Third sentence inserted by No I of the FA of 17 March 2023 (Improving Practicality and Law Enforcement), in force since 1 Jan. 2025 (AS 2023 491;BBl 2020 2697). ↩
Amended by No I of the FA of 17 March 2023 (Improving Practicality and Law Enforcement), in force since 1 Jan. 2025 (AS 2023 491;BBl 2020 2697). ↩
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Fremdgutachten können als Gutachten im Sinne von Art. 183 ff. ZPO berücksichtigt werden, sofern den Parteien Gelegenheit gegeben wird, sich zum Inhalt des Fremdgutachtens zu äussern und Ergänzungsfragen zu stellen; zudem ist nachträglich eine Äusserung zur Person des Gutachters vorzusehen (vgl. Art. 187 Abs. 4 ZPO i.V.m. Art. 183 Abs. 2 ZPO).
“Das im IV-Verfahren in Auftrag gegebene Gutachten hätte damit das zen- trale Beweismittel der Berufungsklägerin zum Beweis ihrer fehlenden Arbeitsfä- higkeit sein sollen. Tatsächlich ist es möglich, Gutachten, die von anderen Behör- den eingeholt werden, als Beweismittel im Zivilprozess heranzuziehen. Solche Fremdgutachten können als Gutachten im Sinne von Art. 183 ff. ZPO berücksich- tigt werden, wenn den Parteien Gelegenheit gegeben wird, sich zum Inhalt des Fremdgutachtens (Art. 187 Abs. 4 ZPO) und nachträglich zur Person des Gutach- ters (Art. 183 Abs. 2 ZPO) zu äussern sowie Ergänzungsfragen zu stellen. Unter diesen Voraussetzungen sind Fremdgutachten ebenso beweistauglich wie die vom Zivilgericht selbst eingeholten Gutachten, wobei sich ihre Beweiskraft nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) richtet und ein neues - 22 - Gutachten anzuordnen ist, wenn die Feststellungen und Schlussfolgerungen einer kritischen Würdigung nicht standhalten (BGE 140 III 24 E. 3.3.1.3).”
Das Gericht kann nach Art. 187 Abs. 1 ZPO anordnen, dass der vom Gericht beigezogene Sachverständige sein schriftliches Gutachten in der Verhandlung erläutert; in der Praxis kann dies dazu führen, dass weitere, von den Parteien beauftragte Sachverständige nicht angehört werden.
“Monsieur F______ (anciennement G______), domicilié ______ [GE], autre intimé, Tous comparant par Me Pascal AEBY, avocat, rue Beauregard 9, 1204 Genève, en l'Étude duquel ils font élection de domicile. EN FAIT A. Par ordonnance ORTPI/542/2021 du 20 mai 2021, le Tribunal de première instance (ci-après: le Tribunal) a admis l'audition des parties (chiffre 1 du dispositif), ordonné l'audition de H______ (ch. 2), refusé les autres moyens de preuve complémentaires (ch. 3) et ordonné la tenue d'une audience de débats principaux afin de procéder à l'audition des parties et de H______, suivie des plaidoiries finales orales, selon citation jointe (ch. 4). L'ordonnance était motivée comme suit: "Vu l'inspection et le rapport du géomètre du 20 janvier 2021, vu les mesures probatoires sollicitées par les parties, attendu que le Tribunal considère que les témoignages proposés ne sont pas pertinents pour l'issue du litige, que le Tribunal ordonnera l'audition de H______, le géomètre, afin qu'il commente son rapport (art. 187 al. 1 CPC), ainsi que l'audition des parties". B. a. Le 4 juin 2021, B______ et A______ ont formé recours auprès de la Cour de justice contre l'ordonnance du 20 mai 2021, reçue le 25 mai 2021, concluant à l'annulation du chiffre 3 de son dispositif et à l'admission de l'audition de I______, J______ et K______ en qualité de témoins, avec suite de frais et dépens à la charge de leurs parties adverses. Préalablement, les recourants ont conclu à ce que la suspension du caractère exécutoire de l'ordonnance attaquée soit ordonnée, requête rejetée par arrêt de la Cour du 25 juin 2021. Les recourants ont soutenu, en substance, que l'ordonnance attaquée risquait de leur causer un préjudice difficilement réparable, car le Tribunal avait d'ores et déjà décidé d'entendre H______, géomètre désigné comme expert, à l'exclusion de I______, le géomètre ayant établi le plan de situation qu'ils avaient produit à l'appui de leur demande. Or, le refus d'auditionner le témoin I______ ne pourrait pas être réparé ultérieurement, "dès lors que le Tribunal n'aura entendu qu'une seule détermination du seul géomètre expert, à l'exclusion du géomètre mandaté par les parties et dont le plan diffère du premier".”
Eine im Rahmen vorsorglicher/summarischer Beweisführung nach Art. 158 ZPO eingeholte Expertise erfüllt in der Regel nicht die Anforderungen einer «ordentlichen» Expertise nach Art. 187 ZPO. Erweist sich eine solche vorsorgliche Expertise als lückenhaft oder widersprüchlich (auch aufgrund neuer Tatsachen), kann dies den Erlass einer neuen Expertise statt blosserer Ergänzungen rechtfertigen.
“Die Beschwerdeführerin rügt sodann eine unrichtige Rechtsanwendung. Die Ernennung von G____ als Gutachter zwecks Beantwortung von vier Ergänzungsfragen zu seiner im Auftrag des Handelsgerichts des Kantons Aargau erstellten Gutachten sei nicht zulässig. Das Verfahren betreffend vorsorgliche Beweisführung gemäss Art. 158 ZPO sei ohne Beweiswürdigung abgeschlossen. Die Beweiswürdigung erfolge im Hauptverfahren und unterliege den entsprechenden Verfahrensvorschriften. Erweise sich das im Rahmen der vorsorglichen Beweisführung eingeholte Gerichtsgutachten als lückenhaft und/oder widersprüchlich, sei eine neue Expertise anzuordnen. Die im Rahmen der vorsorglichen Beweisführung gemäss Art. 158 ZPO eingeholte Expertise könne kaum den Anforderungen von Art. 187 ZPO gerecht werden. Eine summarische Beurteilung dieses Gutachtens im neuen Hauptverfahren sei nicht zulässig und verletze den Anspruch der Parteien auf Gewährung des rechtlichen Gehörs im ordentlichen Verfahren. Auch eine Ergänzung eines widersprüchlichen und/oder aufgrund neuer Tatsachen lückenhaften vorsorglichen Gutachtens sei nicht statthaft. Vorliegend gehe es auch nicht um eine Ergänzung, sondern um eine eigentliche Überprüfung bzw. Kontrolle des Gutachtens. Der Gutachter sei im Rahmen von Art. 158 ZPO in einem summarischen Verfahren eingesetzt worden, was dagegenspreche, ihm im Rahmen einer «ordentlichen Gerichtsexpertise» erneut einzusetzen. Die vier durch das Gericht in eigener Regie vorbereiteten, oberflächlichen und in technischer Hinsicht an der Sache vorbeigehenden Fragen würden den Anforderungen von Art. 187 ff. ZPO widersprechen. Es müsse eine neue Expertise in Auftrag gegeben werden. Entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung könne der Gutachter nicht mehr als neutral betrachtet werden.”
Die Weiterleitung von Parteifragen an den Gutachter und die Möglichkeit seiner Beantwortung ist als Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Parteien zu verstehen. Dem Gutachter wurden die Fragen zur Ergänzung und zur Aufklärung spezifischer Punkte des Gutachtens zugestellt; er wurde nicht damit beauftragt, die Schlüssigkeit seines Gutachtens abschliessend zu beurteilen.
“Im Hinblick auf diese Rüge ist zunächst festzuhalten, dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid zwar ausführt, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin über ein besonderes Fachwissen verfüge und deshalb in der Lage sei, sich differenzier- ter als andere Parteien oder das Gericht mit einem medizinischen Gutachten aus- einanderzusetzen. Die Vorinstanz drückt jedoch in keiner Weise aus, dass dem Ehemann deshalb vom Beschwerdegegner die Würdigung des (finalen) Gutach- tens überlassen worden sei oder werden solle. Ebenso wenig lässt sich dem Ent- scheid der Vorinstanz entnehmen, dass diese es als Aufgabe des Gutachters er- achte, die Schlüssigkeit seines eigenen Gutachtens zu beurteilen. Vielmehr betont die Vorinstanz die Zweckmässigkeit des Vorgehens des Beschwerdegegners, mit welchem dieser die für ihn nicht unmittelbar von der Hand zu weisenden Fragen des Ehemannes dem Gutachter zur gutachterlichen Klärung unterbreitet habe. Die Vorinstanz qualifiziert dieses Vorgehen jedoch klarer- und richtigerweise als Ge- währen des rechtlichen Gehörs durch den Beschwerdegegner an die Verfahrens- parteien, welche so zum Gutachten Stellung nehmen und Ergänzungsfragen stel- len konnten (vgl. Art. 187 Abs. 4 ZPO). Dem Gutachter wiederum wurden die ge- stellten Fragen zwecks Beantwortung im Sinne einer Gutachtensverbesserung zugestellt (vgl. Art. 188 Abs. 2 ZPO). Dabei wurde der Gutachter nicht aufgefor- dert, über die Schlüssigkeit seines Gutachtens zu befinden, sondern er wurde an- gehalten, dieses zu ergänzen, und zwar namentlich durch Aufklärung spezifischer Fragen und behaupteter Widersprüche.”
Die Gelegenheit dient dazu, das Gutachten—insbesondere die Untersuchungsmethoden und die Schlussfolgerungen—erläutern zu lassen oder ergänzende Fragen zu stellen; die Erläuterung kann auch mündlich erfolgen, indem der Experte zur Sitzung geladen wird. Ob schriftliche oder mündliche Klärung angezeigt ist, hängt vom Inhalt des Berichts ab; eine Partei kann nicht dafür getadelt werden, dass sie eine Anhörung des Experten nicht bereits vor Kenntnis des Berichts verlangt hat.
“________ aurait pu s’expliquer lors de l’audience sur certains aspects peu clairs ou contradictoires de son expertise, comme le fait qu’il a fait référence dans son expertise complémentaire du 5 avril 2022 à la fausse convention extra-judiciaire, ou qu’il a retenu à tort que la société défenderesse n’avait pas exécuté certains travaux pourtant figurant dans sa soumission. Les défenderesses répondent qu’elles se sont limitées à accepter que l’expertise soit mise en œuvre sans débats d’instruction, étant précisé qu’il convenait de prévoir une séance de mise en œuvre avec l’expert avant que ce dernier n’exécute son mandat. Elles ne sont dès lors en rien responsables du fait que la requête d’audition de l’expert est tardive, audition qui ne présentait du reste aucune utilité. 2.3. Toute partie a droit à ce que le tribunal administre les moyens de preuve adéquats proposés régulièrement et en temps utile (art. 152 al. 1 CPC). Les parties ont en outre le droit de participer à l’administration des preuves (art. 155 al. 3 CPC). Lorsque le Tribunal a ordonné une expertise, l’occasion doit être donnée aux parties de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (art. 187 al. 4 CPC). Cela peut être fait par oral, l’expert pouvant être cité à l’audience pour commenter son rapport (art. 187 al. 1 CPC). L’audition de l’expert a ainsi pour but de permettre aux parties, – dans le cadre de leur droit de participer à l'administration des preuves et de se déterminer sur celles-ci – de l’entendre sur ses méthodes d’investigation et ses conclusions, cas échéant de lui poser des questions complémentaires ou obtenir des clarifications (CR CPC-Schweizer, 2ème éd. 2019, art. 187 n. 6). Par ailleurs, le juge qui doute d’un rapport d’expertise doit compléter son instruction pour lever son incertitude et peut à cette fin citer l’expert à l’audience afin qu’il explicite son rapport (Bohnet/Fitzi, Le cadre procédural de l’expertise judiciaire en matière civile, in L’expertise en procédure, 2022, p. 45 n. 94). Savoir si l’expert doit être abordé par oral ou par écrit pour s’expliquer sur son rapport dépend ainsi du contenu de celui-ci (« commenter son rapport par écrit ») ; il ne peut dès lors pas être reproché à une partie de ne pas avoir requis l’audition de l’expert avant d’avoir pu en prendre connaissance.”
Nach Erstattung des Gutachtens wird den Parteien nochmals Gelegenheit eingeräumt, eine Erläuterung des Gutachtens zu verlangen oder Ergänzungsfragen zu stellen.
“2) und der ihm unterbreiteten Fragen (Disposi- tiv-Ziff. 3) führen zu keinem Nachteil (vgl. Verfügung des Kantonsgerichts Grau- bünden ZK2 2013 8 vom 13. März 2013 E. 2, 3; WUILLEMIN, a.a.O., S. 429). So ist der gestützt auf die Beweisverfügung zu erteilende Auftrag zur Einholung eines Gutachtens noch nicht erteilt und die vom Gutachter zu beantwortenden Fragen sind noch nicht festgelegt worden. Im Gegenteil, den Parteien wurde mit der an- gefochtenen Verfügung gerade die Möglichkeit eingeräumt, innert angesetzter Frist Einwendungen gegen den vorgesehenen Sachverständigen zu erheben und sich zu den Fragen zu äussern sowie allfällige Änderungs- und Ergänzungsfragen zu stellen. Damit wird den Parteien das rechtliche Gehör nach Art. 185 Abs. 2 ZPO gewährt. Gestützt darauf bestimmt das Gericht sodann die sachverständige Person und arbeitet den Fragenkatalog aus. Nach Erstattung des Gutachtens wird den Parteien nochmals Gelegenheit gewährt, eine Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen zu beantragen (Art. 187 Abs. 4 ZPO). Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Beweisverfügung jederzeit abgeändert oder ergänzt wer- den kann (Art. 154 ZS ZPO). Sollte die Vorinstanz zum Schluss kommen, dass für die Bestimmung des anwendbaren Güterstands der Beweis weiterer behaupteter Tatsachen notwendig sei, kann sie die Beweisverfügung entsprechend ergänzen. Auch die zweite Rüge der Beschwerdeführerin vermag nicht zu überzeugen. Nach den Parteivorträgen, dem Beweisverfahren sowie den Schlussvorträgen wird sich die Vorinstanz im Endentscheid mit den von den Parteien behaupteten Tatsachen auseinanderzusetzen haben. Sollte die Vorinstanz zum Schluss kom- men, dass die Vorschriften der Gütertrennung anwendbar seien, kann die Be- - 9 - schwerdeführerin gegen den Endentscheid ein Rechtsmittel ergreifen und dabei sowohl die vorinstanzliche Argumentation als auch die Verletzung des Rechts auf Beweis sowie eine falsche Beweiswürdigung rügen. Ein drohender nicht wieder- gutzumachender Nachteil aufgrund fehlender Beschwerdemöglichkeiten ist des- halb zu verneinen.”
Über die tatsächliche Beauftragung von Ergänzungen des Gutachtens entscheidet das Gericht; Art. 187 Abs. 4 ZPO gewährt den Parteien lediglich die Gelegenheit, entsprechende Erläuterungen oder Ergänzungsfragen zu beantragen.
“Es ist daher fraglich, ob überhaupt eine genügende Rüge vorliegt (vgl. hierzu BGE 140 III 115 E. 2, 86 E. 2). Aber selbst wenn dies bejaht würde, ist seiner Auffassung nicht zu folgen. Allenfalls scheint der Beschwerdeführer geltend machen zu wollen, "die Tätigkeit der Sachverständigen (sei) nicht abgeschlossen", weil noch Gelegenheit gegeben wurde, um Ergänzungsfragen zu stellen. Die (teilweise) zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung betraf in der Tat keine solche Prozesslage. Vielmehr wurden Ausstandsgründe geltend gemacht anlässlich der Bestellung des Gutachters bzw. eines von diesem (vor Erstellen des Gutachtens) durchgeführten Augenscheins (zit. Urteil 4A_269/2013 E. 2; Urteile 4A_352/2017 vom 31. Januar 2018; 4P.254/2006 vom 6. Dezember 2006 E. 2.3; 4P.22/2006 vom 6. April 2006 E. 2.1) oder aber nachdem der Gutachter sowohl das Gutachten abgeliefert, wie auch die Ergänzungsfragen beantwortet hatte (zit. Urteil 4A_216/2020). Entscheidend ist indessen, dass die Gutachter auch vorliegend ihre Gutachtertätigkeit bereits erbracht haben. Art. 187 Abs. 4 ZPO bestimmt denn auch, dass den Parteien - im Sinn des rechtlichen Gehörs - Gelegenheit gegeben wird, Erläuterungen oder Ergänzungsfragen zu beantragen. Das heisst, dass der Entscheid darüber, ob überhaupt Ergänzungen des Gutachtens in Auftrag gegeben werden, dem Gericht obliegt (THOMAS WEIBEL, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], in: Thomas Sutter-Somm u.a. [Hrsg.], 3. Aufl. 2016, N. 14 zu Art. 187 ZPO; ANNETTE DOLGE, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 9 zu Art. 187 ZPO; SVEN RÜETSCHI, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 10 zu Art. 187 ZPO). Wenn das Gericht keine Ergänzungen mehr in Auftrag gibt, dann geschieht dies, weil es das vorhandene Gutachten in Würdigung dessen Inhalts als vollständig erachtet. Mit andern Worten geht es, entgegen dem Beschwerdeführer, um die grundsätzliche Verwertbarkeit des Gutachtens, die, wie dargelegt (E. 2.2 hiervor), nicht im Rahmen von Art. 92 BGG zu überprüfen ist.”
Die Parteien müssen Erläuterungs- und Ergänzungsfragen beantragen. Das Gericht entscheidet, welche Fragen zuzulassen sind, und kann Anträge einschränken oder abweisen, etwa um übermässige Verfahrensverzögerungen, missbräuchliche Nachbesserungsversuche oder unnötige Kosten zu verhindern.
“Die Erstinstanz habe die Begründung der Mangelhaftigkeit genügend ausgeführt und ihr Entscheid hierzu sei zu bestätigen. Werde das Gutachten in seinen prozess-historischen Kontext gestellt, um erwägen zu können, ob hier Ergänzungen oder Erläuterungen eine Klärung gebracht hätten, so sei zu berücksichtigen, dass der Gutachter nach über vier Jahren Arbeit im November 2018 einen unbrauchbaren und unvollständigen Gutachtenentwurf eingegeben habe. Danach habe er von der Erstinstanz mit Verfügung vom 7. Februar 2019 die Möglichkeit erhalten, nicht nur die fehlenden (Kern-) Teile des Gutachtens zu erstellen, sondern das Gutachten vollkommen zu überarbeiten. Demnach sei die Erstinstanz damals von Amtes wegen zum Schluss gekommen, dass das eingereichte Gutachten erläuterungs- und ergänzungsbedürftig gewesen sei. Der Gutachter habe damals schon die Möglichkeit erhalten, das Gutachten zu erläutern und zu ergänzen. Ganz offensichtlich habe die bereits damals angeordnete Ergänzungs- und Erläuterungsübung keine Klärung gebracht und kein brauchbares Gutachten hervorgebracht. Aus Art. 187 Abs. 4 ZPO gehe zudem klar hervor, dass die Parteien ihre Erläuterungs- und Ergänzungsfragen beantragen müssten. Das Gericht entscheide jeweils darüber, welche Ergänzungs- bzw. Erläuterungsfragen zuzulassen seien und welche nicht. Dadurch soll unter anderem eine übermässige Verfahrensverzögerung sowie - wie im vorliegenden Fall - ein allfälliges Bestreben der Parteien, prozessuale Versäumnisse wettzumachen, verhindert werden. Nach Ansicht der Beklagten sei offensichtlich, dass die Erstinstanz in Anbetracht der Prozessgeschichte das Verfahren nicht mit Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen habe verzögern können und sie habe wohl weitere (unnötige) Kosten verhindern wollen. Die Stellung von Ergänzungs- und Erläuterungsfragen habe das Risiko beinhaltet, dass die Kosten und Dauer weiter aus dem Ruder laufen würden. Im Übrigen habe die Erstinstanz erwarten können, dass viele Sachverhaltsfragen, die vom Gutachter nicht geklärt worden seien, in der Partei-/Zeugenbefragung geklärt würden (Rz. 264 bis 267 Urteil).”
Die Parteien können im Sinne von Art. 187 Abs. 4 ZPO um Erläuterungen oder um ergänzende Fragen ersuchen; entsprechende Stellungnahmen oder Antworten können – wie in der Rechtsprechung festgehalten – auch erst nach Erteilung des Mandats an die Expertise eingehen.
“d et 253 CPC, peut par ses propres questions ou des questions complémentaires apporter son propre point de vue, le tribunal devant toutefois veiller à ce qu’elles ne sortent pas du cadre défini par la requête, qui ne doit pas être élargi par ces questions complémentaires. La décision finale sur la formulation des questions revient de toute manière au tribunal (ATF 140 III 16 consid. 2.2.3 et les références citées). A teneur de l’art. 185 al. 2 CPC, le tribunal donne aux parties l’occasion de s’exprimer sur les questions soumises à expertise et de proposer qu’elles soient modifiées ou complétées. Cette disposition ne donne cependant aucun droit de se déterminer sur les propositions de modification ou de complément de la partie adverse. Un tel droit ne peut pas non plus être déduit du droit d’être entendu (cf. art. 29 al. 2 Cst et 53 al. 1 CPC), lequel est garanti si les parties ont eu l’occasion de se déterminer sur les écritures de la partie adverse avant la reddition du jugement au fond. Ainsi, les déterminations sur les propositions de la partie adverse formulées sur la base de l’art. 185 al. 2 CPC peuvent également parvenir après le mandat confié à l’expertise, par exemple dans le cadre de l’art. 187 al. 4 CPC, aux termes duquel le tribunal donne aux parties l’occasion de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (arrêt TF 5A_557/2017 consid. 4.2 et les références citées). 6.3.2. Le Tribunal fédéral a retenu qu’en procédure ordinaire, les parties ont la possibilité de s’exprimer à deux reprises de manière illimitée; les nova ne sont ensuite recevables qu’aux conditions de l’art. 229 al. 1 CPC. Cela s’applique par analogie en procédure simplifiée. Dans la procédure sommaire, aucune des parties ne peut avoir la certitude qu’après un échange d’écritures, le tribunal ordonne un second échange d’écritures ou appointe une audience de plaidoiries finales. Les parties n’ont ainsi aucun droit à s’exprimer à deux reprises au sujet des faits. La clôture de la phase d’allégation intervient en principe après un échange d’écritures. Selon la volonté du législateur, il n’y a de toute façon qu’un seul échange d’écritures en procédure sommaire. Ceci n’exclut toutefois pas qu’un second échange d’écritures soit ordonné, avec une certaine retenue, si les circonstances le commandent (ATF 146 III 237 consid.”
Die Parteien sind gehalten, konkrete Ergänzungsfragen zu stellen. Eine Ergänzung des Gutachtens ist erforderlich, wenn das Gutachten unvollständig ist, neue Fragen aufgeworfen werden oder erkennbare Fehler zu berichtigen sind.
“Den Parteien ist im Zusammenhang mit der Erstattung eines Gutachtens gestützt auf Art. 187 Abs. 4 ZPO Gelegenheit einzuräumen, eine Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen zu beantragen. Das Recht der Parteien, sich zum Gutachten zu äussern und Erläuterungs- und Ergänzungsanträge zu stellen, ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Parteien haben konkrete Fragen zu beantragen. Eine Ergänzung des Gutachtens ist nötig, wenn das Gut- achten unvollständig ist oder neue Fragen auftauchen oder Fehler zu korrigieren sind. Im Rahmen der Ergänzung werden neue Gutachtensfragen beantwortet. Dabei können auch von den Parteien eingeholte Privatgutachten eine wichtige Rolle spielen, wenn sie das gerichtliche Gutachten so zu erschüttern vermögen, dass sich beweismässige Weiterungen zur Abklärung der aufgeworfenen Fragen oder ein Abweichen vom gerichtlichen Gutachten aufdrängen (M ÜLLER, DIKE- Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 187 N 16; W EIBEL, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], ZPO Kommentar, 3. Aufl., Basel 2016, Art. 187 N 12 ff.; vgl. auch BSK ZPO-DOLGE, 3.”
Bei unzulässiger Doppelspurigkeit von Gutachten- und Zeugenbeweis steht das Instrument der mündlichen Erläuterung gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO zur Verfügung und ist anstelle einer zusätzlichen Zeugenbefragung zu beantragen.
“Das setzt zunächst voraus, dass es überhaupt einen Gegenstand für den Zeugenbeweis gibt und dass der Beweisan- trag nicht darauf abzielt, den Gutachtensbeweis durch eine Befragung nach Art. 175 ZPO zu ersetzen. Einem sachverständigen Zeugen, der ohnehin über seine eigenen Wahrnehmungen zu befragen ist, können im Sinne von Art. 175 ZPO in einfachen und wenig komplexen Fällen auch Fragen zur Würdigung des Sachverhaltes gestellt werden. In kontroversen Fällen vermögen solche Darle- gungen ein Gutachten nicht zu ersetzen (HGer ZH Urteil HG120008 vom 23. Oktober 2013 E. 6.5.4.2 m.H.). Vorliegend bietet die Klägerin den Gutachter aus dem Verfahren HE150489-O an diversen Stellen als Zeugen an. Insofern jeweils zusätzlich zum Gutachten der Zeugenbeweis angeboten wird, ist dies unzulässig. Eine solche Doppelspurigkeit ist in der Schweizerischen Zivilprozessordnung nicht vorgesehen. Bedürfen die Feststellungen im Gutachten einer Erklärung, steht das Instrument der mündli- chen Erläuterung (Art. 187 Abs. 4 ZPO) zur Verfügung. Eine solche wurde jedoch nicht beantragt. Zudem wurde der Gutachter seitens der Klägerin in Bezug auf das D._____-Hallendach auch zu weiteren Punkten als Zeuge angeboten, ohne dass gleichzeitig das Gutachten offeriert wird (so act. 1 Rz. 263, 264, 265, 266, 352 (Kosten), 355, 363, 365, 373, 376, 379, 417, 459; act. 53 Rz. 628, 733, 738, 739, 741, 742, 749, 792, 800, 886). Auch dies ist unzulässig. Es hätten dazu im Verfahren um vorsorgliche Beweisführung Ergänzungsfragen oder vorliegend ei- nen Antrag auf ein Ergänzungsgutachten gestellt werden können. Die Zeugenbe- - 36 - fragung darf nicht dazu dienen, damals Versäumtes nachzuholen. Abgesehen da- von, dass bei diesen Beweisofferten unklar bleibt, was der Gutachter aufgrund welcher eigenen Wahrnehmungen bezeugen soll, geht es bei Zeugenbefragun- gen eben darum, dass der Zeuge eigene Tatsachenwahrnehmungen wiedergibt und nicht darum, seine im Gutachten gemachten Feststellung zu rechtfertigen o- der dieses zu ergänzen.”
Nach Abgabe des verbesserten und ergänzten Gutachtens können die Parteien zur Stellung von Ergänzungs- und Erläuterungsfragen eingeladen werden.
“Mai 2019 angesetzt werde, um «den bereits abgelieferten Teil des Gutachtens im Sinne des Besprochenen zu überarbeiten und alsdann zusammen mit dem noch nicht abgegebenen Teil als Ganzes dem Gericht einreichen» zu können. Diese Möglichkeit zur Überarbeitung des abgelieferten Teils des Gutachtens in Bezug auf dessen Aufbau und Inhalt sowie zur Vervollständigung des Gutachtens mit dem fehlenden Kapitel macht zum einen nur Sinn, wenn das abgelieferte Gutachten aus Sicht des Gerichts den gesetzlichen Anforderungen an ein solches nicht genügt und damit mangelhaft ist; zum anderen kann diese Möglichkeit zur Überarbeitung des Gutachtens zweifelsohne als Erläuterungs- bzw. Ergänzungsaufforderung des Gerichts im Sinne von Art. 188 Abs. 2 ZPO angesehen werden. Damit lässt sich festhalten, dass die Erstinstanz die Mangelhaftigkeit des eingereichten Gutachtens in seiner ersten Fassung erkannte und dem Gutachter die Möglichkeit zur Verbesserung und Ergänzung seines Gutachtens gewährte. Die entgegenstehenden Behauptungen der Klägerinnen sind folglich zurückzuweisen. Nach Abgabe des verbesserten und ergänzten Gutachtens vom 27. Mai 2019 wurden die Klägerinnen und Beklagten sodann in Nachachtung von Art. 187 Abs. 4 ZPO zur Stellung von Erläuterungs- und Ergänzungsfragen eingeladen. Während die Klägerinnen mit Eingabe vom 28. August 2019 vorbehaltlos darauf verzichtet und zudem beantragt hatten, es seien allfällige Ergänzungs- und/oder Erläuterungsfragen der Beklagten nicht zuzulassen, stellten die Beklagten am 28. August 2019 den Antrag, es sei den Parteien des Hauptverfahrens die Frist zur Stellung von Ergänzungs- und Erläuterungsfragen vorläufig abzunehmen. Stattdessen seien etwaige Fragestellungen zeit- und kosteneffizienter durch die von den Klägerinnen und Beklagten benannten Zeugen zu beantworten. Die instruierende Zivilkreisgerichtspräsidentin verzichtete daraufhin mit Verfügungen vom”
Die Parteien haben kein Anspruch darauf, dass das Gericht den Änderungsvorschlägen oder Ergänzungsfragen der Gegenpartei Folge leistet; die endgültige Entscheidung über Formulierung und Umfang der zu stellenden Fragen obliegt dem Gericht. Das Gericht hat zudem darauf zu achten, dass Fragen den vom Antrag definierten Rahmen nicht überschreiten.
“Exceptionnellement, lorsque l'administration de la preuve ne peut être assurée autrement, le tribunal statue sans entendre la partie adverse (art. 265 CPC) et prend toutes les mesures en vue de l'administration de cette preuve. Tous les moyens de preuve prévus par les art. 168 ss CPC peuvent être administrés en preuve à futur hors procès, et ce conformément aux règles qui leur sont applicables. Lorsqu'il s'agit d'une expertise, les règles des art. 183 à 188 CPC s'appliquent. En particulier, le tribunal nomme un expert, préside au déroulement des opérations, instruit l'expert et lui soumet les questions soumises à expertise (art. 185 al. 1 CPC). Il donne aux parties l'occasion de s'exprimer sur ces questions et de proposer qu'elles soient modifiées ou complétées (art. 185 al. 2 CPC) et fixe à l'expert un délai pour déposer son rapport (art. 185 al. 3 CPC). Il communique ensuite celui-ci aux parties et leur donne la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert (art. 187 al. 4 CPC; ATF 142 III 40 consid. 3.1.2 et les références citées). Il appartient en premier lieu au requérant qui sollicite la mise en œuvre d’une expertise de soumettre au tribunal les questions à poser à l’expert. L’intimé, qui doit être entendu dans la procédure de preuve à futur selon les art. 158 al. 2 en relation avec les art. 248 let. d et 253 CPC, peut par ses propres questions ou des questions complémentaires apporter son propre point de vue, le tribunal devant toutefois veiller à ce qu’elles ne sortent pas du cadre défini par la requête, qui ne doit pas être élargi par ces questions complémentaires. La décision finale sur la formulation des questions revient de toute manière au tribunal (ATF 140 III 16 consid. 2.2.3 et les références citées). A teneur de l’art. 185 al. 2 CPC, le tribunal donne aux parties l’occasion de s’exprimer sur les questions soumises à expertise et de proposer qu’elles soient modifiées ou complétées. Cette disposition ne donne cependant aucun droit de se déterminer sur les propositions de modification ou de complément de la partie adverse.”
Parteien sollten Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO stellen; das Gericht wird in der Regel erst dann von weitergehenden Mitteln nach Art. 188 Abs. 2 ZPO (z. B. Zurückweisung an die Sachverständige oder Beiziehung einer anderen sachverständigen Person) Gebrauch machen, wenn diese Fragen nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben.
“Genügt ein durch das Gericht angeordnete Gutachten den gesetzlichen Anforderungen nicht, kann das Gericht dieses zur Erläuterung oder Ergänzung an die sachverständige Person zurückweisen oder eine andere sachverständige Person beiziehen (Art. 188 Abs. 2 ZPO), und zwar entweder auf Antrag einer Partei oder - namentlich in klaren Fällen oder im Anwendungsbereich der Untersuchungsmaxime - von Amtes wegen. Das Gericht wird aber von diesen Möglichkeiten nach Art. 188 Abs. 2 ZPO in aller Regel erst dann Gebrauch machen, nachdem allfällige Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen der Parteien gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben (Weibel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., 2016, Art. 188 N 9; BSK ZPO-Dolge, 3. Aufl., 2017, Art. 188 N 9). Das Gericht hat zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit des Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft, hat das Gericht nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (BGE 138 III 193 E. 4.3.1; BGer 4A_48/2019 vom 29. August 2019 E. 5 m.w.H.; Hasenböhler, Das Beweisrecht der ZPO, Bd. 2, 2019, Rz.”
Das Gericht ist nicht verpflichtet, eine sachverständige Person, die ein schriftliches Gutachten eingereicht hat, stets zu hören; eine Anhörung kann unterbleiben, etwa wenn den Parteien Gelegenheit zur Äusserung gegeben wurde und ergänzende fachliche Stellungnahmen vorliegen.
“Elles ne doivent ainsi pas être écartées pour cette raison, à défaut d’être contraires aux rapports initiaux, ce qui n’est pas le cas en l’espèce. S’agissant enfin du degré de la preuve applicable, comme on l’a vu, la jurisprudence a certes retenu que la survenance et la persistance d’une incapacité de travail devaient être démontrées au degré de la certitude, et non de la vraisemblance prépondérante. Cela étant, notre Haute Cour a également précisé qu’un certificat médical était à cet égard suffisant, et de tels certificats ont bien été établis pendant la durée de l’incapacité de travail à laquelle l’expert a conclu. Compte tenu de ce qui précède, la chambre de céans se ralliera aux conclusions du Dr H______, selon lesquelles le demandeur présentait une incapacité de travail totale du 26 août 2020 au 14 avril 2021, puis de 50% du 15 avril au 14 octobre 2021. Les parties ont sollicité l’audition du Dr H______. La procédure civile n’impose toutefois pas que l’expert qui dépose un rapport par écrit soit systématiquement entendu (cf. art. 187 al. 1 CPC). Toutefois, dans la mesure où les parties ont eu l’occasion de se déterminer sur son rapport, et que la défenderesse a produit un avis détaillé de son médecin-conseil qui n’a pas articulé de questions particulières à l’expert, la chambre de céans ne procèdera pas à cette audition, par appréciation anticipée des preuves (ATF 130 II 425 consid. 2.1). 10. Compte tenu de ce qui précède, le demandeur a droit à des indemnités journalières complètes du 1er décembre au 14 avril 2021, puis de 50% du 15 avril au 14 octobre 2021. Il a allégué que les premières s’élevaient à CHF 189.48 et les secondes à ce montant divisé par deux, soit CHF 94.74. La défenderesse ayant effectivement versé des indemnités journalières complètes de CHF 189.48, il n’y a pas lieu de s’écarter de ces chiffres qu’elle ne conteste du reste pas. Le montant de indemnités journalières restant dues s’élève à CHF 42'917.22, soit 135 indemnités journalières à CHF 189.48 du 1er décembre 2020 au 14 avril 2021 et 183 indemnités journalières du 15 avril au 14 octobre 2021.”
Nach Eingang des Gutachtens erhielten die Parteien die Gelegenheit, dem sachverständigen Vertreter Ergänzungsfragen zu stellen.
“3 ZGB für den Entscheid der Vorinstanz über die Entfernung der Stützmauer relevant war und ohne sachverständige Unterstützung nicht einfach zu entscheiden war. Gemäss Vergleich vom 4. Juli 2022 war es Aufgabe des Gerichts, den Parteien einen Fachmann vorzuschlagen, und es sollten für diesen die Ausstandsgründe gemäss ZPO gelten (RG act. IV./18, Ziff. 2), genau wie es die Art. 183 Abs. 1 und 2 ZPO vorsehen. Auftraggeberin der Gutachterin war in casu die Vorinstanz, welche den Vertreter der Gutachterin auch instruierte (Art. 185 Abs. 1 ZPO) und auf seine Wahrheitspflicht (Art. 184 Abs. 1 ZPO) sowie allfällige Straffolgen (Art. 184 Abs. 2 ZPO) aufmerksam machte (RG act. IV./20; RG act. VI./1). Zudem stellte die Vorinstanz der sachverständigen Person die notwendigen Akten zur Verfügung und bestimmte eine Frist für die Erstattung des Gutachtens, wie es Art. 185 Abs. 3 ZPO vorsieht. Weiter erhielten die Parteien nach Eingang des Gutachtens Gelegenheit, dem Vertreter der Gutachterin Ergänzungsfragen zu stellen (Art. 187 Abs. 4 ZPO). Dies alles deutet daraufhin, dass es sich vorliegend beim Gutachten um ein solches gemäss Art. 183 ff. ZPO handelt. Demgegenüber fehlt es im Vergleich vom 4. Juli 2022 an einer Vereinbarung, wonach die Parteien und auch das Gericht an die Feststellungen des Fachmannes über bestimmte streitige Tatsachen gebunden sein sollten. Im Gegenteil wurde im Vergleich festgehalten, dass erst dann, wenn die Parteien sich nach Vorliegen der Zufahrtsvarianten über eine Ausführungsvariante einig sein würden, bestimmte Folgen eintreten sollten (RG act. IV./18, Ziff. 3). Die Parteien bestimmten im Vergleich vom 4. Juli 2022 auch nicht den Fachmann und sein Honorar und legten - ausser den Ausstandsvorschriften - keine Verfahrensvorschriften fest. Das vorliegende Gutachten ist deshalb nicht als Schiedsgutachten i.S.v. Art. 189 ZPO zu werten. Ebenfalls liegt kein Privatgutachten vor. Denn Auftrag und Instruktion erfolgten in casu durch die Vorinstanz, welche den Fachmann auf die Wahrheitspflicht sowie die Straffolgen nach Art.”
Den Parteien ist Gelegenheit zu geben, zur Person des Sachverständigen sowie zu den Fragen an den Sachverständigen und zum Inhalt des Gutachtens Stellung zu nehmen oder ergänzende Fragen zu beantragen.
“Im Zivilprozess wird zwischen drei Formen von Gutachten unterschieden: - Gerichtsgutachten (Art. 183188 ZPO), - Schiedsgutachten (Art. 189 ZPO), - Parteigutachten (Privatgutachten). Gerichtsgutachten sind in Art. 183188 ZPO geregelt. Das Gericht kann auf Antrag oder von Amtes wegen bei einem oder mehreren Sachverständigen ein Gutachten einholen (Art. 183 Abs. 1 ZPO). Für Sachverständige gelten die gleichen Ausstandsregeln wie für Gerichtspersonen (Art. 183 Abs. 2 ZPO). Sie sind zur Wahrheit verpflichtet und werden vom Gericht auf die Strafbarkeit eines falschen Gutachtens hingewiesen (Art. 184 ZPO). Den Parteien ist das rechtliche Gehör zu gewähren, so zur Person des Sachverständigen, zu den Fragen an den Sachverständigen und zum Inhalt des Gutachtens (vgl. Art. 183 Abs. 1, Art. 185 Abs. 2, Art. 187 Abs. 4 ZPO). Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung gilt auch dann, wenn es um die Würdigung eines Gerichtsgutachtens geht. Das Gericht ist an das Ergebnis des Gerichtsgutachtens somit grundsätzlich nicht gebunden; in Fachfragen darf das Gericht aber nicht ohne triftige Gründe vom Gerichtsgutachten abweichen (BGE 132 II 257 E. 4.4.1; BGer 4A_286/2011 vom 30. August 2011 E. 4). Schiedsgutachten werden in Art. 189 ZPO normiert. Die Parteien können vereinbaren, über streitige Tatsachen ein Schiedsgutachten einzuholen (Art. 189 Abs. 1 ZPO). Die Vereinbarung muss schriftlich oder in einer anderen Form erfolgen, die den Nachweis durch Text ermöglicht (Art. 189 Abs. 2 ZPO). Das Schiedsgutachten bindet das Gericht hinsichtlich der darin festgestellten Tatsachen, wenn die Parteien über das Rechtsverhältnis frei verfügen können, gegen die beauftragte Person kein Ausstandsgrund vorlag und das Schiedsgutachten ohne Bevorzugung einer Partei erstellt wurde und nicht offensichtlich unrichtig ist (Art. 189 Abs.”
Nach Ablage des Gutachtens können die Parteien vom Sachverständigen Erläuterungen zum Gutachten verlangen oder ergänzende Fragen stellen.
“Il ne lui suffit pas d'alléguer avoir besoin d'éclaircir des circonstances de fait; il doit rendre vraisemblable l'existence d'une prétention matérielle concrète contre sa partie adverse, laquelle nécessite l'administration de la preuve à futur (ATF 142 III 40 consid. 3.1.1 p. 43 s.; 140 III 16 consid. 2.2.2; 138 III 76 consid. 2.4.2 p. 81). Tous les moyens de preuve prévus par les art. 168 ss CPC peuvent être administrés en preuve à futur hors procès, et ce conformément aux règles qui leur sont applicables. Lorsqu'il s'agit d'une expertise, les règles des art. 183 à 188 CPC s'appliquent. En particulier, le tribunal nomme un expert, préside au déroulement des opérations, instruit l'expert et lui soumet les questions soumises à expertise (art. 185 al. 1 CPC). Il donne aux parties l'occasion de s'exprimer sur ces questions et de proposer qu'elles soient modifiées ou complétées (art. 185 al. 2 CPC) et fixe à l'expert un délai pour déposer son rapport (art. 185 al. 3 CPC). Il communique ensuite celui-ci aux parties et leur offre la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert (art. 187 al. 4 CPC) (ATF 142 III 40 consid. 3.1.2 p. 44). La procédure de preuve à futur n'a pas pour objet d'obtenir qu'il soit statué matériellement sur les droits ou obligations des parties, mais seulement de faire constater ou apprécier un certain état de fait. Une fois les opérations d'administration de la preuve terminées, le juge clôt la procédure et statue sur les frais et dépens (ATF 142 III 40 consid. 3.1.3 p. 44; arrêt 4A_606/2018, précité, consid. 3.1).”
Bei Art. 187 Abs. 4 ZPO begründen schlichte Ergänzungsfragen der Gegenpartei grundsätzlich keine zusätzliche Kostenpflicht derselben. In der Regel trägt diejenige Partei die Kosten, die die Beweisführung beantragt hat. Nur soweit die Gegenfragen tatsächlich zu einer Ausdehnung des Gegenstands der Beweisführung führen, können der Gegenseite die dadurch entstehenden Mehrkosten auferlegt werden.
“A cela s’ajoute que la répartition des frais en matière de preuve à futur trouve son application dans la décision finale qui arrête les frais et que c’est à cette occasion que le sort des avances est réglé. L’exigence de motivation est ainsi peu élevée, s’agissant d’une décision provisoire. Le grief ne peut dès lors qu’être rejeté. 4. 4.1 La recourante fait ensuite valoir que les questions posées dans son courrier du 22 avril 2024 n’excéderaient pas le cadre de celles posées par les requérants à la preuve à futur. 4.2 La preuve à futur est régie par l'art. 158 CPC. A teneur de cette disposition, le tribunal administre les preuves en tout temps, soit lorsque la loi confère le droit d'en faire la demande (al. 1 let. a) ou lorsque la mise en danger des preuves ou un intérêt digne de protection est rendu vraisemblable par le requérant (al. 1 let. b). Les frais d'administration des preuves sont avancés par la partie qui les requiert (art. 102 al. 1 CPC). Une fois le rapport d'expertise déposé, le tribunal donne aux parties l'occasion de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (art. 187 al. 4 CPC). Il peut en outre, à la demande d'une partie ou d'office, faire compléter ou expliquer un rapport lacunaire, peu clair ou insuffisamment motivé, ou faire appel à un autre expert (art. 188 al. 2 CPC). L'expert a droit à une rémunération et la décision y relative peut faire l'objet d'un recours (art. 184 al. 3 CPC). S'agissant de la charge des frais, il n'y a en principe pas de partie qui succombe dans la procédure autonome de preuve à futur et c'est à la partie requérante d'en supporter les frais, sous réserve d'une autre répartition dans le procès principal. Ce n'est que lorsque la partie intimée étend la preuve à futur à d'autres faits et/ou moyens de preuve qu'elle doit supporter les frais qui en découlent. De simples questions complémentaires de l'intimé, qui font partie de la preuve exigée par le requérant, ne justifient pas que des frais soient mis à la charge de l'intimé (ATF 139 III 33 consid. 4). Une partie des frais ne peut ainsi pas être mise à la charge de l’intimé à la preuve à futur, alors même que celui-ci a posé des contre-questions, tant qu'elles ne constituent pas en une extension de l'objet de la preuve à futur, extension qui doit en général être refusée par le juge.”
“A cela s’ajoute que la répartition des frais en matière de preuve à futur trouve son application dans la décision finale qui arrête les frais et que c’est à cette occasion que le sort des avances est réglé. L’exigence de motivation est ainsi peu élevée, s’agissant d’une décision provisoire. Le grief ne peut dès lors qu’être rejeté. 4. 4.1 La recourante fait ensuite valoir que les questions posées dans son courrier du 22 avril 2024 n’excéderaient pas le cadre de celles posées par les requérants à la preuve à futur. 4.2 La preuve à futur est régie par l'art. 158 CPC. A teneur de cette disposition, le tribunal administre les preuves en tout temps, soit lorsque la loi confère le droit d'en faire la demande (al. 1 let. a) ou lorsque la mise en danger des preuves ou un intérêt digne de protection est rendu vraisemblable par le requérant (al. 1 let. b). Les frais d'administration des preuves sont avancés par la partie qui les requiert (art. 102 al. 1 CPC). Une fois le rapport d'expertise déposé, le tribunal donne aux parties l'occasion de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (art. 187 al. 4 CPC). Il peut en outre, à la demande d'une partie ou d'office, faire compléter ou expliquer un rapport lacunaire, peu clair ou insuffisamment motivé, ou faire appel à un autre expert (art. 188 al. 2 CPC). L'expert a droit à une rémunération et la décision y relative peut faire l'objet d'un recours (art. 184 al. 3 CPC). S'agissant de la charge des frais, il n'y a en principe pas de partie qui succombe dans la procédure autonome de preuve à futur et c'est à la partie requérante d'en supporter les frais, sous réserve d'une autre répartition dans le procès principal. Ce n'est que lorsque la partie intimée étend la preuve à futur à d'autres faits et/ou moyens de preuve qu'elle doit supporter les frais qui en découlent. De simples questions complémentaires de l'intimé, qui font partie de la preuve exigée par le requérant, ne justifient pas que des frais soient mis à la charge de l'intimé (ATF 139 III 33 consid. 4). Une partie des frais ne peut ainsi pas être mise à la charge de l’intimé à la preuve à futur, alors même que celui-ci a posé des contre-questions, tant qu'elles ne constituent pas en une extension de l'objet de la preuve à futur, extension qui doit en général être refusée par le juge.”
Die Parteien haben Anträge auf Erläuterung oder Ergänzung des Gutachtens zu stellen; diese Anträge sind konkret zu fassen und kurz zu begründen. Das Gericht entscheidet über die gestellten Anträge und bestimmt, welche Erläuterungs‑ bzw. Ergänzungsfragen der sachverständigen Person gestellt werden.
“Gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO steht den Parteien in Zusammenhang mit der Erstellung eines Gutachtens das Recht zu, eine Erläuterung oder Ergänzung die- ses Gutachtens zu beantragen. Die Parteien haben konkrete Fragen zu stellen, da es nicht Aufgabe des Gerichts ist, aus aufgeworfenen Problemkreisen und kriti- schen Bemerkungen selbst geeignete Fragen herauszuarbeiten. Die Anträge sind kurz zu begründen. Über die von den Parteien gestellten Anträge entscheidet das Gericht und bestimmt, welche Erläuterungs- bzw. Ergänzungsfragen der sachver- ständigen Person gestellt werden (Annette Dolge, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 ff. zu Art. 187 ZPO, m.w.H.).”
Nach Art. 187 Abs. 4 ZPO müssen die Parteien Erläuterungs- und Ergänzungsfragen beantragen; das Gericht entscheidet, welche Fragen zugelassen werden.
“Die Erstinstanz habe die Begründung der Mangelhaftigkeit genügend ausgeführt und ihr Entscheid hierzu sei zu bestätigen. Werde das Gutachten in seinen prozess-historischen Kontext gestellt, um erwägen zu können, ob hier Ergänzungen oder Erläuterungen eine Klärung gebracht hätten, so sei zu berücksichtigen, dass der Gutachter nach über vier Jahren Arbeit im November 2018 einen unbrauchbaren und unvollständigen Gutachtenentwurf eingegeben habe. Danach habe er von der Erstinstanz mit Verfügung vom 7. Februar 2019 die Möglichkeit erhalten, nicht nur die fehlenden (Kern-) Teile des Gutachtens zu erstellen, sondern das Gutachten vollkommen zu überarbeiten. Demnach sei die Erstinstanz damals von Amtes wegen zum Schluss gekommen, dass das eingereichte Gutachten erläuterungs- und ergänzungsbedürftig gewesen sei. Der Gutachter habe damals schon die Möglichkeit erhalten, das Gutachten zu erläutern und zu ergänzen. Ganz offensichtlich habe die bereits damals angeordnete Ergänzungs- und Erläuterungsübung keine Klärung gebracht und kein brauchbares Gutachten hervorgebracht. Aus Art. 187 Abs. 4 ZPO gehe zudem klar hervor, dass die Parteien ihre Erläuterungs- und Ergänzungsfragen beantragen müssten. Das Gericht entscheide jeweils darüber, welche Ergänzungs- bzw. Erläuterungsfragen zuzulassen seien und welche nicht. Dadurch soll unter anderem eine übermässige Verfahrensverzögerung sowie - wie im vorliegenden Fall - ein allfälliges Bestreben der Parteien, prozessuale Versäumnisse wettzumachen, verhindert werden. Nach Ansicht der Beklagten sei offensichtlich, dass die Erstinstanz in Anbetracht der Prozessgeschichte das Verfahren nicht mit Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen habe verzögern können und sie habe wohl weitere (unnötige) Kosten verhindern wollen. Die Stellung von Ergänzungs- und Erläuterungsfragen habe das Risiko beinhaltet, dass die Kosten und Dauer weiter aus dem Ruder laufen würden. Im Übrigen habe die Erstinstanz erwarten können, dass viele Sachverhaltsfragen, die vom Gutachter nicht geklärt worden seien, in der Partei-/Zeugenbefragung geklärt würden (Rz. 264 bis 267 Urteil).”
Die Parteien haben konkrete Fragen zu stellen und diese kurz zu begründen. Das Gericht entscheidet über die gestellten Anträge und bestimmt, welche Erläuterungs- bzw. Ergänzungsfragen der sachverständigen Person gestellt werden.
“Gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO steht den Parteien in Zusammenhang mit der Erstellung eines Gutachtens das Recht zu, eine Erläuterung oder Ergänzung die- ses Gutachtens zu beantragen. Die Parteien haben konkrete Fragen zu stellen, da es nicht Aufgabe des Gerichts ist, aus aufgeworfenen Problemkreisen und kriti- schen Bemerkungen selbst geeignete Fragen herauszuarbeiten. Die Anträge sind kurz zu begründen. Über die von den Parteien gestellten Anträge entscheidet das Gericht und bestimmt, welche Erläuterungs- bzw. Ergänzungsfragen der sachver- ständigen Person gestellt werden (Annette Dolge, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 ff. zu Art. 187 ZPO, m.w.H.).”
Partien können im Rahmen von Art. 187 Abs. 4 ZPO eine Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen beantragen. Das Gericht bestimmt den Gegenstand des Gutachtens und den für die Erstellung notwendigen Aktenumfang; Mängel in Instruktion oder in vorläufigen Sachverhaltsdarstellungen können die Parteien in den vorgesehenen Verfahrensstadien (unter anderem in der Äusserung zum Gutachten) rügen. Ein Anschein der Voreingenommenheit liegt nach der dargestellten Rechtsprechung nur in Ausnahmefällen vor, namentlich bei krassen oder wiederholt einseitigen Irrtümern, die einer schweren Amtspflichtverletzung gleichkommen, oder bei Äusserungen, die objektiv den Eindruck erwecken, das Gericht sei nicht mehr offen für eine andere Bewertung.
“Vielmehr greifen die Aufgaben des Gerichts und diejenigen der sachverständigen Person ineinander, wobei der Ge- genstand des Gutachtens im Rahmen der Auftragserteilung (vgl. Art. 185 ZPO) durch das Gericht definiert wird. Das Gericht hat der sachverständigen Person da- bei den Sachverhalt so weit wie möglich vorzugeben oder ihr den Auftrag zu ertei- len, ihre Antwort (im Sinn von Arbeitshypothesen) in Varianten zu gliedern (Weibel in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3.A., Art. 185 N 4; vgl. auch BK ZPO-Rüetschi, Art. 185 N 2) und den für die Erstattung des Gutachtens notwendigen Umfang der Akten zu bestimmen (BK ZPO-Rüetschi, Art. 185 N 12). Verfahrens- oder Einschätzungsfehler, die in diesem Zusammenhang passieren bzw. unangemessene, falsche, ungenaue oder unvollständige Feststellungen zum Sachverhalt können von den Parteien im Rahmen ihrer Äusserung zur Expertenin- struktion (Art. 185 Abs. 2 ZPO), ihrer Stellungnahme zum Gutachten (Art. 187 Abs. 4 ZPO) und im Schlussvortrag (Art. 232 Abs. 1 ZPO) thematisiert und schliess- lich im Rechtsmittelverfahren betreffend den Endentscheid geltend gemacht wer- den. Den Anschein der Voreingenommenheit begründen sie nach dem Erwogenen - 8 - hingegen nur im Ausnahmefall bei krasser oder wiederholt einseitig zulasten einer Partei gerichteter Irrtümer, die einer schweren Amtspflichtverletzung gleichkom- men, oder wenn Äusserungen zum Sachverhalt objektiv den Eindruck erwecken, dass das Gericht oder eines seiner Mitglieder sich bereits in einer Art und Weise festgelegt hat, dass Zweifel daran bestehen, dass es einer anderen Bewertung der Sach- und Rechtslage noch zugänglich wäre. Allein der (allfällige) Umstand, dass Sachverhaltszusammenfassungen nicht strikt neutral erfolgen und die vorläufige Bewertung von Aussagen und anderen Beweismitteln inhaltlich diskutabel oder falsch ist (vgl. Urk. 9 Rz. 47 ff.) bzw. nicht so erfolgt, dass an den relevanten Stellen anstelle einer vorläufigen Einschätzung darauf hingewiesen wird, dass gewisse Elemente umstritten sind und aus welchem Grund und/oder dass gewisse Ele- mente unklar sind und es Anzeichen für die eine oder andere Sichtweise gibt (Urk.”
Fremdgutachten können als Beweismittel im Zivilprozess berücksichtigt werden, wenn den Parteien Gelegenheit gegeben wird, sich zum Inhalt des Gutachtens zu äussern, nachträglich zur Person des Gutachters Stellung zu nehmen und Ergänzungsfragen zu stellen. Unter diesen Voraussetzungen sind Fremdgutachten beweistauglich; ihre Beweiskraft bestimmt sich nach der freien Beweiswürdigung. Hält eine kritische Würdigung die Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht stand, kann ein neues Gutachten angeordnet werden.
“Das im IV-Verfahren in Auftrag gegebene Gutachten hätte damit das zen- trale Beweismittel der Berufungsklägerin zum Beweis ihrer fehlenden Arbeitsfä- higkeit sein sollen. Tatsächlich ist es möglich, Gutachten, die von anderen Behör- den eingeholt werden, als Beweismittel im Zivilprozess heranzuziehen. Solche Fremdgutachten können als Gutachten im Sinne von Art. 183 ff. ZPO berücksich- tigt werden, wenn den Parteien Gelegenheit gegeben wird, sich zum Inhalt des Fremdgutachtens (Art. 187 Abs. 4 ZPO) und nachträglich zur Person des Gutach- ters (Art. 183 Abs. 2 ZPO) zu äussern sowie Ergänzungsfragen zu stellen. Unter diesen Voraussetzungen sind Fremdgutachten ebenso beweistauglich wie die vom Zivilgericht selbst eingeholten Gutachten, wobei sich ihre Beweiskraft nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) richtet und ein neues - 22 - Gutachten anzuordnen ist, wenn die Feststellungen und Schlussfolgerungen einer kritischen Würdigung nicht standhalten (BGE 140 III 24 E. 3.3.1.3).”
Die Parteien müssen die Möglichkeit haben, sich zu einem von anderer Stelle erstellten Gutachten zu äussern und eine Erläuterung des Gutachtens zu beantragen oder Ergänzungsfragen vorzuschlagen.
“Il ne saurait, sans motifs déterminants, substituer son appréciation à celle de l'expert, sous peine de verser dans l'arbitraire (TF 5A_465/2016 du 19 janvier 2017 consid. 5.2.2. et les références citées ; TF 4A_612/2015 du 9 mai 2016 consid. 3.3 ; TF 4A_483/2014 du 25 novembre 2014 consid. 6.1). Le tribunal ne doit en particulier pas placer ses connaissances au-dessus de celles de l’expert. Il doit en général se limiter à l’examen de questions formelles et admettre qu’au reste, il appartient aux parties, qui ont le devoir de collaborer, de remettre en cause le fondement de l’expertise (TF 4A_202/2014 du 18 février 2015 consid. 4.1 ; TF 4C.363/2000 du 3 avril 2001 consid. 3b). Une expertise judiciaire ordonnée et établie dans le cadre d’une autre procédure (expertise dite « extérieure ») peut être produite à titre d’expertise judiciaire ; l’aptitude à la preuve de telles expertises «étrangères» au procès principal n’empêche pas que le droit d’être entendues des parties à celui-ci doive pouvoir être exercé, si bien que celles-ci doivent avoir la possibilité de se déterminer sur le contenu de l’expertise effectuée (art. 187 al. 4 CPC), de se prononcer rétrospectivement sur la personne de l’expert (art. 183 al. 2 CPC) ou de proposer des questions complémentaires (art. 185 al. 2 CPC) (ATF 140 III 24 consid. 3.3.1.3 et les références citées, JdT 2016 II 308 ; TF 4A_9/2018 du 31 octobre 2018 consid. 5.2.1). 3.1.3 En l’espèce, pour retenir que l’appelant avait accepté le contrat « e‑forex », l’autorité précédente s’est fondée sur des pièces produite par l’intimée, soit le « processus d’ouverture de compte [...] » (pièce n° 15, consistant en une série de captures d’écran) et la « brochure d’information [...]» (pièce n° 12), ainsi que sur l’interrogatoire de A.________, vice-directeur de l’intimée. Les premiers juges ont relevé que si ces différents moyens de preuve n’avaient certes, à eux seuls, qu’une faible force probante, ils étaient toutefois corroborés par le contenu du rapport d’expertise établi le 13 juillet 2018 par W.________ et E.________. La violation de l’art. 8 CC invoquée par l’appelant est sans pertinence.”
Den Parteien wurde nach Eingang des Gutachtens Gelegenheit eingeräumt, dem Vertreter der Gutachterin Ergänzungsfragen zu stellen.
“3 ZGB für den Entscheid der Vorinstanz über die Entfernung der Stützmauer relevant war und ohne sachverständige Unterstützung nicht einfach zu entscheiden war. Gemäss Vergleich vom 4. Juli 2022 war es Aufgabe des Gerichts, den Parteien einen Fachmann vorzuschlagen, und es sollten für diesen die Ausstandsgründe gemäss ZPO gelten (RG act. IV./18, Ziff. 2), genau wie es die Art. 183 Abs. 1 und 2 ZPO vorsehen. Auftraggeberin der Gutachterin war in casu die Vorinstanz, welche den Vertreter der Gutachterin auch instruierte (Art. 185 Abs. 1 ZPO) und auf seine Wahrheitspflicht (Art. 184 Abs. 1 ZPO) sowie allfällige Straffolgen (Art. 184 Abs. 2 ZPO) aufmerksam machte (RG act. IV./20; RG act. VI./1). Zudem stellte die Vorinstanz der sachverständigen Person die notwendigen Akten zur Verfügung und bestimmte eine Frist für die Erstattung des Gutachtens, wie es Art. 185 Abs. 3 ZPO vorsieht. Weiter erhielten die Parteien nach Eingang des Gutachtens Gelegenheit, dem Vertreter der Gutachterin Ergänzungsfragen zu stellen (Art. 187 Abs. 4 ZPO). Dies alles deutet daraufhin, dass es sich vorliegend beim Gutachten um ein solches gemäss Art. 183 ff. ZPO handelt. Demgegenüber fehlt es im Vergleich vom 4. Juli 2022 an einer Vereinbarung, wonach die Parteien und auch das Gericht an die Feststellungen des Fachmannes über bestimmte streitige Tatsachen gebunden sein sollten. Im Gegenteil wurde im Vergleich festgehalten, dass erst dann, wenn die Parteien sich nach Vorliegen der Zufahrtsvarianten über eine Ausführungsvariante einig sein würden, bestimmte Folgen eintreten sollten (RG act. IV./18, Ziff. 3). Die Parteien bestimmten im Vergleich vom 4. Juli 2022 auch nicht den Fachmann und sein Honorar und legten - ausser den Ausstandsvorschriften - keine Verfahrensvorschriften fest. Das vorliegende Gutachten ist deshalb nicht als Schiedsgutachten i.S.v. Art. 189 ZPO zu werten. Ebenfalls liegt kein Privatgutachten vor. Denn Auftrag und Instruktion erfolgten in casu durch die Vorinstanz, welche den Fachmann auf die Wahrheitspflicht sowie die Straffolgen nach Art.”
Beiden Parteien wird Gelegenheit gegeben, eine Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen zu beantragen. Diese Verfahrensmöglichkeit trägt – zusammen mit den in der Quelle erwähnten weiteren Gewährleistungen gerichtlicher Gutachten – zur erhöhten Beweiskraft gerichtlich eingeholter Gutachten bei.
“Aus den Gesetzesmaterialien ergibt sich, dass der Vorentwurf zur ZPO neben dem gerichtlich bestellten Gutachten explizit auch das Privatgutachten als Beweismittel vorsah (Art. 182 VE ZPO). Unter Privatgutachten wird ein Gutachten verstanden, das eine Partei selber in Auftrag gegeben hat. Aufgrund der Kritik in der Vernehmlassung wurde das Privatgutachten in der Folge nicht als Beweismittel in das Gesetz aufgenommen. Privatgutachten sind daher - anders als vom Gericht eingeholte Gutachten - kein Beweismittel, sondern Parteibehauptungen (BGE 141 III 433 E. 2.6; 140 III 16 E. 2.5 m.w.H.; Botschaft zur ZPO, BBl 2006, 7325; BSK ZPO-Hafner, 3. Aufl., 2017, Art. 168 N 4). Der Beweiswert eines gerichtlichen Gutachtens nach Art. 183 ff. ZPO ist ungleich höher, da es unter Strafandrohung von Art. 307 StGB für ein wissentlich falsch erstelltes Gutachten steht (Art. 184 Abs. 1 und 2 ZPO) und beiden Parteien im Verfahren Gelegenheit geboten wird, eine Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen zu beantragen (Art. 187 Abs. 4 ZPO). Das Bundesgericht hat seine oben erwähnte Rechtsprechung zum Unterschied zwischen Gutachten im Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. d und Art. 183 ff. ZPO und Parteigutachten in späteren Entscheiden mehrfach explizit bestätigt (vgl. u.a. BGer 4A_247/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 4.1 m.w.H.). Diese Rechtsprechung, welche von einem Teil der Lehre kritisiert wird, war Gegenstand der laufenden ZPO-Revision (Botschaft zur Änderung der ZPO, BBl 2020, 2751 f.; BGer 4A_247/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 5.1). Mit Inkrafttreten der ZPO-Revision am 1. Januar 2025 werden Privatgutachten neu als Urkunden eingeordnet (Art. 177 E-ZPO; Honegger-Müntener/Rufibach/Schumann, Die Revision der ZPO, in: AJP 10/2023, 1191 f.). Gleichwohl ist der vorliegende Fall anhand der heute geltenden Rechtsprechung gemäss BGE 141 III 433 zu beurteilen. Wird demgemäss eine Parteibehauptung von der Gegenpartei substantiiert bestritten, so vermögen Parteigutachten als reine Parteibehauptung diese allein nicht zu beweisen. Immerhin vermögen Parteigutachten allenfalls zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis zu erbringen.”
Parteien können Stellung nehmen und konkret formulierte Ergänzungsfragen beantragen, die dem Gutachter zur Beantwortung und zur Verbesserung des Gutachtens unterbreitet werden. Der Gutachter soll dadurch spezifische Fragen klären und das Gutachten ergänzen; nicht hingegen die Schlüssigkeit des Gutachtens insgesamt beurteilen.
“Im Hinblick auf diese Rüge ist zunächst festzuhalten, dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid zwar ausführt, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin über ein besonderes Fachwissen verfüge und deshalb in der Lage sei, sich differenzier- ter als andere Parteien oder das Gericht mit einem medizinischen Gutachten aus- einanderzusetzen. Die Vorinstanz drückt jedoch in keiner Weise aus, dass dem Ehemann deshalb vom Beschwerdegegner die Würdigung des (finalen) Gutach- tens überlassen worden sei oder werden solle. Ebenso wenig lässt sich dem Ent- scheid der Vorinstanz entnehmen, dass diese es als Aufgabe des Gutachters er- achte, die Schlüssigkeit seines eigenen Gutachtens zu beurteilen. Vielmehr betont die Vorinstanz die Zweckmässigkeit des Vorgehens des Beschwerdegegners, mit welchem dieser die für ihn nicht unmittelbar von der Hand zu weisenden Fragen des Ehemannes dem Gutachter zur gutachterlichen Klärung unterbreitet habe. Die Vorinstanz qualifiziert dieses Vorgehen jedoch klarer- und richtigerweise als Ge- währen des rechtlichen Gehörs durch den Beschwerdegegner an die Verfahrens- parteien, welche so zum Gutachten Stellung nehmen und Ergänzungsfragen stel- len konnten (vgl. Art. 187 Abs. 4 ZPO). Dem Gutachter wiederum wurden die ge- stellten Fragen zwecks Beantwortung im Sinne einer Gutachtensverbesserung zugestellt (vgl. Art. 188 Abs. 2 ZPO). Dabei wurde der Gutachter nicht aufgefor- dert, über die Schlüssigkeit seines Gutachtens zu befinden, sondern er wurde an- gehalten, dieses zu ergänzen, und zwar namentlich durch Aufklärung spezifischer Fragen und behaupteter Widersprüche.”
Das Gericht kann das schriftliche Gutachten zur mündlichen Erläuterung vorladen; bei lückenhaften, unklaren oder unzureichend begründeten Gutachten kann es dessen Ergänzung oder die Hinzuziehung eines weiteren Sachverständigen anordnen. Dem Sachverständigen dürfen lediglich Tatsachen- bzw. Sachfragen, nicht Rechtsfragen, zur Beurteilung vorgelegt werden.
“2b, JdT 1989 I 84; arrêt du Tribunal fédéral 5A_304/2014 du 13 octobre 2014 consid. 3.3 ss). 4.1.3 Parmi les moyens de preuve se trouve l'expertise (art. 168 al. 1 let. d CPC). Le tribunal peut, à la demande d'une partie ou d'office, demander une expertise à un ou plusieurs experts (art. 183 al. 1 CPC). L'expert est exhorté à répondre conformément à la vérité; il doit déposer son rapport dans le délai prescrit (art. 184 al. 1 CPC). Le tribunal instruit l'expert et lui soumet, par écrit ou de vive voix à l'audience, les questions soumises à expertise (art. 185 al. 1 CPC). Le tribunal tient à la disposition de l'expert les actes dont celui-ci a besoin et lui fixe un délai pour déposer son rapport (art. 185 al. 3 CPC). L'expert peut, avec l'autorisation du tribunal, procéder personnellement à des investigations. Il en expose les résultats dans son rapport (art. 186 al. 1 CPC). Le tribunal peut ordonner que le rapport de l'expert soit déposé par écrit ou présenté oralement. L'expert peut en outre être cité à l'audience pour commenter son rapport écrit (art. 187 al. 1 CPC). Le tribunal peut, à la demande d'une partie ou d'office, faire compléter ou expliquer un rapport lacunaire, peu clair ou insuffisamment motivé, ou faire appel à un autre expert (art. 188 al. 2 CPC). 4.1.3.1 On ne peut soumettre à un expert que des questions de fait, non des questions de droit, dont la réponse incombe impérativement au juge, qui ne peut pas déléguer cet examen à un tiers. Il s'ensuit que celui-ci ne saurait se fonder sur l'opinion exprimée par un expert lorsqu'elle répond à une question de droit (ATF 132 II 257 consid. 4.4.1; 130 I 337 consid. 5.4.1 in JdT 2005 I 95; arrêts du Tribunal fédéral 5A_795/2013 du 27 février 2014 consid. 5.1.2; 5A_911/2012 du 14 février 2013 consid. 6.4.2). L'expertise forme un tout; les réponses au questionnaire précis doivent être interprétées à la lumière des explications circonstanciées précédant cette rubrique, et des précisions apportées dans un éventuel rapport complémentaire (arrêt du Tribunal fédéral 4A_276/2014, 4A_282/2014 du 25 février 2015 consid.”
“La recevabilité des recours en ce qu'il vise l'ordonnance de preuve en tant que telle sera examinée en premier. 2.1 Il convient en premier lieu de rappeler les principes relatifs aux moyens de preuves que sont le témoignage, d'une part, l'expertise, d'autre part. 2.1.1 L'art. 168 al. 1 CPC prévoit, sous la section Admissibilité, les moyens de preuves, qui sont notamment le témoignage (let. a) et l'expertise (let. d). Un témoin se définit comme une personne qui n'est pas une partie et qui peut témoigner sur des faits dont elle a eu une perception directe (cf. art. 169 CPC). Lorsqu'un témoin possède des connaissances spéciales, le tribunal peut également l'interroger aux fins d'apprécier les faits de la cause ("témoignage-expertise"; art. 175 CPC). L'expertise est régie aux art. 183 ss CPC. En particulier, le Tribunal donne aux parties l'occasion de s'exprimer sur les questions soumises à expertise et de proposer qu'elles soient modifiées ou complétées (cf. art. 185 al. 2 CPC). L'expert rend un rapport écrit ou le présente oralement (cf. art. 187 al. 1 CPC). Selon le Message relatif au code de procédure civile suisse, les témoins ne sont en principe interrogés que sur les faits, dont l'appréciation appartient au tribunal. Le témoin-expert peut toutefois, en raison de ses connaissances particulières, émettre des appréciations techniques tenant lieu de première expertise et de premières conclusions (FF 2006 6841, p. 6930). Le témoignage-expertise est un moyen de preuve hybride, à cheval entre le témoignage et l'expertise. L'intéressé possède une perception personnelle des faits et des connaissances techniques spéciales qui lui permettent d'émettre un avis sur des questions qui, par leur complexité, ne peuvent pas être résolues par l'expérience générale de la vie (Schweizer, Commentaire Romand - CPC, 2ème éd. 2019, n. 1 ad art. 175 CPC; Schmid / Baumgartner, KurzKommentar - ZPO, 3ème éd. 2021, n. 1 ad art. 175 CPC; Rüetschi, Berner Kommentar - ZPO, 2012, n. 1 ad art. 175 CPC; Reinert, Schweizerische Zivilprozessordnung - Baker & McKenzie, 2010, n.”
Nach Zustellung des Gutachtens können die Parteien beim Gericht die Erläuterung des Gutachtens oder die Anordnung von Ergänzungsfragen beantragen, um das Gutachten zu präzisieren.
“Cet intérêt doit en principe uniquement être nié lorsqu'il fait manifestement défaut, ce qui peut notamment être le cas lorsque le moyen de preuve n'est clairement pas approprié (arrêt du Tribunal fédéral 5A_832/2012 du 25 janvier 2013 consid. 7.1). Tous les moyens de preuve prévus par les art. 168 ss CPC peuvent être administrés en preuve à futur hors procès, et ce conformément aux règles qui leur sont applicables. Lorsqu'il s'agit d'une expertise, les règles des art. 183 à 188 CPC s'appliquent. En particulier, le tribunal nomme un expert, préside au déroulement des opérations, instruit l'expert et lui soumet les questions soumises à expertise (art. 185 al. 1 CPC). Il donne aux parties l'occasion de s'exprimer sur ces questions et de proposer qu'elles soient modifiées ou complétées (art. 185 al. 2 CPC) et fixe à l'expert un délai pour déposer son rapport (art. 185 al. 3 CPC). Il communique ensuite celui-ci aux parties et leur offre la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert (art. 187 al. 4 CPC) (ATF 142 III 40 consid. 3.1.2; arrêt du Tribunal fédéral 4D_57/2020 du 24 février 2021 consid. 3.1). 2.2 En droit des assurances sociales, sans remettre en cause le principe de la libre appréciation des preuves, le Tribunal fédéral des assurances a posé des lignes directrices en ce qui concerne la manière d'apprécier certains types d'expertises ou de rapports médicaux (ATF 125 V 351 consid. 3b). Le juge peut accorder pleine valeur probante aux rapports et expertises établis par les médecins d'un assureur social aussi longtemps que ceux-ci aboutissent à des résultats convaincants, que leurs conclusions sont sérieusement motivées, que ces avis ne contiennent pas de contradictions et qu'aucun indice concret ne permet de mettre en cause leur bien-fondé. Le simple fait que le médecin consulté est lié à l'assureur par un rapport de travail ne permet pas encore de douter de l'objectivité de son appréciation ni de soupçonner une prévention à l'égard de l'assuré. Ce n'est qu'en présence de circonstances particulières que les doutes au sujet de l'impartialité d'une appréciation peuvent être considérés comme objectivement fondés.”
Die Parteien konnten zum Gutachten Stellung nehmen und Ergänzungsfragen an den Gutachter stellen. Der Gutachter wurde zur Ergänzung des Gutachtens aufgefordert; er sollte nicht über die Schlüssigkeit des Gutachtens entscheiden.
“Im Hinblick auf diese Rüge ist zunächst festzuhalten, dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid zwar ausführt, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin über ein besonderes Fachwissen verfüge und deshalb in der Lage sei, sich differenzier- ter als andere Parteien oder das Gericht mit einem medizinischen Gutachten aus- einanderzusetzen. Die Vorinstanz drückt jedoch in keiner Weise aus, dass dem Ehemann deshalb vom Beschwerdegegner die Würdigung des (finalen) Gutach- tens überlassen worden sei oder werden solle. Ebenso wenig lässt sich dem Ent- scheid der Vorinstanz entnehmen, dass diese es als Aufgabe des Gutachters er- achte, die Schlüssigkeit seines eigenen Gutachtens zu beurteilen. Vielmehr betont die Vorinstanz die Zweckmässigkeit des Vorgehens des Beschwerdegegners, mit welchem dieser die für ihn nicht unmittelbar von der Hand zu weisenden Fragen des Ehemannes dem Gutachter zur gutachterlichen Klärung unterbreitet habe. Die Vorinstanz qualifiziert dieses Vorgehen jedoch klarer- und richtigerweise als Ge- währen des rechtlichen Gehörs durch den Beschwerdegegner an die Verfahrens- parteien, welche so zum Gutachten Stellung nehmen und Ergänzungsfragen stel- len konnten (vgl. Art. 187 Abs. 4 ZPO). Dem Gutachter wiederum wurden die ge- stellten Fragen zwecks Beantwortung im Sinne einer Gutachtensverbesserung zugestellt (vgl. Art. 188 Abs. 2 ZPO). Dabei wurde der Gutachter nicht aufgefor- dert, über die Schlüssigkeit seines Gutachtens zu befinden, sondern er wurde an- gehalten, dieses zu ergänzen, und zwar namentlich durch Aufklärung spezifischer Fragen und behaupteter Widersprüche.”
Die Möglichkeit, dem Sachverständigen Erläuterungen oder Ergänzungsfragen zu stellen, darf nicht dazu dienen, die materiellen Regeln über die Zulässigkeit von Noven in der ersten Instanz zu umgehen. Die Rechtsprechung verneint eine Umgehung von Art. 229 ZPO durch Anführen neuer Beweismittel allein im Rahmen von Erklärungen oder Ergänzungsfragen nach Art. 187 Abs. 4 ZPO.
“A cet égard, l'autorité précédente a relevé que les extraits bancaires fournis par l'épouse tendaient à prouver le paiement des impôts et des dettes du couple, à savoir des allégations que celle-ci avait soulevées dans sa réponse déjà et qui avaient été contestées par le mari dans ses déterminations, de sorte qu'elle ne pouvait soutenir qu'elle n'avait eu aucune raison de les produire avant. L'expert lui avait même octroyé une " seconde chance " pour produire des pièces complémentaires avant la rédaction de son rapport, mais elle n'avait pas saisi cette opportunité. Les éléments nouveaux qu'elle avait introduits dans son courrier du 31 août 2018 étaient ainsi irrecevables. Il en allait de même, par conséquent, des constatations de l'expert fondées sur ces pièces nouvelles. La recourante ne s'en prend pas valablement à cette motivation. Elle se contente de prétendre que la Cour d'appel a fait un " curieux amalgame " entre la production d'éléments nouveaux devant répondre aux exigences de l'art. 229 CPC et la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert selon l'art. 187 al. 4 CPC, soutenant en outre que les pièces complémentaires remises à celui-ci ne constituaient pas des nova, dès lors qu'elles avaient été produites à la demande dudit expert et à l'appui de faits déjà allégués en procédure. Cet argument est à l'évidence infondé. L'art. 187 al. 4 CPC ne saurait en effet permettre de contourner les règles de l'art. 229 CPC relatives à l'admissibilité des nova en première instance, amplement détaillées par la jurisprudence. La recourante est par ailleurs mal venue d'affirmer que la pertinence des pièces litigieuses ne serait apparue qu'après que l'expert eut estimé ne pas être en mesure de déterminer la provenance des montants versés par elle au titre des impôts, dès lors que l'arrêt attaqué retient, sans qu'elle se plaigne d'arbitraire à ce sujet, que cette question était déjà contestée entre les époux au stade des échanges d'écritures. Autant qu'avéré, l'argument selon lequel elle a dû effectuer des recherches auprès de la banque pour se procurer ces pièces ne lui est également d'aucun secours, dès lors qu'on ne voit pas pourquoi elle n'aurait pas pu y procéder avant.”
In den entschiedenen Fällen hat die Vorinstanz das Gericht an Art. 187 Abs. 1 ZPO erinnert, indem es die Anhörung des gerichtlichen Geometers anordnete; die Parteien rügten hingegen, dass die Nichtzulassung weiterer Zeugenaussagen bzw. des von ihnen mandatierten Geometers zu einem schwer wieder gutzumachenden Nachteil führen könne (etwa weil der von der Partei eingereichte Plan vom gerichtlichen Gutachten abweicht). Daraus folgt, dass in bestimmten Fällen die Vorladung oder Anhörung eines von einer Partei beauftragten Geometers notwendig sein kann und deren Verweigerung einen kaum reparablen Beweisnachteil begründen kann.
“ch2 En fait En droit Par ces motifs RÉPUBLIQUE ET CANTON DE GENÈVE POUVOIR JUDICIAIRE C/27522/2018 ACJC/1216/2021 ARRÊT DE LA COUR DE JUSTICE Chambre civile DU VENDREDI 24 SEPTEMBRE 2021 Entre Madame A______ et Monsieur B______, domiciliés ______, recourants d’une ordonnance rendue par la 20ème Chambre du Tribunal de première instance de ce canton le 20 mai 2021, comparant par Me Mark MULLER, avocat, Muller & Fabjan, rue Ferdinand-Hodler 13, 1207 Genève, en l'Étude duquel ils font élection de domicile, et Madame C______ et Monsieur D______, domiciliés ______, intimés, comparant par Me Pascal AEBY, avocat, rue Beauregard 9, 1204 Genève, en l'Étude duquel ils font élection de domicile. EN FAIT A. Par ordonnance ORTPI/541/2021 du 20 mai 2021, le Tribunal de première instance (ci-après: le Tribunal) a admis l'audition des parties (chiffre 1 du dispositif), ordonné l'audition de E______ (ch. 2), refusé les autres moyens de preuve complémentaires (ch. 3) et ordonné la tenue d'une audience de débats principaux afin de procéder à l'audition des parties et de E______, suivie des plaidoiries finales orales, selon citation jointe (ch. 4). L'ordonnance était motivée comme suit: "Vu l'inspection et le rapport du géomètre du 20 janvier 2021, vu les mesures probatoires sollicitées par les parties, attendu que le Tribunal considère que les témoignages proposés ne sont pas pertinents pour l'issue du litige, que le Tribunal ordonnera l'audition de E______, le géomètre, afin qu'il commente son rapport (art. 187 al. 1 CPC), ainsi que l'audition des parties". B. a. Le 7 juin 2021, B______ et A______ ont formé recours auprès de la Cour de justice contre l'ordonnance du 20 mai 2021, reçue le 26 mai 2021, concluant à l'annulation du chiffre 3 de son dispositif et à l'admission de l'audition de F______, G______, H______, I______, J______, K______ et L______ en qualité de témoins, avec suite de frais et dépens à la charge de leurs parties adverses. Préalablement, les recourants ont conclu à ce que la suspension du caractère exécutoire de l'ordonnance attaquée soit ordonnée, requête rejetée par arrêt de la Cour du 25 juin 2021. Les recourants ont soutenu, en substance, que l'ordonnance attaquée risquait de leur causer un préjudice difficilement réparable, car le Tribunal avait d'ores et déjà décidé d'entendre E______, géomètre désigné comme expert, à l'exclusion d'autres témoins et avait prévu que les plaidoiries finales auraient lieu lors de la même audience. Or, il était nécessaire que les témoins G______ et H______ soient entendus, afin de démontrer la gêne occasionnée par les plantations des époux C/D______, dès lors que celles-ci empêchaient tout passage sur la parcelle commune n.”
“Monsieur F______ (anciennement G______), domicilié ______ [GE], autre intimé, Tous comparant par Me Pascal AEBY, avocat, rue Beauregard 9, 1204 Genève, en l'Étude duquel ils font élection de domicile. EN FAIT A. Par ordonnance ORTPI/542/2021 du 20 mai 2021, le Tribunal de première instance (ci-après: le Tribunal) a admis l'audition des parties (chiffre 1 du dispositif), ordonné l'audition de H______ (ch. 2), refusé les autres moyens de preuve complémentaires (ch. 3) et ordonné la tenue d'une audience de débats principaux afin de procéder à l'audition des parties et de H______, suivie des plaidoiries finales orales, selon citation jointe (ch. 4). L'ordonnance était motivée comme suit: "Vu l'inspection et le rapport du géomètre du 20 janvier 2021, vu les mesures probatoires sollicitées par les parties, attendu que le Tribunal considère que les témoignages proposés ne sont pas pertinents pour l'issue du litige, que le Tribunal ordonnera l'audition de H______, le géomètre, afin qu'il commente son rapport (art. 187 al. 1 CPC), ainsi que l'audition des parties". B. a. Le 4 juin 2021, B______ et A______ ont formé recours auprès de la Cour de justice contre l'ordonnance du 20 mai 2021, reçue le 25 mai 2021, concluant à l'annulation du chiffre 3 de son dispositif et à l'admission de l'audition de I______, J______ et K______ en qualité de témoins, avec suite de frais et dépens à la charge de leurs parties adverses. Préalablement, les recourants ont conclu à ce que la suspension du caractère exécutoire de l'ordonnance attaquée soit ordonnée, requête rejetée par arrêt de la Cour du 25 juin 2021. Les recourants ont soutenu, en substance, que l'ordonnance attaquée risquait de leur causer un préjudice difficilement réparable, car le Tribunal avait d'ores et déjà décidé d'entendre H______, géomètre désigné comme expert, à l'exclusion de I______, le géomètre ayant établi le plan de situation qu'ils avaient produit à l'appui de leur demande. Or, le refus d'auditionner le témoin I______ ne pourrait pas être réparé ultérieurement, "dès lors que le Tribunal n'aura entendu qu'une seule détermination du seul géomètre expert, à l'exclusion du géomètre mandaté par les parties et dont le plan diffère du premier".”
Ein Anspruch auf Stellung von Ergänzungsfragen besteht nur im Zusammenhang mit einem gerichtlichen Expertengutachten im Sinne von Art. 187 ZPO; liegt ein solches Gutachten nicht vor, besteht nach Art. 187 Abs. 4 ZPO kein Recht auf Einreichung von Ergänzungsfragen.
“Elle s'est donc prononcée sur la base de plusieurs éléments indépendants les uns des autres mais concordants, démontrant la nécessité d'une expertise systémique. Ainsi, on ne peut que constater que la Justice de paix n'a pris la décision d'ordonner une expertise familiale qu'après une analyse fouillée et circonstanciée de la situation de C.________ et D.________. La Cour ne peut dès lors qu'adopter les motifs de la décision attaquée, l'expertise familiale ordonnée tendant véritablement à déterminer la cause du mal-être des enfants et les moyens susceptibles de leur venir en aide. Partant, une violation de l'art. 446 al. 1 et 2 CC ne saurait être retenue. S'agissant du grief fondé sur le fait que la Justice de paix n'ait pas transmis les questions complémentaires du recourant à F.________ à la suite de son rapport du 25 mars 2020, il convient de relever que ledit rapport ne constitue pas un rapport d'expertise au sens de l'art. 187 CPC, faute d'expertise ordonnée. Le recourant n'avait dès lors aucun droit à faire soumettre ses questions complémentaires à F.________ (art. 187 al. 4 CPC a contrario). Par ailleurs, l'expertise familiale ordonnée a pour finalité de répondre aux questions que le recourant entendait soumettre à F.________, de sorte que son grief frise la témérité. Quant au refus de donner suite à la réquisition de preuve formulée par le recourant, ayant pour objet l'expertise psychiatrique de l'intimée, il convient de rappeler que l'autorité de première instance dispose d'un large pouvoir d'appréciation et qu'elle n'est pas liée par les requêtes des parties. La Justice de paix a constaté que la situation de C.________ et D.________ était très préoccupante. Elle relève que, malgré la mise en œuvre de mesures nécessaires sur le plan médical, l'état de détresse psychique et physique des enfants nécessitait "de trouver urgemment une solution à leurs problématiques" (décision attaquée, p. 7 s.). L'origine des souffrances des enfants étant difficilement identifiable en l'état, la Justice de paix a estimé qu'une expertise systémique portant sur tous les membres de la famille était nécessaire et seule à même d'apporter des réponses quant à l'état de santé et au comportement des enfants, à la cause de leur mal-être et aux mesures médicales susceptibles d'améliorer leur état psychique.”
Gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO können die Parteien auch nach der Erteilung des Expertenauftrags noch darum ersuchen, dass das Gutachten erläutert wird oder Ergänzungsfragen gestellt werden; dadurch besteht die Möglichkeit, sich nach Mandatserteilung nochmals zu äussern.
“d et 253 CPC, peut par ses propres questions ou des questions complémentaires apporter son propre point de vue, le tribunal devant toutefois veiller à ce qu’elles ne sortent pas du cadre défini par la requête, qui ne doit pas être élargi par ces questions complémentaires. La décision finale sur la formulation des questions revient de toute manière au tribunal (ATF 140 III 16 consid. 2.2.3 et les références citées). A teneur de l’art. 185 al. 2 CPC, le tribunal donne aux parties l’occasion de s’exprimer sur les questions soumises à expertise et de proposer qu’elles soient modifiées ou complétées. Cette disposition ne donne cependant aucun droit de se déterminer sur les propositions de modification ou de complément de la partie adverse. Un tel droit ne peut pas non plus être déduit du droit d’être entendu (cf. art. 29 al. 2 Cst et 53 al. 1 CPC), lequel est garanti si les parties ont eu l’occasion de se déterminer sur les écritures de la partie adverse avant la reddition du jugement au fond. Ainsi, les déterminations sur les propositions de la partie adverse formulées sur la base de l’art. 185 al. 2 CPC peuvent également parvenir après le mandat confié à l’expertise, par exemple dans le cadre de l’art. 187 al. 4 CPC, aux termes duquel le tribunal donne aux parties l’occasion de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (arrêt TF 5A_557/2017 consid. 4.2 et les références citées). 6.3.2. Le Tribunal fédéral a retenu qu’en procédure ordinaire, les parties ont la possibilité de s’exprimer à deux reprises de manière illimitée; les nova ne sont ensuite recevables qu’aux conditions de l’art. 229 al. 1 CPC. Cela s’applique par analogie en procédure simplifiée. Dans la procédure sommaire, aucune des parties ne peut avoir la certitude qu’après un échange d’écritures, le tribunal ordonne un second échange d’écritures ou appointe une audience de plaidoiries finales. Les parties n’ont ainsi aucun droit à s’exprimer à deux reprises au sujet des faits. La clôture de la phase d’allégation intervient en principe après un échange d’écritures. Selon la volonté du législateur, il n’y a de toute façon qu’un seul échange d’écritures en procédure sommaire. Ceci n’exclut toutefois pas qu’un second échange d’écritures soit ordonné, avec une certaine retenue, si les circonstances le commandent (ATF 146 III 237 consid.”
Wurden Zeugen erst nach Ablieferung des Gutachtens vernommen, können deren Aussagen Anlass für eine ergänzende Befragung des Sachverständigen sein. Art. 187 Abs. 4 ZPO sieht einen zweiten Fragegang (Erläuterungen oder Ergänzungsfragen) vor; die Rechtsprechung und Lehre lassen zudem unter bestimmten Voraussetzungen auch einen weiteren ergänzenden Auftrag zu, wenn das Gutachten noch nicht vollständig ist.
“3 Le juge délégué a admis le 28 septembre 2021 la requête de complément d’expertise formée le 23 août 2021 par l’intimée qui cherchait à savoir si l'expert confirmait, complétait ou modifiait les réponses de ses rapports des 25 mars 2020 et 22 février 2021 compte tenu des déclarations d’un témoin inconnues de l'expert car postérieures au dépôt de ses rapports. La requête ne visait donc pas un nouvel élément mais tendait bien à un « réexamen » des réponses fournies par l’expert sur la base d’un élément dont les différents intervenants – y compris l’expert – n’avaient pas connaissance à l’époque du premier rapport d’expertise. Le CPC ne précise pas l’ordre dans lequel les mesures d’instruction doivent être menées et ne détermine pas en particulier si les auditions de témoins doivent nécessairement avoir lieu avant l’expertise. En conséquence, si les témoins sont entendus après le dépôt d’un rapport d’expertise – ce qui n’est pas prohibé par les règles de procédure –, leurs déclarations pourraient susciter la remise en question des conclusions de l’expert. L’art. 187 al. 4 CPC ne prévoit, en matière de complément d'expertise, qu'un deuxième tour de questions (« des explications ou […] des questions complémentaires »). Toutefois, la doctrine admet que, sur requête motivée, ou même selon sa propre initiative, le tribunal ordonne un deuxième complément si l'expertise n'est toujours pas complète (Philippe Schweizer in CR CPC, n. 14 ad art. 187 CPC). En l'occurrence, si les témoins avaient été entendus avant la mise en œuvre de l'expertise, il n'y aurait eu aucune polémique : l'expert aurait répondu aux mêmes questions, en ayant accès à ce témoignage. Aussi, comme l’a relevé le juge délégué, il n’y a pas lieu de péjorer la situation de l’intimée au motif qu’en l’espèce les témoins ont été entendus après le dépôt du deuxième rapport d’expertise, la doctrine admettant au demeurant de poser des questions complémentaires à l’expert. C’est ainsi à bon droit que la requête de retranchement du rapport du 17 janvier 2022 a été rejetée. Le grief de l’appelante doit l’être également.”
In technisch hoch anspruchsvollen Fällen kann die Partei den gesamten — auch verlängerten — Fristzeitraum nach Art. 187 Abs. 4 ZPO für eine vertiefte Prüfung des Gutachtens nutzen. Ist die behauptete Erscheinung der Befangenheit erst nach eingehender Lektüre erkennbar, kann eine Befangenheitsrüge bzw. Einwendungen am oder gegen Ende dieser (verlängerten) Frist als rechtzeitig gelten. Soweit die Parteipraxis jedoch darauf zielt, bewusst Unterlagen unberührt zu lassen, um die Rüge erst zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt zu erheben, sind nach der Rechtsprechung missbräuchliche Verzögerungen zu vermeiden.
“Dans un arrêt du 9 février 2016 (TF 5A_697/2015 consid. 2.3), le Tribunal fédéral a retenu qu’il n’était pas insoutenable d’entrer en matière sur une requête de récusation d’un expert déposée deux mois après réception de l’expertise, soit à l’expiration du délai de détermination octroyé selon l’art. 187 al. 4 CPC. Il a considéré que l’apparence de prévention invoquée n’apparaissait que par une lecture approfondie de l’expertise et que le mandataire pouvait utiliser l’entier du délai en cours, prolongé, pour la détermination, qui seule exigeait une telle étude approfondie de l’expertise. 4.3 4.3.1 En l’espèce, la première juge a considéré que la requête de récusation déposée par le recourant était tardive. A cet égard, les motifs de prévention invoqués semblent nécessiter une lecture approfondie du rapport d’expertise, au vu de leur très grande technicité. Or, le recourant a déposé sa requête de récusation à l’échéance du délai – prolongé – pour se déterminer sur l’expertise au sens de l’art. 187 al. 4 CPC. Partant, au vu de l’arrêt susmentionné du Tribunal fédéral (cf. TF 5A_697/2015 précité consid. 2.3), ces circonstances amènent à se demander si dite requête était en réalité recevable, car non tardive, cela même cinq mois après le dépôt du rapport d’expertise. Cette question peut toutefois être laissée ouverte dès lors que, même si recevable, la requête de récusation doit de toutes manières être rejetée comme retenu par la première juge. 4.3.2 En effet, le fait que le rapport soit jugé par une partie comme étant faux ne veut pas encore dire que l’expert n’est pas impartial ou que l’expertise est inutilisable. Comme relevé par la première juge, l’autorité de jugement au fond appréciera, au moment venu, la pertinence ou non des constatations expertales, respectivement la valeur probante de ces dernières. A cela s’ajoute que le recourant n’établit pas que l’expert aurait volontairement inséré des paramètres faux dans ses résultats ou qu’il a visiblement voulu modifier les conclusions de son expertise.”
“Cette règle vise aussi bien les motifs de récusation que la partie intéressée connaissait effectivement que ceux qu'elle aurait pu connaître en faisant preuve de l'attention voulue (ATF 129 III 445 consid. 4.2.2.1), étant précisé que choisir de rester dans l'ignorance peut être regardé, suivant les cas, comme une manœuvre abusive comparable au fait de différer l'annonce d'une demande de récusation (ATF 136 III 605 consid. 3.2.2 ; TF 4A_484/2022 du 26 avril 2023 consid. 5.1.4 ; TF 4A_318/2020 du 22 décembre 2022 consid. 6.1 non publié aux ATF 147 III 65). On ne saurait ainsi permettre à une partie qui a reçu des documents de les consulter quand elle le souhaite puis d’invoquer un motif de récusation « aussitôt » après le moment choisi (CREC 11 mars 2021/72). Dans un arrêt du 9 février 2016 (TF 5A_697/2015 consid. 2.3), le Tribunal fédéral a retenu qu’il n’était pas insoutenable d’entrer en matière sur une requête de récusation d’un expert déposée deux mois après réception de l’expertise, soit à l’expiration du délai de détermination octroyé selon l’art. 187 al. 4 CPC. Il a considéré que l’apparence de prévention invoquée n’apparaissait que par une lecture approfondie de l’expertise et que le mandataire pouvait utiliser l’entier du délai en cours, prolongé, pour la détermination, qui seule exigeait une telle étude approfondie de l’expertise. 4.3 4.3.1 En l’espèce, la première juge a considéré que la requête de récusation déposée par le recourant était tardive. A cet égard, les motifs de prévention invoqués semblent nécessiter une lecture approfondie du rapport d’expertise, au vu de leur très grande technicité. Or, le recourant a déposé sa requête de récusation à l’échéance du délai – prolongé – pour se déterminer sur l’expertise au sens de l’art. 187 al. 4 CPC. Partant, au vu de l’arrêt susmentionné du Tribunal fédéral (cf. TF 5A_697/2015 précité consid. 2.3), ces circonstances amènent à se demander si dite requête était en réalité recevable, car non tardive, cela même cinq mois après le dépôt du rapport d’expertise.”
“Cette règle vise aussi bien les motifs de récusation que la partie intéressée connaissait effectivement que ceux qu'elle aurait pu connaître en faisant preuve de l'attention voulue (ATF 129 III 445 consid. 4.2.2.1), étant précisé que choisir de rester dans l'ignorance peut être regardé, suivant les cas, comme une manœuvre abusive comparable au fait de différer l'annonce d'une demande de récusation (ATF 136 III 605 consid. 3.2.2 ; TF 4A_484/2022 du 26 avril 2023 consid. 5.1.4 ; TF 4A_318/2020 du 22 décembre 2022 consid. 6.1 non publié aux ATF 147 III 65). On ne saurait ainsi permettre à une partie qui a reçu des documents de les consulter quand elle le souhaite puis d’invoquer un motif de récusation « aussitôt » après le moment choisi (CREC 11 mars 2021/72). Dans un arrêt du 9 février 2016 (TF 5A_697/2015 consid. 2.3), le Tribunal fédéral a retenu qu’il n’était pas insoutenable d’entrer en matière sur une requête de récusation d’un expert déposée deux mois après réception de l’expertise, soit à l’expiration du délai de détermination octroyé selon l’art. 187 al. 4 CPC. Il a considéré que l’apparence de prévention invoquée n’apparaissait que par une lecture approfondie de l’expertise et que le mandataire pouvait utiliser l’entier du délai en cours, prolongé, pour la détermination, qui seule exigeait une telle étude approfondie de l’expertise. 4.3 4.3.1 En l’espèce, la première juge a considéré que la requête de récusation déposée par le recourant était tardive. A cet égard, les motifs de prévention invoqués semblent nécessiter une lecture approfondie du rapport d’expertise, au vu de leur très grande technicité. Or, le recourant a déposé sa requête de récusation à l’échéance du délai – prolongé – pour se déterminer sur l’expertise au sens de l’art. 187 al. 4 CPC. Partant, au vu de l’arrêt susmentionné du Tribunal fédéral (cf. TF 5A_697/2015 précité consid. 2.3), ces circonstances amènent à se demander si dite requête était en réalité recevable, car non tardive, cela même cinq mois après le dépôt du rapport d’expertise.”
Nach Art. 187 Abs. 4 ZPO können die Parteien auch nach der Mandatierung der Expertise die Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen beantragen. Die Entscheidung über die Formulierung der Fragen liegt beim Gericht.
“d et 253 CPC, peut par ses propres questions ou des questions complémentaires apporter son propre point de vue, le tribunal devant toutefois veiller à ce qu’elles ne sortent pas du cadre défini par la requête, qui ne doit pas être élargi par ces questions complémentaires. La décision finale sur la formulation des questions revient de toute manière au tribunal (ATF 140 III 16 consid. 2.2.3 et les références citées). A teneur de l’art. 185 al. 2 CPC, le tribunal donne aux parties l’occasion de s’exprimer sur les questions soumises à expertise et de proposer qu’elles soient modifiées ou complétées. Cette disposition ne donne cependant aucun droit de se déterminer sur les propositions de modification ou de complément de la partie adverse. Un tel droit ne peut pas non plus être déduit du droit d’être entendu (cf. art. 29 al. 2 Cst et 53 al. 1 CPC), lequel est garanti si les parties ont eu l’occasion de se déterminer sur les écritures de la partie adverse avant la reddition du jugement au fond. Ainsi, les déterminations sur les propositions de la partie adverse formulées sur la base de l’art. 185 al. 2 CPC peuvent également parvenir après le mandat confié à l’expertise, par exemple dans le cadre de l’art. 187 al. 4 CPC, aux termes duquel le tribunal donne aux parties l’occasion de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (arrêt TF 5A_557/2017 consid. 4.2 et les références citées). 6.3.2. Le Tribunal fédéral a retenu qu’en procédure ordinaire, les parties ont la possibilité de s’exprimer à deux reprises de manière illimitée; les nova ne sont ensuite recevables qu’aux conditions de l’art. 229 al. 1 CPC. Cela s’applique par analogie en procédure simplifiée. Dans la procédure sommaire, aucune des parties ne peut avoir la certitude qu’après un échange d’écritures, le tribunal ordonne un second échange d’écritures ou appointe une audience de plaidoiries finales. Les parties n’ont ainsi aucun droit à s’exprimer à deux reprises au sujet des faits. La clôture de la phase d’allégation intervient en principe après un échange d’écritures. Selon la volonté du législateur, il n’y a de toute façon qu’un seul échange d’écritures en procédure sommaire. Ceci n’exclut toutefois pas qu’un second échange d’écritures soit ordonné, avec une certaine retenue, si les circonstances le commandent (ATF 146 III 237 consid.”
Wenn ein schriftliches Gutachten eingereicht ist, kann das Gericht von einer mündlichen Erstattung bzw. von der Anhörung der sachverständigen Person absehen, wenn die Parteien sich zum Bericht äussern konnten und nach Lage des Falles kein weiterer Klärungsbedarf besteht.
“Elles ne doivent ainsi pas être écartées pour cette raison, à défaut d’être contraires aux rapports initiaux, ce qui n’est pas le cas en l’espèce. S’agissant enfin du degré de la preuve applicable, comme on l’a vu, la jurisprudence a certes retenu que la survenance et la persistance d’une incapacité de travail devaient être démontrées au degré de la certitude, et non de la vraisemblance prépondérante. Cela étant, notre Haute Cour a également précisé qu’un certificat médical était à cet égard suffisant, et de tels certificats ont bien été établis pendant la durée de l’incapacité de travail à laquelle l’expert a conclu. Compte tenu de ce qui précède, la chambre de céans se ralliera aux conclusions du Dr H______, selon lesquelles le demandeur présentait une incapacité de travail totale du 26 août 2020 au 14 avril 2021, puis de 50% du 15 avril au 14 octobre 2021. Les parties ont sollicité l’audition du Dr H______. La procédure civile n’impose toutefois pas que l’expert qui dépose un rapport par écrit soit systématiquement entendu (cf. art. 187 al. 1 CPC). Toutefois, dans la mesure où les parties ont eu l’occasion de se déterminer sur son rapport, et que la défenderesse a produit un avis détaillé de son médecin-conseil qui n’a pas articulé de questions particulières à l’expert, la chambre de céans ne procèdera pas à cette audition, par appréciation anticipée des preuves (ATF 130 II 425 consid. 2.1). 10. Compte tenu de ce qui précède, le demandeur a droit à des indemnités journalières complètes du 1er décembre au 14 avril 2021, puis de 50% du 15 avril au 14 octobre 2021. Il a allégué que les premières s’élevaient à CHF 189.48 et les secondes à ce montant divisé par deux, soit CHF 94.74. La défenderesse ayant effectivement versé des indemnités journalières complètes de CHF 189.48, il n’y a pas lieu de s’écarter de ces chiffres qu’elle ne conteste du reste pas. Le montant de indemnités journalières restant dues s’élève à CHF 42'917.22, soit 135 indemnités journalières à CHF 189.48 du 1er décembre 2020 au 14 avril 2021 et 183 indemnités journalières du 15 avril au 14 octobre 2021.”
Nach Zustellung des Gutachtens können die Parteien vom Gericht verlangen, dass ihnen das Gutachten erläutert wird, und sie können Ergänzungsfragen an den Sachverständigen stellen.
“Cet intérêt doit en principe uniquement être nié lorsqu'il fait manifestement défaut, ce qui peut notamment être le cas lorsque le moyen de preuve n'est clairement pas approprié (arrêt du Tribunal fédéral 5A_832/2012 du 25 janvier 2013 consid. 7.1). Tous les moyens de preuve prévus par les art. 168 ss CPC peuvent être administrés en preuve à futur hors procès, et ce conformément aux règles qui leur sont applicables. Lorsqu'il s'agit d'une expertise, les règles des art. 183 à 188 CPC s'appliquent. En particulier, le tribunal nomme un expert, préside au déroulement des opérations, instruit l'expert et lui soumet les questions soumises à expertise (art. 185 al. 1 CPC). Il donne aux parties l'occasion de s'exprimer sur ces questions et de proposer qu'elles soient modifiées ou complétées (art. 185 al. 2 CPC) et fixe à l'expert un délai pour déposer son rapport (art. 185 al. 3 CPC). Il communique ensuite celui-ci aux parties et leur offre la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert (art. 187 al. 4 CPC) (ATF 142 III 40 consid. 3.1.2; arrêt du Tribunal fédéral 4D_57/2020 du 24 février 2021 consid. 3.1). 2.2 En droit des assurances sociales, sans remettre en cause le principe de la libre appréciation des preuves, le Tribunal fédéral des assurances a posé des lignes directrices en ce qui concerne la manière d'apprécier certains types d'expertises ou de rapports médicaux (ATF 125 V 351 consid. 3b). Le juge peut accorder pleine valeur probante aux rapports et expertises établis par les médecins d'un assureur social aussi longtemps que ceux-ci aboutissent à des résultats convaincants, que leurs conclusions sont sérieusement motivées, que ces avis ne contiennent pas de contradictions et qu'aucun indice concret ne permet de mettre en cause leur bien-fondé. Le simple fait que le médecin consulté est lié à l'assureur par un rapport de travail ne permet pas encore de douter de l'objectivité de son appréciation ni de soupçonner une prévention à l'égard de l'assuré. Ce n'est qu'en présence de circonstances particulières que les doutes au sujet de l'impartialité d'une appréciation peuvent être considérés comme objectivement fondés.”
Bei Beizug eines Fremd- oder externen Gutachtens ist den Parteien das rechtliche Gehör zu gewähren: Sie sollen zum Inhalt des Gutachtens Stellung nehmen können, sich zur Person des Gutachters äussern und Ergänzungsfragen stellen dürfen. Dies entspricht der in den Entscheidungen beschriebenen Ausgestaltung von Art. 187 Abs. 4 ZPO.
“Die Berufungsinstanz kann es auch ablehnen, einen von der Partei vor erster Instanz regulär offerierten Beweis zuzulassen, auf dessen Abnahme diese jedoch verzichtete, indem sie sich namentlich nicht gegen den Abschluss des Beweisverfahrens wehrte (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 f., in: Pra 2013 Nr. 4). Liegt bereits ein beweistaugliches Gutachten aus einem anderen Verfahren vor, besteht kein schutzwürdiges Interesse an der Einholung eines weiteren Gutachtens. Fremdgutachten, die in einem anderen Verfahren von einer Behörde in Auftrag gegeben worden sind, sind ebenso beweistauglich wie die vom Zivilrichter selbst eingeholten Gutachten, wobei sich ihre Beweiskraft nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) richtet und ein neues Gutachten zu denselben Gutachterfragen angeordnet werden kann, wenn die Feststellungen und Schlussfolgerungen eines Fremdgutachtens einer kritischen Würdigung nicht standhalten (BGE 140 III 24 E. 3.3.1). Bei Beizug eines Fremdgutachtens ist den Parteien das rechtliche Gehör zu gewähren, wozu eine Stellungnahme zum Inhalt des Fremdgutachtens (Art. 187 Abs. 4 ZPO) und zur Person des Gutachters (Art. 183 Abs. 2 ZPO) gehört sowie die Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu stellen (Art. 185 Abs. 2 ZPO; BGE 140 III 24 E. 3.3.1.3). Gerichtsnotorische Tatsachen bedürfen keines Beweises (Art. 151 ZPO). Gerichtsnotorische Tatsachen sind Tatsachen, die das Gericht aus einer amtlichen Tätigkeit kennt. Zuverlässige Kenntnisse können sich aus früheren Prozessen ergeben. Dabei kann es bei einem Kollegialgericht nicht darauf ankommen, ob die feststehende Tatsache nur einem oder mehreren Mitgliedern bekannt ist oder ob das Gericht sein Gedächtnis durch einen Blick in die Akten auffrischen muss (BAUMGARTNER, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, Art. 151 N. 6; HASENBÖHLER/YAÑEZ, in: Sutter- Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 151 N. 7b; VISCHER/LEU, in: Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2025, Art. 151 N.”
“Ein Gutachten, das von einer anderen Behörde in Auftrag gegeben und in einem anderen Verfahren erstattet wurde (z.B. ein im Strafverfahren eingeholtes verkehrstechnisches Gutachten oder eine von einem Sozialversicherungsträger veranlasste medizinische Expertise), darf als gerichtliches Gutachten beigezogen werden. Die Beweistauglichkeit solcher Fremdgutachten wird dadurch nicht in Frage gestellt, dass den Parteien diesbezüglich im Hauptprozess das rechtliche Gehör zu gewähren ist, wozu ausser einer Stellungnahme zum Inhalt des Fremdgutachtens (Art. 187 Abs. 4 ZPO) auch die Möglichkeit gehört, sich nachträglich noch zur Person des Gutachters (Art. 183 Abs. 2 ZPO) zu äussern und Ergänzungsfragen (Art. 185 Abs. 2 ZPO) zu stellen. Fremdgutachten sind mithin ebenso beweistauglich wie die vom Zivilrichter selbst eingeholten Gutachten, wobei sich ihre Beweiskraft selbstverständlich nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) richtet und ein neues Gutachten zu denselben Gutachterfragen angeordnet werden kann, wenn die Feststellungen und Schlussfolgerungen eines Fremdgutachtens einer kritischen Würdigung nicht standhalten (BGE 140 III 24 E. 3.3.1.3; Urteile des Bundesgerichts 4A_589/2013 vom 10. April 2014 E. 2.5; 4A_604/2013 vom 25. April 2014 E. 2.2). Den Parteien wurde Gelegenheit gegeben, zu den Akten der Invalidenversicherung, worin sich auch das Z.___-Gutachten befand, Stellung zu nehmen (vgl. Urk. 25 in Verbindung mit Urk. 29). Damit wurde das rechtliche Gehör gewahrt. Der Kläger erachtete denn auch gestützt auf das Z.___-Gutachten als erstellt, dass er in seiner bisherigen Tätigkeit seit April 2018 zu 100 % arbeitsunfähig ist und in einer angepassten Tätigkeit grundsätzlich eine 70%ige Arbeitsfähigkeit besteht (Urk.”
Gegen die Ablehnung eines Ergänzungsgutachtens nach Art. 187 Abs. 4 ZPO ist ein Beschwerdeweg nicht ausdrücklich vorgesehen. Seine Zulässigkeit hängt daher davon ab, dass durch die Ablehnung ein schwer heilbarer bzw. schwer wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b ZPO). Die Beschwerde ist schriftlich und begründet innert zehn Tagen bei der zuständigen Rekurskammer einzureichen (Art. 321 ZPO). Zudem muss die Beschwerde die Begründung der angefochtenen Entscheidung in zureichender Weise angreifen; es genügt nicht, bloss auf erstinstanzliche Rügen zu verweisen oder allgemeine Kritik zu üben.
“b CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), le recours est ouvert contre les ordonnances d’instruction et les décisions autres que finales, incidentes ou provisionnelles de première instance, dans les cas prévus par la loi (ch. 1) ou lorsqu’elles peuvent causer un préjudice difficilement réparable (ch. 2 ; Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile 2e éd., 2019, [cité ci-après : CR-CPC], n. 11 ad art. 319 CPC). Une ordonnance de preuve à futur requise dans une procédure principale pendante constitue une ordonnance d’instruction, au sens de l’art. 319 let. b ch. 2 CPC (TF 4A_128/2017 du 12 mai 2017 consid. 5.4 et 5.5 in CPC Online, newsletter du 26 octobre 2017, avec note de Bastons Bulletti, n. 1 ; JdT 2014 III 84). Il en va de même de la décision admettant une requête de preuve à futur dans une procédure indépendante (TF 4A_248/2014 du 27 juin 2014 consid. 1.3). Une telle décision peut faire l’objet d’un recours pour autant qu’elle soit susceptible de provoquer un dommage difficilement réparable (CREC 29 juillet 2021/207 consid. 1.1). Le recours contre le refus d’ordonner un complément d’expertise au sens de l’art. 187 al. 4 CPC n’étant pas prévu par la loi, sa recevabilité est conditionnée à l’existence d’un risque de préjudice difficilement réparable pour le recourant (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Le recours, écrit et motivé, doit être déposé auprès de la Chambre des recours civile, dont la compétence découle de l’art. 73 LOJV (loi d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC). 6.1.2 Pour être recevable, le recours doit en outre être motivé (art. 321 al. 1 in initio CPC). Il incombe ainsi au recourant de s'en prendre à la motivation de la décision attaquée pour tendre à en démontrer le caractère erroné (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 et les réf. citées ; ATF 141 III 569 consid. 2.3.3). Afin de satisfaire à cette exigence, le recourant doit discuter au moins de manière succincte les considérants du jugement qu'il attaque. Il ne lui suffit pas de renvoyer aux moyens soulevés en première instance, ni de se livrer à des critiques toutes générales de la décision attaquée.”
“b CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), le recours est ouvert contre les ordonnances d’instruction et les décisions autres que finales, incidentes ou provisionnelles de première instance, dans les cas prévus par la loi (ch. 1) ou lorsqu’elles peuvent causer un préjudice difficilement réparable (ch. 2 ; Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile 2e éd., 2019, [cité ci-après : CR-CPC], n. 11 ad art. 319 CPC). Une ordonnance de preuve à futur requise dans une procédure principale pendante constitue une ordonnance d’instruction, au sens de l’art. 319 let. b ch. 2 CPC (TF 4A_128/2017 du 12 mai 2017 consid. 5.4 et 5.5 in CPC Online, newsletter du 26 octobre 2017, avec note de Bastons Bulletti, n. 1 ; JdT 2014 III 84). Il en va de même de la décision admettant une requête de preuve à futur dans une procédure indépendante (TF 4A_248/2014 du 27 juin 2014 consid. 1.3). Une telle décision peut faire l’objet d’un recours pour autant qu’elle soit susceptible de provoquer un dommage difficilement réparable (CREC 29 juillet 2021/207 consid. 1.1). Le recours contre le refus d’ordonner un complément d’expertise au sens de l’art. 187 al. 4 CPC n’étant pas prévu par la loi, sa recevabilité est conditionnée à l’existence d’un risque de préjudice difficilement réparable pour le recourant (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Le recours, écrit et motivé, doit être déposé auprès de la Chambre des recours civile, dont la compétence découle de l’art. 73 LOJV (loi d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC). 6.1.2 Pour être recevable, le recours doit en outre être motivé (art. 321 al. 1 in initio CPC). Il incombe ainsi au recourant de s'en prendre à la motivation de la décision attaquée pour tendre à en démontrer le caractère erroné (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 et les réf. citées ; ATF 141 III 569 consid. 2.3.3). Afin de satisfaire à cette exigence, le recourant doit discuter au moins de manière succincte les considérants du jugement qu'il attaque. Il ne lui suffit pas de renvoyer aux moyens soulevés en première instance, ni de se livrer à des critiques toutes générales de la décision attaquée.”
Den Parteien ist das rechtliche Gehör zu gewähren; sie dürfen das Gutachten erläutern lassen und Ergänzungsfragen verlangen.
“Im Zivilprozess wird zwischen drei Formen von Gutachten unterschieden: - Gerichtsgutachten (Art. 183188 ZPO), - Schiedsgutachten (Art. 189 ZPO), - Parteigutachten (Privatgutachten). Gerichtsgutachten sind in Art. 183188 ZPO geregelt. Das Gericht kann auf Antrag oder von Amtes wegen bei einem oder mehreren Sachverständigen ein Gutachten einholen (Art. 183 Abs. 1 ZPO). Für Sachverständige gelten die gleichen Ausstandsregeln wie für Gerichtspersonen (Art. 183 Abs. 2 ZPO). Sie sind zur Wahrheit verpflichtet und werden vom Gericht auf die Strafbarkeit eines falschen Gutachtens hingewiesen (Art. 184 ZPO). Den Parteien ist das rechtliche Gehör zu gewähren, so zur Person des Sachverständigen, zu den Fragen an den Sachverständigen und zum Inhalt des Gutachtens (vgl. Art. 183 Abs. 1, Art. 185 Abs. 2, Art. 187 Abs. 4 ZPO). Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung gilt auch dann, wenn es um die Würdigung eines Gerichtsgutachtens geht. Das Gericht ist an das Ergebnis des Gerichtsgutachtens somit grundsätzlich nicht gebunden; in Fachfragen darf das Gericht aber nicht ohne triftige Gründe vom Gerichtsgutachten abweichen (BGE 132 II 257 E. 4.4.1; BGer 4A_286/2011 vom 30. August 2011 E. 4). Schiedsgutachten werden in Art. 189 ZPO normiert. Die Parteien können vereinbaren, über streitige Tatsachen ein Schiedsgutachten einzuholen (Art. 189 Abs. 1 ZPO). Die Vereinbarung muss schriftlich oder in einer anderen Form erfolgen, die den Nachweis durch Text ermöglicht (Art. 189 Abs. 2 ZPO). Das Schiedsgutachten bindet das Gericht hinsichtlich der darin festgestellten Tatsachen, wenn die Parteien über das Rechtsverhältnis frei verfügen können, gegen die beauftragte Person kein Ausstandsgrund vorlag und das Schiedsgutachten ohne Bevorzugung einer Partei erstellt wurde und nicht offensichtlich unrichtig ist (Art. 189 Abs.”
Das Gericht wird in der Regel erst dann von Amtes wegen tätig (z.B. Rückweisung oder Beiziehung anderer Sachverständiger nach Art. 188 Abs. 2 ZPO), wenn allfällige Erläuterungs‑ oder Ergänzungsfragen der Parteien gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben.
“Genügt ein durch das Gericht angeordnete Gutachten den gesetzlichen Anforderungen nicht, kann das Gericht dieses zur Erläuterung oder Ergänzung an die sachverständige Person zurückweisen oder eine andere sachverständige Person beiziehen (Art. 188 Abs. 2 ZPO), und zwar entweder auf Antrag einer Partei oder - namentlich in klaren Fällen oder im Anwendungsbereich der Untersuchungsmaxime - von Amtes wegen. Das Gericht wird aber von diesen Möglichkeiten nach Art. 188 Abs. 2 ZPO in aller Regel erst dann Gebrauch machen, nachdem allfällige Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen der Parteien gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben (Weibel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., 2016, Art. 188 N 9; BSK ZPO-Dolge, 3. Aufl., 2017, Art. 188 N 9). Das Gericht hat zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit des Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft, hat das Gericht nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (BGE 138 III 193 E. 4.3.1; BGer 4A_48/2019 vom 29. August 2019 E. 5 m.w.H.; Hasenböhler, Das Beweisrecht der ZPO, Bd. 2, 2019, Rz.”
Bei Beizug eines Fremdgutachtens ist den Parteien das rechtliche Gehör zu gewähren; sie müssen Gelegenheit erhalten, zum Inhalt Stellung zu nehmen und Ergänzungsfragen bzw. eine Erläuterung des Gutachtens zu beantragen.
“Die Berufungsinstanz kann es auch ablehnen, einen von der Partei vor erster Instanz regulär offerierten Beweis zuzulassen, auf dessen Abnahme diese jedoch verzichtete, indem sie sich namentlich nicht gegen den Abschluss des Beweisverfahrens wehrte (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 f., in: Pra 2013 Nr. 4). Liegt bereits ein beweistaugliches Gutachten aus einem anderen Verfahren vor, besteht kein schutzwürdiges Interesse an der Einholung eines weiteren Gutachtens. Fremdgutachten, die in einem anderen Verfahren von einer Behörde in Auftrag gegeben worden sind, sind ebenso beweistauglich wie die vom Zivilrichter selbst eingeholten Gutachten, wobei sich ihre Beweiskraft nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) richtet und ein neues Gutachten zu denselben Gutachterfragen angeordnet werden kann, wenn die Feststellungen und Schlussfolgerungen eines Fremdgutachtens einer kritischen Würdigung nicht standhalten (BGE 140 III 24 E. 3.3.1). Bei Beizug eines Fremdgutachtens ist den Parteien das rechtliche Gehör zu gewähren, wozu eine Stellungnahme zum Inhalt des Fremdgutachtens (Art. 187 Abs. 4 ZPO) und zur Person des Gutachters (Art. 183 Abs. 2 ZPO) gehört sowie die Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu stellen (Art. 185 Abs. 2 ZPO; BGE 140 III 24 E. 3.3.1.3). Gerichtsnotorische Tatsachen bedürfen keines Beweises (Art. 151 ZPO). Gerichtsnotorische Tatsachen sind Tatsachen, die das Gericht aus einer amtlichen Tätigkeit kennt. Zuverlässige Kenntnisse können sich aus früheren Prozessen ergeben. Dabei kann es bei einem Kollegialgericht nicht darauf ankommen, ob die feststehende Tatsache nur einem oder mehreren Mitgliedern bekannt ist oder ob das Gericht sein Gedächtnis durch einen Blick in die Akten auffrischen muss (BAUMGARTNER, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, Art. 151 N. 6; HASENBÖHLER/YAÑEZ, in: Sutter- Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 151 N. 7b; VISCHER/LEU, in: Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2025, Art. 151 N.”
Bei von Dritten erstellten Gutachten ist die Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu beantragen, bedeutsam: Solche Gutachten können gleichermassen beweiswertig sein wie vom Gericht angeordnete Expertisen, wobei den Parteien das Recht zusteht, sich zum Inhalt zu äussern und Ergänzungsfragen zu stellen.
“1 CPC. Une expertise privée n’est en revanche pas un moyen de preuve mais une simple allégation de partie (ATF 141 III 433 consid. 2.5.2 et 2.5.3). Lorsqu’une allégation de partie est contestée de manière circonstanciée par la partie adverse, une expertise privée ne suffit pas à prouver une telle allégation. En tant qu’allégation de partie, une expertise privée peut, combinée à des indices dont l’existence est démontrée par des moyens de preuve, amener une preuve. Toutefois, si elle n’est pas corroborée par des indices, elle ne peut être considérée comme prouvée en tant qu’allégation contestée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_626/2015 du 24 mai 2016 consid. 2.5). Cela étant, le juge civil peut ordonner l’apport d’une expertise mise en œuvre dans le cadre d’une autre procédure. La valeur probante de telles expertises n’est pas remise en question du fait que le droit d’être entendu des parties au procès doit être garanti, lequel comprend outre une détermination sur le contenu de l’expertise (art. 187 al. 4 CPC) également la possibilité de s’exprimer sur la personne de l’expert (art. 183 al. 2 CPC) et de poser des questions complémentaires (art. 185 al. 2 CPC). Des expertises diligentées par des tiers sont ainsi tout aussi probantes que celles ordonnées par le juge civil, étant rappelé que leur force probante se détermine selon le principe de la libre appréciation des preuves et qu’une nouvelle expertise portant sur les mêmes questions doit être mise en œuvre lorsque l’expertise diligentée par un tiers ne résiste pas à la critique (ATF 140 III 24 consid. 3.3.1.3). 6. Depuis l'entrée en vigueur de la LAMal, le 1er janvier 1996, les assurances complémentaires à l'assurance-maladie sociale au sens de cette loi sont soumises au droit privé, plus particulièrement à la LCA ; ATF 124 III 44 consid. 1a/aa). Comme l'art. 100 al. 1 LCA renvoie à la loi fédérale du 30 mars 1911, complétant le Code civil suisse (CO, Code des obligations - RS 220) pour tout ce qu'elle ne règle pas elle-même, la jurisprudence en matière de contrats est applicable.”
Das Gericht wird in der Regel erst dann von Amtes wegen eine andere oder zusätzliche sachverständige Person hinzuziehen, nachdem allfällige Erläuterungs‑ oder Ergänzungsfragen der Parteien gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben. In klaren Fällen oder unter der Untersuchungsmaxime kann das Gericht jedoch auch von Amtes wegen früher tätig werden.
“Genügt ein durch das Gericht angeordnete Gutachten den gesetzlichen Anforderungen nicht, kann das Gericht dieses zur Erläuterung oder Ergänzung an die sachverständige Person zurückweisen oder eine andere sachverständige Person beiziehen (Art. 188 Abs. 2 ZPO), und zwar entweder auf Antrag einer Partei oder - namentlich in klaren Fällen oder im Anwendungsbereich der Untersuchungsmaxime - von Amtes wegen. Das Gericht wird aber von diesen Möglichkeiten nach Art. 188 Abs. 2 ZPO in aller Regel erst dann Gebrauch machen, nachdem allfällige Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen der Parteien gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben (Weibel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., 2016, Art. 188 N 9; BSK ZPO-Dolge, 3. Aufl., 2017, Art. 188 N 9). Das Gericht hat zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit des Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft, hat das Gericht nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (BGE 138 III 193 E. 4.3.1; BGer 4A_48/2019 vom 29. August 2019 E. 5 m.w.H.; Hasenböhler, Das Beweisrecht der ZPO, Bd. 2, 2019, Rz.”
Parteien können in ihrer Stellungnahme zum Gutachten ungenaue, unvollständige oder fehlerhafte Feststellungen des Gutachtens beanstanden.
“Vielmehr greifen die Aufgaben des Gerichts und diejenigen der sachverständigen Person ineinander, wobei der Ge- genstand des Gutachtens im Rahmen der Auftragserteilung (vgl. Art. 185 ZPO) durch das Gericht definiert wird. Das Gericht hat der sachverständigen Person da- bei den Sachverhalt so weit wie möglich vorzugeben oder ihr den Auftrag zu ertei- len, ihre Antwort (im Sinn von Arbeitshypothesen) in Varianten zu gliedern (Weibel in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3.A., Art. 185 N 4; vgl. auch BK ZPO-Rüetschi, Art. 185 N 2) und den für die Erstattung des Gutachtens notwendigen Umfang der Akten zu bestimmen (BK ZPO-Rüetschi, Art. 185 N 12). Verfahrens- oder Einschätzungsfehler, die in diesem Zusammenhang passieren bzw. unangemessene, falsche, ungenaue oder unvollständige Feststellungen zum Sachverhalt können von den Parteien im Rahmen ihrer Äusserung zur Expertenin- struktion (Art. 185 Abs. 2 ZPO), ihrer Stellungnahme zum Gutachten (Art. 187 Abs. 4 ZPO) und im Schlussvortrag (Art. 232 Abs. 1 ZPO) thematisiert und schliess- lich im Rechtsmittelverfahren betreffend den Endentscheid geltend gemacht wer- den. Den Anschein der Voreingenommenheit begründen sie nach dem Erwogenen - 8 - hingegen nur im Ausnahmefall bei krasser oder wiederholt einseitig zulasten einer Partei gerichteter Irrtümer, die einer schweren Amtspflichtverletzung gleichkom- men, oder wenn Äusserungen zum Sachverhalt objektiv den Eindruck erwecken, dass das Gericht oder eines seiner Mitglieder sich bereits in einer Art und Weise festgelegt hat, dass Zweifel daran bestehen, dass es einer anderen Bewertung der Sach- und Rechtslage noch zugänglich wäre. Allein der (allfällige) Umstand, dass Sachverhaltszusammenfassungen nicht strikt neutral erfolgen und die vorläufige Bewertung von Aussagen und anderen Beweismitteln inhaltlich diskutabel oder falsch ist (vgl. Urk. 9 Rz. 47 ff.) bzw. nicht so erfolgt, dass an den relevanten Stellen anstelle einer vorläufigen Einschätzung darauf hingewiesen wird, dass gewisse Elemente umstritten sind und aus welchem Grund und/oder dass gewisse Ele- mente unklar sind und es Anzeichen für die eine oder andere Sichtweise gibt (Urk.”
Art. 187 Abs. 4 ZPO gewährt den Parteien im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit, Erläuterungen oder Ergänzungsfragen zu beantragen. Über die Bewilligung solcher Ergänzungen entscheidet das Gericht; entscheidet es, keine Ergänzungen in Auftrag zu geben, hat es das vorhandene Gutachten in der Regel als inhaltlich abgeschlossen erachtet. Die grundsätzliche Verwertbarkeit des Gutachtens ist in diesem Zusammenhang, so die genannte Rechtsprechung, nicht im Rahmen von Art. 92 BGG zu überprüfen.
“Es ist daher fraglich, ob überhaupt eine genügende Rüge vorliegt (vgl. hierzu BGE 140 III 115 E. 2, 86 E. 2). Aber selbst wenn dies bejaht würde, ist seiner Auffassung nicht zu folgen. Allenfalls scheint der Beschwerdeführer geltend machen zu wollen, "die Tätigkeit der Sachverständigen (sei) nicht abgeschlossen", weil noch Gelegenheit gegeben wurde, um Ergänzungsfragen zu stellen. Die (teilweise) zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung betraf in der Tat keine solche Prozesslage. Vielmehr wurden Ausstandsgründe geltend gemacht anlässlich der Bestellung des Gutachters bzw. eines von diesem (vor Erstellen des Gutachtens) durchgeführten Augenscheins (zit. Urteil 4A_269/2013 E. 2; Urteile 4A_352/2017 vom 31. Januar 2018; 4P.254/2006 vom 6. Dezember 2006 E. 2.3; 4P.22/2006 vom 6. April 2006 E. 2.1) oder aber nachdem der Gutachter sowohl das Gutachten abgeliefert, wie auch die Ergänzungsfragen beantwortet hatte (zit. Urteil 4A_216/2020). Entscheidend ist indessen, dass die Gutachter auch vorliegend ihre Gutachtertätigkeit bereits erbracht haben. Art. 187 Abs. 4 ZPO bestimmt denn auch, dass den Parteien - im Sinn des rechtlichen Gehörs - Gelegenheit gegeben wird, Erläuterungen oder Ergänzungsfragen zu beantragen. Das heisst, dass der Entscheid darüber, ob überhaupt Ergänzungen des Gutachtens in Auftrag gegeben werden, dem Gericht obliegt (THOMAS WEIBEL, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], in: Thomas Sutter-Somm u.a. [Hrsg.], 3. Aufl. 2016, N. 14 zu Art. 187 ZPO; ANNETTE DOLGE, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 9 zu Art. 187 ZPO; SVEN RÜETSCHI, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 10 zu Art. 187 ZPO). Wenn das Gericht keine Ergänzungen mehr in Auftrag gibt, dann geschieht dies, weil es das vorhandene Gutachten in Würdigung dessen Inhalts als vollständig erachtet. Mit andern Worten geht es, entgegen dem Beschwerdeführer, um die grundsätzliche Verwertbarkeit des Gutachtens, die, wie dargelegt (E. 2.2 hiervor), nicht im Rahmen von Art. 92 BGG zu überprüfen ist.”
Anträge, die lediglich bereits beantwortete Fragen in unveränderter Form wiederholen, können zurückgewiesen werden. Eine solche Ablehnung ist gerechtfertigt, wenn die wiederholten Fragen inhaltlich keinen neuen Klärungsbedarf erkennen lassen.
“Leur ultime démarche du 20 juin 2022 a été rejetée le 24 octobre 2022, la Présidente du Tribunal estimant que les questions alors posées étaient les mêmes que celles auxquelles l’expert avait déjà répondu, respectivement étaient inutiles. Dans leur appel, les demandeurs justifient leur requête réitérée d’entendre l’expert par oral par la nécessité d’obtenir des explications déterminantes pour l’issue du litige ; ils ajoutent que les questions formulées le 20 juin 2022 et refusées le 24 octobre 2022 n’ont pas permis d’expliquer certaines contradictions ressortant de l’expertise, et que l’audition de l’expert est la seule possibilité raisonnable qui leur reste pour pouvoir administrer ce moyen de preuve de manière adéquate. On doit toutefois constater que l’avis de la Présidente du Tribunal selon lequel les demandeurs n’ont le 20 juin 2022 que réitéré des questions déjà posées dont les réponses ne les satisfaisaient pas est exact. Les demandeurs échouent dès lors à démontrer une violation de l’art. 187 al. 1 CPC, respectivement de leur droit d’être entendu. 2.5. Autre est la question de savoir si la Présidente du Tribunal a ignoré des faits importants, soigneusement détaillés, ou des indices qui entamaient sérieusement le pouvoir de persuasion de l’expertise (not. arrêt TF 4A_612/2015 du 9 mai 2016 consid. 3.3), de sorte qu’elle aurait dû douter de l’exactitude de l’expertise et compléter son instruction, faute de quoi elle faisait un mauvais usage de sa liberté d’appréciation des preuves (art. 157 CPC). C’est dès lors à l’examen des divers griefs formulés par les demandeurs contre la décision du 5 avril 2024 que la question de savoir si l’expert devait être réabordé, par écrit ou par oral, sera cas échéant examinée. 2.6. Les demandeurs sollicitent en appel une inspection des lieux en compagnie de l’expert. Ils relèvent que celui-ci ne s’est pas rendu sur les lieux avant de répondre aux questions complémentaires. Les demandeurs n’expliquent toutefois pas dans leur appel en quoi il eût été nécessaire que la Présidente du Tribunal constatât directement certains faits en se rendant sur place.”
“Leur ultime démarche du 20 juin 2022 a été rejetée le 24 octobre 2022, la Présidente du Tribunal estimant que les questions alors posées étaient les mêmes que celles auxquelles l’expert avait déjà répondu, respectivement étaient inutiles. Dans leur appel, les demandeurs justifient leur requête réitérée d’entendre l’expert par oral par la nécessité d’obtenir des explications déterminantes pour l’issue du litige ; ils ajoutent que les questions formulées le 20 juin 2022 et refusées le 24 octobre 2022 n’ont pas permis d’expliquer certaines contradictions ressortant de l’expertise, et que l’audition de l’expert est la seule possibilité raisonnable qui leur reste pour pouvoir administrer ce moyen de preuve de manière adéquate. On doit toutefois constater que l’avis de la Présidente du Tribunal selon lequel les demandeurs n’ont le 20 juin 2022 que réitéré des questions déjà posées dont les réponses ne les satisfaisaient pas est exact. Les demandeurs échouent dès lors à démontrer une violation de l’art. 187 al. 1 CPC, respectivement de leur droit d’être entendu. 2.5. Autre est la question de savoir si la Présidente du Tribunal a ignoré des faits importants, soigneusement détaillés, ou des indices qui entamaient sérieusement le pouvoir de persuasion de l’expertise (not. arrêt TF 4A_612/2015 du 9 mai 2016 consid. 3.3), de sorte qu’elle aurait dû douter de l’exactitude de l’expertise et compléter son instruction, faute de quoi elle faisait un mauvais usage de sa liberté d’appréciation des preuves (art. 157 CPC). C’est dès lors à l’examen des divers griefs formulés par les demandeurs contre la décision du 5 avril 2024 que la question de savoir si l’expert devait être réabordé, par écrit ou par oral, sera cas échéant examinée. 2.6. Les demandeurs sollicitent en appel une inspection des lieux en compagnie de l’expert. Ils relèvent que celui-ci ne s’est pas rendu sur les lieux avant de répondre aux questions complémentaires. Les demandeurs n’expliquent toutefois pas dans leur appel en quoi il eût été nécessaire que la Présidente du Tribunal constatât directement certains faits en se rendant sur place.”
Die Anhörung der sachverständigen Person nach Art. 187 Abs. 1 ZPO ist nicht obligatorisch; ob das Gericht die sachverständige Person mündlich erhebt oder schriftliche Abklärungen anordnet, hängt vom Inhalt des Gutachtens ab. Das Recht, gehört zu werden, kann gewahrt sein, wenn die Parteien ausreichend Gelegenheit erhalten, dem Sachverständigen schriftliche Fragen zu stellen und sich dazu zu äussern.
“Savoir si l’expert doit être abordé par oral ou par écrit pour s’expliquer sur son rapport dépend ainsi du contenu de celui-ci (« commenter son rapport par écrit ») ; il ne peut dès lors pas être reproché à une partie de ne pas avoir requis l’audition de l’expert avant d’avoir pu en prendre connaissance. Aussi, il n’est pas décisif en l’occurrence que les demandeurs n’aient pas sollicité l’audition de l’expert dans leur demande du 28 août 2018 ou dans leur réplique du 3 juin 2019, soit bien avant l’établissement de l’expertise. Ils n’avaient pas plus de raison de le faire avant la décision du 24 octobre 2022 par laquelle la Présidente du Tribunal a refusé de soumettre à l’expert leur troisième requête d’expertise complémentaire. Jusqu’alors en effet, ils pouvaient espérer obtenir les éclaircissements souhaités en abordant l’expert par écrit. En définitive, en sollicitant l’audition de F.________ lors de l’audience d’instruction du 10 février 2023, qui avait notamment pour but de préparer les débats principaux, les demandeurs n’ont pas tardé à agir. La Présidente du Tribunal ne convainc pas lorsqu’elle a refusé de citer l’expert pour ce motif. 2.4. L’audition de l’expert prévue à l’art. 187 al. 1 CPC n’est, d’une part, pas obligatoire et, d’autre part, pas une fin en soi. Comme déjà relevé, le droit d’être entendu des parties est respecté si elles ont la possibilité de poser à l’expert des questions par écrit, ce que les demandeurs ont pu faire en l’espèce à plusieurs reprises. Leur ultime démarche du 20 juin 2022 a été rejetée le 24 octobre 2022, la Présidente du Tribunal estimant que les questions alors posées étaient les mêmes que celles auxquelles l’expert avait déjà répondu, respectivement étaient inutiles. Dans leur appel, les demandeurs justifient leur requête réitérée d’entendre l’expert par oral par la nécessité d’obtenir des explications déterminantes pour l’issue du litige ; ils ajoutent que les questions formulées le 20 juin 2022 et refusées le 24 octobre 2022 n’ont pas permis d’expliquer certaines contradictions ressortant de l’expertise, et que l’audition de l’expert est la seule possibilité raisonnable qui leur reste pour pouvoir administrer ce moyen de preuve de manière adéquate.”
“Elles ne doivent ainsi pas être écartées pour cette raison, à défaut d’être contraires aux rapports initiaux, ce qui n’est pas le cas en l’espèce. S’agissant enfin du degré de la preuve applicable, comme on l’a vu, la jurisprudence a certes retenu que la survenance et la persistance d’une incapacité de travail devaient être démontrées au degré de la certitude, et non de la vraisemblance prépondérante. Cela étant, notre Haute Cour a également précisé qu’un certificat médical était à cet égard suffisant, et de tels certificats ont bien été établis pendant la durée de l’incapacité de travail à laquelle l’expert a conclu. Compte tenu de ce qui précède, la chambre de céans se ralliera aux conclusions du Dr H______, selon lesquelles le demandeur présentait une incapacité de travail totale du 26 août 2020 au 14 avril 2021, puis de 50% du 15 avril au 14 octobre 2021. Les parties ont sollicité l’audition du Dr H______. La procédure civile n’impose toutefois pas que l’expert qui dépose un rapport par écrit soit systématiquement entendu (cf. art. 187 al. 1 CPC). Toutefois, dans la mesure où les parties ont eu l’occasion de se déterminer sur son rapport, et que la défenderesse a produit un avis détaillé de son médecin-conseil qui n’a pas articulé de questions particulières à l’expert, la chambre de céans ne procèdera pas à cette audition, par appréciation anticipée des preuves (ATF 130 II 425 consid. 2.1). 10. Compte tenu de ce qui précède, le demandeur a droit à des indemnités journalières complètes du 1er décembre au 14 avril 2021, puis de 50% du 15 avril au 14 octobre 2021. Il a allégué que les premières s’élevaient à CHF 189.48 et les secondes à ce montant divisé par deux, soit CHF 94.74. La défenderesse ayant effectivement versé des indemnités journalières complètes de CHF 189.48, il n’y a pas lieu de s’écarter de ces chiffres qu’elle ne conteste du reste pas. Le montant de indemnités journalières restant dues s’élève à CHF 42'917.22, soit 135 indemnités journalières à CHF 189.48 du 1er décembre 2020 au 14 avril 2021 et 183 indemnités journalières du 15 avril au 14 octobre 2021.”
Ob ein Gutachten schriftlich erstattet wird, liegt im Ermessen des Gerichts (Art. 187 Abs. 1 ZPO). Die Auswahl kann zeitliche Auswirkungen haben; zudem können in diesem Zusammenhang anfechtbare Zwischenverfügungen ergehen, deren Rechtsmittelfristen abzuwarten sind.
“Zusätzlich wäre die Kostenfrage zu klären und die Gegenpartei müsste darum besorgt sein, dass die entsprechenden Gutachterkosten als unnötige Kosten i.S.v. Art. 108 ZPO qualifiziert werden, ansonsten sie diese im Falle ihres Unterliegens zu tragen hätte (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). 4.5. Auch in zeitlicher Hinsicht ist vom Vorgehen des Beschwerdeführers keine Prozessbeschleunigung zu erwarten. Da die Einholung eines Gutachtens im Rahmen des Schlichtungsverfahrens aufgrund des Streitwerts ausgeschlossen ist (vgl. Art. 203 Abs. 2 ZPO) wird dieses erst im erstinstanzlichen Zivilverfahren erstellt werden können. Kommt es zur Einholung eines Gutachtens, hat das Gericht die Parteien vorgängig anzuhören (Art. 183 Abs. 1 Satz 2 ZPO) und ihnen Gelegenheit zu geben, sich zur Fragestellung zu äussern und Änderungs- oder Ergänzungsanträge zu stellen (Art. 185 Abs. 2 ZPO). Gegebenenfalls werden anfechtbare Zwischenverfügungen ergehen, deren Rechtsmittelfristen abzuwarten ist. Ob das Gutachten schriftlich erstattet wird, liegt im Übrigen im Ermessen des Gerichts (vgl. Art. 187 Abs. 1 ZPO). Zu beachten ist schliesslich, dass das Verfahren jederzeit ohne Erstellung eines Gutachtens vorzeitig beendet werden kann, so etwa durch Klagerückzug, Anerkennung oder Vergleich (Art. 208 und 241 ZPO). 4.6. Aus diesen Gründen ist eine Sistierung des Verfahrens nicht zu rechtfertigen. 5. 5.1. Infolge der obigen Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. 5.2. Der Beschwerdeführer trägt die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.--. 5.3. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen (Art. 61 lit. g ATSG). Demgemäss erkennt das Sozialversicherungsgericht: ://: Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Beschwerdeführer trägt die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.--. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Sozialversicherungsgericht BASEL-STADT Der Präsident Die Gerichtsschreiberin Dr. G. Thomi Dr. B. Gruber Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art.”
Art. 187 Abs. 4 ZPO darf nicht dazu verwendet werden, die Zulässigkeitsregeln für neu vorgelegte Beweismittel (Nova) nach Art. 229 ZPO zu umgehen; neu eingereichte Unterlagen sind insoweit (hinsichtlich der Zulässigkeit als Nova in erster Instanz) unzulässig.
“L'expert lui avait même octroyé une " seconde chance " pour produire des pièces complémentaires avant la rédaction de son rapport, mais elle n'avait pas saisi cette opportunité. Les éléments nouveaux qu'elle avait introduits dans son courrier du 31 août 2018 étaient ainsi irrecevables. Il en allait de même, par conséquent, des constatations de l'expert fondées sur ces pièces nouvelles. La recourante ne s'en prend pas valablement à cette motivation. Elle se contente de prétendre que la Cour d'appel a fait un " curieux amalgame " entre la production d'éléments nouveaux devant répondre aux exigences de l'art. 229 CPC et la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert selon l'art. 187 al. 4 CPC, soutenant en outre que les pièces complémentaires remises à celui-ci ne constituaient pas des nova, dès lors qu'elles avaient été produites à la demande dudit expert et à l'appui de faits déjà allégués en procédure. Cet argument est à l'évidence infondé. L'art. 187 al. 4 CPC ne saurait en effet permettre de contourner les règles de l'art. 229 CPC relatives à l'admissibilité des nova en première instance, amplement détaillées par la jurisprudence. La recourante est par ailleurs mal venue d'affirmer que la pertinence des pièces litigieuses ne serait apparue qu'après que l'expert eut estimé ne pas être en mesure de déterminer la provenance des montants versés par elle au titre des impôts, dès lors que l'arrêt attaqué retient, sans qu'elle se plaigne d'arbitraire à ce sujet, que cette question était déjà contestée entre les époux au stade des échanges d'écritures. Autant qu'avéré, l'argument selon lequel elle a dû effectuer des recherches auprès de la banque pour se procurer ces pièces ne lui est également d'aucun secours, dès lors qu'on ne voit pas pourquoi elle n'aurait pas pu y procéder avant. Le moyen est ainsi mal fondé, dans la mesure où il est suffisamment motivé (art. 42 al. 2, 106 al. 2 LTF).”
Nach Mitteilung des Gutachtens können die Parteien Erklärungen zum Gutachten verlangen oder dem Sachverständigen ergänzende Fragen stellen.
“Cet intérêt doit en principe uniquement être nié lorsqu'il fait manifestement défaut, ce qui peut notamment être le cas lorsque le moyen de preuve n'est clairement pas approprié (arrêt du Tribunal fédéral 5A_832/2012 du 25 janvier 2013 consid. 7.1). Tous les moyens de preuve prévus par les art. 168 ss CPC peuvent être administrés en preuve à futur hors procès, et ce conformément aux règles qui leur sont applicables. Lorsqu'il s'agit d'une expertise, les règles des art. 183 à 188 CPC s'appliquent. En particulier, le tribunal nomme un expert, préside au déroulement des opérations, instruit l'expert et lui soumet les questions soumises à expertise (art. 185 al. 1 CPC). Il donne aux parties l'occasion de s'exprimer sur ces questions et de proposer qu'elles soient modifiées ou complétées (art. 185 al. 2 CPC) et fixe à l'expert un délai pour déposer son rapport (art. 185 al. 3 CPC). Il communique ensuite celui-ci aux parties et leur offre la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert (art. 187 al. 4 CPC) (ATF 142 III 40 consid. 3.1.2; arrêt du Tribunal fédéral 4D_57/2020 du 24 février 2021 consid. 3.1). 2.2 En droit des assurances sociales, sans remettre en cause le principe de la libre appréciation des preuves, le Tribunal fédéral des assurances a posé des lignes directrices en ce qui concerne la manière d'apprécier certains types d'expertises ou de rapports médicaux (ATF 125 V 351 consid. 3b). Le juge peut accorder pleine valeur probante aux rapports et expertises établis par les médecins d'un assureur social aussi longtemps que ceux-ci aboutissent à des résultats convaincants, que leurs conclusions sont sérieusement motivées, que ces avis ne contiennent pas de contradictions et qu'aucun indice concret ne permet de mettre en cause leur bien-fondé. Le simple fait que le médecin consulté est lié à l'assureur par un rapport de travail ne permet pas encore de douter de l'objectivité de son appréciation ni de soupçonner une prévention à l'égard de l'assuré. Ce n'est qu'en présence de circonstances particulières que les doutes au sujet de l'impartialité d'une appréciation peuvent être considérés comme objectivement fondés.”
Die Parteien müssen das Gutachten zunächst zur Kenntnis nehmen können; es kann ihnen daher nicht zum Vorwurf gemacht werden, die Anhörung des Experten schon vor Einsichtnahme beantragt zu haben. Ob die Erläuterung des Gutachtens mündlich oder schriftlich zu erfolgen hat, richtet sich nach dem Inhalt des Berichts.
“________ aurait pu s’expliquer lors de l’audience sur certains aspects peu clairs ou contradictoires de son expertise, comme le fait qu’il a fait référence dans son expertise complémentaire du 5 avril 2022 à la fausse convention extra-judiciaire, ou qu’il a retenu à tort que la société défenderesse n’avait pas exécuté certains travaux pourtant figurant dans sa soumission. Les défenderesses répondent qu’elles se sont limitées à accepter que l’expertise soit mise en œuvre sans débats d’instruction, étant précisé qu’il convenait de prévoir une séance de mise en œuvre avec l’expert avant que ce dernier n’exécute son mandat. Elles ne sont dès lors en rien responsables du fait que la requête d’audition de l’expert est tardive, audition qui ne présentait du reste aucune utilité. 2.3. Toute partie a droit à ce que le tribunal administre les moyens de preuve adéquats proposés régulièrement et en temps utile (art. 152 al. 1 CPC). Les parties ont en outre le droit de participer à l’administration des preuves (art. 155 al. 3 CPC). Lorsque le Tribunal a ordonné une expertise, l’occasion doit être donnée aux parties de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (art. 187 al. 4 CPC). Cela peut être fait par oral, l’expert pouvant être cité à l’audience pour commenter son rapport (art. 187 al. 1 CPC). L’audition de l’expert a ainsi pour but de permettre aux parties, – dans le cadre de leur droit de participer à l'administration des preuves et de se déterminer sur celles-ci – de l’entendre sur ses méthodes d’investigation et ses conclusions, cas échéant de lui poser des questions complémentaires ou obtenir des clarifications (CR CPC-Schweizer, 2ème éd. 2019, art. 187 n. 6). Par ailleurs, le juge qui doute d’un rapport d’expertise doit compléter son instruction pour lever son incertitude et peut à cette fin citer l’expert à l’audience afin qu’il explicite son rapport (Bohnet/Fitzi, Le cadre procédural de l’expertise judiciaire en matière civile, in L’expertise en procédure, 2022, p. 45 n. 94). Savoir si l’expert doit être abordé par oral ou par écrit pour s’expliquer sur son rapport dépend ainsi du contenu de celui-ci (« commenter son rapport par écrit ») ; il ne peut dès lors pas être reproché à une partie de ne pas avoir requis l’audition de l’expert avant d’avoir pu en prendre connaissance.”
Eine Ergänzung des Gutachtens kommt insbesondere in Betracht, wenn das Gutachten lückenhaft ist oder neue, noch nicht geklärte Fragen aufwirft. Erläuterungen kommen in Betracht, wenn das Gutachten unklar, widersprüchlich oder erläuterungsbedürftig ist. Den Parteien steht kein Anspruch auf Gewährung von Erläuterungen oder Ergänzungen zu; das Gericht entscheidet hierüber nach seiner freien Prüfung.
“1 De l’avis de la recourante, un complément d’expertise serait justifié par le caractère imprécis du rapport principal, s’agissant en particulier de la façon dont il a estimé à 3'000 fr. la moins-value liée aux travaux de peinture que les intimés ont été contraints d’effectuer eux-mêmes. La recourante considère en outre que le rapport serait incomplet, faisant valoir que l’expert aurait arrêté le coût des travaux qu’elle avait réalisés sans prendre en considération le décompte final provisoire du 15 septembre 2020, pourtant annexé au rapport (annexe n° 5), dont il ressortirait que ledit coût s’élève à 166'000 fr., correspondant à 821 heures de travail en régie ; la recourante soutient que l’expert n’aurait pas tenu compte des particularités du dossier, résidant dans le fait que les travaux litigieux, lesquels avaient initialement fait l’objet d’un devis, auraient finalement été facturés par le biais de factures d’heures en régie. Il y aurait ainsi lieu que l’expert se détermine sur le décompte précité. 3.2 En vertu de l’art. 187 al. 4 CPC, le tribunal donne aux parties l’occasion de demander des explications relativement au rapport d’expertise ou de poser des questions complémentaires à l’expert. Il y a lieu à explication de l’expertise lorsque celle-ci est peu claire, contradictoire voire incompréhensible, ou encore qu’elle nécessite des développements complémentaires ou des précisions. Il y a lieu à complément lorsque l’expertise est non seulement peu claire, mais encore lacunaire ou s’il en découle de nouvelles questions, non encore élucidées. Dans tous les cas, les parties n’ont aucun droit à ce qu’il soit donné suite à n’importe quelle demande d’explication ou de complément ; c’est au tribunal de décider d’ordonner un complément ou une explication de l’expertise, en faisant usage de son pouvoir d’appréciation (TF 4A_517/2017 du 2 octobre 2018 consid. 4.2). Le juge ne viole ni le droit d’être entendu ni le droit à la preuve des parties en refusant d’ordonner un complément d’expertise au motif qu’il s’est fait une conviction, sur la base des preuves déjà administrées et que, par appréciation anticipée de celles-ci, il peut admettre que sa conviction ne serait pas modifiée par d’autres moyens de preuve (TF 5A_629/2015 du 27 mars 2017 consid.”
Bei unklaren oder widersprüchlichen Gutachten bzw. wenn der Richter an einem Bericht Zweifel hat, kann das Gericht die mündliche Anhörung des Sachverständigen anordnen, damit dieser sein Gutachten erläutert; ob dies mündlich oder schriftlich erfolgt, hängt vom Inhalt des Berichts ab.
“________ aurait pu s’expliquer lors de l’audience sur certains aspects peu clairs ou contradictoires de son expertise, comme le fait qu’il a fait référence dans son expertise complémentaire du 5 avril 2022 à la fausse convention extra-judiciaire, ou qu’il a retenu à tort que la société défenderesse n’avait pas exécuté certains travaux pourtant figurant dans sa soumission. Les défenderesses répondent qu’elles se sont limitées à accepter que l’expertise soit mise en œuvre sans débats d’instruction, étant précisé qu’il convenait de prévoir une séance de mise en œuvre avec l’expert avant que ce dernier n’exécute son mandat. Elles ne sont dès lors en rien responsables du fait que la requête d’audition de l’expert est tardive, audition qui ne présentait du reste aucune utilité. 2.3. Toute partie a droit à ce que le tribunal administre les moyens de preuve adéquats proposés régulièrement et en temps utile (art. 152 al. 1 CPC). Les parties ont en outre le droit de participer à l’administration des preuves (art. 155 al. 3 CPC). Lorsque le Tribunal a ordonné une expertise, l’occasion doit être donnée aux parties de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (art. 187 al. 4 CPC). Cela peut être fait par oral, l’expert pouvant être cité à l’audience pour commenter son rapport (art. 187 al. 1 CPC). L’audition de l’expert a ainsi pour but de permettre aux parties, – dans le cadre de leur droit de participer à l'administration des preuves et de se déterminer sur celles-ci – de l’entendre sur ses méthodes d’investigation et ses conclusions, cas échéant de lui poser des questions complémentaires ou obtenir des clarifications (CR CPC-Schweizer, 2ème éd. 2019, art. 187 n. 6). Par ailleurs, le juge qui doute d’un rapport d’expertise doit compléter son instruction pour lever son incertitude et peut à cette fin citer l’expert à l’audience afin qu’il explicite son rapport (Bohnet/Fitzi, Le cadre procédural de l’expertise judiciaire en matière civile, in L’expertise en procédure, 2022, p. 45 n. 94). Savoir si l’expert doit être abordé par oral ou par écrit pour s’expliquer sur son rapport dépend ainsi du contenu de celui-ci (« commenter son rapport par écrit ») ; il ne peut dès lors pas être reproché à une partie de ne pas avoir requis l’audition de l’expert avant d’avoir pu en prendre connaissance.”
“________ aurait pu s’expliquer lors de l’audience sur certains aspects peu clairs ou contradictoires de son expertise, comme le fait qu’il a fait référence dans son expertise complémentaire du 5 avril 2022 à la fausse convention extra-judiciaire, ou qu’il a retenu à tort que la société défenderesse n’avait pas exécuté certains travaux pourtant figurant dans sa soumission. Les défenderesses répondent qu’elles se sont limitées à accepter que l’expertise soit mise en œuvre sans débats d’instruction, étant précisé qu’il convenait de prévoir une séance de mise en œuvre avec l’expert avant que ce dernier n’exécute son mandat. Elles ne sont dès lors en rien responsables du fait que la requête d’audition de l’expert est tardive, audition qui ne présentait du reste aucune utilité. 2.3. Toute partie a droit à ce que le tribunal administre les moyens de preuve adéquats proposés régulièrement et en temps utile (art. 152 al. 1 CPC). Les parties ont en outre le droit de participer à l’administration des preuves (art. 155 al. 3 CPC). Lorsque le Tribunal a ordonné une expertise, l’occasion doit être donnée aux parties de demander des explications ou de poser des questions complémentaires (art. 187 al. 4 CPC). Cela peut être fait par oral, l’expert pouvant être cité à l’audience pour commenter son rapport (art. 187 al. 1 CPC). L’audition de l’expert a ainsi pour but de permettre aux parties, – dans le cadre de leur droit de participer à l'administration des preuves et de se déterminer sur celles-ci – de l’entendre sur ses méthodes d’investigation et ses conclusions, cas échéant de lui poser des questions complémentaires ou obtenir des clarifications (CR CPC-Schweizer, 2ème éd. 2019, art. 187 n. 6). Par ailleurs, le juge qui doute d’un rapport d’expertise doit compléter son instruction pour lever son incertitude et peut à cette fin citer l’expert à l’audience afin qu’il explicite son rapport (Bohnet/Fitzi, Le cadre procédural de l’expertise judiciaire en matière civile, in L’expertise en procédure, 2022, p. 45 n. 94). Savoir si l’expert doit être abordé par oral ou par écrit pour s’expliquer sur son rapport dépend ainsi du contenu de celui-ci (« commenter son rapport par écrit ») ; il ne peut dès lors pas être reproché à une partie de ne pas avoir requis l’audition de l’expert avant d’avoir pu en prendre connaissance.”
Die Parteien müssen die Möglichkeit erhalten, sich zum Inhalt eines Gutachtens zu äussern und Ergänzungsfragen vorzuschlagen; dies gilt auch für ausserhalb des Verfahrens erstellte Gutachten, die als Beweismittel eingereicht werden.
“Il ne saurait, sans motifs déterminants, substituer son appréciation à celle de l'expert, sous peine de verser dans l'arbitraire (TF 5A_465/2016 du 19 janvier 2017 consid. 5.2.2. et les références citées ; TF 4A_612/2015 du 9 mai 2016 consid. 3.3 ; TF 4A_483/2014 du 25 novembre 2014 consid. 6.1). Le tribunal ne doit en particulier pas placer ses connaissances au-dessus de celles de l’expert. Il doit en général se limiter à l’examen de questions formelles et admettre qu’au reste, il appartient aux parties, qui ont le devoir de collaborer, de remettre en cause le fondement de l’expertise (TF 4A_202/2014 du 18 février 2015 consid. 4.1 ; TF 4C.363/2000 du 3 avril 2001 consid. 3b). Une expertise judiciaire ordonnée et établie dans le cadre d’une autre procédure (expertise dite « extérieure ») peut être produite à titre d’expertise judiciaire ; l’aptitude à la preuve de telles expertises «étrangères» au procès principal n’empêche pas que le droit d’être entendues des parties à celui-ci doive pouvoir être exercé, si bien qu’elles doivent avoir la possibilité de se déterminer sur le contenu de l’expertise effectuée (art. 187 al. 4 CPC), de se prononcer rétrospectivement sur la personne de l’expert (art. 183 al. 2 CPC) ou de proposer des questions complémentaires (art. 185 al. 2 CPC) (ATF 140 III 24 consid. 3.3.1.3 et les références citées, JdT 2016 II 308 ; TF 4A_9/2018 du 31 octobre 2018 consid. 5.2.1).”
Das nach Art. 187 Abs. 4 ZPO gewährte Recht, Erklärungen des Gutachtens oder Ergänzungsfragen zu beantragen, darf nicht dazu dienen, nachträglich unzulässige nova in die Akte einzuschleusen oder die Zulässigkeitsregeln für nova nach Art. 229 ZPO zu umgehen.
“L'expert lui avait même octroyé une " seconde chance " pour produire des pièces complémentaires avant la rédaction de son rapport, mais elle n'avait pas saisi cette opportunité. Les éléments nouveaux qu'elle avait introduits dans son courrier du 31 août 2018 étaient ainsi irrecevables. Il en allait de même, par conséquent, des constatations de l'expert fondées sur ces pièces nouvelles. La recourante ne s'en prend pas valablement à cette motivation. Elle se contente de prétendre que la Cour d'appel a fait un " curieux amalgame " entre la production d'éléments nouveaux devant répondre aux exigences de l'art. 229 CPC et la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert selon l'art. 187 al. 4 CPC, soutenant en outre que les pièces complémentaires remises à celui-ci ne constituaient pas des nova, dès lors qu'elles avaient été produites à la demande dudit expert et à l'appui de faits déjà allégués en procédure. Cet argument est à l'évidence infondé. L'art. 187 al. 4 CPC ne saurait en effet permettre de contourner les règles de l'art. 229 CPC relatives à l'admissibilité des nova en première instance, amplement détaillées par la jurisprudence. La recourante est par ailleurs mal venue d'affirmer que la pertinence des pièces litigieuses ne serait apparue qu'après que l'expert eut estimé ne pas être en mesure de déterminer la provenance des montants versés par elle au titre des impôts, dès lors que l'arrêt attaqué retient, sans qu'elle se plaigne d'arbitraire à ce sujet, que cette question était déjà contestée entre les époux au stade des échanges d'écritures. Autant qu'avéré, l'argument selon lequel elle a dû effectuer des recherches auprès de la banque pour se procurer ces pièces ne lui est également d'aucun secours, dès lors qu'on ne voit pas pourquoi elle n'aurait pas pu y procéder avant. Le moyen est ainsi mal fondé, dans la mesure où il est suffisamment motivé (art. 42 al. 2, 106 al. 2 LTF).”
Die Parteien haben konkrete, kurz begründete Fragen zu stellen; es gehört nicht zu den Aufgaben des Gerichts, aus allgemeinen Problemkreisen oder kritischen Bemerkungen eigenständig Fragen zu formulieren.
“Gemäss Art. 187 Abs. 4 ZPO steht den Parteien in Zusammenhang mit der Erstellung eines Gutachtens das Recht zu, eine Erläuterung oder Ergänzung die- ses Gutachtens zu beantragen. Die Parteien haben konkrete Fragen zu stellen, da es nicht Aufgabe des Gerichts ist, aus aufgeworfenen Problemkreisen und kriti- schen Bemerkungen selbst geeignete Fragen herauszuarbeiten. Die Anträge sind kurz zu begründen. Über die von den Parteien gestellten Anträge entscheidet das Gericht und bestimmt, welche Erläuterungs- bzw. Ergänzungsfragen der sachver- ständigen Person gestellt werden (Annette Dolge, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 ff. zu Art. 187 ZPO, m.w.H.).”
Die Parteien müssen Erläuterungs- und Ergänzungsfragen beantragen; das Gericht entscheidet, welche Fragen zugelassen werden kann. Es kann Zulassungen einschränken, um übermässige Verfahrensverzögerungen, das Nachholen prozessualer Versäumnisse durch die Parteien und unnötige Kosten zu verhindern; zudem kann die Instanz darauf vertrauen, dass bestimmte Unklarheiten in der Partei- und Zeugenvernehmung geklärt werden.
“Die Erstinstanz habe die Begründung der Mangelhaftigkeit genügend ausgeführt und ihr Entscheid hierzu sei zu bestätigen. Werde das Gutachten in seinen prozess-historischen Kontext gestellt, um erwägen zu können, ob hier Ergänzungen oder Erläuterungen eine Klärung gebracht hätten, so sei zu berücksichtigen, dass der Gutachter nach über vier Jahren Arbeit im November 2018 einen unbrauchbaren und unvollständigen Gutachtenentwurf eingegeben habe. Danach habe er von der Erstinstanz mit Verfügung vom 7. Februar 2019 die Möglichkeit erhalten, nicht nur die fehlenden (Kern-) Teile des Gutachtens zu erstellen, sondern das Gutachten vollkommen zu überarbeiten. Demnach sei die Erstinstanz damals von Amtes wegen zum Schluss gekommen, dass das eingereichte Gutachten erläuterungs- und ergänzungsbedürftig gewesen sei. Der Gutachter habe damals schon die Möglichkeit erhalten, das Gutachten zu erläutern und zu ergänzen. Ganz offensichtlich habe die bereits damals angeordnete Ergänzungs- und Erläuterungsübung keine Klärung gebracht und kein brauchbares Gutachten hervorgebracht. Aus Art. 187 Abs. 4 ZPO gehe zudem klar hervor, dass die Parteien ihre Erläuterungs- und Ergänzungsfragen beantragen müssten. Das Gericht entscheide jeweils darüber, welche Ergänzungs- bzw. Erläuterungsfragen zuzulassen seien und welche nicht. Dadurch soll unter anderem eine übermässige Verfahrensverzögerung sowie - wie im vorliegenden Fall - ein allfälliges Bestreben der Parteien, prozessuale Versäumnisse wettzumachen, verhindert werden. Nach Ansicht der Beklagten sei offensichtlich, dass die Erstinstanz in Anbetracht der Prozessgeschichte das Verfahren nicht mit Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen habe verzögern können und sie habe wohl weitere (unnötige) Kosten verhindern wollen. Die Stellung von Ergänzungs- und Erläuterungsfragen habe das Risiko beinhaltet, dass die Kosten und Dauer weiter aus dem Ruder laufen würden. Im Übrigen habe die Erstinstanz erwarten können, dass viele Sachverhaltsfragen, die vom Gutachter nicht geklärt worden seien, in der Partei-/Zeugenbefragung geklärt würden (Rz. 264 bis 267 Urteil).”
Die Parteien können nach Zustellung des Gutachtens Erklärungen verlangen oder ergänzende Fragen an den Experten beantragen. Die endgültige Entscheidung über die Formulierung und Zulassung solcher Fragen trifft jedoch das Gericht; den Parteien steht kein Recht zu, über die Änderungsvorschläge der Gegenpartei abschliessend zu befinden.
“Exceptionnellement, lorsque l'administration de la preuve ne peut être assurée autrement, le tribunal statue sans entendre la partie adverse (art. 265 CPC) et prend toutes les mesures en vue de l'administration de cette preuve. Tous les moyens de preuve prévus par les art. 168 ss CPC peuvent être administrés en preuve à futur hors procès, et ce conformément aux règles qui leur sont applicables. Lorsqu'il s'agit d'une expertise, les règles des art. 183 à 188 CPC s'appliquent. En particulier, le tribunal nomme un expert, préside au déroulement des opérations, instruit l'expert et lui soumet les questions soumises à expertise (art. 185 al. 1 CPC). Il donne aux parties l'occasion de s'exprimer sur ces questions et de proposer qu'elles soient modifiées ou complétées (art. 185 al. 2 CPC) et fixe à l'expert un délai pour déposer son rapport (art. 185 al. 3 CPC). Il communique ensuite celui-ci aux parties et leur donne la possibilité de demander des explications ou de poser des questions complémentaires à l'expert (art. 187 al. 4 CPC; ATF 142 III 40 consid. 3.1.2 et les références citées). Il appartient en premier lieu au requérant qui sollicite la mise en œuvre d’une expertise de soumettre au tribunal les questions à poser à l’expert. L’intimé, qui doit être entendu dans la procédure de preuve à futur selon les art. 158 al. 2 en relation avec les art. 248 let. d et 253 CPC, peut par ses propres questions ou des questions complémentaires apporter son propre point de vue, le tribunal devant toutefois veiller à ce qu’elles ne sortent pas du cadre défini par la requête, qui ne doit pas être élargi par ces questions complémentaires. La décision finale sur la formulation des questions revient de toute manière au tribunal (ATF 140 III 16 consid. 2.2.3 et les références citées). A teneur de l’art. 185 al. 2 CPC, le tribunal donne aux parties l’occasion de s’exprimer sur les questions soumises à expertise et de proposer qu’elles soient modifiées ou complétées. Cette disposition ne donne cependant aucun droit de se déterminer sur les propositions de modification ou de complément de la partie adverse.”
Die den Parteien nach Art. 187 Abs. 4 ZPO eingeräumte Möglichkeit, Erläuterungen zu verlangen oder Ergänzungsfragen zu stellen, wird in der Lehre und Rechtsprechung als ein Faktor genannt, der dem gerichtlich eingeholten Gutachten einen höheren Beweiswert verleiht.
“Aus den Gesetzesmaterialien ergibt sich, dass der Vorentwurf zur ZPO neben dem gerichtlich bestellten Gutachten explizit auch das Privatgutachten als Beweismittel vorsah (Art. 182 VE ZPO). Unter Privatgutachten wird ein Gutachten verstanden, das eine Partei selber in Auftrag gegeben hat. Aufgrund der Kritik in der Vernehmlassung wurde das Privatgutachten in der Folge nicht als Beweismittel in das Gesetz aufgenommen. Privatgutachten sind daher - anders als vom Gericht eingeholte Gutachten - kein Beweismittel, sondern Parteibehauptungen (BGE 141 III 433 E. 2.6; 140 III 16 E. 2.5 m.w.H.; Botschaft zur ZPO, BBl 2006, 7325; BSK ZPO-Hafner, 3. Aufl., 2017, Art. 168 N 4). Der Beweiswert eines gerichtlichen Gutachtens nach Art. 183 ff. ZPO ist ungleich höher, da es unter Strafandrohung von Art. 307 StGB für ein wissentlich falsch erstelltes Gutachten steht (Art. 184 Abs. 1 und 2 ZPO) und beiden Parteien im Verfahren Gelegenheit geboten wird, eine Erläuterung des Gutachtens oder Ergänzungsfragen zu beantragen (Art. 187 Abs. 4 ZPO). Das Bundesgericht hat seine oben erwähnte Rechtsprechung zum Unterschied zwischen Gutachten im Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. d und Art. 183 ff. ZPO und Parteigutachten in späteren Entscheiden mehrfach explizit bestätigt (vgl. u.a. BGer 4A_247/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 4.1 m.w.H.). Diese Rechtsprechung, welche von einem Teil der Lehre kritisiert wird, war Gegenstand der laufenden ZPO-Revision (Botschaft zur Änderung der ZPO, BBl 2020, 2751 f.; BGer 4A_247/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 5.1). Mit Inkrafttreten der ZPO-Revision am 1. Januar 2025 werden Privatgutachten neu als Urkunden eingeordnet (Art. 177 E-ZPO; Honegger-Müntener/Rufibach/Schumann, Die Revision der ZPO, in: AJP 10/2023, 1191 f.). Gleichwohl ist der vorliegende Fall anhand der heute geltenden Rechtsprechung gemäss BGE 141 III 433 zu beurteilen. Wird demgemäss eine Parteibehauptung von der Gegenpartei substantiiert bestritten, so vermögen Parteigutachten als reine Parteibehauptung diese allein nicht zu beweisen. Immerhin vermögen Parteigutachten allenfalls zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis zu erbringen.”
Nach Erstattung eines mündlichen Gutachtens ist dem Betroffenen Gelegenheit zu geben, dem Experten Erläuterungs- und/oder Ergänzungsfragen zu stellen.
“Wird ein Gutachten eingeholt, ist dem Betroffenen vor der Auftragserteilung Gelegenheit zu bieten, sich zur Fragestellung zu äussern und Änderungs- oder Ergänzungsanträge zu stellen (Art. 19 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 185 Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO, SR. 272]; analog auch Art. 184 Abs. 3 StPO). Bei der Erstellung eines Gutachtens ist – sofern notwendig – ein Dolmetscher beizuziehen (Heer, Basler Kommentar StPO/JStPO, 2. Aufl. 2014, Art. 185 N 12). Nach Erstattung des Gutachtens ist dem Betroffenen zu ermöglichen, Erläuterungs- und/oder Ergänzungsfragen an den Experten zu richten (Art. 19 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 187 Abs. 2 ZPO; analog auch Art. 188 f. StPO). Sofern der Beschwerdeführer weiter rügt, dass bei der ambulanten Untersuchung durch den Gutachter Dr. med. C.________ kein Dolmetscher anwesend gewesen sei und er über keine ausreichenden Deutschkenntnisse verfüge, ist Folgendes entgegenzuhalten: Dem fraglichen Gutachten sind keinerlei Anhaltspunkte zu entnehmen, welche auf wesentliche (sprachlich bedingte) Verständigungsschwierigkeiten zwischen dem Beschwerdeführer und dem Gutachter schliessen lassen, selbst wenn der Beschwerdeführer nur über ein – nach Ansicht des Gutachters – begrenztes Vokabular verfügt (Vollzugsakten, pag. 817). Im Gutachten vom 27. Dezember 2019 wird ausdrücklich festgehalten, dass die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers für die Exploration ausreichend seien bzw. eine Verständigung problemlos möglich sei («Herr A.________ spricht zwar etwas gebrochen, jedoch ausreichend gut Deutsch, so dass eine Verständigung mit ihm in deutscher Sprache problemlos möglich war und der Beizug eines Dolmetschers [D.”
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