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Nach herrschender Rechtsprechung können die Konkursverwaltung oder einzelne Gläubiger strafbehördliche Entscheide über Sequester bzw. deren Aufhebung anfechten. Die Beschwerdefrist beginnt erst mit der wirksamen Zustellung des Entscheids an die jeweils betroffene Person. (vgl. Quellen unten.)
“382 cpv. 1 CPP avendo un interesse giuridicamente protetto a che venga esaminato se il decreto 10.5.2023 del magistrato inquirente – che ha dissequestrato i fondi presenti sulla relazione n. IBAN __________ presso __________ intestata alla __________ a favore della PI 7 per CHF 8'732.17, di PI 8 per CHF 117'273.21 e della PI 11 per CHF 13'684.45 – li abbia privati del substrato a garanzia delle loro pretese o comunque pregiudicati (DTF 140 IV 57 consid. 2.3./2.4.; decisione TF 1B_444/2018 del 10.12.2018 consid. 1.4.). Si può aggiungere che il Tribunale federale – sulla questione inerente ai conflitti tra misure conservative penali ed esecutive, di cui si dirà in seguito – ammette esplicitamente la facoltà per l’amministrazione del fallimento o per i singoli creditori di impugnare la decisione penale inerente segnatamente al sequestro (DTF 131 III 652 consid. 3.1.; decisione TF 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.1.; BSK SchKG – D. ACOCELLA, 3. ed., art. 44 LEF n. 7). Di modo che RE 1, PI 23 e PI 24 e PI 12, creditori della C__________, sono anche per questo motivo legittimati a reclamare. 3.4. Le esigenze di forma e motivazione dei reclami sono rispettate. Le impugnative, in queste circostanze, sono ricevibili, con la riserva riferita al gravame presentato da RE 2. 4. 4.1. Secondo l’art. 263 cpv. 1 CPP all’imputato e a terzi possono essere sequestrati oggetti e valori patrimoniali se questi saranno presumibilmente utilizzati come mezzi di prova (a), utilizzati per garantire le spese procedurali, le pene pecuniarie, le multe e le indennità (b), restituiti ai danneggiati (c) oppure confiscati (d). Il sequestro, provvedimento cautelare, ha lo scopo di acquisire e conservare gli oggetti per il dispiegamento della procedura e pertanto per le necessità dell’istruzione preliminare, per le decisioni del magistrato requirente e per quelle del giudice del merito nella prospettiva – anche – della produzione e valutazione delle prove (sequestro probatorio secondo l’art.”
“S'agissant du procès-verbal de saisie des 9 décembre 2022 et 9 février 2023, il a été adressé par l'Office, aux créancières à la première date susmentionnée alors qu'il n'a été adressé à la débitrice qu'à la seconde date précitée, dans une teneur identique. L'Office n'a donné aucune explication au temps écoulé entre ces deux notifications d'un acte rigoureusement identique. Ni l'Office, ni les créancières n'ont soulevé de grief relatif à cet écart temporel, notamment en prétendant que la débitrice aurait déjà eu connaissance du contenu du procès-verbal litigieux suite à sa notification du 9 décembre 2022. La Chambre de céans retient par conséquent que la plainte du 23 février 2023 est recevable pour avoir été formée dans les 10 jours dès la réception par la débitrice de la version du procès-verbal de saisie du 9 février 2023 qui lui était destinée. 2.2.3 Il sera revenu ci-dessous plus spécifiquement sur la recevabilité de certains griefs contenus dans les plaintes. 3. La débitrice reproche à l'Office d'avoir saisi, dans le cadre du procès-verbal complémentaire du 9 mai 2023, des biens déjà séquestrés pénalement en violation de l'art. 44 LP. Elle conclut principalement à l'annulation de la saisie complémentaire dans sa plainte du 22 mai 2023. 3.1 L'art. 44 LP prévoit que la réalisation d'objets confisqués en vertu des lois pénales et fiscales de la Confédération et des cantons s'opère en conformité des dispositions de ces lois. 3.1.1 En application de l'art. 263 al. 1 CPP, des objets et des valeurs patrimoniales appartenant au prévenu ou à des tiers peuvent être mis sous séquestre, lorsqu’il est probable : a. qu’ils seront utilisés comme moyens de preuves; b. qu’ils seront utilisés pour garantir le paiement des frais de procédure, des peines pécuniaires, des amendes et des indemnités (art. 268 CPP, cf. infra); c. qu’ils devront être restitués au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP); d. qu’ils devront être confisqués en tant que valeurs patrimoniales qui sont le résultat d’une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l’auteur d’une infraction (art. 70 al. 1 CP). Si le motif du séquestre disparaît, le ministère public ou le tribunal lève la mesure et restitue les objets et valeurs patrimoniales à l’ayant droit (art.”
Art. 44 SchKG begründet eine Privilegierung der Vollstreckung staatlicher straf‑ und fiskalrechtlicher Ansprüche gegenüber anderen Gläubigern. Die Vorschrift dient damit dem Interesse des Staates bzw. der Strafverfolgungsbehörde; Schuldner und Pfandgläubiger können daraus keine schutzwürdigen subjektiven Rechte ableiten und sind daher nicht legitimiert, sich auf Art. 44 SchKG zu berufen. In dem entschiedenen Fall hat der zuständige Staatsanwalt angekündigt, die Grundbuchsperre aufzuheben und stattdessen den nach Befriedigung der Pfandgläubiger verbleibenden Nettoerlös zu beschlagnahmen.
“Des Weiteren hielt die Vorinstanz zu Recht fest, dass vorliegend die straf- rechtliche Beschlagnahme mittels Grundbuchsperre der Mitteilung der Schätzung durch das Betreibungsamt nicht entgegen steht. Art. 44 SchKG hält zwar fest, - 8 - dass die Verwertung von Gegenständen, welche aufgrund strafrechtlicher oder fiskalischer Gesetze mit Beschlag belegt sind, nach den zutreffenden eidgenössi- schen oder kantonalen Gesetzesbestimmungen geschieht, und bezweckt damit eine Privilegierung für die Vollstreckung strafrechtlicher und fiskalischer Geld- und Sicherheitsansprüche (BSK SchKG I-A COCELLA, 2. Aufl. 2010, Art. 44 N 1 ff.; KU- KO SchKG-R OHNER, 2. Aufl. 2014, Art. 44 N 1). Art. 44 SchKG begründet also ein Vorzugsrecht des Staates gegenüber anderen Gläubigern und dient demnach weder dem Interesse des Beschwerdeführers 1 als Schuldner noch demjenigen der Beschwerdeführerin 2 als Pfandgläubigerin. Er vermag den Beschwerdefüh- rern keine subjektiven Rechte zu verschaffen, deren Durchsetzung zu schützen wäre, weshalb es ihnen an der notwendigen Legitimation fehlt, sich auf Art. 44 SchKG zu berufen. Vorliegend steht die Anwendung von Art. 44 SchKG im Interesse der Strafverfolgungsbehörde als Vertreterin des Staates. Der zu- ständige Staatsanwalt hat mit E-Mail vom 6. Juli 2018 gegenüber dem Betrei- bungsamt Birmensdorf erklärt, mit der betreibungsrechtlichen Verwertung der Lie- genschaft einverstanden zu sein, und hat in Aussicht gestellt, bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung der Zwangsverwertung die Grundbuchsperre aufzuheben und stattdessen den nach Befriedigung der Pfand- gläubiger verbleibenden Nettoerlös zu beschlagnahmen (act. 6/6/2).”
Das Bundesgericht hat ausgesprochen, dass auf aufgrund von Art. 184 Abs. 3 BV getroffene Sperren Art. 44 SchKG analog angewendet werden kann, weil solche Verordnungen/Verfügungen einem Gesetz gleichgestellt werden können. Die Lehre hält in Übereinstimmung mit dieser Rechtsprechung fest, dass auch Sanktionen bzw. einschlägige Sperrverordnungen in diesem Sinne zu berücksichtigen sind.
“Darin kam das Bundesgericht zum Schluss, dass die in jenem Fall vom Bundesrat auf der Grundlage von Art. 184 Abs. 3 BV verfügte Sperre, auch wenn sie nicht im eigentlichen Sinn ein strafrechtliches oder fiskalisches Gesetz nach Art. 44 SchKG darstelle und somit keine direkte Anwendung dieser Bestimmung zulasse, einem solchen Gesetz gleichzustellen und Art. 44 SchKG per analogiam auf eine solche Verordnung anzuwenden sei. Dies mit der Begründung, dass Ver- ordnungen oder Verfügungen, welche auf der Grundlage dieser Verfassungsnorm getroffen werden, sich in der Regel fast definitionsgemäss praeter legem definie- ren und gewissermassen an die Stelle von Gesetzen treten (BGE 131 III 652 E. 2; Pra 95 (2006) Nr. 94 E. 2). Zwar betraf der erwähnte Bundesgerichtsentscheid, wie die Beschwerdeführerin ausführt, tatsächlich die rechtshilfeweise Einziehung von Geldern des Diktators D._____ (act. 11 Rz. 38). Indes ergibt sich aus dem Bundesgerichtsentscheid entgegen der Beschwerdeführerin keine Einschränkung dahingehend, dass das Bundesgericht eine analoge Anwendung von Art. 44 SchKG nur für diesen Fall bejahte. Vielmehr sind die Ausführungen des Bundesgerichts, wie soeben aufgezeigt, allgemein gehalten. Damit übereinstim- mend sieht denn auch die Lehre vor, dass Sanktionen einem Arrestbeschlag ana- log Art. 44 SchKG vorgehen und nennt gar die Ukraine-Verordnung explizit als Anwendungsfall (MEIER-DIETERLE/KELLER, Der Arrestvollzug bei Banken, ZZZ 62/2023, S.”
“44 SchKG darstelle und somit keine direkte Anwendung dieser Bestimmung zulasse, einem solchen Gesetz gleichzustellen und Art. 44 SchKG per analogiam auf eine solche Verordnung anzuwenden sei. Dies mit der Begründung, dass Ver- ordnungen oder Verfügungen, welche auf der Grundlage dieser Verfassungsnorm getroffen werden, sich in der Regel fast definitionsgemäss praeter legem definie- ren und gewissermassen an die Stelle von Gesetzen treten (BGE 131 III 652 E. 2; Pra 95 (2006) Nr. 94 E. 2). Zwar betraf der erwähnte Bundesgerichtsentscheid, wie die Beschwerdeführerin ausführt, tatsächlich die rechtshilfeweise Einziehung von Geldern des Diktators D._____ (act. 11 Rz. 38). Indes ergibt sich aus dem Bundesgerichtsentscheid entgegen der Beschwerdeführerin keine Einschränkung dahingehend, dass das Bundesgericht eine analoge Anwendung von Art. 44 SchKG nur für diesen Fall bejahte. Vielmehr sind die Ausführungen des Bundesgerichts, wie soeben aufgezeigt, allgemein gehalten. Damit übereinstim- mend sieht denn auch die Lehre vor, dass Sanktionen einem Arrestbeschlag ana- log Art. 44 SchKG vorgehen und nennt gar die Ukraine-Verordnung explizit als Anwendungsfall (MEIER-DIETERLE/KELLER, Der Arrestvollzug bei Banken, ZZZ 62/2023, S.146 ff., S. 153 sowie Fn. 55).”
Eine strafrechtliche Sperre verhindert die Verwertung (Realisation und Ausschüttung) der betroffenen Aktiven; pfändende Gläubiger können zwar pfänden, nicht aber verwerten oder verteilen, solange die Sperre besteht, und laufen damit Gefahr, dass die Aktiven später konfiszatorisch dem Staat oder der geschädigten Person zugewiesen werden. Soweit der Strafsequester der Sicherung einer kompensatorischen Forderung nach Art. 71 CP dient, begründet dieser kein staatliches Privileg; das Bundesgericht anerkennt jedoch die (vorläufige) Teilnahme des Staates an einer bereits laufenden zivilrechtlichen Pfändung in Analogie zu Art. 281 SchKG, sodass pfändende Gläubiger den Verwertungserlös mit dem Staat teilen müssen.
“Ove mira a garantire la successiva confisca del fondo gravato o la sua restituzione alla persona lesa giusta l’art. 70 CP, il blocco penale ne impedisce la realizzazione nella procedura esecutiva (DTF 131 III 657 consid. 3.2) e fa correre ai creditori pignoranti il rischio che al termine del procedimento penale il fondo venga confiscato (art. 44 LEF), ovvero distratto dal patrimonio dell’escusso e pertanto dall’attivo destinato a garantire i loro crediti (DTF 142 III 176 consid. 3.1.1). Ma anche se il blocco assume i tratti di un semplice sequestro conservativo a garanzia dell’esecuzione del risarcimento equivalente, che secondo l’art. 71 cpv. 3 CP non conferisce alcun privilegio allo Stato o alla persona lesa, secondo la giurisprudenza del Tribunale federale lo Stato, a favore del quale potrebbe essere ordinato il risarcimento equivalente, partecipa di diritto in via provvisoria a un eventuale pignoramento in corso in applicazione analogica dell’art. 281 LEF (già citata DTF 142 III 178 seg. consid. 3.4). Significa che i creditori pignoranti dovranno condividere il provento della realizzazione del fondo con lo Stato, ciò che potrebbe condurre, a seconda del valore del fondo, a una riduzione del dividendo sul quale essi avrebbero potuto contare senza la partecipazione dello Stato.”
“Il fatto poi che nel 2018 i fondi erano posti sotto sequestro penale già dal 2011 non ne ostava al pignoramento, anche senza un previo “co-sequestro” (DTF 93 III 93 consid. 3), ma solo alla realizzazione e alla distribuzione (art. 44 LEF; DTF 131 III 657 consid. 3.2), finché ne rimanevano possibili la confisca o la restituzione giusta l’art. 70 CP – mentre il sequestro conservativo in vista dell’esecuzione del risarcimento equivalente previsto dall’art. 71 cpv. 3 CP non conferisce alcun privilegio allo Stato o alla persona lesa (DTF 142 III 176 consid. 3.1; sentenza della CEF”
“44 LP doivent être jugés uniquement par les juridictions pénales ou fiscales compétentes selon les dispositions des lois pénales ou fiscales. En matière pénale, l'art. 44 LP s'applique à la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP). Les éléments patrimoniaux confisqués - ou mis sous mains de justice en vue de leur confiscation future (art. 263 al. 1 let. d CPP) - échappent ainsi aux prescriptions de la LP, l'art. 44 LP conférant à l'Etat ou au lésé un droit de distraction par rapport aux autres créanciers (ATF 142 III 174 consid. 3.1.1). L'art. 44 LP ne s'applique en revanche pas à la créance compensatrice que peut prononcer le juge pénal lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles (art. 71 al. 1 1ère phrase CP; Krüsi, in Kommentar zum SchKG, 2017, Kren Kostkiewicz/Vock [éd.], N 4 ad art. 44 LP). Le séquestre pénal ordonné aux fins de garantir le paiement d'une telle créance compensatrice ne crée ainsi pas de droit de préférence en faveur de l'Etat ou de l'attributaire de la créance compensatrice (art. 71 al. 3 CP), de telle sorte que ces derniers devront faire valoir cette dernière selon les règles de la LP sans jouir d'aucun privilège par rapport aux autres créanciers, sous réserve d'une participation de plein droit à la saisie en application analogique de l'art. 281 LP (ATF 142 III 174 consid. 3.1.2 et 3.4). 2.2 Pour la Chambre de céans, le séquestre pénal ne fait pas obstacle à la saisie LP. En effet, le séquestre pénal est une mesure conservatoire, qui peut être levée à tout moment, de sorte qu'il est dans l'intérêt des créanciers poursuivants d'obtenir la saisie LP des mêmes valeurs patrimoniales. En revanche, tant que le séquestre pénal n’a pas été levé, le créancier poursuivant ne saurait obtenir la réalisation des biens saisis (art. 116 LP). Si, par la suite, les actifs frappés par le séquestre pénal sont confisqués, la saisie LP tombe.”
Bei nur mittelbarem Zusammenhang zwischen verwerteten Gegenständen und der Straftat handelt es sich nach der zitierten Rechtsprechung um Ersatzforderungen im Sinne von Art. 71 StGB, die im Verfahren nach dem SchKG vollstreckbar sind. Ein unmittelbarer Zusammenhang der Gegenstände mit der Straftat ist Voraussetzung für den Vorrang der Strafbehörden nach Art. 44 SchKG. Hinsichtlich behaupteter Tilgung ist diese streng zu beweisen; der Nachweis hat durch Urkunden zu erfolgen (bei teilweiser Tilgung: Darlegung des Tilgungsgrundes und des genauen getilgten Betrags mittels Urkunden).
“Solche Ersatzforderungen seien im Verfahren nach SchKG zu vollstrecken. Auch unter Berücksichtigung von Art. 263 Abs. 1 StPO sei eine Restitutionsbeschlagnahme zugunsten des Geschädigten nur dann möglich, wenn Gegenstände betroffen seien, die diesem direkt entzogen worden seien. Vorliegend könne davon ausgegangen werden, dass sich die Ge- suchsgegnerin durch delinquentes Verhalten unrechtmässig am Vermögen der Gesuchstellerin bereichert und die veruntreuten Gelder anschliessend für den Kauf der beschlagnahmten Luxusgüter verwendet habe. Damit wiesen die zu ver- wertenden Gegenstände zwar einen mittelbaren Zusammenhang mit dem delin- quenten Verhalten der Gesuchsgegnerin auf, sie seien aber nicht unmittelbar durch die Straftat hervorgebracht worden. Es handle sich bei den beschlagnahm- ten und zu verwertenden Gegenständen um Ersatzforderungen im Sinne von Art. 71 StGB und nicht um solche, die nach Art. 69 f. StGB unmittelbar durch die Straftat erlangt worden seien. Der Vorrang der Strafbehörden im Sinne von Art. 44 SchKG finde somit aufgrund des fehlenden unmittelbaren Zusammen- hangs der beschlagnahmten und zu verwertenden Gegenstände/Liegenschaften mit der Straftat keine Anwendung. Die Ersatzforderungen der Gesuchstellerin seien folglich im Verfahren nach SchKG zu vollstrecken. Damit sei auch die Zu- ständigkeit der Rechtsöffnungsrichterin nach Art. 84 Abs. 1 SchKG gegeben (Urk. 16 S. 6 f. E. IV.4.1–3). Was die geltend gemachte Tilgung betreffe, müsse diese (strikt) bewiesen werden, und zwar mit Urkunden. Im Falle einer teilweisen Tilgung habe der Schuldner durch Urkunden den Grund der Tilgung und den genauen Betrag der getilgten Schuld darzulegen. Tilgung sei primär Zahlung, wobei dem Schuldner auch der Nachweis obliege, dass die Zahlung die in Betreibung gesetzte Forde- rung betroffen habe. Obschon das Strafurteil die Verwertung der beschlagnahm- ten Gegenstände sowie die Zuteilung des Erlöses (u.a. auch) an die Gesuchstel- - 8 - lerin ausdrücklich anordne, gelte es festzuhalten, dass eine entsprechende Zutei- lung bzw.”
Forderungen des Staates aus straf- oder fiskalrechtlich unter Beschlag stehenden Vermögenswerten sind nicht mit einem besonderen gesetzlichen Vorzugsrecht zugunsten des Staates verbunden. Die Geltendmachung und die Realisierung solcher Forderungen erfolgen nach den Regeln der Schuldbetreibung und des Konkurses (SchKG); in der Praxis werden sie nach den zitierten Entscheiden als Drittklassforderungen im Sinne von Art. 219 Abs. 4 SchKG behandelt.
“CP, qui dispose que le séquestre ne crée pas de droit de préférence en faveur de l'État, excluant ainsi l'application de la réserve prévue par l'art. 44 LP en faveur des droits pénal et fiscal concernant la réalisation d'objets confisqués ; cette réserve prévoit en substance que certaines prétentions de droit public sont privilégiées en cas de confiscation pénale en ce sens qu'elles sont exécutées en dehors du système que la LP instaure (ATF 142 III 174 consid. 3.1.2, SJ 2016 I 157 ; ATF 141 IV 260 consid. 3.2 ; TF 6B_1362/2020 du 20 juin 2022 consid. 23.5.4 ; TF 6B_439/2019 du 12 septembre 2019 consid. 2.3.2 ; TF 1B_388/2016 du 6 mars 2017 consid. 3.3 ; TF 1B_300/2013 du 14 avril 2014 consid. 5.3.1 ; Jacquemoud-Rossari, op. cit., spéc. pp. 298 s.). Ainsi, contrairement à la confiscation au sens de l'art. 70 al. 1 CP qui prime sur une saisie ou un séquestre en cas de faillite et qui a pour conséquence de conférer un droit de distraction au profit de l'Etat ou du lésé par rapport aux autres créanciers, par la réserve de l’art. 44 LP (Moreillon/Nicolet, op. cit., p. 429 et les références citées à la note infrapaginale 59), le législateur a prescrit la voie de l'exécution forcée ordinaire pour les créances compensatrices de l’art. 71 CP, prévoyant clairement que l'Etat (ou le lésé à qui cette créance est allouée) ne bénéficie d'aucun privilège dans la procédure de poursuite (TF 1B_388/2016 du 6 mars 2017 consid. 3.4 ; Alder/Burgener, Intersections entre le séquestre pénal de valeurs patrimoniales et le droit des poursuites et de la faillite, in : Revue de l’avocat, pp. 160-167, spéc. pp. 165 s.) et qu'il s'agit de créances de troisième classe au sens de l'art. 219 al. 4 LP (ATF 126 I 97 consid. 3d/dd ; TF 6B_439/2019 du 12 septembre 2019 consid. 2.3.2). Il en découle que l’Etat, respectivement le destinataire de la créance compensatrice, doit faire valoir ses prétentions selon les règles de la LP (Moreillon/Nicolet, op. cit., p. 429). 3.3.3 Destiné à garantir l'exécution de la créance compensatrice, le séquestre prévu par l'art.”
“1 CPP, le recouvrement des prestations financières découlant d'une procédure pénale est régi par les dispositions de la Loi fédérale du 11 avril 1889 sur la poursuite pour dettes et la faillite (LP; RS 281.1). 3.2.1. En cours d'instruction, le ministère public peut placer sous séquestre certains éléments du patrimoine de l'auteur de l'infraction, de provenance licite (art. 71 al. 3 CP; L. JACQUEMOUD ROSSARI, La créance compensatrice : état des lieux de la jurisprudence, in SJ 2019 II 281 et ss, p. 285 et p. 298). Au terme de l'enquête, l'autorité de jugement qui prononce une créance compensatrice (art. 71 al. 1 CP) – qu'elle peut allouer au lésé à certaines conditions (art. 73 al. 1 let. c CP) – maintient ce(s) séquestre(s), en vue de garantir l'exécution de ladite créance (L. MOREILLON/ Y. NICOLET, La créance compensatrice, in RPS 135 (2017), p. 428 in fine). L'État/le lésé allocataire ne peut donc pas disposer immédiatement des valeurs séquestrées après l'entrée en force du jugement pénal – contrairement à ce qui prévaut en cas de restitution au lésé (art. 70 al. 1, 2ème phrase, CP) ou de confiscation (art. 70 al. 1 cum 73 al. 1 let. b CP; art. 44 LP) –. Il doit faire valoir ses prétentions selon les règles de la LP, sans bénéficier d'aucun droit préférentiel par rapport aux autres créanciers (art. 71 al. 3, 2ème phrase, CP; ATF 142 III 174 consid. 3.1.2, paru in SJ 2016 I 157; Message du Conseil fédéral concernant la modification du code pénal suisse et du code pénal militaire, in FF 1993 III 306, ch. 223.6 in fine [cité ci-après : message]). Le séquestre pénal fondé sur l’art. 71 al. 3 CP est maintenu jusqu'à son remplacement par une mesure de droit des poursuites (ATF 141 IV 360 consid. 3.2; message, FF 1993 III 305, ch. 223.6). Ainsi, l'exécution de la créance compensatrice, la réalisation des valeurs patrimoniales séquestrées et la distribution des deniers interviennent conformément à la LP et auprès des autorités compétentes en la matière (ATF 142 III 174 précité; L. JACQUEMOUD ROSSARI, op. cit., p. 299). Il ne saurait en aller différemment lorsque l'intérêt d'autres créanciers ne semble pas d'emblée s'opposer à l'indemnisation du titulaire de la créance compensatrice (arrêt du Tribunal fédéral 6B_694/2009 du 22 avril 2010 consid.”
Die Strafverfolgungsbehörde kann auf ihr nach Art. 44 SchKG bestehendes vorrangiges Verwertungsrecht verzichten. Ein solcher Verzicht hebt das Vorrangsrecht zugunsten einer betreibungsrechtlichen/bürgerlichen Verwertung auf und kann formfrei erklärt werden (z.B. durch entsprechende Erklärung der Staatsanwaltschaft, wie in den zitierten Entscheiden).
“Wie zuvor ausgeführt, wurde hiermit lediglich der geschätzte Verkehrswert des fragli- - 6 - chen Grundstücks mitgeteilt, noch nicht jedoch die eigentliche Verwertung dessel- ben angekündigt oder in Gang gesetzt. Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb das Verwertungsverfahren einstweilen nicht im zulässigen Rahmen sollte fortgesetzt werden können. Sobald die eigentliche Verwertung bevorsteht bzw. vorgängig dazu, wird der Bestand der fraglichen Grundbuchsperre respektive die Zustim- mung der entsprechenden Behörde zur Verwertung zu prüfen sein (vgl. § 29 Kan- tonale Grundbuchverordnung vom 26. März 1958; siehe auch STAIBLE/VOGT, Grundbuchsperren, ZBGR 98/2017, S. 229). Insoweit würde es auch an einem aktuellen schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung oder Abänderung der Mit- teilung der betreibungsamtlichen Schätzung des fraglichen Grundstücks fehlen. Solange die eigentliche Verwertung des Grundstücks aufgrund einer entsprechen- den Verfügung des Betreibungsamtes nicht unmittelbar ausgelöst wird bzw. be- vorsteht, gehen die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich Art. 44 SchKG unabhängig vom Bestand der Grundbuchsperre ins Leere. Auf seine Beschwerde ist folglich insofern nicht einzutreten. Wie von der Kammer bereits mehrfach fest- gehalten, ist vorliegend im Übrigen zu erwarten, dass eine Verwertung stattfinden können wird, hat sich doch die Staatsanwaltschaft III bereit erklärt, die Grund- buchsperre im Falle einer betreibungsrechtlichen Verwertung aufzuheben und stattdessen Teile des Verwertungserlöses zu beschlagnahmen, was von der Kammer als Verzicht auf den Vorrang der strafrechtlichen Verwertung gemäss Art. 44 SchKG gewürdigt wurde (OGer ZH PS200179 vom 21. Oktober 2020, E. 4.4.; OGer ZH PS220024 vom 5. April 2022, E. 6.2.). 6.Das Beschwerdeverfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden ist kosten- los (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG; Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG). Parteient- schädigungen werden nicht zugesprochen (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). - 7 - Es wird erkannt: 1.Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.Es werden keine Kosten erhoben.”
“Des Weiteren hielt die Vorinstanz zu Recht fest, dass vorliegend die straf- rechtliche Beschlagnahme mittels Grundbuchsperre der Mitteilung der Schätzung durch das Betreibungsamt nicht entgegen steht. Art. 44 SchKG hält zwar fest, - 8 - dass die Verwertung von Gegenständen, welche aufgrund strafrechtlicher oder fiskalischer Gesetze mit Beschlag belegt sind, nach den zutreffenden eidgenössi- schen oder kantonalen Gesetzesbestimmungen geschieht, und bezweckt damit eine Privilegierung für die Vollstreckung strafrechtlicher und fiskalischer Geld- und Sicherheitsansprüche (BSK SchKG I-A COCELLA, 2. Aufl. 2010, Art. 44 N 1 ff.; KU- KO SchKG-R OHNER, 2. Aufl. 2014, Art. 44 N 1). Art. 44 SchKG begründet also ein Vorzugsrecht des Staates gegenüber anderen Gläubigern und dient demnach weder dem Interesse des Beschwerdeführers 1 als Schuldner noch demjenigen der Beschwerdeführerin 2 als Pfandgläubigerin. Er vermag den Beschwerdefüh- rern keine subjektiven Rechte zu verschaffen, deren Durchsetzung zu schützen wäre, weshalb es ihnen an der notwendigen Legitimation fehlt, sich auf Art. 44 SchKG zu berufen. Vorliegend steht die Anwendung von Art. 44 SchKG im Interesse der Strafverfolgungsbehörde als Vertreterin des Staates. Der zu- ständige Staatsanwalt hat mit E-Mail vom 6. Juli 2018 gegenüber dem Betrei- bungsamt Birmensdorf erklärt, mit der betreibungsrechtlichen Verwertung der Lie- genschaft einverstanden zu sein, und hat in Aussicht gestellt, bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung der Zwangsverwertung die Grundbuchsperre aufzuheben und stattdessen den nach Befriedigung der Pfand- gläubiger verbleibenden Nettoerlös zu beschlagnahmen (act. 6/6/2). Diese Erklä- rung ist als Verzicht der Strafverfolgungsbehörde auf das ihr zustehende vorran- gige Recht zu werten, der an keine Form gebunden ist. Das angefochtene Teilur- teil der Vorinstanz wäre daher auch in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden, wenn es insoweit zu prüfen wäre. Die Beschwerde ist abzuweisen.”
Der Ertrag aus der Verwertung bzw. ein allfälliger Zahlungseingang muss auf dem Konto der Vollstreckungsbehörde gesperrt bleiben und ist mit dem Vermerk zu versehen, dass die Summe Gegenstand des strafrechtlichen Sequesters ist; eine Auszahlung an den Beschuldigten/Imputierten ist nicht zulässig. Bei späterer Konfiskation fällt das Pfand‑ bzw. Pignorationsrecht dahin (vgl. Art. 44 LEF). Wird das strafrechtliche Sequester aufgehoben, kann die hinterlegte Summe an die Gläubiger verteilt werden.
“Ora, il sequestro penale di un credito vieta solo al debitore di pagare il dovuto al creditore imputato con effetto estintivo (art. 266 cpv. 4 CPP) e a quest’ultimo di cedere il credito sequestrato (cfr. art. 289 CP) (Lembo/Nerushay in: Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2ª ed. 2019, n. 9 ad art. 266 CPP; Bommer/ Goldschmid in: Basler Kommentar, StPO/JStPO I, 2a ed. 2014, n. 11 ad art. 266 CPP). Non costituiscono invece in sé atti di disposizione vietati dal sequestro penale atti esecutivi volti alla realizzazione del credito sequestrato a favore dei creditori dell’imputato, fermo restando che il provento della realizzazione dei beni del terzo debitore o di un’eventuale versamento sul conto dell’ufficio d’esecuzione non dev’essere versato all’imputato, ma deve rimanere bloccato sul conto dell’ufficio con la menzione che la somma è oggetto del sequestro penale. In caso di successiva confisca, il pignoramento (e l’eventuale pregresso sequestro LEF) decadranno (art. 44 LEF), mentre se il sequestro penale viene poi revocato la somma depositato potrà essere distribuita agli escutenti.”
Ersatzforderungen (z. B. gemäss Art. 71 StGB), die nicht unmittelbare Gegenstände der Straftat sind und dazu dienen, privatrechtliche Schadenersatzansprüche zu decken, unterliegen nach der zitierten Rechtsprechung nicht dem Vorbehalt des Art. 44 SchKG und können im Verfahren nach dem SchKG vollstreckt werden.
“05 einen definiti- ven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG darstelle (Urk. 16 S. 3 f. E. II). Zudem könne auch für den geltend gemachten Zins Rechtsöffnung erteilt werden (Urk. 16 S. 4 f. E. III). Mit Blick auf die von der Gesuchsgegnerin erhobenen Einwendungen und Einreden erwog die Vorinstanz, dass das Rechtsöffnungsgericht bei der Beurtei- lung eines Gesuchs um definitive Rechtsöffnung nicht die Kompetenz habe, die durch den Titel ausgewiesene Forderung materiell zu überprüfen. Prozessthema sei einzig die Frage, ob der vom Gläubiger vorgelegte Titel – vorbehältlich der zu- lässigen Einreden – zur Rechtsöffnung berechtige und somit die durch den Rechtsvorschlag des Schuldners einstweilen stillgelegte Betreibung ihren Fort- gang nehmen könne. Liege ein definitiver Rechtsöffnungstitel vor, könnten nur Einwendungen im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG vorgebracht werden, wonach die Schuld getilgt, gestundet oder verjährt sei (Urk. 16 S. 5 E. IV.1–2). Der Vorbehalt von Art. 44 SchKG, auf den sich die Gesuchsgegnerin berufe, gelange nur dann zur Anwendung, wenn es sich bei den beschlagnahmten Ge- - 7 - genständen um solche handle, die im direkten Zusammenhang mit einem Straf- oder Steuerverfahren beschlagnahmt worden seien. Er finde hingegen keine An- wendung, wenn es sich bei den mit Beschlag belegten Gegenständen um Ersatz- forderungen im Sinne von Art. 71 StGB handle, die nicht unmittelbar durch die Straftat hervorgebracht worden seien und zur Deckung privatrechtlicher Schaden- ersatzansprüche der Geschädigten dienten. Solche Ersatzforderungen seien im Verfahren nach SchKG zu vollstrecken. Auch unter Berücksichtigung von Art. 263 Abs. 1 StPO sei eine Restitutionsbeschlagnahme zugunsten des Geschädigten nur dann möglich, wenn Gegenstände betroffen seien, die diesem direkt entzogen worden seien. Vorliegend könne davon ausgegangen werden, dass sich die Ge- suchsgegnerin durch delinquentes Verhalten unrechtmässig am Vermögen der Gesuchstellerin bereichert und die veruntreuten Gelder anschliessend für den Kauf der beschlagnahmten Luxusgüter verwendet habe.”
Art. 44 SchKG ist nach der Rechtsprechung auch hinsichtlich Verordnungen wie der Ukraine‑Verordnung analog anwendbar. Soweit die Ukraine‑Verordnung (insbesondere Art. 15) die Sperrung von Geldern regelt, kann Art. 44 SchKG entsprechend herangezogen werden. Ob sich Art. 15 der Ukraine‑Verordnung auf Art. 184 Abs. 3 BV oder auf Art. 2 Abs. 3 EmbG stützt, kann offenbleiben; der in Art. 44 SchKG enthaltene Vorbehalt für das RuVG steht der analogen Anwendung auf nachträglich erlassene Verordnungen nicht entgegen.
“Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, ergibt sich aus dem Ingress der Ukraine-Verord- nung, dass sich die Ukraine-Verordnung nebst Art. 2 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Durchsetzung von internationalen Sanktionen vom 22. März 2022 - 6 - (SR 946.231; nachfolgend: EmbG) auch auf Art. 184 Abs. 3 BV stützt (act. 10 E. 5.1). Indes finden sich in der Literatur Stimmen, wonach für jede einzelne Be- stimmung in der Ukraine-Verordnung bestimmt werden kann, ob sie sich auf Art. 184 Abs. 3 BV oder auf Art. 2 Abs. 3 EmbG stützt, da der auf das EmbG ge- stützte Teil nicht befristet sein muss (SAXER/BRUNNER, St. Galler Kommentar BV II, 4. Aufl. 2023, Art. 184, N 198). Die Sperrung von Geldern und wirtschaftli- chen Ressourcen ist in Art. 15 der Ukraine-Verordnung geregelt. Das SECO stützt sich denn auch auf Art. 15 Abs. 1 der Ukraine-Verordnung (vgl. act. 4/20). Da Art. 15 der Ukraine-Verordnung nicht befristet ist, liesse sich demnach argumen- tieren, dass sich diese Bestimmung nur auf Art. 2 Abs. 3 EmbG stützt. Selbst in diesem Fall wäre Art. 44 SchKG analog auf Art. 15 der Ukraine-Verordnung an- wendbar. Die Frage, worauf sich Art. 15 der Ukraine-Verordnung stützt, kann des- halb letztlich offen bleiben. Beim EmbG handelt es sich nämlich um ein Rahmen- gesetz, das die Kompetenz des Bundesrats, Verordnungen gestützt auf Art. 184 Abs. 3 BV zu erlassen, unberührt lässt. Das EmbG ermächtigt den Bundesrat, in- ternational abgestützte Sanktionen durch den Erlass entsprechender Zwangs- massnahmen durchzusetzen. Es findet nur Anwendung, wenn solche Massnah- men auf internationaler Ebene erlassen worden sind. Da die Embargoverordnun- gen auch Bestimmungen zur Bearbeitung von Personendaten enthalten und vor- gesehen war, gegen Verstösse inskünftig Gefängnisstrafen anzudrohen, wurde eine Regelung in einem formellen Gesetz nötig. Das EmbG bietet die Grundlage für konkretisierende Erlasse des Bundesrats auf Verordnungsstufe (Botschaft zum Bundesgesetz über die Durchsetzung von internationalen Sanktionen, BBl 2001 1433 ff., S. 1436 ff., 1452 und 1464).”
“Daran ändern auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin zum RuVG nichts (act. 11 Rz. 25 ff.). Der Beschwerdeführerin ist zwar zuzustimmen, dass der Gesetzgeber in Art. 44 SchKG explizit einen Vorbehalt für das RuVG einge- fügt hat. Dies schliesst aber die allgemein gehaltene Praxis des Bundesgerichts und deren Anwendung auf zeitlich nach dem RuVG erlassene Verordnungen nicht aus. Allenfalls liesse sich die Frage stellen, ob die analoge Anwendbarkeit nur bei Verordnungen gegeben ist, welche sich direkt auf Art. 184 Abs. 3 BV stützen. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, ergibt sich aus dem Ingress der Ukraine-Verord- nung, dass sich die Ukraine-Verordnung nebst Art. 2 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Durchsetzung von internationalen Sanktionen vom 22. März 2022 - 6 - (SR 946.231; nachfolgend: EmbG) auch auf Art. 184 Abs. 3 BV stützt (act. 10 E. 5.1). Indes finden sich in der Literatur Stimmen, wonach für jede einzelne Be- stimmung in der Ukraine-Verordnung bestimmt werden kann, ob sie sich auf Art. 184 Abs. 3 BV oder auf Art. 2 Abs. 3 EmbG stützt, da der auf das EmbG ge- stützte Teil nicht befristet sein muss (SAXER/BRUNNER, St. Galler Kommentar BV II, 4.”
Art. 44 SchKG führt dazu, dass Gegenstände, die aufgrund straf‑ oder fiskalrechtlicher Bestimmungen konfisziert oder in Hinblick auf eine Konfiskation unter Arrest gestellt werden, den Vorschriften der einschlägigen Straf‑ oder Fiskalgesetze unterliegen. Die konfiszierte Sache begründet insoweit ein Aussonderungsrecht zugunsten des Staates oder des nach den Fachgesetzen Berechtigten gegenüber übrigen Gläubigern; sie wird damit den Regelungen des SchKG entzogen und steht nicht ohne Weiteres im Rahmen der gewöhnlichen Pfändungs‑ und Konkursbefugnisse zur Verfügung.
“60), appare invero sensato ammetterne l’allegazione e la dimostrazione fino all’emanazione del giudizio, tanto più che, in concreto, l’attrice non ha contestato formalmente la decisione del Pretore di assumere agli atti l’Ordonnance pénale del 30 giugno 2022 (limitandosi a criticare la forma parziale del documento prodotto). 4.2.2 Ciò posto, è però errata la motivazione addotta dal Pretore per ammettere la sussistenza di un interesse dell’attrice dopo la confisca del conto sequestrato e la sua assegnazione all’PI 7. 4.2.2.1 Giusta l’art. 44 LEF, la realizzazione di oggetti confiscati in virtù di leggi d’ordine penale o fiscale oppure in virtù della legge del 1° ottobre 2010 sulla restituzione degli averi di provenienza illecita ha luogo secondo le disposizioni delle relative leggi federali o cantonali; tale è il caso, tra l’altro, per la confisca di valori patrimoniali giusta gli art. 70 cpv. 1 e 72 CP. In virtù dell’art. 44 LEF, la decisione di confisca di valori patrimoniali conferisce dunque allo Stato un diritto di distrazione (Aussonderungsrecht) dei beni confiscati (sentenza del Tribunale federale 5A_133/2019 del 20 luglio 2020, consid. 3.2.1) in deroga al principio esecutivo del pari trattamento dei creditori (art. 219 cpv. 4 LEF; sentenze della CEF 15.2018.96 del 23 aprile 2019 consid. 3 e 15.2014.138 del 23 marzo 2015 consid. 5, RtiD 2015 II 880 n. 48c e riferimenti citati).”
“A teneur de la jurisprudence (ATF 115 III 1 consid. 3a), cette disposition s'applique également à la mise sous mains de justice, soit au séquestre, y compris ses conditions, son exécution et ses effets, sans qu'il importe à cet égard que cette mesure porte sur des actifs qui ont été antérieurement saisis. Les conditions et les effets de la "confiscation" au sens de l'art. 44 LP doivent être jugés uniquement par les juridictions pénales ou fiscales compétentes selon les dispositions des lois pénales ou fiscales. En matière pénale, l'art. 44 LP s'applique à la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP). Les éléments patrimoniaux confisqués - ou mis sous mains de justice en vue de leur confiscation future (art. 263 al. 1 let. d CPP) - échappent ainsi aux prescriptions de la LP, l'art. 44 LP conférant à l'Etat ou au lésé un droit de distraction par rapport aux autres créanciers (ATF 142 III 174 consid. 3.1.1). L'art. 44 LP ne s'applique en revanche pas à la créance compensatrice que peut prononcer le juge pénal lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles (art. 71 al. 1 1ère phrase CP; Krüsi, in Kommentar zum SchKG, 2017, Kren Kostkiewicz/Vock [éd.], N 4 ad art. 44 LP). Le séquestre pénal ordonné aux fins de garantir le paiement d'une telle créance compensatrice ne crée ainsi pas de droit de préférence en faveur de l'Etat ou de l'attributaire de la créance compensatrice (art. 71 al. 3 CP), de telle sorte que ces derniers devront faire valoir cette dernière selon les règles de la LP sans jouir d'aucun privilège par rapport aux autres créanciers, sous réserve d'une participation de plein droit à la saisie en application analogique de l'art. 281 LP (ATF 142 III 174 consid. 3.1.2 et 3.4). 2.2 Pour la Chambre de céans, le séquestre pénal ne fait pas obstacle à la saisie LP.”
Ist ein Gegenstand bereits strafrechtlich beschlagnahmt bzw. eingezogen, steht dem Staat (und den durch die Straftat Geschädigten) gegenüber den übrigen Gläubigern grundsätzlich nur ein Aussonderungsrecht zu. Die strafrechtliche Beschlagnahme/Einziehung geht einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vor und schliesst den ordentlichen Betreibungsweg nicht zwingend aus; sie entzieht jedoch die Verwertung der betroffenen Gegenstände und die Verteilung ihres Erlöses den Vorschriften des SchKG.
“44 SchKG erschöpft sich in casu darin, dass die bereits erfolgte strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der deliktisch erworbenen Vermögenswerte bzw. ihrer Surrogate einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vorgehen, diese Gegenstände im (zulässigen) Be- treibungsverfahren zur Vollstreckung der auf Geldzahlung lautenden Forderung der Gesuchstellerin mithin nicht mehr bzw. nur noch "vorrangbelastet", d.h. gleich- sam "zweitrangig" gepfändet oder mit Konkursbeschlag belegt werden können. Dadurch kommt dem Staat und indirekt (über Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB) auch den durch die Straftat Geschädigten letztlich nur (aber immerhin) ein Aussonderungs- recht gegenüber den restlichen Gläubigern der Gesuchsgegnerin zu (KUKO SchKG-Rohner, Art. 44 N 7). Dass die als Geschädigte derart privilegierte Ge- suchstellerin im vorliegenden Fall mit der Betreibungsgläubigerin identisch ist (wie auch die Gesuchsgegnerin zutreffend bemerkt [Urk. 15 Rz 17]), ändert daran nichts. Den von der Gesuchsgegnerin aus der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG gezogenen abweichenden rechtlichen Schlüssen (Urk. 15 Rz 16 ff.) kann daher nicht gefolgt werden. Die strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der ver- schiedenen Vermögensgegenstände im Strafurteil verschliesst nicht den ordentli- chen Betreibungsweg zur Durchsetzung der adhäsionsweise zugesprochenen Geldforderung der Gesuchstellerin. Sie entzieht lediglich die Verwertung dieser Gegenstände und die Verteilung ihres Erlöses den Vorschriften des SchKG. Eines ausdrücklichen Verzichts der Betreibungsgläubigerin (Gesuchstellerin) auf Inan- - 14 - spruchnahme dieser Gegenstände im Pfändungs- und Verwertungsverfahren be- darf es hierfür nicht (vgl. Urk. 22 Rz 16).”
“Fast drei Jahre später verlangte der Kanton St. Gallen vom Konkursamt Nidwalden erneut die Herausgabe des verbleibenden Steigerungserlöses von Fr. 418'726.65. Am 9. Dezember 2015 wies das Konkursamt Nidwalden das Aussonderungsbegehren ab und setzte dem Kanton St. Gallen eine Frist von 20 Tagen an, um den Aussonderungsanspruch durch Klage geltend zu machen. Am 28. Dezember 2015 erhob der Kanton St. Gallen beim Kantonsgericht Nidwalden Aussonderungsklage gemäss Art. 242 Abs. 2 SchKG gegen die Konkursmasse B.________, vertreten durch das Konkursamt, und verlangte die Herausgabe des Netto-Erlöses von Fr. 418'726.65 aus der Verwertung der Eigentumswohnung U.________. Während das Kantonsgericht Nidwalden die Klage guthiess, wies das Obergericht des Kantons Nidwalden die Aussonderungsklage auf Berufung der Konkursmasse hin ab. Das in der Folge angerufene Bundesgericht wies die Beschwerde in Zivilsachen ab, soweit es darauf eintrat (vgl. Urteil 5A_133/2019 vom 20. Juli 2020). Es hielt - insbesondere unter Berufung von Art. 44 SchKG - fest, der vom Kanton St. Gallen erhobene Anspruch auf Erlös aus strafrechtlicher Einziehung und Verwertung sei nicht mit Aussonderungsklage durchzusetzen, da die eingezogenen Vermögenswerte bereits ausserhalb der Konkursmasse und frei von Konkursbeschlag in der alleinigen Verfügungsmacht des Kantons St. Gallen gelegen haben. D. Mit Schreiben vom 10. September 2020 an die Staatskanzlei Nidwalden verlangte der Kanton St. Gallen erneut die Herausgabe des erwähnten Netto-Erlöses. Die Staatskanzlei Nidwalden bestritt diese Forderung mit Schreiben vom 30. September 2020. Nachdem der Kanton Nidwalden den Kanton St. Gallen für die zugesprochenen Verfahrenskosten aus dem Aussonderungsprozess über Fr. 69'310.05 betrieben hatte, teilte die Regierung des Kantons St. Gallen der Regierung des Kantons Nidwalden mit Schreiben vom 20. November 2020 ihre Verhandlungsbereitschaft mit. Der Landammann des Kantons Nidwalden teilte daraufhin der St. Galler Regierung mit, ein Anspruch auf Auszahlung des geforderten Betrages bestehe nicht; insofern bestehe auch kein Raum für weitere Verhandlungen.”
Die Mitteilung der betreibungsamtlichen Schätzung stellt noch keine Verwertung dar und steht einer bestehenden straf- oder fiskalrechtlichen Grundbuchsperre nicht entgegen. Vor der tatsächlichen Verwertung ist die Fortgeltung der Sperre bzw. gegebenenfalls die Zustimmung der zuständigen Behörde zu prüfen.
“Aus den Akten geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zü- rich das fragliche Grundstück mit Verfügung vom 22. Mai 2017 gestützt auf Art. 263 ff. StPO unter Mitteilung an das entsprechende Grundbuchamt mit Be- schlag belegt hat (act. 2/4). Anhaltspunkte, dass die fragliche Verfügung der Staatsanwaltschaft offensichtlich unzulässig bzw. nichtig und daher für die Zwangsvollstreckungsbehörden unwirksam wäre, bestehen nicht. Mit der Mittei- lung der betreibungsamtlichen Schätzung hat das Betreibungsamt Birmensdorf sodann keine der Grundbuchsperre zuwiderlaufende Verfügung erlassen, womit in deren Vorgehen keine Verletzung von Art. 44 SchKG erblickt werden kann. Wie zuvor ausgeführt, wurde hiermit lediglich der geschätzte Verkehrswert des fragli- - 6 - chen Grundstücks mitgeteilt, noch nicht jedoch die eigentliche Verwertung dessel- ben angekündigt oder in Gang gesetzt. Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb das Verwertungsverfahren einstweilen nicht im zulässigen Rahmen sollte fortgesetzt werden können. Sobald die eigentliche Verwertung bevorsteht bzw. vorgängig dazu, wird der Bestand der fraglichen Grundbuchsperre respektive die Zustim- mung der entsprechenden Behörde zur Verwertung zu prüfen sein (vgl. § 29 Kan- tonale Grundbuchverordnung vom 26. März 1958; siehe auch STAIBLE/VOGT, Grundbuchsperren, ZBGR 98/2017, S. 229). Insoweit würde es auch an einem aktuellen schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung oder Abänderung der Mit- teilung der betreibungsamtlichen Schätzung des fraglichen Grundstücks fehlen. Solange die eigentliche Verwertung des Grundstücks aufgrund einer entsprechen- den Verfügung des Betreibungsamtes nicht unmittelbar ausgelöst wird bzw.”
Beschlagnahmte Vermögenswerte sind nach Art. 44 SchKG nur insoweit zu sichern oder zu verwerten, als damit öffentlich-rechtliche Ersatzansprüche aus Straf- oder Fiskalverfahren gesichert bzw. erfüllt werden. Dagegen ist die Verwendung zur Befriedigung privatrechtlicher Schadenersatz- oder sonstiger privatrechtlicher Ansprüche nicht mit Art. 44 SchKG vereinbar.
“Zu den in Art. 44 SchKG vorbehaltenen strafrechtlichen Gesetzen ist seit dessen Inkrafttreten auch das Verwaltungsstrafrecht zu zählen, welches die Be- schlagnahme von Vermögenswerten in Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR ausdrücklich vorsieht (Kren Kostkiewicz, a.a.O., N 11 zu Art. 44 SchKG). Die Beschlagnahme von Vermögenswerten gestützt auf Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR fällt somit unter den Vorbehalt von Art. 44 SchKG, soweit aus den beschlagnahmten Vermögenswer- ten der durch die Steuerhinterziehung verursachte Ausfall ersetzt werden soll (BGE 120 IV 365 E. 2.b). Sowohl die Sicherungsbeschlagnahme als auch eine später hierauf folgende Einziehung von Vermögenswerten sind mit Art. 44 SchKG nur vereinbar, wenn sie der Sicherstellung der sich aus einem Straf- oder Fiskal- verfahren ergebenden öffentlich-rechtlichen Ersatzansprüche dienen, nicht dage- gen, wenn sie Gegenstände betreffen, die mit der Straftat in keinem Zusammen- hang stehen und zur Deckung privatrechtlicher Schadenersatzansprüche der durch die Strafhandlungen Geschädigten bestimmt sind (Kren Kostkiewicz, a.”
Ein rechtskräftiges Strafurteil kann als definitiver Rechtsöffnungstitel für ein Rechtsöffnungsverfahren dienen, auch wenn gleichzeitig ein strafprozessuales Verwertungsverfahren läuft. Die Gegenpartei kann mit Verweis auf Art. 44 SchKG einen Vorrang der strafprozessualen Verwertung und damit die Bedeutung des Verwertungsrangs rügen; daraus folgt jedoch nicht zwingend, dass die Betreibung grundsätzlich unzulässig ist — der Verwertungsrang und die Anrechnung von Verwertungserlösen können vorerst strittig bleiben.
“Werden Tatsachenbehauptungen oder Beweisanträge im Be- schwerdeverfahren bloss erneuert, ist unter Hinweis auf konkrete Aktenstellen aufzuzeigen, dass und wo sie bereits vor Vorinstanz eingebracht wurden. Andern- falls gelten sie als neu. III.Materielle Beurteilung 1.Die Gesuchstellerin stützt ihr Rechtsöffnungsbegehren auf das rechts- kräftige Strafurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 23. November 2022 (Urk. 4/2), mit dem die Gesuchsgegnerin verpflichtet wurde, ihr Fr. 7'315'870.80 zu bezah- len. Dieses Urteil stelle einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG dar (Urk. 1 Rz 4 ff.). 2.Die Gesuchsgegnerin wandte in ihrer Stellungnahme zum Rechtsöff- nungsgesuch im Wesentlichen ein, dass die Prozessvoraussetzungen zufolge sachlicher Unzuständigkeit des Rechtsöffnungsgerichts und fehlenden Rechts- schutzinteresses der Gesuchstellerin nicht erfüllt seien. Überdies machte sie ein- redeweise Tilgung der Forderung im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG geltend (Urk. 8 Rz 1). Zur Begründung stellte sie sich im Kern auf den Standpunkt, Art. 44 SchKG begründe einen Vorrang des strafprozessualen Verwertungsverfahrens und schliesse die vorliegende Betreibung gemäss Schuldbetreibungs- und Kon- kursrecht aus, was im Ergebnis zur Unzuständigkeit des angerufenen Rechtsöff- nungsgerichts führe. Hinzu komme, dass es der Gesuchstellerin offensichtlich in dem Umfang an einem Rechtsschutzinteresse an der beantragten Rechtsöffnung fehle, in welchem sie aus der strafrechtlichen Verwertung der beschlagnahmten Vermögenswerte der Gesuchsgegnerin befriedigt werde. Die Gesuchstellerin müsse sich überdies als Tilgung im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG anrechnen lassen, dass ihr bzw. ihren Schwestergesellschaften mit dem rechtskräftigen - 6 - Strafurteil der Erlös aus der Verwertung der beschlagnahmten Vermögenswerte bereits zugesprochen worden sei. Dabei sei ohne Belang, dass das strafprozes- suale Verwertungsverfahren noch nicht abgeschlossen und die Höhe des ihr zu- kommenden, als Tilgung anzurechnenden Erlösanteils noch nicht bestimmt sei.”
Kommt ein straf- oder fiskalrechtlicher Beschlag bzw. Sequester zur Anwendung, steht dem Betreibungsamt die Mitteilung einer betreibungsamtlichen Schätzung bzw. grundsätzlich auch ein Pfändungsvollzug nicht per se entgegen. Die tatsächliche Verwertung der betroffenen Gegenstände darf jedoch erst überprüft bzw. vorgenommen werden, wenn vor der Verwertung der Bestand einer allfälligen Grundbuchsperre bzw. die Zustimmung der zuständigen Behörde geklärt ist; die Verwertung ist insoweit bis zur entsprechenden Entscheidung bzw. Freigabe auszusetzen.
“Aus den Akten geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zü- rich das fragliche Grundstück mit Verfügung vom 22. Mai 2017 gestützt auf Art. 263 ff. StPO unter Mitteilung an das entsprechende Grundbuchamt mit Be- schlag belegt hat (act. 2/4). Anhaltspunkte, dass die fragliche Verfügung der Staatsanwaltschaft offensichtlich unzulässig bzw. nichtig und daher für die Zwangsvollstreckungsbehörden unwirksam wäre, bestehen nicht. Mit der Mittei- lung der betreibungsamtlichen Schätzung hat das Betreibungsamt Birmensdorf sodann keine der Grundbuchsperre zuwiderlaufende Verfügung erlassen, womit in deren Vorgehen keine Verletzung von Art. 44 SchKG erblickt werden kann. Wie zuvor ausgeführt, wurde hiermit lediglich der geschätzte Verkehrswert des fragli- - 6 - chen Grundstücks mitgeteilt, noch nicht jedoch die eigentliche Verwertung dessel- ben angekündigt oder in Gang gesetzt. Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb das Verwertungsverfahren einstweilen nicht im zulässigen Rahmen sollte fortgesetzt werden können. Sobald die eigentliche Verwertung bevorsteht bzw. vorgängig dazu, wird der Bestand der fraglichen Grundbuchsperre respektive die Zustim- mung der entsprechenden Behörde zur Verwertung zu prüfen sein (vgl. § 29 Kan- tonale Grundbuchverordnung vom 26. März 1958; siehe auch STAIBLE/VOGT, Grundbuchsperren, ZBGR 98/2017, S. 229). Insoweit würde es auch an einem aktuellen schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung oder Abänderung der Mit- teilung der betreibungsamtlichen Schätzung des fraglichen Grundstücks fehlen. Solange die eigentliche Verwertung des Grundstücks aufgrund einer entsprechen- den Verfügung des Betreibungsamtes nicht unmittelbar ausgelöst wird bzw.”
“15 oltre alle spese esecutive; che con il ricorso in esame, del 3 ottobre 2022, il PP Galliano chiede di dichiarare nulla, in subordine di annullare la decisione di notifica del pignoramento; che il ricorrente ritiene di essere legittimato a ricorrere in virtù dell’art. 67 cpv. 6 LOG; che ci si potrebbe invero interrogare se il Ministero pubblico ha una personalità giuridica distinta da quella dello Stato del Cantone Ticino e se, comunque sia, non debba essere rappresentato dal Procuratore generale (art. 68 lett. f LOG), ma visto l’esito del giudizio odierno la questione può essere lasciata aperta; che il ricorrente espone che tra il 2 e il 4 luglio 2014 PI 1 ha trasferito sul suo conto presso la PI 2 il saldo di € 228'882.62 del suo conto presso la PostFinance, che era stato alimentato dai versamenti di clienti, cui erano stati proposti investimenti finanziari fittizi; che il ricorrente ritiene il pignoramento lesivo dell’art. 44 LEF e degl’interessi del MP e degli accusatori privati nel procedimento penale, che rischiano di subire un pregiudizio irreparabile per crediti fatti valere da terzi su beni destinati a essere confiscati; che invero nelle sentenze citate dal ricorrente (15.2014.138 del 23 marzo 2015, RtiD 2015 II 881 n. 48c consid. 5.1, e 15.2018.96 del 23 aprile 2019 consid. 3), la Camera ha solo escluso la realizzazione secondo le prescrizioni della LEF dei beni sequestrati penalmente in vista di confisca o restituzione all’avente diritto, non il loro pignoramento; che il pignoramento è infatti solo una misura di tipo cautelare, che non arreca alcun danno particolare né al Ministero pubblico né agli accusatori privati, perché la realizzazione dei beni pignorati secondo le prescrizioni della LEF è sospesa finché non è stata definitivamente decisa la loro confisca o assegnazione nel procedimento penale (citata 15.2014.138 consid.”
Art. 44 SchKG legt eine spezielle Rangordnung fest: Für die Verwertung bestimmter, unmittelbar mit Straf- oder Fiskalverfahren zusammenhängender Vermögenswerte gelten die jeweiligen straf- oder fiskalrechtlichen (bzw. kantonalen/föderalen) Verwertungsbestimmungen. Damit treten die auf die Zwangsbeschlagnahme und Verwertung im SchKG bezogenen Regeln nur insoweit zurück. Art. 44 ändert jedoch nicht den ordentlichen Vollstreckungsweg für Geldforderungen nach dem SchKG; die Durchsetzung privatrechtlicher Geldforderungen bleibt grundsätzlich dem Schuldbetreibungs- und Konkursrecht vorbehalten.
“Die Bestimmung von Art. 44 SchKG regelt somit nur die Beschlag- nahme und Verwertung ganz bestimmter Vermögenswerte ausserhalb der Be- stimmungen des SchKG, nämlich solcher, die unmittelbar im Zusammenhang mit einem Strafverfahren stehen. Sie können nicht Bestandteil eines Zwangsvollstre- ckungsverfahrens nach SchKG sein (SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Art. 44 SchKG relativiert jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Zwangs- vollstreckung einer (hier privatrechtlichen) Geldschuld an sich. Er derogiert mit an- deren Worten nicht Art. 38 SchKG, sondern schafft lediglich eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme- und Verwertungsvorschriften des für die Vollstreckung von Geldschulden grundsätzlich anwendbaren Schuldbetrei- bungs- und Konkursrechts und der Strafgesetzgebung, indem die Regeln des SchKG über Zwangsbeschlag und Verwertung – und nur sie – zurückzutreten ha- ben. Art. 44 SchKG ändert somit nichts daran, dass Geldschulden auf dem Betrei- bungsweg gemäss SchKG (mit den dort vorbehaltenen Abweichungen) zu voll- strecken sind.”
“73 CP permette allo Stato di rinunciare ad una propria pretesa a favore del danneggiato allo scopo di facilitare il risarcimento del danno di questi (DTF 145 IV 237 consid. 3.1.). Se, secondo l’art. 70 CP, è ordinata la confisca di valori patirmoniali che provengono da reati contro gli interessi individuali del danneggiato, l’art. 73 cpv. 1 lit. b CP consente quindi, a titolo sussidiario in assenza di restituzione diretta giusta l’art. 70 cpv. 1 in fine CP, di assegnarli alla persona lesa (DTF 145 IV 237 consid. 3.2./3.3.). 4.3.4. La confisca è assicurata con il sequestro giusta l’art. 263 CPP. 4.4. La realizzazione di oggetti confiscati in virtù di leggi d’ordine penale o fiscale oppure in virtù della legge del 18 dicembre 2015 sui valori patrimoniali di provenienza illecita ha luogo secondo le disposizioni delle relative leggi federali o cantonali (art. 44 LEF). Secondo la giurisprudenza, questa riserva di legge vale per la confisca di oggetti pericolosi (art. 69 CP) o di valori patrimoniali (art. 70, 72 CP) e, anche, per i sequestri penali eseguiti a garanzia di una futura confisca o restituzione ai danneggiati (art. 263 cpv. 1 lit. c-d CPP) [DTF 131 III 652 consid. 3.1.; 120 IV 365 consid. 2.a); 115 III 1 consid. 3.a); decisioni TF 5A_367/2019 del 23.6.2020 consid. 3.1.; 5A_150/2015 del 4.6.2015 consid. 5.2.2.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 14.2021.141 del 15.4.2022 consid. 6.1.; inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.; ZK StPO – S. HEIMGARTNER, op. cit., art. 263 CPP n. 28; StGB Praxiskommentar – S. TRECHSEL / M. PIETH / M. JEAN-RICHARD, op. cit., art. 70 CP n. 10; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 2/3]. Si tratta di misure provvisionali destinate a garantire una prospettata (o prospettabile) espropriazione dell’attivo patrimoniale sequestrato a favore dello Stato o del danneggiato, espropriazione che sottraendolo al patrimonio del suo proprietario o titolare attuale (di solito l’imputato o il condannato) specularmente lo porrà al di fuori della portata dei suoi creditori.”
“En tant que mesure provisoire et purement conservatoire, ce séquestre tend à éviter que le débiteur de la créance compensatrice ne dispose de ses biens pour les soustraire à l’action future de ses créanciers (ATF 140 IV 57 consid. 4.1.1 ; TF 1B_503/2020 du 18 décembre 2020 consid. 5.2 ; Message du 30 juin 1993 du Conseil fédéral concernant la modification du Code pénal suisse et du Code pénal militaire – révision du droit de la confiscation, punissabilité de l'organisation criminelle, droit de communication du financier, FF 1993 III 305 ; SJ 2019 II p. 281, p. 298 et les références citées). Selon la jurisprudence, l'exécution d'une créance compensatrice, à savoir en particulier la poursuite de celle-ci, la réalisation des biens séquestrés et la distribution des deniers, doit être effectuée conformément aux prescriptions de la LP par les autorités compétentes en vertu de cette loi. Cela est déduit de l'art. 71 al. 3 2e phr. CP, qui dispose que le séquestre ne crée pas de droit de préférence en faveur de l'État, excluant ainsi l'application de la réserve prévue par l'art. 44 LP en faveur des droits pénal et fiscal concernant la réalisation d'objets confisqués ; cette réserve prévoit en substance que certaines prétentions de droit public sont privilégiées en cas de confiscation pénale en ce sens qu'elles sont exécutées en dehors du système que la LP instaure (ATF 142 III 174 consid. 3.1.2, SJ 2016 I 157 ; ATF 141 IV 260 consid. 3.2 ; TF 6B_1362/2020 du 20 juin 2022 consid. 23.5.4 ; TF 6B_439/2019 du 12 septembre 2019 consid. 2.3.2 ; TF 1B_388/2016 du 6 mars 2017 consid. 3.3 ; TF 1B_300/2013 du 14 avril 2014 consid. 5.3.1 ; Jacquemoud-Rossari, op. cit., spéc. pp. 298 s.). Ainsi, contrairement à la confiscation au sens de l'art. 70 al. 1 CP qui prime sur une saisie ou un séquestre en cas de faillite et qui a pour conséquence de conférer un droit de distraction au profit de l'Etat ou du lésé par rapport aux autres créanciers, par la réserve de l’art. 44 LP (Moreillon/Nicolet, op. cit., p. 429 et les références citées à la note infrapaginale 59), le législateur a prescrit la voie de l'exécution forcée ordinaire pour les créances compensatrices de l’art.”
Ein strafrechtlicher Sequester oder eine Sicherstellung verdrängt die zivile Zwangsvollstreckung nicht völlig. Der Sequester wirkt insbesondere beschränkend (z.B. hinsichtlich der Verfügung über den sequestrierten Vermögenswert), bleibt aber solange bestehen, bis er durch eine Massnahme des Rechts der Betreibung und Konkurs (SchKG) ersetzt wird. Vorsorgliche Prüfungen und in Einzelfällen die Fortsetzung der Vollstreckung gegenüber Dritten sind möglich; allfällige Entscheide der Strafbehörden sind dabei zu berücksichtigen.
“A l'appui, elle soutenait que les biens saisis par l'Office étaient déjà séquestrés pénalement aux fins de garantir des frais de procédure au sens de l'art 263 al. 1 let. b CPP et non pas une créance en dédommagement du lésé ou une créance compensatrice de l'Etat au sens de l'art. 71 al. 3 CP. L'Office ne pouvait par conséquent pas saisir à nouveau les mêmes actifs sur le plan civil sans violer l'art. 44 LP. Par ailleurs, les biens listés ci-dessus étaient propriété de sa mère, même s'ils se trouvaient dans son coffre-fort. Le numéro de cause A/1740/2023 a été attribué à cette procédure. b. La plaignante ayant requis l'effet suspensif à sa plainte, la Chambre de surveillance l'a refusé par ordonnance du 30 mai 2023 au motif qu'il n'existait aucun risque de préjudice nécessitant le prononcé de l'effet suspensif, les biens saisis étant durablement séquestrés pénalement. c. Dans ses observations du 16 juin 2023, l'Office a conclu au rejet de la plainte s'agissant du grief de violation de l'art. 44 LP; cette disposition prévoyait que le séquestre pénal primait la saisie civile mais ne l'excluait pas. En ce qui avait trait à la revendication de certains articles par la mère de la plaignante, l'Office exposait en avoir pris connaissance par la plainte et annonçait vouloir ouvrir la procédure prévue par les art. 106 et ss LP. Il relevait toutefois qu'à ce stade les éléments de preuve en faveur d'un droit de propriété de la mère de la plaignante étaient inexistants. d. Dans leurs observations du 19 juin 2023, B______ et C______ se sont déterminées dans le même sens que l'Office. e. A______ a répliqué le 21 juin 2023 en produisant un rapport d'"expertise de la valeur de remplacement ou d'assurance" portant sur dix pièces d'horlogerie et de bijouterie, rédigé le 8 mai 2015 par O______ SA, à la demande de N______, décrivant des objets correspondant aux articles revendiqués par la mère de la plaignante. Cette pièce prouvait selon la plaignante, la propriété de sa mère. f. Par courrier du 6 juillet 2023, la Chambre de surveillance a informé les parties que la cause était gardée à juger.”
“Che le condizioni e gli effetti della “confisca” penale, anche provvisoria, siano disciplinati dal diritto penale (art. 44 LEF; DTF 131 III 652 consid. 3.1) non è di rilievo nella fattispecie. Già si è detto, infatti, che il sequestro penale osta in sé solo al pagamento del credito sequestrato nelle mani del creditore imputato e alla cessione del credito da parte sua (sopra consid. 2.3.1). Non esiste d’altronde, nella fattispecie, alcuna decisione di un’autorità penale che vieti la continuazione dell’esecuzione, a prescindere dalla questione di sapere se un simile divieto sarebbe lecito.”
“C'est donc seulement lorsqu'il s'est acquitté de sa dette que l'auteur a perdu avec certitude le bénéfice de son comportement illicite, et c'est uniquement alors qu'il peut être fait abstraction d'une créance compensatrice. La confiscation doit donc être ordonnée aussi longtemps que l'avantage illicite n'a pas été effectivement supprimé, même si l'auteur s'expose alors à payer deux fois (ATF 117 IV 107 consid. 2a p. 110; R. ROTH /L. MOREILLON (éds), op.cit., n. 27 ad art. 70).). 5.5. L'autorité de jugement qui prononce une créance compensatrice maintient le(s) séquestre(s), en vue de garantir l'exécution de ladite créance (L. MOREILLON/ Y. NICOLET, La créance compensatrice, in RPS 135 (2017), p. 428 in fine). L'État/le lésé allocataire ne peut donc pas disposer immédiatement des valeurs séquestrées après l'entrée en force du jugement pénal, contrairement à ce qui prévaut en cas de restitution au lésé (art. 70 al. 1, 2ème phrase, CP) ou de confiscation (art. 70 al. 1 cum 73 al. 1 let. b CP; art. 44 LP). Il doit faire valoir ses prétentions selon les règles de la LP, sans bénéficier d'aucun droit préférentiel par rapport aux autres créanciers (art. 71 al. 3, 2ème phrase, CP; ATF 142 III 174 consid. 3.1.2; message du Conseil fédéral concernant la modification du code pénal suisse et du code pénal militaire, in FF 1993 III 306, ch. 223.6 in fine). Le séquestre pénal est maintenu jusqu'à son remplacement par une mesure de droit des poursuites (ATF 141 IV 360 consid. 3.2; message, FF 1993 III 305, ch. 223.6). L'exécution de la créance compensatrice, la réalisation des valeurs patrimoniales séquestrées et la distribution des deniers interviennent ainsi conformément à la LP et auprès des autorités compétentes en la matière (ATF 142 III 174 précité; L. JACQUEMOUD ROSSARI, La créance compensatrice : état des lieux de la jurisprudence, in SJ 2019 II 281 et ss, p. 299). Il ne saurait en aller différemment lorsque l'intérêt d'autres créanciers ne semble pas d'emblée s'opposer à l'indemnisation du titulaire de la créance compensatrice (arrêt du Tribunal fédéral 6B_694/2009 du 22 avril 2010 consid.”
Beschlagnahmen, die gestützt auf straf- oder fiskalrechtliche Vorschriften sowie auf das Verwaltungsstrafrecht (Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR) erfolgen, fallen unter den Vorbehalt von Art. 44 SchKG, soweit die beschlagnahmten Vermögenswerte zur Deckung von öffentlich-rechtlichen Ersatzansprüchen (etwa bei Steuerhinterziehung) verwendet werden sollen. Dagegen sind Sicherungsbeschlagnahmen oder eine anschliessende Einziehung nicht mit Art. 44 SchKG vereinbar, wenn sie Gegenstände betreffen, die mit der Straftat in keinem Zusammenhang stehen und zur Deckung privatrechtlicher Schadenersatzansprüche bestimmt sind.
“Zu den in Art. 44 SchKG vorbehaltenen strafrechtlichen Gesetzen ist seit dessen Inkrafttreten auch das Verwaltungsstrafrecht zu zählen, welches die Be- schlagnahme von Vermögenswerten in Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR ausdrücklich vorsieht (Kren Kostkiewicz, a.a.O., N 11 zu Art. 44 SchKG). Die Beschlagnahme von Vermögenswerten gestützt auf Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR fällt somit unter den Vorbehalt von Art. 44 SchKG, soweit aus den beschlagnahmten Vermögenswer- ten der durch die Steuerhinterziehung verursachte Ausfall ersetzt werden soll (BGE 120 IV 365 E. 2.b). Sowohl die Sicherungsbeschlagnahme als auch eine später hierauf folgende Einziehung von Vermögenswerten sind mit Art. 44 SchKG nur vereinbar, wenn sie der Sicherstellung der sich aus einem Straf- oder Fiskal- verfahren ergebenden öffentlich-rechtlichen Ersatzansprüche dienen, nicht dage- gen, wenn sie Gegenstände betreffen, die mit der Straftat in keinem Zusammen- hang stehen und zur Deckung privatrechtlicher Schadenersatzansprüche der durch die Strafhandlungen Geschädigten bestimmt sind (Kren Kostkiewicz, a.a.O., N 1 zu Art. 44 SchKG).”
“Zu den in Art. 44 SchKG vorbehaltenen strafrechtlichen Gesetzen ist seit dessen Inkrafttreten auch das Verwaltungsstrafrecht zu zählen, welches die Be- schlagnahme von Vermögenswerten in Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR ausdrücklich vorsieht (Kren Kostkiewicz, a.a.O., N 11 zu Art. 44 SchKG). Die Beschlagnahme von Vermögenswerten gestützt auf Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR fällt somit unter den Vorbehalt von Art. 44 SchKG, soweit aus den beschlagnahmten Vermögenswer- ten der durch die Steuerhinterziehung verursachte Ausfall ersetzt werden soll (BGE 120 IV 365 E. 2.b). Sowohl die Sicherungsbeschlagnahme als auch eine später hierauf folgende Einziehung von Vermögenswerten sind mit Art. 44 SchKG nur vereinbar, wenn sie der Sicherstellung der sich aus einem Straf- oder Fiskal- verfahren ergebenden öffentlich-rechtlichen Ersatzansprüche dienen, nicht dage- gen, wenn sie Gegenstände betreffen, die mit der Straftat in keinem Zusammen- hang stehen und zur Deckung privatrechtlicher Schadenersatzansprüche der durch die Strafhandlungen Geschädigten bestimmt sind (Kren Kostkiewicz, a.a.O., N 1 zu Art. 44 SchKG).”
Art. 44 SchKG begründet zugunsten des Staates oder des geschädigten Anspruchsberechtigten ein Aussonderungs‑/Distraktionsrecht an Gegenständen, die aufgrund straf‑ oder fiskalrechtlicher Bestimmungen (oder der darauf bezogenen Spezialgesetzgebung) beschlagnahmt oder konfisziert sind. Diese beschlagnahmten/konfiszierten Gegenstände gehen damit im Vollstreckungs- oder Konkursverfahren den Pfändungen oder dem Konkursbeschlag anderer Gläubiger vor.
“Im Übrigen legen die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die dagegen gerichteten Ausfüh- rungen in der Beschwerdeschrift die Vermutung nahe, dass sowohl die Vorinstanz als auch die Gesuchsgegnerin die beiden unterschiedlichen und klar voneinander zu trennenden Rechtsfiguren der (hier nicht ausgefällten [vgl. Urk. 4/2 S. 9 Disp.- Ziff. 15] und deshalb auch nicht weiter interessierenden) öffentlichrechtlichen Er- - 13 - satzforderung des Staates nach Art. 71 StGB einerseits und einer im Strafurteil gestützt auf Art. 122 ff. StPO adhäsionsweise zugesprochenen Zivilforderung (Urk. 4/2 S. 9 Disp.-Ziff. 13 f.) andererseits vermengen. Auf die Verwertung von Gegenständen, die nach Art. 70 StGB eingezogen wurden, findet Art. 44 SchKG zwar Anwendung (BSK SchKG I-Acocella, Art. 44 N 3 m.w.Hinw.; SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Das ändert nach dem Gesagten je- doch nichts daran, dass für die zwangsweise Vollstreckung der zivilrechtlichen Geldschuld aus dem Strafurteil das Einleitungsverfahren des SchKG (Betrei- bungsbegehren, Zahlungsbefehl, Rechtsvorschlag, Rechtsöffnung) zu durch- schreiten ist und die Zulässigkeit der Betreibung (vgl. Art. 38 SchKG) sowie die Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung zu bejahen sind. Die Wirkung der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG erschöpft sich in casu darin, dass die bereits erfolgte strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der deliktisch erworbenen Vermögenswerte bzw. ihrer Surrogate einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vorgehen, diese Gegenstände im (zulässigen) Be- treibungsverfahren zur Vollstreckung der auf Geldzahlung lautenden Forderung der Gesuchstellerin mithin nicht mehr bzw. nur noch "vorrangbelastet", d.h. gleich- sam "zweitrangig" gepfändet oder mit Konkursbeschlag belegt werden können. Dadurch kommt dem Staat und indirekt (über Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB) auch den durch die Straftat Geschädigten letztlich nur (aber immerhin) ein Aussonderungs- recht gegenüber den restlichen Gläubigern der Gesuchsgegnerin zu (KUKO SchKG-Rohner, Art. 44 N 7). Dass die als Geschädigte derart privilegierte Ge- suchstellerin im vorliegenden Fall mit der Betreibungsgläubigerin identisch ist (wie auch die Gesuchsgegnerin zutreffend bemerkt [Urk. 15 Rz 17]), ändert daran nichts. Den von der Gesuchsgegnerin aus der Anwendbarkeit von Art.”
“La realizzazione di oggetti confiscati in virtù di leggi d’ordine penale o fiscale oppure in virtù della legge del 18 dicembre 2015 sui valori patrimoniali di provenienza illecita ha luogo secondo le disposizioni delle relative leggi federali o cantonali (art. 44 LEF). Secondo la giurisprudenza, questa riserva di legge vale per la confisca di oggetti pericolosi (art. 69 CP) o di valori patrimoniali (art. 70, 72 CP) e, anche, per i sequestri penali eseguiti a garanzia di una futura confisca o restituzione ai danneggiati (art. 263 cpv. 1 lit. c-d CPP) [DTF 131 III 652 consid. 3.1.; 120 IV 365 consid. 2.a); 115 III 1 consid. 3.a); decisioni TF 5A_367/2019 del 23.6.2020 consid. 3.1.; 5A_150/2015 del 4.6.2015 consid. 5.2.2.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 14.2021.141 del 15.4.2022 consid. 6.1.; inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.; ZK StPO – S. HEIMGARTNER, op. cit., art. 263 CPP n. 28; StGB Praxiskommentar – S. TRECHSEL / M. PIETH / M. JEAN-RICHARD, op. cit., art. 70 CP n. 10; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 2/3]. Si tratta di misure provvisionali destinate a garantire una prospettata (o prospettabile) espropriazione dell’attivo patrimoniale sequestrato a favore dello Stato o del danneggiato, espropriazione che sottraendolo al patrimonio del suo proprietario o titolare attuale (di solito l’imputato o il condannato) specularmente lo porrà al di fuori della portata dei suoi creditori. In questo senso il diritto penale, giusta l’art. 44 LEF, conferisce allo Stato o al danneggiato un diritto di distrazione a scapito degli altri creditori, in deroga al principio esecutivo del pari trattamento dei creditori (secondo l’art. 219 cpv. 4 LEF), anche in caso di fallimento [DTF 142 III 174 consid. 3.1.1.; 126 I 97 consid. 3.d); decisioni TF 5A_133/2019 del 20.7.2020 consid. 3.1.1./3.1.2./3.2.1.; 5A_221/2019 del 17.2.2020 consid. 4.3.2.; 1B_388/2016 del 6.3.2017 consid. 3.3.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid.”
“Si tratta di misure provvisionali destinate a garantire una prospettata (o prospettabile) espropriazione dell’attivo patrimoniale sequestrato a favore dello Stato o del danneggiato, espropriazione che sottraendolo al patrimonio del suo proprietario o titolare attuale (di solito l’imputato o il condannato) specularmente lo porrà al di fuori della portata dei suoi creditori. In questo senso il diritto penale, giusta l’art. 44 LEF, conferisce allo Stato o al danneggiato un diritto di distrazione a scapito degli altri creditori, in deroga al principio esecutivo del pari trattamento dei creditori (secondo l’art. 219 cpv. 4 LEF), anche in caso di fallimento [DTF 142 III 174 consid. 3.1.1.; 126 I 97 consid. 3.d); decisioni TF 5A_133/2019 del 20.7.2020 consid. 3.1.1./3.1.2./3.2.1.; 5A_221/2019 del 17.2.2020 consid. 4.3.2.; 1B_388/2016 del 6.3.2017 consid. 3.3.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.; inc. 15.2014.138 del 23.3.2015 consid. 5.; StGB Praxiskommentar – S. TRECHSEL / M. PIETH / M. JEAN-RICHARD, op. cit., art. 70 CP n. 10]. Non entra nondimento nel campo di applicazione dell’art. 44 LEF il sequestro conservativo in vista dell’esecuzione del risarcimento equivalente giusta l’art. 71 cpv. 3 CP, risarcimento che va fatto valere secondo le disposizioni della LEF (DTF 142 III 174 consid. 3.1.2.; decisioni TF 1B_109/2016 del 12.10.2016 consid. 4.5.; 1B_458/2013 del 6.3.2014 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 14.2021.141 del 15.4.2022 consid. 6.1.; inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.; inc. 15.2014.138 del 23.3.2015 consid. 5.; ZK StPO – S. HEIMGARTNER, op. cit., art. 263 CPP n. 28; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 3), che è lex specialis rispetto all’art. 44 LEF [DTF 126 I 97 consid. 3.d)bb)]. Si ha quindi che, secondo la giurisprudenza, nel corso di un procedimento penale un’eventuale realizzazione forzata secondo la LEF di beni sequestrati in applicazione delle norme penali è – di principio (ma: art. 71 cpv. 3 CP) – esclusa, riservata un’autorizzazione della competente autorità penale, che decide sulle condizioni e sugli effetti della misura penale (decisione TF 5A_367/2019 del 23.”
“Les premiers juges ont considéré qu'il y avait tromperie astucieuse dès lors que le prévenu s'est servi du fait que sa société était la propriétaire du terrain et la détentrice de la cédule hypothécaire pour créer l'apparence que cette société était en mesure de garantir le crédit sollicité. Quant au dommage, il résulte du fait que les enfants de G.________ se sont dessaisis de la somme de CHF 130'000.- en pensant à tort qu'elle était garantie par un droit de gage, ce qui n'était pas le cas puisque le terrain de AC.________, constituant un bien acquis en remploi du produit d'une escroquerie, était susceptible de restitution à la société lésée par l'escroquerie. 3.3. Les prétentions ayant pour objet une somme d'argent ou des sûretés sont exécutées en application de la loi du 11 avril 1889 sur la poursuite pour dettes et la faillite (LP; RS 281), qu'elles soient fondées sur le droit privé ou le droit public. La LP, qui consacre le principe de l'égalité des créanciers, ne reconnaît en principe aucun privilège aux créanciers de prétentions fondées sur le droit public. L'art. 44 LP contient toutefois une exception à ce principe. Selon cette disposition, la réalisation d'objets confisqués notamment en vertu des lois fédérales ou cantonales en matière pénale s'opère en conformité avec ces lois. Sur la base de la législation spéciale à laquelle cette norme renvoie, certaines prétentions de droit public sont privilégiées, en ce sens qu'elles sont exécutées en dehors du système que la LP instaure. L'art. 44 LP ne s'applique qu'à la réalisation d'objets déterminés, qui ont été mis sous main de justice directement en lien avec une procédure pénale en vertu des lois fédérales ou cantonales applicables. Il en va ainsi des biens à l'encontre ou à l'aide desquels des infractions ont été commises ou de ceux destinés à garantir le recouvrement des frais d'instruction, de procédure et d'exécution des peines. Une confiscation au sens de l'art. 70 al. 1 CP prime sur une saisie ou un séquestre en cas de faillite, ce qui a pour conséquence de conférer un droit de distraction au profit de l'Etat ou du lésé par rapport aux autres créanciers (cf.”
“1 La saisie porte en premier lieu sur les biens meubles, y compris les créances et les biens relativement saisissables (art. 95 al. 1 LP). Sont saisis en dernier lieu les biens frappés de séquestre, ceux que le débiteur désigne comme appartenant à des tiers et ceux que des tiers revendiquent (art. 95 al. 3 LP). 2.1.2 Lorsque la saisie porte sur une créance, le préposé prévient le tiers débiteur que désormais il ne pourra plus s'acquitter qu'en mains de l'Office (art. 99 LP). 2.1.3 Selon les termes de l'art. 44 LP, la réalisation d'objets confisqués en vertu des lois fédérales ou cantonales en matière pénale ou fiscale s'opère en conformité avec ces lois. A teneur de la jurisprudence (ATF 115 III 1 consid. 3a), cette disposition s'applique également à la mise sous mains de justice, soit au séquestre, y compris ses conditions, son exécution et ses effets, sans qu'il importe à cet égard que cette mesure porte sur des actifs qui ont été antérieurement saisis. Les conditions et les effets de la "confiscation" au sens de l'art. 44 LP doivent être jugés uniquement par les juridictions pénales ou fiscales compétentes selon les dispositions des lois pénales ou fiscales. En matière pénale, l'art. 44 LP s'applique à la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP). Les éléments patrimoniaux confisqués - ou mis sous mains de justice en vue de leur confiscation future (art. 263 al. 1 let. d CPP) - échappent ainsi aux prescriptions de la LP, l'art. 44 LP conférant à l'Etat ou au lésé un droit de distraction par rapport aux autres créanciers (ATF 142 III 174 consid. 3.1.1). L'art. 44 LP ne s'applique en revanche pas à la créance compensatrice que peut prononcer le juge pénal lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles (art. 71 al. 1 1ère phrase CP; Krüsi, in Kommentar zum SchKG, 2017, Kren Kostkiewicz/Vock [éd.”
Bei einer vorsorglichen Ersatzforderungsbeschlagnahme gemäss Art. 71 Abs. 3 StGB entsteht kein Vorzugsrecht des Staates gegenüber betreibungsrechtlichen Gläubigern. Solche Beschlagnahmen können von Dritten in einer Betreibung gepfändet werden. In diesem Fall nimmt der Staat — gestützt auf die in der Rechtsprechung genannte Analogie zu Art. 281 Abs. 1 SchKG — von Rechts wegen provisorisch an der Pfändung teil.
“44 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) vorgehe. Damit verkennt er, dass dieser Vorrang bei einer vorliegend verfügten Ersatzforderungsbeschlagnahme nach Art. 71 Abs. 3 StGB nicht gilt (BGE 142 III 174 E. 3.1.2, 142 III 65 E. 4.1, 141 IV 360 E. 3.2; BGer 5A_133/2019 vom 20. Juli 2020 E. 3.1.2). Art. 71 Abs. 3 StGB sieht zwar eine spezielle Beschlagnahmemöglichkeit vor, hält aber gleichzeitig ausdrücklich fest, dass die Beschlagnahme bei der Zwangsvollstreckung der Ersatzforderung kein Vorzugsrecht zugunsten des Staates begründet und insofern als lex specialis eine Ausnahme gegenüber dem in Art. 44 SchKG festgelegten Grundsatz begründet. Die vorsorglich gemäss Art. 71 Abs. 3 StGB beschlagnahmten Vermögenswerte können so in einer von Dritten eingeleiteten Betreibung gepfändet werden. In einem solchen Fall nimmt der Staat in analoger Anwendung von Art. 281 Abs. 1 SchKG von Rechts wegen provisorisch an der Pfändung teil (BGE 142 III 174 E. 3.4; Acocella, in: Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 2021, Art. 44 SchKG N 3; Scholl, in: Ackermann [Hrsg.], Kommentar Kriminelles Vermögen Kriminelle Organisationen, Band I, Zürich 2018, Art. 71 StGB N 176 f.).”
Beschlagnahmungen/Sequestrierungen, die aufgrund straf‑ oder fiskalrechtlicher Vorschriften (inkl. des erwähnten Bundesgesetzes von 18.12.2015) erfolgen, fallen unter Art. 44 SchKG. Art. 44 erfasst dabei nicht nur die Verwertung, sondern auch eine ihr vorangehende Beschlagnahme. Solche Beschlagnahmen geniessen Vorrang vor dem nach dem SchKG geregelten Pfändungs-, Konkurs‑ und Arrestbeschlag, selbst wenn diese bereits vollzogen wurden. Eine spätere Pfändung, Konkurseröffnung oder Arrestlegung bleibt als solche möglich; im Konfliktfall geht jedoch die unter Art. 44 fallende Beschlagnahme vor.
“Gemäss Art. 44 SchKG geschieht die Verwertung von Gegenständen, welche (unter anderem) aufgrund strafrechtlicher Gesetze mit Beschlag belegt sind, nach den zutreffenden eidgenössischen oder kantonalen Gesetzesbestim- mungen. Die Vorschrift kommt zur Anwendung, wenn Vermögenswerte von den Strafuntersuchungsbehörden oder vom Richter gestützt auf Art. 70 StGB eingezo- gen werden (BGer 5A_133/2019 vom 20. Juli 2020, E. 3.1.1), und erfasst entge- gen ihrem zu eng gefassten Wortlaut nicht nur die Verwertung als solche, sondern auch eine ihr vorangehende Beschlagnahme. Sie begründet einen Vorrang der einschlägigen strafrechtlichen bzw. strafprozessualen Bestimmungen über die Be- - 10 - schlagnahme und Verwertung vor dem im SchKG geregelten Pfändungs-, Kon- kurs- und Arrestbeschlag, selbst wenn dieser bereits vollzogen ist. Dieser Vorrang schliesst umgekehrt eine spätere Pfändung, Konkurseröffnung und Arrestlegung als solche nicht aus. Im Konfliktsfall geht aber die Beschlagnahme vor (BGer 5A_18/2024 vom 9.”
“Auf Geldzahlung oder Sicherheitsleistung gerichtete Ansprüche werden grundsätzlich in Anwendung des SchKG vollstreckt (Art. 38 SchKG), und zwar unabhängig davon, ob diese ihre Grundlage im Privatrecht oder im öffentlichen Recht haben (BGE 137 II 17 E. 2.6; Urteil 5A_150/2015 vom 4. Juni 2015 E. 5.2.1). Art. 44 SchKG statuiert eine Ausnahme von diesem Grundsatz. Danach geschieht die Verwertung von Gegenständen, welche aufgrund strafrechtlicher oder fiskalischer Gesetze oder aufgrund des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 2015 über die Sperrung und die Rückerstattung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte ausländischer politisch exponierter Personen mit Beschlag belegt sind, nach den zutreffenden eidgenössischen oder kantonalen Gesetzesbestimmungen. Art. 44 SchKG erfasst indes nicht nur die Verwertung als solche, sondern auch eine dieser vorangehende Beschlagnahme (BGE 131 III 652 E. 3.1; Urteile 1B_388/2016 vom 6. März 2017 E. 3.3; 5A_150/2015 vom 4. Juni 2015 E. 5.2.2; ACOCELLA, in: Basler Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. I, 3. Aufl. 2021, N. 2 zu Art. 44 SchKG). Grundsätzlich besteht ein Vorrang vor dem Pfändungs-, Konkurs- und Arrestbeschlag, selbst wenn dieser bereits vollzogen ist (Urteil 5A_133/2019 vom 20. Juli 2020 E. 3.1.1). Der Vorrang einer unter Art. 44 SchKG fallenden Beschlagnahmung schliesst umgekehrt eine spätere Pfändung, Konkurseröffnung und Arrestlegung als solche nicht aus. Im Konfliktfall geht aber die Beschlagnahme vor (BGE 139 III 44 E. 3.2.1; 120 III 123 E. 3b; 93 III 89 E. 3).”
Die Betreibungs- und Konkursbehörden sind an Verfügungen der straf- bzw. fiskalrechtlichen Behörden hinsichtlich der Beschlagnahme und Verwertung gebunden und dürfen keine eigene, entgegenstehende Verfügung treffen, soweit die straf- bzw. fiskalrechtliche Entscheidung nicht offensichtlich nichtig ist.
“Die Verwertung eines Grundpfands kann frühestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach der Zustellung des Zahlungsbefehls verlangt werden (Art. 154 Abs. 1 SchKG). Die Verwertung steht jedoch unter dem Vorbehalt von Art. 44 SchKG. Gemäss Art. 44 SchKG geschieht die Verwertung von Gegenständen, welche aufgrund strafrechtlicher oder fiskalischer Gesetze oder aufgrund des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 2015 über die Sperrung und die Rückerstat- tung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte ausländischer politisch expo- nierter Personen mit Beschlag belegt sind, nach den zutreffenden eidgenössi- schen oder kantonalen Gesetzesbestimmungen. Der Vorbehalt von Art. 44 SchKG bezieht sich auf die Verwertung bestimmter Gegenstände, welche unmittelbar mit einem Straf- oder Steuerverfahren nach den betreffenden eidgenössischen oder kantonalen Gesetzen beschlagnahmt worden sind (Jolanta Kren Kostkiewicz, in: Kren Kostkiewicz [Hrsg.], Orell Füssli Kommentar, SchKG, 20. Aufl., Zürich 2020, N 12 zu Art. 44 SchKG). Öffentlich-rechtliche Forderungen sind gegenüber privat- rechtlichen bei der Vollstreckung zwar grundsätzlich in keiner Weise privilegiert. Art. 44 SchKG nimmt dabei allerdings eine bedeutende Einschränkung vor. Die Betreibungs- und Konkursbehörden sind nicht befugt, einer strafrechtlichen oder fiskalischen Beschlagnahme eine eigene, gegenteilige Verfügung entgegenzuset- zen, welche alsdann einer betreibungsrechtlichen Beschwerde unterliegen würde (Kren Kostkiewicz, a.a.O., N 1 zu Art. 44 SchKG; vgl. auch BGer 7B.106/2005 v.”
“3), che è lex specialis rispetto all’art. 44 LEF [DTF 126 I 97 consid. 3.d)bb)]. Si ha quindi che, secondo la giurisprudenza, nel corso di un procedimento penale un’eventuale realizzazione forzata secondo la LEF di beni sequestrati in applicazione delle norme penali è – di principio (ma: art. 71 cpv. 3 CP) – esclusa, riservata un’autorizzazione della competente autorità penale, che decide sulle condizioni e sugli effetti della misura penale (decisione TF 5A_367/2019 del 23.6.2020 consid. 3.1.; sentenza CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.1.). La loro realizzazione, ovvero la loro sorte, è disciplinata dal diritto penale (art. 44 LEF). Le autorità di esecuzione e fallimenti sono vincolate dalle decisioni dell’autorità penale, a meno che esse siano manifestamente nulle (DTF 131 III 652 consid. 3.1.; sentenze CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.1.; inc. 15.2014.138 del 23.3.2015 consid. 5.1.; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 7). Riservati i casi di nullità, gli Uffici di esecuzione e fallimenti non hanno di conseguenza il diritto di opporre ad una decisione penale una propria decisione dal contenuto contrario (DTF 139 III 44 consid. 3.2.1.; 131 III 652 consid. 3.; decisioni TF 5A_150/2015 del 4.6.2015 consid. 5.2.2.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.1.; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 7). 5. 5.1. Con decreto 10.5.2023 (AI 177) il procuratore pubblico ha disposto, a crescita in giudicato della decisione, il dissequestro dei fondi presenti sulla relazione n. IBAN __________ presso __________ intestata alla __________ a favore della PI 7 per CHF 8'732.17, di PI 8 per CHF 117'273.21 e della PI 11 per CHF 13'684.45. 5.2. 5.2.1. Il diritto di essere sentito giusta gli art. 3 cpv.”
“d); decisioni TF 5A_133/2019 del 20.7.2020 consid. 3.1.1./3.1.2./3.2.1.; 5A_221/2019 del 17.2.2020 consid. 4.3.2.; 1B_388/2016 del 6.3.2017 consid. 3.3.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.; inc. 15.2014.138 del 23.3.2015 consid. 5.; StGB Praxiskommentar – S. TRECHSEL / M. PIETH / M. JEAN-RICHARD, op. cit., art. 70 CP n. 10]. Non entra nondimento nel campo di applicazione dell’art. 44 LEF il sequestro conservativo in vista dell’esecuzione del risarcimento equivalente giusta l’art. 71 cpv. 3 CP, risarcimento che va fatto valere secondo le disposizioni della LEF (DTF 142 III 174 consid. 3.1.2.; decisioni TF 1B_109/2016 del 12.10.2016 consid. 4.5.; 1B_458/2013 del 6.3.2014 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 14.2021.141 del 15.4.2022 consid. 6.1.; inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.; inc. 15.2014.138 del 23.3.2015 consid. 5.; ZK StPO – S. HEIMGARTNER, op. cit., art. 263 CPP n. 28; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 3), che è lex specialis rispetto all’art. 44 LEF [DTF 126 I 97 consid. 3.d)bb)]. Si ha quindi che, secondo la giurisprudenza, nel corso di un procedimento penale un’eventuale realizzazione forzata secondo la LEF di beni sequestrati in applicazione delle norme penali è – di principio (ma: art. 71 cpv. 3 CP) – esclusa, riservata un’autorizzazione della competente autorità penale, che decide sulle condizioni e sugli effetti della misura penale (decisione TF 5A_367/2019 del 23.6.2020 consid. 3.1.; sentenza CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.1.). La loro realizzazione, ovvero la loro sorte, è disciplinata dal diritto penale (art. 44 LEF). Le autorità di esecuzione e fallimenti sono vincolate dalle decisioni dell’autorità penale, a meno che esse siano manifestamente nulle (DTF 131 III 652 consid. 3.1.; sentenze CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.1.; inc. 15.2014.138 del 23.3.2015 consid. 5.1.; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit.”
Die Vorinstanz hat den Einfluss einer Grundbuchsperre sowie von Anweisungen der Staatsanwaltschaft auf das weitere Verwertungsverfahren thematisiert; dies ist im Verfahren zu berücksichtigen.
“Diesen Ausführungen lässt sich nicht entnehmen, inwiefern die Beschwerdeführer aufgrund von Art. 44 SchKG in einem betreibungsrechtlichen Verfahren berechtigt sein sollten, den Standpunkt der Staatsanwaltschaft in Frage zu stellen. Zudem hat sich die Vorinstanz sehr wohl zum Einfluss der Grundbuchsperre auf das weitere Verwertungsverfahren sowie zu den Anweisungen der Staatsanwaltschaft geäussert, wenn auch nicht in der von den Beschwerdeführern gewünschten Weise. Damit kann von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs keine Rede sein.”
Art. 44 stellt klar, dass die Beschlagnahme und Verwertung bestimmter, unmittelbar mit einem Strafverfahren verbundener Vermögenswerte nach den einschlägigen straf‑ oder fiskalrechtlichen (bzw. speziellen bundesrechtlichen) Vorschriften zu erfolgen hat. Dadurch tritt nur in Bezug auf Zwangsbeschlag und Verwertung eine Spezialregelung der Straf‑/Fiskal‑Vorschriften vor die des SchKG zurück; der grundsätzliche Weg der Vollstreckung von Geldschulden nach dem SchKG bleibt unberührt.
“Die Bestimmung von Art. 44 SchKG regelt somit nur die Beschlag- nahme und Verwertung ganz bestimmter Vermögenswerte ausserhalb der Be- stimmungen des SchKG, nämlich solcher, die unmittelbar im Zusammenhang mit einem Strafverfahren stehen. Sie können nicht Bestandteil eines Zwangsvollstre- ckungsverfahrens nach SchKG sein (SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Art. 44 SchKG relativiert jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Zwangs- vollstreckung einer (hier privatrechtlichen) Geldschuld an sich. Er derogiert mit an- deren Worten nicht Art. 38 SchKG, sondern schafft lediglich eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme- und Verwertungsvorschriften des für die Vollstreckung von Geldschulden grundsätzlich anwendbaren Schuldbetrei- bungs- und Konkursrechts und der Strafgesetzgebung, indem die Regeln des SchKG über Zwangsbeschlag und Verwertung – und nur sie – zurückzutreten ha- ben. Art. 44 SchKG ändert somit nichts daran, dass Geldschulden auf dem Betrei- bungsweg gemäss SchKG (mit den dort vorbehaltenen Abweichungen) zu voll- strecken sind. Letzteres sieht vor, dass die Betreibung – wie vorliegend geschehen – durch ein Betreibungsbegehren (in der Regel) am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 Abs. 1 SchKG) und den gestützt darauf erlassenen Zahlungsbefehl angehoben - 11 - wird (vgl. Art. 67 und Art. 69 ff. SchKG). Erhebt der Schuldner gegen den Zah- lungsbefehl Rechtsvorschlag (Art.”
Die Grundbuchsperre verhindert vorläufig Verfügungen über das Grundstück und sichert den gegenwärtigen Zustand. Sie bleibt solange in Kraft, bis eine Massnahme des SchKG die Verwertung und Verteilung regelt. Eine weitergehende Definition der Grundbuchsperre ist nicht erforderlich.
“Weiter führt die Vorinstanz aus, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin müsse nicht mehr als die schlichte Anordnung der Grundbuchsperre definiert werden. Deren Zweck sei nämlich, Verfügungen über das Grundstück bis auf weiteres zu verhindern und den gegenwärtigen Zustand zu sichern. Mehr müsse nicht definiert werden. Die Grundbuchsperre müsse auch nicht vollstreckbar sein, sondern lediglich eine Wertverminderung der betreffenden Liegenschaft verhindern. Die Vorinstanz verweist auf Art. 71 Abs. 3 StGB und erwägt, der Gesetzgeber habe für staatliche Ersatzforderungen den Weg der ordentlichen Zwangsvollstreckung vorgeschrieben. Die allfällige Verwertung der Liegenschaft erfolge nach den einschlägigen Bestimmungen des Zwangsvollstreckungsrechts. In diesem Rahmen begründe die Beschlagnahme kein Vorzugsrecht des Staates und der Vorbehalt von Art. 44 SchKG gelte in diesem Bereich nicht. Die Vollstreckung der Ersatzforderung, die Verwertung der beschlagnahmten Vermögenswerte und die Verteilung des entsprechenden Erlöses würden somit nach den Vorschriften des SchKG erfolgen. Das Strafurteil gegen C.________ ist rechtskräftig. Die Vorinstanz hält daher zu Recht fest, dass die Grundbuchsperre besteht, bis eine Massnahme des SchKG an ihre Stelle tritt (BGE142 III 174; 141 IV 360 E. 3.2). Eine klarere Formulierung, wie von der Beschwerdeführerin gefordert, ist aufgrund dessen also gar nicht notwendig.”
“Weiter führt die Vorinstanz aus, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin müsse nicht mehr als die schlichte Anordnung der Grundbuchsperre definiert werden. Deren Zweck sei nämlich, Verfügungen über das Grundstück bis auf weiteres zu verhindern und den gegenwärtigen Zustand zu sichern. Mehr müsse nicht definiert werden. Die Grundbuchsperre müsse auch nicht vollstreckbar sein, sondern lediglich eine Wertverminderung der betreffenden Liegenschaft verhindern. Die Vorinstanz verweist auf Art. 71 Abs. 3 StGB und erwägt, der Gesetzgeber habe für staatliche Ersatzforderungen den Weg der ordentlichen Zwangsvollstreckung vorgeschrieben. Die allfällige Verwertung der Liegenschaft erfolge nach den einschlägigen Bestimmungen des Zwangsvollstreckungsrechts. In diesem Rahmen begründe die Beschlagnahme kein Vorzugsrecht des Staates und der Vorbehalt von Art. 44 SchKG gelte in diesem Bereich nicht. Die Vollstreckung der Ersatzforderung, die Verwertung der beschlagnahmten Vermögenswerte und die Verteilung des entsprechenden Erlöses würden somit nach den Vorschriften des SchKG erfolgen. Das Strafurteil gegen C.________ ist rechtskräftig. Die Vorinstanz hält daher zu Recht fest, dass die Grundbuchsperre besteht, bis eine Massnahme des SchKG an ihre Stelle tritt (BGE142 III 174; 141 IV 360 E. 3.2). Eine klarere Formulierung, wie von der Beschwerdeführerin gefordert, ist aufgrund dessen also gar nicht notwendig.”
Wird derselbe Sachverhalt (identisches Verzeichnis/gleichartige Massnahme) wiederholt erfasst oder sind Gegenstände bereits aufgrund straf‑ oder fiskalrechtlicher Massnahmen sequestriert, kann das Vollstreckungsamt verpflichtet sein, die erneute Erfassung bzw. die zeitliche Verzögerung zu begründen. Fehlt eine solche Erklärung, ist dies im Verfahren angreifbar; die Zustellung und die Einhaltung der Fristen sind dabei prozessual relevant.
“L'Office n'a donné aucune explication au temps écoulé entre ces deux notifications d'un acte rigoureusement identique. Ni l'Office, ni les créancières n'ont soulevé de grief relatif à cet écart temporel, notamment en prétendant que la débitrice aurait déjà eu connaissance du contenu du procès-verbal litigieux suite à sa notification du 9 décembre 2022. La Chambre de céans retient par conséquent que la plainte du 23 février 2023 est recevable pour avoir été formée dans les 10 jours dès la réception par la débitrice de la version du procès-verbal de saisie du 9 février 2023 qui lui était destinée. 2.2.3 Il sera revenu ci-dessous plus spécifiquement sur la recevabilité de certains griefs contenus dans les plaintes. 3. La débitrice reproche à l'Office d'avoir saisi, dans le cadre du procès-verbal complémentaire du 9 mai 2023, des biens déjà séquestrés pénalement en violation de l'art. 44 LP. Elle conclut principalement à l'annulation de la saisie complémentaire dans sa plainte du 22 mai 2023. 3.1 L'art. 44 LP prévoit que la réalisation d'objets confisqués en vertu des lois pénales et fiscales de la Confédération et des cantons s'opère en conformité des dispositions de ces lois. 3.1.1 En application de l'art. 263 al. 1 CPP, des objets et des valeurs patrimoniales appartenant au prévenu ou à des tiers peuvent être mis sous séquestre, lorsqu’il est probable : a. qu’ils seront utilisés comme moyens de preuves; b. qu’ils seront utilisés pour garantir le paiement des frais de procédure, des peines pécuniaires, des amendes et des indemnités (art. 268 CPP, cf. infra); c. qu’ils devront être restitués au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP); d. qu’ils devront être confisqués en tant que valeurs patrimoniales qui sont le résultat d’une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l’auteur d’une infraction (art. 70 al. 1 CP). Si le motif du séquestre disparaît, le ministère public ou le tribunal lève la mesure et restitue les objets et valeurs patrimoniales à l’ayant droit (art.”
“S'agissant du procès-verbal de saisie des 9 décembre 2022 et 9 février 2023, il a été adressé par l'Office, aux créancières à la première date susmentionnée alors qu'il n'a été adressé à la débitrice qu'à la seconde date précitée, dans une teneur identique. L'Office n'a donné aucune explication au temps écoulé entre ces deux notifications d'un acte rigoureusement identique. Ni l'Office, ni les créancières n'ont soulevé de grief relatif à cet écart temporel, notamment en prétendant que la débitrice aurait déjà eu connaissance du contenu du procès-verbal litigieux suite à sa notification du 9 décembre 2022. La Chambre de céans retient par conséquent que la plainte du 23 février 2023 est recevable pour avoir été formée dans les 10 jours dès la réception par la débitrice de la version du procès-verbal de saisie du 9 février 2023 qui lui était destinée. 2.2.3 Il sera revenu ci-dessous plus spécifiquement sur la recevabilité de certains griefs contenus dans les plaintes. 3. La débitrice reproche à l'Office d'avoir saisi, dans le cadre du procès-verbal complémentaire du 9 mai 2023, des biens déjà séquestrés pénalement en violation de l'art. 44 LP. Elle conclut principalement à l'annulation de la saisie complémentaire dans sa plainte du 22 mai 2023. 3.1 L'art. 44 LP prévoit que la réalisation d'objets confisqués en vertu des lois pénales et fiscales de la Confédération et des cantons s'opère en conformité des dispositions de ces lois. 3.1.1 En application de l'art. 263 al. 1 CPP, des objets et des valeurs patrimoniales appartenant au prévenu ou à des tiers peuvent être mis sous séquestre, lorsqu’il est probable : a. qu’ils seront utilisés comme moyens de preuves; b. qu’ils seront utilisés pour garantir le paiement des frais de procédure, des peines pécuniaires, des amendes et des indemnités (art. 268 CPP, cf. infra); c. qu’ils devront être restitués au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP); d. qu’ils devront être confisqués en tant que valeurs patrimoniales qui sont le résultat d’une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l’auteur d’une infraction (art. 70 al. 1 CP). Si le motif du séquestre disparaît, le ministère public ou le tribunal lève la mesure et restitue les objets et valeurs patrimoniales à l’ayant droit (art.”
Verfahren im Sinn des Verwaltungsstrafrechts (VStrR) fallen unter Art. 44 SchKG. Daraus folgt, dass die dort bezeichnete Ausnahme auch für besondere Steueruntersuchungen nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DGB) sowie für bestimmte Verwaltungsstrafverfahren etwa nach dem Verrechnungssteuerrecht (VStG) und dem Mehrwertsteuergesetz (MWSTG) zu beachten ist.
“(Straf-) Verfahren im Sinn des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) fallen unter Art. 44 SchKG (BGE 120 IV 365 E. 2b). Daher gilt die dort statuierte Ausnahme sowohl für besondere Steueruntersuchungen im Sinn von Art. 190 ff. des Bundesgesetzes über die Direkte Bundessteuer (DGB; SR 642.11) i.V.m. Art. 19 bis Art. 50 VStrR, als auch für Verwaltungsstrafverfahren wegen Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer (Art. 61 Bst. a i.V.m. Art. 67 Abs. 1 VStG [SR 642.21]), wegen Verdachts auf Hinterziehung der Mehrwertsteuer (Art. 96 Abs. 1 i.V.m. Art. 103 Abs. 1 Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer [MWSTG; SR 641.20]) und wegen Verdachts auf Abgabebetrug (Art. 14 VStrR). Nach Art. 46 Abs. 1 VStrR hat der untersuchende Beamte mit Beschlag zu belegen: Gegenstände, die als Beweismittel von Bedeutung sein können (lit. a), Gegenstände und andere Vermögenswerte, die voraussichtlich der Einziehung unterliegen (lit.”
Verwaltungsstrafverfahren im Sinn des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR) fallen unter Art. 44 SchKG. Dementsprechend gilt die dort bezeichnete Ausnahme auch für besondere Steueruntersuchungen nach Art. 190 ff. DBG i.V.m. Art. 19–50 VStrR sowie für Verwaltungsstrafverfahren etwa wegen Verrechnungssteuer, Mehrwertsteuer oder Abgabebetrugsverdacht.
“(Straf-) Verfahren im Sinn des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) fallen unter Art. 44 SchKG (BGE 120 IV 365 E. 2b). Daher gilt die dort statuierte Ausnahme sowohl für besondere Steueruntersuchungen im Sinn von Art. 190 ff. des Bundesgesetzes über die Direkte Bundessteuer (DGB; SR 642.11) i.V.m. Art. 19 bis Art. 50 VStrR, als auch für Verwaltungsstrafverfahren wegen Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer (Art. 61 Bst. a i.V.m. Art. 67 Abs. 1 VStG [SR 642.21]), wegen Verdachts auf Hinterziehung der Mehrwertsteuer (Art. 96 Abs. 1 i.V.m. Art. 103 Abs. 1 Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer [MWSTG; SR 641.20]) und wegen Verdachts auf Abgabebetrug (Art. 14 VStrR). Nach Art. 46 Abs. 1 VStrR hat der untersuchende Beamte mit Beschlag zu belegen: Gegenstände, die als Beweismittel von Bedeutung sein können (lit. a), Gegenstände und andere Vermögenswerte, die voraussichtlich der Einziehung unterliegen (lit.”
Ein strafrechtlicher Séquestre geht im Konfliktfall dem zivilrechtlichen Vollstreckungsrecht vor und verhindert solange die Verwertung der betroffenen Vermögenswerte. Die zivilrechtliche Pfändung/Säumnismassnahme kann indessen vorgenommen werden; ihre tatsächliche Realisierung und Verteilung bleibt jedoch ausgesetzt, solange der Séquestre besteht. Sobald eine strafrechtliche Entscheidung verbindlich wird (z. B. Konfiskation, Restitution, Verwendung zur Deckung von Kosten/Strafen), verliert die zivilrechtliche Verfügung insoweit ihr Objekt; das Fortbestehen oder Entfallen der betroffenen Rechte ist von den zuständigen Behörden von Amtes wegen festzustellen.
“Par exemple, le procès-verbal mentionnera : la date à laquelle les avis prévus à l'art. 99 LP ont été expédiés ou communiqués aux tiers; les réponses obtenues de leur part; les démarches subséquentes entreprises par l'office en vue de déterminer les actifs visés; les décisions de l'office relatives aux mesures de sûretés prises en application des art. 98 ss LP; ou encore la substitution des actifs par des sûretés en vertu de l'art. 277 LP (Ochsner, op. cit., p. 116). Compte tenu des aléas de l'exécution, toutes ces informations ne pourront pas être mentionnées immédiatement. L'office ne peut toutefois pas attendre de toutes les avoir en sa possession avant d'expédier le procès-verbal. Il faut donc admettre que le procès-verbal puisse être complété après une première expédition qui devra au moins contenir les mesures d'exécution prises par l'office, ainsi que la portée de ces mesures pour autant qu'elle soit connue ou les raisons pour lesquelles elle ne peut pas être établie (Ochsner, op. cit., p. 117). 2.2. Selon les termes de l'art. 44 LP, la réalisation d'objets confisqués en vertu des lois fédérales ou cantonales en matière pénale ou fiscale s'opère en conformité avec ces lois. La jurisprudence applique cette disposition au séquestre pénal, lorsque celui-ci a pour but de garantir la confiscation, la restitution au lésé, le paiement des frais de procédure, le paiement des peines pécuniaires, le paiement des amendes ou le paiement des indemnités (art. 265 CPP). Un séquestre pénal ordonné dans l’un ou l’autre de ces buts "prime" le séquestre LP "en cas de conflit" (cf. Pahud, Le séquestre et la protection provisoire des créances pécuniaires, AISUF - Travaux de la Faculté de Droit de l'Université de Fribourg, note de bas de page n° 786 et les références). Il en découle que tant que le séquestre pénal n’a pas été levé, le créancier ne saurait obtenir la réalisation des biens qui font également l’objet du séquestre LP. Le séquestre peut être converti en saisie mais le créancier ne saurait requérir la réalisation. Lorsqu’une décision de l’autorité pénale entre en force et que les droits patrimoniaux sont confisqués, restitués au lésé ou utilisés pour payer les frais, peines pécuniaires, amendes ou indemnités, le séquestre LP ou la saisie perdent leur objet dans cette mesure.”
“44 LP doivent être jugés uniquement par les juridictions pénales ou fiscales compétentes selon les dispositions des lois pénales ou fiscales. En matière pénale, l'art. 44 LP s'applique à la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP). Les éléments patrimoniaux confisqués - ou mis sous mains de justice en vue de leur confiscation future (art. 263 al. 1 let. d CPP) - échappent ainsi aux prescriptions de la LP, l'art. 44 LP conférant à l'Etat ou au lésé un droit de distraction par rapport aux autres créanciers (ATF 142 III 174 consid. 3.1.1). L'art. 44 LP ne s'applique en revanche pas à la créance compensatrice que peut prononcer le juge pénal lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles (art. 71 al. 1 1ère phrase CP; Krüsi, in Kommentar zum SchKG, 2017, Kren Kostkiewicz/Vock [éd.], N 4 ad art. 44 LP). Le séquestre pénal ordonné aux fins de garantir le paiement d'une telle créance compensatrice ne crée ainsi pas de droit de préférence en faveur de l'Etat ou de l'attributaire de la créance compensatrice (art. 71 al. 3 CP), de telle sorte que ces derniers devront faire valoir cette dernière selon les règles de la LP sans jouir d'aucun privilège par rapport aux autres créanciers, sous réserve d'une participation de plein droit à la saisie en application analogique de l'art. 281 LP (ATF 142 III 174 consid. 3.1.2 et 3.4). 2.2 Pour la Chambre de céans, le séquestre pénal ne fait pas obstacle à la saisie LP. En effet, le séquestre pénal est une mesure conservatoire, qui peut être levée à tout moment, de sorte qu'il est dans l'intérêt des créanciers poursuivants d'obtenir la saisie LP des mêmes valeurs patrimoniales. En revanche, tant que le séquestre pénal n’a pas été levé, le créancier poursuivant ne saurait obtenir la réalisation des biens saisis (art. 116 LP). Si, par la suite, les actifs frappés par le séquestre pénal sont confisqués, la saisie LP tombe.”
“3a), cette disposition s'applique également à la mise sous mains de justice, soit au séquestre, y compris ses conditions, son exécution et ses effets, sans qu'il importe à cet égard que cette mesure porte sur des actifs qui ont été antérieurement saisis. Les conditions et les effets de la "confiscation" au sens de l'art. 44 LP doivent être jugés uniquement par les juridictions pénales ou fiscales compétentes selon les dispositions des lois pénales ou fiscales. En matière pénale, l'art. 44 LP s'applique à la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP). Les éléments patrimoniaux confisqués - ou mis sous mains de justice en vue de leur confiscation future (art. 263 al. 1 let. d CPP) - échappent ainsi aux prescriptions de la LP, l'art. 44 LP conférant à l'Etat ou au lésé un droit de distraction par rapport aux autres créanciers (ATF 142 III 174 consid. 3.1.1). L'art. 44 LP ne s'applique en revanche pas à la créance compensatrice que peut prononcer le juge pénal lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles (art. 71 al. 1 1ère phrase CP; Krüsi, in Kommentar zum SchKG, 2017, Kren Kostkiewicz/Vock [éd.], N 4 ad art. 44 LP). Le séquestre pénal ordonné aux fins de garantir le paiement d'une telle créance compensatrice ne crée ainsi pas de droit de préférence en faveur de l'Etat ou de l'attributaire de la créance compensatrice (art. 71 al. 3 CP), de telle sorte que ces derniers devront faire valoir cette dernière selon les règles de la LP sans jouir d'aucun privilège par rapport aux autres créanciers, sous réserve d'une participation de plein droit à la saisie en application analogique de l'art. 281 LP (ATF 142 III 174 consid. 3.1.2 et 3.4). 2.2 Pour la Chambre de céans, le séquestre pénal ne fait pas obstacle à la saisie LP. En effet, le séquestre pénal est une mesure conservatoire, qui peut être levée à tout moment, de sorte qu'il est dans l'intérêt des créanciers poursuivants d'obtenir la saisie LP des mêmes valeurs patrimoniales.”
Die durch Art. 44 SchKG eintretende Verzögerung bzw. Sistierung des Verwertungsverfahrens ist vom Gesetzgeber gewollt und rechtlich zu akzeptieren. Die Regelungen über Ansprüche Dritter (Art. 106 ff. SchKG) sind hiervon zu unterscheiden und kommen in diesem Zusammenhang nicht zur Anwendung.
“An der Abweisung der Beschwerde ändern auch die weiteren vom Be- schwerdeführer erhobenen Rügen nichts. Eine mangelnde Begründung der ange- fochtenen Verfügung ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu erkennen. Die gestützt auf Art. 44 SchKG eintretende Verzögerung des Verwer- tungsverfahrens ist vom Gesetzgeber gewollt. Im Weiteren ist festzuhalten, dass die Bestimmungen von Art. 106 ff. SchKG betreffend die Ansprüche Dritter nicht mit der den Staat privilegierenden strafrechtlichen bzw. fiskalischen Beschlag- nahme zu verwechseln sind und vorliegend nicht zur Anwendung kommen. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich die Sinnhaftigkeit einer Grundbuchsperre zur Diskussion stellt, erweist sich dieses Vorbringen als appellatorisch.”
“An der Abweisung der Beschwerde ändern auch die weiteren vom Be- schwerdeführer erhobenen Rügen nichts. Eine mangelnde Begründung der ange- fochtenen Verfügung ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu erkennen. Die gestützt auf Art. 44 SchKG eintretende Verzögerung des Verwer- tungsverfahrens ist vom Gesetzgeber gewollt. Im Weiteren ist festzuhalten, dass die Bestimmungen von Art. 106 ff. SchKG betreffend die Ansprüche Dritter nicht mit der den Staat privilegierenden strafrechtlichen bzw. fiskalischen Beschlag- nahme zu verwechseln sind und vorliegend nicht zur Anwendung kommen. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich die Sinnhaftigkeit einer Grundbuchsperre zur Diskussion stellt, erweist sich dieses Vorbringen als appellatorisch.”
Eine straf- oder fiskalrechtliche Beschlagnahme und Verwertung schliesst die zivilrechtliche Betreibung nach SchKG nicht aus. Parallele Verfahren und die Erteilung definitiver Rechtsöffnung bleiben möglich. Art. 44 SchKG wird nach der Rechtsöffnung in der sich anschliessenden Phase der Zwangsvollstreckung relevant.
“Letzteres sieht vor, dass die Betreibung – wie vorliegend geschehen – durch ein Betreibungsbegehren (in der Regel) am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 Abs. 1 SchKG) und den gestützt darauf erlassenen Zahlungsbefehl angehoben - 11 - wird (vgl. Art. 67 und Art. 69 ff. SchKG). Erhebt der Schuldner gegen den Zah- lungsbefehl Rechtsvorschlag (Art. 74 SchKG), bewirkt dieser die (vorläufige) Ein- stellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubiger, der (wie hier) über einen definitiven Rechtsöffnungstitel verfügt, kann aber beim Einzelgericht im summarischen Verfahren (Art. 251 lit. a SchKG und § 24 lit. c GOG) am Betrei- bungsort (Art. 84 Abs. 1 SchKG) die Aufhebung des Rechtsvorschlags durch defi- nitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 SchKG). Wird diese erteilt, ist das Einlei- tungsverfahren abgeschlossen und kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegeh- ren stellen. Gestützt darauf kann die Betreibung mit der Pfändung, der Pfandver- wertung oder der Konkurseröffnung fortgesetzt werden (Art. 88 ff. SchKG). Erst in diesem an die Rechtsöffnung anschliessenden Stadium der eigentlichen Zwangs- vollstreckung werden die in Art. 44 SchKG vorbehaltenen besonderen strafrechtli- chen Bestimmungen zur Beschlagnahmung und Verwertung von Vermögenswer- ten des Schuldners relevant. Vorher und folglich auch im hier zu beurteilenden Stadium der Beseitigung des Rechtsvorschlags durch Rechtsöffnung spielen sie jedoch (noch) keine Rolle. Insbesondere schliesst eine strafrechtliche oder straf- prozessuale Beschlagnahme, Einziehung und Verwertung von Vermögensgegen- ständen des Straftäters eine eigenständige (parallele) Betreibung nach SchKG (und mithin auch die Erteilung definitiver Rechtsöffnung) für eine im Strafurteil zu- gesprochene Zivilforderung des Geschädigten auch dann nicht aus, wenn der Er- lös aus der strafrechtlichen Verwertung ganz oder teilweise dem Geschädigten zur Befriedigung dieser Forderung zugewiesen wurde.”
“Letzteres sieht vor, dass die Betreibung – wie vorliegend geschehen – durch ein Betreibungsbegehren (in der Regel) am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 Abs. 1 SchKG) und den gestützt darauf erlassenen Zahlungsbefehl angehoben - 11 - wird (vgl. Art. 67 und Art. 69 ff. SchKG). Erhebt der Schuldner gegen den Zah- lungsbefehl Rechtsvorschlag (Art. 74 SchKG), bewirkt dieser die (vorläufige) Ein- stellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubiger, der (wie hier) über einen definitiven Rechtsöffnungstitel verfügt, kann aber beim Einzelgericht im summarischen Verfahren (Art. 251 lit. a SchKG und § 24 lit. c GOG) am Betrei- bungsort (Art. 84 Abs. 1 SchKG) die Aufhebung des Rechtsvorschlags durch defi- nitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 SchKG). Wird diese erteilt, ist das Einlei- tungsverfahren abgeschlossen und kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegeh- ren stellen. Gestützt darauf kann die Betreibung mit der Pfändung, der Pfandver- wertung oder der Konkurseröffnung fortgesetzt werden (Art. 88 ff. SchKG). Erst in diesem an die Rechtsöffnung anschliessenden Stadium der eigentlichen Zwangs- vollstreckung werden die in Art. 44 SchKG vorbehaltenen besonderen strafrechtli- chen Bestimmungen zur Beschlagnahmung und Verwertung von Vermögenswer- ten des Schuldners relevant. Vorher und folglich auch im hier zu beurteilenden Stadium der Beseitigung des Rechtsvorschlags durch Rechtsöffnung spielen sie jedoch (noch) keine Rolle. Insbesondere schliesst eine strafrechtliche oder straf- prozessuale Beschlagnahme, Einziehung und Verwertung von Vermögensgegen- ständen des Straftäters eine eigenständige (parallele) Betreibung nach SchKG (und mithin auch die Erteilung definitiver Rechtsöffnung) für eine im Strafurteil zu- gesprochene Zivilforderung des Geschädigten auch dann nicht aus, wenn der Er- lös aus der strafrechtlichen Verwertung ganz oder teilweise dem Geschädigten zur Befriedigung dieser Forderung zugewiesen wurde.”
Der Vorbehalt nach Art. 44 SchKG tritt nicht bereits im Einleitungsverfahren der Betreibung ein. Er wird erst bei der Fortsetzung der Betreibung bzw. bei der tatsächlichen Zwangsvollstreckung in beschlagnahmte oder eingezogene Vermögensgegenstände relevant (vgl. Art. 88 ff. SchKG).
“Vor diesem Hintergrund ist die grundsätzliche Zulässigkeit der vorlie- genden Betreibung und einer in deren Rahmen erteilten definitiven Rechtsöffnung für die im Strafurteil zugesprochene privatrechtliche Forderung (abzüglich geleis- teter Teilzahlung) ohne Weiteres zu bejahen und an der sachlichen Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung nicht zu zweifeln. Denn die Betrei- bung betrifft nicht die in Art. 44 SchKG vorbehaltene Verwertung der eingezoge- nen Vermögenswerte, sondern die zwangsweise Durchsetzung der adhäsions- weise zuerkannten Geldforderung der Gesuchstellerin. Der von der Gesuchsgeg- nerin angerufene Vorbehalt von Art. 44 SchKG kommt dabei nicht schon im Ein- leitungsverfahren, sondern erst nach Fortsetzung der Betreibung (Art. 88 SchKG) - 12 - bei der eigentlichen Zwangsvollstreckung in die beschlagnahmten bzw. eingezo- genen Vermögensgegenstände zum Tragen, indem diese dem Zugriff nach den Vorschriften von Art. 89 ff. SchKG entzogen sind. Inwiefern sich die Vorinstanz, deren Entscheid im Rahmen des Einleitungsverfahrens erging, die Kompetenz angemasst haben sollte, "in ein rechtskräftig angeordnetes strafprozessuales Ver- wertungsverfahren zu intervenieren" (so Urk. 15 Rz 10), ist deshalb nicht ersicht- lich. Entgegen den Vorbringen der Gesuchsgegnerin (Urk. 15 Rz 11) ist auch nicht unklar, auf welcher Rechtsgrundlage das Strafgericht die strafrechtliche Ver- wertung der beschlagnahmten Gegenstände zu Gunsten der Gesuchstellerin (Pri- vatklägerin) verfügte. Nachdem im Strafurteil ausdrücklich von der "Verpflichtung der Beschuldigten [Gesuchsgegnerin] zur Leistung einer Ersatzforderung an den Staat" (im Sinne von Art.”
“Vor diesem Hintergrund ist die grundsätzliche Zulässigkeit der vorlie- genden Betreibung und einer in deren Rahmen erteilten definitiven Rechtsöffnung für die im Strafurteil zugesprochene privatrechtliche Forderung (abzüglich geleis- teter Teilzahlung) ohne Weiteres zu bejahen und an der sachlichen Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung nicht zu zweifeln. Denn die Betrei- bung betrifft nicht die in Art. 44 SchKG vorbehaltene Verwertung der eingezoge- nen Vermögenswerte, sondern die zwangsweise Durchsetzung der adhäsions- weise zuerkannten Geldforderung der Gesuchstellerin. Der von der Gesuchsgeg- nerin angerufene Vorbehalt von Art. 44 SchKG kommt dabei nicht schon im Ein- leitungsverfahren, sondern erst nach Fortsetzung der Betreibung (Art. 88 SchKG) - 12 - bei der eigentlichen Zwangsvollstreckung in die beschlagnahmten bzw. eingezo- genen Vermögensgegenstände zum Tragen, indem diese dem Zugriff nach den Vorschriften von Art. 89 ff. SchKG entzogen sind. Inwiefern sich die Vorinstanz, deren Entscheid im Rahmen des Einleitungsverfahrens erging, die Kompetenz angemasst haben sollte, "in ein rechtskräftig angeordnetes strafprozessuales Ver- wertungsverfahren zu intervenieren" (so Urk. 15 Rz 10), ist deshalb nicht ersicht- lich. Entgegen den Vorbringen der Gesuchsgegnerin (Urk. 15 Rz 11) ist auch nicht unklar, auf welcher Rechtsgrundlage das Strafgericht die strafrechtliche Ver- wertung der beschlagnahmten Gegenstände zu Gunsten der Gesuchstellerin (Pri- vatklägerin) verfügte.”
Führt Art. 44 SchKG zur Anwendung, geht eine bereits strafrechtlich erfolgte Beschlagnahme und Einziehung den nachfolgenden Pfändungen oder einem Konkursbeschlag vor. Im Betreibungsverfahren sind die derart betroffenen Gegenstände daher nur „vorrangbelastet“ und können dem Staat bzw. den gestützt auf die Strafsache begünstigten Geschädigten ein Aussonderungsrecht gegenüber übrigen Gläubigern verschaffen. Die Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG berührt nicht die Erfordernis, für eine zivilrechtliche Geldforderung das Einleitungsverfahren des SchKG zu durchlaufen.
“Im Übrigen legen die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die dagegen gerichteten Ausfüh- rungen in der Beschwerdeschrift die Vermutung nahe, dass sowohl die Vorinstanz als auch die Gesuchsgegnerin die beiden unterschiedlichen und klar voneinander zu trennenden Rechtsfiguren der (hier nicht ausgefällten [vgl. Urk. 4/2 S. 9 Disp.- Ziff. 15] und deshalb auch nicht weiter interessierenden) öffentlichrechtlichen Er- - 13 - satzforderung des Staates nach Art. 71 StGB einerseits und einer im Strafurteil gestützt auf Art. 122 ff. StPO adhäsionsweise zugesprochenen Zivilforderung (Urk. 4/2 S. 9 Disp.-Ziff. 13 f.) andererseits vermengen. Auf die Verwertung von Gegenständen, die nach Art. 70 StGB eingezogen wurden, findet Art. 44 SchKG zwar Anwendung (BSK SchKG I-Acocella, Art. 44 N 3 m.w.Hinw.; SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Das ändert nach dem Gesagten je- doch nichts daran, dass für die zwangsweise Vollstreckung der zivilrechtlichen Geldschuld aus dem Strafurteil das Einleitungsverfahren des SchKG (Betrei- bungsbegehren, Zahlungsbefehl, Rechtsvorschlag, Rechtsöffnung) zu durch- schreiten ist und die Zulässigkeit der Betreibung (vgl. Art. 38 SchKG) sowie die Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung zu bejahen sind. Die Wirkung der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG erschöpft sich in casu darin, dass die bereits erfolgte strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der deliktisch erworbenen Vermögenswerte bzw. ihrer Surrogate einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vorgehen, diese Gegenstände im (zulässigen) Be- treibungsverfahren zur Vollstreckung der auf Geldzahlung lautenden Forderung der Gesuchstellerin mithin nicht mehr bzw. nur noch "vorrangbelastet", d.h. gleich- sam "zweitrangig" gepfändet oder mit Konkursbeschlag belegt werden können. Dadurch kommt dem Staat und indirekt (über Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB) auch den durch die Straftat Geschädigten letztlich nur (aber immerhin) ein Aussonderungs- recht gegenüber den restlichen Gläubigern der Gesuchsgegnerin zu (KUKO SchKG-Rohner, Art. 44 N 7). Dass die als Geschädigte derart privilegierte Ge- suchstellerin im vorliegenden Fall mit der Betreibungsgläubigerin identisch ist (wie auch die Gesuchsgegnerin zutreffend bemerkt [Urk. 15 Rz 17]), ändert daran nichts. Den von der Gesuchsgegnerin aus der Anwendbarkeit von Art.”
Eine strafprozessuale Kontensperre bzw. Beschlagnahme beschränkt zwar die Verfügungsmacht über Vermögenswerte, lässt aber die Eigentumsverhältnisse unberührt. Sie wirkt sich nach der zitierten Rechtsprechung nicht auf Bestand und Höhe der geschuldeten Verrechnungssteuerforderung und damit grundsätzlich auch nicht auf die akzessorisch geschuldeten Verzugszinsen aus.
“Dagegen sind im angefochtenen Urteil aber zu Recht folgende Erwägungen zu finden: Vorliegend ist eine Sicherstellungsverfügung im Sinne von Art. 47 VStG nicht aktenkundig. Bei der vorliegenden Kontensperre bzw. Beschlagnahmung handelt es sich um eine provisorische strafprozessuale Massnahme im Sinne von Art. 263 ff. der Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO, SR 312.0), die zwar die Verfügungsmacht über die Vermögenswerte einschränkt, die Eigentumsverhältnisse aber unberührt lässt. Eine strafprozessuale Kontensperre bzw. Beschlagnahme hat aber (im Einklang mit Art. 46 VStrR i.V.m. mit Art. 44 SchKG, siehe: BGE 120 IV 365 E. 2) keinen Einfluss auf den Bestand und die Höhe der geschuldeten Verrechnungssteuerforderung und damit grundsätzlich auch nicht auf die akzessorisch geschuldeten Verzugszinsen (zum Ganzen ausführlich und überzeugend E. 8.3 des angefochtenen Urteils; aufgrund dieser Erwägung erweist sich u.a. auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin als unzutreffend, die EStV habe das Recht gehabt, sich die Sicherheit überweisen zu lassen).”
“Dagegen sind im angefochtenen Urteil aber zu Recht folgende Erwägungen zu finden: Vorliegend ist eine Sicherstellungsverfügung im Sinne von Art. 47 VStG nicht aktenkundig. Bei der vorliegenden Kontensperre bzw. Beschlagnahmung handelt es sich um eine provisorische strafprozessuale Massnahme im Sinne von Art. 263 ff. der Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO, SR 312.0), die zwar die Verfügungsmacht über die Vermögenswerte einschränkt, die Eigentumsverhältnisse aber unberührt lässt. Eine strafprozessuale Kontensperre bzw. Beschlagnahme hat aber (im Einklang mit Art. 46 VStrR i.V.m. mit Art. 44 SchKG, siehe: BGE 120 IV 365 E. 2) keinen Einfluss auf den Bestand und die Höhe der geschuldeten Verrechnungssteuerforderung und damit grundsätzlich auch nicht auf die akzessorisch geschuldeten Verzugszinsen (zum Ganzen ausführlich und überzeugend E. 8.3 des angefochtenen Urteils; aufgrund dieser Erwägung erweist sich u.a. auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin als unzutreffend, die EStV habe das Recht gehabt, sich die Sicherheit überweisen zu lassen).”
Der Vorrang der Straf- oder Fiskalbehörden im Sinn von Art. 44 SchKG gilt für Gegenstände, die kraft strafrechtlicher Bestimmungen unmittelbar der Strafverfolgung/Confiscation unterliegen (z.B. konfiszierte Vermögenswerte nach Art. 69 ff. StGB). Bei Werten, die nur mittelbar mit einer Straftat verbunden sind oder die durch Art. 71 StGB in eine Ersatz- bzw. Ausgleichsforderung umgewandelt worden sind, findet die gesetzliche Vorrangregel zugunsten des Straf- oder Fiskalrechts nicht durchgehend Anwendung; die Praxis weist darauf hin, dass solche Ersatzforderungen bzw. die Verwertung der hierunter fallenden sequestrierten Werte nach den Regeln der Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) zu erfolgen haben.
“Solche Ersatzforderungen seien im Verfahren nach SchKG zu vollstrecken. Auch unter Berücksichtigung von Art. 263 Abs. 1 StPO sei eine Restitutionsbeschlagnahme zugunsten des Geschädigten nur dann möglich, wenn Gegenstände betroffen seien, die diesem direkt entzogen worden seien. Vorliegend könne davon ausgegangen werden, dass sich die Ge- suchsgegnerin durch delinquentes Verhalten unrechtmässig am Vermögen der Gesuchstellerin bereichert und die veruntreuten Gelder anschliessend für den Kauf der beschlagnahmten Luxusgüter verwendet habe. Damit wiesen die zu ver- wertenden Gegenstände zwar einen mittelbaren Zusammenhang mit dem delin- quenten Verhalten der Gesuchsgegnerin auf, sie seien aber nicht unmittelbar durch die Straftat hervorgebracht worden. Es handle sich bei den beschlagnahm- ten und zu verwertenden Gegenständen um Ersatzforderungen im Sinne von Art. 71 StGB und nicht um solche, die nach Art. 69 f. StGB unmittelbar durch die Straftat erlangt worden seien. Der Vorrang der Strafbehörden im Sinne von Art. 44 SchKG finde somit aufgrund des fehlenden unmittelbaren Zusammen- hangs der beschlagnahmten und zu verwertenden Gegenstände/Liegenschaften mit der Straftat keine Anwendung. Die Ersatzforderungen der Gesuchstellerin seien folglich im Verfahren nach SchKG zu vollstrecken. Damit sei auch die Zu- ständigkeit der Rechtsöffnungsrichterin nach Art. 84 Abs. 1 SchKG gegeben (Urk. 16 S. 6 f. E. IV.4.1–3). Was die geltend gemachte Tilgung betreffe, müsse diese (strikt) bewiesen werden, und zwar mit Urkunden. Im Falle einer teilweisen Tilgung habe der Schuldner durch Urkunden den Grund der Tilgung und den genauen Betrag der getilgten Schuld darzulegen. Tilgung sei primär Zahlung, wobei dem Schuldner auch der Nachweis obliege, dass die Zahlung die in Betreibung gesetzte Forde- rung betroffen habe. Obschon das Strafurteil die Verwertung der beschlagnahm- ten Gegenstände sowie die Zuteilung des Erlöses (u.a. auch) an die Gesuchstel- - 8 - lerin ausdrücklich anordne, gelte es festzuhalten, dass eine entsprechende Zutei- lung bzw.”
“Aux termes de l'art. 71 al. 3 CP, l'autorité d'instruction peut placer sous séquestre, en vue de l'exécution d'une créance compensatrice, des valeurs patrimoniales appartenant à la personne concernée; le séquestre ne crée pas de droit de préférence en faveur de l'État lors de l'exécution forcée de la créance compensatrice. Selon la jurisprudence, l'exécution d'une créance compensatrice, à savoir en particulier la poursuite de celle-ci, la réalisation des biens séquestrés et la distribution des deniers, doit être effectuée conformément aux prescriptions de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite (LP; RS 281.1) par les autorités compétentes en vertu de cette loi. Cela est déduit de l'art. 71 al. 3, 2ème phrase, CP, qui dispose que le séquestre ne crée pas de droit de préférence en faveur de l'État, excluant ainsi l'application de la réserve prévue par l'art. 44 LP en faveur des droits pénal et fiscal concernant la réalisation d'objets confisqués (ATF 142 III 174 consid. 3.1.2; 141 IV 260 consid. 3.2; arrêts 6B_1362/2020 du 20 juin 2022 consid. 23.5.4; 6B_439/2019 du 12 septembre 2019 consid. 2.3.2; 1B_114/2015 du 1er juillet 2015 consid. 4.4.1; 1B_300/2013 du 14 avril 2014 consid. 5.3.1; LAURA JACQUEMOUD-ROSSARI, La créance compensatrice: état des lieux de la jurisprudence, in: SJ 2019 II p. 281, spéc. p. 298 s.). Destiné à garantir l'exécution de la créance compensatrice, le séquestre prévu par l'art. 71 al. 3 CP subsiste ainsi après l'entrée en force du jugement au fond et jusqu'à son remplacement par une mesure du droit des poursuites (ATF 141 IV 360 consid. 3.2 et les références citées). En revanche, à défaut d'un droit préférentiel de l'État, les biens et valeurs séquestrés ne peuvent pas servir directement à l'extinction d'une créance compensatrice (arrêts 6B_1362/2020 précité consid. 23.5.4; 6B_439/2019 précité consid. 2.4.4).”
“2 ; Baumann, in Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, Niggli/Heer/Wiprächtiger [éd.], 2e éd., 2014, n. 42 ad art. 70/71 CP ; Schmid, Kommentar, op. cit., n. 210 ad art. 70-72 CP; le même, op. cit., p. 355). L'estimation peut se rapporter à l'ensemble des facteurs qui, dans un cas concret, sont pertinents pour évaluer le montant à confisquer (Schmid, Kommentar, op. cit., n. 209 ad art. 70-72 CP; le même, RPS 1995, op. cit., p. 355; Trechsel/Jean-Richard, in Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Trechsel/Pieth [éd.], 2e éd. 2013, n. 17 ad art. 70 CP). La disposition permet donc de pallier une incertitude quantitative par différents facteurs d'estimation. Dans cette mesure et compte tenu du but poursuivi par l'article 70 al. 1 CP, il faut également admettre que le juge peut renoncer à chiffrer de façon explicite la quotité de la mesure, s'il est à même d'en circonscrire l'objet et de le désigner de façon suffisamment précise. Enfin, l’article 70 al. 1 CP prime sur une saisie ou sur un séquestre ou en cas de faillite (cf. art. 44 LP ; arrêt du TF du 06.03.2017 [1B_388/2016] cons. 3.3). d) Lorsque les valeurs à confisquer ne sont plus disponibles, le juge ordonne, conformément à l'article 71 CP, leur remplacement par une créance compensatrice de l'Etat d'un montant équivalent, dont le but est d'éviter que celui qui a disposé des objets ou valeurs à confisquer soit privilégié par rapport à celui qui les a conservés (ATF 124 I 6 cons. 4b/bb ; 123 IV 70 cons. 3). Selon le Tribunal fédéral (arrêt du TF du 22.05.2015 [6B_352/2014] cons. 8.1), le montant de la créance compensatrice doit, en règle générale, être arrêté selon le principe des recettes brutes (cf. ATF 124 I 6 cons. 4b bb ; 119 IV 17 cons. 2a). Ce principe n'est cependant pas absolu. Dans tous les cas, il y a lieu de respecter le principe de la proportionnalité. Ainsi, l'article 71 al. 2 CP prévoit que le juge peut renoncer totalement ou partiellement à la créance compensatrice s'il est à prévoir qu'elle ne serait pas recouvrable ou qu'elle entraverait sérieusement la réinsertion de la personne concernée.”
“73 CP permette allo Stato di rinunciare ad una propria pretesa a favore del danneggiato allo scopo di facilitare il risarcimento del danno di questi (DTF 145 IV 237 consid. 3.1.). Se, secondo l’art. 70 CP, è ordinata la confisca di valori patirmoniali che provengono da reati contro gli interessi individuali del danneggiato, l’art. 73 cpv. 1 lit. b CP consente quindi, a titolo sussidiario in assenza di restituzione diretta giusta l’art. 70 cpv. 1 in fine CP, di assegnarli alla persona lesa (DTF 145 IV 237 consid. 3.2./3.3.). 4.3.4. La confisca è assicurata con il sequestro giusta l’art. 263 CPP. 4.4. La realizzazione di oggetti confiscati in virtù di leggi d’ordine penale o fiscale oppure in virtù della legge del 18 dicembre 2015 sui valori patrimoniali di provenienza illecita ha luogo secondo le disposizioni delle relative leggi federali o cantonali (art. 44 LEF). Secondo la giurisprudenza, questa riserva di legge vale per la confisca di oggetti pericolosi (art. 69 CP) o di valori patrimoniali (art. 70, 72 CP) e, anche, per i sequestri penali eseguiti a garanzia di una futura confisca o restituzione ai danneggiati (art. 263 cpv. 1 lit. c-d CPP) [DTF 131 III 652 consid. 3.1.; 120 IV 365 consid. 2.a); 115 III 1 consid. 3.a); decisioni TF 5A_367/2019 del 23.6.2020 consid. 3.1.; 5A_150/2015 del 4.6.2015 consid. 5.2.2.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.2.; sentenze CEF inc. 14.2021.141 del 15.4.2022 consid. 6.1.; inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.; ZK StPO – S. HEIMGARTNER, op. cit., art. 263 CPP n. 28; StGB Praxiskommentar – S. TRECHSEL / M. PIETH / M. JEAN-RICHARD, op. cit., art. 70 CP n. 10; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 2/3]. Si tratta di misure provvisionali destinate a garantire una prospettata (o prospettabile) espropriazione dell’attivo patrimoniale sequestrato a favore dello Stato o del danneggiato, espropriazione che sottraendolo al patrimonio del suo proprietario o titolare attuale (di solito l’imputato o il condannato) specularmente lo porrà al di fuori della portata dei suoi creditori.”
Betreibungs- und Konkursämter sowie die Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sind an straf- oder fiskalrechtliche Verfügungen über beschlagnahmte Gegenstände gebunden und dürfen diese Verfügungen nicht selbständig materiell überprüfen oder ihnen eine entgegenstehende Verfügung entgegensetzen. Ausgenommen sind nur Fälle, in denen die Beschlagnahme nach dem anwendbaren Recht offensichtlich unzulässig und damit nichtig ist. Führt ein Betreibungsamt trotz bestehender straf- oder fiskalrechtlicher Beschlagnahme Verwertungshandlungen durch, sind die in dieser Absicht vorgenommenen Betreibungshandlungen nichtig.
“Wie bereits in früheren Verfahren vor der hiesigen Kammer thematisiert (vgl. OGer ZH PS200179 vom 21. Oktober 2020, E. 4.4 und OGer ZH PS220024 vom 5. April 2022, E. 6.2), erfährt die Verwertung von Gegenständen, die aufgrund des StGB oder der StPO mit Beschlag belegt sind, aufgrund des Vorbehalts von Art. 44 SchKG eine Art Privilegierung und geschieht daher nicht nach den Vor- schriften des SchKG, sondern nach den einschlägigen Bestimmungen dieser Ge- setze. Weder die Schuldbetreibungs- und Konkursämter noch die Aufsichtsbehör- den in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sind befugt, eine strafrechtliche oder fiskalische Beschlagnahmung einer rechtlichen Prüfung zu unterziehen. Da- von ausgenommen sind Fälle, in denen die Beschlagnahmung offensichtlich un- zulässig und damit nichtig ist. Unter dem Vorbehalt der Fälle von Nichtigkeit ha- ben die Betreibungs- und Konkursämter die Beschlagnahme somit zu respektie- ren, weshalb sie einer solchen keine eigene gegenteilige Verfügung entgegenset- zen dürfen (Art. 44 SchKG; BGE 142 III 174 E. 3.1 und 3.1.1; BGE 139 III 44 E. 3.2.2; BGE 131 III 652 E. 3.1; BGer 5A_18/2024 vom 9. April 2024 E. 2; BGer 4A_467/2018 vom 9. Mai 2019 E. 5.3; BSK SchKG I-ACOCELLA, a.a.O., Art. 44, N 7; KUKO SchKG-ROHNER, a.a.O., Art. 44, N 1).”
“Das (Nicht-) Tätigwerden des Betreibungs- oder Konkursamtes kann vor die Aufsichtsbehörden gebracht werden, um zu prüfen, ob das Vorgehen in Nachachtung einer von den Straf- bzw. Fiskalbehörden erteilten Anordnung gemäss Art. 44 SchKG erfolgt ist (Urteil 5A_133/2019 vom 20. Juli 2020 E. 3.4.2). Streitigkeiten über die Zulässigkeit einer Beschlagnahme sind jedoch grundsätzlich vor den anordnenden Behörden bzw. auf dem diesbezüglich massgeblichen Rechtsweg auszufechten. Weder die Schuldbetreibungs- und Konkursämter noch die Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sind befugt, eine strafrechtliche oder fiskalische Beschlagnahmung einer rechtlichen Prüfung zu unterziehen; ausgenommen bleiben Fälle, in denen die Beschlagnahmung nach Massgabe des anwendbaren Rechts offensichtlich unzulässig und damit nichtig ist (BGE 131 III 652 E. 3.1). Führt ein Betreibungsamt einen strafrechtlich oder fiskalisch beschlagnahmten Vermögenswert der Verwertung zu, sind die in dieser Absicht vorgenommenen Betreibungshandlungen nichtig (BGE 139 III 44 E. 3.2.2 betreffend Nichtigkeit einer Steigerungsanzeige). Davon ausgenommen sind einzig Vermögenswerte, die zur Durchsetzung einer Ersatzforderung im Sinn von Art. 71 Abs. 3 StGB (in der bis am 31.”
“3 CP) – esclusa, riservata un’autorizzazione della competente autorità penale, che decide sulle condizioni e sugli effetti della misura penale (decisione TF 5A_367/2019 del 23.6.2020 consid. 3.1.; sentenza CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.1.). La loro realizzazione, ovvero la loro sorte, è disciplinata dal diritto penale (art. 44 LEF). Le autorità di esecuzione e fallimenti sono vincolate dalle decisioni dell’autorità penale, a meno che esse siano manifestamente nulle (DTF 131 III 652 consid. 3.1.; sentenze CEF inc. 15.2018.96 del 23.4.2019 consid. 3.1.; inc. 15.2014.138 del 23.3.2015 consid. 5.1.; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 7). Riservati i casi di nullità, gli Uffici di esecuzione e fallimenti non hanno di conseguenza il diritto di opporre ad una decisione penale una propria decisione dal contenuto contrario (DTF 139 III 44 consid. 3.2.1.; 131 III 652 consid. 3.; decisioni TF 5A_150/2015 del 4.6.2015 consid. 5.2.2.; 5A_893/2010 del 5.5.2011 consid. 2.1.; BSK SchKG – D. ACOCELLA, op. cit., art. 44 LEF n. 7). 5. 5.1. Con decreto 10.5.2023 (AI 177) il procuratore pubblico ha disposto, a crescita in giudicato della decisione, il dissequestro dei fondi presenti sulla relazione n. IBAN __________ presso __________ intestata alla __________ a favore della PI 7 per CHF 8'732.17, di PI 8 per CHF 117'273.21 e della PI 11 per CHF 13'684.45. 5.2. 5.2.1. Il diritto di essere sentito giusta gli art. 3 cpv. 2 lit. c CPP e 29 cpv. 2 Cost. comprende segnatamente il diritto di esprimersi prima che una decisione sia presa, il diritto di poter consultare gli atti e, ancora, il diritto di ottenere dall’autorità una decisione motivata. 5.2.2. La parte ha il diritto di essere sentita sugli elementi pertinenti prima dell’emanazione di una decisione che la tocca nella sua situazione giuridica (decisione TF 6B_934/2021 dell’1.”
Ist wegen einer möglichen strafrechtlichen Konfiskation die Verwertung von Vermögenswerten denkbar, spricht die Rechtsprechung dafür, solche Vermögenswerte bei der Pfändungsreihenfolge zurückhaltend zu behandeln. Ein laufender strafrechtlicher Sequester hindert nach Auffassung der zitierten Entscheidungen nicht generell das Pignorieren der betroffenen Aktiven, sondern verhindert primär deren Verwertung (Realisation), solange nicht die Konfiskation verfügt ist. Vor diesem Hintergrund sollen Aktivposten, die für eine strafrechtliche Konfiskation in Betracht kommen, regelmässig zuletzt pignoriert werden (etwa nach Immobilien), um unnötige Verzögerungen und Wiederholungspignorationen zu vermeiden.
“1 LEF); che i ricorrenti non dimostrano, comunque sia, che la confisca penale degli averi bancari sia esclusa – non producono invero neppure il decreto di sequestro penale; che contrariamente a quanto essi allegano in modo temerario, l’UE ha, già l’11 aprile 2024, interpellato il procuratore pubblico competente prima di eseguire i pignoramenti; che il magistrato ha risposto il 23 aprile di non essergli possibile autorizzare il dissequestro dei conti di RI 2, in quanto gli stessi sono suscettibili di confisca ai sensi sia dell’art. 70 che dell’art. 71 CP; che i provvedimenti impugnati resistono quindi alla critica, anche in considerazione del fatto che l’ipotesi di una confisca degli averi bancari giusta l’art. 70 CP è da assimilare a una rivendicazione di terzi nel senso dell’art. 95 cpv. 3 LEF (come “altro diritto incompatibile con il pignoramento” giusta l’art. 106 cpv. 1 LEF, cfr. Gilliéron, Commentaire de la LP, vol. II, 2000, n. 52 ad art. 95 e n. 15 ad art. 106 LEF), ciò che costituisce un ulteriore motivo per pignorarli solo dopo i beni immobiliari; che, a dispetto di quanto insegnano alcuni autori (ad esempio: Staehelin/Strub in: Basler Kommentar, SchKG I, 3a ed. 2021, n. 9 ad art. 106 LEF), a ben vedere il sequestro penale non impedisce il pignoramento né il sequestro giusta gli art. 271 segg. LEF dei beni sequestrati – ma solo la loro realizzazione –, finché non ne è stata decretata la confisca (art. 44 LEF), siccome non si può escludere che il sequestro penale venga poi revocato, specie nell’ipotesi in cui non dovessero essere accertati i presupposti per la loro confisca (sentenze della CEF 15.2022.119 del 29 novembre 2022 e 15.2023.90 del 7 settembre 2023 consid. 2.2); che, tuttavia, dalla ratio legis dell’art. 95 cpv. 3 LEF – evitare controversie che ritardano inutilmente il corso del procedimento esecutivo (DTF 79 III 18) – si deve dedurre che anche i beni la cui confisca penale appare ancora possibile devono essere pignorati in ultimo luogo onde evitare all’ufficio d’esecuzione, in caso di confisca, di dover pignorare altri beni, di cui l’escusso potrebbe del resto già aver disposto nel frattempo; che – sia precisato a scanso di equivoci – un pignoramento provvisorio degli attivi bancari giusta l’art. 281 cpv. 1 LEF non si giustifica al momento attuale, giacché lo Stato non ha ancora chiesto la prosecuzione di un’esecuzione volta per ipotesi a incassare la pretesa di risarcimento e la norma non trova applicazione nella fattispecie, finché i beni sequestrati non sono stati pignorati; che per quanto attiene ai contanti, i ricorrenti non forniscono alcuna prova della loro esistenza né del fatto che siano stati posti sotto sequestro; che di conseguenza i ricorsi di RI 2 vanno respinti; che per legge non si preleva la tassa di giustizia e non si assegnano indennità (art.”
“1 LEF); che i ricorrenti non dimostrano, comunque sia, che la confisca penale degli averi bancari sia esclusa – non producono invero neppure il decreto di sequestro penale; che contrariamente a quanto essi allegano in modo temerario, l’UE ha, già l’11 aprile 2024, interpellato il procuratore pubblico competente prima di eseguire i pignoramenti; che il magistrato ha risposto il 23 aprile di non essergli possibile autorizzare il dissequestro dei conti di RI 2, in quanto gli stessi sono suscettibili di confisca ai sensi sia dell’art. 70 che dell’art. 71 CP; che i provvedimenti impugnati resistono quindi alla critica, anche in considerazione del fatto che l’ipotesi di una confisca degli averi bancari giusta l’art. 70 CP è da assimilare a una rivendicazione di terzi nel senso dell’art. 95 cpv. 3 LEF (come “altro diritto incompatibile con il pignoramento” giusta l’art. 106 cpv. 1 LEF, cfr. Gilliéron, Commentaire de la LP, vol. II, 2000, n. 52 ad art. 95 e n. 15 ad art. 106 LEF), ciò che costituisce un ulteriore motivo per pignorarli solo dopo i beni immobiliari; che, a dispetto di quanto insegnano alcuni autori (ad esempio: Staehelin/Strub in: Basler Kommentar, SchKG I, 3a ed. 2021, n. 9 ad art. 106 LEF), a ben vedere il sequestro penale non impedisce il pignoramento né il sequestro giusta gli art. 271 segg. LEF dei beni sequestrati – ma solo la loro realizzazione –, finché non ne è stata decretata la confisca (art. 44 LEF), siccome non si può escludere che il sequestro penale venga poi revocato, specie nell’ipotesi in cui non dovessero essere accertati i presupposti per la loro confisca (sentenze della CEF 15.2022.119 del 29 novembre 2022 e 15.2023.90 del 7 settembre 2023 consid. 2.2); che, tuttavia, dalla ratio legis dell’art. 95 cpv. 3 LEF – evitare controversie che ritardano inutilmente il corso del procedimento esecutivo (DTF 79 III 18) – si deve dedurre che anche i beni la cui confisca penale appare ancora possibile devono essere pignorati in ultimo luogo onde evitare all’ufficio d’esecuzione, in caso di confisca, di dover pignorare altri beni, di cui l’escusso potrebbe del resto già aver disposto nel frattempo; che – sia precisato a scanso di equivoci – un pignoramento provvisorio degli attivi bancari giusta l’art. 281 cpv. 1 LEF non si giustifica al momento attuale, giacché lo Stato non ha ancora chiesto la prosecuzione di un’esecuzione volta per ipotesi a incassare la pretesa di risarcimento e la norma non trova applicazione nella fattispecie, finché i beni sequestrati non sono stati pignorati; che per quanto attiene ai contanti, i ricorrenti non forniscono alcuna prova della loro esistenza né del fatto che siano stati posti sotto sequestro; che di conseguenza i ricorsi di RI 2 vanno respinti; che per legge non si preleva la tassa di giustizia e non si assegnano indennità (art.”
Art. 44 SchKG betrifft die Beschlagnahme und Verwertung bestimmter Vermögenswerte, die im Zusammenhang mit einem Strafverfahren stehen, und stellt diese Verfügungen ausserhalb der sonst im SchKG geregelten Zwangsvollstreckung. Damit schafft die Bestimmung eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme‑ und Verwertungsregeln der Straf‑/Fiskalgesetzgebung und den Regeln des SchKG, indem die SchKG‑Regeln über Zwangsbeschlag und Verwertung für diese Fälle zurücktreten. Art. 44 SchKG ändert indessen nichts am gesetzlichen Vollstreckungsweg für Geldschulden nach dem SchKG.
“Die Bestimmung von Art. 44 SchKG regelt somit nur die Beschlag- nahme und Verwertung ganz bestimmter Vermögenswerte ausserhalb der Be- stimmungen des SchKG, nämlich solcher, die unmittelbar im Zusammenhang mit einem Strafverfahren stehen. Sie können nicht Bestandteil eines Zwangsvollstre- ckungsverfahrens nach SchKG sein (SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Art. 44 SchKG relativiert jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Zwangs- vollstreckung einer (hier privatrechtlichen) Geldschuld an sich. Er derogiert mit an- deren Worten nicht Art. 38 SchKG, sondern schafft lediglich eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme- und Verwertungsvorschriften des für die Vollstreckung von Geldschulden grundsätzlich anwendbaren Schuldbetrei- bungs- und Konkursrechts und der Strafgesetzgebung, indem die Regeln des SchKG über Zwangsbeschlag und Verwertung – und nur sie – zurückzutreten ha- ben. Art. 44 SchKG ändert somit nichts daran, dass Geldschulden auf dem Betrei- bungsweg gemäss SchKG (mit den dort vorbehaltenen Abweichungen) zu voll- strecken sind. Letzteres sieht vor, dass die Betreibung – wie vorliegend geschehen – durch ein Betreibungsbegehren (in der Regel) am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 Abs. 1 SchKG) und den gestützt darauf erlassenen Zahlungsbefehl angehoben - 11 - wird (vgl. Art. 67 und Art. 69 ff. SchKG). Erhebt der Schuldner gegen den Zah- lungsbefehl Rechtsvorschlag (Art. 74 SchKG), bewirkt dieser die (vorläufige) Ein- stellung der Betreibung (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Der Gläubiger, der (wie hier) über einen definitiven Rechtsöffnungstitel verfügt, kann aber beim Einzelgericht im summarischen Verfahren (Art. 251 lit. a SchKG und § 24 lit. c GOG) am Betrei- bungsort (Art. 84 Abs. 1 SchKG) die Aufhebung des Rechtsvorschlags durch defi- nitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 SchKG). Wird diese erteilt, ist das Einlei- tungsverfahren abgeschlossen und kann der Gläubiger das Fortsetzungsbegeh- ren stellen.”
“Die Bestimmung von Art. 44 SchKG regelt somit nur die Beschlag- nahme und Verwertung ganz bestimmter Vermögenswerte ausserhalb der Be- stimmungen des SchKG, nämlich solcher, die unmittelbar im Zusammenhang mit einem Strafverfahren stehen. Sie können nicht Bestandteil eines Zwangsvollstre- ckungsverfahrens nach SchKG sein (SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Art. 44 SchKG relativiert jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Zwangs- vollstreckung einer (hier privatrechtlichen) Geldschuld an sich. Er derogiert mit an- deren Worten nicht Art. 38 SchKG, sondern schafft lediglich eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme- und Verwertungsvorschriften des für die Vollstreckung von Geldschulden grundsätzlich anwendbaren Schuldbetrei- bungs- und Konkursrechts und der Strafgesetzgebung, indem die Regeln des SchKG über Zwangsbeschlag und Verwertung – und nur sie – zurückzutreten ha- ben. Art. 44 SchKG ändert somit nichts daran, dass Geldschulden auf dem Betrei- bungsweg gemäss SchKG (mit den dort vorbehaltenen Abweichungen) zu voll- strecken sind.”
Praktische Folge: Das SchKG-Einleitungsverfahren und die zwangsweise Durchsetzung zivilrechtlicher Geldforderungen bleiben grundsätzlich zu durchlaufen; Art. 44 SchKG hebt das SchKG oder dessen Zuständigkeitsregeln nicht auf. Art. 44 bewirkt lediglich, dass die Beschlagnahme und Verwertung bestimmter straf‑ oder fiskalrechtlich bzw. nach dem genannten Bundesgesetz betroffener Vermögenswerte den nach SchKG möglichen Pfändungs‑ oder Konkursgriffen vorgehen bzw. diesen gegenüber ein vorrangiges Aussonderungsrecht verschaffen kann. Damit ändert Art. 44 nur die Rangfolge im Konfliktfall, nicht den grundsätzlichen Vollstreckungsweg nach SchKG.
“Die Bestimmung von Art. 44 SchKG regelt somit nur die Beschlag- nahme und Verwertung ganz bestimmter Vermögenswerte ausserhalb der Be- stimmungen des SchKG, nämlich solcher, die unmittelbar im Zusammenhang mit einem Strafverfahren stehen. Sie können nicht Bestandteil eines Zwangsvollstre- ckungsverfahrens nach SchKG sein (SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Art. 44 SchKG relativiert jedoch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Weg der Zwangs- vollstreckung einer (hier privatrechtlichen) Geldschuld an sich. Er derogiert mit an- deren Worten nicht Art. 38 SchKG, sondern schafft lediglich eine Rangordnung zwischen den konkurrierenden Beschlagnahme- und Verwertungsvorschriften des für die Vollstreckung von Geldschulden grundsätzlich anwendbaren Schuldbetrei- bungs- und Konkursrechts und der Strafgesetzgebung, indem die Regeln des SchKG über Zwangsbeschlag und Verwertung – und nur sie – zurückzutreten ha- ben. Art. 44 SchKG ändert somit nichts daran, dass Geldschulden auf dem Betrei- bungsweg gemäss SchKG (mit den dort vorbehaltenen Abweichungen) zu voll- strecken sind. Letzteres sieht vor, dass die Betreibung – wie vorliegend geschehen – durch ein Betreibungsbegehren (in der Regel) am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 Abs. 1 SchKG) und den gestützt darauf erlassenen Zahlungsbefehl angehoben - 11 - wird (vgl. Art. 67 und Art. 69 ff. SchKG). Erhebt der Schuldner gegen den Zah- lungsbefehl Rechtsvorschlag (Art.”
“15 Rz 14) kann somit verzichtet werden, zumal im Rechtsöffnungsverfahren die Urkundenedition und der Aktenbeizug von anderen Behörden ohnehin nur ausnahmsweise zulässig sind (BSK SchKG I-Staehelin, Art. 84 N 57; KUKO SchKG-Vock, Art. 84 N 21). Zudem handelt es sich hierbei um einen im Beschwerdeverfahren unzulässigen neuen Antrag, der im Ergebnis auf eine Erweiterung des vorinstanzlichen Pro- zessstoffs abzielt (Art. 326 Abs. 1 ZPO und vorne, E. II.3). Im Übrigen legen die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die dagegen gerichteten Ausfüh- rungen in der Beschwerdeschrift die Vermutung nahe, dass sowohl die Vorinstanz als auch die Gesuchsgegnerin die beiden unterschiedlichen und klar voneinander zu trennenden Rechtsfiguren der (hier nicht ausgefällten [vgl. Urk. 4/2 S. 9 Disp.- Ziff. 15] und deshalb auch nicht weiter interessierenden) öffentlichrechtlichen Er- - 13 - satzforderung des Staates nach Art. 71 StGB einerseits und einer im Strafurteil gestützt auf Art. 122 ff. StPO adhäsionsweise zugesprochenen Zivilforderung (Urk. 4/2 S. 9 Disp.-Ziff. 13 f.) andererseits vermengen. Auf die Verwertung von Gegenständen, die nach Art. 70 StGB eingezogen wurden, findet Art. 44 SchKG zwar Anwendung (BSK SchKG I-Acocella, Art. 44 N 3 m.w.Hinw.; SK SchKG-Krüsi, Art. 44 N 3). Das ändert nach dem Gesagten je- doch nichts daran, dass für die zwangsweise Vollstreckung der zivilrechtlichen Geldschuld aus dem Strafurteil das Einleitungsverfahren des SchKG (Betrei- bungsbegehren, Zahlungsbefehl, Rechtsvorschlag, Rechtsöffnung) zu durch- schreiten ist und die Zulässigkeit der Betreibung (vgl. Art. 38 SchKG) sowie die Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung zu bejahen sind. Die Wirkung der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG erschöpft sich in casu darin, dass die bereits erfolgte strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der deliktisch erworbenen Vermögenswerte bzw. ihrer Surrogate einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vorgehen, diese Gegenstände im (zulässigen) Be- treibungsverfahren zur Vollstreckung der auf Geldzahlung lautenden Forderung der Gesuchstellerin mithin nicht mehr bzw. nur noch "vorrangbelastet", d.h. gleich- sam "zweitrangig" gepfändet oder mit Konkursbeschlag belegt werden können.”
Art. 44 SchKG nimmt die Verwertung und die mit ihr verbundenen Beschlagnahmefolgen bestimmter Vermögenswerte aus dem Anwendungsbereich des SchKG und ordnet stattdessen die Anwendung der einschlägigen straf‑ oder fiskalrechtlichen Vorschriften an. Die Bedingungen, Durchführung und Rechtsfolgen solcher konfiskationsgleichen Massnahmen sind demnach grundsätzlich von den zuständigen Straf‑ bzw. Fiskalbehörden bzw. -gerichten zu beurteilen. Betreibungs‑ und Konkursbehörden sind verpflichtet, diese Beschlagnahmen zu respektieren und dürfen ihnen nicht durch eigene, entgegenstehende Verfügungen entgegenwirken; ausgenommen sind nur Fälle, in denen die Beschlagnahme nach dem anwendbaren Recht offensichtlich unzulässig (nichtig) ist.
“Wie bereits in früheren Verfahren vor der hiesigen Kammer thematisiert (vgl. OGer ZH PS200179 vom 21. Oktober 2020, E. 4.4 und OGer ZH PS220024 vom 5. April 2022, E. 6.2), erfährt die Verwertung von Gegenständen, die aufgrund des StGB oder der StPO mit Beschlag belegt sind, aufgrund des Vorbehalts von Art. 44 SchKG eine Art Privilegierung und geschieht daher nicht nach den Vor- schriften des SchKG, sondern nach den einschlägigen Bestimmungen dieser Ge- setze. Weder die Schuldbetreibungs- und Konkursämter noch die Aufsichtsbehör- den in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sind befugt, eine strafrechtliche oder fiskalische Beschlagnahmung einer rechtlichen Prüfung zu unterziehen. Da- von ausgenommen sind Fälle, in denen die Beschlagnahmung offensichtlich un- zulässig und damit nichtig ist. Unter dem Vorbehalt der Fälle von Nichtigkeit ha- ben die Betreibungs- und Konkursämter die Beschlagnahme somit zu respektie- ren, weshalb sie einer solchen keine eigene gegenteilige Verfügung entgegenset- zen dürfen (Art. 44 SchKG; BGE 142 III 174 E. 3.1 und 3.1.1; BGE 139 III 44 E. 3.2.2; BGE 131 III 652 E. 3.1; BGer 5A_18/2024 vom 9. April 2024 E. 2; BGer 4A_467/2018 vom 9. Mai 2019 E. 5.3; BSK SchKG I-ACOCELLA, a.a.O., Art. 44, N 7; KUKO SchKG-ROHNER, a.a.O., Art. 44, N 1).”
“Gemäss Art. 44 SchKG geschieht die Verwertung von Gegenständen, welche (unter anderem) aufgrund strafrechtlicher Gesetze mit Beschlag belegt sind, nach den zutreffenden eidgenössischen oder kantonalen Gesetzesbestim- mungen. Die Vorschrift kommt zur Anwendung, wenn Vermögenswerte von den Strafuntersuchungsbehörden oder vom Richter gestützt auf Art. 70 StGB eingezo- gen werden (BGer 5A_133/2019 vom 20. Juli 2020, E. 3.1.1), und erfasst entge- gen ihrem zu eng gefassten Wortlaut nicht nur die Verwertung als solche, sondern auch eine ihr vorangehende Beschlagnahme. Sie begründet einen Vorrang der einschlägigen strafrechtlichen bzw. strafprozessualen Bestimmungen über die Be- - 10 - schlagnahme und Verwertung vor dem im SchKG geregelten Pfändungs-, Kon- kurs- und Arrestbeschlag, selbst wenn dieser bereits vollzogen ist. Dieser Vorrang schliesst umgekehrt eine spätere Pfändung, Konkurseröffnung und Arrestlegung als solche nicht aus. Im Konfliktsfall geht aber die Beschlagnahme vor (BGer 5A_18/2024 vom 9.”
“Das (Nicht-) Tätigwerden des Betreibungs- oder Konkursamtes kann vor die Aufsichtsbehörden gebracht werden, um zu prüfen, ob das Vorgehen in Nachachtung einer von den Straf- bzw. Fiskalbehörden erteilten Anordnung gemäss Art. 44 SchKG erfolgt ist (Urteil 5A_133/2019 vom 20. Juli 2020 E. 3.4.2). Streitigkeiten über die Zulässigkeit einer Beschlagnahme sind jedoch grundsätzlich vor den anordnenden Behörden bzw. auf dem diesbezüglich massgeblichen Rechtsweg auszufechten. Weder die Schuldbetreibungs- und Konkursämter noch die Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sind befugt, eine strafrechtliche oder fiskalische Beschlagnahmung einer rechtlichen Prüfung zu unterziehen; ausgenommen bleiben Fälle, in denen die Beschlagnahmung nach Massgabe des anwendbaren Rechts offensichtlich unzulässig und damit nichtig ist (BGE 131 III 652 E. 3.1). Führt ein Betreibungsamt einen strafrechtlich oder fiskalisch beschlagnahmten Vermögenswert der Verwertung zu, sind die in dieser Absicht vorgenommenen Betreibungshandlungen nichtig (BGE 139 III 44 E. 3.2.2 betreffend Nichtigkeit einer Steigerungsanzeige). Davon ausgenommen sind einzig Vermögenswerte, die zur Durchsetzung einer Ersatzforderung im Sinn von Art. 71 Abs. 3 StGB (in der bis am 31.”
“Sont saisis en dernier lieu les biens frappés de séquestre, ceux que le débiteur désigne comme appartenant à des tiers et ceux que des tiers revendiquent (art. 95 al. 3 LP). 2.1.2 Lorsque la saisie porte sur une créance, le préposé prévient le tiers débiteur que désormais il ne pourra plus s'acquitter qu'en mains de l'Office (art. 99 LP). 2.1.3 Selon les termes de l'art. 44 LP, la réalisation d'objets confisqués en vertu des lois fédérales ou cantonales en matière pénale ou fiscale s'opère en conformité avec ces lois. A teneur de la jurisprudence (ATF 115 III 1 consid. 3a), cette disposition s'applique également à la mise sous mains de justice, soit au séquestre, y compris ses conditions, son exécution et ses effets, sans qu'il importe à cet égard que cette mesure porte sur des actifs qui ont été antérieurement saisis. Les conditions et les effets de la "confiscation" au sens de l'art. 44 LP doivent être jugés uniquement par les juridictions pénales ou fiscales compétentes selon les dispositions des lois pénales ou fiscales. En matière pénale, l'art. 44 LP s'applique à la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits (art. 70 al. 1 CP). Les éléments patrimoniaux confisqués - ou mis sous mains de justice en vue de leur confiscation future (art. 263 al. 1 let. d CPP) - échappent ainsi aux prescriptions de la LP, l'art. 44 LP conférant à l'Etat ou au lésé un droit de distraction par rapport aux autres créanciers (ATF 142 III 174 consid. 3.1.1). L'art. 44 LP ne s'applique en revanche pas à la créance compensatrice que peut prononcer le juge pénal lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles (art. 71 al. 1 1ère phrase CP; Krüsi, in Kommentar zum SchKG, 2017, Kren Kostkiewicz/Vock [éd.], N 4 ad art. 44 LP). Le séquestre pénal ordonné aux fins de garantir le paiement d'une telle créance compensatrice ne crée ainsi pas de droit de préférence en faveur de l'Etat ou de l'attributaire de la créance compensatrice (art.”
“91 ss LP à l'exécution du séquestre, le législateur a pris en compte le fait que certaines dispositions relatives à la saisie ne pouvaient pas s'appliquer au séquestre, les situations différentes devant être traitées différemment : alors que le créancier saisissant a établi son droit, le créancier séquestrant a pu se contenter de le rendre vraisemblable, sans que le débiteur ait eu l'occasion de le contester; il en découle un danger de séquestre injustifié, voire investigatoire, qui justifie de ne faire naître l'obligation de renseigner de la banque en mains de laquelle un séquestre est exécuté qu'à la fin du délai d'opposition de l'art. 278 LP, ou à l'issue de la procédure d'opposition (ATF 125 III 391 consid. 2d/cc). A partir de ce moment-là uniquement, le devoir de renseigner de la banque, comme tiers séquestré, l'emporte sur le secret bancaire (ATF 125 III 391 consid. 2d/bb). L'arrêt précité prend en compte de manière équitable les intérêts légitimes de chaque intéressé, à savoir de la banque tenue à son obligation de discrétion, du créancier séquestrant qui veut bénéficier de son effet de surprise, ainsi que du séquestré dont l'intérêt est la sauvegarde de la discrétion aussi longtemps qu'il peut contester le séquestre (WYLER, note sur l'ATF 125 III 391, in BlSchK 1999, p. 219). 2.3 L'application de la loi sur la poursuite pour dettes et la faillite peut être exclue en raison tant de la personne du poursuivant ou du poursuivi que de l'objet de la poursuite (GILLIERON, op. cit., n. 58 ss ad art. 38-45 LP). Ainsi, selon l'art. 44 LP, la réalisation d'objets confisqués en vertu des lois pénales et fiscales de la Confédération et des cantons s'opère en conformité des dispositions de ces lois. Selon la jurisprudence, bien que le texte légal ne parle que de la réalisation, la mise sous main de justice ("Beschlagnahme") elle-même - y compris ses conditions, son exécution et ses effets - est également visée par la disposition en cause et il importe peu qu'elle porte sur des objets qui ont été saisis ou sont tombés dans la faillite antérieurement (ATF 115 III 1 consid. 3a et les références citées). La jurisprudence a également précisé que les conditions et les effets de la "confiscation" doivent être jugés uniquement par les autorités pénales ou fiscales compétentes à teneur desdites lois pénales et fiscales. Les autorités de poursuite et de faillite n'ont pas le droit d'opposer à une "confiscation" pénale ou fiscale une décision qui leur soit propre en sens contraire, qui serait ensuite susceptible d'une plainte du droit de la poursuite.”
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