Phrase introduite par l’annexe ch. 4 de la LF du 14 juin 2024 (Mesures de lutte contre les mariages avec un mineur), en vigueur depuis le 1erjanv. 2025 (RO 2024 590;FF 2023 2127). ↩
Nouvelle teneur selon l’annexe ch. 2 de la LF du 18 déc. 2020 (Mariage pour tous), en vigueur depuis le 1erjuil. 2022 (RO 2021 747;FF 2019 8127; 2020 1223). ↩
Introduit par l’annexe ch. 17 de la LF du 18 juin 2004 sur le partenariat (RO 2005 5685;FF 2003 1192). Nouvelle teneur selon l’annexe ch. 4 de la LF du 14 juin 2024 (Mesures de lutte contre les mariages avec un mineur), en vigueur depuis le 1erjanv. 2025 (RO 2024 590;FF 2023 2127). ↩
Utilisez la page actuelle comme contexte pour rechercher, résumer, comparer ou rédiger.
23 commentaries
art. 45 al. 1 LDIP est traditionnellement interprété de manière libérale : un mariage valablement célébré à l'étranger est en principe reconnu en Suisse. La jurisprudenÎ constante considère les célébrations du mariage «in favor matrimonii», c.-à-d. qu'en cas de doute, il faut partir de la validité du mariage contracté à l'étranger.
“Nach Art. 45 Abs. 1 IPRG – in der hier massgebenden Fassung (AS 1988 1776) – wird eine im Ausland gültig geschlossene Ehe in der Schweiz anerkannt. Die Schweiz nimmt in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Ehen traditionell eine liberale Haltung ein (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht, in BBl 1983 I 263 ff., 343). Eheschliessungen sind gemäss ständiger Rechtsprechung stets «in favor matrimonii» zu betrachten. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist (BVGer E-1721/2019 vom”
“Änderung vom 14.6.2024; AS 2024 590). Nach der übergangsrechtlichen Vorschrift von Art. 199c IPRG findet Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG auch auf vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 14. Juni 2024 geschlossene Ehen Anwendung. Art. 45 Abs. 3 Bst. b IRPG gilt hingegen nur für Ehen, die nach ihrem Inkrafttreten geschlossen werden (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen ZGB [Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten] vom 23.8.2023, in BBl 2023 2127, S. 52). Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E. 2.4 [Pra 105/2016 Nr. 52]; BVR 2017 S. 483 E. 2.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend. 3.2 Nach Art. 45 Abs. 1 IPRG – in der hier massgebenden Fassung (AS 1988 1776) – wird eine im Ausland gültig geschlossene Ehe in der Schweiz anerkannt. Die Schweiz nimmt in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Ehen traditionell eine liberale Haltung ein (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht, in BBl 1983 I 263 ff., 343). Eheschliessungen sind gemäss ständiger Rechtsprechung stets «in favor matrimonii» zu betrachten. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2). Diese Auslegung von Art. 45 Abs. 1 IPRG steht im Einklang mit dem verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz der Ehe (Art. 14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3.”
RéférenÎ : LDIP art. 45 ch. 22 PertinenÎ pratique : pour la reconnaissanÎ de mariages conclus à l'étranger, le droit intertemporel joue un rôle important. À la suite des révisions de l'art. 45 LDIP — en particulier de la modification du 14 juin 2024 et de la règle transitoire qui a suivi (art. 199c LDIP) — l'applicabilité de certaines dispositions peut dépendre du fait que le mariage ait été contracté avant ou après l'entrée en vigueur de cette modification.
“Aufgrund dieser asylrechtlichen Situation verfügt der Beschwerdeführer über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz (BGer 2C_288/2020 vom 18.8.2020 E. 1.2). Trotz dieses gefestigten Aufenthaltsrechts kommt ihm aber nur unter der Voraussetzung, dass zwischen ihm und der Beschwerdeführerin eine gültige Ehe besteht, ein Anspruch auf Familiennachzug zu. Ob eine gültige Ehe besteht, ist nachfolgend zu prüfen. 3. Umstritten ist, ob die im Sudan am 13. Juli 2018 religiös geschlossene und am 28. September 2020 staatlich registrierte Ehe gültig ist. – Zur Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen ergibt sich Folgendes: 3.1 Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Sudan gibt es keine Abkommen über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von Entscheiden. Ob eine im Ausland geschlossene Ehe anzuerkennen ist, richtet sich daher nach Art. 45 des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht (IPRG; SR 291). Seit der Verfügung des ABEV vom 10. Februar 2022 (vgl. vorne Bst. A) ist Art. 45 IPRG mehrfach revidiert worden: So ist per 1. Juli 2022 mit der parlamentarischen Initiative «Ehe für alle» Abs. 2 redaktionell überarbeitet und Abs. 3, der die Anerkennung von im Ausland gültig geschlossenen Ehen zwischen Personen gleichen Geschlechts regelte, aufgehoben worden (vgl. Änderung vom 18.12.2020; AS 2021 747). Per 1. Januar 2025 ist mit der Revision des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210; Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten) Abs. 1 präzisiert und ein neuer Abs. 3 eingefügt worden (vgl. Änderung vom 14.6.2024; AS 2024 590). Nach der übergangsrechtlichen Vorschrift von Art. 199c IPRG findet Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG auch auf vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 14. Juni 2024 geschlossene Ehen Anwendung. Art. 45 Abs. 3 Bst. b IRPG gilt hingegen nur für Ehen, die nach ihrem Inkrafttreten geschlossen werden (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen ZGB [Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten] vom 23.8.2023, in BBl 2023 2127, S. 52). Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E.”
L'art. 45 LDIP s'applique, en principe, dans la version en vigueur au moment de l'édiction de la décision (droit intertemporel). Les dispositions transitoires dérogent à cette règle : selon l'art. 199c LDIP, l'art. 45 al. 3 let. a LDIP s'applique également aux mariages contractés avant l'entrée en vigueur de la révision du CC du 14 juin 2024, tandis que l'art. 45 al. 3 let. b LDIP n'est applicable qu'aux mariages contractés après cette entrée en vigueur.
“Januar 2025 ist mit der Revision des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210; Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten) Abs. 1 präzisiert und ein neuer Abs. 3 eingefügt worden (vgl. Änderung vom 14.6.2024; AS 2024 590). Nach der übergangsrechtlichen Vorschrift von Art. 199c IPRG findet Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG auch auf vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 14. Juni 2024 geschlossene Ehen Anwendung. Art. 45 Abs. 3 Bst. b IRPG gilt hingegen nur für Ehen, die nach ihrem Inkrafttreten geschlossen werden (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen ZGB [Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten] vom 23.8.2023, in BBl 2023 2127, S. 52). Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E. 2.4 [Pra 105/2016 Nr. 52]; BVR 2017 S. 483 E. 2.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend.”
“Januar 2025 ist mit der Revision des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210; Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten) Abs. 1 präzisiert und ein neuer Abs. 3 eingefügt worden (vgl. Änderung vom 14.6.2024; AS 2024 590). Nach der übergangsrechtlichen Vorschrift von Art. 199c IPRG findet Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG auch auf vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 14. Juni 2024 geschlossene Ehen Anwendung. Art. 45 Abs. 3 Bst. b IRPG gilt hingegen nur für Ehen, die nach ihrem Inkrafttreten geschlossen werden (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen ZGB [Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten] vom 23.8.2023, in BBl 2023 2127, S. 52). Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E. 2.4 [Pra 105/2016 Nr. 52]; BVR 2017 S. 483 E. 2.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend.”
“Januar 2025 ist mit der Revision des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210; Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten) Abs. 1 präzisiert und ein neuer Abs. 3 eingefügt worden (vgl. Änderung vom 14.6.2024; AS 2024 590). Nach der übergangsrechtlichen Vorschrift von Art. 199c IPRG findet Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG auch auf vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 14. Juni 2024 geschlossene Ehen Anwendung. Art. 45 Abs. 3 Bst. b IRPG gilt hingegen nur für Ehen, die nach ihrem Inkrafttreten geschlossen werden (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen ZGB [Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten] vom 23.8.2023, in BBl 2023 2127, S. 52). Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E. 2.4 [Pra 105/2016 Nr. 52]; BVR 2017 S. 483 E. 2.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend.”
Les mariages célébrés exclusivement selon un rite religieux sans célébration civile ni enregistrement ne sont, d'après la jurisprudenÎ citée, pas considérés comme des mariages valables à l'étranger au sens de l'art. 45 al. 1 LDIP; seuls les mariages constitués au regard du droit civil produisent les effets juridiques matrimoniaux (p. ex. en ce qui concerne les prestations de sécurité sociale).
“Or, selon le droit macédonien, le mariage est conclu devant le député municipal, deux témoins et l'officier d'état civil ainsi que par les signatures des époux dans le registre matrimonial (cf. art. 23 à 30 de la loi sur la famille). Comme en droit suisse, il s'agit donc d'un mariage civil. Plus encore, comme en droit suisse, le seul mariage religieux ne déploie aucun effet juridique (cf. Ingrid Steinmann, Die Ehescheidung in der Republik Mazedonien unter Berücksichtigung international-privatrechtlicher Elemente, Cologne 2009, p. 25). Ainsi, seul un mariage civil, valablement conclu en Réplique de Macédoine, est reconnu en Suisse en tant que mariage. 6.5 Dans le cas concret, il est établi que l'intéressée n'a célébré qu'un mariage religieux avec l'assuré (cf. attestation du 24 septembre 2018 de la communauté religieuse islamique de la République de Macédoine; CSC pce 10 pp. 9 à 11). De plus, l'état civil macédonien a attesté le 18 septembre 2018 que l'intéressée et l'assuré n'ont pas conclu de mariage (civil) en République de Macédoine (CSC pce 10 pp. 3 ss). La recourante ne conteste pas ces éléments. Dès lors, conformément à l'art. 45 al. 1 LDIP cité, sa vie commune avec l'assuré, qui d'ailleurs est incontestée et établie par de nombreuses pièces (cf. arrêts des 29 mai 2013 et 17 avril 2018 du Tribunal de district de Z._______, déclaration sur l'honneur du 23 janvier 2019 de l'intéressée et attestation du 8 avril 2019 de deux témoins [CSC pce 2 pp. 9 ss; TAF pce 1 et annexe 1 et pce 6 et annexes]; voir aussi l'acte du 23 octobre 1980 du Ministère public de Y._______ [CSC pce 10 pp. 18 ss]), ne peut pas être reconnue en Suisse en tant que mariage. Par conséquence, l'intéressée ne peut pas être considérée comme « veuve » au sens des art. 23 et 24 LAVS cités et n'a pas droit à une rente de veuve. En outre, même si le droit macédonien définit l'union extra-matrimoniale entre une femme et un homme qui a durée au moins une année (cf. art. 13 de la loi sur la famille) et lui confère certains droits s'agissant de l'entretien et des biens acquis pendant l'union mais pas d'autres droits résultant du mariage (ex : droit des successions; cf.”
“Or, selon le droit macédonien, le mariage est conclu devant le député municipal, deux témoins et l'officier d'état civil ainsi que par les signatures des époux dans le registre matrimonial (cf. art. 23 à 30 de la loi sur la famille). Comme en droit suisse, il s'agit donc d'un mariage civil. Plus encore, comme en droit suisse, le seul mariage religieux ne déploie aucun effet juridique (cf. Ingrid Steinmann, Die Ehescheidung in der Republik Mazedonien unter Berücksichtigung international-privatrechtlicher Elemente, Cologne 2009, p. 25). Ainsi, seul un mariage civil, valablement conclu en Réplique de Macédoine, est reconnu en Suisse en tant que mariage. 6.5 Dans le cas concret, il est établi que l'intéressée n'a célébré qu'un mariage religieux avec l'assuré (cf. attestation du 24 septembre 2018 de la communauté religieuse islamique de la République de Macédoine; CSC pce 10 pp. 9 à 11). De plus, l'état civil macédonien a attesté le 18 septembre 2018 que l'intéressée et l'assuré n'ont pas conclu de mariage (civil) en République de Macédoine (CSC pce 10 pp. 3 ss). La recourante ne conteste pas ces éléments. Dès lors, conformément à l'art. 45 al. 1 LDIP cité, sa vie commune avec l'assuré, qui d'ailleurs est incontestée et établie par de nombreuses pièces (cf. arrêts des 29 mai 2013 et 17 avril 2018 du Tribunal de district de Z._______, déclaration sur l'honneur du 23 janvier 2019 de l'intéressée et attestation du 8 avril 2019 de deux témoins [CSC pce 2 pp. 9 ss; TAF pce 1 et annexe 1 et pce 6 et annexes]; voir aussi l'acte du 23 octobre 1980 du Ministère public de Y._______ [CSC pce 10 pp. 18 ss]), ne peut pas être reconnue en Suisse en tant que mariage. Par conséquence, l'intéressée ne peut pas être considérée comme « veuve » au sens des art. 23 et 24 LAVS cités et n'a pas droit à une rente de veuve. En outre, même si le droit macédonien définit l'union extra-matrimoniale entre une femme et un homme qui a durée au moins une année (cf. art. 13 de la loi sur la famille) et lui confère certains droits s'agissant de l'entretien et des biens acquis pendant l'union mais pas d'autres droits résultant du mariage (ex : droit des successions; cf.”
L'absenÎ d'enregistrement formel d'un mariage célébré à l'étranger peut être étayée par des photos de mariage et de famille présentées, par les résultats d'une analyse ADN et par des dossiers ou constatations du Secrétariat d'État aux migrations (SEM). En se fondant sur le principe in favorem matrimonii et sur les règles de preuve retenues dans la décision citée, la reconnaissanÎ d'un mariage au sens de l'art. 45 LDIP peut ainsi, au cas par cas, être admise.
“Der Beschwerdeführer machte geltend, er habe B._______ im Jahr 1986 in Sudan traditionell beziehungsweise nach Brauchtum geheiratet. Angesichts der im Verfahren vor dem SEM und den im Beschwerdeverfahren eingereichten Hochzeits- und Familienfotos, den Resultaten der DNA-Analyse vom 12. Oktober 2024 betreffend den gemeinsamen Sohn und die übrigen Kinder und dem Umstand, dass auch das SEM die geltend gemachten familiären Verhältnisse bis zum Jahr 2011 nicht in Zweifel zieht, ist vorliegend - mit Blick auf den Grundsatz «in favor matrimonii» und auf die Beweisregeln von Art. 21 Abs. 3 und 22 Abs. 3 und 4 Dublin-III-VO i.V.m. Anhang II der Durchführungsverordnung - vom Bestehen einer anerkennungsfähigen Ehe im Sinne von Art. 45 IPRG auszugehen.”
“Der Beschwerdeführer machte geltend, er habe B._______ im Jahr 1986 in Sudan traditionell beziehungsweise nach Brauchtum geheiratet. Angesichts der im Verfahren vor dem SEM und den im Beschwerdeverfahren eingereichten Hochzeits- und Familienfotos, den Resultaten der DNA-Analyse vom 12. Oktober 2024 betreffend den gemeinsamen Sohn und die übrigen Kinder und dem Umstand, dass auch das SEM die geltend gemachten familiären Verhältnisse bis zum Jahr 2011 nicht in Zweifel zieht, ist vorliegend - mit Blick auf den Grundsatz «in favor matrimonii» und auf die Beweisregeln von Art. 21 Abs. 3 und 22 Abs. 3 und 4 Dublin-III-VO i.V.m. Anhang II der Durchführungsverordnung - vom Bestehen einer anerkennungsfähigen Ehe im Sinne von Art. 45 IPRG auszugehen.”
Selon l'art. 45 al. 3 LDIP, en pratique seul le let. a est appliqué; les autres let. de cet alinéa ne sont pas appliqués dans la doctrine ou la décision citée.
“Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben.”
Restrictions : La reconnaissanÎ d'un mariage valablement célébré à l'étranger peut être refusée lorsque le cas d'élusion prévu à l'art. 45 al. 2 LDIP est réalisé ou en cas d'atteinte à l'ordre public suisse. En outre, dans les situations impliquant des intérêts de protection des mineurs, il convient de tenir compte des dispositions pertinentes (voir art. 45 al. 3 LDIP).
“Andere Gründe, die es rechtfertigen würden, der gültigen Ehe der Beschwerdeführenden dennoch die Anerkennung zu verweigern, liegen keine vor: Der Umgehungstatbestand von Art. 45 Abs. 2 IRPG findet keine Anwendung, da weder die Beschwerdeführerin noch der Beschwerdeführer über die schweizerische Staatsbürgerschaft verfügt und sie im Zeitpunkt der Eheschliessung auch keinen Wohnsitz in der Schweiz hatten. Dass die Ehe gegen den schweizerischen Ordre public verstossen würde, wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG kommt nicht zur Anwendung, weil die Beschwerdeführenden im Zeitpunkt der religiösen Eheschliessung 23 bzw. 28 Jahre alt waren. Somit ist die Ehe der Beschwerdeführenden in der Schweiz gestützt auf Art. 45 Abs. 1 IPRG anzuerkennen.”
“Andere Gründe, die es rechtfertigen würden, der gültigen Ehe der Beschwerdeführenden dennoch die Anerkennung zu verweigern, liegen keine vor: Der Umgehungstatbestand von Art. 45 Abs. 2 IRPG findet keine Anwendung, da weder die Beschwerdeführerin noch der Beschwerdeführer über die schweizerische Staatsbürgerschaft verfügt und sie im Zeitpunkt der Eheschliessung auch keinen Wohnsitz in der Schweiz hatten. Dass die Ehe gegen den schweizerischen Ordre public verstossen würde, wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG kommt nicht zur Anwendung, weil die Beschwerdeführenden im Zeitpunkt der religiösen Eheschliessung 23 bzw. 28 Jahre alt waren. Somit ist die Ehe der Beschwerdeführenden in der Schweiz gestützt auf Art. 45 Abs. 1 IPRG anzuerkennen.”
Lors de l'application de l'art. 45 LDIP, il convient de tenir compte des révisions législatives intervenues entre-temps ainsi que du droit transitoire applicable. Sont notamment à considérer les modifications au 1er juillet 2022 (notamment l'ajustement rédactionnel de l'al. 2 et la suppression de l'ancien al. 3 pour les mariages de même sexe) ainsi que les précisions introduites par la modification du 14 juin 2024 et le nouvel al. 3. Selon l'art. 199c LDIP, les nouvelles dispositions — dans la mesure où elles y sont prévues — s'appliquent également aux mariages contractés avant l'entrée en vigueur; à défaut, les principes généraux du droit intertemporel sont déterminants.
“Aufgrund dieser asylrechtlichen Situation verfügt der Beschwerdeführer über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz (BGer 2C_288/2020 vom 18.8.2020 E. 1.2). Trotz dieses gefestigten Aufenthaltsrechts kommt ihm aber nur unter der Voraussetzung, dass zwischen ihm und der Beschwerdeführerin eine gültige Ehe besteht, ein Anspruch auf Familiennachzug zu. Ob eine gültige Ehe besteht, ist nachfolgend zu prüfen. 3. Umstritten ist, ob die im Sudan am 13. Juli 2018 religiös geschlossene und am 28. September 2020 staatlich registrierte Ehe gültig ist. – Zur Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen ergibt sich Folgendes: 3.1 Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Sudan gibt es keine Abkommen über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von Entscheiden. Ob eine im Ausland geschlossene Ehe anzuerkennen ist, richtet sich daher nach Art. 45 des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht (IPRG; SR 291). Seit der Verfügung des ABEV vom 10. Februar 2022 (vgl. vorne Bst. A) ist Art. 45 IPRG mehrfach revidiert worden: So ist per 1. Juli 2022 mit der parlamentarischen Initiative «Ehe für alle» Abs. 2 redaktionell überarbeitet und Abs. 3, der die Anerkennung von im Ausland gültig geschlossenen Ehen zwischen Personen gleichen Geschlechts regelte, aufgehoben worden (vgl. Änderung vom 18.12.2020; AS 2021 747). Per 1. Januar 2025 ist mit der Revision des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210; Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten) Abs. 1 präzisiert und ein neuer Abs. 3 eingefügt worden (vgl. Änderung vom 14.6.2024; AS 2024 590). Nach der übergangsrechtlichen Vorschrift von Art. 199c IPRG findet Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG auch auf vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 14. Juni 2024 geschlossene Ehen Anwendung. Art. 45 Abs. 3 Bst. b IRPG gilt hingegen nur für Ehen, die nach ihrem Inkrafttreten geschlossen werden (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen ZGB [Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten] vom 23.8.2023, in BBl 2023 2127, S. 52). Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E.”
Conformément à l'art. 45 al. 2 LDIP, les mariages contractés à l'étranger ne sont pas reconnus lorsque la célébration du mariage a manifestement été déplacée à l'étranger afin d'éluder les dispositions du droit suisse relatives à la nullité du mariage. Cette non-reconnaissanÎ s'applique en particulier lorsque les époux sont citoyens suisses ou que tous deux ont leur domicile en Suisse.
“Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben. Eine im Ausland geschlossene Ehe wird nach Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG schliesslich nicht anerkannt, solange nicht beide Ehegatten das”
“14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben.”
LDIP art. 45 n. 14 S'applique lorsque l'un des futurs époux est citoyen suisse ou lorsque les deux ont leur domicile en Suisse : un mariage célébré à l'étranger n'est pas reconnu si sa célébration a manifestement été déplacée à l'étranger afin d'éluder les dispositions du droit suisse relatives à la nullité du mariage. Ce qui est décisif, c'est l'intention ouverte (manifestement évidente) de contourner la loi par le transfert de la célébration du mariage.
“3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben. Eine im Ausland geschlossene Ehe wird nach Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG schliesslich nicht anerkannt, solange nicht beide Ehegatten das 16. Altersjahr vollendet haben. 4. 4.1 Die Ehe ist im islamischen Recht ein formloser Vertrag zwischen einem Mann und einer Frau. Beide Parteien müssen die Zustimmung bekunden, wobei sie ihr Vormund oder ein anderer Bevollmächtigter vertreten kann. Verlangt wird die Anwesenheit von Zeugen; in der Regel sind es zwei Männer oder ein Mann und zwei Frauen. Viele islamische Staaten verlangen zwar auch die Registrierung der Ehen, sie ist aber selten Bedingung (Petra Bleisch Bouzar, Islamisches Recht, in Pahud de Mortanges [Hrsg.”
“Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben.”
Conformément à l'art. 45 LDIP, il faut appliquer le droit de l'État étranger concerné. Selon la décision C-5531/2019 du Tribunal administratif fédéral (TAF), la loi sri-lankaise « Muslim Marriage And DivorÎ Act » s'applique aux mariages musulmans et reconnaît comme unions juridiquement valables les cérémonies nikâh régulièrement célébrées. De telles unions contractées selon le droit sri-lankais sont donc, en principe, susceptibles d'être reconnues en Suisse, sous réserve de l'ordre public.
“Gemäss Art. 45 IPRG ist auf das Recht des entsprechenden Staates abzustellen (vgl. E. 3.3 hiervor). Gemäss Art. 2 des ebenfalls in englischer Sprache abrufbaren sri-lankischen «Muslim Marriage And Divorce Act» (abrufbar unter www.commonlii.org/lk/legis/consol_act/mad134294.pdf, zuletzt besucht am 13. Dezember 2021) findet dieses Gesetz bei muslimischen Eheschliessungen und Scheidungen sowie anderen damit zusammenhängenden Angelegenheiten der muslimischen Einwohner Sri Lankas Anwendung. Gemäss diesem Gesetz sind in Sri Lanka muslimische Trauungen (sogenannte Nikah-Zeremonien) zwischen muslimischen Angehörigen rechtsgültige Formen von Eheschliessungen. Eine in Sri Lanka vorschriftsgemäss nach Nikah-Zeremonie vollzogene Eheschliessung ist folglich, entgegen der im Einspracheentscheid geäusserten Ansicht der Vorinstanz, - vorbehältlich des Ordre public - in der Schweiz anerkennungsfähig (vgl. E. 3.3 hiervor; vgl. auch Dok. 82 S. 6-8).”
“Gemäss Art. 45 IPRG ist auf das Recht des entsprechenden Staates abzustellen (vgl. E. 3.3 hiervor). Gemäss Art. 2 des ebenfalls in englischer Sprache abrufbaren sri-lankischen «Muslim Marriage And Divorce Act» (abrufbar unter www.commonlii.org/lk/legis/consol_act/mad134294.pdf, zuletzt besucht am 13. Dezember 2021) findet dieses Gesetz bei muslimischen Eheschliessungen und Scheidungen sowie anderen damit zusammenhängenden Angelegenheiten der muslimischen Einwohner Sri Lankas Anwendung. Gemäss diesem Gesetz sind in Sri Lanka muslimische Trauungen (sogenannte Nikah-Zeremonien) zwischen muslimischen Angehörigen rechtsgültige Formen von Eheschliessungen. Eine in Sri Lanka vorschriftsgemäss nach Nikah-Zeremonie vollzogene Eheschliessung ist folglich, entgegen der im Einspracheentscheid geäusserten Ansicht der Vorinstanz, - vorbehältlich des Ordre public - in der Schweiz anerkennungsfähig (vgl. E. 3.3 hiervor; vgl. auch Dok. 82 S. 6-8).”
Si, au moment de la célébration du mariage, il manquait à la fois la nationalité suisse et un domicile en Suisse, l'hypothèse de contournement visée à l'art. 45 al. 2 LDIP ne s'applique pas; le mariage doit dès lors être reconnu en vertu de l'art. 45 al. 1 LDIP.
“Andere Gründe, die es rechtfertigen würden, der gültigen Ehe der Beschwerdeführenden dennoch die Anerkennung zu verweigern, liegen keine vor: Der Umgehungstatbestand von Art. 45 Abs. 2 IRPG findet keine Anwendung, da weder die Beschwerdeführerin noch der Beschwerdeführer über die schweizerische Staatsbürgerschaft verfügt und sie im Zeitpunkt der Eheschliessung auch keinen Wohnsitz in der Schweiz hatten. Dass die Ehe gegen den schweizerischen Ordre public verstossen würde, wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG kommt nicht zur Anwendung, weil die Beschwerdeführenden im Zeitpunkt der religiösen Eheschliessung 23 bzw. 28 Jahre alt waren. Somit ist die Ehe der Beschwerdeführenden in der Schweiz gestützt auf Art. 45 Abs. 1 IPRG anzuerkennen.”
Des modifications récentes affectent l'art. 45 LDIP (révisions du 1.7.2022 et du 14.6.2024), ainsi que les règles transitoires prévues à cet effet (notamment l'art. 199c LDIP) ; celles-ci doivent être prises en compte lors de l'application de l'art. 45.
“Aufgrund dieser asylrechtlichen Situation verfügt der Beschwerdeführer über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz (BGer 2C_288/2020 vom 18.8.2020 E. 1.2). Trotz dieses gefestigten Aufenthaltsrechts kommt ihm aber nur unter der Voraussetzung, dass zwischen ihm und der Beschwerdeführerin eine gültige Ehe besteht, ein Anspruch auf Familiennachzug zu. Ob eine gültige Ehe besteht, ist nachfolgend zu prüfen. 3. Umstritten ist, ob die im Sudan am 13. Juli 2018 religiös geschlossene und am 28. September 2020 staatlich registrierte Ehe gültig ist. – Zur Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen ergibt sich Folgendes: 3.1 Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Sudan gibt es keine Abkommen über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von Entscheiden. Ob eine im Ausland geschlossene Ehe anzuerkennen ist, richtet sich daher nach Art. 45 des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht (IPRG; SR 291). Seit der Verfügung des ABEV vom 10. Februar 2022 (vgl. vorne Bst. A) ist Art. 45 IPRG mehrfach revidiert worden: So ist per 1. Juli 2022 mit der parlamentarischen Initiative «Ehe für alle» Abs. 2 redaktionell überarbeitet und Abs. 3, der die Anerkennung von im Ausland gültig geschlossenen Ehen zwischen Personen gleichen Geschlechts regelte, aufgehoben worden (vgl. Änderung vom 18.12.2020; AS 2021 747). Per 1. Januar 2025 ist mit der Revision des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210; Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten) Abs. 1 präzisiert und ein neuer Abs. 3 eingefügt worden (vgl. Änderung vom 14.6.2024; AS 2024 590). Nach der übergangsrechtlichen Vorschrift von Art. 199c IPRG findet Art. 45 Abs. 3 Bst. a IPRG auch auf vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 14. Juni 2024 geschlossene Ehen Anwendung. Art. 45 Abs. 3 Bst. b IRPG gilt hingegen nur für Ehen, die nach ihrem Inkrafttreten geschlossen werden (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen ZGB [Massnahmen gegen Minderjährigenheiraten] vom 23.8.2023, in BBl 2023 2127, S. 52). Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E.”
Citation : LDIP art. 45 ch. 10 Un mariage célébré à l'étranger est reconnu en Suisse s'il est valable selon le droit du lieu de célébration ou selon le droit de l'État de domicile ou d'origine d'au moins un des époux. En cas de doute, le mariage doit être présumé «in favor matrimonii». Des exceptions résultent notamment de l'ordre public suisse ainsi que de la disposition anti-contournement et des autres limites mentionnées dans les sources.
“Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E. 2.4 [Pra 105/2016 Nr. 52]; BVR 2017 S. 483 E. 2.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend. 3.2 Nach Art. 45 Abs. 1 IPRG – in der hier massgebenden Fassung (AS 1988 1776) – wird eine im Ausland gültig geschlossene Ehe in der Schweiz anerkannt. Die Schweiz nimmt in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Ehen traditionell eine liberale Haltung ein (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht, in BBl 1983 I 263 ff., 343). Eheschliessungen sind gemäss ständiger Rechtsprechung stets «in favor matrimonii» zu betrachten. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2). Diese Auslegung von Art. 45 Abs. 1 IPRG steht im Einklang mit dem verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz der Ehe (Art. 14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art.”
“2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend. 3.2 Nach Art. 45 Abs. 1 IPRG – in der hier massgebenden Fassung (AS 1988 1776) – wird eine im Ausland gültig geschlossene Ehe in der Schweiz anerkannt. Die Schweiz nimmt in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Ehen traditionell eine liberale Haltung ein (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht, in BBl 1983 I 263 ff., 343). Eheschliessungen sind gemäss ständiger Rechtsprechung stets «in favor matrimonii» zu betrachten. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2). Diese Auslegung von Art. 45 Abs. 1 IPRG steht im Einklang mit dem verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz der Ehe (Art. 14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst.”
Les actes d'état civil à caractère religieux provenant d'Érythrée peuvent, selon la pratique favorable à la reconnaissanÎ découlant de l'art. 45 LDIP, être en principe reconnus comme preuve d'un mariage célébré à l'étranger. Une telle reconnaissanÎ est envisageable dans la mesure où aucun empêchement au mariage n'existe et où il n'existe pas de doutes fondés quant à l'authenticité ou à la véracité de l'acte.
“2005 im gregorianischen Kalender), die Namen der Ehegatten sowie der - 14 - Zeugen samt Unterschriften aufführt (Urk. 3/7 und 9/7). Dieses Dokument stellt, trotz fehlender Fotos der Ehegatten, eine religiöse Zivilstandsurkunde dar, welche auch heute grundsätzlich von den eritreischen Behörden akzeptiert wird (Bericht SEM, Fokus Eritrea, Identitäts- und Zivilstandsdokumente, Bern, 21. Januar 2021, S. 55 ff. und 63). Es liegen keine Hinweise dafür vor, dass die Ausführungen der Gesuchstellerin und von C._____ oder der Wahrheitsgehalt der Heiratsurkunde in Frage zu stellen wären. Die Gesuchstellerin hatte am angegebenen Hochzeitstag die Altersgrenze von 15 Jahren überschritten (vgl. Art. 46 Abs. 4 EPLF-ZGB). Zusammenfassend sind keine Gründe respektive Ehehindernisse (Art. 582 bis 596 VZGB, Art. 46 EPLF-ZGB) ersichtlich, aus denen die religiöse Eheschliessung der Gesuchstellerin in Eritrea keine Gültigkeit haben sollte beziehungsweise von Amtes wegen als für ungültig erklärt werden müsste. Aufgrund der anerkennungsfreundlichen Haltung von Art. 45 IPRG ist deren Ehe mit C._____ somit grundsätzlich anzuerkennen.”
art. 45 al. 2 LDIP n'intervient que lorsque la célébration du mariage a manifestement été déplacée à l'étranger dans le but d'éluder les dispositions du droit suisse relatives à la nullité du mariage. Ainsi, la disposition se limite aux cas d'une intention d'éluder reconnaissable et soulève des questions de preuve quant à la démonstration de cette intention.
“14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben.”
Selon l'art. 45 al. 1 LDIP, les mariages valablement contractés à l'étranger selon le droit local sont reconnus en Suisse. Selon la doctrine et la jurisprudenÎ exposées dans les sources, cela peut également comprendre des mariages informels, purement consensuels (p. ex. des mariages purement religieux ou « musulmans »), pour autant que, dans l'État du droit applicable, l'union soit considérée comme un mariage en tant que telle; suffisent notamment un échange de volonté matrimoniale (consentio) et l'existenÎ effective d'une communauté de vie conjugale localisable. En cas de célébration religieuse sans forme civile, il faut en outre vérifier si les prescriptions de forme du droit national pertinent sont respectées et si la reconnaissanÎ ne heurte pas l'ordre public suisse.
“25 LDIP, une décision étrangère est reconnue en Suisse si la compétence des autorités judiciaires ou administratives de l’Etat dans lequel la décision a été rendue était donnée (let. a), si la décision n’est plus susceptible de recours ordinaire ou si elle est définitive (let. b), et s’il n’y a pas de motif de refus au sens de l’art. 27 LDIP (let. c). La reconnaissance d’une décision étrangère doit, en effet, être refusée en Suisse si elle est manifestement incompatible avec l’ordre public suisse (art. 27 al. 1 LDIP). Elle doit également être refusée (art. 27 al. 2 LDIP) si une partie établit qu’elle n’a été citée régulièrement, ni selon le droit de son domicile, ni selon le droit de sa résidence habituelle, à moins qu’elle n’ait procédé au fond sans faire de réserve (let. a), ou si elle établit que la décision a été rendue en violation de principes fondamentaux ressortissant à la conception suisse du droit de procédure, notamment que ladite partie n’a pas eu la possibilité de faire valoir ses moyens (let. b). Quant à l’art. 45 al. 1 LDIP, il prévoit qu’un mariage valablement célébré à l’étranger est reconnu en Suisse. Il suffit que l'acte en tant que tel soit valable et fasse des époux des personnes mariées selon le droit applicable dans un territoire donné, peu importe que toutes les conditions de fond ou de forme prévues par la loi locale n'aient pas été respectées (Dutoit / Bonomi, Droit international privé suisse, 6ème éd. 2022, art. 45 n. 1 et la réf. citée). En particulier, dans des pays où l'organisation de l'état civil est insuffisante, un mariage religieux doublé d'une déclaration à la représentation consulaire d'un Etat tiers constitue une forme suffisante, dans la mesure où l'Etat du lieu de la célébration reconnaît le mariage (ATF 114 II 1 consid. 6b). L'art. 45 al. 1 LDIP doit ainsi également permettre de reconnaître des mariages informels, conclus sans aucune célébration, tels que les mariages purement consensuels comme les mariages musulmans : il n'y a pas de raison de refuser la reconnaissance de tels mariages en Suisse, pourvu qu'existent un échange de consentements et une cohabitation véritable et localisable dans l'Etat du domicile d'au moins l'un des époux, qui reconnaît la validité de telles unions (Dutoit / Bonomi, art.”
“Seit ihrer Einreise in die Schweiz erklärte die Gesuchstellerin den Behörden gegenüber, dass sie religiös getraut sei (vgl. Urk. 3/4 S. 1, Urk. 3/5 S. 2, Urk. 7/3, Urk. 7/8 S. 2, Urk. 7/12 S. 3). Dass eine "Heirat" im Rahmen eines familiären Fes- tes im 2005 stattgefunden hat, wird von keiner Seite bestritten. Vor Vorinstanz machte das Gemeindeamt geltend, mit Blick auf die beschriebene kirchliche Ze- remonie in C._____ sei nicht abschliessend von einem ledigen Zivilstand auszu- gehen (Urk. 18). Zu prüfen wird daher sein, ob die im Jahr 2005 in einer religiösen Zeremonie erfolgte Trauung den C._____-ischen Formvorschriften genügte bzw. als Eheschliessung im Sinne von Art. 45 Abs. 1 IPRG anerkennungsfähig ist und die Gesuchstellerin als verheiratet gilt. Im Berufungsverfahren wendet das Ge- meindeamt zwar ein, eine Anerkennung der Eheschliessung erübrige sich, da die Ehe zwischen der Gesuchstellerin und F._____ bereits im Infostar eingetragen sei und diese Beurkundung erhöhte Beweiskraft geniesse (Urk. 24 S. 6). Das Ge- meindeamt räumt indes selbst ein, die Beurkundung basiere alleine auf einer Er- klärung nach Art. 41 ZGB von F._____, weshalb die Gültigkeit der in C._____ ge- schlossenen Ehe in Frage gestellt werden könnte (Urk. 24 - 11 - S. 6). An andrer Stelle hält es fest, es sei abzuklären, ob die Ehe nicht dem schweizerischen Ordre public widerspreche (a.a.O.).”
art. 45 al. 3 LDIP a été introduit récemment. Selon les commentaires disponibles, le al. 3 constitue une exception supplémentaire à la reconnaissanÎ, en sus de l'ordre public général (art. 27 al. 1 LDIP) et de la disposition anti‑contournement de l'art. 45 al. 2 LDIP. Dans les développements cités, seul le let. a du al. 3 trouve application.
“Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben.”
“Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst. a Anwendung findet (vgl. vorne E. 3.1). Gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG wird die Anerkennung einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe verweigert, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen Ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Nicht jeder Verstoss gegen das Rechtsempfinden, die Wertvorstellungen oder zwingendes Recht rechtfertigt den Eingriff mit dem Ordre public. Für die Verletzung ist vielmehr erforderlich, dass die Anerkennung und Vollstreckung des ausländischen Entscheids oder der ausländischen Urkunde in der Schweiz mit den hiesigen rechtlichen und ethischen Werturteilen schlechthin unvereinbar wäre (BGE 142 III 180 E. 3.2, 141 III 328 E. 5.1; BVR 2022 S. 19 E. 7.5.5). Der Vorbehalt des Ordre public wird ferner in Art. 45 Abs. 2 IPRG – in der hier massgeblichen Fassung (AS 1999 1118) – dahingehend konkretisiert, dass Ehen nicht anerkannt werden, wenn der Abschluss der Ehe in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt worden ist, die Vorschriften des schweizerischen Rechts über die Eheungültigkeit zu umgehen, und Braut und Bräutigam Schweizer Bürger sind oder beide Wohnsitz in der Schweiz haben.”
Citation : LDIP art. 45 n. 5 Selon l'art. 45 al. 1 LDIP, un mariage valablement contracté à l'étranger doit en principe être reconnu en Suisse (favor matrimonii). Le mariage est susceptible d'être reconnu s'il est valable selon au moins l'un des statuts étrangers pertinents de validité — par exemple le droit du lieu de célébration du mariage ou le droit de résidenÎ ou d'origine d'au moins l'un des futurs époux. La reconnaissanÎ ne peut être refusée que si le mariage porte atteinte à l'ordre public suisse.
“Eine im Ausland gültig geschlossene Ehe wird gemäss Art. 45 Abs. 1 IPRG in der Schweiz grundsätzlich anerkannt. Im Lichte des favor matrimonii, wonach im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist, ist Art. 45 Abs. 1 IPRG so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaates wenigstens einer der Heiratswilligen gültig sein muss (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht vom 10. November 1982, BBl 1983 I 263, S. 327 und 343; ZK IPRG-Widmer Lüchinger, Art. 45 N 1; BSK IPRG-Bodenschatz, Art. 45 N 2 f.). Diese Bestimmung ist Ausdruck des gesetzgeberischen Willens, das Zustandekommen und den Bestand der Ehe zu begünstigen, und steht im Einklang mit dem verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz der Ehe (Art. 14 BV, Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht nach allen massgebenden Gültigkeitsstatuten von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28. Juni 2019, E. 4.2.2 m.w.H.). Ein Verstoss gegen den schweizerischen Ordre public ist der einzige Grund, weswegen einer im Ausland gültig geschlossenen Ehe die Anerkennung in der Schweiz verweigert werden darf (BSK IPRG-Bodenschatz, Art.”
art. 45 al. 1 LDIP reconnaît en principe en Suisse les mariages valablement contractés à l'étranger, même si les conditions formelles locales n'ont pas été entièrement remplies. Selon la doctrine et la jurisprudenÎ citées dans les sources, peuvent notamment en faire partie : - les mariages religieux, pour autant qu'ils soient accompagnés d'une déclaration consulaire correspondante et que le droit matrimonial local considère le mariage comme valable ; - les formes de mariage purement informelles et purement consensuelles (p. ex. certains mariages musulmans), pour autant qu'il y ait un échange de déclarations de volonté et une cohabitation effective localisable, et que le lieu reconnaisse la validité de telles unions ; - les mariages par procuration, lorsque la volonté matrimoniale concrète des parties était reconnaissable et que l'officiant a pu en être convaincu.
“a), ou si elle établit que la décision a été rendue en violation de principes fondamentaux ressortissant à la conception suisse du droit de procédure, notamment que ladite partie n’a pas eu la possibilité de faire valoir ses moyens (let. b). Quant à l’art. 45 al. 1 LDIP, il prévoit qu’un mariage valablement célébré à l’étranger est reconnu en Suisse. Il suffit que l'acte en tant que tel soit valable et fasse des époux des personnes mariées selon le droit applicable dans un territoire donné, peu importe que toutes les conditions de fond ou de forme prévues par la loi locale n'aient pas été respectées (Dutoit / Bonomi, Droit international privé suisse, 6ème éd. 2022, art. 45 n. 1 et la réf. citée). En particulier, dans des pays où l'organisation de l'état civil est insuffisante, un mariage religieux doublé d'une déclaration à la représentation consulaire d'un Etat tiers constitue une forme suffisante, dans la mesure où l'Etat du lieu de la célébration reconnaît le mariage (ATF 114 II 1 consid. 6b). L'art. 45 al. 1 LDIP doit ainsi également permettre de reconnaître des mariages informels, conclus sans aucune célébration, tels que les mariages purement consensuels comme les mariages musulmans : il n'y a pas de raison de refuser la reconnaissance de tels mariages en Suisse, pourvu qu'existent un échange de consentements et une cohabitation véritable et localisable dans l'Etat du domicile d'au moins l'un des époux, qui reconnaît la validité de telles unions (Dutoit / Bonomi, art. 45 n. 4 et les réf. citées). Il est même possible de reconnaître en Suisse les mariages célébrés à l'étranger "par procuration" : ceux-ci ne sont pas considérés comme contraires à l'ordre public suisse (atténué, arrêt TF 2C_792/2012 du 6 juin 2013 consid. 3.1.2), à condition que la volonté concrète des époux de se marier apparaisse clairement et que la personne chargée de la célébration ait pu se persuader d'une telle volonté (Dutoit / Bonomi, art. 45 n. 10 et les réf. citées). 2.2. En l'espèce, la première juge a retenu, en résumé (décision attaquée, p.”
“a), ou si elle établit que la décision a été rendue en violation de principes fondamentaux ressortissant à la conception suisse du droit de procédure, notamment que ladite partie n’a pas eu la possibilité de faire valoir ses moyens (let. b). Quant à l’art. 45 al. 1 LDIP, il prévoit qu’un mariage valablement célébré à l’étranger est reconnu en Suisse. Il suffit que l'acte en tant que tel soit valable et fasse des époux des personnes mariées selon le droit applicable dans un territoire donné, peu importe que toutes les conditions de fond ou de forme prévues par la loi locale n'aient pas été respectées (Dutoit / Bonomi, Droit international privé suisse, 6ème éd. 2022, art. 45 n. 1 et la réf. citée). En particulier, dans des pays où l'organisation de l'état civil est insuffisante, un mariage religieux doublé d'une déclaration à la représentation consulaire d'un Etat tiers constitue une forme suffisante, dans la mesure où l'Etat du lieu de la célébration reconnaît le mariage (ATF 114 II 1 consid. 6b). L'art. 45 al. 1 LDIP doit ainsi également permettre de reconnaître des mariages informels, conclus sans aucune célébration, tels que les mariages purement consensuels comme les mariages musulmans : il n'y a pas de raison de refuser la reconnaissance de tels mariages en Suisse, pourvu qu'existent un échange de consentements et une cohabitation véritable et localisable dans l'Etat du domicile d'au moins l'un des époux, qui reconnaît la validité de telles unions (Dutoit / Bonomi, art. 45 n. 4 et les réf. citées). Il est même possible de reconnaître en Suisse les mariages célébrés à l'étranger "par procuration" : ceux-ci ne sont pas considérés comme contraires à l'ordre public suisse (atténué, arrêt TF 2C_792/2012 du 6 juin 2013 consid. 3.1.2), à condition que la volonté concrète des époux de se marier apparaisse clairement et que la personne chargée de la célébration ait pu se persuader d'une telle volonté (Dutoit / Bonomi, art. 45 n. 10 et les réf. citées). 2.2. En l'espèce, la première juge a retenu, en résumé (décision attaquée, p.”
Selon l'art. 45 al. 1 LDIP, un mariage célébré à l'étranger doit être reconnu en Suisse s'il est valable selon au moins l'un des ordres juridiques applicables. Les ordres de référenÎ typiques sont le droit du lieu de célébration du mariage ainsi que le droit de la nationalité ou le droit du lieu de résidenÎ d'au moins l'un des époux. L'interprétation suit le principe in favor matrimonii : en cas de doute, la validité doit être présumée ; la reconnaissanÎ est écartée uniquement si le mariage serait, d'offiÎ, nul dans tous les ordres juridiques pertinents.
“Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E. 2.4 [Pra 105/2016 Nr. 52]; BVR 2017 S. 483 E. 2.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend. 3.2 Nach Art. 45 Abs. 1 IPRG – in der hier massgebenden Fassung (AS 1988 1776) – wird eine im Ausland gültig geschlossene Ehe in der Schweiz anerkannt. Die Schweiz nimmt in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Ehen traditionell eine liberale Haltung ein (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht, in BBl 1983 I 263 ff., 343). Eheschliessungen sind gemäss ständiger Rechtsprechung stets «in favor matrimonii» zu betrachten. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2). Diese Auslegung von Art. 45 Abs. 1 IPRG steht im Einklang mit dem verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz der Ehe (Art. 14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art.”
“2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend. 3.2 Nach Art. 45 Abs. 1 IPRG – in der hier massgebenden Fassung (AS 1988 1776) – wird eine im Ausland gültig geschlossene Ehe in der Schweiz anerkannt. Die Schweiz nimmt in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Ehen traditionell eine liberale Haltung ein (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht, in BBl 1983 I 263 ff., 343). Eheschliessungen sind gemäss ständiger Rechtsprechung stets «in favor matrimonii» zu betrachten. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2). Diese Auslegung von Art. 45 Abs. 1 IPRG steht im Einklang mit dem verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz der Ehe (Art. 14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art. 27 Abs. 1 IPRG, dem Umgehungstatbestand nach Art. 45 Abs. 2 IPRG und neu auch aus Art. 45 Abs. 3 IPRG, wobei hier nur dessen Bst.”
“Im Übrigen ist – mangels einer übergangsrechtlichen Vorschrift – nach den allgemeinen Regeln des Intertemporalrechts das Recht im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung massgebend («erstinstanzlicher Verwaltungsakt»; BGE 141 II 393 E. 2.4 [Pra 105/2016 Nr. 52]; BVR 2017 S. 483 E. 2.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 25 N. 8). Damit ist Art. 45 IPRG – abgesehen von der erwähnten, hier nicht interessierenden Ausnahme – in der im Zeitpunkt der Verfügung des ABEV geltenden Fassung massgebend. 3.2 Nach Art. 45 Abs. 1 IPRG – in der hier massgebenden Fassung (AS 1988 1776) – wird eine im Ausland gültig geschlossene Ehe in der Schweiz anerkannt. Die Schweiz nimmt in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Ehen traditionell eine liberale Haltung ein (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über das internationale Privatrecht, in BBl 1983 I 263 ff., 343). Eheschliessungen sind gemäss ständiger Rechtsprechung stets «in favor matrimonii» zu betrachten. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall die Gültigkeit der Ehe anzunehmen ist (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2). Diese Auslegung von Art. 45 Abs. 1 IPRG steht im Einklang mit dem verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz der Ehe (Art. 14 BV; Art. 9 Abs. 1 und Art. 12 EMRK). Art. 45 Abs. 1 IPRG ist so zu verstehen, dass die Ehe nach dem Recht am Ort der Eheschliessung oder des Wohnsitz- oder Heimatstaats wenigstens einer der heiratswilligen Personen gültig sein muss (BVGer E-670/2023 vom 16.2.2023 E. 6.3.1, D-6924/2019 vom 28.1.2020 E. 4.2.2; Corinne Widmer Lüchinger, in Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl. 2018, Art. 45 N. 31). Mit anderen Worten ist die Ehe gültig, wenn sie nicht in allen anwendbaren Rechtsordnungen von Amtes wegen für ungültig erklärt werden müsste (BVGer E-1721/2019 vom 28.6.2019 E. 4.2.2; Urteil der Asylrekurskommission vom 7.3.2006, in VPB 2006 Nr. 71 E. 4.3; Büchler/Fink; Eheschliessungen im Ausland. Die Grenzen ihrer Anerkennung in der Schweiz am Beispiel von Ehen islamischer Prägung, in FamPra.ch 2008 S. 48 ff., 50). 3.3 Ausnahmen in Bezug auf die Anerkennung ergeben sich aus dem allgemeinen Vorbehalt des schweizerischen Ordre public im Sinn von Art.”
Si une union de fait contractée à l'étranger n'est, selon le droit étranger, pas qualifiée de mariage, elle n'est pas reconnue comme mariage en Suisse au sens de l'art. 45 al. 1 LDIP ; la jurisprudenÎ cite en exemple l'« union extra‑matrimoniale » macédonienne, qui n'est pas considérée comme un mariage en Macédoine du Nord et n'a donc pas été reconnue comme telle en Suisse.
“9 ss; TAF pce 1 et annexe 1 et pce 6 et annexes]; voir aussi l'acte du 23 octobre 1980 du Ministère public de Y._______ [CSC pce 10 pp. 18 ss]), ne peut pas être reconnue en Suisse en tant que mariage. Par conséquence, l'intéressée ne peut pas être considérée comme « veuve » au sens des art. 23 et 24 LAVS cités et n'a pas droit à une rente de veuve. En outre, même si le droit macédonien définit l'union extra-matrimoniale entre une femme et un homme qui a durée au moins une année (cf. art. 13 de la loi sur la famille) et lui confère certains droits s'agissant de l'entretien et des biens acquis pendant l'union mais pas d'autres droits résultant du mariage (ex : droit des successions; cf. sites internet consultés le 3 décembre 2021 du Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Baden-Württemberg et de l'International Union of Notaries), la recourante ne saurait rien en déduire en sa faveur, cette union extra-matrimoniale n'étant pas reconnue comme mariage en République de Macédoine. Partant, elle ne peut pas non plus être reconnue comme mariage en Suisse au regard de l'art. 45 al. 1 LDIP cité. De plus, le Tribunal vient d'exposer que la loi interne suisse ne confère pas de rente de veuve ou de veuf aux concubins survivants. 6.6 En conclusion, c'est donc à juste titre que la CSC a rejeté le droit de l'intéressée à une rente de veuve suisse. 7. Au regard de ce qui précède, le recours, manifestement infondé, doit être rejeté et la décision sur opposition du 20 décembre 2018 confirmée dans une procédure à juge unique (cf. 85bis al. 3 LAVS). 8. Selon l'art. 83 LPGA, en vigueur depuis le 1er janvier 2021 (RO 2020 5137; FF 2018 1597), il sied d'appliquer l'ancien art. 85bis al. 2 LAVS, dans sa teneur déterminante jusqu'au 31 décembre 2020, selon lequel la procédure est gratuite pour les parties (1ère phrase). Par conséquent, aucun frais de procédure n'est perçu dans la présente affaire. Compte tenu de l'issue du recours, aucun dépens n'est accordé à la recourante qui a succombé (cf. art. 64 al. 1 PA; art. 7 al. 1 et 2 du règlement concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral [FITAF; RS 173.”
Une union de fait analogue au concubinage qui n'est pas reconnue comme mariage à l'étranger n'est pas reconnue comme mariage en Suisse selon l'art. 45 al. 1 LDIP. Par conséquent, une telle union étrangère «de type matrimonial» ne crée en Suisse aucun droit propre au mariage, notamment le droit à une pension de veuve.
“9 ss; TAF pce 1 et annexe 1 et pce 6 et annexes]; voir aussi l'acte du 23 octobre 1980 du Ministère public de Y._______ [CSC pce 10 pp. 18 ss]), ne peut pas être reconnue en Suisse en tant que mariage. Par conséquence, l'intéressée ne peut pas être considérée comme « veuve » au sens des art. 23 et 24 LAVS cités et n'a pas droit à une rente de veuve. En outre, même si le droit macédonien définit l'union extra-matrimoniale entre une femme et un homme qui a durée au moins une année (cf. art. 13 de la loi sur la famille) et lui confère certains droits s'agissant de l'entretien et des biens acquis pendant l'union mais pas d'autres droits résultant du mariage (ex : droit des successions; cf. sites internet consultés le 3 décembre 2021 du Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Baden-Württemberg et de l'International Union of Notaries), la recourante ne saurait rien en déduire en sa faveur, cette union extra-matrimoniale n'étant pas reconnue comme mariage en République de Macédoine. Partant, elle ne peut pas non plus être reconnue comme mariage en Suisse au regard de l'art. 45 al. 1 LDIP cité. De plus, le Tribunal vient d'exposer que la loi interne suisse ne confère pas de rente de veuve ou de veuf aux concubins survivants. 6.6 En conclusion, c'est donc à juste titre que la CSC a rejeté le droit de l'intéressée à une rente de veuve suisse. 7. Au regard de ce qui précède, le recours, manifestement infondé, doit être rejeté et la décision sur opposition du 20 décembre 2018 confirmée dans une procédure à juge unique (cf. 85bis al. 3 LAVS). 8. Selon l'art. 83 LPGA, en vigueur depuis le 1er janvier 2021 (RO 2020 5137; FF 2018 1597), il sied d'appliquer l'ancien art. 85bis al. 2 LAVS, dans sa teneur déterminante jusqu'au 31 décembre 2020, selon lequel la procédure est gratuite pour les parties (1ère phrase). Par conséquent, aucun frais de procédure n'est perçu dans la présente affaire. Compte tenu de l'issue du recours, aucun dépens n'est accordé à la recourante qui a succombé (cf. art. 64 al. 1 PA; art. 7 al. 1 et 2 du règlement concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral [FITAF; RS 173.”