Nouvelle teneur selon le ch. I de la LF du 17 mars 2023 (Amélioration de la praticabilité et de l’application du droit), en vigueur depuis le 1erjanv. 2025 (RO 2023 491;FF 2020 2607). ↩
123 commentaries
Klägerin/Be kläger muss gemäss Rechtsprechung bei Erhebung einer unbezifferten Forderungsklage einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Der vorläufige Streitwert bemisst sich regelmässig nach dem Hauptbegehren. Die Stufenklage ist eine besondere Form der unbezifferten Klage und setzt voraus, dass ein materiellrechtlich selbständiger Hilfsanspruch auf Rechnungslegung/Auskunft besteht, der mit der unbezifferten Forderung verbunden werden kann, sowie die Voraussetzungen der objektiven Klagehäufung. Fehlt eine solche selbständige Auskunfts-/Rechnungslegungsbefugnis oder wurde der Hauptanspruch bereits vorbehaltlos beziffert, sind die Voraussetzungen der Stufenklage nicht erfüllt.
“Wird die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 ZPO). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die klagende Partei wird damit von der Verpflichtung befreit, ihr Rechtsbegehren zu beziffern. Dies hat insbesondere dort zu gelten, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt; hier ist dem Kläger zu gestatten, die Präzisierung erst nach Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen. Jedoch ist der Anspruch soweit möglich und zumutbar zu substanziieren; namentlich wird verlangt, dass der Geschädigte alle Umstände, die für den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen Abschätzung erlauben oder erleichtern, soweit möglich und zumutbar behauptet und beweist (BGE 140 III 409 E. 4.3; 122 III 219 E. 3a). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt sowohl die unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne als auch die Stufenklage. Letztere ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird (BGE 123 III 140 E. 2b; 116 II 215 E. 4a). Eine Stufenklage liegt somit definitionsgemäss nicht vor, wenn kein selbstständiger Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung besteht, der mit der unbezifferten Forderungsklage verbunden werden kann. Ein Anspruch auf Erhebung einer Stufenklage besteht von Bundesrechts wegen nur dann, wenn dem Kläger die Substanziierung seines Hauptanspruchs ohne Erfüllung des Hilfsanspruchs auf Rechnungslegung nicht möglich oder unzumutbar ist (BGE 140 III 409 E. 4.3; Urteil 4A_463/2012 vom 19. Dezember 2012 E. 6).”
“- 9 - Die weiteren Voraussetzungen der Stufenklage sind die Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Bezifferung des Hauptanspruches bei Prozessbeginn und die Erfüllung der Anforderungen der objektiven Klagehäufung. Unmöglich ist die Bezifferung, wenn die genaue Höhe des Anspruches dem Kläger nicht bekannt ist und die Unkenntnis auf Tatsachen beruht, welche in der Sphäre des Beklagten liegen. Unzumutbarkeit besteht, wenn sich die Forderungshöhe nur mittels vorsorglicher Beweisaufnahme, vorsorglicher Expertise oder selbstständigen Verfahrens auf Auskunft ermitteln lässt. In prozessualer Hinsicht setzt die objektive Klagehäufung voraus, dass die gleiche Partei aus den gehäuften Ansprüchen passivlegitimiert ist, die gleiche Verfahrensart und die gleiche sachliche und örtliche Zuständigkeit besteht (S TÄHLI, in: AJP 2021, Urteilsbesprechung von 4A_614/2020, S. 1056). Im Rahmen der Stufenklage muss die klagende Partei einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Nach erteilter Auskunft ist die Forderung zu beziffern. Da dem Auskunfts- bzw. Informationsbegehren bei der Stufenklage lediglich Hilfsfunktion in Bezug auf das Hauptbegehren zukommt, bemisst sich der Streitwert regelmässig nach dem Hauptbegehren (F ÜLLEMANN, in: DIKE- Kommentar zur ZPO, 2. Aufl., 2016, N 4 f. zu Art. 85).”
“Die Klägerin weist in der Berufungsantwort zu Recht darauf hin, dass sie ihre güterrechtlichen Ansprüche anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhand- lung unter dem Vorbehalt des Ergebnisses der Auskunft im Rahmen der Stufen- klage beziffert habe (Urk. 218 S. 14; Prot. I S. 70). Diesbezüglich ist die Bean- standung des Beklagten unbegründet; es liegt keine definitive Bezifferung vor. Hingegen ist dargetan, dass die Klägerin in der Hauptverhandlung die Unterhalts- ansprüche vorbehaltlos bezifferte (Prot. I S. 52 f.). Da der materiellrechtliche Aus- kunftsanspruch in der Stufenklage als Hilfsanspruch ausgestaltet ist, der dazu - 17 - dienen soll, den Hauptanspruch zu beziffern, fehlt es in der vorliegenden Konstel- lation des bereits bezifferten Unterhaltsanspruchs an den Voraussetzungen zur Beurteilung der Stufenklage (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO) und damit des Hilfsan- spruchs (vgl. Urk. 212 S. 5). In teilweiser Gutheissung der Berufung ist daher auf das Auskunftsbegehren nicht einzutreten, insoweit es den Hauptanspruch auf Un- terhalt betrifft ; das bezieht sich auf sämtliche Beilagen zur Steuererklärung 2017 des Beklagten (Urk. 213 S. 14 f. und 20), detaillierte Kontoauszüge aller Ge- schäftskonten der Firma C._____ GmbH der Jahre 2014 bis und mit 2018 sowie detaillierte Kontoauszüge aller Geschäftskonten der Einzelfirma K._____ des Be- klagten der Jahre 2014 und 2015 (Urk. 213 S. 16 und 20).”
Eine unbezifferte Zahlungsklage nach Art. 85 ZPO kann ein interruptives Unterbrechungsmittel sein und die Verjährung für die ganze Forderung unterbrechen. Ist die Schadenshöhe zum Zeitpunkt der Unterbrechung noch nicht bestimmbar, hat der Gläubiger laut Rechtsprechung und Lehre Interesse daran, entweder die Unterbrechung für den höchstmöglichen in Betracht kommenden Betrag vorzunehmen oder ein Unterbrechungsmittel zu wählen, das keiner Betragsangabe bedarf (z. B. die unbezifferte Zahlungsklage).
“La prescription décennale s'applique à l'action en dommages-intérêts fondée sur la violation d'un contrat (ATF 77 II 243; Pichonnaz, CR CO I, 2021, n. 21b ad art. 127 CO). Elle court dès la violation du contrat, et non pas dès la survenance du dommage ou sa connaissance, même si le dommage apparaît après l'expiration du délai de prescription (ATF 143 III 348 consid. 5.2 et 5.3; 137 III 16 consid. 2). 4.1.3 La prescription court dès que la créance est devenue exigible (art. 130 al. 1 CO). Elle est interrompue notamment lorsque le créancier fait valoir ses droits par une requête de conciliation ou par une action (art. 135 ch. 2 CO). Pour interrompre la prescription, il faut que l'acte interruptif soit recevable, notamment qu'il soit adressé à un tribunal compétent pour en connaître. Il faut encore que la créance invoquée soit individualisée par son fondement (complexe de faits) et que son montant soit chiffré, à moins que l'action en paiement non chiffrée soit admissible en vertu de l'art. 85 CPC. Aussi le créancier a-t-il toujours intérêt à interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte. De son côté, le débiteur a un intérêt à connaître la cause de la créance invoquée par le créancier et le montant pour lequel celui-ci le recherche (ATF 148 III 401 consid. 3.3.1). Dans l'hypothèse où le lésé doit interrompre la prescription à un moment où l'ampleur de son préjudice ne peut pas encore être établie, il doit soit interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte, soit accomplir un acte interruptif ne nécessitant pas l'indication d'un montant déterminé, tel que l'action en paiement non chiffrée (art. 42 al. 2 CO et 85 CPC) ou l'action en constatation du fondement juridique de la prétention litigieuse, qui interrompent la prescription pour la totalité de la créance (ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; 119 II 468 consid. 2c; 119 II 339 consid. 1c/aa; Pichonnaz, op. cit., n. 27 ad art. 135 CO). 4.1.4 L'art.”
“Aux termes de l'art. 135 ch. 2 CO, la prescription est interrompue lorsque le créancier fait valoir ses droits par des poursuites, par une requête de conciliation, par une action ou une exception devant un tribunal ou un tribunal arbitral ou par une intervention dans une faillite. Pour interrompre la prescription, il faut que l'acte interruptif soit recevable, notamment qu'il soit adressé à un tribunal compétent pour en connaître (ATF 130 III 202 consid. 3.2 et 3.3.2); en particulier, si la prétention est invoquée par demande reconventionnelle, il faut que cette dernière ait été introduite régulièrement et en temps utile conformément aux règles du CPC (ATF 130 III 202 consid. 3.3.2). BGE 148 III 401 S. 407 Il faut encore que la créance invoquée soit individualisée par son fondement (complexe de faits; Entstehungsgrund) et que son montant soit chiffré, à moins que l'action en paiement non chiffrée ne soit admissible en vertu de l'art. 85 CPC (ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; ATF 122 III 195 consid. 9c; pour la réquisition de poursuite, cf. ATF 121 III 18 consid. 2; ATF 119 II 339 consid. 1c). Aussi le créancier a-t-il toujours intérêt à interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte (ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; arrêt 4A_543/2013 du 13 février 2014 consid. 4.2; cf. ATF 119 II 339 consid. 1c/aa). Le débiteur a un intérêt à connaître la cause de la créance invoquée par le créancier et le montant pour lequel celui-ci le recherche.”
Ist die Bezifferung zu Prozessbeginn unmöglich oder unzumutbar, genügt die Angabe eines Mindestwerts; dieser gilt vorläufig als Streitwert und bleibt massgeblich, bis die Partei nach Art. 85 Abs. 2 ZPO nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunft beziffert. Bleibt eine frühe Einigung ohne nachträgliche Bezifferung, kann der erklärte Mindeststreitwert verbindlich bleiben.
“Leistungs- beziehungsweise Forderungsklagen sind zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist es der klagenden Partei indes unmöglich oder unzumutbar, die Forderung schon zu Beginn des Prozesses zu beziffern, kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Dann muss sie aber den Mindestwert ihrer Forderung angeben, der vorläufig als Streitwert gilt. Die Forderung ist zu beziffern, sobald sie bezifferbar ist, das heisst nach dem Abschluss des Beweisverfahrens oder nach der Auskunftserteilung (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Eine unbezifferte Forderungsklage ist denkbar, wenn die Bezifferung von einem im Laufe des Prozesses durchzuführenden Beweisverfahren abhängt (BGE 116 II 215 E. 4). Damit kann die Klagepartei im Sinne einer Stufenklage zunächst eine unbestimmte Forderungsklage erheben und daneben auf Auskunft oder Rechnungslegung klagen, soweit das materielle Recht ihr einen diesbezüglichen Anspruch einräumt. Alternativ beziehungsweise auch kumulativ kann sie die notwendige Auskunft über entsprechende Beweisanträge einfordern (BGE 123 III 140; Christoph Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 221 ZPO Rz. 33; Pascal Grolimund, Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Zürich 2019, S. 210; Oscar Vogel, recht 1992, S. 58 ff.).”
“Die Vorinstanz schützte den Festsetzungsentscheid der Erstinstanz. Sie erwog, indem sich die Erstinstanz nicht im Einzelnen mit der Honorarnote auseinandergesetzt und nicht ausgeführt habe, für welche Aufwendungen zu viel Zeit aufgewendet worden sei, habe diese das rechtliche Gehör bzw. die Begründungspflicht nicht verletzt. Eine Kontrollrechnung mit einem Stundenansatz von Fr. 180.-- habe sie nicht vornehmen müssen. Die Erstinstanz sei überdies zutreffend von einem Streitwert von Fr. 13'830.-- ausgegangen. Dieser von der Klägerin genannte Mindeststreitwert gelte als vorläufiger Streitwert. Die Parteien hätten sich zu einem frühen Zeitpunkt geeinigt, weswegen es nicht mehr zu der nach Art. 85 Abs. 2 ZPO vorgesehenen Bezifferung gekommen sei. Ende der Prozess vor einer nachträglichen Bezifferung, sei der Mindeststreitwert massgeblich. Die Erstinstanz sei insbesondere nicht gehalten gewesen, den Streitwert in der Höhe der Vergleichssumme festzusetzen. Jeglicher Grundlage entbehre sodann das Vorbringen, die Entschädigung hätte aufgrund des Zeitaufwands berechnet werden müssen, weil der Streitwert nicht festgestanden habe. Der Beschwerdeführer sei aber darauf hinzuweisen, dass ihm die Erstinstanz eine Erhöhung der Gebühr in Nachachtung des geltend gemachten besonders hohen Zeitaufwands und unter Berücksichtigung der eingereichten Honorarnote gewährt habe. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers entspreche sodann die Erhöhung der Entschädigung von Fr. 1'232.-- für das Schlichtungsverfahren genau dem geltend gemachten Anteil gemäss Honorarnote für das Schlichtungsverfahren.”
Anträge können ausdrücklich unter dem Vorbehalt einer abschliessenden Bezifferung gestellt werden. Damit wird die zunächst vorläufige Bezifferung bestimmter Anträge festgehalten, die erst nach Abschluss des Beweisverfahrens bzw. der Auskunftserteilung endgültig zu beziffern ist (vgl. Formulierungen in der Praxis, wonach Anträge "unter dem Vorbehalt der abschliessenden Bezifferung gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO" stehen).
“Die nachfolgenden Gegenstände aus dem ehelichen Hausratseien dem Kläger zu unbeschwerten Eigentum zuzuweisen: -Bademäntel und die restlichen Kleider des Klägers -4 Bilder der Kinder auf Leinwand -Kopie sämtlicher Familienfotos (Download vom Computer auf Harddisk) sowie Kopie der Dia-Fotos von der Hochzeit der Parteien -Bischofskulptur -Argentinische Messer -Bilder von Künstler Dominik Ritzler -Weinflaschenuntersatz (Silber & Holz) -Esstisch mit Verlängerungsblatten (und Schrauben dazu) -Das Wedgwoods-Geschirr -Kristall-Whisky- & Cognacgläser -Kleiderschränke des Klägers aus dem Gästezimmer -Schwarze Reisetasche des Klägers -Künstlicher Tannenbaum und -Schmuck vom Engadin -Eine von zwei antiken Biedermeier-Kommoden -Alte Stereoanlage B&O aus dem Schlafzimmer -Einer von zwei Champagnerkühlern vom Silberschrank -Bild vom Gang 'Nackte Frau', Künstler: Castelli, sowie Bild über dem Kamin, Künstler: Damian Hirst -Halogenlampe von der BSI (aus dem Büro) -Filigrane Karaffe aus dem 18. Jahrhundert 9.Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger für von ihm vorge- schossene ausserordentliche Kosten der Kinder den Betrag von CHF 6'479.00 zu erstatten. 10. Es sei der Vorsorgeausgleich durchzuführen. 11. Die Anträge Nr. 4 bis 7 stehen ausdrücklich unter dem Vorbehalt der abschliessenden Bezifferung gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO. - 4 - 12. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% MWST) zulasten der Beklagten." Gemäss Replik (act. 82 S. 2 ff.): "1.Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden. 2.Es sei der aus der Ehe hervorgegange Sohn, D._____, geb. tt. April 2004, unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien zu be- lassen. 3.Es sei D._____ unter die alleinige Obhut des Klägers zu stellen. 4.Es sei auf eine explizite Regelung des Besuchsrechts der Beklag- ten in Anbetracht des Alters von D._____ zu verzichten. 5.Der Unterhalt für die Kinder der Parteien, C._____, geb. tt. Oktober 2002, und D._____, geb. tt. April 2004, sei wie folgt zu regeln: 5.1. Die Parteien seien zu verpflichten, für die Kosten der Kinder aufzu- kommen, welche während der Zeit anfallen, die sie mit ihnen ver- bringen (Essen, Wohnkostenanteil, Kleider, etc.). 5.2. Der Kläger sei zu verpflichten, für die Kommunikationskosten, Krankenversicherungsprämien und ungedeckten Gesundheitskos- ten (inkl.”
Die klagende Partei hat ihre Forderung zu beziffern, sobald sie dazu in der Lage ist. Hat sie die zur Bezifferung erforderlichen Tatsachen bereits vor Abschluss der Behauptungsphase gekannt (z.B. durch einen vorhersehbaren Vertragsschluss), muss sie rechtzeitig in der Behauptungsphase zahlmässig konkretisieren; eine erst nachträgliche Bezifferung kann als unzulässig erklärt werden.
“Déférant à l'interpellation du Tribunal du 11 mars 2024 qui l'enjoignait à indiquer le montant le plus élevé pouvant, à ce stade, entrer en ligne de compte, l'appelant a, par déterminations du 22 mars 2024, chiffré sa conclusion en ce sens que l'intimée devait être condamnée au paiement de la somme totale de 32'300 fr., soit 1'465 fr. mensuels entre le 1er janvier 2022 et le 30 septembre 2023. A l'appui de cette conclusion, il a exposé avoir trouvé un emploi comme conducteur professionnel de personnes à 100% auprès de C______ SA par contrat de travail du 29 septembre 2023. L'appelant a ainsi modifié les conclusions de sa demande puisqu'il a, pour la première fois, conclu au paiement d'un montant chiffré à titre de dommage résultant du certificat de travail prétendument déficient. Or, la phase d'allégation était close, à l'issue du double échange d'écritures, et les débats principaux déjà ouverts lorsque l'appelant a ainsi modifié l'objet de son action. Ces modifications, qui n'étaient admissibles qu'aux conditions de l'art. 230 CPC, ne reposaient pas sur des faits ou des moyens de preuve nouveaux au sens de l'art. 229 CPC, puisque l'engagement de l'appelant par un nouvel employeur est un fait antérieur, connu de l'appelant, à la clôture du double échange d'écritures. 2.3.2 L'application de l'art. 85 CPC au cas d'espèce ne permet pas d'arriver à un autre résultat. Comme l'a retenu à juste titre le Tribunal, l'appelant aurait pu chiffrer sa conclusion dès qu'il a signé son nouveau contrat de travail, soit dès le 29 septembre 2023. Dans ce contexte, l'information qui lui permettait de chiffrer sa prétention n'a pas été obtenue par l'administration des preuves ou par la délivrance par la partie adverse des informations requises, mais était connue de l'appelant avant l'ouverture de la phase probatoire, alors que la phase d'allégation était encore ouverte. On ne voit pas ce qui empêchait l'appelant de formuler déjà sa conclusion tendant au paiement de 32'300 fr. au cours de la phase d'allégation. Or l'appelant a attendu d'être interpellé par le Tribunal, six mois plus tard, pour chiffrer sa conclusion, si bien que l'on doit considérer qu'il n'a pas chiffré sa demande "dès qu'il était en état de le faire". 2.3.3 C'est donc à bon droit que le Tribunal a déclaré irrecevable la conclusion de l'appelant précisée dans son courrier du 22 mars 2024.”
Der Kläger hat die unbezifferte Forderung zu beziffern, sobald er dazu in der Lage ist, in der Regel nach Abschluss der Beweisaufnahme oder nach Erhalt der vom Parteigegner oder Dritten zu liefernden Informationen. Ein klarer Fristenpunkt ist gesetzlich nicht festgelegt; es gilt jedoch als zulässig und geboten, die Bezifferung spätestens in den Schlussplädoyers vorzunehmen, sofern die hierfür erforderlichen Informationen bis dahin vorliegen.
“1; 5A_368/2018 précité consid. 4.3.3 et la doctrine citée). Cas échéant, le demandeur pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et les références citées; arrêts 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2; 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). Il incombe au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2). Ce qu'on entend par " dès que possible " n'est pas clairement défini. L'art. 232 CPC intitulé " plaidoiries finales ", prévoit à son alinéa 1 que les parties peuvent se prononcer sur les résultats de l'administration des preuves et sur la cause au terme de l'administration des preuves. L'administration des preuves intervient donc après les premières plaidoiries (art. 231 CPC) et avant les plaidoiries finales. L'art. 85 al. 2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies (NICOLAS GUT, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, n° 325 p. 150; BOPP/BESSENICH, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm et al. (éd.), 3e éd. 2016, n° 15 ad art. 85 CPC) ou à l'issue de celle-ci (DOMINIK GASSER/BRIGITTE RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n° 4 ad art. 85 CPC) mais "au plus tard" lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu'il a requises (en ce sens: SABINNE BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art.”
“L'appelant reproche à l'intimée d'avoir déposé tardivement des conclusions chiffrées lors de l'audience de plaidoiries finales, les conclusions non chiffrées antérieures étant irrecevables. Elle avait aussi produit un tableau lors de la dernière audience devant le Tribunal qui devait être déclaré irrecevable. Il reproche en outre au Tribunal d'avoir statué ultra petita en octroyant une somme d'argent excédant le montant articulé dans les conclusions de l'intimée. Enfin, l'intimée avait pris des conclusions en francs suisses concernant la liquidation de la maison située en France, alors qu'elle aurait dû réclamer un montant en euros. 4.1 4.1.1 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). La réalisation du droit privé fédéral ne permet pas d'exiger qu'une demande soit chiffrée alors que le demandeur n'est pas en mesure d'indiquer exactement le montant de sa prétention, ou lorsque cette indication ne peut être exigée de lui. Tel est en particulier le cas lorsque les éléments nécessaires pour chiffrer la créance ne pourront être connus que par la procédure probatoire; on doit alors permettre au demandeur de ne préciser ses conclusions qu'à la clôture de la procédure probatoire (ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Le demandeur doit préciser ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Cas échéant, il pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves (art. 229 CPC ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). Lorsque les informations requises sont fournies dans le cadre de l'administration des preuves, le demandeur est tenu de chiffrer ses conclusions dès que cette phase est close, en principe dans ses plaidoiries écrites (Dorschner, Basler Kommentar - ZPO, 3ème éd.”
Bei Anerkennung von Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit genügt vorläufig die Angabe eines Mindestwerts; die konkrete Bezifferung kann im weiteren Verlauf des Prozesses durch prozessuale Abklärungen bzw. das Beweisverfahren zu ermitteln sein. Die Vorinstanz kann die vorgetragenen Gründe als ausreichend erachten und auf die Klage eintreten.
“Le même sort doit être réservé à la critique du recourant selon laquelle, faute d'avoir réitéré le chiffrement de la valeur litigieuse dans sa réplique, l'intimée avait manifestement renoncé à requérir un montant à titre de liquidation du régime matrimonial, l'intimée n'ayant précisément pas à prendre de conclusions chiffrées à ce stade de la procédure. Il en va de même de la critique d'arbitraire dans l'établissement des faits au motif que la cour cantonale n'avait pas fait état de " l'abandon " par l'intimée de ses conclusions condamnatoires dans sa réplique. Le recourant semble également déduire du fait que l'intimée a été en mesure d'articuler une valeur litigieuse minimale ensuite de l'interpel-lation par le Tribunal, qu'elle pouvait également chiffrer d'entrée de cause sa conclusion en liquidation du régime matrimonial. Or comme il le reconnaît lui-même, le seul fait d'évaluer de manière approximative la valeur litigieuse aux fins de permettre notamment à la juridiction saisie de déterminer sa compétence ne signifie pas encore que la partie a chiffré ses prétentions en paiement et, partant, qu'elle est en mesure de le faire. Preuve en est que l'art. 85 al. 1 CPC prévoit expressément la nécessité d'indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire lorsque le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention. Ainsi, on ne saurait déduire du fait que l'intimée a indiqué que ses prétentions s'élevaient à tout le moins à 45'370'020 fr. le 7 mars 2014 qu'elle était effectivement en mesure de chiffrer ses conclusions en paiement déjà à ce stade et ne pouvait donc se prévaloir de l'exception de l'art. 85 al. 1 CPC. En tant que le recourant soutient que l'intimée était en mesure de chiffrer ses prétentions à hauteur de 42'315'916 fr. dans sa demande en divorce, puis à 92'945'762 fr. dans sa réplique, il admet d'ailleurs implicitement que l'intimée n'était pas en mesure de les chiffrer d'emblée avec précision et que la procédure probatoire était nécessaire pour déterminer le montant exact des conclusions. Par ailleurs, étant admis que l'indication d'une valeur litigieuse minimale relève forcément d'une estimation puisqu'elle est requise lorsque le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler sa prétention, la critique du recourant selon laquelle l'intimée avait une connaissance suffisante de ses actifs pour chiffrer sa conclusion à 42'315'916 fr.”
“Die Folgerung der Vorinstanz, der Beschwerdegegner habe zureichend aufgezeigt, dass die Bedingungen nach Art. 85 Abs. 1 ZPO für eine unbezifferte Forderungsklage erfüllt sind, ist nicht zu beanstanden. Das Zivilgericht ist zu Recht auf die Klage eingetreten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.”
Die Requêtes de conciliation können formell reduziert sein, müssen aber die zur Identifikation des Streits erforderlichen Angaben enthalten, namentlich die Benennung der Gegenpartei, die Schlussanträge und die Beschreibung des Streitgegenstands. In der Lehre wird – für den Fall, dass die Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 85 ZPO erfüllt sind – diskutiert, dass eine Chiffrierung bzw. die Angabe eines Mindestwerts erforderlich sein könne.
“1 La procédure au fond est précédée d’une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation (art. 197 CPC). En vertu de l’art. 202 CPC, la procédure est introduite par la requête de conciliation (al. 1). Elle contient la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l’objet du litige (al. 2). L’autorité de conciliation notifie sans retard la requête à la partie adverse et cite simultanément les parties à l’audience (al. 3). Selon le Message du Conseil fédéral du 28 juin 2006 relatif au Code de procédure civile suisse (FF 2006 6841), la requête de conciliation doit répondre à des exigences réduites. Elle peut être introduite oralement, par écrit ou sous forme électronique. Dès lors qu’elle introduit l’instance, elle doit toutefois renfermer tous les éléments nécessaires à l’identification du litige (p. 6939). Selon certains auteurs, la requête de conciliation doit être chiffrée et indiquer une valeur minimale si les conditions de l’art. 85 CPC sont réunies (Bohnet, op. cit., n. 25 ad art. 85 CPC et l’auteure citée : Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach 85 ZPO, thèse Lucerne 2013, 221 n. 587). Se référant à l’art. 202 al. 2 CPC, d’autres auteurs listent le contenu de la requête de conciliation, à savoir la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l’objet du litige (Haas / Marghitola, Fachhandbuch Zivilprozessrecht, Zurich 2020, p. 272, n. 9.2 ; Staehelin D. in Staehelin A. / Staehelin D. / Grolimund [éd.], Zivilprozessrecht, Zurich 2019, n. 12 § 20 Schlichtungsverfahren, p. 368 ; Infanger, Commentaire bâlois, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3e éd., Bâle 2017, n. 3 ad art. 202 CPC ; Alvarez / Peter, Commentaire bernois, Schweizerische Zivilprozessordnung, vol. 2, Berne 2012, n. 8 ad art. 202 CPC). Ces deux dernières exigences permettent de circonscrire le litige et d'assurer une certaine prévisibilité au processus de conciliation et à ses éventuelles suites procédurales (TF 4A_222/2017 du 8 mai 2018 consid. 4.1.1 et les réf. citées).”
Die Auskunftserteilung kann vorgängig im Rahmen einer Stufenklage verlangt werden, um die spätere Bezifferung eines Schadenersatzanspruchs zu ermöglichen (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO).
“Die Beschwerdegegnerin wirft der Beschwerdeführerin unlauteres Verhalten im Sinne dieser Bestimmung vor. Sie stützt sich auf Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG und ist der Auffassung, durch die von der Beschwerdeführerin verwendeten Zeichen würden Verwechslungen mit ihren eigenen Zeichen geschaffen und damit das Publikum irregeführt. Sie beantragt die Unterlassung beziehungsweise Beseitigung des beanstandeten Verhaltens der Beschwerdeführerin. Ausserdem verlangt die Beschwerdeführerin Schadenersatz; vorgängig ersucht sie - im Sinne einer Stufenklage (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO) - um Auskunftserteilung.”
Stufenklage: Verbindung einer unbezifferten Forderungsklage mit einem selbständigen, materiellrechtlichen Hilfsanspruch auf Auskunft bzw. Rechnungslegung. Ziel der Stufenklage ist die Informationsbeschaffung ("Echelon 1"), damit die klagende Partei nach Erteilung der Auskunft ihre Geldforderung beziffern und sodann über diese Bezifferung entscheiden lassen kann ("Echelon 2").
“Rechtliches Stufenklage: Klagen auf Geldzahlung sind grundsätzlich zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist der klagenden Partei die Bezifferung unmöglich oder unzumut- bar, kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wobei sie einen Min- deststreitwert anzugeben hat (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt so- wohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stufenklage. Die Stu- fenklage charakterisiert sich dadurch, dass ein selbständiger materiell-rechtlicher Hilfsanspruch auf Auskunft und Rechnungslegung im Sinne einer objektiven Kla- gehäufung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird. Die Stufen- klage ist bloss ein prozessualer Modus (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.3 S. 325 f.). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, die mit der anbegehrten Auskunftsertei- lung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsachen beru- hen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art.”
“Bei Stufenklagen sind ein Hilfsbegehren auf Information und der Hauptan- spruch in der Weise objektiv gehäuft, dass über das Hilfsbegehren zuerst zu ent- - 9 - scheiden ist. Nach Erteilung der Information und entsprechender Bezifferung kann über das Hauptbegehren entschieden werden. Der Entscheid über den Hilfsan- spruch auf Auskunftserteilung ist ein Teilentscheid. Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt so- wohl die unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne einerseits wie die Stufenklage andererseits. Die Stufenklage ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird. Keine Stufenklage liegt daher vor, wenn kein selbständiger Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung besteht, der mit der unbeziffer- ten Forderungsklage verbunden werden kann (vgl. BGE 140 III 409 E. 4.3).”
“34 Rz. 215 ff.). Entsprechend stehe ihr eine Restforderung in der Höhe von mindestens CHF 5'847'428.78 zu. - 20 - 3.Vorbemerkungen zur Stufenwiderklage und zur Prüfreihenfolge der Ansprü- che Die Beklagte klagt widerklageweise ausstehende Honorarforderungen aus den Projekten C._____, D._____, E._____ und F._____ ein. Ihre Forderungen für die Projekte C._____, D._____ und F._____ beziffert sie abschliessend. Demgegen- über erhebt sie für das Projekt E._____ eine unbezifferte Forderungsklage und ver- bindet diese mit (Hilfs-) Ansprüchen auf Auskunft bzw. Herausgabe. In Bezug auf das Projekt E._____ liegt damit eine Stufenklage vor. 3.1.Rechtliche Grundlagen der Stufenklage Wer die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, hat diesen grundsätzlich zu bezif- fern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 ZPO kann indes eine unbezifferte For- derungsklage erhoben werden, sofern es der klagenden Partei zu Beginn des Pro- zesses unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art.”
Nach der Rechtsprechung sind die Voraussetzungen für eine unbezifferte Klage eng auszulegen. Art. 85 ZPO kommt nur in Betracht, wenn die Bezifferung nicht nur vorübergehend, sondern tatsächlich dauerhaft unmöglich oder unzumutbar ist.
“– überschritten ist und entsprechend das Kollegialgericht sachlich zuständig ist. Die strengen Voraussetzungen der unbezifferten Klage gemäss der aktuellen Recht- sprechung des Bundesgerichts sind im vorliegenden Fall an sich nicht erfüllt (BGE - 5 - 148 III 322). Selbst wenn die Beklagte eine Obliegenheit zur Offenlegung von Unter- lagen für eine Renditeberechnung treffen würde (was wie noch zu zeigen ist nicht der Fall ist), wäre eine Herausgabe der Unterlagen nicht erzwingbar. Einzige Folge einer pflichtwidrig unterbliebenen Edition wäre nach Art. 164 ZPO die Berücksichtigung dieses Verhaltens bei der Beweiswürdigung. Damit besteht von Anfang an eine Pflicht zur Bezifferung der Klage, denn diesfalls käme es sofort zu einer gerichtlichen Ermessensentscheidung über den Anfangsmietzins ohne Berücksichtigung der un- bekannten Daten. Mit anderen Worten wären die Schwierigkeiten bei der Bezifferung der Klage nicht nur vorübergehender Natur. Einzig auf diesen Fall zielt die gesetzli- che Ausnahmeregelung von Art. 85 ZPO (CR CPC-BOHNET, Art. 85 N 14; zum Gan- zen ZMP 2023 Nr. 3). Wie es sich damit genau verhält, kann indessen offenbleiben, denn wenn die vorlie- gende Klage zulässig wäre, wäre sie abzuweisen, wie nachfolgend zu zeigen ist.”
Beweislast: Die klagende Partei trägt die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Bezifferung zu Prozessbeginn unmöglich oder unzumutbar ist, und muss darlegen, inwieweit dies der Fall ist.
“Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- treffen. Eine Ausnahme gilt, wenn die fehlende Information eine Tatsache betrifft, welche sowohl über das Bestehen der Forderung als über die Höhe derselben ent- scheidet und in diesem Sinne doppelrelevant ist (BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Rz. 438 ff.). Der eine Stufenklage erhebenden Partei obliegt der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung und darauf basierender Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der Informa- tionsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (KUKO ZPO-OBERHAMMER/WEBER, Art.”
“Wird die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt, so ist das Rechtsbegehren zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist es dem Kläger unmöglich oder unzumutbar, seine Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann er eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Er muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Erhebung einer unbezifferten Forderungsklage ist insbesondere in Fällen denkbar, in denen erst das Beweisverfahren die Grundlage zur Bezifferung der Forderung abgibt. Hier ist dem Kläger zu gestatten, die Präzisierung nach Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen. Nach der Praxis des Bundesgerichts genügt es dabei nicht, wenn der Kläger einzig unter Hinweis auf fehlende Informationen auf die Bezifferung verzichtet. Vielmehr obliegt ihm der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist. Mit anderen Worten: Bei Einreichung einer unbezifferten Forderungsklage ist es Aufgabe des Klägers, sein Begehren so weit wie möglich zu beziffern und wo dies nicht möglich ist aufzuzeigen, dass die erwähnten Bedingungen für eine unbezifferte Forderungsklage erfüllt sind (zum Ganzen vgl. BGE 140 III 409 E. 4.3.1 und”
Blosse pauschale Behauptungen (z. B. entgangener Gewinn) ohne Angabe eines Mindestbetrags oder wenigstens einer groben Schätzung genügen nach der Rechtsprechung nicht für eine unbezifferte Forderungsklage; kurze oder ungenügende Begründungen erfüllen Art. 85 ZPO häufig nicht.
“Was insbesondere die unerlaubte Handlung angeht, so begründet sie diese teilweise mit angeblichen Straftaten, welche gar nicht Gegenstand der Anklageschrift sind (Nötigung durch Verweigerung des Zugangs zum Restaurant ab dem 11. Dezember 2017 und Androhung der Entsorgung ihrer Waren, Zerstörung ihres Rufs als Gastronomin bei der einheimischen Bevölkerung) und teilweise mit Tatvorwürfen, die in einem Freispruch endeten (üble Nachrede). Inwiefern die Delikte, für die der Beschwerdegegner 2 schuldig gesprochen wird, kausal für einen Schaden sein könnten, ist mit ihren Ausführungen nicht dargetan. Bereits hier mangelt es somit an einem genügenden Tatsachenvortrag der Haftungsvoraussetzungen. Davon abgesehen fehlt eine Bezifferung des Schadens. Die Beschwerdeführerin bringt einzig vor, diverse Investitionen in das Restaurant getätigt zu haben, welche sich nach der erzwungenen Betriebsaufgabe als nutzlos erwiesen hätten, womit ihr ein Schaden in Form von entgangenem Gewinn erwachsen sei, ohne jedoch einen Mindestbetrag zu nennen oder auch nur eine grobe Schätzung des angeblichen Schadens vorzunehmen. Ein solches Vorbringen würde selbst für eine unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO nicht genügen. Damit ist der geltend gemachte Schaden nicht im Ansatz beziffert (geschweige denn belegt), weshalb die Verweisung auf den Zivilweg insgesamt zu Recht erfolgt ist. Die Frage nach der Anwendbarkeit von Art. 126 Abs. 3 StPO (Entscheid über die Zivilforderung nur im Grundsatz) stellt sich bei diesem Ergebnis nicht.”
“In ihrer Berufung beantragt die Berufungsklägerin, wie schon vor erster Instanz, es sei der Anfangsmietzins gerichtlich festzustellen und die Gegenpartei zu verpflichten, zu viel bezahlte Mietzinse zurückzuerstatten. Die Berufungsklägerin hat ihre Rechtsbegehren nicht beziffert und gibt den Streitwert gestützt auf eine provisorisch behauptete Herabsetzung von CHF 250.- und die Mietdauer mit CHF 16'000.- an. Ihre unbestimmte Forderungsklage begründet sie damit, dass die Gegenpartei die notwenigen Unterlagen nicht zur Verfügung stelle. Unter Berücksichtigung der ergangenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird diese kurze Begründung bei erster Betrachtung den Anforderungen von Art. 85 ZPO nicht gerecht. Die Berufungsklägerin setzt sich in ihren Vorfragen nicht weiter mit diesen auseinander.”
“Der Beschwerdegegner nannte im Klagebegehren einen Mindestwert (EUR 184'124.--). Im Übrigen bezifferte er seine Forderung nicht, zumindest nicht exakt. Die Vorinstanzen prüften, ob die Voraussetzungen für eine unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO gegeben sind. Dazu ist was folgt zu bemerken:”
Ausnahmsweise ist eine unbezifferte Klage zulässig, wenn es der klagenden Partei anfangs unmöglich oder unzumutbar ist, den Betrag zu beziffern; es ist jedoch eine vorläufige Mindestwertangabe als Streitwert vorzunehmen. Die Ausnahme kommt insbesondere zur Anwendung, wenn die genaue Höhe der Forderung erst mithilfe der Beweisführung ermittelt werden kann.
“1bis et 407f CPC en vigueur dès le 1er janvier 2025). 2.1.2 L'art. 317 al. 2 CPC autorise une modification des conclusions en appel à la double condition que les conclusions modifiées soient en lien de connexité avec la prétention initiale ou que la partie adverse ait consenti à la modification, d'une part (art. 317 al. 2 let. a et 227 al. 1 CPC), et qu'elles reposent sur des faits ou moyens de preuve nouveaux, d'autre part (art. 317 al. 2 let. b CPC). Lorsque la cause est soumise à la maxime d'office, le dépôt de conclusions nouvelles en appel est admissible jusqu'aux délibérations. Les restrictions posées par l'art. 317 al. 2 CPC n'entrent en effet pas en considération dans ce cadre (Reetz/Hilber, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2016, n. 26 ad art. 317 CPC). 2.1.3 L'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3; arrêt du Tribunal fédéral 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Selon l'art. 85 al. 1 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 1ère phr. aCPC cum 407f CPC a contrario). Il faut comprendre par "dès qu'il est en état de le faire", la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (ATF 149 III 405 consid. 4; arrêts du Tribunal fédéral 5A_108/2023 du 20 septembre 2023 consid. 5.2.1; 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid.”
“Les délibérations, qui succèdent aux débats principaux, ne sauraient en effet commencer avant, même si formellement le juge a déclaré l'instruction close à l'issue d'une dernière audience après laquelle les parties avaient la possibilité de déposer des observations finales écrites (Tappy, CR CPC, 2019, n. 11 ad art. 229 CPC). 3.1.2 A teneur de l'art. 317 al. 1 CPC, les faits et les moyens de preuve nouveaux ne sont pris en considération en appel que s'ils sont invoqués ou produits sans retard (let. a) et s'ils ne pouvaient pas être invoqués ou produits devant la première instance bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de la diligence requise (let. b). 3.1.3 Selon l'art. 151 CPC, les faits notoires ou notoirement connus du tribunal et les règles d'expérience généralement reconnues ne doivent pas être prouvés. En principe, les informations provenant d'Internet ne sont considérées comme notoires que si elles ont une empreinte officielle du fait qu'elles sont facilement accessibles et proviennent de sources fiables, dont notamment les taux de change (ATF 143 IV 380 consid. 1.2; arrêt du Tribunal fédéral 5A_1048/2019 du 30 juin 2021 consid. 3.6.6). 3.1.4 Selon l'art. 85 al. 1 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder. Cas échéant, le demandeur pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves.”
“L'appelant soulève plusieurs griefs en lien avec les conclusions de l'intimée, qui seront traités ensemble. L'appelant reproche à l'intimée d'avoir déposé tardivement des conclusions chiffrées lors de l'audience de plaidoiries finales, les conclusions non chiffrées antérieures étant irrecevables. Elle avait aussi produit un tableau lors de la dernière audience devant le Tribunal qui devait être déclaré irrecevable. Il reproche en outre au Tribunal d'avoir statué ultra petita en octroyant une somme d'argent excédant le montant articulé dans les conclusions de l'intimée. Enfin, l'intimée avait pris des conclusions en francs suisses concernant la liquidation de la maison située en France, alors qu'elle aurait dû réclamer un montant en euros. 4.1 4.1.1 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). La réalisation du droit privé fédéral ne permet pas d'exiger qu'une demande soit chiffrée alors que le demandeur n'est pas en mesure d'indiquer exactement le montant de sa prétention, ou lorsque cette indication ne peut être exigée de lui. Tel est en particulier le cas lorsque les éléments nécessaires pour chiffrer la créance ne pourront être connus que par la procédure probatoire; on doit alors permettre au demandeur de ne préciser ses conclusions qu'à la clôture de la procédure probatoire (ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Le demandeur doit préciser ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Cas échéant, il pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves (art. 229 CPC ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid.”
Nach Art. 85 ZPO ist eine Stufenklage (action échelonnée) möglich: Die klagende Partei kann ein unbeziffertes Leistungsbegehren mit einem vorgängigen Begehren auf Rechnungslegung/Auskunft verbinden. Die Rechnungslegung kann als selbständiger (ergänzender) Anspruch geltend gemacht werden oder – stattdessen – die zur Bezifferung notwendigen Unterlagen im Rahmen der Beweisverwaltung verlangt werden. Das Gericht kann aus Gründen der Verfahrensökonomie das Verfahren zunächst auf die Frage der Rechnungslegung beschränken. Lehnt die Gegenpartei die Mitwirkung ab oder obstruiert sie, berücksichtigt das Gericht dies in der Beweiswürdigung; bei einschlägiger Obstruktion kommt in der Rechtsprechung sogar eine Umkehr der Beweislast in Betracht.
“Nach der Botschaft ist auch die in der Rechtsprechung anerkannte Stufenklage nach Art. 85 ZPO möglich. Die klagende Partei kann eine unbezifferte Forderungsklage mit einem Begehren um vorgängige Rechnungslegung (Auskunftserteilung durch die beklagte Partei) verbinden. Hauptanspruch ist die verlangte Geldleistung, Hilfsanspruch die vorgängige Auskunftserteilung. Erst nach der Durchsetzung des Hilfsanspruchs ist die klagende Partei in der Lage, die Leistung exakt zu quantifizieren. Im Sinne der Verfahrensökonomie kann das Gericht den Prozess zunächst auf die Frage der Rechnungslegung beschränken. Die vorgängige Auskunftserteilung muss jedoch nicht unbedingt zum Gegenstand eines separaten Rechtsbegehrens gemacht werden. Vielmehr ist auch möglich, lediglich ein unbeziffertes Leistungsbegehren zu stellen und die zur Auskunftserteilung notwendigen Urkunden im Rahmen des Beweisverfahrens edieren zu lassen. Verweigert die beklagte Partei die Mitwirkung, so berücksichtigt dies das Gericht im Rahmen der Beweiswürdigung. Bei Obstruktion der Gegenpartei kann nach einhelliger Praxis sogar eine Umkehr der Beweislast angenommen werden (Botschaft ZPO, BBl 2006 7287, Ziff.”
“Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers. Que dans un tel cas, l'art. 85 CPC offre au demandeur l'option entre requérir la production de preuves de la partie adverse dans le cadre de l'administration des preuves, soit intenter une action dite échelonnée. Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves. Que dans le second cas, qui présuppose que le demandeur dispose d’un droit matériel à l’information, il intente une action dans laquelle une conclusion en reddition de comptes (qui pourrait aussi être indépendante et que le juge peut dans tous les cas décider de traiter dans un premier temps selon l’art. 125 CPC) est liée à une conclusion indéterminée en paiement de la somme due; que la seconde conclusion est principale et la première complémentaire.”
“Le jugement, revêtu de l'autorité de la chose jugée, doit être rendu après un examen complet en fait et en droit (ATF 141 III 564, consid. 4.2.2, p. 568). En outre, le mandant est autorisé à exercer cette action sans avoir à justifier d'un intérêt légitime (ATF 139 III 49 consid. 4.5.2 p. 59, arrêt 4A_353/2019, du 25 mars 2020, consid. 4). Le droit à la reddition de compte peut être invoqué à titre principal ou dans le cadre d'une action échelonnée. L'action échelonnée est constituée d'une première prétention en reddition de comptes. Cette prétention est en elle-même un objet du litige qui pourrait faire l'objet d'un procès séparé (ATF 140 III 409, consid. 3.2, p. 412). La prétention condamnatoire non chiffrée constitue un second objet du litige. L'action échelonnée se distingue ainsi de l'action en paiement non chiffrée au sens strict en ceci qu'une prétention complémentaire indépendante en délivrance d'informations ou en reddition de comptes doit exister. Elle est une forme de cumul objectif d'actions (art. 90 CPC) (GROBÉTY/HEINZMANN, Petit commentaire du CPC, 2020, n° 14 ad art. 85 CPC).”
“Que le recours à l'action échelonnée n'est pas obligatoire mais peut se révéler opportun (pas besoin de décrire précisément les documents requis; possibilité de faire immédiatement appel du jugement partiel rendu, sans condition de préjudice difficilement réparable imposée au recours contre les ordonnances de preuve), voire nécessaire lorsque la partie adverse ne collabore pas (Bohnet, op. cit., n° 7 et 8 ad art. 85 CPC et les références citées). Que lorsque le gain dont la délivrance est demandée peut être évalué sans qu’il soit nécessaire de rendre à l’encontre du défendeur un jugement partiel le condamnant à fournir les renseignements requis, l’intérêt du demandeur à exercer une action échelonnée disparaît. Que c’est le cas en particulier lorsque le défendeur fournit à l’occasion de l’administration des preuves les documents requis par le demandeur dans sa conclusion. Cependant, si le demandeur conteste que les documents déposés correspondent aux documents requis, l’intérêt subsiste, et le tribunal doit se prononcer sur la conclusion en reddition de comptes (Bohnet, op. cit. n° 10 ad art. 85 CPC). Que l'action en remise de gain fondée sur les art. 9 al. 3 LCD et 423 al. 1 CO implique un droit à la reddition de comptes (ATF 144 III 43 consid. 4.2 = JdT 2018 II 207). Que le juge peut simplifier le procès en limitant la procédure à des questions ou des conclusions déterminées (art. 125 let. a CPC). ** Qu'en l'espèce, la courte explication fournie par la demanderesse à l'audience de débats d'instruction à l'appui de ses conclusions II et III, ainsi que l'évocation de leur éventuelle irrecevabilité par les défendeurs, ne permettent pas de trancher la question de leur qualification (action échelonnée ou réquisition de preuve dans le cadre d'une demande non chiffrée), de leur recevabilité et de leur instruction. Que la suite des débats d'instruction ordonnée supra sera par conséquent également consacrée à ces questions à la lumière des principes rappelés ci-dessus. Qu'il découle de ce qui précède que les conclusions I, V et VI (partiellement) seront vraisemblablement en état d'être jugées après l'administration des preuves par interrogatoire des parties alors que le sort de la conclusion III ne pourra être tranché qu'après éclaircissement et décision sur la qualification et la suite à donner à la conclusion II, puis, cas échéant, reddition de comptes.”
“La question se pose s'il ne doit pas être qualifié de décision partielle au sens de l'art. 91 LTF, laquelle se définit comme une variante de la décision finale (cf. ATF 141 III 395 consid. 2.2 et les arrêts cités). Le recourant prétend exercer une action échelonnée, la demande en reddition de compte devant l'amener à pouvoir amplifier et chiffrer plus précisément ses prétentions en remboursement de commissions cachées. Dans le cas d'une action échelonnée, le Tribunal fédéral a laissé la question ouverte de savoir si le jugement accueillant la demande auxiliaire en reddition de compte était une décision partielle au sens de l'art. 91 let. a LTF ou une décision incidente au sens de l'art. 93 al. 1 LTF, dès lors que, de toute manière, il pouvait être déféré au Tribunal fédéral sans égard aux conditions de l'art. 93 al. 1 LTF (arrêt 4A_142/2014 du 2 octobre 2014 consid. 1). En l'espèce, l'action en reddition de compte n'est pas seulement liée à la demande reconventionnelle en paiement que le recourant présente comme non chiffrée au sens de l'art. 85 CPC, mais tend également, selon ses propres dires, à obtenir les documents et informations lui permettant de contrôler l'activité de la banque lors de l'appel de marge et la liquidation de ses positions et, le cas échéant, de fonder sa contestation du montant réclamé dans la demande principale. Comme elles auraient pu faire l'objet d'un procès distinct, les conclusions en reddition de compte du recourant réalisent la première condition de l'indépendance au sens de l'art. 91 let. a LTF (ATF 135 III 212 consid. 1.2.2 et les références). La décision statuant définitivement sur les conclusions préalables en cause n'est en outre pas susceptible d'entrer en contradiction avec le jugement qui statuera définitivement sur le sort des autres prétentions litigieuses (cf. ATF 135 III 212 consid. 1.2.3). Il s'ensuit que l'arrêt attaqué est une décision partielle qui peut faire l'objet d'un recours selon l'art. 91 let. a LTF.”
Im summarischen Verfahren ist eine Bezifferung der Forderung nach Art. 85 Abs. 1 ZPO ohne Weiteres möglich, sobald die Gegenpartei die entsprechenden Unterlagen eingereicht hat; die fehlende Durchführung eines förmlichen Beweisverfahrens steht dem nicht entgegen.
“1 ZPO) verlangt, dass die zuständige Behörde die Vorbringen des Betroffenen tat- sächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung angemes- sen berücksichtigt (BGE 136 I 184 E. 2.2.1; BGE 135 III 670 E. 3.3.1; BGer 2C_347/2019 vom 16. September 2019, E. 3.1; BGer 9C_190/2015 vom 27. Juli 2015, E. 2). Dies gilt für alle form- und fristgerechten Äusserungen, Eingaben und Anträge, die zur Klärung der konkreten Streitfrage geeignet und erforderlich er- scheinen (BGE 136 I 184 E. 2.2.1; BGer 9C_190/2015 vom 27. Juli 2015, E. 2). Wird die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Dies hat im Rechtsbegehren zu geschehen, soweit sich nicht ohne Weiteres aus der Begründung ergibt, auf welchen Betrag der Rechtssuchende ei- ne Geldleistung festgesetzt wissen will (BGer 5A_983/2020 vom 25. November 2020, E. 2 mit weiteren Hinweisen). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Dies gilt mit Blick darauf, dass sich die Vor- schrift im "1. Teil: Allgemeine Bestimmungen" befindet, ohne Weiteres auch für das summarische Verfahren (im Ergebnis gleich: OGer ZH LY160048 vom 15.06.2017, E. II.3.2). Die Tatsache, dass kein eigentliches Beweisverfahren statt- findet, ändert daran nichts: So ist eine Bezifferung ohne Weiteres möglich, nach- dem die Gegenpartei die entsprechenden Unterlagen eingereicht hat. Im summa- rischen Verfahren können sich die Parteien grundsätzlich nur einmal äussern (BGE 146 III 237 E. 3.1; BGE 144 III 117 E. 2.2). Verfügbare Urkunden, die als Beweismittel dienen sollen, sind mit der Gesuchsantwort einzureichen (Art. 221 Abs. 2 lit. c ZPO in Verbindung mit Art.”
In Versicherungsstreitigkeiten hat das Bundesgericht in mehreren Entscheiden festgestellt, dass pauschale, unbezifferte Zahlungsbegehren (z. B. «Leistungen aus dem Vertrag») die Anforderungen des Art. 85 Abs. 1 ZPO bzw. der notwendigen Bestimmtheit der Klage nicht erfüllen können. Die Schlussfolgerung stützt sich darauf, dass die Klage so bestimmt sein muss, dass bei deren Gutheissung ein vollstreckbares Urteil ergeht, ohne dass die gerichtliche Entscheidung erst noch substantielle Berechnungsfragen klären müsste. Das Bundesgericht hat solche unbezifferten Schlussanträge in einzelnen Fällen als nicht ausreichend bzw. als irrecevabel angesehen.
“Christoph HURNI, Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, n. 36 ad art. 58 CPC et les références citées). Il en découle que les conclusions doivent être déterminées avec suffisamment de précision, de manière qu’en cas d'admission de celles-ci, le jugement puisse être exécuté (cf. les arrêts du Tribunal fédéral 5A_832/2012 du 25 janvier 2013 consid. 6.2 et 5A_663/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.3). En d’autres termes, l’exécution (ou la sanction de l’inexécution) doit pouvoir être obtenue auprès de l’autorité compétente sans que celle-ci doive encore résoudre des questions de fond (cf. François BOHNET, op. cit. n. 2 et les références citées). Dans un arrêt du 27 juillet 2017, le Tribunal fédéral a considéré que les conclusions d’un assuré tendant à ce que l’assureur fût condamné à lui verser rétroactivement et de manière continue toutes les indemnités journalières (« rückwirkend ab […] und fortdauernd das ganze Krankentaggeld auszurichten ») ne remplissaient pas les conditions d’une action en paiement non chiffrée au sens de l’art. 85 al. 1 CPC. Après avoir rappelé que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent devait être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), ce qui n’était pas le cas dans l’espèce à juger, il a laissé indécis le point de savoir si la juridiction cantonale aurait dû entrer en matière sur le chef de conclusion précité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_110/2017 du 27 juillet 2017 consid. 1.3). Dans un arrêt plus récent, le Tribunal fédéral a considéré que la juridiction cantonale pouvait, sans violer le droit, déclarer irrecevable le chef de conclusion « visant le paiement des prestations découlant du contrat d'assurance », dès lors qu’on ne discernait pas en quoi le calcul des indemnités journalières dues à l’assurée, déduction faite de celles qui lui avaient déjà été versées, apparaissait compliqué au point de confiner à l'impossibilité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). On signalera encore que dans deux autres affaires d’assurance maladie collective perte de gain, le Tribunal fédéral a jugé irrecevables les conclusions d’assurés tendant simplement aux « prestations découlant du contrat d’assurance n.”
In familien- und Abänderungsverfahren kann eine unbezifferte Klage mit prozessualen Editions- und Auskunftsbegehren verbunden oder vorgängig durch vorsorgliche Beweisführung geklärt werden. Ein materiell-rechtlicher Auskunftsanspruch steht nicht durchweg zur Verfügung (z. B. nicht für unverheiratete oder geschiedene Parteien). Für Editions- oder Auskunftsbegehren sind rechtsgenügende Behauptungen erforderlich, aus denen hervorgeht, welche Tatsachen durch die Edition bewiesen werden sollen.
“Titels der Zivilprozessordnung unter die Bestimmung (Sterchi, Berner Komm., Bern 2012, Art. 107 ZPO N 11 und 12; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2021, Art. 107 ZPO N 8; Tappy, Commentaire romand Code de procédure civile [Hrsg. Bohnet/Haldy/Jeandin/Schweizer/Tappy], Bâle 2019, Art. 107 ZPO N 21). Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um vermögensrechtliche oder nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten handelt (Gasser/Rickli, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 107 ZPO N 2). Auch bei den Abänderungsverfahren nach Art. 129 ZGB und Art. 286 ZGB handelt es sich um familienrechtliche Verfahren (vgl. Art. 284 ZPO; Sterchi, a.a.O., Art. 107 ZPO N 11). Bedarf eine Partei Angaben über die wirtschaftliche Situation der anderen Partei, um einen allfälligen Abänderungsanspruch zu prüfen, so kann sie sich auf prozessuale Editions- und Auskunftspflichten stützen, eine unbezifferte Forderungsklage erheben und die Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens vornehmen (vgl. Art. 85 ZPO). Soweit es ihr möglich ist, kann sie auch ein beziffertes Rechtsbegehren stellen und die Edition von Unterlagen zu Beweiszwecken beantragen. Will die Partei aber vorerst nur die Prozesschancen abklären, wird sie ihr Editionsbegehren regelmässig im Rahmen eines Verfahrens um vorsorgliche Beweisführung stellen. Weder unverheiratete noch geschiedene Parteien können sich dabei auf den materiell-rechtlichen Auskunftsanspruch nach Art. 170 ZGB berufen. Insofern werden für sämtliche vorgenannten Rechtsbehelfe rechtsgenügende Behauptungen vorausgesetzt, welche Tatsachen durch die zu edierenden Urkunden bewiesen werden sollen (vgl. Maier, Rechtsbehelfe zur Informationsbeschaffung im Ehegüterrecht bei strittigen Scheidungen, in: ZZZ 51/2020, S. 193 ff.).”
Darlegungs- und Nachweispflicht: Wer sich auf die Ausnahme von der Bezifferungspflicht beruft, muss dies bereits in der Klageschrift substantiiert darlegen und darlegen, inwiefern die Bezifferung aus objektiven Gründen unmöglich oder unzumutbar ist. Ein blosser Hinweis auf fehlende Informationen genügt nicht; die Partei trägt insoweit die Darlegungs- bzw. Nachweispflicht.
“Beruft sich die klagende Partei auf eine Ausnahme von der Bezifferungspflicht, hat sie bereits in der Klageschrift aufzuzeigen, dass die Bedingungen nach Art. 85 Abs. 1 ZPO erfüllt sind (BGE 148 III 322 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts 4A_24/2024 vom 23. Mai 2024 E. 3.5 mit Hinweisen). Dabei genügt ein blosser Hinweis auf fehlende Informationen nicht. Vielmehr muss die klagende Partei bereits in der Klageschrift konkret darlegen, weshalb es ihr aus objektiven Gründen unmöglich oder wenigstens unzumutbar ist, die Klageforderung zu beziffern (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Ansonsten ist der diesbezüglichen Darlegungsobliegenheit nicht Genüge getan (vgl. BGE 148 III 322 E. 3.8; zit. Urteil 4A_24/2024 E. 3.5).”
“Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss darin jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Art. 85 ZPO). Gäbe es diese Bestimmung nicht, müsste die Ansprecherin in der Klage "aufs Geratewohl" einen Geldbetrag fordern, der sicher hoch genug ist, und liefe somit Gefahr, dass ihre Klage im überklagten Betrag kostenfällig abgewiesen wird, oder sie die Klage - wenn sich die Höhe ihrer Forderung im Laufe des Verfahrens herauskristallisiert - kostenfällig beschränken muss (Art. 227 Abs. 3 ZPO; siehe aber immerhin Art. 107 Abs. 1 lit. a ZPO; BGE 148 III 322 E. 3.3). Beruft sich die klagende Partei auf eine Ausnahme von der Bezifferungspflicht, hat sie bereits in der Klageschrift aufzuzeigen, dass die Bedingungen nach Art. 85 Abs. 1 ZPO für eine unbezifferte Forderungsklage erfüllt sind. Dabei genügt ein blosser Hinweis auf fehlende Informationen nicht. Vielmehr muss die Klägerin bereits in der Klageschrift konkret darlegen, weshalb es ihr aus objektiven Gründen unmöglich oder wenigstens unzumutbar ist, die Klageforderung zu beziffern (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Ansonsten ist der diesbezüglichen Darlegungspflicht nicht Genüge getan (BGE 148 III 322 E. 3.8). Vermag die klagende Partei ihre Forderungshöhe erst nach einem Beweisverfahren zu beziffern, muss sie dies im ersten Schlussvortrag tun (BGE 149 III 405 E. 4). Von der klagenden Partei wird erwartet, dass sie die beantragte Forderung auch dann beziffert, wenn ihre genaue Höhe während des ganzen Verfahrens unklar bleibt. Dazu kommt es in zwei Situationen: Zum einen, wenn das Gericht auf eine Beweisabnahme verzichtet, wie dies vorliegend geschehen ist. Und zum anderen, wenn das Gericht die beantragten Beweismittel zwar abnimmt, diese aber nicht die erhofften Erkenntnisse liefern.”
“Die Klage enthält das Rechtsbegehren (Art. 221 Abs. 1 lit. b, Art. 244 Abs. 1 lit. b ZPO). Wird die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Beruft sich die klagende Partei gestützt auf Art. 85 ZPO auf eine Ausnahme von der Bezifferungspflicht, hat sie - bereits in der Klageschrift - aufzuzeigen, dass und inwieweit eine Bezifferung aus objektiven Gründen unmöglich oder unzumutbar ist. Nur soweit ein Beweisverfahren schon für schlüssige Behauptungen unabdingbar ist, fehlt es an der Möglichkeit oder Zumutbarkeit der Bezifferung. Namentlich genügt es nicht, einzig unter Hinweis auf fehlende Informationen auf die an sich erforderliche Bezifferung zu verzichten (BGE 148 III 322 E. 2.2 und 3.8; 140 III 409 E. 4.3.2).”
“Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- - 21 - treffen. Eine Ausnahme gilt, wenn die fehlende Information eine Tatsache betrifft, welche sowohl über das Bestehen der Forderung als über die Höhe derselben ent- scheidet und in diesem Sinne doppelrelevant ist (BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Rz. 438 ff.). Der eine Stufenklage erhebenden Partei obliegt der Nachweis der Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Beziffe- rung (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Sie hat bereits in der Klageschrift konkret aufzu- zeigen, dass und inwiefern eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar sein soll, andernfalls auf die unbezifferte Forderungsklage nicht einzutreten ist (BGE 148 III 322 E. 3 und 4). In Bezug auf das (rechtzeitige) Vorbringen der Tatsachen und Beweismittel entbin- det Art.”
“Die Bezifferung der Klagen auf Zahlung einer Geldsumme zählt zu den Prozessvoraussetzungen (BGE 142 III 102 E. 3). Daraus folgt, dass die Bezifferung zwingend im verfahrenseinleitenden Schriftstück, also der Klageschrift (Art. 220 ZPO), enthalten sein muss, wie sich dies aus Art. 221 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 84 Abs. 2 ZPO denn auch ergibt (BGE 148 III 322 E. 3.2). Beruft sich die klagende Partei auf eine Ausnahme von der Pflicht zur Bezifferung einer Klage auf Bezahlung eines Geldbetrags, hat sie bereits in der Klageschrift hinreichend aufzuzeigen, dass die Bedingungen nach Art. 85 Abs. 1 ZPO für eine unbezifferte Forderungsklage erfüllt sind (BGE 148 III 322 E. 2 und 3 m.w.H.). Es besteht Parallelität : Entweder beziffert die klagende Partei in der Klageschrift ihr Begehren auf Bezahlung eines Geldbetrags, oder sie legt in der Klageschrift dar, aus welchen Gründen ihr dies unmöglich oder unzumutbar sein soll. Gleich wie die Klägerin ihr Forderungsbegehren bereits in der Klageschrift beziffern muss, gleich muss die Klägerin, die sich auf eine Ausnahme von der Bezifferungspflicht beruft, bereits in der Klageschrift darlegen, weshalb ihr die Bezifferung nicht möglich oder nicht zumutbar ist (BGE 148 III 322 E. 3.4).”
In der Lehre ist umstritten, ob die nachträgliche Bezifferung gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO eine Klageänderung im Sinne von Art. 227/230 ZPO oder lediglich eine Präzisierung der Klage darstellt. Teile der Literatur verneinen eine Klageänderung; andere vertreten, dass Art. 85 Abs. 2 ZPO — falls von einer Änderung auszugehen ist — hinsichtlich der Auswirkung auf die Zuständigkeit als lex specialis zu Art. 227 ZPO zu betrachten ist.
“La question de savoir si le chiffrement postérieur d'une demande conformément à l'art. 85 al. 2 CPC constitue une modification de la demande initiale de sorte que les art. 227 et 230 CPC seraient applicables ou une simple précision de dite requête demeure ouverte. Certains auteurs excluent d'emblée qu'il puisse s'agir d'une modification de la demande (ALEXANDER R. MARKUS, in Berner Kommentar, Sweizerische Zivilprozessordnung - Band I, Art. 1-149 ZPO, 2012, n° 23 ad art. 85 CPC; GROBETY/HEINZMANN, in Petit commentaire CPC, 2021, n° 17 ad art. 85 CPC; LAURENT GROBETY, Le cumul objectif d'actions en procédure civile suisse, Zurich 2018, p. 159-160, n° 253; FRANCESCO TREZZINI, Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, 2e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). D'autres auteurs précisent que, si l'on admet qu'il s'agit d'une modification de la demande, l'art. 85 al. 2 CPC constitue alors une lex specialis par rapport à l'art. 227 al. 2 CPC du moins s'agissant du maintien de la compétence du tribunal (FLORIAN MOHS, in ZPO Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [éd.”
Zahlungsbegehren sind grundsätzlich zu beziffern. Art. 85 ZPO erlaubt nur ausnahmsweise eine unbezifferte Klage, wenn der Kläger bereits zu Prozessbeginn die Bezifferung nicht angeben kann oder ihm die Angabe nicht zugemutet werden kann; der Kläger hat in der Klage einen Mindestwert anzugeben und die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit bereits darzulegen. Nach Durchführung des Beweisverfahrens oder nach Erhalt der erforderlichen Auskünfte hat der Kläger die Klage zu beziffern. Das Gericht hat die Erfordernisse der Zulässigkeit von Amtes wegen zu prüfen und kann die Klage bei Nichterfüllung dieser Pflichten als unzulässig (irrecevable) erklären.
“1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'art. 60 CPC précise que le tribunal examine d'office si les conditions de recevabilité sont remplies. 4. 4.1 L'art. 84 al. 2 CPC prévoit que l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée. Il s'agit d'une condition de recevabilité, que le juge doit examiner d'office (arrêt du Tribunal fédéral 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.1). Si d'après les conclusions présentées, le Tribunal fédéral se trouvait requis de fixer lui-même le montant réclamé, le recours était irrecevable (ATF 134 III 325 consid 2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_107/2008 du 5 juin 2008 consid. 2.2). Le chef de conclusion tendant à condamner la défenderesse à exécuter les prestations découlant du contrat d'assurance est en réalité une conclusion en paiement, dès lors qu'une exécution en nature n'est pas envisageable (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.1). 4.2 L'art. 85 CPC prévoit que si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Il incombe toutefois au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Ni le devoir d'interpellation, ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure (art. 247 al. 2 let. a CPC en lien avec l'art. 243 al. 2 let. f CPC), selon laquelle le juge établit les faits d’office, ne s’opposent à ce qu’une demande soit déclarée irrecevable en raison d'une motivation insuffisante ou de conclusions mal formulées (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid.”
“1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'art. 60 CPC précise que le tribunal examine d'office si les conditions de recevabilité sont remplies. 6. 6.1 L'art. 84 al. 2 CPC prévoit que l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée. Il s'agit d'une condition de recevabilité, que le juge doit examiner d'office (arrêt du Tribunal fédéral 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.1). Si d'après les conclusions présentées, le Tribunal fédéral se trouvait requis de fixer lui-même le montant réclamé, le recours était irrecevable (ATF 134 III 325 consid 2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_107/2008 du 5 juin 2008 consid. 2.2). Le chef de conclusion tendant à condamner la défenderesse à exécuter les prestations découlant du contrat d'assurance est en réalité une conclusion en paiement, dès lors qu'une exécution en nature n'est pas envisageable (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.1). 6.2 L'art. 85 CPC prévoit que si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Il incombe toutefois au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Ni le devoir d'interpellation, ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure (art. 247 al. 2 let. a CPC en lien avec l'art. 243 al. 2 let. f CPC), selon laquelle le juge établit les faits d’office, ne s’opposent à ce qu’une demande soit déclarée irrecevable en raison d'une motivation insuffisante ou de conclusions mal formulées (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid.”
“230 CPC est leur irrecevabilité, non leur rejet. En tant qu’elle rejette la requête de séparation de biens, l’ordonnance attaquée ne saurait donc être confirmée. 4. 4.1 L’appelant fait grief au premier juge d’avoir méconnu l’art. 85 CPC en considérant que ses conclusions en paiement de contributions d’entretien avaient été chiffrées tardivement et qu’elles étaient pour ce motif irrecevables. Il fait valoir que sa curatrice substitut ne pouvait obtenir aucun renseignement de lui et qu’en l’absence d’informations précises, elle ne pouvait chiffrer les conclusions à prendre. L’intimée soutient qu’il appartenait à l’appelant d’indiquer un montant provisoire des contributions réclamées et de s’expliquer dans sa requête sur l’impossibilité dans laquelle se trouvait sa curatrice substitut de chiffrer définitivement ses conclusions. 4.2 En principe, les conclusions tendant au paiement d'une somme d'argent doivent être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC), sous peine d'irrecevabilité (ATF 142 III 102 ; ATF 140 III 409 consid. 4.3.2). Toutefois, l'art. 85 CPC autorise la partie demanderesse à introduire une demande en paiement non chiffrée lorsqu'elle se trouve dans l'impossibilité d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention. Il en va par exemple ainsi de la prétention du locataire en restitution des parts de loyer versées en trop cumulée à une action en contestation du loyer initial (ATF 146 III 82 consid. 4.1.3). Mais il appartient au demandeur, d'abord, d'indiquer une valeur litigieuse minimale provisoire (art. 85 al. 1, 2e phr., CPC), puis, une fois administrées les preuves ou obtenues les informations nécessaires à cet effet, de chiffrer ses conclusions dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr., CPC). Il appartient aussi au demandeur de justifier dans sa demande déjà – et non dans un acte ultérieur – de l’impossibilité dans laquelle il se trouve de chiffrer ses conclusions, du moins sans démarches qui ne sont pas raisonnablement exigibles de lui (ATF 148 III 322 consid. 3.4). Si le demandeur ne satisfait pas à ces incombances, sa demande doit être déclarée irrecevable (ATF 148 III 82 consid.”
“Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment déterminées. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend (arrêts 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391; 5A_618/2012 du 27 mai 2013 consid. 4.3.3, publié in FamPra.ch 2013 p. 722; 5A_621/2012 précité consid. 4.1). Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3; arrêt 5A_368/2018 précité loc. cit.). Selon cette disposition, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr., CPC), autrement dit, dès que possible. L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 précité loc. cit.). Le chiffrement des actions en paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC) compte parmi les conditions de recevabilité (art. 59 CPC; ATF 142 III 102 consid. 3), que le tribunal doit examiner d'office (art. 60 CPC; ATF 146 III 290 consid. 4.3.3). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêt 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Une partie qui a pris des conclusions insuffisantes en première instance ne peut corriger cette négligence procédurale en appel (arrêt 5A_368/2018 précité loc. cit.).”
Hat der Kläger zunächst unbezifferte Klage erhoben, so hat er nach Art. 85 Abs. 2 ZPO seine Forderung zu beziffern, sobald die zur Bezifferung erforderlichen Beweismittel oder Informationen durch die Parteien oder Dritte erbracht wurden. Art. 85 Abs. 2 entbindet den Kläger nicht von der Pflicht zur Bezifferung; er verschiebt nur den Zeitpunkt. Die Praxis verlangt, dass der Kläger "sobald er in der Lage ist" bzw. "dès que possible" nachzipfert und notfalls zumindest eine subsidiäre Bezifferung auf Basis der bereits vorgelegten Unterlagen vornimmt.
“Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, les conclusions doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend. Les conclusions portant sur des prestations en argent doivent être chiffrées, sous peine d'irrecevabilité (ATF 137 III 617 consid. 4.2 et 4.3; arrêts du Tribunal fédéral 5A_779/2021 du 16 décembre 2022 consid. 3.1; 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_274/2020 du 1er décembre 2020 consid. 4; 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3 non publié in ATF 146 III 203). 2.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action en paiement non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Pour le Tribunal fédéral, une partie, même insatisfaite par le résultat de la phase probatoire, par exemple en raison du rejet de tout ou partie de ses réquisitions de preuves, doit chiffrer sa prétention sur la base des pièces déjà produites, au moins à titre subsidiaire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3 et 4.3.4). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art.”
“De manière générale, l’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit donc être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l’application de l’art. 85 al. 1 CPC (TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). Le chiffrage doit impérativement intervenir dans la demande (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Selon l’art. 85 al. 2 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s’il est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L’art. 85 CPC n’a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n’étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2 ; TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 précité consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). L’art. 85 al. 2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement.”
“2 et les références citées; 134 III 235 consid. 2; 133 II 409 consid. 1.4.2; arrêt 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3). 3.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Si la partie demanderesse invoque une exception à l'obligation de chiffrer, elle doit démontrer dès la requête que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC pour une action non chiffrée sont remplies. A cet égard, une simple indication sur le manque d'informations ne suffit pas. La demanderesse doit au contraire exposer concrètement dans la requête pourquoi, pour des raisons objectives, il lui est impossible ou du moins déraisonnable de chiffrer la créance en justice (ATF 148 III 322 consid. 3.8; 140 III 409 consid. 4.3.2). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid.”
“229 al. 1 CPC, les faits et moyens de preuve nouveaux ne sont admis aux débats principaux que s'ils sont invoqués sans retard et qu'ils remplissent l'une des conditions suivantes: a. ils sont postérieurs à l'échange d'écritures ou à la dernière audience d'instruction (novas proprement dits); b. ils existaient avant la clôture de l'échange d'écritures ou la dernière audience d'instruction mais ne pouvaient être invoqués antérieurement bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de la diligence requise (novas improprement dits). Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). 6.2 En l'espèce, l'appelant a formé ses conclusions nouvelles par mémoire du 20 février 2019 déposé au cours des débats principaux, se prévalant de certaines déclarations de témoins. En substance, il a allégué que les enquêtes avaient mis en évidence 1) que seuls G______ et lui-même avaient été licenciés dans le cadre de l'affaire J______ SA, 2) que G______, contrairement à lui, avait été assisté d'un conseil lors de l'enquête interne de la banque, 3) que le rapport disciplinaire aurait dû figurer dans son dossier personnel et 4) que sa hiérarchie n'avait pas participé à la décision de son licenciement. 6.2.1 En ce qui concerne les conclusions nouvelles relatives au tort moral, dès le début de la procédure l'appelant s'est plaint de la manière dont il avait été licencié, citant, dans sa demande déjà, des conditions "infamantes", sans égard pour sa personne. Il a même invoqué dans sa motivation initiale avoir subi une atteinte à sa personnalité ayant conduit à un tort moral injustifié, qui devait être réparé par l'intimée.”
Wenn Informationen zur Bezifferung der Forderung in der Verfügungsmacht des Beklagten oder Dritter liegen und dieser diese Informationen bewusst vorenthält, kann dies die Zulässigkeit einer anfänglich unbezifferten Klage nach Art. 85 ZPO rechtfertigen. Nach Durchführung der Beweisaufnahme oder Erteilung der ausstehenden Auskünfte hat die klagende Partei ihre Forderung sodann zu beziffern.
“L'intimée soutient que la Cour de justice a correctement considéré qu'elle avait à tout le moins réclamé 20'000 fr. dans ses conclusions et que le recourant avait admis posséder pour 187'276 fr. 29 d'acquêts sur la base des tableaux qu'il avait produits lors des plaidoiries finales. Elle observe à cet égard que l'arrêt 5A_387/2015 [recte: 5A_397/2015] retient que l'admission par l'autre époux qu'un compte bancaire contient des acquêts conduisait au partage de ces avoirs entre les conjoints. Elle fait aussi valoir que sa conclusion tendant au partage par moitié des valeurs de rachat des assurances troisième pilier des parties au 23 juillet 2021 était valablement chiffrée, dès lors qu'elle portait sur un acquêt déterminé et déterminable par la simple lecture de deux pièces produites dans le cadre de la procédure. L'on ne pouvait par ailleurs pas lui reprocher ne pas avoir chiffré sa conclusion en lien avec le partage des comptes bancaires des parties, dans la mesure où elle avait démontré être dans l'impossibilité de la chiffrer d'emblée (art. 85 CPC) en raison de la confusion créée volontairement par le recourant en lien avec ses comptes. Celui-ci commettait ainsi un abus de droit et faisait preuve de mauvaise foi en invoquant l'absence de chiffrage des conclusions dans le but de la priver de ce qui lui revenait de plein droit. Il n'avait lui-même pas chiffré ses conclusions d'entrée de cause puisqu'il s'était réservé la possibilité de le faire une fois les documents permettant de déterminer les acquêts des parties produits. Au vu de ces éléments, le recours devait être rejeté sur la question de la liquidation du régime matrimonial.”
“Mio. zuzüglich Verzugszins von 5 %, zu bezahlen (Stufe 2). Dazu hat er gemäss Vorinstanz in Randziffer 5 unter dem Titel "Formelles" ausgeführt, er bringe eine Stufenklage vor. Bevor ihm die Bezifferung des Hauptanspruches möglich sei, werde über sein Rechtsbegehren auf Information (Stufe 1) zu befinden sein. Die Möglichkeit der unbezifferten Forderungsklage nach Art. 85 ZPO sei gegeben, wenn eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar sei, was mit Bezug auf den Zweck zu beurteilen sei, der darin bestehe, die klagende Partei von dem Risiko zu befreien, das sie bei Einklagung eines falschen Betrages eingehe. Die Beschwerdeführer hätten bisher vertrags- und treuwidrig die nötigen Informationen für die Berechnung seines Anspruches verweigert. Hauptanspruch sei hier die anbegehrte Leistung, Hilfsanspruch deren Bezifferung durch Rechnungslegung. Vom ihm zu fordern, in einem ersten Prozess bloss auf Rechnungslegung zu klagen, um sich Klarheit über die Bezifferung des Hauptanspruchs zu verschaffen, und danach eine zweite (Leistungs) -Klage anzuheben, widerspräche den Anliegen der Prozessökonomie und dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Vor diesem Hintergrund erweist sich ein Grossteil der Beanstandungen der Beschwerdeführer ohne Weiteres als unbegründet:”
“Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers. Que dans un tel cas, l'art. 85 CPC offre au demandeur l'option entre requérir la production de preuves de la partie adverse dans le cadre de l'administration des preuves, soit intenter une action dite échelonnée. Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves. Que dans le second cas, qui présuppose que le demandeur dispose d’un droit matériel à l’information, il intente une action dans laquelle une conclusion en reddition de comptes (qui pourrait aussi être indépendante et que le juge peut dans tous les cas décider de traiter dans un premier temps selon l’art. 125 CPC) est liée à une conclusion indéterminée en paiement de la somme due; que la seconde conclusion est principale et la première complémentaire.”
Im Scheidungs- und im Annexverfahren kann auf die Angabe eines Mindeststreitwerts verzichtet werden, da dort Verfahrensart und Zuständigkeit nicht vom Streitwert abhängen; Rechtsprechung und Lehre halten dies für zulässig. (vgl. Quellenhinweis)
“Der Inhalt der von den Parteien einzureichenden Klagebegründung bzw. Klageantwort richtet sich im Wesentlichen nach Art. 221 f. ZPO. Die Rechtsbegehren müssen so bestimmt sein, dass sie im Falle der Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden können (BGE 137 III 617 E. 4.3). Insbesondere sind die auf Geldzahlung gerichteten Rechtsbegehren zu beziffern. Unbezifferte Rechtsbegehren sind aus- nahmsweise dann zulässig, wenn es einer Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihr e Forderung bereits zu Beginn des Annexverfahrens zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn eine güter- rechtliche Forderung von gutachterlichen Bewertungen abhängig ist oder wenn die finanziellen Verhältnisse des anderen Ehegatten von Bedeutung sind und die- ser hierüber bislang noch keine Auskunft erteilt hat (DIKE-Komm-ZPO-B ÄHLER, Art. 288 N 45). Die Forderung ist alsdann nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung zu beziffern (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 - 20 - Abs. 1 Satz 2 ZPO ist bei der unbezifferten Forderungsklage ein Mindeststreitwert anzugeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Nach diesem Mindeststreitwert be- stimmen sich im Regelfall das anwendbare Verfahren und die Zuständigkeit (BSK ZPO-D ORSCHNER, Art. 85 N 9; DIKE-Komm-ZPO-FÜLLEMANN, Art. 85 N 2). Für das Scheidungsverfahren sind allerdings weder die Verfahrensart noch die Zuständig- keit abhängig vom Streitwert. Letzteres gilt (zumindest im Kanton Zürich) auch bezüglich der funktionalen Zuständigkeit. Vor diesem Hintergrund wird in der Rechtsprechung und der Lehre zu Recht dafür gehalten, dass im Scheidungskla- geverfahren nach Art. 290 ff. ZPO und im Annexverfahren nach Art. 288 Abs. 2 ZPO vom Erfordernis der Angabe eines Mindeststreitwerts abgesehen werden kann (OGer SH, CAN 2015 Nr. 81 S. 225 E. 4d; DIKE-Komm-ZPO-B ÄHLER, Art. 288 N 45; BSK ZPO-D ORSCHNER, Art. 85 N 9; STALDER, Rechtsbegehren in fami- lienrechtlichen Verfahren, FamPra.ch 2014 S.”
Bezifferung «dès que possible»: Hat die klagende Partei von Art. 85 ZPO Gebrauch gemacht, weil erst das Beweisverfahren die Bezifferung ermöglicht, muss sie die Forderung «sobald sie dazu in der Lage ist» nachreichen. Die Rechtsprechung präzisiert, dass dies in der ersten prozessualen Gelegenheit folgt, die unmittelbar an die Beweisaufnahme anschliesst, namentlich in den Schlussplädoyers; sind diese mündlich, genügt die Bezifferung spätestens im ersten Wortlaut (erste Runde).
“L'art. 85 CPC consacre une exception (temporaire) à la règle consacrée à l'art. 84 al. 2 CPC (ATF 148 III 322 consid. 3.3; pour l'application aux conclusions relatives à la liquidation du régime matrimonial: cf. arrêts 5A_108/2023 précité loc. cit.; 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid. 4.2.1, publié in RSPC 2023 p. 312). Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises (ATF 149 III 405 consid. 4; arrêts 5A_108/2023 précité loc. cit.; 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). Il doit le faire dès que possible, le chiffrage des conclusions pouvant néanmoins intervenir lors des plaidoiries finales lorsque les informations nécessaires pour chiffrer la demande sont fournies par l'administration des preuves (ATF 149 III 405 consid. 4). L'art. 85 CPC n'a pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition (art.”
“Aussi le créancier a-t-il toujours intérêt à interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte. De son côté, le débiteur a un intérêt à connaître la cause de la créance invoquée par le créancier et le montant pour lequel celui-ci le recherche (ATF 148 III 401 consid. 3.3.1). Dans l'hypothèse où le lésé doit interrompre la prescription à un moment où l'ampleur de son préjudice ne peut pas encore être établie, il doit soit interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte, soit accomplir un acte interruptif ne nécessitant pas l'indication d'un montant déterminé, tel que l'action en paiement non chiffrée (art. 42 al. 2 CO et 85 CPC) ou l'action en constatation du fondement juridique de la prétention litigieuse, qui interrompent la prescription pour la totalité de la créance (ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; 119 II 468 consid. 2c; 119 II 339 consid. 1c/aa; Pichonnaz, op. cit., n. 27 ad art. 135 CO). 4.1.4 L'art. 85 CPC prévoit que si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (al. 1). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, il doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire. La compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence (al. 2). Dans deux arrêts récents, le Tribunal fédéral a jugé que, lorsque la partie demanderesse a bénéficié de l'exception de l'art. 85 al. 1 CPC parce qu'elle nécessitait que des preuves soient administrées pour pouvoir chiffrer sa demande, il faut comprendre par "dès qu'il est en état de le faire" la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (ATF 149 III 405 consid.”
“L'art. 85 CPC consacre une exception (temporaire) à la règle consacrée à l'art. 84 al. 2 CPC, selon laquelle l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (ATF 148 III 322 consid. 3.3; pour l'application aux conclusions relatives à la liquidation du régime matrimonial: cf. arrêt 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid. 4.2.1, publié in RSPC 2023 p. 312). Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises (arrêt 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). L'art. 85 CPC n'a pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition (art. 58 al. 1 CPC), dont découle l'obligation de chiffrer les conclusions. Le demandeur peut seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêt 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). Dans deux arrêts récents, le Tribunal fédéral a jugé que, lorsque la partie demanderesse a bénéficié de l'exception de l'art. 85 al. 1 CPC parce qu'elle nécessitait que des preuves soient administrées pour pouvoir chiffrer sa demande, il faut comprendre par "dès que possible" la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (arrêts 4A_145/2023 du 3 juillet 2023 consid. 4.3, destiné à la publication; 5A_847/2021 précité consid. 4.3). Le demandeur n'est pas non plus tenu d'alléguer les faits fondant la prétention à chiffrer au fur et à mesure de la procédure probatoire. Il est également recevable à alléguer, en même temps que le chiffrage des conclusions, les faits qui sous-tendent celui-ci (arrêt 5A_847/2021 précité consid.”
“Lorsque les plaidoiries finales sont orales (art. 232 al. 1 CPC), la partie qui est en droit de reporter le chiffrage de ses conclusions ainsi que les allégués qui le sous-tendent peut le faire au plus tard au premier tour de parole (BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, n° 514; DORSCHNER, op. cit., n° 22 ad art. 85 CPC). Le tribunal doit alors protocoler ces éléments dans leur substance (art. 235 al. 2 1 ère phr. CPC), étant donné que ceux-ci n'ont pas pu faire l'objet d'une précédente écriture. L'exercice peut certes se révéler laborieux suivant les faits à alléguer. Il ne faut néanmoins pas oublier que le plaideur n'est admis à alléguer que les faits résultant des éléments découverts au terme de l'administration des preuves nécessaires au chiffrage de sa créance; à moins que les conditions de l'art. 229 CPC ne soient remplies, tout autre fait relatif aux conditions de sa prétention doit être considéré comme nouveau et, partant, irrecevable à ce stade de la procédure. Contrairement à ce qu'il a jugé au sujet des faits et moyens de preuves nouveaux (art. 229 al. 2 CPC; ATF 147 III 475), le Tribunal fédéral n'a pas exigé une séparation rigoureuse entre les conclusions chiffrées et les allégués y relatifs, d'une part, et les autres développements de la plaidoirie, d'autre part.”
“Vielmehr muss die Klägerin bereits in der Klageschrift konkret darlegen, weshalb es ihr aus objektiven Gründen unmöglich oder wenigstens unzumutbar ist, die Klageforderung zu beziffern (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Ansonsten ist der diesbezüglichen Darlegungspflicht nicht Genüge getan (BGE 148 III 322 E. 3.8). Vermag die klagende Partei ihre Forderungshöhe erst nach einem Beweisverfahren zu beziffern, muss sie dies im ersten Schlussvortrag tun (BGE 149 III 405 E. 4). Von der klagenden Partei wird erwartet, dass sie die beantragte Forderung auch dann beziffert, wenn ihre genaue Höhe während des ganzen Verfahrens unklar bleibt. Dazu kommt es in zwei Situationen: Zum einen, wenn das Gericht auf eine Beweisabnahme verzichtet, wie dies vorliegend geschehen ist. Und zum anderen, wenn das Gericht die beantragten Beweismittel zwar abnimmt, diese aber nicht die erhofften Erkenntnisse liefern. Solche verbleibenden Informationsdefizite zählen zum allgemeinen Prozessrisiko der klagenden Partei und entbinden diese nicht davon, den geforderten Betrag genau zu beziffern (SABINE BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, Rz. 514; SOPHIE DORSCHNER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 22 zu Art. 85 ZPO).”
Die klagende Partei ist nicht verpflichtet, vor Einleitung des Prozesses ein Privatgutachten einzuholen oder vorsorglich ein separates Beweisverfahren durchzuführen. Insbesondere kann sie darauf bauen, dass die für die Bezifferung der Klage erforderlichen Erkenntnisse im gerichtlichen Beweisverfahren gewonnen werden.
“Mit der Vorinstanz und der Berufungsklägerin bedarf es für das Verständnis und die Auswertung der massgeblichen Banktransaktionen, mithin für die Rekonstruierung und Bezifferung der Schadensentstehung, vielmehr der Zuhilfenahme Dritter (Zeugenbefragung von D. und allfällige Expertise; act. B.1, E. 4 ff.). Zwar befreit Art. 85 Abs. 1 ZPO die klagende Partei nicht davon, auch aufwändige Schadensberechnungen selbst vornehmen zu müssen (soeben vorstehend). Sie muss aber dazu in der Lage sein, was die Berufungsbeklagte gerade nicht ist. Die Berufungsbeklagte vermag (wenn überhaupt) die erforderlichen Erkenntnisse erst durch das Beweis- verfahren zu erlangen (vgl. auch nachstehend E. 4.7). Die dazugehörigen Beweis- anträge, inkl. Gutachten, wurden gestellt (RG act. I.1; RG act. I.3). Betont sei zu- dem, dass die klagende Partei nicht verpflichtet ist, vor Prozesseinleitung ein Pri- vatgutachten in Auftrag zu geben oder vorsorglich Beweis oder ein anderes sepa- rates Verfahren führen zu müssen (Baumann Wey, a.a.O., Rz. 454; Bopp/Bessenich, a.a.O., N 13 zu Art. 85 ZPO; Füllemann, a.a.O., N 3 zu Art. 85 ZPO; Dorschner, a.a.O., N 20 zu Art. 85 ZPO; Adrian Staehelin/Daniel Staehe- lin/Pascal Grolimund, Zivilprozesssrecht, 3. Aufl., Zürich 2019, § 14 Rz. 5). Aus dem gleichen Grund verfängt auch die Argumentation der Berufungsklägerin nicht, wonach der für die vorliegende Klage relevante Prüfungszeitraum für D. Transaktionen taggenau begrenzt sei und die Berufungsbeklagte deshalb zumindest die Schadensposition der Verminderung der Aktiven hätte beziffern müssen (act. A.1, Rz. 97 f., ferner 115 ff.). Klar ist, dass der Prüfungszeitraum dem Revisionsmandat entspricht (08. Dezember 2009 bis 08. Januar 2015; act. B.1, E. 4.2; RG act. I.1; act. RG act. I.3). Zudem geht die Berufungsbeklagte als Stichdatum für das Entdeckenmüssen des kriminellen Verhaltens von D. durch die Berufungsklägerin vom 1. März 2010 (Jahresrechnung 2009) oder even- tualiter vom 30. April 2011 (Jahresrechnung 2010) aus. Korrekt wirft die Beru- fungsbeklagte jedoch ein, dass die Mittelabflüsse in Bezug auf ihre geschäftsmäs- sige und damit rechtmässige Begründetheit analysiert werden müssen.”
Fehlt die Angabe eines vorläufigen Mindestwerts, besteht nach der Gesetzesregelung die Pflicht des Klägers, wenigstens eine solche Mindestangabe zu machen; die Praxis nimmt sodann an, dass das Gericht auf Bezifferung hinwirken oder die Sache nach den Umständen als unzulässig behandeln kann. Haben die Parteien hingegen bereits frühzeitig die Möglichkeit gehabt, ihre Forderung zu beziffern, und unterlassen sie dies, können nachträgliche Bezifferungen bzw. Ergänzungsbegehren als verspätig bzw. unzulässig zurückgewiesen werden.
“3. À titre liminaire, il convient d'examiner les conclusions de la demande. 3.1 Aux termes de l’art. 58 CPC, le tribunal ne peut accorder à une partie ni plus ni autre chose que ce qui est demandé ni moins que ce qui est reconnu par la partie adverse (al. 1). Les dispositions prévoyant que le tribunal n’est pas lié par les conclusions des parties sont réservées (al. 2). Selon l'art. 59 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. Ces conditions sont examinées d’office (art. 60 CPC). La liste des conditions de recevabilité prévue à l’article 59 al. 2 CPC n’est pas exhaustive (François BOHNET, in Code de procédure civile commenté, n. 9 ad art. 59 CPC). 3.2 Selon l’art. 84 CPC, le demandeur intente une action condamnatoire pour obtenir que le défendeur fasse, s’abstienne de faire ou tolère quelque chose (al. 1). L’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit être chiffrée (al. 2). Aux termes de l’art. 85 CPC, si le demandeur est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (al. 1). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire. La compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence (al. 2). Dès lors qu’en application de la maxime de disposition (art. 58 CPC), il ne peut être statué ni ultra petita ni extra petita partium, le juge doit connaître exactement les limites dans lesquelles le dispositif du jugement s’inscrit (cf. Christoph HURNI, Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, n. 36 ad art. 58 CPC et les références citées). Il en découle que les conclusions doivent être déterminées avec suffisamment de précision, de manière qu’en cas d'admission de celles-ci, le jugement puisse être exécuté (cf.”
“En effet, déjà devant le Tribunal, il a allégué que le produit de la vente de la villa de C______ ne permettrait pas de lui restituer son apport, de sorte qu'il n'y aurait aucun bénéfice à partager, l'intimée ne pouvant ainsi prétendre à un quelconque montant au titre du partage du bien immobilier. Il s'est également prévalu de transactions litigieuses que sa partie adverse aurait initiées, à hauteur de 470'000 fr. (demande en divorce du 31 octobre 2017, all. 49, p. 10). Cela étant, exception faite de l'attribution du bien immobilier en sa faveur, il n'a pas conclu au paiement des sommes dont il prétendait être créancier. Le fait que le prix de vente de la villa ait été définitivement connu au mois d'octobre 2023, à réception de l'arrêt du Tribunal fédéral rejetant sa plainte, ne change rien au fait qu'il était déjà en mesure antérieurement de formuler ses prétentions en paiement en lien avec les transactions bancaires prétendument illicites, à tout le moins en indiquant une valeur minimale (art. 85 CPC), et qu’il n’a apporté par la suite aucun élément de fait nouveau pertinent à cet égard. L'appelant ne saurait se prévaloir de la validation de l'adjudication pour compléter ses conclusions relatives aux transactions bancaires. Par conséquent, les conclusions en paiement du montant de 470'000 fr. au titre de liquidation du régime matrimonial sont tardives et donc irrecevables. Les offres de preuve requises en lien avec ces prétentions ne sont dès lors pas pertinentes puisqu'elles tendent à fonder des conclusions irrecevables sur lesquelles la Cour n'a pas à se prononcer. Il s'ensuit que les conclusions préalables de l'appelant seront rejetées et il ne sera pas entré en matière sur ses prétentions en paiement. 4. L'appelant conteste les modalités de partage de la maison de C______. Les conclusions en attribution du bien formulées par l'appelant dans son appel sont devenues sans objet compte tenu de la vente aux enchères intervenue en cours de procédure. Seules demeurent par conséquent litigieuses les questions liées à la répartition du prix de vente, étant rappelé que les prétentions de nature pécuniaire des parties relèvent du contrat de mariage, soumis au droit anglais.”
“Ils n’ont dès lors pas chiffré les conclusions prises en appel, ce qui ne porterait, sur le principe, pas le flanc à la critique si les conditions d’application de l’art. 85 CPC étaient remplies. La question de savoir si les appelants se trouvaient effectivement dans l’impossibilité d’articuler le montant de leur prétention ou si cette indication ne pouvait pas être exigée d’eux d’emblée au moment du dépôt de la demande devant le Tribunal peut demeurer ouverte. En revanche, les appelants disposaient manifestement de tous les moyens à disposition pour chiffrer leurs conclusions au plus tard lors des plaidoiries finales, en date du 18 octobre 2022. Il est par ailleurs observé que les appelants n’ont pas non plus indiqué de montant minimal dans le cadre de leur demande non chiffrée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_462/2017 du 12 mars 2018 consid. 3.1.). Le Tribunal aurait dès lors dû déclarer la conclusion en fixation judiciaire du loyer irrecevable pour les motifs qui précèdent. Compte tenu de ce qui précède, les conditions d’application de l’art. 85 CPC ne sont manifestement pas non plus remplies au regard des conclusions prises en appel. En effet, les locataires n’ont pas chiffré leur conclusion en fixation judiciaire du loyer, alors qu’ils étaient manifestement en mesure de le faire. Les conclusions des appelants sont partant irrecevables. Eussent-elles été recevables, elles devraient être rejetées pour les motifs qui suivent. 3. Les appelants soutiennent que, faute pour le Tribunal d'avoir obtenu les pièces nécessaires au calcul de rendement net, celui-ci aurait dû se fonder exclusivement sur le loyer du logement voisin afin de fixer le montant du loyer litigieux. Le Tribunal aurait procédé à une application erronée des statistiques cantonales. 3.1 3.1.1 Un loyer usuel au sens de l’art. 269a lit. a CO suppose un usage, une pratique suffisamment répandue pour en déduire une règle. L’usage peut être démontré par la production d’exemples de loyers comparables à la chose louée (art. 11 al. 1 OBLF) ou ressortir de données statistiques officielles (art.”
Grundsatz: Geldklagen sind zu beziffern. Art. 85 ZPO gewährt jedoch eine zeitlich begrenzte Ausnahme: Kann die klagende Partei den Betrag zu Prozessbeginn nicht angeben (oder ist dies nicht zumutbar), darf sie eine unbezifferte Forderungsklage einreichen, muss aber einen Mindestwert als vorläufigen Streitwert angeben. Der Kläger trägt darlegungspflichtig nach, inwiefern eine sofortige Bezifferung nicht möglich oder nicht zumutbar war. Sobald die Beweisaufnahme abgeschlossen ist oder die erforderlichen Informationen vorliegen, hat der Kläger seine Klage zu beziffern; die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts bleibt dabei gewahrt, auch wenn der Streitwert später dessen sachliche Zuständigkeit übersteigt.
“1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'art. 60 CPC précise que le tribunal examine d'office si les conditions de recevabilité sont remplies. 4. 4.1 L'art. 84 al. 2 CPC prévoit que l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée. Il s'agit d'une condition de recevabilité, que le juge doit examiner d'office (arrêt du Tribunal fédéral 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.1). Si d'après les conclusions présentées, le Tribunal fédéral se trouvait requis de fixer lui-même le montant réclamé, le recours était irrecevable (ATF 134 III 325 consid 2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_107/2008 du 5 juin 2008 consid. 2.2). Le chef de conclusion tendant à condamner la défenderesse à exécuter les prestations découlant du contrat d'assurance est en réalité une conclusion en paiement, dès lors qu'une exécution en nature n'est pas envisageable (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.1). 4.2 L'art. 85 CPC prévoit que si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Il incombe toutefois au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Ni le devoir d'interpellation, ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure (art. 247 al. 2 let. a CPC en lien avec l'art. 243 al. 2 let. f CPC), selon laquelle le juge établit les faits d’office, ne s’opposent à ce qu’une demande soit déclarée irrecevable en raison d'une motivation insuffisante ou de conclusions mal formulées (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid.”
“6), étant précisé que le législateur genevois a fait usage de cette possibilité (art. 134 al. 1 let. c LOJ). 2.2 La loi fédérale sur la surveillance des entreprises d’assurance du 17 décembre 2004 (LSA - RS 961.01) ne contient pas de règles spécifiques concernant les délais relatifs aux contestations de droit privé qui s’élèvent entre les entreprises d’assurance et les assurés. 2.3 Dans l’examen de la recevabilité des conclusions de la demande, il convient de distinguer en fonction de leur nature. La demanderesse a en effet pris des conclusions tant constatatoires – tendant à faire constater la validité de la police conclue – que condamnatoires, dès lors qu’elle requiert la prise en charge de l’incapacité de travail du gérant. 2.3.1 Conformément à l’art. 84 al. 2 CPC, l’action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée. Le chiffrement de telles actions compte parmi les conditions de recevabilité, que le juge doit examiner d’office (arrêt du Tribunal fédéral 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.1). Aux termes de l’art. 85 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (al. 1). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire. La compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence (al. 2). Il incombe au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible, d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2). Exceptionnellement, des conclusions non chiffrées suffisent lorsque la somme à allouer est d’emblée reconnaissable au regard de la motivation du recours ou de la décision attaquée (arrêt du Tribunal fédéral 5A_11/2014 du 3 juillet 2014 consid.”
“2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies (Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, n° 325 p. 150 ; BOPP/BESSENICH, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm et al. (éd.), 3e éd. 2016, n° 15 ad art. 85 CPC) ou à l'issue de celle-ci (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n° 4 ad art. 85 CPC) mais "au plus tard" lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu'il a requises (en ce sens : Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, n° 514 ; Dorschner, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4 et 5A_871/2020 précité loc. cit.). 2.3 En l'espèce, les locataires ont fait appel du jugement JTBL/959/2022 rendu par le Tribunal en date du 7 décembre 2022 et conclu à ce que le loyer soit fixé à un « montant mensuel qui reste à déterminer ». Ils n’ont dès lors pas chiffré les conclusions prises en appel, ce qui ne porterait, sur le principe, pas le flanc à la critique si les conditions d’application de l’art. 85 CPC étaient remplies. La question de savoir si les appelants se trouvaient effectivement dans l’impossibilité d’articuler le montant de leur prétention ou si cette indication ne pouvait pas être exigée d’eux d’emblée au moment du dépôt de la demande devant le Tribunal peut demeurer ouverte.”
“1 Dans les procès soumis à la maxime de disposition, tels que les procès ayant pour objet l'entretien entre époux ou la liquidation du régime matrimonial, le juge ne peut pas accorder plus ou autre chose que ce qui est demandé (art. 58 al. 1 CPC). Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment déterminées. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend (arrêt du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1 et les arrêts cités). Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3). Selon cette disposition, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr., CPC), autrement dit, dès que possible. L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1 et les arrêtés cités. 5.1.2 Le principe de disposition n'interdit pas au tribunal de déterminer le sens véritable des conclusions et de statuer sur cette base, plutôt que selon leur libellé inexact ou imprécis (arrêts du Tribunal fédéral 5A_753/2018 du 21 janvier 2019 consid. 3.1; 5A_527/2016 du 16 novembre 2016 consid. 3.3.1). Les conclusions doivent être interprétées selon le principe de la confiance, à la lumière de la motivation de l'acte. Le principe de l'interdiction du formalisme excessif commande, pour sa part, de ne pas se montrer trop strict dans la formulation des conclusions si, à la lecture du mémoire, on comprend clairement ce que veut le recourant (arrêt du Tribunal fédéral 5A_428/2022 du 18 janvier 2023, destiné à la publication, et les arrêts cités).”
Bei Leistungsklagen aus Versicherungsverträgen hat das Bundesgericht in mehreren Fällen unbezifferte Zahlungsbegehren als unzulässig erklärt, weil erkennbar war, dass die Berechnung der Leistungen nicht derart kompliziert oder unmöglich war, dass eine Bezifferung unzumutbar wäre. Die Klägerin trägt vor, weshalb eine Bezifferung nicht möglich oder nicht zumutbar ist; ansonsten kann das Gericht die Klage oder den betreffenden Klagepunkt als unzulässig erklären.
“Il incombe toutefois au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Ni le devoir d'interpellation, ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure (art. 247 al. 2 let. a CPC en lien avec l'art. 243 al. 2 let. f CPC), selon laquelle le juge établit les faits d’office, ne s’opposent à ce qu’une demande soit déclarée irrecevable en raison d'une motivation insuffisante ou de conclusions mal formulées (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.3.1 et 4.3.2). 6.3 Dans un arrêt du 27 juillet 2017, le Tribunal fédéral a considéré que les conclusions d’un assuré tendant à ce que l’assureur fut condamné à lui verser rétroactivement et de manière continue toutes les indemnités journalières (« rückwirkend ab [ ] und fortdauernd das ganze Krankentaggeld auszurichten ») ne remplissaient pas les conditions d’une action en paiement non chiffrée au sens de l’art. 85 al. 1 CPC. Après avoir rappelé que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent devait être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), ce qui n’était pas le cas dans l’espèce à juger, il a laissé indécis le point de savoir si la juridiction cantonale aurait dû entrer en matière sur le chef de conclusion précité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_110/2017 du 27 juillet 2017 consid. 1.3). Dans un autre arrêt, le Tribunal fédéral a considéré que la juridiction cantonale pouvait, sans violer le droit, déclarer irrecevable le chef de conclusion « visant le paiement des prestations découlant du contrat d'assurance », dès lors qu’on ne discernait pas en quoi le calcul des indemnités journalières dues à l’assurée, déduction faite de celles qui lui avaient déjà été versées, apparaissait compliqué au point de confiner à l'impossibilité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Enfin, dans deux autres affaires relative à une assurance maladie collective perte de gain, le Tribunal fédéral a jugé irrecevables les conclusions d’assurés tendant simplement aux « prestations découlant du contrat d’assurance n.”
Ist eine Klage unbeziffert eingereicht, ohne dass die Voraussetzungen von Art. 85 Abs. 1 ZPO vorliegen, gilt sie grundsätzlich als unzulässig; in einem solchen Fall erfolgt keine Fristsetzung nach Art. 132 ZPO. Soweit in den Quellen ausgeführt, muss der Kläger seine Forderung jedenfalls rechtzeitig chiffrieren, spätestens im Rahmen der abschliessenden Plaidoyers, wenn bis dann alle nötigen Informationen vorliegen.
“2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies (Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, n° 325 p. 150 ; BOPP/BESSENICH, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm et al. (éd.), 3e éd. 2016, n° 15 ad art. 85 CPC) ou à l'issue de celle-ci (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n° 4 ad art. 85 CPC) mais "au plus tard" lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu'il a requises (en ce sens : Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, n° 514 ; Dorschner, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4 et 5A_871/2020 précité loc. cit.). 2.3 En l'espèce, les locataires ont fait appel du jugement JTBL/959/2022 rendu par le Tribunal en date du 7 décembre 2022 et conclu à ce que le loyer soit fixé à un « montant mensuel qui reste à déterminer ». Ils n’ont dès lors pas chiffré les conclusions prises en appel, ce qui ne porterait, sur le principe, pas le flanc à la critique si les conditions d’application de l’art. 85 CPC étaient remplies. La question de savoir si les appelants se trouvaient effectivement dans l’impossibilité d’articuler le montant de leur prétention ou si cette indication ne pouvait pas être exigée d’eux d’emblée au moment du dépôt de la demande devant le Tribunal peut demeurer ouverte. En revanche, les appelants disposaient manifestement de tous les moyens à disposition pour chiffrer leurs conclusions au plus tard lors des plaidoiries finales, en date du 18 octobre 2022.”
Bei Regressklagen kann die Streitverkündungsklage unbeziffert bleiben, wenn es sich um den Anspruch auf dieselbe Leistung handelt und die streitverkündende Partei den Regressbetrag erst aus dem Ausgang des Hauptverfahrens erfahren kann. Diese Ausnahmeregelung erweitert die Bezifferungserleichterungen gegenüber der früheren Rechtsprechung.
“hiervor). Im Rahmen der Revision der ZPO wurde ab dem 1. Januar 2025 die Möglichkeit, unbezifferte Forderungsklagen zu erheben, im Vergleich zur davor geltenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 142 III 102 E. 3-6) erweitert, indem die Rechtsbegehren der Streitverkündungsklage unabhängig von den Voraussetzungen nach Art. 85 ZPO nicht zu beziffern sind, wenn sie dieselbe Leistung betreffen, zu der die streitverkündende Partei ihrerseits im Hauptverfahren verpflichtet wird (vgl. Art. 82 Abs. 1 dritter Satz ZPO [ab 1. Januar 2025]). Über die Fälle von Art. 85 ZPO hinaus soll die Streitverkündungsklage dann nicht beziffert werden müssen, wenn es sich um eine Regressklage handelt und die streitverkündende Partei noch nicht wissen kann, zu welchem Betrag sie im Hauptprozess verpflichtet wird (vgl. Botschaft vom 26. Februar 2020 zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2020 2736 Ziff.”
Bei Streitigkeiten über den Anfangsmietzins steht wegen der zur Ermittlung der Nettorendite erforderlichen Unterlagen, die in der Sphäre der Vermieterin liegen, insbesondere die Variante der Unmöglichkeit der Bezifferung im Vordergrund.
“Anlässlich der Fortsetzung der Hauptverhandlung erstatteten die Parteien ihre weiteren Parteivorträge und das Gericht erklärte das Verfahren für spruchreif. II. Prozessuales 1. Zuständigkeit, Streitwert und Bezifferung der Klage 1.1 Für Klagen aus Miete und Pacht von Wohnräumen ist das Gericht am Ort der gelegenen Sache zuständig (Art. 33 und 35 ZPO). Das Mietobjekt befindet sich in Zürich, weshalb das hiesige Mietgericht örtlich zuständig ist. 1.2 In sachlicher Hinsicht ist das Mietgericht als Kollegialgericht zuständig für Strei- tigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen, wenn der Streitwert Fr. 30'000.– übersteigt (§ 21 Abs. 1 lit. a i.V.m. § 26 GOG). 1.3 Wird mit der Klage eine Geldleistung verlangt, ist diese im Betrag stets zu be- ziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Als Ausnahme von diesem Grundsatz lässt die ZPO aber immerhin dann unbezifferte Begehren zu, sofern bzw. solange es der klagenden Par- tei unmöglich oder unzumutbar ist, ein bestimmtes Rechtsbegehren zu stellen (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Bezifferung des Rechtsbegehrens ist nachzuholen, sobald die Partei (nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Gegenpartei) dazu in der Lage ist. Bei Erhebung einer unbezifferten For- derungsklage ist zudem ein Mindeststreitwert anzugeben, der als vorläufiger Streit- wert gilt (Art. 85 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung, wenn dem Kläger die Höhe seines Anspruchs unbekannt ist und diese Unkenntnis auf Tatsachen beruht, die in - 4 - der Sphäre des Beklagten liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruchs nur mithilfe einer vorsorglichen Beweisaufnahme, eines vorsorglichen Expertiseverfahrens oder eines selbständigen Verfahrens auf Rechnungslegung o- der Auskunft ermitteln liesse (ZK ZPO-BOPP/BESSENICH, 3. Aufl., Art. 85 N 12 f.). Da sich die Missbräuchlichkeit des Anfangsmietzinses zufolge einer überhöhten Net- torendite nur anhand von Unterlagen in der Sphäre der Vermieterin ermitteln lässt, steht hier die Variante der Unmöglichkeit der Bezifferung des Rechtsbegehrens im Vordergrund.”
Nachträgliche Bezifferung ist nach Durchführung des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung möglich; das Gericht kann die Partei zur bezifferten Angabe innert Frist auffordern. Zugleich verlangen die Entscheide eine hinreichend konkrete, nachvollziehbare Berechnung; bleibt die Bezifferung ungenügend oder unterbleibt trotz Fristsetzung zumindest die Nennung eines Mindestbetrags, kann dies zur Irrecevabilité bzw. Abweisung der Forderung führen. Art. 85 findet nur dann Anwendung, wenn die Partei anfangs tatsächlich nicht in der Lage war, den Betrag zu beziffern.
“Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises (ATF 148 III 322 consid. 3.3; arrêt 5A_108/2023 du 20 septembre 2023 consid. 5.2.1). 2.3.1 En l'espèce, dans son mémoire de réplique sur demande principale et réponse sur demande reconventionnelle du 16 août 2023, A______ a pris une conclusion en paiement de 1'465 fr. mensuels depuis le 1er janvier 2022 à titre de dommage pour gain manqué découlant, selon ses allégations, des défauts entachant le certificat de travail délivré par son ancienne employeuse qui l'empêchaient de retrouver un nouvel emploi. Il n'est pas contesté que l'ajout d'une nouvelle conclusion était admissible à ce stade de la procédure. Cela étant, comme l'a relevé le Tribunal dans son ordonnance du 11 mars 2024, sa formulation ne permettait pas de déterminer précisément le montant réclamé par l'appelant, dès lors que le calcul dudit montant reposait sur une base indéfinie. L'appelant avait ainsi formulé sur ce point une demande en paiement non chiffrée au sens de l'art. 85 CPC. Déférant à l'interpellation du Tribunal du 11 mars 2024 qui l'enjoignait à indiquer le montant le plus élevé pouvant, à ce stade, entrer en ligne de compte, l'appelant a, par déterminations du 22 mars 2024, chiffré sa conclusion en ce sens que l'intimée devait être condamnée au paiement de la somme totale de 32'300 fr., soit 1'465 fr. mensuels entre le 1er janvier 2022 et le 30 septembre 2023. A l'appui de cette conclusion, il a exposé avoir trouvé un emploi comme conducteur professionnel de personnes à 100% auprès de C______ SA par contrat de travail du 29 septembre 2023. L'appelant a ainsi modifié les conclusions de sa demande puisqu'il a, pour la première fois, conclu au paiement d'un montant chiffré à titre de dommage résultant du certificat de travail prétendument déficient. Or, la phase d'allégation était close, à l'issue du double échange d'écritures, et les débats principaux déjà ouverts lorsque l'appelant a ainsi modifié l'objet de son action. Ces modifications, qui n'étaient admissibles qu'aux conditions de l'art.”
“di produrre i conti annuali e la contabilità del 2018 e 2019 per permettere al perito di riconciliare il fatturato con la lista pazienti”), di ammettere i seguenti complementi peritali, e meglio: “A. calcoli il perito, secondo le tariffe TarMed o per raffronto con simili interventi risultanti da fatture in atti, il valore delle prestazioni a favore di pazienti non risultanti dai conteggi doc. D, doc. 3 a 5; B. indichi il perito per quali pazienti vi è stata fatturazione privata o cassa malati”. L’istanza, ivi compresa la richiesta di produzione dei documenti ad essa allegati, è stata respinta dal Pretore con decisione ordinatoria processuale 22 febbraio 2023. 6. Raccolti gli allegati conclusivi delle parti, il Pretore, con decisione 26 aprile 2024 (inc. n. OR.2020.55), ha respinto la petizione, ponendo la tassa di giustizia e le spese, di complessivi fr. 12’000.-, a carico dell’attore, tenuto altresì a rifondere alla controparte fr. 4’000.- a titolo di ripetibili. A suo giudizio, la petizione era innanzitutto inammissibile in quanto l’attore, che aveva confermato di aver introdotto un’azione ex art. 85 CPC, non aveva però poi provveduto, in violazione del cpv. 2 di quella disposizione, a quantificare nemmeno in sede conclusionale la sua pretesa, in precedenza da lui solo stimata, avendo allora semplicemente rinviato alla richiesta di giudizio formulata nel primo allegato di causa. Ma, sempre a suo giudizio, la petizione doveva in ogni caso essere respinta anche nel merito. L’attore non era in effetti riuscito a provare il buon fondamento della sua pretesa, né tramite la perizia giudiziaria, nella quale l’esperto aveva dichiarato la sua impossibilità a rispondere ai quesiti peritali sulla base dei documenti a sua disposizione (in quanto dalle fatture, generiche e non dettagliate, non si poteva rilevare cosa era stato fatturato e quando era stata eseguita la prestazione, rispettivamente non si poteva verificare se a tutti i pazienti erano state fatturate le prestazioni dell’attore) né tramite le varie testimonianze assunte (quelle di __________, __________, __________ e __________), che semmai confermavano l’infondatezza della stessa.”
“A titre superfétatoire, la Cour de céans observe que le cas présent diffère de celui dont le Tribunal fédéral a été saisi, ayant conduit à l'arrêt 4A_395/2017 du 11 octobre 2020 cité par l'appelant dans son mémoire d'appel, en ce qu'un fait nouveau est apparu en cours de procédure de première instance, après le dépôt de la demande du 24 octobre 2018 et de la réponse du 14 décembre 2018 comme l'a retenu à juste titre le Tribunal, soit le fait que les intimés ont déménagé et quitté les lieux le 30 septembre 2019. Dans l'arrêt du Tribunal fédéral précité, les demandeurs fondaient leur nouvelle conclusion sur des faits et moyens de preuve résultant déjà de leur demande, raison pour laquelle le Tribunal fédéral a jugé que ladite conclusion était irrecevable. Ainsi, même s'il fallait considérer que les conclusions en paiement chiffrées le 25 mai 2020 ne restreignaient pas la demande, ces conclusions seraient recevables car basées sur un fait nouveau postérieur à l'échange d'écritures (le déménagement des intimés le 30 septembre 2019) et invoqué sans retard (le 24 janvier 2020), la condition de la connexité au sens de l'art. 227 al. 1 let. a CPC étant également remplie. 3.4 L'appelant reproche enfin au Tribunal de n'avoir pas jugé les conclusions en paiement des intimés irrecevables, du fait que les conditions de l'art. 85 CPC n'étaient pas remplies. Son argumentation ne peut être suivie, dans la mesure où cette disposition traitant de l'action en paiement non chiffrée ne s'applique pas au cas d'espèce. Il ne s'agit en effet pas d'un cas de figure où le demandeur est dans l'impossibilité matérielle d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention, notamment car il ne dispose pas de toutes les informations requises pour ce faire, tel que peut être le cas dans une requête en fixation judiciaire du loyer et en paiement du trop-perçu, le trop-perçu devant être calculé après la fixation du loyer sur la base, cas échéant, des documents en mains du bailleur pour réaliser un calcul de rendement (cf. ATF 146 III 82 consid. 4.1.3 et les références citées). Les intimés avaient en effet matériellement la possibilité de chiffrer la conclusion par laquelle ils requerraient qu'il soit fait ordre aux Services financiers du Pouvoir judiciaire de libérer les loyers consignés en leur faveur, en arrêtant leur calcul au jour de leur conclusion.”
“88 CPC, le demandeur peut intenter une action en constatation de droit pour faire constater par un tribunal l'existence ou l'inexistence d'un droit ou d'un rapport de droit. Les conclusions constatatoires sont subsidiaires et ne sont recevables que si la partie ne peut pas obtenir en sa faveur un jugement condamnatoire ou formateur (ATF 142 V 2 consid. 1.1 ; 137 II 199 consid. 6.5 ; arrêts du Tribunal fédéral 5A_403/2017 du 11 septembre 2017 consid. 1.2 ; 9C_151/2016 du 27 janvier 2019 consid. 3, publié in SVR 2017 (II) p. 49). Selon la jurisprudence, les conclusions doivent être suffisamment précises pour qu'en cas d'admission, elles puissent être reprises sans modification dans le dispositif (ATF 137 III 617 consid. 4.2 in fine, JdT 2014 II 187, SJ 2012 I 373 ; arrêt du Tribunal fédéral 5A_775/2018 du 15 avril 2019 consid. 3.4). Il découle de la maxime de disposition (art. 58 al. 1 CPC) que les conclusions tendant au paiement d'une somme d'argent doivent être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC ; ATF 142 III 102 consid. 5.3.1 ; Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2019, n. 2 ad art. 85 CPC). 5.2 En l'espèce, la conclusion constatatoire de l'intimé est irrecevable dans la mesure où elle n'est pas formulée de manière suffisamment précise au regard des exigences précitées. En effet, cette conclusion ne peut pas être reprise dans le présent arrêt sans modification car elle est inexécutable dans la mesure où elle ne mentionne pas la période ni les montants qu'elle vise, se contentant de lister des postes hypothétiques (frais, dommages, dépenses, débours, etc.), non déterminables. Ainsi, même à admettre un déni de justice formel, lequel pourrait être réparé en appel, la Cour disposant d'un plein pouvoir d'examen en fait et en droit, celui-ci serait sans conséquence vu l'irrecevabilité de cette conclusion. 6. 6.1 Les parties ont toutes les deux conclu à la condamnation de leur partie adverse en tous les frais judiciaires de première instance. Le montant des frais judiciaires de première instance, arrêté à 1'774 fr. par le Tribunal, n'est pas contesté. Fixé en conformité avec les dispositions légales applicables en la matière (art.”
“Anders als die Klägerin ausführt, hat das hiesige Gericht weder mit Beschluss vom 6. November 2017 (act. 5, siehe explizit E. 3.4) noch mit Be- schluss vom 27. November 2018 (act. 47, siehe Dispositiv-Ziffer 1) über das ur- sprüngliche Rechtsbegehren B.1 entschieden. Entschieden hat es vielmehr über die in Klage (act. 1) und Eingabe der Klägerin vom 26. September 2018 (act. 32) enthaltenen Anträge (C.2 bzw. D.1) auf vorsorgliche Beweisführung. Die Klägerin hat demnach ihre Klage in Bezug auf das ursprüngliche Rechtsbegehren B.1 zu- rückgezogen. Das Verfahren ist diesbezüglich zufolge Klagerückzugs abzuschrei- ben. Das ursprüngliche Rechtsbegehren B.2, erster Absatz, ohne letzter Teilsatz, ist nun Rechtsbegehren B.1a), was an sich keine Klageänderung darstellt. Eine Klageänderung stellt die Bezifferung des ursprünglich mit Verweis auf das Be- weisverfahren noch zu beziffernde Begehren – und der damit einhergehende Wechsel von einer unbezifferten (ungenügend, da kein Mindestbetrag genannt, vgl. Art. 85 ZPO) auf eine bezifferte Forderungsklage – dar. Es handelt sich dabei nicht um die bei einer unbezifferten Forderungsklage übliche nachträgliche Bezif- - 20 - ferung nach Beweisverfahren oder Auskunftserteilung (beides hat nicht stattge- funden), welche keine Klageänderung darstellt (L EUENBERGER, a.a.O., Art. 227 N. 9). Die Voraussetzungen einer Klageänderung – da die Verfahrensart gleich bleibt und ein sachlicher Zusammenhang besteht / die Klageänderung von den Beklagten nicht moniert wurde – sind erfüllt. Diese Ausführungen gelten auch für die Eventualbegehren des ursprünglichen Rechtsbegehrens B.2.a)-b), erster Ab- satz, ohne letzter Teilsatz, bzw. des geänderten Rechtsbegehren B.1.b)-c). Weiter wurde das ursprünglich als Eventualbegehren gestellte Rechtsbegeh- ren B.2 zweiter Absatz, ohne letzter Teilsatz, im Wesentlichen in Rechtsbegeh- ren B.2 überführt. Die Umformulierungen stellen keine Klageänderungen i.S.v.”
Stufenklage: Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfsanspruch auf Auskunft (Stufenklage) verbunden werden. Nachdem die klagende Partei die erforderlichen Auskünfte erhalten oder das Beweisverfahren abgeschlossen hat, ist sie verpflichtet, ihre Forderung zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Das Gericht hat die Angabe eines Mindestwerts nicht anstelle der klagenden Partei festzusetzen.
“Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- - 21 - treffen. Eine Ausnahme gilt, wenn die fehlende Information eine Tatsache betrifft, welche sowohl über das Bestehen der Forderung als über die Höhe derselben ent- scheidet und in diesem Sinne doppelrelevant ist (BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Rz. 438 ff.). Der eine Stufenklage erhebenden Partei obliegt der Nachweis der Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Beziffe- rung (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Sie hat bereits in der Klageschrift konkret aufzu- zeigen, dass und inwiefern eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar sein soll, andernfalls auf die unbezifferte Forderungsklage nicht einzutreten ist (BGE 148 III 322 E. 3 und 4). In Bezug auf das (rechtzeitige) Vorbringen der Tatsachen und Beweismittel entbin- det Art.”
“Rechtsbegehren müssen grundsätzlich bestimmt sein. Wird die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 ZPO). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die klagende Partei wird damit von der Verpflichtung befreit, ihr Rechtsbegehren zu beziffern. Dies hat insbesondere dort zu gelten, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt; hier ist dem Kläger zu gestatten, die Präzisierung erst nach Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen. Jedoch ist der Anspruch soweit möglich und zumutbar zu substanziieren; namentlich wird verlangt, dass der Geschädigte alle Umstände, die für den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen Abschätzung erlauben oder erleichtern, soweit möglich und zumutbar behauptet und beweist (BGE 140 III 409 E. 4.3; 122 III 219 E. 3a). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt sowohl die unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne als auch die Stufenklage. Letztere ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird (BGE 123 III 140 E. 2b; 116 II 215 E. 4a). Eine Stufenklage liegt somit definitionsgemäss nicht vor, wenn kein selbstständiger Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung besteht, der mit der unbezifferten Forderungsklage verbunden werden kann.”
“1 CPC), de sorte que les parties sont tenues de prendre des conclusions claires, nettes et suffisamment déterminées (ATF 116 II 215 consid. 4a). Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, les conclusions doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend. Les conclusions portant sur des prestations en argent doivent être chiffrées, sous peine d'irrecevabilité (ATF 137 III 617 consid. 4.2 et 4.3; arrêts du Tribunal fédéral 5A_779/2021 du 16 décembre 2022 consid. 3.1; 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_274/2020 du 1er décembre 2020 consid. 4; 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3 non publié in ATF 146 III 203). 2.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action en paiement non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Pour le Tribunal fédéral, une partie, même insatisfaite par le résultat de la phase probatoire, par exemple en raison du rejet de tout ou partie de ses réquisitions de preuves, doit chiffrer sa prétention sur la base des pièces déjà produites, au moins à titre subsidiaire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid.”
“Die Vorinstanzen waren auch nicht gehalten, selbst einen Mindestwert festzusetzen. Art. 85 Abs. 1 ZPO verlangt nach seinem Wortlaut die Angabe eines Mindestwerts durch die klagende Partei. Damit umschreibt er eine Voraussetzung für die Zulässigkeit der unbezifferten Forderungsklage. Es geht nicht bloss um die Angabe des Streitwerts, sondern um die korrekte Abfassung des Klagebegehrens. Wenn keine Bezifferung möglich ist, verlangt das Gesetz einen Mindestwert. Sonst ist das Rechtsbegehren ungenügend. Es ist nicht Sache des Gerichts, anstelle der Parteien ein korrektes Rechtsbegehren zu formulieren (Urteil 4A_502/2019 vom 15. Juni 2020 E. 7.2).”
Die Befreiung von der Pflicht zur Bezifferung erstreckt sich nur auf Fälle, in denen auch die Hauptforderung nach Art. 85 ZPO unbeziffert bleiben darf. Soweit die Hauptforderung zu beziffern ist, sind auch Beitritts‑/Aufrufsklagen und Widerklagen grundsätzlich zu beziffern. Die bezifferten Schlussforderungen dienen namentlich der Bestimmung der sachlichen Zuständigkeit, der Bestimmung des Streitwerts (inkl. prozessualer Folgen) und der Wahrung der Verjährungsinteressen sowie des rechtlichen Gehörs der Gegenpartei.
“hiervor). Im Rahmen der Revision der ZPO wurde ab dem 1. Januar 2025 die Möglichkeit, unbezifferte Forderungsklagen zu erheben, im Vergleich zur davor geltenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 142 III 102 E. 3-6) erweitert, indem die Rechtsbegehren der Streitverkündungsklage unabhängig von den Voraussetzungen nach Art. 85 ZPO nicht zu beziffern sind, wenn sie dieselbe Leistung betreffen, zu der die streitverkündende Partei ihrerseits im Hauptverfahren verpflichtet wird (vgl. Art. 82 Abs. 1 dritter Satz ZPO [ab 1. Januar 2025]). Über die Fälle von Art. 85 ZPO hinaus soll die Streitverkündungsklage dann nicht beziffert werden müssen, wenn es sich um eine Regressklage handelt und die streitverkündende Partei noch nicht wissen kann, zu welchem Betrag sie im Hauptprozess verpflichtet wird (vgl. Botschaft vom 26. Februar 2020 zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2020 2736 Ziff.”
“b, d et e CPC) (TF 4A_169/2020 du 8 mars 2021 consid. 3.2). En ce qui concerne la première étape, et plus précisément la requête d’admission de l’appel en cause, l’art. 82 al. 1 2e phr. CPC dispose qu’elle doit énoncer les conclusions que l’appelant en cause entend prendre contre l’appelé en cause et les motiver succinctement. Les conclusions qui, selon cette disposition, doivent être prises dans la requête d’appel en cause sont les mêmes que celles que l’appelant fera valoir dans la demande d’appel en cause elle-même (ATF 146 III 290 consid. 4.3.1). Comme pour toute action tendant au paiement d’une somme d’argent (art. 84 al. 2 CPC), les conclusions doivent être chiffrées. Ce n’est que si la demande principale elle-même n’est pas chiffrée et n’a pas besoin de l’être en vertu de l’art. 85 CPC que l’appelant en cause est dispensé de chiffrer ses conclusions tant dans sa requête d’admission que dans sa demande d’appel en cause. Il en découle que l’appelant ne peut pas se prévaloir de l’art. 85 CPC et renoncer à chiffrer les conclusions de sa requête d’appel en cause au seul motif qu’il ignore s’il succombera dans la procédure principale et, le cas échéant, quel montant il sera condamné à payer (ATF 142 III 102 consid. 3.3 ; TF 4A_169/2020 précité consid. 3.3.2 ; TF 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.2). Quant à la motivation « succincte » exigée par l’art. 82 al. 1 2e phr. CPC, il suffit qu’elle délimite l’objet du litige et fasse apparaître que la prétention de l’appelant contre l’appelé dépend de l’issue de la procédure principale (ATF 147 III 166 consid. 3.3.3 ; ATF 139 III 69 consid. 2.4.3 ; TF 4A_51/2013 du 8 janvier 2014 consid. 3). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, ce sont les conclusions et le complexe de faits à l’appui de celles-ci qui permettent au juge de fixer l’objet du litige (ATF 142 III 210 consid. 2.1 ; ATF 139 III 126 consid. 3.2.3 ; sur le tout, TF 4A_169/2020 précité consid. 3.3.3). Le montant chiffré des conclusions permet de déterminer la compétence matérielle, ainsi que la procédure applicable et il est nécessaire au respect du droit d’être entendue de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer contre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102 consid.”
“2 CO; ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; 122 III 195 consid. 9c in fine). Cette exigence stricte de procédure est manifestement dans l'intérêt du créancier - l'appelant en cause -, dont les droits risquent sans cela de se prescrire (en particulier lorsque le délai est de courte durée) (ATF 147 III 166 consid. 3.3.2; 142 III 102 consid. 5.3.2 in fine), à moins qu'il n'ait interrompu la prescription par un autre moyen idoine. Il semble que cet avantage ait échappé à la doctrine, qui s'est focalisée sur les frais de l'appel en cause, alors que les conclusions prises peuvent être réduites en tout temps en cours de procédure, notamment en fonction du résultat de l'administration des preuves (cf. projet d'art. 82 al. 1 3e phr. et Message relatif à la modification du Code de procédure civile [Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit] du 26 février 2020, in FF 2020 2607 ss, p. 2645). Ce n'est que si la demande principale elle-même n'est pas chiffrée et n'a pas besoin de l'être en vertu de l'art. 85 CPC que l'appelant en cause est dispensé de chiffrer ses conclusions tant dans sa requête d'admission que dans sa demande d'appel en cause. Il en découle que l'appelant ne peut pas se prévaloir de l'art. 85 CPC et renoncer à chiffrer les conclusions de sa requête d'appel en cause au seul motif qu'il ignore s'il succombera dans la procédure principale et, le cas échéant, quel montant il sera condamné à payer (ATF 142 III 102 consid. 3.3; arrêt 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.2). L'art. 82 al. 1 CPC a été révisé sur cet aspect; cela étant, la troisième phrase que le législateur lui a greffée et qui dispose nouvellement que les conclusions ne doivent pas être chiffrées si elles portent sur la prestation que le dénonçant serait condamné à fournir dans la procédure principale, n'entrera en vigueur que le 1er janvier”
Bei einer unbezifferten Klage nach Art. 85 Abs. 2 ZPO gilt die von der klagenden Partei anfänglich angegebene Mindestbezifferung als vorläufiger Streitwert. Anhand dieses vorläufigen Streitwerts werden die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts und die anwendbare Verfahrensart zu Beginn des Verfahrens festgelegt. Diese Festlegung bleibt auch dann bestehen, wenn die Rechtsbegehren später endgültig beziffert werden.
“85 ZPO erhob, und bezifferte den Mindeststreitwert anfänglich auf Fr. 6'000.– (act. 1 S. 3; vgl. dazu das Urteil der Kammer vom 18. März 2020, PD190018-O [act. 10], S. 8 ff.). Nachdem sich im Rahmen der Hauptverhandlung herausgestellt hatte, dass die Beklagte die gefor- derten Unterlagen nicht edieren wird, bezifferte der Kläger sein Rechtsbegehren auf Aufforderung der Vorinstanz und beantragte eine Herabsetzung des An- fangsmietzinses auf monatlich netto Fr. 1'200.– (Prot. Vi., S. 11, 27 f.). Im Rahmen einer unbezifferten Klage gemäss Art. 85 ZPO gilt der von der klagenden Partei anfänglich bezifferte Mindestwert als vorläufiger Streitwert. Die sachliche Zuständigkeit des Gerichts und die anwendbare Verfahrensart werden bereits zu Beginn des Verfahrens anhand dieses vorläufigen Streitwerts definitiv festgelegt, d.h. sie bleiben auch dann erhalten, wenn sich bei der späteren Bezif- ferung des Begehrens ein Betrag ergeben sollte, der eigentlich eine andere Zu- ständigkeit oder Verfahrensart verlangen würde (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Dem- gegenüber bemessen sich die Kosten- und Entschädigungsfolgen – und ebenso allenfalls zusätzlich einzufordernde Kostenvorschüsse und Sicherheiten – sowie das mögliche Rechtsmittel nach Massgabe des Streitwerts gemäss der endgülti- gen Bezifferung der Rechtsbegehren (zum Ganzen BGer, 4A_502/2019 vom 15. Juni 2020, E. 5). Der gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO für die Bestimmung des zulässigen Rechtsmittels massgebliche Streitwert beläuft sich somit auf Fr. 91'200.– (Diffe- renz zwischen dem vereinbarten Anfangsmietzins von monatlich netto Fr. 1'580.– - 7 - und dem letztlich beantragten Nettomietzins von Fr. 1'200.– aufgerechnet auf 20 Jahre). Damit ist die Berufung grundsätzlich zulässig. Daran ändert nach dem Gesagten nichts, dass der im vorinstanzlichen Ver- fahren ergangene (aufgehobene) Nichteintretensentscheid des Einzelgerichts des Mietgerichts Zürich (Verfügung vom 16. September 2019; act. 7) noch mit Be- schwerde anzufechten war (vgl. das Urteil der Kammer vom 18. März 2020, PD190018-O), denn eine endgültige Bezifferung, die den Betrag von Fr.”
“85 ZPO erhob, und bezifferte den Mindeststreitwert anfänglich auf Fr. 6'000.– (act. 1 S. 3; vgl. dazu das Urteil der Kammer vom 18. März 2020, PD190018-O [act. 10], S. 8 ff.). Nachdem sich im Rahmen der Hauptverhandlung herausgestellt hatte, dass die Beklagte die gefor- derten Unterlagen nicht edieren wird, bezifferte der Kläger sein Rechtsbegehren auf Aufforderung der Vorinstanz und beantragte eine Herabsetzung des An- fangsmietzinses auf monatlich netto Fr. 1'200.– (Prot. Vi., S. 11, 27 f.). Im Rahmen einer unbezifferten Klage gemäss Art. 85 ZPO gilt der von der klagenden Partei anfänglich bezifferte Mindestwert als vorläufiger Streitwert. Die sachliche Zuständigkeit des Gerichts und die anwendbare Verfahrensart werden bereits zu Beginn des Verfahrens anhand dieses vorläufigen Streitwerts definitiv festgelegt, d.h. sie bleiben auch dann erhalten, wenn sich bei der späteren Bezif- ferung des Begehrens ein Betrag ergeben sollte, der eigentlich eine andere Zu- ständigkeit oder Verfahrensart verlangen würde (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Dem- gegenüber bemessen sich die Kosten- und Entschädigungsfolgen – und ebenso allenfalls zusätzlich einzufordernde Kostenvorschüsse und Sicherheiten – sowie das mögliche Rechtsmittel nach Massgabe des Streitwerts gemäss der endgülti- gen Bezifferung der Rechtsbegehren (zum Ganzen BGer, 4A_502/2019 vom 15. Juni 2020, E. 5). Der gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO für die Bestimmung des zulässigen Rechtsmittels massgebliche Streitwert beläuft sich somit auf Fr. 91'200.– (Diffe- renz zwischen dem vereinbarten Anfangsmietzins von monatlich netto Fr. 1'580.– - 7 - und dem letztlich beantragten Nettomietzins von Fr. 1'200.– aufgerechnet auf 20 Jahre). Damit ist die Berufung grundsätzlich zulässig. Daran ändert nach dem Gesagten nichts, dass der im vorinstanzlichen Ver- fahren ergangene (aufgehobene) Nichteintretensentscheid des Einzelgerichts des Mietgerichts Zürich (Verfügung vom 16. September 2019; act. 7) noch mit Be- schwerde anzufechten war (vgl. das Urteil der Kammer vom 18. März 2020, PD190018-O), denn eine endgültige Bezifferung, die den Betrag von Fr.”
“Art. 85 ZPO erhob, und bezifferte den Mindeststreitwert anfänglich auf Fr. 6'000.– (... ; vgl. dazu das Urteil der Kammer vom 18. März 2020, PD190018-O, S. 8 ff.). Nachdem sich im Rahmen der Haupt- verhandlung herausgestellt hatte, dass die Beklagte die geforderten Unterlagen nicht edieren wird, bezifferte der Kläger sein Rechtsbegehren auf Aufforderung der Vorinstanz und beantragte eine Herabsetzung des Anfangsmietzinses auf monat- lich netto Fr. 1'200.–. Im Rahmen einer unbezifferten Klage gemäss Art. 85 ZPO gilt der von der klagenden Partei anfänglich bezifferte Mindestwert als vorläufiger Streitwert. Die sachliche Zuständigkeit des Gerichts und die anwendbare Verfahrensart werden bereits zu Beginn des Verfahrens anhand dieses vorläufigen Streitwerts definitiv festgelegt, d.h. sie bleiben auch dann erhalten, wenn sich bei der späteren Bezif- ferung des Begehrens ein Betrag ergeben sollte, der eigentlich eine andere Zu- ständigkeit oder Verfahrensart verlangen würde (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Demge- genüber bemessen sich die Kosten- und Entschädigungsfolgen – und ebenso al- lenfalls zusätzlich einzufordernde Kostenvorschüsse und Sicherheiten – sowie das mögliche Rechtsmittel nach Massgabe des Streitwerts gemäss der endgültigen Bezifferung der Rechtsbegehren (zum Ganzen BGer, 4A_502/2019 vom 15. Juni 2020, E. 5). Der gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO für die Bestimmung des zulässigen Rechtsmittels massgebliche Streitwert beläuft sich somit auf Fr. 91'200.– (Diffe- renz zwischen dem vereinbarten Anfangsmietzins von monatlich netto Fr. 1'580.– und dem letztlich beantragten Nettomietzins von Fr. 1'200.– aufgerechnet auf 20 Jahre). Damit ist die Berufung grundsätzlich zulässig. Daran ändert nach dem Gesagten nichts, dass der im vorinstanzlichen Ver- fahren ergangene (aufgehobene) Nichteintretensentscheid des Einzelgerichts des Mietgerichts Zürich (Verfügung vom 16. September 2019) noch mit Beschwerde anzufechten war (vgl. das Urteil der Kammer vom 18. März 2020, PD190018-O), denn eine endgültige Bezifferung, die den Betrag von Fr.”
Geltendmachung von Art. 85 Abs. 1 ZPO: Die Partei muss bereits in der Klage konkret darlegen, weshalb eine Bezifferung objektiv unmöglich oder unzumutbar sei; eine blosse pauschale Angabe eines Informationsmangels genügt nicht. Nach Abschluss des Beweisverfahrens bzw. sobald ihr die nötigen Informationen vorliegen, hat die Partei ihre Klage zu beziffern; eine blosse Unzufriedenheit mit dem Ergebnis der Beweisaufnahme entbindet nicht von dieser Pflicht. Soweit möglich ist dabei zumindest eine subsidiäre Bezifferung auf Grundlage der bereits vorgelegten Unterlagen erforderlich.
“2 et les références citées; 134 III 235 consid. 2; 133 II 409 consid. 1.4.2; arrêt 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3). 3.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Si la partie demanderesse invoque une exception à l'obligation de chiffrer, elle doit démontrer dès la requête que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC pour une action non chiffrée sont remplies. A cet égard, une simple indication sur le manque d'informations ne suffit pas. La demanderesse doit au contraire exposer concrètement dans la requête pourquoi, pour des raisons objectives, il lui est impossible ou du moins déraisonnable de chiffrer la créance en justice (ATF 148 III 322 consid. 3.8; 140 III 409 consid. 4.3.2). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid.”
“Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, les conclusions doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend. Les conclusions portant sur des prestations en argent doivent être chiffrées, sous peine d'irrecevabilité (ATF 137 III 617 consid. 4.2 et 4.3; arrêts du Tribunal fédéral 5A_779/2021 du 16 décembre 2022 consid. 3.1; 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_274/2020 du 1er décembre 2020 consid. 4; 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3 non publié in ATF 146 III 203). 2.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action en paiement non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Pour le Tribunal fédéral, une partie, même insatisfaite par le résultat de la phase probatoire, par exemple en raison du rejet de tout ou partie de ses réquisitions de preuves, doit chiffrer sa prétention sur la base des pièces déjà produites, au moins à titre subsidiaire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3 et 4.3.4). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art.”
Die konkrete Bezifferung der Forderung bestimmt insbesondere den Streitwert und damit die sachliche Zuständigkeit sowie die anzuwendende Verfahrensart. Der bezifferte Betrag ist zudem erforderlich, damit die Gegenpartei weiss, gegen welche konkrete Forderung sie sich zu verteidigen hat (Wahrung des rechtlichen Gehörs). Schliesslich begrenzt die gestellte Summe den Umfang des vom Richter zuerkennenden Anspruchs im Sinne des Dispositionsprinzips.
“rispettivamente ad art. 85 CPC (p. 311 e ss.) ricorda come: " (…) Sous réserve des exceptions de l'art. 85, Ies conclusions tendant au paiement d'une somme d'argent doivent être chiffrées. La règle vaut quel que soit le fondement de la prétention, à moins que la maxime d'office (art. 58 al. 2) s'applique. Le montant chiffré des conclusions permet de déterminer la compétence matérielle et la procédure applicable. Il est nécessaire au respect du droit d'être entendu de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer cantre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102, c.5.3.1, RSPC 2016 230; TF, arrêt du 3 juin 2015, 4A_686/2014 c.4.3.1; (…) Le montant chiffré permet enfin de déterminer la prétention du demandeur, le juge ne pouvant accorder plus que ce qui est demandé en vertu du principe de disposition (art. 58 al. 1; (…)” (op. cit., ad art. 84, n. 17, p. 311) In merito all’azione creditoria non cifrata la medesima dottrina ricorda come l’oggetto della norma è la domanda di condanna di una parte, domanda però non determinata per il suo importo.”
Indikationen für "Unmöglichkeit"/"Unzumutbarkeit": Die Bezifferung ist typischerweise unmöglich, wenn für die Höhe der Forderung massgebliche Unterlagen oder Zahlen (z. B. Rechnungen, Bilanz- und Erfolgszahlen, Kontobewegungen) einzig in der Sphäre des Beklagten oder Dritter liegen. Unzumutbar kann die Bezifferung sein, wenn sich der Anspruch nur durch eine vorsorgliche Beweiserhebung, durch Auswertung umfangreicher buchhalterischer oder bankmässiger Unterlagen oder durch ein gesondertes Auskunfts-/Rechnungslegungsverfahren ermitteln liesse (z. B. Anfangsmietzinsstreit, komplexe Schadens‑/Gewinnermittlungen).
“**** Que la demanderesse a formulé une conclusion II consistant à ordonner à B______ /1______ SA, B______ HOLDING SA, B______ /2______ SA, B______ /3______ SA, B______ /4______ SA et D______ de produire toutes les factures et/ou quittances émises et de tous les documents comptables pertinents, dont les bilans et les comptes de résultats, concernant le chiffre d'affaires réalisé annuellement sur les cinq dernières années, par les défendeurs, notamment en lien avec des services de divertissement, en particulier destinés aux enfants. Que cette conclusion est suivie d'une conclusion III visant à la condamnation des défendeurs à verser à la demanderesse un montant à titre de remise du gain réalisé en lien avec l'utilisation du signe "B______", montant qui devrait être déterminé ultérieurement sur la base des renseignements fournis en exécution de la conclusion précédente, mais dont la valeur minimale ne serait pas inférieure à 10'000 fr. Que la demande ne contient aucun allégué, ni aucune explication ou motivation concernant ces conclusions. Qu'au cours des débats d'instruction, la demanderesse a soutenu qu'elles devaient être traitées comme une action échelonnée. Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers.”
“Anlässlich der Fortsetzung der Hauptverhandlung erstatteten die Parteien ihre weiteren Parteivorträge und das Gericht erklärte das Verfahren für spruchreif. II. Prozessuales 1. Zuständigkeit, Streitwert und Bezifferung der Klage 1.1 Für Klagen aus Miete und Pacht von Wohnräumen ist das Gericht am Ort der gelegenen Sache zuständig (Art. 33 und 35 ZPO). Das Mietobjekt befindet sich in Zürich, weshalb das hiesige Mietgericht örtlich zuständig ist. 1.2 In sachlicher Hinsicht ist das Mietgericht als Kollegialgericht zuständig für Strei- tigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen, wenn der Streitwert Fr. 30'000.– übersteigt (§ 21 Abs. 1 lit. a i.V.m. § 26 GOG). 1.3 Wird mit der Klage eine Geldleistung verlangt, ist diese im Betrag stets zu be- ziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Als Ausnahme von diesem Grundsatz lässt die ZPO aber immerhin dann unbezifferte Begehren zu, sofern bzw. solange es der klagenden Par- tei unmöglich oder unzumutbar ist, ein bestimmtes Rechtsbegehren zu stellen (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Bezifferung des Rechtsbegehrens ist nachzuholen, sobald die Partei (nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Gegenpartei) dazu in der Lage ist. Bei Erhebung einer unbezifferten For- derungsklage ist zudem ein Mindeststreitwert anzugeben, der als vorläufiger Streit- wert gilt (Art. 85 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung, wenn dem Kläger die Höhe seines Anspruchs unbekannt ist und diese Unkenntnis auf Tatsachen beruht, die in - 4 - der Sphäre des Beklagten liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruchs nur mithilfe einer vorsorglichen Beweisaufnahme, eines vorsorglichen Expertiseverfahrens oder eines selbständigen Verfahrens auf Rechnungslegung o- der Auskunft ermitteln liesse (ZK ZPO-BOPP/BESSENICH, 3. Aufl., Art. 85 N 12 f.). Da sich die Missbräuchlichkeit des Anfangsmietzinses zufolge einer überhöhten Net- torendite nur anhand von Unterlagen in der Sphäre der Vermieterin ermitteln lässt, steht hier die Variante der Unmöglichkeit der Bezifferung des Rechtsbegehrens im Vordergrund.”
“Mio. im Jahr 2013 (RG act. I.3, Rz. 25). Daraus erhellt sich, dass die Banktransaktionen von D. nicht selbsterklärend sind (vgl. auch act. B.1, E. 4.2). Dass die Vorinstanz die Entflechtung der rechtmässigen und unrechtmäs- sigen Transaktionen hinsichtlich der Verminderung der Aktiven als "äusserst auf- wändig" bezeichnet, mag mit Blick auf den Umstand, dass die blosse Schwierig- keit einen Schaden zu quantifizieren, für sich genommen keine Unzumutbarkeit darstellt, missverständlich anmuten (act. A.1, Rz. 80, ferner 71; vgl. auch sogleich nachstehend). Aus dem Gesamtkontext des angefochtenen Entscheids ergibt sich jedoch klar, dass die Vorinstanz die Rekonstruierung und Analyse der Banktrans- aktionen vielmehr als unzumutbar im Sinne von Art. 85 Abs. 1 ZPO erachtete. Ungeachtet des laufenden Konkursverfahrens ist es im Übrigen - entgegen der Behauptung der Berufungsklägerin - bestritten, dass die Berufungsbeklagte im Besitze der gesamten Buchhaltung der B. sei (act. A.1, Rz. 69 f., 78 f., 92 ff .; RG act. I.1, Rz. 10). Die Berufungsbeklagte stellte denn auch in ihrer Klage einen Editionsantrag betreffend die Buchhaltung (RG act. I.1, Rz. 10 in fine). Selbst wenn erstellt wäre oder gestützt auf Art. 223 Abs. 2 SchKG (Sicherungs- massnahmen) davon ausgegangen werden müsste, dass die Berufungsbeklagte aufgrund des Konkursverfahrens Zugang zur gesamten Buchhaltung der B. hätte oder haben müsste (quod non), ändert dies an den obigen Erwägungen nichts. Aufgrund der Vorgehensweise von D. wäre nach wie vor nicht er- sichtlich, inwiefern die Berufungsbeklagte im Stande wäre, die Banktransaktionen auf ihre geschäftsmässige und damit rechtmässige Begründetheit zu analysieren. Demgegenüber hat die Berufungsbeklagte inzwischen unbestrittenermassen Zu- gang zu den Konti der Konkursitin (act.”
Nach Art. 85 ZPO kann eine nachträgliche Erhöhung oder Anpassung der Bezifferung nur gestützt werden, wenn im Laufe der Beweisaufnahme oder durch neu hervorgebrachte Beweismittel objektive, quantifizierbare Tatsachen offenkundig geworden sind. Blosse Vermutungen oder unbestimmte Anhaltspunkte rechtfertigen eine Erhöhung nicht; es bedarf konkreter, neuer Anhaltspunkte, die eine nachvollziehbare Quantifikation ermöglichen.
“L'appelant aurait pu – mais il ne le fait pas – argumenter que le courrier du 17 septembre 2020 de B______ indiquant que le dossier n'avait pas été facturé représentait le résultat d'une mesure d'instruction, à savoir d'une production de titre (art. 160 al. 1 let. b CPC), dont le contenu ne répondait pas à ses interrogations. Cela étant, l'administration des preuves a pour but de prouver des faits déjà allégués et non pas de compléter les allégués (cf ATF 144 III 67, 69 consid. 2.1). L'appelant/demandeur aurait donc déjà précédemment pu évaluer le nombre d'heures qui auraient dû être facturées, quitte à en modifier l'appréciation après la production (éventuelle) du décompte des heures. L'absence de production du décompte ne permet pas de déduire de manière logique combien d'heures ont été effectuées, puisque justement l'information y relative n'est pas obtenue. Un autre raisonnement permet d'arriver au même résultat: en effet, il faut considérer que l'appelant/demandeur avait formulé sur ce point une demande en paiement non chiffrée (art. 85 CPC), cumulée à d'autres prétentions chiffrées (art. 90 CPC). Or, l'art. 85 CPC exige, dans sa teneur applicable jusqu'au 31 décembre 2024 (cf les modifications selon la loi fédérale du 17 mars 2023, entrant en vigueur le 1er janvier 2025 [RO 2023 n° 491]), que le demandeur chiffre sa demande "dès qu'il est en état de le faire". D'ailleurs, même dans l'ATF 148 III 322, qui a conduit à la modification législative à venir sur l'art. 85 CPC, le demandeur avait chiffré, dès le dépôt de sa demande, son dommage à une valeur minimale de 100'000 fr. Par conséquent, si le time-sheet ou une facture avaient été produits au cours de l'administration des preuves, il se serait agi d'un fait nouveau qui aurait permis une adaptation de la conclusion par l'appelant/demandeur. Ici, il n'y a, à l'inverse, eu aucun fait nouveau chiffré qui permettrait d'augmenter les conclusions. En effet, le courrier du 17 septembre 2020 ne contient aucun élément objectif permettant une augmentation des conclusions; en effet, l'absence de facturation ne permet pas de déduire qu'il y aurait eu quinze heures travaillées par l'appelant/demandeur; ce dernier dispose ainsi d'aussi peu d'informations tant avant qu'après la prise de connaissance du courrier du 17 septembre 2020; ainsi, l'auto-évaluation, respectivement l'estimation des heures effectuées dans le dossier pouvait déjà être faite dans la demande du 6 juin 2017 ou la réplique du 9 février 2018.”
“La seconda ipotesi ritenuta dalla dottrina è l’irragionevolezza dell’esigenza di stabilire d’entrata l’importo della pretesa creditoria da parte dell’attore che potrebbe derivare dalla necessità di investigazioni complesse e costose (si pensi all’esecuzione di perizie per stabilire l’importo del danno) mentre l’amministrazione delle prove processuali condurrebbe a tale determinazione. Il legislatore, su questi aspetti, ha ripreso la giurisprudenza federale precedente il CPC (DTF 112 Ib 334) per cui all’attore era possibile postulare la condanna della parte convenuta senza cifrare le pretese, menzionando semplicemente un importo minimo per determinare il valore litigioso (Bohnet, op. cit. ad art. 85, n. 14 p. 315). La dottrina è divisa sul punto di sapere se, conclusioni cifrate, possano essere formulate alla fine della procedura istruttoria o se, comunque, sia necessario cifrare la pretesa inizialmente (in merito si vedano Nicolas Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, specie n. 131 e rinvii nonché Sabine Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, N. 547 ff.). Questo Tribunale cantonale delle assicurazioni si è già chinato sull’aspetto della quantificazione delle richieste di condanna formulate dall’attore nella STCA 36.2021.45 del 10 gennaio 2022 (specie al consid. 2.2.), dove ha lasciato aperta la questione a sapere se, in quella specifica occasione, la quantificazione della pretesa dell’attore, formulata unicamente in sede d’udienza, dovesse invece essere formulata al momento dell’inoltro dell’azione (art. 84 cpv. 2 CPC) o se invece non fosse quantificabile la pretesa (art. 85 cpv. 1 e 2 CPC), e ciò alla luce del fatto che, in ogni caso, la domanda era da respingere nel merito siccome infondata. Nella STCA 36.2022.11 del 13 giugno 2022 ha comunque deciso che l’assenza di una quantificazione della domanda, possibile alla luce degli elementi in possesso del legale dell’assicurata, la petizione dovesse essere dichiarata irricevibile. Si richiama ulteriormente la STF 4A_566/2014 dell'11 dicembre 2014, consid.”
Ein (neues) Schiedsgutachten ist als Teil des Beweisverfahrens im Sinne von Art. 85 Abs. 2 ZPO zu behandeln, auch wenn es weder ein Gutachten nach Art. 183 ZPO noch ein Beweismittel i.S.v. Art. 168 ZPO darstellt. Vorliegend wird jedoch ausgeführt, dass in den konkreten Umständen nur ein gerichtliches Gutachten den Anforderungen genügen würde, falls die vorhandenen Schätzungen bzw. Gutachten unverbindlich wären.
“S. 416). Ob sich die Möglichkeit der Bezifferung aufgrund eines gerichtlichen Gutachtens (Art. 183 ZPO) oder aber aufgrund einer "Wiederholung" der gestützt auf den Vergleich vom 7. Dezember 2020 eingeholten Gutachten ergibt (Urk. 27 Rz 41), kann dabei keine entscheidende Rolle spielen. Denn mit Blick auf die Zu- lässigkeit einer unbezifferten Forderungsklage und die Eintretensfrage müsste auch ein (neues) Schiedsgutachten als Teil des Beweisverfahrens im Sinne von Art. 85 Abs. 2 ZPO gelten, obwohl das Schiedsgutachten weder ein Gutachten im Sinne von Art. 183 ZPO noch ein Beweismittel im Sinne von Art. 168 ZPO darstellt - 14 - (BK ZPO-Berger, Art. 189 N 2). Allerdings wird – wie noch zu zeigen sein wird – vorliegend einzig ein gerichtliches Gutachten den Anforderungen gerecht, falls sich die Schätzung der H._____ AG vom 5. August 2022 (Urk. 4/5) und das Marktwert- gutachten des E._____ vom 6. Juli 2022 (Urk. 4/6) als unverbindlich erweisen wür- den.”
“S. 416). Ob sich die Möglichkeit der Bezifferung aufgrund eines gerichtlichen Gutachtens (Art. 183 ZPO) oder aber aufgrund einer "Wiederholung" der gestützt auf den Vergleich vom 7. Dezember 2020 eingeholten Gutachten ergibt (Urk. 27 Rz 41), kann dabei keine entscheidende Rolle spielen. Denn mit Blick auf die Zu- lässigkeit einer unbezifferten Forderungsklage und die Eintretensfrage müsste auch ein (neues) Schiedsgutachten als Teil des Beweisverfahrens im Sinne von Art. 85 Abs. 2 ZPO gelten, obwohl das Schiedsgutachten weder ein Gutachten im Sinne von Art. 183 ZPO noch ein Beweismittel im Sinne von Art. 168 ZPO darstellt - 14 - (BK ZPO-Berger, Art. 189 N 2). Allerdings wird – wie noch zu zeigen sein wird – vorliegend einzig ein gerichtliches Gutachten den Anforderungen gerecht, falls sich die Schätzung der H._____ AG vom 5. August 2022 (Urk. 4/5) und das Marktwert- gutachten des E._____ vom 6. Juli 2022 (Urk. 4/6) als unverbindlich erweisen wür- den.”
Bei Rückforderungsansprüchen (z. B. infolge unmotivierter Mietformel) beginnt die Verjährungsfrist erst dann zu laufen, wenn die Anspruchsinhaberin tatsächlich Kenntnis der zur Begründung des Rückforderungsanspruchs erforderlichen Umstände hat. Kenntnis im Sinn der Verjährung bedeutet effektives, ausreichend konkretes Wissen über die Anspruchsgrundlage und nicht lediglich die theoretische Möglichkeit, von ihr Kenntnis zu erlangen; massgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem genügend Tatsachen bekannt sind, um die Klage zu begründen.
“La première action tend, après constatation, à titre préjudiciel, de la nullité du loyer convenu, à la fixation judiciaire de celui-ci et la seconde action, en tant que conséquence de la première, vise à la restitution des prestations effectuées sans cause conformément aux règles de l'enrichissement illégitime (art. 62 ss CO) (ATF 140 III 583 consid. 3.2.3 et les arrêts cités). Le législateur n'ayant pas prévu de règle limitant l'invocation du vice de forme dans le temps, par exemple à la durée du bail, seules les règles de la prescription de l'action en enrichissement illégitime peuvent constituer une limite à l'intérêt du locataire à agir en fixation judiciaire du loyer. L'action en enrichissement illégitime se prescrit par un an à compter du jour où le locataire a eu connaissance de son droit de répétition et, dans tous les cas, par dix ans dès la naissance de ce droit, conformément à l'art. 67 al. 1 CO. Le créancier a connaissance de son droit de répétition lorsqu'il connaît suffisamment d'éléments pour fonder et motiver son action en justice, laquelle n'a pas besoin d'être chiffrée (art. 85 CPC). Est déterminant le moment de la connaissance effective de sa prétention, et non celui où il aurait pu connaître son droit en faisant preuve de l'attention commandée par les circonstances (ATF 129 III 503 consid. 3.4; 109 II 433 consid. 2). Dans le cas du locataire dont la formule officielle n'est pas motivée, dont l'ignorance est présumée, la connaissance effective intervient lorsqu'il sait que l'absence de cette formule, respectivement de l'indication du loyer du locataire précédent ou de la motivation de la hausse, entraîne la nullité du loyer initial, que le loyer qu'il a versé était trop élevé et qu'il était, partant, abusif, et non pas lorsqu'il aurait pu ou dû le savoir (ATF 140 III 583 consid. 3.2.2; arrêt du Tribunal fédéral 4A_517/2014 du 2 février 2015 consid. 4.1.2 et 4.2 in fine). 3.3 Lorsque le loyer initial est nul parce que la formule officielle n'a pas été communiquée, le juge doit compléter le contrat, en se basant sur toutes les circonstances du cas (ATF 124 III 62 consid.”
Die Ausnahme des Art. 85 ZPO greift insbesondere dann, wenn erst das Beweisverfahren oder die vom Beklagten zu erteilenden Auskünfte die Bezifferung der Forderung ermöglichen. In solchen Fällen kann der Kläger seine Forderung erst nach Durchführung der Beweisaufnahme oder nach Erhalt der erforderlichen Informationen quantifizieren; die Rechtsprechung nennt etwa die Liquidation des ehelichen Güterstands und Fälle mit Rechnungslegungs- bzw. Stufenklage als typische Konstellationen. Der Kläger hat die Forderung jedoch unverzüglich zu beziffern, sobald dies möglich ist.
“L'art. 85 CPC consacre une exception (temporaire) à la règle consacrée à l'art. 84 al. 2 CPC (ATF 148 III 322 consid. 3.3; pour l'application aux conclusions relatives à la liquidation du régime matrimonial: cf. arrêts 5A_108/2023 précité loc. cit.; 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid. 4.2.1, publié in RSPC 2023 p. 312). Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises (ATF 149 III 405 consid. 4; arrêts 5A_108/2023 précité loc. cit.; 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). Il doit le faire dès que possible, le chiffrage des conclusions pouvant néanmoins intervenir lors des plaidoiries finales lorsque les informations nécessaires pour chiffrer la demande sont fournies par l'administration des preuves (ATF 149 III 405 consid. 4). L'art. 85 CPC n'a pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition (art. 58 al. 1 CPC), dont découle l'obligation de chiffrer les conclusions. Le demandeur peut seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts 5A_108/2023 précité loc. cit.; 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2).”
“En principe, les informations provenant d'Internet ne sont considérées comme notoires que si elles ont une empreinte officielle du fait qu'elles sont facilement accessibles et proviennent de sources fiables, dont notamment les taux de change (ATF 143 IV 380 consid. 1.2; arrêt du Tribunal fédéral 5A_1048/2019 du 30 juin 2021 consid. 3.6.6). 3.1.4 Selon l'art. 85 al. 1 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder. Cas échéant, le demandeur pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves. Il incombe au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention. Ce qu'on entend par "dès que possible" n'est pas clairement défini. Il est donc loisible à la partie qui n'est pas, avant de connaître le résultat de la procédure probatoire, en l'état de chiffrer ses conclusions, de le faire lors des plaidoiries finales (arrêt du Tribunal fédéral 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid. 4.2.2 et 4.3). 3.1.5 Le juge établit sa conviction par une libre appréciation des preuves administrées (art.”
“Rechtliches Eine Forderungsklage auf Geld ist grundsätzlich zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Als Ausnahme sieht Art. 85 ZPO vor, dass eine unbezifferte Forderungsklage zu- lässig ist, wenn es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihre For- derung bereits zu Beginn des Prozesses zu begründen (DORSCHNER, in: SPÜH- LER/TENCHIO/INFANGER [Hrsg.], Basler Kommentar ZPO, 3. Aufl., 2017, N 8 zu Art. 85 ZPO). Eine solche Präzisierung nach Abschluss des Beweisverfahrens ist dem Kläger insbesondere dann zu gestatten, wenn erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung hervorbringen kann. Bei einer unbeziffer- ten Forderungsklage im engeren Sinne wird die Bezifferung als Ergebnis des Be- weisverfahrens nachträglich möglich bzw. zumutbar, wobei die klagende Partei ent- sprechende Begehren auf Edition von Urkunden oder Einvernahmen von Zeugen stellt, die ihr zur notwendigen Information zur Bezifferung verhelfen. Demgegen- über wird bei der Stufenklage ein materiell-rechtlicher Hilfsanspruch auf Rech- nungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden (BGE 140 III 409, E. 4.3). Die Bezifferung des Rechtsbegehrens ist insbesondere dann als unmöglich - 7 - anzusehen, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, weil diese von Informationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen und nur durch das Beweisverfahren im Prozess erlangt werden können.”
Das Bundesgericht hat in Einzelfällen ein rein formales Bestehen auf der Angabe eines Mindestwerts (z. B. «mindestens 1 Franken») als übertrieben formalistisch kritisiert. Zugleich betont es, dass die Pflicht, bei Erhebung der unbezifferten Klage einen vorläufigen Mindestwert anzugeben, wichtige Zwecke erfüllt (Bestimmung der sachlichen Zuständigkeit und Verfahrensart sowie allfällige Festlegung von Vorauszahlungen/Sicherheiten) und nachträglich angepasst werden kann. Für das Schlichtungsverfahren gelten tendenziell weniger strenge Formanforderungen; eine zuvor angegebene, hinreichend konkrete Streitwertangabe kann als Mindestwert angesehen werden.
“4 et note BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 31 mars 2023 n° 10). Par ailleurs, l'art. 85 al. 1 2 ème phr. CPC impose aussi au demandeur, au moment où il introduit son action, d'indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exigence a plusieurs justifications: elle sert en premier lieu à déterminer la compétence matérielle du tribunal et le type de procédure. Elle peut aussi être nécessaire pour fixer l'avance de frais et les sûretés (arrêt 4A_587/2021 du 30 août 2022 consid. 10.4, non publié in ATF 148 III 409), une adaptation ultérieure étant possible (art. 100 al. 2 CPC). Le Tribunal fédéral a qualifié, certes sans examiner exhaustivement cette question, de formalisme excessif d'exiger de la partie demanderesse, qui a chiffré ses conclusions sur les points où elle pouvait le faire, qu'elle indique également une valeur minimale (par exemple: "au moins 1 franc") pour le chef de demande non chiffré - parmi d'autres -, bien qu'une valeur litigieuse ait été indiquée pour la demande et uniquement parce que le libellé de l'art. 85 al. 1 CPC semble l'exiger prétendument sans exception (arrêt 4A_587/2021 précité consid. 10.5).”
“Par conséquent, on constate, avec l'appelant et contrairement à l'opinion soutenue par les premiers juges, que le cas d'espèce est typique de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC. La jurisprudence en a déjà jugé ainsi dans le cadre de l’action en réduction, le délai de péremption de l’action ayant commencé à courir alors que l’appelant n’est pas encore en mesure de chiffrer sa prétention (consid. 3.2.5 supra ; en particulier : ATF 121 III 249 consid. 2b, JdT 1997 I 152). A cela s'ajoute que pour la procédure de conciliation des exigences moins strictes que celles relatives à la forme des actes en procédures ordinaire et simplifiée doivent s’appliquer, afin de permettre à des non-juristes de procéder. Il convient en effet de ne pas dénaturer le but de l'institution, qui est de tenter la conciliation sur un objet dont les parties – et en particulier la partie intimée – ont connaissance des contours essentiels (consid. 3.2.1 supra). Enfin, la sanction d'une vision formaliste et restrictive de la portée de l’art. 85 al. 1 CPC, outre qu'elle paraît incompatible avec le but du préalable de conciliation, est sévère, puisque dans son arrêt paru aux ATF 140 III 409, le Tribunal fédéral a rappelé que l'absence de conclusions chiffrées – lorsqu'elles sont exigibles [réd.] – ne peut faire l'objet d'une interpellation en application de l'art. 132 al. 1 CPC (ibidem), ce qui conduit à l'irrecevabilité de l'acte de procédure ainsi vicié. Quant à l’indication d’une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire, on peut suivre l’appelant lorsqu’il invoque avoir indiqué dans la partie « recevabilité » de sa requête de conciliation une valeur litigieuse supérieure à 100'000 fr. et que ce montant peut être considéré comme valeur minimale. 3.4 Les arguments de l’intimée, selon laquelle l’appelant disposait déjà d’un certain nombre d’éléments lui permettant d’indiquer une valeur minimale à tout le moins, ne modifient pas l’appréciation qui précède. En effet, l’appelant ne connaissait pas la mesure exacte des dettes et avoirs de sa défunte mère, raison pour laquelle il a formulé ses réquisitions de pièces.”
Bei Klagen auf gerichtliche Anfangsmietzinsfestsetzung wegen Nichtverwendung des amtlichen Formulars handelt es sich materiell um eine kombinierte Feststellungs‑ und Gestaltungsklage. Für die Bezifferung dieser Klage sind Art. 84 Abs. 2 ZPO und Art. 85 ZPO entsprechend/analog anwendbar.
“Gemäss Art. 85 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungs- klage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. In diesem Fall hat sie einen Mindeststreit- wert anzugeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Die Bezifferung ist nachzuholen, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Aus- kunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 5A_847/2021 vom 10. Januar 2023 E. 4.2.2). Die Klage auf gerichtliche Anfangsmietzinsfestsetzung wegen Nichtverwendung des amtlichen Formulars bei der Mietzinsfestsetzung ist der Sache nach eine kom- binierte Feststellungs- und Gestaltungsklage. Für deren Bezifferung sind Art. 84 Abs. 2 und Art. 85 ZPO analog anwendbar (dazu KUKO ZPO-OBERHAMMER/WE- BER,”
“Gemäss Art. 85 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungs- klage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. In diesem Fall hat sie einen Mindeststreit- wert anzugeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Die Bezifferung ist nachzuholen, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Aus- kunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 5A_847/2021 vom 10. Januar 2023 E. 4.2.2). Die Klage auf gerichtliche Anfangsmietzinsfestsetzung wegen Nichtverwendung des amtlichen Formulars bei der Mietzinsfestsetzung ist der Sache nach eine kom- binierte Feststellungs- und Gestaltungsklage. Für deren Bezifferung sind Art. 84 Abs. 2 und Art. 85 ZPO analog anwendbar (dazu KUKO ZPO-OBERHAMMER/WE- BER,”
Voraussetzung für eine unbezifferte Forderungsklage ist, dass die Bezifferung der Forderung zu Prozessbeginn tatsächlich oder unter zumutbaren Gesichtspunkten nicht möglich ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die zur Ermittlung der Forderungshöhe erforderlichen Informationen in der Sphäre des Beklagten oder Dritter liegen oder erst mittels Beweis, Auskunft oder vorsorglicher Massnahmen gewonnen werden können. Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit bezieht sich in der Regel auf das Quantitativ der Forderung. Die klagende Partei hat darzulegen und zu beweisen, inwiefern eine Bezifferung zu Beginn unmöglich oder unzumutbar ist.
“Wird die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 ZPO). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die klagende Partei wird damit von der Verpflichtung befreit, ihr Rechtsbegehren zu beziffern. Dies hat insbesondere dort zu gelten, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt; hier ist dem Kläger zu gestatten, die Präzisierung erst nach Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen. Jedoch ist der Anspruch soweit möglich und zumutbar zu substanziieren; namentlich wird verlangt, dass der Geschädigte alle Umstände, die für den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen Abschätzung erlauben oder erleichtern, soweit möglich und zumutbar behauptet und beweist (BGE 140 III 409 E. 4.3; 122 III 219 E. 3a). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt sowohl die unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne als auch die Stufenklage. Letztere ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird (BGE 123 III 140 E. 2b; 116 II 215 E. 4a). Eine Stufenklage liegt somit definitionsgemäss nicht vor, wenn kein selbstständiger Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung besteht, der mit der unbezifferten Forderungsklage verbunden werden kann. Ein Anspruch auf Erhebung einer Stufenklage besteht von Bundesrechts wegen nur dann, wenn dem Kläger die Substanziierung seines Hauptanspruchs ohne Erfüllung des Hilfsanspruchs auf Rechnungslegung nicht möglich oder unzumutbar ist (BGE 140 III 409 E. 4.3; Urteil 4A_463/2012 vom 19. Dezember 2012 E. 6).”
“Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- treffen. Eine Ausnahme gilt, wenn die fehlende Information eine Tatsache betrifft, welche sowohl über das Bestehen der Forderung als über die Höhe derselben ent- scheidet und in diesem Sinne doppelrelevant ist (BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Rz. 438 ff.). Der eine Stufenklage erhebenden Partei obliegt der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung und darauf basierender Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der Informa- tionsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (KUKO ZPO-OBERHAMMER/WEBER, Art.”
“Die Erhebung einer Stufenklage im Sinne von Art. 85 Abs. 1 ZPO ist unter drei Voraussetzungen zulässig. Grundvoraussetzung ist das Bestehen eines materiellen Hilfsanspruchs, der präparatorisch zum Hauptanspruch steht. Der Umfang des Hilfsanspruchs ergibt sich aus dem anwendbaren materiellen Recht. - 9 - Die weiteren Voraussetzungen der Stufenklage sind die Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Bezifferung des Hauptanspruches bei Prozessbeginn und die Erfüllung der Anforderungen der objektiven Klagehäufung. Unmöglich ist die Bezifferung, wenn die genaue Höhe des Anspruches dem Kläger nicht bekannt ist und die Unkenntnis auf Tatsachen beruht, welche in der Sphäre des Beklagten liegen. Unzumutbarkeit besteht, wenn sich die Forderungshöhe nur mittels vorsorglicher Beweisaufnahme, vorsorglicher Expertise oder selbstständigen Verfahrens auf Auskunft ermitteln lässt. In prozessualer Hinsicht setzt die objektive Klagehäufung voraus, dass die gleiche Partei aus den gehäuften Ansprüchen passivlegitimiert ist, die gleiche Verfahrensart und die gleiche sachliche und örtliche Zuständigkeit besteht (S TÄHLI, in: AJP 2021, Urteilsbesprechung von 4A_614/2020, S.”
“1 CPC règle à la fois l'action en paiement non chiffrée et l'action échelonnée (Stufenklage), laquelle se caractérise par le fait qu'elle cumule une prétention en reddition de comptes et une prétention en paiement (ATF 142 III 102 consid. 5.3.2 ; ATF 140 III 409 consid. 4.3, SJ 2015 I 19). Les informations obtenues (« échelon 1 ») permettent au demandeur de chiffrer sa conclusion en paiement (« échelon 2 » ; Grobéty / Heinzmann, in Chabloz / Dietschy-Martenet / Heinzmann [éd.], Petit commentaire CPC, Bâle 2020, n. 3 ad. art. 85 CPC et les réf. citées). A la question de savoir dans quels cas le demandeur est dans l'impossibilité de chiffrer ses prétentions ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il faut relever que l'art. 85 al. 1 CPC concrétise la jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral qui avait imposé, à certaines conditions, l'admissibilité de conclusions non chiffrées (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 85 CPC et les autres réf. citées ; Message du Conseil fédéral du 28 juin 2006 relatif au Code de procédure civile suisse, FF 2006 6900). La première hypothèse de l’art. 85 al. 1 CPC, à savoir l’impossibilité pour le demandeur d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention, se réfère aux situations dans lesquelles les informations indispensables à la détermination du montant de la prétention déduite en justice ne pourront être obtenues qu’à la suite de l’administration des preuves, à la fourniture d’informations ou à la reddition des comptes (Grobéty / Heinzmann, op. cit., n. 9 ad. art. 85 CPC et les réf. citées, dont notamment ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Il en va ainsi lorsque les informations permettant de chiffrer la prétention se trouvent en possession du défendeur ou d’un tiers, dans tous les cas hors de la sphère d’influence du demandeur (ATF 123 III 140 consid. 2b, JdT 1998 I 22 ; Grobéty / Heinzmann, loc. cit., et les réf. citées). Selon la jurisprudence, l'action en paiement non chiffrée est en particulier admissible lorsque la base de calcul de la prétention pécuniaire ne sera connue que via l'administration des preuves, permettant ainsi au demandeur de chiffrer ses prétentions dès le résultat de celle-ci connu (ATF 140 III 409 consid.”
Bei Ansprüchen aus der Liquidation des ehelichen Vermögens kann die klagende Partei Art. 85 ZPO zufolge anfänglich unbezifferte oder nur mit einem vorläufigen Mindeststreitwert versehene Forderungen vorbringen; die Bezifferung ist nach Durchführung von Beweismassnahmen bzw. nach Auskunftserteilung zu ergänzen. Im Eheschutzverfahren ist das Begehren auf Ehegattenunterhalt grundsätzlich zu beziffern oder wenigstens mit einem Mindestbetrag zu belegen; die konkrete Summenfestlegung erfolgt nach Abschluss der Beweisaufnahme oder nach Auskunftserteilung.
“en ce sens notamment: BOPP/BESSENICH in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm et al. éd., 3e éd. 2016, n° 13 ad art. 85 CPC). Il soutient toutefois, en listant différents allégués de l'intimée concernant plusieurs biens dont les parties sont propriétaires, qu'elle avait une connaissance approfondie de ses actifs et aurait à tout le moins dû chiffrer ses prétentions en liquidation du régime matrimonial à 42'315'916 fr. Dans la mesure où il admet ensuite lui-même qu'elle aurait dû réactualiser ses conclusions à 92'945'762 fr. dans sa réplique, sa critique n'a de pertinence que pour autant que l'on admette que le demandeur doive actualiser régulièrement ses conclusions après l'exécution de chaque mesure d'instruction. Or cette solution préconisée par le recourant ne trouve d'appui ni dans la jurisprudence ni dans la doctrine et est au demeurant, comme l'a à juste titre souligné la cour cantonale, contraire au principe d'économie de procédure. Par ailleurs, dès lors qu'on admet que le cas d'espèce tombe sous le coup de l'art. 85 CPC et, partant, que l'intimée n'avait pas à chiffrer d'emblée ses conclusions en liquidation du régime matrimonial, le grief du recourant selon lequel l'indication d'une valeur litigieuse provisoire au sens de l'art. 85 al. 1 CPC ne peut valoir chiffrement, de sorte que sa demande aurait dû être déclarée irrecevable sur ce point nonobstant l'indication d'une valeur litigieuse minimale, est infondé. Le même sort doit être réservé à la critique du recourant selon laquelle, faute d'avoir réitéré le chiffrement de la valeur litigieuse dans sa réplique, l'intimée avait manifestement renoncé à requérir un montant à titre de liquidation du régime matrimonial, l'intimée n'ayant précisément pas à prendre de conclusions chiffrées à ce stade de la procédure. Il en va de même de la critique d'arbitraire dans l'établissement des faits au motif que la cour cantonale n'avait pas fait état de " l'abandon " par l'intimée de ses conclusions condamnatoires dans sa réplique. Le recourant semble également déduire du fait que l'intimée a été en mesure d'articuler une valeur litigieuse minimale ensuite de l'interpel-lation par le Tribunal, qu'elle pouvait également chiffrer d'entrée de cause sa conclusion en liquidation du régime matrimonial.”
“Im Gegensatz zum Kinderunterhalt unterliegt der Unterhaltsanspruch des Ehegatten dem Dispositionsgrundsatz, wonach das Gericht einer Partei nur so viel zusprechen darf, wie sie ausdrücklich verlangt hat oder die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Das bedeutet, dass auch im Eheschutzverfahren das Rechtsbegehren auf Zusprechung von Ehegattenunterhalt grundsätzlich zu bezif- fern ist (Art. 84 Abs. 2 ZPO) oder wenigstens ein Mindestbetrag anzugeben ist, der als vorläufiger Streitwert gilt; das Unterhaltsbegehren ist alsdann nach Ab- schluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunfterteilung des gesuchsgegneri- schen Ehegatten ziffernmässig festzulegen (Art. 85 ZPO; BGer 5A_704/2013 v.”
“136 CPC (ATF 142 I 86 consid. 2.2). Le contenu du procès-verbal est présumé exact, sauf preuve du contraire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_639/2014 du 8 septembre 2015 consid. 3.2.1). Le tribunal statue sur les requêtes de rectification du procès-verbal (art. 235 al. 2 CPC). Le principe de la bonne foi implique des limitations temporelles à la requête de rectification du procès-verbal. Il n'y a en tout cas pas de formalisme excessif à admettre que la requête de rectification doit être déposée immédiatement après connaissance de l'erreur prétendue (arrêt du Tribunal fédéral 4A_160/2013 du 21 août 2013 consid. 3.4). 5.1.3 Les conclusions portant sur une somme d'argent doivent être chiffrées (arrêt du Tribunal fédéral 5A_766/2008 du 4 février 2009 consid. 2.2 in JdT 2010 I 341). Les prétentions des parties en liquidation du régime matrimonial peuvent toutefois rester parfois, dans un premier temps, indéterminées, par exemple lorsqu'un époux ne connaît pas la situation patrimoniale de son conjoint (art. 85 CPC; Spycher, Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, art. 1-352 und art. 400-406 ZPO, n. 10; Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 24 ad art. 283 CPC), mais les conclusions doivent être précisées une fois les documents requis obtenus à l'occasion de l'administration des preuves (Bohnet, CPra Matrimonial, n. 3 ad art. 290 CPC). 5.2 En l'espèce, l'appelant a réduit ses conclusions portant sur le remboursement de la provisio ad litem à 3'000 fr. (au lieu de 5'000 fr.) et en partage du véhicule automobile à hauteur de 4'903 fr. (au lieu de 10'000 fr.), de sorte que ces conclusions sont recevables. Il en va de même des conclusions de l'intimée relatives au remboursement de l'écolage de 29'210 fr. (au lieu de 30'000 fr. + 23'250 fr.) et du prêt de ses parents à raison de 25'000 fr. (au lieu de 50'000 fr.). En revanche, la conclusion de l'intimée tendant à ce que lui soit versé 6'973 fr. au titre de partage du 3ème pilier est nouvelle, puisque l'intimée n'a pas pris de conclusions chiffrées sur ce point devant le Tribunal et qu'il s'agit de faits anciens connus de l'intimée.”
Der relative Verjährungsbeginn setzt ein, wenn die klagende Partei soweit Kenntnis von den anspruchsbegründenden Tatsachen und einer ungefähren Schadens- bzw. Anspruchshöhe hat, dass sie ihre Klage begründen und motivieren kann. Eine vollständige Bezifferung der Klage ist hierfür nicht erforderlich (vgl. Rechtsprechung zu Art. 85 ZPO).
“En premier lieu, elle soutient qu'il appartenait à l'intimée, en sa qualité de sous-bailleresse, de démontrer la connaissance du droit par la sous-locataire en faisant un parallèle avec ce qui a été développé par la jurisprudence s'agissant de la prétention en constatation de la nullité du loyer initial pour défaut de formule officielle. En second lieu, l'appelante soutient que la prescription ne pouvait commencer à courir qu'en juillet 2019 et non pas en novembre 2017, comme retenu par le Tribunal. 2.1 Dans plusieurs arrêts, le Tribunal fédéral a dû se prononcer sur la question du respect du délai de prescription relatif de l'action en restitution des parts de loyer versées indûment (ATF 140 III 583 consid. 3.3.1; arrêts du Tribunal fédéral 4A_254/2016 du 10 juillet 2017 consid. 3.1.3.1; 4A_517/2014 du 2 février 2015 consid. 4.1.2). Il a précisé que le créancier a connaissance de son droit de répétition - et le délai de prescription relatif d'un an commence à courir (art. 67 al. 1 aCO) - lorsqu'il connaît suffisamment d'éléments pour fonder et motiver son action en justice, laquelle n'a pas besoin d'être chiffrée (art. 85 CPC). Cela suppose qu'il ait connaissance de la mesure approximative de l'atteinte à son patrimoine, de l'absence de cause du déplacement de patrimoine et de la personne de l'enrichi. Est déterminant le moment de la connaissance effective de sa prétention, et non celui où il aurait pu connaître son droit en faisant preuve de l'attention commandée par les circonstances (ATF 146 III 82; 129 III 503 consid. 3.4; 109 II 433 consid. 2). Dans un autre arrêt, le Tribunal fédéral a considéré qu'il y a prise de connaissance déclenchant le délai lorsque le créancier a un tel degré de certitude quant à la prétention d'enrichissement que l'on peut dire de bonne foi que le créancier n'a désormais plus de raison ou de possibilité de procéder à des clarifications supplémentaires et que, d'autre part, il dispose de suffisamment de documents pour intenter une action, de sorte que l'on peut raisonnablement attendre de lui qu'il le fasse (ATF 127 III 421 consid. 4b ; 82 II 411 consid. 9a ; 63 II 252 consid.”
“La grande différence entre les prétentions contractuelles et celles qui résultent de l'enrichissement illégitime est la divergence des délais de prescription applicables (ATF 135 III 289 cons. 6.1 ; 133 III 356 cons. 3.2.1). d) Aux termes de l’article 67 al. 1 CO, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2019, l’action pour cause d’enrichissement illégitime se prescrit par un an à compter du jour où la partie lésée a eu connaissance de son droit de répétition et, dans tous les cas, par dix ans dès la naissance de ce droit (RO 27 321). Depuis le 1er janvier 2020, le délai relatif est de trois ans (RO 2018 5343) ; le délai plus long s’applique dès lors que la prescription n’est pas échue en vertu de l’ancien droit (art. 49 al. 1 tit. fin. CC). Le créancier a connaissance de son droit de répétition – et le délai de prescription relatif d'un an commence à courir (art. 67 al. 1 CO) – lorsqu'il connaît suffisamment d'éléments pour fonder et motiver son action en justice, laquelle n'a pas besoin d'être chiffrée (art. 85 CPC). Cela suppose qu'il ait connaissance de la mesure approximative de l'atteinte à son patrimoine, de l'absence de cause du déplacement de patrimoine et de la personne de l'enrichi. Est déterminant le moment de la connaissance effective de sa prétention, et non celui où il aurait pu connaître son droit en faisant preuve de l'attention commandée par les circonstances (ATF 129 III 503 cons. 3.4 ; 109 II 433 cons. 2 ; arrêt du TF du 28.01.2021 [4A_227/2020] cons. 5.1.2). e) Le prêt de consommation est un contrat par lequel le prêteur s’oblige à transférer la propriété d’une somme d’argent ou d’autres choses fongibles à l’emprunteur, à charge par ce dernier de lui en rendre autant de même espèce et qualité (art. 312 CO). Si le contrat ne fixe ni terme de restitution ni délai d’avertissement, et n’oblige pas l’emprunteur à rendre la chose à première réquisition, l’emprunteur a, pour la restituer, six semaines qui commencent à courir dès la première réclamation du prêteur. (art. 318 CO). L’obligation de rembourser un prêt est soumise au délai de prescription de dix ans prévu par l’article 127 CO.”
Sobald das Beweisverfahren abgeschlossen ist oder die verlangten Auskünfte erteilt wurden, muss der Kläger seine Forderung in der Regel beziffern; die Möglichkeit einer aufgeschobenen Bezifferung dient nur einem vorübergehenden Bedürfnis und entfällt regelmässig, sobald der Kläger in der Lage ist, den Betrag anzugeben.
“85 N 7; GUT, Die unbezifferte For- derungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Diss. Basel 2014, S. 125 f.). Mit einem Teil der Lehre kann man sich fragen, ob das zutrifft: Abgese- hen davon, dass sich eine entsprechende Einschränkung der Dispositionsmaxime weder Art. 58 noch Art. 85 ZPO entnehmen lässt (und entgegen einem Teil der Lehre schon gar nicht dem materiellen Recht; a.M. BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 ZPO N 7 und N 33), scheinen nach Abschluss des Beweisverfahrens keine Gründe mehr zu bestehen, dem Kläger zu erlauben, auf einen Entscheidvorschlag in Form eines hinreichend bestimmten Begehrens ganz zu verzichten, denn spätestens in diesem Zeitpunkt präsentiert sich die Ausgangslage aus seiner Sicht nicht mehr anders als für den Beklagten oder das Gericht, so dass man von ihm im Lichte des Dispositionsgrundsatzes erwarten kann, dass er sich trotz der bestehenden Schwierigkeiten bezüglich seiner Anträge nun festlegt (BAUMANN WEY, Die unbezif- ferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Diss. Luzern 2013, S. 123 ff.; CR CPC- BOHNET, Art. 85 N 14, der zu Recht festhält, die Möglichkeit der aufgeschobenen Bezifferung habe nur dann eine sinnvolle Funktion, wenn die Schwierigkeit der Be- zifferung nur vorübergehender Natur sei). Aus den gleichen Gründen sind sich Lehre und Rechtsprechung weitgehend einig, dass stets ein bestimmtes, bei Geld- leistungsklagen ein beziffertes Begehren erforderlich ist, soweit es nicht um ein Sachverhalts-, sondern um ein Rechtsfolgeermessen des Gerichts geht. So hat das Bundesgericht noch unter der Herrschaft der kantonalen Zivilprozessordnun- gen entschieden, kantonales Recht, welches eine Bezifferung des Rechtsbegeh- rens verlange, verstosse jedenfalls nicht gegen Bundesrecht, soweit dies auf ein Rechtsfolgeermessen im Sinne von Art. 4 ZGB bezogen werde (BGE 131 III 243 E. 5.1; CR CPC-BOHNET, Art. 85 N 17; zweifelnd an der Unterscheidung zwischen Sachverhalts- und Rechtsfolgeermessen BSK ZPO-DORSCHNER, Art.”
“1 CPC, le tribunal ne peut accorder à une partie ni plus, ni autre chose que ce qui est demandé, ni moins que ce qui est reconnu par la partie adverse (ne eat iudex ultra petita partium). Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment déterminées. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend. Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC. Selon cette disposition, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr., CPC), autrement dit, dès que possible. L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_368/2018, 5A_394/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3 et les références citées). 4.2 En l'espèce, en ordonnant le remboursement à l'intimé de la donation reçue par ses parents, le premier juge a alloué une part supérieure aux conclusions de l'intimé. Contrairement à ce que plaide ce dernier, le Tribunal n'a pas suivi les conclusions prises par l'appelante à cet égard. En effet, ainsi qu'indiqué précédemment, il ne saurait être considéré que le sens véritable des conclusions de l'appelante signifiait qu'elle admettait la prise en compte du montant reçu par donation. En outre, l'appelante a expressément conclu à ce que les frais liés à la vente aux enchère publiques ainsi que les frais de notaire et d'huissier soient mis à la charge de l'intimé exclusivement, ce à quoi le Tribunal n'a pas fait droit.”
Bei der Stufenklage nach Art. 85 ZPO wird ein selbständiger materiell-rechtlicher Auskunfts- bzw. Rechnungslegungsanspruch als präparatorischer Hilfsanspruch mit einer anfänglich unbezifferten Forderungsklage verbunden. Die Auskunft dient dem Zweck, die Hauptforderung nachträglich zu beziffern (typischerweise in Fällen wie Bonus- oder Herausgabe-/Rechnungslegungsstreitigkeiten).
“Die Streitwertgrenze von CHF 10'000. ist im vorliegenden Fall weit überschritten. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist einzutreten. Zum Entscheid über die vorliegende Berufung ist die Kammer des Appellationsgerichts zuständig (§ 91 Abs. 1 Ziff. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]). Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 310 ZPO). 2. Rechtliche Grundlagen 2.1 Gegenstand der Klage Mit der vorliegenden Berufung wird ein Teilentscheid betreffend die erste Stufe einer Stufenklage angefochten. Bei der Stufenklage verbindet der Kläger eine Leistungsklage betreffend einen materiellrechtlichen, selbständig klagbaren präparatorischen Hilfsanspruch auf Information (Auskunftserteilung, Rechnungslegung, Rechenschaftsablegung) mit einer zunächst unbezifferten Forderungsklage betreffend einen Hauptanspruch (vgl. BGE 140 III 409 E. 4.3; Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Diss. Luzern 2013, Zürich 2013, Rz. 41, 113 f., 119 und 381 f.; Leumann Liebster, Die Stufenklage im schweizerischen Zivilprozessrecht, Diss. Basel 2004, Basel 2005, S. 1721, 116119; Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 85 N 8; Waldmann, Informationsbeschaffung durch Zivilprozess, Diss. Basel 2008, Basel 2009, S. 4350 und 274 f.). Im vorliegenden Fall verbindet der Arbeitnehmer ein Informationsbegehren betreffend den von ihm im Jahr 2017 erzielten Nettoertrag mit einer Leistungsklage auf Bezahlung eines auf dieser Grundlage berechneten Bonus für das Jahr 2017. 2.2 Rechtliche Qualifizierung eines Bonus 2.2.1 Da der Begriff des Bonus im Obligationenrecht nicht definiert ist, ist im Einzelfall zu prüfen, ob es sich dabei um variablen Lohn, eine Gratifikation, auf die der Arbeitgeber Anspruch hat, oder eine Gratifikation, auf die er keinen Anspruch hat, handelt (vgl. BGer 4A_169/2021 vom 18. Januar 2022 E. 3.1, 4A_155/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 3). Die Gratifikation, auf die der Arbeitnehmer keinen Anspruch hat, wird als echte Gratifikation bezeichnet, und diejenige, auf die er einen Anspruch hat, als unechte (Bortolani/Scherer, in: Etter et al.”
“Der Auskunftsanspruch gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. c MSchG ist unbestritten ein materiellrechtlicher Anspruch (vgl. auch Markus R. Frick, in: Basler Kommentar, Markenschutzgesetz, Wappenschutzgesetz, 3. Aufl. 2017, N. 64 zu Art. 55 MSchG). Entsprechend kann er Gegenstand einer selbständigen Erfüllungsklage bilden (BGE 140 III 409 E. 3.2). Bei der ersten Stufe - der Geltendmachung des Informationsanspruchs - handelt es sich also um einen normalen zivilrechtlichen Leistungsanspruch (BGE 144 III 43 E. 4.1; vgl. auch Oberhammer/Weber, in: ZPO, Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], 3. Aufl. 2021, N. 13 zu Art. 85 ZPO). Die klagende Partei ist frei, diesen Anspruch allein einzuklagen; sei es im Rahmen einer gewöhnlichen objektiven Klagenhäufung oder im Rahmen einer Stufenklage als besondere Form der objektiven Klagenhäufung. Die Stufenklage dient nicht dazu, die gegebenen Klagemöglichkeiten einzuschränken, sondern diese zu ergänzen (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.2). Der primäre Zweck des Auskunftsanspruchs gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. c MSchG besteht darin, dem Rechtsinhaber zu ermöglichen, die Produktions- und Absatzkette rechtsverletzender Gegenstände zu ermitteln, um so bestehende oder drohende Verletzungen abzuwehren (Roger Staub, in: Markenschutzgesetz [MSchG], Noth/Bühler/Thouvenin [Hrsg.], 2. Aufl. 2017, N. 67 zu Art. 55 MSchG; Frick, a.a.O., N. 57 zu Art. 55 MSchG). Dies hat die Vorinstanz zutreffend festgestellt. Der Anspruch auf Auskunft gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. c MSchG setzt entgegen der Beschwerdeführerin nicht voraus, dass gleichzeitig ein reparatorischer Anspruch geltend gemacht wird.”
“als auch die Stufenklage. Die Stu- fenklage charakterisiert sich dadurch, dass ein selbständiger materiell-rechtlicher Hilfsanspruch auf Auskunft und Rechnungslegung im Sinne einer objektiven Kla- gehäufung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird. Die Stufen- klage ist bloss ein prozessualer Modus (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.3 S. 325 f.). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, die mit der anbegehrten Auskunftsertei- lung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsachen beru- hen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Zürich 2013, N. 438 ff.). Unmöglich bzw. unzumutbar i.S.v. Art. 85 ZPO ist eine Beziffe- rung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da diese von Informationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen (Unmöglichkeit), oder von denen sie nur durch die Inanspruchnahme weiterer (vor)prozessualer Möglichkeiten Kenntnis erhalten könnte (F ÜLLEMANN, in: DIKE-Kommentar zur ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 85 ZPO N. 2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung sowie darauf basieren- der Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der In- formationsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (OBERHAMMER/WEBER, in: Kurzkommentar zur ZPO, Oberham- - 33 - mer/Domej/Haas [Hrsg.], 3. Aufl. 2021, Art. 85 ZPO N. 13 f.; B AUMANN WEY, a.”
Wer gemäss Art. 85 Abs. 1 ZPO eine unbezifferte Forderungsklage erhebt und diese später beziffert, wird bezüglich der endgültigen Kosten- und Entschädigungsfolgen nach dem nachträglich festgestellten Streitwert beurteilt.
“Regeste: Kostenverteilung im Kindesunterhaltsverfahren Art. 106 Abs. 1 und Art. 107 Abs. 1 Bst c ZPO; Es geht nicht an, im Streit um Kinderbelange die Gerichtskosten systematisch hälftig aufzuteilen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen (E. 14.1 f.). Wenn eine unbezifferte Forderungsklage gemäss Art. 85 Abs. 1 ZPO nachträglich beziffert wird, richten sich die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen nach diesem nachträglich bezifferten Streitwert (E. 14.2). Art. 41 Abs. 5 KESG; Es rechtfertigt sich nicht, die Kosten des Schlichtungs- und des Gerichtsverfahrens in Anwendung von Art. 108 ZPO vollständig den Kindseltern aufzuerlegen, weil aussergerichtlich keine Vereinbarung abgeschlossen werden konnte und die Kindseltern auch sonst bei der Festlegung der Kinderunterhaltsbeiträge nicht mitgewirkt haben (E. 15). Erwägungen: I. 1. 1.1 Mit Klage vom 2. Mai 2022 stellte der Kanton Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Süd, vertreten durch die Direktion für Inneres und Justiz (nachfolgend: Beschwerdeführer), folgende Rechtsbegehren beim Regionalgericht Bern-Mittelland (nachfolgend: Vorinstanz; pag. 3 ff.): 1. Die Beklagte 1 und der Beklagte 2 seien zu verpflichten, sich entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten an den aufgelaufenen Kosten der für ihre Tochter C.________ mit Entscheid vom 28.”
“Regeste: Kostenverteilung im Kindesunterhaltsverfahren Art. 106 Abs. 1 und Art. 107 Abs. 1 Bst c ZPO; Es geht nicht an, im Streit um Kinderbelange die Gerichtskosten systematisch hälftig aufzuteilen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen (E. 14.1 f.). Wenn eine unbezifferte Forderungsklage gemäss Art. 85 Abs. 1 ZPO nachträglich beziffert wird, richten sich die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen nach diesem nachträglich bezifferten Streitwert (E. 14.2). Art. 41 Abs. 5 KESG; Es rechtfertigt sich nicht, die Kosten des Schlichtungs- und des Gerichtsverfahrens in Anwendung von Art. 108 ZPO vollständig den Kindseltern aufzuerlegen, weil aussergerichtlich keine Vereinbarung abgeschlossen werden konnte und die Kindseltern auch sonst bei der Festlegung der Kinderunterhaltsbeiträge nicht mitgewirkt haben (E. 15). Erwägungen: I. 1. 1.1 Mit Klage vom 2. Mai 2022 stellte der Kanton Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Süd, vertreten durch die Direktion für Inneres und Justiz (nachfolgend: Beschwerdeführer), folgende Rechtsbegehren beim Regionalgericht Bern-Mittelland (nachfolgend: Vorinstanz; pag. 3 ff.): 1. Die Beklagte 1 und der Beklagte 2 seien zu verpflichten, sich entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten an den aufgelaufenen Kosten der für ihre Tochter C.________ mit Entscheid vom 28.”
Ist die Bezifferung zu Prozessbeginn unzumutbar oder unmöglich, weil die notwendigen Bemessungsgrundlagen beim Beklagten oder einem Dritten liegen, ist nach Art. 85 Abs. 1 ZPO eine unbezifferte Klage mit Angabe eines vorläufigen Mindestwerts zulässig. In diesem Fall kann der Kläger das Institut der Stufenklage oder die Adminstration von Beweisen/Editionen nutzen, um die fehlenden Informationen zu erlangen; nach Erhalt dieser Informationen hat er seine Forderung sodann zu beziffern.
“Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers. Que dans un tel cas, l'art. 85 CPC offre au demandeur l'option entre requérir la production de preuves de la partie adverse dans le cadre de l'administration des preuves, soit intenter une action dite échelonnée. Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves. Que dans le second cas, qui présuppose que le demandeur dispose d’un droit matériel à l’information, il intente une action dans laquelle une conclusion en reddition de comptes (qui pourrait aussi être indépendante et que le juge peut dans tous les cas décider de traiter dans un premier temps selon l’art. 125 CPC) est liée à une conclusion indéterminée en paiement de la somme due; que la seconde conclusion est principale et la première complémentaire. Que le recours à l'action échelonnée n'est pas obligatoire mais peut se révéler opportun (pas besoin de décrire précisément les documents requis; possibilité de faire immédiatement appel du jugement partiel rendu, sans condition de préjudice difficilement réparable imposée au recours contre les ordonnances de preuve), voire nécessaire lorsque la partie adverse ne collabore pas (Bohnet, op.”
“a als auch auf die edierten Dokumente verwiesen, was sich nur auf die gestellten Editionsbegehren im Rahmen der Verrechnung beziehen könne, da nur dort überhaupt Editionsbegehren gestellt worden seien. Das Rechtsbegehren 2.a sei auch nicht beschränkt gewesen auf die Forderung aus Kundschaftsentschädigung. Damit sei Auskunft über die Verkaufszahlen jener Produkte verlangt worden, für die (gemeint im Rahmen der Verrechnungsforderung) Ansprüche aus der sog. geteilten Kommission sowie Schadenersatz aus Vertragsverletzung geltend gemacht worden seien und für die auch Editionsbegehren gestellt worden seien. Mit Hilfe der begehrten Informationen hätten die Verrechnungsforderungen genau beziffert werden sollen, um dann bei einer (den Klagebetrag) übersteigenden Verrechnungsforderung den Mehrbetrag mit Hilfe der Widerklage geltend zu machen. Bei der Forderung von Fr. 32'950.28 handle es sich zwar tatsächlich um einen Teilbetrag der Entschädigung für das retournierte Warenlager. Entgegen der Vorinstanz sei es ihr aber erst im Sinn von Art. 85 Abs. 1 ZPO zumutbar gewesen, diese Forderung zu beziffern, nachdem die gesamte Verrechnungsforderung festgestanden und sich damit überhaupt ergeben habe, dass ein Mehrbetrag bzw. Überschuss der Verrechnungsforderung über die zu verrechnende Hauptforderung (die Klageforderung) vorgelegen habe. Die Vorinstanz habe daher mit ihrer Auffassung Art. 85 ZPO verletzt.”
“1 CPC règle à la fois l'action en paiement non chiffrée et l'action échelonnée (Stufenklage), laquelle se caractérise par le fait qu'elle cumule une prétention en reddition de comptes et une prétention en paiement (ATF 142 III 102 consid. 5.3.2 ; ATF 140 III 409 consid. 4.3, SJ 2015 I 19). Les informations obtenues (« échelon 1 ») permettent au demandeur de chiffrer sa conclusion en paiement (« échelon 2 » ; Grobéty / Heinzmann, in Chabloz / Dietschy-Martenet / Heinzmann [éd.], Petit commentaire CPC, Bâle 2020, n. 3 ad. art. 85 CPC et les réf. citées). A la question de savoir dans quels cas le demandeur est dans l'impossibilité de chiffrer ses prétentions ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il faut relever que l'art. 85 al. 1 CPC concrétise la jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral qui avait imposé, à certaines conditions, l'admissibilité de conclusions non chiffrées (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 85 CPC et les autres réf. citées ; Message du Conseil fédéral du 28 juin 2006 relatif au Code de procédure civile suisse, FF 2006 6900). La première hypothèse de l’art. 85 al. 1 CPC, à savoir l’impossibilité pour le demandeur d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention, se réfère aux situations dans lesquelles les informations indispensables à la détermination du montant de la prétention déduite en justice ne pourront être obtenues qu’à la suite de l’administration des preuves, à la fourniture d’informations ou à la reddition des comptes (Grobéty / Heinzmann, op. cit., n. 9 ad. art. 85 CPC et les réf. citées, dont notamment ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Il en va ainsi lorsque les informations permettant de chiffrer la prétention se trouvent en possession du défendeur ou d’un tiers, dans tous les cas hors de la sphère d’influence du demandeur (ATF 123 III 140 consid. 2b, JdT 1998 I 22 ; Grobéty / Heinzmann, loc. cit., et les réf. citées). Selon la jurisprudence, l'action en paiement non chiffrée est en particulier admissible lorsque la base de calcul de la prétention pécuniaire ne sera connue que via l'administration des preuves, permettant ainsi au demandeur de chiffrer ses prétentions dès le résultat de celle-ci connu (ATF 140 III 409 consid.”
Fehlt bei einer Geldklage die Bezifferung und sind die Voraussetzungen von Art. 85 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt, ist die Klage in der Regel irrecevable. Die Gerichtsbarkeit hat die Recevabilité von Amts wegen zu prüfen. Das Gericht darf der klagenden Partei nicht anstelle der Partei einen vorläufigen Mindestwert festlegen. Nach der Rechtsprechung ist Art. 132 ZPO grundsätzlich nicht anwendbar, um eine in der Eingabe unvollständig bezifferte Forderung nachträglich zu vervollständigen.
“Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment précises pour qu'elles puissent être reprises dans le jugement si la demande est admise (ATF 148 III 322 consid. 3.2; 137 III 617 consid. 4.3). Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend (arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 5A_618/2012 du 27 mai 2013 consid. 4.3.3; 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.1). Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 149 III 405 consid. 4.1; 148 III 322 consid. 3.2 et 3.3; 142 III 102 consid. 3; arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Le fait de chiffrer les actions tendant au paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC) compte parmi les conditions de recevabilité (art. 59 CPC; ATF 142 III 102 consid. 3), que le tribunal doit examiner d'office (art. 60 CPC; ATF 146 III 290 consid. 4.3.3). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4; 5A_871/2020 précité loc. cit.). Le chiffrage des conclusions doit impérativement être contenu dans l'écriture introductive de la procédure, à savoir le mémoire de demande (art. 221 al. 1 let. b en relation avec l'art. 84 al. 2 CPC; ATF 148 III 322 consid. 3.2). Une partie qui a pris des conclusions insuffisantes en première instance ne peut corriger cette négligence procédurale en appel (arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 5A_793/2014 du 18 mai 2015 consid. 3.2.6, non publié in ATF 141 III 302). En matière de liquidation du régime matrimonial, l'action est qualifiée d'actio duplex ou action réciproque, à savoir une action dans le cadre de laquelle la partie intimée peut déposer ses propres conclusions dans sa réponse sans devoir formellement déposer une demande reconventionnelle (ATF 102 II 151 consid.”
“Aux termes de l'art. 58 al. 1 CPC - applicable aux questions relatives à la liquidation du régime matrimonial (arrêt 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.3.1 et les références) -, le tribunal ne peut accorder à une partie ni plus, ni autre chose que ce qui est demandé, ni moins que ce qui est reconnu par la partie adverse ( ne eat iudex ultra petita partium). Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment déterminées. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend (arrêts 5A_618/2012 du 27 mai 2013 consid. 4.3.3; 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.1). Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3; arrêt 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Le fait de chiffrer des actions en paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC) compte parmi les conditions de recevabilité (art. 59 CPC; ATF 142 III 102 consid. 3), que le tribunal doit examiner d'office (art. 60 CPC; ATF 146 III 290 consid. 4.3.3). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêt 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4; arrêt 5A_871/2020 précité loc. cit.). Une partie qui a pris des conclusions insuffisantes en première instance ne peut corriger cette négligence procédurale en appel (arrêt 5A_793/2014 du 18 mai 2015 consid. 3.2.6, non publié in ATF 141 III 302).”
“Die Vorinstanzen waren auch nicht gehalten, selbst einen Mindestwert festzusetzen. Art. 85 Abs. 1 ZPO verlangt nach seinem Wortlaut die Angabe eines Mindestwerts durch die klagende Partei. Damit umschreibt er eine Voraussetzung für die Zulässigkeit der unbezifferten Forderungsklage. Es geht nicht bloss um die Angabe des Streitwerts, sondern um die korrekte Abfassung des Klagebegehrens. Wenn keine Bezifferung möglich ist, verlangt das Gesetz einen Mindestwert. Sonst ist das Rechtsbegehren ungenügend. Es ist nicht Sache des Gerichts, anstelle der Parteien ein korrektes Rechtsbegehren zu formulieren (Urteil 4A_502/2019 vom 15. Juni 2020 E. 7.2).”
“1 En l’occurrence, la demanderesse a pris les conclusions suivantes dans ses écritures : « je me tourne vers vous afin de recevoir un avis clair et relatif à la loi concernant la décision de la Vaudoise Assurance », « je m’en remets à vous, à la loi et je suivrais vos recommandations » et « je demande que l’indemnisation prévue par mon contrat d’assurance soit rétablie, conformément à mes droits et ceci depuis le 2 mai 2024 ». Au vu de ces conclusions, il appert que la demanderesse réclame à la défenderesse une somme d’argent, de sorte que ses conclusions doivent être chiffrées conformément à l’art. 84 al. 2 CPC, ce que la demanderesse a omis d’effectuer. Elle n’a, en particulier, pas précisé dans sa demande le montant total des indemnités journalières qu’elle sollicitait. Ses conclusions ne sont en conséquence pas recevables. 6.2 La demanderesse n'a pas non plus indiqué, à titre provisoire, une valeur litigieuse minimale, ni même allégué qu'il lui était impossible de chiffrer le montant de sa conclusion condamnatoire d'entrée de cause, de sorte qu’elle ne remplit pas la condition de l’art 85 al. 1 CPC qui lui aurait donné la possibilité d’intenter une action non chiffrée. 6.3 Bien que la demanderesse ne le soulève pas, il est précisé qu'au vu de la jurisprudence du Tribunal fédéral précitée (cf. consid. 7.2 supra), ni le devoir d'interpellation (art. 56 CPC) ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure n'imposent à la chambre de céans d'attirer son attention sur le caractère irrecevable de sa conclusion. Il n'incombe pas non plus à la chambre de céans d'accorder un délai à la demanderesse pour chiffrer sa conclusion, tel que prévu par l'art. 132 CPC, dans la mesure où cette disposition ne s'applique pas aux conclusions incomplètes prises dans une demande. 7. Au vu de ce qui précède, la demande ne peut qu’être déclarée irrecevable. Pour le surplus, la procédure est gratuite (art. 22 al. 3 let. a de la loi d'application du code civil suisse et d’autres lois fédérales en matière civile du 11 octobre 2012 ; LaCC - E 1 05). La chambre de céans attire l'attention de la demanderesse sur le fait qu'elle conserve la possibilité de redéposer une demande en paiement en bonne et due forme, tant que ses prétentions ne sont pas prescrites (art.”
“Ce faisant, son chef de conclusion revient dans les faits à déléguer au juge la tâche de déterminer lui-même les indemnités journalières qui lui seraient potentiellement dues, sans que la somme à allouer ne soit d'emblée reconnaissable, ce qui n'est pas admissible au regard de la jurisprudence du Tribunal fédéral susmentionnée (cf. consid. 6.1 et 6.3 supra). En outre, le fait d'indiquer uniquement le montant de l'indemnité journalière et ce, dans le cadre de la réplique, ne permet pas de souscrire à l'exigence de l'art. 84 al. 2 CPC. La demanderesse n'a pas non plus indiqué, à titre provisoire, une valeur litigieuse minimale, ni même allégué qu'il lui était impossible de chiffrer le montant de sa conclusion condamnatoire d'entrée de cause. Elle a de surcroît indiqué dans sa réplique du 25 juin 2024 que le montant de son indemnité journalière s'élevait à CHF 451.60, de sorte qu'elle disposait des éléments nécessaires pour quantifier sans grande difficulté ses prétentions au moment du dépôt de la demande. Elle ne remplit dès lors pas les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC qui lui aurait donné la possibilité d'intenter une action non chiffrée. Par conséquent, il convient de retenir que la demanderesse n'a pas chiffré ses conclusions conformément à l'art. 84 al. 2 CPC et ne remplit pas les conditions prévues à l'art. 85 al. 1 CPC qui lui auraient permis d'intenter une demande en paiement non chiffrée. 9.3 Bien que la demanderesse ne le soulève pas, il est précisé qu'au vu de la jurisprudence du Tribunal fédéral précitée (cf. consid. 6.2 supra), ni le devoir d'interpellation (art. 56 CPC) ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure n'imposent à la chambre de céans d'attirer son attention sur le caractère irrecevable de sa conclusion. Il n'incombe pas non plus à la chambre de céans d'accorder un délai à la demanderesse pour chiffrer sa conclusion, tel que prévu par l'art. 132 CPC, dans la mesure où cette disposition ne s'applique pas aux conclusions incomplètes prises dans une demande (cf. consid. 8 supra). 10. Au vu de ce qui précède, la demande sera déclarée irrecevable.”
Bei einer unbezifferten Klage, die nach Abschluss des Beweisverfahrens bzw. nach Auskunftserteilung beziffert wird, richten sich die definitiven Kosten‑ und Entschädigungsfolgen nach dem nachträglich festgestellten Streitwert.
“50 ergibt sich aus der Summe der Rechnungen der monatlichen Kindesschutzmassnahmen für den Zeitraum von November 2020 bis März 2022 (pag. 7, S. 5 der Klage). Wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält, handelt es sich bei diesem Betrag nicht um den Mindestwert der Klage, sondern um die aufgelaufenen Massnahmenkosten, welche den Maximalwert der Klage darstellen. Die Beteiligung der Kindseltern an den Massnahmenkosten wird anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet. Weil die Kindseltern zu ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit keine Angaben gemacht haben, war es für den Beschwerdeführer erst nach Abschluss des Beweisverfahrens möglich, die Unterhaltsklage zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – nach diesem nachträglich bezifferten Streitwert (Sophie Dorschner, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2017, N. 15 und N. 18 zu Art. 85 ZPO; Daniel Füllemann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 85 ZPO). Im Entscheid vom 22. November 2022 hat die Vorinstanz den Kindsvater dazu verurteilt, an die aufgelaufenen Massnahmenkosten seiner Tochter CHF 4'388.00 zu bezahlen (vgl. E. 2 oben). Damit ist sie dem nachträglich bezifferten Antrag des Beschwerdeführers vollumfänglich gefolgt, weshalb der Beschwerdeführer als vollständig obsiegend gilt.”
Bei einer Stufenklage kann die klagende Partei zu Prozessbeginn eine unbezifferte Forderung mit einem materiellrechtlichen Auskunfts- oder Rechnungslegungsbegehren verbinden. Gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO ist die Forderung zu beziffern, sobald die Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach erfolgter Auskunftserteilung in der Lage dazu ist.
“Stufenklage Ein Rechtsbegehren muss so bestimmt formuliert sein, dass es bei Gutheissung der Klage zum Urteil erhoben werden kann. Bei Klagen auf Geldzahlung ist es grundsätzlich zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist der klagenden Partei die Bezif- ferung unmöglich oder unzumutbar, kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wobei sie einen Mindeststreitwert anzugeben hat (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt sowohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stufenklage. Letztere ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage ver- bunden wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, welche mit der anbegehrten Aus- - 9 - kunftserteilung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsa- chen beruhen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, N. 438-447). Die eine Stufenklage erhebende Partei hat bereits in der Klageschrift aufzuzeigen, dass und inwiefern eine Bezifferung unmöglich oder un- zumutbar ist (BGE 148 III 322 E. 3.4). Wie erwähnt, kombiniert die Klägerin in Bezug auf die Jahre 2013 und 2014 ihr Herausgabebegehren betreffend Retrozessionen mit einem Begehren um Re- chenschaftsablage und Abrechnung, unter Vorbehalt der abschliessenden Bezif- ferung des Herausgabeanspruchs nach erfolgter Offenlegung und Nennung eines Mindeststreitwerts von CHF 1'000.– (vgl. Rechtsbegehren Ziff.”
“Vorbemerkungen zur Stufenklage Die Klägerin macht mit ihren Rechtsbegehren Ziff. 1 und 2 einen (Hilfs-) Anspruch auf Herausgabe bzw. Information geltend und verbindet diesen mit einer unbezif- ferten Forderungsklage. Sie erhebt damit eine Stufenklage. 3.1.Rechtliche Grundlagen der Stufenklage Wer die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, hat diesen grundsätzlich zu bezif- fern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 ZPO kann indes eine unbezifferte For- - 10 - derungsklage erhoben werden, sofern es der klagenden Partei zu Beginn des Pro- zesses unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- treffen.”
Ausnahmsweise ist nach Art. 85 Abs. 1 ZPO eine unbezifferte Forderungsklage zulässig, wenn die Bezifferung zu Prozessbeginn objektiv unmöglich oder unzumutbar ist, etwa weil erst das Beweisverfahren oder die Herausgabe von Informationen durch die Gegenpartei die Grundlage der Bezifferung liefert. Der Kläger muss bei Klageeinreichung einen Mindestwert als vorläufigen Streitwert angeben und die Forderung sodann «sobald er dazu in der Lage ist» konkret beziffern; die Rechtsprechung sieht hierfür grundsätzlich die erste prozessuale Gelegenheit nach Abschluss der Beweisaufnahme (z.B. die Schlussvorträge) vor.
“Wird die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 ZPO). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die klagende Partei wird damit von der Verpflichtung befreit, ihr Rechtsbegehren zu beziffern. Dies hat insbesondere dort zu gelten, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt; hier ist dem Kläger zu gestatten, die Präzisierung erst nach Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen. Jedoch ist der Anspruch soweit möglich und zumutbar zu substanziieren; namentlich wird verlangt, dass der Geschädigte alle Umstände, die für den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen Abschätzung erlauben oder erleichtern, soweit möglich und zumutbar behauptet und beweist (BGE 140 III 409 E. 4.3; 122 III 219 E. 3a). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt sowohl die unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne als auch die Stufenklage. Letztere ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird (BGE 123 III 140 E. 2b; 116 II 215 E. 4a). Eine Stufenklage liegt somit definitionsgemäss nicht vor, wenn kein selbstständiger Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung besteht, der mit der unbezifferten Forderungsklage verbunden werden kann. Ein Anspruch auf Erhebung einer Stufenklage besteht von Bundesrechts wegen nur dann, wenn dem Kläger die Substanziierung seines Hauptanspruchs ohne Erfüllung des Hilfsanspruchs auf Rechnungslegung nicht möglich oder unzumutbar ist (BGE 140 III 409 E. 4.3; Urteil 4A_463/2012 vom 19. Dezember 2012 E. 6).”
“1 Lorsqu'elle doit examiner les faits d'office, l'instance d'appel admet des faits et moyens de preuve nouveaux jusqu'aux délibérations (art. 317 al. 1bis et 407f CPC en vigueur dès le 1er janvier 2025). 2.1.2 L'art. 317 al. 2 CPC autorise une modification des conclusions en appel à la double condition que les conclusions modifiées soient en lien de connexité avec la prétention initiale ou que la partie adverse ait consenti à la modification, d'une part (art. 317 al. 2 let. a et 227 al. 1 CPC), et qu'elles reposent sur des faits ou moyens de preuve nouveaux, d'autre part (art. 317 al. 2 let. b CPC). Lorsque la cause est soumise à la maxime d'office, le dépôt de conclusions nouvelles en appel est admissible jusqu'aux délibérations. Les restrictions posées par l'art. 317 al. 2 CPC n'entrent en effet pas en considération dans ce cadre (Reetz/Hilber, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2016, n. 26 ad art. 317 CPC). 2.1.3 L'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3; arrêt du Tribunal fédéral 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Selon l'art. 85 al. 1 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 1ère phr. aCPC cum 407f CPC a contrario). Il faut comprendre par "dès qu'il est en état de le faire", la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (ATF 149 III 405 consid.”
“Les délibérations, qui succèdent aux débats principaux, ne sauraient en effet commencer avant, même si formellement le juge a déclaré l'instruction close à l'issue d'une dernière audience après laquelle les parties avaient la possibilité de déposer des observations finales écrites (Tappy, CR CPC, 2019, n. 11 ad art. 229 CPC). 3.1.2 A teneur de l'art. 317 al. 1 CPC, les faits et les moyens de preuve nouveaux ne sont pris en considération en appel que s'ils sont invoqués ou produits sans retard (let. a) et s'ils ne pouvaient pas être invoqués ou produits devant la première instance bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de la diligence requise (let. b). 3.1.3 Selon l'art. 151 CPC, les faits notoires ou notoirement connus du tribunal et les règles d'expérience généralement reconnues ne doivent pas être prouvés. En principe, les informations provenant d'Internet ne sont considérées comme notoires que si elles ont une empreinte officielle du fait qu'elles sont facilement accessibles et proviennent de sources fiables, dont notamment les taux de change (ATF 143 IV 380 consid. 1.2; arrêt du Tribunal fédéral 5A_1048/2019 du 30 juin 2021 consid. 3.6.6). 3.1.4 Selon l'art. 85 al. 1 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder. Cas échéant, le demandeur pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves.”
Bei Erfüllung des Informationsbegehrens ist über dieses ein gutheissender Teilentscheid zu fällen. Wird das Auskunftsbegehren abgewiesen, kann das Gericht — soweit die Ablehnung zugleich zur Unbegründetheit des Hauptanspruchs führt — aus prozessökonomischen Gründen die gesamte Stufenklage mit einem Gesamtentscheid abweisen. Teilentscheide bilden ein anfechtbares Entscheidungsobjekt.
“Für den Fall, dass das Gericht den Informationsanspruch aus einem Grund verneint, der den Hauptanspruch nicht berührt, hat es auf der ersten Stufe einer Stufenklage zweifellos bloss einen Teilentscheid betreffend den Informationsanspruch zu fällen, mit dem es diesen abweist (vgl. Affolter, a.a.O., S. 75; Dorschner, a.a.O., Art. 85 ZPO N 27; Gut, a.a.O., Rz. 272; Leumann Liebster, a.a.O., S. 183; Schröder, a.a.O., S. 222; anderer Meinung wohl Vogel, Die Stufenklage und die dienende Funktion des Zivilprozessrechts, in: recht 1992 S. 58, 63 [stets Endentscheid bei Verneinung des Informationsanspruchs, wobei er damit offenbar einen Vollendentscheid meint]). Wenn der Grund für die Abweisung des Informationsbegehrens gleichzeitig auch zur Folge hat, dass sich die Hauptklage als unbegründet erweist, hat das Gericht hingegen nach überzeugender Ansicht aus prozessökonomischen Gründen und zur Vermeidung widersprüchlicher Entscheide mit einem Gesamtentscheid bzw. Vollendentscheid sowohl das Informationsbegehren als auch das Hauptbegehren und damit die gesamte Stufenklage abzuweisen (vgl. Baumann Wey, a.a.O., Rz. 656; Dorschner, a.a.O., Art. 85 ZPO N 27; Leumann Liebster, a.a.O., S. 178, 180 und 183; Schröder, a.a.O., S. 222). Gemäss einer abweichenden Auffassung ist im Fall der Abweisung des Informationsbegehrens stets ein Teilentscheid zu fällen und dem Kläger die Möglichkeit zu geben, im Rahmen einer (gewöhnlichen) unbezifferten Forderungsklage die Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens nachzuholen (Füllemann, in: Brunner et al.”
“Für den Fall, dass das Gericht den Informationsanspruch aus einem Grund verneint, der den Hauptanspruch nicht berührt, hat es auf der ersten Stufe einer Stufenklage zweifellos bloss einen Teilentscheid betreffend den Informationsanspruch zu fällen, mit dem es diesen abweist (vgl. Affolter, a.a.O., S. 75; Dorschner, a.a.O., Art. 85 ZPO N 27; Gut, a.a.O., Rz. 272; Leumann Liebster, a.a.O., S. 183; Schröder, a.a.O., S. 222; anderer Meinung wohl Vogel, Die Stufenklage und die dienende Funktion des Zivilprozessrechts, in: recht 1992 S. 58, 63 [stets Endentscheid bei Verneinung des Informationsanspruchs, wobei er damit offenbar einen Vollendentscheid meint]). Wenn der Grund für die Abweisung des Informationsbegehrens gleichzeitig auch zur Folge hat, dass sich die Hauptklage als unbegründet erweist, hat das Gericht hingegen nach überzeugender Ansicht aus prozessökonomischen Gründen und zur Vermeidung widersprüchlicher Entscheide mit einem Gesamtentscheid bzw. Vollendentscheid sowohl das Informationsbegehren als auch das Hauptbegehren und damit die gesamte Stufenklage abzuweisen (vgl. Baumann Wey, a.a.O., Rz. 656; Dorschner, a.a.O., Art. 85 ZPO N 27; Leumann Liebster, a.a.O., S. 178, 180 und 183; Schröder, a.a.O., S. 222). Gemäss einer abweichenden Auffassung ist im Fall der Abweisung des Informationsbegehrens stets ein Teilentscheid zu fällen und dem Kläger die Möglichkeit zu geben, im Rahmen einer (gewöhnlichen) unbezifferten Forderungsklage die Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens nachzuholen (Füllemann, in: Brunner et al. [Hrsg.], ZPO Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2016, Art. 85 N 5; Gozzi, a.a.O., Rz. 12.60; vgl. Affolter, a.a.O., S. 75 f.; Gut, a.a.O., Rz. 272; Oberhammer/Weber, a.a.O., Art. 85 N 15). Dies stellt jedoch einen prozessualen Leerlauf dar, wenn bereits feststeht, dass der Hauptanspruch unabhängig von seinem Umfang schon dem Grund nach nicht besteht. Gegen einen abweisenden Gesamtentscheid wird zudem vorgebracht, dass der Hauptanspruch nicht Gegenstand des Verfahrens der ersten Stufe sei und mit einem Entscheid über den Hauptanspruch in diesem Verfahren gegen den Grundsatz des beiderseitigen rechtlichen Gehörs verstossen würde (Gut, a.”
“Unmöglich bzw. unzumutbar i.S.v. Art. 85 ZPO ist eine Beziffe- rung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da diese von Informationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen (Unmöglichkeit), oder von denen sie nur durch die Inanspruchnahme weiterer (vor)prozessualer Möglichkeiten Kenntnis erhalten könnte (F ÜLLEMANN, in: DIKE-Kommentar zur ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 85 ZPO N. 2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung sowie darauf basieren- der Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der In- formationsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (OBERHAMMER/WEBER, in: Kurzkommentar zur ZPO, Oberham- - 33 - mer/Domej/Haas [Hrsg.], 3. Aufl. 2021, Art. 85 ZPO N. 13 f.; B AUMANN WEY, a.a.O., N. 652).”
“1 ZPO regelt so- wohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stufenklage. Die Stu- fenklage charakterisiert sich dadurch, dass ein selbständiger materiell-rechtlicher Hilfsanspruch auf Auskunft und Rechnungslegung im Sinne einer objektiven Kla- gehäufung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird. Die Stufen- klage ist bloss ein prozessualer Modus (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.3 S. 325 f.). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, die mit der anbegehrten Auskunftsertei- lung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsachen beru- hen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Zürich 2013, N. 438 ff.). Unmöglich bzw. unzumutbar i.S.v. Art. 85 ZPO ist eine Beziffe- rung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da diese von Informationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen (Unmöglichkeit), oder von denen sie nur durch die Inanspruchnahme weiterer (vor)prozessualer Möglichkeiten Kenntnis erhalten könnte (F ÜLLEMANN, in: DIKE-Kommentar zur ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 85 ZPO N. 2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung sowie darauf basieren- der Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der In- formationsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (OBERHAMMER/WEBER, in: Kurzkommentar zur ZPO, Oberham- - 33 - mer/Domej/Haas [Hrsg.”
“Der vorliegende Entscheid ist unter Beizug der Zivilgerichtsakten auf dem Zirkulationsweg ergangen. Erwägungen 1. Eintreten Erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide in vermögensrechtlichen Angelegenheiten sind gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000. beträgt. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen Teilentscheid (vgl. dazu Oberhammer/Weber, in: Oberhammer et al. [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 85 N 14; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2021, Art. 85 N 8). Ein solcher stellt entgegen der Ansicht der Arbeitgeberin (Berufung Rz. 2) keinen Zwischenentscheid, sondern einen Unterfall eines Endentscheids dar (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 319 N 3). Jedenfalls handelt es sich um ein zulässiges Anfechtungsobjekt einer Berufung (vgl. Dorschner, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 85 ZPO N 26). Die Streitwertgrenze von CHF 10'000. ist im vorliegenden Fall weit überschritten. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist einzutreten. Zum Entscheid über die vorliegende Berufung ist die Kammer des Appellationsgerichts zuständig (§ 91 Abs. 1 Ziff. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]). Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 310 ZPO). 2. Rechtliche Grundlagen 2.1 Gegenstand der Klage Mit der vorliegenden Berufung wird ein Teilentscheid betreffend die erste Stufe einer Stufenklage angefochten. Bei der Stufenklage verbindet der Kläger eine Leistungsklage betreffend einen materiellrechtlichen, selbständig klagbaren präparatorischen Hilfsanspruch auf Information (Auskunftserteilung, Rechnungslegung, Rechenschaftsablegung) mit einer zunächst unbezifferten Forderungsklage betreffend einen Hauptanspruch (vgl. BGE 140 III 409 E. 4.3; Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art.”
Fehlt die Bezifferung, obwohl die Klägerin oder der Kläger nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach erfolgter Auskunft dazu in der Lage wäre, setzt das Gericht nach Art. 85 Abs. 2 ZPO in der Regel eine Frist bzw. gewährt Gelegenheit zur Ergänzung/Bezifferung. Unterbleibt die Bezifferung trotz Möglichkeit, kann das Gericht auf die Klage nicht eintreten oder die Klage abweisen. Das Gericht kann ergänzende Auflagen und Fristen anordnen, um die Bezifferung zu ermöglichen.
“Für Leistungsklagen bedeutet das Bestimmtheitsgebot, dass das Rechtsbegehren die begehrte Leistung nach Art und Umfang so genau bezeichnen muss, dass keine Ungewissheit über das Geforderte besteht; erforderlich ist eine genaue Be- - 15 - zifferung der eingeklagten Forderung (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Für den Fall, dass es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar sein sollte, ihre Forderung be- reits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, sieht Art. 85 ZPO die Möglichkeit vor, eine unbezifferte Forderungsklage zu erheben. Die Bezifferung des Rechtsbegeh- rens ist insbesondere dann als unmöglich anzusehen, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, weil diese von Informationen ab- hängig ist, über die sie nicht verfügt. Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftsertei- lung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist, obliegt den Klägern (BGE 140 III 409 E. 4.3.2; ZR 115 [2016] S. 197 E. 3.4.1). Wird ein Rechtsbegehren nicht beziffert, ohne dass darauf wegen Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit ausnahmsweise verzichtet werden könnte, ist auf die Klage nicht einzutreten (BGE 140 III 409 E. 4.4; ZR 115 [2016] S. 197 E. 3.7.1). 1.5.3. Würdigung Die Parteien stimmen darin überein, dass die Beklagte ihrer Auskunftspflichten bezüglich des Zeitraums von November 2008 bis Oktober 2018 vollumfänglich nachgekommen ist, weshalb dieses klägerische Begehren auch als gegenstands- los geworden abzuschreiben ist (vgl. dazu hiervor Ziff. 1.2). Mithin wäre es der Klägerin ab der Auskunftserteilung der Beklagten – jedenfalls mit der Replik – oh- ne Weiteres möglich und zumutbar gewesen, die Zinsforderung genauer zu bezif- fern und insbesondere zu erklären, auf welche Beträge ab welchem Datum Zins geschuldet sei.”
“Die abschliessende Bezifferung nach Vorliegen des rechtskräftigen Eheschutzent- scheids betreffend Unterhaltsbeiträge und Vorliegen des rechts- kräftigen Massnahmenentscheids betreffend Unterhaltsbeiträge wird vorbehalten. 13. Auf Antrag Ziffer 8 (bzw. 9 der Replik) des Klägers sei nicht einzu- treten. Eventualiter sei er abzuweisen. 14. Auf Antrag Ziffer 9 (bzw. 10 der Replik) des Klägers sei nicht ein- zutreten. Eventualiter sei er abzuweisen. 15. Auf Antrag Ziffer 11 der Replik des Klägers sei nicht einzutreten, eventualiter sei er abzuweisen. 16. Es sei der Vorsorgeausgleich nach Gesetz durchzuführen und fest- zuhalten, dass die Vorsorgeeinrichtung des Klägers mindestens CHF 992'917.60 zzgl. Zins seit 22. November 2018 zu Gunsten der Beklagten an die Vorsorgeeinrichtung der Beklagten zu bezahlen hat. 17. Der Beklagten sei Gelegenheit zur Ergänzung und Vervollständi- gung der Duplik nach Edition der Unterlagen durch den Kläger ge- mäss Verfügung vom 4. Februar 2021 zugeben. - 11 - 18. Die Anträge Ziffer 5, 9, 11 und 12 stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der abschliessenden Bezifferung gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO sowie nach Edition der Unterlagen gemäss Verfügung des Gerichts vom 4. Februar 2021 durch den Kläger. 19. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zulas- ten des Klägers." Gemäss Verhandlung vom 14. März 2023 (act. 243 S. 1): "1.Es sei die Teilkonvention betreffend Güterrecht und Vorsorgeaus- gleich betreffend des Punkts 1.1. vom 07.04.22 aufzuheben bzw. nicht zu genehmigen und festzustellen, dass ihr keine Entscheid- wirkung zukomme. 2.Es sei der Kläger zu verpflichten, den Verkaufserlös bzw. den Wert der F._____ AG der Beklagten bekanntzugeben bzw. nachzuwei- sen. 3.Es sei ersatzweise (zur Teilkonvention betreffend Güterrecht und Vorsorgeausgleich betreffend des Punkts 1.1. vom 07.04.22) der Verkaufserlös in die güterrechtliche Auseinandersetzung miteinzu- beziehen und die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzuneh- men. Eine Bezifferung dieses Antrags bzw. der güterrechtlichen Ausgleichszahlung an die Beklagte erfolgt, sobald der erzielte Ver- kaufserlös der F.”
“2, Grundbuchblatt 1, sei zu verkaufen. Der Verkauf dieses Grundstücks hat durch eine(n) unabhängi- ge(n) Makler(in) zu marktüblichen Maklerbedingungen zu erfolgen. 5.5.2 Das Bankkonto bei der Zürcher Kantonalbank mit der Kon- to-Nr. 3 sei je zur Hälfte den Beklagten und den Klägerin- nen zuzuweisen. 5.5.3 Die Nachlasspassiven gemäss Ziff. 5.1.4, Ziff. 5.1.5 und Ziff. 5.1.6 seien den Beklagten zuzuteilen. 5.5.4 Die Nachlassaktiven gemäss Ziff. 5.1.2 und Ziff. 5.1.3 sei- en den Klägerinnen zuzuteilen. 5.5.5 Der Erlös aus dem Verkauf des Grundstücks gemäss Zif f. 5.5.1 sei unter den Klägerinnen und den Beklagten zu verteilen, wobei der Differenzbetrag zwischen dem Wert der den Beklagten bzw. den Klägerinnen gemäss Rechts- begehren Ziff. 5.5.2 bis Ziff. 5.5.4 zugewiesenen Nachlass- aktiven und Nachlasspassiven zum Anteil der Beklagten bzw. der Klägerinnen am Nettonachlass sowie sämtliche - 6 - ausgleichungspflichtige Vorempfänge (Ziff. 3) zu berück- sichtigen sind. 5.6 Es sei den Beklagten im Sinne von Art. 85 Abs. 2 ZPO (Stufen- klage) die Gelegenheit zu geben, die Erbteilungsbegehren nach Ziff. 5 und die Begründung nach Vorliegen sämtlicher Auskünfte und Tatsachen (gemäss Ziff. 2) zu spezifizieren und zu ergänzen. 6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu- lasten der Klägerinnen unter solidarischer Haftung." Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Abteilung, vom 26. Februar 2020: (Urk. 92 S. 43 ff.) 1. Es wird festgestellt, dass sich der noch zu teilende Nachlass von F._____ (sen.), geboren am tt. September 1891, gestorben am tt.mm.1980, wie folgt zusammensetzt: Aktiven a) Liegenschaft, Grundbuch Blatt 1, Kat. Nr. 2, G._____-strasse ..., ... C._____; b) ZKB Sparkonto Nr. 3 bei der Zürcher Kantonalbank, Filiale C._____, J._____-gasse ..., ... C._____ (ehemaliges Depositenheft Nr. 4) lau- tend auf "F._____ -... Erben"; Passiven c) ZKB Hypothekardarlehen Nr. 5 gegenüber der Zürcher Kantonalbank, Filiale C._____, J._____-gasse ..., ... C._____, von CHF 28'000.”
“Dans les procès soumis à la maxime de disposition, le juge ne peut pas accorder plus ou autre chose que ce qui est demandé (art. 58 al. 1 CPC), de sorte que les parties sont tenues de prendre des conclusions claires, nettes et suffisamment déterminées (ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision. Dans une demande en paiement, elles doivent dès lors être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC; ATF 142 III 102 consid. 5.3.1; 134 III 235; Bohnet, in CPC, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 2 ad art. 85 CPC). Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC).”
“1 Les conclusions doivent être suffisamment précises pour qu'en cas d'admission, elles puissent être reprises sans modification dans le dispositif de la décision (cf. ATF 137 III 617 c. 4.2 i.f., JdT 2014 II 187; arrêt du Tribunal fédéral 5A_775/2018 du 15 avril 2019 consid. 3.4). Il découle de la maxime de disposition (art. 58 al. 1 CPC) que les conclusions tendant au paiement d'une somme d'argent doivent être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC; ATF 142 III 102 consid. 5.3.1; 134 III 235; Bohnet, in Code de procédure civile, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 2 ad art. 85 CPC). Toutefois, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder. L'absence de conclusion chiffrée n'est pas assimilable à un vice de forme susceptible d'être rectifié conformément à l'art. 132 CPC (ATF 137 III 617 consid. 6.4; arrêts du Tribunal fédéral 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.4; 4A_375/2015 du 26 janvier 2016 consid. 7.2, non publié in ATF 142 III 102). Une partie qui a pris des conclusions insuffisantes en première instance ne peut corriger cette négligence procédurale en appel (arrêt du Tribunal fédéral 5A_793/2014 du 18 mai 2015 consid. 3.2.6, non publié in ATF 141 III 302). Lorsque le tribunal n'alloue pas strictement les conclusions du demandeur, il convient de déterminer s'il reste néanmoins dans le cadre des conclusions prises, sans allouer plus que ce qui est demandé ni étendre l'objet de la contestation à des points qui ne lui ont pas été soumis (arrêts du Tribunal fédéral 5A_527/2016 du 16 novembre 2016 consid.”
Das Gericht kann mittels Präsidialverfügung den Schriftenwechsel beschränken oder aufheben und dabei Fristen, namentlich auch Fristen zur Bezifferung der Klage, festlegen.
“Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe Art. 85 ZPO verletzt, indem sie mit der Präsidialverfügung vom 27. März 2023 die Beschränkung des Verfahrens auf das neu gestellte Rechtsbegehren Ziffer 1 (Auskunftserteilung und Rechnungslegung) aufhob und ihr eine Frist bis zum 10. Mai 2023 zur Einreichung einer unbeschränkten Replik ansetzte und in der Folge mit Verfügung vom 23. Mai 2023 den Abschluss des Schriftenwechsels sowie die Feststellung des Eintritts des Aktenschlusses verfügte.”
Fehlt in der ersten Eingabe eine hinreichende Darlegung, dass die Voraussetzungen von Art. 85 Abs. 1 ZPO vorliegen, ist in die Klage nicht einzutreten (ohne vorgängige Interpellation bzw. Frist nach Art. 132 ZPO). Dies gilt nach der Rechtsprechung zumindest für nicht vertretene Parteien; die Gerichte haben jedoch auch Fälle bejaht, in denen eine unbezifferte Klage bei Vertretung als irrecevable gewürdigt wurde. Die Vorinstanz kann die Voraussetzungen als erfüllt erachten, wenn sie dies begründet.
“Le chiffrement après coup de conclusions ne constitue pas une modification des conclusions, lesquelles ne sont ni augmentées ni réduites (TF 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.4 ; question laissée ouverte par TF 5A_847/2021 précité consid. 5.3, qui relève cependant que la doctrine semble plutôt considérer que l’art. 85 al. 2 CPC constitue une exception par rapport à l’art. 227 al. 2 CPC), mais une simple précision de celles-ci (JdT 2021 III 161). Il incombe au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n’est pas possible, ou du moins pas exigible, d’indiquer d’entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 précité consid. 4.3.2 ; TF 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2, RSPC 2018 p. 179). Vu l’importance fondamentale de chiffrer les conclusions dès le début de la procédure, il doit faire cette démonstration dans sa demande déjà – et non pas seulement plus tard dans une écriture ultérieure, p.ex. en réplique. A cet égard une simple indication du manque d’informations ne suffit pas (ATF 148 III 322 précité consid. 3.4). La demande non chiffrée, alors que les conditions de l’art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu’il y ait lieu à fixation d’un délai selon l’art. 132 CPC (ATF 140 III 409 précité consid. 4, alors que la jurisprudence vaudoise admettait qu’un tel délai soit fixé, JdT 2012 III 230 ; TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.1 ; TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 4A_618/2017 précité consid. 4.4, RSPC 2018 p. 179 ; cf. cependant n.”
“1 Aux termes de l'art. 317 al. 2 CPC, la demande ne peut être modifiée que si les conditions fixées à l'art. 227 al. 1 CPC sont remplies (let. a) et si la modification repose sur des faits ou des moyens de preuve nouveaux (let. b). L'art. 227 al. 1 CPC autorise la modification de la demande si la prétention nouvelle ou modifiée relève de la même procédure et présente un lien de connexité avec la dernière prétention (let. a) ou, à défaut d'un tel lien, si la partie adverse consent à la modification de la demande (let. b). Une réduction des conclusions ne constitue en revanche pas une conclusion nouvelle au sens de l'art. 317 al. 2 CPC et est admissible jusqu'aux délibérations (arrêts du Tribunal fédéral 5A_204/2018 du 15 juin 2018 consid. 3.2; 5A_456/2016 du 28 octobre 2016 consid. 4.2.1). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, ni n'expose, dans ce même acte et de manière suffisamment précise, que les conditions d'une demande non chiffrée posées par l’art. 85 al. 1 CPC sont remplies, il n’y a pas lieu d’entrer en matière sur la demande, ce sans interpellation préalable du tribunal (art. 56 CPC) et sans fixation d’un délai au sens de l’art. 132 CPC. Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie non représentée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid. 4 et les références citées). 3.2 En l'espèce, l'appelant conclut subsidiairement à ce que la contribution à l'entretien de l'intimée soit réduite du montant d'une éventuelle rente de l'assurance-invalidité, après que l'intimée ait été contrainte de l'informer de la décision à intervenir de l'assurance-invalidité à cet égard, et à ce que son octroi soit limité dans le temps, soit jusqu'au mois de juillet 2030. En tant que la première de ces conclusions n'est pas chiffrée, elle est irrecevable, l'appelant – représenté par un avocat – n'ayant pas exposé que les conditions d'une demande non chiffrée posées par l'art. 85 al. 1 CPC étaient remplies. En tout état, il aura la faculté de demander une modification de la contribution d'entretien en cas de changement notable et durable de sa situation ou de celle de l'intimée, soit notamment en cas d'un éventuel versement d'une rente d'invalidité à l'avenir (art.”
“Die Folgerung der Vorinstanz, der Beschwerdegegner habe zureichend aufgezeigt, dass die Bedingungen nach Art. 85 Abs. 1 ZPO für eine unbezifferte Forderungsklage erfüllt sind, ist nicht zu beanstanden. Das Zivilgericht ist zu Recht auf die Klage eingetreten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.”
Nach Art. 85 Abs. 1 ZPO hat die klagende Partei, die anfänglich eine unbezifferte Forderung erhebt, die Pflicht, ihre Forderung «dès qu’il est en état de le faire» zu beziffern. Die Entscheidungspraxis versteht darunter die erste prozessuale Gelegenheit unmittelbar nach der Beweisaufnahme; dies können die Schlussplädoyers sein. Der als Mindestwert angegebene vorläufige Streitwert bleibt massgeblich, bis die Partei die Forderung nachträglich endgültig beziffert; endet der Prozess ohne nachträgliche Bezifferung, wird der Mindestwert definitiv. In konkreten Fällen kann das Gericht den Streitwert aufgrund prozessualer Entwicklungen (z. B. Vergleichssumme) berücksichtigen; die möglichen Anpassungen müssen sich jedoch aus dem Verfahrensverlauf und den einschlägigen Entscheiden ergeben.
“Dans l'hypothèse où le lésé doit interrompre la prescription à un moment où l'ampleur de son préjudice ne peut pas encore être établie, il doit soit interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte, soit accomplir un acte interruptif ne nécessitant pas l'indication d'un montant déterminé, tel que l'action en paiement non chiffrée (art. 42 al. 2 CO et 85 CPC) ou l'action en constatation du fondement juridique de la prétention litigieuse, qui interrompent la prescription pour la totalité de la créance (ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; 119 II 468 consid. 2c; 119 II 339 consid. 1c/aa; Pichonnaz, op. cit., n. 27 ad art. 135 CO). 4.1.4 L'art. 85 CPC prévoit que si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (al. 1). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, il doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire. La compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence (al. 2). Dans deux arrêts récents, le Tribunal fédéral a jugé que, lorsque la partie demanderesse a bénéficié de l'exception de l'art. 85 al. 1 CPC parce qu'elle nécessitait que des preuves soient administrées pour pouvoir chiffrer sa demande, il faut comprendre par "dès qu'il est en état de le faire" la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (ATF 149 III 405 consid. 4; arrêt du Tribunal fédéral 5A_108/2023 du 20 septembre 2023 consid. 5.2.1). 4.2 En l'espèce, par acte d'ouverture d'action du 16 novembre 2015, l'appelante a fait valoir ses prétentions chiffrées relatives à son dommage passé, qui était intervenu jusque-là, à savoir jusqu'au 1er novembre 2015. Elle a également fait valoir des prétentions chiffrées en lien avec son dommage futur à compter de cette date, en se basant sur les éléments connus à ce stade. Par ailleurs, en sollicitant, dans sa demande du 16 novembre 2015, que ces sommes soient "réévalu[ées] au jour du jugement en suivant les bases de calcul développées dans la demande et ses annexes", elle a fait valoir des prétentions complémentaires, non encore chiffrées, faute de connaître les éléments nécessaires à avancer des montants déterminés.”
“1 CPC - applicable aux questions relatives à la liquidation du régime matrimonial -, le tribunal ne peut accorder à une partie ni plus, ni autre chose que ce qui est demandé, ni moins que ce qui est reconnu par la partie adverse (ne eat iudex ultra petita partium). Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment déterminées. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend. Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC. Le fait de chiffrer des actions en paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC) compte parmi les conditions de recevabilité (art. 59 CPC), que le tribunal doit examiner d'office (art. 60 CPC). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (arrêt du Tribunal fédéral 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid. 4.2.1 et les références citées). Selon l'art. 85 al. 1 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder. Cas échéant, le demandeur pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves.”
“de l'arrêt querellé, la Cour de justice a retenu que l'intimée avait chiffré provisoirement la valeur minimale de ses conclusions en paiement, satisfaisant ainsi à l'exigence de l'art. 85 al. 1 CPC, puis avait chiffré sa demande dès qu'elle était en état de le faire conformément à l'art. 85 al. 2 CPC. Il avait en effet été nécessaire de recourir à des ordonnances de preuve et à des expertises pour évaluer plus précisément la valeur des biens concernés, ce qui démontrait que l'intimée n'était pas en mesure d'articuler d'emblée les montants correspondants. Il suit de ce qui précède que la Cour de justice s'est bien prononcée sur le grief du recourant. En effet, en admettant que l'exception de l'art. 85 CPC était donnée, elle n'avait pas à vérifier encore en sus que les conditions de l'art. 84 al. 2 CPC soient remplies ni à se prononcer expressément à ce sujet.”
“Vorliegend handelt es sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit, wonach die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters gestützt auf § 4 AnwGebV grundsätzlich in erster Linie anhand des Streitwerts festzusetzen ist. Die Vorinstanz ging für die Festsetzung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters vom geltend gemachten Mindeststreitwert im vorinstanzlichen Verfahren von Fr. 13'830.– aus (act. 1; act. 4 S. 2), worin der Beschwerdeführer eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts sieht. Die Klägerin er- hob im vorinstanzlichen Verfahren eine noch nicht endgültig bezifferte Klage in Verbindung mit einem Auskunftsbegehren und unter Angabe des genannten Min- deststreitwerts, der als vorläufiger Streitwert gilt (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO). Nach Art. 85 Abs. 2 ZPO ist es – wie der Beschwerdeführer richtigerweise festhält – so, dass die Forderung nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunfts- erteilung durch die beklagte Partei durch die klagende Partei noch definitiv zu be- ziffern wäre. Jedoch einigten sich die Parteien im vorinstanzlichen Verfahren zu einem früheren Zeitpunkt, weshalb es nicht mehr zu dieser Bezifferung kam. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass es unzulässig gewesen sei, auf die streitwertbasierte Pauschalisierung abzustellen, weil bis zum Ende des Prozesses der Streitwert nicht festgestanden habe, weshalb auf den Zeitaufwand abzustellen gewesen wäre, entzieht sich jeglicher Grundlage. Die definitiven Gerichts- und Parteikosten bemessen sich zwar grundsätzlich nach dem tatsächlichen, d.h. nach dem nachträglich noch genau bezifferten, Streitwert (vgl. ZK Bopp/Bessenich; 3. Aufl. 2016, Art. 85 N 18 m.w.H.). Jedoch wird der Mindest- streitwert definitiv, wenn der Prozess vor einer nachträglichen Bezifferung endet (vgl.”
“Weiter sei die Vorinstanz für die Berechnung der Gebühr vom vorläufigen Streitwert der Mindestklage in der Höhe von Fr. 13'830.– ausgegangen. Die Klä- gerin hätte den Streitwert gestützt auf Art. 85 Abs. 2 ZPO noch genauer beziffern wollen, sobald ihr die nötige Auskunft erteilt worden wäre. Für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. März 2021 (50 Monate) hätte sie monatlich Fr. 1'780.– gel- tend machen wollen, sofern der Lohn der Gegenpartei derart gestiegen wäre. Damit hätte ein nicht unrealistischer Streitwert von Fr. 99'680.– resultieren kön- nen. Die Vorinstanz hätte den Streitwert aufgrund des Vergleichs zwischen den Parteien zumindest auf die Höhe der Vergleichssumme und somit auf Fr. 20'000.– festsetzen müssen. Mit dem Streitwert von Fr. 13'830.– habe die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt und das Recht falsch angewandt, in- dem Sie den Streitwert anhand von Art. 85 Abs. 1 ZPO anstatt Abs. 2 berechnet habe. Da der Streitwert bis zum Ende des Prozesses nicht festgestanden habe, hätte die Vorinstanz das Honorar ohnehin gestützt auf den Zeitaufwand und nicht aufgrund der streitwertbasierten Pauschalisierung festsetzen müssen (act. 2 S. 3 ff. Rz. 5). - 7 -”
Folgen der Aufforderung: Das Gericht setzt nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung eine Frist zur Bezifferung. Beziffert die klagende Partei die Forderung trotz richterlicher Aufforderung nicht, wird der bisher angegebene Mindeststreitwert als definitiver Streitwert behandelt; in der Praxis kann bei fortbestehender Unbezifferheit auch ein Nichteintreten erfolgen.
“nach einem allfälligen Be- weisverfahren (vgl. dazu act. 32 S. 3) – im Einzelnen zu beziffern habe. Entspre- chend wurde der Nichteintretensantrag der Beklagten abgewiesen (act. 24 S. 13 ff.). Der Beschluss ist rechtskräftig. Dessen ungeachtet stellen die Beklagten in der Duplik erneut verschiedene An- träge auf Nichteintreten (act. 50 S. 2). So machen sie geltend, nachdem der de- taillierte Bericht zur Sonderprüfung sowie ein detailliertes Parteigutachten zur Be- wertung vorliegen würden, fehle es der Klägerin an einem genügenden Recht- schutzinteresse zur Aufrechterhaltung der unbezifferten Forderungsklage. Nach dem Dahinfallen dieser Prozessvoraussetzung könne auf das unbezifferte Begeh- ren nicht mehr eingetreten werden (act. 50 Rz. 17). - 15 - Ist eine unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne als zulässig erachtet worden, hat die klagende Partei die Forderung grundsätzlich nach Abschluss des Beweisverfahrens zu beziffern (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Erhält hingegen der Kläger die zur Bezifferung der Forderung benötigten Informationen bevor eine formelle Beweiserhebung durch das Gericht erfolgt ist, hat das Gericht, da der Kläger die Forderung so früh wie möglich zu beziffern hat, diesen aufzufordern, den definiti- ven Klagebetrag zu nennen. Beziffert der Kläger die Forderung trotz richterlicher Aufforderung nicht, wird der genannte Mindestwert zum definitiven Klagebetrag (vgl. BAUMANN WEY, a.a.O., N. 519 und N. 667 ff.). Das Gericht hat die Klägerin bis anhin nicht zur Bezifferung ihres Schadens aufgefordert. Da – wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt (vgl. Ziff. 2.7.) – die Klägerin ihren Scha- den nicht rechtsgenügend darlegt, erübrigt sich eine entsprechende Aufforderung. Bei einer fehlenden nachträglichen Bezifferung trotz Aufforderung müsste sodann vom angegebenen Mindestbetrag (damit CHF 2'310'000.–) ausgegangen werden. Entsprechend besteht kein Raum für das von den Beklagten beantragte Nichtein- treten.”
“Il ne fait qu'alléguer, de manière toute générale, un manque d'information, sans toutefois exposer quelles informations seraient encore nécessaires pour établir la valeur des actions litigieuses. Au vu des pièces versées au dossier, en particulier les bordereaux de taxation, l'estimation des titres établie par l'administration fiscale cantonale et la comptabilité détaillée de la société, l'appelant ne peut être suivi lorsqu'il prétend qu'il n'était pas en mesure de chiffrer ses conclusions. Or, bien qu'il ait disposé des éléments pertinents, l'appelant n'a pas chiffré ses prétentions une fois les preuves pertinentes administrées, alors même qu'il en avait l'opportunité notamment lors des audiences des 21 juin et 4 octobre 2021 au cours desquelles les éléments relatifs à la liquidation du régime matrimonial ont été discutés. Il s’est contenté, lors de la dernière audience tenue devant le premier juge, de persister dans ses conclusions lesquelles tendaient à "ordonner la liquidation du régime matrimonial", ce qui n’apparaît pas suffisant au regard des exigences susmentionnées. C'est donc à bon droit que le Tribunal n'est pas entré en matière sur cette prétention, l'art. 85 al. 2 CPC n’ayant pas été respecté. Quoi qu'il en soit, la conclusion de l'appelant tendant à la restitution de la moitié des actions de E______ SA s'avère infondée et devrait, par conséquent, être rejetée. En effet, il est démontré par pièces que l'intimée est seule et unique propriétaire des actions de la société. Les allégations de l'appelant selon lesquelles l'intimée ne serait devenue administratrice et actionnaire que pour des raisons fiscales en 2011 et qu'il serait lui-même, de même que sa propre mère, le "vrai et l'ultime" propriétaire ne reposent que sur ses propres explications, sans être étayées par des éléments probants. Au contraire, il ressort du registre du commerce de la société que l'intimée occupe la qualité d'administratrice avec signature individuelle depuis la création de la société en 1998, contrairement à ce que soutient l'appelant. Bien qu'elle ait racheté un fonds de commerce à la mère de l'appelant fin 2010, rien ne permet de retenir que cette vente ne reflétait pas la réalité des faits, ni qu'il y aurait eu un changement dans l'actionnariat de la société.”
“1 CPC), de sorte que les parties sont tenues de prendre des conclusions claires, nettes et suffisamment déterminées (ATF 116 II 215 consid. 4a, in JT 1991 I 34). Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision. Dans une demande en paiement, elles doivent dès lors être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC; ATF 142 III 102 consid. 5.3.1; 134 III 235; arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3; Bohnet, Commentaire romand - CPC, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 2 ad art. 85 CPC). Toutefois, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Le demandeur doit préciser ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Cas échéant, il pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves (art. 229 CPC ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). 3.1.4 Selon un principe général de procédure, les conclusions en constatation de droit ne sont recevables que lorsque des conclusions condamnatoires ou formatrices sont exclues; sauf situations particulières, les conclusions constatatoires ont donc un caractère subsidiaire (ATF 141 II 113 consid. 1.7; arrêt du Tribunal fédéral 2C_1060/2016 du 13 juin 2017 consid. 1.2). 3.2 En l'espèce, dans le jugement entrepris, le Tribunal a considéré que l'appelante avait formulé des conclusions tendant au versement de 3'500 fr. par mois à titre d'entretien. Selon l'intimé, l'appelante n'avait pas valablement pris de conclusions en entretien avant l'ouverture des débats principaux de première instance, de sorte qu'elle était forclose à requérir un quelconque montant à ce titre en première instance et en appel.”
“Vorliegend handelt es sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit, wonach die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters gestützt auf § 4 AnwGebV grundsätzlich in erster Linie anhand des Streitwerts festzusetzen ist. Die Vorinstanz ging für die Festsetzung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters vom geltend gemachten Mindeststreitwert im vorinstanzlichen Verfahren von Fr. 13'830.– aus (act. 1; act. 4 S. 2), worin der Beschwerdeführer eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts sieht. Die Klägerin er- hob im vorinstanzlichen Verfahren eine noch nicht endgültig bezifferte Klage in Verbindung mit einem Auskunftsbegehren und unter Angabe des genannten Min- deststreitwerts, der als vorläufiger Streitwert gilt (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO). Nach Art. 85 Abs. 2 ZPO ist es – wie der Beschwerdeführer richtigerweise festhält – so, dass die Forderung nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunfts- erteilung durch die beklagte Partei durch die klagende Partei noch definitiv zu be- ziffern wäre. Jedoch einigten sich die Parteien im vorinstanzlichen Verfahren zu einem früheren Zeitpunkt, weshalb es nicht mehr zu dieser Bezifferung kam. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass es unzulässig gewesen sei, auf die streitwertbasierte Pauschalisierung abzustellen, weil bis zum Ende des Prozesses der Streitwert nicht festgestanden habe, weshalb auf den Zeitaufwand abzustellen gewesen wäre, entzieht sich jeglicher Grundlage. Die definitiven Gerichts- und Parteikosten bemessen sich zwar grundsätzlich nach dem tatsächlichen, d.h. nach dem nachträglich noch genau bezifferten, Streitwert (vgl. ZK Bopp/Bessenich; 3. Aufl. 2016, Art. 85 N 18 m.w.H.). Jedoch wird der Mindest- streitwert definitiv, wenn der Prozess vor einer nachträglichen Bezifferung endet (vgl.”
Darlegungs- und Zeitmoment: Die klagende Partei muss bereits in der Klageschrift bzw. im Erstbegehren konkret und objektiv darlegen, weshalb es ihr zum Zeitpunkt der Einreichung unmöglich oder unzumutbar ist, die Forderung zu beziffern; ein blosser Hinweis auf fehlende Informationen genügt nicht. Die Prüfung erfolgt nach der Lage bei Einreichung und summarisch.
“Beruft sich die klagende Partei auf eine Ausnahme von der Bezifferungspflicht, hat sie bereits in der Klageschrift aufzuzeigen, dass die Bedingungen nach Art. 85 Abs. 1 ZPO erfüllt sind (BGE 148 III 322 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts 4A_24/2024 vom 23. Mai 2024 E. 3.5 mit Hinweisen). Dabei genügt ein blosser Hinweis auf fehlende Informationen nicht. Vielmehr muss die klagende Partei bereits in der Klageschrift konkret darlegen, weshalb es ihr aus objektiven Gründen unmöglich oder wenigstens unzumutbar ist, die Klageforderung zu beziffern (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Ansonsten ist der diesbezüglichen Darlegungsobliegenheit nicht Genüge getan (vgl. BGE 148 III 322 E. 3.8; zit. Urteil 4A_24/2024 E. 3.5).”
“2 Compte tenu de l'importance fondamentale – à divers égards – de chiffrer les conclusions dès le début de la procédure, il y a lieu d’exiger de la partie demanderesse qu'elle justifie dans l’acte introductif d’instance – et non pas dans un acte ultérieur – de l’impossibilité dans laquelle elle se trouve de chiffrer ses conclusions, du moins sans démarches qui ne sont pas raisonnablement exigibles d’elle (ATF 148 III 322 consid. 3.4 ; CACI 13 février 2024/65 consid. 4.2.2 ; CACI 26 septembre 2023/390 consid. 4.2 ; CACI 10 juillet 2023/285 consid. 7.2.3 ; voir ég. note Laurent Grobéty, Motivation insuffisante des conditions de recevabilité d’une action en paiement non chiffrée, in Newsletter CPC Online 2022-N13). La simple indication d’un manque d’informations ne suffit pas. La partie demanderesse doit au contraire exposer les raisons concrètes et objectives pour lesquelles il est impossible ou, à tout le moins, déraisonnable de chiffrer d’emblée de cause ses conclusions en paiement d’une somme d’argent (ATF 148 III 322 consid. 3.8 ; CACI 13 février 2024/65 consid. 4.2.2 ; CACI 10 juillet 2023/285 précité ; voir ég. note Laurent Grobéty, précité, in Newsletter CPC Online 2022-N13). 5.2.3 La demande non chiffrée, alors que les conditions de l’art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu’il y ait lieu à fixation d’un délai selon l’art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4, alors que la jurisprudence vaudoise admettait qu’un tel délai soit fixé, JdT 2012 III 230 ; TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.1 ; TF 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1 ; TF 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4, RSPC 2018 p. 179). Il en va de même lorsque le demandeur – à tout le moins s’il est assisté – n’expose pas dans sa demande les motifs pour lesquels il n’est pas possible, ou du moins pas exigible, d’indiquer d’entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 148 III 322 précité consid. 4) (sur le tout : CACI 10 juillet 2023/285 précité ; voir ég. CACI 26 septembre 2023/390 précité). Selon une partie de la doctrine, il en va autrement lorsque la partie défenderesse avance que les conditions de recevabilité de l’action en paiement non chiffrée ne sont pas remplies, alors que celles-ci ont fait l’objet d’une motivation suffisante dans la demande.”
“Ce qui est déterminant est de savoir si une partie, qui disposerait des ressources financières nécessaires, se lancerait ou non dans le procès après une analyse raisonnable. Une partie ne doit pas pouvoir mener un procès qu'elle ne conduirait pas à ses frais, uniquement parce qu'il ne lui coûte rien (ATF 142 III 138 consid. 5.1; ATF 128 I 225 consid. 2.5.3). La situation doit être appréciée à la date du dépôt de la requête et sur la base d'un examen sommaire (ATF 142 III 138 consid. 5.1; 133 III 614 consid. 5). L'absence de chances de succès peut résulter des faits ou du droit. L'assistance sera refusée s'il apparaît d'emblée que les faits pertinents allégués sont invraisemblables ou ne pourront pas être prouvés (arrêt du Tribunal fédéral 4A_614/2015 du 25 avril 2016 consid. 3.2). 3.1.2 Selon l'art. 55 al. 1 CPC, les parties allèguent les faits sur lesquels elles fondent leurs prétentions et produisent les preuves qui s'y rapportent. L'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3; arrêt 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Selon cette disposition, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée (arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 consid. 4.3.3 publié in SJ 2019 I 391). Selon l'art. 56 CPC, le tribunal interpelle les parties lorsque leurs actes ou déclarations sont peu clairs, contradictoires, imprécis ou manifestement incomplets et leur donne alors l'occasion de les clarifier et de les compléter. Le défaut de chiffrement de l'action entraîne l'irrecevabilité de l'action (arrêt du Tribunal fédéral 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.4). 3.1.3 La procédure simplifiée régit notamment les affaires patrimoniales dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 30'000 fr. (art. 243 al. 1 CPC). La maxime des débats prévaut en règle générale, sauf dans les hypothèses prévues à l'art. 247 al. 2 CPC, qui n'entrent pas en considération in casu.”
Fehlt der klagenden Partei die Möglichkeit, die erforderlichen Erkenntnisse ausserhalb des Prozesses zu gewinnen, besteht damit nicht die Obliegenheit, vor Prozesseinleitung ein Privatgutachten einzuholen. Die Partei kann im Prozess Beweismittel (z. B. Sachverständigengutachten, Zeugen) beantragen; entsprechende Beweisgesuche sind zulässig und wurden in den referenzierten Fällen gestellt.
“Mit der Vorinstanz und der Berufungsklägerin bedarf es für das Verständnis und die Auswertung der massgeblichen Banktransaktionen, mithin für die Rekonstruierung und Bezifferung der Schadensentstehung, vielmehr der Zuhilfenahme Dritter (Zeugenbefragung von D. und allfällige Expertise; act. B.1, E. 4 ff.). Zwar befreit Art. 85 Abs. 1 ZPO die klagende Partei nicht davon, auch aufwändige Schadensberechnungen selbst vornehmen zu müssen (soeben vorstehend). Sie muss aber dazu in der Lage sein, was die Berufungsbeklagte gerade nicht ist. Die Berufungsbeklagte vermag (wenn überhaupt) die erforderlichen Erkenntnisse erst durch das Beweis- verfahren zu erlangen (vgl. auch nachstehend E. 4.7). Die dazugehörigen Beweis- anträge, inkl. Gutachten, wurden gestellt (RG act. I.1; RG act. I.3). Betont sei zu- dem, dass die klagende Partei nicht verpflichtet ist, vor Prozesseinleitung ein Pri- vatgutachten in Auftrag zu geben oder vorsorglich Beweis oder ein anderes sepa- rates Verfahren führen zu müssen (Baumann Wey, a.a.O., Rz. 454; Bopp/Bessenich, a.a.O., N 13 zu Art. 85 ZPO; Füllemann, a.a.O., N 3 zu Art. 85 ZPO; Dorschner, a.a.O., N 20 zu Art. 85 ZPO; Adrian Staehelin/Daniel Staehe- lin/Pascal Grolimund, Zivilprozesssrecht, 3. Aufl., Zürich 2019, § 14 Rz. 5). Aus dem gleichen Grund verfängt auch die Argumentation der Berufungsklägerin nicht, wonach der für die vorliegende Klage relevante Prüfungszeitraum für D. Transaktionen taggenau begrenzt sei und die Berufungsbeklagte deshalb zumindest die Schadensposition der Verminderung der Aktiven hätte beziffern müssen (act. A.1, Rz. 97 f., ferner 115 ff.). Klar ist, dass der Prüfungszeitraum dem Revisionsmandat entspricht (08. Dezember 2009 bis 08. Januar 2015; act. B.1, E. 4.2; RG act. I.1; act. RG act. I.3). Zudem geht die Berufungsbeklagte als Stichdatum für das Entdeckenmüssen des kriminellen Verhaltens von D. durch die Berufungsklägerin vom 1. März 2010 (Jahresrechnung 2009) oder even- tualiter vom 30. April 2011 (Jahresrechnung 2010) aus. Korrekt wirft die Beru- fungsbeklagte jedoch ein, dass die Mittelabflüsse in Bezug auf ihre geschäftsmäs- sige und damit rechtmässige Begründetheit analysiert werden müssen.”
“Mit der Vorinstanz und der Berufungsklägerin bedarf es für das Verständnis und die Auswertung der massgeblichen Banktransaktionen, mithin für die Rekonstruierung und Bezifferung der Schadensentstehung, vielmehr der Zuhilfenahme Dritter (Zeugenbefragung von D. und allfällige Expertise; act. B.1, E. 4 ff.). Zwar befreit Art. 85 Abs. 1 ZPO die klagende Partei nicht davon, auch aufwändige Schadensberechnungen selbst vornehmen zu müssen (soeben vorstehend). Sie muss aber dazu in der Lage sein, was die Berufungsbeklagte gerade nicht ist. Die Berufungsbeklagte vermag (wenn überhaupt) die erforderlichen Erkenntnisse erst durch das Beweis- verfahren zu erlangen (vgl. auch nachstehend E. 4.7). Die dazugehörigen Beweis- anträge, inkl. Gutachten, wurden gestellt (RG act. I.1; RG act. I.3). Betont sei zu- dem, dass die klagende Partei nicht verpflichtet ist, vor Prozesseinleitung ein Pri- vatgutachten in Auftrag zu geben oder vorsorglich Beweis oder ein anderes sepa- rates Verfahren führen zu müssen (Baumann Wey, a.a.O., Rz. 454; Bopp/Bessenich, a.a.O., N 13 zu Art. 85 ZPO; Füllemann, a.a.O., N 3 zu Art. 85 ZPO; Dorschner, a.a.O., N 20 zu Art. 85 ZPO; Adrian Staehelin/Daniel Staehe- lin/Pascal Grolimund, Zivilprozesssrecht, 3. Aufl., Zürich 2019, § 14 Rz. 5). Aus dem gleichen Grund verfängt auch die Argumentation der Berufungsklägerin nicht, wonach der für die vorliegende Klage relevante Prüfungszeitraum für D. Transaktionen taggenau begrenzt sei und die Berufungsbeklagte deshalb zumindest die Schadensposition der Verminderung der Aktiven hätte beziffern müssen (act. A.1, Rz. 97 f., ferner 115 ff.). Klar ist, dass der Prüfungszeitraum dem Revisionsmandat entspricht (08. Dezember 2009 bis 08. Januar 2015; act. B.1, E. 4.2; RG act. I.1; act. RG act. I.3). Zudem geht die Berufungsbeklagte als Stichdatum für das Entdeckenmüssen des kriminellen Verhaltens von D. durch die Berufungsklägerin vom 1. März 2010 (Jahresrechnung 2009) oder even- tualiter vom 30. April 2011 (Jahresrechnung 2010) aus. Korrekt wirft die Beru- fungsbeklagte jedoch ein, dass die Mittelabflüsse in Bezug auf ihre geschäftsmäs- sige und damit rechtmässige Begründetheit analysiert werden müssen.”
Art. 85 Abs. 2 ZPO kann nach der Rechtsprechung dazu verwendet werden, den Parteien nach Abschluss des Beweisverfahrens eine Frist zur Bezifferung von Forderungen zu setzen. In der Praxis wird damit etwa begründet, dass in der Klageantwort vorgängig gestellte Mindestbegehren anschliessend konkret beziffert werden dürften. Dabei können Fragen der Zulässigkeit (insbesondere Noven) und des rechtlichen Gehörs eine Rolle spielen.
“Die Beklagte beantragt mit der Anschlussberufung aufgrund der zu berücksichtigenden Bedarfszahlen einen Vorsorgeunterhalt von Fr. 3'662.– in der Phase 1 und einen solchen von Fr. 3'160.– in der Phase 2 (act. 476 nach Rz. 98). Nach ihrer Ansicht sei ihr Vorbringen zulässig, auch wenn der Vorsorgeunterhalt der beschränkten Untersuchungsmaxime unterliege und Noven nur noch nach Art. 317 ZPO zulässig seien, da sie mit der Klageantwort den Vorsorgeunterhalt auf mindestens Fr. 2'500.– ab Rechtskraft und auf mindestens Fr. 1'500.– ab 1. November 2021 bis Ende Oktober 2027 beziffert habe. Diese Mindestbezifferung sei unter dem Hinweis auf Art. 85 Abs. 2 ZPO erfolgt und die Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens in Aussicht gestellt worden. Da es die Vor-instanz unterlassen habe, den Parteien nach dem Beweisverfahren das rechtliche Gehör zu gewähren, sei es in Heilung des rechtlichen Gehörs zulässig, die in der Klageantwort gestellten Mindestbegehren genau zu beziffern (act. 473 nach Rz. 98). Der Kläger stellt sich auf den Standpunkt, die Vorbringen der Beklagten seien neu und deshalb im aktuellen Prozessstadium nicht mehr zulässig. Im Übrigen seien ihre Berechnungen nicht nachvollziehbar und würden bestritten (act. 488 S. 51).”
Voraussetzung der unbezifferten Forderungsklage ist, dass die klagende Partei bereits in der Klageschrift (oder bei zulässiger Klageänderung in der Replik) hinreichend darlegt, weshalb eine ausdrückliche Bezifferung zu Prozessbeginn nicht möglich oder unzumutbar ist. Diese Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit muss tatsächlicher Natur sowie anfänglich und vorübergehend sein und sich auf fehlende Kenntnisse stützen, die typischerweise erst durch Auskunft oder Rechnungslegung erlangt werden können. Bei der Stufenklage gelten insoweit besondere Gesichtspunkte, da hier der Informationsanspruch und die darauf gestützte spätere Bezifferung getrennt behandelt werden.
“In der zweiten Stufe enthält die vorliegende Stufenklage eine unbezifferte Forderungsklage gemäss Art. 85 ZPO (Oberhammer/Weber, a.a.O., N. 13 zu Art. 85 ZPO). Sie muss deren Voraussetzungen erfüllen, namentlich muss die klagende Partei bereits in der Klageschrift (bzw. bei zulässiger Klageänderung in der Replik) hinreichend aufzeigen, weshalb eine Bezifferung nicht möglich ist (BGE 148 III 322 E. 3.4). Es muss auch klar sein, welche Ansprüche dem Grundsatz nach geltend gemacht werden. Die Beschwerdeführerin verkennt nun aber, dass die Stufenklage eine Art "sukzessive" Klagenhäufung ist; durch das System der Stufenklage wird dem Gericht ein Verfahrensprogramm vorgegeben. Beide Stufen werden getrennt verhandelt. Die Prüfung der Begründetheit der Wiedergutmachungsansprüche bleibt in der ersten Stufe sistiert (Leumann Liebster, a.a.O., S. 97 f.; Frick, a.a.O., N. 123 zu Art. 55 MSchG). Entsprechend hielt auch die Vorinstanz fest, sie befinde nur über die erste Stufe, mithin ausschliesslich über die Informationsklage. Die Beschwerdeführerin scheint demgegenüber fälschlicherweise davon auszugehen, es sei bereits im vorliegenden Verfahrensstadium darüber zu entscheiden, ob die Voraussetzungen für die unbezifferte Klage auf finanzielle Wiedergutmachung (Rechtsbegehren Ziff.”
“Urteil 4A_286/2022 E. 6.3.2). Zu den diesbezüglichen Anforderungen verwies das Bundesgericht auf BGE 148 III 322 E. 3.4, also auf die Rechtsprechung zur unbezifferten Forderungsklage im engeren Sinne. Zudem müsse klar sein, welche Ansprüche dem Grundsatz nach geltend gemacht würden (zit. Urteil 4A_286/2022 E. 6.3.2). Bei diesen Anforderungen bestehen aber insoweit Unterschiede zwischen einer unbezifferten Forderungsklage im engeren Sinne und einer Stufenklage, als sich bei Letzterer die Unzumutbarkeit der Bezifferung zu Prozessbeginn bereits daraus ergibt, dass von der klagenden Partei nicht verlangt werden kann, die Höhe ihres Anspruchs mittels eines vorgängigen - selbständigen - Verfahrens auf Rechnungslegung oder Auskunftserteilung zu ermitteln (DORSCHNER/ BELL, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, N. 24 zu Art. 85 ZPO mit Hinweis; BOPP, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm und andere [Hrsg.], 4. Aufl. 2025, N. 13 zu Art. 85 ZPO; BOHNET, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 9 zu Art. 85 ZPO). Dies muss auch dann gelten, wenn es ihr objektiv an sich möglich wäre, den Klagebetrag selbst zu ermitteln, soweit der materielle Anspruch auf Abrechnung trotz dieser Möglichkeit besteht:”
“Der eine Stufenklage erhebenden Partei obliegt der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung und darauf basierender Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der Informa- tionsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (KUKO ZPO-OBERHAMMER/WEBER, Art. 85 N 14). Unter gewissen Umständen kann - 11 - es sich rechtfertigen, bereits in der ersten Stufe im Grundsatz bzw. vorfrageweise über das Bestehen des Hauptanspruchs zu befinden (BAECHLER, Die Stufenklage, in: sic! 1/2017, S. 9). Ist der Hauptanspruch erwiesenermassen nicht gegeben, so fehlt auch ein Interesse an einem präparatorischen Informationsanspruch (LEU- MANN LIEBSTER, Die Stufenklage im schweizerischen Zivilprozessrecht, S. 121). In Bezug auf das (rechtzeitige) Vorbringen der Tatsachen und Beweismittel entbin- det Art. 85 ZPO die klagende Partei vor Auskunftserteilung lediglich von der absch- liessenden Forderungsbezifferung. Demgegenüber ist der Hauptanspruch soweit möglich und zumutbar zu substantiieren (BGE 140 III 409 E. 4.3.1). Dies bedeutet, dass die klagende Partei – vorbehältlich einer gerichtlichen Beschränkung des Ver- fahrens im Sinne von Art. 125 lit. a ZPO – in diesem Umfang vor Aktenschluss all jene Tatsachen bzw. Anspruchsgrundlagen vorzutragen hat, welche der Begrün- dung ihres Hauptanspruchs dienen (BAECHLER, a.a.O., S. 8 f.). Bezüglich derjeni- gen Bestandteile der Forderung, die nicht vom Informationsdefizit betroffen sind, ist die Behauptungs- und Substantiierungslast nicht herabgesetzt (BAUMANN WEY, a.a.O., Rz. 620). 3.2.Zulässigkeit der Stufenklage und Vorgehen zur Prüfung der Ansprüche Die Klägerin stützt die Zulässigkeit der unbezifferten Forderungsklage auf den Um- stand, dass die Parteien für die Phasen 3 bis 5 ein von den Baukosten gemäss der Schlussrechnung abhängiges Honorar vereinbart haben und sie gegenwärtig nicht im Besitz dieser Schlussrechnung ist (act.”
“1 ZPO regelt so- wohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stufenklage. Die Stu- fenklage charakterisiert sich dadurch, dass ein selbständiger materiell-rechtlicher Hilfsanspruch auf Auskunft und Rechnungslegung im Sinne einer objektiven Kla- gehäufung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird. Die Stufen- klage ist bloss ein prozessualer Modus (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.3 S. 325 f.). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, die mit der anbegehrten Auskunftsertei- lung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsachen beru- hen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Zürich 2013, N. 438 ff.). Unmöglich bzw. unzumutbar i.S.v. Art. 85 ZPO ist eine Beziffe- rung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da diese von Informationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen (Unmöglichkeit), oder von denen sie nur durch die Inanspruchnahme weiterer (vor)prozessualer Möglichkeiten Kenntnis erhalten könnte (F ÜLLEMANN, in: DIKE-Kommentar zur ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 85 ZPO N. 2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung sowie darauf basieren- der Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der In- formationsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (OBERHAMMER/WEBER, in: Kurzkommentar zur ZPO, Oberham- - 33 - mer/Domej/Haas [Hrsg.”
Art. 85 Abs. 1 ZPO erlaubt eine unbezifferte Forderungsklage, wenn es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar ist, die Forderung zu Beginn zu beziffern. Die Praxis betont jedoch, dass die Klage so ausgestaltet sein muss, dass ein bei Erfolg ergehendes Urteil vollstreckbar bzw. ausführbar ist. Fehlen die für eine konkrete Kostenermittlung notwendigen tatsächlichen Angaben, kann es im Einzelfall geboten sein, eine Expertise zur Feststellung der Gesamtkosten zu beantragen; unterbleibt eine solche Feststellung, kann dies die Durchsetzbarkeit des Urteils in Frage stellen. (Art. 85 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit den Erwägungen in HC 2023/865.)
“Elle peut revoir librement l'appréciation des preuves effectuée par le juge de première instance (art. 157 CPC en relation avec l’art. 310 let. c CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu’il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1 ; TF 5A_902/2020 du 25 janvier 2021 consid. 3.3 ; TF 4A_238/2015 du 22 septembre 2015 consid. 2.2 ; JdT 2011 III 43 consid. 2 et les réf. citées). 3. 3.1 Dans un premier grief, tant l’appelant que l’appelant par voie de jonction invoquent une violation de l’art. 84 al. 1 CPC, faisant valoir que la demande n’avait pas été chiffrée et devait être déclarée irrecevable. Selon eux, l’appelante n’avait pas allégué ni prouvé les faits nécessaires à fixer précisément la nature et le montant total des travaux à effectuer, de sorte que le dispositif du jugement ne serait en réalité pas exécutable. Ils soutiennent que l’appelante aurait dû requérir une expertise ayant pour but de fixer le coût total des travaux à entreprendre et préciser ensuite sa conclusion non chiffrée sur la base de celle-ci, comme le prévoyait l’art. 85 al. 1 CPC. 3.2 Selon un principe général de procédure civile, une conclusion doit être formulée de telle manière qu'en cas d'admission, le jugement puisse être exécuté (ATF 131 III 70 ; TF 4A_611/2011 du 3 janvier 2012 consid. 3.2, RSPC 2012 p. 208). L’art. 84 CPC prévoit ainsi que le demandeur intente une action condamnatoire pour obtenir que le défendeur fasse, s’abstienne de faire ou tolère quelque chose (al. 1) et que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit être chiffrée (al. 2). De manière générale, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332 ; TF 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1). Le chiffrage doit impérativement intervenir dans la demande (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Cette exigence est en effet importante pour la détermination de l'objet du litige et donc des effets de la litispendance ainsi que, plus tard, de l'autorité de la chose jugée, de même que pour le calcul des avances de frais et des sûretés.”
“Elle peut revoir librement l'appréciation des preuves effectuée par le juge de première instance (art. 157 CPC en relation avec l’art. 310 let. c CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu’il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1 ; TF 5A_902/2020 du 25 janvier 2021 consid. 3.3 ; TF 4A_238/2015 du 22 septembre 2015 consid. 2.2 ; JdT 2011 III 43 consid. 2 et les réf. citées). 3. 3.1 Dans un premier grief, tant l’appelant que l’appelant par voie de jonction invoquent une violation de l’art. 84 al. 1 CPC, faisant valoir que la demande n’avait pas été chiffrée et devait être déclarée irrecevable. Selon eux, l’appelante n’avait pas allégué ni prouvé les faits nécessaires à fixer précisément la nature et le montant total des travaux à effectuer, de sorte que le dispositif du jugement ne serait en réalité pas exécutable. Ils soutiennent que l’appelante aurait dû requérir une expertise ayant pour but de fixer le coût total des travaux à entreprendre et préciser ensuite sa conclusion non chiffrée sur la base de celle-ci, comme le prévoyait l’art. 85 al. 1 CPC. 3.2 Selon un principe général de procédure civile, une conclusion doit être formulée de telle manière qu'en cas d'admission, le jugement puisse être exécuté (ATF 131 III 70 ; TF 4A_611/2011 du 3 janvier 2012 consid. 3.2, RSPC 2012 p. 208). L’art. 84 CPC prévoit ainsi que le demandeur intente une action condamnatoire pour obtenir que le défendeur fasse, s’abstienne de faire ou tolère quelque chose (al. 1) et que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit être chiffrée (al. 2). De manière générale, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332 ; TF 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1). Le chiffrage doit impérativement intervenir dans la demande (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Cette exigence est en effet importante pour la détermination de l'objet du litige et donc des effets de la litispendance ainsi que, plus tard, de l'autorité de la chose jugée, de même que pour le calcul des avances de frais et des sûretés.”
“Selon eux, l’appelante n’avait pas allégué ni prouvé les faits nécessaires à fixer précisément la nature et le montant total des travaux à effectuer, de sorte que le dispositif du jugement ne serait en réalité pas exécutable. Ils soutiennent que l’appelante aurait dû requérir une expertise ayant pour but de fixer le coût total des travaux à entreprendre et préciser ensuite sa conclusion non chiffrée sur la base de celle-ci, comme le prévoyait l’art. 85 al. 1 CPC. 3.2 Selon un principe général de procédure civile, une conclusion doit être formulée de telle manière qu'en cas d'admission, le jugement puisse être exécuté (ATF 131 III 70 ; TF 4A_611/2011 du 3 janvier 2012 consid. 3.2, RSPC 2012 p. 208). L’art. 84 CPC prévoit ainsi que le demandeur intente une action condamnatoire pour obtenir que le défendeur fasse, s’abstienne de faire ou tolère quelque chose (al. 1) et que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit être chiffrée (al. 2). De manière générale, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332 ; TF 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1). Le chiffrage doit impérativement intervenir dans la demande (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Cette exigence est en effet importante pour la détermination de l'objet du litige et donc des effets de la litispendance ainsi que, plus tard, de l'autorité de la chose jugée, de même que pour le calcul des avances de frais et des sûretés. Il est également important du point de vue du droit matériel pour savoir dans quelle mesure la prescription est interrompue par l'introduction d'une action au sens de l'art. 135 ch. 2 CO (Code des obligations du 30 mars 1911 ; RS 220) en relation avec les art. 64 al. 2 et 62 al. 1 CPC, de même que pour les intérêts moratoires à payer dans certaines circonstances à partir de la notification de l'action (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Le montant chiffré des conclusions permet aussi de déterminer la compétence matérielle, ainsi que la procédure applicable et il est nécessaire au respect du droit d’être entendu de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer contre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102 consid.”
Ein Auskunfts- bzw. Informationsanspruch im Rahmen von Art. 85 ZPO setzt voraus, dass die Partei rechtsgenügende, konkret dargelegte Begehren vorlegt. Fehlen solche rechtsgenüglichen Begehren, besteht kein prozessualer Anspruch auf Auskunft; in diesem Fall erübrigt sich das Beweisverfahren.
“Die unterschiedlichen Anforderungen an eine unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne und eine Stufenklage reflektieren die unterschiedlichen Grundlagen allfälliger Auskunftsansprüche: 3.6.5.1. Nach Art. 160 Abs. 1 lit. b ZPO sind die Parteien und Dritte zur Mitwirkung bei der Beweiserhebung verpflichtet und haben insbesondere Urkunden herauszugeben. Die Mitwirkungspflicht umfasst nötigenfalls die Pflicht zur Sichtung der Unterlagen zur Aussortierung der vom Gericht nicht verlangten Akten (Urteil des Bundesgerichts 4A_358/2021 vom 27. Juli 2022 E. 3.1.1 mit Hinweis). Die diesbezüglichen Informationsansprüche fliessen aus der ZPO selbst. Folgerichtig umschreibt sie, unter welchen Bedingungen eine Partei nach Massgabe von Art. 85 ZPO nicht zu einer eigentlichen Bezifferung gehalten ist. Daher ist im Einzelnen darzulegen, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind, denn ansonsten besteht gar kein Anspruch auf Information. Fehlt es an rechtsgenüglichen Begehren, erübrigt sich das Beweisverfahren. 3.6.5.2. Von derartigen prozessualen Informationsansprüchen ist der materiellrechtliche Anspruch auf Abrechnung zu unterscheiden (zit. Urteil 4A_358/2021 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Unter welchen Voraussetzungen diese Ansprüche bestehen, entscheidet das materielle Recht (beziehungsweise die Parteien im Rahmen der Vertragsfreiheit, wenn sie derartige Ansprüche vertraglich vorsehen). Soweit nach dem materiellen Recht Informationsansprüche bestehen, die (auch) der Prozessvorbereitung dienen, stellt das Zivilprozessrecht die unbezifferte Forderungsklage in der Form der Stufenklage zur Verfügung. Und weil die Durchsetzung im Grundsatz überall dort gelingen soll, wo ein materieller Anspruch besteht, widersprächen strengere Anforderungen an die Zulässigkeit der Stufenklage als an die Geltendmachung des materiellen Abrechnungsanspruchs in einem separaten Prozess der dienenden Funktion des Zivilprozessrechts.”
Art. 85 ZPO erlaubt eine unbezifferte Klage nur unter engen Voraussetzungen: Die klagende Partei muss darlegen, dass die für die Bezifferung erforderlichen Informationen vor Prozessbeginn nicht zugänglich sind und voraussichtlich erst durch das Beweisverfahren, durch Auskunft oder durch Vorlage von Unterlagen durch den Gegner oder Dritte gewonnen werden können. Fehlt diese Aussicht, ist die Klage von Anfang an zu beziffern.
“ZMP 2023 Nr. 3 Art. 270 OR; Art. 85 ZPO; Art. 91 f. ZPO; Art. 107 Abs. 1 lit. a und b ZPO; Art. 164 ZPO; Art. 229 Abs. 3 ZPO; Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO. Anfechtung des An- fangsmietzinses. Auswirkungen der verschärften Bundesgerichtspraxis zur unbezifferten Klage. Streitwert. Um der klagenden Partei ein Prozessieren ins Blaue hinaus zu ersparen, erlaubt Art. 85 ZPO eine unbezifferte Klage. Die Bezifferung der Klage hat allerdings eine wichtige prozessuale Funktion. Ein Verzicht darauf ist gemäss Bundesge- richt nicht schon bei einem Fehlen von Informationen möglich. Vielmehr muss Aussicht darauf bestehen, dass das Informationsdefizit im Beweisverfahren be- hoben werden kann. Scheint dies wenig wahrscheinlich, ist absehbar, dass die klagende Partei ohnehin in einem frühen Verfahrensstadium zu einer Bezifferung gezwungen sein wird, oder verfügt das Gericht auch im Beweisverfahren über keine Handhabe, die Herausgabe von Unterlagen zu einer Ertragsberechnung zu erzwingen, hat eine Bezifferung von Anfang an zu erfolgen. Der Mieterin entsteht daraus kein Nachteil, denn wenn ihr der Vermieter die bislang verweigerte Ein- sicht in die Unterlagen doch noch gewährt, kann dies bei den Kostenfolgen be- rücksichtigt werden, soweit die fehlenden Unterlagen für die Formulierung einer zunächst zu weit gehenden Klage kausal waren. Umgekehrt kann die Mieterin wegen des erweiterten Novenrechts in Verfahren mit sozialer Untersuchungsma- xime noch bis zum Beginn der Urteilsberatung ihre Klage erweitern, wenn sich nach Offenlegung der Daten herausstellt, dass sie zunächst einen zu hohen Mietzins beantragt hat.”
“85 CPC et les réf. citées). A la question de savoir dans quels cas le demandeur est dans l'impossibilité de chiffrer ses prétentions ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il faut relever que l'art. 85 al. 1 CPC concrétise la jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral qui avait imposé, à certaines conditions, l'admissibilité de conclusions non chiffrées (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 85 CPC et les autres réf. citées ; Message du Conseil fédéral du 28 juin 2006 relatif au Code de procédure civile suisse, FF 2006 6900). La première hypothèse de l’art. 85 al. 1 CPC, à savoir l’impossibilité pour le demandeur d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention, se réfère aux situations dans lesquelles les informations indispensables à la détermination du montant de la prétention déduite en justice ne pourront être obtenues qu’à la suite de l’administration des preuves, à la fourniture d’informations ou à la reddition des comptes (Grobéty / Heinzmann, op. cit., n. 9 ad. art. 85 CPC et les réf. citées, dont notamment ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Il en va ainsi lorsque les informations permettant de chiffrer la prétention se trouvent en possession du défendeur ou d’un tiers, dans tous les cas hors de la sphère d’influence du demandeur (ATF 123 III 140 consid. 2b, JdT 1998 I 22 ; Grobéty / Heinzmann, loc. cit., et les réf. citées). Selon la jurisprudence, l'action en paiement non chiffrée est en particulier admissible lorsque la base de calcul de la prétention pécuniaire ne sera connue que via l'administration des preuves, permettant ainsi au demandeur de chiffrer ses prétentions dès le résultat de celle-ci connu (ATF 140 III 409 consid. 4 ; TF 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2 ; art. 85 al. 2, 1ère phr., CPC). Le demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée doit démontrer qu'il n'est pas possible ou qu'il ne peut pas lui être imposé d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4 ; TF 4A_618/2017 précité consid.”
Die Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Bezifferung muss tatsächlicher Natur sowie anfänglich und vorübergehend sein; sie muss bereits vor Prozessbeginn bestehen und beruht auf fehlender Kenntnis von Tatsachen, die erst durch die begehrte Auskunft bzw. das Beweisverfahren zutage gefördert werden können. Damit bezieht sich die Voraussetzung auf die Bezifferung der Forderung (Höhe).
“Stufenklage Ein Rechtsbegehren muss so bestimmt formuliert sein, dass es bei Gutheissung der Klage zum Urteil erhoben werden kann. Bei Klagen auf Geldzahlung ist es grundsätzlich zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist der klagenden Partei die Bezif- ferung unmöglich oder unzumutbar, kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wobei sie einen Mindeststreitwert anzugeben hat (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt sowohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stufenklage. Letztere ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage ver- bunden wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, welche mit der anbegehrten Aus- - 9 - kunftserteilung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsa- chen beruhen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, N. 438-447). Die eine Stufenklage erhebende Partei hat bereits in der Klageschrift aufzuzeigen, dass und inwiefern eine Bezifferung unmöglich oder un- zumutbar ist (BGE 148 III 322 E.”
“Rechtliches Stufenklage: Klagen auf Geldzahlung sind grundsätzlich zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist der klagenden Partei die Bezifferung unmöglich oder unzumut- bar, kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wobei sie einen Min- deststreitwert anzugeben hat (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt so- wohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stufenklage. Die Stu- fenklage charakterisiert sich dadurch, dass ein selbständiger materiell-rechtlicher Hilfsanspruch auf Auskunft und Rechnungslegung im Sinne einer objektiven Kla- gehäufung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird. Die Stufen- klage ist bloss ein prozessualer Modus (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.3 S. 325 f.). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, die mit der anbegehrten Auskunftsertei- lung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsachen beru- hen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art.”
Typische Fälle, in denen Art. 85 Abs. 1 ZPO Anwendung findet oder abgelehnt wird, sind etwa: Ansprüche auf rückwirkende oder andauernde Versicherungsleistungen, Streitigkeiten über unklare oder widersprüchliche Abrechnungen sowie Forderungen, deren Berechnungsgrundlagen (z. B. Originalrechnungen, Geschäftsbücher) in der Sphäre der Gegenpartei oder Dritter liegen, sodass der Kläger den Betrag zu Prozessbeginn nicht ohne Weiteres beziffern kann (vgl. einschlägige Rechtsprechung).
“Christoph HURNI, Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, n. 36 ad art. 58 CPC et les références citées). Il en découle que les conclusions doivent être déterminées avec suffisamment de précision, de manière qu’en cas d'admission de celles-ci, le jugement puisse être exécuté (cf. les arrêts du Tribunal fédéral 5A_832/2012 du 25 janvier 2013 consid. 6.2 et 5A_663/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.3). En d’autres termes, l’exécution (ou la sanction de l’inexécution) doit pouvoir être obtenue auprès de l’autorité compétente sans que celle-ci doive encore résoudre des questions de fond (cf. François BOHNET, op. cit. n. 2 et les références citées). Dans un arrêt du 27 juillet 2017, le Tribunal fédéral a considéré que les conclusions d’un assuré tendant à ce que l’assureur fût condamné à lui verser rétroactivement et de manière continue toutes les indemnités journalières (« rückwirkend ab […] und fortdauernd das ganze Krankentaggeld auszurichten ») ne remplissaient pas les conditions d’une action en paiement non chiffrée au sens de l’art. 85 al. 1 CPC. Après avoir rappelé que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent devait être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), ce qui n’était pas le cas dans l’espèce à juger, il a laissé indécis le point de savoir si la juridiction cantonale aurait dû entrer en matière sur le chef de conclusion précité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_110/2017 du 27 juillet 2017 consid. 1.3). Dans un arrêt plus récent, le Tribunal fédéral a considéré que la juridiction cantonale pouvait, sans violer le droit, déclarer irrecevable le chef de conclusion « visant le paiement des prestations découlant du contrat d'assurance », dès lors qu’on ne discernait pas en quoi le calcul des indemnités journalières dues à l’assurée, déduction faite de celles qui lui avaient déjà été versées, apparaissait compliqué au point de confiner à l'impossibilité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). On signalera encore que dans deux autres affaires d’assurance maladie collective perte de gain, le Tribunal fédéral a jugé irrecevables les conclusions d’assurés tendant simplement aux « prestations découlant du contrat d’assurance n.”
“Il incombe toutefois au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Ni le devoir d'interpellation, ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure (art. 247 al. 2 let. a CPC en lien avec l'art. 243 al. 2 let. f CPC), selon laquelle le juge établit les faits d’office, ne s’opposent à ce qu’une demande soit déclarée irrecevable en raison d'une motivation insuffisante ou de conclusions mal formulées (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.3.1 et 4.3.2). 4.3 Dans un arrêt du 27 juillet 2017, le Tribunal fédéral a considéré que les conclusions d’un assuré tendant à ce que l’assureur fut condamné à lui verser rétroactivement et de manière continue toutes les indemnités journalières (« rückwirkend ab [ ] und fortdauernd das ganze Krankentaggeld auszurichten ») ne remplissaient pas les conditions d’une action en paiement non chiffrée au sens de l’art. 85 al. 1 CPC. Après avoir rappelé que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent devait être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), ce qui n’était pas le cas dans l’espèce à juger, il a laissé indécis le point de savoir si la juridiction cantonale aurait dû entrer en matière sur le chef de conclusion précité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_110/2017 du 27 juillet 2017 consid. 1.3). Dans un autre arrêt, le Tribunal fédéral a considéré que la juridiction cantonale pouvait, sans violer le droit, déclarer irrecevable le chef de conclusion « visant le paiement des prestations découlant du contrat d'assurance », dès lors qu’on ne discernait pas en quoi le calcul des indemnités journalières dues à l’assurée, déduction faite de celles qui lui avaient déjà été versées, apparaissait compliqué au point de confiner à l'impossibilité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Enfin, dans deux autres affaires relatives à une assurance maladie collective perte de gain, le Tribunal fédéral a jugé irrecevables les conclusions d’assurés tendant simplement aux « prestations découlant du contrat d’assurance n.”
“Ce faisant, son chef de conclusion revient dans les faits à déléguer au juge la tâche de déterminer lui-même les indemnités journalières qui lui seraient potentiellement dues, sans que la somme à allouer ne soit d'emblée reconnaissable, ce qui n'est pas admissible au regard de la jurisprudence du Tribunal fédéral susmentionnée (cf. consid. 6.1 et 6.3 supra). En outre, le fait d'indiquer uniquement le montant de l'indemnité journalière et ce, dans le cadre de la réplique, ne permet pas de souscrire à l'exigence de l'art. 84 al. 2 CPC. La demanderesse n'a pas non plus indiqué, à titre provisoire, une valeur litigieuse minimale, ni même allégué qu'il lui était impossible de chiffrer le montant de sa conclusion condamnatoire d'entrée de cause. Elle a de surcroît indiqué dans sa réplique du 25 juin 2024 que le montant de son indemnité journalière s'élevait à CHF 451.60, de sorte qu'elle disposait des éléments nécessaires pour quantifier sans grande difficulté ses prétentions au moment du dépôt de la demande. Elle ne remplit dès lors pas les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC qui lui aurait donné la possibilité d'intenter une action non chiffrée. Par conséquent, il convient de retenir que la demanderesse n'a pas chiffré ses conclusions conformément à l'art. 84 al. 2 CPC et ne remplit pas les conditions prévues à l'art. 85 al. 1 CPC qui lui auraient permis d'intenter une demande en paiement non chiffrée. 9.3 Bien que la demanderesse ne le soulève pas, il est précisé qu'au vu de la jurisprudence du Tribunal fédéral précitée (cf. consid. 6.2 supra), ni le devoir d'interpellation (art. 56 CPC) ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure n'imposent à la chambre de céans d'attirer son attention sur le caractère irrecevable de sa conclusion. Il n'incombe pas non plus à la chambre de céans d'accorder un délai à la demanderesse pour chiffrer sa conclusion, tel que prévu par l'art. 132 CPC, dans la mesure où cette disposition ne s'applique pas aux conclusions incomplètes prises dans une demande (cf. consid. 8 supra). 10. Au vu de ce qui précède, la demande sera déclarée irrecevable. La chambre de céans attire l'attention de la demanderesse sur le fait qu'elle conserve la possibilité de redéposer une demande en paiement en bonne et due forme, ses prétentions n'étant en l'état pas encore prescrites (art.”
“Der Beschwerdegegner begnügte sich nicht damit, auf angeblich fehlende Informationen zu verweisen. Vielmehr legte er in der Klageschrift (und somit rechtzeitig) unter Hinweis auf unstimmige Angaben der Beschwerdeführerin und offenbar weitgehend unterdrückte Belege präzise dar, aus welchen objektiven - in der Sphäre der Beschwerdeführerin liegenden - Gründen es ihm damals unmöglich war, die Klageforderung innerhalb der Spannbreite von EUR 184'124.-- und EUR 531'468.-- zu beziffern. Der Standpunkt der Beschwerdeführerin würde bedeuten, dass der Beschwerdegegner in diesem Rahmen "aufs Geratewohl" einen Geldbetrag hätte fordern müssen, der sicher hoch genug ist. Entsprechend wäre er Gefahr gelaufen, dass seine Klage im überklagten Betrag kostenfällig abgewiesen wird oder er die Klage - wenn sich die Höhe seiner Forderung im Laufe des Verfahrens herauskristallisiert hätte - kostenfällig beschränken muss (Art. 227 Abs. 3 ZPO; siehe aber immerhin Art. 107 Abs. 1 lit. a ZPO). Genau diese Last nimmt ihm aber Art. 85 Abs. 1 ZPO ab (BGE 148 III 322 E. 3.3).”
“**** Que la demanderesse a formulé une conclusion II consistant à ordonner à B______ /1______ SA, B______ HOLDING SA, B______ /2______ SA, B______ /3______ SA, B______ /4______ SA et D______ de produire toutes les factures et/ou quittances émises et de tous les documents comptables pertinents, dont les bilans et les comptes de résultats, concernant le chiffre d'affaires réalisé annuellement sur les cinq dernières années, par les défendeurs, notamment en lien avec des services de divertissement, en particulier destinés aux enfants. Que cette conclusion est suivie d'une conclusion III visant à la condamnation des défendeurs à verser à la demanderesse un montant à titre de remise du gain réalisé en lien avec l'utilisation du signe "B______", montant qui devrait être déterminé ultérieurement sur la base des renseignements fournis en exécution de la conclusion précédente, mais dont la valeur minimale ne serait pas inférieure à 10'000 fr. Que la demande ne contient aucun allégué, ni aucune explication ou motivation concernant ces conclusions. Qu'au cours des débats d'instruction, la demanderesse a soutenu qu'elles devaient être traitées comme une action échelonnée. Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers.”
“Das Zivilgericht prüfte, ob die Voraussetzungen einer unbezifferten Forderungsklage im vorliegenden Fall erfüllt sind und auf die Klage einzutreten ist. Dabei gab es zunächst einen Überblick über die Ausführungen der Parteien zu dieser Frage (Zivilgerichtsentscheid, E. 1.5.1 bis 1.5.4). Sodann führte es aus, unter welchen Voraussetzungen es zulässig ist, eine unbezifferte Forderungsklage einzureichen: Art. 85 Abs. 1 ZPO ermögliche es dem Kläger, eine unbezifferte Forderungsklage zu erheben unter Angabe eines Mindestwerts als vorläufigem Streitwert , sofern ihm eine Bezifferung zu Beginn des Prozesses unmöglich oder unzumutbar sei. Die Nichtbezifferung des Rechtsbegehrens sei kein dauerhaftes Merkmal; die Bezifferung werde nach dem Beweisverfahren oder nach der Auskunftserteilung durch die Beklagte nachgeholt (E. 1.5.5 und 1.5.6). Im vorliegenden Fall habe die Beauftragte nach dem Zerwürfnis der Parteien im Frühling 2016 dem Auftraggeber eine Abrechnung zugestellt, wonach er ihr EUR 200'449.15 schulde. Im 2018 habe sie diesen Betrag auf EUR 263'426. erhöht. Für den Auftraggeber hätten beide Abrechnungen diverse Unstimmigkeiten aufgewiesen, so beim Anfangsbetrag, beim Kaufpreis des Bilds von Christopher Wool, der Zahlung an D____ und anderen Abzügen. Aufgrund dieser Unstimmigkeiten seien die beiden Abrechnungen für den Kläger eine ungeeignete Basis für eine Bezifferung gewesen. Die genauen Berechnungsgrundlagen wie Originalrechnungen der Kunstkäufe oder allfällige weitere Vereinbarungen mit dem Auftraggeber befänden sich in der Sphäre der Beauftragten.”
Der vorläufige Mindestwert ist anhand des Rechtsbegehrens zu bestimmen; die Bezifferung stellt eine Präzisierung des Rechtsbegehrens dar. Rechtsbegehren sind im Licht der Klagebegründung auszulegen; daher ist auf einen Mindeststreitwert abzustellen, der mit der Klagebegründung vereinbar ist. Ergibt sich eine Unvereinbarkeit, kann das Gericht eine Korrektur innerhalb seines Ermessens vornehmen.
“Ob grundsätzlich die Voraussetzungen für die Einreichung einer unbe- zifferten Forderungsklage im Sinne von Art. 85 Abs. 1 ZPO gegeben sind, wurde weder von der Vorinstanz noch den Parteien thematisiert. Es ist somit davon aus- zugehen, dass diese vorliegend gegeben sind. Konkret geht es daher nur um die Frage, ob der Kläger einen Streitwert von exakt Fr. 30'000.-- oder einen solchen über Fr. 30'000.-- geltend machen wollte. Auch im Anwendungsbereich der unbezifferten Forderungsklage muss die kla- gende Partei einen Mindeststreitwert als vorläufigen Streitwert angeben, nach dem sich dann die sachliche Zuständigkeit sowie das anwendbare Verfahren be- stimmen (Art. 85 Abs. 1 ZPO; Füllemann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 85 N 2 und 3). Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Bei der Bezifferung handelt es sich um eine Präzisierung des Rechtsbegehrens (BSK ZPO-Dorschner, Art. 85 N 12). Rechtsbegehren sind im Lichte der Klagebegrün- dung auszulegen (BGE 137 III 617 E. 6.2. m.w.H.). Es ist deshalb von einem Min- deststreitwert auszugehen, der mit der Klagebegründung zu vereinbaren ist. Ist dies nicht gegeben, wird das Gericht im Rahmen seines Ermessens eine Korrek- tur vornehmen (BK ZPO-Markus, Art. 85 N 21).”
Bei komplexen oder erst durch die Beweisaufnahme bestimmbaren Schadensberechnungen ist die unbezifferte Forderungsklage ein gebräuchliches Instrument. Das Gericht kann im Verfahren Editions‑ und Beweismassnahmen anordnen; die klagende Partei hat ihre Forderung nach Abschluss der Beweisaufnahme bzw. sobald sie dazu in der Lage ist zu beziffern, wobei das Gericht hierfür Fristen setzen kann.
“Schliesslich moniert die Berufungsklägerin, die Vorinstanz und die Beru- fungsbeklagte würden das Wesen des Beweisverfahrens verkennen. Das Beweis- verfahren dürfe von den Parteien nicht missbraucht werden, um das eigene Un- vermögen bei der Begründung des eingeklagten Anspruchs zu heilen. Indem die Vorinstanz die (Un-)Rechtmässigkeit der Transaktionen im Beweisverfahren durch eine Befragung von D. und eine Expertise zu klären und die Berufungsbe- klagte erst danach zu einer Aussage über (Un-)Rechtmässigkeit der Transaktio- nen anzuhalten gedenke, verletze sie zusätzlich den Verhandlungsgrundsatz bzw. führe gar die Untersuchungsmaxime ein (act. A.1, Rz. 133-138). Die Berufungsklägerin missversteht mit ihrer Rüge Sinn und Zweck des Instituts der (vorerst) unbezifferten Forderungsklage i.e.S. Bei Letzterer wird die Beziffe- rung als Ergebnis des Beweisverfahrens nachträglich möglich bzw. zumutbar, wo- bei die klagende Partei entsprechende Begehren auf Edition von Urkunden oder Einvernahmen von Zeugen stellt, die ihr zur notwendigen Information zur Beziffe- rung verhelfen (Markus, a.a.O., N 3 zu Art. 85 ZPO). Sie wird vor diesem Hinter- grund auch als "nachträglich zu beziffernde Forderungsklage aufgrund des Bewei- sergebnisses" bezeichnet (Dorschner, a.a.O., N 2 zu Art. 85 ZPO; Nicolas Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Basel 2014, Rz. 274). Nach korrekter Auffassung der Vorinstanz soll das Beweis- verfahren der Berufungsbeklagten vorliegend ermöglichen, die Triage von ge- schäftsmässig begründeten und unrechtmässigen Transaktionen vorzunehmen und aufgrund dieser Erkenntnisse den Schaden in der zeitlichen Entwicklung fest- zustellen (act. B.1, E. 4 ff .; vorstehend E. 4.4.1, 4.5.1). Erst das Beweisverfahren liefert die Grundlage für die nachträglich von der klagenden Partei vorzunehmende Bezifferung; es dient mithin unmittelbar dem Erkenntnisgewinn (vgl. Gut, a.a.O., Rz. 274; act. A.2, Rz. 63-65). Die Berufung erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.”
“L'action en constatation de droit étant subsidiaire à l'action condamnatoire ou formatrice, elle n'est pas ouverte lorsqu'il est possible d'agir immédiatement en exécution. Le demandeur ne peut en effet prétendre avoir un intérêt digne de protection à la constatation alors qu'il peut exiger immédiatement l'exécution de la prestation dans le cadre d'une action condamnatoire (ATF 135 III 378 consid. 2.4; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 précité, ibidem). L'action en constat n'est ainsi pas ouverte lorsque le demandeur, victime d'un acte illicite dont il ne connaît pas encore suffisamment les conséquences, peut prendre des conclusions non chiffrées conformément à l'art.85 CPC (Bohnet, in Code de procédure civile, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 45 ad art. 88 CPC). Lorsque le demandeur devrait procéder à des investigations lourdes et coûteuses afin de chiffrer ses prétentions, alors que le montant pourra être établi par l'administration des preuves, il peut en effet, en vertu de l'art. 85 CPC, intenter une action en paiement non chiffrée en indiquant une valeur litigieuse minimale provisoire (Bohnet, op. cit., n. 13 ad art. 85 CPC). L'indication du montant précis devra intervenir dès que le demandeur est en état de la fournir, une fois les preuves administrées (Bohnet, op. cit., n. 20 ad art. 85 CPC). 10.4 En l'espèce, l'appelant ne conteste pas que ses prétentions tendant à la prise en compte des frais d'entretien de sa résidence belge dans le cadre des "tax equalizations" 2015 et 2016 étaient susceptibles de faire l'objet d'une action condamnatoire en paiement de la différence d'impôts résultant de ces déductions. Il se limite à faire valoir qu'il n'était pas en mesure de chiffrer ses prétentions en raison de la complexité du calcul, lequel "devrait être effectué en temps voulu par Y______". Ce faisant, l'appelant perd de vue qu'il lui aurait été possible d'intenter, conformément à l'art. 85 CPC, une action en paiement non chiffrée, tendant à la condamnation de l'intimée à prendre en charge la différence d'impôts résultant de ces déductions, en exposant qu'il n'était pas en mesure de chiffrer lui-même ses prétentions et en demandant à pouvoir préciser ses conclusions une fois les preuves administrées.”
“Que le recours à l'action échelonnée n'est pas obligatoire mais peut se révéler opportun (pas besoin de décrire précisément les documents requis; possibilité de faire immédiatement appel du jugement partiel rendu, sans condition de préjudice difficilement réparable imposée au recours contre les ordonnances de preuve), voire nécessaire lorsque la partie adverse ne collabore pas (Bohnet, op. cit., n° 7 et 8 ad art. 85 CPC et les références citées). Que lorsque le gain dont la délivrance est demandée peut être évalué sans qu’il soit nécessaire de rendre à l’encontre du défendeur un jugement partiel le condamnant à fournir les renseignements requis, l’intérêt du demandeur à exercer une action échelonnée disparaît. Que c’est le cas en particulier lorsque le défendeur fournit à l’occasion de l’administration des preuves les documents requis par le demandeur dans sa conclusion. Cependant, si le demandeur conteste que les documents déposés correspondent aux documents requis, l’intérêt subsiste, et le tribunal doit se prononcer sur la conclusion en reddition de comptes (Bohnet, op. cit. n° 10 ad art. 85 CPC). Que l'action en remise de gain fondée sur les art. 9 al. 3 LCD et 423 al. 1 CO implique un droit à la reddition de comptes (ATF 144 III 43 consid. 4.2 = JdT 2018 II 207). Que le juge peut simplifier le procès en limitant la procédure à des questions ou des conclusions déterminées (art. 125 let. a CPC). ** Qu'en l'espèce, la courte explication fournie par la demanderesse à l'audience de débats d'instruction à l'appui de ses conclusions II et III, ainsi que l'évocation de leur éventuelle irrecevabilité par les défendeurs, ne permettent pas de trancher la question de leur qualification (action échelonnée ou réquisition de preuve dans le cadre d'une demande non chiffrée), de leur recevabilité et de leur instruction. Que la suite des débats d'instruction ordonnée supra sera par conséquent également consacrée à ces questions à la lumière des principes rappelés ci-dessus. Qu'il découle de ce qui précède que les conclusions I, V et VI (partiellement) seront vraisemblablement en état d'être jugées après l'administration des preuves par interrogatoire des parties alors que le sort de la conclusion III ne pourra être tranché qu'après éclaircissement et décision sur la qualification et la suite à donner à la conclusion II, puis, cas échéant, reddition de comptes.”
“La seconda ipotesi ritenuta dalla dottrina è l’irragionevolezza dell’esigenza di stabilire d’entrata l’importo della pretesa creditoria da parte dell’attore che potrebbe derivare dalla necessità di investigazioni complesse e costose (si pensi all’esecuzione di perizie per stabilire l’importo del danno) mentre l’amministrazione delle prove processuali condurrebbe a tale determinazione. Il legislatore, su questi aspetti, ha ripreso la giurisprudenza federale precedente il CPC (DTF 112 Ib 334) per cui all’attore era possibile postulare la condanna della parte convenuta senza cifrare le pretese, menzionando semplicemente un importo minimo per determinare il valore litigioso (Bohnet, op. cit. ad art. 85, n. 14 p. 315). La dottrina è divisa sul punto di sapere se, conclusioni cifrate, possano essere formulate alla fine della procedura istruttoria o se, comunque, sia necessario cifrare la pretesa inizialmente (in merito si vedano Nicolas Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, specie n. 131 e rinvii nonché Sabine Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, N. 547 ff.). Questo Tribunale cantonale delle assicurazioni si è già chinato sull’aspetto della quantificazione delle richieste di condanna formulate dall’attore nella STCA”
“Titels der Zivilprozessordnung unter die Bestimmung (Sterchi, Berner Komm., Bern 2012, Art. 107 ZPO N 11 und 12; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2021, Art. 107 ZPO N 8; Tappy, Commentaire romand Code de procédure civile [Hrsg. Bohnet/Haldy/Jeandin/Schweizer/Tappy], Bâle 2019, Art. 107 ZPO N 21). Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um vermögensrechtliche oder nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten handelt (Gasser/Rickli, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 107 ZPO N 2). Auch bei den Abänderungsverfahren nach Art. 129 ZGB und Art. 286 ZGB handelt es sich um familienrechtliche Verfahren (vgl. Art. 284 ZPO; Sterchi, a.a.O., Art. 107 ZPO N 11). Bedarf eine Partei Angaben über die wirtschaftliche Situation der anderen Partei, um einen allfälligen Abänderungsanspruch zu prüfen, so kann sie sich auf prozessuale Editions- und Auskunftspflichten stützen, eine unbezifferte Forderungsklage erheben und die Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens vornehmen (vgl. Art. 85 ZPO). Soweit es ihr möglich ist, kann sie auch ein beziffertes Rechtsbegehren stellen und die Edition von Unterlagen zu Beweiszwecken beantragen. Will die Partei aber vorerst nur die Prozesschancen abklären, wird sie ihr Editionsbegehren regelmässig im Rahmen eines Verfahrens um vorsorgliche Beweisführung stellen. Weder unverheiratete noch geschiedene Parteien können sich dabei auf den materiell-rechtlichen Auskunftsanspruch nach Art. 170 ZGB berufen. Insofern werden für sämtliche vorgenannten Rechtsbehelfe rechtsgenügende Behauptungen vorausgesetzt, welche Tatsachen durch die zu edierenden Urkunden bewiesen werden sollen (vgl. Maier, Rechtsbehelfe zur Informationsbeschaffung im Ehegüterrecht bei strittigen Scheidungen, in: ZZZ 51/2020, S. 193 ff.).”
Unbezifferte Genugtuungsbegehren sind nur zulässig, wenn die klagende Partei darlegt, dass es ihr unmöglich oder unzumutbar ist, den geforderten Geldbetrag bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Ein blosses Anrufen des Ermessens des Gerichts bei der Bemessung der Genugtuung rechtfertigt den Verzicht auf eine Bezifferung nicht.
“Forderungen aus Staatshaftung werden auf dem Weg des Zivilprozesses von den ordentlichen Gerichten entschieden (§ 6 Abs. 1 HG). Gemäss Art. 202 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) wird das Verfahren durch ein Schlichtungsgesuch eingeleitet. Im Schlichtungsgesuch sind die Gegenpartei, das Rechtsbegehren und der Streitgegenstand zu bezeichnen (Art. 202 Abs. 2 ZPO). Das Rechtsbegehren muss so bestimmt gefasst werden, dass die beklagte Partei in die Lage versetzt wird, sich eine Vorstellung davon zu machen, was die klagende Partei von ihr will. Schlichtungsgesuche, mit denen die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt wird, erfüllen dieses Erfordernis grundsätzlich nur, wenn der Geldbetrag beziffert ist (Art. 84 Abs. 2 ZPO; AGE DG.2016.16 vom 14. November 2016 E. 3, DG.2016.12 vom 14. November 2016 E. 3). Unbezifferte Rechtsbegehren sind in solchen Fällen nur zulässig, wenn es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Indem der Kindsvater Genugtuung beantragt, verlangt er die Bezahlung eines Geldbetrags. Diesen beziffert er nicht. Ein Grund, weshalb ihm dies noch nicht möglich oder zumutbar sein sollte, wird von ihm nicht geltend gemacht und ist nicht ersichtlich. Dass das Gericht bei der Bemessung einer Genugtuung über Rechtsfolgeermessen verfügt, stellt keinen hinreichenden Grund für den Verzicht auf eine Bezifferung dar (Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zur ZPO, Zürich 2021, Art. 85 N 6; vgl. BGE 131 III 243 E. 5.1 f.). Damit genügt das unbezifferte Rechtsbegehren des Kindsvaters den gesetzlichen Anforderungen nicht. Auf das Begehren um Genugtuung aus Staatshaftung ist folglich mangels eines hinreichend bezifferten Rechtsbegehrens nicht einzutreten (vgl. AGE DG.2016.16 vom 14. November 2016 E. 3, DG.2016.12 vom 14. November 2016 E. 3, ZB.2012.52 vom 29. Mai 2013 E. 1.1.1). Im Übrigen wäre das Begehren aus den nachstehenden Gründen (vgl. unten E. 1.3) abzuweisen, wenn darauf einzutreten wäre.”
“Forderungen aus Staatshaftung werden auf dem Weg des Zivilprozesses von den ordentlichen Gerichten entschieden (§ 6 Abs. 1 HG). Gemäss Art. 202 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) wird das Verfahren durch ein Schlichtungsgesuch eingeleitet. Im Schlichtungsgesuch sind die Gegenpartei, das Rechtsbegehren und der Streitgegenstand zu bezeichnen (Art. 202 Abs. 2 ZPO). Das Rechtsbegehren muss so bestimmt gefasst werden, dass die beklagte Partei in die Lage versetzt wird, sich eine Vorstellung davon zu machen, was die klagende Partei von ihr will. Schlichtungsgesuche, mit denen die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt wird, erfüllen dieses Erfordernis grundsätzlich nur, wenn der Geldbetrag beziffert ist (Art. 84 Abs. 2 ZPO; AGE DG.2016.16 vom 14. November 2016 E. 3, DG.2016.12 vom 14. November 2016 E. 3). Unbezifferte Rechtsbegehren sind in solchen Fällen nur zulässig, wenn es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Indem der Kindsvater Genugtuung beantragt, verlangt er die Bezahlung eines Geldbetrags. Diesen beziffert er nicht. Ein Grund, weshalb ihm dies noch nicht möglich oder zumutbar sein sollte, wird von ihm nicht geltend gemacht und ist nicht ersichtlich. Dass das Gericht bei der Bemessung einer Genugtuung über Rechtsfolgeermessen verfügt, stellt keinen hinreichenden Grund für den Verzicht auf eine Bezifferung dar (Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zur ZPO, Zürich 2021, Art. 85 N 6; vgl. BGE 131 III 243 E. 5.1 f.). Damit genügt das unbezifferte Rechtsbegehren des Kindsvaters den gesetzlichen Anforderungen nicht. Auf das Begehren um Genugtuung aus Staatshaftung ist folglich mangels eines hinreichend bezifferten Rechtsbegehrens nicht einzutreten (vgl. AGE DG.2016.16 vom 14. November 2016 E. 3, DG.2016.12 vom 14. November 2016 E. 3, ZB.2012.52 vom 29. Mai 2013 E. 1.1.1). Im Übrigen wäre das Begehren aus den nachstehenden Gründen (vgl. unten E. 1.3) abzuweisen, wenn darauf einzutreten wäre.”
Nur bezifferte Schlussanträge unterbrechen regelmässig die Verjährung für den jeweils geltend gemachten Betrag. Art. 85 ZPO bildet eine Ausnahme, indem eine unbezifferte Forderungsklage mit Angabe eines vorläufigen Mindestwerts zulässig ist; grundsätzlich besteht bei unbezifferten Klagen jedoch das Risiko des Verjährungsverlusts, weshalb nach Abschluss des Beweisverfahrens bzw. nach Auskunftserteilung eine Bezifferung vorzunehmen ist, um die Unterbrechung der Verjährung sicherzustellen.
“Les conclusions qui, selon l'art. 82 al. 1 2e phr. CPC, doivent être prises dans la requête d'appel en cause sont les mêmes que celles que l'appelant fera valoir dans la demande d'appel en cause elle-même (ATF 147 III 166 consid. 3.3.2; 146 III 290 consid. 4.3.1). Comme pour toute action tendant au paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC), les conclusions doivent être chiffrées. Si le Tribunal fédéral a imposé cette exigence de chiffrer les conclusions, c'est notamment parce que, sous réserve du cas de l'art. 85 CPC, seules des conclusions chiffrées sont susceptibles d'interrompre la prescription, et ce pour le montant qui y est réclamé (art. 135 ch. 2 CO; ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; 122 III 195 consid. 9c in fine). Cette exigence stricte de procédure est manifestement dans l'intérêt du créancier - l'appelant en cause -, dont les droits risquent sans cela de se prescrire (en particulier lorsque le délai est de courte durée) (ATF 147 III 166 consid. 3.3.2; 142 III 102 consid. 5.3.2 in fine), à moins qu'il n'ait interrompu la prescription par un autre moyen idoine. Il semble que cet avantage ait échappé à la doctrine, qui s'est focalisée sur les frais de l'appel en cause, alors que les conclusions prises peuvent être réduites en tout temps en cours de procédure, notamment en fonction du résultat de l'administration des preuves (cf. projet d'art. 82 al. 1 3e phr. et Message relatif à la modification du Code de procédure civile [Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit] du 26 février 2020, in FF 2020 2607 ss, p.”
“Les conclusions qui, selon l'art. 82 al. 1 2e phr. CPC, doivent être prises dans la requête d'appel en cause sont les mêmes que celles que l'appelant fera valoir dans la demande d'appel en cause elle-même (ATF 147 III 166 consid. 3.3.2; 146 III 290 consid. 4.3.1). Comme pour toute action tendant au paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC), les conclusions doivent être chiffrées. Si le Tribunal fédéral a imposé cette exigence de chiffrer les conclusions, c'est notamment parce que, sous réserve du cas de l'art. 85 CPC, seules des conclusions chiffrées sont susceptibles d'interrompre la prescription, et ce pour le montant qui y est réclamé (art. 135 ch. 2 CO; ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; 122 III 195 consid. 9c in fine). Cette exigence stricte de procédure est manifestement dans l'intérêt du créancier - l'appelant en cause -, dont les droits risquent sans cela de se prescrire (en particulier lorsque le délai est de courte durée) (ATF 147 III 166 consid. 3.3.2; 142 III 102 consid. 5.3.2 in fine), à moins qu'il n'ait interrompu la prescription par un autre moyen idoine. Il semble que cet avantage ait échappé à la doctrine, qui s'est focalisée sur les frais de l'appel en cause, alors que les conclusions prises peuvent être réduites en tout temps en cours de procédure, notamment en fonction du résultat de l'administration des preuves (cf. projet d'art. 82 al. 1 3e phr. et Message relatif à la modification du Code de procédure civile [Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit] du 26 février 2020, in FF 2020 2607 ss, p.”
“Les conclusions qui, selon l'art. 82 al. 1, 2e phrase, CPC, doivent être prises dans la requête d'appel en cause, sont les mêmes que celles que l'appelant fera valoir dans la demande d'appel en cause elle-même (ATF 146 III 290 consid. 4.3.1). Comme pour toute action tendant au paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC), les conclusions doivent être chiffrées. Si le Tribunal fédéral a imposé cette exigence de chiffrer les conclusions, c'est notamment parce que, sous réserve du cas de l'art. 85 CPC, seules des conclusions chiffrées sont susceptibles d'interrompre la prescription, et ce pour le montant qui y est réclamé (art. 135 ch. 2 CO; ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; ATF 122 III 195 consid. 9c in fine). Cette exigence stricte de procédure est manifestement dans l'intérêt du créancier - appelant en cause -, dont les droits risquent sans cela de se prescrire (en particulier lorsque le délai est de courte durée) (ATF 142 III 102 consid. 5.3.2 in fine), à moins qu'il n'ait interrompu la prescription par un autre moyen idoine. Il semble que cet avantage ait échappé à la doctrine, qui s'est focalisée sur les frais de l'appel en cause alors que les conclusions prises peuvent être réduites en tout temps en cours de procédure, notamment en fonction du résultat de l'administration des preuves (cf. projet d'art. 82 al. 1, 3e phrase, CPC et Message du 26 février 2020 relatif à la modification du Code de procédure civile [Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit], FF 2020 2607 ss, p.”
Sind die zur Bezifferung erforderlichen Angaben in der Sphäre der Gegenpartei oder Dritter, kann der Kläger die Klage zunächst unbeziffert oder mit einem Mindestbetrag einreichen. Die konkrete Bezifferung hat er nachzuholen, sobald er nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Gegenpartei dazu in der Lage ist (vgl. die Rechtsprechung und Lehre zu Art. 85 Abs. 2 ZPO).
“Que cette conclusion est suivie d'une conclusion III visant à la condamnation des défendeurs à verser à la demanderesse un montant à titre de remise du gain réalisé en lien avec l'utilisation du signe "B______", montant qui devrait être déterminé ultérieurement sur la base des renseignements fournis en exécution de la conclusion précédente, mais dont la valeur minimale ne serait pas inférieure à 10'000 fr. Que la demande ne contient aucun allégué, ni aucune explication ou motivation concernant ces conclusions. Qu'au cours des débats d'instruction, la demanderesse a soutenu qu'elles devaient être traitées comme une action échelonnée. Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers. Que dans un tel cas, l'art. 85 CPC offre au demandeur l'option entre requérir la production de preuves de la partie adverse dans le cadre de l'administration des preuves, soit intenter une action dite échelonnée. Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves.”
“Die Nichtbezifferung des Rechtsbegehrens sei kein dauerhaftes Merkmal; die Bezifferung werde nach dem Beweisverfahren oder nach der Auskunftserteilung durch die Beklagte nachgeholt (E. 1.5.5 und 1.5.6). Im vorliegenden Fall habe die Beauftragte nach dem Zerwürfnis der Parteien im Frühling 2016 dem Auftraggeber eine Abrechnung zugestellt, wonach er ihr EUR 200'449.15 schulde. Im 2018 habe sie diesen Betrag auf EUR 263'426. erhöht. Für den Auftraggeber hätten beide Abrechnungen diverse Unstimmigkeiten aufgewiesen, so beim Anfangsbetrag, beim Kaufpreis des Bilds von Christopher Wool, der Zahlung an D____ und anderen Abzügen. Aufgrund dieser Unstimmigkeiten seien die beiden Abrechnungen für den Kläger eine ungeeignete Basis für eine Bezifferung gewesen. Die genauen Berechnungsgrundlagen wie Originalrechnungen der Kunstkäufe oder allfällige weitere Vereinbarungen mit dem Auftraggeber befänden sich in der Sphäre der Beauftragten. Damit sei die genaue Bezifferung der Forderung durch den Kläger unmöglich oder unzumutbar (E. 1.5.7). Gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO sei die Bezifferung nachzuholen, sobald der Kläger nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Beklagte dazu in der Lage sei. Mit der Eingabe vom 14. Juli 2020 habe der Gläubiger sein primäres Rechtsbegehren mit EUR 495'872. beziffert. Damit habe er sein Rechtsbegehren vor Abschluss des Beweisverfahrens und somit rechtzeitig beziffert (E. 1.5.8 und 1.5.9). Für den Fall, dass der Gläubiger nicht zur Einreichung einer unbezifferten Klage berechtigt gewesen sei, führte das Zivilgericht in einer Eventualbegründung aus, dass er seine maximale Forderung rechtzeitig im Rahmen des ordentlichen Schriftenwechsels auf EUR 587'584. beziffert habe (E. 1.5.10). Zusammenfassend hielt das Zivilgericht fest, es sei dem Gläubiger zu Beginn des Verfahrens unmöglich oder unzumutbar gewesen, seine Forderung zu beziffern. Damit sei auf die unbeziffert eingereichte Forderungsklage einzutreten (E. 1.6 und 1.7). Die Beauftragte macht in ihrer Berufung geltend, das Zivilgericht sei zu Unrecht auf die unbezifferte Forderungsklage eingetreten.”
“56 ZPO) hat der Richter einen unbeholfenen Ehegatten spätestens nach Vorliegen der benötigten Informationen und Unterlagen zur Bezifferung seines Begehrens aufzufordern. Bei anwaltlich vertretenen Parteien ist die Fragepflicht jedoch eingeschränkt (Sarbach, OFK-ZPO, Art. 56 N 2). Sollte der gesuchstellenden Partei eine Bezifferung der Unterhaltsforderung nicht möglich oder unzumutbar sein, weil zuverlässige Angaben über das Einkommen und das Vermögen des anderen Ehegatten fehlen, hat sie grundsätzlich bereits zu Beginn des Prozesses einen Mindestbetrag zu nennen (Art. 85 Abs. 1 ZPO; - 11 - differenzierend für das Scheidungs- und wohl auch Eheschutzverfahren: Stalder, Rechtsbegehren in familienrechtlichen Verfahren, FamPra.ch 2014, S. 56 f.). Die Forderung ist zu beziffern, sobald der sie beantragende Ehegatte nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch den anderen Ehegat- ten dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO).”
Erfolgt eine nachträgliche Bezifferung der Klage, richten sich die endgültigen Kosten- und Entschädigungsfolgen nach diesem nachträglich festgelegten Streitwert.
“50 ergibt sich aus der Summe der Rechnungen der monatlichen Kindesschutzmassnahmen für den Zeitraum von November 2020 bis März 2022 (pag. 7, S. 5 der Klage). Wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält, handelt es sich bei diesem Betrag nicht um den Mindestwert der Klage, sondern um die aufgelaufenen Massnahmenkosten, welche den Maximalwert der Klage darstellen. Die Beteiligung der Kindseltern an den Massnahmenkosten wird anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet. Weil die Kindseltern zu ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit keine Angaben gemacht haben, war es für den Beschwerdeführer erst nach Abschluss des Beweisverfahrens möglich, die Unterhaltsklage zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – nach diesem nachträglich bezifferten Streitwert (Sophie Dorschner, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2017, N. 15 und N. 18 zu Art. 85 ZPO; Daniel Füllemann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 85 ZPO). Im Entscheid vom 22. November 2022 hat die Vorinstanz den Kindsvater dazu verurteilt, an die aufgelaufenen Massnahmenkosten seiner Tochter CHF 4'388.00 zu bezahlen (vgl. E. 2 oben). Damit ist sie dem nachträglich bezifferten Antrag des Beschwerdeführers vollumfänglich gefolgt, weshalb der Beschwerdeführer als vollständig obsiegend gilt.”
“Der Betrag von CHF 159'394.50 ergibt sich aus der Summe der Rechnungen der monatlichen Kindesschutzmassnahmen für den Zeitraum von November 2020 bis März 2022 (pag. 7, S. 5 der Klage). Wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält, handelt es sich bei diesem Betrag nicht um den Mindestwert der Klage, sondern um die aufgelaufenen Massnahmenkosten, welche den Maximalwert der Klage darstellen. Die Beteiligung der Kindseltern an den Massnahmenkosten wird anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet. Weil die Kindseltern zu ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit keine Angaben gemacht haben, war es für den Beschwerdeführer erst nach Abschluss des Beweisverfahrens möglich, die Unterhaltsklage zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – nach diesem nachträglich bezifferten Streitwert (Sophie Dorschner, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2017, N. 15 und N. 18 zu Art. 85 ZPO; Daniel Füllemann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 85 ZPO). Im Entscheid vom 22. November 2022 hat die Vorinstanz den Kindsvater dazu verurteilt, an die aufgelaufenen Massnahmenkosten seiner Tochter CHF 4'388.00 zu bezahlen (vgl. E. 2 oben). Damit ist sie dem nachträglich bezifferten Antrag des Beschwerdeführers vollumfänglich gefolgt, weshalb der Beschwerdeführer als vollständig obsiegend gilt.”
Grundsatz: Geldleistungsklagen sind grundsätzlich zu beziffern. Art. 85 Abs. 1 ZPO gestattet ausnahmsweise eine unbezifferte Forderungsklage (ein temporärer Bezifferungsaufschub), wenn es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar ist, die Forderung zu Prozessbeginn zu beziffern; in diesem Fall ist ein Mindeststreitwert als vorläufiger Streitwert anzugeben.
“Die richtige, gehörige Klageeinleitung gilt als Prozessvoraussetzung. Hierzu gehört das Stellen eines zulässigen Rechtsbegehrens. Inhaltlich muss ein Rechts- begehren genügend bestimmt sein. Leistungsklagen auf Geld sind zudem in der Regel zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Für eine richtige Klageeinleitung bei einer auf Geld gerichteten Leistungsklage liegt somit grundsätzlich ein zulässiges Rechtsbegehren vor, wenn dieses beziffert ist. Die Anforderung der Bezifferung gilt allerdings nicht absolut, sondern hat in Form der unbezifferten Forderungskla- ge eine Ausnahme erfahren. Nach Art. 85 Abs. 1 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumut- bar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Sie muss dabei einen Mindeststreitwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Damit wird ein temporärer Bezifferungsaufschub zugelassen. Die Prüfung der Bestimmt- heit bzw. der Bezifferung wird zeitlich nach hinten verschoben. Mit anderen Wor- ten definiert Art. 85 Abs. 1 ZPO, unter welchen Bedingungen auch ein unbeziffer- ter Antrag ein zulässiges Rechtsbegehren darstellt (BGE 140 III 409 E. 4.3 f .; fer- ner BGer 4A_375/2015 v.”
“Die richtige, gehörige Klageeinleitung gilt als Prozessvoraussetzung. Hierzu gehört das Stellen eines zulässigen Rechtsbegehrens. Inhaltlich muss ein Rechts- begehren genügend bestimmt sein. Leistungsklagen auf Geld sind zudem in der Regel zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Für eine richtige Klageeinleitung bei einer auf Geld gerichteten Leistungsklage liegt somit grundsätzlich ein zulässiges Rechtsbegehren vor, wenn dieses beziffert ist. Die Anforderung der Bezifferung gilt allerdings nicht absolut, sondern hat in Form der unbezifferten Forderungskla- ge eine Ausnahme erfahren. Nach Art. 85 Abs. 1 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumut- bar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Sie muss dabei einen Mindeststreitwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Damit wird ein temporärer Bezifferungsaufschub zugelassen. Die Prüfung der Bestimmt- heit bzw. der Bezifferung wird zeitlich nach hinten verschoben. Mit anderen Wor- ten definiert Art. 85 Abs. 1 ZPO, unter welchen Bedingungen auch ein unbeziffer- ter Antrag ein zulässiges Rechtsbegehren darstellt (BGE 140 III 409 E. 4.3 f .; fer- ner BGer 4A_375/2015 v.”
“Die richtige, gehörige Klageeinleitung gilt als Prozessvoraussetzung. Hierzu gehört das Stellen eines zulässigen Rechtsbegehrens. Inhaltlich muss ein Rechts- begehren genügend bestimmt sein. Leistungsklagen auf Geld sind zudem in der Regel zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Für eine richtige Klageeinleitung bei einer auf Geld gerichteten Leistungsklage liegt somit grundsätzlich ein zulässiges Rechtsbegehren vor, wenn dieses beziffert ist. Die Anforderung der Bezifferung gilt allerdings nicht absolut, sondern hat in Form der unbezifferten Forderungskla- ge eine Ausnahme erfahren. Nach Art. 85 Abs. 1 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumut- bar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Sie muss dabei einen Mindeststreitwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Damit wird ein temporärer Bezifferungsaufschub zugelassen. Die Prüfung der Bestimmt- heit bzw. der Bezifferung wird zeitlich nach hinten verschoben. Mit anderen Wor- ten definiert Art. 85 Abs. 1 ZPO, unter welchen Bedingungen auch ein unbeziffer- ter Antrag ein zulässiges Rechtsbegehren darstellt (BGE 140 III 409 E. 4.3 f .; fer- ner BGer 4A_375/2015 v.”
Art. 85 Abs. 2 ZPO regelt lediglich das Timing und die Pflicht des Klägers, seine Forderung nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Erteilung von Auskünften zu beziffern. Die Vorschrift betrifft nicht das Nachbringen neuer Tatsachen, wofür Art. 229 ZPO relevant ist. Stehen die für eine Bezifferung notwendigen Informationen bei der Gegenpartei oder bei Dritten, kann der Kläger anfänglich eine nicht bezifferte Klage mit einer vorläufigen Mindestwertangabe einreichen und die Bezifferung erst vornehmen, sobald ihm die erforderlichen Auskünfte bzw. Beweiserhebungen vorliegen.
“Que cette conclusion est suivie d'une conclusion III visant à la condamnation des défendeurs à verser à la demanderesse un montant à titre de remise du gain réalisé en lien avec l'utilisation du signe "B______", montant qui devrait être déterminé ultérieurement sur la base des renseignements fournis en exécution de la conclusion précédente, mais dont la valeur minimale ne serait pas inférieure à 10'000 fr. Que la demande ne contient aucun allégué, ni aucune explication ou motivation concernant ces conclusions. Qu'au cours des débats d'instruction, la demanderesse a soutenu qu'elles devaient être traitées comme une action échelonnée. Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers. Que dans un tel cas, l'art. 85 CPC offre au demandeur l'option entre requérir la production de preuves de la partie adverse dans le cadre de l'administration des preuves, soit intenter une action dite échelonnée. Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves. Que dans le second cas, qui présuppose que le demandeur dispose d’un droit matériel à l’information, il intente une action dans laquelle une conclusion en reddition de comptes (qui pourrait aussi être indépendante et que le juge peut dans tous les cas décider de traiter dans un premier temps selon l’art.”
“Que cette conclusion est suivie d'une conclusion III visant à la condamnation des défendeurs à verser à la demanderesse un montant à titre de remise du gain réalisé en lien avec l'utilisation du signe "B______", montant qui devrait être déterminé ultérieurement sur la base des renseignements fournis en exécution de la conclusion précédente, mais dont la valeur minimale ne serait pas inférieure à 10'000 fr. Que la demande ne contient aucun allégué, ni aucune explication ou motivation concernant ces conclusions. Qu'au cours des débats d'instruction, la demanderesse a soutenu qu'elles devaient être traitées comme une action échelonnée. Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers. Que dans un tel cas, l'art. 85 CPC offre au demandeur l'option entre requérir la production de preuves de la partie adverse dans le cadre de l'administration des preuves, soit intenter une action dite échelonnée. Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves.”
In Massnahmeverfahren kann das Fehlen eines Mindestwerts bei einer unbezifferten Forderungsklage dazu führen, dass auf das Begehren nicht eingetreten bzw. das Gesuch abgewiesen wird (vgl. HE230126). Bei Begehren um Rechnungslegung ist Art. 85 Abs. 1 ZPO analog anzuwenden: Die klagende Partei ist zu einer Bezifferung anzuhalten (mit Vorbehalt einer Korrektur nach Art. 91 Abs. 2 ZPO), und der angegebene Mindestwert gilt als vorläufiger Streitwert (vgl. LA200031).
“Darüber hinaus drängen sich verschiedene Bemerkungen zu den einzelnen Rechtsbegeh- ren auf: - Rechtsbegehren Ziffer 3: In der Begründung des Gesuchs wird nicht darge- tan, wer wann gegenüber wem geäussert haben soll, dass die Gesuchstelle- rin vor dem Konkurs stehe oder ohne Bewilligung arbeite. - Rechtsbegehren Ziffer 4: In der Begründung des Gesuchs wird nicht darge- tan, wie die Gesuchsgegner 1-6, die zwischenzeitlich die Gesuchstellerin verlassen haben, in der Lage sein sollen, von Kunden- und Mitarbeiterdos- siers Scans oder Ähnliches zu erstellen. - Rechtsbegehren Ziffer 8 und 9: Gegenstand des Massnahmeverfahrens sind grundsätzlich nur Regelungs- und Sicherungsmassnahmen. Leistungs- massnahmen kommen höchstens ausnahmsweise und unter strengen Vo- raussetzungen in Frage (BGE 138 III 378 E. 6.4 S. 381 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall würde die Zusprechung von Schadenersatz in einem Mas- snahmeverfahren auf eine vorgezogene Vollstreckung hinauslaufen, was nicht möglich ist. Sofern die Gesuchstellerin eine unbezifferte Forderungs- klage erheben wollte, würde es überdies an einem Mindestwert fehlen (Art. 85 Abs. 1 ZPO). e. Aus den genannten Gründen fehlt es an einem glaubhaft gemachten Haupt- sachenanspruch. Das Massnahmegesuch ist bereits aus diesem Grund abzuwei- sen.”
“Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Lautet das Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte Geldsumme, so setzt das Gericht den Streitwert fest, sofern sich die Parteien darüber nicht einigen oder ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Bei Begehren um Rechnungslegung ist Art. 85 Abs. 1 ZPO analog anzuwenden. Die klagende Par- tei ist zu einer Bezifferung anzuhalten, allerdings unter Vorbehalt der Korrektur im Sinne von Art. 91 Abs. 2 ZPO (Diggelmann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2016, Art. 91 N 25). Der Mindestwert gilt als vorläufiger Streitwert (Art. 85 Abs. 1 ZPO).”
Art. 85 Abs. 2 ZPO verpflichtet den Kläger, seine Forderung zu beziffern, sobald er dazu in der Lage ist (nach Erhalt der erforderlichen Informationen oder nach Durchführung der Beweisaufnahme). Der zuvor angegebene Mindeststreitwert dient vorläufig zur Bestimmung der sachlichen Zuständigkeit, der anwendbaren Verfahrensart und zur Festsetzung der Kostenvorschüsse. Die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts bleibt erhalten, auch wenn der Streitwert danach die sachliche Zuständigkeit übersteigt.
“Que cette conclusion est suivie d'une conclusion III visant à la condamnation des défendeurs à verser à la demanderesse un montant à titre de remise du gain réalisé en lien avec l'utilisation du signe "B______", montant qui devrait être déterminé ultérieurement sur la base des renseignements fournis en exécution de la conclusion précédente, mais dont la valeur minimale ne serait pas inférieure à 10'000 fr. Que la demande ne contient aucun allégué, ni aucune explication ou motivation concernant ces conclusions. Qu'au cours des débats d'instruction, la demanderesse a soutenu qu'elles devaient être traitées comme une action échelonnée. Qu'elle souhaitait que la reddition de comptes requise soit ordonnée immédiatement, parallèlement à l'administration des preuves. Que les défendeurs ont émis des doutes sur la recevabilité de ces conclusions. ** Qu'à teneur de l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; qu'il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Qu'une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). Que l'art. 85 al. 2 CPC ne porte que sur les modalités selon lesquelles le demandeur doit chiffrer ses conclusions. Qu'il ne règle pas la question de l’apport de faits non encore allégués et découverts par le demandeur grâce à l’administration des preuves, qui relève de l'art. 229 CPC (Bohnet, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 22 ad art. 85 CPC). Qu'il est impossible pour le demandeur de chiffrer ses prétentions d'entrée de cause au sens de l'art. 85 al. 1 CPC lorsque les informations lui permettant d’en articuler le montant sont en mains du défendeur ou d’un tiers. Que dans un tel cas, l'art. 85 CPC offre au demandeur l'option entre requérir la production de preuves de la partie adverse dans le cadre de l'administration des preuves, soit intenter une action dite échelonnée. Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves. Que dans le second cas, qui présuppose que le demandeur dispose d’un droit matériel à l’information, il intente une action dans laquelle une conclusion en reddition de comptes (qui pourrait aussi être indépendante et que le juge peut dans tous les cas décider de traiter dans un premier temps selon l’art.”
“Le pouvoir d’examen de la Chambre des recours civile est donc limité à l’arbitraire s’agissant des faits retenus par l’autorité précédente (TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2 et les références citées). 4. 4.1 La recourante se plaint du fait que l’autorité de première instance ait déclaré sa demande en augmentation des conclusions irrecevable, au motif que la procédure était désormais, à la suite de l’augmentation de la valeur litigieuse, soumise à la procédure ordinaire, applicable aux litiges supérieurs à 30’000 fr., et non plus à la procédure simplifiée, applicable aux litiges inférieurs à ce montant. Elle reproche au premier juge d’avoir appliqué l’exigence de l’art. 227 al. 1 CPC et violé l’art. 85 al. 2 CPC. 4.2 Selon l’art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée ; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Aux termes de l’art. 85 al. 2 CPC, une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire ; la compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence. L’art. 85 al. 1, 2e phrase, CPC impose au demandeur d’indiquer un montant minimal à titre de valeur litigieuse provisoire. Ce montant provisoire sert à déterminer la compétence matérielle du tribunal lorsqu’elle dépend de la valeur litigieuse, la procédure applicable ainsi qu’à fixer le montant de l’avance de frais (Chabloz et al., Petit commentaire, CPC, Bâle 2021, n. 16 ad art. 85 CPC et les références citées). Il incombe au demandeur de chiffrer sa conclusions dès qu’il est en état de le faire, soit dès qu’il a obtenu les informations requises ou une fois que les preuves ont été administrées ; le demandeur se borne à préciser ses conclusions et ne procède pas à une modification de la demande au sens de l’art. 227 CPC (Chabloz et al.”
Kann die behauptungsbelastete Partei die für eine schlüssige Bezifferung notwendigen Angaben nur schwer machen, weil diese Informationen primär der Gegenpartei zugänglich sind oder spezielles Fachwissen erfordern, können detailliertere Bezifferungen erst nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung erwartet werden (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die behauptungsbelastete Partei muss indessen zumindest darlegen, welche konkreten Angaben von der Gegenpartei erforderlich sind oder nach welchen Kriterien die Bezifferung vorzunehmen wäre, und darauf hinweisen, inwiefern ihr das erforderliche Fachwissen fehlt; gegebenenfalls ist ein Gutachten zu beantragen.
“Zwar sind Fälle denkbar, in denen das Aufstellen von schlüssigen Behauptungen dadurch erschwert wird, dass nur die Gegenpartei die dazu notwendigen Informationen kennt (vgl. BGE 115 II 1 E. 4; 133 III 43 E. 4.1) oder dazu Fachwissen nötig wäre, über das die behauptungsbelastete Partei nicht verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_412/2019 vom 27. April 2020 E. 7.4.2.1). In derartigen Fällen können detaillierte Angaben erst nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Gegenpartei (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO) erwartet werden. Das Beweisverfahren dient zwar nicht dazu, fehlende Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (BGE 144 III 67 E. 2.1). Jedoch kann von der behauptungsbelasteten Partei vernünftigerweise nicht verlangt werden, dass sie vor der Durchführung eines Beweisverfahrens die entscheidrelevanten technischen Aspekte bis ins letzte Detail darlegt, würde dies doch die gerichtliche Durchsetzung der Ansprüche faktisch verunmöglichen (zit. Urteil 4A_412/2019 E. 7.4.2.1). Selbst wenn man zu Gunsten der Beschwerdeführerinnen annehmen wollte, es handle sich hier um einen derartigen Fall, hätte die Architektin in ihrem Tatsachenvortrag aber zumindest darlegen müssen, welche Angaben der Beschwerdegegnerin für eine schlüssige Behauptung der Ohnehin-Kosten nötig wären oder nach welchen Kriterien die Ohnehin-Kosten auszuscheiden wären und inwiefern ihr dazu das notwendige Fachwissen fehlt. Diesbezüglich hätte sie ein Gutachten beantragen können. Dass die Beschwerdegegnerin selbst ein Gutachten beantragt hat, hilft nichts, soweit dieses nicht dazu offeriert wurde, die Ausscheidung von Ohnehin-Kosten zu ermöglichen.”
“Zwar sind Fälle denkbar, in denen das Aufstellen von schlüssigen Behauptungen dadurch erschwert wird, dass nur die Gegenpartei die dazu notwendigen Informationen kennt (vgl. BGE 115 II 1 E. 4; 133 III 43 E. 4.1) oder dazu Fachwissen nötig wäre, über das die behauptungsbelastete Partei nicht verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_412/2019 vom 27. April 2020 E. 7.4.2.1). In derartigen Fällen können detaillierte Angaben erst nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Gegenpartei (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO) erwartet werden. Das Beweisverfahren dient zwar nicht dazu, fehlende Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (BGE 144 III 67 E. 2.1). Jedoch kann von der behauptungsbelasteten Partei vernünftigerweise nicht verlangt werden, dass sie vor der Durchführung eines Beweisverfahrens die entscheidrelevanten technischen Aspekte bis ins letzte Detail darlegt, würde dies doch die gerichtliche Durchsetzung der Ansprüche faktisch verunmöglichen (zit. Urteil 4A_412/2019 E. 7.4.2.1). Selbst wenn man zu Gunsten der Beschwerdeführerinnen annehmen wollte, es handle sich hier um einen derartigen Fall, hätte die Architektin in ihrem Tatsachenvortrag aber zumindest darlegen müssen, welche Angaben der Beschwerdegegnerin für eine schlüssige Behauptung der Ohnehin-Kosten nötig wären oder nach welchen Kriterien die Ohnehin-Kosten auszuscheiden wären und inwiefern ihr dazu das notwendige Fachwissen fehlt. Diesbezüglich hätte sie ein Gutachten beantragen können. Dass die Beschwerdegegnerin selbst ein Gutachten beantragt hat, hilft nichts, soweit dieses nicht dazu offeriert wurde, die Ausscheidung von Ohnehin-Kosten zu ermöglichen.”
Im hängigen Scheidungsverfahren kann der Auskunftsanspruch aus Art. 170 ZGB entweder als Hilfsanspruch im Rahmen einer Stufenklage geltend gemacht werden oder in einem selbständigen summarischen Verfahren als vorsorgliche Massnahme begehrt werden. Bildet die Auskunft die Voraussetzung für die Bezifferung und substantiierte Begründung der scheidungsrechtlichen Ansprüche, hat das in der Sache zuständige Gericht einen Teilentscheid nach Art. 85 ZPO zu fällen.
“E. 3.1). Ist ein Scheidungsbegehren hängig, kann der Auskunftsanspruch mithin im Hauptverfahren selber geltend ge- macht werden, und zwar im Sinne einer Stufenklage, mit welcher der Ehegatte als Hilfsanspruch die Edition und Auskunftserteilung gestützt auf Art. 170 ZGB ver- langt. Diesfalls ist der materiell-rechtliche Auskunftsanspruch als Hilfsanspruch mit einem Hauptanspruch betreffend ein zunächst unbestimmtes Rechtsbegehren in der Sache zu verbinden. In der Folge muss das in der Sache zuständige Kollegi- algericht (Art. 5 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]) darüber einen Teilentscheid fällen, falls die Auskunftserteilung Voraussetzung für eine Bezifferung und substantiierte Begründung der scheidungsrechtlichen Ansprüche bildet (Art. 85 ZPO) (vgl. KGer GR ZK1 21 71 v.”
“Jeder Ehegatte kann vom anderen Auskunft über dessen Einkommen, Vermögen und Schulden verlangen (Art. 170 Abs. 1 ZGB). Auf Begehren kann das Gericht den andern Ehegatten oder Dritte verpflichten, die erforderlichen Auskünf- te zu erteilen und die notwendigen Urkunden vorzulegen (Art. 170 Abs. 2 ZGB). Bei Art. 170 ZGB handelt es sich um einen materiell-rechtlichen Informationsan- spruch. Ist ein Scheidungsbegehren hängig, kann der Auskunftsanspruch im Hauptverfahren selber geltend gemacht werden, und zwar im Sinne einer Stufen- klage, mit welcher der Ehegatte als Hilfsanspruch die Edition und Auskunftsertei- lung gestützt auf Art. 170 ZGB verlangt. Diesfalls ist der materiell-rechtliche Aus- kunftsanspruch als Hilfsanspruch mit einem Hauptanspruch betreffend ein zunächst unbestimmtes Rechtsbegehren in der Sache zu verbinden. In der Folge muss das in der Sache zuständige Kollegialgericht (Art. 5 Abs. 1 EGzZPO) darü- ber einen Teilentscheid fällen, falls die Auskunftserteilung Voraussetzung für eine Bezifferung und substantiierte Begründung der scheidungsrechtlichen Ansprüche bildet (Art. 85 ZPO). Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Auskunftsanspruch während des hängigen Scheidungsverfahrens als vorsorgliche Massnahme nach Art. 276 ZPO geltend zu machen. Dies geschieht in einem selbständigen summa- rischen Verfahren (Art. 271 lit. d ZPO), das einzelrichterlich entschieden wird (Art. 4 Abs. 1 lit. a EGzZPO). Der richterliche Entscheid über den Auskunftsanspruch nach Art. 170 ZGB hat materielle Rechtskraft und unterliegt der Realvollstreckung nach Art. 335 ff. ZPO (vgl. BGE 143 III 113 E. 4.3.1; BGer 5A_9/2015 v.”
Die Stufenklage nach Art. 85 ZPO verbindet einen materiellrechtlichen, selbständig durchsetzbaren Auskunfts- bzw. Rechnungslegungsanspruch (erste Stufe) mit einer zunächst unbezifferten Forderungsklage (zweite Stufe). Sie wird insbesondere dann gewählt, wenn die für die Bezifferung der Forderung erforderlichen Informationen beim Beklagten oder einem Dritten liegen oder die Gegenpartei nicht mitwirkt. Die durch die Auskunft oder Beweisführung gewonnenen Informationen ermöglichen der klagenden Partei anschliessend, ihre Forderung zu beziffern.
“Die Streitwertgrenze von CHF 10'000. ist im vorliegenden Fall weit überschritten. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist einzutreten. Zum Entscheid über die vorliegende Berufung ist die Kammer des Appellationsgerichts zuständig (§ 91 Abs. 1 Ziff. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]). Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 310 ZPO). 2. Rechtliche Grundlagen 2.1 Gegenstand der Klage Mit der vorliegenden Berufung wird ein Teilentscheid betreffend die erste Stufe einer Stufenklage angefochten. Bei der Stufenklage verbindet der Kläger eine Leistungsklage betreffend einen materiellrechtlichen, selbständig klagbaren präparatorischen Hilfsanspruch auf Information (Auskunftserteilung, Rechnungslegung, Rechenschaftsablegung) mit einer zunächst unbezifferten Forderungsklage betreffend einen Hauptanspruch (vgl. BGE 140 III 409 E. 4.3; Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Diss. Luzern 2013, Zürich 2013, Rz. 41, 113 f., 119 und 381 f.; Leumann Liebster, Die Stufenklage im schweizerischen Zivilprozessrecht, Diss. Basel 2004, Basel 2005, S. 1721, 116119; Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 85 N 8; Waldmann, Informationsbeschaffung durch Zivilprozess, Diss. Basel 2008, Basel 2009, S. 4350 und 274 f.). Im vorliegenden Fall verbindet der Arbeitnehmer ein Informationsbegehren betreffend den von ihm im Jahr 2017 erzielten Nettoertrag mit einer Leistungsklage auf Bezahlung eines auf dieser Grundlage berechneten Bonus für das Jahr 2017. 2.2 Rechtliche Qualifizierung eines Bonus 2.2.1 Da der Begriff des Bonus im Obligationenrecht nicht definiert ist, ist im Einzelfall zu prüfen, ob es sich dabei um variablen Lohn, eine Gratifikation, auf die der Arbeitgeber Anspruch hat, oder eine Gratifikation, auf die er keinen Anspruch hat, handelt (vgl. BGer 4A_169/2021 vom 18. Januar 2022 E. 3.1, 4A_155/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 3). Die Gratifikation, auf die der Arbeitnehmer keinen Anspruch hat, wird als echte Gratifikation bezeichnet, und diejenige, auf die er einen Anspruch hat, als unechte (Bortolani/Scherer, in: Etter et al.”
“1 CPC prévoit une exception à cette règle, à savoir que, si le demandeur est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (al. 2, 1ère phr.). La jurisprudence et la doctrine admettent que l'art. 85 al. 1 CPC règle à la fois l'action en paiement non chiffrée et l'action échelonnée (Stufenklage), laquelle se caractérise par le fait qu'elle cumule une prétention en reddition de comptes et une prétention en paiement (ATF 142 III 102 consid. 5.3.2 ; ATF 140 III 409 consid. 4.3, SJ 2015 I 19). Les informations obtenues (« échelon 1 ») permettent au demandeur de chiffrer sa conclusion en paiement (« échelon 2 » ; Grobéty / Heinzmann, in Chabloz / Dietschy-Martenet / Heinzmann [éd.], Petit commentaire CPC, Bâle 2020, n. 3 ad. art. 85 CPC et les réf. citées). A la question de savoir dans quels cas le demandeur est dans l'impossibilité de chiffrer ses prétentions ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il faut relever que l'art. 85 al. 1 CPC concrétise la jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral qui avait imposé, à certaines conditions, l'admissibilité de conclusions non chiffrées (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 85 CPC et les autres réf. citées ; Message du Conseil fédéral du 28 juin 2006 relatif au Code de procédure civile suisse, FF 2006 6900). La première hypothèse de l’art. 85 al. 1 CPC, à savoir l’impossibilité pour le demandeur d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention, se réfère aux situations dans lesquelles les informations indispensables à la détermination du montant de la prétention déduite en justice ne pourront être obtenues qu’à la suite de l’administration des preuves, à la fourniture d’informations ou à la reddition des comptes (Grobéty / Heinzmann, op. cit., n. 9 ad. art.”
“Die Beschwerdegegner 1 und 2 ersuchten im vorinstanzlichen Verfahren um Auskunftserteilung und gestützt auf das entsprechende Ergebnis um Erbtei- lung. Sie machten folglich bei der Vorinstanz eine Stufenklage anhängig (act. 2 S. 9). Stufenklagen verbinden ein Hilfsrechtsbegehren auf Informationserteilung (1. Stufe) mit einem Hauptrechtsbegehren auf Leistung desjenigen Betrags, der sich aufgrund dieser Information ergibt (2. Stufe). Der Informationsanspruch muss dabei auf materiellem Recht beruhen und sich theoretisch auch in einem separa- ten Verfahren durchsetzen lassen (BGE 144 III 43 E. 4). Die klagende Partei ver- bindet hier ein privatrechtliches Auskunftsbegehren mit einer unbezifferten Forde- rungsklage im Sinne von Art. 85 ZPO (KUKO ZPO-Oberhammer/Weber,”
“Que dans le premier cas, le demandeur prend une simple conclusion condamnatoire non chiffrée et demande la production des documents en relation avec la reddition de comptes au stade de l’administration des preuves. Que dans le second cas, qui présuppose que le demandeur dispose d’un droit matériel à l’information, il intente une action dans laquelle une conclusion en reddition de comptes (qui pourrait aussi être indépendante et que le juge peut dans tous les cas décider de traiter dans un premier temps selon l’art. 125 CPC) est liée à une conclusion indéterminée en paiement de la somme due; que la seconde conclusion est principale et la première complémentaire. Que le recours à l'action échelonnée n'est pas obligatoire mais peut se révéler opportun (pas besoin de décrire précisément les documents requis; possibilité de faire immédiatement appel du jugement partiel rendu, sans condition de préjudice difficilement réparable imposée au recours contre les ordonnances de preuve), voire nécessaire lorsque la partie adverse ne collabore pas (Bohnet, op. cit., n° 7 et 8 ad art. 85 CPC et les références citées). Que lorsque le gain dont la délivrance est demandée peut être évalué sans qu’il soit nécessaire de rendre à l’encontre du défendeur un jugement partiel le condamnant à fournir les renseignements requis, l’intérêt du demandeur à exercer une action échelonnée disparaît. Que c’est le cas en particulier lorsque le défendeur fournit à l’occasion de l’administration des preuves les documents requis par le demandeur dans sa conclusion. Cependant, si le demandeur conteste que les documents déposés correspondent aux documents requis, l’intérêt subsiste, et le tribunal doit se prononcer sur la conclusion en reddition de comptes (Bohnet, op. cit. n° 10 ad art. 85 CPC). Que l'action en remise de gain fondée sur les art. 9 al. 3 LCD et 423 al. 1 CO implique un droit à la reddition de comptes (ATF 144 III 43 consid. 4.2 = JdT 2018 II 207). Que le juge peut simplifier le procès en limitant la procédure à des questions ou des conclusions déterminées (art. 125 let. a CPC).”
“Weiter habe sie einen Gewinnbeteiligungsanspruch aus dem Projekt G._____ in der Höhe von CHF 561'316.80, welchen sie mit allfälligen Forderungen der Klägerin verrechne (act. 11 Rz. 142 ff. und 179 ff.; act. 34 Rz. 215 ff.). Entsprechend stehe ihr eine Restforderung in der Höhe von mindestens CHF 5'847'428.78 zu. - 20 - 3.Vorbemerkungen zur Stufenwiderklage und zur Prüfreihenfolge der Ansprü- che Die Beklagte klagt widerklageweise ausstehende Honorarforderungen aus den Projekten C._____, D._____, E._____ und F._____ ein. Ihre Forderungen für die Projekte C._____, D._____ und F._____ beziffert sie abschliessend. Demgegen- über erhebt sie für das Projekt E._____ eine unbezifferte Forderungsklage und ver- bindet diese mit (Hilfs-) Ansprüchen auf Auskunft bzw. Herausgabe. In Bezug auf das Projekt E._____ liegt damit eine Stufenklage vor. 3.1.Rechtliche Grundlagen der Stufenklage Wer die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, hat diesen grundsätzlich zu bezif- fern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 ZPO kann indes eine unbezifferte For- derungsklage erhoben werden, sofern es der klagenden Partei zu Beginn des Pro- zesses unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art.”
Soweit der Kläger erst durch die Beweisaufnahme oder nach Erhalt der von der Gegenpartei gelieferten Auskünfte beziffern kann, hat er dies grundsätzlich spätestens in seinen abschliessenden (schriftlichen) Plädoyers vorzunehmen. Im summarischen Verfahren ist die Bezifferung in der Regel nach Eingang der Gesuchsantwort bzw. der von der Gegenpartei eingereichten Unterlagen zu leisten, etwa im Rahmen einer Novenstellungnahme oder einer Replik, sofern das Gericht zwei Vorträge zulässt.
“Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée ; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 phr. 1 CPC), autrement dit, dès que possible (arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3 et les références citées). Ce qu'on entend par "dès que possible" n'est pas clairement défini. L'art. 232 CPC intitulé "plaidoiries finales", prévoit à son alinéa 1 que les parties peuvent se prononcer sur les résultats de l'administration des preuves et sur la cause au terme de l'administration des preuves. L'administration des preuves intervient donc après les premières plaidoiries (art. 231 CPC) et avant les plaidoiries finales. L'art. 85 al. 2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies (Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, n° 325 p. 150 ; BOPP/BESSENICH, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm et al. (éd.), 3e éd. 2016, n° 15 ad art. 85 CPC) ou à l'issue de celle-ci (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n° 4 ad art. 85 CPC) mais "au plus tard" lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu'il a requises (en ce sens : Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art.”
“L'appelant reproche à l'intimée d'avoir déposé tardivement des conclusions chiffrées lors de l'audience de plaidoiries finales, les conclusions non chiffrées antérieures étant irrecevables. Elle avait aussi produit un tableau lors de la dernière audience devant le Tribunal qui devait être déclaré irrecevable. Il reproche en outre au Tribunal d'avoir statué ultra petita en octroyant une somme d'argent excédant le montant articulé dans les conclusions de l'intimée. Enfin, l'intimée avait pris des conclusions en francs suisses concernant la liquidation de la maison située en France, alors qu'elle aurait dû réclamer un montant en euros. 4.1 4.1.1 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC). La réalisation du droit privé fédéral ne permet pas d'exiger qu'une demande soit chiffrée alors que le demandeur n'est pas en mesure d'indiquer exactement le montant de sa prétention, ou lorsque cette indication ne peut être exigée de lui. Tel est en particulier le cas lorsque les éléments nécessaires pour chiffrer la créance ne pourront être connus que par la procédure probatoire; on doit alors permettre au demandeur de ne préciser ses conclusions qu'à la clôture de la procédure probatoire (ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Le demandeur doit préciser ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Cas échéant, il pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves (art. 229 CPC ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). Lorsque les informations requises sont fournies dans le cadre de l'administration des preuves, le demandeur est tenu de chiffrer ses conclusions dès que cette phase est close, en principe dans ses plaidoiries écrites (Dorschner, Basler Kommentar - ZPO, 3ème éd.”
“Dies gilt für alle form- und fristgerechten Äusserungen, Eingaben und Anträge, die zur Klärung der konkreten Streitfrage geeignet und erforderlich er- scheinen (BGE 136 I 184 E. 2.2.1; BGer 9C_190/2015 vom 27. Juli 2015, E. 2). Wird die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Dies hat im Rechtsbegehren zu geschehen, soweit sich nicht ohne Weiteres aus der Begründung ergibt, auf welchen Betrag der Rechtssuchende ei- ne Geldleistung festgesetzt wissen will (BGer 5A_983/2020 vom 25. November 2020, E. 2 mit weiteren Hinweisen). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Dies gilt mit Blick darauf, dass sich die Vor- schrift im "1. Teil: Allgemeine Bestimmungen" befindet, ohne Weiteres auch für das summarische Verfahren (im Ergebnis gleich: OGer ZH LY160048 vom 15.06.2017, E. II.3.2). Die Tatsache, dass kein eigentliches Beweisverfahren statt- findet, ändert daran nichts: So ist eine Bezifferung ohne Weiteres möglich, nach- dem die Gegenpartei die entsprechenden Unterlagen eingereicht hat. Im summa- rischen Verfahren können sich die Parteien grundsätzlich nur einmal äussern (BGE 146 III 237 E. 3.1; BGE 144 III 117 E. 2.2). Verfügbare Urkunden, die als Beweismittel dienen sollen, sind mit der Gesuchsantwort einzureichen (Art. 221 Abs. 2 lit. c ZPO in Verbindung mit Art. 222 Abs. 2 ZPO und Art. 219 ZPO). Damit ist die gesuchstellende Partei grundsätzlich gehalten, ihre Anträge nach der Ge- - 57 - suchsantwort zu beziffern. Dies geschieht im Rahmen einer Novenstellungnahme oder einer Replik, falls das Gericht zwei Parteivorträge entgegennehmen will.”
Ist die Bezifferung der Forderung zu Prozessbeginn unmöglich oder unzumutbar, kann in erster Instanz eine unbezifferte Forderungsklage erhoben werden. Die Klägerin muss die Forderung beziffern, sobald sie nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Gegenseite dazu in der Lage ist.
“Hin- zu kämen noch weitere Guthaben aus früherer Geschäftstätigkeit der Klägerin, - 11 - die erst nach Einholung weiterer Beweismittel exakt bestimmt werden könnten. Schon heute sei festzustellen, dass ihm die Klägerin aus Errungenschaft mindes- tens CHF 1'113'117.52 zu bezahlen habe (Urk. 807 S. 27 Ziff. 58). Im CHF 1'113'117.52 hinausgehenden Umfang erweist sich die Berufung aus den nach- folgenden Gründen als offensichtlich unzulässig (Art. 312 ZPO). 3.3 In erster Instanz hat die klagende Partei die Möglichkeit, eine unbeziffer- te Forderungsklage zu erheben, wenn ihr die Bezifferung der Forderung zu Be- ginn des Prozesses unmöglich oder unzumutbar ist (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Er- hebung einer unbezifferten Forderungsklage ist insbesondere in Fällen denkbar, in denen erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt. Hier ist der klagenden Partei zu gestatten, die Präzisierung nach Ab- schluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die beklagte Partei vorzunehmen (Art. 85 Abs. 2 ZPO; BGE 140 III 409 E. 4.3.1). In der Lehre wird die Ansicht vertreten, dass auch ein unbeziffertes Berufungsbegehren zuläs- sig sein muss, wenn eine unbezifferte Forderungsklage von der Vorinstanz bereits mangels Leistungspflicht ohne Beweiserhebung abgewiesen wird oder wenn hin- sichtlich der Höhe der Forderung im Berufungsverfahren wesentliche Noven vor- gebracht werden, für deren Abklärung ein weiteres Beweisverfahren nötig ist (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., 1997, § 264 N 2a; Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der schwei- zerischen Zivilprozessordnung, 2014, Rz 522; Seiler, Die Berufung nach ZPO, 2013, Rz 884). Unabhängig davon ist in der Berufungsbegründung genau aufzu- zeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem Mangel im Sinne von Art. 310 ZPO leidet. Das setzt voraus, dass der Berufungskläger die beanstandeten, für das Er- gebnis des angefochtenen Entscheids relevanten Erwägungen genau bezeichnet, sich inhaltlich gezielt mit diesen auseinandersetzt und mittels präziser Verweisun- gen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw.”
“Für Leistungsklagen bedeutet das Bestimmtheitsgebot, dass das Rechtsbegehren die begehrte Leistung nach Art und Umfang so genau bezeichnen muss, dass keine Ungewissheit über das Geforderte besteht; erforderlich ist eine genaue Be- - 15 - zifferung der eingeklagten Forderung (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Für den Fall, dass es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar sein sollte, ihre Forderung be- reits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, sieht Art. 85 ZPO die Möglichkeit vor, eine unbezifferte Forderungsklage zu erheben. Die Bezifferung des Rechtsbegeh- rens ist insbesondere dann als unmöglich anzusehen, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, weil diese von Informationen ab- hängig ist, über die sie nicht verfügt. Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftsertei- lung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist, obliegt den Klägern (BGE 140 III 409 E. 4.3.2; ZR 115 [2016] S. 197 E. 3.4.1). Wird ein Rechtsbegehren nicht beziffert, ohne dass darauf wegen Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit ausnahmsweise verzichtet werden könnte, ist auf die Klage nicht einzutreten (BGE 140 III 409 E. 4.4; ZR 115 [2016] S. 197 E. 3.7.1).”
Allein die pauschale Geltendmachung von „Leistungen aus dem Versicherungsvertrag“ genügt nach der Rechtsprechung nicht für eine unbezifferte Forderungsklage, sofern nicht dargelegt wird, inwiefern eine Bezifferung zu Prozessbeginn tatsächlich unmöglich oder unzumutbar ist.
“Il incombe toutefois au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et 4.3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Ni le devoir d'interpellation, ni la maxime inquisitoire sociale applicable à la procédure (art. 247 al. 2 let. a CPC en lien avec l'art. 243 al. 2 let. f CPC), selon laquelle le juge établit les faits d’office, ne s’opposent à ce qu’une demande soit déclarée irrecevable en raison d'une motivation insuffisante ou de conclusions mal formulées (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.3.1 et 4.3.2). 4.3 Dans un arrêt du 27 juillet 2017, le Tribunal fédéral a considéré que les conclusions d’un assuré tendant à ce que l’assureur fut condamné à lui verser rétroactivement et de manière continue toutes les indemnités journalières (« rückwirkend ab [ ] und fortdauernd das ganze Krankentaggeld auszurichten ») ne remplissaient pas les conditions d’une action en paiement non chiffrée au sens de l’art. 85 al. 1 CPC. Après avoir rappelé que l’action tendant au paiement d’une somme d’argent devait être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), ce qui n’était pas le cas dans l’espèce à juger, il a laissé indécis le point de savoir si la juridiction cantonale aurait dû entrer en matière sur le chef de conclusion précité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_110/2017 du 27 juillet 2017 consid. 1.3). Dans un autre arrêt, le Tribunal fédéral a considéré que la juridiction cantonale pouvait, sans violer le droit, déclarer irrecevable le chef de conclusion « visant le paiement des prestations découlant du contrat d'assurance », dès lors qu’on ne discernait pas en quoi le calcul des indemnités journalières dues à l’assurée, déduction faite de celles qui lui avaient déjà été versées, apparaissait compliqué au point de confiner à l'impossibilité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2). Enfin, dans deux autres affaires relatives à une assurance maladie collective perte de gain, le Tribunal fédéral a jugé irrecevables les conclusions d’assurés tendant simplement aux « prestations découlant du contrat d’assurance n.”
Reduktions- und Teilungsklagen im Erbrecht werden in der Regel als unbezifferte Klagen i.S.v. Art. 85 Abs. 1 ZPO angesehen.
“1 CPC) et fait ainsi naître les effets déployés par celle-ci telles que l'exception de litispendance et la perpétuation de la compétence à raison du lieu (art. 64 al. 1 CPC). L'autorisation de procéder contient entre autres les conclusions du demandeur, la description de l'objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles (art. 209 al. 1 let. b CPC). Fondamentalement, les conclusions doivent être formulées de manière suffisamment précise pour pouvoir être reprises telles quelles dans le dispositif de la décision à rendre (ATF 137 III 617 consid. 4.3). En cas d'action condamnatoire tendant au paiement d'une somme d'argent, les conclusions doivent être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 CPC. Cette exigence sert notamment à déterminer la compétence matérielle et la procédure applicable. Elle est par ailleurs nécessaire au respect du droit d'être entendu de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer contre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102 consid. 5.3.1 et les références). Selon l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. En matière successorale, il est généralement admis que les actions en réduction et en partage successoral tombent dans le champ d'application de l'art. 85 CPC (cf. à propos de l'action en réduction: ATF 121 III 249 consid. 2 [avant l'entrée en vigueur du CPC]; T ARKAN GÖKSU, Rechtsbegehren in erbrechtlichen Klagen, in Revue de l'avocat 2020 p. 74 ss [76]; FORNI/PIATTI, in Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 6e éd. 2019, n. 11 ad rem. prél. aux art. 522 à 533 CC; HRUBESCH-MILLAUER/ BOSSHARDT/KOCHER, Rechtsbegehren im Erbrecht, in Successio 2018 p. 4 ss [16]; WOLF/GENNA, Erbrecht, in Schweizeriseches Privatrecht, T IV/1, 2012, p. 505 et, à propos de l'action en partage sucessoral: cf. ATF 127 III 396 consid. 1b/cc; GÖKSU, op.”
“1 CPC) et fait ainsi naître les effets déployés par celle-ci telles que l'exception de litispendance et la perpétuation de la compétence à raison du lieu (art. 64 al. 1 CPC). L'autorisation de procéder contient entre autres les conclusions du demandeur, la description de l'objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles (art. 209 al. 1 let. b CPC). Fondamentalement, les conclusions doivent être formulées de manière suffisamment précise pour pouvoir être reprises telles quelles dans le dispositif de la décision à rendre (ATF 137 III 617 consid. 4.3). En cas d'action condamnatoire tendant au paiement d'une somme d'argent, les conclusions doivent être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 CPC. Cette exigence sert notamment à déterminer la compétence matérielle et la procédure applicable. Elle est par ailleurs nécessaire au respect du droit d'être entendu de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer contre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102 consid. 5.3.1 et les références). Selon l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. En matière successorale, il est généralement admis que les actions en réduction et en partage successoral tombent dans le champ d'application de l'art. 85 CPC (cf. à propos de l'action en réduction: ATF 121 III 249 consid. 2 [avant l'entrée en vigueur du CPC]; T ARKAN GÖKSU, Rechtsbegehren in erbrechtlichen Klagen, in Revue de l'avocat 2020 p. 74 ss [76]; FORNI/PIATTI, in Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 6e éd. 2019, n. 11 ad rem. prél. aux art. 522 à 533 CC; HRUBESCH-MILLAUER/ BOSSHARDT/KOCHER, Rechtsbegehren im Erbrecht, in Successio 2018 p. 4 ss [16]; WOLF/GENNA, Erbrecht, in Schweizeriseches Privatrecht, T IV/1, 2012, p. 505 et, à propos de l'action en partage sucessoral: cf. ATF 127 III 396 consid. 1b/cc; GÖKSU, op.”
Art. 85 Abs. 2 ZPO erlaubt der klagenden Partei, ihre Forderung nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Erteilung von Auskünften durch die Gegenpartei endgültig zu beziffern. Die Norm erfasst sowohl die klassische Stufenklage (unbezifferte Klage verbunden mit Auskunftsansprüchen) als auch Varianten, bei denen die Bezifferung erst nach Durchführung von Beweiserhebungen erfolgt. Das angerufene Gericht bleibt trotz einer anschliessend höheren Streitwertes zuständig. Die definitiven Gerichts- und Parteikosten sowie Entschädigungsfolgen bemessen sich nach dem nachträglich bezifferten Streitwert.
“_____ beziffert sie abschliessend. Demgegen- über erhebt sie für das Projekt E._____ eine unbezifferte Forderungsklage und ver- bindet diese mit (Hilfs-) Ansprüchen auf Auskunft bzw. Herausgabe. In Bezug auf das Projekt E._____ liegt damit eine Stufenklage vor. 3.1.Rechtliche Grundlagen der Stufenklage Wer die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, hat diesen grundsätzlich zu bezif- fern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 ZPO kann indes eine unbezifferte For- derungsklage erhoben werden, sofern es der klagenden Partei zu Beginn des Pro- zesses unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- - 21 - treffen.”
“Dies stellt ein weiteres Indiz dafür dar, dass auch der Kläger seine Rechtsbegehren nicht im Sinne einer Stufenklage verstand (Urk. 77). Die vorgängige Auskunftserteilung muss auch nicht zwingend zum Gegenstand eines eigenen Rechtsbegehrens gemacht werden. Vielmehr ist es der klagenden Partei anheimgestellt, lediglich eine unbezifferte Forderungsklage zu erheben und die erforderlichen Urkunden im Rahmen des Beweisverfahrens edieren zu lassen, trifft die beklagte Partei hier doch eine Mitwirkungspflicht (Art. 160 ZPO). Auch eine Parteibefragung oder Beweisaussage kann beantragt werden; überdies kommt eine vorsorgliche Beweisführung in Betracht (Füllemann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 85 N 6). Es handelt sich in diesem Sinne dabei nicht um eine Stufenklage mit zwei selbstän- digen Klagen (einerseits betreffend Auskunftserteilung und andererseits betreffend Leistung), sondern um ein Rechtsbegehren, welches erfordert, dass in zwei Stufen bzw. Schritten vorgegangen wird, indem vorab ein Beweisverfahren durchgeführt wird, um die Forderung danach definitiv beziffern zu können. Beide Varianten regelt Art. 85 Abs. 2 ZPO. Aufgrund der gesamten Umstände erscheint es nachvollziehbar, dass die Vor- instanz das Rechtsbegehren des Klägers in letzterem Sinn verstand und nicht als Stufenklage im engeren Sinn behandelte. Der Kläger machte in der Klagereplik zwar geltend, dass er aus dem Anstellungsverhältnis einen Informationsanspruch (Art. 322a Abs. 2 und 3 OR) habe, weshalb eine Stufenklage sowohl gerechtfertigt als auch sinnvoll wäre, ansonsten ihm Gelegenheit zu geben sei, nach Durchführung des Beweisverfahrens seine Ansprüche noch genau zu beziffern (Urk. 40 S. 156). - 17 - Auch diese unbestimmte Formulierung belegt nicht, dass der Kläger wirklich eine (echte) Stufenklage erheben wollte. Die Rüge des Klägers, wonach die Vorinstanz seine Klage fälschlicherweise nicht als Stufenklage qualifiziert und damit sein rechtl i- ches Gehör verletzt habe (Urk. 226 S. 49), ist unbegründet; dies wurde im vor- instanzlichen Verfahren - soweit ersichtlich - auch nie bemängelt. Der Kläger machte im Übrigen auch nicht geltend, welche Schlussfolgerungen die Berufungsinstanz aus seinen diesbezüglichen Vorbringen ziehen sollte und inwiefern sich dieser Umstand im Ergebnis auf die Entscheidung der Vorinstanz bzw.”
“November 2022 hat der Beschwerdeführer anhand der von der Vorinstanz einverlangten Kontoauszüge der Ausgleichskasse seine Unterhaltsklage nachträglich auf CHF 4'388.00 beziffert (vgl. E. 1.7 oben). Die Vorinstanz geht davon aus, dass sich der Mindestwert der Unterhaltsklage auf CHF 159’394.50 belaufen habe. Somit habe der Beschwerdeführer seine Klage an der Verhandlung vom 1. November 2022 um rund CHF 155'000.00 herabgesetzt. Der Betrag von CHF 159'394.50 ergibt sich aus der Summe der Rechnungen der monatlichen Kindesschutzmassnahmen für den Zeitraum von November 2020 bis März 2022 (pag. 7, S. 5 der Klage). Wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält, handelt es sich bei diesem Betrag nicht um den Mindestwert der Klage, sondern um die aufgelaufenen Massnahmenkosten, welche den Maximalwert der Klage darstellen. Die Beteiligung der Kindseltern an den Massnahmenkosten wird anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet. Weil die Kindseltern zu ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit keine Angaben gemacht haben, war es für den Beschwerdeführer erst nach Abschluss des Beweisverfahrens möglich, die Unterhaltsklage zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – nach diesem nachträglich bezifferten Streitwert (Sophie Dorschner, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2017, N. 15 und N. 18 zu Art. 85 ZPO; Daniel Füllemann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 85 ZPO). Im Entscheid vom 22. November 2022 hat die Vorinstanz den Kindsvater dazu verurteilt, an die aufgelaufenen Massnahmenkosten seiner Tochter CHF 4'388.00 zu bezahlen (vgl. E. 2 oben). Damit ist sie dem nachträglich bezifferten Antrag des Beschwerdeführers vollumfänglich gefolgt, weshalb der Beschwerdeführer als vollständig obsiegend gilt.”
“Vorliegend handelt es sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit, wonach die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters gestützt auf § 4 AnwGebV grundsätzlich in erster Linie anhand des Streitwerts festzusetzen ist. Die Vorinstanz ging für die Festsetzung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters vom geltend gemachten Mindeststreitwert im vorinstanzlichen Verfahren von Fr. 13'830.– aus (act. 1; act. 4 S. 2), worin der Beschwerdeführer eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts sieht. Die Klägerin er- hob im vorinstanzlichen Verfahren eine noch nicht endgültig bezifferte Klage in Verbindung mit einem Auskunftsbegehren und unter Angabe des genannten Min- deststreitwerts, der als vorläufiger Streitwert gilt (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO). Nach Art. 85 Abs. 2 ZPO ist es – wie der Beschwerdeführer richtigerweise festhält – so, dass die Forderung nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunfts- erteilung durch die beklagte Partei durch die klagende Partei noch definitiv zu be- ziffern wäre. Jedoch einigten sich die Parteien im vorinstanzlichen Verfahren zu einem früheren Zeitpunkt, weshalb es nicht mehr zu dieser Bezifferung kam. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass es unzulässig gewesen sei, auf die streitwertbasierte Pauschalisierung abzustellen, weil bis zum Ende des Prozesses der Streitwert nicht festgestanden habe, weshalb auf den Zeitaufwand abzustellen gewesen wäre, entzieht sich jeglicher Grundlage. Die definitiven Gerichts- und Parteikosten bemessen sich zwar grundsätzlich nach dem tatsächlichen, d.h. nach dem nachträglich noch genau bezifferten, Streitwert (vgl. ZK Bopp/Bessenich; 3. Aufl. 2016, Art. 85 N 18 m.w.H.). Jedoch wird der Mindest- streitwert definitiv, wenn der Prozess vor einer nachträglichen Bezifferung endet (vgl.”
“S’agissant des faits, toutefois, le pouvoir d’examen dont dispose l’autorité saisie d’un recours est plus restreint qu’en appel, le grief de la constatation manifestement inexacte des faits se recoupant avec celui de l’arbitraire au sens de l’art. 9 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) (Jeandin, op. cit., nn. 4 et 5 ad art. 320 CPC et les références citées). Le pouvoir d’examen de la Chambre des recours civile est donc limité à l’arbitraire s’agissant des faits retenus par l’autorité précédente (TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2 et les références citées). 4. 4.1 La recourante se plaint du fait que l’autorité de première instance ait déclaré sa demande en augmentation des conclusions irrecevable, au motif que la procédure était désormais, à la suite de l’augmentation de la valeur litigieuse, soumise à la procédure ordinaire, applicable aux litiges supérieurs à 30’000 fr., et non plus à la procédure simplifiée, applicable aux litiges inférieurs à ce montant. Elle reproche au premier juge d’avoir appliqué l’exigence de l’art. 227 al. 1 CPC et violé l’art. 85 al. 2 CPC. 4.2 Selon l’art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée ; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Aux termes de l’art. 85 al. 2 CPC, une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire ; la compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence. L’art. 85 al. 1, 2e phrase, CPC impose au demandeur d’indiquer un montant minimal à titre de valeur litigieuse provisoire. Ce montant provisoire sert à déterminer la compétence matérielle du tribunal lorsqu’elle dépend de la valeur litigieuse, la procédure applicable ainsi qu’à fixer le montant de l’avance de frais (Chabloz et al., Petit commentaire, CPC, Bâle 2021, n. 16 ad art. 85 CPC et les références citées).”
“S'il est clair que cette motivation ne contrevient pas aux exigences de l'art. 29 al. 2 Cst., il reste à déterminer si elle est convaincante. D'emblée, il apparaît que les conclusions dont il est question étaient irrecevables, car exorbitantes du cadre du renvoi (cf. en particulier supra consid. 3.3). Quoi qu'il en soit, force est de constater que la critique des recourants est peu claire. Ils se prévalent de la jurisprudence relative à l'art. 85 CPC, qui selon leurs propres dires ne dispense nullement les demandeurs de chiffrer leur demande, mais leur permet seulement, dans certaines circonstances, de différer le moment où ils vont le faire. Selon cette disposition, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur (art. 85 al. 2 CPC). Pour autant qu'elle soit applicable, on ne discerne dès lors pas ce qui permettrait aux recourants de persister à ne pas chiffrer leurs conclusions jusque devant la Cour de céans, en concluant à la réserve de leurs droits concernant les fonds gérés par R.________SA de même que "pour les cas où des fonds supplémentaires de la société U.________ seraient découverts". Dans un tel contexte, le grief de violation de l'interdiction du formalisme excessif ne saurait porter. II. Responsabilité des exécuteurs testamentaires en lien avec la gestion du portefeuille de titres”
Strittig ist, ob bei unilateralen Scheidungsbegehren die Pflicht der klagenden Partei, einen Mindestwert anzugeben (Art. 85 Abs. 1 ZPO), entfällt. Die Rechtsprechung hat diese Frage bislang nicht abschliessend entschieden; die Lehre ist darüber geteilt.
“En effet, si la jurisprudence retient que le défendeur est dispensé de l'obligation d'indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire dans un cas de divorce sur demande unilatérale (cf. arrêts 5A_977/2021 du 25 mars 2024 consid. 2.1; 5A_108/2023 du 20 septembre 2023 consid. 5.2.2 et les références), elle n'a pas tranché la question de savoir si cette dispense vaut également pour la partie demanderesse. Par ailleurs, la doctrine est divisée sur la question, certains auteurs estimant qu'il peut être renoncé à l'indication d'une valeur litigieuse minimale pour les conclusions relatives au régime matrimonial non chiffrées (parmi plusieurs: YANNICK MINNIG, Rechtsbegehren im Güterrecht, in FamPra.ch 1/2024 p. 43, p. 60 s.; DORSCHNER/BELL, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4e éd. 2024, n° 9 ad art. 85 CPC; CHRISTIAN STALDER, Rechtsbegehren in familienrechtlichen Verfahren, in FamPra.ch 2014 p. 43, p. 56-57), et d'autres considérant que l'exigence d'une valeur litigieuse minimale devrait être maintenue eu égard à la lettre claire de l'art. 85 al. 1 CPC (GÖKSU/CONSTANTIN, Les conclusions en droit de la famille, in Revue de l'avocat 2020 p. 302, p. 304). S'agissant au demeurant des conséquences juridiques relatives à l'absence de mention d'une valeur litigieuse minimale dans une procédure unilatérale de divorce, cette question n'a pas non plus été tranchée (sur ce point en général, cf. arrêts 4A_170/2022 du 25 juillet 2022 consid. 4.2.4; 4A_502/2019 du 15 juin 2020 consid. 7 à 7.2.2.2, spéc. consid. 7.2.2.1, qui précisent notamment que l'indication par la partie demanderesse d'une valeur litigieuse minimale au sens de l'art. 85 al. 1 CPC est une condition de recevabilité). Il s'ensuit que la juridiction précédente a violé le droit d'être entendu du recourant et la cause doit lui être renvoyée afin qu'elle se prononce sur le grief soulevé (art. 107 al. 2 LTF), étant relevé que la violation ne saurait être réparée devant le Tribunal de céans et que le renvoi ne constitue pas une vaine formalité compte tenu des considérations qui précèdent.”
“Par ailleurs, la doctrine est divisée sur la question, certains auteurs estimant qu'il peut être renoncé à l'indication d'une valeur litigieuse minimale pour les conclusions relatives au régime matrimonial non chiffrées (parmi plusieurs: YANNICK MINNIG, Rechtsbegehren im Güterrecht, in FamPra.ch 1/2024 p. 43, p. 60 s.; DORSCHNER/BELL, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4e éd. 2024, n° 9 ad art. 85 CPC; CHRISTIAN STALDER, Rechtsbegehren in familienrechtlichen Verfahren, in FamPra.ch 2014 p. 43, p. 56-57), et d'autres considérant que l'exigence d'une valeur litigieuse minimale devrait être maintenue eu égard à la lettre claire de l'art. 85 al. 1 CPC (GÖKSU/CONSTANTIN, Les conclusions en droit de la famille, in Revue de l'avocat 2020 p. 302, p. 304). S'agissant au demeurant des conséquences juridiques relatives à l'absence de mention d'une valeur litigieuse minimale dans une procédure unilatérale de divorce, cette question n'a pas non plus été tranchée (sur ce point en général, cf. arrêts 4A_170/2022 du 25 juillet 2022 consid. 4.2.4; 4A_502/2019 du 15 juin 2020 consid. 7 à 7.2.2.2, spéc. consid. 7.2.2.1, qui précisent notamment que l'indication par la partie demanderesse d'une valeur litigieuse minimale au sens de l'art. 85 al. 1 CPC est une condition de recevabilité). Il s'ensuit que la juridiction précédente a violé le droit d'être entendu du recourant et la cause doit lui être renvoyée afin qu'elle se prononce sur le grief soulevé (art. 107 al. 2 LTF), étant relevé que la violation ne saurait être réparée devant le Tribunal de céans et que le renvoi ne constitue pas une vaine formalité compte tenu des considérations qui précèdent.”
Leistungsklagen sind grundsätzlich zu beziffern; Art. 85 Abs. 1 ZPO schafft jedoch eine Ausnahme, wenn es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar ist, den Anspruch zu Beginn zu beziffern. In diesem Fall kann eine unbezifferte Forderungsklage erhoben werden; die Partei muss dabei einen Mindeststreitwert angeben, der als vorläufiger Streitwert dient. Dieser vorläufige Wert bestimmt unter anderem die sachliche Zuständigkeit, die anwendbare Verfahrensart und die Bemessung der Vorauszahlungen. Die endgültige Bezifferung ist nachzuholen, sobald die Partei dazu in der Lage ist (z. B. nach Abschluss der Beweisaufnahme oder nach Erhalt der dafür erforderlichen Informationen/Auskünfte).
“Wird mit der Klage eine Geldleistung verlangt, ist diese im Betrag stets zu be- ziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Als Ausnahme von diesem Grundsatz lässt die ZPO aber immerhin dann unbezifferte Begehren zu, sofern bzw. solange es der klagenden Par- tei unmöglich oder unzumutbar ist, ein bestimmtes Rechtsbegehren zu stellen (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die Bezifferung des Rechtsbegehrens ist nachzuholen, sobald die Partei (nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die Gegenpartei) dazu in der Lage ist. Bei Erhebung einer unbezifferten For- derungsklage ist zudem ein Mindeststreitwert anzugeben, der als vorläufiger Streit- wert gilt (Art. 85 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung, wenn dem Kläger die Höhe seines Anspruchs unbekannt ist und diese Unkenntnis auf Tatsachen beruht, die in - 4 - der Sphäre des Beklagten liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruchs nur mithilfe einer vorsorglichen Beweisaufnahme, eines vorsorglichen Expertiseverfahrens oder eines selbständigen Verfahrens auf Rechnungslegung o- der Auskunft ermitteln liesse (ZK ZPO-BOPP/BESSENICH, 3. Aufl., Art. 85 N 12 f.). Da sich die Missbräuchlichkeit des Anfangsmietzinses zufolge einer überhöhten Net- torendite nur anhand von Unterlagen in der Sphäre der Vermieterin ermitteln lässt, steht hier die Variante der Unmöglichkeit der Bezifferung des Rechtsbegehrens im Vordergrund.”
“Die richtige, gehörige Klageeinleitung gilt als Prozessvoraussetzung. Hierzu gehört das Stellen eines zulässigen Rechtsbegehrens. Inhaltlich muss ein Rechts- begehren genügend bestimmt sein. Leistungsklagen auf Geld sind zudem in der Regel zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Für eine richtige Klageeinleitung bei einer auf Geld gerichteten Leistungsklage liegt somit grundsätzlich ein zulässiges Rechtsbegehren vor, wenn dieses beziffert ist. Die Anforderung der Bezifferung gilt allerdings nicht absolut, sondern hat in Form der unbezifferten Forderungskla- ge eine Ausnahme erfahren. Nach Art. 85 Abs. 1 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumut- bar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Sie muss dabei einen Mindeststreitwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Damit wird ein temporärer Bezifferungsaufschub zugelassen. Die Prüfung der Bestimmt- heit bzw. der Bezifferung wird zeitlich nach hinten verschoben. Mit anderen Wor- ten definiert Art. 85 Abs. 1 ZPO, unter welchen Bedingungen auch ein unbeziffer- ter Antrag ein zulässiges Rechtsbegehren darstellt (BGE 140 III 409 E. 4.3 f .; fer- ner BGer 4A_375/2015 v.”
“1 CPC règle à la fois l'action en paiement non chiffrée et l'action échelonnée (Stufenklage), laquelle se caractérise par le fait qu'elle cumule une prétention en reddition de comptes et une prétention en paiement (ATF 142 III 102 consid. 5.3.2 ; ATF 140 III 409 consid. 4.3, SJ 2015 I 19). Les informations obtenues (« échelon 1 ») permettent au demandeur de chiffrer sa conclusion en paiement (« échelon 2 » ; Grobéty / Heinzmann, in Chabloz / Dietschy-Martenet / Heinzmann [éd.], Petit commentaire CPC, Bâle 2020, n. 3 ad. art. 85 CPC et les réf. citées). A la question de savoir dans quels cas le demandeur est dans l'impossibilité de chiffrer ses prétentions ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il faut relever que l'art. 85 al. 1 CPC concrétise la jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral qui avait imposé, à certaines conditions, l'admissibilité de conclusions non chiffrées (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 85 CPC et les autres réf. citées ; Message du Conseil fédéral du 28 juin 2006 relatif au Code de procédure civile suisse, FF 2006 6900). La première hypothèse de l’art. 85 al. 1 CPC, à savoir l’impossibilité pour le demandeur d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention, se réfère aux situations dans lesquelles les informations indispensables à la détermination du montant de la prétention déduite en justice ne pourront être obtenues qu’à la suite de l’administration des preuves, à la fourniture d’informations ou à la reddition des comptes (Grobéty / Heinzmann, op. cit., n. 9 ad. art. 85 CPC et les réf. citées, dont notamment ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Il en va ainsi lorsque les informations permettant de chiffrer la prétention se trouvent en possession du défendeur ou d’un tiers, dans tous les cas hors de la sphère d’influence du demandeur (ATF 123 III 140 consid. 2b, JdT 1998 I 22 ; Grobéty / Heinzmann, loc. cit., et les réf. citées). Selon la jurisprudence, l'action en paiement non chiffrée est en particulier admissible lorsque la base de calcul de la prétention pécuniaire ne sera connue que via l'administration des preuves, permettant ainsi au demandeur de chiffrer ses prétentions dès le résultat de celle-ci connu (ATF 140 III 409 consid.”
“S’agissant des faits, toutefois, le pouvoir d’examen dont dispose l’autorité saisie d’un recours est plus restreint qu’en appel, le grief de la constatation manifestement inexacte des faits se recoupant avec celui de l’arbitraire au sens de l’art. 9 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) (Jeandin, op. cit., nn. 4 et 5 ad art. 320 CPC et les références citées). Le pouvoir d’examen de la Chambre des recours civile est donc limité à l’arbitraire s’agissant des faits retenus par l’autorité précédente (TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2 et les références citées). 4. 4.1 La recourante se plaint du fait que l’autorité de première instance ait déclaré sa demande en augmentation des conclusions irrecevable, au motif que la procédure était désormais, à la suite de l’augmentation de la valeur litigieuse, soumise à la procédure ordinaire, applicable aux litiges supérieurs à 30’000 fr., et non plus à la procédure simplifiée, applicable aux litiges inférieurs à ce montant. Elle reproche au premier juge d’avoir appliqué l’exigence de l’art. 227 al. 1 CPC et violé l’art. 85 al. 2 CPC. 4.2 Selon l’art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée ; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Aux termes de l’art. 85 al. 2 CPC, une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire ; la compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence. L’art. 85 al. 1, 2e phrase, CPC impose au demandeur d’indiquer un montant minimal à titre de valeur litigieuse provisoire. Ce montant provisoire sert à déterminer la compétence matérielle du tribunal lorsqu’elle dépend de la valeur litigieuse, la procédure applicable ainsi qu’à fixer le montant de l’avance de frais (Chabloz et al., Petit commentaire, CPC, Bâle 2021, n. 16 ad art. 85 CPC et les références citées). Il incombe au demandeur de chiffrer sa conclusions dès qu’il est en état de le faire, soit dès qu’il a obtenu les informations requises ou une fois que les preuves ont été administrées ; le demandeur se borne à préciser ses conclusions et ne procède pas à une modification de la demande au sens de l’art.”
Art. 85 ZPO entbindet die klagende Partei nur von der abschliessenden Bezifferung der Forderung. Soweit möglich und zumutbar hat sie den Hauptanspruch jedoch zu substantiieren. Zudem ist ein Mindeststreitwert anzugeben. Die Partei muss darlegen, inwieweit und weshalb eine Bezifferung zu Prozessbeginn unmöglich oder unzumutbar ist.
“Der eine Stufenklage erhebenden Partei obliegt der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung und darauf basierender Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der Informa- tionsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (KUKO ZPO-OBERHAMMER/WEBER, Art. 85 N 14). Unter gewissen Umständen kann - 11 - es sich rechtfertigen, bereits in der ersten Stufe im Grundsatz bzw. vorfrageweise über das Bestehen des Hauptanspruchs zu befinden (BAECHLER, Die Stufenklage, in: sic! 1/2017, S. 9). Ist der Hauptanspruch erwiesenermassen nicht gegeben, so fehlt auch ein Interesse an einem präparatorischen Informationsanspruch (LEU- MANN LIEBSTER, Die Stufenklage im schweizerischen Zivilprozessrecht, S. 121). In Bezug auf das (rechtzeitige) Vorbringen der Tatsachen und Beweismittel entbin- det Art. 85 ZPO die klagende Partei vor Auskunftserteilung lediglich von der absch- liessenden Forderungsbezifferung. Demgegenüber ist der Hauptanspruch soweit möglich und zumutbar zu substantiieren (BGE 140 III 409 E. 4.3.1). Dies bedeutet, dass die klagende Partei – vorbehältlich einer gerichtlichen Beschränkung des Ver- fahrens im Sinne von Art. 125 lit. a ZPO – in diesem Umfang vor Aktenschluss all jene Tatsachen bzw. Anspruchsgrundlagen vorzutragen hat, welche der Begrün- dung ihres Hauptanspruchs dienen (BAECHLER, a.a.O., S. 8 f.). Bezüglich derjeni- gen Bestandteile der Forderung, die nicht vom Informationsdefizit betroffen sind, ist die Behauptungs- und Substantiierungslast nicht herabgesetzt (BAUMANN WEY, a.a.O., Rz. 620). 3.2.Zulässigkeit der Stufenklage und Vorgehen zur Prüfung der Ansprüche Die Klägerin stützt die Zulässigkeit der unbezifferten Forderungsklage auf den Um- stand, dass die Parteien für die Phasen 3 bis 5 ein von den Baukosten gemäss der Schlussrechnung abhängiges Honorar vereinbart haben und sie gegenwärtig nicht im Besitz dieser Schlussrechnung ist (act.”
“Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass eine tat- sächliche Vereinfachung des Verfahrens wohl nur zu erzielen ist, wenn die kla- gende Partei über einen Auskunftsanspruch verfügt, der vom geltend gemachten Hauptanspruch unabhängig ist. Dagegen dürfte sich eine Verfahrensbeschrän- kung in der Regel nicht rechtfertigen lassen, wenn sich die klagende Partei ledig- lich auf einen Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung stützen kann, der zum Haupt- anspruch akzessorisch ist. In diesem Fall muss nämlich vorfrageweise ohnehin darüber entschieden werden, ob der Hauptanspruch besteht, um beurteilen zu können, ob die klagende Partei ausserdem über einen abhängigen Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung verfügt (B AECHLER, Die Stufenklage, in: sic! 2017 S. 1, S. 9). Ist der Hauptanspruch erwiesenermassen nicht gegeben, so fehlt auch ein In- teresse an einem präparatorischen Informationsanspruch (L EUMANN LIEBSTER, a.a.O., S. 121 m.w.H.). Grundsätzlich handelt es sich bei der Stufenklage um eine normale Forderungsklage, bei der von Anfang an zu allen Themen plädiert wer- den muss, die für den behaupteten Anspruch relevant sind. Gemäss der Vor- schrift von Art. 85 ZPO ist davon einzig die Bezifferung des Anspruchs ausge- nommen, falls dieser zu Prozessbeginn nicht vorgenommen werden kann oder als unzumutbar erscheint (vgl. B AECHLER, a.a.O., S. 8 f.), was von der eine Stufenkla- ge erhebenden Partei behauptet und substantiiert werden muss (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Der Hauptanspruch ist von dieser soweit möglich und zumutbar zu sub- stantiieren und es ist ein Mindeststreitwert anzugeben (BGE 140 III 409 E. 4.3.1). Dies bedeutet, dass die klagende Partei – vorbehältlich einer gerichtlichen Be- schränkung des Verfahrens im Sinne von Art. 125 lit. a ZPO – in diesem Umfang - 61 - vor Aktenschluss all jene Tatsachen bzw. Anspruchsgrundlagen vorzutragen hat, welche der Begründung ihres Hauptanspruchs dienen (Art. 229 ZPO; ZR 118/2019 Nr. 23 E. 3.2.2 S. 107 f.; B AECHLER, a.a.O., S. 8 f.; HESS-BLUMER, in: Calame/Hess-Blumer/Stieger [Hrsg.], Kommentar Patentgerichtsgesetz, 2013, Vorb. zum”
“Die unterschiedlichen Anforderungen an eine unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne und eine Stufenklage reflektieren die unterschiedlichen Grundlagen allfälliger Auskunftsansprüche: 3.6.5.1. Nach Art. 160 Abs. 1 lit. b ZPO sind die Parteien und Dritte zur Mitwirkung bei der Beweiserhebung verpflichtet und haben insbesondere Urkunden herauszugeben. Die Mitwirkungspflicht umfasst nötigenfalls die Pflicht zur Sichtung der Unterlagen zur Aussortierung der vom Gericht nicht verlangten Akten (Urteil des Bundesgerichts 4A_358/2021 vom 27. Juli 2022 E. 3.1.1 mit Hinweis). Die diesbezüglichen Informationsansprüche fliessen aus der ZPO selbst. Folgerichtig umschreibt sie, unter welchen Bedingungen eine Partei nach Massgabe von Art. 85 ZPO nicht zu einer eigentlichen Bezifferung gehalten ist. Daher ist im Einzelnen darzulegen, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind, denn ansonsten besteht gar kein Anspruch auf Information. Fehlt es an rechtsgenüglichen Begehren, erübrigt sich das Beweisverfahren. 3.6.5.2. Von derartigen prozessualen Informationsansprüchen ist der materiellrechtliche Anspruch auf Abrechnung zu unterscheiden (zit. Urteil 4A_358/2021 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Unter welchen Voraussetzungen diese Ansprüche bestehen, entscheidet das materielle Recht (beziehungsweise die Parteien im Rahmen der Vertragsfreiheit, wenn sie derartige Ansprüche vertraglich vorsehen). Soweit nach dem materiellen Recht Informationsansprüche bestehen, die (auch) der Prozessvorbereitung dienen, stellt das Zivilprozessrecht die unbezifferte Forderungsklage in der Form der Stufenklage zur Verfügung. Und weil die Durchsetzung im Grundsatz überall dort gelingen soll, wo ein materieller Anspruch besteht, widersprächen strengere Anforderungen an die Zulässigkeit der Stufenklage als an die Geltendmachung des materiellen Abrechnungsanspruchs in einem separaten Prozess der dienenden Funktion des Zivilprozessrechts.”
Zeitpunkt der Nachbezifferung: Die klagende Partei hat ihre unbezifferte Forderung nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Erteilung der benötigten Auskünfte durch Parteien oder Dritte zu beziffern, und zwar «sobald wie möglich» (dès que possible). Das Gericht kann die Parteien zur Nachbezifferung auffordern bzw. eine Frist festlegen, sobald die dafür erforderlichen Informationen vorliegen.
“Die Rechtsbegehren müssen so bestimmt sein, dass sie im Falle der Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden können (BGE 137 III 617 E. 4.3). Insbesondere sind die auf Geldzahlung gerichteten Rechtsbegehren zu beziffern. Unbezifferte Rechtsbegehren sind aus- nahmsweise dann zulässig, wenn es einer Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Verfahrens zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Dies hat insbesondere dort zu gelten, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt (BGE 142 III 409 E. 4.3.1; Botschaft ZPO, BBl 2006 7287 zu Art. 83 Entwurf). Im Scheidungsverfahren kann dies etwa der Fall sein, wenn eine güterrechtliche Forderung von gutachterlichen Bewertungen abhängig ist oder wenn die finanziellen Verhältnisse des anderen Ehegatten von Bedeutung sind und dieser hierüber bislang noch keine Auskunft erteilt hat (DIKE-Komm-ZPO-BÄHLER, Art. 288 N 45). Die Forderung ist alsdann nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung zu beziffern (Art. 85 Abs. 2 ZPO), d.h. sobald wie möglich (BGer 5A_368/2018 vom 25. April 2019 E. 4.3.3). Gemäss Art. 85 Abs. 1 Satz 2 ZPO ist bei der unbezifferten Forde- rungsklage ein Mindeststreitwert anzugeben, der als vorläufiger Streitwert gilt.”
“1 CPC (TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). Le chiffrage doit impérativement intervenir dans la demande (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Selon l’art. 85 al. 2 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s’il est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L’art. 85 CPC n’a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n’étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2 ; TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 précité consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). L’art. 85 al. 2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies ou à l’issue de celle-ci, mais « au plus tard » lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu’il a requises. Une grande partie des auteurs va plus loin en soutenant qu’il appartient au tribunal d’interpeller ou de fixer un délai au demandeur pour qu’il chiffre sa demande une fois les informations à cette fin obtenues (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). La partie ne doit pas actualiser régulièrement ses conclusions après l’exécution de chaque mesure d’instruction (TF 5A_847/2021 précité consid.”
“1; 5A_368/2018 précité consid. 4.3.3 et la doctrine citée). Cas échéant, le demandeur pourra introduire de nouvelles allégations en fonction des éléments découverts grâce à l'administration des preuves (ATF 140 III 409 consid. 4.3.1 et les références citées; arrêts 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2; 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). Il incombe au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n'est pas possible, ou du moins pas exigible d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2). Ce qu'on entend par " dès que possible " n'est pas clairement défini. L'art. 232 CPC intitulé " plaidoiries finales ", prévoit à son alinéa 1 que les parties peuvent se prononcer sur les résultats de l'administration des preuves et sur la cause au terme de l'administration des preuves. L'administration des preuves intervient donc après les premières plaidoiries (art. 231 CPC) et avant les plaidoiries finales. L'art. 85 al. 2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies (NICOLAS GUT, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, n° 325 p. 150; BOPP/BESSENICH, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm et al. (éd.), 3e éd. 2016, n° 15 ad art. 85 CPC) ou à l'issue de celle-ci (DOMINIK GASSER/BRIGITTE RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n° 4 ad art. 85 CPC) mais "au plus tard" lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu'il a requises (en ce sens: SABINNE BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art.”
“De manière générale, l’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit donc être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l’application de l’art. 85 al. 1 CPC (TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). Le chiffrage doit impérativement intervenir dans la demande (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Selon l’art. 85 al. 2 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s’il est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L’art. 85 CPC n’a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n’étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2 ; TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 précité consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). L’art. 85 al. 2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement.”
Richterliche Interpellationspflicht: Das Gericht kann bei unklaren Schlussanträgen, namentlich gegenüber nicht anwaltlich vertretenen Parteien, zur Präzisierung auffordern. Diese Pflicht ist jedoch begrenzt; weder die maxime inquisitoire noch die Interpellationspflicht verhindert, dass ein Rechtsbegehren wegen unzureichender Formulierung als unzulässig (irrecevable) erklärt wird. Zeitpunkt und Verfahren der Prüfung von Prozessvoraussetzungen sind gesetzlich nicht festgelegt.
“L'appelante n’avait pas démontré, ni même allégué qu’elle n’était pas en mesure de chiffrer d’emblée sa conclusion. Elle n’avait pas articulé de valeur litigieuse minimale provisoire, ni chiffré sa conclusion dès que possible. L'appelante fait grief au Tribunal de ne pas avoir statué sur "la demande des parties" tendant à déterminer laquelle d'entre elles devait prendre en charge les coûts de construction du mur. Le Tribunal avait mal constaté les faits en retenant qu'elle avait allégué des travaux de construction de ce mur envisagés en 1972. Sa conclusion en cause tendait également à la condamnation de l'intimé à construire le mur, ce sur quoi devait statuer le Tribunal. N'étant pas assistée par un avocat, celui-ci aurait dû l'interpeller afin qu'elle clarifie sa conclusion, faute de quoi il avait fait preuve de formalisme excessif. 5.1 A teneur de l'art. 84 CPC, le demandeur intente une action condamnatoire pour obtenir que le défendeur fasse, s’abstienne de faire ou tolère quelque chose (al. 1) et l’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit être chiffrée (al. 2). Aux termes de l'art. 85 CPC, si le demandeur est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (al. 1). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (al. 2). Selon l'art. 132 CPC, le tribunal fixe un délai pour la rectification des vices de forme telle l’absence de signature ou de procuration. A défaut, l’acte n’est pas pris en considération (al. 1). L’al. 1 s’applique également aux actes illisibles, inconvenants, incompréhensibles ou prolixes (al. 2). Dans les procès soumis à la maxime de disposition, les parties sont tenues de prendre des conclusions claires, nettes et suffisamment déterminées (ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision.”
“La maxime inquisitoire sociale se rapporte ainsi à l'établissement des faits - à l'instar du devoir d'interpellation de l'art. 56 CPC (cf. notamment arrêts 5A_206/2016 du 1er juin 2016 consid. 4.3 et 5A_488/2015 du 21 août 2015 consid. 3.2.2). Ni le devoir d'interpellation, ni la maxime inquisitoire sociale ne s'opposent à ce qu'un recours soit déclaré irrecevable en raison d'une motivation insuffisante (arrêt précité 5A_488/2015 consid. 3.2.1 in fine; arrêt 4A_203/2013 du 6 juin 2013 consid. 3.2). 4.3.2. Il découle de ce qui précède que la maxime inquisitoire sociale n'est pas en cause s'agissant de conclusions mal formulées. Elle n'imposait pas au juge d'attirer l'attention de l'assurée, d'ailleurs assistée d'un avocat durant toute la procédure cantonale, sur le caractère irrecevable de ses conclusions, alors que les exigences y relatives étaient clairement énoncées aux art. 84 s. CPC et dans la jurisprudence relative à l'action en constatation de droit. (…)”. In merito a questi aspetti François Bohnet, op.cit., ad art. 84 (p. 308 e ss) rispettivamente ad art. 85 CPC (p. 311 e ss.) che ricorda come: " (…) Sous réserve des exceptions de l'art. 85, Ies conclusions tendant au paiement d'une somme d'argent doivent être chiffrées. La règle vaut quel que soit le fondement de la prétention, à moins que la maxime d'office (art. 58 al. 2) s'applique. Le montant chiffré des conclusions permet de déterminer la compétence matérielle et la procédure applicable. Il est nécessaire au respect du droit d'être entendu de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer cantre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102, c.5.3.1, RSPC 2016 230; TF, arrêt du 3 juin 2015, 4A_686/2014 c.4.3.1; (…) Le montant chiffré permet enfin de déterminer la prétention du demandeur, le juge ne pouvant accorder plus que ce qui est demandé en vertu du principe de disposition (art. 58 al. 1; (…)” (op. cit., ad art. 84, n. 17, p. 311) In merito all’azione creditoria non cifrata la medesima dottrina ricorda come l’oggetto della norma è la domanda di condanna di una parte, domanda però non determinata per il suo importo.”
“E. 3.1; Daniel Fülle- mann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessord- nung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, N 2 zu Art. 85 ZPO; Sophie Dorschner, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro- zessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 2 zu Art. 85 ZPO; Lukas Bopp/Balthasar Bessenich, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 11 zu Art. 85 ZPO). Namentlich lässt sich dergleichen dem seitens der Berufungsklägerin mehr- fach angerufenen BGE 140 III 159 nicht entnehmen (vgl. act. A.1, Fn. 21 f.). Im Gegenteil betont das Bundesgericht in besagtem Leitentscheid, dass es grundsätzlich keine gesetzliche Regelung gebe, wann die Prüfung der Prozess- voraussetzungen stattzufinden habe. Entsprechend bestehe in Art. 60 ZPO keine zeitliche oder verfahrensmässige Vorgabe, aus der abgeleitet werden könne, das Verfahren dürfe nicht fortgesetzt werden, bis sämtliche in diesem Stadium bzw. nach einem Zuwarten abklärbaren Prozessvoraussetzungen vorlagen (BGE 140 III 159 E. 4.2.4).”
Nimmt der Kläger die vom Gericht gesetzte Frist zur nachträglichen Bezifferung nicht wahr, gilt er als säumig; das Verfahren wird ohne die versäumte Bezifferung weitergeführt und der zu Prozessbeginn angegebene Mindestwert wird zum endgültigen Klagebetrag.
“Im Rahmen der unbezifferten Forderungsklage muss der Kläger die Forde- rung so früh wie möglich beziffern. Nimmt er diese nicht fristgerecht vor, ist er mit der nachträglichen Bezifferung säumig. Dies hat zur Folge, dass das Verfahren gemäss der allgemeinen Säumnisregel von Art. 147 Abs. 2 ZPO ohne die ver- säumte Handlung und damit ohne die nachträgliche Bezifferung weiterzuführen ist. Mit der Angabe des Mindestwerts zu Beginn des Prozesses hat der Kläger ei- nen Dispositionsakt vorgenommen und festgelegt, wie viel er von der Beklagten mindestens verlangt. Ist der Kläger in Bezug auf die nachträgliche Bezifferung säumig, ist das Verfahren ohne diese weiterzuführen, wobei der Mindestwert zum definitiven Klagebetrag wird (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft, Band 75, 2013, N 668 f.). Die Klägerin wurde im Teilurteil vom 12. Oktober 2021 aufgefordert, dem Gericht mitzuteilen, ob und inwiefern eine Bekanntgabe der Informationen durch die Be- klagte erfolgt ist (act. 15). Sie hat sich in der Folge nicht geäussert. Es rechtfertigt sich daher, das Verfahren ohne die nachträgliche Bezifferung weiterzuführen. Der von der Klägerin angegebene Mindestwert wird dabei zum Klagebetrag. - 5 -”
Art. 85 ZPO ist restriktiv auszulegen. Die Ausnahme kommt nur in Betracht, wenn die klagende Partei die Forderung tatsächlich nicht (bzw. nicht nur vorübergehend) beziffern kann oder die Bezifferung nur durch ein Beweisverfahren ermöglicht würde; in solchen Fällen ist die unbezifferte Klage eine zulässige Ausnahme zur sonst bestehenden Bezifferungspflicht.
“– überschritten ist und entsprechend das Kollegialgericht sachlich zuständig ist. Die strengen Voraussetzungen der unbezifferten Klage gemäss der aktuellen Recht- sprechung des Bundesgerichts sind im vorliegenden Fall an sich nicht erfüllt (BGE - 5 - 148 III 322). Selbst wenn die Beklagte eine Obliegenheit zur Offenlegung von Unter- lagen für eine Renditeberechnung treffen würde (was wie noch zu zeigen ist nicht der Fall ist), wäre eine Herausgabe der Unterlagen nicht erzwingbar. Einzige Folge einer pflichtwidrig unterbliebenen Edition wäre nach Art. 164 ZPO die Berücksichtigung dieses Verhaltens bei der Beweiswürdigung. Damit besteht von Anfang an eine Pflicht zur Bezifferung der Klage, denn diesfalls käme es sofort zu einer gerichtlichen Ermessensentscheidung über den Anfangsmietzins ohne Berücksichtigung der un- bekannten Daten. Mit anderen Worten wären die Schwierigkeiten bei der Bezifferung der Klage nicht nur vorübergehender Natur. Einzig auf diesen Fall zielt die gesetzli- che Ausnahmeregelung von Art. 85 ZPO (CR CPC-BOHNET, Art. 85 N 14; zum Gan- zen ZMP 2023 Nr. 3). Wie es sich damit genau verhält, kann indessen offenbleiben, denn wenn die vorlie- gende Klage zulässig wäre, wäre sie abzuweisen, wie nachfolgend zu zeigen ist.”
“2 CPC constitue une modification de la demande initiale de sorte que les art. 227 et 230 CPC seraient applicables ou une simple précision de dite requête demeure ouverte. Certains auteurs excluent d'emblée qu'il puisse s'agir d'une modification de la demande (ALEXANDER R. MARKUS, in Berner Kommentar, Sweizerische Zivilprozessordnung - Band I, Art. 1-149 ZPO, 2012, n° 23 ad art. 85 CPC; GROBETY/HEINZMANN, in Petit commentaire CPC, 2021, n° 17 ad art. 85 CPC; LAURENT GROBETY, Le cumul objectif d'actions en procédure civile suisse, Zurich 2018, p. 159-160, n° 253; FRANCESCO TREZZINI, Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, 2e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). D'autres auteurs précisent que, si l'on admet qu'il s'agit d'une modification de la demande, l'art. 85 al. 2 CPC constitue alors une lex specialis par rapport à l'art. 227 al. 2 CPC du moins s'agissant du maintien de la compétence du tribunal (FLORIAN MOHS, in ZPO Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [éd.], 2015, n° 4 ad art. 85 CPC; MATTHIAS COURVOISIER, in Schweizerische Zivilprozessordnung, Baker & McKenzie [éd.], 2010, n° 11 ad art. 85 CPC). Certains précisent encore que, lorsqu'une partie n'est pas en mesure ou lorsqu'on ne peut attendre d'elle qu'elle chiffre ses prétentions d'emblée au sens de l'art. 85 CPC, elle n'a pas non plus à introduire une demande partielle et à la modifier par la suite au sens de l'art. 227 CPC (cf. notamment DANIEL FÜLLEMANN in DIKE-Kommentar ZPO, 2ème éd. 2016, n° 3 ad art. 85 CPC; cf. également PASCAL LEUMANN LIEBSTER, Die Stufenklage im schweizerischen Zivilprozessrecht, 2005, p. 113 s., qui considère qu'il s'agit d'une simple précision de la demande).”
Die klagende Partei muss bereits in der Klageschrift konkret und substanziiert darlegen, weshalb und inwiefern eine Bezifferung objektiv unmöglich oder unzumutbar ist. Ein blosses Sich-berufen auf fehlende Informationen genügt nicht; der Nachweis der Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit obliegt der Klägerin.
“Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- - 21 - treffen. Eine Ausnahme gilt, wenn die fehlende Information eine Tatsache betrifft, welche sowohl über das Bestehen der Forderung als über die Höhe derselben ent- scheidet und in diesem Sinne doppelrelevant ist (BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Rz. 438 ff.). Der eine Stufenklage erhebenden Partei obliegt der Nachweis der Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Beziffe- rung (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Sie hat bereits in der Klageschrift konkret aufzu- zeigen, dass und inwiefern eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar sein soll, andernfalls auf die unbezifferte Forderungsklage nicht einzutreten ist (BGE 148 III 322 E. 3 und 4). In Bezug auf das (rechtzeitige) Vorbringen der Tatsachen und Beweismittel entbin- det Art. 85 ZPO die klagende Partei vor Auskunftserteilung lediglich von der absch- liessenden Forderungsbezifferung. Demgegenüber ist der Hauptanspruch soweit möglich und zumutbar zu substantiieren (BGE 140 III 409 E. 4.3.1). Dies bedeutet, dass die klagende Partei – vorbehältlich einer gerichtlichen Beschränkung des Ver- fahrens im Sinne von Art. 125 lit. a ZPO – in diesem Umfang vor Aktenschluss all jene Tatsachen bzw. Anspruchsgrundlagen vorzutragen hat, welche der Begrün- dung ihres Hauptanspruchs dienen (BAECHLER, Die Stufenklage, sic!”
“Rechtsbegehren müssen beziffert werden, ansonsten ergeht ein Nichteintreten. Nach Art. 85 ZPO kann die klagende Partei nur dann eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Abs. 1). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Abs. 2 Satz 1). Nach der Rechtsprechung genügt es dabei nicht, wenn die klagende Partei "einzig unter Hinweis auf fehlende Informationen" auf die an sich erforderliche Bezifferung verzichtet. Vielmehr obliegt ihr der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist. Mit anderen Worten: Bei Einreichung einer unbezifferten Forderungsklage ist es Aufgabe der klagenden Partei, ihr Begehren so weit wie möglich zu beziffern und wo dies nicht möglich ist aufzuzeigen, dass die erwähnten Bedingungen für eine unbezifferte Forderungsklage erfüllt sind.”
“Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss darin jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Art. 85 ZPO). Gäbe es diese Bestimmung nicht, müsste die Ansprecherin in der Klage "aufs Geratewohl" einen Geldbetrag fordern, der sicher hoch genug ist, und liefe somit Gefahr, dass ihre Klage im überklagten Betrag kostenfällig abgewiesen wird, oder sie die Klage - wenn sich die Höhe ihrer Forderung im Laufe des Verfahrens herauskristallisiert - kostenfällig beschränken muss (Art. 227 Abs. 3 ZPO; siehe aber immerhin Art. 107 Abs. 1 lit. a ZPO; BGE 148 III 322 E. 3.3). Beruft sich die klagende Partei auf eine Ausnahme von der Bezifferungspflicht, hat sie bereits in der Klageschrift aufzuzeigen, dass die Bedingungen nach Art. 85 Abs. 1 ZPO für eine unbezifferte Forderungsklage erfüllt sind. Dabei genügt ein blosser Hinweis auf fehlende Informationen nicht. Vielmehr muss die Klägerin bereits in der Klageschrift konkret darlegen, weshalb es ihr aus objektiven Gründen unmöglich oder wenigstens unzumutbar ist, die Klageforderung zu beziffern (BGE 140 III 409 E. 4.3.2). Ansonsten ist der diesbezüglichen Darlegungspflicht nicht Genüge getan (BGE 148 III 322 E.”
“Die Klage enthält das Rechtsbegehren (Art. 221 Abs. 1 lit. b, Art. 244 Abs. 1 lit. b ZPO). Wird die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Beruft sich die klagende Partei gestützt auf Art. 85 ZPO auf eine Ausnahme von der Bezifferungspflicht, hat sie - bereits in der Klageschrift - aufzuzeigen, dass und inwieweit eine Bezifferung aus objektiven Gründen unmöglich oder unzumutbar ist. Nur soweit ein Beweisverfahren schon für schlüssige Behauptungen unabdingbar ist, fehlt es an der Möglichkeit oder Zumutbarkeit der Bezifferung. Namentlich genügt es nicht, einzig unter Hinweis auf fehlende Informationen auf die an sich erforderliche Bezifferung zu verzichten (BGE 148 III 322 E. 2.2 und 3.8; 140 III 409 E. 4.3.2).”
“1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Si la partie demanderesse invoque une exception à l'obligation de chiffrer, elle doit démontrer dès la requête que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC pour une action non chiffrée sont remplies. À cet égard, une simple indication sur le manque d'informations ne suffit pas. La demanderesse doit au contraire exposer concrètement dans la requête pourquoi, pour des raisons objectives, il lui est impossible ou du moins déraisonnable de chiffrer la créance en justice (ATF 148 III 322 consid. 3.8; 140 III 409 consid. 4.3.2). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid. 4; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.4, publié in SJ 2019 I p.”
“Diesfalls ist der klagenden Partei zu gestatten, die Präzisierung erst nach - 22 - Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen. Demgegenüber hat die Bestim- mung auf die Behauptungs- und Substantiierungslast hinsichtlich der übrigen an- spruchs-begründenden Voraussetzungen lediglich geringe Auswirkungen. Es ist weiterhin an der Klägerin, die diesbezüglichen Tatsachen substantiiert darzule- gen, damit darüber überhaupt Beweis abgenommen werden kann. Insbesondere darf eine Reduktion der Substantiierungspflichten nicht auf einen Beweisausfor- schung hinauslaufen. Die Klägerin ist bereits bei Klageanhebung gehalten, die Tatsachen anzugeben, welche Anhaltspunkte für die Entstehung und die Höhe der geltend gemachten Forderung / des geltend gemachten Schadens bilden, und dafür Beweise anzubieten (MARKUS, in: HAUSHEER/WALTER, Berner Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, 2012, Art. 85 N. 1; BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Diss., 2013, N. 618 ff.). So wird beispielsweise auch in Anwendungsfällen von Art. 42 Abs. 2 OR verlangt, dass der Geschädigte alle Umstände, die für den Eintritt eines Schadens spre- chen und dessen Abschätzung erlauben oder erleichtern, soweit möglich und zu- mutbar behauptet und beweist. Es genügt denn auch nicht, einzig unter Hinweis auf fehlende Informationen auf die an sich erforderliche Bezifferung zu verzichten. Vielmehr obliegt der klagenden Partei der Nachweis, dass und inwieweit eine Be- zifferung unmöglich oder unzumutbar ist. Nur soweit ein Beweisverfahren schon für schlüssige Behauptungen unabdingbar ist, fehlt es an der Möglichkeit oder Zumutbarkeit der Bezifferung (BGE 140 III 409 E. 4.3). Die Zulassung der unbezifferten Forderungsklage ist restriktiv zu handhaben. Der blosse Umstand, dass es schwierig ist, einen Schaden zu quantifizieren, stellt für sich genommen keine Unzumutbarkeit dar. Die Unzumutbarkeit ist nur für Situati- onen annehmbar, in welchen sich die klagende Partei in einer regelrechten Be- hauptungsnot befindet.”
Wer eine nicht bezifferte Zahlungsklage erhebt, muss in der Klageschrift darlegen, warum eine Bezifferung von Anfang an objektiv unmöglich oder zumindest unzumutbar ist; eine blosse pauschale Angabe über fehlende Informationen genügt nicht. Fehlt diese Begründung, ist die Klage als unzulässig/irrecevable zu behandeln; es ist in diesem Fall nicht nach Art. 132 ZPO eine Frist zur Nachholung der Bezifferung zu setzen.
“2; 133 II 409 consid. 1.4.2; arrêt du Tribunal fédéral 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3). 5.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Si la partie demanderesse invoque une exception à l'obligation de chiffrer, elle doit démontrer dès la requête que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC pour une action non chiffrée sont remplies. À cet égard, une simple indication sur le manque d'informations ne suffit pas. La demanderesse doit au contraire exposer concrètement dans la requête pourquoi, pour des raisons objectives, il lui est impossible ou du moins déraisonnable de chiffrer la créance en justice (ATF 148 III 322 consid. 3.8; 140 III 409 consid. 4.3.2). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid.”
“Die Beklagte beantragt mit der Widerklagereplik sodann neu, die Klägerin sei - "unter Vorbehalt der Erhöhung bzw. Herabsetzung dieses Betrages nach Durchführung des Beweisverfahrens" - zu verpflichten, ihr den Betrag von CHF 290'000.– zuzüglich Zins zu bezahlen (act. 50 S. 2, Antrag 2). Das Rechtsbegehren auf Leistung eines Geldbetrages ist zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Eine Ausnahme gilt für die Fälle, in welchen es der klagenden Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Diesfalls kann eine unbezifferte Forderungsklage erhoben werden. Die klagende Partei muss jedoch einen Mindestwert angeben, welcher als vorläu- figer Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO) und hat das Rechtsbegehren zu ergän- zen, sobald sie nach Abschluss des Beweisverfahrens dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Dass und inwiefern eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar sein soll, hat die klagende Partei bereits in der Klageschrift aufzuzeigen. Unter- lässt sie dies, ist auf die Klage nicht einzutreten (BGE 148 III 322 E. 3.4 und 4). - 11 - Die Beklagte stellte in der Widerklagebegründung kein unbeziffertes Rechtsbe- gehren, sondern verlangte die Verpflichtung der Klägerin zur Bezahlung von CHF 160'000.– (act. 16 S. 2, Rechtsbegehren 2). Auch gestützt auf die gemach- ten Ausführungen ist nicht auf eine unbezifferte Forderungsklage zu schliessen. So begründete die Beklagte nicht explizit, dass und inwiefern es ihr (zum damali- gen Zeitpunkt) unmöglich oder unzumutbar gewesen sei sollte , den angeblich an- gefallen Minderwert der Liegenschaft zu beziffern, und sie sich vorbehalte, diesen nach Durchführung des Beweisverfahrens näher zu beziffern. Vielmehr stellte sie eine Erhöhung des eingeklagten Betrages in der Widerklagereplik in Aussicht und offerierte für eine allfällige Bestreitung der CHF 160'000.”
“Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies ou à l’issue de celle-ci, mais « au plus tard » lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu’il a requises. Une grande partie des auteurs va plus loin en soutenant qu’il appartient au tribunal d’interpeller ou de fixer un délai au demandeur pour qu’il chiffre sa demande une fois les informations à cette fin obtenues (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). La partie ne doit pas actualiser régulièrement ses conclusions après l’exécution de chaque mesure d’instruction (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.3). Le chiffrement après coup de conclusions ne constitue pas une modification des conclusions, lesquelles ne sont ni augmentées ni réduites (TF 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.4 ; question laissée ouverte par TF 5A_847/2021 précité consid. 5.3, qui relève cependant que la doctrine semble plutôt considérer que l’art. 85 al. 2 CPC constitue une exception par rapport à l’art. 227 al. 2 CPC), mais une simple précision de celles-ci (JdT 2021 III 161). Il incombe au demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée de démontrer dans quelle mesure il n’est pas possible, ou du moins pas exigible, d’indiquer d’entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 précité consid. 4.3.2 ; TF 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2, RSPC 2018 p. 179). Vu l’importance fondamentale de chiffrer les conclusions dès le début de la procédure, il doit faire cette démonstration dans sa demande déjà – et non pas seulement plus tard dans une écriture ultérieure, p.ex. en réplique. A cet égard une simple indication du manque d’informations ne suffit pas (ATF 148 III 322 précité consid. 3.4). La demande non chiffrée, alors que les conditions de l’art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu’il y ait lieu à fixation d’un délai selon l’art. 132 CPC (ATF 140 III 409 précité consid. 4, alors que la jurisprudence vaudoise admettait qu’un tel délai soit fixé, JdT 2012 III 230 ; TF 5A_847/2021 précité consid.”
Wird die Bezifferung erst nach Durchführung von Beweismassnahmen (z. B. Expertise) möglich, kann die Partei ihre Klage zunächst unbeziffert mit einer vorläufigen Mindestwertangabe belassen und die endgültige Bezifferung nachholen. Das angerufene Gericht bleibt zuständig und die anwendbare Verfahrensart bleibt in der Regel bestehen, selbst wenn der nachträglich festgestellte Streitwert die sachliche Zuständigkeit überschreitet. Es obliegt jedoch der Partei, ihre Forderung zu beziffern, sobald sie dazu in der Lage ist.
“1 En l'espèce et en lien avec le moment auquel l'intimée a chiffré ses conclusions, l'appelant lui reproche d'avoir tardé en attendant les plaidoiries finales du 14 octobre 2021 pour les formuler, alors qu'elle aurait dû, selon lui, le faire immédiatement après avoir obtenu toutes les informations nécessaires, soit à réception de l'expertise du bien immobilier situé en France rendue à la fin juillet 2021, au plus tard le 6 septembre 2021, date à laquelle le Tribunal avait clos les débats principaux. En outre, elle avait omis de chiffrer une valeur litigieuse minimale. Les griefs soulevés à ce titre par l'appelant ne convainquent pas. D'une part, l'intimée a chiffré ses conclusions en 2017, car, à cette époque, les parties étaient convenues de la valeur des deux biens immobiliers concernés. Quelque temps plus tard, elles sont revenues toutes deux sur cet accord, ce qui a donc contraint l'intimée à formuler, dans un deuxième temps, des conclusions non chiffrées dans l'attente des expertises concernant lesdits biens. L'intimée a donc, contrairement, à ce que soutient l'appelant en lien avec l'art. 85 al. 1 CPC, formulé une valeur litigieuse minimale en 2017 déjà. De toute manière, exiger de l'intimée une valeur minimale provisoire au sens de l'art. 85 CPC, sous peine d'irrecevabilité, serait excessivement formaliste puisque ni la compétence du Tribunal, ni le type de procédure ne dépendaient de la valeur litigieuse. D'autre part, l'intimée, à réception du dernier rapport d'expertise, a immédiatement, soit dans les jours qui ont suivis et alors qu'il s'agissait d'une période de féries judiciaires, sollicité par courrier la reprise de l'instruction, ainsi qu'un délai pour déposer des plaidoiries écrites finales. Elle n'est dès lors pas restée inactive après la réception du rapport d'expertise, bien au contraire. L'audience de plaidoiries finales fixée dans la foulée par le Tribunal était ainsi la première occasion offerte à l'intimée de s'exprimer et, donc, de chiffrer ses conclusions après avoir obtenu tous les éléments pertinents en sa possession. A suivre l'appelant, il aurait fallu que l'intimée agisse spontanément, hors de tout délai octroyé ou de toute audience agendée, en déposant une écriture chiffrant ses prétentions. Les parties ne sont cependant pas autorisées à déposer selon leur bon vouloir des conclusions spontanées, sans respecter les échéances fixées par la loi ou par le juge.”
“1, 2e phrase, CPC impose au demandeur d’indiquer un montant minimal à titre de valeur litigieuse provisoire. Ce montant provisoire sert à déterminer la compétence matérielle du tribunal lorsqu’elle dépend de la valeur litigieuse, la procédure applicable ainsi qu’à fixer le montant de l’avance de frais (Chabloz et al., Petit commentaire, CPC, Bâle 2021, n. 16 ad art. 85 CPC et les références citées). Il incombe au demandeur de chiffrer sa conclusions dès qu’il est en état de le faire, soit dès qu’il a obtenu les informations requises ou une fois que les preuves ont été administrées ; le demandeur se borne à préciser ses conclusions et ne procède pas à une modification de la demande au sens de l’art. 227 CPC (Chabloz et al., op. cit., n. 17 ad art. 85 CPC et les arrêts cités). L’art. 85 al. 2, 2e phrase, CPC précise que le tribunal saisi reste compétent si la valeur litigieuse définitive n’entre pas dans sa compétence matérielle ; même si le texte légal ne l’indique pas, il en va de même pour la procédure applicable (Chabloz et al., op. cit., n. 18 ad art. 85 CPC et les références citées). Dès lors, une prétention chiffrée provisoirement à 25’000 fr. qui, une fois les informations requises obtenues, est fixée à 35’000 fr., reste soumise à la procédure simplifiée (Chabloz et al., op. cit., n. 18 ad art. 85 CPC et les références citées). 4.3 En l’espèce, dans sa demande du 26 juin 2019, la recourante a allégué qu’elle réservait des frais médicaux futurs, en soumettant leur quotité à la preuve par expertise (demande, all. 34 et 58), et a donc indiqué, de manière provisoire, une valeur litigieuse qui n’était pas supérieure à 30’000 fr. (demande, p. 2). Une fois que l’expertise a été réalisée, elle a articulé ses frais médicaux futurs à 11’312 fr. 10 et a, par conséquent, augmenté ses conclusions initiales, fondées sur des frais d’ores et déjà causés, de 21’267 fr. 70 à 32’579 fr. 80. Au vu des frais litigieux, soit des frais futurs, qui n’ont pu être articulés qu’au moyen de l’expertise mise en œuvre, on comprend les raisons pour lesquelles la recourante n’a pas eu d’emblée la possibilité de les chiffrer.”
Nachträgliche Bezifferung nach Art. 85 Abs. 2 ZPO wird in der Literatur und Rechtsprechung vielfach als Präzisierung des Rechtsbegehrens und nicht als technische Klageänderung im Sinne von Art. 227/230 ZPO angesehen; allerdings besteht in der Lehre auch die Auffassung, sie könne als Klageänderung verstanden werden, wobei Art. 85 ZPO dann zumindest in Bezug auf den Erhalt der Zuständigkeit als lex specialis gelten soll.
“La question de savoir si le chiffrement postérieur d'une demande conformément à l'art. 85 al. 2 CPC constitue une modification de la demande initiale de sorte que les art. 227 et 230 CPC seraient applicables ou une simple précision de dite requête demeure ouverte. Certains auteurs excluent d'emblée qu'il puisse s'agir d'une modification de la demande (ALEXANDER R. MARKUS, in Berner Kommentar, Sweizerische Zivilprozessordnung - Band I, Art. 1-149 ZPO, 2012, n° 23 ad art. 85 CPC; GROBETY/HEINZMANN, in Petit commentaire CPC, 2021, n° 17 ad art. 85 CPC; LAURENT GROBETY, Le cumul objectif d'actions en procédure civile suisse, Zurich 2018, p. 159-160, n° 253; FRANCESCO TREZZINI, Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, 2e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). D'autres auteurs précisent que, si l'on admet qu'il s'agit d'une modification de la demande, l'art. 85 al. 2 CPC constitue alors une lex specialis par rapport à l'art. 227 al. 2 CPC du moins s'agissant du maintien de la compétence du tribunal (FLORIAN MOHS, in ZPO Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [éd.], 2015, n° 4 ad art. 85 CPC; MATTHIAS COURVOISIER, in Schweizerische Zivilprozessordnung, Baker & McKenzie [éd.], 2010, n° 11 ad art. 85 CPC). Certains précisent encore que, lorsqu'une partie n'est pas en mesure ou lorsqu'on ne peut attendre d'elle qu'elle chiffre ses prétentions d'emblée au sens de l'art. 85 CPC, elle n'a pas non plus à introduire une demande partielle et à la modifier par la suite au sens de l'art. 227 CPC (cf. notamment DANIEL FÜLLEMANN in DIKE-Kommentar ZPO, 2ème éd. 2016, n° 3 ad art. 85 CPC; cf. également PASCAL LEUMANN LIEBSTER, Die Stufenklage im schweizerischen Zivilprozessrecht, 2005, p. 113 s., qui considère qu'il s'agit d'une simple précision de la demande).”
“Sie vermag denn auch keine An- haltspunkte für ihre Interpretation des insoweit klaren, eindeutigen Gesetzestextes vorzuweisen (vgl. act. A.1, Rz. 23 ff., 59 ff., ferner 139 ff.). Vergeblich argumentiert die Berufungsklägerin ferner mit der Klageart (act. A.1, Rz. 18 f., 24 ff.). Sowohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stu- fenklage stellen keine eigentlichen Klagearten dar; beide Institute ordnen sich den Leistungsklagen zu. Wie eingangs aufgezeigt, handelt es sich vielmehr um Aus- nahmen vom Grundsatz, dass Rechtsbegehren bei der Klageanhebung bestimmt sein müssen (vorstehend E. 3.2; Alexander R. Markus, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Bd. I, Art. 1-149 ZPO, Bern 2012, N 1 zu Art. 85 ZPO). Folgerichtig ist die nachträgliche Bezifferung eine Präzisierung des Rechtsbegehrens. Eine Klageänderung im technischen Sinne der Art. 227 und 230 ZPO liegt nicht vor. Art. 85 ZPO geht als Sonderregelung vor (Markus, a.a.O., N 23 zu Art. 85 ZPO; Christoph Leuenberger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri- schen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 9 zu Art. 227 ZPO). Im Übrigen blieb der Anspruch der Berufungsklägerin auf rechtliches Gehör - im Rahmen von Art. 85 ZPO - gewährleistet. Der Prozessgegenstand war durch die Klage hinreichend individualisiert. Die Klage bezieht sich auf ein bestimmtes Revi- sionsmandat. Mittels Mindeststreitwert waren die sachliche Zuständigkeit, die Ver- fahrensart sowie allfällige künftige Rechtsmittel festgelegt (vgl. ferner nachstehend E. 5). Die Berufungsklägerin als Beklagte war mithin in der Lage, ihre tatsächli- chen Verteidigungsrechte wahrzunehmen (vgl. RG act. I.2; RG act. VII.1; RG act. VII.3). Erinnert sei daran, dass die unbezifferte Forderungsklage letztlich stets in einem gewissen Spannungsfeld zwischen der Prozessökonomie und dem Schutz der beklagten Partei steht. Solange Rechtsbegehren unbeziffert sind, ste- hen sie in Konflikt mit dem sich aus dem rechtlichen Gehör ergebenden Anspruch der beklagten Partei auf Orientierung.”
Bei Mietzinsanfechtungen und Anträgen auf gerichtliche Festsetzung des Anfangsmietzinses kann eine unbezifferte Forderungsklage in Frage kommen; die Voraussetzungen werden jedoch restriktiv geprüft. Die klagende Partei hat einen Mindestwert anzugeben. Das Gericht kann Fristen zur nachträglichen Bezifferung setzen (z. B. nach Abschluss des Beweisverfahrens) und die Klage für unzulässig erklären, wenn die Partei offensichtlich in der Lage gewesen wäre, ihren Anspruch früher zu beziffern.
“ZMP 2025 Nr. 2 Art. 269 OR; Art. 269a OR; Art. 269d OR; Art. 270 OR; Art. 270a Abs. 3 OR; Art. 85 ZPO; Art. 164 ZPO. Anfechtung einer Mietzinserhöhung. Senkungs- begehren im Rahmen der Anfechtung einer Erhöhung. Relative Methode. Einwand der übersetzten Rendite. Anlagewert bei gemischter Schenkung. Nachweis von allgemeinen Kostensteigerungen. Unbezifferte Klage. Zwar kann der Mieter im Rahmen der Anfechtung einer Mietzinsanfechtung ein Senkungsbegehren stellen, ohne sich zuvor an den Vermieter wenden zu müssen. Die relative Methode setzt dem allerdings Grenzen, denn die Parteien müssen und dürfen davon ausgehen, dass die letzte massgebliche Mietzinsfestsetzung (Ver- trag, Vergleich, unangefochtene Mietzinserhöhung) dem Vermieter sowohl einen genügenden als auch nicht missbräuchlichen Ertrag verschafft. Defensiv können absolute Anpassungsgründe einer Anpassung wegen Verände- rung relativer Faktoren ohne weiteres entgegengehalten werden. Dies kann aber wegen der relativen Methode höchstens eine Mietzinsveränderung verhindern, nicht aber zu einer von Grund auf neuen Mietzinskalkulation führen.”
“85 CPC) mais "au plus tard" lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu'il a requises (en ce sens : Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, n° 514 ; Dorschner, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4 et 5A_871/2020 précité loc. cit.). 2.3 En l'espèce, les locataires ont fait appel du jugement JTBL/959/2022 rendu par le Tribunal en date du 7 décembre 2022 et conclu à ce que le loyer soit fixé à un « montant mensuel qui reste à déterminer ». Ils n’ont dès lors pas chiffré les conclusions prises en appel, ce qui ne porterait, sur le principe, pas le flanc à la critique si les conditions d’application de l’art. 85 CPC étaient remplies. La question de savoir si les appelants se trouvaient effectivement dans l’impossibilité d’articuler le montant de leur prétention ou si cette indication ne pouvait pas être exigée d’eux d’emblée au moment du dépôt de la demande devant le Tribunal peut demeurer ouverte. En revanche, les appelants disposaient manifestement de tous les moyens à disposition pour chiffrer leurs conclusions au plus tard lors des plaidoiries finales, en date du 18 octobre 2022. Il est par ailleurs observé que les appelants n’ont pas non plus indiqué de montant minimal dans le cadre de leur demande non chiffrée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_462/2017 du 12 mars 2018 consid. 3.1.). Le Tribunal aurait dès lors dû déclarer la conclusion en fixation judiciaire du loyer irrecevable pour les motifs qui précèdent. Compte tenu de ce qui précède, les conditions d’application de l’art. 85 CPC ne sont manifestement pas non plus remplies au regard des conclusions prises en appel. En effet, les locataires n’ont pas chiffré leur conclusion en fixation judiciaire du loyer, alors qu’ils étaient manifestement en mesure de le faire.”
“Dezember 2022 zunächst Frist angesetzt, um sich zu den Angaben der Klägerin zum Min- deststreitwert und zur sachlichen Zuständigkeit des Einzelgerichts zu äussern. Nach Eingang der entsprechenden Stellungnahmen vom 5. Januar 2023 wurden diese mit Verfügung vom 11. Januar 2023 jeweils der Gegenseite zugestellt. Da sich aufgrund des in der Zwischenzeit in der amtlichen Sammlung publizierten BGE 148 III 322 ergeben hatte, dass das Bundesgericht seine Praxis zur unbezif- ferten Forderungsklage ganz generell restriktiver gestaltet als die Zürcher Ge- richte, wurde den Parteien zugleich Frist angesetzt, um zu den Konsequenzen des genannten Entscheids für den vorliegenden Fall Stellung zu nehmen. Der Be- klagte 1 und die Klägerin erstatteten ihre Stellungnahmen mit Eingaben vom 19. Januar 2023 bzw. vom 1. Februar 2023. Mit Verfügung vom 2. Februar 2023 wurden diese Eingaben je den übrigen Verfahrensbeteiligten zugestellt, woraufhin sich die Klägerin mit Eingabe vom 9. Februar 2023 noch zur Stellungnahme des Beklagten 1 äusserte. - 3 - 2.1 Gemäss Art. 85 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungs- klage erheben, wenn es ihr unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. In diesem Fall hat sie einen Mindeststreit- wert anzugeben, der als vorläufiger Streitwert gilt. Die Bezifferung ist nachzuholen, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Aus- kunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 5A_847/2021 vom 10. Januar 2023 E. 4.2.2). Die Klage auf gerichtliche Anfangsmietzinsfestsetzung wegen Nichtverwendung des amtlichen Formulars bei der Mietzinsfestsetzung ist der Sache nach eine kom- binierte Feststellungs- und Gestaltungsklage. Für deren Bezifferung sind Art. 84 Abs. 2 und Art. 85 ZPO analog anwendbar (dazu KUKO ZPO-OBERHAMMER/WE- BER, 3. A., Basel 2021, Art. 85 N 11). Dies gilt auch für den Grundsatz in Art. 84 Abs. 2 ZPO, wonach Leistungsklagen zu beziffern sind, soweit die Bezahlung ei- nes Geldbetrages gefordert wird.”
“Zusammenfassend ist deshalb festzustellen, dass das unbezifferte Rechtsbegehren zum Anfangsmietzins in der Berufung praktisch gleichlautend ist wie dasjenige in der Klage und sich die Berufungsklägerin, nachdem vor erster Instanz fast alle Beweisanträge gutgeheissen und mehrerer Unterlagen eingereicht wurden, weiterhin auf fehlende Unterlagen beruft. Sie bringt eine Begründung für ihre unbezifferte Forderungsklage vor, für die der vorliegende Sachverhalt keine taugliche Grundlage darstellt. Sie wertet jegliche Bemühungen des Mietgerichts, den Anfangsmietzins festzulegen, als untauglich, bemüht sich aber selbst auch nicht, eigene Angaben für die Berechnung des Anfangsmietzinses zu liefern. Das Vorbringen der Berufungsklägerin für eine unbezifferte Forderungsklage ist ein blosser Hinweis auf fehlende Informationen, welcher bei einer näheren Auseinandersetzung, deren Vornahme eigentlicher der Berufungsklägerin obliegen würde, sich zudem auch nicht als stichhaltig erweist. Die am 6. Oktober 2022 eingereichte Berufung erfüllt die Anforderungen an den Inhalt bzw. die Begründung der Rechtbegehren im Sinne von Art. 85 ZPO nicht. Da ein Nichteintretensentscheid zu ergehen hat, wenn feststeht, dass es an einer Prozessvoraussetzung fehlt (BGE 140 III 159 E. 4.2.4 S. 165), ist die Berufung daher unzulässig und darauf nicht einzutreten.”
Schlussanträge bei unbezifferter Klage müssen klar und so bestimmt sein, dass sie ohne weitere Klarstellung in das Dispositiv übernommen werden können; pauschale oder unbestimmte Formulierungen gelten als mangelhaft. Ausnahmsweise kann bei formell unvollständigen Schlussanträgen aus der Begründung klar hervorgehen, was die Partei verlangt, sodass auf eine ergänzende Präzisierung verzichtet werden kann. Fehlen bei einer unvertretenen Partei notwendige Klarstellungen, sollte das Gericht die Partei auf die Unklarheit hinweisen und ihr Gelegenheit zur Präzisierung geben.
“Cela signifie que le recourant doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision atta-quée et que son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l’instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu’il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles il fonde sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1). Doctrine et jurisprudence en déduisent également la nécessité d'énoncer des conclusions, sous peine d'irrecevabilité (ATF 137 III 617 consid. 4.2.2 et les références ; Bastons Bulletti, in Code de procédure civile, Petit commentaire, 2020, n. 3 ad art. 311 CPC). Les conclusions doivent pouvoir être reprises telles quelles dans le dispositif, respectivement doivent pouvoir être exécutées sans qu'une clarification soit nécessaire. Des conclusions pécuniaires doivent être chiffrées. Cette exigence-ci découle aussi du principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC), qui interdit au juge d'allouer plus que ce qui est réclamé (ATF 137 III 617 consid. 4.3 ; cf. aussi ATF 142 III 102 consid. 5.3.1 ; Bohnet, in Commentaire romand, 2e éd. 2019, n. 2 ad art. 85 CPC ; Leuenberger, in Kommentar zur Schwei-zerischen Zivilprozessordnung [ZPO], [Sutter-Somm et alii éd.] 3e éd. 2016, nn. 25, 28 et 29 ad art. 221 CPC ; Colombini, Code de procédure civile, Condensé de juris-prudence, n. 9.4.2 ad art. 311 et 7 ad art. 321 CPC). Exceptionnellement, pour éviter le formalisme excessif, il peut être entré en matière sur des conclusions formellement déficientes lorsqu’on comprend à la lecture de la motivation ce que demande l’appe-lant ou le recourant, respectivement à quel montant il conclut (ATF 137 III 617 consid. 6.2 et les références). En l’espèce, la recourante formule la conclusion suivante : « En conclu-sion, nous nous opposons donc totalement à votre décision et vous demandons de bien vouloir reprendre votre jugement ». On peut comprendre de cette formulation, et de la motivation contenue dans l’acte de recours (cf. paragraphe infra), que la recou-rante soutient que la poursuite et la requête de mainlevée sont injustifiées. Il est ainsi possible de déduire de son écriture qu’elle conclut implicitement à ce que son oppo-sition à la poursuite soit maintenue.”
“L'appelante n’avait pas démontré, ni même allégué qu’elle n’était pas en mesure de chiffrer d’emblée sa conclusion. Elle n’avait pas articulé de valeur litigieuse minimale provisoire, ni chiffré sa conclusion dès que possible. L'appelante fait grief au Tribunal de ne pas avoir statué sur "la demande des parties" tendant à déterminer laquelle d'entre elles devait prendre en charge les coûts de construction du mur. Le Tribunal avait mal constaté les faits en retenant qu'elle avait allégué des travaux de construction de ce mur envisagés en 1972. Sa conclusion en cause tendait également à la condamnation de l'intimé à construire le mur, ce sur quoi devait statuer le Tribunal. N'étant pas assistée par un avocat, celui-ci aurait dû l'interpeller afin qu'elle clarifie sa conclusion, faute de quoi il avait fait preuve de formalisme excessif. 5.1 A teneur de l'art. 84 CPC, le demandeur intente une action condamnatoire pour obtenir que le défendeur fasse, s’abstienne de faire ou tolère quelque chose (al. 1) et l’action tendant au paiement d’une somme d’argent doit être chiffrée (al. 2). Aux termes de l'art. 85 CPC, si le demandeur est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée, il peut intenter une action non chiffrée; il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (al. 1). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (al. 2). Selon l'art. 132 CPC, le tribunal fixe un délai pour la rectification des vices de forme telle l’absence de signature ou de procuration. A défaut, l’acte n’est pas pris en considération (al. 1). L’al. 1 s’applique également aux actes illisibles, inconvenants, incompréhensibles ou prolixes (al. 2). Dans les procès soumis à la maxime de disposition, les parties sont tenues de prendre des conclusions claires, nettes et suffisamment déterminées (ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision.”
Bei Unterhaltsklagen kann die konkrete Bezifferung — insbesondere wenn die Eltern nicht kooperieren und ihre finanziellen Verhältnisse nicht ermittelt werden können — bis nach Abschluss des Beweisverfahrens erfolgen. Art. 85 Abs. 2 ZPO lässt eine solche nachträgliche Bezifferung zu; sie ist nicht als Herabsetzung oder als Klägerbeschränkung zu werten. Die definitiven Kosten‑ und Entschädigungsfolgen richten sich nach dem endgültig festgestellten Streitwert.
“Zwar treffe es zu, dass er anhand der vom Gericht einverlangten Kontoauszüge der Ausgleichskasse seine Unterhaltsklage erst während der Verhandlung beziffert habe. Aus diesem Umstand könne jedoch nicht geschlossen werden, dass er seine Forderung um CHF 155'098.50 herabgesetzt habe, wie die Vorinstanz in der Begründung festhalte. Einerseits sei der Betrag von CHF 159'394.50 zu keinem Zeitpunkt in diesem Umfang von den Kindseltern gefordert worden. Vielmehr habe es sich dabei um die Massnahmenkosten gehandelt, die bis zur Einreichung der Klage bezahlt worden seien. Die Beteiligung der Eltern an den Massnahmenkosten werde anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet. Weil im vorliegenden Fall die Eltern in keiner Weise partizipiert hätten, sei es nicht möglich und nicht zumutbar gewesen, die Unterhaltsklage zu beziffern. Andererseits erblicke die Vorinstanz in dieser vermeintlichen Herabsetzung eine Klagebeschränkung. Dabei übersehe sie jedoch, dass es sich nicht um eine Forderungsklage, sondern um eine Unterhaltsklage handle. Es sei im Übrigen gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO auch zulässig, eine unbezifferte Forderungsklage erst nach Ablauf des Beweisverfahrens zu beziffern. Überdies würden sich die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen bei nachträglich zu beziffernden Forderungsklagen nach dem definitiven Streitwert bestimmen. Folglich könne nicht von einer Herabsetzung der Forderung gesprochen werden. Im Ergebnis habe die Vorinstanz den Kindsvater dazu verurteilt, an die Massnahmenkosten seiner Tochter einen Unterhaltsbeitrag von CHF 358.00 pro Monat zu bezahlen. Damit sei sie seinen Ausführungen im zweiten Parteivortrag gefolgt, weshalb – entgegen der Vorinstanz – nicht von seinem überwiegenden Unterliegen auszugehen sei. 11.2 Weiter brachte der Beschwerdeführer vor, dass sämtliche Bemühungen mit den Kindseltern in Kontakt zu treten bzw. ihre finanzielle Situation zu ermitteln, gescheitert seien. Die Kindseltern seien den Aufforderungen zur Mithilfe bei der Abklärung des Elternbeitrags nicht nachgekommen. An der Schlichtungsverhandlung vom 17. Februar 2022 seien die Kindseltern säumig gewesen.”
“Zwar treffe es zu, dass er anhand der vom Gericht einverlangten Kontoauszüge der Ausgleichskasse seine Unterhaltsklage erst während der Verhandlung beziffert habe. Aus diesem Umstand könne jedoch nicht geschlossen werden, dass er seine Forderung um CHF 155'098.50 herabgesetzt habe, wie die Vorinstanz in der Begründung festhalte. Einerseits sei der Betrag von CHF 159'394.50 zu keinem Zeitpunkt in diesem Umfang von den Kindseltern gefordert worden. Vielmehr habe es sich dabei um die Massnahmenkosten gehandelt, die bis zur Einreichung der Klage bezahlt worden seien. Die Beteiligung der Eltern an den Massnahmenkosten werde anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet. Weil im vorliegenden Fall die Eltern in keiner Weise partizipiert hätten, sei es nicht möglich und nicht zumutbar gewesen, die Unterhaltsklage zu beziffern. Andererseits erblicke die Vorinstanz in dieser vermeintlichen Herabsetzung eine Klagebeschränkung. Dabei übersehe sie jedoch, dass es sich nicht um eine Forderungsklage, sondern um eine Unterhaltsklage handle. Es sei im Übrigen gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO auch zulässig, eine unbezifferte Forderungsklage erst nach Ablauf des Beweisverfahrens zu beziffern. Überdies würden sich die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen bei nachträglich zu beziffernden Forderungsklagen nach dem definitiven Streitwert bestimmen. Folglich könne nicht von einer Herabsetzung der Forderung gesprochen werden. Im Ergebnis habe die Vorinstanz den Kindsvater dazu verurteilt, an die Massnahmenkosten seiner Tochter einen Unterhaltsbeitrag von CHF 358.00 pro Monat zu bezahlen. Damit sei sie seinen Ausführungen im zweiten Parteivortrag gefolgt, weshalb – entgegen der Vorinstanz – nicht von seinem überwiegenden Unterliegen auszugehen sei. 11.2 Weiter brachte der Beschwerdeführer vor, dass sämtliche Bemühungen mit den Kindseltern in Kontakt zu treten bzw. ihre finanzielle Situation zu ermitteln, gescheitert seien. Die Kindseltern seien den Aufforderungen zur Mithilfe bei der Abklärung des Elternbeitrags nicht nachgekommen. An der Schlichtungsverhandlung vom 17. Februar 2022 seien die Kindseltern säumig gewesen.”
“Zwar treffe es zu, dass er anhand der vom Gericht einverlangten Kontoauszüge der Ausgleichskasse seine Unterhaltsklage erst während der Verhandlung beziffert habe. Aus diesem Umstand könne jedoch nicht geschlossen werden, dass er seine Forderung um CHF 155'098.50 herabgesetzt habe, wie die Vorinstanz in der Begründung festhalte. Einerseits sei der Betrag von CHF 159'394.50 zu keinem Zeitpunkt in diesem Umfang von den Kindseltern gefordert worden. Vielmehr habe es sich dabei um die Massnahmenkosten gehandelt, die bis zur Einreichung der Klage bezahlt worden seien. Die Beteiligung der Eltern an den Massnahmenkosten werde anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet. Weil im vorliegenden Fall die Eltern in keiner Weise partizipiert hätten, sei es nicht möglich und nicht zumutbar gewesen, die Unterhaltsklage zu beziffern. Andererseits erblicke die Vorinstanz in dieser vermeintlichen Herabsetzung eine Klagebeschränkung. Dabei übersehe sie jedoch, dass es sich nicht um eine Forderungsklage, sondern um eine Unterhaltsklage handle. Es sei im Übrigen gemäss Art. 85 Abs. 2 ZPO auch zulässig, eine unbezifferte Forderungsklage erst nach Ablauf des Beweisverfahrens zu beziffern. Überdies würden sich die definitiven Kosten- und Entschädigungsfolgen bei nachträglich zu beziffernden Forderungsklagen nach dem definitiven Streitwert bestimmen. Folglich könne nicht von einer Herabsetzung der Forderung gesprochen werden. Im Ergebnis habe die Vorinstanz den Kindsvater dazu verurteilt, an die Massnahmenkosten seiner Tochter einen Unterhaltsbeitrag von CHF”
In erbrechtlichen Klagen, namentlich bei Reduktions- und Teilungsklagen, ist nach der Rechtsprechung regelmässig von der Anwendbarkeit von Art. 85 ZPO auszugehen. Dies wird damit begründet, dass der Wert der Erbschaft häufig erst nach Inventaraufnahme bzw. nach Durchführung des Beweisverfahrens hinreichend bestimmt werden kann; in der Praxis wird daher ein vorläufiger Mindestwert angegeben und eine spätere Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens vorgenommen.
“Fondamentalement, les conclusions doivent être formulées de manière suffisamment précise pour pouvoir être reprises telles quelles dans le dispositif de la décision à rendre (ATF 137 III 617 consid. 4.3). En cas d'action condamnatoire tendant au paiement d'une somme d'argent, les conclusions doivent être chiffrées (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 CPC. Cette exigence sert notamment à déterminer la compétence matérielle et la procédure applicable. Elle est par ailleurs nécessaire au respect du droit d'être entendu de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer contre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102 consid. 5.3.1 et les références). Selon l'art. 85 al. 1 CPC, si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. En matière successorale, il est généralement admis que les actions en réduction et en partage successoral tombent dans le champ d'application de l'art. 85 CPC (cf. à propos de l'action en réduction: ATF 121 III 249 consid. 2 [avant l'entrée en vigueur du CPC]; T ARKAN GÖKSU, Rechtsbegehren in erbrechtlichen Klagen, in Revue de l'avocat 2020 p. 74 ss [76]; FORNI/PIATTI, in Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 6e éd. 2019, n. 11 ad rem. prél. aux art. 522 à 533 CC; HRUBESCH-MILLAUER/ BOSSHARDT/KOCHER, Rechtsbegehren im Erbrecht, in Successio 2018 p. 4 ss [16]; WOLF/GENNA, Erbrecht, in Schweizeriseches Privatrecht, T IV/1, 2012, p. 505 et, à propos de l'action en partage sucessoral: cf. ATF 127 III 396 consid. 1b/cc; GÖKSU, op. cit., p. 74 ss [75], SUTTER-SOMM/LÖTSCHER, Der Erbrechtsprozess unter der Schweizerischen ZPO und seine Stolpersteine für die Praxis, in Successio 2013 p. 354 ss [360]). L'application de cette disposition à ces deux actions formatrices (art. 87 CPC) se justifie notamment par le fait que, sauf circonstances exceptionnelles - par exemple, lorsque l'actif successoral peut être aisément évalué en raison des biens qui en font partie ou lorsque la réduction porte sur une libéralité entre vifs sous forme d'argent dont le montant est connu -, le demandeur à ces actions n'est en principe pas en possession de tous les éléments de fait lui permettant de chiffrer de manière suffisante ses prétentions au moment de déposer son action.”
“Nel frattempo, 17 maggio 2018, AO 1 ha convenuto AP 1, AP 2, AP 3 e AP 4 davanti al Segretario assessore della Pretura della giurisdizione di Mendrisio Sud per un tentativo conciliazione volto a ottenere quanto segue: 1. È constatato che, secondo l'inventario degli attivi e passivi di data …, il valore della successione del defunto S__________ __________, deceduto a __________ in data 5 marzo 2018, ammonta a fr. …. 2. È constatato che la quota legittima (riserva) dell'erede AO 1 ammonta a 3/12 della successione fu S__________ __________. 3. È fissato il valore della successione al momento del decesso dopo il computo delle liberalità sottoposte alla riduzione. 4. Sulla base del risultato ottenuto, è fissato il valore della quota legittima di 3/12 così come la quota disponibile della successione. 5. È ridotta ad un valore minimo di fr. 200 000.–, somma che sarà precisata dopo l'assunzione delle prove utili (art. 85 CPC), proporzionalmente al loro valore (art. 525 n. 1 CC), la donazione tra vivi di fr. … concessa al convenuto AP 1, la donazione tra vivi di fr. … concessa alla convenuta AP 2 nata __________, quanto disposto nei testamenti olografi di data 18 febbraio 2004, pubblicati in data 9 aprile 2018, dal defunto S__________ __________ __________ a favore del convenuto AP 3 e a favore del convenuto AP 4 in modo tale da ricostituire la quota legittima a favore dell'istante. 6. Pertanto il convenuto AP 1 è condannato a pagare all'istante la somma di fr. … con interessi al 5% all'anno a partire dal 16 maggio 2018, la convenuta AP 2 nata __________ è condannata a pagare all'istante la somma di fr. … con interessi al 5% all'anno a partire dal 16 maggio 2018, il convenuto AP 3 è condannato a pagare all'istante la somma di fr. … con interessi al 5% all'anno a partire dal 16 maggio 2018, il convenuto AP 4 è condannato a pagare all'istante la somma di fr. … con interessi al 5% all'anno a partire dal 16 maggio 2018; gli importi dovuti saranno precisati una volta assunte le prove ex art.”
Die unbezifferte Forderungsklage ist zulässig, wenn es der klagenden Partei objektiv unmöglich oder unzumutbar ist, den Betrag zu Prozessbeginn anzugeben; in diesem Fall ist ein Mindeststreitwert als vorläufiger Streitwert anzugeben. Die Klägerin muss bereits in der Klage konkret darlegen, weshalb die Voraussetzungen des Art. 85 ZPO erfüllt sind; eine nur pauschale Angabe über fehlende Informationen genügt nicht. Die endgültige Bezifferung ist nachzuholen, sobald dies nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch Parteien oder Dritte möglich ist.
“1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Si la partie demanderesse invoque une exception à l'obligation de chiffrer, elle doit démontrer dès la requête que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC pour une action non chiffrée sont remplies. À cet égard, une simple indication sur le manque d'informations ne suffit pas. La demanderesse doit au contraire exposer concrètement dans la requête pourquoi, pour des raisons objectives, il lui est impossible ou du moins déraisonnable de chiffrer la créance en justice (ATF 148 III 322 consid. 3.8; 140 III 409 consid. 4.3.2). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid. 4; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.4, publié in SJ 2019 I p.”
“L'action en constatation de droit étant subsidiaire à l'action condamnatoire ou formatrice, elle n'est pas ouverte lorsqu'il est possible d'agir immédiatement en exécution. Le demandeur ne peut en effet prétendre avoir un intérêt digne de protection à la constatation alors qu'il peut exiger immédiatement l'exécution de la prestation dans le cadre d'une action condamnatoire (ATF 135 III 378 consid. 2.4; arrêt du Tribunal fédéral 4A_618/2017 précité, ibidem). L'action en constat n'est ainsi pas ouverte lorsque le demandeur, victime d'un acte illicite dont il ne connaît pas encore suffisamment les conséquences, peut prendre des conclusions non chiffrées conformément à l'art.85 CPC (Bohnet, in Code de procédure civile, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 45 ad art. 88 CPC). Lorsque le demandeur devrait procéder à des investigations lourdes et coûteuses afin de chiffrer ses prétentions, alors que le montant pourra être établi par l'administration des preuves, il peut en effet, en vertu de l'art. 85 CPC, intenter une action en paiement non chiffrée en indiquant une valeur litigieuse minimale provisoire (Bohnet, op. cit., n. 13 ad art. 85 CPC). L'indication du montant précis devra intervenir dès que le demandeur est en état de la fournir, une fois les preuves administrées (Bohnet, op. cit., n. 20 ad art. 85 CPC). 10.4 En l'espèce, l'appelant ne conteste pas que ses prétentions tendant à la prise en compte des frais d'entretien de sa résidence belge dans le cadre des "tax equalizations" 2015 et 2016 étaient susceptibles de faire l'objet d'une action condamnatoire en paiement de la différence d'impôts résultant de ces déductions. Il se limite à faire valoir qu'il n'était pas en mesure de chiffrer ses prétentions en raison de la complexité du calcul, lequel "devrait être effectué en temps voulu par Y______". Ce faisant, l'appelant perd de vue qu'il lui aurait été possible d'intenter, conformément à l'art. 85 CPC, une action en paiement non chiffrée, tendant à la condamnation de l'intimée à prendre en charge la différence d'impôts résultant de ces déductions, en exposant qu'il n'était pas en mesure de chiffrer lui-même ses prétentions et en demandant à pouvoir préciser ses conclusions une fois les preuves administrées.”
“citées, dont notamment ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Il en va ainsi lorsque les informations permettant de chiffrer la prétention se trouvent en possession du défendeur ou d’un tiers, dans tous les cas hors de la sphère d’influence du demandeur (ATF 123 III 140 consid. 2b, JdT 1998 I 22 ; Grobéty / Heinzmann, loc. cit., et les réf. citées). Selon la jurisprudence, l'action en paiement non chiffrée est en particulier admissible lorsque la base de calcul de la prétention pécuniaire ne sera connue que via l'administration des preuves, permettant ainsi au demandeur de chiffrer ses prétentions dès le résultat de celle-ci connu (ATF 140 III 409 consid. 4 ; TF 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2 ; art. 85 al. 2, 1ère phr., CPC). Le demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée doit démontrer qu'il n'est pas possible ou qu'il ne peut pas lui être imposé d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4 ; TF 4A_618/2017 précité consid. 4.2). L’art. 85 CPC s'applique également, comme exception au principe, en procédure de conciliation (cf. Bohnet, op. cit., n. 25 ad art. 85 CPC). 3.2.4 La valeur minimale, à indiquer à titre de valeur litigieuse provisoire au sens de l’art. 85 al. 1, 2e phr., CPC, sert à déterminer la compétence matérielle du tribunal, la procédure applicable et le montant de l’avance de frais (TF 4A_502/2019 du 15 juin 2020 consid. 5). La question de savoir s’il peut être renoncé à l’indication d’une valeur litigieuse minimale lorsque la compétence matérielle et le type de procédure ne dépend pas de la valeur litigieuse a été laissée ouverte (TF 4A_502/2019 précité consid. 5.1 et 5.1.1). 3.2.5 S’agissant de l’action en réduction du droit des successions, le Tribunal fédéral a admis, avant l’entrée en vigueur du nouveau droit de procédure fédérale, qu’il suffisait pour intenter une telle action, que l’héritier connaisse le fait constitutif d’une lésion de la réserve. Il n’était en revanche pas nécessaire qu’il en connaisse la mesure exacte (ATF 127 III 396 consid.”
Fehlende Bezifferung lässt sich nicht automatisch dadurch rechtfertigen, dass sich die Partei nachträglich auf Art. 85 ZPO beruft. Der Richter darf und soll unklare Schlussanträge im Sinnverhältnis mit deren Begründung auslegen, um übermässigen Formalismus zu vermeiden; er ist dabei nicht an die von der Partei angeführten gesetzlichen Gründe gebunden (vgl. Art. 57 ZPO).
“Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, il serait excessivement formaliste de faire pâtir une partie d'une formulation malheureuse ou du libellé imprécis d'une conclusion, lorsque son sens se laisse sans autres déterminer, en tenant compte de sa motivation, des circonstances de l'espèce ou de la nature juridique de l'action (TF 5A_561/2019 du 5 février 2020 consid. 2.4.3 ; TF 5A_377/2016 du 9 janvier 2017 consid. 4.2.3). Ni le principe de disposition, ni l'interdiction de la reformatio in pejus n'interdisent au tribunal de déterminer le sens effectif des conclusions en les interprétant selon le principe de la confiance (TF 5A_728/2020 du 12 janvier 2022 consid. 3.2 ) et de statuer sur leur recevabilité en fonction de ce sens et non en vertu de leur libellé cas échéant incorrect (TF 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.3). Il est en définitive décisif de savoir si on peut déterminer de manière suffisamment claire, sur la base des conclusions en lien avec leur motivation, ce qui est véritablement voulu (TF 5A_753/2018 du 21 janvier 2019 consid. 3.1 : interprétation de conclusions comme conclusions en réduction et non en constatation). 3.3 En l’espèce, il n'est pas contesté que la demande principale est chiffrée et que la requête d'appel en cause ne l'est pas. De même, la motivation de la première juge selon laquelle l'art. 85 CPC ne trouve pas application en l’espèce peut être confirmée. Le fait que, dans ses déterminations du 3 janvier 2022, l’appelante en cause se soit fondée sur cette disposition pour motiver le fait que ses conclusions ne soient pas chiffrées n’y change rien : le juge applique le droit d’office (art. 57 CPC) et n’est pas lié par les causes juridiques invoquées à l’appui des conclusions (Haldy, CR-CPC, n. 3 ad art. 57 CPC). Seule doit dès lors être examinée la question du formalisme excessif. La requête d'appel en cause est motivée en page 14 de la réponse. Il n’y est fait aucune allusion à un quelconque montant chiffré. En effet, la défenderesse et appelante en cause se borne à relever ce qui suit : « Au fond, dans le cas où M.________Sàrl devait par impossible se voir condamner au paiement de l'éventuel dommage subi par la Demanderesse, elle disposera de prétentions récursoires à l'encontre de la Direction des travaux, à savoir I.________Sàrl. M.________Sàrl conclut ainsi à ce que I.________Sàrl, sise [.”
Geldbegehren sind grundsätzlich zu beziffern. Eine unbezifferte Forderungsklage ist nur unter den Voraussetzungen von Art. 85 Abs. 1 ZPO zulässig (z. B. wenn die Bezifferung zu Prozessbeginn objektiv unmöglich oder unzumutbar ist). Erfüllen diese Voraussetzungen nicht, ist die nicht bezifferte Klage nach der Rechtsprechung grundsätzlich unzulässig; eine Frist zur Nachholung des Chiffrages ist nicht anzuordnen (vgl. die zitierte Rechtsprechung).
“Aux termes de l'art. 58 al. 1 CPC - applicable aux questions relatives à la liquidation du régime matrimonial (arrêts 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid. 4.2.1; 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.3.1 et les références) -, le tribunal ne peut accorder à une partie ni plus, ni autre chose que ce qui est demandé, ni moins que ce qui est reconnu par la partie adverse ( ne eat iudex ultra petita partium). Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment précises pour qu'elles puissent être reprises dans le jugement si la demande est admise (ATF 148 III 322 consid. 3.2; 137 III 617 consid. 4.3). Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend (arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 5A_618/2012 du 27 mai 2013 consid. 4.3.3; 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.1). Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 149 III 405 consid. 4.1; 148 III 322 consid. 3.2 et 3.3; 142 III 102 consid. 3; arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Le fait de chiffrer les actions tendant au paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC) compte parmi les conditions de recevabilité (art. 59 CPC; ATF 142 III 102 consid. 3), que le tribunal doit examiner d'office (art. 60 CPC; ATF 146 III 290 consid. 4.3.3). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4; 5A_871/2020 précité loc. cit.). Le chiffrage des conclusions doit impérativement être contenu dans l'écriture introductive de la procédure, à savoir le mémoire de demande (art. 221 al. 1 let. b en relation avec l'art. 84 al. 2 CPC; ATF 148 III 322 consid. 3.2).”
“Aux termes de l'art. 58 al. 1 CPC - applicable aux questions relatives à la liquidation du régime matrimonial (arrêt 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.3.1 et les références) -, le tribunal ne peut accorder à une partie ni plus, ni autre chose que ce qui est demandé, ni moins que ce qui est reconnu par la partie adverse ( ne eat iudex ultra petita partium). Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment déterminées. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend (arrêts 5A_618/2012 du 27 mai 2013 consid. 4.3.3; 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.1). Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3; arrêt 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Le fait de chiffrer des actions en paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC) compte parmi les conditions de recevabilité (art. 59 CPC; ATF 142 III 102 consid. 3), que le tribunal doit examiner d'office (art. 60 CPC; ATF 146 III 290 consid. 4.3.3). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêt 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4; arrêt 5A_871/2020 précité loc. cit.). Une partie qui a pris des conclusions insuffisantes en première instance ne peut corriger cette négligence procédurale en appel (arrêt 5A_793/2014 du 18 mai 2015 consid. 3.2.6, non publié in ATF 141 III 302).”
“Les conclusions des parties doivent ainsi être suffisamment précises pour qu'elles puissent être reprises dans le jugement si la demande est admise (ATF 148 III 322 consid. 3.2; 137 III 617 consid. 4.3). Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, elles doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend (arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 5A_618/2012 du 27 mai 2013 consid. 4.3.3; 5A_621/2012 du 20 mars 2013 consid. 4.1). Par ailleurs, l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 149 III 405 consid. 4.1; 148 III 322 consid. 3.2 et 3.3; 142 III 102 consid. 3; arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Le fait de chiffrer les actions tendant au paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC) compte parmi les conditions de recevabilité (art. 59 CPC; ATF 142 III 102 consid. 3), que le tribunal doit examiner d'office (art. 60 CPC; ATF 146 III 290 consid. 4.3.3). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4; 5A_871/2020 précité loc. cit.). Le chiffrage des conclusions doit impérativement être contenu dans l'écriture introductive de la procédure, à savoir le mémoire de demande (art. 221 al. 1 let. b en relation avec l'art. 84 al. 2 CPC; ATF 148 III 322 consid. 3.2). Une partie qui a pris des conclusions insuffisantes en première instance ne peut corriger cette négligence procédurale en appel (arrêts 5A_847/2021 précité loc. cit.; 5A_793/2014 du 18 mai 2015 consid. 3.2.6, non publié in ATF 141 III 302). En matière de liquidation du régime matrimonial, l'action est qualifiée d'actio duplex ou action réciproque, à savoir une action dans le cadre de laquelle la partie intimée peut déposer ses propres conclusions dans sa réponse sans devoir formellement déposer une demande reconventionnelle (ATF 102 II 151 consid.”
Bei Stufenklagen ist zwar grundsätzlich eine unbezifferte Forderungsklage möglich; die klagende Partei muss aber in der Klageschrift hinreichend darlegen, weshalb eine Bezifferung zu Prozessbeginn unzumutbar oder unmöglich ist und klarstellen, welche Ansprüche sie geltend macht. Hingegen kann bei Gestaltungsklagen verlangt werden, dass geldwerte, bezifferbare Komponenten bereits frühzeitig konkretisiert werden. Ausnahmsweise genügt anstelle einer konkreten Bezifferung eine Angabe eines Verteilungsschlüssels oder die Tatsache, dass die relevanten Beträge in den Akten ersichtlich sind.
“Das Bundesgericht hat zwar unter Hinweis auf eine Lehrmeinung auch für die Stufenklage festgehalten, diese enthalte in der zweiten Stufe eine unbezifferte Forderungsklage gemäss Art. 85 ZPO. Sie müsse deren Voraussetzungen erfüllen, namentlich müsse die klagende Partei bereits in der Klageschrift (bzw. bei zulässiger Klageänderung in der Replik) hinreichend aufzeigen, weshalb eine Bezifferung nicht möglich sei (zit. Urteil 4A_286/2022 E. 6.3.2). Zu den diesbezüglichen Anforderungen verwies das Bundesgericht auf BGE 148 III 322 E. 3.4, also auf die Rechtsprechung zur unbezifferten Forderungsklage im engeren Sinne. Zudem müsse klar sein, welche Ansprüche dem Grundsatz nach geltend gemacht würden (zit. Urteil 4A_286/2022 E. 6.3.2). Bei diesen Anforderungen bestehen aber insoweit Unterschiede zwischen einer unbezifferten Forderungsklage im engeren Sinne und einer Stufenklage, als sich bei Letzterer die Unzumutbarkeit der Bezifferung zu Prozessbeginn bereits daraus ergibt, dass von der klagenden Partei nicht verlangt werden kann, die Höhe ihres Anspruchs mittels eines vorgängigen - selbständigen - Verfahrens auf Rechnungslegung oder Auskunftserteilung zu ermitteln (DORSCHNER/ BELL, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4.”
“Die betroffenen Beschwerdeführer sind der Meinung, sie hätten ihr Rechtsbegehren nicht beziffern müssen. Sie berufen sich auf BGE 146 III 82 E. 4.1.3. Allerdings stützt dieser Entscheid ihre Schlussfolgerung nicht. Vielmehr verweist das Bundesgericht auf Art. 85 ZPO, wonach die klagende Partei nur dann eine unbezifferte Forderungsklage erheben kann, wenn es ihr unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Sie muss jedoch einen Mindestwert angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Abs. 1). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch die beklagte Partei dazu in der Lage ist (Abs. 2 Satz 1). Diesen Anforderungen genügten die Rechtsbegehren nicht. Die Klage auf Anfechtung des Anfangsmietzinses ist eine Gestaltungsklage und die damit anbegehrte Umgestaltung des Rechtsverhältnisses zwischen den Parteien geldwert und genau bezifferbar. Daher kann verlangt werden, dass die bezifferbaren Komponenten auch tatsächlich beziffert werden. Es kann offenbleiben, ob die Voraussetzungen für eine unbezifferte Klage bei Einreichung der Widerklage erfüllt waren oder ob die betroffenen Beschwerdeführer bereits damals gestützt auf Vergleichsmieten eine Bezifferung hätten vornehmen können.”
“Exceptionnellement, des conclusions non chiffrées suffisent lorsque la somme à allouer est d'emblée reconnaissable au regard de la motivation du recours ou de la décision attaquée (ATF 137 III 617 consid. 6.2 et les références citées, 134 III 235 consid. 2, 133 II 409 consid. 1.4.2; arrêt du Tribunal fédéral 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3). L'appel est en principe recevable, selon la jurisprudence de la Cour, lorsqu'une clé de répartition des avoirs est mentionnée (ACJC/1802/2020 du 15 décembre 2020 consid. 1.3). 1.4.2 En l'espèce, l'appelante, représentée par un avocat, n'a pas chiffré sa conclusion quant au montant de ses avoirs de prévoyance accumulés durant le mariage, dont elle accepte le partage avec l'intimé à hauteur de 20%. De plus, le montant total de ses avoirs de prévoyance ne figure pas dans son acte d'appel. En principe, cette omission n'était admissible que dans sa demande déposée devant le Tribunal, avant l'obtention des pièces relatives aux prestations de sortie accumulées durant le mariage par les parties (art. 85 CPC). L'appelante a toutefois indiqué une clé de répartition de sa prestation de sortie accumulée durant le mariage, d'une part, et, d'autre part, les montants de ladite prestation de sortie (459'901 fr. + 60'000 fr.) ressortent du jugement entrepris, de sorte que la conclusion de l'appelante peut, in fine, être déclarée recevable. En tout état de cause, la recevabilité de cette conclusion n'a pas d'incidence sur le litige, vu les considérations qui suivent. 2. L'intimé a produit des pièces nouvelles. 2.1 Selon l'art. 317 al. 1 CPC, les faits et moyens de preuve nouveaux ne sont pris en compte au stade de l'appel que s'ils sont produits sans retard (let. a) et ne pouvaient l'être devant la première instance bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de la diligence requise (let. b). La diligence requise suppose que dans la procédure de première instance chaque partie expose l'état de fait de manière soigneuse et complète et qu'elle amène tous les éléments propres à établir les faits jugés importants (arrêts du Tribunal fédéral 5A_392/2021 du 20 juillet 2021 consid.”
Massgeblich ist der Zeitpunkt, in dem die klagende Partei tatsächlich genügend Anhaltspunkte kennt, um die Klage zu begründen und zu motivieren; eine Bezifferung der Forderung ist nicht erforderlich, damit dieser Kenntniszeitpunkt eintritt (vgl. Quelle 0). Die Zulassung der unbezifferten Forderungsklage ist restriktiv zu handhaben: Die blosse Schwierigkeit der Quantifizierung begründet nicht ohne Weiteres Unzumutbarkeit. Die Partei trägt darlegungs- und beweispflichtig nach, dass und inwieweit eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist; nur wenn ein Beweisverfahren für schlüssige Behauptungen unabdingbar ist, kann von der Bezifferung vorerst abgesehen werden (vgl. Quelle 1).
“1 aCO prévoit deux délais de prescription: le premier délai d'un an, relatif, court à partir du jour où la partie lésée a eu connaissance de son droit de répétition; le second délai de dix ans, absolu, court dès la naissance de ce droit. À la suite de la révision du droit de la prescription, entrée en vigueur le 1er janvier 2020, le délai de prescription relatif de l'action en enrichissement illégitime a été porté à trois ans, l'art. 67 al. 1 CO demeurant pour le reste inchangé (RO 2018 5343; ATF 146 III 82 consid. 4.1.2 p. 85). À teneur de l'art. 49 al. 1 Tit. fin. CC, lorsque le nouveau droit prévoit des délais de prescription plus longs que l'ancien droit, le nouveau droit s'applique dès lors que la prescription n'est pas échue en vertu de l'ancien droit. Le créancier a connaissance de son droit de répétition - et le délai de prescription relatif d'un an commence à courir (art. 67 al. 1 CO) - lorsqu'il connaît suffisamment d'éléments pour fonder et motiver son action en justice, laquelle n'a pas besoin d'être chiffrée (art. 85 CPC). Cela suppose qu'il ait connaissance de la mesure approximative de l'atteinte à son patrimoine, de l'absence de cause du déplacement de patrimoine et de la personne de l'enrichi. Est déterminant le moment de la connaissance effective de sa prétention, et non celui où il aurait pu connaître son droit en faisant preuve de l'attention commandée par les circonstances (ATF 129 III 503 consid. 3.4 p. 506; 109 II 433 consid. 2 p. 435; arrêt 4A_254/2016 du 10 juillet 2017 consid. 3.1.3.1).”
“Diesfalls ist der klagenden Partei zu gestatten, die Präzisierung erst nach - 22 - Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen. Demgegenüber hat die Bestim- mung auf die Behauptungs- und Substantiierungslast hinsichtlich der übrigen an- spruchs-begründenden Voraussetzungen lediglich geringe Auswirkungen. Es ist weiterhin an der Klägerin, die diesbezüglichen Tatsachen substantiiert darzule- gen, damit darüber überhaupt Beweis abgenommen werden kann. Insbesondere darf eine Reduktion der Substantiierungspflichten nicht auf einen Beweisausfor- schung hinauslaufen. Die Klägerin ist bereits bei Klageanhebung gehalten, die Tatsachen anzugeben, welche Anhaltspunkte für die Entstehung und die Höhe der geltend gemachten Forderung / des geltend gemachten Schadens bilden, und dafür Beweise anzubieten (MARKUS, in: HAUSHEER/WALTER, Berner Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, 2012, Art. 85 N. 1; BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Diss., 2013, N. 618 ff.). So wird beispielsweise auch in Anwendungsfällen von Art. 42 Abs. 2 OR verlangt, dass der Geschädigte alle Umstände, die für den Eintritt eines Schadens spre- chen und dessen Abschätzung erlauben oder erleichtern, soweit möglich und zu- mutbar behauptet und beweist. Es genügt denn auch nicht, einzig unter Hinweis auf fehlende Informationen auf die an sich erforderliche Bezifferung zu verzichten. Vielmehr obliegt der klagenden Partei der Nachweis, dass und inwieweit eine Be- zifferung unmöglich oder unzumutbar ist. Nur soweit ein Beweisverfahren schon für schlüssige Behauptungen unabdingbar ist, fehlt es an der Möglichkeit oder Zumutbarkeit der Bezifferung (BGE 140 III 409 E. 4.3). Die Zulassung der unbezifferten Forderungsklage ist restriktiv zu handhaben. Der blosse Umstand, dass es schwierig ist, einen Schaden zu quantifizieren, stellt für sich genommen keine Unzumutbarkeit dar. Die Unzumutbarkeit ist nur für Situati- onen annehmbar, in welchen sich die klagende Partei in einer regelrechten Be- hauptungsnot befindet.”
Die Begründung einer unbezifferten Forderungsklage kann kurz («succinct») sein; sie muss aber das Streitobjekt abgrenzen und erkennen lassen, dass die geltend gemachte Nebenforderung von der Hauptsache abhängt. Soweit erforderlich sind die Schlussanträge zu beziffern; eine Ausnahme besteht, wenn die Hauptsache nach Art. 85 ZPO von der Bezifferung ausgenommen ist.
“En effet, dans cette étape, le juge n’a pas à procéder à un examen sommaire de l’appel en cause, de sorte qu’il n’est pas nécessaire que l’appelant en cause rende vraisemblable la réalisation des conditions de la prétention qu’il invoque dans l’appel en cause ; il n’a pas non plus à examiner si, dans l’hypothèse où l’auteur de l’appel en cause devait succomber au principal, ses prétentions envers le tiers seraient matériellement fon-dées (ATF 146 III 290 consid. 4.3.1 ; ATF 139 III 69 consid. 2.4.3 ; TF 4A_51/2013 du 8 janvier 2014 consid. 3). Les conclusions qui, selon cette disposition, doivent être prises dans la requête d’appel en cause sont les mêmes que celles que l’appelant fera valoir dans la demande d’appel en cause elle-même (ATF 146 III 290 consid. 4.3.1). Comme pour toute action tendant au paiement d’une somme d’argent (art. 84 al. 2 CPC), les conclusions doivent être chiffrées. Ce n’est que si la demande principale elle-même n’est pas chiffrée et n’a pas besoin de l’être en vertu de l’art. 85 CPC que l’appelant en cause est dispensé de chiffrer ses conclusions tant dans sa requête d’admission que dans sa demande d’appel en cause. Il en découle que l’appelant ne peut pas se prévaloir de l’art. 85 CPC et renoncer à chiffrer les conclusions de sa requête d’appel en cause au seul motif qu’il ignore s’il succombera dans la procédure principale et, le cas échéant, quel montant il sera condamné à payer (ATF 142 III 102 consid. 3.3 ; TF 4A_169/2020 du 8 mars 2021 consid. 3.3.2 ; TF 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.2). Quant à la motivation « succincte » exigée par l’art. 82 al. 1, 2e phrase, CPC, il suffit qu’elle délimite l’objet du litige et fasse apparaître que la prétention de l’appelant contre l’appelé dépend de l’issue de la procédure principale (ATF 147 III 166 consid. 3.3.3 ; ATF 139 III 69 consid. 2.4.3 ; TF 4A_51/2013 du 8 janvier 2014 consid. 3). Selon la jurisprudence, ce sont les conclusions et le complexe de faits à l’appui de celles-ci qui permettent au juge de fixer l’objet du litige (ATF 142 III 210 consid.”
Die unbezifferte Forderungsklage wird häufig zur Unterbrechung der Verjährung genutzt; der Kläger hat dabei ein Interesse, die Unterbrechung für den höchstmöglichen in Betracht kommenden Betrag zu bewirken. Die Gegenpartei hat hingegen ein schutzwürdiges Interesse an Kenntnis von Anspruchsgrund und Höhe der geltend gemachten Forderung; die unbezifferte Klage steht daher in einem Spannungsfeld zwischen Verjährungsschutz und dem Recht der Beklagten auf Orientierung. Das Mindestwert-Erfordernis dient dabei der vorläufigen Bestimmung von Zuständigkeit, Verfahrensart und Rechtsmittelmöglichkeiten.
“La prescription décennale s'applique à l'action en dommages-intérêts fondée sur la violation d'un contrat (ATF 77 II 243; Pichonnaz, CR CO I, 2021, n. 21b ad art. 127 CO). Elle court dès la violation du contrat, et non pas dès la survenance du dommage ou sa connaissance, même si le dommage apparaît après l'expiration du délai de prescription (ATF 143 III 348 consid. 5.2 et 5.3; 137 III 16 consid. 2). 4.1.3 La prescription court dès que la créance est devenue exigible (art. 130 al. 1 CO). Elle est interrompue notamment lorsque le créancier fait valoir ses droits par une requête de conciliation ou par une action (art. 135 ch. 2 CO). Pour interrompre la prescription, il faut que l'acte interruptif soit recevable, notamment qu'il soit adressé à un tribunal compétent pour en connaître. Il faut encore que la créance invoquée soit individualisée par son fondement (complexe de faits) et que son montant soit chiffré, à moins que l'action en paiement non chiffrée soit admissible en vertu de l'art. 85 CPC. Aussi le créancier a-t-il toujours intérêt à interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte. De son côté, le débiteur a un intérêt à connaître la cause de la créance invoquée par le créancier et le montant pour lequel celui-ci le recherche (ATF 148 III 401 consid. 3.3.1). Dans l'hypothèse où le lésé doit interrompre la prescription à un moment où l'ampleur de son préjudice ne peut pas encore être établie, il doit soit interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte, soit accomplir un acte interruptif ne nécessitant pas l'indication d'un montant déterminé, tel que l'action en paiement non chiffrée (art. 42 al. 2 CO et 85 CPC) ou l'action en constatation du fondement juridique de la prétention litigieuse, qui interrompent la prescription pour la totalité de la créance (ATF 133 III 675 consid. 2.3.2; 119 II 468 consid. 2c; 119 II 339 consid. 1c/aa; Pichonnaz, op. cit., n. 27 ad art. 135 CO). 4.1.4 L'art.”
“], Kommentar zur Schweizeri- schen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 9 zu Art. 227 ZPO). Im Übrigen blieb der Anspruch der Berufungsklägerin auf rechtliches Gehör - im Rahmen von Art. 85 ZPO - gewährleistet. Der Prozessgegenstand war durch die Klage hinreichend individualisiert. Die Klage bezieht sich auf ein bestimmtes Revi- sionsmandat. Mittels Mindeststreitwert waren die sachliche Zuständigkeit, die Ver- fahrensart sowie allfällige künftige Rechtsmittel festgelegt (vgl. ferner nachstehend E. 5). Die Berufungsklägerin als Beklagte war mithin in der Lage, ihre tatsächli- chen Verteidigungsrechte wahrzunehmen (vgl. RG act. I.2; RG act. VII.1; RG act. VII.3). Erinnert sei daran, dass die unbezifferte Forderungsklage letztlich stets in einem gewissen Spannungsfeld zwischen der Prozessökonomie und dem Schutz der beklagten Partei steht. Solange Rechtsbegehren unbeziffert sind, ste- hen sie in Konflikt mit dem sich aus dem rechtlichen Gehör ergebenden Anspruch der beklagten Partei auf Orientierung. Dies nahm der Gesetzgeber mit Art. 85 ZPO indes bewusst in Kauf.”
Einschränkung: Art. 85 Abs. 1 ZPO wird restriktiv ausgelegt; blosse Schwierigkeiten oder unpräzise Schätzungen genügen nicht für die Annahme von Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Bezifferung. In Konstellationen mit Verrechnungsforderungen kann es hingegen zumutbar sein, mit der Bezifferung zu warten, bis diese Forderungen vollständig feststehen.
“Wie vorstehend ausgeführt (E. 2.2), müssen auf Geldzahlungen gerichtete Rechtsbegehren beziffert werden (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Diese Pflicht zur Beziffe- rung gilt auch für auf Geldzahlung gerichtete Berufungsanträge (BGE 137 III 617 E. 4.3). Unbezifferte Rechtsbegehren auf Geldzahlung sind nur zulässig, wenn es der Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 1 ZPO). Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Bezifferung ist nur aus- nahmsweise anzunehmen. Blosse Schwierigkeiten bei der Bezifferung genügen nicht (Baumgartner/Dolge/Markus/Spühler, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 10. Aufl. 2018, § 32 Rn 74). Der Antrag um Verpflichtung des anderen Ehegatten zur Leistung eines Prozesskostenbeitrags muss somit beziffert werden, sofern die Bezifferung nicht ausnahmsweise unmöglich oder unzumutbar ist. Wenn eine Be- zifferung des Antrags um Verpflichtung des anderen Ehegatten zur Leistung eines Prozesskostenbeitrags fehlt und sich auch nicht aus der Begründung ergibt, ist auf den Antrag nicht einzutreten (vgl. OGer ZH LE170002 vom 23. Mai 2017, E. IV/2.3).”
“a als auch auf die edierten Dokumente verwiesen, was sich nur auf die gestellten Editionsbegehren im Rahmen der Verrechnung beziehen könne, da nur dort überhaupt Editionsbegehren gestellt worden seien. Das Rechtsbegehren 2.a sei auch nicht beschränkt gewesen auf die Forderung aus Kundschaftsentschädigung. Damit sei Auskunft über die Verkaufszahlen jener Produkte verlangt worden, für die (gemeint im Rahmen der Verrechnungsforderung) Ansprüche aus der sog. geteilten Kommission sowie Schadenersatz aus Vertragsverletzung geltend gemacht worden seien und für die auch Editionsbegehren gestellt worden seien. Mit Hilfe der begehrten Informationen hätten die Verrechnungsforderungen genau beziffert werden sollen, um dann bei einer (den Klagebetrag) übersteigenden Verrechnungsforderung den Mehrbetrag mit Hilfe der Widerklage geltend zu machen. Bei der Forderung von Fr. 32'950.28 handle es sich zwar tatsächlich um einen Teilbetrag der Entschädigung für das retournierte Warenlager. Entgegen der Vorinstanz sei es ihr aber erst im Sinn von Art. 85 Abs. 1 ZPO zumutbar gewesen, diese Forderung zu beziffern, nachdem die gesamte Verrechnungsforderung festgestanden und sich damit überhaupt ergeben habe, dass ein Mehrbetrag bzw. Überschuss der Verrechnungsforderung über die zu verrechnende Hauptforderung (die Klageforderung) vorgelegen habe. Die Vorinstanz habe daher mit ihrer Auffassung Art. 85 ZPO verletzt.”
Ergibt sich die zur Bezifferung notwendige Information erst aus dem Beweisverfahren oder aus Auskünften der Gegenpartei bzw. Dritter, kann nach der Praxis eine unbezifferte Klage nach Art. 85 ZPO zulässig sein. Führt dagegen die fehlende Editionsmöglichkeit dazu, dass die relevanten Daten dauerhaft ausserhalb der Einflusssphäre der klagenden Partei liegen oder die Herausgabe nicht erzwingbar ist, begründet Art. 85 ZPO keine automatische Herausgabepflicht Dritter; in diesem Fall ist die Klage von Anfang an zu beziffern. Eine pflichtwidrig unterbliebene Edition wirkt sich indessen auf die Beweiswürdigung aus (Art. 164 ZPO).
“– überschritten ist und entsprechend das Kollegialgericht sachlich zuständig ist. Die strengen Voraussetzungen der unbezifferten Klage gemäss der aktuellen Recht- sprechung des Bundesgerichts sind im vorliegenden Fall an sich nicht erfüllt (BGE - 5 - 148 III 322). Selbst wenn die Beklagte eine Obliegenheit zur Offenlegung von Unter- lagen für eine Renditeberechnung treffen würde (was wie noch zu zeigen ist nicht der Fall ist), wäre eine Herausgabe der Unterlagen nicht erzwingbar. Einzige Folge einer pflichtwidrig unterbliebenen Edition wäre nach Art. 164 ZPO die Berücksichtigung dieses Verhaltens bei der Beweiswürdigung. Damit besteht von Anfang an eine Pflicht zur Bezifferung der Klage, denn diesfalls käme es sofort zu einer gerichtlichen Ermessensentscheidung über den Anfangsmietzins ohne Berücksichtigung der un- bekannten Daten. Mit anderen Worten wären die Schwierigkeiten bei der Bezifferung der Klage nicht nur vorübergehender Natur. Einzig auf diesen Fall zielt die gesetzli- che Ausnahmeregelung von Art. 85 ZPO (CR CPC-BOHNET, Art. 85 N 14; zum Gan- zen ZMP 2023 Nr. 3). Wie es sich damit genau verhält, kann indessen offenbleiben, denn wenn die vorlie- gende Klage zulässig wäre, wäre sie abzuweisen, wie nachfolgend zu zeigen ist. 2. Verfahrensart, Verfahrensgrundsätze und Novenschranke Für Prozesse betreffend Schutz vor missbräuchlichen Mietzinsen gilt ohne Rücksicht auf den Streitwert das vereinfachte Verfahren (Art. 243 Abs. 2 lit. c ZPO). Das Gericht stellt dabei den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. c ZPO). Es beschränkt sich allerdings darauf, bei der Feststellung des Sachverhalts und der Beweiserhebung mitzuwirken. Grundsätzlich ist es Sache der Parteien, das Tatsächliche vorzutragen und die Beweismittel zu nennen, doch hat das Gericht durch Belehrungen und Befragungen der Parteien darauf hinzuwir- ken, dass der relevante Sachverhalt vorgetragen bzw. ergänzt wird (BGE 141 III 569 E. 2.3.1 [= Pra 2016 Nr. 99 sowie MRA 2/16, S.”
“85 CPC et les réf. citées). A la question de savoir dans quels cas le demandeur est dans l'impossibilité de chiffrer ses prétentions ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il faut relever que l'art. 85 al. 1 CPC concrétise la jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral qui avait imposé, à certaines conditions, l'admissibilité de conclusions non chiffrées (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 85 CPC et les autres réf. citées ; Message du Conseil fédéral du 28 juin 2006 relatif au Code de procédure civile suisse, FF 2006 6900). La première hypothèse de l’art. 85 al. 1 CPC, à savoir l’impossibilité pour le demandeur d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention, se réfère aux situations dans lesquelles les informations indispensables à la détermination du montant de la prétention déduite en justice ne pourront être obtenues qu’à la suite de l’administration des preuves, à la fourniture d’informations ou à la reddition des comptes (Grobéty / Heinzmann, op. cit., n. 9 ad. art. 85 CPC et les réf. citées, dont notamment ATF 116 II 215 consid. 4a, JdT 1991 I 34). Il en va ainsi lorsque les informations permettant de chiffrer la prétention se trouvent en possession du défendeur ou d’un tiers, dans tous les cas hors de la sphère d’influence du demandeur (ATF 123 III 140 consid. 2b, JdT 1998 I 22 ; Grobéty / Heinzmann, loc. cit., et les réf. citées). Selon la jurisprudence, l'action en paiement non chiffrée est en particulier admissible lorsque la base de calcul de la prétention pécuniaire ne sera connue que via l'administration des preuves, permettant ainsi au demandeur de chiffrer ses prétentions dès le résultat de celle-ci connu (ATF 140 III 409 consid. 4 ; TF 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.2 ; art. 85 al. 2, 1ère phr., CPC). Le demandeur qui formule une conclusion en paiement non chiffrée doit démontrer qu'il n'est pas possible ou qu'il ne peut pas lui être imposé d'indiquer d'entrée de cause le montant de sa prétention (ATF 140 III 409 consid. 4 ; TF 4A_618/2017 précité consid.”
Ergibt sich bereits zu Beginn des Prozesses keine objektive Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Bezifferung im Sinne von Art. 85 Abs. 1 ZPO, hat der Kläger seine Forderung zu beziffern. Unterbleibt dies, ist die Klage unzulässig; eine nachträgliche Fristsetzung nach Art. 132 ZPO ist in solchen Fällen nicht vorzunehmen. Die Rechtsprechung betont diese Rechtsfolge jedenfalls für anwaltlich vertretene Parteien.
“Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Pour le Tribunal fédéral, une partie, même insatisfaite par le résultat de la phase probatoire, par exemple en raison du rejet de tout ou partie de ses réquisitions de preuves, doit chiffrer sa prétention sur la base des pièces déjà produites, au moins à titre subsidiaire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3 et 4.3.4). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par un avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid. 4; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.4, publié in SJ 2019 I p. 391). 2.2 Le tribunal tient un procès-verbal de toutes les audiences; sont indiquées en particulier les conclusions prises (art. 235 al. 1 let. d CPC). Le procès-verbal est un titre authentique (Tappy, CR CPC, 2e éd., 2019, n. 11 ad art. 235 CPC) qui jouit d'une présomption d'exactitude (art. 179 CPC et 9 CC). Les parties ont la responsabilité de veiller à la tenue d'un procès-verbal contenant les éléments requis par l'art. 235 CPC, en particulier lorsqu'elles sont assistées (arrêt du Tribunal fédéral 4A_238/2015 du 22 septembre 2015 consid.”
“La demanderesse doit au contraire exposer concrètement dans la requête pourquoi, pour des raisons objectives, il lui est impossible ou du moins déraisonnable de chiffrer la créance en justice (ATF 148 III 322 consid. 3.8; 140 III 409 consid. 4.3.2). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid. 4; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.4, publié in SJ 2019 I p. 391). Le Tribunal fédéral a considéré, dans le cas d'une liquidation portant sur de nombreux biens et posant diverses questions, qu'il n’était pas excessivement formaliste de considérer qu’une conclusion tendant à ce que la liquidation soit effectuée sur la base des pièces mentionnées durant la plaidoirie n'était pas suffisamment déterminée. Peu importe que le juge - saisi aussi d'une prétention de l'époux à cet égard - ait été en mesure de calculer la part revenant à l’épouse à titre de liquidation du régime matrimonial.”
Die Bezifferung der Forderung dient zur Bestimmung der sachlichen Zuständigkeit und der anwendbaren Verfahrensart und ist erforderlich, damit die Gegenpartei ihr rechtliches Gehör wahrnehmen kann (sie muss wissen, wogegen sie sich verteidigt). Zudem begrenzt die Bezifferung die Leistungsform des Verfahrens, da der Richter nicht mehr zuerkennen darf, als beantragt wurde (Dispositionsprinzip).
“rispettivamente ad art. 85 CPC (p. 311 e ss.) ricorda come: " (…) Sous réserve des exceptions de l'art. 85, Ies conclusions tendant au paiement d'une somme d'argent doivent être chiffrées. La règle vaut quel que soit le fondement de la prétention, à moins que la maxime d'office (art. 58 al. 2) s'applique. Le montant chiffré des conclusions permet de déterminer la compétence matérielle et la procédure applicable. Il est nécessaire au respect du droit d'être entendu de la partie adverse, qui doit pouvoir déterminer cantre quoi elle doit se défendre (ATF 142 III 102, c.5.3.1, RSPC 2016 230; TF, arrêt du 3 juin 2015, 4A_686/2014 c.4.3.1; (…) Le montant chiffré permet enfin de déterminer la prétention du demandeur, le juge ne pouvant accorder plus que ce qui est demandé en vertu du principe de disposition (art. 58 al. 1; (…)” (op. cit., ad art. 84, n. 17, p. 311) In merito all’azione creditoria non cifrata la medesima dottrina ricorda come l’oggetto della norma è la domanda di condanna di una parte, domanda però non determinata per il suo importo.”
Verfahrensergebnis: Hat die Partei eine unbezifferte Forderung erhoben, muss sie diese nach Abschluss des Beweisverfahrens bzw. nach Erteilung der erforderlichen Auskünfte so bald wie möglich beziffern. Stehen die zur Bezifferung nötigen Informationen bereits vor Abschluss der Beweisführung zur Verfügung, hat das Gericht die Partei in der Regel aufzufordern oder eine Frist zur Bezifferung zu setzen. Beziffert die Partei trotz Aufforderung nicht, wird der zuvor angegebene Mindeststreitwert als endgültiger Klagebetrag angewendet.
“Die Rechtsbegehren müssen so bestimmt sein, dass sie im Falle der Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden können (BGE 137 III 617 E. 4.3). Insbesondere sind die auf Geldzahlung gerichteten Rechtsbegehren zu beziffern. Unbezifferte Rechtsbegehren sind aus- nahmsweise dann zulässig, wenn es einer Partei unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Verfahrens zu beziffern (vgl. Art. 85 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Dies hat insbesondere dort zu gelten, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt (BGE 142 III 409 E. 4.3.1; Botschaft ZPO, BBl 2006 7287 zu Art. 83 Entwurf). Im Scheidungsverfahren kann dies etwa der Fall sein, wenn eine güterrechtliche Forderung von gutachterlichen Bewertungen abhängig ist oder wenn die finanziellen Verhältnisse des anderen Ehegatten von Bedeutung sind und dieser hierüber bislang noch keine Auskunft erteilt hat (DIKE-Komm-ZPO-BÄHLER, Art. 288 N 45). Die Forderung ist alsdann nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung zu beziffern (Art. 85 Abs. 2 ZPO), d.h. sobald wie möglich (BGer 5A_368/2018 vom 25. April 2019 E. 4.3.3). Gemäss Art. 85 Abs. 1 Satz 2 ZPO ist bei der unbezifferten Forde- rungsklage ein Mindeststreitwert anzugeben, der als vorläufiger Streitwert gilt.”
“1 CPC (TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). Le chiffrage doit impérativement intervenir dans la demande (ATF 148 III 322 consid. 3.2). Selon l’art. 85 al. 2 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s’il est dans l’impossibilité d’articuler d’entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d’emblée. Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2, 1ère phr. CPC), autrement dit, dès que possible. L’art. 85 CPC n’a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n’étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2 ; TF 5A_871/2020 précité consid. 3.3.1 ; TF 5A_368/2018 précité consid. 4.3.3, RSPC 2019 p. 332). L’art. 85 al. 2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies ou à l’issue de celle-ci, mais « au plus tard » lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu’il a requises. Une grande partie des auteurs va plus loin en soutenant qu’il appartient au tribunal d’interpeller ou de fixer un délai au demandeur pour qu’il chiffre sa demande une fois les informations à cette fin obtenues (TF 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). La partie ne doit pas actualiser régulièrement ses conclusions après l’exécution de chaque mesure d’instruction (TF 5A_847/2021 précité consid.”
“nach einem allfälligen Be- weisverfahren (vgl. dazu act. 32 S. 3) – im Einzelnen zu beziffern habe. Entspre- chend wurde der Nichteintretensantrag der Beklagten abgewiesen (act. 24 S. 13 ff.). Der Beschluss ist rechtskräftig. Dessen ungeachtet stellen die Beklagten in der Duplik erneut verschiedene An- träge auf Nichteintreten (act. 50 S. 2). So machen sie geltend, nachdem der de- taillierte Bericht zur Sonderprüfung sowie ein detailliertes Parteigutachten zur Be- wertung vorliegen würden, fehle es der Klägerin an einem genügenden Recht- schutzinteresse zur Aufrechterhaltung der unbezifferten Forderungsklage. Nach dem Dahinfallen dieser Prozessvoraussetzung könne auf das unbezifferte Begeh- ren nicht mehr eingetreten werden (act. 50 Rz. 17). - 15 - Ist eine unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne als zulässig erachtet worden, hat die klagende Partei die Forderung grundsätzlich nach Abschluss des Beweisverfahrens zu beziffern (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Erhält hingegen der Kläger die zur Bezifferung der Forderung benötigten Informationen bevor eine formelle Beweiserhebung durch das Gericht erfolgt ist, hat das Gericht, da der Kläger die Forderung so früh wie möglich zu beziffern hat, diesen aufzufordern, den definiti- ven Klagebetrag zu nennen. Beziffert der Kläger die Forderung trotz richterlicher Aufforderung nicht, wird der genannte Mindestwert zum definitiven Klagebetrag (vgl. BAUMANN WEY, a.a.O., N. 519 und N. 667 ff.). Das Gericht hat die Klägerin bis anhin nicht zur Bezifferung ihres Schadens aufgefordert. Da – wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt (vgl. Ziff. 2.7.) – die Klägerin ihren Scha- den nicht rechtsgenügend darlegt, erübrigt sich eine entsprechende Aufforderung. Bei einer fehlenden nachträglichen Bezifferung trotz Aufforderung müsste sodann vom angegebenen Mindestbetrag (damit CHF 2'310'000.–) ausgegangen werden. Entsprechend besteht kein Raum für das von den Beklagten beantragte Nichtein- treten.”
“Rechtliches Stufenklage: Klagen auf Geldzahlung sind grundsätzlich zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist der klagenden Partei die Bezifferung unmöglich oder unzumut- bar, kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wobei sie einen Min- deststreitwert anzugeben hat (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt so- wohl die unbezifferte Forderungsklage i.e.S. als auch die Stufenklage. Die Stu- fenklage charakterisiert sich dadurch, dass ein selbständiger materiell-rechtlicher Hilfsanspruch auf Auskunft und Rechnungslegung im Sinne einer objektiven Kla- gehäufung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird. Die Stufen- klage ist bloss ein prozessualer Modus (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.3 S. 325 f.). Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, die mit der anbegehrten Auskunftsertei- lung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsachen beru- hen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Zürich 2013, N. 438 ff.). Unmöglich bzw. unzumutbar i.S.v. Art. 85 ZPO ist eine Beziffe- rung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da diese von Informationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen (Unmöglichkeit), oder von denen sie nur durch die Inanspruchnahme weiterer (vor)prozessualer Möglichkeiten Kenntnis erhalten könnte (F ÜLLEMANN, in: DIKE-Kommentar zur ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 85 ZPO N. 2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung sowie darauf basieren- der Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist.”
Bei der Streitverkündung besteht grundsätzlich eine Pflicht, die Schlussbegehren zu beziffern. Eine Befreiung von der Beizifferungspflicht nach Art. 85 ZPO liegt nur vor, wenn die Hauptklage selbst unbeziffert ist und nach Art. 85 ZPO unbeziffert erhoben werden darf. Die in der Gesuchsschrift erforderliche Motivation darf kurz sein; dies entbindet jedoch nicht von der Pflicht, die Schlussbegehren zu beziffern, sofern die Hauptforderung zu beziffern ist.
“3 CPC ; Streitverkündungsklage), laquelle, comme toute demande en justice, doit satisfaire aux conditions de recevabilité (art. 59 CPC) et doit contenir des conclusions, des allégations de fait et les moyens de preuves proposés à l'appui de celles-ci (art. 221 al. 1 let. b, d et e CPC) (TF 4A_169/2020 du 8 mars 2021 consid. 3.2). En ce qui concerne la première étape, et plus précisément la requête d’admission de l’appel en cause, l’art. 82 al. 1 2e phr. CPC dispose qu’elle doit énoncer les conclusions que l'appelant en cause entend prendre contre l'appelé en cause et les motiver succinctement. Les conclusions qui, selon cette disposition, doivent être prises dans la requête d'appel en cause sont les mêmes que celles que l'appelant fera valoir dans la demande d'appel en cause elle-même (ATF 146 III 290 consid. 4.3.1). Comme pour toute action tendant au paiement d'une somme d'argent (art. 84 al. 2 CPC), les conclusions doivent être chiffrées. Ce n'est que si la demande principale elle-même n'est pas chiffrée et n'a pas besoin de l'être en vertu de l'art. 85 CPC que l'appelant en cause est dispensé de chiffrer ses conclusions tant dans sa requête d'admission que dans sa demande d'appel en cause. Il en découle que l'appelant ne peut pas se prévaloir de l'art. 85 CPC et renoncer à chiffrer les conclusions de sa requête d'appel en cause au seul motif qu'il ignore s'il succombera dans la procédure principale et, le cas échéant, quel montant il sera condamné à payer (ATF 142 III 102 consid. 3.3 ; TF 4A_169/2020 précité consid. 3.3.2 ; TF 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.2). Quant à la motivation « succincte » exigée par l'art. 82 al. 1 2e phr. CPC, il suffit qu'elle délimite l'objet du litige et fasse apparaître que la prétention de l'appelant contre l'appelé dépend de l'issue de la procédure principale (ATF 147 III 166 consid. 3.3.3 ; ATF 139 III 69 consid. 2.4.3 ; TF 4A_51/2013 du 8 janvier 2014 consid. 3). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, ce sont les conclusions et le complexe de faits à l'appui de celles-ci qui permettent au juge de fixer l'objet du litige (ATF 142 III 210 consid.”
Nach Art. 85 Abs. 2 ZPO stellt die nachträgliche Bezifferung der Klage in der Regel eine Präzisierung der bereits erhobenen (inhaltlich unveränderten) Klage dar und nicht eine Änderung der Schlussanträge im Sinne von Art. 227 ZPO. Die Lehre betrachtet Art. 85 Abs. 2 ZPO vielfach als Ausnahme bzw. Lex specialis gegenüber Art. 227 ZPO; die Rechtsprechung wendet diese Unterscheidung ebenfalls an, sofern die materiellen Begehren unverändert bleiben.
“Dans sa critique, le recourant part de la prémisse que le chiffrement postérieur d'une conclusion au sens de l'art. 85 al. 2 CPC constitue forcément une modification de la demande au sens de l'art. 227 CPC, de sorte que les conditions de l'art. 230 CPC notamment s'agissant de l'allégation de faits ou moyens de preuve nouveaux devraient être satisfaites. Or la doctrine semble plutôt considérer que l'art. 85 al. 2 CPC constitue une exception par rapport à l'art. 227 al. 2 CPC. Sans qu'il soit nécessaire de se pencher plus avant sur cette question, il convient de relever que la demande initiale de l'intimée, à savoir que la liquidation du régime matrimonial soit ordonnée, est demeurée inchangée. Ses prétentions à l'issue de la procédure probatoire sont restées les mêmes, seul le montant des conclusions a été chiffré lors des plaidoiries finales. En conséquence, il ne s'agit pas d'une modification des conclusions. Le montant allégué sur invitation du tribunal était en effet une estimation de la valeur litigieuse minimale et non le chiffrement des conclusions à proprement parler, comme l'avait d'ailleurs relevé le recourant lui-même (cf. supra consid. 5.3, 3e par.). L'intimée était donc libre de s'en écarter, contrairement à ce que soutient le recourant qui estime qu'elle était liée par sa "conclusion" sollicitant un partage en nature pour tout montant excédant 45'370'020 fr. Partant, force est de constater qu'il n'y a pas eu de violation des art.”
“La question de savoir si le chiffrement postérieur d'une demande conformément à l'art. 85 al. 2 CPC constitue une modification de la demande initiale de sorte que les art. 227 et 230 CPC seraient applicables ou une simple précision de dite requête demeure ouverte. Certains auteurs excluent d'emblée qu'il puisse s'agir d'une modification de la demande (ALEXANDER R. MARKUS, in Berner Kommentar, Sweizerische Zivilprozessordnung - Band I, Art. 1-149 ZPO, 2012, n° 23 ad art. 85 CPC; GROBETY/HEINZMANN, in Petit commentaire CPC, 2021, n° 17 ad art. 85 CPC; LAURENT GROBETY, Le cumul objectif d'actions en procédure civile suisse, Zurich 2018, p. 159-160, n° 253; FRANCESCO TREZZINI, Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, 2e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). D'autres auteurs précisent que, si l'on admet qu'il s'agit d'une modification de la demande, l'art. 85 al. 2 CPC constitue alors une lex specialis par rapport à l'art. 227 al. 2 CPC du moins s'agissant du maintien de la compétence du tribunal (FLORIAN MOHS, in ZPO Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [éd.], 2015, n° 4 ad art. 85 CPC; MATTHIAS COURVOISIER, in Schweizerische Zivilprozessordnung, Baker & McKenzie [éd.], 2010, n° 11 ad art. 85 CPC). Certains précisent encore que, lorsqu'une partie n'est pas en mesure ou lorsqu'on ne peut attendre d'elle qu'elle chiffre ses prétentions d'emblée au sens de l'art. 85 CPC, elle n'a pas non plus à introduire une demande partielle et à la modifier par la suite au sens de l'art. 227 CPC (cf. notamment DANIEL FÜLLEMANN in DIKE-Kommentar ZPO, 2ème éd. 2016, n° 3 ad art. 85 CPC; cf. également PASCAL LEUMANN LIEBSTER, Die Stufenklage im schweizerischen Zivilprozessrecht, 2005, p. 113 s., qui considère qu'il s'agit d'une simple précision de la demande).”
“227 CPC ne sont toutefois applicables que si, d’une part, la conclusion initiale n’est pas précisée – comme dans le cas d’espèce – mais modifiée ou, après avoir été formulée trop bas par erreur, augmentée (cf. en ce sens Dorschner, Basler Kommentar, op. cit., nn. 11 et 12 ad art. 85 CPC). On relève ainsi que la modification des conclusions au sens de l’art. 227 CPC doit être distinguée de celle qui découle de l’art. 85 al. 2 CPC, qui ne constitue en réalité qu’une précision ultérieure de la conclusion initiale provisoire (cf. consid. 4.2 supra). Si on exigeait la réalisation des conditions prévues à l’art. 227 CPC lorsque le demandeur chiffre une conclusion qu’il ne pouvait chiffrer avant, en particulier au moment du dépôt de sa demande, l’intéressé se verrait privé de la possibilité de chiffrer – ou de préciser – ses conclusions dès qu’il serait en état de le faire, notamment après l’exécution des moyens de preuve nécessaires, si cela aurait pour conséquence un changement de procédure. Or, cela reviendrait à rendre l’art. 85 al. 2 CPC lettre morte et n’est certainement pas la volonté du législateur. Ainsi, dans la présente configuration, l’art. 227 CPC ne saurait trouver application. 5. En définitive, le recours doit être admis et le chiffre III du dispositif du prononcé entrepris réformé en ce sens que l’introduction des conclusions figurant au pied de la requête en admission de nova déposée par la recourante le 19 février 2021 est admise. Il n’y a pas lieu de revoir le sort des frais et dépens de première instance, la recourante ayant seulement pris une conclusion générale « avec suite de frais et dépens », et non une conclusion spécifique sur ce point. Les frais judiciaires de deuxième instance, arrêtés à 625 fr. (art. 69 al. 1 TFJC [tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5]), seront mis à la charge des intimés, solidairement entre eux, qui succombent (art. 106 al. 1 CPC). Les frais judiciaires seront compensés avec l’avance de frais versée par la recourante et les intimés, solidairement entre eux, devront lui verser la somme de 625 fr.”
Die perpetuatio fori gilt nicht uneingeschränkt für die materielle Zuständigkeit. Das Gesetz kennt für bestimmte Fälle, namentlich Art. 85 Abs. 2 ZPO, ausdrücklich Regelungen; allgemein besteht daher keine Pflicht, die ursprünglich gegebene materielle Zuständigkeit in jedem Fall beizubehalten. Je weiter das Verfahren fortgeschritten ist, desto eher sprechen prozessökonomische Erwägungen jedoch dafür, eine nachträgliche Änderung der materiellen Zuständigkeit unberücksichtigt zu lassen.
“Cela vaut tant pour la compétence ratione loci que pour la compétence matérielle (TF 4A_595/2019 du 18 février 2020 consid. 2.4.3 et 2.5.2). 4.2.1.3 Le principe de la perpetuatio fori, ancré à l’art. 64 al. 1 let. b CPC, constitue une exception à la règle selon laquelle les conditions de recevabilité doivent encore être réunies au moment où le juge rend sa décision (TF 5A_633/2015 du 18 février 2016 consid. 4.2.1). Selon ce principe, si les conditions de la compétence locale du tribunal saisi sont réunies au moment de l’introduction de l’instance, elles le demeurent en cas de modification des circonstances en cours de la procédure (TF 5A_259/2013 du 2 juillet 2013 consid. 2.2, in RSPC 2013 p. 457). Cette exception, instituée pour des motifs d’économie de la procédure, vise à protéger le demandeur (TF 4A_595/2019, déjà cité, consid. 2.4.4). S’agissant de la compétence matérielle, le CPC ne contient pas de règle générale analogue à l’art. 64 al. 1 let. b CPC, seuls certains cas étant explicitement réglés (cf. art. 85 al. 2 CPC, 224 al. 2 CPC, 227 al. 2 et 3 CPC) (TF 4A_595/2019 précité, consid. 2.4.1). Le principe de perpetuatio ne vaut pas de manière absolue en ce qui concerne la compétence matérielle. Il n’existe pas de nécessité de conserver dans tous les cas la compétence matérielle du juge initialement saisi. Plus la procédure est avancée, plus il est conforme à l’économie de la procédure de ne pas prendre en considération la modification d’un élément fondant la compétence matérielle (CACI 24 mars 2016/186 consid. 2.2.2 et les références citées). 4.2.2 4.2.2.1 Selon l’art. 4 al. 1 CPC, le droit cantonal détermine la compétence matérielle et fonctionnelle des tribunaux, sauf disposition contraire de la loi. L’art. 2 LJB (loi sur la juridiction en matière de bail du 9 novembre 2010 ; BLV 173.655) dispose que les contestations relatives aux baux à loyers portant sur des choses immobilières relèvent de la compétence exclusive du Tribunal des baux (al. 1), la tentative de conciliation ayant lieu devant les commissions préfectorales de conciliation ou les commissions de conciliation et commissions paritaires instituées ou reconnues par le droit fédéral ou cantonal (al.”
Hat der Kläger eine unbezifferte Forderung nach Art. 85 Abs. 1 ZPO erhoben, so muss er diese chiffrieren, sobald er hierzu in der Lage ist. Die Rechtsprechung versteht unter dem Zeitpunkt „sobald er in der Lage ist“ die erste prozessuale Gelegenheit, die unmittelbar auf die Phase der Beweisaufnahme folgt; in der Praxis sind dies die Schlussplädoyers. Unterlässt der Kläger das Chiffrieren, obwohl er dazu in der genannten ersten Gelegenheit in der Lage war, kann dies zur Unzulässigkeit der nicht chiffrierten Schlussbegehren führen.
“1 Lorsqu'elle doit examiner les faits d'office, l'instance d'appel admet des faits et moyens de preuve nouveaux jusqu'aux délibérations (art. 317 al. 1bis et 407f CPC en vigueur dès le 1er janvier 2025). 2.1.2 L'art. 317 al. 2 CPC autorise une modification des conclusions en appel à la double condition que les conclusions modifiées soient en lien de connexité avec la prétention initiale ou que la partie adverse ait consenti à la modification, d'une part (art. 317 al. 2 let. a et 227 al. 1 CPC), et qu'elles reposent sur des faits ou moyens de preuve nouveaux, d'autre part (art. 317 al. 2 let. b CPC). Lorsque la cause est soumise à la maxime d'office, le dépôt de conclusions nouvelles en appel est admissible jusqu'aux délibérations. Les restrictions posées par l'art. 317 al. 2 CPC n'entrent en effet pas en considération dans ce cadre (Reetz/Hilber, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2016, n. 26 ad art. 317 CPC). 2.1.3 L'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (art. 84 al. 2 CPC), sous réserve de l'application de l'art. 85 al. 1 CPC (ATF 142 III 102 consid. 3; arrêt du Tribunal fédéral 4A_164/2016 du 18 octobre 2016 consid. 3.2). Selon l'art. 85 al. 1 CPC, le demandeur peut intenter une action non chiffrée s'il est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises. Le demandeur doit toutefois chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire (art. 85 al. 2 1ère phr. aCPC cum 407f CPC a contrario). Il faut comprendre par "dès qu'il est en état de le faire", la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (ATF 149 III 405 consid.”
“L'appelant fait valoir que l'intimée n'a chiffré ses conclusions en liquidation du régime matrimonial qu'après la clôture des débats principaux, intervenue le 4 mars 2021, alors qu'elle disposait de tous les éléments nécessaires pour ce faire depuis le 24 septembre 2020. Ses conclusions auraient dès lors dû être déclarées irrecevables. 8.1 L'art. 85 CPC prévoit que si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée. Il doit cependant indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire (al. 1). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, il doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire. La compétence du tribunal saisi est maintenue, même si la valeur litigieuse dépasse sa compétence (al. 2). Dans deux arrêts récents, le Tribunal fédéral a jugé que, lorsque la partie demanderesse a bénéficié de l'exception de l'art. 85 al. 1 CPC parce qu'elle nécessitait que des preuves soient administrées pour pouvoir chiffrer sa demande, il faut comprendre par "dès que possible" la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (ATF 149 III 405 consid. 4; arrêt du Tribunal fédéral 5A_108/2023 du 20 septembre 2023 consid. 5.2.1). Par ailleurs, l'exigence contenue à l'art. 85 al. 1 2ème phr. CPC, selon laquelle le demandeur doit, au moment où il introduit son action, indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire, ne s'applique pas au défendeur. Celui-ci n'est dès lors pas tenu d'indiquer une valeur litigieuse provisoire lorsqu'il prend des conclusions en liquidation du régime matrimonial (arrêt du Tribunal fédéral 5A_108/2023 précité, consid. 5.2.2). 8.2 En l'espèce, le Tribunal a considéré qu'il ne pouvait être exigé de l'intimée qu'elle chiffre ses conclusions en liquidation du régime matrimonial avant de disposer des dernières pièces bancaires, lesquelles n'avaient été transmises aux parties que le 6 avril 2021.”
“2 CPC prévoit certes que le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu'il est en état de le faire, une fois les preuves administrées ou les informations fournies par le défendeur, mais ne précise pas le délai à respecter pour le chiffrement. Certains auteurs précisent toutefois que le chiffrement des conclusions doit intervenir avant la fin de la procédure probatoire si toutes les informations à cette fin ont déjà pu être réunies (Gut, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, n° 325 p. 150 ; BOPP/BESSENICH, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm et al. (éd.), 3e éd. 2016, n° 15 ad art. 85 CPC) ou à l'issue de celle-ci (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n° 4 ad art. 85 CPC) mais "au plus tard" lors des plaidoiries finales du demandeur, quand bien même il estimerait ne pas disposer à ce stade de toutes les informations qu'il a requises (en ce sens : Baumann Wey, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, n° 514 ; Dorschner, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3e éd. 2017, n° 22 ad art. 85 CPC). Sur le principe, la demande non chiffrée, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4 et 5A_871/2020 précité loc. cit.). 2.3 En l'espèce, les locataires ont fait appel du jugement JTBL/959/2022 rendu par le Tribunal en date du 7 décembre 2022 et conclu à ce que le loyer soit fixé à un « montant mensuel qui reste à déterminer ». Ils n’ont dès lors pas chiffré les conclusions prises en appel, ce qui ne porterait, sur le principe, pas le flanc à la critique si les conditions d’application de l’art. 85 CPC étaient remplies. La question de savoir si les appelants se trouvaient effectivement dans l’impossibilité d’articuler le montant de leur prétention ou si cette indication ne pouvait pas être exigée d’eux d’emblée au moment du dépôt de la demande devant le Tribunal peut demeurer ouverte. En revanche, les appelants disposaient manifestement de tous les moyens à disposition pour chiffrer leurs conclusions au plus tard lors des plaidoiries finales, en date du 18 octobre 2022.”
“1 CPC), de sorte que les parties sont tenues de prendre des conclusions claires, nettes et suffisamment déterminées (ATF 116 II 215 consid. 4a). Les conclusions doivent être formulées de telle sorte qu'en cas d'admission de la demande, elles puissent être reprises dans le dispositif de la décision. Lorsqu'elles portent sur la liquidation du régime matrimonial, les conclusions doivent indiquer à quel résultat le demandeur prétend. Les conclusions portant sur des prestations en argent doivent être chiffrées, sous peine d'irrecevabilité (ATF 137 III 617 consid. 4.2 et 4.3; arrêts du Tribunal fédéral 5A_779/2021 du 16 décembre 2022 consid. 3.1; 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_274/2020 du 1er décembre 2020 consid. 4; 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3 non publié in ATF 146 III 203). 2.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action en paiement non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Pour le Tribunal fédéral, une partie, même insatisfaite par le résultat de la phase probatoire, par exemple en raison du rejet de tout ou partie de ses réquisitions de preuves, doit chiffrer sa prétention sur la base des pièces déjà produites, au moins à titre subsidiaire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid.”
“84 al. 2 CPC, selon laquelle l'action tendant au paiement d'une somme d'argent doit être chiffrée (ATF 148 III 322 consid. 3.3; pour l'application aux conclusions relatives à la liquidation du régime matrimonial: cf. arrêt 5A_847/2021 du 10 janvier 2023 consid. 4.2.1, publié in RSPC 2023 p. 312). Cette exception vaut en particulier lorsque seule la procédure probatoire permet de fonder une créance chiffrée; le demandeur est alors autorisé à chiffrer ses conclusions après l'administration des preuves ou la délivrance par le défendeur des informations requises (arrêt 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). L'art. 85 CPC n'a pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition (art. 58 al. 1 CPC), dont découle l'obligation de chiffrer les conclusions. Le demandeur peut seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêt 5A_847/2021 précité consid. 4.2.2). Dans deux arrêts récents, le Tribunal fédéral a jugé que, lorsque la partie demanderesse a bénéficié de l'exception de l'art. 85 al. 1 CPC parce qu'elle nécessitait que des preuves soient administrées pour pouvoir chiffrer sa demande, il faut comprendre par "dès que possible" la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves, à savoir les plaidoiries finales (arrêts 4A_145/2023 du 3 juillet 2023 consid. 4.3, destiné à la publication; 5A_847/2021 précité consid. 4.3). Le demandeur n'est pas non plus tenu d'alléguer les faits fondant la prétention à chiffrer au fur et à mesure de la procédure probatoire. Il est également recevable à alléguer, en même temps que le chiffrage des conclusions, les faits qui sous-tendent celui-ci (arrêt 5A_847/2021 précité consid. 9.4 et note BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 31 mars 2023 n° 10). Par ailleurs, l'art. 85 al. 1 2 ème phr. CPC impose aussi au demandeur, au moment où il introduit son action, d'indiquer une valeur minimale comme valeur litigieuse provisoire. Cette exigence a plusieurs justifications: elle sert en premier lieu à déterminer la compétence matérielle du tribunal et le type de procédure.”
“La critique d'arbitraire dans l'établissement des faits en tant que la cour cantonale a par ailleurs retenu que le chiffrement valable des conclusions par l'intimée n'avait pas été contesté par le recourant est quant à elle sans pertinence. En effet, bien qu'elle ait retenu que le recourant n'avait pas contesté ce point, la cour cantonale a tout de même traité la question d'un éventuel défaut de chiffrement des conclusions de l'intimée. La cour cantonale a donc bien examiné si cette condition de recevabilité était donnée et n'a pas admis qu'elle l'était du seul fait qu'elle n'avait pas été contestée par la partie adverse. En conséquence, le fait que le recourant ait ou non contesté ce point n'a pas eu d'incidence sur l'issue de la cause. Le fait que les parties doivent se prononcer sur le résultat de l'administration des preuves lors des plaidoiries finales indique qu'il s'agit là pour le législateur de la première occasion procédurale qui suit directement la phase d'administration des preuves. Partant, si la partie demanderesse a bénéficié de l'exception de l'art. 85 al. 1 CPC précisément parce qu'elle nécessitait que des preuves soient administrées pour pouvoir chiffrer sa demande, on ne saurait exiger d'elle qu'elle procède au chiffrement avant le moment désigné par la loi comme étant celui où les parties doivent se déterminer sur le résultat de la procédure probatoire. Sur ce point, la cour cantonale relève d'ailleurs à juste titre que l'intimée pouvait de bonne foi escompter un refus dans l'hypothèse où elle aurait spontanément chiffré ses conclusions avant les plaidoiries finales puisque le recourant qui avait souhaité se prononcer sur le résultat des mesures probatoires par une écriture du 28 juin 2019 s'était vu opposer l'irrecevabilité d'une telle demande et invité à procéder lors des plaidoiries finales. L'intimée avait au demeurant formé un recours pour retard injustifié le 30 octobre 2019 se plaignant du fait que l'audience de plaidoiries finales n'avait pas encore été convoquée. Compte tenu de ce qui précède, ainsi que du fait qu'une grande partie de la doctrine admet que le demandeur doive chiffrer ses conclusions au plus tard lors des plaidoiries finales ou, à défaut, doive être invité par le tribunal à remédier au défaut de chiffrement, on ne discerne aucune violation des art.”
Art. 160 ZPO begründet Mitwirkungspflichten (insbesondere Herausgabe von Urkunden), aus denen prozessuale Informationsansprüche der ZPO selbst entstehen. Solche Informationsansprüche können die Voraussetzung dafür bilden, dass eine Partei nach Art. 85 ZPO zu Prozessbeginn nicht zu einer Bezifferung verpflichtet ist. Die Voraussetzungen für diese Befreiung sind darzulegen; fehlen rechtsgenügliche Begehren, erübrigt sich das Beweisverfahren.
“Die unterschiedlichen Anforderungen an eine unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne und eine Stufenklage reflektieren die unterschiedlichen Grundlagen allfälliger Auskunftsansprüche: 3.6.5.1. Nach Art. 160 Abs. 1 lit. b ZPO sind die Parteien und Dritte zur Mitwirkung bei der Beweiserhebung verpflichtet und haben insbesondere Urkunden herauszugeben. Die Mitwirkungspflicht umfasst nötigenfalls die Pflicht zur Sichtung der Unterlagen zur Aussortierung der vom Gericht nicht verlangten Akten (Urteil des Bundesgerichts 4A_358/2021 vom 27. Juli 2022 E. 3.1.1 mit Hinweis). Die diesbezüglichen Informationsansprüche fliessen aus der ZPO selbst. Folgerichtig umschreibt sie, unter welchen Bedingungen eine Partei nach Massgabe von Art. 85 ZPO nicht zu einer eigentlichen Bezifferung gehalten ist. Daher ist im Einzelnen darzulegen, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind, denn ansonsten besteht gar kein Anspruch auf Information. Fehlt es an rechtsgenüglichen Begehren, erübrigt sich das Beweisverfahren. 3.6.5.2. Von derartigen prozessualen Informationsansprüchen ist der materiellrechtliche Anspruch auf Abrechnung zu unterscheiden (zit. Urteil 4A_358/2021 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Unter welchen Voraussetzungen diese Ansprüche bestehen, entscheidet das materielle Recht (beziehungsweise die Parteien im Rahmen der Vertragsfreiheit, wenn sie derartige Ansprüche vertraglich vorsehen). Soweit nach dem materiellen Recht Informationsansprüche bestehen, die (auch) der Prozessvorbereitung dienen, stellt das Zivilprozessrecht die unbezifferte Forderungsklage in der Form der Stufenklage zur Verfügung. Und weil die Durchsetzung im Grundsatz überall dort gelingen soll, wo ein materieller Anspruch besteht, widersprächen strengere Anforderungen an die Zulässigkeit der Stufenklage als an die Geltendmachung des materiellen Abrechnungsanspruchs in einem separaten Prozess der dienenden Funktion des Zivilprozessrechts.”
“Weiter habe sie einen Gewinnbeteiligungsanspruch aus dem Projekt G._____ in der Höhe von CHF 561'316.80, welchen sie mit allfälligen Forderungen der Klägerin verrechne (act. 11 Rz. 142 ff. und 179 ff.; act. 34 Rz. 215 ff.). Entsprechend stehe ihr eine Restforderung in der Höhe von mindestens CHF 5'847'428.78 zu. - 20 - 3.Vorbemerkungen zur Stufenwiderklage und zur Prüfreihenfolge der Ansprü- che Die Beklagte klagt widerklageweise ausstehende Honorarforderungen aus den Projekten C._____, D._____, E._____ und F._____ ein. Ihre Forderungen für die Projekte C._____, D._____ und F._____ beziffert sie abschliessend. Demgegen- über erhebt sie für das Projekt E._____ eine unbezifferte Forderungsklage und ver- bindet diese mit (Hilfs-) Ansprüchen auf Auskunft bzw. Herausgabe. In Bezug auf das Projekt E._____ liegt damit eine Stufenklage vor. 3.1.Rechtliche Grundlagen der Stufenklage Wer die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, hat diesen grundsätzlich zu bezif- fern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 ZPO kann indes eine unbezifferte For- derungsklage erhoben werden, sofern es der klagenden Partei zu Beginn des Pro- zesses unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art.”
“Die Forderung ist zu beziffern, sobald die klagende Partei nach Abschluss des Be- weisverfahrens oder nach Auskunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit der Forderungsbezifferung muss anfäng- lich und vorübergehend sowie tatsächlicher Natur sein. Sie muss somit vor Pro- zessbeginn bestehen, Angaben betreffen, die mit der anbegehrten Auskunftsertei- lung zu Tage gefördert werden, und auf fehlender Kenntnis von Tatsachen beru- hen (B AUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, Zürich 2013, N. 438 ff.). Unmöglich bzw. unzumutbar i.S.v. Art. 85 ZPO ist eine Beziffe- rung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da diese von Informationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen (Unmöglichkeit), oder von denen sie nur durch die Inanspruchnahme weiterer (vor)prozessualer Möglichkeiten Kenntnis erhalten könnte (F ÜLLEMANN, in: DIKE-Kommentar zur ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 85 ZPO N. 2). Die Stufenklage zeichnet sich dadurch aus, dass in einer ersten Stufe über den Informationsanspruch und erst nach Informationserteilung sowie darauf basieren- der Bezifferung über den Hauptanspruch zu entscheiden ist. Erweist sich der In- formationsanspruch als begründet, ist darüber ein gutheissender Teilentscheid zu fällen (OBERHAMMER/WEBER, in: Kurzkommentar zur ZPO, Oberham- - 33 - mer/Domej/Haas [Hrsg.], 3. Aufl. 2021, Art. 85 ZPO N. 13 f.; B AUMANN WEY, a.a.O., N. 652).”
Beitretende müssen ihre Schlussanträge beziffern, sobald die Hauptforderung bezifferbar wird; eine Befreiung von der Bezifferung nach Art. 85 ZPO kommt für sie nur in Betracht, wenn die Hauptforderung selbst unbezifferbar bleibt (vgl. Quelltexte). Eine spätere Beschränkung der Forderung in den Schlussanträgen ist zulässig und kann dazu führen, dass ein zuvor auf Art. 85 gestützter Einwand nicht mehr relevant ist. Wird der Wortlaut einer früheren Bewilligungsschriftsatzes übernommen und danach lediglich um Beträge ergänzt, ist dies in der Rechtsprechung als Präzisierung und nicht als Änderung im Sinne von Art. 227 ZPO angesehen.
“En effet, dans cette étape, le juge n’a pas à procéder à un examen sommaire de l’appel en cause, de sorte qu’il n’est pas nécessaire que l’appelant en cause rende vraisemblable la réalisation des conditions de la prétention qu’il invoque dans l’appel en cause ; il n’a pas non plus à examiner si, dans l’hypothèse où l’auteur de l’appel en cause devait succomber au principal, ses prétentions envers le tiers seraient matériellement fon-dées (ATF 146 III 290 consid. 4.3.1 ; ATF 139 III 69 consid. 2.4.3 ; TF 4A_51/2013 du 8 janvier 2014 consid. 3). Les conclusions qui, selon cette disposition, doivent être prises dans la requête d’appel en cause sont les mêmes que celles que l’appelant fera valoir dans la demande d’appel en cause elle-même (ATF 146 III 290 consid. 4.3.1). Comme pour toute action tendant au paiement d’une somme d’argent (art. 84 al. 2 CPC), les conclusions doivent être chiffrées. Ce n’est que si la demande principale elle-même n’est pas chiffrée et n’a pas besoin de l’être en vertu de l’art. 85 CPC que l’appelant en cause est dispensé de chiffrer ses conclusions tant dans sa requête d’admission que dans sa demande d’appel en cause. Il en découle que l’appelant ne peut pas se prévaloir de l’art. 85 CPC et renoncer à chiffrer les conclusions de sa requête d’appel en cause au seul motif qu’il ignore s’il succombera dans la procédure principale et, le cas échéant, quel montant il sera condamné à payer (ATF 142 III 102 consid. 3.3 ; TF 4A_169/2020 du 8 mars 2021 consid. 3.3.2 ; TF 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.2). Quant à la motivation « succincte » exigée par l’art. 82 al. 1, 2e phrase, CPC, il suffit qu’elle délimite l’objet du litige et fasse apparaître que la prétention de l’appelant contre l’appelé dépend de l’issue de la procédure principale (ATF 147 III 166 consid. 3.3.3 ; ATF 139 III 69 consid. 2.4.3 ; TF 4A_51/2013 du 8 janvier 2014 consid. 3). Selon la jurisprudence, ce sont les conclusions et le complexe de faits à l’appui de celles-ci qui permettent au juge de fixer l’objet du litige (ATF 142 III 210 consid. 2.1 ; ATF 139 III 126 consid. 3.2.3 ; sur le tout, TF 4A_169/2020 du 8 mars 2021consid. 3.3.3). 3.3 En l’espèce, on comprend certes, au regard des écritures des parties, qu’un litige oppose les recourantes à l’intimée au sujet de défauts en lien avec la construction de l’immeuble dont cette dernière est propriétaire et que ces défauts concernent, entre autres, les panneaux solaires.”
“I convenuti hanno mantenuto la loro contestazione con un successivo scritto del 12 maggio 2023 e l’attore ha ribadito la sua posizione con uno del 26 maggio seguente. 4.5 Come sopra esposto l’attore in un primo tempo ha chiesto il riconoscimento di fr. 20'000.- mensili per una residenza sostitutiva analoga per ogni mese di mancata abitabilità e di mancata possibile utilizzazione da parte sua della villa fino al ristabilimento dell’abitabilità e al rilascio della relativa dichiarazione comunale, le cui date evidentemente non erano note quando è stata introdotta l’azione. Con le conclusioni egli ha circoscritto la richiesta al periodo da luglio 2016 al 24 febbraio 2017, ossia una data chiaramente anteriore al rilascio del permesso di abitabilità. In concreto l’attore ha limitato la sua pretesa, ciò che è sempre possibile, cioè anche in sede di conclusioni (v. Trezzini in: Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, IIa ed., Vol. 2, n. 10 ad art. 232 CPC). A fronte di questa limitazione il richiamo dei convenuti all’art. 85 CPC non era pertinente e la loro eccezione dev’essere quindi respinta. 4.6 La richiesta di fr. 156'000.- per mancata possibile utilizzazione della villa da luglio 2016 al 24 febbraio 2017 dev’essere però respinta. Con la replica l’attore ha per la prima volta sostenuto che intendeva trasferirsi nella villa acquistata e vendere quella di __________, rispettivamente che avrebbe potuto affittarla. Ora, che AP1 intendesse trasferirsi nella villa acquistata può essere ammesso ma egli non ha sostenuto che ciò sarebbe avvenuto subito dopo l’acquisto, rispettivamente prima della ristrutturazione. Neanche la teste St__________ ha saputo dire se il qui appellante intendesse abitare la villa di __________ prima di averla ristrutturata (v. verbale audizione testimoniale 12 giugno 2018, pag. 4, terzo paragrafo). Un trasferimento prima della ristrutturazione appare comunque ben poco probabile alla luce dei progetti messi in atto (v. perizia giudiziaria 17 luglio 2019 dell’arch. Cl__________, pag. 7, 8 e 9).”
“On souligne au demeurant qu’on ignore si l’intimée s’est opposée à la délivrance de l’autorisation de procéder, ce qui pose la question de sa bonne foi au sens de l’art. 52 CPC. L’appelant allègue à ce sujet que l’intimée ne s’est pas présentée à l’audience de conciliation, alors qu’elle avait connaissance de la procédure. Cela étant, la question peut rester ouverte vu l’admission de l’appel. 3.5 Au vu de ce qui précède, il y a lieu de retenir que l’appelant était fondé à déposer une requête de conciliation sans chiffrer ses conclusions à ce stade. 4. 4.1 L’intimée soutient encore que l’appelant ne pouvait pas déposer une demande au fond comportant des conclusions différentes de celles de l’autorisation de procéder dans la mesure où il n’a indiqué aucun montant susceptible de modification. 4.2 Conformément à l’art. 85 al. 2 CPC, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire. Dans ce cas de figure, il se borne à préciser ses conclusions et ne procède pas à une modification de la demande au sens de l’art. 227 CPC (Grobéty / Heinzmann, op. cit., n. 17 ad. art. 85 CPC et les réf. citées ; en particulier : TF 4A_235/2016 du 7 mars 2017 consid. 2.4). 4.3 En l’occurrence, l’appelant a repris mot pour mot les conclusions de l’autorisation de procéder dans sa demande du 8 avril 2019, en rajoutant uniquement des montants. Il a donc uniquement précisé ses conclusions dans le cadre du dépôt de la demande au fond, de sorte qu’il n’y a pas lieu d’examiner si les conditions de l’art. 227 CPC sont remplies. 5. L’appelant a principalement conclu à ce que sa demande soit déclarée recevable et à ce que la cause soit renvoyée à l’autorité de première instance pour nouvelle décision dans le sens des considérants. Certes, l’appel ordinaire de l’art. 308 CPC déploie principalement un effet réformatoire, l’effet cassatoire étant l’exception (art. 318 al. 1 CPC). Cependant, en l’espèce, dans la mesure où la Chambre patrimoniale cantonale s’est limitée à déclarer irrecevable la demande et n’a pas statué sur le fond, il convient d’annuler cette décision et de lui renvoyer la cause pour qu’elle rende une nouvelle décision sur la demande (art.”
Hat die klagende Partei nach Durchführung des Beweisverfahrens oder nach Erteilung der Auskunft die nötigen Informationen erhalten, muss sie ihre Forderung unverzüglich beziffern. Die Partei musste bereits in der Klage konkret darlegen, weshalb eine Bezifferung zu Prozessbeginn unmöglich oder unzumutbar war; eine vage Angabe über fehlende Informationen genügt nicht.
“_____ beziffert sie abschliessend. Demgegen- über erhebt sie für das Projekt E._____ eine unbezifferte Forderungsklage und ver- bindet diese mit (Hilfs-) Ansprüchen auf Auskunft bzw. Herausgabe. In Bezug auf das Projekt E._____ liegt damit eine Stufenklage vor. 3.1.Rechtliche Grundlagen der Stufenklage Wer die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, hat diesen grundsätzlich zu bezif- fern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 ZPO kann indes eine unbezifferte For- derungsklage erhoben werden, sofern es der klagenden Partei zu Beginn des Pro- zesses unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- - 21 - treffen.”
“Vorbemerkungen zur Stufenklage Die Klägerin macht mit ihren Rechtsbegehren Ziff. 1 und 2 einen (Hilfs-) Anspruch auf Herausgabe bzw. Information geltend und verbindet diesen mit einer unbezif- ferten Forderungsklage. Sie erhebt damit eine Stufenklage. 3.1.Rechtliche Grundlagen der Stufenklage Wer die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, hat diesen grundsätzlich zu bezif- fern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Gemäss Art. 85 ZPO kann indes eine unbezifferte For- - 10 - derungsklage erhoben werden, sofern es der klagenden Partei zu Beginn des Pro- zesses unmöglich oder unzumutbar ist, ihre Forderung zu beziffern (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Die unbezifferte Forderungsklage kann mit einem materiellrechtlichen Hilfs- anspruch auf Auskunft und Information verbunden werden, was als Stufenklage bezeichnet wird (BGE 142 III 102 E. 5.3.2; BGE 140 III 409 E. 4.3). Bei der Stufen- klage hat die klagende Partei die Forderung zu beziffern, sobald sie nach Aus- kunftserteilung dazu in der Lage ist (Art. 85 Abs. 2 ZPO). Unmöglich ist die Bezifferung einer Forderung zu Prozessbeginn dann, wenn die klagende Partei die Höhe ihres Anspruchs nicht kennen kann, da dieser von Infor- mationen bzw. Tatsachen abhängig ist, über die sie nicht verfügt und die nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Unzumutbar ist die Bezifferung, wenn sich die Höhe des Anspruch nur unter Zuhilfenahme weiterer (vor)prozessualer Instrumente wie der vorsorglichen Beweisführung (Art. 158 ZPO) oder eines selbständigen Verfah- rens auf Auskunft ermitteln liesse. Die unbezifferte Forderungsklage dient demnach auch der Prozessökonomie, damit die klagende Partei nicht gezwungen ist, vor dem eigentlichen Prozess ein anderes Verfahren zu führen (BSK ZPO-DORSCHNER, Art. 85 N 8). Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 85 Abs. 1 ZPO ergibt, muss sich die Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit grundsätzlich auf die Forderungsbeziffe- rung, d.h. auf die Höhe der Forderung, beziehen und nicht auf deren Bestand. Das Informationsdefizit darf somit grundsätzlich nur das Quantitativ der Forderung be- treffen.”
“2; 133 II 409 consid. 1.4.2; arrêt du Tribunal fédéral 5A_164/2019 du 20 mai 2020 consid. 4.3). 5.1.2 Si le demandeur est dans l'impossibilité d'articuler d'entrée de cause le montant de sa prétention ou si cette indication ne peut être exigée d'emblée, il peut intenter une action non chiffrée (art. 85 al. 1 CPC). Si la partie demanderesse invoque une exception à l'obligation de chiffrer, elle doit démontrer dès la requête que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC pour une action non chiffrée sont remplies. À cet égard, une simple indication sur le manque d'informations ne suffit pas. La demanderesse doit au contraire exposer concrètement dans la requête pourquoi, pour des raisons objectives, il lui est impossible ou du moins déraisonnable de chiffrer la créance en justice (ATF 148 III 322 consid. 3.8; 140 III 409 consid. 4.3.2). Une fois les preuves administrées ou les informations requises fournies par le défendeur, le demandeur doit chiffrer sa demande dès qu’il est en état de le faire (art. 85 al. 2 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_63/2016 du 10 octobre 2016 consid. 2.2). L'art. 85 CPC n'a ainsi pas pour effet de limiter la portée de la maxime de disposition, le demandeur n'étant pas libéré de son obligation de chiffrer ses prétentions, mais pouvant seulement différer le moment auquel il doit y procéder (arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_516/2019 du 27 avril 2020 consid. 4.2.2; 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.3, publié in SJ 2019 I p. 391). Lorsque le demandeur ne présente pas de conclusions chiffrées dans la demande, alors que les conditions de l'art. 85 al. 1 CPC ne sont pas réalisées, la demande est irrecevable, sans qu'il y ait lieu à fixation d'un délai selon l'art. 132 CPC (ATF 140 III 409 consid. 4.3.2; arrêts du Tribunal fédéral 5A_871/2020 du 15 février 2021 consid. 3.3.1; 4A_618/2017 du 11 janvier 2018 consid. 4.4). Ce qui précède s’applique à tout le moins pour une partie représentée par avocat (arrêts du Tribunal fédéral 4A_581/2021 du 3 mai 2022 consid.”
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