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Die Protokollpflicht dient der Sicherstellung der Überprüfbarkeit der Verfahrensordnung und bildet die Grundlage für die Feststellung des Sachverhalts in Rechtsmitteln sowie für die Nachprüfung in Rekursinstanzen hinsichtlich inhaltlicher und verfahrensmässiger Richtigkeit.
“Im Strafprozess gelten die strengen und in der Regel zwingenden Protokollierungsregeln gemäss Art. 76 ff. StPO (BGE 142 I 86 E. 2.2; Urteile 6B_228/2023 vom 8. Februar 2024 E. 1.2; 6B_257/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 3.2). Das Protokoll dient zum einen als Grundlage für die Feststellung des Sachverhalts. Zum andern erlaubt es die Kontrolle, ob die Verfahrensvorschriften eingehalten sind, und garantiert insofern ein rechtsstaatlich korrektes Verfahren. Schliesslich versetzt es das Gericht und allfällige Rechtsmittelinstanzen in die Lage, die inhaltliche Richtigkeit und verfahrensmässige Ordnungsmässigkeit einer angefochtenen Entscheidung zu überprüfen (BGE 143 IV 408 E. 8.2; Urteile 6B_228/2023 vom 8. Februar 2024 E. 1.2; 6B_257/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 3.2). Nach Art. 76 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert. Verantwortlich dafür, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig protokolliert werden, ist die Verfahrensleitung (Art. 76 Abs. 3 StPO).”
Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine technische Aufzeichnung das Vorlesen/Unterzeichnen des Protokolls im Hauptverfahren ersetzen (insbesondere wenn die Einvernahme technisch aufgezeichnet wurde).
“Gemäss Art. 76 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert. Die Verfahrensleitung ist dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig protokolliert werden (Art. 76 Abs. 3 StPO). Sie kann anordnen, dass Verfahrenshandlungen zusätzlich zur bzw. neben der schriftlichen Protokollierung ganz oder teilweise in Ton oder Bild festgehalten werden, wobei sie dies den anwesenden Personen vorgängig bekannt gibt (Art. 76 Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 78 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, Zeuginnen, Zeugen, Auskunftspersonen und Sachverständigen laufend protokolliert. Nach Abs. 3 derselben Bestimmung werden entscheidende Fragen und Antworten wörtlich protokolliert. Nach Abschluss der Einvernahme wird der einvernommenen Person das Protokoll vorgelesen oder ihr zum Lesen vorgelegt; sie hat das Protokoll nach Kenntnisnahme zu unterzeichnen und jede Seite zu visieren (Art. 78 Abs. 5 StPO). Wird die Einvernahme im Hauptverfahren mit technischen Hilfsmitteln aufgezeichnet, kann das Gericht gemäss Art. 78 Abs. 5bis StPO [in der zur Tatzeit geltenden Fassung; vgl. zur Frage der Anwendbarkeit bzw. zu intertemporalen Fragen Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Zürich 2020, Rz. 296 f.] darauf verzichten, der einvernommenen Person das Protokoll vorzulesen oder zum Lesen vorzulegen und von dieser unterzeichnen zu lassen; die Aufzeichnungen werden zu den Akten genommen (BGE 143 IV 408 E. 8.1).”
Beweismittel, die Grundlage eines Entscheids bilden, müssen formell in das konkrete Verfahrensdossier bzw. Aktenstück übernommen sein; fehlen die förmliche Übernahme und Aufnahme in das Verfahren, sind diese Beweismittel für Entscheide in diesem Verfahren nicht verwertbar.
“5. 5.1. Si deve aggiungere, in relazione all’errata apertura degli inc. MP 2022.10374/10375, che il magistrato inquirente, per motivare i decreti di non luogo a procedere 17.1.2023 (NLP 129/2023) e 17.3.2023 (NLP 700/2023), ha fatto riferimento alle denunce 25/26.1.2021 della __________ (AI 1) e 28.6.2021 della RE 1 (AI 51A), ricordando brevemente il loro contenuto, e ha riportato stralci dei verbali di PI 1 (AI 152), di PI 2 (AI 155), di __________ (AI 168), e di __________ (AI 179), interrogati nell’inc. MP 2021.597. 5.2. Agli inc. MP 2022.10374/10375 non sono state acquisite dette denunce. Ora, in considerazione dell’obbligo di documentazione [che impone che l’incarto sia completo (art. 76 CPP) (decisione TF 6B_1318/2019 del 23.6.2021 consid. 2.5.2.; BSK StPO – P. NÄPFLI, op. cit., art. 76 CPP n. 7 s.; BSK StPO – M. HANS / D. WIPRÄCHTIGER / M. SCHMUTZ, op. cit., art. 100 CPP n. 1; ZK StPO – D. BRÜSCHWEILER / R. NADIG / R. SCHNEEBELI, op. cit., art. 76 CPP n. 1; ZK StPO – D. BRÜSCHWEILER / C. GRÜNIG, op. cit. art. 100 CPP n. 1)], i mezzi di prova a favore ed a carico di un imputato devono figurare nel verbale del procedimento e, anche, essere agli atti dell’incarto che lo concerne. Gli atti posti alla base dei decreti di non luogo a procedere dovevano essere assunti formalmente agli atti dei procedimenti inc. MP 2022.10374/10375. Non si poteva emanare una decisione appoggiandosi su risultanze di altri incarti non acquisite agli atti dei procedimenti penali interessanti PI 1, PI 2, __________ e __________. Essi, non parte al procedimento inc. MP 2021.597 in seguito ad errata apertura di nuovi procedimenti, non avevano infatti accesso agli atti di detto procedimento, atti pur utilizzati per emanare le pronunce nei loro confronti. Proprio in considerazione della disgiunzione, ovvero dell’apertura degli inc.”
Zur Protokollpflicht gehört die laufende wörtliche Festhaltung entscheidender Fragen und Antworten sowie wörtlicher Aussagen und Mitteilungen von Entscheiden bei Einvernahmen.
“Gemäss Art. 76 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert. Die Verfahrensleitung ist dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig protokolliert werden (Art. 76 Abs. 3 StPO). Sie kann anordnen, dass Verfahrenshandlungen zusätzlich zur bzw. neben der schriftlichen Protokollierung ganz oder teilweise in Ton oder Bild festgehalten werden, wobei sie dies den anwesenden Personen vorgängig bekannt gibt (Art. 76 Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 78 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, Zeuginnen, Zeugen, Auskunftspersonen und Sachverständigen laufend protokolliert. Nach Abs. 3 derselben Bestimmung werden entscheidende Fragen und Antworten wörtlich protokolliert. Nach Abschluss der Einvernahme wird der einvernommenen Person das Protokoll vorgelesen oder ihr zum Lesen vorgelegt; sie hat das Protokoll nach Kenntnisnahme zu unterzeichnen und jede Seite zu visieren (Art.”
Aufnahmen in Ton und Bild dürfen das schriftliche Protokoll ergänzen, ersetzen die Schriftform aber grundsätzlich nicht; die schriftliche Dokumentation bleibt grundsätzlich zwingend.
“Prozessrelevante Vorgänge müssen schriftlich-lesbar oder mindestens bildlich-visuell erfassbar dargestellt werden. Mündliche Verfahrensvorgänge sind demnach in Schriftform zu übertragen. Art. 76 Abs. 4 StPO erlaubt zwar, dass Verfahrenshandlungen ganz oder teilweise auch in Ton oder Bild festgehalten werden können. Dies kann indes nur zusätzlich zur schriftlichen Protokollierung erfolgen. Die Aufnahme mit technischen Hilfsmitteln vermag das schriftliche Protokoll somit zwar zu ergänzen, nicht aber zu ersetzen. Auf die Schriftform kann daher grundsätzlich nicht verzichtet werden (BGE 143 IV 408 E. 8.3; Brüschweiler/Nadig/Schneebeli, a.a.O., Art. 76 N 8; Näpfli, a.a.O., Art. 76 StPO N 18).”
Bei Berufungsrügen genügt eine pauschale Bezugnahme ohne konkrete Darlegung des verletzten Verfahrensrechts nicht; es muss ein nachweisbarer Verfahrensnachteil dargetan werden.
“Il ne soutient pas plus expressément qu'il aurait été dans l'impossibilité, en raison du changement de défenseur intervenu au stade du recours en matière pénale, de contrôler que tous les moyens plaidés en appel ont été traités par la cour cantonale et que son ancien avocat d'office aurait refusé toute collaboration dans cette perspective. Il ne tente pas de démontrer non plus que les indications figurant dans l'arrêt cantonal (qui est intégré logiquement et physiquement au procès-verbal de l'audience d'appel, avec lequel il est paginé sans solution de continuité) au sujet des contestations qu'il a émises en deuxième instance seraient insuffisantes pour restituer les éléments essentiels de sa plaidoirie en appel (v. jugement sur appel, consid. 4.1, consid. 5, consid. 6.1 et consid. 7.3). Enfin, le recourant se borne à conclure de ce moyen qu'il devrait entraîner l'annulation du jugement d'appel et le renvoi de la cause à la cour cantonale afin qu'elle répète cette audience. Il perd toutefois de vue que même une éventuelle insuffisance du procès-verbal au regard des exigences de l'art. 76 CPP n'entraînerait pas nécessairement l'annulation d'opérations de procédure telles qu'une audience d'appel, mais qu'une sanction de cet ordre n'a de sens qu'autant que l'influence sur la procédure d'une éventuelle violation du droit d'être entendu, qui ne constitue pas une fin en lui-même, soit perceptible (cf. ATF 147 III 586 consid. 5.2.1; 143 IV 380 consid. 1.4.1). En l'absence de toute esquisse d'une démonstration d'un tel effet, le moyen est, faute d'une motivation suffisante, irrecevable sous cet angle également.”
Bei Ton- und Bildaufnahmen hat die Verfahrensleitung die Beteiligten vorgängig zu informieren.
“Gemäss Art. 76 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert. Die Verfahrensleitung ist dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig protokolliert werden (Art. 76 Abs. 3 StPO). Sie kann anordnen, dass Verfahrenshandlungen zusätzlich zur bzw. neben der schriftlichen Protokollierung ganz oder teilweise in Ton oder Bild festgehalten werden, wobei sie dies den anwesenden Personen vorgängig bekannt gibt (Art. 76 Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 78 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, Zeuginnen, Zeugen, Auskunftspersonen und Sachverständigen laufend protokolliert. Nach Abs. 3 derselben Bestimmung werden entscheidende Fragen und Antworten wörtlich protokolliert. Nach Abschluss der Einvernahme wird der einvernommenen Person das Protokoll vorgelesen oder ihr zum Lesen vorgelegt; sie hat das Protokoll nach Kenntnisnahme zu unterzeichnen und jede Seite zu visieren (Art. 78 Abs. 5 StPO). Wird die Einvernahme im Hauptverfahren mit technischen Hilfsmitteln aufgezeichnet, kann das Gericht gemäss Art. 78 Abs. 5bis StPO [in der zur Tatzeit geltenden Fassung; vgl. zur Frage der Anwendbarkeit bzw. zu intertemporalen Fragen Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8.”
Wird die Unterschrift verweigert, ist die Verweigerung sowie deren Gründe ausdrücklich und zwingend im Protokoll zu vermerken.
“a), qu’il peut refuser de déposer et de collaborer (let. b), qu’il a le droit de faire appel à un défenseur ou de demander un défenseur d’office (let. c) et qu'il peut demander l'assistance d'un traducteur ou d'un interprète (let. d). Les renseignements obtenus sans que ces informations aient été données ne sont pas exploitables, conformément à l’art. 158 al. 2 CPP en relation avec l’art. 141 CPP, et le procès-verbal concerné devra être retranché du dossier (Verniory, in : Jeanneret/Kuhn/Perrier Depeursinge [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., 2019, nn. 26-28 ad art. 158 CPP ; Moreillon/Parein-Reymond, Petit commentaire, Code de procédure pénale, 2e éd., 2016, nn. 18-19 ad art. 158 CPP ; Ruckstuhl, in : Niggli/Heer/Wiprächtiger [éd.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, 3e éd., 2023, t. 1, nn. 33 ss ad art. 158 StPO ; Jositsch/Schmid, Praxiskommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 4e éd., 2023, nn. 16-17 ad art. 158 CPP). 2.2.4 Selon l'art. 76 al. 1 CPP, les dépositions des parties et les prononcés des autorités ainsi que tous les actes de procédure qui ne sont pas accomplis en la forme écrite sont consignés au procès-verbal. Conformément à l'art. 78 CPP, les dépositions des parties, des témoins, des personnes appelées à donner des renseignements et des experts sont consignées au procès-verbal séance tenante (al. 1). Les questions et les réponses déterminantes sont consignées textuellement au procès-verbal (al. 3). À l'issue de l'audition, le procès-verbal est lu ou remis pour lecture à la personne entendue. Après en avoir pris connaissance, la personne entendue appose sa signature au bas du procès-verbal et en paraphe chaque page. Si elle refuse de lire intégralement ou de signer le procès-verbal, le refus et les motifs invoqués sont consignés au procès-verbal (al. 5). L’observation des dispositions prévues à l’art. 143 al. 1 CPP (cf. consid. 2.2.3 ci-dessus) doit également être consignée au procès-verbal (art. 143 al. 2 CPP). D’après la doctrine, l’art.”
Die Verfahrensleitung trägt auch bei aufgezeichneter Einvernahme die Verantwortung für eine vollständige und richtige Protokollierung; dies umfasst insbesondere die wörtliche Erfassung entscheidender Fragen und Antworten.
“Gemäss Art. 76 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert. Die Verfahrensleitung ist dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig protokolliert werden (Art. 76 Abs. 3 StPO). Sie kann anordnen, dass Verfahrenshandlungen zusätzlich zur bzw. neben der schriftlichen Protokollierung ganz oder teilweise in Ton oder Bild festgehalten werden, wobei sie dies den anwesenden Personen vorgängig bekannt gibt (Art. 76 Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 78 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, Zeuginnen, Zeugen, Auskunftspersonen und Sachverständigen laufend protokolliert. Nach Abs. 3 derselben Bestimmung werden entscheidende Fragen und Antworten wörtlich protokolliert. Nach Abschluss der Einvernahme wird der einvernommenen Person das Protokoll vorgelesen oder ihr zum Lesen vorgelegt; sie hat das Protokoll nach Kenntnisnahme zu unterzeichnen und jede Seite zu visieren (Art. 78 Abs. 5 StPO). Wird die Einvernahme im Hauptverfahren mit technischen Hilfsmitteln aufgezeichnet, kann das Gericht gemäss Art. 78 Abs. 5bis StPO [in der zur Tatzeit geltenden Fassung; vgl. zur Frage der Anwendbarkeit bzw. zu intertemporalen Fragen Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8.”
“317 StGB erfordert Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Vorsätzlich handelt etwa derjenige Täter, der bewusst in seiner Eigenschaft als Be- amter rechtlich erhebliche Tatsachen unwahr in einer Schrift verurkundet, von der er weiss, dass sie zum Beweis jener Tatsachen geeignet oder (und) bestimmt ist. Vorteils- oder Schädigungsabsicht ist nicht erforderlich. Der Täter muss aber zur Täuschung im Rechtsverkehr handeln, sonst fehlt die Beziehung zum eigentlich geschützten Rechtsgut, namentlich der Schutz von Sicherheit und Zuverlässigkeit des Rechtsverkehrs mit Urkunden als Beweismittel sowie das öffentliche Vertrauen in den Urkundenbeweis. Die Täuschungsabsicht ergibt sich dabei daraus, dass der Täter die Urkunde als echt oder wahr verwenden will. Der täuschende Gebrauch der Urkunde liegt schon darin, dass sie in den Rechtsverkehr gebracht wird (B OOG, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar StGB, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 317 N 1 und N 18 f.). Gemäss Art. 76 Abs. 3 StPO ist die Verfahrensleitung dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig proto- kolliert werden. Art. 77 lit. c StPO schreibt die Protokollierung von Anträgen der - 34 - Parteien vor. Weiter sieht die Strafprozessordung vor, dass Aussagen der Parteien laufend protokolliert werden, wobei entscheidende Fragen und Antworten wörtlich zu protokollieren sind (Art. 78 Abs. 1 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 58 Abs. 1 StPO hat eine Partei der Verfahrensleitung sodann ohne Verzug ein Ausstandsge- such zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis hat, wenn sie den Aus- stand einer in einer Strafbehörde tätigen Person verlangen will.”
Die Pflicht zur Protokollierung erfasst nicht die in der plaidoirie mündlich vorgebrachten Verteidigungsgründe.
“Il ne soutient pas plus expressément qu'il aurait été dans l'impossibilité, en raison du changement de défenseur intervenu au stade du recours en matière pénale, de contrôler que tous les moyens plaidés en appel ont été traités par la cour cantonale et que son ancien avocat d'office aurait refusé toute collaboration dans cette perspective. Il ne tente pas de démontrer non plus que les indications figurant dans l'arrêt cantonal (qui est intégré logiquement et physiquement au procès-verbal de l'audience d'appel, avec lequel il est paginé sans solution de continuité) au sujet des contestations qu'il a émises en deuxième instance seraient insuffisantes pour restituer les éléments essentiels de sa plaidoirie en appel (v. jugement sur appel, consid. 4.1, consid. 5, consid. 6.1 et consid. 7.3). Enfin, le recourant se borne à conclure de ce moyen qu'il devrait entraîner l'annulation du jugement d'appel et le renvoi de la cause à la cour cantonale afin qu'elle répète cette audience. Il perd toutefois de vue que même une éventuelle insuffisance du procès-verbal au regard des exigences de l'art. 76 CPP n'entraînerait pas nécessairement l'annulation d'opérations de procédure telles qu'une audience d'appel, mais qu'une sanction de cet ordre n'a de sens qu'autant que l'influence sur la procédure d'une éventuelle violation du droit d'être entendu, qui ne constitue pas une fin en lui-même, soit perceptible (cf. ATF 147 III 586 consid. 5.2.1; 143 IV 380 consid. 1.4.1). En l'absence de toute esquisse d'une démonstration d'un tel effet, le moyen est, faute d'une motivation suffisante, irrecevable sous cet angle également.”
Bei Protokollmängeln kann sich die Frage nach einer rechtsverletzenden Beeinträchtigung des Urkundenbeweises stellen.
“317 StGB erfordert Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Vorsätzlich handelt etwa derjenige Täter, der bewusst in seiner Eigenschaft als Be- amter rechtlich erhebliche Tatsachen unwahr in einer Schrift verurkundet, von der er weiss, dass sie zum Beweis jener Tatsachen geeignet oder (und) bestimmt ist. Vorteils- oder Schädigungsabsicht ist nicht erforderlich. Der Täter muss aber zur Täuschung im Rechtsverkehr handeln, sonst fehlt die Beziehung zum eigentlich geschützten Rechtsgut, namentlich der Schutz von Sicherheit und Zuverlässigkeit des Rechtsverkehrs mit Urkunden als Beweismittel sowie das öffentliche Vertrauen in den Urkundenbeweis. Die Täuschungsabsicht ergibt sich dabei daraus, dass der Täter die Urkunde als echt oder wahr verwenden will. Der täuschende Gebrauch der Urkunde liegt schon darin, dass sie in den Rechtsverkehr gebracht wird (B OOG, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar StGB, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 317 N 1 und N 18 f.). Gemäss Art. 76 Abs. 3 StPO ist die Verfahrensleitung dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig proto- kolliert werden. Art. 77 lit. c StPO schreibt die Protokollierung von Anträgen der - 34 - Parteien vor. Weiter sieht die Strafprozessordung vor, dass Aussagen der Parteien laufend protokolliert werden, wobei entscheidende Fragen und Antworten wörtlich zu protokollieren sind (Art. 78 Abs. 1 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 58 Abs. 1 StPO hat eine Partei der Verfahrensleitung sodann ohne Verzug ein Ausstandsge- such zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis hat, wenn sie den Aus- stand einer in einer Strafbehörde tätigen Person verlangen will.”
Technische Ton‑ und Bildaufnahmen ergänzen die schriftliche Niederschrift, können diese jedoch grundsätzlich nicht ersetzen; die Schriftform kann im Regelfall nicht entbehrt werden.
“Prozessrelevante Vorgänge müssen schriftlich-lesbar oder mindestens bildlich-visuell erfassbar dargestellt werden. Mündliche Verfahrensvorgänge sind demnach in Schriftform zu übertragen. Art. 76 Abs. 4 StPO erlaubt zwar, dass Verfahrenshandlungen ganz oder teilweise auch in Ton oder Bild festgehalten werden können. Dies kann indes nur zusätzlich zur schriftlichen Protokollierung erfolgen. Die Aufnahme mit technischen Hilfsmitteln vermag das schriftliche Protokoll somit zwar zu ergänzen, nicht aber zu ersetzen. Auf die Schriftform kann daher grundsätzlich nicht verzichtet werden (BGE 143 IV 408 E. 8.3; Brüschweiler/Nadig/Schneebeli, a.a.O., Art. 76 N 8; Näpfli, a.a.O., Art. 76 StPO N 18).”
Die Unterzeichnung des Protokolls durch die Verfahrensleitung bestätigt die praktische Übernahme und Bestätigung ihrer Protokollverantwortung.
“Wie vorstehend ausgeführt, handelte es sich beim Beschuldigten als dama- ligem Staatsanwalt im Tatzeitpunkt unbestrittenermassen um einen Beamten im Sinne von Art. 110 Abs. 3 StGB. Ein Einvernahmeprotokoll ist sodann ohne Weite- res als Urkunde im Sinne von Art. 110 Abs. 4 StGB zu qualifizieren. Als Verfahrens- leiter war der Beschuldigte gemäss Art. 76 Abs. 3 StPO für die richtige Protokollie- rung der Konfrontationseinvernahme vom 19. Dezember 2019 verantwortlich, was der Beschuldigte mit der Unterzeichnung des Protokolls auch bestätigte (act. D1/1/3).”
Protokollmängel bei Einvernahmen können die Verwertbarkeit der Aussage nach Art. 141 Abs. 2 StPO verhindern; nach Rechtsprechung führt die Unvollständigkeit des Protokolls nur dann zur Aufhebung, wenn dadurch ein nachweisbarer Nachteil für das rechtliche Gehör bzw. eine Beeinflussung dieses Anspruchs entstanden ist.
“Im Strafverfahren gilt die Dokumentationspflicht. Alle nicht schriftlichen Verfahrenshandlungen der Strafbehörden und der Parteien sind zu protokollieren. Die Pflicht zur Protokollführung leitet sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör ab (BGE 130 II 473 E. 4.2, 126 I 15 E. 2a/ bb). Danach sind alle verfahrensmässig relevanten Vorgänge von den Behörden in geeigneter Form festzuhalten und die entsprechenden Aufzeichnungen in die Strafakten zu integrieren (Brüschweiler/Nadig/Schneebeli, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, Art. 76 N 1; Näpfli, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2023, Art. 76 StPO N 4 ff.). Im Strafprozess dient das Protokoll zum einen als Grundlage für die Feststellung des Sachverhalts. Zum andern erlaubt es die Kontrolle, ob die Verfahrensvorschriften eingehalten sind, und garantiert insofern ein rechtsstaatlich korrektes Verfahren. Schliesslich versetzt es das Gericht und allfällige Rechtsmittelinstanzen in die Lage, die inhaltliche Richtigkeit und verfahrensmässige Ordnungsmässigkeit einer angefochtenen Entscheidung zu überprüfen. Die Bestimmungen über die Protokollierung von Einvernahmen sind zwingender Natur. Ihre Beachtung ist Voraussetzung für die Gültigkeit des Protokolls und damit gemäss Art. 141 Abs. 2 StPO Voraussetzung für die Verwertbarkeit der Aussage (BGE 143 IV 408 E. 8.2, 142 I 86 E. 2.2; BGer 6B_893/ 2015 vom 14. Juni 2016 E. 1.4.3, 6B_492/2012 vom 22. Februar 2013 E. 1.4).”
“Il ne soutient pas plus expressément qu'il aurait été dans l'impossibilité, en raison du changement de défenseur intervenu au stade du recours en matière pénale, de contrôler que tous les moyens plaidés en appel ont été traités par la cour cantonale et que son ancien avocat d'office aurait refusé toute collaboration dans cette perspective. Il ne tente pas de démontrer non plus que les indications figurant dans l'arrêt cantonal (qui est intégré logiquement et physiquement au procès-verbal de l'audience d'appel, avec lequel il est paginé sans solution de continuité) au sujet des contestations qu'il a émises en deuxième instance seraient insuffisantes pour restituer les éléments essentiels de sa plaidoirie en appel (v. jugement sur appel, consid. 4.1, consid. 5, consid. 6.1 et consid. 7.3). Enfin, le recourant se borne à conclure de ce moyen qu'il devrait entraîner l'annulation du jugement d'appel et le renvoi de la cause à la cour cantonale afin qu'elle répète cette audience. Il perd toutefois de vue que même une éventuelle insuffisance du procès-verbal au regard des exigences de l'art. 76 CPP n'entraînerait pas nécessairement l'annulation d'opérations de procédure telles qu'une audience d'appel, mais qu'une sanction de cet ordre n'a de sens qu'autant que l'influence sur la procédure d'une éventuelle violation du droit d'être entendu, qui ne constitue pas une fin en lui-même, soit perceptible (cf. ATF 147 III 586 consid. 5.2.1; 143 IV 380 consid. 1.4.1). En l'absence de toute esquisse d'une démonstration d'un tel effet, le moyen est, faute d'une motivation suffisante, irrecevable sous cet angle également.”
Bei Versammlungen zu Beweiszwecken kann das Gericht die Aufnahme verweigern, ohne dass hieraus automatisch Befangenheit abgeleitet wird.
“En l'espèce, le but de l’instruction préparatoire étant d’éclaircir des faits, autant dans l’optique d’une poursuite que d’un classement de la procédure (art. 299 al. 2 let. c et 319 al. 1 CPP), l’audience du 22 février 2024 – qui s’avère à avoir été la première de deux consacrées à recueillir contradictoirement la version du requérant et celle de la partie plaignante – ne dénote aucun manquement de la citée à l’impartialité. En refusant sur le siège de faire filmer le déroulement de l’audience, puis en demandant au requérant de cesser de prendre des notes pendant que la partie plaignante faisait sa déposition, la citée exerçait la police de l’audience (art. 63 CPP). Ces deux décisions ont été dûment portées au procès-verbal ; comme telles, elles pouvaient être contestées par les voies de droit à disposition d'un prévenu. L’une d’elles a, d’ailleurs, été frappée d’un recours (cf. ACPR/227/2024). Quant au refus de l’autre, l’enregistrement sur un support-son et/ou un support-image, au sens de l’art. 76 al. 4 CPP, il n’a pas été attaqué. On ne saurait en tout cas pas voir d’instruction à charge ou d’autre manquement à l’impartialité dans le refus, sur ce point, de faire usage d’une compétence qu’assume la citée en sa qualité de Direction de la procédure (art. 61 let. a CPP). Quant à la lecture, que le requérant eût voulu liminaire et in extenso, des dispositions légales réprimant la dénonciation calomnieuse (art. 303 CP), l’induction de la justice en erreur (art. 304 CP) et l’entrave à l’action « à la plaignante » (recte : à l’action pénale, art. 305 CP), le requérant n’indique pas d’où il tire pareille obligation. Il suffit de constater que la partie plaignante, qui était entendue à titre de renseignements (art. 178 let. a CPP) et avait l’obligation de déposer (art. 180 al. 2 CPP), s’est vu rappeler par la citée, conformément à la loi (art. 181 al. 2 CPP), les conséquences possibles d’infractions aux dispositions pénales susmentionnées (cf. p.-v. du 22 février 2024 p. 2). La doctrine voit d’ailleurs dans l’obligation du Ministère public à cet égard une incitation à dire la vérité, ni plus ni moins (Y.”
Fehlt eine Abschrift des Protokolls, kann der Mangel weniger schwer wiegen, wenn vom Gericht unmittelbar mündlich vorgetragen wurde (konkrete Umstände können das Gewicht des Protokollmangels mildern).
“Uhr für geschlossen erklärte, woraufhin sich das Gericht zur geheimen Urteilsberatung zurückzog. Ebenso wenig ist erkennbar, was er für sich aus dem Umstand ableiten will, das begründete Urteil sei erst über einen Monat nach der Verhandlung ergangen. Der Beschwerdeführer rügt, in den Akten sei mit Bezug auf das Plädoyer seiner Verteidigerin lediglich eine CD mit einer Audioaufzeichnung enthalten, diese könne das schriftliche Protokoll aber nicht ersetzen. Dies trifft zu (vgl. oben E. 1.2). Die fehlende Abschrift des in einer Audioaufnahme aufgezeichneten Parteivortrags und damit die fehlende Protokollierung der Begründung (in den Grundzügen) stellt zwar einen Verfahrensmangel dar (vgl. Art. 76 Abs. 4 StPO), dieser wiegt aber weniger schwer als die Nichtprotokollierung von Verfahrenshandlungen, über die sich das Gericht nur indirekt aufgrund der Akten ein Bild verschafft (polizeiliche oder staatsanwaltschaftliche Einvernahmeprotokolle etc.; vgl. Urteil 6B_84/2008 vom 27. Juni 2008 E. 1.5). Vorliegend erfolgte der mündliche Parteivortrag der Verteidigerin des Beschwerdeführers unmittelbar vor Schranken der Vorinstanz. Durch diese Unmittelbarkeit war mit Blick auf die Verfahrensrechte des Beschwerdeführers abgesichert, dass das Gericht vom Plädoyer seiner Verteidigerin Kenntnis nehmen konnte. Der Beschwerdeführer macht denn auch - unter Berücksichtigung der in den Akten liegenden Audioaufzeichnung des Parteivortrags zu Recht - nicht geltend, die Vorinstanz habe von der Begründung der Anträge durch die Verteidigerin keine Kenntnis erlangt. Die Protokollierung der Ausführungen ist lediglich im Hinblick auf das Rechtsmittelverfahren von Belang (vgl. oben E. 1.2). Unter diesen Umständen ist weder ersichtlich noch wird vom Beschwerdeführer begründet dargelegt, inwiefern die fehlende Protokollierung des mündlichen Parteivortrags anlässlich der Berufungsverhandlung eine wirksame Verteidigung tangiert hätte.”
Das Protokoll ist formell wirksam, auch wenn die Richterunterschrift fehlt, sofern die Anforderungen von Art. 76 Abs. 2 StPO eingehalten sind und die Richtigkeit durch die entsprechenden Beteiligten bzw. Protokollführende bestätigt wurde.
“Soweit der Beschwerdeführer verschiedene formelle Punkte bemängelt - die Beschwerdegegnerin habe im Berufungsverfahren keine Begründung zur Strafzumessung abgegeben, im Protokoll der Berufungsverhandlung sei unzutreffenderweise eine schriftliche Abgabe seines mündlichen Parteivortrags vermerkt, und eine (elektronische) Aufzeichnung der vorinstanzlichen Zeugeneinvernahmen sei ihm erst auf Nachfrage und gegen Gebühr zugestellt worden - ist weder dargelegt noch offensichtlich, was er daraus bezüglich der ergangenen Schuldsprüche ableitet. Auf diese Vorbringen ist von vornherein mangels tauglicher Begründung und ausgewiesenen Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten (vgl. Art. 42 Abs. 2, Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG). Der weitere formelle Einwand, das Protokoll der Berufungsverhandlung sei nicht durch den verfahrensleitenden Richter unterzeichnet und dessen Gültigkeit daher fraglich, trifft ausserdem nicht zu. Das Protokoll entspricht den Vorgaben von Art. 76 Abs. 2 StPO. Dass sich die Vorinstanz im Rahmen ihrer neuen, vom Urteil der Erstinstanz wesentlich abweichenden Beurteilung mit den erstinstanzlichen Erwägungen nicht "fundiert auseinandersetzt", begründet ferner entgegen dem Beschwerdeführer keine Verletzung seines rechtlichen Gehörs, solange die Vorinstanz sich - was der Fall ist - mit den entscheidwesentlichen Punkten befasst (vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1).”
Die Protokollpflicht dient der Überprüfbarkeit von Sachverhalt und der verfahrensrechtlichen Ordnungsmässigkeit.
“Im Strafprozess gelten die strengen und in der Regel zwingenden Protokollierungsregeln gemäss Art. 76 ff. StPO (BGE 142 I 86 E. 2.2; Urteile 6B_228/2023 vom 8. Februar 2024 E. 1.2; 6B_257/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 3.2). Das Protokoll dient zum einen als Grundlage für die Feststellung des Sachverhalts. Zum andern erlaubt es die Kontrolle, ob die Verfahrensvorschriften eingehalten sind, und garantiert insofern ein rechtsstaatlich korrektes Verfahren. Schliesslich versetzt es das Gericht und allfällige Rechtsmittelinstanzen in die Lage, die inhaltliche Richtigkeit und verfahrensmässige Ordnungsmässigkeit einer angefochtenen Entscheidung zu überprüfen (BGE 143 IV 408 E. 8.2; Urteile 6B_228/2023 vom 8. Februar 2024 E. 1.2; 6B_257/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 3.2). Nach Art. 76 Abs. 1 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert. Verantwortlich dafür, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig protokolliert werden, ist die Verfahrensleitung (Art. 76 Abs. 3 StPO).”
Die vorherige Ankündigung/Bekanntgabe von Ton‑/Videoaufzeichnungen ist entscheidend; fehlt eine solche Vorinformation, kann dies typischerweise zur Ablehnung nach Art. 76 Abs. 4 StPO führen bzw. relevante berechtigte Erwartungen der Parteien berühren.
“Les arguments du recourant ne peuvent toutefois pas être suivis. 4.6.2.1. Il n'apparaît en particulier pas que la procureure intimée, en charge de l'instruction, aurait enfreint le devoir d'impartialité qui incombe à un membre d'une autorité de poursuite pénale (art. 12 CPP), voire qu'elle aurait procédé de manière déloyale. On ne voit en effet pas en quoi la procureure intimée aurait adopté un comportement déloyal en attendant le jour de l'audience du 22 février 2024 pour rejeter la requête du recourant tendant à ce que l'audition de la partie plaignante soit filmée. L'intéressé pouvait s'attendre à ce que sa requête fût refusée, dans la mesure où la procureure intimée n'avait préalablement pas indiqué aux parties que l'audience en question serait enregistrée (cf. art. 76 al. 4 a contrario CPP). En dehors de circonstances particulières non réalisées en l'espèce, le refus de cette requête ne peut par ailleurs pas constituer un motif de prévention, étant rappelé la nature potestative de l'art. 76 al. 4 CPP. Contrairement à ce que soutient le recourant, la magistrate intimée n'a en outre pas agi de manière déloyale ou violé son devoir d'impartialité en sollicitant, à titre subsidiaire, du tribunal des mesures de contrainte le prononcé de mesures de substitution à la détention provisoire. Elle avait des motifs raisonnables de soutenir principalement que les conditions de la détention provisoire étaient réalisées, ce qui a du reste été confirmé par la Cour de céans (cf. arrêts 7B_430/2024 du 6 mai 2024 et 7B_371/2024 du 23 avril 2024). Lorsque la procureure intimée a interdit au recourant de prendre des notes durant l'audience du 22 février 2024, elle a par ailleurs exercé la police de l'audience (cf. art. 63 CPP) sans verser dans la partialité; le recourant ne soutient à cet égard pas qu'il aurait été entravé dans sa participation à l'audition de la partie plaignante et échoue à démontrer qu'il aurait subi un préjudice irréparable (cf. consid. 2.3.2 supra). Il n'appartient pas au Tribunal fédéral de se prononcer, en lien avec la procédure de récusation, sur le bien-fondé de cette interdiction de prendre des notes.”
Protokolle müssen alle wesentlichen Verfahrenshandlungen und die Namen der Anwesenden enthalten; die Verfahrensleitung trägt die praktische Verantwortung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Protokolle, da sie die Kontrolle der Verfahrensordnung und die Überprüfbarkeit angefochtener Entscheide durch Rechtsmittelinstanzen ermöglichen.
“Gemäss Art. 76 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert (Abs. 1). Die protokollführende Per- son, die Verfahrensleitung und die allenfalls zur Übersetzung beigezogene Per- son bestätigen die Richtigkeit des Protokolls (Abs. 2). Die Verfahrensleitung ist dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig proto- kolliert werden (Abs. 3). Die Verfahrensprotokolle halten gemäss Art. 77 StPO alle wesentlichen Verfahrenshandlungen fest und geben unter anderem Auskunft über die Namen der mitwirkenden Behördenmitglieder, der Parteien, ihrer Rechtsbei- stände sowie der weiteren anwesenden Personen (lit.”
“Im Strafprozess gelten die strengen und in der Regel zwingenden Protokollierungsregeln gemäss Art. 76 ff. StPO (BGE 142 I 86 E. 2.2). Das Protokoll dient zum einen als Grundlage für die Feststellung des Sachverhalts. Zum andern erlaubt es die Kontrolle, ob die Verfahrensvorschriften eingehalten sind, und garantiert insofern ein rechtsstaatlich korrektes Verfahren. Schliesslich versetzt es das Gericht und allfällige Rechtsmittelinstanzen in die Lage, die inhaltliche Richtigkeit und verfahrensmässige Ordnungsmässigkeit einer angefochtenen Entscheidung zu überprüfen (BGE 143 IV 408 E. 8.2). Gemäss Art. 76 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht schriftlich durchgeführt werden, protokolliert (Abs. 1). Die protokollführende Person, die Verfahrensleitung und die allenfalls zur Übersetzung beigezogene Person bestätigen die Richtigkeit des Protokolls (Abs. 2). Die Verfahrensleitung ist dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen vollständig und richtig protokolliert werden (Abs. 3). Sie kann anordnen, dass Verfahrenshandlungen zusätzlich zur schriftlichen Protokollierung ganz oder teilweise in Ton oder Bild festgehalten werden (Abs. 4). Die Verfahrensprotokolle halten gemäss Art. 77 StPO alle wesentlichen Verfahrenshandlungen fest und geben unter anderem Auskunft über die Namen der mitwirkenden Behördenmitglieder, der Parteien, ihrer Rechtsbeistände sowie der weiteren anwesenden Personen (lit. b). Gemäss Art. 78 StPO werden in den Einvernahmeprotokollen die Aussagen der Parteien, Zeugen, Auskunftspersonen und Sachverständigen laufend protokolliert (Abs.”
Die Bestätigung oder Unterschrift von Beteiligten (einschliesslich Dolmetscher), der Protokollführenden oder des Gerichtspräsidiums kann als ausreichende Bestätigung der Richtigkeit und Vollständigkeit des Protokolls nach Art. 76 Abs. 2 StPO dienen; mehrere Personen können die Bestätigung gemeinsam tragen, was insbesondere für Beweissicherung und Rekursprüfungen praktische Bedeutung hat.
“S'il est vrai qu'on aurait pu attendre de l'agente de police qu'elle fasse mention de ce procédé au procès-verbal, celui-ci a eu lieu avec l'accord, voire à l'initiative de la recourante – qui est au demeurant capable de s'exprimer, certes imparfaitement, en français –, et n'a porté que sur une partie précise des faits, qui ne soulevait manifestement pas de difficulté, puisqu'il s'agissait de relater des détails intimes des évènements litigieux. On relèvera en outre que la situation présentait une certaine urgence, dans la mesure où J.________ était gardé en box le temps que son épouse soit auditionnée (P. 4, p. 3). En tout état de cause, les intérêts légitimes de la recourante ont été sauvegardés étant donné que le procès-verbal d'audition lui a ensuite été traduit, dans son intégralité, par l'interprète I.________. Sur ce point, contrairement à ce qu'elle prétend, par leurs signatures, tant la recourante que l'interprète ont attesté de la conformité des propos qui y figurent, respectivement de l'exactitude du procès-verbal (cf. art. 76 al. 2 CPP), étant au demeurant rappelé que l'interprète est soumis à l'obligation de traduire de manière conforme à la vérité (cf. art. 307 CP et 184 al. 2 let. f CPP). Il n'est pas nécessaire d'exiger, en plus, qu'il soit expressément fait mention au procès-verbal que l'interprète a bel et bien procédé à la relecture et à la traduction « de l'entier des déclarations ». On relèvera en outre que la recourante n'a manifestement élevé aucune objection quant au contenu du procès-verbal, respectivement signalé que les réponses protocolées ne correspondaient pas aux propos qu'elle avait tenus au moyen de Google Translate, ni n'a indiqué qu'elle ne comprenait pas ce qui lui était lu, incombance qui lui appartenait de respecter si elle entendait ensuite en tirer un grief, comme elle l'a d'ailleurs fait lors de son audition par le Ministère public (cf. PV aud. 3). Le fait que l'intégralité de ses déclarations ait en outre été retranscrite une nouvelle fois dans Google Translate en parallèle de la traduction effectuée par l'interprète ne signifie pas, comme elle le soutient, qu'ils ne se comprenaient pas, mais apparait bien plus comme une assurance supplémentaire de ce que les réponses protocolées correspondent aux propos tenus par la recourante, étant ici rappelé que si elle s'exprime principalement en langue kurde, il lui est nécessaire d'exprimer certaines choses en arabe, et ce, y compris avec son mari (cf.”
“und auf das Protokoll der Hauptverhandlung, dessen Richtigkeit und Vollständigkeit nebst der verfahrensleitenden Gerichtspräsidentin auch die protokollführende Person bestätigt hat (Art. 76 Abs. 2 StPO).”
“Soweit der Beschwerdeführer verschiedene formelle Punkte bemängelt - die Beschwerdegegnerin habe im Berufungsverfahren keine Begründung zur Strafzumessung abgegeben, im Protokoll der Berufungsverhandlung sei unzutreffenderweise eine schriftliche Abgabe seines mündlichen Parteivortrags vermerkt, und eine (elektronische) Aufzeichnung der vorinstanzlichen Zeugeneinvernahmen sei ihm erst auf Nachfrage und gegen Gebühr zugestellt worden - ist weder dargelegt noch offensichtlich, was er daraus bezüglich der ergangenen Schuldsprüche ableitet. Auf diese Vorbringen ist von vornherein mangels tauglicher Begründung und ausgewiesenen Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten (vgl. Art. 42 Abs. 2, Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG). Der weitere formelle Einwand, das Protokoll der Berufungsverhandlung sei nicht durch den verfahrensleitenden Richter unterzeichnet und dessen Gültigkeit daher fraglich, trifft ausserdem nicht zu. Das Protokoll entspricht den Vorgaben von Art. 76 Abs. 2 StPO. Dass sich die Vorinstanz im Rahmen ihrer neuen, vom Urteil der Erstinstanz wesentlich abweichenden Beurteilung mit den erstinstanzlichen Erwägungen nicht "fundiert auseinandersetzt", begründet ferner entgegen dem Beschwerdeführer keine Verletzung seines rechtlichen Gehörs, solange die Vorinstanz sich - was der Fall ist - mit den entscheidwesentlichen Punkten befasst (vgl. BGE 148 III 30 E. 3.1).”
Die akustische/technische Aufzeichnung ist fakultativ und ergänzt das schriftliche Protokoll; ihr Unterlassen führt nicht automatisch zur Unwirksamkeit des Verfahrens oder des Protokolls.
“Diese (singuläre) Konstellation kann entgegen der Ansicht des Berufungsklägers jedoch nicht dazu führen, dass das Schriftprotokoll des Gerichtsschreibers ohne weiteres als ungültig zu betrachten wäre, zumal die akustische Aufzeichnung gemäss Art. 76 Abs. 4 StPO eine Kann-Vorschrift darstellt und im Sinne einer Ergänzung zusätzlich zur schriftlichen Protokollierung erfolgt(e). Gegen eine quasi automatische Ungültigkeit spricht auch, dass ein Protokoll, bei dem die einvernommene Person ihre Unterschrift verweigert, ebenfalls nicht per se als ungültig angesehen wird (Art. 78 Abs. 5 StPO) und der Mangel vorliegend ohne weiteres nachträglich behoben werden kann. Die Strafprozessordnung regelt in Art. 79 Abs. 2 im Sinne einer lex specialis abschliessend, wie mit Berichtigungen von erst nach der zur Diskussion stehenden Verfahrenshandlung entdeckten Mängeln in Protokollen zu verfahren ist, sodass im Ergebnis die Standpunkte aller Beteiligten protokolliert sind. Für eine Wiederholung der Berufungsverhandlung gestützt auf den allgemeinen Grundsatz, dass fehlerhafte Verfahrensvorgänge dadurch geheilt werden können, indem sie in einwandfreier Form wiederholt werden, besteht somit entgegen der Ansicht des Berufungsklägers kein Raum.”
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