86 commentaries
Die Bestellung des amtlichen Verteidigers obliegt der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass eine solche Bestellung auch mit rückwirkender Wirkung verfügt werden kann, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind (vgl. hierzu Antrag auf rückwirkende Bestellung in den Akten und Verfügung mit rückwirkendem Wirkungseintritt).
“); - die Strafverfügung des EFD vom 23. April 2024 damit als Anklage gilt (Art. 73 Abs. 2 VStrR); - die Einzelrichterin der Strafkammer mit Verfügung vom 24. Juli 2024 die Hauptverhandlung auf den 3. Oktober 2024 festsetzte (TPF 9.310.005); - das EFD als anklagende Fachbehörde mit Schreiben vom 5. Juli 2024 seine Teilnahme an der geplanten Hauptverhandlung vom 3. Oktober 2024 ankündigte (TPF 9.511.001); - Rechtsanwalt Ivan Jabbour mit Eingabe vom 27. September 2024 sowie mit Ergänzung vom 2. Oktober 2024 beantragt, er sei wegen finanzieller Bedürftigkeit seines Mandanten sowie angesichts der tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten des Straffalles rückwirkend ab dem 1. Mai 2024 als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten einzusetzen (TPF 9.521.008-019); - auch der Beschuldigte wünscht, dass Rechtsanwalt Ivan Jabbour weiterhin als sein Verteidiger amtet (TPF 9.521.010); - die Bestellung eines amtlichen Verteidigers der Verfahrensleitung im jeweiligen Verfahrensstadium obliegt (Art. 133 Abs. 1 StPO); - gemäss Art. 130 lit. d StPO die beschuldigte Person verteidigt sein muss, wenn die Staatsanwaltschaft vor dem erstinstanzlichen Gericht oder dem Berufungsgericht persönlich auftritt; - in Verwaltungsstrafverfahren vor Bundesstrafgericht das EFD – nebst der Bundesanwaltschaft – die Anklagevertretung wahrnimmt (Art. 74 Abs. 1 VStrR; Heimgartner/Keshelava, Basler Kommentar, Verwaltungsstrafrecht, 2020, Art. 74 VStrR N. 3); - gemäss Art. 82 VStrR für das Verwaltungsstrafverfahren vor den kantonalen Gerichten und das Verfahren vor dem Bundesstrafgericht die Vorschriften der StPO gelten, soweit die Art. 73 – 81 VStrR nichts anderes bestimmen; - das VStrR für den Fall der Teilnahme eines Vertreters des EFD an der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht in Bezug auf die Frage der notwendigen Verteidigung des Beschuldigten keine eigenen Vorschriften enthält, womit Art. 130 lit. d StPO zur Anwendung kommt; - anlässlich der Hauptverhandlung vom 3. Oktober 2024 sich das EFD durch Herrn Dr.”
“Amtliche Verteidigung Der Beschuldigte beantragte mit Anschlussberufung vom 12. Mai 2020, Rechtsanwalt B.________ sei als sein amtlicher Verteidiger einzusetzen (pag. 572 und pag. 576 f.). Mit Verfügung vom 28. Juli 2020 wurde Rechtsanwalt B.________ gestützt auf Art. 130 Bst. d und Art. 133 Abs. 1 StPO mit Wirkung ab 12. Mai 2020 als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten eingesetzt (pag. 627).”
In Kantonen mit einer Anwaltsorganisation kann diese einen Bereitschaftsdienst einrichten und damit die praktische Organisation der schnellen Zuweisung eines amtlichen Verteidigers übernehmen; die Verfahrensleitung bestätigt solche Vorschläge in der Praxis meist, sodass dies bereits unter den Anwendungsbereich von Art. 133 Abs. 1bis StPO fallen kann.
“Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019 [ci-après : Message], FF 2019 p. 6385). Dans le canton de Vaud, l’art. 23 al. 1 LVCPP stipule que l’OAV organise un service de permanence permettant à la police et à la direction de la procédure de disposer de suffisamment d'avocats pour garantir la bonne marche de la procédure. Sur cette base, l’OAV a instauré une permanence d’avocats dits « de la première heure », lesquels fonctionnent en alternance durant une semaine et qui sont désignés de cas en cas et selon le degré d’urgence, le Ministère public validant généralement ce choix pour la suite de la procédure. Ainsi, dans le canton de Vaud, lorsqu’il s’agit d’obtenir rapidement qu’un avocat assiste un prévenu (cf. art. 23. al. 2 LVCPP), la direction de la procédure ne procède pas elle-même directement au choix du défenseur office, mais entérine en principe celui opéré par l’OAV si les autres conditions sont par ailleurs remplies, de sorte qu’on se trouve déjà partiellement dans le champ d’application de l’art. 133 al. 1bis CPP. Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, dont la teneur a été légèrement modifiée par la récente réforme, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la CEDH) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 vise à exclure toute désignation au hasard. Celle-ci serait problématique puisque certains mandats, concernant par exemple les infractions économiques, peuvent difficilement être confiés à un défenseur ne disposant pas de connaissances particulières dans le domaine concerné. De même, l’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, justement parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires.”
Bei einem Wechsel der Verfahrenszuständigkeit kann der ursprünglich gewünschte amtliche Verteidiger bis zu seiner formellen Entlassung im Amt verbleiben. Durch dieses Fortbestehen des Mandats kann das gesetzliche Vorschlagsrecht des Beschuldigten gewahrt bleiben, wie der Entscheid SB220040 festhält.
“_____ (durch die Oberstaatsanwaltschaft des Kan- tons Zürich mit Wirkung ab 12. Oktober 2017 als amtlicher Verteidiger bestellt; Urk. D1/10/3) gegenüber der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt am 6. Juli 2018 fest, er "gehe davon aus, dass Herr A._____ auch für den aktuellen Fall in Basel den Wunsch geäussert hat, sich von mir amtlich verteidigen zu lassen" (Urk. D6/10/8). Dazu hält die Vorinstanz richtig fest, ein entsprechendes Gesuch des Beschuldig- ten gehe aus den Akten nicht hervor (Urk. 48 S. 10). Dass der Beschuldigte an- lässlich der Einvernahme vom 17. Juli 2018 gegen die Vertretung durch die amtli- che Verteidigerin opponiert hätte, geht auch nicht aus dem Einvernahmeprotokoll hervor (Urk. D6/2/2). Mithin ist nicht zu beanstanden, dass Rechtsanwältin MLaw X2._____ erst mit der Übernahme der Strafuntersuchung durch die Staatsanwalt- schaft IV des Kantons Zürich am 3. August 2018 aus dem amtlichen Mandat ent- lassen wurde (Urk. D6/13/2; Urk. D6/10/13). Der Beschuldigte wurde damit in Nachachtung von Art. 133 Abs. 2 StPO durch die von ihm gewünschte Person amtlich verteidigt. Sein gesetzliches Vorschlagsrecht wurde nicht missachtet. Dass eine wirksame Verteidigung nicht mehr gewährleistet gewesen wäre, macht - 10 - der Beschuldigte nicht geltend. Die fraglichen Einvernahmen vom 21. Juni 2018 und 17. Juli 2018 sind verwertbar (Urk. D6/10/8; Urk. D6/10/9). 3.3. 3.3.1. Die Verteidigung stellte sich vor Vorinstanz auf den Standpunkt, die Basler Untersuchungsbehörden hätten den Beschuldigten in den Einvernahmen vom 21. Juni 2018 und 17. Juli 2018 getäuscht und manipuliert. Im Video sei eine Person mit einem roten Pfeil markiert worden und der einvernehmende Polizist habe dem Beschuldigten vorgehalten, er sei einwandfrei identifiziert, was aber nicht zugetroffen habe. Bei objektiver Betrachtung sei eine Identifizierung auf- grund des Videos nicht möglich (Urk. 35 S. 18 ff.). Die Rüge wiederholte die Ver- teidigung auch anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk.”
“_____ (durch die Oberstaatsanwaltschaft des Kan- tons Zürich mit Wirkung ab 12. Oktober 2017 als amtlicher Verteidiger bestellt; Urk. D1/10/3) gegenüber der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt am 6. Juli 2018 fest, er "gehe davon aus, dass Herr A._____ auch für den aktuellen Fall in Basel den Wunsch geäussert hat, sich von mir amtlich verteidigen zu lassen" (Urk. D6/10/8). Dazu hält die Vorinstanz richtig fest, ein entsprechendes Gesuch des Beschuldig- ten gehe aus den Akten nicht hervor (Urk. 48 S. 10). Dass der Beschuldigte an- lässlich der Einvernahme vom 17. Juli 2018 gegen die Vertretung durch die amtli- che Verteidigerin opponiert hätte, geht auch nicht aus dem Einvernahmeprotokoll hervor (Urk. D6/2/2). Mithin ist nicht zu beanstanden, dass Rechtsanwältin MLaw X2._____ erst mit der Übernahme der Strafuntersuchung durch die Staatsanwalt- schaft IV des Kantons Zürich am 3. August 2018 aus dem amtlichen Mandat ent- lassen wurde (Urk. D6/13/2; Urk. D6/10/13). Der Beschuldigte wurde damit in Nachachtung von Art. 133 Abs. 2 StPO durch die von ihm gewünschte Person amtlich verteidigt. Sein gesetzliches Vorschlagsrecht wurde nicht missachtet. Dass eine wirksame Verteidigung nicht mehr gewährleistet gewesen wäre, macht - 10 - der Beschuldigte nicht geltend. Die fraglichen Einvernahmen vom 21. Juni 2018 und 17. Juli 2018 sind verwertbar (Urk. D6/10/8; Urk. D6/10/9).”
Die kantonale Berufungsinstanz ist als Verfahrensleitung zuständig, über ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungsverfahren zu entscheiden; sie kann daher im Rahmen ihrer Funktion als Verfahrensleitung hierzu verfügen (vgl. Art. 133 Abs. 1 StPO).
“Considérant que cette ordonnance était entrée force, la direction de la juridiction d'appel a estimé en substance que le recourant devait faire valoir une évolution de sa situation, respectivement un fait nouveau déterminant pour déposer une nouvelle demande d'assistance judiciaire. Dans la mesure où cette décision repose sur la prémisse erronée que l'ordonnance du Tribunal de police était entrée en force, elle doit être annulée. La cause est renvoyé à la juridiction d'appel pour qu'elle statue, indépendamment de la décision du Tribunal de police, sur la demande initiale d'assistance judiciaire formulée (le 5 février 2021) en vue de la procédure d'appel, par une décision suffisamment motivée en fait et en droit. La question de savoir si le Tribunal de police pouvait en l'espèce statuer d'emblée sur la question de l'assistance judiciaire en vue de l'appel peut rester indécise, dès lors que la juridiction d'appel, désormais direction de la procédure (art. 399 al. 2 CPP; cf. arrêt 1B_250/2014 du 4 août 2014 consid. 2.1), est compétente pour statuer sur une demande d'assistance judiciaire au stade de la procédure d'appel (art. 133 al. 1 CPP). Vu que la direction de la juridiction d'appel s'était saisie de la demande d'assistance judiciaire et avait statué à son sujet dans le cadre de ses compétences, la Chambre pénale de recours pouvait déclarer la procédure introduite auprès d'elle sans objet, indépendamment de la question de savoir si la décision de la juridiction d'appel était correcte. Dès lors, le recours déposé par le recourant à l'encontre de l'arrêt de la Chambre pénale de recours est mal fondé.”
Die Verweigerung der amtlichen Verteidigung kann für die beschuldigte Person einen erheblichen Nachteil darstellen.
“E. 2.4). Ein solcher Nachteil ist etwa bei der Verweigerung einer amtlichen Vertei- digung gegeben (BGE 140 IV 202 E. 2.2 = Pra 2014 Nr. 105; Ruckstuhl, a.a.O., N 5a zu Art. 133 StPO; Niklaus Schmid/Daniel Jositsch, Handbuch des schweizeri- schen Strafprozessrechts, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2017, Rz. 1510). Dasselbe gilt auch bei der Verweigerung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters im Sinne von Art. 136 StPO (Lieber, a.a.O., N 12 zu Art. 136 StPO).”
Wurden bei wiederholter oder erneuter Verhaftung zwischenzeitlich wesentlich schwerere, neue Vorwürfe erhoben, hätte die beschuldigte Person spätestens nach der erneuten Festnahme erneut umfassend über ihr Vorschlagsrecht nach Art. 133 Abs. 2 StPO aufgeklärt werden müssen. Unterlassen die Strafbehörden dies, liegt eine Verletzung des Vorschlagsrechts vor.
“Die Rüge des Beschwerdeführers ist begründet: Aus der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz geht zwar hervor, dass er im Nachgang seiner Verhaftungen vom 13. März und 30. September 2023 mit der Bestellung von Rechtsanwalt Späti als sein amtlicher Verteidiger einverstanden war. Er wurde jedoch weder nach seiner ersten noch nach seiner zweiten Festnahme über sein Vorschlagsrecht gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO aufgeklärt. Zudem wiegen die am 30. September 2023 neu erhobenen Vorwürfe der vorsätzlich und versuchten vorsätzlichen Tötung viel schwerer als die dem Beschwerdeführer davor zur Last gelegten Delikte. Der vorliegende Fall kann daher nicht verglichen werden mit beispielsweise demjenigen einer Person, der mehrere Einbruchsdiebstähle vorgeworfen werden und die Strafuntersuchung im Laufe der Zeit um weitere, gleichartige Delikte erweitert wird und sich eine bereits bestellte amtliche Verteidigung ohne Weiteres auf die neuen Delikte erweitern kann. Angesichts der Schwere der neuen Vorwürfe hätte der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall spätestens nach seiner zweiten Verhaftung (erneut) umfassend über seine Rechte betreffend Bestellung der amtlichen Verteidigung aufgeklärt werden müssen. Indem die Strafbehörden dies unterliessen, haben sie das Vorschlagsrecht des Beschwerdeführers verletzt. Ob das Vertrauensverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und Rechtsanwalt Späti erheblich gestört ist, braucht bei dieser Sachlage nicht weiter geprüft zu werden.”
Wird für das Rekursverfahren unentgeltliche Rechtspflege gewährt, so wird auf Grundlage von Art. 133 StPO ein amtlicher Verteidiger für das Rekursverfahren bestellt. Seine Entschädigung wird in den Entscheiden konkret festgesetzt und den Kosten der Staatskasse belastet.
“________, force est de constater qu’elle ne regarde jamais la caméra, de sorte qu’on ne peut pas en l’état affirmer qu’elle savait être filmée. Dans ces circonstances, on ne saurait affirmer à ce stade que la recourante avait donné son accord à être filmée, de sorte qu’il est prématuré d’exclure la commission d’une infraction par A.________. Il appartiendra à la procureure d’ouvrir une instruction et d’investiguer plus avant la question du consentement de la plaignante à être filmée. 4. En définitive, le recours doit être admis et l’ordonnance entreprise annulée. Le dossier de la cause sera renvoyé au Ministère public pour qu’il ouvre une instruction pénale et procède dans le sens des considérants. K.________ a requis d’être mise au bénéfice de l’assistance judiciaire gratuite pour la procédure de recours. Dans la mesure où elle a rendu vraisemblable que les conditions de l’art. 136 CPP étaient réalisées, il y a lieu d’admettre cette requête. Me Cecilie Carlsson, déjà consultée, sera désignée en qualité de conseil juridique gratuit de K.________ pour la procédure de recours (art. 133 CPP). Au vu du mémoire de recours produit, son indemnité sera fixée à 540 fr., correspondant à 3 heures d’activité d’avocat au tarif horaire de 180 fr., montant auquel s’ajoutent des débours forfaitaires à concurrence de 2 % des honoraires admis (art. 3bis al. 1 RAJ [règlement du 7 décembre 2010 sur l'assistance judiciaire en matière civile ; BLV 211.02.3], applicable par renvoi de l’art. 26b TFIP [tarif des frais judiciaires et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010 ; BLV 312.03.1]), par 10 fr. 80, plus un montant correspondant à la TVA au taux de 7,7 %, s’agissant uniquement d’opérations antérieures au 1er janvier 2024, par 42 fr. 40. L’indemnité de conseil juridique gratuit s’élève ainsi à 594 fr. au total en chiffres arrondis. Vu l’admission du recours, les frais de la procédure, constitués de l’émolument d’arrêt, par 880 fr. (art. 20 al. 1 TFIP), ainsi que l’indemnité allouée au conseil juridique gratuit de la recourante, fixée à 594 fr., seront laissés à la charge de l’Etat (art.”
“Au regard de ce qui précède, le Ministère public ne pouvait pas rendre une ordonnance de non-entrée en matière, mais devait instruire l’affaire. Il lui appartiendra donc d’ouvrir une instruction pénale, de procéder à l’audition de K.________ pour qu’il s’explique sur les faits qui lui sont reprochés et d’examiner, parmi les mesures d’instruction requises par la recourante, celles qu’il se justifie de mettre en œuvre, notamment afin de cerner le contexte dans lequel évoluaient les parties au moment des faits. 4. En définitive, le recours doit être admis et l’ordonnance attaquée annulée. Le dossier de la cause sera renvoyé au Ministère public pour qu’il ouvre une instruction pénale et procède dans le sens des considérants. A.J.________ a requis d’être mise au bénéfice de l’assistance judiciaire gratuite pour la procédure de recours. Dans la mesure où elle a rendu vraisemblable que les conditions de l’art. 136 CPP étaient réalisées, il y a lieu d’admettre cette requête. Me Sarah El-Abshihy, déjà consultée, sera désignée en qualité de conseil juridique gratuit de A.J.________ pour la procédure de recours (art. 133 CPP). Au vu du mémoire de recours produit, son indemnité sera fixée à 540 fr., correspondant à 3 heures d’activité d’avocate au tarif horaire de 180 fr., montant auquel s’ajoutent des débours forfaitaires à concurrence de 2 % des honoraires admis (art. 3bis al. 1 RAJ [Règlement du 7 décembre 2010 sur l'assistance judiciaire en matière civile ; BLV 211.02.3], applicable par renvoi de l’art. 26b TFIP [Tarif des frais judiciaires et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010 ; BLV 312.03.1]), par 10 fr. 80, et la TVA au taux de 7,7 %, par 42 fr. 40, soit à 593 fr. 20 au total, montant arrondi à 594 francs. Vu l’admission du recours, les frais de la procédure, constitués de l’émolument d’arrêt, par 1’320 fr. (art. 20 al. 1 TFIP), ainsi que l’indemnité allouée au conseil juridique gratuit de la recourante, fixée à 594 fr., seront laissés à la charge de l’Etat (art. 428 al. 4 CPP). Par ces motifs, la Chambre des recours pénale prononce : I. Le recours est admis. II. L’ordonnance de non-entrée en matière du 5 août 2020 est annulée.”
Die vom Bundesgericht in BGE 139 IV 113 bejahte Möglichkeit einer unmittelbaren Beschwerde wegen der Missachtung des Vorschlagsrechts der beschuldigten Person bei der Bestellung einer amtlichen Verteidigung wird nicht ohne Weiteres auf die Rückweisung der Anklage an die Staatsanwaltschaft nach Art. 329 Abs. 2 StPO übertragen; das Bundesgericht hat dies in 7B_808/2023 E. 1.4 ausdrücklich verneint.
“Dass zufolge des angefochtenen Beschlusses eine Verletzung des Beschleunigungsgebots droht, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich, zumal die Staatsanwaltschaft gemäss den kantonalen Akten im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung beim Bundesgericht bereits einen "Angepasste[n] Anklagesachverhalt an das neue Beweisergebnis" eingereicht hat und die Parteien in der Folge aufgefordert worden sind, sich zur Frage zu äussern, wie das Verfahren fortgesetzt werden soll. Dagegen bewirkt die vom Beschwerdeführer gerügte Verletzung von (anderen) Verfahrensgarantien nach der EMRK für sich alleine keinen drohenden nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur, kann diese doch im Rahmen der Beschwerde gegen den Endentscheid in der Sache vorgebracht und vom Bundesgericht beurteilt werden. Unter diesen Umständen verlangt aber auch der in der Beschwerde erwähnte Art. 13 EMRK nicht, dass das Bundesgericht sofort angerufen werden kann. Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich auf die Rechtsprechung zum Fall, in dem die Missachtung des Vorschlagsrechts der beschuldigten Person bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK (und Art. 133 Abs. 2 StPO) beanstandet wird (siehe BGE 139 IV 113 E. 1.2), geht jedoch zu Unrecht davon aus, die darin nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bejahte Beschwerdemöglichkeit gelte auch für die Rückweisung der Anklage an die Staatsanwaltschaft in Anwendung von Art. 329 Abs. 2 StPO.”
“Dass zufolge des angefochtenen Beschlusses eine Verletzung des Beschleunigungsgebots droht, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich, zumal die Staatsanwaltschaft gemäss den kantonalen Akten im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung beim Bundesgericht bereits einen "Angepasste[n] Anklagesachverhalt an das neue Beweisergebnis" eingereicht hat und die Parteien in der Folge aufgefordert worden sind, sich zur Frage zu äussern, wie das Verfahren fortgesetzt werden soll. Dagegen bewirkt die vom Beschwerdeführer gerügte Verletzung von (anderen) Verfahrensgarantien nach der EMRK für sich alleine keinen drohenden nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur, kann diese doch im Rahmen der Beschwerde gegen den Endentscheid in der Sache vorgebracht und vom Bundesgericht beurteilt werden. Unter diesen Umständen verlangt aber auch der in der Beschwerde erwähnte Art. 13 EMRK nicht, dass das Bundesgericht sofort angerufen werden kann. Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich auf die Rechtsprechung zum Fall, in dem die Missachtung des Vorschlagsrechts der beschuldigten Person bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK (und Art. 133 Abs. 2 StPO) beanstandet wird (siehe BGE 139 IV 113 E. 1.2), geht jedoch zu Unrecht davon aus, die darin nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bejahte Beschwerdemöglichkeit gelte auch für die Rückweisung der Anklage an die Staatsanwaltschaft in Anwendung von Art. 329 Abs. 2 StPO.”
Die beschuldigte Person ist ausdrücklich und in verständlicher Weise über ihr Recht zu informieren, eine Person für die Bestellung der amtlichen Verteidigung vorzuschlagen. Wird dieser Hinweis nicht erteilt, stellt dies nach den zitierten Kommentaren eine formelle Verletzung der Verfahrensrechte dar.
“1 StPO); dies ist vorliegend für eine Laieneingabe der Fall; dass die Beschwerde in einem schriftlichen Verfahren behandelt wird (Art. 397 Abs. 1 StPO) und die Strafkammer dabei grundsätzlich über volle Kognition verfügt (Art. 391 Abs. 1 StPO); dass zur Beschwerdeführung jede Partei befugt ist, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 StPO); die Staatsanwaltschaft ist vorliegend der Meinung, der Beschwerdeführer habe kein solches Interesse; dem kann aus nachfolgenden Gründen nicht gefolgt werden; dass gemäss Art. 132 Abs. 1 Bst. a StPO die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidigung anordnet, wenn die beschuldigte Person bei notwendiger Verteidigung im Sinne von Art. 130 StPO keine Wahlverteidigung bestimmt; die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO); sie berücksichtigt dabei nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO); die Beschuldigte Person muss ausdrücklich und in verständlicher Weise über das ihr zustehende Vorschlagsrecht hingewiesen werden; die Nichtgewährung des gesetzlich garantierten Vorschlagsrechts stellt formell eine Verletzung der Verfahrensrechte des Beschuldigten dar (BSK-StPO-Ruckstuhl, 2. Aufl. 2014, Art. 133 N. 8; Lieber in Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, Art. 133 N. 3 ff.); als amtliche Verteidigung kann jede Person eingesetzt werden, die gemäss dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 23. Juni 2000 (BGFA, SR 935.61) zur Ausübung der Anwaltstätigkeit in der Schweiz zugelassen ist; zulässig ist es nur, aus sachlichen Gründen eine Person nicht als amtliche Verteidigung einzusetzen; dazu gehören z.B. die mangelnde fachliche Qualifikation und Interessenkollisionen (Ruckstuhl, Art. 133 N. 4a f.; Lieber, Art. 133 N. 5); dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde wie folgt begründet: «Aufgrund der Schwere der erhobenen Vorwürfe, wie Sie das selbst in Ihrem Schreiben vom 24.”
“1 StPO); dies ist vorliegend für eine Laieneingabe der Fall; dass die Beschwerde in einem schriftlichen Verfahren behandelt wird (Art. 397 Abs. 1 StPO) und die Strafkammer dabei grundsätzlich über volle Kognition verfügt (Art. 391 Abs. 1 StPO); dass zur Beschwerdeführung jede Partei befugt ist, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 StPO); die Staatsanwaltschaft ist vorliegend der Meinung, der Beschwerdeführer habe kein solches Interesse; dem kann aus nachfolgenden Gründen nicht gefolgt werden; dass gemäss Art. 132 Abs. 1 Bst. a StPO die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidigung anordnet, wenn die beschuldigte Person bei notwendiger Verteidigung im Sinne von Art. 130 StPO keine Wahlverteidigung bestimmt; die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO); sie berücksichtigt dabei nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO); die Beschuldigte Person muss ausdrücklich und in verständlicher Weise über das ihr zustehende Vorschlagsrecht hingewiesen werden; die Nichtgewährung des gesetzlich garantierten Vorschlagsrechts stellt formell eine Verletzung der Verfahrensrechte des Beschuldigten dar (BSK-StPO-Ruckstuhl, 2. Aufl. 2014, Art. 133 N. 8; Lieber in Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, Art. 133 N. 3 ff.); als amtliche Verteidigung kann jede Person eingesetzt werden, die gemäss dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 23. Juni 2000 (BGFA, SR 935.61) zur Ausübung der Anwaltstätigkeit in der Schweiz zugelassen ist; zulässig ist es nur, aus sachlichen Gründen eine Person nicht als amtliche Verteidigung einzusetzen; dazu gehören z.B. die mangelnde fachliche Qualifikation und Interessenkollisionen (Ruckstuhl, Art. 133 N. 4a f.; Lieber, Art. 133 N. 5); dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde wie folgt begründet: «Aufgrund der Schwere der erhobenen Vorwürfe, wie Sie das selbst in Ihrem Schreiben vom 24.”
Das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person nach Art. 133 Abs. 2 StPO begründet keine strikte Pflicht der Verfahrensleitung zur Ernennung des vorgeschlagenen Rechtsanwalts. Vom Vorschlag darf nur bei zureichenden sachlichen Gründen abgewichen werden; als erläuternde Beispiele werden in der Rechtsprechung Interessenskollisionen, Überlastung, fehlende fachliche Qualifikation oder sonstige sachliche Hindernisse genannt. Die Erforderlichkeit der Gründe ist objektiv zu beurteilen.
“Bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung sind deren Eignung sowie nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person zu berücksichtigen (Abs. 2). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus andern Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO). Das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person nach Art. 133 Abs. 2 StPO begründet zwar keine strikte Befolgungs- bzw. Ernennungspflicht zulasten der Verfahrensleitung, für ein Abweichen vom Vorschlag der beschuldigten Person bedarf es jedoch zureichender sachlicher Gründe, wie Interessenskollisionen der erbetenen amtlichen Verteidigung, Überlastung, fehlende fachliche Qualifikation oder andere sachliche Hindernisse (BGE 139 IV 113 E. 4.3 mit Hinweisen; Urteil 1B_533/2020 vom 3. Februar 2021 E. 2.2). Die Verfahrensleitung hat die beschuldigte Person auf das Vorschlagsrecht nach Art. 133 Abs. 2 StPO hinzuweisen, damit diese ihre Verfahrensrechte effektiv wahrnehmen kann. Tut sie dies nicht, führt der Umstand, dass die beschuldigte Person keine Einwände gegen die Mandatierung eines bestimmten Rechtsanwalts oder einer bestimmten Rechtsanwältin als amtliche Verteidigung erhebt, nicht zum Verlust ihres gesetzlich gewährleisteten Vorschlagsrechts (Urteil 6B_500/2012 vom 4. April 2013 E. 1.2.3; vgl. NIKLAUS RUCKSTUHL, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 4a zu Art. 133 StPO; HARARI/JAKOB/SANTAMARIA, in: Commentaire Romand, Code de procédure pénale suisse, 2. Aufl. 2019, N. 21 zu Art. 133 StPO).”
“Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn in Fällen der notwendigen Verteidigung gemäss Art. 130 StPO die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO; Urteil 7B_304/2023 vom 6. Mai 2024 E. 2.1). Sowohl die beschuldigte Person als auch der amtliche Verteidiger können grundsätzlich das Gesuch um Wechsel der Verteidigung gemäss Art. 134 Abs. 2 StPO stellen (NIKLAUS RUCKSTUHL, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, N. 10b zu Art. 134 StPO; FRANK RIKLIN, Orell Füssli Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 134 StPO; JOSITSCH/SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung (StPO), Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, Rz. 2a zu Art. 134 StPO; VIKTOR LIEBER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, StPO, Art. 1-195 StPO, 3. Aufl. 2020, Rz. 10 zu Art. 134 StPO). Stellt die Verteidigung das Gesuch, so ersucht effektiv sie selbst um Entbindung vom amtlichen Verteidigungsmandat.”
“Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn in Fällen der notwendigen Verteidigung gemäss Art. 130 StPO die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO). Die Vorschrift von Art. 134 Abs. 2 StPO trägt dem Umstand Rechnung, dass eine engagierte und effiziente Verteidigung nicht nur bei objektiver Pflichtverletzung der Verteidigung, sondern bereits bei erheblich gestörtem Vertrauensverhältnis beeinträchtigt sein kann. Dahinter steht die Idee, dass eine amtliche Verteidigung in jenen Fällen auszuwechseln ist, in denen auch eine privat verteidigte beschuldigte Person einen Wechsel der Verteidigung vornehmen würde. Wird die subjektive Sichtweise der beschuldigten Person in den Vordergrund gestellt, bedeutet dies aber nicht, dass allein deren Empfinden für einen Wechsel der Rechtsvertretung ausreicht. Vielmehr muss die Störung des Vertrauensverhältnisses mit konkreten Hinweisen belegt und objektiviert werden (BGE 138 IV 161 E.”
Im Vorverfahren fällt der Leiter der Staatsanwaltschaft (Oberstaatsanwalt) nach den dargestellten Regelungen und der einschlägigen Rechtsprechung unter den Begriff der 'Verfahrensleitung' i.S.v. Art. 133 Abs. 1 StPO. Soweit die Geschäftsordnung bzw. die Übernahme der Verfahrensleitung dies vorsieht, kann er die amtliche Verteidigung bestellen; nach der zitierten Rechtsprechung obliegt der gleichen Stelle auch der Entscheid über Widerruf und Wechsel der amtlichen Verteidigung.
“Der Oberstaatsanwalt kann, zumal er die Staatsanwaltschaft führt und gegenüber den Staatsanwältinnen und Staatsanwälten weisungsbefugt ist, ein Strafverfahren jederzeit an sich ziehen und die Verfahrensleitung übernehmen, bei prozessualen Zwischenentscheiden jedenfalls dann, wenn das regelbasiert erfolgt. Das ist der Fall, sieht doch die Geschäftsordnung der Staatsanwaltschaft Thurgau vor, was gerichtsnotorisch ist, dass der Oberstaatsanwalt oder die Oberstaatsanwältin der das Vorverfahren führenden Staatsanwaltschaft die amtliche Verteidigung bestellt. Diesfalls obliegt laut Bundesgericht der gleichen Stelle auch der Entscheid über Widerruf und Wechsel der amtlichen Verteidigung. Es verhält sich hier auch nicht wie im Kanton Zürich, der die Auswahl der amtlichen Verteidigung an das bei der Oberstaatsanwaltschaft angegliederte Büro für amtliche Mandate übertrug. Die Oberstaatsanwaltschaft Zürich entspricht im Kanton Thurgau der Generalstaatsanwaltschaft; ein bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedeltes Büro für amtliche Mandate könnte für einen der Staatsanwaltschaft übertragenen Fall nicht als Verfahrensleitung betrachtet werden. Zusammenfassend fällt der Oberstaatsanwalt, als Leiter einer Staatsanwaltschaft, im Vorverfahren unter den Begriff der Verfahrensleitung im Sinn von Art. 133 Abs. 1 StPO. Damit ist die angefochtene Verfügung formell rechtmässig.”
“Der Oberstaatsanwalt kann, zumal er die Staatsanwaltschaft führt und gegenüber den Staatsanwältinnen und Staatsanwälten weisungsbefugt ist, ein Strafverfahren jederzeit an sich ziehen und die Verfahrensleitung übernehmen, bei prozessualen Zwischenentscheiden jedenfalls dann, wenn das regelbasiert erfolgt. Das ist der Fall, sieht doch die Geschäftsordnung der Staatsanwaltschaft Thurgau vor, was gerichtsnotorisch ist, dass der Oberstaatsanwalt oder die Oberstaatsanwältin der das Vorverfahren führenden Staatsanwaltschaft die amtliche Verteidigung bestellt. Diesfalls obliegt laut Bundesgericht der gleichen Stelle auch der Entscheid über Widerruf und Wechsel der amtlichen Verteidigung. Es verhält sich hier auch nicht wie im Kanton Zürich, der die Auswahl der amtlichen Verteidigung an das bei der Oberstaatsanwaltschaft angegliederte Büro für amtliche Mandate übertrug. Die Oberstaatsanwaltschaft Zürich entspricht im Kanton Thurgau der Generalstaatsanwaltschaft; ein bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedeltes Büro für amtliche Mandate könnte für einen der Staatsanwaltschaft übertragenen Fall nicht als Verfahrensleitung betrachtet werden. Zusammenfassend fällt der Oberstaatsanwalt, als Leiter einer Staatsanwaltschaft, im Vorverfahren unter den Begriff der Verfahrensleitung im Sinn von Art. 133 Abs. 1 StPO. Damit ist die angefochtene Verfügung formell rechtmässig.”
Das Vorschlagsrecht des Beschuldigten nach Art. 133 Abs. 2 StPO kann grundsätzlich nur einmal zu Beginn des Verfahrens ausgeübt werden. Wurde es bereits verwendet, ist es im Regelfall erschöpft; spätere Namensnennungen werden nicht automatisch berücksichtigt und müssen nicht zwingend befolgt oder speziell begründet werden.
“________, avocat, en qualité de nouveau défenseur d’office de A.________, avec effet au 25 mars 2024 (DO/7024 ss); que le Ministère public a motivé sa décision comme suit : « En l’espèce, au vu des éléments qui précèdent, mais plus particulièrement de ceux évoqués par Me E.________, il convient de mettre un terme à son mandat de défenseur d'office et de l’attribuer à un autre avocat. A l’appui de sa requête, A.________ a demandé que le mandat de défenseur d'office soit confié à Me G.________, avocat. A cet égard, il sied de souligner que, selon le Tribunal fédéral, le prévenu ne peut faire usage qu’une fois de son droit de proposition, en début de procédure. Si le premier défenseur est révoqué sur la base de l'art. 134 al. 2 CPP, le prévenu n'est pas appelé à exprimer de souhait quant à son remplaçant (…). En l’espèce et comme relevé ci-avant, la désignation de Me E.________ répondait au souhait exprimé par A.________ lors de son audition du 2 juillet 2023 au Ministère public. Il a ainsi déjà usé de son droit de proposition conféré par l'art. 133 al. 2 CPP et ne peut plus s'en prévaloir à ce stade de la procédure. Par ailleurs, A.________ ne fait état d’aucun élément objectif propre à soutenir ce choix. On peut toutefois déceler dans sa proposition une volonté d'être assisté d'un avocat pouvant s'exprimer en I.________. On ne manquera finalement pas de relever qu'il se révélerait peu opportun, compte tenu des importants frais de déplacement que cela générerait, de désigner un avocat d'office. Il n’en demeure pas moins que la maîtrise par l’avocat d'une langue d'expression utilisée par son client est de nature à faciliter les échanges entre eux. Compte tenu de ce qui précède, Me H.________, avocat et parlant I.________, est désigné comme nouveau défenseur d'office de A.________ » (DO/7025); que par courrier non daté réceptionné par le Ministère public le 28 mars 2024, A.________ s’est adressé au Procureur en charge de son dossier pour lui signaler qu’il avait demandé que Me G.________ soit nommé en qualité de défenseur d’office et qu’il ne comprenait dès lors pas pourquoi un autre avocat avait été désigné.”
“2 CPP et dans la mesure où cette disposition ne mentionnait pas un tel droit de proposition, la direction de la procédure pouvait, sans violer le droit fédéral, s’écarter de la proposition du prévenu sans avoir à motiver spécifiquement son choix concernant l’identité d’un nouveau défenseur d’office (cf. arrêt TC FR 502 2018 257 du 11 décembre 2018 consid. 3.1 et les références citées). Le Tribunal fédéral a déclaré irrecevable le recours interjeté à l’encontre de cet arrêt, considérant que la recourante n’avait pas démontré avoir subi un préjudice juridique irréparable, alors que cette démonstration lui incombait. En effet, la recourante avait été assistée dans la procédure d’appel par le défenseur qui lui avait été désigné en remplacement du précédent et à l’égard duquel elle n’avait élevé aucun grief, si bien que rien ne permettait de douter qu’elle avait ainsi bénéficié d’une défense efficace (cf. arrêt TF 1B_44/2019 précité consid. 2.3) ; qu’en l’espèce, le recourant est assisté de Me C.________ en remplacement de Me B.________, qu’il a pu librement choisir, si bien que son droit de proposition au sens de l’art. 133 al. 2 CPP a été épuisé, étant précisé que l’art. 134 al. 2 CPP ne prévoit pas un tel droit. On relèvera au surplus que la direction de la procédure n’avait pas à informer le prévenu qu’il ne pourrait exercer son droit de proposition qu’à une seule reprise, ce dont ce dernier se plaint. En effet, outre le fait que la loi ne prévoit pas un tel droit à l’information, on voit mal un prévenu renoncer à son droit de proposition lors de la première désignation d’un défenseur d’office, dans le but de pouvoir garder ce droit en cas d’éventuel changement de mandataire ; qu’il ressort de la jurisprudence susmentionnée que l’existence d’un préjudice irréparable ne peut ainsi être admise que dans des circonstances particulières faisant craindre que l’avocat d’office désigné, en l’occurrence Me C.________, ne puisse pas défendre efficacement les intérêts du prévenu ; que le seul grief que le recourant élève, dans son pourvoi, à l’encontre de son mandataire actuel est qu’il ne lui aurait pas transmis la décision attaquée dans le délai de recours, si bien que le lien de confiance serait d’emblée mis à mal ; que la Chambre pénale considère que cet éventuel manquement, unique, ne suffit pas pour admettre que Me C.”
“L’existence d’un tel dommage ne peut être admise que dans des circonstances particulières faisant craindre que l’avocat d’office désigné ne puisse pas défendre efficacement les intérêts du prévenu, par exemple en cas de conflit d’intérêts ou de carences manifestes de l’avocat désigné ou encore lorsque l’autorité refuse arbitrairement de tenir compte des vœux émis par la partie assistée. Le simple fait que la partie assistée n’a pas confiance dans le conseil désigné ne lui donne pas le droit d’en demander le remplacement – respectivement d’en contester la nomination – lorsqu’il n’apparaît pas de manière patente que l’attitude de l’avocat d’office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (arrêt TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 et les références citées, not. ATF 139 IV 113 consid. 1.1) ; que dans une affaire 502 2018 257, où la prévenue avait invoqué une rupture du lien de confiance d’avec son avocat et requis que celui-ci soit remplacé par un mandataire qu’elle avait expressément cité, la Chambre pénale a admis la rupture du lien de confiance mais n’a pas tenu compte du choix de la prévenue, lui désignant un autre avocat comme défenseur d’office. La Chambre pénale a retenu en substance que le droit de proposition selon l’art. 133 al. 2 CPP ne devait en principe pouvoir être exercé qu’une seule fois au début de la procédure et que, s’agissant d’un changement de défenseur d’office en vertu de l’art. 134 al. 2 CPP et dans la mesure où cette disposition ne mentionnait pas un tel droit de proposition, la direction de la procédure pouvait, sans violer le droit fédéral, s’écarter de la proposition du prévenu sans avoir à motiver spécifiquement son choix concernant l’identité d’un nouveau défenseur d’office (cf. arrêt TC FR 502 2018 257 du 11 décembre 2018 consid. 3.1 et les références citées). Le Tribunal fédéral a déclaré irrecevable le recours interjeté à l’encontre de cet arrêt, considérant que la recourante n’avait pas démontré avoir subi un préjudice juridique irréparable, alors que cette démonstration lui incombait. En effet, la recourante avait été assistée dans la procédure d’appel par le défenseur qui lui avait été désigné en remplacement du précédent et à l’égard duquel elle n’avait élevé aucun grief, si bien que rien ne permettait de douter qu’elle avait ainsi bénéficié d’une défense efficace (cf.”
Die Bestellungsweise orientiert sich an einschlägiger Rechtsprechung und an den durch die EMRK/Verfassungsrecht entwickelten Grundsätzen. Die Wünsche der beschuldigten Person sind bei der Auswahl des amtlichen Verteidigers nach Möglichkeit zu berücksichtigen; von dem Vorschlag kann jedoch nur aus zureichenden sachlichen Gründen abgewichen werden (z. B. Interessenkollision, fehlende Qualifikation, Überlastung). Ein Vorschlagsrecht begründet kein Recht auf freie Wahl des amtlichen Verteidigers.
“a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). Il y a lieu de considérer que l'acte de recours a été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), dès lors que la décision querellée a été communiquée au recourant à une date non établie par le dossier, et que l'on comprend, nonobstant l'absence de conclusions formelles, qu'il demande l'annulation de l'ordonnance querellée. Partant, le recours est recevable. 2. La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement irrecevables ou mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. À bien le comprendre, le recourant souhaite pouvoir choisir son défenseur et, en conséquence, demande la révocation de la nomination de Me D______ en cette qualité. 3.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159). L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit toutefois pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 précité). 3.2. En l'espèce, c'est en respect de ces règles que le nouveau défenseur d'office du recourant a été désigné et son précédent conseil relevé de sa mission.”
“Das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person soll dem Bedenken begegnen, dass insbesondere die Staatsanwaltschaft versucht sein könnte, eine ihr genehme Verteidigung zu bestellen (Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, in: 2006 S. 1085, 1180; vgl. auch Lieber, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, Art. 133 N 4 f.). Für ein Abweichen vom Vorschlag des Beschuldigten bedarf es dementsprechend zureichender sachlicher Gründe, zu denen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum Beispiel Interessenkollisionen, fehlende Qualifikation oder Überlastung gehören, wobei andere sachliche Hindernisse ausdrücklich vorbehalten werden (BGE 139 IV 113 E. 4.3 S. 119 mit weiteren Hinweisen; AGE BES.2017.16 vom 30. August 2019 E.3.2, BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 2). Hat die beschuldigte Person schon einen Verteidiger beigezogen, wird dieser grundsätzlich als amtlicher Verteidiger bestellt (Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5; Ruckstuhl, in: Basler Kommentar, 2. Auflage 2014, Art. 133 StPO N 8c). Es besteht nämlich regelmässig bereits ein Vertrauensverhältnis mit dem mandatierten Anwalt, weshalb dieser nicht ohne Not durch einen anderen Verteidiger ersetzt werden soll (vgl. Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege, Diss. Basel 2008, S. 198). Auf das Vorschlagsrecht ist die beschuldigte Person in einer ihr verständlichen Weise aufmerksam zu machen. Der blosse Verweis im Protokoll auf die anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen genügt nicht (Ruckstuhl, a.a.O., Art. 133 StPO N 8; Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5). Die Verfahrensleitung überträgt die amtliche Verteidigung einer anderen Person, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist (BGer 1B_10/2018 vom 5. März 2018 E. 2.1). Allein das Empfinden der beschuldigten Person oder ihre Wünsche reichen für einen Wechsel der amtlichen Verteidigung allerdings nicht aus.”
Der Wunsch der beschuldigten Person ist bei der Bestellung des amtlichen Verteidigers nach Art. 133 Abs. 2 StPO grundsätzlich zu berücksichtigen. In der Praxis wird deshalb häufig der bereits mandatierte Rechtsanwalt zum amtlichen Verteidiger bestellt, namentlich wenn dessen Weiterführung wegen Fallkenntnis angezeigt erscheint oder bei vermuteter Bedürftigkeit nicht mit der Bestimmung einer neuen Wahlverteidigung gerechnet werden kann.
“73 – 81 VStrR nichts anderes bestimmen; - das VStrR für den Fall der Teilnahme eines Vertreters des EFD an der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht in Bezug auf die Frage der notwendigen Verteidigung des Beschuldigten keine eigenen Vorschriften enthält, womit Art. 130 lit. d StPO zur Anwendung kommt; - anlässlich der Hauptverhandlung vom 3. Oktober 2024 sich das EFD durch Herrn Dr. Christian Heierli, Leiter Strafrechtsdienst, vertreten liess; - der Vertreter des EFD Gelegenheit erhielt, sich zum Gesuch um amtliche Verteidigung vernehmen zu lassen, wobei er den Entscheid in das Ermessen des Gerichts stellte; - aufgrund der Teilnahme des Vertreters des EFD ein Fall notwendiger Verteidigung gemäss Art. 130 lit. d StPO vorliegt; - die Verfahrensleitung unter anderem eine amtliche Verteidigung anordnet, wenn bei notwendiger Verteidigung die Wahlverteidigung das Mandat niedergelegt hat und die beschuldigte Person nicht innert Frist eine neue Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StPO); - die Verfahrensleitung diesfalls gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit den Wunsch der beschuldigten Person berücksichtigt; - angesichts der vorgebrachten Bedürftigkeit davon ausgegangen werden kann, dass der Beschuldigte für den Fall einer formellen Mandatsniederlegung durch seinen Verteidiger keine neue Wahlverteidigung bestimmen würde; der Beschuldigte zudem bereits den Wunsch geäussert hat, dass ihm sein jetziger Verteidiger erhalten bleibe; - die Weiterführung des Mandats durch Rechtsanwalt Ivan Jabbour angesichts seiner Fallkenntnis sinnvoll erscheint; - unter diesen Umständen die Tatsache, dass der Wahlverteidiger das Mandat nicht formell niedergelegt hat, eine reine Formalität darstellt, auf die aus Gründen der Prozessökonomie nicht zu beharren ist und Rechtsanwalt Ivan Jabbour vielmehr direkt als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten im Verfahren SK.2024.32 einzusetzen ist; - die Bestellung der amtlichen Verteidigung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und den Lehrmeinungen grundsätzlich rückwirkend auf den Zeitpunkt der Gesuchstellung erfolgt und im Allgemeinen frühere Aufwendungen nur aus guten Gründen umfasst, etwa wenn die beschuldigte Person bzw.”
“Le recours pour déni de justice ne peut ainsi qu'être rejeté. 5. Le recourant sollicite l'assistance judiciaire pour le recours. 5.1. Conformément à l'art. 29 al. 3 Cst., toute personne qui ne dispose pas de ressources suffisantes a droit à l'assistance judiciaire gratuite, à moins que sa cause paraisse dépourvue de toute chance de succès; elle a droit en outre à l'assistance judiciaire gratuite d'un défenseur, dans la mesure où la sauvegarde de ses droits le requiert (arrêt du Tribunal fédéral 1B_74/2013 du 9 avril 2013 consid. 2.1 avec référence aux ATF 128 I 225 consid. 2.5.2 p. 232 s. = JdT 2006 IV 47; 120 Ia 43 consid. 2a p. 44). 5.2. En l'espèce, il peut être supposé que le recourant est indigent, compte tenu de sa situation personnelle. En outre, on peut admettre que la cause présentait une certaine complexité pour un profane. Dans ces circonstances, la désignation d'un défenseur d'office devant l'instance de recours apparaît nécessaire. Le recourant en sera ainsi pourvu en la personne de l'avocat par lequel il procède déjà (art. 133 al. 2 CPP). Le recourant n'a toutefois pas chiffré ni, a fortiori, détaillé l'activité de son conseil pour la procédure par-devant la Chambre de céans. Compte tenu du recours, qui reprend majoritairement les mêmes développements que ceux figurant dans le recours interjeté le 4 août 2022 dans la PS/1______/2022, une indemnité ex aequo et bono de CHF 250.-, TVA à 7.7% comprise, sera allouée à Me D______ et mise à la charge de l'État. 6. Le recourant, bien qu'au bénéfice de l'assistance juridique, succombe. Il supportera dès lors les frais de la procédure de recours (art. 428 al. 1 CPP; arrêts du Tribunal fédéral 1B_203/2011 du 18 mai 2011 consid. 4 et 1B_372/2014 du 8 avril 2015 consid. 4.6 [arrêts qui rappellent que l'autorité de deuxième instance est tenue de dresser un état de frais pour la procédure de recours, sans égard à l'obtention de l'assistance judiciaire]), qui seront fixés en totalité à CHF 300.-, émolument de décision compris (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP ; E 4 10.”
“9.1. Conformément à l'art. 29 al. 3 Cst., toute personne qui ne dispose pas de ressources suffisantes a droit à l'assistance judiciaire gratuite, à moins que sa cause paraisse dépourvue de toute chance de succès; elle a droit en outre à l'assistance judiciaire gratuite d'un défenseur, dans la mesure où la sauvegarde de ses droits le requiert (arrêt du Tribunal fédéral 1B_74/2013 du 9 avril 2013 consid. 2.1 avec référence aux ATF 128 I 225 consid. 2.5.2 p. 232 s. = JdT 2006 IV 47; 120 Ia 43 consid. 2a p. 44). 9.2. En l'espèce, il peut être supposé que le recourant est indigent, compte tenu de sa situation personnelle. En outre, la cause présentait une certaine complexité de par les notions juridiques concernées et compte tenu de l'argumentation développée devant l'instance de recours. Dans ces circonstances, la désignation d'un défenseur d'office devant l'instance de recours apparaît nécessaire. Le recourant en sera ainsi pourvu en la personne de l'avocat par lequel il procède déjà (art. 133 al. 2 CPP). Le recourant n'a toutefois pas chiffré ni, a fortiori, détaillé l'activité de son conseil pour la procédure par-devant la Chambre de céans. Compte tenu de son recours et de sa réplique, essentiellement factuels, une indemnité ex aequo et bono de CHF 800.-, TVA à 7.7% comprise, sera allouée à Me D______ et mise à la charge de l'État. 10. Le recourant, bien qu'au bénéfice de l'assistance juridique, succombe. Il supportera dès lors les frais de la procédure de recours (art. 428 al. 1 CPP; arrêts du Tribunal fédéral 1B_203/2011 du 18 mai 2011 consid. 4 et 1B_372/2014 du 8 avril 2015 consid. 4.6 [arrêts qui rappellent que l'autorité de deuxième instance est tenue de dresser un état de frais pour la procédure de recours, sans égard à l'obtention de l'assistance judiciaire]), qui seront fixés en totalité à CHF 600.-, émolument de décision compris (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP ; E 4 10.03). * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Rejette le recours.”
“________ a informé le Procureur, par courrier du 3 avril 2021, qu’il avait demandé à Me C.________ de prendre connaissance de son dossier. Par courrier du 22 avril 2021, et sans nouvelles, le Procureur a informé A.________ qu’il n’avait reçu aucune constitution de mandat de la part de Me C.________. Par téléphone du 23 avril 2021, A.________ a informé le Ministère public qu’il n’avait pas contacté Me C.________ et qu’il n’entendait pas le faire. Il est constaté que A.________, qui ne s’est pas constitué de défenseur privé, se trouve dans la situation suivante (art. 132 al. 1 let. a CPP) : Il encourt une peine privative de liberté de plus d’un an ou une mesure entraînant une privation de liberté. Par ailleurs, en raison de son état psychique, il ne semble pas suffisamment en état de défendre ses intérêts personnellement. S’agissant d’un cas de défense obligatoire, la question de l’indigence peut demeurer indécise. La désignation de Me C.________ est effectuée selon le souhait du prévenu (art. 133 al. 2 CPP) et les instructions données par Me B.________. » (ordonnance attaquée, p. 1). Dans sa détermination, le Ministère public a précisé que les infractions reprochées au prévenu, soit des actes d’ordre sexuel avec des enfants, sont des infractions graves qui peuvent, si elles sont retenues, impliquer une peine lourde. Il a noté que, si le prévenu pense que l’instruction aboutira à un classement, ce qui n’est bien sûr pas impossible, il ne semble pas en mesure de comprendre tous les tenants et aboutissants de celle-ci. Il a souligné que les différents revirements quant au fait de mandater ou non un défenseur le démontrent. Il a encore relevé que le prévenu admet lui-même être suivi au niveau psychiatrique. Il en a conclu qu’il s’agit d’un cas de défense obligatoire pour lequel le prévenu doit être pourvu d’un défenseur et que, comme il n’entend pas en mandater un lui-même, un défenseur d’office doit lui être désigné (détermination, p. 1). 2.3. Dans son pourvoi, le recourant indique que dans la procédure menée à son encontre tout semble concourir à un non-lieu.”
“Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) unterliegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft der Beschwerde. Mit der angefochtenen Verfügung hat die Staatsanwaltschaft den Wechsel der amtlichen Verteidigung abgelehnt. Da die im Strafverfahren beschuldigte Person gestützt auf Art. 133 Abs. 2 StPO ein Vorschlagsrecht bei der Bestellung des amtlichen Verteidigers hat und ihre Wünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen sind, ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfügung unmittelbar berührt und hat ein rechtlich geschütztes Interesse an deren Änderung, was ihn zur Beschwerde legitimiert (vgl. AGE BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 1.2, BES.2016.100 vom 30. Juni 2016 E. 1). Seine Beschwerde ist gemäss Art. 396 StPO form- und fristgemäss eingereicht worden, so dass darauf einzutreten ist. Zuständiges Beschwerdegericht ist das Appellationsgericht als Einzelgericht (§ 88 Abs. 1 in Verbindung mit § 93 Abs. 1 Ziff. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]). Die Kognition des Beschwerdegerichts ist frei und nicht auf Willkür beschränkt (Art. 393 Abs. 2 StPO).”
Wird die Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Art. 133 Abs. 1 StPO verlangt, entspricht der dies a quo der Einreichung des Gesuchs. Waren die gesetzlichen Voraussetzungen (insbesondere Indigenz und die Rechtfertigung der Verteidigung zur Wahrung der Interessen) bereits vor Erlass der Anordnung erfüllt, wirkt die Bestellung rückwirkend ab dem Datum der Gesuchseinreichung; eine darüber hinausgehende Rückwirkung ist nur in Ausnahmefällen möglich.
“En outre, il est relevé dans l'ordonnance querellée que la requête était lacunaire, le recourant n'ayant produit que des fiches de salaire mais aucune pièce permettant d'établir ses charges alléguées, malgré qu'il ait été assisté d'une mandataire professionnelle. Enfin, même en se basant sur dits allégués et les quelques pièces produites en lien avec son revenu, il a été considéré que le recourant avait quoi qu'il en soit la possibilité de rémunérer sa mandataire par acomptes, ce d'autant plus que celle-ci n'aurait plus que la déclaration d'appel à effectuer. 2.2. Le recourant reproche en substance au Juge de police de ne pas l'avoir interpellé, en violation de la doctrine et de la jurisprudence, pour compléter sa requête d'assistance judiciaire au motif qu'il était assisté d'une mandataire professionnelle. En tout état de cause, il soutient être manifestement indigent, produit à l'appui de son allégation de nouvelles pièces, et estime ainsi pouvoir bénéficier de l'assistance judiciaire. 2.3. En dehors des cas de défense obligatoire au sens de l'art. 130 CPP, la direction de la procédure compétente au stade considéré (art. 133 al. 1 CPP) ordonne une défense d'office si le prévenu ne dispose pas des moyens nécessaires et si l'assistance d'un défenseur est justifiée pour sauvegarder ses intérêts (art. 132 al. 1 let. b CPP). Lorsque la désignation d'un défenseur d'office est requise, le dies a quo correspond au dépôt de la demande. Si les conditions en étaient réunies avant la date de la décision ordonnant la désignation d'office, elle rétroagit à la date où elle a été demandée. Un effet rétroactif supplémentaire n'est que tout à fait exceptionnel (arrêts TF 1B_654/2020 du 22 mars 2021 consid. 3; 1B_205/2019 du 14 juin 2019 consid. 5; BSK StPO-Ruckstuhl, 2e éd. 2014, art. 132 n. 7; PC CPP, 2e éd. 2016 art. 132 n. 2). 2.3.1. Les deux conditions de l'art. 132 al. 1 let. b CPP, soit l'indigence et l'assistance d'un défenseur justifiée pour la sauvegarde des intérêts du prévenu, sont cumulatives. La seconde condition s'interprète à l'aune des critères mentionnés à l'art. 132 al. 2 et 3 CPP. Aux termes de l'art. 132 al. 2 CPP, une défense d'office aux fins de protéger les intérêts du prévenu indigent se justifie notamment lorsque l'affaire n'est pas de peu de gravité et qu'elle présente, sur le plan des faits ou du droit, des difficultés que le prévenu seul ne pourrait pas surmonter.”
Die Bestellung eines amtlichen Verteidigers kann auf Grundlage der Aktenlage erfolgen, wenn dies im konkreten Fall angezeigt ist. Die Entschädigung des Verteidigers sowie die Verteilung der Verfahrenskosten werden gemäss den anwendbaren tarif‑ und kostenrechtlichen Bestimmungen festgelegt.
“Compte tenu de l’ensemble des circonstances, force est ainsi de constater que le risque que le recourant s’en prenne à nouveau à son ex-épouse est hautement probable. C’est donc à juste titre que l’Office d’exécution des peines a considéré que le besoin de protection de la collectivité, en particulier de l’ex-épouse du recourant, devait primer l’intérêt privé de celui-ci à être détenu au sein d’un secteur ouvert et justifiait en l’état la révocation provisoire de la décision du 27 mai 2021 et son placement au sein d’un secteur fermé, étant relevé que le Juge d’application des peines, dans son ordonnance du 23 mai 2022, a refusé la libération conditionnelle à l’intéressé, estimant que seul un pronostic défavorable pouvait être émis à ce stade. 3. En définitive, le recours doit être rejeté et la décision entreprise confirmée. S.________ a requis la désignation d’office de Me Elisabeth Chappuis pour la procédure de recours. Au vu des pièces au dossier, il y a lieu d’admettre cette requête, en ce sens que Me Elisabeth Chappuis est désignée en qualité de défenseur d’office de S.________ pour la procédure de recours (art. 133 CPP). Au vu de la nature de l’affaire et du mémoire de recours déposé, son indemnité sera fixée à 540 fr., correspondant à 3 heures d’activité d’avocate au tarif horaire de 180 fr., montant auquel s’ajoutent des débours forfaitaires à concurrence de 2 % des honoraires admis (art. 3bis al. 1 RAJ [Règlement du 7 décembre 2010 sur l'assistance judiciaire en matière civile ; BLV 211.02.3], applicable par renvoi de l’art. 26b TFIP [Tarif des frais judiciaires et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010 ; BLV 312.03.1]), par 10 fr. 80, et la TVA au taux de 7,7 %, par 42 fr. 40, soit à 594 fr. au total en chiffres arrondis. Vu le sort du recours, les frais de la procédure, constitués en l’espèce de l’émolument d'arrêt, par 1’870 fr. (art. 20 al. 1 TFIP), et des frais imputables à la défense d’office de S.________ (art. 422 al. 1 et 2 let. a CPP), fixés à 594 fr., seront mis à la charge du recourant, qui succombe (art. 428 al. 1 CPP). Le remboursement à l’Etat de l’indemnité allouée au défenseur d’office du recourant ne sera toutefois exigible que pour autant que la situation financière de celui-ci le permette (art.”
“Compte tenu de l’ensemble des circonstances, force est ainsi de constater que le risque que le recourant s’en prenne à nouveau à son ex-épouse est hautement probable. C’est donc à juste titre que l’Office d’exécution des peines a considéré que le besoin de protection de la collectivité, en particulier de l’ex-épouse du recourant, devait primer l’intérêt privé de celui-ci à être détenu au sein d’un secteur ouvert et justifiait en l’état la révocation provisoire de la décision du 27 mai 2021 et son placement au sein d’un secteur fermé, étant relevé que le Juge d’application des peines, dans son ordonnance du 23 mai 2022, a refusé la libération conditionnelle à l’intéressé, estimant que seul un pronostic défavorable pouvait être émis à ce stade. 3. En définitive, le recours doit être rejeté et la décision entreprise confirmée. S.________ a requis la désignation d’office de Me Elisabeth Chappuis pour la procédure de recours. Au vu des pièces au dossier, il y a lieu d’admettre cette requête, en ce sens que Me Elisabeth Chappuis est désignée en qualité de défenseur d’office de S.________ pour la procédure de recours (art. 133 CPP). Au vu de la nature de l’affaire et du mémoire de recours déposé, son indemnité sera fixée à 540 fr., correspondant à 3 heures d’activité d’avocate au tarif horaire de 180 fr., montant auquel s’ajoutent des débours forfaitaires à concurrence de 2 % des honoraires admis (art. 3bis al. 1 RAJ [Règlement du 7 décembre 2010 sur l'assistance judiciaire en matière civile ; BLV 211.02.3], applicable par renvoi de l’art. 26b TFIP [Tarif des frais judiciaires et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010 ; BLV 312.03.1]), par 10 fr. 80, et la TVA au taux de 7,7 %, par 42 fr. 40, soit à 594 fr. au total en chiffres arrondis. Vu le sort du recours, les frais de la procédure, constitués en l’espèce de l’émolument d'arrêt, par 1’870 fr. (art. 20 al. 1 TFIP), et des frais imputables à la défense d’office de S.________ (art. 422 al. 1 et 2 let. a CPP), fixés à 594 fr., seront mis à la charge du recourant, qui succombe (art. 428 al. 1 CPP). Le remboursement à l’Etat de l’indemnité allouée au défenseur d’office du recourant ne sera toutefois exigible que pour autant que la situation financière de celui-ci le permette (art.”
Die Verfahrensleitung bestellt eine amtliche Verteidigung, wenn der Beschuldigte nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Beistandsleistung zur Wahrung seiner Interessen gerechtfertigt ist. Die beiden Voraussetzungen (Indigenz und Beistandsbedürftigkeit) sind kumulativ und werden anhand der in der Rechtsprechung genannten Kriterien beurteilt (z. B. Schwere der Sanktion, Komplexität der Sache, Bedeutung der Rechte des Beschuldigten).
“Dans cette procédure, à tout le moins lorsque le prévenu recourt, seule la défense d’office selon les règles générales de l’assistance judiciaire entre en ligne de compte. Ainsi, une requête d’assistance judiciaire doit désormais dans chaque cas être déposée par le prévenu recourant pour la procédure de recours, avec démonstration que les conditions de l’assistance judiciaire sont remplies (arrêt TC FR 502 2024 79 du 23 août 2024 consid. 3.1.2), soit l’indigence, les chances de succès du recours et – pour les situations dans lesquelles le prévenu recourant ne bénéficiait pas déjà d’une défense d’office en première instance – la nécessité de l’assistance d’un avocat. Aux termes de l’art. 29 al. 3 Cst, toute personne qui ne dispose pas de ressources suffisantes a droit, à moins que sa cause paraisse dépourvue de toute chance de succès, à l’assistance judiciaire gratuite. Elle a en outre droit à l’assistance gratuite d’un défenseur, dans la mesure où la sauvegarde de ses droits le requiert. Conformément à l’art. 132 al. 1 let. b CPP, la direction de la procédure compétente au stade considéré (art. 133 al. 1 CPP) ordonne une défense d'office si le prévenu ne dispose pas des moyens nécessaires et si l'assistance d'un défenseur est justifiée pour sauvegarder ses intérêts. Les deux conditions de l'art. 132 al. 1 let. b CPP, soit l'indigence et l'assistance d'un défenseur justifiée pour la sauvegarde des intérêts du prévenu, sont cumulatives. La seconde condition s'interprète à l'aune des critères mentionnés à l'art. 132 al. 2 et 3 CPP. Aux termes de l'art. 132 al. 2 CPP, une défense d'office aux fins de protéger les intérêts du prévenu indigent se justifie notamment lorsque l'affaire n'est pas de peu de gravité et qu'elle présente, sur le plan des faits ou du droit, des difficultés que le prévenu seul ne pourrait pas surmonter. En tout état de cause, une affaire n'est pas de peu de gravité lorsque le prévenu est passible d'une peine privative de liberté de plus de quatre mois ou d'une peine pécuniaire de plus de 120 jours-amende (art. 132 al. 3 CPP). Les deux conditions de l'art. 132 al. 2 CPP sont cumulatives (CR CPP-Harari/Jakob/Santamaria, 2e éd.”
“L'appel contre le jugement JTDP/1029/2021 rendu le 13 août 2021 est quant à lui recevable, pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits, étant précisé que la CPAR limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. 2.1. Conformément aux art. 16 al. 1 du IIème Protocole additionnel à la Convention européenne d'entraide judiciaire en matière pénale du 8 novembre 2001 et X ch. 1 de l'Accord du 28 octobre 1996 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République française en vue de compléter la Convention européenne d'entraide judiciaire en matière pénale du 20 avril 1959, les autorités judiciaires compétentes de toute Partie peuvent envoyer directement, par voie postale, des actes de procédure et des décisions judiciaires, aux personnes qui se trouvent sur le territoire de toute autre Partie. 2.2. À teneur de l'art. 132 al. 1 let. b CPP, la direction de la procédure compétente au stade considéré (art. 133 al. 1 CPP) ordonne une défense d'office si le prévenu ne dispose pas des moyens nécessaires et que l'assistance d'un défenseur d'office est justifiée pour sauvegarder ses intérêts. Ces deux conditions sont cumulatives (arrêt du Tribunal fédéral 1B_138/2015 du 1er juillet 2015 consid. 2.1); Par "intérêts de la justice", il convient de tenir compte des facteurs tels que la gravité de l'infraction imputée au requérant et la sévérité de la sanction dont il risque de se voir frapper, de ses aptitudes personnelles et de la nature de la procédure, c'est-à-dire la complexité ou l'importance des questions soulevées et l'enjeu de la procédure pour le requérant (arrêt du Tribunal fédéral 1B_12/2020 du 24 janvier 2020 consid. 3.2). En tout état de cause, une affaire n'est pas de peu de gravité lorsque le prévenu est passible d'une peine privative de liberté de plus de 4 mois ou d'une peine pécuniaire de plus de 120 jours-amende (art. 132 al. 3 CPP). 2.3. En vertu de l'art. 389 al. 1 CPP, la juridiction d'appel se fonde sur les preuves administrées pendant la procédure préliminaire et la procédure de première instance, l'administration des preuves du tribunal de première instance pouvant être répétée dans l'une des hypothèses prévues au second alinéa de cette disposition.”
Die Wünsche der beschuldigten Person sind bei der Auswahl oder beim Wechsel der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit zu berücksichtigen, ohne jedoch absoluten Vorrang zu haben. Einseitige subjektive Empfindungen genügen nicht für einen Wechsel; eine beeinträchtigte Vertrauensgrundlage muss durch konkrete, objektivierbare Hinweise dargelegt werden.
“a), oder ihr eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr, eine freiheitsentziehende Massnahme oder eine Landesverweisung droht (lit. b). Liegt ein Fall notwendiger Verteidigung vor, so achtet die Verfahrensleitung darauf, dass unverzüglich eine Verteidigung bestellt wird (Art. 131 Abs. 1 StPO). Sind die Voraussetzungen notwendiger Verteidigung bei Einleitung des Vorverfahrens erfüllt, so ist die Verteidigung vor der ersten Einvernahme sicherzustellen, welche die Staatsanwaltschaft oder in deren Auftrag die Polizei durchführt (Art. 131 Abs. 2 StPO). Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn bei notwendiger Verteidigung die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO) oder die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO). Bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung sind deren Eignung sowie nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person zu berücksichtigen (Art. 133 Abs. 2 StPO). Wird die beschuldigte Person amtlich verteidigt, überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung gemäss Art. 134 Abs. 2 StPO einer anderen Person, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist. Diese Vorschrift trägt dem Umstand Rechnung, dass eine engagierte und effiziente Verteidigung nicht nur bei objektiver Pflichtverletzung der Verteidigung, sondern bereits bei erheblich gestörtem Vertrauensverhältnis beeinträchtigt sein kann. Dahinter steht die Idee, dass eine amtliche Verteidigung in jenen Fällen auszuwechseln ist, in denen auch eine privat verteidigte beschuldigte Person einen Wechsel der Verteidigung vornehmen würde. Wird die subjektive Sichtweise der beschuldigten Person in den Vordergrund gestellt, bedeutet dies aber nicht, dass allein deren Empfinden für einen Wechsel der Rechtsvertretung ausreicht. Vielmehr muss die Störung des Vertrauensverhältnisses mit konkreten Hinweisen belegt und objektiviert werden (BGE 138 IV 161 E.”
“Mit Blick auf das Dargelegte ist ein Wechsel der amtlichen Verteidigung nicht geboten. Ob bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung den Wünschen des beschuldigten Beschwerdeführers (wie dies gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO vorgeschrieben ist) nach Möglichkeit Rechnung getragen worden ist, ändert (entgegen der Beschwerde) nichts an diesem Schluss. Es ist dem Beschwerdeführer zuzumuten, sich von seinem gegenwärtigen amtlichen Verteidiger weiter vertreten zu lassen und zu einer konstruktiven Zusammenarbeit beizutragen.”
Ein Ersatz des amtlichen Verteidigers kommt nur in Betracht, wenn objektive Gründe vorliegen, aufgrund derer eine kompetente und effektive Verteidigung der beschuldigten Person nicht mehr gewährleistet ist. Blosses subjektives Misstrauen oder Unzufriedenheit genügt nicht.
“Me C______ s'en rapporte à justice tout en contestant les allégués de son client, lequel vivait mal sa détention. Il précise néanmoins que son associé l'excusera lors de l'audience, de sorte que son client serait défendu par un autre avocat que lui. E. a. Par jugement du 16 octobre 2020, le Tribunal de police a condamné A______ pour rupture de ban (art. 291 CP) et l'a acquitté de l'infraction à l'art. 33 al. 1 let. a LArm. b. Par courrier du même jour, A______ a déclaré faire appel de ce jugement. Il a à nouveau demandé le changement d'avocat d'office. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Une demande de remplacement du défenseur d'office (art. 134 CPP) ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne cependant pas le droit d'en demander son remplacement, lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid. 2.4 p. 164; 114 Ia 101 consid. 3 p. 104; arrêt du Tribunal fédéral 1B_375 2012 du 15 août 2012 consid. 1.1). 2.2. En l'espèce, le recourant n'a pas attaqué la décision du Ministère public refusant de remplacer le conseil nommé d'office.”
“Son conseil avait parlé à Me C______ et lui avait indiqué qu'il ne s'opposerait pas à un changement d'avocat; or, il avait dit le contraire dans ses observations au Ministère public. Ces reproches dénotaient selon elle une défense inefficace. b. Dans ses observations, le Ministère public conclut au rejet du recours, se référant à la motivation de son ordonnance. c. A______ réplique. Le Ministère public ne répondant pas aux reproches qu'elle avait formulés, ceux-ci devaient être considérés comme établis. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP) – les formalités de notification (art. 85 al. 2 CPP) n'ayant pas été observées –, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner de la prévenue qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 § 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
“Elle produit copie d'un procès-verbal d'audience devant le Ministère public dans la procédure parallèle P/1______/2021. d. À réception de ce deuxième recours, la cause a été gardée à juger. EN DROIT : 1. Formés dans la même procédure, contre deux décisions différentes mais portant sur le même sujet et contenant les mêmes conclusions, les deux recours seront joints et donneront lieu à un seul arrêt. 2. Les recours sont recevables pour avoir été déposés selon la forme et dans le délai prescrits (art. 90 al. 2 ; 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP, concerner deux ordonnances sujettes à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. b CPP) et émaner de la prévenue qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 3. La recourante invoque une rupture du lien de confiance avec son défenseur et demande le remplacement de ce dernier. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159; cf. arrêts rendus avant l'entrée en vigueur du CPP: ATF 105 Ia 296 consid. 1d p. 302; arrêts du Tribunal fédéral 1B_74/ 2008 du 18 juin 2008 consid. 2 et 1B_245/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2; arrêt CourEDH Croissant contre Allemagne du 25 septembre 1992, § 29). Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid.”
Eine geltend gemachte Störung des Vertrauensverhältnisses rechtfertigt einen Wechsel der amtlichen Verteidigung nur dann, wenn sie mit konkreten, objektivierbaren Hinweisen belegt wird. Rein subjektive Empfindungen genügen nicht; es müssen objektive Anhaltspunkte ersichtlich sein, die eine ernsthafte Beeinträchtigung der Verteidigungsfähigkeit nahelegen.
“Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn in Fällen der notwendigen Verteidigung gemäss Art. 130 StPO die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO). Die Vorschrift von Art. 134 Abs. 2 StPO trägt dem Umstand Rechnung, dass eine engagierte und effiziente Verteidigung nicht nur bei objektiver Pflichtverletzung der Verteidigung, sondern bereits bei erheblich gestörtem Vertrauensverhältnis beeinträchtigt sein kann. Dahinter steht die Idee, dass eine amtliche Verteidigung in jenen Fällen auszuwechseln ist, in denen auch eine privat verteidigte beschuldigte Person einen Wechsel der Verteidigung vornehmen würde. Wird die subjektive Sichtweise der beschuldigten Person in den Vordergrund gestellt, bedeutet dies aber nicht, dass allein deren Empfinden für einen Wechsel der Rechtsvertretung ausreicht. Vielmehr muss die Störung des Vertrauensverhältnisses mit konkreten Hinweisen belegt und objektiviert werden (BGE 138 IV 161 E.”
“a CPP), a qualité pour agir, ayant encore un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée – le jugement rendu au fond n'étant à ce jour pas définitif (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159 [ci-après message]; cf. arrêts rendus avant l'entrée en vigueur du CPP: ATF 105 Ia 296 consid. 1d p. 302; arrêts 1B_74/ 2008 du 18 juin 2008 consid. 2 et 1B_245/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2; arrêt CourEDH Croissant contre Allemagne du 25 septembre 1992, § 29). L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut ainsi être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
“La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant estime que la rupture du lien de confiance entre son défenseur obligatoire et lui était démontrée. 3.1. Dans toutes les procédures pénales et à n'importe quel stade de celle-ci, le prévenu a le droit de charger de sa défense un avocat (défense privée) ou, sous réserve de l'art. 130 CPP, de se défendre soi-même (art. 129 al. 1 cum 127 al. 5 CPP). Conformément à l'art. 130 let. a CPP, le prévenu doit avoir un défenseur notamment lorsque la détention provisoire, y compris la durée de l'arrestation provisoire, a excédé dix jours. S'il n'en désigne pas un d'emblée, la direction de la procédure pourvoit à ce qu'il soit assisté aussitôt d'un avocat (art. 131 al. 1 CPP). Lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (art. 133 al. 2 CPP). Cette disposition codifie la jurisprudence, selon laquelle, bien que les art. 29 al. 3 Cst et 6 § 3 let. c CEDH ne garantissent pas formellement au prévenu le droit de choisir l'avocat qui lui sera commis d'office, l'autorité ne peut arbitrairement, c'est-à-dire sans motifs objectifs suffisants, refuser de tenir compte des souhaits du justiciable à cet égard (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 19 ad art. 133). 3.2. Si la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur d'office est gravement perturbée ou si une défense efficace n'est plus assurée pour d'autres raisons, la direction de la procédure confie la défense d'office à une autre personne (art. 134 al. 2 CPP). Si cette disposition permet de tenir compte d'une détérioration objective du rapport de confiance entre le prévenu et son défenseur, le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie.”
“Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant, agissant en personne, ne conteste, à bien le comprendre, pas la révocation de Me D______, mais la nomination d'un avocat d'office autre que celui qu'il aurait souhaité voir désigné. 3.1. Dans toutes les procédures pénales et à n'importe quel stade de celle-ci, le prévenu a le droit de charger de sa défense un avocat (défense privée) ou, sous réserve de l'art. 130 CPP, de se défendre soi-même (art. 129 al. 1 cum 127 al. 5 CPP). Conformément à l'art. 130 let. a CPP, le prévenu doit avoir un défenseur notamment lorsque la détention provisoire, y compris la durée de l'arrestation provisoire, a excédé dix jours. S'il n'en désigne pas un d'emblée, la direction de la procédure pourvoit à ce qu'il soit assisté aussitôt d'un avocat (art. 131 al. 1 CPP). Lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (art. 133 al. 2 CPP). Cette disposition codifie la jurisprudence, selon laquelle, bien que les art. 29 al. 3 Cst et 6 § 3 let. c CEDH ne garantissent pas formellement au prévenu le droit de choisir l'avocat qui lui sera commis d'office, l'autorité ne peut arbitrairement, c'est-à-dire sans motifs objectifs suffisants, refuser de tenir compte des souhaits du justiciable à cet égard (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 19 ad art. 133). 3.2. Si la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur d'office est gravement perturbée ou si une défense efficace n'est plus assurée pour d'autres raisons, la direction de la procédure confie la défense d'office à une autre personne (art. 134 al. 2 CPP). Si cet article permet de tenir compte d'une détérioration objective du rapport de confiance entre le prévenu et son défenseur, le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie.”
Unter den Voraussetzungen der zitierten Rechtsprechung kann die zuständige Verfahrensleitung verpflichtet sein, tätig zu werden, wenn sie untätig duldet, dass die amtliche Verteidigung ihre anwaltlichen Berufs- und Standespflichten schwerwiegend vernachlässigt. Als schwere Pflichtverletzung kommt nur sachlich nicht vertretbares bzw. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten in Betracht, sofern dadurch die Verteidigungsrechte der beschuldigten Person substanziell eingeschränkt werden. Solche eklatanten Verstösse sind etwa krasse Frist‑ und Terminversäumnisse, Fernbleiben bei wichtigen Einvernahmen, mangelnde Sorgfalt bei der Vorbereitung von Einvernahmen und anderen Prozesshandlungen oder fehlende Vorsorge für Stellvertretungen.
“Nach der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101), Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 Bst. c der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat die amtlich verteidigte Person einen grundrechtlichen Anspruch auf sachkundige, engagierte und effektive Wahrnehmung ihrer Parteiinteressen. Wird von den Behörden untätig geduldet, dass die amtliche Verteidigung ihre anwaltlichen Berufs- und Standespflichten zum Nachteil der beschuldigten Person in schwerwiegender Weise vernachlässigt, kann darin eine Verletzung der von Verfassung und EMRK gewährleisteten Verteidigungsrechte liegen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2, 138 IV 161 E. 2.4; je mit Hinweisen). Mit den Bestimmungen von Art. 132 und Art. 133 StPO wurde die bisherige Rechtsprechung zur Garantie auf eine wirksame Verteidigung kodifiziert (BGE 139 IV 113 E. 4.3). Als schwere Pflichtverletzung fällt nur sachlich nicht vertretbares resp. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten der Verteidigung in Betracht, sofern die beschuldigte Person dadurch in ihren Verteidigungsrechten substanziell eingeschränkt wird. Ein solcher eklatanter Verstoss gegen allgemein anerkannte Verteidigerpflichten liegt etwa vor bei krassen Frist- und Terminversäumnissen, Fernbleiben von wichtigen Zeugeneinvernahmen, mangelnder Sorgfalt bei der Vorbereitung von Einvernahmen und anderen Prozesshandlungen oder fehlender Vorsorge für Stellvertretungen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_1028/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 1.3.1, 6B_909/2018 vom 23. Januar 2019 E. 1.2; je mit Hinweisen).”
“Nach der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101), Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 Bst. c der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat die amtlich verteidigte Person einen grundrechtlichen Anspruch auf sachkundige, engagierte und effektive Wahrnehmung ihrer Parteiinteressen. Wird von den Behörden untätig geduldet, dass die amtliche Verteidigung ihre anwaltlichen Berufs- und Standespflichten zum Nachteil der beschuldigten Person in schwerwiegender Weise vernachlässigt, kann darin eine Verletzung der von Verfassung und EMRK gewährleisteten Verteidigungsrechte liegen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2, 138 IV 161 E. 2.4; je mit Hinweisen). Mit den Bestimmungen von Art. 132 und Art. 133 StPO wurde die bisherige Rechtsprechung zur Garantie auf eine wirksame Verteidigung kodifiziert (BGE 139 IV 113 E. 4.3). Als schwere Pflichtverletzung fällt nur sachlich nicht vertretbares resp. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten der Verteidigung in Betracht, sofern die beschuldigte Person dadurch in ihren Verteidigungsrechten substanziell eingeschränkt wird. Ein solcher eklatanter Verstoss gegen allgemein anerkannte Verteidigerpflichten liegt etwa vor bei krassen Frist- und Terminversäumnissen, Fernbleiben von wichtigen Zeugeneinvernahmen, mangelnder Sorgfalt bei der Vorbereitung von Einvernahmen und anderen Prozesshandlungen oder fehlender Vorsorge für Stellvertretungen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_1028/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 1.3.1, 6B_909/2018 vom 23. Januar 2019 E. 1.2; je mit Hinweisen).”
Meldet sich ein gewählter Verteidiger, während bereits ein Amtmandat für einen anderen Verteidiger besteht, muss die Behörde vor der Aufhebung des Amtmandats sicherstellen, dass die Übernahme der Honorare des gewählten Verteidigers bis zur Schlussweisung des erstinstanzlichen Verfahrens gewährleistet ist.
“Cette dernière disposition n'empêche toutefois pas le prévenu, à n'importe quel stade de la procédure, moyennant une procuration écrite ou une déclaration consignée au procès-verbal, de charger de sa défense un conseil juridique au sens de l'art. 127 al. 5 CPP (art. 129 CPP ; TF 7B_16/2024 précité consid. 2.2.2 ; TF 7B_238/2023 du 18 juillet 2023 consid. 2.2 ; TF 1B_152/2020 du 28 mai 2020 consid. 2.1 ; TF 1B_419/2017 du 7 février 2018 consid. 2.2). Lorsqu'un mandataire de choix s'annonce alors qu'un mandat de défense d'office existe en faveur d'un autre avocat, l'autorité doit s'assurer, avant de révoquer le mandat d'office, que le prévenu en cause est à même de s'acquitter des honoraires de son nouveau conseil jusqu'à la clôture de la procédure de première instance (TF 7B_238/2023 précité ; TF 1B_152/2020 précité). Lorsque cette rémunération est assurée, le motif à l'origine de la défense d'office disparaît et la direction de la procédure révoque le mandat du défenseur désigné (art. 134 al. 1 CPP). 2.2.2 Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la CEDH) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 de la disposition vise à exclure toute désignation au hasard. L’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte en effet le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires. De ce fait, l’art. 133 al. 2 CPP invite l’organe chargé du choix du défenseur à veiller à ce qu’il ait les compétences adéquates (Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019, FF 2019 p. 6385). Le refus de suivre les souhaits du prévenu doit être motivé au moins sommairement par l’autorité (cf.”
“Cette dernière disposition n'empêche toutefois pas le prévenu, à n'importe quel stade de la procédure, moyennant une procuration écrite ou une déclaration consignée au procès-verbal, de charger de sa défense un conseil juridique au sens de l'art. 127 al. 5 CPP (art. 129 CPP ; TF 7B_16/2024 précité consid. 2.2.2 ; TF 7B_238/2023 du 18 juillet 2023 consid. 2.2 ; TF 1B_152/2020 du 28 mai 2020 consid. 2.1 ; TF 1B_419/2017 du 7 février 2018 consid. 2.2). Lorsqu'un mandataire de choix s'annonce alors qu'un mandat de défense d'office existe en faveur d'un autre avocat, l'autorité doit s'assurer, avant de révoquer le mandat d'office, que le prévenu en cause est à même de s'acquitter des honoraires de son nouveau conseil jusqu'à la clôture de la procédure de première instance (TF 7B_238/2023 précité ; TF 1B_152/2020 précité). Lorsque cette rémunération est assurée, le motif à l'origine de la défense d'office disparaît et la direction de la procédure révoque le mandat du défenseur désigné (art. 134 al. 1 CPP). 2.2.2 Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la CEDH) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 de la disposition vise à exclure toute désignation au hasard. L’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte en effet le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires. De ce fait, l’art. 133 al. 2 CPP invite l’organe chargé du choix du défenseur à veiller à ce qu’il ait les compétences adéquates (Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019, FF 2019 p. 6385). Le refus de suivre les souhaits du prévenu doit être motivé au moins sommairement par l’autorité (cf.”
“134 CPP) n'étaient pas réunies; ce nonobstant, Me C______ pouvait intervenir comme avocate de choix, moyennant l'assurance que ses frais seraient pris en charge jusqu'à la clôture de la procédure de première instance; - par efax du 2 août 2023, Me C______ a informé le Procureur qu'elle assisterait son client à l'audience fixée le jour-même, ce dernier ne souhaitant pas que Me D______ l'y représente; le prévenu n'était pas en mesure d'assumer ses honoraires; cela étant, ses proches avaient garanti leur prise en charge jusqu'à un éventuel procès, dans l'hypothèse où sa demande de nomination d'office, dans laquelle elle persistait, serait rejetée; - interrogé par le Ministère public lors de cette audience, A______ a confirmé souhaiter que Me C______ défende ses intérêts; il prenait note qu'une telle intervention devrait s'effectuer à ses frais; sa sœur avait contracté un crédit pour régler les honoraires de la prénommée; - le 3 août 2023, le Procureur a ordonné la révocation de la nomination d'office de Me D______, décision qu'il a exclusivement communiquée à cette dernière; - à l'appui de son recours, A______ affirme avoir reçu le 28 juillet 2023 la décision entreprise; il fait grief au Ministère public d’avoir violé l'art. 133 al. 2 CPP, faute de l’avoir l’interpellé avant de lui désigner un conseil d'office; - invitée à se déterminer, Me D______ s'en rapporte à justice; - le Procureur conclut, principalement, à l'irrecevabilité du recours, la révocation du mandat de la prénommée étant intervenue avant le dépôt de cet acte, et, subsidiairement, à son rejet, le prévenu tentant, via ce même acte, d'obtenir, de façon détournée, la désignation de son conseil de choix en qualité de défenseur d'office; - dans sa réplique, A______ estime que le recours conserve encore un objet, dans la mesure où Me C______ devait être désignée, ab ovo, défenseur d'office en lieu et place de Me D______; - les intimés n'ont pas dupliqué.”
Bei der Auswahl ist zu prüfen, ob vorgeschlagene unentgeltliche Beiständinnen/Beistände bereits in die sachliche Vorbereitung des Verfahrens involviert waren, da dies Ausstands- oder Interessenkonfliktfragen berühren kann. Eine kurzfristige, blosse Information über den Fall begründet damit nicht automatisch einen Ausstandsgrund.
“und 9. Februar 2024), erweckt entgegen den Vorbringen des Gesuchstellers objektiv betrachtet nicht den Anschein von Befangenheit. Vielmehr ist darauf hinzuweisen, dass sich Bestellung, Widerruf und Wechsel der unentgeltlichen Verbeiständung gemäss Art. 137 StPO nach Art. 133 StPO und Art. 134 StPO richten und Art. 133 Abs. 2 StPO vorsieht, dass bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung bzw. Verbeiständung deren Eignung sowie nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten bzw. der betroffenen Person zu berücksichtigen sind. In der Empfehlung einer versierten Opferanwältin an die Straf- und Zivilklägerin ist mithin kein Ausstandsgrund zu erblicken. Dass Fürsprecherin D.________ zwecks Abklärung, ob die Fallübernahme möglich wäre, kurz telefonisch über den Fall informiert wurde, ist ebenso wenig zu beanstanden. Nichts anderes gilt mit Blick auf die voranstehenden Ausführungen (E. 3.3.1 hiervor), wenn Fürsprecherin D.________ allenfalls mitgeteilt wurde, dass im Verhältnis zwischen der Straf- und Zivilklägerin und ihrem bisherigen Anwalt eine unentgeltliche Prozessführung bestanden hatte und ein entsprechendes Gesuch ihrerseits vor diesem Hintergrund sicherlich nicht aussichtslos erscheine. Insoweit ist auch zu berücksichtigen, dass Fürsprecherin D.________ in der Folge am 21. Februar 2024 ein neues Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihrer selbst als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Straf- und Zivilklägerin gestellt hatte und sie vor dem Hintergrund der von der amtlichen Verteidigung mit E-Mail vom 22.”
Haben die beschuldigte Person bereits mehrfach einen amtlichen Verteidiger ersetzt bekommen, kann dies die Abweisung weiterer Ersatzgesuche rechtfertigen, sofern keine neuen objektiven Gründe vorliegen, die eine kompetente und effektive Verteidigung nicht mehr garantieren. Subjektives Misstrauen allein begründet keinen Anspruch auf Ersatz.
“Or, ceci ne constituait pas un motif de remplacement. L'avocat d'office, s'il s'en rapportait à justice, n'avait pas demandé à être relevé de son mandat. Le prévenu avait enfin déjà bénéficié deux fois d'un remplacement de mandataire d'office. D. a. À l'appui de son recours, A______ réitère en substance les griefs exposés dans son courrier du 7 novembre 2024. b. À réception du recours, la cause a été gardée à juger sans échange d'écritures, ni débats. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP) – les formalités de notification (art. 85 al. 2 CPP) n'ayant pas été observées –, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 § 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
“Or, ceci ne constituait pas un motif de remplacement. L'avocat d'office, s'il s'en rapportait à justice, n'avait pas demandé à être relevé de son mandat. Le prévenu avait enfin déjà bénéficié deux fois d'un remplacement de mandataire d'office. D. a. À l'appui de son recours, A______ réitère en substance les griefs exposés dans son courrier du 7 novembre 2024. b. À réception du recours, la cause a été gardée à juger sans échange d'écritures, ni débats. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP) – les formalités de notification (art. 85 al. 2 CPP) n'ayant pas été observées –, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 § 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
Die Verfahrensleitung hat zu prüfen, ob ein vorgeschlagener amtlicher Verteidiger geeignet ist, und allfällige sachliche Gründe gegen dessen Bestellung zu klären. Die Wünsche der beschuldigten Person sind bei der Bestellung nach Möglichkeit zu berücksichtigen; daraus folgt jedoch kein Anspruch auf freie Wahl des Verteidigers. Eine willkürliche (ohne objektive Gründe erfolgende) Zurückweisung der geäusserten Wünsche ist unzulässig.
“Da der Beschwerdeführer das Vorschlagsrecht nicht wirksam ausüben konnte, ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 1.2 hiervor), der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung zurück an die Vorinstanz zu weisen. Diese wird die Kosten des kantonalen Verfahrens neu zu verlegen und zu prüfen haben, ob die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Rechtsanwältin Ben-Attia dazu geeignet ist, als amtliche Verteidigung in den gegen den Beschwerdeführer geführten Strafverfahren eingesetzt zu werden, oder ob sachliche Gründe dagegen sprechen (vgl. Art. 133 Abs. 2 StPO). Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Kanton Schaffhausen hat dem Beschwerdeführer die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Da der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege ersucht, ist die Entschädigung praxisgemäss seiner Rechtsvertreterin zuzusprechen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird damit gegenstandslos. Demnach erkennt das Bundesgericht:”
“Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn in Fällen der notwendigen Verteidigung gemäss Art. 130 StPO die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO). Die Vorschrift von Art. 134 Abs. 2 StPO trägt dem Umstand Rechnung, dass eine engagierte und effiziente Verteidigung nicht nur bei objektiver Pflichtverletzung der Verteidigung, sondern bereits bei erheblich gestörtem Vertrauensverhältnis beeinträchtigt sein kann. Dahinter steht die Idee, dass eine amtliche Verteidigung in jenen Fällen auszuwechseln ist, in denen auch eine privat verteidigte beschuldigte Person einen Wechsel der Verteidigung vornehmen würde. Wird die subjektive Sichtweise der beschuldigten Person in den Vordergrund gestellt, bedeutet dies aber nicht, dass allein deren Empfinden für einen Wechsel der Rechtsvertretung ausreicht. Vielmehr muss die Störung des Vertrauensverhältnisses mit konkreten Hinweisen belegt und objektiviert werden (BGE 138 IV 161 E.”
“La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant estime que la rupture du lien de confiance entre son défenseur obligatoire et lui était démontrée. 3.1. Dans toutes les procédures pénales et à n'importe quel stade de celle-ci, le prévenu a le droit de charger de sa défense un avocat (défense privée) ou, sous réserve de l'art. 130 CPP, de se défendre soi-même (art. 129 al. 1 cum 127 al. 5 CPP). Conformément à l'art. 130 let. a CPP, le prévenu doit avoir un défenseur notamment lorsque la détention provisoire, y compris la durée de l'arrestation provisoire, a excédé dix jours. S'il n'en désigne pas un d'emblée, la direction de la procédure pourvoit à ce qu'il soit assisté aussitôt d'un avocat (art. 131 al. 1 CPP). Lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (art. 133 al. 2 CPP). Cette disposition codifie la jurisprudence, selon laquelle, bien que les art. 29 al. 3 Cst et 6 § 3 let. c CEDH ne garantissent pas formellement au prévenu le droit de choisir l'avocat qui lui sera commis d'office, l'autorité ne peut arbitrairement, c'est-à-dire sans motifs objectifs suffisants, refuser de tenir compte des souhaits du justiciable à cet égard (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 19 ad art. 133). 3.2. Si la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur d'office est gravement perturbée ou si une défense efficace n'est plus assurée pour d'autres raisons, la direction de la procédure confie la défense d'office à une autre personne (art. 134 al. 2 CPP). Si cette disposition permet de tenir compte d'une détérioration objective du rapport de confiance entre le prévenu et son défenseur, le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie.”
Ist der amtliche Verteidiger aufgrund einer langanhaltenden Verhinderung (in der zitierten Rechtssache von rund sechs Monaten ausgeführt) objektiv nicht mehr in der Lage, die Verteidigung effektiv wahrzunehmen, ist die Ernennung eines neuen amtlichen Verteidigers zu prüfen. Dabei sind, soweit möglich, die Wünsche der beschuldigten Person zu berücksichtigen.
“2 CPP, le cas dans lequel le défenseur d’office ne peut ou ne pourra plus assurer une défense efficace en raison d’une maladie de longue durée (Harari/Jakob/Santamaria, op. cit., n. 22 ad art. 134 CPP). Tel est le cas en l’espèce. En effet, le cas présent est particulier, en ce sens qu’il n’est pas question d’un remplacement pour un congé d’une courte durée, qui ne donne en principe pas lieu à la désignation d’un nouveau défenseur. Il s’agit d’une durée plus longue, de l’ordre de six mois au moins. Ainsi, la désignation d’un nouveau défenseur s’impose en raison de l’impossibilité objective qu’aura l’avocate de remplir sa mission pour une longue durée. Dans la mesure où le recourant s’oppose à la désignation de Me [...] et, implicitement, à la reprise du mandat par Me C.________ à l’issue de son congé maternité, il convient d’examiner s’il est encore possible, au stade du remplacement du défenseur d’office, de tenir compte de son souhait d’être défendu par Me Peca. A cet égard, force est de constater que le prévenu n’a pas encore véritablement exercé son droit d’émettre un souhait quant à la désignation de son défenseur d’office, découlant de l’art. 133 al. 2 CPP. En effet, il apparait que Me C.________ est intervenue en qualité d’avocate de la première heure, et que le recourant a accepté qu’elle le représente pour la suite de la procédure et lui soit désignée en qualité de défenseur d’office (cf. PV aud. 1, p. 2 ; PV aud. 6, R2 ; PV aud. 7, ll. 30-31). Ce faisant, l’intéressé n’a pas émis une proposition tendant à ce qu’un avocat particulier lui soit désigné, mais a uniquement accepté la proposition du Ministère public en ce sens. Il s’ensuit que rien ne s’oppose, à ce stade, à ce qu’il soit tenu compte de la proposition du recourant tendant à ce que Me Peca lui soit nommé en qualité de défenseur d’office. En conclusion, le mandat de Me C.________ doit être révoqué et la défense d’office du recourant doit être confiée à l’avocat Astyanax Peca en application de l’art. 134 al. 2 CPP. 3. Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis, l’ordonnance du 7 mars 2022 annulée et le dossier de la cause renvoyé au Ministère public cantonal Strada, pour nouvelle décision dans le sens des considérants.”
“2 CPP, le cas dans lequel le défenseur d’office ne peut ou ne pourra plus assurer une défense efficace en raison d’une maladie de longue durée (Harari/Jakob/Santamaria, op. cit., n. 22 ad art. 134 CPP). Tel est le cas en l’espèce. En effet, le cas présent est particulier, en ce sens qu’il n’est pas question d’un remplacement pour un congé d’une courte durée, qui ne donne en principe pas lieu à la désignation d’un nouveau défenseur. Il s’agit d’une durée plus longue, de l’ordre de six mois au moins. Ainsi, la désignation d’un nouveau défenseur s’impose en raison de l’impossibilité objective qu’aura l’avocate de remplir sa mission pour une longue durée. Dans la mesure où le recourant s’oppose à la désignation de Me [...] et, implicitement, à la reprise du mandat par Me C.________ à l’issue de son congé maternité, il convient d’examiner s’il est encore possible, au stade du remplacement du défenseur d’office, de tenir compte de son souhait d’être défendu par Me Peca. A cet égard, force est de constater que le prévenu n’a pas encore véritablement exercé son droit d’émettre un souhait quant à la désignation de son défenseur d’office, découlant de l’art. 133 al. 2 CPP. En effet, il apparait que Me C.________ est intervenue en qualité d’avocate de la première heure, et que le recourant a accepté qu’elle le représente pour la suite de la procédure et lui soit désignée en qualité de défenseur d’office (cf. PV aud. 1, p. 2 ; PV aud. 6, R2 ; PV aud. 7, ll. 30-31). Ce faisant, l’intéressé n’a pas émis une proposition tendant à ce qu’un avocat particulier lui soit désigné, mais a uniquement accepté la proposition du Ministère public en ce sens. Il s’ensuit que rien ne s’oppose, à ce stade, à ce qu’il soit tenu compte de la proposition du recourant tendant à ce que Me Peca lui soit nommé en qualité de défenseur d’office. En conclusion, le mandat de Me C.________ doit être révoqué et la défense d’office du recourant doit être confiée à l’avocat Astyanax Peca en application de l’art. 134 al. 2 CPP. 3. Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis, l’ordonnance du 7 mars 2022 annulée et le dossier de la cause renvoyé au Ministère public cantonal Strada, pour nouvelle décision dans le sens des considérants.”
Bei notwendiger Verteidigung sind die Wünsche der beschuldigten Person zu berücksichtigen. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass das Ablehnen eines Wunsches nach einem bestimmten amtlichen Verteidiger unter Umständen einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK bewirken kann.
“Der Beschwerdeführer wendet sich zwar gegen die Ablehnung seines Gesuchs um Sistierung des Verfahrens. Die Ablehnung seines Gesuchs hat jedoch zur Folge, dass die Vorinstanz nicht den "Wunschanwalt" des Beschwerdeführers als amtlichen Verteidiger bestellt. Deswegen macht der Beschwerdeführer geltend, das Appellationsgericht hätte ihm, entgegen seinem ausdrücklichen Willen, nicht den von ihm vorgeschlagenen, sondern einen ihm fremden Anwalt als amtlichen Verteidiger bestellt. Damit habe das Appellationsgericht Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK verletzt und ihm (in einem Fall der notwendigen Verteidigung) einen nicht erwünschten Rechtsvertreter aufgedrängt. Das Bundesgericht hat im Urteil 1B_74/2008 vom 18. Juni 2008 E. 2 festgehalten, dass sich bereits aus Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK ein Anspruch ergibt, dass die Behörde bei der Ernennung des amtlichen Verteidigers die Wünsche des Angeschuldigten berücksichtigt (vgl. Urteil des EGMR Croissant gegen Deutschland vom 25. September 1992 § 29, in: EuGRZ 19/1992 S. 542). Diesen Anspruch hat der Bundesgesetzgeber in Art. 133 Abs. 2 StPO ausdrücklich geregelt. Der Bundesrat führt in seiner Botschaft zur Strafprozessordnung dazu aus, mit einer sachgerechten Auslegung der Bestimmung könne allfälligen Bedenken begegnet werden, wonach die Verfahrensleitung, insbesondere die Staatsanwaltschaft, versucht sein könnte, eine ihr genehme Verteidigung zu bestellen (Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1085, S. 1180). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nicht auszuschliessen, dass das Ablehnen eines Wunsches des Beschuldigten nach einem bestimmten amtlichen Verteidiger einen nicht wiedergutzumachenden (rechtlichen) Nachteil bewirken kann (BGE 139 IV 113 E. 1.2 S. 116; Urteil des Bundesgerichts 1B_99/2013 vom 13. Mai 2013 E. 1.5). In der vorliegenden Angelegenheit rügt der Beschwerdeführer, dass das Appellationsgericht Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK verletzt habe, indem es entgegen seinem Willen nicht B.________, sondern Advokat Christian von Wartburg als amtlichen Verteidiger für das Berufungsverfahren eingesetzt hat.”
Die Verfahrensleitung kann bei der Bestellung einer amtlichen Verteidigung nach Art. 133 Abs. 2 StPO — unter Berücksichtigung der Eignung und, soweit möglich, der Wünsche der beschuldigten Person — aus prozessökonomischen und verteidigungspraktischen Gründen den bisherigen Verteidiger beibehalten oder diesen unmittelbar als amtlichen Verteidiger einsetzen. Dies ist etwa dann vertretbar, wenn der frühere Verteidiger über relevante Fallkenntnis verfügt, eine formelle Mandatsniederlegung rein formell erscheint oder Verfahren in kurzem Zeitraum vereinigt werden, sodass eine Fortführung des Mandats sachgerecht ist.
“73 – 81 VStrR nichts anderes bestimmen; - das VStrR für den Fall der Teilnahme eines Vertreters des EFD an der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht in Bezug auf die Frage der notwendigen Verteidigung des Beschuldigten keine eigenen Vorschriften enthält, womit Art. 130 lit. d StPO zur Anwendung kommt; - anlässlich der Hauptverhandlung vom 3. Oktober 2024 sich das EFD durch Herrn Dr. Christian Heierli, Leiter Strafrechtsdienst, vertreten liess; - der Vertreter des EFD Gelegenheit erhielt, sich zum Gesuch um amtliche Verteidigung vernehmen zu lassen, wobei er den Entscheid in das Ermessen des Gerichts stellte; - aufgrund der Teilnahme des Vertreters des EFD ein Fall notwendiger Verteidigung gemäss Art. 130 lit. d StPO vorliegt; - die Verfahrensleitung unter anderem eine amtliche Verteidigung anordnet, wenn bei notwendiger Verteidigung die Wahlverteidigung das Mandat niedergelegt hat und die beschuldigte Person nicht innert Frist eine neue Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StPO); - die Verfahrensleitung diesfalls gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit den Wunsch der beschuldigten Person berücksichtigt; - angesichts der vorgebrachten Bedürftigkeit davon ausgegangen werden kann, dass der Beschuldigte für den Fall einer formellen Mandatsniederlegung durch seinen Verteidiger keine neue Wahlverteidigung bestimmen würde; der Beschuldigte zudem bereits den Wunsch geäussert hat, dass ihm sein jetziger Verteidiger erhalten bleibe; - die Weiterführung des Mandats durch Rechtsanwalt Ivan Jabbour angesichts seiner Fallkenntnis sinnvoll erscheint; - unter diesen Umständen die Tatsache, dass der Wahlverteidiger das Mandat nicht formell niedergelegt hat, eine reine Formalität darstellt, auf die aus Gründen der Prozessökonomie nicht zu beharren ist und Rechtsanwalt Ivan Jabbour vielmehr direkt als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten im Verfahren SK.2024.32 einzusetzen ist; - die Bestellung der amtlichen Verteidigung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und den Lehrmeinungen grundsätzlich rückwirkend auf den Zeitpunkt der Gesuchstellung erfolgt und im Allgemeinen frühere Aufwendungen nur aus guten Gründen umfasst, etwa wenn die beschuldigte Person bzw.”
“dargelegt nicht möglich), sondern im Sinne von Art. 133 Abs. 2 von deren erstmaliger Einsetzung auszugehen ist. Fraglich ist somit, ob bei der Eröffnung eines neuen Verfahrens, das wie vorliegend innert weniger Tage mit einem bisherigen vereinigt wird, das Mandat der bisherigen amtlichen Verteidigung auf das neue Verfahren auszuweiten oder ob gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO erstmalig eine amtliche Verteidigung zu bestellen ist.”
“On ne comprend pas quel indice de partialité trahissait le choix d’avoir immédiatement ordonné, dans l’intervalle, une défense d’office. Le grief de s’être (brièvement) vu imposer la continuation du mandat de son ancien défenseur a été réfuté dans la décision rendue sur la demande en récusation (ACPR/833/2023). Il n’y a aucune raison d’y revenir. Certes, le requérant affirme maintenant, si on le comprend bien, avoir été à la disposition de la citée pour lui exposer en quoi « la nature de [sa] relation » avec l’avocat désigné ne rendait pas possible l’exercice du mandat (en réalité, sa continuation). Il se garde, toutefois, bien de dire par quel canal efficace et sûr il eût accepté d’être consulté, qui plus est à bref délai, dès lors que, à la date de la nomination d’office, les débats prévus pour le 2 octobre 2023 n’étaient pas encore annulés ou reportés et qu’il se trouvait en situation de défense obligatoire. Même si les préférences du prévenu doivent être prises en considération (art. 133 al. 2 CPP), la citée n’a pas fait preuve de partialité en supputant, sans rechercher l’aval du requérant, que l’avocat qui avait été, de longue date, son défenseur restait a priori le mieux à même de l’assister encore (cf. d’ailleurs la nouvelle teneur de la disposition légale susmentionnée dès le 1er janvier 2024 ; FF 2022 1560 ; RO 2023 468). On doit même se demander si ce qui pouvait présenter, en l’espèce, les apparences d’une résiliation en temps inopportun n’était pas, précisément, une circonstance appuyant le maintien de l’avocat répudié, dans une optique, non de partialité, mais de défense obligatoire efficace (cf. Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 4 ad art. 130). Par ailleurs, on chercherait en vain en quoi des citations envoyées « urbi et orbi » après la révocation de la désignation d’office dénoteraient une volonté d’humilier le requérant ou de s’acharner contre lui. Selon l’art. 330 al. 1 CPP, la citée, après avoir annulé l’audience du 2 octobre 2023, devait (re)prendre sans retard – c’est-à-dire avec célérité et sans atermoiement (Y.”
Bei erheblichem Aktenumfang und grösserer Verfahrensschwere kann ausnahmsweise eine amtliche Verteidigung nach Art. 133 StPO bestellt werden.
“Art. 5 Abs. 1 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK), nicht zur Folge haben, dass der Beschwerdeführer in weiteren Strafverfahren bis auf weiteres nicht von seinem Vorschlagsrecht gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO Gebrauch machen kann. Dies umso mehr, als der Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG) im neuen Verfahren VT.2023.[...] ungleich schwerer wiegt als der im Verfahren VT.2019.[...] im Vordergrund stehenden Vorwurf der einfachen Körperverletzung (Art. 123 StGB). Zudem weist das neue Verfahren VT.2023.[...] mit bisher sieben Bundesordnern einen nicht unbedeutend grösseren Aktenumfang auf als das Verfahren VT.2019.[...] mit einem Umfang von zwei Bundesordnern. Schliesslich hat sich C____ bereit erklärt, die Einarbeitung in die Verfahrensakten unentgeltlich zu leisten. Nach dem Gesagten ist es vorliegend ausnahmsweise angebracht, im Verfahren VT.2023.[...] die Einsetzung einer amtlichen Verteidigung nach den Bestimmungen von Art. 133 StPO vorzunehmen.”
“BB.2024.66, BP.2024.50, BP.2024.62 Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Numéro de dossier: BB.2024.66 Procédures secondaires: BP.2024.50/BP.2024.62 Décision du 21 novembre 2024 Cour des plaintes Composition Les juges pénaux fédéraux Roy Garré, président, Miriam Forni et Nathalie Zufferey, le greffier Federico Illanez Parties A., actuellement en détention, représenté par Me Marie-Hélène Jeandin, avocate, recourant contre 1. Ministère public de la Confédération, intimé 2. Tribunal cantonal des mesures de contrainte, autorité qui a rendu les décisions attaquées Objet Surveillance de la correspondance par poste et télécommunication (art. 269 CPP); utilisation de dispositifs techniques spéciaux de surveillance de la correspondance par télécommunication (art. 269bis CPP); autres mesures techniques de surveillance (art. 280 let. c CPP); désignation du défenseur d'office (art. 133 CPP); requêtes d'embargo et de renonciation à la communication Faits: A. Le Ministère public de la Confédération (ci-après: MPC) diligente, dès le 14 mars 2023, une instruction pénale (procédure n° SV.22.0818) contre A. pour soupçons de service de renseignements politiques (art. 272 ch. 2 du Code pénal suisse du 21 décembre 1937 [CP; RS 311.0]), de service de renseignements économiques (art. 273 CP) et de service de renseignements militaires (art. 274 CP). Il est en substance reproché au prénommé d'avoir régulièrement rencontré des officiers des services de renseignements de Z. […] afin de leur remettre des renseignements à caractère politique, économique et militaire obtenus auprès de Y. […] (dossier du MPC, clé USB [ci-après: dossier MPC], p. 01-03-00-0001 s.; v. infra consid. 2.4.1). B. Au cours de l'instruction, le MPC a ordonné, dès le 5 septembre 2023, diverses mesures de surveillance au sens des art. 269 ss du Code de procédure pénale suisse du 5 octobre 2007 (CPP; RS 312.0). Ces ordonnances ont été, à chaque fois, approuvées par le Tribunal des mesures de contrainte du canton de Berne (ci-après: TMC-BE [in dossier MPC, p.”
Die Verfahrensleitung bestellt die amtliche Verteidigung und berücksichtigt bei der Auswahl nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person. Das heisst, Vorschläge der beschuldigten Person für eine bestimmte Verteidigerin oder einen bestimmten Verteidiger sind zu beachten, sofern dies realisierbar ist.
“Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn in Fällen der notwendigen Verteidigung gemäss Art. 130 StPO die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO; Urteil 7B_304/2023 vom 6. Mai 2024 E. 2.1). Sowohl die beschuldigte Person als auch der amtliche Verteidiger können grundsätzlich das Gesuch um Wechsel der Verteidigung gemäss Art. 134 Abs. 2 StPO stellen (NIKLAUS RUCKSTUHL, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, N. 10b zu Art. 134 StPO; FRANK RIKLIN, Orell Füssli Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 134 StPO; JOSITSCH/SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung (StPO), Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, Rz. 2a zu Art. 134 StPO; VIKTOR LIEBER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, StPO, Art. 1-195 StPO, 3. Aufl. 2020, Rz. 10 zu Art. 134 StPO). Stellt die Verteidigung das Gesuch, so ersucht effektiv sie selbst um Entbindung vom amtlichen Verteidigungsmandat.”
“oder ihr eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr, eine freiheitsentziehende Massnahme oder eine Landesverweisung droht (lit. b). Liegt ein Fall notwendiger Verteidigung vor, so achtet die Verfahrensleitung darauf, dass unverzüglich eine Verteidigung bestellt wird (Art. 131 Abs. 1 StPO). Sind die Voraussetzungen notwendiger Verteidigung bei Einleitung des Vorverfahrens erfüllt, so ist die Verteidigung nach der ersten Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft, jedenfalls aber vor Eröffnung der Untersuchung, sicherzustellen (Art. 131 Abs. 2 StPO). In den Fällen der notwendigen Verteidigung ordnet die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidigung an, wenn die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO).”
Bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung sind die Eignung des Verteidigers und — soweit möglich — die Wünsche der beschuldigten Person zu beachten. Wird dem Wunsch nicht gefolgt, ist dies zumindest summarisch zu begründen. Die Auswahl hat sicherzustellen, dass der bestellte Verteidiger über die erforderlichen Kompetenzen verfügt; eine zufällige Zuteilung ist zu vermeiden.
“Cette dernière disposition n'empêche toutefois pas le prévenu, à n'importe quel stade de la procédure, moyennant une procuration écrite ou une déclaration consignée au procès-verbal, de charger de sa défense un conseil juridique au sens de l'art. 127 al. 5 CPP (art. 129 CPP ; TF 7B_16/2024 précité consid. 2.2.2 ; TF 7B_238/2023 du 18 juillet 2023 consid. 2.2 ; TF 1B_152/2020 du 28 mai 2020 consid. 2.1 ; TF 1B_419/2017 du 7 février 2018 consid. 2.2). Lorsqu'un mandataire de choix s'annonce alors qu'un mandat de défense d'office existe en faveur d'un autre avocat, l'autorité doit s'assurer, avant de révoquer le mandat d'office, que le prévenu en cause est à même de s'acquitter des honoraires de son nouveau conseil jusqu'à la clôture de la procédure de première instance (TF 7B_238/2023 précité ; TF 1B_152/2020 précité). Lorsque cette rémunération est assurée, le motif à l'origine de la défense d'office disparaît et la direction de la procédure révoque le mandat du défenseur désigné (art. 134 al. 1 CPP). 2.2.2 Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la CEDH) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 de la disposition vise à exclure toute désignation au hasard. L’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte en effet le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires. De ce fait, l’art. 133 al. 2 CPP invite l’organe chargé du choix du défenseur à veiller à ce qu’il ait les compétences adéquates (Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019, FF 2019 p. 6385). Le refus de suivre les souhaits du prévenu doit être motivé au moins sommairement par l’autorité (cf.”
Treten im Verlauf der Untersuchung neu erhobene oder wesentlich schwerere Vorwürfe auf, ist die beschuldigte Person nach der Rechtsprechung erneut umfassend über ihr Vorschlagsrecht nach Art. 133 Abs. 2 StPO zu informieren; im entschiedenen Fall hätte die erneute Aufklärung spätestens nach der zweiten Verhaftung erfolgen müssen.
“Die Rüge des Beschwerdeführers ist begründet: Aus der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz geht zwar hervor, dass er im Nachgang seiner Verhaftungen vom 13. März und 30. September 2023 mit der Bestellung von Rechtsanwalt Späti als sein amtlicher Verteidiger einverstanden war. Er wurde jedoch weder nach seiner ersten noch nach seiner zweiten Festnahme über sein Vorschlagsrecht gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO aufgeklärt. Zudem wiegen die am 30. September 2023 neu erhobenen Vorwürfe der vorsätzlich und versuchten vorsätzlichen Tötung viel schwerer als die dem Beschwerdeführer davor zur Last gelegten Delikte. Der vorliegende Fall kann daher nicht verglichen werden mit beispielsweise demjenigen einer Person, der mehrere Einbruchsdiebstähle vorgeworfen werden und die Strafuntersuchung im Laufe der Zeit um weitere, gleichartige Delikte erweitert wird und sich eine bereits bestellte amtliche Verteidigung ohne Weiteres auf die neuen Delikte erweitern kann. Angesichts der Schwere der neuen Vorwürfe hätte der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall spätestens nach seiner zweiten Verhaftung (erneut) umfassend über seine Rechte betreffend Bestellung der amtlichen Verteidigung aufgeklärt werden müssen. Indem die Strafbehörden dies unterliessen, haben sie das Vorschlagsrecht des Beschwerdeführers verletzt. Ob das Vertrauensverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und Rechtsanwalt Späti erheblich gestört ist, braucht bei dieser Sachlage nicht weiter geprüft zu werden.”
Die Polizei darf die Zuständigkeit zur Bestellung der amtlichen Verteidigung nicht eigenständig ausüben. Ergibt sich ein Gesuch um einen Pflichtverteidiger während polizeilicher Ermittlungen, hat die Polizei dieses an die zuständige Verfahrensleitung bzw. die der Polizei übergeordnete Staatsanwaltschaft weiterzuleiten, damit diese über die Bestellung nach Art. 133 StPO entscheidet; eine faktische Übertragung dieser Kompetenz an die Polizei ist ausgeschlossen.
“Aussi, lorsque la police enquête sur mandat du Ministère public, elle est soumise à la surveillance et aux instructions de ce dernier (art. 15 al. 2 CPP). Cela ne signifie toutefois pas que les forces de l’ordre ne peuvent jamais agir de manière indépendante ; cette possibilité leur est en effet octroyée dès lors que la loi mentionne expressément les forces de l’ordre ou une autre autorité comme compétente (cf. art. 198 al. 2, 241 al. 3 ou 157 CPP). Cela étant, la police ne saurait exercer des compétences attribuées de par la loi à la direction de la procédure. Cette exigence ne va pas sans laisser planer une certaine incertitude dans certaines circonstances. Tel est le cas lorsqu’aucune instruction n’a été ouverte (art. 309 CPP a contrario), que le prévenu est convoqué pour être entendu durant la phase d’investigation (art. 158 CPP) et qu’une demande de désignation d’un défenseur d'office est déposée auprès de la police (art. 159 CPP). La désignation relevant de la compétence de la direction de la procédure (art. 133 CPP), la solution conforme à la loi commande alors que la police transmettre la demande au Ministère public dont elle dépend pour qu’il statue, même si l’art. 15 al. 2 CPP n’évoque littéralement qu’une surveillance. Le Ministère public pourra à cette occasion décider éventuellement de l’ouverture d’une instruction (art. 307 al. 2 et 309 CPP). Dans tous les cas, il est exclu d’attribuer de facto cette compétence de désignation à la police. En revanche, il y a lieu d’autoriser la police à exercer certaines compétences dévolues de par la loi à la direction de la procédure en matière d’organisation afin qu’elle puisse fonctionner, par exemple la convocation d’un interprète (art. 68 al. 1 CPP) ou la police de l’audience lors d’audition sous son autorité (art. 63 al. 1 et 2 CPP) (Parein/Bichovsky, op. cit., n. 6 ad art. 61 CPP). Selon l’art. 102 al. 1 CPP, la compétence pour statuer sur la consultation du dossier dans le cadre de la procédure préliminaire selon les art. 299 ss CPP – soit durant la procédure d’investigation de la police et l’instruction conduite par le Ministère public (cf.”
“Aussi, lorsque la police enquête sur mandat du Ministère public, elle est soumise à la surveillance et aux instructions de ce dernier (art. 15 al. 2 CPP). Cela ne signifie toutefois pas que les forces de l’ordre ne peuvent jamais agir de manière indépendante ; cette possibilité leur est en effet octroyée dès lors que la loi mentionne expressément les forces de l’ordre ou une autre autorité comme compétente (cf. art. 198 al. 2, 241 al. 3 ou 157 CPP). Cela étant, la police ne saurait exercer des compétences attribuées de par la loi à la direction de la procédure. Cette exigence ne va pas sans laisser planer une certaine incertitude dans certaines circonstances. Tel est le cas lorsqu’aucune instruction n’a été ouverte (art. 309 CPP a contrario), que le prévenu est convoqué pour être entendu durant la phase d’investigation (art. 158 CPP) et qu’une demande de désignation d’un défenseur d'office est déposée auprès de la police (art. 159 CPP). La désignation relevant de la compétence de la direction de la procédure (art. 133 CPP), la solution conforme à la loi commande alors que la police transmettre la demande au Ministère public dont elle dépend pour qu’il statue, même si l’art. 15 al. 2 CPP n’évoque littéralement qu’une surveillance. Le Ministère public pourra à cette occasion décider éventuellement de l’ouverture d’une instruction (art. 307 al. 2 et 309 CPP). Dans tous les cas, il est exclu d’attribuer de facto cette compétence de désignation à la police. En revanche, il y a lieu d’autoriser la police à exercer certaines compétences dévolues de par la loi à la direction de la procédure en matière d’organisation afin qu’elle puisse fonctionner, par exemple la convocation d’un interprète (art. 68 al. 1 CPP) ou la police de l’audience lors d’audition sous son autorité (art. 63 al. 1 et 2 CPP) (Parein/Bichovsky, op. cit., n. 6 ad art. 61 CPP). Selon l’art. 102 al. 1 CPP, la compétence pour statuer sur la consultation du dossier dans le cadre de la procédure préliminaire selon les art. 299 ss CPP – soit durant la procédure d’investigation de la police et l’instruction conduite par le Ministère public (cf.”
Die Verweigerung der amtlichen Verteidigung begründet in der Regel einen nicht wiedergutzumachenden verfahrensrechtlichen Nachteil.
“E. 2.4). Ein solcher Nachteil ist etwa bei der Verweigerung einer amtlichen Vertei- digung gegeben (BGE 140 IV 202 E. 2.2 = Pra 2014 Nr. 105; Ruckstuhl, a.a.O., N 5a zu Art. 133 StPO; Niklaus Schmid/Daniel Jositsch, Handbuch des schweizeri- schen Strafprozessrechts, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2017, Rz. 1510). Dasselbe gilt auch bei der Verweigerung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters im Sinne von Art. 136 StPO (Lieber, a.a.O., N 12 zu Art. 136 StPO).”
Bei einem bei der Staatsanwaltschaft pendenten Strafverfahren gilt ein innerhalb derselben Staatsanwaltschaft handelnder Oberstaatsanwalt nicht als «andere Behörde» bzw. als Dritter im Sinn von Art. 133 Abs. 1bis StPO. Der Bundesgesetzgeber versteht die Verfahrensleitung funktional; daher kann etwa ein anderer Staatsanwalt der gleichen Amtsstelle (z. B. bei Verhinderung des verfahrensführenden Staatsanwalts) ohne besondere Ernennungsverfügung verfahrensleitende Funktionen übernehmen. Solche internen Übernahmen sind damit nicht als Übertragung der Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine andere Behörde oder an Dritte im Sinne von Art. 133 Abs. 1bis StPO zu qualifizieren.
“Die Generalstaatsanwältin oder der Generalstaatsanwalt ist gegenüber den Staatsanwaltschaften und der Jugendanwaltschaft weisungsberechtigt, regelt Kompetenzkonflikte unter den Staatsanwaltschaften abschliessend und kann Änderungen in der Zuständigkeitsregelung vornehmen. Die Staatsanwaltschaft gliedert sich in die Abteilungen Generalstaatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität, Staatsanwaltschaften Bischofszell, Frauenfeld sowie Kreuzlingen und Jugendanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaften werden je durch eine Oberstaatsanwältin oder einen Oberstaatsanwalt geführt. Gemäss dem seit 1. Januar 2024 geltenden Art. 133 Abs. 1bis StPO können Bund und Kantone die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine andere Behörde oder an Dritte übertragen. Mit Art. 133 Abs. 1bis StPO sollten die in verschiedenen Kantonen bereits bestehenden Lösungen, die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine nicht unmittelbar mit der Sache befasste zentrale Stelle zu delegieren, bundesrechtskonform werden. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführt, hat der Kanton Thurgau gestützt auf Art. 133 Abs. 1bis StPO keine Norm erlassen, die eine Delegation von der Verfahrensleitung an eine andere Behörde oder an Dritte ermöglicht. Beim Oberstaatsanwalt handelt es sich im Fall eines bei der Staatsanwaltschaft pendenten Strafverfahrens jedoch nicht um eine "andere Behörde" (erst recht nicht um einen Dritten) im Sinn von Art. 133 Abs. 1bis StPO. Der Bundesgesetzgeber versteht den Begriff der Verfahrensleitung funktional und nicht in dem Sinn, dass nicht ein anderer Staatsanwalt innerhalb der gleichen Staatsanwaltschaft als gleicher Behörde über Bestellung, Entlassung und Wechsel der amtlichen Verteidigung befinden dürfte. Es kann nicht nur der verfahrensführende Staatsanwalt, sondern beispielsweise bei dessen Verhinderung auch jeder andere Staatsanwalt der betreffenden Amtsstelle ohne besondere Ernennungsverfügung im betreffenden Fall verfahrensleitende Funktionen übernehmen. Der Oberstaatsanwalt kann, zumal er die Staatsanwaltschaft führt und gegenüber den Staatsanwältinnen und Staatsanwälten weisungsbefugt ist, ein Strafverfahren jederzeit an sich ziehen und die Verfahrensleitung übernehmen, bei prozessualen Zwischenentscheiden jedenfalls dann, wenn das regelbasiert erfolgt.”
“Die Generalstaatsanwältin oder der Generalstaatsanwalt ist gegenüber den Staatsanwaltschaften und der Jugendanwaltschaft weisungsberechtigt, regelt Kompetenzkonflikte unter den Staatsanwaltschaften abschliessend und kann Änderungen in der Zuständigkeitsregelung vornehmen. Die Staatsanwaltschaft gliedert sich in die Abteilungen Generalstaatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität, Staatsanwaltschaften Bischofszell, Frauenfeld sowie Kreuzlingen und Jugendanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaften werden je durch eine Oberstaatsanwältin oder einen Oberstaatsanwalt geführt. Gemäss dem seit 1. Januar 2024 geltenden Art. 133 Abs. 1bis StPO können Bund und Kantone die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine andere Behörde oder an Dritte übertragen. Mit Art. 133 Abs. 1bis StPO sollten die in verschiedenen Kantonen bereits bestehenden Lösungen, die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine nicht unmittelbar mit der Sache befasste zentrale Stelle zu delegieren, bundesrechtskonform werden. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführt, hat der Kanton Thurgau gestützt auf Art. 133 Abs. 1bis StPO keine Norm erlassen, die eine Delegation von der Verfahrensleitung an eine andere Behörde oder an Dritte ermöglicht. Beim Oberstaatsanwalt handelt es sich im Fall eines bei der Staatsanwaltschaft pendenten Strafverfahrens jedoch nicht um eine "andere Behörde" (erst recht nicht um einen Dritten) im Sinn von Art. 133 Abs. 1bis StPO. Der Bundesgesetzgeber versteht den Begriff der Verfahrensleitung funktional und nicht in dem Sinn, dass nicht ein anderer Staatsanwalt innerhalb der gleichen Staatsanwaltschaft als gleicher Behörde über Bestellung, Entlassung und Wechsel der amtlichen Verteidigung befinden dürfte. Es kann nicht nur der verfahrensführende Staatsanwalt, sondern beispielsweise bei dessen Verhinderung auch jeder andere Staatsanwalt der betreffenden Amtsstelle ohne besondere Ernennungsverfügung im betreffenden Fall verfahrensleitende Funktionen übernehmen. Der Oberstaatsanwalt kann, zumal er die Staatsanwaltschaft führt und gegenüber den Staatsanwältinnen und Staatsanwälten weisungsbefugt ist, ein Strafverfahren jederzeit an sich ziehen und die Verfahrensleitung übernehmen, bei prozessualen Zwischenentscheiden jedenfalls dann, wenn das regelbasiert erfolgt.”
Das vom Art. 133 Abs. 2 StPO gewährte Vorschlagsrecht des Beschuldigten kann in der Regel nur einmal geltend gemacht werden und ist grundsätzlich zu Beginn des Verfahrens auszuüben.
“Le simple fait que la partie assistée n'ait pas confiance en son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office soit gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 précité consid. 2.4 ; TF 1B_166/2020 du 25 juin 2020 consid. 3.1.2). 2.2.3 Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la Cour européenne des droits de l’homme) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 de la disposition vise à exclure toute désignation au hasard. L’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte en effet le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires. De ce fait, l’art. 133 al. 2 CPP invite l’organe chargé du choix du défenseur à veiller à ce qu’il ait les compétences adéquates (Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019, FF 2019 p. 6385). Le refus de suivre les souhaits du prévenu doit être motivé au moins sommairement par l’autorité (cf. art. 29 al. 2 Cst. et 3 al. 2 let. c CPP ; TF 1B_419/2017 du 7 février 2018 consid. 2.1). 2.2.4 Selon l’art. 12 LLCA (loi fédérale sur la libre circulation des avocats du 23 juin 2000 ; RS 935.61), l’avocat exerce sa profession avec soin et diligence (let. a), ainsi qu’en toute indépendance, en son nom personnel et sous sa propre responsabilité (let. b). Pour s’acquitter pleinement de sa mission, l’avocat doit informer son client sur les risques de la procédure (ATF 138 IV 161 précité consid. 2.5.4 et les références) et le conseiller en conséquence. Pour que le prévenu ait droit à un changement de défenseur d’office, il ne suffit dès lors pas que le défenseur actuel, lors d’un entretien entre avocat et client, ait recommandé une stratégie qui déplaît au prévenu.”
“Le simple fait que la partie assistée n'ait pas confiance en son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office soit gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 précité consid. 2.4 ; TF 1B_166/2020 du 25 juin 2020 consid. 3.1.2). 2.2.3 Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la Cour européenne des droits de l’homme) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 de la disposition vise à exclure toute désignation au hasard. L’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte en effet le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires. De ce fait, l’art. 133 al. 2 CPP invite l’organe chargé du choix du défenseur à veiller à ce qu’il ait les compétences adéquates (Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019, FF 2019 p. 6385). Le refus de suivre les souhaits du prévenu doit être motivé au moins sommairement par l’autorité (cf. art. 29 al. 2 Cst. et 3 al. 2 let. c CPP ; TF 1B_419/2017 du 7 février 2018 consid. 2.1). 2.2.4 Selon l’art. 12 LLCA (loi fédérale sur la libre circulation des avocats du 23 juin 2000 ; RS 935.61), l’avocat exerce sa profession avec soin et diligence (let. a), ainsi qu’en toute indépendance, en son nom personnel et sous sa propre responsabilité (let. b). Pour s’acquitter pleinement de sa mission, l’avocat doit informer son client sur les risques de la procédure (ATF 138 IV 161 précité consid. 2.5.4 et les références) et le conseiller en conséquence. Pour que le prévenu ait droit à un changement de défenseur d’office, il ne suffit dès lors pas que le défenseur actuel, lors d’un entretien entre avocat et client, ait recommandé une stratégie qui déplaît au prévenu.”
“Il faut cependant que l'atteinte au lien de confiance soit corroborée par des éléments tangibles et objectifs qui laissent apparaître que la poursuite du mandat d'office n'est clairement plus justifiée ou ne peut raisonnablement être imposée (ATF 138 IV 161 consid. 2.4, JdT 2013 IV 75 ; TF 1B_285/2019 du 27 juin 2019 consid. 4). L’art. 133 al. 2 CPP concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la Cour européenne des droits de l'homme relative aux art. 29 al. 3 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) et 6 par. 3 let. c CEDH (Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales du 4 novembre 1950 ; RS 0.101) en exigeant que la direction de la procédure prenne en considération les souhaits du prévenu « dans la mesure du possible », sans toutefois lui imposer de suivre l'avis du prévenu, ni même de demander systématiquement à ce dernier son avis avant de mandater un défenseur d'office (Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure [Message], FF 2006 p. 1057, spéc. p. 1159). Le droit de proposition de l'art. 133 al. 2 CPP ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Il convient ainsi d'éviter que le recourant ne retarde l'avancement de la procédure en usant de ce droit à un stade inopportun de la procédure. Cette solution restrictive s'avère en outre conforme au principe selon lequel le prévenu – qui remplit les conditions d'une défense d'office – ne dispose pas d'un droit inconditionnel à choisir librement son défenseur ou à obtenir celui qu'il propose. L'art. 134 al. 2 CPP ne mentionne pas un tel droit de proposition du prévenu lorsque la direction de la procédure confie la défense d'office à un autre conseil (TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2 ; TF 1B_178/2013 du 11 juillet 2013 consid. 2.2). 2.2 En l’espèce, la recourante a demandé au Ministère public de nommer Me A.________ en remplacement de son précédent défenseur d’office tout en demandant un délai supplémentaire de deux semaines pour confirmer ce choix.”
“Il précise que s’il a demandé à Me Michaël Aymon de « rendre » le mandat, ce n’était pas pour des problèmes financiers mais personnels. 2.2. Il ressort de l’argumentaire du recourant qu’il y a une certaine confusion de sa part quant aux modalités de désignation d’un défenseur d’office et d’un défenseur privé. Dès lors, à titre liminaire, il convient de rappeler que, au vu des infractions qui lui sont reprochées, le recourant doit être représenté par un avocat dans le cadre d’une défense obligatoire (art. 130 CPP). Dans ce cas, soit le prévenu est représenté par un défenseur privé soit par un défenseur d’office (art. 132 al. 1 CPP). L’une des différences entre les deux sont les modalités de la prise en charge de leurs frais. Alors que les honoraires du premier sont directement supportés par le prévenu, les frais du second sont assumés, en premier lieu, par l’Etat (art. 135 CPP). 2.2.1. Si le prévenu n’a pas de défenseur privé, le Ministère public lui nomme un défenseur d’office en prenant en considérations ses souhaits dans la mesure du possible (art. 133 al. 2 CPP). Ce droit de proposition quant à la personne du défenseur d’office ne peut être invoqué qu’une fois, en principe au début de la procédure (arrêts TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 et 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). En l’espèce, au moment de l’ouverture de la procédure le recourant n’avait pas de défenseur privé et il s’est exprimé en faveur de la désignation de Me Damien-Raphaël Bossy à titre de défenseur d’office. Par conséquent, il a déjà exercé son droit à choisir son défenseur en début de la procédure. Dans ces circonstances, il n’y a aucune obligation pour le Ministère public de recommencer le processus susmentionné. 2.2.2. Si la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur d’office est gravement perturbée ou si une défense efficace n’est plus assurée pour d’autres raisons, la direction de la procédure confie la défense d’office à une autre personne (art. 134 al. 2 CPP). En prévoyant que la relation de confiance doit être « gravement perturbée », l'art.”
Art. 133 Abs. 2 StPO verpflichtet die zuständige Verfahrensleitung, die Wünsche der beschuldigten Person bei der Bestellung eines amtlichen Verteidigers soweit möglich zu berücksichtigen. Aus dieser Regel folgt jedoch kein Anspruch des Beschuldigten auf freie Wahl des vom Staat bezahlten Verteidigers; die Verfahrensleitung ist nicht verpflichtet, einen vorgeschlagenen Kandidaten zu ernennen. Vorschläge Dritter können bei der Auswahl berücksichtigt werden.
“La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement irrecevables ou mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. À bien le comprendre, le recourant souhaite pouvoir choisir son défenseur et, en conséquence, demande la révocation de la nomination de Me D______ en cette qualité. 3.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159). L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit toutefois pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 précité). 3.2. En l'espèce, c'est en respect de ces règles que le nouveau défenseur d'office du recourant a été désigné et son précédent conseil relevé de sa mission. Il n'apparaît pas que le recourant ait eu à se plaindre de son nouveau défenseur, puisqu'il n'invoque aucun motif de révocation (art. 134 CP), indiquant seulement ne pas "vouloir d'un avocat choisi ou désigné par le Ministère public". Le recourant cherche, ainsi, à faire désigner en qualité d'avocat d'office un avocat de son choix - qu'il ne désigne même pas -, qu'il n'entend pas rémunérer, alors qu'il n'a pas de griefs à l'encontre de son avocat d'office. Or, contrairement à ce qu'il semble penser, le recourant n'a pas de droit à choisir son avocat, lorsque ce dernier est rémunéré par l'État.”
“Notwendige Verteidigung Mit Eingabe vom 8. Juni 2022 teilte Rechtsanwalt F.________ mit, den Beschuldigten im vorliegenden Verfahren nicht weiter zu vertreten (pag. 18 358). Mit Verfügung vom 13. Juni 2022 wurde festgestellt, dass ein Fall von notwendiger Verteidigung gemäss Art. 130 Bst. b evtl. Bst. d der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) vorliegt. Der Beschuldigte wurde gleichzeitig aufgefordert, der Verfahrensleitung innert 20 Tagen mitzuteilen, wen er mit seiner amtlichen Verteidigung zu beauftragen wünscht (pag. 18 390 ff.). Mit Eingabe vom 28. Juli 2022 beantragte Fürsprecher B.________, dem Beschuldigten als amtliche Verteidigung beigeordnet zu werden. Gleichzeitig teilte er mit, nicht der Wahlverteidiger des Beschuldigten zu sein; vielmehr habe ihn dieser beauftragt, den Wunsch i.S.v. Art. 133 Abs. 2 StPO zu äussern, dass Fürsprecher B.________ als sein amtlicher Verteidiger eingesetzt werde (pag. 18 424 f.). Mit Verfügung vom 3. August 2022 wurde dem Beschuldigten gestützt auf Art. 130 Bst. b und d und Art. 133 StPO eine amtliche Verteidigung beigeordnet. Als amtlicher Verteidiger wurde Fürsprecher B.________ ernannt (pag. 18 428 f.).”
Besteht ein konkreter Anscheinsgrund für einen Interessenkonflikt (z. B. enge Beziehungen der bisherigen Vertreterin/zum Arbeitgeber), kann daraus gefolgert werden, dass die beschuldigte Person nicht adäquat vertreten ist und ein amtlicher Verteidiger zu bestellen ist. Bei der Auswahl ist dem Wunsch der Beschuldigten, soweit möglich, Rechnung zu tragen; vage oder nicht näher begründete Vorbringen genügen hierfür nicht.
“Néanmoins, il convient de considérer les circonstances particulières de la présente cause, qui relève d’un conflit entre un administré et le service étatique compétent pour la curatelle de représentation et de gestion dont il fait l’objet. Si de manière générale, l’impartialité de la curatrice du recourant ne saurait être remise en cause, il en va différemment dans le cas d’espèce, du fait des rapports qu’elle entretient avec la partie plaignante, qui n’est autre que son employeur. Dans ce cadre, on peut effectivement craindre – du point de vue des apparences – qu’elle ne soit pas en mesure de représenter le recourant en servant ses intérêts adéquatement, et qu’elle soit tentée de négocier des prétentions civiles au détriment de son pupille. Il existe ainsi l’apparence concrète d’un conflit d’intérêt. Il convient ainsi d’admettre que le prévenu n’est pas en mesure de faire face seul à la procédure pénale et qu’il ne saurait être adéquatement représenté par sa curatrice. En conséquence, un défenseur d’office doit lui être désigné. Me David Métille sera chargé de ce mandat, conformément aux souhaits exprimés par le recourant (art. 133 al. 2 CPP). L’ordonnance du 6 mai 2022 sera réformée dans le sens des considérants qui précèdent. 3. Il s’ensuit que le recours doit être admis et l’ordonnance du 6 mai 2022 réformée en ce sens que Q.________ est mis au bénéfice de l’assistance judiciaire, celle-ci comprenant la désignation d’un défenseur d’office en la personne de Me David Metille. La désignation prendra effet au jour du dépôt de la demande, soit le 2 mai 2022 (cf. CREP 27 mai 2022/368 ; CREP 12 septembre 2021/804). L’ordonnance sera confirmée pour le surplus. S’agissant de la requête de Q.________ tendant à l’octroi de l’assistance judiciaire pour la procédure de recours, elle est superflue. En effet, l’admission du présent recours a pour conséquence la désignation de Me David Métille en qualité de défenseur d’office dans le cadre de l’enquête diligentée par le Ministère public, ce qui vaut également pour la procédure de recours (CREP 25 juillet 2013/454 et les références citées). Au vu de la nature de l’affaire et du mémoire de recours produit, l’indemnité de défenseur d’office pour la procédure de recours sera fixée à 450 fr.”
“Der Beschwerdeführer äussert sich in der Beschwerde nicht dazu, weshalb ihm durch den angefochtenen Beschluss ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im genannten Sinne drohen soll, und dies liegt auch nicht auf der Hand. Der bloss vage Hinweis in den Ausführungen zur Sache, wonach eine Vertretung durch einen "lokalen bzw. bernischen Berufskollegen" aufgrund des "kleinräumigen beruflichen Umfelds" sowie beruflicher und persönlicher Bekanntschaften und Verbindungen mit Rücksicht auf seine "Tätigkeiten und berufliche und persönliche Situation" nicht zumutbar sei, vermag nicht zu überzeugen; dies bereits aufgrund des Berufsgeheimnisses, dem Anwältinnen und Anwälte unterstehen (Art. 13 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte [Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61]). Der Beschwerdeführer stützt seine Forderung nach einer ausserkantonalen amtlichen Verteidigung zwar auf sein Vorschlagsrecht gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO, macht indessen nicht geltend, dass durch die Einsetzung einer bernischen Anwältin bzw. eines bernischen Anwalts sein Wunsch nach einer Anwältin bzw. einem Anwalt seines Vertrauens missachtet würde und die Gefahr einer Verletzung seines konventionsrechtlichen Anspruchs auf Verteidigung durch eine Rechtsvertretung seiner Wahl besteht (Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK; vgl. BGE 139 IV 113 E. 1.2). Ausserdem ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer, sollte er dereinst zu den Verfahrenskosten verurteilt werden (siehe Art. 426 StPO), durch Beschwerde gegen den Kostenentscheid vorbringen kann, die Voraussetzungen der notwendigen Verteidigung (vgl. Art. 130 StPO) hätten nicht vorgelegen (Art. 93 Abs. 3 BGG).”
Bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung ist primär zu prüfen, ob die vorgeschlagene Person dazu geeignet ist. Die Wünsche der beschuldigten Person sind nach Möglichkeit zu berücksichtigen; die Verfahrensleitung hat aber zu prüfen, ob sachliche Gründe gegen den vorgeschlagenen Verteidiger sprechen.
“Da der Beschwerdeführer das Vorschlagsrecht nicht wirksam ausüben konnte, ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 1.2 hiervor), der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung zurück an die Vorinstanz zu weisen. Diese wird die Kosten des kantonalen Verfahrens neu zu verlegen und zu prüfen haben, ob die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Rechtsanwältin Ben-Attia dazu geeignet ist, als amtliche Verteidigung in den gegen den Beschwerdeführer geführten Strafverfahren eingesetzt zu werden, oder ob sachliche Gründe dagegen sprechen (vgl. Art. 133 Abs. 2 StPO). Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Kanton Schaffhausen hat dem Beschwerdeführer die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Da der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege ersucht, ist die Entschädigung praxisgemäss seiner Rechtsvertreterin zuzusprechen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird damit gegenstandslos. Demnach erkennt das Bundesgericht:”
“Gemäss Art. 133 Abs. 1 StPO wird die amtliche Verteidigung von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt. Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Die Verfahrensleitung ordnet gemäss Art. 132 Abs. 1 Bst. a StPO eine amtliche Verteidigung bei notwendiger Verteidigung an, wenn die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Bst.”
“a StPO ordnet die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidigung an, wenn bei notwendiger Verteidigung nach Art. 130 StPO die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt oder der Wahlverteidigung das Mandat entzogen wurde oder sie es niedergelegt hat und die beschuldigte Person nicht innert Frist eine neue Wahlverteidigung bestimmt. Ein Fall notwendiger Verteidigung liegt insbesondere vor, wenn der beschuldigten Person eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder eine freiheitsentziehende Massnahme droht (Art. 130 Bst. b StPO). Nach Art. 132 Abs. 1 Bst. b StPO ordnet die Verfahrensleitung über die Fälle der notwendigen Verteidigung hinaus dann eine amtliche Verteidigung an, wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt dabei nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO).”
Das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person nach Art. 133 Abs. 2 StPO begründet keinen absoluten Anspruch auf Ernennung der gewünschten Person. Die Verfahrensleitung kann vom Vorschlag abweichen, wenn dafür zureichende sachliche Gründe vorliegen, etwa Interessenkollisionen, Überlastung, die Ablehnung des Mandats durch den vorgeschlagenen Verteidiger, dessen fehlende fachliche Qualifikation oder fehlende Berufsausübungsberechtigung sowie andere sachliche Hindernisse.
“oder der Wahlverteidigung das Mandat entzogen wurde oder sie es niedergelegt hat und die beschuldigte Person nicht innert Frist eine neue Wahlverteidigung bestimmt (Bst. b). Mit den gesetzlichen Bestimmungen von Art. 132 und 133 StPO wurde die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 3 Bst. c der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) kodifiziert. Das Vorschlagsrecht des Beschuldigten nach Art. 133 Abs. 2 StPO begründet zwar keine strikte Befolgungs- bzw. Ernennungspflicht zulasten der Verfahrensleitung. Für ein Abweichen vom Vorschlag des Beschuldigten bedarf es jedoch zureichender sachlicher Gründe, wie z.B. Interessenkollisionen, Überlastung, die Ablehnung des Mandates durch den erbetenen Verteidiger, dessen fehlende fachliche Qualifikation oder Berufsausübungsberechtigung oder andere sachliche Hindernisse (vgl. zum Ganzen: BGE 139 IV 113 E. 4.3 mit Hinweisen; vgl. auch Lieber, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 4 f. zu Art. 133 StPO; Ruckstuhl, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 7 ff. zu Art. 133 StPO; Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2 zu Art. 133 StPO; Oberholzer, Grundzüge des Strafprozessrechts, 4. Aufl. 2020, N. 476). Die beschuldigte Person muss ausdrücklich auf das ihr zustehende Vorschlagsrecht hingewiesen werden (vgl. Ruckstuhl, a.a.O., N. 8 zu Art. 133 StPO; Lieber, a.”
“Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt dabei nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif desjenigen Kantons entschädigt, in welchem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht legen die Entschädigung am Ende des Verfahrens fest (Art. 135 Abs. 2 StPO). Wird die beschuldigte Person zu den Verfahrenskosten verurteilt, so ist sie, sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung zurückzuzahlen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO; BGE 139 IV 113 E. 4.2 S. 119). Mit den gesetzlichen Bestimmungen von Art. 132 und 133 StPO wurde die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK kodifiziert. Das Vorschlagsrecht des Beschuldigten nach Art. 133 Abs. 2 StPO begründet zwar keine strikte Befolgungs- bzw. Ernennungspflicht zulasten der Verfahrensleitung. Für ein Abweichen vom Vorschlag des Beschuldigten bedarf es jedoch zureichender sachlicher Gründe, wie z.B. Interessenkollisionen, Überlastung, die Ablehnung des Mandates durch den erbetenen Verteidiger, dessen fehlende fachliche Qualifikation oder Berufsausübungsberechtigung oder andere sachliche Hindernisse (BGE 139 IV 113 E. 4.3 S. 119 mit Hinweisen).”
Entfällt der Grund für die amtliche Verteidigung, hebt die zuständige Verfahrensleitung die Bestellung des Verteidigers auf. Als Beispiel nennt die Rechtsprechung die Renunziation der zivilrechtlichen Klage bzw. der zivilrechtlichen Forderung durch die geschädigte Partei als möglichen Widerrufsgrund.
“136 CPP, le législateur fédéral a sciemment limité l'octroi de l'assistance judiciaire aux cas où le plaignant peut faire valoir des prétentions civiles. Il a ainsi tenu compte du fait que le monopole de la justice répressive est par principe exercé par l'État, de sorte que l'assistance judiciaire de la partie plaignante se justifie en priorité pour défendre ses conclusions civiles. L'art. 136 al. 1 CPP n'exclut cependant pas que le conseil juridique assistant le plaignant au bénéfice de l'assistance judiciaire puisse intervenir également sur les aspects pénaux, qui peuvent avoir une influence sur le principe et la quotité des prétentions civiles. Lorsqu'en revanche le recourant ne fait pas valoir de telles prétentions, il ne peut fonder sa requête d'assistance judiciaire sur l'art. 136 CPP (arrêts du Tribunal fédéral 1B_317/2021 précité consid. 4.1 ; 1B_94/2015 du 26 juin 2015 consid. 2.1). L'art. 137 CPP renvoie par analogie aux art. 133 et 134 CPP pour la désignation, la révocation et le remplacement du conseil juridique gratuit. Selon l'art. 133 al. 1 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré. À teneur de l'art. 134 al. 1 CPP, si le motif à l'origine de la défense d'office disparaît, la direction de la procédure révoque le mandat du défenseur désigné. 2.2. Selon l'art. 118 al. 1 CPP, on entend par partie plaignante le lésé qui déclare expressément vouloir participer à la procédure pénale comme demandeur au pénal ou au civil. Une plainte pénale équivaut à une telle déclaration (art. 118 al. 2 CPP). Aux termes de l'art. 120 CPP, le lésé peut en tout temps déclarer par écrit ou par oral qu'il renonce à user des droits qui sont les siens ; la déclaration orale est consignée au procès-verbal. La renonciation est définitive (al. 1). Si la renonciation n'a pas été expressément restreinte à l'aspect pénal ou à l'aspect civil, elle vaut tant pour la plainte pénale que pour l'action civile (al. 2). La renonciation à l'action civile par la partie plaignante constitue un motif de révocation de l'assistance juridique (A.”
Für die Gewährung der parteibezogenen Assistenz (assistance judiciaire/Prozesshilfe) ist die jeweils zuständige Verfahrensleitung des betreffenden Verfahrensstadiums zuständig; andere Instanzen können nicht vorgängig verbindlich über diese Gewährung entscheiden.
“En résumé, ces comportements seraient, s'ils étaient avérés et sous réserve d'autres éléments inconnus, susceptibles d'être constitutifs de contrainte, respectivement d'injures. Il existe ainsi une prévention pénale suffisante pour s'opposer au classement de la procédure. Fondé, le recours doit également être admis sur ces aspects. Partant, l'ordonnance querellée sera annulée et la cause renvoyée au Ministère public pour complément d'instruction, étant précisé qu'il n'appartient pas à la Chambre de céans, comme le conclut à tort la recourante, de renvoyer la cause au Tribunal de police directement. 4. L'admission du recours ne donne pas lieu à la perception de frais (art. 428 al. 1 CPP). 5. La recourante sollicite l'octroi de l'assistance judiciaire gratuite pour "la suite de la procédure" et pour le recours. 5.1. À défaut de décision préalable, la Chambre de céans n'est pas compétente pour attribuer l'assistance judiciaire applicable aux démarches par-devant le Ministère public, lui-seul pouvant le faire (art. 133 al. 1 CPP). 5.2. À teneur de l'art. 136 al. 1 CPP, la direction de la procédure accorde entièrement ou partiellement l'assistance judiciaire à la partie plaignante pour lui permettre de faire valoir ses prétentions civiles lorsqu'elle est indigente (let. a) et que l'action civile ne paraît pas vouée à l'échec (let. b). L'assistance judiciaire gratuite en faveur de la partie plaignante est limitée à un but précis, à savoir de permettre à cette partie de faire valoir ses prétentions civiles. À cela s'ajoute que la partie plaignante doit être indigente et sa cause ne doit pas être dénuée de toute chance de succès. Selon les critères déduits de l'art. 29 al. 3 Cst. par la jurisprudence au sujet de la condition de la nécessité de la désignation d'un conseil juridique au lésé, il est considéré, en règle générale, que la procédure pénale ne nécessite que des connaissances juridiques modestes pour la sauvegarde des droits du lésé. Il s'agit essentiellement d'annoncer ses éventuelles prétentions en réparation de son dommage et de son tort moral ainsi que de participer aux auditions du prévenu, des témoins éventuels et de poser, cas échéant, des questions complémentaires.”
“Considérant que cette ordonnance était entrée force, la direction de la juridiction d'appel a estimé en substance que le recourant devait faire valoir une évolution de sa situation, respectivement un fait nouveau déterminant pour déposer une nouvelle demande d'assistance judiciaire. Dans la mesure où cette décision repose sur la prémisse erronée que l'ordonnance du Tribunal de police était entrée en force, elle doit être annulée. La cause est renvoyé à la juridiction d'appel pour qu'elle statue, indépendamment de la décision du Tribunal de police, sur la demande initiale d'assistance judiciaire formulée (le 5 février 2021) en vue de la procédure d'appel, par une décision suffisamment motivée en fait et en droit. La question de savoir si le Tribunal de police pouvait en l'espèce statuer d'emblée sur la question de l'assistance judiciaire en vue de l'appel peut rester indécise, dès lors que la juridiction d'appel, désormais direction de la procédure (art. 399 al. 2 CPP; cf. arrêt 1B_250/2014 du 4 août 2014 consid. 2.1), est compétente pour statuer sur une demande d'assistance judiciaire au stade de la procédure d'appel (art. 133 al. 1 CPP). Vu que la direction de la juridiction d'appel s'était saisie de la demande d'assistance judiciaire et avait statué à son sujet dans le cadre de ses compétences, la Chambre pénale de recours pouvait déclarer la procédure introduite auprès d'elle sans objet, indépendamment de la question de savoir si la décision de la juridiction d'appel était correcte. Dès lors, le recours déposé par le recourant à l'encontre de l'arrêt de la Chambre pénale de recours est mal fondé.”
Die Nennung eines bestimmten Verteidigers durch die beschuldigte Person begründet keine Pflicht der Verfahrensleitung, gerade diesen Verteidiger zu ernennen. Art. 133 Abs. 2 StPO sichert somit kein freies Wahlrecht für den staatlich vergüteten (amtlichen) Verteidiger.
“Il voulait choisir son avocat et sollicitait un délai au 31 janvier 2024 pour en trouver un, voire pour "réengager" Me D______ en qui il avait confiance. b. À réception du recours, la cause a été gardée à juger sans échange d'écritures, ni débats. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement irrecevables ou mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant conteste la désignation de Me G______ en tant que son nouveau défenseur d'office. 3.1. L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit pas au prévenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 3.2. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid. 2.4 p. 164; 114 Ia 101 consid. 3 p. 104; arrêt du Tribunal fédéral 1B_375 2012 du 15 août 2012 consid. 1.1). 3.3. En l'espèce, le Ministère public a fait droit à la demande de remplacement de l'avocat d'office du recourant et désigné un autre avocat à ce titre. Celui-ci n'ayant pas encore pu œuvrer à la défense de son client, il est pour le moins incongru de la part de ce dernier d'en demander d'ores et déjà le remplacement.”
“La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement irrecevables ou mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. À bien le comprendre, le recourant souhaite pouvoir choisir son défenseur et, en conséquence, demande la révocation de la nomination de Me D______ en cette qualité. 3.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159). L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit toutefois pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 précité). 3.2. En l'espèce, c'est en respect de ces règles que le nouveau défenseur d'office du recourant a été désigné et son précédent conseil relevé de sa mission. Il n'apparaît pas que le recourant ait eu à se plaindre de son nouveau défenseur, puisqu'il n'invoque aucun motif de révocation (art. 134 CP), indiquant seulement ne pas "vouloir d'un avocat choisi ou désigné par le Ministère public". Le recourant cherche, ainsi, à faire désigner en qualité d'avocat d'office un avocat de son choix - qu'il ne désigne même pas -, qu'il n'entend pas rémunérer, alors qu'il n'a pas de griefs à l'encontre de son avocat d'office. Or, contrairement à ce qu'il semble penser, le recourant n'a pas de droit à choisir son avocat, lorsque ce dernier est rémunéré par l'État.”
“a CPP), a qualité pour agir, ayant encore un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée – le jugement rendu au fond n'étant à ce jour pas définitif (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159 [ci-après message]; cf. arrêts rendus avant l'entrée en vigueur du CPP: ATF 105 Ia 296 consid. 1d p. 302; arrêts 1B_74/ 2008 du 18 juin 2008 consid. 2 et 1B_245/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2; arrêt CourEDH Croissant contre Allemagne du 25 septembre 1992, § 29). L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut ainsi être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
Für die Bestellung der amtlichen Verteidigung ist die Behörde zuständig, bei der die Strafsache im Zeitpunkt hängig ist, in dem sich die Notwendigkeit der Verteidigung erstmals stellt. Mit Beginn der Litispendenz bzw. dem Übergang der Verfahrensleitung auf eine andere Behörde geht damit auch die Zuständigkeit für die Bestellung über.
“Die amtliche Verteidigung wird durch die zuständige Behörde dann eingesetzt, wenn keine Verteidigung besteht, obwohl sie notwendig erscheint oder der beschuldigte Jugendliche [und die gesetzliche Vertretung] nicht über die erforderlichen Mittel verfügen (Art. 24 JStPO). Zuständig für die Ernennung der amtlichen Verteidigung ist jeweils die Behörde, bei der die Strafsache im Zeitpunkt, in dem sich die Frage der notwendigen Verteidigung stellt, hängig ist (Art. 133 Abs. 1 StPO). Anders als im Erwachsenenstrafrecht hält der Gesetzgeber in Art. 25 JStPO zwingend fest, dass eine amtliche Verteidigung nur in Fällen von notwendiger Verteidigung bestellt werden kann (Riedo, in: Jugendstrafrecht und Jugendstrafprozessrecht, 2013, S. 244; Jositsch/Kupper, in: Schweizerische Jugendstrafprozessordnung – Kommentar, N. 8 zu Art. 25 JStPO).”
“La question de savoir si le recours, au sens de l'art. 393 al. 1 let. b CPP, est ouvert contre une décision prise par le tribunal de première instance postérieurement à son jugement n'a pas à être résolue. En effet, si la réception de l'acte d'accusation - ici, de l'ordonnance pénale (art. 356 al. 1 CPP) - par le tribunal de première instance crée la litispendance (art. 328 al. 1 CPP) et fait passer la direction de la procédure au tribunal (art. 61 let. d CPP) - ici, le Tribunal de police -, qui la conserve jusqu'à ce que le jugement motivé soit rédigé et que l'annonce d'appel et le dossier soient transmis à la juridiction d'appel (art. 399 al. 2 CPP), il est de fait, en l'espèce, que la CPAR, juridiction d'appel, est désormais saisie de la cause. Or, la Direction de la procédure a statué sur la demande présentée par le recourant. En d'autres termes, celui-ci - qui demandait une défense d'office précisément dans l'optique de l'appel qu'il annonçait - a reçu une réponse de l'autorité devenue compétente pour en connaître (cf. art. 133 al. 1 CPP). C'est d'ailleurs à juste titre qu'il ne prétendait pas à la désignation d'un avocat pour la phase qui suivit les débats de première instance et qui se termina par la notification écrite du jugement (ACPR/98/2018 du 21 février 2018 consid. 3.3.). Aussi, le recours, fût-il recevable, a perdu son objet. 2. Il convient par conséquent d'en prendre acte, sans frais (art. 20 al. 1 RAJ). 3. La présente décision sera notifiée au défenseur que le recourant s'est constitué dans l'intervalle. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Déclare le recours sans objet et raye la cause du rôle. Laisse les frais de la procédure de recours à la charge de l'État. Notifie le présent arrêt ce jour, en copie, au recourant et au Tribunal de police. Le communique pour information à la Chambre pénale d'appel et de révision. Siégeant : Madame Corinne CHAPPUIS BUGNON, présidente; Monsieur Christian COQUOZ et Madame Daniela CHIABUDINI, juges; Monsieur Julien CASEYS, greffier.”
Bei Bedürftigkeit kann die zustellende Instanz den bereits beratend tätigen Anwalt als amtlichen Verteidiger zuweisen; die Wünsche der beschuldigten Person sind dabei zu berücksichtigen.
“9.1. Conformément à l'art. 29 al. 3 Cst., toute personne qui ne dispose pas de ressources suffisantes a droit à l'assistance judiciaire gratuite, à moins que sa cause paraisse dépourvue de toute chance de succès; elle a droit en outre à l'assistance judiciaire gratuite d'un défenseur, dans la mesure où la sauvegarde de ses droits le requiert (arrêt du Tribunal fédéral 1B_74/2013 du 9 avril 2013 consid. 2.1 avec référence aux ATF 128 I 225 consid. 2.5.2 p. 232 s. = JdT 2006 IV 47; 120 Ia 43 consid. 2a p. 44). 9.2. En l'espèce, il peut être supposé que le recourant est indigent, compte tenu de sa situation personnelle. En outre, la cause présentait une certaine complexité de par les notions juridiques concernées et compte tenu de l'argumentation développée devant l'instance de recours. Dans ces circonstances, la désignation d'un défenseur d'office devant l'instance de recours apparaît nécessaire. Le recourant en sera ainsi pourvu en la personne de l'avocat par lequel il procède déjà (art. 133 al. 2 CPP). Le recourant n'a toutefois pas chiffré ni, a fortiori, détaillé l'activité de son conseil pour la procédure par-devant la Chambre de céans. Compte tenu de son recours et de sa réplique, essentiellement factuels, une indemnité ex aequo et bono de CHF 800.-, TVA à 7.7% comprise, sera allouée à Me D______ et mise à la charge de l'État. 10. Le recourant, bien qu'au bénéfice de l'assistance juridique, succombe. Il supportera dès lors les frais de la procédure de recours (art. 428 al. 1 CPP; arrêts du Tribunal fédéral 1B_203/2011 du 18 mai 2011 consid. 4 et 1B_372/2014 du 8 avril 2015 consid. 4.6 [arrêts qui rappellent que l'autorité de deuxième instance est tenue de dresser un état de frais pour la procédure de recours, sans égard à l'obtention de l'assistance judiciaire]), qui seront fixés en totalité à CHF 600.-, émolument de décision compris (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP ; E 4 10.03). * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Rejette le recours.”
“________ a informé le Procureur, par courrier du 3 avril 2021, qu’il avait demandé à Me C.________ de prendre connaissance de son dossier. Par courrier du 22 avril 2021, et sans nouvelles, le Procureur a informé A.________ qu’il n’avait reçu aucune constitution de mandat de la part de Me C.________. Par téléphone du 23 avril 2021, A.________ a informé le Ministère public qu’il n’avait pas contacté Me C.________ et qu’il n’entendait pas le faire. Il est constaté que A.________, qui ne s’est pas constitué de défenseur privé, se trouve dans la situation suivante (art. 132 al. 1 let. a CPP) : Il encourt une peine privative de liberté de plus d’un an ou une mesure entraînant une privation de liberté. Par ailleurs, en raison de son état psychique, il ne semble pas suffisamment en état de défendre ses intérêts personnellement. S’agissant d’un cas de défense obligatoire, la question de l’indigence peut demeurer indécise. La désignation de Me C.________ est effectuée selon le souhait du prévenu (art. 133 al. 2 CPP) et les instructions données par Me B.________. » (ordonnance attaquée, p. 1). Dans sa détermination, le Ministère public a précisé que les infractions reprochées au prévenu, soit des actes d’ordre sexuel avec des enfants, sont des infractions graves qui peuvent, si elles sont retenues, impliquer une peine lourde. Il a noté que, si le prévenu pense que l’instruction aboutira à un classement, ce qui n’est bien sûr pas impossible, il ne semble pas en mesure de comprendre tous les tenants et aboutissants de celle-ci. Il a souligné que les différents revirements quant au fait de mandater ou non un défenseur le démontrent. Il a encore relevé que le prévenu admet lui-même être suivi au niveau psychiatrique. Il en a conclu qu’il s’agit d’un cas de défense obligatoire pour lequel le prévenu doit être pourvu d’un défenseur et que, comme il n’entend pas en mandater un lui-même, un défenseur d’office doit lui être désigné (détermination, p. 1). 2.3. Dans son pourvoi, le recourant indique que dans la procédure menée à son encontre tout semble concourir à un non-lieu.”
Die Rechtsprechung hält fest, dass die Missachtung des Vorschlagsrechts des Beschuldigten bei der Ersteinsetzung eines amtlichen Verteidigers einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann. Dagegen führt die Ablehnung eines Gesuchs um Wechsel des amtlichen Verteidigers grundsätzlich nur dann zu einem solchen Nachteil, wenn der Verteidiger seine Pflichten erheblich vernachlässigt oder zwischen ihm und der beschuldigten Person keine Vertrauensbasis mehr besteht.
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Umstand, dass im Falle einer notwendigen Verteidigung bei der Ersteinsetzung eines amtlichen Verteidigers das Vorschlagsrecht des Beschuldigten gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO missachtet wurde, einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken (BGE 139 IV 113 E. 1.2 S. 1.1). Die Ablehnung eines Gesuchs um Wechsel des amtlichen Verteidigers kann dagegen grundsätzlich nur dann einen solchen Nachteil bewirken, wenn der amtliche Verteidiger seine Pflichten erheblich vernachlässigt oder zwischen ihm und der beschuldigten Person keine Vertrauensbasis mehr besteht (BGE 139 IV 113 E. 1.1 f. S. 115 f.; 135 I 261 E. 1.2 S. 263; 126 I 207 E. 2b S. 211). Anders liegt der Fall, wenn der amtliche Verteidiger seine Pflichten erheblich vernachlässigt (vgl. BGE 120 Ia 48 E. 2 S. 50 ff.), wenn die Strafjustizbehörden gegen den Willen des Beschuldigten und seines Offizialverteidigers dessen Abberufung anordnen (BGE 133 IV 335 E. 4 S. 339) oder wenn sie dem Beschuldigten verweigern, sich (zusätzlich zur Offizialverteidigung) auch noch durch einen erbetenen Privatverteidiger vertreten zu lassen (BGE 135 I 261 E. 1.2-1.4 S. 264 f.; Urteil des Bundesgerichts 1B_424/2020 vom 15. Dezember 2020 E.”
“Der Beschwerdeführer wendet sich zwar gegen die Ablehnung seines Gesuchs um Sistierung des Verfahrens. Die Ablehnung seines Gesuchs hat jedoch zur Folge, dass die Vorinstanz nicht den "Wunschanwalt" des Beschwerdeführers als amtlichen Verteidiger bestellt. Deswegen macht der Beschwerdeführer geltend, das Appellationsgericht hätte ihm, entgegen seinem ausdrücklichen Willen, nicht den von ihm vorgeschlagenen, sondern einen ihm fremden Anwalt als amtlichen Verteidiger bestellt. Damit habe das Appellationsgericht Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK verletzt und ihm (in einem Fall der notwendigen Verteidigung) einen nicht erwünschten Rechtsvertreter aufgedrängt. Das Bundesgericht hat im Urteil 1B_74/2008 vom 18. Juni 2008 E. 2 festgehalten, dass sich bereits aus Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK ein Anspruch ergibt, dass die Behörde bei der Ernennung des amtlichen Verteidigers die Wünsche des Angeschuldigten berücksichtigt (vgl. Urteil des EGMR Croissant gegen Deutschland vom 25. September 1992 § 29, in: EuGRZ 19/1992 S. 542). Diesen Anspruch hat der Bundesgesetzgeber in Art. 133 Abs. 2 StPO ausdrücklich geregelt. Der Bundesrat führt in seiner Botschaft zur Strafprozessordnung dazu aus, mit einer sachgerechten Auslegung der Bestimmung könne allfälligen Bedenken begegnet werden, wonach die Verfahrensleitung, insbesondere die Staatsanwaltschaft, versucht sein könnte, eine ihr genehme Verteidigung zu bestellen (Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1085, S. 1180). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nicht auszuschliessen, dass das Ablehnen eines Wunsches des Beschuldigten nach einem bestimmten amtlichen Verteidiger einen nicht wiedergutzumachenden (rechtlichen) Nachteil bewirken kann (BGE 139 IV 113 E. 1.2 S. 116; Urteil des Bundesgerichts 1B_99/2013 vom 13. Mai 2013 E. 1.5). In der vorliegenden Angelegenheit rügt der Beschwerdeführer, dass das Appellationsgericht Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK verletzt habe, indem es entgegen seinem Willen nicht B.________, sondern Advokat Christian von Wartburg als amtlichen Verteidiger für das Berufungsverfahren eingesetzt hat.”
Die Delegation zielt auf eine an die Sache nicht unmittelbar beteiligte zentrale Stelle, d. h. nicht auf einen anderen Staatsanwalt innerhalb derselben Staatsanwaltschaft; die funktionale Unabhängigkeit von der Verfahrensleitung ist damit massgeblich.
“Die Generalstaatsanwältin oder der Generalstaatsanwalt, die Oberstaatsanwältinnen oder Oberstaatsanwälte, die Staatsanwältinnen oder Staatsanwälte, die Jugendanwältinnen oder Jugendanwälte haben in ihrem Zuständigkeitsbereich alle gesetzlichen Rechte und Pflichten, einschliesslich zur Sistierung oder Einstellung von Verfahren. Sie erlassen die Strafbefehle auch in Übertretungsstrafsachen. Sie sind berechtigt, im ganzen Kanton Amtshandlungen vorzunehmen. Die Generalstaatsanwaltschaft regelt die Vertretung, die Berechtigung zur Anklageerhebung und Anklagevertretung sowie die Zuständigkeit, Rechtsmittel einzureichen oder zurückzuziehen. Die Generalstaatsanwältin oder der Generalstaatsanwalt ist gegenüber den Staatsanwaltschaften und der Jugendanwaltschaft weisungsberechtigt, regelt Kompetenzkonflikte unter den Staatsanwaltschaften abschliessend und kann Änderungen in der Zuständigkeitsregelung vornehmen. Die Staatsanwaltschaft gliedert sich in die Abteilungen Generalstaatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität, Staatsanwaltschaften Bischofszell, Frauenfeld sowie Kreuzlingen und Jugendanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaften werden je durch eine Oberstaatsanwältin oder einen Oberstaatsanwalt geführt. Gemäss dem seit 1. Januar 2024 geltenden Art. 133 Abs. 1bis StPO können Bund und Kantone die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine andere Behörde oder an Dritte übertragen. Mit Art. 133 Abs. 1bis StPO sollten die in verschiedenen Kantonen bereits bestehenden Lösungen, die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine nicht unmittelbar mit der Sache befasste zentrale Stelle zu delegieren, bundesrechtskonform werden. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführt, hat der Kanton Thurgau gestützt auf Art. 133 Abs. 1bis StPO keine Norm erlassen, die eine Delegation von der Verfahrensleitung an eine andere Behörde oder an Dritte ermöglicht. Beim Oberstaatsanwalt handelt es sich im Fall eines bei der Staatsanwaltschaft pendenten Strafverfahrens jedoch nicht um eine "andere Behörde" (erst recht nicht um einen Dritten) im Sinn von Art. 133 Abs. 1bis StPO. Der Bundesgesetzgeber versteht den Begriff der Verfahrensleitung funktional und nicht in dem Sinn, dass nicht ein anderer Staatsanwalt innerhalb der gleichen Staatsanwaltschaft als gleicher Behörde über Bestellung, Entlassung und Wechsel der amtlichen Verteidigung befinden dürfte.”
Die Beschwerdeinstanz ist im vor ihr geführten Beschwerdeverfahren selbst zuständig, bei Bedarf einen amtlichen Verteidiger zu bestellen (Art. 133 Abs. 1 i.V.m. Art. 388 lit. c StPO). Eine im Strafuntersuchungsverfahren bereits bestellte amtliche Verteidigung wirkt nicht automatisch im Beschwerdeverfahren fort; die Instanz kann die Bestellung von Voraussetzungen (z. B. der fehlenden Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels) abhängig machen.
“Nach der Rechtsprechung, auf die zurückzukommen kein Anlass besteht, ist die Beschwerdeinstanz im vor ihr geführten Beschwerdeverfahren selbst zuständig für die Anordnung und Bestellung einer amtlichen Verteidigung (Art. 133 Abs. 1 i.V.m. Art. 388 lit. c StPO). Dies gilt auch, wenn - wie hier - die beschuldigte Person im Strafuntersuchungsverfahren gemäss Art. 130 f. StPO zwingend verteidigt werden muss und zur Sicherstellung der notwendigen Verteidigung von der Staatsanwaltschaft in Anwendung von Art. 132 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 133 StPO bereits ein amtlicher Verteidiger bestellt worden ist. Der im Strafuntersuchungsverfahren eingesetzte amtliche Verteidiger wirkt im Beschwerdeverfahren - jedenfalls wenn die beschuldigte Person beschwerdeführende Partei ist - nicht automatisch als unentgeltlicher Rechtsbeistand mit. Die Beschwerdeinstanz darf die Bestellung eines amtlichen Verteidigers von der fehlenden Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels abhängig machen (Urteil 1B_705/2011 vom 9. Mai 2012 E. 2.3.2 mit Hinweisen).”
Die Wünsche der beschuldigten Person können auch dann berücksichtigt werden, wenn sie durch Dritte vorgebracht werden (z. B. durch eine bevollmächtigte Person oder einen Rechtsvertreter), sofern ersichtlich ein ausdrücklicher Wunsch der beschuldigten Person besteht oder ein Verteidiger im Sinne dieses Wunsches benannt bzw. beauftragt wurde.
“Juni 2022) erklärte die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern (nachfolgend Generalstaatsanwaltschaft) fristgerecht Anschlussberufung, wobei sie diese auf die Bemessung der Strafe beschränkte (pag. 18 404 ff.). 3. Notwendige Verteidigung Mit Eingabe vom 8. Juni 2022 teilte Rechtsanwalt F.________ mit, den Beschuldigten im vorliegenden Verfahren nicht weiter zu vertreten (pag. 18 358). Mit Verfügung vom 13. Juni 2022 wurde festgestellt, dass ein Fall von notwendiger Verteidigung gemäss Art. 130 Bst. b evtl. Bst. d der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) vorliegt. Der Beschuldigte wurde gleichzeitig aufgefordert, der Verfahrensleitung innert 20 Tagen mitzuteilen, wen er mit seiner amtlichen Verteidigung zu beauftragen wünscht (pag. 18 390 ff.). Mit Eingabe vom 28. Juli 2022 beantragte Fürsprecher B.________, dem Beschuldigten als amtliche Verteidigung beigeordnet zu werden. Gleichzeitig teilte er mit, nicht der Wahlverteidiger des Beschuldigten zu sein; vielmehr habe ihn dieser beauftragt, den Wunsch i.S.v. Art. 133 Abs. 2 StPO zu äussern, dass Fürsprecher B.________ als sein amtlicher Verteidiger eingesetzt werde (pag. 18 424 f.). Mit Verfügung vom 3. August 2022 wurde dem Beschuldigten gestützt auf Art. 130 Bst. b und d und Art. 133 StPO eine amtliche Verteidigung beigeordnet. Als amtlicher Verteidiger wurde Fürsprecher B.________ ernannt (pag. 18 428 f.). 4. Eintreten auf die Anschlussberufung Mit Eingabe vom 9. September 2022 beantragte der Beschuldigte, auf die Anschlussberufung der Generalstaatsanwaltschaft sei von Amtes wegen nicht einzutreten (pag. 18 442 ff.). Innert mit Verfügung vom 12. September 2022 eingeräumter Frist nahm die Generalstaatsanwaltschaft mit Eingabe vom 22. September 2022 Stellung zur Zulässigkeit der Anschlussberufung und beantragte das Eintreten auf die Anschlussberufung vom 5. Juli 2022 (pag. 18 459 ff.). Die Kammer beschloss am 6. Oktober 2022, auf die Anschlussberufung einzutreten (pag. 18 465 ff.). 5. Oberinstanzliche Beweisergänzungen Der Beschuldigte stellte und begründete in seiner Berufungserklärung vom 8.”
“________ a informé le Procureur, par courrier du 3 avril 2021, qu’il avait demandé à Me C.________ de prendre connaissance de son dossier. Par courrier du 22 avril 2021, et sans nouvelles, le Procureur a informé A.________ qu’il n’avait reçu aucune constitution de mandat de la part de Me C.________. Par téléphone du 23 avril 2021, A.________ a informé le Ministère public qu’il n’avait pas contacté Me C.________ et qu’il n’entendait pas le faire. Il est constaté que A.________, qui ne s’est pas constitué de défenseur privé, se trouve dans la situation suivante (art. 132 al. 1 let. a CPP) : Il encourt une peine privative de liberté de plus d’un an ou une mesure entraînant une privation de liberté. Par ailleurs, en raison de son état psychique, il ne semble pas suffisamment en état de défendre ses intérêts personnellement. S’agissant d’un cas de défense obligatoire, la question de l’indigence peut demeurer indécise. La désignation de Me C.________ est effectuée selon le souhait du prévenu (art. 133 al. 2 CPP) et les instructions données par Me B.________. » (ordonnance attaquée, p. 1). Dans sa détermination, le Ministère public a précisé que les infractions reprochées au prévenu, soit des actes d’ordre sexuel avec des enfants, sont des infractions graves qui peuvent, si elles sont retenues, impliquer une peine lourde. Il a noté que, si le prévenu pense que l’instruction aboutira à un classement, ce qui n’est bien sûr pas impossible, il ne semble pas en mesure de comprendre tous les tenants et aboutissants de celle-ci. Il a souligné que les différents revirements quant au fait de mandater ou non un défenseur le démontrent. Il a encore relevé que le prévenu admet lui-même être suivi au niveau psychiatrique. Il en a conclu qu’il s’agit d’un cas de défense obligatoire pour lequel le prévenu doit être pourvu d’un défenseur et que, comme il n’entend pas en mandater un lui-même, un défenseur d’office doit lui être désigné (détermination, p. 1). 2.3. Dans son pourvoi, le recourant indique que dans la procédure menée à son encontre tout semble concourir à un non-lieu.”
Art. 133 Abs. 1bis StPO ermöglicht, dass Bund und Kantone die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine andere Behörde oder Dritte übertragen (z. B. Organisationen wie die OAV mit Permanences). Solche Regelungen dienen der Sicherstellung ausreichender und rascher Verfügbarkeit von Verteidigern (z. B. Tournus/Losverfahren). Aus der zitierten Entscheidung ergibt sich jedoch der Hinweis, dass ein derartiges Los‑/Tournus‑System nicht automatisch die Bestellung eines auf Strafrecht spezialisierten Verteidigers garantiert; in komplexen Fällen kann deshalb die Forderung erhoben werden, bei der Zuweisung die Eignung bzw. Spezialkenntnis zu berücksichtigen.
“Il soutient à cet égard que le système vaudois, impliquant un choix au hasard selon un tournus défini par un logiciel de l’OAV parmi des avocats qui ne seraient pas tous expérimentés en droit pénal, ne garantirait pas la participation d’un avocat spécialisé, puisque tous les avocats seraient traités à égalité. Il considère en outre que la présente affaire relèverait de la finance et serait assez complexe compte tenu des nombreux cas reprochés au regard de la jonction de causes à intervenir. Ce qui précède justifierait la désignation d’un défenseur ayant des aptitudes spécifiques, soit un spécialiste FSA en droit pénal. Il estime à cet égard que le nouvel art. 133 al. 2 CPP devrait être interprété en ce sens que la direction de la procédure devrait privilégier de tels spécialistes pour garantir une défense efficace. Ainsi, dans la mesure où le système vaudois ne respecterait pas l’exigence des aptitudes requises, il conviendrait de se montrer plus souple à l’égard des prévenus sollicitant que leur défenseur d’office soit remplacé par un avocat spécialiste FSA en droit pénal, comme, en l’occurrence, Me Kathrin Gruber. 2.1 2.1.1 Aux termes de l’art. 133 al. 1 CPP, le défenseur d’office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré. Selon le nouvel art. 133 al. 1bis CPP, entré en vigueur le 1er janvier 2024, la Confédération et les cantons peuvent déléguer le choix du défenseur d’office à une autre autorité que la direction de la procédure. Sous l’empire de l’ancienne disposition, certains cantons avaient déjà adopté des prescriptions visant à éviter que le choix du défenseur d’office soit opéré directement par la direction de la procédure (cf. Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019 [ci-après : Message], FF 2019 p. 6385). Dans le canton de Vaud, l’art. 23 al. 1 LVCPP stipule que l’OAV organise un service de permanence permettant à la police et à la direction de la procédure de disposer de suffisamment d'avocats pour garantir la bonne marche de la procédure. Sur cette base, l’OAV a instauré une permanence d’avocats dits « de la première heure », lesquels fonctionnent en alternance durant une semaine et qui sont désignés de cas en cas et selon le degré d’urgence, le Ministère public validant généralement ce choix pour la suite de la procédure.”
Bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung ist auf die Eignung des Verteidigers zu achten. Nach der zitierten Rechtsprechung begründet die Empfehlung Dritter nicht allein einen Ausstandsgrund. Soweit es für die Auswahl relevant ist, können auch Umstände wie frühere unentgeltliche Prozessführungen und daraus resultierende Kontakte in die Abwägung einbezogen werden.
“und 9. Februar 2024), erweckt entgegen den Vorbringen des Gesuchstellers objektiv betrachtet nicht den Anschein von Befangenheit. Vielmehr ist darauf hinzuweisen, dass sich Bestellung, Widerruf und Wechsel der unentgeltlichen Verbeiständung gemäss Art. 137 StPO nach Art. 133 StPO und Art. 134 StPO richten und Art. 133 Abs. 2 StPO vorsieht, dass bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung bzw. Verbeiständung deren Eignung sowie nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten bzw. der betroffenen Person zu berücksichtigen sind. In der Empfehlung einer versierten Opferanwältin an die Straf- und Zivilklägerin ist mithin kein Ausstandsgrund zu erblicken. Dass Fürsprecherin D.________ zwecks Abklärung, ob die Fallübernahme möglich wäre, kurz telefonisch über den Fall informiert wurde, ist ebenso wenig zu beanstanden. Nichts anderes gilt mit Blick auf die voranstehenden Ausführungen (E. 3.3.1 hiervor), wenn Fürsprecherin D.________ allenfalls mitgeteilt wurde, dass im Verhältnis zwischen der Straf- und Zivilklägerin und ihrem bisherigen Anwalt eine unentgeltliche Prozessführung bestanden hatte und ein entsprechendes Gesuch ihrerseits vor diesem Hintergrund sicherlich nicht aussichtslos erscheine. Insoweit ist auch zu berücksichtigen, dass Fürsprecherin D.________ in der Folge am 21.”
“und 9. Februar 2024), erweckt entgegen den Vorbringen des Gesuchstellers objektiv betrachtet nicht den Anschein von Befangenheit. Vielmehr ist darauf hinzuweisen, dass sich Bestellung, Widerruf und Wechsel der unentgeltlichen Verbeiständung gemäss Art. 137 StPO nach Art. 133 StPO und Art. 134 StPO richten und Art. 133 Abs. 2 StPO vorsieht, dass bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung bzw. Verbeiständung deren Eignung sowie nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten bzw. der betroffenen Person zu berücksichtigen sind. In der Empfehlung einer versierten Opferanwältin an die Straf- und Zivilklägerin ist mithin kein Ausstandsgrund zu erblicken. Dass Fürsprecherin D.________ zwecks Abklärung, ob die Fallübernahme möglich wäre, kurz telefonisch über den Fall informiert wurde, ist ebenso wenig zu beanstanden. Nichts anderes gilt mit Blick auf die voranstehenden Ausführungen (E. 3.3.1 hiervor), wenn Fürsprecherin D.________ allenfalls mitgeteilt wurde, dass im Verhältnis zwischen der Straf- und Zivilklägerin und ihrem bisherigen Anwalt eine unentgeltliche Prozessführung bestanden hatte und ein entsprechendes Gesuch ihrerseits vor diesem Hintergrund sicherlich nicht aussichtslos erscheine. Insoweit ist auch zu berücksichtigen, dass Fürsprecherin D.________ in der Folge am 21.”
Die Verfahrensleitung bestellt die amtliche Verteidigung. Wurde durch die beschuldigte Person bereits ein Verteidiger beigezogen, wird dieser grundsätzlich als amtlicher Verteidiger bestellt; von einer solchen Bestellung darf nur aus zureichenden sachlichen Gründen abgewichen werden (beispielsweise Interessenkollision, fehlende Qualifikation oder Überlastung). Die beschuldigte Person ist in verständlicher Weise auf ihr Vorschlagsrecht hinzuweisen.
“Für ein Abweichen vom Vorschlag des Beschuldigten bedarf es dementsprechend zureichender sachlicher Gründe, zu denen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum Beispiel Interessenkollisionen, fehlende Qualifikation oder Überlastung gehören, wobei andere sachliche Hindernisse ausdrücklich vorbehalten werden (BGE 139 IV 113 E. 4.3 S. 119 mit weiteren Hinweisen; AGE BES.2017.16 vom 30. August 2019 E.3.2, BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 2). Hat die beschuldigte Person schon einen Verteidiger beigezogen, wird dieser grundsätzlich als amtlicher Verteidiger bestellt (Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5; Ruckstuhl, in: Basler Kommentar, 2. Auflage 2014, Art. 133 StPO N 8c). Es besteht nämlich regelmässig bereits ein Vertrauensverhältnis mit dem mandatierten Anwalt, weshalb dieser nicht ohne Not durch einen anderen Verteidiger ersetzt werden soll (vgl. Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege, Diss. Basel 2008, S. 198). Auf das Vorschlagsrecht ist die beschuldigte Person in einer ihr verständlichen Weise aufmerksam zu machen. Der blosse Verweis im Protokoll auf die anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen genügt nicht (Ruckstuhl, a.a.O., Art. 133 StPO N 8; Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5). Die Verfahrensleitung überträgt die amtliche Verteidigung einer anderen Person, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist (BGer 1B_10/2018 vom 5. März 2018 E. 2.1). Allein das Empfinden der beschuldigten Person oder ihre Wünsche reichen für einen Wechsel der amtlichen Verteidigung allerdings nicht aus. Vielmehr müssen konkrete Hinweise bestehen, die in objektiv nachvollziehbarer Weise für eine erhebliche Störung des Vertrauensverhältnisses sprechen. Zudem ist der amtliche Verteidiger nicht bloss das unkritische Sprachrohr seines Mandanten. Für einen Verteidigerwechsel genügt deshalb nicht, wenn die Verteidigung eine problematische, aber von der beschuldigten Person gewünschte Verteidigungsstrategie nicht übernimmt oder wenn sie nicht bedingungslos glaubt, was die beschuldigte Person zum Delikt sagt, und das nicht ungefiltert gegenüber den Behörden vertritt.”
Ein Abweichen vom Vorschlag der beschuldigten Person bedarf zureichender sachlicher Gründe. Als solche hat die Rechtsprechung insbesondere genannt: Interessenkollisionen, Überlastung, fehlende fachliche Qualifikation oder fehlende Berufsausübungsberechtigung sowie sonstige sachliche Hindernisse (z. B. Ablehnung des Mandats oder Nichtverfügbarkeit aufgrund von Abwesenheit, Krankheit oder Ferien).
“Bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung sind deren Eignung sowie nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person zu berücksichtigen (Abs. 2). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus andern Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO). Das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person nach Art. 133 Abs. 2 StPO begründet zwar keine strikte Befolgungs- bzw. Ernennungspflicht zulasten der Verfahrensleitung, für ein Abweichen vom Vorschlag der beschuldigten Person bedarf es jedoch zureichender sachlicher Gründe, wie Interessenskollisionen der erbetenen amtlichen Verteidigung, Überlastung, fehlende fachliche Qualifikation oder andere sachliche Hindernisse (BGE 139 IV 113 E. 4.3 mit Hinweisen; Urteil 1B_533/2020 vom 3. Februar 2021 E. 2.2). Die Verfahrensleitung hat die beschuldigte Person auf das Vorschlagsrecht nach Art. 133 Abs. 2 StPO hinzuweisen, damit diese ihre Verfahrensrechte effektiv wahrnehmen kann. Tut sie dies nicht, führt der Umstand, dass die beschuldigte Person keine Einwände gegen die Mandatierung eines bestimmten Rechtsanwalts oder einer bestimmten Rechtsanwältin als amtliche Verteidigung erhebt, nicht zum Verlust ihres gesetzlich gewährleisteten Vorschlagsrechts (Urteil 6B_500/2012 vom 4. April 2013 E. 1.2.3; vgl. NIKLAUS RUCKSTUHL, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 4a zu Art. 133 StPO; HARARI/JAKOB/SANTAMARIA, in: Commentaire Romand, Code de procédure pénale suisse, 2. Aufl. 2019, N. 21 zu Art. 133 StPO).”
“Im Weiteren rügt der Beschuldigte eine Verletzung seines Vorschlagsrechts bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung. Gemäss Art. 133 Abs. 1 StPO wird die amtliche Verteidigung von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt. Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Der Wunsch der beschuldigten Person nach einer bestimmten Person als Verteidigung darf nicht willkürlich, mithin nicht ohne sachlichen Grund, unberücksichtigt bleiben. Solche sachlichen Gründe können Interessenkollisionen, Überlastung, fehlende fachliche Qualifikation, fehlende Berufsausübungsberechtigung oder nicht vorhandene Verfügbarkeit (Abwesenheit, Ferien, Krankheit) sein (BGE 139 IV 113, E. 4.3; Niklaus Ruckstuhl, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 133 N 8b; Viktor Lieber, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 133 N 4 ff.; Niklaus Schmid, Praxiskommentar StPO, 3. Aufl. 2018, Art. 133 N 2).”
Ein Gesuch auf Ersatz des amtlichen Verteidigers ist nur dann gerechtfertigt, wenn aus objektiven sachlichen Gründen eine kompetente und effektive Verteidigung nicht mehr gewährleistet ist. Das blosse Empfinden bzw. der alleinige Vertrauensverlust der beschuldigten Person reicht für einen Wechsel nicht aus.
“Dans sa réplique, A______ dénonce une dissimulation par la juge du Tribunal de sa demande de récusation déposée contre celle-ci [traitée séparément, sous la référence PS/2______/2021] et considère que cette dernière commet une "discrimination sans précédent" en admettant la représentation, devant elle, par un avocat qui a été relevé de tous les autres dossiers. Enfin, elle persiste dans ses conclusions. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. b CPP) et émaner de la prévenue qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. La recourante invoque une rupture du lien de confiance avec son défenseur et demande le remplacement de ce dernier. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159; cf. arrêts rendus avant l'entrée en vigueur du CPP: ATF 105 Ia 296 consid. 1d p. 302; arrêts 1B_74/ 2008 du 18 juin 2008 consid. 2 et 1B_245/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2; arrêt CourEDH Croissant contre Allemagne du 25 septembre 1992, § 29). Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid.”
“Das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person soll dem Bedenken begegnen, dass insbesondere die Staatsanwaltschaft versucht sein könnte, eine ihr genehme Verteidigung zu bestellen (Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, in: 2006 S. 1085, 1180; vgl. auch Lieber, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, Art. 133 N 4 f.). Für ein Abweichen vom Vorschlag des Beschuldigten bedarf es dementsprechend zureichender sachlicher Gründe, zu denen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum Beispiel Interessenkollisionen, fehlende Qualifikation oder Überlastung gehören, wobei andere sachliche Hindernisse ausdrücklich vorbehalten werden (BGE 139 IV 113 E. 4.3 S. 119 mit weiteren Hinweisen; AGE BES.2017.16 vom 30. August 2019 E.3.2, BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 2). Hat die beschuldigte Person schon einen Verteidiger beigezogen, wird dieser grundsätzlich als amtlicher Verteidiger bestellt (Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5; Ruckstuhl, in: Basler Kommentar, 2. Auflage 2014, Art. 133 StPO N 8c). Es besteht nämlich regelmässig bereits ein Vertrauensverhältnis mit dem mandatierten Anwalt, weshalb dieser nicht ohne Not durch einen anderen Verteidiger ersetzt werden soll (vgl. Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege, Diss. Basel 2008, S. 198). Auf das Vorschlagsrecht ist die beschuldigte Person in einer ihr verständlichen Weise aufmerksam zu machen. Der blosse Verweis im Protokoll auf die anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen genügt nicht (Ruckstuhl, a.a.O., Art. 133 StPO N 8; Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5). Die Verfahrensleitung überträgt die amtliche Verteidigung einer anderen Person, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist (BGer 1B_10/2018 vom 5. März 2018 E. 2.1). Allein das Empfinden der beschuldigten Person oder ihre Wünsche reichen für einen Wechsel der amtlichen Verteidigung allerdings nicht aus.”
Wird von den Behörden untätig geduldet, dass die amtliche Verteidigung ihre Berufs- und Standespflichten in schwerwiegender Weise vernachlässigt, kann dies eine Verletzung der durch die Bundesverfassung und die EMRK garantierten Verteidigungsrechte darstellen. Art. 133 StPO kodifiziert diese Rechtsprechung und verpflichtet die Verfahrensleitung, die Eignung der amtlichen Verteidigung zu prüfen und bei eklatanten Pflichtverletzungen angemessen zu reagieren.
“Nach der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101), Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 Bst. c der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat die amtlich verteidigte Person einen grundrechtlichen Anspruch auf sachkundige, engagierte und effektive Wahrnehmung ihrer Parteiinteressen. Wird von den Behörden untätig geduldet, dass die amtliche Verteidigung ihre anwaltlichen Berufs- und Standespflichten zum Nachteil der beschuldigten Person in schwerwiegender Weise vernachlässigt, kann darin eine Verletzung der von Verfassung und EMRK gewährleisteten Verteidigungsrechte liegen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2; 138 IV 161 E. 2.4; je mit Hinweisen). Mit den Bestimmungen von Art. 132 und Art. 133 StPO wurde die bisherige Rechtsprechung zur Garantie auf eine wirksame Verteidigung kodifiziert (BGE 139 IV 113 E. 4.3). Als schwere Pflichtverletzung fällt nur sachlich nicht vertretbares resp. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten der Verteidigung in Betracht, sofern die beschuldigte Person dadurch in ihren Verteidigungsrechten substanziell eingeschränkt wird. Ein solcher eklatanter Verstoss gegen allgemein anerkannte Verteidigerpflichten liegt etwa vor bei krassen Frist- und Terminversäumnissen, Fernbleiben von wichtigen Zeugeneinvernahmen, mangelnder Sorgfalt bei der Vorbereitung von Einvernahmen und anderen Prozesshandlungen oder fehlender Vorsorge für Stellvertretungen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_1028/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 1.3.1; 6B_909/2018 vom 23. Januar 2019 E. 1.2; je mit Hinweisen).”
“Nach der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101), Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 Bst. c der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat die amtlich verteidigte Person einen grundrechtlichen Anspruch auf sachkundige, engagierte und effektive Wahrnehmung ihrer Parteiinteressen. Wird von den Behörden untätig geduldet, dass die amtliche Verteidigung ihre anwaltlichen Berufs- und Standespflichten zum Nachteil der beschuldigten Person in schwerwiegender Weise vernachlässigt, kann darin eine Verletzung der von Verfassung und EMRK gewährleisteten Verteidigungsrechte liegen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2; 138 IV 161 E. 2.4; je mit Hinweisen). Mit den Bestimmungen von Art. 132 und Art. 133 StPO wurde die bisherige Rechtsprechung zur Garantie auf eine wirksame Verteidigung kodifiziert (BGE 139 IV 113 E. 4.3). Als schwere Pflichtverletzung fällt nur sachlich nicht vertretbares resp. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten der Verteidigung in Betracht, sofern die beschuldigte Person dadurch in ihren Verteidigungsrechten substanziell eingeschränkt wird. Ein solcher eklatanter Verstoss gegen allgemein anerkannte Verteidigerpflichten liegt etwa vor bei krassen Frist- und Terminversäumnissen, Fernbleiben von wichtigen Zeugeneinvernahmen, mangelnder Sorgfalt bei der Vorbereitung von Einvernahmen und anderen Prozesshandlungen oder fehlender Vorsorge für Stellvertretungen (BGE 143 I 284 E. 2.2.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_1028/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 1.3.1; 6B_909/2018 vom 23. Januar 2019 E. 1.2; je mit Hinweisen).”
Im vorliegenden Entscheid hat die Berufungsinstanz das bereits erteilte Mandat der amtlichen Verteidigung bestätigt (Zuweisung des Mandats an Me Calabria).
“00, avec intérêts à 5% l'an dès le 12 septembre 2020, à l'égard de Fernando et Magdalena solidairement entre eux ; 2. (Inchangé). Subsidiairement : III. Le Jugement rendu le 10 janvier 2023 par la Cour des affaires pénales du Tribunal pénal fédéral est annulé et la cause renvoyée à cette autorité pour nouvelle décision dans le sens des considérants ». B.5 Par courriers des 8 et 17 août 2023, le MPC et Luis, par l'entremise de son conseil Me Iselin, ont déclaré renoncer à faire appel, respectivement déposer une déclaration d'appel (CAR 1.300.005 s. et 1.300.007). B.6 Le 28 août 2023, la Cour d'appel a transmis la déclaration d'appel et les courriers précités aux parties, un délai de 20 jours leur étant notamment imparti afin de présenter une demande motivée de non-entrée en matière et/ou déclarer un appel joint (art. 400 al. 3 let. a et b CPP). La Cour de céans a également confirmé que le mandat de défenseure d'office d'Omer était confié à Me Calabria (art. 133 CPP) et l'assistance juridique gratuite octroyée à Magdalena, Manuel et Fernando (art. 137 CPP en relation avec l'art. 133 CPP ; CAR 1.400.001 s.). B.7 Le 21 septembre 2023, la Cour d'appel a transmis les courriers de réponse reçus dans le délai imparti et relevé qu'aucune partie n'avait requis la non-entrée en matière sur l'appel partiel formé par Magdalena, Manuel et Fernando ou déposé un appel joint (CAR 1.400.009 s. et 1.400.003 ss). La Cour d'appel considère en droit : 1. Entrée en force partielle 1.1 Selon la modification du 17 mars 2017 de la loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération (LOAP ; RS 173.71), la Cour d'appel du Tribunal pénal fédéral, entrée en fonction le 1er janvier 2019, est compétente pour statuer sur les appels et demandes de révision (art. 38a LOAP). 1.2 A teneur de l'art. 402 CPP, l'appel suspend la force de chose jugée du jugement attaqué dans la limite des points contestés. Dans ce cas de figure, l'affaire passe à la compétence de la juridiction d'appel (Zimmerlin, Kommentar zum Schweizerischen Strafprozessordnung, 3e éd. 2020, n. 2 ad art. 402 StPO ; Kistler Vianin, Commentaire romand, 2e éd.”
Ein als amtlicher Verteidiger bestellter Anwalt kann Mandatsaufgaben an einen Stagiaire übertragen, sofern der Stagiaire unter der Leitung und der Verantwortung des bestellten Anwalts tätig ist.
“Le simple fait que la partie assistée n'ait pas confiance en son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office soit gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 précité ; TF 1B_285/2019 du 27 juin 2019 consid. 2). Dans les limites de la loi, les avocats stagiaires peuvent, sous la direction et responsabilité de leur maître de stage, conseiller, assister et représenter les parties devant les juridictions civile, pénale et administrative (art. 28 LPAV). 3.2 En l’espèce, H.________ a été victime d’une tentative d’assassinat à la machette ; il a été grièvement blessé et il est au bénéfice d’une rente AI. L’enquête, qui est complexe, se poursuit, trois prévenus étant en détention depuis de nombreux mois. Or, aucune disposition légale n’interdit au conseil désigné d’office de confier le mandat à son stagiaire pour autant que ce dernier travaille sous la direction et la responsabilité de son maître de stage. Au demeurant, s’agissant de la défense du prévenu, le Tribunal fédéral a précisé que bien que le CPP ne permette pas de désigner comme défenseur d'office un avocat stagiaire (cf. art. 127 al. 5 CPP cum art. 133 CPP), cette loi n'interdit pas que l'avocat stagiaire puisse assurer tout ou partie de la défense d'un prévenu, en "se substituant à" ou "en excusant" l'avocat en charge et sous la responsabilité de celui-ci (ATF 146 II 309 consid. 4.4.4 ; TF 6B_659/2017 du 6 mars 2018 consid. 2.1 et TF 6B_856/2014 du 10 juillet 2015 consid. 2.1). Dès lors que le CPP ne prévoit pas pour la partie plaignante une restriction identique, on ne saurait se montrer plus strict s’agissant du conseil juridique gratuit, ceci même si l’avis de désignation du conseil délivré par le Ministère public mentionne que le mandat de conseil juridique gratuit est personnel et non transmissible, le Ministère public autorisant toutefois l’avocat désigné, lorsque les impératifs de la procédure préliminaire le justifient, à déléguer sous sa propre responsabilité, certaines opérations à un associé, un collaborateur ou à un stagiaire de son étude. Dans le cas particulier, on ne saurait retenir que H.________ a pu ignorer la qualité de stagiaire de Semsudin Etemi, dès lors que notamment l’en-tête du papier à lettres de l’étude de Me Jean-Pierre Bloch le mentionne en cette qualité.”
Die Bestellung der amtlichen Verteidigung durch einen anderen Staatsanwalt oder durch den Oberstaatsanwalt derselben Staatsanwaltschaft ist nach den in den Quellen dargestellten Ausführungen nicht als Übertragung an eine «andere Behörde» oder an Dritte im Sinn von Art. 133 Abs. 1bis StPO zu werten. Der Bundesgesetzgeber versteht die Verfahrensleitung funktional; demnach können andere Staatsanwältinnen oder Staatsanwälte derselben Amtsstelle (einschliesslich des Oberstaatsanwalts) verfahrensleitende Befugnisse übernehmen und die amtliche Verteidigung bestellen. Der Oberstaatsanwalt kann die Verfahrensleitung an sich ziehen und — soweit dies regelbasiert vorgesehen ist — die Bestellung der amtlichen Verteidigung vornehmen.
“Die Generalstaatsanwältin oder der Generalstaatsanwalt, die Oberstaatsanwältinnen oder Oberstaatsanwälte, die Staatsanwältinnen oder Staatsanwälte, die Jugendanwältinnen oder Jugendanwälte haben in ihrem Zuständigkeitsbereich alle gesetzlichen Rechte und Pflichten, einschliesslich zur Sistierung oder Einstellung von Verfahren. Sie erlassen die Strafbefehle auch in Übertretungsstrafsachen. Sie sind berechtigt, im ganzen Kanton Amtshandlungen vorzunehmen. Die Generalstaatsanwaltschaft regelt die Vertretung, die Berechtigung zur Anklageerhebung und Anklagevertretung sowie die Zuständigkeit, Rechtsmittel einzureichen oder zurückzuziehen. Die Generalstaatsanwältin oder der Generalstaatsanwalt ist gegenüber den Staatsanwaltschaften und der Jugendanwaltschaft weisungsberechtigt, regelt Kompetenzkonflikte unter den Staatsanwaltschaften abschliessend und kann Änderungen in der Zuständigkeitsregelung vornehmen. Die Staatsanwaltschaft gliedert sich in die Abteilungen Generalstaatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität, Staatsanwaltschaften Bischofszell, Frauenfeld sowie Kreuzlingen und Jugendanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaften werden je durch eine Oberstaatsanwältin oder einen Oberstaatsanwalt geführt. Gemäss dem seit 1. Januar 2024 geltenden Art. 133 Abs. 1bis StPO können Bund und Kantone die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine andere Behörde oder an Dritte übertragen. Mit Art. 133 Abs. 1bis StPO sollten die in verschiedenen Kantonen bereits bestehenden Lösungen, die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine nicht unmittelbar mit der Sache befasste zentrale Stelle zu delegieren, bundesrechtskonform werden. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführt, hat der Kanton Thurgau gestützt auf Art. 133 Abs. 1bis StPO keine Norm erlassen, die eine Delegation von der Verfahrensleitung an eine andere Behörde oder an Dritte ermöglicht. Beim Oberstaatsanwalt handelt es sich im Fall eines bei der Staatsanwaltschaft pendenten Strafverfahrens jedoch nicht um eine "andere Behörde" (erst recht nicht um einen Dritten) im Sinn von Art. 133 Abs. 1bis StPO. Der Bundesgesetzgeber versteht den Begriff der Verfahrensleitung funktional und nicht in dem Sinn, dass nicht ein anderer Staatsanwalt innerhalb der gleichen Staatsanwaltschaft als gleicher Behörde über Bestellung, Entlassung und Wechsel der amtlichen Verteidigung befinden dürfte.”
“Die Staatsanwaltschaft gliedert sich in die Abteilungen Generalstaatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität, Staatsanwaltschaften Bischofszell, Frauenfeld sowie Kreuzlingen und Jugendanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaften werden je durch eine Oberstaatsanwältin oder einen Oberstaatsanwalt geführt. Gemäss dem seit 1. Januar 2024 geltenden Art. 133 Abs. 1bis StPO können Bund und Kantone die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine andere Behörde oder an Dritte übertragen. Mit Art. 133 Abs. 1bis StPO sollten die in verschiedenen Kantonen bereits bestehenden Lösungen, die Auswahl der amtlichen Verteidigung an eine nicht unmittelbar mit der Sache befasste zentrale Stelle zu delegieren, bundesrechtskonform werden. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführt, hat der Kanton Thurgau gestützt auf Art. 133 Abs. 1bis StPO keine Norm erlassen, die eine Delegation von der Verfahrensleitung an eine andere Behörde oder an Dritte ermöglicht. Beim Oberstaatsanwalt handelt es sich im Fall eines bei der Staatsanwaltschaft pendenten Strafverfahrens jedoch nicht um eine "andere Behörde" (erst recht nicht um einen Dritten) im Sinn von Art. 133 Abs. 1bis StPO. Der Bundesgesetzgeber versteht den Begriff der Verfahrensleitung funktional und nicht in dem Sinn, dass nicht ein anderer Staatsanwalt innerhalb der gleichen Staatsanwaltschaft als gleicher Behörde über Bestellung, Entlassung und Wechsel der amtlichen Verteidigung befinden dürfte. Es kann nicht nur der verfahrensführende Staatsanwalt, sondern beispielsweise bei dessen Verhinderung auch jeder andere Staatsanwalt der betreffenden Amtsstelle ohne besondere Ernennungsverfügung im betreffenden Fall verfahrensleitende Funktionen übernehmen. Der Oberstaatsanwalt kann, zumal er die Staatsanwaltschaft führt und gegenüber den Staatsanwältinnen und Staatsanwälten weisungsbefugt ist, ein Strafverfahren jederzeit an sich ziehen und die Verfahrensleitung übernehmen, bei prozessualen Zwischenentscheiden jedenfalls dann, wenn das regelbasiert erfolgt. Das ist der Fall, sieht doch die Geschäftsordnung der Staatsanwaltschaft Thurgau vor, was gerichtsnotorisch ist, dass der Oberstaatsanwalt oder die Oberstaatsanwältin der das Vorverfahren führenden Staatsanwaltschaft die amtliche Verteidigung bestellt.”
Die Präferenz des Beschuldigten begründet keinen unbegrenzten Anspruch auf die freie Wahl des amtlichen Verteidigers; es besteht lediglich ein Vorschlagsrecht. Objektive Gründe können die Berücksichtigung der Wunschverteidigung verhindern (z. B. Unauffindbarkeit, mehrtägige Abwesenheit, Verhaftung). Dagegen sind konkrete, objektiv belegte Anhaltspunkte, die eine Vertrauensbeziehung zum vorgeschlagenen Verteidiger ausschliessen, zu berücksichtigen.
“3 ; arrêt du Tribunal fédéral 1B_375/2012 du 15 août 2012 consid. 1.1). Sont en revanche dignes d'être pris en considération des griefs précis touchant à la personne du défenseur ou à un comportement de ce dernier qui montre à l'évidence que toute relation de confiance avec ce dernier est exclue (arrêt du Tribunal fédéral 1B_187/2013 du 4 juillet 2013 consid. 2.2 et 2.3 ; A. KUHN / Y. JEANNERET / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 20-22 ad art. 134). 2.2. En l'espèce, le recourant aurait voulu, lors de son audition à la police, être assisté d'un conseil l'ayant déjà défendu par le passé et à qui il vouait toute sa confiance. Celui-ci étant injoignable, le Ministère public a dès lors nommé d'office l'avocat de permanence. Cette situation ne permet pas au recourant de demander ensuite que l'avocat de son choix remplace celui valablement désigné. On ne voit pas comment il eût été possible de tenir compte davantage de sa préférence, au sens de l'art. 133 al. 2 CPP. En tout état, le recourant n'allègue pas que l'avocat désigné d'office ne serait pas à même de le défendre efficacement dans le cadre de la présente procédure, ce qui, par ailleurs, ne ressort pas non plus du dossier. Il ne soutient notamment pas que les procédures précédentes pour lesquelles il avait été défendu par Me D______ seraient connexes à la présente – ou de même nature – et justifieraient que cet avocat s'en occupe. Le fait qu'il n'ait pas confiance en son défenseur d'office, plus exactement que celui-ci soit valablement substitué (art. 33 LPav ; E 6 10), n'est pas suffisant et n'est étayé par aucun élément objectif. Enfin, il ne dispose pas d'un droit à la désignation de l'avocat de son choix, sauf à instaurer un système revenant à permettre à toute personne bénéficiant d'un défenseur d'office, rémunéré par l'État, de choisir son conseil à l'instar des avocats privés mandatés par les personnes qui les rémunèrent par leurs propres moyens. 3. Le recours sera dès lors rejeté.”
“Zu ergänzen bleibt, dass zwar durchaus ein Vorschlagsrecht, jedoch gerade kein unbe- schränkter Anspruch auf freie Wahl der amtlichen Verteidigung besteht (Zürcher Kommentar StPO-L IEBER, 3. Aufl. 2020, Art. 133 N 3 ff.). Vorliegend bestanden aufgrund der Verhaftung des Beschuldigten sowie der mehrtätigen Abwesenheit der Wunschverteidigung objektive Gründe für deren Nichtberücksichtigung (Urk. 3/1 S. 1; vgl. Zürcher Kommentar StPO-LIEBER, 3. Aufl. 2020, Art. 133 N 6c). Es ist sodann festzuhalten, dass nach der Polizei auch die Staatsanwaltschaft im Vorfeld der Hafteinvernahme nochmals versuchte, den Wunschverteidiger res- pektive eine Person der betreffenden Anwaltskanzlei aufzubieten. In der Folge stellte der Beschuldigte selber den Antrag, die über das Pikett-Strafverteidigung - 8 - bestellte Anwältin sei als amtliche Verteidigerin einzusetzen (Urk. 3/2 S. 1). Vor diesem Hintergrund ist keine Verletzung von Art. 133 Abs. 2 StPO auszumachen. 2.3. Eine formell fehlende oder materiell völlig ungenügende Verteidigung, welche überhaupt erst eine mögliche Rückweisung zu begründen vermöchte, liegt entgegen der Ansicht der Verteidigung nach dem Gesagten nicht vor (vgl. Zürcher Kommentar StPO-Z IMMERLIN, 3. Aufl. 2020, Art. 409 N 6; Urk. 92 S. 8). Der Rück- weisungsantrag der Verteidigung ist daher abzuweisen. Im Übrigen hätte eine Rückweisung aber auch mit Blick auf die Verfahrensökonomie zu unterbleiben. Soweit der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung die Vorwürfe überhaupt noch bestritt, kann – wie noch aufzuzeigen sein wird – ohnehin nicht auf diejenigen Beweismittel abgestellt werden, deren Überprüfung die Verteidigung im Rahmen der Rückweisung verlangt. Eine Rückweisung käme daher einem formalistischen Leerlauf gleich. 3. Berufungsumfang 3.1. Der Beschuldigte beantragt mit seiner Berufung einen Freispruch vom Vorwurf des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Dispositiv-Ziff.”
Die Verfahrensleitung bezeichnet den amtlichen Verteidiger in der Regel aus den in den kantonalen Registern bzw. Tabellen eingetragenen Anwältinnen und Anwälten.
“Toute partie qui a un intérêt juridiquement protégé à l'annulation ou à la modification d'une décision a qualité pour recourir contre celle-ci (art. 382 al. 1 CPP). Ont qualité de partie le prévenu, la partie plaignante et le ministère public lors des débats ou de la procédure de recours (art. 104 al. 1 CPP). Dans la présente procédure, la recourante est prévenue et a intérêt à ce que la décision attaquée soit annulée. La qualité pour recourir des deux mandataires à titre personnel peut demeurer ouverte au regard des considérants suivants et de l’issue de la procédure de recours (infra consid. 2). 1.4. La Chambre dispose d'une pleine cognition en fait et en droit (art. 393 al. 2 CPP) et statue sans débats (art. 397 al. 1 CPP). 2. 2.1. En cas de défense obligatoire (art. 130 CPP), comme c’est le cas en l’occurrence, la direction de la procédure ordonne une défense d’office (art. 132 al. 1 CPP). Le défenseur d’office du prévenu est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (art. 133 al. 1 CPP) parmi les avocats et avocates inscrits aux registres et tableaux cantonaux (art. 127 al. 5 CPP et 142 LJ). Une partie peut se faire assister de plusieurs conseils juridiques pour autant que la procédure n’en soit pas retardée de manière indue. En pareil cas, un représentant principal est désigné (art. 127 al. 2 CPP). Si l’autorité a désigné un défenseur d'office, le prévenu peut néanmoins opter à tout moment de la procédure pour une défense privée, qu’il devra alors rémunérer lui-même (arrêts TF 1B_394/2014 du 27 janvier 2015 consid. 2.2.2; 6B_500/2012 du 4 avril 2013 consid. 4.2 et 1B_291/2012 du 28 juin 2012 consid. 2.3.2). Dans ce cas, le motif à l'origine de la défense d’office disparaît et la direction de la procédure révoque le mandat du défenseur désigné (art. 134 al. 1 CPP). Le prévenu n’a en revanche aucun droit constitutionnel à se voir désigner un second avocat d’office rémunéré par l'assistance judiciaire, sauf cas exceptionnel (arrêt TF 1B_46/2013 du 12 mars 2013 consid. 2.”
“L’ordonnance par laquelle le ministère public refuse la désignation d'un défenseur d'office peut faire l'objet d'un recours devant l’autorité de recours, qui est dans le canton de Fribourg la Chambre pénale du Tribunal cantonal (cf. ATF 140 IV 202 consid. 2.2 in fine ; art. 20 al. 1 et 393 al. 1 let. a CPP ; art. 85 al. 1 LJ). 1.2. Déposé à un office postal le 27 mai 2021, le recours contre l’ordonnance attaquée notifiée le 17 mai 2021 respecte le délai de dix jours prévu à l’art. 396 al. 1 CPP. Il est en outre doté de conclusions et motivé (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP). 1.3. Directement atteinte dans ses droits procéduraux, A.________ dispose de la qualité pour recourir au sens de l’art. 382 al. 1 CPP. 1.4. Le recours fait l’objet d’une procédure écrite (art. 397 al. 1 CPP). 2. 2.1. En cas de défense obligatoire (art. 130 CPP), comme c’est le cas en l’occurrence, la direction de la procédure ordonne une défense d’office (art. 132 al. 1 CPP). Le défenseur d’office du prévenu est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (art. 133 al. 1 CPP) parmi les avocats et avocates inscrits aux registres et tableaux cantonaux (art. 127 al. 5 CPP et 142 LJ). Une partie peut se faire assister de plusieurs conseils juridiques pour autant que la procédure n’en soit pas retardée de manière indue. En pareil cas, un représentant principal est désigné (art. 127 al. 2 CPP). Un prévenu se trouvant dans une situation de défense obligatoire n'a toutefois aucun droit constitutionnel à se voir désigner un second avocat d'office rémunéré par l'assistance judiciaire, sauf cas exceptionnel. La désignation d'un deuxième avocat d'office n'est ainsi donc pas exclue lorsque cette mesure est nécessaire pour assurer à l'inculpé une défense adéquate de ses intérêts tout au long de la procédure, compte tenu de la durée possible de celle-ci, de l'objet du procès, de la complexité des questions de fait et de droit en jeu et de la personnalité de l'accusé (arrêt TF 1B_46/2013 du 12 mars 2013 consid. 2.1 et les réf. citées). Dans cet arrêt, le Tribunal fédéral n’a pas retenu l’existence de circonstances exceptionnelles en présence d’une procédure instruite par le Ministère public genevois à l’encontre d’un ressortissant suisse et guatémaltèque, arrêté dans le cadre d'une enquête pour assassinats et à qui il était reproché d'avoir exécuté ou fait exécuter douze personnes, l’instruction genevoise portant sur deux cas.”
“Die Vorinstanz hat die Ablehnung des Gesuchs um Sistierung des Berufungsverfahrens bis B.________ das Mandat als amtlicher Verteidiger wieder aufnehmen könnte damit begründet, dass die fehlende Möglichkeit der Verteidigung durch einen bestimmten Verteidiger keinen Grund für eine Verfahrenssistierung bilde. Zumal, wenn der Zeitpunkt einer erneuten Mandatsführung durch den gewünschten Verteidiger völlig offen sei. Aus dem Anwaltsregister des Kantons Basel-Stadt liessen sich ebenfalls geeignete Anwälte für die amtliche Verteidigung für das Berufungsverfahren finden. Da der Beschwerdeführer keinen anderen Anwalt für die amtliche Verteidigung vorgeschlagen hat, habe die Appellationsgerichtspräsidentin in Anwendung von Art. 133 Abs. 1 StPO Advokat Christian von Wartburg als amtlichen Verteidiger für das Berufungsverfahren bestellt.”
Kann der vom Beschuldigten gewünschte Verteidiger wegen Nichterreichbarkeit oder aus ähnlichen Gründen nicht beigezogen werden und erfordert die Lage dringendes Handeln, kann die zuständige Verfahrensleitung einen anderen amtlichen Verteidiger bestellen; dieses Vorgehen wurde in der zitierten Praxis als korrekt erachtet.
“Le dimanche 5 février 2023, le Ministère public avait ouvert une procédure contre le prévenu et avait, conformément aux souhaits de celui-ci, tenté de joindre Me D______, en vain. Vu cette impossibilité et vu l'urgence, il avait nommé Me C______ comme défenseur d'office du prévenu. Dans ce contexte, la procédure de désignation du défenseur d'office avait été correctement suivie. c. A______ a répliqué, par trois plis successifs. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et – faute de notification conforme à l'art. 85 al. 2 CPP – dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. Le recourant demande la nomination d'un autre avocat d'office, au motif qu'un ancien défenseur bénéficiait de toute sa confiance et l'avait déjà défendu dans plusieurs affaires. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 § 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art. 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
“Le dimanche 5 février 2023, le Ministère public avait ouvert une procédure contre le prévenu et avait, conformément aux souhaits de celui-ci, tenté de joindre Me D______, en vain. Vu cette impossibilité et vu l'urgence, il avait nommé Me C______ comme défenseur d'office du prévenu. Dans ce contexte, la procédure de désignation du défenseur d'office avait été correctement suivie. c. A______ a répliqué, par trois plis successifs. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et – faute de notification conforme à l'art. 85 al. 2 CPP – dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. Le recourant demande la nomination d'un autre avocat d'office, au motif qu'un ancien défenseur bénéficiait de toute sa confiance et l'avait déjà défendu dans plusieurs affaires. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 § 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art. 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
Werden Verfahren kurz nach ihrer Eröffnung mit einem bisherigen Verfahren vereinigt, ist zu prüfen, ob das Mandat der bereits bestellten amtlichen Verteidigung auf das neue Verfahren auszuweiten ist oder ob gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO eine amtliche Verteidigung erstmalig zu bestellen ist.
“dargelegt nicht möglich), sondern im Sinne von Art. 133 Abs. 2 von deren erstmaliger Einsetzung auszugehen ist. Fraglich ist somit, ob bei der Eröffnung eines neuen Verfahrens, das wie vorliegend innert weniger Tage mit einem bisherigen vereinigt wird, das Mandat der bisherigen amtlichen Verteidigung auf das neue Verfahren auszuweiten oder ob gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO erstmalig eine amtliche Verteidigung zu bestellen ist.”
Bei der Bestellung des amtlichen Verteidigers kann die bereits erfolgte Betreuung durch denselben Anwalt und der Wunsch der beschuldigten Person berücksichtigt werden. Die Praxis billigt wiederholt, dass der bereits vertretende Anwalt als amtlicher Verteidiger bestellt bzw. nicht von der Aufgabe entbunden wird, sofern damit die effektive Verteidigung gewahrt bleibt.
“Quant aux autres activités déployées par l’avocat d’office ou son auxiliaire (cf. let. B. c. et d. supra), elles ne font l’objet d’aucune critique sérieuse, y compris celles dont le caractère social est peut-être plus marqué que la stricte défense pénale prônée dans l’acte de recours. En particulier, on ne voit pas en quoi la visite d’un stagiaire avant une audience non spécifiée au Ministère public aurait compromis une défense efficace, dès lors que le recourant paraît avoir été suivi de façon prépondérante, sinon exclusive, par un avocat-stagiaire depuis son appréhension, sans émettre de doléances sur l’efficacité de l’assistance ainsi reçue. Ainsi, les faits susmentionnés ne permettent pas à la Chambre de céans de retenir que la défense du recourant ne serait pas adéquatement assurée par D______ (ou par un auxiliaire de celui-ci, cf. art. 33 loi LPAv ; E 6 10). C'est à bon droit que le Ministère public a refusé de relever cet avocat de sa mission. Il est par conséquent inutile de se demander si le recourant souhaitait (au sens de l’art. 133 al. 2 CPP) être défendu, non plus par C______ qu’il a contacté et mandaté pour déposer le recours, mais par l’avocat suggéré par celui-ci dans les conclusions. 4. Dès lors, le recours pouvait être traité d’emblée par la Chambre de céans, sans échange d’écritures ni débats (art. 390 al. 5 a contrario CPP). 5. Le recourant, qui succombe en comparant par un défenseur privé, supportera les frais envers l'État, fixés en totalité à CHF 800.-, y compris l’émolument de décision (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP - E 4 10.03). 6. Pour le même motif, son défenseur n’a pas droit à des dépens. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Rejette le recours. Met à la charge de A______ les frais de la procédure de recours, arrêtés à CHF 800.-. Notifie le présent arrêt, en copie, au recourant (soit pour lui, dans la présente instance, à Me C______) et au Ministère public. Le communique pour information à Me D______.”
“Le recours pour déni de justice ne peut ainsi qu'être rejeté. 5. Le recourant sollicite l'assistance judiciaire pour le recours. 5.1. Conformément à l'art. 29 al. 3 Cst., toute personne qui ne dispose pas de ressources suffisantes a droit à l'assistance judiciaire gratuite, à moins que sa cause paraisse dépourvue de toute chance de succès; elle a droit en outre à l'assistance judiciaire gratuite d'un défenseur, dans la mesure où la sauvegarde de ses droits le requiert (arrêt du Tribunal fédéral 1B_74/2013 du 9 avril 2013 consid. 2.1 avec référence aux ATF 128 I 225 consid. 2.5.2 p. 232 s. = JdT 2006 IV 47; 120 Ia 43 consid. 2a p. 44). 5.2. En l'espèce, il peut être supposé que le recourant est indigent, compte tenu de sa situation personnelle. En outre, on peut admettre que la cause présentait une certaine complexité pour un profane. Dans ces circonstances, la désignation d'un défenseur d'office devant l'instance de recours apparaît nécessaire. Le recourant en sera ainsi pourvu en la personne de l'avocat par lequel il procède déjà (art. 133 al. 2 CPP). Le recourant n'a toutefois pas chiffré ni, a fortiori, détaillé l'activité de son conseil pour la procédure par-devant la Chambre de céans. Compte tenu du recours, qui reprend majoritairement les mêmes développements que ceux figurant dans le recours interjeté le 4 août 2022 dans la PS/1______/2022, une indemnité ex aequo et bono de CHF 250.-, TVA à 7.7% comprise, sera allouée à Me D______ et mise à la charge de l'État. 6. Le recourant, bien qu'au bénéfice de l'assistance juridique, succombe. Il supportera dès lors les frais de la procédure de recours (art. 428 al. 1 CPP; arrêts du Tribunal fédéral 1B_203/2011 du 18 mai 2011 consid. 4 et 1B_372/2014 du 8 avril 2015 consid. 4.6 [arrêts qui rappellent que l'autorité de deuxième instance est tenue de dresser un état de frais pour la procédure de recours, sans égard à l'obtention de l'assistance judiciaire]), qui seront fixés en totalité à CHF 300.-, émolument de décision compris (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP ; E 4 10.”
“6.1. Conformément à l'art. 29 al. 3 Cst., toute personne qui ne dispose pas de ressources suffisantes a droit à l'assistance judiciaire gratuite, à moins que sa cause paraisse dépourvue de toute chance de succès; elle a droit en outre à l'assistance judiciaire gratuite d'un défenseur, dans la mesure où la sauvegarde de ses droits le requiert (arrêt du Tribunal fédéral 1B_74/2013 du 9 avril 2013 consid. 2.1 avec référence aux ATF 128 I 225 consid. 2.5.2 p. 232 s. = JdT 2006 IV 47; 120 Ia 43 consid. 2a p. 44). 6.2. En l'espèce, il peut être supposé que le recourant est indigent, compte tenu de sa situation personnelle. En outre, la cause présentait une certaine complexité de par les notions juridiques concernées et compte tenu de l'argumentation développée devant l'instance de recours. Dans ces circonstances, la désignation d'un défenseur d'office devant l'instance de recours apparaît nécessaire. Le recourant en sera ainsi pourvu en la personne de l'avocat par lequel il procède déjà (art. 133 al. 2 CPP). 7. Le recourant n'a toutefois pas chiffré ni, a fortiori, détaillé l'activité de son conseil pour la procédure par-devant la Chambre de céans. Compte tenu de son recours d'onze pages, dont une page de garde et une autre de conclusion et dont la moitié seulement concerne l'exposé en droit, une indemnité ex aequo et bono de CHF 500.-, TVA à 7.7% comprise, sera allouée à Me B______ et mise à la charge de l'État. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Rejette le recours. Met A______ au bénéfice de la défense d'office pour la procédure de recours et désigne Me B______ à ce titre. Condamne A______ aux frais de la procédure de recours, arrêtés à CHF 200.-. Alloue à Me B______, à la charge de l'État, une indemnité de CHF 500.- TTC. Notifie le présent arrêt ce jour, en copie, au recourant, soit pour lui son conseil, à l'OCPM et au Ministère public. Siégeant : Madame Corinne CHAPPUIS BUGNON, présidente; Mesdames Daniela CHIABUDINI et Alix FRANCOTTE CONUS, juges; Madame Olivia SOBRINO, greffière.”
Die vom jeweiligen Verfahrensleiter bestellte amtliche Verteidigung gilt grundsätzlich für das gesamte Verfahren — in der Praxis auch instanzen‑ und behördenübergreifend — und bleibt grundsätzlich bestehen, bis sie widerrufen oder durch eine neue Bestellung ersetzt wird.
“Conformément à l’art. 133 al. 1 CPP, le défenseur d’office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré. Conformément à la pratique de la Chambre de céans, la défense d’office désignée par la direction de la procédure vaut en principe pour l’ensemble de la procédure, c’est-à-dire également pour la procédure de recours. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le mandat de l'ancien défenseur d'office dans la procédure cantonale reste valable jusqu'à un éventuel changement de défenseur d’office ordonné en application de l’art. 134 CPP (arrêt du Tribunal fédéral 1B_348/2018 du 9 août 2018 consid. 2.2).”
“Die Strafprozessordnung, welche mangels einer entsprechenden Regelung in der Jugendstrafprozessordnung vorliegend zur Anwendung kommt (Art. 3 JStPO), beantwortet diese Frage nicht direkt, sondern sieht vor, dass die unentgeltliche Verbeiständung der Privatklägerschaft durch die im jeweiligen Verfahrensstadium zuständige Verfahrensleitung erfolgt (Art. 137 i.V.m. Art. 133 Abs. 1 StPO) und von dieser bei Dahinfallen der erforderlichen Gründe widerrufen wird (Art. 137 i.V.m. Art. 134 Abs. 1 StPO). Dies bedeutet dem Grundsatz nach, dass die einmal bewilligte unentgeltliche Rechtspflege im Strafverfahren grundsätzlich so lange andauert, wie sie nicht widerrufen wird, mithin auch behörden- bzw. instanzenübergreifend (so auch Lieber, Bemerkungen zu BGer 1B_80/2019 vom 26. Juni 2019, in: forumpoenale 3/2020 S. 170, 174; in diesem Sinne wohl auch die Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom 21. Dezember 2005, in: BBl 2006 S. 1085, S. 1180). Von diesem Grundsatz macht das Bundesgericht wie ausgeführt in analoger Anwendung von Art. 119 Abs. 5 ZPO für das Rechtsmittelverfahren eine Ausnahme. Aus den bundesgerichtlichen Ausführungen und der von ihm wiedergegebenen Lehrmeinung (Kiener, a.a.O, S. 119), wonach im Rechtsmittelverfahren ein neues Gesuch erforderlich sei, kann im Umkehrschluss abgeleitet werden, dass beim Übergang vom Vorverfahren zum gerichtlichen Verfahren nicht von einer solchen Ausnahme auszugehen ist.”
Ein Wechsel des amtlichen Verteidigers ist nur zu bewilligen, wenn aus objektiven Gründen eine kompetente und effektive Verteidigung nicht mehr gewährleistet erscheint (beispielsweise bei schwerer Vertrauensstörung oder Verletzung der Verteidigerpflichten). Blosses, rein subjektives Misstrauen der beschuldigten Person begründet nicht ohne weiteres Anspruch auf Ersatz, sofern nicht erkennbar ist, dass die Haltung des Verteidigers die Interessen der beschuldigten Person ernstlich gefährdet.
“Son conseil avait parlé à Me C______ et lui avait indiqué qu'il ne s'opposerait pas à un changement d'avocat; or, il avait dit le contraire dans ses observations au Ministère public. Ces reproches dénotaient selon elle une défense inefficace. b. Dans ses observations, le Ministère public conclut au rejet du recours, se référant à la motivation de son ordonnance. c. A______ réplique. Le Ministère public ne répondant pas aux reproches qu'elle avait formulés, ceux-ci devaient être considérés comme établis. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP) – les formalités de notification (art. 85 al. 2 CPP) n'ayant pas été observées –, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner de la prévenue qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 § 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
“Elle produit copie d'un procès-verbal d'audience devant le Ministère public dans la procédure parallèle P/1______/2021. d. À réception de ce deuxième recours, la cause a été gardée à juger. EN DROIT : 1. Formés dans la même procédure, contre deux décisions différentes mais portant sur le même sujet et contenant les mêmes conclusions, les deux recours seront joints et donneront lieu à un seul arrêt. 2. Les recours sont recevables pour avoir été déposés selon la forme et dans le délai prescrits (art. 90 al. 2 ; 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP, concerner deux ordonnances sujettes à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. b CPP) et émaner de la prévenue qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 3. La recourante invoque une rupture du lien de confiance avec son défenseur et demande le remplacement de ce dernier. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159; cf. arrêts rendus avant l'entrée en vigueur du CPP: ATF 105 Ia 296 consid. 1d p. 302; arrêts du Tribunal fédéral 1B_74/ 2008 du 18 juin 2008 consid. 2 et 1B_245/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2; arrêt CourEDH Croissant contre Allemagne du 25 septembre 1992, § 29). Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid.”
“Par pli daté du 28 juillet 2022 et reçu par le Ministère public le lendemain, A______ a encore requis le changement d'avocat. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP) – les formalités de notification (art. 85 al. 2 CPP) n'ayant pas été observées –, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant considère que la relation de confiance avec son avocat est rompue et qu'un autre défenseur d'office devrait lui être désigné. 3.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 § 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 3.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
“À réception du recours, la cause a été gardée à juger, sans échange d'écritures ni débats. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP) – les formalités de notification (art. 85 al. 2 CPP) n'ayant pas été observées –, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant encore un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant considère que la relation de confiance avec son avocat est rompue et qu'un autre défenseur d'office devrait lui être désigné. 3.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159; cf. arrêts rendus avant l'entrée en vigueur du CPP: ATF 105 Ia 296 consid. 1d p. 302; arrêts 1B_74/ 2008 du 18 juin 2008 consid. 2 et 1B_245/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2; arrêt CourEDH Croissant contre Allemagne du 25 septembre 1992, § 29). 3.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid.”
“Me C______ s'en rapporte à justice tout en contestant les allégués de son client, lequel vivait mal sa détention. Il précise néanmoins que son associé l'excusera lors de l'audience, de sorte que son client serait défendu par un autre avocat que lui. E. a. Par jugement du 16 octobre 2020, le Tribunal de police a condamné A______ pour rupture de ban (art. 291 CP) et l'a acquitté de l'infraction à l'art. 33 al. 1 let. a LArm. b. Par courrier du même jour, A______ a déclaré faire appel de ce jugement. Il a à nouveau demandé le changement d'avocat d'office. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Une demande de remplacement du défenseur d'office (art. 134 CPP) ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne cependant pas le droit d'en demander son remplacement, lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid. 2.4 p. 164; 114 Ia 101 consid. 3 p. 104; arrêt du Tribunal fédéral 1B_375 2012 du 15 août 2012 consid. 1.1). 2.2. En l'espèce, le recourant n'a pas attaqué la décision du Ministère public refusant de remplacer le conseil nommé d'office.”
Die amtliche Verteidigung ist anzuordnen, wenn beide Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: die beschuldigte Person verfügt nicht über die erforderlichen Mittel und die Beiordnung eines Verteidigers ist zur Wahrung ihrer Interessen geboten. Bei der Prüfung der Gebotenheit sind u.a. die Schwere der Tat bzw. die zu erwartende Sanktion, die persönlichen Fähigkeiten der Beschuldigten sowie die Komplexität oder Bedeutung der aufgeworfenen Rechtsfragen zu berücksichtigen.
“Gemäss Art. 133 Abs. 1 lit. b StPO ordnet die Verfahrensleitung eine amtli- che Verteidigung an, wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Vor- liegend ist aus den bei der mündlichen Hauptverhandlung eingelegten Akten er- sichtlich, dass der Beschuldigte nicht über genügend Einkommen verfügt, welches ihm die Bezahlung eines Rechtsanwaltes vor dem Kantonsgericht ermöglicht (act. B.1 ff.). Im Weiteren stellen sich im Zusammenhang mit der Frage der üblen Nach- rede Rechtsfragen, die nicht ohne Weiteres von einem Laien beurteilt werden können. Aus diesem Grund wird das Gesuch gutgeheissen und Rechtsanwalt Martin Dietrich wird ab Gesuchseinreichung (mündliche Hauptverhandlung vom 15. Dezember 2022) als amtlicher Verteidiger von A. im Berufungsverfahren SK1 21 33 bestellt.”
“L'appel contre le jugement JTDP/1029/2021 rendu le 13 août 2021 est quant à lui recevable, pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits, étant précisé que la CPAR limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. 2.1. Conformément aux art. 16 al. 1 du IIème Protocole additionnel à la Convention européenne d'entraide judiciaire en matière pénale du 8 novembre 2001 et X ch. 1 de l'Accord du 28 octobre 1996 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République française en vue de compléter la Convention européenne d'entraide judiciaire en matière pénale du 20 avril 1959, les autorités judiciaires compétentes de toute Partie peuvent envoyer directement, par voie postale, des actes de procédure et des décisions judiciaires, aux personnes qui se trouvent sur le territoire de toute autre Partie. 2.2. À teneur de l'art. 132 al. 1 let. b CPP, la direction de la procédure compétente au stade considéré (art. 133 al. 1 CPP) ordonne une défense d'office si le prévenu ne dispose pas des moyens nécessaires et que l'assistance d'un défenseur d'office est justifiée pour sauvegarder ses intérêts. Ces deux conditions sont cumulatives (arrêt du Tribunal fédéral 1B_138/2015 du 1er juillet 2015 consid. 2.1); Par "intérêts de la justice", il convient de tenir compte des facteurs tels que la gravité de l'infraction imputée au requérant et la sévérité de la sanction dont il risque de se voir frapper, de ses aptitudes personnelles et de la nature de la procédure, c'est-à-dire la complexité ou l'importance des questions soulevées et l'enjeu de la procédure pour le requérant (arrêt du Tribunal fédéral 1B_12/2020 du 24 janvier 2020 consid. 3.2). En tout état de cause, une affaire n'est pas de peu de gravité lorsque le prévenu est passible d'une peine privative de liberté de plus de 4 mois ou d'une peine pécuniaire de plus de 120 jours-amende (art. 132 al. 3 CPP). 2.3. En vertu de l'art. 389 al. 1 CPP, la juridiction d'appel se fonde sur les preuves administrées pendant la procédure préliminaire et la procédure de première instance, l'administration des preuves du tribunal de première instance pouvant être répétée dans l'une des hypothèses prévues au second alinéa de cette disposition.”
Ein rein subjektiver Vertrauensverlust des Beschuldigten genügt nicht für den Austausch des amtlichen Verteidigers; ein Ersatz ist nur gerechtfertigt, wenn objektive Gründe vorliegen, die eine kompetente und effektive Verteidigung gefährden, bzw. wenn eine gravierende Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses offensichtlich ist.
“Il voulait choisir son avocat et sollicitait un délai au 31 janvier 2024 pour en trouver un, voire pour "réengager" Me D______ en qui il avait confiance. b. À réception du recours, la cause a été gardée à juger sans échange d'écritures, ni débats. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement irrecevables ou mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant conteste la désignation de Me G______ en tant que son nouveau défenseur d'office. 3.1. L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit pas au prévenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 3.2. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid. 2.4 p. 164; 114 Ia 101 consid. 3 p. 104; arrêt du Tribunal fédéral 1B_375 2012 du 15 août 2012 consid. 1.1). 3.3. En l'espèce, le Ministère public a fait droit à la demande de remplacement de l'avocat d'office du recourant et désigné un autre avocat à ce titre. Celui-ci n'ayant pas encore pu œuvrer à la défense de son client, il est pour le moins incongru de la part de ce dernier d'en demander d'ores et déjà le remplacement.”
“En outre, on ne pouvait pas obliger une personne consciente et capable de discernement à se faire défendre par un avocat dont elle ne souhaitait pas. b. Par courriel du 9 novembre 2021, adressé à la Chambre de céans, A______ demande à être représentée par Me F______, "extrêmement intègre" et "membre du CSM". La partie adverse, "aussi puissante qu'elle soit," n'oserait pas attaquer le précité et, si tel devait être le cas, "il saura[it] se défendre". Seul un ancien bâtonnier pouvait arrêter l'arbitraire auquel elle était confrontée. c. Le Tribunal n'a pas formulé d'observations sur le recours. d. Le Ministère Public conclut au rejet du recours. Me D______ avait été nommé à la défense des intérêts de la prévenue à la demande de cette dernière; le simple changement d'avis de celle-ci n'était pas un motif pour remplacer le défenseur. La comparaison avec la procédure P/1______/2021 – dans laquelle il avait révoqué le mandat de Me D______ – tombait à faux dans la mesure où dans cette seconde procédure l'avocat avait été désigné d'office sans application de l'art. 133 al. 2 CPP. e. Dans sa réplique, A______ dénonce une dissimulation par la juge du Tribunal de sa demande de récusation déposée contre celle-ci [traitée séparément, sous la référence PS/2______/2021] et considère que cette dernière commet une "discrimination sans précédent" en admettant la représentation, devant elle, par un avocat qui a été relevé de tous les autres dossiers. Enfin, elle persiste dans ses conclusions. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP, concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. b CPP) et émaner de la prévenue qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. La recourante invoque une rupture du lien de confiance avec son défenseur et demande le remplacement de ce dernier.”
“Le fait que son conseil n'ait pas été informé par la police de ladite audition ne le déchargeait en rien puisqu'il l'avait fait à sa place et avait demandé qu'il le rappelle pour en en discuter, ce qu'il n'avait jamais fait. d. F______, partie plaignante, a spontanément adressé à la Chambre de céans, le 23 novembre 2021, copie de son pli à l'attention du Ministère public, par lequel elle lui demandait de poursuivre sans délai son instruction avec l'avocat d'office nommé à cet effet, le prévenu jouant manifestement la montre, étant rappelé qu'elle avait déposé plainte en février 2016. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. Le recourant invoque une rupture du lien de confiance avec son défenseur d'office et demande la révocation de ce dernier. 2.1. Selon l'art. 133 al. 2 CPP ne garantit pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut ainsi être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
Bei Gesuchen um Umwandlung einer Wahlverteidigung in eine amtliche Verteidigung ist das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten. Liegt bereits eine beauftragte Wahlverteidigung vor, kann die Verfahrensleitung nicht allein aufgrund unbelegter Angaben über Mittellosigkeit ohne weitere Abklärungen annehmen, dass eine amtliche Verteidigung anzuordnen sei; sie kann vielmehr Nachweise über die finanziellen Verhältnisse verlangen und auf Mitwirkung der beschuldigten Person zur Bedürftigkeitsprüfung angewiesen sein.
“Ein Nebeneinander von Wahlverteidigung und amtlicher Verteidigung sei nicht völlig ausgeschlossen. Weiter sei auch bei der Anordnung der amtlichen Verteidigung das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten. Wenn die beschuldigte Person aber über eine Wahlverteidigung verfüge und deren Umwandlung in eine amtliche Verteidigung beantrage, so sei diese Konstellation nicht unter Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO einzuordnen. Vielmehr richte sich die Behandlung eines solchen Gesuchs (auch bei Fällen notwendiger Verteidigung) nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und hänge somit von der finanziellen Bedürftigkeit der beschuldigten Person ab. Diese sei für den zuletzt genannten Punkt nachweispflichtig. Wenn die beschuldigte Person eine Wahlverteidigung beauftragt habe und beim Antrag auf Umwandlung in eine amtliche Verteidigung ihre finanziellen Verhältnisse nicht offenlege, so lasse sich diese Situation nicht mit einem Fall von Bedürftigkeit nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO gleichsetzen. Ein solches Vorgehen gehe auch über das Vorschlagsrecht von Art. 133 Abs. 2 StPO hinaus. Vielmehr dürfe die Verfahrensleitung bei der fraglichen Konstellation grundsätzlich ohne weitere Abklärungen davon ausgehen, dass – zumindest einstweilen – eine wirksame private Rechtsvertretung gegeben sei. Diesen Grundsatz könne die beschuldigte Person nicht mit der blossen Behauptung, sie sei mittellos, umstossen. Die Verfahrensleitung sei bei der Anordnung einer amtlichen Verteidigung wegen Bedürftigkeit im Sinn von Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO für ihre Abklärungen auf die Mitwirkung der beschuldigten Person angewiesen. Ein Anspruch auf Anordnung der amtlichen Verteidigung ohne Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit bestehe bei notwendiger Verteidigung nur in einer Konstellation von Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO, das heisse bei Fehlen einer Wahlverteidigung. Nichts anderes ergebe sich aus BGE 139 IV 113. c) aa) Mit dieser neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Argumentation des Beschwerdeführers, die sich auf BGE 139 IV 113 bezieht, überholt. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht zu beanstanden, soweit die Staatsanwaltschaft die notwendige amtliche Verteidigung im Sinn von Art.”
“b) aa) Im Entscheid BGE 139 IV 113 erwog das Bundesgericht, bei notwendiger Verteidigung setze die Bestellung eines Offizialverteidigers, dessen Kosten vom Staat (vorläufig) zu bevorschussen seien, keinen Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit des Beschuldigten voraus. Dass die Vorinstanz das gesetzliche Vorschlagsrecht bei der Ernennung des Offizialverteidigers davon abhängig mache, dass der Beschuldigte der Staatsanwaltschaft seine finanziellen Verhältnisse offenlege und der erbetene Verteidiger ihn dazu aktiv anhalten müsse, halte vor dem Bundesrecht nicht stand. bb) Gemäss (neuerer) bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die amtliche Verteidigung als subsidiär zur (privaten) Wahlverteidigung zu betrachten. Das Bundesgericht verneinte ausdrücklich, dass der Staat bei notwendiger Verteidigung stets das diesbezügliche Kostenrisiko zu tragen habe, wenn eine beschuldigte Person ein Gesuch um amtliche Verteidigung stelle. Ein Nebeneinander von Wahlverteidigung und amtlicher Verteidigung sei nicht völlig ausgeschlossen. Weiter sei auch bei der Anordnung der amtlichen Verteidigung das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten. Wenn die beschuldigte Person aber über eine Wahlverteidigung verfüge und deren Umwandlung in eine amtliche Verteidigung beantrage, so sei diese Konstellation nicht unter Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO einzuordnen. Vielmehr richte sich die Behandlung eines solchen Gesuchs (auch bei Fällen notwendiger Verteidigung) nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und hänge somit von der finanziellen Bedürftigkeit der beschuldigten Person ab. Diese sei für den zuletzt genannten Punkt nachweispflichtig. Wenn die beschuldigte Person eine Wahlverteidigung beauftragt habe und beim Antrag auf Umwandlung in eine amtliche Verteidigung ihre finanziellen Verhältnisse nicht offenlege, so lasse sich diese Situation nicht mit einem Fall von Bedürftigkeit nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO gleichsetzen. Ein solches Vorgehen gehe auch über das Vorschlagsrecht von Art. 133 Abs. 2 StPO hinaus. Vielmehr dürfe die Verfahrensleitung bei der fraglichen Konstellation grundsätzlich ohne weitere Abklärungen davon ausgehen, dass – zumindest einstweilen – eine wirksame private Rechtsvertretung gegeben sei.”
Hat die Staatsanwaltschaft den vom Beschuldigten vorgeschlagenen oder beantragten amtlichen Verteidiger nicht eingesetzt bzw. einen Wechsel abgelehnt, begründet das angesichts des Vorschlagsrechts nach Art. 133 Abs. 2 StPO ein der beschuldigten Person unmittelbar zustehendes, rechtlich geschütztes Interesse und damit die Legitimation zur Beschwerde. Die Entscheide halten ferner fest, dass solche Beschwerden form- und fristgerecht nach Art. 396 StPO einzureichen sind und das Appellationsgericht zuständig ist; dessen Kognition ist frei (nicht auf Willkür beschränkt).
“Mit der vorliegend angefochtenen Verfügung hat die Staatsanwaltschaft den Wechsel der amtlichen Verteidigung abgelehnt. Da die im Strafverfahren beschuldigte Person gestützt auf Art. 133 Abs. 2 StPO ein Vorschlagsrecht bei der Bestellung des amtlichen Verteidigers hat und ihre Wünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen sind, ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfügung unmittelbar berührt und hat ein rechtlich geschütztes Interesse an deren Änderung, was ihn zur Beschwerde legitimiert (vgl. AGE BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 1.2, BES.2016.100 vom 30. Juni 2016 E. 1). Die Beschwerde ist gemäss Art. 396 StPO form- und fristgemäss eingereicht worden, so dass darauf einzutreten ist.”
“Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) unterliegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft der Beschwerde. Mit der angefochtenen Verfügung hat die Staatsanwaltschaft die Einsetzung von C____ als amtlichen Verteidiger bzw. den Wechsel der amtlichen Verteidigung abgelehnt. Da die im Strafverfahren beschuldigte Person gestützt auf Art. 133 Abs. 2 StPO ein Vorschlagsrecht bei der Bestellung des amtlichen Verteidigers hat und ihre Wünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen sind, ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfügung unmittelbar berührt und hat ein rechtlich geschütztes Interesse an deren Änderung, was ihn zur Beschwerde legitimiert (vgl. AGE BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 1.2, BES.2016.100 vom 30. Juni 2016 E. 1). Diese ist gemäss Art. 396 StPO form- und fristgemäss eingereicht worden, so dass darauf einzutreten ist. Zuständiges Beschwerdegericht ist das Appellationsgericht als Einzelgericht (§ 88 Abs. 1 in Verbindung mit § 93 Abs. 1 Ziff. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]). Die Kognition des Beschwerdegerichts ist frei und nicht auf Willkür beschränkt (Art. 393 Abs. 2 StPO).”
“Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) unterliegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft der Beschwerde. Mit der angefochtenen Verfügung hat die Staatsanwaltschaft den Wechsel der amtlichen Verteidigung abgelehnt. Da die im Strafverfahren beschuldigte Person gestützt auf Art. 133 Abs. 2 StPO ein Vorschlagsrecht bei der Bestellung des amtlichen Verteidigers hat und ihre Wünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen sind, ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfügung unmittelbar berührt und hat ein rechtlich geschütztes Interesse an deren Änderung, was ihn zur Beschwerde legitimiert (vgl. AGE BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 1.2, BES.2016.100 vom 30. Juni 2016 E. 1). Seine Beschwerde ist gemäss Art. 396 StPO form- und fristgemäss eingereicht worden, so dass darauf einzutreten ist. Zuständiges Beschwerdegericht ist das Appellationsgericht als Einzelgericht (§ 88 Abs. 1 in Verbindung mit § 93 Abs. 1 Ziff. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]). Die Kognition des Beschwerdegerichts ist frei und nicht auf Willkür beschränkt (Art. 393 Abs. 2 StPO).”
Bei relativ komplexen rechtlichen Fragen kann für das Rekursverfahren nach Art. 133 StPO ein amtlicher Verteidiger bestellt werden. Die zuständige Instanz kann einen Verteidiger von Amtes wegen beiziehen; in der zitierten Rechtssache wurde dies wegen der relativen Komplexität der Rechtsfragen bewilligt.
“3 CPP a contrario), si bien que la révocation de la libération conditionnelle accordée le 8 juillet 2020 et la peine d’ensemble de 124 jours de peine privative de liberté qu’elle prévoit ne sauraient être mises à exécution. Il s’ensuit que le recourant doit être libéré, s’il n’est pas détenu pour une autre cause. 4. En définitive, bien fondé, le recours doit être admis, le prononcé attaqué annulé et le dossier de la cause renvoyé au Ministère public pour qu’il procède conformément à l’art. 355 CPP. Le recourant doit en outre être libéré, pour autant qu’il ne soit pas détenu pour une autre cause. Sans profession et au bénéfice d’une curatelle de représentation et de gestion, l’intéressé a pour le surplus rendu vraisemblable la réalisation des conditions de l’art. 132 al. 1 let. b CPP, dès lors qu’il ressort du dossier qu’il se trouve dans une situation de précarité. Compte tenu de la relative complexité de la cause en droit quant aux moyens invoqués dans le recours, il convient de faire droit à sa requête tendant à ce que Me Nathanaël Petermann soit désigné comme défenseur d’office pour la procédure de recours (art. 133 CPP). La liste des opérations produite par ce dernier, indiquant 4h55 d’activité, est admise. Au tarif horaire de 180 fr. (art. 2 al. 1 let. a RAJ [Règlement sur l'assistance judiciaire en matière civile du 7 décembre 2010 ; BLV 211.02.3] par renvoi de l'art. 26b TFIP [tarif des frais de procédure et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010; BLV 312.03.1]), le défraiement s’élève à 886 fr., auquel il faut ajouter 2 % pour les débours (art. 3bis al. 1 RAJ par renvoi de l'art. 26b TFIP) et 7,7 % pour la TVA, soit à 973 fr. au total en chiffres arrondis. Les frais de la procédure de recours, constitués en l’espèce de l’émolument d'arrêt (art. 422 al. 1 CPP), par 1’100 fr. (art. 20 al. 1 TFIP) et des frais imputables à la défense d’office (art. 422 al. 1 et 2 let. a CPP), par 973 fr., seront laissés à la charge de l’Etat (art. 428 al. 4 CPP). Par ces motifs, la Chambre des recours pénale prononce : I. Le recours est admis. II. Le prononcé du 5 mai 2021 est annulé. III. Le dossier de la cause est renvoyé au Ministère public de l’arrondissement de Lausanne pour qu’il procède dans le sens de l’art.”
“3 CPP a contrario), si bien que la révocation de la libération conditionnelle accordée le 8 juillet 2020 et la peine d’ensemble de 124 jours de peine privative de liberté qu’elle prévoit ne sauraient être mises à exécution. Il s’ensuit que le recourant doit être libéré, s’il n’est pas détenu pour une autre cause. 4. En définitive, bien fondé, le recours doit être admis, le prononcé attaqué annulé et le dossier de la cause renvoyé au Ministère public pour qu’il procède conformément à l’art. 355 CPP. Le recourant doit en outre être libéré, pour autant qu’il ne soit pas détenu pour une autre cause. Sans profession et au bénéfice d’une curatelle de représentation et de gestion, l’intéressé a pour le surplus rendu vraisemblable la réalisation des conditions de l’art. 132 al. 1 let. b CPP, dès lors qu’il ressort du dossier qu’il se trouve dans une situation de précarité. Compte tenu de la relative complexité de la cause en droit quant aux moyens invoqués dans le recours, il convient de faire droit à sa requête tendant à ce que Me Nathanaël Petermann soit désigné comme défenseur d’office pour la procédure de recours (art. 133 CPP). La liste des opérations produite par ce dernier, indiquant 4h55 d’activité, est admise. Au tarif horaire de 180 fr. (art. 2 al. 1 let. a RAJ [Règlement sur l'assistance judiciaire en matière civile du 7 décembre 2010 ; BLV 211.02.3] par renvoi de l'art. 26b TFIP [tarif des frais de procédure et indemnités en matière pénale du 28 septembre 2010; BLV 312.03.1]), le défraiement s’élève à 886 fr., auquel il faut ajouter 2 % pour les débours (art. 3bis al. 1 RAJ par renvoi de l'art. 26b TFIP) et 7,7 % pour la TVA, soit à 973 fr. au total en chiffres arrondis. Les frais de la procédure de recours, constitués en l’espèce de l’émolument d'arrêt (art. 422 al. 1 CPP), par 1’100 fr. (art. 20 al. 1 TFIP) et des frais imputables à la défense d’office (art. 422 al. 1 et 2 let. a CPP), par 973 fr., seront laissés à la charge de l’Etat (art. 428 al. 4 CPP). Par ces motifs, la Chambre des recours pénale prononce : I. Le recours est admis. II. Le prononcé du 5 mai 2021 est annulé. III. Le dossier de la cause est renvoyé au Ministère public de l’arrondissement de Lausanne pour qu’il procède dans le sens de l’art.”
Es gehört weder dem Beschuldigten noch dem Staat, die Kosten zu tragen, die durch multiple Wechsel der amtlichen Verteidigung entstehen, wenn die Bestellung auf einen bestimmten Verteidiger (ad personam) gerichtet war.
“________ qui s’était occupé du dossier jusqu’au 19 juin 2019 – doit être retranché. Quant à l’opération « préparation de l’audition à la gendarmerie de Nyon » en date du 1er octobre 2019, effectuée par Me A.________ et comptabilisée à hauteur de 0,5 heures au tarif horaire de 110 fr., on peut se demander si elle était raisonnable, alors que c’est Me Z.________ qui avait dans l’intervalle repris le dossier et qui en connaissait le contenu (cf. le poste, à la date du même jour, « entretiens téléphoniques avec D.________ et la gendarmerie en vue de l’audience »). Quoi qu’il en soit, dans la mesure où le tribunal a expressément admis cette opération en retenant 1,67 heures d’activité d’avocat-stagiaire (jugt, p. 63), il y a lieu d’en tenir compte. De manière plus générale, il n’appartient ni au client, ni à l’Etat de supporter les multiples changements de défenseurs, alors que la désignation porte sur un avocat ad personam (Moreillon/Parein-Reymond, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd., Bâle 2016, n. 14 ad art. 133 CPP). On y reviendra (cf. consid. 2.5.1.2 infra). 2.4.4 Par ailleurs, il convient, selon la jurisprudence constante de la Cour de céans, de retrancher toutes les opérations en lien avec l’envoi des mémos, qui constitue du travail de secrétariat (Bohnet/Martenet, Droit de la profession d'avocat, Berne 2009, n. 2962, p. 1170, et la jurisprudence citée ad n. 873 ; CREP 14 janvier 2022/36 ; CREP 16 octobre 2017/749 consid. 2.2 ; CREP 29 février 2016/146 précité), soit, en l’occurrence, 5 mémos envoyés les 14 février, 9 mars, 23 et 27 avril et 14 juin 2018, correspondant au total à 0,85 heures (0,17 x 5) au tarif horaire de 180 francs. 2.4.5 2.4.5.1 La recourante reproche aux premiers juges de ne lui avoir comptabilisé les vacations qu’au forfait de 120 fr. pour l’avocate et de 80 fr. pour le stagiaire. 2.4.5.2 La Directive n° 3.3 du Procureur général du 1er novembre 2016 relative à la fixation et au calcul des indemnités des défenseurs et conseils d’office (ci-après : la Directive du Procureur général) prévoit, dans sa version du 1er mars 2021, une indemnité forfaitaire de 120 fr.”
“________ qui s’était occupé du dossier jusqu’au 19 juin 2019 – doit être retranché. Quant à l’opération « préparation de l’audition à la gendarmerie de Nyon » en date du 1er octobre 2019, effectuée par Me A.________ et comptabilisée à hauteur de 0,5 heures au tarif horaire de 110 fr., on peut se demander si elle était raisonnable, alors que c’est Me Z.________ qui avait dans l’intervalle repris le dossier et qui en connaissait le contenu (cf. le poste, à la date du même jour, « entretiens téléphoniques avec D.________ et la gendarmerie en vue de l’audience »). Quoi qu’il en soit, dans la mesure où le tribunal a expressément admis cette opération en retenant 1,67 heures d’activité d’avocat-stagiaire (jugt, p. 63), il y a lieu d’en tenir compte. De manière plus générale, il n’appartient ni au client, ni à l’Etat de supporter les multiples changements de défenseurs, alors que la désignation porte sur un avocat ad personam (Moreillon/Parein-Reymond, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd., Bâle 2016, n. 14 ad art. 133 CPP). On y reviendra (cf. consid. 2.5.1.2 infra). 2.4.4 Par ailleurs, il convient, selon la jurisprudence constante de la Cour de céans, de retrancher toutes les opérations en lien avec l’envoi des mémos, qui constitue du travail de secrétariat (Bohnet/Martenet, Droit de la profession d'avocat, Berne 2009, n. 2962, p. 1170, et la jurisprudence citée ad n. 873 ; CREP 14 janvier 2022/36 ; CREP 16 octobre 2017/749 consid. 2.2 ; CREP 29 février 2016/146 précité), soit, en l’occurrence, 5 mémos envoyés les 14 février, 9 mars, 23 et 27 avril et 14 juin 2018, correspondant au total à 0,85 heures (0,17 x 5) au tarif horaire de 180 francs. 2.4.5 2.4.5.1 La recourante reproche aux premiers juges de ne lui avoir comptabilisé les vacations qu’au forfait de 120 fr. pour l’avocate et de 80 fr. pour le stagiaire. 2.4.5.2 La Directive n° 3.3 du Procureur général du 1er novembre 2016 relative à la fixation et au calcul des indemnités des défenseurs et conseils d’office (ci-après : la Directive du Procureur général) prévoit, dans sa version du 1er mars 2021, une indemnité forfaitaire de 120 fr.”
Das vorübergehende Nichtvorhandensein eines bestimmten Wunschverteidigers begründet nicht zwingend eine Sistierung des Verfahrens; ist anderweitig ein geeigneter amtlicher Verteidiger verfügbar, kann die Verfahrensleitung nach Art. 133 Abs. 1 StPO einen anderen Verteidiger bestellen.
“Die Vorinstanz hat die Ablehnung des Gesuchs um Sistierung des Berufungsverfahrens bis B.________ das Mandat als amtlicher Verteidiger wieder aufnehmen könnte damit begründet, dass die fehlende Möglichkeit der Verteidigung durch einen bestimmten Verteidiger keinen Grund für eine Verfahrenssistierung bilde. Zumal, wenn der Zeitpunkt einer erneuten Mandatsführung durch den gewünschten Verteidiger völlig offen sei. Aus dem Anwaltsregister des Kantons Basel-Stadt liessen sich ebenfalls geeignete Anwälte für die amtliche Verteidigung für das Berufungsverfahren finden. Da der Beschwerdeführer keinen anderen Anwalt für die amtliche Verteidigung vorgeschlagen hat, habe die Appellationsgerichtspräsidentin in Anwendung von Art. 133 Abs. 1 StPO Advokat Christian von Wartburg als amtlichen Verteidiger für das Berufungsverfahren bestellt.”
Ein Wechsel der amtlichen Verteidigung kommt nur in Betracht, wenn aus objektiven Gründen nicht mehr gewährleistet ist, dass die Interessen der beschuldigten Person kompetent und effektiv verteidigt werden. Eine gravierend gestörte Beziehung des Vertrauens zwischen Beschuldigtem und Verteidiger kann ein solcher objektiver Grund sein; blosses subjektives Misstrauen reicht hingegen nicht aus.
“a et 134 al. 2 CPP). Le recourant ne semble pas l’avoir ignoré, puisque c’est vers cette autorité qu’il s’est tourné personnellement et directement, le 22 novembre 2022. Enfin, le recourant n’explicite pas en quoi la connaissance du détail des interventions de son défenseur d’office auprès du Service médical de la prison serait une mesure probatoire utile au traitement du recours (art. 389 al. 3 CPP). Cette nécessité est d’autant moins évidente que, à teneur du pli au Ministère public de l’avocat qui recourt pour lui, du 17 décembre 2022, il reprochait au contraire à son défenseur d’office de manifester, lors de leurs parloirs, des « préoccupations sociales » plutôt que de se consacrer au dossier. Aussi les conclusions préalables en production de pièces et en complètement du recours sont-elles rejetées. 3. Le recourant invoque une rupture du lien de confiance avec son défenseur d’office et en demande le remplacement par l'avocat suggéré dans ses conclusions. 3.1. Selon l'art. 133 al. 2 CPP, lorsqu'elle nomme un défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible. Une demande de remplacement ne peut être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art. 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid. 2.4; 114 Ia 101 consid.”
“Mit Blick auf das Dargelegte ist ein Wechsel der amtlichen Verteidigung nicht geboten. Ob bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung den Wünschen des beschuldigten Beschwerdeführers (wie dies gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO vorgeschrieben ist) nach Möglichkeit Rechnung getragen worden ist, ändert (entgegen der Beschwerde) nichts an diesem Schluss. Es ist dem Beschwerdeführer zuzumuten, sich von seinem gegenwärtigen amtlichen Verteidiger weiter vertreten zu lassen und zu einer konstruktiven Zusammenarbeit beizutragen.”
“a CPP), a qualité pour agir, ayant encore un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée – le jugement rendu au fond n'étant à ce jour pas définitif (art. 382 al. 1 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159 [ci-après message]; cf. arrêts rendus avant l'entrée en vigueur du CPP: ATF 105 Ia 296 consid. 1d p. 302; arrêts 1B_74/ 2008 du 18 juin 2008 consid. 2 et 1B_245/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2; arrêt CourEDH Croissant contre Allemagne du 25 septembre 1992, § 29). L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3). 2.2. Une demande de remplacement du défenseur d'office ne peut ainsi être admise que si, pour des motifs objectifs, une défense compétente et efficace des intérêts du prévenu n'est plus garantie (ATF 116 Ia 102 consid. 4b/aa). L'art 134 al. 2 CPP précise à ce propos qu'une défense compétente et efficace ne peut plus être assurée non seulement en cas de violation objective du devoir d'assistance, mais déjà en cas de perturbation grave de la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur. Le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 consid.”
Die Präferenz der beschuldigten Person ist nicht zwingend vorrangig, wenn die tatsächliche Verteidigung überwiegend durch den amtlich bestellten Verteidiger oder dessen Hilfsperson (z. B. Anwalt‑Stagiaire) sichergestellt war und keine Beanstandungen hinsichtlich der Wirksamkeit der Betreuung erhoben wurden. In solchen Fällen kann das Ersuchen um Veränderungen der amtlichen Verteidigung zurückgewiesen werden.
“Quant aux autres activités déployées par l’avocat d’office ou son auxiliaire (cf. let. B. c. et d. supra), elles ne font l’objet d’aucune critique sérieuse, y compris celles dont le caractère social est peut-être plus marqué que la stricte défense pénale prônée dans l’acte de recours. En particulier, on ne voit pas en quoi la visite d’un stagiaire avant une audience non spécifiée au Ministère public aurait compromis une défense efficace, dès lors que le recourant paraît avoir été suivi de façon prépondérante, sinon exclusive, par un avocat-stagiaire depuis son appréhension, sans émettre de doléances sur l’efficacité de l’assistance ainsi reçue. Ainsi, les faits susmentionnés ne permettent pas à la Chambre de céans de retenir que la défense du recourant ne serait pas adéquatement assurée par D______ (ou par un auxiliaire de celui-ci, cf. art. 33 loi LPAv ; E 6 10). C'est à bon droit que le Ministère public a refusé de relever cet avocat de sa mission. Il est par conséquent inutile de se demander si le recourant souhaitait (au sens de l’art. 133 al. 2 CPP) être défendu, non plus par C______ qu’il a contacté et mandaté pour déposer le recours, mais par l’avocat suggéré par celui-ci dans les conclusions. 4. Dès lors, le recours pouvait être traité d’emblée par la Chambre de céans, sans échange d’écritures ni débats (art. 390 al. 5 a contrario CPP). 5. Le recourant, qui succombe en comparant par un défenseur privé, supportera les frais envers l'État, fixés en totalité à CHF 800.-, y compris l’émolument de décision (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP - E 4 10.03). 6. Pour le même motif, son défenseur n’a pas droit à des dépens. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Rejette le recours. Met à la charge de A______ les frais de la procédure de recours, arrêtés à CHF 800.-. Notifie le présent arrêt, en copie, au recourant (soit pour lui, dans la présente instance, à Me C______) et au Ministère public. Le communique pour information à Me D______.”
“Quant aux autres activités déployées par l’avocat d’office ou son auxiliaire (cf. let. B. c. et d. supra), elles ne font l’objet d’aucune critique sérieuse, y compris celles dont le caractère social est peut-être plus marqué que la stricte défense pénale prônée dans l’acte de recours. En particulier, on ne voit pas en quoi la visite d’un stagiaire avant une audience non spécifiée au Ministère public aurait compromis une défense efficace, dès lors que le recourant paraît avoir été suivi de façon prépondérante, sinon exclusive, par un avocat-stagiaire depuis son appréhension, sans émettre de doléances sur l’efficacité de l’assistance ainsi reçue. Ainsi, les faits susmentionnés ne permettent pas à la Chambre de céans de retenir que la défense du recourant ne serait pas adéquatement assurée par D______ (ou par un auxiliaire de celui-ci, cf. art. 33 loi LPAv ; E 6 10). C'est à bon droit que le Ministère public a refusé de relever cet avocat de sa mission. Il est par conséquent inutile de se demander si le recourant souhaitait (au sens de l’art. 133 al. 2 CPP) être défendu, non plus par C______ qu’il a contacté et mandaté pour déposer le recours, mais par l’avocat suggéré par celui-ci dans les conclusions. 4. Dès lors, le recours pouvait être traité d’emblée par la Chambre de céans, sans échange d’écritures ni débats (art. 390 al. 5 a contrario CPP). 5. Le recourant, qui succombe en comparant par un défenseur privé, supportera les frais envers l'État, fixés en totalité à CHF 800.-, y compris l’émolument de décision (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP - E 4 10.03). 6. Pour le même motif, son défenseur n’a pas droit à des dépens. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Rejette le recours. Met à la charge de A______ les frais de la procédure de recours, arrêtés à CHF 800.-. Notifie le présent arrêt, en copie, au recourant (soit pour lui, dans la présente instance, à Me C______) et au Ministère public. Le communique pour information à Me D______.”
Der Wunsch des Beschuldigten auf Benennung eines bestimmten amtlichen Verteidigers kann grundsätzlich einmalig geltend gemacht werden, in der Regel zu Beginn des Verfahrens. Die Behörde muss einen ablehnenden Entscheid zumindest summarisch begründen. Blosses, rein subjektives Misstrauen gegenüber dem Verteidiger berechtigt nicht ohne Weiteres zu dessen Ersatz; es bedarf objektiver, stichhaltiger Anhaltspunkte dafür, dass das Fortführen des Mandats nicht mehr zumutbar ist. Bei der Auswahl ist auf die Eignung bzw. die fachliche Kompetenz des Amtssverteidigers zu achten. Meldet sich ein gewählter Verteidiger und soll deshalb ein amtliches Mandat aufgehoben werden, hat die Behörde vorgängig zu prüfen, ob die Kostenübernahme für den neuen Verteidiger sichergestellt ist.
“Le simple fait que la partie assistée n'ait pas confiance en son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office soit gravement préjudiciable aux intérêts de la partie (ATF 138 IV 161 précité consid. 2.4 ; TF 1B_166/2020 du 25 juin 2020 consid. 3.1.2). 2.2.3 Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la Cour européenne des droits de l’homme) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 de la disposition vise à exclure toute désignation au hasard. L’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte en effet le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires. De ce fait, l’art. 133 al. 2 CPP invite l’organe chargé du choix du défenseur à veiller à ce qu’il ait les compétences adéquates (Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019, FF 2019 p. 6385). Le refus de suivre les souhaits du prévenu doit être motivé au moins sommairement par l’autorité (cf. art. 29 al. 2 Cst. et 3 al. 2 let. c CPP ; TF 1B_419/2017 du 7 février 2018 consid. 2.1). 2.2.4 Selon l’art. 12 LLCA (loi fédérale sur la libre circulation des avocats du 23 juin 2000 ; RS 935.61), l’avocat exerce sa profession avec soin et diligence (let. a), ainsi qu’en toute indépendance, en son nom personnel et sous sa propre responsabilité (let. b). Pour s’acquitter pleinement de sa mission, l’avocat doit informer son client sur les risques de la procédure (ATF 138 IV 161 précité consid. 2.5.4 et les références) et le conseiller en conséquence. Pour que le prévenu ait droit à un changement de défenseur d’office, il ne suffit dès lors pas que le défenseur actuel, lors d’un entretien entre avocat et client, ait recommandé une stratégie qui déplaît au prévenu.”
“Lorsqu'un mandataire de choix s'annonce alors qu'un mandat de défense d'office existe en faveur d'un autre avocat, l'autorité doit s'assurer, avant de révoquer le mandat d'office, que le prévenu en cause est à même de s'acquitter des honoraires de son nouveau conseil jusqu'à la clôture de la procédure de première instance (TF 7B_238/2023 précité ; TF 1B_152/2020 précité). Lorsque cette rémunération est assurée, le motif à l'origine de la défense d'office disparaît et la direction de la procédure révoque le mandat du défenseur désigné (art. 134 al. 1 CPP). 2.2.2 Aux termes de l’art. 133 al. 2 CPP, le choix du défenseur d’office tient compte des aptitudes de celui-ci et, dans la mesure du possible, des souhaits du prévenu. Ce droit de proposition (qui découle également de la CEDH) ne peut être invoqué qu'une fois, en principe au début de la procédure (TF 1B_44/2019 du 30 janvier 2019 consid. 2.2 ; TF 1B_103/2017 du 27 avril 2017 consid. 2.2). Le terme « choix » utilisé aux al. 1bis et 2 de la disposition vise à exclure toute désignation au hasard. L’attribution de mandats officiels selon un processus aléatoire comporte en effet le risque que le prévenu ne bénéficie pas d’une défense suffisante, parce que son défenseur pourrait ne pas disposer des connaissances nécessaires. De ce fait, l’art. 133 al. 2 CPP invite l’organe chargé du choix du défenseur à veiller à ce qu’il ait les compétences adéquates (Message du Conseil fédéral concernant la modification du code de procédure pénale du 28 août 2019, FF 2019 p. 6385). Le refus de suivre les souhaits du prévenu doit être motivé au moins sommairement par l’autorité (cf. art. 29 al. 2 Cst. et 3 al. 2 let. c CPP ; TF 1B_419/2017 du 7 février 2018 consid. 2.1). 2.2.3 Le droit d’être entendu garanti à l'art. 29 al. 2 Cst. implique, pour l'autorité, l'obligation de motiver sa décision afin que le destinataire puisse la comprendre, de même que l'attaquer utilement s'il y a lieu, et afin que l'autorité de recours puisse exercer son contrôle. Le juge doit ainsi mentionner, au moins brièvement, les motifs qui l'ont guidé et sur lesquels il a fondé sa décision pour que l'intéressé puisse se rendre compte de la portée de celle-ci et l'attaquer en connaissance de cause (ATF 145 IV 99 consid. 3.1 ; ATF 143 IV 40 consid. 3.4.3 ; ATF 142 I 135 consid.”
Die amtliche Verteidigung wird von der Verfahrensleitung bestellt, die für das jeweilige Verfahrensstadium zuständig ist.
“oder ihr eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr, eine freiheitsentziehende Massnahme oder eine Landesverweisung droht (lit. b). Liegt ein Fall notwendiger Verteidigung vor, so achtet die Verfahrensleitung darauf, dass unverzüglich eine Verteidigung bestellt wird (Art. 131 Abs. 1 StPO). Sind die Voraussetzungen notwendiger Verteidigung bei Einleitung des Vorverfahrens erfüllt, so ist die Verteidigung nach der ersten Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft, jedenfalls aber vor Eröffnung der Untersuchung, sicherzustellen (Art. 131 Abs. 2 StPO). In den Fällen der notwendigen Verteidigung ordnet die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidigung an, wenn die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO). Ist das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet, so überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung einer anderen Person (Art. 134 Abs. 2 StPO).”
“132 Abs. 1 Bst. a StPO ordnet die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidigung an, wenn bei notwendiger Verteidigung nach Art. 130 StPO die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt oder der Wahlverteidigung das Mandat entzogen wurde oder sie es niedergelegt hat und die beschuldigte Person nicht innert Frist eine neue Wahlverteidigung bestimmt. Ein Fall notwendiger Verteidigung liegt insbesondere vor, wenn der beschuldigten Person eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder eine freiheitsentziehende Massnahme droht (Art. 130 Bst. b StPO). Nach Art. 132 Abs. 1 Bst. b StPO ordnet die Verfahrensleitung über die Fälle der notwendigen Verteidigung hinaus dann eine amtliche Verteidigung an, wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 133 Abs. 1 StPO). Die Verfahrensleitung berücksichtigt dabei nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person (Art. 133 Abs. 2 StPO).”
“Die amtliche Verteidigung wird durch die zuständige Behörde dann eingesetzt, wenn keine Verteidigung besteht, obwohl sie notwendig erscheint oder der beschuldigte Jugendliche [und die gesetzliche Vertretung] nicht über die erforderlichen Mittel verfügen (Art. 24 JStPO). Zuständig für die Ernennung der amtlichen Verteidigung ist jeweils die Behörde, bei der die Strafsache im Zeitpunkt, in dem sich die Frage der notwendigen Verteidigung stellt, hängig ist (Art. 133 Abs. 1 StPO). Anders als im Erwachsenenstrafrecht hält der Gesetzgeber in Art. 25 JStPO zwingend fest, dass eine amtliche Verteidigung nur in Fällen von notwendiger Verteidigung bestellt werden kann (Riedo, in: Jugendstrafrecht und Jugendstrafprozessrecht, 2013, S. 244; Jositsch/Kupper, in: Schweizerische Jugendstrafprozessordnung – Kommentar, N. 8 zu Art. 25 JStPO).”
Ist ein amtlicher Verteidiger von Anfang an anzuordnen (z. B. weil die beschuldigte Person keine private Verteidigung mandatiert hat und über die erforderlichen Mittel nicht verfügt), ist diese Umstände bei der Auswahl zu beachten. Art. 133 Abs. 2 StPO gewährt kein bedingungsloses Recht auf einen jederzeitigen und beliebigen Wechsel der Verteidigung.
“Weiter erweist sich auf die Rüge der Verletzung des Rechts auf freie Anwaltswahl (Art. 129 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK) als unbegründet. Der Beschwerdeführer blendet aus, dass die Voraussetzungen für eine notwendige Verteidigung von Beginn des vorliegenden Verfahrens an erfüllt waren (Art. 130 lit. b StPO). Da er im Zeitpunkt der Hafteröffnungsverhandlung keine (private) Verteidigung mandatiert hatte und augenscheinlich nicht über die dafür erforderlichen Mittel verfügte, war ihm in Anwendung von Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 und lit. b StPO in Verbindung mit Art. 131 Abs. 1 und Abs. 2 StPO ein amtlicher Verteidiger zu bestellen. Auf Begehren des Beschwerdeführers hin erfolgten hernach mehrere Anwaltswechsel. Die in diesem Zusammenhang erfolgten Erklärungen des Beschwerdeführers erweisen sich im Übrigen (der Vorinstanz folgend) als subjektiv willkürlich und nicht objektivierbar. So gewährt Art. 133 Abs. 2 StPO kein bedingungsloses Recht auf einen jederzeitigen und beliebigen Wechsel der Verteidigung. Art. 129 Abs. 1 StPO und Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK sind sodann in casu nicht einschlägig, hatte der Beschwerdeführer doch zu keinem Zeitpunkt einen erbetenen (privaten) Verteidiger mandatiert. Dies wäre ihm freilich jederzeit freigestanden. Die Möglichkeit, sich selbst zu verteidigen, wurde im vorliegenden Fall durch Art. 130 StPO eingeschränkt (vgl. Art. 129 Abs. 1 StPO). Die Beschwerde ist diesbezüglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.”
In der Rechtsmittelinstanz ist diese selbst zuständig für die Anordnung der amtlichen Verteidigung. Für die Bestellung kann von der ersuchenden Partei ein formelles Gesuch verlangt werden, das die Anspruchsvoraussetzungen begründet (insbesondere Nachweis der Indigence und der Erfolgsaussichten des Rechtsmittels; bei erstmaligem Ersuchen gegebenenfalls auch die Notwendigkeit anwaltlicher Unterstützung). Wird der Nachweis nicht erbracht, kann das Gesuch abgewiesen werden.
“Ainsi, une requête de défense d’office doit désormais dans chaque cas être déposée par le prévenu recourant pour la procédure de recours, avec démonstration que les conditions de l’assistance judiciaire sont remplies (arrêt TC FR 502 2024 79 du 23 août 2024 consid. 3.1.2), soit l’indigence, les chances de succès du recours et – pour les situations dans lesquelles le prévenu recourant ne bénéficiait pas déjà d’une défense d’office en première instance – la nécessité de l’assistance d’un avocat. 3.2. Le recourant est au bénéfice d’une défense d’office obligatoire au sens de l’art. 130 CPP (DO 7000, 7024). Au vu du récent changement de pratique de la Chambre pénale, un délai expirant le 25 septembre 2024 a été imparti à son avocat, par ordonnance du 17 septembre 2024, pour qu’il dépose formellement une requête de défense d’office au nom de son mandant, accompagnée des pièces idoines. Par courrier du 18 septembre 2024, Me Astrit Bytyqi a répondu que A.________ se trouvait dans un cas de de défense obligatoire et priait la Chambre pénale de le désigner formellement défenseur d’office conformément à l’art. 133 CPP indépendamment de sa situation financière. Il a rappelé que lors d’une défense obligatoire, la désignation d’un défenseur d’office ne prévoyait pas que le prévenu doive exposer sa précarité financière en citant l’ATF 139 IV 113. 3.3. En l’espèce, malgré l’interpellation faite le 17 septembre 2024 à Me Astrit Bytyqi avec la citation des arrêts topiques concernant la nouvelle jurisprudence du Tribunal fédéral et la nouvelle pratique de la Chambre pénale en découlant, ce dernier s’est référé à une jurisprudence fédérale plus ancienne pour s’exempter de déposer une requête formelle de désignation de défenseur d’office avec les pièces justificatives pour la procédure de recours. Or, la nouvelle jurisprudence fédérale est très claire quant au sort de la requête de désignation de défenseur d’office en procédure de recours si le requérant ne respecte pas son obligation d’établir son indigence. Elle doit être rejetée (arrêt TF 7B_485/2023 du 11 septembre 2023 consid. 4.3). L’avocat du prévenu n’ayant pas démontré l’indigence de ce dernier, ni les chances de succès du recours, la requête tendant à sa désignation en tant que défenseur d’office pour la procédure de recours sera dès lors rejetée.”
“Nach der Rechtsprechung, auf die zurückzukommen kein Anlass besteht, ist die Beschwerdeinstanz im vor ihr geführten Beschwerdeverfahren selbst zuständig für die Anordnung und Bestellung einer amtlichen Verteidigung (Art. 133 Abs. 1 i.V.m. Art. 388 lit. c StPO). Dies gilt auch, wenn - wie hier - die beschuldigte Person im Strafuntersuchungsverfahren gemäss Art. 130 f. StPO zwingend verteidigt werden muss und zur Sicherstellung der notwendigen Verteidigung von der Staatsanwaltschaft in Anwendung von Art. 132 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 133 StPO bereits ein amtlicher Verteidiger bestellt worden ist. Der im Strafuntersuchungsverfahren eingesetzte amtliche Verteidiger wirkt im Beschwerdeverfahren - jedenfalls wenn die beschuldigte Person beschwerdeführende Partei ist - nicht automatisch als unentgeltlicher Rechtsbeistand mit. Die Beschwerdeinstanz darf die Bestellung eines amtlichen Verteidigers von der fehlenden Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels abhängig machen (Urteil 1B_705/2011 vom 9. Mai 2012 E. 2.3.2 mit Hinweisen).”
Die Staatsanwaltschaft darf nicht ohne Information des Beschuldigten oder ohne dessen Äusserung von einer fortbestehenden Verteidigung ausgehen. Wird der Beschuldigte nicht über die Möglichkeit, einen Vorschlag zu machen, informiert oder nicht nach seinem Wunsch gefragt, kann dadurch das Vorschlagsrecht nach Art. 133 Abs. 2 StPO verletzt werden.
“Erst mit Verfügung vom 28. Juni 2021 und damit mehr als vier Monate später wurde Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt eingesetzt. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass Rechtsanwalt B.________ in der Folge und vor Erlass der Einsetzungsverfügung nochmals als Verteidiger des Beschwerdeführers aufgetreten ist. Vielmehr zeigt seine Eingabe an die Staatsanwaltschaft vom 26. Juli 2021, dass die Einsetzungsverfügung auch für ihn überraschend gekommen ist. Vor diesem Hintergrund durfte die Staatsanwaltschaft nicht von einer nach wie vor bestehenden Verteidigung durch Rechtsanwalt B.________ ausgehen oder annehmen, der Beschwerdeführer wünsche Rechtsanwalt B.________ auch als amtlichen Anwalt. Aus den Akten geht nicht hervor, dass der Beschwerdeführer auf sein Vorschlagsrecht hingewiesen worden wäre. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der polizeilichen Einvernahme durch Rechtsanwalt B.________ verteidigt worden war, stellt keine (konkludente) Ausübung seines Vorschlagsrechts gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO dar, zumal die Initiative zur Kontaktaufnahme mit Rechtsanwalt B.________ durch die Polizei erfolgt ist. Durch das Vorgehen der Staatsanwaltschaft wurde das Vorschlagsrecht des Beschwerdeführers missachtet. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er Rechtsanwalt B.________ kenne, beziehen sich offensichtlich auf den Umstand, dass ihn dieser bereits am 23. Februar 2021 vertreten hatte. Es scheint klar, dass er mit dessen Einsetzung als amtlichen Anwalt von Anfang an nicht einverstanden war. Dies rügte er auch umgehend bei der Staatsanwaltschaft, indem er am 1. Juli 2021 Einsprache gegen die Einsetzungsverfügung vom 28. Juni 2021 erhob. Am 6. Juli 2021 erhob der Beschwerdeführer Einsprache gegen den Strafbefehl und wies erneut darauf hin, dass Rechtsanwalt B.________ nicht sein Anwalt sei. Der Beschwerdeführer rügte zwar nicht explizit eine Verletzung seines Vorschlagsrechts. Sein Gesuch bzw. seine Beschwerde sind vor dem beschriebenen Hintergrund sowie dem Umstand, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen juristischen Laien handelt, aber auch unter dem Aspekt der Nichtgewährung seines Vorschlagsrechts zu würdigen.”
“Lorsqu’il a demandé ce qu'il en était, le personnel du Ministère public lui aurait répondu que l’audition allait commencer et que le prévenu serait interpellé au sujet de l’avocat qu’il souhaitait voir le représenter. Quelques minutes plus tard, on lui aurait indiqué que K.________ avait confirmé vouloir être représenté par Me Thanh-My Tran-Nhu. D’après Me Jeton Kryeziu (se basant sur les explications fournies par K.________ après sa libération), rien de tout cela ne se serait en réalité passé. L'audition du Ministère public n'aurait jamais été interrompue pour qu’on informe le prévenu que Me Jeton Kryeziu était présent. En outre, le passage de l’audition du prévenu selon lequel il aurait indiqué qu’il souhaitait que Me Thanh-My Tran-Nhu soit désignée et selon lequel cette dernière était nommée sur le siège ne lui aurait jamais été lu. Partant, en désignant en toute connaissance de cause un conseil autre que celui souhaité par le prévenu, le procureur n’aurait pas respecté l’art. 133 al. 2 CPP (Code de procédure pénale suisse du 5 octobre 2007 ; RS 312.0). Dans sa correspondance du 19 juin 2024, Me Jeton Kryeziu a ainsi requis sa désignation en qualité de défenseur d’office de K.________ à compter du 14 juin 2024. En annexe sa correspondance, l’avocat a produit une attestation du prévenu, dont la teneur est la suivante : « Je soussigné, M. K.________, né le [...] 1998 à [...], en Allemagne, atteste par la présente que lors de mon audition du 14 juin 2024 par-devant le Procureur M. [...], personne ne m'a informé de la présence de Me Jeton Kryeziu dans les pas perdus du Ministère public de l'arrondissement du Nord vaudois. A aucun moment le Procureur ne m'a informé de la présence de Me Kryeziu, ni n'a d'ailleurs interrompu l'audition pour informer Me Kryeziu de mon choix de continuer avec mon avocate de la première heure. Tout ce qui est noté dans le procès-verbal de mon audition du 14 juin 2024 aux lignes 28 à 42 ne m'a pas été lu, et je n'ai pas non plus répondu les lignes qui me sont prêtées.”
Die amtliche Verteidigung wird von der für das jeweilige Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt. Die Bestellung erfolgt in der Praxis grundsätzlich rückwirkend auf den Zeitpunkt der Gesuchstellung und gilt im Regelfall für das gesamte Verfahren; sie erstreckt sich indes nicht ohne Weiteres auf allfällige Rechtsmittelinstanzen. Die Vergütung richtet sich nach den einschlägigen Tarifbestimmungen des zuständigen Kantons bzw. des anwendbaren Tarifs.
“219 CP) passible d’une peine privative de liberté, se trouve dans un cas de défense obligatoire au sens de l’art. 130 al. 1 let. b CPP. 5.3. L'art. 135 al. 1 CPP prévoit que le défenseur d'office est indemnisé conformément au tarif des avocats de la Confédération ou du canton du for du procès. À Genève, ce tarif est prévu à l'art. 16 al. 1 RAJ; il s'élève à CHF 200.-/heure pour un chef d'Étude, la TVA est versée en sus. Seules les activités nécessaires sont retenues; elles sont appréciées en fonction, notamment, de la nature, l'importance et les difficultés de la cause, de la qualité du travail fourni et du résultat obtenu (art. 16 al. 2 RAJ). 5.4. Au vu de la demande du recourant et faute d’élément au dossier permettant de penser que sa situation – indigente – ait évolué favorablement depuis la désignation de son précédent défenseur – le 26 décembre 2018 –, Me D______ sera donc nommée en qualité de défenseur d’office du prévenu, pour la seule procédure de recours, Me O______ n'étant pas intervenue devant la Chambre de céans. Conformément à l’art. 133 al. 1 CPP, cette désignation ne préjuge pas d’une nomination par-devant le Ministère public – après une nouvelle analyse de sa situation financière –, la Chambre de céans n’étant compétente, pour cette question, que pour les recours dont elle est saisie. Eu égard aux observations de 3 pages (page de garde et conclusions comprises), un montant de CHF 216.20, TVA à 8.1% incluse, sera octroyé à Me D______ correspondant à une heure d’activité au tarif horaire de CHF 200.-. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Admet le recours. Annule l'ordonnance de classement et de refus de réquisitions de preuves du Ministère public du 8 avril 2024. Renvoie la cause au Ministère public dans le sens des considérants. Laisse les frais de la procédure de recours à la charge de l'État. Met C______ au bénéfice d’une défense d’office pour la présente procédure de recours et lui désigne à ce titre Me D______. Alloue à Me D______, à la charge de l’État, une indemnité de CHF 216.20, TVA (8.1%) incluse, pour l'instance de recours (art.”
“oder die oder der beschuldigte Jugendliche und die gesetzliche Vertretung nicht über die erforderlichen Mittel verfügen (lit. c). Die amtliche Verteidigung wird von der im jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt (Art. 3 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 133 Abs. 1 StPO). Das Verfahren wird bis zur Einstellung oder Anklageerhebung von der Staatsanwaltschaft (bzw. Jugendanwaltschaft) geleitet (Art. 3 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 61 lit. a StPO). Gemäss Art. 3 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 328 StPO wird mit dem Eingang der Anklageschrift das Verfahren beim Gericht rechtshängig, womit die Befugnisse im Verfahren auf das Gericht übergehen. Im Gerichtsverfahren leitet die Präsidentin oder der Präsident des Jugendgerichts das Verfahren (Art. 3 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 61 lit. c StPO). Sind die Voraussetzungen für eine amtliche Verteidigung gegeben, so gilt die Bewilligung der amtlichen Verteidigung grundsätzlich für das gesamte Verfahren (Urteil 6B_415/2021 vom 11. Oktober 2021 E. 6.3 mit Hinweis), nicht jedoch ohne Weiteres auch für allfällige Rechtsmittelverfahren (Urteile 6B_629/2022 vom 14. März 2023 E. 3.2; 1B_80/2019 vom 26. Juni 2019 E. 2.2 mit Hinweis). Die Bestellung der amtlichen Verteidigung erfolgt grundsätzlich rückwirkend auf den Zeitpunkt der Gesuchstellung hin und umfasst im Allgemeinen frühere Aufwendungen nur aus guten Gründen, etwa wenn die beschuldigte Person bzw.”
“Toute partie qui a un intérêt juridiquement protégé à l'annulation ou à la modification d'une décision a qualité pour recourir contre celle-ci (art. 382 al. 1 CPP). Ont qualité de partie le prévenu, la partie plaignante et le ministère public lors des débats ou de la procédure de recours (art. 104 al. 1 CPP). Dans la présente procédure, la recourante est prévenue et a intérêt à ce que la décision attaquée soit annulée. La qualité pour recourir des deux mandataires à titre personnel peut demeurer ouverte au regard des considérants suivants et de l’issue de la procédure de recours (infra consid. 2). 1.4. La Chambre dispose d'une pleine cognition en fait et en droit (art. 393 al. 2 CPP) et statue sans débats (art. 397 al. 1 CPP). 2. 2.1. En cas de défense obligatoire (art. 130 CPP), comme c’est le cas en l’occurrence, la direction de la procédure ordonne une défense d’office (art. 132 al. 1 CPP). Le défenseur d’office du prévenu est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (art. 133 al. 1 CPP) parmi les avocats et avocates inscrits aux registres et tableaux cantonaux (art. 127 al. 5 CPP et 142 LJ). Une partie peut se faire assister de plusieurs conseils juridiques pour autant que la procédure n’en soit pas retardée de manière indue. En pareil cas, un représentant principal est désigné (art. 127 al. 2 CPP). Si l’autorité a désigné un défenseur d'office, le prévenu peut néanmoins opter à tout moment de la procédure pour une défense privée, qu’il devra alors rémunérer lui-même (arrêts TF 1B_394/2014 du 27 janvier 2015 consid. 2.2.2; 6B_500/2012 du 4 avril 2013 consid. 4.2 et 1B_291/2012 du 28 juin 2012 consid. 2.3.2). Dans ce cas, le motif à l'origine de la défense d’office disparaît et la direction de la procédure révoque le mandat du défenseur désigné (art. 134 al. 1 CPP). Le prévenu n’a en revanche aucun droit constitutionnel à se voir désigner un second avocat d’office rémunéré par l'assistance judiciaire, sauf cas exceptionnel (arrêt TF 1B_46/2013 du 12 mars 2013 consid. 2.”
Die Wünsche der beschuldigten bzw. der betroffenen Person sind bei der Beiordnung nach Art. 133 Abs. 2 StPO zu berücksichtigen, begründen jedoch keinen absoluten Anspruch auf die Benennung des Gewünschten. Die Behörde darf die Vorschläge nur aus objektiven Gründen (z. B. Ausstandsgründe, fehlende Eignung) zurückweisen. Eine Empfehlung oder eine kurze vorausgehende Kontaktaufnahme mit einer Anwältin begründet nicht von sich aus einen Ausstandsgrund.
“und 9. Februar 2024), erweckt entgegen den Vorbringen des Gesuchstellers objektiv betrachtet nicht den Anschein von Befangenheit. Vielmehr ist darauf hinzuweisen, dass sich Bestellung, Widerruf und Wechsel der unentgeltlichen Verbeiständung gemäss Art. 137 StPO nach Art. 133 StPO und Art. 134 StPO richten und Art. 133 Abs. 2 StPO vorsieht, dass bei der Auswahl der amtlichen Verteidigung bzw. Verbeiständung deren Eignung sowie nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten bzw. der betroffenen Person zu berücksichtigen sind. In der Empfehlung einer versierten Opferanwältin an die Straf- und Zivilklägerin ist mithin kein Ausstandsgrund zu erblicken. Dass Fürsprecherin D.________ zwecks Abklärung, ob die Fallübernahme möglich wäre, kurz telefonisch über den Fall informiert wurde, ist ebenso wenig zu beanstanden. Nichts anderes gilt mit Blick auf die voranstehenden Ausführungen (E. 3.3.1 hiervor), wenn Fürsprecherin D.________ allenfalls mitgeteilt wurde, dass im Verhältnis zwischen der Straf- und Zivilklägerin und ihrem bisherigen Anwalt eine unentgeltliche Prozessführung bestanden hatte und ein entsprechendes Gesuch ihrerseits vor diesem Hintergrund sicherlich nicht aussichtslos erscheine. Insoweit ist auch zu berücksichtigen, dass Fürsprecherin D.________ in der Folge am 21. Februar 2024 ein neues Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihrer selbst als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Straf- und Zivilklägerin gestellt hatte und sie vor dem Hintergrund der von der amtlichen Verteidigung mit E-Mail vom 22.”
“4 du Règlement genevois fixant la rémunération des curateurs [RCC; E1.05.15]), à l'exclusion de la Chambre de céans (ACPR/457/2020 du 30 juin 2020 consid. 7; ACPR/456/2018 du 20 août 2018 consid. 5). 5. Le prévenu, intimé, sollicite la nomination de Me D______, en qualité de défenseur d’office pour l'instance de recours, son précédent défenseur, Me O______, ayant quitté le barreau. 5.1. Selon l'art. 133 CPP, le défenseur d'office est désigné par la direction de la procédure compétente au stade considéré (al. 1); lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (al. 2). Cette disposition concrétise la jurisprudence du Tribunal fédéral et de la CourEDH relative aux art. 29 al. 3 Cst. et 6 par. 3 let. c CEDH (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 consid. 4.3; Message du Conseil fédéral du 21 décembre 2005 relatif à l'unification du droit de la procédure, FF 2006 1057, spéc. 1159). L'art. 133 al. 2 CPP ne garantit toutefois pas au détenu le droit de choisir librement son défenseur d'office. Le droit du prévenu de proposer un avocat d'office ne fonde en effet pas d'obligation pour la direction de la procédure de désigner l'avocat proposé (cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_387/2012 du 24 janvier 2013 précité). Si l'autorité a désigné un défenseur d'office, le prévenu peut néanmoins opter à tout moment de la procédure pour une défense privée, qu'il devra alors rémunérer lui-même (arrêt du Tribunal fédéral 6B_500/2012 du 4 avril 2013 consid. 4.2). 5.2. En l'espèce, le prévenu, auquel il est reproché d’avoir commis deux crimes (art. 187 et 189 CP) et un délit (art. 219 CP) passible d’une peine privative de liberté, se trouve dans un cas de défense obligatoire au sens de l’art. 130 al. 1 let. b CPP. 5.3. L'art. 135 al. 1 CPP prévoit que le défenseur d'office est indemnisé conformément au tarif des avocats de la Confédération ou du canton du for du procès. À Genève, ce tarif est prévu à l'art.”
“Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant, agissant en personne, ne conteste, à bien le comprendre, pas la révocation de Me D______, mais la nomination d'un avocat d'office autre que celui qu'il aurait souhaité voir désigné. 3.1. Dans toutes les procédures pénales et à n'importe quel stade de celle-ci, le prévenu a le droit de charger de sa défense un avocat (défense privée) ou, sous réserve de l'art. 130 CPP, de se défendre soi-même (art. 129 al. 1 cum 127 al. 5 CPP). Conformément à l'art. 130 let. a CPP, le prévenu doit avoir un défenseur notamment lorsque la détention provisoire, y compris la durée de l'arrestation provisoire, a excédé dix jours. S'il n'en désigne pas un d'emblée, la direction de la procédure pourvoit à ce qu'il soit assisté aussitôt d'un avocat (art. 131 al. 1 CPP). Lorsqu'elle nomme le défenseur d'office, la direction de la procédure prend en considération les souhaits du prévenu dans la mesure du possible (art. 133 al. 2 CPP). Cette disposition codifie la jurisprudence, selon laquelle, bien que les art. 29 al. 3 Cst et 6 § 3 let. c CEDH ne garantissent pas formellement au prévenu le droit de choisir l'avocat qui lui sera commis d'office, l'autorité ne peut arbitrairement, c'est-à-dire sans motifs objectifs suffisants, refuser de tenir compte des souhaits du justiciable à cet égard (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 19 ad art. 133). 3.2. Si la relation de confiance entre le prévenu et le défenseur d'office est gravement perturbée ou si une défense efficace n'est plus assurée pour d'autres raisons, la direction de la procédure confie la défense d'office à une autre personne (art. 134 al. 2 CPP). Si cet article permet de tenir compte d'une détérioration objective du rapport de confiance entre le prévenu et son défenseur, le simple fait que la partie assistée n'a pas confiance dans son conseil d'office ne lui donne pas le droit d'en demander le remplacement lorsque cette perte de confiance repose sur des motifs purement subjectifs et qu'il n'apparaît pas de manière patente que l'attitude de l'avocat d'office est gravement préjudiciable aux intérêts de la partie.”
Das Vorschlagsrecht nach Art. 133 Abs. 2 StPO ist zu beachten, gilt aber nicht schrankenlos: Liegt bereits eine wirksame Wahlverteidigung vor, ist das Vorschlagsrecht nicht automatisch durchsetzbar. Bei einem Gesuch um Umwandlung der Wahlverteidigung in eine amtliche Verteidigung richtet sich die Behandlung nach der Frage der finanziellen Bedürftigkeit; diese ist nachgewiesen werden. Die Verfahrensleitung darf bei bestehender Wahlverteidigung grundsätzlich davon ausgehen, dass eine wirksame private Vertretung besteht, und die blosse Behauptung der Mittellosigkeit reicht für die Anordnung einer amtlichen Verteidigung nicht aus.
“Aus dem Bundesrecht ergibt sich kein Anspruch des Beschuldigten, dass der Staat bei notwendiger Verteidigung stets das diesbezügliche Kostenrisiko zu tragen bzw. die Anwaltskosten vorzuschiessen hätte, wenn eine beschuldigte Person ein Gesuch um amtliche Verteidigung stellt. Wenn der Beschuldigte bereits über eine Wahlverteidigung verfügt und deren Umwandlung in eine amtliche Verteidigung beantragt, so ist diese Konstellation unter Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO einzuordnen. Ein Anspruch auf Offizialverteidigung hängt somit von der finanziellen Bedürftigkeit der beschuldigten Person ab. Diese ist dafür nachweispflichtig (zit. Urteil 1B_364/2019 E. 3.5). Wenn die beschuldigte Person bereits eine Wahlverteidigung beauftragt hat und beim Antrag auf Umwandlung in eine amtliche Verteidigung ihre finanziellen Verhältnisse nicht offenlegt, so lässt sich diese Situation nicht mit einem Fall von Bedürftigkeit nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO gleichsetzen. Ein solches Vorgehen geht auch über das Vorschlagsrecht von Art. 133 Abs. 2 StPO hinaus. Vielmehr darf die Verfahrensleitung hier grundsätzlich ohne weitere Abklärungen davon ausgehen, dass - zumindest einstweilen - eine wirksame private Rechtsvertretung gegeben ist. Diesen Grundsatz kann die beschuldigte Person nicht mit der blossen Behauptung, sie sei mittellos, umstossen. Die Verfahrensleitung ist bei der Anordnung einer amtlichen Verteidigung wegen Bedürftigkeit im Sinne von Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO für ihre Abklärungen auf die Mitwirkung der beschuldigten Person angewiesen. Wenn letztere im Hinblick auf ihre finanziellen Verhältnisse vom Aussageverweigerungsrecht gemäss Art. 113 StPO Gebrauch macht, so kann es bei bestehender Wahlverteidigung dazu kommen, dass die Behauptung der finanziellen Bedürftigkeit nicht als glaubhaft angesehen wird. Ein Anspruch auf Anordnung der amtlichen Verteidigung ohne Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit besteht bei notwendiger Verteidigung nur in einer Konstellation von Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO, d.h. bei Fehlen einer Wahlverteidigung.”
“b) aa) Im Entscheid BGE 139 IV 113 erwog das Bundesgericht, bei notwendiger Verteidigung setze die Bestellung eines Offizialverteidigers, dessen Kosten vom Staat (vorläufig) zu bevorschussen seien, keinen Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit des Beschuldigten voraus. Dass die Vorinstanz das gesetzliche Vorschlagsrecht bei der Ernennung des Offizialverteidigers davon abhängig mache, dass der Beschuldigte der Staatsanwaltschaft seine finanziellen Verhältnisse offenlege und der erbetene Verteidiger ihn dazu aktiv anhalten müsse, halte vor dem Bundesrecht nicht stand. bb) Gemäss (neuerer) bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die amtliche Verteidigung als subsidiär zur (privaten) Wahlverteidigung zu betrachten. Das Bundesgericht verneinte ausdrücklich, dass der Staat bei notwendiger Verteidigung stets das diesbezügliche Kostenrisiko zu tragen habe, wenn eine beschuldigte Person ein Gesuch um amtliche Verteidigung stelle. Ein Nebeneinander von Wahlverteidigung und amtlicher Verteidigung sei nicht völlig ausgeschlossen. Weiter sei auch bei der Anordnung der amtlichen Verteidigung das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten. Wenn die beschuldigte Person aber über eine Wahlverteidigung verfüge und deren Umwandlung in eine amtliche Verteidigung beantrage, so sei diese Konstellation nicht unter Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO einzuordnen. Vielmehr richte sich die Behandlung eines solchen Gesuchs (auch bei Fällen notwendiger Verteidigung) nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und hänge somit von der finanziellen Bedürftigkeit der beschuldigten Person ab. Diese sei für den zuletzt genannten Punkt nachweispflichtig. Wenn die beschuldigte Person eine Wahlverteidigung beauftragt habe und beim Antrag auf Umwandlung in eine amtliche Verteidigung ihre finanziellen Verhältnisse nicht offenlege, so lasse sich diese Situation nicht mit einem Fall von Bedürftigkeit nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO gleichsetzen. Ein solches Vorgehen gehe auch über das Vorschlagsrecht von Art. 133 Abs. 2 StPO hinaus. Vielmehr dürfe die Verfahrensleitung bei der fraglichen Konstellation grundsätzlich ohne weitere Abklärungen davon ausgehen, dass – zumindest einstweilen – eine wirksame private Rechtsvertretung gegeben sei.”
“Nach der Rechtsprechung ist nicht in allen Fällen notwendiger Verteidigung auch eine amtliche Verteidigung gerechtfertigt. Falls die beschuldigte Person nicht mittellos ist und bei notwendiger Verteidigung bereits über eine wirksame Wahlverteidigung verfügt, so sind die Voraussetzungen für eine amtliche Verteidigung nicht gegeben (BGer 1B_364/2019 vom 28. August 2019 E. 3.1 und 3.2). Die Rechtsprechung zur notwendigen Verteidigung betrachtet die amtliche Verteidigung als subsidiär zur (privaten) Wahlverteidigung. Dass der Staat bei notwendiger Verteidigung stets das diesbezügliche Kostenrisiko zu tragen habe, wenn die beschuldigte Person ein Gesuch um amtliche Verteidigung stellt, kann der Rechtsprechung nicht entnommen werden. Zwar ist ein Nebeneinander von Wahlverteidigung und amtlicher Verteidigung nicht völlig ausgeschlossen (BGer 1B_394/2014 vom 27. Januar 2015 E. 2.2.2 und 2.2.3). Weiter ist bei der Anordnung der amtlichen Verteidigung das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten (BGE 139 IV 113 E. 4 und 5 S. 119 ff.). Wenn Letztere aber über eine Wahlverteidigung verfügt und deren Umwandlung in eine amtliche Verteidigung beantragt, so ist diese Konstellation nicht unter Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO einzuordnen. Vielmehr richtet sich die Behandlung eines solchen Gesuchs (auch bei Fällen notwendiger Verteidigung) nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und hängt somit von der finanziellen Bedürftigkeit der beschuldigten Person ab. Diese ist für den zuletzt genannten Punkt nachweispflichtig (BGer 1B_364/2019 E. 3.5, in Bestätigung von AGE BES.2019.64 vom 24. Mai 2019 E. 3.2.3). Die Bewilligung der amtlichen Verteidigung hängt somit auch im vorliegenden Fall davon ab, dass der Berufungskläger seine finanzielle Bedürftigkeit nachweist.”
Wurde bei der Bestellung offensichtlich nicht auf den tatsächlich geäusserten Anwaltwunsch der beschuldigten Person Rücksicht genommen, kann dies als Verletzung von Art. 133 Abs. 2 StPO beanstandet werden.
“Lorsqu’il a demandé ce qu'il en était, le personnel du Ministère public lui aurait répondu que l’audition allait commencer et que le prévenu serait interpellé au sujet de l’avocat qu’il souhaitait voir le représenter. Quelques minutes plus tard, on lui aurait indiqué que K.________ avait confirmé vouloir être représenté par Me Thanh-My Tran-Nhu. D’après Me Jeton Kryeziu (se basant sur les explications fournies par K.________ après sa libération), rien de tout cela ne se serait en réalité passé. L'audition du Ministère public n'aurait jamais été interrompue pour qu’on informe le prévenu que Me Jeton Kryeziu était présent. En outre, le passage de l’audition du prévenu selon lequel il aurait indiqué qu’il souhaitait que Me Thanh-My Tran-Nhu soit désignée et selon lequel cette dernière était nommée sur le siège ne lui aurait jamais été lu. Partant, en désignant en toute connaissance de cause un conseil autre que celui souhaité par le prévenu, le procureur n’aurait pas respecté l’art. 133 al. 2 CPP (Code de procédure pénale suisse du 5 octobre 2007 ; RS 312.0). Dans sa correspondance du 19 juin 2024, Me Jeton Kryeziu a ainsi requis sa désignation en qualité de défenseur d’office de K.________ à compter du 14 juin 2024. En annexe sa correspondance, l’avocat a produit une attestation du prévenu, dont la teneur est la suivante : « Je soussigné, M. K.________, né le [...] 1998 à [...], en Allemagne, atteste par la présente que lors de mon audition du 14 juin 2024 par-devant le Procureur M. [...], personne ne m'a informé de la présence de Me Jeton Kryeziu dans les pas perdus du Ministère public de l'arrondissement du Nord vaudois. A aucun moment le Procureur ne m'a informé de la présence de Me Kryeziu, ni n'a d'ailleurs interrompu l'audition pour informer Me Kryeziu de mon choix de continuer avec mon avocate de la première heure. Tout ce qui est noté dans le procès-verbal de mon audition du 14 juin 2024 aux lignes 28 à 42 ne m'a pas été lu, et je n'ai pas non plus répondu les lignes qui me sont prêtées.”
Bei Gesuchen, eine bereits gewählte Wahlverteidigung in eine amtliche Verteidigung umzuwandeln, ist das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person nach Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten. Die Bewilligung richtet sich jedoch nach der finanziellen Bedürftigkeit; diese ist vom Antragstellenden nachzuweisen. Legt die beschuldigte Person ihre finanziellen Verhältnisse nicht offen, kann die Verfahrensleitung grundsätzlich davon ausgehen, dass vorerst eine wirksame private Verteidigung besteht und weitergehende Abklärungen verlangen.
“Ein Nebeneinander von Wahlverteidigung und amtlicher Verteidigung sei nicht völlig ausgeschlossen. Weiter sei auch bei der Anordnung der amtlichen Verteidigung das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten. Wenn die beschuldigte Person aber über eine Wahlverteidigung verfüge und deren Umwandlung in eine amtliche Verteidigung beantrage, so sei diese Konstellation nicht unter Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO einzuordnen. Vielmehr richte sich die Behandlung eines solchen Gesuchs (auch bei Fällen notwendiger Verteidigung) nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und hänge somit von der finanziellen Bedürftigkeit der beschuldigten Person ab. Diese sei für den zuletzt genannten Punkt nachweispflichtig. Wenn die beschuldigte Person eine Wahlverteidigung beauftragt habe und beim Antrag auf Umwandlung in eine amtliche Verteidigung ihre finanziellen Verhältnisse nicht offenlege, so lasse sich diese Situation nicht mit einem Fall von Bedürftigkeit nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO gleichsetzen. Ein solches Vorgehen gehe auch über das Vorschlagsrecht von Art. 133 Abs. 2 StPO hinaus. Vielmehr dürfe die Verfahrensleitung bei der fraglichen Konstellation grundsätzlich ohne weitere Abklärungen davon ausgehen, dass – zumindest einstweilen – eine wirksame private Rechtsvertretung gegeben sei. Diesen Grundsatz könne die beschuldigte Person nicht mit der blossen Behauptung, sie sei mittellos, umstossen. Die Verfahrensleitung sei bei der Anordnung einer amtlichen Verteidigung wegen Bedürftigkeit im Sinn von Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO für ihre Abklärungen auf die Mitwirkung der beschuldigten Person angewiesen. Ein Anspruch auf Anordnung der amtlichen Verteidigung ohne Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit bestehe bei notwendiger Verteidigung nur in einer Konstellation von Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO, das heisse bei Fehlen einer Wahlverteidigung. Nichts anderes ergebe sich aus BGE 139 IV 113. c) aa) Mit dieser neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Argumentation des Beschwerdeführers, die sich auf BGE 139 IV 113 bezieht, überholt. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht zu beanstanden, soweit die Staatsanwaltschaft die notwendige amtliche Verteidigung im Sinn von Art.”
“Nach der Rechtsprechung ist nicht in allen Fällen notwendiger Verteidigung auch eine amtliche Verteidigung gerechtfertigt. Falls die beschuldigte Person nicht mittellos ist und bei notwendiger Verteidigung bereits über eine wirksame Wahlverteidigung verfügt, so sind die Voraussetzungen für eine amtliche Verteidigung nicht gegeben (BGer 1B_364/2019 vom 28. August 2019 E. 3.1 und 3.2). Die Rechtsprechung zur notwendigen Verteidigung betrachtet die amtliche Verteidigung als subsidiär zur (privaten) Wahlverteidigung. Dass der Staat bei notwendiger Verteidigung stets das diesbezügliche Kostenrisiko zu tragen habe, wenn die beschuldigte Person ein Gesuch um amtliche Verteidigung stellt, kann der Rechtsprechung nicht entnommen werden. Zwar ist ein Nebeneinander von Wahlverteidigung und amtlicher Verteidigung nicht völlig ausgeschlossen (BGer 1B_394/2014 vom 27. Januar 2015 E. 2.2.2 und 2.2.3). Weiter ist bei der Anordnung der amtlichen Verteidigung das Vorschlagsrecht der beschuldigten Person gemäss Art. 133 Abs. 2 StPO zu beachten (BGE 139 IV 113 E. 4 und 5 S. 119 ff.). Wenn Letztere aber über eine Wahlverteidigung verfügt und deren Umwandlung in eine amtliche Verteidigung beantragt, so ist diese Konstellation nicht unter Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO einzuordnen. Vielmehr richtet sich die Behandlung eines solchen Gesuchs (auch bei Fällen notwendiger Verteidigung) nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und hängt somit von der finanziellen Bedürftigkeit der beschuldigten Person ab. Diese ist für den zuletzt genannten Punkt nachweispflichtig (BGer 1B_364/2019 E. 3.5, in Bestätigung von AGE BES.2019.64 vom 24. Mai 2019 E. 3.2.3). Die Bewilligung der amtlichen Verteidigung hängt somit auch im vorliegenden Fall davon ab, dass der Berufungskläger seine finanzielle Bedürftigkeit nachweist.”
Wenn die beschuldigte Person bereits einen Verteidiger beigezogen hat, ist dessen Bestellung als amtlicher Verteidiger grundsätzlich vorzuziehen, weil regelmässig ein Vertrauensverhältnis besteht. Vom Vorschlag der beschuldigten Person darf nur aus zureichenden sachlichen Gründen abgewichen werden (z. B. Interessenkollision, fehlende Qualifikation, Überlastung oder andere konkrete Hindernisse). Allein das Wunsch- oder Empfindungsbild der beschuldigten Person genügt nicht; es müssen objektiv nachvollziehbare Hinweise auf eine erhebliche Störung des Vertrauensverhältnisses oder auf eine sonstige Unmöglichkeit wirksamer Verteidigung vorliegen. Die beschuldigte Person ist in einer ihr verständlichen Weise auf ihr Vorschlagsrecht hinzuweisen.
“Für ein Abweichen vom Vorschlag des Beschuldigten bedarf es dementsprechend zureichender sachlicher Gründe, zu denen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum Beispiel Interessenkollisionen, fehlende Qualifikation oder Überlastung gehören, wobei andere sachliche Hindernisse ausdrücklich vorbehalten werden (BGE 139 IV 113 E. 4.3 S. 119 mit weiteren Hinweisen; AGE BES.2017.16 vom 30. August 2019 E.3.2, BES.2017.150 vom 1. Juni 2018 E. 2). Hat die beschuldigte Person schon einen Verteidiger beigezogen, wird dieser grundsätzlich als amtlicher Verteidiger bestellt (Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5; Ruckstuhl, in: Basler Kommentar, 2. Auflage 2014, Art. 133 StPO N 8c). Es besteht nämlich regelmässig bereits ein Vertrauensverhältnis mit dem mandatierten Anwalt, weshalb dieser nicht ohne Not durch einen anderen Verteidiger ersetzt werden soll (vgl. Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege, Diss. Basel 2008, S. 198). Auf das Vorschlagsrecht ist die beschuldigte Person in einer ihr verständlichen Weise aufmerksam zu machen. Der blosse Verweis im Protokoll auf die anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen genügt nicht (Ruckstuhl, a.a.O., Art. 133 StPO N 8; Lieber, a.a.O., Art. 133 N 5). Die Verfahrensleitung überträgt die amtliche Verteidigung einer anderen Person, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der beschuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist (BGer 1B_10/2018 vom 5. März 2018 E. 2.1). Allein das Empfinden der beschuldigten Person oder ihre Wünsche reichen für einen Wechsel der amtlichen Verteidigung allerdings nicht aus. Vielmehr müssen konkrete Hinweise bestehen, die in objektiv nachvollziehbarer Weise für eine erhebliche Störung des Vertrauensverhältnisses sprechen. Zudem ist der amtliche Verteidiger nicht bloss das unkritische Sprachrohr seines Mandanten. Für einen Verteidigerwechsel genügt deshalb nicht, wenn die Verteidigung eine problematische, aber von der beschuldigten Person gewünschte Verteidigungsstrategie nicht übernimmt oder wenn sie nicht bedingungslos glaubt, was die beschuldigte Person zum Delikt sagt, und das nicht ungefiltert gegenüber den Behörden vertritt.”
Bei einem Wechsel der örtlichen Zuständigkeit (Übergang des Verfahrens an einen anderen Kanton) geht die Verfahrensleitung auf die zuständige Behörde des neuen Kantons über. Die amtliche Verteidigung besteht nicht automatisch fort; sie muss von der nunmehr zuständigen Verfahrensleitung gemäss Art. 133 Abs. 1 StPO neu bestellt werden.
“Bei einem Wechsel der örtlichen Zuständigkeit einer Strafuntersuchung in ei- nen anderen Kanton wird das Verfahren beim erstbefassten Kanton abgeschlos- sen; es handelt sich hierbei um eine sog. partielle Verfahrenserledigung. Dieser (erstbefasste) Kanton hat gestützt auf Art. 135 Abs. 2 StPO über die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für den in seinem Kanton geführten Verfahrensabschnitt gemäss seinem kantonalen Tarif zu befinden (vgl. BGer Urteil 1B_38/2013 vom 18. Juni 2013 E. 3). Geht eine Strafuntersuchung wegen eines Wechsels der örtli- chen Zuständigkeit an einen anderen Kanton über, ist damit auch ein Wechsel der Verfahrensleitung verbunden. Beim Übergang bzw. bei der Abtretung eines Straf- verfahren an die Staatsanwaltschaft eines anderen Kantons dauert die amtliche Verteidigung jedoch nicht automatisch weiter, sondern muss von der nunmehr zu- ständigen Verfahrensleitung neu bestellt werden (Art. 133 Abs. 1 StPO; vgl. BGer Urteil 6B_361/2019 vom 17. Mai 2019 E. 3.4.3 mit Hinweisen).”
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