Nouvelle teneur selon le ch. II de la LF du 25 sept. 2015 (Représentation professionnelle dans une procédure d’exécution forcée), en vigueur depuis le 1erjanv. 2018 (RO 2016 3643;FF 2014 8505). ↩
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Das gerichtliche Verbot dient dem Schutz der Sachherrschaft; es darf nicht in eine allgemeine Benutzerordnung oder in den Schutz anderer Rechtsgüter (z. B. Rücksichtnahme zwischen Mietern) umschlagen. Zulässig ist, dass das Verbot auf übermässige Eingriffe in die Sachherrschaft abzielt und sich gegen ein unbestimmtes Personenkreis richtet. Der Erlass kann Ausnahmen für bestimmte Personengruppen (z. B. Bewohner eines Hauses, Mieter privater Parkplätze) sowie örtlich oder zeitlich beschränkt erfolgen.
“Das Verbot kann jede denkbare, übermässige Störung untersagen, z.B. "Betreten mit Hunden verboten", "Rauchen verboten", "Parkverbot" oder "Fussballspielen verboten". Dient das Verbot nicht dem Schutz des Besitzes (namentlich der Unterbindung rechtlich relevanter Störungen der Sachherrschaft), sondern dem Schutz der Besitzer und Nutzer einer Liegenschaft (wie z.B. für den Schutz von Handlungen, die andere Mieter stören), ist das Gesuch abzulehnen, zumal diesen Störungen auch mit einer Benutzerordnung Abhilfe geschaffen werden kann. Der Angriff auf andere Rechtsgüter als die tatsächlich bestehenden Herrschaftsverhältnisse über eine Sache kann mit Art. 258 ZPO nicht abgewehrt werden. Eigentliche Benutzerordnungen sind damit untersagt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 4 zu Art. 258 ZPO; vgl. auch ZR 98/ 1999 S. 207 E. 1a f.). Möglich ist, dass bestimmte Personengruppen vom Verbot ausgenommen werden (z.B. die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft oder Mieter privater Parkplätze) (GÖKSU, a.a.O., N. 20 zu Art. 258 ZPO; TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 3 zu Art. 258 ZPO; je mit Hinweis). Ein gerichtliches Verbot kann auch örtlich auf nur einen Teil des betroffenen Grundstücks oder zeitlich beschränkt sein, z.B. "Parkieren zwischen 07.00-19.00 Uhr verboten" (RUSCH/KLAUS, Der zugeparkte Parkplatz, Jusletter 28. September 2015 S. 19). Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen.”
“Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op. cit., n. 3 ad art. 258 CPC). S'il droit prouver par titre (art. 277 CPC) son droit réel, le requérant doit uniquement rendre vraisemblable (i) l'existence ou l'imminence d'un trouble, (ii) le fait que ce trouble atteint une certaine intensité, c'est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées, et (iii) que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées (DELABAYS, op. cit., n. 6 ad art. 258 CPC et la référence citée). L'existence ou l'imminence d'un trouble est vraisemblable lorsque l'on peut déduire des faits présentés par le requérant que les éléments pertinents sont réunis, sans pour autant que l'on puisse exclure la possibilité que la situation réelle soit différente (BOHNET, op. cit., n. 8 ad art. 258 CPC; cf. ATF 132 III 715 consid. 3.1). 3.2 En l'espèce, l'appelante ne critique pas de façon motivée l'ordonnance attaquée, en tant que le Tribunal a retenu qu'elle n'avait pas allégué - ni a fortiori rendu vraisemblable - que le parking du centre commercial provisoire ferait l'objet d'une utilisation non autorisée (et excessive) par un cercle indéterminé de personnes. La recevabilité de l'appel apparaît dès lors discutable sous l'angle de sa motivation. Il n'est toutefois pas nécessaire d'examiner plus avant cette question, la décision querellée devant quoi qu'il en soit être confirmée sur ce point. En effet, dans sa requête de mise à ban, l'appelante s'est bornée à alléguer que le parking du centre commercial provisoire était librement accessible et, partant, qu'il était "inéluctable" que "certains usagers" y stationnent leur véhicule "pour une longue durée".”
Ist dem Täter das gerichtliche Verbot unbekannt und liegt kein vorwerfbares Sorgfaltsversäumnis vor, kommt weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit in Betracht, so dass die Übertretung nicht strafbar ist. Allgemein wird zwar auch die fahrlässige Missachtung eines Art. 258 ZPO gerichtlichen Verbots als strafbar angesehen; die Strafbarkeit entfällt jedoch, wenn der betreffende Irrtum über das Verbot nicht zurechenbar ist.
“V.m. Art. 104 StGB). Grundlage für die Bestrafung der Missachtung eines gerichtlichen Verbots bildet Art. 258 ZPO als Norm des Nebenstrafrechts (und nicht etwa Art. 292 StGB; vgl. Tenchio/Tenchio, a.a.O., N 23a zu Art. 258 ZPO; Arnold F. Rusch/Philipp Klaus, Der zugeparkte Parkplatz, in: Jusletter vom 28. September 2015, N 29), weshalb gemäss Art. 333 Abs. 7 StGB auch die fahrlässige Übertretung strafbar ist, sofern nicht nach dem Sinne der Vorschrift nur die vorsätzliche Begehung mit Strafe bedroht ist. Aus der Rechtsnatur des gerichtlichen Verbots als besondere Form des ansonsten verschuldensunabhängigen zivilrechtlichen Besitzesschutzes wie auch aus dem Wortlaut der Bestimmung, wonach "jede" Besitzesstörung strafbewehrt ist, erhellt, dass auch die fahrlässige Übertretung des Verbots unter Strafe steht (Andreas Güngerich, in: Berner Kommentar ZPO, Bern 2012, N 22 zu Art. 258 ZPO; Frano Koslar, in: Stämpflis Handkommentar ZPO, Bern 2010, N 4 zu Art. 258 ZPO; Schwander, a.a.O., N 9 zu Art. 258 ZPO). Fahrlässig begeht eine Übertretung, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt (Art. 12 Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 104 StGB). Nach der bereits festgestellten Unkenntnis des Beschuldigten vom gerichtlichen Verbot und in Abwesenheit von einschlägigen Sorgfaltsnormen zur Vermeidung dieses Irrtums sowie mangels eines konkreten vorwerfbaren Fehlverhaltens kann die Übertretung des gerichtlichen Verbots dem Beschuldigten nicht zugerechnet werden. Der Beschuldigte hatte gar keine Möglichkeit, vom Wasser aus das Verbot zu sehen bzw. den Verbotstext zu lesen und zur Kenntnis zu nehmen, weshalb die Übertretung weder vorsätzlich, noch fahrlässig begangen wurde und folglich straflos bleiben muss.”
Bei öffentlichen Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen. Soll der Gemeingebrauch aufgehoben oder eingeschränkt werden, sind öffentlich-rechtliche Massnahmen erforderlich. Auch dass eine privatrechtliche Strasse öffentlich erklärt wurde, kann dem Erlass eines Verbots nach Art. 258 ZPO entgegenstehen.
“Das Verbot kann jede denkbare, übermässige Störung untersagen, z.B. "Betreten mit Hunden verboten", "Rauchen verboten", "Parkverbot" oder "Fussballspielen verboten". Dient das Verbot nicht dem Schutz des Besitzes (namentlich der Unterbindung rechtlich relevanter Störungen der Sachherrschaft), sondern dem Schutz der Besitzer und Nutzer einer Liegenschaft (wie z.B. für den Schutz von Handlungen, die andere Mieter stören), ist das Gesuch abzulehnen, zumal diesen Störungen auch mit einer Benutzerordnung Abhilfe geschaffen werden kann. Der Angriff auf andere Rechtsgüter als die tatsächlich bestehenden Herrschaftsverhältnisse über eine Sache kann mit Art. 258 ZPO nicht abgewehrt werden. Eigentliche Benutzerordnungen sind damit untersagt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 4 zu Art. 258 ZPO; vgl. auch ZR 98/ 1999 S. 207 E. 1a f.). Möglich ist, dass bestimmte Personengruppen vom Verbot ausgenommen werden (z.B. die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft oder Mieter privater Parkplätze) (GÖKSU, a.a.O., N. 20 zu Art. 258 ZPO; TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 3 zu Art. 258 ZPO; je mit Hinweis). Ein gerichtliches Verbot kann auch örtlich auf nur einen Teil des betroffenen Grundstücks oder zeitlich beschränkt sein, z.B. "Parkieren zwischen 07.00-19.00 Uhr verboten" (RUSCH/KLAUS, Der zugeparkte Parkplatz, Jusletter 28. September 2015 S. 19). Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen.”
“Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen. Soll der Gemeingebrauch an öffentlichen Strassen durch sog. "funktionelle Verkehrsanordnungen" i.S.v. Art. 3 Abs. 4 SVG (etwa Parkierungsvorschriften) beschränkt werden, sind dabei die massgeblichen Vorschriften des Bundesrechts zu beachten. Das Gemeinwesen darf die öffentlich-rechtlichen Vorschriften nicht umgehen, indem es beim Zivilrichter ein Verbot erwirkt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 16 zu Art. 258 ZPO; GÖKSU, a.a.O., N. 10a zu Art. 258 ZPO; vgl. auch Urteil 6P.12/2004 vom 6. April 2004 E. 2.2 mit Hinweisen).”
Klagbefugnis nach Art. 258 ZPO steht dem Inhaber eines dinglichen Rechts am Grundstück zu. Dazu gehören namentlich der Eigentümer, der Superficiaire (Oberflächenberechtigte), der Nutzniessungs-/Usufrukträger und der Berechtigte aus einer Grunddienstbarkeit. Bei kollektiver Eigentumsform ist die Stellung der Miteigentümer relevant (z. B. gemeinsames Vorgehen der Gesamtheit der Eigentümer).
“258 à 260 CPC traitent de l'interdiction générale de troubler la propriété foncière - la mise à ban (contrairement aux actions possessoires) n'étant possible qu'en matière immobilière - par le biais d'une procédure gracieuse, dans sa phase initiale pour le moins. Un trouble de la possession concret, causé par une personne déterminée doit faire l'objet d'une procédure contentieuse (action possessoire des art. 927 et 928 CC et action pétitoire des art. 641 et 679 CC) en procédure ordinaire ou simplifiée, suivant la valeur litigieuse, voire selon la procédure du cas clair de l'art. 257 (DELABAYS, in Petit commentaire CPC, 2020, n. ad art. 258 CPC et la réf. citée). La qualité pour agir appartient au titulaire d'un droit réel sur l'immeuble; il peut ainsi s'agir du propriétaire, d'un copropriétaire, respectivement de l'ensemble des propriétaires agissant de concert en cas de propriété collective. Lorsque le fonds fait l'objet d'un droit de superficie ou d'un usufruit, le superficiaire ou l'usufruitier sont aussi légitimés à requérir une mise à ban (DELABAYS, op. cit., n. 2 ad 258 CPC; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 258 CPC). Le trouble à rendre vraisemblable doit présenter une certaine intensité et le tribunal doit pouvoir se faire une idée de la nature et de la fréquence du trouble. Un dérangement est juridiquement pertinent lorsqu'il dépasse les limites des nuisances raisonnablement tolérables, c'est-à-dire lorsqu'il est excessif. Les nuisances qui doivent être tolérées en tant que conséquences raisonnables et nécessaires de la cohabitation humaine sont autorisées et ne peuvent donc pas être interdites (TENCHIO/TENCHIO, in BSK ZPO, 2017, n. 4 ad art. 258 CPC et les réf. citées). Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires.”
“La qualité pour agir appartient au titulaire d'un droit réel sur l'immeuble; il peut ainsi s'agir du propriétaire, d'un copropriétaire, respectivement de l'ensemble des propriétaires agissant de concert en cas de propriété collective. Lorsque le fonds fait l'objet d'un droit de superficie ou d'un usufruit, le superficiaire ou l'usufruitier sont aussi légitimés à requérir une mise à ban (DELABAYS, op. cit., n. 2 ad 258 CPC; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 258 CPC). Le trouble à rendre vraisemblable doit présenter une certaine intensité et le tribunal doit pouvoir se faire une idée de la nature et de la fréquence du trouble. Un dérangement est juridiquement pertinent lorsqu'il dépasse les limites des nuisances raisonnablement tolérables, c'est-à-dire lorsqu'il est excessif. Les nuisances qui doivent être tolérées en tant que conséquences raisonnables et nécessaires de la cohabitation humaine sont autorisées et ne peuvent donc pas être interdites (TENCHIO/TENCHIO, in BSK ZPO, 2017, n. 4 ad art. 258 CPC et les réf. citées). Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires. Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op.”
“, Bâle 2017, n. 26 ad art. 319 CPC). Elle revoit librement les questions de droit soulevées par le recourant et peut substituer ses propres motifs à ceux de l'autorité précédente ou du recourant (Hohl, Procédure civile, Tome II, 2e éd., 2010, n. 2508, p. 452). Comme pour l'art. 97 al. 1 LTF (Loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 ; RS 173.110), le grief de la constatation manifestement inexacte des faits ne permet que de corriger une erreur évidente, la notion se recoupant en définitive avec l'appréciation arbitraire des preuves (Corboz, Commentaire de la LTF, 2e éd., 2014, n. 27 ad art. 97 LTF). 2.2 2.2.1 A teneur de l’art. 326 al. 1 CPC, appliqué à titre supplétif, les conclusions, les allégations de faits et les preuves nouvelles sont irrecevables en procédure de recours. 2.2.2 En l’occurrence, à l’exception de la pièce no 1 produite par le recourant qui est une pièce dite de forme, les pièces nos 2 et 3, qui sont nouvelles, sont irrecevables. 3. 3.1 Le recourant invoque une violation de l’art. 258 CPC. 3.2 Le droit cantonal détermine la compétence matérielle et fonctionnelle des tribunaux, sauf disposition contraire de la loi (art. 4 al. 1 CPC). Selon l’art. 44 al. 1 CDPJ, le juge de paix est le tribunal de la mise à ban. Selon l'art. 258 CPC, le titulaire d'un droit réel sur un immeuble peut exiger du tribunal qu'il interdise tout trouble de la possession et que, en cas de récidive, l'auteur soit, sur dénonciation, puni d'une amende de 2'000 fr. au plus(al. 1). Le requérant doit apporter la preuve par titres de son droit réel et rendre vraisemblable l’existence ou l’imminence d’un trouble (al. 2). La qualité pour agir appartient non seulement au propriétaire du fonds mais également à celui qui se prétend titulaire d'un droit réel sur l'immeuble (art. 258 CPC), comme par exemple le titulaire d'une servitude foncière (Bohnet, CR-CPC, op. cit., n. 7 ad art. 258 CPC). Sous l'ancien droit, le droit de requérir la mise à ban avait également été conféré aux titulaires de servitudes de passage ou de parcage pour les usages lésant leurs droits par l'introduction de l'art.”
Das gerichtliche Verbot muss verhältnismässig abgefasst sein. Eine zu weit gefasste oder abstrakte Untersagung kann der Richter mangels Verhältnismässigkeit ablehnen oder sie durch örtliche, zeitliche Beschränkungen oder Ausnahmen für bestimmte Personengruppen einschränken.
“2 ad 258 CPC; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 258 CPC). Le trouble à rendre vraisemblable doit présenter une certaine intensité et le tribunal doit pouvoir se faire une idée de la nature et de la fréquence du trouble. Un dérangement est juridiquement pertinent lorsqu'il dépasse les limites des nuisances raisonnablement tolérables, c'est-à-dire lorsqu'il est excessif. Les nuisances qui doivent être tolérées en tant que conséquences raisonnables et nécessaires de la cohabitation humaine sont autorisées et ne peuvent donc pas être interdites (TENCHIO/TENCHIO, in BSK ZPO, 2017, n. 4 ad art. 258 CPC et les réf. citées). Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires. Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op. cit., n. 3 ad art. 258 CPC). S'il droit prouver par titre (art. 277 CPC) son droit réel, le requérant doit uniquement rendre vraisemblable (i) l'existence ou l'imminence d'un trouble, (ii) le fait que ce trouble atteint une certaine intensité, c'est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées, et (iii) que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées (DELABAYS, op.”
“Eigentliche Benutzerordnungen sind damit untersagt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 4 zu Art. 258 ZPO; vgl. auch ZR 98/ 1999 S. 207 E. 1a f.). Möglich ist, dass bestimmte Personengruppen vom Verbot ausgenommen werden (z.B. die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft oder Mieter privater Parkplätze) (GÖKSU, a.a.O., N. 20 zu Art. 258 ZPO; TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 3 zu Art. 258 ZPO; je mit Hinweis). Ein gerichtliches Verbot kann auch örtlich auf nur einen Teil des betroffenen Grundstücks oder zeitlich beschränkt sein, z.B. "Parkieren zwischen 07.00-19.00 Uhr verboten" (RUSCH/KLAUS, Der zugeparkte Parkplatz, Jusletter 28. September 2015 S. 19). Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen. Soll der Gemeingebrauch an öffentlichen Strassen durch sog. "funktionelle Verkehrsanordnungen" i.S.v. Art. 3 Abs. 4 SVG (etwa Parkierungsvorschriften) beschränkt werden, sind dabei die massgeblichen Vorschriften des Bundesrechts zu beachten. Das Gemeinwesen darf die öffentlich-rechtlichen Vorschriften nicht umgehen, indem es beim Zivilrichter ein Verbot erwirkt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 16 zu Art. 258 ZPO; GÖKSU, a.a.O., N. 10a zu Art. 258 ZPO; vgl. auch Urteil 6P.12/2004 vom 6. April 2004 E. 2.2 mit Hinweisen).”
Die Mise-à-ban gemäss Art. 258 ZPO betrifft dingliche Rechte an Liegenschaften und schützt gegen Besitzesstörungen. Anspruchsberechtigt ist der Inhaber eines dinglichen Rechts, der zugleich possessorisch betroffen ist. Die Verfügung richtet sich grundsätzlich an einen unbestimmten (offenen) Kreis von Adressaten; Ausnahmen für bestimmte Personengruppen sind möglich. Das Verbot kann konkret oder abstrakt formuliert werden, auf bestimmte Störungen zugeschnitten sowie räumlich oder zeitlich begrenzt sein.
“Seul le titulaire d’un droit réel qui est en même temps possesseur peut requérir la mise à ban. Il s’agit là d’une conséquence de l’art. 641 al. 2 CC, qui confère au propriétaire d'un objet le droit de se prémunir contre toute ingérence injustifiée («action négatoire»; v. arrêt TF 6B_880/2013 du 27 février 2014 consid. 3). Pour pouvoir être prononcée, la mise à ban doit s’adresser à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées. Le cercle indéterminé de personnes auquel s’adresse la mise à ban ne signifie pas nécessairement «tout le monde», car des exceptions sont possibles; l’interdiction peut en effet exclure certains groupes de personnes. L’interdiction peut viser des troubles déterminés ou indéterminés. Elle peut être prononcé pour une durée limitée ou illimitée (sur toutes ces questions, voir Andreas Güngerich, in: Berner Kommentar, Band II, Berne 2012, n. 3-5 ad art. 258 CPC; Luca Tenchio/Kristina Tenchio, in: Basler Kommentar, Spühler/Tenchio/Infanger [édit.], 3e éd., Bâle 2017, n. 3-4 et 16 ad art. 258 CPC). En droit cantonal, la mise à ban relève de la compétence du juge de paix, vu l’art. 44 al. 1 du Code de droit privé judiciaire vaudois, du 12 janvier 2010 (CDPJ ; BLV 211.02). En vertu de l’art. 28 al. 2 CDPJ, la publication d'une mise à ban a lieu par l'affichage au pilier public de la commune concernée. Les anciennes interdictions rendues sous l’empire de l’ancien code de procédure civile vaudois demeurent efficaces sous le régime du CPC fédéral (cf. Denis Piotet, Droit judiciaire privé vaudois annoté, Bâle 2021, n. 1 ad art. 44 CDPJ).”
“258 à 260 CPC traitent de l'interdiction générale de troubler la propriété foncière - la mise à ban (contrairement aux actions possessoires) n'étant possible qu'en matière immobilière - par le biais d'une procédure gracieuse, dans sa phase initiale pour le moins. Un trouble de la possession concret, causé par une personne déterminée doit faire l'objet d'une procédure contentieuse (action possessoire des art. 927 et 928 CC et action pétitoire des art. 641 et 679 CC) en procédure ordinaire ou simplifiée, suivant la valeur litigieuse, voire selon la procédure du cas clair de l'art. 257 (DELABAYS, in Petit commentaire CPC, 2020, n. ad art. 258 CPC et la réf. citée). La qualité pour agir appartient au titulaire d'un droit réel sur l'immeuble; il peut ainsi s'agir du propriétaire, d'un copropriétaire, respectivement de l'ensemble des propriétaires agissant de concert en cas de propriété collective. Lorsque le fonds fait l'objet d'un droit de superficie ou d'un usufruit, le superficiaire ou l'usufruitier sont aussi légitimés à requérir une mise à ban (DELABAYS, op. cit., n. 2 ad 258 CPC; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 258 CPC). Le trouble à rendre vraisemblable doit présenter une certaine intensité et le tribunal doit pouvoir se faire une idée de la nature et de la fréquence du trouble. Un dérangement est juridiquement pertinent lorsqu'il dépasse les limites des nuisances raisonnablement tolérables, c'est-à-dire lorsqu'il est excessif. Les nuisances qui doivent être tolérées en tant que conséquences raisonnables et nécessaires de la cohabitation humaine sont autorisées et ne peuvent donc pas être interdites (TENCHIO/TENCHIO, in BSK ZPO, 2017, n. 4 ad art. 258 CPC et les réf. citées). Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires.”
Ein generelles, nicht auf bestimmte Personen gerichtetes Verbotsbegehren kann dann am schutzwürdigen Interesse fehlen, wenn der Antragsteller seine Rechte im Verfahren gegen konkret bezeichnete Personen vollumfänglich hätte durchsetzen können. Das Gericht kann daher auf Gesuche nicht eintreten, die zu pauschal sind oder bei denen der Schutz über ein Verfahren gegen namentlich bestimmte Störer erreichbar erscheint; zudem muss die Gesuchstellende die drohende oder bestehende Störung sowie die Adressierbarkeit des Verbots an einen unbestimmten Personenkreis glaubhaft machen.
“Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op. cit., n. 3 ad art. 258 CPC). S'il droit prouver par titre (art. 277 CPC) son droit réel, le requérant doit uniquement rendre vraisemblable (i) l'existence ou l'imminence d'un trouble, (ii) le fait que ce trouble atteint une certaine intensité, c'est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées, et (iii) que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées (DELABAYS, op. cit., n. 6 ad art. 258 CPC et la référence citée). L'existence ou l'imminence d'un trouble est vraisemblable lorsque l'on peut déduire des faits présentés par le requérant que les éléments pertinents sont réunis, sans pour autant que l'on puisse exclure la possibilité que la situation réelle soit différente (BOHNET, op. cit., n. 8 ad art. 258 CPC; cf. ATF 132 III 715 consid. 3.1). 3.2 En l'espèce, l'appelante ne critique pas de façon motivée l'ordonnance attaquée, en tant que le Tribunal a retenu qu'elle n'avait pas allégué - ni a fortiori rendu vraisemblable - que le parking du centre commercial provisoire ferait l'objet d'une utilisation non autorisée (et excessive) par un cercle indéterminé de personnes. La recevabilité de l'appel apparaît dès lors discutable sous l'angle de sa motivation. Il n'est toutefois pas nécessaire d'examiner plus avant cette question, la décision querellée devant quoi qu'il en soit être confirmée sur ce point. En effet, dans sa requête de mise à ban, l'appelante s'est bornée à alléguer que le parking du centre commercial provisoire était librement accessible et, partant, qu'il était "inéluctable" que "certains usagers" y stationnent leur véhicule "pour une longue durée".”
In den vorgelegten Entscheiden wurde Art. 258 Abs. 1 ZPO (CPC) auf Parkverstösse angewandt; die Kommission/verurteilenden Instanzen verhängten in diesen Fällen eine Busse von 80 CHF für wiederholtes Parkieren.
“]) et d’indiquer si elle entendait maintenir les plaintes en question. La Commission a également sollicité l’envoi d’une nouvelle plainte concernant les faits du 31 octobre 2023, doublement signée. Le 12 décembre 2023, la J.________ a confirmé à la Commission maintenir ses plaintes, précisant que le lieu exact des infractions était le [...]. Elle a par ailleurs produit une nouvelle plainte relative aux faits du 31 octobre 2023, signée par S.________ et Q.________, D.________ ayant quitté l’entreprise, et datée du 31 octobre 2023. Ainsi, la plainte en question serait antidatée, ce qui constituerait un faux dans les titres (art. 251 CP). Par ordonnance pénale du 20 décembre 2023, la Commission a condamné A.M.________ à une amende de 80 fr. pour avoir stationné le véhicule [...] immatriculé VD-[...] les 20 et 31 octobre 2023 sur le domaine privé de la C.________, sur une place réservée aux visiteurs, au [...], sans respecter la mise à ban placée à cet endroit (contravention à l’art. 258 al. 1 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272)). Le 26 décembre 2023, A.M.________ a formé opposition à cette ordonnance. En date du 4 janvier 2024, le couple s’est rendu dans les locaux de la J.________ afin de discuter avec Q.________ (chef du service des finances) d’une surfacturation des frais d’électricité des locaux communs. Celle-ci serait intervenue par le biais d’une surévaluation du prix du kilowattheure, constitutive pour eux d’un abus de confiance (art. 138 CP). Dès que G.________ (responsable des locations), venue les accueillir, a compris qu’ils étaient « la famille [...] », elle se serait empressée de leur dire qu’elle refusait de leur parler et a ordonné à la réceptionniste de ne pas leur adresser la parole et de se taire. Pour les plaignants, « par son attitude discriminatoire et calomnieuse », G.________ aurait « fortement porté atteinte à l’honneur de [leur] famille, [les] faisant passer aux yeux de la réceptionniste pour des personnes méprisables ».”
“Faits: A. A.a. Par ordonnance pénale du 20 décembre 2023, la Commission des contraventions de la Ville de U.________ (ci-après: la commission) a condamné A.________ (ci-après: le prévenu) à une amende de 80 fr., ainsi qu'aux frais de procédure, par 50 francs. Elle lui reprochait d'avoir stationné avec son véhicule, à deux reprises, les 20 et 31 octobre 2023, sur le domaine privé de la dénonciatrice, la Fondation B.________, représentée par la Société C.________, sans respecter la mise à ban placée à cet endroit. Cette ordonnance fait suite aux dénonciations des 23 et 31 octobre 2023 pour contravention à l'art. 258 al. 1 CPC. Le 26 décembre 2023, le prévenu a formé opposition à cette ordonnance pénale. A.b. Par ordonnance pénale du 29 février 2024, la commission, après avoir entendu le prévenu sur les raisons de son opposition le 19 février 2024, l'a condamné à une amende de 80 fr., ainsi qu'aux frais de procédure, par 100 francs. Par courriers des 2 et 8 mars 2024, le prévenu a formé opposition à cette ordonnance pénale. A.c. Le 20 mars 2024, la commission a transmis, par l'intermédiaire du Ministère public central du canton de Vaud, l'opposition ainsi que le dossier au Tribunal de police de l'arrondissement de Lausanne (ci-après: le tribunal). B. B.a. Le 4 avril 2024, le prévenu a demandé au tribunal l'octroi de l'assistance judiciaire et la désignation d'un défenseur d'office. Par lettre du 9 avril 2024, le tribunal l'a informé que la désignation d'un défenseur d'office n'était justifiée selon l'art. 132 CPP que s'il ne disposait pas des moyens nécessaires et si cette assistance était justifiée, notamment lorsque l'affaire n'était pas de peu de gravité et présentait, du point de vue des faits ou du droit, des difficultés qu'il ne pourrait pas surmonter seul, en précisant que cette condition ne lui paraissait pas réalisée.”
Das gerichtliche Verbot nach Art. 258 Abs. 1 ZPO ist im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit zu beantragen und wird demnach in einem Einparteienverfahren ohne Anhörung möglicher Betroffener eingeleitet.
“Gestützt auf Art. 258 Abs. 1 ZPO kann, wer an einem Grundstück dinglich berechtigt ist, beim Gericht beantragen, dass jede Besitzesstörung zu unterlassen ist und eine Widerhandlung auf Antrag mit einer Busse bis zu Fr. 2'000.– bestraft wird (sog. "gerichtliches Verbot"). Das gerichtliche Verbot stellt eine besondere Form des strafrechtlichen Schutzes von Grundeigentum dar, der zum zivilrechtli- chen Besitzesschutz nach Art. 928 ff. ZGB hinzutritt. Das Verbot im Sinne von Art. 258 ZPO besteht dabei in einer an jedermann, d.h. die Allgemeinheit gerichte- ten, aber auf ein konkretes Grundstück bezogenen Anordnung, in Zukunft eine - 4 - bestimmte Besitzesstörung zu unterlassen. Es richtet sich dabei grundsätzlich gegen einen unbestimmten Personenkreis, wobei ein bestimmter Personenkreis vom Verbot ausgenommen werden kann (L AZOPOULOS/LEIMGRUBER, in Gehri/Jent- Sörensen/Sarbach, OFK ZPO, 2. Aufl. 2015, Art. 258 N 1 m.w.H.). Das gerichtli- che Verbot ist im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit, mithin in einem Ein- parteienverfahren ohne Anhörung möglicher Betroffener, zu beantragen (BSK ZPO-T ENCHIO/TENCHIO, 3.”
Das gerichtliche Verbot dient dem Schutz des dinglichen Besitzes und darf nicht zur Durchsetzung von Benutzerordnungen oder zum Schutz anderer Rechtsgüter missbraucht werden. Gesuche, die auf die Regelung von Nutzerverhalten zum Schutz Dritter abzielen, sind demnach abzulehnen; insoweit können Benutzerordnungen als geeigneteres Mittel gelten. Soweit öffentlich-rechtliche Regelungen (z.B. Gemeingebrauch öffentlicher Strassen) betroffen sind, kann das Zivilgericht diese nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO umgehen. Gleichzeitig sind Ausgestaltungen denkbar, wonach das Verbot bestimmte Personengruppen ausnimmt oder örtlich bzw. zeitlich beschränkt wird.
“Das Verbot richtet sich im Allgemeinen an einen offenen/unbestimmten Adressatenkreis ("jedermann"). Ausnahmen können indessen zugelassen werden: so kann z. B. ein allgemeines Verbot die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft, Mieter privater Parkplätze oder Besucher von einem Verbot ausnehmen oder aber sich auf eine bestimmte Personengruppe beschränken. Das Verbot kann jede denkbare, übermässige Störung untersagen, z. B. "Betreten mit Hunden verboten", "Rauchen verboten", "Parkverbot" oder "Fussballspielen verboten". Dient das Verbot nicht dem Schutz des Besitzes (namentlich der Unterbindung rechtlich relevanter Störungen der Sachherrschaft), sondern dem Schutz der Besitzer und Nutzer einer Liegenschaft - 9 - (wie z. B. für den Schutz von Handlungen, die andere Mieter stören), ist das Ge- such abzulehnen, zumal diesen Störungen auch mit einer Benutzerordnung Abhil- fe geschaffen werden kann. Der Angriff auf andere Rechtsgüter als die tatsächlich bestehenden Herrschaftsverhältnisse über eine Sache kann mit Art. 258 ZPO nicht abgewehrt werden. Eigentliche Benutzerordnungen sind damit untersagt. Möglich ist, dass bestimmte Personengruppen vom Verbot ausgenommen werden (z. B. die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft oder Mieter privater Parkplät- ze). Ein gerichtliches Verbot kann auch örtlich auf nur einen Teil des betroffenen Grundstücks oder zeitlich beschränkt sein, z. B. "Parkieren zwischen 07.00–”
“Das Verbot kann jede denkbare, übermässige Störung untersagen, z.B. "Betreten mit Hunden verboten", "Rauchen verboten", "Parkverbot" oder "Fussballspielen verboten". Dient das Verbot nicht dem Schutz des Besitzes (namentlich der Unterbindung rechtlich relevanter Störungen der Sachherrschaft), sondern dem Schutz der Besitzer und Nutzer einer Liegenschaft (wie z.B. für den Schutz von Handlungen, die andere Mieter stören), ist das Gesuch abzulehnen, zumal diesen Störungen auch mit einer Benutzerordnung Abhilfe geschaffen werden kann. Der Angriff auf andere Rechtsgüter als die tatsächlich bestehenden Herrschaftsverhältnisse über eine Sache kann mit Art. 258 ZPO nicht abgewehrt werden. Eigentliche Benutzerordnungen sind damit untersagt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 4 zu Art. 258 ZPO; vgl. auch ZR 98/ 1999 S. 207 E. 1a f.). Möglich ist, dass bestimmte Personengruppen vom Verbot ausgenommen werden (z.B. die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft oder Mieter privater Parkplätze) (GÖKSU, a.a.O., N. 20 zu Art. 258 ZPO; TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 3 zu Art. 258 ZPO; je mit Hinweis). Ein gerichtliches Verbot kann auch örtlich auf nur einen Teil des betroffenen Grundstücks oder zeitlich beschränkt sein, z.B. "Parkieren zwischen 07.00-19.00 Uhr verboten" (RUSCH/KLAUS, Der zugeparkte Parkplatz, Jusletter 28. September 2015 S. 19). Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen. Soll der Gemeingebrauch an öffentlichen Strassen durch sog.”
“Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen. Soll der Gemeingebrauch an öffentlichen Strassen durch sog. "funktionelle Verkehrsanordnungen" i.S.v. Art. 3 Abs. 4 SVG (etwa Parkierungsvorschriften) beschränkt werden, sind dabei die massgeblichen Vorschriften des Bundesrechts zu beachten. Das Gemeinwesen darf die öffentlich-rechtlichen Vorschriften nicht umgehen, indem es beim Zivilrichter ein Verbot erwirkt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 16 zu Art. 258 ZPO; GÖKSU, a.a.O., N. 10a zu Art. 258 ZPO; vgl. auch Urteil 6P.12/2004 vom 6. April 2004 E. 2.2 mit Hinweisen).”
Ist ein Grundstück nach öffentlichem Recht dem Gemeingebrauch oder einer öffentlichen Widmung (z.B. als Fussweg, Strasse) unterstellt, kann dies die Anwendung der mise-à-ban für die jeweils betroffene Nutzungsgruppe verhindern. Öffentlich-rechtliche Körperschaften können zwar grundsätzlich Verbote nach Art. 258 ZPO für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen beantragen; im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch dürfen sie den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein zivilrechtliches Verbot aufheben oder einschränken, sondern müssen auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen.
“En l’occurrence, le premier juge a constaté, comme le recourant l’admet d’ailleurs expressément, que le chemin qui passe à travers la parcelle et l’exploitation agricole est un chemin pédestre dûment signalé. 6. Selon une partie de la doctrine, l’immeuble objet de la mise à ban ne doit pas être affecté à l’usage public (Delabays, op. cit., n. 2 ad art. 258 CPC ; Tenchio/Tenchio, Commentaire bâlois, n. 16 et 17 ad art. 258 CPC). Une des questions pratiques les plus débattues est celle des relations entre la procédure d’interdiction des articles 258 et suivants CPC et celle de la législation sur la circulation routière lorsque la voie publique est ouverte sur un terrain privé (cf. à ce sujet pour l’ancien droit cantonal de la mise à ban, RJN 1987, p. 77 ; cf. aussi Piotet, in RSPC 5/2013, Les questions de droit matériel influant sur la procédure de mise à ban des articles 258 à 260 CPC, spécialement s’agissant de la légitimation et du champ d’application, p. 448 ss, p. 453 ; cf. aussi Schwander, in Schweizerische Zivilprozessordnung, 2e éd., n. 4 ad art. 258 CPC). Pour sa part, le Tribunal fédéral, dans un arrêt du 11 mars 1982 (publié in RDAF 1983, p. 187) a considéré que si l’application des dispositions de la LCR en raison de l’ouverture de places de parc sur le domaine privé de l’Etat de Vaud se justifiait, celle-ci n’empêchait nullement l’application simultanée des articles relatifs à la mise à ban du droit cantonal vaudois et en tout cas sous l’angle de l’arbitraire (art. 420 ss aCPC Vaud). Dans un arrêt plus récent, du 15 août 2012, le Tribunal fédéral a toutefois rejeté un recours contre un arrêt de la Cour suprême du canton de Zurich rejetant une demande de mise à ban portant sur des biens appartenant à des particuliers mais qui étaient affectés à l’usage public selon le droit cantonal (cette question ayant fait l’objet d’un examen à titre préjudiciel par la Cour cantonale) (arrêt du TF du 15.08.2012 [5A_348/2012]). Se basant sur cette dernière jurisprudence, l’ARMC retient que la qualité de chemin de randonnée pédestre de la voie traversant la parcelle du recourant empêche le recours à la procédure de mise à ban pour les piétons.”
“Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen. Soll der Gemeingebrauch an öffentlichen Strassen durch sog. "funktionelle Verkehrsanordnungen" i.S.v. Art. 3 Abs. 4 SVG (etwa Parkierungsvorschriften) beschränkt werden, sind dabei die massgeblichen Vorschriften des Bundesrechts zu beachten. Das Gemeinwesen darf die öffentlich-rechtlichen Vorschriften nicht umgehen, indem es beim Zivilrichter ein Verbot erwirkt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 16 zu Art. 258 ZPO; GÖKSU, a.a.O., N. 10a zu Art. 258 ZPO; vgl. auch Urteil 6P.12/2004 vom 6. April 2004 E. 2.2 mit Hinweisen).”
Auszüge aus Kartenwerken (z. B. Google‑Maps/guichet cartographique) und vorgelegte Korrespondenz können geeignet sein, die Glaubhaftmachung einer bestehenden oder drohenden Störung der Besitzeslage im Sinne von Art. 258 Abs. 2 ZPO zu stützen.
“Cette action peut d’abord être dirigée contre celui qui prétend à un droit incompatible avec la servitude ; si ce droit est déjà inscrit au registre foncier, l’action se doublera d’une action en rectification du registre foncier ». Contrairement à ce que semble retenir le premier juge, cet auteur n’est pas d’avis que la mise à ban est exclue lorsqu’une action confessoire est ouverte. Il se borne à mentionner les diverses options ouvertes au propriétaire qui est troublé dans l’exercice de sa servitude, sans qu’il ne soit question de l’ouverture d’une seule action qui en exclurait d’autres. Partant, il y a lieu de constater que les griefs du recourant sont fondés. Le juge de paix a de facto imposé des critères supplémentaires restrictifs à l’art. 258 CPC, qui ne ressortent pas de la loi et qui se fondent sur une interprétation erronée d’un avis de doctrine. Il faut ainsi considérer que la voie de la mise à ban est ouverte et n’est pas exclue par la possibilité d’une action confessoire. 4. 4.1 Il sied ensuite de déterminer si la condition de la vraisemblance de l’existence d’un trouble (art. 258 al. 2 CPC) est réalisée. 4.2 A cet égard, le premier juge a retenu que tel n’était pas le cas, le recourant n’ayant pas rendu vraisemblable l’existence ou l’imminence d’un trouble de la possession causé par des personnes non identifiées. Or, comme le relève le recourant, il a allégué dans sa requête que « des véhicules appartenant aux propriétaires et à des tiers y sont régulièrement parqués, ce que même Google maps révèle ». A l’appui de cet allégué, le recourant a produit cinq pièces, dont un extrait du guichet cartographique cantonal du 7 janvier 2020 (P. 7), dont il ressort que deux véhicules garés sur la parcelle n° [...] empiètent sur l’assiette de la servitude. Le recourant a également produit deux courriers adressés aux propriétaires de la parcelle n° [...] leur reprochant d’entreposer des objets sur l’assiette de la servitude et d’y parquer leurs véhicules et ceux de leurs visites (P. 8 et 9). Or, il ressort de la pièce 10, soit la réponse des époux [...] à ces courriers, que ceux-ci ne contestent pas avoir stationné, de même que leurs invités, sur l’assiette de la servitude, ou encore d’y avoir entreposé des objets, mais qu’ils contestent uniquement les limites du plan établi par le géomètre.”
Die Gesuchstellerin hat die Pflicht, ihr dingliches Recht mit Urkunden zu beweisen und die bestehende oder drohende Störung glaubhaft zu machen. Die Untersuchungsmaxime ist gegenüber Art. 258 ZPO eingeschränkt; das Gericht hat dennoch beschränkte Untersuchungsaufgaben, namentlich die von Amtes wegen zu prüfenden Einwendungen (z.B. vertragliche oder gesetzliche Duldungspflichten). Die Intensität der gerichtlichen Hilfestellung kann davon abhängen, ob die Partei anwaltlich vertreten ist.
“Laut Art. 255 lit. b ZPO stellt das Gericht bei Anordnungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit den Sachverhalt von Amtes wegen fest; es gilt die eingeschränkte Untersuchungsmaxime, womit das Gericht regelmässig eine erhöhte Fragepflicht trifft (vgl. auch ZK ZPO-K LINGLER, 3. Aufl. 2016, Art. 255 N 1). Indes ist zu beach- ten, dass im Anwendungsbereich von Art. 258 ZPO der Untersuchungsgrundsatz insoweit eingeschränkt wird, als es nach dessen Abs. 2 der gesuchstellenden Partei obliegt, ihr dingliches Recht zu beweisen und die bestehende oder drohen- de Störung glaubhaft zu machen. Der Untersuchungsgrundsatz zielt beim gericht- lichen Verbot damit v.a. darauf ab, dass das Gericht von sich aus zu prüfen hat, ob z.B. vertragliche oder gesetzliche Duldungspflichten bestehen, welche dem ge- richtlichen Verbot entgegenstünden (BSK ZPO-T ENCHIO/TENCHIO, 3. Aufl. 2017, Art. 258 N 12; S CHWANDER, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 258 N 15). Hinzu kommt, dass auch unter Geltung der eingeschränkten Untersuchungsmaxime die gerichtliche Hilfestellung davon abhängig gemacht werden kann, ob eine Partei selbständig auftritt oder anwaltlich vertreten ist, darf doch von einer anwaltlich ver- tretenen Partei erwartet werden, dass sie weiss, welcher Behauptungen und Un- terlagen es zur Gutheissung eines Gesuches bedarf (vgl. zum Ganzen auch: BGer 4A_519/2010 vom 11.”
Kantonale Planfestlegungen oder eine formelle Wegweisung können als Beleg für die öffentliche Nutzung eines Fusswegs herangezogen werden. Auch die tatsächliche (gewohnheitsmässige) Widmung kann den öffentlichen Charakter eines Wegs bestätigen. Soweit kantonales Recht besondere Festlegungen trifft, ist dessen Regelung für die Beurteilung der öffentlichen Nutzung relevant; die Anwendung anderer Rechtsordnungen (z. B. Verkehrsrecht) schliesst nicht grundsätzlich die Anwendung von Art. 258 ZPO aus.
“8) et en prenant en considération les intérêts notamment de l’agriculture. Dans le canton de Neuchâtel, la loi d’introduction à la LCPR prévoit que le public a libre accès aux chemins pour piétons et aux chemins de randonnée pédestre figurant dans les plans ou dont le caractère public est garanti par d’autres moyens ou encore consacré dans les faits, en précisant que les plans directeur et d’affectation ont force obligatoire pour les autorités des différents niveaux et les particuliers, et en réservant le moyen de l’expropriation et l’établissement de mentions au registre foncier à la demande du Conseil d’Etat et du Conseil communal (art. 15 et 16). En l’occurrence, le premier juge a constaté, comme le recourant l’admet d’ailleurs expressément, que le chemin qui passe à travers la parcelle et l’exploitation agricole est un chemin pédestre dûment signalé. 6. Selon une partie de la doctrine, l’immeuble objet de la mise à ban ne doit pas être affecté à l’usage public (Delabays, op. cit., n. 2 ad art. 258 CPC ; Tenchio/Tenchio, Commentaire bâlois, n. 16 et 17 ad art. 258 CPC). Une des questions pratiques les plus débattues est celle des relations entre la procédure d’interdiction des articles 258 et suivants CPC et celle de la législation sur la circulation routière lorsque la voie publique est ouverte sur un terrain privé (cf. à ce sujet pour l’ancien droit cantonal de la mise à ban, RJN 1987, p. 77 ; cf. aussi Piotet, in RSPC 5/2013, Les questions de droit matériel influant sur la procédure de mise à ban des articles 258 à 260 CPC, spécialement s’agissant de la légitimation et du champ d’application, p. 448 ss, p. 453 ; cf. aussi Schwander, in Schweizerische Zivilprozessordnung, 2e éd., n. 4 ad art. 258 CPC). Pour sa part, le Tribunal fédéral, dans un arrêt du 11 mars 1982 (publié in RDAF 1983, p. 187) a considéré que si l’application des dispositions de la LCR en raison de l’ouverture de places de parc sur le domaine privé de l’Etat de Vaud se justifiait, celle-ci n’empêchait nullement l’application simultanée des articles relatifs à la mise à ban du droit cantonal vaudois et en tout cas sous l’angle de l’arbitraire (art.”
“Dans le canton de Neuchâtel, la loi d’introduction à la LCPR prévoit que le public a libre accès aux chemins pour piétons et aux chemins de randonnée pédestre figurant dans les plans ou dont le caractère public est garanti par d’autres moyens ou encore consacré dans les faits, en précisant que les plans directeur et d’affectation ont force obligatoire pour les autorités des différents niveaux et les particuliers, et en réservant le moyen de l’expropriation et l’établissement de mentions au registre foncier à la demande du Conseil d’Etat et du Conseil communal (art. 15 et 16). En l’occurrence, le premier juge a constaté, comme le recourant l’admet d’ailleurs expressément, que le chemin qui passe à travers la parcelle et l’exploitation agricole est un chemin pédestre dûment signalé. 6. Selon une partie de la doctrine, l’immeuble objet de la mise à ban ne doit pas être affecté à l’usage public (Delabays, op. cit., n. 2 ad art. 258 CPC ; Tenchio/Tenchio, Commentaire bâlois, n. 16 et 17 ad art. 258 CPC). Une des questions pratiques les plus débattues est celle des relations entre la procédure d’interdiction des articles 258 et suivants CPC et celle de la législation sur la circulation routière lorsque la voie publique est ouverte sur un terrain privé (cf. à ce sujet pour l’ancien droit cantonal de la mise à ban, RJN 1987, p. 77 ; cf. aussi Piotet, in RSPC 5/2013, Les questions de droit matériel influant sur la procédure de mise à ban des articles 258 à 260 CPC, spécialement s’agissant de la légitimation et du champ d’application, p. 448 ss, p. 453 ; cf. aussi Schwander, in Schweizerische Zivilprozessordnung, 2e éd., n. 4 ad art. 258 CPC). Pour sa part, le Tribunal fédéral, dans un arrêt du 11 mars 1982 (publié in RDAF 1983, p. 187) a considéré que si l’application des dispositions de la LCR en raison de l’ouverture de places de parc sur le domaine privé de l’Etat de Vaud se justifiait, celle-ci n’empêchait nullement l’application simultanée des articles relatifs à la mise à ban du droit cantonal vaudois et en tout cas sous l’angle de l’arbitraire (art.”
Fehlt dem Betroffenen Kenntnis von einem gerichtlichen Besitzverbot und besteht zugleich keine einschlägige Pflicht zur Vermeidung dieses Irrtums sowie kein konkretes vorwerfbares Verhalten, kann die Übertretung dem Betroffenen nicht zugerechnet werden. Zwar steht nach der Rechtslage auch die fahrlässige Missachtung eines Art. 258 ZPO-Verbots unter Strafe; in der geschilderten Konstellation ist die Tat jedoch weder vorsätzlich noch fahrlässig zuzurechnen und bleibt damit straflos.
“Bestimmt es das Gesetz nicht ausdrücklich anders, so ist nur strafbar, wer vorsätzlich eine Übertretung begeht (Art. 12 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 104 StGB). Grundlage für die Bestrafung der Missachtung eines gerichtlichen Verbots bildet Art. 258 ZPO als Norm des Nebenstrafrechts (und nicht etwa Art. 292 StGB; vgl. Tenchio/Tenchio, a.a.O., N 23a zu Art. 258 ZPO; Arnold F. Rusch/Philipp Klaus, Der zugeparkte Parkplatz, in: Jusletter vom 28. September 2015, N 29), weshalb gemäss Art. 333 Abs. 7 StGB auch die fahrlässige Übertretung strafbar ist, sofern nicht nach dem Sinne der Vorschrift nur die vorsätzliche Begehung mit Strafe bedroht ist. Aus der Rechtsnatur des gerichtlichen Verbots als besondere Form des ansonsten verschuldensunabhängigen zivilrechtlichen Besitzesschutzes wie auch aus dem Wortlaut der Bestimmung, wonach "jede" Besitzesstörung strafbewehrt ist, erhellt, dass auch die fahrlässige Übertretung des Verbots unter Strafe steht (Andreas Güngerich, in: Berner Kommentar ZPO, Bern 2012, N 22 zu Art. 258 ZPO; Frano Koslar, in: Stämpflis Handkommentar ZPO, Bern 2010, N 4 zu Art. 258 ZPO; Schwander, a.a.O., N 9 zu Art. 258 ZPO). Fahrlässig begeht eine Übertretung, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt (Art. 12 Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 104 StGB). Nach der bereits festgestellten Unkenntnis des Beschuldigten vom gerichtlichen Verbot und in Abwesenheit von einschlägigen Sorgfaltsnormen zur Vermeidung dieses Irrtums sowie mangels eines konkreten vorwerfbaren Fehlverhaltens kann die Übertretung des gerichtlichen Verbots dem Beschuldigten nicht zugerechnet werden. Der Beschuldigte hatte gar keine Möglichkeit, vom Wasser aus das Verbot zu sehen bzw. den Verbotstext zu lesen und zur Kenntnis zu nehmen, weshalb die Übertretung weder vorsätzlich, noch fahrlässig begangen wurde und folglich straflos bleiben muss.”
“Handelt der Täter in einer irrigen Vorstellung über den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zu Gunsten des Täters nach dem Sachverhalt, den sich der Täter vorgestellt hat (Art. 13 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 104 StGB). Hätte der Täter den Irrtum bei pflichtgemässer Vorsicht vermeiden können, so ist er wegen Fahrlässigkeit strafbar, wenn die fahrlässige Begehung der Tat mit Strafe bedroht ist (Art. 13 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 104 StGB). Bestimmt es das Gesetz nicht ausdrücklich anders, so ist nur strafbar, wer vorsätzlich eine Übertretung begeht (Art. 12 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 104 StGB). Grundlage für die Bestrafung der Missachtung eines gerichtlichen Verbots bildet Art. 258 ZPO als Norm des Nebenstrafrechts (und nicht etwa Art. 292 StGB; vgl. Tenchio/Tenchio, a.a.O., N 23a zu Art. 258 ZPO; Arnold F. Rusch/Philipp Klaus, Der zugeparkte Parkplatz, in: Jusletter vom 28. September 2015, N 29), weshalb gemäss Art. 333 Abs. 7 StGB auch die fahrlässige Übertretung strafbar ist, sofern nicht nach dem Sinne der Vorschrift nur die vorsätzliche Begehung mit Strafe bedroht ist. Aus der Rechtsnatur des gerichtlichen Verbots als besondere Form des ansonsten verschuldensunabhängigen zivilrechtlichen Besitzesschutzes wie auch aus dem Wortlaut der Bestimmung, wonach "jede" Besitzesstörung strafbewehrt ist, erhellt, dass auch die fahrlässige Übertretung des Verbots unter Strafe steht (Andreas Güngerich, in: Berner Kommentar ZPO, Bern 2012, N 22 zu Art. 258 ZPO; Frano Koslar, in: Stämpflis Handkommentar ZPO, Bern 2010, N 4 zu Art. 258 ZPO; Schwander, a.a.O., N 9 zu Art. 258 ZPO). Fahrlässig begeht eine Übertretung, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt (Art. 12 Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 104 StGB). Nach der bereits festgestellten Unkenntnis des Beschuldigten vom gerichtlichen Verbot und in Abwesenheit von einschlägigen Sorgfaltsnormen zur Vermeidung dieses Irrtums sowie mangels eines konkreten vorwerfbaren Fehlverhaltens kann die Übertretung des gerichtlichen Verbots dem Beschuldigten nicht zugerechnet werden.”
Die Androhung einer Strafanzeige gestützt auf Art. 258 ZPO kann grundsätzlich als Androhung ernstlicher Nachteile im Sinn der Nötigungsrechtsprechung qualifiziert werden. Auch wenn die Angeschriebene der Aufforderung nicht nachkommt, kommt eine (versuchte) Nötigung oder — bei entsprechender Bereicherungsabsicht — eine (versuchte) Erpressung gemäss Art. 22 StGB in Betracht. Zu prüfen ist dabei, ob das angewandte Mittel oder der erstrebte Zweck unerlaubt, unverhältnismässig oder rechtsmissbräuchlich/sittenwidrig ist. Zudem muss subjektiv der erforderliche Vorsatz vorliegen; bei (versuchter) Erpressung bedarf es ausserdem der Absicht der ungerechtfertigten Bereicherung.
“Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin (bzw. der Lenker ihres Fahr- zeugs) einen Bussenzettel mit der Aufforderung zur Bezahlung von Fr. 60.– für Um- triebe, Parkgebühr für faktisches Mietverhältnis und Rechtsverfolgungskosten er- hielt, verbunden mit dem Hinweis, dass auf Antrag mit einer Busse bis Fr. 2'000.– bestraft werde, wer das audienzrichteramtliche Verbot verletze. Weiter ist unbestrit- ten (und zutreffend), dass die beiden Mahnungen (Urk. 12/2/3–4) jeweils den Hin- weis enthielten, dass eine Strafanzeige gemäss Art. 258 ZPO vorbehalten bleibe (vgl. auch Urk. 2 S. 4). Dies kann grundsätzlich als Androhung von ernstlichen Nachteilen (im Sinne Rechtsprechung zur Nötigungshandlung) qualifiziert werden, deren Eintritt vom Willen der Beschwerdegegnerin 2 abhängt. Dass die Beschwer- deführerin dieser Aufforderung nicht nachkam, führt nicht dazu, dass eine Strafbar- keit der Beschwerdegegnerin 2 wegen Nötigung bzw. Erpressung von vornherein ausser Betracht fiele. Vielmehr käme immer noch eine Strafbarkeit wegen einer versuchten Tatbegehung im Sinne von Art. 22 StGB in Frage. Wie bereits erwogen, müssten hierfür jedoch das Mittel (hier: das Androhen einer Strafanzeige gemäss Art. 258 ZPO und einer damit zusammenhängenden Busse bis zu Fr. 2'000.–) oder der Zweck (hier: die Durchsetzung der geforderten Entschädigung von Fr. 60.–, später Fr. 80.– aufgrund der Mahnspesen von Fr. 20.–) unerlaubt sein oder das Mittel zum erstrebten Zweck nicht im richtigen Verhältnis stehen oder die Verknüp- fung zwischen einem an sich zulässigen Mittel und einem erlaubten Zweck rechts- missbräuchlich oder sittenwidrig sein.”
Das Vollstreckungsverfahren ist kein Erkenntnisverfahren; das Vollstreckungsgericht darf keine eigenen Erkenntnistätigkeiten entfalten. Es ersetzt nicht das Verfahren nach Art. 258 ff. ZPO und unterscheidet sich grundlegend davon; das Vollstreckungsgericht ist daher nicht verpflichtet, das Rechtsbegehren unter dem Blickwinkel von Art. 258 ff. ZPO zu prüfen.
“Wie die Vorinstanz vorliegend zu Recht ausgeführt hat, stellt die Vereinba- rung beziehungsweise die entsprechende Verfügung des Friedensrichteramts F._____ vom 7. Januar 2022 kein Leistungsurteil dar, welches den Gesuchsgeg- nern im Sinne einer Unterlassungspflicht verbieten würde, das Grundstück der Gesuchsteller zu betreten oder zu befahren. Den Rechtsbegehren der Gesuch- steller entsprechende Strafandrohungen sind ebenfalls nicht enthalten. Wiederum ist darauf hinzuweisen, dass nur zur Vollstreckung gebracht werden kann, was im entsprechenden Entscheid eine Grundlage findet. Das Vollstreckungsgericht ist - 29 - nicht gehalten, eigene Erkenntnistätigkeiten zu entfalten. Das Vollstreckungsver- fahren stellt kein Erkenntnisverfahren dar und ersetzt die Durchführung eines sol- chen nicht. Es unterscheidet sich auch grundlegend vom Verfahren gemäss Art. 258 ff. ZPO (gerichtliches Verbot), für welches charakteristisch ist, dass es sich auf den Erlass von Massnahmen gegen jedermann richtet (vgl. Art. 258 ZPO). Die Vorinstanz durfte und musste das Rechtsbegehren folglich nicht auch unter dem Blickwinkel von Art. 258 ff. ZPO prüfen oder sich eventualiter dazu äussern beziehungsweise Stellungnahmen der Parteien dazu einholen. Durch ihr Vorgehen hat sie weder zivilprozessuale Regeln noch verfassungsmässige Rech- te der Gesuchsteller verletzt. Die Rügen der Gesuchsteller gehen demnach fehl. Die Frage, ob das Fuss- und Fahrwegrecht zugunsten der Gesuchsteller gültig und wirksam gekündigt wurde, kann offengelassen werden, zumal deren Beant- wortung nichts an den vorstehenden Erwägungen zu ändern vermöchte.”
Das Gericht verlangt, dass der Antragsteller sein dingliches Recht mittels Urkunden darlegt und die Existenz oder die drohende Besitzesstörung glaubhaft macht. Die Praxis kann ein Gesuch ablehnen, wenn die Störung von gegenüber dem Antragsteller konkret identifizierbaren Personen ausgeht, gegen die dieser durch andere rechtliche Schritte vorgehen kann.
“Le Tribunal a considéré que l'appelante avait rendu vraisemblable son droit réel sur l'immeuble et l'existence d'un trouble. Sa requête devait cependant être rejetée car le trouble émanait de deux entités déterminées, à savoir H______ & B______ SARL et C______, contre lesquelles l'appelante pouvait agir directement par d'autres moyens légaux. L'appelante fait valoir qu'elle a rendu vraisemblable que, outre les précitées, d'autres personnes non autorisées se garent sur ses places visiteurs. Selon la jurisprudence rendue en matière pénale, l'exigence d'une mise à ban était une condition préalable nécessaire pour infliger une amende pénale, de sorte que le rejet de sa requête avait pour conséquence de l'empêcher d'entamer une procédure pénale contre les auteurs du trouble, que ceux-ci soient identifiés ou non. Le principe de subsidiarité sur lequel le Tribunal s'était fondé était controversé en doctrine et ne faisait l'objet d'aucune jurisprudence fédérale. Les critères fixés par le Tribunal pour le prononcé d'une mise à ban étaient excessivement restrictifs. 2.1.1 Selon l'art. 258 al. 1 CPC, le titulaire d’un droit réel sur un immeuble peut exiger du tribunal qu’il interdise tout trouble de la possession et qu’une infraction soit, sur plainte, punie d’une amende de 2’000 francs au plus. L’interdiction peut être temporaire ou de durée indéterminée. Le requérant doit apporter la preuve par titres de son droit réel et rendre vraisemblable l’existence ou l’imminence d’un trouble (al. 2). La mise à ban est publiée et placée de manière bien visible sur l’immeuble (art. 259 CPC). A teneur de l'art. 260 CPC, la mise à ban peut être contestée par le dépôt d’une opposition au tribunal dans les 30 jours à compter du jour où l’avis est publié et placé sur l’immeuble. L’opposition ne doit pas être motivée. L’opposition rend la mise à ban caduque envers la personne qui s’est opposée. Pour faire valider la mise à ban, le requérant doit intenter une action devant le tribunal (al. 2). L’existence ou l’imminence d’un trouble est vraisemblable lorsque l’on peut déduire des faits présentés par le requérant que les éléments pertinents sont réunis, sans pour autant que l’on puisse exclure la possibilité que la situation réelle soit différente (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2519, n.”
Die Entscheidung über die Mise-à-ban nach Art. 258 Abs. 1 ZPO ist eine Massnahme der gerichtlichen Fürsorge (procédure gracieuse). Sie wird in summarischer Form getroffen; Drittpersonen können im Verfahren nicht teilnehmen und die Behörde entscheidet ohne ihre Beteiligung. Nach Veröffentlichung der Mise-à-ban besteht für Dritte jedoch die Möglichkeit, innerhalb von 30 Tagen eine Opposition an die anordnende Behörde zu richten; diese Opposition ist nach den Quellen keine ordentliche Beschwerde, sondern führt dazu, dass die Mise-à-ban gegenüber dem Opponenten hinfällig wird, wobei der Begünstigte anschliessend eine materielle Klärung (z. B. Klage vor dem Gericht) anstrengen kann.
“La décision de mise à ban (art. 258 al. 1 CPC) relève de la procédure gracieuse (parmi plusieurs: BOHNET, in Commentaire romand CPC, 2e éd. 2019, n. 3 ad art. 258 CPC; STEINAUER, la mise à ban générale: du juge civil au juge pénal, in Droit pénal et criminologie, Mélanges en l'honneur de Nicolas Queloz, 2020, p. 423 ss, n. 6; TENCHIO/TENCHIO, in Basler Kommentar ZPO, 3e éd. 2017, n. 2 ad art. 258 CPC). Elle est prise en procédure sommaire et les tiers qui devront la respecter ne peuvent ni participer à la procédure ni contester la décision prise par le juge (STEINAUER, op. cit., n. 6; TENCHIO/TENCHIO, op. cit., n. 8 ad art. 258 CPC). Lorsque la mise à ban a été publiée et placée de manière visible sur l'immeuble conformément à l'art. 259 CPC, ils ont en revanche la possibilité d'adresser dans les trente jours une opposition à l'autorité qui a pris la mesure selon l'art. 260 al. 1 CPC. L'opposition n'est cependant pas une voie de recours (Message relatif au code de procédure civile suisse [CPC] in FF 2006 6841, p. 6960) mais s'apparente plutôt à l'opposition en cas de poursuite (Message, ibid.”
“Les infractions seront punies, sur plainte, d'une amende pouvant aller jusqu'à CHF 2'000.00 (art. 258 al. 1 CPC)", et a requis la publication de la mise à ban. EN DROIT 1. Selon l'art. 308 CPC, dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable contre les décisions finales si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est de 10'000 fr. au moins. En matière d'action en cessation de trouble, la valeur litigieuse se détermine selon l'intérêt du demandeur à l'admission de ses conclusions (arrêt du Tribunal fédéral 5A_791/2008 du 10 juin 2009 consid. 1). En l'espèce, l'appelante soutient que la valeur litigieuse serait égale à la valeur de ses parcelles. Il peut être souscrit à cette argumentation, de sorte que la voie de l'appel est ouverte. 2. L'appel, dirigé contre une décision prise en procédure sommaire (art. 248 let. c CPC) respecte les délai et forme prévus par la loi, de sorte qu'il est recevable (art. 311 CPC). 3. La décision de mise à ban (art. 258 al. 1 CPC) relève de la procédure gracieuse. Elle est prise en procédure sommaire et les tiers qui devront la respecter ne peuvent ni participer à la procédure ni contester la décision prise par le juge (arrêt du Tribunal fédéral 5D/127_2022 du 29 novembre 2022 consid. 4.2). Le tribunal établit les faits d'office dans les procédures relevant de la juridiction gracieuse (art. 255 let. b CPC). 4. L'appelante fait grief au Tribunal d'avoir retenu que les reportages comportant des images de ses propriétés – qui rendaient vraisemblable l'existence de prises de vues par drones – émanaient de tiers déterminables, par conséquent susceptibles d'être actionnés. Elle fait valoir pour la première fois en appel que ces prises de vue seraient "largement similaires voire identiques" dans les différents reportages et n'auraient donc vraisemblablement pas été réalisées par lesdits tiers, mais utilisées par ceux-ci dans la mesure où elles seraient disponibles sur internet; il serait difficile pour elle d'identifier les individus ayant fait capter les images.”
Die gerichtliche Anordnung nach Art. 258 ZPO richtet sich grundsätzlich an einen Kreis unbestimmter Adressaten. Ausnahmen sind jedoch möglich; so kann die Verfügungsformulierung bestimmte Gruppen (z. B. Bewohner eines Gebäudes, Mieter von Parkplätzen, Besucher) ausdrücklich ausnehmen oder auf eine bestimmte Personengruppe beschränkt werden, sofern die Verhältnismässigkeit gewahrt bleibt.
“1 du Code de procédure civile du 19 décembre 2008 (CPC; RS 272), aux termes duquel le titulaire d’un droit réel sur un immeuble peut exiger du tribunal qu’il interdise tout trouble de la possession et qu’une infraction soit, sur plainte, punie d’une amende de 2000 francs au plus. L’interdiction peut être temporaire ou de durée indéterminée. Seul le titulaire d’un droit réel qui est en même temps possesseur peut requérir la mise à ban. Il s’agit là d’une conséquence de l’art. 641 al. 2 CC, qui confère au propriétaire d'un objet le droit de se prémunir contre toute ingérence injustifiée («action négatoire»; v. arrêt TF 6B_880/2013 du 27 février 2014 consid. 3). Pour pouvoir être prononcée, la mise à ban doit s’adresser à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées. Le cercle indéterminé de personnes auquel s’adresse la mise à ban ne signifie pas nécessairement «tout le monde», car des exceptions sont possibles; l’interdiction peut en effet exclure certains groupes de personnes. L’interdiction peut viser des troubles déterminés ou indéterminés. Elle peut être prononcé pour une durée limitée ou illimitée (sur toutes ces questions, voir Andreas Güngerich, in: Berner Kommentar, Band II, Berne 2012, n. 3-5 ad art. 258 CPC; Luca Tenchio/Kristina Tenchio, in: Basler Kommentar, Spühler/Tenchio/Infanger [édit.], 3e éd., Bâle 2017, n. 3-4 et 16 ad art. 258 CPC). En droit cantonal, la mise à ban relève de la compétence du juge de paix, vu l’art. 44 al. 1 du Code de droit privé judiciaire vaudois, du 12 janvier 2010 (CDPJ ; BLV 211.02). En vertu de l’art. 28 al. 2 CDPJ, la publication d'une mise à ban a lieu par l'affichage au pilier public de la commune concernée. Les anciennes interdictions rendues sous l’empire de l’ancien code de procédure civile vaudois demeurent efficaces sous le régime du CPC fédéral (cf. Denis Piotet, Droit judiciaire privé vaudois annoté, Bâle 2021, n. 1 ad art. 44 CDPJ).”
“Elle est prise en procédure sommaire et les tiers qui devront la respecter ne peuvent ni participer à la procédure ni contester la décision prise par le juge (arrêt du Tribunal fédéral 5D/127_2022 du 29 novembre 2022 consid. 4.2). Le tribunal établit les faits d'office dans les procédures relevant de la juridiction gracieuse (art. 255 let. b CPC). 4. L'appelante fait grief au Tribunal d'avoir retenu que les reportages comportant des images de ses propriétés – qui rendaient vraisemblable l'existence de prises de vues par drones – émanaient de tiers déterminables, par conséquent susceptibles d'être actionnés. Elle fait valoir pour la première fois en appel que ces prises de vue seraient "largement similaires voire identiques" dans les différents reportages et n'auraient donc vraisemblablement pas été réalisées par lesdits tiers, mais utilisées par ceux-ci dans la mesure où elles seraient disponibles sur internet; il serait difficile pour elle d'identifier les individus ayant fait capter les images. 4.1 Selon l'art. 258 CPC, le titulaire d'un droit réel sur un immeuble peut exiger du tribunal qu'il interdise tout trouble de la possession et qu'une infraction soit, sur plainte, punie d'une amende de 2'000 francs au plus. L'interdiction peut être temporaire ou du durée indéterminée (al. 1). Le requérant doit apporter la preuve par titres de son droit réel et rendre vraisemblable l'existence ou l'imminence d'un trouble (al. 2). Le requérant doit rendre vraisemblable que le trouble atteint une certaine intensité, c’est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées et que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes et non à des personnes déterminées (PC CPC-DELABAYS ad art. 258 n. 6). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires. Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs ou se limiter à un groupe de personnes déterminé (p.”
“Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires. Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op. cit., n. 3 ad art. 258 CPC). S'il droit prouver par titre (art. 277 CPC) son droit réel, le requérant doit uniquement rendre vraisemblable (i) l'existence ou l'imminence d'un trouble, (ii) le fait que ce trouble atteint une certaine intensité, c'est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées, et (iii) que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées (DELABAYS, op. cit., n. 6 ad art. 258 CPC et la référence citée). L'existence ou l'imminence d'un trouble est vraisemblable lorsque l'on peut déduire des faits présentés par le requérant que les éléments pertinents sont réunis, sans pour autant que l'on puisse exclure la possibilité que la situation réelle soit différente (BOHNET, op. cit., n. 8 ad art. 258 CPC; cf. ATF 132 III 715 consid. 3.1). 3.2 En l'espèce, l'appelante ne critique pas de façon motivée l'ordonnance attaquée, en tant que le Tribunal a retenu qu'elle n'avait pas allégué - ni a fortiori rendu vraisemblable - que le parking du centre commercial provisoire ferait l'objet d'une utilisation non autorisée (et excessive) par un cercle indéterminé de personnes.”
Die gesuchstellende Partei muss substantiieren und glaubhaft machen, dass die bestehende oder drohende Störung durch einen unbekannten Personenkreis erfolgt bzw. droht und ihr deshalb nur durch ein allgemeines gerichtliches Verbot begegnet werden kann. Ein allgemeines Verbot ist nicht angezeigt, wenn eine ganz bestimmte, identifizierbare Person als Störer in Betracht kommt.
“Wie gezeigt, setzt der Erlass eines gerichtlichen Verbotes gemäss Art. 258 Abs. 2 ZPO u.a. voraus, dass die gesuchstellende Partei eine bestehende oder drohende Störung (Rechtsschutzinteresse) glaubhaft macht. Ansonsten tritt das Gericht mangels einer Prozessvoraussetzung (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO) auf das Gesuch nicht ein. Die glaubhaft zu machende Störung muss dabei eine gewisse Intensität aufweisen, und es muss dem Gericht aufgrund der Vorbringen der ge- suchstellenden Partei möglich sein, sich ein Bild von der Art und der Häufigkeit - 9 - der Störungen zu machen. Daneben hat die gesuchstellende Partei aber insbe- sondere zu substantiieren und glaubhaft zu machen, dass die Störung durch ei- nen unbekannten Personenkreis erfolgt bzw. droht und ihr damit nicht anders als durch ein allgemeines gerichtliches Verbot begegnet werden kann. Kein Anwen- dungsfall des gerichtliches Verbots ist es, wenn nur eine ganz bestimmte Person als Störer anvisiert wird, wobei Störer ist, wer die Störung veranlasst, duldet, er- möglicht oder begünstigt und damit den beanstandeten Eingriff in das Eigentum oder den Besitz der gesuchstellenden Partei beenden könnte.”
Bei Strassen, die von einem unbestimmten Personenkreis benutzt werden können, genügt die Vorlage von Eigentums- oder Dienstbarkeitsakten allein nicht; die gesuchstellende Person muss eine konkrete, hinreichend substantiiert dargelegte und glaubhaft gemachte bestehende oder drohende Besitzesstörung nach Art. 258 Abs. 2 ZPO nachweisen.
“2 VRV eingeordnet worden, weshalb sich das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West damals als zuständig erachtet habe. Die Zuständigkeit des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West könne sich seither nicht geändert haben. Der Entscheid sei ein Widerspruch in sich selbst. Mit dieser Begründung setzt sich die Berufungsklägerin einzig mit den vorinstanzlichen Entscheiderwägungen auseinander, die zum Nichteintreten auf das Gesuch vom 16. Februar 2023 geführt haben. Die Berufungsklägerin beschränkt sich darauf zu behaupten, dass und weshalb die Vorinstanz auf das Gesuch hätte eintreten müssen. Zur Eventualbegründung der Vorinstanz, wonach das Gesuch mangels Glaubhaftmachung der für die Bewilligung eines gerichtlichen Verbotes vorausgesetzten bestehenden oder drohenden Besitzesstörung gemäss Art. 258 Abs. 2 ZPO ohnehin abzuweisen wäre, äussert sich die Berufungsklägerin hingegen nicht. Damit fehlt es an einer rechtsgenügenden Berufungsbegründung in Bezug auf die Eventualbegründung der Vorinstanz, wonach mit dem Gesuch vom 16. Februar 2023 keine bestehende oder drohende Besitzesstörung nach Art. 258 Abs. 2 ZPO glaubhaft gemacht worden sei. Auf die Berufung kann deshalb unter Hinweis auf die vorstehende Erwägung 2 nicht eingetreten werden. 4. Auch wenn auf die Berufung einzutreten wäre, müsste sie abgewiesen werden. Das Kantonsgericht, Abteilung Zivilrecht, teilt die Ansicht der Vorinstanz, wonach das eidgenössische Strassenverkehrsgesetz die Anwendung von zivilrechtlichen Verbotstafeln auf öffentlichen Strassen ausschliesst (Art. 1 Abs. 1, Art. 3 und Art. 5 Abs. 3 SVG). Gemäss Art. 1 Abs. 2 VRV sind Strassen, die nicht ausschliesslich privatem Gebrauch dienen, öffentlich. Die Strasse, für welche vorliegend das beantragte richterliche Verbot für Fussgänger gelten soll, befindet sich auf der Parzelle Nr. xxxx der Berufungsklägerin. Aufgrund der bestehenden Dienstbarkeiten (Zu- und Wegfahrrecht zugunsten der benachbarten Parzelle Nr. vvvv sowie Geh- und Fahrrecht zugunsten der benachbarten Parzelle Nr. wwww) ist die Strasse zwar nach Art und Zweck eingeschränkt, allerdings darf sie von einem unbestimmten Personenkreis benutzt werden, namentlich von Besuchenden des B.”
Die Verfügung über die Mise-à-ban ergeht in einem formell graciosen summarischen Verfahren. Dritte, die die Verfügung zu beachten haben, können am Verfahren nicht teilnehmen und die richterliche Entscheidung nicht direkt anfechten. Nach der Veröffentlichung bzw. der gut sichtbaren Anbringung der Mise-à-ban am Grundstück (vgl. Art. 259 ZPO) steht ihnen jedoch die Möglichkeit offen, binnen 30 Tagen bei der verfügenden Behörde Opposition zu erheben (Art. 260 Abs. 1 ZPO).
“La décision de mise à ban (art. 258 al. 1 CPC) relève de la procédure gracieuse (parmi plusieurs: BOHNET, in Commentaire romand CPC, 2e éd. 2019, n. 3 ad art. 258 CPC; STEINAUER, la mise à ban générale: du juge civil au juge pénal, in Droit pénal et criminologie, Mélanges en l'honneur de Nicolas Queloz, 2020, p. 423 ss, n. 6; TENCHIO/TENCHIO, in Basler Kommentar ZPO, 3e éd. 2017, n. 2 ad art. 258 CPC). Elle est prise en procédure sommaire et les tiers qui devront la respecter ne peuvent ni participer à la procédure ni contester la décision prise par le juge (STEINAUER, op. cit., n. 6; TENCHIO/TENCHIO, op. cit., n. 8 ad art. 258 CPC). Lorsque la mise à ban a été publiée et placée de manière visible sur l'immeuble conformément à l'art. 259 CPC, ils ont en revanche la possibilité d'adresser dans les trente jours une opposition à l'autorité qui a pris la mesure selon l'art. 260 al. 1 CPC. L'opposition n'est cependant pas une voie de recours (Message relatif au code de procédure civile suisse [CPC] in FF 2006 6841, p. 6960) mais s'apparente plutôt à l'opposition en cas de poursuite (Message, ibid.; GÖKSU in Sutter-Somm et al. (éd.), Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3e éd.”
Die Mise à ban schützt die tatsächliche Sachherrschaft über eine Sache; sie dient nicht zur Geltendmachung vertraglicher Zahlungsansprüche (z.B. ausstehende Parkgebühren) und ist nicht als Mittel zur Durchsetzung allgemeiner Benutzerordnungen vorgesehen.
“Weil zivilrechtlich keine Besitzes- störung vorliege, wenn die ursprünglich erteilte Erlaubnis dahinfalle, ohne dass der Zustand verändert würde, seien zudem die vorinstanzlichen Erwägungen über das Verhältnis der Einwilligung und den dinglichen Rechtsschutz nicht von Be- lang. Nichts anderes ergebe sich, wenn das konkrete Verbot betrachtet werde. Es stelle das Parkieren von Autos "Unberechtigter" unter Strafe. Im vorliegenden Fall sei - 7 - die Beschuldigte aber Berechtigte gewesen. Sie habe eine Parkplatzbenutzungs- vereinbarung abgeschlossen und für eine erste Zeit auch ein Entgelt bezahlt. Damit sei sie zum Parkieren ihres Autos berechtigt gewesen. Unabhängig davon, ob die Parkplatzbenutzungsvereinbarung dem Recht des Hinterlegungsvertrages oder dem Mietrecht unterstehe, sei der Benutzer nachleistungspflichtig. Es könne ihr deshalb nicht vorgeworfen werden, sie habe die Parkgebühr noch nicht voll- ständig bezahlt, als das Auto noch parkiert gewesen sei. In 6B_384/2020 habe das Bundesgericht explizit festgehalten, dass der Angriff auf andere Rechtsgüter als die tatsächlich bestehenden Herrschaftsverhältnisse über eine Sache mit Art. 258 ZPO nicht abgewehrt werden könne. Das Stehenlassen des Autos über die vorschüssig bezahlte Parkzeit hinaus stelle weder einen Angriff auf den Besitz dar (vielmehr bleibe ein Zustand einfach bestehen) noch würden dadurch tatsäch- lich die bestehenden Herrschaftsverhältnisse verändert. Weiter habe das Bun- desgericht in 6B_384/2020 festgestellt, dass der Besitz und nicht der Besitzer ge- schützt werde. Im vorliegenden Fall sei der Besitz vom Grundeigentümer der Be- schuldigten freiwillig eingeräumt worden. Der Besitz müsse folglich nicht ge- schützt werden. Geschützt werden wolle hier der Grundeigentümer und Besitzer, aber nicht hinsichtlich seines Besitzes, sondern hinsichtlich seines Entgelts für die Parkplatzüberlassung. Dafür seien aber weder Art. 258 ZPO noch Art. 928 ZGB gedacht. Eine Benutzerordnung wie die vorliegende sei gemäss 6B_384/2020 nicht Schutz- und Anwendungsobjekt von Art. 258 ZPO. Die Vorinstanz halte im Kern dafür, dass der Grundeigentümer in die Beeinträchtigung seines Besitzes einwillige, wenn und solange seine Benutzungsordnung eingehalten werde.”
“Das gerichtliche (allgemeine) Verbot dient nicht zur Eintreibung von allenfalls geschuldeten Parkgebühren (vgl. auch Verfügung des hiesigen Gerichts, III. Strafkammer, UE190129, vom 8. Oktober 2019, E. 5.1. mit weiterem Hinweis). Vorliegend war das Parkieren der Beschuldigten auf dem fraglichen Areal an sich zulässig. Die Verteidigung hält diesbezüglich zutreffend fest, dass die Grundeigentümerin der Beschuldigten den (unselbständigen) Besitz freiwillig eingeräumt habe. Damit liegt keine eigentliche Störung der Sachherrschaft bzw. kein Angriff auf die tatsächlichen Herrschafts- verhältnisse vor. In der Anzeige wegen Missachtung eines gerichtlichen Verbots vom 3. April 2019 November 2018 wird denn auch ausdrücklich das Nichtbezah- len der Parkgebühr als Verbotsmissachtung aufgeführt (Urk. 1/1 S. 1). Mit ande- ren Worten geht es der Antragstellerin, wie die Verteidigung zutreffend anführt, um das Entgelt für die Parkplatzüberlassung. Das Parkplatzregime wird aber nicht über Art. 258 ZPO strafrechtlich geschützt. - 11 -”
“Das Verbot kann jede denkbare, übermässige Störung untersagen, z.B. "Betreten mit Hunden verboten", "Rauchen verboten", "Parkverbot" oder "Fussballspielen verboten". Dient das Verbot nicht dem Schutz des Besitzes (namentlich der Unterbindung rechtlich relevanter Störungen der Sachherrschaft), sondern dem Schutz der Besitzer und Nutzer einer Liegenschaft (wie z.B. für den Schutz von Handlungen, die andere Mieter stören), ist das Gesuch abzulehnen, zumal diesen Störungen auch mit einer Benutzerordnung Abhilfe geschaffen werden kann. Der Angriff auf andere Rechtsgüter als die tatsächlich bestehenden Herrschaftsverhältnisse über eine Sache kann mit Art. 258 ZPO nicht abgewehrt werden. Eigentliche Benutzerordnungen sind damit untersagt (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 4 zu Art. 258 ZPO; vgl. auch ZR 98/ 1999 S. 207 E. 1a f.). Möglich ist, dass bestimmte Personengruppen vom Verbot ausgenommen werden (z.B. die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft oder Mieter privater Parkplätze) (GÖKSU, a.a.O., N. 20 zu Art. 258 ZPO; TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 3 zu Art. 258 ZPO; je mit Hinweis). Ein gerichtliches Verbot kann auch örtlich auf nur einen Teil des betroffenen Grundstücks oder zeitlich beschränkt sein, z.B. "Parkieren zwischen 07.00-19.00 Uhr verboten" (RUSCH/KLAUS, Der zugeparkte Parkplatz, Jusletter 28. September 2015 S. 19). Dem Erlass eines Verbots auf einer Strasse im Privateigentum kann der Umstand entgegenstehen, dass sie öffentlich erklärt wurde (Urteil 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 3.2; JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 4 zu Art. 258-260 ZPO; je mit Hinweis). BGE 148 IV 30 S. 36 Öffentlich-rechtliche Körperschaften können für ihr Finanz- und Verwaltungsvermögen die Aussprechung von gerichtlichen Verboten nach Art. 258 ZPO beantragen. Im Bereich öffentlicher Sachen im Gemeingebrauch kann die öffentlich-rechtliche Körperschaft den Gemeingebrauch jedoch nicht durch ein Verbot nach Art. 258 ZPO untersagen lassen. Will sie den Gemeingebrauch aufheben oder einschränken, muss sie auf öffentlich-rechtlichem Weg vorgehen.”
Gerichtliche Verbote nach Art. 258 Abs. 1 ZPO richten sich grundsätzlich an einen offenen, unbestimmten Adressatenkreis ("jedermann"). Ausnahmen können jedoch zugelassen werden; die Praxis nennt etwa Ausnahmen für Bewohner einer bestimmten Liegenschaft, Mieter privater Parkplätze oder Besucher. Als mögliche Verbotsinhalte wird etwa ein Parkverbot genannt. Ergibt sich das fragliche Areal zum Zeitpunkt der Massnahme als öffentliche Strasse im Sinne von Art. 1 SVG (Begriff weit auszulegen), ist die Sachlage anders zu beurteilen; der Begriff umfasst auch Plätze, die der Allgemeinheit freigegeben sind, selbst wenn sie im Privateigentum stehen.
“Gemäss Art. 258 Abs. 1 ZPO kann derjenige, der an einem Grundstück ding- lich berechtigt ist, beim Gericht beantragen, dass jede Besitzesstörung zu unterlas- sen ist und eine Widerhandlung auf Antrag mit einer Busse bis zu 2000 Franken bestraft wird. Das Verbot kann befristet oder unbefristet sein. Es richtet sich im All- gemeinen an einen offenen, unbestimmten Adressatenkreis ("jedermann"). Aus- nahmen können indessen zugelassen werden: So können z. B. die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft, Mieter privater Parkplätze oder Besucher von einem all- gemeinen Verbot ausgenommen sein. Inhalt eines gerichtlichen Verbots kann bei- spielsweise ein Parkverbot sein. Anders ist die Sachlage zu beurteilen, wenn es sich bei einem fraglichen Areal zum betreffenden Zeitpunkt um eine öffentliche Strasse im Sinne von Art. 1 SVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 VRV handelt, wo- bei der Begriff der öffentlichen Strasse grundsätzlich weit auszulegen ist. Er um- fasst auch Plätze, die der Allgemeinheit freigegeben sind, selbst wenn sich diese Flächen im Privateigentum befinden.”
Bei Nachreichung hat die erste Instanz die materiellen Voraussetzungen von Art. 258 Abs. 2 ZPO (Beweis des dinglichen Rechts durch Urkunde; Glaubhaftmachung der Existenz oder Imminenz eines Störfalls) tatsächlich zu instruieren. Diese Voraussetzungen betreffen den materiellen Grund der Klage und nicht die formelle Empfangs- oder Zulässigkeit. Nach entsprechender Instruktion hat das Gericht gegebenenfalls über das Begehren im Sinne des Inhalts der Voraussetzungen zu entscheiden.
“La recourante est invitée le cas échéant à procéder à nouveau auprès du premier juge afin de former une nouvelle requête de mise à ban. 5. Nonobstant l'irrecevabilité du recours, il convient de souligner que le juge de paix n'aurait pas dû procéder sur la base de l'art. 132 CPC en considérant que la requête ne satisfaisait pas aux exigences légales, mais, après instruction, aurait dû le cas échéant rejeter la requête. En effet, les conditions posées par l'art. 258 al. 2 CPC, soit que le requérant doit apporter la preuve par titre de son droit réel et rendre vraisemblable l'existence ou l'imminence d'un trouble, relèvent du fond de l'action et non de sa recevabilité. Singulièrement, l'absence de réalisation de ces conditions ne saurait constituer une informalité susceptible d'interpellation et, le cas échéant, d'un refus d'entrer en matière, au sens de l'art. 132 CPC. Ainsi, dans le cas du dépôt d'une nouvelle requête par la recourante, le juge de première instance veillera à instruire l'existence des conditions fixées par l'art. 258 al. 2 CPC puis statuer au fond. 6. Au vu de ce qui précède, le recours doit être déclaré irrecevable selon le mode procédural de l’art. 322 al. 1 CPC. Le présent arrêt peut être rendu sans frais judiciaires de deuxième instance (cf. art. 11 TFJC [tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5]). L’avance de frais versée par la recourante par 100 fr. lui sera ainsi restituée. Par ces motifs, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal, en application de l'art. 322 al. 1 CPC, prononce : I. Le recours est irrecevable. II. L’arrêt, rendu sans frais, est exécutoire. La présidente : Le greffier : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ V.________ S.A.. Le présent arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art. 72 ss LTF (loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral – RS 173.110), cas échéant d'un recours constitutionnel subsidiaire au sens des art. 113 ss LTF. Dans les affaires pécuniaires, le recours en matière civile n'est recevable que si la valeur litigieuse s'élève au moins à 15'000 fr.”
“La recourante est invitée le cas échéant à procéder à nouveau auprès du premier juge afin de former une nouvelle requête de mise à ban. 5. Nonobstant l'irrecevabilité du recours, il convient de souligner que le juge de paix n'aurait pas dû procéder sur la base de l'art. 132 CPC en considérant que la requête ne satisfaisait pas aux exigences légales, mais, après instruction, aurait dû le cas échéant rejeter la requête. En effet, les conditions posées par l'art. 258 al. 2 CPC, soit que le requérant doit apporter la preuve par titre de son droit réel et rendre vraisemblable l'existence ou l'imminence d'un trouble, relèvent du fond de l'action et non de sa recevabilité. Singulièrement, l'absence de réalisation de ces conditions ne saurait constituer une informalité susceptible d'interpellation et, le cas échéant, d'un refus d'entrer en matière, au sens de l'art. 132 CPC. Ainsi, dans le cas du dépôt d'une nouvelle requête par la recourante, le juge de première instance veillera à instruire l'existence des conditions fixées par l'art. 258 al. 2 CPC puis statuer au fond. 6. Au vu de ce qui précède, le recours doit être déclaré irrecevable selon le mode procédural de l’art. 322 al. 1 CPC. Le présent arrêt peut être rendu sans frais judiciaires de deuxième instance (cf. art. 11 TFJC [tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5]). L’avance de frais versée par la recourante par 100 fr. lui sera ainsi restituée. Par ces motifs, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal, en application de l'art. 322 al. 1 CPC, prononce : I. Le recours est irrecevable. II. L’arrêt, rendu sans frais, est exécutoire. La présidente : Le greffier : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ V.________ S.A.. Le présent arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art. 72 ss LTF (loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral – RS 173.110), cas échéant d'un recours constitutionnel subsidiaire au sens des art. 113 ss LTF. Dans les affaires pécuniaires, le recours en matière civile n'est recevable que si la valeur litigieuse s'élève au moins à 15'000 fr.”
Wird gegen eine Mise à ban keine fristgerechte Opposition eingelegt, bleibt die Anordnung in den entschiedenen Fällen wirksam. Kann der einzelne Fahrzeuglenker nicht identifiziert werden, wurden wiederholte Verstösse in der Rechtsprechung dem verantwortlichen Rechtsträger zugerechnet und mit Bussen geahndet.
“Tribunal cantonal TC Page 1 de 6 502 2024 308 Arrêt du 19 février 2025 Chambre pénale Le Président Composition Président : Laurent Schneuwly Greffière-stagiaire : Elsa Caron Parties A.________, recourante contre PREFECTURE DU DISTRICT DE LA BROYE, autorité intimée et B.________, intimée Objet Ordonnance de classement – violation d’une mise à ban (art. 258 CPC et 65 LACC) Recours du 29 novembre 2024 contre l'ordonnance de classement du Lieutenant de préfet de la Broye du 19 novembre 2024 considérant en fait A. Par décision du 6 février 2024, la Juge de paix de l’arrondissement de la Broye (ci-après : la Juge de paix) a prononcé une interdiction de durée indéterminée à toute personne, ayants droit exceptés, de passer en voiture, à pied ou à vélo sur l’article ccc du Registre foncier de la commune de D.________, sis E.________. Aucune opposition ne semble avoir été déposée auprès de la Justice de paix dans les 30 jours suivant la publication de l’avis. L’accès est limité par un signal d’interdiction de circuler sur lequel il est indiqué : Ban / Ayants droit exceptés / Amende jusqu’à CHF 2’000.- / Le Juge de paix – Propriété privée / passage interdit & accès à F.________ interdit. B. Suite à une plainte pénale pour violation d’une mise à ban déposée le 5 juin 2024 par A.________ et G.________, le Préfet de la Broye, par ordonnance du 4 juillet 2024, a condamné B.”
“________ SA et que ce comportement ne serait pas digne de protection n’est pas relevant. En effet, même à admettre que la demande de mise à ban ainsi que les nombreuses dénonciations avaient pour objectif de « chicaner » X.________ SA, il n’en demeure pas moins que la procédure de mise à ban a été respectée et que, en conséquence, les tiers, dont X.________ SA, n’étaient plus autorisés à stationner sur cette parcelle. Le fait que les véhicules de X.________ SA « ne gênaient d’aucune manière » n’est d’aucun secours à l’appelante, dès lors que leur seule présence sur une parcelle au bénéfice d’une mise à ban était constitutive d’une contravention. 3.6 En définitive, il y a lieu de retenir que les véhicules dont X.________ SA était la propriétaire étaient bien stationnés sur la parcelle [...] d’Orbe au dates et heures indiquées dans les dénonciations dûment documentées par des photographies, alors qu’une mise à ban y était signalée. Examinée d’office, il y a lieu de confirmer l’amende de 1'200 fr. prononcée en première instance pour sanctionner la contravention prévue à l’art. 258 CPC et commise à 86 reprises entre le 23 mars et le 27 juillet 2020. Les conducteurs des véhicules ne pouvant être identifiés, ces infractions doivent être imputées à X.________ SA, (art. 28 al. 2 LContr.). 4. En définitive, l’appel de X.________ SA doit être rejeté dans la mesure de sa recevabilité et le jugement de première instance intégralement confirmé. Vu l’issue de la cause, les frais de la procédure d’appel, constitués en l’espèce de l'émolument d’arrêt, par 720 fr. (art. 21 al. 1 TFIP [Tarif des frais de procédure et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010 ; BLV 312.03.1]), seront mis à la charge de l’appelante, qui succombe (art. 428 al. 1, 1re phrase, CPP). Il n’y a pas matière à l’allocation d’une indemnité au sens de l’art. 429 CPP. Par ces motifs, la Présidente de la Cour d’appel pénale, statuant en application des art. 258 al. 1 CPC ; 25 al. 2, 28 al. 2 LContr ; et 398 al. 4 CPP, prononce : I. L’appel est rejeté. II. Le jugement rendu le 19 janvier 2022 par le Tribunal de police de l’arrondissement de la Broye et du Nord vaudois est confirmé selon le dispositif suivant : "I.”
Nach der in der zitierten Literatur vertretenen Auffassung haftet bei sogenannten privaten Parkbussen grundsätzlich diejenige Person, die die fragliche Handlung tatsächlich begangen hat. Für die geschuldete Umtriebsentschädigung aus einer Verletzung eines gerichtlichen Verbots gilt demnach, dass der Berechtigte diese in der Regel vom tatsächlichen Falschparker und nicht zwangsläufig vom Halter des Fahrzeugs verlangen kann.
“Juristische Personen, wie die Beschwerdeführerin, können ebenfalls von ei- ner Nötigung betroffen sein, weil sie im Rahmen ihrer Organisation durch ihre Or- gane gemäss Art. 55 ZGB einen Willen bilden, zum Ausdruck bringen und entspre- chend handeln, Rechte haben und Freiheiten geniessen können (DELNON/RÜDY, a. a. O., N 17 zu Art. 181 StGB). In der Literatur wird die Ansicht vertreten, dass im Rahmen der "privaten Parkbussen" grundsätzlich nur diejenige Person haftet, wel- che die fragliche Handlung auch tatsächlich begangen hat. Für die geschuldete Umtriebsentschädigung bei Missachtung eines gerichtlichen Verbots würde dies bedeuten, dass der Berechtigte (hier die Beschwerdegegnerin 2) die Entschädi- gung nur vom eigentlichen Falschparkierer verlangen kann, nicht aber vom Halter des falsch parkierten Fahrzeugs (RUSCH/KLAUS, Der zugeparkte Parkplatz, in: Jus- letter vom 28. September 2015, S. 26 m. w. H.; TENCHIO/TENCHIO, in: Basler Kom- mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N 24a zu Art. 258 ZPO). Gestützt auf die Ausführungen in der Beschwerdeschrift ist davon auszuge- hen, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um die Halterin des betreffenden Fahrzeugs handelt. Wer der konkrete Fahrzeuglenker war, erwähnt die Beschwer- deführerin nicht. Diese Problematik hat auf die Beurteilung des vorliegenden Falles jedoch keine (direkten) Auswirkungen, zumal hier nicht primär zu beurteilen ist, ob ein Strafrichter die A._____ GmbH tatsächlich mit einer aus dem gerichtlichen Ver- bot nach fliessenden Busse bestrafen könnte und da, wie bereits erwähnt, auch juristische Personen grundsätzlich von einer mutmasslichen Nötigungshandlung und einer diesbezüglichen Nichtanhandnahmeverfügung durch die Staatsanwalt- schaft betroffen sein können.”
Die gesuchstellende Person muss die drohende oder bereits eintretende Störung glaubhaft machen; hierzu soll sich das Gericht ein Bild von der Art und der Häufigkeit des Störens machen können. Relevante Störungen sind solche, die die Grenzen der vernünftigerweise zu duldenden Belästigungen überschreiten (also übermässig sind). Das Verbot muss verhältnismässig gefasst sein; der Richter kann daher eine zu weit gefasste, abstrakte oder unverhältnismässige Untersagung ablehnen.
“258 à 260 CPC traitent de l'interdiction générale de troubler la propriété foncière - la mise à ban (contrairement aux actions possessoires) n'étant possible qu'en matière immobilière - par le biais d'une procédure gracieuse, dans sa phase initiale pour le moins. Un trouble de la possession concret, causé par une personne déterminée doit faire l'objet d'une procédure contentieuse (action possessoire des art. 927 et 928 CC et action pétitoire des art. 641 et 679 CC) en procédure ordinaire ou simplifiée, suivant la valeur litigieuse, voire selon la procédure du cas clair de l'art. 257 (DELABAYS, in Petit commentaire CPC, 2020, n. ad art. 258 CPC et la réf. citée). La qualité pour agir appartient au titulaire d'un droit réel sur l'immeuble; il peut ainsi s'agir du propriétaire, d'un copropriétaire, respectivement de l'ensemble des propriétaires agissant de concert en cas de propriété collective. Lorsque le fonds fait l'objet d'un droit de superficie ou d'un usufruit, le superficiaire ou l'usufruitier sont aussi légitimés à requérir une mise à ban (DELABAYS, op. cit., n. 2 ad 258 CPC; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 258 CPC). Le trouble à rendre vraisemblable doit présenter une certaine intensité et le tribunal doit pouvoir se faire une idée de la nature et de la fréquence du trouble. Un dérangement est juridiquement pertinent lorsqu'il dépasse les limites des nuisances raisonnablement tolérables, c'est-à-dire lorsqu'il est excessif. Les nuisances qui doivent être tolérées en tant que conséquences raisonnables et nécessaires de la cohabitation humaine sont autorisées et ne peuvent donc pas être interdites (TENCHIO/TENCHIO, in BSK ZPO, 2017, n. 4 ad art. 258 CPC et les réf. citées). Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires.”
“258 à 260 CPC traitent de l'interdiction générale de troubler la propriété foncière - la mise à ban (contrairement aux actions possessoires) n'étant possible qu'en matière immobilière - par le biais d'une procédure gracieuse, dans sa phase initiale pour le moins. Un trouble de la possession concret, causé par une personne déterminée doit faire l'objet d'une procédure contentieuse (action possessoire des art. 927 et 928 CC et action pétitoire des art. 641 et 679 CC) en procédure ordinaire ou simplifiée, suivant la valeur litigieuse, voire selon la procédure du cas clair de l'art. 257 (DELABAYS, in Petit commentaire CPC, 2020, n. ad art. 258 CPC et la réf. citée). La qualité pour agir appartient au titulaire d'un droit réel sur l'immeuble; il peut ainsi s'agir du propriétaire, d'un copropriétaire, respectivement de l'ensemble des propriétaires agissant de concert en cas de propriété collective. Lorsque le fonds fait l'objet d'un droit de superficie ou d'un usufruit, le superficiaire ou l'usufruitier sont aussi légitimés à requérir une mise à ban (DELABAYS, op. cit., n. 2 ad 258 CPC; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 258 CPC). Le trouble à rendre vraisemblable doit présenter une certaine intensité et le tribunal doit pouvoir se faire une idée de la nature et de la fréquence du trouble. Un dérangement est juridiquement pertinent lorsqu'il dépasse les limites des nuisances raisonnablement tolérables, c'est-à-dire lorsqu'il est excessif. Les nuisances qui doivent être tolérées en tant que conséquences raisonnables et nécessaires de la cohabitation humaine sont autorisées et ne peuvent donc pas être interdites (TENCHIO/TENCHIO, in BSK ZPO, 2017, n. 4 ad art. 258 CPC et les réf. citées). Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires.”
Bei einem an einen unbestimmten Adressatenkreis gerichteten Verbot genügt es, die Existenz oder die drohende Störung glaubhaft zu machen. Der Antragsteller muss jedoch auch darlegen, dass die Störung eine gewisse Intensität aufweist, d.h. die Grenzen der noch zumutbaren Beeinträchtigung überschreitet. Eine beweisartige Zuordnung der Störung zu konkreten Tätern ist bei einer Verfügung gegen einen unbestimmten Personenkreis nicht erforderlich.
“Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op. cit., n. 3 ad art. 258 CPC). S'il droit prouver par titre (art. 277 CPC) son droit réel, le requérant doit uniquement rendre vraisemblable (i) l'existence ou l'imminence d'un trouble, (ii) le fait que ce trouble atteint une certaine intensité, c'est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées, et (iii) que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées (DELABAYS, op. cit., n. 6 ad art. 258 CPC et la référence citée). L'existence ou l'imminence d'un trouble est vraisemblable lorsque l'on peut déduire des faits présentés par le requérant que les éléments pertinents sont réunis, sans pour autant que l'on puisse exclure la possibilité que la situation réelle soit différente (BOHNET, op. cit., n. 8 ad art. 258 CPC; cf. ATF 132 III 715 consid. 3.1). 3.2 En l'espèce, l'appelante ne critique pas de façon motivée l'ordonnance attaquée, en tant que le Tribunal a retenu qu'elle n'avait pas allégué - ni a fortiori rendu vraisemblable - que le parking du centre commercial provisoire ferait l'objet d'une utilisation non autorisée (et excessive) par un cercle indéterminé de personnes. La recevabilité de l'appel apparaît dès lors discutable sous l'angle de sa motivation. Il n'est toutefois pas nécessaire d'examiner plus avant cette question, la décision querellée devant quoi qu'il en soit être confirmée sur ce point. En effet, dans sa requête de mise à ban, l'appelante s'est bornée à alléguer que le parking du centre commercial provisoire était librement accessible et, partant, qu'il était "inéluctable" que "certains usagers" y stationnent leur véhicule "pour une longue durée".”
“2 ad 258 CPC; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 258 CPC). Le trouble à rendre vraisemblable doit présenter une certaine intensité et le tribunal doit pouvoir se faire une idée de la nature et de la fréquence du trouble. Un dérangement est juridiquement pertinent lorsqu'il dépasse les limites des nuisances raisonnablement tolérables, c'est-à-dire lorsqu'il est excessif. Les nuisances qui doivent être tolérées en tant que conséquences raisonnables et nécessaires de la cohabitation humaine sont autorisées et ne peuvent donc pas être interdites (TENCHIO/TENCHIO, in BSK ZPO, 2017, n. 4 ad art. 258 CPC et les réf. citées). Le requérant peut requérir qu'il soit fait mention d'un "accès interdit" ou d'une "interdiction de stationner", ou encore de "jeux de ballon interdits", l'interdiction peut aussi être formulée de manière abstraite ("tout trouble"). La mesure devant être proportionnée, le juge pourrait toutefois refuser une interdiction trop large (BOHNET, op. cit., n. 11 et 12, ad art. 258 CPC). L'interdiction s'adresse en général à un cercle ouvert de destinataires. Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op. cit., n. 3 ad art. 258 CPC). S'il droit prouver par titre (art. 277 CPC) son droit réel, le requérant doit uniquement rendre vraisemblable (i) l'existence ou l'imminence d'un trouble, (ii) le fait que ce trouble atteint une certaine intensité, c'est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées, et (iii) que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées (DELABAYS, op.”
“Des exceptions peuvent toutefois être admises : ainsi, une interdiction générale peut prévoir des exceptions pour les habitants d'un immeuble déterminé, les locataires de places de parc privées ou les visiteurs. En cas de contestation sur ce point, il faut se demander si le requérant à l'interdiction judiciaire peut obtenir la pleine protection de ses droits dans une procédure dirigée contre une personne déterminée. Dans l'affirmative, il n'y a pas d'intérêt digne de protection à une interdiction judiciaire prononcée sur la base d'une requête unilatérale et il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la requête (Tenchio/Tenchio, op. cit., n. 3 ad art. 258 CPC). S'il droit prouver par titre (art. 277 CPC) son droit réel, le requérant doit uniquement rendre vraisemblable (i) l'existence ou l'imminence d'un trouble, (ii) le fait que ce trouble atteint une certaine intensité, c'est-à-dire qu'il dépasse les limites des nuisances qui doivent raisonnablement être supportées, et (iii) que la mise à ban s'adresse à un cercle indéterminé de personnes, et non à des personnes déterminées (DELABAYS, op. cit., n. 6 ad art. 258 CPC et la référence citée). L'existence ou l'imminence d'un trouble est vraisemblable lorsque l'on peut déduire des faits présentés par le requérant que les éléments pertinents sont réunis, sans pour autant que l'on puisse exclure la possibilité que la situation réelle soit différente (BOHNET, op. cit., n. 8 ad art. 258 CPC; cf. ATF 132 III 715 consid. 3.1). 3.2 En l'espèce, l'appelante ne critique pas de façon motivée l'ordonnance attaquée, en tant que le Tribunal a retenu qu'elle n'avait pas allégué - ni a fortiori rendu vraisemblable - que le parking du centre commercial provisoire ferait l'objet d'une utilisation non autorisée (et excessive) par un cercle indéterminé de personnes. La recevabilité de l'appel apparaît dès lors discutable sous l'angle de sa motivation. Il n'est toutefois pas nécessaire d'examiner plus avant cette question, la décision querellée devant quoi qu'il en soit être confirmée sur ce point. En effet, dans sa requête de mise à ban, l'appelante s'est bornée à alléguer que le parking du centre commercial provisoire était librement accessible et, partant, qu'il était "inéluctable" que "certains usagers" y stationnent leur véhicule "pour une longue durée".”
Art. 258 Abs. 1 ZPO findet keine Anwendung, wenn die Besitzesstörung auf Flächen geregelt ist, die dem allgemeinen Verkehr dienen und somit als öffentliche Strasse i.S.v. Art. 1 SVG i.V.m. Art. 1 Abs. 2 VRV zu qualifizieren sind; in solchen Fällen sind die einschlägigen Verkehrsvorschriften (SVG/VRV) anzuwenden und eine Bestrafung nach Art. 258 Abs. 1 ZPO ist nicht zulässig.
“Wie gesehen waren vorliegend die Parkplätze für die Allgemeinheit und da- mit für einen unbestimmten Benutzerkreis freigegeben. Weil das fragliche Areal dem allgemeinen Verkehr diente, handelte es sich hierbei um eine öffentliche Strasse i. S.v. Art. 1 SVG i. V. m. Art. 1 Abs. 2 VRV unabhängig von den beste- henden Eigentumsverhältnissen. Entsprechend sind die Bestimmungen des SVG und dessen Ausführungsbestimmungen anwendbar, das heisst, es sind die darin vorgesehenen Signale und Markierungen zu verwenden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 5A_348/2012 vom 11. April 2012; ADRIAN HAAS, Staats- und verwaltungsrechtliche Probleme bei der Regelung des Parkierens von Motor- fahrzeugen auf öffentlichem und privatem Grund, insbesondere im Kanton Bern, Diss. Bern 1994, S. 31, 99 und 150). Die Bestrafung der Beschuldigten wegen Widerhandlung gegen ein gerichtliches Verbot im Sinne von Art. 258 Abs. 1 ZPO ist damit nicht zulässig.”
Eine vorgelegte Generalvollmacht kann als Urkunde zu den Beweismitteln gehören und berechtigt nach der angeführten Rechtsprechung dazu, auch die Entscheidung zu umfassen, ob gegenüber einer Verletzung des Verbots nach Art. 258 ZPO Strafantrag zu stellen ist. Damit kann die Kenntnis der bevollmächtigten Person dem Vollmachtgeber zugerechnet werden.
“Am 18. Juli 2022 erstattete die D._____ GmbH, vertreten durch deren Ge- schäftsführer E._____ und F._____, Anzeige wegen Missachtung eines gerichtli- chen Verbots gemäss Art. 258 ZPO, begangen beim Hotel B._____ an der G._____-gasse 1 in H._____, gegen den Lenker des Personenwagens mit dem Kontrollschild "ZH 2". Gleichzeitig erhob die D._____ GmbH, wiederum vertreten durch die beiden Geschäftsführer E._____ und F._____, einen entsprechenden Strafantrag (Urk. 6/3). Der Anzeige und dem Strafantrag wurde sodann eine der D._____ GmbH vom Hotel B._____ in H._____ unter anderem zur Verzeigung von Falschparkern ausgestellte Generalvollmacht beigelegt (Urk. 6/5).”
“Die vorliegend in Frage stehende Beanzeigung einer Verletzung eines richterlichen Parkverbots im Sinne von Art. 258 ZPO betraf die Verletzung der dinglichen Berechtigung des Beschwerdeführers an einem Grundstück. Es stand mithin nicht die Verletzung höchstpersönlicher immaterieller Rechtsgüter in Frage, sondern gerade die Verletzung materieller Rechtsgüter, die nicht unmittelbar von der Person des Berechtigten abhängen. Dass der Beschwerdeführer der D._____ GmbH eine Generalvollmacht unter anderem zur Ausübung aller Rechtsgeschäfte und Rechtshandlungen im Zusammenhang mit Verzeigungen und Betreibungen gegen "Falschparker" ausstellte, von welcher auch die Erteilung der Berechti- gung, darüber zu entscheiden, ob Strafantrag wegen der Missachtung eines ge- richtlichen Verbots gemäss Art. 258 ZPO erhoben werden soll oder nicht, als mit- umfasst zu erachten ist, ist damit als zulässig zu erachten. Diese Voll- machterteilung hat jedoch wie zuvor erwogen zur Folge, dass sich der Beschwer- deführer die Kenntnis von Tat und Täterschaft seiner bevollmächtigten Vertretung anzurechnen hat und mithin deren Kenntnis als fristauslösend im Sinne von Art. 31 StGB zu erachten ist.”
Ein gerichtliches Verbot nach Art. 258 ZPO dient dem Schutz des Besitzes, namentlich der Unterbindung rechtlich relevanter Störungen der Sachherrschaft. Ergibt das Gesuch, dass das Verbot nicht diesem Besitzschutz, sondern im Wesentlichen dem Schutz anderer Nutzer oder dem Schutz vor Störungen richtigerweise gegen Personen (z. B. zur Regelung des Verhaltens unter Mietern) dienen würde, ist das Gesuch abzulehnen.
“Das gerichtliche Verbot stellt eine besondere Form des strafrechtlichen Schutzes von Grundeigentum dar, der zum zivilrechtlichen Besitzesschutz nach Art. 928 ff. ZGB hinzutritt (sog. strafrechtlicher Besitzesschutz; TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 1 zu Art. 258 ZPO). Das Verbot richtet sich im Allgemeinen an einen offenen/ unbestimmten Adressatenkreis ("jedermann"). Ausnahmen können indessen zugelassen werden: so kann z.B. ein allgemeines Verbot die Bewohner einer bestimmten Liegenschaft, Mieter privater Parkplätze oder Besucher von einem Verbot ausnehmen oder aber sich auf eine bestimmte Personengruppe beschränken (TENCHIO/TENCHIO, a.a.O., N. 2 f. zu Art. 258 ZPO). Das Verbot kann jede denkbare, übermässige Störung untersagen, z.B. "Betreten mit Hunden verboten", "Rauchen verboten", "Parkverbot" oder "Fussballspielen verboten". Dient das Verbot nicht dem Schutz des Besitzes (namentlich der Unterbindung rechtlich relevanter Störungen der Sachherrschaft), sondern dem Schutz der Besitzer und Nutzer einer Liegenschaft (wie z.B. für den Schutz von Handlungen, die andere Mieter stören), ist das Gesuch abzulehnen, zumal diesen Störungen auch mit einer Benutzerordnung Abhilfe geschaffen werden kann. Der Angriff auf andere Rechtsgüter als die tatsächlich bestehenden Herrschaftsverhältnisse über eine Sache kann mit Art.”
Die gerichtliche Verbotsverfügung (mise à ban) soll Besitzstörungen verhindern. Ergibt sich jedoch für den Berechtigten eine Erlaubnis zur Nutzung (auch stillschweigend, implizit oder nachträglich erteilt), gilt er nicht als unbefugt und kann nicht bestraft werden. Ob Inhaber beschränkter dinglicher Rechte befugt sind, Dritten solche Erlaubnisse zu erteilen, kann offen bleiben.
“La procédure doit se poursuivre lorsqu'une condamnation apparaît plus vraisemblable qu'un acquittement ou lorsque les probabilités d'acquittement et de condamnation apparaissent équivalentes, en particulier en présence d'une infraction grave. En effet, en cas de doute s'agissant de la situation factuelle ou juridique, ce n'est pas à l'autorité d'instruction ou d'accusation mais au juge matériellement compétent qu'il appartient de se prononcer (ATF 143 IV 241 consid. 2.2.1 ; 138 IV 86 consid. 4.1.2 et les références citées). L'autorité de recours ne saurait ainsi confirmer un classement au seul motif qu'une condamnation n'apparaît pas plus probable qu'un acquittement (arrêts TF 6B_1356/2016 du 5 janvier 2018 consid. 3.3.3 ; 6B_874/2017 du 18 avril 2018 consid. 5.1 ; 6B_1177/2017 du 16 avril 2018 consid. 2.1 ; 6B_865/2017 du 25 juillet 2018 consid. 3.1). 2.4. Le titulaire d'un droit réel sur un immeuble peut exiger du tribunal qu'il interdise tout trouble de la possession et qu’en cas de récidive l'auteur soit, sur dénonciation, puni d'une amende de CHF 2'000.- au plus (art. 258 CPC). La mise à ban tend à protéger le propriétaire d’un immeuble de tout trouble de la possession. Toutefois, cette interdiction judiciaire est toujours prononcée sous réserve d'autorisation, même si l'interdiction elle-même n'y fait pas référence. Si une personne a reçu l'autorisation (éventuellement tacite, implicite ou même ultérieure) d'accomplir l'acte interdit (p. ex. d'utiliser le passage malgré l'interdiction), elle n'est pas considérée comme une personne non autorisée et ne peut pas être punie (BSK ZPO-Tenchio/Tenchio, 4e éd. 2024, art. 258 n. 26). La question de savoir si le titulaire de droits réels limités sur un immeuble est légitimé à donner une telle autorisation à d’autres usagers peut toutefois demeurer ouverte au vu du considérant qui suit. 2.5. En l’espèce, il est établi que H.________ a permis à l’intimée de passer sur l’article ccc du registre foncier de la commune de D.________ pour se rendre sur son terrain et y stationner, article qui fait l’objet d’une servitude de passage au bénéfice des articles iii et jjj dont est propriétaire H.”
Die Lehre ist geteilt, ob Art. 258 ZPO auf das besondere summarische Verfahren der Mise-à-ban insgesamt anwendbar ist. Befürworter (u. a. Jent‑Sørensen; implizit auch Güngerich) bejahen eine Anwendung, andere Autoren (u. a. Bohnet) lehnen sie ab. Viele Autoren äussern sich nicht ausdrücklich und verweisen offenbar auf die Möglichkeit der Opposition bzw. auf parallele klage- oder rechtsdurchsetzungswege des Dritten.
“La doctrine est néanmoins divisée sur l'application de cette disposition à la procédure sommaire spéciale de la mise à ban (en faveur: JENT-SØRENSEN, in KUKO ZPO, 3e éd. 2021, n. 9 ad art. 258-260 CPC; implicitement: GÜNGERICH, in Berner Kommentar, 2012, n. 10 ad art. 258 CPC qui considère que la procédure de mise à ban est un cas d'application du gracieux et procède à un renvoi général aux art. 252 ss CPC; contre: BOHNET, in CR CPC, 2e éd. 2020, n. 14 ad art. 258 CPC). La plupart des auteurs ne s'expriment pas à cet égard, se fondant vraisemblablement sur la faculté de déposer une opposition, laquelle induit envers son auteur la caducité de la mise à ban (art. 260 al. 2 CPC); ils se limitent à évoquer la possibilité pour le tiers d'ouvrir en tout temps une action pour faire reconnaître un droit qui l'emporterait sur l'interdiction objet de la mise à ban (STEINAUER, La mise à ban générale: du juge civil au juge pénal, in Droit pénal et criminologie, Mélanges en l'honneur de Nicolas Queloz, 2020, p. 423 ss, n. 7; GÖKSU, in Sutter-Somm et al. [éd.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3e éd. 2016, n. 7 s. ad art. 260 CPC; GASSER/RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO] Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n. 6 ad art. 260 CPC) ou d'attendre la mise en oeuvre de la sanction pénale prévue par la mise à ban pour faire valoir ce droit (ainsi: STEINAUER, op.”
Art. 258 Abs. 1 ZPO wurde in der Praxis auch auf das Parkieren bzw. die Nutzung von Fahrzeugen auf privatem Grund angewandt; die Verfahrensgerichte richteten sich dabei gegen diejenige natürliche Person, die mit dem Fahrzeug auf dem privaten Grundstück parkierte/handelte.
“Angeklagter Sachverhalt Gemäss Strafbefehl vom 9. Dezember 2021 – der als Anklageschrift gilt (Art. 356 Abs. 1 StPO) – wird der Beschuldigten vorgeworfen, am 7. August 2021 um 17:33 Uhr in D.________ (Ortschaft) auf der Parzelle ________ E.________(Ortschaft) mit dem Personenwagen ________(Nummernschild) F.________(Marke) gestützt auf Art. 258 Abs. 1 ZPO eine Widerhandlung gegen ein gerichtliches Verbot mit einem Personenwagen auf privatem Grund begangen zu haben (pag. 11).”
“Faits: A. A.a. Par ordonnance pénale du 20 décembre 2023, la Commission des contraventions de la Ville de U.________ (ci-après: la commission) a condamné A.________ (ci-après: le prévenu) à une amende de 80 fr., ainsi qu'aux frais de procédure, par 50 francs. Elle lui reprochait d'avoir stationné avec son véhicule, à deux reprises, les 20 et 31 octobre 2023, sur le domaine privé de la dénonciatrice, la Fondation B.________, représentée par la Société C.________, sans respecter la mise à ban placée à cet endroit. Cette ordonnance fait suite aux dénonciations des 23 et 31 octobre 2023 pour contravention à l'art. 258 al. 1 CPC. Le 26 décembre 2023, le prévenu a formé opposition à cette ordonnance pénale. A.b. Par ordonnance pénale du 29 février 2024, la commission, après avoir entendu le prévenu sur les raisons de son opposition le 19 février 2024, l'a condamné à une amende de 80 fr., ainsi qu'aux frais de procédure, par 100 francs. Par courriers des 2 et 8 mars 2024, le prévenu a formé opposition à cette ordonnance pénale. A.c. Le 20 mars 2024, la commission a transmis, par l'intermédiaire du Ministère public central du canton de Vaud, l'opposition ainsi que le dossier au Tribunal de police de l'arrondissement de Lausanne (ci-après: le tribunal). B. B.a. Le 4 avril 2024, le prévenu a demandé au tribunal l'octroi de l'assistance judiciaire et la désignation d'un défenseur d'office. Par lettre du 9 avril 2024, le tribunal l'a informé que la désignation d'un défenseur d'office n'était justifiée selon l'art. 132 CPP que s'il ne disposait pas des moyens nécessaires et si cette assistance était justifiée, notamment lorsque l'affaire n'était pas de peu de gravité et présentait, du point de vue des faits ou du droit, des difficultés qu'il ne pourrait pas surmonter seul, en précisant que cette condition ne lui paraissait pas réalisée.”
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