Le représentant de l’enfant peut déposer des conclusions et interjeter appel ou recours lorsqu’il s’agit:1
Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 17 mars 2023 (Amélioration de la praticabilité et de l’application du droit), en vigueur depuis le 1erjanv. 2025 (RO 2023 491;FF 2020 2607). ↩
14 commentaries
Das Gericht kann nach Art. 299 ff. ZPO eine Kindesvertretung anordnen; diese kann — soweit das Gericht anordnet — auch die Wahrung von Unterhaltsansprüchen des Kindes umfassen. Ob und in welchem Umfang dadurch die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter beschränkt werden oder die Kindesvertretung lediglich zusätzliche Befugnisse wahrnimmt, ist in der Lehre und Rechtsprechung nicht einheitlich geklärt.
“Bei Interessenkollision entfallen von Gesetzes wegen die Befugnisse der Eltern in der entsprechenden Angele- genheit (Abs. 3). Die Kindesschutzbehörde kann dem Beistand besondere Befug- nisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der Wahrung seines Unterhaltsanspruches (Art. 308 Abs. 2 ZGB). Nach Art. 299 ZPO ordnet das Ge- richt wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person (Abs. 1). Es prüft die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Eltern unter- schiedliche Anträge bezüglich des Unterhaltsbeitrages stellen (Abs. 2 lit. a Ziff. 5). Diese Bestimmung gilt seit dem 1. Januar 2017 auch für selbständige Unterhalts- klagen (BGE 145 III 393 E. 2.2). Bei der in Art. 299 und 300 ZPO geregelten Kin- desvertretung handelt es sich um eine vom Gericht angeordnete besondere Art der gesetzlichen Vertretung des Kindes für die Führung des Prozesses und nach ihrem Zweck um eine Kindesschutzmassnahme besonderer Art (Michel/Steck, a.a.O., N 3 zu Art. 299 ZPO u. N 8 zu Art. 300 ZPO). Die Frage, ob die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter durch eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO beschnitten werden, oder ob die Kindesver- tretung zusätzliche Befugnisse wahrnimmt, ist nicht geklärt (vgl. Cordula Lötscher, Das Kind im Unterhaltsprozess, in: Der Familienprozess,”
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für A. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 f. ZPO angeordnet (RG act. IV/11). Dabei verwies der verfah- rensleitende Richter auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertre- tung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neure- gelung der Betreuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste daher auch die vorliegend noch strittige Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kin- desvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kin- derbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N 54 Anh. ZPO Art. 300; Mar- got Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), besteht es aktuell noch. Damit stellt sich die Frage, ob im Unterhaltspunkt überhaupt noch eine Vertre- tungsbefugnis der Kindsmutter C. besteht, ob die Genannte mit anderen Worten berechtigt war, Rechtsanwalt Fryberg mit der Erhebung einer Berufung betreffend Betreuungsunterhalt im Namen des Sohnes zu mandatieren. Ob die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter durch eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO beschnitten werden, oder ob nicht eher im Einklang mit BGE 142 III 153 davon auszugehen ist, dass die Kindesvertretung zusätzliche Befug- nisse wahrnimmt, ist nicht geklärt (Cordula Lötscher, Das Kind im Unterhaltspro- zess, in: Der Familienprozess,”
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für A. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 f. ZPO angeordnet (RG act. IV/11). Dabei verwies der verfah- rensleitende Richter auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertre- tung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neure- gelung der Betreuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste daher auch die vorliegend noch strittige Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kin- desvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kin- derbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N 54 Anh. ZPO Art. 300; Mar- got Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), besteht es aktuell noch. Damit stellt sich die Frage, ob im Unterhaltspunkt überhaupt noch eine Vertre- tungsbefugnis der Kindsmutter C. besteht, ob die Genannte mit anderen Worten berechtigt war, Rechtsanwalt Fryberg mit der Erhebung einer Berufung betreffend Betreuungsunterhalt im Namen des Sohnes zu mandatieren.”
Das Mandat der Kindesvertretung endet grundsätzlich erst mit der Rechtskraft der kinderbezogenen Entscheidung.
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für A. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 f. ZPO angeordnet (RG act. IV/11). Dabei verwies der verfah- rensleitende Richter auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertre- tung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neure- gelung der Betreuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste daher auch die vorliegend noch strittige Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kin- desvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kin- derbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N 54 Anh. ZPO Art. 300; Mar- got Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), besteht es aktuell noch. Damit stellt sich die Frage, ob im Unterhaltspunkt überhaupt noch eine Vertre- tungsbefugnis der Kindsmutter C. besteht, ob die Genannte mit anderen Worten berechtigt war, Rechtsanwalt Fryberg mit der Erhebung einer Berufung betreffend Betreuungsunterhalt im Namen des Sohnes zu mandatieren.”
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für A. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 f. ZPO angeordnet (RG act. IV/11). Dabei verwies der verfah- rensleitende Richter auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertre- tung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neure- gelung der Betreuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste daher auch die vorliegend noch strittige Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kin- desvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kin- derbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N 54 Anh. ZPO Art. 300; Mar- got Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), besteht es aktuell noch. Damit stellt sich die Frage, ob im Unterhaltspunkt überhaupt noch eine Vertre- tungsbefugnis der Kindsmutter C. besteht, ob die Genannte mit anderen Worten berechtigt war, Rechtsanwalt Fryberg mit der Erhebung einer Berufung betreffend Betreuungsunterhalt im Namen des Sohnes zu mandatieren.”
Das Gericht hat bei der Festsetzung der Kindesunterhaltsbeiträge darauf zu achten, dass durch überhöhte Beiträge nicht indirekt der andere Elternteil finanziert wird.
“Le juge veillera toutefois à ne pas financer indirectement l'autre parent en fixant des contributions d'entretien excessives en faveur des enfants (ATF 149 III 441 consid. 2; 147 III 265 consid. 7.4). 2.4 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier : lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale et/ou de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, à la participation à la prise en charge ou à la contribution d'entretien (let. a), lorsque l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b), ou encore lorsque le tribunal, sur la base de l'audition des parents ou de l'enfant ou pour d'autres raisons, envisage d'ordonner une mesure de protection de l'enfant (let. c). Selon l'art. 300 CPC, le représentant de l'enfant peut déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu'il s'agit : de décisions relatives à l'attribution de l'autorité parentale (let. a) et/ou de la garde (let. b), de questions importantes concernant les relations personnelles (let. c), de la participation à la prise en charge (let. d), de la contribution d'entretien (let. e) et de mesures de protection de l'enfant (let. f). Les art. 299 et 300 CPC sont applicables dans toutes les procédures de droit de la famille opposant des parents et dans le cadre desquelles la situation de l'enfant est en jeu (JEANDIN, in CR CPC, 2019, n. 2 ad art. 299 CPC). Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art.”
“Le juge veillera toutefois à ne pas financer indirectement l'autre parent en fixant des contributions d'entretien excessives en faveur des enfants (ATF 149 III 441 consid. 2; 147 III 265 consid. 7.4). 2.4 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier : lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale et/ou de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, à la participation à la prise en charge ou à la contribution d'entretien (let. a), lorsque l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b), ou encore lorsque le tribunal, sur la base de l'audition des parents ou de l'enfant ou pour d'autres raisons, envisage d'ordonner une mesure de protection de l'enfant (let. c). Selon l'art. 300 CPC, le représentant de l'enfant peut déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu'il s'agit : de décisions relatives à l'attribution de l'autorité parentale (let. a) et/ou de la garde (let. b), de questions importantes concernant les relations personnelles (let. c), de la participation à la prise en charge (let. d), de la contribution d'entretien (let. e) et de mesures de protection de l'enfant (let. f). Les art. 299 et 300 CPC sont applicables dans toutes les procédures de droit de la famille opposant des parents et dans le cadre desquelles la situation de l'enfant est en jeu (JEANDIN, in CR CPC, 2019, n. 2 ad art. 299 CPC). Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art.”
Ist das Mandat der Curatrice entsprechend ausgestaltet, ist sie nach Art. 300 ZPO legitimiert, in Rechten des Kindes auch Rechtsmittel einzulegen; dies gilt etwa für Unterhaltsfragen, wie das Urteil ausführt.
“On ne saurait non plus suivre ce dernier lorsqu’il soutient que le mandat de la curatrice n’aurait pas couvert la question de la contribution d’entretien : l’ordonnance de mesures provisionnelles du 20 mai 2020 autorisait en effet la curatrice, pour l’enfant appelante, à faire « toute proposition utile dans l’intérêt de celle-ci et d’agir en justice en son nom ». De tels termes ne permettent aucunement d’interpréter le mandat de la curatrice comme ne couvrant pas la question centrale de la contribution d’entretien. Au vu de ce qui précède, l’enfant appelante était bien partie à la procédure de première instance et sa curatrice bien légitimée à la représenter sur tous les points visés par l’art. 300 CPC. Dès lors, d’une part, l’enfant appelante, partie à la procédure de première instance, avait la qualité pour recourir contre la décision de première instance fixant la contribution due en sa faveur, ayant clairement un intérêt digne de protection à cet égard, et, d’autre part, sa curatrice était légitimée à la représenter dans la procédure de recours, comme l’art. 300 CPC le prévoit par ailleurs expressément. A cet égard, le fait que la curatrice n’ait pas « procédé en modification de la contribution d’entretien » (réponse, p. 3 let. b) est sans pertinence ici : l’appelante avait déjà pris des conclusions ouvertes s’agissant de la pension due par l’appelant pour sa fille, de sorte qu’il n’était pas nécessaire que celle-ci, une fois impliquée dans la procédure, en prenne également pour que la question soit dûment examinée par l’autorité précédente, vu les maximes inquisitoire illimitée et d’office applicables. Enfin, durant l’audience où la question s’était posée, soit celle du 10 février 2021, la curatrice n’avait pu se déterminer, n’ayant pas été convoquée à celle-ci. On ne saurait dès lors rien déduire du silence de la curatrice de ce fait jusqu’à là, et notamment dénier à l’enfant appelante la qualité de partie. Comme exposé ci-dessus, l’enfant appelante a signé, à côté de chacun de ses parents, une convention durant la procédure de première instance de sorte que sa qualité de partie est incontestable et par ailleurs alors non contestée.”
Die Vertretung des Kindes kann in den in Art. 300 ZPO genannten Angelegenheiten Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen. Dazu zählen insbesondere: die Zuteilung der elterlichen Sorge, die Zuteilung der Obhut, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs, die Aufteilung der Betreuung, der Unterhaltsbeitrag sowie Kindesschutzmassnahmen. Diese Aufzählung bestimmt den Umfang der prozessualen Handlungsbefugnis der Kindsvertretung in den genannten Bereichen.
“Die Vertretung des Kindes kann Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen, soweit es um die Zuteilung der elterlichen Sorge, die Zuteilung der Obhut, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs, die Aufteilung der Betreuung, den Unterhaltsbeitrag oder um Kindesschutzmassnahmen geht (Art. 300 ZPO). Das Recht der Kindsvertretung, Anträge zu stellen und ein Rechtmittel einzulegen, betrifft somit jene Themenbereiche, in denen das Gericht seinen Entscheid einer allfälligen Beistandsperson eröffnen (Art. 301 Bst. c ZPO) und in denen es (namentlich) die Einsetzung einer Vertretung prüfen muss (Art. 299 Abs. 2 ZPO).”
“Le juge veillera toutefois à ne pas financer indirectement l'autre parent en fixant des contributions d'entretien excessives en faveur des enfants (ATF 149 III 441 consid. 2; 147 III 265 consid. 7.4). 2.4 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier : lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale et/ou de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, à la participation à la prise en charge ou à la contribution d'entretien (let. a), lorsque l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b), ou encore lorsque le tribunal, sur la base de l'audition des parents ou de l'enfant ou pour d'autres raisons, envisage d'ordonner une mesure de protection de l'enfant (let. c). Selon l'art. 300 CPC, le représentant de l'enfant peut déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu'il s'agit : de décisions relatives à l'attribution de l'autorité parentale (let. a) et/ou de la garde (let. b), de questions importantes concernant les relations personnelles (let. c), de la participation à la prise en charge (let. d), de la contribution d'entretien (let. e) et de mesures de protection de l'enfant (let. f). Les art. 299 et 300 CPC sont applicables dans toutes les procédures de droit de la famille opposant des parents et dans le cadre desquelles la situation de l'enfant est en jeu (JEANDIN, in CR CPC, 2019, n. 2 ad art. 299 CPC). Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art.”
Bei Besuchsrechtsstreitigkeiten von erheblicher Intensität — etwa wenn das Besuchsrecht ganz verweigert oder entzogen wird oder eine erhebliche Unterschreitung des üblichen Umfangs droht (z. B. nur begleitetes Besuchsrecht) — kann die Kindesvertretung nach Art. 300 ZPO Anträge stellen und Rechtsmittel ergreifen. Demgegenüber sind rein untergeordnete Fragen, etwa geringfügige zeitliche Anpassungen, nicht als solche wichtigen Angelegenheiten anzusehen.
“3 ZPO ist, orientiert sich nicht am subjektiven Empfinden des betroffenen Kindes, sondern an einem objektiven Massstab (Stalder/van de Graaf, in: Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, N. 5 zu Art. 299 ZPO; Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 5 zu Art. 299; Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 299 ZPO). Vorausgesetzt wird eine Besuchsrechtsstreitigkeit von derartiger Intensität, dass auch nach allgemeinen Kriterien von einem schweren Fall auszugehen ist. Dies ist vorab dann der Fall, wenn das Besuchsrecht überhaupt verweigert oder entzogen wird oder eine Einschränkung desselben im Raum steht, mit der das übliche Mass erheblich unterschritten würde (Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, a.a.O., N. 5 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 8 zu Art. 300 ZPO). Eine solch erhebliche Unterschreitung des üblichen Masses wird beispielhaft angenommen, wenn einem Elternteil nur ein begleitetes Besuchsrecht eingeräumt oder auf eine Betreuungsregelung während der Ferienzeit verzichtet wird (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 300 ZPO). Keine wichtige Frage im Sinne der eingangs erwähnten Bestimmungen soll dagegen etwa vorliegen, wenn es darum geht, an welchen Tagen das Besuchsrecht konkret ausgeübt wird oder wenn bloss untergeordnete zeitliche Abweichungen bestehen (der Besuchsbeginn also beispielsweise auf Freitagabend statt Samstagmittag festgesetzt wird, Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, a.a.O., N. 3 zu Art. 299 ZPO; Gasser/Rickli, Kurzkommentar, a.a.O., N. 2 zu Art. 300 ZPO).”
Bei Interessenkollision entfallen die elterlichen Befugnisse in der betreffenden Angelegenheit. Nach Art. 299 ZPO ordnet das Gericht die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beistand eine für fürsorgerische und rechtliche Fragen erfahrene Person. Die Kindesschutzbehörde kann dem Beistand besondere Befugnisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes zur Wahrung von Unterhaltsansprüchen (Art. 308 Abs. 2 ZGB). Die Kindesvertretung ist eine vom Gericht angeordnete besondere gesetzliche Vertretung für die Prozessführung und eine Kindesschutzmassnahme; ob dadurch die Befugnisse der gesetzlichen Vertreter beschnitten werden oder die Kindesvertretung zusätzliche Befugnisse ausübt, ist nicht geklärt.
“Bei Interessenkollision entfallen von Gesetzes wegen die Befugnisse der Eltern in der entsprechenden Angele- genheit (Abs. 3). Die Kindesschutzbehörde kann dem Beistand besondere Befug- nisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der Wahrung seines Unterhaltsanspruches (Art. 308 Abs. 2 ZGB). Nach Art. 299 ZPO ordnet das Ge- richt wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person (Abs. 1). Es prüft die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Eltern unter- schiedliche Anträge bezüglich des Unterhaltsbeitrages stellen (Abs. 2 lit. a Ziff. 5). Diese Bestimmung gilt seit dem 1. Januar 2017 auch für selbständige Unterhalts- klagen (BGE 145 III 393 E. 2.2). Bei der in Art. 299 und 300 ZPO geregelten Kin- desvertretung handelt es sich um eine vom Gericht angeordnete besondere Art der gesetzlichen Vertretung des Kindes für die Führung des Prozesses und nach ihrem Zweck um eine Kindesschutzmassnahme besonderer Art (Michel/Steck, a.a.O., N 3 zu Art. 299 ZPO u. N 8 zu Art. 300 ZPO). Die Frage, ob die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter durch eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO beschnitten werden, oder ob die Kindesver- tretung zusätzliche Befugnisse wahrnimmt, ist nicht geklärt (vgl. Cordula Lötscher, Das Kind im Unterhaltsprozess, in: Der Familienprozess,”
Nach Art. 300 ZPO umfasst die Gesetzesbefugnis des Kindesvertreters nach Auffassung der Rechtsprechung grundsätzlich die prozessualen Rechte einer Partei (z. B. Akteneinsicht, Beweisanträge, Teilnahme an Verhandlungen, Einreichung von Schriftsätzen und Rechtsmitteln). Diese Kompetenzen bestehen demnach bereits in vorsorglichen bzw. provisionellen Schutzverfahren; ihre Ausübung muss dem Wohl des Kindes dienen.
“Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir les éléments au vu du droit dont l'application est en cause, à les trier et à les ordonner dans la perspective de l'intérêt de l'enfant. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents et neutre, de la situation concrète (en ce qui concerne les lieux, la maison, l'école, l'interaction entre l'enfant et ses parents ainsi que ses frères et soeurs, etc.) et la porter à la connaissance du tribunal. Les informations orientées sur le bien de l'enfant comprennent aussi la documentation de la volonté subjective de l'enfant. Le représentant de l'enfant assure la communication entre l'enfant et les acteurs du procès en divorce et explique continuellement à l'enfant, dans une forme appropriée, la procédure et ses conséquences. En outre, il veille à la mise en oeuvre des mesures prises pour la protection de l'enfant. Les compétences que la loi confère au représentant de l'enfant [déposer des conclusions et interjeter recours, cf. art. 300 CPC] comprennent en principe tous les droits procéduraux d'une partie au procès, tels le droit de consulter le dossier, de formuler des offres de preuves, de prendre part aux audiences et de déposer des écritures. Ces compétences ne lui sont pas seulement données dans la procédure de divorce au fond, mais déjà aussi dans la procédure de mesures protectrices ou provisionnelles. Le représentant de l'enfant ne peut exercer ces compétences que dans le but de réaliser le bien objectivé de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3). 7.2 En l'espèce, l'injonction du Tribunal visant à ce que l'appelant remette au curateur des informations régulières sur l'évolution de D______ s'inscrit dans le cadre de la mission du curateur et sert le bien de l'enfant. Le fait que l'appelant n'est pas à même de prendre lui-même des photographies de l'enfant pendant les périodes scolaires n'est pas décisif, dans la mesure où il peut demander à D______ de lui en envoyer ou demander à des tiers, par exemple aux membres de sa famille qui se trouvent sur place, de faire le nécessaire.”
“Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir les éléments au vu du droit dont l'application est en cause, à les trier et à les ordonner dans la perspective de l'intérêt de l'enfant. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents et neutre, de la situation concrète (en ce qui concerne les lieux, la maison, l'école, l'interaction entre l'enfant et ses parents ainsi que ses frères et soeurs, etc.) et la porter à la connaissance du tribunal. Les informations orientées sur le bien de l'enfant comprennent aussi la documentation de la volonté subjective de l'enfant. Le représentant de l'enfant assure la communication entre l'enfant et les acteurs du procès en divorce et explique continuellement à l'enfant, dans une forme appropriée, la procédure et ses conséquences. En outre, il veille à la mise en oeuvre des mesures prises pour la protection de l'enfant. Les compétences que la loi confère au représentant de l'enfant [déposer des conclusions et interjeter recours, cf. art. 300 CPC] comprennent en principe tous les droits procéduraux d'une partie au procès, tels le droit de consulter le dossier, de formuler des offres de preuves, de prendre part aux audiences et de déposer des écritures. Ces compétences ne lui sont pas seulement données dans la procédure de divorce au fond, mais déjà aussi dans la procédure de mesures protectrices ou provisionnelles. Le représentant de l'enfant ne peut exercer ces compétences que dans le but de réaliser le bien objectivé de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3). 7.2 En l'espèce, l'injonction du Tribunal visant à ce que l'appelant remette au curateur des informations régulières sur l'évolution de D______ s'inscrit dans le cadre de la mission du curateur et sert le bien de l'enfant. Le fait que l'appelant n'est pas à même de prendre lui-même des photographies de l'enfant pendant les périodes scolaires n'est pas décisif, dans la mesure où il peut demander à D______ de lui en envoyer ou demander à des tiers, par exemple aux membres de sa famille qui se trouvent sur place, de faire le nécessaire.”
“Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir les éléments au vu du droit dont l'application est en cause, à les trier et à les ordonner dans la perspective de l'intérêt de l'enfant. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents et neutre, de la situation concrète (en ce qui concerne les lieux, la maison, l'école, l'interaction entre l'enfant et ses parents ainsi que ses frères et soeurs, etc.) et la porter à la connaissance du tribunal. Les informations orientées sur le bien de l'enfant comprennent aussi la documentation de la volonté subjective de l'enfant. Le représentant de l'enfant assure la communication entre l'enfant et les acteurs du procès en divorce et explique continuellement à l'enfant, dans une forme appropriée, la procédure et ses conséquences. En outre, il veille à la mise en oeuvre des mesures prises pour la protection de l'enfant. Les compétences que la loi confère au représentant de l'enfant [déposer des conclusions et interjeter recours, cf. art. 300 CPC] comprennent en principe tous les droits procéduraux d'une partie au procès, tels le droit de consulter le dossier, de formuler des offres de preuves, de prendre part aux audiences et de déposer des écritures. Ces compétences ne lui sont pas seulement données dans la procédure de divorce au fond, mais déjà aussi dans la procédure de mesures protectrices ou provisionnelles. Le représentant de l'enfant ne peut exercer ces compétences que dans le but de réaliser le bien objectivé de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3). 7.2 En l'espèce, l'injonction du Tribunal visant à ce que l'appelant remette au curateur des informations régulières sur l'évolution de D______ s'inscrit dans le cadre de la mission du curateur et sert le bien de l'enfant. Le fait que l'appelant n'est pas à même de prendre lui-même des photographies de l'enfant pendant les périodes scolaires n'est pas décisif, dans la mesure où il peut demander à D______ de lui en envoyer ou demander à des tiers, par exemple aux membres de sa famille qui se trouvent sur place, de faire le nécessaire.”
Die Vertretung des Kindes hat ihre prozessualen Befugnisse grundsätzlich zum Zwecke der Ermittlung und Durchsetzung des objektivierten Kindeswohls einzusetzen. Ihre Aufgaben liegen vorrangig in der Abklärung, in der Vermittlung und in der «Übersetzung» des Verfahrens für das Kind sowie in der Information des Gerichts; eine im eigentlichen Sinn anwaltliche, auf ausschliesslich subjektive Willensäusserungen des Kindes konzentrierte Interessenvertretung ist in der Regel nicht angezeigt. Die prozessualen Rechte nach Art. 300 ZPO dürfen zur Durchsetzung des objektivierten Kindeswohls genutzt werden.
“Vielmehr hat sie das objektivierte Kindswohl zu ergründen, dieses dem Gericht zu vermitteln und sich für die gerichtliche Durchsetzung desselben einzusetzen. Eine im eigentlichen Sinn anwaltliche, auf den subjektiven Standpunkt des vertretenen Kindes fokussierte Tätigkeit ist dagegen grundsätzlich nicht angezeigt, wenngleich der subjektiven Meinung des Kindes bei der Beurteilung des Kindswohls durchaus eine entscheidende Bedeutung zukommt (BGE 142 III 153 E. 5.2.2). Entgegen dem Wortlaut von Art. 299 f. ZPO handelt es sich somit eigentlich gerade nicht um einen (direkten) «Vertreter des Kindes» (so auch Zogg, a.a.O, S. 437 f., der in diesem Zusammenhang von einem «unabhängigen Gehilfen des Gerichts» oder einem «Verfechter des Kindswohls» spricht). Soweit es um die Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs oder Kindesschutzmassnahmen geht, kann die Vertretung des Kindes in Ausübung ihrer Funktion (nämlich der Vermittlung des objektivierten Kindeswohls zuhanden des Gerichts sowie der Durchsetzung desselben) Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen (Art. 300 ZPO). Diese gesetzlichen Ermächtigungen schliessen grundsätzlich alle Verfahrensrechte ein, wie sie Prozessparteien zukommen. Im Vordergrund stehen die Akteneinsicht, das Recht, Beweisanträge zu stellen, die Teilnahme an mündlichen Verhandlungen und die Einreichung von Rechtsschriften. Die Rechte des Vertreters scheinen somit weiter zu gehen als jene des vertretenen Kindes (vgl. dazu auch Josi, a.a.O., S. 528, der in diesem Zusammenhang von einer «eigentümlichen Regelung» spricht). Auch nach dem Bundesgericht passen die prozessualen Befugnisse der Kindsvertretung auf den ersten Blick nicht zur fehlenden materiellen Parteistellung des Kindes im Scheidungsverfahren seiner Eltern. Dieses Spannungsverhältnis bestehe aber nur vordergründig und löse sich auf, wenn man berücksichtige, dass die Kindsvertretung die prozessualen Befugnisse ausschliesslich zum Zwecke der Durchsetzung des objektivierten Kindeswohls einsetzen dürfe (BGE 142 III 153 E. 5.2.3.3). Bei der Involvierung von älteren Kindern thematisierte das Bundesgericht die Frage, ob sich die Funktion der Kindsvertretung in Richtung einer «advokatorischen Interessenvertretung» erweitere, zumal auch das urteilsfähige Kind häufig noch kaum postulationsfähig sei.”
“Das Bundesgericht hat aus der prozessualen Natur und der Funktion der Kindesvertretung typische Aufgaben abgeleitet, in deren Rahmen Aufwendungen des Verfahrensbeistandes grundsätzlich zu entschädigen sind (BGE 142 III 153 E. 5.2). Es hat festgehalten, dass der Prozessbeistand im eherechtlichen Verfahren nicht in erster Linie subjektive Standpunkte zu vertreten, sondern das objektive Kindeswohl zu ermitteln und zu dessen Verwirklichung beizutragen habe. Eine im eigentlichen Sinn anwaltliche, auf den subjektiven Standpunkt des Vertretenen fokussierte Tätigkeit sei nicht angezeigt (E. 5.2.2). Das Mandat der Kindesvertretung beziehe sich zunächst auf Abklärungen: Sie habe sich ein - 10 - umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation zu machen und dieses dem Gericht zur Kenntnis zu bringen (E. 5.2.3.1). Im Weiteren begleite der Verfahrensbeistand das Kind durch den Prozess und habe eine "Übersetzungs-" und Vermittlungsfunktion wahrzunehmen (E. 5.2.3.2). Sodann habe der Verfahrensbeistand die prozessualen Befugnisse gemäss Art. 300 ZPO, die er zum Zwecke der Durchsetzung des objektivierten Kindeswohls einsetzen dürfe (E. 5.2.3.3). Die Aufgaben der Kindesvertretung im eherechtlichen Verfahren seien damit im Wesentlichen auf solche der prozessbezogenen Information, Kommunikation und Betreuung beschränkt. Dies gelte grundsätzlich auch für ältere Kinder, da die Tragweite von Fragen der Obhut, der elterlichen Sorge oder von Kindesschutzmassnahmen auch für ein älteres Kind schwerlich überblickbar sei. Diesbezüglich stelle sich kaum je die Frage, unter welchen Voraussetzungen die gerichtlich bestellte Kindesvertretung allenfalls genuin anwaltliche Aufgaben übernehmen müsse (E. 5.2.4). Im Einzelfall verfüge nun das Gericht bei der Mandatierung des Verfahrensbeistandes und im Rahmen der Prozessinstruktion über die Möglichkeiten, den Aufgabenumfang – gerade im Hinblick auf die Kostenfolgen – zu steuern (E. 5.3). Eine Befugnis, die Aufgaben der Kindesvertretung zu umschreiben, und damit auch zu begrenzen, ergebe sich daraus, dass das Gericht (ausser im Fall des Antrages eines urteilsfähigen Kindes nach Art.”
“Dies vor dem Hintergrund, dass die Kindesvertretung das Kind auch durch den Prozess begleitet, d.h. eine "Übersetzungs-" und Vermittlungsfunktion wahrnimmt, indem sie die Kommunika- tion zwischen dem Kind und den Akteuren des Scheidungsprozesses sicherstellt und dem Kind das Verfahren und seine Auswirkungen fortlaufend in kindgerechter Form erklärt (BGE 142 III 153 E. 5.2.3.2). Dazu ist die Berufungsklägerin nicht sinnvoll in der Lage. Sie gibt selbst an, dass es schwer für sie sei, der Tochter et- was zu erklären, was sie selbst nicht ganz verstehe (ZK1 21 79 act. E.1, S. 45). Dabei erscheint es sachgerecht, die Kindesvertretung personell getrennt anzuord- nen und nicht das Mandat des Beistandes zu erweitern, da dieser primär der Un- terstützung der Eltern und dem Vollzug der angeordneten Besuchsregelung dient (vgl. auch B.19, 3.1.2), die Kindesvertretung jedoch "zuhanden des Gerichts" pro- zessbezogene Aufgaben erfüllt und für das Kind (zum Zwecke der Durchsetzung des objektivierten Kindeswohls) im Rahmen von Art. 300 ZPO Verfahrensrechte ausübt.”
Die Vertretung des Kindes kann auch vermögensrechtliche bzw. vermögensbezogene Fragen, namentlich die Beitragspflicht/Unterhalt, erfassen. Ist eine Curatorin bzw. ein Curator durch Verfügung ermächtigt worden, in «allen für das Kind nützlichen Anträgen» zu handeln und vor Gericht aufzutreten, durfte sie/er die Sache des bereits als Partei auftretenden Kindes in erster Instanz führen und war auch zur Vertretung im kantonalen Rechtsmittelverfahren legitimiert.
“1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique. L’art. 299 al. 2 let. a CPC, dans sa teneur en vigueur dès le 1er janvier 2017, élargit le champ d’application de la représentation de l’enfant, puisque celle-ci est désormais envisageable également sur les aspects patrimoniaux d’une procédure matrimoniale qui concerne l’enfant, expressément mentionnée au ch. 5 de l’art. 299 al. 2 let. a CPC (cf. Juge déléguée CACI 1er mars 2021/92 consid. 7.2 ; Chabloz, La position procédurale de l’enfant en droit de la famille : modifications au 1er janvier 2017, in RSPC 1/2017, pp. 83 et 85). La représentation de l’enfant peut ainsi déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu’il s’agit de décisions relatives à l’attribution de l’autorité parentale ou de la garde, aux questions importantes concernant les relations personnelles, à la participation à la prise en charge, à la contribution d’entretien ou encore aux mesures de protection de l’enfant (art. 300 CPC). 1.2.3 En l’espèce, l’enfant appelante, même si elle n’a pas ouvert action comme l’art. 279 al. 1 CC le lui aurait permis contre son père, a pris part, en tant que partie, à la procédure de première instance. Ainsi notamment, par sa curatrice, l’enfant appelante a signé la convention passée lors de l’audience du 8 mars 2021 sur la question du droit de visite, ce sans que l’appelant, assisté, n’y trouve rien à redire. On ne saurait non plus suivre ce dernier lorsqu’il soutient que le mandat de la curatrice n’aurait pas couvert la question de la contribution d’entretien : l’ordonnance de mesures provisionnelles du 20 mai 2020 autorisait en effet la curatrice, pour l’enfant appelante, à faire « toute proposition utile dans l’intérêt de celle-ci et d’agir en justice en son nom ». De tels termes ne permettent aucunement d’interpréter le mandat de la curatrice comme ne couvrant pas la question centrale de la contribution d’entretien. Au vu de ce qui précède, l’enfant appelante était bien partie à la procédure de première instance et sa curatrice bien légitimée à la représenter sur tous les points visés par l’art.”
“1 CC le lui aurait permis contre son père, a pris part, en tant que partie, à la procédure de première instance. Ainsi notamment, par sa curatrice, l’enfant appelante a signé la convention passée lors de l’audience du 8 mars 2021 sur la question du droit de visite, ce sans que l’appelant, assisté, n’y trouve rien à redire. On ne saurait non plus suivre ce dernier lorsqu’il soutient que le mandat de la curatrice n’aurait pas couvert la question de la contribution d’entretien : l’ordonnance de mesures provisionnelles du 20 mai 2020 autorisait en effet la curatrice, pour l’enfant appelante, à faire « toute proposition utile dans l’intérêt de celle-ci et d’agir en justice en son nom ». De tels termes ne permettent aucunement d’interpréter le mandat de la curatrice comme ne couvrant pas la question centrale de la contribution d’entretien. Au vu de ce qui précède, l’enfant appelante était bien partie à la procédure de première instance et sa curatrice bien légitimée à la représenter sur tous les points visés par l’art. 300 CPC. Dès lors, d’une part, l’enfant appelante, partie à la procédure de première instance, avait la qualité pour recourir contre la décision de première instance fixant la contribution due en sa faveur, ayant clairement un intérêt digne de protection à cet égard, et, d’autre part, sa curatrice était légitimée à la représenter dans la procédure de recours, comme l’art. 300 CPC le prévoit par ailleurs expressément. A cet égard, le fait que la curatrice n’ait pas « procédé en modification de la contribution d’entretien » (réponse, p. 3 let. b) est sans pertinence ici : l’appelante avait déjà pris des conclusions ouvertes s’agissant de la pension due par l’appelant pour sa fille, de sorte qu’il n’était pas nécessaire que celle-ci, une fois impliquée dans la procédure, en prenne également pour que la question soit dûment examinée par l’autorité précédente, vu les maximes inquisitoire illimitée et d’office applicables. Enfin, durant l’audience où la question s’était posée, soit celle du 10 février 2021, la curatrice n’avait pu se déterminer, n’ayant pas été convoquée à celle-ci.”
“Les tiers de confiance prendront l'enfant B.K.________ au bas de l'immeuble de G.________ où A.K.________ l'aura amenée personnellement. Les parties créeront un groupe WhatsApp sur lequel figureront les différentes personnes de confiance précitées. Le droit de visite s'exercera la première fois le week-end du 22-23 février 2020. IV. Parties conviennent que les frais judiciaires, arrêtés à Fr. 400.- (quatre cents francs), seront pris en charge par chacune des parties par moitié. Il est renoncé à l'allocation de dépens. » 2.3 Une autorisation de procéder a été délivrée à l’appelante le 10 mars 2020. 2.4 Par ordonnance de mesures provisionnelles du 20 mai 2020, la présidente a notamment instauré une curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant appelante et désigné Me Michèle Meylan en qualité de curatrice, avec l’autorisation de faire toutes propositions utiles dans l’intérêt de celle-ci et d’agir en justice en son nom. Cette ordonnance indiquait notamment, citant l’art. 300 CPC, que le représentant de l’enfant pouvait déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu’il s’agissait notamment de questions concernant la contribution d’entretien. 2.5 Par ordonnance de mesures provisionnelles du 20 juillet 2020, la présidente a dit que le droit de visite de l’appelant sur sa fille s’exercera par l’intermédiaire de « [...]», chaque premier dimanche et troisième samedi du mois de 13 heures à 17 heures (I), a dit que l’appelant assumera les frais liés à l’exercice de son droit de visite (II) et a imparti à l’appelant un délai de quatre mois à compter de la notification de la décision pour trouver une activité lucrative ou prouver qu’il a tout mis en œuvre pour y parvenir (III). En droit, la présidente a constaté qu’au vu de son âge (32 ans), de ses différentes expériences professionnelles et de son état de santé vraisemblablement bon, il y avait lieu de rendre attentif l’appelant au fait qu’il était attendu de sa part qu’il trouve une activité professionnelle, dans la mesure où il bénéficiait d’une pleine capacité de travail et qu’il n’avait aucun enfant mineur à charge.”
Die Kindesvertretung kann nach Art. 300 ZPO in Kinderbelangen Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen. Die gesetzlichen Ermächtigungen umfassen grundsätzlich die prozessualen Rechte wie Akteneinsicht, das Stellen von Beweisanträgen, die Teilnahme an mündlichen Verhandlungen und die Einreichung von Rechtsschriften. Die Ausübung dieser Befugnisse ist gemäss Rechtsprechung jedoch auf die Durchsetzung des objektivierten Kindeswohls ausgerichtet; eine rein advokatorische, subjektiv auf die Stellung des Kindes fokussierte Vertretung ist grundsätzlich nicht angezeigt, wobei bei älteren Kindern eine erweiterte advokatorische Rolle problematisiert wird.
“Vielmehr hat sie das objektivierte Kindswohl zu ergründen, dieses dem Gericht zu vermitteln und sich für die gerichtliche Durchsetzung desselben einzusetzen. Eine im eigentlichen Sinn anwaltliche, auf den subjektiven Standpunkt des vertretenen Kindes fokussierte Tätigkeit ist dagegen grundsätzlich nicht angezeigt, wenngleich der subjektiven Meinung des Kindes bei der Beurteilung des Kindswohls durchaus eine entscheidende Bedeutung zukommt (BGE 142 III 153 E. 5.2.2). Entgegen dem Wortlaut von Art. 299 f. ZPO handelt es sich somit eigentlich gerade nicht um einen (direkten) «Vertreter des Kindes» (so auch Zogg, a.a.O, S. 437 f., der in diesem Zusammenhang von einem «unabhängigen Gehilfen des Gerichts» oder einem «Verfechter des Kindswohls» spricht). Soweit es um die Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs oder Kindesschutzmassnahmen geht, kann die Vertretung des Kindes in Ausübung ihrer Funktion (nämlich der Vermittlung des objektivierten Kindeswohls zuhanden des Gerichts sowie der Durchsetzung desselben) Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen (Art. 300 ZPO). Diese gesetzlichen Ermächtigungen schliessen grundsätzlich alle Verfahrensrechte ein, wie sie Prozessparteien zukommen. Im Vordergrund stehen die Akteneinsicht, das Recht, Beweisanträge zu stellen, die Teilnahme an mündlichen Verhandlungen und die Einreichung von Rechtsschriften. Die Rechte des Vertreters scheinen somit weiter zu gehen als jene des vertretenen Kindes (vgl. dazu auch Josi, a.a.O., S. 528, der in diesem Zusammenhang von einer «eigentümlichen Regelung» spricht). Auch nach dem Bundesgericht passen die prozessualen Befugnisse der Kindsvertretung auf den ersten Blick nicht zur fehlenden materiellen Parteistellung des Kindes im Scheidungsverfahren seiner Eltern. Dieses Spannungsverhältnis bestehe aber nur vordergründig und löse sich auf, wenn man berücksichtige, dass die Kindsvertretung die prozessualen Befugnisse ausschliesslich zum Zwecke der Durchsetzung des objektivierten Kindeswohls einsetzen dürfe (BGE 142 III 153 E. 5.2.3.3). Bei der Involvierung von älteren Kindern thematisierte das Bundesgericht die Frage, ob sich die Funktion der Kindsvertretung in Richtung einer «advokatorischen Interessenvertretung» erweitere, zumal auch das urteilsfähige Kind häufig noch kaum postulationsfähig sei.”
“Altersjahr vollendet hat, zwar eröffnet, soweit es davon direkt betroffen ist. Diese Bestimmung sagt aber nichts aus über die Legitimation des Kinds zur Ergreifung eines Rechtsmittels (Schwander, in: Gehri et al. [Hrsg.], ZPO Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2015, Art. 301 N 2; Spycher, in: Berner Kommentar, 2012, Art. 301 ZPO N 2 und 6). Durch die Bestellung einer Kindesvertretung erlangt das Kind im Scheidungsprozess seiner Eltern eine prozessuale Stellung eigener Art (vgl. BGE 142 III 153 E. 5.2.2 S. 162; Baumgartner/Dolge/Markus/Spühler, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 10. Auflage, Bern 2018, Kap. 4 N 31; Schweighauser, FamKomm, Anh. ZPO Art. 299 N 45; a.M. Cordula Lötscher, Das Kind im Unterhaltsprozess, in: Jungo/Fountoulakis [Hrsg.], Der Familienprozess, Symposium zum Familienrecht, Zürich 2020, S. 103, 108; Michel/Steck, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 300 ZPO N 5). Die Kindesvertretung kann gemäss Art. 300 ZPO in Kinderbelangen Berufung gegen einen Entscheid im Scheidungsverfahren der Eltern des Kinds erheben.”
Hat die Amtsführung der Kindesvertretung das Kindeswohl tatsächlich gefährdet, muss die ernennende Behörde eingreifen; dies kann notfalls auch die Abberufung der Kindesvertretung umfassen. Ein Elternteil kann in Form einer Art «Aufsichtsanzeige» dem ernennenden Gericht Missstände anzeigen, damit dieses von Amtes wegen Massnahmen prüfen kann. Die ernennende Behörde hat dabei die Unabhängigkeit der Kindesvertreterin zu wahren und darf sie nicht allein deswegen absetzen, weil sie ihre gesetzlichen Rechte wahrnimmt. Für eine Auswechslung etwa wegen Verletzung des Kindeswohls ist eine erhebliche oder zumindest wiederholte Pflichtverletzung bzw. ein eigentlicher Missstand erforderlich.
“Soweit die Kindesvertreterin mit ihrer Amtsführung tatsächlich das Kindes- wohl gefährdet, muss die ernennende Behörde eingreifen und die notwendigen Massnahmen treffen können, wozu notfalls auch die Abberufung der Kindesver- tretung gehört, wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat (BGer, 5A_894/2015, E. 4.2; S CHWEIGHAUSER, a.a.O., Art. 300 ZPO N 56; BSK ZPO-MICHEL/STECK, Art 299 N 25). Bei Missständen hinsichtlich der Vertretung des Kindes soll es ei- nem Elternteil daher möglich sein, im Sinne einer Art "Aufsichtsanzeige" dem er- nennenden Gericht anhand zu legen, von Amtes wegen Massnahmen zu treffen (BGer, 5A_894/2015, E. 4.1; M ICHEL/STECK, a.a.O.). Freilich hat in diesem Zu- sammenhang auch die einsetzende Behörde die Unabhängigkeit der Kindesver- treterin zu achten. Sie kann sie beispielsweise nicht allein deshalb absetzen, weil sie von den ihr gesetzlich zugedachten Rechten Gebrauch macht, wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat. Für eine Auswechslung der Kindesvertrete- rin aufgrund einer Kindeswohlverletzung würde also eine erhebliche oder zumin- dest wiederholte Pflichtverletzung, ein eigentlicher Missstand, benötigt.”
Als «wichtige Angelegenheit» im Sinn von Art. 300 ZPO gelten nur Besuchsrechtsstreitigkeiten von erheblicher Intensität. Typische Beispiele sind die völlige Verweigerung oder der Entzug des Besuchsrechts sowie Einschränkungen, die das übliche Mass erheblich unterschreiten (z. B. nur begleitetes Besuchsrecht oder Wegfall von Ferienbetreuung). Dagegen stellen rein untergeordnete zeitliche Abweichungen (z. B. Verschiebung des Besuchsbeginns von Samstagmittag auf Freitagabend) keine «wichtige Angelegenheit» dar.
“299; Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 299 ZPO). Vorausgesetzt wird eine Besuchsrechtsstreitigkeit von derartiger Intensität, dass auch nach allgemeinen Kriterien von einem schweren Fall auszugehen ist. Dies ist vorab dann der Fall, wenn das Besuchsrecht überhaupt verweigert oder entzogen wird oder eine Einschränkung desselben im Raum steht, mit der das übliche Mass erheblich unterschritten würde (Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, a.a.O., N. 5 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 8 zu Art. 300 ZPO). Eine solch erhebliche Unterschreitung des üblichen Masses wird beispielhaft angenommen, wenn einem Elternteil nur ein begleitetes Besuchsrecht eingeräumt oder auf eine Betreuungsregelung während der Ferienzeit verzichtet wird (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 300 ZPO). Keine wichtige Frage im Sinne der eingangs erwähnten Bestimmungen soll dagegen etwa vorliegen, wenn es darum geht, an welchen Tagen das Besuchsrecht konkret ausgeübt wird oder wenn bloss untergeordnete zeitliche Abweichungen bestehen (der Besuchsbeginn also beispielsweise auf Freitagabend statt Samstagmittag festgesetzt wird, Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, a.a.O., N. 3 zu Art. 299 ZPO; Gasser/Rickli, Kurzkommentar, a.a.O., N. 2 zu Art. 300 ZPO).”
“, N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, a.a.O., N. 5 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 8 zu Art. 300 ZPO). Eine solch erhebliche Unterschreitung des üblichen Masses wird beispielhaft angenommen, wenn einem Elternteil nur ein begleitetes Besuchsrecht eingeräumt oder auf eine Betreuungsregelung während der Ferienzeit verzichtet wird (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 300 ZPO). Keine wichtige Frage im Sinne der eingangs erwähnten Bestimmungen soll dagegen etwa vorliegen, wenn es darum geht, an welchen Tagen das Besuchsrecht konkret ausgeübt wird oder wenn bloss untergeordnete zeitliche Abweichungen bestehen (der Besuchsbeginn also beispielsweise auf Freitagabend statt Samstagmittag festgesetzt wird, Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, a.a.O., N. 3 zu Art. 299 ZPO; Gasser/Rickli, Kurzkommentar, a.a.O., N. 2 zu Art. 300 ZPO).”
“3 ZPO ist, orientiert sich nicht am subjektiven Empfinden des betroffenen Kindes, sondern an einem objektiven Massstab (Stalder/van de Graaf, in: Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, N. 5 zu Art. 299 ZPO; Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 5 zu Art. 299; Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 299 ZPO). Vorausgesetzt wird eine Besuchsrechtsstreitigkeit von derartiger Intensität, dass auch nach allgemeinen Kriterien von einem schweren Fall auszugehen ist. Dies ist vorab dann der Fall, wenn das Besuchsrecht überhaupt verweigert oder entzogen wird oder eine Einschränkung desselben im Raum steht, mit der das übliche Mass erheblich unterschritten würde (Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, a.a.O., N. 5 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 8 zu Art. 300 ZPO). Eine solch erhebliche Unterschreitung des üblichen Masses wird beispielhaft angenommen, wenn einem Elternteil nur ein begleitetes Besuchsrecht eingeräumt oder auf eine Betreuungsregelung während der Ferienzeit verzichtet wird (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 300 ZPO). Keine wichtige Frage im Sinne der eingangs erwähnten Bestimmungen soll dagegen etwa vorliegen, wenn es darum geht, an welchen Tagen das Besuchsrecht konkret ausgeübt wird oder wenn bloss untergeordnete zeitliche Abweichungen bestehen (der Besuchsbeginn also beispielsweise auf Freitagabend statt Samstagmittag festgesetzt wird, Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, a.a.O., N. 3 zu Art. 299 ZPO; Gasser/Rickli, Kurzkommentar, a.a.O., N. 2 zu Art. 300 ZPO).”
Die Kindesvertretung kann auch Unterhaltsfragen (z. B. Betreuungsunterhalt) erfassen. Sie ist befugt, im Interesse des Kindes Vorschläge zu machen sowie prozessierend aufzutreten und Rechtsmittel zu ergreifen. Das Mandat der Kindesvertretung dauert grundsätzlich bis zur Rechtskraft der betreffenden Entscheide über die Kinderbelange an; es endet nicht bereits dadurch, dass die Kindesvertretung kein Rechtsmittel erhebt.
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für B. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 ZPO angeordnet (RG act. IV/11 [Proz. Nr. 115-2018-55]). Der verfahrensleitende Richter verwies bezüglich der Kompetenzen der Kindesvertre- terin auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertretung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neuregelung der Be- treuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste somit auch die Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kindesvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kinderbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022 [nachfolgend zitiert als Schweighauser, FamKomm], N 54 Anh. ZPO Art. 300; Margot Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), nicht aber bereits dadurch, dass die Kindes- vertretung kein Rechtsmittel erhebt, dauert es aktuell fort, weshalb die Kindesver- treterin in das vorliegende Verfahren einbezogen wurde. Ein Anlass, ihre Stellung- nahme vom 8. März 2023 aus dem Recht zu weisen, wie es der Gesuchsgegner beantragt, besteht nicht, zumal die einzelnen Handlungen einer Kindesvertretung grundsätzlich nicht in Frage gestellt werden können (vgl. BGer 5A_894/2015 v.”
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für A. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 f. ZPO angeordnet (RG act. IV/11). Dabei verwies der verfah- rensleitende Richter auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertre- tung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neure- gelung der Betreuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste daher auch die vorliegend noch strittige Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kin- desvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kin- derbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N 54 Anh. ZPO Art. 300; Mar- got Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), besteht es aktuell noch. Damit stellt sich die Frage, ob im Unterhaltspunkt überhaupt noch eine Vertre- tungsbefugnis der Kindsmutter C. besteht, ob die Genannte mit anderen Worten berechtigt war, Rechtsanwalt Fryberg mit der Erhebung einer Berufung betreffend Betreuungsunterhalt im Namen des Sohnes zu mandatieren. Ob die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter durch eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO beschnitten werden, oder ob nicht eher im Einklang mit BGE 142 III 153 davon auszugehen ist, dass die Kindesvertretung zusätzliche Befug- nisse wahrnimmt, ist nicht geklärt (Cordula Lötscher, Das Kind im Unterhaltspro- zess, in: Der Familienprozess,”
“Les tiers de confiance prendront l'enfant B.K.________ au bas de l'immeuble de G.________ où A.K.________ l'aura amenée personnellement. Les parties créeront un groupe WhatsApp sur lequel figureront les différentes personnes de confiance précitées. Le droit de visite s'exercera la première fois le week-end du 22-23 février 2020. IV. Parties conviennent que les frais judiciaires, arrêtés à Fr. 400.- (quatre cents francs), seront pris en charge par chacune des parties par moitié. Il est renoncé à l'allocation de dépens. » 2.3 Une autorisation de procéder a été délivrée à l’appelante le 10 mars 2020. 2.4 Par ordonnance de mesures provisionnelles du 20 mai 2020, la présidente a notamment instauré une curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant appelante et désigné Me Michèle Meylan en qualité de curatrice, avec l’autorisation de faire toutes propositions utiles dans l’intérêt de celle-ci et d’agir en justice en son nom. Cette ordonnance indiquait notamment, citant l’art. 300 CPC, que le représentant de l’enfant pouvait déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu’il s’agissait notamment de questions concernant la contribution d’entretien. 2.5 Par ordonnance de mesures provisionnelles du 20 juillet 2020, la présidente a dit que le droit de visite de l’appelant sur sa fille s’exercera par l’intermédiaire de « [...]», chaque premier dimanche et troisième samedi du mois de 13 heures à 17 heures (I), a dit que l’appelant assumera les frais liés à l’exercice de son droit de visite (II) et a imparti à l’appelant un délai de quatre mois à compter de la notification de la décision pour trouver une activité lucrative ou prouver qu’il a tout mis en œuvre pour y parvenir (III). En droit, la présidente a constaté qu’au vu de son âge (32 ans), de ses différentes expériences professionnelles et de son état de santé vraisemblablement bon, il y avait lieu de rendre attentif l’appelant au fait qu’il était attendu de sa part qu’il trouve une activité professionnelle, dans la mesure où il bénéficiait d’une pleine capacité de travail et qu’il n’avait aucun enfant mineur à charge.”
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