Il pubblico ministero e il giudice fanno capo a uno o più periti quando non dispongono delle conoscenze e capacità speciali necessarie per accertare o giudicare un fatto.
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Sachverständige können ein Aktengutachten unter der hypothetischen Voraussetzung erstellen, dass sich die Tat so zugetragen hat, wie sie in den Akten beschrieben ist. Dabei gehen sie von den (mutmasslichen) Anknüpfungstatsachen aus, die ihnen die Strafbehörde vorgibt.
“[Ziff. 1]; zu den Voraussetzungen einer psych- iatrischen Begutachtung der Schuldfähigkeit gemäss Art. 20 StGB s. auch BGE 133 IV 145 E. 3.3 m.w.H .; Felix Bommer, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl., Basel 2019, N 10 ff. zu Art. 20 StGB m.w.H.). Daran ändert nichts, dass sich der Beschwerdeführer - was die nachbarschaftli- che Auseinandersetzung im November 2018 betrifft - offenbar auf Notwehr beruft, mithin eine strafrechtliche Verantwortlichkeit in Abrede stellt (vgl. hierzu StA act. 3.1.6). Denn die Begutachtung steht unter der hypothetischen Voraussetzung, dass sich die Tat wie in den Akten beschrieben zugetragen hat (Bommer, a.a.O., N 29 zu Art. 20 StGB). Dabei geht der Gutachter von denjenigen (mutmasslichen) Umständen aus, die ihm die Strafbehörde vorgibt (sog. Anknüpfungstatsachen; vgl. hierzu Niklaus Schmid/Daniel Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2018, N 1 zu Art. 182 StPO). Die Be- rufung auf Notwehr steht der psychiatrischen Begutachtung daher nicht entgegen, zumal die Staatsanwaltschaft diese Auffassung offenbar nicht teilt (vgl. hierzu auch die Anklageschrift im Verfahren VV.2018.3696 und VV.2012.3655 [StA act. 3.1.18]). Jedenfalls erscheint es aufgrund der geschilderten Umstände ohne weite- res als vertretbar - und eine weitergehende Prüfung ist unter dem Blickwinkel von Art. 312 StGB vorliegend nicht erforderlich -, dass sich der Beschwerdegegner für eine psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers entschieden hat (zur Aussagekraft eines reinen Aktengutachtens vgl. unten Erwägung 4.3.5).”
“[Ziff. 1]; zu den Voraussetzungen einer psych- iatrischen Begutachtung der Schuldfähigkeit gemäss Art. 20 StGB s. auch BGE 133 IV 145 E. 3.3 m.w.H .; Felix Bommer, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl., Basel 2019, N 10 ff. zu Art. 20 StGB m.w.H.). Daran ändert nichts, dass sich der Beschwerdeführer - was die nachbarschaftli- che Auseinandersetzung im November 2018 betrifft - offenbar auf Notwehr beruft, mithin eine strafrechtliche Verantwortlichkeit in Abrede stellt (vgl. hierzu StA act. 3.1.6). Denn die Begutachtung steht unter der hypothetischen Voraussetzung, dass sich die Tat wie in den Akten beschrieben zugetragen hat (Bommer, a.a.O., N 29 zu Art. 20 StGB). Dabei geht der Gutachter von denjenigen (mutmasslichen) Umständen aus, die ihm die Strafbehörde vorgibt (sog. Anknüpfungstatsachen; vgl. hierzu Niklaus Schmid/Daniel Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2018, N 1 zu Art. 182 StPO). Die Be- rufung auf Notwehr steht der psychiatrischen Begutachtung daher nicht entgegen, zumal die Staatsanwaltschaft diese Auffassung offenbar nicht teilt (vgl. hierzu auch die Anklageschrift im Verfahren VV.2018.3696 und VV.2012.3655 [StA act. 3.1.18]). Jedenfalls erscheint es aufgrund der geschilderten Umstände ohne weite- res als vertretbar - und eine weitergehende Prüfung ist unter dem Blickwinkel von Art. 312 StGB vorliegend nicht erforderlich -, dass sich der Beschwerdegegner für eine psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers entschieden hat (zur Aussagekraft eines reinen Aktengutachtens vgl. unten Erwägung 4.3.5).”
Nach Art. 182 StPO hat sich die sachverständige Begutachtung insbesondere zur Notwendigkeit und zu den Erfolgsaussichten einer Behandlung, zur Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten sowie zur Möglichkeit des Vollzugs der angeordneten Massnahme zu äussern; das Gericht stützt seine Entscheidungsfindung über die Anordnung einer Massnahme auf diese Aussagen.
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1 S. 6; 134 IV 315 E. 4.3.1 S. 326).”
Der Sachverständige ist als «anderer Verfahrensbeteiligter» im Sinne von Art. 105 Abs. 1 lit. e StPO einzuordnen. Er tritt im Verfahren aufgrund seiner fachlichen Expertise als technische Hilfsperson/Auskunftsperson der Strafbehörden auf und gilt de facto als Entscheidungsgehilfe bei der Feststellung der materiellen Wahrheit.
“2021 con i quali il magistrato inquirente ha deciso la designazione di __________ quale perito, chiamato ad esprimersi sul loro operato. 2.4. Le esigenze di forma e motivazione dei gravami sono rispettate. I reclami in questione, in queste circostanze, sono ricevibili. 3. 3.1. Il pubblico ministero e il giudice fanno capo a uno o più periti quando non dispongono delle conoscenze e capacità speciali necessarie per accertare o per giudicare un fatto (art. 182 CPP). Qualora siano adempiute le circostanze indicate dalla norma, essi devono quindi interpellare un perito (decisione TF 6B_488/2016 del 5.9.2016 consid. 3.4.2.; messaggio 21.12.2005 concernente l’unificazione del diritto processuale penale, in FF 2006 p. 1115; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 7; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 28; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 3). 3.2. Il perito, riconosciuto “altro partecipante al procedimento” giusta l’art. 105 cpv. 1 lit. e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3.”
“2021 con i quali il magistrato inquirente ha deciso la designazione di __________ quale perito, chiamato ad esprimersi sul loro operato. 2.4. Le esigenze di forma e motivazione dei gravami sono rispettate. I reclami in questione, in queste circostanze, sono ricevibili. 3. 3.1. Il pubblico ministero e il giudice fanno capo a uno o più periti quando non dispongono delle conoscenze e capacità speciali necessarie per accertare o per giudicare un fatto (art. 182 CPP). Qualora siano adempiute le circostanze indicate dalla norma, essi devono quindi interpellare un perito (decisione TF 6B_488/2016 del 5.9.2016 consid. 3.4.2.; messaggio 21.12.2005 concernente l’unificazione del diritto processuale penale, in FF 2006 p. 1115; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 7; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 28; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 3). 3.2. Il perito, riconosciuto “altro partecipante al procedimento” giusta l’art. 105 cpv. 1 lit. e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. ed., n. 931). E’ invero “Entscheidungsgehilfe” delle autorità penali (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.”
Erscheint einem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zu erheben. Das Verlassen auf eine nicht schlüssige Expertise oder der Verzicht auf gebotene zusätzliche Beweiserhebungen kann andernfalls gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung verstossen. Ein Gutachten bildet insbesondere dann keine rechtsgenügliche Grundlage, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien dessen Überzeugungskraft ernstlich erschüttern. Solche Mängel können etwa darin bestehen, dass der Sachverständige die ihm gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht hinreichend begründet oder die Expertise in sich widersprüchlich ist.
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (vgl. BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 114 E 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; je mit Hinweisen). Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben. Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien dessen Überzeugungskraft ernstlich erschüttern. Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonstwie an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 150 IV 1 E.”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; je mit Hinweisen). Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1).”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_1226/2023 vom 20. Dezember 2023 E. 2.3.4; je mit Hinweisen). Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1). Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern. Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet, diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonst an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 141 IV 369 E.”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteile 6B_387/2023 vom 21. Juni 2023 E. 4.3.2; 6B_337/2023 vom 4. Mai 2023 E. 4.2.3; je mit Hinweisen). Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1). Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern.”
“Es stellt sich die Frage, ob die vorinstanzliche Würdigung und Auslegung des Gutachtens (Art. 182 StPO) vertretbar ist. Der Beschwerdeführer kritisiert sowohl das Gutachten als solches wie auch dessen Rezeption durch die Vorinstanz. Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO) und ist nicht an die Schlussfolgerungen des Gutachtens gebunden (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61). In Fachfragen darf es indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen, und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise resp. der Verzicht auf gebotene zusätzliche Beweiserhebungen gegen das Willkürverbot verstossen. Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben. Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern. Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder wenn die Expertise sonstwie Mängel aufweist, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 142 IV 49 E.”
Der Sachverständige ist als technischer Beistand der Strafbehörden (Auswärtiger/«Entscheidungsgehilfe») anzusehen. Die Beurteilung der Beweiskraft eines Gutachtens fällt in die sachliche Beweiswürdigung des erstinstanzlichen (tat- und rechtsfeststellenden) Richters; das Rekursgericht prüft diese Beweiswürdigung nur eingeschränkt, etwa im Rahmen einer Willkürrüge.
“2.4. Le esigenze di forma e motivazione dei gravami sono rispettate. I reclami in questione, in queste circostanze, sono ricevibili. 3. 3.1. Il pubblico ministero e il giudice fanno capo a uno o più periti quando non dispongono delle conoscenze e capacità speciali necessarie per accertare o per giudicare un fatto (art. 182 CPP). Qualora siano adempiute le circostanze indicate dalla norma, essi devono quindi interpellare un perito (decisione TF 6B_488/2016 del 5.9.2016 consid. 3.4.2.; messaggio 21.12.2005 concernente l’unificazione del diritto processuale penale, in FF 2006 p. 1115; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 7; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 28; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 3). 3.2. Il perito, riconosciuto “altro partecipante al procedimento” giusta l’art. 105 cpv. 1 lit. e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. ed., n. 931). E’ invero “Entscheidungsgehilfe” delle autorità penali (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.). Il perito ha lo specifico compito di accertare i fatti (decisione TF 1B_409/2018 del 18.”
“Il ne sera discuté dans la présente procédure ni des questions techniques ni des éléments de fond contestés par les parties. Il n’appartient pas à la Chambre de céans d’établir la véracité ou non des conclusions de l’expert, d’autant plus que celle-ci ne dispose pas des connaissances spécialisées nécessaires. La question de la force probante de l’expertise a trait à l‘appréciation des moyens de preuves. A cet égard, il ne semble pas inutile de rappeler qu’il appartient au juge du fond d’apprécier l’expertise et que celui-ci n'est pas lié par les conclusions de l'expert (ATF 142 IV 49 consid. 2.1.3, ATF 138 III 193 consid. 4.3.1 ; Joëlle Vuille, Commentaire romand du Code de procédure pénale, 2e éd. 2019, n°12 ad art. 182 CPP). La question de savoir dans quelle mesure le juge du fond peut ou non s’en écarter est aussi une question qui doit être tranchée dans le cadre de l’appréciation des preuves et la présente instance ne saurait empiéter sur des compétences qui ne sont pas les siennes. Les soi-disant contradictions de l’expert entre ses rapports écrits et ses déclarations orales ainsi que, par exemple, la question (vigoureusement discutée par les parties) quant à la pertinence ou non d’une protection supplémentaire sur l’installation électrique qui consisterait en un DDR, seront examinées dans la procédure au fond. Ces éléments seront pris en compte uniquement dans la mesure utile pour examiner les motifs de récusation invoqués par le requérant.”
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). Ob es die in einem Gutachten enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen der Experten folgen will oder ein Ergänzungsgutachten bzw. eine Oberexpertise einholen soll, ist eine Frage der Beweiswürdigung, die mit Beschwerde in Strafsachen wegen Verletzung des Willkürverbots aufgeworfen werden kann (BGE 141 IV 369 E. 6.1).”
Nach Art. 182 StPO ist der Beizug sachverständiger Personen nur dann vorzunehmen, wenn der Staatsanwalt oder das Gericht nicht über die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlichen besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. In der zitierten Praxis wird ausgeführt, dass es bei rein sprachlichen Übersetzungen französisch geführter Gespräche nicht von vornherein notwendig ist, einen Dolmetscher beizuziehen, und auch kein zwingender Anspruch auf Übersetzung sämtlicher Aufnahmen besteht; es ist eine Interessenabwägung vorzunehmen.
“Praxisgemäss ist der Vorrang der Strafverfolgungsinteressen auf diejenigen Fälle beschränkt, in denen es um die Verfolgung von Verbrechen geht (Wolfgang Wohlers, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, N 16 ff. zu Art. 141 StPO; BGer 1B_22/2012 vom 11. Mai 2012 E. 2.4.4; BGE 131 I 279; BGer 6B_323/2013 vom 3. Juni 2013 E. 3.5; 6B_983/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.2; 6B_1188/2018 vom 26. September 2019 E. 4). Im vorliegenden Fall steht fraglos fest, dass die Strafverfolgungsbehörden auf rechtmässigem Wege auf die Audiodateien hätten zugreifen können sowie dass das Interesse an der Verwertung des infrage stehenden Beweismittels die Interessen überwiegt, die gegen die Verwertung sprechen, nachdem es im konkreten Fall einerseits um den Vorwurf der mehrfach qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Umfang von über einer Tonne Marihuana und dem gegenüberstehend um eine allfällige Verletzung der Dokumentationspflicht geht. Hinzu kommt, dass gestützt auf Art. 182 StPO Staatsanwaltschaft und Gerichte lediglich dann eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind, wobei es in casu nur um die Übersetzung französisch geführter Gespräche geht und damit von vornherein keine Notwendigkeit auf Beizug eines Dolmetschers und ebenso kein zwingender Anspruch auf Übersetzung sämtlicher Aufnahmen bestanden hätte (vgl. Art. 68 Abs. 2 Satz 2 StPO). Im Ergebnis würde also selbst bei Bejahung eines formellen Fehlers im Zusammenhang mit der Auswertung der Audiodateien aufgrund der vorzunehmenden Interessenabwägung nichts gegen deren Verwertung sprechen.”
“Praxisgemäss ist der Vorrang der Strafverfolgungsinteressen auf diejenigen Fälle beschränkt, in denen es um die Verfolgung von Verbrechen geht (Wolfgang Wohlers, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, N 16 ff. zu Art. 141 StPO; BGer 1B_22/2012 vom 11. Mai 2012 E. 2.4.4; BGE 131 I 279; BGer 6B_323/2013 vom 3. Juni 2013 E. 3.5; 6B_983/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.2; 6B_1188/2018 vom 26. September 2019 E. 4). Im vorliegenden Fall steht fraglos fest, dass die Strafverfolgungsbehörden auf rechtmässigem Wege auf die Audiodateien hätten zugreifen können sowie dass das Interesse an der Verwertung des infrage stehenden Beweismittels die Interessen überwiegt, die gegen die Verwertung sprechen, nachdem es im konkreten Fall einerseits um den Vorwurf der mehrfach qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Umfang von über einer Tonne Marihuana und dem gegenüberstehend um eine allfällige Verletzung der Dokumentationspflicht geht. Hinzu kommt, dass gestützt auf Art. 182 StPO Staatsanwaltschaft und Gerichte lediglich dann eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind, wobei es in casu nur um die Übersetzung französisch geführter Gespräche geht und damit von vornherein keine Notwendigkeit auf Beizug eines Dolmetschers und ebenso kein zwingender Anspruch auf Übersetzung sämtlicher Aufnahmen bestanden hätte (vgl. Art. 68 Abs. 2 Satz 2 StPO). Im Ergebnis würde also selbst bei Bejahung eines formellen Fehlers im Zusammenhang mit der Auswertung der Audiodateien aufgrund der vorzunehmenden Interessenabwägung nichts gegen deren Verwertung sprechen.”
Das Gutachten hat sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung, über die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten sowie über die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme zu äussern. Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei; in fachlichen Fragen darf es jedoch nicht ohne triftige Gründe davon abweichen, und Abweichungen sind zu begründen.
“und die Voraussetzungen der Art. 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (Bst. c). Die Anordnung einer Massnahme setzt voraus, dass der mit ihr verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Sind die Voraussetzungen sowohl für eine Strafe wie für eine Massnahme erfüllt, so ordnet das Gericht beide Sanktionen an (Art. 57 Abs. 1 StGB). Der Vollzug einer Massnahme nach den Art. 59-61 StGB geht einer zugleich ausgesprochenen sowie einer durch Widerruf oder Rückversetzung vollziehbaren Freiheitsstrafe voraus (Art. 57 Abs. 2 StGB). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) verstossen (BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 6B_933/2023 vom 15. Februar 2024 E. 12.2.6; je mit Hinweisen).”
“Theoretische Grundlagen Es kann vorab auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 5513 f., S. 217 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Ergänzend bzw. teilweise wiederholend ist auf Nachfolgendes hingewiesen: Sind die Voraussetzungen sowohl für eine Strafe wie für eine Massnahme erfüllt, so ordnet das Gericht beide Sanktionen an (Art. 57 Abs. 1 StGB). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StGB). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5). Ob eine und gegebenenfalls welche Massnahme anzuordnen ist, entscheidet sich nach objektiven Gesichtspunkten. Auf die subjektive Meinung der betroffenen Person kommt es grundsätzlich ebenso wenig an wie auf deren persönliche Empfindung. Entscheidend ist, ob bei der betroffenen Person eine minimale Motivierbarkeit für eine therapeutische Behandlung erkennbar ist (Urteile des Bundesgerichts 6B_1247/2022 vom 19. Januar 2023 E. 3.4; 6B_755/2021 vom 1.”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1 S. 6).”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Das Gutachten muss sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme äussern (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_1516/2021 vom 28. Februar 2022 E. 1.3.3; vgl. zur Willkür: BGE 147 IV 73 E. 4.1.2; 146 IV 88 E. 1.3.1; je mit Hinweisen).”
Vorab- bzw. summarische Gutachten (z. B. Vorabberichte, Kurz- oder Partialgutachten) sind im Haftverfahren aufgrund ihrer begrenzten Grundlage besonders vorsichtig und zurückhaltend zu würdigen. Solche Stellungnahmen enthalten regelmässig keine vertiefte Analyse und rechtfertigen daher nur eine summarische Überprüfung durch das Haftgericht. Der Haftrichter hat dabei keine umfassende, abschliessende Würdigung der psychiatrischen Begutachtung vorzunehmen und darf dem späteren Sachrichter nicht vorgreifen.
“Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonstwie an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 141 IV 369 E. 6.1 mit Hinweis). Dies gilt grundsätzlich auch für die vorab zu einem psychiatrischen Hauptgutachten in Auftrag gegebenen Expertisen (wie Vorabberichte, Kurz-, Fokal- oder Partialgutachten). Solche summarischen Vorabstellungnahmen im Haftverfahren enthalten aus zeitlichen und sachlichen Gründen regelmässig keine vertiefte Analyse der zu begutachtenden Person mit umfassender Auswertung der Akten, Exploration und weiteren Erhebungen (siehe T HIERRY URWYLER, in: Handbuch Strafrecht, Psychiatrie, Psychologie, 2022, S. 267 Rz. 624). Sie sind deshalb besonders vorsichtig und zurückhaltend zu würdigen (siehe MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, 3. Auflage 2023, N. 23b zu Art. 182 StPO; T HIERRY URWYLER, a.a.O., S. 266 Rz. 622 und S. 267 Rz. 624). Sofern das Gesamtgutachten noch nicht vorliegt, müssen die Haftgerichte folglich eine durch die sachverständige Person umschriebene ungünstige Rückfallprognose für ein gleichartiges, schweres Verbrechen der gesamten Beweislage gegenüberstellen. Hierbei sind insbesondere die Aussagen der beschuldigten Person, allfälliger Auskunftspersonen und Zeugen sowie gegebenenfalls weitere Indizien in die Beweiswürdigung miteinzubeziehen. Der Haftrichter hat jedoch im Rahmen des Haftprüfungsverfahrens weder eine umfassende und abschliessende Würdigung der psychiatrischen Begutachtung vorzunehmen noch dem Sachrichter diesbezüglich vorzugreifen (Urteil 7B_49/2024 vom 2. Februar 2024 E. 3.3). Die Überprüfung durch das Haftgericht ist lediglich summarischer Natur (Urteile 7B_53/2024 vom 7. Februar 2024 E. 7.2.2; 7B_1022/2023 vom 11. Januar 2024 E. 4.3). Würdigt dabei das Gericht einzelne belastende Indizien offensichtlich unrichtig oder lässt es entlastende Umstände willkürlich ausser Acht, führt dies nicht zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Urteils durch das Bundesgericht.”
Fehlt der Strafbehörde die erforderliche Sachkunde, ist der Beizug eines Sachverständigen grundsätzlich geboten. Bei der Frage, ob unter den konkreten Umständen eine Begutachtung erforderlich ist, steht der Verfahrensleitung ein Ermessensspielraum zu.
“Vorbehaltlich gewisser Ausnahmen, gibt die Verfahrensleitung den Partei- en vorgängig Gelegenheit, sich zur sachverständigen Person und zu den Fragen zu äussern und dazu eigene Anträge zu stellen (Art. 184 Abs. 3 StPO). Die Ver- fahrensleitung übergibt der sachverständigen Person zusammen mit dem Auftrag die zur Erstellung des Gutachtens notwendigen Akten und Gegenstände (Art. 184 Abs. 4 StPO). Die sachverständige Person ist für das Gutachten persönlich ver- antwortlich (Art. 185 Abs. 1 StPO). Die rechtliche Grundlage der Pflicht zum Bei- zug eines Sachverständigen findet sich in Art. 182 StPO. Ausnahmsweise erfolgt der Entscheid über den Beizug eines Sachverständigen gestützt auf andere bun- desrechtliche Normen (z.B. Art. 20 StGB; vgl. Andreas Donatsch, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 3. Aufl., Zürich 2020, N 19 zu Art. 182 StPO). Reicht die Sachkunde der Strafbehörde nicht aus, so ist ein Sachverständiger grundsätzlich zwingend beizuziehen (BGE 133 IV 147; Donatsch, a.a.O., N 28 zu Art. 182 StPO). Der Verfahrensleitung steht bei der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände eine Begutachtung notwendig ist, allerdings ein Ermessensspielraum zu (vgl. Donatsch, a.a.O., N 29 zu Art. 182 StPO). Die sachverständige Person trägt die persönliche Verantwortung für das Gutachten (BGE 144 I 180). Die zu befragenden Personen können durch den Sachverständigen aufgeboten werden (vgl. Donatsch, a.a.O., N 28 zu Art. 185 StPO m.w.H.). In der Sache entspricht dies einer Vorladung gemäss Art. 201 ff. StPO. Soll die aufgebotene Person nötigenfalls polizeilich vorgeführt werden, so muss ihr dies in Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zuvor - in ana- loger Anwendung von Art. 206 Abs. 2 StPO - mit dem "Aufgebot" oder zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich angedroht worden sein. Leistet die aufgebotene Per- son der Vorladung keine Folge, so kann sie unter Wahrung des Verhältnismässig- keitsprinzips polizeilich vorgeführt werden. Gemäss herrschender Lehre steht die Kompetenz zur Vorführung zur Begutachtung nicht der sachverständigen Person, sondern der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht zu (vgl.”
Die Polizei hat im Ermittlungsverfahren die Aufgabe, tatrelevante Beweismittel (einschliesslich biologischer Spuren) zu sichern und auszuwerten. Zu diesem Zweck kann sie Spezialdienste und – bei Bedarf – spezialisierte Laboratorien oder forensische Fachstellen (z. B. für DNA-Analysen, Brandermittlung, kriminaltechnische Dienste) beiziehen. Nach den zitierten Entscheiden und Lehren handelt es sich hierbei um eine Spezialregelung im Verhältnis zu Art. 182 StPO, der Gutachtenaufträge grundsätzlich der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält.
“Nichts anderes ergibt sich im Hinblick auf die Untersuchungsberichte des FOR. Sichert die Polizei Beweismittel und tatrelevantes (auch biologisches) Mate- rial, hat sie dieses gestützt auf die ausdrückliche gesetzliche Anordnung in Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO auch auszuwerten. Zu diesem Zweck hat die Polizei im Ermittlungsverfahren die Kompetenz, Spezialdienste beizuziehen, wie ein spezia- lisiertes Laboratorium für die DNA-Analyse, die Brandermittlung oder das Forensi- sche Institut Zürich, bei welchen meist Kriminaltechniker, Unfalltechniker und na- turwissenschaftlich-technische Forensiker als sachverständige Personen tätig sind (siehe dazu Jörg Arnold, Weitere Gedanken zur Auftragserteilung im Straf- verfahren in: AJP 6/2020 S. 466, 468 Ziff. I.3.a), denn bei Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO handelt es sich um eine Spezialnorm zu Art. 182 StPO, welcher Gutach- tensaufträge üblicherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält (Urteil des Bundesgerichts 6B_1078/2020 vom 26. Oktober 2022 E. 4.5 betr. DNA-Analyse; mit Hinweisen). Dass vorliegend die Auswertung der fraglichen Tatortspuren zur Aufklärung der infrage stehenden Vorwürfe an sich nicht ange- zeigt gewesen sein soll, macht der Beschuldigte zu Recht nicht geltend. Dass es sich bei denjenigen Berichten des FOR, die nicht aufgrund eines Gutachtensauf- trages im Sinne von Art. 182 ff. StPO erstellt wurden (namentlich dem Spurenbe- richt Urk. 24/5 oder dem Untersuchungsbericht Urk. 24/6), nicht um eigentliche Gutachten handelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_619/2014 vom”
“Der Tatvorwurf basiert primär auf dem Bericht des Kriminaltechnischen Diensts der Kantonspolizei Schwyz (KTD) vom 9. April 2020 (Urk. D4/1/2). Dies- bezüglich wendet die Verteidigung zunächst ein, es handle sich nicht um ein Gut- - 35 - achten, weshalb der Bericht keine Beweiskraft habe (Urk. 47 S. 14; Urk. 77 S. 28). Dabei verkennt sie freilich, dass es gemäss Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO zu den polizeilichen Aufgaben gehört, tatrelevante Beweismittel sicherzustellen und auszuwerten. Zu diesem Zweck hat die Polizei im Ermittlungsverfahren die Kom- petenz, Spezialdienste wie eine forensische Fachstelle, ein spezialisiertes Labo- ratorium für die DNA-Analyse oder eben die Brandermittlung beizuziehen, bei de- nen meist naturwissenschaftlich-technische Forensiker resp. Unfall- oder Krimi- naltechniker als sachverständige Personen tätig sind (ARNOLD, Weitere Gedanken zur Auftragserteilung im Strafverfahren in: forumpoenale 6/2020 S. 468). Insoweit handelt es sich bei der genannten Bestimmung um eine Spezialnorm zu Art. 182 StPO, welcher Gutachtensaufträge üblicherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält (vgl. Urteil Bundesgericht 6B_1078/2020 vom 26. Oktober 2022 E. 4.5 m.w.H. betr. eine DNA-Analyse). Dass vorliegend zur Aufklärung des in Frage stehenden Vorwurfs die Ermittlung der Brandursache an sich nicht ange- zeigt gewesen sein soll, macht die Beschuldigtenseite denn auch zu Recht nicht geltend. Im Übrigen wurde der aktenkundige Brandfallbericht des KTD durch sachverständige Mitarbeitende nach wissenschaftlichen Kriterien verfasst, sodass ohne weiteres (und namentlich ohne spezifische personenbezogene Vorbehalte, welche vorliegend von keiner Seite vorgebracht wurden) gestützt auf die Fach- kompetenz und die Einbindung in die Spezialdienste davon ausgegangen werden kann, dass bei dessen Erstellung mit der erforderlichen Sachlichkeit und Neutrali- tät vorgegangen wurde. Zudem werden die Erkenntnisse anhand nachvollziehba- rer Methoden, logischer Schlüsse und teilweise auch fotografisch dokumentiertem Bildmaterial dargelegt.”
“a StPO, wonach die Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungstätigkeit Spuren nicht nur sicherzustellen, sondern auch auszuwerten hat (FRICKER/MAEDER, a.a.O., N. 30 zu Art. 255 StPO; SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, N. 1094; SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar, a.a.O., N. 14 zu Art. 255 StPO; BEAT VOSER, Polizeiliche Ermittlung, Albertini/Fehr/Voser [Hrsg.], 2008, S. 388; ROHMER/VUILLE, in: Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2. Aufl. 2019, N. 30 zu Art. 255 StPO; MOREILLON/PAREIN-REYMOND, Petit commentaire, Code de procédure pénale, 2. Aufl. 2016, N. 10 zu Art. 255 StPO; Botschaft, 1242). Ausserdem lässt sich kaum argumentieren, dass durch die Anordnung der Analyse einer Spur bereits die Gefahr eines Grundrechtseingriffs bestehe, der eine andere Zuständigkeit verlangte (VOSER, a.a.O., S. 388; FRICKER/MAEDER, a.a.O., N. 30 zu Art. 255 StPO). Demzufolge hat die Polizei die Kompetenz, einem spezialisierten Laboratorium einen Auftrag zur DNA-Analyse von tatrelevantem biologischem Material zu erteilen, wobei es sich um eine Spezialnorm zu Art. 182 StPO handelt, welcher Gutachtensaufträge üblicherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält (FRICKER/MAEDER, a.a.O., N. 32 zu Art. 255 StPO; SCHMID/JOSITSCH, Handbuch, a.a.O., N. 1094; SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar, a.a.O., N. 15 zu Art. 255 StPO; FRANZ RIKLIN, StPO Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 6 zu Art. 255 StPO; ROHMER/VUILLE, a.a.O., N. 31 zu Art. 255 StPO; MOREILLON/PAREIN-REYMOND, a.a.O., N. 10 zu Art. 255 StPO; Botschaft, 1241 f.). Die Polizei ist demgegenüber nicht mehr zuständig, wenn es um die Anordnung der Erstellung eines (neuen) Personen -DNA-Profils geht, unabhängig davon, ob sie die nicht invasive Probenahme davor selbst angeordnet hat (vgl. Art. 255 Abs. 1 i.V.m. Art. 198 Abs. 1 StPO; zur gesetzlichen Konzeption: BGE 141 IV 87 E. 1.3.2 und”
Bei psychischen Fragestellungen kann der Sachverständige u. a. zur Existenz eines psychischen Störungsbildes, zum Vorliegen dieses Zustands zum Tatzeitpunkt, zur Verantwortlichkeit des Beschuldigten sowie zum Gefährdungsrisiko und zu möglichen Massnahmen Stellung nehmen. Das Mandat muss schriftlich und mit einer präzisen Formulierung der zu beantwortenden Fragen abgefasst werden.
“En effet, en plus de la question du risque de passage à l’acte, l’expert devra également se prononcer sur l’existence d’un trouble psychique, sur l’existence de ce trouble lors des faits reprochés, sur la question de la responsabilité du prévenu lors des faits reprochés ainsi que sur la mise en œuvre d’une éventuelle mesure. Pour terminer, le Ministère public note que l’éventuelle violation du droit d’être entendu est en lien avec la demande de récusation sur laquelle il s’est déjà exprimé par écrit du 30 décembre 2022. 4.3. En tant que mesure de contrainte au sens de l’art. 196 CPP, une expertise ne peut être ordonnée que lorsqu’elle est prévue par la loi, que des soupçons suffisants laissent présumer une infraction, que les buts poursuivis ne peuvent pas être atteints par des mesures moins sévères et que la mesure apparaît justifiée au regard de la gravité de l'infraction (art. 197 al. 1 CPP). Le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). L’expert apporte son aide à l’autorité de plusieurs façons : constater et apprécier l’état de fait grâce à ses connaissances techniques particulières, aider l’autorité à tirer les conclusions techniques des constatations qu’elle aura faites elle-même, éclairer l’autorité sur les principes généraux relevant de son domaine de compétence. L’expert a donc un rôle fondamental à jouer en ce qu’il permet à l’autorité de poursuite pénale de concrétiser la maxime d’office en investiguant des faits qu’elle ne serait pas capable d’investiguer seule (CR CPP-Vuille, art. 182 n. 4). Seule peut être désignée comme expert une personne physique qui, dans le domaine concerné, possède les connaissances et les compétences nécessaires (art. 183 al. 1 CPP). La direction de la procédure désigne l'expert (art. 184 al. 1 CPP), en établissant un mandat écrit qui contient notamment une définition précise des questions à élucider (art. 184 al. 2 let. c CPP), après avoir donné préalablement aux parties l'occasion de s'exprimer sur le choix de l'expert et les questions qui lui sont posées et de faire leurs propres propositions (art.”
“5 al. 2 CPP), commande de ne pas retarder la progression de l'instruction. 3. Le recourant estime que les conditions ne sont pas remplies pour une expertise psychiatrique. 3.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en oeuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. 3.2. Le magistrat instructeur doit faire et ordonner tout ce qui lui paraît nécessaire pour établir la vérité dans le cadre fixé par la loi, il est le seul maître de l'instruction et c'est à lui seul qu'il appartient d'organiser et de conduire l'instruction, d'apprécier l'opportunité des actes à exécuter et de décider l'ordre dans lequel ces derniers seront accomplis (L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, CPP, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd., Bâle 2016, n. 2 ad art. 62 CPP). Pour le reste, les preuves sont soumises à l'appréciation ainsi qu'à l'intime conviction du juge. L'art. 182 CPP - qui figure au Titre 4 du CPP sur les moyens de preuve - prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise judiciaire se définit comme une mesure d'instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées par le juge à un ou plusieurs spécialistes pour qu'il l'informe sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 1 ad art. 182 CPP). L'expert apporte donc son aide à l'autorité en constatant et appréciant l'état de fait grâce à ses connaissances particulières, en aidant l'autorité à tirer les conclusions techniques des constatations qu'elle aura elle-même faites et en éclairant l'autorité sur les principes généraux relevant de son domaine de compétence (op.”
Bei Zweifeln an der Integrität von Dateien oder Aufnahmen können Beweisanträge gestellt werden, namentlich zum Beizug einer sachverständigen Person zwecks Prüfung der Metadaten (Art. 182 StPO).
“a StPO qualifizierte, zumal die bisherigen Beiträge auf seiner Website teilweise als eigentliche Kampagnen gegen bestimmte, namentlich in der Strafverfolgung tätige Personen ausgestaltet" seien. Das Akteneinsichtsrecht sei offensichtlich nicht für solche missbräuchliche Zwecke gedacht. Mit Bezug auf die Verhältnismässigkeit der Einschränkung des rechtlichen Gehörs sei festzustellen, dass mit der angefochtenen Verfügung lediglich die Anfertigung bzw. das Aushändigen von Kopien der Video- und Tonaufzeichnungen verweigert werde, die sonstige Einsichtnahme aber gewährt worden sei. Soweit der Privatkläger geltend mache, er benötige eine elektronische Kopie der Video- und Tonaufzeichnungen, um die Metadaten zu prüfen, weil er eine Manipulation vermute und dies anhand der Kopie beweisen wolle, stehe es ihm - sowohl in einem allfälligen Hauptverfahren als auch bei einer möglichen Einstellung des Verfahrens (Art. 318 StPO) - nötigenfalls frei, gestützt auf Art. 107 Abs. 1 lit. e StPO diesbezügliche Beweisanträge, etwa betreffend den Beizug einer sachverständigen Person (Art. 182 StPO), zu stellen. Sein Interesse, die Integrität der Aufnahmen im aktuellen Untersuchungsstadium selbst zu überprüfen, überwiege die dargelegten Geheimhaltungsinteressen nicht.”
“a StPO qualifizierte, zumal die bisherigen Beiträge auf seiner Website teilweise als eigentliche Kampagnen gegen bestimmte, namentlich in der Strafverfolgung tätige Personen ausgestaltet" seien. Das Akteneinsichtsrecht sei offensichtlich nicht für solche missbräuchliche Zwecke gedacht. Mit Bezug auf die Verhältnismässigkeit der Einschränkung des rechtlichen Gehörs sei festzustellen, dass mit der angefochtenen Verfügung lediglich die Anfertigung bzw. das Aushändigen von Kopien der Video- und Tonaufzeichnungen verweigert werde, die sonstige Einsichtnahme aber gewährt worden sei. Soweit der Privatkläger geltend mache, er benötige eine elektronische Kopie der Video- und Tonaufzeichnungen, um die Metadaten zu prüfen, weil er eine Manipulation vermute und dies anhand der Kopie beweisen wolle, stehe es ihm - sowohl in einem allfälligen Hauptverfahren als auch bei einer möglichen Einstellung des Verfahrens (Art. 318 StPO) - nötigenfalls frei, gestützt auf Art. 107 Abs. 1 lit. e StPO diesbezügliche Beweisanträge, etwa betreffend den Beizug einer sachverständigen Person (Art. 182 StPO), zu stellen. Sein Interesse, die Integrität der Aufnahmen im aktuellen Untersuchungsstadium selbst zu überprüfen, überwiege die dargelegten Geheimhaltungsinteressen nicht.”
Bei naturwissenschaftlichen Fragen zur Übertragung von DNA (z. B. Transfer, Haftung/Persistenz, Kontamination) ist in der Regel fachärztliches bzw. genetisches Sachverstand im Sinne von Art. 182 StPO erforderlich. Die Behörde hat einen derartigen Beweis erwägen beziehungsweise anordnen zu müssen, wenn begründete oder ernsthafte Zweifel an der Verantwortlichkeit bestehen bzw. nach den Umständen bestehen hätten müssen; zudem gebietet der Anspruch auf rechtliches Gehör, einem entsprechenden Beweisantrag Rechnung zu tragen.
“Zur Frage, wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich der Transfer von DNA-Spuren über Textilien oder Werkzeuge sei, brauche es, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, sehr wohl rechtsmedizinisches Fachwissen. Es gehe dabei nicht um die Wahrscheinlichkeit einer richtigen oder falschen Zuordnung einer DNA-Spur zu einer bestimmten Person, sondern um die Wahrscheinlichkeit der Verursachung von DNA-Spuren mittels kontaminierter Gegenstände, zum Beispiel Handschuhen, mit denen der Beschwerdeführer zwar allenfalls in Berührung gekommen sei, die aber eine andere Person getragen habe, als diese die Einbrüche verübt habe. Die Frage der Wahrscheinlichkeit einer solchen Übertragung sei eine naturwissenschaftliche. Im konkreten Fall bedürfe es zusätzlich des Fachwissens einer Genetikerin, da es um die Übertragung von spezifischen Molekülen, nämlich menschlicher DNA gehe. Wie leicht solche DNA von einem Gegenstand auf einen anderen übertragen werde und daran haften bleibe und wie dauerhaft eine solche Kontamination sei, seien Fragen, die von einer sachverständige Person im Sinne von Art. 182 StPO beantwortet werden müssten. Der in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör hätte die Vorinstanz verpflichtet, den angebotenen Beweis abzunehmen. Der Beschwerdeführer rügt somit eine Verletzung von Art. 182 StPO sowie des Grundsatzes "in dubio pro reo" und des rechtlichen Gehörs.”
“1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. Cette disposition est le corollaire des principes de la libre appréciation des preuves (art. 10 al. 2 CPP) et de la recherche de la vérité matérielle (art. 6 al. 1 CPP) (Moreillon/Parein-Reymond, Petit commentaire du Code de procédure pénale, 2e éd., Bâle 2016, n. 2 ad art. 139 CPP). Parmi ces moyens de preuves licites figure le recours à un expert. Seule peut être désignée comme expert une personne physique qui, dans le domaine concerné, possède les connaissances et les compétences nécessaires (art. 183 al. 1 CPP). La direction de la procédure désigne l'expert (art. 184 al. 1 CPP), en établissant un mandat écrit qui contient notamment une définition précise des questions à élucider (art. 184 al. 2 let. c CPP), après avoir donné préalablement aux parties l'occasion de s'exprimer sur le choix de l'expert et les questions qui lui sont posées et de faire leurs propres propositions (art. 184 al. 3 1re phr. CPP). 3.2.2 Selon l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Quant à l'art. 20 CP, il dispose que l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. Selon la jurisprudence, l'autorité doit ordonner une expertise non seulement lorsqu'elle éprouve effectivement des doutes quant à la responsabilité de l'auteur, mais aussi lorsque, d'après les circonstances du cas particulier, elle aurait dû en éprouver, c'est-à-dire lorsqu'elle se trouve en présence d'indices sérieux propres à faire douter de la responsabilité pleine et entière de l'auteur au moment des faits (ATF 133 IV 145 consid. 3.3 ; TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.1 ; TF 6B_727/2019 du 27 septembre 2019 consid. 2.2 ; TF 6B_987/2017 du 12 février 2018 consid. 1.1 ; TF 6B_352/2014 du 22 mai 2015 consid. 5.1 non publié in ATF 141 IV 273).”
Kurz‑, Fokal‑ oder sonstige vorab eingeholte Expertisen sind zulässig und haben sich grundsätzlich an Art. 182 ff. StPO zu orientieren. Solche summarischen Vorabgutachten enthalten oft keine vertiefte Analyse und sind daher besonders vorsichtig und zurückhaltend zu würdigen. Die Stellungnahmen der Sachverständigen sind für das Gericht nicht verbindlich; das Gericht hat den Sachverhalt unter Würdigung aller Beweismittel selbstständig festzustellen.
“auf einen Waffengebrauch in der Vergangenheit gebe. Diese Faktoren liessen den Verdacht aufkommen, dass beim Beschwerdeführer "eine (dissoziale) Persönlichkeitsstörung und gegebenenfalls eine Konsumstörung vorliegen könnten, die deliktrelevant sein könnten". Der Befundbericht dient damit dem gleichen Zweck wie ein forensisch-psychiatrisches Kurz- bzw. Fokalgutachten, in dem eine vorläufige Risikoeinschätzung vorgenommen wird, bevor die Gesamtexpertise über sämtliche psychiatrisch abzuklärenden Fragen (Diagnose, geeignete Sanktion, Behandlungsbedürftigkeit, Therapiefähigkeit etc.) vorliegt (vgl. BGE 143 IV 9 E. 2.8; Urteile 1B_632/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 3.3.2; 1B_567/2018 vom 21. Januar 2019 E. 5.1). Auch diese weniger tiefgreifenden und im Umfang beschränkteren Expertisen haben sich grundsätzlich an den Vorschriften von Art. 182 ff. StPO zu orientieren (vgl. Urteil 1B_196/2015 vom 17. Mai 2016 E. 4.4.4; MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 24 zu Art. 182 StPO; URWYLER/ENDRASS/HACHTEL/GRAF, a.a.O., Rn. 622). Typischerweise hat die beschuldigte Person bereits bei der Anordnung des Hauptgutachtens die Möglichkeit, sich zur Person der Sachverständigen sowie zu den dieser unterbreiteten Fragen zu äussern und Ausstandsgründe geltend zu machen (vgl. Art. 184 Abs. 3 StPO).”
“Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonstwie an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 141 IV 369 E. 6.1 mit Hinweis). Dies gilt grundsätzlich auch für die vorab zu einem psychiatrischen Hauptgutachten in Auftrag gegebenen Expertisen (wie Vorabberichte, Kurz-, Fokal- oder Partialgutachten). Solche summarischen Vorabstellungnahmen im Haftverfahren enthalten aus zeitlichen und sachlichen Gründen regelmässig keine vertiefte Analyse der zu begutachtenden Person mit umfassender Auswertung der Akten, Exploration und weiteren Erhebungen (siehe T HIERRY URWYLER, in: Handbuch Strafrecht, Psychiatrie, Psychologie, 2022, S. 267 Rz. 624). Sie sind deshalb besonders vorsichtig und zurückhaltend zu würdigen (siehe MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, 3. Auflage 2023, N. 23b zu Art. 182 StPO; T HIERRY URWYLER, a.a.O., S. 266 Rz. 622 und S. 267 Rz. 624). Sofern das Gesamtgutachten noch nicht vorliegt, müssen die Haftgerichte folglich eine durch die sachverständige Person umschriebene ungünstige Rückfallprognose für ein gleichartiges, schweres Verbrechen der gesamten Beweislage gegenüberstellen. Hierbei sind insbesondere die Aussagen der beschuldigten Person, allfälliger Auskunftspersonen und Zeugen sowie gegebenenfalls weitere Indizien in die Beweiswürdigung miteinzubeziehen. Der Haftrichter hat jedoch im Rahmen des Haftprüfungsverfahrens weder eine umfassende und abschliessende Würdigung der psychiatrischen Begutachtung vorzunehmen noch dem Sachrichter diesbezüglich vorzugreifen (Urteil 7B_49/2024 vom 2. Februar 2024 E. 3.3). Die Überprüfung durch das Haftgericht ist lediglich summarischer Natur (Urteile 7B_53/2024 vom 7. Februar 2024 E. 7.2.2; 7B_1022/2023 vom 11. Januar 2024 E. 4.3). Würdigt dabei das Gericht einzelne belastende Indizien offensichtlich unrichtig oder lässt es entlastende Umstände willkürlich ausser Acht, führt dies nicht zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Urteils durch das Bundesgericht.”
Bei psychiatrischen Gutachten ist in der Regel eine persönliche Untersuchung der zu begutachtenden Person erforderlich. Aktengutachten sind die Ausnahme; sie kommen etwa in Betracht, wenn bereits jüngere, aussagekräftige Gutachten vorliegen und sich die Grundlagen der Begutachtung nicht wesentlich verändert haben, oder wenn die betroffene Person nicht bzw. nur schwer erreichbar ist oder die Begutachtung verweigert. Ob ein Aktengutachten verantwortbar ist, ist insbesondere vom angefragten Sachverständigen zu beurteilen.
“________, qui est un spécialiste du domaine reconnu dans toute la Suisse, a refusé de répondre aux questions, considérant les entretiens comme indispensables ; le procureur n’aurait pas indiqué les raisons pour lesquelles il se serait écarté de l’appréciation de l’expert Q.________ ; les experts qui ont refusé de mettre en œuvre une expertise sur dossier ont précisément eu accès au dossier, de sorte que leur refus aurait une valeur d’autant plus prépondérante ; l’expert pressenti n’aurait jamais été interpellé sur la méthode scientifique qui soutiendrait une expertise sur dossier là où les experts désignés ayant eu accès au dossier l’ont exclu ; le dossier pénal ne comporterait pas d’ancienne expertise psychiatrique concernant le recourant, ni aucune autre pièce de nature médicale le concernant, de sorte qu’il ne serait pas possible de mettre en œuvre une telle expertise sans examen de l’expertisé. Au vu de ces éléments, il devrait être renoncé à une expertise sur dossier. 2.2 Selon l’art. 182 CPP, le Ministère public ou les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’expertise est une mesure d’instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées à des spécialistes, pour qu’ils informent le juge sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.2 et les références citées). Selon la jurisprudence, l’expert est libre de choisir les méthodes utilisées pour effectuer son rapport. Une expertise psychiatrique effectuée sans examen de l’expertisé lui-même n’est possible qu’à titre exceptionnel, notamment si l’intéressé refuse l’expertise. Plus précisément, les expertises fondées uniquement sur les pièces du dossier doivent rester l’exception et de telles exceptions sont possibles s’il existe déjà une ou plusieurs expertises sur l’auteur de date récente ou si les données ne se sont guère modifiées, soit que les symptômes soient toujours les mêmes.”
“La faculté d’apprécier le caractère illicite de l’acte se définit comme la capacité intellectuelle de connaître ses devoirs, de se rendre compte de son insertion sociale et juridique et de comprendre les exigences de la société à son égard. L’auteur doit ainsi être en mesure de réaliser que son acte ou omission est contraire à l’ordre juridique selon sa propre appréciation. Seule compte ici la possibilité psychologique qu’avait le délinquant (parfaitement responsable) ou n’avait pas (irresponsable), ou n’avait que partiellement (responsabilité restreinte) de résister à la sollicitation à agir contrairement à l’ordre juridique (Dupuis et al. op. cit., n. 9 ad art. 19 CP et les références citées). Un auteur irresponsable est inapte à la faute et, partant, n'est pas punissable. Il fera l'objet d'un jugement d'acquittement s'il est mis en accusation et que le tribunal arrive à la conclusion qu'il était irresponsable au moment d'agir (ATF 145 IV 94 consid. 1.3). 4.2.3 Conformément à l'art. 20 CP, l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur. Aux termes de l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Aux termes de l'art. 183 al. 1 CPP, seule peut être désignée comme expert une personne physique qui, dans le domaine concerné, possède les connaissances et les compétences nécessaires. Selon la jurisprudence, une expertise psychiatrique, sans examen de l'expertisé lui-même, n'est admissible qu'à titre exceptionnel (ATF 127 I 54 consid. 2e et 2f, JdT 2004 IV 96 ; TF 6B_690/2022 du 13 juillet 2022 consid. 1.5.1). Un contact personnel entre l'expert et l’expertisé est essentiel. Il s’agit de garantir une impression inaltérée de la personne à expertiser (Herr, in : Niggli/Wiprächtiger [éd.], Basler Kommentar (BSK), Strafrecht I, 4e éd., Bâle 2019, n. 61a ad art. 56 CP). L’examen direct ne peut pas être remplacé par des documents écrits, aussi complets soient-ils, l’examen personnel faisant partie du standard d’une expertise psychiatrique légale (ATF 146 IV 1 consid.”
“De toute manière, la question posée par le défenseur du prévenu dans son courriel du 6 mars 2021 au médecin prénommé, était de savoir si les profils ADN provenaient du sang ou de la salive ou des deux, et le médecin interpellé ne répond dès lors pas à cette question. Quoi qu’il en soit, la thèse de l’appelant, consistant à dire que l’ADN retrouvé à cet endroit ne proviendrait que du sang de la victime, et non de sa salive, ne suffirait pas à retenir que la tête de celle-ci n’a pas été maintenue sous l’eau, au vu de l’ensemble des autres éléments au dossier, ainsi qu’on le verra ci-après. C’est dès lors à juste titre que la direction de la procédure a refusé d’ordonner une expertise génétique complémentaire. 3.2 L’appelant a requis la mise en œuvre d’une expertise psychiatrique le concernant, et développe divers griefs tendant à écarter l’expertise conduite en première instance, sur la base de laquelle il ne serait selon lui pas possible de prononcer une mesure, dès lors qu’il n’a pas été examiné par le premier expert. 3.2.1 Aux termes de l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. La doctrine prévoit implicitement un examen personnel de l'intéressé (cf. Norbert Nedopil, Forensische Psychiatrie, 2e éd., Stuttgart 2000, pp. 276 ss; Wilfried Rasch, Forensische Psychiatrie, 2e éd. Stuttgart 1999, pp. 313 ss, en particulier p. 317; Hans Ludwig Schreiber, Der Sachverständige im Verfahren und in der Verhandlung, dans: Psychiatrische Begutachtung, édité par Ulrich Venzlaff und Klaus Foerster, 2e éd., Stuttgart etc. 1994, pp. 93 ss; Ilse Barbey, Die forensischpsychiatrische Untersuchung, dans: Psychiatrische Begutachtung, pp. 119 ss; Ulrich Venzlaff, Die Erstattung des Gutachtens, dans: Psychiatrische Begutachtung, pp. 139 ss). Philipp Maier/Arnulf Möller (Das gerichtspsychiatrische Gutachten gemäss art. 13 CP, Zürich 1999, p. 138/9) estiment que des expertises sur la base du dossier sont toujours problématiques.”
“Aller- dings wies die Gutachterin ebenso darauf hin, dass ein reines Aktengutachten gewissen Einschränkungen unterliegen würde. So könnten etwa keine Aussagen darüber getroffen werden, ob sich in den vergangenen Jahren allenfalls zusätzlich psychiatrische oder körperliche Beschwerden manifestiert hätten. Es könne zu- dem nicht beobachtet werden, ob bzw. inwieweit der Beschwerdeführer auch in- nerhalb der Untersuchungssituation aggressiv-impulsiv reagiere, oder ob er in der Lage sei, sein Verhalten an die Situation anzupassen. Schliesslich könne der Be- schwerdeführer auch nicht zu seiner gegenwärtigen Einstellung bezüglich aggres- siven Verhaltensweisen befragt werden. Eine persönliche Untersuchung hätte, falls der Beschwerdeführer zur Mitarbeit motiviert werden könne, den Vorteil, dass ein aktueller psychopathologischer Befund erhoben und mit dem früheren Befund verglichen werden könnte, um eine allfällige Progredienz der Symptomatik fest- stellen zu können. Sind die Voraussetzungen von Art. 182 StPO erfüllt, besteht eine Pflicht zur Be- gutachtung (Donatsch, a.a.O., N 28 ff. zu Art. 182 StPO; Heer, a.a.O., N 8 zu Art. 182 StPO). Psychiatrische Gutachten können zudem grundsätzlich nur bei persön- licher Untersuchung des Probanden fachgerecht erstattet werden (BGE 127 I 54 E. 2f; Bommer, a.a.O., N 30 zu Art. 20 StGB m.w.H.). Aktengutachten müssen die Ausnahme darstellen. Solche Ausnahmen sind etwa möglich, wenn über den zu begutachtenden Täter bereits ein oder mehrere Gutachten erstattet worden sind, die überdies jüngeren Datums sein müssen, und wenn sich die Grundlagen der Begutachtung nicht wesentlich geändert haben (nach wie vor gleiches Krankheits- bild). Ein Aktengutachten kommt auch in Betracht, wenn der Proband nicht oder nur schwer erreichbar ist oder sich einer Begutachtung verweigert. Ob bei einer derartigen Konstellation sich ein Aktengutachten verantworten lässt, hat in erster Linie der angefragte Sachverständige zu beurteilen (BGE 127 I 54 E. 2f). Diese Vorgaben stehen in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Aussageverweige- rungsrecht der beschuldigten Person anlässlich der Begutachtung.”
Die Prüfung der Glaubhaftigkeit bleibt primär Aufgabe des Gerichts; ein aussagepsychologisches Gutachten nach Art. 182 StPO drängt sich nur bei besonderen Umständen auf. Solche besonderen Umstände sind namentlich: entwicklungsbedingt bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen von Kleinkindern; ernsthafte Anzeichen psychopathologischer/geistiger Störungen, sofern ernsthafte Anhaltspunkte bestehen, dass diese die Aussageehrlichkeit beeinträchtigen; konkrete Hinweise auf Beeinflussung durch Drittpersonen. Das blosse Vorliegen einer psychischen Störung rechtfertigt allein keine Begutachtung. Bei erwachsenen Zeugen ist der Beizug eines Sachverständigen ohne besondere Begründung in der Regel nicht angezeigt.
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Aufgabe des Gerichts. Eine aussagepsychologische Begutachtung drängt sich nur unter besonderen Umständen auf. Dies ist etwa der Fall, wenn bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen eines Kleinkindes zu beurteilen sind, bei ernsthaften Anzeichen geistiger Störungen, welche die Aussageehrlichkeit des Zeugen beeinträchtigen könnten, oder wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Zeuge unter dem Einfluss von Drittpersonen steht (BGE 129 IV 179 E. 2.4; Urteile 6B_682/2024 vom 5. Februar 2025 E. 6.2; 7B_733/2023 vom 21. August 2024 E. 2.2.2). Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles der Beizug eines Sachverständigen notwendig ist, ein Ermessensspielraum zu (Urteile 6B_682/2024 vom 5. Februar 2025 E. 6.1; 7B_733/2023 vom 21. August 2024 E. 2.2.2; 6B_308/2024 vom 22. Mai 2024 E. 1.1.2).”
“Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Aufgabe des Gerichts. Zu prüfen ist, ob die Aussagen verständlich, zusammenhängend und glaubhaft sind. Ebenso ist abzuklären, ob sie mit den weiteren Beweisen in Ein- klang stehen. Eine Glaubwürdigkeitsbegutachtung durch eine sachverständige Person gestützt auf Art. 182 StPO drängt sich nach der Rechtsprechung nur bei besonderen Umständen auf. Dies ist etwa der Fall, wenn bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen eines Kleinkindes zu beurteilen sind, bei ernsthaften Anzeichen geistiger Störungen, welche die Aussageehrlichkeit der Zeugin beeinträchtigen könnten, oder wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Zeugin unter dem Einfluss von Drittpersonen steht. Das Vorliegen einer psy- chischen Störung allein rechtfertigt keine aussagepsychologische Begutachtung. Es braucht vielmehr ernsthafte Anzeichen dafür, dass eine vorhandene psychi- sche Störung die Aussageehrlichkeit der betroffenen Person beeinträchtigen könnte (Urteil des Bundesgerichts 6B_1176/2021 vom 26. April 2023 E. 2.2. und 2.5.2.).”
“Die Würdigung von Beweisen gehört zu den Kernaufgaben der Gerichte, weshalb eine Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Zeugen und Auskunftspersonen sowie der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen in der Regel durch den Richter vorzunehmen und nicht Gutachtern zu überlassen ist (BGE 128 I 81 E. 2; BGer 6B_1118/2022 E. 1.1.3; Heer, a.a.O., N. 6 zu Art. 182 StPO). Bei erwachsenen Auskunftspersonen oder insbesondere Zeugen ist der Beizug einer sachverständigen Person ohne besondere Begründung nicht opportun (Heer, a.a.O., N. 6a zu Art. 182 StPO). Die Einholung eines aussagepsychologischen Gutachtens drängt sich nach der Rechtsprechung nur auf, wenn das Gericht aufgrund besonderer Umstände bei der einvernommenen Person auf zusätzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist. Dies gilt namentlich dann, wenn entwicklungsbedingt bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen eines Kleinkinds zu beurteilen sind, bei ernsthaften Anzeichen psychopathologischer Störungen, welche die Aussageehrlichkeit des Zeugen beeinträchtigen könnten oder konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, der Betroffene stehe unter dem Einfluss von Drittpersonen (BGE 129 IV 179 E. 2.4; BGer 6B_1090/2018 vom 17. Januar 2019 E. 1.2; Heer, a.a.O., N. 14 zu Art. 182 StPO ‒ je mit weiteren Hinweisen). Der Gesetzgeber selbst erwähnt in Art. 164 Abs. 2 StPO beispielhaft die sachverständige Abklärung der Zeugentauglichkeit bei Zweifel an der Urteilsfähigkeit oder bei Anhaltspunkten für psychische Störungen. Diese hohen Anforderungen sind in casu eindeutig nicht erfüllt, weshalb kein Anlass bestand oder besteht, ein aussagepsychologisches Gutachten einzuholen. Wie das Bundesgericht denn auch wiederholt betont hat, steht dem urteilenden Gericht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles der Beizug eines Sachverständigen notwendig ist, ein Ermessensspielraum zu (BGer 6B_1090/2018 vom 17. Januar 2019 E. 1.2 in fine; BGer 6B_297/2013 vom 27. Mai 2013 E. 1.4.1; BGer 6B_681/2012 vom 12. März 2013 E. 3.2; vgl.auch Heer, a.a.O., N. 7 zu Art. 182 StPO). Eine starre Beweisregel, wonach bei streitigen Aussagen des mutmasslichen Opfers in jedem Fall (eo ipso und ohne Differenzierung) ein Gutachten anzuordnen wäre, widerspräche überdies dem Grundsatz der freien richterlichen Beweiswürdigung (BGer 1B_36/2010 vom 19.”
Bei Rügen wegen Befangenheit von Sachverständigen kann die zuständige Instanz deren Zulässigkeit prüfen; die Beschwerde- bzw. Rekursinstanz ist kompetent, ein Rekusationsbegehren gegen vom Staatsanwaltschaft benannte Experten zu prüfen. Wenn in den Begehren zwar nicht ausdrücklich die formelle Rekusation verlangt, aber inhaltlich die Aufhebung der Ernennungsanordnung bzw. die Ablehnung der benannten Experten gefordert wird, kann dies als konkludentes Rekusationsgesuch gewertet werden.
“À titre exceptionnel, une violation du droit d'être entendu, pour autant qu'elle ne soit pas particulièrement grave, peut être considérée comme réparée lorsque la partie concernée a la possibilité de s'exprimer devant une autorité de recours disposant d'un pouvoir d'examen complet quant aux faits et au droit (ATF 137 I 195 consid. 2.3.2 = SJ 2011 I 347 ; 136 V 117 consid. 4.2.2.2; 133 I 201 consid. 2.2). 3.2. En l'espèce, la Chambre de céans constate d'office, en vertu du plein pouvoir de cognition en fait et en droit (art. 391 al. 1 et 393 al. 2 CPP) qui est le sien, que l'ordonnance attaquée n'est pas motivée, le Ministère public s'étant limité à résumer la position des parties dans leurs observations respectives des 30 novembre et 14 décembre 2023, sans développer plus avant pour quels motifs il retenait finalement l'argumentation de l'une d'elle. Ce vice, qui n'a pas été réparé en instance de recours, suffirait à admettre le recours et à renvoyer la cause au Ministère public pour nouvelle décision motivée. Vu cependant l'issue de la cause, il y sera renoncé par économie de procédure. 4. 4.1. Les recourants ne contestent pas le bien-fondé et/ou la nécessité d'une expertise (art. 182 CPP). Ils ne remettent pas non plus en cause les connaissances et compétences médicales des deux experts désignés (art. 183 al. 1 CPP). Quand bien même, dans leurs conclusions, ils ne demandent pas formellement la récusation de la Dre I______ et du Prof. E______, ils concluent à l'annulation de l'ordonnance et du mandat d'expertise qui les désigne comme experts, développant dans leurs recours la problématique de la nomination des précités sous l'angle de l'art. 56 CPP (art. 183 al. 3 CPP). Il faut donc retenir qu'ils demandent en réalité leur récusation (cf. à ce propos ACPR/319/2021 du 17 mai 2021). 4.2. La Chambre de céans est compétente pour examiner la demande de récusation visant des experts nommés par le Ministère public (arrêts du Tribunal fédéral 1B_488/2011 du 2 décembre 2011 consid. 1.1. et 1B_243/2012 du 9 mai 2012 consid. 1.1.; ACPR/491/2012 du 14 novembre 2012). 4.3.1. La demande de récusation doit être présentée sans délai par les parties dès qu'elles ont connaissance d'un motif de récusation (art.”
“Entgegen der Verteidigung (Urk. 390 S. 7) begründet sodann die Begutach- tung dreier Mittäter durch denselben Sachverständigen keinen Anschein der Befangenheit, solange dieser sich bei der Erstellung des Gutachtens über einen Exploranden nicht in einer Weise festlegt, die ihn in seiner Freiheit bei der Beur- teilung der anderen beeinträchtigt (BGE 141 IV 34 E. 5), was vorliegend nicht der Fall war. Schliesslich lässt sich auch aus dem Umstand, dass die Begutachtung durch die Staatsanwaltschaft veranlasst wurde – entgegen der Verteidigung des Beschuldigten 1 (Urk. 390 S. 7 f.) – keine Befangenheit bzw. Verletzung von Art. 6 EMRK ableiten. Vielmehr ist die Staatsanwaltschaft als Verfahrensleitung im Vor- verfahren gesetzlich beauftragt, wenn die Voraussetzungen im Sinne von Art. 182 StPO erfüllt sind, eine sachverständige Person beizuziehen (Art. 182 ff. StPO). - 16 - Die Rüge der Befangenheit erweist sich mithin als unbegründet; entsprechend kann auch offen gelassen werden, ob sie überhaupt rechtzeitig im Sinne von Art. 58 Abs. StPO erfolgt ist, was zu bezweifeln ist, zumal sie erstmals vor Berufungsgericht, mithin Jahre später, vorgebracht wurde. Das forensisch- psychiatrische Gutachten von Dr. E._____ ist entsprechend auch unter diesem Aspekt verwertbar.”
“Il ne sera discuté dans la présente procédure ni des questions techniques ni des éléments de fond contestés par les parties. Il n’appartient pas à la Chambre de céans d’établir la véracité ou non des conclusions de l’expert, d’autant plus que celle-ci ne dispose pas des connaissances spécialisées nécessaires. La question de la force probante de l’expertise a trait à l‘appréciation des moyens de preuves. A cet égard, il ne semble pas inutile de rappeler qu’il appartient au juge du fond d’apprécier l’expertise et que celui-ci n'est pas lié par les conclusions de l'expert (ATF 142 IV 49 consid. 2.1.3, ATF 138 III 193 consid. 4.3.1 ; Joëlle Vuille, Commentaire romand du Code de procédure pénale, 2e éd. 2019, n°12 ad art. 182 CPP). La question de savoir dans quelle mesure le juge du fond peut ou non s’en écarter est aussi une question qui doit être tranchée dans le cadre de l’appréciation des preuves et la présente instance ne saurait empiéter sur des compétences qui ne sont pas les siennes. Les soi-disant contradictions de l’expert entre ses rapports écrits et ses déclarations orales ainsi que, par exemple, la question (vigoureusement discutée par les parties) quant à la pertinence ou non d’une protection supplémentaire sur l’installation électrique qui consisterait en un DDR, seront examinées dans la procédure au fond. Ces éléments seront pris en compte uniquement dans la mesure utile pour examiner les motifs de récusation invoqués par le requérant.”
Kein Automatismus: Vereinzelte oder geringfügige Unklarheiten (etwa ein einzelner strittiger Begriff in einem umfangreicheren Text) rechtfertigen nicht zwingend den Beizug eines Sachverständigen nach Art. 182 StPO. Die Behörden dürfen in einer antizipierten Beweiswürdigung auf weitere Beweiserhebungen verzichten, wenn sie vernünftigerweise annehmen können, dass dies ihre Überzeugung nicht verändern würde; bei der Frage des notwendigen Sachverständigenbeizugs steht dem Gericht ein Ermessensspielraum zu und die Rüge unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung wird vom Bundesgericht nur unter dem Willkürvorbehalt geprüft.
“S'il a effectivement contesté certains aspects de la traduction ou de l'interprétation du texte en cours de procédure, en particulier en première instance, l'appelant conclut formellement, pour la première fois en appel seulement, à ce que soit ordonnée une traduction officielle de la publication en cause. Or, pour appuyer sa conclusion, l'appelant ne se base que sur deux traductions très partielles produites devant le TP, portant sur une seule phrase (d'un texte dont la traduction complète fait une page et demi), contenant le mot "zübük" mot interprété comme "charlatan" selon la traduction du plaignant retenue par le MP. Les deux traductions produites par l'appelant retiennent pour le terme en cause soit (en français) "bouffon" soit (en anglais) "dandy" (Deepl) ou "egoist" ou "self-keeper" (Tureng.com). L'appelant n'a amené aucun élément permettant d'étayer un tant soit peu ses autres critiques quant à la traduction ou à l'interprétation de sa publication. Le TP n'est pas critiquable en tant qu'il a fondé son jugement sur la traduction figurant au dossier, aucun indice sérieux, au-delà des traductions (non unanimes) fournies par l'appelant au sujet d'un seul terme sur l'entier du texte, ne devant en effet amener à un doute suffisant pour imposer le recours à un expert-traducteur (art. 182 CPP). L'appelant, qui avait réitéré des réquisitions de preuves devant le TP n'a, d'ailleurs, pas jugé nécessaire de demander une traduction officielle de sa publication. Celle-ci ne s'impose objectivement pas. L'appel sera rejeté sur ce point. Pourra dès lors être laissée ouverte la question de la bonne foi et du caractère dilatoire de la requête formulée pour la première fois en appel (ATF 119 Ia consid. 1a ; arrêt du Tribunal fédéral 7B_118/2023 consid. 2.2.2), par une partie représentée par avocat depuis le mois de décembre 2020. 4. 4.1.1. Le principe in dubio pro reo, qui découle de la présomption d'innocence, garantie par l'art. 6 ch. 2 de la Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales (CEDH) et, sur le plan interne, par les art. 32 al. 1 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse (Cst.) et 10 al. 3 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.1). En tant que règle sur le fardeau de la preuve, ce principe signifie qu'il incombe à l'accusation d'établir la culpabilité de l'accusé, et non à ce dernier de démontrer son innocence (ATF 127 I 38 consid.”
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Die Strafbehörden können ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in vorweggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen können, ihre Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3; Urteil 6B_323/2021 vom 11. August 2021 E. 2.5.1, zur Publ. bestimmt). Unter diesen Voraussetzungen ist mithin der in Art. 6 StPO verankerte Untersuchungsgrundsatz nicht verletzt, wenn das Strafgericht nicht von Amtes wegen noch weitere Beweiserhebungen vornimmt (Urteil 6B_82/2018 vom 25. September 2018 E. 1.2.4 mit Hinweis). Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls der Beizug eines Sachverständigen notwendig ist, ein Ermessensspielraum zu (Urteile 6B_551/2021 vom 17. September 2021 E.”
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Die Strafbehörden können ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in vorweggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen können, ihre Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen). Die Rüge unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung prüft das Bundesgericht als Tatfrage nur unter dem Aspekt der Willkür (Art. 97 Abs. 1 BGG; Urteile 6B_1050/2020 vom 20. Mai 2021 E. 2; 6B_986/2020 vom 6. Januar 2021 E. 2; 6B_112/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 1.2.2; je mit Hinweisen).”
Bei der Beurteilung der Indikation, Notwendigkeit und der Erfolgsaussichten therapeutischer Massnahmen stützt sich das Gericht auf die gerichtlich eingeholten Sachverständigengutachten (Art. 182 StPO). Die Rechtsprechung bezeichnet solche Gutachten jedenfalls dann als zwingende Entscheidgrundlage, wenn über die Indikation einer Massnahme zu entscheiden ist. Zwar unterliegt das Gutachten grundsätzlich der freien richterlichen Beweiswürdigung; in fachlichen Fragen darf das Gericht jedoch nicht ohne triftige Gründe davon abweichen und muss Abweichungen begründen.
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1 mit Hinweis; 134 IV 315 E. 4.3.1). Gutachten werden vom Gesetzgeber und auch vom Bundesgericht in konstanter Praxis als zwingende Entscheidgrundlage bezeichnet, sofern die Indikation einer Massnahme, sei diese therapeutisch oder sichernd, zu beurteilen ist. Dies gilt sowohl im positiven (das Gericht ordnet eine Massnahme”
“zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten begegnen. Eine stationäre therapeutische Massnahme ist namentlich aufzuheben, wenn ihre Durch- oder Fortführung aussichtslos erscheint (Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB). Das Scheitern einer Massnahme darf nicht leichthin angenommen werden. Vielmehr muss sich eine Massnahme als definitiv undurchführbar erweisen. Davon ist nur auszugehen, wenn die Massnahme nach der Lage der Dinge keinen Erfolg mehr verspricht (BGE 143 IV 445 E. 2.2; 141 IV 49 E. 2.3; Urteil 7B_309/2023 vom 30. November 2023 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich beim Entscheid über die Anordnung einer Massnahme nach den Art. 59-61, 63 oder 64 StGB sowie bei der Änderung der Sanktion nach Art. 65 StGB auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_1172/2020 vom 21 Dezember 2020 E. 1.3.3 mit Hinweisen).”
“und die Voraussetzungen der Art. 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (Bst. c). Die Anordnung einer Massnahme setzt voraus, dass der mit ihr verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Sind die Voraussetzungen sowohl für eine Strafe wie für eine Massnahme erfüllt, so ordnet das Gericht beide Sanktionen an (Art. 57 Abs. 1 StGB). Der Vollzug einer Massnahme nach den Art. 59-61 StGB geht einer zugleich ausgesprochenen sowie einer durch Widerruf oder Rückversetzung vollziehbaren Freiheitsstrafe voraus (Art. 57 Abs. 2 StGB). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) verstossen (BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 6B_933/2023 vom 15. Februar 2024 E. 12.2.6; je mit Hinweisen).”
“Da- mit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass es durchaus aufgrund der psy- chischen Erkrankung des Betroffenen an der Fähigkeit fehlen kann, die Notwen- digkeit und das Wesen einer Behandlung abzuschätzen. Ein erstes Therapieziel besteht daher oft darin, Einsicht und Therapiewilligkeit zu schaffen, was gerade im Rahmen stationärer Behandlungen auch Aussichten auf Erfolg hat. Entschei- dend ist, ob beim Betroffenen eine minimale Motivierbarkeit für eine therapeuti- sche Behandlung erkennbar ist (Urteile des Bundesgerichts 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.5.2; 6B_835/2017 vom 22. März 2018 E. 5.2.2 [nicht publ. in BGE 144 IV 176], 6B_1287/2017 vom 18. Januar 2018 E.1.3.3; 6B_463/2016 vom 12. September 2016 E. 1.3.3; 6B_543/2015 vom 10. Dezember 2015 E. 4.2.3). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Mass- nahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äus- sert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Mög- lichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das gerichtlich eingeholte Gutachten unterliegt grundsätz- lich der freien richterlichen Beweiswürdigung. Das Gericht darf davon in Fachfra- gen jedoch nicht ohne triftige Gründe abweichen und muss Abweichungen be- gründen (BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1). - 48 -”
Ein Sachverständigengutachten darf keine rechtliche Würdigung der zu beurteilenden Tatsachen enthalten; Expertise ist auf fachliche/technische Feststellungen und Bewertungen zu beschränken. Der Richter darf sich nicht auf eine vom Experten gegebenenfalls geäusserte Rechtsmeinung stützen.
“Ce recours doit être adressé par écrit, dans un délai de dix jours dès la notification de la décision attaquée (cf. art. 384 let. b CPP), à l’autorité de recours (art. 396 al. 1 CPP) qui, dans le canton de Vaud, est la Chambre des recours pénale du Tribunal cantonal (art. 13 LVCPP [loi d'introduction du Code de procédure pénale suisse du 19 mai 2009 ; BLV 312.01] ; art. 80 LOJV [loi d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). A teneur de l'art. 394 let. b CPP, le recours est néanmoins irrecevable contre une décision du Ministère public rejetant une réquisition de preuve qui peut être réitérée ultérieurement sans préjudice irréparable. Les décisions relatives à l’administration des preuves ne sont en principe pas de nature à conduire à un dommage juridique irréparable (ATF 141 III 180 consid. 1.2 ; TF 1B_682/2021 du 30 juin 2022 consid. 3.1). 1.1.2 En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. Selon l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’expertise en tant que telle est une mesure d’instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiée à des spécialistes pour qu’ils informent le juge sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Piquerez, Traité de procédure pénale suisse, 2e éd. 2016, n. 792, p. 499 cité in TF 6B_503/2015 du 24 mai 2016 consid. 2.4, non publié in ATF 142 IV 276). L’expertise ne doit jamais porter sur une appréciation juridique des faits (ATF 130 I 337 consid. 5.4.1 ; ATF 113 II 429 consid. 3a ; TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.2 ; TF 6B_1421/2016 du 5 octobre 2017 consid. 1.3 et la réf. cit.). Il s’ensuit que le juge ne saurait se fonder sur l’opinion exprimée par un expert lorsqu’elle répond à une question de droit (ATF 130 I 337 précité consid.”
“La notion de manquement à ses devoirs ne doit cependant pas être comprise de telle manière que chaque acte ou omission qui, par un jugement a posteriori, aurait provoqué le dommage ou l'aurait évité, entrerait dans cette définition. Le médecin ne doit en principe pas répondre des dangers et des risques qui sont inhérents à tout acte médical, ainsi qu'à toute maladie. Par ailleurs, l'état de la science médicale confère souvent une latitude de jugement au médecin, tant en ce qui concerne le diagnostic que les mesures thérapeutiques ou autres, ce qui permet de faire un choix parmi les différentes possibilités qui entrent en considération. Le médecin ne viole son devoir de diligence que lorsqu'il pose un diagnostic ou choisit une thérapie ou une autre méthode qui, selon l'état général des connaissances professionnelles, n'apparaît plus défendable et ne satisfait ainsi pas aux exigences objectives de l'art médical (ATF 134 IV 175 consid. 3.2 ; ATF 130 IV 7 consid. 3.3 ; TF 6B_1287/2018 du 11 mars 2019 consid. 1.1; cf. au surplus CREP 5 décembre 2016/822). 3.3 3.3.1 Selon l’art. 182 CPP, le Ministère public ou les tribunaux ont recours a un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’expertise est une mesure d’instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées à des spécialistes, pour qu’ils informent le juge sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.2 et les références citées) ; l’expertise ne doit jamais porter sur une appréciation juridique ou des faits (ibidem). Le juge apprécie librement une expertise et n'est, dans la règle, pas lié par les conclusions auxquelles parvient son auteur. Toutefois, il ne peut s'en écarter que lorsque des circonstances ou des indices importants et bien établis en ébranlent sérieusement la crédibilité ; il est alors tenu de motiver sa décision de ne pas suivre le rapport d'expertise (ATF 142 IV 49 consid. 2.1.3 ; TF 6B_1462/2020 du 4 février 2021 consid.”
“80 LOJV [loi d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 1.2 En l’espèce, interjeté en temps utile devant l’autorité compétente par un prévenu qui a la qualité pour recourir (art. 382 al. 1 CPP) et dans les formes prescrites (art. 385 al. 1 CPP), le recours est recevable. 2. 2.1 Le prévenu conclut au retranchement de la question n° 8, au motif qu’elle n’a pas été soumise aux parties avant l’établissement du mandat d’expertise, d’une part, et qu’elle porte sur une question de droit et non de fait, d’autre part. En particulier, il soutient que cette question reviendrait à demander à l’expert s’il a commis une négligence, qui est un concept juridique et non technique. En outre, il fait valoir qu’il voit mal comment l’expert pourrait répondre à la question n° 8 dans la mesure où lui-même n’a pas encore été entendu par le Ministère public sur son parcours de vie et ses compétences professionnelles, et qu’il est difficilement imaginable qu’un expert mène un interrogatoire. 2.2 Selon l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’expertise en tant que telle est une mesure d’instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiée à des spécialistes pour qu’ils informent le juge sur des question de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Piquerez, Traité de procédure pénale suisse, 2e éd. 2016, n. 792, p. 499 cité in TF 6B_503/2015 du 24 mai 2016 consid. 2.4, non publié in ATF 142 IV 276). L’expertise ne doit jamais porter sur une appréciation juridique des faits (ATF 130 I 337 consid. 5.4.1 ; ATF 113 II 429 consid. 3a ; TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.2 ; 6B_1421/2016 du 5 octobre 2017 consid. 1.3 et la référence citée). Il s’ensuit que le juge ne saurait se fonder sur l’opinion exprimée par un expert lorsqu’elle répond à une question de droit (ATF 130 I 337 consid.”
Die vorübergehende Überlassung von Originalstücken an eine private Drittperson oder -firma (z. B. den Hersteller) zur fachlichen Begutachtung kann als Expertise im Sinn von Art. 182 StPO gelten. Eine solche Praxis ist nach der in [0] dargestellten Rechtsprechung grundsätzlich zulässig, auch wenn nicht alle Formalitäten des Expertiseverfahrens strikt eingehalten werden, sofern dadurch keine Verfahrensrechte der Beteiligten beeinträchtigt werden (etwa die Möglichkeit, zum Gutachten Stellung zu nehmen oder die Vernehmung des Sachverständigen zu beantragen).
“À titre liminaire, il sera relevé que le recourant ne consacre aucune ligne de ses écritures à sa qualité pour recourir. Il lui appartenait pourtant de démontrer en quoi la décision querellée violerait une règle de droit dont il pourrait déduire un droit subjectif. Or, en l'occurrence, le recourant ne conteste pas le séquestre des montres C______, puisqu’il ne prend pas de conclusion en levée de la mesure ou en restitution des pièces en sa faveur, ni même ne prétend que des faits nouveaux seraient survenus qui remettraient en cause le maintien des effets de l’ordonnance du 24 novembre 2023. Cela étant, matériellement, l'ordonnance attaquée vise bien, comme il le relève, à faire « examiner » les montres par C______ SA, c’est-à-dire à prier leur fabricant de se prononcer sur leur authenticité. En d’autres termes, il s’agit bien d’une expertise, passant par la remise temporaire des montres à un spécialiste (cf. 184 al. 4 CPP), parce que le Ministère public estime ne pas disposer des connaissances et des capacités nécessaires pour constater un état de fait (cf. la teneur de l’art. 182 CPP), ici l’existence de contrefaçons que la B______ a rendues vraisemblables aux pièces 11 à 20 annexées à sa plainte. La prise de contact préalable du Ministère public avec C______ SA ne s’explique pas autrement. Peu importe cependant que, par la décision attaquée, le Ministère public se soit affranchi de toute la procédure applicable en matière d’expertise (art. 182 ss CPP). En effet, le recourant ne conteste ni le principe ni l’utilité ni les modalités de « l’examen » à intervenir, pas davantage que le choix des experts. À vrai dire, la décision attaquée ne lui cause aucun dommage, ni matériel ni juridique, pas même une violation de son droit d'être entendu, qu’il n’invoque pas. Au demeurant, le recourant pourra formuler des observations après reddition du rapport à rendre par C______ SA, voire solliciter l'audition de son auteur (cf. art. 188 et 189 CPP). 2. Il s’ensuit que le recourant ne peut faire valoir aucun intérêt juridiquement protégé à l’annulation ou à la modification de l’ordonnance attaquée, même improprement désignée.”
Bei rein wertenden oder rechtlichen Würdigungsfragen — etwa zur Glaubhaftigkeit, zur Aufmerksamkeit (Unaufmerksamkeit) oder zur rechtlichen Einordnung bestimmter Tatbestandsbegriffe — ist die Beiziehung eines Sachverständigen in der Regel nicht erforderlich, weil solche Bewertungen keine besonderen fachlichen Kenntnisse voraussetzen.
“Les circonstances sur lesquelles la cour cantonale s'est fondée pour retenir l'état de détresse et de dépendance des intimées ressortent des déclarations des parties, dont l'appréciation ne nécessitait aucune connaissance particulière, de sorte qu'une expertise était inutile. Pour le surplus, les notions de dépendance et de détresse sont des notions juridiques qui ne découlent pas directement de connaissances scientifiques que l'expert possède. La cour cantonale n'a donc pas violé le droit d'être entendu du recourant ni l'art. 182 CPP en refusant d'ordonner une expertise psychiatrique concernant les intimées E.________ et I.________.”
“2 LCR selon lequel une prudence particulière s’impose à l’égard des enfants, des infirmes et des personnes âgées, et de même s’il apparaît qu’un usager de la route va se comporter de manière incorrecte. Les règles de la circulation sont des prescriptions de sécurité destinées à prévenir les accidents. L'art. 90 LCR réprime donc une infraction de mise en danger abstraite, sans égard au résultat concret de ces violations (cf. ATF 92 IV 33 consid. 1 p. 34). Par ailleurs, il y a lieu de préciser qu’il n’existe aucune compensation des fautes en droit pénal (ATF 85 IV 91) chacun étant puni pour celles qu’il a commises (ATF 105 IV 213). 4.2.2 Les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l’état des connaissance scientifiques et l’expérience, sont propres à établir la vérité (art. 139 al. 1 CPP). Le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne dispose pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). Il n’y a toutefois pas lieu d’administrer des preuves sur des faits non pertinents, notoires, connus de l’autorité pénale ou déjà suffisamment prouvés (art. 139 al. 2 CPP). 4.3 En l’occurrence, l’appelant perd de vue qu’il s’agit de trancher la question de la violation de l’art. 3 OCR, soit celle de savoir s’il a voué son attention à la route et à la circulation ou s’il a été inattentif. Il s’ensuit que le lien de causalité entre l’évènement dommageable (les lésions) et la faute de circulation commise ne se pose pas. Partant, la mise en œuvre d’une expertise n’est pas pertinente pour juger la cause. 5. 5.1 L’appelant fait valoir une violation de son droit d’être entendu. Il reproche au Tribunal de police d’avoir fondé son jugement sur des faits qui ne figureraient pas dans l’ordonnance pénale tenant lieu d’acte d’accusation. Il explique que sur la base de la seule ordonnance pénale, il ne pouvait pas comprendre que lui seraient imputés d’autres éléments factuels qu’une inattention au sens de l’art.”
Ein Sachverständigenbeizug entfällt, wenn die Straf- oder Gerichtsbehörde über die zur Beurteilung des betreffenden Sachverhalts erforderlichen besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten verfügt. Die Frage, ob ein Gutachten nötig ist, fällt zunächst in das pflichtgemässe Ermessen der Behörde und ist nach einem objektiven Massstab zu beurteilen. Eigene Fachkenntnisse dürfen Gerichte nur dort annehmen, wo sie diese aufgrund der Lebenserfahrung ohne spezielle Fachausbildung haben können.
“Gemäss Art. 182 StPO ziehen Staatsanwaltschaft und Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Ein Gutachten hat grundsätzlich ein fehlendes fachliches Wissen der Strafbehörden bei der Abklärung des Sachverhalts zu ersetzen. Die Beantwortung der Frage, ob ein Gutachten erforderlich ist, liegt - von Ausnahmen abgesehen - vorerst einmal im Rahmen der freien richterlichen Beweiswürdigung im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts. Die Frage nach der Notwendigkeit einer Begutachtung ist prinzipiell aufgrund eines objektiven Massstabs zu entscheiden. Der Beizug einer sachverständigen Person ist nur dann angezeigt, wenn es zur Feststellung und Beurteilung des Sachverhalts besonderer Kenntnisse bedarf. Gerichte dürfen sich solche eigenen Fachkenntnisse nur dort zutrauen, wo sie diese aufgrund der Lebenserfahrung ohne spezielle Fachausbildung auch haben können (Marianne Heer, Basler Kommentar StPO, 2.”
“Enfin, il a requis l’audition de sa mère, [...], en qualité de témoin, qui pourrait être interrogée sur les comportements de la plaignante, son utilisation des enfants et sa jalousie. Ces réquisitions ont été rejetées par la direction de la procédure le 25 avril 2024 et l’appelant ne les a pas réitérées lors des débats d’appel. Quoi qu’il en soit, les conditions de l’art. 389 CPP font défaut. Tout d’abord, il est pris acte du fait que l’appelant ne respecte pas la mesure d’éloignement ordonnée par la première juge comme règle de conduite. Prétendre que celle-ci serait vaine parce qu’elle ne serait pas respectée est un non-sens. Si les parties ont partagé des moments communs nonobstant la mesure prononcée en raison de la violence avérée au sein du couple, cela ne suffit pas à renoncer à la mesure qui paraît nécessaire. Ensuite, les juges doivent avoir recours à une expertise lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances ou des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). L’expertise de la victime pourra avoir lieu notamment lorsque, comme c’est le cas pour les déclarations d’un enfant, il faut s’assurer que la victime n’est pas suggestible (TF 6B_118/2022 du 31 octobre 2022 consid. 1.2). En l’espèce, on ne comprend pas pour quels motifs l’appelant requiert l’expertise de la plaignante. S’il s’agit de considérer que celle-ci souffre d’un trouble psychologique qui perturberait son rapport à la réalité au point que ses déclarations ne seraient pas crédibles, la Cour de céans est à même d’apprécier la crédibilité de la victime sur la base de ses auditions, ce d’autant que le dossier comporte des preuves matérielles qui viennent corroborer ses dires. Si l’appelant requiert l’expertise pour faire attester que l’atteinte à la personnalité de la plaignante conduit à des réactions impulsives ou agressives de sa part, cela ne justifie aucunement les violences qui lui sont reprochées. Enfin, les auditions des deux témoins requis doivent être rejetées, dans la mesure où ceux-ci n’ont pas été témoins directs des faits.”
Sachverständigengutachten äussern sich insbesondere zur Notwendigkeit einer Behandlung, zu den Erfolgsaussichten der Behandlung und zur Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten. Soweit die Gutachten die Frage der Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme betreffen, sind Angaben zur Prognose über einen Zeitraum von fünf Jahren relevant.
“Das Gericht stützt seinen Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf ein Sachverständigengutachten, das sich zur Notwendigkeit und den Erfolgsaussichten einer Behandlung der Täterin, zur Art und zur Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und zu den Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme äussert (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1, 134 IV 315 E. 4.3.1; BGer 6B_1064/2020 vom 9. Oktober 2020).”
“Die Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme setzt eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür voraus, dass sich durch eine solche Massnahme über die Dauer von fünf Jahren die Gefahr weiterer mit der psychischen Störung in Zusammenhang stehender Straftaten deutlich verringern bzw. eine tatsächliche Reduktion des Rückfallrisikos erreichen lässt. Eine lediglich vage, bloss theoretische Erfolgsaussicht genügt für die Anordnung einer therapeutischen Massnahme nicht. Nicht erforderlich ist hingegen eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass über einen Behandlungszeitraum von fünf Jahren ein Zustand erreicht wird, der es rechtfertigt, dem Betroffenen Gelegenheit für eine Bewährung in Freiheit zu geben (vgl. BGE 134 IV 315 E. 3.4.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3, 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5).”
“Die Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme setzt eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür voraus, dass sich durch eine solche Massnahme über die Dauer von fünf Jahren die Gefahr weiterer mit der psychischen Störung in Zusammenhang stehender Straftaten deutlich verringern bzw. eine tatsächliche Reduktion des Rückfallrisikos erreichen lässt. Eine lediglich vage, bloss theoretische Erfolgsaussicht genügt für die Anordnung einer therapeutischen Massnahme nicht. Nicht erforderlich ist hingegen eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass über einen Behandlungszeitraum von fünf Jahren ein Zustand erreicht wird, der es rechtfertigt, dem Betroffenen Gelegenheit für eine Bewährung in Freiheit zu geben (vgl. BGE 134 IV 315 E. 3.4.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3, 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5).”
Bei Zweifeln an der Glaubhaftigkeit von Aussagen drängt sich ein sachverständiger Beizug nach Art. 182 StPO in der Regel erst dann auf, wenn besondere Umstände vorliegen, die zusätzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen erfordern (z. B. Anhaltspunkte für ernsthafte psychische Störungen, Drogensucht oder Beeinflussung durch Dritte).
“1 Der Berufungskläger begründet seinen Antrag auf Einholung eines Glaubhaftigkeitsgutachtens betreffend die Aussagen der Privatklägerin damit, dass sein Verteidiger in der Berufungsbegründung eine ausführliche inhaltsbasierte Aussageanalyse durchgeführt habe. Diese sei methodisch korrekt erfolgt und darüber hinaus auch stichhaltig, differenziert und unparteiisch. Komme das Gericht zu einer anderen Ansicht, gebe es zwei Auffassungen. Dieser Konflikt könne nur durch ein fachpsychologisches Gutachten gelöst werden (Akten S. 1311 f.). 4.7.2 4.7.2.1 Gemäss Art. 164 Abs. 1 StPO werden das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse einer Zeugin oder eines Zeugen nur abgeklärt, soweit dies zur Prüfung ihrer Glaubwürdigkeit erforderlich ist. Die Verfahrensleitung kann eine ambulante Begutachtung anordnen, wenn sie Zweifel an der Urteilsfähigkeit hat oder wenn Anhaltspunkte für eine psychische Störung vorliegen, sofern die Bedeutung des Strafverfahrens und des Zeugnisses dies rechtfertigt (Art. 164 Abs. 2 StPO). Aufgrund des Verweises in Art. 180 Abs. 2 StPO gilt die genannte Bestimmung grundsätzlich auch für die Privatklägerschaft (BGer 1B_342/2016 vom 12. Dezember 2016 E. 2). Sodann bestimmt Art. 182 StPO, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (BGer 6B_1090/2018 vom 17. Januar 2019 E. 1.2). 4.7.2.2 Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist Teil der Beweiswürdigung und gehört damit zum Aufgabenbereich des Gerichts. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts drängt sich eine Begutachtung durch eine sachverständige Person nur dann auf, wenn das Gericht aufgrund besonderer Umstände auf zusätzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist. Das ist namentlich dann der Fall, wenn Anzeichen dafür bestehen, die betreffende Person könnte wegen einer ernsthaften geistigen Störung oder Drogensucht in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabefähigkeit beeinträchtigt und zur wahrheitsgemässen Aussage nicht fähig oder nicht willens sein. Eine solche Beeinträchtigung kann auch vorliegen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Aussagende durch Drittpersonen beeinflusst wird.”
“Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Es zieht eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn es nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Das Prüfen der Glaubhaftigkeit von Beweisaussagen ist primär Sache der Gerichte. Zu prüfen ist, ob die Aussagen verständlich, zusammenhängend und glaubhaft sind. Ebenso ist abzuklären, ob sie mit den weiteren Beweisen in Einklang stehen. Bei Besonderheiten in der Person oder Entwicklung eines Zeugen kann eine Begutachtung in Betracht kommen, mit der die Zeugenfähigkeit oder die Aussagequalität abgeklärt werden soll. Nach der Rechtsprechung drängt sich der Beizug eines Sachverständigen für die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Beweisaussagen in der Regel erst auf, wenn das Gericht aufgrund besonderer Umstände auf zusätzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist. Dies gilt namentlich, wenn Anzeichen dafür bestehen, die betreffende Person könnte wegen einer ernsthaften geistigen Störung, Drogensucht oder sonstiger Umstände in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabefähigkeit beeinträchtigt und zur wahrheitsgemässen Aussage nicht fähig oder nicht willens sein.”
Erscheint die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, sind ergänzende Beweise bzw. Abklärungen zur Klärung dieser Zweifel zu erheben; dies kann — je nach Situation — durch Ergänzung oder Klarstellung des Gutachtens durch denselben Sachverständigen oder durch die Bestellung eines neuen Experten erfolgen.
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (vgl. BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 114 E 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; je mit Hinweisen). Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben. Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien dessen Überzeugungskraft ernstlich erschüttern. Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonstwie an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 150 IV 1 E.”
“________ soutient également que l’expertise est muette au sujet de l’évolution usuelle de l’arthrose de l’articulation acromio-claviculaire et du stade à partir duquel cette pathologie est susceptible de fragiliser le tendon sus-épineux. Elle allègue encore que les experts auraient dû obtenir tout document propre à établir son état de santé avant la survenance de l’accident. Les experts auraient aussi retenu à tort qu’elle avait donné des informations contradictoires quant au début des douleurs, alors qu’il résulte de l’avis de sinistre et du résumé qu’elle a établi de l’accident (P. 7) que le lendemain de l’accident d’énormes douleurs étaient apparues dans son épaule. Enfin, la recourante allègue que les experts ont écarté à tort que l’origine de l’accident n’était pas compatible avec le « seat belt syndrome » alors qu’ils n’avaient pas indiqué à partir de quelle vitesse la ceinture de sécurité pouvait entraîner un tel syndrome et qu’ils n’avaient pas examiné si le type de freinage particulier était propre à causer le traumatisme. 5.2 Selon l’art. 182 CPP, le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Conformément à l’art. 189 CPP, d'office ou à la demande d'une partie, la direction de la procédure fait compléter ou clarifier une expertise par le même expert ou désigne un nouvel expert dans les cas suivants : l'expertise est incomplète ou peu claire (let. a), plusieurs experts divergent notablement dans leurs conclusions (let. b) ou l'exactitude de l'expertise est mise en doute (let. c). L'expertise doit être considérée comme incomplète ou peu claire notamment lorsqu'elle ne répond pas à toutes les questions posées, n'est pas fondée sur l'ensemble des pièces transmises à l'expert, fait abstraction de connaissances scientifiques actuelles ou ne répond pas aux questions de manière compréhensible ou logique (TF 6B_824/2018 du 19 septembre 2019 consid. 2.1 ; TF 6B_607/2017 du 30 novembre 2017 consid.”
Sind Ermittlungsergebnisse von eminenter Wichtigkeit (z. B. noch auszuwertende Mobiltelefone, noch ausstehende Vernehmungen) zur Klärung des relevanten Sachverhalts noch nicht vorliegend, kann die Anordnung einer Begutachtung gegen Art. 182 StPO und die strafprozessuale Untersuchungsmaxime verstossen, weil dies die sachverständige Person dazu zwingt, auf Hypothesen und Eventualbewertungen zurückzugreifen.
“Mai 2018 seien die Ermittlungshandlungen offenbar abgeschlossen. Was den zweiten Vorfall betreffe, liege aber - anders als nach Auffassung der Vorinstanz - kein für die Anordnung einer psychiatrischen Begutachtung hinreichend abgeklärter Sachverhalt vor. Denn hinsichtlich des entsprechenden Vorfalls, der am 28. März 2021 stattgefunden haben solle, seien nur Protokolle polizeilicher Einvernahmen von ihm selbst und des angeblichen Opfers (B.________) aktenkundig. Er sei noch nicht parteiöffentlich befragt worden, und sein Mobiltelefon sowie die sichergestellten Spuren seien nach wie vor noch nicht ausgewertet worden. Obschon damit Ermittlungsresultate von eminenter Wichtigkeit noch ausstehen würden, sei der Gutachtensauftrag erteilt worden. Das von der Vorinstanz geschützte Vorgehen der Staatsanwaltschaft führe dazu, dass sich für die sachverständige Person die Arbeit mit Hypothesen und die Beurteilung von Eventualkonstellationen aufdränge. Dies berge ein Potential für Fehlinterpretationen in sich. Der angefochtene Entscheid verletze daher Art. 182 StPO und die strafprozessuale Untersuchungsmaxime (Art. 6 Abs. 2 StPO).”
Ein Gutachtenbedarf nach Art. 182 StPO kann entfallen, wenn die Strafbehörde in einer nicht-arbitrairen antizipierten Würdigung der bereits erhobenen Beweise zum Schluss gelangt, dass die beantragte Expertise die bereits gewonnene Überzeugung nicht mehr zu erschüttern vermöchte.
“Nach dem Untersuchungsgrundsatz von Art. 6 Abs. 1 StPO klären die Strafbehörden von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen ab. Der Untersuchungsgrundsatz gilt sowohl für die Strafverfolgungsbehörden als auch für die Gerichte. Gemäss Art. 182 StPO ziehen die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Gemäss konstanter Rechtsprechung können die Strafbehörden ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Untersuchungsgrundsatzes auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kommen, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre aufgrund der bereits abgenommenen Beweismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache nicht zu erschüttern (BGE 147 IV 534 E.”
“Le droit d'être entendu n'empêche pas le juge de mettre un terme à l'instruction lorsque les preuves administrées lui ont permis de se forger une conviction et que, procédant de manière non arbitraire à une appréciation anticipée des preuves qui lui sont encore proposées, il a la certitude qu'elles ne pourraient pas l'amener à modifier son opinion. Le refus d'instruire ne viole ainsi le droit d'être entendu des parties que si l'appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a procédé, est entachée d'arbitraire (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3; 141 I 60 consid. 3.3; 136 I 229 consid. 5.3). En procédure pénale, les règles jurisprudentielles ainsi déduites de l'art. 29 al. 2 Cst. en matière d'appréciation anticipée des preuves sont codifiées à l'art. 139 al. 2 CPP, aux termes duquel il n'y a pas lieu d'administrer des preuves sur des faits non pertinents, notoires, connus de l'autorité pénale ou déjà suffisamment prouvés (arrêt 6B_66/2022 du 19 avril 2022 consid. 2.1 in fine et les arrêts cités). Selon l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait.”
“5 CPP, qui n'a aucun caractère impératif (l'autorité "peut ordonner des débats"), ne se justifie pas dès lors que le droit d'être entendu du prévenu a été pleinement respecté, étant précisé que c'est la forme écrite qui est prescrite pour la procédure de recours (art. 390 al. 1 à 4 CPP; ACPR/422/2012 du 14 octobre 2012). 3.2. En l'espèce, le recourant a pu faire valoir ses griefs dans ses écritures. Ses droits ont ainsi été pleinement respectés et il ne sera donc pas ordonné d'audience. 4. Le recourant affirme être mineur. 4.1. À teneur de l'art. 3 al. 1 DPMin, la loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs s'applique à quiconque commet un acte punissable entre dix et dix-huit ans. 4.2. La procédure, réglée dans la PPMin, renvoie au CPP, sauf dispositions particulières (art. 3 al. 1 PPMin). L'art. 10 al. 2 CPP consacre le principe de la libre appréciation des preuves, en application duquel le juge donne aux moyens de preuve produits tout au long de la procédure la valeur qu'il estime devoir leur attacher pour se forger une intime conviction sur la réalité d'un fait (arrêt du Tribunal fédéral 6B_348/2012 du 24 octobre 2012 consid. 1.3). 4.3. Selon l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. À teneur de l'art. 139 al. 2 CPP, il n'y a pas lieu d'administrer des preuves sur des faits non pertinents, notoires, connus de l'autorité pénale ou déjà suffisamment prouvés. L'art. 139 al. 2 CPP autorise, dans des limites étroites, l'appréciation anticipée des preuves (M. NIGGLI / M. HEER / H. WIPRÄCHTIGER (éds), Strafprozessordnung / Jugendstrafprozessordnung, Basler Kommentar StPO/JStPO, 2e éd., Bâle 2014, n. 48 ad art. 139). 4.4. Ni l'art. 29 al. 2 Cst. ni l'art. 6 § 3 let. d CEDH n'excluent de refuser un moyen de preuve lorsque les faits sont déjà établis ou lorsque l'élément de preuve sollicité n'est pas pertinent à la suite d'une appréciation anticipée des preuves. Une expertise doit porter sur des faits pertinents et être un moyen de preuve apte à les établir; aussi, elle peut être refusée, au terme d'une appréciation anticipée des preuves, si le juge parvient sans arbitraire à la constatation, sur la base des éléments déjà recueillis, que l'administration de la preuve sollicitée ne peut plus modifier sa conviction (ATF 136 I 229 consid.”
Art. 182 StPO berechtigt Staatsanwaltschaft und Gerichte, eine oder mehrere sachverständige Personen hinzuzuziehen, wenn ihnen die zur Feststellung oder Beurteilung des Sachverhalts erforderlichen besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten fehlen. Die Rechtsprechung und Lehre qualifizieren die gerichtliche Expertise als Instruktions- bzw. Beweismassnahme, die der Aufklärung des Sachverhalts durch fachliche Sachkunde dient. Die Entscheidung über die Einholung einer Expertise fällt in die Zuständigkeit des instruktionsleitenden Magistrats bzw. der zuständigen Untersuchungs-/Gerichtsbehörde und ist nach deren pflichtgemässem Ermessen zu treffen.
“Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une décision sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. La Chambre pénale de recours peut décider d'emblée de traiter sans échange d'écritures ni débats les recours manifestement irrecevables ou mal fondés (art. 390 al. 2 et 5 a contrario CPP). Tel est le cas en l'occurrence, au vu des considérations qui suivent. 3. Le recourant estime que les conditions ne sont pas remplies pour une expertise psychiatrique. 3.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. L'art. 182 CPP – qui figure au Titre 4 du CPP sur les moyens de preuve – prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Le magistrat instructeur doit faire et ordonner tout ce qui lui paraît nécessaire pour établir la vérité dans le cadre fixé par la loi, il est le seul maître de l'instruction et c'est à lui seul qu'il appartient d'organiser et de conduire l'instruction, d'apprécier l'opportunité des actes à exécuter et de décider l'ordre dans lequel ces derniers seront accomplis (L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, CPP, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd., Bâle 2016, n. 2 ad art. 62 CPP). Pour le reste, les preuves sont soumises à l'appréciation ainsi qu'à l'intime conviction du juge. 3.2. L'art. 20 CP dispose que l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur.”
“La police a trouvé sur K______ [la tablette] une recherche effectuée les 17 et 18 octobre 2020 sur Google avec le terme "C______ sesso minorenne" mais aucun fichier illégal. b. Le recourant ne s'est pas exprimé à réception de ce rapport. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP) – les formalités de notification (art. 85 al. 2 CPP) n'ayant pas été observées –, concerner une décision sujette à recours (art. 393 al. 1 let. a CPP; arrêt du Tribunal fédéral 1B_242/2018 du 6 septembre 2018 consid. 2.4) et avoir été formé par le prévenu (art. 104 al. 1 let. a CPP), qui a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à l'annulation de cette décision (art. 382 al. 1 CPP). 2. Le recourant estime que les conditions ne sont pas remplies pour une expertise psychiatrique. 2.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. L'art. 182 CPP – qui figure au Titre 4 du CPP sur les moyens de preuve – prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise judiciaire se définit comme une mesure d'instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées par le juge à un ou plusieurs spécialistes pour qu'il l'informe sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 1 ad art. 182 CPP). L'expert apporte donc son aide à l'autorité en constatant et appréciant l'état de fait grâce à ses connaissances particulières, en aidant l'autorité à tirer les conclusions techniques des constatations qu'elle aura elle-même faites et en éclairant l'autorité sur les principes généraux relevant de son domaine de compétence (op.”
“5 al. 2 CPP), commande de ne pas retarder la progression de l'instruction. 3. Le recourant estime que les conditions ne sont pas remplies pour une expertise psychiatrique. 3.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en oeuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. 3.2. Le magistrat instructeur doit faire et ordonner tout ce qui lui paraît nécessaire pour établir la vérité dans le cadre fixé par la loi, il est le seul maître de l'instruction et c'est à lui seul qu'il appartient d'organiser et de conduire l'instruction, d'apprécier l'opportunité des actes à exécuter et de décider l'ordre dans lequel ces derniers seront accomplis (L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, CPP, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd., Bâle 2016, n. 2 ad art. 62 CPP). Pour le reste, les preuves sont soumises à l'appréciation ainsi qu'à l'intime conviction du juge. L'art. 182 CPP - qui figure au Titre 4 du CPP sur les moyens de preuve - prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise judiciaire se définit comme une mesure d'instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées par le juge à un ou plusieurs spécialistes pour qu'il l'informe sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 1 ad art. 182 CPP). L'expert apporte donc son aide à l'autorité en constatant et appréciant l'état de fait grâce à ses connaissances particulières, en aidant l'autorité à tirer les conclusions techniques des constatations qu'elle aura elle-même faites et en éclairant l'autorité sur les principes généraux relevant de son domaine de compétence (op.”
In kantonalen Vollstreckungsverfahren findet Art. 182 StPO nur subsidiär Anwendung, wenn das kantonale Recht einen entsprechenden Rückgriff vorsieht; Art. 182 StPO gilt dort somit als ergänzendes kantonales Verfahrensrecht.
“Comme déjà relevé, aux termes de l'art. 439 al. 1 CPP, il appartient aux cantons de régler la procédure d'exécution des peines et des mesures. En l'espèce, l'art. 182 CPP ne peut donc s'appliquer qu'à titre de droit cantonal supplétif, en l'occurrence grâce au renvoi opéré par l'art. 38 al. 2 de la loi vaudoise sur l'exécution des condamnations pénales (LEP; RS/VD 340.01), dont il ressort que, s'agissant notamment des décisions rendues par l'OEP, la procédure de recours auprès de la cour cantonale est régie par les dispositions du CPP. Selon l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Le recourant ne consacre aucun développement à la violation de l'art. 182 CPP. Cette disposition étant applicable à titre de droit cantonal supplétif, il incombait au recourant d'indiquer, conformément aux exigences de l'art. 106 al. 2 LTF, en quoi la cour cantonale aurait arbitrairement appliqué cette disposition. En l'absence de toute motivation à cet égard, son grief est irrecevable.”
Ein Sachverständigengutachten nach Art. 182 StPO kann entbehrlich sein, wenn aus der Aktenlage oder wegen eines offenkundigen Missverhältnisses ersichtlich ist, dass ein Gutachten voraussichtlich keine neuen, die Überzeugungsbildung erschütternden Erkenntnisse liefern würde.
“Mio. sei in einem krassen Missverhältnis zum Wert der Gesellschaft gestanden. Die Einholung eines Sachverständigengutachtens im Sinne von Art. 182 StPO war nicht notwendig.”
“Nach dem Untersuchungsgrundsatz von Art. 6 Abs. 1 StPO klären die Strafbehörden von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen ab. Der Untersuchungsgrundsatz gilt sowohl für die Strafverfolgungsbehörden als auch für die Gerichte. Gemäss Art. 182 StPO ziehen die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Gemäss konstanter Rechtsprechung können die Strafbehörden ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Untersuchungsgrundsatzes auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kommen, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre aufgrund der bereits abgenommenen Beweismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache nicht zu erschüttern (BGE 147 IV 534 E.”
“Nach dem Untersuchungsgrundsatz von Art. 6 Abs. 1 StPO klären die Strafbehörden von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen ab. Der Untersuchungsgrundsatz gilt sowohl für die Strafverfolgungsbehörden als auch für die Gerichte. Gemäss Art. 182 StPO ziehen die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Gemäss konstanter Rechtsprechung können die Strafbehörden ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Untersuchungsgrundsatzes auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kommen, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre aufgrund der bereits abgenommenen Beweismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache nicht zu erschüttern (BGE 147 IV 534 E.”
Wird im Verfahren nur auf sehr partielle, widersprüchliche oder uneinheitliche Teilübersetzungen eines fremdsprachigen Textes verwiesen und begründen diese keinen ernsthaften, nachvollziehbaren Zweifel an der Verständlichkeit oder der sachlich richtigen Wiedergabe des gesamten Textes, ist der gerichtliche Beizug eines Übersetzer‑Sachverständigen nach Art. 182 StPO nicht zwingend. In einem solchen Fall kann das Gericht die im Aktenbestand vorhandene Übersetzung zugrunde legen und ein Ersuchen um eine amtliche (offizielle) Übersetzung zurückweisen.
“S'il a effectivement contesté certains aspects de la traduction ou de l'interprétation du texte en cours de procédure, en particulier en première instance, l'appelant conclut formellement, pour la première fois en appel seulement, à ce que soit ordonnée une traduction officielle de la publication en cause. Or, pour appuyer sa conclusion, l'appelant ne se base que sur deux traductions très partielles produites devant le TP, portant sur une seule phrase (d'un texte dont la traduction complète fait une page et demi), contenant le mot "zübük" mot interprété comme "charlatan" selon la traduction du plaignant retenue par le MP. Les deux traductions produites par l'appelant retiennent pour le terme en cause soit (en français) "bouffon" soit (en anglais) "dandy" (Deepl) ou "egoist" ou "self-keeper" (Tureng.com). L'appelant n'a amené aucun élément permettant d'étayer un tant soit peu ses autres critiques quant à la traduction ou à l'interprétation de sa publication. Le TP n'est pas critiquable en tant qu'il a fondé son jugement sur la traduction figurant au dossier, aucun indice sérieux, au-delà des traductions (non unanimes) fournies par l'appelant au sujet d'un seul terme sur l'entier du texte, ne devant en effet amener à un doute suffisant pour imposer le recours à un expert-traducteur (art. 182 CPP). L'appelant, qui avait réitéré des réquisitions de preuves devant le TP n'a, d'ailleurs, pas jugé nécessaire de demander une traduction officielle de sa publication. Celle-ci ne s'impose objectivement pas. L'appel sera rejeté sur ce point. Pourra dès lors être laissée ouverte la question de la bonne foi et du caractère dilatoire de la requête formulée pour la première fois en appel (ATF 119 Ia consid. 1a ; arrêt du Tribunal fédéral 7B_118/2023 consid. 2.2.2), par une partie représentée par avocat depuis le mois de décembre 2020. 4. 4.1.1. Le principe in dubio pro reo, qui découle de la présomption d'innocence, garantie par l'art. 6 ch. 2 de la Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales (CEDH) et, sur le plan interne, par les art. 32 al. 1 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse (Cst.) et 10 al. 3 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.1). En tant que règle sur le fardeau de la preuve, ce principe signifie qu'il incombe à l'accusation d'établir la culpabilité de l'accusé, et non à ce dernier de démontrer son innocence (ATF 127 I 38 consid.”
“S'il a effectivement contesté certains aspects de la traduction ou de l'interprétation du texte en cours de procédure, en particulier en première instance, l'appelant conclut formellement, pour la première fois en appel seulement, à ce que soit ordonnée une traduction officielle de la publication en cause. Or, pour appuyer sa conclusion, l'appelant ne se base que sur deux traductions très partielles produites devant le TP, portant sur une seule phrase (d'un texte dont la traduction complète fait une page et demi), contenant le mot "zübük" mot interprété comme "charlatan" selon la traduction du plaignant retenue par le MP. Les deux traductions produites par l'appelant retiennent pour le terme en cause soit (en français) "bouffon" soit (en anglais) "dandy" (Deepl) ou "egoist" ou "self-keeper" (Tureng.com). L'appelant n'a amené aucun élément permettant d'étayer un tant soit peu ses autres critiques quant à la traduction ou à l'interprétation de sa publication. Le TP n'est pas critiquable en tant qu'il a fondé son jugement sur la traduction figurant au dossier, aucun indice sérieux, au-delà des traductions (non unanimes) fournies par l'appelant au sujet d'un seul terme sur l'entier du texte, ne devant en effet amener à un doute suffisant pour imposer le recours à un expert-traducteur (art. 182 CPP). L'appelant, qui avait réitéré des réquisitions de preuves devant le TP n'a, d'ailleurs, pas jugé nécessaire de demander une traduction officielle de sa publication. Celle-ci ne s'impose objectivement pas. L'appel sera rejeté sur ce point. Pourra dès lors être laissée ouverte la question de la bonne foi et du caractère dilatoire de la requête formulée pour la première fois en appel (ATF 119 Ia consid. 1a ; arrêt du Tribunal fédéral 7B_118/2023 consid. 2.2.2), par une partie représentée par avocat depuis le mois de décembre 2020. 4. 4.1.1. Le principe in dubio pro reo, qui découle de la présomption d'innocence, garantie par l'art. 6 ch. 2 de la Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales (CEDH) et, sur le plan interne, par les art. 32 al. 1 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse (Cst.) et 10 al. 3 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.1). En tant que règle sur le fardeau de la preuve, ce principe signifie qu'il incombe à l'accusation d'établir la culpabilité de l'accusé, et non à ce dernier de démontrer son innocence (ATF 127 I 38 consid.”
“Le TP ne s'y est pas trompé en examinant, certes à la lumière si nécessaire du reste des faits décrits dans l'ordonnance pénale ou ressortant du dossier, uniquement les termes retenus dans la formulation du reproche fait par le MP à l'appelant. L’acte d’accusation remplit ainsi en l'espèce sa fonction de délimitation et d'information. L'appel sera rejeté sur ce point. 3. 3.1. L'art. 67 CPP énonce que la Confédération et les cantons déterminent les langues dans lesquelles leurs autorités pénales conduisent les procédures. Selon l'art. 13 de la loi d'application genevoise du code pénal suisse et d'autres lois fédérales en matière pénale [LaCP], à Genève la langue de procédure est le français. Les traducteurs et interprètes de l'art. 68 CPP ont le statut d'expert, ce qui signifie que le législateur a implicitement posé comme principe que l'interprétation et la traduction constituent des moyens auxquels le juge et le ministère public peuvent recourir lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). 3.2. En l'espèce, la publication en cause est en langue étrangère. S'il a effectivement contesté certains aspects de la traduction ou de l'interprétation du texte en cours de procédure, en particulier en première instance, l'appelant conclut formellement, pour la première fois en appel seulement, à ce que soit ordonnée une traduction officielle de la publication en cause. Or, pour appuyer sa conclusion, l'appelant ne se base que sur deux traductions très partielles produites devant le TP, portant sur une seule phrase (d'un texte dont la traduction complète fait une page et demi), contenant le mot "zübük" mot interprété comme "charlatan" selon la traduction du plaignant retenue par le MP. Les deux traductions produites par l'appelant retiennent pour le terme en cause soit (en français) "bouffon" soit (en anglais) "dandy" (Deepl) ou "egoist" ou "self-keeper" (Tureng.com). L'appelant n'a amené aucun élément permettant d'étayer un tant soit peu ses autres critiques quant à la traduction ou à l'interprétation de sa publication.”
Sachverständigengutachten äussern sich insbesondere über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung, über die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten (Gefährlichkeit/Rückfallwahrscheinlichkeit) sowie über die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme. Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei; in fachlichen Fragen darf es jedoch nicht ohne triftige Gründe davon abweichen, und Abweichungen sind zu begründen.
“zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten begegnen. Eine stationäre therapeutische Massnahme ist namentlich aufzuheben, wenn ihre Durch- oder Fortführung aussichtslos erscheint (Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB). Das Scheitern einer Massnahme darf nicht leichthin angenommen werden. Vielmehr muss sich eine Massnahme als definitiv undurchführbar erweisen. Davon ist nur auszugehen, wenn die Massnahme nach der Lage der Dinge keinen Erfolg mehr verspricht (BGE 143 IV 445 E. 2.2; 141 IV 49 E. 2.3; Urteil 7B_309/2023 vom 30. November 2023 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich beim Entscheid über die Anordnung einer Massnahme nach den Art. 59-61, 63 oder 64 StGB sowie bei der Änderung der Sanktion nach Art. 65 StGB auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_1172/2020 vom 21 Dezember 2020 E. 1.3.3 mit Hinweisen).”
“und die Voraussetzungen der Art. 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (Bst. c). Die Anordnung einer Massnahme setzt voraus, dass der mit ihr verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Sind die Voraussetzungen sowohl für eine Strafe wie für eine Massnahme erfüllt, so ordnet das Gericht beide Sanktionen an (Art. 57 Abs. 1 StGB). Der Vollzug einer Massnahme nach den Art. 59-61 StGB geht einer zugleich ausgesprochenen sowie einer durch Widerruf oder Rückversetzung vollziehbaren Freiheitsstrafe voraus (Art. 57 Abs. 2 StGB). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) verstossen (BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 6B_933/2023 vom 15. Februar 2024 E. 12.2.6; je mit Hinweisen).”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB; Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_1172/2020 vom 21. Dezember 2020 E. 1.3.3).”
“Die Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme setzt eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür voraus, dass sich durch eine solche Massnahme über die Dauer von fünf Jahren die Gefahr weiterer mit der psychischen Störung in Zusammenhang stehender Straftaten deutlich verringern bzw. eine tatsächliche Reduktion des Rückfallrisikos erreichen lässt. Eine lediglich vage, bloss theoretische Erfolgsaussicht genügt für die Anordnung einer therapeutischen Massnahme nicht. Nicht erforderlich ist hingegen eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass über einen Behandlungszeitraum von fünf Jahren ein Zustand erreicht wird, der es rechtfertigt, dem Betroffenen Gelegenheit für eine Bewährung in Freiheit zu geben (vgl. BGE 134 IV 315 E. 3.4.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3, 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5).”
Die Staatsanwaltschaft bzw. das Gericht kann von der Anordnung eines Gutachtens nach Art. 182 StPO absehen, wenn die bereits im Verfahren vorliegenden Aktenstücke, amtlichen Berichte oder fachärztlichen Stellungnahmen eine hinreichende fachliche Grundlage für die Beurteilung der streitigen Fragen bieten und eine zusätzliche Expertise nach pflichtgemässer Würdigung offensichtlich nicht erforderlich oder aussichtsreich ist.
“Die nach Auffassung des Beschwerdeführers den Beamten zu stellenden Fragen (weshalb diese mit dem Beschwerdeführer nur am Hauseingang gesprochen hätten, ob sie eine innere Verletzung erkannt hätten, was der Beschwerdeführer angehabt habe, wer wann den Vermerk zur Knieverletzung im Unfallprotokoll gemacht habe, weshalb erst Tage später eine förmliche Einvernahme erfolgt sei) seien nicht geeignet, um zur Klärung des Kerngeschehens beizutragen. Ganz abgesehen davon dürften rund drei Jahre nach dem Vorfall keine relevanten eigenen Erinnerungen der Polizeibeamten über diesen Einsatz - zusätzlich zum Rapport und Protokoll - mehr abrufbar sein. Zur Frage der Knieverletzung und deren Ursache lägen bereits zwei Arztberichte und diverse Arztzeugnisse bei den Akten. Die Kammer sei in der Lage, sich anhand der bereits vorhandenen Beweismittel und der oberinstanzlich geplanten Befragungen ein Bild über die beweisrelevanten Themen zu machen und das Ergebnis einzuordnen. Mit dem Einholen eines Gutachtens, das plausibilisieren solle, mit welcher Geschehensschilderung das Verletzungsbild eher vereinbar sei, würde das Gericht eine seiner Kernaufgaben unzulässigerweise abdelegieren. Es müsse die relevanten Beweismittel frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung würdigen. Gestützt auf die aktuelle Beweislage fehle es für diesen Vorgang nicht an nötigem Fachwissen i.S.v. Art. 182 StPO, weshalb sich die Anordnung eines Gutachtens nicht rechtfertige.”
“Von Sachverständigengutachten im Sinne von Art. 182 ff. StPO zu unterscheiden sind amtliche Berichte im Sinne von Art. 195 Abs. 1 StPO. Nach dieser Bestimmung holen die Strafbehörden amtliche Berichte und Arztzeugnisse über Vorgänge ein, die im Strafverfahren bedeutsam sein können. Bei deren Erstellung müssen die besonderen Voraussetzungen gemäss Art. 182 ff. StPO grundsätzlich nicht eingehalten werden. Sie erfordern aber in der Regel keine besonderen Fachkenntnisse oder solche müssen zur Erstellung des Berichts oder Zeugnisses nur in geringem Umfang eingesetzt werden. Amtliche Berichte dürfen dann nicht eingeholt werden, wenn ein Gutachten notwendig wäre (Urteil 6B_235/2020 vom 1. Februar 2021 E. 2.5.2 mit Hinweisen). Dieser Unterschied reflektiert sich auch darin, dass Sachverständigengutachten nur von der Staatsanwaltschaft und den Gerichten (vgl. Art. 182 StPO), amtliche Berichte nach Art. 195 StPO dagegen von "den Strafbehörden" eingeholt werden können, wozu nach dem”
“_____ von der Abteilung Arbeitssicherheit am Bau die telefo- nische Auskunft, dass von der Suva keine entsprechenden Vorgaben bestehen würden, und weiter, dass die Befestigung einer Richtschnur mittels Nägeln beim Errichten einer Mauer eine übliche Vorgehensweise darstelle. Das vom Beschwer- deführer erwähnte "sichere" System, bei welchem Platten auf die Ecken der Mau- erkrone zu setzen seien, um die Richtschnur auf diese Weise festzuspannen (vgl. Urk. 3/14; ebenso Urk. 11/4), sei hingegen nicht verbreitet (Urk. 3/18 S. 3). Es darf davon ausgegangen werden, dass die bei der Suva auf Arbeitssicherheit spezialisierte Stelle eine zutreffende und auch fachkompetente Auskunft hinsicht- lich der Frage der Befestigung einer Richtschnur beim Bau von Mauern geben konnte und der allgemein geltende Sicherheitsstandard auch im konkreten Fall er- füllt war. Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, die betreffende Auskunft, die sich als konzis und nachvollziehbar erweist, inhaltlich anzuzweifeln. Etwas anderes ver- mochte der Beschwerdeführer nicht darzulegen. Eine (weitere) sachverständige Person im Sinne von Art. 182 StPO musste daher zur Feststellung des diesbezüg- lichen Sachverhalts nicht beigezogen werden. Der Umstand, dass allenfalls noch andere Systeme und Techniken zur Befestigung einer Richtschnur vorhanden sind, die möglicherweise einen höheren Sicherheitsstandard aufweisen, hat dabei nicht zur Folge, dass im konkreten Fall von einer tatbestandsmässigen Sorgfaltspflicht- - 11 - verletzung auszugehen wäre, da das gängige System der Befestigung mit Nägeln zur Anwendung kam. Dem Rapport ist weiter zu entnehmen, dass die Polizei die damals zuständige Bau- unternehmung D._____ AG kontaktierte und beim zuständigen Ressortleiter für Bausicherheit die Auskunft einholen konnte, wonach der Beschwerdeführer damals als Temporär-Mitarbeiter auf der Baustelle gewesen sei und vorgängig durch ein Personalvermittlungsbüro (namens F._____) bezüglich Arbeitssicherheit geschult worden sei. Weiter sei diesem persönliches Schutzmaterial (PSA), für welches ein sog. Sackbefehl – mithin die Pflicht, das betreffende Material stets bei sich zu tra- gen – bestehe, abgegeben worden.”
“Demgegenüber ist der amtliche Sachverständige oder Experte – gleichgültig ob er von der Untersuchungsbehörde oder vom Gericht ernannt wurde – nicht Gutachter einer Partei, namentlich auch nicht des Untersuchungsrichters oder des Anklägers. Er ist vielmehr Entscheidungsgehilfe des Richters, dessen Wissen und Erfahrungen er durch besondere Kenntnisse auf seinem Sachgebiet ergänzt (BGE 127 I 73 E. 3f/bb m.H.; vgl. auch DONATSCH, a.a.O., Art. 182 N 2). Aus diesen Gründen ist ein privates Gutachten, auch wenn es durch eine aner- kannte Fachperson erstellt wird, einem gerichtlich angeordneten Gutachten nicht gleichgestellt (Urteil 6B_49/2011 vom 4. April 2011 E. 1.4). - 12 - 4.5.Vorliegend hat Prof. Dr. I._____ seinen Standpunkt zur Wertberichtungen auf den offenen Forderungen gegenüber F._____ AG und Verbuchung derselben via Kostenstelle Direktion im Gutachten I._____ ausführlich dargelegt. Die Staats- anwaltschaft hat dazu keine Ergänzungsfragen angemeldet. Aus Sicht des Beru- fungsgerichtes besteht ebenfalls keine Veranlassung, Prof. Dr. I._____ ergänzend als Zeugen zu befragen. Ferner hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass gestützt auf Art. 182 StPO eine sachverständige Person beizuziehen ist, sofern die Staatsanwaltschaft bzw. das Gericht nicht über die besondere Kenntnisse und Fähigkeit verfügt, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhaltes erforderlich sind. Zweifelsohne handelt es sich bei der Rechnungslegung um eine Materie, die Fachkenntnisse erfordert. Indessen gestalten sich die vorliegend rele- vanten Sachfragen hinsichtlich der Rechnungslegung als nicht in einem Ausmass komplex und unzugänglich, als dass ein Gutachten notwendig erschiene. Zudem liegen Aussagen von fachkundigen Personen (H._____, Leiter Finanzbuchhaltung der Stadt C._____, und D._____, damalige Leiterin des Rechnungswesens von E._____) vor, welche bestätigten, dass die inkriminierte Buchung nicht den damals geltenden Vorschriften der Rechnungslegung ("HRM2") entsprochen habe. Nähe- res dazu findet sich im Rahmen der Sachverhaltserstellung (vgl. hernach Ziff. III/4). Entsprechend bestand mit der Staatsanwaltschaft und Vorinstanz auch kein Be- darf, zusätzlich eine sachverständige Person mit der Erstattung eines Gutachtens zur Frage der Rechtmässigkeit der inkriminierten Buchung zu beauftragen.”
“Ce refus d'instruire ne viole le droit d'être entendu que si l'appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a ainsi procédé, est entachée d'arbitraire (ATF 141 I 60 consid. 3.3 ; ATF 136 I 229 consid. 5.3 ; TF 6B_593/2016 du 27 avril 2017 consid. 5 ; TF 6B_598/2013 du 5 septembre 2013 consid. 3.1 ; Bénédict, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse [ CR CPP], 2e éd., Bâle 2019, n. 23 ad art. 139 CPP). 2.2.4 Selon l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’autorité pénale peut refuser la mise en œuvre d’une expertise, sans violer les droits de la défense, si celle-ci apparaît inutile. Selon la doctrine, est notamment inutile l’expertise qui porte sur un fait qui n’est pas important pour la solution du cas, lorsque les preuves résultent déjà d’éléments du dossier ou lorsque le temps écoulé depuis les faits rend l’expertise superflue (Vuille, CR CPP, op. cit., nn. 26 et 27 ad art. 182 CPP). L’autorité pénale peut également refuser une expertise si elle estime que celle-ci ne pourrait pas l’amener à modifier son opinion. Dans ce cas, le refus d’ordonner une expertise ne viole le droit d’être entendu que si l’appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve est arbitraire (Vuille, op. cit., n. 27 ad art. 182 CPP ; ATF 124 I 208, SJ 1999 I 89). 2.3 En l’espèce, force est de constater que les questions discutées par C.V.________, relatives au suivi de son épouse pendant son hospitalisation au Service [...] du C.________, à l’interprétation de son état et aux mesures qui auraient dû ou pu être prises, sont clairement d’ordre technique. Or, pour fonder son ordonnance, le procureur s’est basé uniquement sur les explications du Dr A.________ et sur celles de son conseil, qui émanent également d’autres médecins du C.________, à savoir des collègues du Dr A.________ lui-même, dont le service est mis en cause par le recourant. En effet, le procureur met en avant la « fiabilité » du PET-SCAN du 22 octobre 2019 – remise en cause par le recourant – sur la seule base des explications fournies par le [.”
Ein Gutachten muss die an es gestellten Fragen beantworten und seine Erkenntnisse schlüssig begründen. Offenkundige Mängel, unbeantwortete Fragen oder innere Widersprüche können dazu führen, dass das Gutachten als rechtsungeeignete Grundlage angesehen wird. Fachfragen sind grundsätzlich der sachverständigen Person vorbehalten; die Instanzen dürfen aus den gutachterlichen Erörterungen Schlüsse ziehen, sollen aber nicht selbstsändig technische Sachfragen beantworten.
“und die Voraussetzungen der Artikel 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (Bst. c). Die Anordnung einer Massnahme setzt weiter voraus, dass der mit ihr verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; Urteil des Bundesgerichts 7B._197/2023 vom 14. Juli 2023 E. 4.2.6; BGE 146 IV 1 E. 3.1 S. 6; BGE 134 IV 315 E. 4.3.1 S. 326). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StGB). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5). Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern. Dies trifft etwa zu, wenn die sachverständige Person die an sie gestellte Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonst an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (Urteil des Bundesgerichts 6B_79/2023 vom 5.”
“auf einen Waffengebrauch in der Vergangenheit gebe. Diese Faktoren liessen den Verdacht aufkommen, dass beim Beschwerdeführer "eine (dissoziale) Persönlichkeitsstörung und gegebenenfalls eine Konsumstörung vorliegen könnten, die deliktrelevant sein könnten". Der Befundbericht dient damit dem gleichen Zweck wie ein forensisch-psychiatrisches Kurz- bzw. Fokalgutachten, in dem eine vorläufige Risikoeinschätzung vorgenommen wird, bevor die Gesamtexpertise über sämtliche psychiatrisch abzuklärenden Fragen (Diagnose, geeignete Sanktion, Behandlungsbedürftigkeit, Therapiefähigkeit etc.) vorliegt (vgl. BGE 143 IV 9 E. 2.8; Urteile 1B_632/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 3.3.2; 1B_567/2018 BGE 150 IV 462 S. 469 vom 21. Januar 2019 E. 5.1). Auch diese weniger tiefgreifenden und im Umfang beschränkteren Expertisen haben sich grundsätzlich an den Vorschriften von Art. 182 ff. StPO zu orientieren (vgl. Urteil 1B_196/2015 vom 17. Mai 2016 E. 4.4.4; MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 24 zu Art. 182 StPO; URWYLER/ENDRASS/HACHTEL/GRAF, a.a.O., Rz. 622). Typischerweise hat die beschuldigte Person bereits bei der Anordnung des Hauptgutachtens die Möglichkeit, sich zur Person der Sachverständigen sowie zu den dieser unterbreiteten Fragen zu äussern und Ausstandsgründe geltend zu machen (vgl. Art. 184 Abs. 3 StPO).”
“Sie taxiert das Szenario, wonach ein beim Anheben reissendes Stahlband genügend Kraft freisetze, damit auch das andere Band reisse, die untere Palette mit den Rohlingen zerberste, sich die obere Palette aufstelle sowie um 180 Grad drehe und hierauf ein Gegenstand horizontal in Richtung des Kopfs des Beschwerdegegners beschleunigt werde, als "nicht vorstellbar". Namentlich die Drehung der oberen Palette, die einer massiven horizontalen Kraftentwicklung bedurft habe, sei allein mit einem Riss des Stahlumreifungsbandes nicht erklärbar. Wie dem Gutachten entnommen werden könne, müsse die nötige Kraft durch eine Hebelwirkung entstanden sein. Die möglicherweise vorhandene Schwachstelle an einem der beiden Stahlumreifungsbänder könne damit nicht (Haupt-) Ursache für den Unfall gewesen sein. Es könne damit offenbleiben, ob die Nennbelastung des Stahlumreifungsbandes durch die Bruchstelle überhaupt herabgesetzt gewesen sei (Urteil E. 2.7.1 S. 34). Diese Schlussfolgerungen der Vorinstanz sind kohärent und überzeugend. Sie fussen allesamt auf den von ihr zutreffend wiedergegebenen gutachterlichen Erkenntnissen. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers beantwortet die Vorinstanz nicht selbst Sachfragen, die gemäss Art. 182 StPO der sachverständigen Person vorbehalten sind, sondern sie zieht aus den ihr vorgelegten gutachterlichen Erörterungen die zutreffenden Schlüsse. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz sei willkürlich von einem Stahlumreifungsband ohne Bruchstelle ausgegangen, ist bei näherer Betrachtung ebenfalls nicht stichhaltig. Er scheint zu übersehen, dass diese die beiden Begriffe Riss- und Bruchstelle im angefochtenen Entscheid nicht deckungsgleich verwendet, sondern Letzteren enger fasst. Während unbestrittenermassen beide Stahlumreifungsbänder am Unfalltag gerissen sind, wies gemäss der polizeilichen Fotodokumentation ausschliesslich das hintere Band eine mutmassliche Knick- oder Auflagestelle auf (vgl. kantonale Akten, S 1 22), welche die Vorinstanz als sog. Bruchstelle bezeichnet. Wenn sie daraus folgert, mindestens eines der beiden Metallumrandungsbänder sei erst beim Unfall gerissen (Urteil E. 2.7.3 S. 37), ist dies unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Ebenso wenig gereicht ihr zum Vorwurf, wenn sie offen lässt, ob eine vorbestehende Schwachstelle an (bloss) einem der beiden Stahlbänder tatsächlich existierte.”
Zur Beurteilung, ob nach Art. 182 StPO eine Sachverständigenbegutachtung zur Glaubwürdigkeit eines kindlichen Zeugnisses anzuordnen ist, sind nach den Umständen des Falls insbesondere folgende Elemente zu prüfen: der Grad der Verständlichkeit, die Kohärenz und die Glaubwürdigkeit der Aussagen sowie deren Vereinbarkeit mit den übrigen Beweismitteln. Zudem sind Alter, Entwicklungsstand und psychischer Gesundheitszustand des Kindes sowie die Aussagebedeutung im Kontext des übrigen Beweismaterials zu berücksichtigen.
“Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3 et 138 V 74 consid. 7). 4.1.2. Conformément à ce principe, le juge peut fonder sa condamnation sur les seules déclarations de la victime (arrêt du Tribunal fédéral 6B_626/2010 du 25 novembre 2010 consid. 2.2), de sorte que le fait que celles-ci, en tant que principal élément à charge, s'opposent aux déclarations contradictoires de la personne accusée, ne doit pas nécessairement conduire à un acquittement (arrêt du Tribunal fédéral 6B_942/2017 du 5 mars 2018 consid. 2.1.2). 4.1.3. A teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Pour déterminer s'il y a lieu d'ordonner une expertise de crédibilité d'un enfant, il faut prendre en considération, selon les circonstances spécifiques du cas, un certain nombre d'éléments parmi lesquels le degré de compréhensibilité, de cohérence et de crédibilité des dépositions à examiner. Il faut également observer dans quelle mesure ses déclarations sont compatibles avec les autres éléments de preuve recueillis. L'âge de l'auteur de la déposition, son degré de développement et son état de santé psychique de même que la portée de ses déclarations eu égard à l'ensemble des preuves administrées entrent également en considération. (ATF 129 IV 179 consid. 2.4 p. 184 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_145/2019 du 28 août 2019 consid. 2.2.1 et les références citées ; 6B_1070/2017 du 20 avril 2018 consid.”
“Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3 et 138 V 74 consid. 7). 4.1.2. Conformément à ce principe, le juge peut fonder sa condamnation sur les seules déclarations de la victime (arrêt du Tribunal fédéral 6B_626/2010 du 25 novembre 2010 consid. 2.2), de sorte que le fait que celles-ci, en tant que principal élément à charge, s'opposent aux déclarations contradictoires de la personne accusée, ne doit pas nécessairement conduire à un acquittement (arrêt du Tribunal fédéral 6B_942/2017 du 5 mars 2018 consid. 2.1.2). 4.1.3. A teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Pour déterminer s'il y a lieu d'ordonner une expertise de crédibilité d'un enfant, il faut prendre en considération, selon les circonstances spécifiques du cas, un certain nombre d'éléments parmi lesquels le degré de compréhensibilité, de cohérence et de crédibilité des dépositions à examiner. Il faut également observer dans quelle mesure ses déclarations sont compatibles avec les autres éléments de preuve recueillis. L'âge de l'auteur de la déposition, son degré de développement et son état de santé psychique de même que la portée de ses déclarations eu égard à l'ensemble des preuves administrées entrent également en considération. (ATF 129 IV 179 consid. 2.4 p. 184 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_145/2019 du 28 août 2019 consid. 2.2.1 et les références citées ; 6B_1070/2017 du 20 avril 2018 consid.”
Dem erstinstanzlichen Gericht steht bei der Frage, ob ein Sachverständiger beizuziehen ist, ein Ermessensspielraum zu. Ein Eingreifen der übergeordneten Instanz ist nur bei Willkür zulässig.
“Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Es geht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus, wenn unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat bestehen (Art. 10 Abs. 3 StPO). Dem Sachgericht steht bei der Beweiswürdigung nach der Rechtsprechung ein erhebliches Ermessen zu (BGE 146 IV 297 E. 2.2.5; 144 IV 345 E. 2.2.1). Das Bundesgericht greift nur ein bei Willkür (Art. 97 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 9 BV). Staatsanwaltschaft und die Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Aufgabe des Gerichts. Eine aussagepsychologische Begutachtung drängt sich nur unter besonderen Umständen auf. Dies ist etwa der Fall, wenn bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen eines Kleinkindes zu beurteilen sind, bei ernsthaften Anzeichen geistiger Störungen, welche die Aussageehrlichkeit des Zeugen beeinträchtigen könnten, oder wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Zeuge unter dem Einfluss von Drittpersonen steht (BGE 129 IV 179 E. 2.4; 128 I 81 E. 2). Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles der Beizug eines Sachverständigen notwendig ist, ein Ermessensspielraum zu (Urteil 6B_1054/2023 vom 19. Februar 2024 E. 1.1.2 mit Hinweisen).”
“Art. 182 StPO bestimmt, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Sache des Gerichts (BGE 129 I 49 E. 4). Eine aussagepsychologische Begutachtung durch eine sachverständige Person drängt sich nur bei Vorliegen besonderer Umstände auf. Dies ist etwa der Fall, wenn bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen eines Kleinkinds zu beurteilen sind, bei ernsthaften Anzeichen geistiger Störungen, welche die Aussageehrlichkeit des Zeugen beeinträchtigen könnten, oder wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Zeuge unter dem Einfluss von Drittpersonen steht (BGE 129 IV 179 E. 2.4; 128 I 81 E. 2). Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles ein Sachverständiger beigezogen werden muss, ein Ermessensspielraum zu (Urteile 6B_522/2022 vom 26.”
“Art. 182 StPO bestimmt, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Aufgabe des Gerichts. Eine aussagepsychologische Begutachtung drängt sich nur unter besonderen Umständen auf. Dies ist etwa der Fall, wenn bruchstückhafte oder schwer interpretierbare Äusserungen eines Kleinkinds zu beurteilen sind, bei ernsthaften Anzeichen geistiger Störungen, welche die Aussageehrlichkeit beeinträchtigen könnten, oder wenn Anhaltspunkte für eine Einflussnahme durch Drittpersonen bestehen (BGE 129 IV 179 E. 2.4; 128 I 81 E. 2). Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls der Beizug einer sachverständigen Person notwendig ist, ein Ermessensspielraum zu (Urteil 6B_1009/2021 vom 17. Januar 2022 E. 2.1.3 mit Hinweis).”
Sind die Schlussfolgerungen eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat das Gericht ergänzende Beweiserhebungen zu veranlassen; unterbleiben gebotene Ergänzungen, kann dies in eine willkürliche Beweiswürdigung münden, was zu beanstandeten Entscheiden führt.
“2), de manière à ce que l'intéressé puisse se rendre compte de la portée de celle-ci et l'attaquer en connaissance de cause (ATF 143 IV 40 consid. 3.4.3 ; ATF 141 IV 249 consid. 1.3.1 ; ATF 139 IV 179 consid. 2.2). Il n'a toutefois pas l'obligation d'exposer et de discuter tous les faits, moyens de preuve et griefs invoqués par les parties, mais peut au contraire se limiter à l'examen de ceux qui lui paraissent pertinents et aux questions décisives pour l'issue du litige (ATF 147 IV 249 consid. 2.4 ; ATF 142 II 154 consid. 4.2 ; ATF 139 IV 179 consid. 2.2). La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1 ; TF 7B_450/2024 du 1er juillet 2024 consid. 2.2.1 et l'arrêt cité). L'autorité qui ne traite pas un grief relevant de sa compétence, motivé de façon suffisante et pertinent pour l'issue du litige, commet un déni de justice formel proscrit par l'art. 29 al. 1 Cst. (ATF 142 II 154 consid. 4.2 ; TF 7B_450/2024 du 1er juillet 2024 consid. 2.2.1 et l'arrêt cité). 3.2.2 Selon l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Selon la jurisprudence, le juge apprécie librement une expertise (art. 10 al. 2 CPP) et n'est, dans la règle, pas lié par les conclusions de l'expert. Toutefois, il ne peut s'en écarter que lorsque des circonstances ou des indices importants et bien établis en ébranlent sérieusement la crédibilité; il est alors tenu de motiver sa décision de ne pas suivre le rapport d'expertise (ATF 146 IV 114 consid. 2.1; ATF 142 IV 49 consid. 2.1.3 ; ATF 141 IV 369 consid. 6.1). Inversement, si les conclusions d'une expertise judiciaire apparaissent douteuses sur des points essentiels, le juge doit recueillir des preuves complémentaires pour tenter de dissiper ses doutes. À défaut, en se fondant sur une expertise non concluante, il pourrait commettre une appréciation arbitraire des preuves et violer l'art.”
“Die Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme setzt eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür voraus, dass sich durch eine solche Massnahme über die Dauer von fünf Jahren die Gefahr weiterer mit der psychischen Störung in Zusammenhang stehender Straftaten deutlich verringern bzw. eine tatsächliche Reduktion des Rückfallrisikos erreichen lässt. Eine lediglich vage, bloss theoretische Erfolgsaussicht genügt für die Anordnung einer therapeutischen Massnahme nicht. Nicht erforderlich ist hingegen eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass über einen Behandlungszeitraum von fünf Jahren ein Zustand erreicht wird, der es rechtfertigt, dem Betroffenen Gelegenheit für eine Bewährung in Freiheit zu geben (vgl. BGE 134 IV 315 E. 3.4.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3, 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5).”
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). Ob es die in einem Gutachten enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen der Experten folgen will oder ein Ergänzungsgutachten bzw. eine Oberexpertise einholen soll, ist eine Frage der Beweiswürdigung, die mit Beschwerde in Strafsachen wegen Verletzung des Willkürverbots aufgeworfen werden kann (BGE 141 IV 369 E. 6.1).”
Ein Konsilium bzw. dessen Bericht ist nicht automatisch ein Gutachten im Sinne von Art. 182 StPO, kann aber insbesondere hinsichtlich der Gesprächsmodalitäten einem engeren psychiatrischen Begutachtungssetting nahekommen. Eine Expertise ohne persönliche Untersuchung des Gutachtensobjekts ist nur ausnahmsweise zulässig (z. B. bei Verweigerung) und kommt insbesondere dann in Betracht, wenn bereits eine oder mehrere jüngere bzw. im Wesentlichen unveränderte frühere Expertisen vorliegen.
“Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Konsiliums bereits ein Gespräch mit zwei (externen bzw. nicht vertrauten) Fachpersonen geführt hatte (vgl. Urk. 19 S. 1 unten). Dieses dauerte eineinhalb Stunden und fand am 26. März 2024 im Polizei- und Justizzentrum Zürich statt (a.a.O.). Der daraufhin erstellte Bericht zum Konsilium stellt zwar kein eigentliches psychiatrisches Gut- achten im Sinne der Art. 182 StPO ff. dar. Das zur Anwendung gekommene Set- ting kann aber mit demjenigen bei der Durchführung einer psychiatrischen Begut- achtung im engeren Sinne verglichen werden und dürfte – gerade was die Ge- sprächsmodalitäten angeht – sehr ähnliche Züge aufgewiesen haben (a.a.O., S. 1 und 15). Offenbar hinterliess dieses Gespräch beim Beschwerdeführer persönlich aber keinen negativen Eindruck, indem er sich etwa falsch verstanden, unter Druck gesetzt oder unwohl gefühlt haben könnte, und dahingehende Hinweise können wie gezeigt vor allem auch nicht dem Bericht zum Konsilium selber ent- nommen werden.”
“________, qui est un spécialiste du domaine reconnu dans toute la Suisse, a refusé de répondre aux questions, considérant les entretiens comme indispensables ; le procureur n’aurait pas indiqué les raisons pour lesquelles il se serait écarté de l’appréciation de l’expert Q.________ ; les experts qui ont refusé de mettre en œuvre une expertise sur dossier ont précisément eu accès au dossier, de sorte que leur refus aurait une valeur d’autant plus prépondérante ; l’expert pressenti n’aurait jamais été interpellé sur la méthode scientifique qui soutiendrait une expertise sur dossier là où les experts désignés ayant eu accès au dossier l’ont exclu ; le dossier pénal ne comporterait pas d’ancienne expertise psychiatrique concernant le recourant, ni aucune autre pièce de nature médicale le concernant, de sorte qu’il ne serait pas possible de mettre en œuvre une telle expertise sans examen de l’expertisé. Au vu de ces éléments, il devrait être renoncé à une expertise sur dossier. 2.2 Selon l’art. 182 CPP, le Ministère public ou les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’expertise est une mesure d’instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées à des spécialistes, pour qu’ils informent le juge sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.2 et les références citées). Selon la jurisprudence, l’expert est libre de choisir les méthodes utilisées pour effectuer son rapport. Une expertise psychiatrique effectuée sans examen de l’expertisé lui-même n’est possible qu’à titre exceptionnel, notamment si l’intéressé refuse l’expertise. Plus précisément, les expertises fondées uniquement sur les pièces du dossier doivent rester l’exception et de telles exceptions sont possibles s’il existe déjà une ou plusieurs expertises sur l’auteur de date récente ou si les données ne se sont guère modifiées, soit que les symptômes soient toujours les mêmes.”
Soweit forensische Befunde voneinander abweichen (etwa hinsichtlich der Wundtiefe), kann Art. 182 StPO die Einholung eines zusätzlichen forensischen Gutachtens rechtfertigen, wenn die zuständigen Behörden über die erforderlichen besonderen Kenntnisse nicht verfügen.
“Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze Art. 182 StPO wie auch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, indem sie seinen Antrag auf ein Gutachten zu den vom Beschwerdegegner erlittenen Verletzungen abweise. Dem Austrittsbericht des Spitals könne nichts zur Tiefe der Stichwunde entnommen werden, während der Operationsbericht von einer Tiefe von 7 cm ausgehe.”
Art. 182 StPO berechtigt Staatsanwaltschaft und Gerichte, sachverständige Personen beizuziehen. Aufgrund des Verweises in Art. 180 Abs. 2 StPO gilt die Vorschrift grundsätzlich auch für die Privatklägerschaft. Kantone und Gerichte können sich in Ermangelung einer gerichtlichen Expertise auf private Gutachten stützen, sofern nicht ersichtlich ist, dass zur Klärung des Sachverhalts besondere (wissenschaftliche) Kenntnisse erforderlich wären.
“En lien avec cette prétendue contradiction, le recourant n'a d'ailleurs pas non plus remis en question les explications des juges cantonaux relatives à l'objet différent de l'adresse "IP" et de celle du "PUID" (arrêt attaqué consid. 4.3.2.1). Il n'indique pas non plus en quoi l'appréciation que les juges cantonaux ont fait du rapport " K.________ association of interest users " du 18 janvier 2022 qu'il mentionne serait insoutenable, ni en quoi ce rapport établirait le caractère erroné des deux rapports susmentionnés. En particulier, le recourant perd de vue que le rapport de Microsoft Corporation a été obtenu par le biais d'une commission rogatoire et que la cessation de l'activité de la boîte mail en question est attestée par d'autres biais, notamment par le rapport de F.________ et l'absence de traces du courriel du 18 octobre 2017 sur l'ordinateur de l'intimé en Grèce. Enfin, le Tribunal cantonal n'a pas négligé le caractère privé des expertises en cause et, contrairement à ce que soutient le recourant, il pouvait parfaitement se fonder sur celles-ci en l'absence d'une expertise judiciaire. À cet égard, le recourant n'établit pas que des connaissances scientifiques auraient fait défaut (cf. art. 182 CPP). Sur ce point, il perd de vue que lorsque le Tribunal cantonal indique qu'il " ne comprend pas comment les deux documents auraient pu contenir une signature identique ", celui-ci se réfère aux différentes allégations du recourant (cf. arrêt attaqué consid. 4.3.2.2 second par.) et non à une énigme scientifique que seul un expert aurait pu résoudre.”
“Gemäss Art. 164 Abs. 1 StPO werden das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse einer Zeugin oder eines Zeugen nur abgeklärt, soweit dies zur Prüfung ihrer Glaubwürdigkeit erforderlich ist. Die Verfahrensleitung kann eine ambulante Begutachtung anordnen, wenn sie Zweifel an der Urteilsfähigkeit hat oder wenn Anhaltspunkte für eine psychische Störung vorliegen, sofern die Bedeutung des Strafverfahrens und des Zeugnisses dies rechtfertigt (Art. 164 Abs. 2 StPO). Aufgrund des Verweises in Art. 180 Abs. 2 StPO gilt die genannte Bestimmung grundsätzlich auch für die Privatklägerschaft (BGer 1B_342/2016 vom 12. Dezember 2016 E. 2). Sodann bestimmt Art. 182 StPO, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (BGer 6B_1090/2018 vom 17. Januar 2019 E. 1.2).”
Gutachten, die bereits im Aktenbestand vorhanden sind, können weiterhin verwertet werden, sofern sie noch hinreichend aktuell sind. Massgeblich ist nicht allein das Alter des Gutachtens, sondern ob sich die zugrunde liegenden Verhältnisse seit dessen Erstellung wesentlich verändert haben.
“S’il ne faut pas s'attendre à ce que le pronostic s'améliore de manière significative d'ici au terme de l'exécution de la peine, la priorité peut être accordée à l'intérêt de la sécurité publique au vu de la probabilité de la commission de nouvelles infractions et de l'importance des biens juridiques menacés (TF 6B_420/2022 précité ; TF 6B_525/2021 précité). Il y a également lieu de rechercher si la libération conditionnelle, éventuellement assortie d'une assistance de probation et de règles de conduite, ne favoriserait pas mieux la resocialisation de l'auteur que l'exécution complète de la peine (ATF 124 IV 193 précité consid. 4d/aa et bb ; TF 6B_420/2022 précité ; TF 6B_525/2021 précité). Il faut pour cela que la libération conditionnelle offre des avantages permettant de trouver une solution durable au problème, ou désamorcer celui-ci, que l’exécution complète de la peine n’offrirait pas, et dont on se priverait en y procédant (ATF 124 IV 193 consid. 4d/bb in initio). 2.2.2 Selon l’art. 182 CPP, le ministère public ou les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’expertise est une mesure d’instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées à des spécialistes, pour qu’ils informent le juge sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.2 et les réf.). Selon la jurisprudence constante, le juge peut se fonder sur une expertise qui figure déjà au dossier si celle-ci est encore suffisamment actuelle. L'élément déterminant n'est pas le temps qui s'est écoulé depuis le moment où l'expertise a été établie, mais plutôt l'évolution qui s'est produite dans l'intervalle. Il est ainsi parfaitement concevable de se fonder sur une expertise relativement ancienne si la situation ne s'est pas modifiée entre-temps (ATF 134 IV 246 consid. 4.3 ; ATF 128 IV 241 consid.”
“80 LOJV [loi vaudoise d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). 1.2 Interjeté dans le délai légal auprès de l'autorité compétente, par une partie ayant qualité pour recourir (cf. art. 382 al. 1 CPP), le recours, qui satisfait en outre aux conditions de forme posées par l’art. 385 al. 1 CPP, est recevable. 2. 2.1 Le recourant se plaint d’une violation des art. 5 CEDH (Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales du 4 novembre 1950 ; RS 0.101) et 182 CPP en lien avec la prise en compte d’expertises obsolètes. 2.2 Aux termes de l'art. 5 par. 1 CEDH, toute personne a droit à la liberté et à la sûreté. Nul ne peut être privé de sa liberté, sauf dans les cas suivants et selon les voies légales, à savoir, notamment s'il est détenu régulièrement après condamnation par un tribunal compétent (let. a) ou s'il s'agit de la détention régulière d'une personne susceptible de propager une maladie contagieuse, d'un aliéné, d'un alcoolique, d'un toxicomane ou d'un vagabond (let. e). Selon l'art. 182 CPP, le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Selon la jurisprudence, le juge peut se fonder sur une expertise qui figure au dossier si celle-ci est encore suffisamment actuelle. L’élément déterminant pour trancher cette question n’est pas le temps qui s’est écoulé depuis le moment où l’expertise a été établie mais plutôt l’évolution qui s’est produite dans l’intervalle. Il est ainsi parfaitement concevable de se baser sur une expertise relativement ancienne à condition que les circonstances n’ait pas changé entre-temps (ATF 134 IV 246 consid. 4.3 ; 128 IV 241 consid. 3.4, TF 6B_7272020 du 8 avril 2020 consid. 2.1). 2.3 En l’espèce deux expertises très détaillées figurent au dossier, la première du 30 janvier 2014 du Dr Philippe Vuille et la seconde du 23 décembre 2014 du Dr Lutz-Peter Hiersemenzel, qui ont considéré que le risque de récidive était élevé et imminent.”
Ergibt die Gefährlichkeit konkreter Tatumstände nicht ohne fachliche Expertise, ist gemäss Art. 182 StPO ein Sachverständigenbeizug geboten, etwa zur medizinischen Beurteilung, ob ein einzelner Schlag oder bestimmte Umstände lebensgefährliche Verletzungen hätte zur Folge.
“Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag das Argument der Vorinstanz, wonach allgemein bekannt sei, dass "kräftige Schläge mit einem schweren Hammer" schwere bis lebensgefährliche Verletzungen zur Folge haben können. Diese Aussage mag inhaltlich zwar zutreffen. Weder handelte es sich beim Tatwerkzeug vorliegend jedoch um einen gewöhnlichen, schweren Hammer noch versetzte der Beschwerdeführer dem Geschädigten mehrere solcher Hammerschläge. Dem Beschwerdeführer wird in der Anklage ein einziger Schlag mit einem Hammer aus hartem Gummi gegen den Hinterkopf des Geschädigten vorgeworfen. Auch lässt sich die versuchte schwere Körperverletzung - was die Vorinstanz im Übrigen nicht behauptet - vorliegend nicht ohne weiteres mit dem Risiko von schweren Körperverletzungen durch einen unkontrollierten Sturz begründen, da der Schlag von hinten erfolgte, der Geschädigte gemäss der Vorinstanz im Zeitpunkt des Schlages von H.E.________ von hinten umklammert wurde und er zudem von weiteren Personen umgeben war. Die Vorinstanz stellt zudem nicht fest, das Opfer sei tatsächlich gestürzt. Insgesamt verstösst die Vorinstanz daher gegen Art. 182 StPO und das Willkürverbot, wenn sie im angefochtenen Entscheid ohne Beizug von Sachverständigen davon ausgeht, es sei lediglich dem Zufall zu verdanken, dass der Geschädigte keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitt.”
Amtliche Berichte (Art. 195 StPO) sind von Sachverständigengutachten (Art. 182 ff. StPO) zu unterscheiden. Sie können anstelle eines Gutachtens herangezogen werden, wenn für die Feststellung oder Beurteilung keine besonderen Fachkenntnisse oder nur in geringem Umfang solche erforderlich sind. Sind besondere Fachkenntnisse notwendig, ist hingegen ein Sachverständigengutachten zu veranlassen.
“Von Sachverständigengutachten im Sinne von Art. 182 ff. StPO zu unterscheiden sind amtliche Berichte im Sinne von Art. 195 Abs. 1 StPO. Nach dieser Bestimmung holen die Strafbehörden amtliche Berichte und Arztzeugnisse über Vorgänge ein, die im Strafverfahren bedeutsam sein können. Bei deren Erstellung müssen die besonderen Voraussetzungen gemäss Art. 182 ff. StPO grundsätzlich nicht eingehalten werden. Sie erfordern aber in der Regel keine besonderen Fachkenntnisse oder solche müssen zur Erstellung des Berichts oder Zeugnisses nur in geringem Umfang eingesetzt werden. Amtliche Berichte dürfen dann nicht eingeholt werden, wenn ein Gutachten notwendig wäre (Urteil 6B_235/2020 vom 1. Februar 2021 E. 2.5.2 mit Hinweisen). Dieser Unterschied reflektiert sich auch darin, dass Sachverständigengutachten nur von der Staatsanwaltschaft und den Gerichten (vgl. Art. 182 StPO), amtliche Berichte nach Art. 195 StPO dagegen von "den Strafbehörden" eingeholt werden können, wozu nach dem”
Gemäss Art. 182 StPO ist eine sachverständige Begutachtung nur anzuziehen, wenn die Strafbehörde nicht über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt. Nach Rechtsprechung und Lehre drängt sich ein Gutachten insbesondere dann auf, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Person wegen einer ernsthaften psychischen Störung, Sucht oder wegen Einfluss Dritter in Wahrnehmung, Erinnerung oder Aussagefähigkeit beeinträchtigt sein könnte. Die blosse Möglichkeit oder Vermutung einer psychischen Ursache genügt hingegen nicht.
“1 Der Berufungskläger begründet seinen Antrag auf Einholung eines Glaubhaftigkeitsgutachtens betreffend die Aussagen der Privatklägerin damit, dass sein Verteidiger in der Berufungsbegründung eine ausführliche inhaltsbasierte Aussageanalyse durchgeführt habe. Diese sei methodisch korrekt erfolgt und darüber hinaus auch stichhaltig, differenziert und unparteiisch. Komme das Gericht zu einer anderen Ansicht, gebe es zwei Auffassungen. Dieser Konflikt könne nur durch ein fachpsychologisches Gutachten gelöst werden (Akten S. 1311 f.). 4.7.2 4.7.2.1 Gemäss Art. 164 Abs. 1 StPO werden das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse einer Zeugin oder eines Zeugen nur abgeklärt, soweit dies zur Prüfung ihrer Glaubwürdigkeit erforderlich ist. Die Verfahrensleitung kann eine ambulante Begutachtung anordnen, wenn sie Zweifel an der Urteilsfähigkeit hat oder wenn Anhaltspunkte für eine psychische Störung vorliegen, sofern die Bedeutung des Strafverfahrens und des Zeugnisses dies rechtfertigt (Art. 164 Abs. 2 StPO). Aufgrund des Verweises in Art. 180 Abs. 2 StPO gilt die genannte Bestimmung grundsätzlich auch für die Privatklägerschaft (BGer 1B_342/2016 vom 12. Dezember 2016 E. 2). Sodann bestimmt Art. 182 StPO, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (BGer 6B_1090/2018 vom 17. Januar 2019 E. 1.2). 4.7.2.2 Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist Teil der Beweiswürdigung und gehört damit zum Aufgabenbereich des Gerichts. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts drängt sich eine Begutachtung durch eine sachverständige Person nur dann auf, wenn das Gericht aufgrund besonderer Umstände auf zusätzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist. Das ist namentlich dann der Fall, wenn Anzeichen dafür bestehen, die betreffende Person könnte wegen einer ernsthaften geistigen Störung oder Drogensucht in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabefähigkeit beeinträchtigt und zur wahrheitsgemässen Aussage nicht fähig oder nicht willens sein. Eine solche Beeinträchtigung kann auch vorliegen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Aussagende durch Drittpersonen beeinflusst wird.”
“Constituent de tels indices, une contradiction manifeste entre l'acte et la personnalité de l'auteur, le comportement aberrant du prévenu, un séjour antérieur dans un hôpital psychiatrique, une interdiction prononcée en vertu du code civil, une attestation médicale, l'alcoolisme chronique, la dépendance aux stupéfiants, la possibilité que la culpabilité ait été influencée par un état affectif particulier ou l'existence de signes d'une faiblesse d'esprit ou d'un retard mental (ATF 116 IV 273 consid. 4a p. 274; arrêt du Tribunal fédéral 6B_341/2010 du 20 juillet 2010 consid. 3.3.1). Inversement, il n'y a pas de raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur du simple fait que celui-ci a agi de manière irréfléchie, évolue dans un contexte familial difficile ou encore lorsque son comportement avant, pendant et après l'infraction démontre une connexion à la réalité, soit une capacité de s'adapter aux nouveaux impératifs de la situation, par exemple d'attendre ou même de se représenter mentalement une occasion de passer à l'acte. De manière plus générale, la simple possibilité, voire même la vraisemblance, que l'infraction perpétrée puisse avoir une origine psychique ne suffit pas à faire naître un doute sérieux (L. MOREILLON / A. MACALUSO / N. QUELOZ / N. DONGOIS (éds), Commentaire romand, Code pénal I, art. 1-110 CP, 2ème éd., Bâle 2021, n. 15 ad art. 20 et les références citées). 2.3. À teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise ne doit jamais porter sur une appréciation juridique des faits (ATF 118 Ia 144 consid. 1c p. 145). Constitue une question intrinsèquement juridique l'appréciation des preuves, notamment l'appréciation de la crédibilité d'un témoin ou d'un accusé adulte ne souffrant pas de troubles psychiques (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 2b ad art. 182). 2.4. En l'espèce, le Ministère public, à teneur de la décision déférée et de ses observations, a repris exactement les mêmes motifs qui l'avaient conduit à ordonner le premier mandat d'expertise, à savoir "l'état actuel des investigations" et la "nature spécifique" des actes retenus. Or, les développements de la Chambre de céans dans son précédent arrêt peuvent être transposés, mutatis mutandis, à la situation actuelle.”
Sachverständigengutachten haben sich gemäss Art. 182 StPO über die Notwendigkeit (Therapiebedürftigkeit) und über die Erfolgsaussichten einer Behandlung beziehungsweise der angeordneten Massnahme zu äussern.
“zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten begegnen. Eine stationäre therapeutische Massnahme ist namentlich aufzuheben, wenn ihre Durch- oder Fortführung aussichtslos erscheint (Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB). Das Scheitern einer Massnahme darf nicht leichthin angenommen werden. Vielmehr muss sich eine Massnahme als definitiv undurchführbar erweisen. Davon ist nur auszugehen, wenn die Massnahme nach der Lage der Dinge keinen Erfolg mehr verspricht (BGE 143 IV 445 E. 2.2; 141 IV 49 E. 2.3; Urteil 7B_309/2023 vom 30. November 2023 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich beim Entscheid über die Anordnung einer Massnahme nach den Art. 59-61, 63 oder 64 StGB sowie bei der Änderung der Sanktion nach Art. 65 StGB auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_1172/2020 vom 21 Dezember 2020 E. 1.3.3 mit Hinweisen).”
In dem zitierten Fall wurden Beweisanträge gestützt auf Art. 182 StPO von der Verfahrensleitung mit Präsidialverfügung abgewiesen.
“Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 37). 2. Der Beschuldigte reichte innert Frist seine Berufungserklärung ein (Urk. 45 und Urk. 41). Darin ficht er das Urteil vollumfänglich an und beantragt Freispruch, wobei Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Urteils wie folgt abzuändern sei: "Der Beschuldigte A._____ wird von der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB freigesprochen." Dispositivziffer 2 - 4 seien er- satzlos aufzuheben. Sodann sei dem Beschuldigten eine Genugtuung von Fr. 3'000.– zuzusprechen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. der Kosten der Verteidigung zu Lasten der Staatskasse. Die Staatsanwaltschaft ver- zichtete auf Anschlussberufung und die Stellung eines Antrags (Urk. 51). Demzu- folge ist davon Vormerk zu nehmen, dass das vorinstanzliche Urteil betreffend die Dispositivziffer 5 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft erwachsen ist. Im Weiteren stellte der Beschuldigte den Beweisantrag, es sei gemäss Art. 182 StPO ein verkehrstechnisches Gutachten durch einen Experten einzuholen. Schliesslich sei ein Augenschein der Unfallstelle und des Radwegs zur Unfallstel- le durchzuführen. Im Zusammenhang mit dem Antrag betreffend Gutachten schlug er dabei mehrere Fragen zur Behandlung vor (zum Ganzen Urk. 45 S. 2 f.). Mit Präsidialverfügung vom 22. Dezember 2021 wies die Verfahrenslei- tung die Beweisanträge des Beschuldigten ab (Urk. 56). Die Berufungsverhand- lung fand am 10. Mai 2022 statt in Anwesenheit des Beschuldigten und seines Verteidigers sowie dessen Substituten (Prot. II S. 4). Der Verteidiger stellte die gleichen Beweisanträge erneut anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 62 S. 2 f.). Auf die Beweisanträge ist im Rahmen der”
“Der Beschuldigte reichte innert Frist seine Berufungserklärung ein (Urk. 45 und Urk. 41). Darin ficht er das Urteil vollumfänglich an und beantragt Freispruch, wobei Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Urteils wie folgt abzuändern sei: "Der Beschuldigte A._____ wird von der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB freigesprochen." Dispositivziffer 2 - 4 seien er- satzlos aufzuheben. Sodann sei dem Beschuldigten eine Genugtuung von Fr. 3'000.– zuzusprechen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. der Kosten der Verteidigung zu Lasten der Staatskasse. Die Staatsanwaltschaft ver- zichtete auf Anschlussberufung und die Stellung eines Antrags (Urk. 51). Demzu- folge ist davon Vormerk zu nehmen, dass das vorinstanzliche Urteil betreffend die Dispositivziffer 5 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft erwachsen ist. Im Weiteren stellte der Beschuldigte den Beweisantrag, es sei gemäss Art. 182 StPO ein verkehrstechnisches Gutachten durch einen Experten einzuholen. Schliesslich sei ein Augenschein der Unfallstelle und des Radwegs zur Unfallstel- le durchzuführen. Im Zusammenhang mit dem Antrag betreffend Gutachten schlug er dabei mehrere Fragen zur Behandlung vor (zum Ganzen Urk. 45 S. 2 f.). Mit Präsidialverfügung vom 22. Dezember 2021 wies die Verfahrenslei- tung die Beweisanträge des Beschuldigten ab (Urk. 56). Die Berufungsverhand- lung fand am 10. Mai 2022 statt in Anwesenheit des Beschuldigten und seines Verteidigers sowie dessen Substituten (Prot. II S. 4). Der Verteidiger stellte die gleichen Beweisanträge erneut anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 62 S. 2 f.). Auf die Beweisanträge ist im Rahmen der Sachverhaltserstellung einzugehen. - 5 - II. Sachverhalt”
Vorab- oder Kurzgutachten (z. B. Vorabberichte, Kurz- oder Partialgutachten) sind im Haftverfahren wegen ihres meist zeitlich und sachlich beschränkten Umfangs besonders vorsichtig und zurückhaltend zu würdigen. Das Haftgericht nimmt an solchen Gutachten nur eine summarische Überprüfung vor und darf einen Haftentscheid nicht allein oder abschliessend auf eine solche Vorabstellungnahme stützen, ohne die betreffende ungünstige Prognose gegen die übrige Beweislage bzw. ein noch ausstehendes Gesamtgutachten abzuwägen.
“Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonstwie an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 141 IV 369 E. 6.1 mit Hinweis). Dies gilt grundsätzlich auch für die vorab zu einem psychiatrischen Hauptgutachten in Auftrag gegebenen Expertisen (wie Vorabberichte, Kurz-, Fokal- oder Partialgutachten). Solche summarischen Vorabstellungnahmen im Haftverfahren enthalten aus zeitlichen und sachlichen Gründen regelmässig keine vertiefte Analyse der zu begutachtenden Person mit umfassender Auswertung der Akten, Exploration und weiteren Erhebungen (siehe T HIERRY URWYLER, in: Handbuch Strafrecht, Psychiatrie, Psychologie, 2022, S. 267 Rz. 624). Sie sind deshalb besonders vorsichtig und zurückhaltend zu würdigen (siehe MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, 3. Auflage 2023, N. 23b zu Art. 182 StPO; T HIERRY URWYLER, a.a.O., S. 266 Rz. 622 und S. 267 Rz. 624). Sofern das Gesamtgutachten noch nicht vorliegt, müssen die Haftgerichte folglich eine durch die sachverständige Person umschriebene ungünstige Rückfallprognose für ein gleichartiges, schweres Verbrechen der gesamten Beweislage gegenüberstellen. Hierbei sind insbesondere die Aussagen der beschuldigten Person, allfälliger Auskunftspersonen und Zeugen sowie gegebenenfalls weitere Indizien in die Beweiswürdigung miteinzubeziehen. Der Haftrichter hat jedoch im Rahmen des Haftprüfungsverfahrens weder eine umfassende und abschliessende Würdigung der psychiatrischen Begutachtung vorzunehmen noch dem Sachrichter diesbezüglich vorzugreifen (Urteil 7B_49/2024 vom 2. Februar 2024 E. 3.3). Die Überprüfung durch das Haftgericht ist lediglich summarischer Natur (Urteile 7B_53/2024 vom 7. Februar 2024 E. 7.2.2; 7B_1022/2023 vom 11. Januar 2024 E. 4.3). Würdigt dabei das Gericht einzelne belastende Indizien offensichtlich unrichtig oder lässt es entlastende Umstände willkürlich ausser Acht, führt dies nicht zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Urteils durch das Bundesgericht.”
Bei Todesfällen mit Anzeichen für einen unnatürlichen Tod ist gemäss Praxis ein zeitiger Beizug einer sachverständigen Ärztin oder eines sachverständigen Arztes bzw. einer rechtsmedizinischen Institution vorzunehmen. Soweit der Verdacht auf einen medizinischen Behandlungsfehler besteht, erfordern Feststellung und Beurteilung des Sachverhalts besondere medizinische Kenntnisse, weshalb der Beizug sachverständiger Personen nach Art. 182 StPO erforderlich ist. In besonders komplexen, technisch-medizinischen Fällen halten die Gerichte den Einsatz eines unabhängigen forensischen bzw. fachärztlichen Gutachtens für erforderlich.
“Bestehen bei einem Todesfall Anzeichen für einen unnatürlichen Tod, insbesondere für eine Straftat, so ordnet die Staatsanwaltschaft zur Klärung der Todesart eine Legalinspektion durch eine sachverständige Ärztin oder einen sachverständigen Arzt an (Art. 253 Abs. 1 StPO). Bestehen nach der Legalinspektion Hinweise auf eine Straftat, so ordnet die Staatsanwaltschaft die Sicherstellung der Leiche und weitere Untersuchungen durch eine rechtsmedizinische Institution, nötigenfalls die Obduktion an (Art. 253 Abs. 3 StPO). In der Untersuchung klärt die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt tatsächlich und rechtlich so weit ab, dass sie das Vorverfahren abschliessen kann (Art. 308 Abs. 1 StPO). Sie zieht eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Feststellung oder Beurteilung des relevanten Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Die Anordnung und Erstellung von Gutachten richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 183 StPO bis Art. 189 StPO.”
“Da im vorliegenden Fall angesichts des Todes von †D. im Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff der Tatbestand der fahrlässigen Tötung gemäss Art. 117 StGB, begangen durch einen medizinischen Behandlungsfehler, im Raum steht (so auch die Staatsanwaltschaft in ihrem Bericht vom 26. März 2021, act. 33 f., und in ihrer Einstellungsverfügung vom 15. Dezember 2022), sind zur Feststellung und Beurteilung des Sachverhalts besondere medizinische Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich, über welche die Staatsanwaltschaft und die Gerichte in der Regel nicht verfügen, weshalb i.S.v. Art. 182 StPO der Beizug von sachverständigen Personen erforderlich ist.”
“Si ce document ne constitue pas une expertise judiciaire et ne saurait dès lors avoir d’autre valeur qu’une pièce de partie, on ne saurait toutefois faire fi des éléments qui y sont mis en exergue et qui ressortent en tout état de cause du dossier judiciaire, en particulier du dossier de la patiente (P. 13). Il demeure également des questionnements quant au rôle qu’ont pu jouer les changements de médication dans la survenance de l’événement ainsi que la Fluoxétine ingérée quelques dizaines de jours auparavant, les médecins légistes ayant relevé que les concentrations de cette substance mesurées dans le muscle squelettique se situaient au-dessus des concentrations sanguines thérapeutiques, dans la fourchette des concentrations sanguines toxiques. En définitive, on ne saurait se contenter, dans une cause aussi complexe et technique, de la seule évaluation des médecins qui sont eux-mêmes mis en cause dans le cadre de la procédure pénale. Il est donc indispensable qu’un expert disposant des connaissances et compétences nécessaires dans le domaine concerné (cf. art. 182 CPP) soit mis en œuvre afin de déterminer si la défunte a fait l’objet de mesures de surveillance appropriées à son état. Ce n’est qu’en possession de cette expertise que l’on pourra déterminer si les règles de l’art médical ont été violées. 3.4 3.4.1 Le recourant se plaint encore du rejet de ses réquisitions tendant à son audition en qualité de partie plaignante et à celle du Dr Q.________. 3.4.2 Le ministère public peut écarter une réquisition de preuves si celle-ci porte sur des faits non pertinents, notoires, connus de l'autorité pénale ou déjà suffisamment prouvés en droit (art. 318 al. 2 CPP). Ces motifs correspondent à ceux pour lesquels le ministère public peut, de manière générale, renoncer à administrer une preuve (art. 139 al. 2 CPP). Le législateur a ainsi consacré le droit des autorités pénales de procéder à une appréciation anticipée des preuves. Le magistrat peut renoncer à l’administration de certaines preuves notamment lorsque les faits dont les parties veulent rapporter l’authenticité ne sont pas importants pour la solution du litige ou s’il parvient sans arbitraire à la constatation, sur la base des éléments déjà recueillis, que l’administration de la preuve sollicitée ne peut plus modifier sa conviction.”
Die Beurteilung der Glaubwürdigkeit gehört in erster Linie zur freien Beweiswürdigung des Tatgerichts. Eine psychiatrisch/psychologisch‑aussagepsychologische Expertise ist nicht automatisch anzuordnen; ein Gutachten der Glaubhaftigkeit soll nur bei Vorliegen konkreter, besonderer Umstände in Betracht gezogen werden. Der Richter darf nicht allein wegen bestrittener oder nur geringfügig widersprüchlicher Aussagen ohne weitere Begründung eine solche Expertise verlangen.
“Ainsi, la juridiction de recours administre, d’office ou à la demande d’une partie, les preuves complémentaires nécessaires au traitement du recours. Conformément à l’art. 139 al. 2 CPP, il n’y a pas lieu d’administrer des preuves sur des faits non pertinents, notoires, connus de l’autorité ou déjà suffisamment prouvés. Cette disposition codifie, pour la procédure pénale, la règle jurisprudentielle déduite de l’art. 29 al. 2 Cst. en matière d’appréciation anticipée des preuves (TF 6B_1080/2021 du 8 décembre 2021 consid. 2.1 et les références citées). Le magistrat peut ainsi refuser des preuves nouvelles, lorsqu’une administration anticipée de ces preuves démontre qu’elles ne seront pas de nature à modifier le résultat de celles déjà administrées (ATF 136 I 229 consid. 5.3). Le refus d’instruire ne viole le droit d’être entendu des parties et l’art. 389 al. 3 CPP que si l’appréciation anticipée effectuée est entachée d’arbitraire (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; ATF 141 I 60 consid. 3.3 et les références citées, JdT 2015 I 115). Aux termes de l’art. 182 CPP, le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Conformément au principe de la libre appréciation des preuves, l’appréciation de la crédibilité des divers moyens de preuve relève en premier lieu de la compétence du juge du fait et aucun moyen de preuve ne s’impose à lui. Le magistrat ne saurait se soustraire à son devoir de libre appréciation en exigeant, sans nuance et quasi automatiquement, qu’une expertise de crédibilité soit ordonnée dès que des déclarations sont contestées, contiennent quelques imprécisions ou des contradictions mineures ou manquent de clarté sur des points secondaires (TF 6B_123/2020 du 26 novembre 2020 consid. 3.1 ; TF 6B_1070/2017 du 20 avril 2018 consid. 2.1 ; TF 6B_506/2016 du 22 juin 2017 consid. 1.4.1). Le juge ne doit ainsi recourir à une expertise de crédibilité qu’en présence de circonstances particulières (ATF 128 I 81 consid.”
“Conformément à l’art. 139 al. 2 CPP, il n’y a pas lieu d’administrer des preuves sur des faits non pertinents, notoires, connus de l’autorité ou déjà suffisamment prouvés. Cette disposition codifie, pour la procédure pénale, la règle jurisprudentielle déduite de l’art. 29 al. 2 Cst. en matière d’appréciation anticipée des preuves (TF 6B_1080/2021 du 8 décembre 2021 consid. 2.1 et les réf. citées). Le magistrat peut ainsi refuser des preuves nouvelles, lorsqu’une administration anticipée de ces preuves démontre qu’elles ne seront pas de nature à modifier le résultat de celles déjà administrées (ATF 136 I 229 consid. 5.3). Le refus d’instruire ne viole le droit d’être entendu des parties et l’art. 389 al. 3 CPP que si l’appréciation anticipée effectuée est entachée d’arbitraire (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; ATF 141 I 60 consid. 3.3 et les réf. citées, JdT 2015 I 115 ; TF 6B_1331/2020 du 18 janvier 2021 consid. 1.1 ; TF 6B_818/2020 du 18 janvier 2021 consid. 2.1). 3.2.2 Aux termes de l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Conformément au principe de la libre appréciation des preuves, l’appréciation de la crédibilité des divers moyens de preuve relève en premier lieu de la compétence du juge du fait et aucun moyen de preuve ne s’impose à lui. Le magistrat ne saurait se soustraire à son devoir de libre appréciation en exigeant, sans nuance et quasi automatiquement, qu’une expertise de crédibilité soit ordonnée dès que des déclarations sont contestées, contiennent quelques imprécisions ou des contradictions mineures ou manquent de clarté sur des points secondaires (TF 6B_123/2020 du 26 novembre 2020 consid. 3.1 ; TF 6B_1070/2017 du 20 avril 2018 consid. 2.1 ; TF 6B_506/2016 du 22 juin 2017 consid. 1.4.1). Le juge ne doit ainsi recourir à une expertise de crédibilité qu’en présence de circonstances particulières (ATF 128 I 81 consid.”
“a), pour constatation incomplète ou erronée des faits (let. b) et pour inopportunité (let. c) (al. 3). La voie de l’appel doit permettre un nouvel examen au fond par la juridiction d’appel, laquelle ne peut se borner à rechercher les erreurs du juge précédent et à critiquer le jugement de ce dernier, mais doit tenir ses propres débats et prendre sa décision sous sa responsabilité et selon sa libre conviction, qui doit reposer sur le dossier et sa propre administration des preuves. L’appel tend à la répétition de l’examen des faits et au prononcé d’un nouveau jugement (TF 6B_482/2022, 6B_487/2022, 6B_494/2022 du 4 mai 2022 consid. 4.2 ; TF 6B_238/2020 du 14 décembre 2020 consid. 3.2). 3. 3.1 Invoquant une violation du droit d’être entendu et de l’art. 182 CPP, l’appelant se plaint du refus de l’autorité précédente d’ordonner une expertise de crédibilité de la plaignante, au vu des troubles mentaux dont elle souffrirait. Selon lui, il ne pourrait être exclu que ces troubles aient affecté les déclarations de l’intimée. 3.2 Aux termes de l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Conformément au principe de la libre appréciation des preuves, l'appréciation de la crédibilité des divers moyens de preuve relève en premier lieu de la compétence du juge du fait et aucun moyen de preuve ne s'impose à lui. Le magistrat ne saurait se soustraire à son devoir de libre appréciation en exigeant, sans nuance et quasi automatiquement, qu'une expertise de crédibilité soit ordonnée dès que des déclarations sont contestées, contiennent quelques imprécisions ou des contradictions mineures ou manquent de clarté sur des points secondaires (TF 6B_123/2020 du 26 novembre 2020 consid. 3.1 ; TF 6B_1070/2017 du 20 avril 2018 consid. 2.1 ; TF 6B_506/2016 du 22 juin 2017 consid. 1.4.1). Le juge ne doit ainsi recourir à une expertise de crédibilité qu'en présence de circonstances particulières (ATF 128 I 81 consid.”
“Le juge doit, dans l'évaluation globale de l'ensemble des éléments probatoires rassemblés au dossier, les apprécier librement (arrêts du Tribunal fédéral 6B_942/2017 du 5 mars 2018 consid. 2.1.2 ; 6B_614/2012 du 15 février 2013 consid. 3.2.5), sous réserve des cas particuliers où une expertise de la crédibilité des déclarations de la victime s'impose (ATF 129 IV 179 consid. 2.4 p. 184 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1306/2017 du 17 mai 2018 consid. 2.1.1). Les déclarations successives d'un même témoin ne doivent pas nécessairement être écartées du seul fait qu'elles sont contradictoires ; il appartient au juge de retenir, sans arbitraire, la version qui lui paraît la plus convaincante et de motiver les raisons de son choix (arrêts du Tribunal fédéral 6B_28/2013 du 13 juin 2013 consid. 1.2 ; 6B_429/2008 du 7 novembre 2008 consid. 4.2.3). Dans le cadre du principe de libre appréciation des preuves, rien ne s'oppose non plus à ne retenir qu'une partie des déclarations d'un témoin globalement crédible (ATF 120 Ia 31 consid. 3 spéc. p. 39). 2.4. À teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Conformément au principe de la libre appréciation des preuves, l'appréciation de la crédibilité des divers moyens de preuve relève en premier lieu de la compétence du juge du fait et aucun moyen de preuve ne s'impose à lui. Le magistrat ne saurait se soustraire à son devoir de libre appréciation en exigeant, sans nuance et quasi automatiquement, qu'une expertise de crédibilité soit ordonnée dès que des déclarations sont contestées, contiennent quelques imprécisions ou des contradictions mineures ou manquent de clarté sur des points secondaires (arrêts du Tribunal fédéral 6B_506/2016 du 22 juin 2017 consid. 1.4.1 ; 1B_36/2010 du 19 avril 2010 consid. 3.1). Le juge ne doit ainsi recourir à une expertise de crédibilité qu'en présence de circonstances particulières (ATF 128 I 81 consid. 2 p. 86 et les références ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_58/2017 du 21 août 2017 consid.”
Private Gutachten begründen keine automatische Verpflichtung der Behörde, eine amtliche (gerichtliche) Expertise anzuordnen. Sie unterliegen der freien Beweiswürdigung; die Verfahrensleitung hat zu prüfen, ob ein privates Gutachten auf wichtige Streitpunkte geeignet ist, Zweifel an der vom Sachverständigen der Behörde vertretenen Auffassung zu wecken oder die Durchführung einer amtlichen Expertise zu rechtfertigen. Die Verfahrensleitung handelt nicht willkürlich, wenn sie unvollständigen oder parteiischen privaten Gutachten nicht folgt.
“Or, de jurisprudence constante, les résultats d'une expertise privée, réalisée sur mandat du prévenu, sont soumis à la libre appréciation des preuves et considérés comme de simples allégués de parties (cf. ATF 142 II 355 consid. 6; 141 IV 369 consid. 6.2; arrêt 6B_1271/2021 du 12 septembre 2022 consid. 1.3). Même si elle est établie par un spécialiste, l'expertise privée ne peut pas être assimilée à une expertise judiciaire et ne bénéficie pas de la même valeur probante (ATF 141 IV 369 consid. 6.2). Le juge n'en est pas moins tenu d'examiner si elle est propre à mettre en doute, sur les points litigieux importants, l'opinion et les conclusions de l'expert mandaté par l'autorité, ou si elle justifie la mise en oeuvre d'une expertise judiciaire (le cas échéant complémentaire) sur ces mêmes points (ATF 141 IV 369 consid. 6.2; arrêt 6B_986/2015 du 23 août 2016 consid. 3.5.3). La direction de la procédure agit sans arbitraire si elle ne donne pas suite à une expertise privée lacunaire ou partiale (arrêt 6B_715/2011 du 12 juillet 2012 consid. 4.3.1; JOËLLE VUILLE, in Commentaire romand, Code de procédure pénale, 2e éd., 2019, n° 20 ad art. 182 CPP).”
Sachverständige müssen im betreffenden Bereich über die erforderlichen besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen; verlangt werden fachliche Kompetenz, vertiefte Fachkenntnisse, einschlägige Erfahrung und Integrität. Bei medizinischen Fragestellungen ist grundsätzlich ein Praktiker der einschlägigen Fachrichtung heranzuziehen. Ein behandelnder Arzt ist nicht automatisch als Sachverständiger im Sinne von Art. 182 StPO zu qualifizieren.
“Il fait valoir que le rapport d’autopsie médico-légale du 29 avril 2022 établissait déjà que W.________ était décédée d’une intoxication aiguë mixte à l’oxycodone et à la mirtazapine, de sorte qu’à ce stade de l’enquête, seul le suivi postopératoire, en particulier le traitement antalgique, devait être investigué. Il ajoute qu’il ressortirait de manière claire du dossier médical séquestré que c'était lui qui avait prescrit l’oxycodone. Ainsi, selon le recourant, le Ministère public soupçonnait déjà au moment de la mise en œuvre de l’expertise litigieuse une éventuelle violation des règles de l’art en lien avec la prescription médicamenteuse, de sorte qu’il aurait dû l’associer à cette mesure d’instruction. Invoquant les art. 141 al. 2 et 147 al. 4 CPP, le recourant soutient que la violation de l’art. 184 al. 3 CPP entraînerait l’inexploitabilité de l’expertise litigieuse. 2.2 2.2.1 Le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). Seule peut être désignée comme expert une personne physique qui, dans le domaine concerné, possède les connaissances et les compétences nécessaires (art. 183 al. 1 CPP). Même si le système du choix de l'expert choisi par le code est souple, il n'en reste pas moins qu'il doit être compétent dans le domaine concerné, disposer de connaissances professionnelles et d'une expérience pointues, tout comme il doit présenter une grande intégrité (Vuille, in : Jeanneret/Kuhn/Perrier Depeursinge [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019., n. 2 ad art. 183 CPP ; Heer, in : Niggli/Heer/Wiprächtiger [éd.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3e éd., Bâle 2023, n. 4 ad art. 183 CPP). La direction de la procédure désigne l’expert (art. 184 al. 1 CPP), en établissant un mandat écrit qui contient notamment une définition précise des questions à élucider (art. 184 al. 2 let. c CPP). L’art. 184 al. 3 CPP garantit le droit des parties d’être consultées sur le choix de l’expert, ainsi que sur les questions d’expertise, et de faire leurs propres propositions.”
“Par ailleurs, l'état de la science médicale confère souvent une latitude de jugement au médecin, tant en ce qui concerne le diagnostic que les mesures thérapeutiques ou autres, ce qui permet de faire un choix parmi les différentes possibilités qui entrent en considération. Le médecin ne viole son devoir de diligence que lorsqu'il pose un diagnostic ou choisit une thérapie ou une autre méthode qui, selon l'état général des connaissances professionnelles, n'apparaît plus défendable et ne satisfait ainsi pas aux exigences objectives de l'art médical (ATF 134 IV 175 consid. 3.2 ; ATF 130 IV 7 consid. 3.3). Savoir si le médecin a violé son devoir de diligence est une question de droit ; dire s'il existe une règle professionnelle communément admise, quel était l'état du patient et comment l'acte médical s'est déroulé relève du fait (ATF 133 III 121 consid. 3.1). 5.3.3 Le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). Seule peut être désignée comme expert une personne physique qui, dans le domaine concerné, possède les connaissances et les compétences nécessaires (art. 183 al. 1 CPP). Même si le système du choix de l'expert choisi par le code est souple, il n'en reste pas moins qu'il doit être compétent dans le domaine concerné, disposer de connaissances professionnelles et d'une expérience pointues, tout comme il doit présenter une grande intégrité (Vuille, in : Jeanneret/Kuhn/Perrier Depeursinge [éd.], op. cit., n. 2 ad art. 183 CPP ; Heer, in : Niggli/Heer/Wiprächtiger [éd.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3e éd., Bâle 2023, n. 4 ad art. 183 CPP). De par la nature même de l’institution, une expertise n’a de sens que si elle est confiée à une personne qui dispose de toutes les connaissances spéciales, scientifiques ou techniques nécessaires pour répondre aux questions qui lui sont posées. Cela signifie en principe que, dans le domaine médical, on désignera un praticien de la spécialité concernée.”
“________ est recevable à tout le moins dans la mesure où il porte sur le choix des experts désignés. La question de savoir s’il l’est également s’agissant des pièces remises aux experts peut demeurer ouverte dès lors que, comme on le verra ci-après (cf. consid. 3 infra), les griefs y relatifs doivent de toute manière être rejetés. 2. 2.1 Le recourant conteste tout d’abord le choix des experts. Il fait valoir qu’au vu des instructions du Tribunal correctionnel, ces derniers auraient dû être des experts du domaine antalgique et qu’en l’occurrence, aucun des médecins désignés ne serait un spécialiste dans ce domaine. Il soutient qu’au moins un spécialiste en pharmacologie aurait dû être retenu comme expert et renouvelle sa proposition tendant à ce que le Prof. V.________, spécialiste du développement clinique et du suivi thérapeutique des médicaments, soit nommé. 2.2 Le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). Seule peut être désignée comme expert une personne physique qui, dans le domaine concerné, possède les connaissances et les compétences nécessaires (art. 183 al. 1 CPP). La direction de la procédure désigne l’expert (art. 184 al. 1 CPP), en établissant un mandat écrit qui contient notamment une définition précise des questions à élucider (art. 184 al. 2 let. c CPP). L’art. 184 al. 3 CPP garantit le droit des parties d’être consultées sur le choix de l’expert, ainsi que sur les questions d’expertise, et de faire leurs propres propositions. Ce droit, qui relève du droit d’être entendu, porte également sur les questions soumises à l’expert (Donatsch, in : Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [éd.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3e éd., Zurich/Bâle/Genève 2020, n. 36 ad art. 184 CPP ; Vuille, in : Jeanneret/Kuhn/Perrier Depeursinge [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, nn. 9 et 16 ad art. 184 CPP). Même si le système du choix de l'expert choisi par le code est souple, il n'en reste pas moins qu'il doit être compétent dans le domaine concerné, disposer de connaissances professionnelles et d'une expérience pointues, tout comme il doit présenter une grande intégrité (Vuille, op.”
“Die Kritik des Beschwerdeführer ist begründet. Die vorinstanzliche Würdigung beruht auf der Annahme, es sei lediglich dem Zufall zu verdanken, dass der Geschädigte durch den Hammerschlag tatsächlich keine lebensgefährlichen Verletzungen wie einen Schädelbruch oder Hirnblutungen erlitt. Die Vorinstanz stellt, was die Schlagkraft des streitgegenständlichen Hammers anbelangt, auf die Aussagen des Zeugen I.________ ab, der indes nicht als Sachverständiger im Sinne von Art. 182 StPO beigezogen wurde. Sodann zieht sie den Bericht des Instituts für Notfallmedizin des Universitätsspitals Zürich vom 28. Juni 2017 heran (angefochtenes Urteil E. 6 S. 37). Dass das Ausbleiben von lebensgefährlichen Hirnblutungen oder eines Schädelbruchs vorliegend nur einem "glücklichen Zufall" zuzuschreiben ist, ergibt sich daraus nicht. Der Bericht hält vielmehr lediglich fest, eine Verletzung von lebenswichtigen Strukturen sei bei den vorliegenden Verletzungen nicht sicher zu erwarten, aber möglich gewesen (kant. Akten D1/06/05, Bericht, a.a.O., Ziff. 2). Die Frage, ob eine unmittelbare Lebensgefahr mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten gewesen wäre, wenn keine ärztliche Versorgung stattgefunden hätte, wird im Bericht verneint (Bericht, a.a.O., Ziff. 5). Abgesehen davon handelt es sich auch beim Verfasser des Berichts nicht um einen Gutachter im Sinne von Art. 182 StPO, sondern um den behandelnden Arzt des Geschädigten. Auch bleibt unklar, ob der Bericht, welcher auf die Angaben des Geschädigten abstellt (vgl.”
Bestehen ernsthafte (auf objektiven Anhaltspunkten beruhende) Zweifel an der Schuldfähigkeit, sind die Untersuchungs‑ und die Urteilsbehörde verpflichtet, eine psychiatrisch‑psychologische Begutachtung anzuordnen. Nach der Lehre und Rechtsprechung geht Art. 20 StGB den allgemeinen Bestimmungen zum Beizug von Sachverständigen (Art. 182 ff. StPO) als lex specialis vor und begründet insoweit die Pflicht zur Begutachtung; das Gutachten stellt in diesem Zusammenhang das nach der genannten Auffassung gebotene Beweismittel zur Feststellung ausgeschlossener oder eingeschränkter Schuldfähigkeit dar.
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen einen oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Art. 20 des Strafgesetzbuchs (StGB, SR 311.0) sieht vor, dass die Untersuchungsbehörde oder das Gericht bei ernsthaftem Anlass zu Zweifeln an der Schuldfähigkeit des Täters die Begutachtung durch einen Sachverständigen anordnet. Damit trifft nach Art. 20 StGB die Untersuchungs- und die urteilende Behörde die Pflicht, eine Begutachtung des Beschuldigten anzuordnen, wenn ernsthafter Anlass besteht, an dessen Schuldfähigkeit zu zweifeln (Bommer, in: Basler Kommentar, 4. Auflage, 2019, Art. 20 StGB N 2). Art. 20 StGB geht damit den in Art. 182 ff. StPO geregelten allgemeinen Voraussetzungen für den Beizug eines Sachverständigen als lex specialis vor (BGE 140 IV 49, 51 E. 2.2), indem bei ernsthaften Zweifeln an der Schuldfähigkeit des Beschuldigten von Gesetzes wegen und unwiderleglich die Vermutung statuiert wird, dass Staatsanwaltschaft und Gericht «nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines [solchen] Sachverhalts» notwendig sind (vgl.”
“Art. 20 StGB sieht vor, dass die Untersuchungsbehörde oder das Gericht bei ernsthaftem Anlass zu Zweifeln an der Schuldfähigkeit des Täters die Begutachtung durch einen Sachverständigen anordnet. Damit trifft nach Art. 20 StGB die Untersuchungs- und die urteilende Behörde die Pflicht, eine Begutachtung des Beschuldigten anzuordnen, wenn ernsthafter Anlass besteht, an dessen Schuldfähigkeit zu zweifeln (Bommer, in: Basler Kommentar, 4. Auflage, Basel 2019, Art. 20 StGB N 2). Art. 20 StGB geht damit den in Art. 182 ff. StPO geregelten allgemeinen Voraussetzungen für den Beizug eines Sachverständigen als lex specialis vor (BGE 140 IV 49, 51 E. 2.2), indem bei ernsthaften Zweifeln an der Schuldfähigkeit des Beschuldigten von Gesetzes wegen und unwiderleglich die Vermutung statuiert wird, dass Staatsanwaltschaft und Gericht «nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines [solchen] Sachverhalts» notwendig sind (vgl. Art. 182 StPO; Bommer, a.a.O., Art. 20 StGB N 2). Mit anderen Worten stellt gemäss Art. 20 StGB das Sachverständigengutachten das einzige rechtlich zulässige Beweismittel im Sinne von Art. 139 Abs. 1 StPO zum Nachweis ausgeschlossener oder eingeschränkter Schuldfähigkeit dar (Bommer, a.a.O., Art. 20 StGB N 8). Auslöser der Begutachtungspflicht sind nur Zweifel aus «ernsthaftem Anlass», d. h. solche, die sich auf objektive Anhaltspunkte stützen. Liegt aber ein solcher ernsthafter Anlass zu Zweifeln an der Schuldfähigkeit vor, so muss stets eine Begutachtung durchgeführt werden (Bommer, a.a.O., Art. 20 StGB N 7 f.; Trechsel/Fateh-Moghadam, in: Praxiskommentar StGB, Zürich/St. Gallen 2021, Art. 20 N 2). Anlass zu Zweifeln geben können einerseits in der Tat liegende Umstände, etwa auffällige Begleiterscheinungen, aber auch vor der Tat liegende Umstände, etwa aus den Lebensumständen oder der Vorgeschichte der beschuldigten Person (Bommer, a.a.O., Art. 20 StGB N 11 ff.; vgl. Kasuistik bei Trechsel/Fateh-Moghadam, a.”
“Le recourant reproche au Ministère public d'avoir décerné un mandat d'expertise psychiatrique à son encontre et se plaint, dans ce cadre, d'une violation de l'art. 182 CPP cum art. 20 et 56 al. 3 CP. 2.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. L'art. 182 CPP prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise judiciaire se définit comme une mesure d'instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées par le juge à un ou plusieurs spécialistes pour qu'il l'informe sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE [éds], Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 1 ad art. 182 CPP). L'expert apporte donc son aide à l'autorité en constatant et appréciant l'état de fait grâce à ses connaissances particulières, en aidant l'autorité à tirer les conclusions techniques des constatations qu'elle aura elle-même faites et en éclairant l'autorité sur les principes généraux relevant de son domaine de compétence (op. cit., n. 4 ad art. 182). Dans certains cas, la loi prescrit le recours à un expert, par exemple lorsque le juge éprouve un doute sur la responsabilité du prévenu (art. 20 CP) ou en cas de prononcé d'une mesure au sens de l'art. 56 al. 3 CP (op. cit., n. 22 ad art. 182), étant précisé que chacune de ces dispositions fonde une obligation indépendante de mettre en œuvre une expertise (cf. S. TRECHSEL / M. PIETH [éds], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4e éd., Zurich 2021, n. 3 ad art. 20). 2.2. L'art. 20 CP dispose que l'autorité d'instruction ou le juge ordonne une expertise s'il existe une raison sérieuse de douter de la responsabilité de l'auteur.”
Bei Zweifeln darüber, ob eine konkrete Zustandslage (z. B. Somnolenz am Nachmittag in Sitzposition) eine vollständige Widerstandsunfähigkeit bewirken oder zugleich die Bewahrung eines praktisch intakten Bewusstseins bei gleichzeitiger totaler Unfähigkeit zu protestieren ermöglichen kann, hätte die Instanz nach Art. 182 StPO gegebenenfalls von Amtes wegen ein Gutachten einholen müssen.
“Le recourant reproche à l'autorité précédente d'avoir violé l'art. 182 CPP en lien avec l'infraction d'actes d'ordre sexuel commis sur une personne incapable de discernement ou de résistance au sens de l'art. 191 CP retenue. Selon lui, la cour cantonale aurait dû mettre en oeuvre une expertise notamment dans le but de déterminer s'il était concevable qu'un état de somnolence en milieu d'après-midi et en position assise puisse provoquer une incapacité complète de résistance; elle aurait également dû se prononcer sur la question de savoir si la personne concernée pouvait conserver un état de conscience pratiquement intact tout en étant simultanément totalement incapable de protester ou de résister.”
Ist zur Beurteilung besonderes Fachwissen ausserhalb des Rechts erforderlich, ist ein Sachverständiger beizuziehen. Bei der Frage, ob eine Begutachtung aufgrund der konkreten Umstände erforderlich ist, steht der Verfahrensleitung ein Ermessen zu. Die sachverständige Person trägt die persönliche Verantwortung für das Gutachten.
“Art. 182 StPO bestimmt, dass die Staatsanwaltschaft und das Gericht eine sachverständige Person beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Häufig sind Gutachten medizinischer oder psychiatrischer Art (Heer, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 2 zu Art. 182 StPO). Der Sachverständige kann beauftragt sein, seine besondere Sachkunde zu übermitteln, d.h. Erfahrungs- und Wissenssätze mitzuteilen, beispielsweise anzugeben, welchen Anforderungen die kunstgerechte ärztliche Behandlung eines Menschen mit einer bestimmten Krankheit zu genügen hat (Donatsch, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 3 zu Art. 182 StPO). Abgesehen von den Fällen, in denen bereits das Gesetz den Beizug sachverständiger Personen vorsieht, steht deren Beizug zwar im Ermessen von Staatsanwalt und Gericht. Art. 182 StPO ist jedoch in dem Sinne zwingend, als sachverständige Personen beigezogen werden müssen, wenn zur Beurteilung eines Sachverhalts besonderes Wissen aus einem Gebiet ausserhalb des Rechts erforderlich ist (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 3 zu Art. 182 StPO).”
“Vorbehaltlich gewisser Ausnahmen, gibt die Verfahrensleitung den Partei- en vorgängig Gelegenheit, sich zur sachverständigen Person und zu den Fragen zu äussern und dazu eigene Anträge zu stellen (Art. 184 Abs. 3 StPO). Die Ver- fahrensleitung übergibt der sachverständigen Person zusammen mit dem Auftrag die zur Erstellung des Gutachtens notwendigen Akten und Gegenstände (Art. 184 Abs. 4 StPO). Die sachverständige Person ist für das Gutachten persönlich ver- antwortlich (Art. 185 Abs. 1 StPO). Die rechtliche Grundlage der Pflicht zum Bei- zug eines Sachverständigen findet sich in Art. 182 StPO. Ausnahmsweise erfolgt der Entscheid über den Beizug eines Sachverständigen gestützt auf andere bun- desrechtliche Normen (z.B. Art. 20 StGB; vgl. Andreas Donatsch, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 3. Aufl., Zürich 2020, N 19 zu Art. 182 StPO). Reicht die Sachkunde der Strafbehörde nicht aus, so ist ein Sachverständiger grundsätzlich zwingend beizuziehen (BGE 133 IV 147; Donatsch, a.a.O., N 28 zu Art. 182 StPO). Der Verfahrensleitung steht bei der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände eine Begutachtung notwendig ist, allerdings ein Ermessensspielraum zu (vgl. Donatsch, a.a.O., N 29 zu Art. 182 StPO). Die sachverständige Person trägt die persönliche Verantwortung für das Gutachten (BGE 144 I 180). Die zu befragenden Personen können durch den Sachverständigen aufgeboten werden (vgl. Donatsch, a.a.O., N 28 zu Art. 185 StPO m.w.H.). In der Sache entspricht dies einer Vorladung gemäss Art. 201 ff. StPO. Soll die aufgebotene Person nötigenfalls polizeilich vorgeführt werden, so muss ihr dies in Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zuvor - in ana- loger Anwendung von Art. 206 Abs. 2 StPO - mit dem "Aufgebot" oder zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich angedroht worden sein. Leistet die aufgebotene Per- son der Vorladung keine Folge, so kann sie unter Wahrung des Verhältnismässig- keitsprinzips polizeilich vorgeführt werden. Gemäss herrschender Lehre steht die Kompetenz zur Vorführung zur Begutachtung nicht der sachverständigen Person, sondern der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht zu (vgl.”
Bei fehlender eigener Sachkunde ist der Beizug einer oder mehrerer sachverständiger Personen grundsätzlich geboten. Die Verfahrensleitung bzw. das Gericht hat jedoch bei der Frage, ob eine Begutachtung konkret notwendig ist, einen Ermessensspielraum; ein Verzicht kann unter dem Gesichtspunkt der Willkür gerügt werden, wenn die Behörde trotz fehlender besonderen Kenntnisse auf den gebotenen Beizug verzichtet.
“Art. 182 StPO bestimmt, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Soweit das Gutachten nicht von Gesetzes wegen einzuholen ist (vgl. insb. Art. 56 Abs. 3 StGB betreffend das Massnahmenrecht), steht dem Gericht bei der Beantwortung der Frage, ob der Beizug eines Sachverständigen notwendig ist, ein Ermessensspielraum zu (Urteile 6B_645/2023 vom 27. September 2023 E. 1.2.4; 6B_356/2022 vom 23. Juni 2023 E. 2.3.2; 6B_256/2021 vom 17. Mai 2021 E. 2.2; je mit Hinweisen). Willkür im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG kann insbesondere vorliegen, wenn das Gericht auf den gebotenen Beizug von Sachverständigen im Sinne von Art. 182 ff. StPO verzichtet, obschon es nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Beurteilung des Sachverhalts erforderlich sind (vgl. BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E.”
“Die Verfahrensleitung ernennt die sachverständige Person (Art. 184 Abs. 1 StPO) und erteilt ihr einen schriftlichen Auftrag (Art. 184 Abs. 2 StPO). Vorbehaltlich gewisser Ausnahmen, gibt die Verfahrensleitung den Partei- en vorgängig Gelegenheit, sich zur sachverständigen Person und zu den Fragen zu äussern und dazu eigene Anträge zu stellen (Art. 184 Abs. 3 StPO). Die Ver- fahrensleitung übergibt der sachverständigen Person zusammen mit dem Auftrag die zur Erstellung des Gutachtens notwendigen Akten und Gegenstände (Art. 184 Abs. 4 StPO). Die sachverständige Person ist für das Gutachten persönlich ver- antwortlich (Art. 185 Abs. 1 StPO). Die rechtliche Grundlage der Pflicht zum Bei- zug eines Sachverständigen findet sich in Art. 182 StPO. Ausnahmsweise erfolgt der Entscheid über den Beizug eines Sachverständigen gestützt auf andere bun- desrechtliche Normen (z.B. Art. 20 StGB; vgl. Andreas Donatsch, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 3. Aufl., Zürich 2020, N 19 zu Art. 182 StPO). Reicht die Sachkunde der Strafbehörde nicht aus, so ist ein Sachverständiger grundsätzlich zwingend beizuziehen (BGE 133 IV 147; Donatsch, a.a.O., N 28 zu Art. 182 StPO). Der Verfahrensleitung steht bei der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände eine Begutachtung notwendig ist, allerdings ein Ermessensspielraum zu (vgl. Donatsch, a.a.O., N 29 zu Art. 182 StPO). Die sachverständige Person trägt die persönliche Verantwortung für das Gutachten (BGE 144 I 180). Die zu befragenden Personen können durch den Sachverständigen aufgeboten werden (vgl. Donatsch, a.a.O., N 28 zu Art. 185 StPO m.w.H.). In der Sache entspricht dies einer Vorladung gemäss Art. 201 ff. StPO. Soll die aufgebotene Person nötigenfalls polizeilich vorgeführt werden, so muss ihr dies in Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zuvor - in ana- loger Anwendung von Art. 206 Abs. 2 StPO - mit dem "Aufgebot" oder zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich angedroht worden sein. Leistet die aufgebotene Per- son der Vorladung keine Folge, so kann sie unter Wahrung des Verhältnismässig- keitsprinzips polizeilich vorgeführt werden.”
“Nach dem Untersuchungsgrundsatz von Art. 6 Abs. 1 StPO klären die Strafbehörden von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen ab. Der Untersuchungsgrundsatz gilt sowohl für die Strafverfolgungsbehörden als auch für die Gerichte. Gemäss Art. 182 StPO ziehen die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Gemäss konstanter Rechtsprechung können die Strafbehörden ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Untersuchungsgrundsatzes auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kommen, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre aufgrund der bereits abgenommenen Beweismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache nicht zu erschüttern (BGE 147 IV 534 E.”
“Wenn die Beschwerdeführer sich nun auch vor Bundesgericht auf dieselben Beweismittel, also ein Gutachten zu den Sturzursachen, die vollständigen Daten des Vitalmonitors und die Befragung von Familienangehörigen, berufen und deren Nichtabnahme durch die Vorinstanz als bundesrechtswidrig rügen, übersehen sie, dass diese zu einer zulässigen antizipierten Beweiswürdigung geschritten ist. Sie machen in diesem Zusammenhang zwar eine "eklatante Verletzung von Art. 6 StPO" geltend, vermögen aber an keiner Stelle auch nur im Ansatz aufzuzeigen, dass die antizipierte Beweiswürdigung auf Willkür beruhen soll. Damit sind sie mit ihrem Vorwurf, die Vorinstanz habe Art. 6 und Art. 182 StPO verletzt, nicht zu hören.”
Besteht bereits ein aktuelles schriftliches Gutachten, kann dieses durch den Sachverständigen vor Gericht mündlich ergänzt werden; in der Praxis erfolgte dies mit Einverständnis sämtlicher Parteien. Parteien und Gericht sind dabei in der Sache zur Stellung von Ergänzungsfragen anzuhören.
“Das Gericht stützt seinen Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf ein Sachverständigengutachten, das sich zur Notwendigkeit und den Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters zur Art und zur Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und zu den Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme äussert (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1, 134 IV 315 E. 4.3.1; BGer 7B_197/2023 vom 14. Juli 2023 E. 4.2.6). Dass die Begutachtung schriftlich zu erfolgen hat, ergibt sich aus dem Gesetzestext nicht. Da eine eingehende Exploration der betroffenen Person Grundlage jedes fachgerechten Gutachtens bildet, versteht sich in der Regel von selbst, dass das Gutachten in schriftlicher Form ausgefertigt wird. Im vorliegenden Fall besteht jedoch bereits ein forensisch-psychiatrisches Gutachten, das im Rahmen des Strafverfahren SG.2023.181 eingeholt wurde. Dieses Gutachten datiert vom 21. Juli 2023 und ist damit aktuell. Der Gutachter, Dr. K____ von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, hat vor dem Hintergrund des im Sommer 2023 verfassten Gutachtens deshalb im Einverständnis sämtlicher Parteien vor Berufungsgericht mündlich eine ergänzende Begutachtung des Berufungsklägers im Hinblick auf die vorliegenden Delikte vorgenommen. Dabei erhielten die Parteien und das Gericht Gelegenheit zur Stellung von Ergänzungsfragen, die der Gutachter ausführlich beantwortete.”
“Das Gericht stützt seinen Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf ein Sachverständigengutachten, das sich zur Notwendigkeit und den Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters zur Art und zur Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und zu den Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme äussert (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1, 134 IV 315 E. 4.3.1; BGer 7B_197/2023 vom 14. Juli 2023 E. 4.2.6). Dass die Begutachtung schriftlich zu erfolgen hat, ergibt sich aus dem Gesetzestext nicht. Da eine eingehende Exploration der betroffenen Person Grundlage jedes fachgerechten Gutachtens bildet, versteht sich in der Regel von selbst, dass das Gutachten in schriftlicher Form ausgefertigt wird. Im vorliegenden Fall besteht jedoch bereits ein forensisch-psychiatrisches Gutachten, das im Rahmen des Strafverfahren SG.2023.181 eingeholt wurde. Dieses Gutachten datiert vom 21. Juli 2023 und ist damit aktuell. Der Gutachter, Dr. K____ von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, hat vor dem Hintergrund des im Sommer 2023 verfassten Gutachtens deshalb im Einverständnis sämtlicher Parteien vor Berufungsgericht mündlich eine ergänzende Begutachtung des Berufungsklägers im Hinblick auf die vorliegenden Delikte vorgenommen. Dabei erhielten die Parteien und das Gericht Gelegenheit zur Stellung von Ergänzungsfragen, die der Gutachter ausführlich beantwortete.”
Sichert die Polizei tatrelevantes Material (auch biologisches) und hat sie dieses auszuwerten, kann sie im Ermittlungsverfahren Spezialdienste beiziehen (z. B. spezialisierte Labore für DNA‑Analysen, Brandermittlung oder forensische Institute). Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO wird in der Praxis als Spezialnorm zu Art. 182 StPO verstanden, die ansonsten Gutachtenaufträge üblicherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält.
“Nichts anderes ergibt sich im Hinblick auf die Untersuchungsberichte des FOR. Sichert die Polizei Beweismittel und tatrelevantes (auch biologisches) Mate- rial, hat sie dieses gestützt auf die ausdrückliche gesetzliche Anordnung in Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO auch auszuwerten. Zu diesem Zweck hat die Polizei im Ermittlungsverfahren die Kompetenz, Spezialdienste beizuziehen, wie ein spezia- lisiertes Laboratorium für die DNA-Analyse, die Brandermittlung oder das Forensi- sche Institut Zürich, bei welchen meist Kriminaltechniker, Unfalltechniker und na- turwissenschaftlich-technische Forensiker als sachverständige Personen tätig sind (siehe dazu Jörg Arnold, Weitere Gedanken zur Auftragserteilung im Straf- verfahren in: AJP 6/2020 S. 466, 468 Ziff. I.3.a), denn bei Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO handelt es sich um eine Spezialnorm zu Art. 182 StPO, welcher Gutach- tensaufträge üblicherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält (Urteil des Bundesgerichts 6B_1078/2020 vom 26. Oktober 2022 E. 4.5 betr. DNA-Analyse; mit Hinweisen). Dass vorliegend die Auswertung der fraglichen Tatortspuren zur Aufklärung der infrage stehenden Vorwürfe an sich nicht ange- zeigt gewesen sein soll, macht der Beschuldigte zu Recht nicht geltend. Dass es sich bei denjenigen Berichten des FOR, die nicht aufgrund eines Gutachtensauf- trages im Sinne von Art. 182 ff. StPO erstellt wurden (namentlich dem Spurenbe- richt Urk. 24/5 oder dem Untersuchungsbericht Urk. 24/6), nicht um eigentliche Gutachten handelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_619/2014 vom”
Die Behörde kann eine Expertise ablehnen, wenn sie offensichtlich nutzlos oder rein spekulativ wäre. Typische Gründe sind, dass der Zeitablauf die Expertise überflüssig macht, objektive Spuren nicht verwertbar sind oder wesentliche Ermittlungsresultate noch ausstehen, sodass die sachverständige Person nur auf Vermutungen gestützt wäre.
“4 Le Ministère public peut écarter une réquisition de preuves si celle-ci porte sur des faits non pertinents, notoires, connus de l'autorité pénale ou déjà suffisamment prouvés en droit (art. 318 al. 2 CPP). Ces motifs correspondent à ceux pour lesquels le ministère public peut, de manière générale, renoncer à administrer une preuve (art. 139 al. 2 CPP). Le législateur a ainsi consacré le droit des autorités pénales de procéder à une appréciation anticipée des preuves. Le magistrat peut renoncer à l’administration de certaines preuves notamment lorsque les faits dont les parties veulent rapporter l’authenticité ne sont pas importants pour la solution du litige ou s’il parvient sans arbitraire à la constatation, sur la base des éléments déjà recueillis, que l’administration de la preuve sollicitée ne peut plus modifier sa conviction. Ce refus d’instruire ne viole le droit d’être entendu que si l’appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a ainsi procédé, est entachée d’arbitraire (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; ATF 141 I 60 consid. 3.3 ; ATF 136 I 229 consid. 5.3 ; TF 6B_400/2020 du 20 janvier 2021 consid. 2.1). Selon l’art. 182 CPP, le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’autorité pénale peut refuser la mise en œuvre d’une expertise, sans violer les droits de la défense, si celle-ci apparaît inutile. Selon la doctrine, est notamment inutile l’expertise qui porte sur un fait qui n’est pas important pour la solution du cas, lorsque les preuves résultent déjà d’éléments du dossier ou lorsque le temps écoulé depuis les faits rend l’expertise superflue (Vuille, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse 2e éd., Bâle 2019, nn. 26 et 27 ad art. 182 CPP). L’autorité pénale peut également refuser une expertise si elle estime que celle-ci ne pourrait pas l’amener à modifier son opinion. Dans ce cas, le refus d’ordonner une expertise ne viole le droit d’être entendu que si l’appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve est arbitraire (Vuille, op. cit.”
“Ces motifs correspondent à ceux pour lesquels le ministère public peut, de manière générale, renoncer à administrer une preuve (art. 139 al. 2 CPP). Le législateur a ainsi consacré le droit des autorités pénales de procéder à une appréciation anticipée des preuves. Le magistrat peut renoncer à l'administration de certaines preuves, notamment lorsque les faits dont les parties veulent rapporter l'authenticité ne sont pas importants pour la solution du litige ou s’il parvient sans arbitraire à la constatation, sur la base des éléments déjà recueillis, que l’administration de la preuve sollicitée ne peut plus modifier sa conviction. Ce refus d'instruire ne viole le droit d'être entendu que si l'appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a ainsi procédé, est entachée d'arbitraire (ATF 141 I 60 consid. 3.3 ; ATF 136 I 229 consid. 5.3 ; TF 6B_593/2016 du 27 avril 2017 consid. 5 ; TF 6B_598/2013 du 5 septembre 2013 consid. 3.1 ; Bénédict, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse [ CR CPP], 2e éd., Bâle 2019, n. 23 ad art. 139 CPP). 2.2.4 Selon l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’autorité pénale peut refuser la mise en œuvre d’une expertise, sans violer les droits de la défense, si celle-ci apparaît inutile. Selon la doctrine, est notamment inutile l’expertise qui porte sur un fait qui n’est pas important pour la solution du cas, lorsque les preuves résultent déjà d’éléments du dossier ou lorsque le temps écoulé depuis les faits rend l’expertise superflue (Vuille, CR CPP, op. cit., nn. 26 et 27 ad art. 182 CPP). L’autorité pénale peut également refuser une expertise si elle estime que celle-ci ne pourrait pas l’amener à modifier son opinion. Dans ce cas, le refus d’ordonner une expertise ne viole le droit d’être entendu que si l’appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve est arbitraire (Vuille, op. cit., n. 27 ad art. 182 CPP ; ATF 124 I 208, SJ 1999 I 89).”
“en matière d'appréciation anticipée des preuves (arrêts du Tribunal fédéral 6B_787/2018 du 1er octobre 2018 consid. 1.1 ; 6B_583/2018 du 24 août 2018 consid. 1.1 ; 6B_390/2018 du 25 juillet 2018 consid. 2.1 ; 6B_948/2017 du 8 mars 2018 consid. 2.1). Le juge peut renoncer à l'administration de certaines preuves, notamment lorsque les faits dont les parties veulent rapporter l'authenticité ne sont pas importants pour la solution du litige. Le refus d'instruire ne viole ainsi le droit d'être entendu des parties que si l'appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a procédé, est entachée d'arbitraire (ATF 141 I 60 consid. 3.3 p. 64 ; ATF 136 I 229 consid. 5.3 p. 236 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_71/2016 du 5 avril 2017 consid. 2.1.3 ; 6B_1032/2016 du 16 mai 2017 consid. 3). 2.2. Les pièces au dossier permettent d'appréhender la configuration des lieux de l'accident et les circonstances générales y relatives, sans qu'il n'y ait de nécessité d'ordonner une expertise à cet égard (cf. art. 182 CPP a contrario). Quant à la vitesse du motocycliste peu avant l'impact, l'absence de trace de freinage représente un élément objectif qui ne permettrait pas de déterminer celle-ci et l'expert à commettre ne pourrait que se livrer à des conjectures. C'est d'ailleurs ce à quoi s'est employé l'appelant pour requérir une telle expertise, en se livrant, au soutien de sa demande, à une relecture et une réappréciation libre des autres moyens de preuves figurant à la procédure, demande qui n'est fondée que sur une hypothèse – soit la vitesse excessive de l'intimé –, sans expliquer en définitive pour quels motifs il aurait convenu de privilégier ce moyen-là ou en quoi il serait déterminant. Hormis qu'il n'y a pas de hiérarchie des moyens de preuve, une preuve ne doit être ordonnée que si elle est propre à établir la vérité (cf. art. 139 al. 1 CPP). Or, pour les motifs qui précèdent, l'expertise sollicitée ne le serait pas. Il s'ensuit que la réquisition de preuve doit être rejetée. 3. 3.1. L'art.”
“Mai 2018 seien die Ermittlungshandlungen offenbar abgeschlossen. Was den zweiten Vorfall betreffe, liege aber - anders als nach Auffassung der Vorinstanz - kein für die Anordnung einer psychiatrischen Begutachtung hinreichend abgeklärter Sachverhalt vor. Denn hinsichtlich des entsprechenden Vorfalls, der am 28. März 2021 stattgefunden haben solle, seien nur Protokolle polizeilicher Einvernahmen von ihm selbst und des angeblichen Opfers (B.________) aktenkundig. Er sei noch nicht parteiöffentlich befragt worden, und sein Mobiltelefon sowie die sichergestellten Spuren seien nach wie vor noch nicht ausgewertet worden. Obschon damit Ermittlungsresultate von eminenter Wichtigkeit noch ausstehen würden, sei der Gutachtensauftrag erteilt worden. Das von der Vorinstanz geschützte Vorgehen der Staatsanwaltschaft führe dazu, dass sich für die sachverständige Person die Arbeit mit Hypothesen und die Beurteilung von Eventualkonstellationen aufdränge. Dies berge ein Potential für Fehlinterpretationen in sich. Der angefochtene Entscheid verletze daher Art. 182 StPO und die strafprozessuale Untersuchungsmaxime (Art. 6 Abs. 2 StPO).”
In der Praxis wird eine Expertise unter anderem angeordnet, wenn sich die Parteien nicht dagegen stellen (vgl. Quelle 0). Ein dem Experten erteiltes Mandat kann ausdrücklich mit der Befugnis zur Delegation ausgestaltet werden (vgl. Quelle 1).
“] – portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, vu l’avis du 26 juin 2024 par lequel la direction de la procédure a imparti aux parties un délai pour faire valoir d’éventuels motifs de récusation de l’expert précité et proposer des questions à poser à l’expert, vu les courriers du défenseur d’O.________ des 15 et 31 juillet 2024, aux termes desquels il a indiqué ne pas avoir de motif de récusation à faire valoir, et a déposé une liste de questions, vu le courrier du Ministère public du 8 août 2024, demandant que le travail expertal soit étendu à la période de janvier à septembre 2020, et ajoutant deux questions à poser à l’expert, vu le courrier du 11 septembre 2024, par lequel le défenseur d’O.________ a déposé des questions supplémentaires à poser à l’expert, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise en application de l’art. 182 CPP portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée au Dr [...], Médecin-vétérinaire à Yverdon-les-Bains, les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 360 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait. II. désigne en qualité d’expert le Dr [...]. III. impartit à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport en trois exemplaires, accompagné de sa note d’honoraires.”
“Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. A______, qui s'affirme ressortissant algérien né le ______ 2004, a été interpellé le 14 février 2021, pour soupçon de vols de téléphone portable et séjour illégal. Libéré par le Juge des mineurs (ci-après, JMin), il a été appréhendé pour des faits analogues le 1er mars 2021. Il est en détention provisoire depuis lors. b. Sur la foi d'une prise de position du Secrétariat d’État aux migrations (ci-après, SEM), du 10 février 2021, à teneur de laquelle A______ devait être considéré comme étant né le 1er janvier 2003, le JMin s’est dessaisi au profit du Ministère public, le 2 mars 2021. Le 8 juillet 2021, le Procureur général a confirmé cette décision. c. Le 3 mars 2021, le Ministère public a prévenu A______ d’obtention illicite de prestations de l’aide sociale (art. 148a CP). d. Le 13 avril 2021, le Ministère public a décerné à la Pr D______, ______ [statut] du CURML, "avec faculté de délégation (art. 182 CPP)", un mandat d'"expertise d'âge" du prévenu, avec copie au défenseur de celui-ci. e. À réception, A______ a annoncé vouloir recourir contre cette décision et demandé la récusation de D______. f. Le 4 mai 2021, le Ministère public a confié à D______ la tâche complémentaire de dire s'il était possible que A______ fût né le ______ 2003 ou le ______ 2004. g. Le 6 mai 2021, le CURML, sous la plume de deux experts dont aucun n'est D______, a remis ses conclusions. Il retient que A______ est âgé de 18 ans et demi au minimum et exclut qu'il pût être né aux dates proposées par lui-même; la date de naissance fixée par le SEM était possible. C. Dans la décision attaquée,le Ministère public estime indispensable de déterminer l'âge de A______, au motif implicite que celui donné par l'intéressé et celui retenu par le SEM étaient divergents. Il désigne la Pr D______ à cette fin, "avec faculté de délégation (art. 182 CPP)". D. a. À l'appui de son recours, A______ invoque une violation de l'art.”
Nach Art. 182 StPO können in veterinärmedizinischen Streitfragen Sachverständige beigezogen werden; in der Praxis kann das Expertise-Mandat konkrete Behandlungsfragen und zeitlich abgegrenzte Perioden (z. B. einzelne Daten oder einen bestimmten Zeitraum) umfassen.
“________ des 15 et 31 juillet 2024, aux termes desquels il a indiqué ne pas avoir de motif de récusation à faire valoir, et a déposé une liste de questions, vu le courrier du Ministère public du 8 août 2024, demandant que le travail expertal soit étendu à la période de janvier à septembre 2020, et ajoutant deux questions à poser à l’expert, vu le courrier du 11 septembre 2024, par lequel le défenseur d’O.________ a déposé des questions supplémentaires à poser à l’expert, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise en application de l’art. 182 CPP portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée au Dr [...], Médecin-vétérinaire à Yverdon-les-Bains, les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 360 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait. II. désigne en qualité d’expert le Dr [...]. III. impartit à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport en trois exemplaires, accompagné de sa note d’honoraires. IV. invite l’expert à répondre aux questions suivantes : 1. Sur la base du dossier médical du cheval « [...] » quel était son diagnostic et quels sont les éléments médicaux que vous avez pris en considération pour apporter votre réponse ? 2. Sur la base du diagnostic du cheval « [...] » quel était selon vous le traitement approprié ? (a. En janvier 2020 ? b. Le 19 juin 2020 ? c. Le 30 septembre 2020 ?) 3. Le traitement prodigué par le Dr O.________ au cheval « [...] » le 19 juin 2020 était-il apte à limiter les souffrances du cheval compte tenu de son état de santé à ce moment-là ?”
“________ des 15 et 31 juillet 2024, aux termes desquels il a indiqué ne pas avoir de motif de récusation à faire valoir, et a déposé une liste de questions, vu le courrier du Ministère public du 8 août 2024, demandant que le travail expertal soit étendu à la période de janvier à septembre 2020, et ajoutant deux questions à poser à l’expert, vu le courrier du 11 septembre 2024, par lequel le défenseur d’O.________ a déposé des questions supplémentaires à poser à l’expert, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise en application de l’art. 182 CPP portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée au Dr [...], Médecin-vétérinaire à Yverdon-les-Bains, les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 360 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait. II. désigne en qualité d’expert le Dr [...]. III. impartit à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport en trois exemplaires, accompagné de sa note d’honoraires. IV. invite l’expert à répondre aux questions suivantes : 1. Sur la base du dossier médical du cheval « [...] » quel était son diagnostic et quels sont les éléments médicaux que vous avez pris en considération pour apporter votre réponse ? 2. Sur la base du diagnostic du cheval « [...] » quel était selon vous le traitement approprié ? (a. En janvier 2020 ? b. Le 19 juin 2020 ? c. Le 30 septembre 2020 ?) 3. Le traitement prodigué par le Dr O.________ au cheval « [...] » le 19 juin 2020 était-il apte à limiter les souffrances du cheval compte tenu de son état de santé à ce moment-là ?”
Das Gericht würdigt sachverständige Gutachten grundsätzlich frei. Bei fachlichen Fragen darf es jedoch nicht ohne triftige Gründe von der fachlichen Beurteilung abweichen; Abweichungen sind zu begründen. Ferner kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise oder der Verzicht auf gebotene ergänzende Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung verstossen.
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 1 E. 3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; je mit Hinweisen). Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1).”
“Die Beschwerdeführerin scheint dabei im Übrigen auch zu übersehen, dass die Vorinstanz die Täterschaft der Beschwerdeführerin nicht einzig gestützt auf die gemäss Untersuchungsbericht beschreibbaren Merkmale stützt, sondern zudem andere Merkmale und Indizien - beispielsweise Körpergrösse, Augen-, Augenbrauen- und Haarfarbe, Alter, potentieller Täterkreis - herbeizieht, die im Untersuchungsbericht unbeachtet geblieben sind. Das Gericht würdigt Gutachten nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und es muss Abweichungen begründen. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; Urteile 6B_647/2023 vom 18. August 2023 E. 2.2.3; 6B_766/2022 vom 17. Mai 2023 E. 3.3; je mit Hinweisen). Insgesamt ist vorliegend nicht ersichtlich und vermag die Beschwerdeführerin auch nicht darzutun, inwieweit die Vorinstanz in Verletzung von Art. 182 StPO von der sachverständigen Beurteilung abweiche und damit in Willkür verfalle. Insgesamt erweist sich die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach die Vorinstanz ohne Not und willkürlich vom Gutachten abweicht, als unbegründet. Nicht zu beanstanden ist schliesslich, wenn die Vorinstanz erwägt, die erkennbare Ähnlichkeit in Bezug auf die beschreibbaren Merkmale der Gesichtsmorphologie gemäss Untersuchungsbericht alleine reiche nicht aus, um die Täterschaft der Beschwerdeführerin bzw. ihre Identität mit der fahrzeuglenkenden Person festzustellen; dennoch könne sie als Indiz für ihre Täterschaft gewertet werden.”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Als sachverständige Person im Sinne von Art. 56 Abs. 3 StGB sind in aller Regel ausschliesslich Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie zugelassen (vgl. BGE 140 IV 49 E. 2; Urteile 6B_536/2021 vom 2. November 2022 E. 3.3; 6B_321/2021 vom 27. Juli 2022 E. 3.3.3; 6B_835/2017 vom 22. März 2018 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; 136 II 539 E. 3.2; Urteile 6B_536/2021 vom 2. November 2022 E. 3.3; 6B_321/2021 vom 27. Juli 2022 E. 3.3.3; 6B_567/2020 vom 6. Dezember 2021 E. 2.3.2 nicht publ. in BGE 148 IV 57; je mit Hinweisen).”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_ 1172/2020 vom 21. Dezember 2020 E. 1.3.3).”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1 S. 6; 134 IV 315 E. 4.3.1 S. 326). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3 S. 53; 141 IV 369 E. 6.1 S. 372 f.; Urteil 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5). Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willkürlich ist (BGE 146 IV 88 E.”
Gerichtliche Praxis: Die Parteien werden zur Stellung von Fragen eingeladen; das Gericht kann einzelne Fragen als nicht dem Gutachten zugehörig zurückweisen und nur bestimmte Fragen dem Sachverständigen vorlegen. Haben die Parteien keinen Einwand gegen den Experten bzw. die Fragen, wird die Expertise regelmässig angeordnet und der Experte bestellt.
“] – portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, vu l’avis du 26 juin 2024 par lequel la direction de la procédure a imparti aux parties un délai pour faire valoir d’éventuels motifs de récusation de l’expert précité et proposer des questions à poser à l’expert, vu les courriers du défenseur d’O.________ des 15 et 31 juillet 2024, aux termes desquels il a indiqué ne pas avoir de motif de récusation à faire valoir, et a déposé une liste de questions, vu le courrier du Ministère public du 8 août 2024, demandant que le travail expertal soit étendu à la période de janvier à septembre 2020, et ajoutant deux questions à poser à l’expert, vu le courrier du 11 septembre 2024, par lequel le défenseur d’O.________ a déposé des questions supplémentaires à poser à l’expert, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise en application de l’art. 182 CPP portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée au Dr [...], Médecin-vétérinaire à Yverdon-les-Bains, les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 360 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait. II. désigne en qualité d’expert le Dr [...]. III. impartit à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport en trois exemplaires, accompagné de sa note d’honoraires.”
“], en qualité d’expert, vu les courriers des 26 et 30 octobre 2023, par lesquels les parties plaignantes, respectivement le Ministère public ont exposé qu’ils n’avaient aucun motif de récusation à faire valoir à l’encontre de l’expert pressenti, ni de questions à lui poser, vu les courriers des 30 octobre et 13 novembre 2023 par lesquels le prévenu a exposé qu’il n’avait pas non plus de motif de récusation à faire valoir contre l’expert, et a déposé une liste de 12 questions à lui poser, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise technique en application de l’art. 182 CPP concernant l’accident de la circulation routière survenu le 19 juillet 2021, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée à [...], les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, que certaines des questions que le prévenu souhaite poser à l’expert, concernant la distance ou la vitesse des uns et des autres, relèvent de l’aspect factuel du dossier (appréciation des témoignages) et non de l’aspect technique qu’il y a lieu de soumettre à l’expert, que seules les questions 2 à 6 et 12 seront donc posées à l’expert, ainsi qu’une question supplémentaire nouvelle, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 15 mai 2024 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 270 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise technique concernant l’accident de la circulation routière survenu le 19 juillet 2021. II. désigne en qualité d’expert [...], à charge pour lui, tout en conservant la responsabilité de l’expertise, de déléguer tout ou partie de sa mission à l’un de ses collaborateurs. III. impartit à l’expert un délai au 15 mai 2024 pour déposer son rapport en quatre exemplaires, accompagné de sa note d’honoraires. IV. invite l’expert à répondre aux questions suivantes : 1. Pendant combien de temps les clignotants arrière gauche et avant gauche du véhicule conduit par Monsieur D.________ sont restés enclenchés avant qu’il ne bifurque à gauche ? 2. À quelle distance du point de choc le conducteur du motocycle, Monsieur [...], a entamé sa manœuvre de dépassement du véhicule conduit par le témoin, Monsieur P.________ ? 3. Au moment d’engager sa manœuvre de dépassement du véhicule conduit par Monsieur P.________, Monsieur [...] pouvait-il voir le véhicule de Monsieur D.”
“], en qualité d’expert, vu les courriers des 26 et 30 octobre 2023, par lesquels les parties plaignantes, respectivement le Ministère public ont exposé qu’ils n’avaient aucun motif de récusation à faire valoir à l’encontre de l’expert pressenti, ni de questions à lui poser, vu les courriers des 30 octobre et 13 novembre 2023 par lesquels le prévenu a exposé qu’il n’avait pas non plus de motif de récusation à faire valoir contre l’expert, et a déposé une liste de 12 questions à lui poser, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise technique en application de l’art. 182 CPP concernant l’accident de la circulation routière survenu le 19 juillet 2021, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée à [...], les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, que certaines des questions que le prévenu souhaite poser à l’expert, concernant la distance ou la vitesse des uns et des autres, relèvent de l’aspect factuel du dossier (appréciation des témoignages) et non de l’aspect technique qu’il y a lieu de soumettre à l’expert, que seules les questions 2 à 6 et 12 seront donc posées à l’expert, ainsi qu’une question supplémentaire nouvelle, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 15 mai 2024 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 270 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise technique concernant l’accident de la circulation routière survenu le 19 juillet 2021. II. désigne en qualité d’expert [...], à charge pour lui, tout en conservant la responsabilité de l’expertise, de déléguer tout ou partie de sa mission à l’un de ses collaborateurs. III. impartit à l’expert un délai au 15 mai 2024 pour déposer son rapport en quatre exemplaires, accompagné de sa note d’honoraires. IV. invite l’expert à répondre aux questions suivantes : 1. Pendant combien de temps les clignotants arrière gauche et avant gauche du véhicule conduit par Monsieur D.________ sont restés enclenchés avant qu’il ne bifurque à gauche ? 2. À quelle distance du point de choc le conducteur du motocycle, Monsieur [...], a entamé sa manœuvre de dépassement du véhicule conduit par le témoin, Monsieur P.________ ? 3. Au moment d’engager sa manœuvre de dépassement du véhicule conduit par Monsieur P.________, Monsieur [...] pouvait-il voir le véhicule de Monsieur D.”
Bei Risikoangaben hat das Gutachten konkret zu beantworten, ob ein Risiko der Wiederholung besteht und — falls ja — welcher Art von Delikten (z. B. ähnliche oder andere Delikte) zu erwarten ist.
“Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et – faute de notification conforme à l'art. 85 al. 2 CPP – dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une décision sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP ; cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_242/2018 du 6 septembre 2018 consid. 2.4). 2. Le recourant ne prend aucune conclusion s'agissant de la date du mandat querellé, soit le 4 octobre 2023, de sorte qu'il n'y a pas lieu d'examiner ce grief, étant toutefois relevé que le Ministère public y a répondu dans ses observations sur le recours. 3. Le recourant reproche au Ministère public de ne pas avoir accepté sa proposition d'amendement de la question III.4 du mandat d'expertise. 3.1. À teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. 3.2. La direction de la procédure établit un mandat écrit qui contient une définition précise des questions à élucider (art. 184 al. 2 let. c CPP). Celles-ci doivent être précises (c'est-à-dire ne pas porter sur des généralités) et leur formulation doit être la plus neutre possible (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7 ad art. 184). 3.3. En l'espèce, la première partie de la question litigieuse demande à l'expert si le prévenu présente un risque de commettre à nouveau des infractions, et, si oui, à quel genre d'infractions on peut s'attendre. Cette question, qui vise à déterminer l'éventuel risque de réitération, pour des faits similaires à ceux qui sont reprochés au prévenu – soit pornographie et représentation de la violence –, ou des faits d'autre nature – liés par exemple à la violence, au vu des faits reprochés sous l'angle de l'art.”
Vor Erteilung des Gutachtenauftrags erhalten die Parteien Gelegenheit, sich zur vorgeschlagenen sachverständigen Person und zu den Fragen, die dem Gutachten zugrunde gelegt werden sollen, zu äussern. Sie können Vorschläge und eigene Anträge machen sowie allenfalls Ausstandsgründe vorbringen.
“Gemäss Art. 182 StPO ziehen die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Als Sachverständige können natürliche Personen ernannt werden, die auf dem betreffenden Fachgebiet die erforderlichen besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen (Art. 183 Abs. 1 StPO), wobei für sie die Ausstandsgründe nach Art. 56 StPO gelten (Abs. 3). Die Verfahrensleitung ernennt die sachverständige Person (Art. 184 Abs. 1 StPO) und erteilt ihr einen schriftlichen Auftrag, der unter anderem die Bezeichnung der sachverständigen Person, die präzis formulierten Fragen und den Hinweis auf die Straffolgen eines falschen Gutachtens enthält (Abs. 2 lit. a, c und f). Nach Art. 184 Abs. 3 Satz 1 StPO gibt die Verfahrensleitung den Parteien vor der Erteilung des Gutachtensauftrags Gelegenheit, sich zur sachverständigen Person und zu den Fragen zu äussern und dazu eigene Anträge zu stellen.”
“393 CPP est la voie de droit ouverte contre les décisions rendues par le TAPEM (art. 42 al. 1 let. b LaCP), lesquelles constituent une "autre décision ultérieure" indépendante au sens de l'art. 363 al. 3 CPP (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1136/2015 du 18 juillet 2016 consid. 4.3; Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 30 ad art. 363). 2.2. La procédure devant la Chambre de céans est régie par le CPP, applicable au titre de droit cantonal supplétif (art. 42 al. 2 LaCP). 2.3. Le recours est en outre ouvert contre le mandat d'expertise (arrêt du Tribunal fédéral 1B_242/2018 du 6 septembre 2018). Le recours est ainsi recevable, pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 90 al. 2, 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), par la personne visée par le mandat, qui a un intérêt juridiquement protégé à l'annulation ou à la modification de la décision attaquée (art. 382 al. 1 CPP). 3. 3.1. À teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. 3.2. Dans le cadre d’un mandat d’expertise, l’art. 184 al. 3 1ère phrase CPP prévoit que la direction de la procédure donne préalablement aux parties l'occasion de s'exprimer sur le choix de l'expert et les questions qui lui sont posées et de faire leurs propres propositions. Il s’agit de respecter ainsi leur droit d’être entendu (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 9 et 16 ad art. 184; A. DONATSCH / T. HANSJAKOB / V. LIEBER (éds), Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-ordnung (StPO), Zürich 2010, n. 36 ad art. 184). Il convient de laisser les parties s’exprimer sur le choix et la formulation des questions avant de mandater l’expert, plutôt que d’attendre le dépôt de l’expertise et de n’offrir aux parties qu’une possibilité de demander des précisions et des compléments (Y.”
“L’appelant prétend par ailleurs que les éclaircissements demandés à l’expert quant au tarif appliqué seraient restés sans réponse, si bien qu’à défaut de justification, les frais de l’expertise litigieuse ne sauraient être mis à sa charge. Le prévenu soutient pour le surplus que la mise en œuvre de cette expertise serait contraire au principe de la proportionnalité ancré à l’art. 5 al. 2 Cst., dès lors qu’elle ne serait ni apte ni nécessaire à atteindre le but visé, soit obtenir des renseignements précis sur l’état technique du véhicule expertisé. Il estime que le principe précité commandait, à tout le moins dans un premier temps, de confier l’expertise litigieuse à la Police cantonale ou à l’OCN qui, tous deux, disposent de collaborateurs compétents en la matière. Enfin, il soutient que le « coût d’une expertise ne doit ni apparaître comme étant confiscatoire, ni comme une peine déguisée », ce qui serait le cas en l’espèce (cf. mémoire d’appel motivé, ad motivation, ch. I., p. 5 ss, allégués n°7 à 16). 2.1. Le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait (art. 182 CPP). La direction de la procédure désigne l’expert (art. 184 al. 1 CPP), en établissant un mandat écrit qui contient notamment une définition précise des questions à élucider (art. 184 al. 2 let. c CPP), après avoir donné préalablement aux parties l’occasion de s’exprimer sur le choix de l’expert et les questions qui lui sont posées et de faire leurs propres propositions (art. 184 al. 3, 1re phrase, CPP). Si l’expert estime nécessaire d’obtenir des compléments au dossier, il en fait la demande à la direction de la procédure (art. 185 al. 3 CPP). L’expert peut procéder lui-même à des investigations simples qui ont un rapport étroit avec le mandat qui lui a été confié et convoquer des personnes à cet effet. Celles-ci doivent donner suite à la convocation. Si elles refusent, la police peut les amener devant l’expert (art. 185 al. 4 CPP). L’expert dépose un rapport écrit; si d’autres personnes ont participé à l’établissement de l’expertise, leurs noms et les fonctions qu’elles ont exercées doivent être expressément mentionnés (art.”
“________ contre ce jugement, aux termes de laquelle il a notamment requis la mise en œuvre d’une expertise dynamique et la désignation d’un expert spécialiste en analyse des accidents de la circulation routière, vu les déterminations déposées par les parties plaignantes le 20 septembre 2023, vu l’avis du 23 octobre 2023, par lequel la direction de la procédure a informé les parties qu’elle entendait donner suite à la réquisition tendant à la mise en œuvre d’une expertise technique, et désigner [...], œuvrant auprès de [...], en qualité d’expert, vu les courriers des 26 et 30 octobre 2023, par lesquels les parties plaignantes, respectivement le Ministère public ont exposé qu’ils n’avaient aucun motif de récusation à faire valoir à l’encontre de l’expert pressenti, ni de questions à lui poser, vu les courriers des 30 octobre et 13 novembre 2023 par lesquels le prévenu a exposé qu’il n’avait pas non plus de motif de récusation à faire valoir contre l’expert, et a déposé une liste de 12 questions à lui poser, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise technique en application de l’art. 182 CPP concernant l’accident de la circulation routière survenu le 19 juillet 2021, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée à [...], les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, que certaines des questions que le prévenu souhaite poser à l’expert, concernant la distance ou la vitesse des uns et des autres, relèvent de l’aspect factuel du dossier (appréciation des témoignages) et non de l’aspect technique qu’il y a lieu de soumettre à l’expert, que seules les questions 2 à 6 et 12 seront donc posées à l’expert, ainsi qu’une question supplémentaire nouvelle, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 15 mai 2024 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 270 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise technique concernant l’accident de la circulation routière survenu le 19 juillet 2021.”
Das Gutachten hat den biologisch‑psychologischen Zustand des Täters zu beurteilen. Es soll Klarheit darüber schaffen, ob eine psychische Störung vorliegt und ob und inwiefern diese die Einsichts‑ und Steuerungsfähigkeit beeinflusst hat.
“Art. 182 StPO bestimmt, dass Staatsanwaltschaft und Gerichte eine sachverständige Person beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Art. 20 StGB geht Art. 182 f. StPO als lex specialis vor (BGE 140 IV 49 E. 2.2). Der Sachverständige muss im Gutachten den "biologisch-psychologischen" Zustand des Täters beurteilen. Das Gutachten soll Klarheit über das Vorliegen einer psychischen Störung geben und die Frage beantworten, ob und wie sich diese auf die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit ausgewirkt hat (Urteile 6B_337/2023 vom 4. Mai 2023 E. 4.2.2; 6B_257/2020 vom 24. Juni 2021 E. 4.2.2, nicht publ. in: BGE 147 IV 409; je mit Hinweisen).”
“Art. 182 StPO bestimmt, dass Staatsanwaltschaft und Gerichte eine sachverständige Person beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Art. 20 StGB geht Art. 182 f. StPO als lex specialis vor (BGE 140 IV 49 E. 2.2). Der Sachverständige muss im Gutachten den "biologisch-psychologischen" Zustand des Täters beurteilen. Das Gutachten soll Klarheit über das Vorliegen einer psychischen Störung geben und die Frage beantworten, ob und wie sich diese auf die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit ausgewirkt hat (Urteile 6B_337/2023 vom 4. Mai 2023 E. 4.2.2; 6B_257/2020 vom 24. Juni 2021 E. 4.2.2, nicht publ. in: BGE 147 IV 409; je mit Hinweisen).”
In der Verfügung wurde den Parteien eine Frist zur Anmeldung allfälliger Recusationsgründe (Befangenheitsgründe) und zur Einreichung von Fragen an den Sachverständigen gesetzt. Die Verteidigung erklärte, keine Recusationsgründe zu haben, und reichte Fragen ein; auch der Staatsanwalt fügte Fragen hinzu.
“] – portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, vu l’avis du 26 juin 2024 par lequel la direction de la procédure a imparti aux parties un délai pour faire valoir d’éventuels motifs de récusation de l’expert précité et proposer des questions à poser à l’expert, vu les courriers du défenseur d’O.________ des 15 et 31 juillet 2024, aux termes desquels il a indiqué ne pas avoir de motif de récusation à faire valoir, et a déposé une liste de questions, vu le courrier du Ministère public du 8 août 2024, demandant que le travail expertal soit étendu à la période de janvier à septembre 2020, et ajoutant deux questions à poser à l’expert, vu le courrier du 11 septembre 2024, par lequel le défenseur d’O.________ a déposé des questions supplémentaires à poser à l’expert, vu les pièces du dossier; attendu qu’il convient d’ordonner une expertise en application de l’art. 182 CPP portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait, aucune partie ne s’y étant du reste opposée, que cette expertise peut être confiée au Dr [...], Médecin-vétérinaire à Yverdon-les-Bains, les parties n’ayant invoqué aucun motif de récusation à son encontre, qu’il convient d’impartir à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport, attendu que les frais de la présente ordonnance, arrêtés à 360 fr., suivront le sort des frais de la cause. Par ces motifs, le Président de la Cour d’appel pénale, en application de l’art. 182 CPP, statuant à huis clos : I. ordonne une expertise portant sur la nature des soins prodigués au cheval « [...] » ainsi que sur la pathologie dont il souffrait. II. désigne en qualité d’expert le Dr [...]. III. impartit à l’expert un délai au 1er février 2025 pour déposer son rapport en trois exemplaires, accompagné de sa note d’honoraires.”
Art. 182 StPO erlaubt den Beizug einer oder mehrerer sachverständiger Personen, wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht nicht über die für die Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlichen besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten verfügen. Sachverständige geben fachlich-wissenschaftliche Auskünfte zu technischen oder medizinischen Fragen und können damit die Tatsachenermittlung und -bewertung unterstützen; in bestimmten Fällen kann das Gutachten auch für die Einschätzung des Verschuldens bedeutsam sein.
“Quant à la question n° 7, elle porte également sur le devoir de prudence, mais sous l’angle spécifique de l’existence des normes de sécurité qui imposent un comportement déterminé pour assurer la sécurité et prévenir les accidents (ATF 143 IV 138 consid. 2.1 ; ATF 135 IV 56 consid. 2.1). Au vu de la jurisprudence précitée, et notamment des passages de celle-ci mis ci-dessus en italique, la « formation », les « connaissances techniques » et l’« expérience professionnelle » – selon les termes de la question n° 8 – du recourant, en rapport avec la reconnaissance par lui de l’éventuelle violation des règles de l’art dans le cadre de la conception, la réalisation et la pose de la porte, sont tout à fait pertinentes pour déterminer une éventuelle violation par celui-ci de ses devoirs de prudence. Il s’agit manifestement d’éléments sur lesquels ni le Ministère public, ni le juge, ne disposent des « connaissances et des capacités nécessaires pour constater et juger un état de fait », au sens de l’art. 182 CPP. De toute manière, même si la question en cause portait sur une question de droit – ce qui n’est pas le cas pour les motifs précités – le juge ne pourrait pas se fonder sur la réponse de l’expert. Il s’ensuit que le recourant ne s’en retrouverait pas lésé. En conclusion, c’est à bon droit que le Ministère public a non seulement fait porter l’expertise sur le contenu et l’éventuelle violation des règles de l’art à la question n° 7, mais aussi à la question n° 8, sur le point de savoir si, au vu de sa situation personnelle, le recourant pouvait reconnaître une telle violation. Le second moyen du recourant, mal fondé, doit également être rejeté. Quant à l’argument selon lequel le Ministère public n’a pas encore entendu le recourant, on ne voit pas en quoi il serait pertinent, dès lors qu’il ne relève pas du contenu du mandat d’expertise, mais de son exécution. Au demeurant, le recourant a été entendu par la police et l’expert disposera du procès-verbal de son audition, d’une part, et la direction de la procédure peut autoriser l’expert à assister à des actes de procédure et à poser des questions aux personnes qui doivent être entendues (cf.”
“Gemäss Art. 164 Abs. 1 StPO werden das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse einer Zeugin oder eines Zeugen nur abgeklärt, soweit dies zur Prüfung ihrer Glaubwürdigkeit erforderlich ist. Die Verfahrensleitung kann eine ambulante Begutachtung anordnen, wenn sie Zweifel an der Urteilsfähigkeit hat oder wenn Anhaltspunkte für eine psychische Störung vorliegen, sofern die Bedeutung des Strafverfahrens und des Zeugnisses dies rechtfertigt (Art. 164 Abs. 2 StPO). Aufgrund des Verweises in Art. 180 Abs. 2 StPO gilt die genannte Bestimmung grundsätzlich auch für die Privatklägerschaft (BGer 1B_342/2016 vom 12. Dezember 2016 E. 2). Sodann bestimmt Art. 182 StPO, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (BGer 6B_1090/2018 vom 17. Januar 2019 E. 1.2).”
“Il convient ainsi d'examiner si la version des faits invoquée par l'accusé pour justifier la licéité de ses actes apparaît crédible et plausible eu égard à l'ensemble des circonstances (G. PIQUEREZ / A. MACALUSO, Procédure pénale suisse, 3e éd., Genève/Bâle/Zurich 2011, n. 555, p. 189). 2.5. Aux termes de l'art. 19 CP, l'auteur n'est pas punissable si, au moment d'agir, il ne possédait pas la faculté d'apprécier le caractère illicite de son acte ou de se déterminer d'après cette appréciation (al. 1). Le juge atténue la peine si, au moment d'agir, l'auteur ne possédait que partiellement la faculté d'apprécier le caractère illicite de son acte ou de se déterminer d'après cette appréciation (al. 2). Les mesures prévues aux art. 59 à 61, 63, 64, 67, 67b et 67e CP peuvent cependant être ordonnées (al. 3). De même que la capacité de discernement est présumée en droit civil s'il n'existe aucun motif de la mettre en doute (art. 16 CC), la pleine responsabilité de l'auteur est présumée en droit pénal (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1129/2014 du 9 septembre 2015 consid. 4.2). 2.6. À teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Contrairement au témoin, l'expert n'a pas à déposer sur des faits qu'il a vus ou entendus par ses propres sens, mais répond à des questions d'ordre technique ou scientifique. Il donne une opinion scientifique, motivée, sur des faits qui lui sont soumis par le juge pour qu'il livre son avis de spécialiste. Son rôle est d'aider à constater et apprécier l'état de fait grâce à ses connaissances particulières (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 4 à 6 ad art. 182). Les questions purement techniques, qui ont trait par exemple à la science médicale, ne sont pas compréhensibles pour le juge sans l'aide d'experts. Même si elle relève du droit, l'estimation du degré de la faute peut dépendre dans une large mesure de l'avis des experts (ATF 108 II 422 consid.”
Das Gutachten ist eine Ermittlungsmassnahme, die von Sachverständigen durchgeführt wird, wenn Staatsanwaltschaft und Gerichte nicht über die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlichen fachlichen Kenntnisse verfügen. Der Sachverständige hat den Richter über fachliche, wissenschaftliche oder technische Fragen zu informieren; eine rechtliche Würdigung der Tatsachen oder die Beantwortung von Rechtsfragen fällt nicht in seinen Aufgabenbereich (jura novit curia).
“Ce recours doit être adressé par écrit, dans un délai de dix jours dès la notification de la décision attaquée (cf. art. 384 let. b CPP), à l’autorité de recours (art. 396 al. 1 CPP) qui, dans le canton de Vaud, est la Chambre des recours pénale du Tribunal cantonal (art. 13 LVCPP [loi d'introduction du Code de procédure pénale suisse du 19 mai 2009 ; BLV 312.01] ; art. 80 LOJV [loi d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01]). A teneur de l'art. 394 let. b CPP, le recours est néanmoins irrecevable contre une décision du Ministère public rejetant une réquisition de preuve qui peut être réitérée ultérieurement sans préjudice irréparable. Les décisions relatives à l’administration des preuves ne sont en principe pas de nature à conduire à un dommage juridique irréparable (ATF 141 III 180 consid. 1.2 ; TF 1B_682/2021 du 30 juin 2022 consid. 3.1). 1.1.2 En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. Selon l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’expertise en tant que telle est une mesure d’instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiée à des spécialistes pour qu’ils informent le juge sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Piquerez, Traité de procédure pénale suisse, 2e éd. 2016, n. 792, p. 499 cité in TF 6B_503/2015 du 24 mai 2016 consid. 2.4, non publié in ATF 142 IV 276). L’expertise ne doit jamais porter sur une appréciation juridique des faits (ATF 130 I 337 consid. 5.4.1 ; ATF 113 II 429 consid. 3a ; TF 1B_213/2020 du 4 août 2020 consid. 3.2 ; TF 6B_1421/2016 du 5 octobre 2017 consid. 1.3 et la réf. cit.). Il s’ensuit que le juge ne saurait se fonder sur l’opinion exprimée par un expert lorsqu’elle répond à une question de droit (ATF 130 I 337 précité consid.”
“Le recourant affirme qu'une décision administrative serait en passe d'être prise. Or, si la sous-commission de la CSPSDP a effectivement clos son instruction en décembre 2020, elle doit encore remettre ses conclusions à la commission plénière "lors d'une prochaine séance, vraisemblablement durant le premier semestre de 2021". Cette dernière établira ensuite un préavis à l'attention du département, qui statuera. Force est ainsi de constater que la procédure administrative, même si elle semble plus avancée que la présente procédure pénale, n'est de loin pas encore terminée. Le principe de célérité de la procédure pénale, qui doit primer à teneur de la jurisprudence, impose donc au Ministère public de poursuivre son instruction - ouverte depuis 2019 - et cela, indépendamment de la procédure administrative en cours. Il est du reste dans l'intérêt du prévenu lui-même que l'instruction de la cause dont il est l'objet progresse. Le refus de suspendre l'instruction pénale n'est ainsi pas critiquable. 4. 4.1. Conformément à l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expert judiciaire a pour tâche d'informer le juge sur des règles d'expérience ou sur des notions relevant de son domaine d'expertise, d'élucider pour le tribunal des questions de fait dont la vérification et l'appréciation exigent des connaissances spéciales - scientifiques, techniques ou professionnelles - ou de tirer, sur la base de ces connaissances, des conclusions sur des faits existants; il est l'auxiliaire du juge, dont il complète les connaissances par son savoir de spécialiste (ATF 118 Ia 144 consid. 1c et les références citées). Il est en revanche exclu de soumettre à l'expert des questions qui relèvent de la compétence de la direction de la procédure, c'est-à-dire les questions juridiques. En effet, en vertu du principe jura novit curia, l'application du droit est l'apanage du juge et ne peut être déléguée (ATF 130 I 337 consid.”
Wenn ein Sachverständigengutachten nicht formell im Rahmen von Art. 182 ff. StPO durch die Strafbehörde bestellt wurde, ist es als Parteigutachten bzw. Parteivorbringung zu qualifizieren und unterliegt der freien Beweiswürdigung.
“Per quanto concerne il secondo parere, la ricorrente lamenta ch'esso non sarebbe mai stato oggetto di contraddittorio, non avrebbe il valore di una perizia, avrebbe omesso di indagare la causa della morte della paziente e di stabilire il comportamento che avrebbe dovuto tenere un medico diligente, non avrebbe preso in esame parametri indispensabili e sarebbe quindi incompleto. 3.2. 3.2.1. Per quanto concerne il parere del dr. med. G.________ del 14 febbraio 2017, si tratta di una valutazione medica dell'accuratezza delle cure prestate dall'opponente 2 alla paziente deceduta, redatta su mandato del primo studio legale al quale si era rivolta la ricorrente. Nel caso concreto, non si tratta quindi del parere di un perito nominato formalmente dal Procuratore pubblico nell'ambito del procedimento penale in virtù degli art. 182 segg. CPP, al quale troverebbero applicazione i motivi di ricusazione di cui all'art. 56 CPP (art. 183 cpv. 3 CPP), ma bensì del parere di un perito di parte. In quanto tale, il parere in questione deve essere considerato alla stregua di un'allegazione di parte, sottoposta alla libera valutazione delle prove (art. 10 cpv. 2 CPP; cfr. DTF 141 IV 369 consid. 6.1 seg.; sentenza 1B_496/2022 del 2 novembre 2022 consid. 6.3; MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3a ed. 2023, n. 10a ad art. 182 CPP; HENRIETTE KÜFFER, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3a ed. 2023, n. 23 ad art. 105 CPP). Pertanto, nella misura in cui la ricorrente censura una presunta parzialità del dr. med. G.________ a causa del suo precedente coinvolgimento in un procedimento penale per "reati analoghi", la censura ricorsuale non merita accoglimento. Inammissibile risulta la richiesta di estromissione di tale parere dagli atti, che non risulta essere stata formulata in sede cantonale (cfr. art. 99 cpv. 2 LTF). 3.2.2. Nella misura in cui la ricorrente sostiene che il parere medico legale della dr. med. F.________ del 29 agosto 2019 non avrebbe il valore di una perizia, la censura appare contraria alla buona fede processuale e in quanto tale non giustifica un esame di merito. Il principio della buona fede (art. 5 cpv. 3 Cost., art. 3 cpv. 2 lett. a CPP), quale principio del diritto penale processuale ed esigenza costituzionale dell'azione dello Stato di diritto, impone sia alle autorità sia alle parti un comportamento leale e affidabile (DTF 146 IV 297 consid.”
“Per quanto concerne il secondo parere, la ricorrente lamenta ch'esso non sarebbe mai stato oggetto di contraddittorio, non avrebbe il valore di una perizia, avrebbe omesso di indagare la causa della morte della paziente e di stabilire il comportamento che avrebbe dovuto tenere un medico diligente, non avrebbe preso in esame parametri indispensabili e sarebbe quindi incompleto. 3.2. 3.2.1. Per quanto concerne il parere del dr. med. G.________ del 14 febbraio 2017, si tratta di una valutazione medica dell'accuratezza delle cure prestate dall'opponente 2 alla paziente deceduta, redatta su mandato del primo studio legale al quale si era rivolta la ricorrente. Nel caso concreto, non si tratta quindi del parere di un perito nominato formalmente dal Procuratore pubblico nell'ambito del procedimento penale in virtù degli art. 182 segg. CPP, al quale troverebbero applicazione i motivi di ricusazione di cui all'art. 56 CPP (art. 183 cpv. 3 CPP), ma bensì del parere di un perito di parte. In quanto tale, il parere in questione deve essere considerato alla stregua di un'allegazione di parte, sottoposta alla libera valutazione delle prove (art. 10 cpv. 2 CPP; cfr. DTF 141 IV 369 consid. 6.1 seg.; sentenza 1B_496/2022 del 2 novembre 2022 consid. 6.3; MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3a ed. 2023, n. 10a ad art. 182 CPP; HENRIETTE KÜFFER, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3a ed. 2023, n. 23 ad art. 105 CPP). Pertanto, nella misura in cui la ricorrente censura una presunta parzialità del dr. med. G.________ a causa del suo precedente coinvolgimento in un procedimento penale per "reati analoghi", la censura ricorsuale non merita accoglimento. Inammissibile risulta la richiesta di estromissione di tale parere dagli atti, che non risulta essere stata formulata in sede cantonale (cfr. art. 99 cpv. 2 LTF). 3.2.2. Nella misura in cui la ricorrente sostiene che il parere medico legale della dr. med. F.________ del 29 agosto 2019 non avrebbe il valore di una perizia, la censura appare contraria alla buona fede processuale e in quanto tale non giustifica un esame di merito. Il principio della buona fede (art. 5 cpv. 3 Cost., art. 3 cpv. 2 lett. a CPP), quale principio del diritto penale processuale ed esigenza costituzionale dell'azione dello Stato di diritto, impone sia alle autorità sia alle parti un comportamento leale e affidabile (DTF 146 IV 297 consid.”
Das eingeholte Gutachten hat sich insbesondere zur Art der geeigneten Behandlung bzw. Massnahme, zu deren Erfolgsaussichten und zu den Möglichkeiten des Vollzugs zu äussern. Die Entscheidung, ob und welche Massnahme angeordnet wird, trifft das Gericht; das Gutachten dient der fachlichen Grundlage. Von sachverständigen Feststellungen darf das Gericht in fachlichen Fragen nicht ohne triftige Gründe abweichen, und Abweichungen sind zu begründen.
“zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten begegnen. Eine stationäre therapeutische Massnahme ist namentlich aufzuheben, wenn ihre Durch- oder Fortführung aussichtslos erscheint (Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB). Das Scheitern einer Massnahme darf nicht leichthin angenommen werden. Vielmehr muss sich eine Massnahme als definitiv undurchführbar erweisen. Davon ist nur auszugehen, wenn die Massnahme nach der Lage der Dinge keinen Erfolg mehr verspricht (BGE 143 IV 445 E. 2.2; 141 IV 49 E. 2.3; Urteil 7B_309/2023 vom 30. November 2023 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Das Gericht stützt sich beim Entscheid über die Anordnung einer Massnahme nach den Art. 59-61, 63 oder 64 StGB sowie bei der Änderung der Sanktion nach Art. 65 StGB auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil 6B_1172/2020 vom 21 Dezember 2020 E. 1.3.3 mit Hinweisen).”
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1). Dabei muss sich der Sachverständige insbesondere zur Art der Behandlung und der Massnahme äussern, die ihm am geeignetsten erscheint. Es ist jedoch Sache des Gerichts zu entscheiden, ob eine Massnahme angeordnet werden soll und wenn ja, welche. Es ist nämlich nicht Aufgabe des Sachverständigen, sondern des Gerichts, die Rechtsfragen, die sich im Zusammenhang mit den fachlichen Angaben des medizinischen Sachverständigen stellen, in eigener Verantwortung zu entscheiden (BGer 6B_395/2021 et al. vom 11. März 2022 E. 9.1.2; 6B_1403/2020 vom 5. Mai 2021 E. 1.1; 6B_993/2020 vom 13. Oktober 2020 E. 1.1; je mit Hinweisen; Benjamin Brägger/Tanja Zangger, Freiheitsentzug in der Schweiz, Handbuch zu grundlegenden Fragen und aktuellen Herausforderungen, 2020, S. 330 f. N 976 ff.). Das gerichtlich eingeholte Gutachten unterliegt grundsätzlich der freien richterlichen Beweiswürdigung. Das Gericht darf davon in Fachfragen jedoch nicht ohne triftige Gründe abweichen und muss Abweichungen begründen (BGE 142 IV 49 E.”
“und die Voraussetzungen der Artikel 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (lit. c). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Das Gutachten muss sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme äussern (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 146 IV 1 E. 3.1; 134 IV 315 E. 4.3.1; zur Würdigung von Gutachten: BGE 146 IV 114 E. 2.1; 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteile 6B_1516/2021 vom 28. Februar 2022 E. 1.3.3; 6B_1221/2021 vom 17. Januar 2022 E. 1.3.3; je mit Hinweisen).”
Das Gutachten hat den Erkenntnis- und Wertungsprozess nachvollziehbar darzulegen. Es muss insbesondere die herangezogenen Erkenntnismittel und die Untersuchungsmethode angeben sowie die Schlussfolgerungen klar und transparent begründen, damit die Verfahrensbeteiligten und das Gericht die Ergebnisse nachvollziehen können. Es besteht Methodenfreiheit; die Wahl der Methode liegt im Ermessen der sachverständigen Person, ist aber zu begründen. Das Gericht hat das Gutachten nach fachwissenschaftlichen Kriterien zu verstehen und selbständig zu beurteilen.
“Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung. Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 1 E. 3.1). Das (Prognose-) Gutachten erfordert eine umfassende und in sich nachvollziehbare Darstellung des Erkenntnis- und Wertungsprozesses des Sachverständigen. Dazu gehört namentlich die Angabe der von ihm herangezogenen und ausgewerteten Erkenntnismittel sowie der Untersuchungsmethode. Im Rahmen der geltenden wissenschaftlichen Standards besteht Methodenfreiheit. Die Wahl der Methode liegt im Ermessen des Sachverständigen. Sie muss aber begründet werden. Um die Nachvollziehbarkeit und Transparenz zu gewährleisten, hat die sachverständige Person im Gutachten umfassend darzulegen, wie und weshalb sie zu den von ihr gefundenen Ergebnissen gelangt. Die Schlussfolgerungen müssen transparent sowie für die Verfahrensbeteiligten nachvollziehbar dargestellt werden. Das Gericht hat das Gutachten nach fachwissenschaftlichen Kriterien zu verstehen und zu prüfen. Es muss das Gutachten selbständig beurteilen und darf die Prognoseentscheidung nicht der sachverständigen Person überlassen.”
“Selon l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Aux termes de l'art. 189 CPP, d'office ou à la demande d'une partie, la direction de la procédure fait compléter ou clarifier une expertise par le même expert ou désigne un nouvel expert dans les cas suivants: l'expertise est incomplète ou peu claire (let. a); plusieurs experts divergent notablement dans leurs conclusions (let. b); l'exactitude de l'expertise est mise en doute (let. c). L'expert est en principe libre d'utiliser la méthode d'expertise qui lui paraît la plus judicieuse (arrêt 6B_582/2017 du 19 juin 2018 consid. 2.2.3 et les références). La méthode doit toutefois être fondée, suivre les critères scientifiques établis, séparer soigneusement les constatations de faits du diagnostic et exposer clairement et logiquement les conclusions (arrêts 6B_354/2022 du 24 août 2022 consid. 3.3.1; 6B_567/2020 du 6 décembre 2021 consid.”
Die Strafbehörde kann auf die Anordnung eines Gutachtens verzichten, wenn aus den Akten, früheren Expertisen oder sonstigen Elementen kein ernsthafter Hinweis vorliegt, der dessen Durchführung rechtfertigt (beispielsweise weil die Beweislage bereits aus dem Dossier hervorgeht, die fragliche Frage unbeachtlich ist oder eine Expertise die Überzeugungsbildung voraussichtlich nicht ändern würde). Ein solcher Verzicht verletzt das Recht auf rechtliches Gehör nur, wenn die vorweggenommene Beurteilung der Beweismittel willkürlich ist.
“Le résultat du test de Rorschach évoquait un fonctionnement prépsychotique, des défenses caractérielles et mythomaniaques, des traits paranoïaques ainsi qu'une angoisse de persécution. A______ avait toutefois la faculté d'apprécier le caractère illicite de son acte et de se déterminer d'après cette appréciation. Devant les explications de l'intéressé quant au risque de récidive, les experts qualifiaient ce dernier de faible et se prononçaient en faveur d'un traitement ambulatoire. g.b. Les autres condamnations de A______ ont été prononcées, entre 2009 et 2019, pour des faux dans les titres, escroquerie et délinquance routière. C. Après avoir consulté les parties, le Ministère public a décerné le mandat querellé, tant dans la P/1______/2019 que dans la P/15481/2018, estimant qu'eu égard aux antécédents judiciaires de A______, de la nature des faits qui lui étaient reprochés ainsi que du rapport d'expertise psychiatrique du 11 janvier 2006, il y avait lieu de penser qu'il pourrait faire l'objet d'une mesure. D. a. À l'appui de son recours, valant pour les deux procédures, A______ se plaint d'une violation de l'art. 182 CPP cum art. 20 CP. Aucun élément au dossier ne permettait de douter de sa responsabilité pénale. Ceux avancés par le Ministère public – antécédents et nature des faits reprochés (et contestés) – ne constituaient pas des indices sérieux au sens de l'art. 20 CP. En particulier, la gravité des faits reprochés ne pouvait justifier le prononcé d'une expertise psychiatrique, étant rappelé que celle du 11 janvier 2006 n'avait décelé aucun trouble mental ou addiction. Le Ministère public avait aussi violé l'art. 182 CPP cum art. 56 al. 3 CP, aucune mesure au sens des art. 59 ss CP n'étant envisageable en l'espèce. Quant à l'hypothèse prévue à l'art. 64 al. 1 let. a CP, liée au risque de récidive, elle n'était pas non plus envisageable, ni même envisagée par le Ministère public, qui n'avançait aucun argument lié aux caractéristiques de sa personnalité, à son vécu et aux circonstances de l'infraction. Ce dernier disposait de l'ensemble des éléments avancés à l'appui du mandat litigieux depuis à tout le moins janvier 2020, date de l'audition de J______ dans la P/15481/2018.”
“182 CPP, le Ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’autorité pénale peut refuser la mise en œuvre d’une expertise, sans violer les droits de la défense, si celle-ci apparaît inutile. Selon la doctrine, est notamment inutile l’expertise qui porte sur un fait qui n’est pas important pour la solution du cas, lorsque les preuves résultent déjà d’éléments du dossier ou lorsque le temps écoulé depuis les faits rend l’expertise superflue (Vuille, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse 2e éd., Bâle 2019, nn. 26 et 27 ad art. 182 CPP). L’autorité pénale peut également refuser une expertise si elle estime que celle-ci ne pourrait pas l’amener à modifier son opinion. Dans ce cas, le refus d’ordonner une expertise ne viole le droit d’être entendu que si l’appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve est arbitraire (Vuille, op. cit., n. 27 ad art. 182 CPP ; ATF 124 I 208, SJ 1999 I 89). 3.3 3.3.1 En l’espèce, X.D.________ est décédé le 24 septembre 2020 après avoir subi une intervention chirurgicale dispensée par le Dr P.________ à la L.________. Il était en bonne santé habituelle et ne présentait pas de comorbidités. Il souffrait toutefois d’une hernie crurale pour laquelle il avait décidé d’être opéré en ambulatoire, sous anesthésie générale. Ainsi, il avait été admis à 6h30 et avait été pris en charge au bloc opératoire dès 7h28. L’incision avait eu lieu à 8h06 et l’intervention avait pris fin à 9h30, de sorte que le patient était sorti du bloc opératoire à 9h50. Il n’avait eu aucune particularité durant l’opération qui s’était bien passée. X.D.________ avait ensuite été conduit en salle de réveil où il était resté jusqu’à 11h40 environ, avant d’être installé en chambre individuelle. Il était bien réveillé, décontracté et content de manger. Ses constantes étaient dans la norme. A 12h50, dans sa chambre, il avait bu, avait pu se lever et était allé uriné.”
“Ce refus d'instruire ne viole le droit d'être entendu que si l'appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a ainsi procédé, est entachée d'arbitraire (ATF 141 I 60 consid. 3.3 ; ATF 136 I 229 consid. 5.3 ; TF 6B_593/2016 du 27 avril 2017 consid. 5 ; TF 6B_598/2013 du 5 septembre 2013 consid. 3.1 ; Bénédict, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse [ CR CPP], 2e éd., Bâle 2019, n. 23 ad art. 139 CPP). 2.2.4 Selon l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’autorité pénale peut refuser la mise en œuvre d’une expertise, sans violer les droits de la défense, si celle-ci apparaît inutile. Selon la doctrine, est notamment inutile l’expertise qui porte sur un fait qui n’est pas important pour la solution du cas, lorsque les preuves résultent déjà d’éléments du dossier ou lorsque le temps écoulé depuis les faits rend l’expertise superflue (Vuille, CR CPP, op. cit., nn. 26 et 27 ad art. 182 CPP). L’autorité pénale peut également refuser une expertise si elle estime que celle-ci ne pourrait pas l’amener à modifier son opinion. Dans ce cas, le refus d’ordonner une expertise ne viole le droit d’être entendu que si l’appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve est arbitraire (Vuille, op. cit., n. 27 ad art. 182 CPP ; ATF 124 I 208, SJ 1999 I 89). 2.3 En l’espèce, force est de constater que les questions discutées par C.V.________, relatives au suivi de son épouse pendant son hospitalisation au Service [...] du C.________, à l’interprétation de son état et aux mesures qui auraient dû ou pu être prises, sont clairement d’ordre technique. Or, pour fonder son ordonnance, le procureur s’est basé uniquement sur les explications du Dr A.________ et sur celles de son conseil, qui émanent également d’autres médecins du C.________, à savoir des collègues du Dr A.________ lui-même, dont le service est mis en cause par le recourant. En effet, le procureur met en avant la « fiabilité » du PET-SCAN du 22 octobre 2019 – remise en cause par le recourant – sur la seule base des explications fournies par le [.”
“Ces motifs correspondent à ceux pour lesquels le ministère public peut, de manière générale, renoncer à administrer une preuve (art. 139 al. 2 CPP). Le législateur a ainsi consacré le droit des autorités pénales de procéder à une appréciation anticipée des preuves. Le magistrat peut renoncer à l'administration de certaines preuves, notamment lorsque les faits dont les parties veulent rapporter l'authenticité ne sont pas importants pour la solution du litige ou s’il parvient sans arbitraire à la constatation, sur la base des éléments déjà recueillis, que l’administration de la preuve sollicitée ne peut plus modifier sa conviction. Ce refus d'instruire ne viole le droit d'être entendu que si l'appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve offert, à laquelle le juge a ainsi procédé, est entachée d'arbitraire (ATF 141 I 60 consid. 3.3 ; ATF 136 I 229 consid. 5.3 ; TF 6B_593/2016 du 27 avril 2017 consid. 5 ; TF 6B_598/2013 du 5 septembre 2013 consid. 3.1 ; Bénédict, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse [ CR CPP], 2e éd., Bâle 2019, n. 23 ad art. 139 CPP). 2.2.4 Selon l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L’autorité pénale peut refuser la mise en œuvre d’une expertise, sans violer les droits de la défense, si celle-ci apparaît inutile. Selon la doctrine, est notamment inutile l’expertise qui porte sur un fait qui n’est pas important pour la solution du cas, lorsque les preuves résultent déjà d’éléments du dossier ou lorsque le temps écoulé depuis les faits rend l’expertise superflue (Vuille, CR CPP, op. cit., nn. 26 et 27 ad art. 182 CPP). L’autorité pénale peut également refuser une expertise si elle estime que celle-ci ne pourrait pas l’amener à modifier son opinion. Dans ce cas, le refus d’ordonner une expertise ne viole le droit d’être entendu que si l’appréciation anticipée de la pertinence du moyen de preuve est arbitraire (Vuille, op. cit., n. 27 ad art. 182 CPP ; ATF 124 I 208, SJ 1999 I 89).”
Bei Beiziehung von Sachverständigen nach Art. 182 StPO sind deren Gutachten kritisch zu prüfen. Ein Gutachten bildet keine rechtsgenügliche Grundlage, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien seine Überzeugungskraft ernstlich erschüttern. Dies gilt insbesondere, wenn die an die Sachverständige gestellten Fragen nicht beantwortet werden, die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht hinreichend begründet oder in sich widersprüchlich sind, oder wenn die Mängel so offenkundig sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind.
“und die Voraussetzungen der Artikel 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (Bst. c). Die Anordnung einer Massnahme setzt weiter voraus, dass der mit ihr verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; Urteil des Bundesgerichts 7B._197/2023 vom 14. Juli 2023 E. 4.2.6; BGE 146 IV 1 E. 3.1 S. 6; BGE 134 IV 315 E. 4.3.1 S. 326). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StGB). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5). Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern. Dies trifft etwa zu, wenn die sachverständige Person die an sie gestellte Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonst an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (Urteil des Bundesgerichts 6B_79/2023 vom 5.”
“und die Voraussetzungen der Artikel 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind (Bst. c). Die Anordnung einer Massnahme setzt weiter voraus, dass der mit ihr verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Das Gericht stützt sich bei seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 StGB). Diese äussert sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme (Art. 56 Abs. 3 StGB, Art. 182 StPO; Urteil des Bundesgerichts 7B._197/2023 vom 14. Juli 2023 E. 4.2.6; BGE 146 IV 1 E. 3.1 S. 6; BGE 134 IV 315 E. 4.3.1 S. 326). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StGB). In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen und Abweichungen müssen begründet werden. Auf der anderen Seite kann das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (zum Ganzen: BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_828/2019 vom 5. November 2019 E. 1.2.5). Ein Gutachten stellt namentlich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern. Dies trifft etwa zu, wenn die sachverständige Person die an sie gestellte Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonst an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (Urteil des Bundesgerichts 6B_79/2023 vom 5.”
Ob ein Ergänzungs- oder ein Obergutachten einzuholen ist, gehört zur freien Beweiswürdigung des Gerichts. Dies kann mit einer Beschwerde in Strafsachen wegen Verletzung des Willkürverbots gerügt werden.
“Gemäss Art. 182 StPO ziehen Staatsanwaltschaft und Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). Ob es die in einem Gutachten enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen der Experten folgen will oder ein Ergänzungsgutachten bzw. eine Oberexpertise einholen soll, ist eine Frage der Beweiswürdigung, die mit Beschwerde in Strafsachen wegen Verletzung des Willkürverbots aufgeworfen werden kann (BGE 141 IV 369 E. 6.1).”
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). Ob es die in einem Gutachten enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen der Experten folgen will oder ein Ergänzungsgutachten bzw. eine Oberexpertise einholen soll, ist eine Frage der Beweiswürdigung, die mit Beschwerde in Strafsachen wegen Verletzung des Willkürverbots aufgeworfen werden kann (BGE 141 IV 369 E. 6.1).”
Gutachten dienen der Feststellung fachlich‑komplexer Tatsachen; sachverständige Personen wirken als technische «Entscheidungsgehilfen» der Strafbehörden und sind häufig in medizinisch‑/psychiatrischen Fragen beigezogen. Die Expertise kann für den Prozessverlauf entscheidende Bedeutung haben. Zwar steht der Beizug grundsätzlich im Ermessen der Staatsanwaltschaft und der Gerichte, er ist jedoch geboten, wenn zur Beurteilung besonderes Wissen ausserhalb des Rechts erforderlich ist.
“Häufig sind Gutachten medizinischer oder psychiatrischer Art (Heer, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 2 zu Art. 182 StPO). Der Sachverständige kann beauftragt sein, seine besondere Sachkunde zu übermitteln, d.h. Erfahrungs- und Wissenssätze mitzuteilen, beispielsweise anzugeben, welchen Anforderungen die kunstgerechte ärztliche Behandlung eines Menschen mit einer bestimmten Krankheit zu genügen hat (Donatsch, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 3 zu Art. 182 StPO). Abgesehen von den Fällen, in denen bereits das Gesetz den Beizug sachverständiger Personen vorsieht, steht deren Beizug zwar im Ermessen von Staatsanwalt und Gericht. Art. 182 StPO ist jedoch in dem Sinne zwingend, als sachverständige Personen beigezogen werden müssen, wenn zur Beurteilung eines Sachverhalts besonderes Wissen aus einem Gebiet ausserhalb des Rechts erforderlich ist (Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N. 3 zu Art. 182 StPO).”
“2021 con i quali il magistrato inquirente ha deciso la designazione di __________ quale perito, chiamato ad esprimersi sul loro operato. 2.4. Le esigenze di forma e motivazione dei gravami sono rispettate. I reclami in questione, in queste circostanze, sono ricevibili. 3. 3.1. Il pubblico ministero e il giudice fanno capo a uno o più periti quando non dispongono delle conoscenze e capacità speciali necessarie per accertare o per giudicare un fatto (art. 182 CPP). Qualora siano adempiute le circostanze indicate dalla norma, essi devono quindi interpellare un perito (decisione TF 6B_488/2016 del 5.9.2016 consid. 3.4.2.; messaggio 21.12.2005 concernente l’unificazione del diritto processuale penale, in FF 2006 p. 1115; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 7; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 28; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 3). 3.2. Il perito, riconosciuto “altro partecipante al procedimento” giusta l’art. 105 cpv. 1 lit. e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3.”
“La perizia può avere una portata straordinaria, secondo le circostanze addirittura risolutiva, per il giudizio (decisione TF 6B_299/2007 dell’11.10.2007 consid. 5.1.1.): non raramente è il solo mezzo di prova su un punto importante, per cui – stante la sua rilevanza per l’esito processuale – i requisiti che deve soddisfare un perito sono notevoli. Questi è infatti chiamato ad esprimersi in un ambito in cui le autorità penali difettano di conoscenze e capacità speciali (BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 183 CPP n. 4). Il referto peritale ha invero una “verfahrensentscheidende Bedeutung”, ossia un significato determinante per il procedimento penale (BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 1). La perizia soggiace, come ogni altra prova, al libero apprezzamento (art. 10 cpv. 2 CPP) [decisione TF 6B_817/2021 del”
“Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et – faute de notification conforme à l'art. 85 al. 2 CPP – dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une décision sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP ; cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_242/2018 du 6 septembre 2018 consid. 2.4). 1.2. La décision entreprise a été rendue à la fois dans la procédure P/15481/2018 et dans la procédure P/1______/2019. Le recourant a déposé une seule et même écriture, valant pour les deux procédures. Il se justifie donc de joindre les deux recours et de statuer dans un seul arrêt. 2. Le recourant reproche au Ministère public d'avoir décerné un mandat d'expertise psychiatrique à son encontre et se plaint, dans ce cadre, d'une violation de l'art. 182 CPP cum art. 20 et 56 al. 3 CP. 2.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en œuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. L'art. 182 CPP prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise judiciaire se définit comme une mesure d'instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées par le juge à un ou plusieurs spécialistes pour qu'il l'informe sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE [éds], Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 1 ad art. 182 CPP). L'expert apporte donc son aide à l'autorité en constatant et appréciant l'état de fait grâce à ses connaissances particulières, en aidant l'autorité à tirer les conclusions techniques des constatations qu'elle aura elle-même faites et en éclairant l'autorité sur les principes généraux relevant de son domaine de compétence (op.”
“Gemäss Art. 182 StPO ziehen Staatsanwaltschaft und Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Die Anforderungen an die sachverständige Person sind in Art. 183 StPO und die Ernennung der sachverständigen Person sowie die schriftliche Auftragserteilung an diese in Art. 184 StPO geregelt.”
“Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Die Verfahrensleitung ernennt die sachverständige Person (Art. 184 Abs. 1 StPO) und erteilt ihr einen schriftlichen Auftrag (Art. 184 Abs. 2 StPO). Vorbehaltlich gewisser Ausnahmen, gibt die Verfahrensleitung den Partei- en vorgängig Gelegenheit, sich zur sachverständigen Person und zu den Fragen zu äussern und dazu eigene Anträge zu stellen (Art. 184 Abs. 3 StPO). Die Ver- fahrensleitung übergibt der sachverständigen Person zusammen mit dem Auftrag die zur Erstellung des Gutachtens notwendigen Akten und Gegenstände (Art. 184 Abs. 4 StPO). Die sachverständige Person ist für das Gutachten persönlich ver- antwortlich (Art. 185 Abs. 1 StPO). Die rechtliche Grundlage der Pflicht zum Bei- zug eines Sachverständigen findet sich in Art. 182 StPO. Ausnahmsweise erfolgt der Entscheid über den Beizug eines Sachverständigen gestützt auf andere bun- desrechtliche Normen (z.B. Art. 20 StGB; vgl. Andreas Donatsch, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 3.”
Spezialdienste der Polizei (z. B. spezialisierte Labors, Brandermittler, FOR) können im Ermittlungsverfahren beigezogen werden; ihre Untersuchungsberichte sind – auch wenn sie nicht jeweils im formellen Sinn eines Gutachtens nach Art. 182 ff. StPO erstellt wurden – verwertbar und können Beweiskraft besitzen. Kantonale Spezialisten (insbesondere Brandermittler) können aufgrund ihrer Fachkompetenz Sachverständigenqualität im Sinne von Art. 182 StPO zukommen.
“Nichts anderes ergibt sich im Hinblick auf die Untersuchungsberichte des FOR. Sichert die Polizei Beweismittel und tatrelevantes (auch biologisches) Mate- rial, hat sie dieses gestützt auf die ausdrückliche gesetzliche Anordnung in Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO auch auszuwerten. Zu diesem Zweck hat die Polizei im Ermittlungsverfahren die Kompetenz, Spezialdienste beizuziehen, wie ein spezia- lisiertes Laboratorium für die DNA-Analyse, die Brandermittlung oder das Forensi- sche Institut Zürich, bei welchen meist Kriminaltechniker, Unfalltechniker und na- turwissenschaftlich-technische Forensiker als sachverständige Personen tätig sind (siehe dazu Jörg Arnold, Weitere Gedanken zur Auftragserteilung im Straf- verfahren in: AJP 6/2020 S. 466, 468 Ziff. I.3.a), denn bei Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO handelt es sich um eine Spezialnorm zu Art. 182 StPO, welcher Gutach- tensaufträge üblicherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält (Urteil des Bundesgerichts 6B_1078/2020 vom 26. Oktober 2022 E. 4.5 betr. DNA-Analyse; mit Hinweisen). Dass vorliegend die Auswertung der fraglichen Tatortspuren zur Aufklärung der infrage stehenden Vorwürfe an sich nicht ange- zeigt gewesen sein soll, macht der Beschuldigte zu Recht nicht geltend. Dass es sich bei denjenigen Berichten des FOR, die nicht aufgrund eines Gutachtensauf- trages im Sinne von Art. 182 ff. StPO erstellt wurden (namentlich dem Spurenbe- richt Urk. 24/5 oder dem Untersuchungsbericht Urk. 24/6), nicht um eigentliche Gutachten handelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_619/2014 vom”
“Es ist nachvollziehbar dargestellt und die einzelnen Erkenntnisschritte sind sowohl foto- grafisch wie dokumentarisch belegt. Es kann somit ohne Einschränkung vollum- fänglich darauf abgestellt werden. Nichts anderes ergibt sich im Hinblick auf die Untersuchungsberichte des FOR. Sichert die Polizei Beweismittel und tatrelevantes (auch biologisches) Material, hat sie dieses gestützt auf die ausdrückliche gesetzliche Anordnung in Art. 306 - 49 - Abs. 2 lit. a StPO auch auszuwerten. Zu diesem Zweck hat die Polizei im Ermitt- lungsverfahren die Kompetenz, Spezialdienste beizuziehen, wie ein spezialisier- tes Laboratorium für die DNA-Analyse, die Brandermittlung oder das Forensische Institut Zürich, bei welchen meist Kriminaltechniker, Unfalltechniker und naturwis- senschaftlich-technische Forensiker als sachverständige Personen tätig sind (si e- he dazu J ÖRG ARNOLD, Weitere Gedanken zur Auftragserteilung im Strafverfahren in: AJP 6/2020 S. 466, 468 Ziff. I.3.a), denn bei Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO handelt es sich um eine Spezialnorm zu Art. 182 StPO, welcher Gutachtensaufträge übli- cherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält (Urteil des Bun- desgerichts 6B_1078/2020 vom 26. Oktober 2022 E. 4.5 betr. DNA-Analyse; mit Hinweisen). Dass vorliegend die Auswertung der fraglichen Tatortspuren zur Auf- klärung der infrage stehenden Vorwürfe an sich nicht angezeigt gewesen sein soll, macht der Beschuldigte zu Recht nicht geltend. Dass es sich bei denjenigen Berichten des FOR, die nicht aufgrund eines Gutachtensauftrages im Sinne von Art. 182 ff. StPO erstellt wurden (namentlich dem Spurenbericht Urk. 24/5 oder dem Untersuchungsbericht Urk. 24/6), nicht um eigentliche Gutachten han- delt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_619/2014 vom 4. November 2014 E. 1.5), ändert nichts an deren Beweistauglichkeit und deren Beweiskraft. Sie wurden durch sachverständige Mitarbeitende der Institution nach wissenschaftlichen Kri- terien verfasst, so dass ohne weiteres (und namentlich ohne spezifische perso- nenbezogene Vorbehalte, welche vorliegend nicht geltend gemacht wurden) ge- stützt auf die Fachkompetenz und die Einbindung in die Spezialdienste davon ausgegangen werden kann, dass die Berichte mit der erforderlichen Sachlichkeit und Neutralität erstellt wurden.”
“D1/59), Fotowahlbögen vom 28. Januar 2022 betreffend den Be- schuldigten (Urk. D1/62/2) sowie betreffend P._____ (Urk. D1/62/1), ein bebilderter Artikel der R._____ [Zeitung] vom tt.mm.2016 (Urk. D1/39/2), ein Gutachten seitens des Schweizerischen Vereins für Schweisstechnik (Urk. D1/64/25), Beizugsakten der eidgenössischen Stiftungsaufsicht (Urk. D1/40/5) sowie die im Vorfeld bzw. an- lässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 94; 96/1-15; 98/1-3) einge- reichten Belege. 3.Einhergehend mit der sich als zutreffend erweisenden Einschätzung der Vorinstanz aber auch der Privatklägerin 1 zur Brandursache (Urk. 113 E. II.B.3.1.- 3.3.; Urk. 100 S. 4) ist von einer vorsätzlichen In-Brand-Setzung am Tatort - 10 - S._____-strasse ... in ... Zürich am frühen Morgen des 4. Februar 2018 um ca. 04:05 Uhr auszugehen. Gestützt auf den schlüssigen und überzeugenden Be- richt des spezialisierten Brandermittlers der Kantonspolizei Zürich vom 17. April 2018, welchem aufgrund seiner Fachkompetenz im Sinne von Art. 182 StPO Sach- verständigenqualität zukommt (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichtes BGer 6B_75/2023 vom 18. April 2023 E.3.3.2 bzw. 6B_619/2014 vom 4. November 2014 E. 1.5, sowie ARNOLD, Weitere Gedanken zur Auftragserteilung im Strafver- fahren, forumpoenale 6/2020 S. 468), kann eine natürliche Brandursache, ein tech- nischer Defekt oder eine fahrlässige Verursachung des Brandes rechtsgenügend ausgeschlossen werden. Die fundierte und nachvollziehbare Vorgehensweise des Spezialisten nach dem Ausschlussprinzip erscheint sachgerecht. Aufgrund der auf der Aussentreppe sichergestellten Gegenstände (Hammer und Brennspritflasche; vgl. auch Urk. D1/8/1 S. 4 f. u. D1/14/1) sowie des Brandspurenbildes und da ins- besondere des hinter dem Kellerfenster eruierten Brandherds ist einhergehend mit dem schlüssigen Befund des Spezialisten der Kantonspolizei davon auszugehen, dass die Täterschaft das Kellerfenster eingeschlagen und mittels einer offenen Flamme und unter Zuhilfenahme eines Brandbeschleunigers das Feuer an den dort lagernden Gegenständen (vornehmlich Bücher und Zeitschriften) initiiert hat, wes- halb lediglich eine solche Brandentstehungsmöglichkeit zum vorliegenden Brand- spurenbild führen konnte, zumal sich auch keine Hinweise auf weitere mögliche Brandursachen ergaben (vgl.”
Indikation und Zeitpunkt: Ist zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts besondere Sachkunde erforderlich, ist die Hinzuziehung eines Sachverständigen angezeigt; der Auftrag soll früh erteilt werden, damit die Expertise das Verfahren nicht unnötig verzögert. Eine frühzeitige Beauftragung ist besonders bedeutsam, wenn Beweismittel zu verfallen drohen (z. B. wegen Alter, Krankheit oder Wegzugs von Zeugen oder wegen möglicher Veränderungen des Untersuchungsgegenstands) oder wenn die beschuldigte Person in Haft ist.
“Die Staatsanwaltschaft zieht eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Sie ernennt die sachverständige Person (Art. 184 Abs. 1 StPO) und erteilt ihr einen schriftlichen Auftrag. Dieser enthält insbesondere die präzis formulierten Fragen (Art. 184 Abs. 2 StPO). Regelmässig ist bereits im Vorverfahren die Anordnung einer psychiatrischen Begutachtung erforderlich. Eine sachverständige Person ist zu bestellen, sobald die Staatsanwaltschaft aufgrund des Verfahrensstandes die Frage des Bedarfs nach besonderer Sachkunde abschätzen und der sachverständigen Person die Fragen stellen kann, deren Beantwortung für den weiteren Gang des Verfahrens erforderlich ist. Der Gutachtensauftrag ist so früh zu erteilen, dass die Expertise das Verfahren möglichst nicht verzögert. Das ist besonders bedeutsam, wenn die beschuldigte Person in Haft ist (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6B_321/2023 vom 16. Juni 2023 E. 4.4.3). Eine zügige Anordnung der Begutachtung ermöglicht es auch, allfällige tatrelevante Informationen raschmöglichst in die Tatrekonstruktion sowie in die Anklageschrift einfliessen zu lassen.”
“b CPP ne se différencie pas du préjudice irréparable visé à l'art. 93 al. 1 let. a LTF, lequel s'entend, en droit pénal, d'un dommage juridique à l'exclusion d'un dommage de pur fait tel l'allongement ou le renchérissement de la procédure (ATF 144 IV 127 consid. 1.3.1 ; TF 1B_682/2021 du 30 juin 2022 consid. 3.1). L'existence d'un tel préjudice a ainsi été admise lorsque le refus d'instruire porte sur des moyens de preuve qui risquent de disparaître, tels que l'audition d'un témoin très âgé, gravement malade ou qui s'apprête à partir dans un pays lointain définitivement ou pour une longue durée, ou encore la mise en œuvre d'une expertise en raison des possibles altérations ou modifications de son objet, pour autant qu'ils visent des faits non encore élucidés. La seule crainte abstraite que l'écoulement du temps puisse altérer les moyens de preuve ne suffit pas (arrêts du Tribunal fédéral 1B_682/2021 précité ; 1B_265/2020 du 31 août 2020 consid. 3.1 ; 1B_193/2019 du 23 septembre 2019 consid. 2.1). 2.2.1. L'art. 182 CPP – qui figure dans le chiffre 4 du CPP sur les moyens de preuve – prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. 2.2.2. L'art. 184 al. 5 CPP permet à la direction de la procédure de révoquer le mandat d'expertise en tout temps et de nommer un nouvel expert si l'intérêt de la cause le justifie. Cette disposition trouve application dans les cas où un motif objectif s’oppose à la poursuite de la collaboration avec l’expert, par exemple si un motif de récusation est découvert après sa nomination ou en cas de conflit d'intérêts (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., 2e éd., Bâle 2019, n. 29a ad art. 184 ; L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, Petit commentaire du CPP, Bâle 2016, 2e éd., n. 36 ad art. 184). 2.2.3. Une ordonnance, par laquelle le Ministère public révoque un mandat d'expertise et renonce à mettre en œuvre l'expertise doit être assimilée à une décision de rejet d'une réquisition de preuves, au sens de l'art.”
“Nach der gesetzlichen Konzeption von Art. 10 Abs. 2 StPO obliegt es den Gerichten, sämtliche subjektiven wie objektiven Beweismittel frei nach der aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung zu würdigen. Das Gericht zieht indes eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn es nicht über die besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten verfügt, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Gestützt auf Art. 329 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 zweiter Satz StPO weist das Gericht eine Anklage zur Ergänzung oder Berichtigung an die Staatsanwaltschaft zurück, wenn die Anklage den Anforderungen an den Inhalt einer Anklageschrift (Art. 325 StPO) nicht entspricht, wenn die Akten nicht im Sinne von Art. 100 StPO ordnungsgemäss geführt sind oder ausnahmsweise wenn Beweise zu ergänzen sind (vgl. BGE 141 IV 39 E. 1.6). Eine Prüfung und Rückweisung im Sinne von Art. 329 StPO kann auch im Berufungsverfahren erfolgen (vgl. Art. 379 StPO; BGE 147 IV 167 E. 1.3; BGer 6B_1216/2020 vom 11. April 2022 E. 1.3.1; Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung Praxiskommentar, 4. Aufl., Zürich 2023, Art. 329 N 10; vgl. auch BGer 6B_777/2011 vom 10. April 2012 E. 2). Eine zusätzliche Beweisergänzung durch die Staatsanwaltschaft ist dann angezeigt, wenn eine erste Prüfung der Anklage ergibt, dass ein notwendiges Beweismittel nicht abgenommen wurde. Dem gesetzgeberischen Willen nach hat die Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung nach dem System der beschränkten Unmittelbarkeit zu erfolgen (vgl.”
Berichte fachkompetenter Spezialstellen (z. B. Suva, FOR) können auch ohne formellen Gutachtenauftrag im Sinne von Art. 182 StPO beachtlich und beweiskräftig sein, sofern sie von sachkundigen Mitarbeitenden nach wissenschaftlichen Kriterien verfasst sowie fachlich fundiert und nachvollziehbar sind. Das Fehlen eines ausdrücklichen Gutachtenauftrags macht solche Berichte für sich nicht zu unbrauchbaren Unterlagen, sofern sich aus den Erstellungsumständen keine konkreten Zweifel an Sachlichkeit, Neutralität oder Fachkompetenz ergeben.
“_____ von der Abteilung Arbeitssicherheit am Bau die telefo- nische Auskunft, dass von der Suva keine entsprechenden Vorgaben bestehen würden, und weiter, dass die Befestigung einer Richtschnur mittels Nägeln beim Errichten einer Mauer eine übliche Vorgehensweise darstelle. Das vom Beschwer- deführer erwähnte "sichere" System, bei welchem Platten auf die Ecken der Mau- erkrone zu setzen seien, um die Richtschnur auf diese Weise festzuspannen (vgl. Urk. 3/14; ebenso Urk. 11/4), sei hingegen nicht verbreitet (Urk. 3/18 S. 3). Es darf davon ausgegangen werden, dass die bei der Suva auf Arbeitssicherheit spezialisierte Stelle eine zutreffende und auch fachkompetente Auskunft hinsicht- lich der Frage der Befestigung einer Richtschnur beim Bau von Mauern geben konnte und der allgemein geltende Sicherheitsstandard auch im konkreten Fall er- füllt war. Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, die betreffende Auskunft, die sich als konzis und nachvollziehbar erweist, inhaltlich anzuzweifeln. Etwas anderes ver- mochte der Beschwerdeführer nicht darzulegen. Eine (weitere) sachverständige Person im Sinne von Art. 182 StPO musste daher zur Feststellung des diesbezüg- lichen Sachverhalts nicht beigezogen werden. Der Umstand, dass allenfalls noch andere Systeme und Techniken zur Befestigung einer Richtschnur vorhanden sind, die möglicherweise einen höheren Sicherheitsstandard aufweisen, hat dabei nicht zur Folge, dass im konkreten Fall von einer tatbestandsmässigen Sorgfaltspflicht- - 11 - verletzung auszugehen wäre, da das gängige System der Befestigung mit Nägeln zur Anwendung kam. Dem Rapport ist weiter zu entnehmen, dass die Polizei die damals zuständige Bau- unternehmung D._____ AG kontaktierte und beim zuständigen Ressortleiter für Bausicherheit die Auskunft einholen konnte, wonach der Beschwerdeführer damals als Temporär-Mitarbeiter auf der Baustelle gewesen sei und vorgängig durch ein Personalvermittlungsbüro (namens F._____) bezüglich Arbeitssicherheit geschult worden sei. Weiter sei diesem persönliches Schutzmaterial (PSA), für welches ein sog. Sackbefehl – mithin die Pflicht, das betreffende Material stets bei sich zu tra- gen – bestehe, abgegeben worden.”
“Es ist nachvollziehbar dargestellt und die einzelnen Erkenntnisschritte sind sowohl foto- grafisch wie dokumentarisch belegt. Es kann somit ohne Einschränkung vollum- fänglich darauf abgestellt werden. Nichts anderes ergibt sich im Hinblick auf die Untersuchungsberichte des FOR. Sichert die Polizei Beweismittel und tatrelevantes (auch biologisches) Material, hat sie dieses gestützt auf die ausdrückliche gesetzliche Anordnung in Art. 306 - 49 - Abs. 2 lit. a StPO auch auszuwerten. Zu diesem Zweck hat die Polizei im Ermitt- lungsverfahren die Kompetenz, Spezialdienste beizuziehen, wie ein spezialisier- tes Laboratorium für die DNA-Analyse, die Brandermittlung oder das Forensische Institut Zürich, bei welchen meist Kriminaltechniker, Unfalltechniker und naturwis- senschaftlich-technische Forensiker als sachverständige Personen tätig sind (si e- he dazu J ÖRG ARNOLD, Weitere Gedanken zur Auftragserteilung im Strafverfahren in: AJP 6/2020 S. 466, 468 Ziff. I.3.a), denn bei Art. 306 Abs. 2 lit. a StPO handelt es sich um eine Spezialnorm zu Art. 182 StPO, welcher Gutachtensaufträge übli- cherweise der Staatsanwaltschaft und den Gerichten vorbehält (Urteil des Bun- desgerichts 6B_1078/2020 vom 26. Oktober 2022 E. 4.5 betr. DNA-Analyse; mit Hinweisen). Dass vorliegend die Auswertung der fraglichen Tatortspuren zur Auf- klärung der infrage stehenden Vorwürfe an sich nicht angezeigt gewesen sein soll, macht der Beschuldigte zu Recht nicht geltend. Dass es sich bei denjenigen Berichten des FOR, die nicht aufgrund eines Gutachtensauftrages im Sinne von Art. 182 ff. StPO erstellt wurden (namentlich dem Spurenbericht Urk. 24/5 oder dem Untersuchungsbericht Urk. 24/6), nicht um eigentliche Gutachten han- delt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_619/2014 vom 4. November 2014 E. 1.5), ändert nichts an deren Beweistauglichkeit und deren Beweiskraft. Sie wurden durch sachverständige Mitarbeitende der Institution nach wissenschaftlichen Kri- terien verfasst, so dass ohne weiteres (und namentlich ohne spezifische perso- nenbezogene Vorbehalte, welche vorliegend nicht geltend gemacht wurden) ge- stützt auf die Fachkompetenz und die Einbindung in die Spezialdienste davon ausgegangen werden kann, dass die Berichte mit der erforderlichen Sachlichkeit und Neutralität erstellt wurden.”
Zur Durchführung einer Begutachtung nach Art. 182 StPO kann die Anwesenheit der beschuldigten Person zwangsweise herbeigeführt werden. Hieraus folgt aber nicht, dass die beschuldigte Person zur aktiven Mitwirkung verpflichtet ist oder auf ihr Aussageverweigerungsrecht verzichtet; sie ist vor der Begutachtung entsprechend zu belehren.
“Aus dem Umstand, dass die Anwesenheit der beschuldigten Per- son zum Zweck der Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung erzwungen werden kann, lässt sich indessen nicht ableiten, diese sei auch verpflichtet, aktiv an der Begutachtung mitzuwirken. Im Gegenteil ist die beschuldigte Person vor der psychiatrischen Begutachtung auf ihr Aussageverweigerungsrecht (Art. 185 Abs. 5 StPO) und die Folgen der Aussage hinzuweisen (Bommer, a.a.O., N 31 zu Art. 20 StGB; Haenni, a.a.O., N 23 zu Art. 251/252 StPO). Daraus erhellt, dass zwischen der Anwesenheit bei der psychiatrischen Begutach- tung und der Mitwirkung an derselben zu unterscheiden ist. Während die Anwe- senheit mittels polizeilicher Zuführung erzwungen werden kann, ist dies in Bezug auf das Aussageverhalten der beschuldigten Person nicht zulässig. Für sein Nichterscheinen an den Explorationsgesprächen kann sich der Beschwerdeführer folglich nicht auf Art. 113 Abs. 1 StPO berufen, zumal die Einholung einer Begut- achtung letztlich nicht im Belieben der beschuldigten Person steht (Heer, a.a.O., N 8 zu Art. 182 StPO). Ebenso wenig könnte sich eine beschuldigte Person der Teil- nahme an einer Einvernahme mit dem Argument verweigern, sie werde anlässlich der Befragung nichts aussagen. Die Verfahrensleitung obliegt im Untersuchungs- verfahren der Staatsanwaltschaft. Soweit dagegen keine Rechtsmittel ergriffen werden oder diesen keine aufschiebende Wirkung zukommt, ist den Anordnungen der Staatsanwaltschaft Folge zu leisten. Unter diesen Umständen ist festzuhalten, dass das Nichterscheinen des Beschwerdeführers an den Explorationsgesprächen unentschuldigt war. Die zwangsweise Zuführung zur psychiatrischen Begutach- tung ist daher nicht zu beanstanden, zumal der Beschwerdeführer explizit festhielt, er werde an keinen Explorationsgesprächen (freiwillig) teilnehmen.”
Bei Aussagen minderjähriger Zeugen kann nach Art. 182 StPO Sachverständigenhilfe angeordnet werden, wenn den zuständigen Stellen die erforderlichen besonderen Kenntnisse zur Feststellung oder Beurteilung der Aussage bzw. zur Verwertung von Video‑Aussagen fehlen (z. B. bei der Auswertung von Video‑Aussagen).
“TRIBUNAL CANTONAL 1085 PE21.012291-VWT CHAMBRE DES RECOURS PENALE __________________________________________ Arrêt du 7 décembre 2021 __________________ Composition : M. Perrot, président MM. Meylan et Maillard, juges Greffier : M. Glauser ***** Art. 182 CPP Statuant sur le recours interjeté le 1er novembre 2021 par N.________ contre le mandat d’expertise rendu le 27 octobre 2021 par le Ministère public de l’arrondissement de La Côte dans la cause n° PE21.012291-VWT, la Chambre des recours pénale considère : En fait : A. a) Le 12 juillet 2021, à 11h25, la Procureure de service de l’arrondissement de La Côte a été informée par la police qu’il avait été procédé à l’audition-vidéo de la mineure P.________, née le […] 2004, laquelle avait en substance exposé que, le 11 juillet 2021 vers 5h00 du matin, à la fin d’une soirée qui s’était déroulée à Genolier, N.________ l’aurait ramenée, avec deux autres personnes, à son domicile de Nyon. Elle aurait été déposée après l’amie qui l’accompagnait. Alors qu’elle était arrivée devant l’immeuble d’une connaissance, dont elle avait faussement donné l’adresse, N.________ serait sorti de la voiture et aurait insisté pour la raccompagner jusqu’à l’intérieur. Dans le hall, il l’aurait attrapée par le bras et aurait tenté de l’embrasser, réussissant à attraper ses lèvres.”
Fragestellung im Gutachten: Die zu stellenden Fragen müssen präzise, fachlich relevant und sachlich neutral formuliert sein. Rechtliche Fragen sind der Behörde/ dem Gericht vorbehalten und dürfen dem Sachverständigen nicht zur Beantwortung überlassen werden.
“Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et – faute de notification conforme à l'art. 85 al. 2 CPP – dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une décision sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 393 al. 1 let. a CPP) et émaner du prévenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP ; cf. arrêt du Tribunal fédéral 1B_242/2018 du 6 septembre 2018 consid. 2.4). 2. Le recourant ne prend aucune conclusion s'agissant de la date du mandat querellé, soit le 4 octobre 2023, de sorte qu'il n'y a pas lieu d'examiner ce grief, étant toutefois relevé que le Ministère public y a répondu dans ses observations sur le recours. 3. Le recourant reproche au Ministère public de ne pas avoir accepté sa proposition d'amendement de la question III.4 du mandat d'expertise. 3.1. À teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. 3.2. La direction de la procédure établit un mandat écrit qui contient une définition précise des questions à élucider (art. 184 al. 2 let. c CPP). Celles-ci doivent être précises (c'est-à-dire ne pas porter sur des généralités) et leur formulation doit être la plus neutre possible (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7 ad art. 184). 3.3. En l'espèce, la première partie de la question litigieuse demande à l'expert si le prévenu présente un risque de commettre à nouveau des infractions, et, si oui, à quel genre d'infractions on peut s'attendre. Cette question, qui vise à déterminer l'éventuel risque de réitération, pour des faits similaires à ceux qui sont reprochés au prévenu – soit pornographie et représentation de la violence –, ou des faits d'autre nature – liés par exemple à la violence, au vu des faits reprochés sous l'angle de l'art.”
“La question de l'adéquation entre un placement institutionnel auprès de la Prison de la Croisée et le traitement des troubles diagnostiqués posée dans la première partie de la question 5a est vaine, puisque la réponse est affirmative et résulte de la loi, de la jurisprudence et de la décision de la Chambre des recours pénale (CREP 13 septembre 2021/858), et non d'un expert. Il en est de même pour la deuxième partie de la question 5a, soit de savoir si le recourant a pu bénéficier d’une prise en charge médicale adéquate dans ledit établissement. En effet, le recourant a bénéficié d'un suivi par le SMPP. Enfin, pour les mêmes raisons, la question 5b, soit l'impact de l'inadéquation du lieu de détention ou de la prise en charge sur l'évolution du recourant, n’est pas pertinente puisque la Prison de la Croisée est admise comme un lieu adéquat au sens de l'art. 59 al. 3 CP. En conclusion, les questions dont le recourant requiert l’ajout au mandat d’expertise ne relèvent pas de la compétence de l’expert, mais de l’application du droit (art. 182 CPP applicable à titre de droit cantonal supplétif ; cf. TF 6B_580/2021 du 22 septembre 2021 consid. 2.2). C’est donc à juste titre que l’OEP a refusé de les inclure dans le mandat qu’il a délivré le 3 mars 2022. 4. S’agissant de la requête du recourant tendant à l’octroi de l’assistance judiciaire, elle n’est pas soumise à l’art. 132 CPP, qui ne s’applique pas directement à une procédure relative à l’exécution des jugements rendus, qui demeure de la compétence des cantons, sauf dispositions spéciales du CPP ou du CP (TF 6B_1322/2021 du 11 mars 2022 consid. 4.1 et les réf. cit.). Aussi l’art. 132 CPP ne peut-il s’appliquer tout au plus qu’à titre de droit cantonal supplétif ; ou encore est-ce l’art. 18 al. 1 LPA-VD (Loi sur la procédure administrative du 28 octobre 2008 ; BLV 173.36) qui s’applique (cf. TF 6B_580/2021 précité consid. 6 et les réf. cit.). Quoiqu’il en soit, l’octroi de l’assistance judiciaire gratuite peut être conditionnée à l’existence des chances de succès dans la cause de celui qui la réclame, et ce également devant l’instance de recours (TF 6B_1322/2021 précité consid.”
“e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. ed., n. 931). E’ invero “Entscheidungsgehilfe” delle autorità penali (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.). Il perito ha lo specifico compito di accertare i fatti (decisione TF 1B_409/2018 del 18.2.2019 consid. 4.3.; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 2); non deve e non può rispondere a questioni giuridiche eventualmente postegli: “iura novit curia” (ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 21; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2). L’applicazione del diritto è compito del giudice e non può essere delegato (BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 4 e art. 184 CPP n. 12).”
“Il pubblico ministero e il giudice fanno capo a uno o più periti quando non dispongono delle conoscenze e capacità speciali necessarie per accertare o per giudicare un fatto (art. 182 CPP). Qualora siano adempiute le circostanze indicate dalla norma, essi devono quindi interpellare un perito (decisione TF 6B_488/2016 del 5.9.2016 consid. 3.4.2.; messaggio 21.12.2005 concernente l’unificazione del diritto processuale penale, in FF 2006 p. 1115; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 7; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 28; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 3). 3.2. Il perito, riconosciuto “altro partecipante al procedimento” giusta l’art. 105 cpv. 1 lit. e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. ed., n. 931). E’ invero “Entscheidungsgehilfe” delle autorità penali (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.). Il perito ha lo specifico compito di accertare i fatti (decisione TF 1B_409/2018 del 18.2.2019 consid. 4.3.; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 2); non deve e non può rispondere a questioni giuridiche eventualmente postegli: “iura novit curia” (ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 21; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2). L’applicazione del diritto è compito del giudice e non può essere delegato (BSK StPO – M.”
“1 lit. e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. ed., n. 931). E’ invero “Entscheidungsgehilfe” delle autorità penali (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.). Il perito ha lo specifico compito di accertare i fatti (decisione TF 1B_409/2018 del 18.2.2019 consid. 4.3.; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 2); non deve e non può rispondere a questioni giuridiche eventualmente postegli: “iura novit curia” (ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 21; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2). L’applicazione del diritto è compito del giudice e non può essere delegato (BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 4 e art. 184 CPP n. 12).”
“Qualora siano adempiute le circostanze indicate dalla norma, essi devono quindi interpellare un perito (decisione TF 6B_488/2016 del 5.9.2016 consid. 3.4.2.; messaggio 21.12.2005 concernente l’unificazione del diritto processuale penale, in FF 2006 p. 1115; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 7; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 28; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 3). 3.2. Il perito, riconosciuto “altro partecipante al procedimento” giusta l’art. 105 cpv. 1 lit. e CPP, è la persona (fisica) che interviene nel procedimento penale in ragione della sua qualità di tecnico in uno specifico campo (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.; BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 22; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 1). Il suo ruolo è – di fatto – quello di un “ausiliario” delle autorità penali nella scoperta della verità materiale nel procedimento (BSK StPO – H. KÜFFER, op. cit., art. 105 CPP n. 24; ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2; N. SCHMID / D. JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. ed., n. 931). E’ invero “Entscheidungsgehilfe” delle autorità penali (decisione TF 6B_1060/2019 del 15.1.2020 consid. 2.3.3.). Il perito ha lo specifico compito di accertare i fatti (decisione TF 1B_409/2018 del 18.2.2019 consid. 4.3.; BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n. 2); non deve e non può rispondere a questioni giuridiche eventualmente postegli: “iura novit curia” (ZK StPO – A. DONATSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 21; StPO Praxiskommentar – N. SCHMID / D. JOSITSCH, op. cit., art. 182 CPP n. 2). L’applicazione del diritto è compito del giudice e non può essere delegato (BSK StPO – M. HEER, op. cit., art. 182 CPP n.”
Sachverständigengutachten im Sinne von Art. 182 StPO sind von amtlichen Berichten (Art. 195 StPO) zu unterscheiden. Amtliche Berichte können von den Strafbehörden eingeholt werden und erfordern für ihre Erstellung in der Regel keine oder nur geringfügige besondere Fachkenntnisse. Amtliche Berichte ersetzen nicht grundsätzlich ein Sachverständigengutachten; sie dürfen nicht eingeholt werden, wenn ein Gutachten erforderlich ist.
“Von Sachverständigengutachten im Sinne von Art. 182 ff. StPO zu unterscheiden sind amtliche Berichte im Sinne von Art. 195 Abs. 1 StPO. Nach dieser Bestimmung holen die Strafbehörden amtliche Berichte und Arztzeugnisse über Vorgänge ein, die im Strafverfahren bedeutsam sein können. Bei deren Erstellung müssen die besonderen Voraussetzungen gemäss Art. 182 ff. StPO grundsätzlich nicht eingehalten werden. Sie erfordern aber in der Regel keine besonderen Fachkenntnisse oder solche müssen zur Erstellung des Berichts oder Zeugnisses nur in geringem Umfang eingesetzt werden. Amtliche Berichte dürfen dann nicht eingeholt werden, wenn ein Gutachten notwendig wäre (Urteil 6B_235/2020 vom 1. Februar 2021 E. 2.5.2 mit Hinweisen). Dieser Unterschied reflektiert sich auch darin, dass Sachverständigengutachten nur von der Staatsanwaltschaft und den Gerichten (vgl. Art. 182 StPO), amtliche Berichte nach Art. 195 StPO dagegen von "den Strafbehörden" eingeholt werden können, wozu nach dem”
Bei bloss geringfügigen Ungenauigkeiten, kleineren Widersprüchen oder unstimmigen Details ist nicht automatisch ein Gutachten beizuziehen. Nach der Rechtsprechung obliegt die Beurteilung der Glaubwürdigkeit primär dem Tatgericht; eine Expertise ist nur bei Vorliegen besonderer Umstände zu veranlassen.
“Conformément à l’art. 139 al. 2 CPP, il n’y a pas lieu d’administrer des preuves sur des faits non pertinents, notoires, connus de l’autorité ou déjà suffisamment prouvés. Cette disposition codifie, pour la procédure pénale, la règle jurisprudentielle déduite de l’art. 29 al. 2 Cst. en matière d’appréciation anticipée des preuves (TF 6B_1080/2021 du 8 décembre 2021 consid. 2.1 et les réf. citées). Le magistrat peut ainsi refuser des preuves nouvelles, lorsqu’une administration anticipée de ces preuves démontre qu’elles ne seront pas de nature à modifier le résultat de celles déjà administrées (ATF 136 I 229 consid. 5.3). Le refus d’instruire ne viole le droit d’être entendu des parties et l’art. 389 al. 3 CPP que si l’appréciation anticipée effectuée est entachée d’arbitraire (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; ATF 141 I 60 consid. 3.3 et les réf. citées, JdT 2015 I 115 ; TF 6B_1331/2020 du 18 janvier 2021 consid. 1.1 ; TF 6B_818/2020 du 18 janvier 2021 consid. 2.1). 3.2.2 Aux termes de l’art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu’ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Conformément au principe de la libre appréciation des preuves, l’appréciation de la crédibilité des divers moyens de preuve relève en premier lieu de la compétence du juge du fait et aucun moyen de preuve ne s’impose à lui. Le magistrat ne saurait se soustraire à son devoir de libre appréciation en exigeant, sans nuance et quasi automatiquement, qu’une expertise de crédibilité soit ordonnée dès que des déclarations sont contestées, contiennent quelques imprécisions ou des contradictions mineures ou manquent de clarté sur des points secondaires (TF 6B_123/2020 du 26 novembre 2020 consid. 3.1 ; TF 6B_1070/2017 du 20 avril 2018 consid. 2.1 ; TF 6B_506/2016 du 22 juin 2017 consid. 1.4.1). Le juge ne doit ainsi recourir à une expertise de crédibilité qu’en présence de circonstances particulières (ATF 128 I 81 consid.”
“Le juge doit, dans l'évaluation globale de l'ensemble des éléments probatoires rassemblés au dossier, les apprécier librement (arrêts du Tribunal fédéral 6B_942/2017 du 5 mars 2018 consid. 2.1.2 ; 6B_614/2012 du 15 février 2013 consid. 3.2.5), sous réserve des cas particuliers où une expertise de la crédibilité des déclarations de la victime s'impose (ATF 129 IV 179 consid. 2.4 p. 184 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1306/2017 du 17 mai 2018 consid. 2.1.1). Les déclarations successives d'un même témoin ne doivent pas nécessairement être écartées du seul fait qu'elles sont contradictoires ; il appartient au juge de retenir, sans arbitraire, la version qui lui paraît la plus convaincante et de motiver les raisons de son choix (arrêts du Tribunal fédéral 6B_28/2013 du 13 juin 2013 consid. 1.2 ; 6B_429/2008 du 7 novembre 2008 consid. 4.2.3). Dans le cadre du principe de libre appréciation des preuves, rien ne s'oppose non plus à ne retenir qu'une partie des déclarations d'un témoin globalement crédible (ATF 120 Ia 31 consid. 3 spéc. p. 39). 2.4. À teneur de l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. Conformément au principe de la libre appréciation des preuves, l'appréciation de la crédibilité des divers moyens de preuve relève en premier lieu de la compétence du juge du fait et aucun moyen de preuve ne s'impose à lui. Le magistrat ne saurait se soustraire à son devoir de libre appréciation en exigeant, sans nuance et quasi automatiquement, qu'une expertise de crédibilité soit ordonnée dès que des déclarations sont contestées, contiennent quelques imprécisions ou des contradictions mineures ou manquent de clarté sur des points secondaires (arrêts du Tribunal fédéral 6B_506/2016 du 22 juin 2017 consid. 1.4.1 ; 1B_36/2010 du 19 avril 2010 consid. 3.1). Le juge ne doit ainsi recourir à une expertise de crédibilité qu'en présence de circonstances particulières (ATF 128 I 81 consid. 2 p. 86 et les références ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_58/2017 du 21 août 2017 consid.”
Ob wegen fehlender eigener Fachkenntnis ein Sachverständiger beizuziehen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Verfahrensleitung bzw. des Gerichts. Die Anordnung eines Gutachtens kann – soweit die Quellen dies ausführen – von Amtes wegen erfolgen.
“Selon l'art. 182 CPP, le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise en tant que telle est une mesure d'instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiée à des spécialistes pour qu'ils informent le juge sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (arrêt 7B_60/2024 du 29 juillet 2024 consid. 4.3 et la référence citée). La question de savoir s'il faut faire appel à un expert en raison des circonstances concrètes du cas d'espèce relève du pouvoir d'appréciation du tribunal (arrêts 7B_60/2024 précité consid. 4.3; 7B_200/2022 du 9 novembre 2023 consid. 2.2.3).”
“3 StPO erhebt die Rechtsmittelinstanz ausserdem von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise. Die Rechtsmittelinstanz ist verpflichtet, von Amtes wegen für eine rechtskonforme Beweiserhebung und damit aus eigener Initiative für die nötigen Ergänzungen besorgt zu sein (BGE 147 IV 409 E. 5.3.2; 143 IV 288 E. 1.4.1 und E. 1.4.4). Beweise sind notwendig, wenn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen könnten (Urteil 6B_920/2023 vom 22. August 2024 E. 2.1.6). Das Gericht verfügt bei der Frage, ob eine erneute Beweisabnahme erforderlich ist, über einen Ermessensspielraum (BGE 140 IV 196 E. 4.4.2; Urteil 6B_1054/2023 vom 19. Februar 2024 E. 1.1.1). Eine erneute Befragung eines Belastungszeugen durch das Berufungsgericht kann sich als geboten erweisen, wenn trotz rechtskonformer Befragung des Zeugen im bisherigen Verfahren bedeutende Unsicherheiten hinsichtlich seiner Aussagen verbleiben (vgl. Urteil 6B_388/2021 vom 7. Juni 2023 E. 2.1.4 mit Hinweisen). Gemäss Art. 182 StPO ziehen Staatsanwaltschaft und Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Die Beantwortung der Frage, ob es eines solchen Gutachtens bedarf, liegt (von hier nicht einschlägigen Ausnahmen abgesehen) im Rahmen der freien richterlichen Beweiswürdigung ebenfalls im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts (Urteile 6B_308/2024 vom 22. Mai 2024 E. 1.1.2; 6B_1113/2018 vom 10. Dezember 2019 E. 3.3.2; je mit Hinweisen).”
“Art. 182 StPO bestimmt, dass Staatsanwaltschaft und Gerichte eine sachverständige Person beiziehen, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles der Beizug eines Sachverständigen notwendig ist, ein Ermessensspielraum zu (Urteile 6B_356/2022 vom 23. Juni 2023 E. 2.3.2; 6B_256/2021 vom 17. Mai 2021 E. 2.2; je mit Hinweisen).”
“Zunächst vermag der Beschwerdeführer keine Verletzung seines Rechts auf ein faires Verfahren aufzuzeigen, wenn er darauf verweist, dass die Vorinstanz das Gutachten angeordnet habe, obwohl er sein dahingehendes Gesuch zurückgezogen und die Beschwerdegegnerin ihrerseits ihren entsprechenden Antrag verspätet gestellt habe. Denn wie er selbst einräumt, war die Vorinstanz ohne Weiteres befugt und gegebenenfalls auch gehalten, das Gutachten von Amtes wegen anzuordnen (siehe Art. 182 StPO).”
Bei einem geäusserten Suizidwunsch (zur Abklärung der Urteilsfähigkeit), bei Fragestellungen im Zusammenhang mit bedingter Entlassung sowie bei komplexen forensisch-psychiatrischen oder aussagepsychologischen Problemen kann der Beizug psychiatrischer/psychologischer Sachverständiger nach Art. 182 StPO angezeigt sein.
“Es gilt daher zwischen dem Sterbewunsch zu unterscheiden, der Ausdruck einer therapierbaren psychischen Störung ist und nach Behandlung ruft, und jenem, der auf einem selbstbestimmten, wohlerwogenen und dauerhaften Entscheid einer urteilsfähigen Person beruht ("Bilanzsuizid"), den es gegebenenfalls zu respektieren gilt. Basiert der Sterbewunsch auf einem autonomen, die Gesamtsituation erfassenden Entscheid, darf unter Umständen auch psychisch Kranken Natrium-Pentobarbital verschrieben und dadurch Suizidbeihilfe gewährt werden (vgl. BGE 133 I 58 E. 6.3.5.1). Es stellt sich somit in casu insbesondere aufgrund der Diagnose der Somatisierungsstörung sowie der mittelschweren depressiven Episode bei †C.____ die Frage, ob sich psychopathologische Zustände auf ihre kognitiven und voluntativen Fähigkeiten ausgewirkt haben, sodass die Urteilsfähigkeit gemäss Art. 16 ZGB im Hinblick auf ihren Suizidwunsch beeinträchtigt war (vgl. BGer 5A_748/2008 vom 16. März 2009 E. 3.2). Zur Beantwortung dieser Frage sind besondere sachkundige Kenntnisse und Fähigkeiten i.S.v. Art. 182 StPO erforderlich, weshalb der Beizug eines Sachverständigen von Nöten ist (vgl. BGer 2C_410/2014 vom 22. Januar 2015 E. 6.5; BGer 6B_48/2009 vom 11. Juni 2009 E. 5.3.1; vgl. Marianne Heer, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 182 N 7).”
“Die zuständige Behörde prüft von Amtes wegen, ob der Gefangene bedingt entlassen werden kann. Sie holt hierfür einen Bericht der Anstaltsleitung ein und hört den Gefangenen an (Art. 86 Abs. 2 StGB). Eine Begutachtung durch Sachverständige schreibt Art. 86 StGB indes nicht vor. Die Erstellung eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens ist in grundsätzlicher Weise dann angezeigt, wenn ein Sachverhalt auf der Basis besonderer Fachkenntnisse durch einen auf diesem Gebiet ausgewiesenen Experten beurteilt werden soll (Babic, Das psychiatrische Gutachten im Strafverfahren, in: Zürcher Studien zum Strafrecht, S. 20; vgl. auch Art. 182 StPO). Der Beizug einer sachverständigen Person ist sowohl in der Lehre als auch in der Rechtsprechung anerkannt (etwa Koller, a.a.O., Art. 86 StGB N 8 und 12; Babic, a.a.O., S. 45 ff.; beispielhaft etwa Urteile des BGer 6B_32/2019 vom 28. Februar 2019 und 6B_715/2014 vom 27. Januar 2015) und teilweise sogar gesetzlich vorgesehen (etwa in den Fällen von Art. 20 oder 56 Abs. 3 StGB sowie Art. 182 StPO). Sofern der Beschwerdeführer in pauschaler Weise vorbringt, die Psychiatrie und Psychologie seien keine anerkannten Wissenschaften und es sei der Psychiatrie in all ihren Formen zu misstrauen kann ihm – nicht zuletzt mit Blick auf die Ausführungen hiervor – nicht gefolgt werden. Das in Frage stehende Gutachten wurde von den BVD ordnungsgemäss in Auftrag gegeben (vgl. auch Ziff. 19 hiernach). Als Gutachter wurde Dr. med. C.________, eine medizinische Fachperson, eingesetzt. Den Akten sind keine Hinweise zu entnehmen, wonach Dr. med. C.________ nicht über die nötige Qualifikation zur Erstellung eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens verfügen würde. Solches wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht geltend gemacht. Seine Kritik erschöpft sich vielmehr in pauschalen Vorbehalten gegen die entsprechenden Fachrichtungen. Weshalb gerade im konkreten Fall Misstrauen angezeigt sein sollte, ergibt sich daraus nicht. Die diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers sind deshalb nicht zu hören.”
“Hinzu kommt, dass die Staatsanwaltschaft in ihren Berufungserklärungen geltend machte, die Beschwerdegegnerin 4 weise eine besondere Persönlichkeit mit autistischen Züge auf, weshalb sie gar nicht in der Lage sei, frei und detailreich über ihre Gefühle zu sprechen oder Emotionen zu schildern. Auch wenn die Vorinstanz darauf im angefochtenen Entscheid nicht explizit abstellt, so lag damit doch die Frage einer möglichen psychischen Störung der Beschwerdegegnerin 4 im Raum, welche sich potentiell auf deren Aussageverhalten auswirken kann und auf jeden Fall nicht ohne weitere Abklärungen als Erklärung für die detailarmen oder stereotypen Aussagen der Beschwerdegegnerin 4 dienen kann. Die Vorinstanz hätte sich auch deshalb ein persönliches Bild der Beschwerdegegnerin 4 machen müssen, um beurteilen zu können, ob sich eine psychiatrische oder aussagepsychologische Begutachtung aufdrängt (vgl. dazu Art. 182 StPO; BGE 129 IV 179 E. 2.4; Urteil 6B_1251/2014 vom 1. Juni 2015 E. 1.4).”
“5 al. 2 CPP), commande de ne pas retarder la progression de l'instruction. 3. Le recourant estime que les conditions ne sont pas remplies pour une expertise psychiatrique. 3.1. En vertu de l'art. 139 al. 1 CPP, les autorités pénales mettent en oeuvre tous les moyens de preuves licites qui, selon l'état des connaissances scientifiques et l'expérience, sont propres à établir la vérité. 3.2. Le magistrat instructeur doit faire et ordonner tout ce qui lui paraît nécessaire pour établir la vérité dans le cadre fixé par la loi, il est le seul maître de l'instruction et c'est à lui seul qu'il appartient d'organiser et de conduire l'instruction, d'apprécier l'opportunité des actes à exécuter et de décider l'ordre dans lequel ces derniers seront accomplis (L. MOREILLON / A. PAREIN-REYMOND, CPP, Code de procédure pénale, Petit commentaire, 2e éd., Bâle 2016, n. 2 ad art. 62 CPP). Pour le reste, les preuves sont soumises à l'appréciation ainsi qu'à l'intime conviction du juge. L'art. 182 CPP - qui figure au Titre 4 du CPP sur les moyens de preuve - prévoit que le ministère public et les tribunaux ont recours à un ou plusieurs experts lorsqu'ils ne disposent pas des connaissances et des capacités nécessaires pour constater ou juger un état de fait. L'expertise judiciaire se définit comme une mesure d'instruction nécessitant des connaissances spéciales ou des investigations complexes, confiées par le juge à un ou plusieurs spécialistes pour qu'il l'informe sur des questions de fait excédant sa compétence technique ou scientifique (Y. JEANNERET / A. KUHN / C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, n. 1 ad art. 182 CPP). L'expert apporte donc son aide à l'autorité en constatant et appréciant l'état de fait grâce à ses connaissances particulières, en aidant l'autorité à tirer les conclusions techniques des constatations qu'elle aura elle-même faites et en éclairant l'autorité sur les principes généraux relevant de son domaine de compétence (op.”
Staatsanwaltschaft und Gericht ziehen Sachverständige hinzu, wenn es ihnen an den besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten fehlt, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Ob ein Gutachten einzuholen ist, gehört (mit den dort genannten Ausnahmen) zum pflichtgemässen Ermessen der Behörde; zusätzliche Beweise sind insbesondere dann erforderlich, wenn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen könnten.
“3 StPO erhebt die Rechtsmittelinstanz ausserdem von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise. Die Rechtsmittelinstanz ist verpflichtet, von Amtes wegen für eine rechtskonforme Beweiserhebung und damit aus eigener Initiative für die nötigen Ergänzungen besorgt zu sein (BGE 147 IV 409 E. 5.3.2; 143 IV 288 E. 1.4.1 und E. 1.4.4). Beweise sind notwendig, wenn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen könnten (Urteil 6B_920/2023 vom 22. August 2024 E. 2.1.6). Das Gericht verfügt bei der Frage, ob eine erneute Beweisabnahme erforderlich ist, über einen Ermessensspielraum (BGE 140 IV 196 E. 4.4.2; Urteil 6B_1054/2023 vom 19. Februar 2024 E. 1.1.1). Eine erneute Befragung eines Belastungszeugen durch das Berufungsgericht kann sich als geboten erweisen, wenn trotz rechtskonformer Befragung des Zeugen im bisherigen Verfahren bedeutende Unsicherheiten hinsichtlich seiner Aussagen verbleiben (vgl. Urteil 6B_388/2021 vom 7. Juni 2023 E. 2.1.4 mit Hinweisen). Gemäss Art. 182 StPO ziehen Staatsanwaltschaft und Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Die Beantwortung der Frage, ob es eines solchen Gutachtens bedarf, liegt (von hier nicht einschlägigen Ausnahmen abgesehen) im Rahmen der freien richterlichen Beweiswürdigung ebenfalls im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts (Urteile 6B_308/2024 vom 22. Mai 2024 E. 1.1.2; 6B_1113/2018 vom 10. Dezember 2019 E. 3.3.2; je mit Hinweisen).”
Liegt ein deliktsrelevanter pathologischer Zustand vor, kann nach Art. 182 StPO ein psychiatrisches Gutachten eingeholt werden, um den Ursprung dieses Zustands zu klären und die Rückfallprognose zu beurteilen.
“Nach dem übermässigen Alkoholkonsum eskalierte die Situation dermassen, dass der Beschwerdeführer bei seinem "Kurzschluss im Delirium" in einem Wohngebiet 32 Schüsse in verschiedene Richtungen abgab, und dies teils bei eingeschränkter Sicht durch ein Fenster mutmasslich über die Grundstücksgrenze hinweg sowie in Anwesenheit von mindestens einer weiteren Person in einem relativ kleinem Raum. Im Vorabbericht zum psychiatrischen Hauptgutachten ist betreffend die Wiederholungs- und Ausführungsgefahr festgehalten, dass bisher keine Signale erkennbar seien, dass beim Beschwerdeführer ein tiefergehender Prozess des Reflektierens und der Verantwortungsübernahme in Gang gekommen seien. Aufgrund der konkreten Tatumstände und des Nachtatverhaltens des Beschwerdeführers kommt eine Geringschätzung gegenüber von Leib und Leben anderer Personen in besonderem Ausmass zum Ausdruck. Deren Ursprung gilt es - beförderlich aufgrund des Freiheitsentzugs des Beschwerdeführers (vgl. Art. 5 Abs. 2 StPO) - durch ein psychiatrisches Gutachten abzuklären (vgl. Art. 182 StPO). Aufgrund des im Vorabbericht zum psychiatrischen Hauptgutachten festgestellten deliktsrelevanten pathologischen Zustands des Beschwerdeführers, welcher sich in seinem Verhalten vor und nach der Tat zeigt und durch Beweisaussagen belegt ist, durfte die Vorinstanz im Ergebnis von einer ungünstigen Rückfallprognose ausgehen.”
“Nach dem übermässigen Alkoholkonsum eskalierte die Situation dermassen, dass der Beschwerdeführer bei seinem "Kurzschluss im Delirium" in einem Wohngebiet 32 Schüsse in verschiedene Richtungen abgab, und dies teils bei eingeschränkter Sicht durch ein Fenster mutmasslich über die Grundstücksgrenze hinweg sowie in Anwesenheit von mindestens einer weiteren Person in einem relativ kleinem Raum. Im Vorabbericht zum psychiatrischen Hauptgutachten ist betreffend die Wiederholungs- und Ausführungsgefahr festgehalten, dass bisher keine Signale erkennbar seien, dass beim Beschwerdeführer ein tiefergehender Prozess des Reflektierens und der Verantwortungsübernahme in Gang gekommen seien. Aufgrund der konkreten Tatumstände und des Nachtatverhaltens des Beschwerdeführers kommt eine Geringschätzung gegenüber von Leib und Leben anderer Personen in besonderem Ausmass zum Ausdruck. Deren Ursprung gilt es - beförderlich aufgrund des Freiheitsentzugs des Beschwerdeführers (vgl. Art. 5 Abs. 2 StPO) - durch ein psychiatrisches Gutachten abzuklären (vgl. Art. 182 StPO). Aufgrund des im Vorabbericht zum psychiatrischen Hauptgutachten festgestellten deliktsrelevanten pathologischen Zustands des Beschwerdeführers, welcher sich in seinem Verhalten vor und nach der Tat zeigt und durch Beweisaussagen belegt ist, durfte die Vorinstanz im Ergebnis von einer ungünstigen Rückfallprognose ausgehen.”
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