The parties must appear in person at the hearing unless the court exempts them for reasons of illness or age or for other good cause.
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Parteien können sich durch bevollmächtigte Vertreter (z. B. Mandatar oder Anwalt) vertreten lassen; das Gericht kann sie aus wichtigen Gründen von der persönlichen Anwesenheit dispensieren.
“Elle ne conteste pas plus l'appréciation selon laquelle son intégration en Suisse, bien que réussie durant son séjour légal relativement bref dans ce pays, n'était toutefois pas à ce point étroite que l'on ne pourrait pas exiger d'elle qu'elle quitte la Suisse. On relèvera enfin que l'intéressée ne fait pas valoir d'autres obstacles à l'exécution du renvoi. Au surplus, contrairement à ce qu'elle affirme, la recourante ne saurait tirer argument de sa procédure de divorce actuellement pendante pour pouvoir prétendre à demeurer en Suisse sur la base de l'art. 50 al. 1 let. b et al. 2 LEI. En effet, non seulement l'existence d'une procédure judiciaire en cours ne constitue pas une raison personnelle majeure au sens de cette disposition, mais l'intéressée perd de vue qu'elle peut, pour ladite procédure, se faire représenter par un mandataire - tel que cela est au demeurant déjà le cas (art. 105 al. 2 LTF) - ou encore être dispensée de comparaître personnellement pour de justes motifs (cf. art. 278 CPC [RS 272]; cf. arrêts 2C_905/2012 du 13 mai 2013 consid. 3.2; 2C_138/2007 du 17 août 2007 consid. 4 et les arrêts cités). Ce qui précède suffit également à écarter sa critique, au demeurant purement appellatoire, selon laquelle elle n'aurait pas les moyens financiers pour effectuer les trajets depuis les Philippines dans le but de comparaître personnellement aux audiences.”
“Elle ne conteste pas plus l'appréciation selon laquelle son intégration en Suisse, bien que réussie durant son séjour légal relativement bref dans ce pays, n'était toutefois pas à ce point étroite que l'on ne pourrait pas exiger d'elle qu'elle quitte la Suisse. On relèvera enfin que l'intéressée ne fait pas valoir d'autres obstacles à l'exécution du renvoi. Au surplus, contrairement à ce qu'elle affirme, la recourante ne saurait tirer argument de sa procédure de divorce actuellement pendante pour pouvoir prétendre à demeurer en Suisse sur la base de l'art. 50 al. 1 let. b et al. 2 LEI. En effet, non seulement l'existence d'une procédure judiciaire en cours ne constitue pas une raison personnelle majeure au sens de cette disposition, mais l'intéressée perd de vue qu'elle peut, pour ladite procédure, se faire représenter par un mandataire - tel que cela est au demeurant déjà le cas (art. 105 al. 2 LTF) - ou encore être dispensée de comparaître personnellement pour de justes motifs (cf. art. 278 CPC [RS 272]; cf. arrêts 2C_905/2012 du 13 mai 2013 consid. 3.2; 2C_138/2007 du 17 août 2007 consid. 4 et les arrêts cités). Ce qui précède suffit également à écarter sa critique, au demeurant purement appellatoire, selon laquelle elle n'aurait pas les moyens financiers pour effectuer les trajets depuis les Philippines dans le but de comparaître personnellement aux audiences.”
Im Scheidungsverfahren kommt den vom Gericht anzustellenden Nachforschungen — und damit der persönlichen Erscheinung der Parteien gemäss Art. 278 ZPO — eine besondere Bedeutung zu. Eine Verletzung der damit verbundenen Pflichten (z.B. unzureichende Nachforschungen) kann unter den in der Rechtsprechung genannten Voraussetzungen zur Nichtigkeit des Scheidungsurteils führen.
“Dem setzt der Ehemann einzig entgegen, dass der Zuzug nach U.________ und damit in den Gerichtskreis Willisau reiner Zufall gewesen sei und deshalb eine Konsultation der Einwohnerplattform LuReg überhaupt nicht nahe gelegen habe. Im Übrigen beschränkt er sich auf Vorwürfe an seine Ehefrau, die keinen Zusammenhang mit der Frage der "zumutbaren Nachforschung" im Sinn von Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO aufweisen (sie bezahle weder Steuern noch Sozialversicherungsabgaben und dürfe für diesen Missbrauch nicht noch belohnt zu werden). Eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides zu Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO findet wie gesagt nicht statt. Im Übrigen ist den kantonsgerichtlichen Erwägungen anzufügen, dass es vorliegend um ein Scheidungs- und damit um ein Statusverfahren geht, bei welchem den vom Gericht anzustrengenden Nachforschungen mit Blick auf die Teilnahme der betroffenen Ehegatten am Verfahren (auch vor dem Hintergrund der persönlichen Erscheinungspflicht gemäss Art. 278 ZPO) eine besonders zentrale Rolle zukommt. Deshalb ist das Kantonsgericht umso mehr zutreffend von der Nichtigkeit des Scheidungsurteils ausgegangen, welche bereits allgemein die Folge einer Verletzung von Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO ist (dazu Urteil 4A_646/2020 vom 12. April 2021 E. 3.3.2 m.w.H., in dessen E. 3.2 auch der ultima ratio-Charakter der öffentlichen Bekanntmachung dargestellt wird).”
Bei beidseitiger Säumnis ist das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben. Die Säumnisfolgen nach Art. 234 ZPO greifen demgegenüber nur bei einseitiger Säumnis.
“Die Anwesenheit der Parteien ist bei einer Scheidung auf gemeinsames Be- gehren gemäss Art. 111 ZGB essentiell, da nur so der freie Scheidungswille vom Richter überprüft werden kann. Bei einer Scheidung auf Klage wird im schweizeri- schen Recht nach erfolgloser Einigungsverhandlung, nach der schriftlichen Klage- begründung und -antwort eine Hauptverhandlung durchgeführt, wobei bei Säumnis - 16 - einer Partei die Säumnisfolgen von Art. 234 ZPO greifen. Demnach ist bei Säumnis einer Partei aufgrund der Akten, der Vorbringen der anwesenden Partei und des vom Gericht von Amtes wegen festgestellten Sachverhalts zu entscheiden. Bei Säumnis beider Parteien ist das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben (KUKO ZPO-Stalder/Van de Graaf, Art. 278 ZPO N 3).”
“Die Anwesenheit der Parteien ist bei einer Scheidung auf gemeinsames Be- gehren gemäss Art. 111 ZGB essentiell, da nur so der freie Scheidungswille vom Richter überprüft werden kann. Bei einer Scheidung auf Klage wird im schweizeri- schen Recht nach erfolgloser Einigungsverhandlung, nach der schriftlichen Klage- begründung und -antwort eine Hauptverhandlung durchgeführt, wobei bei Säumnis - 16 - einer Partei die Säumnisfolgen von Art. 234 ZPO greifen. Demnach ist bei Säumnis einer Partei aufgrund der Akten, der Vorbringen der anwesenden Partei und des vom Gericht von Amtes wegen festgestellten Sachverhalts zu entscheiden. Bei Säumnis beider Parteien ist das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben (KUKO ZPO-Stalder/Van de Graaf, Art. 278 ZPO N 3).”
Die persönliche Anwesenheitspflicht kann in Ausnahmefällen entfallen, etwa bei unbekanntem Aufenthalt, Urteilsunfähigkeit, Krankheit oder sonstiger Unzumutbarkeit. In solchen Fällen kommt ausnahmsweise eine schriftliche Durchführung der Anhörung in Betracht. Unterbleibt die persönliche Anhörung unberechtigt, kann dies eine anfechtbare Rechtsverletzung darstellen.
“Ok- tober 2015, E. III. 5.2.1; LE140020 vom 20. November 2014, E. II. 3.1; LE130028 vom 26. November 2013, E. II.3.4.a). Ein Verzicht auf die Anhörung der Eltern kommt damit grundsätzlich nicht in Frage. Unterbleiben darf die Anhörung eines Elternteils höchstens in Ausnahmefällen, etwa bei Unmöglichkeit oder Unzumut- barkeit (analog zu Art. 278 ZPO beispielsweise wegen unbekannten Aufenthalts, Urteilsunfähigkeit, Krankheit; BK ZPO II-S PYCHER, Bern 2012, Art. 297 N 10; Fa- mKomm Scheidung-S CHWEIGHAUSER, a.a.O., Anh ZPO Art. 297 N 4b). Allenfalls ist die obligatorische Anhörung in solchen Fällen umständehalber ausnahmsweise schriftlich durchzuführen (BSK ZPO-STECK, a.a.O., Art. 297 N 10). Unterbleibt die persönliche Anhörung der Eltern zu Unrecht, ist dies als Rechtsverletzung an- fechtbar (BSK ZPO-STECK, a.a.O., Art. 297 N 11; OGer ZH, LE170017 vom 11. Oktober 2017, E. III.2.5; FamKomm Scheidung-S CHWEIGHAUSER, a.a.O., Anh ZPO Art. 297 N 4 f.). - 14 -”
“Ok- tober 2015, E. III. 5.2.1; LE140020 vom 20. November 2014, E. II. 3.1; LE130028 vom 26. November 2013, E. II.3.4.a). Ein Verzicht auf die Anhörung der Eltern kommt damit grundsätzlich nicht in Frage. Unterbleiben darf die Anhörung eines Elternteils höchstens in Ausnahmefällen, etwa bei Unmöglichkeit oder Unzumut- barkeit (analog zu Art. 278 ZPO beispielsweise wegen unbekannten Aufenthalts, Urteilsunfähigkeit, Krankheit; BK ZPO II-S PYCHER, Bern 2012, Art. 297 N 10; Fa- mKomm Scheidung-S CHWEIGHAUSER, a.a.O., Anh ZPO Art. 297 N 4b). Allenfalls ist die obligatorische Anhörung in solchen Fällen umständehalber ausnahmsweise schriftlich durchzuführen (BSK ZPO-STECK, a.a.O., Art. 297 N 10). Unterbleibt die persönliche Anhörung der Eltern zu Unrecht, ist dies als Rechtsverletzung an- fechtbar (BSK ZPO-STECK, a.a.O., Art. 297 N 11; OGer ZH, LE170017 vom 11. Oktober 2017, E. III.2.5; FamKomm Scheidung-S CHWEIGHAUSER, a.a.O., Anh ZPO Art. 297 N 4 f.). - 14 -”
Eine blosses laufendes Scheidungs- oder sonstiges Gerichtsverfahren begründet nicht automatisch einen wichtigen persönlichen Grund i.S.v. Art. 278 ZPO. Die betroffene Partei kann sich vertreten lassen oder — bei Vorliegen von gerechten Gründen — von der persönlichen Anwesenheit dispensiert werden. Geldliche Schwierigkeiten für Reisewege rechtfertigen grundsätzlich nicht ohne Weiteres eine dauerhafte Befreiung.
“Elle ne conteste pas plus l'appréciation selon laquelle son intégration en Suisse, bien que réussie durant son séjour légal relativement bref dans ce pays, n'était toutefois pas à ce point étroite que l'on ne pourrait pas exiger d'elle qu'elle quitte la Suisse. On relèvera enfin que l'intéressée ne fait pas valoir d'autres obstacles à l'exécution du renvoi. Au surplus, contrairement à ce qu'elle affirme, la recourante ne saurait tirer argument de sa procédure de divorce actuellement pendante pour pouvoir prétendre à demeurer en Suisse sur la base de l'art. 50 al. 1 let. b et al. 2 LEI. En effet, non seulement l'existence d'une procédure judiciaire en cours ne constitue pas une raison personnelle majeure au sens de cette disposition, mais l'intéressée perd de vue qu'elle peut, pour ladite procédure, se faire représenter par un mandataire - tel que cela est au demeurant déjà le cas (art. 105 al. 2 LTF) - ou encore être dispensée de comparaître personnellement pour de justes motifs (cf. art. 278 CPC [RS 272]; cf. arrêts 2C_905/2012 du 13 mai 2013 consid. 3.2; 2C_138/2007 du 17 août 2007 consid. 4 et les arrêts cités). Ce qui précède suffit également à écarter sa critique, au demeurant purement appellatoire, selon laquelle elle n'aurait pas les moyens financiers pour effectuer les trajets depuis les Philippines dans le but de comparaître personnellement aux audiences.”
“Elle ne conteste pas plus l'appréciation selon laquelle son intégration en Suisse, bien que réussie durant son séjour légal relativement bref dans ce pays, n'était toutefois pas à ce point étroite que l'on ne pourrait pas exiger d'elle qu'elle quitte la Suisse. On relèvera enfin que l'intéressée ne fait pas valoir d'autres obstacles à l'exécution du renvoi. Au surplus, contrairement à ce qu'elle affirme, la recourante ne saurait tirer argument de sa procédure de divorce actuellement pendante pour pouvoir prétendre à demeurer en Suisse sur la base de l'art. 50 al. 1 let. b et al. 2 LEI. En effet, non seulement l'existence d'une procédure judiciaire en cours ne constitue pas une raison personnelle majeure au sens de cette disposition, mais l'intéressée perd de vue qu'elle peut, pour ladite procédure, se faire représenter par un mandataire - tel que cela est au demeurant déjà le cas (art. 105 al. 2 LTF) - ou encore être dispensée de comparaître personnellement pour de justes motifs (cf. art. 278 CPC [RS 272]; cf. arrêts 2C_905/2012 du 13 mai 2013 consid. 3.2; 2C_138/2007 du 17 août 2007 consid. 4 et les arrêts cités). Ce qui précède suffit également à écarter sa critique, au demeurant purement appellatoire, selon laquelle elle n'aurait pas les moyens financiers pour effectuer les trajets depuis les Philippines dans le but de comparaître personnellement aux audiences.”
Arztliche Atteste rechtfertigen eine Dispensation vom persönlichen Erscheinen nach Art. 278 ZPO nicht ohne Weiteres. Eine gesundheitliche Gefährdung muss tatsächlich bestehen und darf nicht nur abstrakt behauptet werden. Statt einer persönlichen Konfrontation können gestaffelte Anhörungen und die Ausübung des Fragerechts durch die Rechtsbeistände angeordnet werden. Zudem ermöglicht Art. 156 ZPO, bei Gefährdung schutzwürdiger Interessen die erforderlichen Schutzmassnahmen zu treffen.
“Wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht, geht es vorliegend nicht um die Durchführung der Hauptverhandlung per Videokonferenz, womit nicht weiter auf den entsprechenden Bundesgerichtsentscheid einzugehen ist. Nicht ersichtlich ist hingegen, warum nicht aus den gleichen Gründen, wie in Art. 273 Abs. 2 und Art. 278 ZPO, d.h. Krankheit, Alter oder andere wichtige Gründe, auf die Anordnung des persönlichen Erscheinens soll verzichtet werden können, selbst wenn diese Artikel nicht (analog) anwendbar sein sollten. Gemäss der Lehre vermögen allerdings Arztzeugnisse, wonach eine Konfrontation mit der Gegenpartei gesundheitsschädigend wäre, keinen Dispens zu rechtfertigen. Den Interessen dieser Partei könne so gedient werden, dass die Anhörungen gestaffelt erfolgen und das Fragerecht über die Rechtsbeistände ausgeübt werde (Bähler, in Basler Kommentar, ZPO, 3. Aufl. 2017, Art. 273 N. 4). Im Übrigen sieht bereits Art. 156 ZPO vor, dass das Gericht die erforderlichen Massnahmen trifft, wenn die Beweisabnahme die schutzwürdigen Interessen einer Partei oder Dritter gefährdet. Zu den schutzwürdigen Interessen gemäss Art. 156 ZPO gehören insbesondere auch die Persönlichkeit und ihre Bestandteile (Urteil BGer 4A_58/2021 vom 8. Dezember 2021 E. 3.4.1 m.H., nicht publ. in BGE 148 III 84). Die Gefährdung muss effektiv und nicht nur abstrakt bestehen.”
“Wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht, geht es vorliegend nicht um die Durchführung der Hauptverhandlung per Videokonferenz, womit nicht weiter auf den entsprechenden Bundesgerichtsentscheid einzugehen ist. Nicht ersichtlich ist hingegen, warum nicht aus den gleichen Gründen, wie in Art. 273 Abs. 2 und Art. 278 ZPO, d.h. Krankheit, Alter oder andere wichtige Gründe, auf die Anordnung des persönlichen Erscheinens soll verzichtet werden können, selbst wenn diese Artikel nicht (analog) anwendbar sein sollten. Gemäss der Lehre vermögen allerdings Arztzeugnisse, wonach eine Konfrontation mit der Gegenpartei gesundheitsschädigend wäre, keinen Dispens zu rechtfertigen. Den Interessen dieser Partei könne so gedient werden, dass die Anhörungen gestaffelt erfolgen und das Fragerecht über die Rechtsbeistände ausgeübt werde (Bähler, in Basler Kommentar, ZPO, 3. Aufl. 2017, Art. 273 N. 4). Im Übrigen sieht bereits Art. 156 ZPO vor, dass das Gericht die erforderlichen Massnahmen trifft, wenn die Beweisabnahme die schutzwürdigen Interessen einer Partei oder Dritter gefährdet. Zu den schutzwürdigen Interessen gemäss Art. 156 ZPO gehören insbesondere auch die Persönlichkeit und ihre Bestandteile (Urteil BGer 4A_58/2021 vom 8. Dezember 2021 E. 3.4.1 m.H., nicht publ. in BGE 148 III 84). Die Gefährdung muss effektiv und nicht nur abstrakt bestehen.”
In Scheidungs- und Statusverfahren gilt in der Regel das Erfordernis des persönlichen Erscheinens der Ehegatten nach Art. 278 ZPO. Auch die Befugnis, persönlich über das Verfahren zu verfügen (etwa den Rückzug der Klage oder die Unterzeichnung der Scheidungsvereinbarung), wird in Literatur und Rechtsprechung als streng persönlich angesehen; eine Vertretung oder die Unterschrift des Anwalts ist hierfür nicht ausreichend.
“Così come ogni parte attrice ha la facoltà di ritirare la propria azione durante il termine d'impugnazione o nel corso della procedura d'appello, anche il ritiro (congiunto) dell'azione di divorzio è ammesso (cfr. DTF 82 II 81; 84 II 232; 142 III 713; OGer SO del 27.10.2011 ZKBER.2011.38; Leumann Liebster, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [edit.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3ª ed., Zurigo 2016, n. 14 ad art. 241 CPC; Kurt Blickenstorfer, in: Brunner/Gasser/Schwander [edit.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2ª ed., Zurigo 2016, n. 89 note preliminari ad art. 308-334 CPC; Adrian Staehelin/Eva Bachofner, in: Staehelin/Staehelin/Grolimund [edit.], Zivilprozessrecht, 3ª ed., Zurigo 2019, § 25 n. 29). Il matrimonio e il divorzio sono diritti strettamente e assolutamente personali; una rappresentanza è esclusa (Roland Fankhauser, in: Geiser/Fountoulakis [edit.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7ª ed., Basilea 2022, n. 4 seg. ad art. 19c CC). I coniugi devono quindi di principio comparire personalmente alle udienze della procedura di divorzio (art. 278 CPC) e in ogni caso sottoscrivere personalmente la convenzione di divorzio (Annette Spycher, in: Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Berna 2012, n. 9 ad art. 285 CPC; Daniel Bahler, in: Brunner/Gasser/Schwander [edit.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2ª ed., Zurigo 2016, n. 5 ad art. 285 CPC). La firma di un avvocato non è sufficiente. Secondo la giurisprudenza del Tribunale federale, anche la facoltà di ritirare l'azione fa parte del diritto strettamente e assolutamente personale di disporre del procedimento di divorzio (DTF 82 II 81 consid. 1; 142 III 713 consid. 4.3.2). Pertanto se un coniuge desidera ritirare l'azione di divorzio, deve dichiararlo con la propria firma. 4.2. A seguito dell'introduzione dell'appello, rispettivamente del ritiro dell'azione, entro il termine d'impugnazione, la decisione di divorzio, compreso il principio del divorzio, dell'istanza precedente non è passata in giudicato. Dopo la notificazione della decisione, l'istanza precedente non poteva più ricevere un ritiro dell'azione (cfr.”
Parteien haben grundsätzlich persönlich zu erscheinen; das Gericht kann bei Krankheit, Alter oder aus sonst wichtigen Gründen dispensieren. Ein Gesuch um Dispensation oder um Verlegung der Vorladung ist in der Regel zu veranschaulichen (insbesondere durch eine beizubringende Rechtfertigung, etwa ein ärztliches Attest). Die Beurteilung der Gründe liegt im freien Ermessen des Gerichts, das dabei das rechtliche Gehör und die Grundsätze der Verfahrensökonomie zu beachten hat.
“Folglich ist nach Eingang der Klage, sofern keine Vergleichsverhandlung durchgeführt wird, Frist zur Klageantwort anzuset- zen (Art. 222 ZPO). Im Folgenden ist das Verfahren danach zu unterscheiden, ob rechtzeitig eine Klageantwort ergeht oder nicht. Läuft die Frist ungenutzt ab und wird auch innert kurzer Nachfrist keine Klageantwort erstattet, treten die Säumnis- folgen ein, wonach das Gericht einen Endentscheid trifft, sofern die Angelegenheit spruchreif ist (Art. 223 Abs. 2 und Art 247 ZPO). Das Gericht kann in seinem Ent- scheid uneingeschränkt auf die infolge Säumnis der Gegenpartei unbestritten ge- bliebenen Tatsachen abstellen, es sei denn, es zweifle erheblich an der Richtig- keit der Angaben der anwesenden Partei (Art. 153 Abs. 2 ZPO; BK ZPO-Killias, Art. 234 N 18 f.). Geht die Klageantwort frist- und formgerecht ein, hat das Gericht die Möglichkeit, einen zweiten Schriftenwechsel anzuordnen oder direkt zur Hauptverhandlung gemäss Art. 228 ff. ZPO vorzuladen, wobei die Parteien per- sönlich zu erscheinen haben (Art. 278 ZPO). Die Parteien können auf die Durch- führung der Hauptverhandlung mit Replik und Duplik, eine allfällige Beweisver- handlung und Schlussvorträge verzichten, wenn sie über die Streitsache frei ver- fügen können und sich ihr Sachvortrag als vollständig erweist (vgl. Art. 233 ZPO, BSK ZPO-B ÄHLER, Art. 233 N 12 ff.). Die Parteien haben im kontradiktorisch ge- führten Verfahren grundsätzlich das Recht, sich zweimal uneingeschränkt zur Sa- che zu äussern (vgl. Art. 229 Abs. 2 ZPO, ZK ZPO-Leuenberger, Art. 225 N 13 ZPO, BSK ZPO-WILLISEGGER, Art. 229 N 39). Nach Durchführung des Verfahrens fällt das Gericht den Endentscheid (Art. 236 ZPO).”
“1.3 La Cour revoit la cause en fait et en droit avec un plein pouvoir d'examen (art. 310 CPC), mais uniquement dans la limite des griefs motivés qui sont formulés (ATF 142 III 413 consid. 2.2.4). En particulier, elle contrôle librement l'appréciation des preuves effectuée par le juge de première instance (art. 157 CPC en relation avec l'art. 310 let. b CPC). 2. Les époux appelants reprochent au Tribunal de ne pas avoir admis la requête formée par l'appelante tendant au report de l'audience appointée au 14 avril 2021 et d'avoir violé l'art. 288 CPC, motifs pris de l'absence de prononcé du divorce et de ratification de la convention réglant l'ensemble des effets accessoires du divorce. 2.1 La procédure de divorce est introduite par le dépôt d'une requête commune ou d'une demande unilatérale en divorce (art. 274 CPC). Les parties comparaissent en personne aux audiences, à moins que le tribunal ne les en dispense en raison de leur état de santé, de leur âge ou de tout autre juste motif (art. 278 CPC). Si la requête commune des époux est complète, le tribunal convoque les parties à une audition (art. 287 CPC). Si les conditions du divorce sur requête commune sont remplies, le tribunal prononce le divorce et ratifie la convention (art. 288 al. 1 CPC). 2.2 Selon l'art. 135 let. b CPC, le Tribunal peut renvoyer la date de comparution d'une partie pour des motifs suffisants lorsque la demande en est faite avant cette date. Le motif invoqué doit être rendu vraisemblable, en principe par la production d'une pièce justificative (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civil, 2ème éd. 2019, n. 11 ad art. 135 CPC; Frei, Berner Kommentar ZPO, 2012, n. 6 ad art. 135 CPC). Si une partie n'obtient pas de réponse à sa demande de report, elle doit partir de l'idée que celle-ci est maintenue (arrêt du Tribunal fédéral 5A_121/2014 du 13 mai 2014 consid. 3.3). Les causes du renvoi entrent dans la libre appréciation du tribunal, qui trouve cependant ses limites dans le respect du droit d'être entendu des parties et dans le respect du principe de célérité et l'interdiction du déni de justice.”
In Scheidungs- bzw. Statusverfahren kommt der persönlichen Erscheinungspflicht der Ehegatten besondere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund kommt den vom Gericht anzustellenden Nachforschungen eine zentrale Rolle zu. Eine Verletzung der damit zusammenhängenden Verfahrenspflichten kann zur Nichtigkeit des Scheidungsurteils führen.
“Dem setzt der Ehemann einzig entgegen, dass der Zuzug nach U.________ und damit in den Gerichtskreis Willisau reiner Zufall gewesen sei und deshalb eine Konsultation der Einwohnerplattform LuReg überhaupt nicht nahe gelegen habe. Im Übrigen beschränkt er sich auf Vorwürfe an seine Ehefrau, die keinen Zusammenhang mit der Frage der "zumutbaren Nachforschung" im Sinn von Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO aufweisen (sie bezahle weder Steuern noch Sozialversicherungsabgaben und dürfe für diesen Missbrauch nicht noch belohnt zu werden). Eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides zu Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO findet wie gesagt nicht statt. Im Übrigen ist den kantonsgerichtlichen Erwägungen anzufügen, dass es vorliegend um ein Scheidungs- und damit um ein Statusverfahren geht, bei welchem den vom Gericht anzustrengenden Nachforschungen mit Blick auf die Teilnahme der betroffenen Ehegatten am Verfahren (auch vor dem Hintergrund der persönlichen Erscheinungspflicht gemäss Art. 278 ZPO) eine besonders zentrale Rolle zukommt. Deshalb ist das Kantonsgericht umso mehr zutreffend von der Nichtigkeit des Scheidungsurteils ausgegangen, welche bereits allgemein die Folge einer Verletzung von Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO ist (dazu Urteil 4A_646/2020 vom 12. April 2021 E. 3.3.2 m.w.H., in dessen E. 3.2 auch der ultima ratio-Charakter der öffentlichen Bekanntmachung dargestellt wird).”
Das Gericht kann auch bei vertretenen Parteien das persönliche Erscheinen anordnen. Eine solche Anordnung kann namentlich für die Parteibefragung oder für die Beweisaussage erfolgen.
“Vorliegend geht es um eine Abänderungsklage gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB (BGE 139 III 401 E. 3.2.2 m.H.). Offenbleiben kann die in der Lehre strittige Frage, nach welchen Verfahrensbestimmungen sich diese Abänderungsklage richtet (vgl. u.a. Bastons Bulletti, in ZPO Online, Newsletter vom 8. April 2022; Aeschlimann/Schweighauser, in FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl. 2022, Allg. Bem. zu Art. 276-293 N. 50a). Selbst wenn die Art. 273 Abs. 2 und Art. 278 ZPO, wonach die Parteien im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren persönlich zu den Verhandlungen erscheinen müssen, sofern das Gericht sie nicht wegen Krankheit, Alter oder anderen wichtigen Gründen dispensiert, nicht (analog) anzuwenden wären, so kann das Gericht das persönliche Erscheinen einer vertretenen Partei anordnen (Art. 68 Abs. 4 ZPO), etwa für die Parteibefragung nach Art. 191 ZPO oder die Beweisaussage nach Art. 192 ZPO (Tenchio, in Basler Kommentar, ZPO, 3. Aufl. 2017, Art. 68 N. 20). Parteibefragung und Beweisaussage sind gesetzlich vorgesehene (Art. 168 Abs. 1 Bst. f ZPO), objektiv taugliche Beweismittel. Der Richter bildet sich seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO). Daraus folgt das Verbot fester Beweisregeln. Soweit diese gesetzliche Pflicht zur freien Beweiswürdigung Platz greift, ist es nicht zulässig, einem bestimmten, gesetzlich vorgesehenen Beweismittel von vornherein jeden Beweiswert, also jede Überzeugungskraft abzusprechen. Dies gilt auch für die Parteibefragung und Beweisaussage im Sinn von Art.”
“Di regola una parte non è tenuta a presentarsi personalmente in udienza, a meno che la comparizione personale sia ordinata dal giudice (art. 68 cpv. 4 CPC) o sia prevista dalla legge, come nelle procedure a tutela dell'unione coniugale (art. 273 cpv. 2 CPC) o nelle cause di divorzio (art. 278 CPC). In una recente sentenza questa Camera ha avuto modo di rilevare che, secondo la dottrina maggioritaria, se una parte obbligata a costituirsi personalmente al dibattimento rimane assente ingiustificata ma in aula si presenta il suo avvocato, essa non va reputata come non comparsa (sentenza inc.”
Ist das persönliche Erscheinen gesetzlich vorgeschrieben (z. B. Art. 278 ZPO) und bleibt die Partei unentschuldigt fern, während ihr Anwalt erscheint, führt nach herrschender Lehre das Erscheinen des Anwalts nicht dazu, die Partei als «nicht erschienen» zu werten; in der Lehre wird vereinzelt eine gegenteilige Auffassung vertreten.
“Di regola una parte non è tenuta a presentarsi personalmente in udienza, a meno che la comparizione personale sia ordinata dal giudice (art. 68 cpv. 4 CPC) o sia prevista dalla legge, come nelle procedure a tutela dell'unione coniugale (art. 273 cpv. 2 CPC) o nelle cause di divorzio (art. 278 CPC). Se una parte obbligata a costituirsi personalmente al dibattimento rimane assente ingiustificata, ma in aula si presenta il suo avvocato, v'è chi considera quella parte come non comparsa (Heinzmann/Pasquier, op. cit., n.10 ad art. 234 CPC; Tappy, op. cit., n. 7 ad art. 234 CPC). La maggioranza degli autori ritiene invece che, ove l'avvocato si presenti in aula, la parte rimasta assente ingiustificata non vada reputata non comparsa (Pahud, op. cit., n. 2 ad art. 234 CPC; Killias, op. cit., n. 12 ad art. 234 CPC; Naegeli/Richters in: Oberhammer/Domej/Haas, ZPO, Kurzkommentar, 2ª edizione, n. 11 ad art. 234; Trezzini, op. cit., n. 2 ad art. 234 CPC; Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 3ª edizione, n. 8 in fine al § 21; v. anche Willisegger, op. cit., n. 10 ad art. 234 CPC, il quale nella prima edizione del commentario qualificava ancora come non comparsa una parte che, tenuta a presentarsi personalmente in aula per legge, fosse rimasta assente ingiustificata: Frei/Willisegger, 1ª edizione, n.”
Das Gericht kann das persönliche Erscheinen einer vertretenen Partei anordnen (Art. 68 Abs. 4 ZPO), etwa für die Parteibefragung oder die Beweisaussage (Art. 191–192 ZPO). Diese Vernehmungen sind gesetzlich vorgesehene Beweismittel und können für die freie Beweiswürdigung und damit für die Feststellung der Überzeugungskraft der Beweise von Bedeutung sein.
“Vorliegend geht es um eine Abänderungsklage gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB (BGE 139 III 401 E. 3.2.2 m.H.). Offenbleiben kann die in der Lehre strittige Frage, nach welchen Verfahrensbestimmungen sich diese Abänderungsklage richtet (vgl. u.a. Bastons Bulletti, in ZPO Online, Newsletter vom 8. April 2022; Aeschlimann/Schweighauser, in FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl. 2022, Allg. Bem. zu Art. 276-293 N. 50a). Selbst wenn die Art. 273 Abs. 2 und Art. 278 ZPO, wonach die Parteien im Eheschutz- bzw. Scheidungsverfahren persönlich zu den Verhandlungen erscheinen müssen, sofern das Gericht sie nicht wegen Krankheit, Alter oder anderen wichtigen Gründen dispensiert, nicht (analog) anzuwenden wären, so kann das Gericht das persönliche Erscheinen einer vertretenen Partei anordnen (Art. 68 Abs. 4 ZPO), etwa für die Parteibefragung nach Art. 191 ZPO oder die Beweisaussage nach Art. 192 ZPO (Tenchio, in Basler Kommentar, ZPO, 3. Aufl. 2017, Art. 68 N. 20). Parteibefragung und Beweisaussage sind gesetzlich vorgesehene (Art. 168 Abs. 1 Bst. f ZPO), objektiv taugliche Beweismittel. Der Richter bildet sich seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO). Daraus folgt das Verbot fester Beweisregeln. Soweit diese gesetzliche Pflicht zur freien Beweiswürdigung Platz greift, ist es nicht zulässig, einem bestimmten, gesetzlich vorgesehenen Beweismittel von vornherein jeden Beweiswert, also jede Überzeugungskraft abzusprechen. Dies gilt auch für die Parteibefragung und Beweisaussage im Sinn von Art.”
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