Bei den Fristen der Artikel 286–288 werden nicht mitberechnet:
3 commentaries
Für die Berechnung der in Art. 288a SchKG relevanten Verdachtsfrist kommt es auf die aktuelle, laufende Betreibung an, die zur betreffenden Pfändung bzw. zum Verlustschein geführt hat. Verfallene oder nicht weitergeführte Betreibungen bleiben demgegenüber bei der Fristberechnung ausser Betracht.
“Auch im Schrifttum hat sich die Meinung durchgesetzt, dass es sich bei der in Art. 288a Ziff. 3 SchKG angesprochenen "vorausgegangenen Betreibung" (französisch "poursuite préalable"; italienisch "preventiva esecuzione") um die aktuelle, laufende Betreibung handelt, die zur entsprechenden Pfändung bzw. zum entsprechenden Verlustschein geführt hat (ADRIAN STAEHELIN/LUKAS BOPP, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., 2021, N 11 zu Art. 288a SchKG; KATHRIN KRIESI, Actio Pauliana, Anfechtbare Handlungen nach Art. 285 ff. SchKG, 2020, S. 112 und 125; PHILIPP MAIER, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs SchKG, 4. Aufl, 2017, N 10 zu Art. 288a SchKG; BRIGITTE UMBACH-SPAHN/STEFAN BOSSART, in: Kurzkommentar Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl., 2014, N 9 zu Art. 288a SchKG; CHRISTOPH RÜEDI, Aktuelle Fragen des Anfechtungsrechts nach Art. 285 ff. SchKG, 2008, S. 9 f. und 19; HENRY PETER, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N 14 zu Art. 288a SchKG; HENRI-ROBERT SCHÜPBACH, Droit et action révocatoires, Commentaire des articles 285 à 292 de la Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite du 11 avril 1989 modifiée le 16 décembre 1994, N 100 zu Art. 288a SchKG). Verfallene Betreibungen und Betreibungen, die nicht weitergeführt wurden, können demnach bei der Berechnung der Verdachtsfrist nach Art. 288a Ziff. 3 SchKG keine Berücksichtigung finden (PETER, a.a.O.; RÜEDI, a.a.O., S. 19; SCHÜPBACH, a.a.O.).”
Bei Art. 288a Ziff. 3 SchKG ist mit «vorausgegangene Betreibung» die aktuelle, zur jeweiligen Pfändung oder zum den Gläubiger legitimierenden Verlustschein führende Betreibung gemeint. Verfallene oder nicht weitergeführte Betreibungen bleiben bei der Berechnung der Verdachtsfrist unberücksichtigt.
“286 SchKG "nur von der (bestimmten) Pfändung" spreche (BGE a.a.O. E. 3; bestätigt in den Urteilen 5A_93/2008 vom 15. September 2008 E. 3.1.1 und 5A_28/2012 vom 13. März 2012 E. 3). Auch im Schrifttum hat sich die Meinung durchgesetzt, dass es sich bei der in Art. 288a Ziff. 3 SchKG angesprochenen "vorausgegangenen Betreibung" (französisch "poursuite préalable"; italienisch "preventiva esecuzione") um die aktuelle, laufende Betreibung handelt, die zur entsprechenden Pfändung bzw. zum entsprechenden Verlustschein geführt hat (ADRIAN STAEHELIN/LUKAS BOPP, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., 2021, N 11 zu Art. 288a SchKG; KATHRIN KRIESI, Actio Pauliana, Anfechtbare Handlungen nach Art. 285 ff. SchKG, 2020, S. 112 und 125; PHILIPP MAIER, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs SchKG, 4. Aufl, 2017, N 10 zu Art. 288a SchKG; BRIGITTE UMBACH-SPAHN/STEFAN BOSSART, in: Kurzkommentar Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl., 2014, N 9 zu Art. 288a SchKG; CHRISTOPH RÜEDI, Aktuelle Fragen des Anfechtungsrechts nach Art. 285 ff. SchKG, 2008, S. 9 f. und 19; HENRY PETER, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N 14 zu Art. 288a SchKG; HENRI-ROBERT SCHÜPBACH, Droit et action révocatoires, Commentaire des articles 285 à 292 de la Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite du 11 avril 1989 modifiée le 16 décembre 1994, N 100 zu Art. 288a SchKG). Verfallene Betreibungen und Betreibungen, die nicht weitergeführt wurden, können demnach bei der Berechnung der Verdachtsfrist nach Art. 288a Ziff. 3 SchKG keine Berücksichtigung finden (PETER, a.a.O.; RÜEDI, a.a.O., S. 19; SCHÜPBACH, a.a.O.).”
Für die Berechnung der Frist nach Art. 288a Ziff. 3 SchKG ist auf die Pfändung bzw. auf den Verlustschein der laufenden Betreibung abzustellen, die zur Ausstellung des Verlustscheins geführt hat. Verfallene oder nicht weitergeführte Betreibungen bleiben unberücksichtigt.
“BGE 108 II 516 stellt klar, dass mit der Pfändung, die für die Berechnung der Verdachtsfrist massgebend ist, nur diejenige in der laufenden Betreibung gemeint sein kann bzw. diejenige, die zur Ausstellung des den Gläubiger zur Anfechtungsklage legitimierenden Verlustscheins geführt hat. Das Bundesgericht erinnert daran, dass der Gesetzgeber in Art. 286 SchKG "nur von der (bestimmten) Pfändung" spreche (BGE a.a.O. E. 3; bestätigt in den Urteilen 5A_93/2008 vom 15. September 2008 E. 3.1.1 und 5A_28/2012 vom 13. März 2012 E. 3). Auch im Schrifttum hat sich die Meinung durchgesetzt, dass es sich bei der in Art. 288a Ziff. 3 SchKG angesprochenen "vorausgegangenen Betreibung" (französisch "poursuite préalable"; italienisch "preventiva esecuzione") um die aktuelle, laufende Betreibung handelt, die zur entsprechenden Pfändung bzw. zum entsprechenden Verlustschein geführt hat (ADRIAN STAEHELIN/LUKAS BOPP, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., 2021, N 11 zu Art. 288a SchKG; KATHRIN KRIESI, Actio Pauliana, Anfechtbare Handlungen nach Art. 285 ff. SchKG, 2020, S. 112 und 125; PHILIPP MAIER, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs SchKG, 4. Aufl, 2017, N 10 zu Art. 288a SchKG; BRIGITTE UMBACH-SPAHN/STEFAN BOSSART, in: Kurzkommentar Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl., 2014, N 9 zu Art. 288a SchKG; CHRISTOPH RÜEDI, Aktuelle Fragen des Anfechtungsrechts nach Art. 285 ff. SchKG, 2008, S. 9 f. und 19; HENRY PETER, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N 14 zu Art. 288a SchKG; HENRI-ROBERT SCHÜPBACH, Droit et action révocatoires, Commentaire des articles 285 à 292 de la Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite du 11 avril 1989 modifiée le 16 décembre 1994, N 100 zu Art. 288a SchKG). Verfallene Betreibungen und Betreibungen, die nicht weitergeführt wurden, können demnach bei der Berechnung der Verdachtsfrist nach Art. 288a Ziff. 3 SchKG keine Berücksichtigung finden (PETER, a.”
“BGE 108 II 516 stellt klar, dass mit der Pfändung, die für die Berechnung der Verdachtsfrist massgebend ist, nur diejenige in der laufenden Betreibung gemeint sein kann bzw. diejenige, die zur Ausstellung des den Gläubiger zur Anfechtungsklage legitimierenden Verlustscheins geführt hat. Das Bundesgericht erinnert daran, dass der Gesetzgeber in Art. 286 SchKG "nur von der (bestimmten) Pfändung" spreche (BGE a.a.O. E. 3; bestätigt in den Urteilen 5A_93/2008 vom 15. September 2008 E. 3.1.1 und 5A_28/2012 vom 13. März 2012 E. 3). Auch im Schrifttum hat sich die Meinung durchgesetzt, dass es sich bei der in Art. 288a Ziff. 3 SchKG angesprochenen "vorausgegangenen Betreibung" (französisch "poursuite préalable"; italienisch "preventiva esecuzione") um die aktuelle, laufende Betreibung handelt, die zur entsprechenden Pfändung bzw. zum entsprechenden Verlustschein geführt hat (ADRIAN STAEHELIN/LUKAS BOPP, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., 2021, N 11 zu Art. 288a SchKG; KATHRIN KRIESI, Actio Pauliana, Anfechtbare Handlungen nach Art. 285 ff. SchKG, 2020, S. 112 und 125; PHILIPP MAIER, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs SchKG, 4. Aufl, 2017, N 10 zu Art. 288a SchKG; BRIGITTE UMBACH-SPAHN/STEFAN BOSSART, in: Kurzkommentar Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl., 2014, N 9 zu Art. 288a SchKG; CHRISTOPH RÜEDI, Aktuelle Fragen des Anfechtungsrechts nach Art. 285 ff. SchKG, 2008, S. 9 f. und 19; HENRY PETER, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N 14 zu Art. 288a SchKG; HENRI-ROBERT SCHÜPBACH, Droit et action révocatoires, Commentaire des articles 285 à 292 de la Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite du 11 avril 1989 modifiée le 16 décembre 1994, N 100 zu Art. 288a SchKG). Verfallene Betreibungen und Betreibungen, die nicht weitergeführt wurden, können demnach bei der Berechnung der Verdachtsfrist nach Art. 288a Ziff. 3 SchKG keine Berücksichtigung finden (PETER, a.”
Nutzen Sie die aktuelle Seite als Kontext für Recherche, Zusammenfassungen, Vergleiche und Entwürfe.