Chiunque prende parte ad un’aggressione, a danno di una o più persone, che ha per conseguenza la morte o la lesione di un aggredito o di un terzo, è punito con una pena detentiva sino a cinque anni o con una pena pecuniaria1.
Nuova espr. giusta la cifra II n. 1 cpv. 6 della LF del 13 dic. 2002, in vigore dal 1° gen. 2007 (RU 2006 3459; FF 1999 1669). Di detta mod. é tenuto conto in tutto il presente Libro. ↩
106 commentaries
Vorstrafen können die praktische Wahrscheinlichkeit von Untersuchungshaft/Verhaftung (Haft- und Sicherungsabwägungen) beeinflussen und werden bei Haftentscheiden berücksichtigt.
“Il a produit un contrat de travail, daté du 28 avril 2023, aux termes duquel il était engagé par B______ SA, dès le 1er mai 2023, en qualité de directeur responsable du bar à chicha "C______", à 100%, soit 42 heures par semaine. d. Le Service de probation et d'insertion (ci-après, SPI) a rendu un préavis favorable. Il remplissait les conditions légales pour en bénéficier, s'était engagé à respecter les règles de conduite et avait déclaré regretter les infractions commises. e. A______, né en 1962, est titulaire d'un permis C, valable jusqu'au 23 février 2024. f. À teneur de son casier judiciaire suisse, A______ a été condamné: - le 11 février 2013, pour infraction à l'art. 117 al. 1 LEtr (emploi d'étrangers sans autorisation, commission répétée; période pénale: 01.2009-30.03.2010) et à l'art. 87 LAVS (période pénale: 01.2009-30.03.2010), à une peine pécuniaire de 90 jours-amende à CHF 40.-; - le 8 janvier 2014, pour recel (art. 160 ch. 1 al. 1 CP; période pénale: 05.2013), à une peine pécuniaire de 120 jours-amende à CHF 60.-; - le 28 avril 2014, pour agression (art. 134 CP) et lésions corporelles simples (art. 123 ch. 1 al. 1 CP; période pénale: 17.07.2011), à une peine pécuniaire de 150 jours-amende à CHF 30.-; - le 2 février 2015, pour abus de confiance (art. 138 ch. 1 CP; période pénale: 13.03.2006-22.09.2008), à une peine pécuniaire de 180 jours-amende à CHF 30.-; - le 27 septembre 2017, pour violation d'une obligation de tenir une comptabilité (art. 166 CP; période pénale: 08.07.2009) et gestion fautive par le débiteur failli (art. 165 ch. 1 CP; période pénale: 26.06.2013), à une peine pécuniaire de 120 jours-amende à CHF 30.-; - le 4 avril 2022, pour inobservation par un tiers des règles de la procédure de poursuite pour dettes ou de faillite ou de la procédure concordataire (art. 324 CP), et détournement de retenues sur les salaires (art. 159 CP) et détournement de valeurs patrimoniales mises sous main de justice (art. 169 CP) (période pénale: 17.06.2020-17.06.2021), à une peine pécuniaire de 90 jours-amende à CHF 30.- et à une amende de CHF 500.”
“Der Beschwerdeführer wurde am 22. Januar 2023 festgenommen. Die Untersuchungshaft wurde für sechs Wochen angeordnet. Mit Blick auf die gegenüber dem Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe der versuchten schweren Körperverletzung (Art. 122 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]; Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren [Versuch = fakultative Strafmilderung]), des Angriffs (Art. 134 StGB; Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren) und des versuchten Raubes (Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB; Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren) sowie der einschlägigen Vorstrafen (vgl. den Strafregisterauszug vom 30. Januar 2023) droht noch keine Überhaft. Die Haftdauer von sechs Wochen erscheint zudem angesichts der noch geplanten Ermittlungshandlungen (vgl. S. 3 des Haftantrags vom 23. Januar 2023 [weitere Einvernahmen der Verfahrensbeteiligten [Opfer, Auskunftspersonen, Beschwerdeführer, Mitbeschuldigte]) als verhältnismässig.”
Bei besonders typisierten Tatbildern (z. B. nächtlicher Angriff ohne Waffen durch bis zu drei Täter) existieren Praxisempfehlungen (typisch rund 90 Tagessätze); leichte Taten werden häufig mit bedingten Freiheitsstrafen/Probezeit geahndet.
“Les recommandations de l’AJPB préconisent une peine de 90 unités pénales pour une agression au sens de l’art. 134 CP, dont l’état de fait de référence est décrit comme suit : Attaque nocturne sans objet dangereux et/ou sans arme par trois auteurs au plus sur deux personnes qui rentraient à la maison après une sortie, avec l’unique motivation de taper dans le tas. L’une des victimes subit des lésions corporelles simples et l’autre uniquement des voies de fait. Lesdites recommandations prévoient que l’état de fait ci-dessus doit être aggravé lorsqu’il n’y a qu’une seule victime, ou si des armes et/ou objets dangereux sont en jeu.”
“Les recommandations de l’AJPB préconisent une peine de 90 unités pénales pour une agression au sens de l’art. 134 CP, dont l’état de fait de référence est décrit comme suit : Attaque nocturne sans objet dangereux et/ou sans arme par trois auteurs au plus sur deux personnes qui rentraient à la maison après une sortie, avec l’unique motivation de taper dans le tas. L’une des victimes subit des lésions corporelles simples et l’autre uniquement des voies de fait. Lesdites recommandations prévoient que l’état de fait ci-dessus doit être aggravé lorsqu’il n’y a qu’une seule victime, ou si des armes et/ou objets dangereux sont en jeu.”
“Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, Einzelgericht in Strafsachen, vom 29. September 2021 wurde der Beschuldigte des Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig gesprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 7 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren bestraft. Ferner wurden die Herausgabe der sichergestellten schwarzen Herrenjacke angeordnet sowie die Kosten- und Ent- schädigungsfolgen geregelt (Urk. 50 bzw. 57 S. 32).”
Bei Mehrpersonenangriffen/Gruppe kann phasenweise zwischen Angriff (Opfer passiv/verteidigt sich nicht) und Raufhandel (Gegenseitigkeit/tätliche Wehre) unterschieden werden; dieselbe Tat kann je nach Phase unterschiedlich zu qualifizieren sein; bei gemischten Täter-/Opferrollen ist diese Phasentrennung relevant.
“E. 3.3.1 m.w.H.). Die Anwendung der Tatbestände von Art. 133 und 134 StGB kann ineinandergrei- fen bzw. - übergehen, indem eine Phase des Tatgeschehens als Angriff und eine weitere als Raufhandel oder umgekehrt zu beurteilen ist (vgl. zu einer solchen Phaseneinteilung BGE 118 IV 227 unter Einschluss der nicht publizierten E. 3 ff .; so auch Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, Niggli/Wi- prächtiger [Hrsg.], 4. Aufl., Basel 2019, N 18 zu Art. 134 StGB). Wenn eine Perso- nenmehrheit angegriffen wird, ist denkbar, dass ein Teil der Angegriffenen passiv bleibt, andere sich aber tätlich zur Wehr setzen. Wird dann einer der Angegriffe- nen oder ein Dritter verletzt oder getötet, handelt es sich im Verhältnis der Angrei- fer zum passiv bleibenden Angegriffenen um einen Angriff, im Verhältnis der An- greifer zum sich wehrenden Angegriffenen um einen Raufhandel (Maeder, a.a.O., N 16 zu Art. 134 StGB). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbe- standsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N 9 zu Art. 134 StGB).”
“E. 3.3.1 m.w.H.). Die Anwendung der Tatbestände von Art. 133 und 134 StGB kann ineinandergrei- fen bzw. - übergehen, indem eine Phase des Tatgeschehens als Angriff und eine weitere als Raufhandel oder umgekehrt zu beurteilen ist (vgl. zu einer solchen Phaseneinteilung BGE 118 IV 227 unter Einschluss der nicht publizierten E. 3 ff .; so auch Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, Niggli/Wi- prächtiger [Hrsg.], 4. Aufl., Basel 2019, N 18 zu Art. 134 StGB). Wenn eine Perso- nenmehrheit angegriffen wird, ist denkbar, dass ein Teil der Angegriffenen passiv bleibt, andere sich aber tätlich zur Wehr setzen. Wird dann einer der Angegriffe- nen oder ein Dritter verletzt oder getötet, handelt es sich im Verhältnis der Angrei- fer zum passiv bleibenden Angegriffenen um einen Angriff, im Verhältnis der An- greifer zum sich wehrenden Angegriffenen um einen Raufhandel (Maeder, a.a.O., N 16 zu Art. 134 StGB). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbe- standsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N 9 zu Art. 134 StGB).”
“E. 3.3.1 m.w.H.). Die Anwendung der Tatbestände von Art. 133 und 134 StGB kann ineinandergrei- fen bzw. - übergehen, indem eine Phase des Tatgeschehens als Angriff und eine weitere als Raufhandel oder umgekehrt zu beurteilen ist (vgl. zu einer solchen Phaseneinteilung BGE 118 IV 227 unter Einschluss der nicht publizierten E. 3 ff .; so auch Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, Niggli/Wi- prächtiger [Hrsg.], 4. Aufl., Basel 2019, N 18 zu Art. 134 StGB). Wenn eine Perso- nenmehrheit angegriffen wird, ist denkbar, dass ein Teil der Angegriffenen passiv bleibt, andere sich aber tätlich zur Wehr setzen. Wird dann einer der Angegriffe- nen oder ein Dritter verletzt oder getötet, handelt es sich im Verhältnis der Angrei- fer zum passiv bleibenden Angegriffenen um einen Angriff, im Verhältnis der An- greifer zum sich wehrenden Angegriffenen um einen Raufhandel (Maeder, a.a.O., N 16 zu Art. 134 StGB). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbe- standsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N 9 zu Art. 134 StGB).”
“E. 3.3.1 m.w.H.). Die Anwendung der Tatbestände von Art. 133 und 134 StGB kann ineinandergrei- fen bzw. - übergehen, indem eine Phase des Tatgeschehens als Angriff und eine weitere als Raufhandel oder umgekehrt zu beurteilen ist (vgl. zu einer solchen Phaseneinteilung BGE 118 IV 227 unter Einschluss der nicht publizierten E. 3 ff .; so auch Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, Niggli/Wi- prächtiger [Hrsg.], 4. Aufl., Basel 2019, N 18 zu Art. 134 StGB). Wenn eine Perso- nenmehrheit angegriffen wird, ist denkbar, dass ein Teil der Angegriffenen passiv bleibt, andere sich aber tätlich zur Wehr setzen. Wird dann einer der Angegriffe- nen oder ein Dritter verletzt oder getötet, handelt es sich im Verhältnis der Angrei- fer zum passiv bleibenden Angegriffenen um einen Angriff, im Verhältnis der An- greifer zum sich wehrenden Angegriffenen um einen Raufhandel (Maeder, a.a.O., N 16 zu Art. 134 StGB). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbe- standsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N 9 zu Art. 134 StGB).”
“3 En l’occurrence, c’est d’abord en vain que l’appelant conteste avoir été à l’origine de l’expédition punitive dirigée contre F.________. Il est en effet établi par les déclarations de Y.________ et par les aveux de l’appelant que ce dernier s’était senti insulté par F.________ sur les réseaux sociaux. Contrairement à ce qu’il soutient, il ne s’agissait pas d’avoir une discussion, mais bien d’en découdre. L’appelant admet d’ailleurs, en prétendant s’être défendu, avoir fait la clé de bras décrite dans l’acte d’accusation (jugement attaqué p. 15). Or, tant F.________ que M.________ ont subi de nombreuses lésions, détaillées pour l’essentiel dans le constat médical du 21 avril 2020 et qui démontrent qu’ils ont bien subi l’agression, et non qu’ils en sont les auteurs. C’est donc à juste titre que le premier juge a considéré que les dépositions des plaignants étaient crédibles. On ne discerne ainsi ni constatation erronée des faits ni violation de la présomption d’innocence. 5. 5.1 L’appelant conteste encore que son comportement réaliserait les éléments constitutifs de l’art. 134 CP. Il soutient qu’il y aurait eu deux phases distinctes de l’altercation et qu’il n’aurait pas participé à la seconde phase durant laquelle F.________ et M.________ ont subi des lésions corporelles. 5.2 Selon l’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0), celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elle ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L’agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendant surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
Frühere einschlägige Vorstrafen wirken sich strafzumessend strafverschärfend aus und können zu einer höheren Sanktion (auch unbedingte Freiheitsstrafe) führen; sie sind relevant für Rückfall-, Präventions- und Negative-Prognoseüberlegungen.
“Dennoch offenbarte der Beschuldigte durch sein waghalsiges Überholmanöver eine grobe Rücksichtslosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber fremdem Eigentum. Das subjektive Tatverschulden ver- mag die objektive Tatschwere somit keineswegs zu relativieren. Wenn die Vorin- stanz das Verschulden innerhalb des gegebenen Strafrahmens als leicht qualifi- zierte und die Einsatzstrafe bei einem Jahr ansetzte (Urk. 143 S. 52), scheint dies milde, aber gerade noch vertretbar und ist daher zu übernehmen. 4.1.1.3. Betreffend die Täterkomponente kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 143 S. 52 mit weiteren Verweisen). In der Befragung anlässlich der Berufungsverhandlung ergab sich hinsichtlich der per- sönlichen Verhältnisse des Beschuldigten nichts Neues (Urk. 174 S. 1 ff.). Somit wirken sich auch heute die persönlichen Verhältnisse und das Vorleben des Beschuldigten strafzumessungsneutral aus. Die Vorstrafe vom 20. November 2015 wegen Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB und Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB ist einschlägig und fällt straf- erhöhend ins Gewicht, ebenso die Delinquenz während laufender Probezeit (Urk. 147). Dass es durch den Unfall zu einem Sachschaden gekommen war, an- erkannte der Beschuldigte zwar (Prot. I S. 15), dies war jedoch offensichtlich. Ein weitergehendes Geständnis diesbezüglich ist nicht erkennbar (vgl. insb. Prot. I S. 32 ff.). Eine Strafmilderung aufgrund eines Geständnisses ist daher nicht an- gezeigt (vgl. Urk. 143 S. 53). Mit Blick auf die Begründung der Verteidigungen (Urk. 171 S. 5, Urk. 175 S. 5) ist dem Beschuldigten durchaus zu attestieren, dass er sich seit den hier zu beurteilenden Verfehlungen nichts mehr hat zu schulden kommen lassen und sich offensichtlich auch in eine positive Richtung entwickelt hat. Dieser Umstand wirkt sich jedoch grundsätzlich strafzumessungsneutral aus. Wenn der Beschuldigte aber seine Reue glaubhaft kundtat und erklärte, nie mehr Auto zu fahren, auch wenn er die Möglichkeit dazu hätte (vgl.”
“Dem Beschwerdeführer wird vorliegend unter anderem Angriff (Art. 134 StGB) und Freiheitsberaubung (Art. 183 Ziff. 1 StGB) vorgeworfen. Beide sich gegen die physische und psychische Integrität Dritter richtenden Delikte stellen gemäss Art. 10 Abs. 2 StGB Verbrechen dar, welche mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft werden. Der Beschwerdeführer ist insoweit geständig, als er zugibt, dem angeblich der Freiheit beraubten Opfer einen Kick gegeben zu haben. Wie dem aktenkundigen Strafregisterauszug entnommen werden kann, ist der Beschwerdeführer u.a. wegen Drohung (Art. 180 StGB), Nötigung (Art. 181 StGB) und sexueller Belästigung (Art. 198 StGB) vorbestraft. Bei den ersten beiden Delikten handelt es sich um Vergehen, die sexuelle Nötigung stellt indessen ebenfalls ein Verbrechen dar, welches mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe bestraft wird. Damit weist der Beschwerdeführer, entgegen seiner Behauptung, gleichartige Vortaten im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf, welche über die erforderliche Schwere verfügen, um den Tatbestand von Art.”
“Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet. Nach dem Gesagten steht fest und ist unbestritten, dass er mehrfach vorbestraft ist. Er hat sich zudem von den bisherigen Sanktionen nicht von weiterer Delinquenz abhalten lassen und gar während des laufenden Verfahrens neuerlich delinquiert. So hat der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz ausführt, nur wenige Wochen, nachdem er aus einer rund dreimonatigen Haft entlassen worden war und kurz nach der erstinstanzlichen Verhandlung in der hier beurteilten Angelegenheit abermals gegen Bestimmungen des Strassenverkehrsrechts verstossen. Ebenso ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass weder die SVG-Delikte noch der dem Beschwerdeführer zur Last gelegte Angriff im Sinne von Art. 134 StGB Bagatelldelikte darstellen. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie unter den gegebenen Umständen eine unbedingte Freiheitsstrafe für notwendig erachtet, um den Beschwerdeführer von weiterer Delinquenz abzuhalten. Ihr ist zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer mit seinem fortdauernden deliktischen Verhalten eine erhebliche Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit gegenüber der geltenden Rechtsordnung gezeigt hat. An der Schlüssigkeit der negativen Legalprognose durch die Vorinstanz ändert nichts, dass die Vorstrafen des Beschwerdeführers mit Bezug auf das schwerste vorliegend beurteilte Delikt, den Angriff, nicht einschlägig sind, und, dass sich der Beschwerdeführer erstmals im Sinne eines Körperverletzungsdelikts strafbar gemacht hat. Gleichwohl kann nicht gesagt werden, der Angriff stünde als isoliertes Delikt da. Die Vorinstanz war ferner nicht gehalten, für jede Deliktskategorie eine individuelle Einschätzung zur Rückfallgefahr vorzunehmen. Entscheidend ist vielmehr eine Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände (vgl.”
Im Haftprüfungs- bzw. Verdachtsstadium genügt es, dass konkrete Verdachtsmomente für eine Beteiligung an einem Angriff nach Art. 134 StGB vorliegen; eine abschliessende Feststellung der Schuld ist nicht erforderlich. Massgeblich ist der Nachweis konkreter Anhaltspunkte, die das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts rechtfertigen.
“________ gekommen ist. Er bringt jedoch vor, aus Notwehr gehandelt zu haben. 5. 5.1 Die beschuldigte Person bleibt grundsätzlich in Freiheit (Art. 212 Abs. 1 StPO). Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere Haftgründe vorliegen (Art. 221 StPO). Die Untersuchungshaft muss überdies verhältnismässig sein (Art. 197 Abs. 1 Bst. c und d StPO) und darf nicht länger dauern als die im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). Das zuständige Gericht ordnet anstelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (Art. 237 Abs. 1 StPO). 5.2 Unbestritten ist, dass die der Strafuntersuchung zugrundeliegenden Vorwürfe der versuchten schweren Körperverletzung (Art. 122 i.V.m. Art. 22 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) und des Angriffs (Art. 134 StGB) – unter Vorbehalt der weiteren Voraussetzungen – die Anordnung von Untersuchungshaft rechtfertigen. 6. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass im Sinn eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung eines Verbrechens oder Vergehens besteht. 6.1 Im Haftprüfungsverfahren geht es nicht darum, den Schuldbeweis zu erbringen, sondern den dringenden Tatverdacht zu belegen. Somit ist bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Person daran vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte.”
Der Tatvorwurf des Angriffs (Art. 134 StGB) bzw. Beteiligung an schweren Körperverletzungsdelikten rechtfertigt unter den weiteren gesetzlichen Voraussetzungen regelmässig die Anordnung von Untersuchungshaft; im Haftprüfungsverfahren genügt dazu ein dringender Tatverdacht (konkrete Verdachtsmomente), nicht der volle Schuldbeweis.
“Unbestritten ist, dass die der Strafuntersuchung zugrundeliegenden Vorwürfe der versuchten schweren Körperverletzung (Art. 122 i.V.m. Art. 22 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) und des Angriffs (Art. 134 StGB) – unter Vorbehalt der weiteren Voraussetzungen – die Anordnung von Untersuchungshaft rechtfertigen.”
“________ gekommen ist. Er bringt jedoch vor, aus Notwehr gehandelt zu haben. 5. 5.1 Die beschuldigte Person bleibt grundsätzlich in Freiheit (Art. 212 Abs. 1 StPO). Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere Haftgründe vorliegen (Art. 221 StPO). Die Untersuchungshaft muss überdies verhältnismässig sein (Art. 197 Abs. 1 Bst. c und d StPO) und darf nicht länger dauern als die im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). Das zuständige Gericht ordnet anstelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (Art. 237 Abs. 1 StPO). 5.2 Unbestritten ist, dass die der Strafuntersuchung zugrundeliegenden Vorwürfe der versuchten schweren Körperverletzung (Art. 122 i.V.m. Art. 22 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) und des Angriffs (Art. 134 StGB) – unter Vorbehalt der weiteren Voraussetzungen – die Anordnung von Untersuchungshaft rechtfertigen. 6. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass im Sinn eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung eines Verbrechens oder Vergehens besteht. 6.1 Im Haftprüfungsverfahren geht es nicht darum, den Schuldbeweis zu erbringen, sondern den dringenden Tatverdacht zu belegen. Somit ist bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Person daran vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte.”
“Unbestritten ist, dass die der Strafuntersuchung zugrundeliegenden Vorwürfe der versuchten schweren Körperverletzung (Art. 122 i.V.m. Art. 22 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) und des Angriffs (Art. 134 StGB) – unter Vorbehalt der weiteren Voraussetzungen – die Anordnung von Untersuchungshaft rechtfertigen.”
Sukzessive / aufeinanderfolgende, räumlich oder zeitlich getrennte Angriffshandlungen: Werden die Tathandlungen nacheinander begangen (Opfer erholt sich und wird erneut angegriffen), so treten die Delikte in realer Konkurrenz und können nebeneinander bestraft werden.
“Elle ajoute que les lésions subies, établies par avis médical, sont, tant par leur nature que par leur ampleur, incompatibles avec un seul coup de poing, et même avec les deux ou trois coups que l’appelant admet du bout des lèvres avoir assénés au plaignant. Les lésions ne permettent certes pas de déduire que l’appelant a participé à l’agression au-delà des actes avoués mais rendent le plaignant crédible lorsqu’il dit qu’il a été agressé. Qui plus est, le plaignant met en cause l’appelant pour être revenu à la charge avec son groupe après que l’appelant lui a assené un coup de poing le projetant à terre jusqu’à l’inconscience. Cette description est particulièrement précise, étant ajouté que l’avis médical ne fait état d’aucune amnésie post-traumatique en dépit de la perte de connaissance ; elle émane, comme déjà relevé, d’un plaignant qui n’a aucune raison d’incriminer un individu qu’il ne connaît pas. Ce faisceau d’indice convergents, que n’infirme aucune pièce au dossier, commande de considérer que l’appelant est l’auteur des faits incriminés en relation avec le cas n° 2. Ces actes sont constitutifs de lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 ch. 1 CP et d’agression au sens de l’art. 134 CP. Commises distinctement, l’une à la suite de l’autre, ces infractions entrent en concours réel plutôt qu’en concours idéal. En effet, les deux épisodes sont séparés par le fait que la victime avait repris ses esprits après avoir brièvement perdu conscience, s’était relevée et s’était mise en position défensive, avant d’être derechef rouée de coups jusqu’à en perdre à nouveau connaissance. Le moyen doit donc être rejeté. 4. Cas n° 3 4.1 Selon l’art. 96 al. 2 LCR, dans sa teneur en vigueur dès le 1er juillet 2023, applicable au titre de la lex mitior car plus favorable à l’appelant que la teneur en vigueur lors des faits incriminés (art. 2 al. 2 CP), est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque conduit un véhicule automobile en sachant qu’il n’est pas couvert par l’assurance responsabilité civile prescrite ou qui devrait le savoir s’il avait prêté toute l’attention commandée par les circonstances. Dans les cas de peu de gravité, la sanction est la peine pécuniaire.”
“Elle ajoute que les lésions subies, établies par avis médical, sont, tant par leur nature que par leur ampleur, incompatibles avec un seul coup de poing, et même avec les deux ou trois coups que l’appelant admet du bout des lèvres avoir assénés au plaignant. Les lésions ne permettent certes pas de déduire que l’appelant a participé à l’agression au-delà des actes avoués mais rendent le plaignant crédible lorsqu’il dit qu’il a été agressé. Qui plus est, le plaignant met en cause l’appelant pour être revenu à la charge avec son groupe après que l’appelant lui a assené un coup de poing le projetant à terre jusqu’à l’inconscience. Cette description est particulièrement précise, étant ajouté que l’avis médical ne fait état d’aucune amnésie post-traumatique en dépit de la perte de connaissance ; elle émane, comme déjà relevé, d’un plaignant qui n’a aucune raison d’incriminer un individu qu’il ne connaît pas. Ce faisceau d’indice convergents, que n’infirme aucune pièce au dossier, commande de considérer que l’appelant est l’auteur des faits incriminés en relation avec le cas n° 2. Ces actes sont constitutifs de lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 ch. 1 CP et d’agression au sens de l’art. 134 CP. Commises distinctement, l’une à la suite de l’autre, ces infractions entrent en concours réel plutôt qu’en concours idéal. En effet, les deux épisodes sont séparés par le fait que la victime avait repris ses esprits après avoir brièvement perdu conscience, s’était relevée et s’était mise en position défensive, avant d’être derechef rouée de coups jusqu’à en perdre à nouveau connaissance. Le moyen doit donc être rejeté. 4. Cas n° 3 4.1 Selon l’art. 96 al. 2 LCR, dans sa teneur en vigueur dès le 1er juillet 2023, applicable au titre de la lex mitior car plus favorable à l’appelant que la teneur en vigueur lors des faits incriminés (art. 2 al. 2 CP), est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque conduit un véhicule automobile en sachant qu’il n’est pas couvert par l’assurance responsabilité civile prescrite ou qui devrait le savoir s’il avait prêté toute l’attention commandée par les circonstances. Dans les cas de peu de gravité, la sanction est la peine pécuniaire.”
Die Abgrenzung zu Raufhandel (Art.133) hängt von der Opferreaktion: jede tätliche Gegenwehr, die über blosse Schutzwehr hinausgeht (Trutzwehr, schon ein Abwehrschlag), kann die Tat in Raufhandel umqualifizieren; Schutzwehr (passive Verteidigung) lässt hingegen Angriff vorliegen.
“Es stellt sich die Frage, ob anstelle von Angriff nur der mildere Raufhandel gegeben ist. Art. 134 StGB schliesst die Strafbarkeitslücke, die Art. 133 StGB (Raufhandel) offenlässt, weil Raufhandel nicht vorliegt, wenn die eine Partei angreift, die andere aber passiv bleibt. Angriff setzt wirkliche Passivität des Angegriffenen voraus, worunter lediglich die sogenannte Schutzwehr fällt. Sie umfasst jedes Tun, das nicht bereits eine Tätlichkeit gegen den Angreifer ist. Dagegen führt schon die sogenannte Trutzwehr dazu, dass nicht mehr Angriff, sondern Raufhandel vorliegt: ein einziger Abwehrschlag macht die Auseinandersetzung zum Raufhandel, wenngleich der tätlich Abwehrende, solange er nur im Rahmen der Notwehrbefugnis tätlich wird, nach Art. 133 Abs. 2 StGB straflos bleibt (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Stefan Maeder, a.a.O. Art. 134 StGB N 6). Durch den ersten Gewaltakt ging G____ unbestrittenermassen zu Boden und wurde in der Folge sogleich weiter angegriffen und mit heftigen Schlägen und Tritten traktiert. Nach dem Beweisergebnis markiert sodann dieses erste zu Boden Bringen den Beginn des Angriffs.”
“Es stellt sich die Frage, ob anstelle von Angriff nur der mildere Raufhandel gegeben ist. Art. 134 StGB schliesst die Strafbarkeitslücke, die Art. 133 StGB (Raufhandel) offenlässt, weil Raufhandel nicht vorliegt, wenn die eine Partei angreift, die andere aber passiv bleibt. Angriff setzt wirkliche Passivität des Angegriffenen voraus, worunter lediglich die sogenannte Schutzwehr fällt. Sie umfasst jedes Tun, das nicht bereits eine Tätlichkeit gegen den Angreifer ist. Dagegen führt schon die sogenannte Trutzwehr dazu, dass nicht mehr Angriff, sondern Raufhandel vorliegt: ein einziger Abwehrschlag macht die Auseinandersetzung zum Raufhandel, wenngleich der tätlich Abwehrende, solange er nur im Rahmen der Notwehrbefugnis tätlich wird, nach Art. 133 Abs. 2 StGB straflos bleibt (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Stefan Maeder, a.a.O. Art. 134 StGB N 6). Durch den ersten Gewaltakt ging G____ unbestrittenermassen zu Boden und wurde in der Folge sogleich weiter angegriffen und mit heftigen Schlägen und Tritten traktiert. Nach dem Beweisergebnis markiert sodann dieses erste zu Boden Bringen den Beginn des Angriffs.”
“Tritt der Auseinandersetzung aber eine dritte Person aktiv und tätlich hinzu, wird daraus ein Raufhandel. Weiter ist erforderlich, dass sich mindestens zwei Parteien wechselseitig schlagen. Nicht nötig ist, dass alle Parteien aus mehreren Personen bestehen (BSK StGB-Maeder, N 10 zu Art. 133). Verhalten sich eine oder mehrere Personen, die von einer andern Streitpartei angegriffen werden, völlig passiv, ohne selbst Schläge auszuteilen, liegt kein Raufhandel, sondern ein Angriff (Art. 134 StGB) vor. Jede Seite muss deshalb aktiv am Streit beteiligt sein («wechselseitig»), wobei einzelne Schläge, Stösse usw. – auch zur blossen Abwehr oder Streitschlichtung – genügen, um als Beteiligung am Raufhandel zu gelten. Wer zwar in diesem Sinne Beteiligter am Raufhandel ist, dabei aber ausschliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet, bleibt allerdings nach Art. 133 Abs. 2 straflos. Raufhandel ist somit eine «tätliche, wechselseitige Auseinandersetzung zwischen mindestens drei Personen». Wie die tätliche Auseinandersetzung geführt wird, spielt keine Rolle. Neben Schlägen kommen etwa auch Messerstechen, Würgen, Stossen, Ringen, Ketten- oder Rutenschlagen, Bewerfen mit harten Gegenständen oder der Einsatz von Nahkampfwaffen oder Schusswaffen in Frage. Nicht erfasst ist ein rein verbaler Schlagabtausch, da eine tätliche Auseinandersetzung gefordert ist (BSK StGB-Maeder, N 11 f. zu Art. 133). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz muss sich auf die objektiven Tatbestandmerkmale beziehen, also auf die Teilnahme an einem Raufhandel, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese nicht Tatbestandsmerkmal, sondern objektive Strafbarkeitsbedingung ist (BSK StGB-Maeder, N 21 zu Art.”
“Es stellt sich allenfalls die Frage, ob anstelle von Angriff nur der mildere Tatbestand des Raufhandels erfüllt ist. Art. 134 StGB schliesst die Strafbarkeitslücke, die Art. 133 StGB (Raufhandel) offenlässt, weil Raufhandel nicht vorliegt, wenn die eine Partei angreift, die andere aber passiv bleibt. Angriff setzt wirkliche Passivität des Angegriffenen voraus, worunter lediglich sog. Schutzwehr fällt. Sie umfasst jedes Tun, das nicht bereits eine Tätlichkeit gegen den Angreifer ist. Dagegen führt schon die sog. Trutzwehr dazu, dass nicht mehr Angriff, sondern Raufhandel vorliegt: ein einziger Abwehrschlag macht die Auseinandersetzung zum Raufhandel, wenngleich der tätlich Abwehrende, solange er nur im Rahmen der Notwehrbefugnis tätlich wird, nach Art. 133 Abs. 2 StGB straflos bleibt (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1 S. 153 f.; Maeder, a.a.O. Art. 134 StGB N 6). Die Zeuginnen und Zeugen schilderten vorliegend einen verbalen Streit, der dann eskalierte. Durch den Faustschlag ist der Privatkläger unbestrittenermassen zu Boden gestreckt worden und wurde in der Folge sogleich mit heftigen Schlägen und allenfalls auch Tritten traktiert. Dieser erste Faustschlag markiert den Beginn des Angriffs. Dass es zuvor nicht nur zu verbalen Provokationen, sondern allenfalls auch zu einem Geschubse gekommen sein mag, rechtfertigt es jedoch nicht, von einer (dem Raufhandel immanenten) Wechselseitigkeit im Rahmen des wesentlichen Tatgeschehens zu sprechen. Der Tatbestand des Raufhandels ist somit als nicht erfüllt anzusehen,”
“Es stellt sich allenfalls die Frage, ob anstelle von Angriff nur der mildere Tatbestand des Raufhandels erfüllt ist. Art. 134 StGB schliesst die Strafbarkeitslücke, die Art. 133 StGB (Raufhandel) offenlässt, weil Raufhandel nicht vorliegt, wenn die eine Partei angreift, die andere aber passiv bleibt. Angriff setzt wirkliche Passivität des Angegriffenen voraus, worunter lediglich sog. Schutzwehr fällt. Sie umfasst jedes Tun, das nicht bereits eine Tätlichkeit gegen den Angreifer ist. Dagegen führt schon die sog. Trutzwehr dazu, dass nicht mehr Angriff, sondern Raufhandel vorliegt: ein einziger Abwehrschlag macht die Auseinandersetzung zum Raufhandel, wenngleich der tätlich Abwehrende, solange er nur im Rahmen der Notwehrbefugnis tätlich wird, nach Art. 133 Abs. 2 StGB straflos bleibt (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1 S. 153 f.; Maeder, a.a.O. Art. 134 StGB N 6). Die Zeuginnen und Zeugen schilderten vorliegend einen verbalen Streit, der dann eskalierte. Durch den Faustschlag ist der Privatkläger unbestrittenermassen zu Boden gestreckt worden und wurde in der Folge sogleich mit heftigen Schlägen und allenfalls auch Tritten traktiert.”
“Sie traten bei der Auseinandersetzung als Einheit auf und befanden sich nach Angaben des Augenzeugen D____ dicht bei E____. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich alle drei Verfolger in einer Weise an der Auseinandersetzung beteiligt haben, die für Raufhandel genügt. In dubio ist ferner davon auszugehen, dass sich auch E____ körperlich gegen die Angriffe zur Wehr setzte und diese Gegenwehr über eine sog. Schutzwehr also Abwehrhandlungen, welche die Grenze zur Tätlichkeit gegen die Angreifer nicht überschreiten hinausging. Sie reicht damit, um seine für Raufhandel nötige tätliche Beteiligung zu bejahen. Schon ein einziger Abwehrschlag macht die Auseinandersetzung zum Raufhandel (BGE 137 IV 1 E. 4.3.1 S. 5 f.; 94 IV 105 S. 106). Dies ist auch wesentlich für die Abgrenzung vom Tatbestand des Angriffs nach Art. 134 StGB, der ansonsten in Betracht gekommen wäre: Ein solcher liegt nämlich vor, wenn die angegriffene Person passiv bleibt bzw. sein Tun nicht über eine Schutzwehr hinausgeht (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 7). Damit ist der objektive Tatbestand des Raufhandels erfüllt.”
“5 oben), ist für das Gericht sodann erstellt, dass der Berufungskläger, C____ sowie B____ dem E____ aus dem Laden des Berufungsklägers auf die [...]strasse nachrannten, ihn dort stellten und auf diesen eingeschlagen haben, wobei B____ zumindest teilweise von dem von ihm mitgebrachten Steckschlüssel Gebrauch machte. Sie traten bei der Auseinandersetzung als Einheit auf und befanden sich nach Angaben des Augenzeugen D____ dicht bei E____. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich alle drei Verfolger in einer Weise an der Auseinandersetzung beteiligt haben, die für Raufhandel genügt. In dubio ist ferner davon auszugehen, dass sich auch E____ körperlich gegen die Angriffe zur Wehr setzte und diese Gegenwehr über eine sog. Schutzwehr also Abwehrhandlungen, welche die Grenze zur Tätlichkeit gegen die Angreifer nicht überschreiten hinausging. Sie reicht damit, um seine für Raufhandel nötige tätliche Beteiligung zu bejahen. Schon ein einziger Abwehrschlag macht die Auseinandersetzung zum Raufhandel (BGE 137 IV 1 E. 4.3.1 S. 5 f.; 94 IV 105 S. 106). Dies ist auch wesentlich für die Abgrenzung vom Tatbestand des Angriffs nach Art. 134 StGB, der ansonsten in Betracht gekommen wäre: Ein solcher liegt nämlich vor, wenn die angegriffene Person passiv bleibt bzw. sein Tun nicht über eine Schutzwehr hinausgeht (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 7). Damit ist der objektive Tatbestand des Raufhandels erfüllt.”
“Sie traten bei der Auseinandersetzung als Einheit auf und befanden sich nach Angaben des Augenzeugen D____ dicht bei E____. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich alle drei Verfolger in einer Weise an der Auseinandersetzung beteiligt haben, die für Raufhandel genügt. In dubio ist ferner davon auszugehen, dass sich auch E____ körperlich gegen die Angriffe zur Wehr setzte und diese Gegenwehr über eine sog. Schutzwehr also Abwehrhandlungen, welche die Grenze zur Tätlichkeit gegen die Angreifer nicht überschreiten hinausging. Sie reicht damit, um seine für Raufhandel nötige tätliche Beteiligung zu bejahen. Schon ein einziger Abwehrschlag macht die Auseinandersetzung zum Raufhandel (BGE 137 IV 1 E. 4.3.1 S. 5 f.; 94 IV 105 S. 106). Dies ist auch wesentlich für die Abgrenzung vom Tatbestand des Angriffs nach Art. 134 StGB, der ansonsten in Betracht gekommen wäre: Ein solcher liegt nämlich vor, wenn die angegriffene Person passiv bleibt bzw. sein Tun nicht über eine Schutzwehr hinausgeht (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 7). Damit ist der objektive Tatbestand des Raufhandels erfüllt.”
Bleibt gegen eine Verurteilung wegen des Angriffs nach Art. 134 StGB rechtzeitig Berufung erhoben, ist die Verurteilung Gegenstand des Berufungsverfahrens; das Verfahren gelangt damit in die nächsthöhere Instanz.
“Erwägungen: I. Verfahren 1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, Einzelgericht in Strafsachen, vom 29. September 2021 wurde der Beschuldigte des Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig gesprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 7 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren bestraft. Ferner wurden die Herausgabe der sichergestellten schwarzen Herrenjacke angeordnet sowie die Kosten- und Ent- schädigungsfolgen geregelt (Urk. 50 bzw. 57 S. 32). 2. Mit Eingabe vom 30. September 2021 hat der Beschuldigte gegen das erst- instanzliche Urteil rechtzeitig die Berufung angemeldet (Urk. 45). Nach Erstattung der Berufungserklärung vom 7. Dezember 2021 (Urk. 58) und anschliessender Fristansetzung an die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (Urk. 62) erklärte die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 11. April 2022 den Verzicht auf eine An- schlussberufung und erklärte, dass sie sich am weiteren Verfahren nicht mehr ak- tiv beteiligen werde (Urk. 64). In der Folge wurde auf den 9. November 2022 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 66), zu welcher der Beschuldigte in Be- gleitung seines amtlichen Verteidigers erschienen ist (Prot.”
Grundregel: Wenn bei einem Angriff einer der Täter nachweislich eine Tötung oder eine Körperverletzung verursacht hat, absorbiert das Tötungs‑/Körperverletzungsdelikt die Anklage wegen Teilnahme am Angriff (Art. 134) in Bezug auf diesen Täter; echte Konkurrenz bleibt nur, wenn zusätzlich eine andere Person als die Getötete/Verletzte konkret gefährdet wurde oder die Gefährdung die eingetretene Erfolgsintensität überstieg.
“Pour que les éléments constitutifs de l’agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu’une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Par ailleurs, l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1; arrêt TF 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid. 2.1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, a causé la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger. Le concours est également envisageable, lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 3.2. En l'occurrence, la condamnation pour tentative de lésions corporelles graves est confirmée en appel. Cette infraction incorpore déjà en elle-même l'interdiction de mettre en danger l'intégrité corporelle. Ainsi, par la condamnation pour tentative de lésions corporelles graves, l'appelant est déjà sanctionné pour le risque qu'il a fait courir à l'intégrité physique de la partie plaignante. Par ailleurs, aucune autre personne n'a été attaquée par l'appelant et son comparse. Il ne saurait ainsi être condamné pour agression, ce qui reviendrait à sanctionner deux fois la même mise en danger du même bien juridique.”
“Pour que les éléments constitutifs de l’agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu’une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Par ailleurs, l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1; arrêt TF 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid. 2.1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, a causé la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger. Le concours est également envisageable, lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 3.2. En l'occurrence, la condamnation pour tentative de lésions corporelles graves est confirmée en appel. Cette infraction incorpore déjà en elle-même l'interdiction de mettre en danger l'intégrité corporelle. Ainsi, par la condamnation pour tentative de lésions corporelles graves, l'appelant est déjà sanctionné pour le risque qu'il a fait courir à l'intégrité physique de la partie plaignante. Par ailleurs, aucune autre personne n'a été attaquée par l'appelant et son comparse. Il ne saurait ainsi être condamné pour agression, ce qui reviendrait à sanctionner deux fois la même mise en danger du même bien juridique.”
“Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E. 2.1; 6B_373/2011 vom 14. November 2011 E. 3.4 f. sowie 6B_98/2013 vom 10. Juni 2013 E. 3.2).”
“Die Staatsanwaltschaft und die Vorinstanz sehen im Verhalten des Beschul- digten in rechtlicher Hinsicht einen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB. Die Vertei- digung dagegen ist der Ansicht, es handle sich um eine einfache Körperverlet- zung im Sinne von Art. 123 StGB (Urk. 102 S. 2; Urk. 124 S. 12 ff.). Auf die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zur rechtlichen Würdigung und insbesondere zum Verhältnis der Tatbestände des Angriffs und der einfachen Körperverletzung kann grundsätzlich verwiesen werden (Urk. 101 E. II.A.3. S. 41 f.). Dennoch kann ihr aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden: Beim Tatbestand des Angriffs geht es darum, Beweisschwierigkeiten zu vermei- den, weil einerseits im Nachhinein oft nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet resp. welchen Erfolg bewirkt hat, und andererseits nicht ohne Weiteres Mittäterschaft angenommen werden kann (vgl. Botschaft 1985, 1041; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I; Straftaten gegen das Individuum, 7. Aufl. 2010, § 4 N 36). Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Kann einem Beteiligten die Verursachung einer Verletzung nachgewiesen werden, wird er wegen des Verletzungsdelikts zusätzlich zur Rechenschaft gezogen (BSK StGB-MAEDER, Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 1 und N 12). Eine Aus- nahme von der besagten Regel soll es nach Lehre und Rechtsprechung dann ge- ben, wenn neben der verletzten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. In diesem Fall werde Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbe- stand konsumiert (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2 = Pra 99 (2010) Nr. 11; 118 IV 229 E. 5b; Urteil 6B_1240/2014 vom 26. Februar 2015 E. 5.3; BSK StGB-MAEDER, a.a.O., Art. 134 N 13). Eine Konstellation, in der dagegen der Angriff die Körper- verletzung konsumieren würde, ist aufgrund des unterschiedlichen Charakters der Tatbestände (einerseits der Schutz vor einer Gemeingefahr durch ein abstraktes Gefährdungsdelikt und andererseits der Schutz der individuellen Unversehrtheit) nicht ersichtlich.”
“2 CPP, la voie de l'opposition à l'ordonnance pénale n'étant pas adaptée – celle-ci ne concernant que le cas où la partie plaignante se prévaut d'une qualification juridique autre par rapport à un état de fait non contesté (ATF 138 IV 241 consid. 25 et 2.6). 2.2. Pour qu'une partie puisse recourir efficacement, elle doit connaître les faits classés et les motifs qui ont guidé l'autorité. L'absence de décision formelle de classement viole donc, en principe, le droit d'être entendu (arrêt du Tribunal fédéral 6B_819/2015 du 25 janvier 2019 consid. 3.8 et les références citées). Une telle violation ne peut être guérie dans la procédure de recours stricto sensu; la pratique de la Chambre de céans veut, en pareilles circonstances, que la cause soit renvoyée à l'instance précédente pour qu'elle rende une ordonnance (ACPR/261/2022 du 21 avril 2022, consid. 4.4 in fine; cf. également arrêts du Tribunal fédéral 6B_819/2018 du 25 janvier 2019 consid. 3.8 et 6B_84/2020 du 22 juin 2020 consid. 2.1.2). 2.3.1. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d’agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 2.3.2. Le Tribunal fédéral reconnaît que s'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 et suivants CP ou de lésions visée par les art. 122 et suivants CP absorbe, en ce qui les concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 et suivants ou 122 et suivants CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger.”
“2 Il y a concours imparfait de lois lorsque, comme dans le cas de la spécialité, la définition légale d'une disposition spéciale renferme en elle-même tous les éléments constitutifs d'une disposition générale ou lorsque, comme dans le cas de l'absorption, l'une des deux dispositions considérées embrasse l'autre, sinon dans tous ses éléments constitutifs, à tout le moins dans ses éléments essentiels que sont la culpabilité et l'illicéité, de telle sorte que cette disposition absorbe l'autre (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 91 IV 211 consid. 4). Ce dernier critère, dit de l'absorption, peut être utilisé pour régler les rapports entre les infractions de mise en danger et celles de résultat (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Un concours entre l’infraction de lésion et l’agression est néanmoins possible lorsque la victime n’a subi que des lésions corporelles simples, à condition que la mise en danger de la victime ait dépassé l’intensité du résultat survenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 5.3 En l’espèce, l’appelant ne remet pas en question sa condamnation pour lésions corporelles simples. Il conteste le fait que d’autres personnes qu’A.________ auraient été mises en danger. A bien le comprendre, il estime que comme les agresseurs ne s’en seraient pris qu’à A.________ et qu’il n’y aurait eu aucune mise en danger des accompagnants de celui-ci, l’infraction d’agression aurait dû être absorbée par celle de lésions corporelles simples (concours imparfait). L’appelant a initié les hostilités à l’encontre d’A.”
“2 Il y a concours imparfait de lois lorsque, comme dans le cas de la spécialité, la définition légale d'une disposition spéciale renferme en elle-même tous les éléments constitutifs d'une disposition générale ou lorsque, comme dans le cas de l'absorption, l'une des deux dispositions considérées embrasse l'autre, sinon dans tous ses éléments constitutifs, à tout le moins dans ses éléments essentiels que sont la culpabilité et l'illicéité, de telle sorte que cette disposition absorbe l'autre (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 91 IV 211 consid. 4). Ce dernier critère, dit de l'absorption, peut être utilisé pour régler les rapports entre les infractions de mise en danger et celles de résultat (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Un concours entre l’infraction de lésion et l’agression est néanmoins possible lorsque la victime n’a subi que des lésions corporelles simples, à condition que la mise en danger de la victime ait dépassé l’intensité du résultat survenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 5.3 En l’espèce, l’appelant ne remet pas en question sa condamnation pour lésions corporelles simples. Il conteste le fait que d’autres personnes qu’A.________ auraient été mises en danger. A bien le comprendre, il estime que comme les agresseurs ne s’en seraient pris qu’à A.”
“2 Il y a concours imparfait de lois lorsque, comme dans le cas de la spécialité, la définition légale d'une disposition spéciale renferme en elle-même tous les éléments constitutifs d'une disposition générale ou lorsque, comme dans le cas de l'absorption, l'une des deux dispositions considérées embrasse l'autre, sinon dans tous ses éléments constitutifs, à tout le moins dans ses éléments essentiels que sont la culpabilité et l'illicéité, de telle sorte que cette disposition absorbe l'autre (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 91 IV 211 consid. 4). Ce dernier critère, dit de l'absorption, peut être utilisé pour régler les rapports entre les infractions de mise en danger et celles de résultat (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Un concours entre l’infraction de lésion et l’agression est néanmoins possible lorsque la victime n’a subi que des lésions corporelles simples, à condition que la mise en danger de la victime ait dépassé l’intensité du résultat survenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 5.3 En l’espèce, l’appelant ne remet pas en question sa condamnation pour lésions corporelles simples. Il conteste le fait que d’autres personnes qu’A.________ auraient été mises en danger. A bien le comprendre, il estime que comme les agresseurs ne s’en seraient pris qu’à A.”
“2 Il y a concours imparfait de lois lorsque, comme dans le cas de la spécialité, la définition légale d'une disposition spéciale renferme en elle-même tous les éléments constitutifs d'une disposition générale ou lorsque, comme dans le cas de l'absorption, l'une des deux dispositions considérées embrasse l'autre, sinon dans tous ses éléments constitutifs, à tout le moins dans ses éléments essentiels que sont la culpabilité et l'illicéité, de telle sorte que cette disposition absorbe l'autre (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 91 IV 211 consid. 4). Ce dernier critère, dit de l'absorption, peut être utilisé pour régler les rapports entre les infractions de mise en danger et celles de résultat (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Un concours entre l’infraction de lésion et l’agression est néanmoins possible lorsque la victime n’a subi que des lésions corporelles simples, à condition que la mise en danger de la victime ait dépassé l’intensité du résultat survenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 5.3 En l’espèce, l’appelant ne remet pas en question sa condamnation pour lésions corporelles simples. Il conteste le fait que d’autres personnes qu’A.________ auraient été mises en danger. A bien le comprendre, il estime que comme les agresseurs ne s’en seraient pris qu’à A.________ et qu’il n’y aurait eu aucune mise en danger des accompagnants de celui-ci, l’infraction d’agression aurait dû être absorbée par celle de lésions corporelles simples (concours imparfait). L’appelant a initié les hostilités à l’encontre d’A.”
“Relèvent de cette disposition les fractures sans complication guérissant complètement, des meurtrissures, des écorchures, des griffures provoquées par des coups, des heurts ou d'autres causes du même genre (ATF 119 IV 25 consid. 2). L'art. 123 CP vise en particulier toutes les dégradations du corps humain, externes ou internes, à la suite d'un choc ou de l'emploi d'un objet, telles les fractures, les foulures, les coupures et les hématomes (arrêt du Tribunal fédéral 6B_187/2015 du 28 avril 2015 consid. 2.1). Un coup de poing dans la figure ayant provoqué un hématome doit, déjà, être sanctionné en application de l'art. 123 CP, parce qu'un hématome est la conséquence de la rupture d'un vaisseau sanguin, dommage qui est une lésion du corps humain, même si celle-ci est superficielle et de peu d'importance (ATF 119 IV 25). S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 conisd. 2.1.2. ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.3. L'art. 134 CP punit d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire l'auteur qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid.”
“122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 conisd. 2.1.2. ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.3. L'art. 134 CP punit d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire l'auteur qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.4. En l'espèce, la recourante ne s’est pas montrée constante dans sa narration des événements (nombre, nature et emplacement des atteintes à son intégrité corporelle ; personnes présentes pendant qu’une sorte de bâton était utilisé pour la frapper). Dans son recours, elle prétend nouvellement avoir été aussi saisie à la gorge. Ainsi, la première question qui se pose n'est pas de savoir si l’une, l’autre ou les trois personnes qui se trouvaient avec la recourante l’ont battue, le cas échéant ensemble et de concert, à une date indéterminée du mois de février 2020, quelques jours après qu’elle eut déposé plainte contre son mari, mais si la procédure comporte des indices suffisants que la recourante a été victime ce jour-là de lésions corporelles, le cas échéant commises au moyen d’un bâton.”
“Relèvent de cette disposition les fractures sans complication guérissant complètement, des meurtrissures, des écorchures, des griffures provoquées par des coups, des heurts ou d'autres causes du même genre (ATF 119 IV 25 consid. 2). L'art. 123 CP vise en particulier toutes les dégradations du corps humain, externes ou internes, à la suite d'un choc ou de l'emploi d'un objet, telles les fractures, les foulures, les coupures et les hématomes (arrêt du Tribunal fédéral 6B_187/2015 du 28 avril 2015 consid. 2.1). Un coup de poing dans la figure ayant provoqué un hématome doit, déjà, être sanctionné en application de l'art. 123 CP, parce qu'un hématome est la conséquence de la rupture d'un vaisseau sanguin, dommage qui est une lésion du corps humain, même si celle-ci est superficielle et de peu d'importance (ATF 119 IV 25). S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 conisd. 2.1.2. ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.3. L'art. 134 CP punit d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire l'auteur qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression.”
“Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; TF 6B_516/2014 du 29 janvier 2015 consid. 1 ; TF 6B_373/2011 du 14 janvier 2011 consid. 3.2). L’infraction d’agression est en effet réalisée du moment où deux personnes au moins auront pris part à une attaque physique dirigée contre autrui (TF 6B_402/2019 du 27 août 2019 consid. 2.2). Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l’intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid.”
“L’infraction d’agression est en effet réalisée du moment où deux personnes au moins auront pris part à une attaque physique dirigée contre autrui (TF 6B_402/2019 du 27 août 2019 consid. 2.2). Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l’intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid. 3.4 et les références citées). 2.2.3 L’art. 144 CP punit, sur plainte, celui qui endommage, détruit ou met hors d’usage une chose appartenant à autrui ou frappée d’un droit d’usage ou d’usufruit au bénéfice d’autrui.”
“Mit der Vorinstanz - 14 - hat er auch keinerlei Missfallen gegen die Vorgehensweise der Mitglieder seiner Gruppe geäussert (Urk. 53 S. 35), geschweige denn diese zu bremsen oder gar den Geschädigten zu schützen versucht. Wiederum unzutreffend ist die Argumentation der Verteidigung, die Annahme ei- ner versuchten schweren Körperverletzung, begangen in Mittäterschaft, würde in concreto den Tatbestand des Angriffs "aushebeln" (Urk. 55 S. 28f.). War der Geschädigte die einzige angegriffene Person, wird StGB 134 durch den Ver- letzungstatbestand (allenfalls erfüllt in Mittäterschaft) konsumiert (BSK StGB, Maeder, Art. 134 N 13f. mit Verweisen). Soweit der zitierte Kommentar diese Pra- xis kritisiert, tut er dies nicht zugunsten, sondern vielmehr noch zuungunsten des Beschuldigten: Die (allenfalls mittäterschaftlich begangene) Erfüllung des Verlet- zungstatbestands soll in echter Konkurrenz zum Angriff stehen, da Art. 134 StGB ein abstraktes Gefährdungsdelikt darstellt und die geschützten Rechtsgüter somit nicht identisch sind.”
“2 CP, le législateur n'a pas tenu compte du résultat, mais a voulu que l'auteur des lésions corporelles soit poursuivi d'office lorsqu'il avait utilisé une arme, du poison ou un objet dangereux, car le simple fait d'employer ces instruments le fait apparaître comme particulièrement dangereux, même si, dans le cas particulier, cet emploi n'a pas entraîné de graves blessures (ATF 96 IV 16 consid. 3b p. 20). 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.1.4. Selon l'art. 181 CP, se rend coupable de contrainte celui qui, en usant de violence envers une personne ou en la menaçant d'un dommage sérieux, ou en l'entravant de quelque autre manière dans sa liberté d'action, l'aura obligée à faire, à ne pas faire ou à laisser faire un acte. Le bien juridiquement protégé par l'art. 181 CP est la liberté d'action et de décision, plus particulièrement la libre formation et le libre exercice de la volonté (ATF 141 IV 437 consid. 3.2.1 p. 440). Alors que la violence consiste dans l'emploi d'une force physique d'une certaine intensité à l'encontre de la victime (ATF 101 IV 42 consid.”
“2 CP, le législateur n'a pas tenu compte du résultat, mais a voulu que l'auteur des lésions corporelles soit poursuivi d'office lorsqu'il avait utilisé une arme, du poison ou un objet dangereux, car le simple fait d'employer ces instruments le fait apparaître comme particulièrement dangereux, même si, dans le cas particulier, cet emploi n'a pas entraîné de graves blessures (ATF 96 IV 16 consid. 3b p. 20). 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.1.4. Selon l'art. 181 CP, se rend coupable de contrainte celui qui, en usant de violence envers une personne ou en la menaçant d'un dommage sérieux, ou en l'entravant de quelque autre manière dans sa liberté d'action, l'aura obligée à faire, à ne pas faire ou à laisser faire un acte. Le bien juridiquement protégé par l'art. 181 CP est la liberté d'action et de décision, plus particulièrement la libre formation et le libre exercice de la volonté (ATF 141 IV 437 consid.”
“2 CP, le législateur n'a pas tenu compte du résultat, mais a voulu que l'auteur des lésions corporelles soit poursuivi d'office lorsqu'il avait utilisé une arme, du poison ou un objet dangereux, car le simple fait d'employer ces instruments le fait apparaître comme particulièrement dangereux, même si, dans le cas particulier, cet emploi n'a pas entraîné de graves blessures (ATF 96 IV 16 consid. 3b p. 20). 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.1.4. Selon l'art. 181 CP, se rend coupable de contrainte celui qui, en usant de violence envers une personne ou en la menaçant d'un dommage sérieux, ou en l'entravant de quelque autre manière dans sa liberté d'action, l'aura obligée à faire, à ne pas faire ou à laisser faire un acte. Le bien juridiquement protégé par l'art. 181 CP est la liberté d'action et de décision, plus particulièrement la libre formation et le libre exercice de la volonté (ATF 141 IV 437 consid.”
“S’il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort de la personne agressée ou lui cause des lésions corporelles, l'infraction de lésion (art. 111 ss ou 122 ss CP) absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP ; il faut considérer en effet que l'infraction de lésion réprime aussi la mise en danger qui en est le préalable (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésion visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 précité ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S’il n’y a qu’une seule victime, on ne retiendra que l’infraction de lésion en cause (Dupuis et al. [éd.], Petit Commentaire du Code pénal, 2e éd., Bâle 2017, n. 7 ad art. 134 CP et les références citées). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité). 5.2.3 Selon l'art. 15 CP, quiconque, de manière contraire au droit, est attaqué ou menacé d'une attaque imminente a le droit de repousser l'attaque par des moyens proportionnés aux circonstances. Si l'auteur, en repoussant une attaque, a excédé les limites de la légitime défense au sens de l'art. 15 CP, le juge atténue la peine (art. 16 al. 1 CP). La légitime défense suppose une attaque, c'est-à-dire un comportement visant à porter atteinte à un bien juridiquement protégé, ou la menace d'une attaque, soit le risque que l'atteinte se réalise. Il doit s'agir d'une attaque actuelle ou à tout le moins imminente, ce qui implique que l'atteinte soit effective ou qu'elle menace de se produire incessamment (ATF 106 IV 12 consid. 2a ; TF 6B_1171/2017 du 12 avril 2018 consid.”
“Cela signifie que l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. Cette disposition protège l'intégrité corporelle et la santé tant physique que psychique. Les lésions corporelles sont une infraction de résultat qui implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés (ATF 135 IV 152 précité consid. 1.1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésion visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 précité ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S’il n’y a qu’une seule victime, on ne retiendra que l’infraction de lésion en cause (Dupuis et al. [éd.], Petit Commentaire du Code pénal, 2e éd., Bâle 2017, n. 7 ad art. 134 CP et les références citées). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité). 5.2.3 Selon l'art. 15 CP, quiconque, de manière contraire au droit, est attaqué ou menacé d'une attaque imminente a le droit de repousser l'attaque par des moyens proportionnés aux circonstances.”
“QUELOZ (éds), Commentaire romand, Code pénal II, vol. II, Partie spéciale : art. 111-392 CP, Bâle 2017, nos 12 ad art. 134 et 14 ad art. 133). 3.1.2. L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est ainsi envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.2. Est un coauteur celui qui collabore, intentionnellement et de manière déterminante, avec d'autres personnes à la décision de commettre une infraction, à son organisation ou à son exécution, au point d'apparaître comme l'un des participants principaux ; il faut que, d'après les circonstances du cas concret, la contribution du coauteur apparaisse essentielle à l'exécution de l'infraction.”
“Cela signifie que l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. Cette disposition protège l'intégrité corporelle et la santé tant physique que psychique. Les lésions corporelles sont une infraction de résultat qui implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés (ATF 135 IV 152 précité consid. 1.1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésion visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 précité ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S’il n’y a qu’une seule victime, on ne retiendra que l’infraction de lésion en cause (Dupuis et al. [éd.], op. cit., n. 7 ad art. 134 CP et les références citées). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité). 4.3 En l’espèce, l’appelant admet s’être battu avec le plaignant et ne conteste pas être l’auteur des blessures subies par celui-ci.”
“134; a.M. ferner STRA- TENWERTH /JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 7. Aufl., Bern 2010, § 4 N 44, die sich für den Vorrang des Angriffstatbestandes ausspre- chen). Auch das Bundesgericht ging in seiner bisherigen Rechtsprechung von Vorrang des Köperverletzungsdelikts aus. So stellte es in BGE 135 IV 152 mit Verweis auf die bisherige Rechtsprechung für den Fall, dass die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung oder Körperverletzung durch einen Beteiligten am Angriff nachgewiesen ist, fest, bei diesem konsumiere der Tötungstatbestand nach Art. 111 ff. StGB oder der Verletzungstatbestand nach Art. 122 ff. StGB den An- griffstatbestand nach Art. 134 StGB (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2: "[...] s'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP."), wobei es den Vorrang des Verletzungsde- likts vor dem Angriff gerade nicht nur auf die schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB beschränkte, sondern auch die nachfolgenden Körperverlet- zungstatbestände des Strafgesetzbuchs, mithin die einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB, miteinbezog ("les art. 122 ss CP"). Die von der Staatsan- waltschaft vertretene Auffassung, wonach es schon aufgrund des höheren Straf- - 13 - rahmens des Angriffstatbestandes, der als Verbrechen ausgestaltet ist (Geldstrafe bis 5 Jahre Freiheitsstrafe), nicht sein könne, dass dieser durch den als Vergehen ausgestalteten Tatbestand der einfachen Körperverletzung (Geldstrafe bis 3 Jah- re Freiheitsstrafe) konsumiert werde, entspricht mithin nicht herrschender Lehre und Rechtsprechung. Mit dieser sowie mit der Vorinstanz ist folglich davon aus- zugehen, dass in der vorliegenden Konstellation der Angriffstatbestand durch den Tatbestand der einfachen Körperverletzung konsumiert wird.”
“Die wohl herrschende Lehre geht in diesem Fall davon aus, dass der Verletzungstatbestand den Angriffstatbestand konsumiert (vgl. Übersicht mit Hinweisen auf Lehrmeinungen in M AEDER, Basler Kommentar StGB II, 4. Aufl. 2019, N 13 zu Art. 134, welcher selber allerdings eine andere Meinung vertritt, vgl. MAEDER, a.a.O., N 14 zu Art. 134; a.M. ferner STRA- TENWERTH /JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 7. Aufl., Bern 2010, § 4 N 44, die sich für den Vorrang des Angriffstatbestandes ausspre- chen). Auch das Bundesgericht ging in seiner bisherigen Rechtsprechung von Vorrang des Köperverletzungsdelikts aus. So stellte es in BGE 135 IV 152 mit Verweis auf die bisherige Rechtsprechung für den Fall, dass die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung oder Körperverletzung durch einen Beteiligten am Angriff nachgewiesen ist, fest, bei diesem konsumiere der Tötungstatbestand nach Art. 111 ff. StGB oder der Verletzungstatbestand nach Art. 122 ff. StGB den An- griffstatbestand nach Art. 134 StGB (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2: "[...] s'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP."), wobei es den Vorrang des Verletzungsde- likts vor dem Angriff gerade nicht nur auf die schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB beschränkte, sondern auch die nachfolgenden Körperverlet- zungstatbestände des Strafgesetzbuchs, mithin die einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB, miteinbezog ("les art. 122 ss CP"). Die von der Staatsan- waltschaft vertretene Auffassung, wonach es schon aufgrund des höheren Straf- - 13 - rahmens des Angriffstatbestandes, der als Verbrechen ausgestaltet ist (Geldstrafe bis 5 Jahre Freiheitsstrafe), nicht sein könne, dass dieser durch den als Vergehen ausgestalteten Tatbestand der einfachen Körperverletzung (Geldstrafe bis 3 Jah- re Freiheitsstrafe) konsumiert werde, entspricht mithin nicht herrschender Lehre und Rechtsprechung.”
“Rechtsanwendung Indem sich der Privatkläger vorliegend auf die Abwehr der Faustschläge und Fusstritte beschränkte (siehe Urteil vom 10. April 2018 S. 46 ff. E. III.B.2.4.5-2.4.6 [Urk. 3/360]), ist er nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht Beteiligter eines Raufhandels im Sinne von Art. 133 StGB (Urteile 6B_1348/2016 vom 27. Januar 2017 E. 1.1.2 und 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1). Der Privatkläger ist zudem vorliegend die einzige angegriffene Person und die Verlet- zungsfolgen konnten den Beschuldigten H._____, C._____, A._____, E._____, D._____ und F._____ als Verursacher in Mittäterschaft nachgewiesen werden. Somit wird der Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB durch das vollendete Verletzungsdelikt der schweren Körperverletzung konsumiert (D O- NATSCH in: StGB Kommentar, Orell Füssli Verlag,”
“Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; TF 6B_373/2011 du 14 janvier 2011 consid. 3.2). La poursuite de cette infraction intervient d’office. Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésion visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid. 3.4 et les références citées). 2.2.2 Aux termes de l'art. 30 al. 1 CP, si une infraction n'est punie que sur plainte, toute personne lésée peut porter plainte contre l'auteur.”
“Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. Cette disposition protège l'intégrité corporelle et la santé tant physique que psychique. Les lésions corporelles sont une infraction de résultat qui implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés (ATF 135 IV 152 consid. 1.1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 5.7.3 En l’espèce, du point de vue factuel, la participation des trois prévenus étant acquise, on ne voit pas ce qui permet au prévenu d’affirmer qu’il serait possible de dire qui a donné quel coup et causé quelle lésion. Personne n’a jamais soutenu non plus que les amis du plaignant auraient participé à ce qui serait alors une rixe. En ce qui concerne le type de coups, si on peut admettre comme tout à fait plausible que les coups donnés à une victime à terre sont des coups de pieds plutôt que des coups de poings, cela importe peu dans le fond.”
“Cela signifie que l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. Cette disposition protège l'intégrité corporelle et la santé tant physique que psychique. Les lésions corporelles sont une infraction de résultat qui implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés (ATF 135 IV 152 consid. 1.1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). Est un coauteur celui qui collabore, intentionnellement et de manière déterminante, avec d'autres personnes à la décision de commettre une infraction, à son organisation ou à son exécution, au point d'apparaître comme l'un des participants principaux.”
Das Opfer muss verletzt oder getötet worden sein; die Körperverletzung bzw. der Tod ist als objektive Strafbarkeitsbedingung zu verstehen und muss aus dem Angriff oder seinen unmittelbaren Folgen resultieren; es ist unerheblich, welchen konkreten Beitrag der einzelne Beteiligte zum Eintritt dieses Erfolgs geleistet hat.
“Il n'est toutefois pas nécessaire que le coauteur ait effectivement participé à l'exécution de l'acte ou qu'il ait pu l'influencer. La coactivité suppose une décision commune, qui ne doit cependant pas obligatoirement être expresse, mais peut aussi résulter d'actes concluants, le dol éventuel quant au résultat étant suffisant. Il n'est pas nécessaire que le coauteur participe à la conception du projet, auquel il peut adhérer ultérieurement. Il n'est pas non plus nécessaire que l'acte soit prémédité; le coauteur peut s'y associer en cours d'exécution. Ce qui est déterminant, c'est que le coauteur se soit associé à la décision dont est issue l'infraction ou à la réalisation de cette dernière, dans des conditions ou dans une mesure qui le font apparaître comme un participant non pas secondaire mais principal. La jurisprudence exige même que le coauteur ait une certaine maîtrise des opérations et que son rôle soit plus ou moins indispensable (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.1 ; 130 IV 58 consid. 9.2.1 ; 125 IV 134 consid. 3a et les références citées). 2.1.4. À teneur de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle, sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Pour que l'infraction d'agression soit retenue, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s'agit là d'une condition objective de punissabilité (non d'un élément constitutif) qui, lorsqu'elle fait défaut, exclut l'infraction d'agression, y compris sous la forme tentée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_101/2014 du 10 novembre 2014 consid. 2). La mort ou la lésion corporelle doivent résulter de l'agression ou des événements qui l'ont suivi immédiatement (ATF 106 IV 246 consid. 3f ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_658/2008 du 6 février 2009 consid. 3.1). En effet, de même que dans le cas de la rixe (art. 133 CP), l'infraction est exclue si le rapport de causalité n'est pas suffisamment étroit.”
“ff. (Anklage wegen mittäterschaftlich begangener versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs zum Nachteil von C____) ist der gesamte Ablauf des Geschehens, von den ersten Stössen und Schlägen auf den hinzueilenden C____ bis zum Zeitpunkt, da der Berufungskläger und Mitbeteiligte auf den zu Boden gefallenen C____ einschlugen und eintraten, als Einheit zu betrachten. Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl.”
“ff. (Anklage wegen mittäterschaftlich begangener versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs zum Nachteil von C____) ist der gesamte Ablauf des Geschehens, von den ersten Stössen und Schlägen auf den hinzueilenden C____ bis zum Zeitpunkt, da der Berufungskläger und Mitbeteiligte auf den zu Boden gefallenen C____ einschlugen und eintraten, als Einheit zu betrachten. Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl.”
Mehrfache Verurteilungen wegen Angriffen (Art. 134 StGB) wirken sich negativ auf aufenthaltsrechtliche Ansprüche aus; Vorstrafen schmälern die Voraussetzungen für einen Aufenthaltsanspruch trotz familiärer Bindungen.
“Selbst wenn der Beschwerdeführer enge affektive und wirtschaftliche Beziehungen zu seinen drei Kindern unterhalten und über ein mit den beiden Müttern geteiltes Sorgerecht betreffend die vier schweizerischen Kinder verfügen sollte, fehlt es doch an einem weitgehend tadellosen Verhalten: Der Beschwerdeführer hat sich über einen längeren Zeitraum verschiedener Delikte schuldig gemacht und wurde dabei nicht ausschliesslich wegen ausländer- oder ordnungsrechtlicher (untergeordneter) Vorkommnisse, sondern unter anderem wegen - vor dem 1. Oktober 2016 (Inkrafttreten von Art. 66a StGB [AS 2016 2329]; vgl. dazu BGE 146 II 1 sowie hinten E. 6.2) begangenen - mehrfachen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt. Die Praxis, gewisse "untergeordnete" Vorkommnisse ("atteintes de peu d'importance à l'ordre public") in einer Gesamtabwägung etwas weniger stark zu gewichten, kommt nur in spezifischen Fällen bzw. bei besonderen Umständen zum Tragen. Solche bestehen hier nicht (vgl. BGE 140 I 145 E. 4.3; Urteil 2C_397/2020 vom 26. August 2020 E. 5.3). Ein aus Art. 13 Abs. 1 BV bzw. Art. 8 EMRK abgeleiteter Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers aufgrund seiner Beziehung zu seinen Kindern besteht vor diesem Hintergrund nicht.”
Der Vorsatz richtet sich nur auf die Teilnahme am Angriff; nicht erforderlich ist Vorsatz auf die Todes- oder konkrete Verletzungsfolge (diese ist objektive Strafbarkeitsbedingung).
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E.”
“Allgemeine rechtliche Ausführungen Des Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E.”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einer einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Ein- wirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB hinzu (Urteile des - 11 - Bundesgerichts 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020, E. 2.3.2 m.w.H.; 6B_157/2016 vom 8. August 2016, E. 6.3).”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an ei- ner einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Einwir- kung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche An- griff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es - 10 - genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art.”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an ei- ner einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Einwir- kung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche An- griff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es - 10 - genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB hinzu (Urteile des Bundesgerichts 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020, E. 2.3.2 m.w.H.; 6B_157/2016 vom 8. August 2016, E. 6.3).”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einer einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Ein- wirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB hinzu (Urteile des - 11 - Bundesgerichts 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020, E. 2.3.2 m.w.H.; 6B_157/2016 vom 8. August 2016, E. 6.3).”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einer einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Ein- wirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art.”
“L’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il ne soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles. D’un point de vue subjectif, l’art. 134 CP est une infraction intentionnelle. Le dol de l’auteur doit porter sur le fait de participer à l’agression, mais non sur le décès ou les lésions corporelles qui, en tant que conditions objectives de punissabilité, n’ont pas à être englobées par l’élément subjectif. Le dol éventuel suffit (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1).”
“In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz ge- nügt. Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im Angriff liegende abs- trakte Gefährdung. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff, nicht auf die Todes- oder Verletzungsfolge (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1. m.w.H.; BGE 135 IV 152 E.2.1.).”
“Daraus geht hervor, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Damit von einem Angriff gesprochen werden kann, müssen mindestens zwei Personen körperlich attackieren. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann wie beim Raufhandel eine Beteiligung auf jede Art erfolgen. So kann Beteiligung auch eine sachlich unterstützende psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei sein. Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt. Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die objektive Strafbarkeitsbedingung der Todes- oder Körperverletzungsfolge. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB und Art. 134 StGB prinzipiell echte Konkurrenz. Eine Ausnahme von der besagten Regel gibt es nach Rechtsprechung und herrschender Lehre dann, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. gefährdet worden ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbestand konsumiert, was aber in der Lehre kontrovers diskutiert wird (vgl. Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 4 ff., mit zahlreichen Hinweisen).”
“Il est rappelé que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il ne soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles. D’un point de vue subjectif, l’art. 134 CP est une infraction intentionnelle. Le dol de l’auteur doit porter sur le fait de participer à l’agression, mais non sur le décès ou les lésions corporelles qui, en tant que condition objective de punissabilité, n’ont pas à être englobées par l’élément subjectif. Le dol éventuel suffit (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1).”
“Pour que les éléments constitutifs de l'agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s'agit là d'une condition objective de punissabilité. Cela signifie que l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 3.4.3 En l’espèce, les premiers juges n’ont effectivement pas respecté le cadre de l’accusation en prenant en compte des faits qui ne figuraient pas dans l’acte d’accusation puisqu’ils ont retenu qu’une seconde victime avait été agressée, respectivement blessée. L’acte d’accusation du 30 octobre 2020 ne dit rien de tel (cf. ch. 2.1) ; au contraire, les faits dénoncés comportent l’indication que W.________ « s’est mêlé à la bagarre », ce qui suggère une forme de participation active (« [...] [recte : W.”
“Der Unterschied zwischen (nur) Angriff und mittäterschaftlich begangener Körperverletzung lässt sich vorab am Vorsatz festmachen: Bei Angriff umfasst dieser nur die Beteiligung am tätlichen Angriff von mindestens zwei Angreifern; dass dabei tatsächlich jemand verletzt oder gar getötet wird, nimmt der Täter nicht in Kauf, sondern es stellt sich im Nachhinein heraus und belegt die Gefährlichkeit der Attacke. Bei Körperverletzungsdelikten muss der Vorsatz dagegen auch die konkrete Verletzung eines der Beteiligten umfassen wobei auch hier dolus eventualis genügt. Nimmt also ein Täter nicht nur in Kauf, dass jemand angegriffen wird, sondern darüber hinaus auch, dass diese Person oder eine unbeteiligte dritte dabei verletzt wird, dann hat er sich neben Angriffs auch wegen dem Körperverletzungsdelikt zu verantworten. Vorausgesetzt ist für diese echte Konkurrenz allerdings, dass die verletzte Person nicht die angegriffene selbst ist oder wenn doch, dass der Angegriffene über das Mass der erlittenen Verletzung hinaus gefährdet war (vgl. BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 1.5.2; Maeder, a.a.O. Art. 134 StGB N 13). Gestützt auf die vorgenommene Beweiswürdigung ist nicht hinreichend erstellt, dass der Berufungskläger den Vorsatz einer schweren Körperverletzung mitgetragen hat (wie bereits erwähnt, würde eine Verurteilung wegen versuchter schwerer Körperverletzung auch das Verschlechterungsverbot verletzen). Fraglich wäre allenfalls, ob dem Berufungskläger eine versuchte einfache Körperverletzung anzulasten ist. Einerseits durch den nachweislich selbst verübten heftigen Faustschlag, andererseits durch die mittäterschaftliche Beteiligung an den Faustschlägen des Bruders (der hinsichtlich der versuchten schweren Körperverletzung im Exzess gehandelt hätte, was dem Berufungskläger nicht anzulasten wäre). Wie dargelegt wurde, würde eine einfache Körperverletzung den Angriffstatbestand konsumieren, wenn der Angegriffene keiner weiteren Gefährdung ausgesetzt war, da ansonsten ein Fall von echter Konkurrenz vorläge. Von diesem Fall ist jedoch vorliegend auszugehen: Der Privatkläger erlitt eine einfache Körperverletzungen, war aber einer Gefährdung im Sinne der schweren Körperverletzung ausgesetzt.”
Als objektive Strafbarkeitsbedingung verlangt Art. 134 StGB, dass der Angriff den Tod oder zumindest eine Körperverletzung einer angegriffenen Person oder eines Dritten zur Folge hat. Fehlt dieser Erfolg, ist die Tat nicht nach Art. 134 strafbar; die Norm lässt sich in diesem Fall nicht als Versuch verfolgen.
“Elle pose une limite, au-dessous de laquelle un comportement illicite et fautif n'est pas assez grave pour être puni. La condamnation de la personne intéressée dépend de la réalisation de conditions qui sont indépendantes de sa volonté et de toute contribution de sa part (arrêt 6B_101/2014 du 10 novembre 2014 consid. 2.2, in SJ 2015 I 140 et les références citées; DONATSCH/ GODENZI/TAG, Strafrecht I, Verbrechenslehre, 10 e éd. 2022, p. 113; TRECHSEL/NOLL/PIETH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 7 e éd. 2017, p. 71 s.). Lorsque la condition objective de punissabilité fait défaut, l'infraction est exclue. Il n'est même pas possible de retenir une tentative (arrêt 6B_101/2014 précité consid. 2.2; W OHLERS, op. cit., n° 2 ad art. 22 CP; DONATSCH/GODENZI/TAG, op. cit., p. 113; PHILIPPE GRAVEN, L'infraction pénale punissable, 2 e éd. 1995, p. 58; PIERLUIGI SCHAAD, Die objektiven Strafbarkeitsbedingungen im schweizerischen Strafrecht, thèse, 1964, p. 47 s.). À titre d'exemples, la rixe (art. 133 al. 1 CP), l'agression (art. 134 CP) et la plupart des infractions dans la faillite et la poursuite pour dettes (art. 163 ss CP) renferment une condition objective de punissabilité (cf. BERNHARD STRÄULI, Le résultat en droit pénal: sept thèses, in Empreinte d'une pionnière sur le droit pénal, 2021, p. 387; KILLIAS/ KUHN/DONGOIS, Précis de droit pénal général, 4 e éd. 2016, n° 336 s.). Dans le cas de la rixe, l'acte n'est punissable que lorsqu'une personne a été blessée ou tuée; certaines infractions dans la faillite ou la poursuite pour dettes ne le sont que si le débiteur a été déclaré en faillite ou si un acte de défaut de biens a été dressé contre lui. Ainsi, celui qui participe à une simple bagarre n'est pas nécessairement punissable, de même que tous les débiteurs indélicats ou téméraires (KILLIAS/KUHN/ DONGOIS, op. cit., n° 336 s.).”
“Es ist hierzu in Erinne- rung zu rufen, dass gerade (Faust-)Schläge gegen den Kopfbereich dazu führen können, dass die getroffene Person ihr Gleichgewicht verliert und zu Boden stürzen bzw. gegen die Wand prallen könnte, wodurch sie sich ernsthaft verletzen könnte. Es hatte dabei aber nicht sein Bewenden. Vielmehr wurden hernach auf den am Boden liegenden und damit wehrlosen Privatkläger "gestampft" und weiter auf ihn eingeschlagen. Angesichts des konkreten Tatvorgehens ist das Verhalten des Beschuldigten demnach vernünftigerweise nicht anders zu interpretieren, als dass er zumindest in Kauf nahm, dem Privatkläger schwere Verletzungen im Sinne von aArt. 122 StGB zuzufügen. Die Verteidigung des Beschuldigten scheint in ihren Ausführungen zu verkennen, dass es sich vorliegend um eine versuchte (und nicht vollendete) schwere Körperverletzung handelt. Einem Versuch ist gerade inhärent, dass es zu keinen schweren Verletzungen gekommen ist. Das erstellte Vorgehen des Beschuldigten hätte aber zweifelsohne zu solchen führen können. - 18 - 4.3.Bezüglich der objektiven und subjektiven Tatbestandsvoraussetzungen eines Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB und deren Subsumtion kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 62 S. 19). Als ob- jektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperver- letzung eines Angegriffenen zur Folge haben. Der Privatkläger erlitt durch den Vor- fall eine 1 cm durchmessende Quetschung an der Oberlippeninnenseite, welche den Einsatz von Schmerzmitteln erforderte. Ferner war der Privatkläger anschlies- send für die Dauer von fünf Tagen (vom 4. bis 8. September 2022) – entgegen des Dafürhaltens der Verteidigung (Urk. 78 S. 14 Rz. 28) – zweifellos infolge des Vor- falles 100% arbeitsunfähig (Urk. 2/4+5). Der Privatkläger führte dazu aus, dass ihm der Rücken ungefähr eine Woche wehgetan und er es aber auch in der zweiten Woche nach dem Vorfall noch ziemlich gemerkt habe. Die Wundheilung habe rund einen Monat gedauert. Das Schlimmste sei aber, dass er Angst habe, im Dunkel nach draussen zu gehen (Urk. 9/2 F/A 21 ff.”
“Selon l'art. 134 CP, est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui a participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers a trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. En vertu de l'art. 133 al. 1 CP, celui qui aura pris part à une rixe ayant entraîné la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Considérant que, en pareilles circonstances, il peut se révéler difficile de prouver qui a tué ou blessé, le législateur a voulu éviter qu'un événement peut-être grave reste sans réaction sociale adéquate. L'acte incriminé ne porte ainsi pas sur le fait de donner la mort ou d'occasionner des lésions corporelles, mais sur la participation à une rixe en tant que comportement mettant en danger la vie ou l'intégrité corporelle des participants ou de tiers. Il convient donc de sanctionner chacun des participants indépendamment de sa responsabilité personnelle par rapport à l'atteinte à la vie ou à l'intégrité corporelle survenue dans ce contexte (ATF 139 IV 168 consid.”
“1). En d’autres termes, il faut être certain que l’état de fait ne constitue aucune infraction. Une ordonnance de non-entrée en matière ne peut être rendue que dans les cas clairs du point de vue des faits, mais également du droit ; s’il est nécessaire de clarifier l’état de fait ou de procéder à une appréciation juridique approfondie, le prononcé d’une ordonnance de non-entrée en matière n’entre pas en ligne de compte. En règle générale, dans le doute, il convient d’ouvrir une enquête pénale (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1, JdT 2017 IV 357 ; ATF 138 IV 86 précité consid. 4.1.2 ; ATF 137 IV 285 consid. 2.3 et les références citées, JdT 2012 IV 160 ; TF 6B_207/2020 du 14 septembre 2020 consid. 2.1). En revanche, le Ministère public doit pouvoir rendre une ordonnance de non-entrée en matière dans les cas où il apparaît d’emblée qu’aucun acte d’enquête ne pourra apporter la preuve d’une infraction à la charge d’une personne déterminée (TF 6B_541/2017 du 20 décembre 2017 consid. 2.2). 2.2.2 L’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) réprime par une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire le comportement de celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L’agression se singularise par le caractère unilatéral des actes de violence exercés par les agresseurs ; ceux-ci sont à l’origine des violences exercées contre la ou les victimes, dont le rôle demeure essentiellement passif (Dupuis et al. [éd.], Petit commentaire, Code pénal, 2e éd. 2017, n. 3 ad art. 134 CP). Pour que les éléments constitutifs de l’agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut que l’une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s’agit-là d’une condition objective de punissabilité. Cela signifie que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression.”
Beweis- und wertungspraktischer Hinweis: Art. 134 schützt primär vor abstrakter Gemeingefahr; das Gesetz und die Rechtsprechung berücksichtigen Beweisschwierigkeiten bei Mehrtäterschaft, weshalb bei nachweisbarer kausaler Verursachung eines Erfolgs individualstrafrechtlich das Ergebnis vorrangig geahndet wird.
“Dennoch kann ihr aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden: Beim Tatbestand des Angriffs geht es darum, Beweisschwierigkeiten zu vermei- den, weil einerseits im Nachhinein oft nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet resp. welchen Erfolg bewirkt hat, und andererseits nicht ohne Weiteres Mittäterschaft angenommen werden kann (vgl. Botschaft 1985, 1041; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I; Straftaten gegen das Individuum, 7. Aufl. 2010, § 4 N 36). Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Kann einem Beteiligten die Verursachung einer Verletzung nachgewiesen werden, wird er wegen des Verletzungsdelikts zusätzlich zur Rechenschaft gezogen (BSK StGB-MAEDER, Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 1 und N 12). Eine Aus- nahme von der besagten Regel soll es nach Lehre und Rechtsprechung dann ge- ben, wenn neben der verletzten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. In diesem Fall werde Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbe- stand konsumiert (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2 = Pra 99 (2010) Nr. 11; 118 IV 229 E. 5b; Urteil 6B_1240/2014 vom 26. Februar 2015 E. 5.3; BSK StGB-MAEDER, a.a.O., Art. 134 N 13). Eine Konstellation, in der dagegen der Angriff die Körper- verletzung konsumieren würde, ist aufgrund des unterschiedlichen Charakters der Tatbestände (einerseits der Schutz vor einer Gemeingefahr durch ein abstraktes Gefährdungsdelikt und andererseits der Schutz der individuellen Unversehrtheit) nicht ersichtlich. Die Erwägungen der Vorinstanz lassen den Schutzzweck des Angriffs ausser Acht. Die Vorinstanz führt zusammengefasst aus, dass der Tatbestand des An- griffs einen höheren Strafrahmen als die einfache Körperverletzung aufweise. Zu- - 22 - dem sei für den Angriff gegenüber der einfachen Körperverletzung eine obligatori- sche Landesverweisung vorgesehen. Es sei systemfremd, wenn eine leichtere Tat eine schwerere Tat absorbieren würde. Zudem sei es nicht im Sinne des Ge- setzgebers, wenn bei der vorliegenden Konstellation eine obligatorische Landes- verweisung wegfalle (Urk.”
“Dennoch kann ihr aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden: Beim Tatbestand des Angriffs geht es darum, Beweisschwierigkeiten zu vermei- den, weil einerseits im Nachhinein oft nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet resp. welchen Erfolg bewirkt hat, und andererseits nicht ohne Weiteres Mittäterschaft angenommen werden kann (vgl. Botschaft 1985, 1041; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I; Straftaten gegen das Individuum, 7. Aufl. 2010, § 4 N 36). Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Kann einem Beteiligten die Verursachung einer Verletzung nachgewiesen werden, wird er wegen des Verletzungsdelikts zusätzlich zur Rechenschaft gezogen (BSK StGB-MAEDER, Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 1 und N 12). Eine Aus- nahme von der besagten Regel soll es nach Lehre und Rechtsprechung dann ge- ben, wenn neben der verletzten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. In diesem Fall werde Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbe- stand konsumiert (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2 = Pra 99 (2010) Nr. 11; 118 IV 229 E. 5b; Urteil 6B_1240/2014 vom 26. Februar 2015 E. 5.3; BSK StGB-MAEDER, a.a.O., Art. 134 N 13). Eine Konstellation, in der dagegen der Angriff die Körper- verletzung konsumieren würde, ist aufgrund des unterschiedlichen Charakters der Tatbestände (einerseits der Schutz vor einer Gemeingefahr durch ein abstraktes Gefährdungsdelikt und andererseits der Schutz der individuellen Unversehrtheit) nicht ersichtlich. Die Erwägungen der Vorinstanz lassen den Schutzzweck des Angriffs ausser Acht. Die Vorinstanz führt zusammengefasst aus, dass der Tatbestand des An- griffs einen höheren Strafrahmen als die einfache Körperverletzung aufweise. Zu- - 22 - dem sei für den Angriff gegenüber der einfachen Körperverletzung eine obligatori- sche Landesverweisung vorgesehen. Es sei systemfremd, wenn eine leichtere Tat eine schwerere Tat absorbieren würde. Zudem sei es nicht im Sinne des Ge- setzgebers, wenn bei der vorliegenden Konstellation eine obligatorische Landes- verweisung wegfalle (Urk.”
“Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt. Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die objektive Strafbarkeitsbedingung der Todes- oder Körperverletzungsfolge. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB und Art. 134 StGB prinzipiell echte Konkurrenz. Eine Ausnahme von der besagten Regel gibt es nach Rechtsprechung und herrschender Lehre dann, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. gefährdet worden ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbestand konsumiert, was aber in der Lehre kontrovers diskutiert wird (vgl. Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 4 ff., mit zahlreichen Hinweisen).”
“134; a.M. ferner STRA- TENWERTH /JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 7. Aufl., Bern 2010, § 4 N 44, die sich für den Vorrang des Angriffstatbestandes ausspre- chen). Auch das Bundesgericht ging in seiner bisherigen Rechtsprechung von Vorrang des Köperverletzungsdelikts aus. So stellte es in BGE 135 IV 152 mit Verweis auf die bisherige Rechtsprechung für den Fall, dass die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung oder Körperverletzung durch einen Beteiligten am Angriff nachgewiesen ist, fest, bei diesem konsumiere der Tötungstatbestand nach Art. 111 ff. StGB oder der Verletzungstatbestand nach Art. 122 ff. StGB den An- griffstatbestand nach Art. 134 StGB (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2: "[...] s'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP."), wobei es den Vorrang des Verletzungsde- likts vor dem Angriff gerade nicht nur auf die schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB beschränkte, sondern auch die nachfolgenden Körperverlet- zungstatbestände des Strafgesetzbuchs, mithin die einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB, miteinbezog ("les art. 122 ss CP"). Die von der Staatsan- waltschaft vertretene Auffassung, wonach es schon aufgrund des höheren Straf- - 13 - rahmens des Angriffstatbestandes, der als Verbrechen ausgestaltet ist (Geldstrafe bis 5 Jahre Freiheitsstrafe), nicht sein könne, dass dieser durch den als Vergehen ausgestalteten Tatbestand der einfachen Körperverletzung (Geldstrafe bis 3 Jah- re Freiheitsstrafe) konsumiert werde, entspricht mithin nicht herrschender Lehre und Rechtsprechung. Mit dieser sowie mit der Vorinstanz ist folglich davon aus- zugehen, dass in der vorliegenden Konstellation der Angriffstatbestand durch den Tatbestand der einfachen Körperverletzung konsumiert wird.”
“Die wohl herrschende Lehre geht in diesem Fall davon aus, dass der Verletzungstatbestand den Angriffstatbestand konsumiert (vgl. Übersicht mit Hinweisen auf Lehrmeinungen in M AEDER, Basler Kommentar StGB II, 4. Aufl. 2019, N 13 zu Art. 134, welcher selber allerdings eine andere Meinung vertritt, vgl. MAEDER, a.a.O., N 14 zu Art. 134; a.M. ferner STRA- TENWERTH /JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 7. Aufl., Bern 2010, § 4 N 44, die sich für den Vorrang des Angriffstatbestandes ausspre- chen). Auch das Bundesgericht ging in seiner bisherigen Rechtsprechung von Vorrang des Köperverletzungsdelikts aus. So stellte es in BGE 135 IV 152 mit Verweis auf die bisherige Rechtsprechung für den Fall, dass die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung oder Körperverletzung durch einen Beteiligten am Angriff nachgewiesen ist, fest, bei diesem konsumiere der Tötungstatbestand nach Art. 111 ff. StGB oder der Verletzungstatbestand nach Art. 122 ff. StGB den An- griffstatbestand nach Art. 134 StGB (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2: "[...] s'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP."), wobei es den Vorrang des Verletzungsde- likts vor dem Angriff gerade nicht nur auf die schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB beschränkte, sondern auch die nachfolgenden Körperverlet- zungstatbestände des Strafgesetzbuchs, mithin die einfache Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB, miteinbezog ("les art. 122 ss CP"). Die von der Staatsan- waltschaft vertretene Auffassung, wonach es schon aufgrund des höheren Straf- - 13 - rahmens des Angriffstatbestandes, der als Verbrechen ausgestaltet ist (Geldstrafe bis 5 Jahre Freiheitsstrafe), nicht sein könne, dass dieser durch den als Vergehen ausgestalteten Tatbestand der einfachen Körperverletzung (Geldstrafe bis 3 Jah- re Freiheitsstrafe) konsumiert werde, entspricht mithin nicht herrschender Lehre und Rechtsprechung.”
Ausnahme/Teilkonstellation: Art. 134 kann daneben bestehen (konkurrieren), wenn die verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, die während des Angriffs jedoch eine weitergehende konkrete Gefährdung überstiegen (Erfolg < Gefährdung).
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat. L'agression est une infraction de mise en danger. S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause les lésions corporelles, l'infraction de lésion visée par les art. 122ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 122ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 et 2.1.2). Lorsque le blessé était la seule personne agressée, l'art. 134 CP ne trouve en principe pas application (ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E. 2.1; 6B_373/2011 vom 14. November 2011 E. 3.4 f. sowie 6B_98/2013 vom 10. Juni 2013 E. 3.2).”
“2 CPP, la voie de l'opposition à l'ordonnance pénale n'étant pas adaptée – celle-ci ne concernant que le cas où la partie plaignante se prévaut d'une qualification juridique autre par rapport à un état de fait non contesté (ATF 138 IV 241 consid. 25 et 2.6). 2.2. Pour qu'une partie puisse recourir efficacement, elle doit connaître les faits classés et les motifs qui ont guidé l'autorité. L'absence de décision formelle de classement viole donc, en principe, le droit d'être entendu (arrêt du Tribunal fédéral 6B_819/2015 du 25 janvier 2019 consid. 3.8 et les références citées). Une telle violation ne peut être guérie dans la procédure de recours stricto sensu; la pratique de la Chambre de céans veut, en pareilles circonstances, que la cause soit renvoyée à l'instance précédente pour qu'elle rende une ordonnance (ACPR/261/2022 du 21 avril 2022, consid. 4.4 in fine; cf. également arrêts du Tribunal fédéral 6B_819/2018 du 25 janvier 2019 consid. 3.8 et 6B_84/2020 du 22 juin 2020 consid. 2.1.2). 2.3.1. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d’agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 2.3.2. Le Tribunal fédéral reconnaît que s'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 et suivants CP ou de lésions visée par les art. 122 et suivants CP absorbe, en ce qui les concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 et suivants ou 122 et suivants CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger.”
“2 Il y a concours imparfait de lois lorsque, comme dans le cas de la spécialité, la définition légale d'une disposition spéciale renferme en elle-même tous les éléments constitutifs d'une disposition générale ou lorsque, comme dans le cas de l'absorption, l'une des deux dispositions considérées embrasse l'autre, sinon dans tous ses éléments constitutifs, à tout le moins dans ses éléments essentiels que sont la culpabilité et l'illicéité, de telle sorte que cette disposition absorbe l'autre (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 91 IV 211 consid. 4). Ce dernier critère, dit de l'absorption, peut être utilisé pour régler les rapports entre les infractions de mise en danger et celles de résultat (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Un concours entre l’infraction de lésion et l’agression est néanmoins possible lorsque la victime n’a subi que des lésions corporelles simples, à condition que la mise en danger de la victime ait dépassé l’intensité du résultat survenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 5.3 En l’espèce, l’appelant ne remet pas en question sa condamnation pour lésions corporelles simples. Il conteste le fait que d’autres personnes qu’A.________ auraient été mises en danger. A bien le comprendre, il estime que comme les agresseurs ne s’en seraient pris qu’à A.________ et qu’il n’y aurait eu aucune mise en danger des accompagnants de celui-ci, l’infraction d’agression aurait dû être absorbée par celle de lésions corporelles simples (concours imparfait). L’appelant a initié les hostilités à l’encontre d’A.”
“Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 conisd. 2.1.2. ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.3. L'art. 134 CP punit d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire l'auteur qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.4. En l'espèce, la recourante ne s’est pas montrée constante dans sa narration des événements (nombre, nature et emplacement des atteintes à son intégrité corporelle ; personnes présentes pendant qu’une sorte de bâton était utilisé pour la frapper). Dans son recours, elle prétend nouvellement avoir été aussi saisie à la gorge. Ainsi, la première question qui se pose n'est pas de savoir si l’une, l’autre ou les trois personnes qui se trouvaient avec la recourante l’ont battue, le cas échéant ensemble et de concert, à une date indéterminée du mois de février 2020, quelques jours après qu’elle eut déposé plainte contre son mari, mais si la procédure comporte des indices suffisants que la recourante a été victime ce jour-là de lésions corporelles, le cas échéant commises au moyen d’un bâton.”
“En revanche, un concours entre l'infraction de lésion et l'art. 134 CP doit être retenu si l'agression a causé la mise en danger effective d’une autre personne que celle qui a été tuée ou blessée. Le concours est également envisageable, lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). Dans ce dernier cas, toujours selon le Tribunal fédéral, le résultat survenu est sanctionné par l’infraction de lésions corporelles simples et que la mise en danger créée, qui a dépassé le résultat est réprimée par l’infraction de l’art. 134 CP. L’application en concours des art. 123 et 134 CP est ainsi justifiée par le fait que le résultat et la mise en danger sont sanctionnés distinctement.”
“En revanche, un concours entre l'infraction de lésion et l'art. 134 CP doit être retenu si l'agression a causé la mise en danger effective d’une autre personne que celle qui a été tuée ou blessée. Le concours est également envisageable, lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). Dans ce dernier cas, toujours selon le Tribunal fédéral, le résultat survenu est sanctionné par l’infraction de lésions corporelles simples et que la mise en danger créée, qui a dépassé le résultat est réprimée par l’infraction de l’art. 134 CP. L’application en concours des art. 123 et 134 CP est ainsi justifiée par le fait que le résultat et la mise en danger sont sanctionnés distinctement.”
Bei Verurteilung wegen Angriff (Art. 134 StGB) stellt dies regelmässig bzw. grundsätzlich eine Katalogtat gem. Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB dar und führt bei ausländischen Tätern in der Regel obligatorisch zu einer Landesverweisung für 5–15 Jahre (unabhängig von Tatschwere, Versuch oder ob die Strafe bedingt/teilbedingt/unbedingt ist).
“Der Anrechnung der Haft bzw. des vorzeitigen Strafvollzugs (Art. 51 StGB) steht nichts entgegen, weshalb bis und mit heute insgesamt 589 Tage an die Freiheitsstrafe anzurechnen sind. V. Landesverweisung 1.Ausgangslage und rechtliche Grundlagen 1.1.Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen eines schweren persönlichen Härte- falles im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB und bejahte die Vereinbarung der - 25 - Landesverweisung mit dem Freizügigkeitsabkommen der Schweiz und der Euro- päischen Union (EU) und ihren Mitgliedstaaten (FZA; SR 0.142.112.681; Urk. 62 S. 35 ff.). Die Höhe der Landesverweisung setzte die Vorinstanz auf zehn Jahre fest (Urk. 62 S. 36 f.). 1.2.Die Verteidigung des Beschuldigten äusserte sich anlässlich der Berufungs- verhandlung nicht zu einer allfälligen Landesverweisung (Urk. 78). 1.3.Das Gericht verweist den Ausländer, der – wie der Beschuldigte – wegen Straftaten im Sinne von aArt. 122 StGB (schwere Körperverletzung) und Art. 134 StGB (Angriff) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für fünf bis 15 Jahre aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1). Sie muss zudem unabhängig davon angeordnet werden, ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausgesprochen wird (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_560/2020 vom 17. August 2020 E. 1.1.1). Dass es sich um eine versuchte schwere Körperverletzung handelt, ändert daran ebenfalls nichts (BGE 144 IV 168 E. 1.4.1). 1.4.Gemäss Art. 66a Abs. 2 Satz 1 StGB kann das Gericht von einer Landes- verweisung "ausnahmsweise" und unter den kumulativen Voraussetzungen absehen, dass diese (1) für den Ausländer einen schweren persönlichen Härte- fall bewirken würde und (2) die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen.”
“Der Anrechnung der Haft bzw. des vorzeitigen Strafvollzugs (Art. 51 StGB) steht nichts entgegen, weshalb bis und mit heute insgesamt 589 Tage an die Freiheitsstrafe anzurechnen sind. V. Landesverweisung 1.Ausgangslage und rechtliche Grundlagen 1.1.Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen eines schweren persönlichen Härte- falles im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB und bejahte die Vereinbarung der - 25 - Landesverweisung mit dem Freizügigkeitsabkommen der Schweiz und der Euro- päischen Union (EU) und ihren Mitgliedstaaten (FZA; SR 0.142.112.681; Urk. 62 S. 35 ff.). Die Höhe der Landesverweisung setzte die Vorinstanz auf zehn Jahre fest (Urk. 62 S. 36 f.). 1.2.Die Verteidigung des Beschuldigten äusserte sich anlässlich der Berufungs- verhandlung nicht zu einer allfälligen Landesverweisung (Urk. 78). 1.3.Das Gericht verweist den Ausländer, der – wie der Beschuldigte – wegen Straftaten im Sinne von aArt. 122 StGB (schwere Körperverletzung) und Art. 134 StGB (Angriff) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für fünf bis 15 Jahre aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1). Sie muss zudem unabhängig davon angeordnet werden, ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausgesprochen wird (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_560/2020 vom 17. August 2020 E. 1.1.1). Dass es sich um eine versuchte schwere Körperverletzung handelt, ändert daran ebenfalls nichts (BGE 144 IV 168 E. 1.4.1). 1.4.Gemäss Art. 66a Abs. 2 Satz 1 StGB kann das Gericht von einer Landes- verweisung "ausnahmsweise" und unter den kumulativen Voraussetzungen absehen, dass diese (1) für den Ausländer einen schweren persönlichen Härte- fall bewirken würde und (2) die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen.”
“Vorliegen einer Katalogtat Der Beschuldigte ist nigerianischer Staatsbürger. Er ist somit Ausländer im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB und wird mit vorliegendem Urteil u.a. wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und Angriff gemäss Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB und Art. 134 StGB verurteilt. Dabei handelt es sich – wie bereits erwähnt – um Katalogdelikte (Art. 66a Abs. 1 Bst. a und b StGB), was grundsätzlich die obligatorische Landesverweisung (Art. 66a Abs. 2 StGB e contrario) nach sich zieht.”
“Allfällige Vollzugshindernisse spielen schon bei - 49 - der strafgerichtlichen Anordnung der Landesverweisung nach Art. 66a Abs. 2 StGB, d.h. bei der dort vorgesehenen Interessenabwägung, eine Rolle. Das Sach- gericht berücksichtigt solche Hindernisse, soweit die unter Verhältnismässigkeit- saspekten erheblichen Verhältnisse stabil und die rechtliche Durchführbarkeit der Landesverweisung definitiv bestimmbar sind. Es ist dem Non-Refoulement-Gebot und anderen völkerrechtlich zwingenden Bestimmungen auf der Ebene des Voll- zugs Rechnung zu tragen. Liegt ein definitives Vollzugshindernis vor, so hat der Sachrichter auf die Anordnung der Landesverweisung zu verzichten. Im Übrigen sind die Vollzugsbehörden zur Prüfung allfälliger Vollzugshindernisse, welche zum Zeitpunkt des Sachurteils noch nicht feststehen, zuständig (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 6B_45/2020 E. 3.3.3 m.w.H.; 6B_1042/2021 vom 24. Mai 2023 E. 5.3.3 m.w.H.). 1.2.Der Beschuldigte ist Staatsangehöriger von Sri Lanka und hat sich des An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB sowie der versuchten schweren Körperverlet- zung gemäss Art. 122 Abs. 1 aStGB i.V.m. Art. 22 StGB schuldig gemacht. Er hat damit mehrere Katalogtaten im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB begangen, womit ein Fall der obligatorischen Landesverweisung vorliegt. Der Beschuldigte ist somit grundsätzlich für 5-15 Jahre des Landes zu verweisen. Ein Absehen von der Landesverweisung ist möglich, sofern kumulativ ein schwerer persönlicher Härtefall vorliegt und kumulativ die öffentlichen Interessen an einer Landesverwei- sung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a Abs. 2 StGB). 2.Härtefallprüfung 2.1.Der Beschuldigte verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung B, welche zu- letzt bis 7. Juli 2023 verlängert wurde (Urk. 70 S. 7). Nachdem mit Urteil des Bun- desamtes für Migration vom 26. März 2013 das Asylgesuch des Beschuldigten abgewiesen sowie festgestellt wurde, dass er keine Flüchtlingseigenschaft habe (Urk. 1/28/4/18 S.”
“Ergebnis der Strafzumessung Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte für die ihm vorgeworfe- nen Straftaten mit einer Gesamtstrafe von 38 Monaten Freiheitsstrafe zu bestra- fen ist. V. Vollzug der Strafe Aufgrund der Höhe der Freiheitsstrafe kommt weder ein bedingter noch ein teilbe- dingter Vollzug in Betracht (vgl. Art. 42 und Art. 43 StGB). Die Freiheitsstrafe ist damit zu vollziehen. VI. Landesverweisung 1.Die rechtlichen Voraussetzungen der Anordnung und Dauer der Landesver- weisung bzw. des Absehens davon hat die Vorinstanz zutreffend und ausführlich dargestellt und es ist darauf zu verweisen (vgl. Urk. 64 S. 82 ff.). 2.Schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB und Angriff im Sinne von Art. 134 StGB sind Katalogtaten nach Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB, wobei auch der blosse Versuch einer Katalogtat von Art. 66a Abs. 1 StGB erfasst wird (vgl. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1, Urteile des Bundesgerichts 6B_1024/2019 vom”
“Gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verweist das Gericht den Ausländer, der wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz. Gleiches gilt nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für den Ausländer, der wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG) verurteilt wird. Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1.3). Sie muss zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 168 E. 1.4.1).”
“Gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verweist das Gericht den Ausländer, der wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz. Gleiches gilt nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für den Ausländer, der wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG) verurteilt wird. Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1.3). Sie muss zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 168 E. 1.4.1).”
“Gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verweist das Gericht den Ausländer, der wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz. Gleiches gilt nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für den Ausländer, der wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG) verurteilt wird. Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1.3). Sie muss zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 168 E. 1.4.1).”
“Das Gericht verweist den Ausländer, der wegen Angriffs (Art. 134 StGB) oder schwerer Körperverletzung (Art. 122 StGB) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1.3). Sie muss zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 168 E. 1.4.1; Urteil 6B_759/2020 vom 16. Dezember 2021 E. 4.2.2).”
“Das Gericht verweist den Ausländer, der wegen Angriffs (Art. 134 StGB) oder schwerer Körperverletzung (Art. 122 StGB) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1.3). Sie muss zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 168 E. 1.4.1; Urteil 6B_759/2020 vom 16. Dezember 2021 E. 4.2.2).”
“Allgemeine Grundlagen der Landesverweisung Mit der Annahme der sogenannten Ausschaffungsinitiative wurde Art. 121 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) um die Absätze 3 - 6 ergänzt. Der Gesetzgeber setzte die Verfassungsbestimmungen in Art. 66a ff. StGB um. Nach dem Wortlaut des am 1. Oktober 2016 in Kraft getretenen Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verweist das Gericht den Ausländer, der wegen Angriffs gemäss Art. 134 StGB verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für fünf bis fünfzehn Jahre aus der Schweiz. Die Landesverweisung greift dabei unbesehen dessen, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 144 IV 168 E. 1.4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1474/2019 vom 23. März 2020 E. 1.1). Nach Art. 66a Abs. 2 StGB (sogenannte Härtefallklausel) kann das Gericht ausnahmsweise von einer Landesverweisung absehen, wenn (erste kumulative Bedingung) diese für den Ausländer einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und (zweite kumulative Bedingung) die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen. Das Gericht muss bei der Ausübung seines ihm durch Art. 66a Abs. 2 StGB übertragenen Ermessens die Verfassungsprinzipien respektieren. Sind die Voraussetzungen der Härtefallklausel erfüllt, verlangt das in Art. 5 Abs. 2 BV verankerte Verhältnismässigkeitsprinzip, von einer Landesverweisung abzusehen (BGE 144 IV 332 E.”
“Gemäss der Vorinstanz mangelt es aufgrund des Freispruchs des Beschuldigten vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung an einer - 25 - Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB (Urk. 94 S. 59 E. III.D.). Zwar wurde der Beschuldigte wegen eines Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (rechtskräftig) verurteilt, womit – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – eine Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB vorliegt. Diese Tat beging der Beschuldigte indes noch vor Vollendung des”
“Allgemeine Grundlagen zur obligatorischen Landesverweisung Mit der Annahme der sogenannten Ausschaffungsinitiative wurde Art. 121 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) um die Absätze 3 - 6 ergänzt. Der Gesetzgeber setzte die Verfassungsbestimmungen in Art. 66a ff. StGB um. Nach dem Wortlaut des am 1. Oktober 2016 in Kraft getretenen Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verweist das Gericht den Ausländer, der wegen Angriffs gemäss Art. 134 StGB verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für fünf bis fünfzehn Jahre aus der Schweiz. Die Landesverweisung greift dabei unbesehen dessen, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 144 IV 168 E. 1.4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1474/2019 vom 23. März 2020 E. 1.1). Nach Art. 66a Abs. 2 StGB (sogenannte Härtefallklausel) kann das Gericht ausnahmsweise von einer Landesverweisung absehen, wenn (erste kumulative Bedingung) diese für den Ausländer einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und (zweite kumulative Bedingung) die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen. Das Gericht muss bei der Ausübung seines ihm durch Art. 66a Abs. 2 StGB übertragenen Ermessens die Verfassungsprinzipien respektieren. Sind die Voraussetzungen der Härtefallklausel erfüllt, verlangt das in Art. 5 Abs. 2 BV verankerte Verhältnismässigkeitsprinzip, von einer Landesverweisung abzusehen (BGE 144 IV 332 E.”
“Der Beschwerdeführer ist in einem Zeitraum von rund dreizehn Jahren wiederholt straffällig geworden und hat sich weder von strafrechtlichen Verurteilungen noch von einer ausländerrechtlichen Verwarnung beeindrucken lassen. Er ist insbesondere mehrfach wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt worden, wobei die für den letzten Angriff am 20. Dezember 2013 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 28 Monaten auf ein schweres Verschulden schliessen lässt. Ins Gewicht fällt dabei, dass der Angriff zu den Verhaltensweisen zählt, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber eine Verhaltensweise wie den Angriff als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.4.2; 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3). Die Vorinstanz hat unter diesen Umständen zu Recht erwogen, dass von einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr auszugehen ist und ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und an der Wegweisung besteht (vgl.”
“Der Beschwerdeführer ist in einem Zeitraum von rund dreizehn Jahren wiederholt straffällig geworden und hat sich weder von strafrechtlichen Verurteilungen noch von einer ausländerrechtlichen Verwarnung beeindrucken lassen. Er ist insbesondere mehrfach wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt worden, wobei die für den letzten Angriff am 20. Dezember 2013 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 28 Monaten auf ein schweres Verschulden schliessen lässt. Ins Gewicht fällt dabei, dass der Angriff zu den Verhaltensweisen zählt, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber eine Verhaltensweise wie den Angriff als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.4.2; 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3). Die Vorinstanz hat unter diesen Umständen zu Recht erwogen, dass von einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr auszugehen ist und ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und an der Wegweisung besteht (vgl.”
“Selbst wenn der Beschwerdeführer enge affektive und wirtschaftliche Beziehungen zu seinen drei Kindern unterhalten und über ein mit den beiden Müttern geteiltes Sorgerecht betreffend die vier schweizerischen Kinder verfügen sollte, fehlt es doch an einem weitgehend tadellosen Verhalten: Der Beschwerdeführer hat sich über einen längeren Zeitraum verschiedener Delikte schuldig gemacht und wurde dabei nicht ausschliesslich wegen ausländer- oder ordnungsrechtlicher (untergeordneter) Vorkommnisse, sondern unter anderem wegen - vor dem 1. Oktober 2016 (Inkrafttreten von Art. 66a StGB [AS 2016 2329]; vgl. dazu BGE 146 II 1 sowie hinten E. 6.2) begangenen - mehrfachen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt. Die Praxis, gewisse "untergeordnete" Vorkommnisse ("atteintes de peu d'importance à l'ordre public") in einer Gesamtabwägung etwas weniger stark zu gewichten, kommt nur in spezifischen Fällen bzw. bei besonderen Umständen zum Tragen. Solche bestehen hier nicht (vgl. BGE 140 I 145 E. 4.3; Urteil 2C_397/2020 vom 26. August 2020 E. 5.3). Ein aus Art. 13 Abs. 1 BV bzw. Art. 8 EMRK abgeleiteter Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers aufgrund seiner Beziehung zu seinen Kindern besteht vor diesem Hintergrund nicht.”
“Erwägungen: I. Verfahrensgang und Gegenstand der Berufung 1.Verfahrensgang 1.1. Mit Verfügung vom 1. September 2022 stellte das Bezirksgericht Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfs der einfa- chen Körperverletzung ein. Im Urteil vom gleichen Tag sprach es die Beschuldigte des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig, im Übrigen sprach es sie frei. Es bestrafte die Beschuldigte mit 6 Monaten Freiheitsstrafe, deren Vollzug es un- ter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren aufschob. Weiter widerrief es den be- dingten Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 14. Juni 2021 ausgefällten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je Fr. 70.–. Es ver- wies die Beschuldigte in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB des Landes für 5 Jahre und ordnete die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem an. Es entschied über das Vorgehen betreffend den be- schlagnahmten Teleskop-Schlagstock. Hinsichtlich ihres Schadenersatzbegeh- rens verwies es die Privatklägerin auf den Weg des Zivilprozesses. Es verpflich- tete die Beschuldigte in solidarischer Haftung mit dem Mitbeschuldigten B._____, der Privatklägerin Fr. 1'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 3. Juli 2021 als Genugtuung zu bezahlen. Schliesslich entschied es über die Kosten- und Entschädigungsfol- - 6 - gen und verpflichtete die Beschuldigte, der Privatklägerin unter solidarischer Haf- tung mit dem Mitbeschuldigten B.”
“Le recourant ne conteste pas, en tant que tel, que sa condamnation pour agression (art. 134 CP) entraîne en principe son expulsion obligatoire en application de l'art. 66a al. 1 let. b CP. Il demande en revanche qu'il y soit renoncé en vertu de l'art. 66a al. 2 CP, son expulsion étant susceptible de le placer dans une situation personnelle grave, d'une part, son intérêt privé à demeurer en Suisse l'emportant sur les intérêts publics à l'expulsion, d'autre part.”
Bei Art. 134 StGB handelt es sich um eine einseitige (unilaterale) Attacke von zwei oder mehr Personen gegen eine oder mehrere Opfer. Die Tatbestandsvariante der Aggression liegt vor, wenn die Angegriffenen passiv bleiben oder sich ausschliesslich verteidigen; eine über das erforderliche Verteidigungsverhalten hinausgehende Reaktion kann die Einordnung in eine Rixe ändern.
“En revanche, quand une personne a une attitude active, mais purement défensive ou de séparation, c’est-à-dire distribue des coups, mais exclusivement pour se protéger, défendre autrui ou séparer les combattants, on a alors affaire à une rixe. Dans ce sens, la jurisprudence a précisé que du moment où la loi accorde l’impunité à celui qui s’est borné à se défendre (art. 133 al. 2 CP), elle admet qu’il est aussi un participant au sens de l’art. 133 CP (ATF 131 IV 150 consid. 2.1.2; arrêt TF 6B_405/2012 du 7 janvier 2013 consid. 2.1.2). Enfin, dans ces situations confuses, chaque accusé est enclin à prétendre qu’il n’a fait que se défendre. Cette excuse ne saurait être admise facilement. L’art. 133 CP a précisément été conçu pour ce genre de situation et doit permettre de punir dès que le juge acquiert la conviction que l’accusé a pris une part active à la bagarre (Corboz, Les infractions en droit suisse, Vol. I, 3e éd. 2010, art. 133 n. 5). A la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (cf. ATF 131 IV 150 consid. 2 p. 151 ss), l'agression (art. 134 CP) se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêt TF 6B_543/2015 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2. et les références citées). Contrairement à l’agression – qui est singularisée par le caractère unilatéral des actes de violence exercés par les agresseurs à l’encontre des victimes –, la rixe présuppose un échange de coups réciproques entre les différents protagonistes.”
“Quelques minutes plus tard, ce dernier a laissé son interlocuteur au café pour retourner au salon, muni d'une chaîne, a verrouillé la porte dernière lui et a ordonné au plaignant de s'asseoir afin d'être attaché, torturé et tué. L'intimé n'ayant pas obtempéré, C______ a enroulé la chaîne autour de son poing dans le but de le frapper. En tentant de fuir, l'intimé est tombé à terre, entrainant dans sa chute les appelants ainsi que plusieurs objets, dont un rasoir coupe-choux. L'intimé s'est alors défendu des coups qu'il recevait sur tout son corps et a essayé de maîtriser ses antagonistes. A______ a toutefois réussi à saisir un rasoir tombé au sol et à le poser sur la gorge du plaignant, en l'intimant de cesser de se débattre, à défaut il l'égorgeait, ce que l'intimé a fait. A______ et C______ l'ont alors frappé à de nombreuses reprises à coups de pied, poing et chaîne sur tout le corps mais principalement à la tête, l'empêchant ainsi de s'enfuir, et lui causant diverses lésions, telles que décrites dans le certificat médical et attestées par les photographies produites. Lors de l'altercation, C______ a également serré les testicules de l'intimé et A______ lui a mordu le bras. 3. 3.1.1. L'art. 134 CP réprime le comportement de celui qui, notamment, aura participé à une agression dirigée contre une personne au cours de laquelle celle-ci aura subi des lésions corporelles. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la personne agressée n'ait pas eu elle-même, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elle ait par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si la réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts du Tribunal fédéral 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2 ; 6B_745/2017 du 12 mars 2018 consid. 2.3). Pour que les éléments constitutifs de l'agression, infraction de mise en danger abstraite, soient réunis, il faut, notamment, que la personne agressée soit blessée.”
“S'agissant des faits reprochés en l'espèce, il est établi et incon-testé que les recourants et leur comparse D.________, lesquels n'étaient pas menacés, ont poursuivi l'intimé jusque dans un train où ce dernier s'était réfugié. Ils l'ont bousculé et roué de coups alors qu'il était à terre, jusqu'à l'intervention d'une passagère. D'après les faits établis et incontestés s'agissant de l'attitude de l'intimé, ce dernier n'a donné aucun coup et n'a usé d'aucune violence pour repousser l'attaque. Ces circonstances permettaient à la cour cantonale de considérer qu'il s'agissait d'une attaque unilatérale de trois individus contre l'intimé, lequel était alors seul et resté passif. Ces agissements relèvent de l'infraction d'agression au sens de l'art. 134 CP, l'intimé ayant subi des lésions corporelles en conséquence directe et immédiate des comportement physiques adoptés. En définitive, la cour cantonale n'a pas violé le droit fédéral en déclarant les recourants coupables d'agression pour l'événement survenu dans le train. L'infraction de lésions corporelles simples, retenue en concours avec celle d'agression, ne fait l'objet d'aucun grief et ne prête pas le flanc à la critique dans les circonstances d'espèce (cf. ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2).”
Das Vorliegen schwerer Kopf‑ oder Gesichtsverletzungen bzw. erheblicher Verletzungen kann die Gefährlichkeitsbeurteilung prägen und die Annahme der Anwendung von Art. 134 StGB stützen. Die Entscheidungen in den Quellen nennen exemplarisch Frakturen im Kiefer-/Gesichtsbereich sowie gewalttätige Tritte gegen den Kopf als konkrete Umstände, die derartigen Gefährlichkeitsbewertungen zugrunde liegen können.
“237 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/20880/2019 ACPR/450/2021 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du mardi 6 juillet 2021 Entre A______, actuellement détenu à la prison de B______, comparant par Me C______, avocate, ______ Genève, recourant, contre l'ordonnance de refus de mise en liberté et prolongation de la détention provisoire rendue le 9 juin 2021 par le Tribunal des mesures de contrainte, et LE TRIBUNAL DES MESURES DE CONTRAINTE, rue des Chaudronniers 9, 1204 Genève - case postale 3715, 1211 Genève 3, LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimés. EN FAIT : A. Par acte déposé, en personne, au greffe de la prison le 12 juin 2021, A______ recourt contre l'ordonnance du 9 juin 2021, notifiée le lendemain, par laquelle le Tribunal des mesures de contrainte (ci-après : TMC) a refusé sa demande de mise en liberté et prolongé sa détention provisoire jusqu'au 9 septembre 2021. Le recourant conclut à son audition par le TMC, à sa mise en liberté immédiate moyennant le prononcé de mesures de substitution, ou à ce que la prolongation de la détention provisoire soit limitée à un mois. B. Les faits pertinents suivants ressortent de la procédure : a. A______ a été arrêté une première fois le 9 décembre 2019, pour soupçon d'agression (art. 134 CP), subsidiairement rixe (art. 133 CP), et lésions corporelles graves (art. 122 CP) (cf. P/1______/20219 jointe à la présente). Il lui est reproché d'avoir, à Genève, le 27 octobre 2019, participé à une agression dans le cadre de laquelle il aurait frappé trois personnes, notamment avec des coups de poings, de ceinture et en donnant des coups de pied sur la tête de l'une d'elles alors qu'elle était au sol, lui causant une double fracture de la mâchoire, une rupture de l'arcade sourcilière et des contusions. Entendu, A______ a admis avoir participé à une bagarre et donné des coups de poing, mais pas de pied. Pour ces faits reprochés, il a été placé en détention provisoire par ordonnance du TMC du 11 décembre 2019, puis mis en liberté le 16 suivant, au profit de mesures de substitution consistant principalement en l'interdiction d'entretenir des rapports avec les personnes concernées par la procédure, notamment les victimes. b. A______ a été arrêté une deuxième fois, le 1er septembre 2020, pour des soupçons de lésions corporelles simples (art.”
“________ et I.________ et que H.________ se soit approché du lésé et de ses accompagnants E.________ et D.________, lesquels fumaient une cigarette, croyant qu’ils se moquaient de lui, après que H.________ ait empoigné et retenu le lésé par le col, par le fait d'avoir donné au lésé deux coups de poing au visage, respectivement au front et sur la joue droite, occasionnant chez le lésé une marque rouge au front douloureuse à la palpation, une coupure saignante dans la bouche, un trouble de l'équilibre momentané, ainsi qu'une égratignure en-dessous de la clavicule. Le prévenu a pris et accepté par ses deux actions le risque de provoquer chez le lésé des blessures douloureuses et de moyenne gravité, notamment des fractures au nez, à la pommette, à l'arcade sourcilière ou aux dents, ou encore un ou des hématomes suborbitaux, ou encore une commotion cérébrale, vu la nature des coups donnés. I.2 Tentative de lésions corporelles graves et év. agression (délit manqué, art. 122 cum art. 22 al. 1 CP, év. art. 134 CP), infraction commise le 17 octobre 2020, à env. 22:00 heures, à AC.________, au préjudice de E.________, après les événements décrits à la prévention 1, après que le lésé ait tenté de s'interposer, respectivement de les séparer, vu les coups reçus par C.________, après que H.________ ait donné au lésé un coup de pied à l'arrière des genoux pour le faire tomber, le lésé se retrouvant couché au sol, par le fait d'avoir donné un coup de poing à la tête du lésé, puis, par le fait d'avoir donné deux violents coups de pied à la tête du lésé, par l'arrière, ce dernier tentant de se protéger le visage avec les avant-bras. Le prévenu a pris de l'élan en montant son pied en hauteur, pour frapper ensuite avec la semelle, dans un geste d'écrasement. Ces actions ont occasionné chez le lésé une contusion postéro-latérale du genou droit, une légère tuméfaction sans rougeur ni hématome au genou gauche, une derrmabrasion cutanée au niveau de la joue gauche avec formation crouteuse sans signe de surinfection, un arrêt de travail de 3 jours (incapacité à 100 %) et un traitement aux médicaments (antidouleurs et anti-inflammatoires).”
Bei schwerer, wiederholter oder gezielter Gewalt (z. B. mehrfaches eindroschen, schwere Gesichtsverletzungen) rechtfertigt die erhebliche kriminelle Energie eine höhere Einsatzstrafe; bei zu erwartender Freiheitsstrafe über einem Jahr besteht Verteidigungspflicht.
“Zunächst ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht hätte. Solches ist nicht darin zu erblicken, dass sie die Einsatzstrafe für den Angriff als schwerstes Delikt auf acht Monate festsetzt, während das Erstgericht eine solche von bloss fünf Monaten für angemessen erachtete. Die Vorinstanz begründet die Erhöhung nachvollziehbar damit, dass die erstinstanzliche Einsatzstrafe angesichts des - eingestandenermassen - nicht mehr leichten Verschuldens des Beschwerdeführers als zu tief erscheine. Dieser bestreitet zudem zu Recht nicht, dass auch eine Einsatzstrafe von acht Monaten klar innerhalb des von Geldstrafe bis zu Freiheitsstrafe von fünf Jahren reichenden gesetzlichen Strafrahmens liegt (vgl. Art. 134 StGB). Die Einsatzstrafe wird ebenso dem festgestellten nicht mehr leichten Verschulden gerecht. Auch eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor. So führt die Vorinstanz zur objektiven Tatschwere überzeugend aus, dass der Beschwerdeführer zugestandenermassen mehrfach mit Fäusten, Füssen und Knien auf den Geschädigten eindrosch, auch gegen den Kopf. Der Geschädigte habe grosses Glück gehabt, dass er keine schwereren Verletzungen erlitten habe. Der Beschwerdeführer, dessen Tatbeitrag objektiv gross gewesen sei, habe den auf Körperverletzungen gerichteten Angriff geplant und vorsätzlich ausgeführt. Er habe sich aus eigenem Antrieb mit einer weiteren Person zum Wohnort des Geschädigten begeben, um diesem wegen einer Drogengeschichte eine Abreibung zu verpassen. Das gezielte Vorgehen und die Geringschätzung der körperlichen Integrität des Opfers zeugten, so die Vorinstanz, von einer erheblichen kriminellen Energie. Dies ist nachvollziehbar und genügt den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung der Strafzumessung ohne Weiteres.”
“La police l’a entendu en qualité de prévenu le 23 décembre 2021 (cf. supra let. f et PV aud. 8). A cette occasion, il avait été informé qu’une « procédure préliminaire [était] instruite [contre lui] en raison des faits suivants : voies de fait, lésions corporelles envers Q.________ » (PV aud. 8, p. 2), alors qu’une instruction formelle au sens de l’art. 309 CPP avait été ouverte. De plus, le 29 décembre 2021, la procureure a requis la production d’un extrait du casier judiciaire du prévenu en mentionnant sous la rubrique infraction « agression », soit avant d’avoir reçu le rapport de police du 4 janvier 2022 faisant état d’une agression à la suite des auditions des prévenus (P. 14). Ainsi, dès lors que les circonstances des faits étaient connues dès le départ des autorités, soit une agression à deux contre un avec des blessures importantes de la victime, laquelle a subi notamment six fractures faciales, le recourant encourt vraisemblablement une peine privative de liberté de plus d’un an, en vertu de l’art. 134 CP. Par conséquent, les conditions d’une défense obligatoire au sens de l’art. 130 let. b CPP étaient réunies dès le 26 octobre 2021. Certes, le procès-verbal d’audition du prévenu du 23 décembre 2021 retenait des voies de fait et des lésions corporelles, toutefois, l’infraction d’agression était reconnaissable et a été identifiée dès le début, ainsi que cela résulte du procès-verbal des opérations. En outre, contrairement à ce que soutient la partie plaignante, il importe peu que le Tribunal fédéral ait jugé que le Code de procédure pénale n’imposait pas une défense obligatoire dès le premier interrogatoire car cela ne vaut que si l’on se trouve dans le cadre des investigations préliminaires de police, ce qui n’était toutefois déjà plus le cas au moment de l’audition du prévenu du 23 décembre 2021 (PV aud. 8). Le Tribunal fédéral a en effet précisé que le moment décisif pour examiner la nécessité d’une défense obligatoire est celui où le Ministère public ouvre une instruction. Or, en l’espèce, la procureure l’a ouverte le 4 juin 2021.”
Im migrationsrechtlichen Kontext ist für die Qualifikation als Verbrechen die abstrakte Strafandrohung massgebend; die tatsächlich vollzogene Sanktion ist unerheblich (relevant auch bei Delikten wie Art. 134 StGB).
“Der Beurteilte ist in der Vergangenheit wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getreten und deswegen verschiedentlich zu Freiheits- und Geldstrafen wie auch Bussen verurteilt worden. Im vorliegenden Zusammenhang ist wesentlich, dass er mit Urteil des Strafgerichts vom 10. Januar 2022 wegen zahlreicher Gesetzesverstössen, darunter mehrfach versuchten Diebstahls, zu einer (bedingt vollziehbaren) Freiheitsstrafe von 16 Monaten rechtskräftig verurteilt wurde. Mit Urteil des Straftgerichts vom 9. November 2022 wurde er sodann wegen Angriffs zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten rechtskräftig verurteilt. Unter Verbrechen im Sinne von Art. 75 Abs. 1 lit. h AIG sind Straftaten zu verstehen, die mit Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht sind (Art. 10 Abs. 2 StGB). Bei den erwähnten Straftatbeständen des einfachen Diebstahls (Art. 139 Abs. 1 StGB) und des Angriffs (Art. 134 StGB) handelt es sich um Verbrechen im Sinne der genannten Bestimmung. Die betreffenden Strafbestimmungen halten Strafandrohungen von jeweils bis zu fünf Jahren bereit. Der erste vom Migrationsamt angeführte Haftgrund der (rechtskräftigen) Verurteilung wegen eines Verbrechens (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 75 Abs. 1 lit. h AIG) ist damit vorliegend erfüllt. Unerheblich ist, dass der Beurteilte bloss zu Freiheitsstrafen von 16 bzw. 12 Monaten verurteilt worden ist. Denn massgebend ist allein die abstrakte Strafandrohung, nicht die tatsächlich verhängte Strafe (BGer 2C_260/2018 vom 9. April 2018 E. 4.3; Zünd, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 75 AIG N 12).”
Art.134 ist als abstraktes Gefährdungsdelikt konzipiert, zielt praktisch auf Schlägergruppen ab und dient der Vermeidung von Beweisproblemen hinsichtlich einzelner Erfolgsursachen.
“1 CP, celui qui aura pris part à une rixe ayant entraîné la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Considérant que, en pareilles circonstances, il peut se révéler difficile de prouver qui a tué ou blessé, le législateur a voulu éviter qu'un événement peut-être grave reste sans réaction sociale adéquate. L'acte incriminé ne porte ainsi pas sur le fait de donner la mort ou d'occasionner des lésions corporelles, mais sur la participation à une rixe en tant que comportement mettant en danger la vie ou l'intégrité corporelle des participants ou de tiers. Il convient donc de sanctionner chacun des participants indépendamment de sa responsabilité personnelle par rapport à l'atteinte à la vie ou à l'intégrité corporelle survenue dans ce contexte (ATF 139 IV 168 consid. 1.1.1; arrêts 6B_165/2023 du 12 juin 2023 consid. 2.1; 6B_1307/2021 du 9 janvier 2023 consid. 2.1.1). À la différence de la rixe, qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (cf. ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression (art. 134 CP) se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_348/2022 du 11 octobre 2022 consid. 2.2; 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2).”
“Selon l'art. 134 CP (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 30 juin 2023, à l'instar de l'art. 133 CP énoncé ci-après), est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. En vertu de l'art. 133 al. 1 CP, celui qui aura pris part à une rixe ayant entraîné la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Considérant que, en pareilles circonstances, il peut se révéler difficile de prouver qui a tué ou blessé, le législateur a voulu éviter qu'un événement peut-être grave reste sans réaction sociale adéquate. L'acte incriminé ne porte ainsi pas sur le fait de donner la mort ou d'occasionner des lésions corporelles, mais sur la participation à une rixe en tant que comportement mettant en danger la vie ou l'intégrité corporelle des participants ou de tiers.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich des Angriffs strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Durch die gesetzliche Regelung von Art. 134 StGB können wie beim Raufhandel Beweisschwierigkeiten vermieden werden, weil im Nachhinein oft nur schwer festgestellt werden kann, wer welchen Erfolg bewirkt hat (BGer 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). Entsprechend handelt es sich auch bei diesem Straftatbestand um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, das nach der ratio legis vor allem – wie vorliegend – Schlägergruppen erfassen will (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; Stefan Trechsel/Martino Mona, Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 134 N 1; Gian Ege, annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 134 N 1). Unter einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB wird die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen verstanden.”
“Der Privatkläger erlitt aufgrund der Attacke der Beschuldigten eine leichte Gehirnerschütterung (mit Amnesie), diverse Schürfwunden und Hauteinblutungen an allen Extremitäten (vgl. E. III.C.1.4.17). Er wurde aus nichtigem Grund und unvermittelt Opfer von Faustschlägen und Fusstritten, welche gezielt auf eine Verletzung des Privatklägers ausgerichtet gewesen waren. A. wurde zudem zunächst zu 100% krankgeschrieben, begab sich anschliessend in ärztliche Nachbehandlung und wurde erneut krankgeschrieben (zu 50%). Nach dem Ausgeführten steht fest, dass das zugezogenen leichte Schädel-Hirn-Trauma des Privatklägers keine bloss vorübergehende Befindlichkeitsstörung im Sinne von Art. 126 StGB darstellt, sondern einem krankhaften Zustand gleichkommt. Die Grenze zur einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB wurde klar überschritten, zumal der Privatkläger mehrere Tage nach dem Vorfall noch unter Kopfschmerzen, psychischen Belastungen und Einschlafstörungen litt. Die objektive Strafbarkeitsbedingung eines Angriffs gemäss Art. 134 StGB ist somit erfüllt. Dass die Verursachung der einfachen Körperverletzung beim Privatkläger nicht einem der drei Beschuldigten zugeordnet werden kann bleibt im Übrigen ohne Bedeutung. In subjektiver Hinsicht wollten die kampfsporterfahrenen Beschuldigten den Privatkläger ganz gezielt, koordiniert und absichtlich attackieren. Die Beschuldigten B. , C. und D. wussten, dass sie sich vorliegend an einem Angriff auf den Privatkläger im obenstehenden Sinn beteiligten, zumal das Kantonsgericht sachverhaltsmässig eindeutige Anhaltspunkte (tuscheln auf der Galerie und auf eine Person unten zeigen, vgl. E. III.C.1.4.3) dafür ausmachen konnte, dass sich die Gruppe rund um die Beschuldigten über ihr Vorgehen vor dem Angriff abgesprochen und diesen wie abgestimmt, aufgabenteilig, umgesetzt haben (in concreto: gemeinsames Losstürmen auf den Privatkläger, wobei D. und C. die Spitze bildeten; Vorbeilaufen von C. ; am Hals packen und erster Schlag von D. ; zumindest eine Schlagabgabe von B. ; Runterspringen von einer Bank oder einem Tisch, Schlagkombination und Frontkick von C.”
Videoaufnahmen kombiniert mit sonstigen Spuren (z.B. DNA, Handylokalisierung) können für die Annahme eines dringenden bzw. hinreichenden Tatverdachts bei schweren Angriffsdelikten ausreichen.
“En l'espèce, les charges contre le recourant, en lien avec les événements du 18 août 2020, demeurent suffisantes. Plusieurs témoins l'ont reconnu avec précision parmi les agresseurs. Que C______ ne l'ait pas identifié et ait manifesté des doutes sur un autre prévenu est sans pertinence. L'amie du précité, présente lors de l'agression, l'a immédiatement désigné auprès d'un autre témoin et de la police dépêchée sur les lieux. Deux policiers l'ont reconnu sur les images vidéo, dont l'une montre clairement de face l'individu soupçonné d'être le recourant. Son téléphone portable - qu'il disait avoir égaré depuis une semaine et qui était selon sa mère "cassé" - a borné à proximité des lieux à l'heure de l'agression ; et des traces de l'ADN de C______ ont été retrouvées sur le pourtour de sa chaussure droite, avec laquelle il est soupçonné d'avoir, selon les images vidéo, frappé le précité à la tête. Ces éléments constituent en l'état des soupçons suffisants, que le recourant soit ou non un "chef de bande", de la commission à tout le moins d'une agression (art. 134 CP) le 18 août 2020, sans qu'il soit nécessaire d'examiner s'il a aussi participé à la bagarre du 9 juillet 2020 et blessé G______. Le recourant oppose aux éléments précités une instruction menée seulement à charge et le fait qu'il serait empêché de prouver son innocence. L'absence, à ce stade, de l'audition des témoins cités par la défense ne remet pas en cause l'existence de charges suffisantes. Sa mère a été entendue au sujet de la coupe de cheveux et ses déclarations n'amoindrissent pas les soupçons, au vu de ses hésitations. Compte tenu des éléments recueillis à ce jour par l'instruction, il aurait été possible au recourant de se raser le crâne et aller au studio d'enregistrement après l'agression qui lui est reprochée. C'est donc à bon droit que le TMC a retenu l'existence de charges toujours suffisantes. 3. Le recourant conteste tout risque de collusion. 3.1. Le maintien du prévenu en détention peut être justifié par l'intérêt public lié aux besoins de l'instruction en cours, par exemple lorsqu'il est à craindre que l'intéressé ne mette sa liberté à profit pour faire disparaître ou altérer les preuves, ou qu'il prenne contact avec des témoins ou d'autres prévenus pour tenter d'influencer leurs déclarations (art.”
“En l'espèce, les charges contre le recourant, en lien avec les événements du 18 août 2020, demeurent suffisantes. Plusieurs témoins l'ont reconnu avec précision parmi les agresseurs. Que C______ ne l'ait pas identifié et ait manifesté des doutes sur un autre prévenu est sans pertinence. L'amie du précité, présente lors de l'agression, l'a immédiatement désigné auprès d'un autre témoin et de la police dépêchée sur les lieux. Deux policiers l'ont reconnu sur les images vidéo, dont l'une montre clairement de face l'individu soupçonné d'être le recourant. Son téléphone portable - qu'il disait avoir égaré depuis une semaine et qui était selon sa mère "cassé" - a borné à proximité des lieux à l'heure de l'agression ; et des traces de l'ADN de C______ ont été retrouvées sur le pourtour de sa chaussure droite, avec laquelle il est soupçonné d'avoir, selon les images vidéo, frappé le précité à la tête. Ces éléments constituent en l'état des soupçons suffisants, que le recourant soit ou non un "chef de bande", de la commission à tout le moins d'une agression (art. 134 CP) le 18 août 2020, sans qu'il soit nécessaire d'examiner s'il a aussi participé à la bagarre du 9 juillet 2020 et blessé G______. Le recourant oppose aux éléments précités une instruction menée seulement à charge et le fait qu'il serait empêché de prouver son innocence. L'absence, à ce stade, de l'audition des témoins cités par la défense ne remet pas en cause l'existence de charges suffisantes. Sa mère a été entendue au sujet de la coupe de cheveux et ses déclarations n'amoindrissent pas les soupçons, au vu de ses hésitations. Compte tenu des éléments recueillis à ce jour par l'instruction, il aurait été possible au recourant de se raser le crâne et aller au studio d'enregistrement après l'agression qui lui est reprochée. C'est donc à bon droit que le TMC a retenu l'existence de charges toujours suffisantes. 3. Le recourant conteste tout risque de collusion. 3.1. Le maintien du prévenu en détention peut être justifié par l'intérêt public lié aux besoins de l'instruction en cours, par exemple lorsqu'il est à craindre que l'intéressé ne mette sa liberté à profit pour faire disparaître ou altérer les preuves, ou qu'il prenne contact avec des témoins ou d'autres prévenus pour tenter d'influencer leurs déclarations (art.”
Innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens sind konkrete Strafschärfungs- und -milderungsgründe zwingend zu beachten; Abweichungen nach oben/unten nur bei aussergewöhnlichen Umständen.
“Ausgangspunkt der Strafzumessung bildet der Strafrahmen für den Angriff im Sinne von Art. 134 StGB als schwerste Tat, der mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe geahndet wird. Zu beachten ist sodann, dass die beste- henden Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe konkret nicht zu einer Erwei- terung des Strafrahmens nach oben oder unten führen, jedoch innerhalb des or- dentlichen Strafrahmens zwingend straferhöhend resp. strafmindernd berücksich- tigt werden müssen. - 36 -”
“Das Gesetz sieht sowohl für die Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB) als auch für den Angriff (Art. 134 StGB) eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor. Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe führen nur bei aussergewöhnlichen Umständen dazu, die Grenzen des ordentlichen Strafrah- mens zu verlassen und sie nach oben oder unten zu erweitern (BGE 136 IV 55 E. 5.8 mit Hinweisen). Dies entspricht konstanter höchstrichterlicher Rechtspre- - 17 - chung (anstatt vieler: BGE 142 IV 265 E. 2.4.5; Urteil 6B_918/2020 vom 19. Januar 2021 E. 6.4.1), wobei das Bundesgericht darauf zurückzukommen scheint (BGE 148 IV 96 E. 4.8). Im vorliegenden Fall kann die Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens (3 Tagessätze Geldstrafe bis 5 Jahre Freiheits- strafe) festgesetzt werden. Strafschärfungsgründe sind aber straferhöhend und Strafmilderungsgründe strafmindernd zu berücksichtigen.”
Bei wechselseitigen, spontanen Schlägereien (Raufhandel) ist in der Regel Art. 133 StGB anzuwenden; massgeblich ist die wechselseitige tätliche Beteiligung, weshalb ein Angriff i.S.v. Art. 134 StGB regelmässig ausscheidet.
“_____-Fan von sich wegstiess und diesem mehrere Schläge und Fusstritte verpasste (Zeitstempel ab 01:50:44 und ab 01:50:58). Auch wenn diese Handlungen in erster Linie wohl als Notwehrhilfe und später als Abwehrhandlungen i.S.v. Art. 133 Abs. 2 StGB zu würdigen sind und die C._____-Fans im weiteren Verlauf deutlich die Übermacht über das Geschehen hatten, verhielt sich der Geschädigte H._____ mindestens zu jenen Zeitpunkten aktiv tätlich, übte mit anderen Worten Gegenwehr, womit für eine kurze Zeit von beiden Seiten Schläge ausgeteilt wurden und eine wechselseitige tätliche Ausei- nandersetzung von mindestens drei Personen – mindestens eine Person auf Sei- - 18 - ten der D._____-Fans und mehrere Personen auf Seiten der C._____-Fans – vor- lag. Da es sich beim vorliegend zu beurteilenden Raufhandel um ein ganzheitli- ches Geschehen handelt, welches nicht in einzelne Phasen zu unterteilen ist, sondern in sachlicher, räumlicher und zeitlicher Hinsicht eine Einheit bildet, schei- det ein Angriff i.S.v. Art. 134 StGB seitens der C_____-Fans bzw. des Beschuldig- ten im Lichte der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung aus, vielmehr liegt ein Raufhandel i.S.v. Art. 133 StGB vor. Im Übrigen ist auch in subjektiver Hin- sicht nicht von einem Angriff, sondern von einem Raufhandel auszugehen, da im Zeitpunkt, als der Beschuldigte begann, die Strassenseite zu wechseln, eine wechselseitige Auseinandersetzung vorlag (Zeitstempel 01:05:48) und entspre- chend davon auszugehen ist, dass bei ihm kein Vorsatz zur Teilnahme an einem Angriff bestand. In Bezug auf die Person des Beschuldigten ist festzuhalten, dass dessen Tatbei- trag nicht nur die grundsätzliche Beteiligung am Raufhandel war, sondern auch ein eigenes tätliches Vorgehen gegen den Geschädigten K_____ vorlag, in des- sen Richtung er trat (Zeitstempel 01:06:04) und das Festhalten bzw. Zurückreis- sen des Geschädigten in die Gruppe der C_____ Fans bzw. das Hindern an des- sen Flucht (01:06:11).”
“_____ erlitt eine Schädelprellung, welche gemäss ärztlichem Behandlungsbericht mittels Analgesie, mithin Schmerzlinderung, therapiert wer- den musste (Urk. 17/1). Die objektive Strafbarkeitsbedingung der einfachen Kör- perverletzung i.S.v. Art. 123 StGB ist damit erfüllt. Daran ändert der Rückzug des Strafantrags nichts. Am tätlichen Vorgehen der gewaltbereiten C_____-Fans, welches offenkundig mehr als zwei Personen involvierte und nach dem Erwogenen als Raufhandel i.S.v. Art. 133 StGB zu werten ist, schloss sich der Beschuldigte bewusst und ge- wollt an. Es wäre ihm unbenommen geblieben, auf der anderen Strassenseite zu bleiben, so wie es viele C_____-Fans gemacht haben, oder sich im Minimum nicht tätlich an der Auseinandersetzung zu beteiligen. Damit ist erstellt, dass der Beschuldigte vorsätzlich am Raufhandel teilgenommen hat. - 19 - Rechtfertigungsgründe wurden nicht geltend gemacht. Zusammenfassend ist der Beschuldigte entgegen der Vorinstanz nicht des An- griffs i.S.v. Art. 134 StGB, sondern des Raufhandels i.S.v. Art. 133 StGB schuldig zu sprechen. V. Strafzumessung”
“Indes reagierte der Geschädigte H._____ darauf, indem er einen FCZ-Fan von sich wegstiess und diesem mehrere Schläge und Fusstritte verpasste (Zeitstempel ab 01:50:44 und ab 01:50:58). Auch wenn diese Handlungen in erster Linie wohl als Notwehrhilfe und später als Abwehr- handlungen i.S.v. Art. 133 Abs. 2 StGB zu würdigen sind und die FCZ-Fans im weiteren Verlauf deutlich die Übermacht über das Geschehen hatten, verhielt sich der Geschädigte H._____ mindestens zu jenen Zeitpunkten aktiv tätlich, übte mit anderen Worten Gegenwehr, womit für eine kurze Zeit von beiden Seiten Schläge ausgeteilt wurden und eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung von min- destens drei Personen – mindestens eine Person auf Seiten der Leverkusen-Fans und mehrere Personen auf Seiten der FCZ-Fans – vorlag. Da es sich beim vorlie- gend zu beurteilenden Raufhandel um ein ganzheitliches Geschehen handelt (vgl. vorstehend Erw. II.5.), scheidet ein Angriff i.S.v. Art. 134 StGB seitens der FCZ- Fans bzw. des Beschuldigten im Lichte der zitierten bundesgerichtlichen Recht- sprechung aus, vielmehr liegt ein Raufhandel i.S.v. Art. 133 StGB vor. Im Übrigen ist auch in subjektiver Hinsicht nicht von einem Angriff, sondern von einem Rauf- handel auszugehen, da im Zeitpunkt, als der Beschuldigte vom Geschehen Kenntnis erhielt und herbeieilte, eine wechselseitige Auseinandersetzung vorlag (Zeitstempel 01:05:55) und entsprechend davon auszugehen ist, dass bei ihm kein Vorsatz zur Teilnahme an einem Angriff bestand. In Bezug auf die Person des Beschuldigten ist festzuhalten, dass sich dieser – wie bereits erwähnt – ab Zeitstempel 01:05.55 Uhr zur Auseinandersetzung be- gab, wobei in diesem Moment ein FCZ-Fan mit einer weissen Mütze heftig auf die Leverkusener-Fans losging. Diese stiessen ihn von sich weg, worauf der Be- schuldigte seinen Schritt beschleunigte, sich an einem anderen FCZ-Fan vorbei- drängte und mit seiner Getränkedose nach der gegnerischen Gruppe (ausserhalb des Bildes) warf.”
“Gemäss herrschender Lehre kann als angegriffene Partei im Sinne von Art. 134 StGB nur eine Person gelten, die entweder völlig passiv bleibt oder sich nur zu schützen versucht, ohne ihrerseits, und sei es auch bloss in dem durch Notwehr gedeckten Umfang, tätlich zu werden (BSK StGB I–MAEDER, Art. 133 StGB N 11 bzw. Art. 134 StGB N 6 f.; jeweils mit weiteren Hinweisen). Diese Auf- fassung deckt sich mit der seitens des Bundesgerichts vertretenen Auffassung, wonach auch der Abwehrende als Beteiligter beim Raufhandel gilt, wobei er je- doch gemäss Abs. 2 von Art. 133 StGB nicht strafbar ist. Lediglich wer sich völlig passiv verhält, ist von der Strafbestimmung des Raufhandels nicht erfasst (BGE 137 IV 1 E. 4.2.2. mit weiteren Hinweisen). Zu beachten ist, dass sich ein Angriff auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln kann, wenn die An- greifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwen- dungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, dass sich nicht (mehr) wehrt (BSK StGB I–MAEDER, Art. 134 StGB N 6 f.; BGE 118 IV 227).”
Eine bloss psychische oder verbale Beteiligung (etwa Anfeuern, Ratschläge, Warnen) kann Teilnahme im Sinne von Art. 134 StGB begründen, wenn die Beteiligten vor Ort in das Geschehen eingreifen und mindestens zwei Personen körperlich aktiv werden. Blosse Anwesenheit ohne weitere Anknüpfungspunkte genügt dagegen in der Regel nicht. Vorsatz ist erforderlich; Eventualvorsatz genügt. Die Todes- oder Verletzungsfolge bleibt eine objektive Strafbarkeitsbedingung.
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich die eine dem bereits in Gang gesetzten Angriff einer anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung ‒ etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren ‒ immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 8). Die Todes- oder Verletzungsfolge ist objektive Strafbarkeitsbedingung. Es handelt sich beim Angriff ‒ wie beim Raufhandel ‒ mithin um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, obschon ein Erfolg eintreten muss. Vorausgesetzt ist mindestens eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB (BGer 6B_745/2017vom 12. März 2018 E. 2.4; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1). Anders als bei Raufhandel ist die Bedingung nicht erfüllt, wenn lediglich der Angreifer verletzt wird, sondern es braucht die Verletzung eines der Angegriffenen oder eines Dritten. Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Stefan Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2.). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl. auch Maeder a.a.O. mit Hinw.). Schliesslich kann die Beteiligung des jeweiligen Täters am Angriff auch bloss psychischer Natur sein, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung - etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren - immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“Vu l'absence de pronostic défavorable retenu par les premiers juges et le très faible risque de récidive, il était incohérent de retenir que l'intérêt public à son expulsion primait sur son intérêt privé à rester en Suisse. Il méritait ainsi une seconde chance. b.b. Par la voix de son conseil, D______ persiste dans ses conclusions. Seules des lésions corporelles simples pouvaient être retenues contre lui. Il admettait avoir commis une grave erreur mais sa participation à la bagarre avait clairement été secondaire. Il n'avait reçu aucune information détaillée sur la situation avant sa venue sur les lieux. Lorsqu'il s'était rendu compte de ce qu'il se passait et de la violence exercée par J______, qu'il ne connaissait pas, il s'était désolidarisé, quittant les lieux avant les autres. Sa seule présence dans le sous-sol au moment où certains des coups violents avaient été donnés ne suffisait pas à lui attribuer une participation essentielle à ceux-ci, auxquels il ne s'était pas associé. Une infraction d'agression ne pouvait pas non plus lui être reprochée en concours, dans la mesure où seul J______ avait causé des lésions physiques, lesquelles absorbaient l'art. 134 CP. Les éléments constitutifs du brigandage n'étaient pas remplis. Il ignorait dérober un objet appartenait à autrui, ne sachant pas, avant d'arriver chez lui, qu'il s'agissait de la sacoche de G______. Dans tous les cas, l'infraction de brigandage nécessitait qu'un acte de violence ait été exercé afin de rompre la possession ou conserver le butin. Or, il n'avait usé d'aucune action physique immédiate sur la victime pour s'emparer de cet objet, cette sacoche se trouvant déjà à terre lorsqu'il l'avait récupérée et les coups portés, que ce soit par ses comparses ou celui qu'il avait lui-même donné, n'avaient jamais eu pour but de faire perdre sa sacoche à la victime. Il appelait à une peine plus clémente. Il avait agi alors qu'il était majeur depuis seulement quelques mois. Malgré son immaturité au moment des faits, il avait évolué favorablement et pris conscience de son erreur. Il ne minimisait pas les faits mais souhaitait qu'il soit tenu compte de sa situation lorsqu'il était arrivé sur les lieux, n'ayant aucune idée de ce qui allait se passer.”
“1). En d’autres termes, il faut être certain que l’état de fait ne constitue aucune infraction. Une ordonnance de non-entrée en matière ne peut être rendue que dans les cas clairs du point de vue des faits, mais également du droit ; s’il est nécessaire de clarifier l’état de fait ou de procéder à une appréciation juridique approfondie, le prononcé d’une ordonnance de non-entrée en matière n’entre pas en ligne de compte. En règle générale, dans le doute, il convient d’ouvrir une enquête pénale (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1, JdT 2017 IV 357 ; ATF 138 IV 86 précité consid. 4.1.2 ; ATF 137 IV 285 consid. 2.3 et les références citées, JdT 2012 IV 160 ; TF 6B_207/2020 du 14 septembre 2020 consid. 2.1). En revanche, le Ministère public doit pouvoir rendre une ordonnance de non-entrée en matière dans les cas où il apparaît d’emblée qu’aucun acte d’enquête ne pourra apporter la preuve d’une infraction à la charge d’une personne déterminée (TF 6B_541/2017 du 20 décembre 2017 consid. 2.2). 2.2.2 L’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) réprime par une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire le comportement de celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L’agression se singularise par le caractère unilatéral des actes de violence exercés par les agresseurs ; ceux-ci sont à l’origine des violences exercées contre la ou les victimes, dont le rôle demeure essentiellement passif (Dupuis et al. [éd.], Petit commentaire, Code pénal, 2e éd. 2017, n. 3 ad art. 134 CP). Pour que les éléments constitutifs de l’agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut que l’une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s’agit-là d’une condition objective de punissabilité. Cela signifie que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression.”
Passive Verteidigung der Opfer genügt für die Qualifikation als Aggression: Die Aggression ist eine einseitige Attacke von mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen, die passiv bleiben oder sich allenfalls nur verteidigen.
“1bis CPP, en vigueur depuis le 1er janvier 2024). L'opposition doit être motivée, à l'exception de celle du prévenu (art. 354 al. 2 CPP). L'introduction de l'art. 354 al. 1 let. abis et al. 1bis CPP formalise la jurisprudence antérieure, selon laquelle, comme pour la qualité pour recourir selon l'art. 382 al. 1 CPP, il doit exister un intérêt juridique (ATF 141 IV 231 consid. 2.3 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_250/2021 du 19 juillet 2021 consid. 3.1 ; 6B_233/2018 du 7 décembre 2018 consid. 6.2.1). Étaient ainsi notamment considérés comme des autres personnes concernées la partie plaignante qui invoque une violation de l'art. 433 CPP en se plaignant ne pas avoir obtenu d'indemnité ou une indemnité insuffisante sous l'angle de cette disposition (ATF 139 IV 102 consid. 5.2 et les références) ou encore la partie plaignante qui vise à obtenir une qualification juridique plus sévère des faits (ATF 141 IV 231 consid. 2.3 ss ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_613/2021 du 3 mars 2022 consid. 3.1). 3.2. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d'agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 3.3. En l'espèce, les recourants remettent en cause la qualification juridique des actes commis par deux agents de sécurité. Or, ces actes ont fait l'objet de deux ordonnances pénales contre lesquelles aucune opposition n'a été formée et qui sont désormais entrées en force, condamnant les agents de sécurité pour des lésions corporelles simples. Il aurait été loisible aux recourants de former opposition à ces ordonnances s'ils entendaient remettre en cause la qualification juridique retenue par le Ministère public, mais ils ne l'ont pas fait. Il s'ensuit que la voie du recours contre l'ordonnance de classement n'est pas appropriée pour le but recherché et que les griefs des recourants seront rejetés, dans la mesure de leur recevabilité.”
“Quelques minutes plus tard, ce dernier a laissé son interlocuteur au café pour retourner au salon, muni d'une chaîne, a verrouillé la porte dernière lui et a ordonné au plaignant de s'asseoir afin d'être attaché, torturé et tué. L'intimé n'ayant pas obtempéré, C______ a enroulé la chaîne autour de son poing dans le but de le frapper. En tentant de fuir, l'intimé est tombé à terre, entrainant dans sa chute les appelants ainsi que plusieurs objets, dont un rasoir coupe-choux. L'intimé s'est alors défendu des coups qu'il recevait sur tout son corps et a essayé de maîtriser ses antagonistes. A______ a toutefois réussi à saisir un rasoir tombé au sol et à le poser sur la gorge du plaignant, en l'intimant de cesser de se débattre, à défaut il l'égorgeait, ce que l'intimé a fait. A______ et C______ l'ont alors frappé à de nombreuses reprises à coups de pied, poing et chaîne sur tout le corps mais principalement à la tête, l'empêchant ainsi de s'enfuir, et lui causant diverses lésions, telles que décrites dans le certificat médical et attestées par les photographies produites. Lors de l'altercation, C______ a également serré les testicules de l'intimé et A______ lui a mordu le bras. 3. 3.1.1. L'art. 134 CP réprime le comportement de celui qui, notamment, aura participé à une agression dirigée contre une personne au cours de laquelle celle-ci aura subi des lésions corporelles. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la personne agressée n'ait pas eu elle-même, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elle ait par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si la réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts du Tribunal fédéral 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2 ; 6B_745/2017 du 12 mars 2018 consid. 2.3). Pour que les éléments constitutifs de l'agression, infraction de mise en danger abstraite, soient réunis, il faut, notamment, que la personne agressée soit blessée.”
“Selon l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_56/2020 du 16 juin 2020 consid.”
“1 L’appelant conteste la qualification juridique retenue dans le cas qui le concerne. Il soutient que le prévenu aurait dû être également condamné pour agression, en concours idéal avec les lésions corporelles simples qualifiées. Il se prévaut de la jurisprudence du Tribunal fédéral, selon laquelle le concours entre agression et lésions corporelles peut être envisageable, lorsque la personne qui a été blessée lors de l’agression n’a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). Il soutient en substance qu’il a été attaqué par deux assaillants, dont l’un était costaud et l’autre armé d’une tondeuse dangereuse, qui l’ont frappé surtout à la tête, au cours d’une agression violente, que l’attaque était de nature à causer à tout le moins des lésions corporelles graves et qu’il n’est en outre pas possible de déterminer quel agresseur a porté quel coups et qui lui a causé des lésions. 3.2 Aux termes de l’art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre (TF 613_54312018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2 et les références). Pour que les éléments constitutifs de l'agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées.”
Auch wenn der hinzugekommene Täter erst eingreift, als das Opfer bereits kampfunfähig ist, ändert dies nichts an der Tätereigenschaft; Eingreifen vor Beendigung der Tat reicht aus.
“Nichts zu Gunsten des Beschuldigten vermag die Verteidigung aus dem Umstand herzuleiten, dass der Beschuldigte "zu spät" hinzugestossen sei, um an einem "aktiven Kampf" teilzunehmen (Urk. 118 S. 12). Gemäss dem erstellten Sachverhalt griff der Beschuldigte jedenfalls ein, als der Angriff noch im Gang war, mithin vor Beendigung der Tat. Dass das von ihm getretene Opfer zu diesem Zeitpunkt bereits kampfunfähig war, ändert daran nichts. - 17 - Der Beschuldigte ist demzufolge auch in zweiter Instanz wegen Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. V. Strafe”
“Par la suite, elle a relevé que l'intimé a rompu le contact avec les recourants, s'est extrait de la mêlée et a pris la fuite pour aller se réfugier dans un train. Aussi, il ne représentait plus la moindre menace pour ces derniers qui auraient ainsi pu le laisser s'en aller. En choisissant de néanmoins poursuivre l'intimé jusque dans le train pour le rouer de coups de pied et de poing sur tout le corps sans que ce dernier ne parvienne à se défendre, les recourants ont unilatéralement et intentionnellement attaqué leur victime, laquelle a subi des lésions corporelles. La cour cantonale a relevé que le fait d'asséner, en bande, de multiples coups de pied et de poing sur tout le corps d'une personne à terre et sans défense était propre à causer à tout le moins des lésions corporelles graves et que la mise en danger créée par les recourants avait dépassé en intensité le résultat intervenu. Elle a en définitive retenu que tous les éléments constitutifs de l'infraction d'agression au sens de l'art. 134 CP sont réalisés pour l'épisode ayant eu lieu dans le train, en sus des lésions corporelles simples.”
“Das Bundesgericht führt dazu in aus: «Wenn mindestens zwei Personen auf eine dritte Person einschlagen, die passiv die Schläge einsteckt, ohne sich aktiv tätlich zu wehren, kann neben allfälligen Körperverletzungsdelikten nicht Raufhandel, sondern allenfalls Angriff (Art. 134 StGB) vorliegen» (BGer 6B_82/2016 vom 3. Juni 2016 E. 2.1; 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 m. zahlr. Hinw.). Beim vorliegenden Sachverhalt ist das der Fall: I____ hat sich in keiner Weise tätlich gewehrt, sondern von Anbeginn an zu deeskalieren bzw. sich zu schützen versucht. Ebenso hat auch B____ lediglich verbal versucht, beruhigend auf die Situation einzuwirken. Die weiteren Voraussetzungen für einen Angriff sind klar gegeben. Dass B____ mit der Nasenbeinfraktur eine Körperverletzung im Sinn von Art. 123 StGB erlitten hat, ist nicht zweifelhaft. Dies genügt für die Erfüllung der objektiven Strafbarkeitsvoraussetzung, und zwar auch im Hinblick auf den ebenfalls angegriffenen I____, der seinerseits keine Verletzung erlitten hat. Irrelevant ist dabei, ob diese Verletzung B____s vom ersten, durch den Berufungskläger ausgeführten Faustschlag oder erst vom zweiten unbekannter Täterschaft herrührte. So ist Art. 134 StGB auch erfüllt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer anderen anschliesst, und umgekehrt bleibt auch derjenige Beteiligter, der vor der Erfüllung der objektiven Strafbarkeitsbedingung (Tod, Körperverletzung) ausscheidet (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2, 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3 und betr. Raufhandel: BGE 137 IV 1 E. 4.2.2). Selbst wenn davon auszugehen ist, dass zwei Täter im Rahmen eines Gesamtgeschehens nacheinander gegen einen Dritten tätlich wurden, ändert dies daher nichts, zumal es genügt, wenn mehrere Angreifer ohne wechselseitiges Einverständnis handeln (BGer 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.4. m. Verweis auf Stratenwerth et al., Schweizerisches Strafrecht, BT I, 7. Aufl., 2010., § 40 N 40). Es ergeht demnach Schuldspruch wegen Angriffs.”
Bei Vorstrafen, Rückfälligkeit oder fortdauernder Delinquenz (Eskalation, Unbelehrbarkeit) ist eher die unbedingte Freiheitsstrafe anzustreben; bei wiederholter schwerer Tatbegehung rechtfertigt dies erhöhte Sanktionen (auch aus Spezialprävention/Generalprävention).
“Darauf sowie auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 62 S. 22 f.) kann verwiesen werden. 1.2.Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Mehrere gleich- artige Strafen liegen vor, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällen würde. Dass die anzuwendenden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt nicht (BGE 142 IV 265 E. 2.3.2; BGE 138 IV 120 E. 5.2; je mit Hinweisen). 1.3.Der Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung sieht von Gesetzes wegen nur eine Freiheitsstrafe als Sanktionsart vor und weist einen abstrakten Strafrahmen von sechs Monaten bis zehn Jahre Freiheitsstrafe auf (aArt. 122 Abs. 4 StGB). Der Tatbestand des Angriffs ist mit Freiheitsstrafe bis zu - 20 - fünf Jahren oder Geldstrafe bedroht (Art. 134 StGB). Im Ergebnis ist der Vorinstanz betreffend Strafart beizupflichten (vgl. Urk. 62 S. 23). Schon aus spezialpräventiven Gesichtspunkten – der mehrfach vorbestrafte Beschuldigte hat sich in der Ver- gangenheit weder von bedingten Freiheitsstraften noch unbedingten Freiheits- strafen bzw. Bussen beeindrucken lassen (vgl. Urk. 18/5; Urk. 36; Prot. I S. 7 f. und Urk. 77 S. 7 ff.) – kommt entgegen den Ausführungen der Verteidigung für den begangenen Angriff nur eine Freiheitsstrafe in Betracht. Ausgangspunkt der Straf- zumessung bildet demnach die versuchte schwere Körperverletzung, wofür eine Einsatzstrafe festzulegen ist, welche in der Folge für den Angriff angemessen zu asperieren ist. 1.4.Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe führen nur bei aussergewöhn- lichen Umständen dazu, die Grenzen des ordentlichen Strafrahmens zu verlassen und sie nach oben oder unten zu erweitern (BGE 136 IV 55 E. 5.8, mit Hinweisen), was vorliegend nicht der Fall ist.”
“Ses explications à cet égard, à savoir qu’il n’avait plus suffisamment de temps pour s’y rendre en raison de sa prise d’emploi, ne convainquent pas. Selon les documents qu’il a produits, sa mission temporaire a pris fin le 19 avril 2023 ; il s’est ensuite trouvé en arrêt de travail pour cause d’accident dès le 12 mai 2023 et n’a recommencé à travailler qu’en septembre 2023. Son manque de prise de conscience ne peut que laisser songeur pour la suite. A décharge, il sera tenu compte de son relativement jeune âge, du fait qu’il a fini par se rendre aux autorités et qu’il a récemment décroché quelques missions temporaires, lui permettant peut-être de déboucher sur un emploi stable. 6.3.2 L’appelant s’est rendu coupable de deux cas de lésions corporelles simples (passibles d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire selon l’art. 123 ch. 1 CP), d’un cas d’agression (passible d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire selon l’art. 134 CP), de trois cas de dommages à la propriété (passibles d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire selon l’art. 144 al. 1 CP), d’un cas d’injure (passible d’une peine pécuniaire selon l’art. 177 al. 1 CP), d’un cas de menaces (passible d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire selon l’art. 180 al. 1 CP) et d’un cas de violence ou menace qualifiées contre les autorités et les fonctionnaires (passibles d’une peine privative de liberté de trois mois à trois ans selon l’art. 285 ch. 2 al. 2 CP). A l’égard d’un prévenu qui a récidivé alors qu’il savait une instruction pénale ouverte contre lui, qui fait preuve de gradation dans la gravité des actes commis et qui conteste largement sa culpabilité, la prévention spéciale impose la privation de liberté comme choix de peine pour les infractions passibles d’une telle sanction (art. 41 al. 1 let. a CP). L’infraction la plus grave est l’agression à l’encontre d’A.________. En concours avec les lésions corporelles simples, le cas 5 de l’acte d’accusation du 14 décembre 2022 mérite une peine de 12 mois.”
“Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet. Nach dem Gesagten steht fest und ist unbestritten, dass er mehrfach vorbestraft ist. Er hat sich zudem von den bisherigen Sanktionen nicht von weiterer Delinquenz abhalten lassen und gar während des laufenden Verfahrens neuerlich delinquiert. So hat der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz ausführt, nur wenige Wochen, nachdem er aus einer rund dreimonatigen Haft entlassen worden war und kurz nach der erstinstanzlichen Verhandlung in der hier beurteilten Angelegenheit abermals gegen Bestimmungen des Strassenverkehrsrechts verstossen. Ebenso ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass weder die SVG-Delikte noch der dem Beschwerdeführer zur Last gelegte Angriff im Sinne von Art. 134 StGB Bagatelldelikte darstellen. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie unter den gegebenen Umständen eine unbedingte Freiheitsstrafe für notwendig erachtet, um den Beschwerdeführer von weiterer Delinquenz abzuhalten. Ihr ist zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer mit seinem fortdauernden deliktischen Verhalten eine erhebliche Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit gegenüber der geltenden Rechtsordnung gezeigt hat. An der Schlüssigkeit der negativen Legalprognose durch die Vorinstanz ändert nichts, dass die Vorstrafen des Beschwerdeführers mit Bezug auf das schwerste vorliegend beurteilte Delikt, den Angriff, nicht einschlägig sind, und, dass sich der Beschwerdeführer erstmals im Sinne eines Körperverletzungsdelikts strafbar gemacht hat. Gleichwohl kann nicht gesagt werden, der Angriff stünde als isoliertes Delikt da. Die Vorinstanz war ferner nicht gehalten, für jede Deliktskategorie eine individuelle Einschätzung zur Rückfallgefahr vorzunehmen. Entscheidend ist vielmehr eine Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände (vgl.”
Wiederholte Gewaltdelikte oder frühere/vergangene Verurteilungen wegen Angriffen/gewalttätiger Delikte erhöhen das Gewicht des Verschuldens in der Interessenabwägung und begünstigen Wegweisung bzw. Nichtverlängerung von Aufenthaltsbewilligungen.
“L'intérêt public présidant à l'expulsion du recourant 1 s'avère important, dès lors que celui-ci a été condamné à une peine privative de liberté d'ensemble de 27 mois (21 mois pour les faits de la présente cause). Or, en droit des étrangers, une révocation de l'autorisation de séjour est prévue par l'art. 62 al. 1 let. b LEI en cas de "peine privative de liberté de longue durée", c'est-à-dire toute peine privative de liberté supérieure à un an (cf. ATF 139 I 145 consid. 2.1). Le recourant 1 pourrait donc voir son autorisation de séjour révoquée dans les mêmes circonstances en vertu de la LEI. S'agissant plus spécifiquement de l'infraction qui entraîne l'expulsion obligatoire, à savoir l'agression au sens de l'art. 134 CP, on relève qu'il s'agit d'une infraction de violence qui porte atteinte à des biens juridiques précieux, en particulier la vie et l'intégrité corporelle. Dans le cas d'espèce, les agissements du recourant 1 ont eu un impact sérieux sur l'état de santé de l'intimé (cf. jugement de première instance consid. 3a; pièce 43: attestation de suivi pendant environ une année), ce qui leur confère une gravité concrète non négligeable. La présente condamnation du recourant 1 doit être mise en perspective avec ses antécédents. Ainsi, par le passé, le recourant a été condamné à neuf reprises pour différentes infractions, dont certaines impliquant des actes de violence, à des peines pécuniaires et privatives de liberté pour des actes qui se sont déployés dans le temps et qui étaient dirigés contre de multiples biens juridiques. Au vu de son âge peu avancé, il importe peu que ses antécédents datent de sa jeunesse, étant relevé que seuls deux antécédents sur neuf ont été jugés par des juridictions pour mineurs.”
“Der Beschwerdeführer ist in einem Zeitraum von rund dreizehn Jahren wiederholt straffällig geworden und hat sich weder von strafrechtlichen Verurteilungen noch von einer ausländerrechtlichen Verwarnung beeindrucken lassen. Er ist insbesondere mehrfach wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt worden, wobei die für den letzten Angriff am 20. Dezember 2013 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 28 Monaten auf ein schweres Verschulden schliessen lässt. Ins Gewicht fällt dabei, dass der Angriff zu den Verhaltensweisen zählt, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber eine Verhaltensweise wie den Angriff als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.4.2; 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3). Die Vorinstanz hat unter diesen Umständen zu Recht erwogen, dass von einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr auszugehen ist und ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und an der Wegweisung besteht (vgl.”
“Der Beschwerdeführer ist in einem Zeitraum von rund dreizehn Jahren wiederholt straffällig geworden und hat sich weder von strafrechtlichen Verurteilungen noch von einer ausländerrechtlichen Verwarnung beeindrucken lassen. Er ist insbesondere mehrfach wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt worden, wobei die für den letzten Angriff am 20. Dezember 2013 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 28 Monaten auf ein schweres Verschulden schliessen lässt. Ins Gewicht fällt dabei, dass der Angriff zu den Verhaltensweisen zählt, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber eine Verhaltensweise wie den Angriff als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.4.2; 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3). Die Vorinstanz hat unter diesen Umständen zu Recht erwogen, dass von einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr auszugehen ist und ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und an der Wegweisung besteht (vgl.”
“Selbst wenn der Beschwerdeführer enge affektive und wirtschaftliche Beziehungen zu seinen drei Kindern unterhalten und über ein mit den beiden Müttern geteiltes Sorgerecht betreffend die vier schweizerischen Kinder verfügen sollte, fehlt es doch an einem weitgehend tadellosen Verhalten: Der Beschwerdeführer hat sich über einen längeren Zeitraum verschiedener Delikte schuldig gemacht und wurde dabei nicht ausschliesslich wegen ausländer- oder ordnungsrechtlicher (untergeordneter) Vorkommnisse, sondern unter anderem wegen - vor dem 1. Oktober 2016 (Inkrafttreten von Art. 66a StGB [AS 2016 2329]; vgl. dazu BGE 146 II 1 sowie hinten E. 6.2) begangenen - mehrfachen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt. Die Praxis, gewisse "untergeordnete" Vorkommnisse ("atteintes de peu d'importance à l'ordre public") in einer Gesamtabwägung etwas weniger stark zu gewichten, kommt nur in spezifischen Fällen bzw. bei besonderen Umständen zum Tragen. Solche bestehen hier nicht (vgl. BGE 140 I 145 E. 4.3; Urteil 2C_397/2020 vom 26. August 2020 E. 5.3). Ein aus Art. 13 Abs. 1 BV bzw. Art. 8 EMRK abgeleiteter Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers aufgrund seiner Beziehung zu seinen Kindern besteht vor diesem Hintergrund nicht.”
Bei gemeinschaftlichen Übergriffen reicht das passive Einstecken eines Opfers (z.B. mehrere gegen eine Person) für die Anwendung von Art.134; auch wenn nicht alle Angegriffenen Verletzungen erleiden, genügt eine bei mindestens einer Person.
“Il faut donc qu'il existe un risque qu'un dommage puisse résulter de l'infraction, mais encore que l'auteur sache que ce danger existe (Wissensmoment) et qu'il s'accommode de ce résultat (Willensmoment), même s'il préfère l'éviter (cf. arrêts du Tribunal fédéral 6B_712/2021 du 16 février 2022 consid. 1.2 ; 6B_1151/2020 du 8 avril 2021 consid. 2.2 ; 6B_139/2020 du 1er mai 2020 consid. 2.3). Même si le résultat n'aboutit qu'à des lésions corporelles simples, la mise en danger créée par les coups portés peut, de manière évidente, dépasser en intensité le résultat intervenu. En effet, le fait de porter des coups à la tête avec les poings, les pieds ou d'autres objets dangereux tels qu'une bouteille en verre est susceptible d'entraîner de graves lésions et même la mort de la victime (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.2.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1385/2019 du 27 février 2020 consid. 4 ; 6B_924/2017 du 14 mars 2018 consid. 1.3.1 ; 6B_901/2014 du 27 février 2015 consid. 2.7.3). 3.1.2. Est qualifié d'agression, à teneur de l'art. 134 CP, le fait de participer à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts du Tribunal fédéral 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid. 2.1.1 ; 6B_56/2020 du 16 juin 2020 consid.”
“Insgesamt ist aufgrund der Aussagen der Beteiligten als erstellt zu erach- ten, dass sich der Privatkläger 5 und E._____ rein passiv verhalten haben. Die beiden Angegriffenen waren in krasser Unterzahl und der Angriff kam für sie über- raschend. Zum gleichen Ergebnis kommt auch die Vorinstanz, jedoch mit einer unzutreffenden Formulierung (vgl. dazu korrekt die amtliche Verteidigung in Urk. 89 Rz. 20 f.). Der Sachverhalt, so wie ihn die Anklageschrift schildert, ist somit er- - 32 - stellt. In subjektiver Hinsicht muss beim Beschuldigten von direktem Vorsatz aus- gegangen werden. 2.Rechtliche Würdigung Die rechtliche Würdigung, wie sie von der Vorinstanz vorgenommen wurde, ist zu- treffend und gibt zu keinen Weiterungen Anlass. Es ist vollumfänglich darauf zu verweisen (Urk. 64 S. 54). Die Verletzungen des Privatklägers sind dokumentiert. Der Beschuldigte ist des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu spre- chen. E.Dossier 5 (Ziffer 7 der Anklageschrift) 1.Sachverhalt”
“Juli 2022 ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten 1 und den Beschwerdeführer wegen Angriffs eröffnet hatte, nach weiteren Ermittlungen betreffend das Ereignis vom 9. Juli 2022 am 15. August 2022 zudem ein Strafverfahren gegen die Beschuldigten 3-6 wegen Raufhandels eröffnet. Es steht nunmehr betreffend das Ereignis vom 9. Juli 2022 nicht nur ein Angriff des Beschuldigten 1 und des Beschwerdeführers zum Nachteil von I.________ im Raum, sondern eine tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, an welcher der Beschwerdeführer ebenfalls teilgenommen haben soll und welche u.a. – als Teilsachverhalt – den Angriff des Beschwerdeführers und des Beschuldigten 1 auf I.________ beinhaltet (vgl. zum Konkurrenzverhältnis Angriff – Raufhandel, wenn ein Teil der angegriffenen Personen passiv bleibt: Mäder, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 15 f. zu Art. 134 StGB [Abstellen betreffend diesen Angreifer einzig auf den Straftatbestand mit der schwereren Strafandrohung, d.h. Art. 134 StGB {Angriff}]). Die Rollen der Beschuldigten 3-6 und auch die Rolle des Beschwerdeführers sowie des Beschuldigten 1 anlässlich der tätlichen Auseinandersetzung insgesamt (nicht nur in Bezug auf das mutmassliche Opfer I.________) sowie der genaue Ablauf des Vorfalls vom 9. Juli 2022 als Ganzes sind nunmehr durch die Befragung der Beschuldigten 3-6 weiter abzuklären. Der Beschwerdeführer wurde anlässlich der Einvernahme vom 9. Juli 2022 zwar mit den Aussagen von bereits befragten Auskunftspersonen, des Beschuldigten 1 und des mutmasslichen Opfers hinsichtlich des Vorwurfs des Angriffs zum Nachteil von I.________ einlässlich konfrontiert. Mit dem Sachverhalt, welcher den Beschuldigten 3-6 in den Einvernahmen vorgehalten wird (wechselseitige tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen), wurde der Beschwerdeführer demgegenüber bislang noch nicht konfrontiert (vgl. vielmehr die Aussagen der Auskunftsperson L.________ anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 9. Juli 2022 Z. 147 ff.”
“________ dans l’agression repose sur les mêmes éléments retenus ci-avant dans le cadre de l’examen de l’appel de C.________ sur ce point (cf. consid. 3.1.3 supra), à savoir les déclarations du plaignant qui a dit avoir été frappé par T.________ et deux de ses amis, qu’il ne connaissait pas mais qu’il a identifiés sur photographies (PV aud. 9, R. 6) et reconnus à l’audience d’appel (p. 4 supra), les déclarations de S.________ qui a confirmé que le plaignant avait été frappé par T.________ et ses copains, dont le seul qu’il connaît est justement P.________ (PV aud. 2, R. 5), et, enfin, le fait qu’C.________ – dont l’implication dans l’agression a été confirmée – passait la soirée avec l’appelant, comme ce dernier l’a admis (PV aud. 10, ligne 50). Ainsi, il n’y a aucun doute sur la réalisation des faits punissables tels que retenus par le tribunal. Ceux-ci ont donc été établis sans violation du principe consacré à l'art. 10 al. 3 CPP. Au vu de ce qui précède, c’est à juste titre que les premiers juges ont reconnu P.________ coupable d’agression (art. 134 CP) pour avoir, avec C.________ et T.________ (dont on examinera l’implication ci-après), pris à partie et frappé W.________, sans que celui-ci ait jamais participé activement à la bagarre, infraction dons les éléments constitutifs (qui seront rappelés ci-dessous [consid. 5.7.2 infra]) ne sont au demeurant pas contestés en tant que tels. Le grief est donc mal fondé et doit être rejeté. Il en va par conséquent de même de la conclusion tendant à libération des conclusions civiles du plaignant (cf. consid. 3.5 supra), dont les montants alloués ne sont au demeurant pas contestés. 4.3 L’appelant conteste la peine uniquement dans la mesure où il conclut à sa libération du chef de prévention d’agression. Vérifiée d'office, la peine privative de liberté de 12 mois est adéquate. Elle a été fixée en tenant compte des éléments à charge pertinents, aucun élément à décharge n’ayant à juste titre été retenu, et conformément à la culpabilité du prévenu, lourde, et répond ainsi aux exigences de l’art. 47 CP et à la jurisprudence y relative (ATF 141 IV 61 consid.”
“Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Maeder, in: Basler Kommentar StGB, 4. Auflage 2019, Art. 134 N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2.). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; BGE 137 IV 1 E. 4.2.3). Im Unterschied zum Raufhandel bleibt der Angegriffene beim Angriff nach Art. 134 StGB passiv, d.h. er wird selbst nicht tätlich: Die Auseinandersetzung ist nicht wechselseitig. Das Bundesgericht führt dazu in aus: «Wenn mindestens zwei Personen auf eine dritte Person einschlagen, die passiv die Schläge einsteckt, ohne sich aktiv tätlich zu wehren, kann neben allfälligen Körperverletzungsdelikten nicht Raufhandel, sondern allenfalls Angriff (Art. 134 StGB) vorliegen» (BGer 6B_82/2016 vom 3. Juni 2016 E. 2.1; 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 m. zahlr. Hinw.). Beim vorliegenden Sachverhalt ist das der Fall: I____ hat sich in keiner Weise tätlich gewehrt, sondern von Anbeginn an zu deeskalieren bzw. sich zu schützen versucht. Ebenso hat auch B____ lediglich verbal versucht, beruhigend auf die Situation einzuwirken. Die weiteren Voraussetzungen für einen Angriff sind klar gegeben. Dass B____ mit der Nasenbeinfraktur eine Körperverletzung im Sinn von Art. 123 StGB erlitten hat, ist nicht zweifelhaft. Dies genügt für die Erfüllung der objektiven Strafbarkeitsvoraussetzung, und zwar auch im Hinblick auf den ebenfalls angegriffenen I____, der seinerseits keine Verletzung erlitten hat. Irrelevant ist dabei, ob diese Verletzung B____s vom ersten, durch den Berufungskläger ausgeführten Faustschlag oder erst vom zweiten unbekannter Täterschaft herrührte. So ist Art. 134 StGB auch erfüllt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer anderen anschliesst, und umgekehrt bleibt auch derjenige Beteiligter, der vor der Erfüllung der objektiven Strafbarkeitsbedingung (Tod, Körperverletzung) ausscheidet (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
Die Aggression (Art.134 StGB) ist eine einseitige, gemeinschaftliche Attacke von mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Opfer, die passiv bleiben oder sich höchstens verteidigen. Entscheidend ist, dass der Angriff nicht von einer wechselseitigen Rauferei (Raufhandel, Art.133) geprägt ist.
“2.2 L’art. 123 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l’art. 122 CP. Cette disposition protège l’intégrité corporelle et la santé tant physique que psychique. Elle implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés. A titre d’exemples, la jurisprudence cite l’administration d’injections, la tonsure totale et tout acte qui provoque un état maladif, l’aggrave ou en retarde la guérison, comme les blessures, les meurtrissures, les écorchures ou les griffures, sauf si ces lésions n’ont pas d’autres conséquences qu’un trouble passager et sans importance du sentiment de bien-être (ATF 134 IV 189 consid. 1.1; TF 6B_652/2023 du 11 décembre 2023 consid. 1.1.4 et les réf. citées). L’art. 123 ch. 2 CP décrit différents cas aggravés qui se poursuivent d’office. Il en va ainsi si le délinquant fait usage du poison, d’une arme ou d’un objet dangereux (al. 2). 2.2.3 L’art. 134 CP réprime par une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire le comportement de quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. A la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l’agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
“Selon l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid.”
“Selon l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid.”
“Selon l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid.”
“Selon l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid.”
“En revanche, quand une personne a une attitude active, mais purement défensive ou de séparation, c’est-à-dire distribue des coups, mais exclusivement pour se protéger, défendre autrui ou séparer les combattants, on a alors affaire à une rixe. Dans ce sens, la jurisprudence a précisé que du moment où la loi accorde l’impunité à celui qui s’est borné à se défendre (art. 133 al. 2 CP), elle admet qu’il est aussi un participant au sens de l’art. 133 CP (ATF 131 IV 150 consid. 2.1.2; arrêt TF 6B_405/2012 du 7 janvier 2013 consid. 2.1.2). Enfin, dans ces situations confuses, chaque accusé est enclin à prétendre qu’il n’a fait que se défendre. Cette excuse ne saurait être admise facilement. L’art. 133 CP a précisément été conçu pour ce genre de situation et doit permettre de punir dès que le juge acquiert la conviction que l’accusé a pris une part active à la bagarre (Corboz, Les infractions en droit suisse, Vol. I, 3e éd. 2010, art. 133 n. 5). A la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (cf. ATF 131 IV 150 consid. 2 p. 151 ss), l'agression (art. 134 CP) se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêt TF 6B_543/2015 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2. et les références citées). Contrairement à l’agression – qui est singularisée par le caractère unilatéral des actes de violence exercés par les agresseurs à l’encontre des victimes –, la rixe présuppose un échange de coups réciproques entre les différents protagonistes.”
“En d’autres termes, ce n’est ni le genre ni le nombre des preuves qui est déterminant, mais leur force de persuasion (Verniory, in : Jeanneret et al. [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse [ci-après : CR CPP], 2e éd., Bâle 2019, n. 34 ad art. 10 CPP ; Kistler Vianin, in : CR CPP, op. cit., nn. 19 ss ad art. 398 CPP et les références citées). L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble. Il n'y a ainsi pas d'arbitraire si l'état de fait retenu pouvait être déduit de manière soutenable du rapprochement de divers éléments ou indices. De même, il n'y a pas d'arbitraire du seul fait qu'un ou plusieurs arguments corroboratifs apparaissent fragiles, si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (TF 6B_732/2021 précité consid. 2.1 ; TF 6B_1189/2021 du 16 février 2022 consid. 3.1 ; TF 6B_802/2021 du 10 février 2022 consid. 1.1 et les références citées). 3.2.2 Aux termes de l'art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0), celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. A la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
“En d’autres termes, ce n’est ni le genre ni le nombre des preuves qui est déterminant, mais leur force de persuasion (Verniory, in : Jeanneret et al. [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse [ci-après : CR CPP], 2e éd., Bâle 2019, n. 34 ad art. 10 CPP ; Kistler Vianin, in : CR CPP, op. cit., nn. 19 ss ad art. 398 CPP et les références citées). L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble. Il n'y a ainsi pas d'arbitraire si l'état de fait retenu pouvait être déduit de manière soutenable du rapprochement de divers éléments ou indices. De même, il n'y a pas d'arbitraire du seul fait qu'un ou plusieurs arguments corroboratifs apparaissent fragiles, si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (TF 6B_732/2021 précité consid. 2.1 ; TF 6B_1189/2021 du 16 février 2022 consid. 3.1 ; TF 6B_802/2021 du 10 février 2022 consid. 1.1 et les références citées). 3.2.2 Aux termes de l'art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0), celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. A la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
“________, en raison des coups assénés par l’appelant et son acolyte mineur, il a souffert de douleurs au thorax pendant trois ou quatre semaines, d’un hématome au niveau des côtes et a eu deux dents cassées (cf. PV aud. 9, p. 4 et photographies au dossier P. 21). Ainsi, quand bien même le récit de D.________ contiendrait des incohérences et S.________ n’aurait pas été identifié par les plaignants, les éléments mentionnés par les premiers juges constituent un faisceau d’indices concordants suffisant pour que la Cour de céans s’estime convaincue de la culpabilité de l’appelant vis-à-vis des faits qui lui sont reprochés. Compte tenu de ce qui précède, l’appréciation des premiers juges peut être partagée et les faits tels que décrits dans l’acte d’accusation et retenus par le Tribunal correctionnel doivent être confirmés. 5. 5.1 A titre subsidiaire, l’appelant conteste la qualification d’agression retenue par les premiers juges s’agissant des coups portés à B.________ avec G.________. Il soutient qu’il s’agirait d’une bagarre, le plaignant ayant lui-même allégué qu’il s’était battu avec G.________ et les deux plaignants ayant toujours parlé de bagarre. 5.2 Aux termes de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. A la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre (TF 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid.”
“Dès lors que les critiques de l’appelant en relation avec l’établissement des faits ont été écartées (cf. supra consid. 2.), le grief de violation du droit est mal fondé. En tant que l’appelant fonde son argumentation non sur la base des faits retenus par le Juge de police – et repris à son compte par la Cour –, dont il n'a pourtant pas démontré la fausseté (cf. supra consid. 2.), mais sur la base de faits qu’il invoque librement (il en va notamment ainsi lorsqu’il affirme péremptoirement qu’il y a eu un échange de coups réciproques entre les différents protagonistes), il n'articule aucun grief recevable tiré de l'application erronée du droit matériel, de sorte que son grief tombe d’emblée à faux. Dans ces circonstances, en tant que l’appelant s’en prend, une nouvelle fois, à l’établissement des faits, la Cour se limitera à renvoyer à ce qui est dit plus haut à ce sujet, dès lors que l’appelant se borne pour l’essentiel à répéter des griefs déjà soulevés (cf. supra consid. 2). 3.3. Aux termes de l’art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L’agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendant surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l’agression peut se transformer en rixe (cf.”
“Contrairement à ce qu’il soutient, il ne s’agissait pas d’avoir une discussion, mais bien d’en découdre. L’appelant admet d’ailleurs, en prétendant s’être défendu, avoir fait la clé de bras décrite dans l’acte d’accusation (jugement attaqué p. 15). Or, tant F.________ que M.________ ont subi de nombreuses lésions, détaillées pour l’essentiel dans le constat médical du 21 avril 2020 et qui démontrent qu’ils ont bien subi l’agression, et non qu’ils en sont les auteurs. C’est donc à juste titre que le premier juge a considéré que les dépositions des plaignants étaient crédibles. On ne discerne ainsi ni constatation erronée des faits ni violation de la présomption d’innocence. 5. 5.1 L’appelant conteste encore que son comportement réaliserait les éléments constitutifs de l’art. 134 CP. Il soutient qu’il y aurait eu deux phases distinctes de l’altercation et qu’il n’aurait pas participé à la seconde phase durant laquelle F.________ et M.________ ont subi des lésions corporelles. 5.2 Selon l’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0), celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elle ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L’agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendant surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l’agression peut se transformer en rixe (TF 6B_661/2021 du 2 février 2022 consid.”
“En revanche, un coup de poing au visage donné avec une violence brutale propre à provoquer d'importantes meurtrissures, voire une fracture de la mâchoire, des dents ou de l'os nasal, a été qualifié de lésion corporelle ; de même de nombreux coups de poing et de pieds provoquant chez l'une des victimes des marques dans la région de l'œil et une meurtrissure de la lèvre inférieure et chez l'autre une meurtrissure de la mâchoire inférieure, une contusion des côtes, des écorchures de l'avant-bras et de la main (ATF 134 IV 189 consid. 1.3 ; 119 IV 25 consid. 2a). La question peut parfois être résolue de manière satisfaisante par l'application de l'art. 123 ch. 1 al. 2 CP, qui permet une atténuation libre de la peine dans les cas de peu de gravité (ATF 119 IV 25 consid. 2a). Comme les notions de voies de fait et d'atteinte à l'intégrité corporelle, qui sont décisives pour l'application des art. 123 et 126 CP, sont des notions juridiques indéterminées, une certaine marge d'appréciation est reconnue au juge du fait car l'établissement des faits et l'interprétation de la notion juridique indéterminée sont étroitement liés (ATF 134 IV 189 consid. 1.3 ; ATF 119 IV 25 consid. 2a et les arrêts cités). 2.4.1. À teneur de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle, sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. À la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
“Selon l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_56/2020 du 16 juin 2020 consid.”
“a et b CEDH. Selon ce principe, l'acte d'accusation définit l'objet du procès (fonction de délimitation). Il doit décrire les infractions qui sont imputées au prévenu de façon suffisamment précise pour lui permettre d'apprécier, sur les plans subjectif et objectif, les reproches qui lui sont faits (ATF 141 IV 132 consid. 3.4.1). Le principe d'accusation vise également à protéger le droit à une défense effective et le droit d'être entendu (fonction d'information). Une infraction ne peut dès lors faire l'objet d'un jugement que si le ministère public a déposé auprès du tribunal compétent un acte d'accusation dirigé contre une personne déterminée sur la base de faits précisément décrits. Le prévenu doit connaître exactement les faits qui lui sont imputés et les peines et mesures auxquelles il est exposé, afin qu'il puisse s'expliquer et préparer efficacement sa défense (ATF 143 IV 63 consid. 2.2, JdT 2017 IV 351 ; ATF 141 IV 132 ; ATF 140 IV 188 consid. 1.3, JdT 2015 IV 69). 3.4.2.2 Aux termes de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre (TF 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2). Pour que les éléments constitutifs de l'agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées.”
“Si l'une des trois ne se bat pas et n'use pas de violence pour repousser l'attaque, il n'y a pas de rixe. Dans un tel cas, on retiendra l'agression, les voies de fait, les lésions corporelles ou l'homicide (cf. arrêt TF 6B_410/2012 du 7 janvier 2013 consid. 2.1.2). En l’occurrence, B.________ n’a pas participé activement à la bagarre mais s’est borné à tenter de se libérer, non sans peine, de l’assaut de A.________ et ses acolytes. Quant à D.________, il n’a pas non plus participé activement à l’altercation mais a seulement tenté de s’interposer pour aider son ami avant d’être blessé à la tête par un jet de verre. Ainsi, de toute évidence, il ne peut être soutenu que B.________ ou D.________ auraient participé à une rixe. Au contraire, A.________, accompagné de trois personnes, s’en est pris à B.________ qui se trouvait seul sur la terrasse de F.________ en train de fumer une cigarette. Ce comportement, soit une attaque unilatérale sur la victime qui est resté passive et a simplement tenté de se défendre, est bien constitutif d’agression au sens de l’art. 134 CP. S’agissant de l’infraction de menaces, le prévenu soutient qu’il n’était pas présent lors des menaces proférées et qu’il n’est pas établi que les victimes auraient été alarmées ou effrayées. Il sied de rappeler que des menaces ont été proférées à la fois à l’encontre de B.________ et de C.________ (« Si tu as parlé à mon frère, tu es mort, je te tue » ; « C’est ta sœur ? On va la kidnapper ! ») et qu’il ressort du dossier que le prévenu faisait bloc avec ses comparses lors de ces épisodes. Par ailleurs, vu la gravité des menaces, qui concernent la vie et l’intégrité corporelle, et le contexte de violence dans lequel elles ont été formulées, il ne fait aucun doute que les victimes ont été alarmées ou effrayées, C.________ ayant du reste déclaré lors de ses différentes auditions qu’elle avait eu peur suite aux menaces proférées à son encontre (DO/2049, 10088) et ayant refusé de voir A.________ lors de l’audition de confrontation du 11 septembre 2019 devant le Ministère public parce qu’elle était encore très affectée par ses menaces (DO/3007).”
“Une indemnisation est donc due et le montant de 1'000 fr. n’est pas excessif. 5.7. 5.7.1 L’appelant conteste les faits et la qualification retenus dans le cas 1 de l’acte d’accusation. Il fait valoir que la version du plaignant et celles de ses deux amis entendus comme témoins divergent et que le plaignant lui-même ignore quel genre de coups il a reçus. Il faudrait retenir la version commune des trois prévenus, soit qu’il a été le seul à s’en prendre à W.________, de sorte qu’il ne s’était rendu coupable que de lésions corporelles simples et pas d’agression. Telle devrait être la solution juridique même si on retenait la participation des deux coprévenus, car « il serait alors aisément possible de déterminer qui a donné quels coups », ou alors on pourrait aussi les considérer comme des coauteurs des lésions. Il aurait aussi fallu envisager la qualification de rixe, les amis du plaignant ayant peut-être participé à la bagarre, mais finalement l’appelant propose les lésions corporelles simples. 5.7.2 Aux termes de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre (TF 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2). Pour que les éléments constitutifs de l'agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées.”
“Il est par ailleurs établi et non contesté que le plaignant a souffert d'une hémorragie conjonctivale à l’œil gauche, d'un hématome supra patellaire, d'une cicatrice sur le tiers moyen du bras gauche, d'une cicatrice sur la partie antérieure du genou droit, ainsi que de douleurs au genou droit et au ventre. Ces faits pourront donc être retenus. En ce qui concerne le vol du porte-monnaie du plaignant également reprochés aux prévenus, ces derniers le contestent. Le rapport de police mentionne par ailleurs que le plaignant avait un porte-monnaie sur lui lorsque les agents l'ont rencontré sur place (P. 5, p. 4). L'hypothèse d'un deuxième portefeuille n'est guère crédible. On ne pourrait du reste pas exclure qu'il ait simplement été perdu au cours de l'altercation. C'est donc à juste titre que les premiers juges n'ont, au bénéfice du doute, pas retenu que les prévenus avaient emporté cet objet. 5. 5.1 Le Ministère public soutient que la qualification juridique d'agression au sens de l'art. 134 CP doit être retenue en concours avec les lésions corporelles simples. X.________ fait valoir qu'il devrait être libéré de cette dernière infraction dans la mesure où il ne serait pas l'auteur des lésions constatées. 5.2 Aux termes de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre (TF 613_54312018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2 et les références). Pour que les éléments constitutifs de l'agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées.”
Frühe Qualifikation durch Behörden: Bereits polizeiliche Bezeichnungen (z. B. "Agression") und frühe Erkenntnisse können Auswirkungen haben (z. B. auf Verteidigungs- bzw. Pflichtverteidigerfragen), wenn die Umstände eines Angriffs erkennbar sind.
“La police l’a entendu en qualité de prévenu le 23 décembre 2021 (cf. supra let. f et PV aud. 8). A cette occasion, il avait été informé qu’une « procédure préliminaire [était] instruite [contre lui] en raison des faits suivants : voies de fait, lésions corporelles envers Q.________ » (PV aud. 8, p. 2), alors qu’une instruction formelle au sens de l’art. 309 CPP avait été ouverte. De plus, le 29 décembre 2021, la procureure a requis la production d’un extrait du casier judiciaire du prévenu en mentionnant sous la rubrique infraction « agression », soit avant d’avoir reçu le rapport de police du 4 janvier 2022 faisant état d’une agression à la suite des auditions des prévenus (P. 14). Ainsi, dès lors que les circonstances des faits étaient connues dès le départ des autorités, soit une agression à deux contre un avec des blessures importantes de la victime, laquelle a subi notamment six fractures faciales, le recourant encourt vraisemblablement une peine privative de liberté de plus d’un an, en vertu de l’art. 134 CP. Par conséquent, les conditions d’une défense obligatoire au sens de l’art. 130 let. b CPP étaient réunies dès le 26 octobre 2021. Certes, le procès-verbal d’audition du prévenu du 23 décembre 2021 retenait des voies de fait et des lésions corporelles, toutefois, l’infraction d’agression était reconnaissable et a été identifiée dès le début, ainsi que cela résulte du procès-verbal des opérations. En outre, contrairement à ce que soutient la partie plaignante, il importe peu que le Tribunal fédéral ait jugé que le Code de procédure pénale n’imposait pas une défense obligatoire dès le premier interrogatoire car cela ne vaut que si l’on se trouve dans le cadre des investigations préliminaires de police, ce qui n’était toutefois déjà plus le cas au moment de l’audition du prévenu du 23 décembre 2021 (PV aud. 8). Le Tribunal fédéral a en effet précisé que le moment décisif pour examiner la nécessité d’une défense obligatoire est celui où le Ministère public ouvre une instruction. Or, en l’espèce, la procureure l’a ouverte le 4 juin 2021.”
Bei Zweifeln an der tatsächlichen oder rechtlichen Lage ist nach dem Grundsatz in dubio pro duriore zurückhaltend über eine Einstellung zu entscheiden. Die Verfahren zu Art. 134 StGB sind grundsätzlich weiterzuführen, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch oder wenn Verurteilungs- und Freispruchwahrscheinlichkeiten etwa gleich sind, namentlich bei schweren Delikten; bei solchen Zweifeln ist die materielle Beurteilung dem zuständigen Richter vorzubehalten. Eine Einstellung durch das Ministerium ist nur angezeigt, wenn nach den für das Vorgehen hinreichend klaren Tatsachen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Freispruch zu erwarten ist.
“2) et signifie qu'en principe, un classement ou une non-entrée en matière ne peuvent être prononcés par le ministère public que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies (ATF 146 IV 68 consid. 2.1). Le ministère public et l'autorité de recours disposent, dans ce cadre, d'un pouvoir d'appréciation que le Tribunal fédéral revoit avec retenue. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1; 138 IV 86 consid. 4.1.2 et les références citées; TF 7B_10/2022 du 25 septembre 2023 consid. 4.2.1 et les références citées). 2.3 2.3.1 Selon l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (TF 6B_746/2022 du 30 mars 2023 consid.”
“Il signifie qu'en règle générale, un classement ou une non-entrée en matière ne peut être prononcé par le Ministère public que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1; ATF 138 IV 86 consid. 4.1.2 et les références citées). En revanche, le ministère public doit classer la procédure s’il apparaît, sur la base de faits assez clairs pour qu’il n’y ait pas lieu de s’attendre à une appréciation différente de l’autorité de jugement (cf. ATF 143 IV 241 consid. 2.3.2), qu’un renvoi aboutirait selon toute vraisemblance à un acquittement. 2.2 2.2.1 L’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) réprime par une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire le comportement de celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L’agression se singularise par le caractère unilatéral des actes de violence exercés par les agresseurs ; ceux-ci sont à l’origine des violences exercées contre la ou les victimes, dont le rôle demeure essentiellement passif (Dupuis et alii, Code pénal, Petit commentaire, 2e éd. 2017, n. 3 ad art. 134 CP). Pour que les éléments constitutifs de l’agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut que l’une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s’agit-là d’une condition objective de punissabilité. Cela signifie que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression.”
“Ces conditions doivent être interprétées en application du principe « in dubio pro duriore » , qui découle du principe de la légalité (art. 5 al. 1 Cst. et 2 al. 2 CPP en relation avec les art. 319 al. 1 et 324 al. 1 CPP ; ATF 138 IV 86 consid. 4.2). Il signifie qu'en règle générale, un classement ne peut être prononcé que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies. Le ministère public et l'autorité de recours disposent, dans ce cadre, d'un certain pouvoir d'appréciation. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1 ; 138 IV 86 consid. 4.1.2). 2.2. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d'agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. À la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
Besondere Tatmodalitäten (Opfer in Bodenlage, Einsatz eines Stockes) rechtfertigen eine deutlich höhere Strafe gegenüber dem Referenzsachverhalt; Art und Weise der Tatbegehung kann straferhöhend wirken.
“Damit wurde das geschützte Rechtsgut nicht unerheblich verletzt. Es sind innerhalb des Tatbestands des Angriffs bis hin zur Todesfolge allerdings noch deutlich schwerwiegendere Rechtsgutsverletzungen denkbar. Der Umstand, dass A.________ mit einer zweiten Person den in Unterzahl stehenden und sich passiv verhaltenden D.________ angegriffen hat, ist tatbestandsimmanent und führt unter dem Titel Art und Weise der Tatbegehung nicht zu einer Erhöhung des Verschuldens. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die beiden weiter auf D.________ eingeschlagen haben, als dieser am Boden lag. A.________ hat vorsätzlich und aus Wut auf D.________ gehandelt und seine Tat wäre ohne Weiteres vermeidbar gewesen. Diese Umstände wirken sich neutral aus auf die Strafe. Das Verschulden von A.________ wird als leicht, wenn auch nicht sehr leicht beurteilt. Die Strafe hat sich somit im unteren Drittel des Strafrahmens zu bewegen. Angriff wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 134 StGB). In den Richtlinien für die Strafzumessung des Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte (Fassung vom 8. November 2019; nachfolgend VBRS-Richtlinien) wird für Angriff eine Strafe von 90 Strafeinheiten vorgeschlagen für den Referenzsachverhalt eines nächtlichen Überfalls, ohne Einsatz von gefährlichen Gegenständen und/oder Waffen von bis zu drei Tätern auf zwei vom Ausgang heimkehrende Personen mit dem Ziel, einfach dreinzuschlagen, wobei eine Person eine einfache Körperverletzung erleidet, die andere nur Tätlichkeiten. Im Vergleich zu diesem Referenzsachverhalt ist vorliegend straferhöhend zu berücksichtigen, dass sich der Angriff nur gegen ein, dazu noch am Boden liegendes Opfer richtete, und A.________ dabei auch einen Holzstock einsetzte. Angemessen ist deshalb eine Strafe von 150 Strafeinheiten.”
Art. 134 erfasst die abstrakte Gefährdung bei kollektiven Angriffen; Tatbestand dient insbesondere dazu, Beweisschwierigkeiten zu vermeiden, wenn im Nachhinein nicht festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag zum Erfolg geleistet hat.
“Die Staatsanwaltschaft und die Vorinstanz sehen im Verhalten des Beschul- digten in rechtlicher Hinsicht einen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB. Die Vertei- digung dagegen ist der Ansicht, es handle sich um eine einfache Körperverlet- zung im Sinne von Art. 123 StGB (Urk. 102 S. 2; Urk. 124 S. 12 ff.). Auf die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zur rechtlichen Würdigung und insbesondere zum Verhältnis der Tatbestände des Angriffs und der einfachen Körperverletzung kann grundsätzlich verwiesen werden (Urk. 101 E. II.A.3. S. 41 f.). Dennoch kann ihr aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden: Beim Tatbestand des Angriffs geht es darum, Beweisschwierigkeiten zu vermei- den, weil einerseits im Nachhinein oft nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet resp. welchen Erfolg bewirkt hat, und andererseits nicht ohne Weiteres Mittäterschaft angenommen werden kann (vgl. Botschaft 1985, 1041; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I; Straftaten gegen das Individuum, 7. Aufl. 2010, § 4 N 36). Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich des Angriffs strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Durch die gesetzliche Regelung von Art. 134 StGB können wie beim Raufhandel Beweisschwierigkeiten vermieden werden, weil im Nachhinein oft nur schwer festgestellt werden kann, wer welchen Erfolg bewirkt hat (BGer 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). Entsprechend handelt es sich auch bei diesem Straftatbestand um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, das nach der ratio legis vor allem – wie vorliegend – Schlägergruppen erfassen will (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; Stefan Trechsel/Martino Mona, Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 134 N 1; Gian Ege, annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 134 N 1). Unter einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB wird die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen verstanden.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei, Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Er gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat (Urteile 6B_1202/2021 vom 11. Februar 2022 E. 1.3; 6B_932/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2; 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff, nicht auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1; Urteil 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1).”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei, Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Er gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat (Urteile 6B_1202/2021 vom 11.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei, Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Er gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat (Urteile 6B_1202/2021 vom 11.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei, Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Er gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat (Urteile 6B_1202/2021 vom 11. Februar 2022 E. 1.3; 6B_932/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2; 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff, nicht auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1; Urteil 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1).”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Angriffs gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat. Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung (Urteile 6B_932/2010 vom 5.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Angriffs gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat. Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung (Urteile 6B_932/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2; 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1).”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Angriffs gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat. Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung (Urteile 6B_932/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2; 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1).”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; je mit weiteren Hinweisen). Der Tatbestand des Angriffs gelangt insbesondere dann zur Anwendung, wenn aufgrund von Beweisschwierigkeiten nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet respektive welchen Erfolg bewirkt hat. Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung (Urteile 6B_932/2010 vom 5.”
“Zum einen ergibt sich aus dem Kontext der zitierten Textpassage in BGE 118 IV 227, dass der Verletzungstatbestand den Angriff dann konsumieren soll, wenn die Verletzung des einzig Angegriffenen einem bestimmten Angreifer zugeordnet werden kann. Im Umkehrschluss bedeutet das aber, dass der Tatbestand des Angriffs anwendbar bleibt, wenn die Verletzung des einzig Angegriffenen gerade nicht auf eine bestimmte Person zurückgeführt werden kann (vgl. Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen ST.2007.46/47 vom 6. Mai 2008). Dies entspricht dem Sinn und Zweck des Tatbestands des Angriffs, mit dem Beweisschwierigkeiten vermieden werden sollen (BSK StGB-Maeder, N 1 zu Art. 134). Vorliegend konnte die Augenverletzung keinem der beiden Angreifer zweifelsfrei zugeordnet werden. Das Verursachen dieser Verletzung im Rahmen des Angriffs auf D.________ würde durch einen Schuldspruch wegen einfacher Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand allein somit nicht abgegolten. Die echte Konkurrenz zwischen einfacher Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand und Angriff ergibt sich jedoch zusätzlich auch aus der seither präzisierten Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach eine Konkurrenz zwischen Art. 134 StGB und den Art. 111 ff. oder den Art. 122 ff. StGB in Betracht falle, wenn eine andere als die beim Angriff getötete oder verletzte Person in Gefahr gebracht wurde, oder wenn die Person, die während des Angriffs verletzt wurde, lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt war (BGE 135 IV 152 E. 2.1). Damit folgt das Bundesgericht der Rechtsprechung zum Tatbestand des Raufhandels, dem der Tatbestand des Angriffs nachgebildet ist. Raufhandel steht zu Körperverletzungsdelikten in echter Konkurrenz, weil bei einem Raufhandel nicht nur die verletzte Person, sondern alle Beteiligten und auch Dritte zumindest abstrakt gefährdet werden (BSK StGB-Maeder, N 33 zu Art. 133; Trechsel/Pieth, a.a.O., N 8 zu Art. 133). Die vom Bundesgericht letztgenannte Variante trifft vorliegend zu: D.________ wurde von A.________ und U.________ angegriffen und erlitt dabei diverse Verletzungen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreichten. Durch den Einsatz eines Holzstocks gegen den Rücken- und Kopfbereich sowie die Fusstritte an fast den ganzen Körper haben A.”
Für Art. 134 StGB genügt es, dass der Teilnehmer die Absicht hatte, sich an dem Angriff zu beteiligen; es muss nicht stets nachgewiesen werden, wer genau welchen Schlag oder Tritt ausgeführt hat. Handlungen anderer Beteiligter können dem Teilnehmer zugerechnet werden, wenn sich aus den Umständen ergibt, dass er sich dem Angriff angeschlossen hat bzw. dessen Ausführung zumindest billigend in Kauf nahm.
“Der Privatkläger erlitt aufgrund der Attacke der Beschuldigten eine leichte Gehirnerschütterung (mit Amnesie), diverse Schürfwunden und Hauteinblutungen an allen Extremitäten (vgl. E. III.C.1.4.17). Er wurde aus nichtigem Grund und unvermittelt Opfer von Faustschlägen und Fusstritten, welche gezielt auf eine Verletzung des Privatklägers ausgerichtet gewesen waren. A. wurde zudem zunächst zu 100% krankgeschrieben, begab sich anschliessend in ärztliche Nachbehandlung und wurde erneut krankgeschrieben (zu 50%). Nach dem Ausgeführten steht fest, dass das zugezogenen leichte Schädel-Hirn-Trauma des Privatklägers keine bloss vorübergehende Befindlichkeitsstörung im Sinne von Art. 126 StGB darstellt, sondern einem krankhaften Zustand gleichkommt. Die Grenze zur einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB wurde klar überschritten, zumal der Privatkläger mehrere Tage nach dem Vorfall noch unter Kopfschmerzen, psychischen Belastungen und Einschlafstörungen litt. Die objektive Strafbarkeitsbedingung eines Angriffs gemäss Art. 134 StGB ist somit erfüllt. Dass die Verursachung der einfachen Körperverletzung beim Privatkläger nicht einem der drei Beschuldigten zugeordnet werden kann bleibt im Übrigen ohne Bedeutung. In subjektiver Hinsicht wollten die kampfsporterfahrenen Beschuldigten den Privatkläger ganz gezielt, koordiniert und absichtlich attackieren. Die Beschuldigten B. , C. und D. wussten, dass sie sich vorliegend an einem Angriff auf den Privatkläger im obenstehenden Sinn beteiligten, zumal das Kantonsgericht sachverhaltsmässig eindeutige Anhaltspunkte (tuscheln auf der Galerie und auf eine Person unten zeigen, vgl. E. III.C.1.4.3) dafür ausmachen konnte, dass sich die Gruppe rund um die Beschuldigten über ihr Vorgehen vor dem Angriff abgesprochen und diesen wie abgestimmt, aufgabenteilig, umgesetzt haben (in concreto: gemeinsames Losstürmen auf den Privatkläger, wobei D. und C. die Spitze bildeten; Vorbeilaufen von C. ; am Hals packen und erster Schlag von D. ; zumindest eine Schlagabgabe von B. ; Runterspringen von einer Bank oder einem Tisch, Schlagkombination und Frontkick von C.”
“Cela signifie que l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. Cette disposition protège l'intégrité corporelle et la santé tant physique que psychique. Les lésions corporelles sont une infraction de résultat qui implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés (ATF 135 IV 152 consid. 1.1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 5.7.3 En l’espèce, du point de vue factuel, la participation des trois prévenus étant acquise, on ne voit pas ce qui permet au prévenu d’affirmer qu’il serait possible de dire qui a donné quel coup et causé quelle lésion. Personne n’a jamais soutenu non plus que les amis du plaignant auraient participé à ce qui serait alors une rixe.”
“1). 2.3 Beide Mittäter, der Beschuldigte und C._____, haben den Privatkläger nicht nur mit Faustschlägen traktiert, sondern auch mit den Füssen gegen Kopf und Torso des am Boden liegenden Privatklägers getreten. Diese Schläge und Fusstritte waren dabei entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 141 S. 4 f.) von einiger Intensität, obschon der Beschuldigte bei seinem eigenen Fusstritt nicht stark ausgeholt hat. Doch auch bereits der "Schwedenkuss" war keine Lap- palie, was sich daran zeigt, dass der Privatkläger in der Folge wegtorkelte und somit bereits dadurch ausser Gefecht gesetzt wurde. Entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 141 S. 4) sind im Rahmen des Angriffes auch die Handlungen der anderen Teilnehmer dem Beschuldigten zuzurechnen, zumal sich der Vorsatz beim Angriff einzig auf die Beteiligung beziehen muss (vgl. T RECHSEL/MONA, Pra- xiskommentar StGB, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2018, N 4 zu Art. 134 StGB). Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang erneut, dass der Beschuldigte vor Beginn der Auseinandersetzung mit C._____ sprach und er – nachdem er dem Privatkläger den "Schwedenkuss" verpasst hat – in Richtung des Geschehens blickte und die Schläge von C._____ somit ohne Weiteres wahrgenommen hat. In der Folge beteiligte er sich durch einen Fusstritt gegen den Privatkläger wiederum selbst am Geschehen, woraufhin schliesslich erneut C._____ einen heftigen Fusstritt gegen den Kopf des Privatklägers ausführte. Der Beschuldigte hat sich somit vor den Handlungen von C._____ in keiner Weise vom Geschehen distan- ziert, sondern sich vielmehr abwechslungsweise mit diesem am Angriff beteiligt. Die Handlungen von C._____ sind im Rahmen des Angriffs daher ohne Weiteres auch dem Beschuldigten zuzurechnen. Der letzte Tritt von C._____ gegen den Kopf des Privatklägers, welcher mit einiger Intensität ausgeführt wurde, ist daher ebenfalls Teil des Angriffs, an welchem sich der Beschuldigte beteiligt hat, und erhöhte die daraus resultierende Gefährdung nochmals deutlich.”
“3 En l'espèce et comme on l'a vu ci-dessus, il n'est pas possible de retenir que les prévenus auraient attaqué unilatéralement le plaignant dans le passage sous-voie de la gare. Cet épisode aurait éventuellement pu être examiné sous l'angle d'une rixe mais cette infraction n'a pas été retenue par le Ministère public dans son acte d'accusation. Il est en revanche établi qu'à un certain moment, le plaignant a rompu le contact avec les prévenus, s'est extrait de la mêlée et a pris la fuite pour aller se réfugier dans un train. Il ne représentait dès lors plus la moindre menace pour les prévenus qui auraient ainsi pu le laisser s'en aller. En choisissant de néanmoins poursuivre le plaignant jusque dans le train pour, après l'avoir rattrapé, le rouer de coups de pied et de poing sur tout le corps sans que ce dernier ne parvienne à se défendre, les prévenus ont donc bien unilatéralement et intentionnellement attaqué leur victime. Cette dernière a par ailleurs subi des lésions corporelles. Tous les éléments constitutifs de l'infraction d'agression au sens de l'art. 134 CP sont donc réalisés. On a par ailleurs vu – sur les enregistrements de vidéosurveillance – que les trois prévenus ont asséné des coups au plaignant lorsqu’il était au sol. Il est donc manifeste qu'ils ont alors à tout le moins accepté la possibilité de blesser leur victime. Cela suffit pour retenir que les trois prévenus – soit y compris X.________ – sont également les coauteurs de lésions corporelles simples au sens de l'art. 123 CP et cela même s'il n'est pas possible de déterminer avec précision qui a donné quels coups pour causer quelles blessures (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.1). Il faut enfin admettre que le fait d'asséner, en bande, de multiples coups de pied et de poing sur tout le corps d'une personne à terre et sans défense était propre à causer à tout le moins des lésions corporelles graves et que la mise en danger créée par les prévenus a ainsi dépassé en intensité le résultat intervenu. Il s'ensuit que l'infraction de lésions corporelles simples s'applique en concours avec celle d'agression.”
Teilnahme kann jede Einwirkung vor Ort sein: physisch, psychisch, verbal oder koordinierend; auch anschliessen an einen bereits begonnenen Angriff genügt.
“Angriff gemäss Art. 134 StGB Den Tatbestand von Art. 134 StGB erfüllt, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Die Vorinstanz hat die weiteren rechtlichen Voraussetzungen zutreffend wie folgt beschrieben (pag. 998 f., S. 47 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung): Der Angriff ist die einseitige, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen in feindseliger Absicht. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst (BSK StGB-Maeder, Art. 134 Rz. 6). Die körperliche Attacke muss dabei von mindestens zwei Personen ausgehen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann eine Beteiligung weiterer Personen auf jede andere Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Dies kann somit auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei bestehen (z.”
“Strafrahmen Angriff wird gemäss Art. 134 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.”
“Angriff gemäss Art. 134 StGB Den Tatbestand von Art. 134 StGB erfüllt, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Die Vorinstanz hat die weiteren rechtlichen Voraussetzungen zutreffend wie folgt beschrieben (pag. 998 f., S. 47 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung): Der Angriff ist die einseitige, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen in feindseliger Absicht. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst (BSK StGB-Maeder, Art. 134 Rz. 6). Die körperliche Attacke muss dabei von mindestens zwei Personen ausgehen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann eine Beteiligung weiterer Personen auf jede andere Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Dies kann somit auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei bestehen (z.”
“L'agression étant une infraction de mise en danger abstraite, la participation de l'auteur à une agression suffit pour qu'il soit punissable, sans égard à sa responsabilité s'agissant de la lésion survenue (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Toute personne qui se joint aux agresseurs, quel que soit le rôle qu'elle assume concrètement, réalise le comportement typique. La participation peut être également d'ordre psychique ou verbale, si deux personnes au moins exercent des violences (M. DUPUIS et al., Code pénal – Petit commentaire, 2017, N 4 ad art. 134 et références citées). Peuvent aussi être reconnus coauteurs d'une agression les membres d'un groupe, qui n'exercent pas eux-mêmes de violence physique, mais qui, par leur présence, propagent l'hostilité à l'égard de la victime, contribuent à former un demi-cercle autour de cette dernière afin d'empêcher sa fuite et préviennent de l'arrivée des passants, le groupe fonctionnant alors comme une unité (C. FAVRE/ M. PELLET/ P. STOUDMANN, Code pénal annoté, 2011, N 1.4 ad art. 134 CP). 2.4.2. En l'espèce, il est établi et non contesté que le plaignant a subi, de par les faits en cause, de nombreuses lésions corporelles, parmi lesquelles des dermabrasions et hématomes et diverses douleurs. Pour ce qui est de leur déroulement, comme il ressort des images vidéo dont le contenu est résumé ci-dessus (cf. supra B.c.h.), l’altercation physique débute manifestement par une attaque unilatérale de I______, lequel s’approche et fracasse une bouteille sur la tête de A______. Si les images laissent certes supposer avant cela des discussions houleuses, voir des bousculades, prémices du conflit, il s’agit bien là du premier acte de violence physique, lequel a lieu alors que A______ n’adopte pas une attitude menaçante. Le prévenu se joint ensuite à ladite attaque, dirigée contre un plaignant seul et reculant. Ce dernier a ensuite été roué de coups. Le fait qu'il se relève ensuite, les suive et se batte avec eux peut, certes, potentiellement transformer l'agression en rixe dans un deuxième temps.”
“Si les images laissent certes supposer avant cela des discussions houleuses, voir des bousculades, prémices du conflit, il s’agit bien là du premier acte de violence physique, lequel a lieu alors que A______ n’adopte pas une attitude menaçante. Le prévenu se joint ensuite à ladite attaque, dirigée contre un plaignant seul et reculant. Ce dernier a ensuite été roué de coups. Le fait qu'il se relève ensuite, les suive et se batte avec eux peut, certes, potentiellement transformer l'agression en rixe dans un deuxième temps. Cela n'enlève toutefois rien à l'existence d'une agression unilatérale initiale, à laquelle le prévenu s’est joint, montrant par-là qu’il adhérait au projet de s’en prendre, dans un premier temps unilatéralement, à A______. L’on relèvera à cet égard que cette agression se passe après que le prévenu se soit emparé sans droit de l’une des trottinettes puis l’ait passée à I______, avant que celui-ci n’agresse le plaignant, montrant que leurs agissements étaient tout à fait coordonnés. Ces faits, commis au préjudice de A______, sont constitutifs d'agression (art. 134 CP). Le prévenu en sera donc reconnu coupable, en co-activité. 2.5.1. Aux termes de l'art. 139 ch. 1 CP, quiconque, pour se procurer ou procurer à un tiers un enrichissement illégitime, soustrait une chose mobilière appartenant à autrui dans le but de se l’approprier est puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. 2.5.2. L'infraction n'est que tentée si l'exécution du crime n'est pas poursuivie jusqu'à son terme ou que le résultat nécessaire à la consommation de l'infraction ne se produit pas ou ne pouvait pas se produire (art. 22 al. 1 CP). La tentative suppose que l'auteur réalise tous les éléments subjectifs de l'infraction et qu'il manifeste sa décision de la commettre, mais sans en réaliser tous les éléments objectifs (ATF 137 IV 113 consid. 1. 4. 2; ATF 120 IV 199 consid. 3e). 2.5.3. Aux termes de l'art. 23 al. 1 CP, si, de sa propre initiative, l'auteur a renoncé à poursuivre l'activité punissable jusqu'à son terme ou qu'il a contribué à empêcher la consommation de l'infraction, le juge peut atténuer la peine ou exempter l'auteur de toute peine.”
“Si les images laissent certes supposer avant cela des discussions houleuses, voir des bousculades, prémices du conflit, il s’agit bien là du premier acte de violence physique, lequel a lieu alors que A______ n’adopte pas une attitude menaçante. Le prévenu se joint ensuite à ladite attaque, dirigée contre un plaignant seul et reculant. Ce dernier a ensuite été roué de coups. Le fait qu'il se relève ensuite, les suive et se batte avec eux peut, certes, potentiellement transformer l'agression en rixe dans un deuxième temps. Cela n'enlève toutefois rien à l'existence d'une agression unilatérale initiale, à laquelle le prévenu s’est joint, montrant par-là qu’il adhérait au projet de s’en prendre, dans un premier temps unilatéralement, à A______. L’on relèvera à cet égard que cette agression se passe après que le prévenu se soit emparé sans droit de l’une des trottinettes puis l’ait passée à I______, avant que celui-ci n’agresse le plaignant, montrant que leurs agissements étaient tout à fait coordonnés. Ces faits, commis au préjudice de A______, sont constitutifs d'agression (art. 134 CP). Le prévenu en sera donc reconnu coupable, en co-activité. 2.5.1. Aux termes de l'art. 139 ch. 1 CP, quiconque, pour se procurer ou procurer à un tiers un enrichissement illégitime, soustrait une chose mobilière appartenant à autrui dans le but de se l’approprier est puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. 2.5.2. L'infraction n'est que tentée si l'exécution du crime n'est pas poursuivie jusqu'à son terme ou que le résultat nécessaire à la consommation de l'infraction ne se produit pas ou ne pouvait pas se produire (art. 22 al. 1 CP). La tentative suppose que l'auteur réalise tous les éléments subjectifs de l'infraction et qu'il manifeste sa décision de la commettre, mais sans en réaliser tous les éléments objectifs (ATF 137 IV 113 consid. 1. 4. 2; ATF 120 IV 199 consid. 3e). 2.5.3. Aux termes de l'art. 23 al. 1 CP, si, de sa propre initiative, l'auteur a renoncé à poursuivre l'activité punissable jusqu'à son terme ou qu'il a contribué à empêcher la consommation de l'infraction, le juge peut atténuer la peine ou exempter l'auteur de toute peine.”
“Si les images laissent certes supposer avant cela des discussions houleuses, voir des bousculades, prémices du conflit, il s’agit bien là du premier acte de violence physique, lequel a lieu alors que A______ n’adopte pas une attitude menaçante. Le prévenu se joint ensuite à ladite attaque, dirigée contre un plaignant seul et reculant. Ce dernier a ensuite été roué de coups. Le fait qu'il se relève ensuite, les suive et se batte avec eux peut, certes, potentiellement transformer l'agression en rixe dans un deuxième temps. Cela n'enlève toutefois rien à l'existence d'une agression unilatérale initiale, à laquelle le prévenu s’est joint, montrant par-là qu’il adhérait au projet de s’en prendre, dans un premier temps unilatéralement, à A______. L’on relèvera à cet égard que cette agression se passe après que le prévenu se soit emparé sans droit de l’une des trottinettes puis l’ait passée à I______, avant que celui-ci n’agresse le plaignant, montrant que leurs agissements étaient tout à fait coordonnés. Ces faits, commis au préjudice de A______, sont constitutifs d'agression (art. 134 CP). Le prévenu en sera donc reconnu coupable, en co-activité. 2.5.1. Aux termes de l'art. 139 ch. 1 CP, quiconque, pour se procurer ou procurer à un tiers un enrichissement illégitime, soustrait une chose mobilière appartenant à autrui dans le but de se l’approprier est puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. 2.5.2. L'infraction n'est que tentée si l'exécution du crime n'est pas poursuivie jusqu'à son terme ou que le résultat nécessaire à la consommation de l'infraction ne se produit pas ou ne pouvait pas se produire (art. 22 al. 1 CP). La tentative suppose que l'auteur réalise tous les éléments subjectifs de l'infraction et qu'il manifeste sa décision de la commettre, mais sans en réaliser tous les éléments objectifs (ATF 137 IV 113 consid. 1. 4. 2; ATF 120 IV 199 consid. 3e). 2.5.3. Aux termes de l'art. 23 al. 1 CP, si, de sa propre initiative, l'auteur a renoncé à poursuivre l'activité punissable jusqu'à son terme ou qu'il a contribué à empêcher la consommation de l'infraction, le juge peut atténuer la peine ou exempter l'auteur de toute peine.”
“Der Tatbestand des Angriffs gemäss Art. 134 StGB setzt eine gewaltsame tätliche Einwirkung von mindestens zwei Personen voraus, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. (BGer 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; 6B_79/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2.3.2; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3). Beim vorliegenden Beweisergebnis ist nicht erstellt, dass die Beschuldigten sich an der tätlichen Einwirkung beteiligt oder sich daran angeschlossen hätten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie von der Eskalation überrascht waren und, sobald sie den Ernst der Lage begriffen, sofort dazu übergingen, den Aggressor vom Opfer zu trennen. Grenzwertig ist hier wiederum die Rolle von B____, der im Anschluss an die Messerstiche das Opfer noch kontrollierte, indem er es auf gefährliche Gegenstände abtastete, bevor die Beteiligten den Tatort verliessen.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich des Angriffs strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Durch die gesetzliche Regelung von Art. 134 StGB können wie beim Raufhandel Beweisschwierigkeiten vermieden werden, weil im Nachhinein oft nur schwer festgestellt werden kann, wer welchen Erfolg bewirkt hat (BGer 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). Entsprechend handelt es sich auch bei diesem Straftatbestand um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, das nach der ratio legis vor allem – wie vorliegend – Schlägergruppen erfassen will (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; Stefan Trechsel/Martino Mona, Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 134 N 1; Gian Ege, annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 134 N 1). Unter einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB wird die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen verstanden. Ein Angriff liegt dabei nur dann vor, wenn die angegriffene Person passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Der Angriff muss sodann von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff anschliesst (Stefan Maeder, Basler Kommentar StGB, 2.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich des Angriffs strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Durch die gesetzliche Regelung von Art. 134 StGB können wie beim Raufhandel Beweisschwierigkeiten vermieden werden, weil im Nachhinein oft nur schwer festgestellt werden kann, wer welchen Erfolg bewirkt hat (BGer 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). Entsprechend handelt es sich auch bei diesem Straftatbestand um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, das nach der ratio legis vor allem – wie vorliegend – Schlägergruppen erfassen will (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; Stefan Trechsel/Martino Mona, Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 134 N 1; Gian Ege, annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 134 N 1). Unter einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB wird die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen verstanden. Ein Angriff liegt dabei nur dann vor, wenn die angegriffene Person passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Der Angriff muss sodann von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff anschliesst (Stefan Maeder, Basler Kommentar StGB, 2. Aufl. 2014, Art. 134 N 6 f.). Tathandlung ist die Beteiligung an einem Angriff, was jeden Eingriff an Ort und Stelle des Geschehens umfasst (BGer, 6B_79/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2.3.2). Der Täter muss nicht selbst zuschlagen (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; BGer 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1). Eine Beteiligung kann auch eine sachlich unterstützende, psychische oder verbale Mitwirkung zu Gunsten der angreifenden Personen sein – etwa ein Anfeuern der tätlich angreifenden Personen (BGer 6B_157/2016 vom 8.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich des Angriffs strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Durch die gesetzliche Regelung von Art. 134 StGB können wie beim Raufhandel Beweisschwierigkeiten vermieden werden, weil im Nachhinein oft nur schwer festgestellt werden kann, wer welchen Erfolg bewirkt hat (BGer 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). Entsprechend handelt es sich auch bei diesem Straftatbestand um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, das nach der ratio legis vor allem – wie vorliegend – Schlägergruppen erfassen will (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; Stefan Trechsel/Martino Mona, Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 134 N 1; Gian Ege, annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 134 N 1). Unter einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB wird die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen verstanden. Ein Angriff liegt dabei nur dann vor, wenn die angegriffene Person passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Der Angriff muss sodann von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff anschliesst (Stefan Maeder, Basler Kommentar StGB, 2.”
Die fakultative Landesverweisung (Art. 66a bis) kann auch bei weniger schweren Delikten bzw. bei Angriffen ausgesprochen werden; sie ist nicht auf besonders schwere Delikte beschränkt.
“Entschieden abzulehnen ist indessen die in der Lehre teilweise vertretene Auffassung, wonach die fakultative Landesverweisung nur in Fällen von schweren Delikten und schwerem Verschulden zum Zuge kommen soll (VETTERLI LUZIA, in: Graf Damian K. (Hrsg.), StGB Annotierter Kommentar, Bern 2020, Art. 66a bis , N 4). Vielmehr kann die fakultative Landesverweisung auch bei leichten Delikten ausge- sprochen werden. Dies ergibt sich alleine schon aus dem Umstand, dass selbst der Deliktskatalog der obligatorischen Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 - 27 - lit. a–o StGB auch minder schwere Straftaten enthält, so zum Beispiel die Tat- bestände des Angriffs (Art. 134 StGB), des Diebstahls in Verbindung mit Haus- friedensbruch (Art. 139 i.V.m. Art. 186 StGB) oder der unrechtmässige Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe (Art. 148a Abs. 1 StGB). Leitlinie in der Entscheidfindung ist sodann, insbesondere bei neueren Gesetzen mit noch wenig ausgebildeter Rechtsprechung, der Wille des Gesetzgebers. Dem Amtlichen Bulletin der Bundesversammlung vom 10. Dezember 2014 (Geschäft Nr.”
“Entschieden abzulehnen ist indessen die in der Lehre teilweise vertretene Auffassung, wonach die fakultative Landesverweisung nur in Fällen von schweren Delikten und schwerem Verschulden zum Zuge kommen soll (VETTERLI LUZIA, in: Graf Damian K. (Hrsg.), StGB Annotierter Kommentar, Bern 2020, Art. 66a bis , N 4). Vielmehr kann die fakultative Landesverweisung auch bei leichten Delikten ausge- sprochen werden. Dies ergibt sich alleine schon aus dem Umstand, dass selbst der Deliktskatalog der obligatorischen Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 - 27 - lit. a–o StGB auch minder schwere Straftaten enthält, so zum Beispiel die Tat- bestände des Angriffs (Art. 134 StGB), des Diebstahls in Verbindung mit Haus- friedensbruch (Art. 139 i.V.m. Art. 186 StGB) oder der unrechtmässige Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe (Art. 148a Abs. 1 StGB). Leitlinie in der Entscheidfindung ist sodann, insbesondere bei neueren Gesetzen mit noch wenig ausgebildeter Rechtsprechung, der Wille des Gesetzgebers. Dem Amtlichen Bulletin der Bundesversammlung vom 10. Dezember 2014 (Geschäft Nr.”
Die individuelle Beitragsermittlung muss nicht haarklein erfolgen; ein überzeugendes Beweisfazit kann sich aus der Gesamtschau von Indizien ergeben und reicht für Verurteilung nach Art. 134, auch wenn einzelne Beweismittel (z. B. Blutspuren, DNA) fehlen.
“Schliesslich belegt der Beschwerdeführer auch nicht, dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz insgesamt geradezu willkürlich ist oder gegen den Grundsatz von "in dubio pro reo" verstösst. Mit Blick auf die Gesamtheit der erstellten Indizien ist es vielmehr nicht schlechterdings unhaltbar, wenn die Vorinstanz die Beteiligung des Beschwerdeführers am Angriff für erwiesen hält. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass weder Blutanhaftungen an den Kleidern des Beschwerdeführers noch den Beschwerdeführer belastende DNA-Spuren an B.________ sichergestellt werden konnten. Dass der Tatbeitrag des Beschwerdeführers am Angriff auf B.________ nicht im Einzelnen erstellt werden konnte, steht dem Schuldspruch nach Art. 134 StGB nicht entgegen (siehe Erwägung 1.3).”
“Schliesslich belegt der Beschwerdeführer auch nicht, dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz insgesamt geradezu willkürlich ist oder gegen den Grundsatz von "in dubio pro reo" verstösst. Mit Blick auf die Gesamtheit der erstellten Indizien ist es vielmehr nicht schlechterdings unhaltbar, wenn die Vorinstanz die Beteiligung des Beschwerdeführers am Angriff für erwiesen hält. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass weder Blutanhaftungen an den Kleidern des Beschwerdeführers noch den Beschwerdeführer belastende DNA-Spuren an B.________ sichergestellt werden konnten. Dass der Tatbeitrag des Beschwerdeführers am Angriff auf B.________ nicht im Einzelnen erstellt werden konnte, steht dem Schuldspruch nach Art. 134 StGB nicht entgegen (siehe Erwägung 1.3).”
Bei unklarer Anzahl Beteiligter kann fehlender Nachweis einer zweiten angreifenden Person die Anwendung von Art.134 verhindern; bei erheblicher Unsicherheit sind Einstellungs- oder Suspendierungsoptionen möglich.
“PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 9 ad art. 310). Lorsqu'il n'existe aucun élément concret permettant d'identifier l'auteur, il faut considérer qu'il existe un empêchement de fait et la procédure doit faire l'objet d'une non-entrée en matière. Le ministère public peut toutefois également opter pour une suspension de la procédure au sens de l'art. 314 CPP. Il dispose à cet égard d'un certain pouvoir d'appréciation lui permettant de choisir la mesure la plus opportune entre une suspension et un refus d'entrer en matière, étant précisé que, dans leur résultat, les deux solutions ne se distinguent pas fondamentalement, puisque selon l'art. 323 al. 1 CPP, applicable par renvoi de l'art. 310 al. 2 CPP, la procédure pourra être reprise en cas de moyens de preuve ou de faits nouveaux (arrêts du Tribunal fédéral 6B_638/2022 du 17 août 2022 consid. 2.1.2; 1B_67/2012 du 29 mai 2012 consid. 3.1 et 3.2). 4.2. À teneur de l'art. 134 CP, quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers trouve la mort ou subit une lésion corporelle, est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. 4.3. En l'espèce, il ressort des déclarations du recourant et de D______ que, le jour des faits, celui-là a été frappé à plusieurs reprises par à tout le moins deux hommes et qu'il a, des suites de cette altercation, subi plusieurs lésions telles qu'attestées par le constat médical produit. Rien ne permet en revanche de retenir qu'un troisième assaillant y aurait participé. Si D______ a mentionné l'arrivée d'un troisième individu, il a réfuté toute implication active de ce dernier dans la bagarre à proprement dite. Quant au recourant, il n'a pas non plus pu l'affirmer. S'il a sous-entendu, aux médecins l'ayant soigné, que trois individus l'avaient agressé, il n'a pas maintenu cette version lors de son audition par la police, ne faisant qu'envisager, à cette occasion, l'éventualité que les agresseurs eussent pu être au nombre de trois.”
“Festzuhalten ist, dass nicht erstellt werden kann, dass die unbekannte Frau die Privatklägerin an den Haaren zu Boden gerissen und sie zweimal mit der Faust in Gesicht geschlagen haben soll. Eine Tatbeteiligung der unbekannten Frau, wie sie in der Anklage umschrieben wird, liegt damit nicht vor. IV. Rechtliche Würdigung 1.Angriff 1.1.Wie oben erörtert, verlangt der Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB eine Beteiligung von mindestens zwei angreifenden Personen. Eine - 37 - Beteiligung des Mitbeschuldigten B._____ oder der unbekannten Frau kann nicht erstellt werden, womit dieser Tatbestand nicht erfüllt ist. 1.2.Ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB würde aber auch dadurch ausschei- den, dass die Privatklägerin selbst gegenüber der Beschuldigten mindestens im Ausmass des von ihr selbst zugegebenen einmaligen An-den-Haaren-Ziehens tät- lich wurde:”
“_____ nicht abgestellt werden könne, da diese – im Gegensatz zu denje- nigen der beiden Beschuldigten – unglaubhaft seien und den Videoaufnahmen wi- - 12 - dersprechen würden. Die Beschuldigte habe sich massiv selbst belastet und ihr tätliches Vorgehen genau bezeichnet. Jedoch lasse sich eine Tatbeteiligung des Mitbeschuldigten B._____ und der unbekannten Frau nicht nachweisen, wodurch – da an der Auseinandersetzung lediglich die Beschuldigte und die Privatklägerin teilgenommen hätten – kein Angriff vorliege. Ein Angriff scheide aber auch aus dem Grund aus, da die Privatklägerin selbst tätlich geworden sei; so habe sie sel- ber zugegeben, die Beschuldigte auch an den Haaren gezogen zu haben (vgl. Urk. 25 S. 11 ff.; Urk. 46 S. 6 ff.). 1.5.Die Vorinstanz stellte das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfs der einfa- chen Körperverletzung mangels Strafantrag ein (Urk. 33 S. 45). Vorliegend ist da- mit nur zu prüfen, ob ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB vorliegt. In diesem Zusammenhang stellt sich vor allem die Frage, ob ein körperlicher Angriff durch mindestens zwei Personen vorgelegen hat. 2.Voraussetzungen des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB Da die Voraussetzungen des Angriffs relevant sind für den Umfang der Erstellung des Sachverhaltes, ist an dieser Stelle auf diese sowie auch auf die Unterschei- dung zum Raufhandel gemäss Art. 133 StGB einzugehen: Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen betei- ligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Ein Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausge- hen. Eine Beteiligung am Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteilig- ten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Beteiligung kann auch eine sachlich unterstützende, psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der an- greifenden Partei sein, z.B. durch Zustecken von Kampfinstrumenten, Anfeuerun- gen, Ratschläge oder Warnung vor Gefahren.”
“Festzuhalten ist, dass nicht erstellt werden kann, dass die unbekannte Frau die Privatklägerin an den Haaren zu Boden gerissen und sie zweimal mit der Faust in Gesicht geschlagen haben soll. Eine Tatbeteiligung der unbekannten Frau, wie sie in der Anklage umschrieben wird, liegt damit nicht vor. IV. Rechtliche Würdigung 1.Angriff 1.1.Wie oben erörtert, verlangt der Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB eine Beteiligung von mindestens zwei angreifenden Personen. Eine - 37 - Beteiligung des Mitbeschuldigten B._____ oder der unbekannten Frau kann nicht erstellt werden, womit dieser Tatbestand nicht erfüllt ist. 1.2.Ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB würde aber auch dadurch ausschei- den, dass die Privatklägerin selbst gegenüber der Beschuldigten mindestens im Ausmass des von ihr selbst zugegebenen einmaligen An-den-Haaren-Ziehens tät- lich wurde:”
“_____ im Wesentli- chen ins Feld, die Staatsanwaltschaft hätte die Strafuntersuchung auf Raufhandel und damit auf die Privatklägerin ausweiten beziehungsweise diese als Beschul- digte und nicht als Auskunftsperson mit entsprechender Aussagepflicht einver- nehmen müssen. Die Aussagen der Privatklägerin seien daher absolut unverwert- bar im Sinne von Art. 158 Abs. 1 StPO. Überdies dürften auch ihre gegenüber der Polizei gemachten Aussagen zufolge Verletzung des Konfrontationsrechts nicht verwertet werden. Nicht nur der Privatklägerin, sondern auch dem Geschädigten C._____ sei eine falsche Rolle als Zeuge zugewiesen worden. Dieser hätte ent- weder als beschuldigte Person betreffend Raufhandel oder zufolge Strafantrags und Konstituierung als Strafkläger als Auskunftsperson mit Aussageverweige- rungsrecht einvernommen werden müssen (Urk. 26 S. 4; Urk. 48 S. 3 m.H. in SB230014 / Urk. 25 S. 8 f.; Urk. 35 S. 5; Urk. 46 S. 3 m.H. in SB230013). - 8 - 3.2.Die Staatsanwaltschaft führte die Untersuchung hinsichtlich Angriffs nach Art. 134 StGB und verzichtete darauf, zeitgleich wegen Raufhandels nach Art. 133 StGB zu ermitteln. Entsprechend brachte die Staatsanwaltschaft aussch- liesslich den Sachverhalt hinsichtlich Angriffs zur Anklage, den es nunmehr und ausschliesslich zu beurteilen gilt. Mit diesem Hintergrund wurde die Privatklägerin zu Recht als Auskunftsperson befragt (Urk. 7/1 in SB230014 / Urk. D1/5/1-2; Urk. D1/5/1-2; Urk. D1/7/1 in SB230013), weshalb die Verwertbarkeit ihrer Aussa- gen nicht zu beanstanden ist. 3.3.Hinsichtlich der Verwertbarkeit der Aussagen des Geschädigten C._____ kann zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden rechtlichen und tatsächlichen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 33 E. I.B.2.1.-2.3.). Ergänzend ist festzuhalten, dass im Ermittlungsverfahren die Rolle von C._____ respektive seine Beziehungskonstellation zu den übrigen Be- teiligten noch nicht offensichtlich war. Seine Aussagen in der polizeilichen Einver- nahme vom 4. Juli 2021 sind entsprechend verwertbar (Urk.”
“Festzuhalten ist, dass nicht erstellt werden kann, dass die unbekannte Frau die Privatklägerin an den Haaren zu Boden gerissen und sie zweimal mit der Faust in Gesicht geschlagen haben soll. Eine Tatbeteiligung der unbekannten Frau, wie sie in der Anklage umschrieben wird, liegt damit nicht vor. IV. Rechtliche Würdigung 1.Angriff 1.1.Wie oben erörtert, verlangt der Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB eine Beteiligung von mindestens zwei angreifenden Personen. Eine - 37 - Beteiligung des Mitbeschuldigten B._____ oder der unbekannten Frau kann nicht erstellt werden, womit dieser Tatbestand nicht erfüllt ist. 1.2.Ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB würde aber auch dadurch ausschei- den, dass die Privatklägerin selbst gegenüber der Beschuldigten mindestens im Ausmass des von ihr selbst zugegebenen einmaligen An-den-Haaren-Ziehens tät- lich wurde:”
“Festzuhalten ist, dass nicht erstellt werden kann, dass die unbekannte Frau die Privatklägerin an den Haaren zu Boden gerissen und sie zweimal mit der Faust in Gesicht geschlagen haben soll. Eine Tatbeteiligung der unbekannten Frau, wie sie in der Anklage umschrieben wird, liegt damit nicht vor. IV. Rechtliche Würdigung 1.Angriff 1.1.Wie oben erörtert, verlangt der Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB eine Beteiligung von mindestens zwei angreifenden Personen. Eine - 37 - Beteiligung des Mitbeschuldigten B._____ oder der unbekannten Frau kann nicht erstellt werden, womit dieser Tatbestand nicht erfüllt ist. 1.2.Ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB würde aber auch dadurch ausschei- den, dass die Privatklägerin selbst gegenüber der Beschuldigten mindestens im Ausmass des von ihr selbst zugegebenen einmaligen An-den-Haaren-Ziehens tät- lich wurde:”
Bei Gruppenangriffen genügt stillschweigender gemeinsamer Tatentschluss oder wesentliche Mitwirkung (auch durch Mitführen/Benutzen von Waffen Dritter) für Mittäterschaft; Eventualvorsatz reicht.
“________ mit seinem rechten Fuss zwei heftige Tritte gegen den Kopf von C.________ aus, als dieser aufstehen wollte. A.________, E.________ und J.________ traten dann ebenfalls mehrmals mit den Füssen auf den Kopf und Rumpfbereich von C.________ ein, wobei sie mindestens zweimal gegen den Kopf von C.________ traten, welcher zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Tritte resp. des eingenommenen Alkohols wehrlos am Boden lag. Aufgrund der Tritte gegen den Kopf und den Rumpfbereich erlitt C.________ ein leichtes Schädelhirntrauma, eine Nasenbeinfraktur, eine gebrochene Rippe sowie Hautein-, -unterblutungen, -abschürfungen und -rötungen am Kopf, am Rumpf und den Extremitäten. versuchte schwere Körperverletzung (Art. 22 Abs. 1 i.V.m. 122 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei heftigen Fusstritten gegen den Kopf des wehrlos am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser Verletzungen wie z.B. ein Schädelhirntrauma, einen Nasenbeinbruch oder eine gebrochene Rippe erleiden könnte. evtl. vorsätzliche einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei Fusstritten gegen den Kopf resp. Rumpfbereich des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“Gerade im Rahmen eines dynamischen Turbulenzgeschehens sind nachträgliche Angaben zu den sich in eigener und fremder Bewegung abspielenden Abläufen naturgemäss mit Vorsicht aufzunehmen, wobei sich erfahrungsgemäss zusätzlich tatsächliche Wahrnehmungen mit rekonstruktiven Erwägungen vermischen können. Auch die verschiedenen subjektiven Betroffenheits- und Interessenlagen können bewusst oder unbewusst sein. Gewisse Widersprüche und Ungereimtheiten sind natürlich, aus solchen allein darf nicht der Schluss gezogen werden, dass die Aussagen einer bestimmten Person insgesamt unglaubwürdig oder unverwertbar wären. Es ist vielmehr eine Würdigung im Rahmen einer Gesamtbetrachtung vorzunehmen. 8. Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung, evtl. Angriff, evtl. vorsätzliche einfache Körperverletzung 8.1 Vorwurf gemäss Anklageschrift In der Anklageschrift vom 4. November 2022 wird dem Beschuldigten eine versuchte schwere Körperverletzung nach Art. 122 i.V.m. Art. 22 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0), evtl. Angriff nach Art. 134 StGB, evtl. vorsätzliche einfache Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 1 StGB, begangen am 12. Januar 2020 um ca. 04:40 Uhr, in H.________ (Ortschaft), Nähe Bahnübergang H.________ (Ortschaft), gemeinsam mit D.________, E.________ und J.________ zum Nachteil des Privatklägers vorgeworfen. Der angeklagte Sachverhalt wird in der Anklageschrift wie folgt beschrieben (pag. 792): C.________ hielt sich in der K.________ (Örtlichkeit) in L.________ (Ortschaft) auf, wo es im Fumoir zu einem verbalen Streit zwischen ihm und einem dunkelhäutigen Mann kam. In der Folge mischte sich M.________ ein und forderte C.________ auf, damit aufzuhören. Dieser entgegnete M.________, ob er bereits Hirnmasse an der Wand gesehen habe. M.________ reagierte auf diese Worte, indem er C.________ wegschubste und ihm erneut sagte, er solle aufhören. In der Folge mischten sich weitere Personen, nämlich D.________, N.________ und A.________ ein, indem sie C.________ schubsten oder gegen die Wand drückten. E.________ und J.”
“Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“Durch den Umstand, dass der Privatkläger C._____ in einer mutmasslich davor stattgefundenen Auseinandersetzung ein Messer gezogen hat, liegt kein Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB vor. Nach Gesagtem kann der Verteidigung nicht gefolgt werden, wenn sie eine Verur- teilung wegen Raufhandels i.S.v. Art. 133 StGB beantragt. Dass der Privatkläger C._____ ein Messer gezückt hat, spielt keine Rolle, zumal er dieses – wie soeben ausgeführt – gegen niemanden nachweislich eingesetzt hat und sich während der gesamten Auseinandersetzung zurückzog und passiv verhielt. 4.Zu den rechtlichen Grundlagen der Tatbestände der schweren Körperverlet- zung und des Angriffs sowie des strafbaren Versuchs und der Mittäterschaft kann vorab auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden - 17 - (Urk. 66 S. 61 f., S. 63 ff., S. 66 und S. 68 f.). Die vom Privatkläger erlittenen Ver- letzungen sind objektiv als einfache Körperverletzung zu qualifizieren. Die Tatbe- standsmerkmale des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB sind durch die erstellten Handlungen des Beschuldigten somit ohne Weiteres erfüllt, beteiligte er sich doch zusammen mit mindestens drei Mitbeschuldigten bewusst an einem körperlichen Angriff auf den sich zurückziehenden Privatkläger, der eine (einfache) Körperver- letzung des Angegriffenen zur Folge hatte (objektive Strafbarkeitsbedingung). Fraglich ist, ob sich der Beschuldigte zugleich auch der versuchten schweren Kör- perverletzung schuldig gemacht hat, was den Tatbestand des Angriffs gegebe- nenfalls konsumieren könnte. Entgegen der Vorinstanz lässt sich dem Beschul- digten vorliegend jedoch kein Eventualvorsatz hinsichtlich einer schweren Körper- verletzung des Privatklägers nachweisen. Zutreffend führte dies die Vorinstanz bereits bezüglich der Fusstritte aus (vgl. Urk. 66 S. 67). Entgegen der Vorinstanz ist dies aber auch bezüglich des Wurfs der Malibu-Flasche der Fall, lässt sich doch – wie vorstehend ausgeführt – gerade nicht erstellen, dass der Beschuldigte diese Flasche dem Privatkläger "bewusst und gezielt ins Gesicht" warf, ge- schweige denn, dass der Privatkläger tatsächlich im Gesicht getroffen wurde.”
“Entgegen der Vorinstanz lässt sich dem Beschul- digten vorliegend jedoch kein Eventualvorsatz hinsichtlich einer schweren Körper- verletzung des Privatklägers nachweisen. Zutreffend führte dies die Vorinstanz bereits bezüglich der Fusstritte aus (vgl. Urk. 66 S. 67). Entgegen der Vorinstanz ist dies aber auch bezüglich des Wurfs der Malibu-Flasche der Fall, lässt sich doch – wie vorstehend ausgeführt – gerade nicht erstellen, dass der Beschuldigte diese Flasche dem Privatkläger "bewusst und gezielt ins Gesicht" warf, ge- schweige denn, dass der Privatkläger tatsächlich im Gesicht getroffen wurde. Zu Gunsten des Beschuldigten ist vielmehr davon auszugehen, dass er die Flasche gegen den Oberkörper des Privatklägers warf und dieser sie mit der Hand auffan- gen konnte. Ein solches Vorgehen ist zwar zweifellos nicht ungefährlich. Das Ri- siko eines Erfolgseintritts (schwere Körperverletzung) erscheint aber noch nicht als derart hoch, dass von dessen Inkaufnahme durch den Beschuldigten auszu- gehen wäre. 5.Der Beschuldigte ist somit des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. IV. Strafzumessung / Vollzug 1.Angriff gemäss Art. 134 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe (bis zu 180 Tagessätzen, vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB) bestraft. Im Üb- rigen kann hinsichtlich der allgemeinen Grundlagen der Strafzumessung auf die - 18 - zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 66 S. 72 bis S. 76). 2.In objektiver Hinsicht beteiligte sich der Beschuldigte zusammen mit den Mit- beschuldigten F._____ und H._____ sowie G._____ an einem zunehmend bruta- len gewaltsamen Übergriff auf den sich zurückziehenden Privatkläger. Dabei warf der Beschuldigte zunächst noch aus (kurzer) Distanz Flaschen nach dem Privat- kläger, kurz darauf warf er eine Malibu-Flasche aus unmittelbarer Nähe auf ihn, als der Privatkläger bereits am Boden lag. Schliesslich versetzte der Beschuldigte dem am Boden liegenden, wehrlosen Privatkläger wuchtige Fusstritte gegen den Oberkörper. Die Beschuldigten liessen lediglich aufgrund der Intervention von Dritten schliesslich vom Privatkläger ab. Ungeachtet des von ihm mitgeführten Messers war der Privatkläger, der sich in keiner Weise aggressiv verhielt, den Be- schuldigten zahlen- bzw.”
“Durch den Umstand, dass der Privatkläger C._____ in einer mutmasslich davor stattgefundenen Auseinandersetzung ein Messer gezogen hat, liegt kein Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB vor. Nach Gesagtem kann der Verteidigung nicht gefolgt werden, wenn sie eine Verur- teilung wegen Raufhandels i.S.v. Art. 133 StGB beantragt. Dass der Privatkläger C._____ ein Messer gezückt hat, spielt keine Rolle, zumal er dieses – wie soeben ausgeführt – gegen niemanden nachweislich eingesetzt hat und sich während der gesamten Auseinandersetzung zurückzog und passiv verhielt. 4.Zu den rechtlichen Grundlagen der Tatbestände der schweren Körperverlet- zung und des Angriffs sowie des strafbaren Versuchs und der Mittäterschaft kann vorab auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden - 17 - (Urk. 66 S. 61 f., S. 63 ff., S. 66 und S. 68 f.). Die vom Privatkläger erlittenen Ver- letzungen sind objektiv als einfache Körperverletzung zu qualifizieren. Die Tatbe- standsmerkmale des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB sind durch die erstellten Handlungen des Beschuldigten somit ohne Weiteres erfüllt, beteiligte er sich doch zusammen mit mindestens drei Mitbeschuldigten bewusst an einem körperlichen Angriff auf den sich zurückziehenden Privatkläger, der eine (einfache) Körperver- letzung des Angegriffenen zur Folge hatte (objektive Strafbarkeitsbedingung). Fraglich ist, ob sich der Beschuldigte zugleich auch der versuchten schweren Kör- perverletzung schuldig gemacht hat, was den Tatbestand des Angriffs gegebe- nenfalls konsumieren könnte. Entgegen der Vorinstanz lässt sich dem Beschul- digten vorliegend jedoch kein Eventualvorsatz hinsichtlich einer schweren Körper- verletzung des Privatklägers nachweisen. Zutreffend führte dies die Vorinstanz bereits bezüglich der Fusstritte aus (vgl. Urk. 66 S. 67). Entgegen der Vorinstanz ist dies aber auch bezüglich des Wurfs der Malibu-Flasche der Fall, lässt sich doch – wie vorstehend ausgeführt – gerade nicht erstellen, dass der Beschuldigte diese Flasche dem Privatkläger "bewusst und gezielt ins Gesicht" warf, ge- schweige denn, dass der Privatkläger tatsächlich im Gesicht getroffen wurde.”
“Entgegen der Vorinstanz lässt sich dem Beschul- digten vorliegend jedoch kein Eventualvorsatz hinsichtlich einer schweren Körper- verletzung des Privatklägers nachweisen. Zutreffend führte dies die Vorinstanz bereits bezüglich der Fusstritte aus (vgl. Urk. 66 S. 67). Entgegen der Vorinstanz ist dies aber auch bezüglich des Wurfs der Malibu-Flasche der Fall, lässt sich doch – wie vorstehend ausgeführt – gerade nicht erstellen, dass der Beschuldigte diese Flasche dem Privatkläger "bewusst und gezielt ins Gesicht" warf, ge- schweige denn, dass der Privatkläger tatsächlich im Gesicht getroffen wurde. Zu Gunsten des Beschuldigten ist vielmehr davon auszugehen, dass er die Flasche gegen den Oberkörper des Privatklägers warf und dieser sie mit der Hand auffan- gen konnte. Ein solches Vorgehen ist zwar zweifellos nicht ungefährlich. Das Ri- siko eines Erfolgseintritts (schwere Körperverletzung) erscheint aber noch nicht als derart hoch, dass von dessen Inkaufnahme durch den Beschuldigten auszu- gehen wäre. 5.Der Beschuldigte ist somit des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. IV. Strafzumessung / Vollzug 1.Angriff gemäss Art. 134 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe (bis zu 180 Tagessätzen, vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB) bestraft. Im Üb- rigen kann hinsichtlich der allgemeinen Grundlagen der Strafzumessung auf die - 18 - zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 66 S. 72 bis S. 76). 2.In objektiver Hinsicht beteiligte sich der Beschuldigte zusammen mit den Mit- beschuldigten F._____ und H._____ sowie G._____ an einem zunehmend bruta- len gewaltsamen Übergriff auf den sich zurückziehenden Privatkläger. Dabei warf der Beschuldigte zunächst noch aus (kurzer) Distanz Flaschen nach dem Privat- kläger, kurz darauf warf er eine Malibu-Flasche aus unmittelbarer Nähe auf ihn, als der Privatkläger bereits am Boden lag. Schliesslich versetzte der Beschuldigte dem am Boden liegenden, wehrlosen Privatkläger wuchtige Fusstritte gegen den Oberkörper. Die Beschuldigten liessen lediglich aufgrund der Intervention von Dritten schliesslich vom Privatkläger ab. Ungeachtet des von ihm mitgeführten Messers war der Privatkläger, der sich in keiner Weise aggressiv verhielt, den Be- schuldigten zahlen- bzw.”
“Wie die Auseinandersetzung begonnen hat, ist entgegen der Verteidigung (act. H.1 S. 5) nicht entscheidend. Ein Angriff kann sich auch unmittelbar aus ei- nem Raufhandel heraus entwickeln (Maeder, a.a.O., N 6 zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 118 IV 227; vgl. auch E. 2.5.1). Erstellt ist, dass - nachdem sich C. zwischen den Beschuldigten und B. gestellt hatte - L. C. festhielt, während der Beschuldigte mit dem Besen auf Letzteren ein- schlug. Damit wirkten der Beschuldigte und L. zumindest eventualvorsätz- lich einseitig und mit feindseliger Absicht gewaltsam auf den Körper von C. ein. Dieser hat den Beschuldigten mit den flachen Händen zurückgeschubst. Da- mit überschritt er hinsichtlich Intensität und Dauer die Grenzen der erforderlichen Verteidigung nicht. Sodass die Handlungen des Beschuldigten gegenüber C. als Angriff im Sinne von Art. 134 StGB zu qualifizieren sind. Erstellt ist weiter, dass sowohl der Beschuldigte mit dem Besen als auch L. mit den Fäusten auf D. einwirkten, während dieser einzig zwischen den Be- schuldigten und B. trat und damit kein Verhalten an den Tag legte, welches über die notwendige Verteidigung hinausgeht. Es liegt damit eine zumindest even- tualvorsätzliche einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung des Beschuldigten und L.”
“E. 4.5; je m.H.). Demgegenüber stellt ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung von mindestens zwei Personen auf den Körper eines oder mehrerer Menschen dar. Der Angegrif- fene verhält sich dabei passiv oder beschränkt sich auf den Schutz vor dem An- griff. Überschreitet seine Reaktion hinsichtlich ihrer Intensität und Dauer die Gren- zen der erforderlichen Verteidigung, kann aus dem Angriff ein Raufhandel werden (zum Ganzen: BGer 6B_454/2022 v.”
“- übergehen, indem eine Phase des Tatgeschehens als Angriff und eine weitere als Raufhandel oder umgekehrt zu beurteilen ist (vgl. zu einer solchen Phaseneinteilung BGE 118 IV 227 unter Einschluss der nicht publizierten E. 3 ff .; so auch Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, Niggli/Wi- prächtiger [Hrsg.], 4. Aufl., Basel 2019, N 18 zu Art. 134 StGB). Wenn eine Perso- nenmehrheit angegriffen wird, ist denkbar, dass ein Teil der Angegriffenen passiv bleibt, andere sich aber tätlich zur Wehr setzen. Wird dann einer der Angegriffe- nen oder ein Dritter verletzt oder getötet, handelt es sich im Verhältnis der Angrei- fer zum passiv bleibenden Angegriffenen um einen Angriff, im Verhältnis der An- greifer zum sich wehrenden Angegriffenen um einen Raufhandel (Maeder, a.a.O., N 16 zu Art. 134 StGB). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbe- standsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N 9 zu Art. 134 StGB).”
“E. 4.5; je m.H.). Demgegenüber stellt ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung von mindestens zwei Personen auf den Körper eines oder mehrerer Menschen dar. Der Angegrif- fene verhält sich dabei passiv oder beschränkt sich auf den Schutz vor dem An- griff. Überschreitet seine Reaktion hinsichtlich ihrer Intensität und Dauer die Gren- zen der erforderlichen Verteidigung, kann aus dem Angriff ein Raufhandel werden (zum Ganzen: BGer 6B_454/2022 v.”
“Fazit Über die in Rechtskraft erwachsenen Verurteilungen hinaus (vgl. Dispositiv Zif- fer 1) hat sich der Beschuldigte im Ergebnis des Angriffs gemäss Art. 134 StGB, der versuchten schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, der Gehilfenschaft zu Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB sowie des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gemacht.”
“________ ihm sodann das Telefon aus der Hand nahm, damit er die Polizei nicht alarmieren konnte, erhielt C.________ einen Faustschlag von Y.________, worauf er zu Boden ging und dort sodann von Unbekannt mit einem Stuhl geschlagen wurde, so dass er zwischenzeitlich das Bewusstsein verlor. Nachdem Leute aus dem Restaurant kamen und «Polizei, Polizei» riefen, rannten die Angreifer schliesslich weg. Bei diesem Vorfall erlitt C.________ diverse Prellungen (an Kopf und Knie), ein Kopftrauma, eine Unterblutung der Bindehaut des Auges sowie eine Mandibulafraktur (Unterkieferbruch), was eine Operation sowie eine Arbeitsunfähigkeit über mehrere Monate zur Folge hatte. E.________ erlitt ein leichtes Schädelhirntrauma, ein Hämatom hinter dem Ohr rechts sowie an der Nasenspitze. Mit seinem Verhalten beteiligte sich A.________ aktiv am Angriff auf C.________ und E.________, welche dabei die oben aufgeführten Verletzungen erlitten, und leistete damit im Rahmen der oben umschriebenen Geschehnisse wissentlich und willentlich einen wesentlichen Tatbeitrag dazu. Der Sachverhalt wurde als Angriff gemäss Art. 134 StGB angeklagt.”
“________ ihm sodann das Telefon aus der Hand nahm, damit er die Polizei nicht alarmieren konnte, erhielt C.________ einen Faustschlag von Y.________, worauf er zu Boden ging und dort sodann von Unbekannt mit einem Stuhl geschlagen wurde, so dass er zwischenzeitlich das Bewusstsein verlor. Nachdem Leute aus dem Restaurant kamen und «Polizei, Polizei» riefen, rannten die Angreifer schliesslich weg. Bei diesem Vorfall erlitt C.________ diverse Prellungen (an Kopf und Knie), ein Kopftrauma, eine Unterblutung der Bindehaut des Auges sowie eine Mandibulafraktur (Unterkieferbruch), was eine Operation sowie eine Arbeitsunfähigkeit über mehrere Monate zur Folge hatte. E.________ erlitt ein leichtes Schädelhirntrauma, ein Hämatom hinter dem Ohr rechts sowie an der Nasenspitze. Mit seinem Verhalten beteiligte sich A.________ aktiv am Angriff auf C.________ und E.________, welche dabei die oben aufgeführten Verletzungen erlitten, und leistete damit im Rahmen der oben umschriebenen Geschehnisse wissentlich und willentlich einen wesentlichen Tatbeitrag dazu. Der Sachverhalt wurde als Angriff gemäss Art. 134 StGB angeklagt.”
“________ ihm sodann das Telefon aus der Hand nahm, damit er die Polizei nicht alarmieren konnte, erhielt C.________ einen Faustschlag von Y.________, worauf er zu Boden ging und dort sodann von Unbekannt mit einem Stuhl geschlagen wurde, so dass er zwischenzeitlich das Bewusstsein verlor. Nachdem Leute aus dem Restaurant kamen und «Polizei, Polizei» riefen, rannten die Angreifer schliesslich weg. Bei diesem Vorfall erlitt C.________ diverse Prellungen (an Kopf und Knie), ein Kopftrauma, eine Unterblutung der Bindehaut des Auges sowie eine Mandibulafraktur (Unterkieferbruch), was eine Operation sowie eine Arbeitsunfähigkeit über mehrere Monate zur Folge hatte. E.________ erlitt ein leichtes Schädelhirntrauma, ein Hämatom hinter dem Ohr rechts sowie an der Nasenspitze. Mit seinem Verhalten beteiligte sich A.________ aktiv am Angriff auf C.________ und E.________, welche dabei die oben aufgeführten Verletzungen erlitten, und leistete damit im Rahmen der oben umschriebenen Geschehnisse wissentlich und willentlich einen wesentlichen Tatbeitrag dazu. Der Sachverhalt wurde als Angriff gemäss Art. 134 StGB angeklagt.”
“_____, 1 erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____, gegen Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Anklägerin und Berufungsbeklagte betreffend versuchte schwere Körperverletzung etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 11. Januar 2023 (DG220114) - 2 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 20. Juni 2022 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 47). Urteil der Vorinstanz: (Urk. 95 S. 124 ff.) 1.Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB; des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB; der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB; der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB; sowie des geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172 ter Abs. 1 StGB. 2.Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB; der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB; der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB; sowie des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB. 3.Vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung (Dossier 1) wird der Beschuldigte B._____ freigesprochen. - 3 - 4.Der Beschuldigte C._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB; der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB; der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB; sowie der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB. 5.Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 38 ½ Monaten Freiheitsstrafe (wovon 30 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von CHF 90.–, als Zusatzstrafe zu folgenden Strafen: -Freiheitsstrafe von 27 Tagen, ausgefällt mit Strafbefehl der Staatsan- waltschaft Zürich-Sihl vom 11. Oktober 2022; -Freiheitsstrafe von 80 Tagen, ausgefällt mit Strafbefehl des Untersu- chungsamts St.”
“Abteilung, vom 12. Juni 2019 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: "Es wird erkannt: 1.Das Verfahren wird in Bezug auf die Vorwürfe der Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie des pflicht- widrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG (Dossier 15) eingestellt. 2.Der Beschuldigte ist schuldig [...] der Freiheitsberaubung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Dossier 30); des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (Dossier 6); [...] [...] des mehrfachen Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB (Dossier 1, [...], 7); der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Ziff. 2 StGB (Dossier 1, 27); - 84 - der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB (Dossier 14, 21, [...]); der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Dossier 30); [...] [...] der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB (Dossier 9, 10, 11, 14, 31); des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b und d SVG (Dossier 15, 16, 17) sowie der [...] Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB (Dossier [...], 30). 3.Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB betreffend Dossier 7 freigesprochen. 4.-6. [...] 7.Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 20.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein.”
Die Entscheide zeigen, dass einzelne Beteiligte in einem Geschehen freigesprochen werden können, während andere wegen eines Angriffs nach Art. 134 StGB (oder wegen versuchter Körperverletzung) verurteilt werden. Entscheidend für eine Verurteilung nach Art. 134 StGB ist das vorsätzliche Mitwirken an dem gewaltsamen Angriff und das Vorliegen der tatbestandlichen Verletzungsfolgen; aus den Entscheidungen lässt sich nur ableiten, dass Teilnahme im Rahmen dieser Voraussetzungen strafbar sein kann.
“iur. Scherrer, Abt. für schwere Gewaltkriminalität, Anklägerin sowie D._____, Privatkläger unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, - 2 - betreffend versuchte einfache Körperverletzung Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Ein- zelgericht, vom 2. Dezember 2021 (GG210177) - 3 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 28. Mai 2021 (Urk. 19) ist diesem Urteil beigeheftet. Urteil der Vorinstanz: 1. Der Beschuldigte A._____ (Beschuldigter 1) ist des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB nicht schuldig und wird freigesprochen. 2. Der Beschuldigte B._____ (Beschuldigter 2) wird vom Vorwurf des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB freigesprochen. Er ist schuldig der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbin- dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 3. Der Beschuldigte C._____ (Beschuldigter 3) wird vom Vorwurf des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB freigesprochen. Er ist schuldig der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbin- dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 4. Der Beschuldigte B._____ wird mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 40.– sowie mit einer Busse von Fr. 500.– bestraft. 5. Der Beschuldigte C._____ wird mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 40.– sowie mit einer Busse von Fr. 500.– bestraft. 6. Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 7. Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 8. Bezahlt der Beschuldigte B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an de- ren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. - 4 - 9. Bezahlt der Beschuldigte C._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an de- ren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 10. Von einem Landesverweis des Beschuldigten C.”
“Somit wusste der Beschuldigte, dass er zusammen mit seinen Mittätern den Privatkläger angreifen würde. Offensichtlich wollte er dies auch, war er doch stets mit diesen zusammen und verfolgte den Privatkläger bis dieser verletzt unter dem Anhänger lag. Der Beschuldigte handelte somit vorsätz- lich. 1.6.Zur objektive Strafbarkeitsbedingung ist zu sagen: Gemäss erstelltem Sachverhalt erlitt der Privatkläger eine oberflächliche Rissquetschwunde und ein Hämatom am Schädel, multiple Prellmarken am gesamten Rücken, eine Prellmarke mit Hämatom und Schwellung am Unterarm sowie eine oberflächliche Schürfwunde am Knie. Die Verletzungen des Privatklägers überschritten damit - 16 - deutlich das Mass einer blossen Tätlichkeit als körperliche Beeinträchtigung ohne Krankheitswert. Es liegt daher eine (einfache) Körperverletzung vor, womit auch die objektive Strafbarkeitsbedingung des Angriffs erfüllt ist. 1.7.Der Beschuldigte ist somit in diesem Punkt des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. 2.Versuchte schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB 2.1.Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit Bezug auf den Anklagevorwurf der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB der qualifizierten einfachen Körperverletzung in Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB schuldig gesprochen. Wegen des Verbots der reformatio in peius verbietet sich eine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung, weshalb einzig noch zu überprüfen ist, ob eine – allenfalls qualifizierte – Körperverletzung vorliegt. 2.2.Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 94 S. 58 f.). Die in der Anklageschrift umschriebenen Verletzungen erreichen nicht den Schweregrad im Sinne einer schweren Körperverletzung von Art. 122 StGB. Zudem hielt das Gutachten klar fest, dass eine Lebensgefahr beim Geschädigten nicht belegt werden könne (Urk.”
“Der Beschuldigte beteiligte sich gemäss erstelltem Sachverhalt vorsätzlich an der gewaltsamen Einwirkung auf den Privatkläger. Die Erfüllung der genannten Tatbestandsmerkmale wird seitens der Verteidigung denn auch nicht explizit in Abrede gestellt. Ebenfalls wurde der Privatkläger beim Angriff erheblich verletzt. Es darf als unbestritten angesehen werden, dass dem Privatkläger Verletzungen im Sinne von Art. 123 StGB zugefügt wurden (vgl. Urk. 32 S. 2 f.; Urk. 63 S. 13). Der Tatbestand des Angriffs gemäss Art. 134 StGB ist damit erfüllt. - 17 -”
Fehlt eine wechselseitige Auseinandersetzung (z.B. mehrere Täter gegen nicht oder kaum wehrende Opfer), ist die Tat als Angriff gem. Art. 134 StGB und nicht als Raufhandel zu qualifizieren.
“Gemäss dem Beweisergebnis hat sich der Berufungskläger an einem Angriff auf F____ und G____ beteiligt, der die Körperverletzung eines Angegriffenen, nämlich G____, zur Folge hatte. Weiter ist gemäss dem Beweisergebnis erstellt, dass gemeinsam mit dem Berufungskläger die mit separatem Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt (vgl. SG.2018.39 vom 5. Juni 2018) des Angriffs und (für die zweite Phase) der versuchten schweren Körperverletzung schuldig gesprochenen AK____ und AL____ drei Personen auf G____ und F____ losgingen. Zu dritt wirkten sie tätlich auf die beiden Opfer ein, ohne dass diese ihrerseits gewalttätig reagierten bzw. überhaupt Gelegenheit hatten, sich zur Wehr zu setzen. Daher liegt keine für die Annahme eines Raufhandels erforderliche wechselseige Auseinandersetzung zwischen mindestens drei Personen vor, sondern ist die Tat vielmehr mit der Vorinstanz als Angriff gemäss Art. 134 StGB zu werten. Demnach ist der Berufungskläger in Abweisung seiner Berufung des Angriffs schuldig zu sprechen.”
Bei gemeinschaftlichem / mehrpersonenbezogenem Angriff: Die Gesamteinwirkung mehrerer Täter kann ausreichen, um die Intensität einer einfachen Körperverletzung zu erreichen; Beteiligte können sowohl wegen Verletzungstatbeständen als auch wegen Angriff bestraft werden; unklare individuelle Zuordnung der Verletzungen begünstigt echte Konkurrenz.
“Der Angriff führte zu einer vollendeten und einer versuchten schweren Körperverletzung, womit die objektive Strafbarkeitsbedingung des Angriffes ebenfalls erfüllt ist. Der Beschuldigte und D.________ begingen den Angriff gemeinschaftlich. E.________, die den Privatkläger unter zwei Malen zu schützen versuchte, wurde in den Angriff ebenfalls hineingezogen, da der Beschuldigte und D.________ sie auch traten und schlugen. Sie verhielt sich gemäss Beweiswürdigung ebenfalls passiv, indem sie lediglich den Privatkläger zu schützen versuchte und nicht aktiv Gegenwehr leistete. Die objektiven Tatbestandselemente sind demnach erfüllt. Der Beschuldigte und D.________ handelten in Bezug auf den Angriff direktvorsätzlich. Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe sind keine ersichtlich. Da mit E.________ eine Drittperson in den Angriff involviert wurde, die nicht selber verletzt oder getötet, aber selber gefährdet wurde, besteht echte Konkurrenz zu den Tatbeständen der vollendeten und versuchten schweren Körperverletzung. Es hat demnach ein Schuldspruch wegen Angriffs nach Art. 134 StGB zu erfolgen.”
“Für die objektive Strafbarkeits- bedingung des Angriffs ist es unerheblich, welcher der Angreifer die Verletzungen und infolge dessen die Arbeitsunfähigkeit des Privatklägers tatsächlich verursacht hat (vgl. entsprechendes Vorbringen der Verteidigung in Urk. 78 S. 11 f. Rz. 19 und 23). Entsprechend ist mit der Vorinstanz und entgegen den Ausführungen der Ver- teidigung von einer körperlichen und psychischen Beeinträchtigung auszugehen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreicht, weshalb der Tat- bestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt ist. Die Vorinstanz hat sich in der Folge überzeugend zur Konkurrenzfrage eines Angriffs zur ebenfalls erfüllten versuchten schweren Körperverletzung geäussert. Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB konsumiert werden (vgl. so auch die Vorinstanz Urk. 62 S. 21). 5.Fazit Der Beschuldigte ist der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. Rechtfertigungsgründe sind zudem keine ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht, zumal die Verteidigung explizit betonte, sie plädiere nicht auf Notwehr oder Putativnotwehr (Prot.”
“ff. [...]" 2.Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB. 2.Der Beschuldigte wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 13 Tage durch Haft erstanden sind). - 33 - 3.Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 20 Monaten aufge- schoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 13 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 4.Der bedingt angeordnete Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staats- anwaltschaft Zürich - Limmat vom 28. März 2019 ausgefällten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird nicht widerrufen. 5.Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen. 6.Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 1 (D._____) aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird der Privatkläger 1 (D.”
“- une plaie à bords irréguliers d'aspect contus au niveau du cuir chevelu en région pariéto-occipitale gauche, compatible avec un coup reçu à ce niveau avec un ustensile de cuisine. - des ecchymoses au niveau de la tempe gauche, du cou à droite, du dos et des membres supérieurs, et des dermabrasions au niveau des membres supérieurs et inférieur droit, trop peu spécifiques pour pouvoir se prononcer quant à leur origine précise, mais toutefois compatibles avec une chute dans les escaliers, telle que relatée par l'expertisé. E______ a présenté une hypotension artérielle et une tachycardie (sans état de choc) lors de sa prise en charge pré-hospitalière, toutefois la rapidité de prise en charge et les soins prodigués (remplissage vasculaire par solution saline) ont permis une rapide stabilisation de ses paramètres vitaux. Les lésions constatées n'ont pas concrètement mis en danger la vie de l'expertisé. e. Le 11 août 2022, le Procureur a prévenu A______ de tentative de meurtre (art. 111 CP cum 22 CP) subsidiairement de lésions corporelles graves (art. 122 CP) et d'agression (art. 134 CP), et de contravention à l’art. 19a LStup pour avoir à Genève, le 9 août 2022, vers 18h30, au numéro no. ______ de la rue 1______, [code postal] Genève, de concert avec D______, tenté de tuer E______, en lui assénant plusieurs coups de poêle et deux coups de couteau au niveau du flanc gauche lui causant des lésions, ayant nécessité une hospitalisation, en envisageant ou en acceptant pleinement que les coups portés aient une issue fatale au cas où elle se produirait. Il lui est également reproché de consommer régulièrement des stupéfiants, soit de la cocaïne. La même prévention a été retenue contre D______. f. Le même jour, E______ a été prévenu également de tentative de meurtre (art. 111 CP cum 22 CP) subsidiairement de lésions corporelles graves (art 122 CP) et d'agression (art. 134 CP), de dommages à la propriété (art. 144 CP) et de contravention à l'art. 19a LStup pour avoir, en substance, tenté de tuer A______, en lui assénant trois coups de couteau au niveau du flanc gauche et des coups de poing, lui causant des lésions ayant nécessité une opération et une hospitalisation.”
“Konkurrenz zwischen Angriff und einfacher Körperverletzung Zur Frage der Konkurrenz zwischen Angriff und einfacher Körperverletzung (mit gefährlichem Gegenstand) wird in der Literatur mehrheitlich festgehalten, der Angreifer sei neben Art. 134 StGB auch wegen Körperverletzung zu bestrafen, wenn er eine körperliche Schädigung des Angegriffenen verursache (BSK StGB-Maeder, N 12 zu Art. 134; Donatsch in: Donatsch (Hrsg.), StGB Kommentar, 19. Auflage, Zürich 2013, N 4 zu Art. 134; Trechsel/Mona in: Trechsel/Pieth (Hrsg.), Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2018, N 7 zu Art. 134). Eine Ausnahme besteht laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung, wenn der Verletzte die einzige angegriffene Person ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB gemäss Bundesgericht durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5.b). Diese Konstellation liegt prima vista auch hier vor: D.________ wurde von A.________ und U.________ angegriffen. Dabei erlitt er die bereits umschriebenen Verletzungen und er war die einzige Person, die angegriffen wurde. Wie die Generalstaatsanwaltschaft zurecht vorgebracht hat, greift es jedoch zu kurz, alleine aufgrund der Tatsache, dass der verletzte D.________ der einzige Angegriffene war, eine Konkurrenz des Angriffs- und des Verletzungstatbestands zu verneinen. Es ist erstellt, dass A.________ zumindest einen Teil der Verletzungen von D.________ verursacht hat. Hingegen lässt sich nicht nachweisen, wem von den beiden Angreifern die Augenverletzung von D.________ zuzurechnen ist. Zugleich hat A.________ heftig mit einem Stock auf den Rücken- und Kopfbereich von D.________ eingeschlagen. Bei dieser Ausgangslage ergibt sich aus verschiedenen Überlegungen, dass der Tatbestand des Angriffs vorliegend in echter Konkurrenz steht zum Tatbestand der einfachen Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand.”
Bei einem kollektiven Angriff genügt es nicht, nur zufällig anwesend zu sein. Teilnahme liegt vor, wenn sich eine Person vorsätzlich in die Gruppe der Angreifer begibt und mit den anderen den gemeinsamen Tatentschluss zur Angriffshandlung fasst; eigenes Zuschlagen ist nicht erforderlich. Auch psychische oder sonstige Beiträge können eine Teilnahme begründen, etwa Aufrufen/Herbeirufen, Anfeuern, gezielte Platzierung/Positionierung vor Ort, Ausübung von Autorität oder die Mitwirkung durch Herbringen/mitfahren zum Tatort.
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich die eine dem bereits in Gang gesetzten Angriff einer anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung ‒ etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren ‒ immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 8). Die Todes- oder Verletzungsfolge ist objektive Strafbarkeitsbedingung. Es handelt sich beim Angriff ‒ wie beim Raufhandel ‒ mithin um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, obschon ein Erfolg eintreten muss. Vorausgesetzt ist mindestens eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB (BGer 6B_745/2017vom 12. März 2018 E. 2.4; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1). Anders als bei Raufhandel ist die Bedingung nicht erfüllt, wenn lediglich der Angreifer verletzt wird, sondern es braucht die Verletzung eines der Angegriffenen oder eines Dritten. Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Stefan Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2.). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“(…) C’est une histoire vraiment bête. J’étais avec une fille et la fille m’a dit que genre ce gars l’aimait et donc il l’a mal pris et voilà. Je lui ai dit que ce n’était pas ma copine donc ça s’est arrangé». 5. Le tribunal pénal des mineurs a correctement rappelé la teneur de l’article 134 CP ainsi que la jurisprudence du Tribunal fédéral. On peut se référer au jugement attaqué (cons. 3 ; art. 82 al. 4 CPP). Plusieurs arrêts du Tribunal fédéral plus récents soulignent qu’il n’y a pas besoin que l’auteur d’une agression ait lui-même frappé les victimes, s’il se trouvait de manière intentionnelle dans le groupe des agresseurs et s’il a pris avec ses camarades la décision d’agresser la victime (arrêts du TF du 27.08.2019 [6B_402/2019] cons. 2.2 ; du 29.01.2015 [6B_516/2014] cons. 1 ; du 12.03.2018 [6B_745/2017] cons. 2.3). La doctrine l’admet aussi (Maeder, Commentaire bâlois, 4e éd., n. 8 ad art. 134 CP ; Trächsel/Mona, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxis-kommentar, 3e éd., n. 2 ad art. 134 CP). On rappellera que, sur le plan subjectif, le dol éventuel suffit (Maeder, op. cit. n. 9 ad art. 134 CP). 6. En l’espèce, on peut donner acte à l’appelant qu’il n’est pas établi qu’il voulait ou acceptait qu’une personne soit blessée lors des faits. S’agissant d’une condition objective de punissabilité, l’atteinte à l’intégrité corporelle n’est pas englobée par l’élément subjectif de l’agression. Cela étant, on retiendra que l’appelant se trouvait de manière intentionnelle dans le groupe des agresseurs. Ceux-ci se connaissaient de longue date et faisaient à peu près tout ensemble. L’appelant conteste avoir pris avec ses camarades la décision d’agresser le plaignant. A cet égard, on retiendra que le point de départ de l’altercation est le fait que l’appelant s’est senti mal regardé (« j’ai alors ressenti qu’il me regardait inhabituellement ») par le plaignant (qui conteste le fait), à qui il a demandé « s’il y avait un souci ». L’appelant a expliqué plus précisément qu’il avait ressenti un regard méprisant de la part du plaignant, qui l’avait regardé de bas en haut.”
“], au sein duquel se trouvaient à tout le moins N.________, F.________ et H.________. Ce groupe était arrivé en trombe, du local des [...] tout proche, à la suite d'un appel d’V.________ à N.________, lui indiquant avoir des problèmes au [...]. V.________ savait pertinemment, au moment où il avait passé son appel, qu’N.________ se trouvait dans ce local et que plusieurs autres [...] y étaient aussi, pour y avoir fait un passage en début de soirée, et qu'au vu des règles existant au sein de leur association, ceux-ci viendraient immédiatement lui prêter main forte et le venger, l'engagement inconditionnel des membres à se soutenir mutuellement, sans poser de questions sur l'objet exact du conflit, caractérisant le mouvement des [...]. Dès leur arrivée, le groupe s'en était d'ailleurs immédiatement pris, de manière brutale, aux membres des [...] présents, chez qui la totalité des blessures, telles qu'exposées dans l'acte d'accusation, avait pu être constatée, dans une action qui aurait pu s'apparenter à une agression au sens de l'art. 134 CP si elle n'avait pas été précédée des actes commis dans la première phase par P.________, membre des [...]. Si aucun acte de violence physique ne paraissait pouvoir être directement imputé à V.________, N.________, H.________ et F.________, leur implication dans la rixe était néanmoins manifeste. Ainsi, en l'occurrence, V.________ savait exactement ce qui se passerait ensuite de son appel et les autres nommés, qui avaient accouru après son appel, avaient joué un rôle essentiel dans la rixe sans qu'il soit déterminant qu'ils avaient ou non eux-mêmes donné des coups. Par leur comportement, leur placement sur les lieux et leur autorité, ils avaient fixé les bases de la bagarre et nourri celle-ci, de nombreux coups et actes de violence ayant été commis par des individus, dont plusieurs portaient le gilet des [...], sur lesquels ils avaient pleine autorité, cela étant attesté par le fait que, lorsque H.________ et N.________ avaient sonné la fin des hostilités, la rixe avait immédiatement et soudainement pris fin.”
“Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“20), et que l’individu correspondant à son signalement semble bien porteur d’un tel sac sur l’une des photographies de la vidéosurveillance annexées à l’audition du 12 décembre 2017 (cf. PV aud. 13, annexes, photographies no 2). Certes, [...] a par ailleurs affirmé qu'il « n'avait rien vu pour l'employé communal ». De telles déclarations, dont on comprend qu'elles se rapportaient aux détails de l'agression de M.________ et des coups qui lui avaient exactement été assénés, ne sont pas contradictoires avec celles, formulées en premier lieu, selon lesquelles les personnes apparaissant sur la vidéo étaient bien celles qui avaient participé aux agressions de M.________ et J.________. La présence de Q.________ parmi les personnes courant vers les lieux de l'attaque, sa proximité avec [...] qui l’a initiée en lançant une poubelle et qui avait l’intention de se venger de la dénonciation à la police de M.________ concernant la moto volée, ainsi que les déclarations concordantes des victimes et de témoins, suffisent à se convaincre de la participation active de l’appelant à l'agression, sans qu'il soit au surplus nécessaire, compte tenu du prescrit de l'art. 134 CP, de déterminer la nature exacte des coups portés par l'intéressé. Renforçant encore la conviction de la Cour quant à l’implication concrète de l’appelant, on relèvera qu’entendu en appel, Q.________ a finalement admis avoir proféré des injures à l’encontre de M.________, alors que ce dernier avait précisément déclaré qu’il reconnaissait Q.________ à 60% comme celui qui l’avait traité de « fils de pute » et qui l’avait aussi frappé, sans l’avoir vu puisqu’il s’était mis en boule pour se protéger (PV aud. 11, p. 2). Or, en admettant les injures, l’appelant confirme les déclarations de la victime. L’appelant a ainsi pris part à une attaque violente perpétrée par plusieurs personnes, mues par des intentions hostiles, contre M.________. Les actes de violence exercés par Q.________ et ses comparses à l’encontre de la victime étaient unilatéraux. M.________ est demeuré passif et a subi des lésions corporelles. L’appelant a adopté un comportement actif dans le cadre de cette agression dont il a voulu prendre part pour participer à l’expédition punitive organisée par son [.”
Nicht jede geringfügige oder wenig intensive Gewalt erfüllt Art.134; es muss mindestens die Intensität einfacher Körperverletzung bzw. eine den Tatbestand erfüllende Gefährdung vorliegen.
“Il a réussi à fuir dans la rue et était parfaitement conscient à l'arrivée des secours. S'il a déclaré à la police avoir perdu connaissance après avoir été mis au sol, il ressort des constats médico-légaux et de ses déclarations subséquentes, qu'il s'agissait en réalité plutôt d'un flou visuel dû au choc, et non d'une réelle perte de conscience. Par ailleurs, son pronostic vital n'a à aucun moment été engagé. La question du concours entre l'agression et les lésions corporelles pourrait se poser. Il ne sera toutefois pas retenu en raison du fait que les coups portés et acceptés par les appelants A______ et D______ n'ont pas causé une mise en danger allant au-delà des lésions corporelles simples finalement causées, contrairement aux actes de J______. Un tel concours n'est par ailleurs pas envisagé par l'acte d'accusation, présentant des qualifications subsidiaires et non cumulatives (art. 350 CPP). 3.3.2. Partant, les appelants A______ et D______ seront reconnus coupables d'agression au sens de l'art. 134 CP. Les appels principaux seront dès lors partiellement admis. 4. 4.1.1. Selon l'art. 140 ch. 1 al. 1 CP, se rend coupable de brigandage quiconque aura commis un vol en usant de violence à l'égard d'une personne, en la menaçant d'un danger imminent pour la vie ou l'intégrité corporelle ou en la mettant hors d'état de résister. Le brigandage est une forme aggravée du vol qui se caractérise par les moyens que l'auteur a employés (ATF 133 IV 207 consid. 4.2). Comme dans le cas du vol, l'auteur soustrait la chose, c'est-à-dire qu'il en prend la maîtrise sans le consentement de celui qui l'avait précédemment. À la différence du voleur, qui agit clandestinement ou par surprise, l'auteur recourt à la contrainte pour soustraire la chose d'autrui. La violence est toute action physique immédiate sur le corps de la personne, qui doit défendre la possession de la chose (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1373/2021 du 23 mars 2023 consid. 4.2.1). Il importe peu que la victime ait été mise dans l'incapacité de se défendre pour que le brigandage soit consommé ; il suffit que l'auteur ait recouru aux moyens indiqués et que le vol ait été consommé (ATF 133 IV 207 consid.”
“Für die objektive Strafbarkeits- bedingung des Angriffs ist es unerheblich, welcher der Angreifer die Verletzungen und infolge dessen die Arbeitsunfähigkeit des Privatklägers tatsächlich verursacht hat (vgl. entsprechendes Vorbringen der Verteidigung in Urk. 78 S. 11 f. Rz. 19 und 23). Entsprechend ist mit der Vorinstanz und entgegen den Ausführungen der Ver- teidigung von einer körperlichen und psychischen Beeinträchtigung auszugehen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreicht, weshalb der Tat- bestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt ist. Die Vorinstanz hat sich in der Folge überzeugend zur Konkurrenzfrage eines Angriffs zur ebenfalls erfüllten versuchten schweren Körperverletzung geäussert. Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB konsumiert werden (vgl. so auch die Vorinstanz Urk. 62 S. 21). 5.Fazit Der Beschuldigte ist der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. Rechtfertigungsgründe sind zudem keine ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht, zumal die Verteidigung explizit betonte, sie plädiere nicht auf Notwehr oder Putativnotwehr (Prot.”
“Fazit - 34 - Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die erstellten Verletzungen der Beteilig- ten nicht die Intensität einer einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erreichen, weshalb weder dieser Tatbestand noch derjenige des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB oder des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB vorliegend gegeben ist. Der Beschuldigte ist demnach vom Vorwurf des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB freizusprechen.”
Bei gemischten Tatphasen (Angriff vs. Raufhandel) ist differenziert abzugrenzen; ein Anschluss an den Angriff kann sich auch aus einem Raufhandel entwickeln.
“- übergehen, indem eine Phase des Tatgeschehens als Angriff und eine weitere als Raufhandel oder umgekehrt zu beurteilen ist (vgl. zu einer solchen Phaseneinteilung BGE 118 IV 227 unter Einschluss der nicht publizierten E. 3 ff .; so auch Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, Niggli/Wi- prächtiger [Hrsg.], 4. Aufl., Basel 2019, N 18 zu Art. 134 StGB). Wenn eine Perso- nenmehrheit angegriffen wird, ist denkbar, dass ein Teil der Angegriffenen passiv bleibt, andere sich aber tätlich zur Wehr setzen. Wird dann einer der Angegriffe- nen oder ein Dritter verletzt oder getötet, handelt es sich im Verhältnis der Angrei- fer zum passiv bleibenden Angegriffenen um einen Angriff, im Verhältnis der An- greifer zum sich wehrenden Angegriffenen um einen Raufhandel (Maeder, a.a.O., N 16 zu Art. 134 StGB). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbe- standsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N 9 zu Art. 134 StGB).”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E.”
Für Art. 134 StGB genügt Teilnahme an einem Angriff auch dann, wenn sich eine Person erst nach Beginn dem bereits gestarteten Angriff anschliesst; das spätere Hinzutreten kann in jeder Form erfolgen (tätlich, psychisch, verbal oder konkludent) und macht den Hinzugekommenen zur mitverantwortlichen Beteiligten.
“Il n'est toutefois pas nécessaire que le coauteur ait effectivement participé à l'exécution de l'acte ou qu'il ait pu l'influencer. La coactivité suppose une décision commune, qui ne doit cependant pas obligatoirement être expresse, mais peut aussi résulter d'actes concluants, le dol éventuel quant au résultat étant suffisant. Il n'est pas nécessaire que le coauteur participe à la conception du projet, auquel il peut adhérer ultérieurement. Il n'est pas non plus nécessaire que l'acte soit prémédité; le coauteur peut s'y associer en cours d'exécution. Ce qui est déterminant, c'est que le coauteur se soit associé à la décision dont est issue l'infraction ou à la réalisation de cette dernière, dans des conditions ou dans une mesure qui le font apparaître comme un participant non pas secondaire mais principal. La jurisprudence exige même que le coauteur ait une certaine maîtrise des opérations et que son rôle soit plus ou moins indispensable (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.1 ; 130 IV 58 consid. 9.2.1 ; 125 IV 134 consid. 3a et les références citées). 2.1.4. À teneur de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle, sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Pour que l'infraction d'agression soit retenue, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s'agit là d'une condition objective de punissabilité (non d'un élément constitutif) qui, lorsqu'elle fait défaut, exclut l'infraction d'agression, y compris sous la forme tentée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_101/2014 du 10 novembre 2014 consid. 2). La mort ou la lésion corporelle doivent résulter de l'agression ou des événements qui l'ont suivi immédiatement (ATF 106 IV 246 consid. 3f ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_658/2008 du 6 février 2009 consid. 3.1). En effet, de même que dans le cas de la rixe (art. 133 CP), l'infraction est exclue si le rapport de causalité n'est pas suffisamment étroit.”
“Il n'est toutefois pas nécessaire que le coauteur ait effectivement participé à l'exécution de l'acte ou qu'il ait pu l'influencer. La coactivité suppose une décision commune, qui ne doit cependant pas obligatoirement être expresse, mais peut aussi résulter d'actes concluants, le dol éventuel quant au résultat étant suffisant. Il n'est pas nécessaire que le coauteur participe à la conception du projet, auquel il peut adhérer ultérieurement. Il n'est pas non plus nécessaire que l'acte soit prémédité; le coauteur peut s'y associer en cours d'exécution. Ce qui est déterminant, c'est que le coauteur se soit associé à la décision dont est issue l'infraction ou à la réalisation de cette dernière, dans des conditions ou dans une mesure qui le font apparaître comme un participant non pas secondaire mais principal. La jurisprudence exige même que le coauteur ait une certaine maîtrise des opérations et que son rôle soit plus ou moins indispensable (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.1 ; 130 IV 58 consid. 9.2.1 ; 125 IV 134 consid. 3a et les références citées). 2.1.4. À teneur de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle, sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Pour que l'infraction d'agression soit retenue, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s'agit là d'une condition objective de punissabilité (non d'un élément constitutif) qui, lorsqu'elle fait défaut, exclut l'infraction d'agression, y compris sous la forme tentée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_101/2014 du 10 novembre 2014 consid. 2). La mort ou la lésion corporelle doivent résulter de l'agression ou des événements qui l'ont suivi immédiatement (ATF 106 IV 246 consid. 3f ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_658/2008 du 6 février 2009 consid. 3.1). En effet, de même que dans le cas de la rixe (art. 133 CP), l'infraction est exclue si le rapport de causalité n'est pas suffisamment étroit.”
“Der Tatbestand des Angriffs gemäss Art. 134 StGB setzt eine gewaltsame tätliche Einwirkung von mindestens zwei Personen voraus, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. (BGer 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; 6B_79/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2.3.2; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3). Beim vorliegenden Beweisergebnis ist nicht erstellt, dass die Beschuldigten sich an der tätlichen Einwirkung beteiligt oder sich daran angeschlossen hätten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie von der Eskalation überrascht waren und, sobald sie den Ernst der Lage begriffen, sofort dazu übergingen, den Aggressor vom Opfer zu trennen. Grenzwertig ist hier wiederum die Rolle von B____, der im Anschluss an die Messerstiche das Opfer noch kontrollierte, indem er es auf gefährliche Gegenstände abtastete, bevor die Beteiligten den Tatort verliessen.”
“Nach der bundesgerichtlichen Praxis gilt als Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag (nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan) für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie «mit ihm steht oder fällt». Der Mittäter muss bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat auch tatsächlich mitwirken. Es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 134 IV 1 E. 4.2.3). Demgegenüber ist gemäss Art. 25 StGB als Gehilfe strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet. Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 134 StGB). Der Angriff ist eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; noch offengelassen in 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 f.).”
“Nach der bundesgerichtlichen Praxis gilt als Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag (nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan) für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie «mit ihm steht oder fällt». Der Mittäter muss bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat auch tatsächlich mitwirken. Es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 134 IV 1 E. 4.2.3). Demgegenüber ist gemäss Art. 25 StGB als Gehilfe strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet. Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 134 StGB). Der Angriff ist eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; noch offengelassen in 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 f.). 4.7 Der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer betreffend den Vorwurf des Raubs in Mittäterschaft ist zum aktuellen Zeitpunkt offensichtlich erfüllt, da er mit den beiden Mitbeschuldigten am Tatort (in der Wohnung des Opfers) war, nach dem Verprügeln des Opfers zugegebenermassen mit den Mitbeschuldigten erneut dorthin zurückgekehrt ist (weil diese schauen wollten, was man sonst noch nehmen könne) und insbesondere auch, weil allem Anschein nach wertmässig ein beträchtlicher Teil der Beute (Louis-Vuiton-Koffer) bei ihm gefunden wurde.”
“Des Angriffs macht sich gemäss Art. 134 StGB schuldig, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Somit ist der Angriff die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer anderen Person anschliesst. Die angegriffene Seite muss entweder völlig passiv bleiben oder sich nur defensiv zu schützen versuchen (Maeder, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Auflage 2019, Art. 134 N 6 f.). Als objektive Strafbarkeitsbedingung wird der Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten vorausgesetzt (Maeder, a.a.O., Art. 134 N 10). Nachdem D____ versucht hatte, die Gefahr für seine Freundin abzuwehren, zog er die Feindseligkeit der Beschuldigten auf sich. Sie verprügelten ihn, indem sie ihn schlugen und mit den Füssen gegen den Kopf traten.”
“Des Angriffs macht sich gemäss Art. 134 StGB schuldig, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Somit ist der Angriff die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer anderen Person anschliesst. Die angegriffene Seite muss entweder völlig passiv bleiben oder sich nur defensiv zu schützen versuchen (Maeder, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Auflage 2019, Art. 134 N 6 f.). Als objektive Strafbarkeitsbedingung wird der Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten vorausgesetzt (Maeder, a.a.O., Art. 134 N 10). Nachdem D____ versucht hatte, die Gefahr für seine Freundin abzuwehren, zog er die Feindseligkeit der Beschuldigten auf sich. Sie verprügelten ihn, indem sie ihn schlugen und mit den Füssen gegen den Kopf traten.”
“Des Angriffs macht sich gemäss Art. 134 StGB schuldig, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Somit ist der Angriff die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer anderen Person anschliesst. Die angegriffene Seite muss entweder völlig passiv bleiben oder sich nur defensiv zu schützen versuchen (Maeder, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Auflage 2019, Art. 134 N 6 f.). Als objektive Strafbarkeitsbedingung wird der Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten vorausgesetzt (Maeder, a.a.O., Art. 134 N 10). Nachdem D____ versucht hatte, die Gefahr für seine Freundin abzuwehren, zog er die Feindseligkeit der Beschuldigten auf sich. Sie verprügelten ihn, indem sie ihn schlugen und mit den Füssen gegen den Kopf traten.”
“Aux termes de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Dans l'agression, l'attaque est perpétrée par deux personnes au moins ; il suffit toutefois que quelqu'un se joigne à une attaque déclenchée par un tiers. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale : la ou les victimes restent passives ou se bornent à tenter de se défendre (Donatsch, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 11e éd., 2018, n.”
“Tatbestandsmerkmale Des Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB macht sich schuldig, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafrecht, 4. Auflage, Basel 2019 [nachfolgend: BSK StGB-Bearbeiter], N 6 zu Art. 134, mit weiteren Hinweisen).”
“Gemäss Art. 134 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder Dritten zur Folge hat. Der Angriff ist eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Tatbestand des Art.”
“Das Bundesgericht führt dazu in aus: «Wenn mindestens zwei Personen auf eine dritte Person einschlagen, die passiv die Schläge einsteckt, ohne sich aktiv tätlich zu wehren, kann neben allfälligen Körperverletzungsdelikten nicht Raufhandel, sondern allenfalls Angriff (Art. 134 StGB) vorliegen» (BGer 6B_82/2016 vom 3. Juni 2016 E. 2.1; 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 m. zahlr. Hinw.). Beim vorliegenden Sachverhalt ist das der Fall: I____ hat sich in keiner Weise tätlich gewehrt, sondern von Anbeginn an zu deeskalieren bzw. sich zu schützen versucht. Ebenso hat auch B____ lediglich verbal versucht, beruhigend auf die Situation einzuwirken. Die weiteren Voraussetzungen für einen Angriff sind klar gegeben. Dass B____ mit der Nasenbeinfraktur eine Körperverletzung im Sinn von Art. 123 StGB erlitten hat, ist nicht zweifelhaft. Dies genügt für die Erfüllung der objektiven Strafbarkeitsvoraussetzung, und zwar auch im Hinblick auf den ebenfalls angegriffenen I____, der seinerseits keine Verletzung erlitten hat. Irrelevant ist dabei, ob diese Verletzung B____s vom ersten, durch den Berufungskläger ausgeführten Faustschlag oder erst vom zweiten unbekannter Täterschaft herrührte. So ist Art. 134 StGB auch erfüllt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer anderen anschliesst, und umgekehrt bleibt auch derjenige Beteiligter, der vor der Erfüllung der objektiven Strafbarkeitsbedingung (Tod, Körperverletzung) ausscheidet (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2, 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3 und betr. Raufhandel: BGE 137 IV 1 E. 4.2.2). Selbst wenn davon auszugehen ist, dass zwei Täter im Rahmen eines Gesamtgeschehens nacheinander gegen einen Dritten tätlich wurden, ändert dies daher nichts, zumal es genügt, wenn mehrere Angreifer ohne wechselseitiges Einverständnis handeln (BGer 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.4. m. Verweis auf Stratenwerth et al., Schweizerisches Strafrecht, BT I, 7. Aufl., 2010., § 40 N 40). Es ergeht demnach Schuldspruch wegen Angriffs.”
“Theoretische Grundlagen zu Art. 134 und 133 Abs. 1 StGB Des Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (BSK StGB-Maeder, N 6 zu Art. 134, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt.”
“Die Vorinstanz geht in ihrem Urteil davon aus, dass der Berufungskläger «nach dem ersten Faustschlag gemeinsam mit C____ weiter auf den am Boden liegenden Privatkläger tätlich eingewirkt hat» in dubio nur mit den Fäusten und leitet daraus offenbar den Schuldspruch wegen Angriffs ab. Gemäss der vorliegend vorgenommenen Beweiswürdigung wurde demgegenüber jedoch festgestellt, dass sich der Berufungskläger nach seinem ersten Faustschlag nicht tätlich an der weitergehenden Auseinandersetzung beteiligte. Wie folgend aufzuzeigen sein wird, ist dies für einen Schuldspruch wegen Angriffs aber auch nicht zwingend notwendig. So wird für die Beteiligung an einem Angriff keine andauernde tätliche Einwirkung auf das Opfer voraussetzt, sondern es genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff anschliesst oder diese vom Täter (physisch oder psychisch) unterstützt wird (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 6, 8; Trechsel/Mona, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich 2018, Art. 134 N 2). Der Berufungskläger hat mit seinem ersten Faustschlag der nicht durch Notwehr gedeckt war den Privatkläger niedergestreckt und damit den Boden für die weiteren unmittelbaren Attacken durch seinen Bruder bereitet. Die Attacke war mit C____ wenn nicht gar explizit, so doch zumindest konkludent abgesprochen. Dass C____ vom Berufungskläger bereits darüber informiert sein musste, dass er zuvor bereits einen Konflikt mit einem Türsteher des Clubs gehabt hatte, belegt etwa auch der Umstand, dass C____ in seiner Wut nachdem er nach seinem Eintreffen beim Club die Verletzungen bei seinem Bruder erblickt hatte zuerst auf H____ losgehen wollte, der Berufungskläger C____ dann jedoch zu verstehen gab, dass dies die falsche Person sei. Kurz darauf ging er ohne Weiteres auf den Privatkläger los und setzte den vom Berufungskläger begonnenen Angriff fort.”
Bei kollektiven Tritten/mehrfachen Angriffshandlungen (insbesondere gegen Wehrlose bzw. am Boden Liegende) ist regelmässig Teilnahme am Angriff gegeben; gesamthafte Würdigung widersprüchlicher Zeugenaussagen ist erforderlich.
“________ mit seinem rechten Fuss zwei heftige Tritte gegen den Kopf von C.________ aus, als dieser aufstehen wollte. A.________, E.________ und J.________ traten dann ebenfalls mehrmals mit den Füssen auf den Kopf und Rumpfbereich von C.________ ein, wobei sie mindestens zweimal gegen den Kopf von C.________ traten, welcher zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Tritte resp. des eingenommenen Alkohols wehrlos am Boden lag. Aufgrund der Tritte gegen den Kopf und den Rumpfbereich erlitt C.________ ein leichtes Schädelhirntrauma, eine Nasenbeinfraktur, eine gebrochene Rippe sowie Hautein-, -unterblutungen, -abschürfungen und -rötungen am Kopf, am Rumpf und den Extremitäten. versuchte schwere Körperverletzung (Art. 22 Abs. 1 i.V.m. 122 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei heftigen Fusstritten gegen den Kopf des wehrlos am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser Verletzungen wie z.B. ein Schädelhirntrauma, einen Nasenbeinbruch oder eine gebrochene Rippe erleiden könnte. evtl. vorsätzliche einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei Fusstritten gegen den Kopf resp. Rumpfbereich des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“________ mit seinem rechten Fuss zwei heftige Tritte gegen den Kopf von C.________ aus, als dieser aufstehen wollte. A.________, E.________ und J.________ traten dann ebenfalls mehrmals mit den Füssen auf den Kopf und Rumpfbereich von C.________ ein, wobei sie mindestens zweimal gegen den Kopf von C.________ traten, welcher zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Tritte resp. des eingenommenen Alkohols wehrlos am Boden lag. Aufgrund der Tritte gegen den Kopf und den Rumpfbereich erlitt C.________ ein leichtes Schädelhirntrauma, eine Nasenbeinfraktur, eine gebrochene Rippe sowie Hautein-, -unterblutungen, -abschürfungen und -rötungen am Kopf, am Rumpf und den Extremitäten. versuchte schwere Körperverletzung (Art. 22 Abs. 1 i.V.m. 122 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei heftigen Fusstritten gegen den Kopf des wehrlos am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser Verletzungen wie z.B. ein Schädelhirntrauma, einen Nasenbeinbruch oder eine gebrochene Rippe erleiden könnte. evtl. vorsätzliche einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei Fusstritten gegen den Kopf resp. Rumpfbereich des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“La recourante estime que les conditions de l'art. 21 al. 1 let. b DPMin ne sont pas réalisées ce qui empêchait le prononcé d'ordonnances de classement. 4.1. Le Juge des mineurs ordonne le classement de tout ou partie de la procédure, notamment lorsqu'aucun soupçon justifiant une mise en accusation n'est établi, lorsque les éléments constitutifs d'une infraction ne sont pas réunis ou encore lorsqu'on peut renoncer à toute poursuite ou toute sanction en vertu de dispositions légales (art. 319 al. 1 let. a, b et e CPP cum 3 al. 1 PPMin). 4.2. À teneur de l’art. 5 al. 1 let. a PPMin, l’autorité renonce à toute poursuite pénale si les conditions d'exemption prévues à l'art. 21 DPMin sont remplies et qu'il n'y a pas lieu de prendre de mesures de protection ou que l'autorité civile a déjà ordonné des mesures appropriées. 4.3. Selon l’art. 21 al. 1 let. b DPMin, l’autorité de jugement renonce à prononcer une peine si la culpabilité du mineur et les conséquences de l’acte sont peu importantes. 4.4. Selon l'art. 134 CP, se rend coupable d’agression quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 4.5. Aux termes de l'art. 123 al. 1 CP est punissable quiconque, intentionnellement, fait subir à une personne une atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé, tels que des blessures, meurtrissures, hématomes, écorchures ou des griffures, sauf si ces lésions n'ont pas d'autres conséquences qu'un trouble passager et sans importance du sentiment de bien-être (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1283/2018 du 14 février 2019 consid. 2.1). 4.6. L’art. 144 ch. 1 CP réprime le comportement de quiconque endommage, détruit ou met hors d'usage une chose, soit appartenant à autrui, soit frappée d'un droit d'usage ou d'usufruit au bénéfice d'autrui.”
“La recourante estime que les conditions de l'art. 21 al. 1 let. b DPMin ne sont pas réalisées ce qui empêchait le prononcé d'ordonnances de classement. 4.1. Le Juge des mineurs ordonne le classement de tout ou partie de la procédure, notamment lorsqu'aucun soupçon justifiant une mise en accusation n'est établi, lorsque les éléments constitutifs d'une infraction ne sont pas réunis ou encore lorsqu'on peut renoncer à toute poursuite ou toute sanction en vertu de dispositions légales (art. 319 al. 1 let. a, b et e CPP cum 3 al. 1 PPMin). 4.2. À teneur de l’art. 5 al. 1 let. a PPMin, l’autorité renonce à toute poursuite pénale si les conditions d'exemption prévues à l'art. 21 DPMin sont remplies et qu'il n'y a pas lieu de prendre de mesures de protection ou que l'autorité civile a déjà ordonné des mesures appropriées. 4.3. Selon l’art. 21 al. 1 let. b DPMin, l’autorité de jugement renonce à prononcer une peine si la culpabilité du mineur et les conséquences de l’acte sont peu importantes. 4.4. Selon l'art. 134 CP, se rend coupable d’agression quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 4.5. Aux termes de l'art. 123 al. 1 CP est punissable quiconque, intentionnellement, fait subir à une personne une atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé, tels que des blessures, meurtrissures, hématomes, écorchures ou des griffures, sauf si ces lésions n'ont pas d'autres conséquences qu'un trouble passager et sans importance du sentiment de bien-être (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1283/2018 du 14 février 2019 consid. 2.1). 4.6. L’art. 144 ch. 1 CP réprime le comportement de quiconque endommage, détruit ou met hors d'usage une chose, soit appartenant à autrui, soit frappée d'un droit d'usage ou d'usufruit au bénéfice d'autrui.”
“Erstinstanzliches Urteil Mit Urteil vom 2. Dezember 2022 erkannte das Regionalgericht Bern-Mittelland (Kollegialgericht; nachfolgend Vorinstanz) betreffend A.________ (nachfolgend Beschuldigter) was folgt (pag. 1496 ff.; Hervorhebungen im Original): A. A.________ I. Das Strafverfahren gegen A.________ wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG), begangen am 7./8. Juli 2021 in Bern, durch Konsum von Betäubungsmitteln wird eingestellt (Art. 11 Abs. 1 StPO), ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten. II. A.________ wird schuldig erklärt: der schweren Körperverletzung (Art. 122 StGB), begangen mit D.________ der Tätlichkeiten (Art. 126 Abs. 1 StGB), begangen mit D.________ am 12. November 2021 in Bern, zum Nachteil von E.________ des Angriffs (Art. 134 StGB), begangen mit D.________ am 12. November 2021 in Bern (AKS Ziff. I.A.); der Vergehen gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 lit. i WV), mehrfach begangen durch Tragen eines Reizstoff-Sprays (CS) am 12. November 2021 in Bern (AKS Ziff. I.B.1.); Besitz eines Reizstoff-Sprays (CS) am 9. Dezember 2021 in Bern (AKS Ziff. I.B.1.); des Vergehens gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz (Art. 119 Abs. 1 AIG), begangen am 12. November 2021 in Bern (AKS Ziff. I.B.2.); des geringfügigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 172ter Abs. 1 StGB), begangen am 8. Dezember 2021 zum Nachteil der G.________ in Bern (AKS Ziff. I.B.3.); der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG), mehrfach begangen durch Konsum von Kokain und Cannabis in Bern in der Zeit von ca. Ende März 2021 bis am 6. Juli 2021 (AKS Ziff. I.B.4.); vom 9. Juli 2021 bis am 27.”
“Für die objektive Strafbarkeits- bedingung des Angriffs ist es unerheblich, welcher der Angreifer die Verletzungen und infolge dessen die Arbeitsunfähigkeit des Privatklägers tatsächlich verursacht hat (vgl. entsprechendes Vorbringen der Verteidigung in Urk. 78 S. 11 f. Rz. 19 und 23). Entsprechend ist mit der Vorinstanz und entgegen den Ausführungen der Ver- teidigung von einer körperlichen und psychischen Beeinträchtigung auszugehen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreicht, weshalb der Tat- bestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt ist. Die Vorinstanz hat sich in der Folge überzeugend zur Konkurrenzfrage eines Angriffs zur ebenfalls erfüllten versuchten schweren Körperverletzung geäussert. Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB konsumiert werden (vgl. so auch die Vorinstanz Urk. 62 S. 21). 5.Fazit Der Beschuldigte ist der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. Rechtfertigungsgründe sind zudem keine ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht, zumal die Verteidigung explizit betonte, sie plädiere nicht auf Notwehr oder Putativnotwehr (Prot.”
“Erstellt ist demnach, dass der Beschuldigte C._____ einmal mit einem ca. 5 cm breiten und ca. 30 cm langen hölzernen Gegenstand auf die linke Rückenseite und ein zweites Mal mit der Faust gegen den Kopf schlug, woraus die in der Ankla- geschrift umschriebenen Verletzungen resultierten. Ebenso erstellt ist, dass C._____ von einem Messer sprach, wobei nicht erstellt werden konnte, dass C._____ ein Messer dabei hatte und dieses zückte (Urk. 94 S. 46 ff.). IV. Rechtliche Würdigung 1.Angriff im Sinne von Art. 134 StGB 1.1.Gemäss Art. 134 StGB macht sich unter anderem strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge hat. Die weiteren rechtlichen Grundlagen zum Angriff hat die Vorinstanz zutreffend aufgeführt, so dass darauf verweisen werden kann (Urk. 94 S. 50 f.). 1.2.Gemäss erstelltem Sachverhalt kam es am 1. September 2019 zu einer Ver- folgung des Privatklägers durch den Beschuldigten und dessen Mitstreiter in deren Folge der Privatkläger durch letztere geschlagen wurde. Dabei handelte es sich um eine einseitige, von feindlichen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper des Privatklägers, welche von mindestens zwei Personen ausging und den objektiven Tatbestand des Angriffs klarerweise erfüllt. 1.3.Der Verteidigung ist zwar darin zuzustimmen, dass der Beschuldigte selbst nicht auf den Privatkläger eingeschlagen hat. Der Schluss, wonach seitens des Beschuldigten keine aktive Beteiligung vorliege – er sei nur anwesend gewesen und mehr nicht – und deshalb der Tatbestand des Angriffs nicht erfüllt sei, trifft indes nicht zu.”
“Erstellt ist demnach, dass der Beschuldigte C._____ einmal mit einem ca. 5 cm breiten und ca. 30 cm langen hölzernen Gegenstand auf die linke Rückenseite und ein zweites Mal mit der Faust gegen den Kopf schlug, woraus die in der Ankla- geschrift umschriebenen Verletzungen resultierten. Ebenso erstellt ist, dass C._____ von einem Messer sprach, wobei nicht erstellt werden konnte, dass C._____ ein Messer dabei hatte und dieses zückte (Urk. 94 S. 46 ff.). IV. Rechtliche Würdigung 1.Angriff im Sinne von Art. 134 StGB 1.1.Gemäss Art. 134 StGB macht sich unter anderem strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen zur Folge hat. Die weiteren rechtlichen Grundlagen zum Angriff hat die Vorinstanz zutreffend aufgeführt, so dass darauf verweisen werden kann (Urk. 94 S. 50 f.). 1.2.Gemäss erstelltem Sachverhalt kam es am 1. September 2019 zu einer Ver- folgung des Privatklägers durch den Beschuldigten und dessen Mitstreiter in deren Folge der Privatkläger durch letztere geschlagen wurde. Dabei handelte es sich um eine einseitige, von feindlichen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper des Privatklägers, welche von mindestens zwei Personen ausging und den objektiven Tatbestand des Angriffs klarerweise erfüllt. 1.3.Der Verteidigung ist zwar darin zuzustimmen, dass der Beschuldigte selbst nicht auf den Privatkläger eingeschlagen hat. Der Schluss, wonach seitens des Beschuldigten keine aktive Beteiligung vorliege – er sei nur anwesend gewesen und mehr nicht – und deshalb der Tatbestand des Angriffs nicht erfüllt sei, trifft indes nicht zu.”
“305 CP, dès lors que celle-ci ne vise pas des intérêts individuels. Partant, la qualité pour recourir doit lui être déniée en tant qu'elle porte sur ce chef d'infraction. Il s'ensuit que le recours est irrecevable sur ce point. 1.4. Par ailleurs, l'acte ne contient aucun développement contestant le classement des faits dénoncés par le recourant, relatifs à la griffure de son visage (25 novembre 2021), la disparition de certains meubles et appareils ainsi que l'endommagement de portes de l'appartement (25 janvier 2021). Pour cette raison, la Chambre de céans n'examinera pas ces aspects, dont le classement n'est donc pas contesté. 1.5. Au surplus, le recours émane du plaignant qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. b CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP) en tant qu'il conteste le classement des infractions de vol (art. 139 CP), d'appropriation illégitime (art. 137 CP) et d'agression (art. 134 CP). 2. Le recours conteste le bien-fondé du classement des infractions susmentionnées. 2.1.1. Le ministère public ordonne le classement de tout ou partie de la procédure lorsqu'aucun soupçon ne justifiant une mise en accusation n'est établi (art. 319 al. 1 let. a CPP). Cette disposition doit être appliquée conformément à l'adage "in dubio pro duriore" (arrêt 6B_1456/2017 du 14 mai 2018 consid. 4.1 et les références citées). Celui-ci découle du principe de la légalité (art. 5 al. 1 Cst. et 2 al. 1 CPP en relation avec les art. 309 al. 1, 319 al. 1 et 324 CPP; ATF 138 IV 86 consid. 4.2 p. 91) et signifie qu'en principe, un classement ou une non-entrée en matière ne peuvent être prononcés par le ministère public que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies. Le ministère public et l'autorité de recours disposent, dans ce cadre, d'un certain pouvoir d'appréciation. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave.”
Teilnahme kann auch schon dann ausreichen, wenn durch Mitwirkung mittelbar Verletzungen Dritter entstehen (z. B. Fluchtfolgen) oder wenn die Mitwirkung kausal zum Eintritt von Verletzungen beiträgt.
“Strafrahmen Angriff wird gemäss Art. 134 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.”
“Darüber hinaus sind auch die in der Anklage umschriebenen physischen Verletzungen des Privatklägers (Gehirnerschütterung, Verstauchung des linken Sprunggelenks, Prellung an der rechten Schulter sowie Kratzspur am Schlüssel- bein rechts, multiple Kratzer am Hals, Hautabschürfungen am Knie links und Schürfwunden an beiden Händen) aktenmässig belegt (Urk. 10/2; vgl. auch Urk. 5 S. 2 ff.), ebenso wie die erlittene posttraumatischen Belastungsstörung fachpsy- chiatrisch ausgewiesen ist (Urk. 10/20). Diesbezüglich unbestreitbar ist, dass die Gehirnerschütterung, die Kratzspur am Schlüsselbein sowie die Kratzer am Hals und die posttraumatische Belastungsstörung direkt auf die Gewalteinwirkung durch den Mitbeschuldigten C._____ zurückzuführen sind. Hingegen stammen die übrigen Folgen, namentlich die Sprunggelenksdistorsion, die Hautabschürfungen in der Knieregion und die Schürfwunden an beiden Händen, am ehesten davon, dass der Privatkläger auf der Flucht vor dem Mitbeschuldigten C._____ einen Hechtsprung über die Motorhaube des Audi S5 machen musste und dabei zu- nächst zu Boden fiel, bevor er davonrennen konnte (Urk. 8/1 S. 5; Urk. 8/3 S. 6 f.). Insofern ist also auch die objektive Strafbarkeitsbedingung gemäss Art. 134 StGB erfüllt, wonach die Tat für den Angegriffenen oder einen anderen Teilnehmer min- destens eine Körperverletzung zur Folge haben muss. Ob die Schulterkontusion auf die direkte Gewalteinwirkung des Mitbeschuldigten C._____ zurückzuführen ist oder ob diese ebenfalls beim Fluchtversuch entstanden ist, wie die Verteidi- - 13 - gungen der beiden anderen Mitbeschuldigten argumentieren (Prot. II S. 48 f., S. 56), spielt für die rechtliche Würdigung keine entscheidende Rolle und kann im Ergebnis demnach letztlich offengelassen werden.”
“Des Weiteren ist erstellt, dass der Mitbeschuldigte C._____ anschlies- send den Audi S5, in dem der Privatkläger mitfuhr, auf der N._____-strasse in L._____ erneut ausgebremst und an der Weiterfahrt gehindert hat (vgl. Urk. 79 S. 46; Prot. II S. 30 ff.). Auch dieses Mal lief der Mitbeschuldigte C._____, nach- dem er aus seinem VW Golf ausgestiegen war, schnellen Schrittes zum Audi S5 (Urk. 7/13 S. 12; Prot. II S. 30 ff.), wobei sich sogleich im Bereich der Beifahrertü- re eine tätliche Auseinandersetzung entwickelte, bei der der Mitbeschuldigte C._____ versuchte, den Privatkläger aus dem Fahrzeug zu zerren (Urk. 7/1 S. 3; Urk. 7/13 S. 12 f.), und mit der Faust auf ihn einschlug (Urk. 7/13 S. 13; Prot. I S. 16 f.; Prot. II S. 31 ff. ). Zumindest soweit dies den Mitbeschuldigten C._____ betrifft, ist somit die nach Art. 134 StGB tatbestandsmässige gewaltsame Einwir- kung auf den angegriffenen Privatkläger gegeben. - 13 -”
Auch Versuche einer Katalogtat (z. B. versuchte schwere Körperverletzung/Angriff) fallen unter Art. 66a Abs. 1 und können zur Landesverweisung führen; der Versuch reicht damit für die Ausweisung aus.
“Der Anrechnung der Haft bzw. des vorzeitigen Strafvollzugs (Art. 51 StGB) steht nichts entgegen, weshalb bis und mit heute insgesamt 589 Tage an die Freiheitsstrafe anzurechnen sind. V. Landesverweisung 1.Ausgangslage und rechtliche Grundlagen 1.1.Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen eines schweren persönlichen Härte- falles im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB und bejahte die Vereinbarung der - 25 - Landesverweisung mit dem Freizügigkeitsabkommen der Schweiz und der Euro- päischen Union (EU) und ihren Mitgliedstaaten (FZA; SR 0.142.112.681; Urk. 62 S. 35 ff.). Die Höhe der Landesverweisung setzte die Vorinstanz auf zehn Jahre fest (Urk. 62 S. 36 f.). 1.2.Die Verteidigung des Beschuldigten äusserte sich anlässlich der Berufungs- verhandlung nicht zu einer allfälligen Landesverweisung (Urk. 78). 1.3.Das Gericht verweist den Ausländer, der – wie der Beschuldigte – wegen Straftaten im Sinne von aArt. 122 StGB (schwere Körperverletzung) und Art. 134 StGB (Angriff) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für fünf bis 15 Jahre aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1). Sie muss zudem unabhängig davon angeordnet werden, ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausgesprochen wird (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_560/2020 vom 17. August 2020 E. 1.1.1). Dass es sich um eine versuchte schwere Körperverletzung handelt, ändert daran ebenfalls nichts (BGE 144 IV 168 E. 1.4.1). 1.4.Gemäss Art. 66a Abs. 2 Satz 1 StGB kann das Gericht von einer Landes- verweisung "ausnahmsweise" und unter den kumulativen Voraussetzungen absehen, dass diese (1) für den Ausländer einen schweren persönlichen Härte- fall bewirken würde und (2) die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen.”
“Ergebnis der Strafzumessung Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte für die ihm vorgeworfe- nen Straftaten mit einer Gesamtstrafe von 38 Monaten Freiheitsstrafe zu bestra- fen ist. V. Vollzug der Strafe Aufgrund der Höhe der Freiheitsstrafe kommt weder ein bedingter noch ein teilbe- dingter Vollzug in Betracht (vgl. Art. 42 und Art. 43 StGB). Die Freiheitsstrafe ist damit zu vollziehen. VI. Landesverweisung 1.Die rechtlichen Voraussetzungen der Anordnung und Dauer der Landesver- weisung bzw. des Absehens davon hat die Vorinstanz zutreffend und ausführlich dargestellt und es ist darauf zu verweisen (vgl. Urk. 64 S. 82 ff.). 2.Schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB und Angriff im Sinne von Art. 134 StGB sind Katalogtaten nach Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB, wobei auch der blosse Versuch einer Katalogtat von Art. 66a Abs. 1 StGB erfasst wird (vgl. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1, Urteile des Bundesgerichts 6B_1024/2019 vom”
“Gemäss der Vorinstanz mangelt es aufgrund des Freispruchs des Beschuldigten vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung an einer - 25 - Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB (Urk. 94 S. 59 E. III.D.). Zwar wurde der Beschuldigte wegen eines Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (rechtskräftig) verurteilt, womit – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – eine Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB vorliegt. Diese Tat beging der Beschuldigte indes noch vor Vollendung des”
“Dans ces conditions, il y a lieu de confirmer le sursis partiel de 7 mois prononcé par le premier juge s’agissant de la peine privative de liberté, avec un délai d’épreuve de trois ans, la Cour se référant pour le reste à la motivation du jugement attaqué (art. 82 al. 4 CPP) (cf. jugement attaqué, p. 48 à 53). 6. L’appelant conteste également son expulsion obligatoire de Suisse pour une durée de 7 ans, se prévalant à cet égard de la clause de rigueur de l’art. 66a al. 2 CP. En substance, il fait valoir que son expulsion le mettrait dans une situation personnelle grave dans la mesure où la situation en Afghanistan sur le plan sécuritaire et humanitaire menace concrètement la vie des habitants et où il n’a plus de famille proche dans ce pays, ses parents et ses frères et sœurs ayant émigré en Iran. Il soutient en outre que l’intérêt public à son expulsion ne l’emporte pas sur son intérêt privé à demeurer en Suisse. 6.1. Aux termes de l’art. 66a al. 1 let. b CP, le juge expulse de Suisse pour une durée de 5 à 15 ans l’étranger qui est condamné notamment pour lésions corporelles graves (art. 122 CP) et/ou agression (art. 134 CP), quelle que soit la quotité de la peine prononcée à son encontre. La tentative d’une de ces infractions suffit (ATF 144 IV 168 consid. 1.4.1). Selon l'art. 66a al. 2 CP, le juge peut exceptionnellement renoncer à une expulsion lorsque celle-ci mettrait l'étranger dans une situation personnelle grave et que les intérêts publics à l'expulsion ne l'emportent pas sur l'intérêt privé de l'étranger à demeurer en Suisse. À cet égard, il tiendra compte de la situation particulière de l'étranger qui est né ou qui a grandi en Suisse. En l’espèce, l’appelant a commis deux infractions qui tombent sous le coup de l’art. 66a al. 1 let. b CP, à savoir une tentative de lésions corporelles graves et une agression. Il remplit donc a priori les conditions d’une expulsion, sous la réserve d’une application de l’art. 66a al. 2 CP, voire également des normes de droit international. 6.2. Les conditions pour appliquer l'art. 66a al. 2 CP sont cumulatives. Afin de pouvoir renoncer à une expulsion prévue par l'art.”
“Dans ces conditions, il y a lieu de confirmer le sursis partiel de 7 mois prononcé par le premier juge s’agissant de la peine privative de liberté, avec un délai d’épreuve de trois ans, la Cour se référant pour le reste à la motivation du jugement attaqué (art. 82 al. 4 CPP) (cf. jugement attaqué, p. 48 à 53). 6. L’appelant conteste également son expulsion obligatoire de Suisse pour une durée de 7 ans, se prévalant à cet égard de la clause de rigueur de l’art. 66a al. 2 CP. En substance, il fait valoir que son expulsion le mettrait dans une situation personnelle grave dans la mesure où la situation en Afghanistan sur le plan sécuritaire et humanitaire menace concrètement la vie des habitants et où il n’a plus de famille proche dans ce pays, ses parents et ses frères et sœurs ayant émigré en Iran. Il soutient en outre que l’intérêt public à son expulsion ne l’emporte pas sur son intérêt privé à demeurer en Suisse. 6.1. Aux termes de l’art. 66a al. 1 let. b CP, le juge expulse de Suisse pour une durée de 5 à 15 ans l’étranger qui est condamné notamment pour lésions corporelles graves (art. 122 CP) et/ou agression (art. 134 CP), quelle que soit la quotité de la peine prononcée à son encontre. La tentative d’une de ces infractions suffit (ATF 144 IV 168 consid. 1.4.1). Selon l'art. 66a al. 2 CP, le juge peut exceptionnellement renoncer à une expulsion lorsque celle-ci mettrait l'étranger dans une situation personnelle grave et que les intérêts publics à l'expulsion ne l'emportent pas sur l'intérêt privé de l'étranger à demeurer en Suisse. À cet égard, il tiendra compte de la situation particulière de l'étranger qui est né ou qui a grandi en Suisse. En l’espèce, l’appelant a commis deux infractions qui tombent sous le coup de l’art. 66a al. 1 let. b CP, à savoir une tentative de lésions corporelles graves et une agression. Il remplit donc a priori les conditions d’une expulsion, sous la réserve d’une application de l’art. 66a al. 2 CP, voire également des normes de droit international. 6.2. Les conditions pour appliquer l'art. 66a al. 2 CP sont cumulatives. Afin de pouvoir renoncer à une expulsion prévue par l'art.”
Die Prüfung der subjektiven Schuld kann durch detaillierte, kohärente Aussagen des Beteiligten beeinflusst werden (z. B. zur Schuldfähigkeit oder Verantwortlichkeit), wobei persönliche Umstände — insbesondere bei Jugendlichen — ergänzende Begutachtung rechtfertigen können.
“Pour la Cour de céans, les précisions données par l'appelant dans ses deux auditions démontrent mieux que tout autre élément de preuve qu'il était parfaitement capable d'apprécier la situation qui se présentait à lui au moment des faits et de se déterminer d'après cette appréciation, participant volontairement et activement aux événements. L'appelant a également été en mesure de donner des précisions concernant les faits qui se sont déroulés juste avant et surtout juste après ceux à l'origine de la procédure engagée contre lui, ce qui doit également conduire à réfuter la thèse d'un état d'irresponsabilité. En particulier, son inquiétude vis-à-vis de la gravité potentielle des blessures infligées avec son couteau atteste de sa parfaite compréhension des événements. Par conséquent, le fait que l'appelant ait conservé des souvenirs aussi précis exclut une altération significative de son état de conscience. C'est à bon droit que l'autorité de première instance n'a donc pas fait application de l'art. 263 CP. Le moyen doit ainsi être rejeté. 2.4 Comme la contestation de la mesure d'expulsion repose uniquement sur l'application de l'art. 263 CP en lieu et place de l'art. 134 CP et qu'un état d'irresponsabilité a été exclu, la mesure d'expulsion peut être confirmée sur la base de la motivation pertinente des premiers juges, telle que figurant dans le jugement de première instance auquel il convient de se référer (art. 82 al. 4 CPP ; consid. 4 du jugement entrepris, p. 44), celle-ci n'étant du reste pas remise en cause par l'appelant. 3. 3.1 L'appelant conteste la quotité de la peine infligée. 3.2 3.2.1 Aux termes de l’art. 47 CP, le juge fixe la peine d’après la culpabilité de l’auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l’effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l’acte, par les motivations et les buts de l’auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
“Faits : A. A.________ est prévenu, dans le cadre de la cause Pmin_2017 ouverte le 28 juin 2017 devant le Juge des mineurs, de deux tentatives d'assassinat (art. 22 al. 1 et 112 CP), pour avoir, dans la nuit du 6 au 7 janvier 2017, donné de nombreux coups à B.________ et à C.________, respectivement d'avoir accepté que D.________, E.________, F.________ et G.________ fassent de même. A.________ est également mis en prévention pour rixe (art. 134 CP), pour dommages à la propriété (art. 144 CP), pour vols (art. 139 CP), ainsi que pour diverses infractions à la loi sur la circulation routière et à celle sur les armes. Dans le cadre de cette procédure, une expertise psychiatrique a été réalisée le 30 novembre 2017. Le rapport y relatif a été communiqué aux parties plaignantes, caviardé en ce qui concerne la situation personnelle du prévenu mineur (anamnèse familiale, évolution depuis son arrestation, entretiens avec des tiers, mesures de protection préconisées). Le 22 octobre 2018, A.________ est devenu majeur. Le Juge des mineurs a, le 16 janvier 2019, communiqué au Ministère public de la République et canton de Genève (ci-après : le Procureur des mineurs) sa procédure, considérant que l'instruction était terminée. Le 20 mars 2019, le Procureur des mineurs a retourné la cause au Juge des mineurs; les faits nouveaux survenus dans l'intervalle commandaient que la situation personnelle du prévenu soit complétée, notamment par le biais d'une nouvelle expertise psychiatrique.”
Konsequenz bei nur einer angegriffenen/verwundeten Person: In der Regel wird Art. 134 von dem vorhandenen Verletzungs‑ oder Tötungsdelikt konsumiert; das Angriffstatbestandsmerkmal entfällt, sofern neben der verletzten Person niemand sonst konkret gefährdet war.
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat. L'agression est une infraction de mise en danger. S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause les lésions corporelles, l'infraction de lésion visée par les art. 122ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 122ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 et 2.1.2). Lorsque le blessé était la seule personne agressée, l'art. 134 CP ne trouve en principe pas application (ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat. L'agression est une infraction de mise en danger. S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause les lésions corporelles, l'infraction de lésion visée par les art. 122ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 122ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 et 2.1.2). Lorsque le blessé était la seule personne agressée, l'art. 134 CP ne trouve en principe pas application (ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat. L'agression est une infraction de mise en danger. S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause les lésions corporelles, l'infraction de lésion visée par les art. 122ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 122ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 et 2.1.2). Lorsque le blessé était la seule personne agressée, l'art. 134 CP ne trouve en principe pas application (ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat. L'agression est une infraction de mise en danger. S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause les lésions corporelles, l'infraction de lésion visée par les art. 122ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 122ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 et 2.1.2). Lorsque le blessé était la seule personne agressée, l'art. 134 CP ne trouve en principe pas application (ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat. L'agression est une infraction de mise en danger. S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause les lésions corporelles, l'infraction de lésion visée par les art. 122ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 122ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 et 2.1.2). Lorsque le blessé était la seule personne agressée, l'art. 134 CP ne trouve en principe pas application (ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“Allgemeine rechtliche Ausführungen Des Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.”
“Die Staatsanwaltschaft und die Vorinstanz sehen im Verhalten des Beschul- digten in rechtlicher Hinsicht einen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB. Die Vertei- digung dagegen ist der Ansicht, es handle sich um eine einfache Körperverlet- zung im Sinne von Art. 123 StGB (Urk. 102 S. 2; Urk. 124 S. 12 ff.). Auf die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zur rechtlichen Würdigung und insbesondere zum Verhältnis der Tatbestände des Angriffs und der einfachen Körperverletzung kann grundsätzlich verwiesen werden (Urk. 101 E. II.A.3. S. 41 f.). Dennoch kann ihr aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden: Beim Tatbestand des Angriffs geht es darum, Beweisschwierigkeiten zu vermei- den, weil einerseits im Nachhinein oft nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet resp. welchen Erfolg bewirkt hat, und andererseits nicht ohne Weiteres Mittäterschaft angenommen werden kann (vgl. Botschaft 1985, 1041; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I; Straftaten gegen das Individuum, 7. Aufl. 2010, § 4 N 36). Art. 134 StGB bestraft nur die im Angriff liegende abstrakte Gefährdung. Kann einem Beteiligten die Verursachung einer Verletzung nachgewiesen werden, wird er wegen des Verletzungsdelikts zusätzlich zur Rechenschaft gezogen (BSK StGB-MAEDER, Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 1 und N 12). Eine Aus- nahme von der besagten Regel soll es nach Lehre und Rechtsprechung dann ge- ben, wenn neben der verletzten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. In diesem Fall werde Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbe- stand konsumiert (BGE 135 IV 152 E. 2.1.2 = Pra 99 (2010) Nr. 11; 118 IV 229 E. 5b; Urteil 6B_1240/2014 vom 26. Februar 2015 E. 5.3; BSK StGB-MAEDER, a.a.O., Art. 134 N 13). Eine Konstellation, in der dagegen der Angriff die Körper- verletzung konsumieren würde, ist aufgrund des unterschiedlichen Charakters der Tatbestände (einerseits der Schutz vor einer Gemeingefahr durch ein abstraktes Gefährdungsdelikt und andererseits der Schutz der individuellen Unversehrtheit) nicht ersichtlich.”
“Relèvent de cette disposition les fractures sans complication guérissant complètement, des meurtrissures, des écorchures, des griffures provoquées par des coups, des heurts ou d'autres causes du même genre (ATF 119 IV 25 consid. 2). L'art. 123 CP vise en particulier toutes les dégradations du corps humain, externes ou internes, à la suite d'un choc ou de l'emploi d'un objet, telles les fractures, les foulures, les coupures et les hématomes (arrêt du Tribunal fédéral 6B_187/2015 du 28 avril 2015 consid. 2.1). Un coup de poing dans la figure ayant provoqué un hématome doit, déjà, être sanctionné en application de l'art. 123 CP, parce qu'un hématome est la conséquence de la rupture d'un vaisseau sanguin, dommage qui est une lésion du corps humain, même si celle-ci est superficielle et de peu d'importance (ATF 119 IV 25). S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 conisd. 2.1.2. ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.3. L'art. 134 CP punit d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire l'auteur qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression.”
“Un coup de poing dans la figure ayant provoqué un hématome doit, déjà, être sanctionné en application de l'art. 123 CP, parce qu'un hématome est la conséquence de la rupture d'un vaisseau sanguin, dommage qui est une lésion du corps humain, même si celle-ci est superficielle et de peu d'importance (ATF 119 IV 25). S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 conisd. 2.1.2. ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.3. L'art. 134 CP punit d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire l'auteur qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.4. En l'espèce, la recourante ne s’est pas montrée constante dans sa narration des événements (nombre, nature et emplacement des atteintes à son intégrité corporelle ; personnes présentes pendant qu’une sorte de bâton était utilisé pour la frapper).”
“Relèvent de cette disposition les fractures sans complication guérissant complètement, des meurtrissures, des écorchures, des griffures provoquées par des coups, des heurts ou d'autres causes du même genre (ATF 119 IV 25 consid. 2). L'art. 123 CP vise en particulier toutes les dégradations du corps humain, externes ou internes, à la suite d'un choc ou de l'emploi d'un objet, telles les fractures, les foulures, les coupures et les hématomes (arrêt du Tribunal fédéral 6B_187/2015 du 28 avril 2015 consid. 2.1). Un coup de poing dans la figure ayant provoqué un hématome doit, déjà, être sanctionné en application de l'art. 123 CP, parce qu'un hématome est la conséquence de la rupture d'un vaisseau sanguin, dommage qui est une lésion du corps humain, même si celle-ci est superficielle et de peu d'importance (ATF 119 IV 25). S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 conisd. 2.1.2. ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.3). 4.3. L'art. 134 CP punit d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire l'auteur qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. S'il peut être établi que l'un des agresseurs a causé des lésions corporelles, l'infraction de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé que lorsque la mise en danger de la personne qui a subi des lésions corporelles simples lors de l'agression a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid.”
“Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt. Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die objektive Strafbarkeitsbedingung der Todes- oder Körperverletzungsfolge. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB und Art. 134 StGB prinzipiell echte Konkurrenz. Eine Ausnahme von der besagten Regel gibt es nach Rechtsprechung und herrschender Lehre dann, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. gefährdet worden ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbestand konsumiert, was aber in der Lehre kontrovers diskutiert wird (vgl. Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 4 ff., mit zahlreichen Hinweisen).”
“Daraus geht hervor, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Damit von einem Angriff gesprochen werden kann, müssen mindestens zwei Personen körperlich attackieren. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann wie beim Raufhandel eine Beteiligung auf jede Art erfolgen. So kann Beteiligung auch eine sachlich unterstützende psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei sein. Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt. Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die objektive Strafbarkeitsbedingung der Todes- oder Körperverletzungsfolge. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB und Art. 134 StGB prinzipiell echte Konkurrenz. Eine Ausnahme von der besagten Regel gibt es nach Rechtsprechung und herrschender Lehre dann, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. gefährdet worden ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbestand konsumiert, was aber in der Lehre kontrovers diskutiert wird (vgl. Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 4 ff., mit zahlreichen Hinweisen).”
“So kann Beteiligung auch eine sachlich unterstützende psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei sein. Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt. Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die objektive Strafbarkeitsbedingung der Todes- oder Körperverletzungsfolge. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB und Art. 134 StGB prinzipiell echte Konkurrenz. Eine Ausnahme von der besagten Regel gibt es nach Rechtsprechung und herrschender Lehre dann, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. gefährdet worden ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbestand konsumiert, was aber in der Lehre kontrovers diskutiert wird (vgl. Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 4 ff., mit zahlreichen Hinweisen).”
“En revanche, un concours entre l'infraction de lésion et l'art. 134 CP doit être retenu si l'agression a causé la mise en danger effective d’une autre personne que celle qui a été tuée ou blessée. Le concours est également envisageable, lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). Dans ce dernier cas, toujours selon le Tribunal fédéral, le résultat survenu est sanctionné par l’infraction de lésions corporelles simples et que la mise en danger créée, qui a dépassé le résultat est réprimée par l’infraction de l’art. 134 CP. L’application en concours des art. 123 et 134 CP est ainsi justifiée par le fait que le résultat et la mise en danger sont sanctionnés distinctement.”
“Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. Cette disposition protège l'intégrité corporelle et la santé tant physique que psychique. Les lésions corporelles sont une infraction de résultat qui implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés (ATF 135 IV 152 précité consid. 1.1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésion visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 précité ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S’il n’y a qu’une seule victime, on ne retiendra que l’infraction de lésion en cause (Dupuis et al. [éd.], Petit Commentaire du Code pénal, 2e éd., Bâle 2017, n. 7 ad art. 134 CP et les références citées). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité). 5.2.3 Selon l'art. 15 CP, quiconque, de manière contraire au droit, est attaqué ou menacé d'une attaque imminente a le droit de repousser l'attaque par des moyens proportionnés aux circonstances. Si l'auteur, en repoussant une attaque, a excédé les limites de la légitime défense au sens de l'art. 15 CP, le juge atténue la peine (art.”
Bei Gruppenangriffen sprechen schwere Kopfverletzungen und operative Frakturen sowie vielfältig dokumentierte körperliche Verletzungen und anschliessende medizinische Behandlung dafür, dass die objektive Strafbarkeitsbedingung von Art. 134 StGB (Körperverletzung) erfüllt sein kann. Solche Befunde stellen relevante Indizien dar, nicht jedoch eine automatische Rechtsfolgenfeststellung.
“237 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/21789/2023 ACPR/695/2024 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du vendredi 27 septembre 2024 Entre A______, actuellement détenu à la prison de B______, représenté par Me C______, avocat, recourant, contre l'ordonnance de prolongation de la détention provisoire rendue le 4 septembre 2024 par le Tribunal des mesures de contrainte, et LE TRIBUNAL DES MESURES DE CONTRAINTE, rue des Chaudronniers 9, 1204 Genève, LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimés. EN FAIT : A. Par acte expédié le 16 septembre 2024, A______ recourt contre l'ordonnance du 4 septembre 2024, notifiée le 6 suivant, par laquelle le Tribunal des mesures de contrainte (ci-après : TMC) a prolongé sa détention provisoire jusqu’au 8 décembre 2024. Le recourant conclut, principalement, à sa libération immédiate, moyennant des mesures de substitution, qu'il énumère. Il conclut à sa mise au bénéfice de l'assistance juridique pour la procédure de recours et la mise des frais à la charge de l'État. B. Les faits pertinents suivants ressortent de la procédure : a. A______, né le ______ 2004, de nationalité française, est prévenu de tentative de meurtre (art. 22 cum 111 CP), subsidiairement tentative de lésions corporelles graves (art. 22 cum 122 CP), ainsi que d'agression (art. 134 CP), subsidiairement rixe (art. 133 CP), pour avoir, le 8 octobre 2023 vers 4h35, à proximité de la discothèque "D______" dans le quartier des E______, à Genève, de concert avec plusieurs autres personnes, participé à une agression dirigée contre F______, G______, H______ et I______. Il lui est en particulier reproché d'avoir porté plusieurs coups à F______ avec un œil de remorquage, le touchant à la tête et dans le dos et lui avoir ainsi causé i) six plaies au niveau du crâne, dont deux présentant des fractures embarrures ayant entraîné un pneumocrâne [épanchement d'air dans la cavité crânienne], ii) une fracture de la dure-mère et iii) une plaie au niveau de l'omoplate gauche. Il lui et aussi reproché une entrée illégale (art. 115 al. 1 let. a LEI) en Suisse le 8 octobre 2023, sans être au bénéfice de documents d'identité valable, et une infraction de faux dans les certificats (art. 252 cum 255 CP) pour s'être, au moment de son interpellation, légitimé dans un premier temps avec un permis de conduire français au nom de J______.”
“________ ihm sodann das Telefon aus der Hand nahm, damit er die Polizei nicht alarmieren konnte, erhielt C.________ einen Faustschlag von Y.________, worauf er zu Boden ging und dort sodann von Unbekannt mit einem Stuhl geschlagen wurde, so dass er zwischenzeitlich das Bewusstsein verlor. Nachdem Leute aus dem Restaurant kamen und «Polizei, Polizei» riefen, rannten die Angreifer schliesslich weg. Bei diesem Vorfall erlitt C.________ diverse Prellungen (an Kopf und Knie), ein Kopftrauma, eine Unterblutung der Bindehaut des Auges sowie eine Mandibulafraktur (Unterkieferbruch), was eine Operation sowie eine Arbeitsunfähigkeit über mehrere Monate zur Folge hatte. E.________ erlitt ein leichtes Schädelhirntrauma, ein Hämatom hinter dem Ohr rechts sowie an der Nasenspitze. Mit seinem Verhalten beteiligte sich A.________ aktiv am Angriff auf C.________ und E.________, welche dabei die oben aufgeführten Verletzungen erlitten, und leistete damit im Rahmen der oben umschriebenen Geschehnisse wissentlich und willentlich einen wesentlichen Tatbeitrag dazu. Der Sachverhalt wurde als Angriff gemäss Art. 134 StGB angeklagt.”
“Der Privatkläger erlitt durch diesen Angriff diverse dokumentierte Verlet- zungen im Kopfbereich, am rechten Schulterdach, an der rechten Brustkorbvor- derseite, am rechten Arm und an der rechten Oberschenkelseite, womit auch die objektive Strafbarkeitsbedingung von Art. 134 StGB eingetreten ist.”
“Nachdem aufgrund des Gesagten mithin bereits die objektiven und sub- jektiven Tatbestandsmerkmale des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB nicht in jeder Hinsicht gegeben sind, kann für die Beurteilung des Falles im Übrigen offen bleiben, ob die körperlichen Beeinträchtigungen der Polizeibeamten die Qualität einer Körperverletzung im Rechtssinne erreichten, doch soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass bei einem Tritt gegen den ungeschützten Hinterkopf mit damit einhergehenden Kopf- und Rückenschmerzen (vgl. Urk. 13/1 F/A 26) und anschliessend notwendiger Medikation mit einem Schmerzmittel (Urk. 13/2 F/A 26) bedeutende Argumente für eine rechtliche Würdigung als Körperverletzung sprechen. Wenn die Verteidigung in ihrem Plädoyer wiederholt darauf hinweist, die Betroffenen hätten im Nachgang zur Auseinandersetzung ja keine übermässigen Schmerzen verspürt (Urk. 64 S. 17 f.) , so übergeht sie dabei geflissentlich, dass die verordneten Schmerzmittel unter anderem ja gerade zur Schmerzlinderung eingenommen wurden.”
“Das Gutachten führt zudem aus, dass die festgestellten Verletzungen voraussichtlich folgenlos, gegebenenfalls un- ter Narbenbildung, abheilen würden (D1 Urk. 9/1 S. 7), weist indes ebenso darauf hin, dass aus rechtsmedizinischer Sicht Schläge bzw. Tritte gegen den Kopf grundsätzlich zu lebensbedrohlichen Verletzungen (Schädelbrüchen, Blutungen im Kopfinneren, Hirngewebsverletzungen etc.) führen können. Dem Privatkläger wurde mitgeteilt, dass er sich notfallmässig in einem Spital vorstellen müsse, falls es zu zunehmenden Symptomen kommen sollte (D1 Urk. 9/1 S. 7). Die dem Pri- vatkläger zugefügten zahlreichen Verletzungen am ganzen Körper und die damit verbundenen Schmerzen hatten Krankheitswert und können bei Weitem nicht mehr als eine vorübergehende harmlose Störung des Wohlbefindens bezeichnet werden, sondern sind als einfache Körperverletzungen zu qualifizieren. Der objek- tive und der subjektive Tatbestand des Angriffs sowie die objektive Strafbarkeits- bedingung der einfachen Körperverletzung sind mithin erfüllt. Der Beschuldigte ist daher des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen.”
Das Hinzustossen kann sogar dann strafbar machen, wenn der Anschluss erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung erfolgt oder die fortdauernde tätliche Einwirkung nicht mehr besteht; massgeblich ist die Gesamtgefährlichkeit des Geschehens und nicht die Kausalität des Beitrags des Einzelnen zum Verletzungserfolg.
“ff. (Anklage wegen mittäterschaftlich begangener versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs zum Nachteil von C____) ist der gesamte Ablauf des Geschehens, von den ersten Stössen und Schlägen auf den hinzueilenden C____ bis zum Zeitpunkt, da der Berufungskläger und Mitbeteiligte auf den zu Boden gefallenen C____ einschlugen und eintraten, als Einheit zu betrachten. Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl.”
“ff. (Anklage wegen mittäterschaftlich begangener versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs zum Nachteil von C____) ist der gesamte Ablauf des Geschehens, von den ersten Stössen und Schlägen auf den hinzueilenden C____ bis zum Zeitpunkt, da der Berufungskläger und Mitbeteiligte auf den zu Boden gefallenen C____ einschlugen und eintraten, als Einheit zu betrachten. Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl.”
“Die Vorinstanz geht in ihrem Urteil davon aus, dass der Berufungskläger «nach dem ersten Faustschlag gemeinsam mit C____ weiter auf den am Boden liegenden Privatkläger tätlich eingewirkt hat» in dubio nur mit den Fäusten und leitet daraus offenbar den Schuldspruch wegen Angriffs ab. Gemäss der vorliegend vorgenommenen Beweiswürdigung wurde demgegenüber jedoch festgestellt, dass sich der Berufungskläger nach seinem ersten Faustschlag nicht tätlich an der weitergehenden Auseinandersetzung beteiligte. Wie folgend aufzuzeigen sein wird, ist dies für einen Schuldspruch wegen Angriffs aber auch nicht zwingend notwendig. So wird für die Beteiligung an einem Angriff keine andauernde tätliche Einwirkung auf das Opfer voraussetzt, sondern es genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff anschliesst oder diese vom Täter (physisch oder psychisch) unterstützt wird (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 6, 8; Trechsel/Mona, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich 2018, Art. 134 N 2). Der Berufungskläger hat mit seinem ersten Faustschlag der nicht durch Notwehr gedeckt war den Privatkläger niedergestreckt und damit den Boden für die weiteren unmittelbaren Attacken durch seinen Bruder bereitet. Die Attacke war mit C____ wenn nicht gar explizit, so doch zumindest konkludent abgesprochen. Dass C____ vom Berufungskläger bereits darüber informiert sein musste, dass er zuvor bereits einen Konflikt mit einem Türsteher des Clubs gehabt hatte, belegt etwa auch der Umstand, dass C____ in seiner Wut nachdem er nach seinem Eintreffen beim Club die Verletzungen bei seinem Bruder erblickt hatte zuerst auf H____ losgehen wollte, der Berufungskläger C____ dann jedoch zu verstehen gab, dass dies die falsche Person sei. Kurz darauf ging er ohne Weiteres auf den Privatkläger los und setzte den vom Berufungskläger begonnenen Angriff fort.”
“Die Vorinstanz geht in ihrem Urteil davon aus, dass der Berufungskläger «nach dem ersten Faustschlag gemeinsam mit C____ weiter auf den am Boden liegenden Privatkläger tätlich eingewirkt hat» in dubio nur mit den Fäusten und leitet daraus offenbar den Schuldspruch wegen Angriffs ab. Gemäss der vorliegend vorgenommenen Beweiswürdigung wurde demgegenüber jedoch festgestellt, dass sich der Berufungskläger nach seinem ersten Faustschlag nicht tätlich an der weitergehenden Auseinandersetzung beteiligte. Wie folgend aufzuzeigen sein wird, ist dies für einen Schuldspruch wegen Angriffs aber auch nicht zwingend notwendig. So wird für die Beteiligung an einem Angriff keine andauernde tätliche Einwirkung auf das Opfer voraussetzt, sondern es genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff anschliesst oder diese vom Täter (physisch oder psychisch) unterstützt wird (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 6, 8; Trechsel/Mona, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich 2018, Art. 134 N 2). Der Berufungskläger hat mit seinem ersten Faustschlag der nicht durch Notwehr gedeckt war den Privatkläger niedergestreckt und damit den Boden für die weiteren unmittelbaren Attacken durch seinen Bruder bereitet. Die Attacke war mit C____ wenn nicht gar explizit, so doch zumindest konkludent abgesprochen. Dass C____ vom Berufungskläger bereits darüber informiert sein musste, dass er zuvor bereits einen Konflikt mit einem Türsteher des Clubs gehabt hatte, belegt etwa auch der Umstand, dass C____ in seiner Wut nachdem er nach seinem Eintreffen beim Club die Verletzungen bei seinem Bruder erblickt hatte zuerst auf H____ losgehen wollte, der Berufungskläger C____ dann jedoch zu verstehen gab, dass dies die falsche Person sei. Kurz darauf ging er ohne Weiteres auf den Privatkläger los und setzte den vom Berufungskläger begonnenen Angriff fort.”
Die Tatbestandsmässige Beteiligung kann in jeder Form erfolgen, sofern die Beteiligten vor Ort in das Geschehen eingreifen; hierzu zählen auch rein psychische oder verbale Handlungen (z. B. Anfeuern, Ratschläge, Warnungen) sowie sachlich unterstützende Beiträge (z. B. Zustecken von Waffen, Blockieren der Flucht), und solche Mitwirkung genügt zur Erfüllung von Art. 134 StGB.
“_____ und der unbekannten Frau nicht nachweisen, wodurch – da an der Auseinandersetzung lediglich die Beschuldigte und die Privatklägerin teilgenommen hätten – kein Angriff vorliege. Ein Angriff scheide aber auch aus dem Grund aus, da die Privatklägerin selbst tätlich geworden sei; so habe sie sel- ber zugegeben, die Beschuldigte auch an den Haaren gezogen zu haben (vgl. Urk. 25 S. 11 ff.; Urk. 46 S. 6 ff.). 1.5.Die Vorinstanz stellte das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfs der einfa- chen Körperverletzung mangels Strafantrag ein (Urk. 33 S. 45). Vorliegend ist da- mit nur zu prüfen, ob ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB vorliegt. In diesem Zusammenhang stellt sich vor allem die Frage, ob ein körperlicher Angriff durch mindestens zwei Personen vorgelegen hat. 2.Voraussetzungen des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB Da die Voraussetzungen des Angriffs relevant sind für den Umfang der Erstellung des Sachverhaltes, ist an dieser Stelle auf diese sowie auch auf die Unterschei- dung zum Raufhandel gemäss Art. 133 StGB einzugehen: Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen betei- ligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Ein Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausge- hen. Eine Beteiligung am Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteilig- ten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Beteiligung kann auch eine sachlich unterstützende, psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der an- greifenden Partei sein, z.B. durch Zustecken von Kampfinstrumenten, Anfeuerun- gen, Ratschläge oder Warnung vor Gefahren. Während der Raufhandel eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung darstellt, ist der Angriff als einseitige körperliche Einwirkung auf eine oder mehrere Personen definiert. Daraus geht hervor, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur de- fensiv zu schützen versucht.”
“Die Verteidigung brachte vor Vorinstanz sowie auch im Berufungsverfahren im Wesentlichen ein, dass auf die Aussagen der Privatklägerin und des Geschä- digten C._____ nicht abgestellt werden könne, da diese – im Gegensatz zu denje- nigen der beiden Beschuldigten – unglaubhaft seien und den Videoaufnahmen wi- - 12 - dersprechen würden. Die Beschuldigte habe sich massiv selbst belastet und ihr tätliches Vorgehen genau bezeichnet. Jedoch lasse sich eine Tatbeteiligung des Mitbeschuldigten B._____ und der unbekannten Frau nicht nachweisen, wodurch – da an der Auseinandersetzung lediglich die Beschuldigte und die Privatklägerin teilgenommen hätten – kein Angriff vorliege. Ein Angriff scheide aber auch aus dem Grund aus, da die Privatklägerin selbst tätlich geworden sei; so habe sie sel- ber zugegeben, die Beschuldigte auch an den Haaren gezogen zu haben (vgl. Urk. 25 S. 11 ff.; Urk. 46 S. 6 ff.). 1.5.Die Vorinstanz stellte das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfs der einfa- chen Körperverletzung mangels Strafantrag ein (Urk. 33 S. 45). Vorliegend ist da- mit nur zu prüfen, ob ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB vorliegt. In diesem Zusammenhang stellt sich vor allem die Frage, ob ein körperlicher Angriff durch mindestens zwei Personen vorgelegen hat. 2.Voraussetzungen des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB Da die Voraussetzungen des Angriffs relevant sind für den Umfang der Erstellung des Sachverhaltes, ist an dieser Stelle auf diese sowie auch auf die Unterschei- dung zum Raufhandel gemäss Art. 133 StGB einzugehen: Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen betei- ligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Ein Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausge- hen. Eine Beteiligung am Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteilig- ten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Beteiligung kann auch eine sachlich unterstützende, psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der an- greifenden Partei sein, z.”
“_____ und der unbekannten Frau nicht nachweisen, wodurch – da an der Auseinandersetzung lediglich die Beschuldigte und die Privatklägerin teilgenommen hätten – kein Angriff vorliege. Ein Angriff scheide aber auch aus dem Grund aus, da die Privatklägerin selbst tätlich geworden sei; so habe sie sel- ber zugegeben, die Beschuldigte auch an den Haaren gezogen zu haben (vgl. Urk. 25 S. 11 ff.; Urk. 46 S. 6 ff.). 1.5.Die Vorinstanz stellte das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfs der einfa- chen Körperverletzung mangels Strafantrag ein (Urk. 33 S. 45). Vorliegend ist da- mit nur zu prüfen, ob ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB vorliegt. In diesem Zusammenhang stellt sich vor allem die Frage, ob ein körperlicher Angriff durch mindestens zwei Personen vorgelegen hat. 2.Voraussetzungen des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB Da die Voraussetzungen des Angriffs relevant sind für den Umfang der Erstellung des Sachverhaltes, ist an dieser Stelle auf diese sowie auch auf die Unterschei- dung zum Raufhandel gemäss Art. 133 StGB einzugehen: Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen betei- ligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Ein Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausge- hen. Eine Beteiligung am Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteilig- ten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Beteiligung kann auch eine sachlich unterstützende, psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der an- greifenden Partei sein, z.B. durch Zustecken von Kampfinstrumenten, Anfeuerun- gen, Ratschläge oder Warnung vor Gefahren. Während der Raufhandel eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung darstellt, ist der Angriff als einseitige körperliche Einwirkung auf eine oder mehrere Personen definiert. Daraus geht hervor, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur de- fensiv zu schützen versucht.”
“Die Verteidigung brachte vor Vorinstanz sowie auch im Berufungsverfahren im Wesentlichen ein, dass auf die Aussagen der Privatklägerin und des Geschä- digten C._____ nicht abgestellt werden könne, da diese – im Gegensatz zu denje- nigen der beiden Beschuldigten – unglaubhaft seien und den Videoaufnahmen wi- - 12 - dersprechen würden. Die Beschuldigte habe sich massiv selbst belastet und ihr tätliches Vorgehen genau bezeichnet. Jedoch lasse sich eine Tatbeteiligung des Mitbeschuldigten B._____ und der unbekannten Frau nicht nachweisen, wodurch – da an der Auseinandersetzung lediglich die Beschuldigte und die Privatklägerin teilgenommen hätten – kein Angriff vorliege. Ein Angriff scheide aber auch aus dem Grund aus, da die Privatklägerin selbst tätlich geworden sei; so habe sie sel- ber zugegeben, die Beschuldigte auch an den Haaren gezogen zu haben (vgl. Urk. 25 S. 11 ff.; Urk. 46 S. 6 ff.). 1.5.Die Vorinstanz stellte das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfs der einfa- chen Körperverletzung mangels Strafantrag ein (Urk. 33 S. 45). Vorliegend ist da- mit nur zu prüfen, ob ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB vorliegt. In diesem Zusammenhang stellt sich vor allem die Frage, ob ein körperlicher Angriff durch mindestens zwei Personen vorgelegen hat. 2.Voraussetzungen des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB Da die Voraussetzungen des Angriffs relevant sind für den Umfang der Erstellung des Sachverhaltes, ist an dieser Stelle auf diese sowie auch auf die Unterschei- dung zum Raufhandel gemäss Art. 133 StGB einzugehen: Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen betei- ligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Ein Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausge- hen. Eine Beteiligung am Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteilig- ten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Beteiligung kann auch eine sachlich unterstützende, psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der an- greifenden Partei sein, z.”
“Nach Art. 134 StGB macht sich des Angriffs strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Durch die gesetzliche Regelung von Art. 134 StGB können wie beim Raufhandel Beweisschwierigkeiten vermieden werden, weil im Nachhinein oft nur schwer festgestellt werden kann, wer welchen Erfolg bewirkt hat (BGer 6B_636/2008 vom 26. Dezember 2008 E. 1.1). Entsprechend handelt es sich auch bei diesem Straftatbestand um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, das nach der ratio legis vor allem – wie vorliegend – Schlägergruppen erfassen will (BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; Stefan Trechsel/Martino Mona, Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 134 N 1; Gian Ege, annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 134 N 1). Unter einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB wird die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen verstanden. Ein Angriff liegt dabei nur dann vor, wenn die angegriffene Person passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Der Angriff muss sodann von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff anschliesst (Stefan Maeder, Basler Kommentar StGB, 2. Aufl. 2014, Art. 134 N 6 f.). Tathandlung ist die Beteiligung an einem Angriff, was jeden Eingriff an Ort und Stelle des Geschehens umfasst (BGer, 6B_79/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2.3.2). Der Täter muss nicht selbst zuschlagen (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; BGer 6B_745/2017 vom 12. März 2018 E. 2.3; BGer 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1). Eine Beteiligung kann auch eine sachlich unterstützende, psychische oder verbale Mitwirkung zu Gunsten der angreifenden Personen sein – etwa ein Anfeuern der tätlich angreifenden Personen (BGer 6B_157/2016 vom 8.”
“Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder Dritten zur Folge hat. Der Angriff ist eine einseitige, von feind- seligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder - 37 - mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Im Gegensatz zum Raufhan- del (vgl. nachfolgend unter E. 2.3. u. 2.4.) geht daraus hervor, dass die angegrif- fene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen ver- sucht. Die Beteiligung an einem Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen.”
“Der Angriff ist eine einseitige, von feind- seligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder - 37 - mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Im Gegensatz zum Raufhan- del (vgl. nachfolgend unter E. 2.3. u. 2.4.) geht daraus hervor, dass die angegrif- fene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen ver- sucht. Die Beteiligung an einem Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung – mindestens im Sinne von Art. 123 StGB (vgl. BSK StGB I–MAEDER, Art. 134 StGB N 10b i.V.m. Art. 133 StGB N 23a; mit weiteren Hinweisen) – eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteil des Bundes- gerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1. m.w.H.).”
“Nach der bundesgerichtlichen Praxis gilt als Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag (nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan) für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie «mit ihm steht oder fällt». Der Mittäter muss bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat auch tatsächlich mitwirken. Es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 134 IV 1 E. 4.2.3). Demgegenüber ist gemäss Art. 25 StGB als Gehilfe strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet. Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 134 StGB). Der Angriff ist eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; noch offengelassen in 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 f.). 4.7 Der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer betreffend den Vorwurf des Raubs in Mittäterschaft ist zum aktuellen Zeitpunkt offensichtlich erfüllt, da er mit den beiden Mitbeschuldigten am Tatort (in der Wohnung des Opfers) war, nach dem Verprügeln des Opfers zugegebenermassen mit den Mitbeschuldigten erneut dorthin zurückgekehrt ist (weil diese schauen wollten, was man sonst noch nehmen könne) und insbesondere auch, weil allem Anschein nach wertmässig ein beträchtlicher Teil der Beute (Louis-Vuiton-Koffer) bei ihm gefunden wurde.”
“Nach der bundesgerichtlichen Praxis gilt als Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag (nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan) für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie «mit ihm steht oder fällt». Der Mittäter muss bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat auch tatsächlich mitwirken. Es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 134 IV 1 E. 4.2.3). Demgegenüber ist gemäss Art. 25 StGB als Gehilfe strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet. Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 134 StGB). Der Angriff ist eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; noch offengelassen in 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 f.). 4.7 Der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer betreffend den Vorwurf des Raubs in Mittäterschaft ist zum aktuellen Zeitpunkt offensichtlich erfüllt, da er mit den beiden Mitbeschuldigten am Tatort (in der Wohnung des Opfers) war, nach dem Verprügeln des Opfers zugegebenermassen mit den Mitbeschuldigten erneut dorthin zurückgekehrt ist (weil diese schauen wollten, was man sonst noch nehmen könne) und insbesondere auch, weil allem Anschein nach wertmässig ein beträchtlicher Teil der Beute (Louis-Vuiton-Koffer) bei ihm gefunden wurde.”
“Nach der bundesgerichtlichen Praxis gilt als Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag (nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan) für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie «mit ihm steht oder fällt». Der Mittäter muss bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat auch tatsächlich mitwirken. Es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 134 IV 1 E. 4.2.3). Demgegenüber ist gemäss Art. 25 StGB als Gehilfe strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet. Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 134 StGB). Der Angriff ist eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; noch offengelassen in 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 f.). 4.7 Der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer betreffend den Vorwurf des Raubs in Mittäterschaft ist zum aktuellen Zeitpunkt offensichtlich erfüllt, da er mit den beiden Mitbeschuldigten am Tatort (in der Wohnung des Opfers) war, nach dem Verprügeln des Opfers zugegebenermassen mit den Mitbeschuldigten erneut dorthin zurückgekehrt ist (weil diese schauen wollten, was man sonst noch nehmen könne) und insbesondere auch, weil allem Anschein nach wertmässig ein beträchtlicher Teil der Beute (Louis-Vuiton-Koffer) bei ihm gefunden wurde.”
“Nach der bundesgerichtlichen Praxis gilt als Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag (nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan) für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie «mit ihm steht oder fällt». Der Mittäter muss bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat auch tatsächlich mitwirken. Es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 134 IV 1 E. 4.2.3). Demgegenüber ist gemäss Art. 25 StGB als Gehilfe strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet. Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 134 StGB). Der Angriff ist eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; noch offengelassen in 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 f.).”
“Inwieweit die Annahme von Mittäterschaft gegen Bundesrecht verstossen soll, tut die Beschwerdeführerin nicht dar. Statt sich mit der ausführlichen Beweiswürdigung der Vorinstanz zum Zusammenwirken zwischen der Beschwerdeführerin, G.C.________ und E.C.________ im Einzelnen auseinanderzusetzen, behauptet sie bloss pauschal, aufgrund der im Urteil geschilderten Geschehnisse könne keinesfalls von Mittäterschaft ausgegangen werden. Damit verfehlt sie bereits die Begründungsanforderungen (siehe Erwägung 1) und kann sie deshalb von vornherein keine Bundesrechtsverletzung belegen. Demgegenüber sind die Feststellungen der Vorinstanz zu den einzelnen Unterstützungshandlungen der Beschuldigten vor Bundesgericht nicht mehr umstritten. Wenn die Beschwerdeführerin meint, bei einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei, wie sie hier zu beurteilen ist, komme ohnehin bloss eine Teilnahme im Sinne von Art. 24 f. StGB in Frage, verkennt sie, dass Art. 134 StGB nicht den tätlichen Angriff als solchen, sondern die Beteiligung daran, unter Strafe stellt (siehe Erwägungen 2 und 4.2). Da die Vorinstanz eine tatbestandsmässige Beteiligung am Angriff durch die Beschwerdeführerin, G.C.________ und E.C.________ bejaht, ist es folgerichtig, wenn sie eine Bestrafung wegen Gehilfenschaft oder Anstiftung nicht in Betracht zieht.”
“Art. 134 StGB stellt wie gesehen die Beteiligung an einem Angriff unter Strafe. Diese kann nach der Rechtsprechung auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3 mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen hat das Bundesgericht schon die Möglichkeit bejaht, den Tatbestand von Art. 134 StGB in Mittäterschaft zu erfüllen (siehe Urteil 6B_989/2009 vom 22. März 2010 E. 3.1 und”
“Art. 134 StGB stellt wie gesehen die Beteiligung an einem Angriff unter Strafe. Diese kann nach der Rechtsprechung auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3 mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen hat das Bundesgericht schon die Möglichkeit bejaht, den Tatbestand von Art. 134 StGB in Mittäterschaft zu erfüllen (siehe Urteil 6B_989/2009 vom 22. März 2010 E. 3.1 und”
“Nach Art. 134 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Ein Angriff ist nach Ansicht des Gesetzgebers prinzipiell geeignet, für das Leben oder die körperliche Integrität des Angegriffenen oder eines Dritten eine konkrete Gefahr oder Verletzung herbeizuführen, weshalb mit Art. 134 StGB eine Bestimmung geschaffen wurde, die dem in Form eines abstrakten Gefährdungsdelikts Rechnung trägt und bereits die Beteiligung unter Strafe stellt. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Während der Raufhandel eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung darstellt, ist der Angriff als einseitige körperliche Einwirkung auf eine oder mehrere Personen definiert. Daraus geht hervor, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Damit von einem Angriff gesprochen werden kann, müssen mindestens zwei Personen körperlich attackieren. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann wie beim Raufhandel eine Beteiligung auf jede Art erfolgen. So kann Beteiligung auch eine sachlich unterstützende psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei sein. Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt.”
“Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl. auch Maeder a.a.O. mit Hinw.). Schliesslich kann die Beteiligung des jeweiligen Täters am Angriff auch bloss psychischer Natur sein, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung - etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren - immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“L'agression étant une infraction de mise en danger abstraite, la participation de l'auteur à une agression suffit pour qu'il soit punissable, sans égard à sa responsabilité s'agissant de la lésion survenue (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Toute personne qui se joint aux agresseurs, quel que soit le rôle qu'elle assume concrètement, réalise le comportement typique. La participation peut être également d'ordre psychique ou verbale, si deux personnes au moins exercent des violences (M. DUPUIS et al., Code pénal – Petit commentaire, 2017, N 4 ad art. 134 et références citées). Peuvent aussi être reconnus coauteurs d'une agression les membres d'un groupe, qui n'exercent pas eux-mêmes de violence physique, mais qui, par leur présence, propagent l'hostilité à l'égard de la victime, contribuent à former un demi-cercle autour de cette dernière afin d'empêcher sa fuite et préviennent de l'arrivée des passants, le groupe fonctionnant alors comme une unité (C. FAVRE/ M. PELLET/ P. STOUDMANN, Code pénal annoté, 2011, N 1.4 ad art. 134 CP). 2.4.2. En l'espèce, il est établi et non contesté que le plaignant a subi, de par les faits en cause, de nombreuses lésions corporelles, parmi lesquelles des dermabrasions et hématomes et diverses douleurs. Pour ce qui est de leur déroulement, comme il ressort des images vidéo dont le contenu est résumé ci-dessus (cf. supra B.c.h.), l’altercation physique débute manifestement par une attaque unilatérale de I______, lequel s’approche et fracasse une bouteille sur la tête de A______. Si les images laissent certes supposer avant cela des discussions houleuses, voir des bousculades, prémices du conflit, il s’agit bien là du premier acte de violence physique, lequel a lieu alors que A______ n’adopte pas une attitude menaçante. Le prévenu se joint ensuite à ladite attaque, dirigée contre un plaignant seul et reculant. Ce dernier a ensuite été roué de coups. Le fait qu'il se relève ensuite, les suive et se batte avec eux peut, certes, potentiellement transformer l'agression en rixe dans un deuxième temps.”
“Faits : A. A.________ est prévenu, dans le cadre de la cause Pmin_2017 ouverte le 28 juin 2017 devant le Juge des mineurs, de deux tentatives d'assassinat (art. 22 al. 1 et 112 CP), pour avoir, dans la nuit du 6 au 7 janvier 2017, donné de nombreux coups à B.________ et à C.________, respectivement d'avoir accepté que D.________, E.________, F.________ et G.________ fassent de même. A.________ est également mis en prévention pour rixe (art. 134 CP), pour dommages à la propriété (art. 144 CP), pour vols (art. 139 CP), ainsi que pour diverses infractions à la loi sur la circulation routière et à celle sur les armes. Dans le cadre de cette procédure, une expertise psychiatrique a été réalisée le 30 novembre 2017. Le rapport y relatif a été communiqué aux parties plaignantes, caviardé en ce qui concerne la situation personnelle du prévenu mineur (anamnèse familiale, évolution depuis son arrestation, entretiens avec des tiers, mesures de protection préconisées). Le 22 octobre 2018, A.________ est devenu majeur. Le Juge des mineurs a, le 16 janvier 2019, communiqué au Ministère public de la République et canton de Genève (ci-après : le Procureur des mineurs) sa procédure, considérant que l'instruction était terminée. Le 20 mars 2019, le Procureur des mineurs a retourné la cause au Juge des mineurs; les faits nouveaux survenus dans l'intervalle commandaient que la situation personnelle du prévenu soit complétée, notamment par le biais d'une nouvelle expertise psychiatrique.”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich die eine dem bereits in Gang gesetzten Angriff einer anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung ‒ etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren ‒ immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 8). Die Todes- oder Verletzungsfolge ist objektive Strafbarkeitsbedingung. Es handelt sich beim Angriff ‒ wie beim Raufhandel ‒ mithin um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, obschon ein Erfolg eintreten muss. Vorausgesetzt ist mindestens eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB (BGer 6B_745/2017vom 12. März 2018 E. 2.4; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1). Anders als bei Raufhandel ist die Bedingung nicht erfüllt, wenn lediglich der Angreifer verletzt wird, sondern es braucht die Verletzung eines der Angegriffenen oder eines Dritten. Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Stefan Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2.). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich die eine dem bereits in Gang gesetzten Angriff einer anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). Denkbar ist mithin auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (Maeder, in: Basler Kommentar, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 134 StGB N 8). Die Todes- oder Verletzungsfolge ist objektive Strafbarkeitsbedingung. Es handelt sich beim Angriff wie beim Raufhandel um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, obschon ein Erfolg eintreten muss. Vorausgesetzt ist mindestens eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB (BGer 6B_745/2017vom 12. März 2018 E. 2.4; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1 S. 153 f.). Anders als beim Raufhandel ist die Bedingung nicht erfüllt, wenn lediglich der Angreifer verletzt wird, sondern es braucht die Verletzung eines der Angegriffenen oder eines Dritten. Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
Bei jugendlichen Tätern wird je nach Alter und Vorstrafenbild unterschiedlich sanktioniert: Bei jungen, erstbestraften Tätern wird Art. 134 StGB häufig nicht mit Freiheitsstrafe, sondern mit einer Geldstrafe vollzogen bzw. als tat- und schuldangemessen angesehen.
“Vorliegend wird der Beschuldigte wegen Angriffs (Art. 134 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG), Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. Für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG) werden mit Busse bestraft. Für den Angriff, den Diebstahl, das mehrfache Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, das Fahren in fahrunfähigem Zustand und die Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch kann somit grundsätzlich sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Angesichts des noch jugendlichen Alters des Beschuldigten im Zeitpunkt der Taten sowie der Tatsache, dass er nicht vorbestraft ist, erachtet der Strafappellationshof für diese Delikte eine Geldstrafe als tat- und schuldangemessen.”
“Vorliegend wird der Beschuldigte wegen Angriffs (Art. 134 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG), Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. Für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG) werden mit Busse bestraft. Für den Angriff, den Diebstahl, das mehrfache Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, das Fahren in fahrunfähigem Zustand und die Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch kann somit grundsätzlich sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Angesichts des noch jugendlichen Alters des Beschuldigten im Zeitpunkt der Taten sowie der Tatsache, dass er nicht vorbestraft ist, erachtet der Strafappellationshof für diese Delikte eine Geldstrafe als tat- und schuldangemessen.”
Die drohende Landesverweisung erhöht in der Praxis die Beurteilung von Fluchtgefahr und beeinflusst Haftprüfungen bzw. die Annahme konkreter Flucht- oder Kollusionsgefahr, insbesondere bei ausländischen Beschuldigten oder bei kurzfristigem Aufenthalt im Land.
“Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag diese konkreten und erheblichen Fluchtindizien nicht zu entkräften. Wie bereits dargelegt, besteht bei ihm der dringende Tatverdacht einer Mittäterschaft bzw. Teilnahme an mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung und an einem Angriff. Der Täterschaft wird unter anderem vorgeworfen, verschiedenen Geschädigten mit einem gefährlichen Gegenstand massive Schläge gegen den Kopf versetzt zu haben. Dass die Vorinstanz davon ausgeht, der Beschwerdeführer müsse im Falle einer entsprechenden Verurteilung mit einer Landesverweisung ernsthaft rechnen, hält vor dem Bundesrecht stand (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 122 und Art. 134 StGB; zum Versuch als Katalogtat s.a. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1 S. 171). Als weitere konkrete Fluchtindizien durfte die Vorinstanz - neben den ihm im Falle einer Verurteilung drohenden empfindlichen Sanktionen - insbesondere mitberücksichtigen, dass der Beschwerdeführer rumänischer Staatsangehöriger ist, sich vor seiner Festnahme erst seit ca. fünf Monaten in der Schweiz aufhielt, alle seine Familienangehörigen vor seiner Verhaftung im Ausland gelebt haben, und er starke soziale und biografische Bezüge zu Rumänien und Österreich hat. Es kann offen bleiben, ob neben Fluchtgefahr auch noch zusätzlich der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO) zu bejahen wäre.”
“Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag diese konkreten und erheblichen Fluchtindizien nicht zu entkräften. Wie bereits dargelegt, besteht bei ihm der dringende Tatverdacht einer Mittäterschaft bzw. Teilnahme an mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung und an einem Angriff. Der Täterschaft wird unter anderem vorgeworfen, verschiedenen Geschädigten mit einem gefährlichen Gegenstand massive Schläge gegen den Kopf versetzt zu haben. Dass die Vorinstanz davon ausgeht, der Beschwerdeführer müsse im Falle einer entsprechenden Verurteilung mit einer Landesverweisung ernsthaft rechnen, hält vor dem Bundesrecht stand (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 122 und Art. 134 StGB; zum Versuch als Katalogtat s.a. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1 S. 171). Als weitere konkrete Fluchtindizien durfte die Vorinstanz - neben den ihm im Falle einer Verurteilung drohenden empfindlichen Sanktionen - insbesondere mitberücksichtigen, dass der Beschwerdeführer rumänischer Staatsangehöriger ist, sich vor seiner Festnahme erst seit ca. fünf Monaten in der Schweiz aufhielt, alle seine Familienangehörigen vor seiner Verhaftung im Ausland gelebt haben, und er starke soziale und biografische Bezüge zu Rumänien und Österreich hat. Es kann offen bleiben, ob neben Fluchtgefahr auch noch zusätzlich der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO) zu bejahen wäre.”
“Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag diese konkreten und erheblichen Fluchtindizien nicht zu entkräften. Wie bereits dargelegt, besteht bei ihm der dringende Tatverdacht einer Mittäterschaft bzw. Teilnahme an mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung und an einem Angriff. Der Täterschaft wird unter anderem vorgeworfen, verschiedenen Geschädigten mit einem gefährlichen Gegenstand massive Schläge gegen den Kopf versetzt zu haben. Dass die Vorinstanz davon ausgeht, der Beschwerdeführer müsse im Falle einer entsprechenden Verurteilung mit einer Landesverweisung ernsthaft rechnen, hält vor dem Bundesrecht stand (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 122 und Art. 134 StGB; zum Versuch als Katalogtat s.a. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1 S. 171). Als weitere konkrete Fluchtindizien durfte die Vorinstanz - neben den ihm im Falle einer Verurteilung drohenden empfindlichen Sanktionen - insbesondere mitberücksichtigen, dass der Beschwerdeführer rumänischer Staatsangehöriger ist, sich vor seiner Festnahme erst seit ca. fünf Monaten in der Schweiz aufhielt, alle seine Familienangehörigen vor seiner Verhaftung im Ausland gelebt haben, und er starke soziale und biografische Bezüge zu Rumänien und Österreich hat. Es kann offen bleiben, ob neben Fluchtgefahr auch noch zusätzlich der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO) zu bejahen wäre.”
“Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag diese konkreten und erheblichen Fluchtindizien nicht zu entkräften. Wie bereits dargelegt, besteht bei ihm der dringende Tatverdacht einer Mittäterschaft bzw. Teilnahme an mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung und an einem Angriff. Der Täterschaft wird unter anderem vorgeworfen, verschiedenen Geschädigten mit einem gefährlichen Gegenstand massive Schläge gegen den Kopf versetzt zu haben (vgl. oben, E. 2.4-2.5). Dass die Vorinstanz davon ausgeht, der Beschwerdeführer müsse im Falle einer entsprechenden Verurteilung mit einer Landesverweisung ernsthaft rechnen, hält vor dem Bundesrecht stand (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 122 und Art. 134 StGB; zum Versuch als Katalogtat s.a. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1 S. 171). Als weitere konkrete Fluchtindizien durfte die Vorinstanz - neben den ihm im Falle einer Verurteilung drohenden empfindlichen Sanktionen - insbesondere mitberücksichtigen, dass der Beschwerdeführer rumänischer Staatsangehöriger ist, alle seine Angehörigen in Rumänien oder Österreich wohnen, und er sich vor seiner Verhaftung erst seit wenigen Wochen in der Schweiz aufhielt. Es kann offen bleiben, ob neben Fluchtgefahr auch noch zusätzlich der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO) zu bejahen wäre.”
“Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag diese konkreten und erheblichen Fluchtindizien nicht zu entkräften. Wie bereits dargelegt, besteht bei ihm der dringende Tatverdacht einer Mittäterschaft bzw. Teilnahme an mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung und an einem Angriff. Der Täterschaft wird unter anderem vorgeworfen, verschiedenen Geschädigten mit einem gefährlichen Gegenstand massive Schläge gegen den Kopf versetzt zu haben (vgl. oben, E. 2.4-2.5). Dass die Vorinstanz davon ausgeht, der Beschwerdeführer müsse im Falle einer entsprechenden Verurteilung mit einer Landesverweisung ernsthaft rechnen, hält vor dem Bundesrecht stand (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 122 und Art. 134 StGB; zum Versuch als Katalogtat s.a. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1 S. 171). Als weitere konkrete Fluchtindizien durfte die Vorinstanz - neben den ihm im Falle einer Verurteilung drohenden empfindlichen Sanktionen - insbesondere mitberücksichtigen, dass der Beschwerdeführer rumänischer Staatsangehöriger ist, alle seine Angehörigen in Rumänien oder Österreich wohnen, und er sich vor seiner Verhaftung erst seit wenigen Wochen in der Schweiz aufhielt. Es kann offen bleiben, ob neben Fluchtgefahr auch noch zusätzlich der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO) zu bejahen wäre.”
Bei mehreren gleichzeitig relevanten Delikten (z. B. Angriff plus versuchte schwere Körperverletzung, Landfriedensbruch, Drohung) ist häufig eine kumulative Verfolgung möglich; in einzelnen Fällen können Tatbestände aber auch miteinander konsumieren oder konkurrieren.
“L'état de frais de Me H______, conseil juridique gratuit de G______, satisfait les exigences légales et jurisprudentielles, il convient d'y ajouter la durée des débats (4 heures), ainsi que le déplacement à l'audience. Sa rémunération sera partant arrêtée à CHF 2'366.50 correspondant à 9 heures et 30 minutes d'activité au tarif de CHF 200.-/heure plus la majoration forfaitaire de 10% et un déplacement à CHF 100.-, l'équivalent de la TVA (CHF 220.- x 7.7% = 16.94 et CHF 1'970.- x 8.1% = 159.57). * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Reçoit les appels formés par A______ et D______ et l'appel joint formé par G______ contre le jugement JTCO/94/2023 rendu le 6 septembre 2023 par le Tribunal correctionnel dans la procédure P/7024/2022. Les admet partiellement. Annule ce jugement. Et statuant à nouveau : Acquitte A______ de séquestration (art. 183 al. 1 CP) (ch. 1.1.2 de l'acte d'accusation) et de brigandage (art. 140 ch. 1 CP) (ch. 1.1.5 de l'acte d'accusation). Déclare A______ coupable d'agression (art. 134 CP), de dommages à la propriété d'importance mineure (art. 144 al. 1 CP cum art. 172ter CP) et de violation du domaine secret ou du domaine privé au moyen d'un appareil de prise de vues (art. 179quater CP). Condamne A______ à une peine privative de liberté de 30 mois, sous déduction de 42 jours de détention avant jugement et de 92 jours à titre d'imputation des mesures de substitution (art. 40 et 51 CP). Dit que la peine est prononcée sans sursis à raison de six mois. Met pour le surplus A______ au bénéfice du sursis partiel et fixe la durée du délai d'épreuve à trois ans (art. 43 et 44 CP). Avertit A______ que s'il devait commettre de nouvelles infractions durant le délai d'épreuve, le sursis pourrait être révoqué et la peine suspendue exécutée, cela sans préjudice d'une nouvelle peine (art. 44 al. 3 CP). Condamne A______ à une amende de CHF 500.- (art. 106 CP). Prononce une peine privative de liberté de substitution de cinq jours. Dit que la peine privative de liberté de substitution sera mise à exécution si, de manière fautive, l'amende n'est pas payée.”
“Der Angriff führte zu einer vollendeten und einer versuchten schweren Körperverletzung, womit die objektive Strafbarkeitsbedingung des Angriffes ebenfalls erfüllt ist. Der Beschuldigte und D.________ begingen den Angriff gemeinschaftlich. E.________, die den Privatkläger unter zwei Malen zu schützen versuchte, wurde in den Angriff ebenfalls hineingezogen, da der Beschuldigte und D.________ sie auch traten und schlugen. Sie verhielt sich gemäss Beweiswürdigung ebenfalls passiv, indem sie lediglich den Privatkläger zu schützen versuchte und nicht aktiv Gegenwehr leistete. Die objektiven Tatbestandselemente sind demnach erfüllt. Der Beschuldigte und D.________ handelten in Bezug auf den Angriff direktvorsätzlich. Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe sind keine ersichtlich. Da mit E.________ eine Drittperson in den Angriff involviert wurde, die nicht selber verletzt oder getötet, aber selber gefährdet wurde, besteht echte Konkurrenz zu den Tatbeständen der vollendeten und versuchten schweren Körperverletzung. Es hat demnach ein Schuldspruch wegen Angriffs nach Art. 134 StGB zu erfolgen.”
“63 StGB (unter Aufschub des Freiheitsvollzugs oder vollzugsbegleitend) oder gar eine stationäre Massnahme nach Art. 60 StGB (Behandlung der Alkoholabhängigkeit) anzuordnen sei. 4.Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu neh- men. b)Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich: (Urk. 125 S. 1) 1.Die Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil der Vorinstanz vom 11. Januar 2023 sei abzuweisen und das Urteil der Vorinstanz sei zu bestätigen. 2.Die Kosten des Berufungsverfahrens seien dem Beschuldigten aufzu- erlegen. c)Des unentgeltlichen Rechtsvertreters des Privatklägers 1: (Urk. 105; Urk. 126) Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. _____________________________________ - 9 - Erwägungen: I. Verfahrensgang 1.Mit Urteil vom 11. Januar 2023 des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, wurde der Beschuldigte der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 aStGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB, der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfa- chen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB sowie des geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172 ter Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. Er wurde mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 38 ½ Monaten (wovon 30 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 90.– als Zusatzstrafe zu den Strafen gemäss Strafbefehl der Staatsan- waltschaft Zürich-Sihl vom 11. Oktober 2022, Strafbefehl des Untersuchungsam- tes St. Gallen vom 27. Oktober 2022 und Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 25. November 2022 bestraft. Für die schuldhafte Nichtbezahlung der Busse wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen festgelegt. Darüber hinaus wurde er gemäss Art. 66a StGB für 8 Jahre des Landes verwiesen und im Schen- gener Informationssystem ausgeschrieben. Ferner wurde über die beschlagnahm- ten Gegenstände befunden und der Beschuldigte unter solidarischer Haftung mit den zwei weiteren Beschuldigten B.”
“Abteilung, vom 12. Juni 2019 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: "Es wird erkannt: 1.Das Verfahren wird in Bezug auf die Vorwürfe der Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie des pflicht- widrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG (Dossier 15) eingestellt. 2.Der Beschuldigte ist schuldig [...] der Freiheitsberaubung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Dossier 30); des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (Dossier 6); [...] [...] des mehrfachen Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB (Dossier 1, [...], 7); der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Ziff. 2 StGB (Dossier 1, 27); - 84 - der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB (Dossier 14, 21, [...]); der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Dossier 30); [...] [...] der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB (Dossier 9, 10, 11, 14, 31); des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b und d SVG (Dossier 15, 16, 17) sowie der [...] Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB (Dossier [...], 30). 3.Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB betreffend Dossier 7 freigesprochen. 4.-6. [...] 7.Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 20.”
“305 CP, dès lors que celle-ci ne vise pas des intérêts individuels. Partant, la qualité pour recourir doit lui être déniée en tant qu'elle porte sur ce chef d'infraction. Il s'ensuit que le recours est irrecevable sur ce point. 1.4. Par ailleurs, l'acte ne contient aucun développement contestant le classement des faits dénoncés par le recourant, relatifs à la griffure de son visage (25 novembre 2021), la disparition de certains meubles et appareils ainsi que l'endommagement de portes de l'appartement (25 janvier 2021). Pour cette raison, la Chambre de céans n'examinera pas ces aspects, dont le classement n'est donc pas contesté. 1.5. Au surplus, le recours émane du plaignant qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. b CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP) en tant qu'il conteste le classement des infractions de vol (art. 139 CP), d'appropriation illégitime (art. 137 CP) et d'agression (art. 134 CP). 2. Le recours conteste le bien-fondé du classement des infractions susmentionnées. 2.1.1. Le ministère public ordonne le classement de tout ou partie de la procédure lorsqu'aucun soupçon ne justifiant une mise en accusation n'est établi (art. 319 al. 1 let. a CPP). Cette disposition doit être appliquée conformément à l'adage "in dubio pro duriore" (arrêt 6B_1456/2017 du 14 mai 2018 consid. 4.1 et les références citées). Celui-ci découle du principe de la légalité (art. 5 al. 1 Cst. et 2 al. 1 CPP en relation avec les art. 309 al. 1, 319 al. 1 et 324 CPP; ATF 138 IV 86 consid. 4.2 p. 91) et signifie qu'en principe, un classement ou une non-entrée en matière ne peuvent être prononcés par le ministère public que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies. Le ministère public et l'autorité de recours disposent, dans ce cadre, d'un certain pouvoir d'appréciation. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave.”
“On en veut pour preuve non seulement le déséquilibre des forces en présence – étant relevé à cet égard que les agresseurs ont agi en nette supériorité numérique –, mais encore et surtout, la différence entre les blessures subies de part et d’autre. En l’occurrence, les agresseurs n’ont subi que des blessures superficielles – à l’instar du prévenu, qui fait état de simples dermabrasions –, alors qu’en ce qui les concerne, celles-ci ont subi des lésions corporelles bien plus graves, étant souligné ici que l’une d’entre elles a souffert d’une fracture du tibia nécessitant plusieurs jours d’hospitalisation et que deux lésés ont subi un traumatisme crânien. Compte tenu de l’absence d’un échange de coups réciproques entre les différents protagonistes, la participation de l’appelant à une attaque unilatérale, en nette supériorité numérique qui plus est, ne fait ainsi aucun doute, si bien que la rixe ne peut qu’être écartée. En prenant part à une attaque collective au cours de laquelle des lésions corporelles ont été infligées, A.________ s’est donc rendu coupable d’agression au sens de l’art. 134 CP. 4. La culpabilité de l’appelant est confirmée en appel. La quotité de la peine est toutefois attaquée uniquement comme conséquence des acquittements demandés (cf. PV de la séance de ce jour, p. 3), si bien que la Cour n’est pas tenue de revoir la peine prononcée par le premier juge à titre indépendant (cf. arrêt TF 6B_419/2014 du 9 janvier 2015 consid. 2.3). Au demeurant, il ne ressort pas du dossier que la fixation de la peine, telle qu’opérée par le Juge de police, apparaîtrait comme illégale ou inéquitable (art. 404 al. 2 CPP). 5. L'appelant conteste encore l'expulsion prononcée à son encontre. Il se prévaut de la clause de rigueur et tout particulièrement de son droit au respect de sa vie privée et familiale. Dans ce contexte, il fait valoir pour l’essentiel qu'en raison des liens qu'il entretient avec sa compagne et son fils – qui vivent en Suisse –, un renvoi à F.________ le placerait dans une situation personnelle grave et que l'intérêt public à son expulsion ne l'emporte pas sur son intérêt privé à rester en Suisse (cf.”
Unklarheiten/Darlegungs- und Beweislast bei Notwehrannahme: Schweigen oder fehlende konkrete Angaben des Beschuldigten begründen keinen Notwehrirrtum zu seinen Gunsten; bei unklarer Beteiligung gelten Zweifel zugunsten des Beschuldigten.
“Es bestehen keine konkreten Indizien oder eine natürliche Vermutung für die Richtigkeit der Annahme des von der Verteidigung behaupteten Irrtums über die Notwehrhilfe- Situation. Wenn ein Beschuldigter keine Aussagen zu seinen Vorstellungen im Tatzeitpunkt machen will, muss nicht zu seinen Gunsten davon ausgegangen werden, dass er sich in einem Irrtum befand. Die Ausführungen der Verteidigung, wovon der Beschuldigte im Zeitpunkt seines Hinzutretens zur Auseinanderset- zung ausging (Urk. 30 S. 5; vgl. auch Urk. 52/1 S. 4 f.), sind blosse Spekulatio- nen. Dies vermag eine Aussage des Beschuldigten bzw. ein Beweismittel nicht zu ersetzen. Der Sachverhalt und die Täterschaft des Beschuldigten ist damit anklagegenü- gend erstellt. Ein Irrtum des Beschuldigten über das Vorliegen eines vermeintli- chen Angriffs bzw. ein Handeln aus vermeintlicher Notwehr lag nicht vor. IV. Rechtliche Würdigung Die Vorinstanz würdigte das Verhalten des Beschuldigten als Angriff i.S.v. Art. 134 StGB (Urk. 38 S. 20 ff. ). Die Verteidigung macht im Eventualstandpunkt geltend, es liege lediglich ein Raufhandel vor (Urk 30 S. 5 ff.; Urk. 52/1 S. 6 f.). Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB und des Raufhandels im Sinne von Art. 133 StGB korrekt dargelegt (Urk. 38 S. 19 f.). Diese zutreffenden Erwägungen können übernommen werden. Rekapitulierend und teilweise ergänzend ist Folgendes (nochmals) festzuhalten: Wer sich an einem Raufhandel beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Menschen zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder - 18 - Geldstrafe bestraft (Art. 133 Abs. 1 StGB). Nicht strafbar ist, wer ausschliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet (Art. 133 Abs. 2 StGB). Raufhandel ist die tätliche, wechselseitige Auseinandersetzung zwischen mindestens drei Personen. Die Beteiligung muss eine aktive sein; das passive Einstecken von Schlägen genügt nicht.”
“Celle-ci a consisté en un échange désordonné de coups de toutes parts et donnés par toutes les parties, ce qui ressort du témoignage de I______, étant précisé que les plus violents ont indubitablement été assénés par les frères A/B______. Il est en particulier établi que l'appelant a frappé l'intimé à l'aide de ses poings. L'intimé a quant à lui accusé les coups des frères A/B______ en majeure partie. Il a varié dans ses déclarations s'agissant du caractère actif ou passif de sa participation à la bagarre, le témoin I______ affirmant pour sa part qu'il y avait eu "un échange de coups des deux côtés". Vu l'absence d'autres témoignages précis à cet égard et les déclarations fluctuantes de l'intimé, il demeure difficile d'établir son comportement dans cette bagarre. Il apparaît plus vraisemblable, vu les circonstances et comme l'a indiqué le témoin I______, que des coups ont été échangés des deux côtés et que l'intimé, ce qui sera retenu, s'est physiquement défendu en donnant ou en tentant de donner des coups à ses assaillants, ce doute devant en tout état profiter à l'appelant. 3. 3.1.1. Se rend coupable d'infraction à l'art. 134 CP celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. Celui qui aura pris part à une rixe ayant entrainé la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera reconnu coupable en application de l'art. 133 CP. 3.1.2. La rixe est une altercation physique réciproque entre au moins trois personnes qui y participent activement et qui a pour effet d'entraîner le décès d'une personne ou une lésion corporelle. Le comportement punissable consiste à participer à la bagarre (ATF 131 IV 150 consid. 2 p. 151 ; ATF 106 IV 246 consid. 3e p. 252 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1348/2016 du 27 janvier 2017 consid. 1.1.1). La loi prévoit un fait justificatif spécial : n'est pas punissable l'adversaire qui n'accepte pas le combat et se borne à repousser une attaque, à défendre autrui ou à séparer les combattants (art. 133 al. 2 CP). 3.1.3. À la différence de la rixe, qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid.”
Art. 134 StGB erfasst die Beteiligung an einem einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen körperlichen Angriff, der den Tod oder zumindest eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder Dritten zur Folge hat; dabei genügt, dass der körperliche Angriff von mindestens zwei Personen ausgeht (auch wenn sich eine Person einem bereits begonnenen Angriff anschliesst) und die Todes-/Verletzungsfolge als objektive Strafbarkeitsbedingung wirkt.
“Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die gewaltsame tätliche Einwirkung mindestens zweier Personen auf einen oder mehrere Menschen in feindseliger Absicht. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen bzw. eines Dritten zur Folge haben (OFK/StGB-D ONATSCH, 20. Aufl. 2018, Art. 134 N 1-3 m.H.). Die Beteili- gung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im An- griff liegende abstrakte Gefährdung. In subjektiver Hinsicht richtet sich der Vor- satz daher einzig auf die Beteiligung am Angriff und muss sich nicht auf die To- des- oder Körperverletzungsfolge beziehen (Urteile 6B_79/2016 vom”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich die eine dem bereits in Gang gesetzten Angriff einer anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung ‒ etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren ‒ immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 8). Die Todes- oder Verletzungsfolge ist objektive Strafbarkeitsbedingung. Es handelt sich beim Angriff ‒ wie beim Raufhandel ‒ mithin um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, obschon ein Erfolg eintreten muss. Vorausgesetzt ist mindestens eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB (BGer 6B_745/2017vom 12. März 2018 E. 2.4; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1). Anders als bei Raufhandel ist die Bedingung nicht erfüllt, wenn lediglich der Angreifer verletzt wird, sondern es braucht die Verletzung eines der Angegriffenen oder eines Dritten. Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Stefan Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2.). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich die eine dem bereits in Gang gesetzten Angriff einer anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). Denkbar ist mithin auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (Maeder, in: Basler Kommentar, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 134 StGB N 8). Die Todes- oder Verletzungsfolge ist objektive Strafbarkeitsbedingung. Es handelt sich beim Angriff wie beim Raufhandel um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, obschon ein Erfolg eintreten muss. Vorausgesetzt ist mindestens eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB (BGer 6B_745/2017vom 12. März 2018 E. 2.4; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1 S. 153 f.). Anders als beim Raufhandel ist die Bedingung nicht erfüllt, wenn lediglich der Angreifer verletzt wird, sondern es braucht die Verletzung eines der Angegriffenen oder eines Dritten. Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“Der Angriff ist eine einseitige, von feind- seligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder - 37 - mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Im Gegensatz zum Raufhan- del (vgl. nachfolgend unter E. 2.3. u. 2.4.) geht daraus hervor, dass die angegrif- fene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen ver- sucht. Die Beteiligung an einem Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung – mindestens im Sinne von Art. 123 StGB (vgl. BSK StGB I–MAEDER, Art. 134 StGB N 10b i.V.m. Art. 133 StGB N 23a; mit weiteren Hinweisen) – eines Angegriffenen zur Folge haben (Urteil des Bundes- gerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1. m.w.H.).”
“Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder Dritten zur Folge hat. Der Angriff ist eine einseitige, von feind- seligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder - 37 - mehrerer Menschen. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich eine Person dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Im Gegensatz zum Raufhan- del (vgl. nachfolgend unter E. 2.3. u. 2.4.) geht daraus hervor, dass die angegrif- fene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen ver- sucht. Die Beteiligung an einem Angriff kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Sie kann auch in einer sachlich unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei liegen.”
“L'agression étant une infraction de mise en danger abstraite, la participation de l'auteur à une agression suffit pour qu'il soit punissable, sans égard à sa responsabilité s'agissant de la lésion survenue (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Toute personne qui se joint aux agresseurs, quel que soit le rôle qu'elle assume concrètement, réalise le comportement typique. La participation peut être également d'ordre psychique ou verbale, si deux personnes au moins exercent des violences (M. DUPUIS et al., Code pénal – Petit commentaire, 2017, N 4 ad art. 134 et références citées). Peuvent aussi être reconnus coauteurs d'une agression les membres d'un groupe, qui n'exercent pas eux-mêmes de violence physique, mais qui, par leur présence, propagent l'hostilité à l'égard de la victime, contribuent à former un demi-cercle autour de cette dernière afin d'empêcher sa fuite et préviennent de l'arrivée des passants, le groupe fonctionnant alors comme une unité (C. FAVRE/ M. PELLET/ P. STOUDMANN, Code pénal annoté, 2011, N 1.4 ad art. 134 CP). 2.4.2. En l'espèce, il est établi et non contesté que le plaignant a subi, de par les faits en cause, de nombreuses lésions corporelles, parmi lesquelles des dermabrasions et hématomes et diverses douleurs. Pour ce qui est de leur déroulement, comme il ressort des images vidéo dont le contenu est résumé ci-dessus (cf. supra B.c.h.), l’altercation physique débute manifestement par une attaque unilatérale de I______, lequel s’approche et fracasse une bouteille sur la tête de A______. Si les images laissent certes supposer avant cela des discussions houleuses, voir des bousculades, prémices du conflit, il s’agit bien là du premier acte de violence physique, lequel a lieu alors que A______ n’adopte pas une attitude menaçante. Le prévenu se joint ensuite à ladite attaque, dirigée contre un plaignant seul et reculant. Ce dernier a ensuite été roué de coups. Le fait qu'il se relève ensuite, les suive et se batte avec eux peut, certes, potentiellement transformer l'agression en rixe dans un deuxième temps.”
Bei alternativer rechtlicher Würdigung kann trotz ursprünglich geprüften Raubs wegen Angriff und (z.B.) Diebstahl verurteilt werden; es handelt sich dann um eine andere Rechtswürdigung desselben Lebenssachverhalts.
“Die Staatsanwaltschaft macht in diesem Zusammenhang eventualiter geltend, im Falle eines Schuldspruchs wegen Angriffs und Diebstahls habe kein Freispruch wegen Raubs zu erfolgen, da es sich um eine andere rechtliche Würdigung desselben Lebenssachverhalts handle. Die Anklageschrift vom 24. August 2020 (act. 10'000) würdigte den oben erwähnten Sachverhalt vom 24. Mai 2019 rechtlich als Raub i.S.v. Art. 140 Ziff. 1 StGB, eventualiter als Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB). Der Vorrichter prüfte den Sachverhalt zuerst unter dem Gesichtspunkt des Raubs und sprach den Beschuldigten mangels Erfüllung des Tatbestands von diesem Vorwurf frei. Anschliessend wurde der Sachverhalt auf die Tatbestandselemente des Angriffs und des Diebstahls hin geprüft. Der Vorrichter kam zum Schluss, dass der angeklagte Sachverhalt diese beiden Tatbestände erfüllt, weshalb er den Beschuldigten wegen Angriffs und Diebstahls verurteilte. Folglich ist mit der Staatsanwaltschaft festzustellen, dass es sich lediglich um eine andere – in der Anklageschrift eventualiter erwähnte – rechtliche Würdigung ein und desselben Lebenssachverhalts handelt und kein Freispruch vom Vorwurf des Raubs zu erfolgen hat (vgl. BGE 142 IV 378 E. 1.3). Das Dispositiv des Urteils ist somit diesbezüglich in Ziff. 1 von Amtes wegen abzuändern.”
Für die Abgrenzung von Art. 134 StGB zu anderen Delikten ist massgeblich die konkrete Schwere der Tat und nicht die unterschiedliche Strafdrohung der einschlägigen Normen. Zur Beurteilung können Kriterien herangezogen werden, namentlich das geschützte Rechtsgut, das Ausmass der Gefährdung bzw. Verletzung, die Vorgehensweise, die kriminelle Energie des Täters und das Tatmotiv.
“m.w.H.). Bei der dem Beschuldigten in der Anklage vorgeworfenen Angriff i.S.v. Art. 134 StGB handelt es sich um ein Verbrechen, das mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jah- ren bestraft wird. Bei einer abweichenden rechtlichen Würdigung und der Annah- me eines Raufhandels i.S.v. Art. 133 StGB liegt ein Vergehen vor, welches mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft wird. Entscheidend ist jedoch – wie die Verteidigung selbst erkennt (vgl. Urk. 40 S. 8 f.; Urk. 61 S. 7) – nicht das ange- drohte Strafmass, sondern die Schwere der konkreten Tat. Dabei kann auf Krite- - 10 - rien wie das geschützte Rechtsgut, das Ausmass dessen Gefährdung resp. Ver- letzung, die Vorgehensweise und die kriminelle Energie des Täters und das Tat- motiv abgestellt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1468/2019 vom 1. September 2020, E. 1.4.2 m.w.H.). Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich an einem tätlichen Übergriff beteiligt und einem der Geschädigten einen Fusstritt versetzt zu haben. Sodann habe er einen der Geschädigten von hinten am Kragen gepackt und ihn herumgeschleu- dert, während ein Teil seiner Kollegen auf den Geschädigten eingeschlagen habe (Urk.”
“m.w.H.). Bei der dem Beschuldigten in der Anklage vorgeworfenen Angriff i.S.v. Art. 134 StGB handelt es sich um ein Verbrechen, das mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jah- ren bestraft wird. Bei einer abweichenden rechtlichen Würdigung und der Annah- me eines Raufhandels i.S.v. Art. 133 StGB liegt ein Vergehen vor, welches mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft wird. Entscheidend ist jedoch nicht das angedrohte Strafmass, sondern die Schwere der konkreten Tat. Dabei kann auf Kriterien wie das geschützte Rechtsgut, das Ausmass dessen Gefährdung resp. Verletzung, die Vorgehensweise und die kriminelle Energie des Täters und das Tatmotiv abgestellt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1468/2019 vom 1. September 2020, E. 1.4.2 m.w.H.). Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich an einem tätlichen Übergriff beteiligt zu haben. Konkret habe er mehrfach mit den Fäusten auf den Oberkörperbereich des Geschädigten G._____ eingeschlagen und versucht, ihn mit dem Fuss gegen den Kopf zu treten. Weitere Personen aus seiner Gruppe hätten aus dem Lauf heraus dem Geschädigten unvermittelt einen Faustschlag gegen den Kopf ver- setzt und auch dem weiteren Geschädigten H.”
“Raufhandel steht zu Körperverletzungsdelikten in echter Konkurrenz, weil bei einem Raufhandel nicht nur die verletzte Person, sondern alle Beteiligten und auch Dritte zumindest abstrakt gefährdet werden (BSK StGB-Maeder, N 33 zu Art. 133; Trechsel/Pieth, a.a.O., N 8 zu Art. 133). Die vom Bundesgericht letztgenannte Variante trifft vorliegend zu: D.________ wurde von A.________ und U.________ angegriffen und erlitt dabei diverse Verletzungen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreichten. Durch den Einsatz eines Holzstocks gegen den Rücken- und Kopfbereich sowie die Fusstritte an fast den ganzen Körper haben A.________ und U.________ D.________ aber einem erheblichen Risiko für schwerere Verletzungen und somit einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt. Diese zusätzliche Gefährdung würde durch einen alleinigen Schuldspruch wegen einfacher Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand ebenfalls nicht abgegolten, zumal die einfache Körperverletzung nach Art. 123 StGB eine tiefere Strafandrohung aufweist, als Angriff gemäss Art. 134 StGB (vgl. BSK StGB-Maeder, N 14 zu Art. 134).”
Grenzfälle und praktische Abgrenzung: Die blosse Tatsache, dass nur eine Person verletzt wurde, ist nicht automatisch dispositiv; die konkrete Tatsituation (Art, Intensität, Zielrichtung der Tathandlungen, zusätzliche Gefährdung Dritter) entscheidet über Absorption vs. Konkurrenz; unterschiedliche Gerichte/Lehre diskutieren hier und betonen den Schutzcharakter beider Tatbestände.
“Konkurrenz zwischen Angriff und einfacher Körperverletzung Zur Frage der Konkurrenz zwischen Angriff und einfacher Körperverletzung (mit gefährlichem Gegenstand) wird in der Literatur mehrheitlich festgehalten, der Angreifer sei neben Art. 134 StGB auch wegen Körperverletzung zu bestrafen, wenn er eine körperliche Schädigung des Angegriffenen verursache (BSK StGB-Maeder, N 12 zu Art. 134; Donatsch in: Donatsch (Hrsg.), StGB Kommentar, 19. Auflage, Zürich 2013, N 4 zu Art. 134; Trechsel/Mona in: Trechsel/Pieth (Hrsg.), Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2018, N 7 zu Art. 134). Eine Ausnahme besteht laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung, wenn der Verletzte die einzige angegriffene Person ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB gemäss Bundesgericht durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5.b). Diese Konstellation liegt prima vista auch hier vor: D.________ wurde von A.________ und U.________ angegriffen. Dabei erlitt er die bereits umschriebenen Verletzungen und er war die einzige Person, die angegriffen wurde. Wie die Generalstaatsanwaltschaft zurecht vorgebracht hat, greift es jedoch zu kurz, alleine aufgrund der Tatsache, dass der verletzte D.________ der einzige Angegriffene war, eine Konkurrenz des Angriffs- und des Verletzungstatbestands zu verneinen.”
“Vergleichsweise schwerer fällt das Verschulden für den Angriff im De Wette-Park ins Gewicht. Zum einen kommt hier nach Art. 134 StGB ein auf 5 Jahre erweiterter Strafrahmen zur Anwendung (gegenüber einer Höchststrafe von 3 Jahren für den Raufhandel nach Art. 133 StGB). In einem ersten Schritt kann der Würdigung des Strafgerichts gefolgt werden, wenn es ausführt: «Bezüglich der objektiven Tatschwere im Zusammenhang mit dem Angriff zum Nachteil von C____ ist zunächst auf das Ausmass des schuldhaft herbeigeführten Erfolges abzustellen. Der Geschädigte erlitt aufgrund des Angriffs nicht unerhebliche Verletzungen, namentlich eine Gehirnerschütterung. Vor allem aber ist mit Blick darauf, dass es sich beim Angriff um ein abstraktes Gefährdungsdelikt handelt, von Bedeutung, dass aufgrund der teilweise gegen den Kopf des Opfers gerichteten Faustschläge und Fusstritte eine sehr hohe Eignung des konkret zu beurteilenden Angriffs bestand, eine schwerwiegende konkrete Gefahr für die körperliche Integrität bzw. eine schwerwiegende Verletzung derselben herbeizuführen. In diesem Sinne vermag sich auch die Art und Weise des Tatvorgehens erschwerend auszuwirken, wobei insoweit auch zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte den ersten Faustschlag gegen das Opfer ausgeteilt und den Angriff so entfacht hat und man zu Dritt und damit in Übermacht auf das Opfer losging.”
“Der Gesuchsteller macht ferner im Wesentlichen geltend, das Bundesgericht habe entweder versehentlich oder absichtlich und bewusst die erhebliche Tatsache übersehen, dass beim fraglichen Vorfall abgesehen vom Todesopfer keine weitere Person verletzt oder getötet worden sei. Bei einer Aufteilung des Sachverhalts in zwei Lebensvorgänge sei indes in beiden Teilen dieselbe Tötung enthalten. Eine derartige Aufteilung sei mithin nicht möglich, weil sich die Sachverhalte angesichts des Umstands, dass nur eine Person verletzt bzw. getötet worden sei, überschneiden würden. Hätte das Bundesgericht die Tatsache, dass abgesehen vom Todesopfer keine weitere Person verletzt oder getötet worden sei, nicht übersehen, hätte es ihn (sc. den Gesuchsteller) von der Anklage des Angriffs freisprechen müssen, da der Tatbestand des Angriffs gemäss Art. 134 StGB als objektive Strafbarkeitsbedingung die Körperverletzung oder Tötung eines Angegriffenen voraussetze. Beim Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juni 2020 handle es sich offensichtlich nicht um eine Präzisierung der Rechtsprechung. Das Bundesgericht habe vielmehr den Lebenssachverhalt anders als nach der amtlich publizierten Rechtsprechung abgegrenzt und eine Aufteilung nach Straftatbeständen vorgenommen, um einen Grund dafür zu finden, eine Verletzung des Grundsatzes "ne bis in idem" verneinen zu können (Revisionsgesuch S. 6, 11 ff.).”
“Auf diese Argumentation stützte sich an der Berufungsverhandlung schliesslich auch die aktuelle Verteidigung (Urk. 141 S. 4 f.). Sie stellt sich konkret auf den Standpunkt, eine gleichzeitige Bestrafung wegen Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB und Körperverletzung im Sinne von Art. 122 ff. StGB komme nur dann in Betracht, wenn die verletzte Person durch den Angriff einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt war und somit die Gefährdung den Erfolg an Intensität übertreffe. Im vorliegenden Fall seien sowohl die Handlungen des Beschuldigten als auch diejenigen von C._____ nicht derart intensiv, dass sie eine weitergehende Gefährdung begründen würden (Urk. 141 S. 4). 2.2 Die Vorinstanz hat vorab zum strittigen Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB die notwendigen theoretischen Ausführungen gemacht, worauf zu verweisen ist (Urk. 89 S. 33 f.) . Erneut ist hinsichtlich des Verhältnisses des Angriffs zu einem Verletzungsdelikt zu betonen, dass eine Konkurrenz zwischen Art. 134 StGB und den Art. 122 ff. StGB nach der Rechtsprechung u. a. dann in Betracht kommt, wenn die Person, die während des Angriffs verletzt wurde, ledig- lich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefähr- dung ausgesetzt war. Der als Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB) ausgestaltete Tatbestand des Angriffs wird dabei grundsätzlich nicht durch die weniger schwere - 9 - einfache Körperverletzung konsumiert (Urteil des Bundesgerichts 6B_98/2013 vom 10. Juni 2013, E. 3.2 f.; mit Hinweis auf BGE 135 IV 152, E. 2.1). 2.3 Beide Mittäter, der Beschuldigte und C._____, haben den Privatkläger nicht nur mit Faustschlägen traktiert, sondern auch mit den Füssen gegen Kopf und Torso des am Boden liegenden Privatklägers getreten. Diese Schläge und Fusstritte waren dabei entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 141 S. 4 f.) von einiger Intensität, obschon der Beschuldigte bei seinem eigenen Fusstritt nicht stark ausgeholt hat.”
Die subjektive Komponente kann in Grenzfällen ausschlaggebend sein: Fehlt der Vorsatz oder lag ein Tatbestands-/Sachverhaltsirrtum vor (z. B. Verwechslung mit Raufhandel, Annahme reziproker Auseinandersetzung), kann dies den Strafvorwurf nach Art. 134 ausschliessen.
“Vorliegend handelt es sich bei der Frage, ob in objektiver Hinsicht von ei- nem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB oder von einem Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB auszugehen ist, um einen Grenzfall, nachdem die friedliche Gruppierung aus Leverkusen offensichtlich unvermittelt von den FCZ-Fans ange- gangen und bestohlen wurde und sich in der Folge weitgehend defensiv verhielt, während aber insbesondere der Geschädigte E._____ nach der Entwendung des Schals auch zu Handlungen Zuflucht nahm, welche als Tätlichkeiten gewertet werden können, wobei aber Letztere wiederum durchaus notwehrähnliche Züge aufweisen, da er selber ebenfalls angegangen wurde und sich die Agressoren vom Leib halten wollte (vgl. Urk. 17, Täter 9, Sequenz 01:05:44 - 01:05:58). Wie es sich mit dieser Streitfrage verhält, kann vorliegend jedoch offen bleiben, da an- gesichts der besonderen Umstände des Falles ein Schuldspruch des Beschuldig- ten wegen Angriffes jedenfalls aus subjektiver Warte nicht in Betracht fällt.”
“In subjektiver Hinsicht kann dem Beschuldigten nämlich – wie gezeigt – aufgrund der gegebenen Sachlage nicht nachgewiesen werden, dass er sich an einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB beteiligen wollte. Vielmehr ist zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass er auf die inkriminierten Geschehnisse erst aufmerksam wurde, als die Auseinandersetzung bereits im Gange war (vgl. vor- stehend Ziffer 1.4.). Hatte er aber den Vorfall nicht von Beginn weg mitbekommen und nahm dann aus seiner Warte aus einiger Entfernung eine unübersichtliche Rangelei der Kontrahenten wahr, so konnte er mit guten Gründen davon ausgehen, dass eine wechselseitige Auseinandersetzung im Gange war, ohne sich zwingend darüber Rechenschaft ablegen zu müssen, dass womöglich ursprünglich ein einseitiger Angriff seiner Gruppierung vorlag. Selbst wenn Letzteres mithin tatsächlich zuträfe, müsste dem Beschuldigten bei dieser Konstellation ein Sachverhalts- bzw. Tatbestandsirrtum zu Gute gehalten werden, - 11 - in welchem Fall die relevanten Geschehnisse so zu beurteilen sind, wie sie sich der Irrende vorgestellt hat.”
“Celle-ci a consisté en un échange désordonné de coups de toutes parts et donnés par toutes les parties, ce qui ressort du témoignage de I______, étant précisé que les plus violents ont indubitablement été assénés par les frères A/B______. Il est en particulier établi que l'appelant a frappé l'intimé à l'aide de ses poings. L'intimé a quant à lui accusé les coups des frères A/B______ en majeure partie. Il a varié dans ses déclarations s'agissant du caractère actif ou passif de sa participation à la bagarre, le témoin I______ affirmant pour sa part qu'il y avait eu "un échange de coups des deux côtés". Vu l'absence d'autres témoignages précis à cet égard et les déclarations fluctuantes de l'intimé, il demeure difficile d'établir son comportement dans cette bagarre. Il apparaît plus vraisemblable, vu les circonstances et comme l'a indiqué le témoin I______, que des coups ont été échangés des deux côtés et que l'intimé, ce qui sera retenu, s'est physiquement défendu en donnant ou en tentant de donner des coups à ses assaillants, ce doute devant en tout état profiter à l'appelant. 3. 3.1.1. Se rend coupable d'infraction à l'art. 134 CP celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. Celui qui aura pris part à une rixe ayant entrainé la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera reconnu coupable en application de l'art. 133 CP. 3.1.2. La rixe est une altercation physique réciproque entre au moins trois personnes qui y participent activement et qui a pour effet d'entraîner le décès d'une personne ou une lésion corporelle. Le comportement punissable consiste à participer à la bagarre (ATF 131 IV 150 consid. 2 p. 151 ; ATF 106 IV 246 consid. 3e p. 252 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1348/2016 du 27 janvier 2017 consid. 1.1.1). La loi prévoit un fait justificatif spécial : n'est pas punissable l'adversaire qui n'accepte pas le combat et se borne à repousser une attaque, à défendre autrui ou à séparer les combattants (art. 133 al. 2 CP). 3.1.3. À la différence de la rixe, qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid.”
Bei wiederholtem Fernbleiben von Vorladungen (mehrfaches Nicht-Erscheinen) rechtfertigt die Schwere des Tatvorwurfs (Art. 134 StGB) die polizeiliche Vorführung als verhältnismässige Zwangsmassnahme.
“Dieser mehr als hinreichende Tatverdacht habe sich offensichtlich bereits dahingehend verdichtet, dass eine konkrete Person als an der Straftat beteiligte Person in Frage komme. Habe D. nämlich den fraglichen roten Personenwagen gelenkt –wofür offenbar gewichtige Hinweise vorlägen – so habe er im Mindesten massgeblich an der Ausführung des Delikts mitgewirkt, indem er die Mitangreifer zum Tatort hin- und wieder weggefahren habe. Es bestehe damit der hinreichende bzw. dringende Tatverdacht, dass D. als Mittäter zu qualifizieren sei und eine entsprechende Verurteilung als wahrscheinlich erscheine. Der mutmassliche Lenker, D. , habe offenbar gleich dreimal einer Vorladung nicht Folge geleistet. Da ein hinreichender Tatverdacht vorliege und D. seiner Erscheinungspflicht (mehrfach) nicht nachgekommen sei, seien die Voraussetzungen für eine polizeiliche Vorführung grundsätzlich gegeben. Auch sei eine polizeiliche Vorführung verhältnismässig. Denn angesichts des dreifachen Fernbleibens von D. stünden keine milderen Mittel mehr zur Verfügung; eine polizeiliche Vorführung erweise sich damit als erforderlich. Zudem stehe mit dem Tatvorwurf des Angriffs nach Art. 134 StGB, welcher mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bedroht sei, die Abklärung einer schwerwiegenden Straftat im Raum. Angesichts der Schwere der Straftat überwögen die öffentlichen Interessen den individuellen Grundrechten der von der Zwangsmassnahme betroffenen Person klarerweise, womit sich die polizeiliche Vorführung auch als verhältnismässig im engeren Sinne erweise. Demnach sei das Strafverfahren gegen D. fortzuführen und dieser sei – falls noch nicht erfolgt – unter Hinweis auf die Säumnisfolgen des Fernbleibens vorzuladen oder gleich direkt polizeilich vorzuführen.”
“Dieser mehr als hinreichende Tatverdacht habe sich offensichtlich bereits dahingehend verdichtet, dass eine konkrete Person als an der Straftat beteiligte Person in Frage komme. Habe D. nämlich den fraglichen roten Personenwagen gelenkt –wofür offenbar gewichtige Hinweise vorlägen – so habe er im Mindesten massgeblich an der Ausführung des Delikts mitgewirkt, indem er die Mitangreifer zum Tatort hin- und wieder weggefahren habe. Es bestehe damit der hinreichende bzw. dringende Tatverdacht, dass D. als Mittäter zu qualifizieren sei und eine entsprechende Verurteilung als wahrscheinlich erscheine. Der mutmassliche Lenker, D. , habe offenbar gleich dreimal einer Vorladung nicht Folge geleistet. Da ein hinreichender Tatverdacht vorliege und D. seiner Erscheinungspflicht (mehrfach) nicht nachgekommen sei, seien die Voraussetzungen für eine polizeiliche Vorführung grundsätzlich gegeben. Auch sei eine polizeiliche Vorführung verhältnismässig. Denn angesichts des dreifachen Fernbleibens von D. stünden keine milderen Mittel mehr zur Verfügung; eine polizeiliche Vorführung erweise sich damit als erforderlich. Zudem stehe mit dem Tatvorwurf des Angriffs nach Art. 134 StGB, welcher mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bedroht sei, die Abklärung einer schwerwiegenden Straftat im Raum. Angesichts der Schwere der Straftat überwögen die öffentlichen Interessen den individuellen Grundrechten der von der Zwangsmassnahme betroffenen Person klarerweise, womit sich die polizeiliche Vorführung auch als verhältnismässig im engeren Sinne erweise. Demnach sei das Strafverfahren gegen D. fortzuführen und dieser sei – falls noch nicht erfolgt – unter Hinweis auf die Säumnisfolgen des Fernbleibens vorzuladen oder gleich direkt polizeilich vorzuführen.”
Verfolgung/Verfolgen eines Flüchtenden schliesst regelmässig Notwehr aus: Wer an der Verfolgung teilnimmt oder die Verfolgung aufnimmt, kann sich nicht auf Notwehr berufen.
“Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen keine vor. So kann insbesondere keiner der Beschuldigten eine Notwehrsituation geltend machen. Es waren ja gerade sie, welche die Verfolgung des flüchtenden Privatklägers auf- nahmen. Damit ist der Beschuldigte wegen Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. IV. Strafzumessung”
“Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen keine vor. So kann insbesondere keiner der Beschuldigten eine Notwehrsituation geltend machen. Es waren ja gerade sie, welche die Verfolgung des flüchtenden Privatklägers auf- nahmen. Damit ist der Beschuldigte wegen Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. IV. Strafzumessung”
“Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen keine vor. So kann insbesondere keiner der Beschuldigten eine Notwehrsituation geltend machen. Es waren ja gerade sie, welche die Verfolgung des flüchtenden Privatklägers auf- - 32 - nahmen. Damit ist der Beschuldigte wegen Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. IV. Strafzumessung”
Art. 134 kann neben konkreten Verletzungsdelikten in echter Konkurrenz stehen; die abstrakte Gefährdung kann zusätzlich bestehen und gegebenenfalls eigenständig zur Anwendung gelangen.
“Zwischen dem Angriffs- und dem Verletzungsdelikt zum Nachteil von D____ besteht prinzipiell echte Konkurrenz (Maeder, a.a.O., Art. 134 N 12-13). Die Einschränkung gemäss der Rechtsprechung, wonach bei bloss einer verletzten Person eine weitergehende, über die erlittene einfache Körperverletzung hinausgehende Gefährdung bestehen müsse (BGE 135 IV 152 E. 2.1 = Praxis 2010 Nr. 11; AGE SB.2019.18 vom 22. Juni 2021 E. 3.3 mit Hinweisen; Maeder, a.a.O., Art. 134 N 12-13), vermag die Konkurrenzlage vorliegend nicht zu ändern. Zum einen hat der vorliegend bei D____ eingetretene Taterfolg das Mass der Gefährdung, der von den Tritten gegen den Kopf ausging, nicht erreicht und keine bleibenden, schweren Verletzungen hinterlassen. Die verletzte Person war demnach einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt. Zum anderen wird die abstrakte Gefährdung, die von diesem Angriff auf offener Strasse ausging, vom Verletzungstatbestand nicht erfasst (vgl. Maeder, a.a.O., Art. 134 N 14). Es besteht daher echte Konkurrenz zwischen Art. 122 und Art. 134 StGB, weshalb beide Tatbestände nebeneinander zur Anwendung kommen.”
“Zum einen ergibt sich aus dem Kontext der zitierten Textpassage in BGE 118 IV 227, dass der Verletzungstatbestand den Angriff dann konsumieren soll, wenn die Verletzung des einzig Angegriffenen einem bestimmten Angreifer zugeordnet werden kann. Im Umkehrschluss bedeutet das aber, dass der Tatbestand des Angriffs anwendbar bleibt, wenn die Verletzung des einzig Angegriffenen gerade nicht auf eine bestimmte Person zurückgeführt werden kann (vgl. Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen ST.2007.46/47 vom 6. Mai 2008). Dies entspricht dem Sinn und Zweck des Tatbestands des Angriffs, mit dem Beweisschwierigkeiten vermieden werden sollen (BSK StGB-Maeder, N 1 zu Art. 134). Vorliegend konnte die Augenverletzung keinem der beiden Angreifer zweifelsfrei zugeordnet werden. Das Verursachen dieser Verletzung im Rahmen des Angriffs auf D.________ würde durch einen Schuldspruch wegen einfacher Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand allein somit nicht abgegolten. Die echte Konkurrenz zwischen einfacher Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand und Angriff ergibt sich jedoch zusätzlich auch aus der seither präzisierten Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach eine Konkurrenz zwischen Art. 134 StGB und den Art. 111 ff. oder den Art. 122 ff. StGB in Betracht falle, wenn eine andere als die beim Angriff getötete oder verletzte Person in Gefahr gebracht wurde, oder wenn die Person, die während des Angriffs verletzt wurde, lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt war (BGE 135 IV 152 E. 2.1). Damit folgt das Bundesgericht der Rechtsprechung zum Tatbestand des Raufhandels, dem der Tatbestand des Angriffs nachgebildet ist. Raufhandel steht zu Körperverletzungsdelikten in echter Konkurrenz, weil bei einem Raufhandel nicht nur die verletzte Person, sondern alle Beteiligten und auch Dritte zumindest abstrakt gefährdet werden (BSK StGB-Maeder, N 33 zu Art. 133; Trechsel/Pieth, a.a.O., N 8 zu Art. 133). Die vom Bundesgericht letztgenannte Variante trifft vorliegend zu: D.________ wurde von A.________ und U.________ angegriffen und erlitt dabei diverse Verletzungen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreichten. Durch den Einsatz eines Holzstocks gegen den Rücken- und Kopfbereich sowie die Fusstritte an fast den ganzen Körper haben A.”
Mehrfachvorwürfe in Verbindung mit einschlägigen Vorstrafen und noch laufenden, bedeutsamen Ermittlungen können Untersuchungshaft auch ohne bereits eingetretene Flucht- oder Wiederholungsgefahr als verhältnismässig erscheinen lassen (begrenzte Haftdauer kann zudem verhältnismässig sein).
“Der Beschwerdeführer wurde am 22. Januar 2023 festgenommen. Die Untersuchungshaft wurde für sechs Wochen angeordnet. Mit Blick auf die gegenüber dem Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe der versuchten schweren Körperverletzung (Art. 122 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]; Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren [Versuch = fakultative Strafmilderung]), des Angriffs (Art. 134 StGB; Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren) und des versuchten Raubes (Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB; Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren) sowie der einschlägigen Vorstrafen (vgl. den Strafregisterauszug vom 30. Januar 2023) droht noch keine Überhaft. Die Haftdauer von sechs Wochen erscheint zudem angesichts der noch geplanten Ermittlungshandlungen (vgl. S. 3 des Haftantrags vom 23. Januar 2023 [weitere Einvernahmen der Verfahrensbeteiligten [Opfer, Auskunftspersonen, Beschwerdeführer, Mitbeschuldigte]) als verhältnismässig.”
Bei rechtmässigem polizeilichem Handeln ist Einsatz von Gewalt, der aus der Erfüllung der Einsatzpflicht resultiert, nicht als Angriff i.S.v. Art. 134 StGB zu qualifizieren; insb. ist auf Legitimität und Verhältnismässigkeit des Handelns abzustellen.
“Le 21 juillet 2022, A______ avait vendu de la cocaïne à une policière en civil. Les policiers étaient légitimés à l'arrêter (art. 217 CP). Lorsque B______ avait saisi ses épaules pour l'intimer de rester assis sur le banc, A______ avait tenté de se lever et de prendre la fuite. Le concours de E______ et de D______ n'avait pas suffi à le maîtriser. B______ avait dû maintenir son contrôle du cou jusqu’à ce que A______ parvienne à se défaire de son emprise, puis avait dû procéder à une frappe de déstabilisation au visage pour la reprendre. B______ était parvenu à allonger A______ sur le côté et avait lâché le contrôle du cou dès que celui-ci avait été maîtrisé. Vu le comportement oppositionnel de A______, B______ avait le droit de le contraindre, notamment en agissant tel qu'il l'avait fait. L'usage de la force par ce policier était légitime et proportionnel, s'étant limité aux actes nécessaires à son interpellation (art. 200 CP). Le Ministère public a enfin écarté les infractions de mise en danger de la vie d'autrui (art. 129 CP) et d'agression (art. 134 CP), faute de réalisation des conditions objectives. En effet, A______ ne s'était pas trouvé en danger de mort imminent et son opposition active était à l'origine de l'usage de la force. Subsidiairement, s'agissant de l'agression, l'usage de la force par B______ était légitime et proportionnel, de sorte que les actes du prénommé étaient couverts par sa mission (art. 14 CP). D. a. À l'appui de son recours, A______ soutient que les conditions d'un classement en faveur de G______ n'étaient pas remplies et qu'une telle décision était prématurée. Les mesures employées par les policiers n'étaient pas les moins incisives et ne pouvaient être qualifiées de raisonnables. Lors de son interpellation, alors qu'il était âgé de 46 ans, était en situation précaire et assis seul sur un banc, il s'était retrouvé face à cinq jeunes policiers entraînés, lesquels avaient bénéficié de l'effet de surprise, et ne s'étaient légitimés qu'après avoir posé fermement leurs mains sur ses épaules. Ainsi, un policier avait contrôlé sa tête et son cou, deux autres avaient mis toute leur énergie au contrôle de ses bras, alors qu'il avait une épaule fragile.”
Bei kollektiver bzw. einseitiger Gewalt (mehrere Täter gegen einen oder passive Opfer) genügt bereits die Inkaufnahme ernstlicher bzw. lebensgefährlicher Folgen; die Gefährdung kann über das eingetretene Ergebnis hinausgehen (z. B. Tritte gegen Kopf/Flasche).
“________ mit seinem rechten Fuss zwei heftige Tritte gegen den Kopf von C.________ aus, als dieser aufstehen wollte. A.________, E.________ und J.________ traten dann ebenfalls mehrmals mit den Füssen auf den Kopf und Rumpfbereich von C.________ ein, wobei sie mindestens zweimal gegen den Kopf von C.________ traten, welcher zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Tritte resp. des eingenommenen Alkohols wehrlos am Boden lag. Aufgrund der Tritte gegen den Kopf und den Rumpfbereich erlitt C.________ ein leichtes Schädelhirntrauma, eine Nasenbeinfraktur, eine gebrochene Rippe sowie Hautein-, -unterblutungen, -abschürfungen und -rötungen am Kopf, am Rumpf und den Extremitäten. versuchte schwere Körperverletzung (Art. 22 Abs. 1 i.V.m. 122 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei heftigen Fusstritten gegen den Kopf des wehrlos am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser Verletzungen wie z.B. ein Schädelhirntrauma, einen Nasenbeinbruch oder eine gebrochene Rippe erleiden könnte. evtl. vorsätzliche einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei Fusstritten gegen den Kopf resp. Rumpfbereich des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“Il faut donc qu'il existe un risque qu'un dommage puisse résulter de l'infraction, mais encore que l'auteur sache que ce danger existe (Wissensmoment) et qu'il s'accommode de ce résultat (Willensmoment), même s'il préfère l'éviter (cf. arrêts du Tribunal fédéral 6B_712/2021 du 16 février 2022 consid. 1.2 ; 6B_1151/2020 du 8 avril 2021 consid. 2.2 ; 6B_139/2020 du 1er mai 2020 consid. 2.3). Même si le résultat n'aboutit qu'à des lésions corporelles simples, la mise en danger créée par les coups portés peut, de manière évidente, dépasser en intensité le résultat intervenu. En effet, le fait de porter des coups à la tête avec les poings, les pieds ou d'autres objets dangereux tels qu'une bouteille en verre est susceptible d'entraîner de graves lésions et même la mort de la victime (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.2.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1385/2019 du 27 février 2020 consid. 4 ; 6B_924/2017 du 14 mars 2018 consid. 1.3.1 ; 6B_901/2014 du 27 février 2015 consid. 2.7.3). 3.1.2. Est qualifié d'agression, à teneur de l'art. 134 CP, le fait de participer à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts du Tribunal fédéral 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid. 2.1.1 ; 6B_56/2020 du 16 juin 2020 consid.”
“2 CP, le législateur n'a pas tenu compte du résultat, mais a voulu que l'auteur des lésions corporelles soit poursuivi d'office lorsqu'il avait utilisé une arme, du poison ou un objet dangereux, car le simple fait d'employer ces instruments le fait apparaître comme particulièrement dangereux, même si, dans le cas particulier, cet emploi n'a pas entraîné de graves blessures (ATF 96 IV 16 consid. 3b p. 20). 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.1.4. Selon l'art. 181 CP, se rend coupable de contrainte celui qui, en usant de violence envers une personne ou en la menaçant d'un dommage sérieux, ou en l'entravant de quelque autre manière dans sa liberté d'action, l'aura obligée à faire, à ne pas faire ou à laisser faire un acte. Le bien juridiquement protégé par l'art. 181 CP est la liberté d'action et de décision, plus particulièrement la libre formation et le libre exercice de la volonté (ATF 141 IV 437 consid. 3.2.1 p. 440). Alors que la violence consiste dans l'emploi d'une force physique d'une certaine intensité à l'encontre de la victime (ATF 101 IV 42 consid.”
“286 CP) Infraction commise le 13 septembre 2018, entre 19:49 et 20:00 heures, à Bienne, entre la Place de la Gare et la Rue Wyttenbach, par le fait, après avoir été interpellé en vue d'effectuer un contrôle, car soupçonné d'avoir pris un train sans acheter de billet correspondant, d'avoir pris la fuite devant la police malgré les injonctions d'usage, obligeant la police à mettre en place un dispositif de contrôle pour le retrouver, retardant pendant plus de 10 minutes le contrôle justifié. I.11 Menace et injure (art. 180 al. 1 et 177 al. 1 CP) Infractions commises le 16 septembre 2018, vers 19:20 heures, à Sonceboz, à la gare, au préjudice de H.________, par le fait d'avoir dit au lésé, agent de train, après que celui-ci l'ait interpelé parce qu'il traversait les voies de manière indue, « Vas chier », puis « je te casse la gueule », en approchant son visage très près de celui du lésé, le lésé étant effrayé par ces agissements et propos, en étant également touché dans son honneur. I.12 Tentative de lésions corporelles graves et/ou agression (art. 22 et 122 CP, art. 134 CP) Infraction commise le 28 octobre 2018, vers 05:10 heures à 2610 St-lmier, à la Place du Marché, en compagnie de Q.________, P.________ et éventuellement U.________, au préjudice de I.________, par le fait d'avoir donné, alors que P.________ et M. I.________ étaient tombés par terre suite à une altercation entre les deux, simultanément avec les coauteurs, plusieurs violents coups de pied horizontaux comme dans un ballon de foot par derrière sur sa casquette, derrière la tête, en bas du dos, dans les côtes gauches et dans les jambes du lésé qui se trouvait au sol hors d'état de se protéger, en regard du nombre de coups, de leur direction venant de tous les côtés, ainsi que du nombre d'agresseurs, lui causant des flashs noirs l'empêchant de voir pendant plusieurs minutes, un traumatisme crânien simple sans perte de connaissance avec contusions frontale et occipitale droite, une éraflure au bras et une contusion costale gauche sans complication. Le prévenu a pris et accepté par ses actions le risque de provoquer chez le lésé une mutilation d'un organe fonctionnel tel que le foie, un rein ou la rate, respectivement une mutilation du visage ou une commotion cérébrale, un coma, une paralysie du dos par section de la moelle épinière ou une longue incapacité de travail, voire une infirmité ou une défiguration.”
“________ étaient tombés par terre suite à une altercation entre les deux, simultanément avec les coauteurs, plusieurs violents coups de pied horizontaux comme dans un ballon de foot par derrière sur sa casquette, derrière la tête, en bas du dos, dans les côtes gauches et dans les jambes du lésé qui se trouvait au sol hors d'état de se protéger, en regard du nombre de coups, de leur direction venant de tous les côtés, ainsi que du nombre d'agresseurs, lui causant des flashs noirs l'empêchant de voir pendant plusieurs minutes, un traumatisme crânien simple sans perte de connaissance avec contusions frontale et occipitale droite, une éraflure au bras et une contusion costale gauche sans complication. Le prévenu a pris et accepté par ses actions le risque de provoquer chez le lésé une mutilation d'un organe fonctionnel tel que le foie, un rein ou la rate, respectivement une mutilation du visage ou une commotion cérébrale, un coma, une paralysie du dos par section de la moelle épinière ou une longue incapacité de travail, voire une infirmité ou une défiguration. I.13 Tentative de lésions corporelles graves et/ou agression (art. 22 et 122 CP, art. 134 CP) Infraction commise le 20 décembre 2018, vers 19:10 heures, à 2605 Sonceboz, à la gare, dans la salle d'attente, en compagnie de C.________, au préjudice de J.________, par le fait, après avoir été interpellé par le lésé en raison du fait qu'il fumait dans un endroit clos où cela est interdit et d'avoir été sommé d'en sortir, après que le lésé ait demandé à C.________ de se mêler de ses affaires, celui-ci étant intervenu verbalement et s'étant approché des deux hommes se faisant face, après que le lésé ait éventuellement écarté C.________, en lui mettant une main sur le visage et en faisant un mouvement latéral, d'avoir donné un premier coup de poing au visage du lésé, puis, celui-ci étant tombé à genoux, d'avoir alors donné un coup de poing dans le ventre, un coup de poing dans le dos et un autre coup de poing à la tête du lésé, en frappant de haut en bas, puis de s'être placé en face du lésé et de lui avoir donné un ou deux coups de pied au visage de bas en haut – comme pour « shooter un ballon de foot » – avec la pointe du soulier, C.”
“30 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/1937/2021 ACPR/786/2021 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du mardi 16 novembre 2021 Entre A______, actuellement détenu à la prison B______, comparant par Me C______, avocate, ______ Genève, recourant, contre l'ordonnance de disjonction rendue le 27 septembre 2021 par le Ministère public, et LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimé. EN FAIT : A. Par acte expédié au greffe de la Chambre de céans le 8 octobre 2021, A______ recourt contre l'ordonnance du 27 septembre 2021, notifiée par pli simple, par laquelle le Ministère public a ordonné, à son égard, la disjonction de la procédure. Le recourant conclut, avec suite de frais, à l'annulation de l'ordonnance précitée. B. Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. A______ est prévenu, dans la présente procédure, de brigandage (art. 140 CP), voire agression (art. 134 CP), de mise en danger de la vie d'autrui (art. 129 CP) et d'infraction à l'art. 33 LArm. Il lui est reproché d'avoir, de concert avec cinq autres personnes majeures et un mineur (qui fait l'objet d'une procédure séparée devant le Tribunal des mineurs), dans la nuit du 24 janvier 2021, à Genève, agressé D______, lequel était venu livrer des sandwichs que le groupe avait commandés, pour s'approprier sa voiture et ses effets personnels. Les prévenus sont soupçonnés d'avoir agi comme suit : - alors que D______ sortait la commande de la voiture de marque E______, ils l'ont entouré, puis l'un des prévenus a tiré un coup de feu en l'air; - après cela, l'un des prévenus a donné un coup de crosse à D______, au niveau du visage, tandis qu'un autre lui a crié dessus en disant "passe-moi les clés d'la gova... et ton porte-monnaie"; - lorsque D______ a tenté de prendre la fuite, il s'est fait tirer dessus au fusil à plombs, avant de se faire arracher la veste et mettre au sol par un balayage; - une fois à terre, D______ s'est fait piétiner et rouer de coups par ses agresseurs, l'un de ceux-ci lui faisant également les poches, de sorte que pour s'en sortir, il leur a donné son porte-monnaie et les clés du véhicule avant de prendre la fuite.”
Voraussetzung der Absorption: Die absorbierende Verletzungs‑/Tötungsnorm muss tatsächlich erfüllt und strafbar sein (d.h. die konkrete Verursachung ist nachweisbar und die Strafverfolgung möglich); sonst bleibt Art. 134 ggf. anzuwenden.
“Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; TF 6B_516/2014 du 29 janvier 2015 consid. 1 ; TF 6B_373/2011 du 14 janvier 2011 consid. 3.2). L’infraction d’agression est en effet réalisée du moment où deux personnes au moins auront pris part à une attaque physique dirigée contre autrui (TF 6B_402/2019 du 27 août 2019 consid. 2.2). Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l’intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid.”
“L’infraction d’agression est en effet réalisée du moment où deux personnes au moins auront pris part à une attaque physique dirigée contre autrui (TF 6B_402/2019 du 27 août 2019 consid. 2.2). Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l’intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésions visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid. 3.4 et les références citées). 2.2.3 L’art. 144 CP punit, sur plainte, celui qui endommage, détruit ou met hors d’usage une chose appartenant à autrui ou frappée d’un droit d’usage ou d’usufruit au bénéfice d’autrui.”
“Cela signifie que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; TF 6B_373/2011 du 14 janvier 2011 consid. 3.2). La poursuite de cette infraction intervient d’office. Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésion visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid.”
“Cela signifie que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; TF 6B_373/2011 du 14 janvier 2011 consid. 3.2). La poursuite de cette infraction intervient d’office. Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésion visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid.”
“Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; TF 6B_373/2011 du 14 janvier 2011 consid. 3.2). La poursuite de cette infraction intervient d’office. Les lésions corporelles simples au sens de l’art. 123 CP sont définies par exclusion des lésions corporelles graves au sens de l’art. 122 CP, l’art. 123 ch. 1 al. 1 CP prévoyant que celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une autre atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. S’il peut être établi que l’un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l’infraction de lésion visées par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l’agression au sens de l’art. 134 CP ; en effet, l’infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l’infraction ; dès lors un concours entre les art. 134 CP et 122 ss CP ne peut être envisagé, lorsqu’une seule personne est blessée, que si lors de l’agression elle n’a subi que des lésions corporelles simples mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; TF 6B_373/2011 précité consid. 3.3). La question d’un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d’elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L’absorption d’une infraction par une autre, dans le cas d’un concours imparfait, n’est ainsi envisageable que si l’infraction absorbante est effectivement sanctionnée ; lorsque tel ne peut être le cas, par exemple en l’absence de plainte nécessaire, l’intéressé reste condamnable en vertu de l’infraction en principe absorbée (TF 6B_373/2011 précité consid. 3.4 et les références citées). 2.2.2 Aux termes de l'art. 30 al. 1 CP, si une infraction n'est punie que sur plainte, toute personne lésée peut porter plainte contre l'auteur.”
Für Art. 134 StGB ist vorsätzliche Teilnahme an einer einseitigen, gewaltsamen Attacke erforderlich; Eventualvorsatz genügt. Es ist nicht erforderlich, dass der Teilnehmer gerade den Tod oder die Verletzung gewollt oder selbst herbeigeführt hat; der Vorsatz muss sich auf die Beteiligung am Angriff richten, nicht auf die Todes- oder Verletzungsfolge.
“134 aCP prévoit que celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Pour que les éléments constitutifs de l’agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu’une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Par ailleurs, l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1; arrêt TF 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid. 2.1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, a causé la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger. Le concours est également envisageable, lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 3.2. En l'occurrence, la condamnation pour tentative de lésions corporelles graves est confirmée en appel. Cette infraction incorpore déjà en elle-même l'interdiction de mettre en danger l'intégrité corporelle. Ainsi, par la condamnation pour tentative de lésions corporelles graves, l'appelant est déjà sanctionné pour le risque qu'il a fait courir à l'intégrité physique de la partie plaignante.”
“Pour que les éléments constitutifs de l'agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Par ailleurs, l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression, quel que soit le rôle qu'il assume concrètement. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid. 2.1.1 ; 6B_402/2019 du 27 août 2019 consid. 2.2 ; 6B_516/2014 du 29 janvier 2015 consid. 1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 118 IV 227 consid. 5b ; arrêt du Tribunal fédéral 6P.41/2006 du 12 mai 2006 consid. 7.1.3). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 3.1.3. Est un coauteur celui qui collabore, intentionnellement et de manière déterminante, avec d'autres personnes à la décision de commettre une infraction, à son organisation ou à son exécution, au point d'apparaître comme l'un des participants principaux ; il faut que, d'après les circonstances du cas concret, la contribution du coauteur apparaisse essentielle à l'exécution de l'infraction.”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an ei- ner einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Einwir- kung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche An- griff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es - 10 - genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art.”
In Grenzfällen zwischen Angriff (Art. 134) und Raufhandel (Art. 133) kann die subjektive Schuld (fehlende Schuldfähigkeit oder andere subjektive Umstände) einen Schuldspruch wegen Art. 134 verhindern.
“Vorliegend handelt es sich bei der Frage, ob in objektiver Hinsicht von ei- nem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB oder von einem Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB auszugehen ist, um einen Grenzfall, nachdem die friedliche Gruppierung aus Leverkusen offensichtlich unvermittelt von den FCZ-Fans ange- gangen und bestohlen wurde und sich in der Folge weitgehend defensiv verhielt, während aber insbesondere der Geschädigte E._____ nach der Entwendung des Schals auch zu Handlungen Zuflucht nahm, welche als Tätlichkeiten gewertet werden können, wobei aber Letztere wiederum durchaus notwehrähnliche Züge aufweisen, da er selber ebenfalls angegangen wurde und sich die Agressoren vom Leib halten wollte (vgl. Urk. 17, Täter 9, Sequenz 01:05:44 - 01:05:58). Wie es sich mit dieser Streitfrage verhält, kann vorliegend jedoch offen bleiben, da an- gesichts der besonderen Umstände des Falles ein Schuldspruch des Beschuldig- ten wegen Angriffes jedenfalls aus subjektiver Warte nicht in Betracht fällt.”
Bei Kumulation mehrerer Delikte kann Art. 134 StGB kumulativ zu weiteren Sanktionen führen; das Urteil muss die für jedes Delikt festgesetzte Einzelstrafe ausweisen; bei gleichartigen kumulativen Verurteilungen wird die schwerste Tat massgeblich.
“Vorliegend wird der Beschuldigte wegen Angriffs (Art. 134 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG), Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. Für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art.”
“Vorliegend wird der Beschuldigte wegen Angriffs (Art. 134 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG), Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. Für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art.”
“Zur Debatte steht die Festsetzung der Strafe für den vom Beschuldigten verübten Angriff im Sinne von Art. 134 StGB zum Nachteil des Privatklägers und die vom Beschuldigten begangenen Strassenverkehrsdelikte, zum einen das mehrfache Fahren in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a und lit. b SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV und zum anderen das mehrfache Fahren ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG - 12 - i.V.m. Art. 10 Abs. 2 SVG. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Grundsätze, welche bei der Strafzumessung, namentlich im Fall mehrerer Delikte, zu beachten sind, in zutreffender Weise dargelegt (Urk. 44 S. 16 ff.), so dass darauf verwiesen werden kann. Ergänzend ist auf die neueste einschlägige Rechtsprechung zu verweisen, wonach bei Tatmehrheit aus dem Urteil hervorgehen muss, welche Einzelstrafen für die verschiedenen Straftaten festgesetzt werden (vgl. Urteil 6B_1071/2019 vom 5. November 2020 E. 3.3.2 mit Hinweisen).”
“Der Strafrahmen bestimmt sich nach dem schwersten Delikt. Als schwerste Tat ist jene zu veranschlagen, die mit dem schärfsten Strafrahmen bedroht ist (BSK StGB-WIPRÄCHTIGER/KELLER, N 116 zu Art. 49). Während für das Fahren in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG ein Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vorgesehen ist, beträgt das Straf- mass für den Angriff im Sinne von Art. 134 StGB bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Letzterer Rahmen ist für die Strafzumessung massgebend. An- haltspunkte, diesen Strafrahmen zu verlassen, bestehen nicht. Da nur der Be- schuldigte Berufung erhob, ist aufgrund des in Art. 391 Abs. 2 StPO verankerten Verschlechterungsverbotes einzig die Bestätigung oder Reduktion der von der Vorinstanz verhängten Strafe in Betracht zu ziehen. Unabhängig hiervon kann das Berufungsgericht jedoch seine Überlegungen in einer eigenen Strafzumes- sung darlegen (vgl. BGE 143 IV 469 E. 4.1. und 139 IV 282 E. 2.6.). - 33 -”
“Der Strafrahmen bestimmt sich nach dem schwersten Delikt. Als schwerste Tat ist jene zu veranschlagen, die mit dem schärfsten Strafrahmen bedroht ist (BSK StGB-WIPRÄCHTIGER/KELLER, N 116 zu Art. 49). Während für das Fahren in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG ein Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vorgesehen ist, beträgt das Straf- mass für den Angriff im Sinne von Art. 134 StGB bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Letzterer Rahmen ist für die Strafzumessung massgebend. An- haltspunkte, diesen Strafrahmen zu verlassen, bestehen nicht. Da nur der Be- schuldigte Berufung erhob, ist aufgrund des in Art. 391 Abs. 2 StPO verankerten Verschlechterungsverbotes einzig die Bestätigung oder Reduktion der von der Vorinstanz verhängten Strafe in Betracht zu ziehen. Unabhängig hiervon kann das Berufungsgericht jedoch seine Überlegungen in einer eigenen Strafzumes- sung darlegen (vgl. BGE 143 IV 469 E. 4.1. und 139 IV 282 E. 2.6.). - 33 -”
Wenn ein Mittäter eine schwere Verletzung oder Tötung verursacht, geht die spezifische Tatbestandsverwirklichung (Körperverletzung/Tötung) vor und kann das Aggressionsdelikt für diesen Teil überlagern; bei Überschreitung der Gefährdung gegenüber dem eingetretenen Erfolg ist Konkurrenz möglich.
“Dass der Beschwerdeführer gleichzeitig wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs belangt wird, beanstandet er zu Recht nicht. Verursacht der Angreifer eine körperliche Schädigung oder den Tod des Angegriffenen, so ist er nicht nur wegen Angriffs zu verurteilen, sondern auch wegen Körperverletzung oder eines Tötungsdelikts (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3; vgl. auch Andreas Donatsch, in: StGB/JStG Kommentar, 21. Auflage 2022, N. 4 zu Art. 134 StGB mit weiteren Hinweisen).”
“8 et 6B_84/2020 du 22 juin 2020 consid. 2.1.2). 2.3.1. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d’agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 2.3.2. Le Tribunal fédéral reconnaît que s'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 et suivants CP ou de lésions visée par les art. 122 et suivants CP absorbe, en ce qui les concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 et suivants ou 122 et suivants CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger. Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2.). 2.4. En l'espèce, le recourant soutient que le Juge des mineurs n'aurait pas traité dans l'ordonnance querellée des faits, selon lui, constitutifs de tentative de meurtre, subsidiairement de tentative de lésions corporelles graves. L'ordonnance pénale contiendrait ainsi un classement implicite. Or, force est de constater que le Juge des mineurs a reproché au prévenu d'avoir, en particulier, participé à des actes de violence commis contre le recourant, en le menaçant avec un couteau, en lui donnant plusieurs coups de poing au visage et des coups de pied et de genou sur tout le corps et notamment au visage, lui occasionnant de la sorte les lésions relevées dans les constats médicaux produits.”
Konkurrenz mit Raufhandel / tätlicher Auseinandersetzung mehrerer Personen: Nicht als echte Konkurrenz zu qualifizieren, wenn eine strafschärfendere Norm vorliegt; es ist auf diejenige Strafnorm mit der stärkeren Strafandrohung abzustellen (regelmässig Art. 134 StGB).
“In einer Konstellation wie der vorliegenden handelt es sich nicht um echte Konkurrenz zwischen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB und Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB – welche eine Strafschärfung nach Art. 49 StGB nach sich ziehen würde –, sondern es kommt lediglich die Strafnorm mit der schwere- ren Strafandrohung, mithin Angriff im Sinne von Art. 134 StGB, zum Zug (BSK Strafrecht I-MAEDER, 4. Aufl., Basel 2018, Art. 134 N 15 f. m.w.H.). Da weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe vorliegen, ist der Beschuldigte mit Bezug auf diesen Sachverhalt des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schul- dig zu sprechen. - 37 - F.Fazit Sachverhalt und rechtliche Würdigung Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte mit Bezug auf Ziff. 2 der Anklageschrift (Dossier 2) wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie mit Bezug auf Ziff. 4 der Anklageschrift (Dossier 3) und Ziff. 6 und 7 der Anklageschrift (Dos- sier 4 und 5) wegen mehrfachen Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen ist. IV. Strafzumessung 1.Vorbemerkungen”
“In einer Konstellation wie der vorliegenden handelt es sich nicht um echte Konkurrenz zwischen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB und Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB – welche eine Strafschärfung nach Art. 49 StGB nach sich ziehen würde –, sondern es kommt lediglich die Strafnorm mit der schwere- ren Strafandrohung, mithin Angriff im Sinne von Art. 134 StGB, zum Zug (BSK Strafrecht I-MAEDER, 4. Aufl., Basel 2018, Art. 134 N 15 f. m.w.H.). Da weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe vorliegen, ist der Beschuldigte mit Bezug auf diesen Sachverhalt des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schul- dig zu sprechen. - 37 - F.Fazit Sachverhalt und rechtliche Würdigung Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte mit Bezug auf Ziff. 2 der Anklageschrift (Dossier 2) wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie mit Bezug auf Ziff. 4 der Anklageschrift (Dossier 3) und Ziff. 6 und 7 der Anklageschrift (Dos- sier 4 und 5) wegen mehrfachen Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen ist. IV. Strafzumessung 1.”
“In einer Konstellation wie der vorliegenden handelt es sich nicht um echte Konkurrenz zwischen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB und Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB – welche eine Strafschärfung nach Art. 49 StGB nach sich ziehen würde –, sondern es kommt lediglich die Strafnorm mit der schwere- ren Strafandrohung, mithin Angriff im Sinne von Art. 134 StGB, zum Zug (BSK Strafrecht I-MAEDER, 4. Aufl., Basel 2018, Art. 134 N 15 f. m.w.H.). Da weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe vorliegen, ist der Beschuldigte mit Bezug auf diesen Sachverhalt des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schul- dig zu sprechen. - 37 - F.Fazit Sachverhalt und rechtliche Würdigung Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte mit Bezug auf Ziff. 2 der Anklageschrift (Dossier 2) wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie mit Bezug auf Ziff. 4 der Anklageschrift (Dossier 3) und Ziff. 6 und 7 der Anklageschrift (Dos- sier 4 und 5) wegen mehrfachen Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen ist. IV. Strafzumessung 1.Vorbemerkungen”
“In einer Konstellation wie der vorliegenden handelt es sich nicht um echte Konkurrenz zwischen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB und Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB – welche eine Strafschärfung nach Art. 49 StGB nach sich ziehen würde –, sondern es kommt lediglich die Strafnorm mit der schwere- ren Strafandrohung, mithin Angriff im Sinne von Art. 134 StGB, zum Zug (BSK Strafrecht I-MAEDER, 4. Aufl., Basel 2018, Art. 134 N 15 f. m.w.H.). Da weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe vorliegen, ist der Beschuldigte mit Bezug auf diesen Sachverhalt des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schul- dig zu sprechen. - 37 - F.Fazit Sachverhalt und rechtliche Würdigung Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte mit Bezug auf Ziff. 2 der Anklageschrift (Dossier 2) wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie mit Bezug auf Ziff. 4 der Anklageschrift (Dossier 3) und Ziff. 6 und 7 der Anklageschrift (Dos- sier 4 und 5) wegen mehrfachen Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen ist. IV. Strafzumessung 1.Vorbemerkungen”
“Die Beschränkung des Teilnahmerechts gemäss Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung ist rechtens: Die Staatsanwaltschaft hat, nachdem sie bereits am Tag des Vorfalls vom 9. Juli 2022 ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten 1 und den Beschwerdeführer wegen Angriffs eröffnet hatte, nach weiteren Ermittlungen betreffend das Ereignis vom 9. Juli 2022 am 15. August 2022 zudem ein Strafverfahren gegen die Beschuldigten 3-6 wegen Raufhandels eröffnet. Es steht nunmehr betreffend das Ereignis vom 9. Juli 2022 nicht nur ein Angriff des Beschuldigten 1 und des Beschwerdeführers zum Nachteil von I.________ im Raum, sondern eine tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, an welcher der Beschwerdeführer ebenfalls teilgenommen haben soll und welche u.a. – als Teilsachverhalt – den Angriff des Beschwerdeführers und des Beschuldigten 1 auf I.________ beinhaltet (vgl. zum Konkurrenzverhältnis Angriff – Raufhandel, wenn ein Teil der angegriffenen Personen passiv bleibt: Mäder, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 15 f. zu Art. 134 StGB [Abstellen betreffend diesen Angreifer einzig auf den Straftatbestand mit der schwereren Strafandrohung, d.h. Art. 134 StGB {Angriff}]). Die Rollen der Beschuldigten 3-6 und auch die Rolle des Beschwerdeführers sowie des Beschuldigten 1 anlässlich der tätlichen Auseinandersetzung insgesamt (nicht nur in Bezug auf das mutmassliche Opfer I.________) sowie der genaue Ablauf des Vorfalls vom 9. Juli 2022 als Ganzes sind nunmehr durch die Befragung der Beschuldigten 3-6 weiter abzuklären. Der Beschwerdeführer wurde anlässlich der Einvernahme vom 9. Juli 2022 zwar mit den Aussagen von bereits befragten Auskunftspersonen, des Beschuldigten 1 und des mutmasslichen Opfers hinsichtlich des Vorwurfs des Angriffs zum Nachteil von I.________ einlässlich konfrontiert. Mit dem Sachverhalt, welcher den Beschuldigten 3-6 in den Einvernahmen vorgehalten wird (wechselseitige tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen), wurde der Beschwerdeführer demgegenüber bislang noch nicht konfrontiert (vgl.”
“Juli 2022 ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten 1 und den Beschwerdeführer wegen Angriffs eröffnet hatte, nach weiteren Ermittlungen betreffend das Ereignis vom 9. Juli 2022 am 15. August 2022 zudem ein Strafverfahren gegen die Beschuldigten 3-6 wegen Raufhandels eröffnet. Es steht nunmehr betreffend das Ereignis vom 9. Juli 2022 nicht nur ein Angriff des Beschuldigten 1 und des Beschwerdeführers zum Nachteil von I.________ im Raum, sondern eine tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, an welcher der Beschwerdeführer ebenfalls teilgenommen haben soll und welche u.a. – als Teilsachverhalt – den Angriff des Beschwerdeführers und des Beschuldigten 1 auf I.________ beinhaltet (vgl. zum Konkurrenzverhältnis Angriff – Raufhandel, wenn ein Teil der angegriffenen Personen passiv bleibt: Mäder, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 15 f. zu Art. 134 StGB [Abstellen betreffend diesen Angreifer einzig auf den Straftatbestand mit der schwereren Strafandrohung, d.h. Art. 134 StGB {Angriff}]). Die Rollen der Beschuldigten 3-6 und auch die Rolle des Beschwerdeführers sowie des Beschuldigten 1 anlässlich der tätlichen Auseinandersetzung insgesamt (nicht nur in Bezug auf das mutmassliche Opfer I.________) sowie der genaue Ablauf des Vorfalls vom 9. Juli 2022 als Ganzes sind nunmehr durch die Befragung der Beschuldigten 3-6 weiter abzuklären. Der Beschwerdeführer wurde anlässlich der Einvernahme vom 9. Juli 2022 zwar mit den Aussagen von bereits befragten Auskunftspersonen, des Beschuldigten 1 und des mutmasslichen Opfers hinsichtlich des Vorwurfs des Angriffs zum Nachteil von I.________ einlässlich konfrontiert. Mit dem Sachverhalt, welcher den Beschuldigten 3-6 in den Einvernahmen vorgehalten wird (wechselseitige tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen), wurde der Beschwerdeführer demgegenüber bislang noch nicht konfrontiert (vgl. vielmehr die Aussagen der Auskunftsperson L.________ anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 9. Juli 2022 Z. 147 ff.”
Fehlt die einseitige Angriffsintention (z. B. gegenseitige Scharmützel, wechselseitige Tätlichkeiten), kann statt Art.134 Raufhandel (Art.133) vorliegen; die Abgrenzung erfordert Würdigung des Anfangs, der Intensität und ob Verteidigungsreaktionen die Grenzen überschreiten.
“134 CP, au motif que la mise en danger aurait dépassé en intensité le résultat intervenu, heurterait également le principe de l'interdiction de la reformatio in pejus. Surtout, les conditions d'application du crime d'agression ne sont pas réalisées. Les faits ont débuté par une bousculade et/ou des murmures/"bruitages", une discussion emprunte d'incivilités et d'injures (réciproques), un face-à-face querelleur (en sautillant), l'usage intempestif des trottinettes et l'initiative de E______ d'entrer dans le tabac pour se munir d'un objet répulsif. S'en est suivi le jet de bouteille, qui a ouvert les hostilités. On ne distingue pas, dans ces conditions, chez l'appelant et ses sbires, d'attaque unilatérale au sens de l'art. 134 CP. Le déclenchement de la bagarre ne dépendait pas du hasard. E______ venait d'avoir une attitude répréhensible, au même titre que les autres. Ainsi, outre le fait que l'infraction de mise en danger cède le pas à l'infraction de résultat, les éléments constitutifs de l'art. 134 CP ne sont pas réalisés. E______ était porteur d'une "lame", vraisemblablement d'une paire de ciseaux si l'on en croit ses déclarations constantes, voire d'un couteau à suivre ses opposants, encore que l'appelant s'est montré moins affirmatif à ce sujet au fur et à mesure de ses auditions. Sans doute E______ a-t-il sorti et affiché ostensiblement l'objet en question, bien qu'on ne le distingue pas sur les images de vidéosurveillance et qu'il s'en défende, puisqu'il s'en était muni précisément pour intimider ses adversaires. Du moins ne peut-on pas l'exclure (art. 10 al. 3 CPP). En revanche, rien n'indique qu'il en ait fait usage. Les gesticulations du bras dont font état ses opposants n'apparaissent pas sur lesdites images. L'appelant a en outre évolué dans ses déclarations sur ce point, affirmant d'abord que l'intimé avait immédiatement brandi un couteau en sortant du tabac, avant de concéder qu'il n'avait vu qu'une lame, plus tard, au cours de la bagarre – ce qui le fait perdre en crédibilité.”
“La violence exercée par l'appelant et ses amis a atteint une intensité certaine. La victime a été littéralement passée à tabac, gisant souvent à terre, où elle a essuyé de nombreux coups, à la tête notamment. Les fractures subies par J______, conséquence directe des coups qu'il a portés, témoignent de cette violence. Se pose dès lors la question, au vu de la répétition et de la nature des coups, d'un éventuel délit manqué de lésions corporelles graves, par dol éventuel (art. 22 al. 1 et 122 aCP). Cette question peut cependant rester ouverte. Cette qualification légale prévoit en effet une peine abstraitement supérieure (six mois > dix ans) à celle de la première décision (art. 134 CP (peine pécuniaire > cinq ans)). La retenir contreviendrait ainsi à l'interdiction de la réformatio in pejus (art. 391 al. 2 CPP ; JEANNERET/KUHN/ PERRIER DEPEURSINGE [éds], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019 N 8 ad art. 391 CPP). L'application de l'art. 123 ch. 1 CP en concours avec l'art. 134 CP, au motif que la mise en danger aurait dépassé en intensité le résultat intervenu, heurterait également le principe de l'interdiction de la reformatio in pejus. Surtout, les conditions d'application du crime d'agression ne sont pas réalisées. Les faits ont débuté par une bousculade et/ou des murmures/"bruitages", une discussion emprunte d'incivilités et d'injures (réciproques), un face-à-face querelleur (en sautillant), l'usage intempestif des trottinettes et l'initiative de E______ d'entrer dans le tabac pour se munir d'un objet répulsif. S'en est suivi le jet de bouteille, qui a ouvert les hostilités. On ne distingue pas, dans ces conditions, chez l'appelant et ses sbires, d'attaque unilatérale au sens de l'art. 134 CP. Le déclenchement de la bagarre ne dépendait pas du hasard. E______ venait d'avoir une attitude répréhensible, au même titre que les autres. Ainsi, outre le fait que l'infraction de mise en danger cède le pas à l'infraction de résultat, les éléments constitutifs de l'art.”
“_____ im Wesentli- chen ins Feld, die Staatsanwaltschaft hätte die Strafuntersuchung auf Raufhandel und damit auf die Privatklägerin ausweiten beziehungsweise diese als Beschul- digte und nicht als Auskunftsperson mit entsprechender Aussagepflicht einver- - 9 - nehmen müssen. Die Aussagen der Privatklägerin seien daher absolut unverwert- bar im Sinne von Art. 158 Abs. 1 StPO. Überdies dürften auch ihre gegenüber der Polizei gemachten Aussagen zufolge Verletzung des Konfrontationsrechts nicht verwertet werden. Nicht nur der Privatklägerin, sondern auch dem Geschädigten C._____ sei eine falsche Rolle als Zeuge zugewiesen worden. Dieser hätte ent- weder als beschuldigte Person betreffend Raufhandel oder zufolge Strafantrags und Konstituierung als Strafkläger als Auskunftsperson mit Aussageverweige- rungsrecht einvernommen werden müssen (Urk. 26 S. 4; Urk. 48 S. 3 m.H. in SB230014 / Urk. 25 S. 8 f.; Urk. 35 S. 5; Urk. 46 S. 3 m.H. in SB230013). 3.2.Die Staatsanwaltschaft führte die Untersuchung hinsichtlich Angriffs nach Art. 134 StGB und verzichtete darauf, zeitgleich wegen Raufhandels nach Art. 133 StGB zu ermitteln. Entsprechend brachte die Staatsanwaltschaft aussch- liesslich den”
“Und selbst wenn – entgegen dem soeben Gesagten – von einer Beteili- gung der beiden Mitbeschuldigten C._____ und D._____ auszugehen wäre, wür- de sich immer noch die Frage nach der rechtlichen Qualifikation dieses gemein- samen Vorgehens stellen, dies nachdem sich aus den Aussagen der Direktbetei- ligten klare Hinweise darauf ergeben, dass der Privatkläger nicht gänzlich passiv blieb oder nur abgewehrt hat, sondern zu Beginn der Auseinandersetzung in I._____ selber mit den Füssen gegen den Beschuldigten getreten haben dürfte (Urk. 7/1 S. 3; Urk. 7/6 S. 7; Prot. II S. 29 f.), was selbst der Privatkläger nicht ausschliessen wollte (Urk. 8/1 S. 4; Urk. 8/3 S. 14; Urk. 93 S. 16) und worauf auch die Verteidigung hinweist (Prot. II S. 49, S. 63). Vom Tatbestand des Angriffs nach Art. 134 StGB werden nur Fälle einseitiger körperliche Einwirkung mehrerer Täter auf eine oder mehrere Personen erfasst, während wechselseitige tätliche Auseinandersetzungen als Raufhandel nach Art. 133 StGB zu qualifizieren sind. Mit anderen Worten ist für einen Angriff erforderlich, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Sie darf keinesfalls selber tätlich werden, sonst handelt es sich um einen Raufhandel (statt vieler Urteil des Bundesgerichts 6B_82/2016 vom 3. Juni 2016, E. 2.1 f.; BSK StGB II-M AEDER, Art. 134 N 7). Ein Raufhandel bzw. eine wechselseitige Ausei- nandersetzung wurde vorliegend allerdings nicht angeklagt, was weitere Fragen mit Blick auf den Anklagegrundsatz aufwerfen würde. Diese Fragen können vor- liegend in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen, wonach eine Beteiligung - 25 - der Mitbeschuldigten C._____ und D._____ gar nicht erstellt ist (E. IV.1.1.), letzt- lich allerdings offengelassen werden.”
“Was die berufungsweise von der Staatsanwaltschaft geforderte zusätzli- che Verurteilung des Beschuldigten wegen Angriffs anbelangt, ist zu berücksichti- gen, dass die Bestreitungen der Mitbeschuldigten C._____ und D._____, wonach sie selber im Gegensatz zum Beschuldigten nicht auf den Privatkläger einge- schlagen haben, sachverhaltsmässig nicht widerlegt werden können (s. dazu hiervor E. III. 4.5.6.). Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vo- - 24 - rinstanz fällt damit eine Tatbestandsmässigkeit nach der Angriffsstrafnorm ausser Betracht, da die Anwendung von Art. 134 StGB voraussetzt, dass mindestens zwei Personen einseitig und gewaltsam auf den Körper des Opfers einwirken, wohingegen es als unzureichend zu erachten ist, dass vorliegend nur der Be- schuldigte gegen den Privatkläger Gewalt ausgeübt hat (Urk. 93 S. 62 f.). Nach- dem eine anderweitige aktive Beteiligung der Mitbeschuldigten C._____ und D._____ am tätlichen Übergriff auf den Privatkläger nicht ersichtlich ist und eine solche im Übrigen auch nicht eingeklagt wäre, hält der Freispruch vom Vorwurf des Angriffs gemäss dem angefochtenen Entscheid auch einer Überprüfung durch das Berufungsgericht stand.”
“Was die berufungsweise von der Staatsanwaltschaft geforderte zusätzli- che Verurteilung des Beschuldigten wegen Angriffs anbelangt, ist zu berücksichti- gen, dass die Bestreitungen der Mitbeschuldigten C._____ und D._____, wonach sie selber im Gegensatz zum Beschuldigten nicht auf den Privatkläger einge- schlagen haben, sachverhaltsmässig nicht widerlegt werden können (s. dazu hiervor E. III. 4.5.6.). Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vo- - 24 - rinstanz fällt damit eine Tatbestandsmässigkeit nach der Angriffsstrafnorm ausser Betracht, da die Anwendung von Art. 134 StGB voraussetzt, dass mindestens zwei Personen einseitig und gewaltsam auf den Körper des Opfers einwirken, wohingegen es als unzureichend zu erachten ist, dass vorliegend nur der Be- schuldigte gegen den Privatkläger Gewalt ausgeübt hat (Urk. 93 S. 62 f.). Nach- dem eine anderweitige aktive Beteiligung der Mitbeschuldigten C._____ und D._____ am tätlichen Übergriff auf den Privatkläger nicht ersichtlich ist und eine solche im Übrigen auch nicht eingeklagt wäre, hält der Freispruch vom Vorwurf des Angriffs gemäss dem angefochtenen Entscheid auch einer Überprüfung durch das Berufungsgericht stand.”
“Und selbst wenn – entgegen dem soeben Gesagten – von einer Beteili- gung der beiden Mitbeschuldigten C._____ und D._____ auszugehen wäre, wür- de sich immer noch die Frage nach der rechtlichen Qualifikation dieses gemein- samen Vorgehens stellen, dies nachdem sich aus den Aussagen der Direktbetei- ligten klare Hinweise darauf ergeben, dass der Privatkläger nicht gänzlich passiv blieb oder nur abgewehrt hat, sondern zu Beginn der Auseinandersetzung in I._____ selber mit den Füssen gegen den Beschuldigten getreten haben dürfte (Urk. 7/1 S. 3; Urk. 7/6 S. 7; Prot. II S. 29 f.), was selbst der Privatkläger nicht ausschliessen wollte (Urk. 8/1 S. 4; Urk. 8/3 S. 14; Urk. 93 S. 16) und worauf auch die Verteidigung hinweist (Prot. II S. 49, S. 63). Vom Tatbestand des Angriffs nach Art. 134 StGB werden nur Fälle einseitiger körperliche Einwirkung mehrerer Täter auf eine oder mehrere Personen erfasst, während wechselseitige tätliche Auseinandersetzungen als Raufhandel nach Art. 133 StGB zu qualifizieren sind. Mit anderen Worten ist für einen Angriff erforderlich, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Sie darf keinesfalls selber tätlich werden, sonst handelt es sich um einen Raufhandel (statt vieler Urteil des Bundesgerichts 6B_82/2016 vom 3. Juni 2016, E. 2.1 f.; BSK StGB II-M AEDER, Art. 134 N 7). Ein Raufhandel bzw. eine wechselseitige Ausei- nandersetzung wurde vorliegend allerdings nicht angeklagt, was weitere Fragen mit Blick auf den Anklagegrundsatz aufwerfen würde. Diese Fragen können vor- liegend in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen, wonach eine Beteiligung - 25 - der Mitbeschuldigten C._____ und D._____ gar nicht erstellt ist (E. IV.1.1.), letzt- lich allerdings offengelassen werden.”
Objektive Strafbarkeitsbedingung: Für Art. 134 StGB ist erforderlich, dass die Aggression den Tod oder zumindest eine Körperverletzung einer der Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Diese Verletzungsfolge ist eine objektive (reine) Strafbarkeitsbedingung; blosse Tätlichkeiten genügen nicht. Fehlt diese Bedingung, ist die Tat ausgeschlossen; auch ein Versuch kommt nicht in Betracht.
“Elle pose une limite, au-dessous de laquelle un comportement illicite et fautif n'est pas assez grave pour être puni. La condamnation de la personne intéressée dépend de la réalisation de conditions qui sont indépendantes de sa volonté et de toute contribution de sa part (arrêt 6B_101/2014 du 10 novembre 2014 consid. 2.2, in SJ 2015 I 140 et les références citées; DONATSCH/ GODENZI/TAG, Strafrecht I, Verbrechenslehre, 10 e éd. 2022, p. 113; TRECHSEL/NOLL/PIETH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 7 e éd. 2017, p. 71 s.). Lorsque la condition objective de punissabilité fait défaut, l'infraction est exclue. Il n'est même pas possible de retenir une tentative (arrêt 6B_101/2014 précité consid. 2.2; W OHLERS, op. cit., n° 2 ad art. 22 CP; DONATSCH/GODENZI/TAG, op. cit., p. 113; PHILIPPE GRAVEN, L'infraction pénale punissable, 2 e éd. 1995, p. 58; PIERLUIGI SCHAAD, Die objektiven Strafbarkeitsbedingungen im schweizerischen Strafrecht, thèse, 1964, p. 47 s.). À titre d'exemples, la rixe (art. 133 al. 1 CP), l'agression (art. 134 CP) et la plupart des infractions dans la faillite et la poursuite pour dettes (art. 163 ss CP) renferment une condition objective de punissabilité (cf. BERNHARD STRÄULI, Le résultat en droit pénal: sept thèses, in Empreinte d'une pionnière sur le droit pénal, 2021, p. 387; KILLIAS/ KUHN/DONGOIS, Précis de droit pénal général, 4 e éd. 2016, n° 336 s.). Dans le cas de la rixe, l'acte n'est punissable que lorsqu'une personne a été blessée ou tuée; certaines infractions dans la faillite ou la poursuite pour dettes ne le sont que si le débiteur a été déclaré en faillite ou si un acte de défaut de biens a été dressé contre lui. Ainsi, celui qui participe à une simple bagarre n'est pas nécessairement punissable, de même que tous les débiteurs indélicats ou téméraires (KILLIAS/KUHN/ DONGOIS, op. cit., n° 336 s.).”
“Sowohl der Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB wie der Angriff im Sinne von Art. 134 StGB setzen voraus, dass die tätliche Auseinandersetzung den Tod oder die Körperverletzung eines Menschen zur Folge hat. Dieser Verletzungserfolg ist eine objektive (reine) Strafbarkeitsbedingung (Urteil des Bundesgerichts 6B_1163/2020 vom 25. Februar 2021 E. 3.1.1; BGE 141 IV 454 E. 2.3.2; je m.w.H.). Der Sinn dieses Erfordernisses liegt darin, die Strafbarkeit auf ernstzunehmenden Schlägereien zu beschränken. Erforderlich ist zumindest eine Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB. Tätlichkeiten reichen nicht aus (Urteil des Bundesgerichts 6B_619/2013 vom 2. September 2013 E.2.2; BSK StGB/JStG-MAEDER, a.a.O., N 22-23a zu Art. 133 StGB; Praxiskommentar StGB-TRECHSEL/MONA, 4. Aufl., 2021, N 7 zu Art. 133 StGB).”
“Il signifie qu'en règle générale, un classement ou une non-entrée en matière ne peut être prononcé par le Ministère public que lorsqu'il apparaît clairement que les faits ne sont pas punissables ou que les conditions à la poursuite pénale ne sont pas remplies. La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1; ATF 138 IV 86 consid. 4.1.2 et les références citées). En revanche, le ministère public doit classer la procédure s’il apparaît, sur la base de faits assez clairs pour qu’il n’y ait pas lieu de s’attendre à une appréciation différente de l’autorité de jugement (cf. ATF 143 IV 241 consid. 2.3.2), qu’un renvoi aboutirait selon toute vraisemblance à un acquittement. 2.2 2.2.1 L’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) réprime par une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire le comportement de celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L’agression se singularise par le caractère unilatéral des actes de violence exercés par les agresseurs ; ceux-ci sont à l’origine des violences exercées contre la ou les victimes, dont le rôle demeure essentiellement passif (Dupuis et alii, Code pénal, Petit commentaire, 2e éd. 2017, n. 3 ad art. 134 CP). Pour que les éléments constitutifs de l’agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut que l’une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s’agit-là d’une condition objective de punissabilité. Cela signifie que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression.”
Auch Vorstrafen für andere, ggf. weniger ähnliche Delikte (z.B. Calomnie, unerlaubte Aufzeichnung) können bei der Strafzumessung nach Art.134 StGB berücksichtigt werden.
“En l’espèce, le prévenu a été reconnu coupable d’agression (art. 134 CP). Comme déjà relevé, cette infraction est susceptible d’être punie d’une peine privative de liberté de 5 ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Il n’a qu’un seul antécédent judiciaire à son actif, soit une condamnation prononcée le 16 février 2021 par la Cour de céans à une peine pécuniaire avec sursis durant 2 ans, pour des faits de calomnie et pour enregistrement non autorisé de conversations remontant au printemps”
Absorptionsfall / Konsumption: Wo jedoch nachweislich einem Angreifer eine vorsätzliche oder fahrlässige Körperverletzung zugerechnet werden kann und diese schwerere Körperverletzung tatsächlich strafbar ist, absorbiert dieser Verletzungsdelikt (Art. 122 ff.) den Angriff in Bezug auf diesen Täter; echte Konkurrenz entfällt insoweit.
“Dass der Beschwerdeführer gleichzeitig wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs belangt wird, beanstandet er zu Recht nicht. Verursacht der Angreifer eine körperliche Schädigung oder den Tod des Angegriffenen, so ist er nicht nur wegen Angriffs zu verurteilen, sondern auch wegen Körperverletzung oder eines Tötungsdelikts (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3; vgl. auch Andreas Donatsch, in: StGB/JStG Kommentar, 21. Auflage 2022, N. 4 zu Art. 134 StGB mit weiteren Hinweisen).”
“123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est ainsi envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.2. Est un coauteur celui qui collabore, intentionnellement et de manière déterminante, avec d'autres personnes à la décision de commettre une infraction, à son organisation ou à son exécution, au point d'apparaître comme l'un des participants principaux ; il faut que, d'après les circonstances du cas concret, la contribution du coauteur apparaisse essentielle à l'exécution de l'infraction. La seule volonté quant à l'acte ne suffit pas ; il n'est toutefois pas nécessaire que le coauteur ait effectivement participé à l'exécution de l'acte ou qu'il ait pu l'influencer.”
“QUELOZ (éds), Commentaire romand, Code pénal II, vol. II, Partie spéciale : art. 111-392 CP, Bâle 2017, nos 12 ad art. 134 et 14 ad art. 133). 3.1.2. L'art. 123 CP réprime les lésions du corps humain ou de la santé qui ne peuvent être qualifiées de graves au sens de l'art. 122 CP. 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est ainsi envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.2. Est un coauteur celui qui collabore, intentionnellement et de manière déterminante, avec d'autres personnes à la décision de commettre une infraction, à son organisation ou à son exécution, au point d'apparaître comme l'un des participants principaux ; il faut que, d'après les circonstances du cas concret, la contribution du coauteur apparaisse essentielle à l'exécution de l'infraction.”
Fehlt ein massgeblicher eigener Gewaltbeitrag und beschränkt sich die Teilnahme auf eine rein sekundäre Rolle, kommt eine Strafbarkeit nach Art. 134 StGB nicht in Betracht. Erforderlich ist eine aktive bzw. bewusst mitgetragene Mitwirkung am Angriff.
“Vu l'absence de pronostic défavorable retenu par les premiers juges et le très faible risque de récidive, il était incohérent de retenir que l'intérêt public à son expulsion primait sur son intérêt privé à rester en Suisse. Il méritait ainsi une seconde chance. b.b. Par la voix de son conseil, D______ persiste dans ses conclusions. Seules des lésions corporelles simples pouvaient être retenues contre lui. Il admettait avoir commis une grave erreur mais sa participation à la bagarre avait clairement été secondaire. Il n'avait reçu aucune information détaillée sur la situation avant sa venue sur les lieux. Lorsqu'il s'était rendu compte de ce qu'il se passait et de la violence exercée par J______, qu'il ne connaissait pas, il s'était désolidarisé, quittant les lieux avant les autres. Sa seule présence dans le sous-sol au moment où certains des coups violents avaient été donnés ne suffisait pas à lui attribuer une participation essentielle à ceux-ci, auxquels il ne s'était pas associé. Une infraction d'agression ne pouvait pas non plus lui être reprochée en concours, dans la mesure où seul J______ avait causé des lésions physiques, lesquelles absorbaient l'art. 134 CP. Les éléments constitutifs du brigandage n'étaient pas remplis. Il ignorait dérober un objet appartenait à autrui, ne sachant pas, avant d'arriver chez lui, qu'il s'agissait de la sacoche de G______. Dans tous les cas, l'infraction de brigandage nécessitait qu'un acte de violence ait été exercé afin de rompre la possession ou conserver le butin. Or, il n'avait usé d'aucune action physique immédiate sur la victime pour s'emparer de cet objet, cette sacoche se trouvant déjà à terre lorsqu'il l'avait récupérée et les coups portés, que ce soit par ses comparses ou celui qu'il avait lui-même donné, n'avaient jamais eu pour but de faire perdre sa sacoche à la victime. Il appelait à une peine plus clémente. Il avait agi alors qu'il était majeur depuis seulement quelques mois. Malgré son immaturité au moment des faits, il avait évolué favorablement et pris conscience de son erreur. Il ne minimisait pas les faits mais souhaitait qu'il soit tenu compte de sa situation lorsqu'il était arrivé sur les lieux, n'ayant aucune idée de ce qui allait se passer.”
“Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz fällt damit eine Tatbestandsmässigkeit nach der Angriffsstrafnorm im Sinne von Art. 134 StGB ausser Betracht, da es als unzureichend zu erachten ist, dass vorliegend ausser dem Mitbeschuldigten C._____ keine andere Person gegen den Privatklä- ger Gewalt ausgeübt hat (Urk. 75 S. 49). Nachdem eine anderweitige aktive Be- teiligung des Beschuldigten am tätlichen Übergriff auf den Privatkläger nicht er- sichtlich ist und eine solche im Übrigen auch nicht eingeklagt wäre, hält der Frei- spruch vom Vorwurf des Angriffs gemäss dem angefochtenen Entscheid somit auch einer Überprüfung durch das Berufungsgericht stand. IV. Zivilbegehren”
Verschlechterungsverbot in der Berufung: Wird die Vorinstanz bezüglich des Verhaltens zu einer milderen rechtlichen Einordnung (z. B. Raufhandel statt Angriff nach Art. 134 StGB) oder zu einer milderen Sanktion gelangt, ist eine Verschärfung durch die Berufungsinstanz grundsätzlich ausgeschlossen. Das Verbot gilt nicht absolut: eine strengere Qualifikation oder Sanktion bleibt möglich, wenn Tatsachen dazutreten, die dem erstinstanzlichen Gericht nicht bekannt sein konnten (vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO). Soweit nur der Angeklagte beruft, ist die Reformatio in peius zu beachten.
“2 Satz 1 StPO nicht nur bei einer Verschärfung der Sank- tion, sondern auch bei einer härteren rechtlichen Qualifikation der Tat verletzt. Das Verschlechterungsverbot gilt indes nicht absolut. Vorbehalten bleibt eine strengere Bestrafung aufgrund von Tatsachen, die dem erstinstanzlichen Gericht nicht be- kannt sein konnten (Art. 391 Abs. 2 Satz 2 StPO). Solche Tatsachen können bei- spielsweise die wirtschaftlichen Verhältnisse zur Bemessung der Höhe des Tages- satzes nach Art. 34 Abs. 2 Satz 3 StGB betreffen (Urteil des Bundesgerichtes 6B_1309/2020 vom 2. Juni 2021 E. 1.3. u. 1.3.2.; BGE 146 IV 172 E. 3.3.3). 2.Vorab ist darauf hinzuweisen, dass lediglich die Beschuldigten 1 und 2 Beru- fung erhoben und seitens der Anklagebehörde oder Privatklägerschaft jeweils keine Haupt- oder Anschlussberufung erging (Urk. 118 u. 119). Da die Vorinstanz hin- sichtlich beider berufungsführenden Beschuldigten auf Raufhandel gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB und nicht auf den von der Staatsanwaltschaft angeklagten Angriff im Sinne von Art. 134 StGB erkannte, wurde jeweils auf eine mildere rechtliche Einord- nung des Verhaltens der Beschuldigten 1 und 2 mit geringerem ordentlichen Straf- - 35 - rahmen erkannt. Vor dem Hintergrund der weiten bundesgerichtlichen Auslegung des Verschlechterungsverbotes ist eine Bestrafung wegen Angriffs vor Berufungs- instanz demnach ausgeschlossen. Deshalb ist ein allfälliges Vorliegen dieses Straf- tatbestands im Rahmen der rechtlichen Würdigung nicht mehr zu prüfen. B.Raufhandel”
“C____ wurde mit rechtskräftigem Urteil der Vorinstanz neben Angriffs auch wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Nachfolgend gilt es zu klären, was dies in Bezug auf die rechtliche Beurteilung des Berufungsklägers zu bedeuten hat. Angriff ist gemäss Art. 134 StGB mit Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder mit Gelstrafe bedroht, während die Strafdrohung für schwere Körperverletzung nach Art. 122 StGB auf 6 Monate bis 10 Jahre Freiheitsstrafe lautet. Ein zusätzlicher oder auch nur alleiniger Schuldspruch wegen versuchter schwerer Körperverletzung (im Rahmen einer rechtlichen Umqualifizierung) kann vorliegend aufgrund des Verbots der reformatio in peius (nur der Berufungskläger hat das Urteil des Strafgerichts angefochten) nicht ausgesprochen werden. Denkbar wäre hingegen eine Umqualifizierung in einfache Körperverletzung. Auf diese Möglichkeit wurden die Parteien gemäss Art. 344 StPO mit Verfügung vom 31. August 2020 explizit hingewiesen (Akten S. 728). Der Tatbestand des Angriffs wie auch des Raufhandels hat zum Ziel, Beweisschwierigkeiten zu vermeiden, weil im Nachhinein oft nicht mehr festgestellt werden kann, wer welchen Beitrag geleistet resp. welchen Erfolg bewirkt hat. Ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung oder Körperverletzung eines Teilnehmers durch einen bestimmten Beteiligten am tätlichen Angriff nachgewiesen, so tritt für diesen grundsätzlich neben dem Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen des Verletzungs- oder Tötungsdelikts.”
“1bis CPP, en vigueur depuis le 1er janvier 2024). L'opposition doit être motivée, à l'exception de celle du prévenu (art. 354 al. 2 CPP). L'introduction de l'art. 354 al. 1 let. abis et al. 1bis CPP formalise la jurisprudence antérieure, selon laquelle, comme pour la qualité pour recourir selon l'art. 382 al. 1 CPP, il doit exister un intérêt juridique (ATF 141 IV 231 consid. 2.3 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_250/2021 du 19 juillet 2021 consid. 3.1 ; 6B_233/2018 du 7 décembre 2018 consid. 6.2.1). Étaient ainsi notamment considérés comme des autres personnes concernées la partie plaignante qui invoque une violation de l'art. 433 CPP en se plaignant ne pas avoir obtenu d'indemnité ou une indemnité insuffisante sous l'angle de cette disposition (ATF 139 IV 102 consid. 5.2 et les références) ou encore la partie plaignante qui vise à obtenir une qualification juridique plus sévère des faits (ATF 141 IV 231 consid. 2.3 ss ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_613/2021 du 3 mars 2022 consid. 3.1). 3.2. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d'agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 3.3. En l'espèce, les recourants remettent en cause la qualification juridique des actes commis par deux agents de sécurité. Or, ces actes ont fait l'objet de deux ordonnances pénales contre lesquelles aucune opposition n'a été formée et qui sont désormais entrées en force, condamnant les agents de sécurité pour des lésions corporelles simples. Il aurait été loisible aux recourants de former opposition à ces ordonnances s'ils entendaient remettre en cause la qualification juridique retenue par le Ministère public, mais ils ne l'ont pas fait. Il s'ensuit que la voie du recours contre l'ordonnance de classement n'est pas appropriée pour le but recherché et que les griefs des recourants seront rejetés, dans la mesure de leur recevabilité.”
Ein Strafverfahren gilt materiell als eröffnet, sobald sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall befasst; ein Polizeirapport kann hinreichenden Tatverdacht für Angriffsdelikte (Art. 134 StGB) begründen.
“Eine formelle Eröffnungsverfügung eines Strafverfahrens wegen Angriffs findet sich in den Akten der Staatsanwaltschaft nicht. In diesem Zusammenhang sei jedoch daran erinnert, dass eine Strafuntersuchung als eröffnet gilt, sobald sich die Staatsanwaltschaft mit dem Straf-fall zu befassen beginnt. Einer Eröffnungsverfügung kommt mithin lediglich deklaratorische Wirkung zu (vgl. BGE 143 IV 397 E. 3.4.2; 141 IV 20 E. 1.1.4; BGer 6B_1496/2020 vom 16. Dezember 2021 E. 4.5.2). Im vorliegenden Fall bestand bereits aufgrund des Polizeirapports vom 18. November 2022 ein hinreichender Tatverdacht wegen Angriffs (Art. 134 StGB) und einfacher Körperverletzung zum Nachteil von A. (Art. 123 StGB). Spätestens mit der Vorladung vom 8. März 2023 des Zeugen F. eröffnete die Staatsanwaltschaft (zumindest materiell) ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Angriffs (vgl. BGE 141 IV 20 E. 1.1.4; BGer 6B_415/2021 vom 11. Oktober 2021 E. 2.3.2). Davon ist umso mehr auszugehen, als die Staatsanwaltschaft zu Beginn der Einvernahme vom 16. März 2023 F. darauf hingewiesen hat, dass er im Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Angriffs als Zeuge einvernommen werde.”
“Eine formelle Eröffnungsverfügung eines Strafverfahrens wegen Angriffs findet sich in den Akten der Staatsanwaltschaft nicht. In diesem Zusammenhang sei jedoch daran erinnert, dass eine Strafuntersuchung als eröffnet gilt, sobald sich die Staatsanwaltschaft mit dem Straf-fall zu befassen beginnt. Einer Eröffnungsverfügung kommt mithin lediglich deklaratorische Wirkung zu (vgl. BGE 143 IV 397 E. 3.4.2; 141 IV 20 E. 1.1.4; BGer 6B_1496/2020 vom 16. Dezember 2021 E. 4.5.2). Im vorliegenden Fall bestand bereits aufgrund des Polizeirapports vom 18. November 2022 ein hinreichender Tatverdacht wegen Angriffs (Art. 134 StGB) und einfacher Körperverletzung zum Nachteil von A. (Art. 123 StGB). Spätestens mit der Vorladung vom 8. März 2023 des Zeugen F. eröffnete die Staatsanwaltschaft (zumindest materiell) ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Angriffs (vgl. BGE 141 IV 20 E. 1.1.4; BGer 6B_415/2021 vom 11. Oktober 2021 E. 2.3.2). Davon ist umso mehr auszugehen, als die Staatsanwaltschaft zu Beginn der Einvernahme vom 16. März 2023 F. darauf hingewiesen hat, dass er im Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Angriffs als Zeuge einvernommen werde.”
Abgrenzung Angriff (Art.134) vs. Raufhandel (Art.133): Einseitige, unilaterale Attacken gegen passive Opfer gelten als Angriff; bei wechselseitigen tätlichen Auseinandersetzungen (mind. drei Personen, aktive Teilnahme) liegt Raufhandel vor. Überschiessende Verteidigung kann eine ursprünglich einseitige Attacke in eine Rixe umwandeln.
“En revanche, un coup de poing au visage donné avec une violence brutale propre à provoquer d'importantes meurtrissures, voire une fracture de la mâchoire, des dents ou de l'os nasal, a été qualifié de lésion corporelle ; de même de nombreux coups de poing et de pieds provoquant chez l'une des victimes des marques dans la région de l'œil et une meurtrissure de la lèvre inférieure et chez l'autre une meurtrissure de la mâchoire inférieure, une contusion des côtes, des écorchures de l'avant-bras et de la main (ATF 134 IV 189 consid. 1.3 ; 119 IV 25 consid. 2a). La question peut parfois être résolue de manière satisfaisante par l'application de l'art. 123 ch. 1 al. 2 CP, qui permet une atténuation libre de la peine dans les cas de peu de gravité (ATF 119 IV 25 consid. 2a). Comme les notions de voies de fait et d'atteinte à l'intégrité corporelle, qui sont décisives pour l'application des art. 123 et 126 CP, sont des notions juridiques indéterminées, une certaine marge d'appréciation est reconnue au juge du fait car l'établissement des faits et l'interprétation de la notion juridique indéterminée sont étroitement liés (ATF 134 IV 189 consid. 1.3 ; ATF 119 IV 25 consid. 2a et les arrêts cités). 2.4.1. À teneur de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle, sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. À la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
“Die Staatsanwaltschaft wendet in rechtlicher Hinsicht ein, der Vorfall sei als Angriff im Sinne von Art. 134 StGB und nicht als Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB zu qualifizieren. Der einzige und wesentliche Unterschied zwischen ei- nem Angriff und einem Raufhandel bestehe darin, dass die körperlichen Einwir- kungen beim Raufhandel wechselseitig erfolgen müssten, während beim Angriff lediglich von einer Seite aus auf die andere losgegangen werde und diese höchs- tens abwehren dürfe. Eine solche Abwehr sei vorliegend gegeben. C._____ habe versucht, den Angriff des Schalräubers – ein Schlag an den Kopf – abzuwehren, wobei seine entsprechende Handlung nicht über die Intensität einer Abwehrhand- lung hinausgegangen sei. Es habe sich keineswegs um eine tätliche Auseinan- dersetzung zwischen Leverkusen-Fans und Zürchern gehandelt, da auf Seiten der Leverkusener lediglich der Geschädigte C._____ sich gegen den Angriff kör- perlich gewehrt habe. Es habe somit keinerlei Anlass dafür bestanden, dass der Beschuldigte habe davon ausgehen können, dass er sich an einem Raufhandel beteiligen würde.”
“Sur ce point, des doutes simplement abstraits et théoriques ne suffisent pas, car de tels doutes sont toujours possibles et une certitude absolue ne peut être exigée. Bien plutôt, il doit s’agir de doutes importants et irréductibles, qui s’imposent au vu de la situation objective. Dans cette mesure, la présomption d’innocence se confond avec l’interdiction générale de l’arbitraire, prohibant une appréciation reposant sur des preuves inadéquates ou sans pertinence (ATF 138 V 74 consid. 7 ; ATF 127 I 38 consid. 2a, JdT 2004 IV 65). 3.2.2 La constatation des faits est incomplète au sens de l’art. 398 al. 3 let. b CPP lorsque toutes les circonstances de faits et tous les moyens de preuve déterminants pour le jugement n’ont pas été pris en compte par le tribunal de première instance. Elle est erronée lorsque le tribunal a omis d’administrer la preuve d’un fait pertinent, a apprécié de manière erronée le résultat de l’administration d’un moment de preuve ou a fondé sa décision sur des faits erronés, en contradiction avec les pièces, par exemple (Kistler Vianin, op. cit. nn. 19 ss ad art. 398 CPP). 3.2.3 Selon l’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0), celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elle ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L’agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendant surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l’agression peut se transformer en rixe (TF 6B_661/2021 du 2 février 2022 consid.”
“Bezüglich der Frage, ob der erstellte Sachverhalt rechtlich als Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB oder als Angriff im Sinne von Art. 134 StGB zu würdigen ist, ist der Vorinstanz beizupflichten, dass, auch wenn absolut nachvollziehbar ist, dass C._____ in dieser Situation zur Verteidigung ein- oder zweimal zurückge- schlagen hat – er teilte einen oder zwei Faustschläge aus, nachdem er selber ei- nen Faustschlag verpasst bekommen hatte –, er damit aber die Grenze der reinen Abwehr oder Verteidigung überschritten hat, auch wenn er ausführte, die Schläge lediglich zur Verteidigung ausgeführt zu haben. Hingegen haben AD._____, D._____ und F._____ nicht geschlagen, sondern lediglich versucht, die angreifen- den Personen von C._____ wegzuziehen. Diese Handlungen sind in der vorlie- genden Situation als reine Abwehrhandlungen zu qualifizieren.”
“Nach der klaren bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt auch der Abweh- rende als Beteiligter, welcher jedoch gemäss Art. 133 Abs. 2 StGB nicht strafbar ist. Nur wer sich völlig passiv verhält, sich nur zu verteidigen versucht und keine Schläge austeilt, ist von der Bestimmung nicht erfasst. Durch das (zwar einma- lige) An-den-Haaren-Ziehen ist die Privatklägerin selber tätlich geworden, wo- - 38 - durch ein Angriff im Sinne von Art. 134 StGB ausscheidet und vielmehr ein Rauf- handel im Sinne von Art. 133 StGB zum Zug käme. 2.Raufhandel 2.1.Auch der Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB verlangt eine Tatbeteili- gung von mindestens zwei Personen, welche vorliegend nicht erstellt werden kann. 2.2.Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB entfällt aber auch deswegen, weil das Tätlich-Werden durch die Privatklägerin – das An-den-Haaren-Ziehen – als notweniger Bestandteil des Tatbestandes nicht in der Anklage umschrieben ist. 3.Tätlichkeit 3.1.Der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder Gesundheit schädigt. Eine einfache Körperverletzung ist in Abgrenzung zur Tätlichkeit gegeben, wenn nicht mehr bloss eine harmlose Beeinträchtigung der körperlichen Integrität oder des gesundheitlichen Wohlbefindens gegeben ist. Die körperliche Integrität ist dann im Sinne einer einfachen Körperverletzung beein- trächtigt, wenn innere oder äussere Verletzungen oder Schädigungen zugefügt werden, die mindestens eine gewisse Behandlung und Heilungszeit erfordern, so- fern sie um einiges über blosse Kratzer hinausgehen.”
Gibt es Schwierigkeiten, den individuellen Täterbeitrag zu beweisen, genügt die Feststellung der Teilnahme an der Rixe/ dem Angriff als strafbegründende Handlung; glaubhafte Feststellung von mindestens zwei Tätern reicht.
“Selon l'art. 134 CP (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 30 juin 2023, à l'instar de l'art. 133 CP énoncé ci-après), est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. En vertu de l'art. 133 al. 1 CP, celui qui aura pris part à une rixe ayant entraîné la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Considérant que, en pareilles circonstances, il peut se révéler difficile de prouver qui a tué ou blessé, le législateur a voulu éviter qu'un événement peut-être grave reste sans réaction sociale adéquate. L'acte incriminé ne porte ainsi pas sur le fait de donner la mort ou d'occasionner des lésions corporelles, mais sur la participation à une rixe en tant que comportement mettant en danger la vie ou l'intégrité corporelle des participants ou de tiers.”
“PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 9 ad art. 310). Lorsqu'il n'existe aucun élément concret permettant d'identifier l'auteur, il faut considérer qu'il existe un empêchement de fait et la procédure doit faire l'objet d'une non-entrée en matière. Le ministère public peut toutefois également opter pour une suspension de la procédure au sens de l'art. 314 CPP. Il dispose à cet égard d'un certain pouvoir d'appréciation lui permettant de choisir la mesure la plus opportune entre une suspension et un refus d'entrer en matière, étant précisé que, dans leur résultat, les deux solutions ne se distinguent pas fondamentalement, puisque selon l'art. 323 al. 1 CPP, applicable par renvoi de l'art. 310 al. 2 CPP, la procédure pourra être reprise en cas de moyens de preuve ou de faits nouveaux (arrêts du Tribunal fédéral 6B_638/2022 du 17 août 2022 consid. 2.1.2; 1B_67/2012 du 29 mai 2012 consid. 3.1 et 3.2). 4.2. À teneur de l'art. 134 CP, quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers trouve la mort ou subit une lésion corporelle, est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. 4.3. En l'espèce, il ressort des déclarations du recourant et de D______ que, le jour des faits, celui-là a été frappé à plusieurs reprises par à tout le moins deux hommes et qu'il a, des suites de cette altercation, subi plusieurs lésions telles qu'attestées par le constat médical produit. Rien ne permet en revanche de retenir qu'un troisième assaillant y aurait participé. Si D______ a mentionné l'arrivée d'un troisième individu, il a réfuté toute implication active de ce dernier dans la bagarre à proprement dite. Quant au recourant, il n'a pas non plus pu l'affirmer. S'il a sous-entendu, aux médecins l'ayant soigné, que trois individus l'avaient agressé, il n'a pas maintenu cette version lors de son audition par la police, ne faisant qu'envisager, à cette occasion, l'éventualité que les agresseurs eussent pu être au nombre de trois.”
“Da die im Rahmen des Angriffs verursachten Verletzungen (im Kopfbe- reich, am rechten Schulterdach, an der rechten Brustkorbvorderseite, am rechten Arm und an der rechten Oberschenkelseite) nicht rechtsgenügend dem Beschul- digten zugeordnet werden können, gelangt in Bezug auf diesen Lebenssachver- halt einzig Art. 134 StGB zur Anwendung (BGE 118 IV 227 E. 5b).”
Bei Einsatz polizeilicher Zwangsmassnahmen ist die objektive Gefährdung und die Verhältnismässigkeit entscheidend; Fehlen objektiver Gefährdungsmerkmale oder rechtfertigender Umstände kann eine Qualifikation als Angriff verhindern.
“Le 21 juillet 2022, A______ avait vendu de la cocaïne à une policière en civil. Les policiers étaient légitimés à l'arrêter (art. 217 CP). Lorsque B______ avait saisi ses épaules pour l'intimer de rester assis sur le banc, A______ avait tenté de se lever et de prendre la fuite. Le concours de E______ et de D______ n'avait pas suffi à le maîtriser. B______ avait dû maintenir son contrôle du cou jusqu’à ce que A______ parvienne à se défaire de son emprise, puis avait dû procéder à une frappe de déstabilisation au visage pour la reprendre. B______ était parvenu à allonger A______ sur le côté et avait lâché le contrôle du cou dès que celui-ci avait été maîtrisé. Vu le comportement oppositionnel de A______, B______ avait le droit de le contraindre, notamment en agissant tel qu'il l'avait fait. L'usage de la force par ce policier était légitime et proportionnel, s'étant limité aux actes nécessaires à son interpellation (art. 200 CP). Le Ministère public a enfin écarté les infractions de mise en danger de la vie d'autrui (art. 129 CP) et d'agression (art. 134 CP), faute de réalisation des conditions objectives. En effet, A______ ne s'était pas trouvé en danger de mort imminent et son opposition active était à l'origine de l'usage de la force. Subsidiairement, s'agissant de l'agression, l'usage de la force par B______ était légitime et proportionnel, de sorte que les actes du prénommé étaient couverts par sa mission (art. 14 CP). D. a. À l'appui de son recours, A______ soutient que les conditions d'un classement en faveur de G______ n'étaient pas remplies et qu'une telle décision était prématurée. Les mesures employées par les policiers n'étaient pas les moins incisives et ne pouvaient être qualifiées de raisonnables. Lors de son interpellation, alors qu'il était âgé de 46 ans, était en situation précaire et assis seul sur un banc, il s'était retrouvé face à cinq jeunes policiers entraînés, lesquels avaient bénéficié de l'effet de surprise, et ne s'étaient légitimés qu'après avoir posé fermement leurs mains sur ses épaules. Ainsi, un policier avait contrôlé sa tête et son cou, deux autres avaient mis toute leur énergie au contrôle de ses bras, alors qu'il avait une épaule fragile.”
Eine erst nach Beginn des Angriffs erfolgende aktive Beteiligung kann den Tatbestand des Art. 134 StGB erfüllen. Die Strafbarkeit tritt nach der Rechtsprechung und Literatur mit dem bewussten Entschluss zur Mitwirkung ein; Entscheide halten den Zeitpunkt des bewusst gewordenen Mitschuldentschlusses als massgeblich.
“unten). Wie im Rahmen der Beweiswürdigung festgehalten, wusste A.________ nicht, dass U.________ auftauchen und sich zu seinen Gunsten in die Schlägerei mit D.________ einmischen würde. In dem Moment, in dem U.________ D.________ jedoch von hinten die ersten Schläge gegen den Kopf versetzte, wurde ihm dies bewusst. Sein Verhalten, dass auf dieses Eingreifen folgte, kann nicht anders gedeutet werden, als dass er sich in diesem Augenblick entschied, gemeinsam mit dem hinzugekommenen U.________ gegen D.________ Gewalt auszuüben. Er hat somit vorsätzlich gehandelt. Mit seinem Verhalten gegenüber D.________ hat A.________ den Tatbestand des Angriffs gemäss Art. 134 StGB erfüllt.”
“Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl. auch Maeder a.a.O. mit Hinw.). Schliesslich kann die Beteiligung des jeweiligen Täters am Angriff auch bloss psychischer Natur sein, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung - etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren - immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
Bei tätiger Beteiligung an Angriffen mit schweren Folgen wird in der Praxis oft zusätzlich eine getrennte Bestrafung/Prüfung wegen schwerer Körperverletzung vorgenommen.
“iur. K. Vogel sowie die Gerichtsschreiberin MLaw A. Donatsch Urteil vom 26. September 2023 in Sachen 1. A._____, 2. ... 3. ... 4. B._____, Privatkläger und Berufungskläger (1. Rückzug) 1 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 4 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y1._____ sowie Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. R. Michel, Anklägerin gegen C._____, Beschuldigter und Berufungsbeklagter amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ - 2 - betreffend Angriff etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, II. Abteilung, vom 11. März 2022 (DG210008) - 3 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 24. März 2021 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 48). Urteil der Vorinstanz: (Urk. 91 S. 98 ff.) "Es wird erkannt: 1. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig − des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB und − der schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 3 StGB. 2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten. 3. Die Freiheitsstrafe wird bedingt aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. 4. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil-Gesetzes angeordnet. Das Forensische Institut Zürich (FOR) wird mit dem Vollzug beauftragt und der Beschuldigte verpflichtet, innert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des Urteils beim Forensischen Institut Zürich, Eingang “Kantonspolizei“, Kasernenstrasse 29‚ 8004 Zürich, zwecks DNA- Probenahme für die DNA-Profilerstellung zu erscheinen. Kommt er dieser Verpflich- tung unentschuldigt nicht nach, wird die Kantonspolizei hiermit verpflichtet, ihn – auf entsprechende Mitteilung des Forensischen Instituts Zürich hin – zwangsweise vorzuführen. Der Beschuldigte wird auf Art. 205, 207 und 417 StPO aufmerksam gemacht.”
Bei mittäterschaftlicher Konkretisierung kann dolus eventualis bereits zur Zurechnung konkreter Körperverletzungsfolgen führen; echte Konkurrenz mit Körperverletzungs-/Tötungsdelikten ist möglich, wenn Vorsatz auf konkrete Verletzung vorliegt oder die Gefährdung über die einfache Verletzung hinausgeht.
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E.”
“2 CP, le législateur n'a pas tenu compte du résultat, mais a voulu que l'auteur des lésions corporelles soit poursuivi d'office lorsqu'il avait utilisé une arme, du poison ou un objet dangereux, car le simple fait d'employer ces instruments le fait apparaître comme particulièrement dangereux, même si, dans le cas particulier, cet emploi n'a pas entraîné de graves blessures (ATF 96 IV 16 consid. 3b p. 20). 3.1.3. La question d'un concours entre deux infractions ne se pose que si toutes les conditions prévues par les dispositions légales réprimant chacune d'elles sont remplies, soit si elles peuvent toutes deux, individuellement, être sanctionnées. L'absorption d'une infraction par une autre, dans le cas d'un concours imparfait, n'est envisageable que si l'infraction en principe absorbante est effectivement sanctionnée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_373/2011 du 14 novembre 2011 consid. 3.4). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause des lésions corporelles, l'infraction visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, l'infraction de lésions corporelles saisit et réprime déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger ou, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger créée a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1257/2020 du 12 avril 2021 consid. 2.1). 3.1.4. Selon l'art. 181 CP, se rend coupable de contrainte celui qui, en usant de violence envers une personne ou en la menaçant d'un dommage sérieux, ou en l'entravant de quelque autre manière dans sa liberté d'action, l'aura obligée à faire, à ne pas faire ou à laisser faire un acte. Le bien juridiquement protégé par l'art. 181 CP est la liberté d'action et de décision, plus particulièrement la libre formation et le libre exercice de la volonté (ATF 141 IV 437 consid. 3.2.1 p. 440). Alors que la violence consiste dans l'emploi d'une force physique d'une certaine intensité à l'encontre de la victime (ATF 101 IV 42 consid.”
“Der Unterschied zwischen (nur) Angriff und mittäterschaftlich begangener Körperverletzung lässt sich vorab am Vorsatz festmachen: Bei Angriff umfasst dieser nur die Beteiligung am tätlichen Angriff von mindestens zwei Angreifern; dass dabei tatsächlich jemand verletzt oder gar getötet wird, nimmt der Täter nicht in Kauf, sondern es stellt sich im Nachhinein heraus und belegt die Gefährlichkeit der Attacke. Bei Körperverletzungsdelikten muss der Vorsatz dagegen auch die konkrete Verletzung eines der Beteiligten umfassen wobei auch hier dolus eventualis genügt. Nimmt also ein Täter nicht nur in Kauf, dass jemand angegriffen wird, sondern darüber hinaus auch, dass diese Person oder eine unbeteiligte dritte dabei verletzt wird, dann hat er sich neben Angriffs auch wegen dem Körperverletzungsdelikt zu verantworten. Vorausgesetzt ist für diese echte Konkurrenz allerdings, dass die verletzte Person nicht die angegriffene selbst ist oder wenn doch, dass der Angegriffene über das Mass der erlittenen Verletzung hinaus gefährdet war (vgl. BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 1.5.2; Maeder, a.a.O. Art. 134 StGB N 13). Gestützt auf die vorgenommene Beweiswürdigung ist nicht hinreichend erstellt, dass der Berufungskläger den Vorsatz einer schweren Körperverletzung mitgetragen hat (wie bereits erwähnt, würde eine Verurteilung wegen versuchter schwerer Körperverletzung auch das Verschlechterungsverbot verletzen). Fraglich wäre allenfalls, ob dem Berufungskläger eine versuchte einfache Körperverletzung anzulasten ist. Einerseits durch den nachweislich selbst verübten heftigen Faustschlag, andererseits durch die mittäterschaftliche Beteiligung an den Faustschlägen des Bruders (der hinsichtlich der versuchten schweren Körperverletzung im Exzess gehandelt hätte, was dem Berufungskläger nicht anzulasten wäre). Wie dargelegt wurde, würde eine einfache Körperverletzung den Angriffstatbestand konsumieren, wenn der Angegriffene keiner weiteren Gefährdung ausgesetzt war, da ansonsten ein Fall von echter Konkurrenz vorläge. Von diesem Fall ist jedoch vorliegend auszugehen: Der Privatkläger erlitt eine einfache Körperverletzungen, war aber einer Gefährdung im Sinne der schweren Körperverletzung ausgesetzt.”
Bei unklarer oder widersprüchlicher Faktenlage (z. B. widersprüchliche Parteiaussagen, unstimmige Zeugenaussagen, fehlende Identifizierung der Täter) kann Mangelsnachweis eine Einstellung oder Freispruch erfolgen; Zweifel gehen zulasten der Anklage (in dubio pro reo) und können auch zur Verweigerung einer Anklage führen.
“Le ministère public et l'autorité de recours disposent, dans ce cadre, d'un pouvoir d'appréciation (arrêt du Tribunal fédéral 6B_33/2021 du 12 juillet 2021 consid. 2). 3.2. À teneur de l'art. 314 al. 1 let. a CPP, le Ministère public peut suspendre une instruction, notamment, lorsque l’auteur ou son lieu de séjour est inconnu ou qu’il existe des empêchements momentanés de procéder. 3.3. Lorsqu'il existe un obstacle temporaire à la poursuite de l'instruction, le ministère public peut, soit suspendre la procédure (art. 314 CPP), soit clore celle-ci (arrêt du Tribunal fédéral 6B_638/2021 du 17 août 2022 consid. 2.1.2). Dans ce dernier cas de figure, le classement doit être rendu en application de l'art. 319 al. 1 let. a CPP (absence de soupçon(s) suffisant(s) justifiant une mise en accusation du prévenu), de façon à permettre une reprise de la cause (art. 323 CPP) en cas d'évolution de la situation (ACPR/136/2024 du 22 février 2024 consid. 3.1.1; ACPR/342/2023 du 10 mai 2023, consid. 2.2 et ACPR/167/2022 du 8 mars 2022, consid. 7.1). 3.4. En l'espèce, il n'est pas contesté que les éléments constitutifs de l'infraction d'agression (art. 134 CP) sont réalisés. Force est cependant de constater que les informations recueillies dans le cadre des investigations menées par la police, et celles du recourant, n'ont pas permis d'établir l'identité du ou des auteur(s) des actes dénoncés. Il ressort du dossier que le Ministère public a entrepris plusieurs actes d'enquête –ayant notamment adressé des ordres de dépôt à Q______, où l'un des agresseurs présumés du recourant travaillerait prétendument – pour tenter d'identifier le ou les auteur(s) de l'infraction, mais sans succès. Les recherches menées par la police – laquelle a mené son enquête sur la base, notamment, de l'intégralité des informations fournies par le recourant – sont également restées vaines. En l'état, on ne discerne pas quel acte d'instruction complémentaire permettrait d'obtenir un résultat différent. Le recourant estime que le visionnage des images de vidéosurveillance du quartier C______ permettrait de confondre le ou les auteur(s) de son agression. Cela étant, il ressort du dossier que des demandes avaient été effectuées par la police auprès du restaurateur et de la CVP à l'époque des faits, mais qu'aucune image de vidéosurveillance des lieux n'avait pu être recueillie.”
“Il relève que les premiers juges ont considéré qu’il avait assumé « un rôle plus proche du suiveur à l’égard de G.________ ». Il fait valoir que l’expédition punitive résultait de l’utilisation par la victime d’un spray au poivre lors de l’altercation qui avait eu lieu dans la rue quelques minutes auparavant et que, n’ayant pas été incommodé par le spray puisqu’il était resté en retrait, il n’était quant à lui pas en colère et n’avait aucune raison de souhaiter se venger. Il expose qu’au vu du nombre d’individus présents sur les lieux lors de l’agression de la victime, dont certains n’ont pas été identifiés, une autre personne que lui pourrait potentiellement être l’auteur des faits qui lui sont reprochés. Il estime que les déclarations sur lesquels s’est fondé le tribunal de première instance sont trop lacunaires et imprécises pour établir les faits avec une certitude suffisante. Il en conclut qu’il est impossible de retenir une quelconque intention de sa part de participer à l’agression et que c’est à tort que cette infraction a été retenue contre lui. 4.4.2 Aux termes de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. A la différence de la rixe (art. 133 CP), qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
“En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1; 138 IV 86 consid. 4.1.2 et les références citées). Face à des versions contradictoires des parties, il peut être exceptionnellement renoncé à une mise en accusation lorsqu'il n'est pas possible d'apprécier l'une ou l'autre version comme étant plus ou moins plausible et qu'aucun résultat n'est à escompter d'autres moyens de preuve (arrêts du Tribunal fédéral 6B_174/2019 du 21 février 2019 consid. 2.2 et les références citées). 4.2. Se rend coupable de lésions corporelles simples (art. 123 ch. 1 CP) celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une atteinte à l'intégrité corporelle, tels que des blessures, meurtrissures, hématomes, écorchures ou des griffures, sauf si ces lésions n'ont pas d'autres conséquences qu'un trouble passager et sans importance du sentiment de bien-être (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1283/2018 du 14 février 2019 consid. 2.1). 4.3. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d'agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 4.4. En l'espèce, il ressort des éléments au dossier qu'une altercation est intervenue entre la recourante et le personnel soignant de F______, en particulier le mis en cause. Cependant, les versions des parties sont contradictoires quant à son déroulement, chacune déclarant n'avoir fait que se défendre contre l'attaque de l'autre. Dans ce contexte, la recourante allègue que le mis en cause lui aurait saisi le bras, puis le pull, mis un coup au visage et, après qu'elle soit tombée sur un meuble et cognée la tête, l'aurait maintenue au sol avec le genou sur la poitrine pendant environ 1 minute. Force est de constater que, hormis ses déclarations, le dossier ne recèle pas d'indice concret venant étayer les lésions subies par la recourante.”
“Fazit Mit der Vorinstanz liegen nach dem Gesagten verschiedene Indizien vor, welche darauf hindeuten, dass der Beschuldigte nicht nur eine rein passive Rolle im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Privatkläger eingenommen haben könnte (vgl. Urk. 64 S. 16). Mehr als die blosse Anwesenheit während es Angriffs auf den Privatkläger kann dem Beschuldigten aufgrund der vorhandenen Beweismittel jedoch nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden. Insgesamt liegen kenie verlässlichen Aussagen von Beteiligten vor, auf welche vorbehaltlos abgestellt werden könnte. Nach abgeschlossener Beweiswürdigung bestehen somit mehr als bloss theoretische Zweifel am eingeklagten Sachverhalt. In Anwendung von Art. 10 Abs. 3 StPO, wonach in solchen Fällen von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage ausgegangen werden muss, ist eine Beteiligung des Beschuldigten am Angriff gemäss den Voraussetzungen von Art. 134 StGB vorliegend zu verneinen. Der Beschuldigte ist daher von diesem Vorwurf freizusprechen.”
“En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1; 138 IV 86 consid. 4.1.2 et les références citées). Face à des versions contradictoires des parties, il peut être exceptionnellement renoncé à une mise en accusation lorsqu'il n'est pas possible d'apprécier l'une ou l'autre version comme étant plus ou moins plausible et qu'aucun résultat n'est à escompter d'autres moyens de preuve (arrêts du Tribunal fédéral 6B_174/2019 du 21 février 2019 consid. 2.2 et les références citées). 4.2. Se rend coupable de lésions corporelles simples (art. 123 ch. 1 CP) celui qui, intentionnellement, aura fait subir à une personne une atteinte à l'intégrité corporelle, tels que des blessures, meurtrissures, hématomes, écorchures ou des griffures, sauf si ces lésions n'ont pas d'autres conséquences qu'un trouble passager et sans importance du sentiment de bien-être (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1283/2018 du 14 février 2019 consid. 2.1). 4.3. Aux termes de l'art. 134 CP, se rend coupable d'agression celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle. L'agression se caractérise ainsi comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui se contentent de se défendre. 4.4. En l'espèce, il ressort des éléments au dossier qu'une altercation est intervenue entre la recourante et le personnel soignant de F______, en particulier le mis en cause. Cependant, les versions des parties sont contradictoires quant à son déroulement, chacune déclarant n'avoir fait que se défendre contre l'attaque de l'autre. Dans ce contexte, la recourante allègue que le mis en cause lui aurait saisi le bras, puis le pull, mis un coup au visage et, après qu'elle soit tombée sur un meuble et cognée la tête, l'aurait maintenue au sol avec le genou sur la poitrine pendant environ 1 minute. Force est de constater que, hormis ses déclarations, le dossier ne recèle pas d'indice concret venant étayer les lésions subies par la recourante.”
“Une condamnation aux frais ne peut se justifier que si, en raison du comportement illicite du prévenu, l'autorité était légitimement en droit d'ouvrir une enquête. Elle est en tout cas exclue lorsque l'autorité est intervenue par excès de zèle, ensuite d'une mauvaise analyse de la situation ou par précipitation (arrêts du Tribunal fédéral 6B_429/2017 du 14 février 2018 consid. 5.1 ; 6B_1176/2015 du 23 novembre 2016 consid. 1.1 ; 6B_380/2016 du 16 novembre 2016 consid. 5.2). La mise des frais à la charge du prévenu en cas d'acquittement ou de classement de la procédure doit en effet rester l'exception (ATF 116 Ia 162 consid. 2c). 3.4. En l’espèce, le Ministère public a retenu que le rôle du recourant, qui alléguait avoir tenté de défendre son frère en repoussant C______ avec les mains, voire les pieds, demeurait indéterminé à l'issue de l'instruction, soit notamment après l'audition des victimes, des témoins et des autres prévenus. Faute de soupçon suffisant, il a classé la procédure s'agissant des infractions de lésions corporelles graves (art. 122 CP) et d'agression (art. 134 CP). En motivant la mise à sa charge d'une partie des frais de la procédure et le refus de l'indemnité sollicitée par le fait qu'en participant à l'altercation et en donnant des coups à C______, le prévenu avait violé le droit civil non écrit qui interdit de créer un état de fait propre à causer un dommage à autrui sans prendre les mesures nécessaires afin d'en éviter la survenance, démontrant ainsi sa faute, le Procureur a visé le même comportement que celui ayant donné lieu au classement de la procédure, en sa faveur. Or, il est exclu, sous peine de violer la présomption d'innocence dont bénéficie le recourant, de justifier une mise à la charge des frais et/ou un refus d'indemnité en motivant celui-ci par les mêmes faits que ceux ayant conduit au prononcé de l'ordonnance de classement. Il en résulte que le chiffre 5 du dispositif de l'ordonnance querellée sera annulé et que les frais de première instance seront laissés à la charge de l'État. Par contre, le respect du double degré de juridiction doit conduire à annuler le chiffre 6 du dispositif de la décision querellée et à renvoyer la cause à l'autorité précédente pour qu'elle se détermine à nouveau sur l'indemnité (art.”
Bei gemeinsamer Teilnahme/Angriff genügt dolus eventualis hinsichtlich der Beteiligung; es reicht, dass sich der Täter dem bereits gestarteten Angriff anschliesst oder bewusst Teil der angreifenden Gruppe ist.
“________ mit seinem rechten Fuss zwei heftige Tritte gegen den Kopf von C.________ aus, als dieser aufstehen wollte. A.________, E.________ und J.________ traten dann ebenfalls mehrmals mit den Füssen auf den Kopf und Rumpfbereich von C.________ ein, wobei sie mindestens zweimal gegen den Kopf von C.________ traten, welcher zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Tritte resp. des eingenommenen Alkohols wehrlos am Boden lag. Aufgrund der Tritte gegen den Kopf und den Rumpfbereich erlitt C.________ ein leichtes Schädelhirntrauma, eine Nasenbeinfraktur, eine gebrochene Rippe sowie Hautein-, -unterblutungen, -abschürfungen und -rötungen am Kopf, am Rumpf und den Extremitäten. versuchte schwere Körperverletzung (Art. 22 Abs. 1 i.V.m. 122 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei heftigen Fusstritten gegen den Kopf des wehrlos am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser lebensgefährliche Verletzungen wie z.B. Blutungen im Schädelinneren, erleiden könnte. evtl. Angriff (Art. 134 StGB) Aufgrund des Vorfalls im Fumoir, bei welchem D.________, A.________, E.________ und J.________ anwesend waren, dem Befördern von C.________ aus der Disco, dessen anschliessenden Flaschenwurf in Richtung der vor der Disco stehenden Personen sowie durch das unmittelbar anschliessende gemeinsame Verfolgen von C.________ und das fast zeitgleiche Eintreten mit den Füssen auf diesen fassten sie stillschweigend den gemeinsamen Tatentschluss, diesen anzugreifen und ihm Verletzungen zuzufügen. Durch das gleichzeitige Ausführen von Fusstritten von mehreren Personen gegen den Kopf und Rumpf des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind. 2.44 Gew.-‰) C.________ nahm A.________ zumindest in Kauf, dass dieser Verletzungen wie z.B. ein Schädelhirntrauma, einen Nasenbeinbruch oder eine gebrochene Rippe erleiden könnte. evtl. vorsätzliche einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB) Bei dieser Handlungsweise, nämlich das Ausführen von zwei Fusstritten gegen den Kopf resp. Rumpfbereich des am Boden liegenden und alkoholisierten (mind.”
“Entgegen der Vorinstanz lässt sich dem Beschul- digten vorliegend jedoch kein Eventualvorsatz hinsichtlich einer schweren Körper- verletzung des Privatklägers nachweisen. Zutreffend führte dies die Vorinstanz bereits bezüglich der Fusstritte aus (vgl. Urk. 66 S. 67). Entgegen der Vorinstanz ist dies aber auch bezüglich des Wurfs der Malibu-Flasche der Fall, lässt sich doch – wie vorstehend ausgeführt – gerade nicht erstellen, dass der Beschuldigte diese Flasche dem Privatkläger "bewusst und gezielt ins Gesicht" warf, ge- schweige denn, dass der Privatkläger tatsächlich im Gesicht getroffen wurde. Zu Gunsten des Beschuldigten ist vielmehr davon auszugehen, dass er die Flasche gegen den Oberkörper des Privatklägers warf und dieser sie mit der Hand auffan- gen konnte. Ein solches Vorgehen ist zwar zweifellos nicht ungefährlich. Das Ri- siko eines Erfolgseintritts (schwere Körperverletzung) erscheint aber noch nicht als derart hoch, dass von dessen Inkaufnahme durch den Beschuldigten auszu- gehen wäre. 5.Der Beschuldigte ist somit des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. IV. Strafzumessung / Vollzug 1.Angriff gemäss Art. 134 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe (bis zu 180 Tagessätzen, vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB) bestraft. Im Üb- rigen kann hinsichtlich der allgemeinen Grundlagen der Strafzumessung auf die - 18 - zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 66 S. 72 bis S. 76). 2.In objektiver Hinsicht beteiligte sich der Beschuldigte zusammen mit den Mit- beschuldigten F._____ und H._____ sowie G._____ an einem zunehmend bruta- len gewaltsamen Übergriff auf den sich zurückziehenden Privatkläger. Dabei warf der Beschuldigte zunächst noch aus (kurzer) Distanz Flaschen nach dem Privat- kläger, kurz darauf warf er eine Malibu-Flasche aus unmittelbarer Nähe auf ihn, als der Privatkläger bereits am Boden lag. Schliesslich versetzte der Beschuldigte dem am Boden liegenden, wehrlosen Privatkläger wuchtige Fusstritte gegen den Oberkörper. Die Beschuldigten liessen lediglich aufgrund der Intervention von Dritten schliesslich vom Privatkläger ab.”
“134 StGB zu qualifizieren sind. Erstellt ist weiter, dass sowohl der Beschuldigte mit dem Besen als auch L. mit den Fäusten auf D. einwirkten, während dieser einzig zwischen den Be- schuldigten und B. trat und damit kein Verhalten an den Tag legte, welches über die notwendige Verteidigung hinausgeht. Es liegt damit eine zumindest even- tualvorsätzliche einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung des Beschuldigten und L. auf den Körper von D. vor, wel- cher mit den multiplen Blutergüssen im Gesicht, an Armen und Rücken sowie ei- ner oberflächlichen Platzwunde am Hinterkopf (StA act. 1.4/7) Verletzung davon- trug, die als einfache Körperverletzung zu qualifizieren sind, womit die objektive Strafbarkeitsbedingung erfüllt ist. Selbst unter der Annahme, das Verhalten von B. und K. habe das Mass einer notwendigen Abwehrreaktion überschritten und sei als eigenes aktives Mitwirken am Geschehen zu betrachten, hat sich der Beschuldigte in Bezug auf D. und C. des Angriffs gemäss Art. 134 StGB schuldig gemacht.”
“- übergehen, indem eine Phase des Tatgeschehens als Angriff und eine weitere als Raufhandel oder umgekehrt zu beurteilen ist (vgl. zu einer solchen Phaseneinteilung BGE 118 IV 227 unter Einschluss der nicht publizierten E. 3 ff .; so auch Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, Niggli/Wi- prächtiger [Hrsg.], 4. Aufl., Basel 2019, N 18 zu Art. 134 StGB). Wenn eine Perso- nenmehrheit angegriffen wird, ist denkbar, dass ein Teil der Angegriffenen passiv bleibt, andere sich aber tätlich zur Wehr setzen. Wird dann einer der Angegriffe- nen oder ein Dritter verletzt oder getötet, handelt es sich im Verhältnis der Angrei- fer zum passiv bleibenden Angegriffenen um einen Angriff, im Verhältnis der An- greifer zum sich wehrenden Angegriffenen um einen Raufhandel (Maeder, a.a.O., N 16 zu Art. 134 StGB). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbe- standsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N 9 zu Art. 134 StGB).”
“Wie die Auseinandersetzung begonnen hat, ist entgegen der Verteidigung (act. H.1 S. 5) nicht entscheidend. Ein Angriff kann sich auch unmittelbar aus ei- nem Raufhandel heraus entwickeln (Maeder, a.a.O., N 6 zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 118 IV 227; vgl. auch E. 2.5.1). Erstellt ist, dass - nachdem sich C. zwischen den Beschuldigten und B. gestellt hatte - L. C. festhielt, während der Beschuldigte mit dem Besen auf Letzteren ein- schlug. Damit wirkten der Beschuldigte und L. zumindest eventualvorsätz- lich einseitig und mit feindseliger Absicht gewaltsam auf den Körper von C. ein. Dieser hat den Beschuldigten mit den flachen Händen zurückgeschubst. Da- mit überschritt er hinsichtlich Intensität und Dauer die Grenzen der erforderlichen Verteidigung nicht. Sodass die Handlungen des Beschuldigten gegenüber C. als Angriff im Sinne von Art. 134 StGB zu qualifizieren sind. Erstellt ist weiter, dass sowohl der Beschuldigte mit dem Besen als auch L. mit den Fäusten auf D. einwirkten, während dieser einzig zwischen den Be- schuldigten und B. trat und damit kein Verhalten an den Tag legte, welches über die notwendige Verteidigung hinausgeht. Es liegt damit eine zumindest even- tualvorsätzliche einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung des Beschuldigten und L. auf den Körper von D. vor, wel- cher mit den multiplen Blutergüssen im Gesicht, an Armen und Rücken sowie ei- ner oberflächlichen Platzwunde am Hinterkopf (StA act. 1.4/7) Verletzung davon- trug, die als einfache Körperverletzung zu qualifizieren sind, womit die objektive Strafbarkeitsbedingung erfüllt ist. Selbst unter der Annahme, das Verhalten von B. und K. habe das Mass einer notwendigen Abwehrreaktion überschritten und sei als eigenes aktives Mitwirken am Geschehen zu betrachten, hat sich der Beschuldigte in Bezug auf D. und C. des Angriffs gemäss Art.”
“134 StGB zu qualifizieren sind. Erstellt ist weiter, dass sowohl der Beschuldigte mit dem Besen als auch L. mit den Fäusten auf D. einwirkten, während dieser einzig zwischen den Be- schuldigten und B. trat und damit kein Verhalten an den Tag legte, welches über die notwendige Verteidigung hinausgeht. Es liegt damit eine zumindest even- tualvorsätzliche einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung des Beschuldigten und L. auf den Körper von D. vor, wel- cher mit den multiplen Blutergüssen im Gesicht, an Armen und Rücken sowie ei- ner oberflächlichen Platzwunde am Hinterkopf (StA act. 1.4/7) Verletzung davon- trug, die als einfache Körperverletzung zu qualifizieren sind, womit die objektive Strafbarkeitsbedingung erfüllt ist. Selbst unter der Annahme, das Verhalten von B. und K. habe das Mass einer notwendigen Abwehrreaktion überschritten und sei als eigenes aktives Mitwirken am Geschehen zu betrachten, hat sich der Beschuldigte in Bezug auf D. und C. des Angriffs gemäss Art. 134 StGB schuldig gemacht.”
“Wie die Auseinandersetzung begonnen hat, ist entgegen der Verteidigung (act. H.1 S. 5) nicht entscheidend. Ein Angriff kann sich auch unmittelbar aus ei- nem Raufhandel heraus entwickeln (Maeder, a.a.O., N 6 zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 118 IV 227; vgl. auch E. 2.5.1). Erstellt ist, dass - nachdem sich C. zwischen den Beschuldigten und B. gestellt hatte - L. C. festhielt, während der Beschuldigte mit dem Besen auf Letzteren ein- schlug. Damit wirkten der Beschuldigte und L. zumindest eventualvorsätz- lich einseitig und mit feindseliger Absicht gewaltsam auf den Körper von C. ein. Dieser hat den Beschuldigten mit den flachen Händen zurückgeschubst. Da- mit überschritt er hinsichtlich Intensität und Dauer die Grenzen der erforderlichen Verteidigung nicht. Sodass die Handlungen des Beschuldigten gegenüber C. als Angriff im Sinne von Art. 134 StGB zu qualifizieren sind. Erstellt ist weiter, dass sowohl der Beschuldigte mit dem Besen als auch L. mit den Fäusten auf D. einwirkten, während dieser einzig zwischen den Be- schuldigten und B. trat und damit kein Verhalten an den Tag legte, welches über die notwendige Verteidigung hinausgeht. Es liegt damit eine zumindest even- tualvorsätzliche einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung des Beschuldigten und L.”
“Allgemeine rechtliche Ausführungen Des Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt.”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E.”
“Allgemeine rechtliche Ausführungen Des Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.”
“Allgemeine rechtliche Ausführungen Des Angriffs i.S.v. Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt.”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Eine Einschüchterung (z. B. durch einen Warnschuss) oder eine Bedrohung erfüllen den Tatbestand nicht. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits gestarteten Angriff einer andern anschliesst. Der Angriff kann sich auch unmittelbar aus einem Raufhandel heraus entwickeln, wenn die Angreifer nach Schluss der wechselseitigen Auseinandersetzung mit Gewaltanwendungen weiterfahren und ein Opfer traktieren, das sich nicht (mehr) wehrt (Maeder, in: Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 6 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E.”
“À l'appui de son recours, A______ estime que le Juge des mineurs avait renoncé à poursuivre le prévenu pour une partie des faits, en considérant que celui-ci n'avait pas souhaité sa mort ni ne l'avait envisagée au cas où ce résultat se produirait, sans toutefois prononcer formellement une ordonnance de classement pour tentative de meurtre, subsidiairement pour tentative de lésions corporelles graves. Or, il ressortait des éléments du dossier que le prévenu avait accepté de prendre le risque de le blesser mortellement, en maniant délibérément une arme dangereuse près de sa tête et en lui donnant de nombreux coups à la tête, alors qu'il n'était pas en état de se protéger, coups pouvant entraîner un risque d'hémorragie cérébrale et, partant, une issue mortelle. Seule sa fuite avait mis fin au "passage à tabac". Les éléments constitutifs de la tentative d'homicide étaient par conséquent réalisés, à tout le moins par dol éventuel. C'était donc en violation du droit que l'autorité intimée avait prononcé un classement implicite. b. Dans ses observations, le Juge des mineurs conclut, principalement, à ce que la Chambre de céans se déclare incompétente et lui transmette la cause en application de l'art. 91 al. 4 CPP, par renvoi de l'art. 3 PPMin. En effet, la qualification de tentative de meurtre (art. 22 cum 111 CP) avait été exclue au profit de l'infraction d'agression (art. 134 CP), dès lors que le prévenu n'avait pas souhaité la mort de sa victime ni ne l'avait envisagée au cas où ce résultat se produirait. Ainsi, il n'avait pas renoncé à poursuivre une partie des faits mais avait considéré que ceux dont A______ demandait la requalification en tentative de meurtre n'étaient pas constitutifs d'une telle infraction. La décision attaquée ne contenait donc pas de classement implicite, de sorte que la voie du recours était exclue. Seule la voie de l'opposition était ouverte à la partie plaignante qui contestait la qualification juridique, et ce pour autant qu'elle disposât d'un intérêt juridique, ce qui n'était pas le cas de A______, dès lors qu'il n'avait pas remis en question le montant alloué à titre de réparation de son tort moral. Subsidiairement, dans l'hypothèse où la Chambre de céans devait se déclarer compétente, le recours devait être rejeté comme étant mal fondé. c. A______ n'ayant pas répliqué, la cause a été gardée à juger. EN DROIT : 1.”
“Considérants I. Procédure Note : la signification des abréviations générales employées est décrite sur la dernière page du présent jugement. Les autres abréviations utilisées seront explicitées dans le texte du jugement. 1. Mise en accusation 1.1 Par acte d’accusation du 24 mars 2022 (ci-après également désigné par AA), le Ministère public du canton de Berne a demandé la mise en accusation de B.________ (ci-après également : le prévenu) pour les faits et infractions suivants (dossier [ci-après désigné par D.], pages 190-195) : I.1 Lésion corporelle simple, év. tentative de la même infraction, év. agression (art. 123 ch. 1 CP, év. cum art. 22 al. 1 CP, év. art. 134 CP), infraction commise le 17 octobre 2020, à env. 22:00 heures, à AC.________, au préjudice de C.________, après qu’il se soit trouvé à la gare avec H.________ et I.________ et que H.________ se soit approché du lésé et de ses accompagnants E.________ et D.________, lesquels fumaient une cigarette, croyant qu’ils se moquaient de lui, après que H.________ ait empoigné et retenu le lésé par le col, par le fait d'avoir donné au lésé deux coups de poing au visage, respectivement au front et sur la joue droite, occasionnant chez le lésé une marque rouge au front douloureuse à la palpation, une coupure saignante dans la bouche, un trouble de l'équilibre momentané, ainsi qu'une égratignure en-dessous de la clavicule. Le prévenu a pris et accepté par ses deux actions le risque de provoquer chez le lésé des blessures douloureuses et de moyenne gravité, notamment des fractures au nez, à la pommette, à l'arcade sourcilière ou aux dents, ou encore un ou des hématomes suborbitaux, ou encore une commotion cérébrale, vu la nature des coups donnés.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein. Es ging Ersterem nach seiner Aussage um eine Klarstel- lung, dass der andere seine Freundin in Ruhe lassen solle. B. schilderte in seiner ersten Einvernahme, dass er den Kontrahenten von A. ergriffen ha- be, nachdem dieser A. einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Dar- aufhin seien noch weitere Kollegen des Kontrahenten hinzugekommen. Die Situa- tion sei eskaliert und A. habe dem kleineren noch Faustschläge ins Gesicht versetzt (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1; act. H.3, Antworten auf Fragen 7 ff.). Spätestens in diesem Zeitpunkt - also nachdem B. und weitere Personen sich in das Geschehen eingemischt hatten - nahm A.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein. Es ging Ersterem nach seiner Aussage um eine Klarstel- lung, dass der andere seine Freundin in Ruhe lassen solle. B. schilderte in seiner ersten Einvernahme, dass er den Kontrahenten von A. ergriffen ha- be, nachdem dieser A. einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Dar- aufhin seien noch weitere Kollegen des Kontrahenten hinzugekommen. Die Situa- tion sei eskaliert und A. habe dem kleineren noch Faustschläge ins Gesicht versetzt (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1; act. H.3, Antworten auf Fragen 7 ff.). Spätestens in diesem Zeitpunkt - also nachdem B. und weitere Personen sich in das Geschehen eingemischt hatten - nahm A.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein. Es ging Ersterem nach seiner Aussage um eine Klarstel- lung, dass der andere seine Freundin in Ruhe lassen solle. B. schilderte in seiner ersten Einvernahme, dass er den Kontrahenten von A. ergriffen ha- be, nachdem dieser A. einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Dar- aufhin seien noch weitere Kollegen des Kontrahenten hinzugekommen. Die Situa- tion sei eskaliert und A. habe dem kleineren noch Faustschläge ins Gesicht versetzt (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1; act. H.3, Antworten auf Fragen 7 ff.). Spätestens in diesem Zeitpunkt - also nachdem B. und weitere Personen sich in das Geschehen eingemischt hatten - nahm A.”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einer einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Ein- wirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB hinzu (Urteile des - 11 - Bundesgerichts 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020, E. 2.3.2 m.w.H.; 6B_157/2016 vom 8. August 2016, E. 6.3).”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an ei- ner einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Einwir- kung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche An- griff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es - 10 - genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art.”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an ei- ner einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Einwir- kung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche An- griff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es - 10 - genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB hinzu (Urteile des Bundesgerichts 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020, E. 2.3.2 m.w.H.; 6B_157/2016 vom 8. August 2016, E. 6.3).”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einer einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Ein- wirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB hinzu (Urteile des - 11 - Bundesgerichts 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020, E. 2.3.2 m.w.H.; 6B_157/2016 vom 8. August 2016, E. 6.3).”
“Des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einer einseitigen, von feindseligen Absichten getragenen und gewaltsamen Ein- wirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen beteiligt. Der körperliche Angriff muss von mehreren, mindestens aber zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich der Täter dem bereits in Gang gesetzten Angriff eines anderen anschliesst. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder eine Körperverletzung des Angegriffenen oder einer Drittperson zur Folge haben. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Bei Art. 134 StGB richtet sich der Vorsatz indessen nur auf die Beteiligung am Angriff, nicht auch auf die Todes- oder Verletzungsfolge (BGE 135 IV 152 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021, E. 2.1 m.w.H.). Denn ist die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung resp. Körperverletzung eines Teilneh- mers durch einen bestimmten anderen Beteiligten an der tätlichen Auseinander- setzung nachgewiesen, tritt für diesen neben den Schuldspruch wegen Angriffs auch ein solcher wegen Art.”
“L’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il ne soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles. D’un point de vue subjectif, l’art. 134 CP est une infraction intentionnelle. Le dol de l’auteur doit porter sur le fait de participer à l’agression, mais non sur le décès ou les lésions corporelles qui, en tant que conditions objectives de punissabilité, n’ont pas à être englobées par l’élément subjectif. Le dol éventuel suffit (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1).”
“En se mêlant de son plein gré à cette attaque en donnant à G.________ au moins un coup, il réalise les éléments subjectifs de l’infraction. Le prévenu, tout comme B.________ et E.________, n’a en effet pu qu’admettre, à un stade ou à un autre, qu’il prenait part à une agression dirigée contre un individu seul, sans moyen de défense. Il a ainsi eu l’intention claire de participer aux actes de violence exercés. Le fait qu’il n’a pu être établi comment la victime est tombée et quels coups lui ont provoqués les blessures constatées est sans importance, dans la mesure où il n’est ni possible ni nécessaire de déterminer la participation concrète qu’a eu chacun des auteurs dans la commission de l’infraction. Tous ont pris part activement à l’agression et chacun d’eux a voulu y contribuer, ou à tout le moins en a admis l’éventualité et en a accepté le risque. De ce fait, il reste sans pertinence de déterminer lequel des assaillant est à l’origine des lésions et la mesure dans laquelle il a agi (Michel Dupuis, op. cit., n°2 ad art. 134 CP). Le fait que le coup de pied donné par le prévenu soit survenu « par frustration » et « juste avant de sortir », comme décrit par J.________, n’est absolument pas le signe d’une absence d’intention criminelle puisqu’il est établi que le prévenu s’est joint dès le début à la mêlée agressive. De surcroît, il est rappelé que le coauteur peut ne se joindre à l’infraction qu’à la fin de sa réalisation, ce qui serait à tout le moins le cas ici si l’on devait par extraordinaire retenir que le prévenu s’était cantonné jusque-là à une stricte passivité pacifique et à des propos lénifiants, ce qui n’a toutefois manifestement pas été le cas.”
“In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz ge- nügt. Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im Angriff liegende abs- trakte Gefährdung. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff, nicht auf die Todes- oder Verletzungsfolge (Urteil des Bundesgerichts 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1. m.w.H.; BGE 135 IV 152 E.2.1.).”
“(…) C’est une histoire vraiment bête. J’étais avec une fille et la fille m’a dit que genre ce gars l’aimait et donc il l’a mal pris et voilà. Je lui ai dit que ce n’était pas ma copine donc ça s’est arrangé». 5. Le tribunal pénal des mineurs a correctement rappelé la teneur de l’article 134 CP ainsi que la jurisprudence du Tribunal fédéral. On peut se référer au jugement attaqué (cons. 3 ; art. 82 al. 4 CPP). Plusieurs arrêts du Tribunal fédéral plus récents soulignent qu’il n’y a pas besoin que l’auteur d’une agression ait lui-même frappé les victimes, s’il se trouvait de manière intentionnelle dans le groupe des agresseurs et s’il a pris avec ses camarades la décision d’agresser la victime (arrêts du TF du 27.08.2019 [6B_402/2019] cons. 2.2 ; du 29.01.2015 [6B_516/2014] cons. 1 ; du 12.03.2018 [6B_745/2017] cons. 2.3). La doctrine l’admet aussi (Maeder, Commentaire bâlois, 4e éd., n. 8 ad art. 134 CP ; Trächsel/Mona, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxis-kommentar, 3e éd., n. 2 ad art. 134 CP). On rappellera que, sur le plan subjectif, le dol éventuel suffit (Maeder, op. cit. n. 9 ad art. 134 CP). 6. En l’espèce, on peut donner acte à l’appelant qu’il n’est pas établi qu’il voulait ou acceptait qu’une personne soit blessée lors des faits. S’agissant d’une condition objective de punissabilité, l’atteinte à l’intégrité corporelle n’est pas englobée par l’élément subjectif de l’agression. Cela étant, on retiendra que l’appelant se trouvait de manière intentionnelle dans le groupe des agresseurs. Ceux-ci se connaissaient de longue date et faisaient à peu près tout ensemble. L’appelant conteste avoir pris avec ses camarades la décision d’agresser le plaignant. A cet égard, on retiendra que le point de départ de l’altercation est le fait que l’appelant s’est senti mal regardé (« j’ai alors ressenti qu’il me regardait inhabituellement ») par le plaignant (qui conteste le fait), à qui il a demandé « s’il y avait un souci ». L’appelant a expliqué plus précisément qu’il avait ressenti un regard méprisant de la part du plaignant, qui l’avait regardé de bas en haut.”
“(…) C’est une histoire vraiment bête. J’étais avec une fille et la fille m’a dit que genre ce gars l’aimait et donc il l’a mal pris et voilà. Je lui ai dit que ce n’était pas ma copine donc ça s’est arrangé». 5. Le tribunal pénal des mineurs a correctement rappelé la teneur de l’article 134 CP ainsi que la jurisprudence du Tribunal fédéral. On peut se référer au jugement attaqué (cons. 3 ; art. 82 al. 4 CPP). Plusieurs arrêts du Tribunal fédéral plus récents soulignent qu’il n’y a pas besoin que l’auteur d’une agression ait lui-même frappé les victimes, s’il se trouvait de manière intentionnelle dans le groupe des agresseurs et s’il a pris avec ses camarades la décision d’agresser la victime (arrêts du TF du 27.08.2019 [6B_402/2019] cons. 2.2 ; du 29.01.2015 [6B_516/2014] cons. 1 ; du 12.03.2018 [6B_745/2017] cons. 2.3). La doctrine l’admet aussi (Maeder, Commentaire bâlois, 4e éd., n. 8 ad art. 134 CP ; Trächsel/Mona, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxis-kommentar, 3e éd., n. 2 ad art. 134 CP). On rappellera que, sur le plan subjectif, le dol éventuel suffit (Maeder, op. cit. n. 9 ad art. 134 CP). 6. En l’espèce, on peut donner acte à l’appelant qu’il n’est pas établi qu’il voulait ou acceptait qu’une personne soit blessée lors des faits. S’agissant d’une condition objective de punissabilité, l’atteinte à l’intégrité corporelle n’est pas englobée par l’élément subjectif de l’agression. Cela étant, on retiendra que l’appelant se trouvait de manière intentionnelle dans le groupe des agresseurs. Ceux-ci se connaissaient de longue date et faisaient à peu près tout ensemble. L’appelant conteste avoir pris avec ses camarades la décision d’agresser le plaignant. A cet égard, on retiendra que le point de départ de l’altercation est le fait que l’appelant s’est senti mal regardé (« j’ai alors ressenti qu’il me regardait inhabituellement ») par le plaignant (qui conteste le fait), à qui il a demandé « s’il y avait un souci ». L’appelant a expliqué plus précisément qu’il avait ressenti un regard méprisant de la part du plaignant, qui l’avait regardé de bas en haut.”
“Daraus geht hervor, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Damit von einem Angriff gesprochen werden kann, müssen mindestens zwei Personen körperlich attackieren. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann wie beim Raufhandel eine Beteiligung auf jede Art erfolgen. So kann Beteiligung auch eine sachlich unterstützende psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei sein. Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt. Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die objektive Strafbarkeitsbedingung der Todes- oder Körperverletzungsfolge. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. StGB bzw. Art. 122 ff. StGB und Art. 134 StGB prinzipiell echte Konkurrenz. Eine Ausnahme von der besagten Regel gibt es nach Rechtsprechung und herrschender Lehre dann, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. gefährdet worden ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB durch den Verletzungstatbestand konsumiert, was aber in der Lehre kontrovers diskutiert wird (vgl. Maeder, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 4 ff., mit zahlreichen Hinweisen).”
“Il est rappelé que l’auteur se rend passible d’une peine du seul fait de sa participation à l’agression. Par conséquent, il suffit de prouver l’intention de l’auteur de participer à l’agression, sans qu’il ne soit nécessaire d’établir qu’il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles. D’un point de vue subjectif, l’art. 134 CP est une infraction intentionnelle. Le dol de l’auteur doit porter sur le fait de participer à l’agression, mais non sur le décès ou les lésions corporelles qui, en tant que condition objective de punissabilité, n’ont pas à être englobées par l’élément subjectif. Le dol éventuel suffit (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1).”
“Pour que les éléments constitutifs de l'agression, qui est une infraction de mise en danger, soient réunis, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s'agit là d'une condition objective de punissabilité. Cela signifie que l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2 ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 3.4.3 En l’espèce, les premiers juges n’ont effectivement pas respecté le cadre de l’accusation en prenant en compte des faits qui ne figuraient pas dans l’acte d’accusation puisqu’ils ont retenu qu’une seconde victime avait été agressée, respectivement blessée. L’acte d’accusation du 30 octobre 2020 ne dit rien de tel (cf. ch. 2.1) ; au contraire, les faits dénoncés comportent l’indication que W.________ « s’est mêlé à la bagarre », ce qui suggère une forme de participation active (« [...] [recte : W.”
“In subjektiver Hinsicht ist zu bemerken, dass sich die Beschuldigten 1 und 2 wissentlich und willentlich am Angriff beteiligten. Entgegen der Ansicht der Verteidigung des Beschuldigten 2 (Urk. 122 S. 10) ist hierbei im Rahmen des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB nicht von Bedeutung, ob der Beschuldigte 2 die einzelnen Tathandlungen der übrigen Angreifer mitgetragen hat (vgl. dazu T RECHSEL/MONA, Praxiskommentar StGB, 3. Auflage, N 6 zu Art. 133 StGB; BGE 106 IV 251). Vorliegend war für den Beschuldigten 2 aufgrund des Um- stands, dass der Beschuldigte 1 bereits gegen den Privatkläger 2 vorging, als er dazu gestossen war, ohne Weiteres klar, dass ein tätlicher Angriff auf den Privat- kläger 2 im Gang war. An jenem hat er sich wissentlich und willentlich beteiligt, womit der subjektive Tatbestand erfüllt ist.”
Schwere der Tatgesamtheit: Wiederholte oder zahlreiche Delikte können in ihrer Gesamtheit eine gewisse Schwere begründen. Delikte nach Art. 134 StGB (Angriff) sind dabei als Teil der Tatgesamtheit zu berücksichtigen und können — zusammen mit weiteren Verurteilungen — für die Beurteilung einschlägiger Massnahmen (z. B. Landesverweisung) von Bedeutung sein.
“Erwägungen der Kammer A.________ ist türkischer Staatsangehöriger und stammt damit aus einem Drittstaat. Er kann sich ausserdem nicht auf ein Freizügigkeitsrecht berufen. A.________ wird mit vorliegendem Urteil für fünf Jahre des Landes verwiesen. Es liegt somit eine nationale Ausschreibung vor, die auf einer Entscheidung der zuständigen Instanz beruht. A.________ wurde mit vorliegendem Urteil wegen zahlreicher Delikte schuldig gesprochen, unter anderem wegen Angriffs. Angriff wird gemäss Art. 134 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Das Höchstmass der Strafe beträgt somit mehr als ein Jahr Freiheitsstrafe, womit die Voraussetzung von Art. 24 Ziff. 2 Bst. a SIS-II-Verordnung erfüllt ist. Zu prüfen ist gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wie ausgeführt, zusätzlich, ob von A.________ eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgeht. A.________ wurde wegen Angriffs, Körperverletzung mit einfachen Gegenstand, einfacher Körperverletzung in zwei Fällen, fahrlässiger einfacher Körperverletzung, Erschleichen einer falschen Beurkundung in zwei Fällen, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung in zwei Fällen sowie wegen verschiedenen Übertretungen verurteilt. Auch wenn die einzelnen dieser Schuldsprüche vergleichsweise keine besonders schweren Straftaten darstellen, so erreicht die Delinquenz von A.________ in ihrer Gesamtheit durchaus eine gewisse Schwere. Dabei fällt besonders ins Gewicht, dass A.”
Wenn nur eine Person verletzt wurde, wird Art. 134 StGB grundsätzlich durch den konkreten Verletzungstatbestand (z. B. Körperverletzung) absorbiert. Ein gesonderter Angriffstatbestand kommt nur in Betracht, wenn eine andere, bestimmte Person tatsächlich zusätzlich in Gefahr gebracht wurde oder die bei der Aggression bewirkte Gefährdung die Schwere des eingetretenen Verletzungserfolgs übersteigt.
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat. L'agression est une infraction de mise en danger. S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause les lésions corporelles, l'infraction de lésion visée par les art. 122ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP. En effet, les infractions de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 122ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 et 2.1.2). Lorsque le blessé était la seule personne agressée, l'art. 134 CP ne trouve en principe pas application (ATF 118 IV 227 consid. 5b).”
“Mit der Vorinstanz - 14 - hat er auch keinerlei Missfallen gegen die Vorgehensweise der Mitglieder seiner Gruppe geäussert (Urk. 53 S. 35), geschweige denn diese zu bremsen oder gar den Geschädigten zu schützen versucht. Wiederum unzutreffend ist die Argumentation der Verteidigung, die Annahme ei- ner versuchten schweren Körperverletzung, begangen in Mittäterschaft, würde in concreto den Tatbestand des Angriffs "aushebeln" (Urk. 55 S. 28f.). War der Geschädigte die einzige angegriffene Person, wird StGB 134 durch den Ver- letzungstatbestand (allenfalls erfüllt in Mittäterschaft) konsumiert (BSK StGB, Maeder, Art. 134 N 13f. mit Verweisen). Soweit der zitierte Kommentar diese Pra- xis kritisiert, tut er dies nicht zugunsten, sondern vielmehr noch zuungunsten des Beschuldigten: Die (allenfalls mittäterschaftlich begangene) Erfüllung des Verlet- zungstatbestands soll in echter Konkurrenz zum Angriff stehen, da Art. 134 StGB ein abstraktes Gefährdungsdelikt darstellt und die geschützten Rechtsgüter somit nicht identisch sind.”
“Les lésions corporelles sont une infraction de résultat qui implique une atteinte importante aux biens juridiques ainsi protégés (ATF 135 IV 152 précité consid. 1.1 ; ATF 134 IV 189 consid. 1.1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésion visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 135 IV 152 précité consid. 2.1.2 et les arrêts cités). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 135 IV 152 précité ; ATF 118 IV 227 consid. 5b). S’il n’y a qu’une seule victime, on ne retiendra que l’infraction de lésion en cause (Dupuis et al. [éd.], op. cit., n. 7 ad art. 134 CP et les références citées). Le concours est également envisageable lorsque la personne qui a été blessée lors de l'agression n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 précité). 4.3 En l’espèce, l’appelant admet s’être battu avec le plaignant et ne conteste pas être l’auteur des blessures subies par celui-ci. Il fait toutefois valoir qu’il était seul à se battre avec Z.________ et soutient que d’autres personnes se seraient jointes à lui par la suite pour le frapper. Quant au plaignant, il a affirmé qu’à sa sortie d’une discothèque, il était passé à côté d’un groupe composé d’hommes qui s’invectivaient et qu’il avait alors reçu un coup sur la tête administré par une personne de type africain, qui l’avait fait chuter. Il se souvient ensuite d’avoir échangé des coups sans toutefois pouvoir préciser s’ils étaient plus que deux à se battre. Le témoin Q.________, lui-même condamné pour agression à raison du même complexe de faits, a pour sa part déclaré avoir vu l’appelant se battre à terre avec Z.”
Bei Fahrdiensten zu einem Angriff reicht Mitwirkung durch Chauffeurstätigkeit für Art. 134 StGB aus.
“Namentlich kann keine Rede davon sein, dass es für den Beschwerdeführer unmöglich gewesen wäre, sich gegen die ihm vorgeworfene Tatbeteiligung an einem Angriff mehrerer Unbekannter Anhänger des Fussballclubs Zürich auf zwei Fans des Grasshopper Club Zürich angemessen zur Wehr zu setzen. Ihm wird vorgeworfen, einen Teil der Angreifer zum Bahnhof U.________ gefahren, den Perron nach möglichen Opfern - rivalisierenden Fans - abgesucht und die Täter nach dem Übergriff vom Tatort weggefahren zu haben. An der Klarheit des genannten Vorwurfs ändert, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, weder der Umstand etwas, dass ausser ihm noch ein weiteres, weisses Fahrzeug Angreifer zum Tatort chauffiert haben soll, noch, dass unklar blieb, welche Täter anschliessend in welches Fahrzeug stiegen. Der Zusammenhang zwischen den Angreifern im weissen Auto einerseits und denjenigen im vom Beschwerdeführer gelenkten Fahrzeug andererseits ergibt sich aus dem Anklagesachverhalt auch so ohne Weiteres. Ebenso erhellt daraus, jedenfalls implizit klar der Vorwurf an den Beschwerdeführer, das Perron vor dem Angriff nach gegnerischen Fans abgesucht zu haben. Gleiches gilt für die objektive Strafbarkeitsbedingung gemäss Art. 134 StGB, wonach sich der Beschwerdeführer an einem Übergriff beteiligt haben muss, der den Tod oder die Körperverletzung mindestens eines Angegriffenen zur Folge hatte. Es kann auch nicht gesagt werden, die Vorinstanz hätte den Anklagesachverhalt unstatthaft erweitert, indem sie erwägt, es sei klar, dass sieben bis zehn Angreifer nicht in einem einzigen Fahrzeug zum Tatort hätten chauffiert werden können. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Übrigen wesentlich darauf, seine bereits vor Vorinstanz erhobenen Einwände zu wiederholen. Damit genügt er seiner Begründungspflicht, klar aufzuzeigen, worin genau eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll, nicht. Es kann auf die in jeder Hinsicht zutreffenden, ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden.”
Echte Konkurrenz zwischen Art. 134 StGB (Angriff) und Körperverletzungsdelikten (Art. 122 ff. / Art. 123): liegt vor, wenn neben der verletzten Person eine weitere Person konkret gefährdet wurde oder die vom Angriff ausgehende abstrakte Gefährdung die tatsächlich eingetretenen (oft nur leichten) Verletzungen an Intensität übertrifft; daher sind sowohl das Verletzungsdelikt als auch Art. 134 nebeneinander anwendbar.
“Die festgestellten Verletzungen seien mit einem Entstehungszeitpunkt mehrerer Stunden vor Durchführung der körperlichen Untersuchung vereinbar und könnten im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung entstanden sein. Die Verletzungen infolge stumpf-mechanischer Einwirkungen würden erfahrungsgemäss folgenlos abheilen; diejenigen infolge scharfer Einwirkungen würden unter nicht entstellender Narbenbildung abheilen (siehe dazu S. 2 bis 5 des rechtsmedizinischen Gutachtens des IRM betreffend H.________ vom 21. Oktober 2024). Aufgrund der genannten Feststellungen des IRM muss derzeit davon ausgegangen werden, dass mindestens einer der mutmasslich angegriffenen Personen eine tatbestandsmässige Körperverletzung zugefügt wurde. Soweit die Verteidigung vorbringt, dass bezüglich der Verletzung infolge scharfer Gewalteinwirkung einzig gegen F.________ wegen versuchter schwerer Körperverletzung untersucht werde, ist daran zu erinnern, dass wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche Verletzungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, zwischen den Körperverletzungstatbeständen gemäss Art. 122 ff. StGB und dem Angriff gemäss Art. 134 StGB echte Konkurrenz besteht (Maeder, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 13 zu Art. 134 StGB mit zahlreichen Hinweisen). Ob und wem allem der Messereinsatz durch F.________ zuzurechnen ist, wird abschliessend vom Sachgericht zu prüfen sein.”
“Die Verletzungen infolge stumpf-mechanischer Einwirkungen würden erfahrungsgemäss folgenlos abheilen; diejenigen infolge scharfer Einwirkungen würden unter nicht entstellender Narbenbildung abheilen (siehe dazu S. 2 bis 5 des rechtsmedizinischen Gutachtens des IRM betreffend H.________ vom 21. Oktober 2024). Aufgrund der genannten Feststellungen des IRM muss derzeit davon ausgegangen werden, dass mindestens einer der mutmasslich angegriffenen Personen eine tatbestandsmässige Körperverletzung zugefügt wurde. Soweit die Verteidigung vorbringt, dass bezüglich der Verletzung infolge scharfer Gewalteinwirkung einzig gegen F.________ wegen versuchter schwerer Körperverletzung untersucht werde, ist daran zu erinnern, dass wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche Verletzungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, zwischen den Körperverletzungstatbeständen gemäss Art. 122 ff. StGB und dem Angriff gemäss Art. 134 StGB echte Konkurrenz besteht (Maeder, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 13 zu Art. 134 StGB mit zahlreichen Hinweisen). Ob und wem allem der Messereinsatz durch F.________ zuzurechnen ist, wird abschliessend vom Sachgericht zu prüfen sein.”
“Die Verletzungen infolge stumpf-mechanischer Einwirkungen würden erfahrungsgemäss folgenlos abheilen; diejenigen infolge scharfer Einwirkungen würden unter nicht entstellender Narbenbildung abheilen (siehe dazu S. 2 bis 5 des rechtsmedizinischen Gutachtens des IRM betreffend H.________ vom 21. Oktober 2024). Aufgrund der genannten Feststellungen des IRM muss derzeit davon ausgegangen werden, dass mindestens einer der mutmasslich angegriffenen Personen eine tatbestandsmässige Körperverletzung zugefügt wurde. Soweit die Verteidigung vorbringt, dass bezüglich der Verletzung infolge scharfer Gewalteinwirkung einzig gegen F.________ wegen versuchter schwerer Körperverletzung untersucht werde, ist daran zu erinnern, dass wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche Verletzungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, zwischen den Körperverletzungstatbeständen gemäss Art. 122 ff. StGB und dem Angriff gemäss Art. 134 StGB echte Konkurrenz besteht (Maeder, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 13 zu Art. 134 StGB mit zahlreichen Hinweisen). Ob und wem allem der Messereinsatz durch F.________ zuzurechnen ist, wird abschliessend vom Sachgericht zu prüfen sein.”
“Die festgestellten Verletzungen seien mit einem Entstehungszeitpunkt mehrerer Stunden vor Durchführung der körperlichen Untersuchung vereinbar und könnten im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung entstanden sein. Die Verletzungen infolge stumpf-mechanischer Einwirkungen würden erfahrungsgemäss folgenlos abheilen; diejenigen infolge scharfer Einwirkungen würden unter nicht entstellender Narbenbildung abheilen (siehe dazu S. 2 bis 5 des rechtsmedizinischen Gutachtens des IRM betreffend H.________ vom 21. Oktober 2024). Aufgrund der genannten Feststellungen des IRM muss derzeit davon ausgegangen werden, dass mindestens einer der mutmasslich angegriffenen Personen eine tatbestandsmässige Körperverletzung zugefügt wurde. Soweit die Verteidigung vorbringt, dass bezüglich der Verletzung infolge scharfer Gewalteinwirkung einzig gegen F.________ wegen versuchter schwerer Körperverletzung untersucht werde, ist daran zu erinnern, dass wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche Verletzungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, zwischen den Körperverletzungstatbeständen gemäss Art. 122 ff. StGB und dem Angriff gemäss Art. 134 StGB echte Konkurrenz besteht (Maeder, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 13 zu Art. 134 StGB mit zahlreichen Hinweisen). Ob und wem allem der Messereinsatz durch F.________ zuzurechnen ist, wird abschliessend vom Sachgericht zu prüfen sein.”
“Er bezieht sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive Strafbarkeitsbedingung ist (Maeder, a.a.O., N. 9 zu Art. 134 StGB, mit weiteren Hinweisen). Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5b; BGE 135 IV 152 E. 2.1.2). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 134 StGB mit Hinweis auf BGE 135 IV 152 sowie die Urteile des BGer 6B_926/2009 vom 15. Dezember 2009 E. 2.1; 6B_373/2011 vom 14. November 2011 E. 3.4 f. sowie 6B_98/2013 vom 10. Juni 2013 E. 3.2).”
“Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB konsumiert werden (vgl. so auch die Vorinstanz Urk. 62 S. 21). 5.Fazit Der Beschuldigte ist der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. Rechtfertigungsgründe sind zudem keine ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht, zumal die Verteidigung explizit betonte, sie plädiere nicht auf Notwehr oder Putativnotwehr (Prot. II S. 7). III. Sanktion 1.Grundlagen 1.1.Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB und die an sie gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff., mit Hinweisen). Entsprechendes gilt für die Bildung der Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des Aspe- rationsprinzips (BGE 144 IV 313 E. 1.1.; BGE 141 IV 61 E. 6.1.2; je mit Hinweisen). Darauf sowie auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 62 S. 22 f.) kann verwiesen werden. 1.2.Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden.”
“Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB konsumiert werden (vgl. so auch die Vorinstanz Urk. 62 S. 21). 5.Fazit Der Beschuldigte ist der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. Rechtfertigungsgründe sind zudem keine ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht, zumal die Verteidigung explizit betonte, sie plädiere nicht auf Notwehr oder Putativnotwehr (Prot. II S. 7). III. Sanktion 1.Grundlagen 1.1.Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB und die an sie gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff., mit Hinweisen). Entsprechendes gilt für die Bildung der Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des Aspe- rationsprinzips (BGE 144 IV 313 E. 1.1.; BGE 141 IV 61 E. 6.1.2; je mit Hinweisen). Darauf sowie auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 62 S. 22 f.) kann verwiesen werden. 1.2.Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden.”
“78 S. 14 Rz. 28) – zweifellos infolge des Vor- falles 100% arbeitsunfähig (Urk. 2/4+5). Der Privatkläger führte dazu aus, dass ihm der Rücken ungefähr eine Woche wehgetan und er es aber auch in der zweiten Woche nach dem Vorfall noch ziemlich gemerkt habe. Die Wundheilung habe rund einen Monat gedauert. Das Schlimmste sei aber, dass er Angst habe, im Dunkel nach draussen zu gehen (Urk. 9/2 F/A 21 ff.). Für die objektive Strafbarkeits- bedingung des Angriffs ist es unerheblich, welcher der Angreifer die Verletzungen und infolge dessen die Arbeitsunfähigkeit des Privatklägers tatsächlich verursacht hat (vgl. entsprechendes Vorbringen der Verteidigung in Urk. 78 S. 11 f. Rz. 19 und 23). Entsprechend ist mit der Vorinstanz und entgegen den Ausführungen der Ver- teidigung von einer körperlichen und psychischen Beeinträchtigung auszugehen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreicht, weshalb der Tat- bestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt ist. Die Vorinstanz hat sich in der Folge überzeugend zur Konkurrenzfrage eines Angriffs zur ebenfalls erfüllten versuchten schweren Körperverletzung geäussert. Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art.”
“Für die objektive Strafbarkeits- bedingung des Angriffs ist es unerheblich, welcher der Angreifer die Verletzungen und infolge dessen die Arbeitsunfähigkeit des Privatklägers tatsächlich verursacht hat (vgl. entsprechendes Vorbringen der Verteidigung in Urk. 78 S. 11 f. Rz. 19 und 23). Entsprechend ist mit der Vorinstanz und entgegen den Ausführungen der Ver- teidigung von einer körperlichen und psychischen Beeinträchtigung auszugehen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreicht, weshalb der Tat- bestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt ist. Die Vorinstanz hat sich in der Folge überzeugend zur Konkurrenzfrage eines Angriffs zur ebenfalls erfüllten versuchten schweren Körperverletzung geäussert. Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB konsumiert werden (vgl. so auch die Vorinstanz Urk. 62 S. 21). 5.Fazit Der Beschuldigte ist der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. Rechtfertigungsgründe sind zudem keine ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht, zumal die Verteidigung explizit betonte, sie plädiere nicht auf Notwehr oder Putativnotwehr (Prot.”
“Der Beschuldigte 1 hat durch sein Verhalten demnach auch den objektiven und subjektiven Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt. C. Ergebnis - 43 - Mangels ersichtlicher Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe macht sich der Beschuldigte 1 vorliegend der versuchten schweren Körperverletzung im Sin- ne von Art. 122 in Verbindung mit Art. 22 Abs.1 StGB (zum Nachteil des Privat- klägers 1) sowie des Angriffs gemäss Art. 134 StGB schuldig. Wie die Vorinstanz zutreffend darauf hinwies (Urk. 153 S. 102), besteht zwischen den beiden Delik- ten im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung echte Konkurrenz, nach- dem neben der (im Sinne der schweren Körperverletzung) verletzten Person (Pri- vatkläger 1) im Rahmen des Angriffs auch noch eine weitere Person, mithin der Privatkläger 2, konkret gefährdet wurde (BGE 135 IV 152 E. 2.1 mit Verweis auf BGE 118 IV 227 E. 5b). V. Strafzumessung A. Strafrahmen”
“Der Beschuldigte 1 hat durch sein Verhalten demnach auch den objektiven und subjektiven Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt. C. Ergebnis - 43 - Mangels ersichtlicher Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe macht sich der Beschuldigte 1 vorliegend der versuchten schweren Körperverletzung im Sin- ne von Art. 122 in Verbindung mit Art. 22 Abs.1 StGB (zum Nachteil des Privat- klägers 1) sowie des Angriffs gemäss Art. 134 StGB schuldig. Wie die Vorinstanz zutreffend darauf hinwies (Urk. 153 S. 102), besteht zwischen den beiden Delik- ten im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung echte Konkurrenz, nach- dem neben der (im Sinne der schweren Körperverletzung) verletzten Person (Pri- vatkläger 1) im Rahmen des Angriffs auch noch eine weitere Person, mithin der Privatkläger 2, konkret gefährdet wurde (BGE 135 IV 152 E. 2.1 mit Verweis auf BGE 118 IV 227 E. 5b). V. Strafzumessung A. Strafrahmen”
“Zwischen dem Angriffs- und dem Verletzungsdelikt zum Nachteil von D____ besteht prinzipiell echte Konkurrenz (Maeder, a.a.O., Art. 134 N 12-13). Die Einschränkung gemäss der Rechtsprechung, wonach bei bloss einer verletzten Person eine weitergehende, über die erlittene einfache Körperverletzung hinausgehende Gefährdung bestehen müsse (BGE 135 IV 152 E. 2.1 = Praxis 2010 Nr. 11; AGE SB.2019.18 vom 22. Juni 2021 E. 3.3 mit Hinweisen; Maeder, a.a.O., Art. 134 N 12-13), vermag die Konkurrenzlage vorliegend nicht zu ändern. Zum einen hat der vorliegend bei D____ eingetretene Taterfolg das Mass der Gefährdung, der von den Tritten gegen den Kopf ausging, nicht erreicht und keine bleibenden, schweren Verletzungen hinterlassen. Die verletzte Person war demnach einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt. Zum anderen wird die abstrakte Gefährdung, die von diesem Angriff auf offener Strasse ausging, vom Verletzungstatbestand nicht erfasst (vgl. Maeder, a.a.O., Art. 134 N 14). Es besteht daher echte Konkurrenz zwischen Art. 122 und Art. 134 StGB, weshalb beide Tatbestände nebeneinander zur Anwendung kommen.”
“Zwischen dem Angriffs- und dem Verletzungsdelikt zum Nachteil von D____ besteht prinzipiell echte Konkurrenz (Maeder, a.a.O., Art. 134 N 12-13). Die Einschränkung gemäss der Rechtsprechung, wonach bei bloss einer verletzten Person eine weitergehende, über die erlittene einfache Körperverletzung hinausgehende Gefährdung bestehen müsse (BGE 135 IV 152 E. 2.1 = Praxis 2010 Nr. 11; AGE SB.2019.18 vom 22. Juni 2021 E. 3.3 mit Hinweisen; Maeder, a.a.O., Art. 134 N 12-13), vermag die Konkurrenzlage vorliegend nicht zu ändern. Zum einen hat der vorliegend bei D____ eingetretene Taterfolg das Mass der Gefährdung, der von den Tritten gegen den Kopf ausging, nicht erreicht und keine bleibenden, schweren Verletzungen hinterlassen. Die verletzte Person war demnach einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt. Zum anderen wird die abstrakte Gefährdung, die von diesem Angriff auf offener Strasse ausging, vom Verletzungstatbestand nicht erfasst (vgl. Maeder, a.a.O., Art. 134 N 14). Es besteht daher echte Konkurrenz zwischen Art. 122 und Art. 134 StGB, weshalb beide Tatbestände nebeneinander zur Anwendung kommen.”
“zum Nachteil des Privatklägers A._____ (nachfolgend "Privatkläger") in Form des Tatbestands des Angriffs (Art. 134 StGB), welcher infolge echter Konkurrenz zum bereits erfolgten Schuld- spruch wegen einfacher Körperverletzung hinzutreten solle. Vor diesem Hinter- grund beantragt sie auch eine höhere Strafe von 16 Monaten Freiheitsstrafe (Urk. 68; Urk. 92).”
“Entgegen der Ansicht der Verteidigung wird der Tatbestand des Angriffs nicht ausnahmslos von den Verletzungstatbeständen konsumiert, wenn neben der verletzten Person niemand sonst angegriffen wurde (Urk. 32 S. 3; Urk. 63 S. 13). Die Vorinstanz hat in ihrer rechtlichen Würdigung in diesem Zusammenhang zutreffende theoretische Erwägungen hinsichtlich der Abgrenzung respektive Konkurrenzen zwischen dem Tatbestand des Angriffs und den Körperverlet- zungsdelikten gemacht sowie die einschlägige Lehre und Rechtsprechung dazu zitiert. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 43 S. 32 f.). Einzig zur Verdeutlichung ist erneut hervorzuheben, dass gemäss herrschender Lehre und Rechtsprechung Art. 134 StGB nicht durch den Verletzungstatbestand konsumiert wird, wenn die Attacke zwar nur einem einzigen Opfer gilt, dieses während des Angriffs aber lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obwohl die verursachte Gefährdung den eingetretenen Erfolg an Intensität übertraf. In einem solchen Fall wird der als Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB) ausgestaltete Tatbestand des Angriffs nicht durch die weniger schwere einfache Körperverletzung konsumiert, sondern es ist von echter Konkurrenz zwischen diesen Tatbeständen auszugehen (BSK StGB II- M AEDER, 4. Aufl. 2018, Art. 134 N 12-14 m.H.; BGE 135 IV 152 = Pra 99 [2010] Nr. 11 E. 2.1.2; Urteil 6B_98/2013 vom 10. Juni 2013 E. 3.2 f.). Mit der Vorinstanz sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass ein Teil der Lehre – mit durchaus berechtigter Argumentation – noch weiter geht und postuliert, es sei zwischen Verletzungs- oder Tötungsdelikten und Angriff immer von echter Kon- kurrenz auszugehen (Urk.”
“Konkurrenzen Die Vorinstanz ist im Falle beider Berufungskläger zu einer Verurteilung sowohl wegen Angriffs als auch wegen versuchter schwerer Körperverletzung gelangt. Sie hat das Vorliegen echter Konkurrenz damit begründet, dass zwischen den Tatbeständen des Angriffs und Körperverletzungsdelikten (Art. 122 ff. StGB) echte Konkurrenz bestehe, wenn die Person, die während des Angriffs verletzt wurde, lediglich eine einfache Körperverletzung erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt war (BGE 135 IV 152 E. 2.1). Im vorliegenden Fall habe G____ nur eine einfache Körperverletzungen im Sinne von Art. 123 StGB erlitten, die Fusstritte gegen seinen Kopf hätten jedoch das hohe Risiko schwerer Verletzungen mit sich gebracht, weshalb von echter Konkurrenz zwischen den Tatbeständen von Art. 122 und Art. 134 StGB auszugehen sei. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227, 229; 135 IV 152, 154). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227, 229; 135 IV 152, 154). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, in: Basler Kommentar StGB, 4. Auflage 2019, Art. 134 N 12-13 mit Hinweis auf BGE 135 IV 152, 154; BGer 6B_926/2009 vom”
“Konkurrenzen Die Vorinstanz ist im Falle beider Berufungskläger zu einer Verurteilung sowohl wegen Angriffs als auch wegen versuchter schwerer Körperverletzung gelangt. Sie hat das Vorliegen echter Konkurrenz damit begründet, dass zwischen den Tatbeständen des Angriffs und Körperverletzungsdelikten (Art. 122 ff. StGB) echte Konkurrenz bestehe, wenn die Person, die während des Angriffs verletzt wurde, lediglich eine einfache Körperverletzung erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung ausgesetzt war (BGE 135 IV 152 E. 2.1). Im vorliegenden Fall habe G____ nur eine einfache Körperverletzungen im Sinne von Art. 123 StGB erlitten, die Fusstritte gegen seinen Kopf hätten jedoch das hohe Risiko schwerer Verletzungen mit sich gebracht, weshalb von echter Konkurrenz zwischen den Tatbeständen von Art. 122 und Art. 134 StGB auszugehen sei. Wenn das anlässlich eines Angriffs begangene vorsätzliche oder fahrlässige Verletzungs- oder Tötungsdelikt einem Angreifer nachgewiesen werden kann, besteht zwischen den Art. 111 ff. bzw. 122 ff. und Art. 134 prinzipiell echte Konkurrenz (BGE 118 IV 227, 229; 135 IV 152, 154). Eine Ausnahme von der besagten Regel soll es nach herrschender Lehre und Rechtsprechung dann geben, wenn neben der verletzten oder getöteten Person niemand sonst angegriffen bzw. konkret gefährdet wurde. Diesfalls werde Art. 134 durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227, 229; 135 IV 152, 154). Echte Konkurrenz soll allerdings vorliegen, wenn die während des Angriffs verletzte Person lediglich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefährdung (z.B. schwere Körperverletzung, Tötung) ausgesetzt war (Maeder, in: Basler Kommentar StGB, 4. Auflage 2019, Art. 134 N 12-13 mit Hinweis auf BGE 135 IV 152, 154; BGer 6B_926/2009 vom”
“Konkurrenz zwischen Angriff und einfacher Körperverletzung Zur Frage der Konkurrenz zwischen Angriff und einfacher Körperverletzung (mit gefährlichem Gegenstand) wird in der Literatur mehrheitlich festgehalten, der Angreifer sei neben Art. 134 StGB auch wegen Körperverletzung zu bestrafen, wenn er eine körperliche Schädigung des Angegriffenen verursache (BSK StGB-Maeder, N 12 zu Art. 134; Donatsch in: Donatsch (Hrsg.), StGB Kommentar, 19. Auflage, Zürich 2013, N 4 zu Art. 134; Trechsel/Mona in: Trechsel/Pieth (Hrsg.), Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2018, N 7 zu Art. 134). Eine Ausnahme besteht laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung, wenn der Verletzte die einzige angegriffene Person ist. In diesem Fall wird Art. 134 StGB gemäss Bundesgericht durch den Verletzungstatbestand konsumiert (BGE 118 IV 227 E. 5.b). Diese Konstellation liegt prima vista auch hier vor: D.________ wurde von A.________ und U.________ angegriffen. Dabei erlitt er die bereits umschriebenen Verletzungen und er war die einzige Person, die angegriffen wurde. Wie die Generalstaatsanwaltschaft zurecht vorgebracht hat, greift es jedoch zu kurz, alleine aufgrund der Tatsache, dass der verletzte D.________ der einzige Angegriffene war, eine Konkurrenz des Angriffs- und des Verletzungstatbestands zu verneinen. Es ist erstellt, dass A.________ zumindest einen Teil der Verletzungen von D.________ verursacht hat. Hingegen lässt sich nicht nachweisen, wem von den beiden Angreifern die Augenverletzung von D.________ zuzurechnen ist. Zugleich hat A.________ heftig mit einem Stock auf den Rücken- und Kopfbereich von D.________ eingeschlagen. Bei dieser Ausgangslage ergibt sich aus verschiedenen Überlegungen, dass der Tatbestand des Angriffs vorliegend in echter Konkurrenz steht zum Tatbestand der einfachen Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand.”
“So ist aus dem Umstand, dass letztendlich bloss leichtere Verletzungen resultierten, als aufgrund der auf dem Video ersichtlichen Intensität der Einwirkungen zu er- warten wären, vielmehr gerade zu schliessen, dass die vom Angriff ausgehende Gefährdung die erlittenen Verletzungen überstieg. Mit Verweis auf die höchstrichterliche Praxis (Urteil des Bundesgerichts 6B_98/2013 vom 10. Juni 2013, E. 3.2 f.; mit Verweis auf BGE 135 IV 152, E. 2.1) ist diesfalls – da die vom Angriff ausgehende Gefährdung die erlittene Verletzung des Privatklägers übersteigt – echte Konkurrenz der genannten Straftatbestände anzunehmen. Die Lehre geht im Übrigen zutreffenderweise noch deutlich weiter und postuliert, zwischen Angriff (als abstraktem Gefährdungsdelikt) und vorsätz- lichen oder fahrlässigen Verletzungs- oder Tötungsdelikten sei immer echte Konkurrenz anzunehmen (BSK-StGB, M AEDER, 4. Auflage, Basel 2018, Art. 134 N 14). Es ist daher von echter Konkurrenz zwischen Angriff im Sinne von Art. 134 StGB und einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB auszugehen. 2.4 Der Privatkläger brachte anlässlich der Berufungsverhandlung vor, der Beschuldigte sei der schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB bzw. eventualiter der einfachen Körperverletzung zum Nachteil eines Wehrlosen im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 3 StGB schuldig zu sprechen (Prot. II S. 12). Diese rechtliche Würdigung fällt vorliegend indessen von vornherein ausser Betracht, da die zur Erfüllung dieser Straftatbestände notwendigen”
“Die Vorinstanz hat vorab zum strittigen Tatbestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB die notwendigen theoretischen Ausführungen gemacht, worauf zu verweisen ist (Urk. 89 S. 33 f.) . Erneut ist hinsichtlich des Verhältnisses des Angriffs zu einem Verletzungsdelikt zu betonen, dass eine Konkurrenz zwischen Art. 134 StGB und den Art. 122 ff. StGB nach der Rechtsprechung u. a. dann in Betracht kommt, wenn die Person, die während des Angriffs verletzt wurde, ledig- lich einfache Körperverletzungen erlitt, obgleich sie einer weitergehenden Gefähr- dung ausgesetzt war. Der als Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB) ausgestaltete Tatbestand des Angriffs wird dabei grundsätzlich nicht durch die weniger schwere - 9 - einfache Körperverletzung konsumiert (Urteil des Bundesgerichts 6B_98/2013 vom 10. Juni 2013, E. 3.2 f.; mit Hinweis auf BGE 135 IV 152, E. 2.1).”
Überschreitet die Verteidigung in Intensität oder Dauer das für die Abwehr Erforderliche, kann ein an sich einseitiger Angriff nach Art. 134 StGB zu einem Raufhandel (Art. 133 StGB) werden. Entscheidend ist, dass die Reaktion der Angegriffenen über die notwendige Schutzwehr hinausgeht; in diesem Fall wird die rechtliche Qualifikation von Angriff zu Raufhandel geändert.
“Dès lors que les critiques de l’appelant en relation avec l’établissement des faits ont été écartées (cf. supra consid. 2.), le grief de violation du droit est mal fondé. En tant que l’appelant fonde son argumentation non sur la base des faits retenus par le Juge de police – et repris à son compte par la Cour –, dont il n'a pourtant pas démontré la fausseté (cf. supra consid. 2.), mais sur la base de faits qu’il invoque librement (il en va notamment ainsi lorsqu’il affirme péremptoirement qu’il y a eu un échange de coups réciproques entre les différents protagonistes), il n'articule aucun grief recevable tiré de l'application erronée du droit matériel, de sorte que son grief tombe d’emblée à faux. Dans ces circonstances, en tant que l’appelant s’en prend, une nouvelle fois, à l’établissement des faits, la Cour se limitera à renvoyer à ce qui est dit plus haut à ce sujet, dès lors que l’appelant se borne pour l’essentiel à répéter des griefs déjà soulevés (cf. supra consid. 2). 3.3. Aux termes de l’art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L’agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendant surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l’agression peut se transformer en rixe (cf.”
“1 CP, celui qui aura pris part à une rixe ayant entraîné la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Considérant que, en pareilles circonstances, il peut se révéler difficile de prouver qui a tué ou blessé, le législateur a voulu éviter qu'un événement peut-être grave reste sans réaction sociale adéquate. L'acte incriminé ne porte ainsi pas sur le fait de donner la mort ou d'occasionner des lésions corporelles, mais sur la participation à une rixe en tant que comportement mettant en danger la vie ou l'intégrité corporelle des participants ou de tiers. Il convient donc de sanctionner chacun des participants indépendamment de sa responsabilité personnelle par rapport à l'atteinte à la vie ou à l'intégrité corporelle survenue dans ce contexte (ATF 139 IV 168 consid. 1.1.1; arrêt 6B_782/2020 du 7 janvier 2021 consid. 5.1.1). A la différence de la rixe, qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (cf. ATF 131 IV 150 consid. 2 p. 151 ss), l'agression (art. 134 CP) se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2; 6B_745/2017 du 12 mars 2018 consid. 2.3; 6B_989/2009 du 22 mars 2010 consid. 3.1.1 et les références citées).”
“Gemäss Art. 133 StGB wird bestraft, wer sich an einem Raufhandel beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Menschen zur Folge hat (Abs. 1). Nicht strafbar ist, wer ausschliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet (Abs. 2). Ein Raufhandel ist nach der Rechtsprechung eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung von mindestens drei Personen (BGE 139 IV 168 E. 1.1.1; 137 IV 1 E. 4.2.2; Urteil 6B_415/2021 vom 11. Oktober 2021 E. 4.3.1; je mit weiteren Hinweisen). Demgegenüber versteht man unter einem Angriff im Sinne von Art. 134 StGB eine einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen (Urteile 6B_1257/2020 vom 12. April 2021 E. 2.1; 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2; 6B_79/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2.3.2; 6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 6.3). Der Angegriffene verhält sich dabei passiv oder beschränkt sich auf den Schutz vor dem Angriff. Überschreitet seine Reaktion hinsichtlich ihrer Intensität und Dauer die Grenzen der erforderlichen Verteidigung, kann aus dem Angriff ein Raufhandel werden (Urteile 6B_261/2021 vom 2. Februar 2022 E. 2.1.1; 6B_543/2018 vom 21. Juni 2018 E. 1.1.2; 6B_989/2009 vom 22. März 2010 E. 3.1.1 mit Hinweisen).”
Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteiligen; die Annahme/Billigung des Risikobeitretens anderer ist tatbestandsrelevant.
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein. Es ging Ersterem nach seiner Aussage um eine Klarstel- lung, dass der andere seine Freundin in Ruhe lassen solle. B. schilderte in seiner ersten Einvernahme, dass er den Kontrahenten von A. ergriffen ha- be, nachdem dieser A. einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Dar- aufhin seien noch weitere Kollegen des Kontrahenten hinzugekommen. Die Situa- tion sei eskaliert und A. habe dem kleineren noch Faustschläge ins Gesicht versetzt (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1; act. H.3, Antworten auf Fragen 7 ff.). Spätestens in diesem Zeitpunkt - also nachdem B. und weitere Personen sich in das Geschehen eingemischt hatten - nahm A.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein. Es ging Ersterem nach seiner Aussage um eine Klarstel- lung, dass der andere seine Freundin in Ruhe lassen solle. B. schilderte in seiner ersten Einvernahme, dass er den Kontrahenten von A. ergriffen ha- be, nachdem dieser A. einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Dar- aufhin seien noch weitere Kollegen des Kontrahenten hinzugekommen. Die Situa- tion sei eskaliert und A. habe dem kleineren noch Faustschläge ins Gesicht versetzt (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1; act. H.3, Antworten auf Fragen 7 ff.). Spätestens in diesem Zeitpunkt - also nachdem B. und weitere Personen sich in das Geschehen eingemischt hatten - nahm A.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein.”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein. Es ging Ersterem nach seiner Aussage um eine Klarstel- lung, dass der andere seine Freundin in Ruhe lassen solle. B. schilderte in seiner ersten Einvernahme, dass er den Kontrahenten von A. ergriffen ha- be, nachdem dieser A. einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Dar- aufhin seien noch weitere Kollegen des Kontrahenten hinzugekommen. Die Situa- tion sei eskaliert und A. habe dem kleineren noch Faustschläge ins Gesicht versetzt (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1; act. H.3, Antworten auf Fragen 7 ff.). Spätestens in diesem Zeitpunkt - also nachdem B. und weitere Personen sich in das Geschehen eingemischt hatten - nahm A.”
“En se mêlant de son plein gré à cette attaque en donnant à G.________ au moins un coup, il réalise les éléments subjectifs de l’infraction. Le prévenu, tout comme B.________ et E.________, n’a en effet pu qu’admettre, à un stade ou à un autre, qu’il prenait part à une agression dirigée contre un individu seul, sans moyen de défense. Il a ainsi eu l’intention claire de participer aux actes de violence exercés. Le fait qu’il n’a pu être établi comment la victime est tombée et quels coups lui ont provoqués les blessures constatées est sans importance, dans la mesure où il n’est ni possible ni nécessaire de déterminer la participation concrète qu’a eu chacun des auteurs dans la commission de l’infraction. Tous ont pris part activement à l’agression et chacun d’eux a voulu y contribuer, ou à tout le moins en a admis l’éventualité et en a accepté le risque. De ce fait, il reste sans pertinence de déterminer lequel des assaillant est à l’origine des lésions et la mesure dans laquelle il a agi (Michel Dupuis, op. cit., n°2 ad art. 134 CP). Le fait que le coup de pied donné par le prévenu soit survenu « par frustration » et « juste avant de sortir », comme décrit par J.________, n’est absolument pas le signe d’une absence d’intention criminelle puisqu’il est établi que le prévenu s’est joint dès le début à la mêlée agressive. De surcroît, il est rappelé que le coauteur peut ne se joindre à l’infraction qu’à la fin de sa réalisation, ce qui serait à tout le moins le cas ici si l’on devait par extraordinaire retenir que le prévenu s’était cantonné jusque-là à une stricte passivité pacifique et à des propos lénifiants, ce qui n’a toutefois manifestement pas été le cas.”
Art. 134 erfasst ein einseitiges, feindseliges Gewaltdelikt von mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere passive Personen; Teilnehmer werden bereits wegen Teilnahme an der Aggression bestraft, unabhängig davon, wer die Verletzungen/Tod konkret verursacht hat.
“1 CP, celui qui aura pris part à une rixe ayant entraîné la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Considérant que, en pareilles circonstances, il peut se révéler difficile de prouver qui a tué ou blessé, le législateur a voulu éviter qu'un événement peut-être grave reste sans réaction sociale adéquate. L'acte incriminé ne porte ainsi pas sur le fait de donner la mort ou d'occasionner des lésions corporelles, mais sur la participation à une rixe en tant que comportement mettant en danger la vie ou l'intégrité corporelle des participants ou de tiers. Il convient donc de sanctionner chacun des participants indépendamment de sa responsabilité personnelle par rapport à l'atteinte à la vie ou à l'intégrité corporelle survenue dans ce contexte (ATF 139 IV 168 consid. 1.1.1; arrêts 6B_165/2023 du 12 juin 2023 consid. 2.1; 6B_1307/2021 du 9 janvier 2023 consid. 2.1.1). À la différence de la rixe, qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (cf. ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression (art. 134 CP) se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_348/2022 du 11 octobre 2022 consid. 2.2; 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2).”
“1 CP, celui qui aura pris part à une rixe ayant entraîné la mort d'une personne ou une lésion corporelle sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Considérant que, en pareilles circonstances, il peut se révéler difficile de prouver qui a tué ou blessé, le législateur a voulu éviter qu'un événement peut-être grave reste sans réaction sociale adéquate. L'acte incriminé ne porte ainsi pas sur le fait de donner la mort ou d'occasionner des lésions corporelles, mais sur la participation à une rixe en tant que comportement mettant en danger la vie ou l'intégrité corporelle des participants ou de tiers. Il convient donc de sanctionner chacun des participants indépendamment de sa responsabilité personnelle par rapport à l'atteinte à la vie ou à l'intégrité corporelle survenue dans ce contexte (ATF 139 IV 168 consid. 1.1.1; arrêts 6B_165/2023 du 12 juin 2023 consid. 2.1; 6B_1307/2021 du 9 janvier 2023 consid. 2.1.1). À la différence de la rixe, qui suppose un assaut réciproque ou une bagarre plus ou moins confuse à laquelle plusieurs personnes prennent part activement (cf. ATF 131 IV 150 consid. 2), l'agression (art. 134 CP) se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l'on puisse parler d'une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n'aient pas eu elles-mêmes, au moment de l'attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendait surtout du hasard, et qu'elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre. En revanche, si leur réaction défensive dépasse par son intensité et sa durée ce qui était nécessaire pour se défendre, l'agression peut se transformer en rixe (arrêts 6B_348/2022 du 11 octobre 2022 consid. 2.2; 6B_543/2018 du 21 juin 2018 consid. 1.1.2).”
“Par ailleurs, lorsque son ami A______ a tenté de calmer J______, il a quitté les lieux, se désolidarisant des actes qui ont été perpétrés par la suite, alors que l'intimé sera encore frappé par J______ pendant deux minutes avant de réussir à sortir. De ces éléments, il ne peut être déduit que l'appelant D______ s'est pleinement associé aux actes de J______ et aurait accepté les conséquences potentiellement graves des coups portés par celui-ci à sa victime. Certes, les appelants n'ont pas fait tout ce qui était en leur pouvoir pour stopper J______. Toutefois, il ne saurait leur être reproché une telle infraction par omission, faute d'une obligation d'agir comparable à une position de garant (cf. art. 11 CP). Le fait de ne pas s'interposer ne signifiant pas pour autant que les appelants ont voulu ou accepté que des lésions corporelles graves soient causées. Partant, les appelants A______ et D______ ne peuvent être considérés comme coauteurs d'une infraction de tentative de lésions corporelles graves. Ils seront ainsi acquittés de ce chef. 3.3.1. Leurs actes sont constitutifs d'agression au sens de l'art. 134 CP. Au vu des faits retenus à leur encontre, les appelants A______ et D______ ont participé à une attaque unilatérale contre l'intimé, au cours de laquelle ce dernier a été blessé et n'a pu que tenter de se protéger, sans même oser se défendre. Ils ont intentionnellement, et activement, pris part à cette attaque. D______ a donné un coup de pied permettant de faire tomber la victime à terre et a exhibé un couteau qu'il a sorti de sa poche pour découper le caleçon de l'intimé, tandis que A______ lui a donné entre deux et cinq coups de poing. Les lésions les plus sérieuses ont manifestement été causées par J______. Toutefois, les lésions imputables à J______ n'absorbent pas l'infraction d'agression à l'égard des autres, cette infraction étant applicable à tous les participants, qu'ils aient ou non personnellement causé des lésions. Le TCO a retenu, sans que cela ne soit remis en cause, que les lésions finalement subies par l'intimé du fait de ce passage à tabac se sont limitées à des lésions corporelles simples.”
“Par ailleurs, l'auteur se rend passible d'une peine du seul fait de sa participation à l'agression, quel que soit le rôle qu'il assume concrètement. Par conséquent, il suffit de prouver l'intention de l'auteur de participer à l'agression, sans qu'il ne soit nécessaire d'établir qu'il a voulu donner la mort ou provoquer des lésions corporelles (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_261/2021 du 2 février 2022 consid. 2.1.1 ; 6B_402/2019 du 27 août 2019 consid. 2.2 ; 6B_516/2014 du 29 janvier 2015 consid. 1). S'il peut être établi que l'un des agresseurs, intentionnellement ou par négligence, cause la mort ou les lésions corporelles, l'infraction d'homicide au sens des art. 111 ss CP ou de lésions visée par les art. 122 ss CP absorbe, en ce qui le concerne, l'agression au sens de l'art. 134 CP (ATF 118 IV 227 consid. 5b ; arrêt du Tribunal fédéral 6P.41/2006 du 12 mai 2006 consid. 7.1.3). En effet, les infractions d'homicide et de lésions corporelles saisissent et répriment déjà la mise en danger effective de la personne tuée ou blessée lors de l'agression. Dès lors, le concours entre l'art. 134 CP et les art. 111 ss ou 122 ss CP ne peut être envisagé que si, ensuite d'une agression, une personne déterminée autre que celle qui a été tuée ou blessée a été effectivement mise en danger (ATF 118 IV 227 consid. 5b). Le concours est également envisageable, lorsque la personne, qui a été blessée lors de l'agression, n'a subi que des lésions corporelles simples, mais que la mise en danger a dépassé en intensité le résultat intervenu (ATF 135 IV 152 consid. 2.1.2). 3.1.3. Est un coauteur celui qui collabore, intentionnellement et de manière déterminante, avec d'autres personnes à la décision de commettre une infraction, à son organisation ou à son exécution, au point d'apparaître comme l'un des participants principaux ; il faut que, d'après les circonstances du cas concret, la contribution du coauteur apparaisse essentielle à l'exécution de l'infraction. La seule volonté quant à l'acte ne suffit pas ; il n'est toutefois pas nécessaire que le coauteur ait effectivement participé à l'exécution de l'acte ou qu'il ait pu l'influencer.”
“Par ailleurs, lorsque son ami A______ a tenté de calmer J______, il a quitté les lieux, se désolidarisant des actes qui ont été perpétrés par la suite, alors que l'intimé sera encore frappé par J______ pendant deux minutes avant de réussir à sortir. De ces éléments, il ne peut être déduit que l'appelant D______ s'est pleinement associé aux actes de J______ et aurait accepté les conséquences potentiellement graves des coups portés par celui-ci à sa victime. Certes, les appelants n'ont pas fait tout ce qui était en leur pouvoir pour stopper J______. Toutefois, il ne saurait leur être reproché une telle infraction par omission, faute d'une obligation d'agir comparable à une position de garant (cf. art. 11 CP). Le fait de ne pas s'interposer ne signifiant pas pour autant que les appelants ont voulu ou accepté que des lésions corporelles graves soient causées. Partant, les appelants A______ et D______ ne peuvent être considérés comme coauteurs d'une infraction de tentative de lésions corporelles graves. Ils seront ainsi acquittés de ce chef. 3.3.1. Leurs actes sont constitutifs d'agression au sens de l'art. 134 CP. Au vu des faits retenus à leur encontre, les appelants A______ et D______ ont participé à une attaque unilatérale contre l'intimé, au cours de laquelle ce dernier a été blessé et n'a pu que tenter de se protéger, sans même oser se défendre. Ils ont intentionnellement, et activement, pris part à cette attaque. D______ a donné un coup de pied permettant de faire tomber la victime à terre et a exhibé un couteau qu'il a sorti de sa poche pour découper le caleçon de l'intimé, tandis que A______ lui a donné entre deux et cinq coups de poing. Les lésions les plus sérieuses ont manifestement été causées par J______. Toutefois, les lésions imputables à J______ n'absorbent pas l'infraction d'agression à l'égard des autres, cette infraction étant applicable à tous les participants, qu'ils aient ou non personnellement causé des lésions. Le TCO a retenu, sans que cela ne soit remis en cause, que les lésions finalement subies par l'intimé du fait de ce passage à tabac se sont limitées à des lésions corporelles simples.”
“Ces faits sont constitutifs d'infraction à l'art. 33 al. 1 let. a LArm et le prévenu en sera par conséquent reconnu coupable. 2.3.2.2. Il est en outre reproché à X______ d'avoir détenu simultanément un poing américain, alors donné à O______, de même qu'un spray au poivre, armes qui auraient été distribuées aux participants avant les faits. Les éléments du dossier à cet égard sont toutefois minces. En effet, si cela ressort des déclarations d'O______, globalement crédibles – et quoiqu’en disent les prévenus, largement plus crédibles que les leurs -, il n’existe pas au dossier d'autres éléments corroboratifs. Dès lors, ces seules déclarations ne permettent pas d’établir quel matériel aurait été détenu par X______, à qui il aurait été distribué et à quel moment. Au vu de ce doute, l'existence d'une distribution préalable d'armes et la possession par le prévenu d'un poing américain ne seront pas considérées comme suffisamment établies pour être retenues. Faits du 10 septembre 2020 2.4.1. Selon l'art. 134 CP, quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers trouve la mort ou subit une lésion corporelle est puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigés contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se content de se défendre (arrêt du Tribunal fédéral 6B_989/2009 du 22 mars 2010, consid. 3.1.1). Pour que l'infraction d'agression soit retenue, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées (arrêt du Tribunal fédéral 6B_101/2014 du 10 novembre 2014, consid. 2). La mort ou la lésion corporelle doivent résulter de l'agression ou des événements qui l'ont suivi immédiatement (ATF 106 IV 246 consid. 3f; arrêt du Tribunal fédéral 6B_658/2008 du 6 février 2009 consid. 3.1). Si l'auteur doit participer intentionnellement à l'agression, il n'est toutefois pas nécessaire qu'il veuille ou accepte qu'une personne soit tuée ou blessée.”
“Ces faits sont constitutifs d'infraction à l'art. 33 al. 1 let. a LArm et le prévenu en sera par conséquent reconnu coupable. 2.3.2.2. Il est en outre reproché à X______ d'avoir détenu simultanément un poing américain, alors donné à O______, de même qu'un spray au poivre, armes qui auraient été distribuées aux participants avant les faits. Les éléments du dossier à cet égard sont toutefois minces. En effet, si cela ressort des déclarations d'O______, globalement crédibles – et quoiqu’en disent les prévenus, largement plus crédibles que les leurs -, il n’existe pas au dossier d'autres éléments corroboratifs. Dès lors, ces seules déclarations ne permettent pas d’établir quel matériel aurait été détenu par X______, à qui il aurait été distribué et à quel moment. Au vu de ce doute, l'existence d'une distribution préalable d'armes et la possession par le prévenu d'un poing américain ne seront pas considérées comme suffisamment établies pour être retenues. Faits du 10 septembre 2020 2.4.1. Selon l'art. 134 CP, quiconque participe à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elles ou un tiers trouve la mort ou subit une lésion corporelle est puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L'agression se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigés contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se content de se défendre (arrêt du Tribunal fédéral 6B_989/2009 du 22 mars 2010, consid. 3.1.1). Pour que l'infraction d'agression soit retenue, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées (arrêt du Tribunal fédéral 6B_101/2014 du 10 novembre 2014, consid. 2). La mort ou la lésion corporelle doivent résulter de l'agression ou des événements qui l'ont suivi immédiatement (ATF 106 IV 246 consid. 3f; arrêt du Tribunal fédéral 6B_658/2008 du 6 février 2009 consid. 3.1). Si l'auteur doit participer intentionnellement à l'agression, il n'est toutefois pas nécessaire qu'il veuille ou accepte qu'une personne soit tuée ou blessée.”
“_____ im Wesentli- chen ins Feld, die Staatsanwaltschaft hätte die Strafuntersuchung auf Raufhandel und damit auf die Privatklägerin ausweiten beziehungsweise diese als Beschul- digte und nicht als Auskunftsperson mit entsprechender Aussagepflicht einver- - 9 - nehmen müssen. Die Aussagen der Privatklägerin seien daher absolut unverwert- bar im Sinne von Art. 158 Abs. 1 StPO. Überdies dürften auch ihre gegenüber der Polizei gemachten Aussagen zufolge Verletzung des Konfrontationsrechts nicht verwertet werden. Nicht nur der Privatklägerin, sondern auch dem Geschädigten C._____ sei eine falsche Rolle als Zeuge zugewiesen worden. Dieser hätte ent- weder als beschuldigte Person betreffend Raufhandel oder zufolge Strafantrags und Konstituierung als Strafkläger als Auskunftsperson mit Aussageverweige- rungsrecht einvernommen werden müssen (Urk. 26 S. 4; Urk. 48 S. 3 m.H. in SB230014 / Urk. 25 S. 8 f.; Urk. 35 S. 5; Urk. 46 S. 3 m.H. in SB230013). 3.2.Die Staatsanwaltschaft führte die Untersuchung hinsichtlich Angriffs nach Art. 134 StGB und verzichtete darauf, zeitgleich wegen Raufhandels nach Art. 133 StGB zu ermitteln. Entsprechend brachte die Staatsanwaltschaft aussch- liesslich den”
“Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund des Gesagten kein ver- nünftiger Zweifel besteht, dass der Beschuldigte wie in der Anklageschrift geschil- dert zusammen mit M._____, O._____ und T._____ auf die beiden Geschädigten U._____ und G._____ losgegangen ist. Der Sachverhalt, wie ihn die Anklage schildert, ist mit Ausnahme des Details betreffend die Position der beiden Ge- schädigten (nicht auf dem Boden liegend) während der Schläge somit erstellt. 2.Rechtliche Würdigung Die rechtliche Würdigung, wie sie von der Vorinstanz vorgenommen wurde, ist zu- treffend und gibt zu keinen Weiterungen Anlass. Es ist vollumfänglich darauf zu verweisen (Urk. 64 S. 41 f.). Der Beschuldigte ist des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen. D.Dossier 4 (Ziffer 6 der Anklageschrift) 1.Sachverhalt”
“Nach Art. 134 StGB macht sich strafbar, wer sich an einem Angriff auf ei- nen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung ei- nes Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Dabei ist ein Angriff die ein- seitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehreren Menschen. Dieser körperliche Angriff muss von meh- reren, mindestens zwei, Personen ausgehen (D ONATSCH, a.a.O., Art. 134 N 1; MAEDER, a.a.O., Art. 134 N 6).”
“Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB) Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be- darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes- tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A. und B. ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb- rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe- stand durch die Tatbeiträge von A. und B. gegen D. erfüllt. Mit der Verletzung von C. (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf- barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili- gen. Beim ersten Faustschlag von A. gegen D. dürfte dies noch nicht der Fall gewesen sein.”
“Il n'est toutefois pas nécessaire que le coauteur ait effectivement participé à l'exécution de l'acte ou qu'il ait pu l'influencer. La coactivité suppose une décision commune, qui ne doit cependant pas obligatoirement être expresse, mais peut aussi résulter d'actes concluants, le dol éventuel quant au résultat étant suffisant. Il n'est pas nécessaire que le coauteur participe à la conception du projet, auquel il peut adhérer ultérieurement. Il n'est pas non plus nécessaire que l'acte soit prémédité; le coauteur peut s'y associer en cours d'exécution. Ce qui est déterminant, c'est que le coauteur se soit associé à la décision dont est issue l'infraction ou à la réalisation de cette dernière, dans des conditions ou dans une mesure qui le font apparaître comme un participant non pas secondaire mais principal. La jurisprudence exige même que le coauteur ait une certaine maîtrise des opérations et que son rôle soit plus ou moins indispensable (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.1 ; 130 IV 58 consid. 9.2.1 ; 125 IV 134 consid. 3a et les références citées). 2.1.4. À teneur de l'art. 134 CP, celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l'une d'entre elles ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle, sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Pour que l'infraction d'agression soit retenue, il faut qu'une ou plusieurs des personnes agressées soient blessées ou tuées. Il s'agit là d'une condition objective de punissabilité (non d'un élément constitutif) qui, lorsqu'elle fait défaut, exclut l'infraction d'agression, y compris sous la forme tentée (arrêt du Tribunal fédéral 6B_101/2014 du 10 novembre 2014 consid. 2). La mort ou la lésion corporelle doivent résulter de l'agression ou des événements qui l'ont suivi immédiatement (ATF 106 IV 246 consid. 3f ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_658/2008 du 6 février 2009 consid. 3.1). En effet, de même que dans le cas de la rixe (art. 133 CP), l'infraction est exclue si le rapport de causalité n'est pas suffisamment étroit.”
Bei gemeinschaftlichen Angriffen reicht eine Kombination körperlicher und psychischer Beeinträchtigung bzw. der Umstand, dass mehrere Personen zusammenwirken, um die Intensität einer einfachen Körperverletzung zu erreichen und Art. 134 StGB zu erfüllen; wer sich dem Angriff anschliesst, ist strafbar, ohne dass feststehen muss, welcher Teilnehmer konkret die Verletzung verursacht hat.
“78 S. 14 Rz. 28) – zweifellos infolge des Vor- falles 100% arbeitsunfähig (Urk. 2/4+5). Der Privatkläger führte dazu aus, dass ihm der Rücken ungefähr eine Woche wehgetan und er es aber auch in der zweiten Woche nach dem Vorfall noch ziemlich gemerkt habe. Die Wundheilung habe rund einen Monat gedauert. Das Schlimmste sei aber, dass er Angst habe, im Dunkel nach draussen zu gehen (Urk. 9/2 F/A 21 ff.). Für die objektive Strafbarkeits- bedingung des Angriffs ist es unerheblich, welcher der Angreifer die Verletzungen und infolge dessen die Arbeitsunfähigkeit des Privatklägers tatsächlich verursacht hat (vgl. entsprechendes Vorbringen der Verteidigung in Urk. 78 S. 11 f. Rz. 19 und 23). Entsprechend ist mit der Vorinstanz und entgegen den Ausführungen der Ver- teidigung von einer körperlichen und psychischen Beeinträchtigung auszugehen, welche die Intensität einer einfachen Körperverletzung erreicht, weshalb der Tat- bestand des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB erfüllt ist. Die Vorinstanz hat sich in der Folge überzeugend zur Konkurrenzfrage eines Angriffs zur ebenfalls erfüllten versuchten schweren Körperverletzung geäussert. Zweifelsohne übertraf vorlie- gend die Gefährdung der körperlichen Integrität den eingetretenen Erfolg des An- griffs, weshalb unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 20 f.) von echter Konkurrenz auszugehen ist und zusätzlich ein Schuldspruch wegen An- griffs im Sinne von Art. 134 StGB zu ergehen hat (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2.2.). 4.4.Anzumerken bleibt lediglich der Vollständigkeit halber, dass die von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der rechtlichen Würdigung zusätzlich geltend ge- machten Tatbestände der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB durch den Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung im Sinne von - 19 - aArt. 122 StGB in Verbindung mit Art.”
“Gemäss Art. 134 StGB wird bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Angriff ist die gewaltsame tätliche Einwirkung mindestens zweier Personen auf einen oder mehrere Menschen in feindseliger Absicht. Als objektive Strafbarkeitsbedingung muss der Angriff den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen bzw. eines Dritten zur Folge haben (OFK/StGB-D ONATSCH, 20. Aufl. 2018, Art. 134 N 1-3 m.H.). Die Beteili- gung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Der Tatbestand des Art. 134 StGB erfasst nur die im An- griff liegende abstrakte Gefährdung. In subjektiver Hinsicht richtet sich der Vor- satz daher einzig auf die Beteiligung am Angriff und muss sich nicht auf die To- des- oder Körperverletzungsfolge beziehen (Urteile 6B_79/2016 vom”
“Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den Körper eines oder mehrerer Menschen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Der körperliche Angriff muss von mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es genügt, wenn sich die eine dem bereits in Gang gesetzten Angriff einer anderen anschliesst. Die Beteiligung kann auf jede Art erfolgen, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen (BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2). Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung ‒ etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren ‒ immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (Stefan Maeder, in: Basler Kommentar, 4. Auflage 2019, Art. 134 StGB N 8). Die Todes- oder Verletzungsfolge ist objektive Strafbarkeitsbedingung. Es handelt sich beim Angriff ‒ wie beim Raufhandel ‒ mithin um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, obschon ein Erfolg eintreten muss. Vorausgesetzt ist mindestens eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB (BGer 6B_745/2017vom 12. März 2018 E. 2.4; BGE 135 IV 152 E. 2.1.1). Anders als bei Raufhandel ist die Bedingung nicht erfüllt, wenn lediglich der Angreifer verletzt wird, sondern es braucht die Verletzung eines der Angegriffenen oder eines Dritten. Denn nur gegenüber diesen Personen manifestiert sich die mit dem Tatbestand des Angriffs sanktionierte abstrakte Gefahr (Stefan Maeder, a.a.O., Art. 134 StGB N 10; BGer 6B_56/2020 vom 16. Juni 2020 E. 2.3.2.). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz richtet sich auf die Beteiligung am Angriff; entsprechend ihrer Bedeutung als objektive Strafbarkeitsbedingung muss die Todes- oder Verletzungsfolge dagegen nicht vom Vorsatz umfasst sein (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“Das Ganze ereignete sich in kurzer Zeit, angefangen beim Herumstossen C____s, gefolgt vom Niederstrecken C____s durch den Faustschlag von F____ und schliesslich endend mit den Schlägen und Tritten, welche die Täter dem Opfer austeilten. Hier eine Zäsur anzubringen, würde dem Lebenssachverhalt überhaupt nicht entsprechen. Wie zuvor ausgeführt, ist für die Erfüllung des Tatbestandes des Angriffs unerheblich, ob sich eine Person dem bereits begonnenen Angriff einer anderen anschliesst oder ob sie vor dem Eintritt der Verletzung als objektiver Strafbarkeitsbedingung ausscheidet. Im Übrigen ist Art. 134 StGB nach inzwischen wohl herrschender Lehre und Praxis auch anwendbar, wenn sich ein Täter erst nach Eintritt der objektiven Strafbarkeitsbedingung am Angriff beteiligt. Dazu gibt es (zwar nur) in Bezug auf den verwandten Tatbestand des Raufhandels eine reiche Literatur und Praxis (vgl. u.a. BGE 139 IV 168 sowie Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 133 N 22 und 26); diese ist jedoch auf den Tatbestand des Angriffs übertragbar, da sich Funktion und Inhalt der objektiven Strafbarkeitsbedingung in Art. 134 StGB und 133 StGB decken (so auch Maeder, in: Basler Kommentar StGB I, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N 10b). Obwohl es etliche abweichende Lehrmeinungen gibt, leuchtet die genannte Auffassung ein, denn es besteht eben gerade keine Kausalbeziehung der Beteiligung zum Verletzungserfolg, sondern dieser ist Indiz für das Ausmass der Gefährdung und soll die «harmlosen» Fälle einer Schlägerei von der Strafbarkeit ausnehmen. Was der einzelne Täter zum Eintritt der konkreten Gefahr oder zur Verletzung beigetragen hat, sollte sowohl bei Raufhandel als auch bei Angriff keine Rolle spielen, solange nur die Gefährlichkeit insgesamt zu bejahen ist (vgl. auch Maeder a.a.O. mit Hinw.). Schliesslich kann die Beteiligung des jeweiligen Täters am Angriff auch bloss psychischer Natur sein, solange die Beteiligten an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Denkbar ist also auch eine bloss psychische oder verbale Beteiligung - etwa durch Anfeuern, Ratschläge Erteilen, Warnen vor Gefahren - immer vorausgesetzt, dass mindestens zwei Angreifer körperlich aktiv werden (BGer 6B_56/2020 vom 16.”
“Nach Art. 134 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge hat. Ein Angriff ist nach Ansicht des Gesetzgebers prinzipiell geeignet, für das Leben oder die körperliche Integrität des Angegriffenen oder eines Dritten eine konkrete Gefahr oder Verletzung herbeizuführen, weshalb mit Art. 134 StGB eine Bestimmung geschaffen wurde, die dem in Form eines abstrakten Gefährdungsdelikts Rechnung trägt und bereits die Beteiligung unter Strafe stellt. Angriff ist die einseitige, von feindseligen Absichten getragene, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines oder mehrerer Menschen. Während der Raufhandel eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung darstellt, ist der Angriff als einseitige körperliche Einwirkung auf eine oder mehrere Personen definiert. Daraus geht hervor, dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen versucht. Damit von einem Angriff gesprochen werden kann, müssen mindestens zwei Personen körperlich attackieren. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann wie beim Raufhandel eine Beteiligung auf jede Art erfolgen. So kann Beteiligung auch eine sachlich unterstützende psychische oder verbale Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei sein. Der Angriff muss den Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten zur Folge haben, was eine objektive Strafbarkeitsbedingung darstellt.”
Schon physische oder psychische Mitwirkung an der Gewalt eines Täters genügt, um sich als Teilnehmer eines Angriffs nach Art.134 strafbar zu machen; die Schwelle der Beteiligung ist nicht hoch.
“In theoretischer Hinsicht kann bezüglich des Tatbestandes des Angriffs grundsätzlich auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Urk. 75 S. 58 f.). Ergänzend ist zu diesen Ausführungen festzuhalten, dass die Schwelle für eine Beteiligung an einem Angriff in der Praxis zwar - 15 - zutreffenderweise nicht allzu hoch angesetzt wird, doch wird auf jeden Fall verlangt, dass sich der Mitwirkende an der Agression gegen eine sich weitgehend passiv verhaltende Gegnerschaft physisch oder psychisch aktiv beteiligt (M AEDER, BSK StGB II, 4. Aufl., N 8 zu Art. 134 StGB).”
“In theoretischer Hinsicht kann bezüglich des Tatbestandes des Angriffs grundsätzlich auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Urk. 75 S. 58 f.). Ergänzend ist zu diesen Ausführungen festzuhalten, dass die Schwelle für eine Beteiligung an einem Angriff in der Praxis zwar - 15 - zutreffenderweise nicht allzu hoch angesetzt wird, doch wird auf jeden Fall verlangt, dass sich der Mitwirkende an der Agression gegen eine sich weitgehend passiv verhaltende Gegnerschaft physisch oder psychisch aktiv beteiligt (M AEDER, BSK StGB II, 4. Aufl., N 8 zu Art. 134 StGB).”
Für die objektive Strafbarkeitsbedingung nach Art. 134 StGB genügt, dass der Angriff für den Angegriffenen oder für einen anderen Beteiligten mindestens eine Körperverletzung zur Folge hat.
“Darüber hinaus sind auch die in der Anklage umschriebenen physischen Verletzungen des Privatklägers (Gehirnerschütterung, Verstauchung des linken Sprunggelenks, Prellung an der rechten Schulter sowie Kratzspur am Schlüssel- bein rechts, multiple Kratzer am Hals, Hautabschürfungen am Knie links und Schürfwunden an beiden Händen) aktenmässig belegt (Urk. 10/2; vgl. auch Urk. 5 S. 2 ff.), ebenso wie die erlittene posttraumatischen Belastungsstörung fachpsy- chiatrisch ausgewiesen ist (Urk. 10/20). Diesbezüglich unbestreitbar ist, dass die Gehirnerschütterung, die Kratzspur am Schlüsselbein sowie die Kratzer am Hals und die posttraumatische Belastungsstörung direkt auf die Gewalteinwirkung durch den Mitbeschuldigten C._____ zurückzuführen sind. Hingegen stammen die übrigen Folgen, namentlich die Sprunggelenksdistorsion, die Hautabschürfungen in der Knieregion und die Schürfwunden an beiden Händen, am ehesten davon, dass der Privatkläger auf der Flucht vor dem Mitbeschuldigten C._____ einen Hechtsprung über die Motorhaube des Audi S5 machen musste und dabei zu- nächst zu Boden fiel, bevor er davonrennen konnte (Urk. 8/1 S. 5; Urk. 8/3 S. 6 f.). Insofern ist also auch die objektive Strafbarkeitsbedingung gemäss Art. 134 StGB erfüllt, wonach die Tat für den Angegriffenen oder einen anderen Teilnehmer min- destens eine Körperverletzung zur Folge haben muss. Ob die Schulterkontusion auf die direkte Gewalteinwirkung des Mitbeschuldigten C._____ zurückzuführen ist oder ob diese ebenfalls beim Fluchtversuch entstanden ist, wie die Verteidi- gung argumentiert (Prot. II S. 58), spielt für die rechtliche Würdigung keine ent- scheidende Rolle und kann im Ergebnis demnach letztlich offengelassen werden.”
“Darüber hinaus sind auch die in der Anklage umschriebenen physischen Verletzungen des Privatklägers (Gehirnerschütterung, Verstauchung des linken Sprunggelenks, Prellung an der rechten Schulter sowie Kratzspur am Schlüssel- bein rechts, multiple Kratzer am Hals, Hautabschürfungen am Knie links und Schürfwunden an beiden Händen) aktenmässig belegt (Urk. 10/2; vgl. auch Urk. 5 S. 2 ff.), ebenso wie die erlittene posttraumatischen Belastungsstörung fachpsy- chiatrisch ausgewiesen ist (Urk. 10/20). Diesbezüglich unbestreitbar ist, dass die Gehirnerschütterung, die Kratzspur am Schlüsselbein sowie die Kratzer am Hals und die posttraumatische Belastungsstörung direkt auf die Gewalteinwirkung durch den Mitbeschuldigten C._____ zurückzuführen sind. Hingegen stammen die übrigen Folgen, namentlich die Sprunggelenksdistorsion, die Hautabschürfungen in der Knieregion und die Schürfwunden an beiden Händen, am ehesten davon, dass der Privatkläger auf der Flucht vor dem Mitbeschuldigten C._____ einen Hechtsprung über die Motorhaube des Audi S5 machen musste und dabei zu- nächst zu Boden fiel, bevor er davonrennen konnte (Urk. 8/1 S. 5; Urk. 8/3 S. 6 f.). Insofern ist also auch die objektive Strafbarkeitsbedingung gemäss Art. 134 StGB erfüllt, wonach die Tat für den Angegriffenen oder einen anderen Teilnehmer min- destens eine Körperverletzung zur Folge haben muss. Ob die Schulterkontusion auf die direkte Gewalteinwirkung des Mitbeschuldigten C._____ zurückzuführen ist oder ob diese ebenfalls beim Fluchtversuch entstanden ist, wie die Verteidi- - 13 - gungen der beiden anderen Mitbeschuldigten argumentieren (Prot. II S. 48 f., S. 56), spielt für die rechtliche Würdigung keine entscheidende Rolle und kann im Ergebnis demnach letztlich offengelassen werden.”
“Der Privatkläger 1 erlitt aufgrund der Attacke des Beschuldigten 1 eine Am- nesie, ein leichtes Schädelhirntrauma, ein Monokelhämatom am rechten Auge, Blutergüsse am Hinterkopf, an der Stirn, an der rechten Wange, hinter dem rech- ten Ohr, an der Oberlippeninnenseite und am Kinn sowie eine Quetsch-Riss- Wunde an der Kinnunterseite sowie Hautabschürfungen an der Stirn, an der lin- ken Wange und an beiden Knien (vgl. vorstehend unter E. III.7.1. bzw. Urk. D1/10/02 u. D1/10/04), welche Verletzungen – namentlich das Schädelhirn- trauma – einhergehend mit der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz (Urk. 153 E. II.A.7.1.4.) unter Art. 123 StGB zu subsumieren sind, weshalb die objektive Strafbarkeitsbedingung eines Angriffs gemäss Art. 134 StGB vorliegt.”
Bei Verurteilung wegen Angriffs kann gleichzeitig die versuchte schwere Körperverletzung festgestellt werden; entsprechende Schuldsprüche können kumulativ verhängt werden.
“ff. [...]" 2.Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB. 2.Der Beschuldigte wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 13 Tage durch Haft erstanden sind). - 33 - 3.Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 20 Monaten aufge- schoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 13 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 4.Der bedingt angeordnete Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staats- anwaltschaft Zürich - Limmat vom 28. März 2019 ausgefällten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird nicht widerrufen. 5.Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen. 6.Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 1 (D._____) aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird der Privatkläger 1 (D.”
Teilnahme bereits an der ersten Phase einer Gruppenprügelei genügt für Strafbarkeit nach Art. 134 StGB.
“3 En l’occurrence, c’est d’abord en vain que l’appelant conteste avoir été à l’origine de l’expédition punitive dirigée contre F.________. Il est en effet établi par les déclarations de Y.________ et par les aveux de l’appelant que ce dernier s’était senti insulté par F.________ sur les réseaux sociaux. Contrairement à ce qu’il soutient, il ne s’agissait pas d’avoir une discussion, mais bien d’en découdre. L’appelant admet d’ailleurs, en prétendant s’être défendu, avoir fait la clé de bras décrite dans l’acte d’accusation (jugement attaqué p. 15). Or, tant F.________ que M.________ ont subi de nombreuses lésions, détaillées pour l’essentiel dans le constat médical du 21 avril 2020 et qui démontrent qu’ils ont bien subi l’agression, et non qu’ils en sont les auteurs. C’est donc à juste titre que le premier juge a considéré que les dépositions des plaignants étaient crédibles. On ne discerne ainsi ni constatation erronée des faits ni violation de la présomption d’innocence. 5. 5.1 L’appelant conteste encore que son comportement réaliserait les éléments constitutifs de l’art. 134 CP. Il soutient qu’il y aurait eu deux phases distinctes de l’altercation et qu’il n’aurait pas participé à la seconde phase durant laquelle F.________ et M.________ ont subi des lésions corporelles. 5.2 Selon l’art. 134 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0), celui qui aura participé à une agression dirigée contre une ou plusieurs personnes au cours de laquelle l’une d’entre elle ou un tiers aura trouvé la mort ou subi une lésion corporelle sera puni d’une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d’une peine pécuniaire. L’agression au sens de cette disposition se caractérise comme une attaque unilatérale de deux personnes au moins, dirigée contre une ou plusieurs victimes, qui restent passives ou se contentent de se défendre. Pour que l’on puisse parler d’une attaque unilatérale, il faut que la ou les personnes agressées n’aient pas eu elles-mêmes, au moment de l’attaque, une attitude agressive, impliquant que le déclenchement de la bagarre, en définitive, dépendant surtout du hasard, et qu’elles aient par la suite conservé une attitude passive ou alors uniquement cherché à se défendre.”
Bei kumulativen Tatbeiträgen (gemeinschaftliche Tat): Es genügt, dass die Verletzung als Folge des Vorfalls insgesamt auftritt; die konkrete Zurechenbarkeit einzelner Einwirkungen ist nicht stets erforderlich für die Anwendung der Absorptionsregel, sofern eine Täterverantwortlichkeit für die Verletzung festgestellt werden kann.
“Die Fraktur musste operativ versorgt werden. L.________ erlitt eine Prellung am Gesäss. Der Beschuldigte legte in Bezug auf diesen Tatvorwurf ein Geständnis ab, wobei er aber geltend machte, dass es sich bei seinem Schlag gegen K.________ lediglich um einen Nackenklatscher gehandelt habe. Diese Behauptung wertete die Vorinstanz jedoch als Schutzbehauptung und ging von einer knallenden Ohrfeige auf die linke Seite aus. Dabei betonte die Vorinstanz jedoch, dass nicht relevant sei, ob genau dieser Schlag ursächlich für die Verletzungen von K.________ gewesen sei. Wie angeklagt sei erwiesen, dass dieser die Verletzungen durch den Vorfall als solches erlitten habe, ohne dass sich diese auf eine einzelne Handlung zurückführen liesse. Mit diesem Tatvorgehen hat der Beschuldigte den Tatbestand des Angriffs nach Art. 134 StGB erfüllt.”
“3). Les déclarations qui précèdent convergent à établir qu’une altercation a débuté entre l’appelant et Z.________, avant de s’étendre à un groupe d’autres individus. Compte tenu de la crédibilité qui doit être accordée aux déclarations des uns et des autres, dont l’appréciation n’est pas remise en cause dans le cadre de l’appel, il y a lieu de retenir, à l’instar des premiers juges, qu’O.________ a attaqué sans raison à coups de poing le plaignant, lequel s’est défendu, et qu’un groupe de personnes a ensuite rejoint les deux hommes qui se battaient pour prêter main forte à l’appelant. Dès lors que celui-ci ne conteste pas avoir occasionné des blessures au plaignant, que Z.________ est la seule victime et que sa mise en danger n’a pas dépassé en intensité le résultat intervenu, les infractions de lésions corporelles simples et d’agression ne sauraient être retenues en concours à l’encontre d’O.________, les lésions corporelles infligées à la victime absorbant l'agression au sens de l'art. 134 CP, dès lors qu’il n’est pas établi que l’appelant aurait dans un deuxième temps participé à l’agression qui a suivi les premiers coups qu’il a portés en s’associant à ses comparses venus lui prêter main forte. C’est donc à juste titre qu’il fait valoir qu’il doit être libéré du chef d’accusation d’agression. Partant, ce grief doit être admis et l’appelant libéré de l’infraction d’agression. 5. 5.1 L’appelant conteste sa condamnation pour tentative de meurtre. S’il admet s’être rendu coupable de lésions corporelles simples qualifiées à raison des faits retenus au considérant 2.3 ci-dessus, il conteste en revanche toute intention homicide à l’encontre de K.________. Il fait valoir que la lame de son couteau n’était pas acérée, qu’il aurait visé le bras de la victime et non un organe vital, que le coup n’aurait pas été porté avec force, et soutient que les conclusions de l’expertise psychiatrique ne permettraient pas de retenir une conscience de sa part du risque de mort et, a fortiori, la volonté de tuer.”
“April 2020 wur- de den Parteien Frist zur Anschlussberufung angesetzt (Urk. 70). Sowohl der Be- schuldigte als auch der Privatkläger verzichteten auf Anschlussberufung (Urk. 72). 3. Am 23. September 2020 beantragte der Beschuldigte persönlich die Her- ausgabe seiner beschlagnahmten Kleider (Urk. 81). In der Folge wurde mit Be- schluss vom 8. Oktober 2020 die Rechtskraft der entsprechenden Dispositiv- Ziffer 4 des vorinstanzlichen Urteils betreffend Herausgabe der beschlagnahmten Kleider festgestellt (Urk. 85). 4. Am 12. Februar 2021 fand die Berufungsverhandlung statt, anlässlich wel- cher die Parteien die eingangs aufgeführten Anträge stellten (Prot. II S. 6 ff.). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. - 7 - II. Prozessuales 1. Die Staatsanwaltschaft beantragt mit ihrer Berufung einen zusätzlichen Schuldspruch hinsichtlich der Anklageziffer 1.1.1 zum Nachteil des Privatklägers A._____ (nachfolgend "Privatkläger") in Form des Tatbestands des Angriffs (Art. 134 StGB), welcher infolge echter Konkurrenz zum bereits erfolgten Schuld- spruch wegen einfacher Körperverletzung hinzutreten solle. Vor diesem Hinter- grund beantragt sie auch eine höhere Strafe von 16 Monaten Freiheitsstrafe (Urk. 68; Urk. 92). 2. Unangefochten geblieben und entsprechend in Rechtskraft erwachsen ist somit der bereits erwähnte Schuldspruch wegen einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Dispositiv-Ziffer 1), die – wie bereits mit Teilrechtskraftbeschluss vom 8. Oktober 2020 (Urk. 85) festgestellt – vorinstanz- lich verfügte Herausgabe beschlagnahmter Gegenstände (Dispositiv-Ziffer 4) wie auch die Zusprechung einer Genugtuung an den Privatkläger unter Verweis der Zivilforderung auf den Zivilweg im Mehrbetrag (Dispositiv-Ziffer 5), was vorweg mit Beschluss festzustellen ist. Darüber hinaus wurde die vorinstanzliche Kosten- festsetzung (inkl. Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung, Dispositiv-Ziffer 6 - 8) von keiner Partei beanstandet.”
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