22 commentaries
Die Zession oder Zuerkennung einer Ausgleichs- oder Entschädigungsforderung nach Art. 73 darf steuerlich nicht als Abzug für nicht abzugsfähige zivilrechtliche Schadenersatzleistungen wirken.
“Compte tenu du lien entre les dommages-intérêts (non déductibles fiscalement) et la créance compensatrice prononcée en application de l'art. 73 al. 1 let. c CP, il ne se justifie pas de traiter différemment ces deux institutions légales du point de vue de leur déductibilité en droit fiscal. En effet, il n'existe aucun motif objectif qui commanderait d'admettre la déduction du bénéfice imposable d'une créance compensatrice qui aurait été prononcée contre un contribuable en plus des dommages-intérêts (non déductibles fiscalement), alors que dans le cas d'un contribuable qui aurait été condamné uniquement à des dommage-intérêts sans le prononcé d'une créance compensatrice, aucune déduction du bénéfice imposable ne serait possible. Admettre une telle déduction en droit fiscal pour la créance compensatrice, dans ces circonstances, reviendrait à faire dépendre en partie la possibilité d'une déduction de la position procédurale adoptée par le lésé dans le cadre du procès pénal, car l'allocation d'une créance compensatrice au sens de l'art. 73 CP n'est octroyée qu'à la demande expresse de celui-ci (supra consid. 8.1.3). Cela reviendrait également à admettre en quelque sorte une déduction des dommages-intérêts du bénéfice imposable du seul fait qu'ils font l'objet d'une créance compensatrice au sens de l'art. 73 al. 1 let. c CP, par le biais de celle-ci.”
Bei Einziehung vor Betreibung verbleibt dem Geschädigten gegenüber übrigen Gläubigern lediglich ein Aussonderungsrecht.
“Das ändert nach dem Gesagten je- doch nichts daran, dass für die zwangsweise Vollstreckung der zivilrechtlichen Geldschuld aus dem Strafurteil das Einleitungsverfahren des SchKG (Betrei- bungsbegehren, Zahlungsbefehl, Rechtsvorschlag, Rechtsöffnung) zu durch- schreiten ist und die Zulässigkeit der Betreibung (vgl. Art. 38 SchKG) sowie die Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung zu bejahen sind. Die Wirkung der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG erschöpft sich in casu darin, dass die bereits erfolgte strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der deliktisch erworbenen Vermögenswerte bzw. ihrer Surrogate einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vorgehen, diese Gegenstände im (zulässigen) Be- treibungsverfahren zur Vollstreckung der auf Geldzahlung lautenden Forderung der Gesuchstellerin mithin nicht mehr bzw. nur noch "vorrangbelastet", d.h. gleich- sam "zweitrangig" gepfändet oder mit Konkursbeschlag belegt werden können. Dadurch kommt dem Staat und indirekt (über Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB) auch den durch die Straftat Geschädigten letztlich nur (aber immerhin) ein Aussonderungs- recht gegenüber den restlichen Gläubigern der Gesuchsgegnerin zu (KUKO SchKG-Rohner, Art. 44 N 7). Dass die als Geschädigte derart privilegierte Ge- suchstellerin im vorliegenden Fall mit der Betreibungsgläubigerin identisch ist (wie auch die Gesuchsgegnerin zutreffend bemerkt [Urk. 15 Rz 17]), ändert daran nichts. Den von der Gesuchsgegnerin aus der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG gezogenen abweichenden rechtlichen Schlüssen (Urk. 15 Rz 16 ff.) kann daher nicht gefolgt werden. Die strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der ver- schiedenen Vermögensgegenstände im Strafurteil verschliesst nicht den ordentli- chen Betreibungsweg zur Durchsetzung der adhäsionsweise zugesprochenen Geldforderung der Gesuchstellerin. Sie entzieht lediglich die Verwertung dieser Gegenstände und die Verteilung ihres Erlöses den Vorschriften des SchKG. Eines ausdrücklichen Verzichts der Betreibungsgläubigerin (Gesuchstellerin) auf Inan- - 14 - spruchnahme dieser Gegenstände im Pfändungs- und Verwertungsverfahren be- darf es hierfür nicht (vgl.”
Bei anwaltlich vertretenen Privatklägern bzw. in der Praxis ist häufig eine ausdrückliche, nachweisbare Abtretungserklärung des Geschädigten erforderlich.
“Gefragt nach den Euro-Noten sagte er, seine Frau habe vor zwei Wochen einen Nervenzusammenbruch gehabt, er habe sie nach Bosnien bringen wollen, damit seine und ihre Eltern sie mit den Kindern hätte entlasten können. Auch der beschlagnahmte BMW sei mit der Entschädigung, die er vom Gericht bekommen habe gekauft worden (pag. 03 043 004 f.). C.________ wurde nicht gefragt, von welchem Gericht und weshalb er die Entschädigung erhalten habe, daher kann seine Aussage nicht überprüft werden. Auch wenn der Wahrheitsgehalt der Aussage fraglich ist, wurden diesbezüglich keine weiteren Abklärungen unternommen, da ein Deliktskonnex ohnehin nicht nachgewiesen werden könnte. Wie bereits einleitend festgestellt, können die beschlagnahmten Vermögenswerte im Gesamtbetrag von CHF 18'463.85 nicht eingezogen werden, da kein Deliktskonnex besteht. Rechtsanwalt B.________ stellte anlässlich seines Parteivortrages den Antrag, die beschlagnahmten Vermögenswerte seien der Privatklägerin 1 zuzusprechen (pag. WSG 20 132 f.). Dabei fehlt es jedoch an der von Art. 73 Abs. 2 StGB ausdrücklich geforderten Abtretungserklärung. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Privatklägerin 1 anwaltlich vertreten war, weshalb eine ausdrückliche Abtretungserklärung zu verlangen ist und weshalb dem Gericht diesbezüglich keine richterliche Fragepflicht zukam. Infolgedessen sind die Vermögenswerte in Anwendung von Art. 268 i.V.m. Art. 442 Abs. 4 StPO zur Deckung der Verfahrenskosten (inkl. Kosten der amtlichen Verteidigung) einzuziehen (Ziff. VII.1. Urteilsdispositiv).”
“Le juge peut renoncer totalement ou partiellement à la créance compensatrice s'il est à prévoir qu'elle ne serait pas recouvrable ou qu'elle entraverait sérieusement la réinsertion de la personne concernée (art. 71 al. 2 CP). L'autorité d'instruction peut placer sous séquestre, en vue de l'exécution d'une créance compensatrice, des valeurs patrimoniales appartenant à la personne concernée. Le séquestre ne crée pas de droit de préférence en faveur de l'État lors de l'exécution forcée de la créance compensatrice (art. 71 al. 3 CP). 7.1.2. L'art. 73 al. 1 let. c CP prévoit que si un crime ou un délit a causé à une personne un dommage qui n'est couvert par aucune assurance et s'il y a lieu de craindre que l'auteur ne réparera pas le dommage ou le tort moral, le juge alloue les créances compensatrices au lésé, à sa demande, jusqu'à concurrence des dommages-intérêts ou de la réparation morale fixés par jugement ou par une transaction. Le juge ne peut ordonner cette mesure que si le lésé cède à l'Etat une part correspondante de sa créance (art. 73 al. 2 CP). 7.1.3. Pour bénéficier de l'allocation, le lésé doit avoir subi un dommage direct, lequel se détermine en application des principes de droit civil issus des art. 41ss CO. Ce dommage doit être fixé judiciairement ou dans le cadre d'un accord avec le délinquant (arrêts du Tribunal fédéral 6B_405/2008 du 12 décembre 2008 consid. 1.3.3; 6S.203/2004 du 15 juin 2006 consid. 4.1). 7.2.1. En l'espèce, le prononcé d'une créance compensatrice à l'égard de la prévenue se justifie dès lors que l'essentiel des fonds, objets des infractions commises, ne sont plus disponibles, de sorte que la confiscation et la restitution ne sont plus possibles. La prévenue s'est enrichie d'environ CHF 2'500'000.- par le biais des infractions commises. S'agissant de l'éventualité de réduire ou de renoncer au prononcé d'une créance compensatrice, il y a lieu de tenir compte des éléments suivants: - sa situation personnelle et financière actuelle n'est pas claire, et les pièces concernant ses activités professionnelles depuis 2021 et un revenu de CHF 3'000.”
Nicht deliktskonnexe, lediglich beschlagnahmte Vermögenswerte dürfen dem Geschädigten nicht direkt zugewiesen werden; allenfalls kommt nur deren Ertrag oder eine indirekte Verwendung über Beschlagnahme und SchKG-Vollstreckung in Betracht.
“dem Geschädigten auf dessen Verlangen bis zur Höhe des Schadenersatzes beziehungsweise der Genugtuung, die gerichtlich oder durch Vergleich festgesetzt worden sind, zu, wenn er durch ein Verbrechen oder Vergehen einen Schaden erleidet, der nicht durch eine Versicherung gedeckt ist und anzunehmen ist, dass der Täter den Schaden nicht ersetzen oder eine Genugtuung nicht leisten wird. Die Verwendung zu Gunsten des Geschädigten kann nur angeordnet werden, wenn der Geschädigte den entsprechenden Teil seiner Forderung an den Staat abtritt (Art. 73 Abs. 2 StGB). Art. 73 StGB bezweckt der geschädigten Person bei der Durchsetzung ihrer Schadenersatzforderung zu helfen, indem der Staat auf einen ihm zustehenden Anspruch verzichtet (Urteile des BGer 6B_204/2023 vom 25. September 2023 E. 2.1; 6B_1353/2019 vom 23. September 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Bestimmung begründet nach der Rechtsprechung einen Anspruch der geschädigten Person gegen den Staat im Strafverfahren. Der Staat soll sich nicht auf deren Kosten bereichern können, sondern vielmehr bei Einziehungen die Rechte der geschädigten Partei in den Vordergrund stellen. Art. 73 StGB gewährt demnach, soweit die darin genannten Voraussetzungen erfüllt sind, ein Recht auf Zusprechung eingezogener Vermögenswerte und Ersatzforderungen (Urteile des BGer 6B_204/2023 vom 25. September 2023 E. 2.1; 1B_581/2012 vom 27. November 2012 E. 1; vgl. auch Lieber, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N 2a zu Art. 105 StPO). Mit Bezug auf Art. 73 Abs. 1 Bst. b StGB ist zu präzisieren, dass nur solche Gegenstände und Vermögenswerte in Frage kommen, welche effektiv einziehbar sind und eingezogen wurden. Die direkte Verwendung von anderen Vermögenswerten, welche zwar strafrechtlich beschlagnahmt wurden (z.B. zur Sicherung der Verfahrenskosten), jedoch mangels Gefährdung bzw. Deliktskonnex nicht eingezogen werden können, ist unzulässig. Nicht deliktskonnexe Vermögenswerte können höchstens indirekt nach Beschlagnahme und SchKG-Vollstreckung der Ersatzforderung zu Gunsten der geschädigten Person verwendet werden (Art. 73 Abs. 1 Bst. c StGB), wobei dem Geschädigten nicht die Ersatzforderung abzutreten, sondern deren Ertrag zuzusprechen ist (Baumann, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, 4.”
Die Anwendung bzw. Anordnung der Zuteilung nach Art. 73 kann faktisch die Einziehung bzw. Verwertung verbundener Gelder bewirken; die Vorinstanz durfte die Verwendung zugunsten des Geschädigten anordnen, da die Einziehung zwangsläufig aus Art. 73 folgen kann.
“70 milioni operata dalla FINMA con decisione del 16 ottobre 2020 – corrispondente all'utile realizzato dalla reclamante in grave violazione delle disposizioni legali in materia di vigilanza (v. atto 18.201-0521 e segg. incarto MPC) –, di cui il decreto d'accusa ha semplicemente preso atto pur essendo sussidiaria alla confisca penale (v. art. 35 cpv. 5 della legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari [Legge sulla vigilanza dei mercati finanziari, LFINMA]; RS 956.1; Bösch, Commentario basilese, 3a ediz. 2019, n. 30a ad art. 35 LFINMA), ha sicuramente toccato le accusatrici private nei loro interessi giuridicamente protetti; tanto più che la predetta decisione FINMA ha espressamente riservato un'eventuale confisca penale (v. atto 18.201-0526 incarto MPC), per cui è impossibile scindere, senza cadere in un circolo vizioso (v. art. 35 cpv. 6 LFINMA) le due procedure sotto il profilo degli interessi pecuniari delle accusatrici private. In altre parole, la decisione della FINMA del 16 ottobre 2020 e il decreto d'accusa del MPC dell'11 gennaio 2024 hanno congiuntamente avuto, con riferimento segnatamente all'art. 73 CP, un influsso negativo diretto sulle pretese civili delle accusatrici private, ciò che deve permettere loro di opporsi al suddetto decreto d'accusa. Constatata la legittimazione all'opposizione delle accusatrici private, la Corte penale del TPF ha poi legittimamente statuito anche sulla validità del decreto d'accusa giusta l'art. 356 cpv. 2 CPP, rinviandolo al MPC in seguito alla violazione del principio accusatorio (v. art. 356 cpv. 5 CPP), atto peraltro non impugnabile nella fattispecie, vista l'assenza di un pregiudizio irreparabile (v. DTF 143 IV 175 consid. 2.4 con rinvii; sentenza del Tribunale penale federale BB.2024.80 del 24 settembre 2024 pag. 3). Le censure relative al rinvio in quanto tale sono pertanto irricevibili. 3. In conclusione, il reclamo va respinto, nella misura della sua ammissibilità, e la decisione impugnata confermata. 4. 4.1 Giusta l'art. 428 cpv. 1, prima frase, CPP le parti sostengono le spese della procedura di ricorso nella misura in cui prevalgono o soccombono nella causa.”
“Die Rüge des Beschwerdeführers trifft nicht zu. Die Vorinstanz führt aus, Ziffer 4 betreffend Einziehung und Verwertung des Bargeldes von EUR 24'500.-- sei unangefochten, während sie die erstinstanzlich bestimmte Verwendung dieses Geldbetrages zu Gunsten von B.________ zufolge der Anfechtung der Zivilforderung unter den angefochtenen Punkten aufführt. Insoweit durfte die Vorinstanz im Urteilsdispositiv Ziffer 5 direkt die Verwendung zu Gunsten von B.________ anordnen. Dass damit automatisch auch die Einziehung des Geldes verbunden ist, ergibt sich zwangsläufig aus der Anwendung von Art. 73 StGB. Weitere Ausführungen, welche auf dem Antrag des Beschwerdeführers auf Freispruch basieren, erübrigen sich.”
Bei teilweiser Abweisung oder Änderung einer Busse kann der Betrag durch Neufestsetzung erhöht werden; eine angefochtene Busse verhindert die Rechtskraft. Die Abtretung der Forderung an den Staat bleibt als Vollstreckungsmechanismus zulässig.
“Die Vorinstanz hat dem Privatkläger B____ in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a StGB von der vom Berufungskläger zu bezahlenden Busse gegen Abtretung seiner Forderung an den Staat CHF 140.‒ zugesprochen. Dieser Punkt wurde nicht angefochten, er konnte indes aufgrund der Anfechtung der Strafzumessung (und damit auch der darin enthaltenen Busse) nicht in Rechtskraft erwachsen. Nachdem eine Busse von CHF 500.‒ ausgesprochen wird, spricht nichts gegen dieses Vorgehen.”
Bei Rückforderungsansprüchen aus Art. 73 Abs. 1 StGB ist die steuerliche Abzugsfähigkeit für frühere Jahre strittig; maßgeblich ist die zeitliche Anwendbarkeit der Regelung.
“On ne saurait davantage assimiler, comme l'a fait la cour cantonale, une créance compensatrice allouée au lésé en application de l'art. 73 al. 1 CP aux "sanctions dépourvues de caractère pénal mais qui visent à réduire le bénéfice" et qui sont déductibles fiscalement. Dans la mesure tout d'abord où la juridiction cantonale semble se fonder sur la lettre de l'art. 27 al. 1 let. f LIFD et les travaux préparatoires y relatifs, elle perd de vue que cette disposition, entrée en vigueur au 1er janvier 2022, n'est pas applicable, du point de vue temporel, à la question de la déductibilité de la créance en cause pour l'année 2012 (cf. arrêts 2C_416/2013 du 5 novembre 2013 consid. 5.1, non publié in ATF 140 I 68; 9C_715/2022 du 19 juillet 2023 consid. 5). Ensuite, sous l'angle de la jurisprudence antérieure à l'adoption de cette disposition, la déduction d'une sanction monétaire - prononcée en principe par une autorité administrative - sans caractère pénal, et visant à réduire un avantage économique obtenu illicitement était possible. Une telle sanction ne dépendait pas de la faute du sujet de droit et pouvait être prononcée en cas de violation objective du droit (ATF 143 II 8 consid.”
Bei konfiszierbaren Geldern auf Konten bleibt eine direkte Einziehung möglich, soweit ein connexer Bezug zur Straftat besteht.
“Souvent, les valeurs délictueuses seront versées sur un compte bancaire, de sorte qu'elles seront mélangées avec des valeurs de provenance licite appartenant à l'auteur ou à un tiers. Dans ce cas, la confiscation directe d'un montant correspondant au montant des valeurs délictueuses reste possible tant qu'un lien de connexité peut être établi entre le compte et l'infraction. Le recours à une créance compensatrice ne sera nécessaire que si le mouvement des valeurs ne peut pas être identifié (ATF 126 I 97 consid. 3c/bb ; arrêts du Tribunal fédéral 1B 22/2017 du 24 mars 2017 consid. 2 ; 6S.298/2005 du 24 février 2006 consid. 3.1). 5.1.2. Selon l'art. 71 al. 1 CP, lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles, le juge ordonne leur remplacement par une créance compensatrice de l'État d'un montant équivalent. Le juge peut renoncer totalement ou partiellement à la créance compensatrice s'il est à prévoir qu'elle ne serait pas recouvrable ou qu'elle entraverait sérieusement la réinsertion de la personne concernée (al. 2). 5.1.3. Selon l'art. 73 al. 1 CP, si un crime ou un délit a causé à une personne un dommage qui n’est couvert par aucune assurance et s’il y a lieu de craindre que l’auteur ne réparera pas le dommage ou le tort moral, le juge alloue au lésé, à sa demande, jusqu’à concurrence des dommages-intérêts ou de la réparation morale fixés par un jugement ou par une transaction, les objets et les valeurs patrimoniales confisqués ou le produit de leur réalisation, sous déduction des frais (let. b) ou les créances compensatrices (let. c) notamment. Tandis que l'art. 73 al. 2 CP prévoit que le juge ne peut ordonner cette mesure que si le lésé cède à l’État une part correspondante de sa créance, le Tribunal fédéral a considéré que la cession à l'État de la créance de la partie plaignante ne s'imposait en réalité pas (ATF 145 IV 237 consid. 5.2.2.). 5.1.4. Le séquestre en couverture des frais est destiné à couvrir les conséquences financières prévisibles du procès que le prévenu aura à supporter, soit précisément le paiement des frais de procédure, les peines pécuniaires et amendes et/ou d’éventuelles indemnités dues à la partie plaignante selon les art.”
Bei fehlender Connexité sind Zuteilungen an den Geschädigten nur möglich, wenn dieser seine Forderung an den Staat abtritt.
“3 CP prévoit que l'autorité d'instruction peut placer sous séquestre, en vue de l'exécution d'une créance compensatrice, des valeurs patrimoniales appartenant à la personne concernée, sans lien de connexité avec les faits faisant l'objet de l'instruction pénale (ATF 140 IV 57 consid. 4.1.2). Le séquestre au sens de l'art. 71 al. 3 CP est une mesure d'une nature et d'une portée différente du séquestre pénal traditionnel, en ce sens que ses effets sont maintenus au-delà de l'entrée en force du jugement, jusqu'au moment où une mesure du droit des poursuites aura pris le relais (TF 6B_861/2022 du 13 avril 2023 et la référence citée ; Dupuis et al., op. cit., n° 19 ad art. 71 CP). 30.1.3 L'art. 73 al. 1 let. c CP dispose que si un crime ou un délit a causé à une personne un dommage qui n'est couvert par aucune assurance et s'il y a lieu de craindre que l'auteur ne réparera pas le dommage ou le tort moral, le juge alloue au lésé, à sa demande, jusqu'à concurrence des dommages-intérêts ou de la réparation morale fixés par un jugement ou par une transaction, les créances compensatrices. Le juge ne peut ordonner cette mesure que si le lésé cède à l'Etat une part correspondante de sa créance (art. 73 al. 2 CP). 30.2 30.2.1 Les premiers juges ont considéré, en application de l’art. 70 al. 1 CP, que l’argent déposé sur les comptes d’I.________ et S.________ SA était le résultat direct des infractions pénales commises par le premier nommé et B.________, de sorte que ces avoirs devaient être confisqués, le solde desdits comptes étant alloués à la Z.________ (cf. jgt, p. 207). Avec le Ministère public, la Cour de céans ne partage pas cette appréciation. En effet, aucun lien de connexité ne peut être établi entre les montants déposés sur les comptes bancaires des intimés et les infractions commises. Au contraire, l’instruction a précisément démontré que les montants qu’I.________ et B.________ ont effectivement perçus à la suite de leurs comportements délictueux ne sont plus disponibles, soit parce qu’ils ont été retirés en espèces, soit parce qu’ils ont été transférés au Liban, soit encore parce qu’ils ont été utilisés dans le cadre de l’exploitation de S.________ SA. Il s’ensuit que le Tribunal correctionnel ne pouvait pas prononcer la confiscation des comptes bancaires précités, les conditions de l’art.”
Dem Antrag auf Zusprechung eingezogener Vermögenswerte an Privatkläger/ Geschädigte fehlt ohne Abtretung der entsprechenden Forderung an den Staat die Grundlage bzw. scheitert mangels Abtretung.
“1181 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1182 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1183 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1184 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1185 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1186 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1187 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1188 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1189 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1190 1 Minigrip mit 1 Stein mit kleinem Zettel Pos. 1191 1 Minigripp leer Pos. 1192 1 Minigripp mit leerer Plastikhülle mit Diamond Sorting Report Karte Pos. 1193 1 Minigrip in Minigrip mit 1 Paar Steckohrringen Pos. 1194 1 Durchsichtige rechteckige Box mit 12 durchsichtigen runden Schmuckboxen mit diversen Steinen Der Beurteilte wurde zu je CHF 7000.‒ Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 10. März 2020 an B____ (Privatklägerin 1) und C____ (Privatklägerin 2) verurteilt. Die Mehrforderung der B____ (CHF 2000.‒ und Zinsmehrforderung) wurde abgewiesen. Der Antrag auf Zusprechung der eingezogenen Vermögenswerte sowie der Geldstrafe und Busse an die Geschädigte B____ gemäss Art. 73 Abs. 1 StGB wurde zufolge fehlender Abtretung der Forderung an den Staat (Art. 73 Abs. 2 StGB) abgewiesen. Dem Beurteilten wurden die Verfahrenskosten im Betrage von CHF 38820.55 sowie eine Urteilsgebühr von CHF 20000.‒ auferlegt. Die damalige Verteidigerin wurde unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 der Strafprozessordnung aus der Strafgerichtskasse entschädigt. Die unentgeltliche Vertreterin des Privatklägerin B____, [...], wurde aus der Strafgerichtskasse entschädigt, unter Vorbehalt von Art. 138 Abs. 1 in Verbindung mit 135 Abs. 4 der Strafprozessordnung. Überdies wurde der Privatklägerin B____ gemäss Art. 433 Abs. 1 StPO zu Lasten des Beurteilten eine Parteientschädigung zugesprochen, welche unter Anrechnung des vorgenannten Honorars auf CHF 3684.20 (inkl. Mehrwertsteuer) festgesetzt wurde. Die unentgeltliche Vertreterin der Privatklägerin C____ wurde unter Vorbehalt von Art. 138 Abs. 1 in Verbindung mit 135 Abs. 4 der Strafprozessordnung aus der Strafgerichtskasse entschädigt. Gegen dieses Urteil hat A____ mit Schreiben vom 14.”
Bei Ersatzforderungen bzw. Bemessung von Rückerstattungsansprüchen ist als Ausgangspunkt der persönlich aus der Tat gezogene finanzielle Profit (persönlicher finanzieller Vorteil) massgebend.
“Sind demnach die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, so erkennt das Gericht auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe (Art. 71 Abs. 1 StGB; vgl. hierzu etwa Urteile des BGer 6B_334/2019 vom 28. Januar 2020 E. 4.3.2; 6B_285/2018 vom 17. Mai 2019 E. 1.4.2). Als Ausgangspunkt bei der Bestimmung der Höhe der Ersatzforderung ist vom finanziellen Profit auszugehen, welcher persönlich aus der Straftat gezogen wurde (Scholl, a.a.O., S. 618, N 95 m.w.H.). Das Gericht kann nach Art. 71 Abs. 2 StGB von einer Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, wenn diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder die Wiedereingliederung des Betroffenen ernstlich behindern würde. Da sich betroffene Personen oft nicht in rosigen Verhältnissen befinden, besteht bei dieser Grundsatzfrage ein erhebliches Ermessen der Gerichte, womit die grundsätzlich zwingende Natur von Art. 71 StGB relativiert wird (Scholl, a.a.O., S. 588, N 20 ff.; vgl. auch Urteil des BGer 6B_1354/2021 vom 22. März 2023 E. 4.3). Gemäss Art. 73 Abs. 1 StGB spricht das Gericht die vom Verurteilten bezahlte Geldstrafe oder Busse (Bst. a), eingezogene Gegenstände und Vermögenswerte oder deren Verwertungserlös unter Abzug der Verwertungskosten (Bst.”
Die Restitution an den Geschädigten hat Vorrang vor der Zuweisung nach Art. 73 StGB; die Beschlagnahme zur Deckung von Verfahrenskosten schliesst in der Regel eine Zuweisung an Geschädigte nach Art. 73 aus.
“La masse en faillite d'A______ Sàrl sera déboutée de ses conclusions civiles pour le surplus, la prévenue ayant été acquittée pour certaines factures, ainsi que du chef d'infraction de gestion fautive. Il sera fait droit aux conclusions civiles de C______ pour un montant de CHF 2'669.- correspondant au dommage qu'il a effectivement subi, étant précisé que celui-ci a conclu au paiement de cette somme avec intérêts à 5% l'an dès le 23 mai 2019. Créance compensatrice 6.1.1. Aux termes de l’art. 70 al. 1 CP, le juge prononce la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d’une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l’auteur d’une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits. 6.1.2. La restitution au sens de l'art. 70 al. 1 in fine CP offre au lésé un droit à la restitution directe des valeurs patrimoniales, sans confiscation ni dévolution à l’Etat, et sans avoir à recourir au mécanisme d’allocation prévu par l'art. 73 CP. Cette mesure a la priorité sur une éventuelle confiscation et l'attribution au lésé en réparation du dommage subi (ATF 145 IV 237 consid. 3.2, JdT 2019 IV 317). 6.1.3. La confiscation suppose (i) la réalisation des conditions objectives et subjectives d’une infraction, (ii) des valeurs patrimoniales, (iii) un rapport de connexité entre les valeurs patrimoniales et l’infraction et (iv) l’absence de cause d’exclusion (Mauron, La valeur patrimoniale sujette à confiscation ou à restitution en procédure pénale, p. 1636 in Pratique juridique actuelle, 2018). 6.1.4. Lorsque l'avantage illicite doit être confisqué, mais que les valeurs patrimoniales en résultant ne sont plus disponibles, parce qu'elles ont été consommées, dissimulées ou aliénées, le juge ordonne le remplacement par une créance compensatrice de l'Etat d'un montant équivalent; elle ne peut être prononcée contre un tiers que dans la mesure où les conditions prévues à l'art. 70 al. 2 CP ne sont pas réalisées (art. 71 al. 1 CP; arrêt du Tribunal fédéral 1B_365/2012 consid.”
Für eine Zuteilung nach Art. 73 ist erforderlich, dass der Schaden im Strafverfahren nachgewiesen und konkret festgelegt werden kann; streitige oder nicht festgestellte Schadenhöhen begründen keine Legitimationsgrundlage für eine Zuteilung.
“Dalla sistematica del CPP si evincerebbe in effetti che anche le misure – e dunque anche la confisca – cadono sotto la definizione di sanzione. Già solo per questo motivo, alle accusatrici private C. LTD e B. LTD difetterebbe la legittimazione all'opposizione. Inoltre, le stesse non avrebbero formulato istanze in tal senso nell'ambito delle loro denunce. Secondo la dottrina, se la procedura dell'autorità di sorveglianza si è conclusa tempo prima del procedimento penale, non è opportuno procrastinare la decisione formale dell'autorità di sorveglianza, per attendere la decisione dell'autorità penale. In questi casi «der FINMA solle die Kompetenz zukommen, die Einziehung suspensiv auf den formellen Abschluss des Strafverfahrens zu verfügen». La decisione della FINMA sarebbe cresciuta in giudicato, motivo per il quale il MPC non avrebbe la competenza di disporre nuovamente sulle somme già confiscate. Le opponenti dimenticherebbero poi che, per potere procedere agli assegnamenti di valori confiscati giusta l'art. 73 CP, occorre che il danno sia stato dimostrato, mentre nel caso di specie non sarebbe stato possibile appurare l'ammontare del danno nell'ambito della procedura penale, in quanto le pretese civili sono contestate. Poiché non si è potuto decidere sulle loro pretese e non è stato fissato alcun danno, esse non possono fondare la propria legittimazione in virtù dell'art. 73 CP.”
Wenn die Zuteilung eingezogener Vermögenswerte der tatsächlichen Befriedigung des Geschädigten dient (Wiedergutmachung/Schadenserfüllung), ist keine formelle Abtretung an den Staat erforderlich; die Zession entfällt, um Doppelzahlung zu vermeiden.
“En l'espèce, l'appelante a personnellement profité des actes reprochés, l'argent perçu lui ayant assuré un train de vie confortable pendant plusieurs années. Une créance compensatrice sera en conséquence prononcée en faveur de l'État. L'appelante sera ainsi condamnée au paiement d'une créance compensatrice de CHF 680'050.- (CHF 487'550.- [dommage matériel C______] + CHF 43'500.- [dommage 2016 L______] + CHF 149'000.- [dommage 2017 L______]). Il n'y a pas lieu de réduire le montant de la créance compensatrice. La prévenue est en voie de stabiliser sa situation professionnelle et de s'assurer un revenu convenable (art. 71 al. 2 CP). 5.2. Le montant de la créance compensatrice doit être alloué au lésé à la demande expresse de celui-ci (ATF 145 IV 237 consid. 3.1). Lorsque plusieurs lésés peuvent prétendre à une allocation, il appartient à chacun d'entre eux d'en faire la demande (ATF 122 IV 365 consid. 2). 5.2.1. L'allocation au lésé n'intervient en principe que si le lésé cède à l'État une part correspondante de sa créance (art. 73 al. 2 CP). Toutefois, lorsque l'allocation de la créance compensatrice au lésé a pour objet la réparation de son dommage, il faut retenir que le lésé n'a pas à céder à l'État une part correspondante de sa créance, puisque sinon, le prévenu pourrait se voir exposé à devoir payer deux fois (cf. à ce sujet ATF 145 IV 237 consid. 5.2 et 5.3, qui doivent valoir mutatis mutandis dans la présente configuration, même s'il s'agissait dans ce cas de l'allocation de biens séquestrés au sens de l'art. 73 al. 1 let. b CP et non d'une créance compensatrice ; AARP/21/2024 du 19 décembre 2023 consid. 5.2). 5.2.2. Le montant de la créance compensatrice sera alloué au lésé C______, celui-ci en ayant fait la demande, à hauteur de son dommage matériel. Le dispositif de la présente décision précisera la réduction des créances en dommages-intérêts dans la mesure de l'allocation consentie, afin d'éviter que la prévenue ne s'expose à payer deux fois (ATF 117 IV 107 consid. 2b ; ATF 145 IV 237 consid. 8). 6. 6.1. L'appelante, qui succombe partiellement, supportera 50% des frais de la procédure envers l'État (art.”
“298/2005 du 24 février 2006 consid. 3.1). 5.1.2. Selon l'art. 71 al. 1 CP, lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles, le juge ordonne leur remplacement par une créance compensatrice de l'État d'un montant équivalent. Le juge peut renoncer totalement ou partiellement à la créance compensatrice s'il est à prévoir qu'elle ne serait pas recouvrable ou qu'elle entraverait sérieusement la réinsertion de la personne concernée (al. 2). 5.1.3. Selon l'art. 73 al. 1 CP, si un crime ou un délit a causé à une personne un dommage qui n’est couvert par aucune assurance et s’il y a lieu de craindre que l’auteur ne réparera pas le dommage ou le tort moral, le juge alloue au lésé, à sa demande, jusqu’à concurrence des dommages-intérêts ou de la réparation morale fixés par un jugement ou par une transaction, les objets et les valeurs patrimoniales confisqués ou le produit de leur réalisation, sous déduction des frais (let. b) ou les créances compensatrices (let. c) notamment. Tandis que l'art. 73 al. 2 CP prévoit que le juge ne peut ordonner cette mesure que si le lésé cède à l’État une part correspondante de sa créance, le Tribunal fédéral a considéré que la cession à l'État de la créance de la partie plaignante ne s'imposait en réalité pas (ATF 145 IV 237 consid. 5.2.2.). 5.1.4. Le séquestre en couverture des frais est destiné à couvrir les conséquences financières prévisibles du procès que le prévenu aura à supporter, soit précisément le paiement des frais de procédure, les peines pécuniaires et amendes et/ou d’éventuelles indemnités dues à la partie plaignante selon les art. 432 et 433 CPP (art. 263 al. 1 let. b et art. 268 al. 1 let. a CPP ; Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 3 ad art. 268). 5.2.1. Comme relevé au chapitre des faits, il ne fait aucun doute pour la Cour que les sommes d'argent changées par BP______ pour le compte de D______, dont les EUR 80'000.- remis à la police par CN______, provenaient du braquage de P______ de U______. Il s'agit manifestement d'une partie du butin, dont il est possible de retracer le parcours.”
“Ils ont ainsi personnellement profité des actes reprochés, notamment par la perception de leurs salaires pendant plusieurs mois. Une créance compensatrice égale aux montants des dommages occasionnés aux parties plaignantes sera en conséquence prononcée en faveur de l'État ; son montant sera réparti entre les prévenus, qui ont conjointement bénéficié des actes illicites, faute de solidarité. K______ sera ainsi condamnée au paiement d’une créance compensatrice de CHF 146’831.08 (moitié de CHF 28'577.16 plus CHF 265'085.-, étant relevé qu’il n’y a pas de raison que les prévenus profitent de la réduction du dommage opérée par les lésés). La créance compensatrice à l’encontre de I______ sera quant à elle fixée à CHF 161’831.08, compte tenu de la somme supplémentaire de CHF 15'000.- qu’il est condamné à payer aux plaignants. 5.2.3. Les parties plaignantes obtenant gain de cause, le montant de la créance compensatrice doit leur être alloué proportionnellement à leurs créances. L’allocation au lésé n’intervient en principe que si le lésé cède à l'Etat une part correspondante de sa créance (art. 73 al. 2 CP) ; toutefois, lorsque l’allocation de la créance compensatrice au lésé a pour objet la réparation de son dommage, il faut retenir que le lésé n'a pas à céder à l'Etat une part correspondante de sa créance, puisque sinon, le prévenu pourrait se voir exposé à devoir payer deux fois (cf. à ce sujet ATF 145 IV 237 consid. 5.2 et 5.3, qui doivent valoir mutatis mutandis dans la présente configuration, même s’il s’agissait dans ce cas de l’allocation de biens séquestrés au sens de l’art. 73 al. 1 let. b CP et non d’une créance compensatrice). Les parties plaignantes obtenant gain de cause, le montant de la créance compensatrice doit leur être alloué proportionnellement à leurs créances. La répartition sera fixée proportionnellement aux montants dus par chacun des époux I______/K______ à titre de dommages et intérêts. Le dispositif de la présente décision précisera, afin d’éviter que les prévenus ne s’exposent à payer deux fois, la réduction des créances en dommages-intérêts dans la mesure de l'allocation consentie (ATF 117 IV 107 consid.”
Art. 73 begründet einen einklagbaren Anspruch des Geschädigten gegen den Staat auf Zusprechung eingezogener, tatsächlich einziehbarer und deliktskonnexer Vermögenswerte; nur solche Vermögenswerte kommen für eine direkte Zusprechung zugunsten des Geschädigten in Frage.
“dem Geschädigten auf dessen Verlangen bis zur Höhe des Schadenersatzes beziehungsweise der Genugtuung, die gerichtlich oder durch Vergleich festgesetzt worden sind, zu, wenn er durch ein Verbrechen oder Vergehen einen Schaden erleidet, der nicht durch eine Versicherung gedeckt ist und anzunehmen ist, dass der Täter den Schaden nicht ersetzen oder eine Genugtuung nicht leisten wird. Die Verwendung zu Gunsten des Geschädigten kann nur angeordnet werden, wenn der Geschädigte den entsprechenden Teil seiner Forderung an den Staat abtritt (Art. 73 Abs. 2 StGB). Art. 73 StGB bezweckt der geschädigten Person bei der Durchsetzung ihrer Schadenersatzforderung zu helfen, indem der Staat auf einen ihm zustehenden Anspruch verzichtet (Urteile des BGer 6B_204/2023 vom 25. September 2023 E. 2.1; 6B_1353/2019 vom 23. September 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Bestimmung begründet nach der Rechtsprechung einen Anspruch der geschädigten Person gegen den Staat im Strafverfahren. Der Staat soll sich nicht auf deren Kosten bereichern können, sondern vielmehr bei Einziehungen die Rechte der geschädigten Partei in den Vordergrund stellen. Art. 73 StGB gewährt demnach, soweit die darin genannten Voraussetzungen erfüllt sind, ein Recht auf Zusprechung eingezogener Vermögenswerte und Ersatzforderungen (Urteile des BGer 6B_204/2023 vom 25. September 2023 E. 2.1; 1B_581/2012 vom 27. November 2012 E. 1; vgl. auch Lieber, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N 2a zu Art. 105 StPO). Mit Bezug auf Art. 73 Abs. 1 Bst. b StGB ist zu präzisieren, dass nur solche Gegenstände und Vermögenswerte in Frage kommen, welche effektiv einziehbar sind und eingezogen wurden. Die direkte Verwendung von anderen Vermögenswerten, welche zwar strafrechtlich beschlagnahmt wurden (z.B. zur Sicherung der Verfahrenskosten), jedoch mangels Gefährdung bzw. Deliktskonnex nicht eingezogen werden können, ist unzulässig. Nicht deliktskonnexe Vermögenswerte können höchstens indirekt nach Beschlagnahme und SchKG-Vollstreckung der Ersatzforderung zu Gunsten der geschädigten Person verwendet werden (Art. 73 Abs. 1 Bst. c StGB), wobei dem Geschädigten nicht die Ersatzforderung abzutreten, sondern deren Ertrag zuzusprechen ist (Baumann, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, 4.”
Verfallene Sicherheitsleistungen und eingezogene/konfiszierte Vermögenswerte dienen vorrangig zur Deckung der Ansprüche geschädigter Personen bzw. zur Rückführung deliktisch erlangter Vermögenswerte an Geschädigte (Art. 73 Abs. 1 StGB).
“Bei Beschwerden gegen die Aufhebung von Beschlagnahmebefehlen geht das Bundesgericht jedoch praxisgemäss von einem Rechtsschutzinteresse der Privatklägerschaft aus, da diese die Verwendung der beschlagnahmten Vermögenswerte zu ihren Gunsten beantragen kann und die Beschwerdeführung damit einen Einfluss auf die Durchsetzung ihrer Zivilforderungen hat (BGE 140 IV 57 E. 2.4; Urteile 1B_206/2015 vom 30. November 2015 E. 1.3; 1B_6/2015 vom 24. Februar 2015 E. 2). Angesichts des Wortlauts von Art. 240 Abs. 4 StPO rechtfertigt es sich, diese Rechtsprechung analog auf Beschwerden anzuwenden, welche die Privatklägerschaft gegen die Aufhebung des Verfalls einer Sicherheitsleistung führt. Nach Art. 240 Abs. 4 StPO wird eine verfallene Sicherheitsleistung in sinngemässer Anwendung von Art. 73 StGB zur Deckung der Ansprüche der Geschädigten und, wenn ein Überschuss bleibt, zur Deckung der Geldstrafen, Bussen und der Verfahrenskosten verwendet. Eine verfallene Sicherheitsleistung dient damit in erster Linie der Deckung der Ansprüche der Geschädigten und stellt im Ergebnis eine Ergänzung von Art. 73 Abs. 1 StGB dar (MANFRIN/VOGEL, in: Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, N. 7 zu Art. 240 StPO; MOREILLON/PAREIN-REYMOND, Petit commentaire du Code de procédure pénale, 2. Aufl. 2016, N. 5 zu Art. 240 StPO; ANGELA CAVALLO, Die Sicherheitsleistung nach Art. 238 ff. StPO, 2013, S. 121). Dies hat zur Folge, dass die Privatklägerschaft, vergleichbar mit der Ausgangslage bei einer Beschwerde gegen die Aufhebung einer Beschlagnahme von Vermögenswerten, auch beim Verfall einer Sicherheitsleistung deren Verwendung zu ihren Gunsten beantragen kann. Die vorliegende Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 hat damit einen Einfluss auf die Durchsetzung ihrer Zivilforderungen und sie verfügt demnach über ein Rechtsschutzinteresse im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Wird der Verfall einer Sicherheitsleistung aufgehoben, wie dies die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid getan hat, droht der Beschwerdeführerin 2 auch ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a, da dadurch das mögliche Haftungssubstrat geschmälert wird.”
“Das ändert nach dem Gesagten je- doch nichts daran, dass für die zwangsweise Vollstreckung der zivilrechtlichen Geldschuld aus dem Strafurteil das Einleitungsverfahren des SchKG (Betrei- bungsbegehren, Zahlungsbefehl, Rechtsvorschlag, Rechtsöffnung) zu durch- schreiten ist und die Zulässigkeit der Betreibung (vgl. Art. 38 SchKG) sowie die Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung zu bejahen sind. Die Wirkung der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG erschöpft sich in casu darin, dass die bereits erfolgte strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der deliktisch erworbenen Vermögenswerte bzw. ihrer Surrogate einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vorgehen, diese Gegenstände im (zulässigen) Be- treibungsverfahren zur Vollstreckung der auf Geldzahlung lautenden Forderung der Gesuchstellerin mithin nicht mehr bzw. nur noch "vorrangbelastet", d.h. gleich- sam "zweitrangig" gepfändet oder mit Konkursbeschlag belegt werden können. Dadurch kommt dem Staat und indirekt (über Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB) auch den durch die Straftat Geschädigten letztlich nur (aber immerhin) ein Aussonderungs- recht gegenüber den restlichen Gläubigern der Gesuchsgegnerin zu (KUKO SchKG-Rohner, Art. 44 N 7). Dass die als Geschädigte derart privilegierte Ge- suchstellerin im vorliegenden Fall mit der Betreibungsgläubigerin identisch ist (wie auch die Gesuchsgegnerin zutreffend bemerkt [Urk. 15 Rz 17]), ändert daran nichts. Den von der Gesuchsgegnerin aus der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG gezogenen abweichenden rechtlichen Schlüssen (Urk. 15 Rz 16 ff.) kann daher nicht gefolgt werden. Die strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der ver- schiedenen Vermögensgegenstände im Strafurteil verschliesst nicht den ordentli- chen Betreibungsweg zur Durchsetzung der adhäsionsweise zugesprochenen Geldforderung der Gesuchstellerin. Sie entzieht lediglich die Verwertung dieser Gegenstände und die Verteilung ihres Erlöses den Vorschriften des SchKG. Eines ausdrücklichen Verzichts der Betreibungsgläubigerin (Gesuchstellerin) auf Inan- - 14 - spruchnahme dieser Gegenstände im Pfändungs- und Verwertungsverfahren be- darf es hierfür nicht (vgl.”
Verfallene oder eingezogene Sicherheitsleistungen bzw. Vermögenswerte können zur Deckung der Ansprüche der Geschädigten verwendet werden; Privatkläger können deren Verwendung beantragen.
“Soweit ersichtlich musste sich das Bundesgericht bisher zwar noch nicht mit der Frage auseinandersetzen, ob die Beschwerdelegitimation der Privatklägerschaft nach Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG bei Beschwerden gegen eine verfügte Aufhebung eines Verfalls einer Sicherheitsleistung gemäss Art. 240 StPO zu bejahen ist. Bei Beschwerden gegen die Aufhebung von Beschlagnahmebefehlen geht das Bundesgericht jedoch praxisgemäss von einem Rechtsschutzinteresse der Privatklägerschaft aus, da diese die Verwendung der beschlagnahmten Vermögenswerte zu ihren Gunsten beantragen kann und die Beschwerdeführung damit einen Einfluss auf die Durchsetzung ihrer Zivilforderungen hat (BGE 140 IV 57 E. 2.4; Urteile 1B_206/2015 vom 30. November 2015 E. 1.3; 1B_6/2015 vom 24. Februar 2015 E. 2). Angesichts des Wortlauts von Art. 240 Abs. 4 StPO rechtfertigt es sich, diese Rechtsprechung analog auf Beschwerden anzuwenden, welche die Privatklägerschaft gegen die Aufhebung des Verfalls einer Sicherheitsleistung führt. Nach Art. 240 Abs. 4 StPO wird eine verfallene Sicherheitsleistung in sinngemässer Anwendung von Art. 73 StGB zur Deckung der Ansprüche der Geschädigten und, wenn ein Überschuss bleibt, zur Deckung der Geldstrafen, Bussen und der Verfahrenskosten verwendet. Eine verfallene Sicherheitsleistung dient damit in erster Linie der Deckung der Ansprüche der Geschädigten und stellt im Ergebnis eine Ergänzung von Art. 73 Abs. 1 StGB dar (MANFRIN/VOGEL, in: Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, N. 7 zu Art. 240 StPO; MOREILLON/PAREIN-REYMOND, Petit commentaire du Code de procédure pénale, 2. Aufl. 2016, N. 5 zu Art. 240 StPO; ANGELA CAVALLO, Die Sicherheitsleistung nach Art. 238 ff. StPO, 2013, S. 121). Dies hat zur Folge, dass die Privatklägerschaft, vergleichbar mit der Ausgangslage bei einer Beschwerde gegen die Aufhebung einer Beschlagnahme von Vermögenswerten, auch beim Verfall einer Sicherheitsleistung deren Verwendung zu ihren Gunsten beantragen kann. Die vorliegende Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 hat damit einen Einfluss auf die Durchsetzung ihrer Zivilforderungen und sie verfügt demnach über ein Rechtsschutzinteresse im Sinne von Art.”
Fehlende Belege für eine Abtretung an den Staat verhindern die Zusprechung an den Geschädigten; die bloße Vermutung der Abtretung genügt nicht, formelle Titularität allein reicht nicht aus.
“Im vorliegenden Fall spricht das als Rechtsöffnungstitel vorgelegte Strafurteil vom 23. November 2022 der Gesuchstellerin eine Zivilforderung in der Höhe von Fr. 7'315'870.80 zu (Urk. 4/2 S. 9 Disp.-Ziff. 13 lit. a und 14). Das Be- treibungsbegehren führt als Gläubigerin und das Rechtsöffnungsgesuch als Ge- suchstellerin ebenfalls die Gesuchstellerin auf (Urk. 4/4 und Urk. 1 S. 1). Damit ist die Identität zwischen Titelgläubigerin, Betreibungsgläubigerin und Rechtsöff- nungsklägerin zu bejahen. Für eine – nach dem Gesagten ohnehin unbeachtliche – Abtretung der Titelforderung in noch unbestimmter Höhe an den Staat liefern die Akten keine Anhaltspunkte. Selbst wenn eine solche angesichts der Vorschrift - 17 - von Art. 73 Abs. 2 StGB naheliegend erscheinen mag, handelt es sich bei diesem Vorbringen um eine unbelegte (vgl. Urk. 15 Rz 22) und von der Gesuchstellerin bestrittene (Urk. 22 Rz 22) blosse Vermutung bezüglich der materiellen Gläubi- gerschaft an der Forderung bzw. einem Teil derselben, welche weder die ausge- wiesene (formelle) Berechtigung zur Rechtsöffnung noch das Rechtsschutzinter- esse der Gesuchstellerin in Frage zu stellen vermag. Letzteres ist, wie die Vorin- stanz zutreffend ausführte (Urk. 16 S. 9 f. E. V.4.1–2), schon deshalb zu bejahen, weil die Gesuchstellerin (als aus dem Titel berechtigte Gläubigerin) noch keinen auf die Forderung anrechenbaren Verwertungserlös aus den eingezogenen Ge- genständen erhielt und die Schuld, für welche Rechtsöffnung verlangt wird, auch nicht anderweitig getilgt wurde. Die Fortsetzung der Betreibung ermöglicht der Gesuchstellerin überdies den Zugriff auf Vermögenswerte der Gesuchsgegnerin, die nicht strafrechtlich beschlagnahmt und eingezogen wurden, z.B. auf allfälligen pfändbaren Lohn.”
“1183 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1184 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1185 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1186 1 Cellophansäckchen mit 1 Stein Pos. 1187 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1188 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1189 1 Minigrip mit 1 Stein Pos. 1190 1 Minigrip mit 1 Stein mit kleinem Zettel Pos. 1191 1 Minigripp leer Pos. 1192 1 Minigripp mit leerer Plastikhülle mit Diamond Sorting Report Karte Pos. 1193 1 Minigrip in Minigrip mit 1 Paar Steckohrringen Pos. 1194 1 Durchsichtige rechteckige Box mit 12 durchsichtigen runden Schmuckboxen mit diversen Steinen Der Beurteilte wurde zu je CHF 7000.‒ Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 10. März 2020 an B____ (Privatklägerin 1) und C____ (Privatklägerin 2) verurteilt. Die Mehrforderung der B____ (CHF 2000.‒ und Zinsmehrforderung) wurde abgewiesen. Der Antrag auf Zusprechung der eingezogenen Vermögenswerte sowie der Geldstrafe und Busse an die Geschädigte B____ gemäss Art. 73 Abs. 1 StGB wurde zufolge fehlender Abtretung der Forderung an den Staat (Art. 73 Abs. 2 StGB) abgewiesen. Dem Beurteilten wurden die Verfahrenskosten im Betrage von CHF 38820.55 sowie eine Urteilsgebühr von CHF 20000.‒ auferlegt. Die damalige Verteidigerin wurde unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 der Strafprozessordnung aus der Strafgerichtskasse entschädigt. Die unentgeltliche Vertreterin des Privatklägerin B____, [...], wurde aus der Strafgerichtskasse entschädigt, unter Vorbehalt von Art. 138 Abs. 1 in Verbindung mit 135 Abs. 4 der Strafprozessordnung. Überdies wurde der Privatklägerin B____ gemäss Art. 433 Abs. 1 StPO zu Lasten des Beurteilten eine Parteientschädigung zugesprochen, welche unter Anrechnung des vorgenannten Honorars auf CHF 3684.20 (inkl. Mehrwertsteuer) festgesetzt wurde. Die unentgeltliche Vertreterin der Privatklägerin C____ wurde unter Vorbehalt von Art. 138 Abs. 1 in Verbindung mit 135 Abs. 4 der Strafprozessordnung aus der Strafgerichtskasse entschädigt. Gegen dieses Urteil hat A____ mit Schreiben vom 14. Oktober 2021 persönlich Berufung erklärt. Er beantragt damit, das Urteil sei vollständig aufzuheben und zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.”
Bei fehlender Versicherungsdeckung oder wenn kein zwingender Rückgriff auf den Staat besteht, können konfiszierte Vermögenswerte dem Geschädigten zugewiesen werden.
“Souvent, les valeurs délictueuses seront versées sur un compte bancaire, de sorte qu'elles seront mélangées avec des valeurs de provenance licite appartenant à l'auteur ou à un tiers. Dans ce cas, la confiscation directe d'un montant correspondant au montant des valeurs délictueuses reste possible tant qu'un lien de connexité peut être établi entre le compte et l'infraction. Le recours à une créance compensatrice ne sera nécessaire que si le mouvement des valeurs ne peut pas être identifié (ATF 126 I 97 consid. 3c/bb ; arrêts du Tribunal fédéral 1B 22/2017 du 24 mars 2017 consid. 2 ; 6S.298/2005 du 24 février 2006 consid. 3.1). 5.1.2. Selon l'art. 71 al. 1 CP, lorsque les valeurs patrimoniales à confisquer ne sont plus disponibles, le juge ordonne leur remplacement par une créance compensatrice de l'État d'un montant équivalent. Le juge peut renoncer totalement ou partiellement à la créance compensatrice s'il est à prévoir qu'elle ne serait pas recouvrable ou qu'elle entraverait sérieusement la réinsertion de la personne concernée (al. 2). 5.1.3. Selon l'art. 73 al. 1 CP, si un crime ou un délit a causé à une personne un dommage qui n’est couvert par aucune assurance et s’il y a lieu de craindre que l’auteur ne réparera pas le dommage ou le tort moral, le juge alloue au lésé, à sa demande, jusqu’à concurrence des dommages-intérêts ou de la réparation morale fixés par un jugement ou par une transaction, les objets et les valeurs patrimoniales confisqués ou le produit de leur réalisation, sous déduction des frais (let. b) ou les créances compensatrices (let. c) notamment. Tandis que l'art. 73 al. 2 CP prévoit que le juge ne peut ordonner cette mesure que si le lésé cède à l’État une part correspondante de sa créance, le Tribunal fédéral a considéré que la cession à l'État de la créance de la partie plaignante ne s'imposait en réalité pas (ATF 145 IV 237 consid. 5.2.2.). 5.1.4. Le séquestre en couverture des frais est destiné à couvrir les conséquences financières prévisibles du procès que le prévenu aura à supporter, soit précisément le paiement des frais de procédure, les peines pécuniaires et amendes et/ou d’éventuelles indemnités dues à la partie plaignante selon les art.”
Bei fehlender Zahlungsfähigkeit des Täters kann nur ein Teil einer Geldstrafe zugunsten der Opfer zugesprochen werden (konkretes Beispiel: nur Teilbetrag gewährt).
“S'agissant des autres prétentions civiles formulées par les plaignantes et indépendamment de savoir si l'établissement de celles-ci nécessiterait un travail disproportionné au vu des éléments au dossier, il convient de constater qu'elles sont de nature purement contractuelle dès lors qu'elles concernent des indemnités relatives aux arriérés de salaire dus, au 13ème salaire, aux heures supplémentaires non payées, aux vacances non prises, aux jours fériés travaillés, au licenciement immédiat injustifié, au remboursement des frais de voyage, ainsi qu'à des indemnités de nettoyage et de repassage basées sur la CCNT. Les faits litigieux, intervenus dans le contexte d'une relation contractuelle entre les protagonistes, ressortent ainsi essentiellement du droit civil. Conformément à la jurisprudence récente susmentionnée, ces prétentions indépendantes ne peuvent donc être invoquées dans le procès pénal. Partant, les plaignantes seront renvoyées à agir par la voie civile et le jugement de première instance confirmé sur ce point. 9.2.3. Les plaignantes ont demandé à ce qu'il soit fait application de l'art. 73 al. 1 CP s'agissant de la peine pécuniaire ainsi que de l'amende, des objets et valeurs patrimoniales séquestrés, lesquels devront être confisqués, ainsi que des créances compensatrices requises à concurrence du montant total du produit de l'infraction. Dès lors que la prévenue, au bénéfice de l'Hospice général depuis février 2021, ne perçoit plus de revenu, a accumulé de nombreuses dettes depuis près de dix ans et a été expulsée administrativement de Suisse, il y a lieu de craindre qu'elle ne réparera pas le tort moral causé aux plaignantes si bien que les conditions de l'allocation au lésé sont remplies. Cela étant, seul le montant de l'amende de CHF 300.- sera alloué aux plaignantes, la peine de 40 jours-amende, assortie du sursis (cf. supra consid. 7.2.2), n'étant pas réglée par l'auteur de l'infraction de sorte que cette conclusion, sans objet, sera rejetée (AARP/99/2023 du 24 mars 2023 consid. 8.3). Pour ce qui est des objets ou valeurs patrimoniales séquestrés, aucun d'eux ne peut être confisqué (art.”
Eine Zuweisung eingezogener/verwerteter Vermögenswerte an Privatklägerin/Geschädigte kann erfolgen (z.B. Zuweisung eines Verwertungsmehrerlöses zugunsten der Privatklägerin).
“Das ändert nach dem Gesagten je- doch nichts daran, dass für die zwangsweise Vollstreckung der zivilrechtlichen Geldschuld aus dem Strafurteil das Einleitungsverfahren des SchKG (Betrei- bungsbegehren, Zahlungsbefehl, Rechtsvorschlag, Rechtsöffnung) zu durch- schreiten ist und die Zulässigkeit der Betreibung (vgl. Art. 38 SchKG) sowie die Zuständigkeit der Vorinstanz zur Erteilung der Rechtsöffnung zu bejahen sind. Die Wirkung der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG erschöpft sich in casu darin, dass die bereits erfolgte strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der deliktisch erworbenen Vermögenswerte bzw. ihrer Surrogate einer nachfolgenden Pfändung oder einem Konkursbeschlag vorgehen, diese Gegenstände im (zulässigen) Be- treibungsverfahren zur Vollstreckung der auf Geldzahlung lautenden Forderung der Gesuchstellerin mithin nicht mehr bzw. nur noch "vorrangbelastet", d.h. gleich- sam "zweitrangig" gepfändet oder mit Konkursbeschlag belegt werden können. Dadurch kommt dem Staat und indirekt (über Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB) auch den durch die Straftat Geschädigten letztlich nur (aber immerhin) ein Aussonderungs- recht gegenüber den restlichen Gläubigern der Gesuchsgegnerin zu (KUKO SchKG-Rohner, Art. 44 N 7). Dass die als Geschädigte derart privilegierte Ge- suchstellerin im vorliegenden Fall mit der Betreibungsgläubigerin identisch ist (wie auch die Gesuchsgegnerin zutreffend bemerkt [Urk. 15 Rz 17]), ändert daran nichts. Den von der Gesuchsgegnerin aus der Anwendbarkeit von Art. 44 SchKG gezogenen abweichenden rechtlichen Schlüssen (Urk. 15 Rz 16 ff.) kann daher nicht gefolgt werden. Die strafrechtliche Beschlagnahme und Einziehung der ver- schiedenen Vermögensgegenstände im Strafurteil verschliesst nicht den ordentli- chen Betreibungsweg zur Durchsetzung der adhäsionsweise zugesprochenen Geldforderung der Gesuchstellerin. Sie entzieht lediglich die Verwertung dieser Gegenstände und die Verteilung ihres Erlöses den Vorschriften des SchKG. Eines ausdrücklichen Verzichts der Betreibungsgläubigerin (Gesuchstellerin) auf Inan- - 14 - spruchnahme dieser Gegenstände im Pfändungs- und Verwertungsverfahren be- darf es hierfür nicht (vgl.”
Der Staat verzichtet bzw. nimmt keine Einziehungsansprüche zugunsten des Geschädigten nur dann, wenn dieser seine Forderung formell und nachweislich an den Staat abtritt; die Zession begründet den Verzicht.
“dem Geschädigten auf dessen Verlangen bis zur Höhe des Schadenersatzes beziehungsweise der Genugtuung, die gerichtlich oder durch Vergleich festgesetzt worden sind, zu, wenn er durch ein Verbrechen oder Vergehen einen Schaden erleidet, der nicht durch eine Versicherung gedeckt ist und anzunehmen ist, dass der Täter den Schaden nicht ersetzen oder eine Genugtuung nicht leisten wird. Die Verwendung zu Gunsten des Geschädigten kann nur angeordnet werden, wenn der Geschädigte den entsprechenden Teil seiner Forderung an den Staat abtritt (Art. 73 Abs. 2 StGB). Art. 73 StGB bezweckt der geschädigten Person bei der Durchsetzung ihrer Schadenersatzforderung zu helfen, indem der Staat auf einen ihm zustehenden Anspruch verzichtet (Urteile des BGer 6B_204/2023 vom 25. September 2023 E. 2.1; 6B_1353/2019 vom 23. September 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Bestimmung begründet nach der Rechtsprechung einen Anspruch der geschädigten Person gegen den Staat im Strafverfahren. Der Staat soll sich nicht auf deren Kosten bereichern können, sondern vielmehr bei Einziehungen die Rechte der geschädigten Partei in den Vordergrund stellen. Art. 73 StGB gewährt demnach, soweit die darin genannten Voraussetzungen erfüllt sind, ein Recht auf Zusprechung eingezogener Vermögenswerte und Ersatzforderungen (Urteile des BGer 6B_204/2023 vom 25. September 2023 E. 2.1; 1B_581/2012 vom 27. November 2012 E. 1; vgl. auch Lieber, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N 2a zu Art. 105 StPO). Mit Bezug auf Art. 73 Abs. 1 Bst. b StGB ist zu präzisieren, dass nur solche Gegenstände und Vermögenswerte in Frage kommen, welche effektiv einziehbar sind und eingezogen wurden.”
“Le juge peut renoncer totalement ou partiellement à la créance compensatrice s'il est à prévoir qu'elle ne serait pas recouvrable ou qu'elle entraverait sérieusement la réinsertion de la personne concernée (art. 71 al. 2 CP). L'autorité d'instruction peut placer sous séquestre, en vue de l'exécution d'une créance compensatrice, des valeurs patrimoniales appartenant à la personne concernée. Le séquestre ne crée pas de droit de préférence en faveur de l'État lors de l'exécution forcée de la créance compensatrice (art. 71 al. 3 CP). 7.1.2. L'art. 73 al. 1 let. c CP prévoit que si un crime ou un délit a causé à une personne un dommage qui n'est couvert par aucune assurance et s'il y a lieu de craindre que l'auteur ne réparera pas le dommage ou le tort moral, le juge alloue les créances compensatrices au lésé, à sa demande, jusqu'à concurrence des dommages-intérêts ou de la réparation morale fixés par jugement ou par une transaction. Le juge ne peut ordonner cette mesure que si le lésé cède à l'Etat une part correspondante de sa créance (art. 73 al. 2 CP). 7.1.3. Pour bénéficier de l'allocation, le lésé doit avoir subi un dommage direct, lequel se détermine en application des principes de droit civil issus des art. 41ss CO. Ce dommage doit être fixé judiciairement ou dans le cadre d'un accord avec le délinquant (arrêts du Tribunal fédéral 6B_405/2008 du 12 décembre 2008 consid. 1.3.3; 6S.203/2004 du 15 juin 2006 consid. 4.1). 7.2.1. En l'espèce, le prononcé d'une créance compensatrice à l'égard de la prévenue se justifie dès lors que l'essentiel des fonds, objets des infractions commises, ne sont plus disponibles, de sorte que la confiscation et la restitution ne sont plus possibles. La prévenue s'est enrichie d'environ CHF 2'500'000.- par le biais des infractions commises. S'agissant de l'éventualité de réduire ou de renoncer au prononcé d'une créance compensatrice, il y a lieu de tenir compte des éléments suivants: - sa situation personnelle et financière actuelle n'est pas claire, et les pièces concernant ses activités professionnelles depuis 2021 et un revenu de CHF 3'000.”
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