Inserted by No I of the FA of 17 March 2023 (Improving Practicality and Law Enforcement), in force since 1 Jan. 2025 (AS 2023 491;BBl 2020 2697). ↩
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Bei teilweiser Säumnis ist die Schlichtungsbehörde nicht verpflichtet, für die anwesenden Parteien einen gesonderten Schlichtungsversuch zu unternehmen; sie kann vielmehr so verfahren, wie Art. 206 Abs. 2 ZPO bestimmt. Ebenso ist es möglich, die Klagebewilligung nur gegenüber einzelnen säumigen Beklagten auszustellen.
“Hinzu kommt vorliegend – und darauf weist die Klägerin in ihrer Beru- fungsschrift zu Recht hin – dass sie sich hinsichtlich derjenigen Beklagten, welche an der Schlichtungsverhandlung säumig waren, bereits anlässlich der Verhand- lung zum weiteren Vorgehen geäussert hatte. So ist im Protokoll des Friedens- richteramtes festgehalten, dass die Klägerin an ihrer Klage vollumfänglich festhal- te und das Friedenrichteramt um Ausstellung einer Klagebewilligung betreffend der Beklagten 1 und 3 und allenfalls weiterer unentschuldigt nicht erschienenen Parteien (zum Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung war nicht bekannt, dass die - 8 - Zustellung an die Beklagte 4 ebenfalls geglückt war, vgl. act. 24) ersuche (vgl. act. 20 S. 3). Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb das Friedensrichteramt in der Folge nicht wie von der Klägerin gewünscht die Klagebewilligung bezüglich der Berufungsbeklagten 1, 3 und 4 ausstellte (Art. 206 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 209 ZPO). Dies erst recht, als es sich gemäss Schlichtungsgesuch in der Sache um eine Klage auf Ungültigkeit eines Testamentes handeln könnte (act. 1; Art. 519 Abs. 1 und Art. 520 Abs. 1 ZGB). Da ein Urteil über eine Ungültigkeitsklage nur zwischen den Prozessparteien wirkt, steht es im Belieben des Ungültigkeitsklä- gers, ob und allenfalls wie weit er die letztwillige Verfügung gelten lassen will und damit auch, welche Parteien, die aus einer angefochtenen Verfügung von Todes wegen erbrechtliche Vorteile ziehen, er einklagen will. Es besteht damit weder für Klagende noch für Beklagte eine notwendige Streitgenossenschaft (BGer 5A_986/2018 vom 7. Januar 2020, E. 4.2.1. f. m.w.H., u.a. auf BGE 136 III 123, E. 4.4.1; BGer 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019, E. 8.3.1.3). Damit ist es – insbe- sondere, wenn dies dem Wunsch der klagenden Partei entspricht – auch unprob- lematisch, die Klagebewilligung nur bezüglich eines Teils der Beklagten auszu- stellen (vgl. auch OGer ZH PP180046 vom 17.”
“Die Vorinstanz führt im Wesentlichen aus, die Schlichtungsbehörde müsse an der Schlichtungsverhandlung prüfen, ob die Voraussetzung des persönlichen Erscheinens nach Art. 204 Abs. 1 ZPO erfüllt ist. Sie habe bei Säumnis der kla- genden Partei das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben und bei Säumnis der beklagten Partei so zu verfahren, wie wenn keine Einigung zu Stande ge- - 11 - kommen wäre (Art. 206 Abs. 1 und 2 ZPO). Allein gestützt auf die Säumnis einer der beklagten Parteien habe der Friedensrichter vorliegend daher so verfahren dürfen, wie in Art. 206 Abs. 2 ZPO statuiert. Er habe davon ausgehen dürfen, dass eine vergleichsweise Gesamtlösung der Angelegenheit nicht möglich sei, wie er das in der Klagebewilligung festgehalten habe. Damit habe für den Frie- densrichter keine Pflicht bestanden, zwischen den übrigen Erschienen einen Schlichtungsversuch vorzunehmen, auch wenn dies allenfalls für einen Teil der übrigen Beteiligten wünschenswert gewesen wäre. Zudem sei daran zu erinnern, dass das Amt des Friedensrichters bzw. der Friedensrichterin im Kanton Zürich als Laienamt ausgestaltet sei und die wenigsten Inhaberinnen und Inhaber eines solchen Amtes über eine juristische Ausbildung verfügten. Es könne daher einem Friedensrichter nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn er bei Klagen, die von mehreren Klägern als einfache Streitgenossenschaft gemeinsam gegen mehrere Beklagte, die teilweise eine notwendige Streitgenossenschaft und teilweise eine einfache Streitgenossenschaft bildeten, die Verschiedenartigkeit ihrer Rechtsstel- lung im Einzelnen nicht zu erkennen vermöge.”
Gegen eine Abschreibung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO steht ein Rechtsmittel zur Verfügung. Die Frist beträgt 30 Tage. Ob mit Appell oder mit Beschwerde (bzw. mit dem dem Kanton entsprechenden Rekurs/Recours) weitergezogen werden muss, hängt von der konkreten Natur des Entscheids ab (insbesondere davon, ob es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid und — bei vermögensrechtlichen Streitigkeiten — der Streitwert die Schwelle von Fr. 10'000.– erreicht). Bei der Beschwerde ist auf alle selbstständig tragenden Begründungen des angefochtenen Entscheids einzugehen. Soweit gegen eine Radierung/Abschreibung der Weg des Rekurses/Recours behauptet wird, ist dessen Zulässigkeit an das Vorliegen eines nicht leicht wiedergutzumachenden (schwerwiegenden) Nachteils zu knüpfen.
“_____ Verwaltungen AG, betreffend negative Feststellungsklage / Forderung Beschwerde gegen einen Beschluss der Schlichtungsbehörde des Bezirks- gerichtes Dietikon vom 28. August 2023 (MO230297) - 2 - Erwägungen: 1.1. Am 30. Juni 2023 überbrachte die Klägerin und Beschwerdeführerin (nach- folgend Beschwerdeführerin) der Schlichtungsbehörde in Mietsachen des Bezirks- gerichtes Dietikon (nachfolgend Vorinstanz) ein Schlichtungsgesuch gegen den Beklagten und Beschwerdegegner (nachfolgend Beschwerdegegner). Daraufhin lud die Vorinstanz am 7. August 2023 zur Schlichtungsverhandlung auf den 28. August 2023 vor (act. 6). Weil die Beschwerdeführerin unentschuldigt nicht zur Schlichtungsverhandlung erschien (Prot. VI S. 3), schrieb die Schlichtungsbe- hörde das Verfahren gestützt auf Art. 206 Abs. 1 ZPO mit Beschluss desselben Tages androhungsgemäss als gegenstandslos ab (act. 16). 1.2. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 21. September 2023 Beschwerde (act. 17). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–14). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 2.1. Beim Abschreibungsentscheid nach Art. 206 Abs. 1 ZPO handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid. Dieser ist in vermögensrechtlichen Angele- genheiten mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert mindestens Fr. 10'000.– beträgt, andernfalls mit Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO (vgl. zum Ganzen OGer ZH RU190025 vom 14. Mai 2019 m.w.H.). Der Streitwert beträgt vorliegend Fr. 2'610.–, weshalb als Rechtsmittel die Beschwerde zur Verfügung steht. 2.2. Die Beschwerde ist innert der 30-tägigen Beschwerdefrist schriftlich und be- gründet einzureichen (vgl. Art. 321 Abs. 1 ZPO). Mit Beschwerde können unrich- tige Rechtsanwendung (Art. 320 lit. a ZPO) sowie offensichtlich unrichtige Fest- stellung des”
“En procédure civile, la désignation d'une partie qui est entachée d'une inexactitude purement formelle, touchant par exemple son nom, son domicile ou son siège, peut être rectifiée lorsqu'il n'existe dans l'esprit du juge et des parties aucun doute raisonnable sur son identité, notamment lorsque cette identité résulte de l'objet du litige (ATF 114 II 335 consid. 3; arrêt du Tribunal fédéral 4A_560/2015 du 20 mai 2016 consid. 4.2). La partie défenderesse a en l'occurrence été désignée par une raison sociale inexacte, correspondant pour partie à celle de sa succursale genevoise, sans que cette inexactitude ne soulève aucun doute sur sa véritable identité, que ce soit dans l'esprit des parties ou dans celui du Tribunal ou de la Chambre de céans. Il y a donc lieu de rectifier cette désignation en indiquant la véritable raison sociale de l'intimée. 2. 2.1.1 Selon l'art. 308 al. 1 let. a CPC, l'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance. Dans les affaires patrimoniales, il n'est recevable que si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions atteint 10'000 fr. (art. 308 al. 2 CPC). Une décision qui, après que la cause eut été rayée du rôle des conciliations en raison du défaut du demandeur à l'audience de conciliation en application de l'art. 206 al. 1 CPC, rejette (ou déclare irrecevable) une demande de restitution visant à la tenue d'une nouvelle audience de conciliation constitue une décision finale au sens de l'art. 308 al. 1 let. a CPC (arrêt du Tribunal fédéral 4A_137/2013 du 7 novembre 2013, consid. 6.3 [publié aux ATF 139 III 478] et 7.3). S'il s'agit d'une affaire patrimoniale et que la valeur litigieuse atteint 10'000 fr., c'est donc par la voie de l'appel qu'elle doit être contestée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_137/2013 précité, consid. 7.3). 2.1.2 L'acte déposé le 8 juillet 2020 au Greffe universel du Pouvoir judiciaire est en l'occurrence dirigé contre une décision par laquelle l'autorité de conciliation, soit le Tribunal (art. 86 al. 2 let. b LOJ), a déclaré irrecevable pour non-paiement de l'avance de frais exigée une demande de restitution formée par un demandeur en conciliation en vue de la tenue d'une nouvelle audience de conciliation, après qu'il eut fait défaut lors d'une première audience et que la cause eut été en conséquence rayée du rôle.”
“Das Vermittleramt Surselva schrieb das Verfahren infolge Nichterscheinens der klagenden Partei an der Vermittlungsverhandlung vom 13. Juni 2023 (Art. 206 Abs. 1 ZPO) wie auch wegen Nichtleistung des Kostenvorschusses (Art. 101 ZPO) ab. Damit weist der angefochtene Entscheid zwei selbständige Begründungen auf, die je für sich den Ausgang des Rechtsstreits besiegeln. In solchen Fällen muss sich der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift mit sämtlichen, den Ent- scheid selbstständig tragenden Begründungen auseinandersetzen und alle Be- gründungen argumentativ entkräften (BGE 142 III 364 E. 2.4 = Pra 2017 Nr. 73; BGer 5A_524/2023 v.”
“En doctrine, certains auteurs admettent que la décision de radiation est susceptible de l'appel si toutes les conditions de cette voie juridique sont satisfaites. D'autres auteurs exposent que la décision de radiation n'est susceptible tout au plus que du recours, cela surtout parce qu'elle n'est pas mentionnée à l'art. 236 al. 1 CPC intitulé « décision finale ». Cette décision ne leur paraît donc pas finale; il s'agit pour eux d'une « ordonnance de procédure sui generis » (cf. arrêt TF 4A_137/2013 du 7 novembre 2013 consid. 7.2 non publié in ATF 139 III 478). Selon plusieurs arrêts du Tribunal fédéral, c’est bien la voie du recours qui est ouverte contre les décisions de radiation du rôle, celles-ci constituant des ordonnances d'instruction de type particulier (cf. arrêts TF 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; 4D_80/2017 du 21 mars 2018; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1). C’est également la voie retenue par les Cours civiles du Tribunal cantonal de Fribourg. Dans ces conditions, dès lors qu'elles retiennent qu'en cas de radiation du rôle en cas de défaut du demandeur selon l'art. 206 al. 1 CPC, c'est la voie du recours qui est ouverte (cf. arrêts TC FR 101 2014 268 du 23 novembre 2015 consid. 2a; 102 2016 112 du 6 juillet 2016 consid. 1a ; 101 2018 63 du 12 avril 2018 consid. 1.1 et les références citées), on ne voit pas pour quelle raison il conviendrait d'en juger autrement en cas de radiation du rôle en application de l’art. 242 CPC. 1.2. Le recours contre une décision de radiation du rôle n'est par conséquent recevable que lorsque celle-ci peut causer un préjudice difficilement réparable (cf. art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, lorsqu'il est possible de déposer une nouvelle requête, l'intérêt au recours fait défaut (cf. arrêt TC FR 101 2018 63 du 12 avril 2018 consid. 1.2). 1.3. En l’espèce, la recourante ne fait valoir à aucun moment dans son écriture de recours que la radiation du rôle de la procédure introduite par la partie adverse le 22 octobre 2019 lui causerait un préjudice difficilement réparable.”
“Der Beschwer- deführer begnügt sich mit der blossen Behauptung, er erhebe Beschwerde, "weil ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht". Worin ein solcher Nachteil bestehen soll und weshalb dieser später nicht leicht wiedergutzumachen sein soll, führt er nicht aus. Ein solcher Nachteil ist auch nicht erkennbar. Der Abschrei- bungsverfügung kommt keine materielle Rechtskraft zu, weshalb ein Schlich- tungsgesuch grundsätzlich jederzeit wieder neu gestellt werden kann (Cipriano Alvarez/James T. Peter, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Bern 2012, N 7 zu Art. 206 ZPO; Egli, a.a.O., N 4 zu Art. 206 ZPO). Gründe, weshalb dies vorliegend nicht der Fall sein soll (bspw. das Vorliegen einer Verwirkungsfrist) werden keine vorgebracht. Inso- weit kann mangels Substantiierung eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, soweit sie sich gegen die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens infolge Säumnis nach Art. 206 Abs. 1 ZPO richtet.”
Erscheint die klagende Partei nicht persönlich und ist keine gültige Vertretung vorhanden bzw. wurden die Voraussetzungen für eine Vertretung nicht erfüllt, gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen; die Verfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben. Eine solche Säumnis kann zum Verlust prozessualer Rechte führen.
“Il n'est pas allégué que la précitée aurait requis le renvoi de l'audience ou exposé pour quelles raisons son époux n'était pas présent. L'appelant, assisté d'un avocat depuis le début de la procédure et sachant de longue date, selon l'attestation établie par son employeur, qu'il ne pourrait assister à l'audience, aurait dû se renseigner sur la nécessité de sa présence à l'audience ou la faculté de s'y faire représenter, mentionnées sur la convocation. Même à admettre qu'il l'ait fait et qu'il ait été mal renseigné, les actes de son représentant lui sont opposables. Ainsi, l'appelant n'a pas fait preuve de la diligence que l'on pouvait attendre de lui et c'est à bon droit que la Commission a rejeté sa demande de restitution. La décision JCBL/7/2024 du 17 janvier 2024 sera donc confirmée. 3. Le recours interjeté contre la décision DCBL/877/2023 du 10 novembre 2023 doit également être rejeté, pour les mêmes motifs. En effet, en cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Il a été retenu ci-dessus que l'appelant n'avait pas comparu, son épouse n'étant pas autorisée à le représenter, et qu'il n'était pas fondé à obtenir la convocation d'une nouvelle audience. C'est ainsi à bon droit que la Commission a rayé la cause du rôle. 4. À teneur de l'art. 22 al. 1 LaCC, il n'est pas prélevé de frais dans les causes soumises à la juridiction des baux et loyers (ATF 139 III 182 consid. 2.6). * * * * * PAR CES MOTIFS, La Chambre des baux et loyers : A la forme : Déclare recevable le recours interjeté le 22 novembre 2023 par A______ contre la décision DCBL/877/2023 rendue le 10 novembre 2023 par la Commission de conciliation en matière de baux et loyers dans la cause C/18167/2023. Déclare recevable l'appel interjeté le 20 février 2024 par A______ contre la décision JCBL/7/2024 rendue le 17 janvier 2024 par la Commission de conciliation en matière de baux et loyers dans la cause C/18167/2023. Au fond : Confirme la décision JCBL/7/2024 rendue le 17 janvier 2024 par la Commission de conciliation en matière de baux et loyers.”
“a à c CPC), usuellement admis en droit de procédure (arrêt du Tribunal fédéral 5A_385/2019 du 8 mai 2020, consid. 4.1.2). Sont ainsi dispensées de comparaître personnellement et peuvent se faire représenter, notamment, les personnes empêchées de comparaître pour cause de maladie, d’âge ou en raison d’autres justes motifs (art. 204 al. 3 let. b CPC). Les justes motifs doivent être rendus à tout le moins vraisemblables (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 204 CPC). La partie adverse doit être informée à l'avance de la représentation (art. 204 al. 4 CPC). La requête de dispense doit être formulée au plus tard lors de l'audience de conciliation (arrêt du Tribunal fédéral 5A_704/2015 consid. 6.3; 4A_135/2018 consid. 2.4). 3.1.2 L'art. 206 al. 1 CPC dispose qu'en cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (ATF 141 III 159 consid. 2.4). Cette disposition vaut pour toutes les procédures de conciliation, y compris dans les affaires de bail à loyer. L'art. 206 al. 1 CPC s'applique donc en particulier au locataire qui ne respecte pas les prescriptions légales de comparution, au risque de provoquer une déchéance de ses droits, notamment lorsqu'il agit pour contester la résiliation du bail ou une augmentation de loyer. La partie qui envoie un représentant sans réaliser les prévisions de l'art. 204 al. 3 CPC fait défaut (arrêt du Tribunal fédéral 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). 3.1.3 Une curatelle de représentation est instituée lorsque la personne qui a besoin d’aide ne peut accomplir certains actes et doit de ce fait être représentée (art. 394 al. 1 CC). Lorsqu'une curatelle de représentation et de gestion est instituée, l'autorité de protection peut limiter l'exercice des droits civils de la personne en conséquence (art. 394 al. 2 CC). Dans ce cas, elle doit le prévoir expressément dans le dispositif de sa décision (Meier, in Commentaire du droit de la famille, Protection de l'adulte, 2013, n. 12 ad art. 395 CC). Si la personne conserve l'exercice des droits civils, elle conserve une compétence concurrente d'agir (Meier, op.”
“1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu’elle ne peut se prévaloir d’un des motifs de dispense prévu à l’art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu’elle dispose d’un motif de dispense, n’est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante. La partie qui envoie un représentant sans réaliser les prévisions de l’art. 204 al. 3 CPC fait donc défaut (TF 4A_179/2022 précité consid. 5 et réf. cit.). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l’art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée ; la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC ; TF 4A_179/2022 précité consid. 5). L’absence de l’un des consorts nécessaires à l’audience de conciliation est imputable à tous (TF 4A_135/2018 du 27 avril 2018 consid. 2.4 et 3.1 ; CREC 27 février 2013/59 consid. 3.2 ; JdT 2012 III 207 note Piotet ; Aeschlimann-Disler et Heinzmann, in Petit Commentaire, Code de procédure civile, Bâle 2021 [ci-après : PC-CPC], n. 2 ad art. 206). L’art. 206 al. 1 CPC vaut pour toutes les procédures de conciliation, y compris dans les affaires de bail à loyer. Cette disposition s’applique en particulier au locataire qui ne respecte pas les prescriptions légales de comparution, au risque de provoquer une déchéance de ses droits, notamment lorsqu’il agit pour contester la résiliation du bail ou une augmentation de loyer (TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3 ; Bohnet, CPC annoté [ci-après : CPC annoté], Neuchâtel 2022, n. 3 ad art. 206). La requête de dispense de comparution doit être formulée au plus tard à l’audience, ce qui suffit pour informer la partie adverse « à l’avance » comme exigé par l’art. 204 al. 4 CPC (TF 4A_179/2022 précité consid. 6.2 ; TF 5A_704/2015 du 22 mars 2016 consid. 6.3). Une partie ne saurait justifier de son absence ultérieurement, encore moins lors du dépôt de l’action au fond (TF 4A_135/2018 du 24 avril 2018 consid. 2.4). Demeure réservée la possibilité de requérir une restitution de délai au sens des art. 147 s. CPC (TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid.”
Die Lehre ist geteilt darüber, ob gegen eine Strichungsentscheidung wegen Nichterscheinen nach Art. 206 ZPO mit Appell (Art. 308 ZPO) oder mit Rekurs/Beschwerde (Art. 319 ff. ZPO) vorzugehen ist. Auch die Rechtsprechung des Bundesgerichts ist nicht einheitlich, sodass in der Praxis Unsicherheit über den korrekten Rechtsmittelweg besteht.
“Ci si potrebbe in effetti chiedere se l’appello sia il rimedio corretto per impugnare una decisione di stralcio ex art. 234 cpv. 2 CPC, che è un caso di applicazione dell’art. 242 CPC (“causa divenuta priva d’oggetto per altri motivi”). La dottrina è divisa su questo tema, e propende in parte per l’appello (qualora siano date le condizioni di cui all’art. 308 CPC, v. Leuenberger in: Sutter-Somm/Hasenböhler /Leuenberger, ZPO-Kommentar, 3ª ed., n. 10a ad art. 234; Tappy in: Commentarire romand CPC, 2ª ed., n. 7 ad art. 242) e in parte per il reclamo ex art. 319 lett. b n. 2 CPC (Willisegger in: Basler Kommentar ZPO, 3ª ed., n. 36 ad art. 234; Killias in: Berner Kommentar ZPO, Band II, n. 24 ad art. 242; Trezzini in: Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, 2ª ed., Vol. 2, n. 11 ad art. 242). A tal riguardo, la giurisprudenza del Tribunale federale non è cristallina, laddove in un caso l’Alta Corte ha stabilito che una decisione di stralcio per mancata comparizione ex art. 206 CPC è impugnabile unicamente con reclamo (STF 4A_131/2013 del 3 settembre 2013, consid. 2.2.2.2), e in un altro ha osservato come una decisione che ponga formalmente fine alla causa ai sensi dell’art. 90 LTF (in quella fattispecie: una decisione che rifiutava la restituzione del termine ex art. 148 CPC) dovesse invece rientrare nel campo di applicazione dell’art. 308 cpv. 1 lett. a CPC (STF 4A_137/2013 del 7 novembre 2013, consid. 7.2 e 7.3). Tale distinzione può avere conseguenze pratiche considerevoli, ritenuto che il reclamo ai sensi dell’art. 319 lett. b n. 2 CPC è ammissibile solo qualora vi sia il rischio di un pregiudizio difficilmente riparabile e che lo stralcio della causa ex art. 234 cpv. 2 CPC non ha effetti di regiudicata materiale (potendo dunque la parte interessata riproporla nuovamente in giudizio, riservati eventuali ostacoli di diritto materiale quali la prescrizione o la perenzione). Vi è pure da considerare che la decisione impugnata indicava il rimedio giuridico dell’appello, e che anche qualora ciò fosse da considerare un errore, non sarebbe stato facilmente riconoscibile, presupponendo una relativa analisi non solo la lettura del testo di legge, ma anche la consultazione di dottrina e giurisprudenza non univoche.”
Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens wegen Säumnis begründet nach herrschender Auffassung keine materielle Rechtskraft; das Schlichtungsgesuch kann grundsätzlich erneut gestellt werden. Eine Ausnahme besteht, wenn eine Verwirkung oder eine gesetzliche (peremptorische) Frist das erneute Erheben der Klage verhindert.
“Cependant, lors même qu’elle est finale, une telle décision ne peut en principe pas être attaquée par la voie de l’appel ou du recours, car l’art. 149 CPC prévoit que la décision sur restitution est définitive. Toutefois, le Tribunal fédéral considère que l’exclusion de l’appel et du recours prévue à l’art. 149 CPC ne s’applique pas lorsque le refus de restitution entraîne la perte définitive de l’action ou d’un moyen d’action, de sorte qu’à cette dernière condition, un refus de restitution constituant une décision finale est exceptionnellement susceptible d’appel ou de recours, selon la valeur litigieuse (ATF 139 III 478 consid. 6.3). Lorsque le refus de restitution n’entraîne pas une telle perte, l’appel contre ce refus est irrecevable (CACI 6 février 2017/66 consid. 1.1 in fine ; CACI 8 juin 2015/289 consid. 2). Il incombe à l’appelant d’établir que le refus de restitution entraînerait la perte définitive d’un droit (CACI 8 août 2023/313 consid. 1.1.2 et l’arrêt cité). 4.2 L’art. 206 CPC règle les conséquences du défaut. Il dispose notamment qu’en cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée, la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle (al. 1). Le demandeur défaillant peut en principe réintroduire une nouvelle demande. Toutefois, il risque de perdre définitivement son droit lorsque la loi lui impose d’agir dans un délai péremptoire (cf. TF 5A_797/2015 du 24 février 2016 consid. 5 ; TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). 4.3 Après avoir clôturé la procédure lors de l’audience de conciliation du 4 septembre 2024, la présidente a rejeté la requête de restitution de l’appelant qui tendait à la fixation d’une nouvelle audience, soit implicitement à la réouverture de la procédure. Ce faisant, elle a ainsi rendu une décision finale. Cela étant, si la décision attaquée constitue une décision finale, elle n’entraîne pas pour autant la perte définitive d’un moyen d’action pour l’appelant. Comme le retient la jurisprudence précitée, l’appelant a en effet la possibilité de réintroduire sa demande en paiement auprès de la même autorité pour faire valoir ses prétentions contre son ancien employeur C.”
“E. 2.3). Der vorliegenden Beschwerde kann nicht entnommen werden, inwiefern dem Be- schwerdeführer durch die angefochtene Verfügung ein nicht leicht wiedergutzu- machender Nachteil gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO drohen soll. Der Beschwer- deführer begnügt sich mit der blossen Behauptung, er erhebe Beschwerde, "weil ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht". Worin ein solcher Nachteil bestehen soll und weshalb dieser später nicht leicht wiedergutzumachen sein soll, führt er nicht aus. Ein solcher Nachteil ist auch nicht erkennbar. Der Abschrei- bungsverfügung kommt keine materielle Rechtskraft zu, weshalb ein Schlich- tungsgesuch grundsätzlich jederzeit wieder neu gestellt werden kann (Cipriano Alvarez/James T. Peter, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Bern 2012, N 7 zu Art. 206 ZPO; Egli, a.a.O., N 4 zu Art. 206 ZPO). Gründe, weshalb dies vorliegend nicht der Fall sein soll (bspw. das Vorliegen einer Verwirkungsfrist) werden keine vorgebracht. Inso- weit kann mangels Substantiierung eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, soweit sie sich gegen die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens infolge Säumnis nach Art. 206 Abs. 1 ZPO richtet.”
Bei notwendiger Streitgenossenschaft gilt, wenn ein Streitgenosse abwesend ist, jeder der beteiligten Streitgenossen als säumig.
“E. 3.1.2). Bei Vorliegen einer einfachen Streitge- nossenschaft kann entsprechend ein Streitgenosse säumig sein, ein anderer je- doch nicht (Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, Handkommentar zur Schweize- rischen Zivilprozessordnung, Zürich 2021, N 3 zu Art. 206 ZPO m.w.H.). Demge- genüber sind bei einer notwendigen Streitgenossenschaft bei Abwesenheit eines Streitgenossen alle als säumig anzusehen (zum Ganzen: Christine Möhler, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2023, N 6 zu Art. 206 ZPO m.w.H.).”
Die Abschreibung der Sache wegen Gegenstandslosigkeit (Art. 242 ZPO in Verbindung mit Art. 206 ZPO) ist als Endentscheid zu qualifizieren. Sie ist bei erfüllt‑tem Streitwert mit Berufung, andernfalls mit Beschwerde anfechtbar. Die Beurteilung der Gegenstandslosigkeit ist mit der für Endentscheide geltenden Prüfungsbefugnis zu überprüfen. Der Kostenentscheid bleibt selbstständig anfechtbar.
“Nach neuster bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Abschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit gemäss Art. 242 ZPO ein Endentscheid im Sinne von Art. 308 Abs. 1 Bst. a ZPO, der bei gegebenem Streitwert der Berufung, ansonsten der Beschwerde nach Art. 319 Bst. a ZPO unterliegt (BGE 148 III 186 E. 6.3 ff.). Diese Lösung gilt für alle Fälle, in denen die Sache wegen Gegenstandslosigkeit abgeschrieben wird, insbesondere im Fall von Art. 206 ZPO, nicht aber im Fall der Verfahrensbeendigung durch Entscheidsurrogat im Sinne von Art. 241 ZPO (Bastons Bulletti, Anfechtung eines Abschreibungsbeschlusses bei Gegenstandslosigkeit: Eine klare Antwort des BGer, Bemerkungen zum Urteil des BGer 4A_169/2021 vom 18. Januar 2022, ZPO Online vom 8. April 2022 Rz. 4). Dies ist unter anderem damit zu begründen, dass die Bedeutung einer Abschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit nicht gering ist, da sie im Ergebnis auf eine Verweigerung des Rechtsschutzes hinausläuft, den die Berufungsklägerin beziehungsweise Gesuchstellerin beantragt hat. Die rechtliche oder faktische Einschätzung des Gerichts oder der Schlichtungsbehörde, das Verfahren sei gegenstandslos, muss mit der gleichen Prüfungsbefugnis wie ein Endentscheid geprüft werden können (Bohnet, Note zum Urteil des BGer 4A_169/2021 vom 18. Januar 2022, SZZP 2022 S. 361). Ob ein Verfahren abgeschrieben oder darauf nicht eingetreten wird, hängt zudem im Wesentlichen davon ab, ob das Rechtsschutzinteresse nach Begründung der Rechtshängigkeit wegfällt oder bereits in diesem Zeitpunkt fehlt (Bastons Bulletti, a.”
“15.2, in: CAN 2020 S. 43). Andererseits wurde der Abschreibungsentscheid als der Berufung oder Beschwerde zugänglicher Endentscheid qualifiziert (so wohl Urteil des BGer 4A_137/2013 vom 7. November 2013 E. 7.2, nicht publ. in: BGE 139 III 478; Urteil des OGer/ZH RU190052 vom 20. November 2019 E. 2.3, in: ZR 2020 S. 45). In jedem Fall selbstständig mit Beschwerde anfechtbar ist indessen der Kostenentscheid (Art. 110 i.V.m. Art. 319 Bst. b Ziff. 1 ZPO; vgl. zum Ganzen: Urteil des OGer/ZH RU190052 vom 20. November 2019 E. 2.1 ff., in: ZR 2020 S. 45). 3.2.2 Nach neuster bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Abschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit gemäss Art. 242 ZPO ein Endentscheid im Sinne von Art. 308 Abs. 1 Bst. a ZPO, der bei gegebenem Streitwert der Berufung, ansonsten der Beschwerde nach Art. 319 Bst. a ZPO unterliegt (BGE 148 III 186 E. 6.3 ff.). Diese Lösung gilt für alle Fälle, in denen die Sache wegen Gegenstandslosigkeit abgeschrieben wird, insbesondere im Fall von Art. 206 ZPO, nicht aber im Fall der Verfahrensbeendigung durch Entscheidsurrogat im Sinne von Art. 241 ZPO (Bastons Bulletti, Anfechtung eines Abschreibungsbeschlusses bei Gegenstandslosigkeit: Eine klare Antwort des BGer, Bemerkungen zum Urteil des BGer 4A_169/2021 vom 18. Januar 2022, ZPO Online vom 8. April 2022 Rz. 4). Dies ist unter anderem damit zu begründen, dass die Bedeutung einer Abschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit nicht gering ist, da sie im Ergebnis auf eine Verweigerung des Rechtsschutzes hinausläuft, den die Berufungsklägerin beziehungsweise Gesuchstellerin beantragt hat. Die rechtliche oder faktische Einschätzung des Gerichts oder der Schlichtungsbehörde, das Verfahren sei gegenstandslos, muss mit der gleichen Prüfungsbefugnis wie ein Endentscheid geprüft werden können (Bohnet, Note zum Urteil des BGer 4A_169/2021 vom 18. Januar 2022, SZZP 2022 S. 361). Ob ein Verfahren abgeschrieben oder darauf nicht eingetreten wird, hängt zudem im Wesentlichen davon ab, ob das Rechtsschutzinteresse nach Begründung der Rechtshängigkeit wegfällt oder bereits in diesem Zeitpunkt fehlt (Bastons Bulletti, a.”
Auch bei in Abwesenheit ergangenen (Säumnis‑)Entscheiden nach Art. 206 Abs. 2 ZPO besteht die Pflicht zur Angabe der massgeblichen Entscheidmotive. Die Begründung hat die Prozessgeschichte und die wesentlichen Überlegungen zu enthalten, so dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann.
“Eine solche Rüge kann die Beklagte unabhängig von der im Beschwerdeverfahren geltenden Novenregelung vorbringen, Anlass zu dieser hat insbesondere erst das friedensrichterliche Urteil gegeben. Aus dem Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO) fliesst u.a. auch der Anspruch, dass das Gericht seine Entscheide begründet (Begründungs- pflicht). Die Begründung muss nebst der Prozessgeschichte und den Parteistand- punkten die wesentlichen Überlegungen enthalten, welche zum Urteil geführt ha- ben. Es ist somit darzustellen, welcher Sachverhalt aus welchen Gründen als feststehend erscheint. Weiter sind die einschlägigen Rechtsnormen zu nennen, aufgrund derer die geltend gemachten Ansprüche gemäss dem feststehenden Sachverhalt zugesprochen oder abgewiesen werden. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (ZK ZPO-Staehelin, a.a.O., Art. 239 N 15 ff., statt vieler BGE 141 IV 244 E. 1.2.1). Daran ändert nichts, dass das Friedensrichteramt in Abwesen- heit der Beklagten entsprechend den Hinweisen in der Vorladung gestützt auf Art. 206 Abs. 2 ZPO entschied; ein Säumnisurteil entbindet nicht davon, die mas- sgeblichen Entscheidmotive festzuhalten. Der angefochtene Entscheid gibt die angewandten Gesetzesbestimmungen nicht an. Es fehlen Ausführungen dazu, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen das Honorar eines Beauftragen herabgesetzt bzw. zurückgefordert werden kann und wann (zusätzlich) ein Ersatz des durch Vertragsverletzung resp. Schlechter- füllung des Vertrages verursachten Schadens geschuldet ist. Demgemäss fehlt es auch an einer Subsumtion des rechtlich relevanten Sachverhaltes unter die recht- lichen Voraussetzungen. Wie die Beklagte zutreffend ausführt, ist ausserdem die - 9 - Sachverhaltsfeststellung des Friedensrichteramtes, der Auftrag sei "nicht fachge- recht ausgeführt", zu ungenau. Gleiches gilt für die Erwägung des Friedensrich- teramtes, eine Rückerstattung von Fr. 2'000.00 rechtfertige sich aufgrund "fachli- cher Fehler" der Beklagten. Welche zwischen den Parteien vertraglich relevanten Handlungen oder Unterlassungen der Beklagten vorgeworfen werden, ist nicht er- kennbar.”
Die Klagebewilligung kann — insbesondere im Einklang mit Art. 206 Abs. 2 ZPO — nur hinsichtlich einzelner säumiger Beklagter erteilt werden, wenn dies dem Willen der klagenden Partei und den Verfahrensumständen entspricht (Teilbewilligung).
“Hinzu kommt vorliegend – und darauf weist die Klägerin in ihrer Beru- fungsschrift zu Recht hin – dass sie sich hinsichtlich derjenigen Beklagten, welche an der Schlichtungsverhandlung säumig waren, bereits anlässlich der Verhand- lung zum weiteren Vorgehen geäussert hatte. So ist im Protokoll des Friedens- richteramtes festgehalten, dass die Klägerin an ihrer Klage vollumfänglich festhal- te und das Friedenrichteramt um Ausstellung einer Klagebewilligung betreffend der Beklagten 1 und 3 und allenfalls weiterer unentschuldigt nicht erschienenen Parteien (zum Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung war nicht bekannt, dass die - 8 - Zustellung an die Beklagte 4 ebenfalls geglückt war, vgl. act. 24) ersuche (vgl. act. 20 S. 3). Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb das Friedensrichteramt in der Folge nicht wie von der Klägerin gewünscht die Klagebewilligung bezüglich der Berufungsbeklagten 1, 3 und 4 ausstellte (Art. 206 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 209 ZPO). Dies erst recht, als es sich gemäss Schlichtungsgesuch in der Sache um eine Klage auf Ungültigkeit eines Testamentes handeln könnte (act. 1; Art. 519 Abs. 1 und Art. 520 Abs. 1 ZGB). Da ein Urteil über eine Ungültigkeitsklage nur zwischen den Prozessparteien wirkt, steht es im Belieben des Ungültigkeitsklä- gers, ob und allenfalls wie weit er die letztwillige Verfügung gelten lassen will und damit auch, welche Parteien, die aus einer angefochtenen Verfügung von Todes wegen erbrechtliche Vorteile ziehen, er einklagen will. Es besteht damit weder für Klagende noch für Beklagte eine notwendige Streitgenossenschaft (BGer 5A_986/2018 vom 7. Januar 2020, E. 4.2.1. f. m.w.H., u.a. auf BGE 136 III 123, E. 4.4.1; BGer 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019, E. 8.3.1.3). Damit ist es – insbe- sondere, wenn dies dem Wunsch der klagenden Partei entspricht – auch unprob- lematisch, die Klagebewilligung nur bezüglich eines Teils der Beklagten auszu- stellen (vgl. auch OGer ZH PP180046 vom 17.”
Art. 206 ZPO regelt abschliessend die prozessualen Konsequenzen der Säumnis bei der Schlichtungsverhandlung. Unabhängig davon können disziplinarische Sanktionen — insbesondere eine Ordnungsbusse — in Frage kommen, sofern dafür eine gesetzliche Grundlage besteht und die Voraussetzungen erfüllt sind (z. B. Störung des Geschäftsgangs oder bös-/mutwillige Prozessführung). Eine Bestrafung mit Ordnungsbusse ist demnach nur ausnahmsweise und nicht systematisch anwendbar.
“Unbestritten blieb, dass die Beschwerdeführerin nicht zur Verhandlung erschien, obwohl es zu keiner Ladungsabnahme durch die Vorinstanz kam. Art. 206 ZPO hält abschliessend fest, wie die Schlichtungsbehörde bei Säumnis einer Partei in prozessualer Hinsicht zu verfahren hat. Demgegenüber sind allfäl- lige disziplinarische Folgen des Verhaltens der Parteien bzw. ihrer Vertreter im Verfahren nicht Gegenstand von Art. 206 ZPO. Disziplinarmassnahmen sind so- - 4 - mit möglich, sofern eine gesetzliche Grundlage dafür besteht (BGE 141 III 265 E. 4.3).”
“Abs. 2 ZPO). Sie hat somit in der Regel die Klagebewilligung zu erteilen. In gewissen Fällen kann sie stattdessen den Parteien einen Urteilsvorschlag unterbreiten oder auf Antrag des Klägers die Streitigkeit entscheiden. Sind beide Parteien säumig, wird das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben (Art. 206 Abs. 3 ZPO) (zum Ganzen vgl. BGer 4A_416/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.2). Unabhängig von den prozessualen Säumnisfolgen (Art. 206 ZPO) kann der Verstoss gegen die grundsätzliche Teilnahmepflicht disziplinarische Folgen zeitigen, namentlich die Bestrafung mit einer Ordnungsbusse (Art. 128 ZPO). Damit soll verhindert werden, dass der Beklagte durch sein Nichterscheinen an der Schlichtungsverhandlung den Willen des Gesetzgebers, dass ein Schlichtungsversuch stattzufinden hat, sanktionslos vereiteln könnte. Eine disziplinarische Ahndung mit Ordnungsbusse setzt aber voraus, dass das Nichterscheinen zur Schlichtungsverhandlung eine Störung des Geschäftsgangs (Art. 128 Abs. 1 ZPO) oder eine bös- oder mutwillige Prozessführung darstellt (Art. 128 Abs. 3 ZPO) (zum Ganzen vgl. BGer 4A_416/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.3). Dies bedeutet, dass bei Nichterscheinen einer Partei eine Ordnungsbusse nur ausnahmsweise und nicht systematisch ausgesprochen werden kann (BGer 4A_500/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2).”
Wurden die Parteien ordnungsgemäss geladen und in der Vorladung auf die Folgen des Nichterscheinens (Art. 206 ZPO) hingewiesen, kann die Schlichtungsbehörde unter den im Entscheidgebot genannten Voraussetzungen auch bei Säumnis materiell entscheiden; dies gilt insbesondere, wenn die Parteiformell über die möglichen Konsequenzen informiert war und auf die Teilnahme verzichtet hat.
“Le droit d'être entendu comprend également pour le justiciable le droit d'obtenir l'administration des preuves pertinentes et valablement offertes, de participer à l'administration des preuves essentielles et de se déterminer sur son résultat lorsque cela est de nature à influencer la décision (notamment ATF 143 V 71 consid. 4.1; 142 II 218 consid. 2.3). Cette garantie constitutionnelle n'empêche pas le juge de mettre un terme à l'instruction lorsque les preuves administrées lui ont permis de se forger une conviction et que procédant de manière non-arbitraire à une appréciation anticipée des preuves qui lui sont encore proposées, il a la certitude qu'elles ne pourraient l'amener à modifier son opinion. 2.2 2.2.1 En l'espèce, la recourante a été valablement citée à comparaître à l'audience de la CRCT du 21 janvier 2021, la convocation mentionnant que les parties devaient se munir de tous les documents et écritures dont elles entendaient faire état lors de l'audience. Elles ont également été rendues attentives à l'art. 206 CPC concernant le défaut de comparution ainsi qu'aux articles 210 et 212 CPC concernant les compétences de la CRCT en matière de proposition de jugement et de décision, les dispositions légales citées figurant au verso de la convocation. La recourante a fait savoir à la CRCT, par courrier d'avocat du 19 janvier 2021, qu'elle ne se présenterait pas à l'audience, estimant la CRCT incompétente pour connaître du litige. A réception de ce courrier, la CRCT a adressé un courriel au conseil de la précitée, avec copie à la CPPGN, afin de lui indiquer qu'elle n'entendait pas lui répondre hors audience et hors présence de sa partie adverse, et que l'audience du 21 janvier 2021 permettrait de discuter des questions de procédure soulevées et, cas échéant, de les régler. La recourante, citée régulièrement et assistée d'un conseil, a choisi de ne pas se présenter à l'audience et ne pouvait ignorer les conséquences de son défaut, à savoir que la CRCT pouvait rendre une décision sur le fond, ce qui lui avait été rappelé lors de la citation à comparaître.”
“Le droit d'être entendu comprend également pour le justiciable le droit d'obtenir l'administration des preuves pertinentes et valablement offertes, de participer à l'administration des preuves essentielles et de se déterminer sur son résultat lorsque cela est de nature à influencer la décision (notamment ATF 143 V 71 consid. 4.1; 142 II 218 consid. 2.3). Cette garantie constitutionnelle n'empêche pas le juge de mettre un terme à l'instruction lorsque les preuves administrées lui ont permis de se forger une conviction et que procédant de manière non-arbitraire à une appréciation anticipée des preuves qui lui sont encore proposées, il a la certitude qu'elles ne pourraient l'amener à modifier son opinion. 2.2 2.2.1 En l'espèce, la recourante a été valablement citée à comparaître à l'audience de la CRCT du 21 janvier 2021, la convocation mentionnant que les parties devaient se munir de tous les documents et écritures dont elles entendaient faire état lors de l'audience. Elles ont également été rendues attentives à l'art. 206 CPC concernant le défaut de comparution ainsi qu'aux articles 210 et 212 CPC concernant les compétences de la CRCT en matière de proposition de jugement et de décision, les dispositions légales citées figurant au verso de la convocation. La recourante a fait savoir à la CRCT, par courrier d'avocat du 19 janvier 2021, qu'elle ne se présenterait pas à l'audience, estimant la CRCT incompétente pour connaître du litige. A réception de ce courrier, la CRCT a adressé un courriel au conseil de la précitée, avec copie à la CPPGN, afin de lui indiquer qu'elle n'entendait pas lui répondre hors audience et hors présence de sa partie adverse, et que l'audience du 21 janvier 2021 permettrait de discuter des questions de procédure soulevées et, cas échéant, de les régler. La recourante, citée régulièrement et assistée d'un conseil, a choisi de ne pas se présenter à l'audience et ne pouvait ignorer les conséquences de son défaut, à savoir que la CRCT pouvait rendre une décision sur le fond, ce qui lui avait été rappelé lors de la citation à comparaître.”
Erscheint die klagende Partei nicht persönlich zur Schlichtungsverhandlung und liegt kein Dispensationsgrund nach Art. 204 Abs. 3 ZPO vor oder ist die Vertretung nicht ordnungsgemäss, liegt Säumnis vor. In diesem Fall gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen; die Schlichtungsbehörde schreibt das Verfahren als gegenstandslos ab (Art. 206 Abs. 1 ZPO).
“Die Schlichtungsbehörde hat an der Schlichtungsverhandlung zu prüfen, ob die Voraussetzung des persönlichen Erscheinens nach Art. 204 Abs. 1 ZPO erfüllt ist. Von dieser Frage hängt das weitere Vorgehen ab. Erscheint eine Partei nicht persönlich, ohne dass ein Dispensationsgrund nach Art. 204 Abs. 3 ZPO vorliegt, so ist sie säumig. Dies hat bei der klagenden Partei zur Folge, dass das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen gilt und das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Bei Säumnis der beklagten Partei verfährt die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO, wie wenn keine Einigung zustande gekommen wäre (Erteilung der Klagebewilligung, Unterbreitung eines Urteilsvorschlags oder Entscheid). Die Schlichtungsbehörde muss somit an der Schlichtungsverhandlung möglichst rasch und gestützt auf Urkunden (vgl. Art. 203 Abs. 2 ZPO) darüber befinden können, ob die Voraussetzung des persönlichen Erscheinens nach Art. 204 Abs. 1 ZPO erfüllt ist oder ob sie aufgrund von Säumnis das Verfahren abschreiben (Säumnis der klagenden Partei) bzw. nach Art. 209-212 ZPO verfahren soll (Säumnis der beklagten Partei).”
“L'autorité de conciliation doit examiner lors de l'audience de conciliation si la condition de la comparution personnelle au sens de l'art. 204 al. 1 CPC est remplie. Si une partie ne comparaît pas en personne sans qu'il n'existe un motif de dispense au sens de l'art. 204 al. 3 CPC, elle est défaillante (ATF 141 III 159 consid. 2.4; arrêt 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185). Les conséquences du défaut sont réglées à l'art. 206 CPC de manière différente pour le demandeur et pour le défendeur: en cas de défaut du demandeur, la requête de conciliation est considérée comme retirée, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Lorsque le défendeur fait défaut, l'autorité de conciliation procède comme si la procédure n'avait pas abouti à un accord, soit selon les art. 209 à 212 CPC (art. 206 al. 2 CPC). En règle générale, elle doit délivrer une autorisation de procéder (art. 209 CPC). Dans certains cas, elle peut, au lieu de cela, soumettre une proposition de jugement aux parties (art. 210 CPC) ou, sur requête du demandeur, statuer au fond (art. 212 CPC). En cas de défaut des deux parties, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 3 CPC) (arrêt 4A_416/2019 précité consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185).”
“L'autorité de conciliation doit examiner d'office, lors de l'audience de conciliation, si la condition de comparution personnelle au sens de l'art. 204 al. 1 CPC est réalisée (ATF 141 III 159 consid. 2.4; arrêt précité 4A_416/2019 consid. 3.2 non publié in ATF 146 III 185). La partie qui, bien que régulièrement assignée (art. 147 al. 1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu'elle ne peut se prévaloir d'un des motifs de dispense prévu à l'art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu'elle dispose d'un motif de dispense, n'est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante (arrêts 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1; 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). La partie qui envoie un représentant sans réaliser les prévisions de l'art. 204 al. 3 CPC fait donc défaut (arrêt précité 4C_1/2013 consid. 4.3). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l'art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC).”
“1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu’elle ne peut se prévaloir d’un des motifs de dispense prévu à l’art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu’elle dispose d’un motif de dispense, n’est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante. La partie qui envoie un représentant sans réaliser les prévisions de l’art. 204 al. 3 CPC fait donc défaut (TF 4A_179/2022 précité consid. 5 et réf. cit.). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l’art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée ; la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC ; TF 4A_179/2022 précité consid. 5). L’absence de l’un des consorts nécessaires à l’audience de conciliation est imputable à tous (TF 4A_135/2018 du 27 avril 2018 consid. 2.4 et 3.1 ; CREC 27 février 2013/59 consid. 3.2 ; JdT 2012 III 207 note Piotet ; Aeschlimann-Disler et Heinzmann, in Petit Commentaire, Code de procédure civile, Bâle 2021 [ci-après : PC-CPC], n. 2 ad art. 206). L’art. 206 al. 1 CPC vaut pour toutes les procédures de conciliation, y compris dans les affaires de bail à loyer. Cette disposition s’applique en particulier au locataire qui ne respecte pas les prescriptions légales de comparution, au risque de provoquer une déchéance de ses droits, notamment lorsqu’il agit pour contester la résiliation du bail ou une augmentation de loyer (TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3 ; Bohnet, CPC annoté [ci-après : CPC annoté], Neuchâtel 2022, n. 3 ad art. 206). La requête de dispense de comparution doit être formulée au plus tard à l’audience, ce qui suffit pour informer la partie adverse « à l’avance » comme exigé par l’art. 204 al. 4 CPC (TF 4A_179/2022 précité consid. 6.2 ; TF 5A_704/2015 du 22 mars 2016 consid. 6.3). Une partie ne saurait justifier de son absence ultérieurement, encore moins lors du dépôt de l’action au fond (TF 4A_135/2018 du 24 avril 2018 consid. 2.4). Demeure réservée la possibilité de requérir une restitution de délai au sens des art. 147 s. CPC (TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid.”
Die Vertretungsbefugnis einer Partei ist eine Prozessvoraussetzung, deren Gültigkeit von Amtes wegen zu prüfen ist. Bei Schlichtungsverhandlungen muss die Vertretungsbefugnis spätestens am Termin durch geeignete Urkunden (z.B. Handelsregisterauszug, Vollmacht) nachgewiesen werden, damit die Schlichtungsbehörde darüber rasch entscheiden kann, ob die Partei persönlich erschienen ist.
“Aus der Vollmacht für Rechtshandlungen "in Sachen A.________ ag" (also gegen eine juristische Person) könne nicht auf eine solche für ein Verfahren gegen den Beschwerdeführer geschlossen werden. Bei der rechtsgültigen Vertretung handle es sich um eine Prozessvoraussetzung gemäss Art. 59 ZPO. Die Gültigkeit der Vollmacht sei von Amtes wegen zu prüfen. Es spiele keine Rolle, ob die Gegenpartei die Vollmacht anlässlich der Schlichtungsverhandlung bemängle. Da am Schlichtungstermin entschieden werden müsse, ob im Sinne von Art. 206 Abs. 1 ZPO von Säumnis der klagenden Partei auszugehen sei (dies hätte einen Abschreibungsbeschluss zur Folge), sei die Vertretungsbefugnis spätestens anlässlich der Schlichtungsverhandlung nachzuweisen und zu prüfen. Die Rechtsprechung, wonach mit einer neuen und präzisierten Vollmacht sämtliche bisherigen Rechtshandlungen des Rechtsvertreters vor den Vorinstanzen genehmigt würden, könne schon rein verfahrenstechnisch nicht auch hinsichtlich der Teilnahme an der Schlichtungsverhandlung gelten.”
“Damit die Schlichtung ihren Zweck erfüllen kann, muss von einer juristischen Person als Partei verlangt werden, dass sie an der Schlichtungsverhandlung durch ein Organ oder zumindest durch eine mit einer (kaufmännischen) Handlungsvollmacht ausgestattete und zur Prozessführung befugte Person, die überdies mit dem Streitgegenstand vertraut ist, erscheint […]. Die für eine juristische Person als Partei an der Schlichtungsverhandlung anwesende Vertreterin muss vorbehaltlos und gültig handeln können und insbesondere zum Vergleichsabschluss ermächtigt sein (BGE 140 III 70 E. 4.3 f.). In BGE 141 III 159 E. 2.4 hat das Bundesgericht präzisiert, dass die Schlichtungsbehörde an der Schlichtungsverhandlung möglichst rasch und gestützt auf Urkunden (vgl. Art. 203 Abs. 2 ZPO) darüber befinden können muss, ob die Voraussetzung des persönlichen Erscheinens nach Art. 204 Abs. 1 ZPO erfüllt ist. Denn ist dies nicht der Fall, ist die Partei säumig. Bei der klagenden Partei hat dies zur Folge, dass das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen gilt und das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Weiter führte das Bundesgericht aus, die im Handelsregister eingetragenen Organe und die Prokuristen haben zu diesem Zweck einen Handelsregisterauszug vorzuweisen; die (kaufmännischen) Handlungsbevollmächtigten haben eine Vollmacht zur Prozessführung in dieser Angelegenheit i.S.v. Art. 462 Abs. 2 OR vorzuweisen, aus der sich zudem ihre Handlungsvollmacht i.S.v. Art. 462 OR ergibt (E. 2.6). Unter einer kaufmännischen Handlungsvollmacht sind die Prokura nach Art. 458 ff. OR sowie die "andere Handlungsvollmacht" nach Art. 462 OR zu verstehen. Eine Handlungsvollmacht i.S.v. Art. 462 OR liegt vor, wenn der Inhaber eines Handels-, Fabrikations- oder eines andern nach kaufmännischer Art geführten Gewerbes jemanden ohne Erteilung der Prokura, sei es zum Betriebe des ganzen Gewerbes, sei es zu bestimmten Geschäften in seinem Gewerbe als Vertreter bestellt; die Vollmacht erstreckt sich dabei auf alle Rechtshandlungen, die der Betrieb eines derartigen Gewerbes oder die Ausführung derartiger Geschäfte gewöhnlich mit sich bringt (Art.”
Blosses Schweigen oder das Unterlassen von Äusserungen in der Schlichtungsverhandlung zieht keine Säumnisfolgen nach sich; das Gesetz knüpft die Folgen an das Nichterscheinen der Parteien (vgl. MJ220026-L/Z2). Besteht jedoch ein übereinstimmender Verzicht der Parteien auf die Schlichtung, gelten besondere Folgefragen: die Schlichtungsbehörde kann in einem solchen Fall nicht ohne Weiteres wegen Säumnis vorgehen, sondern muss die sich daraus ergebenden prozessrechtlichen Konsequenzen prüfen (vgl. 5A_441/2024, E. 5.2.3).
“ZMP 2022 Nr. 8 Art. 199 ZPO; Art. 204 ZPO; Art. 206 ZPO. Schweigen der Parteien bei der Schlichtungsverhandlung ist kein unzulässiger Verzicht auf die Schlichtung. Lassen sich beide Parteien auf die Schlichtung nicht ein, indem sie an der Ver- handlung Äusserungen zur Sache unterlassen, kommt dies zwar einem an sich unzulässigen Verzicht auf die Schlichtung nahe. Das Gesetz knüpft Säumnisfol- gen aber einzig ans Nichterscheinen der Parteien. Deren Verhalten bleibt daher folgenlos. Die Klagebewilligung erweist sich mithin nicht als mangelhaft. Aus dem Beschluss des Mietgerichts MJ220026-L/Z2 vom 12. September 2022 (prozessleitender Entscheid, der erst mit dem Endentscheid angefochten werden kann; Gerichtsbesetzung: Weber, Renz, Schenk, Gerichtsschreiberin Altieri): «(...) 1. Der Kläger reichte am 1. April 2022 (Poststempel) die vorliegende Klage sowie die ihm am 2. März 2022 zugestellte Klagebewilligung der Schlichtungsbehörde Zü- rich vom 25. Februar 2022 ein. Nachdem der mit Beschluss vom 7. April 2022 ver- langte Kostenvorschuss über Fr.”
“Il ressort ainsi de ce qui précède que, lorsque les parties s'entendent pour renoncer à la conciliation au sens de l'art. 199 al. 1 CPC, l'autorité de conciliation n'est, d'un point de vue fonctionnel, pas compétente - en vertu du CPC, et non du droit cantonal (cp. art. 3 CPC) - et les parties peuvent saisir directement le tribunal. Si cette autorité est malgré tout saisie mais qu'aucune des parties ne comparaît en invoquant cet accord dont aucune ne conteste la validité, elle ne peut ni délivrer une autorisation de procéder (art. 209 CPC), ni rayer la cause du rôle en raison de défaut des parties (art. 206 CPC). Elle doit soit rendre une décision d'irrecevabilité, soit rayer la cause du rôle si la partie demanderesse retire sa requête en raison de l'incompétence provoquée par l'accord de renonciation. Si les parties renoncent à la conciliation après l'introduction de la procédure de conciliation, les délais de péremption ne sont pas préservés (GLOOR/UMBRICHT LUKAS, in Schweizerisches Zivilprozessordnung, 3ème éd., 2021, n° 15 ad art. 199 CPC). Pour cela, il faut que la partie demanderesse puisse se prévaloir de l'art. 63 CPC. Le Tribunal fédéral retient que l'art. 63 CPC est applicable en cas d'incompétence de l'autorité de conciliation. Il admet également que les parties peuvent conclure un accord de renonciation à cette procédure après le dépôt de la requête de conciliation. Toutefois, l'art. 63 CPC a été conçu en premier lieu pour éviter à la partie qui s'est adressée à une autorité incompétente la perte de son droit matériel ou la prescription de sa créance. Or, lorsque les parties renoncent à la conciliation après que le demandeur a saisi l'autorité de conciliation, elles rendent l'autorité de conciliation incompétente alors que celle-ci pourrait, sans leur accord de renonciation, se saisir valablement de leur cause.”
Bei Säumnis der beklagten Partei kann die Schlichtungsbehörde — entsprechend Art. 206 Abs. 2 ZPO — vermögensrechtliche Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von CHF 2'000 auf Antrag der klagenden Partei entscheiden (vgl. Art. 212 Abs. 1 ZPO).
“Die Schlichtungsbehörde war auch befugt, einen Entscheid zu fällen. Bei Säumnis der beklagten Partei an der Schlichtungsverhandlung verfährt sie nämlich, wie wenn keine Einigung zustande gekommen wäre (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Dabei kann die Schlichtungsbehörde vermögensrechtliche Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von CHF 2'000. entscheiden, sofern die klagende Partei einen entsprechenden Antrag stellt (Art. 212 Abs. 1 ZPO). Jedenfalls wenn die Schlichtungsbehörde die beklagte Partei mit der Vorladung darauf hingewiesen hat, dass sie vermögensrechtliche Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von CHF 2'000. auf Antrag der klagenden Partei entscheiden kann, dass diese Möglichkeit selbst bei Säumnis der beklagten Partei besteht und dass die klagende Partei einen entsprechenden Antrag noch in der Schlichtungsverhandlung stellen kann, darf die Schlichtungsbehörde bei einem Streitwert bis CHF 2'000. auch dann einen Entscheid fällen, wenn die beklagte Partei säumig ist und die klagende Partei den Antrag auf einen Entscheid erst in der Schlichtungsverhandlung stellt (AGE BEZ.2021.82 vom 27. Juni 2022 E. 2.3, mit Hinweisen). Vom Schuldner wird zu Recht nicht geltend gemacht, dass diese Voraussetzungen vorliegend nicht erfüllt gewesen seien.”
Wenn die Parteien wirksam auf die Schlichtung verzichten, ist die Schlichtungsbehörde funktional inkompetent. Wird die Behörde trotzdem angerufen und erscheint keine Partei unter Hinweis auf dieses Übereinkommen, kann sie die Sache nicht schon allein wegen Säumnis nach Art. 206 ZPO vom Rolle streichen. Vielmehr sind die aufgrund der Inkompetenz einschlägigen Verfahrensfolgen zu prüfen (z. B. Entscheidung über Irrecevabilité oder Raderung der Sache bei Rückzug). Art. 63 ZPO kann in solchen Fällen relevant sein, um Verwirkung oder Verjährung zu prüfen.
“Il ressort ainsi de ce qui précède que, lorsque les parties s'entendent pour renoncer à la conciliation au sens de l'art. 199 al. 1 CPC, l'autorité de conciliation n'est, d'un point de vue fonctionnel, pas compétente - en vertu du CPC, et non du droit cantonal (cp. art. 3 CPC) - et les parties peuvent saisir directement le tribunal. Si cette autorité est malgré tout saisie mais qu'aucune des parties ne comparaît en invoquant cet accord dont aucune ne conteste la validité, elle ne peut ni délivrer une autorisation de procéder (art. 209 CPC), ni rayer la cause du rôle en raison de défaut des parties (art. 206 CPC). Elle doit soit rendre une décision d'irrecevabilité, soit rayer la cause du rôle si la partie demanderesse retire sa requête en raison de l'incompétence provoquée par l'accord de renonciation. Si les parties renoncent à la conciliation après l'introduction de la procédure de conciliation, les délais de péremption ne sont pas préservés (GLOOR/UMBRICHT LUKAS, in Schweizerisches Zivilprozessordnung, 3ème éd., 2021, n° 15 ad art. 199 CPC). Pour cela, il faut que la partie demanderesse puisse se prévaloir de l'art. 63 CPC. Le Tribunal fédéral retient que l'art. 63 CPC est applicable en cas d'incompétence de l'autorité de conciliation. Il admet également que les parties peuvent conclure un accord de renonciation à cette procédure après le dépôt de la requête de conciliation. Toutefois, l'art. 63 CPC a été conçu en premier lieu pour éviter à la partie qui s'est adressée à une autorité incompétente la perte de son droit matériel ou la prescription de sa créance. Or, lorsque les parties renoncent à la conciliation après que le demandeur a saisi l'autorité de conciliation, elles rendent l'autorité de conciliation incompétente alors que celle-ci pourrait, sans leur accord de renonciation, se saisir valablement de leur cause.”
Bei Säumnis richtet sich das Vorgehen nach Art. 206 ZPO: Die Schlichtungsbehörde kann das Verfahren als gegenstandslos abschreiben oder — wo vorgesehen — die Folge (z. B. Klagebewilligung) unverzüglich treffen, ohne weitere Verfahrensschritte oder erneute Ladung. Das Nichterscheinen einer oder beider Parteien führt damit grundsätzlich nicht zu einer Störung des Geschäftsgangs im Sinne einer Verlängerung oder Erschwerung des Verfahrens. In kostenlosen Verfahren darf eine Ordnungsbusse nicht als Ersatz für den gesetzlichen Ausschluss von Gerichtskosten eingesetzt werden.
“Im vorliegenden Fall stützt die Schlichtungsbehörde die Ordnungsbusse auf Art. 128 Abs. 1 ZPO. Demgemäss kann mit einer Ordnungsbusse bis zu CHF 1'000. bestraft werden, «wer im Verfahren vor Gericht den Anstand verletzt oder den Geschäftsgang stört». Damit sind in erster Linie aktive Verhaltensweisen während, unmittelbar vor oder nach der Verhandlung gemeint, sei es im Gerichtssaal oder in der Nähe des Gerichtssaals (BGer 4A_500/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 3.1). Im vorliegenden Fall wird der Beschwerdeführerin ein Unterlassen (und nicht ein Tun) vorgeworfen, nämlich ihr Nichterscheinen an der Verhandlung und ein Verstoss gegen die Pflicht zum persönlichen Erscheinen. Es ist demgemäss zunächst fraglich, ob Art. 128 Abs. 1 ZPO auf ein solches Unterlassen gemünzt ist. Sodann ist nicht ersichtlich, inwiefern das nicht angekündigte Nichterscheinen der Beschwerdeführerin den Geschäftsgang stört. Die Säumnisfolgen bei einem Nichterscheinen der Parteien zur Schlichtungsverhandlung sind wie in E. 2.2 zweiter Absatz dargelegt in Art. 206 ZPO geregelt. Dabei besteht folgende Handlungsalternative: Entweder schreibt die Schlichtungsbehörde das Verfahren als gegenstandslos ab oder es stellt eine Klagebewilligung aus in beiden Fällen sofort und ohne weitere Verfahrensschritte. Namentlich ist die Schlichtungsbehörde nicht gehalten, die Parteien zu einer zweiten Schlichtungsverhandlung zu laden. Das Nichterscheinen der einen oder anderen Partei oder beider Parteien führt damit nicht zu einer Störung des Geschäftsgangs im Sinn einer Verlängerung oder Erschwerung des Verfahrens. Auch das Verursachen unnötiger Arbeit bei der Schlichtungsbehörde kann für sich allein nicht als Störung des Geschäftsgangs betrachtet werden. Im Weiteren darf in kostenlosen Verfahren wie dem vorliegenden nicht eine Ordnungsbusse ausgesprochen werden, um den gesetzlichen Ausschluss von Gerichtskosten zu «kompensieren» sozusagen als Ersatz für den gesetzlichen Ausschluss von Gerichtskosten. Schliesslich besteht zwar eine Pflicht, persönlich an der Schlichtungsverhandlung zu erscheinen (vgl.”
“Im vorliegenden Fall stützt die Schlichtungsbehörde die Ordnungsbusse auf Art. 128 Abs. 1 ZPO. Demgemäss kann mit einer Ordnungsbusse bis zu CHF 1'000. bestraft werden, «wer im Verfahren vor Gericht den Anstand verletzt oder den Geschäftsgang stört». Damit sind in erster Linie aktive Verhaltensweisen während, unmittelbar vor oder nach der Verhandlung gemeint, sei es im Gerichtssaal oder in der Nähe des Gerichtssaals (BGer 4A_500/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 3.1). Im vorliegenden Fall wird der Beschwerdeführerin ein Unterlassen (und nicht ein Tun) vorgeworfen, nämlich ihr Nichterscheinen an der Verhandlung und ein Verstoss gegen die Pflicht zum persönlichen Erscheinen. Es ist demgemäss zunächst fraglich, ob Art. 128 Abs. 1 ZPO auf ein solches Unterlassen gemünzt ist. Sodann ist nicht ersichtlich, inwiefern das nicht angekündigte Nichterscheinen der Beschwerdeführerin den Geschäftsgang stört. Die Säumnisfolgen bei einem Nichterscheinen der Parteien zur Schlichtungsverhandlung sind wie in E. 2.2 zweiter Absatz dargelegt in Art. 206 ZPO geregelt. Dabei besteht folgende Handlungsalternative: Entweder schreibt die Schlichtungsbehörde das Verfahren als gegenstandslos ab oder es stellt eine Klagebewilligung aus in beiden Fällen sofort und ohne weitere Verfahrensschritte. Namentlich ist die Schlichtungsbehörde nicht gehalten, die Parteien zu einer zweiten Schlichtungsverhandlung zu laden. Das Nichterscheinen der einen oder anderen Partei oder beider Parteien führt damit nicht zu einer Störung des Geschäftsgangs im Sinn einer Verlängerung oder Erschwerung des Verfahrens. Auch das Verursachen unnötiger Arbeit bei der Schlichtungsbehörde kann für sich allein nicht als Störung des Geschäftsgangs betrachtet werden. Im Weiteren darf in kostenlosen Verfahren wie dem vorliegenden nicht eine Ordnungsbusse ausgesprochen werden, um den gesetzlichen Ausschluss von Gerichtskosten zu «kompensieren» sozusagen als Ersatz für den gesetzlichen Ausschluss von Gerichtskosten. Schliesslich besteht zwar eine Pflicht, persönlich an der Schlichtungsverhandlung zu erscheinen (vgl.”
Säumnis ist im Verhältnis der Parteien zu beurteilen. Bei einfacher Streitgenossenschaft kann das Fernbleiben nur eines Streitgenossen als Säumnis dieses Streitgenossen gelten, ohne dass daraus zwingend die Säumnis der übrigen folgt. Bei notwendiger Streitgenossenschaft hingegen ist das Fernbleiben eines Beteiligten in der Regel so zu behandeln, als seien alle Parteien säumig.
“Die Berufungsklägerin führt aus, dass das Gesetz nicht den tatsächlichen Begriff des Nichterscheinens benutze, sondern den rechtlichen Begriff "Säumnis" (Art. 206 ZPO). Der Begriff "Säumnis" sei im Lichte der anerkannten Auslegungs- methoden nicht allein nach dem Wortlaut, sondern unter Berücksichtigung der Systematik und des Gesetzeszweckes zu bestimmen. Der Wortlaut von Art. 206 und Art. 209 ZPO beantworte die Frage, wessen Verhalten in die Betrachtung der "Saumnis" einzubeziehen sei bzw. ob Saumnis bereits beim Fernbleiben eines von mehreren Beklagten anzunehmen sei oder nur betreffend allen Beklagten ins- gesamt angenommen werden könne, nicht. In systematischer Hinsicht falle ins Gewicht, dass Art. 206 ZPO nur zwischen der Säumnis auf klägerischer und be- klagtischer Seite differenziere, nicht aber zwischen der Säumnis verschiedener Kläger oder Beklagter. Dies lege die Auffassung nahe, dass die Säumnis für die klägerische bzw. beklagtische Seite einheitlich zu bestimmen sei und nicht rein personenbezogen für gewisse Kläger oder Beklagte. Dies würde auch durch teleo- logische Überlegungen gestützt. Der Gesetzgeber habe eine Ausstellung der Kla- gebewilligung nur zulassen wollen, wenn die Bemühungen um eine Einigung wirk- lich gescheitert seien.”
“E. 3.1.2). Bei Vorliegen einer einfachen Streitge- nossenschaft kann entsprechend ein Streitgenosse säumig sein, ein anderer je- doch nicht (Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, Handkommentar zur Schweize- rischen Zivilprozessordnung, Zürich 2021, N 3 zu Art. 206 ZPO m.w.H.). Demge- genüber sind bei einer notwendigen Streitgenossenschaft bei Abwesenheit eines Streitgenossen alle als säumig anzusehen (zum Ganzen: Christine Möhler, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2023, N 6 zu Art. 206 ZPO m.w.H.).”
Erscheint die klagende Partei nicht, gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen und das Verfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben. Die Bestimmung findet auch in Mietsachen Anwendung; das Nichterscheinen des Mieters kann damit zum Verlust von Rechten führen, etwa bei der Anfechtung einer Kündigung oder einer Mietzinserhöhung.
“4 CPC, la partie adverse est informée à l'avance de la représentation. L’autorité de conciliation doit examiner d’office, lors de l’audience de conciliation, si la condition de la comparution personnelle au sens de l’art. 204 al. 1 CPC est réalisée (ATF 141 III 159 consid. 2.4 ; TF 4A_179/2022 précité consid. 5 et réf. cit.). La partie qui, bien que régulièrement assignée (art. 147 al. 1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu’elle ne peut se prévaloir d’un des motifs de dispense prévu à l’art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu’elle dispose d’un motif de dispense, n’est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante. La partie qui envoie un représentant sans réaliser les prévisions de l’art. 204 al. 3 CPC fait donc défaut (TF 4A_179/2022 précité consid. 5 et réf. cit.). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l’art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée ; la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC ; TF 4A_179/2022 précité consid. 5). L’absence de l’un des consorts nécessaires à l’audience de conciliation est imputable à tous (TF 4A_135/2018 du 27 avril 2018 consid. 2.4 et 3.1 ; CREC 27 février 2013/59 consid. 3.2 ; JdT 2012 III 207 note Piotet ; Aeschlimann-Disler et Heinzmann, in Petit Commentaire, Code de procédure civile, Bâle 2021 [ci-après : PC-CPC], n. 2 ad art. 206). L’art. 206 al. 1 CPC vaut pour toutes les procédures de conciliation, y compris dans les affaires de bail à loyer. Cette disposition s’applique en particulier au locataire qui ne respecte pas les prescriptions légales de comparution, au risque de provoquer une déchéance de ses droits, notamment lorsqu’il agit pour contester la résiliation du bail ou une augmentation de loyer (TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3 ; Bohnet, CPC annoté [ci-après : CPC annoté], Neuchâtel 2022, n. 3 ad art. 206). La requête de dispense de comparution doit être formulée au plus tard à l’audience, ce qui suffit pour informer la partie adverse « à l’avance » comme exigé par l’art.”
Die Abschreibung des Verfahrens (Radiation des Verfahrens) nach Art. 206 Abs. 1 ZPO gilt als verfahrensbeendende Entscheidung. Ist der Streitwert über 10'000 CHF, ist dagegen das ordentliche Rechtsmittel (Appell) zulässig. Die Berufungsinstanz überprüft die Sache in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht mit vollem Prüfungsrecht; die Überprüfung erfolgt jedoch im Rahmen der hinreichend geltend gemachten Rügen.
“Par acte expédié le 30 septembre 2024 à la Cour de justice, A______ a formé appel contre le jugement JCTPI/224/2024 du 27 août 2024, concluant à ce que la Cour l'annule, renvoie la cause au Tribunal, ordonne à celui-ci de convoquer les parties à une nouvelle audience de conciliation et condamne l'Etat de Genève aux frais et dépens de la procédure d'appel. b. Dans sa réponse du 6 décembre 2024, B______ a relevé que l'appel concernait "une décision prise par le Tribunal de première instance, sur la base d'informations que seul lui-même avait dans son dossier pour la justifier". Elle s'en rapportait par conséquent à justice sur la recevabilité et le bien-fondé de l'appel. c. La cause a été gardée à juger le 4 février 2025, ce dont les parties ont été avisées le jour même. EN DROIT 1. 1.1 L'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance (art. 308 al. 1 let. a CPC) rendues dans des affaires patrimoniales dont la valeur litigieuse est supérieure à 10'000 fr. (art. 308 al. 2 CPC). La radiation du rôle de la procédure selon l'art. 206 al. 1 CPC (défaut de demandeur à l'audience de conciliation) est un cas de radiation d'une cause devenue sans objet, selon l'art. 242 CPC, spécialement réglé par la loi. En tant que cette radiation du rôle met un terme à la procédure, il s'agit d'une décision finale qui est sujette à appel si la valeur litigieuse est supérieure à 10'000 fr. Si tel n'est pas le cas, cette décision est sujette à recours selon l'art. 319 lit. a CPC (ATF 148 III 186 consid. 6, commenté par BASTONS BULLETTI in Newsletter CPC online du 8 avril 2022). La voie de l'appel est ouverte in casu, la valeur litigieuse étant d'environ 15'000 fr. Interjeté dans le délai et selon la forme prescrits par la loi (art. 130, 131, 142 al. 1 et 3, 143 al. 1 et 311 al. 1 CPC), l'appel est recevable. 1.2 La Cour revoit la cause en fait et en droit avec un plein pouvoir d'examen (art. 310 CPC), dans la limite des griefs suffisamment motivés qui sont formulés (ATF 142 III 413 consid. 2.2.4 et les références citées). 1.3 Le présente cause est régie par la procédure simplifiée (art.”
Erscheint die klagende Partei nicht persönlich ohne Entschuldigungsgrund, gilt die Klage als zurückgezogen und die Sache wird rayiert (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Die Praxis zeigt, dass die blosse Anwesenheit eines Anwalts nicht zwingend verhindert, dass wegen Säumnis des Klägers abgeschrieben wird; bei juristischen Personen können Fragen der tatsächlichen Vertretungsbefugnis bzw. die Frage, wer „persönlich“ erschienen ist, entscheidend sein.
“6; arrêt précité 4A_612/2017 ibidem). D'aucuns jugent "cet élargissement prétorien (...) discutable". Il est vrai qu'en bonne théorie, ce sont les organes qui "incarnent" la personne morale et qui devraient donc comparaître (BOHNET/JÉQUIER, L'entreprise et la personne morale en procédure civile, in La personne morale et l'entreprise en procédure, [Bohnet/Hari éd.] 2014, p. 37 n. 105; FRANÇOIS BOHNET, in Commentaire romand, 2e éd. 2019, n° 3 ad art. 204 CPC). Mais la solution pragmatique exposée ci-dessus offre la souplesse requise par la réalité pratique - d'autant que ce ne sont pas forcément les organes formels qui ont la meilleure connaissance du litige. Lorsqu'une partie ne se présente pas personnellement sans bénéficier d'un motif de dispense (art. 204 al. 3 CPC), elle est considérée comme défaillante (cf. art. 147 al. 1 CPC; ATF 141 III 159 consid. 2.4 p. 165). S'il s'agit du demandeur, sa requête sera considérée comme retirée, la procédure deviendra sans objet et l'affaire sera rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). A supposer que l'autorité de conciliation délivre par erreur une autorisation de procéder, celle-ci ne sera pas valable; c'est au juge saisi de la demande au fond qu'il reviendra de le constater et de déclarer la demande irrecevable (ATF 140 III 310 consid. 1.3.2; cf. arrêt 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1). En l'occurrence, la société demanderesse a comparu uniquement via son administrateur président, doté de la signature collective à deux mais muni d'une procuration délivrée par un autre administrateur lui aussi habilité à signer à deux. Peut-on admettre qu'elle a comparu en personne?”
“La requête portant sur la résiliation du bail de l'atelier a été enregistrée sous le numéro de cause C/3______/2020 et celles portant sur les résiliations des baux des parkings sous les numéros C/4______/2020 (parking n° XX), C/6414/2020 (parking n° XX) et C/5______/2020 (parking n° XX). e. Le 9 juillet 2020, la Commission a cité A______ et la B______ à une audience de conciliation prévue le 25 août 2020 à 15h40 dans les causes précitées. f. Le 13 juillet 2020, Me D______ de l'ASLOCA a fait savoir à la Commission qu'il se constituait avec élection de domicile pour la défense des intérêts de A______. g. Le 12 août 2020, la B______ a requis le renvoi de l'audience du 25 août 2020 "pour des raisons organisationnelles inhérentes au Secrétariat des Fondations immobilières de droit public". Elle a envoyé à A______ une copie de ce courrier. h. Par courrier du 18 août 2020, la Commission a fait savoir aux parties que la demande de renvoi du 12 août 2020 était refusée. Cette communication a été adressée à A______ en son domicile élu auprès de son avocat. i. A______ n'était pas présent à l'audience du 25 août 2020, contrairement à son avocat. j. La cause a été rayée du rôle le 25 août 2020, en application de l'art. 206 al. 1 CPC, vu le défaut du demandeur. k. Le 31 août 2020, A______ a requis de la Commission l'annulation de cette décision et la convocation d'une nouvelle audience, en application de l'art. 148 CPC. Il a fait valoir qu'il avait compris, à réception de la demande de renvoi de sa partie adverse, que celle-ci ne pourrait être présente à l'audience, de sorte que cette dernière serait annulée. Il avait alors décidé de prendre quelques jours de vacances et de rendre visite à un ami. Une attestation signée de E______, datée du 26 août 2020, était jointe à cette requête. Ce dernier attestait que A______ et son épouse avaient résidé à son domicile à G______, Vaud, pendant leurs vacances du 15 au 25 août 2020. EN DROIT 1. 1.1 Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance, si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 1 et 2 CPC). Le recours est quant à lui recevable contre les décisions qui ne peuvent faire l'objet d'un appel (art.”
Bei Säumnis des klagenden Beteiligten gilt nach Art. 206 Abs. 1 ZPO das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen und die Sache wird als gegenstandslos abgeschrieben. Trifft dies auf einen notwendigen Mitkläger (consors nécessité) zu, so führt das Nichterscheinen des Konsorten dazu, dass das Gesuch bzw. die Sache gesamthaft als zurückgezogen/gegenstandslos gelten kann. In der Praxis kann dadurch auch die zuvor erteilte Autorisation de procéder (Klagebewilligung) als nichtig bzw. nichtig zu betrachten sein, wenn die gesetzlich vorausgesetzte persönliche Anwesenheit mehrerer notwendiger Kläger fehlt.
“2 L'audience de conciliation n'est pas publique (art. 203 al. 3 1ère phrase CPC) et les dépositions des parties ne doivent ni figurer au procès-verbal de conciliation ni être prises en compte par la suite, durant la procédure au fond (art. 205 al. 1 CPC), car les parties doivent pouvoir discuter librement (ATF 140 III 70 consid. 4.3; arrêt du Tribunal fédéral 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). Selon l'art. 235 al. 3 CPC, le tribunal statue sur les requêtes de rectification du procès-verbal. L'autorité compétente pour connaître de l'action en rectification est celle qui a rédigé le procès-verbal. Il n'est pas exagérément formaliste d'exiger qu'une telle demande de rectification soit faite immédiatement après avoir pris connaissance de l'erreur présumée (arrêt du Tribunal fédéral 5A_457/2023 du 16 novembre 2023 consid. 3.2 et les références citées). 3.1.3 En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Si une partie ne comparaît pas personnellement, alors même qu'elle ne peut se prévaloir d'un des motifs de dispense prévu à l'art. 204 al. 3 CPC, elle est considérée comme défaillante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1; 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185). Les colocataires forment une consorité nécessaire dans l'action en annulation du congé notifié par le bailleur (ATF 140 III 598 consid. 3.2). A rigueur de la loi, les colocataires ou les cobailleurs doivent comparaître tous en personne (LACHAT/LACHAT, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2ème éd. 2019, p. 139, ch. 5.1), de sorte que l'on ne saurait limiter les conséquences du défaut aux seuls locataires/demandeurs qui ne comparaissent pas à l'audience de conciliation (arrêt du 27 février 2013 de la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal vaudois, in JdT 2012 III 207). 3.1.4 Le principe de la bonne foi (art. 2 al. 1 CC) et l'interdiction de l'abus de droit (art.”
“Le Code règle ainsi exhaustivement les cas où une personne peut se faire représenter à l'audience de conciliation. Il ne prévoit pas une telle possibilité pour le locataire, sauf à invoquer un juste motif (art. 204 al. 3 let. a ou b CPC). Le Message précise que la comparution personnelle des parties optimise les chances de succès de la conciliation, car il s'agit de la seule possibilité d'engager une véritable discussion. Il ajoute que la personne qui assiste une partie doit rester en retrait; les parties doivent avant tout s'exprimer elles-mêmes. Enfin, en se référant à l'art. 204 al. 3 CPC (resp. à l'art. 201 al. 3 du projet, de même teneur), il relève que la représentation n'est autorisée que dans des cas exceptionnels (Message du 28 juin 2006 relatif au code de procédure civile suisse, FF 2006 6939; arrêt du Tribunal fédéral 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). 3.1.2 En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Si une partie ne comparaît pas personnellement, alors même qu'elle ne peut se prévaloir d'un des motifs de dispense prévu à l'art. 204 al. 3 CPC, elle est considérée comme défaillante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1; 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185). Les colocataires forment une consorité nécessaire dans l'action en annulation du congé notifié par le bailleur (ATF 140 III 598 consid. 3.2). A rigueur de la loi, les colocataires ou les cobailleurs doivent comparaître tous en personne (LACHAT/LACHAT, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2ème éd. 2019, p. 139, ch. 5.1), de sorte que l'on ne saurait limiter les conséquences du défaut aux seuls locataires/demandeurs qui ne comparaissent pas à l'audience de conciliation (arrêt du 27 février 2013 de la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal vaudois, in JdT 2012 III 207). 3.1.3 Le principe de la bonne foi (art. 2 al. 1 CC) et l'interdiction de l'abus de droit (art.”
“En effet, il incombait au juge de paix de se prononcer, dans le cadre de l’examen – d’office (art. 60 CPC) – des conditions de recevabilité (art. 59 CPC), quant à la validité de l’autorisation de procéder (ATF 141 III 159 consid. 2.1 ; ATF 140 III 227 consid. 3), ce même sans objection des parties sur ce point (TF 4A_229/2017 du 7 décembre 2017 consid. 3.3.2). Aux termes de l’art. 59 CPC l’autorité saisie ne doit pas entrer en matière sur les demandes lorsque les conditions de recevabilité ne sont pas remplies. L’existence d’une autorisation de procéder valable, lorsqu’elle est nécessaire, constitue une condition de recevabilité de la demande (TF 4A_182/2019 du 4 novembre 2019 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 63 ; ATF 140 III 227 consid. 3.2 ; ATF 139 III 273 consid. 2.1 ; TF 4A_387/2013 du 17 février 2014 consid. 3.2, non publié in ATF 140 III 70). L’arrêt CACI du 9 avril 2019/189 précisait également, au considérant 4, à l’attention du juge de paix que l’autorisation de procéder « pouvait être invalidée notamment si l’autorité de conciliation n’a pas rayé la cause du rôle (art. 206 al. 1 CPC ; cf. ATF 141 III 70 consid. 5) malgré le défaut de comparution personnelle de la partie demanderesse (art. 204 al. 1 CPC) ». Faute d’autorisation valable, le tribunal doit d’office déclarer la demande irrecevable (ATF 139 III 273 consid. 2.1 ; TF 4A_213/2019 précité consid. 4 ; CREC 15 avril 2019/123 consid. 3.1 ; Bohnet, Commentaire romand, CPC, Bâle 2019, 2e éd., n. 7 ad art. 197 CPC et n. 4 ad art. 209 CPC). Selon la jurisprudence, l’autorisation de procéder n’est pas valable si l’un des locataires demandeurs, consorts nécessaires, ne s’est pas présenté à l’audience de conciliation (art. 206 al. 1 CPC ; ATF 146 III 346 consid. 2.2 ; TF 4A_689/2016 du 28 août 2017 consid. 4.1). 14. Cela étant, il convient de rectifier un avis exprimé dans l’arrêt CACI du 9 avril 2019/189. La CACI avait déclaré irrecevable l’appel formé le 13 mars 2019 contre la décision du 8 février 2019 refusant la restitution, pour le motif qu’il n’existait pas de voie de droit cantonale contre l’autorisation de procéder délivrée le 30 janvier 2019.”
Kann die Schlichtungsbehörde die persönliche Anwesenheit der klagenden Partei nicht einfach und rasch feststellen, ist das Schlichtungsgesuch nach Art. 206 Abs. 1 ZPO abzuschreiben. Dies setzt voraus, dass zur Beurteilung erforderliche, aussagekräftige Unterlagen nicht vorliegen oder keine einfache Feststellung der Anwesenheit möglich ist.
“Entscheid Kantonsgericht, 04.01.2024 Art. 204 Abs. 1, Art. 206 Abs. 1 ZPO. Zur Schlichtungsverhandlung müssen die Parteien persönlich erscheinen. Dies gilt auch für juristische Personen und zwar unabhängig davon, ob sie im Handelsregister eingetragen sind oder nicht. Die Schlichtungsbehörde muss an der Schlichtungsverhandlung möglichst einfach und rasch und gestützt auf Urkunden darüber befinden können, ob die Voraussetzung des persönlichen Erscheinens nach Art. 204 Abs. 1 ZPO erfüllt sind. Dies bedingt, dass die zur Beurteilung nötigen und aussagekräftigen Unterlagen bereits an der Schlichtungsverhandlung vorzulegen sind. Ist eine einfache und rasche Feststellung der persönlichen Anwesenheit der klagenden Partei nicht möglich, so ist das Verfahren von der Schlichtungsbehörde in Anwendung von Art. 206 Abs. 1 ZPO abzuschreiben. Stellt die Schlichtungsbehörde dennoch eine Klagebewilligung aus, erweist sich diese als ungültig und auf eine darauf gestützte Klage ist in Anwendung von Art. 59 i.V.m. Art. 204 Abs. 1 ZPO nicht einzutreten (Kantonsgericht, Einzelrichterin im Obligationenrecht, 4. Januar 2024, BE.2023.28-EZO3). Entscheid siehe PDF «BE.2023.28_EZO3.pdf» anzeigen”
Bei ordnungsgemässer Vorladung — hier gestützt auf die Zustellungsfiktion — und unentschuldigtem Fernbleiben schrieb die Schlichtungsbehörde das Verfahren nach Art. 206 Abs. 3 ZPO als gegenstandslos ab. In der entschiedenen Akte waren die Vorladung mindestens zehn Tage vor dem Termin versandt und enthielt einen Hinweis auf die Säumnisfolgen, sodass das Abschreiben als Folge berechtigt war.
“November 2023 (07:05 Uhr) an der Abhol-/Zustellstelle am Ort der Berufungsklägerin ankam. Gleichentags (09:57 Uhr) wurde registriert, dass der Empfänger (gesetzlicher Vertreter der Berufungsklägerin) die Abholfrist bis 30. November 2023 verlängert hat. Am 3. November 2023 wurde erneut ein Sendungsereignis registriert, wonach die Aufbewahrungsfrist durch den Empfänger bis am 30. November 2023 verlängert wurde (vgl. pag. 74). Wie erwähnt findet die Zustellungsfiktion Anwendung, womit die Vorladung als am 9. November 2023 rechtsgültig zugestellt gilt (zur Fristberechnung vgl. BGE 141 II 429 E. 3.3). Die Vorladung (vgl. pag. 78 ff.) erhielt zudem einen Hinweis auf die Säumnisfolgen (Art. 133 in Verbindung mit Art. 147 Abs. 3 ZPO) und wurde mindestens zehn Tage vor dem Erscheinungstermin versandt (Art. 134 ZPO). Somit ist die Berufungsklägerin trotz ordnungsgemässer Vorladung an der Schlichtungsverhandlung vom 21. November 2023 unentschuldigt nicht erschienen. Folglich hat die Schlichtungsbehörde das Verfahren in Anwendung von Art. 206 Abs. 3 ZPO zu Recht als gegenstandslos abgeschrieben.”
In der aktuellen Fassung der ZPO ist eine telefonische Teilnahme an der Schlichtungsverhandlung nicht vorgesehen; die Schlichtungsbehörde darf eine säumige Partei daher nicht per Telefon in die Verhandlung einbeziehen, sondern hat bei Säumnis nach Art. 206 Abs. 2 ZPO zu verfahren.
“Vorweg ist festzuhalten, dass der Ablauf des vorinstanzlichen Verfahrens Fragen aufwirft. Gemäss Art. 204 Abs. 1 ZPO müssen die Parteien grundsätzlich persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen (zu den Ausnahmen vgl. Art. 204 Abs. 3 ZPO). Erscheint eine Partei, wie vorliegend der Beschwerdegeg- ner, trotz rechtsgenügender Vorladung nicht zur Schlichtungsverhandlung, gilt sie als säumig (vgl. zur Zustellung der Vorladung act. 9-13). Eine telefonische Teil- nahme an einer mündlichen Prozesshandlung ist in der aktuellen Fassung der ZPO nicht vorgesehen. Bei Säumnis der beklagten Partei hat die Schlichtungsbe- hörde zu verfahren, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Das heisst, der Schlichtungsbehörde verbleiben drei mög- liche Vorgehensweisen: Sie kann die Klagebewilligung erteilen (Art. 209 ZPO) oder − wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind − den Parteien einen Entscheidvorschlag unterbreiten (Art. 210 ZPO) oder einen Entscheid fällen (Art. 212 ZPO). Die Vorinstanz entschied sich stattdessen aber dafür, unter tele- fonischem Einbezug des säumigen Beschwerdegegners auf eine Einigung der Parteien hinzuwirken. Der Abschreibungsverfügung vom 6. November 2023 zu- folge sollen die Parteien dabei einen Vergleich abgeschlossen haben.”
“Die Begehren des Beschwerdeführers dürften dahin zu verstehen sein, dass er al- ternativ entweder die erneute Durchführung einer Schlichtungsverhandlung oder einen Entscheid der Schlichtungsbehörde im Sinne seines ursprünglichen Rechtsbegehrens beantragt (vgl. Art. 212 Abs. 1 ZPO). Es stellt sich die Frage, ob die Beschwerde das richtige Rechtsmittel für diese Anträge ist. 3.1. Vorweg ist festzuhalten, dass der Ablauf des vorinstanzlichen Verfahrens Fragen aufwirft. Gemäss Art. 204 Abs. 1 ZPO müssen die Parteien grundsätzlich persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen (zu den Ausnahmen vgl. Art. 204 Abs. 3 ZPO). Erscheint eine Partei, wie vorliegend der Beschwerdegeg- ner, trotz rechtsgenügender Vorladung nicht zur Schlichtungsverhandlung, gilt sie als säumig (vgl. zur Zustellung der Vorladung act. 9-13). Eine telefonische Teil- nahme an einer mündlichen Prozesshandlung ist in der aktuellen Fassung der ZPO nicht vorgesehen. Bei Säumnis der beklagten Partei hat die Schlichtungsbe- hörde zu verfahren, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Das heisst, der Schlichtungsbehörde verbleiben drei mög- liche Vorgehensweisen: Sie kann die Klagebewilligung erteilen (Art. 209 ZPO) oder − wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind − den Parteien einen Entscheidvorschlag unterbreiten (Art. 210 ZPO) oder einen Entscheid fällen (Art. 212 ZPO). Die Vorinstanz entschied sich stattdessen aber dafür, unter tele- fonischem Einbezug des säumigen Beschwerdegegners auf eine Einigung der Parteien hinzuwirken. Der Abschreibungsverfügung vom 6. November 2023 zu- folge sollen die Parteien dabei einen Vergleich abgeschlossen haben. 3.2. Kommt es im Schlichtungsverfahren zu einer Einigung, so nimmt die Schlichtungsbehörde einen Vergleich, eine Klageanerkennung oder einen vorbe- haltlosen Klagerückzug zu Protokoll und lässt die Parteien dieses unterzeichnen. Jede Partei erhält ein Exemplar des Protokolls (Art. 208 Abs. 1 ZPO). Sofern die formellen Anforderungen von Art. 208 Abs. 1 ZPO erfüllt sind, entfalten alle drei - 5 - Einigungsformen – Klageanerkennung, Klagerückzug und Vergleich – die Wir- kungen eines rechtskräftigen Entscheids (Art.”
Trotz rechtmässiger Zustellung (Zustellungsfiktion) kann das Nichterscheinen der Partei als unentschuldigt gelten; in diesem Fall ist das Verfahren nach Art. 206 Abs. 3 ZPO als gegenstandslos abzuschreiben.
“November 2023 (07:05 Uhr) an der Abhol-/Zustellstelle am Ort der Berufungsklägerin ankam. Gleichentags (09:57 Uhr) wurde registriert, dass der Empfänger (gesetzlicher Vertreter der Berufungsklägerin) die Abholfrist bis 30. November 2023 verlängert hat. Am 3. November 2023 wurde erneut ein Sendungsereignis registriert, wonach die Aufbewahrungsfrist durch den Empfänger bis am 30. November 2023 verlängert wurde (vgl. pag. 74). Wie erwähnt findet die Zustellungsfiktion Anwendung, womit die Vorladung als am 9. November 2023 rechtsgültig zugestellt gilt (zur Fristberechnung vgl. BGE 141 II 429 E. 3.3). Die Vorladung (vgl. pag. 78 ff.) erhielt zudem einen Hinweis auf die Säumnisfolgen (Art. 133 in Verbindung mit Art. 147 Abs. 3 ZPO) und wurde mindestens zehn Tage vor dem Erscheinungstermin versandt (Art. 134 ZPO). Somit ist die Berufungsklägerin trotz ordnungsgemässer Vorladung an der Schlichtungsverhandlung vom 21. November 2023 unentschuldigt nicht erschienen. Folglich hat die Schlichtungsbehörde das Verfahren in Anwendung von Art. 206 Abs. 3 ZPO zu Recht als gegenstandslos abgeschrieben.”
Damit Art. 206 Abs. 1 ZPO zur Anwendung kommen kann, muss die erscheinende Person die erforderliche Befugnis haben: die juristische Person muss durch ein Organ oder wenigstens durch einen kaufmännischen Bevollmächtigten vertreten sein, der ohne Vorbehalt handeln und insbesondere über die Befugnis zur Beendigung des Rechtsstreits (z. B. Abschluss eines Vergleichs) verfügen. Fehlt diese volle Vertretungsmacht, gilt das Erscheinen als nicht wirksam; eine nachträgliche Ratifikation der Vertretung nach der Schlichtungsverhandlung kommt nicht in Betracht. Wurde eine mangelhafte Zulassung bei der Schlichtungsbehörde irrtümlich vorgenommen, ist dies vom zuständigen Richter im weiteren Verfahren zu prüfen und gegebenenfalls die Klage als unzulässig zu erklären.
“6; arrêt précité 4A_612/2017 ibidem). D'aucuns jugent "cet élargissement prétorien (...) discutable". Il est vrai qu'en bonne théorie, ce sont les organes qui "incarnent" la personne morale et qui devraient donc comparaître (BOHNET/JÉQUIER, L'entreprise et la personne morale en procédure civile, in La personne morale et l'entreprise en procédure, [Bohnet/Hari éd.] 2014, p. 37 n. 105; FRANÇOIS BOHNET, in Commentaire romand, 2e éd. 2019, n° 3 ad art. 204 CPC). Mais la solution pragmatique exposée ci-dessus offre la souplesse requise par la réalité pratique - d'autant que ce ne sont pas forcément les organes formels qui ont la meilleure connaissance du litige. Lorsqu'une partie ne se présente pas personnellement sans bénéficier d'un motif de dispense (art. 204 al. 3 CPC), elle est considérée comme défaillante (cf. art. 147 al. 1 CPC; ATF 141 III 159 consid. 2.4 p. 165). S'il s'agit du demandeur, sa requête sera considérée comme retirée, la procédure deviendra sans objet et l'affaire sera rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). A supposer que l'autorité de conciliation délivre par erreur une autorisation de procéder, celle-ci ne sera pas valable; c'est au juge saisi de la demande au fond qu'il reviendra de le constater et de déclarer la demande irrecevable (ATF 140 III 310 consid. 1.3.2; cf. arrêt 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1). En l'occurrence, la société demanderesse a comparu uniquement via son administrateur président, doté de la signature collective à deux mais muni d'une procuration délivrée par un autre administrateur lui aussi habilité à signer à deux. Peut-on admettre qu'elle a comparu en personne?”
“Ce document serait en outre libellé en langue anglaise, sans que l’intimée n’ait proposé de traduction. Ce document n’est au surplus pas signé par deux personnes inscrites au Registre du commerce avec un pouvoir de signature collectif à deux, D.________ n’y ayant jamais été inscrite. L’autorité précédente aurait admis à tort que ce document aurait été remis lors de l’audience de conciliation. La pièce 79 produite par l’intimée, soit l’attestation du 8 mars 2021 ne serait pas admissible, étant postérieure à l’audience de conciliation et n’ayant jamais été produite « auparavant » par l’intimée. Il conviendrait de se rappeler de l’importance du but de la conciliation. L’absence de pouvoir d’M.________ ne saurait être ratifiée avec effet rétroactif plusieurs mois après. La jurisprudence rendue sous arrêt CACI du 31 mai 2012/254 ne serait pas applicable. La procuration en faveur du conseil de l’intimée n’aurait pas été valablement signée. 3.2 3.2.1 Aux termes de l’art. 204 CPC, les parties doivent comparaître en personne à l’audience de conciliation (al. 1). Selon l’art. 206 al. 1 CPC, en cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée ; la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle. Le devoir de comparution personnelle est applicable aux personnes morales (ATF 140 III 70 consid. 4.3). Pour que la conciliation puisse remplir son but, la personne morale doit comparaître par un organe, ou à tout le moins par un mandataire commercial disposant du pouvoir de plaider et de disposer de l'objet du litige. L'organe ou le mandataire commercial doit pouvoir agir sans réserve et valablement; il doit en particulier être habilité à conclure une transaction. Une ratification après l'audience n'entre pas en considération (ATF 140 III 70 consid. 4.3 et 4.4 ; TF 4A_611/2013 du 14 juillet 2014 consid. 1.6, non publié à l'ATF 140 III 310 ; TF 4A_429/2018 du 14 septembre 2018 consid. 3.1 et 6, RSPC 2019 p. 59 note Bohnet). Une procuration ne peut être conférée qu'à un mandataire commercial au sens de l'art. 462 CO. Il doit en outre ressortir de la procuration qu'il s'agit bien de pouvoirs au sens de l'art.”
Erscheint die klagende Partei nicht persönlich zur Schlichtungsverhandlung und besteht kein entschuldigender Grund oder keine gültige Vertretung, gilt sie als säumig; das Schlichtungsgesuch wird als zurückgezogen und die Sache vom Rolle gewiesen (vgl. Quelle).
“Le but est d'amener à une discussion les personnes qui se trouvent en litige et qui peuvent disposer elles-mêmes de l'objet du litige. La seule présence d'un avocat n'est pas suffisante pour réaliser la condition de comparution personnelle (ATF 140 III 70 consid. 4.3). L'autorité de conciliation doit examiner d'office, lors de l'audience de conciliation, si la condition de comparution personnelle au sens de l'art. 204 al. 1 CPC est réalisée (ATF 141 III 159 consid. 2.4). La partie qui, bien que régulièrement assignée (cf. art. 147 al. 1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu'elle ne peut se prévaloir d'un des motifs de dispense prévu à l'art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu'elle dispose d'un motif de dispense, n'est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1; 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l'art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_179/2022 du 13 septembre 2022 consid. 5). 2.1.2 Par "citation", le CPC vise les convocations aux actes de procédure auxquels une personne doit assister, en particulier les audiences et les inspections. La citation est une ordonnance de procédure qui invite une personne à comparaître en qualité de partie (art. 202 al. 3, 245 al. 1, 265 al. 2 et 291), de témoin (art. 170), de personne appelée à fournir des renseignements ou d'expert (art. 187). La citation des parties est une formalité essentielle du procès qui porte à la connaissance de celles-ci la tenue d'une audience et leur permet d'exercer leur droit d'être entendu (BOHNET, in CR CPC, 2019, n. 2 à 4 ad art. 133 CPC). Selon l'art. 133 CPC, la citation indique le nom et l'adresse de la personne citée à comparaître (let. a), l'objet du litige et les parties (let. b), la qualité en laquelle la personne et citée à comparaître (let. c), le lieu, la date et l'heure de la comparution (let. d), l'acte de procédure pour lequel elle est citée (let.”
Die Radiatur der Schlichtung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO stellt eine Instruktionsverfügung besonderen Typs dar. Sie ist nach Art. 319 ZPO nur dann unmittelbar anfechtbar, wenn sie einen schwer wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (z. B. den Verlust eines materiellen Rechts infolge des Verstreichens von Verjährungs- oder Ersitzungsfristen, sodass eine neue Gesuchseinreichung zu spät wäre). In anderen Fällen bleibt der klagenden Partei grundsätzlich die Möglichkeit, ein neues Schlichtungsgesuch einzureichen, weshalb eine sofortige Beschwerde in der Regel nicht gerechtfertigt ist.
“Ils ont conclu nouvellement, "à la forme", à ce que la Cour procède "à l'audition des parties, plus particulièrement afin d'instruire en présence de Monsieur B______ et de Monsieur C______ les justes motifs évoqués pour justifier leur absence à l'audience du 17 septembre 2019", ainsi qu'"à l'audition des membres du collège de la Commission de conciliation qui a conduit les séances de conciliation, et plus particulièrement l'audience du 17 septembre 2019". Ils ont persisté dans leurs précédentes conclusions pour le surplus. Ils ont allégué des faits nouveaux. g. La réplique a été transmise à D______ par pli recommandé du 17 septembre 2020 avec un délai de 20 jours dès réception pour dupliquer. Il a été précisé que l'avis remplaçait la communication du 15 septembre 2020. h. D______ a dupliqué le 1er octobre 2020, en persistant dans ses conclusions. Elle a soulevé l'irrecevabilité pour cause de tardiveté de la réplique de ses parties adverses. i. Les parties ont été informées le 7 octobre 2020 de ce que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. 1.1 La décision de radiation du rôle de la procédure de conciliation selon l'art. 206 al. 1 CPC est une ordonnance d'instruction de type particulier, qui est soumise à recours selon l'art. 319 let. b CPC, lorsqu'elle peut causer un préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est par exemple le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête aux fins de conciliation serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure de conciliation, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, dans lesquels aucun droit matériel n'est perdu ensuite de la radiation, le demandeur a la possibilité de déposer une nouvelle requête aux fins de conciliation (arrêts du Tribunal fédéral 4A_198/2019 du 7 août 2019 consid. 3; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1; 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; JEANDIN, Commentaire romand, Code de procédure civile commenté, 2019, N. 15 ad art. 319 CPC; BOHNET, Les voies de droit contre les actes de l'autorité de conciliation, en particulier en matière de récusation et de classement suite au défaut, Newsletter bail.”
Wurde der Säumnisentscheid der Schlichtungsbehörde nicht im Rechtsmittel gegen die Abschreibungsverfügung angefochten, ist das Fehlen der Säumnis im Wiederherstellungsverfahren nicht mehr zu prüfen: Im Wiederherstellungsverfahren wird das Bestehen der Säumnis nach Art. 206 Abs. 1 ZPO vorausgesetzt. Beanstandungen des Säumnisentscheids sind im Rechtsmittel gegen die Abschreibungsverfügung geltend zu machen.
“Im vorliegenden Verfahren stellten die Beschwerdeführer ein Wiederherstellungsgesuch (Erwägung 1.1). Die Wiederherstellung im Sinne von Art. 148 ZPO setzt ein Säumnis voraus, da sonst nichts wiederherzustellen ist. Mit anderen Worten kommt die Wiederherstellung nur dann in Frage, wenn Säumnis besteht. Im vorliegenden Wiederherstellungsverfahren ist daher die Frage, ob der Beschwerdeführer an der Schlichtungsverhandlung vom 6. November 2020 säumig war, nicht mehr Thema, sondern wird vorausgesetzt. Das angeblich mangelnde Säumnis des Beschwerdeführers wäre von den Beschwerdeführern im Rechtsmittelverfahren gegen die Abschreibungsverfügung der Schlichtungsbehörde vom 6. November 2020 geltend zu machen gewesen. Es wäre mithin von den Beschwerdeführern in einem diesbezüglichen Rechtsmittelverfahren vorzubringen gewesen, dass die Voraussetzungen des Säumnisentscheides nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt gewesen seien und das Schlichtungsverfahren betreffend Anfechtung/Erstreckung mangels Säumnis nicht als gegenstandslos hätte abgeschrieben werden dürfen. Soweit die Beschwerdeführer im vorliegenden Wiederherstellungsverfahren geltend machen, das Säumnisurteil sei überspitzt formalistisch, und damit den Säumnisentscheid in Frage stellen wollen, ist darauf nicht einzutreten. Das Gleiche gilt, wenn sie monieren, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und willkürlich geurteilt, weil sie nicht geprüft habe, ob die minutiöse Einhaltung der Vorschriften schutzwürdigen Interessen diene.”
“Die Schlichtungsbehörde schrieb mit Entscheid vom 6. November 2020 das Verfahren betreffend Anfechtung der Mietvertragskündigung und Erstreckung des Mietverhältnisses aufgrund des Säumnisses des Beschwerdeführers nach Art. 206 Abs. 1 ZPO als gegenstandslos ab. Nach den Feststellungen der Vorinstanz reichten die Beschwerdeführer am 16. November 2020 bei der Schlichtungsbehörde ein "Wiederherstellungsgesuch" ein. Aus den Feststellungen des vorinstanzlichen Entscheids ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführer den Säumnisentscheid der Schlichtungsbehörde bei der kantonalen Rechtsmittelbehörde angefochten hätten (zur Anfechtung der Abschreibungsverfügung: Urteil 4A_198/2019 vom 7. August 2019 E. 3), noch machen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht geltend, dass sie solches gemacht hätten oder die Vorinstanzen ihr Gesuch vom 16. November 2020 als Rechtsmittel gegen den Säumnisentscheid vom 6. November 2020 hätten interpretieren sollen. Entsprechend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer nach dem Säumnisentscheid der Schlichtungsbehörde einzig ein Wiederherstellungsgesuch einreichten. Dieses Gesuch wies die Schlichtungsbehörde mit Entscheid vom 22. Dezember 2020 ab. Gegen diese Abweisung des Wiederherstellungsgesuchs erhoben die Beschwerdeführer Berufung an die Vorinstanz.”
Fehlen die zur Vertretung erforderlichen Urkunden (insbesondere die kaufmännische Handlungsvollmacht), hat die Schlichtungsstelle dies zu berücksichtigen. In einem solchen Fall ist das Verfahren zufolge Säumnis als gegenstandslos abzuschreiben oder so zu verfahren, wie wenn keine Einigung zustande gekommen wäre (Art. 206 ZPO). Wird trotz fehlender persönlicher Erscheinung eine Klagebewilligung erteilt, ist diese als ungültig zu qualifizieren (vgl. die zitierte Rechtsprechung).
“Die Mieterin vertrete die Auffassung, dass es der Vermieterin seit Jahren bekannt sei, dass E____ als Handlungsbevollmächtigter der Mieterin amte. Dies sei so das Zivilgericht irrelevant: Das Bundesgericht verlange vielmehr, dass die Schlichtungsstelle rasch und einfach prüfen könne, ob eine juristische Person korrekt vertreten sei. Die kaufmännische Handlungsvollmacht müsse der Schlichtungsstelle vorgelegt werden. Entgegen ihrer Vorbringen habe die Mieterin der Schlichtungsstelle keine solche Handlungsvollmacht vorgelegt, sondern lediglich eine Vollmacht zur Prozessführung gemäss Art. 32 ff. OR (E. 2.5). Unbehelflich sei auch der zweite Einwand der Mieterin, die Schlichtungsstelle habe die rechtsgenügliche Vertretung an der Verhandlung geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass eine solche bestehe. Das Fehlen der erforderlichen Urkunden habe zur Folge, dass die Schlichtungsstelle das Verfahren zufolge Säumnis als gegenstandslos abschreiben müsse oder so verfahren müsse, wie wenn keine Einigung zustande gekommen wäre (Art. 206 ZPO). Werde der im Schlichtungsverfahren klagenden Partei trotz fehlenden persönlichen Erscheinens gleichwohl eine Klagebewilligung ausgestellt, sei diese ungültig (E. 2.6 mit Verweis auf BGE 140 III 70 E. 5). Nicht zu folgen sei auch dem dritten Einwand der Mieterin, wonach eine nachträgliche Berufung auf die fehlende Handlungsbevollmächtigung rechtsmissbräuchlich sei: Der an der Schlichtungsverhandlung nicht anwaltlich vertretenen Vermieterin könne nicht vorgeworfen werden, dass die Mieterin das Erfordernis des persönlichen Erscheinens nicht erfülle; diese Prüfung sei zudem Aufgabe der Schlichtungsstelle, nicht der Gegenpartei. Ein rechtsmissbräuchliches Verhalten der Vermieterin sei nicht zu erkennen (E. 2.7). Nichts ableiten könne die Mieterin auch aus ihrem vierten Einwand, wonach die Schlichtungsstelle die Praxis pflege, die Säumnis einer Partei erst nach einer Wartezeit von 15 Minuten eintreten zu lassen. Diese Karenzzeit gelange nur zur Anwendung, wenn eine Partei unentschuldigt nicht zur Verhandlung erscheine oder die Beteiligung an der Verhandlung ablehne.”
Bei einfacher Streitgenossenschaft ist die Säumnis für jeden Streitgenossen gesondert zu prüfen; einzelne Streitgenossen können säumig sein, ohne dass daraus automatisch für alle anderen die Säumnis folgt. Demgegenüber werden bei notwendiger Streitgenossenschaft bei Abwesenheit eines Streitgenossen alle als säumig angesehen (vgl. Lehre und Rechtsprechung).
“Die Berufungsklägerin stellt sich auf den Standpunkt, dass Säumnis für die beklagte Seite einheitlich beurteilt werden müsse und nicht für gewisse Beklagte gesondert. Dies leitet sie in systematischer Hinsicht aus der Tatsache ab, dass Art. 206 ZPO einzig zwischen Klägern und Beklagten differenziere und nicht zwi- schen verschiedenen Beklagten bzw. Klägern (E. 2.1.1 vorstehend). Der Beru- fungsklägerin ist nicht zu folgen. Art. 206 ZPO regelt Konstellationen einer Perso- nenmehrheit auf der Aktiv- oder Passivseite eines Prozesses nicht, da die subjek- tive Klagenhäufung bereits in den Bestimmungen zur Streitgenossenschaft (Art. 70 ff. ZPO) geregelt ist. Rechtsprechung und Lehre sind sich einig, dass bei einer einfachen Streitgenossenschaft keine für sämtliche Beklagte einheitliche Be- urteilung der Säumnis erfolgen muss, sondern die Frage für jeden einfachen Streitgenossen individuell zu betrachten ist (E. 2.3.1 vorstehend). Entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin (E. 2.1.3 vorstehend) ist die Art der Streitgenossen- schaft folglich massgebend für die Beurteilung der Säumnis.”
“E. 3.1.2). Bei Vorliegen einer einfachen Streitge- nossenschaft kann entsprechend ein Streitgenosse säumig sein, ein anderer je- doch nicht (Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, Handkommentar zur Schweize- rischen Zivilprozessordnung, Zürich 2021, N 3 zu Art. 206 ZPO m.w.H.). Demge- genüber sind bei einer notwendigen Streitgenossenschaft bei Abwesenheit eines Streitgenossen alle als säumig anzusehen (zum Ganzen: Christine Möhler, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2023, N 6 zu Art. 206 ZPO m.w.H.).”
Auf anwesende einfache Streitgenossen findet Art. 206 Abs. 2 ZPO keine Anwendung; gegenüber ihnen ist ein Schlichtungsversuch durchzuführen. Wird nur mit einzelnen Streitgenossen eine Einigung erzielt, ist die Klagebewilligung nur hinsichtlich der übrigen (nicht erschienenen oder mit denen keine Einigung getroffene) Beklagten auszustellen. Entsprechendes gilt für den strittig gebliebenen Teil der Rechtsbegehren bei teilweiser Einigung.
“Die Vorinstanz hält dafür, der Friedensrichter habe allein gestützt auf die Säumnis einer der beklagten Parteien gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO so verfahren dürfen, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre. Er habe davon aus- - 22 - gehen dürfen, dass eine vergleichsweise Lösung nicht möglich sei, und sei nicht verpflichtet gewesen, zwischen den übrigen Parteien einen Schlichtungsversuch vorzunehmen, auch wenn dies für einen Teil der Beteiligten wünschenswert ge- wesen wäre. Dem kann nicht zugestimmt werden. Auf die erschienenen Beklagten, die eine einfache Streitgenossenschaft bilden, findet Art. 206 Abs. 2 ZPO keine Anwen- dung. Die Streitgenossen sind voneinander unabhängig und auch entsprechend zu behandeln. Mit Bezug auf die Anwesenden hat ein Schlichtungsversuch statt- zufinden. Wenn mit einzelnen von ihnen eine Einigung erzielt werden kann, ist die Klagebewilligung nur mit Bezug auf die anderen (die nicht erschienen sind oder mit denen keine Einigung getroffen wurde) auszustellen. Entsprechendes gilt im Übrigen bei objektiver Klagenhäufung: Haben sich die Parteien über einen Teil der geltend gemachten Ansprüche geeinigt, so wird eine Klagebewilligung (nur) über den strittig gebliebenen Teil der Rechtsbegehren ausgestellt (DIKE ZPO- E GLI, Art.”
“Die Vorinstanz hält dafür, der Friedensrichter habe allein gestützt auf die Säumnis einer der beklagten Parteien gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO so verfahren dürfen, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre. Er habe davon aus- - 22 - gehen dürfen, dass eine vergleichsweise Lösung nicht möglich sei, und sei nicht verpflichtet gewesen, zwischen den übrigen Parteien einen Schlichtungsversuch vorzunehmen, auch wenn dies für einen Teil der Beteiligten wünschenswert ge- wesen wäre. Dem kann nicht zugestimmt werden. Auf die erschienenen Beklagten, die eine einfache Streitgenossenschaft bilden, findet Art. 206 Abs. 2 ZPO keine Anwen- dung. Die Streitgenossen sind voneinander unabhängig und auch entsprechend zu behandeln. Mit Bezug auf die Anwesenden hat ein Schlichtungsversuch statt- zufinden. Wenn mit einzelnen von ihnen eine Einigung erzielt werden kann, ist die Klagebewilligung nur mit Bezug auf die anderen (die nicht erschienen sind oder mit denen keine Einigung getroffen wurde) auszustellen. Entsprechendes gilt im Übrigen bei objektiver Klagenhäufung: Haben sich die Parteien über einen Teil der geltend gemachten Ansprüche geeinigt, so wird eine Klagebewilligung (nur) über den strittig gebliebenen Teil der Rechtsbegehren ausgestellt (DIKE ZPO- E GLI, Art. 209 N 8).”
“Die Vorinstanz hält dafür, der Friedensrichter habe allein gestützt auf die Säumnis einer der beklagten Parteien gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO so verfahren dürfen, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre. Er habe davon aus- - 22 - gehen dürfen, dass eine vergleichsweise Lösung nicht möglich sei, und sei nicht verpflichtet gewesen, zwischen den übrigen Parteien einen Schlichtungsversuch vorzunehmen, auch wenn dies für einen Teil der Beteiligten wünschenswert ge- wesen wäre. Dem kann nicht zugestimmt werden. Auf die erschienenen Beklagten, die eine einfache Streitgenossenschaft bilden, findet Art. 206 Abs. 2 ZPO keine Anwen- dung. Die Streitgenossen sind voneinander unabhängig und auch entsprechend zu behandeln. Mit Bezug auf die Anwesenden hat ein Schlichtungsversuch statt- zufinden. Wenn mit einzelnen von ihnen eine Einigung erzielt werden kann, ist die Klagebewilligung nur mit Bezug auf die anderen (die nicht erschienen sind oder mit denen keine Einigung getroffen wurde) auszustellen. Entsprechendes gilt im Übrigen bei objektiver Klagenhäufung: Haben sich die Parteien über einen Teil der geltend gemachten Ansprüche geeinigt, so wird eine Klagebewilligung (nur) über den strittig gebliebenen Teil der Rechtsbegehren ausgestellt (DIKE ZPO- E GLI, Art. 209 N 8).”
“Die Vorinstanz hält dafür, der Friedensrichter habe allein gestützt auf die Säumnis einer der beklagten Parteien gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO so verfahren dürfen, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre. Er habe davon aus- - 22 - gehen dürfen, dass eine vergleichsweise Lösung nicht möglich sei, und sei nicht verpflichtet gewesen, zwischen den übrigen Parteien einen Schlichtungsversuch vorzunehmen, auch wenn dies für einen Teil der Beteiligten wünschenswert ge- wesen wäre. Dem kann nicht zugestimmt werden. Auf die erschienenen Beklagten, die eine einfache Streitgenossenschaft bilden, findet Art. 206 Abs. 2 ZPO keine Anwen- dung. Die Streitgenossen sind voneinander unabhängig und auch entsprechend zu behandeln. Mit Bezug auf die Anwesenden hat ein Schlichtungsversuch statt- zufinden. Wenn mit einzelnen von ihnen eine Einigung erzielt werden kann, ist die Klagebewilligung nur mit Bezug auf die anderen (die nicht erschienen sind oder mit denen keine Einigung getroffen wurde) auszustellen. Entsprechendes gilt im Übrigen bei objektiver Klagenhäufung: Haben sich die Parteien über einen Teil der geltend gemachten Ansprüche geeinigt, so wird eine Klagebewilligung (nur) über den strittig gebliebenen Teil der Rechtsbegehren ausgestellt (DIKE ZPO- E GLI, Art.”
Ist die beklagte Partei säumig, kann die Schlichtungsbehörde nach Art. 206 Abs. 2 ZPO die Klagebewilligung erteilen, auch wenn die klagende Partei für die Schlichtungsverhandlung entschuldigt gefehlt hat. Die Gründe für das Erlassen des persönlichen Erscheinens der klagenden Partei sollten, soweit möglich, dokumentiert werden.
“_____ betreffend Forderung (Kosten- und Entschädigungsfolgen) Beschwerde gegen eine Verfügung des Mietgerichtes Zürich (Einzelgericht) vom 7. September 2020 (MJ200028) - 2 - Erwägungen: 1. 1.1. Die Kläger und Beschwerdeführer sind Mieter und die Beklagte und Be- schwerdegegnerin ist Vermieterin einer 4.5-Zimmerwohnung und eines Parkplat- zes in der Liegenschaft F._____-strasse ... in Zürich (act. 3/2-4). 1.2. Am 30. Oktober 2019 gelangten die Mieter an die Schlichtungsbehörde Zü- rich mit dem Begehren, die Vermieterin sei zu verpflichten, ihnen Fr. 8'044.– nebst Zins als Mietzinsreduktion wegen Bauemissionen zu bezahlen (act. 6/1). Am 10. März 2020 fand die Schlichtungsverhandlung statt. Gemäss dem Protokoll der Schlichtungsbehörde nahm die Rechtsvertreterin der Mieter für diese an der Schlichtungsverhandlung teil; die Mieter waren entschuldigt. Von Seiten der Ver- mieterin erschien unentschuldigt niemand (act. 6 Prot. S. 2). Die Schlichtungsbe- hörde stellte den Mietern gestützt auf Art. 206 Abs. 2 ZPO (Säumnis der beklag- ten Partei) am 10. März 2020 die Klagebewilligung aus (act. 6 Prot. S. 3; act. 5 = act. 6/7). 1.3. Am 21. April 2020 reichten die Mieter ihre Forderungsklage mit der Klage- bewilligung beim Mietgericht Zürich ein (act. 1). Dieses lud auf den 26. August 2020 zur Hauptverhandlung vor (act. 11). Mit Schreiben vom 19. August 2020 teil- te der Mietgerichtspräsident mit, bei der Vorbereitung sei aufgefallen, dass nicht dokumentiert sei, aus welchen Gründen die Schlichtungsbehörde den Mietern das persönliche Erscheinen für die Schlichtungsverhandlung erlassen habe. Eine Rückfrage bei der zuständigen Schlichtungsvorsitzenden habe keine Klärung er- geben; naheliegend sei, dass Corona-Ängste eine Rolle gespielt hätten. Aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Anwesenheitspflicht der klagenden Partei im Schlichtungsverfahren seien die Parteivertreter gebeten, die Plädoyers zweizuteilen in die verfahrensrechtliche Frage nach einer gültigen Klagebewilli- gung und die restlichen Themen (act.”
Bei beiderseitiger Säumnis wird das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben und die Sache vom Rolleblatt/aus dem Rolle gestrichen.
“Si une partie ne comparaît pas en personne sans qu'il n'existe un motif de dispense au sens de l'art. 204 al. 3 CPC, elle est défaillante (ATF 141 III 159 consid. 2.4; arrêt 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185). Les conséquences du défaut sont réglées à l'art. 206 CPC de manière différente pour le demandeur et pour le défendeur: en cas de défaut du demandeur, la requête de conciliation est considérée comme retirée, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Lorsque le défendeur fait défaut, l'autorité de conciliation procède comme si la procédure n'avait pas abouti à un accord, soit selon les art. 209 à 212 CPC (art. 206 al. 2 CPC). En règle générale, elle doit délivrer une autorisation de procéder (art. 209 CPC). Dans certains cas, elle peut, au lieu de cela, soumettre une proposition de jugement aux parties (art. 210 CPC) ou, sur requête du demandeur, statuer au fond (art. 212 CPC). En cas de défaut des deux parties, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 3 CPC) (arrêt 4A_416/2019 précité consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185).”
“2022 ( OS ) , IRRECEVABLE RÉPUBLIQUE ET CANTON DE GENÈVE POUVOIR JUDICIAIRE C/21631/2021-5 CAPH/45/2022 ARRÊT DE LA COUR DE JUSTICE Chambre des prud'hommes DU 31 MARS 2022 Entre Monsieur A______, domicilié ______, France, recourant contre une décision rendue par le Tribunal des prud'hommes le 23 décembre 2021, comparant en personne, et B______ SA, sise ______ [GE], intimée, comparant en personne. Vu, EN FAIT, la requête de conciliation déposée au greffe du Tribunal des prud'hommes le 10 novembre 2021, par laquelle A______ a conclu à ce que B______ SA soit condamnée à lui verser 10'000 fr., au titre de salaire et frais de service non payés; Vu les convocations envoyées aux parties le 23 novembre 2021 par le Tribunal des prud'hommes pour une audience de conciliation fixée au lundi 20 décembre 2021; Vu qu'elles mentionnaient notamment les conséquences de l'absence de la partie demanderesse à cette audience; Vu que ni A______, ni la partie défenderesse ne se sont présentées à l'audience sans être excusés; Vu la décision rendue le 23 décembre 2021 par le Tribunal des prud'hommes rayant la cause du rôle suite à l'absence de toutes les parties en application de l'art. 206 al. 3 CPC qui prévoit qu'en cas de défaut des deux parties la procédure devient sans objet et que la cause est rayée du rôle; Attendu que, par acte du 12 janvier 2022, A______ a indiqué à la Cour faire "opposition de jugement", faisant valoir qu'il était toujours employé par B______ SA et qu'il demandait le paiement de 10'000 fr.;”
Art. 206 ZPO legt abschliessend fest, wie die Schlichtungsbehörde prozessual bei Säumnis einer Partei zu verfahren hat. Allfällige disziplinarische Folgen des säumigen Verhaltens fallen nicht in den Anwendungsbereich von Art. 206 ZPO; Disziplinarmassnahmen sind vorbehalten, sofern eine gesetzliche Grundlage besteht.
“Unbestritten blieb, dass die Beschwerdeführerin nicht zur Verhandlung erschien, obwohl es zu keiner Ladungsabnahme durch die Vorinstanz kam. Art. 206 ZPO hält abschliessend fest, wie die Schlichtungsbehörde bei Säumnis einer Partei in prozessualer Hinsicht zu verfahren hat. Demgegenüber sind allfäl- lige disziplinarische Folgen des Verhaltens der Parteien bzw. ihrer Vertreter im Verfahren nicht Gegenstand von Art. 206 ZPO. Disziplinarmassnahmen sind so- - 4 - mit möglich, sofern eine gesetzliche Grundlage dafür besteht (BGE 141 III 265 E. 4.3).”
Die Abschreibungsverfügung des Friedensrichters nach Art. 206 Abs. 1 ZPO ist ein gesetzlich besonders geregelter Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit und gilt als prozessleitende Verfügung besonderer Art. Sie untersteht der Beschwerde nach Massgabe von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO.
“Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos wegen Säumnis der klagenden Partei infolge Nichterscheinens an der Schlichtungsver- handlung gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO ist ein gesetzlich besonders geregelter Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit nach Art. 242 ZPO. Das Bundes- gericht entschied im Urteil 4A_131/2013 vom 3. September 2013 (E. 2.2.2.2; be- stätigt in BGer 4D_80/2017 vom 21. März 2018 und BGer 4A_198/2019 vom 7. August 2019, E. 3 m.w.H.), dass eine Abschreibungsverfügung des Friedens- richters gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO eine prozessleitende Verfügung besonderer Art darstelle, welche nach Massgabe von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO der Beschwer- de unterstehe. Im zur Publikation vorgesehenen Urteil 4A_169/2021 vom”
“Die in E. 6.3.1 erwähnte Literatur beruft sich zum Teil für ihre Auffassung auf das Urteil 4A_131/2013 vom 3. September 2013 betreffend die Abschreibung eines Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos bei Säumnis der klagenden Partei nach Art. 206 Abs. 1 ZPO. In diesem Entscheid stellte das Bundesgericht fest, es handle sich dabei um einen gesetzlich besonders geregelten Fall der Abschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit nach Art. 242 ZPO. Die Abschreibungsverfügung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO stelle eine prozessleitende Verfügung besonderer Art dar und unterstehe nach Massgabe von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO der Beschwerde (E. 2.2.2.2). Die Frage nach dem zulässigen Rechtsmittel wurde in diesem Verfahren allerdings gar nicht thematisiert, weil der Beschwerdeführer selbst Beschwerde erhoben hatte (vgl. Sachverhalt Bst. B). Diese Rechtsprechung wurde in späteren Entscheiden wiedergegeben, wobei es sich dabei aber zum Teil um Einzelrichterentscheide handelte und die Abgrenzung weder thematisiert wurde noch eine Rolle spielte (Urteile 4A_198/2019 vom 7. August 2019 E. 3; 4D_80/2017 vom 21. März 2018 und 4A_156/2014 vom 15. April 2014 E. 3.1). BGE 148 III 186 S. 192 Die bei E. 6.3.2 angeführte Literatur bezieht sich andererseits zum Teil auf BGE 139 III”
Erscheint die beklagte Partei nicht zur Schlichtungsverhandlung (Säumnis), hat die Schlichtungsbehörde so zu verfahren, wie wenn keine Einigung erzielt worden wäre. In der Regel erteilt sie then die Klagebewilligung/Autorisation de procéder (Art. 209 ZPO). In Einzelfällen kann sie stattdessen einen Urteilsvorschlag unterbreiten (Art. 210 ZPO) oder auf Gesuch des Klägers materiell entscheiden (Art. 212 ZPO).
“L'autorité de conciliation doit examiner lors de l'audience de conciliation si la condition de la comparution personnelle au sens de l'art. 204 al. 1 CPC est remplie. Si une partie ne comparaît pas en personne sans qu'il n'existe un motif de dispense au sens de l'art. 204 al. 3 CPC, elle est défaillante (ATF 141 III 159 consid. 2.4; arrêt 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185). Les conséquences du défaut sont réglées à l'art. 206 CPC de manière différente pour le demandeur et pour le défendeur: en cas de défaut du demandeur, la requête de conciliation est considérée comme retirée, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Lorsque le défendeur fait défaut, l'autorité de conciliation procède comme si la procédure n'avait pas abouti à un accord, soit selon les art. 209 à 212 CPC (art. 206 al. 2 CPC). En règle générale, elle doit délivrer une autorisation de procéder (art. 209 CPC). Dans certains cas, elle peut, au lieu de cela, soumettre une proposition de jugement aux parties (art. 210 CPC) ou, sur requête du demandeur, statuer au fond (art. 212 CPC). En cas de défaut des deux parties, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 3 CPC) (arrêt 4A_416/2019 précité consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185).”
“Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 7331; BGE 140 III 70 E. 4.3). Durch die Pflicht zum persönlichen Erscheinen soll mithin ein persönliches Gespräch zwischen den Parteien vor der allfälligen Klageeinreichung ermöglicht werden. Art. 204 Abs. 1 ZPO zielt in diesem Sinne - wie das BGE 149 III 12 S. 16 Schlichtungsverfahren überhaupt - darauf ab, diejenigen Personen zu einer Aussprache zusammenzubringen, die sich miteinander im Streit befinden und die über den Streitgegenstand auch selber verfügen können (BGE 140 III 70 E. 4.3; zit. Urteil 4A_416/2019 E. 3.1). Von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen ausgenommen sind Parteien, die ausserkantonalen oder ausländischen Wohnsitz haben oder wegen Krankheit, Alter oder anderweitigen Gründen verhindert sind, wobei sie sich vertreten lassen müssen (Art. 204 Abs. 3 lit. a und b ZPO). Kommt es zu keiner Einigung, hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Gleich verfährt sie, wenn die beklagte Partei säumig bleibt (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Die Säumnis als Rechtsbegriff wird in Art. 147 ZPO geregelt. Im Kontext des Schlichtungsverfahrens liegt Säumnis namentlich vor, wenn eine Partei nicht persönlich zur Verhandlung erscheint oder - falls sie nicht persönlich erscheinen muss - sich nicht ordnungsgemäss vertreten lässt (ALVAREZ/PETER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 6 zu Art. 206 ZPO).”
“79 LP permet au créancier à la poursuite duquel il a été formé opposition d'obtenir qu'elle soit écartée par la voie d'une action en reconnaissance de dette. Il s'agit là d'une action en paiement ordinaire, de droit matériel et soumise aux règles du CPC ou de la procédure administrative applicable (ATF 119 III 67 cons. 4b). Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op.”
Ergibt sich bei Säumnis der beklagten Partei gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO kein Vergleich, hat die Schlichtungsbehörde die im Verweis in Art. 206 Abs. 2 ZPO genannten Möglichkeiten: sie kann in der Regel die Klagebewilligung erteilen, einen Urteilsvorschlag unterbreiten oder — sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind — einen Entscheid fällen.
“Die Schlichtungsbehörde hat an der Schlichtungsverhandlung zu prüfen, ob die Voraussetzung des persönlichen Erscheinens nach Art. 204 Abs. 1 ZPO erfüllt ist. Von dieser Frage hängt das weitere Vorgehen ab. Erscheint eine Partei nicht persönlich, ohne dass ein Dispensationsgrund nach Art. 204 Abs. 3 ZPO vorliegt, so ist sie säumig. Dies hat bei der klagenden Partei zur Folge, dass das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen gilt und das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Bei Säumnis der beklagten Partei verfährt die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO, wie wenn keine Einigung zustande gekommen wäre (Erteilung der Klagebewilligung, Unterbreitung eines Urteilsvorschlags oder Entscheid). Die Schlichtungsbehörde muss somit an der Schlichtungsverhandlung möglichst rasch und gestützt auf Urkunden (vgl. Art. 203 Abs. 2 ZPO) darüber befinden können, ob die Voraussetzung des persönlichen Erscheinens nach Art. 204 Abs. 1 ZPO erfüllt ist oder ob sie aufgrund von Säumnis das Verfahren abschreiben (Säumnis der klagenden Partei) bzw. nach Art. 209-212 ZPO verfahren soll (Säumnis der beklagten Partei).”
“Wie die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit den Kosten richtig hervorhebt, liegt in der Hauptsache kein Entscheid vor und bedeutet die Gutheissung der kantonalen Beschwerde lediglich, dass den Beschwerdegegnern allenfalls eine Klagebewilligung auszustellen sein wird (S. 12 Rz. 33 der Beschwerdeschrift). Geht wie hier die beklagte Partei im Schlichtungsverfahren säumig, verfährt die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre (Art. 209-212 ZPO). Das angefochtene Urteil, das die Abschreibungsverfügung aufhebt, schliesst das Schlichtungsverfahren - entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin (S. 2 Rz. 2) - folglich nicht ab (Art. 90 BGG), sondern ist eine Rückweisung an das Vermittleramt, das zu prüfen hat, ob es die Klagebewilligung erteilt (Art. 209 ZPO) oder - je nach Streitwert - einen Urteilsvorschlag unterbreitet (Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO) oder den Entscheid fällt (Art. 212 ZPO). Im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten bleibt der Ausgang des Schlichtungsverfahrens somit offen.”
“Die Beschwerdeführerin ist zur Schlichtungsverhandlung unentschuldigt nicht erschienen, weshalb sie bezüglich dieser als säumig im Sinne von Art. 206 Abs. 2 ZPO galt. Dennoch stellte das Friedensrichteramt nicht die Klagebewilligung aus, sondern fällte selbst einen Entscheid. Diese Möglichkeit besteht zufolge Verwei- sung in Art. 206 Abs. 2 ZPO auf Art. 212 ZPO nicht bloss bei Anwesenheit beider Parteien, sondern auch im Falle der Säumnis der beklagten Partei.”
Lehre und Rechtsprechung sind geteilt, ob bei Vorliegen eines Dispensgrunds (Art. 204 Abs. 3 ZPO) die fehlende persönliche Anwesenheit ohne eine gültige Vertretung als Säumnis zu werten ist. Die Schlichtungsbehörde muss auf der Grundlage der Akten prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Dispensation und für eine gültige Vertretung gegeben sind; fehlt eine gültige Vertretung trotz Vorliegens eines Dispensgrunds, kann dies als Säumnis im Sinn von Art. 206 ZPO gelten.
“16 Schlichtungsverfahren überhaupt - darauf ab, diejenigen Personen zu einer Aussprache zusammenzubringen, die sich miteinander im Streit befinden und die über den Streitgegenstand auch selber verfügen können (BGE 140 III 70 E. 4.3; zit. Urteil 4A_416/2019 E. 3.1). Von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen ausgenommen sind Parteien, die ausserkantonalen oder ausländischen Wohnsitz haben oder wegen Krankheit, Alter oder anderweitigen Gründen verhindert sind, wobei sie sich vertreten lassen müssen (Art. 204 Abs. 3 lit. a und b ZPO). Kommt es zu keiner Einigung, hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Gleich verfährt sie, wenn die beklagte Partei säumig bleibt (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Die Säumnis als Rechtsbegriff wird in Art. 147 ZPO geregelt. Im Kontext des Schlichtungsverfahrens liegt Säumnis namentlich vor, wenn eine Partei nicht persönlich zur Verhandlung erscheint oder - falls sie nicht persönlich erscheinen muss - sich nicht ordnungsgemäss vertreten lässt (ALVAREZ/PETER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 6 zu Art. 206 ZPO).”
“La partie adverse est informée à l’avance de la représentation (al. 4). Le Tribunal fédéral a exposé que serait également défaillante la partie qui, bien que régulièrement assignée (art. 147 al. 1 CPC), ne comparaît pas personnellement ou, lorsqu'elle dispose d'un motif de dispense, n'est pas valablement représentée (TF 5A_385/2019 et 5A_386/2019 du 8 mai 2020 consid. 4.1.2 ; TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). Cela contredit toutefois le fait que l’art. 204 al. 3 CPC prévoit la possibilité (« peut se faire représenter ») et non l’obligation, en cas de dispense, de se faire représenter. La doctrine est également divisée sur ce point, certains auteurs faisant état de la possibilité de se faire représenter (cf. Infanger, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3e éd., n. 3 ad art. 204 CPC), et d’autres de l’obligation de se faire représenter, lorsque l’une des conditions de l’art. 204 al. 3 CPC est remplie, à défaut de quoi la partie doit être considérée comme étant défaillante au sens de l’art. 206 CPC (Alvarez/Peter, in Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, vol. 2, 2012, n. 6 ad art. 206 CPC ; Wyss, in Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3e éd. 2021, n. 9 et 12 ad art. 204 CPC et n. 1 ad art. 206 CPC ; Bohnet, in CR CPC op. cit., n. 13 ad art. 206 CPC, qui ne motive pas son point de vue). 3.2.3 L'autorité de conciliation doit examiner rapidement et sur la base des pièces si les conditions de la comparution personnelle de l'art. 204 al. 1 CPC sont réalisées. Si une partie ne comparaît pas personnellement sans que l'un des motifs de dispense selon l'art. 204 al. 3 CPC ne soit réalisé, elle est défaillante, avec les conséquences prévues à l'art. 206 CPC (ATF 141 III 159 consid. 2 ; TF 4A_51/2015 du 20 avril 2015 consid. 3.2 ; TF 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, RSPC 2020 p. 130 note Jéquier). 3.2.4 Aux termes de l’art. 56 CPC, le tribunal interpelle les parties lorsque leurs actes ou déclarations sont peu clairs, contradictoires, imprécis ou manifestement incomplet et leur donne l’occasion de les clarifier et de les compléter.”
Die rechtsgültig zugestellte Vorladung bleibt bis zu ihrem ausdrücklichen Widerruf verbindlich; bis zum Eingang einer Antwort auf ein Verschiebungsgesuch ist keine stillschweigende Bewilligung anzunehmen. Ergibt sich das Verschiebungsgesuch als ungenügend begründet oder unvollständig, ist in Ausübung der richterlichen Fragepflicht eine Nachfrist zur Ergänzung der Begründung und zur Einreichung erforderlicher Belege anzusetzen.
“Ist das Verschiebungsgesuch ungenügend begründet oder dokumentiert, ist in Ausübung der richterlichen Fragepflicht eine Nachfrist zur Ergänzung der Begründung und Einreichung der erforderlichen Belege anzu- setzen (BSK ZPO-B RÄNDLI/BÜHLER, 3. Aufl. 2017, Art. 135 N 12 f.). Obschon der Kläger von der Vorinstanz zweimal dazu aufgefordert war, hat er in- nert den ihm dafür angesetzten Fristen keinen Beleg für die als Verschiebungs- grund angeführte Erkrankung eingereicht. Unbestritten erschien er am 7. November 2019 nicht zur Schlichtungsverhandlung. Bis zum Eingang der Ant- wort auf ein Verschiebungsgesuch darf keine stillschweigende Bewilligung der Verschiebung angenommen werden. Die einmal rechtsgültig zugestellte Vorla- dung bleibt solange gültig, als sie nicht ausdrücklich widerrufen worden ist – sei es schriftlich, mündlich oder per E-Mail (vgl. statt vieler: BSK ZPO-B RÄNDLI / BÜH- LER , 3. Aufl. 2017, Art. 135 N 28). Bei Säumnis der klagenden Partei an der Schlichtungsverhandlung gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen; das - 4 - Verfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Darauf wurde der Kläger auch in der Vorladung hingewiesen (act. 2). Damit erachtete die Vorinstanz den Kläger zu Recht als säumig und schrieb das Verfahren gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO zutreffend ab. Der Kläger erwähnt nicht, wann und wo er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt haben will. Seinen Eingaben an die Vorinstanz lässt sich kein entsprechender Antrag entnehmen (act. 1; act. 6; act. 7; act. 10; act. 17). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Inwiefern bei den vom Kläger gestellten Anträgen eine sachliche Zuständigkeit der Zivilgerichte begründet werden könnte, kann bei diesem Ergebnis offen bleiben.”
Die klagende Partei muss persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen; dies gilt auch, wenn der Beklagte sein Fernbleiben angekündigt hat. Wird die Partei nicht persönlich vertreten oder ist die Vertretung nicht den gesetzlichen Voraussetzungen (vgl. Art. 204 ZPO) entsprechend, gilt dies als Säumnis. Eine rechtzeitig angekündigte Verhinderung kann hingegen entschuldigt werden, sofern die gesetzlichen Anforderungen an die Mitteilung und gegebenenfalls die Vertretung erfüllt sind.
“Das Schlichtungsverfahren und die Klagebewilligung sind Prozessvoraus- setzungen (Art. 197 und 221 Abs. 2 lit. b ZPO). Das Bundesgericht nimmt es zu Recht streng mit dem gesetzlichen Erfordernis, dass die Parteien vor dem förmli- chen Prozessverfahren eine Gelegenheit haben müssen, ihre Sache gütlich beizu- legen (BGE 138 III 366, zur Einigungsverhandlung im Sinne von Art. 291 ZPO). Das Gesetz gibt dem Verfahren auch damit ein besonderes Gewicht, als das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen gilt, wenn die klagende Partei zur Ver- handlung unentschuldigt nicht erscheint (Art. 206 ZPO). Erklärt der Beklagte, er werde der Vorladung zur Schlichtungsverhandlung keine Folge leisten, darf die Schlichtungsbehörde den Kläger nicht von der Schlichtungsverhandlung dispen- sieren. Trotz Mitteilung des Beklagten, er werde nicht erscheinen, hat der Kläger zum Vermeiden der Rückzugsfiktion von Art. 206 Abs. 1 ZPO an der Verhandlung teilzunehmen, allenfalls einzig um die Klagebewilligung abzuholen (BGE 146 III 185). Diese strenge Regel wird nur gemildert, wenn die beklagte Partei Sitz oder Wohnsitz im Ausland hat oder ihr Aufenthalt unbekannt ist - dann kann die kla- gende Partei einseitig auf eine Schlichtung verzichten (Art. 199 Abs. 2 ZPO). Und zum Vermeiden unnötiger Leerläufe stellt das Parlament mit der neuesten Revisi- on 2023 die Schlichtung vor einem Verfahren im Sinne von Art. 5, 6 und 8 ZPO ins Belieben der klagenden Partei (Art. 199 Abs. 3 ZPO/2023). Das Erfordernis der Schlichtung gilt auch dann nicht, wenn die Parteien bei einem Streitwert von über CHF 100'000.00 gemeinsam auf das Schlichtungsverfahren verzichten (Art.”
“5 et l’auteur cité) ; la personne empêchée de comparaître pour cause de maladie, d’âge ou en raison d’autres justes motifs (let. b). Selon l’art. 204 al. 4 CPC, la partie adverse est informée à l’avance de la représentation. L’autorité de conciliation doit examiner d’office, lors de l’audience de conciliation, si la condition de comparution personnelle au sens de l’art. 204 al. 1 CPC est réalisée (ATF 141 III 159 consid. 2.4 ; TF 4A_179/2022 du 13 septembre 2022 consid. 5 et l’arrêt cité). La partie qui, bien que régulièrement assignée (art. 147 al. 1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu’elle ne peut se prévaloir d’un des motifs de dispense prévu à l’art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu’elle dispose d’un motif de dispense, n’est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante (TF 4A_179/2022 du 13 septembre 2022 consid. 5 et les arrêts cités). La partie qui envoie un représentant sans réaliser les prévisions de l’art. 204 al. 3 CPC fait donc défaut (TF 4A_179/2022 du 13 septembre 2022 consid. 5 et l’arrêt cité). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l’art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée ; la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC ; TF 4A_179/2022 du 13 septembre 2022 consid. 5). 3.2 L’argumentation de l’appelante concernant son absence de réaction au courrier de l’intimée du 10 février 2022, par lequel cette dernière demandait à l’autorité de conciliation de constater son défaut de comparution personnelle à l’audience de conciliation, respectivement le retrait de sa requête de conciliation, est dénuée de portée, dans la mesure où la problématique à résoudre est uniquement de savoir si l’appelante a été dispensée de comparution personnelle à l’audience en question. L’absence de réaction de l’appelante à ce courrier ne saurait valoir adhésion à la requête formulée par sa partie adverse ni acceptation du défaut de comparution que cette dernière entendait faire constater. Le procès-verbal de l’audience de conciliation du 9 février 2022, rectifié le 11 février 2022 (pièce 22), mentionne expressément que l’appelante n’était pas représentée par l’un de ses organes, seul son mandataire ayant comparu.”
“3 Lorsque le litige entre dans l'une des hypothèses permettant tant à l'autorité de formuler une proposition de jugement (art. 210 al. 1 let. c CPC) que de rendre une décision au fond (art. 212 al. 2 CPC), ladite autorité choisit librement la voie qu'elle entend emprunter (Bohnet, CR CPC, n° 5 ad art. 212 CPC). La requête devrait être formulée dans la requête de conciliation, de telle manière à mettre le défendeur en position de prendre les mesures utiles, en particulier le dépôt d’une réponse écrite et le développement d’une argumentation visant par exemple à faire en sorte que l’autorité renonce à rendre une décision. Si l’on devait considérer que la requête peut être formée ultérieurement, il faudrait à tout le moins que le défendeur ait été informé, lors de la transmission de la requête, par une formule standard, que l’autorité de conciliation peut rendre une décision sur requête du demandeur lorsque la valeur litigieuse ne dépasse pas 2000 fr. (cf. ACJC/1350/2012 du 28 septembre 2012, consid. 3.1; Bohnet, op. cit., n° 7 ad art. 212 CPC). 2.1.4 Aux termes de l'art. 206 CPC, en cas de défaut du défendeur, l'autorité de conciliation procède comme si la procédure n'avait pas abouti à un accord, cette disposition renvoyant expressément à l'art. 212 CPC. 2.1.5 Selon l'art. 147 al. 1 et 2 CPC, une partie est défaillante lorsqu'elle omet d'accomplir un acte de procédure dans le délai prescrit ou ne se présente pas lorsqu'elle est citée à comparaître. La procédure suit son cours sans qu'il ne soit tenu compte du défaut, à moins que la loi n'en dispose autrement. 2.2.1 En l'espèce, la recourante a été convoquée à une première audience de conciliation pour le 30 juin 2021, à laquelle elle n'a pas comparu. L'Autorité de conciliation a estimé que l'absence était excusée, vu l'empêchement annoncé par le représentant de la société avant l'audience (enfant malade). Le demandeur ayant sollicité de l'Autorité de conciliation qu'elle statue au fond, au sens de l'art. 212 CPC, dès lors que la valeur litigieuse était inférieure à 2'000 fr., une nouvelle audience de conciliation a été fixée.”
“3 CPC, est dispensée de comparaître personnellement et peut se faire représenter notamment la personne empêchée de comparaître pour cause de maladie, d'âge ou en raison d'autres justes motifs (let. b). Conformément à l'art. 204 al. 4 CPC, la partie adverse est informée à l'avance de la représentation. L’autorité de conciliation doit examiner d’office, lors de l’audience de conciliation, si la condition de la comparution personnelle au sens de l’art. 204 al. 1 CPC est réalisée (ATF 141 III 159 consid. 2.4 ; TF 4A_179/2022 précité consid. 5 et réf. cit.). La partie qui, bien que régulièrement assignée (art. 147 al. 1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu’elle ne peut se prévaloir d’un des motifs de dispense prévu à l’art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu’elle dispose d’un motif de dispense, n’est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante. La partie qui envoie un représentant sans réaliser les prévisions de l’art. 204 al. 3 CPC fait donc défaut (TF 4A_179/2022 précité consid. 5 et réf. cit.). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l’art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée ; la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC ; TF 4A_179/2022 précité consid. 5). L’absence de l’un des consorts nécessaires à l’audience de conciliation est imputable à tous (TF 4A_135/2018 du 27 avril 2018 consid. 2.4 et 3.1 ; CREC 27 février 2013/59 consid. 3.2 ; JdT 2012 III 207 note Piotet ; Aeschlimann-Disler et Heinzmann, in Petit Commentaire, Code de procédure civile, Bâle 2021 [ci-après : PC-CPC], n. 2 ad art. 206). L’art. 206 al. 1 CPC vaut pour toutes les procédures de conciliation, y compris dans les affaires de bail à loyer. Cette disposition s’applique en particulier au locataire qui ne respecte pas les prescriptions légales de comparution, au risque de provoquer une déchéance de ses droits, notamment lorsqu’il agit pour contester la résiliation du bail ou une augmentation de loyer (TF 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3 ; Bohnet, CPC annoté [ci-après : CPC annoté], Neuchâtel 2022, n.”
Die persönliche Anwesenheit/ Vergleichsvorstellung einer Partei kann nicht durch die blosse Anwesenheit eines Anwalts ersetzt werden.
“Elle vise à permettre aux parties de s'entretenir personnellement avant l'éventuel dépôt d'une demande. Le but est d'amener à une discussion les personnes qui se trouvent en litige et qui peuvent disposer elles-mêmes de l'objet du litige. La seule présence d'un avocat n'est pas suffisante pour réaliser la condition de comparution personnelle (ATF 140 III 70 consid. 4.3). L'autorité de conciliation doit examiner d'office, lors de l'audience de conciliation, si la condition de comparution personnelle au sens de l'art. 204 al. 1 CPC est réalisée (ATF 141 III 159 consid. 2.4). La partie qui, bien que régulièrement assignée (cf. art. 147 al. 1 CPC), ne comparaît pas personnellement, alors même qu'elle ne peut se prévaloir d'un des motifs de dispense prévu à l'art. 204 al. 3 CPC, ou, lorsqu'elle dispose d'un motif de dispense, n'est pas valablement représentée, est considérée comme défaillante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1; 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). Les conséquences du défaut de comparution sont réglées à l'art. 206 CPC. En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC; arrêt du Tribunal fédéral 4A_179/2022 du 13 septembre 2022 consid. 5). 2.1.2 Par "citation", le CPC vise les convocations aux actes de procédure auxquels une personne doit assister, en particulier les audiences et les inspections. La citation est une ordonnance de procédure qui invite une personne à comparaître en qualité de partie (art. 202 al. 3, 245 al. 1, 265 al. 2 et 291), de témoin (art. 170), de personne appelée à fournir des renseignements ou d'expert (art. 187). La citation des parties est une formalité essentielle du procès qui porte à la connaissance de celles-ci la tenue d'une audience et leur permet d'exercer leur droit d'être entendu (BOHNET, in CR CPC, 2019, n. 2 à 4 ad art. 133 CPC). Selon l'art. 133 CPC, la citation indique le nom et l'adresse de la personne citée à comparaître (let. a), l'objet du litige et les parties (let.”
Gegen einen erstinstanzlichen Abschreibungsentscheid nach Art. 206 Abs. 1 ZPO steht in vermögensrechtlichen Angelegenheiten bei einem Streitwert von mindestens CHF 10'000.– die Berufung, ansonsten die Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO offen.
“Beim Abschreibungsentscheid nach Art. 206 Abs. 1 ZPO handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid. Dieser ist in vermögensrechtlichen Angele- genheiten mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert mindestens Fr. 10'000.– beträgt, andernfalls mit Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO (vgl. zum Ganzen OGer ZH RU190025 vom 14. Mai 2019 m.w.H.). Der Streitwert beträgt vorliegend Fr. 2'610.–, weshalb als Rechtsmittel die Beschwerde zur Verfügung steht.”
“Erwägungen: 1.1. Am 30. Juni 2023 überbrachte die Klägerin und Beschwerdeführerin (nach- folgend Beschwerdeführerin) der Schlichtungsbehörde in Mietsachen des Bezirks- gerichtes Dietikon (nachfolgend Vorinstanz) ein Schlichtungsgesuch gegen den Beklagten und Beschwerdegegner (nachfolgend Beschwerdegegner). Daraufhin lud die Vorinstanz am 7. August 2023 zur Schlichtungsverhandlung auf den 28. August 2023 vor (act. 6). Weil die Beschwerdeführerin unentschuldigt nicht zur Schlichtungsverhandlung erschien (Prot. VI S. 3), schrieb die Schlichtungsbe- hörde das Verfahren gestützt auf Art. 206 Abs. 1 ZPO mit Beschluss desselben Tages androhungsgemäss als gegenstandslos ab (act. 16). 1.2. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 21. September 2023 Beschwerde (act. 17). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–14). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 2.1. Beim Abschreibungsentscheid nach Art. 206 Abs. 1 ZPO handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid. Dieser ist in vermögensrechtlichen Angele- genheiten mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert mindestens Fr. 10'000.– beträgt, andernfalls mit Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO (vgl. zum Ganzen OGer ZH RU190025 vom 14. Mai 2019 m.w.H.). Der Streitwert beträgt vorliegend Fr. 2'610.–, weshalb als Rechtsmittel die Beschwerde zur Verfügung steht. 2.2. Die Beschwerde ist innert der 30-tägigen Beschwerdefrist schriftlich und be- gründet einzureichen (vgl. Art. 321 Abs. 1 ZPO). Mit Beschwerde können unrich- tige Rechtsanwendung (Art. 320 lit. a ZPO) sowie offensichtlich unrichtige Fest- stellung des”
Die Säumnis des klagenden Teils nach Art. 206 Abs. 1 ZPO kann zum Verlust materieller Rechte führen. Insbesondere ist in der Praxis festgehalten, dass durch die als zurückgezogen geltende Klage Fristen der Kündigungsanfechtung bzw. der Erstreckung (materielle Verwirkungsfristen) verloren gehen können; dies stellt regelmässig einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dar.
“2 – 4) und moniert, sie fände das vorinstanzli- - 5 - che Vorgehen widersprüchlich und empfinde dieses als grosse Schikane sowie als persönliche Demütigung (act. 19 S. 5 unten). Die vorinstanzliche Feststellung, die Aussagen ihres Ehemannes an der Schlichtungsverhandlung vom 29. April 2024 liessen an ihrem Rückreisewillen sowie an der Richtigkeit des ärztlichen At- tests zweifeln, bezeichnet sie in ihrer Beschwerde sinngemäss als Nebenschau- platz und geht darauf nicht näher ein. Gleichwohl ist klar, inwiefern sie sich am vorinstanzlichen Entscheid stösst, den sie in seiner Gesamtheit als zu formalis- tisch empfindet, da die Schlichtungsbehörde anstatt die Streitsache inhaltlich an- zugehen einen formellen Grund gesucht habe, um sich der Sache zu entledigen. Auf die Beschwerde ist damit insofern einzutreten. Das Vorliegen eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils ist sodann zum vornherein offenkundig, führt doch die Abweisung des Gesuchs der Klägerin um Erlass des persönlichen Erscheinens zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Dies wiederum hat zur Folge, dass die Frist für die Kündigungsanfechtung unter- dessen verwirkt ist (Art. 273 OR). Da damit auch das Vorliegen eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils zu bejahen ist, ist auf die Beschwerde einzutre- ten. 4.2.Ungeachtet eines allfälligen Vertretungsverhältnisses müssen die Par- teien persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen (Art. 204 Abs. 1 ZPO). Wie die Vorinstanz korrekt erwog, muss gestützt auf Art. 204 Abs. 3 lit. b ZPO ausnahmsweise nicht persönlich erscheinen, wer wegen Krankheit, Alter oder aus anderen wichtigen Gründen verhindert ist (wobei sie sich in diesem Fall jedoch vertreten lassen muss, andernfalls sie als säumig gilt; vgl. act. 18 S. 3 Mitte). Dass die Klägerin an der Verhandlung vom 29. April 2024 wegen Krankheit säu- mig war, ist – wie die Vorinstanz zu Recht schlussfolgerte – nicht glaubhaft. Es ist davon auszugehen, dass die Klägerin ihren Ehemann ansonsten spätestens am Verhandlungstag über die (behauptete) Verschlechterung ihres Gesundheitszu- stands informiert hätte, nicht zuletzt deshalb, weil sie gerade wusste, dass sie an diesem Tag persönlich an der Verhandlung teilzunehmen hatte (vgl.”
“Nicht zu folgen sei auch dem dritten Einwand der Mieterin, wonach eine nachträgliche Berufung auf die fehlende Handlungsbevollmächtigung rechtsmissbräuchlich sei: Der an der Schlichtungsverhandlung nicht anwaltlich vertretenen Vermieterin könne nicht vorgeworfen werden, dass die Mieterin das Erfordernis des persönlichen Erscheinens nicht erfülle; diese Prüfung sei zudem Aufgabe der Schlichtungsstelle, nicht der Gegenpartei. Ein rechtsmissbräuchliches Verhalten der Vermieterin sei nicht zu erkennen (E. 2.7). Nichts ableiten könne die Mieterin auch aus ihrem vierten Einwand, wonach die Schlichtungsstelle die Praxis pflege, die Säumnis einer Partei erst nach einer Wartezeit von 15 Minuten eintreten zu lassen. Diese Karenzzeit gelange nur zur Anwendung, wenn eine Partei unentschuldigt nicht zur Verhandlung erscheine oder die Beteiligung an der Verhandlung ablehne. Dies sei im vorliegenden Fall nicht der Fall gewesen (E. 2.8). Zusammenfassend habe die Mieterin an der Schlichtungsverhandlung das Erfordernis des persönlichen Erscheinens nicht erfüllt und sei damit säumig geblieben (E. 2.9). Nach Art. 206 Abs. 1 ZPO gelte das Schlichtungsgesuch der klagenden Partei hier der Mieterin als zurückgezogen und das Verfahren werde als gegenstandslos abgeschrieben. Dies habe zur Folge, dass das Schlichtungsgesuch der Mieterin (um Aufhebung der Kündigung, eventualiter Erstreckung) als zurückgezogen gelte. Da die Fristen zur Kündigungsanfechtung und Erstreckung materielle Verwirkungsfristen seien, sei es der Mieterin auch nicht möglich, die Kündigung erneut anzufechten oder eine neue Erstreckung zu verlangen. Demnach sei die Kündigung des Mietverhältnisses per Ende Dezember 2021 wirksam erfolgt (E. 3).”
“Vorerst sei das Verfahren auf die Frage der rechtsgenüglichen Vertretung der Mieterin im Schlichtungsverfahren zu beschränken (Ziff. 3). B.b. Mit Verfügung vom 6. Oktober 2021 wurde das Verfahren, wie von der Vermieterin beantragt, auf die Frage der rechtsgenüglichen Vertretung der Mieterin im Schlichtungsverfahren beschränkt. Mit Entscheid vom 19. September 2022 stellte das Zivilgericht fest, dass das Mietverhältnis Ende Dezember 2021 definitiv zu Ende gegangen sei. Es erwog, die Mieterin vertrete die Auffassung, C.________ amte als ihr Handlungsbevollmächtigter (Art. 462 OR). Die kaufmännische Handlungsvollmacht müsse der Schlichtungsbehörde vorgelegt werden, damit diese rasch und einfach prüfen könne, ob die Mieterin korrekt vertreten sei. Der Schlichtungsbehörde sei keine solche Handlungsvollmacht vorgelegt worden, sondern lediglich eine Vollmacht zur Prozessführung gemäss Art. 32 ff. OR. Die Mieterin habe somit das Erfordernis des persönlichen Erscheinens an der Schlichtungsverhandlung nicht erfüllt und sei säumig geblieben. Nach Art. 206 Abs. 1 ZPO gelte das Schlichtungsgesuch der klagenden Partei (hier der Mieterin) als zurückgezogen und das Verfahren werde als gegenstandslos abgeschrieben. Dies habe zur Folge, dass das Schlichtungsgesuch der Mieterin (Begehren um Aufhebung der Kündigung, eventualiter Erstreckung) als zurückgezogen gelte. Da die Fristen zur Kündigungsanfechtung und Erstreckung materielle Verwirkungsfristen seien, sei es ihr auch nicht möglich, die Kündigung erneut anzufechten oder eine neue Erstreckung zu verlangen. B.c. Eine dagegen gerichtete Berufung der Mieterin wies das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt mit Entscheid vom 3. März 2023 ab. Es erwog, das Zivilgericht habe zu Recht festgehalten, dass die Mieterin an der Schlichtungsverhandlung das Erfordernis des persönlichen Erscheinens nicht erfüllt habe und somit säumig geblieben sei, womit das Schlichtungsverfahren als gegenstandslos abgeschrieben werden müsse. C. Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Mieterin dem Bundesgericht, was folgt: " 1.”
“En d'autres termes, on admet la conversion si les conditions de recevabilité de la voie de droit correcte sont réunies, si l'acte peut être converti dans son entier, si la conversion ne porte pas atteinte aux droits de la partie adverse et si l'erreur ne résulte pas d'un choix délibéré de la partie représentée par un avocat de ne pas suivre la voie de droit mentionnée au pied de la décision de première instance ou d'une erreur grossière (arrêt du Tribunal fédéral 5A_46/2020 du 17 novembre 2020 consid. 4.1). 1.1.2 En l'espèce, le droit du recourant de contester la hausse de loyer selon l'art. 270b al. 1 CO, qui prévoit un délai de péremption de trente jours, est perdu ensuite de la décision attaquée. Le refus de restitution constitue dès lors une décision finale, susceptible d'appel, compte tenu de la valeur litigieuse (20 x 600 fr. = 12'000 fr.). Au regard des principes susmentionnés, le recours interjeté en lieu et place d'un appel, bien que par un avocat, sera déclaré recevable, la décision querellée mentionnant une voie de droit erronée, pas immédiatement reconnaissable. 1.2.1 La décision de radiation du rôle de la procédure de conciliation selon l'art. 206 al. 1 CPC est une ordonnance d'instruction de type particulier, qui est soumise à recours selon l'art. 319 let. b CPC, lorsqu'elle peut causer un préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est par exemple le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête aux fins de conciliation serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure de conciliation, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, dans lesquels aucun droit matériel n'est perdu ensuite de la radiation, le demandeur a la possibilité de déposer une nouvelle requête aux fins de conciliation (arrêts du Tribunal fédéral 4A_198/2019 du 7 août 2019 consid. 3; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1; 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile commenté, 2ème éd., 2019, n. 15 ad art. 319 CPC; Bohnet, Les voies de droit contre les actes de l'autorité de conciliation, en particulier en matière de récusation et de classement suite au défaut, Newsletter bail.”
Erscheint die beklagte Partei nicht zur Schlichtungsverhandlung, stellt die Schlichtungsbehörde der klagenden Partei gemäss Art. 209 ZPO eine Ermächtigung zur Weiterverfolgung aus. Mit dieser Ermächtigung kann die Klägerin oder der Kläger innerhalb von drei Monaten ab deren Erteilung die Klage vor dem zuständigen Gericht einreichen. Wird die Frist nicht eingehalten, endet die Streitsache in der Regel; die Instanz gilt dann als nicht eingeführt bzw. die Partei gilt als auf die gerichtliche Entscheidung verzichtet.
“Il en résulte que la simple introduction par le poursuivant d'une requête de mainlevée fait obstacle à la non-divulgation de la poursuite, quand bien même cette requête serait ensuite rejetée ou déclarée irrecevable et que le poursuivant n'engagerait pas d'autre démarche (ATF 141 III 41 cons. 3.3). 2.1.2 L'art. 79 LP permet au créancier à la poursuite duquel il a été formé opposition d'obtenir qu'elle soit écartée par la voie d'une action en reconnaissance de dette. Il s'agit là d'une action en paiement ordinaire, de droit matériel et soumise aux règles du CPC ou de la procédure administrative applicable (ATF 119 III 67 cons. 4b). Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.1.3 Selon la jurisprudence de la Chambre de céans, le créancier qui n'introduit pas devant le juge du fond son action en reconnaissance de dette, dans les trois mois dès l'échec de la tentative de conciliation, est réputé renoncer à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition.”
“79 LP permet au créancier à la poursuite duquel il a été formé opposition d'obtenir qu'elle soit écartée par la voie d'une action en reconnaissance de dette. Il s'agit là d'une action en paiement ordinaire, de droit matériel et soumise aux règles du CPC ou de la procédure administrative applicable (ATF 119 III 67 cons. 4b). Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op.”
Die Schlichtung ist von der materiellen Prozessleitung zu unterscheiden. Erscheint die beklagte Partei nicht, hat dies nicht die rechtlichen Folgen eines Versäumnisses im materiellen Verfahren; es gilt vielmehr nur die in Art. 206 Abs. 2 ZPO geregelte Rechtsfolge, dass die Schlichtungsbehörde so verfährt, als sei keine Einigung zustande gekommen.
“Celui-ci, saisi d’une action en annulation de congé, est alors compétent pour statuer sur les conclusions reconventionnelles en expulsion qui sont liées au sort de l’action en annulation à défaut de procédure en cours devant la justice de paix (cf. supra consid. 4.2.1). 5. 5.1 Les appelants critiquent le fait que les intimés ont été dispensés de comparaître à l’audience de conciliation. Ils estiment que cette dispense était erronée et qu’on doit retenir le défaut des intimés à l’audience, laquelle devrait être assimilée à un désistement d’action. 5.2 Les parties sont tenues de comparaître en personne à l’audience de conciliation. Sont dispensés de comparaître personnellement et peuvent se faire représenter notamment les personnes qui ont leur domicile en dehors du canton (art. 204 al. 1 et 3 let. a CPC) et, dans les litiges au sens de l’art. 243 CPC, soit notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer en ce qui concerne la protection contre les congés, le bailleur qui délègue le gérant de l’immeuble, à la condition que celui-ci soit habilité, par écrit, à transiger (art. 204 al. 3 let. c CPC). En cas de défaut du défendeur, l’autorité de conciliation procède comme si la procédure n’avait pas abouti à un accord (art. 206 al. 2 CPC). 5.3 En l’espèce, les intimés étaient doublement légitimés à être dispensés de comparution personnelle : d’une part parce qu’ils sont domiciliés à [...] et d’autre part parce que le litige concernant la résiliation d’un bail les autorise à être représentés en qualité de bailleurs par le gérant de l’immeuble. Les appelants, en revanche, n’avaient aucune raison de se faire dispenser de comparution personnelle. Au demeurant, comme l’ont constaté les premiers juges à teneur de l’art. 206 al. 2 CPC, un éventuel défaut de la partie défenderesse serait sans incidence dans la mesure où il entraîne les mêmes conséquences que si les parties n’avaient pas concilié, à savoir la délivrance de l’autorisation de procéder, le cas échéant après l’établissement d’une proposition de jugement. La procédure de conciliation est en effet distincte d’une procédure au fond : il s’agit comme son nom l’indique de tenter une conciliation. Un éventuel défaut de la partie défenderesse n’a pas les conséquences d’un défaut en procédure au fond.”
“79 LP permet au créancier à la poursuite duquel il a été formé opposition d'obtenir qu'elle soit écartée par la voie d'une action en reconnaissance de dette. Il s'agit là d'une action en paiement ordinaire, de droit matériel et soumise aux règles du CPC ou de la procédure administrative applicable (ATF 119 III 67 cons. 4b). Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op.”
Erscheint die klagende Partei unentschuldigt, gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen und das Verfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben (Art. 206 Abs. 1 ZPO). In der Praxis erfolgt die Abschreibung in der Regel am selben Tag; die Schlichtungsbehörde wartet jedoch mitunter kurz, bevor sie das Säumnis feststellt und abschreibt.
“Die Vorinstanz erwog, dass die Parteien in der Vorladung darauf hingewie- sen worden seien, dass das Schlichtungsgesuch bei Säumnis der klagenden Par- tei als zurückgezogen gelte und das Verfahren als gegenstandlos geworden ab- geschrieben werde (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Der Mieter sei daraufhin unentschuldigt nicht zur Schlichtungsverhandlung erschienen, weshalb das Verfahren als gegen- standlos abzuschreiben sei (act. 18).”
“Am 30. Juni 2023 überbrachte die Klägerin und Beschwerdeführerin (nach- folgend Beschwerdeführerin) der Schlichtungsbehörde in Mietsachen des Bezirks- gerichtes Dietikon (nachfolgend Vorinstanz) ein Schlichtungsgesuch gegen den Beklagten und Beschwerdegegner (nachfolgend Beschwerdegegner). Daraufhin lud die Vorinstanz am 7. August 2023 zur Schlichtungsverhandlung auf den 28. August 2023 vor (act. 6). Weil die Beschwerdeführerin unentschuldigt nicht zur Schlichtungsverhandlung erschien (Prot. VI S. 3), schrieb die Schlichtungsbe- hörde das Verfahren gestützt auf Art. 206 Abs. 1 ZPO mit Beschluss desselben Tages androhungsgemäss als gegenstandslos ab (act. 16).”
“Uhr vorgeladen. Die Parteien wurden dabei aufgefordert, zur bezeichneten Zeit persönlich vor der Schlich- tungsbehörde zu erscheinen, wobei juristische Personen eine leitende Person zu entsenden hätten, welche über die Streitsache orientiert und zu Prozesshandlun- gen (Rückzug, Anerkennung, Vergleich) schriftlich ermächtigt sei (unter Hinweis auf Art. 204 Abs. 1 ZPO). Bleibe die klagende Partei persönlich der Verhandlung unentschuldigt fern, gelte das Schlichtungsgesuch als gegenstandslos abge- schrieben (unter Hinweis auf Art. 206 Abs. 1 ZPO; Urk. 2). Mit Verschiebungsan- zeige vom 19. Oktober 2021 zeigte Friedensrichter C._____ den Parteien an, dass infolge Terminkollision des Friedensrichters die Verhandlung auf Dienstag, 30. November 2021,”
“Dezember 2021 mitzuteilen habe, so dass er prüfen könne, ob die Voraussetzungen für eine Terminverschiebung erfüllt seien (Urk. 12). Die einmal erlassene Vorladung mit den darin enthaltenen Zeitangaben bleibt so lange gültig, als sie nicht ausdrücklich widerrufen worden ist. So lange eine Partei auf ihr gestelltes Verschiebungsgesuch hin vom Gericht - 5 - keine Antwort erhalten hat, muss sie von der Gültigkeit der erhaltenen Vorladung ausgehen. Erscheint eine Partei zum angesetzten Termin nicht, ohne sich nach dem Verschiebungsentscheid erkundigt zu haben, treffen sie die Säumnisfolgen (BGer 5A_121/2014 vom 13. Mai 2014, E. 3.3 m.w.H.). Da die Klägerin es unter- lassen hat, dem Friedensrichter ein förmliches Verschiebungsgesuch mit den nä- heren Angaben ihres Termins vom 13. Dezember 2021 zu stellen, musste sie da- von ausgehen, dass die Verhandlung vom 13. Dezember 2021 durchgeführt wird und das Schlichtungsverfahren aufgrund ihres unentschuldigten Nichterschei- nens, wie in der Vorladung vom 12. Oktober 2021 angedroht (Urk. 9 i.V.m. Urk. 2 S. 2 Ziff. 1 lit. a), in Anwendung von Art. 206 Abs. 1 ZPO als gegenstandslos ab- geschrieben wird. Ihre Beschwerde ist somit diesbezüglich unbegründet.”
“August 2020 an die Schlichtungsbehörde Miete und Pacht des Kantons Luzern. Sie fochten darin die von C.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) ausgesprochene Mietvertragskündigung an und verlangten Erstreckung des Mietverhältnisses. Mit einem weiteren Gesuch an die Schlichtungsbehörde wurde Mängelbeseitigung und Mietzinsreduktion verlangt. Die Schlichtungsbehörde lud die Parteien am 21. September 2020 auf den 6. November 2020 zu zwei Verhandlungen zu den zwei separat eingereichten Gesuchen vor. Die Schlichtungsverhandlung betreffend Anfechtung/Erstreckung wurde auf 09:00 Uhr angesetzt, diejenige betreffend Mängelbeseitigung/Mietzinsreduktion auf 09:30 Uhr. Die Klägerin wurde in der Folge von der persönlichen Erscheinungspflicht dispensiert. Am 6. November 2020 wartete die Schlichtungsbehörde bis um 09:10 Uhr, bevor sie die Verhandlung bezüglich Anfechtung/Erstreckung des Mietverhältnisses eröffnete. Um 09:15 Uhr stellte sie das Säumnis des Klägers fest und schrieb das Verfahren gestützt auf Art. 206 Abs. 1 ZPO als gegenstandslos ab. B. Mit Wiederherstellungsgesuch vom 16. November 2020 beantragten die Kläger bei der Schlichtungsbehörde die Aufhebung des Entscheids vom 6. November 2020 und die Vorladung der Parteien zu einer neuen Schlichtungsverhandlung. Mit Entscheid vom 22. Dezember 2020 wies die Schlichtungsbehörde das Gesuch um Wiederherstellung ab. Gegen diesen Entscheid reichten die Kläger beim Kantonsgericht Luzern Berufung ein. Das Kantonsgericht wies mit Entscheid vom 21. April 2021 die Berufung ab und bestätigte den Entscheid der Schlichtungsbehörde vom 22. Dezember 2020. C. Gegen den Entscheid des Kantonsgerichts erhoben die Beschwerdeführer Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht. Sie beantragten, der Entscheid des Kantonsgerichts sei vollumfänglich aufzuheben und die Schlichtungsbehörde sei anzuweisen, die Parteien zu einer neuen Schlichtungsverhandlung vorzuladen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.”
In dem zitierten Praxisfall machte die klagende Partei die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege erst im Rekurs gegenüber der Entscheidung wegen Stralcio geltend.
“17/2021/t della Giudicatura di pace di Agno promossa con istanza di conciliazione 31 agosto 2021 da RE 1 contro CO 1 e ora sul reclamo 21 ottobre 2021 di RE 1 contro la decisione di stralcio 11 ottobre 2021; ritenuto in fatto: A. Con istanza di conciliazione 31 agosto 2021 RE 1 ha convenuto in giudizio CO 1 per il pagamento di “almeno” fr. 3'528.-. B. Ricevuta la richiesta di versamento dell’anticipo delle spese processuali di fr. 250.-, RE 1 ha chiesto di essere posta al beneficio del gratuito patrocinio. Con atto 16 settembre 2021 il Giudice di pace ha ritornato all’istante la richiesta di gratuito patrocinio, chiedendole di completare la medesima segnatamente con il certificato per l’ammissione all’assistenza giudiziaria vidimato dal Comune. C. All’udienza di conciliazione 7 ottobre 2021 è comparsa solo la parte convenuta. Con decisione 11 ottobre 2021 il Giudice di pace, constatata l’assenza ingiustificata dell’istante all’udienza di conciliazione, ha stralciato la procedura dai ruoli in applicazione dell’art. 206 CPC. D. Con reclamo 21 ottobre 2021 RE 1 s’aggrava contro la decisione di stralcio, chiedendone l’annullamento, contestando che il primo giudice potesse chiedere il certificato per l’ammissione all’assistenza giudiziaria “… in quanto destinata alla procedura giudiziaria e non per il tentativo conciliatorio”. Essa postula di esser posta al beneficio del gratuito patrocinio in sede di reclamo.”
Wurde der klagenden Partei die Vorladung per Einschreiben mit ausdrücklicher Androhung der Rayierung bei Nichterscheinen zugestellt, kann dies — wie in der zitierten Rechtssache — zur Anordnung der Rayierung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO führen.
“b) Par avis du même jour, adressé sous pli recommandé, elle a cité les parties à l’audience de conciliation du 22 novembre 2022. Cette citation précise en particulier que si le requérant ne comparaît pas, la cause sera rayée du rôle. L’envoi contenant la citation à comparaître a été distribué au recourant le 13 octobre 2022. 3. Le 3 novembre 2022, l’intimé a déposé des déterminations. 4. Le 7 novembre 2022, la juge de paix a transmis ces déterminations au recourant. 5. Le 22 novembre 2022, la juge de paix a tenu l’audience de conciliation. Le recourant ne s’y est pas présenté. En droit : 1. 1.1 Le recours est recevable contre les décisions finales de première instance qui ne peuvent faire l’objet d’un appel (art. 319 let. a CPC), notamment lorsque, dans une cause patrimoniale, la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est inférieure à 10’000 fr. (art. 308 al. 2 CPC). Il est ouvert contre une décision de radiation du rôle pour cause de défaut de comparution à une audience de conciliation (art. 206 al. 1 CPC [Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272] ; cf. CREC 15 janvier 2019/18). Le délai de recours est en principe de trente jours à compter de la notification de la décision ou de la notification postérieure de la motivation (art. 321 al. 1 CPC). 1.2 En l’espèce, interjeté en temps utile par une partie qui a un intérêt digne de protection (art. 59 al. 2 let. a CPC), le recours, portant sur une cause patrimoniale dont la valeur litigieuse est inférieure à 10’000 fr., est recevable. 2. Le recours est recevable pour violation du droit (art. 320 let. a CPC) et constatation manifestement inexacte des faits (art. 320 let. b CPC). L’autorité de recours dispose d’un plein pouvoir d’examen s’agissant de la violation du droit (Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile, nn. 2 et 3 ad art. 320 CPC ; Spühler, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3e éd., Bâle 2017, n. 26 ad art. 319 CPC) ; elle revoit librement les questions de droit soulevées par le recourant et peut substituer ses propres motifs à ceux de l’autorité précédente ou du recourant (Spühler, op.”
Liegt der Entscheid auf mehreren selbständigen Begründungen (z.B. Abschreibung wegen Säumnis nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nebst einer weiteren selbständigen Grundlage), muss die Beschwerde sich mit sämtlichen diesen Entscheid tragenden Gründen auseinandersetzen und diese jeweils einzeln entkräften.
“Das Vermittleramt Surselva schrieb das Verfahren infolge Nichterscheinens der klagenden Partei an der Vermittlungsverhandlung vom 13. Juni 2023 (Art. 206 Abs. 1 ZPO) wie auch wegen Nichtleistung des Kostenvorschusses (Art. 101 ZPO) ab. Damit weist der angefochtene Entscheid zwei selbständige Begründungen auf, die je für sich den Ausgang des Rechtsstreits besiegeln. In solchen Fällen muss sich der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift mit sämtlichen, den Ent- scheid selbstständig tragenden Begründungen auseinandersetzen und alle Be- gründungen argumentativ entkräften (BGE 142 III 364 E. 2.4 = Pra 2017 Nr. 73; BGer 5A_524/2023 v.”
Eine mangelhafte oder unterbliebene Zustellung kann die Annahme, das Schlichtungsgesuch sei zurückgezogen, in Frage stellen; sie begründet jedoch nicht von vornherein den Wegfall der Folgen der Säumnis. Ob Art. 206 Abs. 1 ZPO anzuwenden ist, hängt vom jeweiligen Sachverhalt ab (insbesondere von der form- und fristgerechten Geltendmachung etwaiger Entschuldigungs- oder Verschiebungsgründe).
“Il lui a également notifié une citation à comparaître à une audience de conciliation fixée devant le Tribunal le 26 août 2024, à 14h20, en salle R1______. f. A teneur du dossier de la procédure, aucune citation à comparaître à l'audience du 26 août 2024 précitée n'a été notifiée au conseil de A______. g. B______ a comparu à l'audience du 26 août 2024, assistée de son avocat. A______ ne s'y est pas présentée ni personne pour elle. Au terme de l'audience, le Tribunal a annoncé que la cause serait rayée du rôle compte tenu du défaut de comparution de la partie demanderesse. B. a. Par jugement JCTPI/224/2024 du 27 août 2024, reçu par A______ le 29 août 2024, le Tribunal a constaté que la procédure de conciliation était devenue sans objet (chiffre 1 du dispositif), rayé la cause du rôle (ch. 2) et mis les frais judiciaires de la procédure de conciliation, arrêtés à 402 fr. 70, à la charge de la précitée qui en avait fait l'avance (ch. 3). Il a retenu que dans la mesure où A______ avait fait défaut à l'audience de du 26 août 2024, la requête en conciliation devait être considérée comme retirée et la cause rayée du rôle conformément à l'art. 206 al. 1 CPC. b. Par pli recommandé expédié au Tribunal le 30 août 2024, l'avocat de A______ s'est étonné d'apprendre que sa cliente aurait été citée à comparaître à une audience prévue le 26 août 2024. Il a précisé n'avoir reçu aucune citation pour cette audience. Il n'avait donc pas pu s'y présenter. Le défaut de comparution ne pouvait pas être imputé à sa cliente, puisque le Tribunal ne lui avait pas notifié, via son conseil, une citation en bonne et due forme avec la date, l'heure et la salle d'audience. Il priait dès lors le Tribunal de bien vouloir reconsidérer sa décision, annuler le jugement JCTPI/224/2024 et, cela fait, reconvoquer les parties à une nouvelle audience de conciliation. c. Le 12 septembre 2024, B______ a précisé que, faute de disposer du suivi des envois du Tribunal, elle ignorait si A______ et son avocat avaient ou non reçu une citation à l'audience du 26 août 2024. Cela étant, et sans avoir plus d'information, elle s'opposait à l'annulation du jugement JCTPI/224/2024. d.”
“Mit Beschluss vom 10. Juli 2023 schrieb die Vorinstanz das Verfahren als gegenstandslos ab, wobei sie zur Begründung ausführte, der Berufungskläger habe innert Frist weder ein formgültiges Verschiebungsgesuch noch ein auf Ver- handlungsunfähigkeit lautendes Arztzeugnis eingereicht. Unter Hinweis auf die rechtlichen Ausführungen in der Verfügung vom 21. Juni 2023 gelte das Ver- schiebungsgesuch des Berufungsklägers als nicht erfolgt. Demzufolge gelte der - 3 - Berufungskläger als zur Schlichtungsverhandlung vom 22. Juni 2023 unentschul- digt nicht erschienen, weshalb das Verfahren in Anwendung von Art. 206 Abs. 1 ZPO als gegenstandslos abzuschreiben sei (act. 12 = act. 15 [Aktenexemplar] = act. 17).”
Entscheide nach Art. 206 Abs. 3 ZPO werden als Instruktionsverfügungen qualifiziert und unterliegen den Beschwerdemöglichkeiten nach Art. 319 lit. b ZPO; sie sind demnach nur anfechtbar, wenn dadurch ein schwer reparabler Nachteil entsteht.
“Par avis du 3 mai 2022, les parties ont été citées à comparaître à une audience de conciliation le 31 mai 2022. 2. Lors de l’audience du 31 mai 2022, les parties ne se sont pas présentées, bien que régulièrement citées à comparaître. Partant, la juge de paix a considéré que la requête déposée par V.________ était retirée et que la procédure était devenue sans objet. Sur le siège, la juge de paix a immédiatement rayé la cause du rôle (I), arrêté les frais judiciaires de la recourante à 300 fr. (II), dit que le frais étaient compensés avec l’avance de frais de celle-ci (III) et dit qu’il n’était pas alloué de dépens (IV). Par courrier du 9 juin 2022, [...] pour V.________ a formé recours contre la décision du 31 mai 2022, en demandant la fixation d’une nouvelle audience. Il a expliqué que le collaborateur qui devait se présenter à l’audience, seule personne qui maitrisait le français dans la société, avait eu une « urgence imprévue ». 3. 3.1 3.1.1 La décision attaquée, prise en vertu de l’art. 206 al. 3 CPC, est l’un des quatre cas spécifiquement prévus par le CPC où un procès devient sans objet (Tappy, Commentaire romand, CPC, 2e éd., Bâle 2019 [CR-CPC], n. 4 ad art. 242 CPC). Le Tribunal fédéral a expressément qualifié une telle décision d’ordonnance d’instruction soumise aux possibilités de recours stricto sensu de l’art. 319 let. b ch. 2 CPC. Elle est ainsi attaquable si elle cause un préjudice difficilement réparable (TF 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1). Selon la jurisprudence de la Chambre de céans, la notion de préjudice difficilement réparable est plus large que celle de dommage irréparable de l'art. 93 al. 1 let. a LTF (Loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral ; RS 173.110), puisqu'elle devrait viser également les désavantages de fait (JdT 2014 III 121 consid. 2.3 et les réf. citées ; JdT 2011 III 86 consid. 3 ; CREC 23 mars 2022/82). La doctrine a précisé que cette notion ne vise pas uniquement un inconvénient de nature juridique, mais toute incidence dommageable (y compris financière ou temporelle) pourvu qu'elle soit difficilement réparable, la notion devant être toutefois interprétée de manière exigeante voire restrictive, sous peine d'ouvrir le recours à toute décision ou ordonnance d'instruction, ce que le législateur a clairement exclu (Jeandin, CR-CPC, n.”
Bei Säumnis des Klägers wird das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen und das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben. Gegen diese Abschreibung kann der Betroffene ein Wiederherstellungs-/Restitutionsgesuch stellen; die Schlichtungsbehörde entscheidet darüber. Die Ablehnung eines solchen Gesuchs gilt als entschiedener Entscheid und kann mit dem vorgesehenen Rechtsmittel angefochten werden.
“Die Schlichtungsbehörde schrieb mit Entscheid vom 6. November 2020 das Verfahren betreffend Anfechtung der Mietvertragskündigung und Erstreckung des Mietverhältnisses aufgrund des Säumnisses des Beschwerdeführers nach Art. 206 Abs. 1 ZPO als gegenstandslos ab. Nach den Feststellungen der Vorinstanz reichten die Beschwerdeführer am 16. November 2020 bei der Schlichtungsbehörde ein "Wiederherstellungsgesuch" ein. Aus den Feststellungen des vorinstanzlichen Entscheids ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführer den Säumnisentscheid der Schlichtungsbehörde bei der kantonalen Rechtsmittelbehörde angefochten hätten (zur Anfechtung der Abschreibungsverfügung: Urteil 4A_198/2019 vom 7. August 2019 E. 3), noch machen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht geltend, dass sie solches gemacht hätten oder die Vorinstanzen ihr Gesuch vom 16. November 2020 als Rechtsmittel gegen den Säumnisentscheid vom 6. November 2020 hätten interpretieren sollen. Entsprechend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer nach dem Säumnisentscheid der Schlichtungsbehörde einzig ein Wiederherstellungsgesuch einreichten. Dieses Gesuch wies die Schlichtungsbehörde mit Entscheid vom 22. Dezember 2020 ab. Gegen diese Abweisung des Wiederherstellungsgesuchs erhoben die Beschwerdeführer Berufung an die Vorinstanz.”
“En procédure civile, la désignation d'une partie qui est entachée d'une inexactitude purement formelle, touchant par exemple son nom, son domicile ou son siège, peut être rectifiée lorsqu'il n'existe dans l'esprit du juge et des parties aucun doute raisonnable sur son identité, notamment lorsque cette identité résulte de l'objet du litige (ATF 114 II 335 consid. 3; arrêt du Tribunal fédéral 4A_560/2015 du 20 mai 2016 consid. 4.2). La partie défenderesse a en l'occurrence été désignée par une raison sociale inexacte, correspondant pour partie à celle de sa succursale genevoise, sans que cette inexactitude ne soulève aucun doute sur sa véritable identité, que ce soit dans l'esprit des parties ou dans celui du Tribunal ou de la Chambre de céans. Il y a donc lieu de rectifier cette désignation en indiquant la véritable raison sociale de l'intimée. 2. 2.1.1 Selon l'art. 308 al. 1 let. a CPC, l'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance. Dans les affaires patrimoniales, il n'est recevable que si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions atteint 10'000 fr. (art. 308 al. 2 CPC). Une décision qui, après que la cause eut été rayée du rôle des conciliations en raison du défaut du demandeur à l'audience de conciliation en application de l'art. 206 al. 1 CPC, rejette (ou déclare irrecevable) une demande de restitution visant à la tenue d'une nouvelle audience de conciliation constitue une décision finale au sens de l'art. 308 al. 1 let. a CPC (arrêt du Tribunal fédéral 4A_137/2013 du 7 novembre 2013, consid. 6.3 [publié aux ATF 139 III 478] et 7.3). S'il s'agit d'une affaire patrimoniale et que la valeur litigieuse atteint 10'000 fr., c'est donc par la voie de l'appel qu'elle doit être contestée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_137/2013 précité, consid. 7.3). 2.1.2 L'acte déposé le 8 juillet 2020 au Greffe universel du Pouvoir judiciaire est en l'occurrence dirigé contre une décision par laquelle l'autorité de conciliation, soit le Tribunal (art. 86 al. 2 let. b LOJ), a déclaré irrecevable pour non-paiement de l'avance de frais exigée une demande de restitution formée par un demandeur en conciliation en vue de la tenue d'une nouvelle audience de conciliation, après qu'il eut fait défaut lors d'une première audience et que la cause eut été en conséquence rayée du rôle.”
“Le Code règle ainsi exhaustivement les cas où une personne peut se faire représenter à l'audience de conciliation. Il ne prévoit pas une telle possibilité pour le locataire, sauf à invoquer un juste motif (art. 204 al. 3 let. a ou b CPC). Le Message précise que la comparution personnelle des parties optimise les chances de succès de la conciliation, car il s'agit de la seule possibilité d'engager une véritable discussion. Il ajoute que la personne qui assiste une partie doit rester en retrait; les parties doivent avant tout s'exprimer elles-mêmes. Enfin, en se référant à l'art. 204 al. 3 CPC (resp. à l'art. 201 al. 3 du projet, de même teneur), il relève que la représentation n'est autorisée que dans des cas exceptionnels (Message du 28 juin 2006 relatif au code de procédure civile suisse, FF 2006 6939; arrêt du Tribunal fédéral 4C_1/2013 du 25 juin 2013 consid. 4.3). 2.1.2 En cas de défaut du demandeur, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Si une partie ne comparaît pas personnellement, alors même qu'elle ne peut se prévaloir d'un des motifs de dispense prévu à l'art. 204 al. 3 CPC, elle est considérée comme défaillante (arrêts du Tribunal fédéral 4A_208/2019 du 30 janvier 2020 consid. 3.1; 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185). 2.2 Dans le présent cas, le recourant soutient que son absence à l'audience de conciliation était excusable. Sa demande de restitution, soit la tenue d'une nouvelle audience, a été transmise à la Commission de conciliation, laquelle a, par décision JCBL/29/2022 du 2 novembre 2022, après avoir donné l'occasion au recourant de produire un certificat médical, rejeté ladite demande de restitution, considérant que les documents produits ne justifiaient pas son absence. Le recourant n'a pas formé recours contre cette décision. Il s'ensuit que la demande de restitution a été définitivement tranchée, de sorte que la recevabilité du présent recours est douteuse. Le recourant ne formule pour le surplus aucune autre critique contre la décision de radiation de la procédure du rôle de la Commission de conciliation.”
Gegen die Abschreibungsverfügung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde nur nach Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offen, wenn durch die Verfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Die betroffene Partei muss einen solchen Nachteil darlegen und, soweit die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist, beweisen. Fehlt diese Rechtsmittelvoraussetzung, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
“Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos wegen Säumnis der klägerischen Partei infolge Nichterscheinens an der Schlichtungsver- handlung gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO ist ein gesetzlich besonders geregelter Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit nach Art. 242 ZPO. Eine entspre- - 3 - chende Abschreibungsverfügung stellt eine prozessleitende Verfügung besonderer Art dar und untersteht nach Massgabe von Art. 319 lit. b ZPO der Beschwerde. Da das Gesetz die Anfechtbarkeit einer Abschreibungsverfügung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nicht vorsieht (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO), steht die Beschwerde gegen eine solche Verfügung nach Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO (nur) offen, wenn durch die Verfü- gung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Die betroffene Partei muss einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist beweis- pflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15). Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils, so ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil kann der klägerischen Partei beispiels- weise entstehen, wenn die erneute Einreichung eines Schlichtungsgesuchs ver- spätet ist, weil infolge des Ablaufs einer Verwirkungsfrist bei Abschreibung des Schlichtungsverfahrens ein materieller Rechtsverlust eingetreten ist.”
“Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos wegen Säumnis der klägerischen Partei infolge Nichterscheinens an der Schlichtungsver- handlung gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO ist ein gesetzlich besonders geregelter Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit nach Art. 242 ZPO. Eine entspre- - 3 - chende Abschreibungsverfügung stellt eine prozessleitende Verfügung besonderer Art dar und untersteht nach Massgabe von Art. 319 lit. b ZPO der Beschwerde. Da das Gesetz die Anfechtbarkeit einer Abschreibungsverfügung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nicht vorsieht (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO), steht die Beschwerde gegen eine solche Verfügung nach Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO (nur) offen, wenn durch die Verfü- gung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Die betroffene Partei muss einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist beweis- pflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15). Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils, so ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil kann der klägerischen Partei beispiels- weise entstehen, wenn die erneute Einreichung eines Schlichtungsgesuchs ver- spätet ist, weil infolge des Ablaufs einer Verwirkungsfrist bei Abschreibung des Schlichtungsverfahrens ein materieller Rechtsverlust eingetreten ist. In anderen Fällen, in denen infolge der Abschreibung des Schlichtungsverfahrens kein Rechts- verlust eintritt, steht der klägerischen Partei die Möglichkeit offen, ein neues Schlichtungsgesuch einzureichen (BGer 4A_131/2013 vom 3.”
“Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos wegen Säumnis der klägerischen Partei infolge Nichterscheinens an der Schlichtungsver- handlung gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO ist ein gesetzlich besonders geregelter Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit nach Art. 242 ZPO. Eine entspre- - 3 - chende Abschreibungsverfügung stellt eine prozessleitende Verfügung besonderer Art dar und untersteht nach Massgabe von Art. 319 lit. b ZPO der Beschwerde. Da das Gesetz die Anfechtbarkeit einer Abschreibungsverfügung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nicht vorsieht (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO), steht die Beschwerde gegen eine solche Verfügung nach Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO (nur) offen, wenn durch die Verfü- gung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Die betroffene Partei muss einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist beweis- pflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15). Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils, so ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil kann der klägerischen Partei beispiels- weise entstehen, wenn die erneute Einreichung eines Schlichtungsgesuchs ver- spätet ist, weil infolge des Ablaufs einer Verwirkungsfrist bei Abschreibung des Schlichtungsverfahrens ein materieller Rechtsverlust eingetreten ist.”
“Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos wegen Säumnis der klägerischen Partei infolge Nichterscheinens an der Schlichtungsver- handlung gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO ist ein gesetzlich besonders geregelter Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit nach Art. 242 ZPO. Eine entspre- - 3 - chende Abschreibungsverfügung stellt eine prozessleitende Verfügung besonderer Art dar und untersteht nach Massgabe von Art. 319 lit. b ZPO der Beschwerde. Da das Gesetz die Anfechtbarkeit einer Abschreibungsverfügung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nicht vorsieht (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO), steht die Beschwerde gegen eine solche Verfügung nach Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO (nur) offen, wenn durch die Verfü- gung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Die betroffene Partei muss einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist beweis- pflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15). Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils, so ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil kann der klägerischen Partei beispiels- weise entstehen, wenn die erneute Einreichung eines Schlichtungsgesuchs ver- spätet ist, weil infolge des Ablaufs einer Verwirkungsfrist bei Abschreibung des Schlichtungsverfahrens ein materieller Rechtsverlust eingetreten ist. In anderen Fällen, in denen infolge der Abschreibung des Schlichtungsverfahrens kein Rechts- verlust eintritt, steht der klägerischen Partei die Möglichkeit offen, ein neues Schlichtungsgesuch einzureichen (BGer 4A_131/2013 vom 3.”
Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens nach Art. 206 Abs. 1 ZPO ist als prozessleitende Verfügung besonderer Art (prozessentscheid sui generis) zu qualifizieren. Gegen eine solche Abschreibungsverfügung ist die Beschwerde nach Art. 319 lit. b ZPO nur nach Ziff. 2 (also bei drohendem, nicht leicht wiedergutzumachendem Nachteil) gegeben; die betroffene Partei muss einen solchen Nachteil darlegen und notfalls beweisen. Als Beispiel eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils wird in der Rechtsprechung der Verlust materieller Rechte infolge Ablaufens einer Verwirkungs- oder Verjährungsfrist genannt. In Fällen ohne derartigen Rechtsverlust steht der klagenden Partei offen, ein neues Schlichtungsgesuch einzureichen.
“Bei der Abschreibung des Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos we- gen Säumnis des Klägers gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO handelt es sich um einen gesetzlich besonders geregelten Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosig- keit aus anderen Gründen gemäss Art. 242 ZPO. Im Gegensatz zu den prozesser- ledigenden Parteierklärungen wie Vergleich, Klageanerkennung oder Klagerück- zug, die unmittelbare Beendigungswirkung haben, bedarf es in diesen Fällen einer verfahrensabschliessenden Abschreibung. Das Verfahren wird nicht - wie die Ge- setzessystematik glauben macht - ohne Entscheid beendet. Das Bundesgericht wie auch die überwiegende Lehrmeinung gehen davon aus, dass es sich bei der Abschreibungsverfügung um einen Prozessentscheid sui generis handelt, gegen den die Beschwerde nach Massgabe von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offensteht, so- fern durch ihn ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (BGer 4A_198/2019 v.”
“Die Abschreibung des Schlichtungsverfahrens als gegenstandslos wegen Säumnis der klägerischen Partei infolge Nichterscheinens an der Schlichtungsver- handlung gemäss Art. 206 Abs. 1 ZPO ist ein gesetzlich besonders geregelter Fall der Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit nach Art. 242 ZPO. Eine entspre- - 3 - chende Abschreibungsverfügung stellt eine prozessleitende Verfügung besonderer Art dar und untersteht nach Massgabe von Art. 319 lit. b ZPO der Beschwerde. Da das Gesetz die Anfechtbarkeit einer Abschreibungsverfügung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO nicht vorsieht (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO), steht die Beschwerde gegen eine solche Verfügung nach Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO (nur) offen, wenn durch die Verfü- gung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Die betroffene Partei muss einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist beweis- pflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 N 15). Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils, so ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil kann der klägerischen Partei beispiels- weise entstehen, wenn die erneute Einreichung eines Schlichtungsgesuchs ver- spätet ist, weil infolge des Ablaufs einer Verwirkungsfrist bei Abschreibung des Schlichtungsverfahrens ein materieller Rechtsverlust eingetreten ist.”
“Il a conclu à la tenue d'une nouvelle audience. g. La demande de restitution a été transmise à la Commission de conciliation comme objet de sa compétence. h. Par ordonnance du 13 octobre 2022, la Commission de conciliation a imparti à A______ un délai pour transmettre un certificat médical pour justifier de son absence à l'audience du 26 septembre 2022. i. A______, déférant à ladite ordonnance, a transmis plusieurs pièces à la Commission de conciliation. j. Par décision JCBL/29/2022 du 2 novembre 2022, la Commission de conciliation, considérant que les certificats médicaux versés par A______ ne justifiaient pas l'absence du précité à l'audience du 26 septembre 2022, a rejeté la requête de restitution. k. A______ n'a pas formé recours contre cette décision. l. B______ SA n'a pas déposé de réponse à l'acte formé par A______. m. Les parties ont été avisées par plis du greffe du 6 mars 2023 de ce que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. 1.1 La décision de radiation du rôle de la procédure de conciliation selon l'art. 206 al. 1 CPC est une ordonnance d'instruction de type particulier, qui est soumise à recours selon l'art. 319 let. b CPC, lorsqu'elle peut causer un préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est par exemple le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête aux fins de conciliation serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure de conciliation, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, dans lesquels aucun droit matériel n'est perdu ensuite de la radiation, le demandeur a la possibilité de déposer une nouvelle requête aux fins de conciliation (arrêts du Tribunal fédéral 4A_198/2019 du 7 août 2019 consid. 3; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1; 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile commenté, 2ème éd., 2019, n. 15 ad art. 319 CPC; Bohnet, Les voies de droit contre les actes de l'autorité de conciliation, en particulier en matière de récusation et de classement suite au défaut, Newsletter bail.”
Bei Säumnis der klagenden Partei gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen und das Verfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben. Eine erneute Einreichung ist grundsätzlich möglich; ausgeschlossen ist sie jedoch, sofern das geltend gemachte Recht bereits durch eine Verwirkungs- oder Verfallsfrist erloschen ist (z. B. Frist nach Art. 273 OR).
“202-207 CPC; Lachat, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 141, par. 5.3). L'examen du juge conciliateur est par définition un examen sommaire du motif invoqué, qui doit être plausible. Le Tribunal de première instance, en examinant cette question, doit nécessairement se remettre dans la position du juge conciliateur, auquel la requête avait été soumise. Il n’a pas à instruire sur la réalité de l'incapacité de comparaître, le juge conciliateur ne procédant, sauf dans de rares exceptions liées à la nature du litige, à aucun acte d'instruction (ACJC/590/2017 du 19 mai 2017 consid. 2.2). En cas de consorité, il devrait être admis largement qu’un consort puisse représenter les autres, lorsque ceux-ci peuvent difficilement se libérer (Bohnet, Commentaire romand CPC, 2ème éd. 2019, n. 14 art.204 CPC). 2.1.2 En cas de défaut du demandeur à l'audience de conciliation, la requête est considérée comme retirée; la procédure devient sans objet et l’affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). L'intéressé peut déposer une nouvelle requête ultérieurement, à moins que le droit en question ne soit soumis à un délai de déchéance, par exemple une demande en annulation du congé (art. 273 CO) (Bohnet, op. cit., n. 39 ad. art. 202-207 CPC). Selon l'art. 147 al. 1 CPC, une partie est défaillante lorsqu'elle omet d'accomplir un acte de procédure dans le délai prescrit ou ne se présente pas lorsqu'elle est citée à comparaître. La condition du défaut est la notification régulière de la citation (arrêt du Tribunal fédéral 5A_598/2012 du 4 décembre 2012 consid. 3.2). 2.1.3 Selon l'art. 210 al. 1 let. b. CPC, l’autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement dans les litiges relatifs aux baux à loyer en ce qui concerne la protection contre les congés. La proposition de jugement est acceptée et déploie les effets d’une décision entrée en force lorsqu’aucune des parties ne s’y oppose dans un délai de 20 jours à compter de celui où elle a été communiquée par écrit aux parties (art.”
“2 – 4) und moniert, sie fände das vorinstanzli- - 5 - che Vorgehen widersprüchlich und empfinde dieses als grosse Schikane sowie als persönliche Demütigung (act. 19 S. 5 unten). Die vorinstanzliche Feststellung, die Aussagen ihres Ehemannes an der Schlichtungsverhandlung vom 29. April 2024 liessen an ihrem Rückreisewillen sowie an der Richtigkeit des ärztlichen At- tests zweifeln, bezeichnet sie in ihrer Beschwerde sinngemäss als Nebenschau- platz und geht darauf nicht näher ein. Gleichwohl ist klar, inwiefern sie sich am vorinstanzlichen Entscheid stösst, den sie in seiner Gesamtheit als zu formalis- tisch empfindet, da die Schlichtungsbehörde anstatt die Streitsache inhaltlich an- zugehen einen formellen Grund gesucht habe, um sich der Sache zu entledigen. Auf die Beschwerde ist damit insofern einzutreten. Das Vorliegen eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils ist sodann zum vornherein offenkundig, führt doch die Abweisung des Gesuchs der Klägerin um Erlass des persönlichen Erscheinens zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Dies wiederum hat zur Folge, dass die Frist für die Kündigungsanfechtung unter- dessen verwirkt ist (Art. 273 OR). Da damit auch das Vorliegen eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils zu bejahen ist, ist auf die Beschwerde einzutre- ten. 4.2.Ungeachtet eines allfälligen Vertretungsverhältnisses müssen die Par- teien persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen (Art. 204 Abs. 1 ZPO). Wie die Vorinstanz korrekt erwog, muss gestützt auf Art. 204 Abs. 3 lit. b ZPO ausnahmsweise nicht persönlich erscheinen, wer wegen Krankheit, Alter oder aus anderen wichtigen Gründen verhindert ist (wobei sie sich in diesem Fall jedoch vertreten lassen muss, andernfalls sie als säumig gilt; vgl. act. 18 S. 3 Mitte). Dass die Klägerin an der Verhandlung vom 29. April 2024 wegen Krankheit säu- mig war, ist – wie die Vorinstanz zu Recht schlussfolgerte – nicht glaubhaft. Es ist davon auszugehen, dass die Klägerin ihren Ehemann ansonsten spätestens am Verhandlungstag über die (behauptete) Verschlechterung ihres Gesundheitszu- stands informiert hätte, nicht zuletzt deshalb, weil sie gerade wusste, dass sie an diesem Tag persönlich an der Verhandlung teilzunehmen hatte (vgl.”
Die Entscheidung über die Radiation des Verfahrens nach Art. 206 Abs. 1 ZPO ist als besondere prozessleitende Anordnung (ordinance d'instruction sui generis) zu qualifizieren. Gegen eine solche Entscheidung ist die Beschwerde/der Rekurs gemäss Art. 319 lit. b ZPO nur dann als zulässig zu erachten, wenn durch die Radiation ein schwer wiedergutzumachender Nachteil droht; typischerweise liegt dies vor, wenn durch den Ablauf eines Verwirkungs- oder Verjährungsfrists infolge der Radiation ein materielles Recht verloren geht und eine erneute Anrufung der conciliation nicht mehr rechtzeitig möglich wäre. In den übrigen Fällen fehlt in der Regel das Interesse am Rekurs, da der Gesuchsteller die Möglichkeit hat, eine neue Schlichtungsgesuch einzureichen.
“Elle a fait valoir qu'il était téméraire d'affirmer que la radiation n'avait été prononcée qu'en raison de l'absence de A______, alors que l'absence des deux parties demanderesses avait été "constatée par la Commission de conciliation, devant divers témoins (la Commission de conciliation complète, la greffière, l'huissier, les avocats des parties)". d. Les parties ont répliqué, respectivement dupliqué, en persistant dans leurs conclusions. e. Elles ont été informées le 3 février 2025 par la Cour de ce que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. 1.1 Les locataires ont déposé le 25 avril 2024 en conciliation une action en contestation du congé extraordinaire, en concluant non pas à son inefficacité, mais à son annulation, en soutenant qu'il contreviendrait aux règles de la bonne foi. Ils contestent la radiation du rôle prononcée par la Commission le 20 août 2024, ainsi que le rejet de leur demande de restitution décidé par la Commission le 23 septembre 2024. 1.1.1 La décision de radiation du rôle de la procédure de conciliation selon l'art. 206 al. 1 CPC est une ordonnance d'instruction de type particulier, qui est soumise à recours selon l'art. 319 let. b CPC, lorsqu'elle peut causer un préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est par exemple le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête aux fins de conciliation serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure de conciliation, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, dans lesquels aucun droit matériel n'est perdu ensuite de la radiation, le demandeur a la possibilité de déposer une nouvelle requête aux fins de conciliation (arrêts du Tribunal fédéral 4A_198/2019 du 7 août 2019 consid. 3; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1; 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; JEANDIN, Commentaire romand, Code de procédure civile commenté, 2ème éd. 2019, n. 15 ad art. 319 CPC; BOHNET, Les voies de droit contre les actes de l'autorité de conciliation, en particulier en matière de récusation et de classement suite au défaut, Newsletter bail.”
“Par ordonnance OCBL/122/2024 du 19 juillet 2024, la Commission de conciliation a suspendu la procédure dans l'attente de droit jugée sur le recours formé par A______ ET CIE. C. Par acte du 12 juillet 2024 à la Cour de justice, A______ ET CIE SA a formé recours contre la décision "rayé du rôle" susmentionnée, concluant à l'annulation de celle-ci, a ce qu'il soit dit que la présence de D______ n'était pas requise et qu'il n'y avait pas eu défaut, que la cause était à nouveau inscrite au rôle et que la procédure devait se poursuivre. Elle a notamment allégué que C______ était présent à l'audience du 12 juin 2024, se référant à la décision susmentionnée. B______ AG a conclu au rejet du recours. Elle a notamment contesté l'allégué précité en ces termes : "car non prouvé par la pièce produite laquelle ne mentionne pas le nom des parties présentes lors de l'audience de conciliation". Les parties ont répliqué et dupliqué, persistant dans leurs conclusions respectives. Par avis du 19 novembre 2024, elles ont été informées de ce que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. 1.1. La décision de radiation du rôle de la procédure de conciliation selon l'art. 206 al. 1 CPC est une ordonnance d'instruction de type particulier, qui est soumise à recours selon l'art. 319 let. b CPC, lorsqu'elle peut causer un préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est par exemple le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête aux fins de conciliation serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure de conciliation, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, dans lesquels aucun droit matériel n'est perdu ensuite de la radiation, le demandeur a la possibilité de déposer une nouvelle requête aux fins de conciliation (arrêts du Tribunal fédéral 4A_198/2019 du 7 août 2019 consid. 3; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1; 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; JEANDIN, Commentaire romand, Code de procédure civile commenté, 2ème éd., 2019, n. 15 ad art. 319 CPC; BOHNET, Les voies de droit contre les actes de l'autorité de conciliation, en particulier en matière de récusation et de classement suite au défaut, Newsletter bail.”
“En d'autres termes, on admet la conversion si les conditions de recevabilité de la voie de droit correcte sont réunies, si l'acte peut être converti dans son entier, si la conversion ne porte pas atteinte aux droits de la partie adverse et si l'erreur ne résulte pas d'un choix délibéré de la partie représentée par un avocat de ne pas suivre la voie de droit mentionnée au pied de la décision de première instance ou d'une erreur grossière (arrêt du Tribunal fédéral 5A_46/2020 du 17 novembre 2020 consid. 4.1). 1.1.2 En l'espèce, le droit du recourant de contester la hausse de loyer selon l'art. 270b al. 1 CO, qui prévoit un délai de péremption de trente jours, est perdu ensuite de la décision attaquée. Le refus de restitution constitue dès lors une décision finale, susceptible d'appel, compte tenu de la valeur litigieuse (20 x 600 fr. = 12'000 fr.). Au regard des principes susmentionnés, le recours interjeté en lieu et place d'un appel, bien que par un avocat, sera déclaré recevable, la décision querellée mentionnant une voie de droit erronée, pas immédiatement reconnaissable. 1.2.1 La décision de radiation du rôle de la procédure de conciliation selon l'art. 206 al. 1 CPC est une ordonnance d'instruction de type particulier, qui est soumise à recours selon l'art. 319 let. b CPC, lorsqu'elle peut causer un préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est par exemple le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête aux fins de conciliation serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure de conciliation, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, dans lesquels aucun droit matériel n'est perdu ensuite de la radiation, le demandeur a la possibilité de déposer une nouvelle requête aux fins de conciliation (arrêts du Tribunal fédéral 4A_198/2019 du 7 août 2019 consid. 3; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1; 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile commenté, 2ème éd., 2019, n. 15 ad art. 319 CPC; Bohnet, Les voies de droit contre les actes de l'autorité de conciliation, en particulier en matière de récusation et de classement suite au défaut, Newsletter bail.”
“Il a conclu à la tenue d'une nouvelle audience. g. La demande de restitution a été transmise à la Commission de conciliation comme objet de sa compétence. h. Par ordonnance du 13 octobre 2022, la Commission de conciliation a imparti à A______ un délai pour transmettre un certificat médical pour justifier de son absence à l'audience du 26 septembre 2022. i. A______, déférant à ladite ordonnance, a transmis plusieurs pièces à la Commission de conciliation. j. Par décision JCBL/29/2022 du 2 novembre 2022, la Commission de conciliation, considérant que les certificats médicaux versés par A______ ne justifiaient pas l'absence du précité à l'audience du 26 septembre 2022, a rejeté la requête de restitution. k. A______ n'a pas formé recours contre cette décision. l. B______ SA n'a pas déposé de réponse à l'acte formé par A______. m. Les parties ont été avisées par plis du greffe du 6 mars 2023 de ce que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. 1.1 La décision de radiation du rôle de la procédure de conciliation selon l'art. 206 al. 1 CPC est une ordonnance d'instruction de type particulier, qui est soumise à recours selon l'art. 319 let. b CPC, lorsqu'elle peut causer un préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est par exemple le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête aux fins de conciliation serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure de conciliation, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, dans lesquels aucun droit matériel n'est perdu ensuite de la radiation, le demandeur a la possibilité de déposer une nouvelle requête aux fins de conciliation (arrêts du Tribunal fédéral 4A_198/2019 du 7 août 2019 consid. 3; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1; 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; Jeandin, Commentaire romand, Code de procédure civile commenté, 2ème éd., 2019, n. 15 ad art. 319 CPC; Bohnet, Les voies de droit contre les actes de l'autorité de conciliation, en particulier en matière de récusation et de classement suite au défaut, Newsletter bail.”
“En doctrine, certains auteurs admettent que la décision de radiation est susceptible de l'appel si toutes les conditions de cette voie juridique sont satisfaites. D'autres auteurs exposent que la décision de radiation n'est susceptible tout au plus que du recours, cela surtout parce qu'elle n'est pas mentionnée à l'art. 236 al. 1 CPC intitulé « décision finale ». Cette décision ne leur paraît donc pas finale; il s'agit pour eux d'une « ordonnance de procédure sui generis » (cf. arrêt TF 4A_137/2013 du 7 novembre 2013 consid. 7.2 non publié in ATF 139 III 478). Selon plusieurs arrêts du Tribunal fédéral, c’est bien la voie du recours qui est ouverte contre les décisions de radiation du rôle, celles-ci constituant des ordonnances d'instruction de type particulier (cf. arrêts TF 4A_131/2013 du 3 septembre 2013 consid. 2.2.2.2; 4D_80/2017 du 21 mars 2018; 4A_156/2014 du 15 avril 2014 consid. 3.1). C’est également la voie retenue par les Cours civiles du Tribunal cantonal de Fribourg. Dans ces conditions, dès lors qu'elles retiennent qu'en cas de radiation du rôle en cas de défaut du demandeur selon l'art. 206 al. 1 CPC, c'est la voie du recours qui est ouverte (cf. arrêts TC FR 101 2014 268 du 23 novembre 2015 consid. 2a; 102 2016 112 du 6 juillet 2016 consid. 1a ; 101 2018 63 du 12 avril 2018 consid. 1.1 et les références citées), on ne voit pas pour quelle raison il conviendrait d'en juger autrement en cas de radiation du rôle en application de l’art. 242 CPC. 1.2. Le recours contre une décision de radiation du rôle n'est par conséquent recevable que lorsque celle-ci peut causer un préjudice difficilement réparable (cf. art. 319 let. b ch. 2 CPC). Tel est le cas lorsque le dépôt d'une nouvelle requête serait tardif parce qu'à la suite de l'écoulement d'un délai de péremption lors de la radiation du rôle de la procédure, un droit matériel a été perdu. Dans les autres cas, lorsqu'il est possible de déposer une nouvelle requête, l'intérêt au recours fait défaut (cf. arrêt TC FR 101 2018 63 du 12 avril 2018 consid. 1.2). 1.3. En l’espèce, la recourante ne fait valoir à aucun moment dans son écriture de recours que la radiation du rôle de la procédure introduite par la partie adverse le 22 octobre 2019 lui causerait un préjudice difficilement réparable.”
Unabhängig von der prozessualen Folge, dass bei Säumnis beider Parteien das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird, können Verstösse gegen die Teilnahmepflicht disziplinarisch geahndet werden. Eine Ordnungsbusse kommt nur in Betracht, wenn das Nichterscheinen eine Störung des Geschäftsgangs oder eine bös- bzw. mutwillige Prozessführung darstellt; eine routinemässige oder systematische Anwendung ist ausgeschlossen.
“Abs. 2 ZPO). Sie hat somit in der Regel die Klagebewilligung zu erteilen. In gewissen Fällen kann sie stattdessen den Parteien einen Urteilsvorschlag unterbreiten oder auf Antrag des Klägers die Streitigkeit entscheiden. Sind beide Parteien säumig, wird das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben (Art. 206 Abs. 3 ZPO) (zum Ganzen vgl. BGer 4A_416/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.2). Unabhängig von den prozessualen Säumnisfolgen (Art. 206 ZPO) kann der Verstoss gegen die grundsätzliche Teilnahmepflicht disziplinarische Folgen zeitigen, namentlich die Bestrafung mit einer Ordnungsbusse (Art. 128 ZPO). Damit soll verhindert werden, dass der Beklagte durch sein Nichterscheinen an der Schlichtungsverhandlung den Willen des Gesetzgebers, dass ein Schlichtungsversuch stattzufinden hat, sanktionslos vereiteln könnte. Eine disziplinarische Ahndung mit Ordnungsbusse setzt aber voraus, dass das Nichterscheinen zur Schlichtungsverhandlung eine Störung des Geschäftsgangs (Art. 128 Abs. 1 ZPO) oder eine bös- oder mutwillige Prozessführung darstellt (Art. 128 Abs. 3 ZPO) (zum Ganzen vgl. BGer 4A_416/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.3). Dies bedeutet, dass bei Nichterscheinen einer Partei eine Ordnungsbusse nur ausnahmsweise und nicht systematisch ausgesprochen werden kann (BGer 4A_500/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2).”
“Abs. 2 ZPO). Sie hat somit in der Regel die Klagebewilligung zu erteilen. In gewissen Fällen kann sie stattdessen den Parteien einen Urteilsvorschlag unterbreiten oder auf Antrag des Klägers die Streitigkeit entscheiden. Sind beide Parteien säumig, wird das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben (Art. 206 Abs. 3 ZPO) (zum Ganzen vgl. BGer 4A_416/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.2). Unabhängig von den prozessualen Säumnisfolgen (Art. 206 ZPO) kann der Verstoss gegen die grundsätzliche Teilnahmepflicht disziplinarische Folgen zeitigen, namentlich die Bestrafung mit einer Ordnungsbusse (Art. 128 ZPO). Damit soll verhindert werden, dass der Beklagte durch sein Nichterscheinen an der Schlichtungsverhandlung den Willen des Gesetzgebers, dass ein Schlichtungsversuch stattzufinden hat, sanktionslos vereiteln könnte. Eine disziplinarische Ahndung mit Ordnungsbusse setzt aber voraus, dass das Nichterscheinen zur Schlichtungsverhandlung eine Störung des Geschäftsgangs (Art. 128 Abs. 1 ZPO) oder eine bös- oder mutwillige Prozessführung darstellt (Art. 128 Abs. 3 ZPO) (zum Ganzen vgl. BGer 4A_416/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.3). Dies bedeutet, dass bei Nichterscheinen einer Partei eine Ordnungsbusse nur ausnahmsweise und nicht systematisch ausgesprochen werden kann (BGer 4A_500/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2).”
Strittig ist, ob die Säumnis der klagenden Partei wegen Nichtbezahlung des Kostenvorschusses unter Art. 206 Abs. 1 ZPO fällt, so dass das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen gilt und das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird, oder ob vielmehr ein Nichteintretensentscheid nach Art. 101 Abs. 3 ZPO zu ergehen hat.
“Ob im Schlichtungsverfahren auch die Säumnis infolge Nichtbezahlen des festgelegten Kostenvorschusses unter die Säumnis der klagenden Partei nach Art. 206 Abs. 1 ZPO fällt (Art 101 Abs. 1 i.V.m. Art. 147 Abs. 1 ZPO), und das Verfah- ren als gegenstandslos abzuschreiben ist, oder ob ein Nichteintretensentscheid nach Art. 101 Abs. 3 ZPO zu erfolgen hat, ist umstritten. Die Anwendung von Art. 206 Abs. 1 ZPO wird damit begründet, dass die Schlichtungsbehörde keine Be- fugnis zu einem Prozessentscheid habe (vgl. dazu eingehend und m.w.H .: Claude Schrank, Das Schlichtungsverfahren nach der Schweizerischen Zivilprozessord- nung, Basler Studien zur Rechtswissenschaft, Reihe A: Privatrecht, Band 121, Rz. 256 und Rz. 208 ff. sowie Thomas Sutter-Somm/Cordula Lötscher, Der Erb- rechtsprozess unter der Schweizerischen ZPO und seine Stolpersteine für die Praxis, in: successio 4/2013, S. 362). Sofern von der Anwendbarkei von Art. 101 Abs. 3, und damit von einem Prozessentscheid auszugehen wäre, hätten wir es mit einem Endentscheid zu tun, gegen den - beim vorliegend massgebenden Streitwert von weniger als CHF 10'000.00 - die Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO gegeben wäre (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 3a zu Art. 101 ZPO. Damit wäre für die Anfechtung kein nicht leicht wie- dergutzumachender Nachteil erforderlich.”
“Ob im Schlichtungsverfahren auch die Säumnis infolge Nichtbezahlen des festgelegten Kostenvorschusses unter die Säumnis der klagenden Partei nach Art. 206 Abs. 1 ZPO fällt (Art 101 Abs. 1 i.V.m. Art. 147 Abs. 1 ZPO), und das Verfah- ren als gegenstandslos abzuschreiben ist, oder ob ein Nichteintretensentscheid nach Art. 101 Abs. 3 ZPO zu erfolgen hat, ist umstritten. Die Anwendung von Art. 206 Abs. 1 ZPO wird damit begründet, dass die Schlichtungsbehörde keine Be- fugnis zu einem Prozessentscheid habe (vgl. dazu eingehend und m.w.H .: Claude Schrank, Das Schlichtungsverfahren nach der Schweizerischen Zivilprozessord- nung, Basler Studien zur Rechtswissenschaft, Reihe A: Privatrecht, Band 121, Rz. 256 und Rz. 208 ff. sowie Thomas Sutter-Somm/Cordula Lötscher, Der Erb- rechtsprozess unter der Schweizerischen ZPO und seine Stolpersteine für die Praxis, in: successio 4/2013, S. 362). Sofern von der Anwendbarkei von Art. 101 Abs. 3, und damit von einem Prozessentscheid auszugehen wäre, hätten wir es mit einem Endentscheid zu tun, gegen den - beim vorliegend massgebenden Streitwert von weniger als CHF 10'000.00 - die Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO gegeben wäre (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 3a zu Art. 101 ZPO. Damit wäre für die Anfechtung kein nicht leicht wie- dergutzumachender Nachteil erforderlich.”
Ist der festgelegte Kostenvorschuss nicht geleistet, ist in der Lehre umstritten, ob dies unter die Säumnis der klagenden Partei nach Art. 206 Abs. 1 ZPO fällt oder ob stattdessen ein Nichteintreten nach Art. 101 ZPO zu verfügen ist. In der Diskussion wird die Anwendbarkeit von Art. 206 Abs. 1 damit begründet, dass die Schlichtungsbehörde keine Befugnis zu einem Prozessentscheid habe; demgegenüber wird die Qualifikation als Nichteintreten mit der Folge eines Endentscheids vertreten.
“Ob im Schlichtungsverfahren auch die Säumnis infolge Nichtbezahlen des festgelegten Kostenvorschusses unter die Säumnis der klagenden Partei nach Art. 206 Abs. 1 ZPO fällt (Art 101 Abs. 1 i.V.m. Art. 147 Abs. 1 ZPO), und das Verfah- ren als gegenstandslos abzuschreiben ist, oder ob ein Nichteintretensentscheid nach Art. 101 Abs. 3 ZPO zu erfolgen hat, ist umstritten. Die Anwendung von Art. 206 Abs. 1 ZPO wird damit begründet, dass die Schlichtungsbehörde keine Be- fugnis zu einem Prozessentscheid habe (vgl. dazu eingehend und m.w.H .: Claude Schrank, Das Schlichtungsverfahren nach der Schweizerischen Zivilprozessord- nung, Basler Studien zur Rechtswissenschaft, Reihe A: Privatrecht, Band 121, Rz. 256 und Rz. 208 ff. sowie Thomas Sutter-Somm/Cordula Lötscher, Der Erb- rechtsprozess unter der Schweizerischen ZPO und seine Stolpersteine für die Praxis, in: successio 4/2013, S. 362). Sofern von der Anwendbarkei von Art. 101 Abs. 3, und damit von einem Prozessentscheid auszugehen wäre, hätten wir es mit einem Endentscheid zu tun, gegen den - beim vorliegend massgebenden Streitwert von weniger als CHF 10'000.00 - die Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO gegeben wäre (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.”
Fehlende oder unzulässige Vertretung (z. B. unzuständige Stockwerkeigentümerin) führt dazu, dass nicht von einem persönlichen Erscheinen der klagenden Partei ausgegangen werden kann und daher keine Klagebewilligung nach Art. 206 Abs. 1 ZPO hätte ausgestellt werden dürfen.
“Unter der Annahme, dass der Beschluss der Stockwerkeigentümerver- sammlung vom 11. Januar 2022 gültig ist, wurde die Verwaltung der Klägerin (G._____ von der C._____ GmbH) im Sinne von Art. 712t Abs. 2 ZGB zur Pro- zessführung gegen die Beklagten ermächtigt. Die Verwaltung hätte damit die Klä- gerin an den Schlichtungsverhandlungen repräsentieren können und müssen. - 10 - Keine Repräsentationsbefugnis kam der an den Schlichtungsverhandlungen er- schienenen Stockwerkeigentümerin B._____ zu. Damit kann nicht von einem per- sönlichen Erscheinen der Klägerin an den Schlichtungsverhandlungen ausgegan- gen werden und es hätte keine Klagebewilligung ausgestellt werden dürfen (vgl. Art. 206 Abs. 1 ZPO; BGE 140 III 70 E. 5).”
Ein nachträglich geltend gemachter Entschuldigungsgrund (z. B. Hospitalisation) kann durch Vorlage eines ärztlichen Attests gestützt werden und als Anlass für die Beantragung einer neuen Schlichtungsverhandlung dienen. Die Gegenpartei kann dem jedoch widersprechen; das Gericht entscheidet nach Prüfung der vorgelegten Beweise, wie der zitierte Entscheid zeigt.
“], contre la décision rendue le 15 octobre 2024 par la Présidente du Tribunal de prud’hommes de l’arrondissement de l’Est vaudois dans la cause divisant l’appelant d’avec C.________, à [...], la Cour d’appel civile du Tribunal cantonal considère : En fait et en droit : 1. 1.1 Par requête de conciliation déposée le 15 juillet 2024 auprès de la Présidente du Tribunal de prud’hommes de l’arrondissement de l’Est vaudois (ci-après : la présidente) et complétée le 19 juillet 2024, B.________ a conclu à ce que C.________ soit condamné à lui verser la somme de 30'000 francs. 1.2 Par pli recommandé du 25 juillet 2024, une citation à comparaître à l’audience de conciliation appointée au 4 septembre 2024 a été envoyée pour notification à B.________ qui l’a réceptionnée le lendemain, soit le 26 juillet 2024. 1.3 La présidente a tenu audience le 4 septembre 2024. B.________ ne s’est pas présenté, ni personne en son nom, sans être excusé. Après avoir été entendu, C.________ a requis que la cause soit rayée du rôle en raison du défaut de B.________. Conformément à l’art. 206 al. 1 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), la présidente a considéré la requête du 15 juillet 2024, complétée le 19 juillet 2024, comme étant retirée, a dit que procédure était devenue sans objet vu le défaut de la partie requérante sans excuse et a rayé la cause du rôle sans frais ni dépens. 1.4 Par courrier du 10 septembre 2024, B.________ a requis la fixation d’une nouvelle audience de conciliation, indiquant avoir été hospitalisé. A l’appui de sa demande, il a produit un certificat médical établi le 7 septembre 2024 par le Service d’orthopédie et de traumatologie de l’Hôpital [...] attestant de son hospitalisation du 3 au 8 septembre 2024. 1.5 Par courrier du 19 septembre 2024, C.________ s’est opposé à la tenue d’une nouvelle audience de conciliation, B.________ n’ayant, selon lui, pas démontré avoir été empêché sans faute de requérir le renvoi de l’audience. 2. Par décision du 15 octobre 2024, la présidente a rejeté la requête de restitution déposée le 10 septembre 2024 par B.”
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