29 commentaries
Ist die Täterschaft unbekannt, besteht vor Sistierung eine Pflicht, Fahndungs‑ und Identifikationsmassnahmen einzuleiten (z. B. RIPOL‑Meldung, gegebenenfalls internationales Fahndungserlass/—ausschreibungsmandat) und diese Bemühungen zu dokumentieren.
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 Bst. a StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Sistierung ermöglicht, Untersuchungen, die wegen äusserer Gründe weder weitergeführt noch abgeschlossen werden können, unter bestimmten Voraussetzungen vorläufig ad acta zu legen (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 314 StPO). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO).”
“Sie kann eine Untersuchung sistieren, namentlich wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen (Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO). Der Täter ist unbekannt, wenn die Staatsanwaltschaft nicht über Informationen verfügt, die es erlauben, ihn mit seinem Namen zu identifizieren. Vor der Sistierung hat die Staatsanwaltschaft alle Untersuchungshandlungen vorzunehmen, die zur Identifikation des Täters führen könnten (Grodecki/ Cornu, Commentaire romand CPP, a.a.O., Art. 314 N 5). Ein vorübergehendes Verfahrenshindernis liegt etwa vor, wenn ein wichtiger Zeuge für längere Zeit landesabwesend oder dieser bzw. die beschuldigte Person wegen Krankheit für längere Zeit nicht einvernahmefähig ist (Bosshard/ Landshut, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 314 N 9). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sistierung zu verfügen ist, kommt der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 5 StPO) setzt der Sistierung der Strafuntersuchung Grenzen. Das Gebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert. Die Sistierung hängt von einer Abwägung der Interessen ab. Sie ist mit Zurückhaltung anzuordnen. Im Grenz- oder Zweifelsfall geht das Beschleunigungsgebot vor (vgl. zum Ganzen: BGE 130 V 90 E. 5; BGer 1B_318/2020 vom 11. März 2021 E. 2.3; 1C_188/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2).”
“314 CPP, le recourant fait grief au Ministère public de n’avoir pas procédé à toutes les investigations raisonnablement envisageables pour découvrir l'auteur de l'appel qu'il aurait reçu le 11 mai 2022, en renonçant à l’audition en qualité de témoins de B.T.________ et D.T.________. Il reproche en outre au Ministère public d'avoir violé le principe de la célérité en rendant une ordonnance de suspension pour une durée indéterminée. 2.2 2.2.1 L'ordonnance querellée est fondée sur l'art. 314 al. 1 let. a CPP et aucun autre cas de suspension prévu par cette disposition n'entre en considération en l'espèce. En vertu de l’art. 314 al. 1 let. a CPP, le Ministère public peut suspendre une instruction, notamment lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. Avant de décider la suspension, le Ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu’elles disparaissent ; lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu, il met en œuvre les recherches (art. 314 al. 3 CPP), ce qui renvoie aux recherches prévues par l’art. 210 CPP (Jositsch/Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4e éd., Zurich/St-Gall 2023, n. 1238, p. 573). En règle générale, il fait ainsi signaler le prévenu au système de recherche informatisé de police, RIPOL, voire décerne contre lui un mandat d’arrêt international (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4e éd., Zurich/St-Gall 2023, n. 7 ad art. 210 StPO). Le procureur peut aussi charger la police de recherches plus spécifiques. En pratique, il convient d’administrer les preuves utiles et disponibles dans la mesure du raisonnable ; l’audition de témoins ne doit pas être systématiquement laissée en attente (Grodecki/Cornu, in : Jeanneret et al. [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2019, n. 21 ad art. 314 CPP et les références citées). Si le prévenu n’est pas retrouvé dans les mois qui suivent et si aucun acte d’enquête ne doit encore être effectué, la procédure est suspendue (Grodecki/Cornu, op.”
“Die Möglichkeit einer Sistierung steht in einem Spannungsverhältnis zum Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO) und ist entsprechend sehr zurückhaltend und bloss über eine kurze Zeitdauer anzuwenden (Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 4; Omlin, a.a.O., Art. 314 StPO N 9, mit weiteren Hinweisen; vgl. BGer 1B_67/2011 vom 13. April 2011 E. 4.2;). Voraussetzung für eine Sistierung ist stets, dass die Gründe nach Art. 314 Abs. 1 lit. ad die Fortsetzung und den Abschluss der Voruntersuchung während längerer Zeit verunmöglichen (Jositsch/ Schmid, StPO Praxiskommentar, 4. Auflage, Zürich 2023, Art. 314 N 1; Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 4, mit weiteren Hinweisen). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Grundsätzlich sind unabhängig davon, ob ein Beweisverlust droht vor der Sistierung alle Beweise zu erheben, die zweckmässigerweise bereits abgenommen werden können (Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 19, mit weiteren Hinweisen). Im Lichte des Beschleunigungsgebots als besonders problematisch erachtet die Rechtsprechung formelle Sistierungen, wenn sie keinerlei Anhaltspunkte für den ungefähren Zeitpunkt der Wiederaufnahme enthalten; denn die Behörde bringt damit zum Ausdruck, dass sie ihre Bemühungen, das Verfahren vorwärts zu bringen, auf unbestimmte Zeit einstellt. Die beschuldigte Person leidet in einer solchen Situation nicht nur unter der Ungewissheit über den Ausgang des Verfahrens, sondern zugleich unter der fehlenden Aussicht auf eine Beendigung innert angemessener Frist (BGer 1P.78/2001 vom 1. Juni 2001 E. 2d; AGE BES.2016.196 vom 26. Juli 2017 E. 3.1).”
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 Bst. a StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Sistierung ermöglicht, Untersuchungen, die wegen äusserer Gründe weder weitergeführt noch abgeschlossen werden können, unter bestimmten Voraussetzungen vorläufig ad acta zu legen (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 314 StPO). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sistierung zu verfügen ist, kommt der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]; Art. 5 StPO) setzt der Sistierung der Strafuntersuchung Grenzen. Das Gebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert. Die Sistierung hängt von einer Abwägung der Interessen ab. Sie ist mit Zurückhaltung anzuordnen. Im Grenz- oder Zweifelsfall geht das Beschleunigungsgebot vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_188/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2 mit Hinweisen; Jositsch/Schmid, a.a.O., N. 1 zu Art. 314 StPO).”
Die Sistierung ist zurückhaltend und wegen des Beschleunigungsgebots restriktiv anzuordnen; es bedarf objektiver Gründe und einer Interessenabwägung zugunsten der Verfahrenszielschnelligkeit.
“der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten (Art. 314 Abs. 1 StPO). Im Übrigen richtet sich das Verfahren nach den Bestimmungen über die Verfahrenseinstellung (Art. 314 Abs. 5 StPO). Die Staatsanwaltschaft nimmt von Amtes wegen eine sistierte Untersuchung wieder an die Hand, wenn der Grund der Sistierung weggefallen ist (Art. 315 Abs. 1 StPO). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sistierung zu verfügen ist, kommt der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 5 StPO) setzt der Sistierung der Strafuntersuchung Grenzen. Das Gebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert. Die Sistierung hängt von einer Abwägung der Interessen ab. Sie ist mit Zurückhaltung anzuordnen. Im Grenz- oder Zweifelsfall geht das Beschleunigungsgebot vor (vgl. zum Ganzen: BGE 130 V 90 E. 5; Urteile des Bundesgerichts 1C_188/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2; 1B_238/2018 vom 5. September 2018 E. 2.1; 1B_329/2017 vom 11. September 2017 E. 3; 1B_21/2015 vom 1. Juli 2015 E.”
“Elle vise uniquement à protéger le justiciable contre un formalisme excessif de la part de l'autorité, sachant que la motivation de l'acte de recours doit être entièrement contenue dans celui-ci. Elle ne saurait dès lors être complétée ou corrigée ultérieurement, l'art. 385 al. 2 CPP ne devant pas être appliqué afin de détourner la portée de l'art. 89 al. 1 CPP qui interdit la prolongation des délais fixés par la loi (arrêts TF 6B_1447/2022 du 14 mars 2023 consid. 1.1; 6B_705/2019 du 5 septembre 2019 consid. 3.2.2 et les références citées); qu’à l’examen du pourvoi, on comprend certes que le recourant s’oppose aux reproches formulés à son encontre et à la suspension de la procédure pénale ouverte contre l’intimée, mais on constate également et surtout qu’il ne discute pas la motivation de l’ordonnance querellée, de sorte que son recours s’avère irrecevable, sans procédure de régularisation; que cela étant, même recevable, le recours devrait être rejeté pour les raisons qui suivent; que conformément à l’art. 314 al. 1 CPP, le ministère public peut suspendre une instruction, notamment lorsque l’issue de la procédure pénale dépend d’un autre procès dont il paraît indiqué d’attendre la fin (let. b); qu’il dispose d’un large pouvoir d’appréciation pour décider d’une éventuelle suspension, mais il doit examiner si le résultat de l’autre procédure peut véritablement jouer un rôle pour le résultat de la procédure pénale suspendue et s’il simplifiera de manière significative l’administration des preuves dans cette même procédure. Le principe de la célérité (art. 5 CPP) pose des limites à la suspension d’une procédure. Ce principe garantit en effet aux parties le droit d’obtenir que la procédure soit achevée dans un délai raisonnable. Il est notamment violé lorsque l’autorité ordonne la suspension d’une procédure sans motifs objectifs. Pareille mesure dépend d’une pesée des intérêts en présence et ne doit être admise qu’avec retenue, en particulier s’il convient d’attendre le prononcé d’une autre autorité compétente qui permettrait de trancher une question décisive.”
Bei umfangreichen Untersuchungen oder noch hängigen/laufenden Beweisanträgen ist in der Regel vor Sistierung die Anhörung der Parteien (inkl. Privatklägerschaft/Opfer) erforderlich; die Mitteilungspflicht reicht auch an Privatklägerschaft und Opfer, und eine fehlende Anhörung kann durch Rekurs nachgeholt werden.
“1 ; ATF 142 III 48 consid. 4.1.1 ; TF 6B_240/2022 du 16 mars 2023 consid. 1.1.1 ; TF 6B_1031/2021 du 28 novembre 2022 consid. 1.2). Selon la doctrine et la jurisprudence, étant donné que le libellé de l'art. 314 al. 5 CPP coïncide avec celui de l'art. 310 al. 2 CPP (à tout le moins dans les versions allemande et italienne), tout comme en cas de non-entrée en matière il n'est pas nécessaire de rendre un avis de prochaine clôture ou d’interpeller les parties avant de rendre une ordonnance de suspension, ce d’autant plus qu'une suspension entraîne moins de conséquences pour les parties qu'une non-entrée en matière. Comme la voie du recours est ouverte contre une ordonnance de suspension, le droit d’être entendu des parties peut être garanti par ce biais (c'est-à-dire dans le cadre de la procédure de recours), tout comme en cas de non-entrée en matière (TPF 2018.57 du 28 mars 2018 consid. 2 ; Grodecki/Cornu, in : Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd. 2019, n. 23 ad art. 314 CPP ; Jositsch/Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4e éd. 2023, n. 10 ad art. 314 CPP). Toutefois, si des investigations de grande envergure ont déjà été menées ou si des réquisitions de preuve des parties sont encore pendantes, les parties doivent en principe être interpellées (Vogelsang, in : Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung / Jugendstrafprozessordnung, 3e éd. 2023, n. 34 ad art. 314 CPP). 2.2.2 Le droit d’être entendu, tel qu’il est garanti par les art. 29 al. 2 Cst. et 3 al. 2 let. c CPP (cf. aussi art. 6 CEDH) implique en outre, pour l’autorité, l’obligation de motiver sa décision afin que le destinataire puisse la comprendre, l’attaquer utilement s’il y a lieu et afin que l’autorité de recours puisse exercer son contrôle. Le juge doit ainsi mentionner, au moins brièvement, les motifs qui l’ont guidé et sur lesquels il a fondé sa décision, de manière que l’intéressé puisse se rendre compte de la portée de celle-ci et l’attaquer en connaissance de cause (ATF 143 IV 40 consid.”
Die Sistierung dient nicht der Verfahrensfortführung und unterbricht die Verjährung grundsätzlich nicht; nur verfahrensfortführende Maßnahmen (z. B. Editionsverfügungen) können die Verjährung unterbrechen.
“Unter Berücksichtigung des soeben Ausgeführten ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass die Sistierungsverfügung des Untersuchungsrichteramtes vom 29. Dezember 2008 die Verjährung nicht unterbrochen hat: Die Staatsanwaltschaft verfügt die Sistierung, wenn das Verfahren zeitweise nicht weitergeführt und auch nicht abgeschlossen werden kann (siehe etwa André Vogelsang, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 314 StPO). Wie der Beschwerdeführer zutreffend geltend macht, dient die Sistierung eines Verfahrens demnach nicht dessen Fortgang, sondern dem genauen Gegenteil. Fraglich ist somit, ob bereits die Editionsverfügung vom 14. Juli 2004 die Verjährung unterbrochen hat. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers und der Vorinstanz ist für die Beurteilung dieser Frage irrelevant, ob die Verfügung eine Art "Zielrichtung" gegen den Beschwerdeführer aufwies. Wie der Beschwerdeführer selbst anmerkt, liegt es in der Natur einer jeden Untersuchungshandlung, dass sie sich grundsätzlich gegen den Straftäter richtet. Vorliegend hat das Untersuchungsrichteramt mit der Editionsverfügung vom 14. Juli 2004 den "C.________ Medien" konkrete Anweisungen gegeben, um eine Liste von Personen zu erstellen, die für die Aufklärung des mutmasslichen Mordes von Bedeutung sein könnten, und das Verfahren damit einen Schritt weitergeführt. Es ist für die Beurteilung des dringenden Tatverdachts davon auszugehen, dass die Verjährung dadurch unterbrochen wurde.”
Privatkläger bzw. Parteien, die sich zuvor als Privatkläger konstituiert bzw. durch Strafantrag tätig geworden sind, sind parteibefugt und damit beschwerdelegitimiert gegen Sistierungs‑/Einstellungsverfügungen.
“Ferner sah sie von der Erhebung von Kosten ab (Dispositivziffer 4). C. Dagegen erhob A. (fortan: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 29. April 2024 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (fortan: Kantonsgericht), Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Sistierungsverfügung aufzuheben und der Staatsanwaltschaft die Weisung zu erteilen, eine Strafuntersuchung gegen D. zu eröffnen und zu führen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse. D. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 3. Mai 2024 die Abweisung der Beschwerde; unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. E. Mit Verfügung vom 14. Mai 2024 wurde der Schriftenwechsel geschlossen. F. Mit unaufgeforderter Replik vom 8. Juni 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Erwägungen 1. Eine Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, mit Beschwerde angefochten werden (Art. 314 Abs. 5 StPO i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO sowie § 15 Abs. 2 EG StPO). Die Person oder die Behörde, die Beschwerde erhebt, hat aufgrund von Art. 396 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 385 Abs. 1 lit. a-c StPO genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht, welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen und welche Beweismittel sie anruft. Die Beschwerdebegründung hat sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinanderzusetzen und die tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründe zu nennen, die einen anderen Entscheid nahelegen (BGer 6B_1532/2022 vom 8. Februar 2023 E. 3; Guidon, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 396 N 9c; Calame, Commentaire romand CPP, 2. Aufl. 2019, Art. 385 N 21). Vorliegend hat der Beschwerdeführer anlässlich der Anzeigeerstattung am 21. Oktober 2022 Strafantrag gestellt und sich somit als Privatkläger konstituiert. Er ist daher Partei und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass und sind erfüllt, weshalb ohne Weiteres auf die form- und fristgerechte Beschwerde einzutreten ist.”
“Erwägungen 1. Eine Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, mit Beschwerde angefochten werden (Art. 314 Abs. 5 StPO i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO sowie § 15 Abs. 2 EG StPO). Die Person oder die Behörde, die Beschwerde erhebt, hat aufgrund von Art. 396 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 385 Abs. 1 lit. a-c StPO genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht, welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen und welche Beweismittel sie anruft. Die Beschwerdebegründung hat sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinanderzusetzen und die tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründe zu nennen, die einen anderen Entscheid nahelegen (BGer 6B_1532/2022 vom 8. Februar 2023 E. 3; Guidon, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 396 N 9c; Calame, Commentaire romand CPP, 2. Aufl. 2019, Art. 385 N 21). Vorliegend hat der Beschwerdeführer anlässlich der Anzeigeerstattung am 21. Oktober 2022 Strafantrag gestellt und sich somit als Privatkläger konstituiert. Er ist daher Partei und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass und sind erfüllt, weshalb ohne Weiteres auf die form- und fristgerechte Beschwerde einzutreten ist.”
“Eine Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, mit Beschwerde angefochten werden (Art. 314 Abs. 5 StPO i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO sowie § 15 Abs. 2 EG StPO). Die Person oder die Behörde, die Beschwerde erhebt, hat aufgrund von Art. 396 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 385 Abs. 1 lit. a-c StPO genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht, welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen und welche Beweismittel sie anruft. Die Beschwerdebegründung hat sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinanderzusetzen und die tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründe zu nennen, die einen anderen Entscheid nahelegen (BGer 6B_1532/2022 vom 8. Februar 2023 E. 3; Guidon, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 396 N 9c; Calame, Commentaire romand CPP, 2. Aufl. 2019, Art. 385 N 21). Vorliegend hat der Beschwerdeführer anlässlich der Anzeigeerstattung am 21. Oktober 2022 Strafantrag gestellt und sich somit als Privatkläger konstituiert. Er ist daher Partei und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass und sind erfüllt, weshalb ohne Weiteres auf die form- und fristgerechte Beschwerde einzutreten ist.”
Vor einer Sistierung sind besonders flüchtige oder gefährdete Beweismittel prioritär zu sichern; bei unbekannter Täterschaft oder Aufenthaltsort sind gezielt fahndungsrelevante Maßnahmen (z. B. Einleitung der Fahndung, RIPOL‑Erfassung, ggf. internationaler Haftbefehl) zu ergreifen.
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 Bst. a StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Sistierung ermöglicht, Untersuchungen, die wegen äusserer Gründe weder weitergeführt noch abgeschlossen werden können, unter bestimmten Voraussetzungen vorläufig ad acta zu legen (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 314 StPO). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO).”
“Il faut que l'insuffisance de charges soit manifeste. De plus, le ministère public doit examiner si une enquête, sous une forme ou sous une autre, serait en mesure d'apporter des éléments susceptibles de renforcer les charges contre la personne visée. Ce n'est que si aucun acte d'enquête ne paraît pouvoir amener des éléments susceptibles de renforcer les charges contre la personne visée que le ministère public peut rendre une ordonnance de non-entrée en matière. En cas de doute sur la possibilité d'apporter ultérieurement la preuve des faits en question, la non-entrée en matière est exclue (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 9 ad art. 310). Lorsqu'il n'existe aucun élément concret permettant d'identifier l'auteur, il faut considérer qu'il existe un empêchement de fait et la procédure doit faire l'objet d'une non-entrée en matière. Le ministère public peut toutefois également opter pour une suspension de la procédure au sens de l'art. 314 CPP. Il dispose à cet égard d'un certain pouvoir d'appréciation lui permettant de choisir la mesure la plus opportune entre une suspension et un refus d'entrer en matière, étant précisé que, dans leur résultat, les deux solutions ne se distinguent pas fondamentalement, puisque selon l'art. 323 al. 1 CPP, applicable par renvoi de l'art. 310 al. 2 CPP, la procédure pourra être reprise en cas de moyens de preuve ou de faits nouveaux (arrêts du Tribunal fédéral 6B_638/2022 du 17 août 2022 consid. 2.1.2; 1B_67/2012 du 29 mai 2012 consid. 3.1 et 3.2). 4.2. À teneur de l'art. 134 CP, quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers trouve la mort ou subit une lésion corporelle, est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. 4.3. En l'espèce, il ressort des déclarations du recourant et de D______ que, le jour des faits, celui-là a été frappé à plusieurs reprises par à tout le moins deux hommes et qu'il a, des suites de cette altercation, subi plusieurs lésions telles qu'attestées par le constat médical produit.”
“Si le prévenu n’est pas retrouvé dans les mois qui suivent et si aucun acte d’enquête ne doit encore être effectué, la procédure est suspendue. Cependant, si le prévenu a déjà, à un stade antérieur de la procédure, eu l’occasion de se déterminer de manière suffisante sur les faits qui lui sont reprochés et si les preuves réunies permettent de rendre un jugement en son absence, la procédure n’est pas suspendue, mais continuée en vue d’un jugement par défaut (art. 366 al. 4 CPP) (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7-8 ad art. 314 CPP). Dès lors que la mission du Ministère public est de mener à bien l’instruction et de fournir un dossier en état d’être jugé dans le respect du principe de célérité (art. 5 CPP), la suspension de l’instruction doit rester exceptionnelle et être prononcée avec retenue (arrêt du Tribunal fédéral 1B_67/2011 du 13 avril 2011 consid. 4.2 ; L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, op. cit., n. 6 ad art. 314 CPP). Les parties n'ont pas un droit à la suspension, le Ministère public disposant d’un large pouvoir d’appréciation dans l’examen de cette disposition (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 4a ad art. 314 CPP).”
Vor der Sistierung müssen alle zum Identifizieren des Täters tauglichen, vernünftigerweise erfolgbaren und praktikablen Ermittlungen durchgeführt bzw. zielgerichtet auf die Identifikation des unbekannten Täters ausgerichtet werden.
“Er hat somit hinreichend deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht weitere Hinweise vorliegen, die zur Identifizierung der Täterschaft beitragen könnten; dass auf die Beschwerde somit einzutreten ist; dass die Staatsanwaltschaft gemäss Art. 314 Abs. 1 StPO eine Untersuchung namentlich dann sistieren kann, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Staatsanwaltschaft verfügt über einen gewissen Ermessensspielraum bei der Entscheidung, ob im Einzelfall eine Sistierung oder eine Nichtanhandnahme adäquat erscheint. Eine Nichtanhandnahme rechtfertigt sich beispielsweise, wenn die belastenden Elemente offensichtlich ungenügend sind und keine Untersuchungshandlung nützliche Elemente für die Verfolgung zu ergeben scheint, namentlich wenn die Identität des Täters wahrscheinlich nicht festgestellt werden kann (Urteil BGer 1B_67/2012 vom 29. Mai 2012 E. 3.1 f.); dass die Staatsanwaltschaft vor der Sistierung die Beweise erhebt, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Die Sistierung ist erst dann zulässig, wenn sämtliche Beweise, die zur Identifikation der Täterschaft führen können, erhoben worden sind (Jositsch/Schmid, Praxiskommentar StPO, 4. Aufl. 2023, Art. 314 N. 4 mit Hinweis); dass Unternehmen nach Art. 102 Abs. 1 StGB bestraft werden, wenn in einem Unternehmen in Ausübung geschäftlicher Verrichtung im Rahmen des Unternehmenszwecks ein Verbrechen oder Vergehen begangen wird und diese Tat wegen mangelhafter Organisation des Unternehmens keiner bestimmten natürlichen Person zugerechnet werden kann. Es handelt sich dabei um eine subsidiäre Verantwortlichkeit des Unternehmens. Der Vorwurf richtet sich nicht auf die Begehung der Anlasstat, sondern auf das Organisationsdefizit, welches die Zurechnung der Anlasstat zu einer natürlichen Person als Täter verhindert (BGE 142 IV 333 E. 4.1); dass die Ermittlungen der Polizei betreffend die Firma B.________ zu keinem Ergebnis geführt haben resp. dass die Ermittlungen nicht erlaubt haben, die Firma oder deren Mitarbeitende ausfindig zu machen.”
“________, [...], ainsi que celles de la fonderie [...]. Il ajoute qu'il y aurait également la possibilité de s'appuyer sur l'Ambassade et le Consulat suisses, sur place, et requiert l'entraide de FedPol. Il serait ainsi possible de « faire appliquer la loi internationale ». 2.2. 2.2.1 En vertu de l’art. 314 al. 1 let. a CPP, le Ministère public peut suspendre une instruction, notamment lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. L’auteur est inconnu, au sens de cette disposition, lorsque le Ministère public ne dispose pas à son sujet de renseignements permettant de l’identifier par son nom (Grodecki/Cornu, in : Kuhn/Jeanneret [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 5 ad art. 314 CPP). Avant de décider la suspension, le Ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu’elles disparaissent ; lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu, il met en œuvre les recherches (art. 314 al. 3 CPP). Avant de suspendre, le Ministère public doit procéder à tous les actes d’enquête qui pourraient amener à l’identification de l’auteur (Cornu, op. cit., n. 5 ad art. 314 CPP). A teneur de l’art. 315 al. 1 CPP, le Ministère public reprend d'office une instruction suspendue lorsque le motif de la suspension a disparu. 2.2.2 En vertu de l’art. 30 al. 2 EIMP (Loi fédérale du 20 mars 1981 sur l’entraide internationale en matière pénale ; RS 351.1), la demande d’extradition, de délégation de poursuite pénale ou d’exécution ressortit à l'OFJ qui agit sur requête de l’autorité cantonale. Dans le canton de Vaud, le Ministère public central est l’autorité compétente en matière d’entraide internationale ; à ce titre, il a notamment la compétence de présenter une demande de délégation de poursuite pénale à l’OFJ (art. 25 al. 2 LMPu [Loi sur le Ministère public du 19 mai 2009 ; RSV 173.21]). 2.3 En l'espèce, il faut constater que la police a procédé à toutes les mesures d'investigation que l'on était en droit d'attendre d'elle au vu des informations recueillies dans la présente affaire pour identifier Y.”
“Il fait valoir qu’au vu du cumul et de la longue période concernée par les infractions, il n’y aurait rien de disproportionné à mettre en œuvre les mesures d’instruction requises, à savoir de demander à Swisscom et aux autres opérateurs le relevé des connexions faites depuis le domicile, les téléphones portables et le restaurant de la famille [...]. 2.2 En vertu de l’art. 314 al. 1 let. a CPP, le Ministère public peut suspendre une instruction, notamment lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. L’auteur est inconnu, au sens de cette disposition, lorsque le Ministère public ne dispose pas à son sujet de renseignements permettant de l’identifier par son nom (Grodecki/Cornu, in : Kuhn/Jeanneret [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 5 ad art. 314 CPP). Avant de décider la suspension, le Ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu’elles disparaissent ; lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu, il met en œuvre les recherches (art. 314 al. 3 CPP). A teneur de l’art. 315 al. 1 CPP, le ministère public reprend d'office une instruction suspendue lorsque le motif de la suspension a disparu. 2.3 En l’espèce, l’ordonnance de suspension rendue le 2 août 2023 mentionnait clairement qu’un éventuel recours devait être adressé à la Chambre des recours pénale et non au Ministère public. Le recourant – qui a en particulier été partie à plus de 50 affaires ouvertes devant la seule Chambre de céans et qui est ainsi rompu aux règles de la procédure pénale – ne pouvait d’ailleurs l’ignorer. De toute manière, il ne ressort nullement du courrier adressé au Ministère public le 16 août 2023 que le recourant avait la volonté de recourir contre l’ordonnance de suspension. C’est donc en vain qu’il prétend aujourd’hui que ce courrier aurait dû être considéré comme un recours. Cela étant, il ressort des investigations policières conduites avant la suspension – qui, contrairement à ce que soutient le recourant, ont été menées en vue de découvrir non seulement l’auteur des écrits publiés sous le pseudonyme « [.”
“] est difficile sans avoir au préalable tenté d’effectuer des démarches effectives, que le prévenu a élu domicile en l’étude de son avocate avec laquelle il a gardé des contacts, qu’il est important que le prévenu puisse être jugé rapidement, notamment compte tenu du fait que l’infraction d’injure sera prescrite au mois de mai 2024, qu’une décision de suspension constituerait une entrave au droit de la partie plaignante à la justice tel que cela est prévu par la Constitution, la CEDH et la Convention d’Istanbul, et que la suspension pourrait conduire à ce qu’aucune sanction ne soit prononcée, de sorte que ladite suspension ne se justifie pas. 2.2 2.2.1 En vertu de l'art. 314 al. 1 let. a CPP, le ministère public peut suspendre une instruction lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. Le pouvoir d'appréciation du procureur est très large (Moreillon/Parein-Reymond, Petit Commentaire, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2016, nn. 10-11 ad art. 314 CPP). Avant de décider la suspension, le ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu'elles disparaissent (art. 314 al. 3 CPP). En pratique, il convient d'administrer les preuves utiles et disponibles dans la mesure du raisonnable ; l'audition de témoins ne doit pas être systématiquement laissée en attente (Grodecki/Cornu, Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2019 [ci-après : CR-CPP], n. 21 ad art. 314 CPP). Le principe de la célérité, qui découle des art. 29 al. 1 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) et 5 CPP, eux-mêmes fondés sur le droit à une enquête effective consacré par les conventions internationales (TF 6B_147/2016 du 12 octobre 2016 consid. 2.1), revêt une importance particulière en matière pénale (ATF 119 Ib 311 consid. 5) et garantit en effet aux parties le droit d'obtenir que la procédure soit achevée dans un délai raisonnable. Il est notamment violé lorsque l'autorité ordonne la suspension d'une procédure sans motifs objectifs. Pareille mesure dépend d'une pesée des intérêts en présence et ne doit être admise qu'avec retenue (TF 1B_318/2020 du 11 mars 2021 consid.”
Gegen Sistierungs‑ bzw. Suspendierungsverfügungen kann Beschwerde/Rekurs geführt werden; dies unterliegt strengen Form‑, Frist‑ (insbesondere 10 Tage) und Begründungspflichten.
“Ferner sah sie von der Erhebung von Kosten ab (Dispositivziffer 4). C. Dagegen erhob A. (fortan: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 29. April 2024 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (fortan: Kantonsgericht), Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Sistierungsverfügung aufzuheben und der Staatsanwaltschaft die Weisung zu erteilen, eine Strafuntersuchung gegen D. zu eröffnen und zu führen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse. D. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 3. Mai 2024 die Abweisung der Beschwerde; unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. E. Mit Verfügung vom 14. Mai 2024 wurde der Schriftenwechsel geschlossen. F. Mit unaufgeforderter Replik vom 8. Juni 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Erwägungen 1. Eine Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, mit Beschwerde angefochten werden (Art. 314 Abs. 5 StPO i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO sowie § 15 Abs. 2 EG StPO). Die Person oder die Behörde, die Beschwerde erhebt, hat aufgrund von Art. 396 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 385 Abs. 1 lit. a-c StPO genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht, welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen und welche Beweismittel sie anruft. Die Beschwerdebegründung hat sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinanderzusetzen und die tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründe zu nennen, die einen anderen Entscheid nahelegen (BGer 6B_1532/2022 vom 8. Februar 2023 E. 3; Guidon, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 396 N 9c; Calame, Commentaire romand CPP, 2. Aufl. 2019, Art. 385 N 21). Vorliegend hat der Beschwerdeführer anlässlich der Anzeigeerstattung am 21. Oktober 2022 Strafantrag gestellt und sich somit als Privatkläger konstituiert. Er ist daher Partei und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass und sind erfüllt, weshalb ohne Weiteres auf die form- und fristgerechte Beschwerde einzutreten ist.”
“Si une décision de reprise de l'instruction suspendue en vertu de l'art. 314 CPP n'est pas sujette à recours (art. 315 al. 2 CPP), le recours des art. 393 ss CPP est en revanche ouvert contre la décision du ministère public refusant d’ordonner la reprise de la procédure en application de l'art. 315 CPP (Moreillon/Parein-Reymond, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd. Bâle 2019, n. 10 ad art. 315 CPP et la réf. citée). Le recours s’exerce auprès de l’autorité de recours (cf. art. 20 al. 1 let. b CPP) qui dans le canton de Vaud est la Chambre des recours pénale du Tribunal cantonal (art. 13 LVCPP [Loi d'introduction du Code de procédure pénale suisse du 19 mai 2009, RSV 312.01] ; art. 80 LOJV [Loi d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979, RSV 173.01]). Il doit être adressé par écrit, dans un délai de dix jours dès la notification de la décision attaquée (cf. art. 384 let. b CPP), à l’autorité de recours (art. 396 al. 1 CPP ; art. 322 al. 2 CPP, applicable par renvoi de l’art. 314 al. 5 CPP). 1.2 Interjeté en temps utile devant l’autorité compétente, par une partie plaignante qui a qualité pour recourir (art. 382 al. 1 CPP) et dans les formes prescrites (art. 385 al. 1 CPP), le recours de D.________ est recevable. 2. 2.1 Le recourant fait valoir que son courrier du 16 août 2024 [recte : 2023] devrait être considéré comme un recours contre la décision de suspension du 2 août 2023. Il soutient en outre que le ou les auteurs des messages sur le site Internet du [...] continueraient à opérer et qu’il conviendrait de les stopper. Il relève par ailleurs avoir fourni des éléments nouveaux et démontré que tout n’avait pas été mis en œuvre pour trouver l’auteur des commentaires litigieux. Il fait valoir qu’au vu du cumul et de la longue période concernée par les infractions, il n’y aurait rien de disproportionné à mettre en œuvre les mesures d’instruction requises, à savoir de demander à Swisscom et aux autres opérateurs le relevé des connexions faites depuis le domicile, les téléphones portables et le restaurant de la famille [.”
“________ pour voies de fait qualifiées (I), a arrêté l’indemnité due à Me Charlotte Iselin, à titre de défenseur d’office de X.________, à 1'252 fr., débours et TVA inclus (II), a dit qu’il n’y avait pas lieu d’octroyer à X.________ une indemnité au sens de l’art. 429 CPP (Code de procédure pénale suisse du 5 octobre 2007 ; RS 312.0) (III) et a laissé les frais de l’ordonnance à la charge de l’Etat, le solde des frais suivant le sort de la cause au fond (IV). C. Par acte du 2 novembre 2023, X.________ a recouru contre l’ordonnance de suspension du 11 octobre 2023, en concluant, avec suite de frais et dépens, principalement à son annulation et au renvoi de la cause au Ministère public pour la reprise de l’instruction et mise en accusation, subsidiairement à son annulation et au renvoi de la cause au Ministère public pour nouvelle décision dans le sens des considérants de l’arrêt à intervenir. Le 3 novembre 2023, Me Véronique Fontana a informé la Cour de céans qu’elle n’était plus le conseil de W.________. En droit : 1. Interjeté dans le délai légal de dix jours (art. 322 al. 2 CPP applicable par renvoi de l'art. 314 al. 5 CPP), contre une ordonnance de suspension rendue par le ministère public (art. 393 al. 1 let. a CPP), par une partie ayant qualité pour recourir (art. 382 al. 1 CPP) et dans les formes prescrites (art. 385 al. 1 CPP), le recours est recevable. 2. 2.1 La recourante soutient qu’elle a transmis l’adresse du prévenu par courrier du 5 juin 2023, que le Ministère public ne peut pas invoquer le fait que l’entraide judiciaire avec [...] est difficile sans avoir au préalable tenté d’effectuer des démarches effectives, que le prévenu a élu domicile en l’étude de son avocate avec laquelle il a gardé des contacts, qu’il est important que le prévenu puisse être jugé rapidement, notamment compte tenu du fait que l’infraction d’injure sera prescrite au mois de mai 2024, qu’une décision de suspension constituerait une entrave au droit de la partie plaignante à la justice tel que cela est prévu par la Constitution, la CEDH et la Convention d’Istanbul, et que la suspension pourrait conduire à ce qu’aucune sanction ne soit prononcée, de sorte que ladite suspension ne se justifie pas.”
“________, retenant que son issue dépend de celle de la procédure pénale ouverte contre A.________, dont il convient d'attendre le sort; que le 18 janvier 2024, A.________ a interjeté recours contre cette dernière ordonnance, contestant fermement avoir proféré des menaces de mort, soulignant qu’il se battrait sans limite pour être lavé de tout soupçon et, ne pouvant pas se contenter de cette suspension de procédure, exigeant d’être entendu pour « amener les précisions nécessaires afin de pouvoir clore ce sujet nauséabond »; que par courrier du 26 février 2024, le Ministère public s’est déterminé sur le recours et a conclu à son rejet, tout en produisant son dossier; qu’une ordonnance du ministère public prononçant la suspension de la procédure peut faire l'objet d'un recours auprès de la Chambre pénale (cf. art. 322 al. 2 par renvoi de l’art. 314 al. 5 et art. 393 al. 1 let. a CPP; art. 20 al. 1 let. b CPP en relation avec l'art. 85 al. 1 de la loi sur la justice du 31 mai 2010 [LJ; RSF 130.1]); que selon les art. 322 al. 2 (par renvoi de l’art. 314 al. 5 CPP) et 396 al. 1 CPP, le recours est adressé par écrit, dans le délai de 10 jours, à l’autorité de recours. En l’espèce, le recours, déposé le 18 janvier 2024, sera considéré comme ayant été interjeté à temps; que selon l'art. 382 al. 1 CPP, toute partie qui a un intérêt juridiquement protégé à l'annulation ou à la modification d'une décision a qualité pour recourir contre celle-ci. Le recourant, en tant que partie plaignante, a qualité pour recourir, puisqu’il a intérêt à ce que la décision prononçant la suspension de la procédure soit annulée ou modifiée; que la Chambre pénale dispose d'une pleine cognition en fait et en droit (art. 393 al. 2 CPP) et statue sans débats (art. 397 al. 1 CPP); que le recours doit être motivé (art. 396 al. 1 CPP) et indiquer précisément les motifs qui commandent une autre décision (art. 385 al. 1 let. b CPP). L'exigence de motivation du recours – qui a été mentionnée dans la décision attaquée – englobe aussi celle de prendre des conclusions. Lorsque la partie n'est pas représentée par un avocat, l'exigence de motivation est respectée si les conclusions peuvent être sans équivoque déduites de la motivation (cf.”
Bei internationalen Amtshilfeersuchen oder grenzüberschreitender Rechtshilfe kann die Staatsanwaltschaft Ermittlungen als unverhältnismässig ablehnen; bei geringem Streitwert oder geringen Erfolgsaussichten sind internationale Amtshandlungen oft unverhältnismässig und eine Sistierung nicht gerechtfertigt.
“07 subi par le recourant, bien qu'il puisse être conséquent pour lui, ne permet pas de justifier, à lui seul, l'envoi d'une commission rogatoire en République démocratique du Congo, dans la mesure où il est en-deçà des montants généralement admis par la Chambre de céans pour justifier une telle démarche (cf. supra consid. 2.2 in fine). À cette aune, les investigations envisageables, par le biais d'une demande d'entraide internationale, apparaissent disproportionnées et excessives au regard du complexe de faits, du montant du préjudice ainsi que des chances de succès très limitées. Le raisonnement du Ministère public sur ce point n'est dès lors pas critiquable. La présente procédure pourra, le cas échéant, être reprise en cas de moyens de preuve ou de faits nouveaux, notamment en cas d'éventuels développements dans le cadre de l'enquête en blanchiment reprise par les autorités vaudoises (art. 323 CPP; arrêts du Tribunal fédéral 6B_638/2022 du 17 août 2022 consid. 2.1.2; 1B_67/2012 du 29 mai 2012 consid. 3.1 et 3.2). Une suspension de la procédure au sens de l'art. 314 CPP ne se justifierait pas non plus, pour les mêmes motifs. La conclusion en ce sens du recourant sera, partant, rejetée. 3. Justifiée, l'ordonnance querellée sera donc confirmée. 4. Le recourant succombe (art. 428 al. 1 CPP). Il supportera, en conséquence, les frais de la procédure de recours, fixés en totalité à CHF 1'000.- (art. 3 cum 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP ; E 4 10.03), somme qui sera prélevée sur les sûretés versées. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Rejette le recours. Condamne A______ aux frais de la procédure de recours, arrêtés à CHF 1'000.-. Dit que ce montant sera prélevé sur les sûretés versées. Notifie le présent arrêt, en copie, au recourant, soit pour lui son conseil, et au Ministère public. Siégeant : Madame Daniela CHIABUDINI, présidente; Mesdames Corinne CHAPPUIS BUGNON et Valérie LAUBER, juges; Monsieur Zidane DJEBALI, greffier. Le greffier : Zidane DJEBALI La présidente : Daniela CHIABUDINI Voie de recours : Le Tribunal fédéral connaît, comme juridiction ordinaire de recours, des recours en matière pénale au sens de l'art.”
Bei Sistierung wegen paralleler zivil-, straf- oder verwaltungsrechtlicher Verfahren (z. B. Gegenanzeigen wegen Ehrverletzung, Verleumdung oder falscher Beschuldigung) ist sie häufig angezeigt, wenn diese Gegenanzeigen das Ergebnis oder die Aufklärung der Hauptsache wesentlich beeinflussen können.
“TF 7B_587/2023 précité ; CREP 16 octobre 2024/744 consid. 1.2 ; CREP 4 octobre 2024/710 consid. 2.1). 1.3 En vertu de l’art. 314 al. 1 let. b CPP, le Ministère public peut suspendre une instruction lorsque l'issue de la procédure pénale dépend d'un autre procès dont il paraît indiqué d'attendre la fin. Le Ministère public dispose d'un large pouvoir d'appréciation pour décider d'une éventuelle suspension ; il doit toutefois examiner si le résultat de l'autre procédure peut véritablement jouer un rôle pour le résultat de la procédure pénale suspendue et s'il simplifiera de manière significative l'administration des preuves dans cette même procédure (TF 1B_318/2020 du 11 mars 2021 consid. 2.1 ; TF 1B_66/2020 du 2 décembre 2020 consid. 3.2 et les références citées ; TF 1B_563/2019 et 1B_565/2019 du 9 juin 2020 consid. 4.1.2 ; Vogelsang, in : Niggli/Heer/Wiprächtiger [éd.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, 3e éd., Bâle 2023, n. 15 ad art. 314 CPP ; Grodecki/Cornu, in : Kuhn/Jeanneret [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019 [ci-après : CR CPP], nn. 13-13a et 14a ad art. 314 CPP). La suspension d’une procédure pénale dans l’attente d’une autre procédure pénale peut notamment se justifier à la suite d’une contre-plainte du prévenu pour des infractions contre l’honneur (art. 173 ss CP [Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0]) ou en dénonciation calomnieuse (art. 303 CP). Il n’est en effet pas imaginable d’instruire ces infractions alors même que la dénonciation initiale est toujours en cours d’enquête, voire de jugement (Grodecki/Cornu, in : CR CPP, op. cit., n. 14a ad art. 314 CPP ; CREP 12 octobre 2022/759 ; CREP 14 juillet 2022/527 ; CREP 6 février 2020/78 ; CREP 14 octobre 2019/830). 2. 2.1 Le recourant conclut notamment à la jonction des procédures PE24.024010-MYO et PE24.013876-MYO, ainsi qu’à ce que B.________ soit condamnée à lui verser une indemnité de 20'000 fr.”
Die Staatsanwaltschaft kann die Sistierung nutzen, um das Verfahren faktisch zu beeinflussen (z. B. durch Anordnung von Sicherheitsleistungen wie Kaution oder andere Handlungen), wobei sie beim Entscheid einen weiten Ermessensspielraum hat; die Staatsanwaltschaft darf eine wiederaufgenommene Sistierung ohne unmittelbaren Rechtsschutz vornehmen.
“P/8350/2024 ACPR/145/2025 du 24.02.2025 sur OMP/23187/2024 ( MP ) , ADMIS Descripteurs : SUSPENSION DE LA PROCÉDURE Normes : CPP.312; CPC.126 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/8350/2024 ACPR/145/2025 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du lundi 24 février 2025 Entre A______, domicilié ______, agissant en personne, recourant, contre l'ordonnance de suspension de la procédure rendue le 1er novembre 2024 par le Ministère public, et B______, représentée par Me Malek ADJADJ, avocat, AAA AVOCATS SA, rue du Rhône 118, 1204 Genève, LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimés. EN FAIT : A. a. Par acte expédié le 7 novembre 2024, A______ recourt contre l'ordonnance du 1er novembre 2024, communiquée par pli simple, par laquelle le Ministère public a suspendu l'instruction (art. 314 CPP). Le recourant sollicite la reconsidération de cette décision et la poursuite de la procédure. b. Le recourant a versé les sûretés en CHF 1'000.- qui lui étaient réclamées par la Direction de la procédure. B. Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. A______ a déposé plainte pénale le 31 mars 2024 contre B______ qui avait présenté devant le Tribunal de première instance (ci-après, TPI) un document falsifié à l'appui de sa requête de mainlevée [déposée le 10 novembre 2023], dans le cadre de la cause C/1______/2023. Il en avait eu connaissance à la suite d'une convocation du TPI reçue en février 2024. La cupidité et la convoitise de B______ l'avaient poussée à falsifier une reconnaissance de dette [d'un montant équivalent à EUR 45'000.-] effectivement établie en 2008, en ajoutant "10 ans de plus" pour tenter de "raviver un document légalement épuisé depuis plus de 15 ans". Ce document avait été rédigé en langue arabe, et mentionnait des livres syriennes, ce qui était logique, dans la mesure où en 2008 il habitait à F______, en Syrie.”
“Der Beschwerdeführer und die Staatsanwaltschaft sind sich zurecht darin einig, dass eine Sistierung gemäss Strafprozessordnung erst im staatsanwaltschaftlichen Untersuchungsverfahren vorgesehen ist (vgl. auch Vogelsang, in: Basler Kommentar, 3. Auflage, 2023, Art. 314 StPO N 5). Durch die Erhebung einer Sicherheitsleistung am 10. April 2024 die gemäss Art. 303a Abs. 1 StPO ebenfalls nur durch die Staatsanwaltschaft angeordnet werden kann und nicht zuletzt auch durch die vorliegend infrage stehende Sistierungsverfügung vom 17. Mai 2024 wurde das Verfahren bereits im Sinne von Art. 307 Abs. 2 StPO durch die Staatsanwaltschaft tatsächlich an sich gezogen und das Strafverfahren faktisch eröffnet. Obschon aus der Begründung der Verfügung vom 17. Mai 2024 hervorzugehen scheint, dass sich die Staatsanwaltschaft dessen zu jenem Zeitpunkt nicht bewusst war, ändert dies nichts daran, dass das Verfahren durch die Handlungen der Staatsanwaltschaft bereits an diese übergegangen ist. Die Staatsanwaltschaft war für den Erlass der Verfügung zuständig. Eine Nichtigkeit der Sistierungsverfügung liegt dementsprechend nicht vor.”
“Si le prévenu n’est pas retrouvé dans les mois qui suivent et si aucun acte d’enquête ne doit encore être effectué, la procédure est suspendue. Cependant, si le prévenu a déjà, à un stade antérieur de la procédure, eu l’occasion de se déterminer de manière suffisante sur les faits qui lui sont reprochés et si les preuves réunies permettent de rendre un jugement en son absence, la procédure n’est pas suspendue, mais continuée en vue d’un jugement par défaut (art. 366 al. 4 CPP) (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7-8 ad art. 314 CPP). Dès lors que la mission du Ministère public est de mener à bien l’instruction et de fournir un dossier en état d’être jugé dans le respect du principe de célérité (art. 5 CPP), la suspension de l’instruction doit rester exceptionnelle et être prononcée avec retenue (arrêt du Tribunal fédéral 1B_67/2011 du 13 avril 2011 consid. 4.2 ; L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, op. cit., n. 6 ad art. 314 CPP). Les parties n'ont pas un droit à la suspension, le Ministère public disposant d’un large pouvoir d’appréciation dans l’examen de cette disposition (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 4a ad art. 314 CPP).”
“a CPP, le Ministère public peut suspendre une instruction lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu. Dans ce cas, il met en œuvre les recherches (al. 3). Concrètement, lorsque le lieu de séjour de l’auteur est inconnu, le Ministère public, en règle générale, fait signaler le prévenu au système de recherche informatisé de police (RIPOL) voire décerne contre lui un mandat d’arrêt international. Le procureur peut aussi charger la police de recherches plus spécifiques. Si le prévenu n’est pas retrouvé dans les mois qui suivent et si aucun acte d’enquête ne doit encore être effectué, la procédure est suspendue. Cependant, si le prévenu a déjà, à un stade antérieur de la procédure, eu l’occasion de se déterminer de manière suffisante sur les faits qui lui sont reprochés et si les preuves réunies permettent de rendre un jugement en son absence, la procédure n’est pas suspendue, mais continuée en vue d’un jugement par défaut (art. 366 al. 4 CPP) (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7-8 ad art. 314 CPP). Dès lors que la mission du Ministère public est de mener à bien l’instruction et de fournir un dossier en état d’être jugé dans le respect du principe de célérité (art. 5 CPP), la suspension de l’instruction doit rester exceptionnelle et être prononcée avec retenue (arrêt du Tribunal fédéral 1B_67/2011 du 13 avril 2011 consid. 4.2 ; L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, op. cit., n. 6 ad art. 314 CPP). Les parties n'ont pas un droit à la suspension, le Ministère public disposant d’un large pouvoir d’appréciation dans l’examen de cette disposition (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 4a ad art. 314 CPP).”
Für den weiteren Fortgang und die Wiederaufnahme der sistierten Untersuchung ist die Verfahrenseinstellung als Leitlinie massgeblich.
“der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten (Art. 314 Abs. 1 StPO). Im Übrigen richtet sich das Verfahren nach den Bestimmungen über die Verfahrenseinstellung (Art. 314 Abs. 5 StPO). Die Staatsanwaltschaft nimmt von Amtes wegen eine sistierte Untersuchung wieder an die Hand, wenn der Grund der Sistierung weggefallen ist (Art. 315 Abs. 1 StPO). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sistierung zu verfügen ist, kommt der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 5 StPO) setzt der Sistierung der Strafuntersuchung Grenzen. Das Gebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert. Die Sistierung hängt von einer Abwägung der Interessen ab. Sie ist mit Zurückhaltung anzuordnen. Im Grenz- oder Zweifelsfall geht das Beschleunigungsgebot vor (vgl. zum Ganzen: BGE 130 V 90 E. 5; Urteile des Bundesgerichts 1C_188/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2; 1B_238/2018 vom 5. September 2018 E. 2.1; 1B_329/2017 vom 11. September 2017 E. 3; 1B_21/2015 vom 1. Juli 2015 E. 2.1 und 2.3; 1B_421/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.3).”
Bei Sistierung nach Art. 314 Abs. 1 lit. b (z. B. Amtsmissbrauch) ist die Strafbarkeit nur bei qualifiziert falsch(er)en, jenseits vernünftiger Vertretbarkeit liegenden Behördenentscheiden anzunehmen; oftmals ist abzuwarten, ob ein verwaltungsrechtlicher Entscheid die Strafbarkeit ausschliesst.
“Was die Frage nach dem mutmasslichen Ausgang des Beschwerdeverfah- rens betrifft, ist Folgendes zu beachten: Die Staatsanwaltschaft stützte sich zur Begründung der Sistierung der Strafuntersuchung auf Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO, wonach eine Untersuchung unter anderem dann sistiert werden kann, wenn der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es an- gebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten. Die Staatsanwaltschaft hielt hierzu in der angefochtenen Sistierung fest, das Strafverfahren VV.2022.458 hän- ge massgebend vom Ausgang des in Frage stehenden verwaltungsrechtlichen Verfahrens vor dem DJSG ab. So bilde die im verwaltungsrechtlichen Verfahren zu beurteilende zentrale Frage, ob das AFM das Gesuch um Erteilung einer Auf- enthaltsbewilligung Typ B von C. zu Recht mangels Vorliegens einer unbe- grenzten und unwiderruflichen Verpflichtungserklärung abgelehnt habe, ebenfalls Gegenstand des strafrechtlichen Verfahrens. Sollte das DJSG in seinem Ent- scheid feststellen, dass das AFM die fragliche Verpflichtungserklärung zu recht verlangt habe, würden für die Tatbestände des Amtsmissbrauchs und der ver- suchten Nötigung wohl kein Raum bestehen. Umgekehrt könne sich die Frage strafbarer Handlungen bei einer Gutheissung der Beschwerde stellen.”
“E. 4.2). Diesen (hohen) Anforderungen an eine Verfahrenssistierung gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO dürfte die angefochtene Sistierungsverfügung kaum standhalten. Zu beachten ist nämlich, dass ein Amtsmissbrauch gemäss Art. 312 StGB nicht bei jedem (vorsätzlichen) Fehlverhalten eines Behördenmitglieds zur Anwendung gelangt, sondern nur und erst bei einem Missbrauch der Amtsgewalt. Bei behördli- chen Entscheiden liegt ein solcher nicht bereits dann vor, wenn sich im Nachhin- ein (etwa im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens) herausstellt, dass die gesetz- lichen Voraussetzungen nicht vorgelegen haben. Denn bei der Gesetzesausle- gung und -anwendung besteht oft ein gewisser Beurteilungsspielraum, sodass erst bei einem eigentlichen Ermessensmissbrauch auch von einem Missbrauch der Amtsgewalt auszugehen ist. Mit anderen Worten stellt auch eine noch knapp ver- tretbare behördliche Entscheidung keinen Amtsmissbrauch dar, wenngleich mit guten - allenfalls sogar besseren - Gründen anders hätte entschieden werden können. Die Verfügung muss vielmehr qualifiziert falsch, d.h. jenseits des vernünf- tigerweise Vertretbaren, sein (vgl.”
Die Sistierung nach Art. 314 Abs. 1 StPO setzt voraus, dass ein anderes Verfahren oder Umstand die Beweiswürdigung im Strafverfahren erheblich erleichtert bzw. massgeblich klärt (z.B. verwaltungs- oder zivilrechtliche Entscheide).
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten. Wie sich aus dem Passus «angebracht erscheint» ergibt, räumt die Bestimmung der Staatsanwaltschaft einen Ermessensspielraum ein. Die Sistierung des Strafverfahrens mit Blick auf ein anderes Verfahren rechtfertigt sich jedoch nur, wenn sich das Ergebnis jenes Verfahrens tatsächlich auf das Ergebnis des Strafverfahrens auswirken kann und wenn jenes Verfahren die Beweiswürdigung im Strafverfahren erheblich erleichtert. Zudem setzen der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist beziehungsweise das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 5 StPO) der Sistierung des Strafverfahrens Grenzen. Sie hängt von einer Abwägung der Interessen ab und ist mit Zurückhaltung anzuordnen (zum Ganzen: BGer 1B_318/2020 vom 11. März 2021 E. 2.1, 1B_555/2019 vom 6. Februar 2020 E. 2.2, 1B_238/2018 vom 5. September 2018 E.”
“Was die Frage nach dem mutmasslichen Ausgang des Beschwerdeverfah- rens betrifft, ist Folgendes zu beachten: Die Staatsanwaltschaft stützte sich zur Begründung der Sistierung der Strafuntersuchung auf Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO, wonach eine Untersuchung unter anderem dann sistiert werden kann, wenn der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es an- gebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten. Die Staatsanwaltschaft hielt hierzu in der angefochtenen Sistierung fest, das Strafverfahren VV.2022.458 hän- ge massgebend vom Ausgang des in Frage stehenden verwaltungsrechtlichen Verfahrens vor dem DJSG ab. So bilde die im verwaltungsrechtlichen Verfahren zu beurteilende zentrale Frage, ob das AFM das Gesuch um Erteilung einer Auf- enthaltsbewilligung Typ B von C. zu Recht mangels Vorliegens einer unbe- grenzten und unwiderruflichen Verpflichtungserklärung abgelehnt habe, ebenfalls Gegenstand des strafrechtlichen Verfahrens. Sollte das DJSG in seinem Ent- scheid feststellen, dass das AFM die fragliche Verpflichtungserklärung zu recht verlangt habe, würden für die Tatbestände des Amtsmissbrauchs und der ver- suchten Nötigung wohl kein Raum bestehen. Umgekehrt könne sich die Frage strafbarer Handlungen bei einer Gutheissung der Beschwerde stellen.”
“der Strafgerichte, einer Partei im Hinblick auf einen Zivilprozess die Mühen und das Kostenrisiko der Sammlung von Beweisen abzu- nehmen (BGE 137 IV 246 E. 1.3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1053/2020 vom 19. November 2020 E. 1.2), und es ist auch nicht Aufgabe der Strafverfolgungsbe- hörden (sondern der auf solche Fälle spezialisierten Zivilgerichte), über die Zivilfor- derungen, denen derart komplexe und langjährige Geschäftsbeziehungen zu- grunde liegen, rechtsverbindlich zu entscheiden, nachdem in derselben Sache be- reits eine Zivilklage erhoben wurde. Vor diesem Hintergrund hat die Staatsanwalt- schaft in der Begründung ihrer Nichtanhandnahmeverfügung zu Recht festgehal- ten, dass eine Begleitung des hängigen Zivilprozesses durch ein parallel laufendes Strafverfahren in der Schweiz weder sachgerecht noch rechtlich angezeigt sei. Selbst im Fall, dass ein hinreichender Tatverdacht betreffend Veruntreuung, unge- treuer Geschäftsbesorgung und Geldwäscherei zu bejahen und eine Untersuchung zu eröffnen wäre, wäre gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO die Voraussetzung für eine Sistierung des Strafverfahrens (bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Zi- vilurteils) erfüllt. Aus den folgenden Gründen ist im gegenwärtigen Verfahrenssta- dium ein hinreichender Tatverdacht jedoch zu verneinen: Wie die Staatsanwalt- schaft in der Begründung ihrer Nichtanhandnahmeverfügung in zutreffender Weise ausgeführt hat, ist im Umstand, dass ein Treuhänder ihm anvertraute Vermögens- werte wegen eines geltend gemachten Verrechnungsanspruches nicht zurückgibt, noch keine Veruntreuung zu erblicken. In subjektiver Hinsicht erfordert der Tatbe- stand der Veruntreuung insbesondere die Absicht unrechtmässiger Bereicherung. Aus Sicht der Beschwerdeführerin handelt es sich bei der Zivilklage des Beschwer- degegners 1 und der L._____ S.A. zwar lediglich um eine "Nebelpetarde" und um eine "fishing expedition", doch solange in diesem Zivilverfahren nicht rechtsverbind- lich entschieden wurde, dass die vom Beschwerdegegner 1 geltend gemachten Gegenforderungen tatsächlich einer Grundlage entbehren, besteht bezüglich des subjektiven Tatbestandsmerkmals der unrechtmässigen Bereicherung aus zwei - 10 - Gründen kein hinreichender Tatverdacht: Erstens reichte der Beschwerdegegner 1 zusammen mit der L.”
“Die Sistierung ist eine Zwischenverfügung, mit welcher eine Untersuchung, die bloss vorübergehend nicht weitergeführt werden kann, einstweilen formell erledigt wird. Der Fall wird nicht materiell abgeschlossen, sondern bleibt bei der sistierenden Behörde rechtshängig und muss später auf jeden Fall erledigt werden, sei es durch Einstellung, Anklage oder Strafbefehl (Landshut/Bosshard, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, Art. 314 N 1). Die Anwendungsfälle der Sistierung werden in Art. 314 Abs. 1 StPO geregelt, wobei die Aufzählung nicht abschliessend ist (vgl. Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 5; Omlin, in: Basler Kommentar, 3. Auflage, Basel 2023, Art. 314 StPO N 11). Ein Grund für die Sistierung des Verfahrens kann gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO etwa sein, dass die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen.”
Vor der Sistierung sind vorrangig diejenigen Ermittlungen und Beweismassnahmen durchzuführen bzw. zu sichern, bei denen konkreter Verlust- oder Verfallsgefahr besteht; dies betrifft insbesondere flüchtige Beweismittel, rasch verfügbare oder leicht verlierende Spuren sowie unmittelbar gefährdete digitale Spuren (z. B. WhatsApp‑Chats) und zeitnahe Zeugenaussagen.
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 Bst. a StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Sistierung ermöglicht, Untersuchungen, die wegen äusserer Gründe weder weitergeführt noch abgeschlossen werden können, unter bestimmten Voraussetzungen vorläufig ad acta zu legen (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 314 StPO). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO).”
“Le recourant déduit de ce qui précède qu’il existe au dossier des indices des auteurs probables du courrier litigieux et que des mesures d’instruction utiles sont immédiatement réalisables. Il considère qu’avec l’écoulement du temps, les preuves nécessaires risquent d’être altérées voire de disparaître : ainsi, les [...] concernés ont eu l’occasion de revenir sur l’échange litigieux, les conversations WhatsApp ont pu ou pourraient aisément être effacées, et les personnes susceptibles de donner des renseignements utiles peuvent avoir changé d’emploi ou être sur le point de quitter [...]. 2.2 2.2.1 En vertu de l'art. 314 al. 1 let. a CPP, le ministère public peut suspendre une instruction lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. Le pouvoir d'appréciation du procureur est très large (Moreillon/Parein-Reymond, Petit Commentaire, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2016, nn. 10-11 ad art. 314 CPP). Avant de décider la suspension, le ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu'elles disparaissent (art. 314 al. 3 CPP). En pratique, il convient d'administrer les preuves utiles et disponibles dans la mesure du raisonnable ; l'audition de témoins ne doit pas être systématiquement laissée en attente (Grodecki/Cornu, in : Jeanneret/Kuhn/ Perrier Depeursinge (éd.), Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd. 2019, n. 21 ad art. 314 CPP). Le principe de la célérité, qui découle des art. 29 al. 1 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) et 5 CPP, eux-mêmes fondés sur le droit à une enquête effective consacré par les conventions internationales (TF 6B_147/2016 du 12 octobre 2016 consid. 2.1), revêt une importance particulière en matière pénale (ATF 119 Ib 311 consid. 5) et garantit en effet aux parties le droit d'obtenir que la procédure soit achevée dans un délai raisonnable. Il est notamment violé lorsque l'autorité ordonne la suspension d'une procédure sans motifs objectifs. Pareille mesure dépend d'une pesée des intérêts en présence et ne doit être admise qu'avec retenue (TF 1B_318/2020 du 11 mars 2021 consid.”
“] est difficile sans avoir au préalable tenté d’effectuer des démarches effectives, que le prévenu a élu domicile en l’étude de son avocate avec laquelle il a gardé des contacts, qu’il est important que le prévenu puisse être jugé rapidement, notamment compte tenu du fait que l’infraction d’injure sera prescrite au mois de mai 2024, qu’une décision de suspension constituerait une entrave au droit de la partie plaignante à la justice tel que cela est prévu par la Constitution, la CEDH et la Convention d’Istanbul, et que la suspension pourrait conduire à ce qu’aucune sanction ne soit prononcée, de sorte que ladite suspension ne se justifie pas. 2.2 2.2.1 En vertu de l'art. 314 al. 1 let. a CPP, le ministère public peut suspendre une instruction lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. Le pouvoir d'appréciation du procureur est très large (Moreillon/Parein-Reymond, Petit Commentaire, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2016, nn. 10-11 ad art. 314 CPP). Avant de décider la suspension, le ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu'elles disparaissent (art. 314 al. 3 CPP). En pratique, il convient d'administrer les preuves utiles et disponibles dans la mesure du raisonnable ; l'audition de témoins ne doit pas être systématiquement laissée en attente (Grodecki/Cornu, Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2019 [ci-après : CR-CPP], n. 21 ad art. 314 CPP). Le principe de la célérité, qui découle des art. 29 al. 1 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) et 5 CPP, eux-mêmes fondés sur le droit à une enquête effective consacré par les conventions internationales (TF 6B_147/2016 du 12 octobre 2016 consid. 2.1), revêt une importance particulière en matière pénale (ATF 119 Ib 311 consid. 5) et garantit en effet aux parties le droit d'obtenir que la procédure soit achevée dans un délai raisonnable. Il est notamment violé lorsque l'autorité ordonne la suspension d'une procédure sans motifs objectifs. Pareille mesure dépend d'une pesée des intérêts en présence et ne doit être admise qu'avec retenue (TF 1B_318/2020 du 11 mars 2021 consid.”
“Il n’est en effet pas imaginable d’instruire ces infractions alors même que la dénonciation initiale est toujours en cours d’enquête, voire même de jugement (cf. CR CPP-Grodecki/Cornu, 2e éd. 2019, art. 314 n. 13a ss et les références citées); qu’en l’occurrence, le Ministère public a décidé de suspendre la procédure pénale ouverte contre l’intimée (pour calomnie) jusqu’à doit connu sur la procédure pénale ouverte contre le recourant (pour menaces), retenant que l’issue de celle-là dépend de l’issue de celle-ci; que ce raisonnement ne prête pas le flanc à la critique. En effet, afin de pouvoir déterminer si l’intimée s’est rendue coupable d’atteintes à l’honneur, et plus précisément de calomnie, en soutenant que le recourant avait proféré des menaces de mort, ce que ce dernier conteste fermement, il convient tout d’abord de déterminer si le recourant s’est rendu coupable de menaces ou non; qu’il n’appert du reste pas – et le recourant ne soutient pas le contraire – que le Ministère public n’aurait pas administré les preuves dont il est à craindre qu’elles disparaissent, avant de rendre l’ordonnance querellée (cf. art. 314 al. 3 CPP). S’agissant en particulier d’une éventuelle nouvelle audition du recourant, elle pourra avoir lieu ultérieurement; que les frais de la procédure de recours sont mis à la charge des parties dans la mesure où elles ont obtenu gain de cause ou succombé (art. 428 al. 1 CPP). Vu l’issue du recours, les frais judiciaires, arrêtés à CHF 500.- (émolument : CHF 400.-; débours : CHF 100.-), sont mis à la charge du recourant qui succombe (art. 428 al. 1 CPP; art. 124 LJ et 33 ss du règlement sur la justice du 30 novembre 2010 [RJ; RSF 130.11]); qu’aucune indemnité de partie n’est octroyée, l’intimée n’ayant pas été invitée à se déterminer sur le recours; (dispositif en page suivante) la Chambre arrête : I. Le recours est irrecevable. II. Les frais de la procédure de recours, arrêtés à CHF 500.- (émolument : CHF 400.-; débours : CHF 100.-), sont mis à la charge de A.________ et prélevés sur les sûretés prestées. III. Aucune indemnité n’est octroyée aux parties. IV. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière pénale au Tribunal fédéral dans les trente jours qui suivent sa notification.”
“Die Möglichkeit einer Sistierung steht in einem Spannungsverhältnis zum Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO) und ist entsprechend sehr zurückhaltend und bloss über eine kurze Zeitdauer anzuwenden (Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 4; Omlin, a.a.O., Art. 314 StPO N 9, mit weiteren Hinweisen; vgl. BGer 1B_67/2011 vom 13. April 2011 E. 4.2;). Voraussetzung für eine Sistierung ist stets, dass die Gründe nach Art. 314 Abs. 1 lit. ad die Fortsetzung und den Abschluss der Voruntersuchung während längerer Zeit verunmöglichen (Jositsch/ Schmid, StPO Praxiskommentar, 4. Auflage, Zürich 2023, Art. 314 N 1; Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 4, mit weiteren Hinweisen). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Grundsätzlich sind unabhängig davon, ob ein Beweisverlust droht vor der Sistierung alle Beweise zu erheben, die zweckmässigerweise bereits abgenommen werden können (Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 19, mit weiteren Hinweisen). Im Lichte des Beschleunigungsgebots als besonders problematisch erachtet die Rechtsprechung formelle Sistierungen, wenn sie keinerlei Anhaltspunkte für den ungefähren Zeitpunkt der Wiederaufnahme enthalten; denn die Behörde bringt damit zum Ausdruck, dass sie ihre Bemühungen, das Verfahren vorwärts zu bringen, auf unbestimmte Zeit einstellt. Die beschuldigte Person leidet in einer solchen Situation nicht nur unter der Ungewissheit über den Ausgang des Verfahrens, sondern zugleich unter der fehlenden Aussicht auf eine Beendigung innert angemessener Frist (BGer 1P.78/2001 vom 1. Juni 2001 E. 2d; AGE BES.2016.196 vom 26. Juli 2017 E. 3.1).”
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 Bst. a StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Sistierung ermöglicht, Untersuchungen, die wegen äusserer Gründe weder weitergeführt noch abgeschlossen werden können, unter bestimmten Voraussetzungen vorläufig ad acta zu legen (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 314 StPO). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sistierung zu verfügen ist, kommt der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]; Art. 5 StPO) setzt der Sistierung der Strafuntersuchung Grenzen. Das Gebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert. Die Sistierung hängt von einer Abwägung der Interessen ab. Sie ist mit Zurückhaltung anzuordnen. Im Grenz- oder Zweifelsfall geht das Beschleunigungsgebot vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_188/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2 mit Hinweisen; Jositsch/Schmid, a.a.O., N. 1 zu Art. 314 StPO).”
“c) Le 24 novembre 2023, le Ministère public cantonal Strada a indiqué qu’il n’entendait pas déposer de déterminations sur les recours. En droit : 1. Interjetés dans le délai légal de dix jours (art. 322 al. 2 CPP applicable par renvoi de l'art. 314 al. 5 CPP), contre une ordonnance de suspension rendue par le ministère public (art. 393 al. 1 let. a CPP), par des parties ayant qualité pour recourir (art. 382 al. 1 CPP) et dans les formes prescrites (art. 385 al. 1 CPP), les recours de X.________ et de la société B.________SA, représentée par C.________, sont recevables. 2. 2.1 En vertu de l'art. 314 al. 1 let. b CPP, le ministère public peut suspendre une instruction notamment lorsque l'issue de la procédure pénale dépend d'un autre procès, qu'il soit civil, pénal ou administratif ; le pouvoir d'appréciation du procureur est très large (Moreillon/Parein-Reymond, Petit Commentaire, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2016, nn. 10 et 11 ad art. 314 CPP). Avant de décider la suspension, le ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu'elles disparaissent (art. 314 al. 3 CPP). En pratique, il convient d'administrer les preuves utiles et disponibles dans la mesure du raisonnable ; l'audition de témoins ne doit pas être systématiquement laissée en attente (Grodecki/Cornu, Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2019, n. 21 ad art. 314 CPP et les réf.). Le principe de la célérité qui découle des art. 29 al. 1 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) et, en matière pénale, de l'art. 5 CPP, pose des limites à la suspension d'une procédure. Ce principe, qui revêt une importance particulière en matière pénale (ATF 119 lb 311 consid. 5), garantit en effet aux parties le droit d'obtenir que la procédure soit achevée dans un délai raisonnable. Il est notamment violé lorsque l'autorité ordonne la suspension d'une procédure sans motifs objectifs. Pareille mesure dépend d'une pesée des intérêts en présence et ne doit être admise qu'avec retenue (TF 1B_318/2020 du 11 mars 2021 consid. 2.3 ; TF 1B_66/2020 du 2 décembre 2020 consid.”
Ist eine Sistierung angeordnet worden, kann sie trotz bereits bestehender Strafanzeige (z. B. bei Verdacht einer Fälschung) verfügbar sein; gleichzeitig sind bei Unklarheiten formelle Sistierungen der impliziten Erledigung vorzuziehen, da implizite Erledigung problematisch ist und Sistierungen sehr lange dauern können.
“P/8350/2024 ACPR/145/2025 du 24.02.2025 sur OMP/23187/2024 ( MP ) , ADMIS Descripteurs : SUSPENSION DE LA PROCÉDURE Normes : CPP.312; CPC.126 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/8350/2024 ACPR/145/2025 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du lundi 24 février 2025 Entre A______, domicilié ______, agissant en personne, recourant, contre l'ordonnance de suspension de la procédure rendue le 1er novembre 2024 par le Ministère public, et B______, représentée par Me Malek ADJADJ, avocat, AAA AVOCATS SA, rue du Rhône 118, 1204 Genève, LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimés. EN FAIT : A. a. Par acte expédié le 7 novembre 2024, A______ recourt contre l'ordonnance du 1er novembre 2024, communiquée par pli simple, par laquelle le Ministère public a suspendu l'instruction (art. 314 CPP). Le recourant sollicite la reconsidération de cette décision et la poursuite de la procédure. b. Le recourant a versé les sûretés en CHF 1'000.- qui lui étaient réclamées par la Direction de la procédure. B. Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. A______ a déposé plainte pénale le 31 mars 2024 contre B______ qui avait présenté devant le Tribunal de première instance (ci-après, TPI) un document falsifié à l'appui de sa requête de mainlevée [déposée le 10 novembre 2023], dans le cadre de la cause C/1______/2023. Il en avait eu connaissance à la suite d'une convocation du TPI reçue en février 2024. La cupidité et la convoitise de B______ l'avaient poussée à falsifier une reconnaissance de dette [d'un montant équivalent à EUR 45'000.-] effectivement établie en 2008, en ajoutant "10 ans de plus" pour tenter de "raviver un document légalement épuisé depuis plus de 15 ans". Ce document avait été rédigé en langue arabe, et mentionnait des livres syriennes, ce qui était logique, dans la mesure où en 2008 il habitait à F______, en Syrie.”
“sowie den vorstehenden Absatz). Auch eine Nichtanhandnahme wäre zudem strafprozessual korrekt zu verfügen (vgl. obige Erwägungen 2.4.1, 2.3.6). In dubio pro duriore läge sodann eine (informelle) Sistierung (vgl. Art. 314 StPO) näher als eine implizite Erledigung (zumal eine Sistierung jahrelang dauern kann, vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_499/2020 vom 4. Dezember 2020 E. 2.5). Die Unklarheiten zeigen die Bedeutung strafprozessualer Formen. Ginge man dennoch von einer (impliziten) Nichtanhandnahme aus, wäre die Solothurner Untersuchung angesichts des identischen Sachverhalts im Zürcher Verfahren wieder aufzunehmen. So oder so oder anders ist das Solothurner Verfahren aktueller Teil des vorliegenden Gerichtsstandskonflikts.”
Die Sistierung darf nicht von der vorherigen Prüfung oder Erfolgsaussicht anderer Verfahren abhängig gemacht werden; sie kann auch ohne Prüfung der Erfolgsaussichten der Parallelverfahren angeordnet werden.
“Puisque ces procédures vont permettre de déterminer si des infractions pénales ont été commises au sein de ces entités fédérales, ce que l’intimé prétend et a notamment allégué dans le courrier litigieux, il est manifeste qu’elles peuvent avoir une incidence sur la procédure pénale menée à son encontre. Peu importe en définitive de savoir si ces procédures ont été ouvertes sur initiative de l’intimé agissant pour lui-même ou pour le compte de ses clients; ce qui est déterminant est que leur résultat contribuera à permettre d’analyser si les écrits reprochés à l’intimé sont constitutifs d’infractions d’atteinte à l’honneur ou non. On relèvera par ailleurs que le MPC, dans son courrier du 20 novembre 2023, a également souligné ce lien, puisqu’il a recommandé au Ministère public bernois (alors en charge du dossier) de suspendre cette même procédure. Finalement, au contraire de ce que soutiennent les recourants, nul n’est besoin, pour le Ministère public, d’examiner (même sommairement) les chances de succès des procédures pénales pendantes au MPC. Si l’autorité pénale qui envisage de suspendre sa procédure devait effectuer un tel pronostic préalable, l’art. 314 CPP perdrait une grande partie de sa substance, puisqu’elle ne pourrait ordonner une telle mesure dans l’attente de l’issue d’autres procédures que si elles avaient une chance d’aboutir à une condamnation. En résumé, il existe des raisons suffisantes pour prononcer une suspension. La suspension de la présente procédure pénale doit cela étant être limitée à l’issue des deux seules procédures connues kkk et lll. En effet, si l’intimé a soutenu avoir déposé plusieurs autres dénonciations pénales – si bien qu’actuellement, quatorze affaires concernant des collaborateurs du Département fédéral et de son Office seraient pendantes –, il indique lui-même qu’il n’a pas connaissance du traitement qu’en a fait le MPC. Il n’est ainsi pas certain que chaque dénonciation que le recourant dit avoir déposée fasse l’objet d’une procédure distincte. On ne saurait évidemment suspendre une procédure pénale jusqu’à l’issue d’une autre procédure dont on ignore si elle existe réellement. La suspension telle qu’ordonnée par l’autorité intimée porterait en outre atteinte au principe de célérité, tant il est à craindre que par leur nombre important (quatorze), l’attente risquerait d’être de longue durée.”
Laufende und vor Sistierung getroffene Massnahmen (Beweissicherung, Fahndung) sind von der Staatsanwaltschaft zu belegen bzw. zu dokumentieren; nicht jede Vernehmung der Gegenpartei ist vorab ausgeschlossen, vielmehr ist die Verlustgefahr der Beweise konkret zu beurteilen.
“Sie kann eine Untersuchung sistieren, namentlich wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen (Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO). Der Täter ist unbekannt, wenn die Staatsanwaltschaft nicht über Informationen verfügt, die es erlauben, ihn mit seinem Namen zu identifizieren. Vor der Sistierung hat die Staatsanwaltschaft alle Untersuchungshandlungen vorzunehmen, die zur Identifikation des Täters führen könnten (Grodecki/ Cornu, Commentaire romand CPP, a.a.O., Art. 314 N 5). Ein vorübergehendes Verfahrenshindernis liegt etwa vor, wenn ein wichtiger Zeuge für längere Zeit landesabwesend oder dieser bzw. die beschuldigte Person wegen Krankheit für längere Zeit nicht einvernahmefähig ist (Bosshard/ Landshut, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 314 N 9). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sistierung zu verfügen ist, kommt der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 5 StPO) setzt der Sistierung der Strafuntersuchung Grenzen. Das Gebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert. Die Sistierung hängt von einer Abwägung der Interessen ab. Sie ist mit Zurückhaltung anzuordnen. Im Grenz- oder Zweifelsfall geht das Beschleunigungsgebot vor (vgl. zum Ganzen: BGE 130 V 90 E. 5; BGer 1B_318/2020 vom 11. März 2021 E. 2.3; 1C_188/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2).”
“________, C.________, B.________ et E.________ pour les infractions d’escroquerie et de concurrence déloyale puisse entrer en considération, il faut, notamment mais impérativement, que l’innocence de A.________ soit reconnue, soit par une décision de classement, soit ultérieurement par un acquittement. C’est dans les procédures instruites contre le recourant que l’éventuelle réalisation des infractions précitées doit être instruite, et non dans celles dirigées contre D.________, C.________, B.________ et E.________ C’est dès lors en vain que le recourant revient sur certains éléments du dossier instruit à son encontre pour tenter de démontrer qu’il n’est pas coupable des accusations proférées contre lui. C’est également dans le cadre des procédures qu’ils ont introduites que les intimés seront amenés à s’expliquer sur leurs reproches, de sorte que leurs auditions avant la décision de suspension ne se justifie pas. Il n’y a en outre pas de crainte que ces preuves disparaissent, de sorte que l’art. 314 al. 3 CPP a été respecté. 6. Les recours contre les décisions de suspension doivent par conséquent être rejetés. 7. A.________ ne peut se prévaloir d’erreurs procédurales flagrantes ou répétées à son encontre justifiant la récusation de la Procureure en charge du dossier, plus généralement du Ministère public fribourgeois. Cette récusation en bloc et la désignation d’un Procureur extraordinaire extérieur au canton, déjà exigée par le recourant dans une procédure parallèle dirigée contre une Procureure, a été considérée comme infondée par la Chambre pénale puis par le Tribunal fédéral. A.________ n’est certes pas satisfait de ces décisions qu’il juge révélatrices de « la solidarité corporatiste entre magistrats judiciaires ». Il n’y a cela étant pas lieu de revenir, dans le cadre de la présente procédure, sur le choix du magistrat en charge de l’instruction contre la Procureure F.________ à la suite de la plainte pénale du 8 février 2023. Une telle demande est irrecevable. On ne perçoit enfin pas en quoi le Ministère public fribourgeois ne serait pas à même d’instruire en toute impartialité la procédure dirigée contre A.”
“] est difficile sans avoir au préalable tenté d’effectuer des démarches effectives, que le prévenu a élu domicile en l’étude de son avocate avec laquelle il a gardé des contacts, qu’il est important que le prévenu puisse être jugé rapidement, notamment compte tenu du fait que l’infraction d’injure sera prescrite au mois de mai 2024, qu’une décision de suspension constituerait une entrave au droit de la partie plaignante à la justice tel que cela est prévu par la Constitution, la CEDH et la Convention d’Istanbul, et que la suspension pourrait conduire à ce qu’aucune sanction ne soit prononcée, de sorte que ladite suspension ne se justifie pas. 2.2 2.2.1 En vertu de l'art. 314 al. 1 let. a CPP, le ministère public peut suspendre une instruction lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. Le pouvoir d'appréciation du procureur est très large (Moreillon/Parein-Reymond, Petit Commentaire, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2016, nn. 10-11 ad art. 314 CPP). Avant de décider la suspension, le ministère public administre les preuves dont il est à craindre qu'elles disparaissent (art. 314 al. 3 CPP). En pratique, il convient d'administrer les preuves utiles et disponibles dans la mesure du raisonnable ; l'audition de témoins ne doit pas être systématiquement laissée en attente (Grodecki/Cornu, Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2019 [ci-après : CR-CPP], n. 21 ad art. 314 CPP). Le principe de la célérité, qui découle des art. 29 al. 1 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) et 5 CPP, eux-mêmes fondés sur le droit à une enquête effective consacré par les conventions internationales (TF 6B_147/2016 du 12 octobre 2016 consid. 2.1), revêt une importance particulière en matière pénale (ATF 119 Ib 311 consid. 5) et garantit en effet aux parties le droit d'obtenir que la procédure soit achevée dans un délai raisonnable. Il est notamment violé lorsque l'autorité ordonne la suspension d'une procédure sans motifs objectifs. Pareille mesure dépend d'une pesée des intérêts en présence et ne doit être admise qu'avec retenue (TF 1B_318/2020 du 11 mars 2021 consid.”
“Il n’est en effet pas imaginable d’instruire ces infractions alors même que la dénonciation initiale est toujours en cours d’enquête, voire même de jugement (cf. CR CPP-Grodecki/Cornu, 2e éd. 2019, art. 314 n. 13a ss et les références citées); qu’en l’occurrence, le Ministère public a décidé de suspendre la procédure pénale ouverte contre l’intimée (pour calomnie) jusqu’à doit connu sur la procédure pénale ouverte contre le recourant (pour menaces), retenant que l’issue de celle-là dépend de l’issue de celle-ci; que ce raisonnement ne prête pas le flanc à la critique. En effet, afin de pouvoir déterminer si l’intimée s’est rendue coupable d’atteintes à l’honneur, et plus précisément de calomnie, en soutenant que le recourant avait proféré des menaces de mort, ce que ce dernier conteste fermement, il convient tout d’abord de déterminer si le recourant s’est rendu coupable de menaces ou non; qu’il n’appert du reste pas – et le recourant ne soutient pas le contraire – que le Ministère public n’aurait pas administré les preuves dont il est à craindre qu’elles disparaissent, avant de rendre l’ordonnance querellée (cf. art. 314 al. 3 CPP). S’agissant en particulier d’une éventuelle nouvelle audition du recourant, elle pourra avoir lieu ultérieurement; que les frais de la procédure de recours sont mis à la charge des parties dans la mesure où elles ont obtenu gain de cause ou succombé (art. 428 al. 1 CPP). Vu l’issue du recours, les frais judiciaires, arrêtés à CHF 500.- (émolument : CHF 400.-; débours : CHF 100.-), sont mis à la charge du recourant qui succombe (art. 428 al. 1 CPP; art. 124 LJ et 33 ss du règlement sur la justice du 30 novembre 2010 [RJ; RSF 130.11]); qu’aucune indemnité de partie n’est octroyée, l’intimée n’ayant pas été invitée à se déterminer sur le recours; (dispositif en page suivante) la Chambre arrête : I. Le recours est irrecevable. II. Les frais de la procédure de recours, arrêtés à CHF 500.- (émolument : CHF 400.-; débours : CHF 100.-), sont mis à la charge de A.________ et prélevés sur les sûretés prestées. III. Aucune indemnité n’est octroyée aux parties. IV. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière pénale au Tribunal fédéral dans les trente jours qui suivent sa notification.”
Bei unbekannter Täterschaft oder unbekanntem Aufenthaltsort des Beschuldigten ist die Sistierung eine praktikable Alternative zur Nicht‑Entritt‑Erklärung und wird häufig angewendet; dies bleibt gerichtlich überprüfbar.
“P/8350/2024 ACPR/145/2025 du 24.02.2025 sur OMP/23187/2024 ( MP ) , ADMIS Descripteurs : SUSPENSION DE LA PROCÉDURE Normes : CPP.312; CPC.126 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/8350/2024 ACPR/145/2025 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du lundi 24 février 2025 Entre A______, domicilié ______, agissant en personne, recourant, contre l'ordonnance de suspension de la procédure rendue le 1er novembre 2024 par le Ministère public, et B______, représentée par Me Malek ADJADJ, avocat, AAA AVOCATS SA, rue du Rhône 118, 1204 Genève, LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimés. EN FAIT : A. a. Par acte expédié le 7 novembre 2024, A______ recourt contre l'ordonnance du 1er novembre 2024, communiquée par pli simple, par laquelle le Ministère public a suspendu l'instruction (art. 314 CPP). Le recourant sollicite la reconsidération de cette décision et la poursuite de la procédure. b. Le recourant a versé les sûretés en CHF 1'000.- qui lui étaient réclamées par la Direction de la procédure. B. Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. A______ a déposé plainte pénale le 31 mars 2024 contre B______ qui avait présenté devant le Tribunal de première instance (ci-après, TPI) un document falsifié à l'appui de sa requête de mainlevée [déposée le 10 novembre 2023], dans le cadre de la cause C/1______/2023. Il en avait eu connaissance à la suite d'une convocation du TPI reçue en février 2024. La cupidité et la convoitise de B______ l'avaient poussée à falsifier une reconnaissance de dette [d'un montant équivalent à EUR 45'000.-] effectivement établie en 2008, en ajoutant "10 ans de plus" pour tenter de "raviver un document légalement épuisé depuis plus de 15 ans". Ce document avait été rédigé en langue arabe, et mentionnait des livres syriennes, ce qui était logique, dans la mesure où en 2008 il habitait à F______, en Syrie.”
“Tribunal cantonal TC Page 1 de 4 502 2025 7 Arrêt du 21 janvier 2025 Chambre pénale Composition Président : Laurent Schneuwly Greffière-stagiaire : Elsa Caron Parties A.________, partie plaignante et recourant contre MINISTERE PUBLIC DE L’ETAT DE FRIBOURG, intimé et B.________, prévenu et intimé Objet Ordonnance de suspension (art. 314 CPP) – motivation manifestation insuffisante Recours du 23 décembre 2024 contre l'ordonnance du Ministère public du 13 décembre 2024 considérant en fait A. Le 14 mai 2024, A.________ a déposé une plainte pénale à l’encontre de B.________ pour lésions corporelles simples auprès du Ministère public. B. Suite aux investigations menées par la Police, le Ministère public a, par ordonnance du 13 décembre 2024, suspendu la procédure pénale au motif que le lieu de séjour de B.________ était inconnu, empêchant toute audition de ce dernier et ainsi la poursuite de ladite procédure. C. Par acte daté du 23 décembre 2024, A.________ a interjeté recours contre l’ordonnance de suspension du Ministère public du 13 décembre 2024. en droit 1. 1.1. Les parties peuvent attaquer une ordonnance de suspension rendue par le ministère public (art. 393 al. 1 let. a et 314 al. 5 CPP qui renvoie aux art. 320 ss CPP) dans les dix jours devant l’autorité de recours (art. 322 al. 2 et 20 al. 1 let. b CPP), qui dans le canton de Fribourg est la Chambre pénale du Tribunal cantonal (ci-après: la Chambre pénale ; art.”
“Il faut que l'insuffisance de charges soit manifeste. De plus, le ministère public doit examiner si une enquête, sous une forme ou sous une autre, serait en mesure d'apporter des éléments susceptibles de renforcer les charges contre la personne visée. Ce n'est que si aucun acte d'enquête ne paraît pouvoir amener des éléments susceptibles de renforcer les charges contre la personne visée que le ministère public peut rendre une ordonnance de non-entrée en matière. En cas de doute sur la possibilité d'apporter ultérieurement la preuve des faits en question, la non-entrée en matière est exclue (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 9 ad art. 310). Lorsqu'il n'existe aucun élément concret permettant d'identifier l'auteur, il faut considérer qu'il existe un empêchement de fait et la procédure doit faire l'objet d'une non-entrée en matière. Le ministère public peut toutefois également opter pour une suspension de la procédure au sens de l'art. 314 CPP. Il dispose à cet égard d'un certain pouvoir d'appréciation lui permettant de choisir la mesure la plus opportune entre une suspension et un refus d'entrer en matière, étant précisé que, dans leur résultat, les deux solutions ne se distinguent pas fondamentalement, puisque selon l'art. 323 al. 1 CPP, applicable par renvoi de l'art. 310 al. 2 CPP, la procédure pourra être reprise en cas de moyens de preuve ou de faits nouveaux (arrêts du Tribunal fédéral 6B_638/2022 du 17 août 2022 consid. 2.1.2; 1B_67/2012 du 29 mai 2012 consid. 3.1 et 3.2). 4.2. À teneur de l'art. 134 CP, quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers trouve la mort ou subit une lésion corporelle, est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. 4.3. En l'espèce, il ressort des déclarations du recourant et de D______ que, le jour des faits, celui-là a été frappé à plusieurs reprises par à tout le moins deux hommes et qu'il a, des suites de cette altercation, subi plusieurs lésions telles qu'attestées par le constat médical produit.”
Die Aufzählung in Art. 314 Abs. 1 StPO ist nicht abschliessend; auch andere vorübergehende Verfahrenshindernisse können als Sistierungsgrund in Betracht fallen.
“Die Sistierung ist eine Zwischenverfügung, mit welcher eine Untersuchung, die bloss vorübergehend nicht weitergeführt werden kann, einstweilen formell erledigt wird. Der Fall wird nicht materiell abgeschlossen, sondern bleibt bei der sistierenden Behörde rechtshängig und muss später auf jeden Fall erledigt werden, sei es durch Einstellung, Anklage oder Strafbefehl (Landshut/Bosshard, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, Art. 314 N 1). Die Anwendungsfälle der Sistierung werden in Art. 314 Abs. 1 StPO geregelt, wobei die Aufzählung nicht abschliessend ist (vgl. Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 5; Omlin, in: Basler Kommentar, 3. Auflage, Basel 2023, Art. 314 StPO N 11). Ein Grund für die Sistierung des Verfahrens kann gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO etwa sein, dass die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen.”
Vor einer Sistierung sind alle zur Identifikation der Täterschaft bzw. alle tauglichen Untersuchungshandlungen durchzuführen; bei unbekannter Täterschaft ist Fahndung bzw. ernsthafte Ermittlung gegen weitere Täter einzuleiten und nachweisbar zu verfolgen, andernfalls ist Sistierung unzulässig.
“5 der Sistierungsverfügung), wobei bei Laienbeschwerden die Anforderungen an die Begründungspflicht nicht allzu hoch anzusetzen sind; die Eingabe muss allerdings selbst in diesen Fällen den Rechtsstandpunkt bzw. die Argumente der Beschwerdeführer hinreichend deutlich werden lassen und diese Argumente müssen sich in sachlicher sowie gebührender Form auf das vorliegende Verfahren beziehen (vgl. z.B. Urteil BGer 6B_278/2013 vom 5. September 2013 E. 1); dass der Beschwerdeführer geltend macht, seit seiner Strafklage habe es 18 Monate gedauert bis zur Sistierungsverfügung und er habe Strafklage gegen L.________ in London eingereicht, nicht gegen Unbekannt, und im Übrigen ausführt, welche Kontakte seit der Einreichung der Strafanzeige zwischen ihm und verschiedenen involvierten Personen bestanden haben, dass B.________ in die neue M.________ übergegangen sei und dass er dem Kommissar den Hinweis gegeben habe, Scotland Yard in London zu kontaktieren. Er hat somit hinreichend deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht weitere Hinweise vorliegen, die zur Identifizierung der Täterschaft beitragen könnten; dass auf die Beschwerde somit einzutreten ist; dass die Staatsanwaltschaft gemäss Art. 314 Abs. 1 StPO eine Untersuchung namentlich dann sistieren kann, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Staatsanwaltschaft verfügt über einen gewissen Ermessensspielraum bei der Entscheidung, ob im Einzelfall eine Sistierung oder eine Nichtanhandnahme adäquat erscheint. Eine Nichtanhandnahme rechtfertigt sich beispielsweise, wenn die belastenden Elemente offensichtlich ungenügend sind und keine Untersuchungshandlung nützliche Elemente für die Verfolgung zu ergeben scheint, namentlich wenn die Identität des Täters wahrscheinlich nicht festgestellt werden kann (Urteil BGer 1B_67/2012 vom 29. Mai 2012 E. 3.1 f.); dass die Staatsanwaltschaft vor der Sistierung die Beweise erhebt, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Die Sistierung ist erst dann zulässig, wenn sämtliche Beweise, die zur Identifikation der Täterschaft führen können, erhoben worden sind (Jositsch/Schmid, Praxiskommentar StPO, 4.”
“Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht vom 11. Juni 2024 (470 24 97) Strafprozessrecht Sistierung des Verfahrens Die Staatsanwaltschaft kann eine Untersuchung gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO namentlich sistieren, wenn die Täterschaft unbekannt ist. Vor der Sistierung hat die Staatsanwaltschaft jedoch alle Untersuchungshandlungen vorzunehmen, die zur Identifikation des Täters führen könnten (E. 3.1). Wird eine Einladung zur Einvernahme nicht entsprechend der Vorschrift von Art. 85 Abs. 2 StPO durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung zugestellt, ist es der Staatsanwaltschaft mangels Gewissheit über die Zustellung nicht gestattet, anzunehmen, die betreffende Person leiste der Einladung keine Folge (E. 3.3.1.2 und 3.3.1.3). Ein Missbrauch der erleichterten Bewegungsfreiheit im Schengenraum durch grenzüberschreitend tätige Kriminelle ist zu verhindern. Entsprechend sind die mannigfaltigen Möglichkeiten zur Rechtshilfe auszuschöpfen (E. 3.3.2.1). Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richterin Lea Hungerbühler (Ref.), Richterin Susanne Afheldt; Gerichtsschreiber Stefan Steinemann Parteien A. , vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Markus Zollinger, Dorfstrasse 53, 8105 Watt, Beschwerdeführer gegen Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz, Beschwerdegegnerin Gegenstand Sistierung des Verfahrens Beschwerde gegen die Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 17.”
“Als weiterer Schritt zur Aufklärung der Sache erscheint die von der Staatsanwaltschaft ursprünglich selbst angestrebte Befragung von D. als angezeigt. Entsprechend sind die deutschen Behörden rechtshilfeweise zu ersuchen, D. rogatorisch zu befragen und erforderlichenfalls ist er zudem durch die Staatsanwaltschaft zur Verhaftung und Zuführung auszuschreiben. Im Weiteren darf nicht aus dem Blick verloren gehen, dass sich die Untersuchung des durch die vierköpfige Täterschaft verübten Angriffs nicht allein auf D. beschränken darf, sondern auch bezüglich der weiteren Täterschaft zu ermitteln und zu untersuchen ist. Daher drängen sich zur Identifizierung der Täterschaft entsprechende Ermittlungen im Zusammenhang mit der Webseite (…) auf. Dem Gesagten zufolge erhellt, dass die Staatsanwaltschaft bislang nicht ansatzweise geeignete Schritte unternommen hat, welche zur Identifikation der (übrigen) Täterschaft und zur Aufklärung der beanzeigten Straftat führen könnten. Demnach ist es ihr gegenwärtig verwehrt, das gegenständliche Strafverfahren gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO zu sistieren. Die Beschwerde erweist sich folglich als begründet und ist daher gutzuheissen. Die Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 17. April 2024 ist aufzuheben und die Sache zur umgehenden Weiterführung des Strafverfahrens an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen.”
“Daraufhin sei A. in ein angrenzendes Bachbett geflüchtet. In der Folge sei die Täterschaft zu Fuss Richtung Hauptstrasse geflüchtet, wo bereits der vierte Täter im Personenwagen auf sie gewartet habe. Schlussendlich hätten sie den Tatort im Personenwagen verlassen. Gemäss dem Austrittsbericht vom 21. Oktober 2022 des Kantonsspitals Baselland habe sich A. auf der interdisziplinären Notfallstation unter anderem über ein Brennen und Fremdkörpergefühl im rechten Auge beschwert. Die klinische Untersuchung von A. habe sodann ergeben, dass dieser Rötungen der Augen und der Unterarme aufweise, welche am ehesten auf den Pfefferspray zurückzuführen seien. An seinem Kopf konnte ausserdem eine Beule mit oberflächlicher Schürfung festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (fortan: Staatsanwaltschaft) führt aufgrund der Anzeige ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Angriffs. B. Mit Verfügung vom 17. April 2024 sistierte die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung in Anwendung von Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO (Dispositivziffer 1). Ausserdem bestimmte sie, dass die Sistierung unbefristet bzw. bis spätestens zum Eintritt der Verjährung erfolgt (Dispositivziffer 2). Im Weiteren wies sie den Privatkläger A. darauf hin, dass bei Eintritt der Verjährung (voraussichtlich am 21. Oktober 2037) keine separate Einstellungsverfügung mehr erlassen werde. Werde eine solche gewünscht, sei ein schriftliches Ersuchen an die Staatsanwaltschaft zu richten (Dispositivziffer 3). Ferner sah sie von der Erhebung von Kosten ab (Dispositivziffer 4). C. Dagegen erhob A. (fortan: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 29. April 2024 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (fortan: Kantonsgericht), Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Sistierungsverfügung aufzuheben und der Staatsanwaltschaft die Weisung zu erteilen, eine Strafuntersuchung gegen D. zu eröffnen und zu führen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse. D. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 3.”
Die Verfügung der Sistierung ist anfechtbar; der Beschwerdeweg vor dem Bundesgericht richtet sich nach Art. 78 Abs. 1 BGG, wobei die Sistierung nicht als selbständiger Beschwerdegrund vor Bundesgericht gelten kann und angefochtene Rechtsbeeinträchtigungen nicht automatisch einem sofortigen Endentscheid gleichstehen.
“Der Beschwerdeführer behauptet zu Recht nicht, dass die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. a oder b BGG erfüllt sein sollen: Dass das Strafverfahren seinen Lauf nimmt, stellt für sich keinen Nachteil rechtlicher Natur im Sinne der dargestellten Praxis dar, und zwar unabhängig davon, ob die Verfahrenssistierung durch die Staatsanwaltschaft gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO (wonach diese eine Untersuchung insbesondere sistieren kann, wenn der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten) zulässig war, wie der Beschwerdeführer meint. Die Gutheissung der Beschwerde würde aber auch keinen sofortigen Endentscheid herbeiführen und dadurch einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen. Somit fehlt es an den Voraussetzungen für eine selbständige Anrufung des Bundesgerichts.”
“Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist eine in Anwendung von Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO ergangene Sistierungsverfügung. Dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 Abs. 1 BGG gegeben. Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. a und b Ziff. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt.”
Die Sistierung kann unbefristet angeordnet werden (gegebenenfalls bis zur Verjährung); auf Antrag ist zu gegebener Zeit eine Einstellungsverfügung zu beantragen bzw. das Verfahren definitiv zu erledigen.
“Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht vom 11. Juni 2024 (470 24 97) Strafprozessrecht Sistierung des Verfahrens Die Staatsanwaltschaft kann eine Untersuchung gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO namentlich sistieren, wenn die Täterschaft unbekannt ist. Vor der Sistierung hat die Staatsanwaltschaft jedoch alle Untersuchungshandlungen vorzunehmen, die zur Identifikation des Täters führen könnten (E. 3.1). Wird eine Einladung zur Einvernahme nicht entsprechend der Vorschrift von Art. 85 Abs. 2 StPO durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung zugestellt, ist es der Staatsanwaltschaft mangels Gewissheit über die Zustellung nicht gestattet, anzunehmen, die betreffende Person leiste der Einladung keine Folge (E. 3.3.1.2 und 3.3.1.3). Ein Missbrauch der erleichterten Bewegungsfreiheit im Schengenraum durch grenzüberschreitend tätige Kriminelle ist zu verhindern. Entsprechend sind die mannigfaltigen Möglichkeiten zur Rechtshilfe auszuschöpfen (E. 3.3.2.1). Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richterin Lea Hungerbühler (Ref.), Richterin Susanne Afheldt; Gerichtsschreiber Stefan Steinemann Parteien A. , vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Markus Zollinger, Dorfstrasse 53, 8105 Watt, Beschwerdeführer gegen Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz, Beschwerdegegnerin Gegenstand Sistierung des Verfahrens Beschwerde gegen die Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 17.”
“Daraufhin sei A. in ein angrenzendes Bachbett geflüchtet. In der Folge sei die Täterschaft zu Fuss Richtung Hauptstrasse geflüchtet, wo bereits der vierte Täter im Personenwagen auf sie gewartet habe. Schlussendlich hätten sie den Tatort im Personenwagen verlassen. Gemäss dem Austrittsbericht vom 21. Oktober 2022 des Kantonsspitals Baselland habe sich A. auf der interdisziplinären Notfallstation unter anderem über ein Brennen und Fremdkörpergefühl im rechten Auge beschwert. Die klinische Untersuchung von A. habe sodann ergeben, dass dieser Rötungen der Augen und der Unterarme aufweise, welche am ehesten auf den Pfefferspray zurückzuführen seien. An seinem Kopf konnte ausserdem eine Beule mit oberflächlicher Schürfung festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (fortan: Staatsanwaltschaft) führt aufgrund der Anzeige ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Angriffs. B. Mit Verfügung vom 17. April 2024 sistierte die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung in Anwendung von Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO (Dispositivziffer 1). Ausserdem bestimmte sie, dass die Sistierung unbefristet bzw. bis spätestens zum Eintritt der Verjährung erfolgt (Dispositivziffer 2). Im Weiteren wies sie den Privatkläger A. darauf hin, dass bei Eintritt der Verjährung (voraussichtlich am 21. Oktober 2037) keine separate Einstellungsverfügung mehr erlassen werde. Werde eine solche gewünscht, sei ein schriftliches Ersuchen an die Staatsanwaltschaft zu richten (Dispositivziffer 3). Ferner sah sie von der Erhebung von Kosten ab (Dispositivziffer 4). C. Dagegen erhob A. (fortan: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 29. April 2024 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (fortan: Kantonsgericht), Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Sistierungsverfügung aufzuheben und der Staatsanwaltschaft die Weisung zu erteilen, eine Strafuntersuchung gegen D. zu eröffnen und zu führen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse. D. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 3.”
Die Sistierung darf nicht willkürlich oder als Vorwand zur unbegründeten Verzögerung der Ermittlungen erfolgen; insbesondere ist dem Beschleunigungsgebot Rechnung zu tragen und formelle Sistierungen ohne Hinweis auf Wiederaufnahme sind problematisch.
“Die Möglichkeit einer Sistierung steht in einem Spannungsverhältnis zum Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO) und ist entsprechend sehr zurückhaltend und bloss über eine kurze Zeitdauer anzuwenden (Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 4; Omlin, a.a.O., Art. 314 StPO N 9, mit weiteren Hinweisen; vgl. BGer 1B_67/2011 vom 13. April 2011 E. 4.2;). Voraussetzung für eine Sistierung ist stets, dass die Gründe nach Art. 314 Abs. 1 lit. ad die Fortsetzung und den Abschluss der Voruntersuchung während längerer Zeit verunmöglichen (Jositsch/ Schmid, StPO Praxiskommentar, 4. Auflage, Zürich 2023, Art. 314 N 1; Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 4, mit weiteren Hinweisen). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Grundsätzlich sind unabhängig davon, ob ein Beweisverlust droht vor der Sistierung alle Beweise zu erheben, die zweckmässigerweise bereits abgenommen werden können (Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 19, mit weiteren Hinweisen). Im Lichte des Beschleunigungsgebots als besonders problematisch erachtet die Rechtsprechung formelle Sistierungen, wenn sie keinerlei Anhaltspunkte für den ungefähren Zeitpunkt der Wiederaufnahme enthalten; denn die Behörde bringt damit zum Ausdruck, dass sie ihre Bemühungen, das Verfahren vorwärts zu bringen, auf unbestimmte Zeit einstellt. Die beschuldigte Person leidet in einer solchen Situation nicht nur unter der Ungewissheit über den Ausgang des Verfahrens, sondern zugleich unter der fehlenden Aussicht auf eine Beendigung innert angemessener Frist (BGer 1P.78/2001 vom 1. Juni 2001 E. 2d; AGE BES.2016.196 vom 26. Juli 2017 E. 3.1).”
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 Bst. a StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen. Die Sistierung ermöglicht, Untersuchungen, die wegen äusserer Gründe weder weitergeführt noch abgeschlossen werden können, unter bestimmten Voraussetzungen vorläufig ad acta zu legen (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 314 StPO). Vor der Sistierung erhebt die Staatsanwaltschaft die Beweise, deren Verlust zu befürchten ist. Ist die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt, so leitet sie eine Fahndung ein (Art. 314 Abs. 3 StPO). Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Sistierung zu verfügen ist, kommt der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]; Art. 5 StPO) setzt der Sistierung der Strafuntersuchung Grenzen. Das Gebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert. Die Sistierung hängt von einer Abwägung der Interessen ab. Sie ist mit Zurückhaltung anzuordnen. Im Grenz- oder Zweifelsfall geht das Beschleunigungsgebot vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_188/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2 mit Hinweisen; Jositsch/Schmid, a.a.O., N. 1 zu Art. 314 StPO).”
Die Sistierung nach Art. 314 StPO ist restriktiv und zurückhaltend anzuwenden; sie soll die Ausnahme bleiben und nur erfolgen, wenn das andere Verfahren das Strafverfahrensergebnis tatsächlich bzw. substanziell beeinflussen und die Beweiswürdigung erheblich bzw. erheblich erleichtern kann.
“Gemäss Art. 314 Abs. 1 Bst. b StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn der Ausgang des Verfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten. Wie sich aus dem Passus «angebracht erscheint» ergibt, räumt die Bestimmung der Staatsanwaltschaft einen weiten Ermessensspielraum ein. Die Sistierung des Strafverfahrens mit Blick auf ein anderes Verfahren rechtfertigt sich nur, wenn sich das Ergebnis des anderen Verfahrens entscheidend auf das Ergebnis des Strafverfahrens auswirken kann und das andere Verfahren die Beweiswürdigung im Strafverfahren erheblich erleichtert (Urteile des Bundesgerichts 1B_318/2020 vom 11. März 2021 E. 2.1, 1B_66/2020 vom 2. Dezember 2020 E. 3.2, 1B_365/2019 vom 7. April 2020 E. 2.1; Vogelsang, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 15 und 15a zu Art. 314 StPO).”
“Tribunal cantonal TC Page 1 de 4 502 2025 7 Arrêt du 21 janvier 2025 Chambre pénale Composition Président : Laurent Schneuwly Greffière-stagiaire : Elsa Caron Parties A.________, partie plaignante et recourant contre MINISTERE PUBLIC DE L’ETAT DE FRIBOURG, intimé et B.________, prévenu et intimé Objet Ordonnance de suspension (art. 314 CPP) – motivation manifestation insuffisante Recours du 23 décembre 2024 contre l'ordonnance du Ministère public du 13 décembre 2024 considérant en fait A. Le 14 mai 2024, A.________ a déposé une plainte pénale à l’encontre de B.________ pour lésions corporelles simples auprès du Ministère public. B. Suite aux investigations menées par la Police, le Ministère public a, par ordonnance du 13 décembre 2024, suspendu la procédure pénale au motif que le lieu de séjour de B.________ était inconnu, empêchant toute audition de ce dernier et ainsi la poursuite de ladite procédure. C. Par acte daté du 23 décembre 2024, A.________ a interjeté recours contre l’ordonnance de suspension du Ministère public du 13 décembre 2024. en droit 1. 1.1. Les parties peuvent attaquer une ordonnance de suspension rendue par le ministère public (art. 393 al. 1 let. a et 314 al. 5 CPP qui renvoie aux art. 320 ss CPP) dans les dix jours devant l’autorité de recours (art. 322 al. 2 et 20 al. 1 let. b CPP), qui dans le canton de Fribourg est la Chambre pénale du Tribunal cantonal (ci-après: la Chambre pénale ; art.”
“b StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung sistieren, wenn der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten. Wie sich aus dem Passus «angebracht erscheint» ergibt, räumt die Bestimmung der Staatsanwaltschaft einen Ermessensspielraum ein. Die Sistierung des Strafverfahrens mit Blick auf ein anderes Verfahren rechtfertigt sich jedoch nur, wenn sich das Ergebnis jenes Verfahrens tatsächlich auf das Ergebnis des Strafverfahrens auswirken kann und wenn jenes Verfahren die Beweiswürdigung im Strafverfahren erheblich erleichtert. Zudem setzen der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist beziehungsweise das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 5 StPO) der Sistierung des Strafverfahrens Grenzen. Sie hängt von einer Abwägung der Interessen ab und ist mit Zurückhaltung anzuordnen (zum Ganzen: BGer 1B_318/2020 vom 11. März 2021 E. 2.1, 1B_555/2019 vom 6. Februar 2020 E. 2.2, 1B_238/2018 vom 5. September 2018 E. 2.1, 1B_21/2015 vom 1. Juli 2015 E. 2.1 je mit Hinweisen; Vogelsang, a.a.O, Art. 314 StPO N 9, 15a).”
“Si le prévenu n’est pas retrouvé dans les mois qui suivent et si aucun acte d’enquête ne doit encore être effectué, la procédure est suspendue. Cependant, si le prévenu a déjà, à un stade antérieur de la procédure, eu l’occasion de se déterminer de manière suffisante sur les faits qui lui sont reprochés et si les preuves réunies permettent de rendre un jugement en son absence, la procédure n’est pas suspendue, mais continuée en vue d’un jugement par défaut (art. 366 al. 4 CPP) (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7-8 ad art. 314 CPP). Dès lors que la mission du Ministère public est de mener à bien l’instruction et de fournir un dossier en état d’être jugé dans le respect du principe de célérité (art. 5 CPP), la suspension de l’instruction doit rester exceptionnelle et être prononcée avec retenue (arrêt du Tribunal fédéral 1B_67/2011 du 13 avril 2011 consid. 4.2 ; L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, op. cit., n. 6 ad art. 314 CPP). Les parties n'ont pas un droit à la suspension, le Ministère public disposant d’un large pouvoir d’appréciation dans l’examen de cette disposition (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 4a ad art. 314 CPP).”
“a CPP, le Ministère public peut suspendre une instruction lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu. Dans ce cas, il met en œuvre les recherches (al. 3). Concrètement, lorsque le lieu de séjour de l’auteur est inconnu, le Ministère public, en règle générale, fait signaler le prévenu au système de recherche informatisé de police (RIPOL) voire décerne contre lui un mandat d’arrêt international. Le procureur peut aussi charger la police de recherches plus spécifiques. Si le prévenu n’est pas retrouvé dans les mois qui suivent et si aucun acte d’enquête ne doit encore être effectué, la procédure est suspendue. Cependant, si le prévenu a déjà, à un stade antérieur de la procédure, eu l’occasion de se déterminer de manière suffisante sur les faits qui lui sont reprochés et si les preuves réunies permettent de rendre un jugement en son absence, la procédure n’est pas suspendue, mais continuée en vue d’un jugement par défaut (art. 366 al. 4 CPP) (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7-8 ad art. 314 CPP). Dès lors que la mission du Ministère public est de mener à bien l’instruction et de fournir un dossier en état d’être jugé dans le respect du principe de célérité (art. 5 CPP), la suspension de l’instruction doit rester exceptionnelle et être prononcée avec retenue (arrêt du Tribunal fédéral 1B_67/2011 du 13 avril 2011 consid. 4.2 ; L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, op. cit., n. 6 ad art. 314 CPP). Les parties n'ont pas un droit à la suspension, le Ministère public disposant d’un large pouvoir d’appréciation dans l’examen de cette disposition (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 4a ad art. 314 CPP).”
Vor Entscheidung über Suspendierung/Sistierung sind die Parteien insbesondere bei umfangreichen Ermittlungen oder noch hängigen Beweisanträgen in der Regel anzuhören.
“Compris comme l'un des aspects de la notion générale de procès équitable, le droit d'être entendu comprend en particulier le droit, pour une partie à un procès, de prendre connaissance de toute argumentation présentée au tribunal et de se déterminer à son propos, que celle-ci contienne ou non de nouveaux éléments de fait ou de droit, et qu'elle soit ou non concrètement susceptible d'influer sur le jugement à rendre. Il appartient en effet aux parties, et non au juge, de décider si une prise de position ou une pièce nouvellement versée au dossier contient des éléments déterminants qui appellent des observations de leur part. Toute prise de position ou pièce nouvelle versée au dossier doit dès lors être communiquée aux parties pour leur permettre de décider si elles veulent ou non faire usage de leur faculté de se déterminer (ATF 146 III 97 consid. 3.4.1 ; ATF 142 III 48 consid. 4.1.1 ; TF 6B_240/2022 du 16 mars 2023 consid. 1.1.1 ; TF 6B_1031/2021 du 28 novembre 2022 consid. 1.2). Selon la doctrine et la jurisprudence, étant donné que le libellé de l'art. 314 al. 5 CPP coïncide avec celui de l'art. 310 al. 2 CPP (à tout le moins dans les versions allemande et italienne), tout comme en cas de non-entrée en matière il n'est pas nécessaire de rendre un avis de prochaine clôture ou d’interpeller les parties avant de rendre une ordonnance de suspension, ce d’autant plus qu'une suspension entraîne moins de conséquences pour les parties qu'une non-entrée en matière. Comme la voie du recours est ouverte contre une ordonnance de suspension, le droit d’être entendu des parties peut être garanti par ce biais (c'est-à-dire dans le cadre de la procédure de recours), tout comme en cas de non-entrée en matière (TPF 2018.57 du 28 mars 2018 consid. 2 ; Grodecki/Cornu, in : Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd. 2019, n. 23 ad art. 314 CPP ; Jositsch/Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4e éd. 2023, n. 10 ad art. 314 CPP). Toutefois, si des investigations de grande envergure ont déjà été menées ou si des réquisitions de preuve des parties sont encore pendantes, les parties doivent en principe être interpellées (Vogelsang, in : Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung / Jugendstrafprozessordnung, 3e éd.”
Die Verfügungsgründe der Sistierung müssen zumindest kurz dargelegt werden, damit ein wirksamer Rekurs möglich ist; die Rekursrüge muss konkret darlegen, inwiefern die Sistierung rechtsfehlerhaft begründet ist, andernfalls ist die Beschwerde mangels Begründung unzulässig.
“2 ; TF 6B_1447/2022 du 14 mars 2023 consid. 1.1). 1.3 En l’espèce, le recours a été déposé en temps utile par la partie plaignante qui a qualité pour recourir (art. 382 al. 1 CPP). Cependant, il ne contient ni conclusion, ni motivation, en ce sens que la recourante n’essaie nullement de démontrer en quoi l’ordonnance contestée serait erronée en fait ou en droit. Celle-ci se borne en effet à exprimer sa déception, voire son incompréhension quant au fait que l’enquête n’ait pas abouti à ce stade, à exposer à nouveau les faits qu’elle dénonce, à faire part de sa situation financière difficile et à demander le soutien financier du Ministère public, sans faire valoir que le procureur n'aurait pas procédé à tous les actes d’enquête qui pouvaient amener à l’identification du ou des auteurs ou à celle des fonds soustraits, et sans requérir l’administration d’éventuelles preuves supplémentaires. Ce faisant, elle n’explique pas en quoi le Ministère public aurait fait une mauvaise application de l’art. 314 CPP, ni en quoi la décision de suspendre la procédure aurait été prise sans motifs objectifs. Le recours ne satisfait dès lors pas aux exigences de motivation de l'art. 385 al. 1 CPP. Un tel défaut de motivation ne saurait justifier qu’un délai supplémentaire soit imparti à la recourante pour compléter son acte en application de l’art. 385 al. 2 CPP. Il est toutefois précisé que la suspension ordonnée n’équivaut pas à une clôture définitive de l’enquête et que l’instruction pourra être reprise en cas d'éléments nouveaux, comme le Ministère public l'a du reste indiqué dans son ordonnance. 2. Au vu de ce qui précède, le recours doit être déclaré irrecevable, sans échange d’écritures (art. 390 al. 2 CPP). Les frais de la procédure de recours, constitués en l’espèce du seul émolument d’arrêt (art. 422 al. 1 CPP), par 660 fr. (art. 20 al. 1 TFIP [tarif des frais de procédure et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010 ; BLV 312.03.1]), seront exceptionnellement laissés à la charge de l’Etat, dès lors que la recourante – qui agit seule et n’a pas requis l’assistance judiciaire pour la procédure de recours – avait été mise au bénéfice de l’assistance judiciaire en première instance.”
“1 ; ATF 142 III 48 consid. 4.1.1 ; TF 6B_240/2022 du 16 mars 2023 consid. 1.1.1 ; TF 6B_1031/2021 du 28 novembre 2022 consid. 1.2). Selon la doctrine et la jurisprudence, étant donné que le libellé de l'art. 314 al. 5 CPP coïncide avec celui de l'art. 310 al. 2 CPP (à tout le moins dans les versions allemande et italienne), tout comme en cas de non-entrée en matière il n'est pas nécessaire de rendre un avis de prochaine clôture ou d’interpeller les parties avant de rendre une ordonnance de suspension, ce d’autant plus qu'une suspension entraîne moins de conséquences pour les parties qu'une non-entrée en matière. Comme la voie du recours est ouverte contre une ordonnance de suspension, le droit d’être entendu des parties peut être garanti par ce biais (c'est-à-dire dans le cadre de la procédure de recours), tout comme en cas de non-entrée en matière (TPF 2018.57 du 28 mars 2018 consid. 2 ; Grodecki/Cornu, in : Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd. 2019, n. 23 ad art. 314 CPP ; Jositsch/Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4e éd. 2023, n. 10 ad art. 314 CPP). Toutefois, si des investigations de grande envergure ont déjà été menées ou si des réquisitions de preuve des parties sont encore pendantes, les parties doivent en principe être interpellées (Vogelsang, in : Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung / Jugendstrafprozessordnung, 3e éd. 2023, n. 34 ad art. 314 CPP). 2.2.2 Le droit d’être entendu, tel qu’il est garanti par les art. 29 al. 2 Cst. et 3 al. 2 let. c CPP (cf. aussi art. 6 CEDH) implique en outre, pour l’autorité, l’obligation de motiver sa décision afin que le destinataire puisse la comprendre, l’attaquer utilement s’il y a lieu et afin que l’autorité de recours puisse exercer son contrôle. Le juge doit ainsi mentionner, au moins brièvement, les motifs qui l’ont guidé et sur lesquels il a fondé sa décision, de manière que l’intéressé puisse se rendre compte de la portée de celle-ci et l’attaquer en connaissance de cause (ATF 143 IV 40 consid.”
Bei Suspendierung/Sistierung der Strafuntersuchung besteht bei drohenden zivilrechtlichen Risiken (insbesondere Ruf‑ und Vermögensschäden) ein aktuelles Interesse, weshalb oft eine rasche Klärung und damit Beschwerdeberechtigung gegeben sein kann.
“Le recours n'était qu'une futile tentative du recourant de faire progresser la procédure pénale aux dépens de la procédure civile pour l'affecter émotionnellement et financièrement. f. A______ réplique. EN DROIT : 1. 1.1.1. Le recours a été interjeté selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al.1 et 396 al. 1 CPP). Il concerne une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP). 1.1.2. Le complément de recours et ses annexes – pouvant être connus du recourant au moment du dépôt du recours ou à tout le moins dans le délai de recours, puisque versés à la procédure le 1er novembre 2024 – sont irrecevables, étant rappelé que la motivation doit être présentée dans l'acte lui-même, avant l'expiration du délai fixé à l'art. 396 al. 1 CPP (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 3 ad art. 385). 1.2.1. La décision de suspension de la procédure est sujette à recours (art. 314 al. 5 CPP et 322 al. 2 CPP; ACPR/323/2014 du 1er juillet 2014 consid. 1; ACPR 419/2015 du 11 août 2015 consid. 1 et 2.1). 1.2.2. En l'espèce et pour le surplus, le recourant se prévaut d'un préjudice que lui causerait la suspension de la procédure pénale en raison de l'inscription d'une poursuite à son encontre sur la base de la reconnaissance de dette arguée de faux. Cette "falsification" aurait aussi porté atteinte à sa réputation et causé un préjudice moral et financier, sous la forme de stress et de frais d'avocat. Il conviendrait de rendre rapidement justice pour prévenir de futurs actes frauduleux. La procédure civile risquait de durer et il n'était pas certain qu'elle comporterait une expertise de la reconnaissance de dette litigieuse. C'est précisément sur ce dernier aspect, vu ce qui suit, que le recourant peut se prévaloir d'un intérêt actuel et concret à voir son recours tranché (art. 382 al. 1 CPP). Partant, sous cette réserve, le recours est recevable. 2. Le recourant considère que c'est à tort que le Ministère public a suspendu la procédure.”
Bei Sistierungen wegen «nicht greifbarer» Drittpersonen oder vorübergehender Unerreichbarkeit mehrerer Tatbeteiligter bedarf es konkreter Hinweise auf Ausstands- oder Ermittlungshindernisse und auf eine Beteiligung des Beschuldigten; das Verfahren bleibt bei der sistierenden Behörde rechtshängig und ist später wieder aufzunehmen bzw. definitiv zu erledigen.
“Die Staatsanwaltschaft beruft sich für die Sistierung des Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer auf vorübergehende Verfahrenshindernisse, mithin auf Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO. In ihrer Begründung verweist die Staatsanwaltschaft darauf, drei der sechs am untersuchten Raufhandel mutmasslich beteiligten Personen seien derzeit «nicht greifbar». Weder die Staatsanwaltschaft noch der Beschwerdeführer begründen im vorliegenden Beschwerdeverfahren, weshalb im gegen den Beschwerdeführer geführten Strafverfahren ein Tatverdacht gegen letzteren vorliegen soll oder eben nicht. Mangels Gewährung der Akteneinsicht durch die Staatsanwaltschaft ist dies allerdings auf beiden Seiten nachvollziehbar. In den staatsanwaltschaftlichen Vorakten findet sich lediglich ein Hinweis auf eine Beteiligung des Beschwerdeführers am von der Staatsanwaltschaft untersuchten Delikt: So wurde seitens der Auskunftsperson B____ erwähnt, dass der Beschwerdeführer an der Auseinandersetzung involviert gewesen sei. Durch die requirierte Polizei konnte der Beschwerdeführer am Tatort nicht mehr betroffen werden (Vorakten, Polizeirapport vom 15. April 2022, S. 7 und 9). Gemäss den Aussagen von B____ gegenüber der Polizei hat sie die tätliche Auseinandersetzung offenbar mehrheitlich mitbekommen (Vorakten, Polizeirapport vom 15.”
“Die Sistierung ist eine Zwischenverfügung, mit welcher eine Untersuchung, die bloss vorübergehend nicht weitergeführt werden kann, einstweilen formell erledigt wird. Der Fall wird nicht materiell abgeschlossen, sondern bleibt bei der sistierenden Behörde rechtshängig und muss später auf jeden Fall erledigt werden, sei es durch Einstellung, Anklage oder Strafbefehl (Landshut/Bosshard, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, Art. 314 N 1). Die Anwendungsfälle der Sistierung werden in Art. 314 Abs. 1 StPO geregelt, wobei die Aufzählung nicht abschliessend ist (vgl. Landshut/Bosshard, a.a.O., Art. 314 N 5; Omlin, in: Basler Kommentar, 3. Auflage, Basel 2023, Art. 314 StPO N 11). Ein Grund für die Sistierung des Verfahrens kann gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. a StPO etwa sein, dass die Täterschaft oder ihr Aufenthalt unbekannt ist oder andere vorübergehende Verfahrenshindernisse bestehen.”
Utilisez la page actuelle comme contexte pour rechercher, résumer, comparer ou rédiger.