Qualora vi sia serio motivo di dubitare dell’imputabilità dell’autore, l’autorità istruttoria o il giudice ordina una perizia.
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Bei Verdacht auf Suchtproblematik (insbesondere offenkundiger, schwere Sucht oder morphinähnliche Abhängigkeit) ist frühzeitig — bei dringendem Verdacht gegebenenfalls bereits vor der Hauptverhandlung — ein Gutachten einzuholen; das Unterlassen verletzt sonst Art. 20 StGB.
“Dies sei alles aktenkundig und den Behörden bekannt gewesen. Im Rahmen des Berufungsverfahrens sei entsprechend beantragt worden, ein Gutachten einzuholen, um eine Einschätzung zu erlangen, wie stark die Drogensucht für seine Handlungen ausschlaggebend gewesen und seine Steuerungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Es sei betont worden, dass Art. 20 StGB klar sei. Bei Verdacht auf eine Einschränkung der Schuldfähigkeit sei ein Gutachten einzuholen. Spätestens vor Vorinstanz hätte man erkennen müssen, dass beim Beschwerdeführer zumindest während dem angeklagten Tatzeitpunkt eine schwerwiegende Betäubungsmittelproblematik vorgelegen habe und gegebenenfalls selbst dann noch eine Massnahme angezeigt gewesen wäre. Beide Instanzen hätten trotz Suchtproblematik und trotz Deliktskonnex auf das Aussprechen einer Massnahme beziehungsweise das Einholen eines Gutachtens verzichtet. Die Vorinstanzen hätten ihre eigene Interpretation der Beweislage an die Stelle der gemäss Art. 20 StGB vorgesehenen Begutachtung gestellt. Damit würden Art. 20 StGB und Art. 54 StGB i.V.m. Art. 60 StGB verletzt.”
“Er habe im Zeitraum der angeklagten Sachverhalte seine gesamten Lebensbereiche aufgrund seines Drogenkonsums vernachlässigt, seine Wohnung verloren, habe Schulden und strafbare Handlungen in Kauf genommen, den Kontakt zu seinem Sohn und seiner Verlobten verloren. Dies sei alles aktenkundig und den Behörden bekannt gewesen. Im Rahmen des Berufungsverfahrens sei entsprechend beantragt worden, ein Gutachten einzuholen, um eine Einschätzung zu erlangen, wie stark die Drogensucht für seine Handlungen ausschlaggebend gewesen und seine Steuerungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Es sei betont worden, dass Art. 20 StGB klar sei. Bei Verdacht auf eine Einschränkung der Schuldfähigkeit sei ein Gutachten einzuholen. Spätestens vor Vorinstanz hätte man erkennen müssen, dass beim Beschwerdeführer zumindest während dem angeklagten Tatzeitpunkt eine schwerwiegende Betäubungsmittelproblematik vorgelegen habe und gegebenenfalls selbst dann noch eine Massnahme angezeigt gewesen wäre. Beide Instanzen hätten trotz Suchtproblematik und trotz Deliktskonnex auf das Aussprechen einer Massnahme beziehungsweise das Einholen eines Gutachtens verzichtet. Die Vorinstanzen hätten ihre eigene Interpretation der Beweislage an die Stelle der gemäss Art. 20 StGB vorgesehenen Begutachtung gestellt. Damit würden Art. 20 StGB und Art. 54 StGB i.V.m. Art. 60 StGB verletzt.”
Adaptives, nachvollziehbares, zielgerichtetes Verhalten sowie objektive Befunde (z. B. Atemalkoholtest, erhaltener Realitätsbezug) vor, während und nach der Tat sprechen gegen eine erhebliche Beeinträchtigung und können eine Begutachtung entbehrlich machen.
“Der Beschwerdeführer stellt den äusseren Ablauf des Vorfalls vom 11. Februar 2018 nicht in Frage. Die Feststellungen des kantonalen Gerichts sind für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Auf dieser Sachverhaltsgrundlage ist von einem zielgerichteten und kontrollierten Verhalten des Beschwerdeführers auszugehen. Daran ändert nichts, dass der Fusstritt eigentlich B.________ und nicht C.________ galt. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar erwägt, hatte der Beschwerdeführer irrtümlich C.________ anvisiert. Er führte sodann den Tritt gezielt aus und traf auch den von ihm (irrtümlich) anvisierten C.________. Der Geschehensablauf entsprach damit der Intention des Beschwerdeführers (angefochtenes Urteil, E. 2.4.3). Auch der äussere Ablauf lässt daher nicht auf eine eingeschränkte Steuerungsfähigkeit schliessen. Unter Einbezug des Atemalkoholtests durfte die Vorinstanz gestützt auf die dargelegte Rechtsprechung davon absehen, ein Gutachten nach Art. 20 StGB einzuholen. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz den Alkoholkonsum nicht weiter in die Strafzumessung einfliessen liess.”
“Besteht ernsthafter Anlass, an der Schuldfähigkeit des Täters zu zweifeln, so ordnet die Untersuchungsbehörde oder das Gericht die Begutachtung durch einen Sachverständigen an (Art. 20 StGB). Die Notwendigkeit, einen Sachverständigen beizuziehen, ist erst gegeben, wenn Anzeichen vorliegen, die geeignet sind, Zweifel hinsichtlich der vollen Schuldfähigkeit zu erwecken, wie etwa ein Widerspruch zwischen Tat und Täterpersönlichkeit oder ein völlig unübliches Verhalten. Zeigt das Verhalten des Täters vor, während und nach der Tat, dass ein Realitätsbezug erhalten war, dass er sich an wechselnde Erfordernisse der Situation anpassen, auf eine Gelegenheit zur Tat warten oder diese gar herbeiführen konnte, so hat eine schwere Beeinträchtigung nicht vorgelegen (vgl. BGE 133 IV 145 E. 3.3; 132 IV 29 E. 5.1; 116 IV 273 E. 4a; Urteile 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.3; 6B_877/2021 vom 7. Oktober 2021 E. 3.2; 6B_1029/2019 vom 10. Februar 2020 E. 1.3.1; 6B_800/2016 vom 25. Oktober 2017 E. 8.3.2, nicht publ. in: BGE 143 IV 397; je mit Hinweisen). Da sich die Steuerungsfähigkeit naturgemäss nicht direkt messen lässt, hat deren Beurteilung anhand des Gesamtverhaltens des Täters vor, während und nach der Tat zu erfolgen.”
“War der Täter zur Zeit der Tat nicht fähig, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gemäss dieser Einsicht zu handeln, so ist er nicht strafbar (Art. 19 Abs. 1 StGB). Besteht ernsthafter Anlass, an seiner Schuldfähigkeit zu zweifeln, so ordnet die Untersuchungsbehörde oder das Gericht die sachverständige Begutachtung durch eine sachverständige Person an (Art. 20 StGB). Ein Gutachten ist anzuordnen, wenn das Gericht nach den Umständen des Falles ernsthafte Zweifel an der Schuldfähigkeit hat oder haben sollte. Bei der Prüfung dieser Zweifel ist zu berücksichtigen, dass nicht jede geringfügige Herabsetzung der Fähigkeit, sich zu beherrschen, genügt, um verminderte Schuldfähigkeit anzunehmen. Der Betroffene muss vielmehr, zumal der Begriff des normalen Menschen nicht eng zu fassen ist, in hohem Masse in den Bereich des Abnormen fallen. Seine Geistesverfassung muss nach Art und Grad stark vom Durchschnitt nicht bloss der Rechts-, sondern auch der Verbrechensgenossen abweichen. Psychische Auffälligkeiten wie Persönlichkeitsstörungen, Neurosen und sexuelle Verhaltensstörungen sprechen daher nicht zwingend für eine Aufhebung oder Verminderung der Schuldfähigkeit, auch wenn sie das Verhalten eines Individuums ständig oder über längere Zeit bestimmen (Urteile 6B_518/2023 vom 6. März 2024 E. 2.2.2; 6B_155/2021 vom 18. März 2022 E. 3.2.2; 6B_1363/2019 vom 19. November 2020 E.”
Bei widersprüchlichen psychiatrischen Gutachten oder attestierten Zweifeln an der Schuldfähigkeit ist die Bestellung eines externen forensischen Psychiaters üblich; die Beauftragung kann auch an Mitarbeiter des benannten Experten delegiert werden.
“], médecin-chef du service d’addictologie aux Hôpitaux universitaires de Genève (HUG) ; vu les pièces du dossier ; attendu que les rapports précités suscitent des doutes au sujet de la santé psychique et de la responsabilité de la prévenue au moment des faits, qu’il convient par conséquent d’ordonner une expertise psychiatrique d’X.________, en application des art. 20 CP et 182 CPP, que cette expertise peut être confiée au Dr E.________, psychiatre FMH, médecin responsable du Centre d'expertises psychiatriques de l'Institut de psychiatrie légale du CHUV, qu’il convient d’impartir aux parties un délai de dix jours pour faire valoir, le cas échéant, leurs motifs de récusation de l’expert ; qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 28 mars 2025 pour déposer son rapport ; attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 550 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application des art. 20 CP et 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise psychiatrique d’X.________. II. désigne en qualité d’expert le Dr E.________, à charge pour lui, tout en conservant la responsabilité de l’expertise, de déléguer tout ou partie de sa mission à l’un de ses collaborateurs. III. invite l’expert à répondre aux questions suivantes : 1. Existence d'un trouble mental 1.1. L'examen de l'expertisée met-il en évidence un trouble mental ? 1.2. Si oui : lequel ? - peut-il être considéré comme grave ? - quelle est son influence sur le comportement général de l'expertisée ? - était-il déjà présent au moment des faits reprochés ? 2. Responsabilité (art. 19 al. 1 et 2 CP) L'expert estime-t-il, en tenant compte du trouble mental constaté, que la faculté de l’expertisée - d'apprécier le caractère illicite de son (ses) acte(s) et/ou - de se déterminer d'après cette appréciation était, au moment des faits : a) conservée (pleine responsabilité) ?”
“________ contre ce jugement, vu le jugement rendu par le Tribunal de police de l’arrondissement de La Côte le 16 novembre 2022 et en particulier les références aux rapports médicaux établis les 17 juin 2021 et 2 février 2022 par le Dr. P.________, psychiatre psychothérapeute, ainsi que les témoignages de ce dernier et du Dr. M.________, psychothérapeute et psychologue, qu’il contient, vu le rapport médical établi conjointement le 25 mars 2022 par les Drs M.________ et P.________ ; vu l’attestation du 15 janvier 2024 signée par le Dr. [...], médecin-chef du service d’addictologie aux Hôpitaux universitaires de Genève (HUG) ; vu les pièces du dossier ; attendu que les rapports précités suscitent des doutes au sujet de la santé psychique et de la responsabilité de la prévenue au moment des faits, qu’il convient par conséquent d’ordonner une expertise psychiatrique d’X.________, en application des art. 20 CP et 182 CPP, que cette expertise peut être confiée au Dr E.________, psychiatre FMH, médecin responsable du Centre d'expertises psychiatriques de l'Institut de psychiatrie légale du CHUV, qu’il convient d’impartir aux parties un délai de dix jours pour faire valoir, le cas échéant, leurs motifs de récusation de l’expert ; qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 28 mars 2025 pour déposer son rapport ; attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 550 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application des art. 20 CP et 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise psychiatrique d’X.________. II. désigne en qualité d’expert le Dr E.________, à charge pour lui, tout en conservant la responsabilité de l’expertise, de déléguer tout ou partie de sa mission à l’un de ses collaborateurs.”
Indizien, die eine Begutachtung auslösen können, sind insbesondere Widerspruch zwischen Tat und Täterpersönlichkeit, völlig untypisches oder auffälliges Verhalten, früherer psychiatrischer Klinikaufenthalt, chronischer Alkoholismus oder morphinähnliche Abhängigkeit sowie sonstige objektive Hinweise auf psychische Auffälligkeiten.
“Die verminderte Schuldfähigkeit betrifft, wie die Schuldunfähigkeit, einen Zustand des Täters (BGE 134 IV 132 E. 6.1). In welchem Zustand sich dieser zur Tatzeit befand, ist Tatfrage (Urteile 6B_485/2022 vom 12. September 2022 E. 8.2.6; 6B_1368/2020 vom 30. Mai 2022 E. 2.3; 6B_526/2020 vom 24. Juni 2021 E. 2.2; je mit Hinweisen). Als solche prüft sie das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür (Urteile 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.2; 6B_1368/2020 vom 30. Mai 2022 E. 2.3 mit Hinweisen; 6B_526/2020 vom 24. Juni 2021 E. 2.2; zum Begriff der Willkür: BGE 148 IV 39 E. 2.3.5; 146 IV 88 E. 1.3.1). Rechtsfrage ist hingegen, ob die Vorinstanz die Begriffe der verminderten Schuldfähigkeit bzw. der Schuldunfähigkeit richtig ausgelegt und angewendet hat (BGE 107 IV 3 E. 1a; Urteile 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.2; 6B_1368/2020 vom 30. Mai 2022 E. 2.3; je mit Hinweisen). Besteht ernsthafter Anlass, an der Schuldfähigkeit des Täters zu zweifeln, so ordnet die Untersuchungsbehörde oder das Gericht die Begutachtung durch einen Sachverständigen an (Art. 20 StGB). Die Notwendigkeit, einen Sachverständigen beizuziehen, ist erst gegeben, wenn Anzeichen vorliegen, die geeignet sind, Zweifel hinsichtlich der vollen Schuldfähigkeit zu erwecken, wie etwa ein Widerspruch zwischen Tat und Täterpersönlichkeit oder ein völlig unübliches Verhalten. Zeigt das Verhalten des Täters vor, während und nach der Tat, dass ein Realitätsbezug erhalten war, dass er sich an wechselnde Erfordernisse der Situation anpassen, auf eine Gelegenheit zur Tat warten oder diese gar herbeiführen konnte, so hat eine schwere Beeinträchtigung nicht vorgelegen (vgl. BGE 133 IV 145 E. 3.3; 132 IV 29 E. 5.1; 116 IV 273 E. 4a; Urteile 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.3; 6B_877/2021 vom 7. Oktober 2021 E. 3.2; 6B_1029/2019 vom 10. Februar 2020 E. 1.3.1; 6B_800/2016 vom 25. Oktober 2017 E. 8.3.2, nicht publ. in: BGE 143 IV 397; je mit Hinweisen). Da sich die Steuerungsfähigkeit naturgemäss nicht direkt messen lässt, hat deren Beurteilung anhand des Gesamtverhaltens des Täters vor, während und nach der Tat zu erfolgen.”
“Constituent de tels indices, une contradiction manifeste entre l'acte et la personnalité de l'auteur, le comportement aberrant du prévenu, un séjour antérieur dans un hôpital psychiatrique, une interdiction prononcée sous l'empire des anciennes dispositions du code civil, une attestation médicale, l'alcoolisme chronique, la dépendance aux stupéfiants, la possibilité que la culpabilité ait été influencée par un état affectif particulier ou l'existence de signes d'une faiblesse d'esprit ou d'un retard mental (ATF 133 IV 145 consid. 3.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 1B_215/2023 du 16 mai 2023 consid. 2.1). Selon l’état de la science forensique, le jeu ne peut être qualifié de maladie que lorsqu'il est l’expression d’un trouble marqué de la personnalité ou révèle un développement psychopathologique ayant conduit à une transformation de la personnalité globale et du mode de vie (HEER/HABERMEYER, Basler Kommentar, Strafrecht I, Art. 1-136 StGB, 4ème éd., Bâle 2019, n. 34 ad art. 59 CP). La simple possibilité que les faits puissent avoir une origine psychique ne suffit pas à conclure à une obligation d'expertise (SJ 1984 160). De même, la simple affirmation du prévenu, qui ne repose sur aucun indice, selon laquelle il n’est pas en bonne santé mentale ne saurait déclencher une obligation d’expertise (BOMMER, op. cit., n. 12 ad art. 20 CP). 2.2. En l'espèce, l'appelant soutient qu'il présenterait une addiction au(x) jeu(x) de cartes, qu'il qualifie de "maladie", laquelle l'aurait poussé à perpétrer des vols. Or, au-delà de cette (seule) affirmation, aucun élément objectif au dossier, de certificat médical en particulier, ne vient l'étayer. À cela s'ajoute que cette assertion n'est apparue que dans un deuxième temps seulement, par-devant le MP, l'intéressé n'en ayant pas fait part à la police, ce qui la fait perdre de son poids. Il ne fait l'objet d'aucun suivi psychologique en prison, sur cette problématique en particulier, et n'en ressent visiblement pas le besoin, vu l'absence de démarche en ce sens. Aussi, faute d'indice de jeu pathologique chez l'appelant, la Chambre n'éprouve-t-elle pas de doute, qui plus est sérieux, quant à sa responsabilité pénale. Il n'y a pas lieu, partant, d'ordonner une expertise. 3. 3.1.1. Dans sa teneur jusqu'au 30 juin 2023, le vol par métier était puni d’une peine privative de liberté de dix ans au plus ou d’une peine pécuniaire de 90 jours-amende au moins (art.”
“Les casiers judiciaires belge et croate ne sont pas versés au dossier. E. Assistance judiciaire Me B______, défenseur d'office de A______, dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant sous des libellés divers, 13 heures et 19 minutes d'activité d'avocate-stagiaire, hors débats d'appel, lesquels ont duré une heure et cinq minutes, dont 23 minutes pour l'annonce d'appel, 21 minutes pour l'étude du jugement et une heure et 46 minutes pour la déclaration d'appel. En première instance, il avait été indemnisé pour plus de 30 heures d'activité. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du Code de procédure pénale [CPP]). La Chambre n'examine que les points attaqués du jugement de première instance (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décision illégale ou inéquitable (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1. L'art. 20 CP dispose que l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. L'autorité doit ordonner une expertise non seulement lorsqu'elle éprouve effectivement des doutes quant à la responsabilité de l'auteur, mais aussi lorsque, d'après les circonstances du cas particulier, elle aurait dû en éprouver, c'est-à-dire lorsqu'elle se trouve en présence d'indices sérieux propres à faire douter de la responsabilité pleine et entière de l'auteur au moment des faits. Constituent de tels indices, une contradiction manifeste entre l'acte et la personnalité de l'auteur, le comportement aberrant du prévenu, un séjour antérieur dans un hôpital psychiatrique, une interdiction prononcée sous l'empire des anciennes dispositions du code civil, une attestation médicale, l'alcoolisme chronique, la dépendance aux stupéfiants, la possibilité que la culpabilité ait été influencée par un état affectif particulier ou l'existence de signes d'une faiblesse d'esprit ou d'un retard mental (ATF 133 IV 145 consid.”
“1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1.1. D'après l'art. 389 CPP, la procédure de recours se fonde sur les preuves administrées pendant la procédure préliminaire et la procédure de première instance (al. 1). L'autorité de recours administre, d'office ou à la demande d'une partie, les preuves complémentaires nécessaires au traitement du recours (al. 3). Conformément à l'art. 139 al. 2 CPP, il n'y a pas lieu d'administrer des preuves sur des faits non pertinents, notoires, connus de l'autorité ou déjà suffisamment prouvés. 2.1.2. De même que la capacité de discernement est présumée en droit civil s'il n'existe aucun motif de la mettre en doute (art. 16 du code civil suisse [CC] ; ATF 134 II 235 consid. 4.3.3), la pleine responsabilité de l'auteur est présumée en droit pénal (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1129/2014 du 9 septembre 2015 consid. 4.2). En vertu de l'art. 20 CP, l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. L'autorité doit ordonner une expertise non seulement lorsqu'elle éprouve effectivement des doutes quant à la responsabilité de l'auteur, mais aussi lorsque, d'après les circonstances du cas particulier, elle aurait dû en éprouver, c'est-à-dire lorsqu'elle se trouve en présence d'indices sérieux propres à faire douter de la responsabilité pleine et entière de l'auteur au moment des faits. Constituent de tels indices une contradiction manifeste entre l'acte et la personnalité de l'auteur, le comportement aberrant du prévenu, un séjour antérieur dans un hôpital psychiatrique, une interdiction prononcée en vertu du code civil, une attestation médicale, l'alcoolisme chronique, la dépendance aux stupéfiants, la possibilité que la culpabilité ait été influencée par un état affectif particulier ou l'existence de signes d'une faiblesse d'esprit ou d'un retard mental (ATF 133 IV 145 consid.”
“2 ; 6B_366/2021 du 26 janvier 2022 consid. 2.1.3 ; 6B_237/2021 du 6 décembre 2021 consid. 2.1). Le refus d'instruire ne viole ainsi le droit d'être entendu des parties que si l'appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a procédé, est entachée d'arbitraire (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 141 I 60 consid. 3.3 ; 136 I 229 consid. 5.3 ; arrêts précités 6B_505/2019 consid. 1.1.1 et 6B_155/2019 consid. 2.1). 2.1.2. Selon l'art. 19 al. 1 CP, l'auteur n'est pas punissable si, au moment d'agir, il ne possédait pas la faculté d'apprécier le caractère illicite de son acte ou de se déterminer d'après cette appréciation. Le juge atténue la peine si, au moment d'agir, l'auteur ne possédait que partiellement la faculté d'apprécier le caractère illicite de son acte ou de se déterminer d'après cette appréciation (al. 2). Ces alinéas ne sont ps applicables si l'auteur pouvait éviter l'irresponsabilité ou la responsabilité restreinte et prévoir l'acte commis en cet état (al. 4). L'art. 20 CP dispose que l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. L'autorité doit ainsi ordonner une expertise non seulement lorsqu'elle éprouve effectivement des doutes quant à la responsabilité de l'auteur, mais aussi lorsque, d'après les circonstances du cas particulier, elle aurait dû en éprouver, c'est-à-dire lorsqu'elle se trouve en présence d'indices sérieux propres à faire douter de la responsabilité pleine et entière de l'auteur au moment des faits (arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 consid. 5.1 non publié in ATF 141 IV 273 ; ATF 133 IV 145 consid. 3.3). Constituent de tels indices, une contradiction manifeste entre l'acte et la personnalité de l'auteur, le comportement aberrant du prévenu, un séjour antérieur dans un hôpital psychiatrique, une interdiction prononcée en vertu du code civil, une attestation médicale, l'alcoolisme chronique ou la dépendance aux stupéfiants (ATF 132 IV 29 consid.”
“N'est significative qu'une ivresse moyenne ayant entraîné une nette perturbation de la conscience, de la faculté volitive ou de la capacité de réagir. Le seul fait que l'auteur s'adonne à la consommation de drogue ne suffit pas à faire douter de sa pleine responsabilité, lorsqu'il n'est pas établi que cette consommation a eu les incidences qui viennent d'être décrites lors de l'accomplissement de l'acte reproché (arrêts du Tribunal fédéral 6B_987/2017 du 12 février 2018 consid. 1.1 ; 6B_418/2009 du 21 octobre 2009 consid. 1.2.2 ; 6B_13/2009 du 9 février 2009 consid. 3.1). Alors que la (simple) consommation de stupéfiants ou d'autres substances psychotropes doit amener le magistrat à rechercher si les circonstances ne font pas douter de la responsabilité de l'auteur – une réponse négative débouchant sur le refus d'une expertise –, la dépendance (effective) aux produits susmentionnés commande de procéder à l'examen considéré (L. MOREILLON / A. MACALUSO / N. QUELOZ / N. DONGOIS (éds), Code pénal I (art. 1 – 110 CP), 2ème éd., Bâle 2021, n. 17 ad art. 20 CP). Inversement, il n'y a pas de raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur du simple fait que celui-ci a agi de manière irréfléchie, évolue dans un contexte familial difficile ou encore lorsque son comportement avant, pendant et après l'infraction démontre une connexion à la réalité, soit une capacité de s'adapter aux nouveaux impératifs de la situation, par exemple d'attendre ou même de se représenter mentalement une occasion de passer à l'acte. De manière plus générale, la simple possibilité, voire même la vraisemblance, que l'infraction perpétrée puisse avoir une origine psychique ne suffit pas à faire naître un doute sérieux (R. ROTH / L. MOREILLON (éds), Commentaire romand, Code pénal I, art. 1-110 CP, Bâle 2009, n. 15 ad art. 20 et les références citées). 3.3. En outre, pour ordonner une mesure thérapeutique institutionnelle ou un traitement ambulatoire, le juge est tenu de se fonder sur un rapport d'un expert (art. 56 al. 3, 4 et 4 bis CP). 3.4. En l'espèce, les faits reprochés au recourant sont susceptibles d'être constitutifs, notamment, de tentative de meurtre, de séquestration et enlèvement, de contrainte et de lésions corporelles simples, soit des infractions particulièrement graves.”
Bei Drogendelikten genügt eine leichte Intoxikation nicht per se; erst deutliche Bewusstseins‑ oder Willensstörungen begründen ernsthafte Zweifel an der Schuldfähigkeit.
“404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions, à moins qu'elle ne statue sur une action civile (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1.1. Conformément à l'art. 389 al. 3 CPP, l'autorité de recours administre, d'office ou à la demande d'une partie, les preuves complémentaires nécessaires au traitement du recours. Afin de déterminer quel moyen de preuve doit l'être, le juge dispose d'un pouvoir d'appréciation étendu (arrêts du Tribunal fédéral 6B_614/2012 du 15 février 2013 consid. 3.2.3 et 6B_484 2012 du 11 décembre 2012 consid. 1.2). L'autorité peut notamment refuser des preuves nouvelles qui ne sont pas nécessaires au traitement du recours, en particulier lorsqu'une administration anticipée non arbitraire de la preuve démontre que celle-ci ne sera pas de nature à modifier le résultat de celles déjà administrées (arrêts du Tribunal fédéral 6B_614/2012 du 15 février 2013 consid. 3.2.3 et 6B_509/2012 du 22 novembre 2012 consid. 3.2). 2.1.2. Selon l'art. 20 CP, l'autorité d’instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. En matière de stupéfiants, une légère ivresse induite par la consommation de drogue ne suffit pas à susciter des doutes sérieux quant à la pleine responsabilité de l'auteur. N'est significative qu'une ivresse moyenne ayant entraîné une nette perturbation de la conscience, de la faculté volitive ou de la capacité de réagir. Le seul fait que l'auteur s'adonne à la consommation de drogue ne suffit pas à faire douter de sa pleine responsabilité, lorsqu'il n'est pas établi que cette consommation a eu les incidences qui viennent d'être décrites lors de l'accomplissement de l'acte reproché (arrêts du Tribunal fédéral 6B_987/2017 du 12 février 2018 consid. 1.1 ; 6B_418/2009 du 21 octobre 2009 consid. 1.2.2 ; 6B_13/2009 du 9 février 2009 consid. 3.1). Le juge peut se fonder sur une expertise qui figure déjà au dossier si celle-ci est encore suffisamment actuelle.”
Das Gutachten hat den biologisch‑psychologischen Zustand darzustellen und ausdrücklich zu prüfen und auszusagen, inwiefern psychische Störungen oder Intoxikationszustände Einsichts‑ und Steuerungsfähigkeit im Tatzeitraum beeinträchtigt haben; es muss konkret verbleibende Fähigkeitsreste im Tatzeitraum ausweisen und nicht nur Psychopathologie beschreiben.
“in: BGE 150 IV 1; 6B_1368/2020 vom 30. Mai 2022 E. 2.3 mit Hinweisen; zum Begriff der Willkür: BGE 148 IV 39 E. 2.3.5; 146 IV 88 E. 1.3.1). Rechtsfrage ist hingegen, ob die Vorinstanz den Begriff der verminderten Schuldfähigkeit richtig ausgelegt und angewendet hat (BGE 107 IV 3 E. 1a, Urteile 6B_1135/2023 vom 19. Februar 2025 E. 3.4.2; 6B_855/2023 vom 15. Juli 2024 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Schuldfähigkeit setzt Einsichts- und Steuerungsfähigkeit voraus. Einsichtsfähigkeit ist die Fähigkeit des Täters, das Unrecht seiner Tat einzusehen. Unter Steuerungsfähigkeit versteht man die Fähigkeit, gemäss der Einsicht in das Unrecht zu handeln (Urteile 6B_855/2023 vom 15. Juli 2024 E. 2.3.2; 6B_518/2023 vom 6. März 2024 E. 2.2.1; 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.1, nicht publ. in: BGE 150 IV 1; je mit Hinweisen). Besteht ernsthafter Anlass, an der Schuldfähigkeit des Täters zu zweifeln, so ordnet die Untersuchungsbehörde oder das Gericht die sachverständige Begutachtung durch einen Sachverständigen an (Art. 20 StGB). Der Sachverständige muss im Gutachten den "biologisch-psychologischen" Zustand des Täters beurteilen. Das Gutachten soll Klarheit über das Vorliegen einer psychischen Störung geben und die Frage beantworten, ob und wie sich diese auf die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit ausgewirkt hat (Urteile 6B_337/2023 vom 4. Mai 2023 E. 4.2.2; 6B_257/2020 vom 24. Juni 2021 E. 4.2.2, nicht publ. in: BGE 147 IV 409; je mit Hinweisen).”
“War der Täter zur Zeit der Tat nicht fähig, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gemäss dieser Einsicht zu handeln, so ist er nicht strafbar (Art. 19 Abs. 1 StGB). War er zur Zeit der Tat nur teilweise fähig, deren Unrecht einzusehen oder gemäss dieser Einsicht zu handeln, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 19 Abs. 2 StGB). Schuldfähigkeit setzt Einsichts- und Steuerungsfähigkeit voraus. Einsichtsfähigkeit ist die Fähigkeit, das Unrecht seiner Tat einzusehen. Unter Steuerungsfähigkeit versteht man die Fähigkeit, gemäss der Einsicht in das Unrecht zu handeln (Urteile 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.1, nicht publ. in: BGE 150 IV 1; 6B_1050/2020 vom 20. Mai 2021 E. 3.3; je mit Hinweis). Da sich die Steuerungsfähigkeit naturgemäss nicht direkt messen lässt, hat deren Beurteilung anhand des Gesamtverhaltens des Täters vor, während und nach der Tat zu erfolgen. Ein Gutachten zur Schuldfähigkeit (vgl. Art. 20 StGB) darf nicht ausschliesslich auf Psychopathologie und Verhaltensabnormität abstellen, sondern muss für den fraglichen Zeitraum auch herausarbeiten, welche Fähigkeiten dem Betreffenden noch zur Verfügung standen (Urteil 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.3 mit Hinweis). Zeigt das Verhalten des Täters vor, während und nach der Tat, dass ein Realitätsbezug erhalten war, dass er sich an wechselnde Erfordernisse der Situation anpassen, auf eine Gelegenheit zur Tat warten oder diese gar herbeiführen konnte, so hat keine schwere Beeinträchtigung vorgelegen (BGE 133 IV 145 E. 3.3; Urteile 6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 1.4.3; 6B_1050/2020 vom 20. Mai 2021 E. 3.3; je mit Hinweisen).”
Bei begründeten oder ernsthaften Zweifeln an der Schuldfähigkeit hat das Gericht eine forensisch-psychiatrische Begutachtung anzuordnen; der Richter darf diese Pflicht nicht durch eigene Literaturprüfung oder bloße Beweiswürdigung umgehen.
“Dies sei alles aktenkundig und den Behörden bekannt gewesen. Im Rahmen des Berufungsverfahrens sei entsprechend beantragt worden, ein Gutachten einzuholen, um eine Einschätzung zu erlangen, wie stark die Drogensucht für seine Handlungen ausschlaggebend gewesen und seine Steuerungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Es sei betont worden, dass Art. 20 StGB klar sei. Bei Verdacht auf eine Einschränkung der Schuldfähigkeit sei ein Gutachten einzuholen. Spätestens vor Vorinstanz hätte man erkennen müssen, dass beim Beschwerdeführer zumindest während dem angeklagten Tatzeitpunkt eine schwerwiegende Betäubungsmittelproblematik vorgelegen habe und gegebenenfalls selbst dann noch eine Massnahme angezeigt gewesen wäre. Beide Instanzen hätten trotz Suchtproblematik und trotz Deliktskonnex auf das Aussprechen einer Massnahme beziehungsweise das Einholen eines Gutachtens verzichtet. Die Vorinstanzen hätten ihre eigene Interpretation der Beweislage an die Stelle der gemäss Art. 20 StGB vorgesehenen Begutachtung gestellt. Damit würden Art. 20 StGB und Art. 54 StGB i.V.m. Art. 60 StGB verletzt.”
“Er habe im Zeitraum der angeklagten Sachverhalte seine gesamten Lebensbereiche aufgrund seines Drogenkonsums vernachlässigt, seine Wohnung verloren, habe Schulden und strafbare Handlungen in Kauf genommen, den Kontakt zu seinem Sohn und seiner Verlobten verloren. Dies sei alles aktenkundig und den Behörden bekannt gewesen. Im Rahmen des Berufungsverfahrens sei entsprechend beantragt worden, ein Gutachten einzuholen, um eine Einschätzung zu erlangen, wie stark die Drogensucht für seine Handlungen ausschlaggebend gewesen und seine Steuerungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Es sei betont worden, dass Art. 20 StGB klar sei. Bei Verdacht auf eine Einschränkung der Schuldfähigkeit sei ein Gutachten einzuholen. Spätestens vor Vorinstanz hätte man erkennen müssen, dass beim Beschwerdeführer zumindest während dem angeklagten Tatzeitpunkt eine schwerwiegende Betäubungsmittelproblematik vorgelegen habe und gegebenenfalls selbst dann noch eine Massnahme angezeigt gewesen wäre. Beide Instanzen hätten trotz Suchtproblematik und trotz Deliktskonnex auf das Aussprechen einer Massnahme beziehungsweise das Einholen eines Gutachtens verzichtet. Die Vorinstanzen hätten ihre eigene Interpretation der Beweislage an die Stelle der gemäss Art. 20 StGB vorgesehenen Begutachtung gestellt. Damit würden Art. 20 StGB und Art. 54 StGB i.V.m. Art. 60 StGB verletzt.”
“Er macht geltend, den Akten sei deutlich zu entnehmen, dass er Suchtprobleme aufweise, die sich von seiner frühen Jugendzeit bis zum Zeitpunkt der Untersuchungshaft auf sein Leben und seinen strafrechtlichen Leumund ausgewirkt hätten. Sowohl der Staatsanwaltschaft wie auch den Vorinstanzen sei diese Suchtproblematik hinlänglich bekannt gewesen. Entsprechendes sei seinen Einvernahmen an diversen Stellen zu entnehmen. Er habe sein Suchtverhalten auch anlässlich der Berufungsverhandlung eindrücklich geschildert. Er habe im Zeitraum der angeklagten Sachverhalte seine gesamten Lebensbereiche aufgrund seines Drogenkonsums vernachlässigt, seine Wohnung verloren, habe Schulden und strafbare Handlungen in Kauf genommen, den Kontakt zu seinem Sohn und seiner Verlobten verloren. Dies sei alles aktenkundig und den Behörden bekannt gewesen. Im Rahmen des Berufungsverfahrens sei entsprechend beantragt worden, ein Gutachten einzuholen, um eine Einschätzung zu erlangen, wie stark die Drogensucht für seine Handlungen ausschlaggebend gewesen und seine Steuerungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Es sei betont worden, dass Art. 20 StGB klar sei. Bei Verdacht auf eine Einschränkung der Schuldfähigkeit sei ein Gutachten einzuholen. Spätestens vor Vorinstanz hätte man erkennen müssen, dass beim Beschwerdeführer zumindest während dem angeklagten Tatzeitpunkt eine schwerwiegende Betäubungsmittelproblematik vorgelegen habe und gegebenenfalls selbst dann noch eine Massnahme angezeigt gewesen wäre. Beide Instanzen hätten trotz Suchtproblematik und trotz Deliktskonnex auf das Aussprechen einer Massnahme beziehungsweise das Einholen eines Gutachtens verzichtet. Die Vorinstanzen hätten ihre eigene Interpretation der Beweislage an die Stelle der gemäss Art. 20 StGB vorgesehenen Begutachtung gestellt. Damit würden Art. 20 StGB und Art. 54 StGB i.V.m. Art. 60 StGB verletzt.”
“4.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. Le magistrat instructeur doit faire et ordonner tout ce qui lui paraît nécessaire pour établir la vérité dans le cadre fixé par la loi, il est le seul maître de l'instruction et c'est à lui seul qu'il appartient d'organiser et de conduire l'instruction, d'apprécier l'opportunité des actes à exécuter et de décider l'ordre dans lequel ces derniers seront accomplis (L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, CPP, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd., Bâle 2016, n. 2 ad art. 62 CPP). 4.2. L'art. 182 CPP – qui figure au Titre 4 du CPP sur les moyens de preuve – prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. 4.3. L'art. 20 CP dispose que l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. L'autorité doit ordonner une expertise non seulement lorsqu'elle éprouve effectivement des doutes quant à la responsabilité de l'auteur, mais aussi lorsque, d'après les circonstances du cas particulier, elle aurait dû en éprouver, c'est-à-dire lorsqu'elle se trouve en présence d'indices sérieux propres à faire douter de la responsabilité pleine et entière de l'auteur au moment des faits (arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 consid. 5.1 et les références citées; ATF 133 IV 145 consid. 3.3). La ratio legis veut que le juge, qui ne dispose pas de connaissances spécifiques dans le domaine de la psychiatrie, ne cherche pas à écarter ses doutes lui-même, fût-ce en se référant à la littérature spécialisée, mais que confronté à de telles circonstances, il recoure au spécialiste (arrêt du Tribunal fédéral 6B_987/2017 du 12 février 2018 consid. 1.1).”
Fehlen jedoch aktuelle, objektive Entzugs- oder Intoxikationserscheinungen bzw. sonstige medizinische Befunde und bestehen nur verspätete Selbstangaben oder blosse Verteidigerbehauptungen ohne ärztliche Atteste, rechtfertigt dies regelmäßig keine Gutachtenanordnung.
“Auch wenn der Beschwerdeführer nicht ausdrücklich zu allfälligen physischen und psychischen Folgen des Entzugs befragt worden sein mag, machte er im Rahmen seiner Ausführungen zur Beendigung seines Konsums unbestrittenermassen keine besonderen Schwierigkeiten geltend. Auch vor Bundesgericht bestreitet er die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen lediglich pauschal. Weder beschreibt er konkrete Entzugserscheinungen noch behauptet er die Inanspruchnahme einer medizinischen Betreuung. Der vorinstanzliche Schluss, wonach nicht von einer besonders schweren Abhängigkeit auszugehen sei, die professionelle Hilfe erfordert habe, erweist sich angesichts dieser Tatsache nicht als geradezu unhaltbar. Die Vorinstanz erstellt somit willkürfrei, dass keinerlei Hinweise auf eine tatzeitaktuelle Einschränkung der Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit erkennbar sind. Sie musste vor diesem Hintergrund keine ernsthaften Zweifel an der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers haben und war nicht gehalten, ein entsprechendes Gutachten i.S.v. Art. 20 StGB einzuholen. Analoges gilt im Hinblick auf Art. 56 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 60 StGB. Im Lichte obiger Feststellungen ist es unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ein Behandlungsbedürfnis des Beschwerdeführers verneint und auch sonst keine Indikatoren feststellt, welche die Prüfung der Anordnung einer Massnahme nahelegen würden. Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdeführer (auch schon im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids) bereits seit mehreren Jahren in Haft, resp. im vorzeitigen Strafvollzug, befindet, wo er unbestrittenermassen keine Betäubungsmittel mehr konsumiert. Die Vorinstanz war somit auch unter dem Titel von Art. 56 Abs. 3 StGB nicht gehalten, ein Sachverständigengutachten einzuholen. Damit kann dahingestellt bleiben, inwiefern der Beschwerdeführer noch in der Lage gewesen wäre, seinen mehrere Jahre zurückliegenden Konsum gegenüber einem Gutachter zu schildern und was sich aus den von ihm verwendeten Begrifflichkeiten ("Sucht" c. "Konsum") konkret ableiten lässt.”
“Constituent de tels indices, une contradiction manifeste entre l'acte et la personnalité de l'auteur, le comportement aberrant du prévenu, un séjour antérieur dans un hôpital psychiatrique, une interdiction prononcée sous l'empire des anciennes dispositions du code civil, une attestation médicale, l'alcoolisme chronique, la dépendance aux stupéfiants, la possibilité que la culpabilité ait été influencée par un état affectif particulier ou l'existence de signes d'une faiblesse d'esprit ou d'un retard mental (ATF 133 IV 145 consid. 3.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 1B_215/2023 du 16 mai 2023 consid. 2.1). Selon l’état de la science forensique, le jeu ne peut être qualifié de maladie que lorsqu'il est l’expression d’un trouble marqué de la personnalité ou révèle un développement psychopathologique ayant conduit à une transformation de la personnalité globale et du mode de vie (HEER/HABERMEYER, Basler Kommentar, Strafrecht I, Art. 1-136 StGB, 4ème éd., Bâle 2019, n. 34 ad art. 59 CP). La simple possibilité que les faits puissent avoir une origine psychique ne suffit pas à conclure à une obligation d'expertise (SJ 1984 160). De même, la simple affirmation du prévenu, qui ne repose sur aucun indice, selon laquelle il n’est pas en bonne santé mentale ne saurait déclencher une obligation d’expertise (BOMMER, op. cit., n. 12 ad art. 20 CP). 2.2. En l'espèce, l'appelant soutient qu'il présenterait une addiction au(x) jeu(x) de cartes, qu'il qualifie de "maladie", laquelle l'aurait poussé à perpétrer des vols. Or, au-delà de cette (seule) affirmation, aucun élément objectif au dossier, de certificat médical en particulier, ne vient l'étayer. À cela s'ajoute que cette assertion n'est apparue que dans un deuxième temps seulement, par-devant le MP, l'intéressé n'en ayant pas fait part à la police, ce qui la fait perdre de son poids. Il ne fait l'objet d'aucun suivi psychologique en prison, sur cette problématique en particulier, et n'en ressent visiblement pas le besoin, vu l'absence de démarche en ce sens. Aussi, faute d'indice de jeu pathologique chez l'appelant, la Chambre n'éprouve-t-elle pas de doute, qui plus est sérieux, quant à sa responsabilité pénale. Il n'y a pas lieu, partant, d'ordonner une expertise. 3. 3.1.1. Dans sa teneur jusqu'au 30 juin 2023, le vol par métier était puni d’une peine privative de liberté de dix ans au plus ou d’une peine pécuniaire de 90 jours-amende au moins (art.”
“Les casiers judiciaires belge et croate ne sont pas versés au dossier. E. Assistance judiciaire Me B______, défenseur d'office de A______, dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant sous des libellés divers, 13 heures et 19 minutes d'activité d'avocate-stagiaire, hors débats d'appel, lesquels ont duré une heure et cinq minutes, dont 23 minutes pour l'annonce d'appel, 21 minutes pour l'étude du jugement et une heure et 46 minutes pour la déclaration d'appel. En première instance, il avait été indemnisé pour plus de 30 heures d'activité. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du Code de procédure pénale [CPP]). La Chambre n'examine que les points attaqués du jugement de première instance (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décision illégale ou inéquitable (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1. L'art. 20 CP dispose que l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. L'autorité doit ordonner une expertise non seulement lorsqu'elle éprouve effectivement des doutes quant à la responsabilité de l'auteur, mais aussi lorsque, d'après les circonstances du cas particulier, elle aurait dû en éprouver, c'est-à-dire lorsqu'elle se trouve en présence d'indices sérieux propres à faire douter de la responsabilité pleine et entière de l'auteur au moment des faits. Constituent de tels indices, une contradiction manifeste entre l'acte et la personnalité de l'auteur, le comportement aberrant du prévenu, un séjour antérieur dans un hôpital psychiatrique, une interdiction prononcée sous l'empire des anciennes dispositions du code civil, une attestation médicale, l'alcoolisme chronique, la dépendance aux stupéfiants, la possibilité que la culpabilité ait été influencée par un état affectif particulier ou l'existence de signes d'une faiblesse d'esprit ou d'un retard mental (ATF 133 IV 145 consid.”
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