Amended by No I of the FA of 17 March 2023 (Improving Practicality and Law Enforcement), in force since 1 Jan. 2025 (AS 2023 491;BBl 2020 2697). ↩
Amended by No I of the FA of 17 March 2023 (Improving Practicality and Law Enforcement), in force since 1 Jan. 2025 (AS 2023 491;BBl 2020 2697). ↩
SR 173.110 ↩
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Im zitierten Entscheid stellt die Cour de justice fest, dass beim erstinstanzlichen Urteil keine schriftliche Begründung verlangt worden war; das Gericht verweist in diesem Zusammenhang auf Art. 239 Abs. 2 ZPO und behandelt das Ausbleiben eines Begehrens als Verzicht auf die Anfechtung.
“C/12463/2023 ACJC/1076/2023 du 24.08.2023 sur JTPI/8276/2023 ( SFC ) , IRRECEVABLE Par ces motifs RÉPUBLIQUE ET CANTON DE GENÈVE POUVOIR JUDICIAIRE C/12463/2023 ACJC/1076/2023 ARRÊT DE LA COUR DE JUSTICE Chambre civile DU JEUDI 24 AOÛT 2023 Entre A______ SA, sise c/o B______ SA, ______ [GE], appelante d'un jugement rendu par la 8ème Chambre du Tribunal de première instance de ce canton le 13 juillet 2023, comparant en personne, et OFFICE DU REGISTRE DU COMMERCE, p.a. rue du Puits-Saint-Pierre 4, 1204 Genève, intimé, comparant en personne. Vu le jugement JTPI/8276/2023 non motivé du 13 juillet 2023, reçu le 17 juillet 2023 par A______ SA, aux termes duquel le Tribunal de première instance, à la requête du Registre du commerce, a prononcé la dissolution de A______ SA et ordonné sa liquidation par voie de faillite, cette décision attirant expressément l'attention des parties sur la teneur de l'art. 239 al. 2 CPC; Vu l'appel expédié au Tribunal de première instance le 25 juillet 2023 et transmis à la Cour de justice le 16 août 2023 par A______ SA; Attendu, EN FAIT, qu'aucune motivation du jugement entrepris n'a été demandée par A______ SA auprès du Tribunal de première instance;”
Wird innert zehn Tagen seit Eröffnung des unbegründeten Entscheids keine schriftliche Begründung verlangt, erwächst der Entscheid in der Folge in Rechtskraft bzw. fehlt es an einem tauglichen Anfechtungsobjekt; auf ein Rechtsmittel gegen den unbegründeten Entscheid ist daher nicht einzutreten.
“Juli 2021 wurde A.________ (Beschwerdeführer) aus der B.________ Genossenschaft (Beschwerdegegnerin) ausgeschlossen. Er focht den Ausschluss an und beantragte nach erfolglosem Schlichtungsverfahren beim Regionalgericht Oberland im Wesentlichen, der Beschluss der Generalversammlung sei entweder aufzuheben oder der Substanzwert im Umfang des inneren Werts des Anteilscheins zu entschädigen. 1.1. Der ausserordentliche Gerichtspräsident wies die Klage mit kurz mündlich begründetem und im Dispositiv eröffnetem Entscheid vom 15. August 2023 ab, soweit darauf einzutreten war, und auferlegte die Gerichtskosten samt den (bereits bezahlten) Kosten für das Schlichtungsverfahren dem Beschwerdeführer. Er verpflichtete diesen zur Bezahlung einer Parteientschädigung, deren definitive Festsetzung er nach Eingang der Kostennote des Rechtsanwalts der Gegenpartei in Aussicht stellte. Da binnen der zehntägigen Frist keine schriftliche Begründung verlangt wurde, erwuchs der Entscheid am 26. August 2023 in Rechtskraft (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Die Parteientschädigung setzte der Gerichtspräsident am 23. November 2023 auf Fr. 24'382.60 (inkl. MWST und Auslagen) fest. Dabei vertauschte er die Parteirollen. Dies führte am 27. November 2023 zu einer Berichtigung. 1.2. Der Beschwerdeführer gelangte an das Obergericht des Kantons Bern und beantragte im Wesentlichen, die Kostennote um die Mehrwertsteuer zu reduzieren, gestützt auf den korrekt festgestellten”
“Ein unbegründeter Entscheid kann indessen nicht - 5 - direkt angefochten werden. Vielmehr ist in einem solchen Fall eine schriftliche Begründung nachzuliefern, wenn eine Partei das innert zehn Tagen seit der Er- öffnung des unbegründeten Entscheids verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO; vgl. auch den diesbezüglich korrekten Hinweis im Dispositiv des angefochtenen Urteils [Urk. 34 S. 6 Dispositivziffer 10]). Erst der begründete Entscheid stellt ein taugli- ches Anfechtungsobjekt dar. Dagegen ist auf ein Rechtsmittel gegen einen unbe- gründeten Entscheid nicht einzutreten (Staehelin, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 239 N 31 m.w.H.; BSK ZPO- Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.w.H.). Entsprechend ist auf die Beschwerde des Beklagten bzw. korrekterweise – wie in vorstehender Erwägung 2 ausgeführt – auf seine Berufung mangels Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.”
“BGE 137 III 417 E. 1.2 f. S. 418 f.; Sprecher, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 265 ZPO N 32 f.). Die Frage, ob Entscheide, mit denen ein Gesuch um eine superprovisorische Massnahme abgewiesen wird, ausnahmsweise anfechtbar sind, wenn sie den endgültigen Verlust eines Rechts oder die Gegenstandslosigkeit des kontradiktorischen Verfahrens gemäss Art. 261 ff. ZPO bewirken, kann im vorliegenden Fall genauso offen bleiben wie die Frage, ob das Gericht einen Entscheid, mit dem es ein Gesuch um Anordnung einer superprovisorischen Massnahme ablehnt, in Anwendung von Art. 239 Abs. 1 ZPO ohne schriftliche Begründung eröffnen darf. Selbst wenn Entscheide, mit denen ein Gesuch um Anordnung einer superprovisorischen Massnahme abgewiesen wird, grundsätzlich mit Berufung gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO oder Beschwerde gemäss Art. 319 lit. a ZPO anfechtbar wären (vgl. dazu Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 308 N 34; Steiner, a.a.O., N 70, 243 und 368), müsste der Gesuchsteller entweder gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO innert zehn Tagen eine schriftliche Begründung verlangen oder gemäss Art. 314 Abs. 1 bzw. Art. 321 Abs. 2 ZPO innert zehn Tagen Berufung einreichen. Die Berufungsklägerin behauptet nicht, dass sie innert zehn Tagen seit der Zustellung der Verfügung vom 12. Juni 2020 eine schriftliche Begründung verlangt oder Berufung eingereicht hätte. Damit ist ein Rechtsmittel gegen die Abweisung des Gesuchs der Berufungsklägerin um superprovisorische Massnahmen in jedem Fall ausgeschlossen. Auf ihre Kritik an der Verfügung vom 12. Juni 2020 ist deshalb nicht einzutreten.”
“Betreffend das Begehren um schriftliche Begründung seines Entscheids vom 29. September 2020 erwog das Zivilgericht, die Frist zum Verlangen einer schriftlichen Begründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO sei am 19. Oktober 2020 abgelaufen. Folglich sei das am 21. Oktober 2020 der Schweizerischen Post übergebene sinngemässe Gesuch der Gesellschaft um schriftliche Begründung abzuweisen und der Entscheid per 20. Oktober 2020 in Rechtskraft erwachsen. In ihrer Eingabe vom 3. November 2020 bringt die Gesellschaft nichts vor, das geeignet wäre, die Richtigkeit dieser Erwägungen in Frage zu stellen. Die Berufung gegen die Abweisung des sinngemässen Begehrens um schriftliche Begründung des Entscheids vom 29. September 2020 ist daher unter Verweis auf die Begründung des Zivilgerichts (angefochtener Entscheid S. 2) abzuweisen.”
“Ob die Eingabe des Gesuchsgegners vom 11. Dezember 2023 (Urk. 9) mit Blick auf Art. 239 Abs. 2 ZPO als Begehren um Urteilsbegründung entgegen- zunehmen gewesen wäre (vgl. BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 25 m.H.), kann offenbleiben, nachdem die zehntägige Frist bereits am 8. Dezember 2023 abgelaufen war (Urk. 8). Das vom Gesuchsgegner erwähnte "termingerechte" Schreiben an das Bundesgericht (Urk. 9) wurde der Beschwerde nicht beigelegt. Für das Beschwerdeverfahren fehlt es daher an einem tauglichen Anfechtungsob- jekt, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Ebenso wenig ist auf die Aberkennungsklage einzutreten. Die Aberkennungsklage steht dem Schuldner nur nach Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung zu, aber nicht, wenn – wie vorliegend – von einer Behörde oder einem Gericht bereits endgültig über den Anspruch entschieden worden ist (siehe Art. 83 Abs. 1 SchKG).”
Bei im Ausland wohnhaften Parteien gilt für die zehntägige Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO, dass die rechtzeitige Einhaltung nicht durch das Aufgeben des Schriftstücks bei einer ausländischen Poststelle begründet wird. Entscheidend ist vielmehr, dass das Schriftstück rechtzeitig beim Gericht oder zumindest rechtzeitig bei der Schweizerischen Post zur Weiterleitung eingegangen ist. Wer die ausländische Post wählt, muss deshalb so rechtzeitig absenden, dass das Gericht oder die Schweizerische Post das Schriftstück vor Ablauf der Frist erhält.
“Le recourant, qui est domicilié à l'étranger et qui n'a pas élu de domicile de notification en Suisse, devait au contraire s'attendre à ce que sa demande de motivation soit considérée comme tardive – et donc déclarée irrecevable – s'il ne remettait pas spontanément audit juge tout moyen de preuve propre à établir que le délai légal pour former une telle demande était néanmoins respecté. Il s'ensuit que les pièces produites par le recourant à l'appui de son recours sont irrecevables. Elles ne seront donc pas prises en considération, pas plus que les allégations nouvelles qu'elles sont censées étayer. 2.3 La recevabilité des pièces produites par l'intimée, que le Tribunal n'a pas invitée à se déterminer sur la demande de motivation, peut demeurer indécise, vu l'issue du recours. 3. Sur le fond, le recourant reproche au Tribunal d'avoir déclaré sa demande de motivation irrecevable pour cause de tardiveté. 3.1 En vertu de l'art. 239 al. 1 let. b CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite, notamment en notifiant le dispositif par écrit. Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Le délai pour demander la motivation est un délai légal, donc non prolongeable, mais restituable aux conditions de l'art. 148 CPC (Tappy, in Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 239 CPC). La computation du délai pour demander la motivation suit pour le surplus les règles habituelles des art. 142ss CPC (Tappy, op. cit., n. 14 ad art. 239 CPC). 3.1.1 Selon l'art. 143 al. 1 CPC, les actes doivent être remis au plus tard le dernier jour du délai soit au tribunal soit à l'attention de ce dernier, à la poste suisse ou à une représentation diplomatique ou consulaire suisse. Le principe susvisé ne vaut pas en dehors du recours à la Poste suisse. En cas de recours à une poste étrangère, le délai ne sera respecté que pour autant qu'il ne soit pas déjà échu au moment de l'arrivée effective de l'acte au tribunal, ou au moins que l'envoi soit passé de la poste étrangère à la Poste suisse avant l'échéance dudit délai (ATF 125 V 65 consid. 1; arrêt du Tribunal fédéral 4A_258/2008 du 7 octobre 2008, consid.”
“1 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), les actes doivent être remis au plus tard le dernier jour du délai soit au tribunal soit à l’attention de ce dernier, à la poste suisse ou à un représentation diplomatique ou consulaire suisse. La jurisprudence a précisé qu’une remise à une poste étrangère ne suffit pas. Dans ce cas, est décisif le moment de réception de l’acte par le tribunal ou par la poste suisse en vue de transmission au tribunal (TF 4A_399/2014 du 11 février 2015 consid. 2.2, Revue suisse de procédure civile [RSPC] 2015, p. 237 : Colombini, Code de procédure civile, Condensé de jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 1.1.1 ad art. 143 CPC). La partie qui choisit de transmettre son recours par l’intermédiaire d’une poste étrangère doit ainsi faire en sorte que celui-ci soit reçu à temps en le postant suffisamment tôt (TF 4A_215/2015 du 2 octobre 2015 consid. 3.1 ; Colombini, loc. cit.). b)aa) En l’espèce, le prononcé non motivé a été notifié à la recourante le 17 mai 2021. La demande de motivation remise à la pose française le même jour, a été reçu par la justice de paix le 20 mai 2021 soit dans le délai de dix jours de l’art. 239 al. 2 CPC. bb) Les motifs du prononcé ont été notifié à la recourante le 5 octobre 2021. Le recours, remis à la poste française le 13 octobre 2021, a été réceptionné par la poste suisse le 15 octobre 2021, soit le dernier jours du délai de recours de dix jour de l’art. 321 al. 1 CPC. c) Motivé conformément à l’art. 321 al. 1 CPC, le recours est recevable. II. La recourante fait grief au premier juge de l’avoir sanctionnée pour ne pas avoir procédé au calcul de la rente indexée, alors que le jugement du 11 mars 2019 impose ce calcul à l’intimé. a)aa) Selon l’art. 38 al. 1 LP (loi fédérale du 11 avril 1889 sur la poursuite pour dette et la faillite ; RS 281.1), l’exécution forcée ayant pour objet une somme d’argent ou des sûretés à fournir s’opère par la poursuite pour dette. La doctrine a précisé que la procédure d’exécution forcée proprement dite d’une somme d’argent est toujours régie par la LP, même si le jugement a été rendu à l’étranger. En effet, la loi fédérale du 18 décembre 1987 sur le droit international privé (LDIP ; RS 291) se borne à élucider les questions de l’autorité étrangère compétente, les pièces à fournir pour obtenir la reconnaissance en Suisse de la décision étrangère et le caractère contradictoire de celle-ci (Dutoit, Droit international privé suisse, Commentaire de la loi fédérale du 18 décembre 1987 ; n.”
Wird ein Entscheid ohne schriftliche Begründung eröffnet (Art. 239 Abs. 1 ZPO), können die Parteien binnen der gesetzlich vorgesehenen Frist die schriftliche Begründung verlangen; unterbleibt das rechtzeitige Verlangen, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung (vgl. Fälle zu Publikation und Dispositivzustellung). Darüber hinaus können Publikation oder fehlgeschlagene Zustellversuche den Zeitpunkt der Eröffnung/Benachrichtigung und damit den Beginn der Rechtsmittelfrist beeinflussen.
“Nicht Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist der (materielle) Entscheid des Zivilgerichts vom 9. Januar 2023 selbst, mit dem die Berufungsklägerin aufgelöst und die konkursamtliche Liquidation angeordnet wurde (vgl. für eine analoge Situation BGer 4A_21/2021 vom 25. Mai 2021 E. 4.1 und den vorinstanzlichen Entscheid des KGer BL 400 20 194 vom 10. November 2020 E. 3.1). Die Eröffnung des Entscheids vom 9. Januar 2023 per Publikation im Kantonsblatt erfolgte im Dispositiv ohne schriftliche Begründung (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). In diesem Fall kann innert zehn Tagen seit der Eröffnung eine solche verlangt werden. Wird keine Begründung verlangt, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Von der Berufungsklägerin wird zurecht nicht bestritten, dass der Entscheid vom 9. Januar 2023 am 14. Januar 2023 publiziert und die Frist für den Antrag auf schriftliche Begründung am 24. Januar 2023 ungenutzt abgelaufen ist. Nimmt eine Partei eine Prozesshandlung nicht fristgerecht vor, ist sie säumig (Art. 147 Abs. 1 ZPO). Festzustellen ist sodann, dass eine Zustellung durch Publikation im Kantonsblatt im vorliegenden Fall erforderlich war, da Zustellversuche an die eingetragene Domiziladresse trotz Postumleitung an die Privatadresse des Verwaltungsrats der Berufungsklägerin erfolglos geblieben sind. Im angefochtenen Entscheid wurde zudem aufgezeigt, dass diese Probleme bei der Zustellung in Bezug auf die Berufungsklägerin auch in diversen anderen Gerichtsverfahren festgestellt wurden.”
“Sachverhalt: A. A.a Am 2. September 2020 erteilte das Bezirksgericht Uster dem Staat Zürich, der Politischen Gemeinde U.________ und der Römisch-katholischen Kirchgemeinde V.________ die definitive Rechtsöffnung in der beim Betreibungsamt Dübendorf gegen A.________ laufenden Betreibung auf Sicherheitsleistung Nr. xxx für Fr. 81'034.85 und weitere Beträge von geringem Umfang. Dieser Entscheid wurde den Parteien am 16. September 2020 durch Zustellung des Dispositivs im Sinne von Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO eröffnet, mithin ohne schriftliche Begründung. A.________ verlangte am 26. September 2020 die schriftliche Begründung. Bereits am 16. September 2020 stellten der Staat Zürich, die Politische Gemeinde U.________ und die Römisch-katholische Kirchgemeinde V.________ das Fortsetzungsbegehren. Daraufhin stellte das Betreibungsamt A.________ die Pfändungsankündigung auf den 22. Oktober 2020 zu. A.b Dagegen erhob A.________ Beschwerde, welche das Bezirksgericht Uster, untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, am 24. November 2020 guthiess und mit welchem Entscheid es die Pfändungsankündigung aufhob. A.c Der Staat Zürich, die Politische Gemeinde U.________ und die Römisch-katholische Kirchgemeinde V.________ gelangten gegen den Entscheid der Erstinstanz am 3. Dezember 2020 an das Obergericht des Kantons Zürich, obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs. Sie beantragten, die Pfändungsankündigung zuzulassen, da ein vollstreckbarer Rechtsöffnungsentscheid vorliege.”
“a CPC, l’acte est réputé notifié, en cas d’envoi recommandé, lorsque celui-ci n’a pas été retiré à l’expiration d’un délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, si le destinataire devait s’attendre à recevoir la notification (ATF 141 II 429 consid. 3.1 ; ATF 139 IV 228 consid. 1.1 ; TF 6B_110/2016 du 27 juillet 2016 consid. 1.2, non publié à l’ATF 142 IV 286). 2.3 En l’espèce, le recourant devait s’attendre à recevoir une décision dans le cadre de la procédure qu’il a lui-même engagée. N’ayant pas retiré le pli à la poste, l’ordonnance est réputée avoir été notifiée à l’échéance du délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, soit le 30 octobre 2020. Le délai de recours de dix jours a commencé à courir le lendemain (art. 142 al. 1 CPC) – soit le 31 octobre 2020 − et est arrivé à échéance le lundi 9 novembre 2020. Remis à la Poste le 23 novembre 2020, le recours est manifestement tardif et par conséquent irrecevable. Par ailleurs, dès lors que le premier juge a usé de sa faculté de rendre sa décision sans motivation écrite, comme le lui autorise l’art. 239 al. 1 CPC, le recourant aurait dû solliciter préalablement la motivation de celle-ci avant de recourir, l’art. 239 al. 2 CPC prévoyant que si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours. Or, le dépôt tardif de sa demande de motivation auprès du premier juge équivaut incontestablement à une renonciation à recourir. Le recours est ainsi également irrecevable pour ce motif. 3. En conclusion, le recours doit être déclaré irrecevable selon la procédure de l’art. 322 al. 1 in fine CPC. L’arrêt peut être rendu sans frais judiciaires de deuxième instance (art. 11 TFJC [tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5]). Il n’y a pas lieu à l’allocation de dépens de deuxième instance dès lors que l’intimée n’a pas été invitée à se déterminer sur le recours. Par ces motifs, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal, en application de l'art. 322 al. 1 CPC, prononce : I. Le recours est irrecevable. II. L’arrêt, rendu sans frais, est exécutoire.”
Ein innerhalb der Frist zur Anforderung der schriftlichen Begründung (Art. 239 ZPO) eingereichter Rekurs wird in der Praxis oft als Antrag auf Begründung gewertet. Ein derart eingereichter, formell oder materiell unzureichend begründeter Rekurs ist häufig mangels genügender Begründung unzulässig bzw. bleibt provisorisch, sofern nicht nach Zustellung der schriftlichen Erwägungen innerhalb der hierfür massgeblichen Frist ein neuer, formgerecht begründeter Rekurs erhoben wird.
“], indiquant ne pas comprendre « pourquoi, même si la cliente reconnaît me devoir cette somme, vous n’acceptez pas la reconnaissance de dette », et demandant à la juge de paix de lui expliquer le motif du rejet de sa requête de mainlevée, car il souhaitait « faire opposition », vu le nouvel envoi de cette lettre par la partie poursuivante à la juge de paix le 4 septembre 2023, vu les motifs du prononcé adressés aux parties le 19 et notifiés à S.________ le 23 octobre 2023, vu la transmission du dossier par la juge de paix à la cour de céans, autorité de recours, le 13 novembre 2023 ; attendu que le recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile ; RS 272) doit être introduit auprès de l'instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), que le droit de recourir peut toutefois déjà s'exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 1 et 2, 1re phrase, CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, n. 3.1.1. ad art. 239 CPC et les références citées ; CREC 31 janvier 2020/30), qu’un tel recours sera cependant le plus souvent irrecevable faute de motivation topique, s’il n’est pas suivi d’un nouveau recours dans le délai suivant la réception des considérants écrits (CREC 31 janvier 2020/30 précité), qu’en effet, la partie qui entend user d'une voie de droit a la charge de se conformer à certaines règles de forme, à défaut de quoi sa démarche sera frappée d'irrecevabilité (Jeandin, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 1 ad art. 321 CPC), qu'en particulier, selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours doit être motivé, que, si la motivation du recours fait défaut, l’instance de recours n’entre pas en matière, que, selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, la motivation du recours doit à tout le moins satisfaire aux exigences qui sont posées pour un acte d’appel (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 ; TF 5D_43/2019 du 24 mai 2019 consid. 3.2.2.1 ; TF 5A_387/2016 du 7 septembre 2016 consid.”
“, invoquant des moyens ayant trait à un contrat de bail à loyer et à une résiliation abusive qui ferait l’objet d’une procédure d’opposition en cours devant le Tribunal des baux, et concluant à l’annulation du prononcé de mainlevée et à la reconsidération de l’affaire au fond, vu la demande de motivation datée du 8 et déposée également le 9 juin 2021 au greffe de la Justice de paix de Lausanne, vu les motifs du prononcé adressés aux parties le 19 et notifiés à la poursuivie le 22 octobre 2021, vu la transmission du dossier par la juge de paix à la cour de céans, autorité de recours, le 19 octobre 2021, vu les autres pièces du dossier ; attendu que le recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile ; RS 272) doit être introduit auprès de l'instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), que le droit de recourir peut toutefois déjà s'exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 1 et 2, 1re phrase, CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, n. 3.1.1. ad art. 239 CPC et les références citées ; CREC 31 janvier 2020/30), qu’un tel recours sera cependant le plus souvent irrecevable faute de motivation topique, s’il n’est pas suivi d’un nouveau recours dans le délai suivant la réception des considérants écrits (CREC 31 janvier 2020/30 précité), qu’en effet, la partie qui entend user d'une voie de droit a la charge de se conformer à certaines règles de forme, à défaut de quoi sa démarche sera frappée d'irrecevabilité (Jeandin, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 1 ad art. 321 CPC), qu'en particulier, selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours doit être motivé, que, si la motivation du recours fait défaut, l’instance de recours n’entre pas en matière, que, selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, la motivation du recours doit à tout le moins satisfaire aux exigences qui sont posées pour un acte d’appel (TF 5A_488/2015 du 21 août 2015 consid. 3.2.1, publié in RSPC 6/2015 pp. 512 s., et les arrêts cités), que cela signifie que la partie recourante doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et que son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l’instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu’elle attaque et des pièces du dossier sur lesquelles elle fonde sa critique (ibid.”
“à titre de dépens, en défraiement de son représentant professionnel (IV), vu la notification du dispositif de ce prononcé à la poursuivie le 1er mars 2021, vu l’écriture intitulée « Réponse » adressée le 1er mars 2021 à la juge de paix par la poursuivie, requérant la motivation du prononcé précité, développant divers moyen à l’encontre de la requête de mainlevée d’opposition déposée par le poursuivant et concluant au rejet de cette requête, sans frais judiciaires ni dépens à sa charge, vu les motifs du prononcé adressés aux parties le 23 mars 2021 et notifiés à la poursuivie le 24 mars 2021, vu la transmission du dossier par la juge de paix à la cour de céans, autorité de recours, le 13 avril 2021, vu les autres pièces du dossier ; attendu que le recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile ; RS 272) doit être introduit auprès de l'instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), que le droit de recourir peut toutefois déjà s'exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 1 et 2, 1re phrase, CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, n. 3.1.1. ad art. 239 CPC et les références citées ; CREC 31 janvier 2020/30), qu’un tel recours sera cependant le plus souvent irrecevable faute de motivation topique, s’il n’est pas suivi d’un nouveau recours dans le délai suivant la réception des considérants écrits (CREC 31 janvier 2020/30 précité), qu’en effet, la partie qui entend user d'une voie de droit a la charge de se conformer à certaines règles de forme, à défaut de quoi sa démarche sera frappée d'irrecevabilité (Jeandin, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 1 ad art. 321 CPC), qu'en particulier, selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours doit être motivé, que, si la motivation du recours fait défaut, l’instance de recours n’entre pas en matière, que, selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, la motivation du recours doit à tout le moins satisfaire aux exigences qui sont posées pour un acte d’appel (TF 5A_488/2015 du 21 août 2015 consid. 3.2.1, publié in RSPC 6/2015 pp. 512 s., et les arrêts cités), que cela signifie que la partie recourante doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et que son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l’instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu’elle attaque et des pièces du dossier sur lesquelles elle fonde sa critique (ibid.”
Die Erstinstanz kann ihren Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO).
“4.1.Wie erwähnt reichten die Berufungskläger die als "Beschwerde gegen Be- zirksgericht Meilen" betitelte Eingabe vom 17. Januar 2024 bereits nach Zustel- lung des unbegründeten Entscheides bei der Vorinstanz ein (vgl. act. 12, 13/2-3 - 4 - und act. 14 = act. 20). Die Erstinstanz kann ihre Entscheide durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO in Verbindung mit Art. 219, Art. 248 lit. b und Art. 252 ff. ZPO). Sie hat indes eine schriftliche Begründung nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Die schriftliche Begründung eines Entscheides ist Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Berufung (Art. 311 Abs. 1 ZPO), denn erst der begründete Entscheid stellt ein taugliches Anfechtungsobjekt für eine Berufung dar. Auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid ist demnach nicht einzutreten (STECK/BRUNNER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro- zessordnung, 3. Auflage, 2017, Art. 239 N 25). Die Eingabe der Berufungskläger vom 17. Januar 2024 wurde von der Vorinstanz richtigerweise als Antrag auf eine schriftliche Begründung entgegengenommen. Entsprechend versendeten sie den Parteien am 6. Februar 2024 eine begründete Fassung des Entscheides (act. 16), welche der Berufungsbeklagten am 7.”
“Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO in Verbindung mit Art. 219 ZPO kann das Gericht seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Be- gründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Par- tei dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Wird eine Begründung verlangt, so läuft den Parteien die Frist zur Erklärung einer Berufung ab Zustellung des begründeten Entscheides (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die Beweislast für die korrekte Zustellung gerichtlicher Ur- kunden obliegt dabei dem Gericht (BK ZPO-Frei, Art. 138 N 3; BGE 144 IV 57 E. 2.3; BGE 129 I 8 E. 2.2 = Pra 92 [2003] Nr. 58).”
Bei einer nicht gehörigen Zustellung (z.B. blosser Einwurf in den Briefkasten statt Übergabe gegen Empfangsbestätigung) entfaltet der Entscheid keine Rechtswirkungen; insbes. beginnen die Rechtsmittelfristen nach Art. 239 ZPO mangels Eröffnung nicht zu laufen, und die Zustellung ist zu wiederholen. Ausnahmsweise treten die Wirkungen erst mit dem tatsächlichen Zugang ein, wenn der Adressat dennoch Kenntnis von der Sendung erlangt und dadurch kein Rechtsnachteil entsteht.
“2 und 3 ZPO regeln die Modalitäten der qualifizierten Zustellung ge- mäss Art. 138 Abs. 1 ZPO (Staehelin, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 138 N 3). Eine postalische qualifizierte Zustellung erfolgt durch Übergabe der gerichtli- chen Sendung gegen Empfangsbestätigung; der blosse Einwurf in den Briefkasten ist für qualifizierte Zustellungen nicht ausreichend (BK ZPO-Frei, Art. 138 N 10; Jenny/Jenny, OFK-ZPO, ZPO 138 N 6; CHK-Sutter-Somm/Seiler ZPO 138 N 3 f., die explizit auch A-Post Plus (A+) Sendungen als unzulässig qualifizieren). Eine Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden, die für den Empfänger mit prozessualen Folgen verknüpft sind, durch gewöhnliche Post ist gemäss Art. 138 Abs. 1 ZPO ausgeschlossen (Huber, DIKE-Komm-ZPO, Art. 138 N 24). Eine nicht gehörig zugestellte Urkunde entfaltet keine Rechtswirkungen (vgl. BGer 5A_117/2017 vom 7. Juni 2017, E. 2.3; OGer ZH RU110025 vom 28.09.20211, E. 4.c). Insbesondere beginnen die Rechtsmittelfristen mangels Eröffnung im Sinne von Art. 239 ZPO nicht zu laufen (OGer ZH RT130029 vom 24.04.2013, E. 3.3 S. 4). Die Zustellung muss wiederholt werden. Dies gilt ausnahmsweise dann nicht, wenn der Adressat dennoch Kenntnis von der Zustellung erlangt, er durch die man- gelhafte Zustellung keine Rechtsnachteile erleidet und der Mangel dadurch geheilt wird. Die Wirkungen der Zustellung treten in diesem Fall erst in dem Zeitpunkt ein, im welchem dem Adressat die Sendung tatsächlich zugegangen ist (Huber, DIKE- Komm-ZPO, Art. 138 N 71; CHK-Sutter-Somm/Seiler ZPO 138 N 1 je m.w.H.).”
“2 und 3 ZPO regeln die Modalitäten der qualifizierten Zustellung ge- mäss Art. 138 Abs. 1 ZPO (Staehelin, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 138 N 3). Eine postalische qualifizierte Zustellung erfolgt durch Übergabe der gerichtli- chen Sendung gegen Empfangsbestätigung; der blosse Einwurf in den Briefkasten ist für qualifizierte Zustellungen nicht ausreichend (BK ZPO-Frei, Art. 138 N 10; Jenny/Jenny, OFK-ZPO, ZPO 138 N 6; CHK-Sutter-Somm/Seiler ZPO 138 N 3 f., die explizit auch A-Post Plus (A+) Sendungen als unzulässig qualifizieren). Eine Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden, die für den Empfänger mit prozessualen Folgen verknüpft sind, durch gewöhnliche Post ist gemäss Art. 138 Abs. 1 ZPO ausgeschlossen (Huber, DIKE-Komm-ZPO, Art. 138 N 24). Eine nicht gehörig zugestellte Urkunde entfaltet keine Rechtswirkungen (vgl. BGer 5A_117/2017 vom 7. Juni 2017, E. 2.3; OGer ZH RU110025 vom 28.09.20211, E. 4.c). Insbesondere beginnen die Rechtsmittelfristen mangels Eröffnung im Sinne von Art. 239 ZPO nicht zu laufen (OGer ZH RT130029 vom 24.04.2013, E. 3.3 S. 4). Die Zustellung muss wiederholt werden. Dies gilt ausnahmsweise dann nicht, wenn der Adressat dennoch Kenntnis von der Zustellung erlangt, er durch die man- gelhafte Zustellung keine Rechtsnachteile erleidet und der Mangel dadurch geheilt wird. Die Wirkungen der Zustellung treten in diesem Fall erst in dem Zeitpunkt ein, im welchem dem Adressat die Sendung tatsächlich zugegangen ist (Huber, DIKE- Komm-ZPO, Art. 138 N 71; CHK-Sutter-Somm/Seiler ZPO 138 N 1 je m.w.H.).”
Ein Entscheid, der ohne schriftliche Begründung eröffnet worden ist, gilt nach der herrschenden Ansicht grundsätzlich als vollstreckbar. Ausnahmsweise kann das obere Gericht — auf Gesuch und vor dem Eingang eines Rechtsmittels — die Vollstreckbarkeit suspendieren oder provisorische Massnahmen treffen, wenn die betroffene Partei durch die Vollstreckung einen schwer wieder gutzumachenden Nachteil erleiden würde. Diese Möglichkeit wird insbesondere im Zusammenhang mit Entscheiden über provisorische Massnahmen anerkannt.
“1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?, in ZBJV 151/2015 p. 75, 110; STAEHELIN, in Sutter-Somm et al. [éd.], Kommentar zur ZPO, 3e éd. 2016, n. 35 ad art. 239 CPC; HEINZMANN/BRAIDI, Petit commentaire CPC, 2020, n. 11 ad art. 239 CPC; arrêt TC/FR 101 2018 312 du 2 novembre 2018 consid. 1.2). 3.2.1.3. C'est dans ce dernier sens que va le CPC modifié - dont l'entrée en vigueur doit encore être fixée par le Conseil fédéral (FF 2023 786 ss). Selon l'art. 336 al. 3 (nouveau) CPC, une décision communiquée sans motivation écrite (art. 239 CPC) est exécutoire aux conditions posées à l'art. 336 al. 1 (nouveau) CPC, à savoir notamment lorsqu'elle est entrée en force et que le tribunal n'en a pas suspendu son caractère exécutoire, l'art. 336 al. 1 let. a (nouveau) CPC renvoyant à cet égard notamment aux art. 315 al. 4 et 325 al. 2 CPC dans leur nouvelle teneur. Ainsi, lorsque la partie concernée risque de subir un préjudice difficilement réparable, l'instance d'appel peut exceptionnellement, sur demande et avant le dépôt de l'appel, suspendre le caractère exécutoire d'une décision portant sur des mesures provisionnelles (art. 315 al. 4 let. b avec l'al. 2 et l'al. 5 1e phr. [nouveau] CPC), sa décision devenant néanmoins caduque si la motivation de la décision de première instance n'est pas demandée ou si aucun appel n'a été introduit à l'échéance du délai (art. 315 al. 5 2e phr. [nouveau] CPC). La même possibilité existe dans le contexte des décisions sujettes à la voie de droit du recours au sens strict (art. 325 al. 2 [nouveau] CPC).”
“Une partie de la doctrine, suivie en cela par plusieurs autorités cantonales, préconisent en revanche une autre solution pour les décisions de première instance qui ne peuvent être attaquées que par un recours au sens strict ou par un appel sans effet suspensif, lorsque seul leur dispositif a été communiqué. Ainsi, jusqu'à l'écoulement du délai pour requérir la motivation écrite et, si cette motivation est requise, jusqu'à l'écoulement du délai de recours, la décision est bien exécutoire, selon le prescrit des art. 325 al. 1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?, in ZBJV 151/2015 p. 75, 110; STAEHELIN, in Sutter-Somm et al. [éd.], Kommentar zur ZPO, 3e éd. 2016, n. 35 ad art. 239 CPC; HEINZMANN/BRAIDI, Petit commentaire CPC, 2020, n. 11 ad art. 239 CPC; arrêt TC/FR 101 2018 312 du 2 novembre 2018 consid. 1.2). 3.2.1.3. C'est dans ce dernier sens que va le CPC modifié - dont l'entrée en vigueur doit encore être fixée par le Conseil fédéral (FF 2023 786 ss). Selon l'art. 336 al. 3 (nouveau) CPC, une décision communiquée sans motivation écrite (art. 239 CPC) est exécutoire aux conditions posées à l'art. 336 al. 1 (nouveau) CPC, à savoir notamment lorsqu'elle est entrée en force et que le tribunal n'en a pas suspendu son caractère exécutoire, l'art. 336 al. 1 let. a (nouveau) CPC renvoyant à cet égard notamment aux art. 315 al. 4 et 325 al. 2 CPC dans leur nouvelle teneur. Ainsi, lorsque la partie concernée risque de subir un préjudice difficilement réparable, l'instance d'appel peut exceptionnellement, sur demande et avant le dépôt de l'appel, suspendre le caractère exécutoire d'une décision portant sur des mesures provisionnelles (art. 315 al. 4 let. b avec l'al. 2 et l'al. 5 1e phr. [nouveau] CPC), sa décision devenant néanmoins caduque si la motivation de la décision de première instance n'est pas demandée ou si aucun appel n'a été introduit à l'échéance du délai (art.”
“1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?, in ZBJV 151/2015 p. 75, 110; STAEHELIN, in Sutter-Somm et al. [éd.], Kommentar zur ZPO, 3e éd. 2016, n. 35 ad art. 239 CPC; HEINZMANN/BRAIDI, Petit commentaire CPC, 2020, n. 11 ad art. 239 CPC; arrêt TC/FR 101 2018 312 du 2 novembre 2018 consid. 1.2). 3.2.1.3. C'est dans ce dernier sens que va le CPC modifié - dont l'entrée en vigueur doit encore être fixée par le Conseil fédéral (FF 2023 786 ss). Selon l'art. 336 al. 3 (nouveau) CPC, une décision communiquée sans motivation écrite (art. 239 CPC) est exécutoire aux conditions posées à l'art. 336 al. 1 (nouveau) CPC, à savoir notamment lorsqu'elle est entrée en force et que le tribunal n'en a pas suspendu son caractère exécutoire, l'art. 336 al. 1 let. a (nouveau) CPC renvoyant à cet égard notamment aux art. 315 al. 4 et 325 al. 2 CPC dans leur nouvelle teneur. Ainsi, lorsque la partie concernée risque de subir un préjudice difficilement réparable, l'instance d'appel peut exceptionnellement, sur demande et avant le dépôt de l'appel, suspendre le caractère exécutoire d'une décision portant sur des mesures provisionnelles (art. 315 al. 4 let. b avec l'al. 2 et l'al. 5 1e phr. [nouveau] CPC), sa décision devenant néanmoins caduque si la motivation de la décision de première instance n'est pas demandée ou si aucun appel n'a été introduit à l'échéance du délai (art. 315 al. 5 2e phr. [nouveau] CPC). La même possibilité existe dans le contexte des décisions sujettes à la voie de droit du recours au sens strict (art. 325 al. 2 [nouveau] CPC).”
Wird ein Entscheid nach Art. 239 Abs. 1 ZPO zunächst ohne schriftliche Begründung eröffnet und später eine schriftliche Begründung nachgeliefert, gibt diese die Entscheidgründe für den bereits am Tag der Eröffnung gefällten Entscheid wieder. Die nachträglich verfasste schriftliche Begründung ist deshalb mit demselben Datum wie der ursprünglich eröffnete (unbegründete) Entscheid zu versehen.
“Aufgrund des Gesagten liegt kein Grund für eine Wiederholung des zwei- ten Schriftenwechsels vor. Die Berufungsanträge 1 und 2 sind abzuweisen. 4.Urteilsdatum Die Beklagte führt aus, die Vorinstanz habe erst 10 Monate nach dem unbegrün- deten Entscheid vom 22. Mai 2023 das begründete Urteil mit falschem Datum ver- sandt (act. 145 S. 6). Auch wenn sie dies nur nebenbei erwähnt, rechtfertigen sich folgende Hinweise: Nach Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO kann das Gericht seinen Entscheid durch Zustel- lung des Dispositivs an die Parteien ohne schriftliche Begründung eröffnen. Ver- langt eine Partei innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides eine schriftli- che Begründung, ist eine schriftliche Begründung nachzuliefern (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Das Scheidungsurteil vom 22. Mai 2023 wurde den Parteien zunächst in unbegründeter Fassung zugestellt (act. 100). Die Beklagte verlangte innert der 10-tägigen Frist eine Urteilsbegründung (act. 110), worauf die Vorinstanz am 28. März 2024 das schriftlich begründete Urteil (act. 147) verschickte (act. 137). Die nachträglich verfasste Urteilsbegründung gibt die Entscheidgründe für das am 22. Mai 2023 gefällte Urteil wieder, weshalb das schriftlich begründete Urteil zwin- gend das gleiche Datum wie das unbegründete bzw. lediglich im Dispositiv eröff- nete Urteil trägt. Das schriftlich begründete Urteil wurde deshalb – entgegen der Annahme der Beklagten – nicht mit einem falschen Datum versehen.”
“Aufgrund des Gesagten liegt kein Grund für eine Wiederholung des zwei- ten Schriftenwechsels vor. Die Berufungsanträge 1 und 2 sind abzuweisen. 4.Urteilsdatum Die Beklagte führt aus, die Vorinstanz habe erst 10 Monate nach dem unbegrün- deten Entscheid vom 22. Mai 2023 das begründete Urteil mit falschem Datum ver- sandt (act. 145 S. 6). Auch wenn sie dies nur nebenbei erwähnt, rechtfertigen sich folgende Hinweise: Nach Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO kann das Gericht seinen Entscheid durch Zustel- lung des Dispositivs an die Parteien ohne schriftliche Begründung eröffnen. Ver- langt eine Partei innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides eine schriftli- che Begründung, ist eine schriftliche Begründung nachzuliefern (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Das Scheidungsurteil vom 22. Mai 2023 wurde den Parteien zunächst in unbegründeter Fassung zugestellt (act. 100). Die Beklagte verlangte innert der 10-tägigen Frist eine Urteilsbegründung (act. 110), worauf die Vorinstanz am 28. März 2024 das schriftlich begründete Urteil (act. 147) verschickte (act. 137). Die nachträglich verfasste Urteilsbegründung gibt die Entscheidgründe für das am 22. Mai 2023 gefällte Urteil wieder, weshalb das schriftlich begründete Urteil zwin- gend das gleiche Datum wie das unbegründete bzw. lediglich im Dispositiv eröff- nete Urteil trägt. Das schriftlich begründete Urteil wurde deshalb – entgegen der Annahme der Beklagten – nicht mit einem falschen Datum versehen.”
Wird die schriftliche Begründung innert zehn Tagen verlangt, hat die Vorinstanz diese nachzuliefern; ein fristgerechtes Verlangen verhindert, dass das Unterlassen der Begründungsanforderung als Verzicht auf ein Rechtsmittel gilt.
“Im Mehrbe- trag wurde das Begehren abgewiesen (Urk. 9). Innert Frist beantragte die Ge- suchsgegnerin mit Eingabe vom 12. Oktober 2023 im Sinne von Art. 239 Abs. 2 ZPO die schriftliche Begründung des Urteils. Zudem machte sie die Vorinstanz darauf aufmerksam, dass sie bis anhin keine Antwort zu ihrem gestellten Frister- streckungsgesuch erhalten habe (Urk. 11). Mit der Gesuchsgegnerin am”
“Der Gesuchsgegner macht in seiner Beschwerdeschrift in formeller Hin- sicht geltend, die Vorinstanz habe mit der Ausstellung eines Dispositivs (ohne Begründung) versucht, sein rechtliches Gehör zu missachten (Urk. 16 S. 3 Ziff. I.3 lit. b). Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO kann das Gericht sei- nen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien ohne schriftliche Begründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO). Da der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 27. August 2022 die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 verlangte, versandte die Vorinstanz dieses in begründeter Form am 30. September 2022 an die Parteien. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Gesuchsgegners ist demnach nicht ersichtlich.”
“Der Gesuchsgegner macht in seiner Beschwerdeschrift in formeller Hin- sicht geltend, die Vorinstanz habe mit der Ausstellung eines Dispositivs (ohne Begründung) versucht, sein rechtliches Gehör zu missachten (Urk. 13 S. 3 Ziff. I.3 lit. b). Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO kann das Gericht sei- nen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien ohne schriftliche Begründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO). Da der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 27. August 2022 die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 verlangte, versandte die Vorinstanz dieses in begründeter Form am 30. September 2022 an die Parteien. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Gesuchsgegners ist demnach nicht ersichtlich.”
“b) Par courrier du 17 mai 2022, la poursuivante, par son conseil, a constaté que le prononcé avait été rendu sans allocation de dépens et a requis la rectification de cette erreur, subsidiairement la motivation du prononcé. Par « décision de rectification » du 23 mai 2022, notifiée à la poursuivie le 31 mai 2022, la Juge de paix du district de la Riviera-Pays-d’Enhaut a rectifié le chiffre IV du dispositif du 13 mai 2022 en ce sens que des dépens, par 200 fr., ont été alloués à la poursuivante. En substance, l’autorité précédente a constaté que le prononcé du 13 mai 2022 avait donné gain de cause à la poursuivante et elle a fait application de l’art. 334 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) pour octroyer à celle-ci les dépens qui, par erreur, ne lui avaient pas été alloués. 4. Par acte du 10 juin 2022, la poursuivie a recouru en faisant valoir que sa cotisation aurait dû être suspendue durant la période pour laquelle le Conseil fédéral conditionnait l’autorisation de fréquenter les salles de sport à la vaccination contre le Covid 19. L’intimée n’a pas été invitée à se déterminer. En droit : I. Selon l’art. 239 al. 2 CPC, une motivation du jugement est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées comme avoir renoncé à l’appel ou au recours. En l’espèce, l’autorité précédente a rendu le 13 mai 2022 un prononcé non motivé prononçant la mainlevée provisoire de l’opposition de la recourante (I), arrêtant les frais judiciaires à 120 fr. (II), les mettant à la charge de la recourante (III) et disant qu’en conséquence celle-ci rembourserait à l’intimée son avance de frais, par 120 fr., sans allocation de dépens pour le surplus (IV). Dans le délai de l’art. 239 al. 2 CPC, l’intimée a requis, subsidiairement à la rectification du prononcé, sa motivation. L’autorité précédente, par décision du 23 mai 2022, a rectifié le chiffre IV du dispositif en ce sens que des dépens, par 200 fr., ont été alloués à la poursuivante. II. Lorsque le premier juge admet la demande d'interprétation ou de rectification, il rend une nouvelle décision au fond, qui est communiquée aux parties (art.”
“L'appel est recevable contre les décisions finales de première instance (art. 308 al. 1 let. a CPC [Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272]), dans les causes patrimoniales pour autant que la valeur litigieuse, au dernier état des conclusions devant l'autorité inférieure, soit de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 2 CPC). Le délai d'appel est de trente jours pour les décisions rendues dans la procédure ordinaire ou simplifiée (art. 311 al. 1 CPC). Ecrit et motivé, l'appel doit être introduit auprès de l'instance d'appel, soit auprès de la Cour d'appel civile (art. 84 al. 1 LOJV [loi vaudoise d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). Aux termes de l’art. 239 al. 2 CPC, la motivation de la décision est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Un recours – ou un appel – prématuré dirigé contre le dispositif non encore motivé doit être considéré comme une demande de motivation valable pour autant qu’elle ait été déposée en temps utile (CACI 30 novembre 2016/651 ; CREC 7 septembre 2012/320).”
“3 LPers-VD dispose que les actions devant le Tribunal de prud'hommes de l'Administration cantonale se prescrivent par un an lorsqu'elles tendent exclusivement à des conclusions pécuniaires et par soixante jours dans les autres causes. La prescription court dès l'exigibilité de la créance ou dès la communication de la décision contestée. En l’espèce, la demanderesse a introduit une procédure de conciliation le 27 juillet 2018 afin de contester la suppression de son poste de travail intervenue en date du 25 septembre 2017, dans le respect du délai d’un an (art. 16 al. 3 LPers). La conciliation du 29 octobre 2018 n’ayant pas abouti, le Tribunal a délivré une autorisation de procéder à la demanderesse le jour même. Le 13 février 2020, la demanderesse a ouvert action, respectant ainsi le délai de trois mois pour porter la cause devant le tribunal (art. 209 al. 2 CPC), de sorte que son action au fond est recevable. c) Par courrier du 1er avril 2021, le défendeur a sollicité la motivation du jugement qui lui avait été notifiée le 30 mars 2021. En outre, par envoi du 6 avril 2021, la demanderesse a également requis la motivation du jugement. Le délai de 10 jours de l’art. 239 al. 2 CPC ayant été respecté par les deux parties, il convient dès lors d’entrer en matière sur la demande de motivation. II. a) La demanderesse estime que son poste de travail n’a pas été entièrement supprimé et qu’elle ne devait par conséquent pas être transférée. En outre, elle prétend que le défendeur ne se serait pas acquitté de ses obligations en matière de proposition de travail convenable au sens de l’art. 62 al. 1 LPers, et conclut au paiement d’une indemnité nette de CHF 47'704.95. Le défendeur soutient à l’inverse que l’ancien poste de travail de la demanderesse a bel et bien été supprimé en raison notamment de la réorganisation du service au sein duquel elle travaillait. Il estime que des propositions convenables ont été soumises à la demanderesse, que cette dernière a refusées sans raison valable. b) Selon l’art. 62 al. 1 LPers-VD, lorsqu’un poste est supprimé ou qu’une modification structurelle est intervenue au point que le collaborateur ne peut plus remplir son cahier des charges, il est transféré dans la mesure des places disponibles dans une fonction correspondant à sa formation et à ses capacités.”
Praktische Folgen: Wird die schriftliche Begründung nicht innert zehn Tagen verlangt, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung mit Berufung oder Beschwerde und der Entscheid kann vollstreckbar werden. Ein fristgerecht gestelltes Gesuch um Begründung kann die Vollstreckungspraxis in konkreten Fällen beeinflussen bzw. zu schwebender Wirkung bzw. zu Abwehr von Vollstreckungsschritten führen. Verfährt die Behörde nachträglich durch Berichtigung oder neue Mitteilung, begründet dies die neue Mitteilung einer Entscheidung und damit den Beginn einer neuen Frist für die Anfechtung.
“die eheliche Wohnung während des laufenden Monats September oder Oktober 2021 verlässt, hat er den Mietzins jeweils bis zum Zeitpunkt des Auszugs anteilsmässig zu bezahlen. 3. A. wird verpflichtet, für die Dauer des Getrenntlebens an den Unterhalt von B. monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten ei- nes jeden Monats, folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: a) vom 01.06.2021 bis zum 31.10.2021: CHF 1'230.00, b) ab dem 01.11.2021: CHF 1'825.00. Sofern A. die eheliche Wohnung vor dem 30.09.2021 verlässt, wird er verpflichtet, B. bereits ab dem 01.10.2021 einen Unter- haltsbeitrag von CHF 1'825.00 zu bezahlen. 4. Zwischen B. und A. wird per 21.05.2021 die Gütertren- nung angeordnet. 5. Im Übrigen werden die Anträge abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 6.a) [Gerichtskosten] b) [Parteientschädigung] c) Eine schriftliche Begründung des Entscheids wird nachgeliefert, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheids ver- langt. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde (Art. 219 ZPO i.V.m. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Das Rechtsmittel gegen den be- gründeten Endentscheid hemmt die Vollstreckbarkeit nicht, weshalb der Entscheid ohne schriftliche Begründung mit der Zustellung an die letzte der Parteien vollstreckbar wird. d) [Rechtsmittelbelehrung Fristenstillstand] 8. [Mitteilungen] C. Der Entscheid wurde den Parteien ohne schriftliche Begründung durch Zu- stellung im Dispositiv eröffnet. Er enthält eine Kurzbegründung zum Punkt eheli- cher Unterhalt. D. A. verlangte beim Regionalgericht Plessur mit Schreiben vom 14. September 2021 innert Frist die schriftliche Begründung des Entscheides. E. Mit Gesuch vom 21. September 2021 beantragte A. (nachfolgend: Gesuchsteller) beim Kantonsgericht was folgt: 1. Es sei die Vollstreckung des Entscheides der Vorsitzenden des Regio- nalgerichtes Plessur vom 29.07.2021, mitgeteilt am 09.09.2021 (Proz. Nr. 135-2021-366) bis zum rechtskräftigen Entscheid des Gesuches betreffend Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen aufzuschieben. 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zzgl.”
“Den Beschwerdeführern wurde mit Urteil vom 2. September 2020 in der ge- gen die Beschwerdegegnerin gerichteten Betreibung Nr. ... des Betreibungsam- tes Dübendorf für Fr. 81'034.85 und weitere (kleinere) Beträge definitive Rechts- öffnung erteilt. Dieser Entscheid wurde den Parteien durch Zustellung des Dispo- sitivs im Sinne von Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO eröffnet, mithin also ohne schriftliche Begründung (act. 3/3; act. 7/1). Innert Frist verlangte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 26. September 2020 die schriftliche Begründung des ihr am 16. September 2020 zugestellten Rechtsöffnungsentscheides (Art. 239 Abs. 2 ZPO; act. 3/1–4; act. 3/6). Die Beschwerdeführer stellten noch zuvor bzw. am 16. September 2020 das Fortsetzungsbegehren, woraufhin der Beschwerdegeg- nerin vom Betreibungsamt die Pfändungsankündigung zugestellt wurde (act. 3/5; act. 7/4; act. 9/1). Dagegen erhob die Beschwerdegegnerin sinngemäss Be- schwerde gemäss Art. 17 SchKG (act. 1 und 2). Das Bezirksgericht Uster hiess diese als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Urteil vom 24. November 2020 zufolge fehlender Vollstreckbarkeit des Rechtsöffnungsentscheides im Zeitpunkt der Stellung des Fortsetzungsbegehrens gut und hob die Pfändungsankündigung in der erwähnten Betreibung auf (act. 15 = act. 18 [Aktenexemplar der Kammer] = act. 20; nachfolgend als act. 18 zitiert).”
“Par acte du 10 juin 2022, la poursuivie a recouru en faisant valoir que sa cotisation aurait dû être suspendue durant la période pour laquelle le Conseil fédéral conditionnait l’autorisation de fréquenter les salles de sport à la vaccination contre le Covid 19. L’intimée n’a pas été invitée à se déterminer. En droit : I. Selon l’art. 239 al. 2 CPC, une motivation du jugement est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées comme avoir renoncé à l’appel ou au recours. En l’espèce, l’autorité précédente a rendu le 13 mai 2022 un prononcé non motivé prononçant la mainlevée provisoire de l’opposition de la recourante (I), arrêtant les frais judiciaires à 120 fr. (II), les mettant à la charge de la recourante (III) et disant qu’en conséquence celle-ci rembourserait à l’intimée son avance de frais, par 120 fr., sans allocation de dépens pour le surplus (IV). Dans le délai de l’art. 239 al. 2 CPC, l’intimée a requis, subsidiairement à la rectification du prononcé, sa motivation. L’autorité précédente, par décision du 23 mai 2022, a rectifié le chiffre IV du dispositif en ce sens que des dépens, par 200 fr., ont été alloués à la poursuivante. II. Lorsque le premier juge admet la demande d'interprétation ou de rectification, il rend une nouvelle décision au fond, qui est communiquée aux parties (art. 334 al. 4 CPC) et fait courir un nouveau délai d'appel ou de recours (Message du 28 juin 2006 relatif au code de procédure civil suisse [CPC], FF 2006 6841 ss, 6989 ad art. 332 P-CPC). La partie recourante peut alors, d'une part, faire valoir que la décision rectifiée constitue une modification matérielle - prohibée - de la décision initiale et, d'autre part, soulever l'ensemble des griefs qui sont recevables contre les points rectifiés de la décision au fond, selon la voie de droit qui est ouverte (art. 310 CPC s'agissant de l'appel ; art. 320 CPC s'agissant du recours ; cf. à ce sujet ATF 143 III 520 consid.”
“Nicht Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist der (materielle) Entscheid des Zivilgerichts vom 9. Januar 2023 selbst, mit dem die Berufungsklägerin aufgelöst und die konkursamtliche Liquidation angeordnet wurde (vgl. für eine analoge Situation BGer 4A_21/2021 vom 25. Mai 2021 E. 4.1 und den vorinstanzlichen Entscheid des KGer BL 400 20 194 vom 10. November 2020 E. 3.1). Die Eröffnung des Entscheids vom 9. Januar 2023 per Publikation im Kantonsblatt erfolgte im Dispositiv ohne schriftliche Begründung (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). In diesem Fall kann innert zehn Tagen seit der Eröffnung eine solche verlangt werden. Wird keine Begründung verlangt, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Von der Berufungsklägerin wird zurecht nicht bestritten, dass der Entscheid vom 9. Januar 2023 am 14. Januar 2023 publiziert und die Frist für den Antrag auf schriftliche Begründung am 24. Januar 2023 ungenutzt abgelaufen ist. Nimmt eine Partei eine Prozesshandlung nicht fristgerecht vor, ist sie säumig (Art. 147 Abs. 1 ZPO). Festzustellen ist sodann, dass eine Zustellung durch Publikation im Kantonsblatt im vorliegenden Fall erforderlich war, da Zustellversuche an die eingetragene Domiziladresse trotz Postumleitung an die Privatadresse des Verwaltungsrats der Berufungsklägerin erfolglos geblieben sind. Im angefochtenen Entscheid wurde zudem aufgezeigt, dass diese Probleme bei der Zustellung in Bezug auf die Berufungsklägerin auch in diversen anderen Gerichtsverfahren festgestellt wurden. Mit diesen Ausführungen im angefochtenen Entscheid setzt sich die Berufungsklägerin in ihrer Berufung in keiner Weise auseinander. Das Zivilgericht durfte unter diesen Umständen mit Blick auf die ihr im Urteilszeitpunkt vorliegenden Informationen von der Unmöglichkeit oder der Unzumutbarkeit der Zustellung durch Postsendung an die Berufungsklägerin ausgehen und hat daher zu Recht die Eröffnung des Urteils durch öffentliche Bekanntmachung angeordnet (vgl.”
“Mai 2020 verpflichtete sich der Ehemann unter anderem, die Ehefrau umgehend und unaufgefordert über den Erhalt von Leistungen der IV und über den rechtskräftigen Entscheid der IV zu informieren. Bis zur gerichtlichen Genehmigung entfaltete diese Vereinbarung zwar noch keine Rechtswirkungen (vgl. Art. 279 Abs. 2 ZPO; Sutter-Somm/Gut, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 279 N 6 und 19). Mit Entscheid vom 14. August 2020 genehmigte das Zivilgericht aber die Vereinbarung. Dieser Entscheid wurde den Parteien am 20. August 2020 ohne schriftliche Begründung eröffnet (vgl. Zustellbescheinigungen in Akten F.2019.399). C____ erklärte dem Zivilgericht zwar am 26. August 2020, dass er mit dem Entscheid nicht einverstanden sei. Die Ehegatten selbst verlangten innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids aber keine schriftliche Begründung. Damit waren die Vereinbarung vom 11. Mai 2020 und der Entscheid vom 14. August 2020 ab dem 1. September 2020 an sich rechtskräftig und vollstreckbar (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Jedenfalls war die Vereinbarung vom 11. Mai 2020 in diesem Zeitpunkt verbindlich. Erst mit Verfügung vom 13. November 2020 wurde die gerichtliche Genehmigung der Vereinbarung vom 11. Mai 2020 aufgehoben. Jedenfalls war der Ehemann in der Zeit vom 1. September bis 12. November 2020 somit gestützt auf die Vereinbarung vom 11. Mai 2020 verpflichtet, die Ehefrau umgehend und unaufgefordert über den Erhalt von Leistungen der IV und über den rechtskräftigen Entscheid der IV zu informieren.”
Bis zur Anforderung oder zur Zustellung der schriftlichen Begründung ist die sofortige Vollstreckbarkeit einer anfechtbaren Entscheiddisposition nicht anzunehmen. Die Vollstreckbarkeit tritt erst ein, wenn die zehntägige Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO unbenutzt verstrichen ist oder die begründete Ausfertigung zugestellt worden ist.
“2, 3e phrase, LTF, qui dispose qu'une décision notifiée sans motivation ne peut pas être exécutée avant que le délai pour en demander une expédition complète soit échu sans avoir été utilisé ou que l'expédition complète soit notifiée. Elle permet d'éviter que durant le laps de temps parfois long entre la notification du dispositif et celle de la motivation écrite, une décision soit exécutée alors que les parties n'ont pas encore pu requérir du Tribunal fédéral l'octroi de l'effet suspensif, une telle requête ne pouvant pas être formée sans qu'un recours soit introduit (ATF 139 IV 314 consid. 2.3.2), ce qui suppose que l'expédition motivée de la décision cantonale ait été notifiée aux parties (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1). Certains auteurs soutiennent que ce principe doit s'appliquer par analogie aux décisions rendues par les autorités de première instance. Ainsi, une décision prise par une autorité de première instance et BGE 149 III 410 S. 419 susceptible de recours au sens des art. 319 ss CPC ne pourrait être exécutée que dès la notification d'une expédition complète, respectivement dès que le délai de 10 jours (art. 239 al. 2 CPC) pour requérir cette motivation est échu sans avoir été utilisé (dans ce sens ABBET, op. cit., 2e éd. 2022, n° 58 ad art. 80 LP, n° 4 ad art. 83 LP et n° 126 ad art. 84 LP; DENIS TAPPY, in Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd. 2019, n° 22 ad art. 239 CPC; MARKUS KRIECH, in Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, Brunner/Gasser/Schwander [éd.], 2e éd. 2016, n° 8 ad art. 239 CPC, p. 1910; ROHNER/MOHS, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, 2e éd. 2016, n° 2 ad art. 336 CPC; LORENZ DROESE, in Basler Kommentar, Zivilprozessordnung, 3e éd. 2017, n° 8 ad art. 336 CPC; contra: MARKUS/WUFFLI, op. cit., p. 109; FRANÇOISE BASTONS BULLETTI, CPC Online, Newsletter 17 novembre 2016 p. 7 s.; HEINZMANN/BRAIDI, CPC, Code de procédure civile, 2020, n° 11 ad art. 239 CPC, et MELANIE HUBER-LEHMANN, Erteilung und Entzug der Vollstreckbarkeit zwischen Entscheideröffnung und Ergreifung eines Rechtsmittels, in Zehn Jahre ZPO - Zwischenstand und Perspektive, 2022, p. 55-88, spéc.”
“325 N 3), würde es damit an der hierfür not- wendigen Beurteilungsgrundlage fehlen. Dasselbe gilt auch bezüglich des Ge- suchstellers, der zur Darlegung der Erfolgsaussichten der künftig einzureichenden Beschwerde die Begründung der Vorinstanz zur Hand haben müsste. Da es ohne Beurteilungsgrundlage nichts zu beurteilen gibt, fällt eine analoge Anwendung von Art. 263 ZPO ausser Betracht. In der Zeitspanne zwischen der Zustellung des Dispositives und des begründeten Entscheides würde im Falle der Annahme der sofortigen Vollstreckbarkeit der von Gesetzes wegen erforderliche Schutzmecha- - 6 - nismus im Sinne von Art. 325 Abs. 2 ZPO damit ersatzlos entfallen, weshalb die- se Annahme eben auch nicht richtig sein kann. Die in ZR 111/2012 Nr. 70 publi- zierte Rechtsprechung des Obergerichtes des Kantons Zürich, wonach Art. 112 Abs. 2 BGG auch im Geltungsbereich der ZPO analog zur Anwendung gelangt, ist deshalb einmal mehr zu bestätigen. Die Vollstreckbarkeit tritt damit erst dann ein, wenn entweder die zehntägige Begründungsfrist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO un- benützt abgelaufen oder die begründete Ausfertigung des Entscheides zugestellt worden ist (so auch bereits OGer PF180038 vom 6. September 2018, E. 3.2., LB150035 vom 13. August 2015, E. II.”
Wird die schriftliche Begründung nicht innert der Frist von zehn Tagen verlangt, gilt der nicht begründete Entscheid nach Ablauf dieser Frist als exekutierbar (in der Regel ab dem auf den Fristablauf folgenden Tag).
“Lorsqu'un tribunal communique la décision aux parties sans motivation écrite et que seule la voie de l'appel est ouverte, la décision en question acquiert force de chose jugée formelle (et devient exécutoire) à l'échéance du délai d'appel de dix jours pour demander la motivation de la décision (N. Jeandin, in Bohnet et al. [éd.], op. cit., Intro. art. 308-334 n. 16 et les références, de même que art. 336 n. 2 ; Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozes-sordnung, 2021, art. 336 n. 2). Il n'est toutefois pas évident de définir quand une décision devient exécutoire lorsque celle-ci a été notifiée sans motivation écrite et que seule la voie du recours limité au droit est ouverte à son encontre. La question est controversée en doctrine (pour la liste des différents auteurs pour ou contre: Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], op. cit., art. 336 n. 2). La doctrine majoritaire retient que lorsqu’un tribunal communique une décision sans motivation écrite conformément à l'art. 239 al. 1 CPC, cette décision est exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation, respectivement lorsque la motivation est remise aux parties sur demande (art. 239 al. 2 CPC). Les auteurs considèrent que l'art. 239 CPC a été adopté avant tout pour décharger les tribunaux, non pour permettre l'exécution forcée à un moment où la partie qui a succombé n'est pas encore en mesure de requérir de l'autorité supérieure la suspension de l'exécution (restitution de l’effet suspensif) puisque le délai d’appel ou de recours n'a pas encore commencé à courir (Stucki/Pahud, Le régime des décisions superprovisionnelles et provisionnelles du code de procédure civile, in SJ 2015 II p. 1, p. 18 ss et les références). Le TF, dans un arrêt récent, s'est visiblement rallié à l’opinion de la doctrine majoritaire (ATF 149 III 410 c. 6.4.4). En outre, dans un arrêt portant sur la notification du jugement par voie édictale, il a du reste considéré que le dispositif non motivé au sens de l'art. 239 al. 1 CPC devenait exécutoire "au plus tôt" dès le lendemain de l'échéance du délai de dix jours de l'art. 239 al. 2 CPC (TF 5A_170/2023 du 13 octobre 2023 c. 4.1.5). Dans la mesure où notre plus haute Cour n'a pas spécifié que ce résultat s'imposait uniquement lorsque la voie de l'appel était ouverte (bien au contraire, puisqu’elle a également souligné que la demande de motivation était un préalable à la recevabilité "de l'appel et du recours"), on peut en déduire que ce principe s’applique aussi lorsque seule la voie du recours limité au droit est possible.”
“die eheliche Wohnung während des laufenden Monats September oder Oktober 2021 verlässt, hat er den Mietzins jeweils bis zum Zeitpunkt des Auszugs anteilsmässig zu bezahlen. 3. A. wird verpflichtet, für die Dauer des Getrenntlebens an den Unterhalt von B. monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten ei- nes jeden Monats, folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: a) vom 01.06.2021 bis zum 31.10.2021: CHF 1'230.00, b) ab dem 01.11.2021: CHF 1'825.00. Sofern A. die eheliche Wohnung vor dem 30.09.2021 verlässt, wird er verpflichtet, B. bereits ab dem 01.10.2021 einen Unter- haltsbeitrag von CHF 1'825.00 zu bezahlen. 4. Zwischen B. und A. wird per 21.05.2021 die Gütertren- nung angeordnet. 5. Im Übrigen werden die Anträge abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 6.a) [Gerichtskosten] b) [Parteientschädigung] c) Eine schriftliche Begründung des Entscheids wird nachgeliefert, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheids ver- langt. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde (Art. 219 ZPO i.V.m. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Das Rechtsmittel gegen den be- gründeten Endentscheid hemmt die Vollstreckbarkeit nicht, weshalb der Entscheid ohne schriftliche Begründung mit der Zustellung an die letzte der Parteien vollstreckbar wird. d) [Rechtsmittelbelehrung Fristenstillstand] 8. [Mitteilungen] C. Der Entscheid wurde den Parteien ohne schriftliche Begründung durch Zu- stellung im Dispositiv eröffnet. Er enthält eine Kurzbegründung zum Punkt eheli- cher Unterhalt. D. A. verlangte beim Regionalgericht Plessur mit Schreiben vom 14. September 2021 innert Frist die schriftliche Begründung des Entscheides. E. Mit Gesuch vom 21. September 2021 beantragte A. (nachfolgend: Gesuchsteller) beim Kantonsgericht was folgt: 1. Es sei die Vollstreckung des Entscheides der Vorsitzenden des Regio- nalgerichtes Plessur vom 29.07.2021, mitgeteilt am 09.09.2021 (Proz. Nr. 135-2021-366) bis zum rechtskräftigen Entscheid des Gesuches betreffend Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen aufzuschieben. 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zzgl.”
Eröffnet das Gericht den Dispositiventscheid ohne schriftliche Begründung, hat es die Parteien darauf hinzuweisen, dass sie innerhalb von zehn Tagen seit der Eröffnung die schriftliche Begründung verlangen können und dass das Unterbleiben eines solchen Begehrens als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids gilt.
“Das in Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO garantierte rechtliche Gehör im Zivilverfahren verlangt ausserdem, dass das Gericht die Anträge und Begründungen der Parteien zur Kenntnis nimmt, prüft und bei der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu begründen (KUKO ZPO-Sogo/Naegeli, 3. Aufl., 2021, Art. 239 N 5). Der Entscheid muss zunächst nicht schriftlich begründet werden, sondern es genügt nach Art. 239 Abs. 1 ZPO, diesen schriftlich im Dispositiv den Parteien zu eröffnen, wobei der Entscheid an der Verhandlung mündlich begründet werden kann. Eine schriftliche Begründung des Entscheids ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Dispositiventscheids verlangt, zumal nur ein schriftlich begründeter Entscheid an die Rechtsmittelinstanz weitergezogen werden kann. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Darüber sind die Parteien im Falle der Eröffnung eines Entscheids ohne schriftliche Begründung zu belehren. Wird eine schriftliche Begründung verlangt, muss sich das Gericht in seiner schriftlichen Entscheidbegründung mit den Anträgen und Argumenten der Parteien auseinandersetzen. Es hat dabei zu allen wesentlichen Tat- und Rechtsfragen Stellung zu nehmen. Insbesondere hat es die Überlegungen wiederzugeben, von denen es sich bei seinem Entscheid leiten liess, damit die betroffene Partei gegebenenfalls in der Lage ist, diesen sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. Die Begründung muss die massgebenden Rechtsnormen nennen, aufgrund derer die geltend gemachten Ansprüche zugesprochen oder abgewiesen werden. Hingegen braucht das Gericht in seinem Entscheid nicht auf alle beliebigen Argumente der Parteien einzugehen. Zu Vorbringen, welche ausserhalb seiner Argumentationslinie liegen und mit dieser nicht vereinbar sind, braucht es sich nicht oder jedenfalls nicht im Detail auseinanderzusetzen.”
“Das in Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO garantierte rechtliche Gehör im Zivilverfahren verlangt ausserdem, dass das Gericht die Anträge und Begründungen der Parteien zur Kenntnis nimmt, prüft und bei der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu begründen (KUKO ZPO-Sogo/Naegeli, 3. Aufl., 2021, Art. 239 N 5). Der Entscheid muss zunächst nicht schriftlich begründet werden, sondern es genügt nach Art. 239 Abs. 1 ZPO, diesen schriftlich im Dispositiv den Parteien zu eröffnen, wobei der Entscheid an der Verhandlung mündlich begründet werden kann. Eine schriftliche Begründung des Entscheids ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Dispositiventscheids verlangt, zumal nur ein schriftlich begründeter Entscheid an die Rechtsmittelinstanz weitergezogen werden kann. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Darüber sind die Parteien im Falle der Eröffnung eines Entscheids ohne schriftliche Begründung zu belehren. Wird eine schriftliche Begründung verlangt, muss sich das Gericht in seiner schriftlichen Entscheidbegründung mit den Anträgen und Argumenten der Parteien auseinandersetzen. Es hat dabei zu allen wesentlichen Tat- und Rechtsfragen Stellung zu nehmen. Insbesondere hat es die Überlegungen wiederzugeben, von denen es sich bei seinem Entscheid leiten liess, damit die betroffene Partei gegebenenfalls in der Lage ist, diesen sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. Die Begründung muss die massgebenden Rechtsnormen nennen, aufgrund derer die geltend gemachten Ansprüche zugesprochen oder abgewiesen werden. Hingegen braucht das Gericht in seinem Entscheid nicht auf alle beliebigen Argumente der Parteien einzugehen. Zu Vorbringen, welche ausserhalb seiner Argumentationslinie liegen und mit dieser nicht vereinbar sind, braucht es sich nicht oder jedenfalls nicht im Detail auseinanderzusetzen.”
“Das in Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO garantierte rechtliche Gehör im Zivilverfahren verlangt ausserdem, dass das Gericht die Anträge und Begründungen der Parteien zur Kenntnis nimmt, prüft und bei der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu begründen (KUKO ZPO-Sogo/Naegeli, 3. Aufl., 2021, Art. 239 N 5). Der Entscheid muss zunächst nicht schriftlich begründet werden, sondern es genügt nach Art. 239 Abs. 1 ZPO, diesen schriftlich im Dispositiv den Parteien zu eröffnen, wobei der Entscheid an der Verhandlung mündlich begründet werden kann. Eine schriftliche Begründung des Entscheids ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Dispositiventscheids verlangt, zumal nur ein schriftlich begründeter Entscheid an die Rechtsmittelinstanz weitergezogen werden kann. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Darüber sind die Parteien im Falle der Eröffnung eines Entscheids ohne schriftliche Begründung zu belehren. Wird eine schriftliche Begründung verlangt, muss sich das Gericht in seiner schriftlichen Entscheidbegründung mit den Anträgen und Argumenten der Parteien auseinandersetzen. Es hat dabei zu allen wesentlichen Tat- und Rechtsfragen Stellung zu nehmen. Insbesondere hat es die Überlegungen wiederzugeben, von denen es sich bei seinem Entscheid leiten liess, damit die betroffene Partei gegebenenfalls in der Lage ist, diesen sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. Die Begründung muss die massgebenden Rechtsnormen nennen, aufgrund derer die geltend gemachten Ansprüche zugesprochen oder abgewiesen werden. Hingegen braucht das Gericht in seinem Entscheid nicht auf alle beliebigen Argumente der Parteien einzugehen. Zu Vorbringen, welche ausserhalb seiner Argumentationslinie liegen und mit dieser nicht vereinbar sind, braucht es sich nicht oder jedenfalls nicht im Detail auseinanderzusetzen.”
Die schriftliche Begründung des Entscheids ist Voraussetzung für die Anfechtung mit Beschwerde. Solange der Entscheid unbegründet bleibt, stellt er kein taugliches Anfechtungsobjekt dar; auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid ist daher nicht einzutreten.
“Das Gericht kann seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219, Art. 251 lit. a und Art. 252 ff. ZPO). Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides ver- langt (Art. 239 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die schriftliche Begründung des Entscheides ist Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Beschwerde (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Wird innert Frist keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheides (Art. 239 Abs. 2 Satz 2 ZPO). Da erst der begründe- te Entscheid ein taugliches Anfechtungsobjekt für eine Beschwerde darstellt, ist - 3 - auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid nicht einzutreten (BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.H.).”
“Das Gericht kann seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO in Verbindung mit Art. 219, Art. 251 lit. a und Art. 252 ff. ZPO). Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die schriftliche Begründung des Entscheides ist Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Beschwerde (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Da erst der begründete Entscheid ein taugliches Anfech- tungsobjekt für eine Beschwerde darstellt, ist auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid nicht einzutreten (BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.H.).”
“Das Gericht kann seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO in Verbindung mit Art. 219 und Art. 252 ff. ZPO). Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides ver- langt (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Die schriftliche Begründung des Entscheides ist Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Beschwerde (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Da erst der begründete Entscheid ein taugliches Anfechtungsobjekt für ei- ne Beschwerde darstellt, ist auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Ent- scheid nicht einzutreten (BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.H.).”
Bei ediktaler Eröffnung des Entscheids kann eine Partei innert zehn Tagen eine schriftliche Begründung verlangen; wird dies unterlassen, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung mit Berufung oder Beschwerde. Die Rechtsprechung nimmt eine ediktale Zustellung unter anderem an, wenn persönliche Zustellung unzumutbar oder unzumutbar bzw. unmöglich ist.
“Nicht Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist der (materielle) Entscheid des Zivilgerichts vom 9. Januar 2023 selbst, mit dem die Berufungsklägerin aufgelöst und die konkursamtliche Liquidation angeordnet wurde (vgl. für eine analoge Situation BGer 4A_21/2021 vom 25. Mai 2021 E. 4.1 und den vorinstanzlichen Entscheid des KGer BL 400 20 194 vom 10. November 2020 E. 3.1). Die Eröffnung des Entscheids vom 9. Januar 2023 per Publikation im Kantonsblatt erfolgte im Dispositiv ohne schriftliche Begründung (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). In diesem Fall kann innert zehn Tagen seit der Eröffnung eine solche verlangt werden. Wird keine Begründung verlangt, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Von der Berufungsklägerin wird zurecht nicht bestritten, dass der Entscheid vom 9. Januar 2023 am 14. Januar 2023 publiziert und die Frist für den Antrag auf schriftliche Begründung am 24. Januar 2023 ungenutzt abgelaufen ist. Nimmt eine Partei eine Prozesshandlung nicht fristgerecht vor, ist sie säumig (Art. 147 Abs. 1 ZPO). Festzustellen ist sodann, dass eine Zustellung durch Publikation im Kantonsblatt im vorliegenden Fall erforderlich war, da Zustellversuche an die eingetragene Domiziladresse trotz Postumleitung an die Privatadresse des Verwaltungsrats der Berufungsklägerin erfolglos geblieben sind. Im angefochtenen Entscheid wurde zudem aufgezeigt, dass diese Probleme bei der Zustellung in Bezug auf die Berufungsklägerin auch in diversen anderen Gerichtsverfahren festgestellt wurden. Mit diesen Ausführungen im angefochtenen Entscheid setzt sich die Berufungsklägerin in ihrer Berufung in keiner Weise auseinander. Das Zivilgericht durfte unter diesen Umständen mit Blick auf die ihr im Urteilszeitpunkt vorliegenden Informationen von der Unmöglichkeit oder der Unzumutbarkeit der Zustellung durch Postsendung an die Berufungsklägerin ausgehen und hat daher zu Recht die Eröffnung des Urteils durch öffentliche Bekanntmachung angeordnet (vgl.”
“Dans ces circonstances, aucune autre démarche supplémentaire ne pouvait être exigée de la part de l'intimée, qui était en droit d'attendre que sa demande soit instruite et jugée dans des délais raisonnables. Ni l'intimée, ni le Tribunal n'étaient en particulier tenus d'essayer de contacter l'appelant chez son père à Genève ou à son lieu de travail. L'ordonnance du 23 septembre 2019 ayant été régulièrement notifiée à l'appelant par voie édictale, il lui incombait d'y déférer en répondant à la demande et en se présentant à l'audience convoquée par le Tribunal, ce qu'il n'a pas fait. Son droit d'être entendu n'a ainsi pas été violé. Compte tenu de ce qui précède, il n'est pas nécessaire d'examiner la question de savoir si la notification de l'ordonnance du 23 septembre 2019 précitée effectuée par voie postale parallèlement à la publication édictale, à l'adresse de la villa de D______ [GE] de l'appelant, par plis simple et recommandé réceptionné par C______ est valable ou non. La notification du jugement du 5 décembre 2019, effectuée par voie édictale le 6 décembre 2019, laquelle mentionnait la teneur de l'art. 239 al. 2 CPC, est également valable, pour les mêmes motifs que ceux qui viennent d'être exposés. Il résulte de ce qui précède que le délai pour demander la motivation du jugement querellé a expiré le 17 décembre 2019. Dans la mesure où l'appelant n'a pas demandé la motivation de ce jugement dans le délai légal, il est réputé avoir renoncé à former appel contre celui-ci, en application de l'article 239 al. 2 CPC. L'appel, formé le 5 juin 2020, est par conséquent irrecevable. 2.L'appelant, qui succombe, sera condamné aux frais de la procédure d'appel (art. 106 al. 1 CPC). Les frais judiciaires seront arrêtés à 2'300 fr. et compensés avec l'avance versée par l'appelant, acquise à l'Etat de Genève (art. 17 et 35 RTFMC; art. 111 CPC). Les dépens dus à l'intimée seront fixés à 4'000 fr., débours et TVA inclus (art. 84, 85 et 90 RTFMC; 25 et 26 LaCC). * * * * * PAR CES MOTIFS, La Chambre civile : Déclare irrecevable l'appel interjeté par A______ contre le jugement JTPI/17191/2019 rendu le 5 décembre 2019 par le Tribunal de première instance dans la cause C/21603/2018-12.”
Eine ediktale Zustellung kann die wirksame Benachrichtigung darstellen, aufgrund derer die Frist zur Anforderung der schriftlichen Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO zu laufen beginnt; weitere Zustellversuche waren im entschiedenen Fall nicht erforderlich.
“Dans ces circonstances, aucune autre démarche supplémentaire ne pouvait être exigée de la part de l'intimée, qui était en droit d'attendre que sa demande soit instruite et jugée dans des délais raisonnables. Ni l'intimée, ni le Tribunal n'étaient en particulier tenus d'essayer de contacter l'appelant chez son père à Genève ou à son lieu de travail. L'ordonnance du 23 septembre 2019 ayant été régulièrement notifiée à l'appelant par voie édictale, il lui incombait d'y déférer en répondant à la demande et en se présentant à l'audience convoquée par le Tribunal, ce qu'il n'a pas fait. Son droit d'être entendu n'a ainsi pas été violé. Compte tenu de ce qui précède, il n'est pas nécessaire d'examiner la question de savoir si la notification de l'ordonnance du 23 septembre 2019 précitée effectuée par voie postale parallèlement à la publication édictale, à l'adresse de la villa de D______ [GE] de l'appelant, par plis simple et recommandé réceptionné par C______ est valable ou non. La notification du jugement du 5 décembre 2019, effectuée par voie édictale le 6 décembre 2019, laquelle mentionnait la teneur de l'art. 239 al. 2 CPC, est également valable, pour les mêmes motifs que ceux qui viennent d'être exposés. Il résulte de ce qui précède que le délai pour demander la motivation du jugement querellé a expiré le 17 décembre 2019. Dans la mesure où l'appelant n'a pas demandé la motivation de ce jugement dans le délai légal, il est réputé avoir renoncé à former appel contre celui-ci, en application de l'article 239 al. 2 CPC. L'appel, formé le 5 juin 2020, est par conséquent irrecevable. 2.L'appelant, qui succombe, sera condamné aux frais de la procédure d'appel (art. 106 al. 1 CPC). Les frais judiciaires seront arrêtés à 2'300 fr. et compensés avec l'avance versée par l'appelant, acquise à l'Etat de Genève (art. 17 et 35 RTFMC; art. 111 CPC). Les dépens dus à l'intimée seront fixés à 4'000 fr., débours et TVA inclus (art. 84, 85 et 90 RTFMC; 25 et 26 LaCC). * * * * * PAR CES MOTIFS, La Chambre civile : Déclare irrecevable l'appel interjeté par A______ contre le jugement JTPI/17191/2019 rendu le 5 décembre 2019 par le Tribunal de première instance dans la cause C/21603/2018-12.”
Die Pflicht des Gerichts zur Begründung darf nicht dazu führen, dass die Parteien von ihrer Darlegungs- und Beweislast entbunden werden. Das Gericht muss nicht sämtliche vorgebrachten Tatsachen, Beweismittel und Rügen behandeln, sondern seine Ausführungen dürfen sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Parteien müssen daher die für den Entscheid wesentlichen Tatsachen substantiiert vorbringen; fehlendes oder unzureichendes Vorbringen kann nicht durch eine umfassende richterliche Begründung ersetzt werden.
“Il n'a toutefois pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais peut au contraire se limiter à l'examen des questions décisives pour l'issue du litige (ATF 137 II 266 consid. 3.2; 136 I 229 consid. 5.2). Dès lors que l'on peut discerner les motifs qui ont guidé la décision de l'autorité, le droit à une décision motivée est respecté même si la motivation présentée est erronée. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 2C_879/2015 du 29 février 2016 consid. 4.1). Les parties doivent pouvoir connaître les éléments de fait et de droit retenus par le juge pour arriver au dispositif. Une motivation insuffisante constitue une violation du droit d'être entendu (ATF 139 IV 179 consid. 2.2; 138 IV 81 consid. 2.2; 133 III 235 consid. 5.2), que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 238 CPC et n. 18 ad art. 239 CPC; ACJC/165/2020 du 3 février 2020 consid. 2.2). Aux termes de l'art. 183 al. 1 CPC, le tribunal peut, à la demande d'une partie ou d'office, demander une expertise à un ou plusieurs experts. Pour qu'il y ait matière à expertise, il faut que le tribunal s'estime insuffisamment outillé intellectuellement pour élucider seul un point de fait pertinent, et que des personnes tierces disposent de connaissances suffisantes leur permettant d'émettre un avis plus fiable sur la question (ACJC/51/2023 du 16 janvier 2023 consid. 2.4.2; Schweizer, Commentaire romand, CPC, 2ème éd., 2019, n. 3 ad art. 183 CPC). 4.2 En l’espèce et selon l’appelant, une inspection locale, respectivement une expertise, seraient à même de démontrer que le défaut persiste malgré les interventions effectuées pendant plus de quatre ans sur les fenêtres de l’appartement litigieux et que seul le remplacement des fenêtres serait à même de supprimer durablement le défaut. L’appelant n’expose toutefois pas en quoi une inspection locale ou une expertise apporteraient une preuve qui ne pouvait être fournie autrement.”
Eine Eingabe kann sinngemäss als Gesuch um Zustellung der schriftlichen Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO ausgelegt werden. Befindet sich jedoch kein Verfahren im entsprechenden Verfahrensstadium, kann auf Weiterleitung der Eingabe bzw. auf Nachlieferung der Begründung verzichtet werden.
“Innert dieser Frist erhob der Schuldner mit Schreiben vom 2. Mai 2022 «Einsprache» gegen den Entscheid der Schlichtungsbehörde und teilte dieser mit, dass es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich gewesen sei, an der Schlichtungsverhandlung vom 27. April 2022 teilzunehmen. Dass er in dieser Eingabe ein Gesuch um Wiederholung der Schlichtungsverhandlung gestellt habe, macht der Schuldner nicht geltend. Ein solches Gesuch kann dem Schreiben vom 2. Mai 2022 auch nicht sinngemäss entnommen werden. Vielmehr führte der Schuldner darin aus, dass er den Entscheid der Schlichtungsbehörde nicht nachvollziehen könne und daher um Zustellung einer schriftlichen Begründung ersuche. Die Schlichtungsbehörde behandelte diese Eingabe deshalb zu Recht als Antrag auf schriftliche Begründung des Entscheids gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO und nicht als Gesuch um Wiederherstellung gemäss Art. 148 ZPO. Einen Antrag auf Wiederholung der Schlichtungsverhandlung stellte der Schuldner erst mit seiner Beschwerde vom 18. Juni 2022 und damit mehr als zehn Tage nach Wegfall des geltend gemachten Säumnisgrunds. Der Antrag ist offensichtlich verspätet. Ihm kann somit keine Folge geleistet werden. Damit steht fest, dass der Schuldner innert der Frist gemäss Art. 148 Abs. 2 ZPO kein Gesuch um Wiederholung der Schlichtungsverhandlung gestellt hat. Demzufolge führte die Schlichtungsbehörde zu Recht keine neue Verhandlung durch und ist der Fall dazu auch nicht an die Schlichtungsbehörde zurückzuweisen.”
“Der Beschwerdeführer verlangt ausserdem vom Bezirksgericht Zofingen gestützt auf Art. 239 Abs. 2 ZPO die schriftliche Begründung eines nicht näher spezifizierten Entscheids. Nach Auskunft des Bezirksgerichts befindet sich kein Verfahren, an welchem der Beschwerdeführer beteiligt ist, im entsprechenden Stadium. Auf eine Weiterleitung der Eingabe kann demnach verzichtet werden.”
Wird nach Art. 239 Abs. 2 ZPO binnen zehn Tagen eine schriftliche Begründung verlangt und nachgeliefert, beginnt mit deren Zustellung die Frist für das Rechtsmittel; ist damit die Zulässigkeit eines Rechtsmittels gegeben, kann dadurch die Eröffnung des Rechtszugs bzw. eines zweiten Verfahrens erfolgen. In der Praxis können prozessleitende Massnahmen hierauf abgestimmt werden.
“Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-8). Da gegen das vorinstanzliche Urteil vom 24. November 2023 – würde es in begründeter Form vorliegen – das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben wäre (Art. 319 lit. a ZPO in Verbindung mit Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO und Art. 239 Abs. 2 ZPO), wurde ein Beschwerdeverfahren eröffnet. Darüber wurden die Parteien mit Eingangsan- zeige vom 12. Dezember 2023 in Kenntnis gesetzt (Urk. 11). Da sich die Be- schwerde jedoch sogleich als offensichtlich unbegründet erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO).”
“239 CPC) et leur permettre le cas échéant de l’attaquer en connaissance de cause, n’a donc pas à rendre compte objectivement de ce qui s’est passé à l’audience, mais exposer les convictions du juge lorsque celui-ci ne juge pas probants certains éléments de fait apportés par les parties (ibidem). En outre, le recourant n’émet aucun grief de même nature à l’égard du procès-verbal d’audience. Le grief de partialité est donc là également mal fondé. Le recours doit être rejeté sur ce point. III. La recourante demande sur quelle base légale se fonde le fait que les considérations sur la reconnaissance de dette et la nécessité de présenter un document signé du débiteur n’ont été mentionnées que dans la décision adressée aux parties du 12 août 2022 et non déjà dans celle du 3 juin 2022. Elle soutient que cette dernière décision a été modifiée sans justification. a) Selon l’art. 239 al. 1 let. b CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite, notamment en notifiant le dispositif écrit, savoir ce que le juge ordonne, constate ou fixe (Habscheid, Droit judiciaire privé suisse, 2e éd, 1981, p. 290). L’art. 239 al. 2 CPC précise que dans cette hypothèse une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elle le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours. b) En l’espèce, l’autorité précédente a fait usage de la possibilité offerte par l’art. 239 al. 1 let. b CPC en adressant le 3 juin 2022 en vue de notification aux parties un prononcé sans motivation, ne comportant que la décision de prendre acte du retrait partiel de l’opposition du poursuivi à concurrence de 7'000 fr. plus intérêt à 5 % l’an dès le 5 mai 2020, de rejeter la requête de mainlevée pour le surplus, de fixer les frais judiciaires à 360 fr., de les mettre partiellement à la charge du poursuivi et de condamner celui-ci à rembourser à la poursuivante 154 fr. à titre de restitution partielle d’avance de frais, sans allocation de dépens. L’autorité précédente n’avait pas à ce stade à expliquer les motifs de cette décision, vu la teneur de l’art.”
“________ SA a fait parvenir des observations dans lesquelles elle indique qu’elle « [s’]étonn[e] qu’il soit possible de recourir sur une décision de requête en mainlevée d’opposition en étant dans la situation de [A.X.________] [vu que] [c]ette dernière [est] titulaire d’un contrat de bail […], il semble anormal qu’elle puisse se soustraire à sa responsabilité de débitrice uniquement en […] faisant part d’allégations par écrit ». C O N S I D E R A N T 1. a) La voie du recours est ouverte contre les décisions du tribunal de la mainlevée (art. 319 let. a CPC en lien avec l’art. 309 let. b ch. 3 CPC a contrario). Les décisions de mainlevée sont régies par la procédure sommaire (art. 251 let. a CPC). En procédure sommaire, le recours, écrit et motivé, doit être introduit dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC). b) Lorsque le tribunal communique sa décision sans motivation écrite, celle-ci doit être remise aux parties si l’une d’elles en fait la demande dans un délai de dix jours à compter de la notification de la décision ; à défaut, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Le délai de recours ne commence à courir qu’à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 321 al. 1 CPC). c) En l’espèce, la recourante s’est vue notifier la décision entreprise, sans motivation, le 14 août 2020. Elle a ensuite indiqué « faire recours » par courrier du 17 août 2020, de sorte que la décision motivée, datée du 20 août 2020, lui a été notifiée le 25 août 2020. Ainsi, interjeté le 3 septembre 2020, le recours est intervenu dans le délai légal de dix jours et est donc recevable à cet égard. 2. Dans le cadre du recours des articles 319 ss CPC, la juridiction de deuxième instance ne revoit les faits que sous l'angle de l'arbitraire et son pouvoir d'examen se recoupe avec celui du Tribunal fédéral appelé à statuer sur un recours en matière civile (Jeandin, in : CR CPC, 2ème éd., no 5 et 6 ad art. 320 CPC). Une décision n’est pas arbitraire du seul fait qu’elle apparaît discutable ou même critiquable ; il faut qu’elle soit manifestement insoutenable, et cela non seulement dans sa motivation, mais aussi dans son résultat.”
“Die angefochtene Verfügung ist prozessleitender Natur. Gegen prozesslei- tende Verfügungen ist die Beschwerde – von den hier nicht einschlägigen, im Ge- setz explizit vorgesehenen Fällen (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO) abgesehen – nur zu- lässig, wenn durch sie der beschwerdeführenden Partei ein nicht leicht wiedergut- zumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein solcher ist vorliegend ohne weiteres zu bejahen, da der Beklagte gegen das Urteil vom 22. Januar 2020 kein Rechtsmittel einlegen kann (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO), wenn der vorinstanzli- che Entscheid vom 1. April 2020 Bestand hat.”
Beginnt die Rechtsmittelbelehrung unzutreffend oder unvollständig, so tritt der Fristenbeginn für die Berufung mit der nachträglichen Zustellung der schriftlichen Entscheidbegründung ein (Art. 239 ZPO). Eine spätere Berichtigung des bereits begründeten Entscheids löst den Fristenlauf nicht erneut aus.
“Sie verlor darüber kein Wort, obwohl sie in sachverhaltli- cher Hinsicht die Behauptungs- und Beweislast für das Vorliegen der Prozess- und damit auch der Rechtsmittelvoraussetzungen trägt (vgl. BGer 4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017, E. 3.1; BGer 4A_136/2022 vom 3. August 2022, E. 4.1 [je m.w.Hinw.]; KUKO ZPO-Domej, Art. 60 N 8). Insbesondere machte sie ungeach- tet des beklagtischen Vorhalts verspäteter Einreichung der Berufung nicht geltend (und ist auch nicht anderweitig erstellt), dass sie sich auf die offensichtlich unzu- treffende Mitteilung der Vorinstanz verlassen habe und diese somit kausal für die Säumnis gewesen sei. Die Motive für die Verspätung bleiben deshalb im Dunkeln. Mangels geltend gemachten Vertrauens erübrigt sich die Frage nach einem allfäl- ligen Vertrauensschutz. 3.3.5. Selbst wenn sich die Klägerin darauf berufen hätte, sich in guten Treuen auf die unrichtige Auskunft verlassen zu haben, hätte sie damit keinen Er- folg. Nach dem klaren und unmissverständlichen Gesetzestext ist die Berufung in- nert 30 Tagen seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (ge- mäss Art. 239 ZPO) einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Diese erfolgte am - 13 - 16. Oktober 2023 (Urk. 32). Auf diesen Zeitpunkt des Beginns des Fristenlaufs wurde bereits im unbegründeten Entscheid hingewiesen (Urk. 28 S. 3 Disp.- Ziff. 6), und die Dauer der Berufungsfrist ergibt sich ohne Weiteres direkt aus der Lektüre des Gesetzes. Dass eine spätere Berichtigung des begründeten Ent- scheids diese Frist neu auslösen würde, lässt sich dem Gesetz nirgends entneh- men, auch nicht Art. 334 Abs. 3 und 4 ZPO, wo lediglich die Anfechtbarkeit des Entscheids über das Berichtigungsgesuch (und nicht die Anfechtbarkeit des in Gutheissung desselben berichtigten Entscheids selbst) sowie die Eröffnung des berichtigten Entscheids an die Parteien angeordnet wird. Ausserdem ergibt sich die Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung aus BGE 143 III 520 E. 6.3–6.4, wo die Frage des Rechtswegs bei Entscheiden gemäss Art. 334 ZPO geklärt wurde. Dieser Entscheid ist und differenziert (unter Hinweis auf frühere Entscheide, mit denen das Bundesgericht mit Blick auf die Berichtigung bereits wiederholt so entschieden hatte) sehr klar in Bezug auf den unterschiedlichen Fristenlauf für die verschiedenen Beanstandungen im Kontext von Art.”
“Sie verlor darüber kein Wort, obwohl sie in sachverhaltli- cher Hinsicht die Behauptungs- und Beweislast für das Vorliegen der Prozess- und damit auch der Rechtsmittelvoraussetzungen trägt (vgl. BGer 4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017, E. 3.1; BGer 4A_136/2022 vom 3. August 2022, E. 4.1 [je m.w.Hinw.]; KUKO ZPO-Domej, Art. 60 N 8). Insbesondere machte sie ungeach- tet des beklagtischen Vorhalts verspäteter Einreichung der Berufung nicht geltend (und ist auch nicht anderweitig erstellt), dass sie sich auf die offensichtlich unzu- treffende Mitteilung der Vorinstanz verlassen habe und diese somit kausal für die Säumnis gewesen sei. Die Motive für die Verspätung bleiben deshalb im Dunkeln. Mangels geltend gemachten Vertrauens erübrigt sich die Frage nach einem allfäl- ligen Vertrauensschutz. 3.3.5. Selbst wenn sich die Klägerin darauf berufen hätte, sich in guten Treuen auf die unrichtige Auskunft verlassen zu haben, hätte sie damit keinen Er- folg. Nach dem klaren und unmissverständlichen Gesetzestext ist die Berufung in- nert 30 Tagen seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (ge- mäss Art. 239 ZPO) einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Diese erfolgte am - 13 - 16. Oktober 2023 (Urk. 32). Auf diesen Zeitpunkt des Beginns des Fristenlaufs wurde bereits im unbegründeten Entscheid hingewiesen (Urk. 28 S. 3 Disp.- Ziff. 6), und die Dauer der Berufungsfrist ergibt sich ohne Weiteres direkt aus der Lektüre des Gesetzes. Dass eine spätere Berichtigung des begründeten Ent- scheids diese Frist neu auslösen würde, lässt sich dem Gesetz nirgends entneh- men, auch nicht Art. 334 Abs. 3 und 4 ZPO, wo lediglich die Anfechtbarkeit des Entscheids über das Berichtigungsgesuch (und nicht die Anfechtbarkeit des in Gutheissung desselben berichtigten Entscheids selbst) sowie die Eröffnung des berichtigten Entscheids an die Parteien angeordnet wird. Ausserdem ergibt sich die Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung aus BGE 143 III 520 E. 6.3–6.4, wo die Frage des Rechtswegs bei Entscheiden gemäss Art. 334 ZPO geklärt wurde. Dieser Entscheid ist und differenziert (unter Hinweis auf frühere Entscheide, mit denen das Bundesgericht mit Blick auf die Berichtigung bereits wiederholt so entschieden hatte) sehr klar in Bezug auf den unterschiedlichen Fristenlauf für die verschiedenen Beanstandungen im Kontext von Art.”
Die Übergabe (Zustellung) des schriftlichen Dispositivs gilt als Mitteilung der Entscheidung; die Mitteilungswirkung wird nicht auf die spätere Zustellung einer ausführlichen schriftlichen Begründung verschoben. Entsprechend beginnt die Frist für die Anforderung der schriftlichen Begründung (10 Tage) bzw. die mit der Mitteilung zusammenhängenden Wirkungen ab der Mitteilung des Dispositivs.
“1 Lorsque la mainlevée provisoire a été accordée, le créancier peut, passé le délai de paiement et suivant la qualité du débiteur, requérir la saisie provisoire ou demander au juge qu'il soit procédé à l'inventaire en application de l'art. 162 LP (art. 83 al. 1er LP). De son côté, le débiteur peut, dans les 20 jours à compter de la mainlevée, intenter au for de la poursuite une action en libération de dette; le procès est instruit en la forme ordinaire (art. 83 al. 2 LP). S'il ne fait pas usage de ce droit ou s'il est débouté de son action, la mainlevée ainsi que, le cas échéant, la saisie provisoire deviennent définitives (art. 83 al. 3 LP). Le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite à l'audience, par la remise du dispositif écrit accompagné d'une motivation orale sommaire ou en notifiant le dispositif écrit (art. 239 al. 1 let. a et b CPC). Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Selon la jurisprudence, la remise d'un dispositif écrit vaut communication et celle-ci n'est pas reportée à la remise d'une expédition motivée; en effet, seul doit être motivé ce qui a déjà été décidé dans le dispositif et communiqué aux parties (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1 et les arrêts cités). La décision de mainlevée n'est attaquable que par la voie du recours (art. 309 let. b ch. 3 cum 319 let. a CPC), lequel doit être introduit auprès de l'instance de recours dans les 30 jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 321 al. 1 CPC). En tant que voie extraordinaire de remise en cause des décisions, le recours ne suspend pas l'exécution du jugement attaqué, qui acquiert force de chose jugée dès son prononcé (art. 325 al. 1 CPC), plus précisément dès sa communication aux parties (Message CPC du 28 juin 2006, p. 6985; Bastons Bulletti, in Petit Commentaire CPC, 2019 n. 1 ad art. 325 CPC et les références). Une décision bénéficiant de la force de chose jugée "existe", en ce sens qu’elle met fin à la litispendance et déploie des effets, comme celui de faire courir des délais (Erk/Schlumpf/Lienhard/Sogo/Jakob, Fasshandbuch Zivilprozessrecht, 2020, § 10.”
“1 Lorsque la mainlevée provisoire a été accordée, le créancier peut, passé le délai de paiement et suivant la qualité du débiteur, requérir la saisie provisoire ou demander au juge qu'il soit procédé à l'inventaire en application de l'art. 162 LP (art. 83 al. 1er LP). De son côté, le débiteur peut, dans les 20 jours à compter de la mainlevée, intenter au for de la poursuite une action en libération de dette; le procès est instruit en la forme ordinaire (art. 83 al. 2 LP). S'il ne fait pas usage de ce droit ou s'il est débouté de son action, la mainlevée ainsi que, le cas échéant, la saisie provisoire deviennent définitives (art. 83 al. 3 LP). Le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite à l'audience, par la remise du dispositif écrit accompagné d'une motivation orale sommaire ou en notifiant le dispositif écrit (art. 239 al. 1 let. a et b CPC). Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Selon la jurisprudence, la remise d'un dispositif écrit vaut communication et celle-ci n'est pas reportée à la remise d'une expédition motivée; en effet, seul doit être motivé ce qui a déjà été décidé dans le dispositif et communiqué aux parties (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1 et les arrêts cités). La décision de mainlevée n'est attaquable que par la voie du recours (art. 309 let. b ch. 3 cum 319 let. a CPC), lequel doit être introduit auprès de l'instance de recours dans les 30 jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 321 al. 1 CPC). En tant que voie extraordinaire de remise en cause des décisions, le recours ne suspend pas l'exécution du jugement attaqué, qui acquiert force de chose jugée dès son prononcé (art. 325 al. 1 CPC), plus précisément dès sa communication aux parties (Message CPC du 28 juin 2006, p. 6985; Bastons Bulletti, in Petit Commentaire CPC, 2019 n. 1 ad art. 325 CPC et les références). Une décision bénéficiant de la force de chose jugée "existe", en ce sens qu’elle met fin à la litispendance et déploie des effets, comme celui de faire courir des délais (Erk/Schlumpf/Lienhard/Sogo/Jakob, Fasshandbuch Zivilprozessrecht, 2020, § 10.”
Die Eröffnung des Entscheids bereits an der Hauptverhandlung ist nach Art. 239 Abs. 1 ZPO zulässig. Aus einer relativ kurzen Beratungsdauer lässt sich allein keine Befangenheit der Entscheidungsinstanz ableiten.
“Nach Art. 236 Abs. 1 ZPO ergeht der Endentscheid, sobald das Verfahren spruchreif ist. Art. 239 Abs. 1 lit. a ZPO sieht explizit vor, dass die Eröffnung des Entscheids bereits an der Hauptverhandlung erfolgen kann. Die ZPO stellt keine Vorschriften hinsichtlich Beratungsdauer auf. Selbst aus einer relativ kurzen Urteilsberatung lässt sich nicht auf eine Befangenheit der urteilenden Instanz schliessen (so auch BGer 7B_517/2023 vom 8. Februar 2024, E. 3.5 m.w.H.). Vor diesem Hintergrund ist die Rüge, wonach aufgrund der «ultrakurzen» Beratung das Ergebnis bereits festgestanden sei, unbegründet.”
“Nach Art. 236 Abs. 1 ZPO ergeht der Endentscheid, sobald das Verfahren spruchreif ist. Art. 239 Abs. 1 lit. a ZPO sieht explizit vor, dass die Eröffnung des Entscheids bereits an der Hauptverhandlung erfolgen kann. Die ZPO stellt keine Vorschriften hinsichtlich Beratungsdauer auf. Selbst aus einer relativ kurzen Urteilsberatung lässt sich nicht auf eine Befangenheit der urteilenden Instanz schliessen (so auch BGer 7B_517/2023 vom 8. Februar 2024, E. 3.5 m.w.H.). Vor diesem Hintergrund ist die Rüge, wonach aufgrund der «ultrakurzen» Beratung das Ergebnis bereits festgestanden sei, unbegründet.”
Eine rein mündliche Mitteilung des Entscheids in der Verhandlung ohne gleichzeitige Aushändigung des schriftlichen Dispositivs kann nicht als Eröffnung im Sinne von Art. 239 Abs. 1 ZPO gelten. Die formelle Eröffnung kann nachträglich durch schriftliche Zustellung des Dispositivs erfolgen.
“eröffnet werden kann. Eine mündliche Eröffnung des Entscheids während einer Gerichtsverhandlung, ohne dass den Parteien zugleich das Urteilsdispositiv ausgehändigt wird, ist in der Schweizerischen Zivilprozessordnung nicht vorgesehen. Eine allfällige Mitteilung und Erklärung des Entscheids durch das Gerichtspräsidium in der Verhandlung kann demzufolge nicht als Urteilseröffnung im Sinne von Art. 239 Abs. 1 ZPO qualifiziert werden. Vorliegend wurde der Entscheid erst nach der Verhandlung mittels schriftlicher Zustellung des Dispositives an die Parteien eröffnet, was im Dispositiv des besagten Entscheids denn auch ausdrücklich so festgehalten wurde. Damit ist die Rüge des Berufungsklägers 3, die Wortmeldung des Gerichtsschreibers sei nach Eröffnung des Urteils erfolgt, unbegründet. Ebenso bleibt seine Behauptung unbewiesen, dass bis zur Urteilseröffnung gar keine Urteilsberatung stattgefunden haben soll, denn der Gerichtsschreiber meldete sich nicht nur anlässlich der Verhandlung zu Wort, sondern sein Votum an der Verhandlung fand anschliessend offensichtlich auch Eingang in die schriftliche Begründung der angefochtenen Verfügung. Damit wirkte er offensichtlich am Entscheidfindungsprozess mit. Eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV ist folglich nicht dargetan. Dass die Wortmeldung des Gerichtsschreibers im Übrigen nicht protokolliert wurde, entspricht der weit verbreiteten Protokollierungspraxis von Gerichten und steht nicht im Widerspruch zu den Protokollierungserfordernissen von Art.”
Fehlt jegliche tatsächliche und rechtliche Begründung, stellt dies einen schwerwiegenden Motivationsmangel dar, der nicht als blosser Bagatellfehler zu qualifizieren ist. In einem solchen Fall kann die Rechtsmittelinstanz den Entscheid aufheben und die Sache an die Vorinstanz zurückweisen, damit diese den Entscheid in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht vollständig begründet (vgl. [0], [1]).
“Cette prérogative trouve sa limite dans l'abus de droit (art. 2 al. 2 CC [Code civil ; RS 210]), dont le juge doit examiner d'office la réalisation au regard de l'ensemble des circonstances du cas concret (ATF 145 III 26 consid. 2.1). Comme la faillite volontaire n'est pas une procédure visant à régler la problématique du surendettement des particuliers, le juge doit examiner précisément si les conditions de l’art. 191 al. 1 LP sont remplies et si le débiteur ne commet pas un abus de droit, notamment vis-à-vis du créancier saisissant (ATF 145 III 26 consid. 2.2 et les réf. cit.). c) En l’espèce, le jugement attaqué se limite à mentionner la date, l’auteur et l’objet de la requête, « les pièces produites » et le nom du comparant à l’audience, et d’énumérer les dispositions légales appliquées. Il ne ressort pas du dossier, en particulier du procès-verbal de l’audience, que le président du tribunal aurait fait le choix de communiquer son jugement sans motivation écrite et en aurait informé le requérant (art. 239 al. 1 CPC). Le jugement qu’il a rendu ne contient toutefois absolument aucun état de fait et pas la moindre motivation en droit. Cela constitue une telle violation du devoir du juge de motiver sa décision qu’elle ne saurait être considérée comme un vice sans gravité particulière. Au demeurant, le pouvoir d’examen de l’autorité de recours est limité en fait à l’arbitraire (cf. art. 320 let. b CPC ; ATF 138 III 232 consid. 4.1.2, JdT 2012 II 511 ; TF 5D_214/2021 du 6 mai 2022 consid. 2.2.1 ; TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2). Il n’est dès lors pas possible de traiter le recours et la cour de céans ne peut qu'annuler d’office le jugement attaqué et renvoyer la cause au premier juge pour qu’il motive en fait et en droit la décision qu’il a rendue – et, en particulier, qu’il expose en quoi les conditions de l’art. 191 al. 1 LP sont remplies et, le cas échéant, en quoi le débiteur ne commet pas d’abus de droit vis-à-vis des créanciers – et la notifie à la recourante. Ce renvoi ne constitue pas une vaine formalité, dès lors que la recourante pourra ainsi déterminer la suite à donner à la décision motivée en toute connaissance de cause.”
“Cette prérogative trouve sa limite dans l'abus de droit (art. 2 al. 2 CC [Code civil ; RS 210]), dont le juge doit examiner d'office la réalisation au regard de l'ensemble des circonstances du cas concret (ATF 145 III 26 consid. 2.1). Comme la faillite volontaire n'est pas une procédure visant à régler la problématique du surendettement des particuliers, le juge doit examiner précisément si les conditions de l’art. 191 al. 1 LP sont remplies et si le débiteur ne commet pas un abus de droit, notamment vis-à-vis du créancier saisissant (ATF 145 III 26 consid. 2.2 et les réf. cit.). c) En l’espèce, le jugement attaqué se limite à mentionner la date, l’auteur et l’objet de la requête, « les pièces produites » et le nom du comparant à l’audience, et d’énumérer les dispositions légales appliquées. Il ne ressort pas du dossier, en particulier du procès-verbal de l’audience, que le président du tribunal aurait fait le choix de communiquer son jugement sans motivation écrite et en aurait informé le requérant (art. 239 al. 1 CPC). Le jugement qu’il a rendu ne contient toutefois absolument aucun état de fait et pas la moindre motivation en droit. Cela constitue une telle violation du devoir du juge de motiver sa décision qu’elle ne saurait être considérée comme un vice sans gravité particulière. Au demeurant, le pouvoir d’examen de l’autorité de recours est limité en fait à l’arbitraire (cf. art. 320 let. b CPC ; ATF 138 III 232 consid. 4.1.2, JdT 2012 II 511 ; TF 5D_214/2021 du 6 mai 2022 consid. 2.2.1 ; TF 4D_30/2017 du 5 décembre 2017 consid. 2.2). Il n’est dès lors pas possible de traiter le recours et la cour de céans ne peut qu'annuler d’office le jugement attaqué et renvoyer la cause au premier juge pour qu’il motive en fait et en droit la décision qu’il a rendue – et, en particulier, qu’il expose en quoi les conditions de l’art. 191 al. 1 LP sont remplies et, le cas échéant, en quoi le débiteur ne commet pas d’abus de droit vis-à-vis des créanciers – et la notifie à la recourante. Ce renvoi ne constitue pas une vaine formalité, dès lors que la recourante pourra ainsi déterminer la suite à donner à la décision motivée en toute connaissance de cause.”
In der kantonalen Praxis (VD) kann das Rechtsmittel bereits während der Frist zur Anforderung der schriftlichen Begründung vorsorglich eingereicht werden. Ein während dieser Frist eingereichtes Rechtsmittel wird zudem als gleichzeitig gestellte Begründungsforderung behandelt.
“Par courrier du 11 octobre 2021, le greffe du Tribunal civil de l’arrondissement de l’Est vaudois a informé la Chambre de céans du fait que la rédaction de la motivation était en cours, celle-ci ayant été déposée dans les délais. 7. 7.1 Selon l’art. 319 let. a CPC, le recours est ouvert contre les décisions finales de première instance qui ne peuvent pas faire l’objet d’un appel. Cette question peut demeurer indécise en l’espèce, le recours devant être déclaré irrecevable pour les motifs qui suivent. 7.2 7.2.1 Il convient de déterminer si un recours prématuré dirigé contre le dispositif d’une décision non motivée est recevable. Lorsque les parties reçoivent le dispositif d’une décision, elles peuvent soit en demander la motivation, conformément à l’art. 239 al. 2 CPC, soit recourir immédiatement, un recours prématuré étant recevable (CREC 31 janvier 2020/30 ; Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018 [ci-après : Colombini, CPC, Condensé], n. 3.1.1 ad art. 239 CPC, citant : TF 5A_566/2009 du 29 septembre 2010 consid. 1.4 ad art. 100 al. 1 LTF dont la formulation diffère de l’art. 239 al. 2 CPC). La jurisprudence vaudoise admet que le droit de recourir peut déjà s’exercer dans le délai de demande de motivation, un acte de recours déposé dans ce délai étant alors par ailleurs considéré comme une demande de motivation (CREC 31 janvier 2020/30 ; Colombini, CPC, Condensé, ibidem, citant CREC 7 septembre 2012/320 ; CACI 30 novembre 2016/651 ; CPF 20 décembre 2016/387). Selon l’art. 138 al. 3 let. a CPC, l’acte est réputé notifié, en cas d’envoi recommandé, lorsque celui-ci n’a pas été retiré à l’expiration d’un délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, si le destinataire devait s’attendre à recevoir la notification. Celui qui se sait partie à une procédure judiciaire est dès lors tenu de relever son courrier ou, s’il s’absente de son domicile, de prendre des dispositions pour que celui-ci lui parvienne néanmoins. A défaut, il est réputé avoir eu, à l’échéance du délai de garde, connaissance du contenu des plis recommandés que le juge lui adresse. Une telle obligation signifie que le destinataire doit, le cas échéant, désigner un représentant, faire suivre son courrier, informer les autorités de son absence ou leur indiquer une adresse de notification (ATF 141 II 429 consid.”
Die Frist des Art. 239 Abs. 2 ZPO beginnt nicht vor wirksamer Mitteilung des Entscheids. Wenn der Betroffene nicht mit der Zustellung rechnen durfte (z. B. mangels Abholung oder ohne erneute Zustellung), greift die gesetzliche Zustellfiktion nicht und der Fristlauf beginnt nicht.
“Ainsi, lorsque la convocation à l’audience de mainlevée et/ou l’acte introductif d’instance n’ont pas été retirés dans le délai de garde, ils doivent être notifiés à nouveau d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC), par exemple par huissier (Bohnet, op. cit., n. 31 ad art. 138 CPC ; CPF 16 février 2018/16 ; CPF 10 avril 2014/145 et les nombreux arrêts cités). c) En l’espèce, la citation à comparaître à l’audience accompagnée de la requête de mainlevée adressée à la recourante le 9 mars 2022 et retournée par la poste avec la mention « non réclamé », n’était pas soumise à la fiction de l’art. 138 al. 3 let. a CPC, vu les considérations qui précèdent. Elle n’a pas fait l’objet d’une nouvelle tentative de notification avec accusé de réception. Le droit d’être entendue de la recourante a ainsi été violé. La recourante ne devait pas s’attendre à recevoir le prononcé non motivé du 13 mai 2022, ce qui exclut également l’application de la fiction de notification de l’art. 138 al. 2 let. a CPC pour ce prononcé. Faute de notification, le délai de demande de motivation de l’art. 239 al. 2 CPC n’a pas commencé à courir pour la recourante et le fait que celle-ci ait recouru dans les dix jours dès la notification de la décision rectificative du 23 mai 2022, premier acte l’informant de la procédure en cours, doit être considéré comme raisonnable au regard des règles de la bonne foi en la matière (cf. ATF 122 I 97 consid. 3a/aa ; ATF 111 V 149 consid. 4c ; TF 1C_15/2016 du 1er septembre 2016 consid. 2.2) pour contester également le prononcé non motivé du 13 mai 2022. IV. Selon la jurisprudence de la cour de céans développée dans le cadre du CPC, un jugement de mainlevée est nul quand le poursuivi n’a pas reçu la requête de mainlevée, ce que la cour de céans doit examiner d’office, même si le moyen n’a pas été soulevé en recours (JdT 2017 III 174). Il n’y a pas à retourner le dossier à l’autorité précédente pour qu’elle motive le prononcé du 13 mai 2022. Cette motivation ne guérirait pas le vice affectant la procédure de première instance. Il convient donc d’annuler le prononcé du 13 mai 2022 et de renvoyer la cause à l’autorité précédente pour qu’elle rende une nouvelle décision, après avoir notifié la requête à la poursuivie.”
Die Anforderung der schriftlichen Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO stellt eine für die Prozessrechte wesentliche Verfahrenshandlung dar, für die von den Parteien besondere Sorgfalt zu erwarten ist. Die Praxis nimmt an, dass blosses Anführen, die Frist sei der Aufmerksamkeit entgangen, oder ein Schreiben, das lediglich um Entschuldigung bzw. Wiederherstellung bittet, nicht ohne Weiteres als genügender Grund für ein Versäumnis bzw. als Antrag auf Begründung ausreiche bzw. als Begehren um schriftliche Begründung ausgelegt werden könne.
“Massgebend sei, ob die Säumnis auch bei der von der säumigen - 4 - Partei zu erwartenden Sorgfalt unter den gegebenen Umständen nicht hätte abge- wendet werden können. Besondere Aufmerksamkeit könne erwartet werden, wenn eine zentrale prozessuale Handlung anstehe (Urk. 14 E. 2). Mit Eingabe vom 27. November 2023 habe die Gesuchsgegnerin vorgebracht, dass die Frist von zehn Tagen ihrer Aufmerksamkeit entgangen sei. Einen weiteren Säumnisgrund habe sie nicht dargelegt. Von ihr hätte erwartet werden können, dass sie die Frist nicht versäume, zumal die Frist lediglich ihrer Aufmerksamkeit entgangen sei und keine weiteren Umstände vorgelegen hätten, welche dazu ge- führt hätten, dass die Säumnis unter den gegebenen Umständen nicht hätte abge- wendet werden können. Erschwerend komme hinzu, dass es sich beim Verlangen einer Begründung um eine äusserst wichtige Verfahrenshandlung handle, da der Verzicht auf eine Begründung zugleich als Verzicht auf Anfechtung des Entscheids gelte (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 251 lit. a i.V.m. Art. 219 ZPO). Aufgrund der Wichtigkeit der betroffenen Verfahrenshandlung hätte die Gesuchsgegnerin beson- ders achtgeben müssen, innert Frist die notwendigen Schritte zu unternehmen. Da- her sei in Bezug auf die Säumnis von einem groben Verschulden der Gesuchsgeg- nerin auszugehen, weshalb das Wiederherstellungsgesuch abzuweisen sei (Urk. 14 E. 3). Das Wiederherstellungsgesuch der Gesuchsgegnerin betreffe das Begehren um schriftliche Begründung des Urteils vom 19. Oktober”
“Compte tenu du loyer mensuel de l'appartement de 3'280 fr., la valeur litigieuse est supérieure à 10'000 fr. (6 x 3'280 fr.), de sorte que la voie de l'appel est ouverte. 1.3 L'appel, écrit et motivé, a été interjeté dans le délai d'appel de 10 jours (art. 130, 131, 311 al. 1 et 314 al. 1 CPC). Il est donc recevable en tant qu'il est dirigé contre le jugement du 15 novembre 2023 refusant la demande de restitution du défaut. 1.4.1 Selon l'art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit. Une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours (al. 2). Si une partie s'adresse directement au tribunal supérieur, sans requérir préalablement de motivation - et bien que l'indication des voies de droit l'ait clairement avisé des exigences de l'art. 239 al. 2 CPC - , le recours est irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 5A_678/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.2). 1.4.2 Les conclusions "plus subsidiaires" de l'appelant, tendant à ce que la Cour déclare irrecevable la requête en évacuation du 1er juin, voire lui octroie un sursis à l'évacuation sont quant à elles irrecevables. En effet, puisque l'évacuation a été prononcée par jugement non motivé mentionnant les voies de droit, l'appelant était tenu de requérir la motivation du jugement JTBL/769/2023 du 25 septembre 2023, s'il entendait former appel à son encontre, ce qu'il n'a pas fait. Contrairement à ce qu'il soutient devant la Cour, son courrier du 29 septembre 2023 ne peut être interprété comme une demande de motivation du jugement précité. L'appelant s'est en effet limité à demander au Tribunal d'excuser son absence, ce que celui-ci, a, à juste titre, interprété de manière souple comme étant une demande de restitution de l'audience. La formulation utilisée ne peut cependant en aucun cas être interprétée comme une demande de motivation du jugement d'évacuation.”
In diesem Fall erging das angefochtene Urteil unbegründet (Art. 239 Abs. 1 ZPO); die Prozessgeschichte ist anhand der vorinstanzlichen Akten wiederzugeben.
“Das angefochtene Urteil erging unbegründet (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO), die Prozessgeschichte ist daher anhand der vorinstanzlichen Akten wiederzugeben. Wie soeben erwähnt erhob der Kläger am 31. Oktober 2019 seine Klage bei der Vorinstanz (act. 1). Mit Beschluss vom 15. November 2019 wurde der Beklag- te aufgefordert, eine Zustelladresse in der Schweiz zu bezeichnen, verbunden mit der Androhung, dass ohne Bezeichnung einer Zustelladresse oder im Fall, dass sich die Zustellung an die Zustelladresse als unmöglich erweisen sollte, Zustel- lungen an den Beklagten durch Publikation im Amtsblatt erfolgen würden; Mittei- lung auf dem Rechtshilfeweg (act. 4). Der Beschluss wurde anschliessend auf Spanisch übersetzt (act. 7) und am 3. Dezember 2019 in deutscher und spani- scher Sprache ausgefertigt zur rechtshilfeweisen Zustellung übergeben (act. 8). Am 30. April 2020 ging bei der Vorinstanz eine Mail eines Mitarbeiters der Schweizer Botschaft für D._____, E._____, F._____ und C._____ ein, welche darüber informierte, dass die an den Beklagten zuzustellenden Dokumente am 9.”
Es ist zulässig und üblich, dass die Vorinstanz ein Urteil zunächst ohne schriftliche Begründung eröffnet (Art. 239 Abs. 1 ZPO).
“und 5. Dezember 2022 nach dem Stand des Verfahrens gefragt haben, kann nicht ge- folgert werden, dass das Urteil nur deswegen direkt im Anschluss erlassen wurde. Daran ändert auch nichts, dass die Vorinstanz das Urteil vorerst unbegründet er- liess. Dies ist durchaus üblich und gesetzeskonform (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). C.Falsche Würdigung der Urkunden”
Ein ausserhalb der zehntägigen Frist gestelltes oder formell nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Begehren um schriftliche Begründung ist als nicht eingelegt zu behandeln und wird gleichgestellt mit dem Nichtverlangen der Begründung; dies hat zur Folge, dass das Rechtsmittel als verweigert gelten kann. (Art. 239 ZPO; Lehre und Praxis: assimilierende Behandlung verspäteter oder formell fehlerhafter Gesuche.)
“Dans ces conditions, il faut reconnaître que B.________ et A.________ ont bien un intérêt à faire constater que le contrat qu’ils ont conclu le 6 octobre 2020 est parfait parce qu’il a été définitivement approuvé par l’autorité de protection de l’adulte avant le décès de C.________, de sorte qu’il lie ses héritiers. La décision du 29 janvier 2021 est ainsi susceptible de leur causer un préjudice difficilement réparable au sens de l’art. 319 let. b ch. 2 CPC. Il convient d’entrer en matière sur le recours. 1.2. Le recours a été déposé dans le délai de dix jours à compter de sa notification (art. 321 al. 2 CPC) par les recourants qui disposent d’un intérêt juridique manifeste à la constatation requise. L’occasion a par ailleurs été donnée à G.________ de se déterminer sur le recours par publication dans la FO faute de sa part d’avoir régulièrement constitué en Suisse un domicile de notification (art. 140 et 141 al. 1 let. c CPC). Il est pris acte qu’il ne s’est pas manifesté. 2. 2.1. Selon l’art. 239 CPC, applicable par analogie à la procédure de protection de l’adulte (art. 450f CPC), le tribunal peut communiquer sa décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit (al. 1 let. b). Une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à recourir (al. 2). La décision entre alors en force à l’échéance du délai de dix jours, délai légal qui ne peut être prolongé, mais éventuellement restitué (CR CPC-Tappy, 2e éd. 2019, art. 239 n. 13). Il faut assimiler à l’absence de demande de rédaction une requête déposée hors délai ou qui ne respecte pas les formes légales, en ce sens que, dans les deux cas, cela équivaudra à une renonciation au recours (sur cette question: CR CPC-Tappy, art. 239 n. 16). Selon l’art. 130 al. 1 CPC, les actes sont adressés au tribunal sous forme de documents papier ou électroniques.”
“L'intimée était de mauvaise foi et aurait dû faire des recherches supplémentaires pour obtenir son adresse exacte à E______ qui était "______" et non "______". Elle aurait pu le contacter par téléphone ou par courriel, ou chez son père, domicilié à F______ [GE], voire à son adresse professionnelle. La personne qui avait réceptionné le recommandé du 25 septembre 2019 à l'adresse de la villa de D______ [GE] était un peintre chargé de la réfection de la façade de celle-ci de sorte que la notification par poste à Genève n'était pas valable. L'appelant avait pris connaissance du jugement du 5 décembre 2019 le 28 février 2020 suite au séquestre de la villa obtenu par l'intimée. 1.1.1 Selon l'art. 308 CPC, l'appel est recevable contre les décisions finales de première instance lorsque la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est supérieure à 10'000 fr. A teneur de l'art. 311 CPC, l'appel, écrit et motivé, doit être introduit dans les 30 jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). En vertu de l'art. 239 al. 1 CPC, le Tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite (al. 1). Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (al. 2). Si une partie s'adresse directement au tribunal supérieur, sans requérir préalablement de motivation et bien que l'indication des voies de droit l'ait clairement avisé des exigences de l'art. 239 al. 2 CPC, le recours est irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 5A_678/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.2). 1.1.2 Les vices de procédure qui consistent en la violation du droit d'être entendu sont en soi guérissables et ne conduisent qu'à l'annulabilité, sur recours, du jugement vicié. Toutefois, si elles constituent des violations particulièrement lourdes des droits fondamentaux des parties, les violations du droit d'être entendu aussi peuvent mener à sa nullité.”
“1 ZPO geltend machen, dass der Organisationsmangel nach dem erstinstanzlichen Entscheid beseitig worden ist (vgl. Berger/Rüetschi/Zihler, a.a.O., S. 24 f.; Hari, Carences dans lorganisation dune sociétée [Art. 731b CO] et liquidation forcée en application des règles du droit de la faillite, in: GesKR 2015 S. 272, 276; Lorandi, Konkursverfahren über Handelsgesellschaften zufolge Organisationsmangel [Art. 731b OR], in: BlSchK 2012 S. 41, 48; Watter/Pamer-Wieser, a.a.O., Art. 731b OR N 26). Das vorliegende Berufungsverfahren betrifft aber nicht den Auflösungsentscheid gemäss Art. 731b Abs. 1bis Ziff. 3 OR vom 29. September 2020, sondern nur den Entscheid vom 26. Oktober 2020 über die sinngemässen Gesuche um schriftliche Begründung des Entscheids vom 29. September 2020 und Wiederherstellung der Frist zur Stellungnahme. Eine direkte Anfechtung des ohne schriftliche Begründung eröffneten Entscheids vom 29. September 2020 mit Berufung ist ausgeschlossen (vgl. AGE ZB.2019.30 vom 7. Januar 2020 E. 2.1; Steck/Brunner, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 239 ZPO N 25). Indem die Gesellschaft nicht rechtzeitig eine Begründung verlangt hat, hat sie auf eine Anfechtung des Entscheids vom 29. September 2020 mit Berufung oder Beschwerde verzichtet (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Damit ist auch eine Berücksichtigung der angeblichen nachträglichen Beseitigung des Organisationsmangels durch das Appellationsgericht als Berufungsinstanz ausgeschlossen.”
Die Gesuchsgegnerin hat mit Eingabe vom 27. November 2023 ausdrücklich ein Wiederherstellungsgesuch und gleichzeitig die Nachlieferung der schriftlichen Begründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO verlangt.
“_____ AG, Inkasso, betreffend Rechtsöffnung (Wiederherstellung, Begehren um Begründung) Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 30. November 2023 (EB230269-E) - 2 - Erwägungen: 1.1. Mit Eingabe vom 31. August 2023 ersuchte die Gesuchstellerin und Be- schwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) die Vorinstanz um provisorische Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Rüti ZH (Zahlungsbe- fehl vom 22. November 2022) für Fr. 6'203.85 sowie Fr. 73.30 Betreibungskosten (Urk. 1). Mit unbegründetem Entscheid vom 19. Oktober 2023 trat die Vor-instanz auf das Begehren um Rechtsöffnung für die Betreibungskosten nicht ein und erteilte der Gesuchstellerin die provisorische Rechtsöffnung für Fr. 6'203.85. Die Spruch- gebühr von Fr. 300.– wurde der Gesuchsgegnerin und Beschwerde-führerin (fortan Gesuchsgegnerin) auferlegt. Eine Umtriebsentschädigung wurde nicht zugesprochen (Urk. 8 S. 2). Mit Eingabe vom 27. November 2023 beantragte die Gesuchsgegnerin sinngemäss, es sei die Antragsfrist für die Begründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO wiederherzustellen sowie das Urteil vom 19. Oktober 2023 schriftlich zu begründen (Urk. 10). Am 30. November 2023 erliess die Vorinstanz folgende Verfügung (Urk. 11 S. 4 = Urk. 14 S. 4): "1.Das Wiederherstellungsgesuch wird abgewiesen. 2.Das Gesuch um Begründung wird abgewiesen. 3.Die Spruchgebühr wird festgesetzt auf Fr. 150.–. 4.Die Kosten werden der Gesuchsgegnerin auferlegt. 5.Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 6.(Schriftliche Mitteilung) 7.(Rechtsmittel: Beschwerde, Frist: 10 Tage)" 1.2. Dagegen erhob die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 3. Januar 2024 fristgerecht (vgl. Art. 321 Abs. 1 und Abs. 2 ZPO sowie Urk. 12) Beschwerde, mit folgenden Anträgen (Urk. 13 S. 2): "1.Die hiermit angefochtene Verfügung vom 30. November 2023 vom Bezirksgericht Hinwil, sei Abzuweisen und zu Berichtigen, gemäss den geltenden Gesetzen. 2.Das Gericht sei dazu Aufzufordern, dass sie ihren Gesetzlichen Pflichten nachkommen, und das Urteil, Beurteilung der Sachver- halte, die am 19.”
Nach Art. 239 Abs. 1 ZPO kann die Eröffnung eines Entscheids durch (nur) das Dispositiv erfolgen; offen bleibt bzw. umstritten ist, ob damit auch die Mitteilung der vollständigen Entscheidbegründung gemeint ist.
“La loi permettant de communiquer les décisions de mainlevée sous la forme d'un simple dispositif (art. 239 al. 1 CPC, applicable en procédure sommaire [art. 251 let. a CPC concernant les décisions de mainlevée] par renvoi de l'art. 219 CPC; cf. arrêt 4A_72/2014 du 2 juin 2014 consid. 5), comme cela a été le cas en l'espèce (cf. supra let. A), il reste à déterminer si, par "notification du prononcé de mainlevée", il faut entendre la notification du seul dispositif ou celle de la décision dûment motivée.”
Bei Abholung eines eingeschriebenen Schriftsatzes gilt – soweit die Postaufbewahrung in Betracht kommt – das Schriftstück nach der Rechtsprechung am letzten Tag der siebentägigen Aufbewahrungsfrist als mitgeteilt. Davon läuft die Zehn‑Tagefrist des Art. 239 Abs. 2 ZPO.
“, les mettant à la charge du poursuivi et disant qu’en conséquence celui-ci rembourserait au poursuivant son avance de frais, par 360 fr., sans allocation de dépens, vu le relevé de la poste dont il ressort que le pli recommandé contenant le prononcé susmentionné a été avisé pour retrait le 23 octobre 2024, que le délai de garde a été prolongé par le poursuivi le 25 octobre 2024 et remis à celui-ci le 20 novembre 2024, vu le recours daté du 29 novembre 2024 et remis à la poste le 1er décembre 2024 interjeté par le poursuivi contre ce prononcé, vu les autres pièces du dossier ; attendu que le recours, au sens des art. 319 ss CPC (Code de procé-dure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), doit être introduit auprès de l’instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), qu’il peut déjà s’exercer dans le délai de l’art. 239 al. 2 CPC (CPF 2 mai 2023/43) que l’observation du délai pour recourir est une condition de recevabilité du recours ; attendu que l’art. 138 al. 3 let. a CPC prévoit que l’acte est réputé notifié, en cas d’envoi recommandé, lorsque celui-ci n’a pas été retiré à l’expiration d’un délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, si le destinataire devait s’attendre à recevoir la notification, que la jurisprudence considère que le destinataire qui a participé à une procédure judiciaire doit s’attendre à recevoir une notification (ATF 130 III 396, JdT 2005 II 87 ; TF 1B_411/2022 du 29 août 2022 consid. 1) et prendre les mesures qui lui permettent de recevoir les actes de procédure qui lui sont notifiés (ATF 116 Ia 90, JdT 1992 IV 18 ; TF 1B_177/2020 du 28 avril 2020 consid. 1) ; que la jurisprudence a également précisé qu’en cas de demande de garde du courrier, le pli est considéré comme communiqué le dernier jour du délai de sept jours dès la réception du pli à l’office de poste du domicile du destinataire (ATF 141 II 429 consid.”
“, les mettant à la charge du poursuivi et disant qu’en conséquence celui-ci rembourserait au poursuivant son avance de frais, par 480 fr., sans allocation de dépens pour le surplus, vu le relevé de la poste dont il ressort que le pli recommandé contenant le prononcé susmentionné a été avisé pour retrait le 23 octobre 2024, que le délai de garde a été prolongé par le poursuivi le 25 octobre 2024 et que le pli a été remis à au poursuivi le 20 novembre 2024, vu le recours daté du 29 novembre 2024 et remis à la poste le 1er décembre 2024 interjeté par le poursuivi contre ce prononcé, vu les autres pièces du dossier ; attendu que le recours, au sens des art. 319 ss CPC (Code de procé-dure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), doit être introduit auprès de l’instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), qu’il peut s’exercer déjà dans le délai de l’art. 239 al. 2 CPC (CPF 2 mai 2023/43) que l’observation du délai pour recourir est une condition de recevabilité du recours ; attendu que l’art. 138 al. 3 let. a CPC prévoit que l’acte est réputé notifié, en cas d’envoi recommandé, lorsque celui-ci n’a pas été retiré à l’expiration d’un délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, si le destinataire devait s’attendre à recevoir la notification, que la jurisprudence considère que le destinataire qui a participé à une procédure judiciaire doit s’attendre à recevoir une notification (ATF 130 III 396, JdT 2005 II 87 ; TF 1B_411/2022 du 29 août 2022 consid. 1) et prendre les mesures qui lui permettent de recevoir les actes de procédure qui lui sont notifiés (ATF 116 Ia 90, JdT 1992 IV 18 ; TF 1B_177/2020 du 28 avril 2020 consid. 1) ; que la jurisprudence a également précisé qu’en cas de demande de garde du courrier, le pli est considéré comme communiqué le dernier jour du délai de sept jours dès la réception du pli à l’office de poste du domicile du destinataire (ATF 141 II 429 consid.”
“On ne peut pas considérer qu’on se trouve dans le cas où le recourant a retiré le pli recommandé durant son service militaire alors qu’il aurait pu le retirer avant, ce dont on pourrait induire qu’il a agi dans le dessein conscient de retarder la procédure et qu’il abuse ainsi du droit à la suspension de la poursuite dirigée contre un débiteur au service militaire, comme c’était le cas du débiteur dans l’arrêt TF 7B.76/2005 du 22 mai 2005 (BlSchK 2005 p. 217). Rien en effet ne permet de considérer que le recourant aurait pu retirer ce pli avant de commencer son service, dès lors qu’on ignore quel jour il a pris connaissance de l’avis pour retrait. Il paraît au contraire vraisemblable que cela se soit produit le 18 novembre 2021, alors qu’il était déjà au service, raison pour laquelle il a demandé à la poste de prolonger le délai de garde du recommandé. Il s’ensuit que le recours doit être admis et la décision attaquée du 15 décembre 2021 annulée. Vu la nullité de la notification du dispositif du prononcé du 11 novembre 2021 au recourant, la cause devrait être renvoyée à la première juge pour qu’elle procède à une nouvelle notification, ce qui aurait pour effet de faire partir un nouveau délai de demande de motivation (art. 239 al. 2 CPC). Par économie de procédure, toutefois, et dès lors que le recourant a eu connaissance du dispositif en cause et a eu l’occasion d’en demander la motivation, il y a lieu de renvoyer la cause à la juge de paix pour qu’elle motive le prononcé de mainlevée d’opposition et le notifie aux parties. c) La « demande de changement de juge », qui constitue éventuellement une demande de récusation, est quant à elle sans objet, la juge de paix ayant déjà statué et rendu le dispositif de sa décision. III. Vu ce qui précède, il se justifie de laisser les frais judiciaires de deuxième instance à la charge de l’Etat (art. 107 al. 2 CPC) et de restituer au recourant son avance de frais de 540 francs. Il ne lui est en revanche pas alloué de dépens, dès lors qu’il a procédé sans l’assistance d’un conseil. Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites, prononce : I. Le recours est admis. II.”
Die Zehn-Tagefrist des Art. 239 Abs. 2 ZPO ist eine gesetzliche Frist. In der Rechtsprechung wird ihre Unverlängerbarkeit betont; einzelne Entscheide gehen jedoch davon aus, dass eine Fristwiederherstellung nach den allgemeinen Regeln (Art. 148 ZPO) unter engen, glaubhaft zu machenden Voraussetzungen möglich ist (z.B. Nachweis, dass kein oder nur leichtes Verschulden vorliegt und das Hindernis kausal für die Säumnis war).
“2 CC, ont qualité pour recourir les personnes parties à la procédure (ch. 1), les proches de la personne concernée (ch. 2) et les personnes qui ont un intérêt juridique à l'annulation ou à la modification de la décision attaquée (ch. 3). Le recours doit être dûment motivé et interjeté par écrit auprès du juge (art. 450 al. 3 CC). 1.2 En l’espèce, le recours a été interjeté dans le délai et la forme utiles, par la personne concernée par la mesure, de sorte qu’il est recevable. 2. La recourante soutient qu'elle a respecté le délai légal pour solliciter la motivation de l'ordonnance rendue le 11 septembre 2023 par le Tribunal de protection. 2.1 Selon l'art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite. Dans une telle hypothèse, une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 450f CC et art. 239 al. 2 CPC). Le délai de dix jours pour solliciter la motivation de la décision est un délai légal, donc non prolongeable. Il doit être indiqué aux parties, conformément à l'art. 238 let. f CC, à la place des voies de droit, lesquelles seront mentionnées le cas échéant avec la motivation écrite (TAPPY, CR CPC, 2019, ad art. 239 CPC n. 13). Un appel ou un recours prématuré, dirigé contre le dispositif encore non motivé, devrait être aussi considéré comme une demande de motivation valable pour autant qu'il ait été déposé en temps utile (TAPPY, op. cit., ad art. 239 CPC, n. 15a). 2.2 En l'espèce, l'ordonnance du Tribunal de protection du 11 septembre 2023 a été adressée pour notification à la recourante le 21 septembre 2023 et réceptionnée par cette dernière le 23 septembre 2023, ce qu'elle ne conteste pas et qui ressort du Track and trace postal. La recourante soutient cependant, à tort, qu'en expédiant son courrier, qu'elle admet être une demande de motivation, le 5 octobre 2023 à la Cour, elle aurait respecté le délai pour solliciter la motivation de l'ordonnance.”
“Novem- ber 2023 (Datum Eingang, persönlich überbracht) habe der Gesuchsgegner dem Gericht (sinngemäss) mitgeteilt, dass er mit dem Urteil nicht einverstanden sei, eine Fristerstreckung für einen Einspruch gegen die Entscheidung und die Bestel- lung eines kostenlosen Übersetzers sowie eines kostenlosen Anwalts beantrage (unter Hinweis auf Urk. 5/8). Sinngemäss sei diese Eingabe als Begehren um eine Begründung des Urteils vom 25. Oktober 2023 gemäss dessen Dispositivzif- fer 6 zu verstehen. Das Urteil sei dem Gesuchsgegner am 2. November 2023 zu- gestellt worden (unter Hinweis auf Urk. 5/7), womit die zehntägige Frist für das Begehren um Begründung am 3. November 2023 zu laufen begonnen habe und am Montag, 13. November 2023 abgelaufen sei (unter Hinweis auf Art. 142 ZPO). Die Eingabe des Gesuchsgegners sei daher verspätet, weshalb auf das Begehren um Begründung nicht einzutreten sei. Eine Erstreckung bzw. Wiederherstellung dieser zehntägigen Frist sei nicht möglich, da es sich um eine gesetzliche Frist handle (unter Hinweis auf Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 144 Abs.1 ZPO; Urk. 2 = Urk. 5/9).”
“Kein Nachteil entstand dem Gesuchsgegner sodann dadurch, dass die Vorinstanz nicht prüfte, ob aufgrund von seiner Eingabe vom 13. Dezember 2021 (Urk. 18A) ein sinngemäss gestelltes Fristwiederherstellungsgesuch im Sinne von - 6 - Art. 148 Abs. 1 ZPO (betreffend die Frist von Art. 239 Abs. 2 ZPO) vorlag bzw. ob die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Voraussetzung für die Wieder- herstellung der Frist ist, dass die säumige Partei glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden an der Säumnis trifft. Zudem liegt ein Wieder- herstellungsgrund nur vor, soweit der geltend gemachte Hinderungsgrund kausal für die Säumnis ist. Kausalität ist etwa zu verneinen, wenn das Hindernis bloss in der ersten Zeit der Frist bestand, die verbleibende Zeit aber noch zur Fristwah- rung hätte genutzt werden können (BSK ZPO-Gozzi, Art. 148 N 12 m.H.). Das Vorbringen des Gesuchsgegners, er habe sich bis 6. Dezember 2021 in der Tür- kei aufgehalten (Urk. 18A S. 2), wurde von ihm weder näher begründet noch be- legt und daher nicht glaubhaft gemacht. Abgesehen davon kann der Gesuchs- gegner daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal er das an seine Wohna- dresse in D._____ versandte vorinstanzliche Urteil am 26. November 2021 per- sönlich in Empfang genommen hatte (Urk.”
Bei versäumtem oder unterlassenem Begehren um Entscheidbegründung ist angesichts der Bedeutung dieser prozessualen Handlung besondere Sorgfalt der Partei gefordert. Bleibt die Frist wegen blossem Vergessen unbenutzt, kann dies – je nach den konkreten Umständen – als grobes Verschulden gewertet werden, weshalb ein Gesuch um Wiederherstellung der Frist abgewiesen werden kann.
“Massgebend sei, ob die Säumnis auch bei der von der säumigen - 4 - Partei zu erwartenden Sorgfalt unter den gegebenen Umständen nicht hätte abge- wendet werden können. Besondere Aufmerksamkeit könne erwartet werden, wenn eine zentrale prozessuale Handlung anstehe (Urk. 14 E. 2). Mit Eingabe vom 27. November 2023 habe die Gesuchsgegnerin vorgebracht, dass die Frist von zehn Tagen ihrer Aufmerksamkeit entgangen sei. Einen weiteren Säumnisgrund habe sie nicht dargelegt. Von ihr hätte erwartet werden können, dass sie die Frist nicht versäume, zumal die Frist lediglich ihrer Aufmerksamkeit entgangen sei und keine weiteren Umstände vorgelegen hätten, welche dazu ge- führt hätten, dass die Säumnis unter den gegebenen Umständen nicht hätte abge- wendet werden können. Erschwerend komme hinzu, dass es sich beim Verlangen einer Begründung um eine äusserst wichtige Verfahrenshandlung handle, da der Verzicht auf eine Begründung zugleich als Verzicht auf Anfechtung des Entscheids gelte (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 251 lit. a i.V.m. Art. 219 ZPO). Aufgrund der Wichtigkeit der betroffenen Verfahrenshandlung hätte die Gesuchsgegnerin beson- ders achtgeben müssen, innert Frist die notwendigen Schritte zu unternehmen. Da- her sei in Bezug auf die Säumnis von einem groben Verschulden der Gesuchsgeg- nerin auszugehen, weshalb das Wiederherstellungsgesuch abzuweisen sei (Urk. 14 E. 3). Das Wiederherstellungsgesuch der Gesuchsgegnerin betreffe das Begehren um schriftliche Begründung des Urteils vom 19. Oktober”
“Ob das Gesuch um Fristwiederherstellung von der Gesuchsgegnerin fristgerecht eingereicht wurde (Art. 148 Abs. 2 ZPO), musste die Vorinstanz daher nicht mehr prüfen. Die Einhal- tung der Frist alleine begründet entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin (Urk. 13 Rz. 2 und Rz. 15) keinen Anspruch auf Wiederherstellung der versäumten Frist. Unbegründet ist auch der Einwand der Gesuchsgegnerin, die Vorinstanz habe we- der anlässlich der Verhandlung noch im unbegründeten Urteil vom 19. Oktober 2023 erwähnt, dass es keine weiteren Rechtsmittel zur Anfechtung und Richtigstel- lung der Behauptungen der Gesuchstellerin gäbe (Urk. 13 Rz. 5). Die Vorinstanz kam ihrer Rechtsmittelbelehrungspflicht mit Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils vom 19. Oktober 2023 (Urk. 8) ausreichend nach. Eine weitere Aufklärungspflicht traf sie nicht. - 6 - Weitere zu berücksichtigende Rügen enthält die Beschwerdeschrift nicht. Es ist demnach festzuhalten, dass die Vorinstanz sowohl das Gesuch um Wiederherstel- lung der Frist zum Verlangen der Entscheidbegründung (Art. 239 Abs. 2 ZPO) als auch das verspätete Gesuch um Begründung des Entscheids vom 19. Oktober 2023 der Gesuchsgegnerin zu Recht abwies. Die Beschwerde der Gesuchsgegnerin erweist sich damit als offensichtlich unbe- gründet, weshalb sie abzuweisen ist, soweit auf sie einzutreten ist. 4.Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG und ausgehend von einem Streitwert von Fr. 6'203.85 auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind aus- gangsgemäss der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteien- tschädigungen sind im Beschwerdeverfahren keine zuzusprechen, der Gesuchs- gegnerin infolge ihres Unterliegens, der Gesuchstellerin mangels relevanter Um- triebe (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO und Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird erkannt: 1.Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist. 2.Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 3.Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.”
Eine innerhalb der zehntägigen Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO eingereichte Eingabe, die das Dispositiv bestreitet (z. B. ein vorzeitig eingereichter Rekurs), kann als frist- und formwirksame Anfrage auf schriftliche Begründung gewertet werden. Ein so frühzeitig eingereichtes Rechtsmittel gilt insoweit als Gesuch um Begründung und wahrt grundsätzlich das Recht, später einen endgültig motivierten Rekurs einzureichen. Zu beachten bleibt, dass der spätere Rekurs den formellen und materiellen Anforderungen an die Motivation (Art. 321 ff. CPC) genügen muss.
“Par décision du 18 mars 2024, notifiée à la poursuivie le 25 mars 2024, selon le suivi de l’envoi postal au dossier, la juge de paix a déclaré la « demande de motivation postée le 9 mars 2024 » par la poursuivie irrecevable pour tardiveté, considérant que le délai pour demander la motivation du dispositif « notifié le 15 février 2024 » était échu le 4 mars 2024, et a dit que la lettre de la poursuivie était « ainsi classée sans suite ». 3. Par recours adressé à la cour de céans le 28 mars 2024, la poursuivie a notamment fait valoir que son courrier du 9 mars 2024 avait été posté dans le délai imparti au 11 mars suivant par la juge de paix, que celle-ci avait toutefois considéré son courrier comme tardif et l’avait classé sans suite et qu’elle s’adressait dès lors à la cour de céans parce qu’elle ne comprenait ni sa mise en poursuite, ni la mainlevée de son opposition. En droit : I. Le recours exercé contre la décision de la juge de paix du 18 mars 2024 a été déposé dans les formes requises, par acte écrit et motivé, et en temps utile, dans les dix jours suivant la notification de cette décision à la recourante (art. 321 al. 1 et 2 CPC [Code de procédure civile ; RS 272]). Il est ainsi recevable. II. a) Selon la jurisprudence de la cour de céans, le droit de recourir contre une décision rendue en procédure sommaire de mainlevée peut déjà s'exercer dans le délai de demande de motivation de l’art. 239 al. 2 CPC, lequel est de dix jours à compter de la notification de la décision sous forme de dispositif, un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (cf. parmi d’autres : CPF 29 décembre 2023/255 ; CPF 20 décembre 2016/387). Pour sa part, le Tribunal fédéral souligne que la contestation d'une décision de première instance notifiée initialement sans motivation écrite se déroule en deux étapes : d’abord, le dépôt d’une demande de motivation écrite dans le délai de l’art. 239 al. 2 CPC, puis, après la notification de la motivation de la décision, le dépôt d’un recours (ou d’un appel) devant le tribunal cantonal supérieur, dans le délai de l’art. 321 CPC (ou de l’art. 311 al. 1 CPC). La raison de cette double étape réside dans le fait qu'un recours ne peut pas être motivé de manière pertinente si la décision à attaquer n'a pas encore été motivée, car il n'y a alors pas encore de considérations que la partie pourrait aborder dans son recours. Aussi, lorsque la partie fait « opposition » au prononcé non motivé, il faut y voir une demande de motivation et non l’exercice d’une voie de recours (TF 5A_129/2023 du 28 février 2023 consid.”
“Le recours exercé contre la décision de la juge de paix du 18 mars 2024 a été déposé dans les formes requises, par acte écrit et motivé, et en temps utile, dans les dix jours suivant la notification de cette décision à la recourante (art. 321 al. 1 et 2 CPC [Code de procédure civile ; RS 272]). Il est ainsi recevable. II. a) Selon la jurisprudence de la cour de céans, le droit de recourir contre une décision rendue en procédure sommaire de mainlevée peut déjà s'exercer dans le délai de demande de motivation de l’art. 239 al. 2 CPC, lequel est de dix jours à compter de la notification de la décision sous forme de dispositif, un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (cf. parmi d’autres : CPF 29 décembre 2023/255 ; CPF 20 décembre 2016/387). Pour sa part, le Tribunal fédéral souligne que la contestation d'une décision de première instance notifiée initialement sans motivation écrite se déroule en deux étapes : d’abord, le dépôt d’une demande de motivation écrite dans le délai de l’art. 239 al. 2 CPC, puis, après la notification de la motivation de la décision, le dépôt d’un recours (ou d’un appel) devant le tribunal cantonal supérieur, dans le délai de l’art. 321 CPC (ou de l’art. 311 al. 1 CPC). La raison de cette double étape réside dans le fait qu'un recours ne peut pas être motivé de manière pertinente si la décision à attaquer n'a pas encore été motivée, car il n'y a alors pas encore de considérations que la partie pourrait aborder dans son recours. Aussi, lorsque la partie fait « opposition » au prononcé non motivé, il faut y voir une demande de motivation et non l’exercice d’une voie de recours (TF 5A_129/2023 du 28 février 2023 consid. 6). b) En l’espèce, la recourante a clairement manifesté son opposition au prononcé de mainlevée du 13 février 2024 dans son écrit adressé le 27 février 2024 à la juge de paix, soit dans les dix jours suivant la notification dudit prononcé sous forme de dispositif, intervenue le 22 février 2024. A ce stade déjà, la juge de paix aurait donc dû se considérer comme saisie d’une demande de motivation déposée en temps utile et n’avait pas à impartir à la recourante un délai pour préciser ses intentions.”
“, sans allocation de dépens pour le surplus, Vu « l’annonce d’appel » et demande de motivation déposés le 12 janvier 2024 par la poursuivie à l’encontre de ce prononcé, vu les motifs du prononcé adressés aux parties le 21 mars 2024 et notifiés à la poursuivie le 23 mars 2024, vu les autres pièces du dossier ; attendu que le recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), doit être introduit auprès de l’instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), que le droit de recourir peut toutefois déjà s’exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 1 et 2 première phrase CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation, qu’en l’espèce l’acte d’appel et de demande de motivation a été déposé dans le délai de dix jour de l’art. 239 al. 2 CPC, attendu que la partie qui entend user d'une voie de droit a la charge de se conformer à certaines règles de forme, à défaut de quoi sa démarche sera frappée d'irrecevabilité (Jeandin, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 1 ad art. 321 CPC), qu'en particulier, selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours doit être motivé, que, si la motivation du recours fait défaut, l’instance de recours n’entre pas en matière, que le recourant doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l’instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu’il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles il fonde sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1), que ni l’art. 132 al. 1 et 2 ni l’art. 56 CPC ne sont applicables en cas d’absence de motivation d’un acte de recours (TF 5A_734/2023 du 18 décembre 2023 consid. 3.3 et les références citées), qu’en l’espèce, l’acte du 12 janvier 2024 est dépourvu de toute motivation, que la recourante n’a pas déposé d’autre écriture, que le recours est ainsi irrecevable pour défaut de motivation ; attendu que le présent arrêt est rendu sans frais.”
“, sans allocation de dépens pour le surplus, vu le recours interjeté le 29 janvier 2024 par la poursuivie contre ce prononcé, vu les motifs du prononcé adressés aux parties le 21 août 2024 et notifiés à la poursuivie le 24 août 2024, vu les autres pièces du dossier ; attendu que le recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), doit être introduit auprès de l’instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), que le droit de recourir peut toutefois déjà s’exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 1 et 2 première phrase CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation, qu’en l’espèce l’acte du 29 janvier 2024 contestant le prononcé et valant demande de motivation a été déposé dans le délai de dix jours de l’art. 239 al. 2 CPC ; attendu que la partie qui entend user d'une voie de droit a la charge de se conformer à certaines règles de forme, à défaut de quoi sa démarche sera frappée d'irrecevabilité (Jeandin, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 1 ad art. 321 CPC ; CPF 12 juin 2024/100), qu'en particulier, selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours doit être motivé, que, si la motivation du recours fait défaut, l’instance de recours n’entre pas en matière, que le recourant doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l’instance de recours puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu’il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles il fonde sa critique (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1), que ni l’art. 132 al. 1 et 2 ni l’art. 56 CPC ne sont applicables en cas d’absence de motivation d’un acte de recours (TF 5A_734/2023 du 18 décembre 2023 consid.”
“La contestation porte exclusivement sur les frais. La voie du recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile ; RS 272) est seule ouverte (art. 110 CPC). Le recours doit être introduit auprès de l’instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC). Le droit de recourir peut toutefois déjà s’exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 2 CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, n.”
Wird der dispositive Teil eines Entscheids ohne schriftliche Begründung eröffnet, kann die betroffene Partei innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides die schriftliche Begründung verlangen. Erfolgt kein fristgerechter Antrag, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde.
“La maxime inquisitoire illimitée ne dispense cependant pas les parties de collaborer activement à la procédure et d'étayer leurs propres thèses; il leur incombe de renseigner le juge sur les faits de la cause et de lui indiquer les moyens de preuve disponibles (ATF 128 III 411 consid. 3.2.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_138/2015 du 1er avril 2015 consid. 3.1; 5A_608/2014 du 16 décembre 2014 consid. 4.2.1). 2. Compte tenu de la maxime inquisitoire applicable, toutes les pièces produites par les parties devant la Cour sont recevables (art. 317 al. 1bis CPC; ATF 144 III 349 consid. 4.2.1), ce qui n'est pas contesté. 3. En premier lieu, l'appelant sollicite la réformation des mesures provisionnelles prononcées par Tribunal à la requête de l'intimée. L'appelant n'allègue cependant pas, ni ne démontre, avoir demandé la motivation de l'ordonnance OTPI/65/2023 du 30 janvier 2023 par laquelle le Tribunal a statué sur mesures provisionnelles. Comme indiqué au pied de cette décision, celle-ci n'est donc plus susceptible d'appel ni de recours (art. 239 al. 2 CPC), de sorte qu'on ne saurait en réexaminer le bien-fondé à ce stade. L'appelant, qui est toujours incarcéré, ne fait par ailleurs état d'aucun changement significatif qui serait survenu dans la situation des parties ou de leur fille depuis le prononcé de l'ordonnance susvisée. Il n'y a dès lors pas lieu de prononcer d'office de nouvelles mesures provisionnelles pour la durée la procédure d'appel, laquelle arrive au demeurant à son terme. Par conséquent, l'appelant sera intégralement débouté de ses conclusions sur mesures provisionnelles. 4. Sur le fond, l'appelant invoque tout d'abord une constatation inexacte des faits, reprochant au Tribunal d'avoir retenu que son opposition au divorce était infondée, que les actes de violence dont l'accusaient son épouse avaient mis en péril la santé physique et psychique de celle-ci et que la gravité des infractions pénales pour lesquelles il avait été condamné s'était graduellement accentuée. Ce faisant, le Tribunal aurait à chaque fois violé la présomption d'innocence dont l'appelant devait bénéficier.”
Eine längere, nicht begründete Verzögerung der schriftlichen Zustellung des Urteilsdispositivs kann als unangemessen beanstandet werden. Im vorliegenden Verfahren wurde die seit der Verhandlung ausstehende Zustellung — bereits über ein Jahr — gerügt.
“das Regressrecht der Klägerin gemäss Art. 72 Abs. 1 ATSG. Bei dem Unfall sei C._____, welche bei der Klägerin obligatorisch gemäss UVG unfallversichert sei, schwer verletzt worden, indem sie auf ihrem Fahrrad mit dem Hund der Beklagten bzw. dessen langer Auslaufleine kollidiert und zu Fall gekommen sei. Die Klägerin habe sich vorerst auf eine Teilklage gemäss Art. 86 ZPO in Höhe von Fr. 30'000.– be- schränkt unter Vorbehalt einer Mehrforderung, so dass der Prozess im verein- fachten Verfahren nach Art. 243 ff. ZPO geführt werde. Mit Verfügung des zustän- digen Gerichtspräsidenten vom 23. Juni 2022 sei das Verfahren einstweilen auf die Frage der grundsätzlichen Haftbarkeit der Beklagten beschränkt worden (act. 2 S. 3). Die Hauptverhandlung habe am 28. Oktober 2022 stattgefunden. Nachdem die Parteien den gerichtlichen Vergleichsvorschlag abgelehnt hätten, - 5 - sei die Verhandlung mit dem Hinweis geschlossen worden, dass ihnen das Ur- teilsdispositiv schriftlich zugestellt werde (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). Dieses sei seit nunmehr einem Jahr und drei Monaten ausstehend. In zahlreichen Telefona- ten sei die Klägerin jeweils auf einen unbestimmten späteren Zeitpunkt vertröstet worden. Beim streitgegenständlichen Verfahren handle es sich um ein vereinfach- tes und auf die Frage der grundsätzlichen Haftung der Beklagten beschränktes Verfahren. Die zu klärende Frage sei somit nicht überaus komplex. Die Zustellung eines Urteilsdispositivs sei sodann nicht ein Akt, welcher so viel Zeit benötige wie das Verfassen einer Urteilsbegründung (act. 2 S. 4 f.). 3.Die Vorinstanz bringt zusammengefasst vor, ob anlässlich der Ver- handlung vom 28. Oktober 2022 die Zustellung des (Teil-)Urteilsdispositivs in Aussicht gestellt worden sei, könne nicht bestätigt und auch nicht abschliessend geklärt werden (act. 10 S. 1). Zufolge Auditorenmangels ab Herbst 2022, der ho- hen Arbeitslast über den Jahreswechsel sowie der aufgrund eines Funktions- wechsels starken Auslastung des zuständigen Gerichtsschreibers habe sich die Fertigstellung des Protokolls verzögert.”
“das Regressrecht der Klägerin gemäss Art. 72 Abs. 1 ATSG. Bei dem Unfall sei C._____, welche bei der Klägerin obligatorisch gemäss UVG unfallversichert sei, schwer verletzt worden, indem sie auf ihrem Fahrrad mit dem Hund der Beklagten bzw. dessen langer Auslaufleine kollidiert und zu Fall gekommen sei. Die Klägerin habe sich vorerst auf eine Teilklage gemäss Art. 86 ZPO in Höhe von Fr. 30'000.– be- schränkt unter Vorbehalt einer Mehrforderung, so dass der Prozess im verein- fachten Verfahren nach Art. 243 ff. ZPO geführt werde. Mit Verfügung des zustän- digen Gerichtspräsidenten vom 23. Juni 2022 sei das Verfahren einstweilen auf die Frage der grundsätzlichen Haftbarkeit der Beklagten beschränkt worden (act. 2 S. 3). Die Hauptverhandlung habe am 28. Oktober 2022 stattgefunden. Nachdem die Parteien den gerichtlichen Vergleichsvorschlag abgelehnt hätten, - 5 - sei die Verhandlung mit dem Hinweis geschlossen worden, dass ihnen das Ur- teilsdispositiv schriftlich zugestellt werde (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). Dieses sei seit nunmehr einem Jahr und drei Monaten ausstehend. In zahlreichen Telefona- ten sei die Klägerin jeweils auf einen unbestimmten späteren Zeitpunkt vertröstet worden. Beim streitgegenständlichen Verfahren handle es sich um ein vereinfach- tes und auf die Frage der grundsätzlichen Haftung der Beklagten beschränktes Verfahren. Die zu klärende Frage sei somit nicht überaus komplex. Die Zustellung eines Urteilsdispositivs sei sodann nicht ein Akt, welcher so viel Zeit benötige wie das Verfassen einer Urteilsbegründung (act. 2 S. 4 f.). 3.Die Vorinstanz bringt zusammengefasst vor, ob anlässlich der Ver- handlung vom 28. Oktober 2022 die Zustellung des (Teil-)Urteilsdispositivs in Aussicht gestellt worden sei, könne nicht bestätigt und auch nicht abschliessend geklärt werden (act. 10 S. 1). Zufolge Auditorenmangels ab Herbst 2022, der ho- hen Arbeitslast über den Jahreswechsel sowie der aufgrund eines Funktions- wechsels starken Auslastung des zuständigen Gerichtsschreibers habe sich die Fertigstellung des Protokolls verzögert.”
Fristbeginn und -verschiebung: Die zehn Tage beginnen am auf die Mitteilung der Entscheidung folgenden Tag zu laufen. Fällt das Ende des Zehntages auf einen Samstag, Sonntag oder einen nach eidgenössischem oder kantonalem Recht anerkannten Feiertag, tritt die Verschiebung nach Art. 142 CPC ein. Soweit einschlägig, ist ferner zu beachten, dass Art. 63 SchKG (LP) bei Ferien eine Verlängerung bis zum dritten zulässigen Werktag vorsieht und auf die Frist zur Anforderung der schriftlichen Begründung Anwendung finden kann.
“________ et décidant que chaque partie supporte la moitié des frais de médiation sous réserve de l’assistance judiciaire ; qu’en complément, la Présidente du tribunal a jugé le 30 avril 2021 par une décision rendue sous la forme d’un avis de dispositif que les frais de la médiation préalable menée par Me E.________ étaient mis par moitié à la charge de chaque partie sous réserve de l’assistance judiciaire ; que, le 14 mai 2021, A.________ a requis la rédaction de cette décision ; que, le 25 mai 2021, la Présidente du tribunal a rejeté la requête de rédaction, frais réservés, la considérant comme tardive ; que A.________ recourt le 7 juin 2021, concluant sous suite de frais à ce que sa demande de motivation du 14 mai 2021 soit déclarée recevable ; que la Présidente du tribunal a conclu à l’admission du recours le 10 juin 2021 ; que B.________ a renoncé à se déterminer le 21 juin 2021 ; que le tribunal peut communiquer sa décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit ; une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (art. 239 al. 1 let. b et al. 2 CPC) ; qu’en cas de doute sur le respect du délai de l’art. 239 al. 2 CPC, le tribunal doit statuer et sa décision constatant le non-respect du délai a le caractère d’une décision finale qui doit pouvoir être contestée (CR CPC-Tappy, 2ème éd. 2019, art. 239 n. 16), en l’espèce par un recours dans les dix jours dès lors que la décision porte sur des frais de la procédure de médiation (PC CPC-Beyeler/Heinzmann, 2021, art. 281 n. 18) ; que la décision du 25 mai 2021 a été notifiée à A.________ le 26 mai 2021, de sorte que son recours remis à la poste le lundi 7 juin 2021 est recevable ; que le délai de dix jours de l’art. 239 al. 2 CPC commence à courir le lendemain de la notification de l’avis de dispositif et expire le dernier jour du délai, respectivement le premier jour ouvrable qui suit si le délai expire un samedi, un dimanche ou un jour férié reconnu par le droit fédéral ou cantonal (art. 142 al. 1 et 3 CPC) ; qu’en l’espèce, l’avis de dispositif du 30 avril 2021 ayant été notifié le 3 mai 2021, le délai de dix jours arrivait à échéance le 13 mai 2021, mais cette échéance a été reportée au lendemain 14 mai 2021, le 13 mai 2021 étant le jeudi de l’Ascension, jour férié selon le droit cantonal (art.”
“La juge de paix a transmis cette lettre à la cour de céans, autorité de recours, par courrier du 15 avril 2021. Invité à se déterminer sur le recours, l’intimé, par lettre de son représentant du 23 avril 2021, s’en est remis à justice sur la question litigieuse de l’observation d’un délai de procédure. En droit : I. La lettre adressée par le poursuivi à la juge de paix constitue un recours contre la décision de ce magistrat du 8 avril 2021 (art. 319 CPC [Code de procédure civile ; RS 281.1]). Il est suffisamment motivé (art. 321 al. 1 CPC) et a été déposé en temps utile (art. 321 al. 2 CPC), même s’il a été adressé au premier juge et non pas directement à l’autorité de recours (ATF 140 III 636 consid. 3.7). Il est ainsi recevable. La réponse de l’intimé est également recevable (art. 322 CPC). II. a) Lorsque le tribunal communique sa décision aux parties sans motivation, en notifiant le dispositif écrit (art. 239 al. 1 let. b CPC), les parties peuvent demander la motivation dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (art. 239 al. 2 CPC). b) Un prononcé de mainlevée constitue un acte de poursuite au sens de l’art. 56 LP, auquel renvoie l’art. 63 LP (TF 5P.201/2000 du 20 juillet 2000 consid. 2 ; CPF, in JdT 1995 II 31 ; CPF 10 août 2018, n° 171 ; Peter, Edition annotée de la LP, pp. 211-212 ; Staehelin, in Staehelin/Bauer/Staehelin (éd.), Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2e éd. 2010, n. 60 ad art. 84 SchKG [LP] et les références citées). Selon cette disposition, les délais ne cessent pas de courir pendant la durée des féries ; toutefois, si un délai à disposition du débiteur, du créancier ou d’un tiers coïncide avec un jour des féries, il est prolongé jusqu’au troisième jour utile. L'art. 63 LP s'applique au délai de recours - et de demande de motivation -, car cette disposition ne doit pas viser uniquement les délais pendant lesquels des actes officiels au sens de l'art. 56 LP doivent être opérés, mais encore tous ceux qui sont impartis au débiteur pour sauvegarder ses intérêts (ATF 143 III 38 consid.”
Verlangt eine Partei innert der gesetzlichen Frist die schriftliche Begründung, hat die erste Instanz diese nachzuliefern. Erst mit dem begründeten Entscheid liegt ein taugliches Anfechtungsobjekt vor; die mit der Zustellung der begründeten Fassung ausgelösten Rechtsmittelfristen sind damit eröffnet.
“Der Gesuchsgegner macht in seiner Beschwerdeschrift in formeller Hin- sicht geltend, die Vorinstanz habe mit der Ausstellung eines Dispositivs (ohne Begründung) versucht, sein rechtliches Gehör zu missachten (Urk. 16 S. 3 Ziff. I.3 lit. b). Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO kann das Gericht sei- nen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien ohne schriftliche Begründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO). Da der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 27. August 2022 die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 verlangte, versandte die Vorinstanz dieses in begründeter Form am 30. September 2022 an die Parteien. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Gesuchsgegners ist demnach nicht ersichtlich.”
“4.1.Wie erwähnt reichten die Berufungskläger die als "Beschwerde gegen Be- zirksgericht Meilen" betitelte Eingabe vom 17. Januar 2024 bereits nach Zustel- lung des unbegründeten Entscheides bei der Vorinstanz ein (vgl. act. 12, 13/2-3 - 4 - und act. 14 = act. 20). Die Erstinstanz kann ihre Entscheide durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO in Verbindung mit Art. 219, Art. 248 lit. b und Art. 252 ff. ZPO). Sie hat indes eine schriftliche Begründung nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Die schriftliche Begründung eines Entscheides ist Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Berufung (Art. 311 Abs. 1 ZPO), denn erst der begründete Entscheid stellt ein taugliches Anfechtungsobjekt für eine Berufung dar. Auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid ist demnach nicht einzutreten (STECK/BRUNNER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro- zessordnung, 3. Auflage, 2017, Art. 239 N 25). Die Eingabe der Berufungskläger vom 17. Januar 2024 wurde von der Vorinstanz richtigerweise als Antrag auf eine schriftliche Begründung entgegengenommen. Entsprechend versendeten sie den Parteien am 6. Februar 2024 eine begründete Fassung des Entscheides (act. 16), welche der Berufungsbeklagten am 7. Februar 2024 und den Berufungsklägern am 12. Februar 2024 zuging (act. 16A/2-3). Innert der mit Zustellung des begrün- deten Entscheides ausgelösten Rechtsmittelfrist gingen keine weiteren Eingaben der Parteien bei der Vorinstanz oder der hiesigen Rechtsmittelinstanz ein.”
“Juni 2022 wurde dem Gesuchsgegner Frist ange- setzt, um schriftlich zum Rechtsöffnungsgesuch Stellung zu nehmen; dies mit der Androhung, dass bei Säumnis der Endentscheid aufgrund der Akten gefällt wer- de, sofern die Angelegenheit spruchreif sein werde (Urk. 6). Der Gesuchsgegner - 3 - holte in der Folge diese als Gerichtsurkunde versandte Verfügung bei der zustän- digen Poststelle nicht ab (Urk. 7). Mit Urteil vom 12. August 2022 entschied die Vorinstanz in unbegründeter Form gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO – wie von ihr in der Verfügung vom 24. Juni 2022 angedroht (Urk. 6 S. 2) – aufgrund der vorhande- nen Akten (Urk. 14 S. 2 E. 1) und erteilte der Gesuchstellerin gestützt auf das rechtskräftige Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirks- gericht Uster vom 10. Juli 2020 (Urk. 2/2) in der Betreibung Nr. ... des Betrei- bungsamtes Uster (Zahlungsbefehl vom 5. April 2022) definitive Rechtsöffnung für Fr. 33'909.90 nebst Zins zu 5 % seit 5. April 2022, für die Betreibungskosten so- wie für die Kosten und Entschädigung gemäss den Dispositivziffern 2 bis 4 des Urteils (Urk. 8). Der Gesuchsgegner verlangte mit Eingabe vom 27. August 2021 (recte: 2022) innert Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO (Urk. 9 S. 2; siehe auch Urk. 8 S. 2 f. Dispositivziffer 6) die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 (Urk. 10-13). Am 30. September 2022 versandte die Vorinstanz das Urteil vom 12. August 2022 in begründeter Form an die Parteien (Urk. 14 f.), wobei der Gesuchsgegner dieses persönlich am 3. Oktober 2022 in Empfang nahm (Urk. 15 S. 1).”
Bei postalischer Rückbehaltung (Abholungspflicht) nimmt das Gericht in den genannten Fällen regelmässig keine weiteren Zustellungsversuche vor. Hat das Gericht die Parteien auf die Folgen hingewiesen und wird die Sendung nicht abgeholt, kann es die Angelegenheit — sofern sie spruchreif ist — aufgrund der Akten in unbegründeter Form gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO entscheiden.
“Dies gelte auch für postalische Sendungen, welche aufgrund eines Rückbehaltungsauftrags ge- genüber der Post nicht sofort zugestellt würden, falls die Partei im Zeitpunkt des Rückbehaltungsauftrags Kenntnis des laufenden Verfahrens gehabt habe (unter Hinweis auf ZR 112 [2013] Nr. 34). Die Parteien müssten deshalb bei Abwesen- heiten für die Entgegennahme oder Umleitung der Post sorgen. Das Gericht nehme in den genannten Fällen keine weiteren Zustellungsversuche vor (Urk. 3 S. 3 E. 4). Der Gesuchsgegner nahm die als Gerichtsurkunde versandte Verfü- gung vom 7. Juni 2022 am 14. Juni 2022 persönlich in Empfang (Urk. 4 S. 2). In- nert Frist (Urk. 4 S. 1) leistete die Gesuchstellerin den Kostenvorschuss (Urk. 5 S. 1). Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 wurde dem Gesuchsgegner Frist ange- setzt, um schriftlich zum Rechtsöffnungsgesuch Stellung zu nehmen; dies mit der Androhung, dass bei Säumnis der Endentscheid aufgrund der Akten gefällt wer- de, sofern die Angelegenheit spruchreif sein werde (Urk. 6). Der Gesuchsgegner - 3 - holte in der Folge diese als Gerichtsurkunde versandte Verfügung bei der zustän- digen Poststelle nicht ab (Urk. 7). Mit Urteil vom 12. August 2022 entschied die Vorinstanz in unbegründeter Form gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO – wie von ihr in der Verfügung vom 24. Juni 2022 angedroht (Urk. 6 S. 2) – aufgrund der vorhande- nen Akten (Urk. 11 S. 2 E. 1) und erteilte der Gesuchstellerin gestützt auf das rechtskräftige Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirks- gericht Uster vom 10. Juli 2020 (Urk. 2/2) in der Betreibung Nr. 1 des Betrei- bungsamtes Uster (Zahlungsbefehl vom 5. April 2022) definitive Rechtsöffnung für Fr. 13'384.– nebst Zins zu 5 % seit 5. April 2022, für die Betreibungskosten sowie für die Kosten und Entschädigung gemäss den Dispositivziffern 2 bis 4 des Urteils (Urk. 8). Der Gesuchsgegner verlangte mit Eingabe vom 27. August 2021 (recte: 2022) innert Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO (Urk. 9 S. 2; siehe auch Urk. 8 S. 2 f. Dispositivziffer 6) die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 (Urk. 10). Am 30. September 2022 versandte die Vorinstanz das Urteil vom 12. August 2022 in begründeter Form an die Parteien (Urk.”
“Dies gelte auch für postalische Sendungen, welche aufgrund eines Rückbehaltungsauftrags ge- genüber der Post nicht sofort zugestellt würden, falls die Partei im Zeitpunkt des Rückbehaltungsauftrags Kenntnis des laufenden Verfahrens gehabt habe (unter Hinweis auf ZR 112 [2013] Nr. 34). Die Parteien müssten deshalb bei Abwesen- heiten für die Entgegennahme oder Umleitung der Post sorgen. Das Gericht nehme in den genannten Fällen keine weiteren Zustellungsversuche vor (Urk. 3 S. 3 E. 4). Der Gesuchsgegner nahm die als Gerichtsurkunde versandte Verfü- gung vom 7. Juni 2022 am 14. Juni 2022 persönlich in Empfang (Urk. 4 S. 2). In- nert Frist (Urk. 4 S. 1) leistete die Gesuchstellerin den Kostenvorschuss (Urk. 5 S. 1). Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 wurde dem Gesuchsgegner Frist ange- setzt, um schriftlich zum Rechtsöffnungsgesuch Stellung zu nehmen; dies mit der Androhung, dass bei Säumnis der Endentscheid aufgrund der Akten gefällt wer- de, sofern die Angelegenheit spruchreif sein werde (Urk. 6). Der Gesuchsgegner - 3 - holte in der Folge diese als Gerichtsurkunde versandte Verfügung bei der zustän- digen Poststelle nicht ab (Urk. 7). Mit Urteil vom 12. August 2022 entschied die Vorinstanz in unbegründeter Form gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO – wie von ihr in der Verfügung vom 24. Juni 2022 angedroht (Urk. 6 S. 2) – aufgrund der vorhande- nen Akten (Urk. 14 S. 2 E. 1) und erteilte der Gesuchstellerin gestützt auf das rechtskräftige Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirks- gericht Uster vom 10. Juli 2020 (Urk. 2/2) in der Betreibung Nr. ... des Betrei- bungsamtes Uster (Zahlungsbefehl vom 5. April 2022) definitive Rechtsöffnung für Fr. 33'909.90 nebst Zins zu 5 % seit 5. April 2022, für die Betreibungskosten so- wie für die Kosten und Entschädigung gemäss den Dispositivziffern 2 bis 4 des Urteils (Urk. 8). Der Gesuchsgegner verlangte mit Eingabe vom 27. August 2021 (recte: 2022) innert Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO (Urk. 9 S. 2; siehe auch Urk. 8 S. 2 f. Dispositivziffer 6) die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 (Urk. 10-13). Am 30. September 2022 versandte die Vorinstanz das Urteil vom 12. August 2022 in begründeter Form an die Parteien (Urk.”
“Dies gelte auch für postalische Sendungen, welche aufgrund eines Rückbehaltungsauftrags ge- genüber der Post nicht sofort zugestellt würden, falls die Partei im Zeitpunkt des Rückbehaltungsauftrags Kenntnis des laufenden Verfahrens gehabt habe (unter Hinweis auf ZR 112 [2013] Nr. 34). Die Parteien müssten deshalb bei Abwesen- heiten für die Entgegennahme oder Umleitung der Post sorgen. Das Gericht nehme in den genannten Fällen keine weiteren Zustellungsversuche vor (Urk. 3 S. 3 E. 4). Der Gesuchsgegner nahm die als Gerichtsurkunde versandte Verfü- gung vom 7. Juni 2022 am 14. Juni 2022 persönlich in Empfang (Urk. 4 S. 2). In- nert Frist (Urk. 4 S. 1) leistete die Gesuchstellerin den Kostenvorschuss (Urk. 5 S. 1). Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 wurde dem Gesuchsgegner Frist ange- setzt, um schriftlich zum Rechtsöffnungsgesuch Stellung zu nehmen; dies mit der Androhung, dass bei Säumnis der Endentscheid aufgrund der Akten gefällt wer- de, sofern die Angelegenheit spruchreif sein werde (Urk. 6). Der Gesuchsgegner - 3 - holte in der Folge diese als Gerichtsurkunde versandte Verfügung bei der zustän- digen Poststelle nicht ab (Urk. 7). Mit Urteil vom 12. August 2022 entschied die Vorinstanz in unbegründeter Form gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO – wie von ihr in der Verfügung vom 24. Juni 2022 angedroht (Urk. 6 S. 2) – aufgrund der vorhande- nen Akten (Urk. 11 S. 2 E. 1) und erteilte der Gesuchstellerin gestützt auf das rechtskräftige Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirks- gericht Uster vom 10. Juli 2020 (Urk. 2/2) in der Betreibung Nr. 1 des Betrei- bungsamtes Uster (Zahlungsbefehl vom 5. April 2022) definitive Rechtsöffnung für Fr. 13'384.– nebst Zins zu 5 % seit 5. April 2022, für die Betreibungskosten sowie für die Kosten und Entschädigung gemäss den Dispositivziffern 2 bis 4 des Urteils (Urk. 8). Der Gesuchsgegner verlangte mit Eingabe vom 27. August 2021 (recte: 2022) innert Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO (Urk. 9 S. 2; siehe auch Urk. 8 S. 2 f. Dispositivziffer 6) die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 (Urk. 10). Am 30. September 2022 versandte die Vorinstanz das Urteil vom 12. August 2022 in begründeter Form an die Parteien (Urk.”
Die Begründung muss kurz die wesentlichen Tatsachen- und Rechtsüberlegungen nennen und die entscheidenden Würdigungen und Rechtsanwendungen darlegen, sodass die betroffene Partei den Entscheid sachgerecht anfechten kann. In summarischen Verfahren kann die Motivation kürzer oder implizit sein; das Gericht muss jedoch zu Vorbringen Stellung nehmen, die für den Ausgang des Verfahrens von Bedeutung sind.
“154 ZPO, wonach vor Be- weisabnahme eine Beweisverfügung zu erlassen ist (Rickli, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 212 N 14; ZK ZPO-Honegger, 3. Aufl. 2016, Art. 212 N 5 und 8). Ganz grundsätzlich sind auch die allgemeinen Verfahrensgrundsätze und Ver- fahrensgarantien (Art. 52 ff. ZPO) zu beachten. Dazu gehört insbesondere auch der Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 53 Abs. 1 ZPO), der diesen u.a. das Recht einräumt, sich vor Erlass eines Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen (Art. 152 Abs. 1 ZPO), an Beweisabnahmen mitzuwirken (Art. 155 Abs. 3 ZPO) sowie zum Beweisergebnis Stellung zu nehmen (Art. 232 Abs. 1 i.V.m. Art. 219 ZPO) und Einsicht in die Ak- ten zu nehmen (Art. 53 Abs. 2 ZPO). Für den Entscheid schliesslich gelten die Vorschriften von Art. 238 f. ZPO sinngemäss (BK ZPO-Cipriano/Thomas, Art. 212 N 12; Rickli, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 212 N 16 f. und 19 f.; ZK ZPO-Honegger, 3. Aufl. 2016, Art. 212 N 7). Insbesondere ist der Entscheid – von Anfang an oder beim Vorgehen nach Art. 239 ZPO auf Verlangen – zu begründen. Die Begründung muss nebst der Prozessgeschichte und den Parteistandpunkten die wesentlichen Überlegungen, welche zum Urteil geführt haben, enthalten. Es ist somit darzustellen, welcher Sachverhalt aus welchen Gründen als feststehend erscheint. Weiter sind die ein- schlägigen Rechtsnormen zu nennen, aufgrund derer die geltend gemachten An- sprüche gemäss dem feststehenden Sachverhalt zugesprochen oder abgewiesen werden. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Ent- scheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Nicht erforderlich ist hinge- gen, dass sich das Gericht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander- setzt (ZK ZPO-Staehelin, 3. Aufl., Art. 239 N 16). Für die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen gelten sodann ebenfalls die allgemeinen erstinstanzli- chen Kostenregelungen nach Art. 95 ff. ZPO sowie insbesondere auch Art. 114 ZPO. Mithin kann die Schlichtungsbehörde auch eine Parteientschädigung zu- - 9 - sprechen (Rickli, DIKE-Komm-ZPO, 2.”
“Le juge n'a toutefois pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais peut au contraire se limiter à l'examen des questions décisives pour l'issue du litige. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision. En revanche, une autorité se rend coupable d'un déni de justice formel prohibé par l'art. 29 al. 2 Cst. si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 5A_579/2017 du 13 septembre 2017 consid. 2.1). En procédure sommaire, la motivation peut être plus succincte qu'en procédure ordinaire (MAZAN, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2ème éd., 2013, n. 7 ad art. 256 CPC). Contrevenant au droit d'être entendu, une motivation insuffisante constitue une violation du droit, que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (TAPPY, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 18 ad art. 239 CPC), le Tribunal aurait violé son droit d'être entendue. 2.1.2 Selon l'art. 2 CC, chacun est tenu d'exercer ses droits et d'exécuter ses obligations selon les règles de la bonne foi (al. 1). L'abus manifeste d'un droit n'est pas protégé par la loi (al. 2). Nul ne peut invoquer sa bonne foi si elle est incompatible avec l'attention que les circonstances permettaient d'exiger de lui (art. 3 al. 2 CC). L'application de l'art. 2 al. 2 CC, qui sanctionne l'abus manifeste d'un droit, n'est pas exclue en procédure de mainlevée définitive (arrêt du Tribunal fédéral 5A_507/2015 du 16 février 2016 consid. 3.3). Ce moyen demeure toutefois exceptionnel dès lors que l'instruction des questions factuelles correspondantes est généralement incompatible avec la nature documentaire de la procédure de mainlevée (arrêts du Tribunal fédéral 5A_507/2015 précité consid. 3.3 et 5A_490/2019 du 19 août 2019 consid. 3.1.2). 2.2.1 En l'espèce, dès lors que la Cour dispose d'un plein pouvoir d'examen en droit, il pourra être remédié à l'absence de motivation du Tribunal et la question du point de départ des intérêts ainsi que celle de l'abus de droit seront examinées ci-après.”
“Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 Abs. 1 ZPO) folgt unter anderem die grundsätzliche Pflicht der Gerichte, ihre Entscheide zu begründen (vgl. Art. 238 lit. g sowie Art. 239 ZPO). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss die Begründung so abgefasst sein, dass die betroffene Partei den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunk- ten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wi- derlegt (BGE 133 III 439 E. 3.3; BGE 142 III 433 E. 4.3.2; BGE 143 III 65 E. 5.2; BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 10 m.w.H.).”
“Contrevenant au droit d'être entendu, une motivation insuffisante constitue une violation du droit, que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans un recours stricto sensu selon les art. 319 ss CPC ou dans le cadre d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral (Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile [ci-après : CR-CPC], 2e éd. 2019, n. 18 ad art. 239 CPC). La notion de motivation est visée tant à l'art. 238 let. g CPC qu'à l'art. 239 al. 2 CPC. Elle s'entend des « motifs de fait et de droit nécessaires pour respecter le droit d'être entendu des parties » (Tappy, op. cit., n. 17 ad art. 239 CPC). L'obligation de motiver la décision ressortant de l'art. 238 let. g CPC a une portée similaire à celle de l'art 112 al. 1 let. b LTF (loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 ; RS 173.110). Cette disposition exige que la décision indique clairement les faits qui sont établis et les déductions juridiques qui sont tirées de l'état de fait déterminant (CACI 15 décembre 2014/640 ; ATF 135 II 145, spéc. 153 consid. 8.2 sur la portée de l'art. 112 al. 1 let. b LTF).”
Die schriftliche Begründung muss gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO innerhalb von zehn Tagen seit Eröffnung verlangt werden; läuft diese Frist ab, bleibt nur noch das Gesuch um Wiederherstellung der Frist (Art. 148 Abs. 3 ZPO) beim erstinstanzlichen Gericht. Ein nachträgliches Wiederherstellungsbegehren ersetzt somit kein fristgemässes Verlangen um Begründung.
“Betreibungskosten (Urk. 1). Mit unbegründetem Entscheid vom 19. Oktober 2023 trat die Vor-instanz auf das Begehren um Rechtsöffnung für die Betreibungskosten nicht ein und erteilte der Gesuchstellerin die provisorische Rechtsöffnung für Fr. 6'203.85. Die Spruch- gebühr von Fr. 300.– wurde der Gesuchsgegnerin und Beschwerde-führerin (fortan Gesuchsgegnerin) auferlegt. Eine Umtriebsentschädigung wurde nicht zugesprochen (Urk. 8 S. 2). Mit Eingabe vom 27. November 2023 beantragte die Gesuchsgegnerin sinngemäss, es sei die Antragsfrist für die Begründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO wiederherzustellen sowie das Urteil vom 19. Oktober 2023 schriftlich zu begründen (Urk. 10). Am 30. November 2023 erliess die Vorinstanz folgende Verfügung (Urk. 11 S. 4 = Urk. 14 S. 4): "1.Das Wiederherstellungsgesuch wird abgewiesen. 2.Das Gesuch um Begründung wird abgewiesen. 3.Die Spruchgebühr wird festgesetzt auf Fr. 150.–. 4.Die Kosten werden der Gesuchsgegnerin auferlegt. 5.Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 6.(Schriftliche Mitteilung) 7.(Rechtsmittel: Beschwerde, Frist: 10 Tage)"”
“Möchte eine Partei den unbegründet erlassenen erstinstanzlichen Entscheid mit Berufung oder Beschwerde anfechten, muss sie zwingend eine schriftliche Be- gründung verlangen (BSK ZPO S TECK/BRUNNER, Art. 239 N 13; BK ZPO-KILLIAS, Art. 239 N 2), greift doch ansonsten die gesetzliche Fiktion des Verzichts auf An- fechtung mittels Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Aus diesem Grund kann der Entscheid gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO nicht bei der Rechtsmit- tel instanz angefochten werden – wie das vorliegend der Beklagte tut –, ohne vor- gängig eine Begründung verlangt zu haben. Ist die zehntägige Frist, innert der gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO die Begründung verlangt werden kann, schon abge- laufen, so hat die Partei, welche sich gegen das unbegründet erlassene Urteil zur Wehr setzen möchte, die Wiederherstellung der Frist zu verlangen. Sie muss dies gemäss Art. 148 Abs. 3 ZPO innerhalb von sechs Monaten seit Eintritt der Rechtskraft (d.h. seit Ablauf der Frist, innert der gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO die Begründung verlangt werden kann) tun. Sachlich zuständig für das Wiederherstel- lungsgesuch ist das erstinstanzliche Gericht, das den Entscheid gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO unbegründet erlassen hat (DIKE-Komm-ZPO-M ERZ, 2. Aufl. 2016, Art. 148 N 37; KUKO ZPO-HOFFMANN-NOW OTNY, 2. Aufl. 2014, Art. 149 N 3). Wird die Wiederherstellung nach Erlass eines Endentscheids abgelehnt, so steht da- gegen je nach Streitwert die Berufung oder die Beschwerde offen (ZR 110 [2011] Nr. 91 E. 7; ZR 111 [2012] Nr. 105 E. III.; OFK ZPO-S CHMID, 2. Aufl. 2015, Art. 149 N 2; KUKO-ZPO-H OFFMANN-NOW OTNY, Art. 149 N 5; DIKE-Komm-ZPO- MERZ, Art. 149 N 8 f.).”
Ist ein Rechtsmittel infolge Verspätung oder sonstiger Unzulässigkeit bereits irrecevable (etwa weil die Rechtsmittelfrist nach der Zustellungsfiktion gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO abgelaufen ist), so ist auch ein nachträgliches Begehren um schriftliche Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO untauglich bzw. würde eine nachgelieferte Begründung nichts an der fehlenden Rechtsschutzmöglichkeit ändern. In den zitierten Entscheiden wurde das Gesuch um Begründung deshalb als verspätet angesehen.
“3 ; ATF 123 III 492, JdT 1999 II 109 ; TF 4D_19/2020 du 26 mars 2020 ; TF 6B_937/2015 du 1er octobre 2015), qu’en d’autres termes, il n’est pas prolongé lorsque la Poste permet de retirer le courrier dans un délai plus long, suite à une demande de garde par exemple (ATF 141 II 429 précité ; ATF 127 I 31, JdT 2001 I 727), qu’en l’espèce, le poursuivi a été avisé du pli contenant le prononcé à lui destiné le 23 octobre 2024, qu’il avait participé à la procédure de première instance, qu’il devait donc s’attendre à recevoir une communication judiciaire, que la règle de l’art. 138 al. 3 let. a CPC s’applique donc, que le délai de recours a commencé à courir à l’échéance du délai de sept jours dès la remise infructueuse, soit le 30 octobre 2024, que la demande de prolongation par le poursuivi du délai de garde auprès de la Poste est sans effet sur ce point de départ, que le délai de recours est ainsi arrivé à échéance le samedi 9 novembre 2024, échéance reportée au lundi 11 novembre 2024 (art. 142 al. 3 CPC), que le recours posté le 1er décembre 2024 est en conséquence tardif et, partant, irrecevable ; attendu que, dans la mesure où l’acte du recourant vaudrait demande de motivation, celle-ci serait également tardive (art. 239 al. 2 CPC), qu’il n’y a donc pas lieu de renvoyer la cause au premier juge pour qu’il motive son prononcé ; attendu que le présent arrêt est rendu sans frais, Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites, prononce : I. Le recours est irrecevable. II. L’arrêt, rendu sans frais, est exécutoire. Le président : Le greffier : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié, par l'envoi de photocopies, à : ‑ M. B.________, ‑ Office d’impôt des districts de Nyon et Morges (pour Canton de Vaud). La Cour des poursuites et faillites considère que la valeur litigieuse est de 16'280 fr. 85. Le présent arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art.”
“3 ; ATF 123 III 492, JdT 1999 II 109 ; TF 4D_19/2020 du 26 mars 2020 ; TF 6B_937/2015 du 1er octobre 2015), qu’en d’autres termes, il n’est pas prolongé lorsque la Poste permet de retirer le courrier dans un délai plus long, suite à une demande de garde par exemple (ATF 141 II 429 précité ; ATF 127 I 31, JdT 2001 I 727), qu’en l’espèce, la poursuivie a été avisée du pli contenant le prononcé à lui destiné le 23 octobre 2024, qu’il avait participé à la procédure de première instance, puisque la requête lui avait été notifiée pour déterminations le 20 septembre 2024, qu’il devait donc s’attendre à recevoir une communication judiciaire, que la règle de l’art. 138 al. 3 let. a CPC s’applique donc, que le délai de recours a commencé à courir à l’échéance du délai de sept jours dès la remise infructueuse, soit le 30 octobre 2024, que la demande de prolongation par le poursuivi du délai de garde auprès de la Poste est sans effet sur ce point de départ, que le délai de recours est ainsi arrivé à échéance le samedi 9 novembre 2024, échéance reportée au lundi 11 novembre 2024 (art. 142 al. 3 CPC), que le recours posté le 1er décembre 2024 est en conséquence tardif et, partant, irrecevable ; attendu que, dans la mesure où l’acte du recourant vaudrait demande de motivation, celle-ci serait également tardive (art. 239 al. 2 CPC), qu’il n’y a donc pas lieu de renvoyer la cause au premier juge pour qu’il motive son prononcé ; attendu que le présent arrêt est rendu sans frais, Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites, prononce : I. Le recours est irrecevable. II. L’arrêt, rendu sans frais, est exécutoire. Le président : Le greffier : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié, par l'envoi de photocopies, à : ‑ M. F.________, ‑ Office d’impôt des districts de Nyon et de Morges (pour Etat de Vaud). La Cour des poursuites et faillites considère que la valeur litigieuse est de 71'682 fr. 70. Le présent arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art.”
“Insgesamt hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie davon ausgegangen ist, dass das erstinstanzliche Urteil gestützt auf die Zustellungsfiktion von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO am 28. April 2023 der Beschwerdeführerin rechtsgültig zugestellt wurde und der Antrag der Beschwerdeführerin um schriftliche Urteilsbegründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO somit verspätet war. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.”
Die nachträglich verlangte Begründung darf nicht dazu dienen, das Dispositiv materiell zu ändern. Mit der Eröffnung des (im Dispositiv ergangenen) Entscheids ist das Gericht in der Sache grundsätzlich nicht mehr befugt, den Entscheid zu ändern; eine Abänderung ist ausgeschlossen. Ausgenommen sind Berichtigungen offenkundiger Versehensfälle, bei denen eindeutig feststellbar ist, dass das Tatsächliche nicht dem Gewollten entspricht.
“2023 sah in Dispositiv-Ziffer 3 vor, dass die sei- tens der Parteien am tt.mm.2023 einstweilig vereinbarte Betreuungsregelung bis zur Rechtskraft dieses Entscheides gilt (Urk. 6/25). In der schriftlichen Begrün- dung vom tt.mm.2023 (Urk. 2; Z5) fehlt diese Dispositivziffer bzw. sie wurde durch den Mitteilungssatz ersetzt (vgl. Urk. 2 S. 49). Die Vorinstanz erwog, es handle sich um ein offensichtliches Versehen. In Dispositiv-Ziffer 3 sei irrtümlich festge- halten worden, dass bis zur Rechtskraft dieses Entscheides die seitens der Par- teien am tt.mm.2023 einstweilig vereinbarte Betreuungsregelung gelte. Die ver- einbarte Betreuungsregelung der Parteien vom tt.mm.2023 habe richterweise nur Geltung bis zu Zustellung des vorliegend begründeten Massnahmenentscheids (Urk. 2 S. 47). b)Ein begründeter Entscheid umfasst sämtliche in Art. 238 ZPO aufge- führten Elemente, welche insbesondere aus Rubrum, Erwägungen und Dispositiv bestehen. Ein im Dispositiv ergangener Entscheid im Sinne von Art. 239 Abs. 1 ZPO beinhaltet ebenfalls Rubrum und Dispositiv, verzichtet aber auf Erwägungen (Art. 238 lit. g ZPO). Hat das Gericht seinen Entscheid gefällt und eröffnet, ist es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit der Sache befasst. Eine Abänderung seines Entscheids ist – unter Vorbehalt einer Berichtigung – ausgeschlossen. Der Ent- scheid ist in jenem Zeitpunkt gefällt, in dem er vom Gericht festgehalten wird (BGE 149 III 12 E. 3.2.1 m.H. auf BGE 142 III 695 E. 4.2.1). Mit der Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3 berichtigte die Vorinstanz im Rahmen der Begründung ihre in unbegründeter Fassung gefällte Verfügung vom tt.mm.2023. Dies ist grundsätz- lich nicht zulässig. Mit dem Gesuch um Begründung hatte sie lediglich die Ent- scheidgründe für die im Dispositiv erlassene Verfügung vom tt.mm.2023 (Z2) nachzuliefern. Darüber hinaus bezweckt eine Berichtigung nicht die materielle - 7 - Überprüfung eines Entscheids, sondern die Korrektur eines offensichtlichen Ver- sehens. Einen Anlass für eine Berichtigung gibt es nur dann, wenn aus dem Ge- richtsentscheid eindeutig hervorgeht, dass das, was das Gericht aussprechen oder anordnen wollte, nicht übereinstimmt mit dem, was es tatsächlich ausgespro- chen oder angeordnet hat.”
“2023 sah in Dispositiv-Ziffer 3 vor, dass die sei- tens der Parteien am tt.mm.2023 einstweilig vereinbarte Betreuungsregelung bis zur Rechtskraft dieses Entscheides gilt (Urk. 6/25). In der schriftlichen Begrün- dung vom tt.mm.2023 (Urk. 2; Z5) fehlt diese Dispositivziffer bzw. sie wurde durch den Mitteilungssatz ersetzt (vgl. Urk. 2 S. 49). Die Vorinstanz erwog, es handle sich um ein offensichtliches Versehen. In Dispositiv-Ziffer 3 sei irrtümlich festge- halten worden, dass bis zur Rechtskraft dieses Entscheides die seitens der Par- teien am tt.mm.2023 einstweilig vereinbarte Betreuungsregelung gelte. Die ver- einbarte Betreuungsregelung der Parteien vom tt.mm.2023 habe richterweise nur Geltung bis zu Zustellung des vorliegend begründeten Massnahmenentscheids (Urk. 2 S. 47). b)Ein begründeter Entscheid umfasst sämtliche in Art. 238 ZPO aufge- führten Elemente, welche insbesondere aus Rubrum, Erwägungen und Dispositiv bestehen. Ein im Dispositiv ergangener Entscheid im Sinne von Art. 239 Abs. 1 ZPO beinhaltet ebenfalls Rubrum und Dispositiv, verzichtet aber auf Erwägungen (Art. 238 lit. g ZPO). Hat das Gericht seinen Entscheid gefällt und eröffnet, ist es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit der Sache befasst. Eine Abänderung seines Entscheids ist – unter Vorbehalt einer Berichtigung – ausgeschlossen. Der Ent- scheid ist in jenem Zeitpunkt gefällt, in dem er vom Gericht festgehalten wird (BGE 149 III 12 E. 3.2.1 m.H. auf BGE 142 III 695 E. 4.2.1). Mit der Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3 berichtigte die Vorinstanz im Rahmen der Begründung ihre in unbegründeter Fassung gefällte Verfügung vom tt.mm.2023. Dies ist grundsätz- lich nicht zulässig. Mit dem Gesuch um Begründung hatte sie lediglich die Ent- scheidgründe für die im Dispositiv erlassene Verfügung vom tt.mm.2023 (Z2) nachzuliefern. Darüber hinaus bezweckt eine Berichtigung nicht die materielle - 7 - Überprüfung eines Entscheids, sondern die Korrektur eines offensichtlichen Ver- sehens. Einen Anlass für eine Berichtigung gibt es nur dann, wenn aus dem Ge- richtsentscheid eindeutig hervorgeht, dass das, was das Gericht aussprechen oder anordnen wollte, nicht übereinstimmt mit dem, was es tatsächlich ausgespro- chen oder angeordnet hat.”
Fordert eine Partei nach Art. 239 Abs. 2 ZPO die schriftliche Begründung, hat diese so auszusehen, dass sie den Grund des Entscheids offenlegt. Sie muss das Ergebnis der Beweisführung darstellen, den Sachverhalt unter die massgeblichen Rechtsnormen subsumieren und kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht leiten liess, damit die Parteien den Entscheid sachgerecht anfechten können.
“53 ZPO; Art. 29 Abs. 2 BV). Dabei wird nicht verlangt, dass das Gericht sich mit allen Parteistandpunkten ein- lässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschrän- ken. Die Begründung muss jedoch so abgefasst sein, dass sich die Betroffenen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (statt vieler BGE 143 III 65 E. 5.2). Erlässt es den Entscheid bewusst ohne Begründung, was in erster Instanz nach Art. 239 Abs. 1 ZPO erlaubt ist (und in Zukunft gar der Regelfall sein wird gemäss der von der Bundesversammlung am 17. März 2023 beschlossenen Än- derung von Art. 239 Abs. 1 ZPO), so muss es diese Begründung nachliefern, so- fern eine Partei dies verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO).”
“Das Gericht hat seinen Entscheid zu begründen, wenn eine Partei dies verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Die Begründungspflicht folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Kriech, DIKE-Komm-ZPO, Art. 238 N 19; BK ZPO-Killias, Art. 238 N 31). Eine Begründung soll den Grund einer Ent- scheidung angeben und damit eine vernünftige, verstandesgemässe, auf Bere- chenbarkeit abzielende Darlegung des "Warums" liefern. Jede staatliche Macht- ausübung bedarf einer Rechtfertigung, die vor den Parteien offenzulegen ist (Kili- an Meyer, Die gerechte Begründung, AJP 2010 S. 1416 ff., S. 1417). Die Begrün- dung hat das Ergebnis der Beweisführung zu enthalten und somit darzustellen, aus welchen Gründen welcher Sachverhalt als nachgewiesen erscheint. Weiter ist der Sachverhalt unter die massgeblichen Rechtsnormen zu subsumieren. Aus- serdem muss die Begründung kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt (ZK ZPO-Staehelin, Art. 239 N 16). Dies dient schliesslich auch dazu, dass eine Partei gegebenenfalls in der Lage ist, den Entscheid sachgerecht anzufechten (BGE 133 III 439 E.”
Die nachträgliche Zusendung der schriftlichen Begründung führt den bereits eröffneten (unbegründeten) Entscheid nicht inhaltlich herbei oder ab; sie stellt lediglich die dem Dispositiv zugrunde liegenden Gründe schriftlich dar.
“Zu der vom Berufungskläger verlangten Zusendung der endgültigen Ur- teilsfassung ist festzuhalten, dass das vorinstanzliche Urteil am 26. März 2021 ge- fällt und zunächst im Dispositiv (ohne schriftliche Begründung) eröffnet wurde (vgl. Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). Auf Verlangen wurde die schriftliche Begründung nachgeliefert (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO); damit änderte der Entscheid der Vor- instanz über das Ausweisungsbegehren nicht, es wurden lediglich die Gründe für den gefällten Entscheid schriftlich dargelegt. Dies in Nachachtung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sowie im Hinblick auf die Anfechtungsmöglichkeit, kann ein vorinstanzlicher Entscheid doch nur angefochten werden, wenn die Begründung bekannt ist, mit welcher sich der Rechtsmittelkläger auseinanderzusetzen und darzulegen hat, weshalb es sich anders verhält, als von der Vorinstanz entschie- den. Das Protokoll der mündlichen Verhandlung vor Vorinstanz hält den Gang der Verhandlung fest und führt die an der Verhandlung anwesenden resp. erschienen Personen, die gestellten Anträge und die wesentlichen tatsächlichen Ausführun- gen der Parteien auf (vgl. Art. 235 Abs. 1 ZPO). Es wird im Urteil – soweit ent- scheidrelevant – auf das Protokoll verwiesen. Es ist resp. wird nicht Bestandteil des Urteils.”
“Ohne eine Vergleichsverhandlung anzusetzen, ordnete die Vorinstanz mit Verfügung vom 12. August 2019 einen Schriftenwechsel gemäss Art. 246 Abs. 2 ZPO an (act. 20). Die Parteien äusserten sich mit Eingaben vom 14. Okto- ber 2019 (act. 22) und vom 7. Februar 2020 (act. 26). Mit Verfügung vom 11. Juni 2020 wurden Beweisverfügungen getroffen und die Parteien zur Hauptverhand- lung inklusive Augenschein im Strandbad Oberrieden auf den 10. September 2020 vorgeladen (act. 30). Die Parteien verzichteten vorgängig der Hauptver- handlung auf die ersten Parteivorträge gemäss Art. 228 ZPO, da sie sich schon je zweimal geäussert hatten (act. 39-42). An der Hauptverhandlung vom 10. Sep- tember 2020 wurde der Augenschein vorgenommen und sodann die Verhandlung am Bezirksgericht Horgen mit Partei- und Zeugenbefragungen fortgesetzt (Prot. Vi S. 12-95). Am 2. November 2020 wurde die Hauptverhandlung mit der Befragung weiterer Zeugen sowie den Schlussvorträgen der Parteien weiterge- führt (Prot. Vi S. 98-126). Am 12. November 2020 erliess die Vorinstanz ein un- begründetes Urteil (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO; act. 69). Der begründete Entscheid vom 12. November 2020 (act. 72 = act. 76 = act. 78 [Aktenexemplar], nachfolgend zitiert als act. 78) wurde am 3. Februar 2021 versandt (act. 73). 3. Mit Eingabe vom 3. März 2021 erhob die Beklagte rechtzeitig (act. 73/2 i.V.m. act. 75 S. 1) die vorliegend zu beurteilende Berufung, mit welcher sie die - 4 - Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und die Abweisung der Klage verlangt (act. 75). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-73). Das Verfah- ren erweist sich als spruchreif, zumal die Berufung sogleich als unbegründet zu beurteilen ist (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO). II. Formelles 1. Die nach Eingang der Berufung zu prüfenden Rechtsmittelvoraussetzungen sind erfüllt: Die Berufung wurde form- und fristgerecht erhoben und mit Anträgen und entsprechender Begründung versehen. Der mit Verfügung vom 23. März 2021 auferlegte Kostenvorschuss (act. 79) wurde geleistet. Dem Eintreten auf die Berufung steht damit nichts entgegen. 2.”
Hält der Entscheid der Vorinstanz, führt dies nach der in der Praxis zitierten Anwendung von Art. 239 Abs. 2 ZPO dazu, dass gegen das Urteil kein Rechtsmittel (Beschwerde) mehr erhoben werden kann.
“Mai 2020) reichte der Beklagte innert angesetzter Frist ein unterzeichnetes Exemplar seiner Beschwerde nach und ersuchte sinngemäss um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands; Urk. 48 und 49). Am 29. Juni 2020 leistete er den einverlangten Kostenvorschuss (Urk. 50). Die vorinstanzlichen Akten wurden – mit Ausnahme der von der Vorin- stanz bereits retournierten Einlegerakten – beigezogen (Urk. 1-4, 6-9, 11-16, 18- 21, 23-40). Da sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – als offensichtlich unbegründet erweist, erübrigt sich das Einholen einer Be- schwerdeantwort (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2.1. Die angefochtene Verfügung ist prozessleitender Natur. Gegen prozesslei- tende Verfügungen ist die Beschwerde – von den hier nicht einschlägigen, im Ge- setz explizit vorgesehenen Fällen (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO) abgesehen – nur zu- lässig, wenn durch sie der beschwerdeführenden Partei ein nicht leicht wiedergut- zumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein solcher ist vorliegend ohne weiteres zu bejahen, da der Beklagte gegen das Urteil vom 22. Januar 2020 kein Rechtsmittel einlegen kann (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO), wenn der vorinstanzli- che Entscheid vom 1. April 2020 Bestand hat. 2.2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des”
Erhält die Gegenpartei lediglich das dispositive (nicht motivierte) Entscheid, kann sie nach Empfang beim zuständigen Rechtsmittelgericht den Erlass provisorischer Massnahmen bzw. die vorläufige Aussetzung der Vollstreckbarkeit beantragen. Soweit in der Literatur und kantonalen Entscheiden dargelegt, wird dies mit einer analogen Anwendung von Art. 263 ZPO bzw. als provisorische Anordnung des Beschwerde- oder Berufungsgerichts begründet.
“Une partie de la doctrine, suivie en cela par plusieurs autorités cantonales, préconisent en revanche une autre solution pour les décisions de première instance qui ne peuvent être attaquées que par un recours au sens strict ou par un appel sans effet suspensif, lorsque seul leur dispositif a été communiqué. Ainsi, jusqu'à l'écoulement du délai pour requérir la motivation écrite et, si cette motivation est requise, jusqu'à l'écoulement du délai de recours, la décision est bien exécutoire, selon le prescrit des art. 325 al. 1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?, in ZBJV 151/2015 p. 75, 110; STAEHELIN, in Sutter-Somm et al. [éd.], Kommentar zur ZPO, 3e éd. 2016, n. 35 ad art. 239 CPC; HEINZMANN/BRAIDI, Petit commentaire CPC, 2020, n. 11 ad art. 239 CPC; arrêt TC/FR 101 2018 312 du 2 novembre 2018 consid. 1.2). 3.2.1.3. C'est dans ce dernier sens que va le CPC modifié - dont l'entrée en vigueur doit encore être fixée par le Conseil fédéral (FF 2023 786 ss). Selon l'art. 336 al. 3 (nouveau) CPC, une décision communiquée sans motivation écrite (art. 239 CPC) est exécutoire aux conditions posées à l'art. 336 al. 1 (nouveau) CPC, à savoir notamment lorsqu'elle est entrée en force et que le tribunal n'en a pas suspendu son caractère exécutoire, l'art. 336 al. 1 let. a (nouveau) CPC renvoyant à cet égard notamment aux art. 315 al. 4 et 325 al. 2 CPC dans leur nouvelle teneur. Ainsi, lorsque la partie concernée risque de subir un préjudice difficilement réparable, l'instance d'appel peut exceptionnellement, sur demande et avant le dépôt de l'appel, suspendre le caractère exécutoire d'une décision portant sur des mesures provisionnelles (art. 315 al. 4 let. b avec l'al. 2 et l'al. 5 1e phr. [nouveau] CPC), sa décision devenant néanmoins caduque si la motivation de la décision de première instance n'est pas demandée ou si aucun appel n'a été introduit à l'échéance du délai (art.”
“239 CPC, lequel ne viserait pas à permettre une exécution forcée avant le moment à partir duquel la partie succombante pourrait demander la restitution de l'effet suspensif à l'autorité de recours, est tout d'abord infondé. Le débiteur craignant de faire l'objet de mesures d'exécution entre la remise du dispositif non motivé et la décision d'octroi de l'effet suspensif dans le cadre du recours a, en effet, la possibilité – ainsi qu'en ont décidé plusieurs tribunaux cantonaux – de solliciter, dès réception du dispositif, le prononcé de mesures provisionnelles par l'autorité de recours, tendant à un octroi anticipé de l'effet suspensif. Le fait qu'un dispositif de mainlevée non motivé soit exécutoire dès son prononcé, au même titre qu'un jugement de mainlevée motivé, n'empêche dès lors pas le débiteur de tenter de préserver le statu quo comme dans le cadre d'un recours. Il sied à cet égard de relever que l'avant-projet de modification du CPC du 2 mars 2018 prévoit d'ajouter à l'art. 239 actuel un al. 2bis nouveau, confirmant d'une part qu'une décision non motivée est exécutable, et permettant d'autre part au premier juge, sur demande, d'en suspendre le caractère exécutoire (Tappy, op. cit., art. 239 CPC, n. 22). Le grief selon lequel la fixation du point de départ du délai pour agir en libération de dette à la notification de la décision non motivée reviendrait à imposer au débiteur de contester une décision dont il ne connaît pas les motifs, voire la portée exacte, ne convainc pas non plus. Comme l'a relevé le Tribunal, l'action en libération de dette est une procédure consécutive visant à faire constater l'inexistence de la créance déduite en poursuite. Elle ne porte pas sur l'existence d'un titre exécutoire et ne vise pas à remettre en cause la décision de mainlevée. Il s'ensuit que la position du débiteur souhaitant intenter ladite action n'est pas prétéritée par le fait que la motivation de la décision de mainlevée ne lui est pas connue. S'agissant de l'analogie qu'il conviendrait de faire avec l'art. 112 al. 2, 3ème phrase LTF, cette disposition ne s'applique qu'aux décisions de dernière instance cantonale. Le législateur fédéral ayant, comme le relève Staehelin, renoncé à introduire une disposition similaire à l'art.”
Fordert eine Partei innert zehn Tagen seit Eröffnung eines unbegründeten Entscheids schriftlich die Begründung, hat das erstinstanzliche Gericht die Begründung nachzuliefern. Ein unbegründeter Entscheid stellt kein taugliches Anfechtungsobjekt dar; erst der nachgelieferte, begründete Entscheid kann angefochten werden. Die Frist für die Erhebung des Rechtsmittels beginnt dementsprechend mit der Zustellung bzw. Mitteilung der schriftlichen Begründung.
“Il n’est en effet pas possible de motiver un recours si on ne connaît pas les motifs de la décision attaquée. En ce qui concerne une décision de juridiction gracieuse, qui est sujette à recours limité au droit (art. 109 al. 3 CDPJ), la communication du dispositif aux parties fait courir le délai de dix jours pour demander une décision motivée (art. 239 al. 2, première phrase, CPC). Si la motivation est requise, le délai de recours limité au droit de dix jours (art. 321 al. 2 CPC) court à compter de la notification de la décision motivée. C’est dans ce sens que l’art. 239 al. 2, seconde phrase, CPC précise, a contrario, que si la motivation de la décision n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé au recours (cf. TF 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid. 5.2.2 ; cf. aussi TF 5A_129/2023 du 28 février 2023 consid. 6). 3.3 En l’espèce, le recours est dirigé contre une décision rendue sous forme de dispositif écrit au sens de l’art. 239 al. 1 let. b CPC. Il n’est pas contesté que la juge de paix n’a pas remis de motivation écrite aux parties au sens de l’art. 239 al. 2 CPC. Aussi, le délai de recours de dix jours prévu par l’art. 321 al. 1 et 2 CPC n’a pas commencé à courir, faute de décision motivée. Partant, le recours est irrecevable. Au demeurant, la Chambre de céans observe que le recourant a demandé la motivation du dispositif de l’ordonnance du 8 novembre 2024 (cf. acte de recours, p. 2), si bien qu’il pourra recourir contre cette ordonnance en temps utiles, une fois connus ses considérants. 4. 4.1 Compte tenu de ce qui précède, le recours doit être déclaré irrecevable en application de l’art. 322 al. 1 in fine CPC. 4.2 La requête d’octroi de l’effet suspensif est sans objet, compte tenu de l’issue de la procédure de recours. Cette requête pourra être le cas échéant renouvelée avec le recours, après la motivation de la décision contestée. 4.3 La requête d'assistance judiciaire doit être rejetée. En effet, au vu du dossier, le recours était d’emblée dénué de chances de succès (art.”
“Der Beklagte erhob – entsprechend der vorinstanzlichen Rechtsmittel- belehrung (vgl. Urk. 2 Dispositiv-Ziffer 4) – Berufung gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 25. Juli 2023 (Urk. 1). Die angefochtene Verfügung über vorsorg- liche Massnahmen erging im summarischen Verfahren und wurde in unbegründe- ter Fassung eröffnet (Urk. 2). Ein unbegründeter Entscheid kann indessen nicht direkt angefochten werden. Vielmehr ist eine schriftliche Begründung nachzulie- fern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des unbegründe- ten Entscheids verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Erst der begründete Entscheid stellt ein taugliches Anfechtungsobjekt dar. Dagegen ist auf ein Rechtsmittel ge- gen einen unbegründeten Entscheid nicht einzutreten (ZK ZPO-Staehelin, Art. 239 N 31 m.w.H.; BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.w.H.; Staehe- lin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 239 N 31 m.w.H.). Folglich ist auf die Berufung des Beklagten mangels Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.”
“Ein unbegründeter Entscheid kann indessen nicht direkt angefochten werden. Vielmehr ist in einem solchen Fall eine - 3 - schriftliche Begründung nachzuliefern, wenn eine Partei das innert zehn Tagen seit der Eröffnung des unbegründeten Entscheids verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO; vgl. auch den diesbezüglich korrekten Hinweis im Dispositiv des angefochtenen Urteils [Urk. 29 S. 2 f. Dispositivziffer 7]). Erst der begründete Entscheid stellt ein taugliches Anfechtungsobjekt dar. Dagegen ist auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid nicht einzutreten (ZK ZPO-Staehelin, Art. 239 N 31 m.w.H.; BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.w.H.). Folglich ist auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin mangels Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.”
“Ein unbegründeter Entscheid kann indessen nicht - 5 - direkt angefochten werden. Vielmehr ist in einem solchen Fall eine schriftliche Begründung nachzuliefern, wenn eine Partei das innert zehn Tagen seit der Er- öffnung des unbegründeten Entscheids verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO; vgl. auch den diesbezüglich korrekten Hinweis im Dispositiv des angefochtenen Urteils [Urk. 34 S. 6 Dispositivziffer 10]). Erst der begründete Entscheid stellt ein taugli- ches Anfechtungsobjekt dar. Dagegen ist auf ein Rechtsmittel gegen einen unbe- gründeten Entscheid nicht einzutreten (Staehelin, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 239 N 31 m.w.H.; BSK ZPO- Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.w.H.). Entsprechend ist auf die Beschwerde des Beklagten bzw. korrekterweise – wie in vorstehender Erwägung 2 ausgeführt – auf seine Berufung mangels Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.”
“Elle a pris des conclusions subsidiaires sur les frais et dépens de première instance et une conclusion plus subsidiaire en annulation du prononcé et renvoi de la cause à la juge de paix pour nouvelle instruction et nouvelle décision dans le sens des considérants. Elle a produit la décision attaquée motivée, l’enveloppe l’ayant contenue et une procuration donnée à son conseil. Par réponse du 6 avril 2021, l’intimé a conclu au rejet du recours et à la confirmation du prononcé attaqué. 4. Le 24 juillet 2020, dans une procédure parallèle, P.________SA a requis et obtenu le séquestre de tous les avoirs détenus par M.________ auprès de la Banque Raiffeisen Lausanne-Haute-Broye-Jorat et de toute participation détenue par lui dans cette banque, à concurrence de la même créance. L’opposition formée par l’intimé contre ce séquestre a été admise par prononcé du Juge de paix du district de Lausanne du 30 novembre 2020, qui fait l’objet d’un autre recours pendant devant la cour de céans (KE20.029835-210347). En droit : I. La demande de motivation a été déposée en temps utile (art. 239 al. 2 CPC [Code de procédure civile ; RS 272]). La décision du juge du séquestre statuant sur opposition peut faire l’objet d’un recours au sens des art. 319 ss CPC (278 al. 3 LP). Déposé dans les formes requises, par acte écrit et motivé contenant des conclusions, adressé à l’autorité de recours accompagné du prononcé attaqué (art. 321 al. 1 et 3 CPC) et en temps utile, dans les dix jours suivant la notification des motifs du prononcé (art. 321 al. 2 CPC), le recours est recevable. La réponse de l’intimé est également recevable (art. 322 CPC). II. La recourante reproche notamment à l’autorité précédente d’avoir nié la vraisemblance du cas de séquestre prévu par l’art. 271 al. 1 ch. 4 LP. a) Selon l'art. 271 al. 1 ch. 4 LP, le créancier d'une dette échue et non garantie par gage peut requérir le séquestre des biens du débiteur lorsque celui-ci n'habite pas en Suisse, s'il n'y a pas d'autre cas de séquestre, pour autant que la créance ait un lien suffisant avec la Suisse ou qu'elle se fonde sur un jugement exécutoire ou sur une reconnaissance de dette au sens de l'art.”
In der zitierten Praxis werden kantonale Entscheide (als Einzelverfahren im Sinne von Art. 5 ZPO) in der Kommentarliteratur als «motivé d'office» bezeichnet, d. h. die Entscheidung wird vom Gericht amtswegs begründet (vgl. die zitierten Kommentare).
“1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant, restitue à l'autre partie les avances qu'elle a fournies et lui verse les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). L'intimée, qui obtient entièrement gain de cause, a droit à des dépens, à la charge de la requérante, soit 5’000 fr. à titre de défraiement de son conseil et 200 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). XIV. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, le juge délégué, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 7 juin 2021, complétée les 15 et 29 juin 2021, par la requérante J.________, anciennement U.________, à l'encontre de l’intimée Q.________. II. Arrête les frais de la procédure provisionnelle à 4’050 fr. (quatre mille cinquante francs) pour la requérante. III. Condamne la requérante à verser à l'intimée le montant de 5’200 fr. (cinq mille deux cents francs), à titre de dépens. Le juge délégué : La greffière : J.-F. Meylan M. Bron Du L'ordonnance qui précède, lue et approuvée à huis clos, est notifiée, par l'envoi de photocopies, aux conseils des parties. La présente ordonnance peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art. 72 ss LTF et 90 ss LTF, cas échéant d'un recours constitutionnel subsidiaire au sens des art. 113 ss LTF. Ces recours doivent être déposés devant le Tribunal fédéral dans les trente jours qui suivent la présente notification (art.”
“1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant et les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). Les intimés, qui obtiennent entièrement gain de cause, ont droit à des dépens, solidairement entre eux, à la charge des requérantes, solidairement entre elles, soit 13’000 fr. à titre de défraiement de leur conseil et 650 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). XII. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, le juge délégué, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 25 novembre 2021 par les requérantes à l’encontre des intimés, complétée par écritures des 17 janvier, 11 février, 16 août et 22 septembre 2022. II. Dit qu’en conséquence les mesures prises sous chiffres I. et II. du dispositif de l’ordonnance de mesures superprovisionnelles du 29 novembre 2021 sont levées. III. Met les frais de judiciaires de la procédure provisionnelle et superprovisionnelle, arrêtés à 5'268 fr. 30 (cinq mille deux cent soixante-huit francs et trente centimes) à la charge des requérantes, solidairement entre elles. IV. Condamne les requérantes, solidairement entre elles, à verser aux intimés, solidairement entre eux, le montant de 13’650 fr. (treize mille six cent cinquante francs) à titre de dépens. V. Déclare la présente ordonnance immédiatement exécutoire, nonobstant recours ou appel. VI. Rejette toutes autres ou plus amples conclusions.”
Instruktionsverfügungen werden in der Rechtsprechung regelmässig als solche qualifiziert; dementsprechend kann für gegen solche Verfügungen erhobene Rechtsmittel die verkürzte 10‑Tage‑Frist zur Beschwerde gelten (vgl. Bestellungen von Sachverständigen als Instruktionsverfügungen).
“101 et 223 al. 1 CPC) ou administre les preuves (art. 231 CPC ; Jeandin, in Bohnet et al., Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., Bâle 2019, n. 14 ad art. 319 CPC). La nomination d’un expert est une ordonnance d’instruction (TF 4A_155/2021 du 30 septembre 2021 consid. 4.5 non publié in ATF 147 III 582). La décision entreprise, par laquelle la présidente a ordonné au recourant de prendre part à l’expertise pédopsychiatrique concernant ses enfants, fondée sur l’art. 314e al. 1 CC, soit l’ordre d’accomplir sous la contrainte l’obligation de collaborer à l’établissement des faits qui lui incombe, participe à la conduite des débats et constitue une ordonnance d’instruction au sens de l’art. 319 let. b CPC. A la teneur de l’art. 321 al. 1 CPC, le recours, écrit et motivé, est introduit auprès de l’instance de recours dans les trente jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). Le délai est de dix jours pour les décisions prises en procédure sommaire et les ordonnances d’instruction, à moins que la loi n’en dispose autrement (art. 321 al. 2 CPC). Dans le canton de Vaud, l’instance de recours est la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal (art. 73 al. 1 LOJV [loi d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 5.2 En l’espèce, le recours, écrit et motivé, a été formé en temps utile par une partie qui dispose d’un intérêt digne de protection (art. 59 al. 2 let. a CPC). 5.3 5.3.1 Cela étant, la loi ne prévoyant pas expressément la possibilité d’un recours contre une décision fondée sur l’art. 314e al. 1 CC, il convient d’examiner si le recours est recevable sous l’angle de la condition du préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Le recourant doit démontrer l’existence d’un tel préjudice (CREC 21 août 2024/201 ; CREC 11 juin 2024/146 ; CREC 15 octobre 2020/239). La notion de préjudice difficilement réparable est plus large que celle de dommage irréparable de l’art.”
In summarischen Verfahren kann die nachgelieferte schriftliche Begründung kürzer ausfallen als in ordentlichen Verfahren. Sie muss jedoch die wesentlichen Erwägungen erkennen lassen. Unterlässt das Gericht die Auseinandersetzung mit für den Entscheid relevanten Einreden oder Anliegen, liegt darin ein formeller Mangel mit Gehörsverletzung, so dass die Begründung nachgeliefert bzw. der Entscheid gegebenenfalls zu berichtigen oder zurückzuweisen ist.
“Auch Entscheide im summarischen Verfahren müssen begründet werden (Art. 219 i.V.m. Art. 238 lit. g ZPO). Da die erforderliche Begründungsdichte je- weils von den konkreten Umständen abhängt, mag es zwar sein, dass die Be- gründung eines Entscheids im summarischen Verfahren tendenziell kürzer ausfällt als im ordentlichen oder vereinfachten Verfahren. Doch gilt auch im summarischen Verfahren der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 53 ZPO; Art. 29 Abs. 2 BV). Entscheide im summarischen Verfahren unterliegen zudem ebenfalls der Berufung oder der Beschwerde, was wiederum voraussetzt, dass der Entscheid verstanden, angefochten und überprüft werden kann. Auch in einem Entscheid des summari- schen Verfahrens muss das Gericht daher in den wesentlichen Punkten wenigs- tens kurz die Überlegungen nennen, von denen es sich hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Erlässt es den Entscheid bewusst ohne Begrün- dung, was in erster Instanz erlaubt ist, so muss es diese Begründung nachliefern, sofern eine Partei dies verlangt (Art. 239 ZPO).”
“Toutefois, l'autorité n'a pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais elle peut au contraire se limiter à ceux qui, sans arbitraire, lui paraissent pertinents (ATF 143 III 65 consid. 5.2 et les réf. citées ; ATF 142 III 433 consid. 4.3.2 ; ATF 138 I 232 consid. 5.1). Une motivation implicite, résultant des différents considérants de la décision, suffit à respecter le droit d'être entendu (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1). L'essentiel est que la décision indique clairement les faits qui sont établis et les déductions juridiques qui sont tirées de l'état de fait déterminant (ATF 142 II 154 consid. 4.2 ; TF 5A_570/2017 du 27 août 2018 consid. 4.2). Dès lors que l'on peut discerner les motifs qui ont guidé la décision de l'autorité, le droit à une décision motivée est respecté même si la motivation présentée est erronée (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1 ; TF 5A_741/2016 du 6 décembre 2016 consid. 3.3.1 ; Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, Lausanne 2018, n. 3.2.2 ad art. 239 CPC). 3.3 En l’espèce, le juge délégué ne s’est pas déterminé au sujet de l’opposition formulée par la recourante dans son courrier du 15 mars 2021, se contentant de rendre la même décision que celle du 25 février 2021, assortie de sanctions. Le juge délégué n’a en particulier pas répondu aux griefs de la société requise et n’a pas procédé à une pesée des intérêts en présence conformément à l’art. 156 CPC. Il lui reviendra par conséquent de le faire dans le cadre du présent renvoi, en examinant, le cas échéant, la manière la plus adaptée de préserver les intérêts d’A.________. 4. 4.1 En définitive, le recours doit être admis, l’ordonnance annulée et la cause renvoyée à l’autorité précédente pour qu’elle motive son ordonnance dans le sens des considérants qui précèdent. Ce renvoi étant dicté par une violation du droit d’être entendu, il ne se justifie pas d’inviter E.________ et O.________ à présenter des déterminations, la cause n’étant pas préjugée (TF 5A_910/2016 du 1er septembre 2017 consid.”
“Le juge n'a toutefois pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais peut au contraire se limiter à l'examen des questions décisives pour l'issue du litige. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision. En revanche, une autorité se rend coupable d'un déni de justice formel prohibé par l'art. 29 al. 2 Cst. si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 5A_579/2017 du 13 septembre 2017 consid. 2.1). En procédure sommaire, la motivation peut être plus succincte qu'en procédure ordinaire (MAZAN, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2ème éd., 2013, n. 7 ad art. 256 CPC). Contrevenant au droit d'être entendu, une motivation insuffisante constitue une violation du droit, que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (TAPPY, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 18 ad art. 239 CPC), le Tribunal aurait violé son droit d'être entendue. 2.1.2 Selon l'art. 2 CC, chacun est tenu d'exercer ses droits et d'exécuter ses obligations selon les règles de la bonne foi (al. 1). L'abus manifeste d'un droit n'est pas protégé par la loi (al. 2). Nul ne peut invoquer sa bonne foi si elle est incompatible avec l'attention que les circonstances permettaient d'exiger de lui (art. 3 al. 2 CC). L'application de l'art. 2 al. 2 CC, qui sanctionne l'abus manifeste d'un droit, n'est pas exclue en procédure de mainlevée définitive (arrêt du Tribunal fédéral 5A_507/2015 du 16 février 2016 consid. 3.3). Ce moyen demeure toutefois exceptionnel dès lors que l'instruction des questions factuelles correspondantes est généralement incompatible avec la nature documentaire de la procédure de mainlevée (arrêts du Tribunal fédéral 5A_507/2015 précité consid. 3.3 et 5A_490/2019 du 19 août 2019 consid. 3.1.2). 2.2.1 En l'espèce, dès lors que la Cour dispose d'un plein pouvoir d'examen en droit, il pourra être remédié à l'absence de motivation du Tribunal et la question du point de départ des intérêts ainsi que celle de l'abus de droit seront examinées ci-après.”
“Le juge n'a toutefois pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais peut au contraire se limiter à l'examen des questions décisives pour l'issue du litige. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision. En revanche, une autorité se rend coupable d'un déni de justice formel prohibé par l'art. 29 al. 2 Cst. si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 5A_579/2017 du 13 septembre 2017 consid. 2.1). En procédure sommaire, la motivation peut être plus succincte qu'en procédure ordinaire (MAZAN, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2ème éd., 2013, n. 7 ad art. 256 CPC). Contrevenant au droit d'être entendu, une motivation insuffisante constitue une violation du droit, que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (TAPPY, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 18 ad art. 239 CPC), le Tribunal aurait violé son droit d'être entendue. 2.1.2 Selon l'art. 2 CC, chacun est tenu d'exercer ses droits et d'exécuter ses obligations selon les règles de la bonne foi (al. 1). L'abus manifeste d'un droit n'est pas protégé par la loi (al. 2). Nul ne peut invoquer sa bonne foi si elle est incompatible avec l'attention que les circonstances permettaient d'exiger de lui (art. 3 al. 2 CC). L'application de l'art. 2 al. 2 CC, qui sanctionne l'abus manifeste d'un droit, n'est pas exclue en procédure de mainlevée définitive (arrêt du Tribunal fédéral 5A_507/2015 du 16 février 2016 consid. 3.3). Ce moyen demeure toutefois exceptionnel dès lors que l'instruction des questions factuelles correspondantes est généralement incompatible avec la nature documentaire de la procédure de mainlevée (arrêts du Tribunal fédéral 5A_507/2015 précité consid. 3.3 et 5A_490/2019 du 19 août 2019 consid. 3.1.2). 2.2.1 En l'espèce, dès lors que la Cour dispose d'un plein pouvoir d'examen en droit, il pourra être remédié à l'absence de motivation du Tribunal et la question de l'abus de droit sera examinée ci-après.”
“Le juge n'a toutefois pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais peut au contraire se limiter à l'examen des questions décisives pour l'issue du litige. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision. En revanche, une autorité se rend coupable d'un déni de justice formel prohibé par l'art. 29 al. 2 Cst. si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 5A_579/2017 du 13 septembre 2017 consid. 2.1). En procédure sommaire, la motivation peut être plus succincte qu'en procédure ordinaire (Mazan, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2ème éd., 2013, n. 7 ad art. 256 CPC). Contrevenant au droit d'être entendu, une motivation insuffisante constitue une violation du droit, que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (Tappy, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 18 ad art. 239 CPC). 2.2 Le recourant se plaint d'une constatation manifestement inexacte des faits, le premier juge n'ayant pas traité la prescription des créances, pourtant invoquée. Le Tribunal a en réalité commis un déni de justice en omettant d'examiner ce moyen libératoire. Dès lors que la Cour dispose d'un plein pouvoir d'examen en droit, il pourra y être remédié et la question de la prescription sera examinée ci-après. 3. Le recourant reproche au Tribunal d'avoir prononcé la mainlevée définitive de l'opposition formée au commandement de payer. Il fait valoir, d'une part, qu'une partie des créances requises en poursuite est prescrite et, d'autre part, qu'il a versé aux intimés un montant de 10'00 fr. 3.1 Selon l'art. 80 LP, le créancier qui est au bénéfice d'un jugement exécutoire peut requérir du juge la mainlevée définitive de l'opposition (al. 1). Sont assimilés à des jugements les décisions des autorités administratives suisses (al. 2 ch. 2). Est exécutoire au sens de l'art. 80 al. 1 LP le prononcé qui a non seulement force exécutoire, mais également force de chose jugée ("formelle Rechtskraft") - qui se détermine exclusivement au regard du droit fédéral -, c'est-à-dire qui est devenu définitif, parce qu'il ne peut plus être attaqué par une voie de recours ordinaire ayant un effet suspensif de par la loi (ATF 131 III 404 consid.”
Ein nach Ablauf der in Art. 239 Abs. 2 ZPO vorgesehenen Zehntagesfrist gestelltes Verlangen um schriftliche Begründung gilt als verspätet und wird in der Rechtsprechung in der Regel nicht berücksichtigt. Ein solches verspätetes Begehren heilt eingetretene Rechtsverluste nicht und führt dazu, dass die Nachlieferung der Begründung nicht mehr bewirkt, dass ein späteres Rechtsmittel zulässig wird.
“Insgesamt hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie davon ausgegangen ist, dass das erstinstanzliche Urteil gestützt auf die Zustellungsfiktion von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO am 28. April 2023 der Beschwerdeführerin rechtsgültig zugestellt wurde und der Antrag der Beschwerdeführerin um schriftliche Urteilsbegründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO somit verspätet war. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.”
“Ob das Gesuch um Fristwiederherstellung von der Gesuchsgegnerin fristgerecht eingereicht wurde (Art. 148 Abs. 2 ZPO), musste die Vorinstanz daher nicht mehr prüfen. Die Einhal- tung der Frist alleine begründet entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin (Urk. 13 Rz. 2 und Rz. 15) keinen Anspruch auf Wiederherstellung der versäumten Frist. Unbegründet ist auch der Einwand der Gesuchsgegnerin, die Vorinstanz habe we- der anlässlich der Verhandlung noch im unbegründeten Urteil vom 19. Oktober 2023 erwähnt, dass es keine weiteren Rechtsmittel zur Anfechtung und Richtigstel- lung der Behauptungen der Gesuchstellerin gäbe (Urk. 13 Rz. 5). Die Vorinstanz kam ihrer Rechtsmittelbelehrungspflicht mit Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils vom 19. Oktober 2023 (Urk. 8) ausreichend nach. Eine weitere Aufklärungspflicht traf sie nicht. - 6 - Weitere zu berücksichtigende Rügen enthält die Beschwerdeschrift nicht. Es ist demnach festzuhalten, dass die Vorinstanz sowohl das Gesuch um Wiederherstel- lung der Frist zum Verlangen der Entscheidbegründung (Art. 239 Abs. 2 ZPO) als auch das verspätete Gesuch um Begründung des Entscheids vom 19. Oktober 2023 der Gesuchsgegnerin zu Recht abwies. Die Beschwerde der Gesuchsgegnerin erweist sich damit als offensichtlich unbe- gründet, weshalb sie abzuweisen ist, soweit auf sie einzutreten ist. 4.Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG und ausgehend von einem Streitwert von Fr. 6'203.85 auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind aus- gangsgemäss der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteien- tschädigungen sind im Beschwerdeverfahren keine zuzusprechen, der Gesuchs- gegnerin infolge ihres Unterliegens, der Gesuchstellerin mangels relevanter Um- triebe (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO und Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird erkannt: 1.Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist. 2.Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 3.Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.”
“Das vorinstanzliche Urteil vom 19. November 2021 erging in unbe- gründeter Form (Urk. 19). Es wurde dem Gesuchsgegner am 26. November 2021 zugestellt und von ihm persönlich in Empfang genommen (Urk. 11). Dass die Frist, um eine Begründung des Urteils zu verlangen, zehn Tage ab Zustellung des Entscheides beträgt (Art. 239 Abs. 2 ZPO), wurde von der Vorinstanz in der Rechtsmittelbelehrung des vorinstanzlichen Urteils korrekt angegeben (Urk. 19, Dispositiv Ziffer 7). Unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO lief diese Frist am Montag, 6. Dezember 2021 ab. Die erste Eingabe des Ge- suchsgegners wurde der Vorinstanz jedoch erst am 13. Dezember 2021 und da- mit verspätet überbracht (Urk. 18A).”
“2, publié in RSPC 6/2015 pp. 512 s., et les arrêts cités), que si l’autorité de deuxième instance peut impartir un délai au recourant pour rectifier des vices de forme, à l’instar de l’absence de signature, il ne saurait être remédié à un défaut de motivation ou à des conclusions déficientes, de tels vices n’étant pas d’ordre formel et affectant le recours de manière irréparable (ATF 137 III 617 consid. 6.4 ; TF 5A_368/2018 du 25 avril 2019 consid. 4.3.4 et les réf. citées), que la motivation du recours, si elle n’est pas immédiate, doit à tout le moins être produite dans le délai de recours, qu’elle ne saurait dès lors être complétée ou corrigée ultérieurement, qu’à défaut de motivation - dans le délai légal -, l’instance de recours n’entre pas en matière (TF 5A_206/2016 du 1er juin 2016 consid. 4.2.2 et les arrêts cités) ; qu’en l’espèce, l’acte de la recourante du 22 mai 2021, qui peut être interprété comme une demande de motivation valant recours, a été déposé dans le délai de dix jours prévu par l’art. 239 al. 2 CPC, donc en temps utile, que cet acte ne contient toutefois aucune conclusion tendant à l’annulation ou à la modification du prononcé attaqué, que la recourante n’y explique pas non plus pour quel motif elle « réfute » ce prononcé, que la lettre et les « dossiers Mémoire » envoyés à la juge de paix le 28 octobre 2021 ne peuvent pas être pris en considération, qu’en effet, ayant été déposés après l’échéance du délai de dix jours suivant la notification des motifs du prononcé (art. 321 al. 2 CPC), ils sont irrecevables, car tardifs, qu’à cet égard, il est sans incidence que la recourante ait écrit à la juge de paix le 27 septembre 2021, soit dans le délai de recours, puisque sa lettre tendait à obtenir une prolongation de délai, alors que le délai de recours ne peut pas être prolongé (cf. l'art. 144 al. 1 CPC qui interdit la prolongation des délais fixés par la loi ; TF 4A_258/2015 du 21 octobre 2015 consid. 2.4.1; TF 5A_488/2015 du 21 août 2015 consid. 3.2.2 et les arrêts cités) ; qu’au demeurant, l’envoi du 28 octobre 2021 ne contient pas non plus de conclusion ni de motivation conforme aux exigences prévues par l’art.”
“Zu der vom Berufungskläger verlangten Zusendung der endgültigen Ur- teilsfassung ist festzuhalten, dass das vorinstanzliche Urteil am 26. März 2021 ge- fällt und zunächst im Dispositiv (ohne schriftliche Begründung) eröffnet wurde (vgl. Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO). Auf Verlangen wurde die schriftliche Begründung nachgeliefert (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO); damit änderte der Entscheid der Vor- instanz über das Ausweisungsbegehren nicht, es wurden lediglich die Gründe für den gefällten Entscheid schriftlich dargelegt. Dies in Nachachtung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sowie im Hinblick auf die Anfechtungsmöglichkeit, kann ein vorinstanzlicher Entscheid doch nur angefochten werden, wenn die Begründung bekannt ist, mit welcher sich der Rechtsmittelkläger auseinanderzusetzen und darzulegen hat, weshalb es sich anders verhält, als von der Vorinstanz entschie- den. Das Protokoll der mündlichen Verhandlung vor Vorinstanz hält den Gang der Verhandlung fest und führt die an der Verhandlung anwesenden resp. erschienen Personen, die gestellten Anträge und die wesentlichen tatsächlichen Ausführun- gen der Parteien auf (vgl. Art. 235 Abs. 1 ZPO). Es wird im Urteil – soweit ent- scheidrelevant – auf das Protokoll verwiesen. Es ist resp. wird nicht Bestandteil des Urteils. Eine – wie vom Berufungskläger verlangte – Klarstellung innerhalb laufender Be- rufungsfrist war nicht mehr möglich, weil die Eingabe des Berufungsklägers vom 25.”
“3 ; ATF 123 III 492, JdT 1999 II 109 ; TF 4D_19/2020 du 26 mars 2020 ; TF 6B_937/2015 du 1er octobre 2015), qu’en d’autres termes, il n’est pas prolongé lorsque la Poste permet de retirer le courrier dans un délai plus long, suite à une demande de garde par exemple (ATF 141 II 429 précité ; ATF 127 I 31, JdT 2001 I 727), qu’en l’espèce, le poursuivi a été avisé du pli contenant le prononcé à lui destiné le 23 octobre 2024, qu’il avait participé à la procédure de première instance, qu’il devait donc s’attendre à recevoir une communication judiciaire, que la règle de l’art. 138 al. 3 let. a CPC s’applique donc, que le délai de recours a commencé à courir à l’échéance du délai de sept jours dès la remise infructueuse, soit le 30 octobre 2024, que la demande de prolongation par le poursuivi du délai de garde auprès de la Poste est sans effet sur ce point de départ, que le délai de recours est ainsi arrivé à échéance le samedi 9 novembre 2024, échéance reportée au lundi 11 novembre 2024 (art. 142 al. 3 CPC), que le recours posté le 1er décembre 2024 est en conséquence tardif et, partant, irrecevable ; attendu que, dans la mesure où l’acte du recourant vaudrait demande de motivation, celle-ci serait également tardive (art. 239 al. 2 CPC), qu’il n’y a donc pas lieu de renvoyer la cause au premier juge pour qu’il motive son prononcé ; attendu que le présent arrêt est rendu sans frais, Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites, prononce : I. Le recours est irrecevable. II. L’arrêt, rendu sans frais, est exécutoire. Le président : Le greffier : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié, par l'envoi de photocopies, à : ‑ M. B.________, ‑ Office d’impôt des districts de Nyon et Morges (pour Canton de Vaud). La Cour des poursuites et faillites considère que la valeur litigieuse est de 16'280 fr. 85. Le présent arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art.”
Wird eine Entscheidung eingeschrieben versandt und bleibt das Einschreiben bis zum Ablauf der siebentägigen Abholfrist unbezogen, tritt die Zustellfiktion nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO ein. Die zehntägige Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO beginnt in diesem Fall grundsätzlich am Folgetag des Ablaufs der Abholfrist. Eine zuvor erfolgte Verlängerung der Aufbewahrungsfrist durch den Empfänger ändert daran nichts, sofern das Einschreiben letztlich erst mit Ablauf der (verlängerten) Frist als zugestellt gilt.
“Insgesamt hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie davon ausgegangen ist, dass das erstinstanzliche Urteil gestützt auf die Zustellungsfiktion von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO am 28. April 2023 der Beschwerdeführerin rechtsgültig zugestellt wurde und der Antrag der Beschwerdeführerin um schriftliche Urteilsbegründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO somit verspätet war. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.”
“Mit Ablauf der siebentägigen Abholfrist, d.h. am 28. April 2023, galt der Entscheid somit aufgrund der Zustellfiktion von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO als zugestellt. Die zehntägige Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO begann am 29. April 2023 zu laufen und endete am 8. Mai”
“, les mettant à la charge du poursuivi et disant qu’en conséquence celui-ci rembourserait au poursuivant son avance de frais, par 480 fr., sans allocation de dépens pour le surplus, vu le relevé de la poste dont il ressort que le pli recommandé contenant le prononcé susmentionné a été avisé pour retrait le 23 octobre 2024, que le délai de garde a été prolongé par le poursuivi le 25 octobre 2024 et que le pli a été remis à au poursuivi le 20 novembre 2024, vu le recours daté du 29 novembre 2024 et remis à la poste le 1er décembre 2024 interjeté par le poursuivi contre ce prononcé, vu les autres pièces du dossier ; attendu que le recours, au sens des art. 319 ss CPC (Code de procé-dure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), doit être introduit auprès de l’instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), qu’il peut s’exercer déjà dans le délai de l’art. 239 al. 2 CPC (CPF 2 mai 2023/43) que l’observation du délai pour recourir est une condition de recevabilité du recours ; attendu que l’art. 138 al. 3 let. a CPC prévoit que l’acte est réputé notifié, en cas d’envoi recommandé, lorsque celui-ci n’a pas été retiré à l’expiration d’un délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, si le destinataire devait s’attendre à recevoir la notification, que la jurisprudence considère que le destinataire qui a participé à une procédure judiciaire doit s’attendre à recevoir une notification (ATF 130 III 396, JdT 2005 II 87 ; TF 1B_411/2022 du 29 août 2022 consid. 1) et prendre les mesures qui lui permettent de recevoir les actes de procédure qui lui sont notifiés (ATF 116 Ia 90, JdT 1992 IV 18 ; TF 1B_177/2020 du 28 avril 2020 consid. 1) ; que la jurisprudence a également précisé qu’en cas de demande de garde du courrier, le pli est considéré comme communiqué le dernier jour du délai de sept jours dès la réception du pli à l’office de poste du domicile du destinataire (ATF 141 II 429 consid.”
“________ a conclu, avec suite de frais judiciaires et dépens, à l'irrecevabilité du recours, subsidiairement à son rejet. En droit : I. Déposé dans les formes requises (art. 321 al. 1 CPC [Code de procédure civile ; RS 272]) et en temps utile (art. 321 al. 2 et 142 al. 3 CPC), le recours est recevable. La réponse de l’intimé est également recevable (art. 322 CPC). II. a) aa) Les règles du CPC sont directement applicables aux décisions judiciaires en matière de droit de la poursuite pour dettes et la faillite, conformément à l'art. 1 let. c CPC, sous réserve de dispositions spéciales contraires de la LP (loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite; RS 281.35). Aux termes de l’art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite, en notifiant le dispositif écrit (let. b). Une motivation écrite est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours dès la communication de la décision ; si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel et au recours (art. 239 al. 2 CPC). Les décisions sont notifiées par envoi recommandé ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). L’acte est réputé notifié, en cas d’envoi recommandé, lorsque celui-ci n’a pas été retiré à l’expiration d’un délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, si le destinataire devait s’attendre à recevoir la notification (art. 138 al. 3 let. a CPC), ce qui est le cas si le destinataire est partie à une procédure en cours (ATF 130 III 396 consid. 1.2.3, JT 2005 II 87; Bohnet, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 26 ad art. 138 CPC). La notification est réputée accomplie au terme du délai de garde de sept jours, peu importe que le dernier jour soit un samedi ou un jour férié (ATF 127 I 31, JT 2001 I 727; Bohnet, op. cit., n. 25 ad art. 138 CPC). Celui qui se sait partie à une procédure judiciaire est dès lors tenu de relever son courrier ou, s’il s’absente de son domicile, de prendre des dispositions pour que celui-ci lui parvienne néanmoins.”
Fehlt einer Partei die Kenntnis des Entscheids infolge fehlender oder mangelhafter Mitteilung (z.B. Publikationsfehler), beginnt die Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO nicht zu laufen; in solchen Fällen gilt die Anfechtung nicht als verwirkt.
“L'appelant avait pris connaissance du jugement du 5 décembre 2019 le 28 février 2020 suite au séquestre de la villa obtenu par l'intimée. 1.1.1 Selon l'art. 308 CPC, l'appel est recevable contre les décisions finales de première instance lorsque la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est supérieure à 10'000 fr. A teneur de l'art. 311 CPC, l'appel, écrit et motivé, doit être introduit dans les 30 jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). En vertu de l'art. 239 al. 1 CPC, le Tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite (al. 1). Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (al. 2). Si une partie s'adresse directement au tribunal supérieur, sans requérir préalablement de motivation et bien que l'indication des voies de droit l'ait clairement avisé des exigences de l'art. 239 al. 2 CPC, le recours est irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 5A_678/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.2). 1.1.2 Les vices de procédure qui consistent en la violation du droit d'être entendu sont en soi guérissables et ne conduisent qu'à l'annulabilité, sur recours, du jugement vicié. Toutefois, si elles constituent des violations particulièrement lourdes des droits fondamentaux des parties, les violations du droit d'être entendu aussi peuvent mener à sa nullité. Il en va notamment ainsi lorsque l'intéressé, faute de communication, n'a eu aucune connaissance du jugement, ou lorsqu'il n'a eu aucune occasion de participer à la procédure dirigée contre lui (ATF 136 III 571 consid. 6.2 et 6.3, JdT 2014 II 108, SJ 2011 I 5; ATF 129 I 361 consid. 2.1, JdT 2004 II 47). Une partie ne peut subir aucun préjudice de la communication irrégulière d'un jugement; il s'agit là d'un principe général du droit. Dans un cas où seul le dispositif de la décision a été communiqué, sans motivation, cela impliquerait que pour la partie concernée, les délais pour demander une motivation de la décision et pour attaquer cette dernière n'ont pas commencé à courir.”
“Par jugement non motivé JTPI/17191/2019 du 5 décembre 2019, le Tribunal de première instance, statuant par voie de procédure ordinaire et par défaut, a condamné A______ à verser à B______ SÀRL 61'750 fr. avec intérêts à 5% l'an dès le 10 avril 2017 (ch. 1 du dispositif). Dans l'hypothèse où la motivation du jugement n'était pas demandée, le Tribunal a en outre condamné A______ à verser à B______ SÀRL 2'500 fr. de frais judiciaires et a restitué 4'200 fr. d'avance de frais à cette dernière; dans l'hypothèse où la motivation était demandée, le Tribunal a condamné A______ à payer à sa partie adverse 6'500 fr. au titre des frais judiciaires et restitué 200 fr. à celle-ci (ch. 2). Enfin, le Tribunal a condamné A______ à payer à B______ SÀRL 3'000 fr. à titre de dépens (ch. 3) et débouté les parties de toutes autres conclusions (ch. 4). La mention suivante figure au bas de cette décision : "Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Ce jugement a été notifié à A______ par voie édictale dans la Feuille d'avis officielle de la République et canton de Genève (ci-après : FAO) du ______ 2019. B. a. Le 5 juin 2020, A______ a formé appel de ce jugement, concluant à ce que la Cour constate sa nullité ainsi que celle des actes de la procédure et déboute sa partie adverse de toutes ses conclusions, avec suite de frais et dépens. Subsidiairement, il a conclu à ce que la Cour annule le jugement querellé et renvoie la cause au Tribunal pour nouvelle décision. b. Le 2 octobre 2020, B______ SÀRL a conclu à ce que la Cour déclare l'appel irrecevable, subsidiairement le rejette, avec suite de frais et dépens. c. Les parties ont répliqué et dupliqué, persistant dans leurs conclusions. d. Elles ont été informées le 18 novembre 2020 de ce que la cause était gardée à juger. C. Les faits pertinents suivants résultent du dossier. a. Dans le courant de l'année 2016, B______ SÀRL a effectué des travaux dans une villa appartenant à A______, sise 1______, à D______ (GE).”
“Im vorliegenden Fall geht es um die Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO, innert welcher die schriftliche Begründung eines Entscheids, in casu des Urteils der Zivilgerichtspräsidentin Basel-Landschaft Ost vom 00.00.0000, verlangt werden muss. Gemäss Darstellung der Berufungsklägerin sei diese Frist versäumt worden, weil sie keine Kenntnis vom laufenden gerichtlichen Verfahren gehabt und daher nicht mit einem gerichtlichen Entscheid gerechnet habe. Ihrer Ansicht nach sei dieses Versäumnis entschuldbar, weil die Vorinstanz ihrerseits einen Fehler begangen habe. Die Berufungsklägerin macht nämlich geltend, die Publikation des Urteils vom”
Erhebt eine Partei gegen einen nur im Dispositiv eröffnten Entscheid ein Rechtsmittel, wird diese Eingabe in der Regel als Begehren um schriftliche Begründung entgegengenommen und - falls erforderlich - der Vorinstanz zur Erteilung der Begründung übermittelt. Die Frist für die Einreichung der Rechtsmittelbegründung beginnt erst mit der Zustellung der nachträglich ergangenen Entscheidbegründung.
“Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO kann das Gericht seinen Entscheid ohne schriftliche Begründung durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die Frist zur Einreichung des Rechtsmittels läuft den Parteien ab Zustellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO und Art. 321 Abs. 1 ZPO). Ist eine Partei mit einem nur im Dispositiv zugestellten Entscheid nicht ein- verstanden, hat sie - wie dies im vorinstanzlichen Urteil belehrt wurde - zunächst innert 10 Tagen eine schriftliche Begründung zu verlangen, bevor sie an die Rechtsmittelinstanz gelangen kann. Erhebt sie gegen den unbegründeten Ent- scheid ein Rechtsmittel, wird die Eingabe in der Regel als Begehren um Begrün- dung entgegengenommen und allenfalls der Vorinstanz übermittelt, wenn das - 3 - Rechtsmittel korrekt bei der Rechtsmittelinstanz eingelegt wurde.”
“________ a interjeté un recours, concluant, préalablement, à l'octroi de l'effet suspensif (2), et principalement à ce qu'il soit constaté que le jugement du 20 juillet 2022 ne lui avait pas été notifié valablement (3), à ce qu'ordre soit donné à la juge de paix de lui notifier à nouveau, «cette fois-ci, par courrier recommandé», le jugement du 20 juillet 2022 (4), à ce qu'un nouveau délai pour recourir lui soit imparti (5) et à ce que l'Etat de Vaud soit condamné «aux frais et débours» de la présente procédure (6). Par ordonnance du 18 novembre 2022, le Président de la Cour de céans a admis la requête d'effet suspensif (I) et dit que les frais de cette décision suivaient le sort de la cause au fond (II). Par réponse du 13 janvier 2023, Q.________ a conclu, avec suite de frais judiciaires et dépens, à l'irrecevabilité du recours, subsidiairement à son rejet. En droit : I. Déposé dans les formes requises (art. 321 al. 1 CPC [Code de procédure civile ; RS 272]) et en temps utile (art. 321 al. 2 et 142 al. 3 CPC), le recours est recevable. La réponse de l’intimé est également recevable (art. 322 CPC). II. a) aa) Les règles du CPC sont directement applicables aux décisions judiciaires en matière de droit de la poursuite pour dettes et la faillite, conformément à l'art. 1 let. c CPC, sous réserve de dispositions spéciales contraires de la LP (loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite; RS 281.35). Aux termes de l’art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite, en notifiant le dispositif écrit (let. b). Une motivation écrite est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours dès la communication de la décision ; si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel et au recours (art. 239 al. 2 CPC). Les décisions sont notifiées par envoi recommandé ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). L’acte est réputé notifié, en cas d’envoi recommandé, lorsque celui-ci n’a pas été retiré à l’expiration d’un délai de sept jours à compter de l’échec de la remise, si le destinataire devait s’attendre à recevoir la notification (art. 138 al. 3 let. a CPC), ce qui est le cas si le destinataire est partie à une procédure en cours (ATF 130 III 396 consid. 1.2.3, JT 2005 II 87; Bohnet, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 26 ad art. 138 CPC). La notification est réputée accomplie au terme du délai de garde de sept jours, peu importe que le dernier jour soit un samedi ou un jour férié (ATF 127 I 31, JT 2001 I 727; Bohnet, op.”
Auf Verlangen einer Partei kann ein Urteil gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO nachgeliefert begründet werden; die Entscheidinstanz ist dabei nicht an eine gesetzliche Frist gebunden, weshalb die Begründung auch erst nach mehreren Monaten versandt werden kann.
“Die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Entscheid statuiert Art. 212 ZPO. Danach kann die Schlichtungsbehörde vermögensrechtliche Strei- tigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 2'000.– entscheiden, sofern die klagende Partei einen entsprechenden Antrag stellt. Diese Voraussetzungen waren vorlie- gend erfüllt. Der Beschwerdegegner stellte bereits in seinem Schlichtungsgesuch den Antrag, die Schlichtungsbehörde solle über die vorliegende Klage gestützt auf Art. 212 Abs. 1 ZPO einen Entscheid fällen, sollte keine einvernehmliche Lösung möglich sein (act. 1 S. 3). Den streitgegenständlichen Sachverhalt erstellte die Vorinstanz, wie in Art. 234 Abs. 1 ZPO vorgesehen, aufgrund der Vorbringen des anwesenden Beschwerdegegners und der von diesem eingereichten Akten. Da- mit erging das Säumnisurteil der Vorinstanz in Übereinstimmung mit den Vorga- ben der ZPO. Dass die Begründung des Entscheids verspätet erfolgt sei, wie der Beschwerdeführer wohl sinngemäss vorbringt, ist nicht zutreffend. Die Eröffnung des Entscheids kann gestützt auf Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO ohne Begründung er- folgen. Eine Begründung erfolgt dann nur, wenn – wie hier – eine Partei dies ver- langt. Dabei ist die Entscheidinstanz an keine Frist gebunden (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Vorliegend erfolgte die Begründung innert zwei Monaten nachdem der Be- schwerdeführer eine solche verlangte. Dies ist ohne Weiteres angemessen. Ebenfalls nicht verletzt ist die Bestimmung von Art. 203 Abs. 4 ZPO, wonach das Schlichtungsverfahren spätestens nach zwölf Monaten abzuschliessen ist. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet, weshalb sie abzuwei- sen ist.”
“Mai 2019 erstatteten die Beklagten ihre Klageantwort (act. 16). Mit Eingabe vom 19. Juni 2019 zeigte die Klägerin der Vorinstanz an, dass das Grundstück 4 von der bisherigen Klägerin F._____ mittels Sacheinlagevertrag vom 15. Januar 2019 in die C._____ AG eingebracht worden sei, welche in den Prozess eintrete und diesen anstelle von F._____ weiterführe (act. 20), woraufhin die Vorinstanz das Rubrum entsprechend anpasste. An der Instruktionsverhandlung vom 8. November 2019 konnte keine Einigung herbeigeführt werden. Die Klägerin erstattete daraufhin am 28. Januar 2020 ihre Replik (act. 28), die Duplik ging am 28. April 2020 ein (act. 34). Mit Eingabe vom 22. Juni 2020 reichte die Klägerin, welcher Frist gesetzt worden war, sich zu allfälligen Dupliknoven zu äussern, eine Stellungnahme zu Dupliknoven ein (act. 39). Am 3. November 2020 wurde die Hauptverhandlung durchgeführt, an welcher die Parteien die vorgesehenen - 5 - Parteivorträge erstatteten (Prot. Vi S. 11 ff.). Gleichentags erging das Urteil in unbegründeter Form (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO; act. 46). Wenig überraschend wurde die Begründung des Urteils verlangt. Das begründete Urteil vom 3. November 2020 (act. 52 = act. 58 = act. 59 [Aktenexemplar], nachfolgend zitiert als act. 59) wurde am 24. März 2021 versandt (act. 53/1-2). 3. Mit Eingabe vom 21. April 2021 erhoben die Beklagten rechtzeitig die vorliegend zu beurteilende Berufung, mit welcher sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und die Abweisung der Klage, eventualiter deren Rückweisung, verlangen (act. 57). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-55). Die Klägerin erstattete ihre Berufungsantwort, mit welcher die Abweisung der Berufung beantragt wurde, am 17. August 2021 (act. 65). Die Berufungsantwort wurde den Beklagten am 7. Oktober 2021 zugestellt (act. 67), woraufhin sich die Beklagten nicht vernehmen liessen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. II. Prozessuales 1. Die nach Eingang der Berufung zu prüfenden Rechtsmittelvoraussetzungen sind erfüllt: Die Berufung wurde form- und fristgerecht erhoben und mit Anträgen und entsprechender Begründung versehen.”
“Ohne eine Vergleichsverhandlung anzusetzen, ordnete die Vorinstanz mit Verfügung vom 12. August 2019 einen Schriftenwechsel gemäss Art. 246 Abs. 2 ZPO an (act. 20). Die Parteien äusserten sich mit Eingaben vom 14. Okto- ber 2019 (act. 22) und vom 7. Februar 2020 (act. 26). Mit Verfügung vom 11. Juni 2020 wurden Beweisverfügungen getroffen und die Parteien zur Hauptverhand- lung inklusive Augenschein im Strandbad Oberrieden auf den 10. September 2020 vorgeladen (act. 30). Die Parteien verzichteten vorgängig der Hauptver- handlung auf die ersten Parteivorträge gemäss Art. 228 ZPO, da sie sich schon je zweimal geäussert hatten (act. 39-42). An der Hauptverhandlung vom 10. Sep- tember 2020 wurde der Augenschein vorgenommen und sodann die Verhandlung am Bezirksgericht Horgen mit Partei- und Zeugenbefragungen fortgesetzt (Prot. Vi S. 12-95). Am 2. November 2020 wurde die Hauptverhandlung mit der Befragung weiterer Zeugen sowie den Schlussvorträgen der Parteien weiterge- führt (Prot. Vi S. 98-126). Am 12. November 2020 erliess die Vorinstanz ein un- begründetes Urteil (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO; act. 69). Der begründete Entscheid vom 12. November 2020 (act. 72 = act. 76 = act. 78 [Aktenexemplar], nachfolgend zitiert als act. 78) wurde am 3. Februar 2021 versandt (act. 73). 3. Mit Eingabe vom 3. März 2021 erhob die Beklagte rechtzeitig (act. 73/2 i.V.m. act. 75 S. 1) die vorliegend zu beurteilende Berufung, mit welcher sie die - 4 - Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und die Abweisung der Klage verlangt (act. 75). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-73). Das Verfah- ren erweist sich als spruchreif, zumal die Berufung sogleich als unbegründet zu beurteilen ist (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO). II. Formelles 1. Die nach Eingang der Berufung zu prüfenden Rechtsmittelvoraussetzungen sind erfüllt: Die Berufung wurde form- und fristgerecht erhoben und mit Anträgen und entsprechender Begründung versehen. Der mit Verfügung vom 23. März 2021 auferlegte Kostenvorschuss (act. 79) wurde geleistet. Dem Eintreten auf die Berufung steht damit nichts entgegen. 2.”
Art. 239 Abs. 2 ZPO findet subsidiär auch auf die freiwillige Gerichtsbarkeit Anwendung. Soweit eine Entscheidung der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Rechtsmittel unterliegt, läuft die Frist von zehn Tagen zur Anforderung einer schriftlichen Begründung ab Mitteilung des Dispositivs; wird die Begründung verlangt, beginnt die Frist für das Rechtsmittel erst mit der Zustellung der begründeten Entscheidung. Zudem gilt, dass die Fristen für die Rechtsmittel nicht zu laufen beginnen, solange die begründete Entscheidung nicht mitgeteilt ist (vgl. BGer TF 4A_61/2023).
“Le recours, écrit et motivé, doit être introduit dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée auprès de l’instance de recours (art. 321 al. 1 et 2 CPC), soit, en l’occurrence, la Chambre des recours civile (art. 73 al. 1 LOJV [loi vaudoise d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 3.2.2 3.2.2.1 Aux termes de l’art. 239 al. 1 let. b CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit. Suivant l’art. 239 al. 2 CPC, une motivation écrite est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (première phrase). Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours (seconde phrase). Cette disposition est applicable à titre supplétif à la procédure gracieuse (art. 104 et 108 CDPJ ; art. 219 et 248 let. e 219 CPC) 3.2.2.2 L’art. 239 al. 2 CPC ne concerne que les voies de recours, que sont l’appel et le recours (limité au droit). Les délais de ces deux voies de droit ne courent pas tant qu’une décision motivée n’a pas été communiquée (TF 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid. 5.2.2). Il n’est en effet pas possible de motiver un recours si on ne connaît pas les motifs de la décision attaquée. En ce qui concerne une décision de juridiction gracieuse, qui est sujette à recours limité au droit (art. 109 al. 3 CDPJ), la communication du dispositif aux parties fait courir le délai de dix jours pour demander une décision motivée (art. 239 al. 2, première phrase, CPC). Si la motivation est requise, le délai de recours limité au droit de dix jours (art. 321 al. 2 CPC) court à compter de la notification de la décision motivée. C’est dans ce sens que l’art. 239 al. 2, seconde phrase, CPC précise, a contrario, que si la motivation de la décision n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé au recours (cf. TF 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid.”
“Le recours, écrit et motivé, doit être introduit dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée auprès de l’instance de recours (art. 321 al. 1 et 2 CPC), soit, en l’occurrence, la Chambre des recours civile (art. 73 al. 1 LOJV [loi vaudoise d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 3.2.2 3.2.2.1 Aux termes de l’art. 239 al. 1 let. b CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit. Suivant l’art. 239 al. 2 CPC, une motivation écrite est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (première phrase). Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours (seconde phrase). Cette disposition est applicable à titre supplétif à la procédure gracieuse (art. 104 et 108 CDPJ ; art. 219 et 248 let. e 219 CPC) 3.2.2.2 L’art. 239 al. 2 CPC ne concerne que les voies de recours, que sont l’appel et le recours (limité au droit). Les délais de ces deux voies de droit ne courent pas tant qu’une décision motivée n’a pas été communiquée (TF 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid. 5.2.2). Il n’est en effet pas possible de motiver un recours si on ne connaît pas les motifs de la décision attaquée. En ce qui concerne une décision de juridiction gracieuse, qui est sujette à recours limité au droit (art. 109 al. 3 CDPJ), la communication du dispositif aux parties fait courir le délai de dix jours pour demander une décision motivée (art. 239 al. 2, première phrase, CPC). Si la motivation est requise, le délai de recours limité au droit de dix jours (art. 321 al. 2 CPC) court à compter de la notification de la décision motivée. C’est dans ce sens que l’art. 239 al. 2, seconde phrase, CPC précise, a contrario, que si la motivation de la décision n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé au recours (cf. TF 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid.”
Ein Teil der Lehre geht davon aus, dass Art. 239 ZPO auf prozessleitende Verfügungen nicht (in jedem Fall) anwendbar ist und zumindest keine schriftliche Begründung zwingend verlangt wird; andere Teile der Lehre verlangen dagegen, dass jedenfalls gewisse prozessleitende Verfügungen begründet sein müssen, wobei auch eine mündliche oder kursorische Begründung genügen kann. Die Rechtsprechung hält fest, dass aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör eine Verpflichtung zur Begründung prozessleitender Verfügungen folgt, wenn durch die Verfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht.
“Bei der massgeblichen Verfügung vom 6. Juli 2021 (Geschäfts- Nr. BA210002-C) handelt es sich um eine prozessleitende Verfügung, wel- che nebst der Fristansetzung an den Beschwerdegegner die Abweisung des Gesuchs um Aufschub der Vollstreckung der Verfügung des Beschwerde- gegners vom 20. Oktober 2020 zum Gegenstand hat (act. 2/2). Eine Be- gründung enthält sie nicht. Dadurch verletzt sie den obigen Erwägungen fol- gend zumindest in Bezug auf den in Dispositiv- Ziffer 2 behandelten Antrag den Anspruch des Beschwerdeführers auf Gewährung des rechtlichen Ge- hörs. Daran - an der Missachtung des besagten Anspruchs - vermag auch Art. 239 ZPO nichts zu ändern, wonach das erstinstanzliche Gericht seinen Entscheid ohne schriftliche Begründung eröffnen kann, aber auf Ersuchen einer Partei eine Begründung nachzuliefern hat, zumal diese Bestimmung nach der herrschenden Lehre auf prozessleitende Verfügungen nicht an- wendbar ist (BK ZPO-Killias, Art. 239 N 2; BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 5; Seiler, a.a.O., S. 72; Staehelin in: Kommentar zur Schweizerischen Zi- vilprozessordnung, Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 239 N 13; offen gelassen Entscheid des Bundesgerichts Nr. 4A_128/2017 vom 12. Mai 2017, E. 5.5).”
“29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV, SR 101) verletzt, indem er die angefochtene Verfügung nicht begründet habe (vgl. Beschwerde, Rz. 912). 2.2 Die Feststellung des verfahrensleitenden Zivilgerichtspräsidenten, dass die Vertreterin des Arbeitnehmers diesen im Verfahren vor dem Arbeitsgericht nicht vertreten dürfe, ist eine prozessleitende Verfügung (vgl. oben E. 1). Nach einem Teil der Lehre müssen prozessleitende Verfügungen nicht begründet werden (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 324 N 4; Gehri, in: Gehri et al. [Hrsg.], ZPO Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2015, Art. 324 N 1). Gemäss der Botschaft ist zumindest keine schriftliche Begründung erforderlich (Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 28. Juni 2006, in: BBl 2006, S. 7221, 7378). Gemäss einem anderen Teil der Lehre müssen zumindest gewisse prozessleitende Verfügungen begründet werden (vgl. Killias, in: Berner Kommentar, 2012, Art. 238 ZPO N 35 und Art. 239 ZPO N 2; Seiler, Die Anfechtung von prozessleitenden Verfügungen und weitere Aspekte der Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO, in: BJM 2018, S. 65, 86; Staehelin, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 239 N 13; Steck/Brunner, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 239 ZPO N 11; Wohlfart, Begründung und Rechtsmittelbelehrung als Erfordernisse prozessleitender Verfügungen nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, in: Fankhauser et al. [Hrsg.], Das Zivilrecht und seine Durchsetzung, Zürich 2016, S. 749, 758 f. und 763 f.). Dabei genüge aber eine mündliche oder kursorische schriftliche Begründung (Staehelin, a.a.O., Art. 239 N 13; vgl. Killias, a.a.O., Art. 239 ZPO N 2). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 53 Abs. 1 ZPO) eine Verpflichtung zur Begründung prozessleitender Verfügungen, durch die ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (BGer 4A_128/2017 vom 12.”
Wird der Entscheid gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO ohne schriftliche Begründung eröffnet, sind die Parteien darüber zu belehren, dass sie innert zehn Tagen seit Eröffnung die schriftliche Begründung verlangen können. Ein vorzeitig erhobenes Rechtsmittel gegen den noch nicht motivierten Entscheid kann als rechtzeitige Begehren um Zustellung der schriftlichen Begründung gewertet werden.
“Das in Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO garantierte rechtliche Gehör im Zivilverfahren verlangt ausserdem, dass das Gericht die Anträge und Begründungen der Parteien zur Kenntnis nimmt, prüft und bei der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu begründen (KUKO ZPO-Sogo/Naegeli, 3. Aufl., 2021, Art. 239 N 5). Der Entscheid muss zunächst nicht schriftlich begründet werden, sondern es genügt nach Art. 239 Abs. 1 ZPO, diesen schriftlich im Dispositiv den Parteien zu eröffnen, wobei der Entscheid an der Verhandlung mündlich begründet werden kann. Eine schriftliche Begründung des Entscheids ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Dispositiventscheids verlangt, zumal nur ein schriftlich begründeter Entscheid an die Rechtsmittelinstanz weitergezogen werden kann. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Darüber sind die Parteien im Falle der Eröffnung eines Entscheids ohne schriftliche Begründung zu belehren. Wird eine schriftliche Begründung verlangt, muss sich das Gericht in seiner schriftlichen Entscheidbegründung mit den Anträgen und Argumenten der Parteien auseinandersetzen. Es hat dabei zu allen wesentlichen Tat- und Rechtsfragen Stellung zu nehmen. Insbesondere hat es die Überlegungen wiederzugeben, von denen es sich bei seinem Entscheid leiten liess, damit die betroffene Partei gegebenenfalls in der Lage ist, diesen sachgerecht anzufechten.”
“d) La cause a été gardée à juger à l'issue de ces échanges. EN DROIT 1. 1.1 Les décisions de l’autorité de protection peuvent faire l’objet d’un recours (art. 450 al. 1 CC) dans les trente jours à compter de leur notification (art. 450b CC), auprès de la Chambre de surveillance de la Cour de justice (art. 53 al. 1 LaCC). En vertu de l'art. 450 al. 2 CC, ont qualité pour recourir les personnes parties à la procédure (ch. 1), les proches de la personne concernée (ch. 2) et les personnes qui ont un intérêt juridique à l'annulation ou à la modification de la décision attaquée (ch. 3). Le recours doit être dûment motivé et interjeté par écrit auprès du juge (art. 450 al. 3 CC). 1.2 En l’espèce, le recours a été interjeté dans le délai et la forme utiles, par la personne concernée par la mesure, de sorte qu’il est recevable. 2. La recourante soutient qu'elle a respecté le délai légal pour solliciter la motivation de l'ordonnance rendue le 11 septembre 2023 par le Tribunal de protection. 2.1 Selon l'art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite. Dans une telle hypothèse, une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 450f CC et art. 239 al. 2 CPC). Le délai de dix jours pour solliciter la motivation de la décision est un délai légal, donc non prolongeable. Il doit être indiqué aux parties, conformément à l'art. 238 let. f CC, à la place des voies de droit, lesquelles seront mentionnées le cas échéant avec la motivation écrite (TAPPY, CR CPC, 2019, ad art. 239 CPC n. 13). Un appel ou un recours prématuré, dirigé contre le dispositif encore non motivé, devrait être aussi considéré comme une demande de motivation valable pour autant qu'il ait été déposé en temps utile (TAPPY, op. cit., ad art. 239 CPC, n. 15a). 2.2 En l'espèce, l'ordonnance du Tribunal de protection du 11 septembre 2023 a été adressée pour notification à la recourante le 21 septembre 2023 et réceptionnée par cette dernière le 23 septembre 2023, ce qu'elle ne conteste pas et qui ressort du Track and trace postal.”
Wurde das Begehren um Entscheidbegründung verspätet gestellt, hat das Gericht dies in einem prozessleitenden Entscheid festzuhalten. Ein verspätetes Gesuch kann abgewiesen werden; allfällige Kostenfolgen sind im Entscheid zu regeln.
“Gemäss Art. 239 Abs. 1 Bst. b ZPO kann das Gericht seinen Entscheid ohne schriftliche Begründung eröffnen durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids verlangt. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheides mit Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Wurde das Begehren um Begründung verspätet gestellt, hat das Gericht dies in einem prozessleitenden Entscheid festzuhalten (Steck/Brunner, in Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 239 N. 25).”
“Ob das Gesuch um Fristwiederherstellung von der Gesuchsgegnerin fristgerecht eingereicht wurde (Art. 148 Abs. 2 ZPO), musste die Vorinstanz daher nicht mehr prüfen. Die Einhal- tung der Frist alleine begründet entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin (Urk. 13 Rz. 2 und Rz. 15) keinen Anspruch auf Wiederherstellung der versäumten Frist. Unbegründet ist auch der Einwand der Gesuchsgegnerin, die Vorinstanz habe we- der anlässlich der Verhandlung noch im unbegründeten Urteil vom 19. Oktober 2023 erwähnt, dass es keine weiteren Rechtsmittel zur Anfechtung und Richtigstel- lung der Behauptungen der Gesuchstellerin gäbe (Urk. 13 Rz. 5). Die Vorinstanz kam ihrer Rechtsmittelbelehrungspflicht mit Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils vom 19. Oktober 2023 (Urk. 8) ausreichend nach. Eine weitere Aufklärungspflicht traf sie nicht. - 6 - Weitere zu berücksichtigende Rügen enthält die Beschwerdeschrift nicht. Es ist demnach festzuhalten, dass die Vorinstanz sowohl das Gesuch um Wiederherstel- lung der Frist zum Verlangen der Entscheidbegründung (Art. 239 Abs. 2 ZPO) als auch das verspätete Gesuch um Begründung des Entscheids vom 19. Oktober 2023 der Gesuchsgegnerin zu Recht abwies. Die Beschwerde der Gesuchsgegnerin erweist sich damit als offensichtlich unbe- gründet, weshalb sie abzuweisen ist, soweit auf sie einzutreten ist. 4.Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG und ausgehend von einem Streitwert von Fr. 6'203.85 auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind aus- gangsgemäss der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteien- tschädigungen sind im Beschwerdeverfahren keine zuzusprechen, der Gesuchs- gegnerin infolge ihres Unterliegens, der Gesuchstellerin mangels relevanter Um- triebe (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO und Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird erkannt: 1.Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist. 2.Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 3.Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.”
Bei einer provisorischen Mainlevée sowie in Verfahren der juridiction gracieuse beginnt die Frist zum Verlangen einer schriftlichen Begründung mit der Mitteilung des Dispositivs. Art. 239 Abs. 2 ZPO ist ergänzend anwendbar auf Verfahren graciöser Zuständigkeit; die Bestimmung betrifft nur die Rechtsmittel (appel und recours limité au droit). In Verfahren graciöser Zuständigkeit ist der recours limité au droit regelmässig der einzige zulässige Rechtsbehelf.
“1 CDPJ (code de droit privé judiciaire vaudois du 12 janvier 2010 ; BLV 211.02). Les art. 104 à 109 CDPJ s’appliquent, par renvoi de l’art. 111 al. 1 CDPJ ; le CPC (code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) est en outre applicable à titre supplétif (art. 104 et 108 CDPJ). La juridiction gracieuse relevant de la procédure sommaire (art. 248 let. e CPC), seul le recours limité au droit est recevable (art. 109 al. 3 CDPJ ; CREC 20 février 2024/46 ; CREC 31 janvier 2024/24). Le recours, écrit et motivé, doit être introduit dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée auprès de l’instance de recours (art. 321 al. 1 et 2 CPC), soit, en l’occurrence, la Chambre des recours civile (art. 73 al. 1 LOJV [loi vaudoise d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 3.2.2 3.2.2.1 Aux termes de l’art. 239 al. 1 let. b CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit. Suivant l’art. 239 al. 2 CPC, une motivation écrite est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (première phrase). Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours (seconde phrase). Cette disposition est applicable à titre supplétif à la procédure gracieuse (art. 104 et 108 CDPJ ; art. 219 et 248 let. e 219 CPC) 3.2.2.2 L’art. 239 al. 2 CPC ne concerne que les voies de recours, que sont l’appel et le recours (limité au droit). Les délais de ces deux voies de droit ne courent pas tant qu’une décision motivée n’a pas été communiquée (TF 4A_61/2023 du 25 juin 2024 consid. 5.2.2). Il n’est en effet pas possible de motiver un recours si on ne connaît pas les motifs de la décision attaquée. En ce qui concerne une décision de juridiction gracieuse, qui est sujette à recours limité au droit (art. 109 al. 3 CDPJ), la communication du dispositif aux parties fait courir le délai de dix jours pour demander une décision motivée (art.”
“La décision de mainlevée provisoire prend donc date au moment où elle est arrêtée par le tribunal et elle acquiert force de chose jugée et force exécutoire à ce moment-là (art. 325 al. 1 CPC), puisqu'elle n'est susceptible que d'un recours limité au droit (art. 319 let. a en relation avec l'art. 309 let. b ch. 3 CPC). C'est pour ce motif que l'art. 239 al. 2 CPC peut préciser qu' " une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication - par dispositif - de la décision " (cf. aussi ATF 143 III 38 consid. 2.3 in fine). Le délai de 20 jours pour ouvrir action en libération de dette court donc dès la communication du dispositif de la décision de mainlevée de première instance. L'art. 239 al. 2 CPC ne concerne que les voies de recours, que sont l'appel et le recours (limité au droit). Les délais de ces deux voies de droit ne courent pas tant qu'une décision motivée n'a pas été communiquée. Il n'est en effet pas possible de motiver un recours si on ne connaît pas les motifs de la décision attaquée. En ce qui concerne la mainlevée provisoire, qui est sujette à recours limité au droit, il en découle que la communication du dispositif de mainlevée provisoire aux parties fait courir le délai de 10 jours pour demander une décision motivée (art. 239 al. 2, 1ère phrase, CPC). Si la motivation est requise, le délai de recours limité au droit de 10 jours (art.”
Die zehntägige Frist zur Anforderung einer schriftlichen Begründung beginnt mit der Mitteilung des Dispositivs der Entscheidung (Kommunikation des Dispositivs), nicht erst mit der Übersendung der vollständigen schriftlichen Begründung. Mit der Mitteilung des Dispositivs läuft damit die Frist zur Begründungsanforderung an; wird keine Begründung binnen dieser Frist verlangt, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung durch Berufung oder Beschwerde.
“Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 4A_61/2023 Arrêt du 25 juin 2024 Ire Cour de droit civil Composition Mmes et M. les Juges fédéraux Jametti, Présidente, Hohl, Kiss, Rüedi et May Canellas. Greffière : Mme Raetz. Participants à la procédure A.________, représenté par Me Oliver Nicod et Me Flora Francioli, recourant, contre B.________ SA, représentée par Me Laurent Maire, avocat, intimée. Objet action en libération de dette; point de départ du délai de 20 jours: à compter de la notification du dispositif de la décision de mainlevée provisoire ou de la notification de la décision motivée? (art. 239 al. 2 CPC, 83 al. 2 LP), recours contre l'arrêt rendu le 29 novembre 2022 par la Chambre civile de la Cour de justice du canton de Genève (C/109/2021, ACJC/1649/2022).”
“La décision de mainlevée provisoire prend donc date au moment où elle est arrêtée par le tribunal et elle acquiert force de chose jugée et force exécutoire à ce moment-là (art. 325 al. 1 CPC), puisqu'elle n'est susceptible que d'un recours limité au droit (art. 319 let. a en relation avec l'art. 309 let. b ch. 3 CPC). C'est pour ce motif que l'art. 239 al. 2 CPC peut préciser qu' " une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication - par dispositif - de la décision " (cf. aussi ATF 143 III 38 consid. 2.3 in fine). Le délai de 20 jours pour ouvrir action en libération de dette court donc dès la communication du dispositif de la décision de mainlevée de première instance. L'art. 239 al. 2 CPC ne concerne que les voies de recours, que sont l'appel et le recours (limité au droit). Les délais de ces deux voies de droit ne courent pas tant qu'une décision motivée n'a pas été communiquée. Il n'est en effet pas possible de motiver un recours si on ne connaît pas les motifs de la décision attaquée. En ce qui concerne la mainlevée provisoire, qui est sujette à recours limité au droit, il en découle que la communication du dispositif de mainlevée provisoire aux parties fait courir le délai de 10 jours pour demander une décision motivée (art. 239 al. 2, 1ère phrase, CPC). Si la motivation est requise, le délai de recours limité au droit de 10 jours (art. 321 al. 2 CPC) court à compter de la notification de la décision motivée. C'est dans ce sens que l'art. 239 al. 2, 2e phrase, CPC précise que si la motivation de la décision n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé au recours. Il en va de même de l'art. 112 al. 2 LTF, qui concerne le délai de recours au Tribunal fédéral contre une décision de seconde instance, et non un délai d'ouverture d'action.”
“En l'espèce, l'autorité précédente a constaté que le prononcé non motivé du 16 mai 2022 avait été notifié au recourant le 24 mai 2022, si bien que le délai pour demander sa motivation ( cf. art. 239 al. 2 CPC) arrivait à échéance le 3 juin suivant. Comme l'écriture du recourant se réfère au prononcé en cause, on pourrait la tenir pour une demande de motivation. Toutefois, l'intéressé a, par ailleurs, requis cette motivation le 30 mai 2022; le prononcé de mainlevée devra donc être motivé. Cela étant, l'écriture du 29 mai 2022 est irrecevable.”
“a), soit en notifiant le dispositif écrit (let. b). Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Une décision non motivée doit en principe comprendre une indication de la possibilité de demander une motivation, en lieu et place de l'indication de la voie de recours (art. 238 let. f CPC; Tappy, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 13 ad art. 239 CPC). Le délai pour demander la motivation court, conformément au texte légal, dès la notification de la décision non motivée (arrêt du Tribunal fédéral 5D_16/2012 du 24 janvier 2012 ; Steck / Brunner, Basler Kommentar, ZPO, 2017, n° 22 ad art. 239 CPC). Si une partie s'adresse directement au tribunal supérieur, sans requérir préalablement de motivation et bien que l'indication des voies de droit l'ait avisée des exigences de l'art. 239 al. 2 CPC, le recours est irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 5A_678/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.2, en l'occurrence une partie comparant en personne). 2.1.2 L'art. 239 CPC a vocation à s'appliquer aux décisions partielles (Staehelin, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 2ème éd. 2013, n° 13 ad art. 239 CPC). La situation est plus ambiguë pour les ordonnances d'instruction dont il est malaisé de savoir si et quand elles doivent être motivées. Dans un arrêt 4A_128/2017 du 12 mai 2017 consid. 5.4 et 5.5 le Tribunal fédéral a considéré que l’assertion sans nuance selon laquelle les ordonnances d’instruction ne devaient jamais être motivées violait le droit d’être entendu des parties. En effet, une voie restreinte de recours est ouverte uniquement contre les ordonnances d'instruction lorsqu'elles sont susceptibles d'engendrer un préjudice difficilement réparable au sens de l’art. 319 lit. b CPC. Les parties doivent donc être en mesure de pouvoir motiver leur recours, comme l'impose l'art.”
Verfahrenstechnisch: Ein fristgerecht eingereichter Schriftsatz ist an das erstinstanzliche Gericht bzw. den Gerichtsschreiber zu übermitteln, damit er als Begehren um schriftliche Begründung nach Art. 239 ZPO behandelt wird.
“del 27 aprile 2015 consid. 2; v. anche Tappy in: Commentaire romand, CPC, 2ª edizione, n. 15a ad art. 239; Sogo/Naegeli in: Oberhammer/Domej/Haas [curatori], Schweizerische ZPO, 3ª edizione, n. 16 ad art. 239 CPC; Kriech, in: Brunner/Gasser/ Schwander [curatori], Schweizerische ZPO, Kommentar, vol. II, 2ª edizione, n. 6 in fine ad art. 239 CPC). In concreto, come si è visto, il memoriale di AP 1 è tempestivo. Va inviato quindi al Pretore per essere trattato come richiesta di motivazione scritta. II. Sulle spese processuali e le ripetibili di appello”
“del 27 aprile 2015 consid. 2; v. anche Tappy in: Commentaire romand, CPC, 2ª edizione, n. 15a ad art. 239; Sogo/Naegeli in: Oberhammer/Domej/Haas [curatori], Schweizerische ZPO, 3ª edizione, n. 16 ad art. 239 CPC; Kriech, in: Brunner/Gasser/ Schwander [curatori], Schweizerische ZPO, Kommentar, vol. II, 2ª edizione, n. 6 in fine ad art. 239 CPC). In concreto, come si è visto, il memoriale di AP 1 è tempestivo. Va inviato quindi al Pretore per essere trattato come richiesta di motivazione scritta. II. Sulle spese processuali e le ripetibili di appello”
Wird der dispositive Teil ohne schriftliche Begründung eröffnet, kann jede Partei innert zehn Tagen seit der Eröffnung die schriftliche Begründung verlangen. Wird kein Begehren gestellt, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung mit Berufung oder Beschwerde; die Lehre und die jüngere Rechtsprechung gehen davon aus, dass die Entscheidung ab dem Tag nach Ablauf dieser zehntägigen Frist exekutivfähig bzw. formell rechtskräftig wird. Nach aktueller Rechtsprechung ist dieser Grundsatz nach dem Wortlaut und Sinn von Art. 239 Abs. 2 ZPO auch nicht auf Fälle zu beschränken, in denen nur der eingeschränkte Rechtsweg offensteht.
“1 CPC, cette décision est exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation, respectivement lorsque la motivation est remise aux parties sur demande (art. 239 al. 2 CPC). Les auteurs considèrent que l'art. 239 CPC a été adopté avant tout pour décharger les tribunaux, non pour permettre l'exécution forcée à un moment où la partie qui a succombé n'est pas encore en mesure de requérir de l'autorité supérieure la suspension de l'exécution (restitution de l’effet suspensif) puisque le délai d’appel ou de recours n'a pas encore commencé à courir (Stucki/Pahud, Le régime des décisions superprovisionnelles et provisionnelles du code de procédure civile, in SJ 2015 II p. 1, p. 18 ss et les références). Le TF, dans un arrêt récent, s'est visiblement rallié à l’opinion de la doctrine majoritaire (ATF 149 III 410 c. 6.4.4). En outre, dans un arrêt portant sur la notification du jugement par voie édictale, il a du reste considéré que le dispositif non motivé au sens de l'art. 239 al. 1 CPC devenait exécutoire "au plus tôt" dès le lendemain de l'échéance du délai de dix jours de l'art. 239 al. 2 CPC (TF 5A_170/2023 du 13 octobre 2023 c. 4.1.5). Dans la mesure où notre plus haute Cour n'a pas spécifié que ce résultat s'imposait uniquement lorsque la voie de l'appel était ouverte (bien au contraire, puisqu’elle a également souligné que la demande de motivation était un préalable à la recevabilité "de l'appel et du recours"), on peut en déduire que ce principe s’applique aussi lorsque seule la voie du recours limité au droit est possible. 5.5 On l'a vu, puisque le jugement de divorce du 5 décembre 2022 est intervenu à la suite d'une requête commune des époux (art. 285 à 289 CPC), la voie de l'appel est en principe exclusivement ouverte contre le prononcé précité (voir c. 5.3). Aucun indice au dossier ne laisse penser que les ex-époux auraient adressé au juge une déclaration écrite commune de renonciation à recourir afin de faire entrer en force le jugement de divorce de façon anticipée et le recourant ne l'allègue pas non plus (il parle plutôt de "renonciation tacite"; voir recours ch.”
“Lorsqu'un tribunal communique la décision aux parties sans motivation écrite et que seule la voie de l'appel est ouverte, la décision en question acquiert force de chose jugée formelle (et devient exécutoire) à l'échéance du délai d'appel de dix jours pour demander la motivation de la décision (N. Jeandin, in Bohnet et al. [éd.], op. cit., Intro. art. 308-334 n. 16 et les références, de même que art. 336 n. 2 ; Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozes-sordnung, 2021, art. 336 n. 2). Il n'est toutefois pas évident de définir quand une décision devient exécutoire lorsque celle-ci a été notifiée sans motivation écrite et que seule la voie du recours limité au droit est ouverte à son encontre. La question est controversée en doctrine (pour la liste des différents auteurs pour ou contre: Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], op. cit., art. 336 n. 2). La doctrine majoritaire retient que lorsqu’un tribunal communique une décision sans motivation écrite conformément à l'art. 239 al. 1 CPC, cette décision est exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation, respectivement lorsque la motivation est remise aux parties sur demande (art. 239 al. 2 CPC). Les auteurs considèrent que l'art. 239 CPC a été adopté avant tout pour décharger les tribunaux, non pour permettre l'exécution forcée à un moment où la partie qui a succombé n'est pas encore en mesure de requérir de l'autorité supérieure la suspension de l'exécution (restitution de l’effet suspensif) puisque le délai d’appel ou de recours n'a pas encore commencé à courir (Stucki/Pahud, Le régime des décisions superprovisionnelles et provisionnelles du code de procédure civile, in SJ 2015 II p. 1, p. 18 ss et les références). Le TF, dans un arrêt récent, s'est visiblement rallié à l’opinion de la doctrine majoritaire (ATF 149 III 410 c. 6.4.4). En outre, dans un arrêt portant sur la notification du jugement par voie édictale, il a du reste considéré que le dispositif non motivé au sens de l'art. 239 al. 1 CPC devenait exécutoire "au plus tôt" dès le lendemain de l'échéance du délai de dix jours de l'art. 239 al. 2 CPC (TF 5A_170/2023 du 13 octobre 2023 c. 4.1.5). Dans la mesure où notre plus haute Cour n'a pas spécifié que ce résultat s'imposait uniquement lorsque la voie de l'appel était ouverte (bien au contraire, puisqu’elle a également souligné que la demande de motivation était un préalable à la recevabilité "de l'appel et du recours"), on peut en déduire que ce principe s’applique aussi lorsque seule la voie du recours limité au droit est possible.”
“5 On l'a vu, puisque le jugement de divorce du 5 décembre 2022 est intervenu à la suite d'une requête commune des époux (art. 285 à 289 CPC), la voie de l'appel est en principe exclusivement ouverte contre le prononcé précité (voir c. 5.3). Aucun indice au dossier ne laisse penser que les ex-époux auraient adressé au juge une déclaration écrite commune de renonciation à recourir afin de faire entrer en force le jugement de divorce de façon anticipée et le recourant ne l'allègue pas non plus (il parle plutôt de "renonciation tacite"; voir recours ch. 1). Partant, la simple abstention à faire appel n'a déployé ses effets qu'à l’échéance du délai de dix jours non utilisé (voir c. 5.4). Dans la mesure où le dispositif du jugement a été notifié aux parties le 16 décembre 2022 (voir dos. intimée, annexes 1 et 3; voir c. 4.2) et que l'effet suspensif ne peut pas être retiré lorsque l'appel porte sur une décision formatrice comme c'est le cas du jugement de divorce (voir c. 5.2), le prononcé du 5 décembre 2022 est devenu définitif après l'expiration du délai de dix jours pour demander la motivation écrite (art. 239 al. 2 CPC; voir c. 5.4), soit le 12 janvier 2023 (compte tenu de la suspension des délais entre le 18 décembre et le 2 janvier inclus prévue par l'art. 145 al. 1 let. c CPC; voir également l'art. 142 CPC pour la computation des délais). L'attestation du 11 mai 2023 remise à l'intimée (dos. intimée, annexe 3, voir c. 4.2), ne fait que confirmer ce résultat (simple moyen de preuve de l'attestation du caractère exécutoire; voir dans ce sens N. Jeandin, in Bohnet et al. [éd.], op. cit., art. 336 n. 9). 5.6 En tout état de cause et selon la jurisprudence récente du TF (voir c. 5.4), la même solution s'imposerait si les parties avaient choisi la voie du recours limité au droit pour contester les effets accessoires du divorce (recours contre des aspects financiers d'une valeur litigieuse inférieure à Fr. 10'000.- au dernier état des conclusions; voir c. 6.3). En d'autres termes, le jugement de divorce du 5 décembre 2022 aurait également été exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation si les parties avaient choisi la voie du recours limité au droit (rien au dossier ne permettant de penser que les parties auraient demandé l'octroi de l'effet suspensif; art.”
“5 On l'a vu, puisque le jugement de divorce du 5 décembre 2022 est intervenu à la suite d'une requête commune des époux (art. 285 à 289 CPC), la voie de l'appel est en principe exclusivement ouverte contre le prononcé précité (voir c. 5.3). Aucun indice au dossier ne laisse penser que les ex-époux auraient adressé au juge une déclaration écrite commune de renonciation à recourir afin de faire entrer en force le jugement de divorce de façon anticipée et le recourant ne l'allègue pas non plus (il parle plutôt de "renonciation tacite"; voir recours ch. 1). Partant, la simple abstention à faire appel n'a déployé ses effets qu'à l’échéance du délai de dix jours non utilisé (voir c. 5.4). Dans la mesure où le dispositif du jugement a été notifié aux parties le 16 décembre 2022 (voir dos. intimée, annexes 1 et 3; voir c. 4.2) et que l'effet suspensif ne peut pas être retiré lorsque l'appel porte sur une décision formatrice comme c'est le cas du jugement de divorce (voir c. 5.2), le prononcé du 5 décembre 2022 est devenu définitif après l'expiration du délai de dix jours pour demander la motivation écrite (art. 239 al. 2 CPC; voir c. 5.4), soit le 12 janvier 2023 (compte tenu de la suspension des délais entre le 18 décembre et le 2 janvier inclus prévue par l'art. 145 al. 1 let. c CPC; voir également l'art. 142 CPC pour la computation des délais). L'attestation du 11 mai 2023 remise à l'intimée (dos. intimée, annexe 3, voir c. 4.2), ne fait que confirmer ce résultat (simple moyen de preuve de l'attestation du caractère exécutoire; voir dans ce sens N. Jeandin, in Bohnet et al. [éd.], op. cit., art. 336 n. 9). 5.6 En tout état de cause et selon la jurisprudence récente du TF (voir c. 5.4), la même solution s'imposerait si les parties avaient choisi la voie du recours limité au droit pour contester les effets accessoires du divorce (recours contre des aspects financiers d'une valeur litigieuse inférieure à Fr. 10'000.- au dernier état des conclusions; voir c. 6.3). En d'autres termes, le jugement de divorce du 5 décembre 2022 aurait également été exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation si les parties avaient choisi la voie du recours limité au droit (rien au dossier ne permettant de penser que les parties auraient demandé l'octroi de l'effet suspensif; art.”
“1 CPC, cette décision est exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation, respectivement lorsque la motivation est remise aux parties sur demande (art. 239 al. 2 CPC). Les auteurs considèrent que l'art. 239 CPC a été adopté avant tout pour décharger les tribunaux, non pour permettre l'exécution forcée à un moment où la partie qui a succombé n'est pas encore en mesure de requérir de l'autorité supérieure la suspension de l'exécution (restitution de l’effet suspensif) puisque le délai d’appel ou de recours n'a pas encore commencé à courir (Stucki/Pahud, Le régime des décisions superprovisionnelles et provisionnelles du code de procédure civile, in SJ 2015 II p. 1, p. 18 ss et les références). Le TF, dans un arrêt récent, s'est visiblement rallié à l’opinion de la doctrine majoritaire (ATF 149 III 410 c. 6.4.4). En outre, dans un arrêt portant sur la notification du jugement par voie édictale, il a du reste considéré que le dispositif non motivé au sens de l'art. 239 al. 1 CPC devenait exécutoire "au plus tôt" dès le lendemain de l'échéance du délai de dix jours de l'art. 239 al. 2 CPC (TF 5A_170/2023 du 13 octobre 2023 c. 4.1.5). Dans la mesure où notre plus haute Cour n'a pas spécifié que ce résultat s'imposait uniquement lorsque la voie de l'appel était ouverte (bien au contraire, puisqu’elle a également souligné que la demande de motivation était un préalable à la recevabilité "de l'appel et du recours"), on peut en déduire que ce principe s’applique aussi lorsque seule la voie du recours limité au droit est possible. 5.5 On l'a vu, puisque le jugement de divorce du 5 décembre 2022 est intervenu à la suite d'une requête commune des époux (art. 285 à 289 CPC), la voie de l'appel est en principe exclusivement ouverte contre le prononcé précité (voir c. 5.3). Aucun indice au dossier ne laisse penser que les ex-époux auraient adressé au juge une déclaration écrite commune de renonciation à recourir afin de faire entrer en force le jugement de divorce de façon anticipée et le recourant ne l'allègue pas non plus (il parle plutôt de "renonciation tacite"; voir recours ch.”
“Der ausserordentliche Gerichtspräsident wies die Klage mit kurz mündlich begründetem und im Dispositiv eröffnetem Entscheid vom 15. August 2023 ab, soweit darauf einzutreten war, und auferlegte die Gerichtskosten samt den (bereits bezahlten) Kosten für das Schlichtungsverfahren dem Beschwerdeführer. Er verpflichtete diesen zur Bezahlung einer Parteientschädigung, deren definitive Festsetzung er nach Eingang der Kostennote des Rechtsanwalts der Gegenpartei in Aussicht stellte. Da binnen der zehntägigen Frist keine schriftliche Begründung verlangt wurde, erwuchs der Entscheid am 26. August 2023 in Rechtskraft (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Die Parteientschädigung setzte der Gerichtspräsident am 23. November 2023 auf Fr. 24'382.60 (inkl. MWST und Auslagen) fest. Dabei vertauschte er die Parteirollen. Dies führte am 27. November 2023 zu einer Berichtigung.”
“C/1164/2024 ACJC/353/2024 du 14.03.2024 sur JTPI/2526/2024 ( SFC ) , IRRECEVABLE Par ces motifs RÉPUBLIQUE ET CANTON DE GENÈVE POUVOIR JUDICIAIRE C/1164/2024 ACJC/353/2024 ARRÊT DE LA COUR DE JUSTICE Chambre civile DU JEUDI 14 MARS 2024 Entre A______ SA, sise ______, appelante d'un jugement rendu par la 5ème Chambre du Tribunal de première instance de ce canton le 15 février 2024, représentée par B______ SA, et OFFICE DU REGISTRE DU COMMERCE, rue du Puits-Saint-Pierre 4, 1204 Genève, intimé. Vu le jugement JTPI/2526/2024 non motivé du 15 février 2024, reçu le 27 février 2024 par A______ SA, aux termes duquel le Tribunal de première instance, à la requête du Registre du commerce, a prononcé la dissolution de A______ SA et ordonné sa liquidation par voie de faillite, cette décision attirant expressément l'attention des parties sur la teneur de l'art. 239 al. 2 CPC; Vu l'appel expédié au greffe de la Cour de justice le 7 mars 2024 par A______ SA; Attendu, EN FAIT, qu'aucune motivation du jugement entrepris n'a été demandée par A______ SA auprès du Tribunal de première instance;”
“Mai 2020 verpflichtete sich der Ehemann unter anderem, die Ehefrau umgehend und unaufgefordert über den Erhalt von Leistungen der IV und über den rechtskräftigen Entscheid der IV zu informieren. Bis zur gerichtlichen Genehmigung entfaltete diese Vereinbarung zwar noch keine Rechtswirkungen (vgl. Art. 279 Abs. 2 ZPO; Sutter-Somm/Gut, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 279 N 6 und 19). Mit Entscheid vom 14. August 2020 genehmigte das Zivilgericht aber die Vereinbarung. Dieser Entscheid wurde den Parteien am 20. August 2020 ohne schriftliche Begründung eröffnet (vgl. Zustellbescheinigungen in Akten F.2019.399). C____ erklärte dem Zivilgericht zwar am 26. August 2020, dass er mit dem Entscheid nicht einverstanden sei. Die Ehegatten selbst verlangten innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids aber keine schriftliche Begründung. Damit waren die Vereinbarung vom 11. Mai 2020 und der Entscheid vom 14. August 2020 ab dem 1. September 2020 an sich rechtskräftig und vollstreckbar (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Jedenfalls war die Vereinbarung vom 11. Mai 2020 in diesem Zeitpunkt verbindlich. Erst mit Verfügung vom 13. November 2020 wurde die gerichtliche Genehmigung der Vereinbarung vom 11. Mai 2020 aufgehoben. Jedenfalls war der Ehemann in der Zeit vom 1. September bis 12. November 2020 somit gestützt auf die Vereinbarung vom 11. Mai 2020 verpflichtet, die Ehefrau umgehend und unaufgefordert über den Erhalt von Leistungen der IV und über den rechtskräftigen Entscheid der IV zu informieren.”
Die Frist von zehn Tagen für das Verlangen der schriftlichen Begründung beginnt mit der Eröffnung/Kommunikation der nicht schriftlich begründeten Entscheidung (d.h. mit der Mitteilung/Notification des Dispositivs).
“Der Gesuchsgegner macht in seiner Beschwerdeschrift in formeller Hin- sicht geltend, die Vorinstanz habe mit der Ausstellung eines Dispositivs (ohne Begründung) versucht, sein rechtliches Gehör zu missachten (Urk. 16 S. 3 Ziff. I.3 lit. b). Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO kann das Gericht sei- nen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien ohne schriftliche Begründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO). Da der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 27. August 2022 die schriftliche Begründung des Urteils vom 12. August 2022 verlangte, versandte die Vorinstanz dieses in begründeter Form am 30. September 2022 an die Parteien. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Gesuchsgegners ist demnach nicht ersichtlich.”
“La recourante ne pouvait simplement se réfugier derrière le secret des affaires pour s'opposer à l'administration des preuves alors que l'art. 322a al. 2 CO obligeait l'employeur à laisser le travailleur consulter ses comptes dans la mesure nécessaire. Par ailleurs, le secret protégé par l'art. 156 CPC n'interdisait pas toute administration de preuve contenant un secret d'affaires mais exigeait des modalités d'administration permettant de préserver le secret (caviardage des pièces, examen des pièces uniquement par le juge ou un expert désigné par lui). S'agissant de l'audition de personnes soumises au secret, il ne pouvait y être renoncé avant de savoir si le secret était maintenu ou levé. d. Le greffe de la Chambre a informé les parties par courrier du 2 septembre 2021 que la cause était gardée à juger. EN DROIT 1. Formé par écrit dans le délai de dix jours dès la réception de la décision entreprise et motivé, le recours est formellement recevable (art. 321 al. 1 et 2 CPC). 2. 2.1.1 A teneur de l'art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite soit à l'audience, par la remise du dispositif écrit accompagné d'une motivation orale sommaire (let. a), soit en notifiant le dispositif écrit (let. b). Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Une décision non motivée doit en principe comprendre une indication de la possibilité de demander une motivation, en lieu et place de l'indication de la voie de recours (art. 238 let. f CPC; Tappy, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 13 ad art. 239 CPC). Le délai pour demander la motivation court, conformément au texte légal, dès la notification de la décision non motivée (arrêt du Tribunal fédéral 5D_16/2012 du 24 janvier 2012 ; Steck / Brunner, Basler Kommentar, ZPO, 2017, n° 22 ad art. 239 CPC).”
“Sachverhalt: A. A.a Am 2. September 2020 erteilte das Bezirksgericht Uster dem Staat Zürich, der Politischen Gemeinde U.________ und der Römisch-katholischen Kirchgemeinde V.________ die definitive Rechtsöffnung in der beim Betreibungsamt Dübendorf gegen A.________ laufenden Betreibung auf Sicherheitsleistung Nr. xxx für Fr. 81'034.85 und weitere Beträge von geringem Umfang. Dieser Entscheid wurde den Parteien am 16. September 2020 durch Zustellung des Dispositivs im Sinne von Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO eröffnet, mithin ohne schriftliche Begründung. A.________ verlangte am 26. September 2020 die schriftliche Begründung. Bereits am 16. September 2020 stellten der Staat Zürich, die Politische Gemeinde U.________ und die Römisch-katholische Kirchgemeinde V.________ das Fortsetzungsbegehren. Daraufhin stellte das Betreibungsamt A.________ die Pfändungsankündigung auf den 22. Oktober 2020 zu. A.b Dagegen erhob A.________ Beschwerde, welche das Bezirksgericht Uster, untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, am 24. November 2020 guthiess und mit welchem Entscheid es die Pfändungsankündigung aufhob. A.c Der Staat Zürich, die Politische Gemeinde U.________ und die Römisch-katholische Kirchgemeinde V.________ gelangten gegen den Entscheid der Erstinstanz am 3. Dezember 2020 an das Obergericht des Kantons Zürich, obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs. Sie beantragten, die Pfändungsankündigung zuzulassen, da ein vollstreckbarer Rechtsöffnungsentscheid vorliege.”
Ein rechtzeitig schriftlich gestelltes Begehren um Begründung wahrt das Motivationsbegehren. Eingaben müssen form- und fristgerecht erfolgen; sie gelten als fristwahrend eingereicht, wenn sie spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht oder der Post abgegeben werden.
“En l'espèce, l'autorité précédente a constaté que le prononcé non motivé du 16 mai 2022 avait été notifié au recourant le 24 mai 2022, si bien que le délai pour demander sa motivation ( cf. art. 239 al. 2 CPC) arrivait à échéance le 3 juin suivant. Comme l'écriture du recourant se réfère au prononcé en cause, on pourrait la tenir pour une demande de motivation. Toutefois, l'intéressé a, par ailleurs, requis cette motivation le 30 mai 2022; le prononcé de mainlevée devra donc être motivé. Cela étant, l'écriture du 29 mai 2022 est irrecevable.”
“Wie einleitend festgehalten, kann eine Partei innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids eine schriftliche Begründung verlangen. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, beginnen am folgenden Tag zu laufen (Art. 142 Abs. 2 ZPO). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Gemäss den Akten der Zivilgerichtspräsidentin wurde das Entscheiddispositiv vom 16. November 2023 dem Beschwerdeführer am 17. November 2023 zugestellt. Die zehntägige Frist begann am 18. November 2023 zu laufen und endete am 27. November”
Die herrschende Lehre hält an (und das Bundesgericht hat sich in einem neueren Entscheid dieser Auffassung angeschlossen), dass eine nach Art. 239 Abs. 1 ZPO ohne schriftliche Begründung eröffnete Entscheidung exekutierbar wird, sobald der zehntägige Frist zur Anforderung der schriftlichen Begründung ungenutzt verstrichen ist. In der Doktrin ist umstritten, wann genau in Fällen zu entscheiden ist, in denen nur das auf das Recht beschränkte Rechtsmittel offensteht.
“Lorsqu'un tribunal communique la décision aux parties sans motivation écrite et que seule la voie de l'appel est ouverte, la décision en question acquiert force de chose jugée formelle (et devient exécutoire) à l'échéance du délai d'appel de dix jours pour demander la motivation de la décision (N. Jeandin, in Bohnet et al. [éd.], op. cit., Intro. art. 308-334 n. 16 et les références, de même que art. 336 n. 2 ; Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozes-sordnung, 2021, art. 336 n. 2). Il n'est toutefois pas évident de définir quand une décision devient exécutoire lorsque celle-ci a été notifiée sans motivation écrite et que seule la voie du recours limité au droit est ouverte à son encontre. La question est controversée en doctrine (pour la liste des différents auteurs pour ou contre: Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], op. cit., art. 336 n. 2). La doctrine majoritaire retient que lorsqu’un tribunal communique une décision sans motivation écrite conformément à l'art. 239 al. 1 CPC, cette décision est exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation, respectivement lorsque la motivation est remise aux parties sur demande (art. 239 al. 2 CPC). Les auteurs considèrent que l'art. 239 CPC a été adopté avant tout pour décharger les tribunaux, non pour permettre l'exécution forcée à un moment où la partie qui a succombé n'est pas encore en mesure de requérir de l'autorité supérieure la suspension de l'exécution (restitution de l’effet suspensif) puisque le délai d’appel ou de recours n'a pas encore commencé à courir (Stucki/Pahud, Le régime des décisions superprovisionnelles et provisionnelles du code de procédure civile, in SJ 2015 II p. 1, p. 18 ss et les références). Le TF, dans un arrêt récent, s'est visiblement rallié à l’opinion de la doctrine majoritaire (ATF 149 III 410 c. 6.4.4). En outre, dans un arrêt portant sur la notification du jugement par voie édictale, il a du reste considéré que le dispositif non motivé au sens de l'art.”
“Lorsqu'un tribunal communique la décision aux parties sans motivation écrite et que seule la voie de l'appel est ouverte, la décision en question acquiert force de chose jugée formelle (et devient exécutoire) à l'échéance du délai d'appel de dix jours pour demander la motivation de la décision (N. Jeandin, in Bohnet et al. [éd.], op. cit., Intro. art. 308-334 n. 16 et les références, de même que art. 336 n. 2 ; Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozes-sordnung, 2021, art. 336 n. 2). Il n'est toutefois pas évident de définir quand une décision devient exécutoire lorsque celle-ci a été notifiée sans motivation écrite et que seule la voie du recours limité au droit est ouverte à son encontre. La question est controversée en doctrine (pour la liste des différents auteurs pour ou contre: Sutter-Somm/Seiler, in Sutter-Somm/Seiler [éd.], op. cit., art. 336 n. 2). La doctrine majoritaire retient que lorsqu’un tribunal communique une décision sans motivation écrite conformément à l'art. 239 al. 1 CPC, cette décision est exécutoire le lendemain de l’échéance du délai de dix jours non utilisé pour demander la motivation, respectivement lorsque la motivation est remise aux parties sur demande (art. 239 al. 2 CPC). Les auteurs considèrent que l'art. 239 CPC a été adopté avant tout pour décharger les tribunaux, non pour permettre l'exécution forcée à un moment où la partie qui a succombé n'est pas encore en mesure de requérir de l'autorité supérieure la suspension de l'exécution (restitution de l’effet suspensif) puisque le délai d’appel ou de recours n'a pas encore commencé à courir (Stucki/Pahud, Le régime des décisions superprovisionnelles et provisionnelles du code de procédure civile, in SJ 2015 II p. 1, p. 18 ss et les références). Le TF, dans un arrêt récent, s'est visiblement rallié à l’opinion de la doctrine majoritaire (ATF 149 III 410 c. 6.4.4). En outre, dans un arrêt portant sur la notification du jugement par voie édictale, il a du reste considéré que le dispositif non motivé au sens de l'art.”
Liegt kein Nachweis für ein fristgerechtes Verlangen nach Art. 239 Abs. 2 ZPO bei, fehlt regelmässig das taugliche Anfechtungsobjekt; in den vorliegenden Entscheiden führte das Fehlen eines solchen Belegs zum Nichteintreten auf das Rechtsmittel bzw. die Klage.
“Ob die Eingabe des Gesuchsgegners vom 11. Dezember 2023 (Urk. 9) mit Blick auf Art. 239 Abs. 2 ZPO als Begehren um Urteilsbegründung entgegen- zunehmen gewesen wäre (vgl. BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 25 m.H.), kann offenbleiben, nachdem die zehntägige Frist bereits am 8. Dezember 2023 abgelaufen war (Urk. 8). Das vom Gesuchsgegner erwähnte "termingerechte" Schreiben an das Bundesgericht (Urk. 9) wurde der Beschwerde nicht beigelegt. Für das Beschwerdeverfahren fehlt es daher an einem tauglichen Anfechtungsob- jekt, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Ebenso wenig ist auf die Aberkennungsklage einzutreten. Die Aberkennungsklage steht dem Schuldner nur nach Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung zu, aber nicht, wenn – wie vorliegend – von einer Behörde oder einem Gericht bereits endgültig über den Anspruch entschieden worden ist (siehe Art. 83 Abs. 1 SchKG).”
“Ein unbegründeter Entscheid kann indessen nicht - 5 - direkt angefochten werden. Vielmehr ist in einem solchen Fall eine schriftliche Begründung nachzuliefern, wenn eine Partei das innert zehn Tagen seit der Er- öffnung des unbegründeten Entscheids verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO; vgl. auch den diesbezüglich korrekten Hinweis im Dispositiv des angefochtenen Urteils [Urk. 34 S. 6 Dispositivziffer 10]). Erst der begründete Entscheid stellt ein taugli- ches Anfechtungsobjekt dar. Dagegen ist auf ein Rechtsmittel gegen einen unbe- gründeten Entscheid nicht einzutreten (Staehelin, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 239 N 31 m.w.H.; BSK ZPO- Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.w.H.). Entsprechend ist auf die Beschwerde des Beklagten bzw. korrekterweise – wie in vorstehender Erwägung 2 ausgeführt – auf seine Berufung mangels Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.”
Das Gericht kann die schriftliche Begründung von Amtes wegen nachliefern. Dies erfolgt insbesondere bei Entscheiden einer kantonalen Einzelinstanz (Art. 5 ZPO), die gemäss Art. 112 LTF d’office schriftlich zu begründen sind.
“En l'espèce, les dépens de la procédure superprovisionnelle ont été réservés par l’ordonnance du 3 avril 2024. Compte tenu de l'importance de la cause et du temps consacré par l’avocat de la requérante, les dépens pour les procédures superprovisionnelle et provisionnelle doivent être arrêtés à 15’000 fr. et les débours à 750 fr., à charge de l’intimé. c) En définitive, l’intimé versera à la requérante un montant de 20’750 fr., soit 5'000 fr. à titre de restitution d’avance de frais de justice des procédures superprovisionnelle et provisionnelle, et 15’750 fr. à titre de dépens. XI. Les décisions prises en instance cantonale unique selon les art. 5 ss CPC doivent, en vertu de l'art. 112 LTF, être communiquées par écrit. Une communication orale suivie d'une motivation écrite selon les art. 239 al. 1 et 2 CPC est exclue. La réserve du droit cantonal prévue à l'art. 112 al. 2 LTF ne s'applique pas non plus, le domaine de la procédure civile ne relevant plus du droit cantonal (Staehelin, in Sutter-Somm, Hasenböhler, Leuenberger éd., ZPO-Kommentar, n. 38 ad art. 239 CPC; Oberhammer, in Spühler/Tenchio/Infanger (éd.), Basler Kommentar, n. 10 ad art. 239 CPC; Hofmann/Lüscher, Le Code de procédure civile, Berne 2009, p. 150; Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, Zurich 2010, n. 4 ad art. 239 CPC; contra: Tappy, CPC Commenté, nn. 24-25 ad art. 239 CPC). Par conséquent, la présente ordonnance est motivée d'office. * * * * * Par ces motifs, la juge déléguée, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Ordonne à L.________ de maintenir le Know-How License Agreement conclu le 1er février 2018 entre L.________ et H.________ SA et de poursuivre son exécution conformément à ses termes. II. Interdit à L.________ de prendre contact, directement ou par l’intermédiaire d’un tiers, avec [...], ses filiales, leurs employés ou leurs organes, afin d’interférer, respectivement d’essayer d’interférer, dans la relation contractuelle liant [...] et/ou ses filiales à H.________ SA. III. Interdit à L.”
“1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant et les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). Les intimés, qui obtiennent entièrement gain de cause, ont droit à des dépens, solidairement entre eux, à la charge de la requérante, soit 4’500 fr. à titre de défraiement de leur conseil et 225 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). VIII. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, le juge délégué, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 1er mars 2024 par la requérante Z.________ à l'encontre des intimés X.________ et R.________. II. Arrête les frais de la procédure provisionnelle à 2’912 fr. 80 (deux mille neuf cent douze francs et huitante centimes) pour la requérante. III. Condamne la requérante à verser aux intimés, solidairement entre eux, le montant de 907 fr. 60 (neuf cent sept francs et soixante centimes) à titre de remboursement de leur avance de frais et de 4'725 fr. (quatre mille sept cent vingt-cinq francs), à titre de dépens. Le juge délégué : La greffière : S. Parrone M. Bron Du L'ordonnance qui précède, lue et approuvée à huis clos, est notifiée, par l'envoi de photocopies, aux conseils des parties.”
“1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant et les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). L’intimée, qui obtient entièrement gain de cause, a droit à des dépens, à la charge de la requérante, soit 7’500 fr. à titre de défraiement de son conseil et 375 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). VIII. La présente décision, rendue par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivée d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, la juge déléguée, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 14 septembre 2023 par la requérante O.________ à l'encontre de l’intimée W.________. II. Arrête les frais de la procédure provisionnelle à 5’000 fr. (cinq mille francs) pour la requérante. III. Condamne la requérante à verser à l’intimée le montant de 7'875 fr. (sept mille huit cent septante-cinq francs), à titre de dépens. La juge déléguée : La greffière : C. Kühnlein M. Bron Du L'ordonnance qui précède, lue et approuvée à huis clos, est notifiée, par l'envoi de photocopies, aux conseils des parties. La présente ordonnance peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art. 72 ss LTF et 90 ss LTF (loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral - RS 173.”
“1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant et les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). Les intimés, qui obtiennent entièrement gain de cause, ont droit à des dépens, solidairement entre eux, à la charge des requérantes, solidairement entre elles, soit 13’000 fr. à titre de défraiement de leur conseil et 650 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). XII. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, le juge délégué, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 25 novembre 2021 par les requérantes à l’encontre des intimés, complétée par écritures des 17 janvier, 11 février, 16 août et 22 septembre 2022. II. Dit qu’en conséquence les mesures prises sous chiffres I. et II. du dispositif de l’ordonnance de mesures superprovisionnelles du 29 novembre 2021 sont levées. III. Met les frais de judiciaires de la procédure provisionnelle et superprovisionnelle, arrêtés à 5'268 fr. 30 (cinq mille deux cent soixante-huit francs et trente centimes) à la charge des requérantes, solidairement entre elles. IV. Condamne les requérantes, solidairement entre elles, à verser aux intimés, solidairement entre eux, le montant de 13’650 fr. (treize mille six cent cinquante francs) à titre de dépens. V. Déclare la présente ordonnance immédiatement exécutoire, nonobstant recours ou appel. VI. Rejette toutes autres ou plus amples conclusions.”
Wird die schriftliche Begründung nur für einzelne Dispositivziffern verlangt, gilt dies nach der zitierten Rechtsprechung als Verzicht auf die Anfechtung der übrigen, nicht beanstandeten Ziffern; diese Teile des Entscheids sind damit in Bezug auf eine Berufung oder Beschwerde nicht mehr angefochten.
“Der Kindsvater beanstandet, dass das Zivilgericht bis jetzt keine alternierende Obhut angeordnet hat. Wenn er hätte beanstanden wollen, dass die Zivilgerichtspräsidentin nicht vorsorglich alternierende Obhut angeordnet hat, hätte er Berufung gegen ihren Entscheid vom [...] 2023 ergreifen können und müssen. Indem er seinen Antrag auf schriftliche Begründung dieses Entscheids mit Eingabe vom 21. Juni 2023 auf die Ziffern 1 und 2 des Dispositivs beschränkt hat, hat er jedoch auf eine Anfechtung der Regelung des Kontakts zwischen ihm und seinem Sohn in Ziffer 3 des Entscheids vom [...] 2023 verzichtet (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Damit ergibt sich aus einem formell rechtskräftigen Entscheid, dass vorsorglich keine alternierende Obhut angeordnet wird. Folglich kann die Frage, ob eine vorsorgliche Anordnung alternierender Obhut zu Recht nicht erfolgt ist, im Staatshaftungsverfahren nicht überprüft werden, und kann der Kindsvater seine Genugtuungsforderung nicht damit begründen, dass zu Unrecht keine vorsorgliche Anordnung alternierender Obhut erfolgt sei. Ob im definitiven Entscheid allenfalls alternierende Obhut anzuordnen ist, wird das Dreiergericht des Zivilgerichts nach der Hauptverhandlung entscheiden. Dass diese noch nicht stattgefunden hat, ist nicht zu beanstanden. Der Kindsvater behauptet, dass sich die Kindsmutter nicht an Ziffer 3 des Dispositivs des Entscheids der Zivilgerichtspräsidentin vom [...] 2023 gehalten habe, und beanstandet, dass das Zivilgericht die Kindsmutter bis jetzt nicht ermahnt hat, den Entscheid einzuhalten. Diese Rüge ist unbegründet. Wird der geregelte Kontakt eines Elternteils zu seinem Kind vom anderen Elternteil unterbunden, so erfordert dies soweit möglich eine zügige Beurteilung durch das angerufene Gericht.”
Blosses Unaufmerksamsein oder eine versäumte Frist genügt für die Wiederherstellung der Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO nicht; es müssen objektive oder subjektive Hinderungsgründe dargetan werden, die das rechtzeitige Verlangen der schriftlichen Begründung verhindert haben.
“Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass die Berufungsklägerin keinen objektiven oder subjektiven Hinderungsgrund vorbringt, der sie ohne eigenes oder höchstens mit leichtem Verschulden von der Wahrung der Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO abgehalten hat. Die Abweisung ihres Gesuchs um Wiederherstellung der Frist zur Begründung des Urteils vom”
Grundsatz: Mit der Eröffnung/Kommunikation des Entscheids ist das erstinstanzliche Gericht nach Art. 239 ZPO dessaisiert; ab diesem Zeitpunkt kann es den Entscheid nicht mehr eigenständig abändern. Eine Korrektur ist nur im Rahmen der in der Rechtsprechung genannten Möglichkeiten, namentlich eines allenfalls möglichen Berichtigungsakts wegen Lapsus nach Art. 334 ZPO, denkbar.
“Elle a rappelé que selon la jurisprudence cantonale développée dans le cadre du CPC (Code de procédure civile ; RS 272), le débiteur qui fait opposition à un commandement de payer n’est pas censé se tenir prêt à tout moment à recevoir une requête de mainlevée, car il s’agit d’une nouvelle procédure, et le jugement de mainlevée doit être annulé d’office lorsque le poursuivi n’a pas reçu la requête de mainlevée ; dans cette mesure et par économie de procédure, elle n’entendait pas revenir sur sa décision du 16 avril 2024, la poursuivante étant invitée à lui indiquer dans un délai au 3 mai suivant si sa lettre devait être considérée comme un recours. Par écrit du 29 avril 2024, la poursuivante a prié la juge de paix de considérer sa lettre du 19 avril précédent comme un recours et a pris les conclusions formelles suivantes, avec suite de frais et dépens : principalement, la décision rendue le 16 avril 2024 est nulle, subsidiairement, elle est annulée et le prononcé du 19 mars 2024 est confirmé. La juge de paix a transmis le dossier à la cour de céans, autorité de recours, le 1er mai 2024. Le 13 juin 2024, dans le délai imparti à cet effet, la poursuivie, intimée au recours, a conclu au rejet de ce dernier, avec suite de frais et dépens. En droit : I. Interjeté dans les dix jours suivant la notification de la décision attaquée, motivé et comportant des conclusions, le recours est recevable (art. 321 all. 1 et 2 CPC). II. En vertu du principe de dessaisissement, le juge ne peut revenir en arrière et corriger son prononcé, même s’il a le sentiment de s’être trompé, à partir de l’instant où le jugement est communiqué aux parties (art. 239 CPC). Une erreur de fait ou de droit ne peut être redressée qu’au travers des différentes voies de recours prévues par la loi, au niveau cantonal et fédéral (Schweizer, in Bohnet et alii [éd.], Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd. 2019, n. 1 ad art. 334 CPC). Est un motif de nullité d’une décision l’incompétence qualifiée, matérielle ou fonctionnelle, de l’autorité qui a statué (ATF 148 II 564 consid. 7.2 et les références citées). En l’espèce, la juge de paix a communiqué son prononcé de mainlevée d’opposition du 19 mars 2024 aux parties en leur notifiant le dispositif écrit (art. 239 al. 1 let. b CPC). A partir de ce moment, elle ne pouvait plus modifier sa décision – sous réserve d’un éventuel rectificatif au sens de l’art. 334 CPC, en présence d’un lapsus calami – ni, a fortiori, l’annuler purement et simplement. Peu importe que le seul dispositif ne soit pas exécutoire en l’état de la pratique de la cour de céans (CPF 29 décembre 2023/39 consid. II). La décision de mainlevée d’opposition a été prise et communiquée aux parties et seule l’autorité de recours est désormais compétente pour l’annuler ou la réformer (art.”
Fehlende oder mangelhafte Formvorschriften (etwa fehlende Entscheidgründe oder eine mangelhafte Unterschrift) werden in den zitierten Entscheidungen typischerweise als formelle Mängel behandelt. Allein das Fehlen einer schriftlichen Begründung begründet nach schweizerischer Sicht nicht ohne Weiteres einen Verstoss gegen den verfahrensrechtlichen ordre public. Formmängel sind grundsätzlich berichtigt werden zu können; die Feststellung der Nichtigkeit bleibt dagegen die Ausnahme.
“Zum einen macht die Beschwerdeführerin geltend, das Urteil des Bezirks- gerichts G. enthalte weder eine Sachverhaltsdarstellung noch Entscheid- gründe. Darin liege ein grober Verstoss gegen den verfahrensrechtlichen ordre public (act. A.2 Ziff. 4). Diese Rüge erweist sich zum Vornherein als unbegründet. Nach Art. 34 Ziff. 1 LugÜ wird eine Entscheidung nicht anerkannt, wenn die Aner- kennung der öffentlichen Ordnung (ordre public) des Staates, in dem sie geltend gemacht wird, offensichtlich widersprechen würde. Das schweizerische Recht kennt ebenfalls unbegründete Entscheide (vgl. Art. 239 ZPO). Allein im Umstand, dass sich dem Urteil des Bezirksgerichts G. keine Entscheidbegründung entnehmen lässt, kann aus schweizerischer Sicht daher keine Verletzung verfah- rensrechtlicher Grundprinzipien erblickt werden.”
“De toute manière, en accord avec la doctrine, il y a lieu de considérer que l'absence de signature valable ne justifie pas l'annulation de la décision, mais sa rectification (Tappy, CR-CPC, n. 16 ad art. 238). Il s'agit d'un vice de forme et le principe de la bonne foi impose aux parties de signaler immédiatement ce vice au tribunal afin qu'il le corrige (Tappy, ibidem). Or, rien de tel n'a été entrepris en l'espèce, puisqu'aucune demande allant dans ce sens n'a été adressée au premier juge. Il paraît abusif de s'en prévaloir dans le cadre de la procédure de recours seulement, dès lors que deux avis successifs portant les mêmes mentions ont été notifiés à la recourante, sans que celle-ci ne demande la rectification de la signature de ces avis, alors qu'elle aurait eu tout loisir de le faire. Cette considération se justifie d'autant plus que la décision entreprise est une décision relative à l'avance de frais, qui est une ordonnance d'instruction sans contenu matériel qui génère, de par sa nature, des exigences moins élevées d'un point de vue formel (moindre formalisme ; Tappy, op. cit., n. 20 ad art. 239 CPC ; voir aussi TF 9C_511/2014 du 26 septembre 2014). A ceci s'ajoute que le CPC ne précise pas quelles sont les exigences formelles en ce qui concerne les demandes en matière d’avance de frais, sans que le Tribunal fédéral ne se soit encore prononcé directement sur cette question (TF 5A_327/327/2014 consid. 3.2). Enfin et surtout, on ne voit pas en quoi le vice dénoncé serait à même de créer pour les parties un préjudice concret justifiant de constater la nullité de la décision, qui doit demeurer exceptionnelle (TF 4A_224/2017 du 27 juin 2017 consid. 2.3.2). En définitive, le vice de forme dénoncé est sans incidence sur la question à trancher, soit sur la validité de l’avance de frais. La recourante l'admet du reste elle-même à l'appui de sa réplique spontanée, puisqu'elle relève que la cause est en état d'être jugée, l'autorité de recours pouvant décider de mettre l'avance de frais litigieuse à charge des intimés. Quant à la critique de la recourante concernant l’annulation de la première décision, elle est également infondée.”
Bei nichtiger bzw. ungültiger Zustellung des Dispositivs kann die Sache zur erneuten Mitteilung zurückgewiesen werden; eine solche neue Mitteilung löst den Beginn der Frist von zehn Tagen für das Begehren um eine schriftliche Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO aus.
“On ne peut pas considérer qu’on se trouve dans le cas où le recourant a retiré le pli recommandé durant son service militaire alors qu’il aurait pu le retirer avant, ce dont on pourrait induire qu’il a agi dans le dessein conscient de retarder la procédure et qu’il abuse ainsi du droit à la suspension de la poursuite dirigée contre un débiteur au service militaire, comme c’était le cas du débiteur dans l’arrêt TF 7B.76/2005 du 22 mai 2005 (BlSchK 2005 p. 217). Rien en effet ne permet de considérer que le recourant aurait pu retirer ce pli avant de commencer son service, dès lors qu’on ignore quel jour il a pris connaissance de l’avis pour retrait. Il paraît au contraire vraisemblable que cela se soit produit le 18 novembre 2021, alors qu’il était déjà au service, raison pour laquelle il a demandé à la poste de prolonger le délai de garde du recommandé. Il s’ensuit que le recours doit être admis et la décision attaquée du 15 décembre 2021 annulée. Vu la nullité de la notification du dispositif du prononcé du 11 novembre 2021 au recourant, la cause devrait être renvoyée à la première juge pour qu’elle procède à une nouvelle notification, ce qui aurait pour effet de faire partir un nouveau délai de demande de motivation (art. 239 al. 2 CPC). Par économie de procédure, toutefois, et dès lors que le recourant a eu connaissance du dispositif en cause et a eu l’occasion d’en demander la motivation, il y a lieu de renvoyer la cause à la juge de paix pour qu’elle motive le prononcé de mainlevée d’opposition et le notifie aux parties. c) La « demande de changement de juge », qui constitue éventuellement une demande de récusation, est quant à elle sans objet, la juge de paix ayant déjà statué et rendu le dispositif de sa décision. III. Vu ce qui précède, il se justifie de laisser les frais judiciaires de deuxième instance à la charge de l’Etat (art. 107 al. 2 CPC) et de restituer au recourant son avance de frais de 540 francs. Il ne lui est en revanche pas alloué de dépens, dès lors qu’il a procédé sans l’assistance d’un conseil. Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites, prononce : I. Le recours est admis. II.”
Das Gericht kann den Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen. Verlangt eine Partei innerhalb von zehn Tagen seit Eröffnung die schriftliche Begründung, ist diese nachzuliefern. Unterlässt die Partei das Verlangen, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung; ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid ist in der Regel nicht entgegenzunehmen bzw. es ist nicht auf ein solches Rechtsmittel einzutreten.
“Das Gericht kann seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219, Art. 251 lit. a und Art. 252 ff. ZPO). Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides ver- langt (Art. 239 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die schriftliche Begründung des Entscheides ist Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Beschwerde (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Wird innert Frist keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheides (Art. 239 Abs. 2 Satz 2 ZPO). Da erst der begründe- te Entscheid ein taugliches Anfechtungsobjekt für eine Beschwerde darstellt, ist - 3 - auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid nicht einzutreten (BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.H.).”
“Si, comme dans la plupart des cas de notification par voie édictale, seul le dispositif a été notifié (irrégulièrement), il doit être fait droit à la demande de motivation écrite de la décision, si elle est déposée dans les 10 jours (art. 239 al. 2 CPC) dès le moment où l'intéressé en a eu connaissance, étant précisé que le dispositif non motivé (art. 239 al. 1 CPC) n'acquiert caractère exécutoire au plus tôt que dès le lendemain de l'échéance du délai de 10 jours de l'art. 239 al. 2 CPC. Si la demande de motivation est rejetée, l'intéressé peut contester ce refus, qui constitue une décision finale (BASTONS BULLETTI, op. cit., n° 7; cf. arrêt 5D_160/2014 du 26 janvier 2015 consid. 2.6), par la voie et le délai de l'appel ou du recours contre la décision dont la motivation a été refusée (cf. arrêt 4A_128/2017 du 12 mai 2017 consid. 5.5, publié in RSPC 2017 p. 431; BASTONS BULLETTI, in Newsletter CPC Online du 26 octobre 2017; cf. aussi arrêt 5A_129/2023 du 28 février 2023 consid. 6). La demande de motivation est un préalable indispensable à la recevabilité de l'appel ou du recours. Partant, si une partie s'adresse directement au tribunal supérieur, sans requérir préalablement de motivation, et bien que l'indication des voies de droit l'ait clairement avisé des exigences de l'art. 239 al. 2 CPC, le recours est irrecevable (arrêt 5A_678/2013 du 7 novembre 2013 consid.”
“Das Gericht kann seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen (Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO in Verbindung mit Art. 219, Art. 251 lit. a und Art. 252 ff. ZPO). Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die schriftliche Begründung des Entscheides ist Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Beschwerde (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Da erst der begründete Entscheid ein taugliches Anfech- tungsobjekt für eine Beschwerde darstellt, ist auf ein Rechtsmittel gegen einen unbegründeten Entscheid nicht einzutreten (BSK ZPO-Steck/Brunner, Art. 239 N 21 ff. m.H.).”
Bei nachträglicher Nachlieferung der schriftlichen Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO muss die begründete Verfügung der Meinung des ursprünglich am Entscheid beteiligten Spruchkörpers entsprechen. Ein Wechsel der Besetzung für die Nachlieferung ist nicht statthaft; eine Mitwirkung neuer Personen kann die gehörige Besetzung beeinträchtigen und zu Prozessmängeln führen, die gegebenenfalls die Rechtswirksamkeit der nachgelieferten Begründung betreffen können.
“1 EMRK hat jede Person, deren Sache in einem gerichtlichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch auf ein durch Gesetz geschaffenes, zuständiges, unabhängiges und unparteiisches Ge- richt. Die Garantien von Art. 30 Abs. 1 BV – gehörige, richtige zusammengesetzte und vollständige Besetzung des Gerichts ohne Mitwirkung Unbefugter (BGer 5A_523/2017 vom 13. Januar 2015 E. 2.2) – sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch auf die Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber der Gerichte anwendbar, sofern sie an der Willensbildung des Spruchkörpers mitwir- ken. Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber sind zwar hauptsächlich für die Protokollierung der Verhandlungen und die Ausfertigung der Entscheide des Gerichts zuständig, haben jedoch nach § 133 Abs. 1 GOG auch beratende Stimme bei der Entscheidfällung und können ihre abweichende Meinung formell zu Protokoll geben (§ 124 GOG). Im hier zu beurteilenden Fall hatte die Vorin- stanz eine schriftliche Begründung der unter der Einzelrichterin Dr. iur. E._____ und der Gerichtsschreiberin MLaw F._____ in unbegründeter Fassung gefällten Verfügung vom tt.mm.2023 (Z2) im Sinne Art. 239 Abs. 2 ZPO nachzuliefern. Die begründete Verfügung muss gleich wie die im Dispositiv ergangene Verfügung vom tt.mm.2023 der Meinung des Spruchkörpers entsprechen. Ein Wechsel des Spruchkörpers ist für die Nachlieferung der schriftlichen Begründung nicht statt- haft (vgl. CR ZPO-Tappy, Art. 238 N 6a). Da in der angefochtenen Verfügung vom tt.mm.2023 (Z5) neu die Gerichtsschreiberin MLaw D._____ mitwirkte, war die Vorinstanz nicht gehörig besetzt. Sie verstiess damit gegen § 133 Abs. 1 GOG und beging eine formelle Rechtsverweigerung. Prozesshandlungen eines ungehö- rig besetzten Gerichts sind nichtig. Dies ist von Amtes wegen zu berücksichtigen. Der Mangel kann im zweitinstanzlichen Berufungsverfahren nicht behoben wer- den (vgl. Hauser/Schweri/Lieber, Kommentar zum GOG, 2. A. Zürich 2017, § 14 N 3a). Der vorliegende Mangel ist als derart schwer einzustufen, dass er als Folge die Nichtigkeit der in begründeter Fassung erlassenen Verfügung vom tt.mm.2023 (Z5) nach sich zieht. Der Mangel erweist sich – ein Blick auf die Rubren der unbe- gründeten und begründeten Fassung der Verfügungen vom tt.”
“1 EMRK hat jede Person, deren Sache in einem gerichtlichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch auf ein durch Gesetz geschaffenes, zuständiges, unabhängiges und unparteiisches Ge- richt. Die Garantien von Art. 30 Abs. 1 BV – gehörige, richtige zusammengesetzte und vollständige Besetzung des Gerichts ohne Mitwirkung Unbefugter (BGer 5A_523/2017 vom 13. Januar 2015 E. 2.2) – sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch auf die Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber der Gerichte anwendbar, sofern sie an der Willensbildung des Spruchkörpers mitwir- ken. Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber sind zwar hauptsächlich für die Protokollierung der Verhandlungen und die Ausfertigung der Entscheide des Gerichts zuständig, haben jedoch nach § 133 Abs. 1 GOG auch beratende Stimme bei der Entscheidfällung und können ihre abweichende Meinung formell zu Protokoll geben (§ 124 GOG). Im hier zu beurteilenden Fall hatte die Vorin- stanz eine schriftliche Begründung der unter der Einzelrichterin Dr. iur. E._____ und der Gerichtsschreiberin MLaw F._____ in unbegründeter Fassung gefällten Verfügung vom tt.mm.2023 (Z2) im Sinne Art. 239 Abs. 2 ZPO nachzuliefern. Die begründete Verfügung muss gleich wie die im Dispositiv ergangene Verfügung vom tt.mm.2023 der Meinung des Spruchkörpers entsprechen. Ein Wechsel des Spruchkörpers ist für die Nachlieferung der schriftlichen Begründung nicht statt- haft (vgl. CR ZPO-Tappy, Art. 238 N 6a). Da in der angefochtenen Verfügung vom tt.mm.2023 (Z5) neu die Gerichtsschreiberin MLaw D._____ mitwirkte, war die Vorinstanz nicht gehörig besetzt. Sie verstiess damit gegen § 133 Abs. 1 GOG und beging eine formelle Rechtsverweigerung. Prozesshandlungen eines ungehö- rig besetzten Gerichts sind nichtig. Dies ist von Amtes wegen zu berücksichtigen. Der Mangel kann im zweitinstanzlichen Berufungsverfahren nicht behoben wer- den (vgl. Hauser/Schweri/Lieber, Kommentar zum GOG, 2. A. Zürich 2017, § 14 N 3a). Der vorliegende Mangel ist als derart schwer einzustufen, dass er als Folge die Nichtigkeit der in begründeter Fassung erlassenen Verfügung vom tt.mm.2023 (Z5) nach sich zieht. Der Mangel erweist sich – ein Blick auf die Rubren der unbe- gründeten und begründeten Fassung der Verfügungen vom tt.”
“1 EMRK hat jede Person, deren Sache in einem gerichtlichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch auf ein durch Gesetz geschaffenes, zuständiges, unabhängiges und unparteiisches Ge- richt. Die Garantien von Art. 30 Abs. 1 BV – gehörige, richtige zusammengesetzte und vollständige Besetzung des Gerichts ohne Mitwirkung Unbefugter (BGer 5A_523/2017 vom 13. Januar 2015 E. 2.2) – sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch auf die Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber der Gerichte anwendbar, sofern sie an der Willensbildung des Spruchkörpers mitwir- ken. Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber sind zwar hauptsächlich für die Protokollierung der Verhandlungen und die Ausfertigung der Entscheide des Gerichts zuständig, haben jedoch nach § 133 Abs. 1 GOG auch beratende Stimme bei der Entscheidfällung und können ihre abweichende Meinung formell zu Protokoll geben (§ 124 GOG). Im hier zu beurteilenden Fall hatte die Vorin- stanz eine schriftliche Begründung der unter der Einzelrichterin Dr. iur. E._____ und der Gerichtsschreiberin MLaw F._____ in unbegründeter Fassung gefällten Verfügung vom tt.mm.2023 (Z2) im Sinne Art. 239 Abs. 2 ZPO nachzuliefern. Die begründete Verfügung muss gleich wie die im Dispositiv ergangene Verfügung vom tt.mm.2023 der Meinung des Spruchkörpers entsprechen. Ein Wechsel des Spruchkörpers ist für die Nachlieferung der schriftlichen Begründung nicht statt- haft (vgl. CR ZPO-Tappy, Art. 238 N 6a). Da in der angefochtenen Verfügung vom tt.mm.2023 (Z5) neu die Gerichtsschreiberin MLaw D._____ mitwirkte, war die Vorinstanz nicht gehörig besetzt. Sie verstiess damit gegen § 133 Abs. 1 GOG und beging eine formelle Rechtsverweigerung. Prozesshandlungen eines ungehö- rig besetzten Gerichts sind nichtig. Dies ist von Amtes wegen zu berücksichtigen. Der Mangel kann im zweitinstanzlichen Berufungsverfahren nicht behoben wer- den (vgl. Hauser/Schweri/Lieber, Kommentar zum GOG,”
Mit Eröffnung des Entscheids an die Parteien wird das erstinstanzliche Gericht in der Sache dessaisiert; es kann den Entscheid nicht mehr abändern oder aufheben. Korrekturen bleiben nur im gesetzlich vorgesehenen Rahmen möglich (z. B. Berichtigung/Rectificatif etwa bei lapsus calami nach Art. 334 ZPO). Fehler in der Entscheidung sind über die vorgesehenen Rechtsmittel der nächsthöheren Instanz zu beheben.
“Elle a rappelé que selon la jurisprudence cantonale développée dans le cadre du CPC (Code de procédure civile ; RS 272), le débiteur qui fait opposition à un commandement de payer n’est pas censé se tenir prêt à tout moment à recevoir une requête de mainlevée, car il s’agit d’une nouvelle procédure, et le jugement de mainlevée doit être annulé d’office lorsque le poursuivi n’a pas reçu la requête de mainlevée ; dans cette mesure et par économie de procédure, elle n’entendait pas revenir sur sa décision du 16 avril 2024, la poursuivante étant invitée à lui indiquer dans un délai au 3 mai suivant si sa lettre devait être considérée comme un recours. Par écrit du 29 avril 2024, la poursuivante a prié la juge de paix de considérer sa lettre du 19 avril précédent comme un recours et a pris les conclusions formelles suivantes, avec suite de frais et dépens : principalement, la décision rendue le 16 avril 2024 est nulle, subsidiairement, elle est annulée et le prononcé du 19 mars 2024 est confirmé. La juge de paix a transmis le dossier à la cour de céans, autorité de recours, le 1er mai 2024. Le 13 juin 2024, dans le délai imparti à cet effet, la poursuivie, intimée au recours, a conclu au rejet de ce dernier, avec suite de frais et dépens. En droit : I. Interjeté dans les dix jours suivant la notification de la décision attaquée, motivé et comportant des conclusions, le recours est recevable (art. 321 all. 1 et 2 CPC). II. En vertu du principe de dessaisissement, le juge ne peut revenir en arrière et corriger son prononcé, même s’il a le sentiment de s’être trompé, à partir de l’instant où le jugement est communiqué aux parties (art. 239 CPC). Une erreur de fait ou de droit ne peut être redressée qu’au travers des différentes voies de recours prévues par la loi, au niveau cantonal et fédéral (Schweizer, in Bohnet et alii [éd.], Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd. 2019, n. 1 ad art. 334 CPC). Est un motif de nullité d’une décision l’incompétence qualifiée, matérielle ou fonctionnelle, de l’autorité qui a statué (ATF 148 II 564 consid. 7.2 et les références citées). En l’espèce, la juge de paix a communiqué son prononcé de mainlevée d’opposition du 19 mars 2024 aux parties en leur notifiant le dispositif écrit (art. 239 al. 1 let. b CPC). A partir de ce moment, elle ne pouvait plus modifier sa décision – sous réserve d’un éventuel rectificatif au sens de l’art. 334 CPC, en présence d’un lapsus calami – ni, a fortiori, l’annuler purement et simplement. Peu importe que le seul dispositif ne soit pas exécutoire en l’état de la pratique de la cour de céans (CPF 29 décembre 2023/39 consid. II). La décision de mainlevée d’opposition a été prise et communiquée aux parties et seule l’autorité de recours est désormais compétente pour l’annuler ou la réformer (art.”
Erklärt das Gericht den Entscheid bewusst ohne schriftliche Begründung, so muss es auf Verlangen einer Partei die schriftliche Begründung nachliefern (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Diese Nachlieferung dient dem rechtlichen Gehör und ermöglicht den betroffenen Parteien, die Tragweite des Entscheids zu beurteilen und die Anfechtung vorzubereiten.
“Damit die Parteien ihrer Begründungspflicht im Rechtsmittelverfahren nach- kommen können, ist vorausgesetzt, dass sie den Entscheid, den die Erstinstanz gefällt hat, verstehen und kritisieren können. Ein Gericht hat seinen Entscheid da- her zu begründen (Art. 238 lit. g ZPO). Die Pflicht ist Ausdruck des rechtlichen Gehörs, auf das die Parteien Anspruch haben (Art. 53 ZPO; Art. 29 Abs. 2 BV). Dabei wird nicht verlangt, dass das Gericht sich mit allen Parteistandpunkten ein- lässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschrän- ken. Die Begründung muss jedoch so abgefasst sein, dass sich die Betroffenen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (statt vieler BGE 143 III 65 E. 5.2). Erlässt es den Entscheid bewusst ohne Begründung, was in erster Instanz nach Art. 239 Abs. 1 ZPO erlaubt ist (und in Zukunft gar der Regelfall sein wird gemäss der von der Bundesversammlung am 17. März 2023 beschlossenen Än- derung von Art. 239 Abs. 1 ZPO), so muss es diese Begründung nachliefern, so- fern eine Partei dies verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO).”
Bei Widersprüchen zwischen der mündlichen Kurzbegründung und der nachträglichen schriftlichen Begründung geht die schriftliche Begründung vor; sie ist massgeblich.
“Auch wenn auf die Rüge eingetreten würde, wäre diese im Übrigen nicht geeignet, die Sachverhaltsfeststellung des Zivilgerichts als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen. Wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt, erscheint es vielmehr naheliegend, dass sich der Sohn des Beschwerdegegners in der Zeit, für welche die Verwandtenunterstützung geltend gemacht wird, mit gutem Willen das zum Lebensunterhalt Notwendige durch eine zumutbare Erwerbstätigkeit selbst hätte beschaffen können, und hat der Beschwerdeführer den Beweis des Vorliegens einer Notlage selbst bei Anwendung des Beweismasses der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erbracht. Der Beschwerdeführer macht geltend, in der kurzen mündlichen Begründung anlässlich der Hauptverhandlung vom 3. Juni 2020 habe der Zivilgerichtspräsident erklärt, er sehe die Notlage als gegeben (Beschwerde Ziff. 10). Bei einem Widerspruch zwischen der mündlichen Begründung und der nachträglichen schriftlichen Begründung ist allein diese massgebend (BGer 5P.227/2002 vom 1. Oktober 2002 E. 2; Naegeli/Mayhall, in: Oberhammer et al. [Hrsg.], Kurzkommentar, 2. Auflage, Basel 2014, Art. 239 ZPO N 22). Folglich könnte der Beschwerdeführer aus einem allfälligen Widerspruch zwischen der mündlichen Kurzbegründung und der schriftlichen Begründung nichts für sich ableiten und kann die Frage, ob der Zivilgerichtspräsident die Notlage in seiner mündlichen Kurzbegründung bejaht hat oder nicht, offen bleiben.”
Fehlt oder ist die Begründung unzureichend, begründet dies nicht stets die Aufhebung des Entscheids. Die oberinstanzliche Behörde kann — soweit sie das Recht frei anwendet und das Gericht von Amtes wegen prüft — die unzureichende oder fehlende Motivation durch eine eigene Begründung ersetzen. Dies setzt voraus, dass die Tatsachen- und Rechtslage eine solche Korrektur erlaubt und die Parteirechte dadurch gewahrt bleiben.
“Pour répondre à ces exigences, le juge doit mentionner, au moins brièvement, les motifs qui l'ont guidé et sur lesquels il a fondé sa décision, de manière à ce que l'intéressé puisse se rendre compte de la portée de celle-ci et l'attaquer en connaissance de cause (ATF 135 III 513 consid. 3.6.5 et 134 I 83 consid. 4.1). L'autorité n'a pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits mais peut se limiter à ceux qui, sans arbitraire, apparaissent pertinents (ATF 124 II 146 consid. 2). Ainsi, les parties doivent pouvoir connaître les éléments de fait et de droit retenus par le juge pour arriver au dispositif (Tappy, Code de procédure civile commenté, Bâle, 2011, n. 7 ad art. 238 CPC). Une motivation insuffisante constitue une violation du droit d'être entendu, que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (Tappy, op. cit., n. 18 ad art. 239 CPC). Toute violation du devoir de motivation ne justifie pas une annulation d'une décision inférieure. Lorsqu'elle applique librement et d'office le droit, la juridiction supérieure peut parfois simplement la corriger en substituant une autre motivation à celle, manquante ou déficiente, du premier juge (Tappy, op. cit., n. 18 ad art. 239 CPC).”
“La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision. En revanche, une autorité se rend coupable d'un déni de justice formel si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (arrêt du Tribunal fédéral 5A_111/2015 du 20 octobre 2015 consid. 3.1). Selon le Tribunal fédéral, lorsque la recourante est en mesure d'attaquer le raisonnement de l'arrêt attaqué, la violation de son droit d'être entendue sous l'angle d'une motivation lacunaire doit être exclue (arrêt du Tribunal fédéral 5A_134/2013 du 23 mai 2013 consid. 4.2). Toute violation du devoir de motivation ne justifie pas une annulation d’une décision inférieure. Lorsqu’elle applique librement et d’office le droit, la juridiction supérieure peut parfois simplement la corriger en substituant une autre motivation à celle, manquante ou déficiente, du premier juge (TAPPY, Code de procédure civile commenté, 2ème éd. 2019, n. 18 ad art. 239 CPC). 2.3 Selon l’art. 214 al. 1 et 2 CPC, le tribunal peut conseiller en tout temps aux parties de procéder à une médiation ou les parties peuvent déposer en tout temps une requête commune visant à ouvrir une procédure de médiation. 2.4 En l’espèce, les premiers juges ont considéré à raison que les faits n’étaient pas litigieux et que la situation juridique était claire. Le recourant a effectivement repris tels quels, dans la partie EN FAIT de son recours, tous les faits pertinents permettant de trancher la présente cause tels qu’établis par le Tribunal. Il n’est pas non plus contesté par les parties que la succession de E______ a été répudiée puis liquidée selon les règles de la faillite et que les rapports contractuels ont pris fin au plus tard le 30 septembre 2023 puisque la résiliation du bail, adressée au recourant personnellement, n’a pas été contestée, bien que les plis aient été retirés au guichet de la Poste, étant précisé que cette résiliation ne comporte aucun motif de nullité.”
“si elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 5A_579/2017 du 13 septembre 2017 consid. 2.1). Il n'y a en particulier pas de violation du droit d'être entendu sous l'angle d'une motivation lacunaire lorsque le recourant est en mesure d'attaquer le raisonnement de l'arrêt attaqué, ce qui démontre qu'il l'a saisi (arrêt du Tribunal fédéral 5A_134/2013 du 23 mai 2013 consid. 4.2). En procédure sommaire, la motivation peut être plus succincte qu'en procédure ordinaire (Mazan, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2ème éd., 2013, n. 7 ad art. 256 CPC). Contrevenant au droit d'être entendu, une motivation insuffisante constitue une violation du droit, que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (Tappy, Commentaire romand CPC, 2ème éd., 2019, n. 18 ad art. 239 CPC).”
Art. 239 Abs. 2 ZPO enthält keine Frist für die Nachlieferung der schriftlichen Begründung; die Entscheidinstanz ist insoweit nicht an eine konkrete zeitliche Vorgabe gebunden. Die Rechtsprechung hält Verzögerungen je nach Umständen für vertretbar (z. B. Protokollberichtigung, ergänzende Verfahrenshandlungen, Umfang der Abklärungen) und bewertet die Angemessenheit der Dauer anhand des Einzelfalls; sehr lange oder offensichtlich unangemessene Verzögerungen können jedoch Anlass zu Beanstandungen geben.
“Soweit die Beschwerdeführerin die für die Urteilsbegründung benötigte Zeitdauer als zu lang rügt, ist auf Art. 239 Abs. 2 ZPO zu verweisen, welcher die schriftliche Urteilsbegründung normiert und hinsichtlich der Dauer keine Vorgaben statuiert. Art. 246 Abs. 1 ZPO liegt zwar der Grundgedanke der Verfahrensbeschleunigung im vereinfachten Verfahren zugrunde (BSK ZPO-Mazan, 3. Aufl., 2017, Art. 246 N 2 ff.). Für den Entscheid aber gelangen die Regeln des ordentlichen Verfahrens zur Anwendung (BSK ZPO-Mazan, 3. Aufl., 2017, Art. 246 N 22). Die durch die Vorinstanz für die Urteilsbegründung benötigte Zeitdauer ist daher nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegner bringen zudem zu Recht vor, dass die Beschwerdeführerin ein Protokollberichtigungsbegehren eingereicht hat, welches zu einer Verzögerung geführt haben dürfte. Somit ist auch diese Rüge der Beschwerdeführerin unbegründet.”
“On ne discerne pas quel retard excessif pourrait être reproché à la Chambre patrimoniale; du reste, le recourant se garde d'entrer dans les détails en pointant des moments précis durant lesquels cette autorité aurait fait montre d'une lenteur déraisonnable. Les deux parties ont voulu compléter leur procédure, ce qui est leur droit le plus strict, mais génère logiquement du retard. Les délais d'attente pour obtenir l'audience finale apparaissent conformes à la marche ordinaire d'un tribunal, sachant à quel point il peut être difficile de trouver une date convenant à tous les intervenants, avocats compris. Subsiste le délai pris pour rédiger la décision motivée. Le recourant a attendu quelques jours avant de déposer une requête en ce sens le 17 juillet 2019, conformément à l'art. 239 al. 2 CPC. A compter de ce moment, un délai de 10 mois s'est écoulé. Il peut apparaître relativement long au regard de l'affaire qui était soumise aux juges, d'autant qu'à ce moment-là, ils avaient déjà dû développer le raisonnement juridique sous-tendant la décision rendue. Il ne restait plus, pour ainsi dire, qu'à le coucher sur le papier et à l'étayer de références. Ceci dit, il faut garder à l'esprit la nature patrimoniale du litige, régi par la maxime de disposition. Le recourant était déjà fixé sur son sort; il ne s'est enquis à aucun moment de l'avancement de la rédaction, ni n'a fait état d'une urgence quelconque. Il déplore devoir payer davantage d'intérêts moratoires à cause de ce retard et souhaiterait en être dispensé. Il avait toutefois la possibilité de s'acquitter du montant en émettant des réserves, ce qu'il s'est refusé à faire jusqu'à ce stade, où il a encore sollicité vainement l'effet suspensif. On concédera qu'un paiement "anticipé" est peu habituel. Mais le recourant pouvait aussi retirer quelque avantage en retenant le capital dû.”
“– entscheiden, sofern die klagende Partei einen entsprechenden Antrag stellt. Diese Voraussetzungen waren vorlie- gend erfüllt. Der Beschwerdegegner stellte bereits in seinem Schlichtungsgesuch den Antrag, die Schlichtungsbehörde solle über die vorliegende Klage gestützt auf Art. 212 Abs. 1 ZPO einen Entscheid fällen, sollte keine einvernehmliche Lösung möglich sein (act. 1 S. 3). Den streitgegenständlichen Sachverhalt erstellte die Vorinstanz, wie in Art. 234 Abs. 1 ZPO vorgesehen, aufgrund der Vorbringen des anwesenden Beschwerdegegners und der von diesem eingereichten Akten. Da- mit erging das Säumnisurteil der Vorinstanz in Übereinstimmung mit den Vorga- ben der ZPO. Dass die Begründung des Entscheids verspätet erfolgt sei, wie der Beschwerdeführer wohl sinngemäss vorbringt, ist nicht zutreffend. Die Eröffnung des Entscheids kann gestützt auf Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO ohne Begründung er- folgen. Eine Begründung erfolgt dann nur, wenn – wie hier – eine Partei dies ver- langt. Dabei ist die Entscheidinstanz an keine Frist gebunden (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Vorliegend erfolgte die Begründung innert zwei Monaten nachdem der Be- schwerdeführer eine solche verlangte. Dies ist ohne Weiteres angemessen. Ebenfalls nicht verletzt ist die Bestimmung von Art. 203 Abs. 4 ZPO, wonach das Schlichtungsverfahren spätestens nach zwölf Monaten abzuschliessen ist. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet, weshalb sie abzuwei- sen ist.”
“________, le fait que la décision du 30 juillet 2021 n’était pas encore motivée constitue un indice démontrant la partialité de l’autorité intimée (recours du 6 septembre 2021, let. B. p. 13 § 3). Le montant des frais retenus dans la décision querellée du 25 août 2021 démontre également, selon elle, que la Justice de paix est totalement partiale (recours du 6 septembre 2021, let. B p. 14 § 3). Rien de cela n’est convaincant ; le montant de l’émolument se trouve du reste dans la limite inférieure de la fourchette prévue à l’art. 28 al. 3 du règlement fribourgeois sur la justice (RJ ; 130.11) et sa fixation ne nécessitait pas une motivation spécifique. On ne peut admettre, comme le soutient la recourante, que les frais ont été fixés d’une manière punitive pour la sanctionner. Concernant la motivation de la décision du 30 juillet 2021, celle-ci a été transmise aux parties le 10 septembre 2021, soit un peu plus d’un mois après que la recourante l’ait requise. La loi n’imposant pas de délai à l’autorité pour motiver sa décision (art. 450f CC qui renvoie à l’art. 239 al. 2 CPC) et le délai d’un mois ne paraissant pas excessif, aucun indice de partialité ne peut être admis sur ce point. 4. En résumé, le dossier laisse effectivement transparaître parfois une certaine lassitude des premiers juges sur la façon de procéder de A.________. Il en ressort également un souhait manifeste de celle-ci d’obtenir une modification de la composition de la Justice de paix, ce qui l’amène à accumuler des reproches pour justifier une prétendue impartialité, reproches dont certains tutoient la mauvaise foi. Sa demande de récusation du 11 août 2021 en est le parfait exemple ; si les décisions des 30 juillet 2021 et 6 août 2021 de la Juge de paix pouvaient peut-être irriter A.________ car la magistrate n’allait pas dans son sens, y voir un comportement procédural gravement lacunaire qui implique la récusation des premiers juges ne relève pas d’une analyse sereine et sérieuse de la question. La Justice de paix était autorisée à statuer elle-même sur cette demande manifestement mal fondée et c’est à juste titre qu’elle l’a déclarée irrecevable.”
Nach einer in Lehre und kantonaler Praxis vertretenen Auffassung (vgl. die zitierte Rechtsprechung) können Entscheidungen der ersten Instanz bereits mit der Mitteilung des Dispositivs vollstreckbar sein. Zur Verhinderung einer Vollstreckung kann der (künftige) Rekurrent vor Einreichung des Rechtsmittels beim übergeordneten Gericht die Anordnung vorsorglicher Massnahmen (z.B. Aussetzung der Vollstreckbarkeit) beantragen; dies wird in der Literatur als zulässiges Mittel dargestellt (analoge Anwendung von Art. 263 ZPO bzw. entsprechende Praxis).
“Une partie de la doctrine, suivie en cela par plusieurs autorités cantonales, préconisent en revanche une autre solution pour les décisions de première instance qui ne peuvent être attaquées que par un recours au sens strict ou par un appel sans effet suspensif, lorsque seul leur dispositif a été communiqué. Ainsi, jusqu'à l'écoulement du délai pour requérir la motivation écrite et, si cette motivation est requise, jusqu'à l'écoulement du délai de recours, la décision est bien exécutoire, selon le prescrit des art. 325 al. 1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?, in ZBJV 151/2015 p. 75, 110; STAEHELIN, in Sutter-Somm et al. [éd.], Kommentar zur ZPO, 3e éd. 2016, n. 35 ad art. 239 CPC; HEINZMANN/BRAIDI, Petit commentaire CPC, 2020, n. 11 ad art. 239 CPC; arrêt TC/FR 101 2018 312 du 2 novembre 2018 consid. 1.2). 3.2.1.3. C'est dans ce dernier sens que va le CPC modifié - dont l'entrée en vigueur doit encore être fixée par le Conseil fédéral (FF 2023 786 ss). Selon l'art. 336 al. 3 (nouveau) CPC, une décision communiquée sans motivation écrite (art. 239 CPC) est exécutoire aux conditions posées à l'art. 336 al. 1 (nouveau) CPC, à savoir notamment lorsqu'elle est entrée en force et que le tribunal n'en a pas suspendu son caractère exécutoire, l'art. 336 al. 1 let. a (nouveau) CPC renvoyant à cet égard notamment aux art. 315 al. 4 et 325 al. 2 CPC dans leur nouvelle teneur. Ainsi, lorsque la partie concernée risque de subir un préjudice difficilement réparable, l'instance d'appel peut exceptionnellement, sur demande et avant le dépôt de l'appel, suspendre le caractère exécutoire d'une décision portant sur des mesures provisionnelles (art. 315 al. 4 let. b avec l'al. 2 et l'al.”
“La décision ne devient ainsi exécutoire qu'une fois une expédition complète notifiée aux parties et le délai pour recourir échu, indépendamment de la question de savoir si un éventuel recours au Tribunal fédéral serait ou non assorti de l'effet suspensif, celui-ci ne pouvant être requis qu'une fois l'expédition de la décision motivée notifiée aux parties (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1, en référence à l'art. 112 al. 2, 3e phr. LTF appliqué par analogie). 3.2.1.2. Certains auteurs étendent néanmoins ce principe aux décisions de première instance et retiennent ainsi qu'il n'est pas admissible que l'on puisse déjà faire exécuter une décision contre laquelle pourra encore être exercé ultérieurement un recours ou un appel, qui serait à ce stade prématuré, mais dans le cadre duquel un effet suspensif pourrait être requis (cf. TAPPY, in Commentaire romand CPC, 2e éd. 2019, n. 22 ad art. 239 CPC, qui paraît néanmoins réserver les décisions présentant un certain degré d'urgence, telles les mesures provisionnelles ou superprovisionnelles), la décision en cause n'étant pas exécutoire tant que la motivation n'a pas été communiquée (cf. DROESE, in Basler Kommentar ZPO, 3e éd. 2017, n. 8 ad art. 336 CPC; KRIECH, in Brunner et al. (éd.), Kommentar ZPO, 2e éd. 2016, n. 8 ad art. 239 CPC). Une partie de la doctrine, suivie en cela par plusieurs autorités cantonales, préconisent en revanche une autre solution pour les décisions de première instance qui ne peuvent être attaquées que par un recours au sens strict ou par un appel sans effet suspensif, lorsque seul leur dispositif a été communiqué. Ainsi, jusqu'à l'écoulement du délai pour requérir la motivation écrite et, si cette motivation est requise, jusqu'à l'écoulement du délai de recours, la décision est bien exécutoire, selon le prescrit des art. 325 al. 1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?”
“Une partie de la doctrine, suivie en cela par plusieurs autorités cantonales, préconisent en revanche une autre solution pour les décisions de première instance qui ne peuvent être attaquées que par un recours au sens strict ou par un appel sans effet suspensif, lorsque seul leur dispositif a été communiqué. Ainsi, jusqu'à l'écoulement du délai pour requérir la motivation écrite et, si cette motivation est requise, jusqu'à l'écoulement du délai de recours, la décision est bien exécutoire, selon le prescrit des art. 325 al. 1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?, in ZBJV 151/2015 p. 75, 110; STAEHELIN, in Sutter-Somm et al. [éd.], Kommentar zur ZPO, 3e éd. 2016, n. 35 ad art. 239 CPC; HEINZMANN/BRAIDI, Petit commentaire CPC, 2020, n. 11 ad art. 239 CPC; arrêt TC/FR 101 2018 312 du 2 novembre 2018 consid. 1.2). 3.2.1.3. C'est dans ce dernier sens que va le CPC modifié - dont l'entrée en vigueur doit encore être fixée par le Conseil fédéral (FF 2023 786 ss). Selon l'art. 336 al. 3 (nouveau) CPC, une décision communiquée sans motivation écrite (art. 239 CPC) est exécutoire aux conditions posées à l'art. 336 al. 1 (nouveau) CPC, à savoir notamment lorsqu'elle est entrée en force et que le tribunal n'en a pas suspendu son caractère exécutoire, l'art. 336 al. 1 let. a (nouveau) CPC renvoyant à cet égard notamment aux art. 315 al. 4 et 325 al. 2 CPC dans leur nouvelle teneur. Ainsi, lorsque la partie concernée risque de subir un préjudice difficilement réparable, l'instance d'appel peut exceptionnellement, sur demande et avant le dépôt de l'appel, suspendre le caractère exécutoire d'une décision portant sur des mesures provisionnelles (art. 315 al. 4 let. b avec l'al. 2 et l'al.”
“La décision ne devient ainsi exécutoire qu'une fois une expédition complète notifiée aux parties et le délai pour recourir échu, indépendamment de la question de savoir si un éventuel recours au Tribunal fédéral serait ou non assorti de l'effet suspensif, celui-ci ne pouvant être requis qu'une fois l'expédition de la décision motivée notifiée aux parties (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1, en référence à l'art. 112 al. 2, 3e phr. LTF appliqué par analogie). 3.2.1.2. Certains auteurs étendent néanmoins ce principe aux décisions de première instance et retiennent ainsi qu'il n'est pas admissible que l'on puisse déjà faire exécuter une décision contre laquelle pourra encore être exercé ultérieurement un recours ou un appel, qui serait à ce stade prématuré, mais dans le cadre duquel un effet suspensif pourrait être requis (cf. TAPPY, in Commentaire romand CPC, 2e éd. 2019, n. 22 ad art. 239 CPC, qui paraît néanmoins réserver les décisions présentant un certain degré d'urgence, telles les mesures provisionnelles ou superprovisionnelles), la décision en cause n'étant pas exécutoire tant que la motivation n'a pas été communiquée (cf. DROESE, in Basler Kommentar ZPO, 3e éd. 2017, n. 8 ad art. 336 CPC; KRIECH, in Brunner et al. (éd.), Kommentar ZPO, 2e éd. 2016, n. 8 ad art. 239 CPC). Une partie de la doctrine, suivie en cela par plusieurs autorités cantonales, préconisent en revanche une autre solution pour les décisions de première instance qui ne peuvent être attaquées que par un recours au sens strict ou par un appel sans effet suspensif, lorsque seul leur dispositif a été communiqué. Ainsi, jusqu'à l'écoulement du délai pour requérir la motivation écrite et, si cette motivation est requise, jusqu'à l'écoulement du délai de recours, la décision est bien exécutoire, selon le prescrit des art. 325 al. 1 et 315 al. 4 CPC. Pour éviter une exécution forcée, le - futur - recourant peut cependant requérir du tribunal supérieur le prononcé de mesures provisionnelles empêchant cette exécution forcée, en application analogique de l'art. 263 CPC (BASTONS BULLETTI, in CPC Online, Newsletter du 17 novembre 2016 et les jurisprudences cantonales citées; STAEHELIN/BACHOFNER, Vollstreckung im Niemandsland, in Jusletter 16 avril 2012, n. 14; MARKUS/WUFFLI, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein Konzept?”
“b CPC, lequel dispose que le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit. Le dies a quo du délai serait ainsi celui de la communication du dispositif écrit et non celui de la motivation écrite qui serait remise ultérieurement aux parties (Staehelin, op. cit., n. 23 ad art. 83 LP; Vock, in Kurzkommentar SchKG, 2ème éd. 2014, n. 11 ad art. 83 LP). Le délai imparti pour solliciter la motivation de la décision, respectivement le dépôt d'une telle requête, n'aurait pas pour effet de reporter le caractère exécutoire de la décision, le législateur ayant à dessein renoncé à introduire dans le CPC une disposition analogue à l'art. 112 al. 2 LTF, lequel dispose que "si le droit cantonal le prévoit, l'autorité peut notifier sa décision sans la motiver. Les parties peuvent alors en demander, dans les 30 jours, une expédition complète. La décision ne peut pas être exécutée avant que ce délai soit échu sans avoir été utilisé ou que l'expédition complète soit notifiée." (Staehelin, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3ème éd. 2016, n. 34 s. ad art. 239 CPC et les références). Pour Tappy, il ne serait – à l'inverse – probablement pas admissible que l'on puisse faire exécuter déjà une décision contre laquelle pourra encore plus tard être exercé un recours ou un appel, qui serait à ce stade prématuré, mais dans le cadre duquel un effet suspensif pourrait être requis. Cet auteur propose dès lors une application généralisée de l'art. 112 al. 2, 3ème phrase LTF (Tappy, in Code de procédure civile, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 22 ad art. 239 CPC). Cet avis est partagé par Droese qui souligne que dans le cas contraire, la possibilité d'obtenir la suspension de l'exécution de la décision, expressément réservée à l'art. 336 al. 1er let. a CPC, dépendrait du délai mis par le juge de première instance pour notifier sa décision (Droese, in BSK-ZPO, 3ème éd. 2017, n. 8 ad art. 336 CPC). Muster et Gilliéron considèrent également que le point de départ du délai de l'art. 83 al. 2 LP est la décision motivée (Muster, La nouvelle procédure civile et le droit des poursuites et des faillites, JdT 2011 II 75, p.”
“315 ZPO; Thomas Alexander Steininger, in: Brun- ner/Gasser/Schwander [edit.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 2ª ed., Zurigo 2016, n. 8 ad art. 315 ZPO; Benedikt Seiler, op. cit., n. 972). Per poter ese- guire immediatamente le decisioni in materia di provvedimenti cautelari il legislato- re ha stabilito nell'art. 315 cpv. 4 lett. b CPC che l'appello concernente tali decisio- ni non ha effetto sospensivo (Messaggio concernente il Codice di diritto proces- suale civile svizzero del 28.6.2006, FF 2006 7221, pag. 6746). La tesi secondo cui i provvedimenti cautelari diverrebbero esecutivi solo con la notificazione della mo- tivazione scritta, comporterebbe che la prima istanza si vedrebbe di fatto tenuta a notificare le decisioni in materia di provvedimenti cautelari, ai sensi dell'art. 315 cpv. 4 lett. b CPC, direttamente con motivazione scritta, in modo da poter garanti- re la funzione dei provvedimenti disposti. Un tale obbligo di motivazione scritta della decisione è tuttavia in contrasto con quanto disposto dall'art. 239 CPC, così come con il fatto che la notificazione delle decisioni con il solo dispositivo si è con- solidata nella prassi (Staehelin/Bachofner, op. cit., n. 7). Si osserva inoltre che una motivazione scritta accurata può richiedere, a seconda della portata e della com- plessità del caso concreto, anche nell'ambito di provvedimenti cautelari un certo dispendio di tempo. Ragion per cui ritenere necessaria una decisione con motiva- zione scritta per ammettere l'esecutività dei provvedimenti cautelari, comportereb- be una limitazione della tutela giuridica in via cautelare, o la renderebbe addirittura impossibile. D'altra parte invece, il CPC - permettendo di richiedere all'autorità di ricorso la sospensione dell'esecutività di una decisione notificata con il solo dispo- sitivo, ancor prima di impugnare la decisione, come si dirà meglio in seguito (cfr. consid. 4.3.1) - offre alla controparte un mezzo per opporsi all'immediata esecuti- vità della decisione, garantendole così un'adeguata tutela giuridica.”
Wird der Entscheid zunächst nur im Dispositiv eröffnet und die schriftliche Begründung nachgereicht, beginnt die Rechtsmittelfrist mit der Zustellung der Begründung. Zudem ist es möglich, das Rechtsmittel bereits innerhalb der Frist zur Anforderung der Begründung einzureichen; ein in diesem Zeitraum eingereichtes Rechtsmittel kann als Begehren um Begründung bzw. als fristgerechter Rechtsbehelf gewertet werden. Die Einreichung per Post kann gemäss den zitierten Entscheiden als fristgerecht gelten.
“Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Der vorinstanzliche Entscheid wurde den Parteien am 9. November 2023 mitgeteilt und dem Berufungskläger am 10. November 2023 zugestellt. Die Berufungsschrift wurde am 8. Dezember 2023 der Post übergeben und damit fristgerecht eingereicht.”
“Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Der angefochtene Entscheid wurde der Berufungsklägerin am 15. April 2024 zugestellt. Die am 15. Mai 2024 der Post übergebene Berufungsschrift wurde folglich fristgerecht eingereicht (Art. 142 Abs. 3 ZPO).”
“Par acte du 9 septembre 2021, l’intimée a conclu, avec suite de frais, à l’irrecevabilité du recours, subsidiairement à son rejet, relevant que les arguments développés dans le recours n’étaient pas susceptibles de remettre en cause la validité de la poursuite ayant abouti à l’acte de défaut de biens du 14 juillet 2017 ni de celle en cause, la dette n’étant pas conditionnée par l’existence de la société dont les actions devaient être achetées, car résultant d’un engagement du recourant dans une convention du 30 juillet 2014, respectivement du 11 août 2014. En droit : I. a) Le recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008, RS 272) doit être introduit auprès de l'instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), La jurisprudence a précisé que le droit de recourir peut toutefois déjà s'exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 1 et 2 première phrase CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (CPF 19 août 2021/162 ; Colombini, Code de procédure civile, Condensé de jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 3.1.1 ad art. 239 CPC et références). b) En l’espèce, dans le délai de dix jours de demande de motivation de l’art. 239 al. 2 CPC, le recourant a déposé le 6 mai 2021 un acte requérant notamment la fixation d’un nouveau délai de déterminations, pour le motif qu’il avait été surpris de recevoir le prononcé attaqué, la poste semblant ne pas avoir tenu compte de son déménagement survenu au mois de mars 2021. Il y a lieu d’admettre que la conclusion en fixation d’un nouveau délai et la motivation de cette conclusion remplit les exigences de l’art. 321 al. 1 CPC et qu’on ne saurait exiger du recourant qu’il répète sa conclusion et la motivation de celle-ci dans son acte du 25 juin 2021, dès lors que le dépôt d’un recours est possible dans le délai de demande de motivation. c) Eu égard à ce qui suit (cf. infra II), il n’est pas nécessaire d’examiner la recevabilité des moyens et allégations de l’écriture du recourant du 25 juin 2021 au regard des exigences des art. 321 al. 1 et 326 al. 1 CPC. d) Le recours est en conséquence recevable.”
“Par ailleurs, C______ avait indiqué à l'Office des poursuites avoir lui-même acheté les tableaux saisis, en précisant leur prix d'achat approximatif. A______ n'avait donc pas démontré que les trois tableaux saisis lui appartenaient. EN DROIT 1. 1.1.1 Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable contre les décisions finales de première instance si la valeur litigieuse, au dernier état des conclusions, est de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 1 et 2 CPC). Le recours est recevable contre les décisions finales de première instance qui ne peuvent faire l'objet d'un appel (art. 319 let. a CPC). En l'espèce, la valeur litigieuse s'élève à 2'800 fr., soit le montant correspondant à l'estimation des trois tableaux revendiqués effectuée par l'Office des poursuites, ce qui n'est pas remis en cause. Cette valeur litigieuse étant inférieure à 10'000 fr., seule la voie du recours est ouverte. 1.1.2 Selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours, écrit et motivé, est introduit auprès de l'instance de recours dans les trente jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). Un acte est réputé notifié, en cas d'envoi recommandé, lorsque celui-ci n'a pas été retiré, à l'expiration d'un délai de sept jours à compter de l'échec de la remise, si le destinataire devait s'attendre à recevoir la notification (art. 138 al. 3 let a CPC). En l'occurrence, le jugement entrepris, notifié par envoi recommandé du 12 mai 2022, doit être considéré comme ayant été notifié à A______ à l'échéance du délai de garde de sept jours à la Poste, soit le 20 mai 2022. Déposé dans le délai et la forme prescrite, le recours est recevable (art. 130, 131, 142 al. 3 et 321 al. 3 CPC). 1.1.3 Si un appel est interjeté en lieu et place d'un recours, ou vice-versa, et si les conditions de l'acte qui aurait dû être formé sont remplies, une conversion de l'acte déposé en acte recevable est exceptionnellement possible si cela ne nuit pas aux droits de la partie adverse; cette solution est en principe aussi possible même si la partie concernée est représentée par un mandataire professionnel (arrêt du Tribunal fédéral 5A_221/2018 du 4 juin 2018 consid.”
Die Rechtsmittelfrist beginnt mit der Zustellung des begründeten Entscheids oder – falls die Begründung nachgereicht wird – mit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung. In ordentlichen bzw. vereinfachten Verfahren beträgt die Frist 30 Tage; gegen Entscheide im summarischen Verfahren gilt eine Frist von 10 Tagen.
“Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Der vorinstanzliche Entscheid wurde den Parteien am 9. November 2023 mitgeteilt und dem Berufungskläger am 10. November 2023 zugestellt. Die Berufungsschrift wurde am 8. Dezember 2023 der Post übergeben und damit fristgerecht eingereicht.”
“Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Der angefochtene Entscheid wurde der Berufungsklägerin am 15. April 2024 zugestellt. Die am 15. Mai 2024 der Post übergebene Berufungsschrift wurde folglich fristgerecht eingereicht (Art. 142 Abs. 3 ZPO).”
“Gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid ist die Berufung beim Kantonsgericht als Rechtsmittelinstanz innert zehn Tagen seit Zu- stellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich, begründet und unter Beilage des angefochtenen Entscheids einzureichen (Art. 311 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO; Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]). Dabei behandelt die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts die zivilrechtlichen Berufungen auf dem Gebiet des Sachenrechts (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]).”
“Gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid ist die Berufung beim Kantonsgericht als Rechtsmittelinstanz innert zehn Tagen seit Zu- stellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich, begründet und unter Beilage des angefochtenen Entscheids einzureichen (Art. 311 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO; Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]). Dabei behandelt die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts die zivilrechtlichen Berufungen auf dem Gebiet des Sachenrechts (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]). Im vorliegenden Fall geht es um den Erlass einer vorsorglichen Massnahme. Ein solcher Entscheid ergeht im summarischen Verfahren (Art. 248 lit. d ZPO). Die Berufungsfrist von zehn Tagen hat die Berufungsklägerin eingehalten, da sie den Entscheid des Einzelgerichts Prättigau/Davos vom 21. August 2023, den sie am 22. August 2023 in Empfang genommen hat, mit Eingabe vom 1. September 2023 angefochten hat.”
“Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Ent- scheids oder seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) beim Kantonsgericht von Graubünden einzureichen und zwar schriftlich, begründet und unter Beilage des angefochtenen Entscheids (Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO; Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Die gerichtsinterne Zuständigkeit der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts (KGV; BR 173.100). Der Entscheid der Vorinstanz ging dem Beschwerdeführer am 5. Juni 2023 zu (RG act. I.9). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 5. Juli 2023 erweist sich als fristgerecht.”
Wird ein bereits schriftlich begründeter Entscheid nachträglich im Sinn von Art. 334 ZPO erläutert oder berichtigt, beginnt die Rechtsmittelfrist nicht von neuem. Die Frist läuft ab Zustellung des ursprünglich begründeten Entscheids; die nachträgliche Zustellung der Erläuterung oder Berichtigung ändert den Fristenbeginn nicht.
“Sie wurde formge- recht bei der zuständigen kantonalen Berufungsinstanz (§ 48 GOG) erhoben (Art. 311 Abs. 1 ZPO), und die vor Vorinstanz mit ihrer Klage unterlegene und deshalb beschwerte Klägerin ist zu deren Erhebung legitimiert. Die Rechtsmittel- voraussetzungen sind insoweit erfüllt. Fraglich ist indessen, ob die Berufung rechtzeitig eingereicht wurde, was der Beklagte explizit in Abrede stellt (Urk. 42 Rz 8 ff.). Da die Wahrung der Rechtsmittelfrist eine Prozess- bzw. Rechtsmittel- voraussetzung beschlägt, deren Fehlen zu einem Nichteintreten führt (Blicken- storfer, DIKE-Komm-ZPO, Vor Art. 308–334 N 77; BSK ZPO-Spühler, Vor Art. - 6 - 308–334 N 11), ist darüber vorweg zu befinden. Der Berufungsentscheid kann aufgrund der Akten ergehen (Art. 316 Abs. 1 ZPO). 3.Wahrung der Berufungsfrist 3.1. Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zu- stellung des begründeten Entscheids bzw., wenn der Entscheid (wie hier) zu- nächst nur im Dispositiv eröffnet wurde, seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Das gilt auch dann, wenn ein (schriftlich begründeter) Entscheid nachträglich im Sinne von Art. 334 ZPO erläutert oder berichtigt wird. Nach beinahe einhelliger, bereits unter altem (zürcherischem) Prozessrecht gefestigter Ansicht (vgl. ZR 88/1989 Nr. 57; Hauser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsge- setz, 2002, N 2 zu § 165 GVG in Verbindung mit N 7 zu § 166 GVG) löst die Zu- stellung des von Amtes wegen oder auf entsprechendes Gesuch hin erläuterten oder berichtigten Entscheids die (Haupt-)Rechtsmittelfrist gegen den Entscheid als solchen nicht neu aus. Die Frist läuft vielmehr ab Zustellung des begründeten Entscheids in der ursprünglichen (fehlerbehafteten) Fassung. Denn der neue Ent- scheid ersetzt den ursprünglichen (nur) im Umfang der Erläuterung bzw. Berichti- gung (BGE 143 III 520 E. 6.4 S. 525; BGer 5A_747/2016 vom 31. August 2017, E. 3.1; CHK-Sutter-Somm/Seiler, ZPO 334 N 17). Die Zustellung der berichtigten Fassung (Art.”
“Selbst wenn sich die Klägerin darauf berufen hätte, sich in guten Treuen auf die unrichtige Auskunft verlassen zu haben, hätte sie damit keinen Er- folg. Nach dem klaren und unmissverständlichen Gesetzestext ist die Berufung in- nert 30 Tagen seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (ge- mäss Art. 239 ZPO) einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Diese erfolgte am - 13 - 16. Oktober 2023 (Urk. 32). Auf diesen Zeitpunkt des Beginns des Fristenlaufs wurde bereits im unbegründeten Entscheid hingewiesen (Urk. 28 S. 3 Disp.- Ziff. 6), und die Dauer der Berufungsfrist ergibt sich ohne Weiteres direkt aus der Lektüre des Gesetzes. Dass eine spätere Berichtigung des begründeten Ent- scheids diese Frist neu auslösen würde, lässt sich dem Gesetz nirgends entneh- men, auch nicht Art. 334 Abs. 3 und 4 ZPO, wo lediglich die Anfechtbarkeit des Entscheids über das Berichtigungsgesuch (und nicht die Anfechtbarkeit des in Gutheissung desselben berichtigten Entscheids selbst) sowie die Eröffnung des berichtigten Entscheids an die Parteien angeordnet wird. Ausserdem ergibt sich die Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung aus BGE 143 III 520 E. 6.3–6.4, wo die Frage des Rechtswegs bei Entscheiden gemäss Art. 334 ZPO geklärt wurde. Dieser Entscheid ist und differenziert (unter Hinweis auf frühere Entscheide, mit denen das Bundesgericht mit Blick auf die Berichtigung bereits wiederholt so entschieden hatte) sehr klar in Bezug auf den unterschiedlichen Fristenlauf für die verschiedenen Beanstandungen im Kontext von Art.”
“Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zu- stellung des begründeten Entscheids bzw., wenn der Entscheid (wie hier) zu- nächst nur im Dispositiv eröffnet wurde, seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Das gilt auch dann, wenn ein (schriftlich begründeter) Entscheid nachträglich im Sinne von Art. 334 ZPO erläutert oder berichtigt wird. Nach beinahe einhelliger, bereits unter altem (zürcherischem) Prozessrecht gefestigter Ansicht (vgl. ZR 88/1989 Nr. 57; Hauser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsge- setz, 2002, N 2 zu § 165 GVG in Verbindung mit N 7 zu § 166 GVG) löst die Zu- stellung des von Amtes wegen oder auf entsprechendes Gesuch hin erläuterten oder berichtigten Entscheids die (Haupt-)Rechtsmittelfrist gegen den Entscheid als solchen nicht neu aus. Die Frist läuft vielmehr ab Zustellung des begründeten Entscheids in der ursprünglichen (fehlerbehafteten) Fassung. Denn der neue Ent- scheid ersetzt den ursprünglichen (nur) im Umfang der Erläuterung bzw. Berichti- gung (BGE 143 III 520 E. 6.4 S. 525; BGer 5A_747/2016 vom 31. August 2017, E. 3.1; CHK-Sutter-Somm/Seiler, ZPO 334 N 17). Die Zustellung der berichtigten Fassung (Art.”
Wird das Begehren um schriftliche Begründung verspätet eingereicht, hat das Gericht dies in einem prozessleitenden Entscheid festzuhalten. Bestehen Zweifel darüber, ob die Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO gewahrt wurde, hat das Gericht über die Nichteinhaltung zu verfügen; eine solche Feststellung hat den Charakter einer anfechtbaren Endentscheidung.
“Gemäss Art. 239 Abs. 1 Bst. b ZPO kann das Gericht seinen Entscheid ohne schriftliche Begründung eröffnen durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids verlangt. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheides mit Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Wurde das Begehren um Begründung verspätet gestellt, hat das Gericht dies in einem prozessleitenden Entscheid festzuhalten (Steck/Brunner, in Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 239 N. 25).”
“________ recourt le 7 juin 2021, concluant sous suite de frais à ce que sa demande de motivation du 14 mai 2021 soit déclarée recevable ; que la Présidente du tribunal a conclu à l’admission du recours le 10 juin 2021 ; que B.________ a renoncé à se déterminer le 21 juin 2021 ; que le tribunal peut communiquer sa décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit ; une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (art. 239 al. 1 let. b et al. 2 CPC) ; qu’en cas de doute sur le respect du délai de l’art. 239 al. 2 CPC, le tribunal doit statuer et sa décision constatant le non-respect du délai a le caractère d’une décision finale qui doit pouvoir être contestée (CR CPC-Tappy, 2ème éd. 2019, art. 239 n. 16), en l’espèce par un recours dans les dix jours dès lors que la décision porte sur des frais de la procédure de médiation (PC CPC-Beyeler/Heinzmann, 2021, art. 281 n. 18) ; que la décision du 25 mai 2021 a été notifiée à A.________ le 26 mai 2021, de sorte que son recours remis à la poste le lundi 7 juin 2021 est recevable ; que le délai de dix jours de l’art. 239 al. 2 CPC commence à courir le lendemain de la notification de l’avis de dispositif et expire le dernier jour du délai, respectivement le premier jour ouvrable qui suit si le délai expire un samedi, un dimanche ou un jour férié reconnu par le droit fédéral ou cantonal (art. 142 al. 1 et 3 CPC) ; qu’en l’espèce, l’avis de dispositif du 30 avril 2021 ayant été notifié le 3 mai 2021, le délai de dix jours arrivait à échéance le 13 mai 2021, mais cette échéance a été reportée au lendemain 14 mai 2021, le 13 mai 2021 étant le jeudi de l’Ascension, jour férié selon le droit cantonal (art. 121 al. 2 de la loi sur la justice [LJ] ; RSF 130.1) ; que le recours doit dès lors être admis, ce que personne ne conteste ; que les frais judiciaires par CHF 150.- seront mis à la charge de l’Etat (art. 107 al. 2 CPC) ; qu’en revanche, l’Etat ne peut pas être condamné au paiement de dépens (ATF 140 III 385) et qu’il n’y a pas lieu non plus de condamner l’intimé aux dépens, dès lors qu’il a renoncé à se déterminer sur le recours et n’a pas provoqué la décision querellée ; la Cour arrête : I.”
Die Frage der Vollstreckbarkeit dispositiv‑nur mitgeteilter Entscheide ist umstritten. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts wird eine solche Entscheidung nicht vor Zustellung der vollständigen Ausfertigung und dem Ablauf der Rekursfrist ausführbar (vgl. Quelle [1]). Demgegenüber vertreten Teile der Lehre und einzelne kantonale Entscheide die Auffassung, die Frist zur Anforderung der schriftlichen Begründung habe nicht automatisch aufschiebende Wirkung (vgl. Quelle [0]).
“Le délai imparti pour solliciter la motivation de la décision, respectivement le dépôt d'une telle requête, n'aurait pas pour effet de reporter le caractère exécutoire de la décision, le législateur ayant à dessein renoncé à introduire dans le CPC une disposition analogue à l'art. 112 al. 2 LTF, lequel dispose que "si le droit cantonal le prévoit, l'autorité peut notifier sa décision sans la motiver. Les parties peuvent alors en demander, dans les 30 jours, une expédition complète. La décision ne peut pas être exécutée avant que ce délai soit échu sans avoir été utilisé ou que l'expédition complète soit notifiée." (Staehelin, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3ème éd. 2016, n. 34 s. ad art. 239 CPC et les références). Pour Tappy, il ne serait – à l'inverse – probablement pas admissible que l'on puisse faire exécuter déjà une décision contre laquelle pourra encore plus tard être exercé un recours ou un appel, qui serait à ce stade prématuré, mais dans le cadre duquel un effet suspensif pourrait être requis. Cet auteur propose dès lors une application généralisée de l'art. 112 al. 2, 3ème phrase LTF (Tappy, in Code de procédure civile, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 22 ad art. 239 CPC). Cet avis est partagé par Droese qui souligne que dans le cas contraire, la possibilité d'obtenir la suspension de l'exécution de la décision, expressément réservée à l'art. 336 al. 1er let. a CPC, dépendrait du délai mis par le juge de première instance pour notifier sa décision (Droese, in BSK-ZPO, 3ème éd. 2017, n. 8 ad art. 336 CPC). Muster et Gilliéron considèrent également que le point de départ du délai de l'art. 83 al. 2 LP est la décision motivée (Muster, La nouvelle procédure civile et le droit des poursuites et des faillites, JdT 2011 II 75, p. 83; Gilliéron, Poursuite pour dettes, faillite et concordat, 5ème éd. 2012, n. 817a). 4.2.3 Dans un premier temps, plusieurs tribunaux cantonaux ont considéré que le point de départ du délai de 20 jours pour introduire l'action en libération de dette correspondait à la communication de la motivation lorsque celle-ci avait été requise en temps utile. Se fondant sur l'opinion de Muster (cf. supra consid. 4.2.2), la Chambre des baux et loyers de la Cour de justice a retenu, dans un arrêt du 2 décembre 2013, que le délai de l'art.”
“________ (ci-après : la requérante) a saisi la juge déléguée de céans d’une requête au pied de laquelle elle a conclu, à titre superprovisionnel, à ce que l’exécution de l’ordonnance de mesures provisionnelles du 10 septembre 2021 (ci-après : l’ordonnance) soit suspendue jusqu’à droit connu sur la requête, à ce que le Juge de paix des districts du Jura‑Nord vaudois et du Gros-de-Vaud soit informé de la suspension du caractère exécutoire de l’ordonnance et à ce qu’il soit fait interdiction à cette autorité de statuer sur la requête en exécution déposée le 10 novembre 2021 par F.________ (ci‑après : l’intimée) jusqu’à droit connu sur la requête, la requérante étant dispensée de fournir des sûretés. A titre provisionnel, la requérante a conclu, avec suite de frais et dépens, à ce que la suspension du caractère exécutoire de l’ordonnance soit confirmée jusqu’à l’échéance du délai d’appel ouvert contre l’ordonnance motivée, respectivement, en cas de dépôt d’un appel, jusqu’à droit connu sur celui-ci, à ce que le Juge de paix des districts du Jura-Nord vaudois et du Gros-de-Vaud soit informé de la suspension du caractère exécutoire de l’ordonnance, et à ce qu’il soit fait interdiction à cette autorité de statuer sur la requête en exécution déposée le 10 novembre 2021 par l’intimée jusqu’à l’échéance du délai d’appel ouvert contre l’ordonnance motivée, respectivement, en cas de dépôt d’un appel, jusqu’à droit connu sur celui-ci, la requérante étant dispensée de fournir des sûretés. 4. 4.1 Aux termes de l’art. 239 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite en notifiant un dispositif écrit (al. 1 let. b). Une motivation écrite est remise aux parties, si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours (al. 2). Le Tribunal fédéral a jugé que la décision dont seul le dispositif a été communiqué aux parties ne peut pas être exécutée avant sa notification en expédition complète, sous réserve d’éventuelles sûretés qui pourraient être requises pour en assurer l'exécution future. Ainsi, la décision n'acquiert force de chose jugée et ne devient exécutoire qu’une fois une expédition complète notifiée aux parties et le délai pour un éventuel recours échu (ATF 142 III 695 consid. 4.2.1 et les références citées ; TF 5A_670/2016 du 13 février 2017 consid. 3.3). Cette jurisprudence, rendue dans un cas où le dispositif avait été notifié par une autorité d’appel, doit s’appliquer aux dispositifs rendus en première instance.”
In den vorgelegten Entscheiden wurde die zehntägige Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO in der Entscheidformel bzw. am Fuss der Entscheidung ausdrücklich erwähnt. Die Erwähnung kann in der Praxis als Hinweis auf eine beabsichtigte Berufung oder Beschwerde verstanden werden und dient zugleich prozessökonomisch dazu, die Parteien auf die Möglichkeit und die Folgen des Verlangens einer schriftlichen Begründung hinzuweisen.
“2), donné acte à A______ de son engagement à verser en mains de C______, au titre de rétroactif des contributions d'entretien en faveur de B______ et D______, pour la période du 1er mars 2023 au 31 juillet 2024, la somme de 10'800 fr. et constaté que ce montant avait d'ores et déjà été payé les 1er et 25 juillet 2024 (ch. 3), donné acte à C______ et A______ de ce qu'ils s'engagaient à prendre en charge par moitié chacun les frais extraordinaires des enfants (frais de lunettes, orthodontie, dentiste, voyages scolaires, séjours linguistiques) moyennant accord préalable des parties (ch. 4), dit que les allocations familiales et/ou d'études étaient versées à C______ (ch. 5), donné acte aux parties de ce qu'elles s'engagaient à prendre en charge chacune par moitié les frais judiciaires de procédure (ch. 6), arrêté les frais judiciaires à 600 fr., mis à la charge des parties par moitié chacune (ch. 7), dit qu'il n'était pas alloué de dépens (ch. 8) et débouté les parties de toutes autres conclusions (ch. 9); Que le jugement en question mentionne, sous la rubrique "Indication des voies de recours", la teneur de l'art. 239 al. 2 CPC, à savoir qu'une motivation écrite est remise aux parties si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision; si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours; Que par courrier du 25 septembre 2024, déposé au Tribunal, et transmis à la Cour le 30 septembre 2024, A______ a indiqué faire appel contre le jugement du 17 septembre 2024, "conformément à l'art. 239 al. 2 CPC";”
“B______ SA a persisté dans sa requête et a déposé des pièces complémentaires. Au jour de l'audience, l'arriéré de loyer s'élevait à 1'563 fr. 55, le dernier versement de 1'600 fr. étant intervenu le 13 septembre 2023. La cause a été gardée à juger à l'issue de l'audience. h. Par jugement JTBL/769/2023 non motivé daté du 25 septembre 2023, le Tribunal a condamné A______ et "Madame D______" à évacuer immédiatement de leurs personnes et de leurs biens ainsi que de toute autre personne faisant ménage commun avec eux l'appartement précité et la cave y attenante (ch. 1), autorisé B______ SA à requérir leur évacuation par la force publique, dès l'entrée en force du jugement (ch. 2), débouté les parties de toutes autres conclusions (ch. 3) et dit que la procédure était gratuite (ch. 4). Il était indiqué, au pied de la décision, que sa motivation pouvait être demandée dans un délai de 10 jours, à compter de sa communication, faute de quoi les parties seraient considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Le jugement a été notifié à A______ et "Madame D______" par huissier judiciaire le 28 septembre 2023. i. Par lettre du 29 septembre 2023, A______ a demandé au Tribunal de bien vouloir excuser son absence à l'audience du 25 septembre 2023. Il a allégué que la citation à comparaître à cette audience avait été réceptionnée par sa compagne qui avait oublié de l'en informer à temps. Lorsqu'il en avait reçu une copie numérisée le 21 septembre 2023, il était en Russie pour rendre visite à sa mère malade et âgée de 68 ans, qui avait besoin d'une aide médicale qu'il était seul à pouvoir lui apporter. Il n'avait pas pu organiser un voyage de retour vers la Suisse à temps en raison de la situation géopolitique dans la région et de la fermeture des frontières. Il avait dû passer par la Pologne et n'avait pu arriver par avion à Genève que le 28 septembre 2023. Il a produit la copie d'un billet d'avion Varsovie-Genève daté du 28 septembre 2023 et d'un extrait de passeport rédigé en russe, sur lequel figure un tampon illisible.”
Die Frist von zehn Tagen gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO beginnt am Tag nach der Mitteilung der Entscheidung zu laufen. Fällt das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder einen gesetzlich anerkannten Feiertag, verschiebt sich das Ende auf den nächsten Werktag.
“________ recourt le 7 juin 2021, concluant sous suite de frais à ce que sa demande de motivation du 14 mai 2021 soit déclarée recevable ; que la Présidente du tribunal a conclu à l’admission du recours le 10 juin 2021 ; que B.________ a renoncé à se déterminer le 21 juin 2021 ; que le tribunal peut communiquer sa décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit ; une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (art. 239 al. 1 let. b et al. 2 CPC) ; qu’en cas de doute sur le respect du délai de l’art. 239 al. 2 CPC, le tribunal doit statuer et sa décision constatant le non-respect du délai a le caractère d’une décision finale qui doit pouvoir être contestée (CR CPC-Tappy, 2ème éd. 2019, art. 239 n. 16), en l’espèce par un recours dans les dix jours dès lors que la décision porte sur des frais de la procédure de médiation (PC CPC-Beyeler/Heinzmann, 2021, art. 281 n. 18) ; que la décision du 25 mai 2021 a été notifiée à A.________ le 26 mai 2021, de sorte que son recours remis à la poste le lundi 7 juin 2021 est recevable ; que le délai de dix jours de l’art. 239 al. 2 CPC commence à courir le lendemain de la notification de l’avis de dispositif et expire le dernier jour du délai, respectivement le premier jour ouvrable qui suit si le délai expire un samedi, un dimanche ou un jour férié reconnu par le droit fédéral ou cantonal (art. 142 al. 1 et 3 CPC) ; qu’en l’espèce, l’avis de dispositif du 30 avril 2021 ayant été notifié le 3 mai 2021, le délai de dix jours arrivait à échéance le 13 mai 2021, mais cette échéance a été reportée au lendemain 14 mai 2021, le 13 mai 2021 étant le jeudi de l’Ascension, jour férié selon le droit cantonal (art. 121 al. 2 de la loi sur la justice [LJ] ; RSF 130.1) ; que le recours doit dès lors être admis, ce que personne ne conteste ; que les frais judiciaires par CHF 150.- seront mis à la charge de l’Etat (art. 107 al. 2 CPC) ; qu’en revanche, l’Etat ne peut pas être condamné au paiement de dépens (ATF 140 III 385) et qu’il n’y a pas lieu non plus de condamner l’intimé aux dépens, dès lors qu’il a renoncé à se déterminer sur le recours et n’a pas provoqué la décision querellée ; la Cour arrête : I.”
Art. 239 Abs. 1 ZPO erlaubt die mündliche Eröffnung des Entscheids etwa durch Übergabe des schriftlichen Dispositivs an die Parteien. In einzelnen Fällen kann es ausreichend sein, wenn Gerichtsschreiberinnen oder -schreiber in den Entscheidungsprozess eingebunden waren (z. B. Möglichkeit zur Äusserung, Ausübung des Beratungs- oder Antragsrechts); dies ersetzt nicht generell eine gesonderte Urteilsberatung, ist aber für die Wirksamkeit der mündlichen Eröffnung relevant.
“Eine eigentliche Urteilsberatung unter Einbezug der Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber vor den Parteien oder hinter verschlossenen Türen ist nicht in allen Fällen erforderlich, sondern es kann in Einzelfällen bereits ausreichend sein, wenn die Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber immerhin die Möglichkeit erhalten, sich zur Sache zu äussern und allenfalls ihr Antragsrecht auszuüben (KGE BL 400 19 280 vom 19. Mai 2020 E. 4.3). Vorliegend führt der Berufungskläger 3 in seiner Replik vom 9. Oktober 2020 selbst aus, dass sich der Gerichtsschreiber während der Verhandlung vom 25. August 2020 zur Sache geäussert hatte. Zudem bestreitet er nicht, dass sich der Gerichtsschreiber dabei der Meinung des Gerichtspräsidenten angeschlossen hatte. Damit steht fest, dass der Gerichtsschreiber sowohl sein Recht auf beratende Stimme als auch sein Antragsrecht im Sinne des § 6 Abs. 2 GOG ausübte. Eine Verletzung dieser Bestimmung liegt folglich nicht vor. Der Berufungskläger 3 moniert zwar, dass der Gerichtsschreiber sein Votum erst nach der mündlichen Eröffnung des Entscheids durch den Gerichtspräsidenten abgegeben habe und daraus schliesst er auf eine fehlende Urteilsberatung und ein fehlerhaft besetztes Gericht nach Art. 30 Abs. 1 BV. Der Berufungskläger 3 verkennt jedoch, dass ein Gerichtsentscheid nach Art. 239 Abs. 1 ZPO entweder in der Hauptverhandlung durch Übergabe des schriftlichen Dispositivs an die Parteien mit kurzer Begründung (lit.”
Wurde die zehntägige Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO versäumt, muss die betroffene Partei die Wiederherstellung der Frist verlangen. Dieses Wiederherstellungsgesuch ist nach Art. 148 Abs. 3 ZPO innerhalb von sechs Monaten seit Eintritt der Rechtskraft (d.h. seit Ablauf der Frist nach Art. 239 Abs. 2) zu stellen. Sachlich zuständig für das Gesuch ist das erstinstanzliche Gericht, das den unbegründet erlassenen Entscheid gefällt hat.
“Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um ein gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO unbegründet erlassenes Urteil. Die Möglichkeit, ein Urteil vorerst un- begründet zu erlassen, steht lediglich den erstinstanzlichen Zivilgerichten offen (vgl. demgegenüber Art. 318 Abs. 2 und Art. 327 Abs. 5 ZPO für die Rechtsmittel- instanzen und dazu BSK ZPO-S TECK/BRUNNER, 3. Aufl. 2017, Art. 239 N 12). Möchte eine Partei den unbegründet erlassenen erstinstanzlichen Entscheid mit Berufung oder Beschwerde anfechten, muss sie zwingend eine schriftliche Be- gründung verlangen (BSK ZPO S TECK/BRUNNER, Art. 239 N 13; BK ZPO-KILLIAS, Art. 239 N 2), greift doch ansonsten die gesetzliche Fiktion des Verzichts auf An- fechtung mittels Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Aus diesem Grund kann der Entscheid gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO nicht bei der Rechtsmit- tel instanz angefochten werden – wie das vorliegend der Beklagte tut –, ohne vor- gängig eine Begründung verlangt zu haben. Ist die zehntägige Frist, innert der gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO die Begründung verlangt werden kann, schon abge- laufen, so hat die Partei, welche sich gegen das unbegründet erlassene Urteil zur Wehr setzen möchte, die Wiederherstellung der Frist zu verlangen. Sie muss dies gemäss Art. 148 Abs. 3 ZPO innerhalb von sechs Monaten seit Eintritt der Rechtskraft (d.h. seit Ablauf der Frist, innert der gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO die Begründung verlangt werden kann) tun. Sachlich zuständig für das Wiederherstel- lungsgesuch ist das erstinstanzliche Gericht, das den Entscheid gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO unbegründet erlassen hat (DIKE-Komm-ZPO-M ERZ, 2. Aufl. 2016, Art. 148 N 37; KUKO ZPO-HOFFMANN-NOW OTNY, 2. Aufl. 2014, Art. 149 N 3). Wird die Wiederherstellung nach Erlass eines Endentscheids abgelehnt, so steht da- gegen je nach Streitwert die Berufung oder die Beschwerde offen (ZR 110 [2011] Nr. 91 E. 7; ZR 111 [2012] Nr. 105 E. III.; OFK ZPO-S CHMID, 2. Aufl. 2015, Art. 149 N 2; KUKO-ZPO-H OFFMANN-NOW OTNY, Art. 149 N 5; DIKE-Komm-ZPO- MERZ, Art.”
“Möchte eine Partei den unbegründet erlassenen erstinstanzlichen Entscheid mit Berufung oder Beschwerde anfechten, muss sie zwingend eine schriftliche Be- gründung verlangen (BSK ZPO S TECK/BRUNNER, Art. 239 N 13; BK ZPO-KILLIAS, Art. 239 N 2), greift doch ansonsten die gesetzliche Fiktion des Verzichts auf An- fechtung mittels Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Aus diesem Grund kann der Entscheid gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO nicht bei der Rechtsmit- tel instanz angefochten werden – wie das vorliegend der Beklagte tut –, ohne vor- gängig eine Begründung verlangt zu haben. Ist die zehntägige Frist, innert der gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO die Begründung verlangt werden kann, schon abge- laufen, so hat die Partei, welche sich gegen das unbegründet erlassene Urteil zur Wehr setzen möchte, die Wiederherstellung der Frist zu verlangen. Sie muss dies gemäss Art. 148 Abs. 3 ZPO innerhalb von sechs Monaten seit Eintritt der Rechtskraft (d.h. seit Ablauf der Frist, innert der gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO die Begründung verlangt werden kann) tun. Sachlich zuständig für das Wiederherstel- lungsgesuch ist das erstinstanzliche Gericht, das den Entscheid gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO unbegründet erlassen hat (DIKE-Komm-ZPO-M ERZ, 2. Aufl. 2016, Art. 148 N 37; KUKO ZPO-HOFFMANN-NOW OTNY, 2. Aufl. 2014, Art. 149 N 3). Wird die Wiederherstellung nach Erlass eines Endentscheids abgelehnt, so steht da- gegen je nach Streitwert die Berufung oder die Beschwerde offen (ZR 110 [2011] Nr. 91 E. 7; ZR 111 [2012] Nr. 105 E. III.; OFK ZPO-S CHMID, 2. Aufl. 2015, Art. 149 N 2; KUKO-ZPO-H OFFMANN-NOW OTNY, Art. 149 N 5; DIKE-Komm-ZPO- MERZ, Art. 149 N 8 f.).”
Die Begründung eines Entscheids muss die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen das Gericht ausgegangen ist, sodass die betroffene Partei die Tragweite des Entscheids erfassen und ihn in voller Kenntnis an die höhere Instanz weiterziehen kann (Anspruch auf rechtliches Gehör).
“Es wird von den Parteien zwar nicht gerügt, aber die Begründung des vor- instanzlichen Entscheids ist (wie bereits im Verfahren RU190044) äusserst knapp, weshalb an dieser Stelle an die Voraussetzungen einer Entscheidbegründung zu erinnern ist: Die Gerichte sind aufgrund des Anspruchs der Parteien auf rechtli- ches Gehör (Art. 53 ZPO und Art. 29 Abs. 2 BV) gehalten, ihre Entscheide zu be- gründen (vgl. Art. 238 lit. g sowie Art. 239 ZPO). Dabei wird verlangt, dass das Gericht kurz die wesentlichen Überlegungen nennt, von welchen es sich hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Die Begründung muss so abge- fasst sein, dass die betroffene Person sich über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 142 II 49 E. 9.2, 142 III 439 E. 4.3.2; vgl. auch KUKO ZPO-N AEGELI/MAYHALL, 2. Auflage 2014, Art. 239 N 6, sowie BSK ZPO- STECK/BRUNNER, 3. Auflage 2017, Art. 239 N 10). Die Anforderungen an die Be- gründung gemäss Art. 239 ZPO sowie der Anspruch auf rechtliches Gehör gelten auch im Verfahren vor der Schlichtungsbehörde, wenn diese einen Entscheid trifft. Auch die Schlichtungsbehörde hat ihre Entscheide deshalb im geschilderten Sinn zu begründen (vgl. BSK ZPO-I NFANGER, 3. Auflage 2017, Art. 212 N 13a; ZK ZPO-H ONEGGER, 3. Auflage 2016, Art. 212 N 7). Der Entscheid ist so zu begrün- den, dass er aus sich heraus verständlich ist.”
Wenn die schriftliche Begründung nicht innert der zehntägigen Frist verlangt wird, gilt dies in der Praxis als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids; das Rechtsmittel ist in der Folge in der Regel als unzulässig bzw. nicht mehr zulässig zu behandeln. Entscheidend sind dabei Fristwahrung und Zustellung (einschliesslich Postlaufzeiten); die zehntägige Frist ist in der Rechtsprechung nicht verlängerbar.
“Ja- nuar 2024 richten, genügt er den Anforderungen an eine Beschwerde nicht (siehe E. 2), weshalb darauf nicht einzutreten ist. Entsprechend bleibt es dabei, dass der Gesuchsgegner die zehntägige Frist verpasst hat, in welcher er eine Begründung des Urteils vom 17. Januar 2024 hätte verlangen können. Die Begründung ist je- doch eine Voraussetzung dafür, dass er das Urteil vom 17. Januar 2024 hätte an- fechten können (Art. 239 Abs. 2 ZPO; so auch Art. 311 Abs. 1 ZPO). Somit erübrigt es sich, inhaltlich auf die Rügen des Gesuchsgegners einzugehen. 4.Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b GebV OG auf Fr. 300.– festzusetzen und ausgangsgemäss dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen, dem Ge- suchsgegner angesichts seines Unterliegens und der Gesuchstellerin mangels er- heblicher Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). - 4 - Es wird beschlossen: 1.Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2.Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 3.Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt. 4.Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5.Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage der Doppel von Urk. 1 und Urk. 3/1-4, sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp- fangsschein.”
“Trotz dieser Kenntnis unterliess er es, - 5 - der Vorinstanz seine Abwesenheit vom 4. bis 16. November 2023 mitzuteilen und diese darum zu bitten, während der genannten Zeit keine Zustellungen an ihn vor- zunehmen. Das in unbegründeter Form erlassene vorinstanzliche Urteil vom 25. August 2023 wurde – wie bereits erwähnt – am 2. November 2023 für ihn in Empfang genommen (vgl. Urk. 5/7 S. 1). Die zehntägige Frist, innert welcher eine Begründung des Urteils verlangt werden kann (Urk. 5/6 S. 2 Dispositivziffer 6), lief demnach am 13. November 2023 ab (Art. 142 Abs. 1 und 3 ZPO, Art. 143 Abs. 1 ZPO). Dass der Gesuchsgegner gemäss seiner eigenen Aussage vom vorin- stanzlichen Urteil erst danach Kenntnis erhalten hat, ist ihm selber zuzuschreiben. Das Urteil wurde ihm von der Vorinstanz gesetzeskonform zugestellt (Art. 138 Abs. 1 und 2 ZPO). Wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausführte (Urk. 2 S. 2), ist die gesetzli- che Frist zur Beantragung einer Begründung sodann nicht erstreckbar (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 144 Abs. 1 ZPO). Da der Gesuchsgegner innert der zehntägigen Frist keine Begründung des Urteils vom 25. Oktober 2023 verlangt hat, gilt dies gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO als Verzicht auf die Anfechtung des Urteils mit Beschwerde.”
“Die Tatsache, dass die Sendung gemäss dem Sendungsverlauf erst am 21. Dezember 2020 für die Zustellung sortiert worden ist, spricht dafür, dass sie sogar erst nach dem 15. Dezember 2020 der Schweizerischen Post übergeben worden ist. Selbst wenn die direkte Anfechtung des Entscheids vom 1. Dezember 2020 mit der vorliegenden Beschwerde als sinngemässes Begehren um schriftliche Begründung entgegengenommen würde, hätte die Gesuchstellerin somit innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids vom 1. Dezember 2020 keine schriftliche Begründung verlangt. Dies gilt als Verzicht auf die Anfechtung dieses Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Aus den vorstehenden Gründen ist auf die sinngemässe Berufung gegen den Entscheid vom 1. Dezember 2020 nicht einzutreten und ist diese auch nicht als Begehren um schriftliche Begründung an das Zivilgericht weiterzuleiten. Da auf die sinngemässe Berufung gegen den Entscheid vom 1. Dezember 2020 nicht einzutreten ist, ist auf sämtliche Vorbringen, welche den Gegenstand der Berufung betreffen, nicht weiter einzugehen.”
“Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 4A_257/2022 Arrêt du 4 juillet 2022 Ire Cour de droit civil Composition Mme la Juge fédérale Kiss, juge présidant. Greffière: Mme Raetz. Participants à la procédure A.________, recourant, contre B.________ SA, représentée par Me Damien Revaz, avocat, intimée. Objet contrat de bail à loyer, recours contre la décision rendue le 16 mai 2022 par la Chambre civile du Tribunal cantonal du Valais (C3 22 64). La Juge présidant : Vu la requête en expulsion du locataire formée par B.________ SA à l'encontre de A.________ auprès du juge II du district de Sion, vu la décision rendue le 7 mars 2022 par ce juge, communiquée aux parties sous la forme d'un dispositif écrit (art. 239 al. 1 let. b CPC), donnant en substance l'ordre à A.________ d'évacuer les locaux loués à l'avenue xxx à U.________ pour le 15 avril 2022, vu l'indication, au pied du dispositif, qu'une motivation serait remise aux parties si l'une d'elles le demandait dans un délai de dix jours, et que, faute de pareille demande, elles seraient considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC), vu la décision du 16 mai 2022 de la Chambre civile du Tribunal cantonal du Valais, déclarant le recours interjeté le 2 mai 2022 par A.________ irrecevable, vu les explications de la cour cantonale, selon lesquelles aucune demande de motivation n'avait été formée dans le délai de dix jours précité, si bien qu'il n'était plus possible de contester la décision du 7 mars 2022, qu'en outre, le recourant s'était adressé directement au tribunal supérieur sans requérir préalablement de motivation alors qu'il en avait été avisé, et qu'enfin, la curatrice du recourant n'avait pas ratifié le recours, vu le recours déposé le 8 juin 2022 par A.________ (ci-après: le recourant) au Tribunal fédéral contre la décision du 16 mai 2022, vu les pièces produites par le recourant, vu le courrier du recourant du 27 juin 2022 et ses annexes;”
“Dans ces circonstances, aucune autre démarche supplémentaire ne pouvait être exigée de la part de l'intimée, qui était en droit d'attendre que sa demande soit instruite et jugée dans des délais raisonnables. Ni l'intimée, ni le Tribunal n'étaient en particulier tenus d'essayer de contacter l'appelant chez son père à Genève ou à son lieu de travail. L'ordonnance du 23 septembre 2019 ayant été régulièrement notifiée à l'appelant par voie édictale, il lui incombait d'y déférer en répondant à la demande et en se présentant à l'audience convoquée par le Tribunal, ce qu'il n'a pas fait. Son droit d'être entendu n'a ainsi pas été violé. Compte tenu de ce qui précède, il n'est pas nécessaire d'examiner la question de savoir si la notification de l'ordonnance du 23 septembre 2019 précitée effectuée par voie postale parallèlement à la publication édictale, à l'adresse de la villa de D______ [GE] de l'appelant, par plis simple et recommandé réceptionné par C______ est valable ou non. La notification du jugement du 5 décembre 2019, effectuée par voie édictale le 6 décembre 2019, laquelle mentionnait la teneur de l'art. 239 al. 2 CPC, est également valable, pour les mêmes motifs que ceux qui viennent d'être exposés. Il résulte de ce qui précède que le délai pour demander la motivation du jugement querellé a expiré le 17 décembre 2019. Dans la mesure où l'appelant n'a pas demandé la motivation de ce jugement dans le délai légal, il est réputé avoir renoncé à former appel contre celui-ci, en application de l'article 239 al. 2 CPC. L'appel, formé le 5 juin 2020, est par conséquent irrecevable. 2.L'appelant, qui succombe, sera condamné aux frais de la procédure d'appel (art. 106 al. 1 CPC). Les frais judiciaires seront arrêtés à 2'300 fr. et compensés avec l'avance versée par l'appelant, acquise à l'Etat de Genève (art. 17 et 35 RTFMC; art. 111 CPC). Les dépens dus à l'intimée seront fixés à 4'000 fr., débours et TVA inclus (art. 84, 85 et 90 RTFMC; 25 et 26 LaCC). * * * * * PAR CES MOTIFS, La Chambre civile : Déclare irrecevable l'appel interjeté par A______ contre le jugement JTPI/17191/2019 rendu le 5 décembre 2019 par le Tribunal de première instance dans la cause C/21603/2018-12.”
“C/1164/2024 ACJC/353/2024 du 14.03.2024 sur JTPI/2526/2024 ( SFC ) , IRRECEVABLE Par ces motifs RÉPUBLIQUE ET CANTON DE GENÈVE POUVOIR JUDICIAIRE C/1164/2024 ACJC/353/2024 ARRÊT DE LA COUR DE JUSTICE Chambre civile DU JEUDI 14 MARS 2024 Entre A______ SA, sise ______, appelante d'un jugement rendu par la 5ème Chambre du Tribunal de première instance de ce canton le 15 février 2024, représentée par B______ SA, et OFFICE DU REGISTRE DU COMMERCE, rue du Puits-Saint-Pierre 4, 1204 Genève, intimé. Vu le jugement JTPI/2526/2024 non motivé du 15 février 2024, reçu le 27 février 2024 par A______ SA, aux termes duquel le Tribunal de première instance, à la requête du Registre du commerce, a prononcé la dissolution de A______ SA et ordonné sa liquidation par voie de faillite, cette décision attirant expressément l'attention des parties sur la teneur de l'art. 239 al. 2 CPC; Vu l'appel expédié au greffe de la Cour de justice le 7 mars 2024 par A______ SA; Attendu, EN FAIT, qu'aucune motivation du jugement entrepris n'a été demandée par A______ SA auprès du Tribunal de première instance;”
Die unterliegende Partei kann vorsorglich bei der Rechtsmittelinstanz den Aufschub der Vollstreckbarkeit für die Zeit bis zum Vorliegen der nach Art. 239 Abs. 2 ZPO zu verlangenden schriftlichen Begründung beantragen.
“Nach der Eröffnung des Massnahmeentscheids im Dispositiv kann die unter- liegende Partei nicht sogleich ein Rechtsmittel einlegen, sondern muss zunächst die schriftliche Begründung verlangen (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Es wird ihr aber ermögli- chen, für die Zeit bis zum Vorliegen der schriftlichen Begründung bei der Rechts- mittelinstanz vorsorglich den Aufschub der Vollstreckbarkeit zu beantragen (vgl. Art. 315 Abs. 4 u. 5 ZPO sowie zur bisherigen kantonalen Praxis das Urteil des Kan- tonsgerichts von Graubünden ZK1 20 123 vom 9. September 2020 E. 3 m.w.H.). Auf diesem Weg wird dem legitimen Rechtsschutzbedürfnis der Beschwerdeführe- rin wenigstens insofern Rechnung getragen, als sie ihre Einwendungen gegen die sofortige Vollstreckbarkeit der Massnahmen innert nützlicher Frist durch die Rechts- mittelinstanz überprüfen lassen könnte.”
“Nach der Eröffnung des Massnahmeentscheids im Dispositiv kann die unter- liegende Partei nicht sogleich ein Rechtsmittel einlegen, sondern muss zunächst die schriftliche Begründung verlangen (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Es wird ihr aber ermögli- chen, für die Zeit bis zum Vorliegen der schriftlichen Begründung bei der Rechts- mittelinstanz vorsorglich den Aufschub der Vollstreckbarkeit zu beantragen (vgl. Art. 315 Abs. 4 u. 5 ZPO sowie zur bisherigen kantonalen Praxis das Urteil des Kan- tonsgerichts von Graubünden ZK1 20 123 vom 9. September 2020 E. 3 m.w.H.). Auf diesem Weg wird dem legitimen Rechtsschutzbedürfnis der Beschwerdeführe- rin wenigstens insofern Rechnung getragen, als sie ihre Einwendungen gegen die sofortige Vollstreckbarkeit der Massnahmen innert nützlicher Frist durch die Rechts- mittelinstanz überprüfen lassen könnte.”
Wird gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO eine schriftliche Begründung nachgeliefert, muss sich das Gericht in dieser mit den Anträgen und Argumenten der Parteien auseinandersetzen und zu allen wesentlichen Tat‑ und Rechtsfragen Stellung nehmen; dies dient dem rechtlichen Gehör und ermöglicht der betroffenen Partei, den Entscheid sachgerecht anzufechten.
“Das in Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 53 ZPO garantierte rechtliche Gehör im Zivilverfahren verlangt ausserdem, dass das Gericht die Anträge und Begründungen der Parteien zur Kenntnis nimmt, prüft und bei der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu begründen (KUKO ZPO-Sogo/Naegeli, 3. Aufl., 2021, Art. 239 N 5). Der Entscheid muss zunächst nicht schriftlich begründet werden, sondern es genügt nach Art. 239 Abs. 1 ZPO, diesen schriftlich im Dispositiv den Parteien zu eröffnen, wobei der Entscheid an der Verhandlung mündlich begründet werden kann. Eine schriftliche Begründung des Entscheids ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Dispositiventscheids verlangt, zumal nur ein schriftlich begründeter Entscheid an die Rechtsmittelinstanz weitergezogen werden kann. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Darüber sind die Parteien im Falle der Eröffnung eines Entscheids ohne schriftliche Begründung zu belehren. Wird eine schriftliche Begründung verlangt, muss sich das Gericht in seiner schriftlichen Entscheidbegründung mit den Anträgen und Argumenten der Parteien auseinandersetzen. Es hat dabei zu allen wesentlichen Tat- und Rechtsfragen Stellung zu nehmen. Insbesondere hat es die Überlegungen wiederzugeben, von denen es sich bei seinem Entscheid leiten liess, damit die betroffene Partei gegebenenfalls in der Lage ist, diesen sachgerecht anzufechten.”
Entscheide einer eininstanzlichen kantonalen Instanz im Sinne von Art. 5 ZPO sind gemäss der zitierten Lehre/Entscheidung von Amtes wegen zu motivieren; eine schriftliche Begründung ist auf Verlangen der Partei innerhalb von zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheides nachzuliefern (vgl. Art. 239 ZPO).
“A teneur de l'art. 111 al. 1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant et les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). Les intimés, qui obtiennent entièrement gain de cause, ont droit à des dépens, solidairement entre eux, à la charge de la requérante, soit 4’500 fr. à titre de défraiement de leur conseil et 225 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). VIII. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, le juge délégué, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 1er mars 2024 par la requérante Z.________ à l'encontre des intimés X.________ et R.________. II. Arrête les frais de la procédure provisionnelle à 2’912 fr. 80 (deux mille neuf cent douze francs et huitante centimes) pour la requérante. III. Condamne la requérante à verser aux intimés, solidairement entre eux, le montant de 907 fr. 60 (neuf cent sept francs et soixante centimes) à titre de remboursement de leur avance de frais et de 4'725 fr. (quatre mille sept cent vingt-cinq francs), à titre de dépens. Le juge délégué : La greffière : S. Parrone M. Bron Du L'ordonnance qui précède, lue et approuvée à huis clos, est notifiée, par l'envoi de photocopies, aux conseils des parties.”
Bei Parteien mit Wohnsitz im Ausland ohne in der Schweiz gewähltes Zustellungsdomizil trifft sie die Darlegungslast dafür, dass die Zehn‑Tage‑Frist zur Anforderung der schriftlichen Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO eingehalten wurde. Wird die Sendung nicht über die Schweizerische Post befördert, ist die Frist nur gewahrt, wenn die Eingabe tatsächlich vor Fristablauf beim Gericht eingegangen ist oder das ausländische Sendungsstück rechtzeitig an die Schweizerische Post übergeben worden ist.
“Le recourant, qui est domicilié à l'étranger et qui n'a pas élu de domicile de notification en Suisse, devait au contraire s'attendre à ce que sa demande de motivation soit considérée comme tardive – et donc déclarée irrecevable – s'il ne remettait pas spontanément audit juge tout moyen de preuve propre à établir que le délai légal pour former une telle demande était néanmoins respecté. Il s'ensuit que les pièces produites par le recourant à l'appui de son recours sont irrecevables. Elles ne seront donc pas prises en considération, pas plus que les allégations nouvelles qu'elles sont censées étayer. 2.3 La recevabilité des pièces produites par l'intimée, que le Tribunal n'a pas invitée à se déterminer sur la demande de motivation, peut demeurer indécise, vu l'issue du recours. 3. Sur le fond, le recourant reproche au Tribunal d'avoir déclaré sa demande de motivation irrecevable pour cause de tardiveté. 3.1 En vertu de l'art. 239 al. 1 let. b CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite, notamment en notifiant le dispositif par écrit. Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Le délai pour demander la motivation est un délai légal, donc non prolongeable, mais restituable aux conditions de l'art. 148 CPC (Tappy, in Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 239 CPC). La computation du délai pour demander la motivation suit pour le surplus les règles habituelles des art. 142ss CPC (Tappy, op. cit., n. 14 ad art. 239 CPC). 3.1.1 Selon l'art. 143 al. 1 CPC, les actes doivent être remis au plus tard le dernier jour du délai soit au tribunal soit à l'attention de ce dernier, à la poste suisse ou à une représentation diplomatique ou consulaire suisse. Le principe susvisé ne vaut pas en dehors du recours à la Poste suisse. En cas de recours à une poste étrangère, le délai ne sera respecté que pour autant qu'il ne soit pas déjà échu au moment de l'arrivée effective de l'acte au tribunal, ou au moins que l'envoi soit passé de la poste étrangère à la Poste suisse avant l'échéance dudit délai (ATF 125 V 65 consid. 1; arrêt du Tribunal fédéral 4A_258/2008 du 7 octobre 2008, consid.”
Die zehn Tage gemäss Art. 239 ZPO sind in der Praxis bedeutsam insbesondere für Entscheide in summarischem Verfahren (u.a. vorsorgliche/provisorische Massnahmen), für Instruktions‑ und Suspensionsentscheide sowie in Erwachsenenschutz‑ und familienrechtlichen Verfahren; bei summarischen Entscheiden bewirkt die Frist, dass die Berufungs‑/Rekursfrist kurz zu laufen beginnt (Ten‑day‑Trigger).
“Gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid ist die Berufung beim Kantonsgericht als Rechtsmittelinstanz innert zehn Tagen seit Zu- stellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich, begründet und unter Beilage des angefochtenen Entscheids einzureichen (Art. 311 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO; Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]). Dabei behandelt die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts die zivilrechtlichen Berufungen auf dem Gebiet des Sachenrechts (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]).”
“Gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid ist die Berufung beim Kantonsgericht als Rechtsmittelinstanz innert zehn Tagen seit Zu- stellung des begründeten Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich, begründet und unter Beilage des angefochtenen Entscheids einzureichen (Art. 311 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO; Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]). Dabei behandelt die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts die zivilrechtlichen Berufungen auf dem Gebiet des Sachenrechts (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]). Im vorliegenden Fall geht es um den Erlass einer vorsorglichen Massnahme. Ein solcher Entscheid ergeht im summarischen Verfahren (Art. 248 lit. d ZPO). Die Berufungsfrist von zehn Tagen hat die Berufungsklägerin eingehalten, da sie den Entscheid des Einzelgerichts Prättigau/Davos vom 21. August 2023, den sie am 22. August 2023 in Empfang genommen hat, mit Eingabe vom 1. September 2023 angefochten hat.”
“Par acte du 17 octobre 2024, le recourant a déposé un recours contre l’ordonnance précitée, concluant, en substance et avec suite de frais et dépens, préalablement à ce que l’effet suspensif soit accordé au recours. Principalement, il a sollicité la réforme de l’ordonnance en ce sens que les chiffres I, II et III de son dispositif soient supprimés et que la requête de suspension soit accordée. 5. 5.1 5.1.1 Selon l’art. 319 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272), le recours est recevable contre les décisions finales, incidentes et provisionnelles de première instance qui ne peuvent faire l’objet d’un appel (let. a), les ordonnances d’instruction et les décisions autres que finales, incidentes ou provisionnelles de première instance, dans les cas prévus par la loi (let. b ch. 1) ou lorsqu’elles peuvent causer un préjudice difficilement réparable (let. b ch. 2). A la teneur de l’art. 321 al. 1 CPC, le recours, écrit et motivé, est introduit auprès de l’instance de recours dans les trente jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). Le délai est de dix jours pour les décisions prises en procédure sommaire et les ordonnances d’instruction, à moins que la loi n’en dispose autrement (art. 321 al. 2 CPC). Dans le canton de Vaud, l’instance de recours est la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal (art. 73 al. 1 LOJV [loi d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 5.1.2 A la teneur de l’art. 126 al. 1 CPC, Le tribunal peut ordonner la suspension de la procédure si des motifs d’opportunité le commandent. La procédure peut notamment être suspendue lorsque la décision dépend du sort d’un autre procès. L’art. 126 al. 2 CPC précise que l’ordonnance de suspension peut faire l’objet d’un recours. Les décisions de suspension, au sens de l'art. 126 al. 1 CPC, entrent dans la catégorie des ordonnances d'instruction et sont, partant, soumises au délai de recours de dix jours de l'art. 321 al. 2 CPC (ATF 141 III 270 consid. 3.3 ; ATF 138 III 705 consid. 2.1 ; TF 5D_127/2019 du 19 août 2019 consid.”
“101 et 223 al. 1 CPC) ou administre les preuves (art. 231 CPC ; Jeandin, in Bohnet et al., Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., Bâle 2019, n. 14 ad art. 319 CPC). La nomination d’un expert est une ordonnance d’instruction (TF 4A_155/2021 du 30 septembre 2021 consid. 4.5 non publié in ATF 147 III 582). La décision entreprise, par laquelle la présidente a ordonné au recourant de prendre part à l’expertise pédopsychiatrique concernant ses enfants, fondée sur l’art. 314e al. 1 CC, soit l’ordre d’accomplir sous la contrainte l’obligation de collaborer à l’établissement des faits qui lui incombe, participe à la conduite des débats et constitue une ordonnance d’instruction au sens de l’art. 319 let. b CPC. A la teneur de l’art. 321 al. 1 CPC, le recours, écrit et motivé, est introduit auprès de l’instance de recours dans les trente jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). Le délai est de dix jours pour les décisions prises en procédure sommaire et les ordonnances d’instruction, à moins que la loi n’en dispose autrement (art. 321 al. 2 CPC). Dans le canton de Vaud, l’instance de recours est la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal (art. 73 al. 1 LOJV [loi d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 5.2 En l’espèce, le recours, écrit et motivé, a été formé en temps utile par une partie qui dispose d’un intérêt digne de protection (art. 59 al. 2 let. a CPC). 5.3 5.3.1 Cela étant, la loi ne prévoyant pas expressément la possibilité d’un recours contre une décision fondée sur l’art. 314e al. 1 CC, il convient d’examiner si le recours est recevable sous l’angle de la condition du préjudice difficilement réparable (art. 319 let. b ch. 2 CPC). Le recourant doit démontrer l’existence d’un tel préjudice (CREC 21 août 2024/201 ; CREC 11 juin 2024/146 ; CREC 15 octobre 2020/239). La notion de préjudice difficilement réparable est plus large que celle de dommage irréparable de l’art.”
“Mit Urteil vom 11. Dezember 2023 erliess die Vorinstanz in unbegründeter Fassung das Scheidungsurteil. Es schied die Ehe der Parteien, übertrug der Klä- gerin und Berufungsbeklagten (nachfolgend: Klägerin) die alleinige Sorge über die beiden Kinder C._____, geboren tt.mm.2013, und D._____, geboren am tt.mm.2017, und teilte ihr die alleinige Obhut über die Kinder zu. Die Vorinstanz verzichtete auf die Anordnung eines Kontaktrechts zwischen dem Beklagten und Berufungskläger (nachfolgend: Beklagter) und der Tochter C._____, während ein Kontakt des Beklagten mit dem Sohn D._____ einmal monatlich in einem Be- suchstreff stattfinden können soll. Weiter umschrieb die Vorinstanz die Aufgaben des Besuchsbeistandes und setzte den Kinderunterhalt fest. Nachehelicher Un- terhalt wurde nicht festgesetzt. Die Vorinstanz wies in ihrem Urteil in der Rechts- mittelbelehrung mit Blick auf Art. 239 ZPO darauf hin, dass der Entscheid in Rechtskraft erwachse, wenn nicht innert 10 Tagen von der Zustellung an schrift- lich beim Bezirksgericht Bülach eine Begründung verlangt werde. Werde eine Be- gründung verlangt, so laufe den Parteien die Frist zur Erklärung einer Berufung ab Zustellung des begründeten Entscheides (act. 251 S. 11 Dispositivziffer 23).”
“Dans ces conditions, il faut reconnaître que B.________ et A.________ ont bien un intérêt à faire constater que le contrat qu’ils ont conclu le 6 octobre 2020 est parfait parce qu’il a été définitivement approuvé par l’autorité de protection de l’adulte avant le décès de C.________, de sorte qu’il lie ses héritiers. La décision du 29 janvier 2021 est ainsi susceptible de leur causer un préjudice difficilement réparable au sens de l’art. 319 let. b ch. 2 CPC. Il convient d’entrer en matière sur le recours. 1.2. Le recours a été déposé dans le délai de dix jours à compter de sa notification (art. 321 al. 2 CPC) par les recourants qui disposent d’un intérêt juridique manifeste à la constatation requise. L’occasion a par ailleurs été donnée à G.________ de se déterminer sur le recours par publication dans la FO faute de sa part d’avoir régulièrement constitué en Suisse un domicile de notification (art. 140 et 141 al. 1 let. c CPC). Il est pris acte qu’il ne s’est pas manifesté. 2. 2.1. Selon l’art. 239 CPC, applicable par analogie à la procédure de protection de l’adulte (art. 450f CPC), le tribunal peut communiquer sa décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit (al. 1 let. b). Une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n’est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à recourir (al. 2). La décision entre alors en force à l’échéance du délai de dix jours, délai légal qui ne peut être prolongé, mais éventuellement restitué (CR CPC-Tappy, 2e éd. 2019, art. 239 n. 13). Il faut assimiler à l’absence de demande de rédaction une requête déposée hors délai ou qui ne respecte pas les formes légales, en ce sens que, dans les deux cas, cela équivaudra à une renonciation au recours (sur cette question: CR CPC-Tappy, art. 239 n. 16). Selon l’art. 130 al. 1 CPC, les actes sont adressés au tribunal sous forme de documents papier ou électroniques.”
Die zehntägige Frist nach Art. 239 Abs. 2 ZPO wird durch die gerichtliche Zustellung der Entscheidsurkunde ausgelöst (sofern diese gemäss Art. 138 ff. ZPO vorgenommen wurde) und beginnt gemäss Art. 142 Abs. 2 ZPO am folgenden Tag zu laufen.
“Gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO kann das Gericht seinen Entscheid ohne schriftliche Begründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist jedoch nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids verlangt. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Dabei wird eine Frist mit der gerichtlichen Zustellung einer Urkunde ausgelöst, wenn diese in der vom Gesetz gemäss Art. 138 ff. ZPO vorgesehenen Weise vorgenommen worden ist (Urteil 5A_117/2017 vom 7. Juni 2017 E. 2.3).”
“Wie einleitend festgehalten, kann eine Partei innert zehn Tagen seit der Eröffnung des Entscheids eine schriftliche Begründung verlangen. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, beginnen am folgenden Tag zu laufen (Art. 142 Abs. 2 ZPO). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Gemäss den Akten der Zivilgerichtspräsidentin wurde das Entscheiddispositiv vom 16. November 2023 dem Beschwerdeführer am 17. November 2023 zugestellt. Die zehntägige Frist begann am 18. November 2023 zu laufen und endete am 27. November”
“________ recourt le 7 juin 2021, concluant sous suite de frais à ce que sa demande de motivation du 14 mai 2021 soit déclarée recevable ; que la Présidente du tribunal a conclu à l’admission du recours le 10 juin 2021 ; que B.________ a renoncé à se déterminer le 21 juin 2021 ; que le tribunal peut communiquer sa décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit ; une motivation écrite est remise aux parties si l’une d’elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision (art. 239 al. 1 let. b et al. 2 CPC) ; qu’en cas de doute sur le respect du délai de l’art. 239 al. 2 CPC, le tribunal doit statuer et sa décision constatant le non-respect du délai a le caractère d’une décision finale qui doit pouvoir être contestée (CR CPC-Tappy, 2ème éd. 2019, art. 239 n. 16), en l’espèce par un recours dans les dix jours dès lors que la décision porte sur des frais de la procédure de médiation (PC CPC-Beyeler/Heinzmann, 2021, art. 281 n. 18) ; que la décision du 25 mai 2021 a été notifiée à A.________ le 26 mai 2021, de sorte que son recours remis à la poste le lundi 7 juin 2021 est recevable ; que le délai de dix jours de l’art. 239 al. 2 CPC commence à courir le lendemain de la notification de l’avis de dispositif et expire le dernier jour du délai, respectivement le premier jour ouvrable qui suit si le délai expire un samedi, un dimanche ou un jour férié reconnu par le droit fédéral ou cantonal (art. 142 al. 1 et 3 CPC) ; qu’en l’espèce, l’avis de dispositif du 30 avril 2021 ayant été notifié le 3 mai 2021, le délai de dix jours arrivait à échéance le 13 mai 2021, mais cette échéance a été reportée au lendemain 14 mai 2021, le 13 mai 2021 étant le jeudi de l’Ascension, jour férié selon le droit cantonal (art. 121 al. 2 de la loi sur la justice [LJ] ; RSF 130.1) ; que le recours doit dès lors être admis, ce que personne ne conteste ; que les frais judiciaires par CHF 150.- seront mis à la charge de l’Etat (art. 107 al. 2 CPC) ; qu’en revanche, l’Etat ne peut pas être condamné au paiement de dépens (ATF 140 III 385) et qu’il n’y a pas lieu non plus de condamner l’intimé aux dépens, dès lors qu’il a renoncé à se déterminer sur le recours et n’a pas provoqué la décision querellée ; la Cour arrête : I.”
Für den Fristbeginn nach Art. 239 Abs. 2 ZPO trägt das Gericht die Beweislast für die korrekte Zustellung der gerichtlichen Urkunde.
“Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO in Verbindung mit Art. 219 ZPO kann das Gericht seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Be- gründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Par- tei dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt (Art. 239 Abs. 2 ZPO). Wird eine Begründung verlangt, so läuft den Parteien die Frist zur Erklärung einer Berufung ab Zustellung des begründeten Entscheides (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die Beweislast für die korrekte Zustellung gerichtlicher Ur- kunden obliegt dabei dem Gericht (BK ZPO-Frei, Art. 138 N 3; BGE 144 IV 57 E. 2.3; BGE 129 I 8 E. 2.2 = Pra 92 [2003] Nr. 58).”
Frist und Folgen: Die schriftliche Begründung ist innert 10 Tagen seit Eröffnung zu verlangen; eine nicht rechtzeitig gestellte Nachfrage gilt als Verzicht (vgl. RT230179, LC240008). Eine nachträglich eingereichte oder verspätete Eingabe kann daher als unzulässig/irrecevable abgewiesen werden (LC240008). Anforderungen an die Motivation: Erweist sich ein Rechtsmittel als ungenügend motiviert, genügt dies—nach den in der Rechtsprechung formulierten Mindestanforderungen—zur Unzulässigkeit des Rechtsmittels (ML/2020/272).
“Im Mehrbe- trag wurde das Begehren abgewiesen (Urk. 9). Innert Frist beantragte die Ge- suchsgegnerin mit Eingabe vom 12. Oktober 2023 im Sinne von Art. 239 Abs. 2 ZPO die schriftliche Begründung des Urteils. Zudem machte sie die Vorinstanz darauf aufmerksam, dass sie bis anhin keine Antwort zu ihrem gestellten Frister- streckungsgesuch erhalten habe (Urk. 11). Mit der Gesuchsgegnerin am”
“Das vorinstanzliche Urteil vom 11. Dezember 2023 erging, wie erwähnt, in unbegründeter Form (act. 251). Es wurde dem Beklagten, das heisst seinem Rechtsvertreter, dessen Handlungen sich der Beklagte anrechnen lassen muss, am 27. Dezember 2023 zugestellt (act. 252). Die Vorinstanz gab, wie erwähnt, in der Rechtsmittelbelehrung korrekt an, die Frist, um eine Begründung des Urteils zu verlangen, betrage 10 Tage ab Zustellung des Entscheides (Art. 239 Abs. 2 - 3 - ZPO; act. 251 S. 11 Dispositiv Ziffer 23; E. 1.). Unter Berücksichtigung von Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO lief diese Frist am Freitag, 12. Januar 2024 ab. Die als Beru- fung entgegen genommene Eingabe des Beklagten an die Kammer datiert vom 7. Februar 2024 und wurde gleichentags der Post überbracht (act. 249). Sie ist damit verspätet erfolgt: Erwägungen darüber, ob die Eingabe des Beklagten vom 7. Februar 2024 unter Hinweis auf Art. 239 Abs. 2 ZPO von der Vorinstanz als Begehren um Urteilsbegründung entgegenzunehmen gewesen wäre, können un- terbleiben, nachdem die Frist am 12. Januar 2024 abgelaufen ist. Und als Rechtsmittel kann die Eingabe des Beklagten vom 7. Februar 2024 nicht entge- gen genommen werden, weil es an einem tauglichen Anfechtungsobjekt (einem begründeten Entscheid) fehlt (E. 2.1.)”
“1 CPC, le recours doit être motivé, que selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, la motivation doit, à tout le moins, satisfaire aux exigences qui sont posées pour un mémoire d'appel, qu’il incombe dès lors au recourant de s'en prendre à la motivation de la décision attaquée pour tendre à en démontrer le caractère erroné, que pour satisfaire à cette exigence, le recourant doit discuter au moins de manière succincte les considérants du jugement qu'il attaque, qu’il ne lui suffit pas de renvoyer aux moyens soulevés en première instance, ni de se livrer à des critiques toutes générales de la décision attaquée, sa motivation devant être suffisamment explicite pour que l'instance de recours puisse la comprendre aisément, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision que le recourant attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 141 III 569 consid. 2.3.3 et 4.3.1 ; TF 5D_43/2019 du 24 mai 2019 consid. 3.2.2 et les références citées), que ni l’art. 132 al. 1 et 2 CPC, ni l’art. 56 CPC ne sont applicables en cas d’absence de motivation d’un acte de recours (TF 5A_488/2015 du 21 août 2015 consid. 3.2.1 et 3.2.2, publié in RSPC 6/2015 pp. 512 s., et les arrêts cités), que la motivation du recours, si elle n’est pas immédiate, doit à tout le moins être produite dans le délai de recours, qu’à défaut de motivation - dans le délai légal -, l’instance de recours n’entre pas en matière ; qu’en l’espèce, l’acte du recourant du 28 juillet 2020, qui peut être interprété comme une demande de motivation valant recours, a été déposé après le délai de dix jours prévu par l’art. 239 al. 2 CPC, que le recours est ainsi tardif et, partant, irrecevable pour ce motif déjà, que par ailleurs, en prononçant la mainlevée définitive, le premier juge a constaté que la poursuivante avait produit une facture relative à une redevance annuelle, munie des voies de droit, que le poursuivi ne l’avait pas attaquée dans le délai légal, que cette facture valait dès lors décision administrative exécutoire au sens de l’art. 80 al. 1 LP et que le poursuivi n’avait pas prouvé que sa dette était éteinte ou qu’il avait obtenu un sursis, que le recourant qualifie le prononcé entrepris de décision arbitraire, sans toutefois indiquer en quoi elle le serait ni en quoi la motivation du premier juge serait erronée, que faute de motivation, le recours est également irrecevable pour ce motif ; attendu que le présent arrêt peut être rendu sans frais judiciaires (art. 11 du Tarif du 28 septembre 2010 des frais judiciaires civils ; BLV 270.11.5) ni dépens. Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites, prononce : I.”
Die sogenannte mündliche Eröffnung liegt nicht in einem rein gesprochenen Urteilsvortag, sondern darin, dass das schriftliche Dispositiv des Entscheids (im weiteren Sinn) den Parteien an der Hauptverhandlung mit kurzer mündlicher Begründung übergeben wird; dies entspricht der in Art. 239 Abs. 1 ZPO vorgesehenen Eröffnungsform (lit. a).
“Aufgrund des Fehlens expliziter Bestimmungen liegt auf der Hand, sich für die Modalitäten der Eröffnung von Klagebewilligungen an den Bestimmungen zur Eröffnung von Endentscheiden gemäss der ZPO zu orientieren. Endentscheide können gemäss Art. 239 Abs. 1 ZPO nicht in eigentlichem Sinne mündlich eröff- net werden. Art. 54 Abs. 1 ZPO, in dem die mündliche Eröffnung erwähnt wird, bezieht sich auf Art. 239 Abs. 1 lit. a ZPO (Somm/Seiler, DIKE-Komm-ZPO, Art. 54 N 12). Diese Art der Eröffnung findet, wie ausdrücklich statuiert wird, dadurch statt, dass das schriftliche Dispositiv des Entscheids (i.w.S., d.h. nicht bloss das Dispositiv im Sinne von Art. 238 lit. d ZPO) den Parteien an der Haupt- verhandlung mit kurzer mündlicher Begründung übergeben wird. Als einzige wei- tere Form der Eröffnung eines Endentscheids sieht Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO die Zustellung des Dispositivs (i.w.S.) an die Parteien vor (vgl. zur Thematik insb. ZK ZPO-Staehelin, Art. 239 N 18 ff. m.w.H.). - 11 -”
“Eine eigentliche Urteilsberatung unter Einbezug der Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber vor den Parteien oder hinter verschlossenen Türen ist nicht in allen Fällen erforderlich, sondern es kann in Einzelfällen bereits ausreichend sein, wenn die Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber immerhin die Möglichkeit erhalten, sich zur Sache zu äussern und allenfalls ihr Antragsrecht auszuüben (KGE BL 400 19 280 vom 19. Mai 2020 E. 4.3). Vorliegend führt der Berufungskläger 3 in seiner Replik vom 9. Oktober 2020 selbst aus, dass sich der Gerichtsschreiber während der Verhandlung vom 25. August 2020 zur Sache geäussert hatte. Zudem bestreitet er nicht, dass sich der Gerichtsschreiber dabei der Meinung des Gerichtspräsidenten angeschlossen hatte. Damit steht fest, dass der Gerichtsschreiber sowohl sein Recht auf beratende Stimme als auch sein Antragsrecht im Sinne des § 6 Abs. 2 GOG ausübte. Eine Verletzung dieser Bestimmung liegt folglich nicht vor. Der Berufungskläger 3 moniert zwar, dass der Gerichtsschreiber sein Votum erst nach der mündlichen Eröffnung des Entscheids durch den Gerichtspräsidenten abgegeben habe und daraus schliesst er auf eine fehlende Urteilsberatung und ein fehlerhaft besetztes Gericht nach Art. 30 Abs. 1 BV. Der Berufungskläger 3 verkennt jedoch, dass ein Gerichtsentscheid nach Art. 239 Abs. 1 ZPO entweder in der Hauptverhandlung durch Übergabe des schriftlichen Dispositivs an die Parteien mit kurzer Begründung (lit.”
Gibt das Gericht nach Art. 239 Abs. 1 ZPO das Urteil ohne Begründung bekannt, können gebührenrechtliche Folgen eintreten. Nach § 10 Abs. 2 GebV OG ist unter den dort genannten Voraussetzungen — wie in der zitierten Rechtssache ausgeführt — eine Reduktion der erstinstanzlichen Entscheidgebühr möglich.
“Der Kläger verlangt weiter, dass ein Drittel der erstinstanzlich festgelegten Entscheidgebühr auf die Staatskasse zu nehmen sei, da aufgrund der von ihm verlangten Urteilsbegründung das Urteil durch die Vorinstanz habe berichtigt wer- den können (Urk. 92 S. 5 f.). Wäre es dem Kläger tatsächlich einzig um die Be- richtigung des Urteils gegangen, so hätte ihm der Rechtsbehelf nach Art. 334 Abs. 1 ZPO zur Verfügung gestanden und es wären gegebenenfalls auch keine zusätzlichen Kosten erhoben worden. Einzig eine regelrechte "Justizpanne" recht- fertigt eine Kostenauflage an den Kanton im Sinne von Art. 107 Abs. 2 ZPO (BGer 5A_104/2012 vom 11. Mai 2012, E. 4.4.2), was vorliegend klarerweise nicht der Fall ist. Unter den Bedingungen von Art. 239 Abs. 1 ZPO darf ein Urteil unbegründet eröffnet werden und gestützt auf § 10 Abs. 2 GebV OG darf bei ei- nem Verzicht auf die Begründung eine Kostenreduktion erfolgen. Das Vorgehen der Vorinstanz erweist sich daher ohne weiteres als rechtskonform. - 9 -”
Auf begründetes Verlangen nach Art. 239 ZPO kann die nachgelieferte schriftliche Begründung auch auf konkrete Beweisfragen und damit zusammenhängende Kostenschätzungen eingehen (z. B. Schätzungen des Sachverständigen, Inspektion). Die Begründung muss die für den Entscheid massgebenden Motive erkennen lassen; eine implizite, knapp gehaltene Begründung kann insoweit genügen, sofern die Parteien die massgeblichen Motive aus der Entscheidung erschliessen können.
“Il n'a toutefois pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais peut au contraire se limiter à l'examen des questions décisives pour l'issue du litige (ATF 137 II 266 consid. 3.2; 136 I 229 consid. 5.2). Dès lors que l'on peut discerner les motifs qui ont guidé la décision de l'autorité, le droit à une décision motivée est respecté même si la motivation présentée est erronée. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 2C_879/2015 du 29 février 2016 consid. 4.1). Les parties doivent pouvoir connaître les éléments de fait et de droit retenus par le juge pour arriver au dispositif. Une motivation insuffisante constitue une violation du droit d'être entendu (ATF 139 IV 179 consid. 2.2; 138 IV 81 consid. 2.2; 133 III 235 consid. 5.2), que la juridiction supérieure peut librement examiner aussi bien en appel que dans le cadre d'un recours au sens des art. 319 ss CPC (TAPPY, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 7 ad art. 238 CPC et n. 18 ad art. 239 CPC; ACJC/165/2020 du 3 février 2020 consid. 2.2). 2.4 En l'espèce, les appelants font grief au Tribunal de ne pas s'être prononcé sur leur offre de preuve consistant à ordonner une inspection locale et à mettre en œuvre une expertise judiciaire leur permettant de déterminer le dommage invoqué dans la procédure. Ils requièrent à nouveau ces mesures devant la Cour et le renvoi de la cause au Tribunal. 2.4.1 Il résulte du bordereau de preuves déposé par les appelants le 18 décembre 2017 que l'inspection locale souhaitée visait à faire constater que la surface de l'appartement de remplacement mis à disposition était inférieure à celle promise et n'équivalait pas à celle dévolue à l'activité de fiduciaire pratiquée dans l'arcade d'origine. Cette inspection devait également permettre au juge de constater que la partie de l'arcade dévolue à l'activité de fiduciaire, après exécution des travaux de rénovation, ne mesurait que 60 m2 en lieu et place d'une surface de plus de 107 m2, que l'arcade, après travaux, était inexploitable et se trouvait dans un état non conforme au contrat et au Protocole d'accord et que près de 50 m2 avaient été amputés de la surface d'origine.”
“Au demeurant, le juge a écrit au conseil du recourant le 15 avril 2021 notamment ceci : « En ce qui concerne le montant présumé des honoraires de l'expertise complémentaire, l'expert confirme en substance son estimation initiale ». Le recourant n'a pas réagi spécifiquement à cette affirmation, notamment en acceptant la proposition de l'expert consistant pour le recourant à faire exécuter à ses frais les sondages selon l'un des devis n'intégrant pas les frais de remises en état obtenus par lui. Il n'a pas davantage contesté l'évaluation par l'expert des étapes du complément d'expertise, de la quantification des heures nécessaires et des tarifs horaires différenciés annoncés pour l'expert et le co-expert. Une motivation implicite suffit à respecter le droit d'être entendu dès lors que la partie peut, de bonne foi, discerner les motifs qui ont guidé la décision de l'autorité (Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, Lausanne 2018, n. 3.2.2. ad art. 239 CPC), il y a lieu de retenir dans la présente cause que la décision est suffisamment motivée. Le grief du recourant en violation du droit d’être entendu est rejeté. 4. 4.1 Le recourant invoque une prétendue violation de l'art. 184 al. 3 CPC qui traite de la rémunération de l'expert, alors qu’il s’agit ici de vérifier le montant d'une avance de frais. 4.2 Les frais d'administration des preuves sont avancés par la partie qui les requiert (art. 102 al. 1 CPC ; ATF 140 III 30 consid. 3.2, JdT 2016 II 314). Pour fixer le montant de l'avance de frais et en imposer la charge à une partie, il n'y a pas lieu de s'inspirer de la solution qui pourrait s'appliquer en matière de répartition finale des frais, en particulier s'agissant de la preuve à futur. Il s'impose au contraire de respecter le principe énoncé à l'art. 102 al. 1 CPC, tel qu'énoncé ci-dessus. Quant à la fixation du montant, le juge pourra se fonder sur les tarifs édictés, mais sur des estimations concrètes, qu'il pourra notamment demander préalablement à un expert pressenti (Tappy, CR-CPC, nn.”
“Toutefois, l'autorité n'a pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais elle peut au contraire se limiter à ceux qui, sans arbitraire, lui paraissent pertinents (ATF 143 III 65 consid. 5.2 et les réf. citées ; ATF 142 III 433 consid. 4.3.2 ; ATF 138 I 232 consid. 5.1). Une motivation implicite, résultant des différents considérants de la décision, suffit à respecter le droit d'être entendu (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1). L'essentiel est que la décision indique clairement les faits qui sont établis et les déductions juridiques qui sont tirées de l'état de fait déterminant (ATF 142 II 154 consid. 4.2 ; TF 5A_570/2017 du 27 août 2018 consid. 4.2). Dès lors que l'on peut discerner les motifs qui ont guidé la décision de l'autorité, le droit à une décision motivée est respecté même si la motivation présentée est erronée (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1 ; TF 5A_741/2016 du 6 décembre 2016 consid. 3.3.1 ; Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, Lausanne 2018, n. 3.2.2 ad art. 239 CPC). 3.3 En l’espèce, le juge délégué ne s’est pas déterminé au sujet de l’opposition formulée par la recourante dans son courrier du 15 mars 2021, se contentant de rendre la même décision que celle du 25 février 2021, assortie de sanctions. Le juge délégué n’a en particulier pas répondu aux griefs de la société requise et n’a pas procédé à une pesée des intérêts en présence conformément à l’art. 156 CPC. Il lui reviendra par conséquent de le faire dans le cadre du présent renvoi, en examinant, le cas échéant, la manière la plus adaptée de préserver les intérêts d’A.________. 4. 4.1 En définitive, le recours doit être admis, l’ordonnance annulée et la cause renvoyée à l’autorité précédente pour qu’elle motive son ordonnance dans le sens des considérants qui précèdent. Ce renvoi étant dicté par une violation du droit d’être entendu, il ne se justifie pas d’inviter E.________ et O.________ à présenter des déterminations, la cause n’étant pas préjugée (TF 5A_910/2016 du 1er septembre 2017 consid.”
Praktischer Hinweis: Die Frist zum Verlangen der schriftlichen Begründung nach Art. 239 ZPO beginnt mit der Eröffnung/des Zeitpunktes der Zustellung. Bei versandten eingeschriebenen Sendungen gilt die Zustellung als erfolgt mit Ablauf der Postaufbewahrungsfrist (in der Praxis häufig sieben Tage), sodass ab diesem Zeitpunkt die Frist zu laufen beginnt.
“Par ailleurs, C______ avait indiqué à l'Office des poursuites avoir lui-même acheté les tableaux saisis, en précisant leur prix d'achat approximatif. A______ n'avait donc pas démontré que les trois tableaux saisis lui appartenaient. EN DROIT 1. 1.1.1 Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable contre les décisions finales de première instance si la valeur litigieuse, au dernier état des conclusions, est de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 1 et 2 CPC). Le recours est recevable contre les décisions finales de première instance qui ne peuvent faire l'objet d'un appel (art. 319 let. a CPC). En l'espèce, la valeur litigieuse s'élève à 2'800 fr., soit le montant correspondant à l'estimation des trois tableaux revendiqués effectuée par l'Office des poursuites, ce qui n'est pas remis en cause. Cette valeur litigieuse étant inférieure à 10'000 fr., seule la voie du recours est ouverte. 1.1.2 Selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours, écrit et motivé, est introduit auprès de l'instance de recours dans les trente jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). Un acte est réputé notifié, en cas d'envoi recommandé, lorsque celui-ci n'a pas été retiré, à l'expiration d'un délai de sept jours à compter de l'échec de la remise, si le destinataire devait s'attendre à recevoir la notification (art. 138 al. 3 let a CPC). En l'occurrence, le jugement entrepris, notifié par envoi recommandé du 12 mai 2022, doit être considéré comme ayant été notifié à A______ à l'échéance du délai de garde de sept jours à la Poste, soit le 20 mai 2022. Déposé dans le délai et la forme prescrite, le recours est recevable (art. 130, 131, 142 al. 3 et 321 al. 3 CPC). 1.1.3 Si un appel est interjeté en lieu et place d'un recours, ou vice-versa, et si les conditions de l'acte qui aurait dû être formé sont remplies, une conversion de l'acte déposé en acte recevable est exceptionnellement possible si cela ne nuit pas aux droits de la partie adverse; cette solution est en principe aussi possible même si la partie concernée est représentée par un mandataire professionnel (arrêt du Tribunal fédéral 5A_221/2018 du 4 juin 2018 consid.”
“Par ailleurs, C______ avait indiqué à l'Office des poursuites avoir lui-même acheté les tableaux saisis, en précisant leur prix d'achat approximatif. A______ n'avait donc pas démontré que les trois tableaux saisis lui appartenaient. EN DROIT 1. 1.1.1 Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable contre les décisions finales de première instance si la valeur litigieuse, au dernier état des conclusions, est de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 1 et 2 CPC). Le recours est recevable contre les décisions finales de première instance qui ne peuvent faire l'objet d'un appel (art. 319 let. a CPC). En l'espèce, la valeur litigieuse s'élève à 2'800 fr., soit le montant correspondant à l'estimation des trois tableaux revendiqués effectuée par l'Office des poursuites, ce qui n'est pas remis en cause. Cette valeur litigieuse étant inférieure à 10'000 fr., seule la voie du recours est ouverte. 1.1.2 Selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours, écrit et motivé, est introduit auprès de l'instance de recours dans les trente jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). Un acte est réputé notifié, en cas d'envoi recommandé, lorsque celui-ci n'a pas été retiré, à l'expiration d'un délai de sept jours à compter de l'échec de la remise, si le destinataire devait s'attendre à recevoir la notification (art. 138 al. 3 let a CPC). En l'occurrence, le jugement entrepris, notifié par envoi recommandé du 12 mai 2022, doit être considéré comme ayant été notifié à A______ à l'échéance du délai de garde de sept jours à la Poste, soit le 20 mai 2022. Déposé dans le délai et la forme prescrite, le recours est recevable (art. 130, 131, 142 al. 3 et 321 al. 3 CPC). 1.1.3 Si un appel est interjeté en lieu et place d'un recours, ou vice-versa, et si les conditions de l'acte qui aurait dû être formé sont remplies, une conversion de l'acte déposé en acte recevable est exceptionnellement possible si cela ne nuit pas aux droits de la partie adverse; cette solution est en principe aussi possible même si la partie concernée est représentée par un mandataire professionnel (arrêt du Tribunal fédéral 5A_221/2018 du 4 juin 2018 consid.”
Wird der Entscheid allein durch Zustellung des Dispositivs eröffnet, können die Parteien innert zehn Tagen seit Eröffnung die schriftliche Begründung verlangen. Wird die Begründung nicht binnen dieser Frist beantragt, gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung mit Berufung oder Beschwerde; das unbegründete Dispositiv bildet somit kein taugliches Anfechtungsobjekt. Die schriftliche Begründung ist Voraussetzung für die Zulässigkeit des Rechtsmittels; die Frist zum Verlangen der Begründung ist in der Praxis nicht erstreckbar.
“Si, comme dans la plupart des cas de notification par voie édictale, seul le dispositif a été notifié (irrégulièrement), il doit être fait droit à la demande de motivation écrite de la décision, si elle est déposée dans les 10 jours (art. 239 al. 2 CPC) dès le moment où l'intéressé en a eu connaissance, étant précisé que le dispositif non motivé (art. 239 al. 1 CPC) n'acquiert caractère exécutoire au plus tôt que dès le lendemain de l'échéance du délai de 10 jours de l'art. 239 al. 2 CPC. Si la demande de motivation est rejetée, l'intéressé peut contester ce refus, qui constitue une décision finale (BASTONS BULLETTI, op. cit., n° 7; cf. arrêt 5D_160/2014 du 26 janvier 2015 consid. 2.6), par la voie et le délai de l'appel ou du recours contre la décision dont la motivation a été refusée (cf. arrêt 4A_128/2017 du 12 mai 2017 consid. 5.5, publié in RSPC 2017 p. 431; BASTONS BULLETTI, in Newsletter CPC Online du 26 octobre 2017; cf. aussi arrêt 5A_129/2023 du 28 février 2023 consid. 6). La demande de motivation est un préalable indispensable à la recevabilité de l'appel ou du recours. Partant, si une partie s'adresse directement au tribunal supérieur, sans requérir préalablement de motivation, et bien que l'indication des voies de droit l'ait clairement avisé des exigences de l'art. 239 al. 2 CPC, le recours est irrecevable (arrêt 5A_678/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.1 et 2.2).”
“Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO kann das Ge- richt seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begrün- dung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt. Wird eine Be- - 3 - gründung verlangt, so läuft den Parteien die Frist zur Erklärung einer Beschwerde ab Zustellung des begründeten Entscheids. Dies hat die Vorinstanz korrekt ange- geben (Urk. 17 S. 2 f. Dispositivziffer 5). Eine schriftliche Begründung des Ent- scheides ist denn auch Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Be- schwerde (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Damit stellt ein unbegründetes Urteil kein taugli- ches Anfechtungsobjekt dar (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO).”
“November 2023 mitzuteilen und diese darum zu bitten, während der genannten Zeit keine Zustellungen an ihn vor- zunehmen. Das in unbegründeter Form erlassene vorinstanzliche Urteil vom 25. August 2023 wurde – wie bereits erwähnt – am 2. November 2023 für ihn in Empfang genommen (vgl. Urk. 5/7 S. 1). Die zehntägige Frist, innert welcher eine Begründung des Urteils verlangt werden kann (Urk. 5/6 S. 2 Dispositivziffer 6), lief demnach am 13. November 2023 ab (Art. 142 Abs. 1 und 3 ZPO, Art. 143 Abs. 1 ZPO). Dass der Gesuchsgegner gemäss seiner eigenen Aussage vom vorin- stanzlichen Urteil erst danach Kenntnis erhalten hat, ist ihm selber zuzuschreiben. Das Urteil wurde ihm von der Vorinstanz gesetzeskonform zugestellt (Art. 138 Abs. 1 und 2 ZPO). Wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausführte (Urk. 2 S. 2), ist die gesetzli- che Frist zur Beantragung einer Begründung sodann nicht erstreckbar (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 144 Abs. 1 ZPO). Da der Gesuchsgegner innert der zehntägigen Frist keine Begründung des Urteils vom 25. Oktober 2023 verlangt hat, gilt dies gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO als Verzicht auf die Anfechtung des Urteils mit Beschwerde.”
“Trotz dieser Kenntnis unterliess er es, - 5 - der Vorinstanz seine Abwesenheit vom 4. bis 16. November 2023 mitzuteilen und diese darum zu bitten, während der genannten Zeit keine Zustellungen an ihn vor- zunehmen. Das in unbegründeter Form erlassene vorinstanzliche Urteil vom 25. August 2023 wurde – wie bereits erwähnt – am 2. November 2023 für ihn in Empfang genommen (vgl. Urk. 5/7 S. 1). Die zehntägige Frist, innert welcher eine Begründung des Urteils verlangt werden kann (Urk. 5/6 S. 2 Dispositivziffer 6), lief demnach am 13. November 2023 ab (Art. 142 Abs. 1 und 3 ZPO, Art. 143 Abs. 1 ZPO). Dass der Gesuchsgegner gemäss seiner eigenen Aussage vom vorin- stanzlichen Urteil erst danach Kenntnis erhalten hat, ist ihm selber zuzuschreiben. Das Urteil wurde ihm von der Vorinstanz gesetzeskonform zugestellt (Art. 138 Abs. 1 und 2 ZPO). Wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausführte (Urk. 2 S. 2), ist die gesetzli- che Frist zur Beantragung einer Begründung sodann nicht erstreckbar (Art. 239 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 144 Abs. 1 ZPO). Da der Gesuchsgegner innert der zehntägigen Frist keine Begründung des Urteils vom 25. Oktober 2023 verlangt hat, gilt dies gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO als Verzicht auf die Anfechtung des Urteils mit Beschwerde.”
“Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 4A_257/2022 Arrêt du 4 juillet 2022 Ire Cour de droit civil Composition Mme la Juge fédérale Kiss, juge présidant. Greffière: Mme Raetz. Participants à la procédure A.________, recourant, contre B.________ SA, représentée par Me Damien Revaz, avocat, intimée. Objet contrat de bail à loyer, recours contre la décision rendue le 16 mai 2022 par la Chambre civile du Tribunal cantonal du Valais (C3 22 64). La Juge présidant : Vu la requête en expulsion du locataire formée par B.________ SA à l'encontre de A.________ auprès du juge II du district de Sion, vu la décision rendue le 7 mars 2022 par ce juge, communiquée aux parties sous la forme d'un dispositif écrit (art. 239 al. 1 let. b CPC), donnant en substance l'ordre à A.________ d'évacuer les locaux loués à l'avenue xxx à U.________ pour le 15 avril 2022, vu l'indication, au pied du dispositif, qu'une motivation serait remise aux parties si l'une d'elles le demandait dans un délai de dix jours, et que, faute de pareille demande, elles seraient considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC), vu la décision du 16 mai 2022 de la Chambre civile du Tribunal cantonal du Valais, déclarant le recours interjeté le 2 mai 2022 par A.________ irrecevable, vu les explications de la cour cantonale, selon lesquelles aucune demande de motivation n'avait été formée dans le délai de dix jours précité, si bien qu'il n'était plus possible de contester la décision du 7 mars 2022, qu'en outre, le recourant s'était adressé directement au tribunal supérieur sans requérir préalablement de motivation alors qu'il en avait été avisé, et qu'enfin, la curatrice du recourant n'avait pas ratifié le recours, vu le recours déposé le 8 juin 2022 par A.________ (ci-après: le recourant) au Tribunal fédéral contre la décision du 16 mai 2022, vu les pièces produites par le recourant, vu le courrier du recourant du 27 juin 2022 et ses annexes;”
Wird die Entscheidung gemäss Art. 239 ZPO ohne schriftliche Begründung eröffnet und fordern die Parteien nicht innert zehn Tagen die schriftliche Begründung an, gilt dies als Verzicht auf Berufung oder Beschwerde. Die Parteien können den Eintritt der formellen Rechtskraft beschleunigen, indem sie dem Gericht eine gemeinsame schriftliche Verzichtserklärung oder zwei übereinstimmende schriftliche Erklärungen zukommen lassen. Während der Frist zur Anforderung der Begründung können bereits Rechtsmittel eingelegt werden; solche Eingaben sind jedoch häufig mangels konkreter Begründung unzulässig, wenn sie nicht nach Erhalt der schriftlichen Erwägungen ergänzt werden.
“Quant aux effets accessoires, ils peuvent faire l'objet d'un appel non limité à ce type de moyen, peu importe qu'ils aient été réglés par convention des parties ratifiée par le juge ou par une décision de ce dernier statuant contradictoirement. C'est toujours la voie de l'appel (et non du recours limité au droit) qui est ouverte contre le prononcé du divorce. Il ne s'agit en effet pas d'une affaire patrimoniale au sens de l'art. 308 al. 2 CPC. Il en va de même de la remise en cause des effets accessoires, sauf s'ils portent exclusivement sur des aspects financiers et que la valeur litigieuse est inférieure à Fr. 10'000.- au dernier état des conclusions (ce qui est rare compte tenu du mode de calcul de la valeur litigieuse en matière de prestations périodiques). Dans ce dernier cas, seule la voie du recours limité au droit est ouverte (Jeandin/Peyrot, Précis de procédure civile, 2015, p. 271 ss n. 718 ss; Patricia Dietschy-Martenet, in Bohnet/ Guillod [éd.], Commentaire pratique – Droit matrimonial – Fond et procédure, 2016, art. 289 n. 1 et 2). 5.4 L'art. 239 CPC prévoit que le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite, notamment en notifiant le dispositif par écrit (al. 1). Dans ce cas, les parties disposent d'un délai de dix jours pour demander la motivation écrite de la décision. S'ils ne la demandent pas, les parties sont considérées avoir renoncé à l’appel ou au recours (al. 2). Il est par conséquent possible, dès la réception du dispositif, de renoncer à recourir ou appeler de manière à faire entrer plus vite une décision formatrice en force de chose jugée formelle. Dans ce cas, les parties sont tenues d'adresser au juge une déclaration écrite commune ou deux déclarations écrites concordantes (Denis Tappy, in Bohnet et al. [éd.], Commentaire romand – Code de procédure civile, 2019, art. 238 n. 13). Quant à la renonciation anticipée à faire usage des voies de droit, le CPC s'y réfère en obiter dictum à l’art. 238 let. f. Elle présuppose que la partie concernée manifeste explicitement et par avance son intention de ne pas remettre en cause le jugement, une telle manifestation de volonté valant renonciation effective à user de cette prérogative procédurale de sorte à lier son auteur vis-à-vis de sa partie adverse.”
“], indiquant ne pas comprendre « pourquoi, même si la cliente reconnaît me devoir cette somme, vous n’acceptez pas la reconnaissance de dette », et demandant à la juge de paix de lui expliquer le motif du rejet de sa requête de mainlevée, car il souhaitait « faire opposition », vu le nouvel envoi de cette lettre par la partie poursuivante à la juge de paix le 4 septembre 2023, vu les motifs du prononcé adressés aux parties le 19 et notifiés à S.________ le 23 octobre 2023, vu la transmission du dossier par la juge de paix à la cour de céans, autorité de recours, le 13 novembre 2023 ; attendu que le recours au sens des art. 319 ss CPC (Code de procédure civile ; RS 272) doit être introduit auprès de l'instance de recours par acte écrit et motivé (art. 321 al. 1 CPC), dans les dix jours à compter de la notification de la décision motivée (art. 321 al. 2 CPC), que le droit de recourir peut toutefois déjà s'exercer dans le délai de demande de motivation, lequel est de dix jours à compter de la communication de la décision sous forme de dispositif (art. 239 al. 1 et 2, 1re phrase, CPC), un acte de recours déposé dans ce délai étant alors considéré comme une demande de motivation (Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, n. 3.1.1. ad art. 239 CPC et les références citées ; CREC 31 janvier 2020/30), qu’un tel recours sera cependant le plus souvent irrecevable faute de motivation topique, s’il n’est pas suivi d’un nouveau recours dans le délai suivant la réception des considérants écrits (CREC 31 janvier 2020/30 précité), qu’en effet, la partie qui entend user d'une voie de droit a la charge de se conformer à certaines règles de forme, à défaut de quoi sa démarche sera frappée d'irrecevabilité (Jeandin, in Bohnet et alii (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., n. 1 ad art. 321 CPC), qu'en particulier, selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours doit être motivé, que, si la motivation du recours fait défaut, l’instance de recours n’entre pas en matière, que, selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, la motivation du recours doit à tout le moins satisfaire aux exigences qui sont posées pour un acte d’appel (ATF 147 III 176 consid. 4.2.1 ; TF 5D_43/2019 du 24 mai 2019 consid. 3.2.2.1 ; TF 5A_387/2016 du 7 septembre 2016 consid.”
Die Mitteilung des Dispositivs ohne Begründung kann den Lauf prozessualer Fristen auslösen; so hat z.B. die Praxis festgehalten, dass die 20‑tägige Frist zur Klage auf Schuldbefreiung mit der Zustellung des unmotivierten Dispositivs beginnt. In Lehre und Praxis besteht Divergenz; gleichwohl wird anerkannt, dass der betroffene Partei vorsorgliche bzw. suspendierende Massnahmen (etwa ein Gesuch um vorzeitige Gewährung des Suspensiveffekts durch die Rekursinstanz) offenstehen kann.
“b CPC, lequel dispose que le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite en notifiant le dispositif écrit. Le dies a quo du délai serait ainsi celui de la communication du dispositif écrit et non celui de la motivation écrite qui serait remise ultérieurement aux parties (Staehelin, op. cit., n. 23 ad art. 83 LP; Vock, in Kurzkommentar SchKG, 2ème éd. 2014, n. 11 ad art. 83 LP). Le délai imparti pour solliciter la motivation de la décision, respectivement le dépôt d'une telle requête, n'aurait pas pour effet de reporter le caractère exécutoire de la décision, le législateur ayant à dessein renoncé à introduire dans le CPC une disposition analogue à l'art. 112 al. 2 LTF, lequel dispose que "si le droit cantonal le prévoit, l'autorité peut notifier sa décision sans la motiver. Les parties peuvent alors en demander, dans les 30 jours, une expédition complète. La décision ne peut pas être exécutée avant que ce délai soit échu sans avoir été utilisé ou que l'expédition complète soit notifiée." (Staehelin, in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3ème éd. 2016, n. 34 s. ad art. 239 CPC et les références). Pour Tappy, il ne serait – à l'inverse – probablement pas admissible que l'on puisse faire exécuter déjà une décision contre laquelle pourra encore plus tard être exercé un recours ou un appel, qui serait à ce stade prématuré, mais dans le cadre duquel un effet suspensif pourrait être requis. Cet auteur propose dès lors une application généralisée de l'art. 112 al. 2, 3ème phrase LTF (Tappy, in Code de procédure civile, Commentaire romand, 2ème éd. 2019, n. 22 ad art. 239 CPC). Cet avis est partagé par Droese qui souligne que dans le cas contraire, la possibilité d'obtenir la suspension de l'exécution de la décision, expressément réservée à l'art. 336 al. 1er let. a CPC, dépendrait du délai mis par le juge de première instance pour notifier sa décision (Droese, in BSK-ZPO, 3ème éd. 2017, n. 8 ad art. 336 CPC). Muster et Gilliéron considèrent également que le point de départ du délai de l'art. 83 al. 2 LP est la décision motivée (Muster, La nouvelle procédure civile et le droit des poursuites et des faillites, JdT 2011 II 75, p.”
“Il s'ensuit dès lors inévitablement que la remise d'un dispositif de mainlevée non motivé déclenche, au même titre que celle d'un jugement de mainlevée motivé, le délai de 20 jours pour introduire l'action en libération de dette, et que ce délai n'est pas interrompu par la requête d'une des parties tendant à obtenir la motivation de la décision en vue du dépôt d'un recours. Le fait que l'octroi de l'effet suspensif par l'autorité de seconde instance empêche – à condition d'intervenir en temps utile – le délai d'action de courir (cf. supra consid. 4.2.1) est pour le surplus sans pertinence. L'appelant n'a, en effet, pas recouru contre la décision de mainlevée de la Justice de paix du district de ______[VS]. A fortiori, il n'a ni sollicité, ni obtenu la suspension des effets de cette décision. 4.3.2 Les objections que l'appelant formule à l'encontre du raisonnement susmentionné n'emportent pas conviction. L'argument, selon lequel la solution retenue par le Tribunal serait contraire à la ratio legis de l'art. 239 CPC, lequel ne viserait pas à permettre une exécution forcée avant le moment à partir duquel la partie succombante pourrait demander la restitution de l'effet suspensif à l'autorité de recours, est tout d'abord infondé. Le débiteur craignant de faire l'objet de mesures d'exécution entre la remise du dispositif non motivé et la décision d'octroi de l'effet suspensif dans le cadre du recours a, en effet, la possibilité – ainsi qu'en ont décidé plusieurs tribunaux cantonaux – de solliciter, dès réception du dispositif, le prononcé de mesures provisionnelles par l'autorité de recours, tendant à un octroi anticipé de l'effet suspensif. Le fait qu'un dispositif de mainlevée non motivé soit exécutoire dès son prononcé, au même titre qu'un jugement de mainlevée motivé, n'empêche dès lors pas le débiteur de tenter de préserver le statu quo comme dans le cadre d'un recours. Il sied à cet égard de relever que l'avant-projet de modification du CPC du 2 mars 2018 prévoit d'ajouter à l'art. 239 actuel un al.”
“Il s'ensuit dès lors inévitablement que la remise d'un dispositif de mainlevée non motivé déclenche, au même titre que celle d'un jugement de mainlevée motivé, le délai de 20 jours pour introduire l'action en libération de dette, et que ce délai n'est pas interrompu par la requête d'une des parties tendant à obtenir la motivation de la décision en vue du dépôt d'un recours. Le fait que l'octroi de l'effet suspensif par l'autorité de seconde instance empêche – à condition d'intervenir en temps utile – le délai d'action de courir (cf. supra consid. 4.2.1) est pour le surplus sans pertinence. L'appelant n'a, en effet, pas recouru contre la décision de mainlevée de la Justice de paix du district de ______[VS]. A fortiori, il n'a ni sollicité, ni obtenu la suspension des effets de cette décision. 4.3.2 Les objections que l'appelant formule à l'encontre du raisonnement susmentionné n'emportent pas conviction. L'argument, selon lequel la solution retenue par le Tribunal serait contraire à la ratio legis de l'art. 239 CPC, lequel ne viserait pas à permettre une exécution forcée avant le moment à partir duquel la partie succombante pourrait demander la restitution de l'effet suspensif à l'autorité de recours, est tout d'abord infondé. Le débiteur craignant de faire l'objet de mesures d'exécution entre la remise du dispositif non motivé et la décision d'octroi de l'effet suspensif dans le cadre du recours a, en effet, la possibilité – ainsi qu'en ont décidé plusieurs tribunaux cantonaux – de solliciter, dès réception du dispositif, le prononcé de mesures provisionnelles par l'autorité de recours, tendant à un octroi anticipé de l'effet suspensif. Le fait qu'un dispositif de mainlevée non motivé soit exécutoire dès son prononcé, au même titre qu'un jugement de mainlevée motivé, n'empêche dès lors pas le débiteur de tenter de préserver le statu quo comme dans le cadre d'un recours. Il sied à cet égard de relever que l'avant-projet de modification du CPC du 2 mars 2018 prévoit d'ajouter à l'art. 239 actuel un al.”
Die zehntägige Frist nach Art. 239 ZPO beginnt mit der Mitteilung der Entscheidung: bei mündlicher Eröffnung ab dem Zeitpunkt der mündlichen Mitteilung, andernfalls ab der schriftlichen Zustellung. Bei Versand per Einschreiben gilt nach der von der Rechtsprechung angelegten Praxis die Zustellung auch als erfolgt mit dem Ablauf der Postaufbewahrungsfrist (sog. 7‑Tage‑Frist), wenn die Sendung nicht abgeholt wurde. Das Vorliegen des tatsächlichen Empfangs kann durch Track‑and‑trace‑Nachweise belegt werden.
“Dieser Entscheid erwächst in Rechtskraft, wenn nicht innert 10 Tagen von der mündlichen Eröffnung an oder, wo eine solche nicht erfolgt, ab der schriftlichen Zustellung an von einer Partei schriftlich beim Bezirksgericht Pfäffikon, Einzel- gericht s.V., Hörnlistrasse 55, 8330 Pfäffikon, eine Begründung verlangt wird (Art. 239 ZPO). Wird eine Begründung verlangt, so läuft den Parteien die Frist zur Erklärung eines Rechtsmittels ab Zustellung des begründeten Entscheides. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO)."”
“1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite soit à l'audience, par la remise du dispositif écrit accompagné d'une motivation orale sommaire (let. a), soit en notifiant le dispositif écrit (let. b). Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Une décision non motivée doit en principe comprendre une indication de la possibilité de demander une motivation, en lieu et place de l'indication de la voie de recours (art. 238 let. f CPC; Tappy, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 13 ad art. 239 CPC). Le délai pour demander la motivation court, conformément au texte légal, dès la notification de la décision non motivée (arrêt du Tribunal fédéral 5D_16/2012 du 24 janvier 2012 ; Steck / Brunner, Basler Kommentar, ZPO, 2017, n° 22 ad art. 239 CPC). Si une partie s'adresse directement au tribunal supérieur, sans requérir préalablement de motivation et bien que l'indication des voies de droit l'ait avisée des exigences de l'art. 239 al. 2 CPC, le recours est irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 5A_678/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.2, en l'occurrence une partie comparant en personne). 2.1.2 L'art. 239 CPC a vocation à s'appliquer aux décisions partielles (Staehelin, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 2ème éd. 2013, n° 13 ad art. 239 CPC). La situation est plus ambiguë pour les ordonnances d'instruction dont il est malaisé de savoir si et quand elles doivent être motivées. Dans un arrêt 4A_128/2017 du 12 mai 2017 consid. 5.4 et 5.5 le Tribunal fédéral a considéré que l’assertion sans nuance selon laquelle les ordonnances d’instruction ne devaient jamais être motivées violait le droit d’être entendu des parties. En effet, une voie restreinte de recours est ouverte uniquement contre les ordonnances d'instruction lorsqu'elles sont susceptibles d'engendrer un préjudice difficilement réparable au sens de l’art.”
“Par ailleurs, C______ avait indiqué à l'Office des poursuites avoir lui-même acheté les tableaux saisis, en précisant leur prix d'achat approximatif. A______ n'avait donc pas démontré que les trois tableaux saisis lui appartenaient. EN DROIT 1. 1.1.1 Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable contre les décisions finales de première instance si la valeur litigieuse, au dernier état des conclusions, est de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 1 et 2 CPC). Le recours est recevable contre les décisions finales de première instance qui ne peuvent faire l'objet d'un appel (art. 319 let. a CPC). En l'espèce, la valeur litigieuse s'élève à 2'800 fr., soit le montant correspondant à l'estimation des trois tableaux revendiqués effectuée par l'Office des poursuites, ce qui n'est pas remis en cause. Cette valeur litigieuse étant inférieure à 10'000 fr., seule la voie du recours est ouverte. 1.1.2 Selon l'art. 321 al. 1 CPC, le recours, écrit et motivé, est introduit auprès de l'instance de recours dans les trente jours à compter de la notification de la décision motivée ou de la notification postérieure de la motivation (art. 239 CPC). Un acte est réputé notifié, en cas d'envoi recommandé, lorsque celui-ci n'a pas été retiré, à l'expiration d'un délai de sept jours à compter de l'échec de la remise, si le destinataire devait s'attendre à recevoir la notification (art. 138 al. 3 let a CPC). En l'occurrence, le jugement entrepris, notifié par envoi recommandé du 12 mai 2022, doit être considéré comme ayant été notifié à A______ à l'échéance du délai de garde de sept jours à la Poste, soit le 20 mai 2022. Déposé dans le délai et la forme prescrite, le recours est recevable (art. 130, 131, 142 al. 3 et 321 al. 3 CPC). 1.1.3 Si un appel est interjeté en lieu et place d'un recours, ou vice-versa, et si les conditions de l'acte qui aurait dû être formé sont remplies, une conversion de l'acte déposé en acte recevable est exceptionnellement possible si cela ne nuit pas aux droits de la partie adverse; cette solution est en principe aussi possible même si la partie concernée est représentée par un mandataire professionnel (arrêt du Tribunal fédéral 5A_221/2018 du 4 juin 2018 consid.”
“2 En l’espèce, le recours a été interjeté dans le délai et la forme utiles, par la personne concernée par la mesure, de sorte qu’il est recevable. 2. La recourante soutient qu'elle a respecté le délai légal pour solliciter la motivation de l'ordonnance rendue le 11 septembre 2023 par le Tribunal de protection. 2.1 Selon l'art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite. Dans une telle hypothèse, une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 450f CC et art. 239 al. 2 CPC). Le délai de dix jours pour solliciter la motivation de la décision est un délai légal, donc non prolongeable. Il doit être indiqué aux parties, conformément à l'art. 238 let. f CC, à la place des voies de droit, lesquelles seront mentionnées le cas échéant avec la motivation écrite (TAPPY, CR CPC, 2019, ad art. 239 CPC n. 13). Un appel ou un recours prématuré, dirigé contre le dispositif encore non motivé, devrait être aussi considéré comme une demande de motivation valable pour autant qu'il ait été déposé en temps utile (TAPPY, op. cit., ad art. 239 CPC, n. 15a). 2.2 En l'espèce, l'ordonnance du Tribunal de protection du 11 septembre 2023 a été adressée pour notification à la recourante le 21 septembre 2023 et réceptionnée par cette dernière le 23 septembre 2023, ce qu'elle ne conteste pas et qui ressort du Track and trace postal. La recourante soutient cependant, à tort, qu'en expédiant son courrier, qu'elle admet être une demande de motivation, le 5 octobre 2023 à la Cour, elle aurait respecté le délai pour solliciter la motivation de l'ordonnance. Le délai de dix jours pour solliciter ladite motivation est toutefois arrivé à échéance le 3 octobre 2023, comme l'a justement retenu le Tribunal de protection. C'est ainsi, à raison, que celui-ci a déclaré irrecevable, pour cause de tardiveté, la demande de motivation de la recourante ressortant de ses courriers expédiés le 5 octobre 2023 et le 7 octobre 2023, tant à la Chambre de surveillance qu'au Tribunal de protection.”
Die fristgerechte Anforderung der schriftlichen Begründung gem. Art. 239 Abs. 2 ZPO kann Auswirkungen auf Vollstreckungshandlungen haben. So wurde in der Rechtsprechung eine Pfändungsankündigung aufgehoben, weil der Entscheid zum Zeitpunkt des Stellungens des Fortsetzungsbegehrens noch nicht vollstreckbar war. Entscheidend ist, dass die Fortsetzung bzw. Vollstreckung noch nicht erfolgt ist.
“Den Beschwerdeführern wurde mit Urteil vom 2. September 2020 in der ge- gen die Beschwerdegegnerin gerichteten Betreibung Nr. ... des Betreibungsam- tes Dübendorf für Fr. 81'034.85 und weitere (kleinere) Beträge definitive Rechts- öffnung erteilt. Dieser Entscheid wurde den Parteien durch Zustellung des Dispo- sitivs im Sinne von Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO eröffnet, mithin also ohne schriftliche Begründung (act. 3/3; act. 7/1). Innert Frist verlangte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 26. September 2020 die schriftliche Begründung des ihr am 16. September 2020 zugestellten Rechtsöffnungsentscheides (Art. 239 Abs. 2 ZPO; act. 3/1–4; act. 3/6). Die Beschwerdeführer stellten noch zuvor bzw. am 16. September 2020 das Fortsetzungsbegehren, woraufhin der Beschwerdegeg- nerin vom Betreibungsamt die Pfändungsankündigung zugestellt wurde (act. 3/5; act. 7/4; act. 9/1). Dagegen erhob die Beschwerdegegnerin sinngemäss Be- schwerde gemäss Art. 17 SchKG (act. 1 und 2). Das Bezirksgericht Uster hiess diese als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Urteil vom 24. November 2020 zufolge fehlender Vollstreckbarkeit des Rechtsöffnungsentscheides im Zeitpunkt der Stellung des Fortsetzungsbegehrens gut und hob die Pfändungsankündigung in der erwähnten Betreibung auf (act. 15 = act. 18 [Aktenexemplar der Kammer] = act. 20; nachfolgend als act. 18 zitiert).”
Wird die Begründung nach Art. 239 Abs. 2 ZPO verlangt, sind mit diesem Antrag gleich die für den Nachweis der Rechtzeitigkeit erforderlichen Beweismittel vorzulegen. Liegen solche Nachweise nicht bereits mit dem Motivationsgesuch vor, kann die nachträgliche Einreichung entsprechender Beweismittel im Rekursverfahren unzulässig sein; ein spät gestelltes Motivationsbegehren wird damit häufig als unzulässig behandelt.
“Il s'agit par exemple d'un problème de régularité de la procédure devant l'instance précédente ou de date de la notification de la décision attaquée ou encore de faits qui sont propres à contrer une argumentation de l'autorité précédente objectivement imprévisible pour les parties avant la réception de la décision. Le recourant qui entend se prévaloir de cette exception doit démontrer en quoi les conditions en sont remplies (arrêts du Tribunal fédéral 4A_421/2016 du 13 décembre 2016 consid.4; 5A_904/2015 du 29 septembre 2016 consid. 2.3 non publié in ATF 142 III 617). 2.2 En l'espèce, les pièces nouvelles produites par le recourant n'ont pas trait à la notification du jugement entrepris (JTPI/45/2024 du 3 janvier 2024), ni à la preuve de ce que le délai de recours contre ledit jugement a été respecté (ce qui n'est au demeurant pas contesté). Ces pièces nouvelles se rapportent à la notification du jugement de mainlevée non motivé du 10 octobre 2023 (JTPI/11669/2023) et à la démonstration de ce qu'une demande de motivation de ce jugement aurait, selon le recourant, été formée dans le délai prévu par la loi à cette fin (cf. art. 239 al. 2 CPC). Or, il incombait au recourant de fournir d'emblée au Tribunal, avec sa demande de motivation, tous les éléments utiles permettant de vérifier que le délai susvisé était, le cas échéant, respecté. On ne voit pas – et le recourant n'expose pas – en quoi il aurait été empêché, ou n'aurait pas été en mesure, de soumettre à l'autorité inférieure les explications et éléments de preuve dont il se prévaut aujourd'hui. La production de tels éléments au stade du recours n'est pas davantage rendue nécessaire par une argumentation imprévisible du premier juge. Le recourant, qui est domicilié à l'étranger et qui n'a pas élu de domicile de notification en Suisse, devait au contraire s'attendre à ce que sa demande de motivation soit considérée comme tardive – et donc déclarée irrecevable – s'il ne remettait pas spontanément audit juge tout moyen de preuve propre à établir que le délai légal pour former une telle demande était néanmoins respecté. Il s'ensuit que les pièces produites par le recourant à l'appui de son recours sont irrecevables.”
“Il s'agit par exemple d'un problème de régularité de la procédure devant l'instance précédente ou de date de la notification de la décision attaquée ou encore de faits qui sont propres à contrer une argumentation de l'autorité précédente objectivement imprévisible pour les parties avant la réception de la décision. Le recourant qui entend se prévaloir de cette exception doit démontrer en quoi les conditions en sont remplies (arrêts du Tribunal fédéral 4A_421/2016 du 13 décembre 2016 consid.4; 5A_904/2015 du 29 septembre 2016 consid. 2.3 non publié in ATF 142 III 617). 2.2 En l'espèce, les pièces nouvelles produites par le recourant n'ont pas trait à la notification du jugement entrepris (JTPI/45/2024 du 3 janvier 2024), ni à la preuve de ce que le délai de recours contre ledit jugement a été respecté (ce qui n'est au demeurant pas contesté). Ces pièces nouvelles se rapportent à la notification du jugement de mainlevée non motivé du 10 octobre 2023 (JTPI/11669/2023) et à la démonstration de ce qu'une demande de motivation de ce jugement aurait, selon le recourant, été formée dans le délai prévu par la loi à cette fin (cf. art. 239 al. 2 CPC). Or, il incombait au recourant de fournir d'emblée au Tribunal, avec sa demande de motivation, tous les éléments utiles permettant de vérifier que le délai susvisé était, le cas échéant, respecté. On ne voit pas – et le recourant n'expose pas – en quoi il aurait été empêché, ou n'aurait pas été en mesure, de soumettre à l'autorité inférieure les explications et éléments de preuve dont il se prévaut aujourd'hui. La production de tels éléments au stade du recours n'est pas davantage rendue nécessaire par une argumentation imprévisible du premier juge. Le recourant, qui est domicilié à l'étranger et qui n'a pas élu de domicile de notification en Suisse, devait au contraire s'attendre à ce que sa demande de motivation soit considérée comme tardive – et donc déclarée irrecevable – s'il ne remettait pas spontanément audit juge tout moyen de preuve propre à établir que le délai légal pour former une telle demande était néanmoins respecté. Il s'ensuit que les pièces produites par le recourant à l'appui de son recours sont irrecevables.”
Bei Entscheiden, die unterschiedliche, getrennt zu behandelnde Teile enthalten (z. B. teilweise Endentscheide neben prozessorganisatorischen Anordnungen), ist praktisch abzugrenzen, welche Teile anfechtbar sind. Die Praxis zeigt, dass unterlassene oder unklare Abgrenzungen sowie das Fehlen eines Hinweises auf das Recht, innerhalb von zehn Tagen eine schriftliche Begründung zu verlangen, das Risiko einer praktischen Verwirkung von Rechtsmitteln erhöhen können.
“1.2 En l'espèce, interjeté dans les formes et le délai prévus par la loi, auprès de l'autorité compétente (art. 120 al. 1 let. a LOJ), dans une affaire dont la valeur litigieuse est supérieure à 10'000 fr., l'appel est recevable à ces égards. 1.3.1 Selon l'intimée C______ LTD (ci-après l'intimée), l'appel serait irrecevable car l'appelante, assistée d'un avocat, aurait renoncé à toute voie de droit en ne demandant pas la motivation d'une décision manifestement non motivée dans les dix jours suivant sa notification conformément à l'art. 239 al. 2 CPC, même si la décision litigieuse ne mentionnait pas la teneur de cette disposition légale. L'appelante conteste avoir été déchue de son droit de faire appel, car la décision ne constituait pas la résolution d'une question litigieuse, mais se contentait de "prendre acte" de la substitution de partie. Il n'y avait aucune analyse en fait ou en droit susceptible d'être communiquée aux parties. Le Tribunal n'avait pas mentionné les termes de l'art. 239 al. 2 CPC. Il aurait été "aberrant" de demander une motivation, étant donné qu'il était vraisemblable que le premier juge n'en aurait fourni aucune. 1.3.2 En l'occurrence, le premier juge a rendu une décision de nature mixte, non motivée, qu'il a qualifiée d'"ordonnance", dans laquelle il a prononcé une décision finale partielle, statuant sur une substitution de partie aux chiffres 1 et 2 du dispositif, ainsi qu'une ordonnance d'instruction organisant la procédure aux chiffres 3 à 6. Les différents postes du dispositif de la décision querellée sont de diverses natures et sont ainsi soumis à des régimes différents en matière d'obligation de motivation et de voies de droit. Le Tribunal n'a indiqué aucune voie de droit, ni mentionné qu'une motivation pouvait être demandée dans les dix jours faute de quoi les parties seraient réputées avoir renoncé à faire appel ou recours contre la décision. La question de savoir si l'appelante, assistée d'un avocat, aurait dû solliciter une motivation, nonobstant l'absence de la mention de l'art.”
“1 du dispositif), a autorisé SI B______ à requérir l'évacuation par la force publique de A______ dès l'entrée en force du jugement (ch. 2), condamné A______ à payer à SI B______ la somme de 2'160 fr., avec intérêts à 5% dès le 1er mars 2024 (ch. 3), ordonné la libération partielle en faveur de SI B______ du certificat de garantie de loyer no 2022.3______ de 3'000 fr. constitué par A______ auprès de E______ SA en date du 22 décembre 2022, à concurrence de 2'160 fr. avec intérêts à 5% dès le 1er mars 2024, le montant ainsi perçu venant en déduction du montant dû selon le chiffre 3 du dispositif (ch. 4) a débouté les parties de toutes autres conclusions (ch. 5) et a dit que la procédure était gratuite (ch. 6); Que ce jugement précise que "une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC)". Que le Tribunal des baux et loyers a rendu son jugement en procédure sommaire (art. 257 al. 1 CPC), sans motivation écrite (art. 239 al. 1 let. b CPC); Vu, EN FAIT, le recours expédié au greffe de la Cour de justice le 28 mars 2024 par A______, dans lequel il indique que tous ses loyers sont à jour;”
In den zitierten Entscheidungen wird die Entscheidung einer kantonalen Einzelinstanz als „motivé d’office“ bezeichnet; die Kommentarliteratur (n. 7 ad Art. 239 ZPO) wird hierzu herangezogen. Damit ist die von Amtes wegen vorgesehene Motivation in diesen Fällen bestätigt.
“________ doit donc des frais judiciaires à hauteur de 1'481 fr. 40 (soit un remboursement d’avances de frais à hauteur de 740 fr. 70 pour chaque demandeur). Les défenderesses B.________ et N.________, quant à elles, doivent chacune des frais judiciaires à hauteur de 1'975 fr. 15 (soit un remboursement d’avances de frais à hauteur de 987 fr. 60 pour chaque demandeur). Quant aux dépens, ils sont arrêtés à 157’500 fr. pour chacun des demandeurs et mis à la charge des défendeurs, solidairement entre eux (art. 4, 19 et 20 al. 1 Tarif des dépens en matière civile du 23 novembre 2010 [TDC ; BLV 270.11.6]), à l’exception du défendeur P.________ dès lors que les demandeurs ont renoncé à l’allocation de dépens de sa part dans la convention signée le 11 octobre 2023. VII. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC, est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, la Cour civile, statuant à huis clos, prononce : I. Ordre est donné à B.________ de modifier sa raison sociale dans un délai de quinze jours dès que le jugement sera définitif et exécutoire, de manière à ce que la dénomination « [...] » n’y figure plus. II. Interdiction est faite à B.________, directement ou par le biais d’une entité affiliée ou liée contractuellement à elle d’une autre manière, d’utiliser le signe « [...]» dans le commerce en relation avec les métaux précieux et leurs alliages, la joaillerie, la bijouterie, les pierres précieuses et semi-précieuses, l’horlogerie, les instruments chronométriques, le cuir, les imitations de cuir, les peaux d’animaux, les bagages, les sacs de transport, les parapluies, les parasols, les cannes, les fouets, la sellerie, les colliers, les laisses, les vêtements, les chaussures et la chapellerie. III. Interdiction est faite à B.”
“La notion de « personnes économiquement intéressées » doit être interprétée largement, celle-ci incluant, outre les sociétaires, également les organes de la personne morale et le cas échéant des créanciers particulièrement impliqués (RDAF 2006 I 805). Dans tous les cas, l’assistance judiciaire doit être refusée lorsque la procédure pour laquelle elle est requise n’assure pas la poursuite de son existence (Colombini, op. cit., n. 1.4.1 ad art. 117 CPC ; voir aussi : ATF 143 I 328 consid. 3 et les références citées ; Francey, L’assistance judiciaire en faveur d’une personne morale, in www.lawinside.ch/503 et Glassey, Des conditions d’octroi de l’assistance judiciaire, in Jusletter 9 décembre 2019, ch. IV, p. 24). c) En l’occurrence, la requérante est une personne morale dont il n’est pas établi que les ayants-droits économiques soient indigents ni que sa pérennité dépende directement du sort de ce procès. L’assistance judiciaire doit donc être rejetée. IX. La présente décision, rendue par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivée d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, la juge déléguée, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 13 mai 2024 par la requérante O.________ à l'encontre de l’intimée G.________. II. Arrête les frais de la procédure provisionnelle à 7'520 fr. 40 (sept mille cinq cent vingt francs et quarante centimes) pour la requérante. III. Condamne la requérante à verser à l’intimée le montant de 7'875 fr. (sept mille huit cent septante-cinq francs), à titre de dépens. La juge déléguée : La greffière : C. Kühnlein M. Bron Du L'ordonnance qui précède, lue et approuvée à huis clos, est notifiée, par l'envoi de photocopies, aux conseils des parties. La présente ordonnance peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art.”
“A teneur de l'art. 111 al. 1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant et les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). Les intimés, qui obtiennent entièrement gain de cause, ont droit à des dépens, solidairement entre eux, à la charge des requérantes, solidairement entre elles, soit 13’000 fr. à titre de défraiement de leur conseil et 650 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). XII. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, le juge délégué, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 25 novembre 2021 par les requérantes à l’encontre des intimés, complétée par écritures des 17 janvier, 11 février, 16 août et 22 septembre 2022. II. Dit qu’en conséquence les mesures prises sous chiffres I. et II. du dispositif de l’ordonnance de mesures superprovisionnelles du 29 novembre 2021 sont levées. III. Met les frais de judiciaires de la procédure provisionnelle et superprovisionnelle, arrêtés à 5'268 fr. 30 (cinq mille deux cent soixante-huit francs et trente centimes) à la charge des requérantes, solidairement entre elles. IV. Condamne les requérantes, solidairement entre elles, à verser aux intimés, solidairement entre eux, le montant de 13’650 fr. (treize mille six cent cinquante francs) à titre de dépens. V. Déclare la présente ordonnance immédiatement exécutoire, nonobstant recours ou appel.”
“1 CPC, les frais sont compensés avec les avances fournies par les parties. La partie à qui incombe la charge des frais verse le montant restant, restitue à l'autre partie les avances qu'elle a fournies et lui verse les dépens, qui comprennent le défraiement d'un représentant professionnel et les débours nécessaires (art. 95 al. 3 let. a et b CPC). Ces derniers, qui sont en principe estimés à 5 % du défraiement du mandataire professionnel et s'ajoutent à celui-ci, incluent notamment les frais de déplacement, de téléphone, de port et de copie (art. 19 du Tarif du 13 novembre 2010 des dépens en matière civile [TDC]; BLV 270.11.6). Les intimées, qui obtiennent entièrement gain de cause, ont droit à des dépens, solidairement entre elles, à la charge de la requérante, soit 6’000 fr. à titre de défraiement de son conseil et 300 fr. de débours (art. 6 et 19 TDC). IX. Le présent jugement, rendu par une instance cantonale unique au sens de l'art. 5 CPC est motivé d'office (Kriech, ZPO-Kommentar, 2e éd., n. 7 ad art. 239 CPC; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3e éd., n. 10 ad art. 239 CPC). * * * * * Par ces motifs, la juge déléguée, statuant à huis clos et par voie de mesures provisionnelles : I. Rejette la requête de mesures provisionnelles déposée le 5 mai 2021 par la requérante L.________ à l'encontre des intimées U.________ et Y.________. II. Arrête les frais de la procédure provisionnelle à 16’927 fr. 65 (seize mille neuf cent vingt-sept francs et soixante-cinq centimes) pour la requérante. III. Condamne la requérante à verser aux intimées, solidairement entre elles, le montant de 6’300 fr. (six mille trois cents francs), à titre de dépens. La juge déléguée : La greffière : C. Kühnlein M. Bron Du L'ordonnance qui précède, lue et approuvée à huis clos, est notifiée, par l'envoi de photocopies, aux conseils des parties. La présente ordonnance peut faire l'objet d'un recours en matière civile devant le Tribunal fédéral au sens des art. 72 ss LTF et 90 ss LTF (loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral - RS 173.”
Die 10‑tägige Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO beginnt mit der Mitteilung des dispositiven Teils der Entscheidung. Bei formeller Zustellung läuft die Frist ab dem Empfangs-/Zustellungsdatum (z.B. anhand Track‑and‑Trace); bei ediktaler/öffentlicher Zustellung beginnt sie mit der Veröffentlichung.
“La décision de mainlevée provisoire prend donc date au moment où elle est arrêtée par le tribunal et elle acquiert force de chose jugée et force exécutoire à ce moment-là (art. 325 al. 1 CPC), puisqu'elle n'est susceptible que d'un recours limité au droit (art. 319 let. a en relation avec l'art. 309 let. b ch. 3 CPC). C'est pour ce motif que l'art. 239 al. 2 CPC peut préciser qu' " une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication - par dispositif - de la décision " (cf. aussi ATF 143 III 38 consid. 2.3 in fine). Le délai de 20 jours pour ouvrir action en libération de dette court donc dès la communication du dispositif de la décision de mainlevée de première instance. L'art. 239 al. 2 CPC ne concerne que les voies de recours, que sont l'appel et le recours (limité au droit). Les délais de ces deux voies de droit ne courent pas tant qu'une décision motivée n'a pas été communiquée. Il n'est en effet pas possible de motiver un recours si on ne connaît pas les motifs de la décision attaquée. En ce qui concerne la mainlevée provisoire, qui est sujette à recours limité au droit, il en découle que la communication du dispositif de mainlevée provisoire aux parties fait courir le délai de 10 jours pour demander une décision motivée (art. 239 al. 2, 1ère phrase, CPC). Si la motivation est requise, le délai de recours limité au droit de 10 jours (art.”
“2 CC, ont qualité pour recourir les personnes parties à la procédure (ch. 1), les proches de la personne concernée (ch. 2) et les personnes qui ont un intérêt juridique à l'annulation ou à la modification de la décision attaquée (ch. 3). Le recours doit être dûment motivé et interjeté par écrit auprès du juge (art. 450 al. 3 CC). 1.2 En l’espèce, le recours a été interjeté dans le délai et la forme utiles, par la personne concernée par la mesure, de sorte qu’il est recevable. 2. La recourante soutient qu'elle a respecté le délai légal pour solliciter la motivation de l'ordonnance rendue le 11 septembre 2023 par le Tribunal de protection. 2.1 Selon l'art. 239 al. 1 CPC, le tribunal peut communiquer la décision aux parties sans motivation écrite. Dans une telle hypothèse, une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 450f CC et art. 239 al. 2 CPC). Le délai de dix jours pour solliciter la motivation de la décision est un délai légal, donc non prolongeable. Il doit être indiqué aux parties, conformément à l'art. 238 let. f CC, à la place des voies de droit, lesquelles seront mentionnées le cas échéant avec la motivation écrite (TAPPY, CR CPC, 2019, ad art. 239 CPC n. 13). Un appel ou un recours prématuré, dirigé contre le dispositif encore non motivé, devrait être aussi considéré comme une demande de motivation valable pour autant qu'il ait été déposé en temps utile (TAPPY, op. cit., ad art. 239 CPC, n. 15a). 2.2 En l'espèce, l'ordonnance du Tribunal de protection du 11 septembre 2023 a été adressée pour notification à la recourante le 21 septembre 2023 et réceptionnée par cette dernière le 23 septembre 2023, ce qu'elle ne conteste pas et qui ressort du Track and trace postal. La recourante soutient cependant, à tort, qu'en expédiant son courrier, qu'elle admet être une demande de motivation, le 5 octobre 2023 à la Cour, elle aurait respecté le délai pour solliciter la motivation de l'ordonnance.”
“Das vorinstanzliche Urteil vom 11. Dezember 2023 erging, wie erwähnt, in unbegründeter Form (act. 251). Es wurde dem Beklagten, das heisst seinem Rechtsvertreter, dessen Handlungen sich der Beklagte anrechnen lassen muss, am 27. Dezember 2023 zugestellt (act. 252). Die Vorinstanz gab, wie erwähnt, in der Rechtsmittelbelehrung korrekt an, die Frist, um eine Begründung des Urteils zu verlangen, betrage 10 Tage ab Zustellung des Entscheides (Art. 239 Abs. 2 - 3 - ZPO; act. 251 S. 11 Dispositiv Ziffer 23; E. 1.). Unter Berücksichtigung von Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO lief diese Frist am Freitag, 12. Januar 2024 ab. Die als Beru- fung entgegen genommene Eingabe des Beklagten an die Kammer datiert vom 7. Februar 2024 und wurde gleichentags der Post überbracht (act. 249). Sie ist damit verspätet erfolgt: Erwägungen darüber, ob die Eingabe des Beklagten vom 7. Februar 2024 unter Hinweis auf Art. 239 Abs. 2 ZPO von der Vorinstanz als Begehren um Urteilsbegründung entgegenzunehmen gewesen wäre, können un- terbleiben, nachdem die Frist am 12. Januar 2024 abgelaufen ist. Und als Rechtsmittel kann die Eingabe des Beklagten vom 7. Februar 2024 nicht entge- gen genommen werden, weil es an einem tauglichen Anfechtungsobjekt (einem begründeten Entscheid) fehlt (E. 2.1.)”
“Am 14. Oktober 2020 reichte die Berufungsklägerin beim Zivilgericht ein Gesuch um vorsorgliche Beweisführung gemäss Art. 158 ZPO ein. Mit ohne schriftliche Begründung eröffnetem Entscheid vom 3. März 2021 wies das Zivilgericht das Gesuch im Verfahren [...] ab, soweit darauf eingetreten werden konnte. Der Entscheid wurde der Berufungsklägerin am 12. März 2021 zugestellt. Die Frist gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO für einen Antrag auf schriftliche Begründung des Entscheids vom 3. März 2021 endete damit am 22. März”
“Par jugement non motivé JTPI/17191/2019 du 5 décembre 2019, le Tribunal de première instance, statuant par voie de procédure ordinaire et par défaut, a condamné A______ à verser à B______ SÀRL 61'750 fr. avec intérêts à 5% l'an dès le 10 avril 2017 (ch. 1 du dispositif). Dans l'hypothèse où la motivation du jugement n'était pas demandée, le Tribunal a en outre condamné A______ à verser à B______ SÀRL 2'500 fr. de frais judiciaires et a restitué 4'200 fr. d'avance de frais à cette dernière; dans l'hypothèse où la motivation était demandée, le Tribunal a condamné A______ à payer à sa partie adverse 6'500 fr. au titre des frais judiciaires et restitué 200 fr. à celle-ci (ch. 2). Enfin, le Tribunal a condamné A______ à payer à B______ SÀRL 3'000 fr. à titre de dépens (ch. 3) et débouté les parties de toutes autres conclusions (ch. 4). La mention suivante figure au bas de cette décision : "Une motivation écrite est remise aux parties, si l'une d'elles le demande dans un délai de dix jours à compter de la communication de la décision. Si la motivation n'est pas demandée, les parties sont considérées avoir renoncé à l'appel ou au recours (art. 239 al. 2 CPC). Ce jugement a été notifié à A______ par voie édictale dans la Feuille d'avis officielle de la République et canton de Genève (ci-après : FAO) du ______ 2019. B. a. Le 5 juin 2020, A______ a formé appel de ce jugement, concluant à ce que la Cour constate sa nullité ainsi que celle des actes de la procédure et déboute sa partie adverse de toutes ses conclusions, avec suite de frais et dépens. Subsidiairement, il a conclu à ce que la Cour annule le jugement querellé et renvoie la cause au Tribunal pour nouvelle décision. b. Le 2 octobre 2020, B______ SÀRL a conclu à ce que la Cour déclare l'appel irrecevable, subsidiairement le rejette, avec suite de frais et dépens. c. Les parties ont répliqué et dupliqué, persistant dans leurs conclusions. d. Elles ont été informées le 18 novembre 2020 de ce que la cause était gardée à juger. C. Les faits pertinents suivants résultent du dossier. a. Dans le courant de l'année 2016, B______ SÀRL a effectué des travaux dans une villa appartenant à A______, sise 1______, à D______ (GE).”