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Nach Art. 110 Abs. 1 IPRG gilt für Immaterialgüterrechte das Recht jenes Staates, für den Schutz beansprucht wird. Nach der zitierten Rechtsprechung kann damit schweizerisches Urheberrecht auch auf im Ausland begangene Handlungen Anwendung finden, sofern diese in der Schweiz Wirkungen entfalten.
“Anwendbares Recht Die Klägerin beruft sich auf die Anwendbarkeit von Schweizer Recht. Sie stützt sich auf den Schutz von Urheberrechten in der Schweiz und behauptet eine Auswirkung auf den Schweizer Markt (act. 1 Rz. 78; siehe Ziffer 4.2.1). Während die Beklagte 2 ihr zustimmt (act. 10 Rz. 151), bestreitet die Beklagte 1 die Ausfüh- rungen pauschal (act. 13 Rz. Zu 78). Immaterialgüterrechte, wozu Urheberrechte und verwandte Schutzrechte gehören, unterstehen gemäss Art. 110 Abs. 1 IPRG dem Recht des Staates, für den der Schutz der Immaterialgüter beansprucht wird. Das Schweizer Urheber- rechtsgesetz schützt Urheberrechte von Werken in der Schweiz, auch falls Hand- lungen von Personen im Ausland begangen werden, aber in der Schweiz Wirkun- gen zeitigen (R EHBINDER/HAAS/UHLIG, a.a.O., Art. 1 N. 15; CHERPILLOD, in: MÜL- LER /OERTLI [Hrsg.], Stämpfli Handkommentar, Urheberrechtsgesetz (URG),”
Soweit der Schutz von Immaterialgüterrechten für die Schweiz geltend gemacht wird (Art. 110 Abs. 1 IPRG), ist schweizerisches Recht anwendbar. In der Eilrechtspflege kann es wegen mangelnder Kenntnis des ausländischen Rechts ergänzend zur Anwendung kommen, dass der Richter auf schweizerisches Recht zurückgreift. Zudem regelt das Recht des Forums (lex fori) Verfahrensfragen, die unabhängig vom materiellen Recht sind (z.B. Verfahrensablauf).
“La protection de droits immatériels étant revendiquée pour la Suisse, le droit suisse est applicable (art. 110 al. 1 LDIP), étant observé que les exigences de rapidité peuvent empêcher le juge d’obtenir une connaissance suffisante du droit étranger et conduire à l’application supplétive du droit suisse (Bucher in Commentaire romand LDIP/CL, 2e éd., 2025, n. 12 ad art. 10 LDIP). En tout état, la loi du for régit les questions indépendantes du droit matériel, telles que le déroulement de la procédure (Bucher, op. cit., n. 11 ad art. 10 LDIP).”
Wenn in der Schweiz der Schutz für ein Immaterialgüterrecht beansprucht wird, ist grundsätzlich schweizerisches Recht anzuwenden (Art. 110 Abs. 1 IPRG). Die Rechtsprechung stellt darauf ab, dass dies auch für Klagen auf Übertragung oder Nichtigklärung eingetragener Schweizer Rechte sowie für vorsorgliche Massnahmen gilt, soweit diese den Schweizer Markt bzw. den Schutzumfang in der Schweiz betreffen.
“Ansprüche aus Immaterialgüterrecht unterstehen gemäss Art. 110 Abs. 1 IPRG dem Recht des Staates, für welchen der immaterialgüterrechtliche Schutz beansprucht wird. Werden Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb geltend gemacht, unterstehen sie dem Recht des Staates, auf dessen Markt die unlautere Handlung ihre Wirkung entfaltet (Art. 136 Abs. 1 IPRG). Die Klägerin beantragt vorliegend die Übertragung bzw. Nichtigerklärung von Schweizer Marken und Markenanmeldungen, deren Schutzumfang den Schweizer Markt betrifft. Auch die im vorsorglichen Massnahmenverfahren beantragten Verfügungsbeschränkungen betreffen den Schweizer Markt. Infolgedessen ist Schweizer Recht anwendbar.”
“Anwendbares Recht Im internationalen Verhältnis wendet das Gericht in der Regel sein eigenes Pro- zessrecht an. Auf das Verfahren findet demnach die Schweizerische Zivilprozess- ordnung Anwendung. Immaterialgüterrechte, wozu Markenrechte gehören, unterstehen dem Recht des Staates, für den der Schutz der Immaterialgüter beansprucht wird (Art. 110 Abs. 1 IPRG). Vorliegend stützt sich die Klägerin in ihrer Klage auf den Markenschutz in der Schweiz, weshalb Schweizer Recht anzuwenden ist. Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb unterstehen dem Recht des Staates, auf dessen Markt die unlautere Handlung ihre Wirkung entfaltet (Art. 136 Abs. 1 IPRG). Vorliegend finden die behaupteten und bestrittenen unlauteren Handlun- gen in der Schweiz statt bzw. behauptet die Klägerin eine Auswirkung auf den Schweizer Markt. Entsprechend ist Schweizer Recht anzuwenden. Anzumerken ist an dieser Stelle zudem, dass der Verletzte neben der Verletzung eines Immaterialgüterrechts zugleich eine Verletzung wegen unlauteren Wettbe- werbs geltend machen kann. Art. 110 IPRG schliesst die Anwendung von Art. 136 IPRG nicht aus (BSK IPRG – J EGHER/KUNZ, Art. 110 N 6). - 6 -”
“Immaterialgüterrechte unterstehen dem Recht des Staates, für den der Schutz der Immaterialgüter beansprucht wird (Art. 110 Abs. 1 IPRG). Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb unterstehen dem Recht des Staates, auf dessen Markt die unlautere Handlung ihre Wirkung entfaltet (Art. 136 Abs. 1 IPRG). Da es sich vorliegend um eine in der Schweiz eingetragene Marke handelt und sich die Handlungen in der Schweiz auswirken, ist Schweizer Recht anwendbar.”
In der Rechtsprechung wurde konkret festgestellt, dass bei Anspruch auf den schweizerischen Anteil einer international registrierten Marke bzw. bei in der Schweiz geltend gemachten Immaterialgüterrechten schweizerisches Recht zur Anwendung gelangt ist.
“Immaterialgüterrechte unterstehen dem Recht des Staates, für den der Schutz der Immaterialgüter beansprucht wird (Art. 110 Abs. 1 IPRG). Da es vorliegend um den schweizerischen Anteil einer international registrierten Marke geht, ist Schweizer Recht anwendbar.”
“Il convient dès lors de déterminer la compétence internationale et le droit applicable. En l’absence de convention internationale entre la Suisse et les [...], on doit se référer aux dispositions de la LDIP. b) En vertu des art. 109 al. 1 et 2 LDIP, les tribunaux suisses du domicile du défendeur sont compétents pour connaître des actions portant sur la validité ou l’inscription en Suisse de droits de propriété intellectuelle et des actions portant sur la violation de tels droits. En l'espèce, la défenderesse ayant son siège dans le canton de Vaud, les tribunaux vaudois sont compétents. c) S’agissant de la compétence matérielle au sein du Canton de Vaud, la compétence de la cour de céans est donnée par l’art. 5 CPC. En effet, selon l'art. 74 al. 3 LOJV (loi d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01), la Cour civile du Tribunal cantonal connaît en instance cantonale unique des affaires civiles ressortissant à l'art. 5 CPC, parmi lesquelles on compte les litiges portant sur des droits de propriété intellectuelle (al. 1 let. a). d) Selon l'art. 110 al. 1 LDIP, les droits de la propriété intellectuelle sont régis par le droit de l’État pour lequel la protection de la propriété intellectuelle est revendiquée. En l'espèce, le droit suisse est applicable. III. a) Selon l'art. 223 al. 2 CPC, si la réponse n'est pas déposée à l'échéance du délai supplémentaire de l'art. 223 al. 1 CPC, le tribunal rend la décision finale si la cause est en état d'être jugée ; sinon, la cause est citée aux débats principaux. Le tribunal doit attirer l'attention des parties sur les conséquences du défaut lors de la fixation du délai supplémentaire (art. 147 al. 3 CPC). Cette obligation découle toutefois du principe de la bonne foi et non d'une prescription d'ordre. L'indication correcte selon l'art. 147 al. 3 CPC constitue en principe une condition de la forclusion, à moins que la partie n'ait connu les conséquences du défaut ou qu'elle ait pu en avoir conscience en faisant preuve de la diligence requise. Demeure également réservée la constellation dans laquelle l'omission de l'indication ne pouvait pas avoir d'effet sur le défaut de la partie.”
Für materielle Ansprüche auf Schutz von Immaterialgütern ist das Recht des Staates massgebend, für den der Schutz beansprucht wird; soweit in den Quellen ausgeführt, gilt dies für den Bestand bzw. die Nichtigkeitsfrage einer Schweizer Marke sowie für Urheberrechtsansprüche, wenn der Schutz in der Schweiz geltend wird.
“Anwendbares Recht Immaterialgüterrechte unterstehen dem Recht des Staates, für den der Schutz der Immaterialgüter beansprucht wird (Art. 110 Abs. 1 IPRG). Ansprüche aus un- lauterem Wettbewerb unterstehen dem Recht des Staates, auf dessen Markt die unlautere Handlung ihre Wirkung entfaltet (Art. 136 Abs. 1 IPRG). Vorliegend geht es um den Bestand einer Schweizer Marken resp. um die Nichtig- erklärung derselben (vgl. act. 1 S. 2). In Anwendung von Art. 110 Abs. 1 i.V.m. Art. 136 Abs. 1 IPRG ist somit schweizerisches Recht anwendbar.”
“Die Gesuchstellerin stützt ihr Begehren auf eine Verletzung ihres Urheber- rechts. Gemäss Art. 110 Abs. 1 IPRG ist in materieller Hinsicht das Recht des Staats anwendbar, für den der Schutz der Immaterialgüter beansprucht wird, mit- hin ist Schweizer Recht anwendbar. Weiter ist das Schweizer Prozessrecht an- zuwenden.”
Wird der Schutz in der Schweiz geltend gemacht, ist nach Art. 110 Abs. 1 IPRG materiell schweizerisches Recht anzuwenden; in der Praxis wurde dies auch in grenzüberschreitenden Fällen mit ausländischem Sitz der Gegenpartei so gehandhabt. Ebenso kommt das schweizerische Prozessrecht zur Anwendung.
“La cause présente un élément d'extranéité puisque le siège de l'intimée se situe à l'étranger. En l'occurrence, la cour cantonale a fondé sa compétence à raison du lieu pour connaître du présent litige sur l'art. 109 al. 2 de la loi sur le droit international privé (LDIP; RS 291) et appliqué le droit suisse en vertu de l'art. 110 al. 1 LDIP. Les parties ne contestent ni la compétence de la cour cantonale ni le droit appliqué par elle, de sorte qu'il n'y a pas lieu de s'attarder sur ces questions.”
“Die Gesuchstellerin stützt ihr Begehren auf eine Verletzung ihres Urheber- rechts. Gemäss Art. 110 Abs. 1 IPRG ist in materieller Hinsicht das Recht des Staats anwendbar, für den der Schutz der Immaterialgüter beansprucht wird, mit- hin ist Schweizer Recht anwendbar. Weiter ist das Schweizer Prozessrecht an- zuwenden.”
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