlich, dass sich die Handlung nicht gegen eine konkret bestimmte Person richten müsse (MARTIN KILLIAS, Précis de droit pénal général, 1998, N. 1647). Die Auslegung von aArt. 72 Ziff. 2 StGB bestätigt die letztgenannte Meinung: Der Wortlaut der Bestimmung ist diesbezüglich nicht eindeutig. In einem publizierten Entscheid zum damaligen Art. 82 Abs. 3 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 (aZG; SR 631.0) erwog das Bundesgericht immerhin, "gegen den Täter gerichtet" seien nach dem allgemeinen Sprachgebrauch auch Verfolgungshandlungen, die ihn "nicht direkt und persönlich zum Gegenstand" hätten (BGE 73 IV 258).”
“Aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich zudem, dass der Zeitpunkt der Kenntnis des Täters – und damit auch der Zeitpunkt der Möglichkeit der Ausübung der Verfahrensrechte – von der verjährungsunterbrechenden Untersuchungshandlung unerheblich ist, es für die verjährungsunterbrechende Wirkung vielmehr darauf ankommt, dass die Handlung nach aussen in Erscheinung tritt, was etwa dadurch erfüllt sein kann, dass die Verfügung einer ausländischen Behörde zur Kenntnis gebracht wird (BGE 115 IV 97 E. 2b). Ein Beschuldigter muss demnach nicht in jedem Falle im Zeitpunkt der jeweiligen Untersuchungshandlung Kenntnis und damit die Möglichkeit der Ausübung seiner Verfahrensrechte haben, was gerade bei einem noch nicht namentlich bekannten Beschuldigten gar nicht möglich wäre. Vorliegend war der Beschwerdeführer bereits durch das mit der Medienmitteilung vom 21. Dezember 2000 von der Polizei Basel-Landschaft veröffentlichte, detaillierte Signalement und das – sehr zutreffende – Phantombild individualisiert, so dass bloss die Zuordnung des Namens fehlte. Ausschreibungen sind aber dann verjährungsunterbrechend, wenn der Täter durch ein Signalement individualisiert ist und einzig die Zuordnung des Namens fehlt (Zurbrügg, a.a.O., N 22 zu aArt. 72 StGB). Entsprechend richteten sich die folgenden Untersuchungshandlungen allesamt gegen diesen soweit individualisierten Täter. Wie Einstellungs-, Nichtanhandnahme- und Nichteintretensentscheide (dazu Zurbrügg, a.a.O., N. 21 zu aArt. 72 StGB) stellen höchstwahrscheinlich auch Sistierungsverfügungen, wie die vorgenannte, Verfahrenshandlungen dar, welche den Fortgang des Strafverfahrens im vorliegend einschlägigen Verständnis fördern. Folglich ist der Vorinstanz zu folgen, wenn sie davon ausgeht, dass der Sistierungsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 29. Dezember 2008 mit grosser Wahrscheinlichkeit verjährungsunterbrechende Wirkung im Sinne von aArt. 72 Ziff. 2 Abs. 1 StGB zukommt. 2.2.3.2. Im Rahmen der vorzunehmenden summarischen Prüfung ist im Übrigen sodann festzustellen, dass auch mit der Editionsverfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 14. Juli 2004 mit grosser Wahrscheinlichkeit eine verjährungsunterbrechende Untersuchungshandlung gemäss aArt. 72 Ziff.”
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