Amended by Annex No 2 of the FA of 20 March 2015 (Child Maintenance), in force since 1 Jan. 2017 (AS 2015 4299;BBl 2014 529). ↩
Amended by Annex 2 No 3 of the FA of 19 Dec. 2008, in force since 1 Jan. 2013 (AS 2010 1739, 2011 725;BBl 2006 72217001). ↩
Amended by Annex No 2 of the FA of 20 March 2015 (Child Maintenance), in force since 1 Jan. 2017 (AS 2015 4299;BBl 2014 529). ↩
Amended by Annex No 2 of the FA of 20 March 2015 (Child Maintenance), in force since 1 Jan. 2017 (AS 2015 4299;BBl 2014 529). ↩
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Die Äusserungen des urteilsfähigen Kindes sind bei der Auswahl der Vertretung zu berücksichtigen. Ein ausdrückliches Wahlrecht des Kindes besteht nicht; die Präferenz des urteilsfähigen Kindes ist aber zu respektieren, soweit die vorgeschlagene Person fachlich geeignet ist und keine begründeten Gründe gegen ihre Benennung sprechen. In begründeten Fällen kann das Gericht von der Präferenz abweichen.
“Sofern die fachlichen Qualifikationen erfüllt sind, ist der Wunsch insbeson- dere des urteilsfähigen Kindes betreffend die Person der Kindesvertretung wo möglich zu berücksichtigen (Michel/Steck, a.a.O., N 14 zu Art. 299 ZPO; Peter Diggelmann/Martina Isler, Vertretung und prozessuale Stellung des Kindes im Zi- vilprozess, in: SJZ 111/2015, S. 144). Dennoch besteht kein Wahlrecht und in be- gründeten Fällen kann vom Wunsch des Kindes abgewichen werden (Stalder/Van de Graaf, a.a.O., N 13 zu Art. 299 ZPO). Hier beruht die Präferenz des Kindes einzig auf dem äusseren Erscheinungsbild der jeweiligen Vertreterinnen, von wel- chem sich das Kind aufgrund von Fotografien ein Bild gemacht hat. Selbst wenn vorliegend das Kind (dessen Urteilsfähigkeit vorliegend offen gelassen werden kann) und nicht die Kindsmutter die eingesetzte Vertreterin ablehnt, ist eine einzig auf dieser Grundlage basierende Abwehrhaltung nicht hinreichend, um die Einset- zung einer fachlich qualifizierten Vertreterin zu verhindern. Dieses Argument über- zeugt demnach nicht.”
“Le tribunal a la faculté, lors de la nomination du curateur pour la procédure et dans le cadre de l’instruction du procès, de piloter l’étendue de ses tâches – précisément aussi compte tenu des incidences au niveau des coûts – soit de décrire lesdites tâches, voire de les limiter (ATF 142 III 153 consid. 5.3.1). Le Tribunal fédéral considère que le représentant doit assurer le bien-être objectif – et non subjectif – de l’enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.1, 5.2.2 et 5.2.4, JdT 2017 II 202), ce qui paraît justifié, selon une partie de la doctrine, dans la mesure où l’enfant n’est souvent pas capable de déterminer ce qui est bon pour lui et qu’il peut être influencé par l’un ou l’autre de ses parents (Dietschy-Martenet, Petit commentaire du Code de procédure civile, n. 14 ad art. 299 CPC). 5.1.2 Même s'il n'existe pas de droit de choisir le représentant de l'enfant, les souhaits éventuels - en particulier ceux de l'enfant capable de discernement - doivent être pris en compte dans certaines conditions et une autre personne ne devrait être désignée comme représentant de l'enfant que dans des cas justifiés (Stalder/Van de Graaf, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2021, n. 13 ad art. 299 CPC). Le tribunal devrait ainsi respecter la préférence exprimée par l’enfant capable de discernement quant au choix du curateur (Helle, Commentaire pratique Droit matrimonial: Fond et procédure, 2016, n. 31 ad art. 299 CPC; Michel/Steck Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, n. 14 ad art. 299 CPC, lesquels font une analogie avec l’art. 401 CC relatif au choix du curateur). Les parents devraient également être entendus sur la personne du curateur à désigner (Helle, op. cit., n. 31 ad art. 299 CPC). La capacité de discernement de l'enfant s'apprécie selon un critère relatif (art. 16 et 19 al. 2 CC). Il convient de décider, sur la base des circonstances concrètes et de la maturité de développement de l'enfant, si la capacité de discernement peut lui être reconnue en ce qui concerne la question de sa représentation (Stalder/Van de Graaf, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2021, n. 8 ad art. 299 CPC). Le Tribunal fédéral a été amené à se poser la question de la capacité de discernement d’un enfant d’un peu moins de douze ans refusant catégoriquement d’entretenir des relations personnelles avec son père.”
Die Anordnung einer Kindsvertretung nach Art. 299 Abs. 2 ZPO liegt im Ermessen des Gerichts; sie ist nur zu treffen, wenn im konkreten Einzelfall eine notwendige Vertretungs- oder Schutzbedürftigkeit besteht und durch die Bestellung ein zusätzlicher konkreter Nutzen für die Wahrung der Kindesinteressen zu erwarten ist.
“Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 = Pra 102 [2013] Nr. 4; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021 E. 5.1). - 8 - 4.Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorlie- gend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, kön- nen die Parteien zudem im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt nicht zum Tragen (BGE 147 III 301 E. 2.2; BGE 144 III 349 E. 4.2.1). 5.1Soweit der Gesuchsgegner rügt, dass den Kindern eine Vertretung i.S.v. Art. 299 ZPO hätte bestellt werden müssen (Urk. 42 S. 7), ist darauf hinzuweisen, dass dies im Ermessen des Gerichts liegt. Selbst in den vom Gesetz genannten Fallgruppen (Art. 299 Abs. 2 ZPO) ist eine Kindsvertretung nur einzusetzen, wenn es im konkreten Einzelfall notwendig ist (OFK ZPO-Fleischer, Art. 299 N 4). Im vorliegenden Fall bestehen, trotz der gegensätzlichen Anträge der Parteien na- mentlich hinsichtlich der elterlichen Sorge, keine Anhaltspunkte dafür, dass D._____ und C_____ von der Gesuchstellerin zu Verfahrenszwecken manipuliert worden sein könnten (so aber Urk. 42 S. 7 und Urk. 54 S. 4). Vielmehr zeigen die Akten, dass D._____ und C_____ stets ihren eigenen Willen mitgeteilt haben, ohne dazu gedrängt worden zu sein. So wurde z.B. respektiert, als D._____ keine näheren Aussagen zu den Gewaltvorwürfen des Gesuchsgegners tätigen wollte (Urk. 22 S. 3). D._____ wirkte mit ihren Aussagen zurückhaltend und war weit da- von entfernt, den Eindruck zu vermitteln, auf Geheiss der Gesuchsgegnerin oder von C_____ Stimmung gegen den Gesuchsgegner zu machen (Urk. 22 S. 3; Urk. 9/3 S. 5). Auch die Aussagen von C_____ vor Bezirksgericht (Urk. 22 S. 1 f.) er- scheinen angesichts der für sie emotional belastenden Situation (Urk.”
“Sofern notwendig hat das Gericht die Vertretung des Kindes anzuordnen (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Die Notwendigkeit einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO ist vorliegend trotz unterschiedlicher Anträge der Eltern des Klägers betref- fend die Zuteilung der elterlichen Sorge (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 ZPO) nicht gegeben. Die anwaltlich vertretenen Eltern stellen keinen entsprechenden Antrag (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO) bzw. rügen nicht, im vorinstanzlichen Verfahren sei keine Kindsvertretung eingesetzt worden. Ausserdem legen der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte ihre Standpunkte zur elterlichen Sorge unter Einbezug der Interessen des Klägers hinreichend dar, weshalb zusammen mit der vorliegend zur Anwendung gelangenden Offizial- und der Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.4.) die Kindesinteressen hinreichend gewahrt sind. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einsetzung einer Kindsvertretung ist nicht ersichtlich. Folglich ist im vorliegenden Berufungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO zu verzichten (vgl. BGer 5A_403/2018 vom 23. Oktober 2018, E. 4.1.2). - 12 - III. (Materielle Beurteilung der Berufung) A. Elterliche Sorge”
Die Vertretung nach Art. 299 ZPO kann zugleich mit weiteren vorsorglichen Massnahmen angeordnet werden (beispielsweise Beistandschaft/Curatelle, Massnahmen zur Überwachung der Beziehungen oder begleitete Besuchsregelungen). Das Gericht kann die konkrete Mission und den Umfang der Vertretung festlegen und damit deren Aufgaben näher bestimmen oder beschränken.
“Huizinga sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. G. Ramer Jenny Beschluss und Urteil vom 30. Dezember 2020 in Sachen A._____, Beklagte 1, Erstberufungsklägerin und Zweiberufungsbeklagte 1 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ gegen 1. B._____, Kläger, Erstberufungsbeklagter 1 und Zweitberufungskläger 2. Gemeinde C._____, Beklagte 2, Erstberufungsbeklagte 2 und Zweitberufungsbeklagte 2 1 vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Y._____ sowie D._____, Verfahrensbeteiligte - 2 - vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z1._____ betreffend Abänderung Unterhalt und weitere Kinderbelange (vorsorgliche Massnahmen) Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 4. Februar 2020 (FK190047-K) - 3 - Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 4. Februar 2020: (Urk. 8/18 = Urk. 2) 1. Für D._____, geboren am tt.mm.2013, wird eine Vertretung im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet und Rechtsanwalt Dr. iur. Z2._____ als Kindesver- treter eingesetzt. 2. Der Kläger wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, die Tochter D._____ für die Dauer des Verfahrens wie folgt zu besuchen: − für die Dauer von sechs Monaten alle vierzehn Tage während mindes- tens zwei Stunden unter individuell und situativ ausgestalteter sowie flexibler Begleitung durch Fachpersonen, beispielsweise der E._____ GmbH oder einer vergleichbaren Einrichtung; − bei erfolgreicher Durchführung des halbjährigen begleiteten Besuchs- rechts wird der Kläger für berechtigt und verpflichtet erklärt, die Tochter D._____ jedes zweite Wochenende am Samstag oder Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 3. Für D._____, geboren am tt.mm.2013, wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB errichtet. Dem Beistand/Der Beiständin werden die folgenden Aufgaben übertragen: − Sicherstellung der psychotherapeutischen Begleitung von D._____ so- wie deren Begleitung und Überwachung, gegebenenfalls Installation der psychotherapeutischen Begleitung von D.”
“Par ordonnance de mesures provisionnelles du 4 janvier 2018, rectifiée le 7 février 2018, la présidente a notamment instauré une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant B.M.________ et a désigné à cet effet l’avocate Mathilde Bessonnet, avec l’autorisation de faire toutes propositions utiles dans l’intérêt de celui-ci et d’agir en justice en son nom dans le cadre de la présente procédure.”
“TRIBUNAL CANTONAL TD18.003175-220017 463 cour d'appel CIVILE ____________________________ Arrêt du 14 septembre 2022 __________________ Composition : M. Perrot, juge unique Greffière : Mme Laurenczy ***** Art. 105 et 109 al. 1 CPC ; art. 65 al. 2 et 67 al. 1 TFJC Statuant sur l’appel interjeté par J.________, à [...], contre l’ordonnance de mesures provisionnelles rendue le 30 décembre 2021 par la Présidente du Tribunal civil de l’arrondissement de l’Est vaudois dans la cause divisant l’appelante d’avec O.________, à [...], le Juge unique de la Cour d'appel civile du Tribunal cantonal considère : En fait et en droit : 1. 1.1 Par ordonnance de mesures provisionnelles du 30 décembre 2021, la Présidente du Tribunal civil de l’arrondissement de l’Est vaudois (ci-après : la présidente) a notamment instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant T.________ en désignant comme curatrice Me Jessica Preile, avec pour mission de la représenter dans la cause en divorce opposant ses parents (I), a institué une mesure de curatelle de surveillance des relations personnelles à forme de l’art. 308 al. 2 CC en faveur de l’enfant T.________ en désignant également Me Preile en qualité de curatrice (II) et a dit que les modalités du droit de visite d’O.________ sur sa fille étaient, à défaut d’entente, un week-end sur deux, du vendredi à la sortie de l’école au dimanche soir à 18h00, en Suisse, à l’exception d’un week-end tous les deux mois où le droit de visite pourrait s’effectuer à l’étranger, durant l’entier des vacances de Pâques les années impaires, durant l’entier des vacances d’automne les années paires, durant la semaine de vacances de février les années paires, alternativement trois semaines en juillet les années paires ou trois semaines en août les années impaires, alternativement la première semaine ou la seconde semaine des vacances d’hiver, ainsi qu’alternativement les jours fériés hors vacances, soit Pentecôte, Ascension ou Jeûne fédéral, étant précisé que le droit de visite mensuel s’effectuerait sur ce week-end et engloberait le jour férié en question, possibilité étant laissée à O.”
“5 Par déterminations du 10 décembre 2021, la requérante a conclu au rejet des conclusions prises par l’intimé et notamment à ce qu’il soit prononcé que le passage de l’enfant s’effectuerait par l’intermédiaire de Point Rencontre, à ce qu’un mandat de curatelle de surveillance des relations personnelles de l’art. 308 al. 2 CC soit confié à la DGEJ et à ce qu’une enquête UEMS soit mise en œuvre. 1.6 Lors de l’audience de mesures provisionnelles du 13 décembre 2021, les parties ont signé une convention partielle, dont la teneur est la suivante : « Parties conviennent qu’un curateur aux relations personnelles au sens de l’art. 308 al. 2 CC et de représentation au sens de l’art. 299 CPC soit désigné en faveur de R.________. Elles proposent [Me] Jessica Preile ». 2. Par ordonnance de mesures provisionnelles du 30 décembre 2021, la Présidente du Tribunal civil de l’arrondissement de l’Est vaudois (ci-après : la présidente ou le premier juge) a notamment instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant R.________ en désignant comme curatrice Me Jessica Preile, avec pour mission de la représenter dans la cause en divorce opposant ses parents (I), a institué une mesure de curatelle de surveillance des relations personnelles à forme de l’art. 308 al. 2 CC en faveur de l’enfant R.________ en désignant également Me Preile en qualité de curatrice (II) et a dit que les modalités du droit de visite de l’intimé sur sa fille étaient, à défaut d’entente, un week-end sur deux, du vendredi à la sortie de l’école au dimanche soir à 18h00, en Suisse, à l’exception d’un week-end tous les deux mois où le droit de visite pourrait s’effectuer à l’étranger, durant l’entier des vacances de Pâques les années impaires, durant l’entier des vacances d’automne les années paires, durant la semaine de vacances de février les années paires, alternativement trois semaines en juillet les années paires ou trois semaines en août les années impaires, alternativement la première semaine ou la seconde semaine des vacances d’hiver, ainsi qu’alternativement les jours fériés hors vacances, soit Pentecôte, Ascension ou Jeûne fédéral, étant précisé que le droit de visite mensuel s’effectuerait sur ce week-end et engloberait le jour férié en question, possibilité étant laissée à l’intimé de se rendre à l’étranger, à charge pour lui d’aller chercher sa fille à la gare de [.”
Bei divergierenden Anträgen der Eltern zu Sorgerecht/Gewalt oder zu wesentlichen Fragen der Unterhaltsbeteiligung hat das Gericht zu prüfen, ob ein erfahrener Beistand für das Kind zu bestellen ist. Eine Bestellung erfolgt nicht automatisch, sondern liegt im Ermessen des Gerichts.
“Lorsqu'il reste des ressources après la couverture du minimum vital de droit de la famille, l'entretien convenable de l'enfant peut inclure une participation à cet excédent. L'excédent doit en principe être réparti entre les parents et les enfants mineurs par "grandes têtes" et "petites têtes", la part d'un enfant correspondant à la moitié de celle d'un parent. Cette règle n'est cependant pas absolue et peut être relativisée selon les circonstances, en tenant compte de toutes les particularités du cas d'espèce, notamment de la répartition de la prise en charge des enfants, du "travail surobligatoire" ou de besoins spéciaux (ATF 147 III 265 consid. 7.1 à 7.3). Lorsque l'entretien en espèces d'enfants de parents non mariés incombe à un seul parent, tout excédent restant après la couverture du minimum vital selon le droit de la famille est réparti entre ce parent (grande tête) et les enfants à charge (petites têtes). Le juge veillera toutefois à ne pas financer indirectement l'autre parent en fixant des contributions d'entretien excessives en faveur des enfants (ATF 149 III 441 consid. 2; 147 III 265 consid. 7.4). 2.4 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier : lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale et/ou de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, à la participation à la prise en charge ou à la contribution d'entretien (let. a), lorsque l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b), ou encore lorsque le tribunal, sur la base de l'audition des parents ou de l'enfant ou pour d'autres raisons, envisage d'ordonner une mesure de protection de l'enfant (let. c). Selon l'art. 300 CPC, le représentant de l'enfant peut déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu'il s'agit : de décisions relatives à l'attribution de l'autorité parentale (let.”
“Dans le cadre de son appel, A.________ sollicite également la nomination d’un curateur de représentation au sens de l’art. 299 al. 1 CPC en faveur de ses filles. Elle estime que le litige existant entre les parents quant à la garde de C.________ et D.________ nécessite une telle mesure. Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 CPC, il doit notamment examiner s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de l’autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l’enfant (let.”
“2 En l’occurrence, il n’y a pas lieu de statuer sur les mesures provisionnelles sollicitées, lesquelles sont destinées à régler une situation juridique dans l’attente d’un jugement au fond, dans la mesure où la cause est prête à être jugée sur le fond. La requête de mesures provisionnelles sera, partant, rejetée. 4. L'appelant sollicite l'établissement d'un rapport par le SEASP. 4.1 Conformément à l’art. 316 al. 3 CPC, l’instance d’appel peut librement décider d’administrer des preuves. L’autorité jouit en la matière d’un large pouvoir d’appréciation (arrêts du Tribunal fédéral 5A_11/2014 du 3 juillet 2014 consid. 2.2 ; 4A_229/2012 du 19 juillet 2012 consid. 4). 4.2 En l'espèce, le SEASP a établi le 18 octobre 2021 un rapport d'évaluation sociale de la famille de l'appelant, de sorte que la Cour n'a pas à ordonner l'établissement d'un nouveau rapport et peut s'appuyer sur le document transmis par l'intimée, qui se trouve déjà au dossier et fait suite aux conclusions de l'appelant. 5. L'appelant a requis la nomination d'un curateur de représentation pour ses enfants. 5.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité tutélaire ou l'un des parents le requièrent (let. b). Même dans ces situations, la désignation d'un curateur n'a néanmoins pas lieu automatiquement et le juge n'est pas tenu de rendre une décision formelle à ce propos. Il s'agit d'une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (arrêt du Tribunal fédéral 5A_154/2013 du 24 juillet 2013 consid. 3.1). 5.2 En l'espèce, les parties ont déposé, en appel, des conclusions divergentes quant à l'attribution de la garde des enfants.”
In der zitierten Entscheidung (HC/2024/442) wurde bei Anordnung eines Curateurs nach Art. 299 ZPO verfügt, dass die betroffenen Kinder von der zuständigen Behörde unmittelbar angehört werden.
“] 2012, par la prise en charge des factures le concernant et contribuera à l’entretien de son fils T.________, né le [...] 2012, par le régulier versement, d’avance le 1er de chaque mois, en main de C.________ de la somme de CHF 555.-, dès le prononcé de mesures provisionnelles à rendre. V. L’entretien convenable de T.________ né le [...] 2012 est fixé à CHF 1'172, allocations familiales dues en sus. VI. J.________ est astreinte à contribuer à l’entretien de son fils M.________, né le [...] 2015, par la prise en charge des factures le concernant et contribuera à l’entretien de son fils M.________, né le [...] 2015, par le régulier versement, d’avance le premier de chaque mois, en main de C.________ de la somme de CHF 455.-, dès le prononcé de mesures provisionnelles à rendre. VII. L’entretien convenable de M.________, né le [...] 2025 [sic], est fixé à CHF 972.-, allocations familiales dues en sus. VIII. Un curateur de représentation au sens de l’art. 299 CPC est nommé en faveur de M.________ et T.________ et T.________ et M.________ sont immédiatement entendus par l’autorité compétente. IV. Les chiffres I et VII de l’ordonnance de mesures provisionnelles rendue le 21 mars 2024 par la Présidente du Tribunal d’arrondissement de l’Est vaudois dans la cause JI23.038313 sont confirmés. Subsidiairement à la conclusion III : V. Les chiffres II, III, IV, V, VI, VIII et IX de l’ordonnance de mesures provisionnelles rendue le 21 mars 2024 par la Présidente du Tribunal d’arrondissement de l’Est vaudois dans la cause JI23.038313 sont annulés et la cause est renvoyée à l’instance précédente pour nouvelle instruction et nouvelle décision dans le sens des considérants. Plus subsidiairement aux conclusions III et V : VI. Provisoirement et en attente du rapport de l’UEMS de la DGEJ, C.________ pourra exercer son droit de visite sur les enfants T.________, né le [...] 2012, et M.________, né le [.”
“] 2012, par la prise en charge des factures le concernant et contribuera à l’entretien de son fils T.________, né le [...] 2012, par le régulier versement, d’avance le 1er de chaque mois, en main de C.________ de la somme de CHF 555.-, dès le prononcé de mesures provisionnelles à rendre. V. L’entretien convenable de T.________ né le [...] 2012 est fixé à CHF 1'172, allocations familiales dues en sus. VI. J.________ est astreinte à contribuer à l’entretien de son fils M.________, né le [...] 2015, par la prise en charge des factures le concernant et contribuera à l’entretien de son fils M.________, né le [...] 2015, par le régulier versement, d’avance le premier de chaque mois, en main de C.________ de la somme de CHF 455.-, dès le prononcé de mesures provisionnelles à rendre. VII. L’entretien convenable de M.________, né le [...] 2025 [sic], est fixé à CHF 972.-, allocations familiales dues en sus. VIII. Un curateur de représentation au sens de l’art. 299 CPC est nommé en faveur de M.________ et T.________ et T.________ et M.________ sont immédiatement entendus par l’autorité compétente. IV. Les chiffres I et VII de l’ordonnance de mesures provisionnelles rendue le 21 mars 2024 par la Présidente du Tribunal d’arrondissement de l’Est vaudois dans la cause JI23.038313 sont confirmés. Subsidiairement à la conclusion III : V. Les chiffres II, III, IV, V, VI, VIII et IX de l’ordonnance de mesures provisionnelles rendue le 21 mars 2024 par la Présidente du Tribunal d’arrondissement de l’Est vaudois dans la cause JI23.038313 sont annulés et la cause est renvoyée à l’instance précédente pour nouvelle instruction et nouvelle décision dans le sens des considérants. Plus subsidiairement aux conclusions III et V : VI. Provisoirement et en attente du rapport de l’UEMS de la DGEJ, C.________ pourra exercer son droit de visite sur les enfants T.________, né le [...] 2012, et M.________, né le [.”
Die Bestellung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO kann einen bestehenden Interessenkonflikt heilen und dadurch die Zulässigkeit beziehungsweise die Weiterführung einer Klage (z. B. einer Unterhaltsklage) ermöglichen.
“Vorliegend bedeutet dies, dass selbst im Falle eines konkret bestehenden Interessenskonflikts bei der Klägerin 1 dieser Mangel durch die von der Vor- instanz geplante (vgl. Urk. 2 E. III) Bestellung einer Kindesvertretung für die Klä- gerin 2 nach Art. 299 ZPO geheilt werden könnte. Alsdann wird es die Aufgabe - 16 - der Kindesvertretung sein, den Interessen der Klägerin 2 entsprechend zu han- deln. Die Klägerin 1 konnte die Unterhaltsklage daher gültig einleiten: diesbezüg- lich liegt kein Grund für ein Nichteintreten vor. Folglich ist auch der Subeventu- alantrag des Beklagten abzuweisen. IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen”
Das Gericht hat von Amtes wegen zu prüfen, ob bei unterschiedlichen oder widersprüchlichen Elternanträgen — namentlich zu Obhut, elterlicher Sorge oder wichtigen Fragen des persönlichen Verkehrs — die Anordnung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO erforderlich erscheint. Ob eine Vertretung anzuordnen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berücksichtigung des Kindeswohls.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gesetz umschreibt typische Verfahrens- und Interessenkonstellationen, welche unter diesen Aspekten nach einer Kindesvertretung rufen: Die Einsetzung eines Verfahrensbeistandes ist insbesondere dann zu prüfen, wenn die Eltern über die Obhut bzw. elterliche Sorge oder über wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs streiten oder erhebliche Zweifel darüber bestehen, ob ihre gemeinsamen Anträge angemessen sind, wenn die Kindesschutzbehörde oder ein Elternteil die Vertretung beantragen oder wenn der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wird (Art. 299 Abs. 2 ZPO). Auf Antrag des urteilsfähigen Kindes hin ist ohne Weiteres eine Vertretung anzuordnen (Abs. 3). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht. Besteht beispielsweise eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefert der Beistand dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation (örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie Geschwistern etc.), bedarf es keiner Verdoppelung der Informationsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen Beitrages der Kindesvertretung (BGE 142 III 153 E. 5.1.1 f.).”
“Daher unterliegt die von den Parteien getroffene Vereinbarung im Sinne eines übereinstimmenden Parteiantrages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird voraus- gesetzt, dass mit der Vereinbarung das Kindeswohl gewahrt wird. Soweit keine Kinderbelange betroffen sind (Kostenregelung), mithin die Dispositionsmaxime zum Tragen kommt, ist die Vereinbarung zu genehmigen, sofern sie klar, voll- ständig und nicht offensichtlich unangemessen ist (vgl. Art. 279 Abs. 1 ZPO [ana- log], BGer 5A_1031/2019 vom 26. Juni 2020, E. 2.2 m.w.H.). 3. Vertretung der Kinder 3.1. Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO an, wenn dies notwendig erscheint. Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt - 16 - wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuord- nen ist, obliegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berück- sichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11). 3.2. Die Parteien konnten ihre Standpunkte zum Besuchsrecht und zur Bestel- lung eines Beistands unter Einbezug der Interessen der Kinder sowohl im erst- als auch im zweitinstanzlichen Verfahren hinreichend darlegen. Zusammen mit der geltenden Offizial- und Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.2.) wurden die Kindesin- teressen angemessen berücksichtigt. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einset- zung einer Kindsvertretung ist vorliegend nicht ersichtlich. Folglich ist im Beru- fungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.”
“Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO an, wenn dies notwendig erscheint. Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt - 16 - wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuord- nen ist, obliegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berück- sichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11).”
“Vertretung der Kinder Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes an, wenn dies notwendig erscheint (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern un- terschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Ver- kehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuordnen ist, ob- liegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berücksichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11). C._____ und D._____ konnten sich stets gegenüber den involvierten Fachpersonen äussern (namentlich der Familienbegleitung, der Besuchsbegleitung, der Schulsozialarbeiterin, den Abklärenden im Rahmen des von der Fachstelle "F._____" erstellten Berichts so- wie der Fachpsychologin resp. dem Fachpsychologen der Beratungsstelle ... [Name]; vgl. Urk. 21/1, Urk. 26/1, Urk. 39/4). Ausserdem waren die Kinder wäh- rend des Verfahrens in Kontakt mit ihrer Beiständin, Frau G._____, und hernach mit deren Nachfolgerin, Frau H.”
Besteht eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefert der Beistand dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild der konkreten Situation, kann die Anordnung einer Kindesvertretung nach Art. 299 Abs. 2 ZPO entbehrlich sein.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gesetz umschreibt typische Verfahrens- und Interessenkonstellationen, welche unter diesen Aspekten nach einer Kindesvertretung rufen: Die Einsetzung eines Verfahrensbeistandes ist insbesondere dann zu prüfen, wenn die Eltern über die Obhut bzw. elterliche Sorge oder über wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs streiten oder erhebliche Zweifel darüber bestehen, ob ihre gemeinsamen Anträge angemessen sind, wenn die Kindesschutzbehörde oder ein Elternteil die Vertretung beantragen oder wenn der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wird (Art. 299 Abs. 2 ZPO). Auf Antrag des urteilsfähigen Kindes hin ist ohne Weiteres eine Vertretung anzuordnen (Abs. 3). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht. Besteht beispielsweise eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefert der Beistand dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation (örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie Geschwistern etc.), bedarf es keiner Verdoppelung der Informationsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen Beitrages der Kindesvertretung (BGE 142 III 153 E. 5.1.1 f.).”
Die Anordnung einer Kindesvertretung ist nur anzuordnen, wenn sie dem Gericht einen effektiven, zusätzlichen Aufklärungsbeitrag bietet. Ergibt sich bereits aus einer anderweitigen, elternunabhängigen und neutralen Informationsquelle (z. B. Beistandschaft) ein umfassendes Bild der Situation, kann eine zusätzliche Vertretung entbehrlich sein.
“ou si l’autorité de protection de l’enfant ou le père ou la mère le requièrent (let. b). Selon la jurisprudence (arrêt TF 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3), le juge doit examiner d’office si l’enfant doit être représenté par un curateur, en particulier dans les situations énumérées à l’art. 299 al. 2 CPC, et statuer selon son pouvoir d’appréciation. A la lumière des maximes inquisitoire et d’office applicables au sort de l’enfant, la représentation de l’enfant n’est nécessaire que si elle peut offrir au tribunal un appui effectif et l’aider à prendre sa décision quant à savoir si dans le cas d’espèce, le bien de l’enfant exige une certaine réglementation ou une mesure (autorité parentale, garde ou relations personnelles), ou s’y oppose (ATF 142 III 153 consid. 5.1.2). En l’espèce, les parents prennent des conclusions différentes s’agissant de la garde des enfants C.________ et D.________ et l’appelante sollicite que ses filles soient représentées par un curateur au sens de l’art. 299 al. 1 CPC. La nécessité d’instituer une curatelle de représentation en faveur des enfants doit, dans ces conditions, être examinée. La Cour considère cela étant qu’une telle mesure n’est pas utile dans le cas d’espèce. Il sera vu ci-après que les déclarations faites par les parties en première instance concordent dans une large mesure, les critiques émises par la mère concernant l’état de santé psychique du père, son aptitude à prendre en charge ses enfants ou encore l’importance du conflit parental pouvant être écartées sur la base des mêmes déclarations ou d’autres éléments figurant au dossier (cf.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gesetz umschreibt typische Verfahrens- und Interessenkonstellationen, welche unter diesen Aspekten nach einer Kindesvertretung rufen: Die Einsetzung eines Verfahrensbeistandes ist insbesondere dann zu prüfen, wenn die Eltern über die Obhut bzw. elterliche Sorge oder über wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs streiten oder erhebliche Zweifel darüber bestehen, ob ihre gemeinsamen Anträge angemessen sind, wenn die Kindesschutzbehörde oder ein Elternteil die Vertretung beantragen oder wenn der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wird (Art. 299 Abs. 2 ZPO). Auf Antrag des urteilsfähigen Kindes hin ist ohne Weiteres eine Vertretung anzuordnen (Abs. 3). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht. Besteht beispielsweise eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefert der Beistand dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation (örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie Geschwistern etc.), bedarf es keiner Verdoppelung der Informationsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen Beitrages der Kindesvertretung (BGE 142 III 153 E. 5.1.1 f.).”
“Daher unterliegt die von den Parteien getroffene Vereinbarung im Sinne eines übereinstimmenden Parteiantrages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird voraus- gesetzt, dass mit der Vereinbarung das Kindeswohl gewahrt wird. Soweit keine Kinderbelange betroffen sind (Kostenregelung), mithin die Dispositionsmaxime zum Tragen kommt, ist die Vereinbarung zu genehmigen, sofern sie klar, voll- ständig und nicht offensichtlich unangemessen ist (vgl. Art. 279 Abs. 1 ZPO [ana- log], BGer 5A_1031/2019 vom 26. Juni 2020, E. 2.2 m.w.H.). 3. Vertretung der Kinder 3.1. Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO an, wenn dies notwendig erscheint. Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt - 16 - wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuord- nen ist, obliegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berück- sichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11). 3.2. Die Parteien konnten ihre Standpunkte zum Besuchsrecht und zur Bestel- lung eines Beistands unter Einbezug der Interessen der Kinder sowohl im erst- als auch im zweitinstanzlichen Verfahren hinreichend darlegen. Zusammen mit der geltenden Offizial- und Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.2.) wurden die Kindesin- teressen angemessen berücksichtigt. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einset- zung einer Kindsvertretung ist vorliegend nicht ersichtlich. Folglich ist im Beru- fungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.”
Dem urteilsfähigen Kind ist vor der Anordnung einer Kindesvertretung rechtliches Gehör zu gewähren. Es besteht jedoch kein Anspruch darauf, in jeder einzelnen prozessleitenden Verfügung im Sinne von Art. 298 ZPO angehört zu werden.
“Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, da B. nicht im Sinne von Art. 298 ZPO an- gehört wurde. Dem urteilsfähigen Kind ist zwar das rechtliche Gehör zu gewähren, bevor eine Kindesvertretung angeordnet wird (Christian Stalder/Beatrice van de Graaf, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl., Basel 2021, N 13 zu Art. 299 ZPO). Es besteht jedoch kein Anspruch darauf, dass das Kind zu jeder prozessleitenden Verfügung im Sinne von Art. 298 ZPO angehört wird (Schweighauser, a.a.O., N 26a zu Art. 298 ZPO; vgl. BGer 5A_579/2016 v.”
Nach Art. 299 ZPO verfügt das Gericht über einen weiten Ermessensspielraum: Es prüft die Vertretung des Kindes von Amtes wegen und ordnet diese an, wenn dies notwendig erscheint. Eine solche Anordnung kommt namentlich in Betracht, wenn Massnahmen zum Schutz des Kindes oder das Wohl des Kindes zur Diskussion stehen. Kosten, eine Verlängerung des Verfahrens oder das Alter des Kindes gelten dabei nicht als ausschlaggebende Gründe gegen eine Bestellung.
“b), ou encore lorsque le tribunal, sur la base de l'audition des parents ou de l'enfant ou pour d'autres raisons, envisage d'ordonner une mesure de protection de l'enfant (let. c). Selon l'art. 300 CPC, le représentant de l'enfant peut déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu'il s'agit : de décisions relatives à l'attribution de l'autorité parentale (let. a) et/ou de la garde (let. b), de questions importantes concernant les relations personnelles (let. c), de la participation à la prise en charge (let. d), de la contribution d'entretien (let. e) et de mesures de protection de l'enfant (let. f). Les art. 299 et 300 CPC sont applicables dans toutes les procédures de droit de la famille opposant des parents et dans le cadre desquelles la situation de l'enfant est en jeu (JEANDIN, in CR CPC, 2019, n. 2 ad art. 299 CPC). Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La question d'une représentation peut être soulevée auprès du juge par l'autorité de protection de l'enfant ou par l'un des parents sous forme de requête visant l'instauration d'une curatelle. Le tribunal doit alors l'examiner et y répondre. Au vu de leurs relations spécifiques avec l'enfant, ces personnes ou ces institutions sont en effet susceptibles d'avoir une perception de la situation de l'enfant que le tribunal ne peut avoir par lui-même (JEANDIN, op.”
In der Praxis wird nach Art. 299 ZPO wiederholt eine Vertretung für Kinder angeordnet, insbesondere in Verfahren um Obsorge, Umgang und in Zusammenhang mit vorsorglichen Massnahmen (z.B. bei Scheidungs- oder Massnahmeentscheiden). Oft wird eine erfahrene Rechts- oder Fürsorgeperson als Beiständin/Beistand bestellt; die Bestellung kann je nach Verfahrenslage auch über längere Zeit beibehalten oder bestätigt werden.
“_____ (die Gesuchsgegnerin bringt D._____ zur Wohnung des Gesuchstellers in F._____, der Gesuchsteller holt C._____ nach Schulschluss ab) und in der gleichen Woche von Samstag, 10.00 Uhr (der Gesuchsteller bringt die Kinder zur Wohnung der Gesuchsgegnerin in E._____) bis zum Mittwoch der Folgewoche, Schulbeginn für C._____ und 8.45 Uhr für D._____ (die Gesuchsgegnerin bringt D._____ zur Wohnung des Gesuch- stellers in F._____, der Gesuchsteller holt C._____ nach Schul- schluss ab). In der übrigen Zeit werden C._____ und D._____ vom Gesuchstel- ler betreut. - 3 - Während der ersten Sportferienwoche (Kalenderwoche 8) werden die Kinder vom Gesuchsteller betreut. In der zweiten Sportferien- woche (Kalenderwoche 9) werden die Kinder von der Gesuchs- gegnerin betreut, wobei der Gesuchsteller die Kinder am 27. Feb- ruar 2023 um 10.00 Uhr zur Wohnung der Gesuchsgegnerin in E._____ bringt. 2. Es wird eine Vertretung der gemeinsamen Kinder der Parteien, C._____ und D._____, im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet. Als Beiständin der Kinder wird ernannt: Rechtsanwältin lic. iur. G._____ ... [Adresse] ( 3.-4. Mitteilungen, Rechtsmittelbelehrung)" b) Die Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin (fortan Gesuchsgegnerin) erhob mit Eingabe vom 26. Dezember 2022 innert Frist Berufung gegen die Ver- fügung vom 16. Dezember 2022 mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2): " 1. Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung sei insoweit aufzuheben, als sie B._____ für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2015, und D._____, geboren am tt.mm.2018, mehr und andere Betreuungsanteile zuspricht als nur jedes zweite Wochenende von Freitagabend 18 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr. 2. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2015, und D._____, geboren am tt.mm.2018, seien im Sinne einer vorsorglichen Massnahme bis zum Mass- nahmeentscheid über die Obhut unter die alleinige Obhut der Beru- fungsklägerin zu stellen. 3. Mit Ausnahme der Besuchszeiten an jedem zweiten Wochenende von Freitagabend 18 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr seien die Kin- der C.”
“________, à [...], demandeur, contre le prononcé rendu le 21 octobre 2022 par le Président du Tribunal civil de l’arrondissement de Lausanne dans la cause divisant le recourant d’avec K.________, à [...], défenderesse, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal considère : En fait et en droit : 1. 1.1 M.________ (ci-après : le recourant) et K.________ (ci-après : l’intimée) se sont mariés le [...] 2006. Deux enfants sont issus de cette union, à savoir : Q.________, né le [...] 2006, et Y.________, née le [...] 2008. 1.2 Les époux se sont séparés en mai 2016. 1.3 Une procédure de divorce actuellement pendante divise les époux, selon demande unilatérale déposée par M.________ le 16 janvier 2017, puis le 26 juin 2020 après que la première avait été rejetée par décision du 25 mai 2020 du Président du Tribunal civil de l’arrondissement de Lausanne (ci-après : le président). 1.4 Par prononcé du 9 juillet 2018, le président a notamment institué une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 27) en faveur des enfants Q.________ et Y.________ et a désigné Me R.________ en qualité de curatrice. Dans une décision du 21 janvier 2021, le président a maintenu la curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC et la désignation de Me R.________ en qualité de curatrice. 1.5 Lors d’une audience de mesures provisionnelles du 2 mars 2021, les époux ont signé une convention partielle, ratifiée séance tenante pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles partielle. Ils sont notamment convenus de maintenir la garde à la mère et d’élargir progressivement le droit de visite du père sur ses enfants. Par ordonnance de mesures provisionnelles du 16 juin 2021, le président a rappelé la convention susmentionnée (I), a dit que dès le 1er juillet 2021, la garde sur les enfants s’exercerait de manière alternée par les parents, le père ayant ses enfants auprès de lui du lundi à l’entrée des classes jusqu’au mercredi à l’entrée des classes, la mère les ayant du mercredi à l’entrée des classes jusqu’au vendredi à l’entrée des classes et chaque parent ayant ses enfants auprès de lui un week-end sur deux (II), et a dit que le domicile des enfants resterait fixé provisoirement auprès de leur mère (III).”
“Par ordonnance de mesures provisionnelles du 12 juin 2023, le Président du Tribunal civil de l’arrondissement de la Broye et du Nord vaudois (ci-après : le président ou le premier juge) a ordonné le placement en foyer de l’enfant U.________ et a dit que celui-ci visait à terme le placement de l’enfant auprès de sa mère (I), a chargé J.________ du Service des curatelles et tutelles professionnelles (ci-après : le SCTP), titulaire d’un mandat de placement et de garde au sens de l’art. 310 CC (Code civil suisse du 10 décembre 1907 ; RS 210), de la mise en œuvre du placement (II), a dit qu’à défaut pour l’enfant U.________ de se rendre volontairement sur son lieu de placement, le SCTP était autorisé à procéder à l’exécution forcée de l’ordonnance, en requérant au besoin le concours des agents de la force publique (III), a dit que le droit de visite de l’appelant sur les enfants U.________ et M.________ s’exercerait de manière médiatisée par l’intermédiaire d’Espace Contact, de l’Association Le Châtelard, selon les modalités et conformément au règlement de cette institution (IV), a institué une mesure de curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) en faveur des enfants U.________ et M.________ (V), a désigné l’avocate Stéphanie Cacciatore en qualité de curatrice des deux filles, avec mission de les représenter dans le cadre de la procédure opposant leurs parents (VI), a rejeté toute autre ou plus ample conclusion (VII), a dit que les frais judiciaires et les dépens suivaient le sort de la cause au fond (VIII) et a déclaré l’ordonnance immédiatement exécutoire, nonobstant appel (IX). En droit, le président a considéré que la situation actuelle mettait en péril le bon développement de l’enfant U.________ et justifiait que celle-ci intègre de façon transitoire un foyer, avant d’être placée à terme chez sa mère. Il a indiqué à cet égard qu’il n’y avait pas de raison de s’écarter de l’avis des professionnels, soit de la Dre D.________ et de J.________, qui préconisaient toutes deux un placement hors domicile paternel afin de protéger cette enfant de la forte instrumentalisation du père, lequel empêchait sa fille d’avoir un libre accès à sa mère.”
“Par courrier du même jour, le juge unique a en outre informé l’appelante qu’elle était en l’état dispensée de l’avance de frais consécutive au dépôt de son appel, la décision définitive sur sa requête d’assistance judiciaire étant réservée. Le 11 octobre 2024, l’intimé a déposé une réponse, au pied de laquelle il a conclu, avec suite de frais et dépens, au rejet de l’appel. Il a en outre produit un bordereau de pièces et requis d’être mis au bénéfice de l’assistance judiciaire pour les besoins de la procédure de deuxième instance. Par ordonnance du 14 octobre 2024, le juge unique a accordé à l’intimé le bénéfice de l’assistance judiciaire dans le cadre de la procédure d’appel, avec effet au 25 septembre 2024. b) Le 28 novembre 2024, une audience d’appel a été tenue par le juge unique en présence des parties, chacune assistée de son conseil, et de Me J.________, curateur des enfants T.________ et D.________ à forme de l’art. 299 CPC. A cette occasion, l’intimé a produit une pièce sous bordereau. Les parties ont en outre signé une convention, dont il ressort ce qui suit : I. Les chiffres II, III et IV du dispositif de l’ordonnance du 10 septembre 2024 sont réformés comme il suit : II. dit que Z.________ bénéficiera sur ses fils T.________ et D.________ d’un droit de visite qui s’exercera selon les modalités suivantes : - Chaque mardi de 15h10 (sortie de l’école) à 19 heures, étant précisé que Z.________ ira chercher les enfants à l’école et les ramènera nourris chez leur mère. - Un samedi sur deux de 10 heures à 19 heures en présence de la mère de Z.________, étant précisé que celui-ci ira chercher les enfants à leur domicile et que M.________ les récupérera à la gare de la Tour-de-Peilz. - Un samedi sur deux de 11 heures à 17 heures, hors la présence d’un tiers, étant précisé que Z.________ ira chercher les enfants à leur domicile et que M.________ les récupérera à la gare de la Tour-de-Peilz.”
In der zitierten Rechtssache wurde auf Beschwerde des urteilsfähigen Kindes gemäss Art. 299 Abs. 3 ZPO eine Curatelle de représentation angeordnet. In der Folge hat die Präsidentin einen gesetzlichen Curator für das Kind bezeichnet.
“Le Tribunal de police de l’arrondissement de l’Est vaudois a reconnu l’appelant coupable d’enlèvement de mineurs (cf. jugement du 10 mars 2022). 9. A la suite d’une requête de mesures provisionnelles du 8 janvier 2021 déposée par l’appelant, les parties ont conclu une convention, ratifiée par la présidente pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles, prévoyant un élargissement du droit de visite de l’appelant sur ses filles à un week-end sur deux, les passages d’effectuant toujours par le Point Rencontre. 10. Une audience d’instruction de la cause en divorce a été tenue le 14 octobre 2021. A cette occasion, Y.________ a été entendue. Elle a indiqué que l’enfant M.________ continuait d’émettre le souhait de retourner vivre à [...] 11. Par arrêt du 22 septembre 2021, notifié à la présidente le 19 novembre 2021, la Chambre des recours civile a admis le recours de l’enfant M.________, a annulé le prononcé du 21 janvier 2020 et a renvoyé la cause à la présidente pour que celle-ci désigne un curateur de représentation au sens de l’art. 299 al. 3 CPC à l’enfant. A la suite de cet arrêt, la présidente a instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 al. 3 CPC en faveur de l’enfant M.________ et a désigné Me Christophe Borel comme curateur de représentation. 12. Par requête de mesures provisionnelles du 24 novembre 2021, l’appelant a conclu, sous suite de frais et dépens, à une modification de son droit de visite en ce sens qu’il puisse avoir ses filles auprès de lui un week-end sur deux et durant la moitié des vacances scolaires. Les parties ont conclu, à l’audience de mesures provisionnelles du 11 février 2022, une convention, ratifiée par la présidente pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles, régissant la répartition des enfants pour les vacances scolaires. 13. L’audience de plaidoiries finales a été tenue le 24 mars 2022 en présence des parties et de leur conseil respectif, ainsi que des curateurs des enfants, soit Y.________, curatrice à forme de l’art. 308 al. 1 CC, Me W.________, curatrice de surveillance des relations personnelles à forme de l’art.”
“A la suite d’une requête de mesures provisionnelles du 8 janvier 2021 déposée par l’appelant, les parties ont conclu une convention, ratifiée par la présidente pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles, prévoyant un élargissement du droit de visite de l’appelant sur ses filles à un week-end sur deux, les passages d’effectuant toujours par le Point Rencontre. 10. Une audience d’instruction de la cause en divorce a été tenue le 14 octobre 2021. A cette occasion, Y.________ a été entendue. Elle a indiqué que l’enfant M.________ continuait d’émettre le souhait de retourner vivre à [...] 11. Par arrêt du 22 septembre 2021, notifié à la présidente le 19 novembre 2021, la Chambre des recours civile a admis le recours de l’enfant M.________, a annulé le prononcé du 21 janvier 2020 et a renvoyé la cause à la présidente pour que celle-ci désigne un curateur de représentation au sens de l’art. 299 al. 3 CPC à l’enfant. A la suite de cet arrêt, la présidente a instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 al. 3 CPC en faveur de l’enfant M.________ et a désigné Me Christophe Borel comme curateur de représentation. 12. Par requête de mesures provisionnelles du 24 novembre 2021, l’appelant a conclu, sous suite de frais et dépens, à une modification de son droit de visite en ce sens qu’il puisse avoir ses filles auprès de lui un week-end sur deux et durant la moitié des vacances scolaires. Les parties ont conclu, à l’audience de mesures provisionnelles du 11 février 2022, une convention, ratifiée par la présidente pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles, régissant la répartition des enfants pour les vacances scolaires. 13. L’audience de plaidoiries finales a été tenue le 24 mars 2022 en présence des parties et de leur conseil respectif, ainsi que des curateurs des enfants, soit Y.________, curatrice à forme de l’art. 308 al. 1 CC, Me W.________, curatrice de surveillance des relations personnelles à forme de l’art. 308 al. 2 CC et Me Christophe Borel, curateur de représentation de l’enfant M.”
Ist zu befürchten, dass Eltern in divergierenden oder eigennützigen Stellungnahmen das Kindeswohl nicht ausreichend vertreten, ist nach Art. 299 ZPO die Bestellung einer Kindesvertretung zu prüfen. Die Einsetzung liegt im Ermessen des Gerichts; bei einer Interessenkollision zwischen einem Elternteil und dem Kind (insbesondere wenn dadurch die elterliche Vertretungsmacht entfällt) wird die Einsetzung jedoch in der Lehre und Praxis grundsätzlich als erforderlich angesehen.
“Une réparation de la violation du droit d'être entendu peut également se justifier, même en présence d'un vice grave, lorsque le renvoi constituerait une vaine formalité et aboutirait à un allongement inutile de la procédure, ce qui serait incompatible avec l'intérêt de la partie concernée à ce que sa cause soit tranchée dans un délai raisonnable (ATF 142 II 218 consid. 2.8.1). 5.1.2 Selon l'art. 299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. Dans les hypothèses précitées, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l'enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l'enfant et les parents ainsi que les frères et sœurs) et la porter à la connaissance du tribunal. L'information relative à la volonté subjective de l'enfant fait aussi partie de ce qu'il faut connaître pour déterminer le bien de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.1). La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art.”
“E. 5.1; PKG 2019 Nr. 6 E. 1.5.4; Peter Breitschmid, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz- buch I, Art. 1-456 ZGB, 7. Aufl., Basel 2022, N 5 ff. zu Art. 314a/314abis ZGB, je m.w.H.). Jedoch sollte in den gesetzlich genannten Fallgruppen nur ausnahms- weise auf die Anordnung einer Kindesvertretung verzichtet werden und muss bei Vorliegen einer Interessenkollision zwischen einem Elternteil und dem Kind, wel- che ex lege zum Entfallen der elterlichen Vertretungsmacht führt, die Einsetzung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO in Verbindung mit Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB grundsätzlich zwingend erfolgen (PKG 2019 Nr. 6 E. 1.5.4; Michelle Cottier, in: Büchler/Hafeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 5 zu Art. 314 abis ZGB; vgl. Jonas Schweighauser, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil- prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 14 zu Art. 299 ZPO). Im kindesschutzrechtlichen Kontext - auch betreffend Regelung des persönlichen Verkehrs - wird dem (urteilsfähigen) Kind grundsätzlich Parteistellung zuerkannt, weshalb aufgrund des Wegfalls der elterlichen Vertretungsmacht zufolge Interes- senkollision (vgl. soeben E. 1.2.2) nach dem Gesagten grundsätzlich zwingend die Einsetzung einer Kindesvertretung erfolgen müsste (vgl. PKG 2019 Nr. 6 E. 1.5.4). Vorliegend geht es indessen erst um vorsorgliche Anordnungen, wobei sich im betreffenden (gerichtlichen) Nebenverfahren - unabhängig von den Parteirollen im Hauptverfahren (vgl. E. A) - primär die Kindseltern als Parteien gegenüberstehen. A. ist hinsichtlich der zur Diskussion stehenden, abstrakten Fragen betref- fend Regelung des persönlichen Verkehrs samt flankierender Massnahmen noch nicht urteilsfähig (vgl. BGE 142 III 153 E. 5.2.4). Seinen Interessen wurde dadurch Rechnung getragen, dass eine kinderpsychologische Begutachtung stattgefunden hat, in deren Rahmen er auch persönlich angehört wurde (vgl.”
“308 CC suppose d'abord, comme toute mesure de protection de l'enfant (cf. art. 307 al. 1 CC), que le développement de celui-ci soit menacé. Il faut ensuite, conformément au principe de subsidiarité, que ce danger ne puisse être prévenu par les père et mère eux-mêmes, ni par les mesures plus limitées de l'art. 307 CC. Enfin, selon le principe de l'adéquation, l'intervention active d'un conseiller doit apparaître appropriée pour atteindre ce but (ATF 140 III 241 consid. 2.1). Le principe de la proportionnalité est la pierre angulaire du système de protection civile de l'enfant, la mesure ordonnée devant notamment être apte à atteindre le but de protection visé et nécessaire à cette fin (arrêts du Tribunal fédéral 5A_415/2020 du 18 mars 2021 consid. 6.1; 5A_983/2019 du 13 novembre 2020 consid. 9.1). 4.1.2 Selon l'art. 32 du règlement d'application de la loi sur l'enfance et la jeunesse, en cas de besoin, le service de protection des mineurs peut saisir les autorités judiciaires afin que des mesures de protection soient prises. 4.1.3 Selon l'art. 299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.1 s.; 5C_210/2000 du 27.10.2000 c. 2b). Dans les hypothèses précitées, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n.”
Das Gericht kann im Rahmen der Mandatierung und der Verfahrensinstruktion den sachlichen Aufgabenumfang der gerichtlich bestellten Kindesvertretung sowie Verfahrensmodalitäten zur Steuerung des Aufwands und der Kosten festlegen. Dies umfasst etwa die genaue Mandatsabgrenzung, prozessuale Instruktionen, die gezielte Ansetzung von Fristen sowie die Möglichkeit, Zwischenabrechnungen einzuholen.
“2.3.3). Die Aufgaben der Kindesvertretung im eherechtlichen Verfahren seien damit im Wesentlichen auf solche der prozessbezogenen Information, Kommunikation und Betreuung beschränkt. Dies gelte grundsätzlich auch für ältere Kinder, da die Tragweite von Fragen der Obhut, der elterlichen Sorge oder von Kindesschutzmassnahmen auch für ein älteres Kind schwerlich überblickbar sei. Diesbezüglich stelle sich kaum je die Frage, unter welchen Voraussetzungen die gerichtlich bestellte Kindesvertretung allenfalls genuin anwaltliche Aufgaben übernehmen müsse (E. 5.2.4). Im Einzelfall verfüge nun das Gericht bei der Mandatierung des Verfahrensbeistandes und im Rahmen der Prozessinstruktion über die Möglichkeiten, den Aufgabenumfang – gerade im Hinblick auf die Kostenfolgen – zu steuern (E. 5.3). Eine Befugnis, die Aufgaben der Kindesvertretung zu umschreiben, und damit auch zu begrenzen, ergebe sich daraus, dass das Gericht (ausser im Fall des Antrages eines urteilsfähigen Kindes nach Art. 299 Abs. 3 ZPO) über ein (kindeswohlgeleitetes) Entschliessungsermessen betreffend die Anordnung der Vertretung als solcher verfüge und a maiore minus den sachlichen Umfang der entschädigungsfähigen Zuständigkeiten einer Kindesvertretung auf die Gegebenheiten des Einzelfalls abstimmen könne (E. 5.3.1). Über eine weitere Handhabe, um den Vertretungsaufwand zu steuern und die Entschädigungskosten zu kontrollieren, verfüge das Gericht mit der Verfahrensleitung (Instruktion; E. 5.3.3). Das Gericht solle etwa dem Kindesbeistand nicht routinemässig Frist zur (wenn auch fakultativen) Stellungnahme ansetzen, sondern nur, wenn dies von der konkreten Aufgabenstellung her angezeigt sei (E. 5.3.3.1). Eine periodische Überprüfung des Aufwands der Kindesvertretung mittels Einholung von Zwischenabrechnungen ermögliche es zudem, neben quantitativ - 11 - unverhältnismässigen auch solche Aufwendungen frühzeitig zu erkennen, die den Rahmen des Vertretungsmandates qualitativ sprengen (E. 5.3.3.2). Das Bundesgericht hat damit im Wesentlichen aufgezeigt, wie die Kosten der Kindesvertretung durch – primär präventive (bei der Anordnung der Vertretung und mittels Instruktion bzw.”
Das Gericht hat von Amtes wegen zu prüfen, ob eine Vertretung des Kindes anzuordnen ist. Die Anordnung erfolgt im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berücksichtigung des Kindeswohls.
“Vertretung der Kinder Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes an, wenn dies notwendig erscheint (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern un- terschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Ver- kehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuordnen ist, ob- liegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berücksichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11). C._____ und D._____ konnten sich stets gegenüber den involvierten Fachpersonen äussern (namentlich der Familienbegleitung, der Besuchsbegleitung, der Schulsozialarbeiterin, den Abklärenden im Rahmen des von der Fachstelle "F.”
“Vorweg ist daher festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil in den nicht angefochtenen Dispositiv-Ziffern 1 (Getrenntle- ben), 2 (Obhut), 3 (Wohnsitz der Kinder), 5 (Ernennung Beistand), 7 (Unterhalt), 8 (Vormerknahme des Mankos), 9 (Weisung betreffend Mietvertrag des Gesuchs- gegners) und 10 (Vormerknahme der Teilvereinbarung) in Rechtskraft erwachsen ist . 2. Soweit es Kinderbelange (Beistandschaft, Besuchsrecht) zu regeln gibt, fin- det die Offizial- und Untersuchungsmaxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Daher unterliegt die von den Parteien getroffene Vereinbarung im Sinne eines übereinstimmenden Parteiantrages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird voraus- gesetzt, dass mit der Vereinbarung das Kindeswohl gewahrt wird. Soweit keine Kinderbelange betroffen sind (Kostenregelung), mithin die Dispositionsmaxime zum Tragen kommt, ist die Vereinbarung zu genehmigen, sofern sie klar, voll- ständig und nicht offensichtlich unangemessen ist (vgl. Art. 279 Abs. 1 ZPO [ana- log], BGer 5A_1031/2019 vom 26. Juni 2020, E. 2.2 m.w.H.). 3. Vertretung der Kinder 3.1. Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO an, wenn dies notwendig erscheint. Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt - 16 - wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuord- nen ist, obliegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berück- sichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11). 3.2. Die Parteien konnten ihre Standpunkte zum Besuchsrecht und zur Bestel- lung eines Beistands unter Einbezug der Interessen der Kinder sowohl im erst- als auch im zweitinstanzlichen Verfahren hinreichend darlegen.”
“Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO an, wenn dies notwendig erscheint. Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt - 16 - wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuord- nen ist, obliegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berück- sichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11).”
“Der im Bereich des Kindesschutzes anwendbare Art. 314abis ZGB ent- spricht dem in eherechtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, ex offi- cio zu prüfen, ob dem Kind als Vertretung in Form eines Beistands eine in fürsor- gerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person zur Seite zu stellen ist. So- wohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass die Behörde bzw. das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Gericht die Anord- nung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegen- stand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Es besteht mithin eine Prüfpflicht. Der zur Kindesvertretung ernannte Beistand kann Anträge stellen und Rechtsmittel einle- gen (Art. 314abis Abs. 3 ZGB). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat die Behörde bzw. das Gericht nicht automa- tisch einen Kindesvertreter oder eine Kindesvertreterin zu bezeichnen, vielmehr handelt es sich um eine Möglichkeit, die im Ermessen der Behörde bzw. des Ge- richts liegt (PKG 2017 Nr. 12 E. 3). Entsprechend hat die Behörde bzw. das Ge- richt nach pflichtgemässem Ermessen über die Kindesvertretung zu entscheiden, sei es auf Antrag oder von Amtes wegen (BGer 5A_232/2016 v.”
Im vorliegenden Entscheid wurde gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO eine Curatelle de représentation für die Kinder angeordnet und ein Advokat als Beistand/Curateur bestellt, mit dem Auftrag, ihre Interessen in der provisorischen Verfahren zur Festsetzung der Unterhaltsbeiträge und der elterlichen Rechte zu vertreten.
“Par ordonnance de mesures provisionnelles du 28 juillet 2022, dont la motivation a été envoyée aux parties le même jour, le Président du Tribunal d’arrondissement de La Côte (ci-après : le premier juge ou le président ou le magistrat) a retiré à H.________ et à G.________ le droit de déterminer le lieu de résidence de leurs enfants B.D.________, né le [...] 2009, et A.D.________, née le [...] 2009 (I), a attribué à la Direction générale de l’enfance et de la jeunesse (ci-après : DGEJ), Office régional de protection des mineurs de l’Ouest vaudois (ci-après : ORPM de l’Ouest vaudois), le droit de déterminer le lieu de résidence des enfants B.D.________ et A.D.________ (II), a attribué à la DGEJ, Office régional de protection des mineurs de l’Ouest à Rolle (ci-après : ORPM de l’Ouest à Rolle), un mandat de placement et de garde au sens de l’art. 310 CC sur les enfants B.D.________ et A.D.________, afin de placer ces derniers au mieux de leurs intérêts (III), a levé la mesure de curatelle au sens de l’art. 308 al. 1 et 2 CC instituée en faveur des enfants, B.D.________ et A.D.________ et a relevé la DGEJ, ORPM de l’Ouest à Rolle, de son mandat (IV), a institué une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 al. 1 CPC en faveur des enfants B.D.________ et A.D.________ et a nommé Me Martin Brechbühl, avocat, en qualité de curateur de représentation des enfants B.D.________ et A.D.________, à charge pour lui de représenter et de défendre leurs intérêts dans le cadre de la procédure en fixation de la contribution d’entretien et des droits parentaux, le cas échéant en prenant toute conclusion ou en formant tout acte commandé par les circonstances (V), a renvoyé la décision sur les frais de la procédure provisionnelle et l’indemnité d’office des conseils des parties à une décision ultérieure (VI) et a rejeté toutes autres ou plus amples conclusions (VII). En droit, le président s’est fondé sur l’expertise de la Dre Chavanne Frutiger du 15 janvier 2021, sur le bilan de l’action socio-éducative de la DGEJ du 25 avril 2022 et sur le rapport d’évolution et de situation établi par les Boréales le 27 avril 2022. Le magistrat a considéré que les nombreuses mesures qui avaient été explorées pour régler les relations personnelles s’étaient avérées inefficaces, de sorte que le placement en foyer s’avérait l’ultime mesure afin de sauvegarder l’intérêt des enfants.”
“Par ordonnance de mesures provisionnelles du 28 juillet 2022, dont la motivation a été envoyée aux parties le même jour, le Président du Tribunal d’arrondissement de La Côte (ci-après : le premier juge ou le président ou le magistrat) a retiré à H.________ et à G.________ le droit de déterminer le lieu de résidence de leurs enfants B.D.________, né le [...] 2009, et A.D.________, née le [...] 2009 (I), a attribué à la Direction générale de l’enfance et de la jeunesse (ci-après : DGEJ), Office régional de protection des mineurs de l’Ouest vaudois (ci-après : ORPM de l’Ouest vaudois), le droit de déterminer le lieu de résidence des enfants B.D.________ et A.D.________ (II), a attribué à la DGEJ, Office régional de protection des mineurs de l’Ouest à Rolle (ci-après : ORPM de l’Ouest à Rolle), un mandat de placement et de garde au sens de l’art. 310 CC sur les enfants B.D.________ et A.D.________, afin de placer ces derniers au mieux de leurs intérêts (III), a levé la mesure de curatelle au sens de l’art. 308 al. 1 et 2 CC instituée en faveur des enfants, B.D.________ et A.D.________ et a relevé la DGEJ, ORPM de l’Ouest à Rolle, de son mandat (IV), a institué une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 al. 1 CPC en faveur des enfants B.D.________ et A.D.________ et a nommé Me Martin Brechbühl, avocat, en qualité de curateur de représentation des enfants B.D.________ et A.D.________, à charge pour lui de représenter et de défendre leurs intérêts dans le cadre de la procédure en fixation de la contribution d’entretien et des droits parentaux, le cas échéant en prenant toute conclusion ou en formant tout acte commandé par les circonstances (V), a renvoyé la décision sur les frais de la procédure provisionnelle et l’indemnité d’office des conseils des parties à une décision ultérieure (VI) et a rejeté toutes autres ou plus amples conclusions (VII). En droit, le président s’est fondé sur l’expertise de la Dre Chavanne Frutiger du 15 janvier 2021, sur le bilan de l’action socio-éducative de la DGEJ du 25 avril 2022 et sur le rapport d’évolution et de situation établi par les Boréales le 27 avril 2022. Le magistrat a considéré que les nombreuses mesures qui avaient été explorées pour régler les relations personnelles s’étaient avérées inefficaces, de sorte que le placement en foyer s’avérait l’ultime mesure afin de sauvegarder l’intérêt des enfants.”
Das Gericht hat die Anordnung der Kindesvertretung nach einem objektiven Massstab im Einzelfall zu prüfen. Eine Vertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen sachlich geboten ist, insbesondere bei konkreter Schutz‑ oder Vertretungsbedürftigkeit des Kindes. Sie ist jedoch nicht automatisch erforderlich, wenn das Gericht bereits durch eine unabhängige Beistandschaft oder gleichwertige Informationen wirksame, elternunabhängige Entscheidungsgrundlagen erhält.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes resp. der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Ein wichtiger Grund für die Anordnung einer Kindsvertretung liegt dann vor, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindes besteht (ZK ZPO-Schweighauser, Art. 299 N 11). Das Gericht prüft - 11 - die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der elterli- chen Sorge oder Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder der Unterhaltsbeiträge unterschiedliche Anträ- ge stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten ist (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3).”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gesetz umschreibt typische Verfahrens- und Interessenkonstellationen, welche unter diesen Aspekten nach einer Kindesvertretung rufen: Die Einsetzung eines Verfahrensbeistandes ist insbesondere dann zu prüfen, wenn die Eltern über die Obhut bzw. elterliche Sorge oder über wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs streiten oder erhebliche Zweifel darüber bestehen, ob ihre gemeinsamen Anträge angemessen sind, wenn die Kindesschutzbehörde oder ein Elternteil die Vertretung beantragen oder wenn der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wird (Art. 299 Abs. 2 ZPO). Auf Antrag des urteilsfähigen Kindes hin ist ohne Weiteres eine Vertretung anzuordnen (Abs. 3). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht. Besteht beispielsweise eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefert der Beistand dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation (örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie Geschwistern etc.), bedarf es keiner Verdoppelung der Informationsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen Beitrages der Kindesvertretung (BGE 142 III 153 E. 5.1.1 f.).”
Die Vertretung kann im Umfang beschränkt werden; sie kann beispielsweise auf Kinderbelange ohne Fragen des Unterhalts angeordnet werden.
“Die Parteien heirateten am tt. Februar 2012 und haben eine gemeinsame Tochter, C._____, geboren am tt.mm.2015 (Urk. 2). Mit Urteil vom 18. September 2018 regelte das Bezirksgericht Zürich das Getrenntleben der Parteien. Die Obhut über C._____ wurde den Parteien mit wechselnder Betreuung übertragen; der ge- setzliche Wohnsitz der Tochter blieb bei der Klägerin. Die (vereinbarte und geneh- migte) Betreuungsregelung sah im Wesentlichen vor, dass der Beklagte die Toch- ter jeden Donnerstagabend von 17.30 Uhr bis Freitagabend, 17.30 Uhr, und an Wochenenden mit gerader Wochenzahl jeweils von Donnerstagabend, 17.30 Uhr, bis Sonntagabend, 17.30 Uhr, betreut. Hinzu kamen drei Wochen Ferien pro Jahr (Urk. 4/3 = Urk. 6/37). Die Betreuungsanteile sind seither unverändert geblieben. 2. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2019 reichte die Klägerin die Scheidungs- klage bei der Vorinstanz ein (Urk. 1). Mit Verfügung vom 3. Juli 2020 wurde für C._____ eine Vertretung im Sinne von Art. 299 ZPO (beschränkt auf die Kinderbe- lange ohne Unterhalt) angeordnet (Urk. 37). Mit Urteil vom 10. Februar 2022 sprach die Vorinstanz zwischen den Parteien die Scheidung aus und regelte die Nebenfol- gen (Urk. 90 = Urk. 96). Zu diesem Zeitpunkt wohnten die Parteien in Zürich. Die Vorinstanz erteilte der Klägerin die Zustimmung, den Wohnsitz von C._____ nach D._____ zu verlegen, und teilte die Obhut über die Tochter der Klägerin zu. Zudem - 17 - regelte die Vorinstanz das Besuchsrecht des Beklagten für die Zeit bis zum Umzug und für die Zeit nach dem Umzug von C._____ nach D._____ (Urk. 96 S. 70 ff.). 3. Gegen das ihm am 16. Februar 2022 zugestellte Urteil erhob der Beklagte mit Eingabe vom 11. März 2022, gleichentags zur Post gegeben und hierorts ein- gegangen am 14. März 2022, Berufung mit den eingangs wiedergegebenen Anträ- gen (Urk. 92, Urk. 95). Der Kostenvorschuss von Fr. 6'000.– ging rechtzeitig ein (Urk. 100, Urk. 101). Bereits anfangs April 2022 zog die Klägerin mit C.”
Wenn die gerichtliche Vertretung des Kindes gemäss Art. 299 ZPO angeordnet wird, gelten die dafür entstehenden Kosten als Gerichtskosten. Wurde die Vertretung dagegen von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde nach Art. 306 ZGB bestellt, können die entsprechenden Kosten als Parteikosten zu qualifizieren sein; in diesem Fall unterscheidet sich auch die Handhabung des Prozesskostenvorschusses (als privatrechtliches Rechtsgeschäft, zahlbar an die vorschussberechtigte Person bzw. deren Rechtsvertretung).
“e)Weiter erhebt der Beklagte den Vorwurf der fehlenden Passivlegitima- tion mit der Begründung, die Vorschusspflicht für die Gerichtskosten treffe nach dem Wortlaut und dem Sinn des Gesetzes den Kläger. Sie werde üblicherweise nach dem Klageeingang festgelegt und sei Prozessvoraussetzung. Kläger sei im vorliegenden Verfahren das Kind – und zwar gegenüber beiden Elternteilen –, weshalb sie als Unterhaltsschuldner gleich zu behandeln seien (Urk. 1 S. 7). Vor- liegend übergeht der Beklagte die im vorinstanzlichen Verfahren vom Kläger glaubhaft gemachte und unbestritten gebliebene Mittellosigkeit der Verfahrensbe- teiligten und Leistungsfähigkeit seinerseits. Demzufolge entfällt eine anteilsmäs- sige Verpflichtung der Verfahrensbeteiligten zur Leistung eines Prozesskostenvor- schusses. f)Zutreffend führt der Beklagte aus, dass die Kosten für die Vertretung des Kindes Teil der Gerichtskosten sind (Urk. 1 S. 5; Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO), wenn das Gericht eine solche Vertretung gemäss Art. 299 ZPO angeordnet hat. Er übersieht jedoch, dass die Beiständin MLaw C._____ von der Kindes- und Er- wachsenenschutzbehörde nach Art. 306 Abs. 2 ZGB und nicht von der Vorinstanz nach Art. 299 ZPO bestellt wurde (Urk. 7/295) und durch Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____ substituiert wird (Urk. 7/355). Demzufolge handelt es sich bei den ent- sprechenden Vertretungskosten des Klägers nicht um Gerichts-, sondern um Par- teikosten. Auch geht das Argument des Beklagten fehl, wonach der Vertreterin des Kindes bezüglich der Gerichtskosten keine Parteistellung zukomme, stellen doch – wie bereits erläutert – die Vertretungskosten des Klägers Partei- und nicht Gerichtskosten dar. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass die Erfül- lung der Pflicht zur Zahlung eines Prozesskostenvorschusses ein Rechtsgeschäft des Privatrechts ist und direkt an die vorschussberechtigte Person bzw. an ihre Rechtsvertretung, nicht an das Gericht erfolgt (vgl. BGE 148 III 21 E. 3.1.). g)Nach dem Gesagten ist die Verpflichtung des Beklagten zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses an den Kläger, zahlbar an Rechtsanwältin lic. - 11 - iur. Y1._____ nicht zu beanstanden (Urk. 2 Dispositiv-Ziffer 4). Die Beschwerde des Beklagten ist daher abzuweisen.”
“e)Weiter erhebt der Beklagte den Vorwurf der fehlenden Passivlegitima- tion mit der Begründung, die Vorschusspflicht für die Gerichtskosten treffe nach dem Wortlaut und dem Sinn des Gesetzes den Kläger. Sie werde üblicherweise nach dem Klageeingang festgelegt und sei Prozessvoraussetzung. Kläger sei im vorliegenden Verfahren das Kind – und zwar gegenüber beiden Elternteilen –, weshalb sie als Unterhaltsschuldner gleich zu behandeln seien (Urk. 1 S. 7). Vor- liegend übergeht der Beklagte die im vorinstanzlichen Verfahren vom Kläger glaubhaft gemachte und unbestritten gebliebene Mittellosigkeit der Verfahrensbe- teiligten und Leistungsfähigkeit seinerseits. Demzufolge entfällt eine anteilsmäs- sige Verpflichtung der Verfahrensbeteiligten zur Leistung eines Prozesskostenvor- schusses. f)Zutreffend führt der Beklagte aus, dass die Kosten für die Vertretung des Kindes Teil der Gerichtskosten sind (Urk. 1 S. 5; Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO), wenn das Gericht eine solche Vertretung gemäss Art. 299 ZPO angeordnet hat. Er übersieht jedoch, dass die Beiständin MLaw C._____ von der Kindes- und Er- wachsenenschutzbehörde nach Art. 306 Abs. 2 ZGB und nicht von der Vorinstanz nach Art. 299 ZPO bestellt wurde (Urk. 7/295) und durch Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____ substituiert wird (Urk. 7/355). Demzufolge handelt es sich bei den ent- sprechenden Vertretungskosten des Klägers nicht um Gerichts-, sondern um Par- teikosten. Auch geht das Argument des Beklagten fehl, wonach der Vertreterin des Kindes bezüglich der Gerichtskosten keine Parteistellung zukomme, stellen doch – wie bereits erläutert – die Vertretungskosten des Klägers Partei- und nicht Gerichtskosten dar. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass die Erfül- lung der Pflicht zur Zahlung eines Prozesskostenvorschusses ein Rechtsgeschäft des Privatrechts ist und direkt an die vorschussberechtigte Person bzw. an ihre Rechtsvertretung, nicht an das Gericht erfolgt (vgl. BGE 148 III 21 E. 3.1.). g)Nach dem Gesagten ist die Verpflichtung des Beklagten zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses an den Kläger, zahlbar an Rechtsanwältin lic.”
Bei der Anordnung einer Kindesvertretung ist vorrangig das Kindeswohl zu berücksichtigen. Sachfremde Erwägungen, namentlich die Kosten der Vertretung, dürfen bei der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Kindesvertretung keine Rolle spielen.
“Je nach Konstellation des Einzelfalls ist insbesondere bei besonders strittigen Fragen und bei sogenannter qualifizierter Kooperationsun- fähigkeit die Anordnung der Kindesvertretung zu prüfen. Die Einsetzung einer Ver- fahrensvertretung findet ihre Grenzen dort, wo das urteilsfähige Kind sich aus- drücklich gegen eine Vertretung stellt und die gegenteilige Anordnung der Behör- de bzw. des Gerichts eine unzulässige Vertretungsanmassung darstellen würde (Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Zivilgesetzbuch, Die elterliche Sorge/Der Kindesschutz, Art. 296-317 ZGB, Bern 2016, N 23 f. zu Art. 314abis ZGB). Hat sich der Entscheid über die Notwendigkeit der Einsetzung einer Kindesvertretung vornehmlich am Kindeswohl zu orientieren, dürfen sachfremde Erwägungen wie die Kosten der Vertretung keine Rolle spielen (Margot Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom- mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 zu Art. 299 ZPO). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung steht die Anordnung einer Kindesvertretung im Ermessen des Gerichts bzw. der KESB (BGer 5A_400/2015 v.”
“Je nach Konstellation des Einzelfalls ist insbesondere bei besonders strittigen Fragen und bei sogenannter qualifizierter Kooperationsun- fähigkeit die Anordnung der Kindesvertretung zu prüfen. Die Einsetzung einer Ver- fahrensvertretung findet ihre Grenzen dort, wo das urteilsfähige Kind sich aus- drücklich gegen eine Vertretung stellt und die gegenteilige Anordnung der Behör- de bzw. des Gerichts eine unzulässige Vertretungsanmassung darstellen würde (Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Zivilgesetzbuch, Die elterliche Sorge/Der Kindesschutz, Art. 296-317 ZGB, Bern 2016, N 23 f. zu Art. 314abis ZGB). Hat sich der Entscheid über die Notwendigkeit der Einsetzung einer Kindesvertretung vornehmlich am Kindeswohl zu orientieren, dürfen sachfremde Erwägungen wie die Kosten der Vertretung keine Rolle spielen (Margot Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom- mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 zu Art. 299 ZPO). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung steht die Anordnung einer Kindesvertretung im Ermessen des Gerichts bzw. der KESB (BGer 5A_400/2015 v.”
“Je nach Konstellation des Einzelfalls ist insbesondere bei besonders strittigen Fragen und bei sogenannter qualifizierter Kooperationsun- fähigkeit die Anordnung der Kindesvertretung zu prüfen. Die Einsetzung einer Ver- fahrensvertretung findet ihre Grenzen dort, wo das urteilsfähige Kind sich aus- drücklich gegen eine Vertretung stellt und die gegenteilige Anordnung der Behör- de bzw. des Gerichts eine unzulässige Vertretungsanmassung darstellen würde (Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Zivilgesetzbuch, Die elterliche Sorge/Der Kindesschutz, Art. 296-317 ZGB, Bern 2016, N 23 f. zu Art. 314abis ZGB). Hat sich der Entscheid über die Notwendigkeit der Einsetzung einer Kindesvertretung vornehmlich am Kindeswohl zu orientieren, dürfen sachfremde Erwägungen wie die Kosten der Vertretung keine Rolle spielen (Margot Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom- mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 zu Art. 299 ZPO). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung steht die Anordnung einer Kindesvertretung im Ermessen des Gerichts bzw. der KESB (BGer 5A_400/2015 v.”
Die Kindesvertretung kann durch gerichtliche Anordnung nicht nur Fragen der Obhut und der Betreuung regeln, sondern — soweit das Gericht dies bestimmt — auch Unterhaltsfragen erfassen. Das Mandat der Kindesvertretung dauert grundsätzlich bis zur Rechtskraft der Entscheidungen bezüglich der Kinderbelange an.
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für A. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 f. ZPO angeordnet (RG act. IV/11). Dabei verwies der verfah- rensleitende Richter auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertre- tung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neure- gelung der Betreuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste daher auch die vorliegend noch strittige Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kin- desvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kin- derbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N 54 Anh. ZPO Art. 300; Mar- got Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), besteht es aktuell noch. Damit stellt sich die Frage, ob im Unterhaltspunkt überhaupt noch eine Vertre- tungsbefugnis der Kindsmutter C. besteht, ob die Genannte mit anderen Worten berechtigt war, Rechtsanwalt Fryberg mit der Erhebung einer Berufung betreffend Betreuungsunterhalt im Namen des Sohnes zu mandatieren. Ob die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter durch eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO beschnitten werden, oder ob nicht eher im Einklang mit BGE 142 III 153 davon auszugehen ist, dass die Kindesvertretung zusätzliche Befug- nisse wahrnimmt, ist nicht geklärt (Cordula Lötscher, Das Kind im Unterhaltspro- zess, in: Der Familienprozess,”
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für B. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 ZPO angeordnet (RG act. IV/11 [Proz. Nr. 115-2018-55]). Der verfahrensleitende Richter verwies bezüglich der Kompetenzen der Kindesvertre- terin auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertretung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neuregelung der Be- treuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste somit auch die Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kindesvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kinderbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022 [nachfolgend zitiert als Schweighauser, FamKomm], N 54 Anh. ZPO Art. 300; Margot Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), nicht aber bereits dadurch, dass die Kindes- vertretung kein Rechtsmittel erhebt, dauert es aktuell fort, weshalb die Kindesver- treterin in das vorliegende Verfahren einbezogen wurde.”
Die gerichtlich angeordnete Kindesvertretung kann in ihrem Aufgabenbereich beschränkt werden; in dem entschiedenen Verfahren wurde sie vorderhand auf die Wahrnehmung der Kindesinteressen im Bereich des persönlichen Verkehrs beschränkt.
“ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen in den Berufungsverfahren ZK1 19 175/ZK1 19 176 ein (Verfahren ZK1 20 15). Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 21. Januar 2020 wurde C. (nachfolgend auch als [Kinds-]Mutter bezeichnet) von Amtes wegen als weitere Beteiligte in das Gesuchsverfahren einbezogen. F. Am 27. Mai 2020 fand in den beiden Berufungsverfahren sowie im Mass- nahmeverfahren eine Instruktionsverhandlung statt, in dessen Nachgang den Par- teien der Entwurf eines gerichtlichen Vergleichs unterbreitet wurde. Auf diesen konnten sich die Parteien in der Folge nicht einigen. G. C. hatte am 24. Januar 2020 mit I. die Ehe geschlossen. Am 2020 wurden sie und ihr Ehemann Eltern von J. . A. hatte sich am 18. April 2020 mit K. verehelicht. Am 2020 kam die gemein- same Tochter L. zur Welt. H. Infolge einer Interessenkollision von C. ordnete die Vorsitzende der I. Zivilkammer in ihrer Verfügung vom 1. Dezember 2020 für B. in den Verfah- ren ZK1 20 15 und ZK1 19 176 eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO an, wo- bei sie deren Aufgabe vorderhand auf die Wahrnehmung der Kindesinteressen im Bereich des persönlichen Verkehrs beschränkte. Als Prozessbeiständin wurde Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen eingesetzt. Sodann wurde festgehalten, dass die Kindsmutter den Prozess in Bezug auf den Kindesunterhalt als gesetzli- che Vertreterin von B. weiterführe und Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Cavie- zel als von ihr mandatierter Rechtsvertreter in diesem Bereich dementsprechend ebenfalls als Vertreter des Kindes und nicht der Mutter tätig werde. Mit Bezug auf die Regelung des persönlichen Verkehrs sei C. fortan auch in den vereinig- ten Berufungsverfahren als Partei bzw. mit parteiähnlicher Stellung zu beteiligen. Schliesslich wurde in den Verfahren ZK1 19 175/176 mit Blick auf die bisherige Verfahrensdauer sowie die veränderten persönlichen Verhältnisse die Durch- führung einer mündlichen Berufungsverhandlung angekündigt. I. Mit Verfügung vom 12. Februar 2021 wurden die Parteien zur Hauptver- handlung vorgeladen und zur Edition verschiedener Unterlagen aufgefordert.”
Die Voraussetzungen für die Anordnung einer Vertretung sind weit auszulegen; die Notwendigkeit geht über die frühere Formel der «justes motifs» hinaus. Entscheidend ist das objektivierte Kindeswohl; Kosten, die mögliche Verlängerung des Verfahrens oder das Alter des Kindes sind für sich genommen keine ausschlaggebenden Kriterien. Art. 299 verpflichtet das Gericht, die Frage von Amtes wegen zu prüfen und bei Bedarf eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Beiständin oder einen Beistand zu bestellen.
“1 CPC ne soumet pas l'octroi de mesures provisionnelles à des conditions particulières, mais laisse au contraire un grand pouvoir d'appréciation au tribunal (arrêts du Tribunal fédéral 5A_362/2017 du 24 octobre 2017 consid. 2.1; 5A_85/2017 du 19 juin 2017 consid. 7.1.2; Jeandin in Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 6 et 14 ad art. 303 CPC). 3.1.2 Dans les affaires de droit de la famille, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique (art. 299 al. 1 CPC). Cette disposition pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation: il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire. La notion de nécessité est plus large que celle de « justes motifs » qui prévalait antérieurement. La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant Jeandin, op. cit., n. 4s. ad art. 299 CPC). 3.1.3 En vertu de l'art. 126 al. 1 CPC, le tribunal peut ordonner la suspension de la procédure si des motifs d'opportunité le commandent. La procédure peut notamment être suspendue lorsque la décision dépend du sort d'un autre procès. La suspension prévue par cette disposition doit correspondre à un vrai besoin. Il peut s'agir, comme elle le spécifie, d'attendre la décision qui sera rendue dans un autre procès et qui peut avoir une influence déterminante sur la procédure pendante. Une suspension peut aussi s'imposer pour permettre une négociation ou une médiation entre les parties. Elle doit cependant être compatible avec le droit constitutionnel (art. 29 al. 1 Cst.) des parties d'obtenir une décision dans un délai raisonnable (Haldy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 5s. ad art. 303 CPC). 3.2.1 En l'espèce, compte tenu du dépôt de l'action alimentaire présentement litigieuse, le juge civil est seul compétent pour régler au fond le sort du mineur intimé, conformément à l'art.”
“Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La question d'une représentation peut être soulevée auprès du juge par l'autorité de protection de l'enfant ou par l'un des parents sous forme de requête visant l'instauration d'une curatelle. Le tribunal doit alors l'examiner et y répondre. Au vu de leurs relations spécifiques avec l'enfant, ces personnes ou ces institutions sont en effet susceptibles d'avoir une perception de la situation de l'enfant que le tribunal ne peut avoir par lui-même (JEANDIN, op. cit., n. 12 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l'enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l'enfant et les parents ainsi que la fratrie, etc.”
“Neben der fehlenden (materiellen) Parteistellung des Kindes spricht auch die Funktion, die der Kindsvertretung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zukommt, eher dagegen, dass das Kind seine Rechte (neben der Vertretung) selbstständig ausüben könnte. Die nach Art. 299 ZPO bestellte Kindsvertretung vertritt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts nämlich nicht in erster Linie subjektive Standpunkte. Vielmehr hat sie das objektivierte Kindswohl zu ergründen, dieses dem Gericht zu vermitteln und sich für die gerichtliche Durchsetzung desselben einzusetzen. Eine im eigentlichen Sinn anwaltliche, auf den subjektiven Standpunkt des vertretenen Kindes fokussierte Tätigkeit ist dagegen grundsätzlich nicht angezeigt, wenngleich der subjektiven Meinung des Kindes bei der Beurteilung des Kindswohls durchaus eine entscheidende Bedeutung zukommt (BGE 142 III 153 E. 5.2.2). Entgegen dem Wortlaut von Art. 299 f. ZPO handelt es sich somit eigentlich gerade nicht um einen (direkten) «Vertreter des Kindes» (so auch Zogg, a.a.O, S. 437 f., der in diesem Zusammenhang von einem «unabhängigen Gehilfen des Gerichts» oder einem «Verfechter des Kindswohls» spricht). Soweit es um die Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs oder Kindesschutzmassnahmen geht, kann die Vertretung des Kindes in Ausübung ihrer Funktion (nämlich der Vermittlung des objektivierten Kindeswohls zuhanden des Gerichts sowie der Durchsetzung desselben) Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen (Art.”
Die Kindesvertretung umfasst nach der Rechtsprechung und Lehre eine Vertretungsfunktion sowie ein Kontroll- bzw. Wächteramt hinsichtlich getroffener Anordnungen und Vereinbarungen. Zum Auftrag gehören ferner die Begleitung des Kindes sowie Vermittlungs- und Übersetzungsfunktionen (letztere setzen in der Praxis in der Regel Akzeptanz der Familie voraus). Tätigkeiten, die nicht zum Aufgabenkreis der Kindesvertretung gehören oder für dessen Erfüllung nicht erforderlich sind, sind nicht zu entschädigen.
“299 ZPO N 46; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 299 N 30) und unbeeinflusst von den Eltern und der Kindesschutzbehörde zu erfüllen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 37; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 13). Im Ergebnis kommt ihr eine Vertretungs-, Kontroll-, und Übersetzungs- sowie auch Vermittlungsfunktion zu, wobei letztere eine entsprechende Akzeptanz der Familie voraussetzt (Schweighauser, a.a.O., Art. 300 ZPO N 23 ff.; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 300 N 10 ff.). Zum Auftrag gehört dabei auch die Begleitung des Kindes und ein Wächteramt bezüglich der getroffenen Anordnungen und Vereinbarungen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 31 f.). Tätigkeiten, die nicht in diesen Aufgabenbereich der Kindesvertretung fallen oder zur Aufgabenerfüllung nicht erforderlich sind, müssen nicht entschädigt werden (BGE 142 III 153 E.3.3, 5 und 6.2; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 28).”
Anhörungsrecht der Eltern: Da die Bestellung einer Vertretung finanzielle Belastungen für die Eltern mit sich bringen und ihre Vertretungsbefugnis im Verfahren einschränken kann, sind die Eltern vor einer solchen Anordnung anzuhören. Unterbleibt die Anhörung, kann dies einen Verfahrensmangel darstellen.
“L'essentiel est que la décision indique clairement les faits qui sont établis et les déductions juridiques qui sont tirées de l'état de fait déterminant (ATF 142 II 154 consid. 4.2; 135 II 145 consid. 8.2). En revanche, l'autorité se rend coupable d'un déni de justice formel si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 142 III 433 consid 4.3 et les références citées). La violation du droit d'être entendu entraîne l'annulation de la décision attaquée, indépendamment des chances de succès du recours sur le fond (ATF 137 I 195 précité consid. 2.2; 135 I 279 consid. 2.6.1); celle-ci peut toutefois, à titre exceptionnel, être réparée, pour autant qu'elle ne soit pas particulièrement grave et que la partie concernée ait la possibilité de s'exprimer devant une autorité de seconde instance disposant d'un pouvoir de cognition complet en fait et en droit (ATF 137 I 195 précité consid. 2.3.2; 136 V 117 consid. 4.2.2.2; 133 I 201 consid. 2.2). 2.1.2 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité tutélaire ou l'un des parents le requièrent (let. b). Une représentation de l'enfant ne doit intervenir que si elle s'avère nécessaire à la sauvegarde des intérêts de ce dernier (Jeandin, op. cit, n. 4, 5 et 10 ad art. 299 CPC). Comme la représentation de l'enfant représente une charge financière pour les parents et limite également leur pouvoir de représentation en tant que représentant légal dans la procédure, ils ont le droit d'être entendu avant qu'une telle décision ne soit rendue (arrêt du Tribunal fédéral 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid.”
Das Gericht hat die Bestellung der Vertretung zu prüfen und gegebenenfalls anzuordnen, insbesondere wenn aus den Akten oder Berichten die Interessen des Kindes nicht hinreichend erkennbar sind. Umgekehrt können aktuelle Berichte (z. B. Point Rencontre, SPMi) dazu führen, dass die Situation des Kindes auf der Grundlage des Dossiers ausreichend discernierbar ist, sodass keine Vertretung angeordnet werden muss.
“1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b). Cette disposition pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation: il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire. La notion de nécessité est plus large que celle de "justes motifs" qui prévalait antérieurement. La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (Jeandin, Commentaire romand CPC, 2019, n° 4 ad art. 299 CPC). 5.2 En l'occurrence, les parties ont pris des conclusions divergentes s'agissant de l'autorité parentale et de l'exercice du droit de visite. Toutefois, à ce stade de la procédure, il n'est pas nécessaire de désigner un curateur de représentation de l'enfant, la situation et les intérêts de celui-ci étant suffisamment discernables sur la base des éléments du dossier, en particulier les récents rapports du Point Rencontre du 13 octobre 2023 et du SPMi du 18 octobre 2023. Par ailleurs, s'il est vrai que le conflit parental est très important, les parties ont pu se mettre d'accord en juillet 2023 sur la reprise des relations père-fils et les modalités de celles-ci en milieu surveillé, démontrant une certaine capacité à collaborer dans l'intérêt de leur enfant et un apaisement dudit conflit à cet égard. Le seul fait que l'enfant ne soit actuellement plus suivi sur le plan psychologique ne saurait justifier la mise en place d'une curatelle de représentation à ce stade de la procédure, contrairement à ce que soutient l'intimé.”
Für die Vertretung nach Art. 299 ZPO empfiehlt die Rechtsprechung und Lehre in der Regel eine inter‑ bzw. transdisziplinäre Besetzung; als geeignete Vertreterinnen und Vertreter gelten namentlich Sozialarbeitende, Sozialpädagoginnen/‑pädagogen, (Pädo‑)Psychologinnen/‑psychologen oder Juristinnen und Juristen mit einschlägiger fachlicher Weiterbildung. Die Bestellung eines Anwalts wird in der einschlägigen Praxis als Ausnahme bezeichnet.
“2), il faut partir de l’idée que la représentation de l’enfant par un avocat constitue l’exception. Il peut évidemment être indiqué de mandater un avocat, lorsqu’il se pose avant tout des questions juridiques, de procédure ou de fond. Il n’est en revanche généralement pas justifié de mandater un avocat lorsqu’une partie très importante de son activité – toujours interdisciplinaire – consiste à prendre des renseignements sur place (interrogatoire de personnes de référence, etc.). Pour cela, des travailleurs ou pédagogues sociaux ou – pour les petits enfants – des psychologues pour enfants (disposant de suffisamment de connaissances juridiques), voire des juristes avec une formation adéquate, sont mieux adaptés (CPC Online, newsletter du 9 mars 2016, note de Bastons Bulletti sur l’arrêt ATF 142 III 153 consid. 5.2.2). 3.3 A l’instar du Tribunal fédéral, il y a lieu de constater que la requête du 4 septembre 2019 de l’enfant A.Y.________ tendant à la désignation d’un représentant au sens de l’art. 299 CPC a été formulée juste après la notification de l’ordonnance de mesures provisionnelles du 30 août 2019 qui accordait notamment la garde des filles du couple à la mère, et un jour avant l’appel interjeté par le père contre ce prononcé. L’enfant souhaitait ainsi faire entendre son désir de rester avec ce dernier et de ne pas suivre sa mère en Suisse alémanique, départ qui avait été annoncé pour le 1er septembre 2019 au juge des mesures provisionnelles. Par conséquent, la demande de la recourante tendant à ce qu’elle soit représentée par un curateur de procédure s’inscrivait dans la procédure de mesures provisionnelles et, plus singulièrement, dans la procédure d’appel ouverte contre ces mesures provisionnelles. Cependant, la présente cause ne concerne pas la procédure de mesures provisionnelles, mais la procédure de divorce. En effet, le 17 décembre 2019, et à nouveau le 18 janvier 2020, A.Y.________ a déposé une requête en désignation d’un représentant au sens de l’art. 299 CPC pour la procédure de divorce.”
“La fonction du curateur ne consiste pas à représenter en premier lieu le point de vue subjectif de l’enfant, bien qu’il lui appartienne de documenter sa volonté subjective. Le curateur doit établir l’intérêt objectif de l’enfant et contribuer à sa réalisation (ATF 142 II 153 précité consid. 5.2.2 et 5.2.3.1, JdT 2017 II 202 et réf. cit.). En principe, il est approprié de nommer curateur un travailleur social, un assistant social ou un pédopsychologue disposant de connaissances suffisantes en droit, voire un juriste au bénéfice d’une formation continue spécifique. La nomination d’un avocat devrait rester l’exception (ATF 142 III 153 précité consid. 5.3.4.1). Les parents, voire l’enfant, peuvent recourir contre la décision qui ordonne la désignation d’un représentant à l’enfant s’ils démontrent un préjudice difficilement réparable (Dietschy-Martenet in Petit Commentaire du Code de Procédure civile, Bâle 2021, n. 20 ad art. 299 CPC et réf. cit.). 3.3 En l’espèce, le premier juge a institué une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC en faveur des enfants A.Q.________ et I.________ et a désigné Me Roxane Chauvet-Mingard en qualité de curatrice le 9 juillet 2018. Par prononcé du 21 janvier 2021, il a maintenu la curatelle et a confirmé la désignation de ladite avocate. Aucune des parties ne s’est opposée à cette décision ni n’a soulevé de réserve s’agissant de la personne de la curatrice. Au contraire, les enfants ont fait valoir leur volonté que Me Chauvet-Mingard soit maintenue dans sa mission en raison du lien de confiance qu’ils avaient créé avec elle. Aussi, il est surprenant que A.Q.________ forme une requête visant à remplacer la curatrice en qui il déclarait avoir confiance à peine six mois auparavant. On peine à comprendre en particulier comment un enfant de 14 ans soit parvenu seul à faire toutes les démarches nécessaires pour contacter un avocat, lui fournir les pièces nécessaires et lui demander d’interjeter appel contre une ordonnance qui ne lui a au demeurant pas été notifiée personnellement. Les allégations d’N.”
“geregelt. Die Vorinstanz habe sich über die bundesgerichtlichen Empfehlungen wie auch über das kantonale Recht hinweg gesetzt, welches wie üblich als Grund- lage für die Einsetzung als Kindesvertreterin diene. Die Vorinstanz habe sich mit dem Hinweis begnügt, dass sich die strittige Entschädigung von der einem Rechtsanwalt geschuldeten Entschädigung zu unterscheiden habe. Dies habe sie - 7 - mit der bundesgerichtlichen und kantonalen Rechtsprechung begründet und dabei verkannt, dass die Bestimmungen von Art. 314a bis ZGB und Art. 299 ZPO lex specialis zu Art. 68 ZPO darstellten. Es sei vorgesehen und vom Gesetzgeber explizit gewünscht, dass Mandate der Kindesvertretung nicht nur durch Anwälte, sondern (und sinnvollerweise) auch durch (hinreichend rechtskundige) Vertreter anderer Berufsgruppen, wie Sozialarbeiter, Psychologen u.a. ausgeübt werden, welche vertiefte Kenntnisse im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie in entwicklungspsychologischen, sozialen und systemischen Fragestellungen mit- brächten. Dies verlange hohe fachliche und persönliche Qualifikationen in einem breiten Aufgabengebiet. Um der Komplexität der Fallkonstellationen und der ho- hen Vulnerabilität der vertretenen Kinder gerecht zu werden, müssten Mandate nach Art. 314a bis ZGB inter- und transdisziplinär geführt werden. Diesen Umstän- den trügen die kantonalen Empfehlungen Rechnung. Die Vorinstanz habe nicht näher begründet, weshalb Ziff.”
“– für Hilfspersonen (wie beispielsweise die in den Empfehlungen erwähnten Sekretariatsmitarbeitenden), die mit ihrem beruflichen Hintergrund als Sozialarbeiterin begründet werde. Sie sei keine Hilfsperson, sondern eine nach Art. 314a bis ZGB eingesetzte Verfah- rensbeiständin mit spezialisiertem, mehrdisziplinärem Fachwissen und einschlä- giger Berufserfahrung. Unter Ziff. 3 der Empfehlungen werde klar festgehalten, dass als Personen mit besonderen Fachkenntnissen insbesondere, aber nicht ausschliesslich Rechtsanwälte gölten. Die Vorinstanz habe sich über die bundes- gerichtlichen Empfehlungen wie auch über die Regeln des kantonalen Rechts, die wie üblich als Grundlage für die Einsetzung als Kindesvertreterin dienten, hin- weggesetzt. Die Vorinstanz begnüge sich mit dem Hinweis, dass sich ihre Ent- schädigung von derjenigen eines Rechtsanwalts zu unterscheiden habe. Dies werde mit der bundesgerichtlichen und kantonalen Rechtsprechung begründet. Dabei verkenne die Vorinstanz, dass die Bestimmungen von Art. 314a bis ZGB und Art. 299 ZPO lex specialis zu Art. 68 ZPO darstellten. Es sei vorgesehen und vom Gesetzgeber explizit gewünscht, dass Mandate der Kindesvertretung nicht nur durch Anwälte, sondern (und sinnvollerweise) auch durch (hinreichend rechtskun- dige) Berufsgruppen, wie Sozialarbeitende, Psychologen u.a. ausgeübt werden, welche vertiefte Kenntnisse im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie in entwicklungspsychologischen, sozialen und systemischen Fragestellungen mit- brächten. Dies verlange hohe fachliche und persönliche Qualifikationen in einem breiten Aufgabengebiet. Um der Komplexität der Fallkonstellationen und der ho- hen Vulnerabilität der vertretenen Kinder gerecht zu werden, müssten Mandate nach Art. 314a bis ZGB inter- und transdisziplinär geführt werden. Die kantonalen - 9 - Empfehlungen trügen diesem Umstand Rechnung, was namentlich in Ziff.”
Bei nicht besonders intensiven Sorgestreitigkeiten kann das Gericht auf die Anordnung einer Kindsvertretung verzichten, insbesondere wenn die Parteien anwaltlich vertreten sind und — unter Anwendung der Offizial‑ und Untersuchungsmaxime — die Kindesinteressen nach dem Eindruck des Gerichts hinreichend gewahrt erscheinen. In solchen Fällen ist ein zusätzlicher Nutzen der Bestellung einer Kindsvertretung nicht ersichtlich.
“1 L’appelant requiert à titre de mesure d’instruction qu’un curateur de représentation soit désigné en faveur des enfants, à charge pour lui de prendre contact avec ces derniers et de se déterminer – en leur nom – sur l’appel. A l’appui de sa requête, il fait valoir que la parole des enfants ne serait pas libre, puisque E.Z.________ a indiqué avoir discuté de son audition avec son frère et sa mère et que D.Z.________ n’a pas souhaité que ses propos soient portés à la connaissance de ses parents. 2.4.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 let. a CPC, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de la garde (ch. 2). La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, CR-CPC, n. 5 ad art. 299 CPC). La maxime inquisitoire et la maxime d’office étant applicables dans les affaires du droit de la famille s’agissant des intérêts de l’enfant (art. 296 CPC), la représentation de l’enfant n’est nécessaire que lorsqu’elle est effectivement susceptible d’offrir au tribunal une aide décisionnelle (ATF 142 II 153 consid. 5.1.1 ss et les réf. citées). La fonction du curateur ne consiste pas à représenter en premier lieu le point de vue subjectif de l’enfant, bien qu’il lui appartienne de documenter sa volonté subjective. Le curateur doit établir l’intérêt objectif de l’enfant et contribuer à sa réalisation (ATF 142 II 153 précité consid. 5.2.2 et 5.2.3.1). En principe, il est approprié de nommer curateur un travailleur social, un assistant social ou un pédopsychologue disposant de connaissances suffisantes en droit, voire un juriste au bénéfice d’une formation continue spécifique. La nomination d’un avocat devrait rester l’exception (ATF 142 II 153 précité consid. 5.3.4.1). En présence d'un litige relatif au droit de garde, dont l'intensité n'excède pas celle que la plupart des couples rencontre lors d'une procédure de séparation, le juge des mesures provisionnelles peut, sans verser dans l'arbitraire, renoncer à examiner la nécessité d'ordonner une curatelle de représentation (TF 5A_465/2012 du 18 septembre 2012, SJ 2013 I 120).”
“Sofern notwendig hat das Gericht die Vertretung des Kindes anzuordnen (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Die Notwendigkeit einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO ist vorliegend trotz unterschiedlicher Anträge der Eltern des Klägers betref- fend die Zuteilung der elterlichen Sorge (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 ZPO) nicht gegeben. Die anwaltlich vertretenen Eltern stellen keinen entsprechenden Antrag (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO) bzw. rügen nicht, im vorinstanzlichen Verfahren sei keine Kindsvertretung eingesetzt worden. Ausserdem legen der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte ihre Standpunkte zur elterlichen Sorge unter Einbezug der Interessen des Klägers hinreichend dar, weshalb zusammen mit der vorliegend zur Anwendung gelangenden Offizial- und der Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.4.) die Kindesinteressen hinreichend gewahrt sind. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einsetzung einer Kindsvertretung ist nicht ersichtlich. Folglich ist im vorliegenden Berufungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO zu verzichten (vgl. BGer 5A_403/2018 vom 23.”
Nach Art. 299 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel in den Hauptverhandlungen nur zugelassen, wenn sie ohne Verzögerung vorgebracht werden und entweder nach dem letzten Schriftwechsel oder der letzten Instruktionsverhandlung entstanden bzw. erst später entdeckt worden sind oder bereits bestanden, aber trotz der gebotenen Sorgfalt zuvor nicht hätten vorgebracht werden können. Wer in der Berufung sogenannte Pseudo‑nova geltend macht, muss darlegen, dass er die erforderliche prozessuale Diligence beachtet hat und konkret darlegen, weshalb der betreffende Beweis in erster Instanz nicht vorgelegt werden konnte.
“En ce qui concerne les pseudo nova, soit ceux qui existaient déjà en première instance, il appartient au plaideur qui entend les invoquer devant l'instance d'appel de démontrer qu'il a fait preuve de la diligence requise, ce qui implique notamment d'exposer précisément les raisons pour lesquelles le moyen de preuve n'a pas pu être produit en première instance (arrêt TC FR 101 2022 46 du 11 juillet 2022 consid. 1.4). En effet, la procédure d'appel n'a pas pour but de compléter le procès de première instance, mais de vérifier et de corriger son résultat, ce qui a pour conséquence que l'invocation de faits et moyens de preuve nouveaux doit rester exceptionnelle (ATF 142 III 413 consid. 2.2.2). Toutefois, selon la jurisprudence, lorsque le procès est soumis à la maxime inquisitoire illimitée, l'application stricte de l'art. 317 al. 1 CPC n'est pas justifiée et les parties peuvent présenter des nova en appel même si les conditions de l'art. 317 al. 1 CPC ne sont pas réunies (ATF 144 III 349 consid. 4.2.1; voir aussi arrêts TF 5A_685/2018 du 15 mai 2019 consid. 3 et TC FR 101 2022 78 du 26 août 2022 consid. 1.3). 1.4. 1.4.1. Aux termes de l'art. 299 al. 1 CPC, les faits et moyens de preuve nouveaux ne sont admis aux débats principaux que s'ils sont invoqués sans retard et qu'ils remplissent l'une des conditions suivantes : ils sont postérieurs à l'échange d'écritures ou à la dernière audience d'instruction ou ont été découverts postérieurement (let. a) ; ils existaient avant la clôture de l'échange d'écritures ou la dernière audience d'instruction mais ne pouvaient être invoqués antérieurement bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de la diligence requise (let. b). Selon la jurisprudence, chaque partie ne peut s’exprimer sans limitation que deux fois: une première fois dans le cadre du premier échange d’écritures; une seconde fois soit dans le cadre d’un second échange d’écritures, soit – s’il n’en est pas ordonné – à une audience d’instruction ou « à l’ouverture des débats principaux » avant les premières plaidoiries (ATF 144 III 67, JdT 2019 II 328 consid. 2.1 ; 147 III 475 consid. 2.3.3.6). Si des nova sont présentés dans la duplique et que la demanderesse entend à son tour les contester par des pseudo nova, la condition de l’art.”
Besteht zwischen einem Elternteil und dem Kind ein Interessenkonflikt, fällt dessen Vertretungsmacht für die betroffene Frage weg (vgl. Art. 306 ZGB). In diesem Fall ist nach Art. 299 ZPO grundsätzlich eine Kindesvertretung (z. B. Curator/Beistand) anzuordnen; die Vertretung darf nicht automatisch dem anderen Elternteil übertragen werden, wenn auch dieser einem Interessenkonflikt unterliegt.
“E. 4a m.w.H.). Offen- sichtlich besteht jedoch ein Interessenkonflikt der Mutter hinsichtlich der Frage, ob die Kinder ein Strafverfahren gegen sie selber einleiten sollen. Bezüglich diesem Punkt fällt ihr Vertretungsrecht deshalb gestützt auf Art. 306 Abs. 2 ZGB dahin. In der Literatur war lange strittig, ob in diesem Falle - sprich bei gemeinsamem Sor- gerecht und gleichzeitigem Wegfallen der Vertretungsbefugnis eines Elternteils - der andere Elternteil in Vertretung des Kindes einen selbständigen Kindesunter- haltsprozess anheben kann. In BGE 145 III 393 bejahte dies das Bundesgericht in analoger Anwendung von Art. 299 ZPO. Ob die gleichen Grundsätze auch im Strafverfahren anwendbar sind, ist fraglich, kann vorliegend aber offengelassen werden. Dies deshalb, weil auch der Vater/Beschwerdeführer einem Interessen- konflikt unterliegt und deshalb unabhängig davon nicht zur Vertretung seiner Kin- der befugt ist. Der Interessenkonflikt des Vaters besteht namentlich darin, dass die Mutter vorlie- gend nach wie vor die elterliche Sorge innehat und über ein Besuchsrecht verfügt. Es ist unklar, ob der Vater nur ein Strafverfahren eingeleitet hat, um beispielswei se eine Änderung des Sorgerechts zu erreichen. Konkrete Anhaltspunkte für per- sönliche Interessen des Beschwerdeführers bestehen zwar nur spärlich (vgl. die Aussage, wonach zwischen den Parteien kein Kontakt bestehe und sich die Mutter nicht um die Kinder sorge [act. A.1, N 2]). Solche sind jedoch auch nicht notwen- dig, da die abstrakte Möglichkeit einer Interessenkollision bereits ausreicht (vgl. BGE 145 III 393 E. 2.7; ferner auch BGer 6B_184/2016 v.”
“Se pose à présent la question de la qualité pour recourir de l'appelante, dans la mesure où les enfants se sont vu désigner une curatrice de représentation en la personne de Me Isabelle Brunner Wicht. 1.3.2. Certes, dans un arrêt publié in RFJ 2017 p. 358 et dans des arrêts ultérieurs (cf. not. arrêt TC FR 106 2018 93 du 28 mars 2019), la Cour de protection de l'enfant et de l'adulte a dénié la qualité pour recourir de la mère détentrice de l'autorité parentale en tant qu'elle contestait les modalités du droit de visite du père et ne pouvait dès lors plus représenter son enfant, pourvu d'un curateur, dans cette problématique. L'arrêt précité précise toutefois que la mère garde la possibilité de recourir, en son propre nom, si ses intérêts personnels sont lésés, et non ceux de l'enfant; tel serait par exemple le cas si elle voulait recourir pour obtenir un droit de visite plus large en sa faveur ou pour retrouver l'autorité parentale qui lui aurait été retirée (RFJ 2017 p. 358 consid. 3b/cc). 1.3.3. Il est constant qu'en l'espèce, une curatrice a été désignée pour représenter les enfants dans la procédure (art. 299 CPC). Dans l'hypothèse où cette curatrice a été nommée en raison d'un conflit d'intérêts entre les parents et les enfants – ce que ne précise cependant pas la décision de nomination, quand bien même il apparaît que tel est le cas –, les parents ont perdu le pouvoir de représenter les enfants dans cette procédure (art. 306 al. 3 CC; arrêt TF 5A_964/2017 du 6 mars 2018 consid. 2.2 et les références citées); cela étant, l'on ne saurait faire fi du fait que la mère agit en son nom propre, faisant valoir la violation de ses droits parentaux, en tant que partie à la procédure atteinte par la décision attaquée. Le Tribunal fédéral, dans un arrêt non publié du 19 juin 2017 (5A_993/2016), a d'ailleurs admis la qualité pour recourir d'une mère s'agissant du retrait du droit de déterminer le lieu de résidence de sa fille, laquelle était également représentée par un curateur. Partant, il y a lieu d'admettre la qualité pour recourir de A.________, du moins en tant qu'elle conteste le retrait, respectivement la limitation de l'autorité parentale sur ses enfants.”
“E. 5.1; PKG 2019 Nr. 6 E. 1.5.4; Peter Breitschmid, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz- buch I, Art. 1-456 ZGB, 7. Aufl., Basel 2022, N 5 ff. zu Art. 314a/314abis ZGB, je m.w.H.). Jedoch sollte in den gesetzlich genannten Fallgruppen nur ausnahms- weise auf die Anordnung einer Kindesvertretung verzichtet werden und muss bei Vorliegen einer Interessenkollision zwischen einem Elternteil und dem Kind, wel- che ex lege zum Entfallen der elterlichen Vertretungsmacht führt, die Einsetzung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO in Verbindung mit Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB grundsätzlich zwingend erfolgen (PKG 2019 Nr. 6 E. 1.5.4; Michelle Cottier, in: Büchler/Hafeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 5 zu Art. 314 abis ZGB; vgl. Jonas Schweighauser, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil- prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 14 zu Art. 299 ZPO). Im kindesschutzrechtlichen Kontext - auch betreffend Regelung des persönlichen Verkehrs - wird dem (urteilsfähigen) Kind grundsätzlich Parteistellung zuerkannt, weshalb aufgrund des Wegfalls der elterlichen Vertretungsmacht zufolge Interes- senkollision (vgl. soeben E. 1.2.2) nach dem Gesagten grundsätzlich zwingend die Einsetzung einer Kindesvertretung erfolgen müsste (vgl. PKG 2019 Nr. 6 E. 1.5.4). Vorliegend geht es indessen erst um vorsorgliche Anordnungen, wobei sich im betreffenden (gerichtlichen) Nebenverfahren - unabhängig von den Parteirollen im Hauptverfahren (vgl. E. A) - primär die Kindseltern als Parteien gegenüberstehen. A. ist hinsichtlich der zur Diskussion stehenden, abstrakten Fragen betref- fend Regelung des persönlichen Verkehrs samt flankierender Massnahmen noch nicht urteilsfähig (vgl. BGE 142 III 153 E. 5.2.4). Seinen Interessen wurde dadurch Rechnung getragen, dass eine kinderpsychologische Begutachtung stattgefunden hat, in deren Rahmen er auch persönlich angehört wurde (vgl.”
Die Bestellung eines Beistands kann ex officio erfolgen. Die Praxis zeigt, dass dies zur Sicherstellung der Vertretung der Kinder und zur Klärung von Fragen der elterlichen Sorge, des Aufenthaltsrechts und von vorläufigen Massnahmen genutzt wird. Sodann kann die Präsidialinstanz externe Evaluationen (z. B. UEMS/DGEJ) in Auftrag geben und vor Erhalt eines Berichts provisorische Regelungen treffen.
“dès le 1er janvier 2022 et jusqu’aux 10 ans révolus de l’enfant, de 1'400 fr. depuis lors et jusqu’aux 15 ans révolus de l’enfant, de 1'650 fr. dès lors et jusqu’aux 18 ans révolus de l’enfant et de 1'900 fr. au-delà et en cas d’études sérieuses et régulières et à ce que l’appelante soit également astreinte à contribuer à son entretien par le versement d’une pension mensuelle de 4'885 francs. Par réponse du 31 mars 2022, l’appelante a notamment conclu au rejet des conclusions prises par son époux et à l’attribution de la garde exclusive sur les enfants O.________ et A.________, à ce qu’un droit de visite soit fixé en faveur de l’appelant, à ce que celui-ci soit astreint à contribuer à l’entretien de ses enfants par le versement d’une pension mensuelle, pour O.________, de 550 fr. par mois jusqu’au 1er novembre 2022 et de 655 fr. dès le 1er décembre 2022 et, pour A.________, de 510 francs. b) Par ordonnance d’instruction du 12 avril 2022, la présidente a institué une curatelle de représentation, au sens de l’art. 299 al. 1 CPC, en faveur des enfants O.________ et A.________ et a nommé Me Martin Brechbühl en qualité de curateur. c) Par courrier du 11 mai 2022, la présidente a confié à l'UEMS de la DGEJ un mandat d'évaluation portant sur la garde et le droit de visite sur O.________ et A.________, ainsi que sur l'autorisation pour le père de déplacer le lieu de résidence des enfants en Espagne. L’appelante a quitté le logement conjugal pour s’installer provisoirement chez une amie. d) Par courrier du 10 juin 2022, la présidente a informé les parties qu’elle rendrait, avant la réception du rapport d’évaluation de la DGEJ, une décision de mesures protectrices de l’union conjugale, afin de régler au moins provisoirement la situation, et qu’ensuite du dépôt de ladite évaluation, une nouvelle décision de mesures protectrices de l’union conjugale serait rendue, le cas échéant d’office. Par prononcé de mesures protectrices de l’union conjugale du 6 juillet 2022, la présidente a notamment confié la garde des enfants O.”
Die Bestellung einer Vertretung erfolgt nur, wenn sie dem Gericht entscheidungserhebliche Klärungen zum Wohl des Kindes zu bieten vermag; sie ist nicht generell obligatorisch, sondern liegt im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Die Aufgabe des Vertreters besteht in der Wahrung des Kindeswohls (und nicht primär in der Artikulation des subjektiven Kindeswillens). Der Vertreter kann zudem als Vermittler der Äusserung des Kindes dienen, wenn eine direkte Anhörung nicht angezeigt ist.
“a CPC, en vigueur depuis le 1er janvier 2017, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de l’autorité parentale (ch. 1), à l’attribution de la garde (ch. 2), à des questions importantes concernant les relations personnelles (ch. 3), à la participation à la prise en charge (ch. 4) et à la contribution d’entretien (ch. 5). Le nouveau droit est applicable dès l’entrée en vigueur de la modification du droit de l’entretien de l’enfant (art. 407b al. 1 CPC). Le nouveau droit élargit le champ d’application de la représentation de l’enfant, puisque celle-ci est désormais envisageable également sur les aspects patrimoniaux d’une procédure matrimoniale qui concerne l’enfant (Chabloz, La position procédurale de l’enfant en droit de la famille : modifications au 1er janvier 2017, in RSPC 1/2017, pp. 83 et 85). Dans le cadre de sa mission, le rôle du curateur consiste à faire valoir le bien de l’enfant, et non sa volonté (ATF 142 III 153 consid. 5.2.1). La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, op. cit., n. 5 ad art. 299 CPC). La maxime inquisitoire et la maxime d’office étant applicables dans les affaires du droit de la famille s’agissant des intérêts de l’enfant (art. 296 CPC), la représentation de l’enfant n’est nécessaire que lorsqu’elle est effectivement susceptible d’offrir au tribunal une aide décisionnelle (ATF 142 II 153 consid. 5.1.1 ss et les réf. citées). 4.3 S’agissant de la question de l’autorisation du déménagement, le premier juge a constaté que la garde sur les enfants avait été confiée à leur mère, selon prononcé du 29 mars 2019. Le représentant de la Direction générale de l’enfance et de la jeunesse (ci-après : la DGEJ), B.________, avait indiqué avoir discuté du déménagement avec les enfants. La DGEJ était favorable à ce déménagement dans la mesure où celui-ci avait été anticipé depuis plusieurs mois, que les enfants avaient été accompagnés dans cette démarche et que la remise en cause du déménagement au dernier moment n’était pas dans l’intérêt des enfants car cela créait une incertitude quant au fait qu’il pourrait « se faire » comme prévu.”
“La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.1 s.; 5C.210/2000 du 27.10.2000 c. 2b). Dans ces hypothèses, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Une représentation de l'enfant ne doit intervenir que si elle s'avère nécessaire à la sauvegarde des intérêts de ce dernier (Jeandin, in CR CPC, 2019, n. 4, 5 et 10 ad art. 299 CPC). La seule circonstance d'un litige relatif au droit de garde, dont l'intensité n'excède pas celle que la plupart des couples rencontre lors d'une procédure de séparation, ne rend pas arbitraire le refus de l'autorité cantonale de désigner un curateur de représentation, en particulier lorsque l'enfant concerné a été entendu par le Service de protection de la jeunesse qui, tout en reconnaissant l'existence, entre les parents, d'un conflit débordant sur les enfants, n'a pas jugé nécessaire de nommer un curateur (arrêts du Tribunal fédéral 5A_153/2013 du 24 juillet 2013 consid. 3.2; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.2). 4.2 En l'espèce, le Tribunal a retenu que vu l'âge de l'enfant, le conflit entre les parents, leurs conclusions divergentes, les déclarations de l'appelante, selon lesquelles l'enfant ne voulait plus voir son père, la demande de l'intimé de désignation d'un curateur de représentation, celle de l'appelante d'audition de l'enfant dans la procédure, ainsi que les mesures de protection ordonnées sur mesures provisionnelles et qui pourraient être envisagées au fond, il était nécessaire d'ordonner la représentation de E______ dans la procédure.”
In der Praxis werden Beistände/Curatoren häufig als namentlich bezeichnete Rechtsanwältinnen oder Rechtsanwälte bestellt. Parteien können bei Einigung eine namentlich vorgeschlagene Curatrix bzw. einen namentlich vorgeschlagenen Curator zur Bestellung anzeigen.
“_____ (die Gesuchsgegnerin bringt D._____ zur Wohnung des Gesuchstellers in F._____, der Gesuchsteller holt C._____ nach Schulschluss ab) und in der gleichen Woche von Samstag, 10.00 Uhr (der Gesuchsteller bringt die Kinder zur Wohnung der Gesuchsgegnerin in E._____) bis zum Mittwoch der Folgewoche, Schulbeginn für C._____ und 8.45 Uhr für D._____ (die Gesuchsgegnerin bringt D._____ zur Wohnung des Gesuch- stellers in F._____, der Gesuchsteller holt C._____ nach Schul- schluss ab). In der übrigen Zeit werden C._____ und D._____ vom Gesuchstel- ler betreut. - 3 - Während der ersten Sportferienwoche (Kalenderwoche 8) werden die Kinder vom Gesuchsteller betreut. In der zweiten Sportferien- woche (Kalenderwoche 9) werden die Kinder von der Gesuchs- gegnerin betreut, wobei der Gesuchsteller die Kinder am 27. Feb- ruar 2023 um 10.00 Uhr zur Wohnung der Gesuchsgegnerin in E._____ bringt. 2. Es wird eine Vertretung der gemeinsamen Kinder der Parteien, C._____ und D._____, im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet. Als Beiständin der Kinder wird ernannt: Rechtsanwältin lic. iur. G._____ ... [Adresse] ( 3.-4. Mitteilungen, Rechtsmittelbelehrung)" b) Die Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin (fortan Gesuchsgegnerin) erhob mit Eingabe vom 26. Dezember 2022 innert Frist Berufung gegen die Ver- fügung vom 16. Dezember 2022 mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2): " 1. Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung sei insoweit aufzuheben, als sie B._____ für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2015, und D._____, geboren am tt.mm.2018, mehr und andere Betreuungsanteile zuspricht als nur jedes zweite Wochenende von Freitagabend 18 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr. 2. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2015, und D._____, geboren am tt.mm.2018, seien im Sinne einer vorsorglichen Massnahme bis zum Mass- nahmeentscheid über die Obhut unter die alleinige Obhut der Beru- fungsklägerin zu stellen. 3. Mit Ausnahme der Besuchszeiten an jedem zweiten Wochenende von Freitagabend 18 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr seien die Kin- der C.”
“________ a finalement expliqué que la forme ovale qu’elle a dessiné proche de la bouche du bonhomme étant « le pipi » de son papa. J’observe une différence entre les deux « pipis », celui du papa étant plus gros ». En conclusion de son rapport, la Dre Q.________ a estimé que C.T.________ devait pouvoir « bénéficie[r] d'un suivi psychothérapeutique afin d'approcher au plus près cette expérience traumatique qui la pousse aujourd'hui à y rester fixée et ainsi tenter de la contrôler » et « rencontre[r] son père dans un lieu protégé et sécurisant, tel un Point Rencontre ». 9. a) L'audience de conciliation et de mesures provisionnelles s'est tenue le 14 décembre 2021, lors de laquelle l’intimée a adhéré au principe du divorce et les parties ont passé la convention suivante, ratifiée séance tenante pour valoir ordonnance partielle de mesures provisionnelles : « I. Parties conviennent d'étendre l'enquête en limitation de l'autorité parentale ouverte le 5 novembre 2021 par la Justice de paix à l'enfant C.T.________, née le [...] 2017. Il. Parties conviennent de désigner un curateur de représentation au sens de l'art. 299 CPC en faveur de l'enfant C.T.________. Me Tiphanie Chappuis, subsidiairement Me Sophie Beroud, sont pressenties. » Pour le surplus, l’appelant a conclu à ce que son droit de visite s'exerce à raison de deux week-ends par mois, le transfert de l'enfant intervenant par l'intermédiaire de Point Rencontre. S'agissant du fond, la conciliation a échoué. Les parties ont été informées qu'un délai serait imparti à l’appelant pour déposer une motivation écrite à réception du rapport de la DGEJ concernant l'enquête en limitation de l'autorité parentale. b) Par courrier du 21 décembre 2021, l'avocate Tiphanie Chappuis a fait savoir qu'elle acceptait de se voir désignée en qualité de curatrice, au sens de l'art. 299 CPC. 10. a) Le 18 février 2022, [...], adjoint-suppléant de l’ORPM du Nord, et R.________, assistant social pour la protection des mineurs, ont remis à l’autorité précédente un rapport d’évaluation concernant C.T.________ et K.________. Il ressort de ce rapport qu’ils ont rencontré l’intimée à son domicile, seule, et en présence des deux filles de celle-ci, de même que l’appelant seul en leurs bureaux et à son domicile.”
“b) Par ordonnance de mesures superprovisionnelles du 5 avril 2019, le président a notamment retiré avec effet immédiat la garde et le droit de déterminer le lieu de résidence de l'enfant D.________ à la recourante (I), a confié un mandat de garde et de placement de l'enfant prénommé au Service de protection de la jeunesse (SPJ, désormais Direction générale de l'enfance et de la jeunesse [DGEJ]), en vue de son placement en foyer d'urgence pour observation (II), a dit que le SPJ organiserait les relations personnelles parents-enfant pour la durée de placement de l'enfant, au mieux de ses intérêts (III), et a suspendu, en l'état, la contribution d'entretien mise à la charge de l’intimé en faveur de son fils (IV). Par ordonnance de mesures provisionnelles du 31 mai 2019, le président a en substance confirmé son ordonnance du 5 avril 2019, a institué une curatelle de représentation en faveur de l'enfant D.________ et a désigné l'avocate Anne-Claire Boudry en qualité de curatrice au sens de l'art. 299 CPC, avec pour mission de le représenter dans la présente cause au mieux de ses intérêts. c) La conciliation ayant échoué à l’audience du 21 août 2019, un délai a été imparti à l’intimé pour déposer une demande motivée. Par demande motivée du 30 septembre 2019, l’intimé a conclu, sous suite de frais et dépens et en substance, à ce que le jugement de divorce du 1er mars 2017 soit modifié en ce sens que l’autorité parentale et la garde sur D.________ lui soient exclusivement confiées, le droit de visite de la recourante sur l’enfant étant déterminé en cours d'instance après l'administration des preuves, et en ce sens qu’il ne doive plus verser de pension en faveur de D.________ en main de sa mère, celle-ci étant condamnée à contribuer à l’entretien de son fils par le versement d’une pension. d) Ensuite d’un avis du 3 juillet 2019 du président, une expertise pédopsychiatrique a été mise en œuvre. Les experts [...] et [...] ont déposé leur rapport concernant l'enfant D.________ le 18 décembre 2019.”
Fordert das urteilsfähige Kind selbst die Bestellung eines Vertreters (Curators), hat das Gericht diesem Antrag Folge zu leisten; dies ergibt sich aus der Rechtsprechung zu Art. 299 ZPO (vgl. Art. 299 Abs. 3).
“________, pour sa part, soutient que la question de la nomination d’un curateur avait déjà fait l’objet d’une décision de la Cour de céans et que le délai de recours devant le Tribunal fédéral n’était pas échu au moment du dépôt de la requête du 18 janvier 2020, de sorte que la présidente ne pouvait se saisir de la même question, au risque de rendre une décision en contradiction avec celle que le Tribunal fédéral pouvait être amené à prononcer. De plus, aucun élément nouveau ne justifiait de revenir sur la décision de refus, la recourante s’étant contentée de rediscuter l’arrêt rendu le 10 décembre 2019 par la Cour de céans. Elle relève que les souhaits de la recourante ont été entendus, tant par la présidente que par les autres intervenants. Ils ont également été traités dans le cadre du complément d’expertise du 8 décembre 2020. Elle soutient que l’enfant confond son droit d’être entendue avec l’appréciation de ses propos effectuée par la présidente. Elle est d’avis que la nomination d’un curateur de représentation pourrait être refusée lorsque la DGEJ intervient déjà dans la situation et également lorsque la procédure serait sur le point d’être achevée, conditions qui seraient réalisées. 3.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., Bâle 2019, n. 5 ad art. 299 CPC ; Steck, Basler Kommentar, ZPO, 3e éd., Bâle 2017, art. 298 N 1). Si l’enfant capable de discernement requiert lui-même la nomination d'un curateur, le juge doit y donner suite (TF 5A_976/2014 du 30 juillet 2015 consid. 2.5.2.3 ; TF 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.2 ; TF 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.2 ; TF 5A_619/2007 du 25 février 2008 consid. 4.1, publié in FamPra.ch 2008 p. 700 ; TF 5C.210/2000 du 27 octobre 2000 consid. 2b, publié in FamPra.ch 2001 p. 606). L’art. 299 al. 3 CPC prévoit en effet un cas dans lequel le tribunal n’a pas d’autres choix que de désigner un représentant en faveur de l’enfant, peu importe que cette mesure paraisse nécessaire ou non : l’enfant – non partie à la procédure – en fait lui-même la demande, et il est capable de discernement, cette dernière condition devant s’examiner à la lumière de l’art.”
Nach der Rechtsprechung und der zitierten Literatur ist nicht abschliessend geklärt, ob eine nach Art. 299 ZPO angeordnete Kindesvertretung die Befugnisse der gesetzlichen Vertreter einschränkt oder daneben zusätzliche Befugnisse ausübt. In der Literatur wird offen gelassen, dass die Kindesvertretung auch ergänzende Befugnisse wahrnehmen kann.
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für A. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 f. ZPO angeordnet (RG act. IV/11). Dabei verwies der verfah- rensleitende Richter auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertre- tung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neure- gelung der Betreuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste daher auch die vorliegend noch strittige Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kin- desvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kin- derbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022, N 54 Anh. ZPO Art. 300; Mar- got Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), besteht es aktuell noch. Damit stellt sich die Frage, ob im Unterhaltspunkt überhaupt noch eine Vertre- tungsbefugnis der Kindsmutter C. besteht, ob die Genannte mit anderen Worten berechtigt war, Rechtsanwalt Fryberg mit der Erhebung einer Berufung betreffend Betreuungsunterhalt im Namen des Sohnes zu mandatieren. Ob die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter durch eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO beschnitten werden, oder ob nicht eher im Einklang mit BGE 142 III 153 davon auszugehen ist, dass die Kindesvertretung zusätzliche Befug- nisse wahrnimmt, ist nicht geklärt (Cordula Lötscher, Das Kind im Unterhaltspro- zess, in: Der Familienprozess,”
Urteilsfähige Kinder sind nach der Rechtsprechung häufig kaum postulationsfähig. Die Hinzuziehung einer gewillkürten Vertretung (z. B. eines Anwalts) neben der gerichtlich bestellten Kindsvertretung wird von der Rechtsprechung nur ausnahmsweise zugelassen; dies gilt auch in Rückführungs-/Sonderverfahren restriktiv.
“Bei der Involvierung von älteren Kindern thematisierte das Bundesgericht die Frage, ob sich die Funktion der Kindsvertretung in Richtung einer «advokatorischen Interessenvertretung» erweitere, zumal auch das urteilsfähige Kind häufig noch kaum postulationsfähig sei. Urteilsfähige Minderjährige – so das Bundesgericht – könnten grundsätzlich je nach Kontext selbständig oder durch einen Vertreter ihrer Wahl handeln, wenn es um höchstpersönliche Rechte gehe (Art. 19c des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Je abstrakter die Fragestellung sei, desto weniger könne indessen überhaupt eine Urteilsfähigkeit angenommen werden. Die Tragweite von Fragen der Obhut, der elterlichen Sorge oder von Kindesschutzmassnahmen sei auch für ein älteres Kind schwerlich überblickbar, weshalb sich diesbezüglich kaum je die Frage stelle, unter welchen Voraussetzungen die gerichtlich bestellte Kindsvertretung allenfalls genuin anwaltliche Aufgaben übernehmen müsse. Aus dem gleichen Grund könne das Kind in seiner Eigenschaft als «Partei eigener Art» meist auch keine gewillkürte Vertretung (anstelle oder neben der Kindsvertretung nach Art. 299 ZPO) beiziehen (BGE 142 III 153 E. 5.2.4; Urteil des BGer 5A_232/2016 vom 6. Juni 2016 E. 4).”
“1 CC, les mineurs capables de discernement peuvent en principe agir de manière indépendante - ou par l'intermédiaire d'un représentant de leur choix - en ce qui concerne leurs droits strictement personnels (ATF 120 Ia 369 consid. 1a; arrêts 5A_1049/2020 du 28 mai 2021 consid. 2.3.1; 5A_123/2020 du 7 octobre 2020 consid. 1.1 non publié aux ATF 147 III 451; 5A_796/2019 du 18 mars 2020 consid. 2.1). Il est ainsi admis que, dans le cadre de la procédure de retour dont il fait l'objet, l'enfant capable de discernement peut désigner lui-même son curateur (Rapport final, p. 29; HÄRING, op. cit., p. 267; MAZENAUER, op. cit., n. 60). La possibilité de faire appel à un avocat de son choix, à côté du représentant officiel qui lui a été désigné (ainsi: BUCHER, commentaire romand, n. 218 ad art. 85 LDIP) n'est retenue qu'à titre exceptionnel par la jurisprudence: le curateur tend en effet à assurer la réalisation de l'intérêt objectif de l'enfant et les questions généralement soulevées restent abstraites et difficiles à appréhender, même pour les enfants plus âgés (cf. ATF 142 III 153 consid. 5.2.4 [arrêt rendu dans le contexte de l'art. 299 CPC]; arrêt 5A_232/2016 du 6 juin 2016 consid. 4; cf. également arrêt 5A_617/2022, 5A_621/2022 du 28 septembre 2022 consid. 8, qui nie cependant la capacité de discernement des enfants à mandater un avocat de leur choix).”
Das Gericht hat eine Prüfungspflicht, ob eine Kindesvertretung anzuordnen ist; die Anordnung nach Art. 299 Abs. 2 ZPO ist jedoch keine automatische Pflicht. Auch in den dort genannten Fallgruppen besteht kein Zwang zur Benennung eines Kindesvertreters; die Entscheidung trifft das Gericht nach pflichtgemässem Ermessen.
“1 ZGB ordnet die Kindesschutzbehörde wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Der im Bereich des Kindesschut- zes anwendbare Art. 314abis ZGB entspricht dem in gerichtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind als Vertre- tung in Form eines Beistands eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen er- fahrene Person zur Seite zu stellen ist. Sowohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Ge- richt die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegenstand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat das Gericht weder au- tomatisch einen Kindesvertreter zu bezeichnen noch ist es verpflichtet, hierüber eine formelle Entscheidung zu treffen; vielmehr handelt es sich um eine Möglich- keit, die im Ermessen des Gerichts liegt (BGer 5A_232/2016 v.”
“314abis ZGB ent- spricht dem in eherechtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, ex offi- cio zu prüfen, ob dem Kind als Vertretung in Form eines Beistands eine in fürsor- gerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person zur Seite zu stellen ist. So- wohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass die Behörde bzw. das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Gericht die Anord- nung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegen- stand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Es besteht mithin eine Prüfpflicht. Der zur Kindesvertretung ernannte Beistand kann Anträge stellen und Rechtsmittel einle- gen (Art. 314abis Abs. 3 ZGB). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat die Behörde bzw. das Gericht nicht automa- tisch einen Kindesvertreter oder eine Kindesvertreterin zu bezeichnen, vielmehr handelt es sich um eine Möglichkeit, die im Ermessen der Behörde bzw. des Ge- richts liegt (PKG 2017 Nr. 12 E. 3). Entsprechend hat die Behörde bzw. das Ge- richt nach pflichtgemässem Ermessen über die Kindesvertretung zu entscheiden, sei es auf Antrag oder von Amtes wegen (BGer 5A_232/2016 v.”
In der Rechtsprechung wurde in einem Fall die Kindesvertretung gesamthaft für alle minderjährigen Kinder der Parteien angeordnet (vgl. RZ200007).
Die Bestellung einer Kindesvertretung kann sowohl in erster als auch in zweiter Instanz sowie zu Beginn oder im Verlauf des Verfahrens erfolgen. Wird ein Kindesvertreter bestellt, ist ihm im Verfahren aktiv Gelegenheit zur Mitwirkung zu gewähren, beispielsweise durch die Möglichkeit, eine Stellungnahme zu ergänzen.
“En revanche, en allant chercher les enfants là où ceux-ci si trouvent (à l’école, par exemple), les risques de rencontre sont réduits, l’appelant pouvant s’arranger directement avec ceux-ci au regard de leurs âges, sans avoir besoin de s’organiser avec l’intimée. Il n’y a dès lors pas lieu de modifier les modalités du droit de visite arrêtées par la présidente. 7.7 Il découle de ce qui précède que tous les griefs de l’appelant relatifs au droit de garde sur les enfants sont infondés et doivent partant être rejetés. L’ordonnance entreprise est ainsi intégralement confirmée sur ce point. 8. 8.1 C’est le lieu d’examiner la requête de l’appelant en désignation d’un curateur de représentation pour H.________ pour la procédure de deuxième instance. L’appelant soutient à cet égard que les souhaits de l’enfant seraient relayés de manière différente entre les deux parents et qu’il apparaissait nécessaire de disposer de la réelle vision de l’enfant transmise par un tiers neutre, « afin de mieux comprendre la situation ». 8.2 Conformément à l’art. 299 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique (al. 1). Le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle, en particulier dans le cas où l’autorité de protection de l’enfant ou le père ou la mère le requièrent (al. 2 let. b). La nomination d’un représentant peut intervenir en première ou en deuxième instance, en début ou en cours de procédure (Patricia Dietschy-Martenet, Petit commentaire, Code de procédure civile, Bâle 2020, n. 11 ad art. 299). Si l'un des parents ne réclame la nomination d'un curateur que devant l'instance supérieure, peu de temps avant que l'arrêt ne soit rendu, ce tribunal ne viole pas le droit fédéral en retenant qu'un nouvel ajournement de l'issue du procès serait préjudiciable à l'enfant et en statuant lui-même sur cette requête dans le cadre de la décision d'attribution de l'autorité parentale (TF 5C.210/2000 du 27 octobre 2000 consid.”
“November 2020 (act. 84) wurde das Gesuch der Beklagten um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses abgewiesen und es wurde ihr die unentgeltliche Rechtspflege gewährt sowie Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Am 30. November 2020 fand eine Ver- handlung über das vom Kläger mit der Klagebegründung vom 3. September 2020 gestellte Massnahmebegehren statt. Mit Verfügung vom gleichen Tag wurde die- ses teilweise gutgeheissen und der Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 16. Juni 2020 betreffend die Kinderunterhaltsbeiträge aufgehoben und ersetzt (act. 87). 3.Auf einen mit der Klageantwort vom 16. November 2020 gestellten Antrag auf superprovisorischen Erlass von vorsorglichen Massnahmen wurde mit Verfü- - 14 - gung vom 17. November 2020 (act. 73) nicht eingetreten. Es folgten die schriftli- che Replik (act. 94) und Duplik (act. 106). Mit Verfügung vom 28. Mai 2021 (act. 119) wurde Rechtsanwältin lic. iur Z._____ als Kindesvertreterin i.S. von Art. 299 ZPO bestellt. Am 25. Oktober 2021 fand die Verhandlung über das mit der Duplik gestellte beklagtische Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen sowie das klägerische Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege statt (Prot. S. 70 ff.). Anlässlich dieser Verhandlung schlossen die Parteien einen Ver- gleich (act. 173) über den persönlichen Verkehr und die Betreuung, der mit Verfü- gung vom 28. Oktober 2021 (act. 174) genehmigt wurde. Des Weiteren wurde mit dieser Verfügung dem Kläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und seine Vertreterin als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 4.Anlässlich der Hauptverhandlung vom 1. April 2022 fand eine Parteibefra- gung statt (Prot. S. 87–96) und der Kindesvertreterin wurde Gelegenheit zur Er- gänzung ihrer Stellungnahme vom 17. März 2022 eingeräumt und die Parteien konnten zu ihren Ausführungen Stellung nehmen (Prot. S. 96 ff.). Schliesslich wurden Vergleichsgespräche geführt und die Parteien schlossen eine Teilschei- dungskonvention betreffend Kinderbelange, Erziehungsgutschriften und Vorsor- geausgleich sowie eine Vereinbarung betreffend vorsorgliche Abänderung der Be- treuungsregelung und Anordnung einer KET-Beratung.”
Praxisbeispiel: In dem entschiedenen Fall beantragte die urteilsfähige Beschwerdeführerin eine Prozessvertretung; nach Wiedererwägung ordnete die Vorinstanz eine Prozessbeistandschaft im Sinne von Art. 299 ZPO an.
“Der Kläger und Beschwerdegegner 1 (fortan Kläger) und die Beklagte und Beschwerdegegnerin 2 (fortan Beklagte) sind die verheirateten Eltern der Be- schwerdeführerin. Der Kläger und die Beklagte stehen sich derzeit bei der Vor- instanz in einem Scheidungsverfahren gegenüber, im Zuge dessen die Be- schwerdeführerin mit Schreiben vom 5. Juni 2023 beantragte, es sei für sie und ihre Schwestern eine Prozessvertretung einzusetzen (Urk. 2). Die Vorinstanz wies dieses Gesuch mit Schreiben vom 12. Juni 2023 ab (Urk. 2). Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. Juli 2023 sinngemäss Beschwerde mit dem Antrag, es sei für sie und ihre Schwestern eine Prozessvertretung einzuset- zen (Urk. 1). Mit Schreiben vom 18. Juli 2023 reichte die Vorinstanz die Verfü- gung vom 17. Juli 2023 nach, gemäss welcher in Gutheissung eines Wiedererwä- gungsgesuchs der Beiständin für die Beschwerdeführerin und ihre Schwestern ei- ne Prozessbeistandschaft im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet und Rechtsan- wältin lic. iur. Z._____ unter Vorbehalt allfälliger Ablehnungsgründe als Prozess- beiständin bestellt wurde (Urk. 5-6). Mit Schreiben vom 20. Juli 2023 teilte die Be- schwerdeführerin sodann sinngemäss den Rückzug der Beschwerde mit (Urk. 7).”
In der Praxis bestellen Gerichte im Rahmen von Art. 299 ZPO wiederholt Rechtsanwältinnen oder Rechtsanwälte als Beiständin/Beistand bzw. curatrice/curator zur Vertretung von Kindern; in den angeführten Entscheiden werden entsprechende namentliche Ernennungen dokumentiert.
“307 ZGB eine Sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF) angeordnet. i. B. wird die Weisung erteilt, bei der sozialpädagogischen Familienbegleitung aktiv mitzuwirken und mit den involvierten Personen zusammenzuarbeiten. ii. Die sozialpädagogische Familienbegleitung unterstützt B. insbesondere in folgenden Bereichen: - Beratung und Unterstützung bei erzieherischen Fragestellungen im Allgemeinen; - Integration von C. am neuen Wohn- und Lebensort; - Umgang mit der parallelen Elternschaft; - Unterstützung der Zusammenarbeit mit der Kindsmutter, insbesondere Hinwirken auf angemessene Kommunikation der Eltern; - Bindungstoleranz, Loyalität und Zusammenarbeit der Eltern fördern. iii. Die sozialpädagogische Familienbegleitung richtet sich nach dem Bedarf, wobei vorläufig einmal wöchentlich ein Gesprächskontakt stattfinden soll. iv. Mit der sozialpädagogischen Familienbegleitung wird die F. beauftragt. 3. Für C. wird in der Person von Rechtsanwalt MLaw Lorenz Raschein eine Kindesvertretung gemäss Art. 299 ZPO eingesetzt. 4. Die übrigen Rechtsbegehren werden abgewiesen. 5. Nachfolgende beteiligte Personen/Organisationen werden aufgefordert spätestens per 30.06.2025 einen Verlaufsbericht zu Händen des Regionalgerichts einzureichen: - Berufsbeistandschaft O.1. - die mit der Durchführung der begleiteten Besuchstage (BBT) beauftragte Fachstelle, - VORSA Graubünden, Kaltbrunnstrasse 6, 7000 Chur, - F. . 6. Die angeordneten Kindesschutzmassnahmen gelten bis zur Vollstreckbarkeit des Entscheids in der Hauptsache (Proz. Nr. 115- 2023-44). 7. Über die Prozesskosten wird mit der Hauptsache entschieden (Art. 104 Abs. 3 ZPO). 8. a) Eine schriftliche Begründung des Entscheids wird nachgeliefert, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheids verlangt. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde (Art. 219 ZPO i.V.m. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Das Rechtsmittel gegen den begründeten Endentscheid hemmt die Vollstreckbarkeit nicht, weshalb der Entscheid ohne schriftliche Begründung mit der Zustellung an die letzte der Parteien vollstreckbar wird.”
“________ d’un droit de visite étendu et élargi, dès le 1er novembre 2024, qu’elle pourrait exercer, à charge pour elle d’aller chercher sa fille là où elle se trouvait et de la ramener au domicile de son père ou à l’école/l’Unité d’accueil pour écoliers (UAPE), du mercredi à midi au vendredi soir à 18 h 00, un week-end sur deux du vendredi soir à 18 h 00 ou à la sortie de l’école jusqu’au dimanche soir à 18 h 00 et la moitié des vacances scolaires et des jours fériés, alternativement à Noël ou Nouvel an, Pâques ou Pentecôte, Ascension ou Jeûne fédéral (II), a ordonné la mise en œuvre d’une expertise pédopsychiatrique et a désigné le Dr [...] en qualité d’expert, avec pour mission d’actualiser l’expertise du 10 novembre 2020 concernant l’enfant F.________, d’évaluer les compétences parentales des père et mère, de faire des recommandations en vue d’une décision relative à l’attribution de l’autorité parentale et de la garde sur l’enfant, ainsi qu’à la fixation des relations personnelles, en faisant toutes propositions par rapport à d’éventuelles mesures de protection de mineur qui seraient jugées nécessaires (III), a ordonné la reprise sans délai du suivi pédopsychiatrique de l’enfant F.________ (IV), a instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) en faveur de l’enfant F.________ et a désigné en qualité de curatrice Me K.________, avocate à [...], avec pour mission de la représenter dans la cause en modification du jugement de divorce opposant ses parents (V), a ordonné le maintien au greffe du Tribunal d’arrondissement de l’Est vaudois des documents d’identité de F.________ (VI), a rejeté la requête de mesures provisionnelles déposée le 4 juillet 2024 par B.D.________, dans la mesure où elle n’était pas devenue sans objet (VII), a dit que B.D.________ était la débitrice de C.D.________ et lui devait immédiat paiement d’un montant de 1'500 fr. à titre de dépens (VIII), a rejeté toutes autres ou plus amples conclusions (IX), a dit que les frais de la procédure provisionnelle suivaient le sort de la cause au fond (X) et a déclaré l’ordonnance immédiatement exécutoire (XI). 2. 2.1 Par acte du 11 novembre 2024, B.D.________ (ci-après : l’appelante) a interjeté appel contre l’ordonnance de mesures provisionnelles précitée et a conclu, avec suite de frais judiciaires et dépens, principalement à l’annulation des chiffres I et II de son dispositif et au renvoi de la cause au président pour nouvelle décision « s’agissant de l’attribution de la garde et de la fixation du droit de visite, après audition de l’enfant » et à la réforme des chiffres VI et VIII en ce sens que les documents d’identité de F.”
“A cette occasion, il a requis que le bénéfice de l’assistance judiciaire lui soit octroyé et que Me F.________ lui soit désigné en tant que défenseur d’office. C. Par décision du 10 février 2023, l’assistance judiciaire totale a été accordée à A.________ dans le cadre des procédures introduites contre lui le 22 décembre 2022 par B.________. Le 15 février 2023, A.________ a déposé une requête tendant au changement de son défenseur d’office, en faisant valoir l’existence de prétendus manquements dans l’exécution du mandat de son avocat. La Présidente a rejeté cette requête par décision du 10 mars 2023. Par décision du 5 mai 2023, Me F.________ a été libéré de son mandat de défenseur d’office de A.________. A cette occasion, la Présidente a limité le bénéfice de l’assistance judiciaire octroyé à A.________ par décision du 10 février 2023 en ce sens que celle-ci comprendrait, à partir du 5 mai 2023, uniquement l’exonération d’avances (ou de sûretés) et l’exonération des frais judiciaires. D. Par décision du 18 avril 2023, la Présidente a nommé une curatrice de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur des enfants C.________, D.________ et E.________ en la personne de Me Anne-Laure Simonet, avocate. E. Par décision de mesures provisionnelles du 30 juin 2023, la Présidente a notamment retiré immédiatement et provisoirement le droit de déterminer le lieu de résidence des enfants C.________, D.________ et E.________ à leurs parents et ordonné leur placement dans un foyer permettant une prise en charge éducative, également durant les week-ends et les vacances scolaires. Par décision du 10 août 2023, complémentaire à celle du 30 juin 2023, elle a statué sur la prise en charge financière des enfants par leurs parents. Chacune de ces décisions a fait l’objet d’un appel déposé par A.________. Durant la procédure d’appel, le placement de D.________ a dû être levé provisoirement en raison de l’attitude inquiétante de ce dernier. Dans son arrêt au fond, rendu le 7 mars 2024, la Ie Cour d’appel civil a néanmoins confirmé le placement des trois enfants. F. Lors de l’audience du 23 août 2024, la Présidente a homologué sur le siège l’accord conclu par les parties à titre de mesures provisionnelles.”
“o Ce travail peut se faire dans le cadre du suivi en coparentalité, et/ou dans te cadre suivi individuel d’C.________. § La mise en place d’une thérapie individuelle portant sur les traumatismes subis par Madame. o En tentant compte de ses antécédents de traumatismes répétés dès l’enfance, de son parcours psychiatriques ces dernières années, de sa symptomatologie actuelle (perte de poids, interprétations délirantes), de son isolement social, le suivi actuel semble peu intensif. Un rythme hebdomadaire, au minimum, semble indiqué dans cette situation. § La mise en place d’une thérapie individuelle pour Monsieur portant sur sa compréhension de la situation de Madame, et sur sa contribution à la situation actuelle. § L’autorité parentale peut rester partagée. b) Le 5 mars 2024, la présidente a informé les parties qu’il lui apparaissait nécessaire d’ordonner la représentation des enfants par un curateur avocat conformément à l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272). Me Julie André a été désignée pour ce mandat le 18 mars 2024. c) Le 12 mars 2024, l’intimé s’est déterminé sur le rapport du Dr [...], en ce sens qu’il n’avait pas de demande d’explications ou/et de questions complémentaires en l’état. Il a en outre relevé que, compte tenu des circonstances, il convenait de transmettre sine die ce rapport au Ministère public. d) Par courrier du 22 mars 2024, l’appelante s’est catégoriquement opposée à la transmission du rapport d’expertise au Ministère public. e) Par déterminations du 25 mars 2024, l’appelante a mis en cause les aptitudes professionnelles de l’expert et de son psychologue, celui-ci ne remplissant selon elle pas les conditions d’indépendance et de neutralité. Elle a en outre relevé que le rapport d’expertise contenait des erreurs factuelles extrêmement graves et a relevé qu’une psychologue clinicienne et criminologue, expert judiciaire en [.”
“Les parties sont ainsi convenues, notamment, que le droit de visite de l’intimé sur ses filles s'exercerait par l'intermédiaire des institutions Espace-Contact ou Trait d'Union, et que la curatelle confiée à l'assistante sociale pour la protection des mineurs [...], de la DGEJ, devait se poursuivre. 9. Par ordonnance de mesures superprovisionnelles du 24 mai 2019, l’appelante s'est vu interdire de transférer le lieu de résidence des trois enfants, jusqu'à droit connu sur la requête de mesures provisionnelles qu'elle avait déposée le 17 mai 2019. 10. Une audience de mesures provisionnelles a eu lieu le 1er juillet 2019, lors de laquelle la curatrice [...], l'experte [...] ainsi que [...] ont été entendus. 11. Par ordonnance de mesures superprovisionnelles du 9 juillet 2019, la présidente a, notamment et en substance, autorisé l’appelante à modifier le domicile légal des trois enfants au Tessin (I), exhorté l’appelante à respecter le droit de visite de l’intimé tel que fixé dans la convention du 11 février 2019 (II), institué une curatelle de représentation au sens de l'art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) en faveur des trois enfants et désigné l'avocate [...] en qualité de curatrice (III et IV). 12. Sur le fond, l’appelante a déposé une réponse le 16 août 2019. 13. Par ordonnance de mesures provisionnelles du 11 octobre 2019, la présidente du tribunal a fixé le droit de visite de l’appelant en ce sens qu’il s'exercerait par l'intermédiaire de la Fondation les Airelles, à Aigle. Par ordonnance de mesures provisionnelles du 14 novembre 2019, elle a en substance confirmé les décisions rendues les 9 juillet et 11 octobre 2019. 14. a) Sur le fond, une réplique, puis une duplique, ont encore été déposées le 2 décembre 2019 et respectivement le 6 mars 2020. b) Dans sa réplique du 2 décembre 2019, l’intimé a pris les conclusions suivantes, avec suite de frais et dépens : « II. L'autorité parentale sur les enfants U.________, A.________ et E.________ est conjointe, les parties étant exhortées à entamer, puis à suivre une thérapie familiale, axée sur la coparentalité, le dialogue et le respect de l'autre ; [.”
“Der Kläger, Erstbeschwerdeführer und Zweitbeschwerdegegner 1 (fortan Klä- ger) und die Beklagte, Erstbeschwerdegegnerin und Zweitbeschwerdegegnerin 2 (fortan Beklagte) stehen sich seit dem 13. September 2023 vor dem Bezirksgericht Affoltern (Vorinstanz) in einem Verfahren betreffend Abänderung des Scheidungs- urteils gegenüber (Urk. 5/1). Sie haben zwei gemeinsame Töchter, B._____, gebo- ren am tt.mm.2009 (Verfahrensbeteiligte 1 und Zweitbeschwerdeführerin), und D._____, geboren am tt.mm.2016 (Verfahrensbeteiligte 2). Am 17. Januar 2024 verfügte die Vorinstanz (Urk. 2 S. 3 f. = Urk. 5/85 S. 3 f.): "1.Die aktuelle Prozessbeiständin von B._____, Rechtsanwältin Y3._____, wird als Verfahrensvertreterin für B._____ entlassen und es wird ihr die Frist zur Stellungnahme zur Gefährdungsmel- dung vom 18. Dezember 2023 erlassen. 2.Für B._____, geboren tt.mm.2009, wird als neue Vertretung im Sinne von Art. 299 ZPO Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____, ... [Adresse] bestellt. 3.Der neuen Prozessbeiständin von B._____, Y1._____, wird eine Frist von 14 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung resp. ab Zu- stellung der Akten angesetzt, um schriftlich und in 4-facher Ausfer- tigung zur Gefährdungsmeldung vom 18. Dezember 2023 Stellung zu nehmen. 4.Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein und unter Beilage einer Kopie von act. 76 (Schreiben RAin Y3._____ vom 11. Januar 2024), an -[...] -Rechtsanwältin Y1._____, ....[Adresse], unter Nachsendung der Prozessakten, wenn diese retour sind vom Obergericht, [...]"”
“Es wird eine Vertretung der gemeinsamen Kinder der Parteien, C._____ und D._____, im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet. Als Beiständin der Kinder wird ernannt: Rechtsanwältin lic. iur. G._____ ... [Adresse] ( 3.-4. Mitteilungen, Rechtsmittelbelehrung)"”
“TRIBUNAL CANTONAL TD18.003175-220017 463 cour d'appel CIVILE ____________________________ Arrêt du 14 septembre 2022 __________________ Composition : M. Perrot, juge unique Greffière : Mme Laurenczy ***** Art. 105 et 109 al. 1 CPC ; art. 65 al. 2 et 67 al. 1 TFJC Statuant sur l’appel interjeté par J.________, à [...], contre l’ordonnance de mesures provisionnelles rendue le 30 décembre 2021 par la Présidente du Tribunal civil de l’arrondissement de l’Est vaudois dans la cause divisant l’appelante d’avec O.________, à [...], le Juge unique de la Cour d'appel civile du Tribunal cantonal considère : En fait et en droit : 1. 1.1 Par ordonnance de mesures provisionnelles du 30 décembre 2021, la Présidente du Tribunal civil de l’arrondissement de l’Est vaudois (ci-après : la présidente) a notamment instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant T.________ en désignant comme curatrice Me Jessica Preile, avec pour mission de la représenter dans la cause en divorce opposant ses parents (I), a institué une mesure de curatelle de surveillance des relations personnelles à forme de l’art. 308 al. 2 CC en faveur de l’enfant T.________ en désignant également Me Preile en qualité de curatrice (II) et a dit que les modalités du droit de visite d’O.________ sur sa fille étaient, à défaut d’entente, un week-end sur deux, du vendredi à la sortie de l’école au dimanche soir à 18h00, en Suisse, à l’exception d’un week-end tous les deux mois où le droit de visite pourrait s’effectuer à l’étranger, durant l’entier des vacances de Pâques les années impaires, durant l’entier des vacances d’automne les années paires, durant la semaine de vacances de février les années paires, alternativement trois semaines en juillet les années paires ou trois semaines en août les années impaires, alternativement la première semaine ou la seconde semaine des vacances d’hiver, ainsi qu’alternativement les jours fériés hors vacances, soit Pentecôte, Ascension ou Jeûne fédéral, étant précisé que le droit de visite mensuel s’effectuerait sur ce week-end et engloberait le jour férié en question, possibilité étant laissée à O.”
“Par ordonnance de mesures provisionnelles du 4 janvier 2018, rectifiée le 7 février 2018, la présidente a notamment instauré une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant B.M.________ et a désigné à cet effet l’avocate Mathilde Bessonnet, avec l’autorisation de faire toutes propositions utiles dans l’intérêt de celui-ci et d’agir en justice en son nom dans le cadre de la présente procédure.”
“________, a expliqué qu'il était au bénéfice du RI, que, depuis un mois et demi, il était mobilisé par la Protection civile et qu'il percevait le même montant qu'en étant au RI. Il a expliqué qu'il n'avait pas de formation, hormis une maturité gymnasiale, et qu'il n'avait eu que des petits boulots d'étudiant, tels que caissier, vendeur au [...] ou aide à domicile. Il a expliqué qu'il savait coder et qu'il avait pu travailler pour son beau-père dans le domaine de la finance, mais uniquement parce que c'était son beau-père, et qu'il était sans emploi depuis que celui-ci l'avait licencié en décembre 2018. Il a indiqué qu'il avait repris le poker et qu'il avait notamment un compte sur la plateforme [...]. Il a ajouté qu'il avait des dettes et qu'il remboursait ses amis par des versements de 50 fr., 100 fr. ou 200 francs. Enfin, il a confirmé qu'il ne versait pas la pension de 200 fr. en faveur de sa fille. 10. Par ordonnance de mesures provisionnelles du 20 mai 2020, la présidente a notamment instauré une curatelle de représentation à forme de l'art. 299 CPC en faveur de l'enfant U.________ (I), a désigné Me Michèle Meylan en qualité de curatrice de l'enfant (II), a institué une curatelle de surveillance des relations personnelles à forme de l'art. 308 al. 2 CC en faveur d'U.________ (V), a confié le mandat de curatelle de surveillance des relations personnelles au SPJ, Office régional de protection des mineurs du Centre (ORPM), a chargé cet office de désigner le curateur ad personam d’U.________ (VI, VII et VIII), a dit que le curateur ad personam aurait en particulier pour tâche la planification et la surveillance des visites ainsi que la transmission d'informations concernant l'enfant (IX), a ordonné la production par le Prof. F.________ de tout document établissant la date de l'information transmise à I.________ de son devoir de rester disponible les week-ends notamment et ainsi de demeurer à Bâle (X), a ordonné la mise en œuvre d'une expertise pédopsychiatrique et désigné le SUPEA en qualité d'expert (XI et XII) et a invité l'expert à se prononcer, à l'issue de son rapport, sur la dynamique familiale, la situation de l'enfant et les compétences éducatives de chacun des parents et à formuler toutes propositions utiles relatives à l'attribution de la garde d'U.”
Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob eine Vertretung des Kindes anzuordnen ist, insbesondere wenn die Eltern unterschiedliche Anträge in Bezug auf Obhut oder wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs stellen oder wenn die Kindesschutzbehörde bzw. eine Partei eine Vertretung beantragt. Die Bestellung eines Beistands ist keine automatische Pflicht, sondern liegt im Ermessen des Gerichts und ist nur zu treffen, wenn sie im konkreten Fall als notwendig erscheint.
“Art. 306 Abs. 2 ZGB bestimmt für den Fall, dass die Eltern in einer Angelegenheit Interessen haben, die denen des Kindes widersprechen, dass die Kindesschutzbehörde einen Beistand ernennt oder diese Angelegenheit selbst regelt. Im selbständigen Kindesunterhaltsverfahren sind hinsichtlich der Vertretungsmacht eines Elternteils mit Blick auf Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB die Grundsätze des Art. 299 ZPO analog anzuwenden (BGE 145 III 393 E. 2.7.4). Nach Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Es prüft die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs stellen (Art. 299 Abs. 2 Bst. a Ziff. 3 ZPO). Das Kind benötigt im selbständigen Kindesunterhaltsprozess nicht in jedem Fall eine Vertretung (vgl. BGE 145 III 393 E. 2.7.2). Ein Vertreter des Kindes ist durch das Gericht oder die KESB nur zu bestellen, wenn dies im konkreten Fall notwendig erscheint (BGE 145 III 393 E. 2.7.4).”
“Gemäss Art. 314abis Abs. 1 ZGB ordnet die Kindesschutzbehörde wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Der im Bereich des Kindesschut- zes anwendbare Art. 314abis ZGB entspricht dem in gerichtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind als Vertre- tung in Form eines Beistands eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen er- fahrene Person zur Seite zu stellen ist. Sowohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Ge- richt die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegenstand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat das Gericht weder au- tomatisch einen Kindesvertreter zu bezeichnen noch ist es verpflichtet, hierüber eine formelle Entscheidung zu treffen; vielmehr handelt es sich um eine Möglich- keit, die im Ermessen des Gerichts liegt (BGer 5A_232/2016 v.”
“Vertretung der Kinder Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes an, wenn dies notwendig erscheint (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern un- terschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Ver- kehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO) oder eine Vertretung beantragt wurde, sei es von der Kindesschutzbehörde oder einem Elternteil (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob eine Vertretung des Kindes durch einen Prozessbeistand anzuordnen ist, ob- liegt damit dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts unter Berücksichtigung des Kindeswohls. Aufgrund des geltenden Untersuchungsgrundsatzes hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob Anhaltspunkte gegeben sind, die eine Einsetzung einer Kindesvertretung notwendig erscheinen lassen (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 11). C._____ und D._____ konnten sich stets gegenüber den involvierten Fachpersonen äussern (namentlich der Familienbegleitung, der Besuchsbegleitung, der Schulsozialarbeiterin, den Abklärenden im Rahmen des von der Fachstelle "F.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Die Anordnung einer Kindsver- tretung ist insbesondere dann zu prüfen, wenn – wie vorliegend (vgl. Urk. 5/2 S. 2 und Prot. I S. 5) – die Regelung der Obhut oder wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs strittig ist (vgl. Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Im Lichte der für Kinder- belange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime (Art. 296 ZPO) ist eine Kindsvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten kann bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte - 7 - Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfor- dert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
Eine Rüge, dass keine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO angeordnet worden sei, muss grundsätzlich bereits vor der Vorinstanz erhoben worden sein. Ergeben sich solche Einwendungen erst im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesgericht und hätten sie vor der Vorinstanz vorgebracht werden können, tritt das Bundesgericht mangels materieller Erschöpfung des Instanzenzugs nicht auf diese neu vorgebrachten Rügen ein.
“Soweit der Beschwerdeführer rügt, dass der Tochter keine Kindesvertretung bewilligt worden ist, obwohl die Voraussetzungen von Art. 299 ZPO vorgelegen hätten, legt er nicht dar, dass er diese Rüge bereits vor Vorinstanz vorgetragen hat und solches ergibt sich auch nicht aus dem angefochtenen Urteil. Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 und 2 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde ans Bundesgericht. Letztinstanzlichkeit bedeutet, dass für eine Rüge, zu der nicht erst der letztinstanzliche Entscheid Anlass gibt, der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell erschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1). Auf neu vorgetragene Rügen, die bereits vor Vorinstanz hätten vorgetragen werden können, wie dies vorliegend hinsichtlich der fehlenden Anordnung einer Vertretung des Kindes gemäss Art. 299 ZPO der Fall ist, tritt das Bundesgericht nicht ein. Im Übrigen begründet der Beschwerdeführer die Verletzung von Art. 299 ZPO ohnehin mit Tatsachen (Aussagen im kinderpsychologischen Bericht von E.”
“Soweit der Beschwerdeführer rügt, dass der Tochter keine Kindesvertretung bewilligt worden ist, obwohl die Voraussetzungen von Art. 299 ZPO vorgelegen hätten, legt er nicht dar, dass er diese Rüge bereits vor Vorinstanz vorgetragen hat und solches ergibt sich auch nicht aus dem angefochtenen Urteil. Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 und 2 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde ans Bundesgericht. Letztinstanzlichkeit bedeutet, dass für eine Rüge, zu der nicht erst der letztinstanzliche Entscheid Anlass gibt, der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell erschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1). Auf neu vorgetragene Rügen, die bereits vor Vorinstanz hätten vorgetragen werden können, wie dies vorliegend hinsichtlich der fehlenden Anordnung einer Vertretung des Kindes gemäss Art. 299 ZPO der Fall ist, tritt das Bundesgericht nicht ein. Im Übrigen begründet der Beschwerdeführer die Verletzung von Art. 299 ZPO ohnehin mit Tatsachen (Aussagen im kinderpsychologischen Bericht von E.________ vom 7. Januar 2021), die in der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz keine Grundlage haben (vgl. vorne E. 2.2). Soweit er vorbringt, eine Vertretung des Kindes sei gemäss Art. 299 Abs. 2 Ziff. 4 ZPO insbesondere zu prüfen, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge zu den Betreuungsanteilen stellen, zeigt er nicht auf, inwiefern die Vorinstanz diese Bestimmung verletzt haben soll. In den in Art. 299 Abs. 2 ZPO geregelten Fällen besteht lediglich eine Prüfungspflicht des Gerichts und ist die Anordnung einer Kindesvertretung keineswegs zwingend, sondern steht sie vielmehr im Ermessen des Gerichts; das Gericht muss diesbezüglich auch keinen formellen Entscheid treffen (vgl. Urteile 5A_400/2015 vom 25. Februar 2016 E. 2.3, nicht publiziert in: BGE 142 III 197, aber in: FamPra.ch 2016 S. 772; 5A_744/2013 vom 31. Januar 2014 E. 3.2.3, in: FamPra.ch 2014 S. 438).”
“Soweit der Beschwerdeführer rügt, dass der Tochter keine Kindesvertretung bewilligt worden ist, obwohl die Voraussetzungen von Art. 299 ZPO vorgelegen hätten, legt er nicht dar, dass er diese Rüge bereits vor Vorinstanz vorgetragen hat und solches ergibt sich auch nicht aus dem angefochtenen Urteil. Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 und 2 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde ans Bundesgericht. Letztinstanzlichkeit bedeutet, dass für eine Rüge, zu der nicht erst der letztinstanzliche Entscheid Anlass gibt, der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell erschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1). Auf neu vorgetragene Rügen, die bereits vor Vorinstanz hätten vorgetragen werden können, wie dies vorliegend hinsichtlich der fehlenden Anordnung einer Vertretung des Kindes gemäss Art. 299 ZPO der Fall ist, tritt das Bundesgericht nicht ein. Im Übrigen begründet der Beschwerdeführer die Verletzung von Art. 299 ZPO ohnehin mit Tatsachen (Aussagen im kinderpsychologischen Bericht von E.”
Der Kindesvertreter nach Art. 299 ZPO wurde im vorliegenden Verfahren angehört und erhielt Gelegenheit, seine Stellungnahme zu ergänzen. Die Kindesvertreterin nahm an Vergleichs- und Verhandlungsprozessen teil, und die Parteien schlossen anschliessend einen Vergleich, der gerichtlich genehmigt wurde.
“November 2020 (act. 84) wurde das Gesuch der Beklagten um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses abgewiesen und es wurde ihr die unentgeltliche Rechtspflege gewährt sowie Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Am 30. November 2020 fand eine Ver- handlung über das vom Kläger mit der Klagebegründung vom 3. September 2020 gestellte Massnahmebegehren statt. Mit Verfügung vom gleichen Tag wurde die- ses teilweise gutgeheissen und der Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 16. Juni 2020 betreffend die Kinderunterhaltsbeiträge aufgehoben und ersetzt (act. 87). 3.Auf einen mit der Klageantwort vom 16. November 2020 gestellten Antrag auf superprovisorischen Erlass von vorsorglichen Massnahmen wurde mit Verfü- - 14 - gung vom 17. November 2020 (act. 73) nicht eingetreten. Es folgten die schriftli- che Replik (act. 94) und Duplik (act. 106). Mit Verfügung vom 28. Mai 2021 (act. 119) wurde Rechtsanwältin lic. iur Z._____ als Kindesvertreterin i.S. von Art. 299 ZPO bestellt. Am 25. Oktober 2021 fand die Verhandlung über das mit der Duplik gestellte beklagtische Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen sowie das klägerische Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege statt (Prot. S. 70 ff.). Anlässlich dieser Verhandlung schlossen die Parteien einen Ver- gleich (act. 173) über den persönlichen Verkehr und die Betreuung, der mit Verfü- gung vom 28. Oktober 2021 (act. 174) genehmigt wurde. Des Weiteren wurde mit dieser Verfügung dem Kläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und seine Vertreterin als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 4.Anlässlich der Hauptverhandlung vom 1. April 2022 fand eine Parteibefra- gung statt (Prot. S. 87–96) und der Kindesvertreterin wurde Gelegenheit zur Er- gänzung ihrer Stellungnahme vom 17. März 2022 eingeräumt und die Parteien konnten zu ihren Ausführungen Stellung nehmen (Prot. S. 96 ff.). Schliesslich wurden Vergleichsgespräche geführt und die Parteien schlossen eine Teilschei- dungskonvention betreffend Kinderbelange, Erziehungsgutschriften und Vorsor- geausgleich sowie eine Vereinbarung betreffend vorsorgliche Abänderung der Be- treuungsregelung und Anordnung einer KET-Beratung.”
In einem veröffentlichten Entscheid wurde festgestellt, dass das Schutzgericht Art. 299 Abs. 3 ZPO verletzt hat, indem es den Antrag eines urteilsfähigen Kindes auf Bestellung einer Vertretung ablehnte; der Fall betraf unter anderem ein 11‑jähriges, als urteilsfähig beurteiltes Kind.
“Plus récemment, la thérapeute de l'Office médico-pédagogique en charge de son suivi, avait indiqué que la mineure était capable de nommer clairement ses envies, ses craintes et son ressenti. Elle considérait que la jeune fille était "en totale capacité de discernement" et pouvait exprimer librement ses besoins, ce qu'elle souhaitait pour son avenir et comment elle envisageait les relations tant avec sa mère que son père. La recourante estimait ainsi, en se fondant sur ces deux avis, que, âgée de 11 ans, elle était capable de discernement et qu'elle pouvait ainsi requérir la nomination d'un curateur de représentation; elle n'avait jamais pu faire entendre sa voix "directement au Tribunal" dans le cadre des procédures en modification du droit de visite sollicitée par sa mère et il était important pour elle de le faire "dans le litige qui oppose ses parents", dès lors qu'elle ne voulait pas qu'on lui impose des décisions sans avoir pu y participer. Suite au refus de désigner Me H______, elle avait consulté le conseil signataire du recours et sollicité du Tribunal de protection qu'il soit nommé curateur de représentation. Le Tribunal de protection avait ainsi violé l'art. 299 al. 3 CPC en refusant la curatelle de représentation qu'elle avait sollicitée. Elle a produit une procuration en faveur de Me B______, portant son nom et une signature : [A______]. b) Le Tribunal de protection n'a pas fait usage des facultés prévues à l'art. 450d CC. c) C______ s'est ralliée aux conclusions prises par la mineure. Elle relevait qu'il était nécessaire que celle-ci bénéficie d'un curateur de représentation afin qu'elle puisse s'exprimer librement, hors la présence de son père et de sa mère. Elle était en âge de le faire et il était important que ce qu'elle dise soit entendu et explicité par le biais d'un avocat. d) E______ ne s'est pas prononcé sur le recours formé. EN DROIT 1. 1.1.1 Les dispositions de la procédure devant l'autorité de protection de l'adulte sont applicables par analogie pour les mesures de protection de l'enfant (art. 314 al. 1 CC). Les décisions de l'autorité de protection peuvent faire l'objet d'un recours auprès de la Chambre de surveillance de la Cour de justice (art.”
Die gerichtlich angeordnete Kindesvertretung hat ihre Aufgabe in völliger Unabhängigkeit zu erfüllen und darf nicht von den Eltern oder der Kindesschutzbehörde beeinflusst werden.
“314abis ZGB N 30) ein Bild von der konkreten Situation der Kinder in örtlicher, häuslicher und schulischer Hinsicht wie auch in Bezug auf die Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie zwischen Geschwistern zu machen und der Behörde zur Kenntnis zu bringen. Dabei gilt es insbesondere auch den sorgfältig abgeklärten Willen der Kinder (vgl. BGer 5A_ 403/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 4.1.3; Cottier, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], KUKO ZGB, 2. Auflage, Basel. 2018, Art. 314abis N 11) beziehungsweise deren Optik in das Verfahren einzubringen, ohne bloss deren Sprachrohr zu sein (Schweighauser, a.a.O., Art. 300 ZPO N 3 ff.; dazu Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 17 f.). Die eingesetzte Vertretung hat ihre Aufgabe «in völliger Unabhängigkeit» (Schweighauser, a.a.O., Art. 299 ZPO N 46; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 299 N 30) und unbeeinflusst von den Eltern und der Kindesschutzbehörde zu erfüllen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 37; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 13). Im Ergebnis kommt ihr eine Vertretungs-, Kontroll-, und Übersetzungs- sowie auch Vermittlungsfunktion zu, wobei letztere eine entsprechende Akzeptanz der Familie voraussetzt (Schweighauser, a.a.O., Art. 300 ZPO N 23 ff.; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 300 N 10 ff.). Zum Auftrag gehört dabei auch die Begleitung des Kindes und ein Wächteramt bezüglich der getroffenen Anordnungen und Vereinbarungen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 31 f.). Tätigkeiten, die nicht in diesen Aufgabenbereich der Kindesvertretung fallen oder zur Aufgabenerfüllung nicht erforderlich sind, müssen nicht entschädigt werden (BGE 142 III 153 E.3.3, 5 und 6.2; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 28).”
Das urteilsfähige Kind ist im Verfahren nicht Partei; das Gericht hat im Rahmen von Art. 299 Abs. 3 ZPO die Pflicht, eine vom urteilsfähigen Kind beantragte Vertretung anzuordnen. Eine weitergehende prozessuale Parteistellung oder zusätzliche Eingriffsrechte des Kindes bestehen nicht ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage.
“Das Kind selber ist im Eheschutzverfahren seiner Eltern nach der eindeutigen Rechtsprechung des Bundesgerichts in materieller Hinsicht nicht Partei. Eine Möglichkeit trotzdem (wie eine Partei) in den Prozess einzugreifen, müsste somit gesetzlich vorgesehen sein, wie dies bei einer verweigerten Anhörung (Art. 298 Abs. 3 ZPO) und der verweigerten Beiordnung einer vom urteilsfähigen Kind beantragten Kindsvertretung (Art. 299 Abs. 3 ZPO) der Fall ist. Weil eine entsprechende gesetzliche Regelung fehlt, ist eine solche Berechtigung zu verneinen.”
Ein urteilsfähiges Kind kann die Nichtanordnung einer gerichtlichen Kindsvertretung nach Art. 299 Abs. 3 ZPO selbständig mit Beschwerde anfechten. Die Praxis erkennt hierfür die Fähigkeit des urteilsfähigen (capable of discernment) Kindes an; die Beschwerdemöglichkeit besteht sowohl in kantonalen Verfahren als auch gegebenenfalls bis zum Bundesgericht.
“3, le Tribunal fédéral a néanmoins laissé ouverte la question de savoir si l’attribution de la garde de l’enfant touche ce dernier dans ses droits de la personnalité). La capacité d’exercer des droits strictement personnels comprend la capacité d’ester en justice pour faire valoir ces droits (Meier, Droit des personnes, Personnes physiques et morales, art. 11-89a CC, 2e éd., Genève/Zurich/Bâle 2021, n. 177, p. 117). Un mineur capable de discernement peut dès lors former recours seul, à savoir de manière autonome, pour autant qu’il s’agisse de l’enfant concerné par la décision ou la procédure en question (Droese, Basler Kommentar, op. cit., nn. 27 et 29 ad art. 450 CC, p. 2819). La capacité de discernement suffit dans tous les cas où la loi n’assortit pas la capacité de recourir à une autre condition préalable ; cela s’applique notamment à la décision refusant d’entendre l’enfant, que celui-ci peut attaquer s’il est capable de discernement conformément à l’art. 314a al. 3 CC (Droese, ibidem) ou lorsqu’en application de l’art. 299 al. 3 CPC, le mineur capable de discernement fait valoir son droit à la désignation d’un représentant procédural, que ce soit en instance cantonale ou, sur recours, au Tribunal fédéral (TF 5A_769/2019 du 18 mars 2020 consid. 2.3 rendu dans le cadre de l’art. 314abis CC ; 5A_123/2020 précité consid. 1.1). Dans un arrêt plus récent, 5A_796/2019 du 18 mars 2020, le Tribunal fédéral a toutefois considéré, s’agissant d’un mineur de 15 ans, que celui-ci n’avait pas la capacité d’ester en justice (« Prozessfähigkeit ») sur la question de la réglementation des relations personnelles avec son père au motif que l’enfant n’est pas maître de la fixation du droit de visite. La capacité d’ester en justice lui était en revanche reconnue s’agissant de sa représentation et audition en première instance, selon l’art. 314abis CC. Cet arrêt est critiqué par la doctrine, notamment par Philippe Meier, qui relève que le fait que l’enfant ne puisse pas décider seul de la réglementation du droit de visite n’exclut pas qu’il exerce un droit de la personnalité en cherchant à obtenir une réglementation qui le satisfasse ou qu’il estime conforme à ses intérêts.”
“296 ZPO) in familienrechtlichen Angelegenheiten eine besondere Verantwortung übertragen. Es hat die Rechte des Kindes stets von Amtes wegen in seine Entscheidung einzubeziehen. Weil das Gericht das Kindeswohl aber nicht immer ausschliesslich gestützt auf eigene Wahrnehmungen formulieren, gewichten und umsetzen kann und weil sich die einschlägigen Lebensverhältnisse nur dann zuverlässig feststellen lassen, wenn die Beteiligten – insbesondere die Eltern – aktiv an deren Abklärung mitwirken (was in gewissen Konstellationen nicht ohne Einschränkungen zu erwarten ist), müssen die relevanten Verhältnisse in bestimmten Fällen von einer Drittperson abgeklärt und zuhanden des Gerichts beschrieben werden können; deshalb wurde die Möglichkeit einer gerichtlich angeordneten Kindsvertretung geschaffen (Art. 299 f. ZPO; Zogg, a.a.O., S. 436 f.). Beantragt das urteilsfähige Kind eine Vertretung, ist diese anzuordnen (dazu bereits E. 5 oben). Eine Nichtanordnung kann es selbständig mit Beschwerde anfechten (Art. 299 Abs. 3 ZPO).”
“La recourante a échoué à démontrer en quoi la motivation de l’arrêt attaqué violerait la Constitution ou l’un de ses droits fondamentaux, de sorte que sa critique a été déclarée irrecevable. Le Tribunal fédéral a toutefois précisé que l’issue de son arrêt ne préjugeait pas du sort à réserver à une nouvelle requête qui aurait été déposée dans le cadre de la procédure de divorce. En droit : 1. 1.1 Le recours est dirigé par A.Y.________ contre la décision du premier juge refusant de lui désigner un curateur de représentation au sens de l’art. 299 CPC. Une telle décision constitue une ordonnance d'instruction (Jeandin, CPC commenté, Bâle 2011, n. 15 ad art. 299 CPC). Le mineur capable de discernement ne peut agir qu’avec le consentement de son représentant légal (art. 19 al. 1 CC) ; il peut toutefois agir lui-même (le cas échéant avec un représentant de son choix : ATF 120 Ia 369 ; TF 5A_123/2020 du 7 octobre 2020 consid. 1.1) pour l’exercice de ses droits strictement personnels (art. 19c al. 1 CC), ce qui est le cas lorsqu’en application de l’art. 299 al. 3 CPC, il fait valoir son droit à la désignation d’un représentant procédural, que ce soit en instance cantonale ou, sur recours, au Tribunal fédéral (TF 5A_769/2019 du 18 mars 2020 consid. 2.3 rendu dans le cadre de l’art. 314a bis CC ; TF 5A_123/2020 précité consid. 1.1). Le recours doit être interjeté dans un délai de dix jours (art. 321 al. 2 CPC) devant la Chambre des recours civile (art. 73 al. 1 LOJV [loi vaudoise d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 1.2 Au vu de ce qui précède, Me Christophe Borel a la capacité d’agir au nom et pour le compte de l’enfant A.Y.________. Pour le surplus, le recours, déposé en temps utile par une partie qui dispose d’un intérêt digne de protection, est recevable. 2. 2.1 Le recours est recevable pour violation du droit (art. 320 let. a CPC) et constatation manifestement inexacte des faits (art. 320 let. b CPC). L’autorité de recours dispose d’un plein pouvoir d’examen s’agissant de la violation du droit (Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd.”
“L'enfant, comme partie à la procédure, a ainsi toujours la qualité pour recourir (art. 450 al. 2 ch. 1 CC). Il n'est pas seulement objet de la procédure, mais directement partie à celle-ci et doit en conséquence également pouvoir y prendre part, cas échéant par le biais d'une représentation légale ou volontaire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_618/2016 du 26 juin 2017 consid. 1.2). En l'espèce, la qualité pour recourir de l'enfant, par le biais d'un représentant volontaire, contre la décision rendue par le Tribunal de protection le 4 juin 2020 refusant de lui nommer un curateur de représentation dans la procédure le concernant, doit être admise. 1.1.4 Le recours, déposé dans la forme et le délai utiles par une personne ayant qualité pour recourir est ainsi recevable. 1.2. Compte tenu de la matière, soumise aux maximes inquisitoire et d'office illimitée, la cognition de la Chambre de surveillance est complète. Elle n'est pas liée par les conclusions des parties (art. 446 CC). 2. La mineure se plaint d'une violation de l'art. 299 al. 3 CPC. 2.1.1 Aux termes de l'art. 314a bis CC, l'autorité de protection de l'enfant ordonne, si nécessaire, la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté en matière d'assistance et dans le domaine juridique (al. 1). Elle examine si elle doit instituer une curatelle, en particulier, lorsque les personnes concernées déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou sur des questions importantes concernant les relations personnelles avec l'enfant (al. 2 ch. 2). Cette disposition correspond à l'art. 299 CPC applicable dans les procédures de droit matrimonial. Les deux normes imposent à l'autorité, respectivement au tribunal, d'examiner d'office si un curateur doit être institué, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale (art. 314a bis al. 2 ch. 2 CC; art. 299 al.2 let. a CPC) ou lorsque la procédure porte sur le placement de l'enfant (art. 314abis al. 2 ch.”
Eine anfängliche Ablehnung der bezeichneten Person begründet nicht automatisch einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil. Es gehört zu den Aufgaben der Kindesvertretung, Kontakt zum Kind zu pflegen und Vertrauen aufzubauen; eine anfängliche Ablehnung kann daher überwunden werden. Führt der Widerstand des Kindes jedoch dazu, dass die Kindesinteressen im Verfahren nicht wirksam vertreten werden, kann dies mit der Anfechtung des Endentscheids gerügt werden. Eine blosse Verlängerung des Verfahrens oder erhöhte Prozesskosten stellen keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dar.
“Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Missachtung des Kindeswillens bei der Wahl der Person der Kindesvertreterin widerspreche Sinn und Zweck des Mandats. Die Voraussetzungen für die Vertrauensbildung seien so von vornherein nicht gegeben. Es drohe ganz offenkundig ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil, wenn die grundlegenden Voraussetzungen der Mandatsführung nicht vorliegen. Sie führt jedoch nicht aus, inwiefern der geltend gemachte Nachteil nicht leicht wiedergutzumachend sein soll. Soweit die Beschwerdeführerin impli- ziert, die Kindesvertretung sei aufgrund des fehlenden Vertrauensverhältnis zum Scheitern verurteilt, begründet dies keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil. Zunächst ist es nicht ungewöhnlich, dass bei Mandatsbeginn noch kein Vertrauensverhältnis besteht. So gehört es gerade zu den Aufgaben der Kindes- vertretung, den Kontakt zum Kind zu pflegen und Vertrauen aufzubauen (Mi- chel/Steck, a.a.O., N 20 zu Art. 299 ZPO). Eine anfängliche Ablehnung kann mög- licherweise überwunden und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, der geltend ge- machte Nachteil mithin faktisch wiedergutgemacht werden. Sollte der Widerstand des Kindes gegen die Person der Kindesvertreterin jedoch dazu führen, dass die Kindesinteressen im Verfahren nicht wirksam vertreten werden, kann dies mit der Anfechtung des Endentscheids gerügt werden. Wird der Endentscheid aufgeho- ben und eine andere Kindesvertretung eingesetzt, so sind diejenigen Teile des Prozesses, welche Kinderbelange im Kompetenzbereich der Kindesvertretung betreffen, zu wiederholen. Ist aber eine Wiederholung möglich, so erleiden die El- tern jedenfalls keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil während des Verfahrens. Die blosse Verlängerung des Verfahrens oder die Erhöhung der Pro- zesskosten stellen keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dar, was vorliegend ohnehin nicht geltend gemacht wurde (KGer GR ZK1 22 64 v.”
“Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Missachtung des Kindeswillens bei der Wahl der Person der Kindesvertreterin widerspreche Sinn und Zweck des Mandats. Die Voraussetzungen für die Vertrauensbildung seien so von vornherein nicht gegeben. Es drohe ganz offenkundig ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil, wenn die grundlegenden Voraussetzungen der Mandatsführung nicht vorliegen. Sie führt jedoch nicht aus, inwiefern der geltend gemachte Nachteil nicht leicht wiedergutzumachend sein soll. Soweit die Beschwerdeführerin impli- ziert, die Kindesvertretung sei aufgrund des fehlenden Vertrauensverhältnis zum Scheitern verurteilt, begründet dies keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil. Zunächst ist es nicht ungewöhnlich, dass bei Mandatsbeginn noch kein Vertrauensverhältnis besteht. So gehört es gerade zu den Aufgaben der Kindes- vertretung, den Kontakt zum Kind zu pflegen und Vertrauen aufzubauen (Mi- chel/Steck, a.a.O., N 20 zu Art. 299 ZPO). Eine anfängliche Ablehnung kann mög- licherweise überwunden und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, der geltend ge- machte Nachteil mithin faktisch wiedergutgemacht werden. Sollte der Widerstand des Kindes gegen die Person der Kindesvertreterin jedoch dazu führen, dass die Kindesinteressen im Verfahren nicht wirksam vertreten werden, kann dies mit der Anfechtung des Endentscheids gerügt werden. Wird der Endentscheid aufgeho- ben und eine andere Kindesvertretung eingesetzt, so sind diejenigen Teile des Prozesses, welche Kinderbelange im Kompetenzbereich der Kindesvertretung betreffen, zu wiederholen. Ist aber eine Wiederholung möglich, so erleiden die El- tern jedenfalls keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil während des Verfahrens. Die blosse Verlängerung des Verfahrens oder die Erhöhung der Pro- zesskosten stellen keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dar, was vorliegend ohnehin nicht geltend gemacht wurde (KGer GR ZK1 22 64 v.”
Das Bundesgericht hat in Zusammenhang mit Kindesanhörungen Kindern ab ca. 11–13 Jahren Urteilsfähigkeit zugestanden; dies wird in der Lehre auch auf das Antragsrecht des Kindes nach Art. 299 Abs. 3 ZPO übertragen. Ob Urteilsfähigkeit vorliegt, ist jedoch im Einzelfall zu prüfen.
“Der Mutter schadet deshalb nicht, dass sie im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren nicht eigenständig Beschwerde erhoben hat, sondern sich erst in einer Stellung- nahme der Beschwerde der Tochter angeschlossen hat. 2.2 B._____ ist mit heute gut 13 ½ Jahren minderjährig, weshalb ihre Rechte grundsätzlich durch ihre Eltern als gesetzliche Vertreter wahrgenommen werden (Art. 304 ZGB). Auch soweit sie in der Sache als urteilsfähig erscheint, bedarf es für die Rechtswirksamkeit ihrer Handlungen der Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter, es sei denn es handle sich um unentgeltliche Vorteile, Angelegenheiten des täglichen Lebens oder höchst persönliche Rechte (BSK ZGB I, 6. A.,: F ANK- HAUSER zu Art. 19, N 7 f. und SCHWENZER/COTTIER zu Art. 304/305 N 3 f.). Ob die Urteilsfähigkeit gegeben ist, ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Das Bundesgericht hat z.B. im Zusammenhang mit der Kindesanhörung Kindern ab 11-13 Jahren durchaus Urteilsfähigkeit attestiert (BGE 131 III 553 ff.), was auch mit Bezug auf das Antragsrecht des Kindes im Sinne von Art. 299 Abs. 3 ZPO vertreten wird (vgl. dazu S CHWEIGHAUSER in: FamKomm Scheidung, Band II, 2. A., N 22). Glei- ches muss auch bei der vorliegend in Frage stehenden Anordnung einer sozial- pädagogischen Familienbegleitung gelten. Auch die Kindesverfahrensvertreterin hält B._____ für die zu entscheidende Frage für urteilsfähig (act. 19 S. 2). 2.3 Vorliegend wandten sich B._____ wie auch ihre Mutter mit ihren Schreiben in- nert der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen mit demselben Anliegen an den Bezirks- rat, welche dieser der Kammer weiterleitete. Die Frist hat als eingehalten zu gel- ten, weil nach der bundesgerichtlichen Praxis ein bei der Vorinstanz anstatt bei der Rechtsmittelinstanz erhobenes Rechtsmittel den Rechtsmittelklägerinnen - 7 - nicht schadet (BGE 140 III 636 E. 2 - 4). Der Umstand, dass auch die Mutter das- selbe Anliegen vertritt wie B._____, kann sodann als Genehmigung deren Han- delns betrachtet werden. Der Vollständigkeit halber ist in diesem Zusammenhang bezüglich der erstin- stanzlichen Beschwerde festzuhalten, dass sich den Akten nicht entnehmen lässt, wann der Mutter wie auch der Tochter der Entscheid der KESB vom 1.”
“A.,: F ANK- HAUSER zu Art. 19, N 7 f. und SCHWENZER/COTTIER zu Art. 304/305 N 3 f.). Ob die Urteilsfähigkeit gegeben ist, ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Das Bundesgericht hat z.B. im Zusammenhang mit der Kindesanhörung Kindern ab 11-13 Jahren durchaus Urteilsfähigkeit attestiert (BGE 131 III 553 ff.), was auch mit Bezug auf das Antragsrecht des Kindes im Sinne von Art. 299 Abs. 3 ZPO vertreten wird (vgl. dazu S CHWEIGHAUSER in: FamKomm Scheidung, Band II,”
In den vorliegenden Entscheiden wurde auf ein Gesuch des urteilsfähigen Kindes hin eine Vertretung (Curator/Curatelle de représentation) nach Art. 299 Abs. 3 ZPO angeordnet bzw. die Sache zur Bestellung eines solchen Curators zurückgewiesen.
“A la suite d’une requête de mesures provisionnelles du 8 janvier 2021 déposée par l’appelant, les parties ont conclu une convention, ratifiée par la présidente pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles, prévoyant un élargissement du droit de visite de l’appelant sur ses filles à un week-end sur deux, les passages d’effectuant toujours par le Point Rencontre. 10. Une audience d’instruction de la cause en divorce a été tenue le 14 octobre 2021. A cette occasion, Y.________ a été entendue. Elle a indiqué que l’enfant M.________ continuait d’émettre le souhait de retourner vivre à [...] 11. Par arrêt du 22 septembre 2021, notifié à la présidente le 19 novembre 2021, la Chambre des recours civile a admis le recours de l’enfant M.________, a annulé le prononcé du 21 janvier 2020 et a renvoyé la cause à la présidente pour que celle-ci désigne un curateur de représentation au sens de l’art. 299 al. 3 CPC à l’enfant. A la suite de cet arrêt, la présidente a instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 al. 3 CPC en faveur de l’enfant M.________ et a désigné Me Christophe Borel comme curateur de représentation. 12. Par requête de mesures provisionnelles du 24 novembre 2021, l’appelant a conclu, sous suite de frais et dépens, à une modification de son droit de visite en ce sens qu’il puisse avoir ses filles auprès de lui un week-end sur deux et durant la moitié des vacances scolaires. Les parties ont conclu, à l’audience de mesures provisionnelles du 11 février 2022, une convention, ratifiée par la présidente pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles, régissant la répartition des enfants pour les vacances scolaires. 13. L’audience de plaidoiries finales a été tenue le 24 mars 2022 en présence des parties et de leur conseil respectif, ainsi que des curateurs des enfants, soit Y.________, curatrice à forme de l’art. 308 al. 1 CC, Me W.________, curatrice de surveillance des relations personnelles à forme de l’art. 308 al. 2 CC et Me Christophe Borel, curateur de représentation de l’enfant M.”
“Le Tribunal fédéral, dans son arrêt 5A_123/2020 du 7 octobre 2020, a également précisé que l’issue du recours traité dans le cadre de la procédure de mesures provisionnelles ne préjugeait pas du sort à réserver à une nouvelle requête déposée dans le cadre de la procédure de divorce. Dans ces conditions, c’est à tort que la présidente a déclaré irrecevable la requête du 18 janvier 2020 au motif que son objet avait d’ores et déjà été tranché. En l’espèce, l’enfant A.Y.________ était âgée de quatorze ans au moment du dépôt de sa requête et de quinze ans aujourd’hui. Elle a notamment été entendue dans le cadre de l’instruction menée par la présidente. Elle a en outre de son propre chef pris contact avec deux avocats, soit Me W.________, puis Me Christophe Borel, afin de solliciter la désignation d’un curateur de représentation, dans l’optique de formuler des propositions dans la procédure de divorce qui divise ses parents, en particulier s’agissant de la question de l’attribution de la garde. Ainsi, il y a lieu de constater que A.Y.________ est capable de discernement. L’art. 299 al. 3 CPC prévoit un droit absolu à la désignation d’un curateur lorsque l’enfant capable de discernement en fait la demande. Il s’agit d’un cas de représentation impératif, qui ne dépend pas de l’appréciation du juge. Il importe ainsi peu de savoir si la recourante a pu relayer ses souhaits par l’intermédiaire de la DGEJ ou de ses curatrices – dont les tâches ne comprennent pas la représentation en justice – ou à quel stade de la procédure de divorce l’on se trouve. Partant, la requête formée par A.Y.________ doit être admise et la cause renvoyée à la présidente pour examen du représentant adéquat, étant précisé que le choix de la personne à désigner doit être fait au regard des intérêts de l’enfant selon son bien objectif, la représentation ne devant être confiée qu’exceptionnellement à des avocats, mais plutôt à des travailleurs sociaux ou des éducateurs (ATF 142 III 153 consid. 5.2.2). 4. 4.1 Pour ces motifs, le recours doit être admis, la décision annulée et la cause renvoyée à la présidente pour qu’elle procède dans le sens des considérants.”
Die Vertretung kann vorsorglich angeordnet werden. So wurde sie beispielsweise vor einem Wohnsitzwechsel angeordnet (vgl. Fall LC220009) und im Zusammenhang mit vorsorglichen Schutz- bzw. Unterbringungsmassnahmen, wenn das Kindeswohl gefährdet erscheint (vgl. HC/2023/549; HC/2022/298). Ebenso wurde ein Vertreter bestellt, wenn eine direkte Anhörung der im Ausland lebenden Kinder nicht möglich war (vgl. 101 2020 460). Die Vertretung kann sich zudem auf Verfahren zur Vollstreckung vorsorglicher Massnahmen erstrecken (vgl. ZK1 21 141).
“Mit Eingabe vom 19. Dezember 2019 reichte die Klägerin die Scheidungs- klage bei der Vorinstanz ein (Urk. 1). Mit Verfügung vom 3. Juli 2020 wurde für C._____ eine Vertretung im Sinne von Art. 299 ZPO (beschränkt auf die Kinderbe- lange ohne Unterhalt) angeordnet (Urk. 37). Mit Urteil vom 10. Februar 2022 sprach die Vorinstanz zwischen den Parteien die Scheidung aus und regelte die Nebenfol- gen (Urk. 90 = Urk. 96). Zu diesem Zeitpunkt wohnten die Parteien in Zürich. Die Vorinstanz erteilte der Klägerin die Zustimmung, den Wohnsitz von C._____ nach D._____ zu verlegen, und teilte die Obhut über die Tochter der Klägerin zu. Zudem - 17 - regelte die Vorinstanz das Besuchsrecht des Beklagten für die Zeit bis zum Umzug und für die Zeit nach dem Umzug von C._____ nach D._____ (Urk. 96 S. 70 ff.).”
“Par ordonnance de mesures provisionnelles du 12 juin 2023, le Président du Tribunal civil de l’arrondissement de la Broye et du Nord vaudois (ci-après : le président ou le premier juge) a ordonné le placement en foyer de l’enfant U.________ et a dit que celui-ci visait à terme le placement de l’enfant auprès de sa mère (I), a chargé J.________ du Service des curatelles et tutelles professionnelles (ci-après : le SCTP), titulaire d’un mandat de placement et de garde au sens de l’art. 310 CC (Code civil suisse du 10 décembre 1907 ; RS 210), de la mise en œuvre du placement (II), a dit qu’à défaut pour l’enfant U.________ de se rendre volontairement sur son lieu de placement, le SCTP était autorisé à procéder à l’exécution forcée de l’ordonnance, en requérant au besoin le concours des agents de la force publique (III), a dit que le droit de visite de l’appelant sur les enfants U.________ et M.________ s’exercerait de manière médiatisée par l’intermédiaire d’Espace Contact, de l’Association Le Châtelard, selon les modalités et conformément au règlement de cette institution (IV), a institué une mesure de curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) en faveur des enfants U.________ et M.________ (V), a désigné l’avocate Stéphanie Cacciatore en qualité de curatrice des deux filles, avec mission de les représenter dans le cadre de la procédure opposant leurs parents (VI), a rejeté toute autre ou plus ample conclusion (VII), a dit que les frais judiciaires et les dépens suivaient le sort de la cause au fond (VIII) et a déclaré l’ordonnance immédiatement exécutoire, nonobstant appel (IX). En droit, le président a considéré que la situation actuelle mettait en péril le bon développement de l’enfant U.________ et justifiait que celle-ci intègre de façon transitoire un foyer, avant d’être placée à terme chez sa mère. Il a indiqué à cet égard qu’il n’y avait pas de raison de s’écarter de l’avis des professionnels, soit de la Dre D.________ et de J.________, qui préconisaient toutes deux un placement hors domicile paternel afin de protéger cette enfant de la forte instrumentalisation du père, lequel empêchait sa fille d’avoir un libre accès à sa mère.”
“Par ordonnance de mesures provisionnelles du 20 janvier 2022, adressée pour notification aux parties le même jour, le Président du Tribunal civil de l’arrondissement de la Broye et du Nord vaudois (ci-après : le président ou l’autorité précédente) a rappelé la convention signée par A.T.________ et B.T.________ à l’audience du 14 décembre 2021, convention ratifiée séance tenante pour valoir ordonnance partielle de mesures provisionnelles, laquelle prévoyait que les parties convenaient d’étendre l’enquête en limitation de l’autorité parentale ouverte le 5 novembre 2021 par la Justice de paix à l’enfant C.T.________ et de désigner un curateur de représentation, au sens de l’art. 299 CPC, en faveur de C.T.________, Me Tiphanie Chappuis, subsidiairement Me Sophie Beroud, étant pressenties (I), a dit que le droit de visite de A.T.________ sur sa fille C.T.________ s’exercerait par l’intermédiaire de Point Rencontre, deux fois par mois, pour une durée maximale de deux heures, à l’intérieur des locaux exclusivement, en fonction du calendrier d’ouverture et conformément au règlement et aux principes de fonctionnement de Point Rencontre, qui sont obligatoires pour les deux parents (II), a institué une curatelle de représentation, au sens de l’art. 299 CPC, en faveur de C.T.________ et désigné Me Tiphanie Chappuis en qualité de curatrice, avec pour mission de représenter l’enfant dans le cadre de la procédure en divorce (III), a dit que la décision sur les frais judiciaires et les dépens était renvoyée à la décision finale (IV), a rejeté toutes autres ou plus amples conclusions (V) et a déclaré l’ordonnance immédiatement exécutoire, nonobstant appel (VI). En droit, l’autorité précédente a estimé que, au stade de la vraisemblance, les faits ressortant du rapport établi le 11 décembre 2021 par la Dre Q.________, à savoir ceux relatifs à une suspicion d’abus sexuels par l’appelant sur sa fille C.T.________, ne sauraient être écartés, même si l’intimée n’a pas déposé de plainte pénale à l’encontre de son mari pour les faits qui lui sont reprochés. Le président a retenu que le comportement de l’appelant, tel qu’allégué par l’intimée et exposé dans le rapport ci-dessus, s’il était avéré et devait se reproduire, mettrait en danger le développement de C.”
“Selon la jurisprudence citant le Message du 15 novembre 1995 concernant la révision du code civil suisse notamment s’agissant du droit de la filiation (FF 1996 I 144), un séjour prolongé à l’étranger est un motif pour renoncer à cette audition (ATF 131 III 553 consid. 1.3.1). En l’espèce, le sort d’enfants vivant en Algérie doit être tranché par les juges suisses. La Cour ne peut toutefois procéder directement à leur audition, même par vidéoconférence, cette démarche consistant en un acte d’instruction effectué sur le territoire algérien hors commission rogatoire. Par ailleurs, les conditions de cette audition ne pourraient être vérifiées. Quant à la demande de la mère de faire revenir les enfants en Suisse pour qu’ils soient entendus, elle est illusoire. A.________ a été condamné pour enlèvement d’enfant. Il ne s’est pas présenté personnellement lors de la procédure civile de première instance et les enfants n’ont alors pas pu être entendus. Il est manifeste qu’il n’enverra pas ses enfants en Suisse pour une audition, conscient que la mère, sans aucun doute, s’opposera alors à leur retour en Algérie. Face à cette situation, la Cour a en définitive décidé de nommer un curateur de représentation à C.________ et D.________ (art. 299 CPC), qui a tâché de la renseigner au mieux sur la situation des enfants. Cela étant, la Cour statuera sans débats et sans administration supplémentaire de moyens de preuve (art. 316 al. 1 CPC), les parties n’en sollicitant pas. 3. Selon l'art. 15 al. 1 de la Convention concernant la compétence, la loi applicable, la reconnaissance, l'exécution et la coopération en matière de responsabilité parentale et de mesures de protection des enfants, conclue à La Haye le 19 octobre 1996 (CLaH96 ; RS 0.211.231.011), applicable de par l’art. 85 al. 1 LDIP, les autorités appliquent leur loi dans l'exercice de la compétence qui leur est attribuée par les dispositions de cette convention, de sorte que le droit suisse est applicable en l'espèce s'agissant de la garde, de l'autorité parentale et des relations personnelles des enfants, la compétence des autorités suisses étant donnée (cf. supra consid. 1.2 et arrêt TF 5A_331/2015 du 20 janvier 2016 consid. 2.2 non publié in ATF 142 III 56). 4. 4.1. L'art. 134 al.”
“festgesetzt werden, gehören auch die Kosten der Kindesvertretung (Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO). So wurde Rechtsanwältin Däppen mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 1. Dezember 2020 nicht nur im Berufungsverfahren ZK1 19 176, sondern auch im Massnahmeverfahren ZK1 20 15 als Kindesvertreterin nach Art. 299 ZPO eingesetzt (act. D.14 [ZK1 20 15]). Die Kindesvertretung erstreckt sich auf das vorliegende Verfahren, dessen Gegenstand die Vollstreckung der fraglichen vorsorglichen Massnahmen ist. Da- von ging in seiner Eingabe vom 20. September 2021 im Übrigen auch der Ge- suchsteller selbst noch aus (act. A.1 Ziff. II.3). In ihrer Kostennote vom”
Das Gericht kann, soweit dies zur Wahrung der Interessen des Kindes notwendig ist, dessen Vertretung anordnen und als Beistand bzw. Beiständin eine sachkundige Person in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen ernennen. Die Anordnung erfolgt im Einzelfall (z. B. bei divergierenden Anträgen der Eltern) und kann konkret durch Nennung einer Person getroffen werden. Vor einer solchen Anordnung sind die beteiligten Eltern anzuhören.
“L'essentiel est que la décision indique clairement les faits qui sont établis et les déductions juridiques qui sont tirées de l'état de fait déterminant (ATF 142 II 154 consid. 4.2; 135 II 145 consid. 8.2). En revanche, l'autorité se rend coupable d'un déni de justice formel si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 142 III 433 consid 4.3 et les références citées). La violation du droit d'être entendu entraîne l'annulation de la décision attaquée, indépendamment des chances de succès du recours sur le fond (ATF 137 I 195 précité consid. 2.2; 135 I 279 consid. 2.6.1); celle-ci peut toutefois, à titre exceptionnel, être réparée, pour autant qu'elle ne soit pas particulièrement grave et que la partie concernée ait la possibilité de s'exprimer devant une autorité de seconde instance disposant d'un pouvoir de cognition complet en fait et en droit (ATF 137 I 195 précité consid. 2.3.2; 136 V 117 consid. 4.2.2.2; 133 I 201 consid. 2.2). 2.1.2 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité tutélaire ou l'un des parents le requièrent (let. b). Une représentation de l'enfant ne doit intervenir que si elle s'avère nécessaire à la sauvegarde des intérêts de ce dernier (Jeandin, op. cit, n. 4, 5 et 10 ad art. 299 CPC). Comme la représentation de l'enfant représente une charge financière pour les parents et limite également leur pouvoir de représentation en tant que représentant légal dans la procédure, ils ont le droit d'être entendu avant qu'une telle décision ne soit rendue (arrêt du Tribunal fédéral 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid.”
“________, pour sa part, soutient que la question de la nomination d’un curateur avait déjà fait l’objet d’une décision de la Cour de céans et que le délai de recours devant le Tribunal fédéral n’était pas échu au moment du dépôt de la requête du 18 janvier 2020, de sorte que la présidente ne pouvait se saisir de la même question, au risque de rendre une décision en contradiction avec celle que le Tribunal fédéral pouvait être amené à prononcer. De plus, aucun élément nouveau ne justifiait de revenir sur la décision de refus, la recourante s’étant contentée de rediscuter l’arrêt rendu le 10 décembre 2019 par la Cour de céans. Elle relève que les souhaits de la recourante ont été entendus, tant par la présidente que par les autres intervenants. Ils ont également été traités dans le cadre du complément d’expertise du 8 décembre 2020. Elle soutient que l’enfant confond son droit d’être entendue avec l’appréciation de ses propos effectuée par la présidente. Elle est d’avis que la nomination d’un curateur de représentation pourrait être refusée lorsque la DGEJ intervient déjà dans la situation et également lorsque la procédure serait sur le point d’être achevée, conditions qui seraient réalisées. 3.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., Bâle 2019, n. 5 ad art. 299 CPC ; Steck, Basler Kommentar, ZPO, 3e éd., Bâle 2017, art. 298 N 1). Si l’enfant capable de discernement requiert lui-même la nomination d'un curateur, le juge doit y donner suite (TF 5A_976/2014 du 30 juillet 2015 consid. 2.5.2.3 ; TF 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.2 ; TF 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.2 ; TF 5A_619/2007 du 25 février 2008 consid. 4.1, publié in FamPra.ch 2008 p. 700 ; TF 5C.210/2000 du 27 octobre 2000 consid. 2b, publié in FamPra.ch 2001 p. 606). L’art. 299 al. 3 CPC prévoit en effet un cas dans lequel le tribunal n’a pas d’autres choix que de désigner un représentant en faveur de l’enfant, peu importe que cette mesure paraisse nécessaire ou non : l’enfant – non partie à la procédure – en fait lui-même la demande, et il est capable de discernement, cette dernière condition devant s’examiner à la lumière de l’art.”
“dès le 1er janvier 2022 et jusqu’aux 10 ans révolus de l’enfant, de 1'400 fr. depuis lors et jusqu’aux 15 ans révolus de l’enfant, de 1'650 fr. dès lors et jusqu’aux 18 ans révolus de l’enfant et de 1'900 fr. au-delà et en cas d’études sérieuses et régulières et à ce que l’appelante soit également astreinte à contribuer à son entretien par le versement d’une pension mensuelle de 4'885 francs. Par réponse du 31 mars 2022, l’appelante a notamment conclu au rejet des conclusions prises par son époux et à l’attribution de la garde exclusive sur les enfants O.________ et I.________, à ce qu’un droit de visite soit fixé en faveur de l’appelant, à ce que celui-ci soit astreint à contribuer à l’entretien de ses enfants par le versement d’une pension mensuelle, pour O.________, de 550 fr. par mois jusqu’au 1er novembre 2022 et de 655 fr. dès le 1er décembre 2022 et, pour I.________, de 510 francs. b) Par ordonnance d’instruction du 12 avril 2022, la présidente a institué une curatelle de représentation, au sens de l’art. 299 al. 1 CPC, en faveur des enfants O.________ et I.________ et a nommé Me Martin Brechbühl en qualité de curateur. c) Par courrier du 11 mai 2022, la présidente a confié à l'UEMS de la DGEJ un mandat d'évaluation portant sur la garde et le droit de visite sur O.________ et I.________, ainsi que sur l'autorisation pour le père de déplacer le lieu de résidence des enfants en Espagne. L’appelante a quitté le logement conjugal pour s’installer provisoirement chez une amie. d) Par courrier du 10 juin 2022, la présidente a informé les parties qu’elle rendrait, avant la réception du rapport d’évaluation de la DGEJ, une décision de mesures protectrices de l’union conjugale, afin de régler au moins provisoirement la situation, et qu’ensuite du dépôt de ladite évaluation, une nouvelle décision de mesures protectrices de l’union conjugale serait rendue, le cas échéant d’office. Par prononcé de mesures protectrices de l’union conjugale du 6 juillet 2022, la présidente a notamment confié la garde des enfants O.”
Das Gericht kann bei der Bestellung der Kindsvertretung den Aufgaben‑ bzw. Vertretungskatalog konkret beschreiben oder ergänzen und die Reichweite der Aufgaben begrenzen.
“113) Berufung mit den eingangs aufgeführten Anträgen (Urk. 120). Gleichzeitig ersuchte er um den Erlass vorsorglicher Massnahmen (Urk. 120 S. 4 f.). Mit Beschluss vom 13. Mai 2022 wurden die Hauptbegehren des Ge- suchsgegners in seinem Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen (Zu- teilung der Obhut / Zuteilung der ehelichen Wohnung / Aufhebung der Gewalt- schutzmassnahmen) abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (Urk. 133 S. 8). Mit Beschluss vom 25. Mai 2022 wurde der Berufung hinsichtlich der Dispo- sitiv-Ziffern 2 und 3 des angefochtenen Entscheids die aufschiebende Wirkung er- tei lt; damit wurden der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Parteien über C._____ und D._____ und die Fremdplatzierung für die Dauer des Beru- fungsverfahrens aufrechterhalten (Urk. 141 S. 8). Zudem wurde der Aufgabenka- talog der Beiständin von C._____ und D._____ ergänzt (Urk. 141 S. 8) und es wurde eine Kindsvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO bestellt (Urk. 141 S. 8). Nach Rücksprache mit den Parteien (Prot. II, S. 7) wurden diese am 13. Juni 2022 zur Vergleichsverhandlung auf den 28. Juli 2022 vorgeladen (Urk. 146). Mit Schreiben vom 14. Juni 2022 wurde um schriftliche Auskunft bei der Beiständin der Kinder zu deren aktuellen Situation ersucht (Urk. 148). Der entsprechende Bericht datiert vom 20. Juli 2022 und wurde den Parteien mit Verfügung vom 25. Juli 2022 zur Kenntnis gebracht (Urk. 151 f.).”
“Le curateur de représentation accompagne l’enfant tout au long du procès, en lui expliquant dans une forme adaptée la procédure et ses effets, en assurant la communication entre l’enfant et les acteurs du procès et en servant d’intermédiaire en rapport avec tous les éléments déterminants pour la mesure à prendre (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.2). Le tribunal a la faculté, lors de la nomination du curateur pour la procédure et dans le cadre de l’instruction du procès, de piloter l’étendue de ses tâches – précisément aussi compte tenu des incidences au niveau des coûts – soit de décrire lesdites tâches, voire de les limiter (ATF 142 III 153 consid. 5.3.1). Le Tribunal fédéral considère que le représentant doit assurer le bien-être objectif – et non subjectif – de l’enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.1, 5.2.2 et 5.2.4, JdT 2017 II 202), ce qui paraît justifié, selon une partie de la doctrine, dans la mesure où l’enfant n’est souvent pas capable de déterminer ce qui est bon pour lui et qu’il peut être influencé par l’un ou l’autre de ses parents (Dietschy-Martenet, Petit commentaire du Code de procédure civile, n. 14 ad art. 299 CPC). 5.1.2 Même s'il n'existe pas de droit de choisir le représentant de l'enfant, les souhaits éventuels - en particulier ceux de l'enfant capable de discernement - doivent être pris en compte dans certaines conditions et une autre personne ne devrait être désignée comme représentant de l'enfant que dans des cas justifiés (Stalder/Van de Graaf, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2021, n. 13 ad art. 299 CPC). Le tribunal devrait ainsi respecter la préférence exprimée par l’enfant capable de discernement quant au choix du curateur (Helle, Commentaire pratique Droit matrimonial: Fond et procédure, 2016, n. 31 ad art. 299 CPC; Michel/Steck Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, n. 14 ad art. 299 CPC, lesquels font une analogie avec l’art. 401 CC relatif au choix du curateur). Les parents devraient également être entendus sur la personne du curateur à désigner (Helle, op. cit., n. 31 ad art. 299 CPC). La capacité de discernement de l'enfant s'apprécie selon un critère relatif (art.”
Das Gericht hat nach Art. 299 Abs. 1 ZPO von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind eine Vertretung beizuordnen ist; die tatsächliche Anordnung steht jedoch im Ermessen des Gerichts und ist nicht automatisch. Eine Kindesvertretung ist im Grundsatz nur dann erforderlich, wenn sie dem Gericht einen effektiven zusätzlichen Erkenntnisgewinn bzw. Entscheidhilfe bei der Beurteilung des Kindeswohls bieten kann.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Diese Norm auferlegt dem Gericht, von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind eine Vertretung zur Seite zu stellen ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge bezüglich der Zuteilung der elterlichen Sorge oder Obhut, wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhaltsbeitrags stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 bis 5 ZPO). Unter Vorbehalt von Art. 299 Abs. 3 ZPO besteht aber selbst in diesem Fall lediglich eine Prüfungspflicht des Gerichts, auch wenn ein Elternteil die Vertretung beantragt. Die Anordnung einer Kindesvertretung ist damit keineswegs zwingend; die Bezeichnung einer Vertretung steht vielmehr im Ermessen des Gerichts (statt vieler Urteil 5A_403/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 4.1.2). Die Einsetzung einer Kindesvertretung erweist sich grundsätzlich nur dann als notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme erfordert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E.”
“Beizufügen bleibt, dass die fehlende Vertretung von A. vor der Vor- instanz nicht zur Folge hat, dass der angefochtene Entscheid bereits aus diesem Grunde aufzuheben wäre. Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO (welcher grundsätzlich Art. 314abis ZGB entspricht) ordnet das Gericht in einem Verfahren von Amtes we- gen die Vertretung des Kindes an, wenn dies nötig erscheint. Dies ist der Fall, wenn das Kind weder in der Lage ist, seine Interessen selbständig wahrzuneh men, noch selber eine Vertretung zu bestellen. In verschiedenen gesetzlich vorge- sehenen Fällen, darunter namentlich dann, wenn die Eltern in Bezug auf wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen, hat das Ge- richt von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind eine Kindesvertretung zur Seite zu stellen ist (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO). Es besteht jedoch lediglich eine Prü- fungspflicht und die Anordnung einer (anwaltlichen) Kindesvertretung ist keines- wegs imperativ, sondern steht vielmehr im Ermessen des Gerichtes. Massgebend sind dabei die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalls, wobei auch zu berücksichtigen ist, wie ausgeprägt die Parteistellung des Kindes im betreffenden Verfahren ist (BGer 5A_403/2018 v.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Die Anordnung einer Kindsver- tretung ist insbesondere dann zu prüfen, wenn – wie vorliegend (vgl. Urk. 5/2 S. 2 und Prot. I S. 5) – die Regelung der Obhut oder wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs strittig ist (vgl. Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Im Lichte der für Kinder- belange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime (Art. 296 ZPO) ist eine Kindsvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten kann bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte - 7 - Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfor- dert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
Wird der für die Vertretung des Kindes vorgesehene Gerichtskostenvorschuss (auch nach einer allfälligen Nachfrist) nicht geleistet, kann das Gericht gemäss der Rechtsprechung auf die Klage nicht eintreten; dadurch entfällt in der Folge auch die praktische Notwendigkeit, eine Vertretung nach Art. 299 ZPO anzuordnen.
“Die für die Vertretung des Kindes anfallenden Kosten gehören zu den Ge- richtskosten (Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO), für welche das Gericht nach Art. 98 ZPO einen Vorschuss verlangen kann. Anders als bei den Kosten für Beweiserhebun- gen (Art. 102 Abs. 3 ZPO) sieht die ZPO keine Ausnahme vor für den Fall, dass der Vorschuss für die Kosten einer allfälligen Kindsvertretung nicht geleistet wird. Vielmehr ist in einem solchen Fall bzw. wenn der Gerichtskostenvorschuss (oder auch nur der auf die Kindsvertretung entfallende Anteil) auch innert einer Nach- frist nicht geleistet wurde, auf die Klage nicht einzutreten (Art. 101 Abs. 3 ZPO), womit aber auch automatisch die Notwendigkeit für eine Vertretung des Kindes nach Art. 299 ZPO entfällt. Entgegen der Ansicht der Klägerin geht ein solches Vorgehen auch nicht mit einer Verletzung der strengen Untersuchungsmaxime gemäss Art. 296 ZPO einher, zumal diese einem Nichteintretensentscheid infolge einer fehlenden Prozessvoraussetzung (Art. 59 Abs. 2 lit. f ZPO) nicht entgegen- steht. Daher ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der Klägerin auch einen Vorschuss für die mutmasslichen Kosten der Kindsvertretung einverlangte unter der Androhung, bei dessen Nichtleistung trete sie auf die Klage nicht ein.”
Die Anordnungspflicht des Gerichts gilt grundsätzlich; hiervon bestehen Ausnahmen in besonderen Fällen. Als solche nennt die Rechtsprechung insbesondere, dass das Kind bereits faktisch durch einen anderen gesetzlichen Vertreter bzw. Beistand (z. B. curateur éducatif [curateur éducatif] oder Tutor) vertreten sein kann oder dass die Instruktion des Verfahrens praktisch abgeschlossen ist.
“________, s’en est remise à justice quant aux conclusions prises par A.Q.________ dans son acte du 28 juin 2021. Par réponse du 19 juillet 2021, B.Q.________ a conclu au rejet de l’appel et de la requête tendant à la désignation de Me Karlen en qualité de curateur de représentation des enfants ou de A.Q.________ seul. Le 19 juillet 2021, N.________ a indiqué que A.Q.________ lui aurait fait part de son insatisfaction par rapport à sa curatrice, sentiment qui serait partagé par le thérapeute de l’enfant. 3. 3.1 A.Q.________ invoque une rupture du lien de confiance entre lui et sa curatrice et renvoie au contenu d’un courrier qu’il a adressé au premier juge le 20 juin 2021. Il estime, compte tenu de sa capacité de discernement, que son souhait, clairement exprimé, devrait être pris en compte. Il fait valoir que Me Karlen est titulaire d’une spécialisation en droit de la famille et vient d’obtenir son CAS en droit des mineurs, si bien qu’il le considère parfaitement en mesure d’assumer la tâche de curateur de représentation. 3.2 Aux termes de l’art. 299 al. 3 CPC, si l'enfant capable de discernement requiert lui-même la nomination d'un curateur, le juge doit y donner suite (TF 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.2, SJ 2013 I 120 ; TF 5A_153/2013 du 24 juillet 2013 consid. 3.1 ; TF 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3, RSPC 2014 p. 213 ; TF 5A_976/2014 du 30 juillet 2015 consid. 2.5.2.3), sauf cas particuliers notamment lorsque l’enfant est déjà représenté de fait par un autre mandataire (curateur éducatif, tuteur) ou lorsque l’instruction de la cause est pratiquement achevée (CREC 10 décembre 2019/339). La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, Commentaire romand du CPC, 2e éd. 2019, n. 5 ad art. 299 CPC). La fonction du curateur ne consiste pas à représenter en premier lieu le point de vue subjectif de l’enfant, bien qu’il lui appartienne de documenter sa volonté subjective.”
Die Bestellung einer Kindsvertretung kann sowohl in erster als auch in zweiter Instanz erfolgen; sie ist sowohl zu Beginn als auch im Verlauf des Verfahrens möglich. Eine nachträgliche Bestellung kommt nach der Lehre in Betracht, insbesondere wenn dem erstinstanzlich unvertretenen Kind kein Verschulden an dem Unterlassen eines früheren Antrags vorzuwerfen ist.
“En revanche, en allant chercher les enfants là où ceux-ci si trouvent (à l’école, par exemple), les risques de rencontre sont réduits, l’appelant pouvant s’arranger directement avec ceux-ci au regard de leurs âges, sans avoir besoin de s’organiser avec l’intimée. Il n’y a dès lors pas lieu de modifier les modalités du droit de visite arrêtées par la présidente. 7.7 Il découle de ce qui précède que tous les griefs de l’appelant relatifs au droit de garde sur les enfants sont infondés et doivent partant être rejetés. L’ordonnance entreprise est ainsi intégralement confirmée sur ce point. 8. 8.1 C’est le lieu d’examiner la requête de l’appelant en désignation d’un curateur de représentation pour H.________ pour la procédure de deuxième instance. L’appelant soutient à cet égard que les souhaits de l’enfant seraient relayés de manière différente entre les deux parents et qu’il apparaissait nécessaire de disposer de la réelle vision de l’enfant transmise par un tiers neutre, « afin de mieux comprendre la situation ». 8.2 Conformément à l’art. 299 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique (al. 1). Le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle, en particulier dans le cas où l’autorité de protection de l’enfant ou le père ou la mère le requièrent (al. 2 let. b). La nomination d’un représentant peut intervenir en première ou en deuxième instance, en début ou en cours de procédure (Patricia Dietschy-Martenet, Petit commentaire, Code de procédure civile, Bâle 2020, n. 11 ad art. 299). Si l'un des parents ne réclame la nomination d'un curateur que devant l'instance supérieure, peu de temps avant que l'arrêt ne soit rendu, ce tribunal ne viole pas le droit fédéral en retenant qu'un nouvel ajournement de l'issue du procès serait préjudiciable à l'enfant et en statuant lui-même sur cette requête dans le cadre de la décision d'attribution de l'autorité parentale (TF 5C.210/2000 du 27 octobre 2000 consid.”
“Nicht einheitlich beantwortet wird in der Lehre die Frage, ob dem Antrag des Kindes auf Einsetzung einer Vertretung auch nach der Eröffnung des erstinstanzlichen Entscheids stattzugeben ist (bejahend Schweighauser, in: FamKomm Scheidung, Band II, 4. Aufl. 2022, N. 30 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, 3. Aufl. 2016 N. 22 zu Art. 299 ZPO; Michel/Steck, in: Basler Kommentar ZPO, a.a.O., N. 37 zu Art. 299 ZPO; ablehnend Josi, Rechtsmittel des urteilsfähigen Kindes gegen Entscheide in eherechtlichen Verfahren auch ohne Vertretung?, FamPra.ch 2012, S. 519 ff., Ziff. IV.6, S. 533 f.). Auch nach der grundsätzlich ablehnenden Haltung von Josi muss es dem erstinstanzlich nicht vertretenen Kind möglich sein, den Entscheid nachträglich in Frage zu stellen, wenn ihm nicht vorzuwerfen ist, dass es während des erstinstanzlichen Verfahrens keine Vertretung beantragt hat. In diesem Fall sei es so zu stellen, wie wenn es vor Beendigung des Verfahrens eine Kindsvertretung beantragt hätte, da ihm aus dem Umstand, dass es im Verfahren zu Unrecht nicht vertreten gewesen sei, kein Rechtsnachteil erwachsen dürfe (Josi, a.a.O., Ziff. V.”
Der Richter verfügt über einen weiten Beurteilungsspielraum; eine Vertretung des Kindes ist nur anzuordnen, wenn sie zur Wahrung seiner Interessen wirklich erforderlich ist. Die Notwendigkeit ist weiter gefasst als frühere Formulierungen und richtet sich auf eine angemessene Berücksichtigung des Kindeswohls. Aussagekräftige, aktuelle Fachberichte (z. B. UEMS, SPMi, Point Rencontre) können dazu führen, dass eine Vertreterbestellung entbehrlich ist. Die Vertretung ist rasch zu implementieren, wenn sie erforderlich ist; ihre Aufgabe besteht in einer unabhängigen, am Wohl des Kindes orientierten Aufbereitung der Verfahrenssachlage.
“299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.1 s.; 5C.210/2000 du 27.10.2000 c. 2b). Dans ces hypothèses, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Une représentation de l'enfant ne doit intervenir que si elle s'avère nécessaire à la sauvegarde des intérêts de ce dernier (Jeandin, in CR CPC, 2019, n. 4, 5 et 10 ad art. 299 CPC). La seule circonstance d'un litige relatif au droit de garde, dont l'intensité n'excède pas celle que la plupart des couples rencontre lors d'une procédure de séparation, ne rend pas arbitraire le refus de l'autorité cantonale de désigner un curateur de représentation, en particulier lorsque l'enfant concerné a été entendu par le Service de protection de la jeunesse qui, tout en reconnaissant l'existence, entre les parents, d'un conflit débordant sur les enfants, n'a pas jugé nécessaire de nommer un curateur (arrêts du Tribunal fédéral 5A_153/2013 du 24 juillet 2013 consid.”
“1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b). Cette disposition pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation: il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire. La notion de nécessité est plus large que celle de "justes motifs" qui prévalait antérieurement. La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (Jeandin, Commentaire romand CPC, 2019, n° 4 ad art. 299 CPC). 5.2 En l'occurrence, les parties ont pris des conclusions divergentes s'agissant de l'autorité parentale et de l'exercice du droit de visite. Toutefois, à ce stade de la procédure, il n'est pas nécessaire de désigner un curateur de représentation de l'enfant, la situation et les intérêts de celui-ci étant suffisamment discernables sur la base des éléments du dossier, en particulier les récents rapports du Point Rencontre du 13 octobre 2023 et du SPMi du 18 octobre 2023. Par ailleurs, s'il est vrai que le conflit parental est très important, les parties ont pu se mettre d'accord en juillet 2023 sur la reprise des relations père-fils et les modalités de celles-ci en milieu surveillé, démontrant une certaine capacité à collaborer dans l'intérêt de leur enfant et un apaisement dudit conflit à cet égard. Le seul fait que l'enfant ne soit actuellement plus suivi sur le plan psychologique ne saurait justifier la mise en place d'une curatelle de représentation à ce stade de la procédure, contrairement à ce que soutient l'intimé.”
“________, ses revenus mensuels et son minimum vital du droit de la famille ont été arrêtés à respectivement 5'409 fr. 50 et 3'125 fr. 10. Enfin, les coûts directs d’E.________ au Brésil ont été estimés à 411 fr. 55 par mois. Sur cette base, le premier juge a considéré que L.________ devait être astreint à contribuer à l’entretien de sa fille – une fois que celle-ci serait au Brésil – par le versement d’une pension de 550 fr par mois pour tenir compte du droit de l’enfant à obtenir une part de l’excédent de son père. Enfin, le président a considéré que la conclusion de L.________ tendant à l’instauration d’une curatelle d’assistance éducative au sens de l’art. 308 al. 1 CC devait être rejetée, dès lors qu’il n’y avait aucune raison de mettre en place une telle mesure de protection, l’UEMS ayant indiqué dans son rapport que C.________ était adéquate dans sa manière d’assurer la garde d’E.________ et qu’elle n’avait pas d’inquiétude à ce sujet. De même, il n’y avait pas lieu de faire droit à la réquisition de L.________ tendant à la désignation d’un curateur de représentation de l’enfant au sens de l’art. 299 CPC, car il n’apparaissait pas nécessaire, compte tenu notamment de l’existence du rapport de l’UEMS, de désigner un représentant à l’enfant pour définir quel était son intérêt. B. a) Par acte du 23 octobre 2023, L.________ (ci-après : l’appelant) a interjeté appel contre l’ordonnance susmentionnée en prenant, avec suite de frais et dépens, les conclusions suivantes : « I. L’appel interjeté par L.________ est admis. Principalement, II. L’ordonnance de mesures protectrices de l’union conjugale rendue le 11 octobre 2023 par le Président du Tribunal civil de l’arrondissement de la Broye et du Nord vaudois est réformée en ses chiffres II à VII en ce sens que : - Les chiffres II, IV, V et VII sont supprimés. - Jusqu’au quatre ans de l’enfant, L.________ bénéficiera d’un libre et large droit de visite sur sa fille E.________, née le [...] mars 2021, à exercer d’entente avec C.________, née [...]. A défaut d’entente entre les parents, L.________ pourra avoir sa fille auprès de lui un week-end sur deux, du vendredi à 18h00 au dimanche à 18h00, à charge pour lui d’aller la chercher là où elle se trouve et de l’y ramener, et pourra en outre avoir un contact téléphonique, tous les lundi et mercredi entre 19h00 et 20h00, ainsi que, la semaine où il n’a pas l’enfant auprès de lui, le vendredi entre 19h00 et 20h00.”
“Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l'enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l'enfant et les parents ainsi que la fratrie, etc.) et la porter à la connaissance du tribunal. L'information relative à la volonté subjective de l'enfant fait aussi partie de ce qu'il faut connaître pour déterminer le bien de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le représentant doit assurer le bien-être objectif - et non subjectif - de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.1, 5.2.2 et 5.2.4, JdT 2017 II 202), ce qui paraît justifié, selon la doctrine, dans la mesure où l'enfant, parfois incapable de discernement vu son âge, est souvent peu apte à déterminer par lui-même ce qui pourrait constituer la solution judicieuse pour lui et qu'il peut, par ailleurs, être influencé par l'un ou l'autre de ses parents (DIETSCHY-MARTENET, op. cit., n. 14 ad art. 299 CPC; JEANDIN, op. cit., n. 6 ad art. 299 CPC). Vu la portée préjudicielle de certaines ordonnances de conduite du procès, la représentation de l'enfant doit être mise en œuvre dès que possible. Les pouvoirs du représentant ne s'appliquent pas seulement dans les procédures au fond, mais déjà en procédure de mesures provisionnelles (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.3). 2.5.1 En l'espèce, c'est à juste titre que l'intimé reproche au Tribunal de s'être rendu coupable de déni de justice, tant il est vrai que le premier juge n'a statué sur aucune des mesures provisionnelles requises devant lui par les parties, à l'exemple des requêtes des 13 septembre 2021, 13 septembre 2022, 12 avril, 11 septembre et 24 octobre 2023 qui n'ont été ni instruites ni traitées - ce qui a d'ailleurs contraint le TPAE à prononcer des mesures provisionnelles le 26 février 2024 afin de réglementer le droit de visite de l'intimé pendant la procédure d'appel. Cette violation - manifeste - du droit d'être entendu des parties est d'autant moins compréhensible que le Tribunal a lui-même relevé, dans son ordonnance du 14 septembre 2022 (soit plus d'une année avant la reddition du jugement attaqué), que les modalités du droit de visite fixées par le TPAE dans sa décision du 14 septembre 2021 n'étaient plus adaptées, B______ ayant intégré l'école primaire à la rentrée scolaire d'août 2022, ce qui empêchait l'intimé de passer du temps avec sa fille pendant la semaine.”
Art. 299 ZPO findet im Verfahren vor dem Bundesgericht keine Anwendung. Die Bestellung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO im Verfahren vor dem Bundesgericht ist daher unzulässig, da die ZPO nur kantonale Verfahren regelt (Art. 1 ZPO) und das Bundesgerichtsgesetz eine entsprechende Vertretung nicht vorsieht.
“Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Bestellung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO ist vor Bundesgericht unzulässig. Die Zivilprozessordnung regelt nur das Verfahren vor den kantonalen Instanzen (Art. 1 ZPO). Im Verfahren vor dem Bundesgericht findet sie keine Anwendung. Das Bundesgerichtsgesetz sieht eine entsprechende Vertretung des Kindes nicht vor (Urteil 5A_1049/2020 vom 28. Mai 2021 E. 2.4 mit Hinweisen).”
Bei der Bestellung einer Vertretung nach Art. 299 Abs. 1 ZPO ist auf die Bedürfnisse des Verfahrens und die daraus folgenden Kostenfolgen abzustellen. Je nach Tätigkeit können daher Fachpersonen wie Sozialpädagogen mit ausreichenden rechtlichen Kenntnissen oder – bei sehr jungen Kindern – Psychologinnen/Psychologen bzw. juristisch qualifizierte Personen mit entsprechender Zusatzausbildung geeigneter sein. Der Einsatz eines Anwalts als Beistand bleibt die Ausnahme und ist vorzugswürdig, wenn prozessuale oder materiellrechtliche Fragen im Vordergrund stehen und ein unmittelbares prozessuales Auftreten zur Wahrung der Interessen des Kindes erforderlich ist.
“Les frais de représentation des enfants, qui font partie des frais judiciaires (art. 95 al. 1 let. e CPC), étant seuls remis en cause, la voie du recours est ouverte. 1.2 Interjeté dans le délai de trente jours (art. 311 al. 1 CPC) et suivant la forme prescrite par la loi (art. 130, 131, 321 al. 1 CPC), le recours est recevable. 1.3 La cognition de la Cour est limitée à la constatation manifestement inexacte des faits et à la violation du droit (art. 320 CPC). 2. La recourante reproche au Tribunal d'avoir fixé son tarif horaire en contradiction avec la jurisprudence de la Cour. Les parties ne contestent pas le jugement en tant qu'il a considéré que ni les activités déployées, ni le temps consacré au dossier n'appelaient de remarques particulières, de sorte que seul le tarif horaire appliqué à l'activité de la recourante est litigieux. 2.1.1 Le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique (art. 299 al. 1 CPC). Selon le Tribunal fédéral, le choix du curateur de représentation des enfants devrait se faire en tenant compte des besoins de la procédure, dès lors que cela a notamment une incidence sur les coûts de la procédure. Ainsi, lorsqu'une grande partie de l'activité concerne des recherches (auditions de personnes proches, etc.), le recours à des éducateurs sociaux disposant de connaissances juridiques suffisantes ou, pour les petits enfants, à des psychologues pour enfant, le cas échéant des juristes avec une formation complémentaire correspondante, sont mieux adaptés. Le recours à un curateur de représentation avocat devrait représenter l'exception, une telle personne devant être mandatée lorsque des questions de procédure ou de droit matériel sont au premier plan, notamment lorsque le représentant de l'enfant doit intervenir directement dans le procès afin de faire valoir les intérêts de l'enfant ; et le Tribunal fédéral de faire le constat que dans les pratiques cantonales on fait le plus souvent intervenir des avocats (ATF 142 III 153 consid.”
“Les frais de représentation des enfants, qui font partie des frais judiciaires (art. 95 al. 1 let. e CPC), étant seuls remis en cause, la voie du recours est ouverte. 1.2 Interjeté dans le délai de trente jours (art. 311 al. 1 CPC) et suivant la forme prescrite par la loi (art. 130, 131, 321 al. 1 CPC), le recours est recevable. 1.3 La cognition de la Cour est limitée à la constatation manifestement inexacte des faits et à la violation du droit (art. 320 CPC). 2. La recourante reproche au Tribunal d'avoir fixé son tarif horaire en contradiction avec la jurisprudence de la Cour. Les parties ne contestent pas le jugement en tant qu'il a considéré que ni les activités déployées, ni le temps consacré au dossier n'appelaient de remarques particulières, de sorte que seul le tarif horaire appliqué à l'activité de la recourante est litigieux. 2.1.1 Le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique (art. 299 al. 1 CPC). Selon le Tribunal fédéral, le choix du curateur de représentation des enfants devrait se faire en tenant compte des besoins de la procédure, dès lors que cela a notamment une incidence sur les coûts de la procédure. Ainsi, lorsqu'une grande partie de l'activité concerne des recherches (auditions de personnes proches, etc.), le recours à des éducateurs sociaux disposant de connaissances juridiques suffisantes ou, pour les petits enfants, à des psychologues pour enfant, le cas échéant des juristes avec une formation complémentaire correspondante, sont mieux adaptés. Le recours à un curateur de représentation avocat devrait représenter l'exception, une telle personne devant être mandatée lorsque des questions de procédure ou de droit matériel sont au premier plan, notamment lorsque le représentant de l'enfant doit intervenir directement dans le procès afin de faire valoir les intérêts de l'enfant ; et le Tribunal fédéral de faire le constat que dans les pratiques cantonales on fait le plus souvent intervenir des avocats (ATF 142 III 153 consid.”
“Les frais de représentation des enfants, qui font partie des frais judiciaires (art. 95 al. 1 let. e CPC), étant seuls remis en cause, la voie du recours est ouverte. 1.2 Interjeté dans le délai de trente jours (art. 311 al. 1 CPC) et suivant la forme prescrite par la loi (art. 130, 131, 321 al. 1 CPC), le recours est recevable. 1.3 La cognition de la Cour est limitée à la constatation manifestement inexacte des faits et à la violation du droit (art. 320 CPC). 2. La recourante reproche au Tribunal d'avoir fixé son tarif horaire en contradiction avec la jurisprudence de la Cour. Les parties ne contestent pas le jugement en tant qu'il a considéré que ni les activités déployées, ni le temps consacré au dossier n'appelaient de remarques particulières, de sorte que seul le tarif horaire appliqué à l'activité de la recourante est litigieux. 2.1.1 Le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique (art. 299 al. 1 CPC). Selon le Tribunal fédéral, le choix du curateur de représentation des enfants devrait se faire en tenant compte des besoins de la procédure, dès lors que cela a notamment une incidence sur les coûts de la procédure. Ainsi, lorsqu'une grande partie de l'activité concerne des recherches (auditions de personnes proches, etc.), le recours à des éducateurs sociaux disposant de connaissances juridiques suffisantes ou, pour les petits enfants, à des psychologues pour enfant, le cas échéant des juristes avec une formation complémentaire correspondante, sont mieux adaptés. Le recours à un curateur de représentation avocat devrait représenter l'exception, une telle personne devant être mandatée lorsque des questions de procédure ou de droit matériel sont au premier plan, notamment lorsque le représentant de l'enfant doit intervenir directement dans le procès afin de faire valoir les intérêts de l'enfant ; et le Tribunal fédéral de faire le constat que dans les pratiques cantonales on fait le plus souvent intervenir des avocats (ATF 142 III 153 consid.”
Bei sehr jungen Kindern (z. B. etwa drei Jahre) ist die Anordnung einer Kindsvertretung angezeigt. Solche Kinder sind in der Regel nicht in der Lage, eigene Wünsche so zu artikulieren, dass eine Kinderanhörung nach Art. 298 ZPO in Betracht kommt; die Kindsvertretung dient dann als unabhängiges Sprachrohr und hilft dem Gericht, die Interessen, Befindlichkeit und Bedürfnisse des Kindes zu erfassen.
“Zwar gehöre es auch zur Aufgabe einer Kindesvertretung, dem Gericht den sorgfältig und umfassend ab- geklärten subjektiven Willen des Kindes zu übermitteln, doch werde die subjektive Meinung des Kindes nur dann zu einem Teil der Entscheidgrundlage, wenn das Kind hinsichtlich einer in Frage stehenden Regelung oder Massnahme urteilsfähig sei und seine Interessen, Befindlichkeit und Bedürfnisse zu artikulieren wisse, was jedoch vorliegend noch nicht der Fall sei. Ein ausgebildeter und erfahrener Kindsvertreter sei jedoch auch in einem solchen Fall durchaus in der Lage, die Aussagen der Kinder zu werten, in Kontext zu setzen und den effektiven Willen des Kindes zu eruieren. Gerade weil Kinder im Alter von drei Jahren (D._____ und E._____) noch zu klein seien, um ihre eigenen Wünsche herauszubilden und mitzuteilen und insofern auch eine Kinderanhörung im Sinne von Art. 298 ZPO nicht infrage komme, stelle eine Kindsvertretung ein wichtiges und unabhängiges Sprachrohr für die Kinder dar. Weiter diene die Darstellung der Kindsvertretung dem Gericht, wenn es trotz geltender Offizial- und Untersuchungsmaxime nicht die nötige Nähe zu den Kindern und den familiären Verhältnissen erreiche. Nicht zuletzt führe die Einsetzung von Kindsvertretern gerade in konfliktbeladenen El- ternverhältnissen tendenziell zu einer Vereinfachung der Verfahren. Daher sei für die drei Kinder der Parteien eine Kindsvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO an- zuordnen (Urk. 2 S. 5 f.).”
Die Fähigkeit zur Urteilsbildung (capacité de discernement) ist im Rahmen von Art. 299 ZPO relativ zu beurteilen. Es ist auf die konkreten Umstände und die entwicklungsbezogene Reife des Kindes im Einzelfall abzustellen (Art. 16, Art. 19 Abs. 2 ZGB). Das Bundesgericht hat festgestellt, dass ein Kind von knapp unter 12 Jahren im Hinblick auf Alltagsfragen urteilsfähig sein kann, während ihm zugleich die nötige Reife für affektbelastete Entscheidungen fehlen kann.
“4, JdT 2017 II 202), ce qui paraît justifié, selon une partie de la doctrine, dans la mesure où l’enfant n’est souvent pas capable de déterminer ce qui est bon pour lui et qu’il peut être influencé par l’un ou l’autre de ses parents (Dietschy-Martenet, Petit commentaire du Code de procédure civile, n. 14 ad art. 299 CPC). 5.1.2 Même s'il n'existe pas de droit de choisir le représentant de l'enfant, les souhaits éventuels - en particulier ceux de l'enfant capable de discernement - doivent être pris en compte dans certaines conditions et une autre personne ne devrait être désignée comme représentant de l'enfant que dans des cas justifiés (Stalder/Van de Graaf, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2021, n. 13 ad art. 299 CPC). Le tribunal devrait ainsi respecter la préférence exprimée par l’enfant capable de discernement quant au choix du curateur (Helle, Commentaire pratique Droit matrimonial: Fond et procédure, 2016, n. 31 ad art. 299 CPC; Michel/Steck Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, n. 14 ad art. 299 CPC, lesquels font une analogie avec l’art. 401 CC relatif au choix du curateur). Les parents devraient également être entendus sur la personne du curateur à désigner (Helle, op. cit., n. 31 ad art. 299 CPC). La capacité de discernement de l'enfant s'apprécie selon un critère relatif (art. 16 et 19 al. 2 CC). Il convient de décider, sur la base des circonstances concrètes et de la maturité de développement de l'enfant, si la capacité de discernement peut lui être reconnue en ce qui concerne la question de sa représentation (Stalder/Van de Graaf, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2021, n. 8 ad art. 299 CPC). Le Tribunal fédéral a été amené à se poser la question de la capacité de discernement d’un enfant d’un peu moins de douze ans refusant catégoriquement d’entretenir des relations personnelles avec son père. Selon cette autorité, il n'était ni étonnant ni contradictoire qu'un enfant d'un peu moins de 12 ans soit capable de discernement pour ce qui avait trait à son quotidien, mais qu'il ne disposait en revanche pas de la maturité nécessaire pour prendre des décisions impliquant son affect, lorsqu'il se trouvait dans un désarroi profond, causé par un lourd conflit de loyauté subi depuis des années.”
“Le Tribunal fédéral considère que le représentant doit assurer le bien-être objectif – et non subjectif – de l’enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.1, 5.2.2 et 5.2.4, JdT 2017 II 202), ce qui paraît justifié, selon une partie de la doctrine, dans la mesure où l’enfant n’est souvent pas capable de déterminer ce qui est bon pour lui et qu’il peut être influencé par l’un ou l’autre de ses parents (Dietschy-Martenet, Petit commentaire du Code de procédure civile, n. 14 ad art. 299 CPC). 5.1.2 Même s'il n'existe pas de droit de choisir le représentant de l'enfant, les souhaits éventuels - en particulier ceux de l'enfant capable de discernement - doivent être pris en compte dans certaines conditions et une autre personne ne devrait être désignée comme représentant de l'enfant que dans des cas justifiés (Stalder/Van de Graaf, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2021, n. 13 ad art. 299 CPC). Le tribunal devrait ainsi respecter la préférence exprimée par l’enfant capable de discernement quant au choix du curateur (Helle, Commentaire pratique Droit matrimonial: Fond et procédure, 2016, n. 31 ad art. 299 CPC; Michel/Steck Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, n. 14 ad art. 299 CPC, lesquels font une analogie avec l’art. 401 CC relatif au choix du curateur). Les parents devraient également être entendus sur la personne du curateur à désigner (Helle, op. cit., n. 31 ad art. 299 CPC). La capacité de discernement de l'enfant s'apprécie selon un critère relatif (art. 16 et 19 al. 2 CC). Il convient de décider, sur la base des circonstances concrètes et de la maturité de développement de l'enfant, si la capacité de discernement peut lui être reconnue en ce qui concerne la question de sa représentation (Stalder/Van de Graaf, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2021, n. 8 ad art. 299 CPC). Le Tribunal fédéral a été amené à se poser la question de la capacité de discernement d’un enfant d’un peu moins de douze ans refusant catégoriquement d’entretenir des relations personnelles avec son père. Selon cette autorité, il n'était ni étonnant ni contradictoire qu'un enfant d'un peu moins de 12 ans soit capable de discernement pour ce qui avait trait à son quotidien, mais qu'il ne disposait en revanche pas de la maturité nécessaire pour prendre des décisions impliquant son affect, lorsqu'il se trouvait dans un désarroi profond, causé par un lourd conflit de loyauté subi depuis des années.”
Vor der Anordnung einer Kindesvertretung sind die Eltern vorgängig zur Stellungnahme anzuhören, da die Bestellung mit finanziellen Belastungen für die Eltern verbunden sein kann und die Vertretungsmacht der gesetzlichen Vertreter im Verfahren einschränken kann.
“Die Einsetzung einer Kindesvertretung wird zwar von Amtes wegen geprüft und sie erfolgt ermessensweise, jedoch ist den Eltern gemäss Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung wegen der damit verbundenen finanziellen Belastung und Beschränkung der Vertretungsmacht vorgängig zur Einsetzung das rechtliche Gehör zu gewähren (Urteil 5A_894/2015 vom 16. März 2016 E. 4.1; AFFOLTER-FRINGELI/ VOGEL, in: Berner Kommentar, 2016, N. 64 zu Art. 314a bis ZGB; MEIER, in: Commentaire Romand, 2. Aufl. 2023, N. 33 zu Art. 314a bis ZGB; SCHWEIGHAUSER, in: FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, Band II, N. 48 zu Art. 299 ZPO; SPYCHER, in: Berner Kommentar, 2012, N. 9 zu Art. 299 ZPO; SCHWEIGHAUSER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 4. Aufl. 2025, N. 32 zu Art. 299 ZPO; ISLER/ DIGGELMANN, Vertretung und prozessuale Stellung des Kindes im Zivilprozess, in: SJZ 2015, S. 146 f.). Was dagegen vorgebracht wird, überzeugt nicht: Dass die Frage angeblich bereits im Rahmen des KESB-Verfahrens diskutiert worden wäre und die Parteien ihre diesbezügliche Stellungnahme eingebracht hätten, ist in der angefochtenen Verfügung als für das Bundesgericht verbindlicher Sachverhaltsbasis (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) nirgends erwähnt und lässt sich so auch nicht den Erwägungen des KESB-Entscheides entnehmen. Dort wird erwähnt, dass Rechtsanwältin E.________ mit einer E-Mail orientiert habe, sie sei vom Kind kontaktiert worden, und an anderer Stelle wird festgehalten, deren Einsetzung als Kindesvertreterin würde das Verfahren unnötig in die Länge ziehen, nachdem sich die KESB von der persönlichen Situation des Kindes und dessen Einstellung ein Bild habe machen können.”
“; 5C_210/2000 du 27.10.2000 c. 2b). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (Dietschy-Martenet, Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La demande d'une expertise ne rend pas automatiquement superflue la représentation de l'enfant en procédure (Michel/Steck, BSK ZPO, 2017, n. 36 ad art. 299 CPC). Comme la représentation de l'enfant représente une charge financière pour les parents et limite également leur pouvoir de représentation en tant que représentant légal dans la procédure, ils ont le droit d'être entendu avant qu'une telle décision ne soit rendue (arrêt du Tribunal fédéral 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid. 4.1). Il n'est cependant pas définitivement établi si le droit des parents d'être entendus existe non seulement en ce qui concerne l'institution d'une représentation de l'enfant en tant que telle, mais également en ce qui concerne la personne chargée de la représentation (Michel/Steck, op. cit., n. 15 ad art. 299 CPC et les décisions cantonales citées). 5.2 En l'occurrence, la recourante fait valoir tant des griefs de nature formelle que sur le fond. 5.2.1 En ce qui concerne le premier aspect litigieux, il résulte du dossier de première instance que le Tribunal a donné l'occasion aux parties de prendre position sur le principe d'une curatelle de représentation des enfants avant de rendre l'ordonnance du 19 juin 2023 présentement querellée. Sous cet angle, les réquisits formels prescrits par la jurisprudence fédérale ont ainsi bien été respectés. La décision attaquée énonce succinctement les raisons pour lesquelles il se justifiait de nommer un curateur de représentation en faveur des mineurs. En effet, il est précisé qu'en raison des conclusions formées par chacune des parties dans le cadre de la procédure de mesures protectrices de l'union conjugale, il était nécessaire de prendre des mesures de protection en faveur de C______ et de D______. Cette brève motivation suffit pour répondre à l'argument de l'appelante selon lequel l'instauration d'une curatelle de représentation serait inutile.”
Art. 299 ZPO findet nur im kantonalen Verfahren Anwendung; im Verfahren vor dem Bundesgericht ist ein Antrag auf Bestellung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO unzulässig.
“Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Bestellung einer Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO ist vor Bundesgericht unzulässig. Die Zivilprozessordnung regelt nur das Verfahren vor den kantonalen Instanzen (Art. 1 ZPO). Im Verfahren vor dem Bundesgericht findet sie keine Anwendung. Das Bundesgerichtsgesetz sieht eine entsprechende Vertretung des Kindes nicht vor (Urteil 5A_1049/2020 vom 28. Mai 2021 E. 2.4 mit Hinweisen).”
Bei Streitigkeiten über die Zuteilung der elterlichen Sorge oder der Obhut, über wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs, über die Aufteilung der Betreuung oder über Unterhaltsbeiträge ist das Gericht besonders zu prüfen, ob eine Kindsvertretung anzuordnen ist. In diesen Konstellationen besteht eine vermutungsweise Erforderlichkeit der Vertretung; die Anordnung ist jedoch nicht zwingend. Die Notwendigkeit ist nach pflichtgemässem Ermessen unter Würdigung der gesamten Umstände und des Kindeswohls zu beurteilen; es ist ein objektiver Massstab anzulegen, und nicht jede Detailstreitigkeit (etwa zu Besuchsmodalitäten) rechtfertigt eine Vertretung.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes resp. der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Ein wichtiger Grund für die Anordnung einer Kindsvertretung liegt dann vor, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindes besteht (ZK ZPO-Schweighauser, Art. 299 N 11). Das Gericht prüft - 11 - die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der elterli- chen Sorge oder Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder der Unterhaltsbeiträge unterschiedliche Anträ- ge stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten ist (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3).”
“Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, ordnet das Gericht gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO wenn nötig die Vertretung des Kindes an. Insbesondere ist die An- ordnung der Vertretung zu prüfen, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der el- terlichen Sorge und Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs oder bezüglich des Unterhaltsbeitrages uneinig sind (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Die Beurteilung der Notwendigkeit erfolgt nach pflichtgemässem Ermessen unter Würdigung der gesamten Umstände. Richtlinie bildet dabei das Kindeswohl (vgl. - 9 - BSK ZPO-M ICHEL/STECK, 3. Aufl. 2017, Art. 299 N 7). Auch bei Vorliegen einer der erwähnten Konstellationen ist die Anordnung nicht zwingend, wenngleich eine Kindesvertretung vermutungsweise erforderlich ist. Eine Vertretung ist anzuord- nen, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch potentiell eine Gefährdung des Kindswohls besteht, was bei einem Inte- ressenkonflikt zwischen dem Kind und einem oder beiden Eltern gegeben sein dürfte (D IGGELMANN/ISLER, a.a.O., S. 145 f.; FamKomm Schei- dung/SCHWEIGHAUSER, 3. Aufl. 2017, Anh. ZPO Art. 299 N 14 und 18; ZK ZPO- S CHWEIGHAUSER, 3. Aufl. 2016, Art. 299 N 11 und 14). Bei unterschiedlichen An- trägen der Eltern zum persönlichen Verkehr ist ein objektiver Massstab anzule- gen: Nicht jede Streitigkeit über Details des Besuchsrechts erfordert eine Kindes- vertretung.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Die Anordnung einer Kindsver- tretung ist insbesondere dann zu prüfen, wenn – wie vorliegend (vgl. Urk. 5/2 S. 2 und Prot. I S. 5) – die Regelung der Obhut oder wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs strittig ist (vgl. Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Im Lichte der für Kinder- belange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime (Art. 296 ZPO) ist eine Kindsvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten kann bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte - 7 - Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfor- dert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
Fällt die Vertretungsbefugnis eines Elternteils (z.B. wegen Interessenkollision) weg, führt dies nicht zur Ungültigkeit der bereits eingeleiteten Klage. Vielmehr ist dem dadurch mit der Bestellung eines Beistands oder einer Kindsvertretung nach Art. 299 ZPO (bzw. Art. 308 ZGB) zu begegnen, damit das Verfahren ohne erneute Klageeinleitung weitergeführt werden kann.
“Die vorinstanzlichen rechtlichen Ausführungen zu Art. 306 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB sind grundsätzlich zutreffend, auf diese kann verwiesen werden. Zu präzisie- ren ist, dass die Vertretungsbefugnis des die Klage einleitenden Elternteils bei bestehender Interessenskollision gemäss Art. 306 Abs. 3 ZGB zwar von Gesetzes wegen entfällt, dies jedoch nicht bedeutet, dass die Klageeinleitung dadurch un- gültig würde und nicht auf die Klage einzutreten wäre. Dies hätte nämlich zur Fol- ge, dass die Klage erneut durch eine zur Vertretung befugte Person eingeleitet werden müsste. Eine solche zeitliche Verzögerung ist nicht im Interesse des Kin- deswohls. Daher ist der weggefallenen Vertretungsbefugnis mit der Bestellung ei- nes Beistandes nach Art. 308 ZGB bzw. einer Kindsvertretung nach Art. 299 ZPO zu begegnen und das Verfahren weiterzuführen bzw. auf die Klage einzutreten (vgl. SJZ 116/2020 S. 250 ff., S. 251; vgl. auch OGer ZH LZ210014 vom 15.06.2021, E. III. 4.5).”
Aus den Akten ergibt sich, dass die der Kindesvertreterin eingereichten Honorarnoten den Eltern vor Erlass des angefochtenen Entscheids nicht zur Kenntnis gebracht wurden und sie sich nicht vorgängig dazu äussern konnten. Ob der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches Gehör grundsätzlich eine vorgängige Mitteilung solcher Honorarnoten mit Möglichkeit zur Stellungnahme erfordert, bleibt offen; in der Literatur wird dies bejaht (vgl. zitierte Kommentare).
“Den Akten kann entnommen werden, dass die der Kindesschutzbehörde mit Schreiben vom 30. April 2024 eingereichten Honorarnoten (act. S. 31 ff.) der Kindesvertreterin den Eltern und damit auch dem Beschwerdeführer vor Erlass des angefochtenen Entscheids nicht zur Kenntnis gebracht wurden (act. 5 S. 36) und sie auch nicht vorgängig Stellung nehmen konnten. Dies wird allerdings vom Beschwerdeführer nicht beanstandet, weshalb offenbleiben kann, ob der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches Gehör eine solche vorgängige Kenntnisgabe an die Eltern mit der Möglichkeit zur Stellungnahme zu den ihnen aufzuerlegenden Kindesvertretungskosten erfordern würde (bejahend Michel/Steck, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 299 ZPO N 28; Stalder/van de Graaf, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], KUKO ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 299 N 19; vgl. zur Zusprechung von Parteientschädigungen gemäss Art. 105 ZPO: Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar ZPO, 3 Aufl., Zürich 2016, Art. 105 N 5).”
“Den Akten kann entnommen werden, dass die der Kindesschutzbehörde mit Schreiben vom 30. April 2024 eingereichten Honorarnoten (act. S. 31 ff.) der Kindesvertreterin den Eltern und damit auch dem Beschwerdeführer vor Erlass des angefochtenen Entscheids nicht zur Kenntnis gebracht wurden (act. 5 S. 36) und sie auch nicht vorgängig Stellung nehmen konnten. Dies wird allerdings vom Beschwerdeführer nicht beanstandet, weshalb offenbleiben kann, ob der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches Gehör eine solche vorgängige Kenntnisgabe an die Eltern mit der Möglichkeit zur Stellungnahme zu den ihnen aufzuerlegenden Kindesvertretungskosten erfordern würde (bejahend Michel/Steck, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 299 ZPO N 28; Stalder/van de Graaf, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], KUKO ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 299 N 19; vgl. zur Zusprechung von Parteientschädigungen gemäss Art. 105 ZPO: Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar ZPO, 3 Aufl., Zürich 2016, Art. 105 N 5).”
Ausnahme der Nominierung: Eine Nominierung eines Beistands kann nach den in der Rechtsprechung dargestellten Erwägungen unterbleiben bzw. zurückgestellt werden, wenn die DGEJ bereits interveniert hat und das Verfahren sich zudem in einem Abschlussstadium befindet oder keine neuen Tatsachen vorliegen, die eine erneute Nominierung rechtfertigen.
“________, pour sa part, soutient que la question de la nomination d’un curateur avait déjà fait l’objet d’une décision de la Cour de céans et que le délai de recours devant le Tribunal fédéral n’était pas échu au moment du dépôt de la requête du 18 janvier 2020, de sorte que la présidente ne pouvait se saisir de la même question, au risque de rendre une décision en contradiction avec celle que le Tribunal fédéral pouvait être amené à prononcer. De plus, aucun élément nouveau ne justifiait de revenir sur la décision de refus, la recourante s’étant contentée de rediscuter l’arrêt rendu le 10 décembre 2019 par la Cour de céans. Elle relève que les souhaits de la recourante ont été entendus, tant par la présidente que par les autres intervenants. Ils ont également été traités dans le cadre du complément d’expertise du 8 décembre 2020. Elle soutient que l’enfant confond son droit d’être entendue avec l’appréciation de ses propos effectuée par la présidente. Elle est d’avis que la nomination d’un curateur de représentation pourrait être refusée lorsque la DGEJ intervient déjà dans la situation et également lorsque la procédure serait sur le point d’être achevée, conditions qui seraient réalisées. 3.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., Bâle 2019, n. 5 ad art. 299 CPC ; Steck, Basler Kommentar, ZPO, 3e éd., Bâle 2017, art. 298 N 1). Si l’enfant capable de discernement requiert lui-même la nomination d'un curateur, le juge doit y donner suite (TF 5A_976/2014 du 30 juillet 2015 consid. 2.5.2.3 ; TF 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.2 ; TF 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.2 ; TF 5A_619/2007 du 25 février 2008 consid. 4.1, publié in FamPra.ch 2008 p. 700 ; TF 5C.210/2000 du 27 octobre 2000 consid. 2b, publié in FamPra.ch 2001 p. 606). L’art. 299 al. 3 CPC prévoit en effet un cas dans lequel le tribunal n’a pas d’autres choix que de désigner un représentant en faveur de l’enfant, peu importe que cette mesure paraisse nécessaire ou non : l’enfant – non partie à la procédure – en fait lui-même la demande, et il est capable de discernement, cette dernière condition devant s’examiner à la lumière de l’art.”
In der zitierten Entscheidung wurde für jedes der drei Kinder jeweils eine Kindesvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet.
Eltern bzw. Parteien können nur ausnahmsweise gegen die Anordnung einer Vertretung Beschwerde erheben. Ein Rechtsmittel ist zulässig, wenn die Anordnung das Recht der Eltern/Partei, das Kind zu vertreten, einschränkt und ihnen dadurch ein schwer oder kaum wiedergutzumachender Nachteil droht; das erforderliche Rechtsschutzinteresse ist zu prüfen.
“Les parents peuvent recourir sur la question de l'institution d'une représentation de l'enfant (arrêts du Tribunal fédéral 5A_278/2016 du 6 juin 2016 consid. 1; 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid. 4.1). Le recours a donc été déposé par une partie qui y a intérêt (art. 59 al. 2 let. a CPC). Il est donc recevable de ce point de vue. 1.2 Une ordonnance d'instruction ne peut être attaquée séparément que de manière limitée, soit seulement dans le cadre d'un recours, aux conditions de l'art. 319 lit. b ch. 2 CPC, soit dans les cas prévus par la loi ou lorsqu'elles peuvent causer un préjudice difficilement réparable. Si la loi prévoit expressément que l'enfant peut former un recours contre le rejet de sa demande en désignation d'un représentant (art. 299 al. 3 CPC), tel n'est pas le cas pour les parents qui ne peuvent donc recourir contre la décision du Tribunal que par la voie du recours au sens de l'art. 319 let. b ch. 2 CPC, soit pour autant qu'il en résulte un préjudice irréparable (Jeandin, op. cit., n. 15 ad art. 299 CPC ; Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 34 et 38 ad art. 299 CPC). La nomination d'un représentant pour l'enfant a pour conséquence de limiter les parents dans leur pouvoir de représentation – en tant que représentants légaux de leur enfant – dans le cadre de la procédure de divorce (arrêt du Tribunal fédéral 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid. 4.1). Ainsi, s'il devait être constaté à l'issue de la procédure qu'une telle curatelle de représentation n'aurait pas dû être instaurée, car ne remplissant pas les conditions de l'art. 299 CPC, les parents n'auraient pas eu la possibilité de représenter leur enfant. Leur dommage, à savoir la privation de son droit de représenter leur enfant, constitue donc un préjudice qui sera difficilement réparable à l'issue de la procédure, l'unique solution étant de refaire toute cette procédure (ACJC/1444/2017 du 7 novembre 2017 consid. 1.2.3). Compte tenu de ce qui précède, il doit être retenu que la voie du recours est ouverte à la recourante puisque l'ordonnance querellée a pour conséquence de limiter son droit de représenter les enfants.”
“1), le délai de réaction de la partie qui entend répliquer ne saurait être, dans le cadre d'un appel soumis à la procédure sommaire, supérieur à dix jours dès la communication pour information de la détermination de sa partie adverse (ACJC/1016/2012 du 11 juillet 2012 consid. 1.3; arrêt du Tribunal cantonal vaudois du 5 octobre 2011 publié in JdT 2012 III 10, consid. 3b; cf. ég. en matière de plainte LP : arrêt du Tribunal fédéral 5A_777/2011 du 7 février 2012 consid. 2.2). Cette réplique et les écritures subséquentes ne seront dès lors pas prises en considération. 1.1.2 Le recours formé contre l'ordonnance du 19 juin 2023 – interjeté dans le délai utile par la mère des enfants en faveur desquelles une curatelle de représentation a été instaurée – est recevable, puisque l'ordonnance attaquée a pour conséquence de limiter son droit de représenter les enfants, ce qui est susceptible de lui causer un préjudice difficilement réparable. En effet, s'il devait être constaté à l'issue de la procédure qu'une telle curatelle de représentation n'aurait pas dû être instaurée, car ne remplissant pas les conditions de l'art. 299 CPC, la mère n'aurait pas eu la possibilité de représenter ses enfants. Son dommage, à savoir la privation de son droit de représenter ses enfants, constitue donc un préjudice qui sera difficilement réparable à l'issue de la procédure, l'unique solution étant de refaire toute cette procédure (cf. notamment ACJC/515/2022 du 5 avril 2022). 1.2 Dans le cadre de l'appel, la Chambre de céans revoit la cause avec un plein pouvoir d'examen (art. 310 CPC). Les mesures provisionnelles étant soumises à la procédure sommaire au sens propre (art. 248 let. d CPC), la cognition de la Cour est limitée à la simple vraisemblance des faits et à un examen sommaire du droit, l'exigence de célérité étant privilégiée par rapport à celle de sécurité (ATF 127 III 474 consid. 2b/bb = JdT 2002 I 352; arrêt du Tribunal fédéral 5A_12/2013 du 8 mars 2013 consid. 2.2). Dans la procédure de recours, la cognition de la Cour est limitée à la violation du droit et à la constatation manifestement inexacte des faits (art. 320 CPC).”
Sind die Kindesinteressen bereits dadurch hinreichend gewahrt, dass die Parteien und sonstigen Verfahrensbeteiligten die Standpunkte des Kindes angemessen darlegen, kann das Gericht von der Anordnung einer gesonderten Kindsvertretung absehen. In solchen Fällen ist kein ersichtlicher zusätzlicher Nutzen einer Kindsvertretung gegeben.
“Sofern notwendig hat das Gericht die Vertretung des Kindes anzuordnen (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Die Notwendigkeit einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO ist vorliegend trotz unterschiedlicher Anträge der Eltern des Klägers betref- fend die Zuteilung der elterlichen Sorge (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 ZPO) nicht gegeben. Die anwaltlich vertretenen Eltern stellen keinen entsprechenden Antrag (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO) bzw. rügen nicht, im vorinstanzlichen Verfahren sei keine Kindsvertretung eingesetzt worden. Ausserdem legen der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte ihre Standpunkte zur elterlichen Sorge unter Einbezug der Interessen des Klägers hinreichend dar, weshalb zusammen mit der vorliegend zur Anwendung gelangenden Offizial- und der Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.4.) die Kindesinteressen hinreichend gewahrt sind. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einsetzung einer Kindsvertretung ist nicht ersichtlich. Folglich ist im vorliegenden Berufungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.”
“Sofern notwendig hat das Gericht die Vertretung des Kindes anzuordnen (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Die Notwendigkeit einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO ist vorliegend trotz unterschiedlicher Anträge der Eltern des Klägers betref- fend die Zuteilung der elterlichen Sorge (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 ZPO) nicht gegeben. Die anwaltlich vertretenen Eltern stellen keinen entsprechenden Antrag (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO) bzw. rügen nicht, im vorinstanzlichen Verfahren sei keine Kindsvertretung eingesetzt worden. Ausserdem legen der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte ihre Standpunkte zur elterlichen Sorge unter Einbezug der Interessen des Klägers hinreichend dar, weshalb zusammen mit der vorliegend zur Anwendung gelangenden Offizial- und der Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.4.) die Kindesinteressen hinreichend gewahrt sind. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einsetzung einer Kindsvertretung ist nicht ersichtlich. Folglich ist im vorliegenden Berufungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.”
Kosten, eine längere Verfahrensdauer oder das Alter des Kindes sind für die Anordnung der Vertretung nicht entscheidend. Massgeblich ist, ob die Vertretung zur Wahrung der Interessen bzw. des Wohls des Kindes erforderlich ist.
“Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La question d'une représentation peut être soulevée auprès du juge par l'autorité de protection de l'enfant ou par l'un des parents sous forme de requête visant l'instauration d'une curatelle. Le tribunal doit alors l'examiner et y répondre. Au vu de leurs relations spécifiques avec l'enfant, ces personnes ou ces institutions sont en effet susceptibles d'avoir une perception de la situation de l'enfant que le tribunal ne peut avoir par lui-même (JEANDIN, op. cit., n. 12 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l'enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l'enfant et les parents ainsi que la fratrie, etc.”
“2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier : lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale et/ou de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, à la participation à la prise en charge ou à la contribution d'entretien (let. a), lorsque l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b), ou encore lorsque le tribunal, sur la base de l'audition des parents ou de l'enfant ou pour d'autres raisons, envisage d'ordonner une mesure de protection de l'enfant (let. c). Selon l'art. 300 CPC, le représentant de l'enfant peut déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu'il s'agit : de décisions relatives à l'attribution de l'autorité parentale (let. a) et/ou de la garde (let. b), de questions importantes concernant les relations personnelles (let. c), de la participation à la prise en charge (let. d), de la contribution d'entretien (let. e) et de mesures de protection de l'enfant (let. f). Les art. 299 et 300 CPC sont applicables dans toutes les procédures de droit de la famille opposant des parents et dans le cadre desquelles la situation de l'enfant est en jeu (JEANDIN, in CR CPC, 2019, n. 2 ad art. 299 CPC). Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n.”
“La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.1 s.; 5C.210/2000 du 27.10.2000 c. 2b). Dans ces hypothèses, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Une représentation de l'enfant ne doit intervenir que si elle s'avère nécessaire à la sauvegarde des intérêts de ce dernier (Jeandin, in CR CPC, 2019, n. 4, 5 et 10 ad art. 299 CPC). La seule circonstance d'un litige relatif au droit de garde, dont l'intensité n'excède pas celle que la plupart des couples rencontre lors d'une procédure de séparation, ne rend pas arbitraire le refus de l'autorité cantonale de désigner un curateur de représentation, en particulier lorsque l'enfant concerné a été entendu par le Service de protection de la jeunesse qui, tout en reconnaissant l'existence, entre les parents, d'un conflit débordant sur les enfants, n'a pas jugé nécessaire de nommer un curateur (arrêts du Tribunal fédéral 5A_153/2013 du 24 juillet 2013 consid. 3.2; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.2). 4.2 En l'espèce, le Tribunal a retenu que vu l'âge de l'enfant, le conflit entre les parents, leurs conclusions divergentes, les déclarations de l'appelante, selon lesquelles l'enfant ne voulait plus voir son père, la demande de l'intimé de désignation d'un curateur de représentation, celle de l'appelante d'audition de l'enfant dans la procédure, ainsi que les mesures de protection ordonnées sur mesures provisionnelles et qui pourraient être envisagées au fond, il était nécessaire d'ordonner la représentation de E______ dans la procédure.”
Die Anordnung einer Kindesvertretung ist nur zu prüfen, wenn sie dem Gericht nach den Umständen des Einzelfalls einen effektiven Mehrwert bzw. zusätzliche Entscheidhilfen bieten kann oder wenn im Prozess eine Schutz‑ bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine potenzielle Gefährdung des Kindeswohls besteht. Es ist ein objektiver Massstab anzulegen; nicht jede Detailstreitigkeit (z. B. zu Besuchsmodalitäten) rechtfertigt eine Vertretung.
“Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, ordnet das Gericht gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO wenn nötig die Vertretung des Kindes an. Insbesondere ist die An- ordnung der Vertretung zu prüfen, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der el- terlichen Sorge und Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs oder bezüglich des Unterhaltsbeitrages uneinig sind (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Die Beurteilung der Notwendigkeit erfolgt nach pflichtgemässem Ermessen unter Würdigung der gesamten Umstände. Richtlinie bildet dabei das Kindeswohl (vgl. - 9 - BSK ZPO-M ICHEL/STECK, 3. Aufl. 2017, Art. 299 N 7). Auch bei Vorliegen einer der erwähnten Konstellationen ist die Anordnung nicht zwingend, wenngleich eine Kindesvertretung vermutungsweise erforderlich ist. Eine Vertretung ist anzuord- nen, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch potentiell eine Gefährdung des Kindswohls besteht, was bei einem Inte- ressenkonflikt zwischen dem Kind und einem oder beiden Eltern gegeben sein dürfte (D IGGELMANN/ISLER, a.a.O., S. 145 f.; FamKomm Schei- dung/SCHWEIGHAUSER, 3. Aufl. 2017, Anh. ZPO Art. 299 N 14 und 18; ZK ZPO- S CHWEIGHAUSER, 3. Aufl. 2016, Art. 299 N 11 und 14). Bei unterschiedlichen An- trägen der Eltern zum persönlichen Verkehr ist ein objektiver Massstab anzule- gen: Nicht jede Streitigkeit über Details des Besuchsrechts erfordert eine Kindes- vertretung.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Die Anordnung einer Kindsver- tretung ist insbesondere dann zu prüfen, wenn – wie vorliegend (vgl. Urk. 5/2 S. 2 und Prot. I S. 5) – die Regelung der Obhut oder wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs strittig ist (vgl. Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Im Lichte der für Kinder- belange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime (Art. 296 ZPO) ist eine Kindsvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten kann bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte - 7 - Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfor- dert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes resp. der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Ein wichtiger Grund für die Anordnung einer Kindsvertretung liegt dann vor, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindes besteht (ZK ZPO-Schweighauser, Art. 299 N 11). Das Gericht prüft - 11 - die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der elterli- chen Sorge oder Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder der Unterhaltsbeiträge unterschiedliche Anträ- ge stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten ist (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3).”
Der Richter prüft die Frage der Vertretung des Kindes von Amtes wegen und kann eine solche Vertretung anordnen, wenn sie zur Wahrung der Kindesinteressen erforderlich ist. Eine Anregung hierzu kann von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde oder von Eltern stammen; der gesetzliche Zweck liegt im Schutz des Kindeswohls.
“299 et 300 CPC sont applicables dans toutes les procédures de droit de la famille opposant des parents et dans le cadre desquelles la situation de l'enfant est en jeu (JEANDIN, in CR CPC, 2019, n. 2 ad art. 299 CPC). Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La question d'une représentation peut être soulevée auprès du juge par l'autorité de protection de l'enfant ou par l'un des parents sous forme de requête visant l'instauration d'une curatelle. Le tribunal doit alors l'examiner et y répondre. Au vu de leurs relations spécifiques avec l'enfant, ces personnes ou ces institutions sont en effet susceptibles d'avoir une perception de la situation de l'enfant que le tribunal ne peut avoir par lui-même (JEANDIN, op. cit., n. 12 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3).”
“________ le droit de déterminer le lieu de résidence et la garde de fait des enfants B.________, C.________, D.________ et E.________ et les confiant à la Direction générale de l’enfance et de la jeunesse, Office régional de protection des mineurs de l’Est vaudois (ci-après : la DGEJ), à charge pour elle de placer les enfants, dans les meilleurs délais, au mieux de leurs intérêts et au plus proche des recommandations émises par le Dr V.________ dans son rapport d'expertise du 25 juin 2024 (Il), a chargé la DGEJ d'organiser les relations personnelles de chacun des parents avec les enfants B.________, C.________, D.________ et E.________, selon les recommandations émises par le Dr V.________ dans son rapport d'expertise du 25 juin 2024 (III), a levé la mesure de curatelle d'assistance éducative à forme de l'art. 308 al. 1 CC (Code civil suisse du 10 décembre 1907 ; RS 210) confiée à la DGEJ et a libéré P.________ de son mandat de curatrice (IV), a instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l'art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) en faveur des enfants B.________, C.________, D.________ et E.________ et a désigné en qualité de curateur Me Alain Pichard Bärtsch, avocat à Vevey, avec pour mission de les représenter dans la cause en fixation des contributions d'entretien et des droits parentaux divisant A.________ d'avec X.________ (V), a dit que les contributions d'entretien dues par A.________ en faveur de ses enfants B.________, C.________, D.________, et E.________ étaient suspendues dès placement effectif de ceux-ci (VI), a dit que les frais et dépens de la procédure provisionnelle suivaient le sort de la cause au fond (VII) et a déclaré l'ordonnance immédiatement exécutoire (VIII). En substance, le premier juge a constaté que depuis la séparation des parties, leurs quatre enfants vivent avec leur père et refusent catégoriquement de voir leur mère, qu'ils rejettent, et dont l'exercice du droit de visite a été convenu dans un premier temps de manière usuelle, puis par l'intermédiaire du Point Rencontre.”
“o Ce travail peut se faire dans le cadre du suivi en coparentalité, et/ou dans te cadre suivi individuel d’C.________. § La mise en place d’une thérapie individuelle portant sur les traumatismes subis par Madame. o En tentant compte de ses antécédents de traumatismes répétés dès l’enfance, de son parcours psychiatriques ces dernières années, de sa symptomatologie actuelle (perte de poids, interprétations délirantes), de son isolement social, le suivi actuel semble peu intensif. Un rythme hebdomadaire, au minimum, semble indiqué dans cette situation. § La mise en place d’une thérapie individuelle pour Monsieur portant sur sa compréhension de la situation de Madame, et sur sa contribution à la situation actuelle. § L’autorité parentale peut rester partagée. b) Le 5 mars 2024, la présidente a informé les parties qu’il lui apparaissait nécessaire d’ordonner la représentation des enfants par un curateur avocat conformément à l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272). Me Julie André a été désignée pour ce mandat le 18 mars 2024. c) Le 12 mars 2024, l’intimé s’est déterminé sur le rapport du Dr [...], en ce sens qu’il n’avait pas de demande d’explications ou/et de questions complémentaires en l’état. Il a en outre relevé que, compte tenu des circonstances, il convenait de transmettre sine die ce rapport au Ministère public. d) Par courrier du 22 mars 2024, l’appelante s’est catégoriquement opposée à la transmission du rapport d’expertise au Ministère public. e) Par déterminations du 25 mars 2024, l’appelante a mis en cause les aptitudes professionnelles de l’expert et de son psychologue, celui-ci ne remplissant selon elle pas les conditions d’indépendance et de neutralité. Elle a en outre relevé que le rapport d’expertise contenait des erreurs factuelles extrêmement graves et a relevé qu’une psychologue clinicienne et criminologue, expert judiciaire en [.”
Das Gericht hat nach den Entscheiden ex officio zu prüfen, ob eine Vertretung des Kindes anzuordnen ist. Es hat dies insbesondere dann zu erwägen, wenn das Verfahren die Zuteilung der elterlichen Sorge, die Zuteilung der Obhut, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs, die Aufteilung der Betreuung, den Unterhaltsbeitrag oder die Unterbringung/Kindesschutzmassnahmen betrifft. Die zur Kindesvertretung ernannte Person kann in diesen Bereichen Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen. (vgl. E. zu Art. 299 Abs. 2 ZPO in den Entscheidungsnachweisen)
“Die Vertretung des Kindes kann Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen, soweit es um die Zuteilung der elterlichen Sorge, die Zuteilung der Obhut, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs, die Aufteilung der Betreuung, den Unterhaltsbeitrag oder um Kindesschutzmassnahmen geht (Art. 300 ZPO). Das Recht der Kindsvertretung, Anträge zu stellen und ein Rechtmittel einzulegen, betrifft somit jene Themenbereiche, in denen das Gericht seinen Entscheid einer allfälligen Beistandsperson eröffnen (Art. 301 Bst. c ZPO) und in denen es (namentlich) die Einsetzung einer Vertretung prüfen muss (Art. 299 Abs. 2 ZPO).”
“314abis ZGB ent- spricht dem in eherechtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, ex offi- cio zu prüfen, ob dem Kind als Vertretung in Form eines Beistands eine in fürsor- gerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person zur Seite zu stellen ist. So- wohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass die Behörde bzw. das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Gericht die Anord- nung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegen- stand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Es besteht mithin eine Prüfpflicht. Der zur Kindesvertretung ernannte Beistand kann Anträge stellen und Rechtsmittel einle- gen (Art. 314abis Abs. 3 ZGB). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat die Behörde bzw. das Gericht nicht automa- tisch einen Kindesvertreter oder eine Kindesvertreterin zu bezeichnen, vielmehr handelt es sich um eine Möglichkeit, die im Ermessen der Behörde bzw. des Ge- richts liegt (PKG 2017 Nr. 12 E. 3). Entsprechend hat die Behörde bzw. das Ge- richt nach pflichtgemässem Ermessen über die Kindesvertretung zu entscheiden, sei es auf Antrag oder von Amtes wegen (BGer 5A_232/2016 v.”
Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn im Prozess eine Schutz‑ oder Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindeswohls besteht. Insbesondere ist die Anordnung zu prüfen, wenn die Eltern hinsichtlich der Zuteilung der elterlichen Sorge oder Obhut, wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhalts unterschiedliche Anträge stellen; in solchen Fällen kann eine Vertretung vermutungsweise erforderlich sein. Die Beurteilung erfolgt nach pflichtgemässem Ermessen unter Anwendung eines objektiven Massstabs und unter Würdigung des Kindeswohls.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes resp. der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Ein wichtiger Grund für die Anordnung einer Kindsvertretung liegt dann vor, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindes besteht (ZK ZPO-Schweighauser, Art. 299 N 11). Das Gericht prüft - 11 - die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der elterli- chen Sorge oder Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder der Unterhaltsbeiträge unterschiedliche Anträ- ge stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten ist (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3).”
“Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, ordnet das Gericht gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO wenn nötig die Vertretung des Kindes an. Insbesondere ist die An- ordnung der Vertretung zu prüfen, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der el- terlichen Sorge und Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs oder bezüglich des Unterhaltsbeitrages uneinig sind (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Die Beurteilung der Notwendigkeit erfolgt nach pflichtgemässem Ermessen unter Würdigung der gesamten Umstände. Richtlinie bildet dabei das Kindeswohl (vgl. - 9 - BSK ZPO-M ICHEL/STECK, 3. Aufl. 2017, Art. 299 N 7). Auch bei Vorliegen einer der erwähnten Konstellationen ist die Anordnung nicht zwingend, wenngleich eine Kindesvertretung vermutungsweise erforderlich ist. Eine Vertretung ist anzuord- nen, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch potentiell eine Gefährdung des Kindswohls besteht, was bei einem Inte- ressenkonflikt zwischen dem Kind und einem oder beiden Eltern gegeben sein dürfte (D IGGELMANN/ISLER, a.a.O., S. 145 f.; FamKomm Schei- dung/SCHWEIGHAUSER, 3.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gericht prüft eine Anordnung insbesondere auf Antrag eines Elternteils und oder wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten - 11 - scheint (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3). Die Anordnung einer Kindsvertretung scheint dann notwendig, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindeswohls besteht, was bei einem Interessenkonflikt zwischen dem Kind und einem oder beiden Eltern oder bei einem Interessenkonflikt zwischen Kind und/oder Eltern einerseits und den Kindesschutzbehörden andererseits gegeben sein dürfte (ZK ZPO - Schweighauser, Art.”
Die Vorschrift eröffnet dem Gericht einen weiten Prüfungsrahmen: die «Notwendigkeit» ist weiter zu verstehen als das frühere Erfordernis «juster Motive». Das Gericht prüft die Frage von Amtes wegen und orientiert seine Entscheidung an dem Ziel, das Wohl des Kindes angemessen zu berücksichtigen.
“La Cour n'est donc liée ni par les conclusions des parties ni par l'interdiction de la reformatio in peius (ATF 129 III 417 consid. 2.1.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_841/2018; 5A_843/2018 du 12 février 2020 consid. 5.2). 2. Les parties ont produit des pièces nouvelles en appel. 2.1 Selon l'art. 317 al. 1 CPC, les faits et les moyens de preuve nouveaux ne sont pris en considération en appel que s'ils sont invoqués ou produits sans retard (let. a) et s'ils ne pouvaient pas être invoqués ou produits devant la première instance bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de diligence (let. b). Lorsque la procédure est soumise à la maxime inquisitoire illimitée, les parties peuvent présenter des novas en appel même si les conditions de l'art. 317 al. 1 CPC ne sont pas réunies (ATF 144 III 349 consid. 4.2.1). 2.2 En l'espèce, les pièces produites en appel par les parties sont recevables, dès lors qu'elles sont en lien avec le sort de leur fille mineure. 3. L'appelante conclut à la désignation d'un curateur de représentation en faveur de sa fille. 3.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b). Cette disposition pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation: il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire. La notion de nécessité est plus large que celle de "justes motifs" qui prévalait antérieurement. La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (Jeandin, Commentaire romand CPC, 2019, n° 4 ad art.”
“L'autorité de protection de l'enfant demeure toutefois compétente pour prendre les mesures immédiatement nécessaires à la protection de l'enfant lorsqu'il est probable que le juge ne pourra pas les prendre à temps (art. 315a al. 3 ch. 2 CC). 3.1.1 Selon l'art. 303 CPC, dans le cadre d'une demande d'aliments, le juge peut prendre des mesures provisionnelles pendant la durée du procès. A ce titre, si la filiation est établie, le défendeur peut être tenu de consigner ou d'avancer des contributions d'entretien équitables (art. 303 al. 1 CPC). L'art. 303 al. 1 CPC ne soumet pas l'octroi de mesures provisionnelles à des conditions particulières, mais laisse au contraire un grand pouvoir d'appréciation au tribunal (arrêts du Tribunal fédéral 5A_362/2017 du 24 octobre 2017 consid. 2.1; 5A_85/2017 du 19 juin 2017 consid. 7.1.2; Jeandin in Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 6 et 14 ad art. 303 CPC). 3.1.2 Dans les affaires de droit de la famille, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique (art. 299 al. 1 CPC). Cette disposition pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation: il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire. La notion de nécessité est plus large que celle de « justes motifs » qui prévalait antérieurement. La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant Jeandin, op. cit., n. 4s. ad art. 299 CPC). 3.1.3 En vertu de l'art. 126 al. 1 CPC, le tribunal peut ordonner la suspension de la procédure si des motifs d'opportunité le commandent. La procédure peut notamment être suspendue lorsque la décision dépend du sort d'un autre procès. La suspension prévue par cette disposition doit correspondre à un vrai besoin. Il peut s'agir, comme elle le spécifie, d'attendre la décision qui sera rendue dans un autre procès et qui peut avoir une influence déterminante sur la procédure pendante.”
In den zitierten Entscheidungen wurde nach Art. 299 Abs. 1 ZPO sowohl in gerichtlichen Verfahren als auch in KESB-Verfahren eine Vertretung/Curatele für die Kinder angeordnet. In einzelnen Fällen wurde zudem eine zur Sprache der Beteiligten passende Ernennung (z.B. anglophone Vertretung) verlangt bzw. geprüft.
“dès le 1er janvier 2022 et jusqu’aux 10 ans révolus de l’enfant, de 1'400 fr. depuis lors et jusqu’aux 15 ans révolus de l’enfant, de 1'650 fr. dès lors et jusqu’aux 18 ans révolus de l’enfant et de 1'900 fr. au-delà et en cas d’études sérieuses et régulières et à ce que l’appelante soit également astreinte à contribuer à son entretien par le versement d’une pension mensuelle de 4'885 francs. Par réponse du 31 mars 2022, l’appelante a notamment conclu au rejet des conclusions prises par son époux et à l’attribution de la garde exclusive sur les enfants O.________ et A.________, à ce qu’un droit de visite soit fixé en faveur de l’appelant, à ce que celui-ci soit astreint à contribuer à l’entretien de ses enfants par le versement d’une pension mensuelle, pour O.________, de 550 fr. par mois jusqu’au 1er novembre 2022 et de 655 fr. dès le 1er décembre 2022 et, pour A.________, de 510 francs. b) Par ordonnance d’instruction du 12 avril 2022, la présidente a institué une curatelle de représentation, au sens de l’art. 299 al. 1 CPC, en faveur des enfants O.________ et A.________ et a nommé Me Martin Brechbühl en qualité de curateur. c) Par courrier du 11 mai 2022, la présidente a confié à l'UEMS de la DGEJ un mandat d'évaluation portant sur la garde et le droit de visite sur O.________ et A.________, ainsi que sur l'autorisation pour le père de déplacer le lieu de résidence des enfants en Espagne. L’appelante a quitté le logement conjugal pour s’installer provisoirement chez une amie. d) Par courrier du 10 juin 2022, la présidente a informé les parties qu’elle rendrait, avant la réception du rapport d’évaluation de la DGEJ, une décision de mesures protectrices de l’union conjugale, afin de régler au moins provisoirement la situation, et qu’ensuite du dépôt de ladite évaluation, une nouvelle décision de mesures protectrices de l’union conjugale serait rendue, le cas échéant d’office. Par prononcé de mesures protectrices de l’union conjugale du 6 juillet 2022, la présidente a notamment confié la garde des enfants O.”
“dès le 1er janvier 2022 et jusqu’aux 10 ans révolus de l’enfant, de 1'400 fr. depuis lors et jusqu’aux 15 ans révolus de l’enfant, de 1'650 fr. dès lors et jusqu’aux 18 ans révolus de l’enfant et de 1'900 fr. au-delà et en cas d’études sérieuses et régulières et à ce que l’appelante soit également astreinte à contribuer à son entretien par le versement d’une pension mensuelle de 4'885 francs. Par réponse du 31 mars 2022, l’appelante a notamment conclu au rejet des conclusions prises par son époux et à l’attribution de la garde exclusive sur les enfants O.________ et I.________, à ce qu’un droit de visite soit fixé en faveur de l’appelant, à ce que celui-ci soit astreint à contribuer à l’entretien de ses enfants par le versement d’une pension mensuelle, pour O.________, de 550 fr. par mois jusqu’au 1er novembre 2022 et de 655 fr. dès le 1er décembre 2022 et, pour I.________, de 510 francs. b) Par ordonnance d’instruction du 12 avril 2022, la présidente a institué une curatelle de représentation, au sens de l’art. 299 al. 1 CPC, en faveur des enfants O.________ et I.________ et a nommé Me Martin Brechbühl en qualité de curateur. c) Par courrier du 11 mai 2022, la présidente a confié à l'UEMS de la DGEJ un mandat d'évaluation portant sur la garde et le droit de visite sur O.________ et I.________, ainsi que sur l'autorisation pour le père de déplacer le lieu de résidence des enfants en Espagne. L’appelante a quitté le logement conjugal pour s’installer provisoirement chez une amie. d) Par courrier du 10 juin 2022, la présidente a informé les parties qu’elle rendrait, avant la réception du rapport d’évaluation de la DGEJ, une décision de mesures protectrices de l’union conjugale, afin de régler au moins provisoirement la situation, et qu’ensuite du dépôt de ladite évaluation, une nouvelle décision de mesures protectrices de l’union conjugale serait rendue, le cas échéant d’office. Par prononcé de mesures protectrices de l’union conjugale du 6 juillet 2022, la présidente a notamment confié la garde des enfants O.”
“1 CPC, les faits et moyens de preuve nouveaux ne sont pris en considération au stade de l'appel que s'ils sont invoqués ou produits sans retard (let. a) et s'ils ne pouvaient l'être devant la première instance, bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de la diligence requise (let. b). Ces conditions sont cumulatives (ATF 144 III 349 consid. 4.2.1). Cependant, lorsque le juge est saisi de questions relatives à des enfants mineurs dans les affaires de droit de la famille, les pièces nouvelles sont recevables même si les conditions de l'art. 317 al. 1 CPC ne sont pas réunies du fait que la maxime inquisitoire illimitée s'applique (ATF 144 III 349 consid. 4.2.1). 2.2 En l'espèce, dans la mesure où il a été retenu supra (consid. 1.3) que la maxime inquisitoire illimitée s'appliquait à la présente procédure compte tenu de l'objet du contentieux, les pièces nouvelles produites en appel sont recevables, indépendamment de la question de savoir si les conditions fixées à l'art. 317 al. 1 CPC sont réalisées. 3. L'intimée sollicite la nomination d'un curateur de représentation anglophone en faveur des enfants. 3.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant ou à la contribution d'entretien (let. a), de même que si l'un des parents le requière (let. b). En outre, selon l'art. 299 al. 3 CPC, sur demande de l'enfant capable de discernement, le tribunal désigne un représentant. Sous réserve de l'hypothèse où un enfant capable de discernement requiert la nomination d'un curateur (art. 299 al. 3 CPC), la désignation d'un représentant n'est pas automatique; il s'agit d'une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (arrêts du Tribunal fédéral 5A_579/2016 du 6 février 2017 consid. 3.2.1 et 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid.”
“Februar 2017 wurde der superprovisorische Entscheid bestätigt und H____ zum Beistand der Kinder ernannt. Auf Empfehlung des Beistandes hob die KESB die Sistierung der Kontakte mit Entscheid vom 15. Juni 2017 wieder auf. Gemäss Bericht des Beistands vom 7. März 2018 wurde der persönliche Verkehr zwischen dem Vater und den Kindern nach Aufhebung der Sistierung bis hin zu gemeinsamen Ferien ausgebaut. Gleichzeitig zeigten sich Schwierigkeiten bezüglich des Umgangs des Kindsvaters mit dem Beistand, der Kindsmutter und den Kindern. Gemäss einer Polizeimeldung kam es in Anwesenheit der Kinder am 11. März 2018 zu einem Vorfall. Mit superprovisorischem und vorsorglichem Entscheid vom 21. März 2018, respektive 27. April 2018, lehnte die KESB eine Sistierung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Kindsvater und den Kindern ab. Dies aufgrund des Wunsches der Kinder, den Kontakt zu ihrem Vater beizubehalten. Die KESB erteilte dem Kindsvater Weisungen. Für die Kinder wurde im Verfahren vor der KESB und allfälligen Rechtsmittelinstanzen eine Verfahrensvertretung i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO durch I____ angeordnet. Aufgrund des Eheschutzverfahrens zwischen den Eltern vor dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft [...] wurde für die Kinder zudem eine Vertretungsbeistandschaft i.S.v. Art. 308 Abs. 2 ZGB mit Frau I____ als Beiständin errichtet. Sie erhielt die Aufgabe, die Kinder in anderen Zivil- und Strafverfahren zu vertreten, in denen sowohl ein Kind Partei oder betroffen ist und zugleich mindestens ein Elternteil. Frau I____ amtierte sodann auch im Scheidungsverfahren vor dem Zivilgericht Basel-Stadt als Kindsvertreterin, bis sie das Mandat Ende Juli 2020 krankheitsbedingt niederlegte. An ihrer statt wurde F____ eingesetzt. Am 31. Mai 2018 sistierte die KESB den persönlichen Verkehr zwischen dem Kindsvater und den Kindern ein weiteres Mal superprovisorisch. Mit vorsorglichem Entscheid vom 19. Juli 2018 wurde der Kontakt zu G____ sistiert, jener zu E____ auf einen wöchentlichen Nachmittag eingeschränkt. Die KESB fällte am 23. Mai 2019 folgenden Entscheid (Berufungsbeilage 2, Auszug): «1.”
Bei elterlichen Konflikten kann zu befürchten sein, dass keiner der Eltern das Kindeswohl angemessen vertritt; das Gericht hat in solchen Fällen zu prüfen, ob eine Vertretung des Kindes anzuordnen ist. Die Bestellung eines Curators ist dabei eine Ermessenserwägung und keine zwingende Verpflichtung.
“Une réparation de la violation du droit d'être entendu peut également se justifier, même en présence d'un vice grave, lorsque le renvoi constituerait une vaine formalité et aboutirait à un allongement inutile de la procédure, ce qui serait incompatible avec l'intérêt de la partie concernée à ce que sa cause soit tranchée dans un délai raisonnable (ATF 142 II 218 consid. 2.8.1). 5.1.2 Selon l'art. 299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. Dans les hypothèses précitées, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l'enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l'enfant et les parents ainsi que les frères et sœurs) et la porter à la connaissance du tribunal. L'information relative à la volonté subjective de l'enfant fait aussi partie de ce qu'il faut connaître pour déterminer le bien de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.1). La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art.”
“299 al. 2 let. a CPC, en vigueur depuis le 1er janvier 2017, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de l’autorité parentale (ch. 1), à l’attribution de la garde (ch. 2), à des questions importantes concernant les relations personnelles (ch. 3), à la participation à la prise en charge (ch. 4) et à la contribution d’entretien (ch. 5). Le nouveau droit élargit le champ d’application de la représentation de l’enfant, puisque celle-ci est désormais envisageable également sur les aspects patrimoniaux d’une procédure matrimoniale qui concerne l’enfant (Chabloz, La position procédurale de l’enfant en droit de la famille : modifications au 1er janvier 2017, in RSPC 1/2017, pp. 83 et 85). Dans le cadre de sa mission, le rôle du curateur consiste à faire valoir le bien de l’enfant, et non sa volonté (ATF 142 III 153 consid. 5.2.1). La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, op. cit., n. 5 ad art. 299 CPC). La maxime inquisitoire et la maxime d’office étant applicables dans les affaires du droit de la famille s’agissant des intérêts de l’enfant (art. 296 CPC), la représentation de l’enfant n’est nécessaire que lorsqu’elle est effectivement susceptible d’offrir au tribunal une aide décisionnelle (ATF 142 II 153 consid. 5.1.1 ss et réf. cit.). La fonction du curateur ne consiste pas à représenter en premier lieu le point de vue subjectif de l’enfant, bien qu’il lui appartienne de documenter sa volonté subjective. Le curateur doit établir l’intérêt objectif de l’enfant et contribuer à sa réalisation (ATF 142 II 153 précité consid. 5.2.2 et 5.2.3.1). 7.3 A l’appui de sa requête, l’appelant soutient que l’enfant se trouverait au milieu d’un conflit parental et qu’un « risque d’aliénation par l’intimée n’est pas à exclure », ce d’autant plus que celle-ci obstruerait l’exercice du droit aux relations personnelles entre l’enfant et son père.”
“1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 let. a CPC, en vigueur depuis le 1er janvier 2017, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de l’autorité parentale (ch. 1), à l’attribution de la garde (ch. 2), à des questions importantes concernant les relations personnelles (ch. 3), à la participation à la prise en charge (ch. 4) et à la contribution d’entretien (ch. 5). Dans le cadre de sa mission, le rôle du curateur consiste à faire valoir le bien de l’enfant, et non sa volonté (ATF 142 III 153 consid. 5.2.1). La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, op. cit., n. 5 ad art. 299 CPC). Dans le cadre d'une procédure indépendante en entretien de l'enfant (art. 295 CPC), il y a lieu d'appliquer par analogie les principes de l'art. 299 CPC, en ce qui concerne le pouvoir de représentation d'un parent au regard des art. 306 al. 2 et 3 CC: un représentant de l'enfant ne doit être désigné par le tribunal ou l'autorité de protection, que lorsque cela apparaît nécessaire dans le cas concret. Cela vaut également lorsqu'une contribution de prise en charge est requise. Le seul fait que, durant la procédure, l'enfant est placé sous l'autorité conjointe de ses deux parents, ne suffit pas à admettre l'existence d'un conflit d'intérêts abstrait entre la mère et l'enfant qui lui ferait perdre son pouvoir de représentation et nécessiterait la nomination d'un curateur à l'enfant pour la procédure relative à son entretien (ATF 145 III 393 consid. 2.7, JdT 2019 II 377). Dans les affaires de droit de la famille, la maxime inquisitoire et la maxime d’office sont applicables en ce qui concerne les intérêts de l’enfant.”
Der Wunsch des (urteilsfähigen) Kindes hinsichtlich der Person der Kindesvertretung ist zu berücksichtigen, sofern die fachlichen Qualifikationen der vorgeschlagenen Beiständin bzw. des vorgeschlagenen Beistands erfüllt sind. Ein Wahlrecht des Kindes besteht nicht; in begründeten Fällen kann vom Wunsch abgewichen werden. Eine Präferenz, die ausschliesslich auf dem äusseren Erscheinungsbild (z. B. aufgrund von Fotografien) beruht, reicht nicht aus, um die Einsetzung einer fachlich geeigneten Vertreterin bzw. eines fachlich geeigneten Vertreters zu verhindern.
“Sofern die fachlichen Qualifikationen erfüllt sind, ist der Wunsch insbeson- dere des urteilsfähigen Kindes betreffend die Person der Kindesvertretung wo möglich zu berücksichtigen (Michel/Steck, a.a.O., N 14 zu Art. 299 ZPO; Peter Diggelmann/Martina Isler, Vertretung und prozessuale Stellung des Kindes im Zi- vilprozess, in: SJZ 111/2015, S. 144). Dennoch besteht kein Wahlrecht und in be- gründeten Fällen kann vom Wunsch des Kindes abgewichen werden (Stalder/Van de Graaf, a.a.O., N 13 zu Art. 299 ZPO). Hier beruht die Präferenz des Kindes einzig auf dem äusseren Erscheinungsbild der jeweiligen Vertreterinnen, von wel- chem sich das Kind aufgrund von Fotografien ein Bild gemacht hat. Selbst wenn vorliegend das Kind (dessen Urteilsfähigkeit vorliegend offen gelassen werden kann) und nicht die Kindsmutter die eingesetzte Vertreterin ablehnt, ist eine einzig auf dieser Grundlage basierende Abwehrhaltung nicht hinreichend, um die Einset- zung einer fachlich qualifizierten Vertreterin zu verhindern. Dieses Argument über- zeugt demnach nicht.”
Bei Interessenkonflikten (z.B. zwischen Eltern oder zwischen Kind und Eltern/Kindesschutzbehörden) ist gemäss Art. 299 Abs. 2 ZPO die Anordnung einer Kindesvertretung zu prüfen; in solchen Konstellationen erscheint eine Vertretung vermutungsweise erforderlich. Die Anordnung ist nicht zwingend: Entscheidend ist, ob im Prozess eine Schutz‑ bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes besteht und dadurch eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. Es ist ein objektiver Massstab anzulegen; die Entscheidung trifft das Gericht nach pflichtgemässem Ermessen unter Würdigung des Kindeswohls. Nicht jede Streitigkeit über Einzelheiten des persönlichen Verkehrs verlangt eine Vertretung.
“Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, ordnet das Gericht gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO wenn nötig die Vertretung des Kindes an. Insbesondere ist die An- ordnung der Vertretung zu prüfen, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der el- terlichen Sorge und Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs oder bezüglich des Unterhaltsbeitrages uneinig sind (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Die Beurteilung der Notwendigkeit erfolgt nach pflichtgemässem Ermessen unter Würdigung der gesamten Umstände. Richtlinie bildet dabei das Kindeswohl (vgl. - 9 - BSK ZPO-M ICHEL/STECK, 3. Aufl. 2017, Art. 299 N 7). Auch bei Vorliegen einer der erwähnten Konstellationen ist die Anordnung nicht zwingend, wenngleich eine Kindesvertretung vermutungsweise erforderlich ist. Eine Vertretung ist anzuord- nen, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch potentiell eine Gefährdung des Kindswohls besteht, was bei einem Inte- ressenkonflikt zwischen dem Kind und einem oder beiden Eltern gegeben sein dürfte (D IGGELMANN/ISLER, a.a.O., S. 145 f.; FamKomm Schei- dung/SCHWEIGHAUSER, 3. Aufl. 2017, Anh. ZPO Art. 299 N 14 und 18; ZK ZPO- S CHWEIGHAUSER, 3. Aufl. 2016, Art. 299 N 11 und 14). Bei unterschiedlichen An- trägen der Eltern zum persönlichen Verkehr ist ein objektiver Massstab anzule- gen: Nicht jede Streitigkeit über Details des Besuchsrechts erfordert eine Kindes- vertretung.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gericht prüft eine Anordnung insbesondere auf Antrag eines Elternteils und oder wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten - 11 - scheint (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3). Die Anordnung einer Kindsvertretung scheint dann notwendig, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindeswohls besteht, was bei einem Interessenkonflikt zwischen dem Kind und einem oder beiden Eltern oder bei einem Interessenkonflikt zwischen Kind und/oder Eltern einerseits und den Kindesschutzbehörden andererseits gegeben sein dürfte (ZK ZPO - Schweighauser, Art. 299 N 11). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E.”
Das urteilsfähige Kind verfügt über einen eigenen Beschwerdeweg gegen die Weigerung, ihm eine Vertretung zu bestellen (Art. 299 Abs. 3 ZPO). Eltern, die die Anordnung oder die Ablehnung einer Curatelle anfechten, können nicht über Art. 299 Abs. 3 ZPO vorgehen; hierfür ist der Rekurs nach Art. 319 lit. b ZPO vorgesehen, der die Voraussetzung eines schwer oder nur schwer wieder gutzumachenden Nachteils verlangt.
“299 CPC instituée en faveur de Q.________ et Y.________ est supprimée, subsidiairement à la réforme du chiffre II de son dispositif en ce sens que Me O.________, avocat, est désigné en qualité de curateur de représentation des enfant, et plus subsidiairement à son annulation et au renvoi de la cause à l’autorité de première instance pour nouvelle décision dans le sens des considérants. Il a en outre produit onze pièces sous bordereau. 4. 4.1 Le recours est dirigé contre une décision maintenant en faveur des enfants Q.________ et Y.________ une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC et leur désignant un curateur de représentation. Une telle décision constitue une ordonnance d'instruction (Jeandin, Commentaire romand, CPC, 2e éd., Bâle 2019, n. 15 ad art. 299 CPC). Le recours doit être interjeté dans un délai de dix jours (art. 321 al. 2 CPC) devant la Chambre des recours civile (art. 73 al. 1 LOJV [loi vaudoise d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). Conformément à l'art. 299 al. 3 CPC, l'enfant capable de discernement dispose d'une voie de recours spécifique contre le refus du premier juge de lui désigner un curateur. Pour les parents qui contestent le refus ou l’instauration d’une curatelle, seul le recours prévu à l’art. 319 let. b ch. 2 CPC est ouvert (Jeandin, op. cit., n. 15 ad art. 299 CPC ; Spycher, Berner Kommentar, n. 14 ad art. 299 CPC ; Schweighauser, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., nn. 35 et 36 ad art. 299 CPC). Le recours prévu à l'art. 319 let. b ch. 2 CPC suppose l'existence d'un préjudice difficilement réparable, à défaut duquel le recours sera déclaré irrecevable. Selon la jurisprudence de la Chambre de céans, la notion de préjudice difficilement réparable est plus large que celle de dommage irréparable de l'art. 93 al. 1 let. a LTF (loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral ; RS 173.110), puisqu'elle devrait viser également les désavantages de fait (JdT 2014 III 121 consid. 2.3 et les réf. citées ; JdT 2011 III 86 consid. 3 ; CREC 20 avril 2012/148).”
“________ en qualité de curateur de représentation de l’enfant, avec l’autorisation de faire toutes propositions utiles dans l’intérêt de celle-ci et d’agir en justice en son nom (III). 2. Par acte du 15 mars 2021, A.F.________ a recouru contre ce prononcé, en concluant, avec suite de frais et dépens, principalement à sa réforme en ce sens que Me [...] est désigné en qualité de curateur de représentation de l’enfant B.F.________ et, subsidiairement, à son annulation et au renvoi de la cause au premier juge pour nouvelle décision dans le sens des considérants. Le recourant a annoncé qu’il déposerait prochainement une demande d’assistance judiciaire simplifiée. 3. 3.1 Le recours est dirigé contre une décision désignant à l’enfant B.F.________ un curateur de représentation en la personne de Me O.________ dans le cadre du divorce de ses parents. Une telle décision constitue une ordonnance d'instruction (Jeandin, Commentaire romand, CPC, 2e éd., Bâle 2019, n. 15 ad art. 299 CPC). Conformément à l'art. 299 al. 3 CPC, l'enfant capable de discernement dispose d'une voie de recours spécifique contre le refus du premier juge de lui désigner un curateur. Pour les parents qui contestent le refus ou l’instauration d’une curatelle, seul le recours prévu à l’art. 319 let. b ch. 2 CPC est ouvert (Jeandin, op. cit., n. 15 ad art. 299 CPC; Spycher, Berner Kommentar, n. 14 ad art. 299 CPC; Schweighauser, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., nn. 35 et 36 ad art. 299 CPC). Le recours prévu à l'art. 319 let. b ch. 2 CPC suppose l'existence d'un préjudice difficilement réparable, à défaut duquel le recours sera déclaré irrecevable. Selon la jurisprudence de la Cour de céans, la notion de préjudice difficilement réparable est plus large que celle de dommage irréparable de l'art. 93 al. 1 let. a LTF (Loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral ; RS 173.110), puisqu'elle devrait viser également les désavantages de fait (JdT 2014 III 121 consid. 2.3 et les réf. citées ; JdT 2011 III 86 consid. 3 ; CREC 20 avril 2012/148).”
“________ en qualité de curateur de représentation de l’enfant, avec l’autorisation de faire toutes propositions utiles dans l’intérêt de celle-ci et d’agir en justice en son nom (III). 2. Par acte du 15 mars 2021, A.F.________ a recouru contre ce prononcé, en concluant, avec suite de frais et dépens, principalement à sa réforme en ce sens que Me [...] est désigné en qualité de curateur de représentation de l’enfant B.F.________ et, subsidiairement, à son annulation et au renvoi de la cause au premier juge pour nouvelle décision dans le sens des considérants. Le recourant a annoncé qu’il déposerait prochainement une demande d’assistance judiciaire simplifiée. 3. 3.1 Le recours est dirigé contre une décision désignant à l’enfant B.F.________ un curateur de représentation en la personne de Me O.________ dans le cadre du divorce de ses parents. Une telle décision constitue une ordonnance d'instruction (Jeandin, Commentaire romand, CPC, 2e éd., Bâle 2019, n. 15 ad art. 299 CPC). Conformément à l'art. 299 al. 3 CPC, l'enfant capable de discernement dispose d'une voie de recours spécifique contre le refus du premier juge de lui désigner un curateur. Pour les parents qui contestent le refus ou l’instauration d’une curatelle, seul le recours prévu à l’art. 319 let. b ch. 2 CPC est ouvert (Jeandin, op. cit., n. 15 ad art. 299 CPC; Spycher, Berner Kommentar, n. 14 ad art. 299 CPC; Schweighauser, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., nn. 35 et 36 ad art. 299 CPC). Le recours prévu à l'art. 319 let. b ch. 2 CPC suppose l'existence d'un préjudice difficilement réparable, à défaut duquel le recours sera déclaré irrecevable. Selon la jurisprudence de la Cour de céans, la notion de préjudice difficilement réparable est plus large que celle de dommage irréparable de l'art. 93 al. 1 let. a LTF (Loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral ; RS 173.110), puisqu'elle devrait viser également les désavantages de fait (JdT 2014 III 121 consid. 2.3 et les réf. citées ; JdT 2011 III 86 consid. 3 ; CREC 20 avril 2012/148).”
Art. 299 Abs. 3 ZPO kommt nur insoweit in Betracht, als das urteilsfähige Kind selbst die Bestellung eines Vertreters verlangt; liegt ein entsprechender Antrag nicht vor oder rügt das Kind keinen (impliziten) Ablehnungsentscheid, findet die Bestimmung keine Anwendung.
“2 L’enfant n’est pas partie à la procédure de divorce opposant ses parents et – à l’exception des cas de figure visés par les art. 298 al. 3 CPC (recours contre le refus du droit de l’enfant à être entendu) et 299 al. 3 CPC (recours contre le refus de la demande de l’enfant à se voir désigner un représentant) – ne dispose d’aucune voie de remise en cause contre les décisions émaillant la procédure, si ce n’est, le cas échéant, par l’intermédiaire du représentant lui ayant été désigné (Jeandin, op. cit., n. 5 ad art. 300 CPC et la réf. citée). 4.2 En l’espèce, il découle de ce qui précède que les appelantes, enfants mineures de L.________ et R.________, ne sont pas parties à la procédure de divorce opposant leurs parents. Par ailleurs, les appelantes ont été entendues, à deux reprises, par le président du tribunal de première instance dans le cadre de ladite procédure – ce qu’elles ne contestent au demeurant pas, de sorte que l’on ne se trouve pas dans le cas de figure visé par l’art. 298 al. 3 CPC. Quant au cas de figure visé par l’art. 299 al. 3 CPC, celui-ci ne trouve pas non plus application en l’occurrence. En effet, les appelantes ne se plaignent pas d’un quelconque refus de désignation d’un représentant en leur faveur dans le cadre de la procédure de divorce opposant leurs parents. Quoi qu’il en soit, en déposant seules un appel, soit sans être valablement représentées devant l’autorité de céans, les appelantes ne disposaient pas de la capacité d’ester en justice (art. 59 al. 2 let. c CPC) – ce qui constitue un vice irréparable, le dépôt d’un acte en justice ne constituant de toute évidence pas l’exercice d’un droit strictement personnel absolu au sens de l’art. 19c al. 2 in fine CC. Dans un tel cas de figure, il s’ensuit que l’appel est irrecevable. 5. En définitive, au vu de ce qui précède, l’appel doit être déclaré irrecevable (art. 312 al. 1 in fine CPC). L’appel étant déclaré irrecevable avant qu’une avance de frais n’ait été demandée, le présent arrêt peut être rendu sans frais judiciaires (art. 11 TFJC [Tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.”
“3) que la maxime inquisitoire illimitée s'appliquait à la présente procédure compte tenu de l'objet du contentieux, les pièces nouvelles produites en appel sont recevables, indépendamment de la question de savoir si les conditions fixées à l'art. 317 al. 1 CPC sont réalisées. 3. L'intimée sollicite la nomination d'un curateur de représentation anglophone en faveur des enfants. 3.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant ou à la contribution d'entretien (let. a), de même que si l'un des parents le requière (let. b). En outre, selon l'art. 299 al. 3 CPC, sur demande de l'enfant capable de discernement, le tribunal désigne un représentant. Sous réserve de l'hypothèse où un enfant capable de discernement requiert la nomination d'un curateur (art. 299 al. 3 CPC), la désignation d'un représentant n'est pas automatique; il s'agit d'une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (arrêts du Tribunal fédéral 5A_579/2016 du 6 février 2017 consid. 3.2.1 et 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3, avec la jurisprudence citée). 3.2 En l'espèce, les parties ont pris des conclusions divergentes relativement à la garde des enfants et à la contribution due pour leur entretien. Le dossier comporte toutefois un rapport du SEASP rendu après consultation des professionnels entourant les enfants et audition de ceux-ci ainsi que diverses pièces les concernant produites par les parties. Ces documents renseignent suffisamment sur la situation de enfants. L'intimée ne précise au demeurant pas quel élément supplémentaire la nomination d'un curateur de représentation pourrait apporter. Enfin, la procédure de mesures protectrices arrivant à son terme, l'intérêt des enfants commande qu'une décision soit rendue. Il sera également relevé que si l'enfant C______, âgé de 13 ans, a sollicité en première instance qu'un curateur de représentation soit nommé pour lui-même et son frère, il n'a pas réitéré sa requête dans le cadre de la présente procédure d'appel ni n'a formé recours contre le refus - implicite - du premier juge d'y donner suite, de sorte que l'art.”
“En ce sens, le curateur ne peut pas simplement agir comme un avocat qui se focaliserait sur la seule parole de son client, mais il doit tenir compte du fait que l'enfant, dans une procédure de droit de la famille, n'est ni une "tierce partie", ni une "partie adverse" (ATF 142 III 153, consid. 5.2.2). Il apparaît ainsi que l'acte judiciaire du curateur qui présentera les conclusions à l'autorité devra comprendre, à tout le moins, deux parties distinctes. Une première partie présentant la volonté subjective de l'enfant et une deuxième partie présentant l'intérêt "objectif" de l'enfant. Cette deuxième partie est susceptible de s'écarter de la position de chacun des parents, mais aussi de l'avis de l'enfant, en fonction des circonstances. Une telle position n'est possible qu'après des investigations par le curateur, notamment sur l'évolution scolaire, médicale et personnelle de l'enfant (Sabrina BURGAT, Le curateur de représentation de l'enfant dans les procédures su droit de la famille; analyse de l'arrêt du Tribunal fédéral 5A_8/2017). 2.2 En l'espèce, la mineure invoque à tort l'art. 299 al. 3 CPC à l'appui de son recours, cette disposition étant applicable uniquement dans les procédures de droit matrimonial et prévoyant expressément, contrairement au texte de l'art. 314abis CC que, sur demande de l'enfant capable de discernement, le tribunal de première instance lui désigne un représentant et que l'enfant peut former un recours contre le rejet de sa demande. L'art. 314abis CC, applicable devant le Tribunal de protection, confère au juge le droit d'examiner d'office la nécessité de nommer un curateur de représentation à l'enfant, lorsqu'il considère que cela est dans l'intérêt du mineur, dans le cadre de la procédure pendante devant lui. Il doit garder à l'esprit cette possibilité tout au long de la procédure et n'est pas obligé de rendre une décision chaque fois qu'il l'examine, sauf s'il ordonne une telle représentation. En l'espèce, le Tribunal de protection n'a pas nommé d'office de curateur de représentation à la mineure mais a examiné la nécessité de cette nomination à réception de la demande formée au nom de cette dernière.”
Die Qualifikation der Anordnung einer Kindesvertretung nach Art. 299 Abs. 3 ZPO als präjudizielle bzw. inzidente Entscheidung ist in Lehre und Rechtsprechung umstritten. Das Bundesgericht hat in neueren Entscheiden eine solche Anordnung als präjudizielle/inzidente Entscheidung bezeichnet und dabei auf BGE 147 III 451 verwiesen, wobei in der Rechtsprechung und Literatur unterschiedliche Auffassungen bestehen (insbesondere zur Frage, ob die Entscheidung final oder inzident ist und ob ein irreparabler Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG gegeben ist).
“Une décision concernant la désignation d'un représentant de l'enfant au sens de l'art. 314a bis al. 1 CC est une décision préjudicielle ou incidente qui ne concerne ni la compétence ni la récusation (art. 93 al. 1 LTF; ATF 147 III 451 consid. 1.2 [ad art. 299 al. 3 CPC]; arrêts 5A_823/2022 du 17 mai 2023 consid. 1.2.1 et la référence; 5A_167/2020 du 15 juillet 2020 consid. 1.2.1).”
“1), il a considéré dans plusieurs autres cas que la question de la nature finale ou incidente d'une telle décision, qui était discutée par la doctrine, n'avait pas de portée pratique, dès lors qu'elle était susceptible de causer un préjudice irréparable au sens de l'art. 93 al. 1 let. a LTF (arrêts 5A_710/2012 du 2 juillet 2013 consid. 1; 5A_732/2013 du 10 décembre 2013 consid. 1; 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid. 1). Sous l'angle de l'art. 299 CPC, tantôt il a relevé que, pour une partie de la doctrine, la décision refusant de désigner un représentant à l'enfant est toujours incidente au sens de l'art. 93 al. 1 LTF, tout en laissant indécis le point de savoir si "la condition de recevabilité en cause" était remplie en l'espèce (arrêt 5A_579/2016 du 6 février 2016 consid. 1.2), tantôt il s'est abstenu de se déterminer sur le caractère final ou non d'une telle décision, se bornant à renvoyer à l'arrêt 5A_278/2016 précité (arrêt 5A_655/2016 du 13 décembre 2016). Les auteurs auxquels le Tribunal fédéral s'est référé dans ces arrêts, sont, pour certains, d'avis que la décision qui rejette le recours formé par l'enfant contre le refus de lui désigner un curateur de représentation dans la procédure matrimoniale (art. 299 al. 3 CPC) est finale au sens de l'art. 90 LTF; ils invoquent notamment que, du point de vue de l'enfant, ce prononcé termine le litige (parmi plusieurs: SCHWEIGHAUSER, in FamKommentar Scheidung, vol. II, 3 e éd. 2017, n os 31 et 53 ad art. 299 CPC; DIGGELMANN/ISLER, Vertretung und prozessuale Stellung des Kindes im Zivilprozess, RSJ 111/2015 p. 141 ss, spéc. 147). D'autres commentateurs soutiennent qu'il s'agit d'une décision incidente qui cause un préjudice irréparable au sens de BGE 147 III 451 S. 455 l'art. 93al. 1 let. a LTF (ANNETTE SPYCHER, in Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, n° 16 ad art. 299 CPC; MICHEL/STECK, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2 e éd. 2017, n° 43 ad art. 299 CPC). Cette dernière opinion, d'ailleurs esquissée dans la jurisprudence susmentionnée, doit être confirmée. Si, du point de vue de l'enfant, la décision qui rejette la requête de ce dernier tendant à la désignation d'un représentant dans la procédure matrimoniale (cf.”
Die Bestellung eines Vertreters auf Antrag eines urteilsfähigen Kindes nach Art. 299 Abs. 3 ZPO erfolgt nicht automatisch; die Anordnung liegt im Ermessen des Gerichts. Das Gericht kann bei ausreichender Aktenlage auf die Ernennung verzichten.
“2 En l'espèce, dans la mesure où il a été retenu supra (consid. 1.3) que la maxime inquisitoire illimitée s'appliquait à la présente procédure compte tenu de l'objet du contentieux, les pièces nouvelles produites en appel sont recevables, indépendamment de la question de savoir si les conditions fixées à l'art. 317 al. 1 CPC sont réalisées. 3. L'intimée sollicite la nomination d'un curateur de représentation anglophone en faveur des enfants. 3.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant ou à la contribution d'entretien (let. a), de même que si l'un des parents le requière (let. b). En outre, selon l'art. 299 al. 3 CPC, sur demande de l'enfant capable de discernement, le tribunal désigne un représentant. Sous réserve de l'hypothèse où un enfant capable de discernement requiert la nomination d'un curateur (art. 299 al. 3 CPC), la désignation d'un représentant n'est pas automatique; il s'agit d'une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (arrêts du Tribunal fédéral 5A_579/2016 du 6 février 2017 consid. 3.2.1 et 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3, avec la jurisprudence citée). 3.2 En l'espèce, les parties ont pris des conclusions divergentes relativement à la garde des enfants et à la contribution due pour leur entretien. Le dossier comporte toutefois un rapport du SEASP rendu après consultation des professionnels entourant les enfants et audition de ceux-ci ainsi que diverses pièces les concernant produites par les parties. Ces documents renseignent suffisamment sur la situation de enfants. L'intimée ne précise au demeurant pas quel élément supplémentaire la nomination d'un curateur de représentation pourrait apporter.”
“3) que la maxime inquisitoire illimitée s'appliquait à la présente procédure compte tenu de l'objet du contentieux, les pièces nouvelles produites en appel sont recevables, indépendamment de la question de savoir si les conditions fixées à l'art. 317 al. 1 CPC sont réalisées. 3. L'intimée sollicite la nomination d'un curateur de représentation anglophone en faveur des enfants. 3.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant ou à la contribution d'entretien (let. a), de même que si l'un des parents le requière (let. b). En outre, selon l'art. 299 al. 3 CPC, sur demande de l'enfant capable de discernement, le tribunal désigne un représentant. Sous réserve de l'hypothèse où un enfant capable de discernement requiert la nomination d'un curateur (art. 299 al. 3 CPC), la désignation d'un représentant n'est pas automatique; il s'agit d'une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (arrêts du Tribunal fédéral 5A_579/2016 du 6 février 2017 consid. 3.2.1 et 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3, avec la jurisprudence citée). 3.2 En l'espèce, les parties ont pris des conclusions divergentes relativement à la garde des enfants et à la contribution due pour leur entretien. Le dossier comporte toutefois un rapport du SEASP rendu après consultation des professionnels entourant les enfants et audition de ceux-ci ainsi que diverses pièces les concernant produites par les parties. Ces documents renseignent suffisamment sur la situation de enfants. L'intimée ne précise au demeurant pas quel élément supplémentaire la nomination d'un curateur de représentation pourrait apporter. Enfin, la procédure de mesures protectrices arrivant à son terme, l'intérêt des enfants commande qu'une décision soit rendue. Il sera également relevé que si l'enfant C______, âgé de 13 ans, a sollicité en première instance qu'un curateur de représentation soit nommé pour lui-même et son frère, il n'a pas réitéré sa requête dans le cadre de la présente procédure d'appel ni n'a formé recours contre le refus - implicite - du premier juge d'y donner suite, de sorte que l'art.”
“2 En l'espèce, dans la mesure où il a été retenu supra (consid. 1.3) que la maxime inquisitoire illimitée s'appliquait à la présente procédure compte tenu de l'objet du contentieux, les pièces nouvelles produites en appel sont recevables, indépendamment de la question de savoir si les conditions fixées à l'art. 317 al. 1 CPC sont réalisées. 3. L'intimée sollicite la nomination d'un curateur de représentation anglophone en faveur des enfants. 3.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'alinéa 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de la garde, à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant ou à la contribution d'entretien (let. a), de même que si l'un des parents le requière (let. b). En outre, selon l'art. 299 al. 3 CPC, sur demande de l'enfant capable de discernement, le tribunal désigne un représentant. Sous réserve de l'hypothèse où un enfant capable de discernement requiert la nomination d'un curateur (art. 299 al. 3 CPC), la désignation d'un représentant n'est pas automatique; il s'agit d'une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (arrêts du Tribunal fédéral 5A_579/2016 du 6 février 2017 consid. 3.2.1 et 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3, avec la jurisprudence citée). 3.2 En l'espèce, les parties ont pris des conclusions divergentes relativement à la garde des enfants et à la contribution due pour leur entretien. Le dossier comporte toutefois un rapport du SEASP rendu après consultation des professionnels entourant les enfants et audition de ceux-ci ainsi que diverses pièces les concernant produites par les parties. Ces documents renseignent suffisamment sur la situation de enfants. L'intimée ne précise au demeurant pas quel élément supplémentaire la nomination d'un curateur de représentation pourrait apporter.”
Das Gericht hat nach Art. 299 Abs. 2 ZPO eine ex officio‑Prüfungspflicht, ob eine Vertretung des Kindes anzuordnen ist. Die in Art. 299 Abs. 2 aufgeführten Fälle begründen jedoch lediglich diese Prüfpflicht; die tatsächliche Anordnung einer Kindesvertretung ist nicht automatisch verpflichtend, sondern erfolgt im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts. Zudem muss das Gericht dafür nicht zwingend einen separaten formellen Entscheid treffen.
“Letztinstanzlichkeit bedeutet, dass für eine Rüge, zu der nicht erst der letztinstanzliche Entscheid Anlass gibt, der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell erschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1). Auf neu vorgetragene Rügen, die bereits vor Vorinstanz hätten vorgetragen werden können, wie dies vorliegend hinsichtlich der fehlenden Anordnung einer Vertretung des Kindes gemäss Art. 299 ZPO der Fall ist, tritt das Bundesgericht nicht ein. Im Übrigen begründet der Beschwerdeführer die Verletzung von Art. 299 ZPO ohnehin mit Tatsachen (Aussagen im kinderpsychologischen Bericht von E.________ vom 7. Januar 2021), die in der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz keine Grundlage haben (vgl. vorne E. 2.2). Soweit er vorbringt, eine Vertretung des Kindes sei gemäss Art. 299 Abs. 2 Ziff. 4 ZPO insbesondere zu prüfen, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge zu den Betreuungsanteilen stellen, zeigt er nicht auf, inwiefern die Vorinstanz diese Bestimmung verletzt haben soll. In den in Art. 299 Abs. 2 ZPO geregelten Fällen besteht lediglich eine Prüfungspflicht des Gerichts und ist die Anordnung einer Kindesvertretung keineswegs zwingend, sondern steht sie vielmehr im Ermessen des Gerichts; das Gericht muss diesbezüglich auch keinen formellen Entscheid treffen (vgl. Urteile 5A_400/2015 vom 25. Februar 2016 E. 2.3, nicht publiziert in: BGE 142 III 197, aber in: FamPra.ch 2016 S. 772; 5A_744/2013 vom 31. Januar 2014 E. 3.2.3, in: FamPra.ch 2014 S. 438).”
“314abis ZGB ent- spricht dem in eherechtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, ex offi- cio zu prüfen, ob dem Kind als Vertretung in Form eines Beistands eine in fürsor- gerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person zur Seite zu stellen ist. So- wohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass die Behörde bzw. das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Gericht die Anord- nung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegen- stand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Es besteht mithin eine Prüfpflicht. Der zur Kindesvertretung ernannte Beistand kann Anträge stellen und Rechtsmittel einle- gen (Art. 314abis Abs. 3 ZGB). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat die Behörde bzw. das Gericht nicht automa- tisch einen Kindesvertreter oder eine Kindesvertreterin zu bezeichnen, vielmehr handelt es sich um eine Möglichkeit, die im Ermessen der Behörde bzw. des Ge- richts liegt (PKG 2017 Nr. 12 E. 3). Entsprechend hat die Behörde bzw. das Ge- richt nach pflichtgemässem Ermessen über die Kindesvertretung zu entscheiden, sei es auf Antrag oder von Amtes wegen (BGer 5A_232/2016 v.”
Kann ein urteilsfähiges Kind erstinstanzlich nicht vertreten gewesen sein, so kann es auch nach Eröffnung des erstinstanzlichen Entscheids die Einsetzung einer Kindsvertretung beantragen; dieser Antrag ist anzuordnen.
“Regeste: Kindsvertretung Umgang mit einem Antrag eines erstinstanzlich nicht vertretenen Kindes auf Einsetzung einer Kindsvertretung (Art. 299 Abs. 3 ZPO) nach Eröffnung des erstinstanzlichen Entscheids (E. 5.2) «Wichtige» Frage des persönlichen Verkehrs im Sinne von Art. 300 Bst. c ZPO (E. 6) Fehlende Befugnis des Kindes zur selbständigen Anfechtung der Besuchsregelung (E. 7 und 8)”
“Regeste: Kindsvertretung Umgang mit einem Antrag eines erstinstanzlich nicht vertretenen Kindes auf Einsetzung einer Kindsvertretung (Art. 299 Abs. 3 ZPO) nach Eröffnung des erstinstanzlichen Entscheids (E. 5.2) «Wichtige» Frage des persönlichen Verkehrs im Sinne von Art. 300 Bst. c ZPO (E. 6) Fehlende Befugnis des Kindes zur selbständigen Anfechtung der Besuchsregelung (E. 7 und 8)”
Der Curateur sollte sowohl über rechtliche Kenntnisse (z. B. Scheidungs‑/Familienrecht, Kindesschutzrecht und Prozessrecht) als auch über Kompetenzen in sozialer Assistenz verfügen. Nur so kann er das Verfahren dem Kind in geeigneter Form erklären, dessen Vertrauen gewinnen, die Kommunikation sicherstellen und unabhängig gegenüber den Eltern auftreten.
“La recourante reproche au Tribunal d'avoir désigné Me F______ en qualité de curateur de représentation de ses enfants. 5.1 Selon l'art. 299 al. CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. 5.1.1 Les tâches du représentant de l’enfant dans les procédures matrimoniales se limitent pour l’essentiel à des tâches d’information, de communication et d’assistance en rapport avec le procès (ATF 142 III 153 consid. 5.2.4, in JdT 2017 II 202). Par assistance, il faut comprendre des compétences en matière sociale. Le curateur devrait être à même de se faire comprendre par l’enfant, de gagner sa confiance, de lui "traduire" la procédure et ses enjeux, de se positionner par rapport à elle, et de rester indépendant par rapport aux parents. Il devra également posséder des compétences en droit du divorce, en droit de la protection de l’enfant et en procédure (Helle, Commentaire pratique Droit matrimonial: Fond et procédure, 2016, n. 28 ad art. 299 CPC et les références citées). Le travail du représentant de l’enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l’enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l’enfant et les parents ainsi que les frères et sœurs) et la porter à la connaissance du tribunal. L’information relative à la volonté subjective de l’enfant fait aussi partie de ce qu’il faut connaître pour déterminer le bien de l’enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.1). Le curateur de représentation accompagne l’enfant tout au long du procès, en lui expliquant dans une forme adaptée la procédure et ses effets, en assurant la communication entre l’enfant et les acteurs du procès et en servant d’intermédiaire en rapport avec tous les éléments déterminants pour la mesure à prendre (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.2). Le tribunal a la faculté, lors de la nomination du curateur pour la procédure et dans le cadre de l’instruction du procès, de piloter l’étendue de ses tâches – précisément aussi compte tenu des incidences au niveau des coûts – soit de décrire lesdites tâches, voire de les limiter (ATF 142 III 153 consid.”
“La recourante reproche au Tribunal d'avoir désigné Me F______ en qualité de curateur de représentation de ses enfants. 5.1 Selon l'art. 299 al. CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. 5.1.1 Les tâches du représentant de l’enfant dans les procédures matrimoniales se limitent pour l’essentiel à des tâches d’information, de communication et d’assistance en rapport avec le procès (ATF 142 III 153 consid. 5.2.4, in JdT 2017 II 202). Par assistance, il faut comprendre des compétences en matière sociale. Le curateur devrait être à même de se faire comprendre par l’enfant, de gagner sa confiance, de lui "traduire" la procédure et ses enjeux, de se positionner par rapport à elle, et de rester indépendant par rapport aux parents. Il devra également posséder des compétences en droit du divorce, en droit de la protection de l’enfant et en procédure (Helle, Commentaire pratique Droit matrimonial: Fond et procédure, 2016, n. 28 ad art. 299 CPC et les références citées). Le travail du représentant de l’enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l’enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l’enfant et les parents ainsi que les frères et sœurs) et la porter à la connaissance du tribunal. L’information relative à la volonté subjective de l’enfant fait aussi partie de ce qu’il faut connaître pour déterminer le bien de l’enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.1). Le curateur de représentation accompagne l’enfant tout au long du procès, en lui expliquant dans une forme adaptée la procédure et ses effets, en assurant la communication entre l’enfant et les acteurs du procès et en servant d’intermédiaire en rapport avec tous les éléments déterminants pour la mesure à prendre (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.2). Le tribunal a la faculté, lors de la nomination du curateur pour la procédure et dans le cadre de l’instruction du procès, de piloter l’étendue de ses tâches – précisément aussi compte tenu des incidences au niveau des coûts – soit de décrire lesdites tâches, voire de les limiter (ATF 142 III 153 consid.”
“Il en a été tenu compte dans la mesure de leur utilité. 2.4 2.4.1 L’appelant requiert à titre de mesure d’instruction qu’un curateur de représentation soit désigné en faveur des enfants, à charge pour lui de prendre contact avec ces derniers et de se déterminer – en leur nom – sur l’appel. A l’appui de sa requête, il fait valoir que la parole des enfants ne serait pas libre, puisque E.Z.________ a indiqué avoir discuté de son audition avec son frère et sa mère et que D.Z.________ n’a pas souhaité que ses propos soient portés à la connaissance de ses parents. 2.4.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 let. a CPC, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de la garde (ch. 2). La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, CR-CPC, n. 5 ad art. 299 CPC). La maxime inquisitoire et la maxime d’office étant applicables dans les affaires du droit de la famille s’agissant des intérêts de l’enfant (art. 296 CPC), la représentation de l’enfant n’est nécessaire que lorsqu’elle est effectivement susceptible d’offrir au tribunal une aide décisionnelle (ATF 142 II 153 consid. 5.1.1 ss et les réf. citées). La fonction du curateur ne consiste pas à représenter en premier lieu le point de vue subjectif de l’enfant, bien qu’il lui appartienne de documenter sa volonté subjective. Le curateur doit établir l’intérêt objectif de l’enfant et contribuer à sa réalisation (ATF 142 II 153 précité consid. 5.2.2 et 5.2.3.1). En principe, il est approprié de nommer curateur un travailleur social, un assistant social ou un pédopsychologue disposant de connaissances suffisantes en droit, voire un juriste au bénéfice d’une formation continue spécifique.”
Die Bestellung kann gerichtsamtlich durch Sitzungsprononcé erfolgen. Eine bereits bestehende Beistandschaft kann um zusätzliche Kompetenzen erweitert werden, sodass eine weitere Kindesvertretung unter Umständen nicht erforderlich ist.
“Elle a suggéré au surplus qu’un mandat d’enquête soit confié à l’Unité évaluation et missions spécifiques de la DGEJ (ci-après : UEMS) et que la reprise du droit de visite soit médiatisée par Espace Contact. d) Lors de cette audience, les parties ont signé une convention, ratifiée par la présidente pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles, par laquelle elles ont consenti à mettre en œuvre une enquête de l’UEMS, avec pour mission de se prononcer sur l’autorité parentale, la garde et le droit de visite, ainsi que d’indiquer si une mesure de protection se justifierait (I) et ont adhéré à la nomination d’un curateur de représentation (II). S’agissant du droit de visite, les parties sont convenues de le reprendre par l’intermédiaire de l’institution Espace Contact, en collaboration avec l’unité Papillon du CHUV et, dans l’attente de cette mise en œuvre, que l’appelant puisse passer une vidéoconférence de quinze minutes par semaine avec sa fille, le dimanche à 8h30 (III). e) Par prononcé rendu sur le siège, la première juge a institué une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) en faveur de l’enfant W.________ et a désigné l’avocate [...] en qualité de curatrice. Ce prononcé a été confirmé par décision du 10 janvier 2024 de la Justice de paix des districts du Jura – Nord vaudois et du Gros-de-Vaud. 13. Par courrier du 13 décembre 2023 adressé au Ministère public de l’arrondissement du Nord vaudois (ci-après : le Ministère public), la pédiatre T.________ a informé le procureur avoir vu l’enfant W.________ à son cabinet le 23 août 2023. En concertation avec la pédopsychiatre [...] (Boréales), il avait été décidé qu’elle n’effectuerait pas d’examen gynécologique sur l’enfant W.________. Elle a rapporté que, lors de la consultation, l’enfant W.________ s’était comportée naturellement, qu’elle avait discuté facilement, n’avait rien verbalisé de particulier, s’était laissée faire sans inquiétude particulière et qu’aucune lésion cutanée n'avait été constatée. 14. a) Le 20 décembre 2023, l’unité Papillon du CHUV a établi un rapport à l’attention du Ministère public, signé par un médecin adjoint et deux psychologues, dans lequel ces derniers ont relevé en substance avoir débuté le suivi de l’enfant W.”
“Zur Frage der Anordnung einer Kindesvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO verwies die Vorinstanz einleitend auf das gerichtliche Ermessen und erwog, dass ein Beistand nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB die Tochter unterstütze und im Rahmen seiner Kompetenzen ihre Interessen wahrnehme. Diese Beistandschaft werde fortgeführt und um zusätzliche Kompetenzen erweitert. Die Tochter habe sich im Gutachtensprozess äussern können und die Abklärungen würden dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild der konkreten Situation liefern. Eine zusätzliche Unterstützung und/oder Entscheidungshilfe durch die Einsetzung einer Kindesvertretung sei nicht angezeigt (act. B.1, E. 4).”
Kann durch die Anordnung einer Kindesvertretung der Streitgegenstand entfallen, ist das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben; bei diesem Verfahrensausgang ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten.
“Mit der Anordnung einer Kindsvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO ist der Streitgegenstand der vorliegenden Beschwerde entfallen, weshalb das Ver- fahren im Sinne von Art. 242 ZPO als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. Bei diesem Verfahrensausgang ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. Parteientschädigungen sind mangels Antrag bzw. mangels Umtrieben keine zuzusprechen (Urk. 1, Urk. 7; Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen:”
Das Gericht hat von Amtes wegen zu prüfen, ob die Vertretung des Kindes anzuordnen ist, namentlich wenn die Eltern unterschiedliche Anträge etwa zur elterlichen Sorge, Obhut, zum persönlichen Verkehr, zur Betreuungsteilung oder zum Unterhalt stellen. Die Anordnung der Kindsvertretung ist grundsätzlich ein Ermessensentscheid des Gerichts; es hat die beteiligten Interessen gegeneinander abzuwägen. Kein Ermessen besteht jedoch, wenn ein urteilsfähiges Kind selbst die Einsetzung einer Kindsvertretung verlangt: In diesem Fall ist die Kindsvertretung anzuordnen, wobei das Gericht nur noch die Urteilsfähigkeit des Kindes zu prüfen hat.
“Das Gericht ordnet wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich Zuteilung der elterlichen Sorge oder Obhut, wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhaltsbeitrags unterschiedliche Anträge stellen (Art. 299 Abs. 2 Bst. a ZPO). Beim Entscheid über die Anordnung der Kindsvertretung handelt es sich um einen Ermessensentscheid des Gerichts, bei dem es die auf dem Spiel stehenden Interessen gegeneinander abwägen muss (Urteil des BGer 5A_459/2015 vom 13. August 2015 E. 5.1). Kein Ermessen bleibt dem Gericht, wenn das urteilsfähige Kind die Einsetzung einer Kindsvertretung beantragt (Art. 299 Abs. 3 ZPO). In diesem Fall ist eine solche zwingend anzuordnen (BGE 142 III 153 E. 5.1.1; Urteil des BGer 5A_232/2016 vom 6. Juni 2016 E. 4). Dem Gericht bleibt diesfalls nur die Prüfung der Urteilsfähigkeit (Michel/Steck, in: Basler Kommentar ZPO, 3. Aufl. 2017, N. 8 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, Band II, 2012, N. 12 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2021, N.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes resp. der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Ein wichtiger Grund für die Anordnung einer Kindsvertretung liegt dann vor, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des Kindes besteht (ZK ZPO-Schweighauser, Art. 299 N 11). Das Gericht prüft - 11 - die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der elterli- chen Sorge oder Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder der Unterhaltsbeiträge unterschiedliche Anträ- ge stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten ist (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3).”
“ou si l’autorité de protection de l’enfant ou le père ou la mère le requièrent (let. b). Selon la jurisprudence (arrêt TF 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3), le juge doit examiner d’office si l’enfant doit être représenté par un curateur, en particulier dans les situations énumérées à l’art. 299 al. 2 CPC, et statuer selon son pouvoir d’appréciation. A la lumière des maximes inquisitoire et d’office applicables au sort de l’enfant, la représentation de l’enfant n’est nécessaire que si elle peut offrir au tribunal un appui effectif et l’aider à prendre sa décision quant à savoir si dans le cas d’espèce, le bien de l’enfant exige une certaine réglementation ou une mesure (autorité parentale, garde ou relations personnelles), ou s’y oppose (ATF 142 III 153 consid. 5.1.2). En l’espèce, les parents prennent des conclusions différentes s’agissant de la garde des enfants C.________ et D.________ et l’appelante sollicite que ses filles soient représentées par un curateur au sens de l’art. 299 al. 1 CPC. La nécessité d’instituer une curatelle de représentation en faveur des enfants doit, dans ces conditions, être examinée. La Cour considère cela étant qu’une telle mesure n’est pas utile dans le cas d’espèce. Il sera vu ci-après que les déclarations faites par les parties en première instance concordent dans une large mesure, les critiques émises par la mère concernant l’état de santé psychique du père, son aptitude à prendre en charge ses enfants ou encore l’importance du conflit parental pouvant être écartées sur la base des mêmes déclarations ou d’autres éléments figurant au dossier (cf. infra consid. 3.5). La Cour a dès lors pu se constituer une image complète et objective de la situation concrète du cas d’espèce, en particulier s’agissant des critères déterminants pour l’attribution de la garde. Il est par conséquent renoncé à l’institution d’une curatelle de représentation en faveur des enfants à ce stade.”
Die Kindsvertretung hat nach Art. 299 ZPO primär die Aufgabe, das objektivierte Kindeswohl zu ergründen, dieses dem Gericht zu vermitteln und dessen gerichtliche Durchsetzung zu unterstützen. Die subjektive Meinung des Kindes ist bei der Beurteilung des Kindeswohls zu berücksichtigen und gegebenenfalls zu dokumentieren, doch ist die Vertretung nicht in erster Linie als anwaltliche Repräsentantin des blossen subjektiven Kindeswillens zu verstehen.
“Neben der fehlenden (materiellen) Parteistellung des Kindes spricht auch die Funktion, die der Kindsvertretung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zukommt, eher dagegen, dass das Kind seine Rechte (neben der Vertretung) selbstständig ausüben könnte. Die nach Art. 299 ZPO bestellte Kindsvertretung vertritt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts nämlich nicht in erster Linie subjektive Standpunkte. Vielmehr hat sie das objektivierte Kindswohl zu ergründen, dieses dem Gericht zu vermitteln und sich für die gerichtliche Durchsetzung desselben einzusetzen. Eine im eigentlichen Sinn anwaltliche, auf den subjektiven Standpunkt des vertretenen Kindes fokussierte Tätigkeit ist dagegen grundsätzlich nicht angezeigt, wenngleich der subjektiven Meinung des Kindes bei der Beurteilung des Kindswohls durchaus eine entscheidende Bedeutung zukommt (BGE 142 III 153 E. 5.2.2). Entgegen dem Wortlaut von Art. 299 f. ZPO handelt es sich somit eigentlich gerade nicht um einen (direkten) «Vertreter des Kindes» (so auch Zogg, a.a.O, S. 437 f., der in diesem Zusammenhang von einem «unabhängigen Gehilfen des Gerichts» oder einem «Verfechter des Kindswohls» spricht). Soweit es um die Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs oder Kindesschutzmassnahmen geht, kann die Vertretung des Kindes in Ausübung ihrer Funktion (nämlich der Vermittlung des objektivierten Kindeswohls zuhanden des Gerichts sowie der Durchsetzung desselben) Anträge stellen und Rechtsmittel einlegen (Art.”
“Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La question d'une représentation peut être soulevée auprès du juge par l'autorité de protection de l'enfant ou par l'un des parents sous forme de requête visant l'instauration d'une curatelle. Le tribunal doit alors l'examiner et y répondre. Au vu de leurs relations spécifiques avec l'enfant, ces personnes ou ces institutions sont en effet susceptibles d'avoir une perception de la situation de l'enfant que le tribunal ne peut avoir par lui-même (JEANDIN, op. cit., n. 12 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l'enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l'enfant et les parents ainsi que la fratrie, etc.”
Beantragt das urteilsfähige Kind die Einsetzung einer Kindsvertretung, ist diese vom Gericht anzuordnen; in diesem Fall steht dem Gericht kein Ermessen zu, es hat jedoch die Urteilsfähigkeit des Kindes zu prüfen.
“Das Gericht ordnet wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich Zuteilung der elterlichen Sorge oder Obhut, wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhaltsbeitrags unterschiedliche Anträge stellen (Art. 299 Abs. 2 Bst. a ZPO). Beim Entscheid über die Anordnung der Kindsvertretung handelt es sich um einen Ermessensentscheid des Gerichts, bei dem es die auf dem Spiel stehenden Interessen gegeneinander abwägen muss (Urteil des BGer 5A_459/2015 vom 13. August 2015 E. 5.1). Kein Ermessen bleibt dem Gericht, wenn das urteilsfähige Kind die Einsetzung einer Kindsvertretung beantragt (Art. 299 Abs. 3 ZPO). In diesem Fall ist eine solche zwingend anzuordnen (BGE 142 III 153 E. 5.1.1; Urteil des BGer 5A_232/2016 vom 6. Juni 2016 E. 4). Dem Gericht bleibt diesfalls nur die Prüfung der Urteilsfähigkeit (Michel/Steck, in: Basler Kommentar ZPO, 3. Aufl. 2017, N. 8 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, Band II, 2012, N. 12 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2021, N. 6 zu Art. 299 ZPO).”
“Das Gericht ordnet wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbesondere, wenn die Eltern bezüglich Zuteilung der elterlichen Sorge oder Obhut, wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhaltsbeitrags unterschiedliche Anträge stellen (Art. 299 Abs. 2 Bst. a ZPO). Beim Entscheid über die Anordnung der Kindsvertretung handelt es sich um einen Ermessensentscheid des Gerichts, bei dem es die auf dem Spiel stehenden Interessen gegeneinander abwägen muss (Urteil des BGer 5A_459/2015 vom 13. August 2015 E. 5.1). Kein Ermessen bleibt dem Gericht, wenn das urteilsfähige Kind die Einsetzung einer Kindsvertretung beantragt (Art. 299 Abs. 3 ZPO). In diesem Fall ist eine solche zwingend anzuordnen (BGE 142 III 153 E. 5.1.1; Urteil des BGer 5A_232/2016 vom 6. Juni 2016 E. 4). Dem Gericht bleibt diesfalls nur die Prüfung der Urteilsfähigkeit (Michel/Steck, in: Basler Kommentar ZPO, 3. Aufl. 2017, N. 8 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, Band II, 2012, N. 12 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2021, N. 6 zu Art. 299 ZPO).”
In den vorliegenden Entscheiden wurde dieselbe Person in mehreren parallel geführten Verfahren als Verfahrensvertreterin bzw. als Vertretungsbeiständin bestellt und trat in diesen Verfahren auf. Die Quellen zeigen, dass eine Verfahrensvertretung i.S. von Art. 299 Abs. 1 ZPO und eine Vertretungsbeistandschaft in anderen Verfahren durch dieselbe Person wahrgenommen wurde.
“Februar 2017 wurde der superprovisorische Entscheid bestätigt und E____ zum Beistand der Kinder ernannt. Auf Empfehlung des Beistandes hob die KESB die Sistierung der Kontakte mit Entscheid vom 15. Juni 2017 wieder auf. Gemäss Bericht des Beistands vom 7. März 2018 wurde der persönliche Verkehr zwischen dem Ehemann und den Kindern nach Aufhebung der Sistierung bis hin zu gemeinsamen Ferien ausgebaut. Gleichzeitig hätten sich Schwierigkeiten bezüglich des Umgangs des Ehemanns mit dem Beistand, der Ehefrau und den Kindern gezeigt. Gemäss einer Polizeimeldung kam es am 11. März 2018 in Anwesenheit der Kinder zu einem Streit zwischen den Ehegatten und einem Hausbewohner. Mit superprovisorischem und vorsorglichem Entscheid vom 21. März und 27. April 2018 lehnte die KESB eine Sistierung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Ehemann und den Kindern ab. Dies aufgrund des Wunsches der Kinder, den Kontakt zum Ehemann beizubehalten. Die KESB erteilte dem Ehemann Weisungen. Für die Kinder wurde im Verfahren vor der KESB und allfälligen Rechtsmittelinstanzen eine Verfahrensvertretung im Sinn von Art. 299 Abs. 1 ZPO durch Rechtsanwältin F____ angeordnet. Aufgrund des Eheschutzverfahrens zwischen den Eltern vor dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft [...] wurde für die Kinder zudem eine Vertretungsbeistandschaft im Sinn von Art. 308 Abs. 2 ZGB mit Frau F____ als Beiständin errichtet. Sie erhielt die Aufgabe, die Kinder in anderen Zivil- und Strafverfahren zu vertreten, in denen sowohl ein Kind Partei oder betroffen ist und zugleich mindestens ein Elternteil. Frau F____ amtierte sodann auch im Scheidungsverfahren vor dem Zivilgericht Basel-Stadt als Kindsvertreterin, bis sie das Mandat Ende Juli 2020 krankheitsbedingt niederlegte. An ihrer Stelle wurde Advokat G____ eingesetzt. Am 31. Mai 2018 sistierte die KESB den persönlichen Verkehr zwischen dem Ehemann und den Kindern ein weiteres Mal superprovisorisch. Mit vorsorglichem Entscheid vom 19. Juli 2018 wurde der Kontakt zu C____ sistiert, jener zu D____ auf einen wöchentlichen Nachmittag eingeschränkt. Die KESB fällte am 23. Mai 2019 folgenden Entscheid: «1.”
“Februar 2017 wurde der superprovisorische Entscheid bestätigt und H____ zum Beistand der Kinder ernannt. Auf Empfehlung des Beistandes hob die KESB die Sistierung der Kontakte mit Entscheid vom 15. Juni 2017 wieder auf. Gemäss Bericht des Beistands vom 7. März 2018 wurde der persönliche Verkehr zwischen dem Vater und den Kindern nach Aufhebung der Sistierung bis hin zu gemeinsamen Ferien ausgebaut. Gleichzeitig zeigten sich Schwierigkeiten bezüglich des Umgangs des Kindsvaters mit dem Beistand, der Kindsmutter und den Kindern. Gemäss einer Polizeimeldung kam es in Anwesenheit der Kinder am 11. März 2018 zu einem Vorfall. Mit superprovisorischem und vorsorglichem Entscheid vom 21. März 2018, respektive 27. April 2018, lehnte die KESB eine Sistierung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Kindsvater und den Kindern ab. Dies aufgrund des Wunsches der Kinder, den Kontakt zu ihrem Vater beizubehalten. Die KESB erteilte dem Kindsvater Weisungen. Für die Kinder wurde im Verfahren vor der KESB und allfälligen Rechtsmittelinstanzen eine Verfahrensvertretung i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO durch I____ angeordnet. Aufgrund des Eheschutzverfahrens zwischen den Eltern vor dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft [...] wurde für die Kinder zudem eine Vertretungsbeistandschaft i.S.v. Art. 308 Abs. 2 ZGB mit Frau I____ als Beiständin errichtet. Sie erhielt die Aufgabe, die Kinder in anderen Zivil- und Strafverfahren zu vertreten, in denen sowohl ein Kind Partei oder betroffen ist und zugleich mindestens ein Elternteil. Frau I____ amtierte sodann auch im Scheidungsverfahren vor dem Zivilgericht Basel-Stadt als Kindsvertreterin, bis sie das Mandat Ende Juli 2020 krankheitsbedingt niederlegte. An ihrer statt wurde F____ eingesetzt. Am 31. Mai 2018 sistierte die KESB den persönlichen Verkehr zwischen dem Kindsvater und den Kindern ein weiteres Mal superprovisorisch. Mit vorsorglichem Entscheid vom 19. Juli 2018 wurde der Kontakt zu G____ sistiert, jener zu E____ auf einen wöchentlichen Nachmittag eingeschränkt. Die KESB fällte am 23. Mai 2019 folgenden Entscheid (Berufungsbeilage 2, Auszug): «1.”
Die Stellungnahme des bestellten Beistands kann dem Gericht wertvolle Unterstützung bei der Beurteilung des Kindeswohls (insbesondere bei Fragen der elterlichen Sorge, der Obsorge oder der persönlichen Beziehungen) bieten. Das Gericht hat diese Ausführungen zu prüfen und zu gewichten; es darf sie nicht ungeprüft übernehmen. Der Beistand dokumentiert zudem die subjektive Willensäusserung des Kindes; seine primäre Aufgabe ist jedoch, das objektive Kindeswohl zu ermitteln und dessen Verwirklichung zu fördern. Der Beistand kann in relevanten Fällen Schlussanträge einreichen.
“On doit ainsi admettre, avec le premier juge, que si les deux parents ont le même intérêt pour leurs enfants et la même volonté de s’en occuper, la situation médicale – qu’on ne saurait reprocher à l’appelant – a impliqué dans les faits une plus grande prise en charge des enfants par leur mère dans les dernières années. En outre, il est juste de constater que la garde alternée que les parties ont instaurée depuis leur séparation fait une place légèrement plus importante à l’intimée, puisqu’elle a les enfants 4 jours, dont un jour et demi du week-end, contre 3 jours pour le père, dont le mercredi après-midi et le samedi matin. Quoi qu’il en soit, la constatation du premier juge ne l’a pas empêché d’instaurer une garde alternée. Les modalités de cette garde – restreintes par rapport à ce que demandait l’appelant – sont fondées sur la distance séparant son domicile de l’école et non sur l’attribution à l’intimée du « titre » de parent de référence. 3.3.4 L’appelant reproche au premier juge d’avoir fait fi de l’avis de la curatrice et l’intimée considère que cet avis est biaisé et que c’est à juste titre que le premier juge ne l’a pas repris sans nuance. La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, op. cit., n. 5 ad art. 299 CPC). La représentation de l’enfant est nécessaire lorsqu’elle peut apporter au tribunal un appui supplémentaire ou une aide quand il s’agit de décider si, dans un cas concret, le bien de l’enfant commande une réglementation ou une mesure particulière (autorité parentale, garde ou relations personnelles), ou au contraire s’y oppose (ATF 142 III 153 consid. 5.1.2, JdT 2017 II 202). La fonction du curateur ne consiste pas à représenter en premier lieu le point de vue subjectif de l’enfant, bien qu’il lui appartienne de documenter sa volonté subjective. Le curateur doit établir l’intérêt objectif de l’enfant et contribuer à sa réalisation (ATF 142 III 153 précité consid. 5.2.2). A ce titre, il peut déposer des conclusions lorsqu’il s’agit de décisions relatives à l’attribution de l’autorité parentale, du droit de garde ou de questions importantes concernant les relations personnelles (art.”
Das Gericht kann auf die Anordnung einer Kindesvertretung verzichten, wenn die Parteien die Interessen des Kindes hinreichend darlegen oder sich das Verfahren auf prozessuale (nicht materielle) Fragen beschränkt. In den Quellen ist zudem dokumentiert, dass ein Gesuchsgegner seinen Antrag auf Kindervertretung zurückziehen kann.
“Da sich das vorliegende Verfahren auf prozessuale Fragen, insbesondere die Gültigkeit der vom Kläger erteilten Einwilligung zum Aufenthaltsortswechsel der Kinder beschränkt, und nicht materiell über Kinderbelange entschieden wird, kann von einer Bestellung einer Kindesvertretung (vgl. Art. 299 ZPO) abgesehen werden. III. Internationale Zuständigkeit”
“Die Notwendigkeit einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO ist vorliegend trotz unterschiedlicher Anträge der Eltern des Klägers betref- fend die Zuteilung der elterlichen Sorge (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 ZPO) nicht gegeben. Die anwaltlich vertretenen Eltern stellen keinen entsprechenden Antrag (Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO) bzw. rügen nicht, im vorinstanzlichen Verfahren sei keine Kindsvertretung eingesetzt worden. Ausserdem legen der Beklagte und die Verfahrensbeteiligte ihre Standpunkte zur elterlichen Sorge unter Einbezug der Interessen des Klägers hinreichend dar, weshalb zusammen mit der vorliegend zur Anwendung gelangenden Offizial- und der Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.4.) die Kindesinteressen hinreichend gewahrt sind. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einsetzung einer Kindsvertretung ist nicht ersichtlich. Folglich ist im vorliegenden Berufungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO zu verzichten (vgl. BGer 5A_403/2018 vom 23. Oktober 2018, E. 4.1.2). - 12 - III. (Materielle Beurteilung der Berufung) A. Elterliche Sorge”
“Die Parteien konnten ihre Standpunkte zum Besuchsrecht und zur Bestel- lung eines Beistands unter Einbezug der Interessen der Kinder sowohl im erst- als auch im zweitinstanzlichen Verfahren hinreichend darlegen. Zusammen mit der geltenden Offizial- und Untersuchungsmaxime (vgl. E. II.2.) wurden die Kindesin- teressen angemessen berücksichtigt. Ein zusätzlicher Nutzen durch die Einset- zung einer Kindsvertretung ist vorliegend nicht ersichtlich. Folglich ist im Beru- fungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 ZPO zu verzichten (vgl. BGer 5A_403/2018 vom 23. Oktober 2018, E. 4.1.2).”
Das Gericht kann die Bestellung einer Kindesvertretung von Amtes wegen anordnen. Die Anordnung setzt jedoch voraus, dass die Vertretung «nötig» ist; sie ist demnach eine auf Erforderlichkeit und Entscheidungsunterstützung ausgerichtete Ermessenserwägung und nicht in jedem Fall zwingend anzuordnen.
“2 En l’espèce, le premier juge a précisé que les pensions étaient dues par l’appelant « sous déduction des éventuels montants déjà versés ». Toutefois, les « éventuels » montants « déjà versés » ne résultent ni du dispositif du jugement ni de ses considérants, de sorte qu’il est impossible de déterminer les sommes effectivement dues. Aussi, faute de pouvoir déterminer quels montants auraient cas échéant été acquittés par l’appelant, ladite formulation ne doit pas figurer telle quelle dans le dispositif du présent arrêt, sous peine que celui-ci ne puisse pas être invoqué comme titre à la mainlevée définitive. 7. 7.1 L’appelant requiert la désignation d’une curatrice de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur de l’enfant E.________. Il n’importe pas de déterminer si cette question avait été soulevée en première instance ou si l’appelant a valablement retiré cette conclusion à l’issue de la convention conclue entre les parties le 11 janvier 2021 dès lors que la maxime d’office permet à la juge de céans d’ordonner une telle mesure même en l’absence de conclusions en ce sens. 7.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 let. a CPC, en vigueur depuis le 1er janvier 2017, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de l’autorité parentale (ch. 1), à l’attribution de la garde (ch. 2), à des questions importantes concernant les relations personnelles (ch. 3), à la participation à la prise en charge (ch. 4) et à la contribution d’entretien (ch. 5). Le nouveau droit élargit le champ d’application de la représentation de l’enfant, puisque celle-ci est désormais envisageable également sur les aspects patrimoniaux d’une procédure matrimoniale qui concerne l’enfant (Chabloz, La position procédurale de l’enfant en droit de la famille : modifications au 1er janvier 2017, in RSPC 1/2017, pp. 83 et 85). Dans le cadre de sa mission, le rôle du curateur consiste à faire valoir le bien de l’enfant, et non sa volonté (ATF 142 III 153 consid.”
“1 L’appelant reproche à la première juge de ne pas avoir fait droit à sa requête de désignation d’un curateur de représentation en faveur de l’enfant F.________. En substance, l’appelant soutient que la magistrate était compétente pour traiter de sa requête d’un point de vue procédural. En outre, la première juge n’aurait pas suffisamment motivé sa décision de refus de désigner un curateur de représentation à l’enfant F.________. Selon l’appelant, il serait choquant de constater que la première juge s’était considérée comme étant suffisamment renseignée en se basant sur les avis des professionnels anglais, dès lors qu’il est question ici des intérêts de l’enfant dans la procédure suisse et non anglaise. Il soutient, en se référant à l’arrêt de renvoi rendu par la Chambre des recours le 18 octobre 2022, que la première juge se devait d’examiner si, au vu du cas d’espèce, en particulier l’ampleur du litige, les conflits d’intérêts et les conclusions divergentes des parties, il convenait d’instaurer une curatelle de représentation. 4.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique. La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, op. cit., n. 5 ad art. 299 CPC). La maxime inquisitoire et la maxime d’office étant applicables dans les affaires du droit de la famille s’agissant des intérêts de l’enfant (art. 296 CPC), la représentation de l’enfant n’est nécessaire que lorsqu’elle est effectivement susceptible d’offrir au tribunal une aide décisionnelle (ATF 142 II 153 consid. 5.1.1 ss et les réf. citées). 4.3 La première juge a d’abord relevé que la présente affaire comportait un élément d’extranéité, de sorte qu’elle a examiné sa compétence, en particulier sous l’angle des art. 7 et 11 CLaH96. Elle a ainsi jugé que les autorités anglaises étaient compétentes pour trancher de la demande d’attribution de la garde et de la demande de retour de l’enfant déposées par la mère, celles-ci ayant été déposées dans l’année qui avait suivi l’arrivée de l’enfant sur le territoire suisse.”
Die eingesetzte Kindesvertretung hat ihre Aufgabe in völliger Unabhängigkeit und unbeeinflusst von Eltern oder Kindesschutzbehörde zu erfüllen. Sie soll den sorgfältig abgeklärten Willen bzw. die Optik des Kindes in das Verfahren einbringen, ohne bloss dessen Sprachrohr zu sein, und dem Gericht eine umfassende, neutrale Darstellung der konkreten Lebenslage (örtlich, häuslich, schulisch sowie bez. der Interaktionen) mitteilen.
“Bei jüngeren Kindern, die in der Regel noch nicht von der Behörde selbst angehört werden, kann der Kindesvertretung die Funktion einer «Dolmetscherin» zukommen, soweit es ihr möglich ist, sich im ungezwungenen Rahmen aufgrund eines kindgerecht geführten Gesprächs ein Bild über die Wahrnehmungen des Kindes zu machen (BGer 5A_400/2015 vom 25. Februar 2016 E. 2.3, mit Hinweis auf BGer 5A_465/2012 vom 18. September 2012 E. 4.2 und 5A_744/2013 vom 31. Januar 2014 E. 3.3). Weiter obliegt es der Kindesvertretung, sich im Sinne eines Aufklärungsauftrages (vgl. Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 30) ein Bild von der konkreten Situation der Kinder in örtlicher, häuslicher und schulischer Hinsicht wie auch in Bezug auf die Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie zwischen Geschwistern zu machen und der Behörde zur Kenntnis zu bringen. Dabei gilt es insbesondere auch den sorgfältig abgeklärten Willen der Kinder (vgl. BGer 5A_ 403/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 4.1.3; Cottier, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], KUKO ZGB, 2. Auflage, Basel. 2018, Art. 314abis N 11) beziehungsweise deren Optik in das Verfahren einzubringen, ohne bloss deren Sprachrohr zu sein (Schweighauser, a.a.O., Art. 300 ZPO N 3 ff.; dazu Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 17 f.). Die eingesetzte Vertretung hat ihre Aufgabe «in völliger Unabhängigkeit» (Schweighauser, a.a.O., Art. 299 ZPO N 46; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 299 N 30) und unbeeinflusst von den Eltern und der Kindesschutzbehörde zu erfüllen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 37; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 13). Im Ergebnis kommt ihr eine Vertretungs-, Kontroll-, und Übersetzungs- sowie auch Vermittlungsfunktion zu, wobei letztere eine entsprechende Akzeptanz der Familie voraussetzt (Schweighauser, a.a.O., Art. 300 ZPO N 23 ff.; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 300 N 10 ff.). Zum Auftrag gehört dabei auch die Begleitung des Kindes und ein Wächteramt bezüglich der getroffenen Anordnungen und Vereinbarungen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 31 f.). Tätigkeiten, die nicht in diesen Aufgabenbereich der Kindesvertretung fallen oder zur Aufgabenerfüllung nicht erforderlich sind, müssen nicht entschädigt werden (BGE 142 III 153 E.”
“Bei jüngeren Kindern, die in der Regel noch nicht von der Behörde selbst angehört werden, kann der Kindesvertretung die Funktion einer «Dolmetscherin» zukommen, soweit es ihr möglich ist, sich im ungezwungenen Rahmen aufgrund eines kindgerecht geführten Gesprächs ein Bild über die Wahrnehmungen des Kindes zu machen (BGer 5A_400/2015 vom 25. Februar 2016 E. 2.3, mit Hinweis auf BGer 5A_465/2012 vom 18. September 2012 E. 4.2 und 5A_744/2013 vom 31. Januar 2014 E. 3.3). Weiter obliegt es der Kindesvertretung, sich im Sinne eines Aufklärungsauftrages (vgl. Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 30) ein Bild von der konkreten Situation der Kinder in örtlicher, häuslicher und schulischer Hinsicht wie auch in Bezug auf die Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie zwischen Geschwistern zu machen und der Behörde zur Kenntnis zu bringen. Dabei gilt es insbesondere auch den sorgfältig abgeklärten Willen der Kinder (vgl. BGer 5A_ 403/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 4.1.3; Cottier, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], KUKO ZGB, 2. Auflage, Basel. 2018, Art. 314abis N 11) beziehungsweise deren Optik in das Verfahren einzubringen, ohne bloss deren Sprachrohr zu sein (Schweighauser, a.a.O., Art. 300 ZPO N 3 ff.; dazu Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 17 f.). Die eingesetzte Vertretung hat ihre Aufgabe «in völliger Unabhängigkeit» (Schweighauser, a.a.O., Art. 299 ZPO N 46; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 299 N 30) und unbeeinflusst von den Eltern und der Kindesschutzbehörde zu erfüllen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 37; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 13). Im Ergebnis kommt ihr eine Vertretungs-, Kontroll-, und Übersetzungs- sowie auch Vermittlungsfunktion zu, wobei letztere eine entsprechende Akzeptanz der Familie voraussetzt (Schweighauser, a.a.O., Art. 300 ZPO N 23 ff.; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 300 N 10 ff.). Zum Auftrag gehört dabei auch die Begleitung des Kindes und ein Wächteramt bezüglich der getroffenen Anordnungen und Vereinbarungen (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 31 f.). Tätigkeiten, die nicht in diesen Aufgabenbereich der Kindesvertretung fallen oder zur Aufgabenerfüllung nicht erforderlich sind, müssen nicht entschädigt werden (BGE 142 III 153 E.”
“4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La question d'une représentation peut être soulevée auprès du juge par l'autorité de protection de l'enfant ou par l'un des parents sous forme de requête visant l'instauration d'une curatelle. Le tribunal doit alors l'examiner et y répondre. Au vu de leurs relations spécifiques avec l'enfant, ces personnes ou ces institutions sont en effet susceptibles d'avoir une perception de la situation de l'enfant que le tribunal ne peut avoir par lui-même (JEANDIN, op. cit., n. 12 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Le travail du représentant de l'enfant consiste à réunir, examiner et classer du point de vue des intérêts de l'enfant les éléments de procédure concernant la question juridique posée. Il doit se faire une image complète, indépendante des parents, et neutre, de la situation concrète (locale, domestique, scolaire, interaction entre l'enfant et les parents ainsi que la fratrie, etc.) et la porter à la connaissance du tribunal. L'information relative à la volonté subjective de l'enfant fait aussi partie de ce qu'il faut connaître pour déterminer le bien de l'enfant (ATF 142 III 153 consid. 5.2.3.1). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le représentant doit assurer le bien-être objectif - et non subjectif - de l'enfant (ATF 142 III 153 consid.”
Auch eine freiwillige Vertretung des urteilsfähigen Kindes fällt unter die Kindesvertretung; das Kind kann sich somit gegebenenfalls durch einen freiwilligen Vertreter vertreten lassen.
“L'enfant, comme partie à la procédure, a ainsi toujours la qualité pour recourir (art. 450 al. 2 ch. 1 CC). Il n'est pas seulement objet de la procédure, mais directement partie à celle-ci et doit en conséquence également pouvoir y prendre part, cas échéant par le biais d'une représentation légale ou volontaire (arrêt du Tribunal fédéral 5A_618/2016 du 26 juin 2017 consid. 1.2). En l'espèce, la qualité pour recourir de l'enfant, par le biais d'un représentant volontaire, contre la décision rendue par le Tribunal de protection le 4 juin 2020 refusant de lui nommer un curateur de représentation dans la procédure le concernant, doit être admise. 1.1.4 Le recours, déposé dans la forme et le délai utiles par une personne ayant qualité pour recourir est ainsi recevable. 1.2. Compte tenu de la matière, soumise aux maximes inquisitoire et d'office illimitée, la cognition de la Chambre de surveillance est complète. Elle n'est pas liée par les conclusions des parties (art. 446 CC). 2. La mineure se plaint d'une violation de l'art. 299 al. 3 CPC. 2.1.1 Aux termes de l'art. 314a bis CC, l'autorité de protection de l'enfant ordonne, si nécessaire, la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté en matière d'assistance et dans le domaine juridique (al. 1). Elle examine si elle doit instituer une curatelle, en particulier, lorsque les personnes concernées déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou sur des questions importantes concernant les relations personnelles avec l'enfant (al. 2 ch. 2). Cette disposition correspond à l'art. 299 CPC applicable dans les procédures de droit matrimonial. Les deux normes imposent à l'autorité, respectivement au tribunal, d'examiner d'office si un curateur doit être institué, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale (art. 314a bis al. 2 ch. 2 CC; art. 299 al.2 let. a CPC) ou lorsque la procédure porte sur le placement de l'enfant (art. 314abis al. 2 ch.”
Die Notwendigkeit der Anordnung der Kindesvertretung ist weiter gefasst als das frühere Erfordernis «juste motifs». Die Vertretung ist zu prüfen, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Entscheidhilfe im Hinblick auf das Kindeswohl bieten kann.
“La Cour n'est donc liée ni par les conclusions des parties ni par l'interdiction de la reformatio in peius (ATF 129 III 417 consid. 2.1.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_841/2018; 5A_843/2018 du 12 février 2020 consid. 5.2). 2. Les parties ont produit des pièces nouvelles en appel. 2.1 Selon l'art. 317 al. 1 CPC, les faits et les moyens de preuve nouveaux ne sont pris en considération en appel que s'ils sont invoqués ou produits sans retard (let. a) et s'ils ne pouvaient pas être invoqués ou produits devant la première instance bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de diligence (let. b). Lorsque la procédure est soumise à la maxime inquisitoire illimitée, les parties peuvent présenter des novas en appel même si les conditions de l'art. 317 al. 1 CPC ne sont pas réunies (ATF 144 III 349 consid. 4.2.1). 2.2 En l'espèce, les pièces produites en appel par les parties sont recevables, dès lors qu'elles sont en lien avec le sort de leur fille mineure. 3. L'appelante conclut à la désignation d'un curateur de représentation en faveur de sa fille. 3.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b). Cette disposition pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation: il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire. La notion de nécessité est plus large que celle de "justes motifs" qui prévalait antérieurement. La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (Jeandin, Commentaire romand CPC, 2019, n° 4 ad art.”
“Il a considéré que les revenus exacts tirés de cette activité n'étaient pas connus, mais pouvaient être estimés à teneur des pièces produites. Compte tenu de la solution retenue s'agissant des revenus de l'appelante (cf. consid. 9.2.2 infra), les pièces requises, soit tous ses relevés bancaires, son historique d'achats auprès de la boutique E______, ainsi que sa fiche cliente, ne sont, en l'état, pas nécessaires. Il en va de même de son extrait de poursuites, non déterminant pour l'établissement de ses revenus. En outre, en application du caractère sommaire de la procédure, il ne se justifie pas de donner une suite favorable à la production de pièces requise par l'intimé, la cognition de la Cour étant limitée à la simple vraisemblance des faits. Enfin, l'apport de la procédure en divorce initiée en Suisse, enregistrée sous cause n° C/2______/2022, n'est pas utile à la résolution du litige. Partant, il ne sera pas fait droit aux conclusions préalables de l'intimé, la cause étant en état d'être jugée. 5. L'intimé sollicite préalablement la nomination d'un curateur de représentation pour l'enfant. 5.1 Selon l'art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique. L'al. 2 de cette norme précise que le tribunal examine s'il doit instituer une curatelle, en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant (let. a), de même que si l'autorité de protection de l'enfant ou l'un des parents le requièrent (let. b). Cette disposition pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation: il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire. La notion de nécessité est plus large que celle de "justes motifs" qui prévalait antérieurement. La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (Jeandin, Commentaire romand CPC, 2019, n° 4 ad art.”
“En l’espèce, la procédure concerne essentiellement des questions liées aux enfants mineurs des parties, soit l’attribution de leur garde et les modalités de leur prise en charge financière. La cause est ainsi soumise, dans son intégralité, à la maxime inquisitoire illimitée. Il s’ensuit que les pièces produites par les parties – à supposer qu’elles ne figurent pas au dossier de première instance – sont recevables. Il en a été tenu compte dans la mesure de leur utilité. 2.4 2.4.1 L’appelant requiert à titre de mesure d’instruction qu’un curateur de représentation soit désigné en faveur des enfants, à charge pour lui de prendre contact avec ces derniers et de se déterminer – en leur nom – sur l’appel. A l’appui de sa requête, il fait valoir que la parole des enfants ne serait pas libre, puisque E.Z.________ a indiqué avoir discuté de son audition avec son frère et sa mère et que D.Z.________ n’a pas souhaité que ses propos soient portés à la connaissance de ses parents. 2.4.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 let. a CPC, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de la garde (ch. 2). La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, CR-CPC, n. 5 ad art. 299 CPC). La maxime inquisitoire et la maxime d’office étant applicables dans les affaires du droit de la famille s’agissant des intérêts de l’enfant (art. 296 CPC), la représentation de l’enfant n’est nécessaire que lorsqu’elle est effectivement susceptible d’offrir au tribunal une aide décisionnelle (ATF 142 II 153 consid. 5.1.1 ss et les réf. citées). La fonction du curateur ne consiste pas à représenter en premier lieu le point de vue subjectif de l’enfant, bien qu’il lui appartienne de documenter sa volonté subjective.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Die Anordnung einer Kindsver- tretung ist insbesondere dann zu prüfen, wenn – wie vorliegend (vgl. Urk. 5/2 S. 2 und Prot. I S. 5) – die Regelung der Obhut oder wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs strittig ist (vgl. Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Im Lichte der für Kinder- belange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime (Art. 296 ZPO) ist eine Kindsvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten kann bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte - 7 - Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfor- dert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gesetz umschreibt typische Verfahrens- und Interessenkonstellationen, welche unter diesen Aspekten nach einer Kindesvertretung rufen: Die Einsetzung eines Verfahrensbeistandes ist insbesondere dann zu prüfen, wenn die Eltern über die Obhut bzw. elterliche Sorge oder über wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs streiten oder erhebliche Zweifel darüber bestehen, ob ihre gemeinsamen Anträge angemessen sind, wenn die Kindesschutzbehörde oder ein Elternteil die Vertretung beantragen oder wenn der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wird (Art. 299 Abs. 2 ZPO). Auf Antrag des urteilsfähigen Kindes hin ist ohne Weiteres eine Vertretung anzuordnen (Abs. 3). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht.”
Kindesvertretungen erfordern nach der erwähnten Rechtsprechung und Literatur interdisziplinäre, psychosoziale und fürsorgerische Kompetenzen. Sie gelten als zeitintensiv, was bei der Festsetzung des Honorars zu berücksichtigen ist; zudem sind erschwerende Rahmenbedingungen (z.B. Gespräche mit Kindern) und umfassende Abklärungen zu beachten.
“Zur Erinnerung bleibt auf Folgendes hinzuweisen: Bei der Festsetzung des Honorars für die Kindesvertretung ist zu berücksichtigen, dass solche allgemein als sehr zeitintensiv gelten (FamKomm Scheidung/Schweighauser, 3. Aufl., Anh. ZPO Art. 300 N 41 f.). Bei der Erfüllung der betreffenden Aufgaben geniesst sie eine gewisse Autonomie, welche auch bei der Bemessung der Entschädigung zu respektieren ist. Zudem ist im Hinblick auf die Beurteilung der Frage, ob der betriebene Aufwand verhältnismässig war, etwa den erschwerenden Rahmenbedingungen von Gesprächen mit Kindern Rechnung zu tragen (BGE 142 III 153 E. 6.2; vgl. FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 300 N 41). Weiter verdient bei Kindesvertretungen die sorgfältige und umfassende Abklärung des Umfelds (z.B. Eltern, Beistände) besonderes Augenmerk. Die Kindesvertreterin darf nicht wie eine 'normale' Anwältin letztlich einzig auf den Willen ihrer Klienten abstellen, sondern trägt diesbezüglich eine besondere Verantwortung. Ferner muss sie sich immer wieder über ihre eigene Rolle schlüssig werden. Schliesslich üben Kindesvertretungen schon von Gesetzes wegen auch eine soziale Funktion aus (gemäss Art. 299 ZPO muss die Kindesvertreterin in fürsorgerischen Fragen erfahren sein, was psychologische und soziale Kompetenzen erfordert [FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 36]), wohingegen ein unentgeltlicher Vertreter keine eigenständige Betreuungsaufgabe übernehmen darf bzw. sich bewusst sein muss, dass er dafür vom Staat nicht entschädigt wird (GVP 1992 Nr. 58; Leuenberger/Uffer-Tobler, Kommentar zur Zivilprozessordnung des Kantons St. Gallen, Art. 282 aZPO SG N 5d f.; Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege, S. 205). Eine Kindesvertreterin hat interdisziplinär tätig zu sein (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 41). Eine saubere Abgrenzung zwischen juristischer und fürsorgerischer Betätigung wäre also weder möglich noch vertrüge sich eine solche mit den Aufgaben einer Kindesvertreterin.”
Die Notwendigkeit einer Vertretung des Kindes ist in jedem Verfahrensabschnitt gesondert zu prüfen. Entscheide in früheren Verfahrensstadien (z. B. in Massnahmen- oder Interimsverfahren) präjudizieren eine spätere Anordnung nicht automatisch; ein neues Begehren kann daher eine neue Prüfung der Vertretungsbedürftigkeit auslösen.
“________ tendant à la désignation d’un représentant au sens de l’art. 299 CPC a été formulée juste après la notification de l’ordonnance de mesures provisionnelles du 30 août 2019 qui accordait notamment la garde des filles du couple à la mère, et un jour avant l’appel interjeté par le père contre ce prononcé. L’enfant souhaitait ainsi faire entendre son désir de rester avec ce dernier et de ne pas suivre sa mère en Suisse alémanique, départ qui avait été annoncé pour le 1er septembre 2019 au juge des mesures provisionnelles. Par conséquent, la demande de la recourante tendant à ce qu’elle soit représentée par un curateur de procédure s’inscrivait dans la procédure de mesures provisionnelles et, plus singulièrement, dans la procédure d’appel ouverte contre ces mesures provisionnelles. Cependant, la présente cause ne concerne pas la procédure de mesures provisionnelles, mais la procédure de divorce. En effet, le 17 décembre 2019, et à nouveau le 18 janvier 2020, A.Y.________ a déposé une requête en désignation d’un représentant au sens de l’art. 299 CPC pour la procédure de divorce. Le Tribunal fédéral, dans son arrêt 5A_123/2020 du 7 octobre 2020, a également précisé que l’issue du recours traité dans le cadre de la procédure de mesures provisionnelles ne préjugeait pas du sort à réserver à une nouvelle requête déposée dans le cadre de la procédure de divorce. Dans ces conditions, c’est à tort que la présidente a déclaré irrecevable la requête du 18 janvier 2020 au motif que son objet avait d’ores et déjà été tranché. En l’espèce, l’enfant A.Y.________ était âgée de quatorze ans au moment du dépôt de sa requête et de quinze ans aujourd’hui. Elle a notamment été entendue dans le cadre de l’instruction menée par la présidente. Elle a en outre de son propre chef pris contact avec deux avocats, soit Me W.________, puis Me Christophe Borel, afin de solliciter la désignation d’un curateur de représentation, dans l’optique de formuler des propositions dans la procédure de divorce qui divise ses parents, en particulier s’agissant de la question de l’attribution de la garde.”
“________, à [...], demandeur, contre le prononcé rendu le 21 octobre 2022 par le Président du Tribunal civil de l’arrondissement de Lausanne dans la cause divisant le recourant d’avec K.________, à [...], défenderesse, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal considère : En fait et en droit : 1. 1.1 M.________ (ci-après : le recourant) et K.________ (ci-après : l’intimée) se sont mariés le [...] 2006. Deux enfants sont issus de cette union, à savoir : Q.________, né le [...] 2006, et Y.________, née le [...] 2008. 1.2 Les époux se sont séparés en mai 2016. 1.3 Une procédure de divorce actuellement pendante divise les époux, selon demande unilatérale déposée par M.________ le 16 janvier 2017, puis le 26 juin 2020 après que la première avait été rejetée par décision du 25 mai 2020 du Président du Tribunal civil de l’arrondissement de Lausanne (ci-après : le président). 1.4 Par prononcé du 9 juillet 2018, le président a notamment institué une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 27) en faveur des enfants Q.________ et Y.________ et a désigné Me R.________ en qualité de curatrice. Dans une décision du 21 janvier 2021, le président a maintenu la curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC et la désignation de Me R.________ en qualité de curatrice. 1.5 Lors d’une audience de mesures provisionnelles du 2 mars 2021, les époux ont signé une convention partielle, ratifiée séance tenante pour valoir ordonnance de mesures provisionnelles partielle. Ils sont notamment convenus de maintenir la garde à la mère et d’élargir progressivement le droit de visite du père sur ses enfants. Par ordonnance de mesures provisionnelles du 16 juin 2021, le président a rappelé la convention susmentionnée (I), a dit que dès le 1er juillet 2021, la garde sur les enfants s’exercerait de manière alternée par les parents, le père ayant ses enfants auprès de lui du lundi à l’entrée des classes jusqu’au mercredi à l’entrée des classes, la mère les ayant du mercredi à l’entrée des classes jusqu’au vendredi à l’entrée des classes et chaque parent ayant ses enfants auprès de lui un week-end sur deux (II), et a dit que le domicile des enfants resterait fixé provisoirement auprès de leur mère (III).”
Die Kosten der Vertretung des Kindes gelten als Verfahrenskosten. Sie sind zunächst von der Kindesschutz-/Kinds‑ und Erwachsenenschutzbehörde zu vergüten; anschliessend können sie den Eltern auferlegt werden, soweit diese kostenpflichtig werden.
“Entsprechend der zivilprozessualen Regelung (vgl. Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO) zählen die Kosten der Kindesvertretung zu den Verfahrenskosten (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 56; Cottier, a.a.O., Art. 314abis N 15). Sie sind zunächst von der Kindesschutzbehörde zu vergüten und müssen danach von den Eltern getragen werden, sofern und soweit diese kostenpflichtig werden (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 56; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 27).”
“Entsprechend der zivilprozessualen Regelung (vgl. Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO) zählen die Kosten der Kindesvertretung zu den Verfahrenskosten (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 56; Cottier, a.a.O., Art. 314abis N 15). Sie sind zunächst von der Kindesschutzbehörde zu vergüten und müssen danach von den Eltern getragen werden, sofern und soweit diese kostenpflichtig werden (Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 56; Michel/Steck, a.a.O., Art. 299 ZPO N 27).”
Die Kindesvertretung umfasst neben rechtlicher Tätigkeit auch fürsorgerische und psychosoziale Kompetenzen; sie erfordert eine sorgfältige und umfassende Abklärung des Umfelds (z. B. Eltern, Beistände) und trägt eine soziale Funktion. Zur Wahrung des Kindeswohls kann die Vertretung insbesondere im Zusammenhang mit einer pädopsychiatrischen Expertise beigezogen bzw. mit dieser abgestimmt werden.
“Zur Erinnerung bleibt auf Folgendes hinzuweisen: Bei der Festsetzung des Honorars für die Kindesvertretung ist zu berücksichtigen, dass solche allgemein als sehr zeitintensiv gelten (FamKomm Scheidung/Schweighauser, 3. Aufl., Anh. ZPO Art. 300 N 41 f.). Bei der Erfüllung der betreffenden Aufgaben geniesst sie eine gewisse Autonomie, welche auch bei der Bemessung der Entschädigung zu respektieren ist. Zudem ist im Hinblick auf die Beurteilung der Frage, ob der betriebene Aufwand verhältnismässig war, etwa den erschwerenden Rahmenbedingungen von Gesprächen mit Kindern Rechnung zu tragen (BGE 142 III 153 E. 6.2; vgl. FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 300 N 41). Weiter verdient bei Kindesvertretungen die sorgfältige und umfassende Abklärung des Umfelds (z.B. Eltern, Beistände) besonderes Augenmerk. Die Kindesvertreterin darf nicht wie eine 'normale' Anwältin letztlich einzig auf den Willen ihrer Klienten abstellen, sondern trägt diesbezüglich eine besondere Verantwortung. Ferner muss sie sich immer wieder über ihre eigene Rolle schlüssig werden. Schliesslich üben Kindesvertretungen schon von Gesetzes wegen auch eine soziale Funktion aus (gemäss Art. 299 ZPO muss die Kindesvertreterin in fürsorgerischen Fragen erfahren sein, was psychologische und soziale Kompetenzen erfordert [FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 36]), wohingegen ein unentgeltlicher Vertreter keine eigenständige Betreuungsaufgabe übernehmen darf bzw. sich bewusst sein muss, dass er dafür vom Staat nicht entschädigt wird (GVP 1992 Nr. 58; Leuenberger/Uffer-Tobler, Kommentar zur Zivilprozessordnung des Kantons St. Gallen, Art. 282 aZPO SG N 5d f.; Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege, S. 205). Eine Kindesvertreterin hat interdisziplinär tätig zu sein (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 299 N 41). Eine saubere Abgrenzung zwischen juristischer und fürsorgerischer Betätigung wäre also weder möglich noch vertrüge sich eine solche mit den Aufgaben einer Kindesvertreterin.”
“Il n’apparaît pas qu’un tel changement, compte tenu du risque que des conflits surviennent ensuite avec le père, soit clairement dans l’intérêt des enfants. Il faut dès lors y maintenir la situation en l’état, soit de confirmer a posteriori l’octroi de la décision de déplacer le lieu de résidence des enfants à [...]. La situation devra toutefois être réévaluée sur la base du rapport d’expertise pédopsychiatrique. Il convient également d’instaurer une curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC afin de s’assurer que le bien des enfants, notamment dans le cadre de l’expertise pédopsychiatrique, ait été adéquatement pris en compte. Les parties sont en effet engagée dans un conflit important s’agissant non seulement de l’autorisation de déplacer le lieu de résidence des enfants, mais également de la garde. De plus, à plusieurs reprises, l’enfant I.________ a directement écrit au tribunal pour faire part des difficultés rencontrées avec ses parents, en particulier avec sa mère, et de son souhait de résider chez son père. L’intérêt des enfants justifie de leur nommer un curateur au sens de l’art. 299 CPC. Me Alexa Landert, avocate à Yverdon-les-Bains, sera par conséquent désignée comme curatrice de représentation. 5. 5.1 En définitive, l’appel déposé par A.V.________ est rejeté et l’ordonnance du 25 août 2021 réformée d’office dans le sens des considérants qui précèdent. 5.2 L’appel est rejeté notamment en raison de l’intérêt des enfants à maintenir la situation actuelle, soit parce que la mère, qui soutient qu’elle avait préparé de longue date le déménagement avec ses enfants, a attendu la fin du mois de mai pour déposer une requête en ce sens et qu’elle a procédé au déménagement à la mi-août, sans attendre une décision définitive. Par conséquent, en équité (art. 107 al. 1 let. c CPC), les frais judiciaires de deuxième instance, arrêtés à 600 fr. (art. 65 al. 2 TFJC [tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5]) seront mis par moitié à la charge de chacune des parties et provisoirement laissés à la charge de l’Etat compte tenu de l’assistance judiciaire (art.”
Zustellungen an die gerichtlich bestellte Vertretung gelten als gehörig. Die Bestellung hat prozessuale Auswirkungen, indem sie die Vertretungsbefugnis der Eltern im Verfahren einschränkt. Eltern haben nicht ohne Weiteres ein unmittelbares Beschwerderecht gegen die Person oder die Handlungen des bestellten Vertreters; die Abberufung oder der Ersatz des Vertreters liegt primär in der Zuständigkeit des erstinstanzlichen Richters, der die Bestellung gegebenenfalls aufhebt oder ersetzt.
“Der Kläger beantragt persönlich, ihm sei die Korrespondenz des Gerichts (zumindest auch) persönlich zuzustellen. Die Nichtzustellung der Korrespondenz habe zur Folge, dass weder die Inhalte noch die Fristen irgendeine Gültigkeit hät- ten (Urk. 1 S. 1). Ist eine Partei vertreten, so erfolgt die Zustellung an die Vertretung (Art. 137 ZPO). Das heisst, dass die für die Partei bestimmte Urkunde dem Vertreter zuzu- stellen ist. Als Vertretung im Sinne von Art. 137 ZPO gelten nach der bundesge- richtlichen Rechtsprechung sowohl die vertraglichen (Art. 68 ZPO) als auch die gesetzlichen (Art. 67 Abs. 2 ZPO) und die vom Gericht bestellten Vertreter (Art. 69 Abs. 1, Art. 118 Abs. 1 lit. c und Art. 299 ZPO; BGer 5A_803/2019 vom 3. April 2020, E. 3.3 m.w.H.). Wurde für das Verfahren rechtmässig ein Vertreter - 5 - bestellt, so fällt eine direkte Zustellung an die Partei ausser Betracht und eine sol- che gilt grundsätzlich als nicht gehörig erfolgt (BGE 143 III 28 E. 2.2.1 m.w.H.). Wie bereits ausgeführt wurde Rechtsanwalt Dr. X._____ mit rechtskräftiger Verfügung der Vorinstanz vom 3. April 2023 für den Kläger als Vertreter im Sinne von Art. 69 ZPO bestellt. Die gerichtlichen Zustellungen an den Kläger haben deshalb im erstinstanzlichen Verfahren und diesem Beschwerdeverfahren an Rechtsanwalt Dr. X._____ zu erfolgen. Einzig Zustellungen an diesen gelten als gehörig erfolgt (vgl. dazu auch Urk. 2 S. 7 E. 13).”
“2 CPC, soit dans les cas prévus par la loi ou lorsqu'elles peuvent causer un préjudice difficilement réparable. Si la loi prévoit expressément que l'enfant peut former un recours contre le rejet de sa demande en désignation d'un représentant (art. 299 al. 3 CPC), tel n'est pas le cas pour les parents qui ne peuvent donc recourir contre la décision du Tribunal que par la voie du recours au sens de l'art. 319 let. b ch. 2 CPC, soit pour autant qu'il en résulte un préjudice irréparable (Jeandin, op. cit., n. 15 ad art. 299 CPC ; Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 34 et 38 ad art. 299 CPC). La nomination d'un représentant pour l'enfant a pour conséquence de limiter les parents dans leur pouvoir de représentation – en tant que représentants légaux de leur enfant – dans le cadre de la procédure de divorce (arrêt du Tribunal fédéral 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid. 4.1). Ainsi, s'il devait être constaté à l'issue de la procédure qu'une telle curatelle de représentation n'aurait pas dû être instaurée, car ne remplissant pas les conditions de l'art. 299 CPC, les parents n'auraient pas eu la possibilité de représenter leur enfant. Leur dommage, à savoir la privation de son droit de représenter leur enfant, constitue donc un préjudice qui sera difficilement réparable à l'issue de la procédure, l'unique solution étant de refaire toute cette procédure (ACJC/1444/2017 du 7 novembre 2017 consid. 1.2.3). Compte tenu de ce qui précède, il doit être retenu que la voie du recours est ouverte à la recourante puisque l'ordonnance querellée a pour conséquence de limiter son droit de représenter les enfants. 1.3 Dans la procédure de recours, la cognition de la Cour est limitée à la violation du droit et à la constatation manifestement inexacte des faits. 1.4 Conformément à l’art. 326 al. 1 CPC, les allégations de fait et les preuves nouvelles sont irrecevables au stade du recours, de sorte que les pièces nouvelles produites par les parties, ainsi que les faits qui s’y rapportent, sont irrecevables. 2. La recourante reproche au Tribunal d'avoir statué sans qu'elle ait pu se prononcer préalablement sur les déterminations de l'intimé qui lui ont été envoyé le même jour que l'ordonnance.”
“1 Le recourant conteste tant l’instauration d’une curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC en faveur de ses enfants que la personne du curateur désigné. Il soutient que la position d’ores et déjà adoptée par Me T.________ dans le cadre de la procédure indiquerait sans équivoque qu’il n’est pas en mesure de favoriser l’intérêt objectif des enfants. Sa désignation en qualité de curateur de ces derniers risquerait sérieusement de prétériter la relation de Q.________ et Y.________ avec leur père, causant ainsi un préjudice difficilement, voire impossiblement réparable. 4.2.2 En l’espèce, si le recourant conclut à la levée de la curatelle de représentation au sens de l’art. 299 CPC, il n’explique aucunement en quoi cette mesure lui causerait un préjudice difficilement réparable. Il résulte de la lecture de son recours que l’intéressé se borne en réalité à soutenir que c’est bien la personne du curateur désigné qui risquerait de causer un tel préjudice. Partant, le recours, en tant qu’il porte sur le maintien de la curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC, est irrecevable, faute pour M.________ de démontrer l’existence d’un préjudice difficilement réparable. En tant que le recours porte sur la personne du curateur, la Chambre de céans a déjà eu l’occasion de relever que si les parents ont le droit d’être entendus et peuvent, dans ce cadre, signaler des abus, empêchements ou difficultés au juge, pour que celui-ci prenne d’office des mesures s’il l’estime justifié, ils n’ont en revanche pas de droit de recours contre les actes du représentant de l’enfant, ni le droit d’exiger sa destitution (TF 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid. 4.1, RSPC 2016 p. 320, cité in Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, Lausanne 2018, n. 5.1 ad art. 299 CPC). En effet, la décision du premier juge peut être rapportée en tout temps et le curateur peut être remplacé si le premier juge l’estime nécessaire. De plus, la maxime inquisitoire et la maxime d’office sont applicables dans la présente procédure (art. 296 al.”
“Il faut relever d’abord que le recours de l’art. 299 al. 3 CPC n’est pas ouvert à l’enfant en cas de désignation d’un autre curateur que celui proposé (CREC 22 janvier 2016/24). La Cour de céans a dès lors examiné dans le cas précité si le recours était recevable sous l’angle de l’art. 319 let. b ch. 2 CPC, soit si la désignation en question lui causait un préjudice difficilement réparable. Elle l’a nié dès lors que l’enfant avait été pourvu d’un curateur dont les compétences en matière de droit de la famille étaient avérées. Les parents ont le droit d’être entendus. Dans ce cadre, ils peuvent signaler des abus, empêchements ou difficultés au juge, pour que celui-ci prenne d’office des mesures s’il l’estime justifié. En revanche, ils n’ont pas de droit de recours contre les actes du représentant de l’enfant, ni le droit d’exiger sa destitution (TF 5A_894/2015 du 16 mars 2016 consid. 4.1, RSPC 2016 p. 320, cité in Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, Lausanne 2018, n. 5.1 ad art. 299 CPC). En effet, la décision du premier juge peut être rapportée en tout temps et le curateur peut être remplacé si le premier juge l’estime nécessaire. De plus, la maxime inquisitoire et la maxime d’office sont applicables dans la présente procédure (art. 296 al. 1 CPC) et profitent à toute les parties (cf. CREC 27 février 2019/72). Partant, on ne saurait admettre la réalisation d’un préjudice difficilement réparable. 4. Au vu de ce qui précède, le recours doit être déclaré irrecevable et le prononcé attaqué maintenu. L’arrêt peut être rendu sans frais judiciaires de deuxième instance (art. 10 TFJC [tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5]). Le recourant a annoncé qu’il déposerait un formulaire de demande d’assistance judiciaire. Il ne l’a pas encore fait. Toutefois, au vu des considérants qui précèdent, le recours était d'emblée dépourvu de chances de succès (art. 117 let. b CPC) et la requête d’assistance judiciaire doit être rejetée en tant qu’elle n’est pas sans objet.”
Eine Vertretung des Kindes nach Art. 299 ZPO ist nicht automatisch in jedem Sorgerechts- oder Unterhaltsstreit anzuordnen; sie wird bestellt, wenn dies im konkreten Fall notwendig erscheint, namentlich bei einer relevanten Interessenkollision oder wenn das Verhalten des vertretenden Elternteils ungenügend ist.
“306 Abs. 3 ZGB hinsichtlich der Vertretungsmacht eines Elternteils in selbständigen Kindesunterhaltsverfahren führte das Bundesgericht im Leitentscheid BGE 145 III 393 (bestätigt in BGer 5A_446/2019 vom 5. März 2020, E. 3.3) aus, dass die Grundsätze des Art. 299 ZPO analog anzuwenden seien, mithin nur eine Kindsvertretung zu bestellen sei, wenn dies im konkreten Fall notwendig erscheine (E. 2.7.4). Es bestehe im Kindesunterhaltsprozess im Normalfall keine relevante Interessenkollision zwischen dem vertretenden Elternteil und dem vertretenen Kind (E. 2.7.2). Handlungsbedarf für das zuständige Gericht bestehe erst, wenn ein konkreter Interessenkonflikt vorliege oder die Handlungen des vertretenden Elternteils ungenügend erscheinen (E. 2.7.3). Diese Rechtsprechung zur Vertretungsmacht der Eltern muss auch für die Prozessstandschaft gelten. Ihr folgend kann der Interessenkollision im Rahmen eines Gerichtsverfahrens nämlich ohne Weiteres mit einem Kindsverfahrensbeistand nach Art. 299 ZPO begegnet werden. Die - 10 - Aktivlegitimation der Eltern ist von einem allfälligen Interessenskonflikt nicht betroffen, anderenfalls der Gesetzgeber die Vertretung des Kindes durch einen Beistand in sämtlichen die Eltern betreffenden Gerichtsverfahren zur Regel hätte erklären müssen. Dies ist folgerichtig, wird dem Hauptzweck von Art. 306 Abs. 3 ZGB, dem Verhindern möglicher Nachteile für das Kind (vgl. BK ZGB-Affolter- Fringeli/Vogel, Art. 306 Rz. 36), doch bereits mit der sowohl im eherechtlichen als auch im selbständigen Kindesunterhaltsprozess geltenden Untersuchungs- und Offizialmaxime Rechnung getragen (vgl. Art. 296 ZPO). Nach der Rechtsprechung gilt das von Amtes wegen zu schützende Kindeswohl als oberste Maxime des Kindesrechts (BGE 141 III 328 E. 5.4). Sodann kann die Frage, ob im Rahmen eines Gerichtsverfahrens überhaupt eine Interessenkollision vorliegt, in der Regel auch erst dann beantwortet werden, wenn die Parteien ihre Rechtsbegehren gestellt und begründet haben.”
Das Gericht prüft von Amts wegen, ob eine Vertretung des Kindes anzuordnen ist, und kann hierzu eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Beiständin oder einen Beistand (Curator/curatrice) bezeichnen. Diese Prüfung erfolgt insbesondere, wenn die Eltern divergierende Anträge stellen, wenn die Kindesschutzbehörde oder ein Elternteil die Vertretung verlangt oder wenn das Gericht eine Schutzmassnahme erwägt. Die Entscheidung über die Bestellung ist eine pflichtgemässe Abwägung (weitgehendes Ermessen des Gerichts); eine Vertretung ist nur anzuordnen, soweit sie zur Wahrung der Interessen des Kindes notwendig erscheint.
“299 et 300 CPC sont applicables dans toutes les procédures de droit de la famille opposant des parents et dans le cadre desquelles la situation de l'enfant est en jeu (JEANDIN, in CR CPC, 2019, n. 2 ad art. 299 CPC). Lorsque l'entretien est litigieux entre des parents non mariés, la question relève de la compétence du juge alimentaire (art. 298b al. 3 et 314abis CC) et c'est lui qui statuera sur une éventuelle curatelle procédurale sur la base des art. 299 et 300 CPC (MEIER, in CR CC I, 2024, n. 11 ad art. 314abis CC). L'art. 299 CPC pose un principe général en vertu duquel le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation : il examine la question d'office et met en œuvre une représentation si nécessaire (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3). La nécessité tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale ou familiale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l'enfant (JEANDIN, op. cit., n. 4 ad art. 299 CPC). Les coûts, les complications ou l'allongement du procès ou encore l'âge de l'enfant ne sont pas des facteurs déterminants (DIETSCHY-MARTENET, in Petit commentaire CPC, n. 3 ad art. 299 CPC). La question d'une représentation peut être soulevée auprès du juge par l'autorité de protection de l'enfant ou par l'un des parents sous forme de requête visant l'instauration d'une curatelle. Le tribunal doit alors l'examiner et y répondre. Au vu de leurs relations spécifiques avec l'enfant, ces personnes ou ces institutions sont en effet susceptibles d'avoir une perception de la situation de l'enfant que le tribunal ne peut avoir par lui-même (JEANDIN, op. cit., n. 12 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3).”
“1 et les références citées). Le droit d'être entendu est une garantie de nature formelle, dont la violation entraîne en principe l'annulation de la décision attaquée, indépendamment des chances de succès du recours sur le fond. Selon la jurisprudence, sa violation peut cependant être réparée lorsque la partie lésée a la possibilité de s'exprimer devant une autorité de recours jouissant d'un plein pouvoir d'examen. Toutefois, une telle réparation doit rester l'exception et n'est admissible, en principe, que dans l'hypothèse d'une atteinte qui n'est pas particulièrement grave aux droits procéduraux de la partie lésée. Une réparation de la violation du droit d'être entendu peut également se justifier, même en présence d'un vice grave, lorsque le renvoi constituerait une vaine formalité et aboutirait à un allongement inutile de la procédure, ce qui serait incompatible avec l'intérêt de la partie concernée à ce que sa cause soit tranchée dans un délai raisonnable (ATF 142 II 218 consid. 2.8.1). 5.1.2 Selon l'art. 299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. Dans les hypothèses précitées, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid.”
“299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.1 s.; 5C.210/2000 du 27.10.2000 c. 2b). Dans ces hypothèses, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). Une représentation de l'enfant ne doit intervenir que si elle s'avère nécessaire à la sauvegarde des intérêts de ce dernier (Jeandin, in CR CPC, 2019, n. 4, 5 et 10 ad art. 299 CPC). La seule circonstance d'un litige relatif au droit de garde, dont l'intensité n'excède pas celle que la plupart des couples rencontre lors d'une procédure de séparation, ne rend pas arbitraire le refus de l'autorité cantonale de désigner un curateur de représentation, en particulier lorsque l'enfant concerné a été entendu par le Service de protection de la jeunesse qui, tout en reconnaissant l'existence, entre les parents, d'un conflit débordant sur les enfants, n'a pas jugé nécessaire de nommer un curateur (arrêts du Tribunal fédéral 5A_153/2013 du 24 juillet 2013 consid.”
Bei überschaubaren Verhältnissen kann aus Gründen der Verhältnismässigkeit und der Prozessökonomie von der Bestellung eines Kindesprozessbeistandes nach Art. 299 ZPO abgesehen werden.
“Die Kindsmutter führt als gesetzliche Vertreterin der Klägerin den Unter- haltsprozess. Bei der im Namen der Klägerin erhobenen Anschlussberufung geht es primär um die Interessen der Kindsmutter. Das wirft die Frage einer möglichen Interessenkollision auf, da die Interessen der Klägerin nicht ausschliesslich gleichgerichtet mit denjenigen der Kindsmutter sind. Gemäss Art. 306 Abs. 3 ZGB entfallen von Gesetzes wegen bei Interessenkollision die Befugnisse der Eltern in der entsprechenden Angelegenheit. Im zu beurteilenden Fall bilden weder die el- terliche Sorge noch die Obhut Verfahrensgegenstand, sondern das Besuchsrecht, und die Verhältnisse erscheinen überschaubar. Im Lichte des Verhältnismässig- keitsprinzips und in prozessökonomischer Hinsicht ist von der Bestellung eines Kindesprozessbeistandes gemäss Art. 299 ZPO abzusehen. Mit Blick auf den anwendbaren Offizialgrundsatz und die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime (Art. 296 ZPO), kann den Interessen des Kindes angemessen Rechnung getra- gen werden (vgl. Maranta/Fassbind, Interessenkollisionen im Kindesunterhalts- recht?, ZKE 2016 S. 454 ff.).”
Die Kosten der Vertretung des Kindes gelten nach Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO grundsätzlich als Gerichtskosten, wenn das Gericht die Vertretung ausdrücklich gemäss Art. 299 ZPO angeordnet hat. Wird die Vertretung nicht durch das Gericht, sondern von einer Partei mandatiert oder von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bestellt, handelt es sich nach den zitierten Entscheiden um Parteikosten. In der Praxis kann das Gericht die Vergütung einer vom Gericht bestellten Vertreterin/des bestellten Vertreters vorläufig dem Staat auferlegen.
“e)Weiter erhebt der Beklagte den Vorwurf der fehlenden Passivlegitima- tion mit der Begründung, die Vorschusspflicht für die Gerichtskosten treffe nach dem Wortlaut und dem Sinn des Gesetzes den Kläger. Sie werde üblicherweise nach dem Klageeingang festgelegt und sei Prozessvoraussetzung. Kläger sei im vorliegenden Verfahren das Kind – und zwar gegenüber beiden Elternteilen –, weshalb sie als Unterhaltsschuldner gleich zu behandeln seien (Urk. 1 S. 7). Vor- liegend übergeht der Beklagte die im vorinstanzlichen Verfahren vom Kläger glaubhaft gemachte und unbestritten gebliebene Mittellosigkeit der Verfahrensbe- teiligten und Leistungsfähigkeit seinerseits. Demzufolge entfällt eine anteilsmäs- sige Verpflichtung der Verfahrensbeteiligten zur Leistung eines Prozesskostenvor- schusses. f)Zutreffend führt der Beklagte aus, dass die Kosten für die Vertretung des Kindes Teil der Gerichtskosten sind (Urk. 1 S. 5; Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO), wenn das Gericht eine solche Vertretung gemäss Art. 299 ZPO angeordnet hat. Er übersieht jedoch, dass die Beiständin MLaw C._____ von der Kindes- und Er- wachsenenschutzbehörde nach Art. 306 Abs. 2 ZGB und nicht von der Vorinstanz nach Art. 299 ZPO bestellt wurde (Urk. 7/295) und durch Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____ substituiert wird (Urk. 7/355). Demzufolge handelt es sich bei den ent- sprechenden Vertretungskosten des Klägers nicht um Gerichts-, sondern um Par- teikosten. Auch geht das Argument des Beklagten fehl, wonach der Vertreterin des Kindes bezüglich der Gerichtskosten keine Parteistellung zukomme, stellen doch – wie bereits erläutert – die Vertretungskosten des Klägers Partei- und nicht Gerichtskosten dar. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass die Erfül- lung der Pflicht zur Zahlung eines Prozesskostenvorschusses ein Rechtsgeschäft des Privatrechts ist und direkt an die vorschussberechtigte Person bzw. an ihre Rechtsvertretung, nicht an das Gericht erfolgt (vgl. BGE 148 III 21 E. 3.1.). g)Nach dem Gesagten ist die Verpflichtung des Beklagten zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses an den Kläger, zahlbar an Rechtsanwältin lic.”
“Nach Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO handelt es sich bei den Kosten für die Vertre- tung des Kindes (Art. 299 und 300) um Gerichtskosten. Der Verweis auf Art. 299 f. ZPO stellt klar, dass die Kosten für die Vertretung des Kindes nur dann Gerichtskosten darstellen, wenn das Gericht eine solche Vertretung gemäss Art. 299 ZPO angeordnet hat (ZK ZPO-Suter/von Holzen, Art. 95 N 27; BSK ZPO- Rüegg/Rüegg, Art. 95 N 14; Urwyler/Grütter, DIKE-Komm-ZPO, Art. 95 N 15; BK ZPO I-Sterchi, Art. 95 N 10). Da vorliegend die Vertretung des Kindes nicht vom Gericht, sondern von der Beschwerdeführerin mandatiert wurde (vgl. Urk. 2 S. 2 und Urk. 3), handelt es sich bei den Vertretungskosten nicht um Gerichts-, son- dern um Parteikosten. - 9 -”
“Il s'est opposé au divorce en raison de la schizophrénie et de l'épilepsie de sa femme et a sollicité que celle-ci soit soumise à une expertise psychiatrique et neurologique. m.g. Par ordonnance du 13 novembre 2017, le Tribunal, statuant sur mesures provisionnelles, a fait interdiction à A______ et/ou à B______ de quitter le territoire suisse avec les enfants, ordonné à l'Office fédéral de la police l'inscription immédiate dans le RIPOL et dans le SIS de l'interdiction de sortie du territoire suisse de C______, E______, et D______, fait interdiction à A______ de prendre contact avec B______ et les enfants de quelque manière que ce soit, de s'approcher d'eux à moins de 500 mètres et de s'approcher à moins de 500 mètres des établissements et lieux fréquentés par les enfants, expressément désignés, ces interdictions étant prononcées sous la menace de la peine de l'article 292 CP. Le Tribunal a en outre suspendu provisoirement le droit de visite de A______ sur les trois enfants, a ordonné une mesure de curatelle, au sens de l'art. 299 CPC, en vue d'assurer leur représentation dans le cadre de la procédure, et désigné à cet effet Me K______, avocate, la rémunération de la curatrice étant provisoirement mise à charge de l'Etat, sous réserve d'une décision de l'assistance judiciaire, la répartition définitive étant réservée au jugement au fond. m.h. Dans sa réponse déposée le 30 novembre 2017, A______ a préalablement sollicité une expertise psychiatrique et neurologique de B______. Au fond, il a sollicité que la procédure soit limitée au principe du divorce, dont les conditions n'étaient pas remplies. m.i. Le Service d'évaluation et d'accompagnement de la séparation parentale (SEASP) a entendu les époux séparément, ainsi que les trois enfants, scolarisés en 10ème, 8ème et 5ème au moment de l'entretien en octobre 2017, et s'est notamment entretenu avec leurs enseignants. Il a rendu son rapport d'évaluation sociale le 6 décembre 2017. m.i.a. E______ s'était montré détendu et agréable durant l'audition, jusqu'au moment où son père avait été évoqué.”
Gerichte können die Vertretung des Kindes gemäss Art. 299 ZPO anordnen, etwa nachdem eine Mediation gescheitert ist oder wenn sie eine Schutzmassnahme erwägen. Die Anordnung ist insbesondere angezeigt, wenn die Eltern widersprüchliche Anträge stellen oder in einem erheblichen Elternkonflikt das Risiko besteht, dass elterliche Eigeninteressen das Kindeswohl überlagern. Die Kindesvertretung hat insbesondere die Funktion, das Wohl des Kindes zu wahren und dessen Recht, sich zu äussern, zu schützen, wenn eine direkte Anhörung nicht angezeigt ist.
“Am 28. Januar 2019 reichte die Klägerin die Scheidungsklage beim Einzel- gericht (8. Abteilung) des Bezirksgerichts Zürich (Vorinstanz) ein (act. 1). Die Vo- rinstanz holte einen Amtsbericht des Beistandes der Kinder ein (act. 13), hörte die - 10 - Kinder an (act. 32) und sistierte das Verfahren zwecks Durchführung einer Media- tion zwischen den Parteien bis Ende Oktober 2019 (act. 33). Nachdem die Media- tion gescheitert war (vgl. act. 41 und 42), wurde für die Kinder eine Kindesvertre- tung im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet (act. 44 und 46). Mit Verfügung vom 19. Juni 2020 wurde der Antrag der Klägerin auf Verpflichtung des Beklagten zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses abgewiesen und beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt (act. 81). Am 26. Juni 2020 wurden eine Ei- nigungsverhandlung und eine Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen durchgeführt (Prot. S. 11 ff.). Mit Verfügung vom 14. August 2020 wurde der An- trag der Klägerin betreffend Zuteilung der alleinigen Obhut über die Kinder für die Dauer des Verfahrens abgewiesen sowie die Betreuungsregelung gemäss Ehe- schutzurteil präzisiert bzw. ergänzt und wurden die Kinderunterhaltsbeiträge ge- mäss Eheschutzurteil abgeändert (act. 89). In der Folge wurden am”
“299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. La nomination d'un curateur n'est pas une obligation, mais une possibilité qui relève du pouvoir d'appréciation du juge (art. 4 CC; arrêts du Tribunal fédéral 5A_303/2016 du 10 octobre 2016 consid. 5.2; 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.3; 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.1 s.; 5C_210/2000 du 27.10.2000 c. 2b). Dans les hypothèses précitées, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.3). 4.2.1 En l'espèce, le SEASP a requis du Tribunal, le 16 février 2023, l'institution d'une curatelle d'assistance éducative, faisant valoir qu'il existait de sérieuses inquiétudes concernant la prise en charge des enfants dont la garde avait été attribuée à l'intimé. Ce faisant, le SEASP a respecté sa mission et a procédé conformément à l'art. 32 du règlement d'application de la loi sur l'enfance et la jeunesse. Le Tribunal n'avait dès lors pas à lui retourner son courrier et à s'abstenir de statuer sur cette requête. Cela est d'autant plus vrai que l'instauration d'une curatelle d'assistance éducative se justifie pleinement en l'espèce, compte tenu des déficiences constatées dans la prise en charge des enfants par les deux parties, qui n'ont pas su protéger les enfants des effets délétères de leur conflit conjugal.”
“Comme on le verra ci-après, l’intimé se verra allouer de pleins dépens pour la présente procédure, de sorte que sa requête de provisio ad litem pour la procédure d’appel est sans objet en tant qu’elle constitue une avance en attendant le règlement des frais. 7. 7.1 En dernier lieu, l’appelant invoque l’art. 299 CPC et soutient que la désignation d’un curateur serait nécessaire en raison du conflit parental important. L’intimé aurait un intérêt à l’obtention d’une contribution d’entretien suffisante de la part de ses deux parents, U.________ tentant de démontrer que sa situation financière ne permettait pas de contribuer à l’entretien de son fils. 7.2 7.2.1 Une décision refusant de désigner un curateur aux enfants des parties constitue une ordonnance d'instruction (Jeandin, CR-CPC, n. 15 ad art. 299 CPC). Pour les parents qui requièrent, en vain, l'instauration d'une curatelle (art. 299 al. 2 let. b CPC), seul le recours prévu à l'art. 319 let. b ch. 2 CPC est ouvert (Jeandin, op. cit., n. 15 ad art. 299 CPC; Spycher, Berner Kommentar, n. 14 ad art. 299 CPC; Schweighauser, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., nn. 35 et 36 ad art. 299 CPC). Celui-ci suppose l'existence d'un préjudice difficilement réparable, à défaut duquel le recours sera déclaré irrecevable. 7.2.2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 let. a CPC, en vigueur depuis le 1er janvier 2017, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de l’autorité parentale (ch. 1), à l’attribution de la garde (ch. 2), à des questions importantes concernant les relations personnelles (ch. 3), à la participation à la prise en charge (ch. 4) et à la contribution d’entretien (ch. 5). Dans le cadre de sa mission, le rôle du curateur consiste à faire valoir le bien de l’enfant, et non sa volonté (ATF 142 III 153 consid.”
“1 et les références citées). Le droit d'être entendu est une garantie de nature formelle, dont la violation entraîne en principe l'annulation de la décision attaquée, indépendamment des chances de succès du recours sur le fond. Selon la jurisprudence, sa violation peut cependant être réparée lorsque la partie lésée a la possibilité de s'exprimer devant une autorité de recours jouissant d'un plein pouvoir d'examen. Toutefois, une telle réparation doit rester l'exception et n'est admissible, en principe, que dans l'hypothèse d'une atteinte qui n'est pas particulièrement grave aux droits procéduraux de la partie lésée. Une réparation de la violation du droit d'être entendu peut également se justifier, même en présence d'un vice grave, lorsque le renvoi constituerait une vaine formalité et aboutirait à un allongement inutile de la procédure, ce qui serait incompatible avec l'intérêt de la partie concernée à ce que sa cause soit tranchée dans un délai raisonnable (ATF 142 II 218 consid. 2.8.1). 5.1.2 Selon l'art. 299 CPC, le Tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l'enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l'assistance et en matière juridique, notamment lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l'attribution de l'autorité parentale ou du droit de garde ou à des questions importantes concernant leurs relations personnelles avec l'enfant, lorsque l'un des parents le requiert, ou encore lorsque le tribunal envisage une mesure de protection de l'enfant. Dans les hypothèses précitées, il est en effet à craindre qu'aucun des parents ne représente réellement l'intérêt de l'enfant et que tous deux fassent primer leur intérêt propre (Helle, in Droit matrimonial, Fond et procédure, Commentaire pratique, 2016, n. 12 et 18 ad art. 299 CPC). Le représentant est un intermédiaire permettant la protection du droit de l'enfant d'exprimer librement son opinion sur une question l'intéressant, si son audition directe n'est pas indiquée au vu de sa capacité à se former sa propre opinion (arrêt du Tribunal fédéral 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid.”
Die Grundsätze von Art. 299 ZPO sind in selbständigen Kindesunterhaltsverfahren analog anzuwenden. Eine Bestellung eines Beistands ist nur vorzunehmen, wenn dies im konkreten Fall notwendig erscheint (z. B. bei konkreter Interessenkollision oder wenn das Verhalten des vertretenden Elternteils ungenügend ist). Im Normalfall genügt die Vertretung des Kindes durch die Eltern.
“Art. 306 Abs. 2 ZGB bestimmt für den Fall, dass die Eltern in einer Angelegenheit Interessen haben, die denen des Kindes widersprechen, dass die Kindesschutzbehörde einen Beistand ernennt oder diese Angelegenheit selbst regelt. Im selbständigen Kindesunterhaltsverfahren sind hinsichtlich der Vertretungsmacht eines Elternteils mit Blick auf Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB die Grundsätze des Art. 299 ZPO analog anzuwenden (BGE 145 III 393 E. 2.7.4). Nach Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Es prüft die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs stellen (Art. 299 Abs. 2 Bst. a Ziff. 3 ZPO). Das Kind benötigt im selbständigen Kindesunterhaltsprozess nicht in jedem Fall eine Vertretung (vgl. BGE 145 III 393 E. 2.7.2). Ein Vertreter des Kindes ist durch das Gericht oder die KESB nur zu bestellen, wenn dies im konkreten Fall notwendig erscheint (BGE 145 III 393 E. 2.7.4).”
“Zur Interessenkollision nach Art. 306 Abs. 3 ZGB hinsichtlich der Vertretungsmacht eines Elternteils in selbständigen Kindesunterhaltsverfahren führte das Bundesgericht im Leitentscheid BGE 145 III 393 (bestätigt in BGer 5A_446/2019 vom 5. März 2020, E. 3.3) aus, dass die Grundsätze des Art. 299 ZPO analog anzuwenden seien, mithin nur eine Kindsvertretung zu bestellen sei, wenn dies im konkreten Fall notwendig erscheine (E. 2.7.4). Es bestehe im Kindesunterhaltsprozess im Normalfall keine relevante Interessenkollision zwischen dem vertretenden Elternteil und dem vertretenen Kind (E. 2.7.2). Handlungsbedarf für das zuständige Gericht bestehe erst, wenn ein konkreter Interessenkonflikt vorliege oder die Handlungen des vertretenden Elternteils ungenügend erscheinen (E. 2.7.3). Diese Rechtsprechung zur Vertretungsmacht der Eltern muss auch für die Prozessstandschaft gelten. Ihr folgend kann der Interessenkollision im Rahmen eines Gerichtsverfahrens nämlich ohne Weiteres mit einem Kindsverfahrensbeistand nach Art. 299 ZPO begegnet werden. Die - 10 - Aktivlegitimation der Eltern ist von einem allfälligen Interessenskonflikt nicht betroffen, anderenfalls der Gesetzgeber die Vertretung des Kindes durch einen Beistand in sämtlichen die Eltern betreffenden Gerichtsverfahren zur Regel hätte erklären müssen.”
Bei typischen Konfliktkonstellationen – etwa Streit über Obhut/elterliche Sorge, wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs, Unterhalt, Unterbringung oder abweichende Parteianträge – hat das Gericht die Anordnung einer Kindesvertretung zu prüfen. Selbst in diesen Fällen ist die Bestellung jedoch nicht automatisch; die Entscheidung obliegt dem pflichtgemässen Ermessen des Gerichts und richtet sich nach dem Kindeswohl.
“Gemäss Art. 314abis Abs. 1 ZGB ordnet die Kindesschutzbehörde wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Der im Bereich des Kindesschut- zes anwendbare Art. 314abis ZGB entspricht dem in gerichtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind als Vertre- tung in Form eines Beistands eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen er- fahrene Person zur Seite zu stellen ist. Sowohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Ge- richt die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegenstand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat das Gericht weder au- tomatisch einen Kindesvertreter zu bezeichnen noch ist es verpflichtet, hierüber eine formelle Entscheidung zu treffen; vielmehr handelt es sich um eine Möglich- keit, die im Ermessen des Gerichts liegt (BGer 5A_232/2016 v.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gesetz umschreibt typische Verfahrens- und Interessenkonstellationen, welche unter diesen Aspekten nach einer Kindesvertretung rufen: Die Einsetzung eines Verfahrensbeistandes ist insbesondere dann zu prüfen, wenn die Eltern über die Obhut bzw. elterliche Sorge oder über wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs streiten oder erhebliche Zweifel darüber bestehen, ob ihre gemeinsamen Anträge angemessen sind, wenn die Kindesschutzbehörde oder ein Elternteil die Vertretung beantragen oder wenn der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wird (Art. 299 Abs. 2 ZPO). Auf Antrag des urteilsfähigen Kindes hin ist ohne Weiteres eine Vertretung anzuordnen (Abs. 3). Im Lichte der für Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht.”
“Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, ordnet das Gericht gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO wenn nötig die Vertretung des Kindes an. Insbesondere ist die An- ordnung der Vertretung zu prüfen, wenn die Eltern bezüglich der Zuteilung der el- terlichen Sorge und Obhut, bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs oder bezüglich des Unterhaltsbeitrages uneinig sind (Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Die Beurteilung der Notwendigkeit erfolgt nach pflichtgemässem Ermessen unter Würdigung der gesamten Umstände. Richtlinie bildet dabei das Kindeswohl (vgl. - 9 - BSK ZPO-M ICHEL/STECK, 3. Aufl. 2017, Art. 299 N 7). Auch bei Vorliegen einer der erwähnten Konstellationen ist die Anordnung nicht zwingend, wenngleich eine Kindesvertretung vermutungsweise erforderlich ist. Eine Vertretung ist anzuord- nen, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch potentiell eine Gefährdung des Kindswohls besteht, was bei einem Inte- ressenkonflikt zwischen dem Kind und einem oder beiden Eltern gegeben sein dürfte (D IGGELMANN/ISLER, a.a.O., S. 145 f.; FamKomm Schei- dung/SCHWEIGHAUSER, 3.”
“Der im Bereich des Kindesschutzes anwendbare Art. 314abis ZGB ent- spricht dem in eherechtlichen Verfahren zur Anwendung gelangenden Art. 299 ZPO. Beide Normen auferlegen der Behörde bzw. dem Gericht die Pflicht, ex offi- cio zu prüfen, ob dem Kind als Vertretung in Form eines Beistands eine in fürsor- gerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person zur Seite zu stellen ist. So- wohl Art. 314abis Abs. 1 ZGB als auch Art. 299 Abs. 1 ZPO halten fest, dass die Behörde bzw. das Gericht wenn nötig eine Vertretung des Kindes anordnet. Gemäss Art. 314abis Abs. 2 ZGB prüft die Behörde bzw. das Gericht die Anord- nung der Vertretung insbesondere, wenn die Unterbringung des Kindes Gegen- stand des Verfahrens ist (Ziff. 1) oder wenn die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüglich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Ziff. 2). Es besteht mithin eine Prüfpflicht. Der zur Kindesvertretung ernannte Beistand kann Anträge stellen und Rechtsmittel einle- gen (Art. 314abis Abs. 3 ZGB). Doch selbst in den Fällen von Art. 314abis Abs. 2 ZGB bzw. Art. 299 Abs. 2 ZPO hat die Behörde bzw. das Gericht nicht automa- tisch einen Kindesvertreter oder eine Kindesvertreterin zu bezeichnen, vielmehr handelt es sich um eine Möglichkeit, die im Ermessen der Behörde bzw. des Ge- richts liegt (PKG 2017 Nr. 12 E. 3). Entsprechend hat die Behörde bzw. das Ge- richt nach pflichtgemässem Ermessen über die Kindesvertretung zu entscheiden, sei es auf Antrag oder von Amtes wegen (BGer 5A_232/2016 v.”
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgeri- schen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Die Anordnung einer Kindsver- tretung ist insbesondere dann zu prüfen, wenn – wie vorliegend (vgl. Urk. 5/2 S. 2 und Prot. I S. 5) – die Regelung der Obhut oder wichtiger Fragen des persönli- chen Verkehrs strittig ist (vgl. Art. 299 Abs. 2 lit. a ZPO). Im Lichte der für Kinder- belange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime (Art. 296 ZPO) ist eine Kindsvertretung grundsätzlich aber nur notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten kann bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte - 7 - Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfor- dert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
Stellt das urteilsfähige Kind einen Antrag nach Art. 299 Abs. 3 ZPO, ist die Bestellung der Vertretung anzuordnen; das Gericht verfügt insoweit nicht über ein Anordnungs‑Ermessen.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Diese Norm auferlegt dem Gericht, von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind eine Vertretung zur Seite zu stellen ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge bezüglich der Zuteilung der elterlichen Sorge oder Obhut, wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhaltsbeitrags stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 bis 5 ZPO). Unter Vorbehalt von Art. 299 Abs. 3 ZPO besteht aber selbst in diesem Fall lediglich eine Prüfungspflicht des Gerichts, auch wenn ein Elternteil die Vertretung beantragt. Die Anordnung einer Kindesvertretung ist damit keineswegs zwingend; die Bezeichnung einer Vertretung steht vielmehr im Ermessen des Gerichts (statt vieler Urteil 5A_403/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 4.1.2). Die Einsetzung einer Kindesvertretung erweist sich grundsätzlich nur dann als notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme erfordert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
“Über eine weitere Handhabe, um den Vertretungsaufwand zu steuern und die Entschädigungskosten zu kontrollieren, verfüge das Gericht mit der Verfahrensleitung (Instruktion; E. 5.3.3). Das Gericht solle etwa dem Kindesbeistand nicht routinemässig Frist zur (wenn auch fakultativen) Stellungnahme ansetzen, sondern nur, wenn dies von der konkreten Aufgabenstellung her angezeigt sei (E. 5.3.3.1). Eine periodische Überprüfung des Aufwands der Kindesvertretung mittels Einholung von Zwischenabrechnungen ermögliche es zudem, neben quantitativ - 11 - unverhältnismässigen auch solche Aufwendungen frühzeitig zu erkennen, die den Rahmen des Vertretungsmandates qualitativ sprengen (E. 5.3.3.2). Das Bundesgericht hat damit im Wesentlichen aufgezeigt, wie die Kosten der Kindesvertretung durch – primär präventive (bei der Anordnung der Vertretung und mittels Instruktion bzw. Kontrolle erfolgende) – Massnahmen des Gerichts im Rahmen gehalten werden können. Vorliegend erfolgte die Einsetzung des Kindesvertreters allerdings gestützt auf einen Antrag des Kindes nach Art. 299 Abs. 3 ZPO, sodass es am Entschliessungsermessen des Gerichts betreffend die Anordnung der Vertretung als solche fehlte. In der Folge kam es – durchaus folgerichtig bzw. nachvollziehbar – auch nicht zu einer Abstimmung des sachlichen Umfangs der entschädigungsfähigen Zuständigkeiten der Kindesvertretung auf die Gegebenheiten des Einzelfalls bzw. zu einer Kontrolle oder Steuerung des Vertretungsaufwands mittels verfahrensleitender Massnahmen. Immerhin fand insofern eine Steuerung statt, als dass sich die Vorinstanz gegenüber dem Kindesvertreter auf den Standpunkt stellte, seine Anwesenheit sei bei der Eröffnung des Entscheids nicht erforderlich. Nachdem der Beschwerdeführer auf seiner Anwesenheit bestanden hatte, einigte man sich darauf, dass für die mündliche Eröffnung zwei Stunden Aufwand in Rechnung gestellt werden dürften (vgl. zum Ganzen: VI Prot. S. 53, und act. 5/140) Dieser Aufwand fand letztlich auch Eingang in die Honorarnote (act. 5/148/2 S. 3). 3.3.3.2. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe im Wesentlichen genuin anwaltliche Aufgaben wahrgenommen und sei der Aufgabe, Abklärungen vorzunehmen und dem Gericht zu vermitteln bzw.”
Bei Art. 299 ZPO sind Besuchsrechtsstreitigkeiten dann besonders geeignet, eine Vertretung des Kindes anzuordnen bzw. sorgfältig zu prüfen, wenn sie objektiv von solcher Intensität sind, dass ein schwerer Fall vorliegt. Solche Fälle liegen insbesondere vor, wenn das Besuchsrecht ganz verweigert oder entzogen wird oder eine Einschränkung droht, die das übliche Mass erheblich unterschreitet. Bloss untergeordnete oder rein organisatorische Abweichungen des Besuchs (z. B. Verschiebung des Besuchsbeginns) gelten nach den Quellen nicht als «wichtige» Fragen.
“Wann eine Frage des persönlichen Verkehrs «wichtig» im Sinne von Art. 299 Abs. 2 Bst. a Ziff. 3 ZPO beziehungsweise Art. 300 Bst. c ZPO oder Art. 301 Bst. c Ziff. 3 ZPO ist, orientiert sich nicht am subjektiven Empfinden des betroffenen Kindes, sondern an einem objektiven Massstab (Stalder/van de Graaf, in: Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, N. 5 zu Art. 299 ZPO; Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 5 zu Art. 299; Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 299 ZPO). Vorausgesetzt wird eine Besuchsrechtsstreitigkeit von derartiger Intensität, dass auch nach allgemeinen Kriterien von einem schweren Fall auszugehen ist. Dies ist vorab dann der Fall, wenn das Besuchsrecht überhaupt verweigert oder entzogen wird oder eine Einschränkung desselben im Raum steht, mit der das übliche Mass erheblich unterschritten würde (Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, a.a.O., N. 5 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 8 zu Art. 300 ZPO). Eine solch erhebliche Unterschreitung des üblichen Masses wird beispielhaft angenommen, wenn einem Elternteil nur ein begleitetes Besuchsrecht eingeräumt oder auf eine Betreuungsregelung während der Ferienzeit verzichtet wird (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2.”
“Wann eine Frage des persönlichen Verkehrs «wichtig» im Sinne von Art. 299 Abs. 2 Bst. a Ziff. 3 ZPO beziehungsweise Art. 300 Bst. c ZPO oder Art. 301 Bst. c Ziff. 3 ZPO ist, orientiert sich nicht am subjektiven Empfinden des betroffenen Kindes, sondern an einem objektiven Massstab (Stalder/van de Graaf, in: Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, N. 5 zu Art. 299 ZPO; Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 5 zu Art. 299; Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 299 ZPO). Vorausgesetzt wird eine Besuchsrechtsstreitigkeit von derartiger Intensität, dass auch nach allgemeinen Kriterien von einem schweren Fall auszugehen ist. Dies ist vorab dann der Fall, wenn das Besuchsrecht überhaupt verweigert oder entzogen wird oder eine Einschränkung desselben im Raum steht, mit der das übliche Mass erheblich unterschritten würde (Schweighauser, in: FamKomm, a.a.O., N. 22 zu Art. 299 ZPO; Derselbe, in: Schulthess-Kommentar ZPO, a.a.O., N. 16 zu Art. 299 ZPO; Spycher, in: Berner Kommentar ZPO, a.a.O., N. 5 zu Art. 299 ZPO; Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar, a.a.O., N. 8 zu Art. 300 ZPO). Eine solch erhebliche Unterschreitung des üblichen Masses wird beispielhaft angenommen, wenn einem Elternteil nur ein begleitetes Besuchsrecht eingeräumt oder auf eine Betreuungsregelung während der Ferienzeit verzichtet wird (Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 300 ZPO). Keine wichtige Frage im Sinne der eingangs erwähnten Bestimmungen soll dagegen etwa vorliegen, wenn es darum geht, an welchen Tagen das Besuchsrecht konkret ausgeübt wird oder wenn bloss untergeordnete zeitliche Abweichungen bestehen (der Besuchsbeginn also beispielsweise auf Freitagabend statt Samstagmittag festgesetzt wird, Pfänder Baumann, in: DIKE-Kommentar-ZPO, a.a.O., N. 3 zu Art. 299 ZPO; Gasser/Rickli, Kurzkommentar, a.a.O., N. 2 zu Art. 300 ZPO).”
Kann eine direkte Anhörung der im Ausland lebenden Kinder nicht erfolgen, hat das Gericht nach Art. 299 ZPO die Möglichkeit, einen Kurator zur Vertretung beizuziehen, der sich über die Situation der im Ausland lebenden Kinder zu informieren versucht und ihre Interessen wahrnimmt.
“Selon la jurisprudence citant le Message du 15 novembre 1995 concernant la révision du code civil suisse notamment s’agissant du droit de la filiation (FF 1996 I 144), un séjour prolongé à l’étranger est un motif pour renoncer à cette audition (ATF 131 III 553 consid. 1.3.1). En l’espèce, le sort d’enfants vivant en Algérie doit être tranché par les juges suisses. La Cour ne peut toutefois procéder directement à leur audition, même par vidéoconférence, cette démarche consistant en un acte d’instruction effectué sur le territoire algérien hors commission rogatoire. Par ailleurs, les conditions de cette audition ne pourraient être vérifiées. Quant à la demande de la mère de faire revenir les enfants en Suisse pour qu’ils soient entendus, elle est illusoire. A.________ a été condamné pour enlèvement d’enfant. Il ne s’est pas présenté personnellement lors de la procédure civile de première instance et les enfants n’ont alors pas pu être entendus. Il est manifeste qu’il n’enverra pas ses enfants en Suisse pour une audition, conscient que la mère, sans aucun doute, s’opposera alors à leur retour en Algérie. Face à cette situation, la Cour a en définitive décidé de nommer un curateur de représentation à C.________ et D.________ (art. 299 CPC), qui a tâché de la renseigner au mieux sur la situation des enfants. Cela étant, la Cour statuera sans débats et sans administration supplémentaire de moyens de preuve (art. 316 al. 1 CPC), les parties n’en sollicitant pas. 3. Selon l'art. 15 al. 1 de la Convention concernant la compétence, la loi applicable, la reconnaissance, l'exécution et la coopération en matière de responsabilité parentale et de mesures de protection des enfants, conclue à La Haye le 19 octobre 1996 (CLaH96 ; RS 0.211.231.011), applicable de par l’art. 85 al. 1 LDIP, les autorités appliquent leur loi dans l'exercice de la compétence qui leur est attribuée par les dispositions de cette convention, de sorte que le droit suisse est applicable en l'espèce s'agissant de la garde, de l'autorité parentale et des relations personnelles des enfants, la compétence des autorités suisses étant donnée (cf. supra consid. 1.2 et arrêt TF 5A_331/2015 du 20 janvier 2016 consid. 2.2 non publié in ATF 142 III 56). 4. 4.1. L'art. 134 al.”
Nach der Neuregelung (in Kraft seit 1.1.2017) kann die vom Gericht bestellte Vertretung des Kindes auch patrimoniale Aspekte eines ehelichen Verfahrens betreffen, soweit das Verfahren das Kind betrifft. In diesen Fällen kann der Curator/Curatorin im Namen des Kindes Prozesshandlungen vornehmen, namentlich Schlussanträge stellen und gegen entsprechende Entscheide Rechtsmittel ergreifen.
“Celui qui a pris part à la procédure devant l'autorité précédente ou a été privé de la possibilité de le faire est ainsi légitimé à recourir, à savoir : les parties, les tiers appelés à participer à la procédure ainsi que d'autres tiers, dans des circonstances déterminées ; il doit en outre disposer d'un intérêt digne de protection à l'annulation ou à la modification de la décision entreprise (art. 59 al. 2 let. a CPC ; TF 5D_14/2020 du 28 octobre 2020 consid. 4.3.1, RSPC 2021 p. 250, note Bohnet ; TF 4A_470/2021 du 18 novembre 2021 consid. 4.2). Ces considérations doivent également trouver application devant l'instance de recours cantonale (TF 5D_14/2020 précité consid. 4.3.2). L'existence d'un intérêt digne de protection est ainsi une condition de recevabilité de toute demande en justice : le demandeur doit obtenir un avantage, factuel ou juridique, du résultat de la procédure. L'absence d'un tel intérêt - qui doit être constatée d'office (art. 60 CPC) - entraîne l'irrecevabilité de la demande (ATF 141 III 68 ; TF 5A_282/2016 du 17 janvier 2017 consid. 3.2.1, RSPC 2017 p. 221). 1.2.2.3 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance et en matière juridique. L’art. 299 al. 2 let. a CPC, dans sa teneur en vigueur dès le 1er janvier 2017, élargit le champ d’application de la représentation de l’enfant, puisque celle-ci est désormais envisageable également sur les aspects patrimoniaux d’une procédure matrimoniale qui concerne l’enfant, expressément mentionnée au ch. 5 de l’art. 299 al. 2 let. a CPC (cf. Juge déléguée CACI 1er mars 2021/92 consid. 7.2 ; Chabloz, La position procédurale de l’enfant en droit de la famille : modifications au 1er janvier 2017, in RSPC 1/2017, pp. 83 et 85). La représentation de l’enfant peut ainsi déposer des conclusions et interjeter recours lorsqu’il s’agit de décisions relatives à l’attribution de l’autorité parentale ou de la garde, aux questions importantes concernant les relations personnelles, à la participation à la prise en charge, à la contribution d’entretien ou encore aux mesures de protection de l’enfant (art.”
“1) ; elle peut, en particulier, rappeler les père et mère à leurs devoirs, donner des indications ou instructions relatives au soin, à l'éducation et à la formation de l'enfant, et désigner une personne ou un office qualifié qui aura un droit de regard et d'information (al. 3). L'intérêt de l'enfant est la justification fondamentale de toutes les mesures des art. 307 ss CC. Les mesures de protection de l'enfant sont en outre régies par les principes de proportionnalité et de subsidiarité (Message du Conseil fédéral du 5 juin 1974 concernant la modification du Code civil suisse (Filiation) [Message], FF 1974 II p. 84), ce qui implique qu'elles doivent correspondre au degré de danger que court l'enfant en restreignant l'autorité parentale aussi peu que possible mais autant que nécessaire et n'intervenir que si les parents ne remédient pas eux-mêmes à la situation ou sont hors d'état de le faire ; elles doivent en outre compléter et non évincer les possibilités offertes par les parents eux-mêmes, selon le principe de complémentarité (Hegnauer, Droit suisse de la filiation, 4e éd., Berne 1998, n. 27.09 à 27.12, pp. 185 et 186). 4.2.6 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. Selon l’art. 299 al. 2 let. a CPC, en vigueur depuis le 1er janvier 2017, le tribunal examine s’il doit instituer une curatelle en particulier lorsque les parents déposent des conclusions différentes relatives à l’attribution de l’autorité parentale (ch. 1), à l’attribution de la garde (ch. 2), à des questions importantes concernant les relations personnelles (ch. 3), à la participation à la prise en charge (ch. 4) et à la contribution d’entretien (ch. 5). Le nouveau droit est applicable dès l’entrée en vigueur de la modification du droit de l’entretien de l’enfant (art. 407b al. 1 CPC). Le nouveau droit élargit le champ d’application de la représentation de l’enfant, puisque celle-ci est désormais envisageable également sur les aspects patrimoniaux d’une procédure matrimoniale qui concerne l’enfant (Chabloz, La position procédurale de l’enfant en droit de la famille : modifications au 1er janvier 2017, in RSPC 1/2017, pp.”
Bei Obhuts‑, Sorge‑ und Kindesschutzfragen kommt der gerichtlich angeordneten Kindsvertretung in der Praxis regelmässig zentrale Bedeutung zu. Das Bundesgericht betont, dass gerade solche Fragen für Minderjährige schwerlich vollständig überblickbar sind, weshalb sich die Kindsvertretung nicht ohne Weiteres durch eine gewillkürte Vertretung ersetzen oder ergänzen lässt.
“Bei der Involvierung von älteren Kindern thematisierte das Bundesgericht die Frage, ob sich die Funktion der Kindsvertretung in Richtung einer «advokatorischen Interessenvertretung» erweitere, zumal auch das urteilsfähige Kind häufig noch kaum postulationsfähig sei. Urteilsfähige Minderjährige – so das Bundesgericht – könnten grundsätzlich je nach Kontext selbständig oder durch einen Vertreter ihrer Wahl handeln, wenn es um höchstpersönliche Rechte gehe (Art. 19c des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Je abstrakter die Fragestellung sei, desto weniger könne indessen überhaupt eine Urteilsfähigkeit angenommen werden. Die Tragweite von Fragen der Obhut, der elterlichen Sorge oder von Kindesschutzmassnahmen sei auch für ein älteres Kind schwerlich überblickbar, weshalb sich diesbezüglich kaum je die Frage stelle, unter welchen Voraussetzungen die gerichtlich bestellte Kindsvertretung allenfalls genuin anwaltliche Aufgaben übernehmen müsse. Aus dem gleichen Grund könne das Kind in seiner Eigenschaft als «Partei eigener Art» meist auch keine gewillkürte Vertretung (anstelle oder neben der Kindsvertretung nach Art. 299 ZPO) beiziehen (BGE 142 III 153 E. 5.2.4; Urteil des BGer 5A_232/2016 vom 6. Juni 2016 E. 4).”
Erwägungen oder Stellungnahmen aus einem vorgängigen KESB-Verfahren ersetzen nicht die Pflicht des Gerichts, den Eltern vor der gerichtlichen Anordnung einer Kindesvertretung das rechtliche Gehör zu gewähren. Das Bundesgericht betont, dass die Einsetzung einer Kindesvertretung von Amtes wegen geprüft wird, die vorgängige Gewährung des rechtlichen Gehörs der Eltern jedoch notwendig ist.
“Die Einsetzung einer Kindesvertretung wird zwar von Amtes wegen geprüft und sie erfolgt ermessensweise, jedoch ist den Eltern gemäss Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung wegen der damit verbundenen finanziellen Belastung und Beschränkung der Vertretungsmacht vorgängig zur Einsetzung das rechtliche Gehör zu gewähren (Urteil 5A_894/2015 vom 16. März 2016 E. 4.1; AFFOLTER-FRINGELI/ VOGEL, in: Berner Kommentar, 2016, N. 64 zu Art. 314a bis ZGB; MEIER, in: Commentaire Romand, 2. Aufl. 2023, N. 33 zu Art. 314a bis ZGB; SCHWEIGHAUSER, in: FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, Band II, N. 48 zu Art. 299 ZPO; SPYCHER, in: Berner Kommentar, 2012, N. 9 zu Art. 299 ZPO; SCHWEIGHAUSER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 4. Aufl. 2025, N. 32 zu Art. 299 ZPO; ISLER/ DIGGELMANN, Vertretung und prozessuale Stellung des Kindes im Zivilprozess, in: SJZ 2015, S. 146 f.). Was dagegen vorgebracht wird, überzeugt nicht: Dass die Frage angeblich bereits im Rahmen des KESB-Verfahrens diskutiert worden wäre und die Parteien ihre diesbezügliche Stellungnahme eingebracht hätten, ist in der angefochtenen Verfügung als für das Bundesgericht verbindlicher Sachverhaltsbasis (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) nirgends erwähnt und lässt sich so auch nicht den Erwägungen des KESB-Entscheides entnehmen. Dort wird erwähnt, dass Rechtsanwältin E.________ mit einer E-Mail orientiert habe, sie sei vom Kind kontaktiert worden, und an anderer Stelle wird festgehalten, deren Einsetzung als Kindesvertreterin würde das Verfahren unnötig in die Länge ziehen, nachdem sich die KESB von der persönlichen Situation des Kindes und dessen Einstellung ein Bild habe machen können. Ohnehin hätte sich eine Diskussion einzig auf die Einsetzung einer Kindesvertreterin im KESB-Verfahren beziehen können.”
“Die Einsetzung einer Kindesvertretung wird zwar von Amtes wegen geprüft und sie erfolgt ermessensweise, jedoch ist den Eltern gemäss Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung wegen der damit verbundenen finanziellen Belastung und Beschränkung der Vertretungsmacht vorgängig zur Einsetzung das rechtliche Gehör zu gewähren (Urteil 5A_894/2015 vom 16. März 2016 E. 4.1; AFFOLTER-FRINGELI/ VOGEL, in: Berner Kommentar, 2016, N. 64 zu Art. 314a bis ZGB; MEIER, in: Commentaire Romand, 2. Aufl. 2023, N. 33 zu Art. 314a bis ZGB; SCHWEIGHAUSER, in: FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, Band II, N. 48 zu Art. 299 ZPO; SPYCHER, in: Berner Kommentar, 2012, N. 9 zu Art. 299 ZPO; SCHWEIGHAUSER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 4. Aufl. 2025, N. 32 zu Art. 299 ZPO; ISLER/ DIGGELMANN, Vertretung und prozessuale Stellung des Kindes im Zivilprozess, in: SJZ 2015, S. 146 f.). Was dagegen vorgebracht wird, überzeugt nicht: Dass die Frage angeblich bereits im Rahmen des KESB-Verfahrens diskutiert worden wäre und die Parteien ihre diesbezügliche Stellungnahme eingebracht hätten, ist in der angefochtenen Verfügung als für das Bundesgericht verbindlicher Sachverhaltsbasis (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) nirgends erwähnt und lässt sich so auch nicht den Erwägungen des KESB-Entscheides entnehmen. Dort wird erwähnt, dass Rechtsanwältin E.________ mit einer E-Mail orientiert habe, sie sei vom Kind kontaktiert worden, und an anderer Stelle wird festgehalten, deren Einsetzung als Kindesvertreterin würde das Verfahren unnötig in die Länge ziehen, nachdem sich die KESB von der persönlichen Situation des Kindes und dessen Einstellung ein Bild habe machen können. Ohnehin hätte sich eine Diskussion einzig auf die Einsetzung einer Kindesvertreterin im KESB-Verfahren beziehen können.”
Das rechtliche Gehör des Kindes kann auch durch Einräumung einer Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme gewahrt werden. Eine Kindesanhörung hat in der Regel einmal im Verfahren, einschliesslich Instanzenzug, zu erfolgen.
“E. 3.1.2). Eine solche Kindesanhörung hat in der Regel nur einmal im Verfahren, einschliesslich Instanzenzug, zu erfolgen (Stalder/van de Graaf, a.a.O., N 10a zu Art. 298 ZPO). Das rechtliche Gehör des Kindes kann entsprechend auch durch Einräumung einer Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme ge- wahrt werden (Schweighauser, a.a.O., N 48 zu Art. 299 ZPO). Indem die Vor- instanz Rechtsanwältin F. mit Schreiben vom 24. Oktober 2023 als Kindes- vertreterin vorschlug und den Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme gab, wurde diesen Anforderungen entsprochen. Diese Rüge verfängt nicht.”
“E. 3.1.2). Eine solche Kindesanhörung hat in der Regel nur einmal im Verfahren, einschliesslich Instanzenzug, zu erfolgen (Stalder/van de Graaf, a.a.O., N 10a zu Art. 298 ZPO). Das rechtliche Gehör des Kindes kann entsprechend auch durch Einräumung einer Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme ge- wahrt werden (Schweighauser, a.a.O., N 48 zu Art. 299 ZPO). Indem die Vor- instanz Rechtsanwältin F. mit Schreiben vom 24. Oktober 2023 als Kindes- vertreterin vorschlug und den Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme gab, wurde diesen Anforderungen entsprochen. Diese Rüge verfängt nicht.”
Bei sehr jungen Kindern (z.B. rund drei Jahre) kommt eine Kinderanhörung im Sinne von Art. 298 ZPO häufig nicht in Betracht. In solchen Fällen kann die Anordnung einer Kindsvertretung nach Art. 299 ZPO angezeigt sein: Eine erfahrene Kindsvertretung fungiert als unabhängiges Sprachrohr, kann Aussagen der Kinder in Kontext setzen und dazu beitragen, den effektiven Willen bzw. die Interessen der Kinder zu eruieren.
“Zwar gehöre es auch zur Aufgabe einer Kindesvertretung, dem Gericht den sorgfältig und umfassend ab- geklärten subjektiven Willen des Kindes zu übermitteln, doch werde die subjektive Meinung des Kindes nur dann zu einem Teil der Entscheidgrundlage, wenn das Kind hinsichtlich einer in Frage stehenden Regelung oder Massnahme urteilsfähig sei und seine Interessen, Befindlichkeit und Bedürfnisse zu artikulieren wisse, was jedoch vorliegend noch nicht der Fall sei. Ein ausgebildeter und erfahrener Kindsvertreter sei jedoch auch in einem solchen Fall durchaus in der Lage, die Aussagen der Kinder zu werten, in Kontext zu setzen und den effektiven Willen des Kindes zu eruieren. Gerade weil Kinder im Alter von drei Jahren (D._____ und E._____) noch zu klein seien, um ihre eigenen Wünsche herauszubilden und mitzuteilen und insofern auch eine Kinderanhörung im Sinne von Art. 298 ZPO nicht infrage komme, stelle eine Kindsvertretung ein wichtiges und unabhängiges Sprachrohr für die Kinder dar. Weiter diene die Darstellung der Kindsvertretung dem Gericht, wenn es trotz geltender Offizial- und Untersuchungsmaxime nicht die nötige Nähe zu den Kindern und den familiären Verhältnissen erreiche. Nicht zuletzt führe die Einsetzung von Kindsvertretern gerade in konfliktbeladenen El- ternverhältnissen tendenziell zu einer Vereinfachung der Verfahren. Daher sei für die drei Kinder der Parteien eine Kindsvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO an- zuordnen (Urk. 2 S. 5 f.).”
“Zwar gehöre es auch zur Aufgabe einer Kindesvertretung, dem Gericht den sorgfältig und umfassend ab- geklärten subjektiven Willen des Kindes zu übermitteln, doch werde die subjektive Meinung des Kindes nur dann zu einem Teil der Entscheidgrundlage, wenn das Kind hinsichtlich einer in Frage stehenden Regelung oder Massnahme urteilsfähig sei und seine Interessen, Befindlichkeit und Bedürfnisse zu artikulieren wisse, was jedoch vorliegend noch nicht der Fall sei. Ein ausgebildeter und erfahrener Kindsvertreter sei jedoch auch in einem solchen Fall durchaus in der Lage, die Aussagen der Kinder zu werten, in Kontext zu setzen und den effektiven Willen des Kindes zu eruieren. Gerade weil Kinder im Alter von drei Jahren (D._____ und E._____) noch zu klein seien, um ihre eigenen Wünsche herauszubilden und mitzuteilen und insofern auch eine Kinderanhörung im Sinne von Art. 298 ZPO nicht infrage komme, stelle eine Kindsvertretung ein wichtiges und unabhängiges Sprachrohr für die Kinder dar. Weiter diene die Darstellung der Kindsvertretung dem Gericht, wenn es trotz geltender Offizial- und Untersuchungsmaxime nicht die nötige Nähe zu den Kindern und den familiären Verhältnissen erreiche. Nicht zuletzt führe die Einsetzung von Kindsvertretern gerade in konfliktbeladenen El- ternverhältnissen tendenziell zu einer Vereinfachung der Verfahren. Daher sei für die drei Kinder der Parteien eine Kindsvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO an- zuordnen (Urk. 2 S. 5 f.).”
Fordert ein urteilsfähiges Kind die Bestellung einer Vertretung, ist diese vom Gericht zu verfügen. Die Beurteilung der Urteilsfähigkeit erfolgt im Einzelfall nach Art. 16 ZGB. Das Gesuch kann in allen Verfahrensstadien gestellt werden.
“Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Diese Norm auferlegt dem Gericht, von Amtes wegen zu prüfen, ob dem Kind eine Vertretung zur Seite zu stellen ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge bezüglich der Zuteilung der elterlichen Sorge oder Obhut, wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung oder des Unterhaltsbeitrags stellen (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 bis 5 ZPO). Unter Vorbehalt von Art. 299 Abs. 3 ZPO besteht aber selbst in diesem Fall lediglich eine Prüfungspflicht des Gerichts, auch wenn ein Elternteil die Vertretung beantragt. Die Anordnung einer Kindesvertretung ist damit keineswegs zwingend; die Bezeichnung einer Vertretung steht vielmehr im Ermessen des Gerichts (statt vieler Urteil 5A_403/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 4.1.2). Die Einsetzung einer Kindesvertretung erweist sich grundsätzlich nur dann als notwendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme erfordert oder einer solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2).”
“2 Aux termes de l’art. 299 al. 1 CPC, le tribunal ordonne si nécessaire la représentation de l’enfant et désigne un curateur expérimenté dans le domaine de l’assistance en matière juridique. La nécessité de la représentation de l’enfant selon l’art. 299 CPC tient au principe fondamental qui gouverne toute procédure matrimoniale, à savoir parvenir à une décision finale qui prenne en compte de façon adéquate le bien de l’enfant (Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., Bâle 2019, n. 5 ad art. 299 CPC ; Steck, Basler Kommentar, ZPO, 3e éd., Bâle 2017, art. 298 N 1). Si l’enfant capable de discernement requiert lui-même la nomination d'un curateur, le juge doit y donner suite (TF 5A_976/2014 du 30 juillet 2015 consid. 2.5.2.3 ; TF 5A_744/2013 du 31 janvier 2014 consid. 3.2.2 ; TF 5A_465/2012 du 18 septembre 2012 consid. 4.1.2 ; TF 5A_619/2007 du 25 février 2008 consid. 4.1, publié in FamPra.ch 2008 p. 700 ; TF 5C.210/2000 du 27 octobre 2000 consid. 2b, publié in FamPra.ch 2001 p. 606). L’art. 299 al. 3 CPC prévoit en effet un cas dans lequel le tribunal n’a pas d’autres choix que de désigner un représentant en faveur de l’enfant, peu importe que cette mesure paraisse nécessaire ou non : l’enfant – non partie à la procédure – en fait lui-même la demande, et il est capable de discernement, cette dernière condition devant s’examiner à la lumière de l’art. 16 CC. C’est le seul cas de représentation impératif proprement dit, puisqu’il ne dépend pas de l’appréciation du tribunal (Jeandin, op. cit., n. 16 ad art. 299 CPC ; Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd., Zurich 2014, n. 5 ad art. 299 ; Steck, BSK, ZPO, n. 7 ad art. 299 ; Pradervand-Kernen, La position juridique de l’enfant dans la procédure civile, à l’aune de quelques questions particulières, in FamPra.ch 2016 p. 356). La loi ne fixe pas d’âge déterminé à partir duquel un enfant mineur est censé avoir la capacité de discernement. Il faut apprécier dans chaque cas si l’intéressé a un âge suffisant pour que l’on puisse admettre que sa faculté d’agir raisonnablement n’est pas altérée par rapport à l’acte considéré (art.”
“3 CPC prévoit en effet un cas dans lequel le tribunal n’a pas d’autres choix que de désigner un représentant en faveur de l’enfant, peu importe que cette mesure paraisse nécessaire ou non : l’enfant – non partie à la procédure – en fait lui-même la demande, et il est capable de discernement, cette dernière condition devant s’examiner à la lumière de l’art. 16 CC. C’est le seul cas de représentation impératif proprement dit, puisqu’il ne dépend pas de l’appréciation du tribunal (Jeandin, op. cit., n. 16 ad art. 299 CPC ; Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd., Zurich 2014, n. 5 ad art. 299 ; Steck, BSK, ZPO, n. 7 ad art. 299 ; Pradervand-Kernen, La position juridique de l’enfant dans la procédure civile, à l’aune de quelques questions particulières, in FamPra.ch 2016 p. 356). La loi ne fixe pas d’âge déterminé à partir duquel un enfant mineur est censé avoir la capacité de discernement. Il faut apprécier dans chaque cas si l’intéressé a un âge suffisant pour que l’on puisse admettre que sa faculté d’agir raisonnablement n’est pas altérée par rapport à l’acte considéré (art. 16 CC ; ATF 134 II 235 consid. 4). L’enfant peut formuler sa requête à tous les stades de la procédure, y compris devant l’instance cantonale supérieure (Jeandin, op. cit., n. 17 ad art. 299 al. 3 CPC). S’agissant de la personne à désigner, dès lors que la fonction du représentant de l’enfant ne consiste pas à mener l’activité d’un avocat (cf. ATF 142 III 153 consid. 5.2.2), il faut partir de l’idée que la représentation de l’enfant par un avocat constitue l’exception. Il peut évidemment être indiqué de mandater un avocat, lorsqu’il se pose avant tout des questions juridiques, de procédure ou de fond. Il n’est en revanche généralement pas justifié de mandater un avocat lorsqu’une partie très importante de son activité – toujours interdisciplinaire – consiste à prendre des renseignements sur place (interrogatoire de personnes de référence, etc.). Pour cela, des travailleurs ou pédagogues sociaux ou – pour les petits enfants – des psychologues pour enfants (disposant de suffisamment de connaissances juridiques), voire des juristes avec une formation adéquate, sont mieux adaptés (CPC Online, newsletter du 9 mars 2016, note de Bastons Bulletti sur l’arrêt ATF 142 III 153 consid. 5.2.2).”
“Le Tribunal fédéral, dans son arrêt 5A_123/2020 du 7 octobre 2020, a également précisé que l’issue du recours traité dans le cadre de la procédure de mesures provisionnelles ne préjugeait pas du sort à réserver à une nouvelle requête déposée dans le cadre de la procédure de divorce. Dans ces conditions, c’est à tort que la présidente a déclaré irrecevable la requête du 18 janvier 2020 au motif que son objet avait d’ores et déjà été tranché. En l’espèce, l’enfant A.Y.________ était âgée de quatorze ans au moment du dépôt de sa requête et de quinze ans aujourd’hui. Elle a notamment été entendue dans le cadre de l’instruction menée par la présidente. Elle a en outre de son propre chef pris contact avec deux avocats, soit Me W.________, puis Me Christophe Borel, afin de solliciter la désignation d’un curateur de représentation, dans l’optique de formuler des propositions dans la procédure de divorce qui divise ses parents, en particulier s’agissant de la question de l’attribution de la garde. Ainsi, il y a lieu de constater que A.Y.________ est capable de discernement. L’art. 299 al. 3 CPC prévoit un droit absolu à la désignation d’un curateur lorsque l’enfant capable de discernement en fait la demande. Il s’agit d’un cas de représentation impératif, qui ne dépend pas de l’appréciation du juge. Il importe ainsi peu de savoir si la recourante a pu relayer ses souhaits par l’intermédiaire de la DGEJ ou de ses curatrices – dont les tâches ne comprennent pas la représentation en justice – ou à quel stade de la procédure de divorce l’on se trouve. Partant, la requête formée par A.Y.________ doit être admise et la cause renvoyée à la présidente pour examen du représentant adéquat, étant précisé que le choix de la personne à désigner doit être fait au regard des intérêts de l’enfant selon son bien objectif, la représentation ne devant être confiée qu’exceptionnellement à des avocats, mais plutôt à des travailleurs sociaux ou des éducateurs (ATF 142 III 153 consid. 5.2.2). 4. 4.1 Pour ces motifs, le recours doit être admis, la décision annulée et la cause renvoyée à la présidente pour qu’elle procède dans le sens des considérants.”
“3 CPC prévoit en effet un cas dans lequel le tribunal n’a pas d’autres choix que de désigner un représentant en faveur de l’enfant, peu importe que cette mesure paraisse nécessaire ou non : l’enfant – non partie à la procédure – en fait lui-même la demande, et il est capable de discernement, cette dernière condition devant s’examiner à la lumière de l’art. 16 CC. C’est le seul cas de représentation impératif proprement dit, puisqu’il ne dépend pas de l’appréciation du tribunal (Jeandin, op. cit., n. 16 ad art. 299 CPC ; Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd., Zurich 2014, n. 5 ad art. 299 ; Steck, BSK, ZPO, n. 7 ad art. 299 ; Pradervand-Kernen, La position juridique de l’enfant dans la procédure civile, à l’aune de quelques questions particulières, in FamPra.ch 2016 p. 356). La loi ne fixe pas d’âge déterminé à partir duquel un enfant mineur est censé avoir la capacité de discernement. Il faut apprécier dans chaque cas si l’intéressé a un âge suffisant pour que l’on puisse admettre que sa faculté d’agir raisonnablement n’est pas altérée par rapport à l’acte considéré (art. 16 CC ; ATF 134 II 235 consid. 4). L’enfant peut formuler sa requête à tous les stades de la procédure, y compris devant l’instance cantonale supérieure (Jeandin, op. cit., n. 17 ad art. 299 al. 3 CPC). S’agissant de la personne à désigner, dès lors que la fonction du représentant de l’enfant ne consiste pas à mener l’activité d’un avocat (cf. ATF 142 III 153 consid. 5.2.2), il faut partir de l’idée que la représentation de l’enfant par un avocat constitue l’exception. Il peut évidemment être indiqué de mandater un avocat, lorsqu’il se pose avant tout des questions juridiques, de procédure ou de fond. Il n’est en revanche généralement pas justifié de mandater un avocat lorsqu’une partie très importante de son activité – toujours interdisciplinaire – consiste à prendre des renseignements sur place (interrogatoire de personnes de référence, etc.). Pour cela, des travailleurs ou pédagogues sociaux ou – pour les petits enfants – des psychologues pour enfants (disposant de suffisamment de connaissances juridiques), voire des juristes avec une formation adéquate, sont mieux adaptés (CPC Online, newsletter du 9 mars 2016, note de Bastons Bulletti sur l’arrêt ATF 142 III 153 consid. 5.2.2).”
Seit dem 1. Januar 2017 findet Art. 299 ZPO nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch auf selbständige Unterhaltsklagen Anwendung; das Gericht hat in solchen Verfahren ebenfalls die Anordnung einer Kindesvertretung zu prüfen.
“Nach Art. 304 ZGB haben die Eltern von Gesetzes wegen die Vertretung des Kindes gegenüber Drittpersonen im Umfang der ihnen zustehenden elterli- chen Sorge (Abs. 1). Sind beide Eltern sorgeberechtigt, so dürfen gutgläubige Drittpersonen voraussetzen, dass jeder Elternteil im Einvernehmen mit dem an- dern handelt (Abs. 2). Art. 306 ZGB bestimmt für den Fall, dass die Eltern am Handeln verhindert sind oder in einer Angelegenheit Interessen haben, die denen des Kindes widersprechen, dass die Kindesschutzbehörde einen Beistand ernennt oder diese Angelegenheit selber regelt (Abs. 2). Bei Interessenkollision entfallen von Gesetzes wegen die Befugnisse der Eltern in der entsprechenden Angele- genheit (Abs. 3). Die Kindesschutzbehörde kann dem Beistand besondere Befug- nisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der Wahrung seines Unterhaltsanspruches (Art. 308 Abs. 2 ZGB). Nach Art. 299 ZPO ordnet das Ge- richt wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person (Abs. 1). Es prüft die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn die Eltern unter- schiedliche Anträge bezüglich des Unterhaltsbeitrages stellen (Abs. 2 lit. a Ziff. 5). Diese Bestimmung gilt seit dem 1. Januar 2017 auch für selbständige Unterhalts- klagen (BGE 145 III 393 E. 2.2). Bei der in Art. 299 und 300 ZPO geregelten Kin- desvertretung handelt es sich um eine vom Gericht angeordnete besondere Art der gesetzlichen Vertretung des Kindes für die Führung des Prozesses und nach ihrem Zweck um eine Kindesschutzmassnahme besonderer Art (Michel/Steck, a.a.O., N 3 zu Art. 299 ZPO u. N 8 zu Art. 300 ZPO). Die Frage, ob die Vertretungsbefugnisse der gesetzlichen Vertreter durch eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO beschnitten werden, oder ob die Kindesver- tretung zusätzliche Befugnisse wahrnimmt, ist nicht geklärt (vgl.”
Für die Festsetzung der Entschädigung der Kindesvertretung ist vorrangig auf den effektiven Zeitaufwand abzustellen, soweit dieser den Umständen angemessen erscheint. Von der eingereichten Kostennote abweichende Entschädigungen sind nur zulässig, wenn das zugesprochene Honorar im Ergebnis mit dem in Art. 299 ZPO verankerten Anspruch des Kindes auf eine wirksame Vertretung vereinbar ist. Weicht der Kostenentscheid erheblich von der Kostennote ab, so ist dies im Kostenentscheid nachvollziehbar zu begründen; bei Kürzungen ist darzulegen, welche konkreten Aufwandsposten als unnötig oder ausserhalb des Aufgabenbereichs der Kindesvertretung erachtet werden.
“Die Entschädigung der Vertretung des Kindes ist von der Behörde, die sie eingesetzt hat, verbindlich festzulegen (BGE 142 III 153 E. 2.4). Bemessungsgrundlage für die Entschädigung ist im Interesse einer sachgerechten und wirksamen Vertretung des Kindeswohls nach Art. 314abis ZGB und Art. 12 Abs. 2 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention [KRK, SR 0.107]) der effektive Zeitaufwand, soweit er den Umständen angemessen erscheint (BGE 142 III 153 E. 2.5; Schweighauser, in: Fankhauser/Schwenzer [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II, Anhänge, 4. Auflage, Bern 2022, Art 300 ZPO N 63 f.; Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 300 N 36 f.; Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, 1. Auflage 2016, Art. 314abis ZGB N 54 f; Stalder/van de Graaf, a.a.O., Art. 299 N 18). Die Aufgaben der gestützt auf Art. 314abis ZGB eingesetzten Kindesvertretung entsprechen dabei jenen im zivilprozessualen Familienverfahren (Art. 299 ZPO; Breitschmid, in: Basler Kommentar, 7. Auflage 2022, Art. 314a/314abis ZGB N 5). Bei deren Konkretisierung sind je nach Alter der Kinder und Situation im Einzelfall verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Ein Teilgehalt besteht darin, den Willen des Kindes gegenüber der Behörde zum Ausdruck zu bringen. Dies gilt insbesondere bei urteilsfähigen Kindern. Bei jüngeren Kindern, die in der Regel noch nicht von der Behörde selbst angehört werden, kann der Kindesvertretung die Funktion einer «Dolmetscherin» zukommen, soweit es ihr möglich ist, sich im ungezwungenen Rahmen aufgrund eines kindgerecht geführten Gesprächs ein Bild über die Wahrnehmungen des Kindes zu machen (BGer 5A_400/2015 vom 25. Februar 2016 E. 2.3, mit Hinweis auf BGer 5A_465/2012 vom 18. September 2012 E. 4.2 und 5A_744/2013 vom 31. Januar 2014 E. 3.3). Weiter obliegt es der Kindesvertretung, sich im Sinne eines Aufklärungsauftrages (vgl. Affolter-Fringeli/Vogel, in: Berner Kommentar, a.a.O., Art. 314abis ZGB N 30) ein Bild von der konkreten Situation der Kinder in örtlicher, häuslicher und schulischer Hinsicht wie auch in Bezug auf die Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie zwischen Geschwistern zu machen und der Behörde zur Kenntnis zu bringen.”
“Eine konkrete Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Entscheid oder der von der Kindesvertreterin eingereichten detaillierten Honorarnote erfolgt indes nicht. Vielmehr beschränkt sich die Beschwerdeführerin auf pauschale Vor- würfe, ohne dabei aufzuzeigen inwiefern die Vorinstanz zu Unrecht den detailliert aufgeschlüsselten Aufwand der Kindesvertreterin als aktenkundig, ausgewiesen, notwendig und angemessen erachtet habe. Zudem übersieht die Beschwerdefüh- rerin, dass für die Entschädigung eines Kindesvertreters gemäss bundesgerichtli- cher Rechtsprechung im Interesse einer sachgerechten und wirksamen Vertre- tung des Kindeswohls nach Art. 299 f. ZPO grundsätzlich auf den effektiven Zeit- aufwand abzustellen ist , soweit dieser den Umständen angemessen erscheint. Ein nach anderen Gesichtspunkten festgesetztes Honorar lässt die Rechtspre- chung nur bestehen, wenn es seiner Höhe nach im Ergebnis mit dem in Art. 299 ZPO verankerten Anspruch des Kindes auf eine wirksame Vertretung im Prozess vereinbar ist. Nachvollziehbar begründet können Positionen gestrichen werden, die ungerechtfertigten Aufwand darstellen oder aber deswegen nicht zu entschä- digen sind, weil sie nicht in den – im Einzelfall zu bestimmenden – Aufgabenbe- reich der Kindesvertretung fallen (vgl. BGE 142 III 153 E. 3.3.). Die Beschwerde- führerin macht indes nicht geltend, dass gewisse Aufwandpositionen ungerecht- fertigt wären oder nicht zum Aufgabenbereich der Kindesvertretung gezählt hät- ten. Vielmehr beanstandet sie, dass die Kindesvertreterin nicht noch mehr Abklä- rungen getätigt und weitere Schritte unternommen hat. Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt abzuweisen, soweit überhaupt darauf einzutreten ist. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass sich sowohl die Kammer als auch die Vorinstanz bereits während des Verfahrens mit den (pauschalen) Vorwürfen der Beschwerdeführerin gegenüber der Kindesvertreterin auseinandergesetzt hat.”
“Für die Entschädigung eines Kindesvertreters ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Interesse einer sachgerechten und wirksamen Vertretung des Kindeswohls nach Art. 299 f. ZPO grundsätzlich auf den effektiven Zeitaufwand abzustellen, soweit dieser den Umständen angemessen erscheint. Ein nach anderen Gesichtspunkten festgesetztes Honorar lässt die Rechtsprechung nur bestehen, wenn es seiner Höhe nach im Ergebnis mit dem in Art. 299 ZPO verankerten Anspruch des Kindes auf eine wirksame - 8 - Vertretung im Prozess vereinbar ist. Weicht die Entschädigung von der Kostennote erheblich ab, muss im Kostenentscheid nachvollziehbar begründet werden, inwiefern das zugesprochene Honorar den anerkannten zeitlichen Aufwand (annähernd) deckt (BGE 142 III 153 E. 2.5.). Massgebend ist, ob entsprechend gewichtige Positionen entweder ungerechtfertigten Aufwand darstellen oder aber deswegen nicht zu entschädigen sind, weil sie nicht in den – im Einzelfall zu bestimmenden – Aufgabenbereich der Kindesvertretung fallen (vgl. BGE 142 III 153 E. 3.3.)”
“Die Gerichtskosten umfassen auch die Kosten für die Vertretung des Kindes (Art. 95 Abs. 2 Bst. e ZPO). Nach der Rechtsprechung ist im Interesse einer sachgerechten und wirksamen Vertretung des Kindeswohls nach Art. 299 f. ZPO der effektive Zeitaufwand Bemessungsgrundlage, soweit er den Umständen angemessen erscheint. Wiederholt qualifizierte das Bundesgericht Entschädigungen, welche losgelöst vom angemessenen tatsächlichen Zeitaufwand bemessen worden waren, als im Ergebnis willkürlich. Allerdings lässt die Rechtsprechung ein nach anderen Gesichtspunkten festgesetztes Honorar bei Kindesvertretungen bestehen, wenn es seiner Höhe nach im Ergebnis mit dem in Art. 299 ZPO verankerten Anspruch des Kindes auf eine wirksame Vertretung im Prozess vereinbar ist. Die von der Kostennote erheblich abweichende Entschädigung kann im Bestreitungsfall aber von vornherein nur dann als bundesrechtskonform gelten, wenn im Kostenentscheid nachvollziehbar begründet wird, inwiefern das zugesprochene Honorar den anerkannten zeitlichen Aufwand (annähernd) deckt. Aufwendungen der Kindesvertretung sind nach dem Gesagten nur soweit zu entschädigen, wie sie im Einzelfall erforderlich waren. Bei der Erfüllung der betreffenden Aufgaben geniesst die Kindesvertretung jedoch eine gewisse Autonomie, welche auch bei der Bemessung der Entschädigung zu respektieren ist. Zudem ist im Hinblick auf die Beurteilung der Frage, ob der betriebene Aufwand verhältnismässig war, etwa den erschwerenden Rahmenbedingungen von Gesprächen mit Kindern Rechnung zu tragen (BGE 142 III 153 E. 2.5 und”
“Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist im Interesse einer sachgerechten und wirksamen Vertretung des Kindeswohls nach Art. 299 ff. ZPO der effektive Zeitaufwand Bemessungsgrundlage für die Entschädigung der Kindesvertreterin, soweit er den Umständen angemessen erscheint. Ein nach anderen Gesichtspunkten festgesetztes Honorar hat Bestand, wenn es seiner Höhe nach im Ergebnis mit dem in Art. 299 ZPO verankerten Anspruch des Kindes auf eine wirksame Vertretung vereinbar ist. Die von der Kostennote erheblich abweichende Entschädigung kann im Bestreitungsfall aber von vornherein nur dann als bundesrechtskonform gelten, wenn im Kostenentscheid nachvollziehbar begründet wird, inwiefern das zugesprochene Honorar den anerkannten zeitlichen Aufwand (annähernd) deckt. Will man eine Honorarnote kürzen, ist das jedenfalls zu begründen und konkret aufzuzeigen, welcher Aufwand für unnötig befunden wird (vgl. BGE 142 III 153 E. 2.5; BGer 5A_8/2017 E. 2.3; 5A_701/2013 E. 4; BSK ZPO-Rüegg/ Rüegg, 3. Aufl., Art. 95 N 15). […]”
Das Mandat der Kindesvertretung besteht grundsätzlich bis zur Rechtskraft des Entscheids über die Kinderbelange; es endet nicht bereits dadurch, dass keine Rechtsmittel eingelegt werden.
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für B. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 ZPO angeordnet (RG act. IV/11 [Proz. Nr. 115-2018-55]). Der verfahrensleitende Richter verwies bezüglich der Kompetenzen der Kindesvertre- terin auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertretung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neuregelung der Be- treuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste somit auch die Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kindesvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kinderbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022 [nachfolgend zitiert als Schweighauser, FamKomm], N 54 Anh. ZPO Art. 300; Margot Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), nicht aber bereits dadurch, dass die Kindes- vertretung kein Rechtsmittel erhebt, dauert es aktuell fort, weshalb die Kindesver- treterin in das vorliegende Verfahren einbezogen wurde. Ein Anlass, ihre Stellung- nahme vom 8. März 2023 aus dem Recht zu weisen, wie es der Gesuchsgegner beantragt, besteht nicht, zumal die einzelnen Handlungen einer Kindesvertretung grundsätzlich nicht in Frage gestellt werden können (vgl. BGer 5A_894/2015 v.”
“Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wurde für B. eine Kindesvertre- tung nach Art. 299 ZPO angeordnet (RG act. IV/11 [Proz. Nr. 115-2018-55]). Der verfahrensleitende Richter verwies bezüglich der Kompetenzen der Kindesvertre- terin auf Art. 300 ZPO und hielt ausdrücklich fest, dass die Vertretung entgegen den Parteianträgen nicht auf die Fragen der Obhut und der Neuregelung der Be- treuungsanteile beschränkt werde. Die Kindesvertretung erfasste somit auch die Unterhaltsfrage. Da das Mandat der Kindesvertretung grundsätzlich erst mit der Rechtskraft des Urteils bezüglich der Kinderbelange endet (Jonas Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 4. Aufl., Bern 2022 [nachfolgend zitiert als Schweighauser, FamKomm], N 54 Anh. ZPO Art. 300; Margot Michel/Daniel Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 26 zu Art. 299 ZPO u. N 9 zu Art 300 ZPO), nicht aber bereits dadurch, dass die Kindes- vertretung kein Rechtsmittel erhebt, dauert es aktuell fort, weshalb die Kindesver- treterin in das vorliegende Verfahren einbezogen wurde. Ein Anlass, ihre Stellung- nahme vom 8. März 2023 aus dem Recht zu weisen, wie es der Gesuchsgegner beantragt, besteht nicht, zumal die einzelnen Handlungen einer Kindesvertretung grundsätzlich nicht in Frage gestellt werden können (vgl. BGer 5A_894/2015 v.”
Gerichte bestellen nach Art. 299 Abs. 1 ZPO Beistände/Vertreterinnen zur Vertretung von Kindern auch in Verfahren über Unterhalt und elterliche Rechte; diese Personen nehmen an den entsprechenden familienrechtlichen Verfahren teil.
“d) Par ordonnance de mesures superprovisionnelles du 6 mai 2022, le président – statuant sur requête de l’appelante – a interdit à l’intimé de quitter le territoire suisse avec ses enfants lors de l’exercice de son droit de visite. e) Par courrier du 18 mai 2022, Point Rencontre a indiqué aux parties que la planification des visites par son intermédiaire s’arrêtait dès lors que l’appelante l’avait informé que le droit de visite de l’intimé sur ses enfants allait désormais s’exercer, durant une certaine période, de manière autonome entre les parties. f) Par ordonnance de mesures provisionnelles du 2 novembre 2022, le président a notamment fixé les modalités du droit de visite de l’intimé sur E.________ et C.________. g) Par requêtes de mesures superprovisionnelles et provisionnelles des 19 décembre 2022, 4 janvier et 14 février 2023, l’appelante a requis la suspension du droit de visite de l’intimé sur ses enfants E.________ et C.________, ainsi que des mesures d’éloignement. Par décision du 4 janvier 2023, la présidente a rejeté la requête d’extrême urgence de l’appelante du 19 décembre 2022. h) Le 24 janvier 2023, la présidente a désigné Me Céline Jarry-Lacombe en qualité de curatrice à forme de l’art. 299 al. 1 CPC, avec pour mission de représenter les enfants E.________ et C.________ dans la cause en fixation des contributions d’entretien et des droits parentaux opposant leurs parents. i) Une audience a été tenue le 21 février 2023 par la présidente, à laquelle l’intimé ne s’est pas présenté. A cette occasion, Me Céline Jarry-Lacombe a indiqué que, compte tenu des éléments du dossier – telles que les violences physiques ou verbales commises notamment à l’encontre des enfants, l’absence ou la difficulté de collaboration des parties, l’absence du père et les inconstances – une décision de placement d’E.________ et C.________ devait être envisagée. Interpellée à ce propos, [...], assistante sociale au sein de l’ORPM de l’Est et curatrice des enfants à forme de l’art. 308 al. 1 CC, a confirmé que « la situation a[vait] toujours été limite s’agissant d’un éventuel placement ». Elle a en outre déclaré qu’E.________ et C.________ étaient pris dans de la violence constante, ce qui posait des difficultés dans leur développement.”
“Mit Eingabe vom 30. August 2021 erhoben B._____ und C._____ bei der Vorinstanz Klage betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange gegen D._____ (Urk. 5/1). Mit Verfügung vom 28. Oktober 2021 bestellte die Vorinstanz Rechts- anwältin lic. iur. X._____ als Vertreterin im Sinne von Art. 299 Abs. 1 ZPO für B._____ (Urk. 5/16). Mit Verfügung vom 1. Juli 2022 gewährte die Vorinstanz so- dann D._____ die unentgeltliche Rechtspflege und bestellte ihr die Beschwerde- führerin als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Zugleich wies die Vorinstanz die Be- schwerdeführerin darauf hin, dass die von ihr im Rahmen eines Akontozahlungs- gesuchs für die Zeit bis am 4. Mai 2022 geltend gemachten Aufwendungen in der Höhe von Fr. 16'035.20 ausserhalb des Tarifrahmens lägen und zudem als deut- lich überhöht erscheinen würden (Urk. 5/78). Am 14. Oktober 2022 erliess die Vo- rinstanz gestützt auf eine umfassende Einigung der Parteien ihr Urteil (Urk. 5/109).”
Im Rahmen von provisorischen Massnahmen bestellen Gerichte nach Art. 299 ZPO regelmässig eine Vertretung (Curator/Curatrix) für Minderjährige, namentlich zur Sicherung dringender Schutzinteressen oder zur Durchsetzung von Besuchsrechten. In der Praxis erfolgt eine solche Bestellung oftmals kurzfristig im Rahmen einer einstweiligen/prozessleitenden Verfügung; sie kann zugleich Fristen zur Stellungnahme der bestellten Vertreterin/des bestellten Vertreters vorsehen. Gelegentlich teilt die Behörde den Parteien vor einer formellen Eröffnung ihre Absicht zur Bestellung mit und lädt zu Einwendungen ein.
“________ a déposé sa réponse le 26 juillet 2022, concluant au rejet intégral tant de la requête d'effet suspensif que de l'appel et à ce que les frais et dépens de la procédure d'appel soient mis à la charge de A.________. Les parties se sont encore exprimées sur le fond de l'appel par déterminations spontanées du 29 juillet 2022, respectivement du 16 août 2022. G. Par requête de mesures provisionnelles avec clause d’urgence du 18 juillet 2022, B.________ a requis qu’ordre soit donné à A.________ d’amener son enfant à son domicile afin qu’il exerce son droit de visite du 20 juillet 2022 à 18.00 heures au 31 juillet 2022 à 18.00 heures, sous la menace des peines de droit prévues à l’art. 292 CP, cas échéant avec l’aide de la force publique. Par courrier du 20 juillet 2022, le Président de la Cour a indiqué aux époux qu'il renonçait dans un premier temps à rendre une décision formelle, dans l'espoir qu'elles fassent preuve de bon sens et que le droit de visite puisse s'exercer. Il a également fait part aux parties de son intention de nommer un curateur de représentation en justice au sens de l'art. 299 CPC à C.________, en les invitant à lui faire part de leurs éventuelles objections à ce propos. Par lettre du 21 juillet 2022, B.________ a sollicité une décision formelle concernant l'exercice de son droit de visite. A.________ a déposé une détermination spontanée le 21 juillet 2022. Par arrêt de mesures provisionnelles du 22 juillet 2022 (101 2022 283), le Président de la Cour a ordonné à A.________, sous les peines de droit de l’art. 292 CP, d’amener C.________ ce même jour à 18.00 heures au domicile du père pour qu'il y reste jusqu'au 31 juillet 2022 à 18.00 heures. Le même jour, Me Véronique Aeby a été désignée curatrice de représentation de l'enfant au sens de l'art. 299 CPC. H. Le 25 juillet 2022, A.________ a déposé une requête de mesures superprovisionnelles tendant à ce que le droit de visite du père soit suspensu immédiatement et reprenne une fois que toutes les conditions nécessaires à son bon déroulement seraient réunies. Le Président de la Cour a rejeté la requête de mesures superprovisionnelles le 26 juillet 2022 (101 2022 288) et l'intimé s'est déterminé le 28 juillet 2022, concluant au rejet de la requête de mesures provisionnelles.”
“Par courrier du 20 juillet 2022, le Président de la Cour a indiqué aux époux qu'il renonçait dans un premier temps à rendre une décision formelle, dans l'espoir qu'elles fassent preuve de bon sens et que le droit de visite puisse s'exercer. Il a également fait part aux parties de son intention de nommer un curateur de représentation en justice au sens de l'art. 299 CPC à C.________, en les invitant à lui faire part de leurs éventuelles objections à ce propos. Par lettre du 21 juillet 2022, B.________ a sollicité une décision formelle concernant l'exercice de son droit de visite. A.________ a déposé une détermination spontanée le 21 juillet 2022. Par arrêt de mesures provisionnelles du 22 juillet 2022 (101 2022 283), le Président de la Cour a ordonné à A.________, sous les peines de droit de l’art. 292 CP, d’amener C.________ ce même jour à 18.00 heures au domicile du père pour qu'il y reste jusqu'au 31 juillet 2022 à 18.00 heures. Le même jour, Me Véronique Aeby a été désignée curatrice de représentation de l'enfant au sens de l'art. 299 CPC. H. Le 25 juillet 2022, A.________ a déposé une requête de mesures superprovisionnelles tendant à ce que le droit de visite du père soit suspensu immédiatement et reprenne une fois que toutes les conditions nécessaires à son bon déroulement seraient réunies. Le Président de la Cour a rejeté la requête de mesures superprovisionnelles le 26 juillet 2022 (101 2022 288) et l'intimé s'est déterminé le 28 juillet 2022, concluant au rejet de la requête de mesures provisionnelles. I. Par arrêt du 19 août 2022 (101 2022 266 et 288), le Président de la Cour a admis la requête d'effet suspensif de A.________ et rejeté sa requête de mesures provisionnelles du 25 juillet 2022. J. Me Véronique Aeby a rendu son rapport et ses propositions concernant la prise en charge de C.________ le 26 septembre 2022. Chaque parent s'est déterminé sur cette écriture le 10 octobre 2022. K. Me Véronique Aeby a transmis sa liste de frais le 24 novembre 2022. A.________ s'est déterminée sur cette liste par courrier du 9 décembre 2022, contestant le tarif de CHF 250.”
“Der Kläger, Erstbeschwerdeführer und Zweitbeschwerdegegner 1 (fortan Klä- ger) und die Beklagte, Erstbeschwerdegegnerin und Zweitbeschwerdegegnerin 2 (fortan Beklagte) stehen sich seit dem 13. September 2023 vor dem Bezirksgericht Affoltern (Vorinstanz) in einem Verfahren betreffend Abänderung des Scheidungs- urteils gegenüber (Urk. 5/1). Sie haben zwei gemeinsame Töchter, B._____, gebo- ren am tt.mm.2009 (Verfahrensbeteiligte 1 und Zweitbeschwerdeführerin), und D._____, geboren am tt.mm.2016 (Verfahrensbeteiligte 2). Am 17. Januar 2024 verfügte die Vorinstanz (Urk. 2 S. 3 f. = Urk. 5/85 S. 3 f.): "1.Die aktuelle Prozessbeiständin von B._____, Rechtsanwältin Y3._____, wird als Verfahrensvertreterin für B._____ entlassen und es wird ihr die Frist zur Stellungnahme zur Gefährdungsmel- dung vom 18. Dezember 2023 erlassen. 2.Für B._____, geboren tt.mm.2009, wird als neue Vertretung im Sinne von Art. 299 ZPO Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____, ... [Adresse] bestellt. 3.Der neuen Prozessbeiständin von B._____, Y1._____, wird eine Frist von 14 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung resp. ab Zu- stellung der Akten angesetzt, um schriftlich und in 4-facher Ausfer- tigung zur Gefährdungsmeldung vom 18. Dezember 2023 Stellung zu nehmen. 4.Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein und unter Beilage einer Kopie von act. 76 (Schreiben RAin Y3._____ vom 11. Januar 2024), an -[...] -Rechtsanwältin Y1._____, ....[Adresse], unter Nachsendung der Prozessakten, wenn diese retour sind vom Obergericht, [...]"”
“Par ordonnance du 30 avril 2021, le juge délégué a rejeté la requête d'effet suspensif et a renvoyé la décision sur frais à l'arrêt final. Par avis du 5 mai 2021, le juge délégué a dispensé l’appelante de l’avance de frais et a réservé la décision définitive sur l’assistance judiciaire. Le 11 mai 2021, le conseil de l’appelante a spontanément déposé une liste de ses opérations dans la procédure d’appel. C. Le juge délégué retient les faits pertinents suivants, sur la base de l’ordonnance complétée par les pièces du dossier : 1. B.C.________, né le [...] 1975, et A.C.________, née [...] le [...] 1974, se sont mariés le [...] 2009. Un enfant est issu de leur union : C.C.________, né le [...] 2009. 2. B.C.________ et A.C.________ vivent séparément depuis le 30 août 2010. Les modalités de leur séparation ont été réglées par diverses ordonnances de mesures protectrices de l'union conjugale, puis, l'épouse ayant ouvert action en divorce par demande du 29 mai 2017, par diverses ordonnances de mesures provisionnelles. L'enfant C.C.________ est pourvu d'une curatrice de représentation, à forme de l'art. 299 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), qui est l'avocate Nadia Calabria. Au début de la procédure de divorce, la garde de l'enfant C.C.________ était partagée, selon modalités prévues dans la convention partielle sur les effets accessoires du divorce signée le 18 septembre 2018. Entendu le 19 décembre 2018, l'enfant C.C.________ a rapporté des comportements inadéquats, parfois violents, que son père aurait eus en sa présence, voire contre lui. 3. Par ordonnance de mesures superprovisionnelles du 19 décembre 2018, le président a suspendu le « droit de visite » du père. A une audience de mesures provisionnelles du 4 février 2019, les parties ont convenu d'entreprendre une thérapie au Centre de consultation Les Boréales (qui dépend du département de psychiatrie du CHUV), avec pour but de travailler principalement sur la relation entre C.C.________ et son père, dans l'objectif de la restauration des contacts entre eux si possible et, complémentairement, sur la coparentalité et la relation parents-enfant dans sa globalité.”
“Le juge procède à une pesée des intérêts en présence en prenant en compte le droit présumé du requérant à la mesure conservatoire et les conséquences que celle-ci entraînerait pour le requis et si les conditions sont réalisées ordonne les mesures provisionnelles nécessaires (Bohnet, CR-CPC, nn. 11 et 17 ad art. 261 CPC). Le prononcé de mesures provisionnelles suppose qu’il y ait urgence à statuer et qu’une mesure soit nécessaire pour sauvegarder des intérêts menacés. L’autorité dispose d’un large pouvoir d’appréciation quant au point de savoir s’il y a lieu d’ordonner des mesures provisionnelles. Conformément au principe de la proportionnalité, qui est inhérent au but d’une mesure provisoire, les mesures provisionnelles doivent être adaptées aux circonstances de l’espèce : il s’agit de préférer la mesure qui préserve au mieux les intérêts des parties et donc, entre plusieurs solutions possibles, de choisir la moins incisive (TF 5A_778/2021 du 8 juillet 2022 consid. 4.2.1 et les réf. citées ; TF 5A_756/2019 du 13 février 2020 consid. 3.1.2). 6.3 Au chiffre V de son ordonnance de mesures provisionnelles du 1er octobre 2024, le président a instauré une mesure de curatelle de représentation à forme de l’art. 299 CPC en faveur des quatre enfants des parties et a désigné en qualité de curateur Me U.________, avocat à [...], avec pour mission de les représenter dans la cause en fixation des contributions d’entretien et des droits parentaux divisant les parties. Dans la mesure où le requérant n’a pas contesté la représentation des mineurs dans son appel, il sied donc de la confirmer en ne prononçant pas l’effet suspensif sur ce point. On relèvera au demeurant que, dans ses déterminations du 16 octobre 2024, la DGEJ a confirmé la nécessité que les enfants soient mis au bénéfice d’une curatelle de représentation dès que possible. La requête de mesures provisionnelles à cette fin est ainsi dénuée d’objet. 6.4 Quant à la poursuite de la thérapie aux Boréales, dite mesure est étrangère à l’ordonnance de mesures provisionnelles querellée qui concerne uniquement le retrait du droit de déterminer le lieu de résidence des mineurs et leur placement, avec les conséquences financières, de sorte qu’un appel contre cette décision ne permet pas de prononcer ces mesures, a fortiori à titre provisoire, qui concerne un autre aspect des droits parentaux.”