Nuovo testo giusta il n. I della LF del 17 mar. 2023 (Migliorare la praticabilità e l’applicazione del diritto), in vigore dal 1° gen. 2025 (RU 2023 491;FF 2020 2407). ↩
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Eine nachträgliche Ergänzung des Schlichtungsgesuchs um weitere Parteien kann für die Wirksamkeit der Klagebewilligung nach Art. 209 ZPO von Bedeutung sein; dies zeigt der erwähnte Fall, in dem ein zusätzliches Eventualbegehren gegen eine neue Beklagte gestellt wurde. Solche Änderungen sind prozessseitig relevant und bedürfen genauer Betrachtung.
“Wie bereits erwogen, stellt das Vorliegen einer gültigen Klagebewilligung der Schlichtungsbehörde nach Art. 209 ZPO eine Prozessvoraussetzung dar. Unstreitig ist sodann in sachverhaltlicher Hinsicht, dass die Berufungsklägerin ihr Schlichtungsgesuch vom 19. November 2021 zunächst ausschliesslich gegen die C. AG gerichtet hatte. Mit einer Ergänzung zum Schlichtungsgesuch stellte die Berufungsklägerin ein zusätzliches Eventualklagebegehren, welches sie nun neu und ausschliesslich gegen die B. Inc. als Beklagte 2 und Berufungsbeklagte richtete (Eingabe der Berufungsklägerin an die Schlichtungsbehörde vom 21. Dezember 2021). Die Berufungsbeklagte teilte der Schlichtungsbehörde mit Eingabe vom 11. Januar 2022 die Bevollmächtigung ihres Rechtsvertreters mit, welcher mit demjenigen der C. AG identisch war und stellte zugleich klar, dass damit keine Einlassung auf das Verfahren und auch keine Anerkennung der Zulässigkeit der geänderten Rechtsbegehren verbunden sei. Auf diesem Aktenstand wurde am 25. Februar 2022 die Schlichtungsverhandlung durchgeführt. Erst im Nachgang zu diesem ergebnislosen Schlichtungsversuch bat die Berufungsklägerin die Schlichtungsbehörde im Hinblick auf die Ausstellung einer Klagebewilligung zwei unabhängige Klagebegehren, eines gegen die C.”
Bei Weiterzug der Hauptklage wird die Widerklage dem Gericht unterbreitet; das Gericht kann jedoch auf die Widerklage nicht eintreten, wenn formelle Voraussetzungen (etwa die Leistung eines Kostenvorschusses) nicht erfüllt werden.
“Am 18. Dezember 2020 reichte die Vermieterin beim Einzelgericht des Mietgerichts Zürich (nachfolgend Vorinstanz) eine unbegründete Klage ein und verlangte Fr. 10'290.– für aufgelaufene Mietzinse inkl. Mahngebühren sowie Fr. 2'497.85 Schadenersatz gemäss Schlussrechnung vom 15. Oktober 2020 (vgl. act. 2). Mit Verfügung vom 22. Dezember 2020 erwog die Vorinstanz unter Hin- weis auf Art. 209 Abs. 2 lit. b ZPO, mit dem Weiterzug der Hauptklage werde dem Gericht ohne weiteres auch die Widerklage zur Beurteilung unterbreitet. Entspre- chend setzte es sowohl der Vermieterin als auch dem Mieter Frist an zur Bezah- lung eines Kostenvorschusses (vgl. act. 7). Da der Mieter den Kostenvorschuss auch innert einer Nachfrist nicht bezahlte, trat die Vorinstanz mit Verfügung vom - 5 - 3. Februar 2021 auf die Widerklage nicht ein (vgl. act. 17). Diese Verfügung war vom Mieter nicht angefochten worden.”
Die Klagebewilligung des Vermittleramts gilt nach ständiger Praxis nicht als Entscheid und ist nicht anfechtbar. Sie stellt eine Prozessvoraussetzung dar, deren materielle Prüfung dem angerufenen Gericht vorbehalten ist. Wird die Klage zurückgezogen, hat dies die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheids und das Verfahren ist abzuschreiben.
“Die Beschwerdeführerin macht zunächst Verfahrensmängel im Zusammen- hang mit dem Schlichtungsverfahren geltend, welche der Verwaltung der StWEG anzulasten seien. Insbesondere habe diese die Klageschrift, welche ihr vom Ge- richt korrekt zugestellt worden sei, nicht an die einzelnen Stockwerkeigentümer weitergeleitet. Somit hätten diese keine Kenntnis der Klage gehabt. Zudem hätten an der Schlichtungsverhandlung nicht alle Vollmachten vorgelegen. Aus diesen Gründen sei die Schlichtungsverhandlung ungültig gewesen. Zudem sei die Kla- gebewilligung fehlerhaft. Aus den Akten geht hervor, dass das Vermittleramt Plessur am 11. Juni 2019 die Klagebewilligung ausgestellt hat. Bei der Klagebewilligung handelt es sich gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts nicht um einen Entscheid, und sie ist dem- entsprechend nicht anfechtbar (vgl. BGE 139 III 273 E. 2.3). Sie schliesst das Ver- fahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwischen den Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO; Alexander Zürcher, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N 6a ff. zu Art. 59 ZPO). Die Klagebewilligung ist somit kein selbstständiges An- fechtungsobjekt. Sie ist vielmehr eine Prozessvoraussetzung, die (erst) vom in der Sache angerufenen Gericht zu prüfen ist. Im konkreten Fall wurde die Klage je- doch durch die Beschwerdeführerin wieder zurückgezogen. Dieser Klagerückzug hat von Gesetzes wegen die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheids (Art. 241 Abs. 2 ZPO) und beendet den Prozess unmittelbar. Das bedeutet, dass das zu- ständige Gericht das Verfahren ohne weitere Prüfung - auch der Prozessvoraus- setzungen - abzuschreiben hat (vgl. Art. 241 Abs. 3 ZPO). Die Frage, ob die Schlichtungsverhandlung gültig durchgeführt und die Klagebewilligung zu Recht ausgestellt worden ist, ist daher nicht mehr von Belang und muss offengelassen werden. Dementsprechend rechtfertigen sich dadurch auch keine Änderungen des Kostenspruchs.”
Die Klagebewilligung (Autorisation de procéder) ist eine Zulässigkeitsvoraussetzung für die Einreichung der Klage nach Art. 209 ZPO. Sie muss gültig sein (nicht périmée), das gleiche Streitobjekt und dieselben Parteien betreffen und darf nicht von einem wesentlichen Mangel betroffen sein. Als solche Mängel kommen in Betracht etwa die offensichtliche Unzuständigkeit der Schlichtungsbehörde, objektive Zweifel an deren Unparteilichkeit oder das Fehlen einer zulässigen Vertretung/des Verzichts ohne Entschuldigung. Fehlt eine solche gültige Klagebewilligung, ist die Klage als nicht zulässig zu behandeln (u. a. bei Klagen gegen nicht in der Schlichtung bezeichnete/n oder nicht erschienene Partei/en).
“1 En vertu de l'art. 59 al. 1 CPC, il n'est entré en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. 3.1.1 Parmi les conditions de recevabilité de l'action figure le fait que la partie demanderesse possède un intérêt digne de protection (art. 59 al. 2 let. a CPC). L'action en constatation de droit n'est ainsi ouverte que si le demandeur a un intérêt - de fait ou de droit - digne de protection à la constatation immédiate de la situation de droit. L'action en constatation de droit est subsidiaire par rapport à une action condamnatoire ou une action formatrice. Un litige doit en principe être soumis au juge dans son ensemble par la voie de droit prévue à cet effet (ATF 135 III 378 consid. 2.2 arrêt 4A_688/2016 du 5 avril 2017 consid. 3.1). 3.1.2 Dans la procédure ordinaire soumise à l'essai préalable de conciliation, la partie demanderesse ne peut déposer sa demande qu'après avoir reçu du juge conciliateur l'autorisation de procéder (cf. art. 209 CPC; Schweizer, op. cit., n. 63 ad art. 59 CPC). Cette condition de recevabilité de la demande n'est pas inscrite à l'art. 59 CPC. Elle est cependant mentionnée dans le message (FF 2006 p. 6941) et reconnue par la jurisprudence (ATF 139 III 273 consid. 2.1 et les réf.; Schweizer, op. cit., n. 64 ad art. 59 CPC). L'autorisation de procéder doit être valable. Elle ne doit notamment pas être périmée et doit porter sur le même objet du litige et les mêmes parties principales que la demande. Elle ne doit pas être entachée d'un vice, par exemple l'incompétence manifeste de l'autorité qui l'a prononcée, le doute objectif quant à l'impartialité de l'autorité, ou encore le défaut du demandeur sans motif de dispense. Le juge doit s'assurer d'office du respect du préalable de conciliation lorsque la loi l'impose (ATF 139 III 273 consid. 2.1; Schweizer, op. cit., n. 65 ad art. 59 CPC). 3.2 En l'espèce, l'autorité de conciliation saisie était compétente pour concilier les parties en matière prud'homale, l'impartialité du juge conciliateur n'est nullement remise en cause par celles-ci et l'intimée a dûment comparu au stade de la conciliation.”
“1 Aux termes de l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'art. 59 al. 2 CPC dresse une liste exemplative desdites conditions. Conformément à l'art. 60 CPC, le tribunal examine d'office si les conditions de recevabilité sont remplies. 2.1.1 Les causes soumises à la procédure ordinaire ou simplifiée doivent généralement être précédées d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation, sauf exceptions prévues par la loi (art. 198 ss CPC). Le demandeur ne peut déposer sa demande qu'après avoir reçu une autorisation de procéder de l'autorité de conciliation, suite à l'échec de la tentative (art. 209 CPC). La demande doit être déposée dans un délai de trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC), à défaut de quoi l'instance est réputée non introduite et l'autorisation de procéder est caduque (BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 17 ad art. 209 CPC). Bien qu'elle ne soit pas mentionnée par l'art. 59 al. 2 CPC, l'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande (ATF 139 III 273 consid. 2.1). Pour être valable, l'autorisation de procéder ne doit pas être périmée et elle doit porter sur le même objet du litige et les mêmes parties principales (art. 209 CPC; arrêts du Tribunal fédéral 4A_560/2015 du 20 mai 2016 consid. 4.1.3; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1). Enfin, elle ne doit pas être entachée d'un vice, par exemple l'incompétence manifeste de l'autorité qui l'a prononcée (ATF 139 III 273 consid. 2.1), ou encore le défaut du demandeur sans motif de dispense ou l'absence de sa représentation valable à l'audience (art. 204 al. 3 CPC; ATF 140 III 70 consid. 4; 140 III 227 consid. 3.3). 2.1.1.1 En vertu de l'art. 2 al. 2 CC, l'abus manifeste d'un droit n'est pas protégé par la loi. Ce principe vaut également dans le domaine de la procédure.”
“) ne prêtaient pas à confusion, puisque tous indiquent clairement comme employeur de l’appelant C______ (SUISSE) et non C______. Le fait que le contrat de travail du recourant renvoie aux Règlement du personnel de C______ n’y change rien. C’est ainsi à raison que le Tribunal a retenu que l’appelant avait été exclusivement engagé par C______ (SUISSE) et non par C______. Aucune constatation inexacte des faits ne saurait être retenue. 4.1.4 Pour le surplus, la Cour ne discerne pas de violation du droit par le Tribunal, sur la base des faits retenus. 4.1.4.1 Le Tribunal n’entre, en effet, en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l’action (art. 59 al. 1 CPC). Le fait de disposer d’une autorisation de procéder valable figure parmi ces conditions, lorsque la procédure au fond doit être précédée d’une tentative de conciliation. Pour être valable, l'autorisation de procéder doit porter sur le même objets et les mêmes parties principales (art. 209 CPC, arrêt du Tribunal fédéral 4A_560/2015 consid. 4.1.3 notamment). En l'espèce, l'appelant n'a pas assigné en conciliation C______ (SUISSE), laquelle n'a pas comparu à l'audience de conciliation, de sorte que l'autorisation de procéder qu'il a obtenu n'était valable qu'à l'encontre de C______, mais non de C______ (SUISSE), de sorte que c'est à raison que le Tribunal a déclaré irrecevable la demande introduite contre cette seconde société. 4.1.4.2 La légitimation passive est une condition matérielle de la prétention litigieuse; elle se détermine selon le droit de fond et son défaut conduit au rejet de l'action (ATF 125 III 82 consid. 1a) et non pas à l'irrecevabilité de celle-ci (HOHL, Procédure civile, tome I, Berne 2001, p. 100 n. 447). Selon l'art. 125 let. a CPC, aux fins de simplifier la procédure le tribunal peut notamment limiter la procédure à certaines questions ou à certaines conclusions. La limitation de la procédure à des questions ou conclusions déterminées recouvre en fait deux hypothèses : celle où il s'agit de trancher une question préjudicielle qui peut permettre de mettre un terme au procès (p.”
Lehnt eine Partei den Urteilsvorschlag ab, stellt die Schlichtungsbehörde der ablehnenden Partei die Klagebewilligung zu; die Klagefrist beträgt in miet‑ und pachtrechtlichen Streitigkeiten 30 Tage. Dadurch kann in mietrechtlichen Fällen je nach Ablehnung des Urteilsvorschlags die Rollenverteilung der Parteien wechseln.
“257 CPC directement devant le juge de paix, on doit dès lors retenir une compétence du Tribunal des baux, conformément à la règle générale de l’art. 1 al. 1 LJB (JdT 2014 III 88 consid. 3b ; CACI 13 novembre 2014/591 ; CACI 23 janvier 2013/55). 4.2.2 Le locataire qui veut contester le congé doit d’abord saisir l’autorité de conciliation en matière de bail à loyer, soit la commission préfectorale de conciliation en matière de baux (art. 2 al. 2 LJB). En cas d’échec de la conciliation, l’autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement dans certains cas, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer en ce qui concerne la protection contre les congés (art. 210 al. 1 let. b CPC). La proposition de jugement déploie ses effets lorsqu’aucune des parties ne s’y oppose dans un délai de 20 jours à compter du jour où elle a été communiquée par écrit aux parties (art. 211 al. 1 CPC). Après réception de l’opposition, elle délivre l’autorisation de procéder (art. 211 al. 2 CPC). Le demandeur doit alors porter l’action devant le tribunal dans un délai de 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer (art. 209 al. 4 CPC), à défaut de quoi la proposition de jugement est considérée comme reconnue et déploie les effets d’une décision entrée en force (art. 211 al. 3 CPC). 4.3 En l’espèce, les appelants, qui ont adressé leur demande au Tribunal des baux, invoquent son incompétence à raison de la valeur litigieuse. Le grief est mal fondé : la compétence du Tribunal des baux ne dépend pas de la valeur litigieuse mais de l’objet du litige. Dans le cas présent, il ne fait aucun doute qu’il est compétent dès lors qu’il s’agit de statuer sur la validité d’une résiliation de bail (art. 1 al. 1 et art. 2 al. 1 LJB), litige qui a au demeurant une valeur litigieuse (cf. supra consid. 1.2). Les appelants considèrent que le Tribunal des baux a statué, à tort, sur leur « recours contre la proposition de jugement ». Celle-ci a été délivrée le 18 juin 2020. Les appelants y ont fait opposition, comme les y autorise la loi. En conséquence, la commission de conciliation a délivré une autorisation de procéder – rectifiée – le 25 août 2020 qui mentionnait expressément qu’à défaut d’action intentée dans les 30 jours, la proposition de jugement serait considérée comme reconnue et déploierait les effets d’une décision entrée en force.”
“Der Mieter kann eine Mietzinserhöhung innert 30 Tagen, nachdem sie ihm mitgeteilt worden ist, bei der Schlichtungsbehörde als missbräuchlich im Sinne von Art. 269 und 269a OR anfechten (Art. 270b Abs. 1 OR). Kommt im Schlichtungsverfahren keine einvernehmliche Lösung zustande, so kann die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 209 Abs. 1 lit. a ZPO die Nichteinigung feststellen und dem Vermieter die Klagebewilligung ausstellen oder sie kann den Parteien einen Urteilsvorschlag unterbreiten (Art. 210 Abs. 1 lit. b und Art. 211 ZPO). Der Urteilsvorschlag gilt als angenommen und hat die Wirkungen eines rechtskräftigen Entscheids, wenn ihn keine Partei innert 20 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung ablehnt (Art. 211 Abs. 1 ZPO). Nach Eingang der Ablehnung stellt die Schlichtungsbehörde der ablehnenden Partei die Klagebewilligung aus (Art. 211 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 210 Abs. 1 lit. b ZPO). Die Klagefrist beträgt 30 Tage (Art. 209 Abs. 4 ZPO). Da in den miet- und pachtrechtlichen Streitigkeiten gemäss Art. 210 Abs. 1 lit. b ZPO die ablehnende Partei Adressat der Klagebewilligung ist, ist je nachdem wer den Urteilsvorschlag ablehnt, in diesen Fällen ein Wechsel bezüglich der Parteirollen möglich (vgl. ALVAREZ/PETER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 13 zu Art. 211 ZPO). Vorliegend wurde der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 211 Abs. 2 lit. a ZPO die Klagebewilligung ausgestellt, da sie den Urteilsvorschlag der Schlichtungsbehörde abgelehnt hatte. Daraufhin gelangte sie mit Klage vom 11. Dezember 2014 an das (damalige) Bezirksgericht Maloja und beantragte, es sei festzustellen, dass die entsprechenden Mietzinse nicht missbräuchlich seien (vgl. hiervor Sachverhalt lit. Ba).”
Da die Schlichtungsbehörde nach Art. 209 Abs. 1 ZPO eine Klagebewilligung lediglich ausstellt, wenn keine Einigung erzielt worden ist, spricht dies prozessrechtlich dafür, dass bei vor dem Friedensrichteramt abgeschlossenen Unterhaltsvereinbarungen die Genehmigung durch die Kindesschutzbehörde zu prüfen ist.
“In prozessrechtlicher Hinsicht spricht für die Genehmigungszuständigkeit der Kindesschutzbehörde in vorliegender Konstellation, dass die Schlichtungsbe- hörde eine Klagebewilligung lediglich ausstellt, wenn sich die Parteien nicht einigen konnten (Art. 209 Abs. 1 ZPO), was infolge einer vor dem Friedensrichteramt ab- geschlossenen Unterhaltsvereinbarung offensichtlich nicht der Fall ist. Vor das Friedensrichteramt gelangt ein Unterhaltskläger aber nur, wenn vor der Kindes- schutzbehörde kein Einigungsversuch stattgefunden hat (Art. 198 lit. b bis ZPO). Würde die Genehmigungszuständigkeit des Gerichts für vor dem Friedensrichter- amt abgeschlossene Unterhaltsvereinbarungen angenommen, so würde dies also bedeuten, dass die Parteien ohne Klagebewilligung ans Gericht gelangen müssten, was von der ZPO grundsätzlich nicht vorgesehen ist (Art. 197 ZPO). Diese Proble- matik würde sich auch in der vorliegenden Situation stellen, zumal mit dem Kläger davon auszugehen ist, dass die Kindesschutzbehörde Bülach Süd keinen Eini- gungsversuch unternommen hat, der ein minimales vermittelndes Element in sich getragen hätte (Urk. 12/1 Rz. 4; Urk. 12/1/4; BGer 5A_709/2022 vom 24. Mai 2023, E. 2.1).”
In der entschiedenen Sache wurde bei der Berechnung der Dreimonatsfrist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO der Versandzeitpunkt der Klagebewilligung und die Berücksichtigung der Gerichtsferien als relevant angesehen.
“Mit Eingabe vom 21. August 2023 (Datum Poststempel) reichte der Kläger beim hiesigen Gericht die vorliegende Klage mit den eingangs erwähnten Rechts- begehren samt Beilagen ein. Die Klagebewilligung des Friedensrichteramts der Kreise [...] der Stadt Zürich datiert vom 19. April 2023 und wurde gleichentags an den Kläger verschickt, womit die dreimonatige Frist zur Einreichung der Klage (Art. 209 Abs. 3 ZPO) unter Berücksichtigung der Gerichtsferien gewahrt wurde.”
“Erwägungen: I. Prozessgeschichte 1. Mit Eingabe vom 21. August 2023 (Datum Poststempel) reichte der Kläger beim hiesigen Gericht die vorliegende Klage mit den eingangs erwähnten Rechts- begehren samt Beilagen ein. Die Klagebewilligung des Friedensrichteramts der Kreise [...] der Stadt Zürich datiert vom 19. April 2023 und wurde gleichentags an den Kläger verschickt, womit die dreimonatige Frist zur Einreichung der Klage (Art. 209 Abs. 3 ZPO) unter Berücksichtigung der Gerichtsferien gewahrt wurde. 2. Mit Verfügung vom 28. August 2023 wurde der Beklagten Frist für eine schrift- liche Stellungnahme zur Klage angesetzt. Diese reichte die Beklagte mit Eingabe vom 26. September 2023 fristgerecht ein. In der Folge wurden die Parteien zur Hauptverhandlung auf den 23. November 2023 vorgeladen. Anlässlich der Haupt- verhandlung erstatteten die Parteien ihre mündlichen Parteivorträge. Das Verfahren erweist sich als spruchreif (Art. 236 Abs. 1 ZPO). II. Unbestrittener”
Ohne unmissverständlichen Antrag der Parteien darf die Schlichtungsbehörde keinen materiellen Sachentscheid treffen. Ein entsprechender Antrag stellt eine Prozessvoraussetzung dar und ist im Entscheidverfahren von Amtes wegen zu prüfen.
“2 ZPO im Schlichtungsgesuch bezeichnete Rechtsbegehren stellt keinen solchen Antrag dar, ebenso wenig das Ersuchen um Beseitigung des Rechtsvorschlags in der Gesuchsbegründung (Urk. 1 S. 3 Rz 14). Vielmehr muss unmissverständlich verlangt werden, dass der Entscheid durch die Schlichtungsbehörde selbst gefällt werden soll. Ein derartiger Antrag kann bereits im Schlichtungsgesuch, aber auch mit einer späteren Eingabe oder erst anlässlich der Schlichtungsverhandlung gestellt werden (ZK ZPO-Honegger, Art. 212 N 2; Schrank, a.a.O., Rz 642 m.w.Hinw. in Anm. 2827; Arnold, Schlich- tungsbehörde: Vom Schlichtungs- zum Entscheidverfahren, ZZZ 2011/2012, S. 286). Er stellt eine Prozessvoraussetzung dar (BSK ZPO-Infanger, Art. 212 N 7; Arnold, a.a.O., S. 286). Dessen Vorliegen ist im Entscheidverfahren folglich von Amtes wegen zu prüfen (Art. 60 ZPO; KUKO ZPO-Gloor/Umbricht Lukas, Art. 212 N 3). Ohne entsprechenden Antrag darf die Schlichtungsbehörde keinen Sachentscheid fällen. Liegt ein Antrag vor, steht es in ihrem freien Ermessen, ob sie die Sache selber entscheiden, die Klagebewilligung ausstellen (Art. 209 ZPO) oder den Parteien einen Urteilsvorschlag (Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO) unterbreiten will (BGE 147 III 440 E. 6.1 S. 450 [und E. 3.3.1 S. 444]; ZK ZPO-Honegger, Art. 212 N 3; Rickli, DIKE-Komm-ZPO, Art. 212 N 6; Arnold, a.a.O., S. 286 f.). - 9 - Auch wenn ein Antrag vorliegt, hat dem Entscheidverfahren ein Schlich- tungsversuch voranzugehen (vgl. BGer 4D_29/2016 vom 22. Juni 2016, E. 5; Schrank, a.a.O., Rz 648 [und Rz 661]; BK ZPO II-Alvarez/Peter, Art. 212 N 8; KUKO ZPO-Gloor/Umbricht Lukas, Art. 212 N 4). Bei Säumnis der beklagten Par- tei ist dieses (eigentliche) Schlichtungsverfahren, über das ein Protokoll zu führen ist, welches das Verfahren als Ganzes zu dokumentieren und über die wesentli- chen Verfahrensschritte Auskunft zu geben hat (vgl. zur Protokollführungspflicht Egli, DIKE-Komm-ZPO, Art. 205 N 6 ff., insbes. N 7; Schrank, a.a.O., Rz 498 m.w.Hinw.; BSK ZPO-Infanger, Art. 205 N 4; Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivil- prozessrecht, 3. Aufl. 2019, § 20 Rz 23; Arnold, a.”
Bei der Berechnung der 30‑tägigen Frist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO ist ein während der Frist eintretender gerichtlicher Stillstand bzw. gerichtliche Ferien zu berücksichtigen. Gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO ruht die Frist während der Gerichtsferien (z.B. um Ostern) und endet erst nach deren Wegfall; dies wurde in der zitierten Rechtsprechung angewendet.
“April 2024 gegen- über den Mietern und deren Rechtsvertreterin, die Freigabe des Mietzinsdepots vorzunehmen. Sodann wurde die Freigabe des Mietzinsdepots seit Zahlung der Mieterschäden durch die Versicherung der Mieter innerhalb eines Monats vorge- nommen. Ein trölerisches Verhalten oder eine Verzögerungstaktik des Sohnes des Vermieters liegt in keiner Weise vor. Wie der Vermieter zu Recht geltend macht, wurde die Klage vorliegend übereilig vor Gericht getragen. Die Freigabe und Auszahlung des Mietzinsdepots war be- reits vor dem 11. April 2024 unbestritten und wurde durch den Vermieter nicht in - 28 - Frage gestellt. Der Sohn des Vermieters sicherte sodann mehrfach zu, die Frei- gabe vorzunehmen. Den Mietern wäre es sehr wohl zumutbar gewesen, auf die Zusicherung des Vermieters zu vertrauen und mit der Einreichung einer Klage zu- zuwarten. Insbesondere standen sie nicht, wie behauptet, unter zeitlichem Druck bezüglich Klagefrist. Nach der Zustellung der Klagebewilligung am 18. März 2024 stand die 30-tägige Frist zur Einreichung der Klage (Art. 209 Abs. 4 ZPO) – entge- gen der Vorbringen beider Parteien – während des 15-tägigen Stillstands um Os- tern (31. März 2024) still und endete erst am 2. Mai 2024 (Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO; BGE 138 III 615 E. 2; s. E. I./2.1). Den Mietern blieb für die Einreichung der Klage nach Zustellung des Formulars zur Freigabe und Zahlungseingang des Mietzinsdepots auf ihrem Bankkonto am 16. April 2024 (mindestens) mehr als zwei Wochen Zeit. Offenkundig unhaltbar ist die Argumentation, die sofortige Klage sei wegen der Art der Organisation der Kanzlei der Rechtsvertreterin erforderlich ge- wesen. Hierfür hat der Vermieter, wie er zu Recht vorbringt, nicht einzustehen. Insgesamt rechtfertigt es sich, die Frage des Depots bei der Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wegen ihres mangelnden Gewichts bezüglich Verfah- rensaufwand verglichen mit dem zweiten Klagepunkt zu neutralisieren. Damit ha- ben die Mieter sämtliche Kosten zu tragen und dem Vermieter eine angemessene Parteientschädigung zu leisten.”
“Cette faute ne saurait lui être imputée vu le changement de jurisprudence introduit par le présent arrêt, peu importe finalement que la juge de paix ait rendu une décision d’irrecevabilité parce qu’elle s’estimait incompétente ratione materiae ou parce que les conditions de l’art. 257 CPC n’étaient pas remplies. L’appelante peut donc se prévaloir à nouveau de l’effet rétroactif de la litispendance selon l’art. 63 CPC, la jurisprudence fédérale admettant que cet effet puisse se produire plusieurs fois de suite. Dès lors qu’elle a redéposé sa demande dans le délai d’un mois suivant la décision d’irrecevabilité de la juge de paix et que les conclusions prises sont exactement les mêmes que les conclusions XVII et XVIII retirées le 24 mars 2022, les conclusions de la demande du 2 septembre 2022 sont réputées avoir été introduites à la date du dépôt des conclusions reconventionnelles devant la juge de paix, soit – vu le cumul dudit effet rétroactif – à la date du dépôt de la première demande devant le Tribunal des baux le 1er février 2022. Elles sont de ce point de vue recevables, dès lors que la demande a été déposée dans le délai de 30 jours qui a suivi la délivrance de l’autorisation de procéder le 17 décembre 2021 (art. 209 al. 4 CPC), compte tenu des féries judiciaires qui ont commencé à courir dès le lendemain (art. 145 al. 1 let. c CPC). Au surplus, on ne discerne aucun abus de droit de l’appelante à invoquer la protection de l’art. 63 CPC à deux reprises, puisqu’en retirant la première fois ses conclusions en annulation du congé, respectivement en prolongation du bail, l’appelante s’est conformée à la jurisprudence de l’époque s’agissant du congé extraordinaire. 4. 4.1 En conclusion, l’appel doit être partiellement admis et la décision entreprise réformée en ce sens que la demande déposée le 2 septembre 2022 par l’appelante auprès du Tribunal des baux est recevable en tant qu’elle tend à l’annulation de la résiliation extraordinaire du contrat de bail fondée sur l’art. 257d CO. En revanche, elle est irrecevable en tant qu’elle tend à l’annulation de la résiliation ordinaire de ce contrat. La cause sera en conséquence renvoyée au Tribunal des baux pour qu’il instruise et statue sur la demande déposée le 2 septembre 2022 par l’appelante, dans la mesure de sa recevabilité.”
Gleich verhält die Schlichtungsbehörde, wenn die beklagte Partei säumig bleibt (vgl. Art. 206 Abs. 2 ZPO). Die Säumnis ist nach Art. 147 ZPO zu bestimmen; im Schlichtungsverfahren liegt sie namentlich vor, wenn eine Partei nicht persönlich zur Verhandlung erscheint oder sich nicht ordnungsgemäss vertreten lässt.
“Auch wenn sich die Parteien begleiten lassen dürfen, sollen sie sich an der Verhandlung doch primär selber äussern (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 7331; BGE 140 III 70 E. 4.3). Durch die Pflicht zum persönlichen Erscheinen soll mithin ein persönliches Gespräch zwischen den Parteien vor der allfälligen Klageeinreichung ermöglicht werden. Art. 204 Abs. 1 ZPO zielt in diesem Sinne - wie das BGE 149 III 12 S. 16 Schlichtungsverfahren überhaupt - darauf ab, diejenigen Personen zu einer Aussprache zusammenzubringen, die sich miteinander im Streit befinden und die über den Streitgegenstand auch selber verfügen können (BGE 140 III 70 E. 4.3; zit. Urteil 4A_416/2019 E. 3.1). Von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen ausgenommen sind Parteien, die ausserkantonalen oder ausländischen Wohnsitz haben oder wegen Krankheit, Alter oder anderweitigen Gründen verhindert sind, wobei sie sich vertreten lassen müssen (Art. 204 Abs. 3 lit. a und b ZPO). Kommt es zu keiner Einigung, hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Gleich verfährt sie, wenn die beklagte Partei säumig bleibt (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Die Säumnis als Rechtsbegriff wird in Art. 147 ZPO geregelt. Im Kontext des Schlichtungsverfahrens liegt Säumnis namentlich vor, wenn eine Partei nicht persönlich zur Verhandlung erscheint oder - falls sie nicht persönlich erscheinen muss - sich nicht ordnungsgemäss vertreten lässt (ALVAREZ/PETER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 6 zu Art. 206 ZPO).”
“Gemäss Art. 201 Abs. 1 ZPO besteht die Aufgabe der Schlichtungsbehörde darin, in formloser Verhandlung zu versuchen, die Parteien zu versöhnen. Die Verhandlung hat innert zwei Monaten seit Eingang des Gesuchs stattzufinden (Art. 203 Abs. 1 ZPO), wobei mit Zustimmung der Parteien weitere Verhandlun- gen durchgeführt werden können (Art. 203 Abs. 4 ZPO). Die Parteien müssen persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen (Art. 204 Abs. 1 ZPO), es sei denn es liege ein Ausnahmefall gemäss Art. 204 Abs. 3 ZPO vor. Kommt es zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt - 18 - die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Gleich verfährt sie, wenn die beklagte Partei säumig bleibt (Art. 206 Abs. 2 ZPO).”
“Die Klagebewilligung sei folglich aufzuheben (Beschwerde, S. 2). Die Erteilung der Klagebewilligung kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht mit Beschwerde oder Berufung angefochten werden. Die Gültigkeit der Klagebewilligung ist von demjenigen Gericht zu prüfen, vor dem gestützt auf die Klagebewilligung Klage erhoben wird (BGE 140 III 310 E. 1.3.2 S. 312). Soweit die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren die Aufhebung der Klagebewilligung verlangt, kann auf die Beschwerde demzufolge nicht eingetreten werden. Doch selbst wenn in diesem Punkt auf die Beschwerde eingetreten werden könnte, wäre ihr diesbezüglich kein Erfolg beschieden: In E. 2.2 zweiter Absatz wurden die Säumnisfolgen dargelegt, wenn die beklagte Partei nicht zur Schlichtungsverhandlung erscheint: Diesfalls hat die Schlichtungsbehörde so zu verfahren, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Wenn es zu keiner Einigung kommt, erteilt die Schlichtungsbehörde in der Regel die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Das Ausstellen einer Klagebewilligung setzt voraus, dass ein Schlichtungsversuch gescheitert ist und für die Schlichtungsbehörde weder die Vorlage eines Urteilsvorschlags noch ein Entscheid in Frage kommen (Honegger, in: Sutter-Somm et. al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 209 N 2). Im vorliegenden Fall kamen angesichts des Streitwerts von über CHF 5'000. weder ein Urteilsvorschlag (Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO) noch ein Entscheid in Frage (Art. 212 Abs. 1 ZPO). Da sodann der Schlichtungsversuch aufgrund des Nichterscheinens der Beschwerdeführerin scheiterte, stellte die Schlichtungsbehörde B____ zu Recht die Klagebewilligung aus. Es besteht mit anderen Worten kein Grund, die Klagebewilligung aufzuheben.”
Bei der Auslegung der Fristwirkungen von Art. 209 ZPO ist zu prüfen, ob kantonale Vorschriften (z. B. LPers-VD) auf die dreimonatige Klagefrist Einfluss haben, insbesondere in Bezug auf die Anwendung der féries. Ob und in welchem Umfang kantonale Regelungen die Anwendung der gerichtsüblichen Féries ausschliessen, ist im Einzelfall anhand der einschlägigen kantonalen Bestimmungen und der einschlägigen Rechtsprechung zu prüfen.
“1 CO, sont reportés au premier jour non férié qui suit (Reichlin Jeremy, Le respect des délais de droit civil matériel, in SJ 2017 II p. 80). En l’espèce, l’avertissement du 21 juillet 2020 a été notifié à la demanderesse au plus tôt le 22 juillet 2020, faisant échoir le délai de prescription le dimanche 20 septembre 2020, reporté au mardi 22 septembre 2020 compte tenu du fait que le lundi 21 septembre est un jour férié cantonal. La requête de conciliation du 22 septembre 2020 a donc été déposée en temps utile ; le défendeur ne le conteste pas. II. Après l’échec de la conciliation, la demande au fond doit être déposée dans le délai de trois mois suivant la délivrance de l’autorisation de procéder (art. 209 CPC). Le défendeur soutient que conformément à la teneur de l’art. 16 al. 5 LPers-VD, ce délai n’est pas soumis aux féries judiciaires de l’art. 145 al. 1 CPC et que, partant, la demande du 8 mars 2021 a été déposée tardivement et doit être déclarée irrecevable. Il convient dès lors de déterminer si le délai de l’art. 209 CPC est soumis aux féries judiciaires dans le cadre des contestations relevant de la présente juridiction. a) Il est vrai que l’art. 16 al. 5 LPers-VD, à sa lecture seule, semble exclure les féries pour toutes les procédures prévues à l’art. 14 LPers-VD, soit celles relevant de la compétence du TRIPAC. Cependant, il convient d’examiner cette question sur la base des principes régissant l’interprétation de la loi. D'après la jurisprudence du Tribunal fédéral, la loi s'interprète d'abord par elle-même, c'est-à-dire selon sa lettre, son esprit, son but, ainsi que d'après les jugements de valeur sur lesquels elle repose. D'autre part, ses dispositions prises séparément s'interprètent selon leurs relations réciproques. Des considérations de systématique sont aussi à prendre en considération. La loi doit être comprise comme une unité en rapport, le cas échéant, avec l'ensemble du système légal. Dans la mesure du possible, des états de fait semblables seront juridiquement traités de la même façon.”
“3 LPers-VD n'institue pas un « délai de procédure », mais constitue, conformément à sa lettre, une règle classique de prescription, à l'instar des art. 60, 67 ou 127 du Code des obligations suisse (CO ; RS 220) (Arrêt TF 8C_943/2011 du 26 novembre 2012, consid. 5.1). Les délais de prescription des articles précités échouant un dimanche ou un jour férié, conformément aux art. 132 al. 2 et 78 al. 1 CO, sont reportés au premier jour non férié qui suit (Reichlin Jeremy, Le respect des délais de droit civil matériel, in SJ 2017 II p. 80). En l’espèce, l’avertissement du 21 juillet 2020 a été notifié à la demanderesse au plus tôt le 22 juillet 2020, faisant échoir le délai de prescription le dimanche 20 septembre 2020, reporté au mardi 22 septembre 2020 compte tenu du fait que le lundi 21 septembre est un jour férié cantonal. La requête de conciliation du 22 septembre 2020 a donc été déposée en temps utile ; le défendeur ne le conteste pas. II. Après l’échec de la conciliation, la demande au fond doit être déposée dans le délai de trois mois suivant la délivrance de l’autorisation de procéder (art. 209 CPC). Le défendeur soutient que conformément à la teneur de l’art. 16 al. 5 LPers-VD, ce délai n’est pas soumis aux féries judiciaires de l’art. 145 al. 1 CPC et que, partant, la demande du 8 mars 2021 a été déposée tardivement et doit être déclarée irrecevable. Il convient dès lors de déterminer si le délai de l’art. 209 CPC est soumis aux féries judiciaires dans le cadre des contestations relevant de la présente juridiction. a) Il est vrai que l’art. 16 al. 5 LPers-VD, à sa lecture seule, semble exclure les féries pour toutes les procédures prévues à l’art. 14 LPers-VD, soit celles relevant de la compétence du TRIPAC. Cependant, il convient d’examiner cette question sur la base des principes régissant l’interprétation de la loi. D'après la jurisprudence du Tribunal fédéral, la loi s'interprète d'abord par elle-même, c'est-à-dire selon sa lettre, son esprit, son but, ainsi que d'après les jugements de valeur sur lesquels elle repose. D'autre part, ses dispositions prises séparément s'interprètent selon leurs relations réciproques.”
Untätigkeit des Klägers oder unentschuldigte Nichterfüllung von Mitwirkungspflichten rechtfertigt keine Verlängerung der in Art. 209 Abs. 3 ZPO vorgesehenen Dreimonatsfrist zur Einreichung der Klage.
“unter anderem die Verfügungen der Instruktionsrichterin vom 2. Januar 2020 und vom 30. November 2021) nicht nachgekommen war. Auch der letztmaligen Aufforderung, die Verfahrensakten zu den erwähnten Verfahren einzureichen und den Stand seiner Bemühungen zur Einforderung der eingeklagten Lohnzahlungen darzulegen und zu belegen (vgl. Verfügung vom 4. Juli 2022) hat der Beschwerdeführer trotz Androhung der Folgen (vgl. Verfügung vom 30. August 2022) keine Folge geleistet. Mit guten Grund konnte die Aufhebung der Sistierung im August 2022 auch mit Blick darauf erfolgen, dass eine Schlichtungsverhandlung innert zwei Monaten nach Eingang des Gesuchs oder nach Abschluss des Schriftenwechsels stattzufinden hat (Art. 203 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO, SR 272]). Kommen die Parteien zu keiner Einigung, erteilt die Schlichtungsbehörde die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO), die während drei Monaten zur Einreichung einer Klage beim zuständigen Gericht berechtigt (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Mit Blick auf diese Verfahrensordnung wäre eine weitere Verlängerung der Sistierung keinesfalls mehr zu rechtfertigen gewesen. Für sein Untätigbleiben hat der Beschwerdeführer keine Gründe geltend gemacht, noch sind solche ersichtlich. Ist der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren in unentschuldbarer Weise seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, ist über die Frage der Erfüllung der Beitragspflicht ausschliesslich aufgrund der vorliegenden Akten zu entscheiden. 5. 5.1. 5.1.1. Im Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers mit dem C____ vom 5. März 2028 war eine befristete Anstellung ab 1. April 2018 (Arbeitsbeginn) bis 15. Juni 2018 vorgesehen (AB 13). Gemäss den Lohnabrechnungen für die Monate April bis Juni 2018 (AB 14 bis 16) hatte der Beschwerdeführer jedoch jeweils einen Grundlohn von CHF 4'725.-- (abzüglich Beiträge an die Sozialversicherungen) erhalten. Er hatte somit ausweislich der Lohnabrechnungen während dreier Monate eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt, was die Beschwerdegegnerin gemäss ihrem Einspracheentscheid vom 29.”
Die Klagebewilligung ist kein Entscheid und schliesst das Schlichtungsverfahren nicht ab; sie hält die ausgebliebene Einigung fest und eröffnet dem Kläger den Weg ans Gericht. Allein der im Rahmen der Klagebewilligung ergangene Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens hat nach der Rechtsprechung Entscheidcharakter.
“1 ZPO statuierten Frist zur Einreichung der Beschwerde handelt es sich allerdings um eine gesetzliche Frist, weshalb sie we- der erstreckt noch neu angesetzt werden kann (Art. 144 Abs. 1 ZPO). Vielmehr ist die Beschwerde innert der Beschwerdefrist abschliessend begründet einzu- reichen, weshalb vorliegend von vornherein nur die (am letzten Tag der Be- schwerdefrist zur Post gegebene [vgl. oben Erw. 1.c]) Rechtsmittelschrift der Klä- gerin vom 5. November 2021 berücksichtigt werden kann. e) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-23). Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. Bei der Klagebewilligung handelt es sich nicht um einen Entscheid und sie ist dementsprechend nicht anfechtbar (BGE 140 III 227 E. 3 = Pra 104/2015 Nr. 35; BGE 139 III 273 E. 2.3 = Pra 103/2014 Nr. 6). Sie schliesst das Verfahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwischen den Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Nur der im Rahmen einer Klagebewilligung ergangene Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens hat Entscheidcharakter und stellt grundsätzlich eine mit Kostenbeschwerde anfechtbare Verfügung dar (BGer 4D_68/2013 vom 12. November 2013, E. 3). Dementsprechend ist auf die Beschwerde nur insoweit einzutreten, als sie sich gegen die Höhe der Gebühr für das Schlichtungsverfah- - 4 - ren richtet (Rechtsmittelanträge Ziff. 3 und 4). Auf die Rechtsmittelanträge Ziff. 1, 2 und 5 ist hingegen nicht einzutreten. 3. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und of- fensichtlich unrichtige Feststellung des”
Aus der Praxis ergibt sich, dass die Autorisation de procéder in den zitierten Fällen am Tag der erfolglosen Schlichtung erteilt wurde und eine danach innert drei Monaten eingereichte Klage, begleitet von einem Bordereau, als fristgemässe Geltendmachung im Sinne von Art. 209 Abs. 2 ZPO gewertet wurde. Ein ausdrückliches Formerfordernis, wonach die Bewilligung selbst das Fristbeginn‑Datum oder den Einreichungsnachweis enthalten müsse, wird in den Quellen nicht belegt.
“3 LPers-VD dispose que les actions devant le Tribunal de prud'hommes de l'Administration cantonale se prescrivent par un an lorsqu'elles tendent exclusivement à des conclusions pécuniaires et par soixante jours dans les autres causes. La prescription court dès l'exigibilité de la créance ou dès la communication de la décision contestée. c) En l’espèce, la demanderesse a la qualité pour agir en tant que personne morale qui est habilitée à défendre les intérêts d’un groupe de personnes déterminé. La LPers reconnaît d’ailleurs les syndicats et les associations de personnel à son article 13. De ce fait, la demanderesse a valablement introduit une procédure de conciliation le 9 décembre 2018 afin de contester la décision du Conseil d’Etat sur la demande d’examen de l’enclassement des logopédistes en milieu scolaire. La conciliation du 27 juillet 2020 n’ayant pas abouti, le Tribunal a délivré une autorisation de procéder à la demanderesse le jour même. Le 27 octobre 2020, la demanderesse a déposé une demande auprès du Tribunal de céans, accompagnée d’un bordereau de pièces, respectant ainsi le délai de trois mois pour saisir le Tribunal (art. 209 al. 2 CPC), de sorte que son action au fond est recevable sur le plan formel. II. a) Le Code de procédure civile (CPC ; RS 272), applicable en vertu des renvois contenus aux art. 16 al. 1 LPers-VD et 104 CDPJ (Code de droit privé judiciaire vaudois du 12 janvier 2010, RSV 211.02), prévoit que le tribunal examine d’office si les conditions de recevabilité, notamment s’agissant de la compétence du tribunal selon la matière, sont remplies (art. 59 al. 1 et al. 2 let. b CPC, art. 60 CPC). b) Aux termes de l’art. 60 CPC, la question de l’examen d’office de la recevabilité ne s’impose qu’au « tribunal saisi d’une demande », et non à l’autorité de conciliation ; les rédactions divergentes des articles 59 et 60 CPC poussent à cette constatation, qui a été discutée en doctrine (ATF 146 III 265, c. 4.2 et les réf.). La jurisprudence a toutefois tranché la question en relevant que l’autorité de conciliation peut déclarer l’irrecevabilité d’une requête à la condition que cette irrecevabilité soit absolument manifeste ; dans les autres cas, elle délivrera à la partie requérante une autorisation de procéder en l’absence de conciliation (ATF 146 III 265, c.”
“103 ss CDPJ (Code de droit privé judiciaire vaudois du 12 janvier 2010 ; RSV 211.02), lequel prévoit, à son art. 104, l’application supplétive du CPC (Code fédéral de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272). L'art. 16 al. 3 LPers-VD dispose que les actions devant le Tribunal de prud'hommes de l'Administration cantonale se prescrivent par un an lorsqu'elles tendent exclusivement à des conclusions pécuniaires et par soixante jours dans les autres causes. La prescription court dès l'exigibilité de la créance ou dès la communication de la décision contestée. En l’espèce, le demandeur a introduit une procédure de conciliation le 30 mai 2017 afin d’exiger sa réintégration au sein du B.________ par un contrat de durée indéterminée. La conciliation du 24 août 2017 n’ayant pas abouti, le Tribunal a délivré une autorisation de procéder au demandeur le jour même. Le 28 novembre 2017, le demandeur a déposé une demande auprès du Tribunal de céans, accompagnée d’un bordereau de pièces, respectant ainsi le délai de trois mois pour porter action devant le tribunal (art. 209 al. 2 CPC), de sorte que son action au fond est recevable. II. a) Le demandeur fait d’abord valoir qu’il doit être réintégré au sein du B.________ à un poste équivalent à celui qu’il a exercé jusqu’au 31 mars 2017, par un contrat de travail de durée indéterminée dès le 1er avril 2017 déjà, et que partant, le défendeur doit lui verser la différence entre les montants qu’il a perçus et le salaire qu’il aurait pu percevoir dès cette date avec un contrat de durée indéterminée auprès du défendeur. Selon le demandeur, il a été mis à l’écart pour des motifs injustifiés, probablement liés à l’affaire qui s’est déroulée avec Mme V.________. Il estime qu’il a toujours donné pleine et entière satisfaction dans le cadre de ses contrats successifs et que sa hiérarchie a requis à deux reprises que son contrat soit renouvelé en contrat de durée indéterminée. Le demandeur conclut donc à l’exécution d’une convention passée en juin 2016 avec M. S.________ et Mme P.________. De son côté, le défendeur estime à titre principal que le demandeur n’a jamais eu de droit à un contrat de durée indéterminée, de sorte que pour ce motif déjà, son action doit être intégralement rejetée.”
Bei Streit um die Rechtzeitigkeit der Klageeinreichung kann der postalische Sendungsnachweis (z. B. Sendungsinformation) entscheidend sein; unterschiedliche Sendungsnummern begründen nicht ohne Weiteres ernsthafte Zweifel an der Identität der bezeichneten Postsendung.
“Der Beklagte unterlässt es erneut, aufzuzeigen, wo in den Rechtsschriften er den Einwand erhoben hat, dass die Parteien keinen Bezug zum Sitz der Gesellschaft hätten herstellen wollen, da es nur um den Ver- kauf von Beteiligungsrechten gegangen sei, bzw. dass sie eine Formulierung wie "Sitz der Gesellschaft" gewählt hätten, weshalb die Rüge nicht genügt. Gleiches gilt für die Behauptung, dass es erst der Rechtsvertreter der Klägerin gewesen sei, welcher diese darauf aufmerksam gemacht habe, dass eine Prorogation des Handelsgerichts Zürich nicht möglich sei (Urk. 1 S. 10). Ohnehin ist nachträgli- ches Parteiverhalten bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht von Bedeutung (BGE 129 III 675 E. 2.3). 6.7 Zusammenfassend erweisen sich die Vorbringen betreffend die Gerichts- standsklausel als unbegründet, soweit auf diese einzutreten ist. - 11 - 7. Ebenfalls strittig ist, ob die Klage rechtzeitig bei der Vorinstanz eingereicht wurde. Nach Eröffnung berechtigt die Klagebewilligung während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Die Klagebewilli- gung datiert vom 4. Juni 2020, die Eingabe der Klägerin vom 16. Oktober 2020 (Urk. 8/1, Urk. 8/1A). 7.1 Die Vorinstanz erwog, das Friedensrichteramt Kreise ... + ... (fortan Frie- densrichteramt) habe bestätigt, dass die Klagebewilligung entgegen deren Anga- ben auf Seite 3 nicht am 5. Juni 2020, sondern, aufgrund eines internen Kommu- nikationsproblems, erst am 19. Juni 2021 [recte 2020] unter der Sendungslauf- nummer ... [sic] versandt worden sei. Die von der Klägerin behauptete Zustellung der Klagebewilligung am 22. Juni 2020, welche durch Einreichung der Sendungs- information der korrespondierenden Postsendung substantiiert worden sei, stehe mit dieser Auskunft im Einklang. Die Ausführungen des Beklagten zu den unter- schiedlichen Sendungsnummern in der klägerischen Replik vom 25. Februar 2021, der Verfügung vom 8. Juni 2021 und der friedensrichterlichen Auskunft würden keine ernsthaften Zweifel an der Identität der damit bezeichneten Post- sendung begründen.”
Die Klagebewilligung muss das Rechtsbegehren und den Streitgegenstand eindeutig bezeichnen. Fehlen diese Angaben, ist dem Kläger Gelegenheit zu geben, die Mängel innert Frist zu beheben. Der Streitwert muss hingegen erst in der Klage angegeben werden.
“Umständehalber ist in Wiederholung des Hinweises der Vorinstanz (act. 11 S. 3) zudem festzuhalten, dass es der Klägerin offensteht, ein erneutes Schlichtungs- gesuch beim zuständigen Friedensrichteramt einzureichen. Nach Eröffnung der Klagebewilligung muss die Klägerin die Klage innert dreier Monate beim zustän- - 5 - digen Gericht einreichen. Für eine Klage im vereinfachten Verfahren genügt es nicht, dem zuständigen Gericht lediglich die Klagebewilligung zuzusenden. Viel- mehr ist zusätzlich zur Einreichung der Klagebewilligung in einer separaten, da- tierten und unterzeichneten Eingabe in Papierform gemäss Art. 130 Abs. 1 ZPO zum Ausdruck zu bringen, dass Klage erhoben wird. Im Übrigen setzt eine Klage gemäss Art. 244 Abs. 1 ZPO die Bezeichnung der Parteien, das Rechtsbegehren, die Bezeichnung des Streitgegenstandes, die Angabe des Streitwertes, das Da- tum und die Unterschrift voraus, wobei diese Angaben regelmässig aus der Kla- gebewilligung hervorgehen. Obwohl gesetzlich vorgesehen (Art. 209 Abs. 2 lit. b ZPO) fehlt es in der Klagebewilligung indessen häufig an der Bezeichnung des Streitgegenstandes, weshalb in der Klageschrift entsprechende Hinweise zu ma- chen sind.”
“Gemäss Art. 202 Abs. 2 ZPO und Art. 209 Abs. 2 lit. b ZPO sind sowohl im Schlichtungsgesuch als auch in der Klagebewilligung das Rechtsbegehren und der Streitgegenstand zu bezeichnen. Hingegen muss der Streitwert nicht angege- ben werden. Erst die Klage hat die Angabe des Streitwerts zu enthalten (vgl. Art. 221 Abs. 1 lit. c ZPO). Massgeblicher Zeitpunkt zur Bestimmung des Streitwerts ist folglich die Klageeinreichung bei Gericht (u.a. BSK ZPO-R ÜEGG/RÜEGG,”
“2 En l'espèce, l'appelante produit à l'appui de son appel sa requête originale du 12 août 2019, qu'elle n'a pas produite devant le Tribunal. La recevabilité de cette pièce à ce stade peut demeurer indécise, vu les motifs qui vont suivre. Il en va de même de la recevabilité des pièces produites devant la Cour par l'intimée, qui n'a pas eu l'occasion de se déterminer devant le Tribunal. 3. L'appelante reproche au Tribunal d'avoir déclaré sa demande irrecevable au motif qu'elle n'aurait produit devant lui ni ses conclusions soumises à l'autorité de conciliation, ni l'autorisation de procéder. Elle soutient notamment que le premier juge a fait preuve de formalisme excessif. 3.1 En procédure ordinaire comme en procédure simplifiée, la loi prévoit que la demande contient les conclusions des parties (art. 221 al. 1 let. b, art. 244 al. 1 let. b CPC) et que sont jointes à la demande, le cas échéant, l'autorisation de procéder ou la déclaration de renonciation à la procédure de conciliation (art. 221 al. 2 let. b, art. 244 al. 3 let. b CPC). En vertu de l'art. 209 al. 2 CPC, l'autorisation de procéder contient notamment les conclusions du demandeur, la description de l'objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles (let. b). Les conclusions formulées dans la demande doivent correspondre à celles mentionnées dans l'autorisation de procéder, dès lors qu'une éventuelle modification est soumise aux exigences posées par l'art. 227 CPC (arrêt du Tribunal fédéral 5A_588/2015 du 9 février 2016 consid. 4.3.1; Heinzmann, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 15 ad art. 221 CPC) 3.1.1 L'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande (cf. art. 59 CPC) que le Tribunal doit examiner d'office en vertu de l'art. 60 CPC (ATF 140 III 227 consid. 3.2). Le tribunal doit impartir au demandeur un délai pour corriger le vice si l'autorisation de procéder n'a pas été annexée (art. 132 al. 1 CPC; Heinzmann, op. cit., n. 30 ad art. 221 CPC). Une partie est défaillante lorsqu'elle omet d'accomplir un acte de procédure dans le délai prescrit (art.”
In Miet- und Pachtstreitigkeiten beginnt die 30‑Tagefrist mit der Mitteilung der Verfahrensbewilligung (‚autorisation de procéder‘). Diese Bewilligung nimmt die Form einer Conciliation‑Entscheidung ein und ist der Partei per Einschreiben oder auf eine andere Weise gegen Empfangsbestätigung zuzustellen; sie wird in der Praxis in der Regel am Ende der Schlichtungsverhandlung gegen Empfangsbestätigung übergeben. Der Fristlauf ist nach den Verfahrensfristregeln (Art. 142–145 ZPO) zu berechnen.
“b CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu'il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1). 2. Les appelants soutiennent que l'intimée n'aurait pas agi dans le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC. 2.1 En principe, l’autorisation de procéder est délivrée au demandeur (art. 209 al. 1 let. b CPC). En matière de contestation d’une hausse de loyer ou de fermage, le Code de procédure civile impose toutefois au bailleur la charge d’agir devant le Tribunal, si bien que l’autorisation de procéder lui est délivrée (art. 209 al. 1 let. a CPC). Cette solution trouve son fondement dans le fait que c’est le bailleur qui fait valoir une nouvelle prétention, et non le locataire (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 209 CPC). Le délai commence à courir dès la notification de l’autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC). Le délai pour porter l'action devant le Tribunal est de 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d’habitations ou de locaux commerciaux et aux baux à fermes agricoles (art. 209 al. 4 CPC). L’autorisation de procéder prend la forme d’une ordonnance de l’autorité de conciliation qui doit être notifiée à la partie, par pli recommandé, ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). En principe, elle sera remise séance tenante, contre accusé de réception, à la fin de l’audience de conciliation (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 209 CPC). Le délai est calculé conformément aux art. 142 à 144 CPC. Comme tout délai légal, le délai de l’art. 209 CPC ne peut être ni réduit ni prolongé par l’autorité (art. 144 al. 1 CPC). Il est suspendu pendant les féries (art. 145 CPC; ATF 138 III 615). Aux termes de l'art. 5 al. 3 Cst., les organes de l'État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. De ce principe général découle notamment le droit fondamental du particulier à la protection de sa bonne foi dans ses relations avec l'État, consacré à l'art. 9 in fine Cst., dont le Tribunal fédéral contrôle librement le respect (ATF 144 IV 189 consid.”
“b CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu'il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1). 2. Les appelants soutiennent que l'intimée n'aurait pas agi dans le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC. 2.1 En principe, l’autorisation de procéder est délivrée au demandeur (art. 209 al. 1 let. b CPC). En matière de contestation d’une hausse de loyer ou de fermage, le Code de procédure civile impose toutefois au bailleur la charge d’agir devant le Tribunal, si bien que l’autorisation de procéder lui est délivrée (art. 209 al. 1 let. a CPC). Cette solution trouve son fondement dans le fait que c’est le bailleur qui fait valoir une nouvelle prétention, et non le locataire (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 209 CPC). Le délai commence à courir dès la notification de l’autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC). Le délai pour porter l'action devant le Tribunal est de 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d’habitations ou de locaux commerciaux et aux baux à fermes agricoles (art. 209 al. 4 CPC). L’autorisation de procéder prend la forme d’une ordonnance de l’autorité de conciliation qui doit être notifiée à la partie, par pli recommandé, ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). En principe, elle sera remise séance tenante, contre accusé de réception, à la fin de l’audience de conciliation (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 209 CPC). Le délai est calculé conformément aux art. 142 à 144 CPC. Comme tout délai légal, le délai de l’art. 209 CPC ne peut être ni réduit ni prolongé par l’autorité (art. 144 al. 1 CPC). Il est suspendu pendant les féries (art. 145 CPC; ATF 138 III 615). Aux termes de l'art. 5 al. 3 Cst., les organes de l'État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. De ce principe général découle notamment le droit fondamental du particulier à la protection de sa bonne foi dans ses relations avec l'État, consacré à l'art. 9 in fine Cst., dont le Tribunal fédéral contrôle librement le respect (ATF 144 IV 189 consid.”
Bei Säumnis des Beklagten geht die Schlichtungsbehörde grundsätzlich davon aus, dass kein Vergleich zustande gekommen ist; in der Regel erteilt sie daraufhin die Klagebewilligung nach Art. 209 ZPO. In bestimmten Fällen kann sie stattdessen eine Urteilsempfehlung gemäss Art. 210 ZPO unterbreiten oder auf Begehren des Klägers in der Sache entscheiden (Art. 212 ZPO).
“L'autorité de conciliation doit examiner lors de l'audience de conciliation si la condition de la comparution personnelle au sens de l'art. 204 al. 1 CPC est remplie. Si une partie ne comparaît pas en personne sans qu'il n'existe un motif de dispense au sens de l'art. 204 al. 3 CPC, elle est défaillante (ATF 141 III 159 consid. 2.4; arrêt 4A_416/2019 du 5 février 2020 consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185). Les conséquences du défaut sont réglées à l'art. 206 CPC de manière différente pour le demandeur et pour le défendeur: en cas de défaut du demandeur, la requête de conciliation est considérée comme retirée, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 1 CPC). Lorsque le défendeur fait défaut, l'autorité de conciliation procède comme si la procédure n'avait pas abouti à un accord, soit selon les art. 209 à 212 CPC (art. 206 al. 2 CPC). En règle générale, elle doit délivrer une autorisation de procéder (art. 209 CPC). Dans certains cas, elle peut, au lieu de cela, soumettre une proposition de jugement aux parties (art. 210 CPC) ou, sur requête du demandeur, statuer au fond (art. 212 CPC). En cas de défaut des deux parties, la procédure devient sans objet et l'affaire est rayée du rôle (art. 206 al. 3 CPC) (arrêt 4A_416/2019 précité consid. 3.2, non publié in ATF 146 III 185).”
Die Klagebewilligung ist der Klage in der Regel beizulegen; ist sie beigeschlossen und wird die Klage innerhalb der Dreimonatsfrist erhoben, gilt die Einreichung als fristgerecht.
“Mit Eingabe vom 26. November 2020 erhob die Klägerin bei der Vorinstanz unter Beilage der Klagebewilligung des Friedensrichteramtes der Stadt Zürich Kreise 1 und 2 vom 18. November 2020 rechtzeitig (vgl. Art. 209 Abs. 3 ZPO) Klage mit den eingangs erwähnten Rechtsbegehren (Urk. 1 und Urk. 3). Unterm 18. Januar 2021 erstattete die Beklagte fristwahrend (vgl. Urk. 6 und Urk. 7/1) ihre Klageantwort mit dem eingangs zitierten Rechtsbegehren (Urk. 8). Am 3. Mai 2021 fand die Hauptverhandlung mit mündlicher Replik und Duplik und Novenstel- lungnahmen statt (Prot. I S. 4 ff.; Urk. 14). Am 7. Mai 2021 erliess die Vorinstanz eine Beweisverfügung, worin u.a. die Klägerin sowie die F._____ FINANCIAL SERVICES AG verpflichtet wurden, dem Gericht diverse Unterlagen einzureichen (betreffend die Klägerin deren Kontoauszüge von April bis Juli 2020; Urk. 18). Die F._____ FINANCIAL SERVICES AG kam ihrer Verpflichtung mit Eingabe vom 19. Mai 2021 nach (Urk. 24 und Urk. 25). Die Klägerin reichte mit Zuschrift vom”
Es ist zulässig, die Klagebewilligung nur bezüglich eines Teils der Beklagten auszustellen; dies kann insbesondere erfolgen, wenn die klagende Partei dies wünscht (vgl. RU210114).
“Hinzu kommt vorliegend – und darauf weist die Klägerin in ihrer Beru- fungsschrift zu Recht hin – dass sie sich hinsichtlich derjenigen Beklagten, welche an der Schlichtungsverhandlung säumig waren, bereits anlässlich der Verhand- lung zum weiteren Vorgehen geäussert hatte. So ist im Protokoll des Friedens- richteramtes festgehalten, dass die Klägerin an ihrer Klage vollumfänglich festhal- te und das Friedenrichteramt um Ausstellung einer Klagebewilligung betreffend der Beklagten 1 und 3 und allenfalls weiterer unentschuldigt nicht erschienenen Parteien (zum Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung war nicht bekannt, dass die - 8 - Zustellung an die Beklagte 4 ebenfalls geglückt war, vgl. act. 24) ersuche (vgl. act. 20 S. 3). Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb das Friedensrichteramt in der Folge nicht wie von der Klägerin gewünscht die Klagebewilligung bezüglich der Berufungsbeklagten 1, 3 und 4 ausstellte (Art. 206 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 209 ZPO). Dies erst recht, als es sich gemäss Schlichtungsgesuch in der Sache um eine Klage auf Ungültigkeit eines Testamentes handeln könnte (act. 1; Art. 519 Abs. 1 und Art. 520 Abs. 1 ZGB). Da ein Urteil über eine Ungültigkeitsklage nur zwischen den Prozessparteien wirkt, steht es im Belieben des Ungültigkeitsklä- gers, ob und allenfalls wie weit er die letztwillige Verfügung gelten lassen will und damit auch, welche Parteien, die aus einer angefochtenen Verfügung von Todes wegen erbrechtliche Vorteile ziehen, er einklagen will. Es besteht damit weder für Klagende noch für Beklagte eine notwendige Streitgenossenschaft (BGer 5A_986/2018 vom 7. Januar 2020, E. 4.2.1. f. m.w.H., u.a. auf BGE 136 III 123, E. 4.4.1; BGer 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019, E. 8.3.1.3). Damit ist es – insbe- sondere, wenn dies dem Wunsch der klagenden Partei entspricht – auch unprob- lematisch, die Klagebewilligung nur bezüglich eines Teils der Beklagten auszu- stellen (vgl. auch OGer ZH PP180046 vom 17. Mai 2019, E.”
“Hinzu kommt vorliegend – und darauf weist die Klägerin in ihrer Beru- fungsschrift zu Recht hin – dass sie sich hinsichtlich derjenigen Beklagten, welche an der Schlichtungsverhandlung säumig waren, bereits anlässlich der Verhand- lung zum weiteren Vorgehen geäussert hatte. So ist im Protokoll des Friedens- richteramtes festgehalten, dass die Klägerin an ihrer Klage vollumfänglich festhal- te und das Friedenrichteramt um Ausstellung einer Klagebewilligung betreffend der Beklagten 1 und 3 und allenfalls weiterer unentschuldigt nicht erschienenen Parteien (zum Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung war nicht bekannt, dass die - 8 - Zustellung an die Beklagte 4 ebenfalls geglückt war, vgl. act. 24) ersuche (vgl. act. 20 S. 3). Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb das Friedensrichteramt in der Folge nicht wie von der Klägerin gewünscht die Klagebewilligung bezüglich der Berufungsbeklagten 1, 3 und 4 ausstellte (Art. 206 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 209 ZPO). Dies erst recht, als es sich gemäss Schlichtungsgesuch in der Sache um eine Klage auf Ungültigkeit eines Testamentes handeln könnte (act. 1; Art. 519 Abs. 1 und Art. 520 Abs. 1 ZGB). Da ein Urteil über eine Ungültigkeitsklage nur zwischen den Prozessparteien wirkt, steht es im Belieben des Ungültigkeitsklä- gers, ob und allenfalls wie weit er die letztwillige Verfügung gelten lassen will und damit auch, welche Parteien, die aus einer angefochtenen Verfügung von Todes wegen erbrechtliche Vorteile ziehen, er einklagen will. Es besteht damit weder für Klagende noch für Beklagte eine notwendige Streitgenossenschaft (BGer 5A_986/2018 vom 7. Januar 2020, E. 4.2.1. f. m.w.H., u.a. auf BGE 136 III 123, E. 4.4.1; BGer 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019, E. 8.3.1.3). Damit ist es – insbe- sondere, wenn dies dem Wunsch der klagenden Partei entspricht – auch unprob- lematisch, die Klagebewilligung nur bezüglich eines Teils der Beklagten auszu- stellen (vgl. auch OGer ZH PP180046 vom 17. Mai 2019, E.”
Offenkundige Schreibfehler in der Klagebewilligung — etwa das Unterlassen der Angabe einer betroffenen Person, obwohl die Bewilligung inhaltlich die erforderlichen Elemente enthält — sind als blosse Schreibfehler zu behandeln und können von Amtes wegen korrigiert werden; die Bewilligung bleibt insoweit wirksam.
“Si l'autorité a méconnu cette obligation, elle doit tolérer que l'acte concerné soit régularisé, éventuellement hors délai (cf. arrêt TF 5A_741/2020 du 12 avril 2021 consid. 5.2.4. et réf. citées). 3.3. En l’espèce, dans son acte du 18 mars 2023 intitulé « requête d’intervention/requête de conciliation », A.________ a conclu subsidiairement à ce qu’elle soit admise en procédure en qualité de requérante, rôle qu’elle a de fait acquis lorsque le requérant a réduit le montant de ses conclusions, admettant ainsi la subrogation légale. Une autorisation de procéder devait donc être délivrée tant à C.________ qu’à A.________. Elle devait au surplus porter sur leurs conclusions respectives. Or, dans le cas particulier, si la Présidente a bel et bien protocolé les conclusions prises par A.________, force est de constater qu’elle a en revanche omis de préciser que l’autorisation de procéder litigieuse était également délivrée à cette dernière. Quoi qu’il en soit, la Cour constate que l’autorisation de procéder en cause contient tous les éléments nécessaires (cf. art 209 CPC), de sorte qu’il y a lieu de considérer qu’il s’agit d’une erreur de plume manifeste, qui pouvait – et devait – être corrigée d'office. Dans ces circonstances, il faut admettre, avec l’appelante, qu’il était excessivement formaliste de considérer, à l’instar des premiers juges, que la demande du 6 septembre 2023 est irrecevable, faute de conciliation préalable. Ils auraient au contraire dû constater que l’autorisation de procéder en cause était parfaitement valable. Il s’ensuit l’admission de l’appel et l’annulation de la décision attaquée. Par voie de conséquence, la cause est renvoyée aux premiers juges afin qu’ils statuent sur la demande du 6 septembre 2023. 4. Compte tenu du sort réservé à l’appel et du fait que l’intimée ne saurait être tenue pour responsable de la situation, les frais sont laissés à la charge de l’Etat (art. 107 al. 2 CPC). 4.1. En application de l’art. 114 let. c CPC, il n’est pas perçu de frais judiciaires dès lors que la valeur litigieuse n’excède pas CHF 30'000.”
Wird die 30‑tägige Frist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO zur Anfechtung der ordentlichen Kündigung nicht eingehalten, tritt die Kündigung in Kraft; spätere gleichgerichtete Anträge sind wegen Verwirkung (Péremption) bzw. als unzulässig (irrecevable) abzuweisen, und die Einleitung eines neuen Verfahrens begründet keinen neuen 30‑Tage‑Lauf für denselben Streitgegenstand.
“En règle générale, la situation juridique n'est pas claire si l'application d'une norme nécessite l'exercice d'un certain pouvoir d'appréciation de la part du juge ou que celui-ci doit rendre une décision en équité, en tenant compte des circonstances concrètes de l'espèce. Si le juge parvient à la conclusion que ces conditions sont remplies, le demandeur obtient gain de cause par une décision ayant l'autorité de la chose jugée et la force exécutoire. Si elles ne sont pas remplies et que le demandeur ne peut donc obtenir gain de cause, le juge ne peut que prononcer l'irrecevabilité de la demande. Il est en effet exclu que la procédure puisse aboutir au rejet de la prétention du demandeur avec autorité de la chose jugée (arrêt du Tribunal fédéral 4A_295/2017 du 25 avril 2018 consid. 3). 3.1.2 Selon l'art 273 al. 1 CO, la partie qui veut contester le congé doit saisir l'autorité de conciliation dans les 30 jours qui suivent la réception de celui-ci. En cas d'échec de la conciliation, le locataire dispose d'un délai de 30 jours pour saisir le juge, dès délivrance de l'autorisation de procéder. Il s'agit là d'un délai de péremption (art. 209 al. 4 CPC) (CPra Bail-Conod, art. 273 CO N 19). 3.2 En l'espèce, c'est à juste titre que le Tribunal a retenu que la résiliation du bail était manifestement valable. En effet, la requête de contestation du congé déposée en conciliation par l'appelant n'a jamais été introduite par devant le Tribunal des baux et loyers, de sorte que le congé est entré en force. Le fait que le montant du dommage causé à l'intimée par la présence d'insectes dans l'appartement occupé par l'appelant ne soit pas connu est quant à lui dénué de pertinence pour trancher le litige. Il en va de même de la question de savoir si l'appelant est responsable ou non de la présence des insectes. L'appelant ne dispose par conséquent plus de titre lui permettant d'occuper l'appartement litigieux, de sorte que c'est à bon droit que le Tribunal a prononcé son évacuation. 4. Le Tribunal a considéré que le recourant avait bénéficié d'un sursis de plus d'une année depuis l'issue de la procédure de conciliation et qu'il ne se justifiait pas de retarder plus encore l'évacuation compte tenu du préjudice subi par l'intimée.”
“En d’autres termes, si la demande a déjà été notifiée à la partie adverse, le demandeur ne peut plus retirer unilatéralement et de manière injustifiée sa demande, sans que cela soit considéré comme un désistement d’action. En l’espèce, on ignore si le retrait de la demande, intervenu le 24 mars 2022, a eu lieu avant que le Tribunal des baux ne la notifie à l’intimé. La question peut cependant souffrir de demeurer indécise, dès lors qu’en toute hypothèse, le désistement de l’appelante a eu pour effet de la priver de son droit s’agissant de ses conclusions tendant à l’annulation du congé ordinaire. En effet, à supposer que la demande n’ait pas été notifiée à l’intimé, l’appelante était potentiellement en droit de retirer sa demande devant le Tribunal des baux et de la réintroduire auprès de la juge de paix, sans que cela n’ait de conséquences sur le droit matériel invoqué, à condition toutefois que le délai de 30 jours à compter de la délivrance de l’autorisation de procéder le 17 décembre 2021 soit respecté (art. 209 al. 4 CPC). Or, ses conclusions reconventionnelles ont été déposées devant la juge de paix le 24 mars 2022, de sorte que l’autorisation de procéder était périmée. Pour ce motif déjà, ses conclusions reconventionnelles étaient irrecevables, le fait que l’appelante ait noué une nouvelle instance devant cette autorité ne faisant pas courir un nouveau délai de 30 jours pour procéder. Au demeurant, le retrait des conclusions XVII et XVIII de la demande devant le Tribunal des baux était injustifié, puisque ce dernier était compétent, de sorte que l’appelante ne pouvait bénéficier de la protection de l’art. 63 al. 1 CPC lorsqu’elle a déposé ses conclusions reconventionnelles devant la juge de paix, ni a fortiori lorsqu’elle a réintroduit sa demande le 2 septembre 2022 devant le Tribunal des baux. Enfin, à supposer que la demande ait été retirée après qu’elle a été notifiée à l’intimé, le désistement de l’appelante aurait dans une telle hypothèse le même effet qu’un jugement passé en force, si bien qu’il interdisait à l’appelante – forclose dans ses droits s’agissant de la contestation de la résiliation ordinaire – de saisir la juge de paix de conclusions reconventionnelles, respectivement le Tribunal des baux d’une nouvelle demande, portant sur le même objet.”
Bei Feststellung der Nichtigkeit ist die Streitsache an die Schlichtungsbehörde (Vermittleramt) zurückzuweisen. Diese hat sodann die Klagebewilligung neu auszustellen oder den Parteien einen Urteilsvorschlag zu unterbreiten.
“Die Annahme der Nichtigkeit führt zur Rückweisung der Streitsache an das Vermittleramt (Art. 327 Abs. 3 lit. a ZPO). Dieses hat nunmehr die Klagebewilli- gung auszustellen (Art. 209 ZPO) oder es kann den Parteien gemäss Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO einen Urteilsvorschlag unterbreiten.”
Eine behauptete mündliche Eröffnung der Klagebewilligung muss tatsächlich den gesamten zwingenden Inhalt gemäss Art. 209 Abs. 2 ZPO wiedergeben; eine blosse Vermerkung, dass die Bewilligung "erteilt" werde, ersetzt dies nicht. Die Frist zur Einreichung der Klage ist nach dem Zeitpunkt der tatsächlichen Aushändigung bzw. Eröffnung der schriftlichen Klagebewilligung zu berechnen.
“und BGE 140 III 227 Erw. 3.1). Vor Erhalt der schriftlichen Kla- gebewilligung sei es einer Partei denn auch faktisch gar nicht möglich, die Klage einzureichen, nachdem gemäss Art. 221 Abs. 2 lit. b bzw. Art. 244 Abs. 3 lit. b ZPO die Klagebewilligung im Original als Beilage mit der Klage einzureichen sei. Von der Beklagten sei nicht geltend gemacht worden, dass im vorliegenden Fall anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 2. Februar 2021 die Klagebewilli- gung schriftlich ausgehändigt worden wäre. Der Klagebewilligung vom 4. Februar 2021 sei denn auch nur zu entnehmen, dass der klagenden Partei die Klagebewil- ligung "erteilt" werde. Dieser Vermerk sei lediglich dahingehend zu verstehen, dass die Schlichtungsbehörde die schriftliche Klagebewilligung nächstens zustel- len werde. Eine eigentliche mündliche Eröffnung der Klagebewilligung mit dem zwingenden Inhalt gemäss Art. 209 Abs. 2 ZPO sei weder geltend gemacht wor- den noch sei dies anhand der Klagebewilligung ersichtlich. Nach Durchführung der Schlichtungsverhandlung vom 2. Februar 2021 sei die Klagebewilligung am 4. Februar 2021 an den damaligen Vertreter des Klägers versandt worden. Dieser habe die Klagebewilligung frühestens am 5. Februar 2021 in Empfang nehmen können. Der Fristbeginn sei in Anwendung von Art. 142 Abs. 1 ZPO somit auf den 6. Februar 2021 zu datieren. Die dreimonatige Frist zur Einreichung der Klagebe- - 10 - willigung sei unter Berücksichtigung der Gerichtsferien am 21. Mai 2021 abgelau- fen, weshalb der Kläger die Frist mit der Eingabe vom 19. Mai 2021 gewahrt habe (Urk. 2 S. 5 f.).”
“Lediglich ergänzend ist anzumerken, dass sich die vorinstanzliche Erwä- gung, eine eigentliche mündliche Eröffnung der Klagebewilligung sei weder gel- tend gemacht worden noch anhand der Klagebewilligung ersichtlich (Urk. 2 S. 6), auf den zwingenden Inhalt der Klagebewilligung gemäss Art. 209 Abs. 2 ZPO be- zieht. Dass entgegen dieser Erwägung der Vorinstanz eine den gesamten zwin- genden Inhalt der Klagebewilligung umfassende mündliche Eröffnung stattgefun- den hätte, ergibt sich (auch) nicht aus der Berufungsschrift (vgl. Urk. 1 S. 8), wes- halb auf die diesbezügliche Argumentation der Beklagten (Urk. 1 S. 8) nicht weiter einzugehen ist.”
Die Klagebewilligung (Autorisation de procéder) nach Art. 209 Abs. 2 ZPO enthält namentlich die Namen und Adressen der Parteien (gegebenenfalls ihrer Vertreter) sowie die Schlussanträge des Klägers, die Beschreibung des Streitgegenstands, das Datum der Einreichung des Schlichtungsgesuchs, den Entscheid über die Kosten der Schlichtungsverhandlung, das Datum der Erteilung der Klagebewilligung und die Unterschrift der Schlichtungsbehörde. Sie übernimmt die Bezeichnungen aus dem Schlichtungsgesuch und legt damit die Parteien für das spätere Verfahren fest; Änderungen sind nur unter engen Voraussetzungen möglich. Die Erteilung der Klagebewilligung ist eine Voraussetzung der Zulässigkeit der Klage und bewirkt, dass Fristen (insbesondere die Klagefrist gegenüber dem zuständigen Richter) zu laufen beginnen. Die Wirksamkeit beziehungsweise Gültigkeit der Klagebewilligung wird vom Gericht im Rahmen der Zulässigkeitsprüfung von Amtes wegen überprüft.
“Tel est le cas de l'action en constatation de la nullité du congé, ainsi que des actions en annulation du congé et en prolongation du bail; pour ces deux actions-ci, l'autorité de conciliation doit être saisie dans le délai de péremption de 30 jours à partir de la réception du congé (art. 273 al. 1 et al. 2 let. a CO). Lorsque la conciliation est un préalable nécessaire à l'introduction de la demande, la litispendance débute au moment du dépôt de la requête de conciliation et a notamment pour effet de fixer les parties au procès, des modifications n'étant ensuite possibles qu'à des conditions restrictives. C'est pourquoi la requête de conciliation doit contenir la désignation de la partie adverse, à qui la requête est notifiée sans retard avec la citation à l'audience (art. 202 al. 2 et 3 CPC). Lorsque la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité de conciliation délivre au demandeur l'autorisation de procéder, laquelle comporte notamment les noms et adresses des parties désignées dans la requête de conciliation (cf. art. 209 al. 2 CPC) (arrêt du Tribunal fédéral 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1 et les références citées). L'autorisation de procéder, bien que consistant en un acte d'une autorité, n'est pas une décision sujette à recours. Elle revêt dès lors, du point de vue de son caractère définitif, le même statut qu'une décision ayant acquis force de chose jugée formelle, de sorte que le délai pour déposer la demande devant le juge compétent court dès sa notification. La validité de l'autorisation de procéder est examinée d'office par le tribunal, en tant que condition de recevabilité de la demande (art. 59 et 60 CPC) (ATF 140 III 227 consid. 3). Dans le cadre d'une action en contestation de congé dirigée contre l'hoirie d'un bailleur, le Tribunal fédéral a retenu qu'il appartenait au locataire de désigner précisément la ou les parties défenderesses dans sa requête de conciliation. En effet, l'autorité de conciliation avait uniquement pour tâche de tenter de concilier les parties et de délivrer, si la conciliation échouait, l'autorisation de procéder contre la partie désignée par le demandeur (i.”
“130 CPC ou dictée au procès-verbal à l’autorité de conciliation. La requête de conciliation contient la désignation de la partie adverse (arrêts du Tribunal fédéral 4A_222/2017 du 8 mai 2018 consid. 4.1.1; 4A_385/2014 du 29 septembre 2014 consid. 4.1 in RSPC 2015 32; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1, in RSPC 2016 317), les conclusions et la description de l’objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Lorsque la tentative de conciliation n’aboutit pas, l’autorité de conciliation consigne l’échec au procès-verbal et délivre l’autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L’autorisation de procéder contient les noms et les adresses des parties et, le cas échéant, de leurs représentants, les conclusions du demandeur, la description de l’objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles, la date de l’introduction de la procédure de conciliation, la décision sur les frais de la procédure de conciliation, la date de l’autorisation de procéder et la signature de l’autorité de conciliation (art. 209 al. 2 CPC). L'autorisation de procéder reprend les noms des parties indiqués dans la requête de conciliation, sous réserve d'un changement de nom ou d'une substitution de partie (art. 83 CPC) intervenue entre-temps (arrêt du Tribunal fédéral 4A_266/2016 du 25 juillet 2016 consid. 3; Infanger, in Basler Kommentar, 2ème éd. 2013, n. 7 ad art. 209 CPC). L’autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l’objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC) (Infanger, op. cit., ibid; Bohnet, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 8 ad art. 209 CPC). 2.1.2 Selon l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'alinéa 2 de cette disposition dresse une liste non exhaustive de ces conditions. L’existence d'une autorisation de procéder représente une condition de recevabilité de la demande.”
Unterbleibt die Aushändigung der Klagebewilligung aufgrund eines Fehlers der Schlichtungsbehörde, darf dies der betroffenen Partei nach den in der Literatur und Rechtsprechung dargelegten Erwägungen nicht zu Lasten der betroffenen Partei gereichen. In diesem Sinn spricht vieles dafür, der Partei die Möglichkeit zu belassen, ihre Klage trotz des Verfahrensfehlers einzureichen; dabei ist zu berücksichtigen, dass dies unter dem Gesichtspunkt der Verfahrensökonomie und von Treu und Glauben (Art. 52 ZPO) zu beurteilen ist.
“Il convient à cet égard de tenir compte de la volonté du législateur, récemment rappelée lors de la révision du CPC, d'assurer un accès facilité à la justice civile en adoptant un Code de procédure civile « laienfreundlich », ce dont il faut d'autant plus tenir compte dans un procès civil à caractère social comme la présente affaire. A titre d'exemple, le Parlement a récemment voté un nouvel article 52 al. 2 CPC (FF 2023 786 ss), imposant de ne pas faire supporter aux parties les erreurs commises par les tribunaux dans l'indication des voies de droit. On peut s'en inspirer pour trancher la question litigieuse, en considérant que l'intimé, partie locataire, ne doit pas souffrir de l'erreur de la commission de conciliation qui a omis de lui remettre une autorisation de procéder. Il y a encore lieu de tenir compte du fait que le non-dépôt d'une action au fond dans le délai suivant la remise de l'autorisation de procéder ne constitue pas un désistement d'action et n'emporte pas autorité de la chose jugée, laissant l'opportunité à la partie de réintroduire sa demande en déposant une nouvelle requête de conciliation (Aeschlimann-Disler/Heinzmann in PC CPC, n. 21 ad art. 209 CPC). En l'espèce, on ne voit pas quel intérêt auraient les parties à s'opposer à nouveau sur des prétentions qui ont pourtant déjà été instruites et tranchées dans la présente cause. Il en va du principe d'économie de procédure, ainsi que de la bonne foi en procédure (art. 52 CPC). Compte tenu de ce qui précède, il faut confirmer le jugement attaqué en ce qu'il tient pour recevable la demande du 14 janvier 2021 introduite par l'intimé à la suite de la remise de l'autorisation de procéder du 5 janvier 2021. 7.2 7.2.1 L'appelante conteste encore la réduction de loyer et les dommages-intérêts accordés par les premiers juges en lien avec la présence de punaises de lit, considérant qu'aucune faute ne pouvait lui être imputée et relevant qu'elle avait immédiatement tout mis en œuvre pour réparer le dommage. 7.2.2 Le bailleur est tenu de délivrer la chose dans un état approprié à l'usage pour lequel elle a été louée, puis de l'entretenir dans cet état (art. 256 al. 1 CO). Cette obligation du bailleur permet de cerner la notion du défaut, dès lors que celui-ci n'est défini ni à l'art.”
Nach der hier zitierten Rechtsprechung beginnt die 30‑tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO für die betroffene Partei erst mit dem tatsächlichen Empfang der wirksamen Bewilligung zur Prozessleitung. Ergibt sich aus dem Schlichtungsprotokoll oder der zustellenden Verordnung, dass die Bewilligung der Partei erst zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist, läuft die Frist erst ab diesem Zugang. Ein zuvor von der Schlichtungsbehörde verursachter Fehler wurde im entschiedenen Fall der Partei nicht zugerechnet.
“En outre, l'immeuble dans lequel se situait leur appartement était ancien, l'augmentation de loyer était présumée abusive et la bailleresse n'avait pas prouvé le contraire. L'augmentation de loyer ne protégeait aucun intérêt digne de protection et ternissait la politique générale du logement de la VILLE DE GENEVE. Ils se trouvaient par ailleurs dans une situation financière difficile et n'étaient pas en mesure de faire face à l'augmentation de loyer. La cause a été gardée à juger le 6 février 2024. m. Dans son jugement du 20 mars 2024, le Tribunal a considéré que la Commission de conciliation avait notifié l'autorisation de procéder du 9 juin 2022 à la bailleresse par ordonnance du 16 décembre 2022, reçue le 19 décembre 2022. La bailleresse n'était pas en possession d'une autorisation de procéder valable avant cette date. Le délai pour déposer la demande devant le Tribunal avait ainsi commencé à courir pour la bailleresse dès le 19 décembre 2022. L'erreur de la Commission de conciliation ne pouvait être imputée à la bailleresse. Partant, le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC avait été respecté par la bailleresse et sa demande était recevable. Le Tribunal a par ailleurs considéré que les locataires ne contestaient pas que leur revenu déterminant s'élève à 120'293 fr., ni que le calcul produit par la bailleresse était conforme aux dispositions du Règlement précitées, notamment s'agissant taux d'effort retenu de 22%. Les locataires n'alléguaient pas non plus que le loyer ainsi fixé dépasserait les limites des loyers usuels du quartier. Les données statistiques pour l'année 2022, dans le canton de Genève en général et le quartier où se situait l'appartement en particulier, confirmaient d'ailleurs le loyer tel que nouvellement fixé par la bailleresse. La majoration de loyer était ainsi validée. EN DROIT 1. 1.1 L'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance (art. 308 al. 1 let. a CPC). Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est de 10'000 fr.”
“Cette ordonnance a été reçue par la VILLE DE GENEVE le 19 décembre 2022. g. Par demande datée du 31 janvier 2023, l'affaire a été portée devant le Tribunal des baux et loyers par la bailleresse par courrier recommandé du 1er février 2023, reçu par le Tribunal le lendemain, la VILLE DE GENEVE concluant à la fixation du loyer mensuel net de l'appartement à 2'075 fr. à compter du 1er mai 2022. h. Par ordonnance du 14 mars 2023, le Tribunal a fixé un délai aux locataires pour répondre par écrit à la demande. i. Par mémoire de réponse du 24 avril 2023, les locataires ont conclu, à la forme, à l'irrecevabilité de la requête et, principalement, à ce que la procédure soit limitée au sens de l'art. 125 let. a CPC à la question de la recevabilité et à ce que la cause soit rayée du rôle pour cause de péremption de l'autorisation de procéder et, subsidiairement, à ce qu'un délai leur soit imparti pour se déterminer sur le fond. Ils ont soutenu que la demande du 31 janvier 2023 était tardive, le délai de 30 jours de l'art. 209 al. 4 CPC n'ayant pas été respecté, puisque l'autorisation de procéder avait été délivrée le 9 juin 2022. j. Le 26 mai 2023, la VILLE DE GENEVE a répliqué, persistant dans ses conclusions. Elle a relevé qu'aucune autorisation de procéder ne lui avait été délivrée à l'issue de l'audience de conciliation, ce qui ressortait du procès-verbal de ladite audience qui indiquait que l'autorisation de procéder était délivrée à la partie demanderesse, soit les locataires. L'autorisation de procéder ne lui avait été délivrée que le 19 décembre 2022. Elle avait dès lors agi dans le délai légal. Le 10 juillet 2023, dans le délai imparti par le Tribunal par ordonnance du 9 juin 2023 en application de l'art. 225 CPC, B______ et A______ ont dupliqué, persistant dans leur argumentation relative à la tardiveté et dans les conclusions prises dans leur réponse du 24 avril 2023. k. Lors de l'audience du 31 octobre 2023, les parties ont indiqué au Tribunal qu'elles n'avaient pas d'autres moyens de preuve à solliciter et elles se sont accordées pour le dépôt de plaidoiries finales écrites.”
“En outre, l'immeuble dans lequel se situait leur appartement était ancien, l'augmentation de loyer était présumée abusive et la bailleresse n'avait pas prouvé le contraire. L'augmentation de loyer ne protégeait aucun intérêt digne de protection et ternissait la politique générale du logement de la VILLE DE GENEVE. Ils se trouvaient par ailleurs dans une situation financière difficile et n'étaient pas en mesure de faire face à l'augmentation de loyer. La cause a été gardée à juger le 6 février 2024. m. Dans son jugement du 20 mars 2024, le Tribunal a considéré que la Commission de conciliation avait notifié l'autorisation de procéder du 9 juin 2022 à la bailleresse par ordonnance du 16 décembre 2022, reçue le 19 décembre 2022. La bailleresse n'était pas en possession d'une autorisation de procéder valable avant cette date. Le délai pour déposer la demande devant le Tribunal avait ainsi commencé à courir pour la bailleresse dès le 19 décembre 2022. L'erreur de la Commission de conciliation ne pouvait être imputée à la bailleresse. Partant, le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC avait été respecté par la bailleresse et sa demande était recevable. Le Tribunal a par ailleurs considéré que les locataires ne contestaient pas que leur revenu déterminant s'élève à 120'293 fr., ni que le calcul produit par la bailleresse était conforme aux dispositions du Règlement précitées, notamment s'agissant taux d'effort retenu de 22%. Les locataires n'alléguaient pas non plus que le loyer ainsi fixé dépasserait les limites des loyers usuels du quartier. Les données statistiques pour l'année 2022, dans le canton de Genève en général et le quartier où se situait l'appartement en particulier, confirmaient d'ailleurs le loyer tel que nouvellement fixé par la bailleresse. La majoration de loyer était ainsi validée. EN DROIT 1. 1.1 L'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance (art. 308 al. 1 let. a CPC). Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est de 10'000 fr.”
“En outre, l'immeuble dans lequel se situait leur appartement était ancien, l'augmentation de loyer était présumée abusive et la bailleresse n'avait pas prouvé le contraire. L'augmentation de loyer ne protégeait aucun intérêt digne de protection et ternissait la politique générale du logement de la VILLE DE GENEVE. Ils se trouvaient par ailleurs dans une situation financière difficile et n'étaient pas en mesure de faire face à l'augmentation de loyer. La cause a été gardée à juger le 6 février 2024. m. Dans son jugement du 20 mars 2024, le Tribunal a considéré que la Commission de conciliation avait notifié l'autorisation de procéder du 9 juin 2022 à la bailleresse par ordonnance du 16 décembre 2022, reçue le 19 décembre 2022. La bailleresse n'était pas en possession d'une autorisation de procéder valable avant cette date. Le délai pour déposer la demande devant le Tribunal avait ainsi commencé à courir pour la bailleresse dès le 19 décembre 2022. L'erreur de la Commission de conciliation ne pouvait être imputée à la bailleresse. Partant, le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC avait été respecté par la bailleresse et sa demande était recevable. Le Tribunal a par ailleurs considéré que les locataires ne contestaient pas que leur revenu déterminant s'élève à 120'293 fr., ni que le calcul produit par la bailleresse était conforme aux dispositions du Règlement précitées, notamment s'agissant taux d'effort retenu de 22%. Les locataires n'alléguaient pas non plus que le loyer ainsi fixé dépasserait les limites des loyers usuels du quartier. Les données statistiques pour l'année 2022, dans le canton de Genève en général et le quartier où se situait l'appartement en particulier, confirmaient d'ailleurs le loyer tel que nouvellement fixé par la bailleresse. La majoration de loyer était ainsi validée. EN DROIT 1. 1.1 L'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance (art. 308 al. 1 let. a CPC). Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est de 10'000 fr.”
Kann die Schlichtungsbehörde wegen des Streitwerts (über CHF 5'000) nicht über Anträge auf Aufhebung oder Wegweisung der Opposition entscheiden, begründet die ihr erteilte Klagebewilligung gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO nur die Ermächtigung, die Sachklage beim zuständigen Gericht einzureichen. Wird innerhalb der dreimonatigen Frist keine solche Klage eingereicht, verzichtet der Kläger darauf, die betreffenden Anträge durch ein Gericht prüfen zu lassen.
“d LP, une poursuite ne peut être considérée comme injustifiée si le créancier a agi judiciairement en vue de faire écarter l'opposition, ce quand bien même cette action aurait échoué ou aurait été déclarée irrecevable. Il faut entendre par là que le créancier doit avoir effectivement soumis à un tribunal a priori compétent pour en connaître des conclusions tendant à ce que l'opposition formée par le poursuivi soit écartée, quel que soit le type de procédure utilisé. Or le dépôt d'une requête en conciliation au sens de l'art. 202 CPC ne répond, lorsque la valeur litigieuse est supérieure à 5'000 fr, pas à cette condition. Le juge conciliateur est alors, en effet, incapable de statuer ou même de rendre une proposition de jugement sur les conclusions en mainlevée ou en annulation de l'opposition formulées par le poursuivant. Sous réserve d'un accord, il ne pourra que délivrer à ce dernier une autorisation de procéder. Sa saisine ne constitue ainsi qu'une étape préalable et nécessaire à l'introduction proprement dite d'une procédure en annulation de l'opposition devant le tribunal. Le créancier qui omet de saisir le tribunal d'une action au fond dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 3 CPC renonce du même coup à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. A l'instar du créancier qui retire sa requête de mainlevée avant qu'elle ait pu être instruite et jugée, il ne pourra dès lors être considéré comme ayant engagé une procédure d'annulation de l'opposition. Dans le cas d'espèce, le poursuivant a certes déposé une requête de conciliation comportant des conclusions en annulation de l'opposition mais, au vu de la valeur litigieuse, celles-ci ne pouvaient être tranchées par l'autorité de conciliation. Celle-ci lui a donc délivré une autorisation de procéder. Il n'en a toutefois pas fait usage dans le délai de trois mois qu'elle prévoyait, renonçant ainsi à faire trancher la recevabilité et le bien-fondé de ces conclusions par un juge disposant du pouvoir pour examiner ces points. Il ne peut dès lors être considéré comme ayant agi en vue d'obtenir l'annulation ou la mainlevée de l'opposition, avec pour conséquence que, contrairement à ce qu'a retenu l'Office, la nouvelle demande de non-divulgation présentée par la plaignante est, à ce stade du raisonnement, bien fondée.”
“d LP, une poursuite ne peut être considérée comme injustifiée si le créancier a agi judiciairement en vue de faire écarter l'opposition, ce quand bien même cette action aurait échoué ou aurait été déclarée irrecevable. Il faut entendre par là que le créancier doit avoir effectivement soumis à un tribunal a priori compétent pour en connaître des conclusions tendant à ce que l'opposition formée par le poursuivi soit écartée, quel que soit le type de procédure utilisé. Or le dépôt d'une requête en conciliation au sens de l'art. 202 CPC ne répond, lorsque la valeur litigieuse est supérieure à 5'000 fr, pas à cette condition. Le juge conciliateur est alors, en effet, incapable de statuer ou même de rendre une proposition de jugement sur les conclusions en mainlevée ou en annulation de l'opposition formulées par le poursuivant. Sous réserve d'un accord, il ne pourra que délivrer à ce dernier une autorisation de procéder. Sa saisine ne constitue ainsi qu'une étape préalable et nécessaire à l'introduction proprement dite d'une procédure en annulation de l'opposition devant le tribunal. Le créancier qui omet de saisir le tribunal d'une action au fond dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 3 CPC renonce du même coup à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. A l'instar du créancier qui retire sa requête de mainlevée avant qu'elle ait pu être instruite et jugée, il ne pourra dès lors être considéré comme ayant engagé une procédure d'annulation de l'opposition. Dans le cas d'espèce, le poursuivant a certes déposé une requête de conciliation comportant des conclusions en annulation de l'opposition mais, au vu de la valeur litigieuse, celles-ci ne pouvaient être tranchées par l'autorité de conciliation. Celle-ci lui a donc délivré une autorisation de procéder. Il n'en a toutefois pas fait usage dans le délai de trois mois qu'elle prévoyait, renonçant ainsi à faire trancher la recevabilité et le bien-fondé de ces conclusions par un juge disposant du pouvoir pour examiner ces points. Il ne peut dès lors être considéré comme ayant agi en vue d'obtenir l'annulation ou la mainlevée de l'opposition, avec pour conséquence que, contrairement à ce qu'a retenu l'Office, la nouvelle demande de non-divulgation présentée par le plaignant est, à ce stade du raisonnement, bien fondée.”
“d LP, une poursuite ne peut être considérée comme injustifiée si le créancier a agi judiciairement en vue de faire écarter l'opposition, ce quand bien même cette action aurait échoué ou aurait été déclarée irrecevable. Il faut entendre par là que le créancier doit avoir effectivement soumis à un tribunal a priori compétent pour en connaître des conclusions tendant à ce que l'opposition formée par le poursuivi soit écartée, quel que soit le type de procédure utilisé. Or le dépôt d'une requête en conciliation au sens de l'art. 202 CPC ne répond, lorsque la valeur litigieuse est supérieure à 5'000 fr, pas à cette condition. Le juge conciliateur est alors, en effet, incapable de statuer ou même de rendre une proposition de jugement sur les conclusions en mainlevée ou en annulation de l'opposition formulées par le poursuivant. Sous réserve d'un accord, il ne pourra que délivrer à ce dernier une autorisation de procéder. Sa saisine ne constitue ainsi qu'une étape préalable et nécessaire à l'introduction proprement dite d'une procédure en annulation de l'opposition devant le tribunal. Le créancier qui omet de saisir le tribunal d'une action au fond dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 3 CPC renonce du même coup à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. A l'instar du créancier qui retire sa requête de mainlevée avant qu'elle ait pu être instruite et jugée, il ne pourra dès lors être considéré comme ayant engagé une procédure d'annulation de l'opposition. Dans le cas d'espèce, le poursuivant a certes déposé une requête de conciliation comportant des conclusions en annulation de l'opposition mais, au vu de la valeur litigieuse, celles-ci ne pouvaient être tranchées par l'autorité de conciliation. Celle-ci lui a donc délivré une autorisation de procéder. Il n'en a toutefois pas fait usage dans le délai de trois mois qu'elle prévoyait, renonçant ainsi à faire trancher la recevabilité et le bien-fondé de ces conclusions par un juge disposant du pouvoir pour examiner ces points. Il ne peut dès lors être considéré comme ayant agi en vue d'obtenir l'annulation ou la mainlevée de l'opposition, avec pour conséquence que, contrairement à ce qu'a retenu l'Office, la nouvelle demande de non-divulgation présentée par la plaignante est, à ce stade du raisonnement, bien fondée.”
Für die Klagefrist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO ist auf den Tag des fristauslösenden Ereignisses abzustellen; dieser Tag ist massgeblich für den Fristbeginn, nicht der Zustellungstag.
“Als Ergebnis der Auslegung von Art. 142 Abs. 1 und 2 ZPO ist demzufolge festzuhalten, dass Art. 142 Abs. 2 ZPO in dem Sinn auszulegen ist, als der "Tag, an dem die Frist zu laufen begann", sich nicht nach Art. 142 Abs. 1 ZPO richtet, sondern auf den Tag des fristauslösenden Ereignisses Bezug nimmt. Der Beschwerdeführer hat demnach auch in Anwendung von Art. 142 Abs. 2 ZPO die Klagefrist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO verpasst (siehe oben E. 4.5).”
Eine Klage ist nach Art. 209 ZPO nur zulässig, wenn eine von der Schlichtungsbehörde erteilte, noch gültige Klagebewilligung vorliegt. Diese Bewilligung muss sich auf dasselbe Streitobjekt und dieselben Hauptparteien beziehen und darf nicht verfallen bzw. durch einen offensichtlichen, die Bewilligung erheblich berührenden Mangel (z. B. klare Unzuständigkeit der Schlichtungsbehörde) beeinträchtigt sein.
“1 Les causes soumises à la procédure ordinaire ou simplifiée doivent généralement être précédées d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation, sauf exceptions prévues par la loi (art. 198 ss CPC). Le demandeur ne peut déposer sa demande qu'après avoir reçu une autorisation de procéder de l'autorité de conciliation, suite à l'échec de la tentative (art. 209 CPC). La demande doit être déposée dans un délai de trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC), à défaut de quoi l'instance est réputée non introduite et l'autorisation de procéder est caduque (BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 17 ad art. 209 CPC). Bien qu'elle ne soit pas mentionnée par l'art. 59 al. 2 CPC, l'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande (ATF 139 III 273 consid. 2.1). Pour être valable, l'autorisation de procéder ne doit pas être périmée et elle doit porter sur le même objet du litige et les mêmes parties principales (art. 209 CPC; arrêts du Tribunal fédéral 4A_560/2015 du 20 mai 2016 consid. 4.1.3; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1). Enfin, elle ne doit pas être entachée d'un vice, par exemple l'incompétence manifeste de l'autorité qui l'a prononcée (ATF 139 III 273 consid. 2.1), ou encore le défaut du demandeur sans motif de dispense ou l'absence de sa représentation valable à l'audience (art. 204 al. 3 CPC; ATF 140 III 70 consid. 4; 140 III 227 consid. 3.3). 2.1.1.1 En vertu de l'art. 2 al. 2 CC, l'abus manifeste d'un droit n'est pas protégé par la loi. Ce principe vaut également dans le domaine de la procédure. Il peut y avoir abus de droit, notamment, lorsque l'exercice d'un droit ne répond à aucun intérêt. En outre, le principe de la bonne foi s'oppose à ce qu'une partie qui constate un prétendu vice de procédure ne le signale pas immédiatement, à un moment où il pourrait encore être le cas échéant corrigé, mais attende l'issue de la procédure pour l'invoquer ultérieurement si celle-ci lui a été défavorable (ATF 142 III 296 consid.”
Die Schlichtungsbehörde hat vorrangig die Aufgabe, eine Einigung zu vermitteln; bleibt die Vermittlung ohne Erfolg, hat sie die Erteilung der Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO) vorzunehmen. Eine Entscheidung über die Unzulässigkeit ist ihr nur in besonderen, offenbaren Fällen zugestanden; die generelle Prüfung der Zulässigkeitsvoraussetzungen (Art. 59 ZPO) und die Sanktion der Unzulässigkeit obliegen grundsätzlich dem Gericht.
“Dans un arrêt ultérieur, publié dans le recueil officiel des arrêts du Tribunal fédéral (ATF 146 III 265), ce tribunal a reconnu à l’autorité de conciliation la possibilité de rendre une décision d’irrecevabilité lorsque son incompétence était manifeste, mais a aussi limité cette faculté aux cas manifestes (pour simplifier, car cela reste ici sans effet, on se dispensera de préciser toutes les nuances apportées dans l’arrêt de référence en lien avec la contestation ou non par l’adverse partie de la compétence à raison du lieu, respectivement en fonction de sa comparution ou non à l’audience de conciliation – ATF 146 III 265, cons. 4, spéc. 4.2 et 4.3, qui cite aussi, parmi les décisions d’irrecevabilité que peut rendre l’autorité de conciliation, celle qui l’est en cas de défaut du paiement de l’avance de frais). La faculté pour l’autorité de conciliation de prononcer une décision d’irrecevabilité est donc limitée à des circonstances particulières, ce qui se justifie par le fait que la tâche de l’autorité de conciliation est en premier lieu de tenter de trouver un accord entre les parties de manière informelle (art. 201 al. 1 CPC) et, si la tentative de conciliation s’avère infructueuse, de délivrer une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L’autorité de conciliation n’a pas une compétence générale pour prononcer des décisions d’irrecevabilité (il n’y a pas, pour l’autorité de conciliation, de pendant à l’article 236 al. 1 CPC, qui vaut pour le tribunal) et elle n’a pas à vérifier d’office les conditions de recevabilité de l’article 59 CPC, tâche qui incombe au « tribunal ». C’est dire que, sous réserve d’une proposition de jugement qui serait demandée par la parties, dans un des domaines dans lesquels cette possibilité existe, et de certains cas d’irrecevabilité manifeste, l’autorité de conciliation doit se limiter à tenter la conciliation et, si elle échoue, à délivrer l’autorisation de procéder. L’examen de la recevabilité de la demande au sens de l’article 59 CPC et la sanction de l’irrecevabilité qui peut en découler revient au « tribunal » et une décision d’irrecevabilité ne fait pas partie des décisions qu’un juge de la conciliation peut – toujours sous réserve des situations évoquées ci-dessus – prendre. Sous cet angle, la décision querellée doit être annulée, car elle ne s’inscrit pas dans les situations où la compétence de l’autorité de conciliation à rendre une décision d’irrecevabilité peut être reconnue.”
“Dans un arrêt ultérieur, publié dans le recueil officiel des arrêts du Tribunal fédéral (ATF 146 III 265), ce tribunal a reconnu à l’autorité de conciliation la possibilité de rendre une décision d’irrecevabilité lorsque son incompétence était manifeste, mais a aussi limité cette faculté aux cas manifestes (pour simplifier, car cela reste ici sans effet, on se dispensera de préciser toutes les nuances apportées dans l’arrêt de référence en lien avec la contestation ou non par l’adverse partie de la compétence à raison du lieu, respectivement en fonction de sa comparution ou non à l’audience de conciliation – ATF 146 III 265, cons. 4, spéc. 4.2 et 4.3, qui cite aussi, parmi les décisions d’irrecevabilité que peut rendre l’autorité de conciliation, celle qui l’est en cas de défaut du paiement de l’avance de frais). La faculté pour l’autorité de conciliation de prononcer une décision d’irrecevabilité est donc limitée à des circonstances particulières, ce qui se justifie par le fait que la tâche de l’autorité de conciliation est en premier lieu de tenter de trouver un accord entre les parties de manière informelle (art. 201 al. 1 CPC) et, si la tentative de conciliation s’avère infructueuse, de délivrer une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L’autorité de conciliation n’a pas une compétence générale pour prononcer des décisions d’irrecevabilité (il n’y a pas, pour l’autorité de conciliation, de pendant à l’article 236 al. 1 CPC, qui vaut pour le tribunal) et elle n’a pas à vérifier d’office les conditions de recevabilité de l’article 59 CPC, tâche qui incombe au « tribunal ». C’est dire que, sous réserve d’une proposition de jugement qui serait demandée par la parties, dans un des domaines dans lesquels cette possibilité existe, et de certains cas d’irrecevabilité manifeste, l’autorité de conciliation doit se limiter à tenter la conciliation et, si elle échoue, à délivrer l’autorisation de procéder. L’examen de la recevabilité de la demande au sens de l’article 59 CPC et la sanction de l’irrecevabilité qui peut en découler revient au « tribunal » et une décision d’irrecevabilité ne fait pas partie des décisions qu’un juge de la conciliation peut – toujours sous réserve des situations évoquées ci-dessus – prendre. Sous cet angle, la décision querellée doit être annulée, car elle ne s’inscrit pas dans les situations où la compétence de l’autorité de conciliation à rendre une décision d’irrecevabilité peut être reconnue.”
“Dans un arrêt ultérieur, publié dans le recueil officiel des arrêts du Tribunal fédéral (ATF 146 III 265), ce tribunal a reconnu à l’autorité de conciliation la possibilité de rendre une décision d’irrecevabilité lorsque son incompétence était manifeste, mais a aussi limité cette faculté aux cas manifestes (pour simplifier, car cela reste ici sans effet, on se dispensera de préciser toutes les nuances apportées dans l’arrêt de référence en lien avec la contestation ou non par l’adverse partie de la compétence à raison du lieu, respectivement en fonction de sa comparution ou non à l’audience de conciliation – ATF 146 III 265, cons. 4, spéc. 4.2 et 4.3, qui cite aussi, parmi les décisions d’irrecevabilité que peut rendre l’autorité de conciliation, celle qui l’est en cas de défaut du paiement de l’avance de frais). La faculté pour l’autorité de conciliation de prononcer une décision d’irrecevabilité est donc limitée à des circonstances particulières, ce qui se justifie par le fait que la tâche de l’autorité de conciliation est en premier lieu de tenter de trouver un accord entre les parties de manière informelle (art. 201 al. 1 CPC) et, si la tentative de conciliation s’avère infructueuse, de délivrer une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L’autorité de conciliation n’a pas une compétence générale pour prononcer des décisions d’irrecevabilité (il n’y a pas, pour l’autorité de conciliation, de pendant à l’article 236 al. 1 CPC, qui vaut pour le tribunal) et elle n’a pas à vérifier d’office les conditions de recevabilité de l’article 59 CPC, tâche qui incombe au « tribunal ». C’est dire que, sous réserve d’une proposition de jugement qui serait demandée par la parties, dans un des domaines dans lesquels cette possibilité existe, et de certains cas d’irrecevabilité manifeste, l’autorité de conciliation doit se limiter à tenter la conciliation et, si elle échoue, à délivrer l’autorisation de procéder. L’examen de la recevabilité de la demande au sens de l’article 59 CPC et la sanction de l’irrecevabilité qui peut en découler revient au « tribunal » et une décision d’irrecevabilité ne fait pas partie des décisions qu’un juge de la conciliation peut – toujours sous réserve des situations évoquées ci-dessus – prendre. Sous cet angle, la décision querellée doit être annulée, car elle ne s’inscrit pas dans les situations où la compétence de l’autorité de conciliation à rendre une décision d’irrecevabilité peut être reconnue.”
Die 30‑Tage‑Frist gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO ist eine péremptorische Frist für das Verfahren. Wird die Klage innert dieser Frist eingereicht, bleibt die Litispendenz bestehen; wird sie nicht fristgerecht eingereicht, erlischt die Autorisation de procéder/Instance (péremption d’instance) und die Klage ist unzulässig bzw. das Verfahren endet kraft Gesetzes.
“Remise à la poste le 15 septembre 2020, sa demande était selon lui déposée en temps utile. 2.2 En droit du bail à loyer, le locataire qui entend contester un congé et faire valoir les moyens d’annulation prévus par les art. 271 et 271a CO doit saisir l’autorité de conciliation dans un délai péremptoire de trente jours fixé par l’art. 273 al. 1 CO. Dans les litiges relatifs aux baux à loyer concernant la protection contre les congés, l’autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement (art. 210 al. 1 let. b CP). Si une partie s’oppose à cette proposition, l’autorité de conciliation délivre une autorisation de procéder (art. 211 al. 2 CPC). Le demandeur est en principe en droit de porter l’action devant le tribunal dans un délai de trois mois à compter de la délivrance de l’autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC). Ce délai est ramené à 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d’habitations ou de locaux commerciaux et aux baux à ferme agricole (art. 209 al. 4 CPC). Le respect de l’art. 209 al. 4 CPC est une condition de recevabilité de la demande (TF 4A_671/2016 du 15 juin 2017 consid. 2.1). Les délais déclenchés par la communication ou la survenance d’un événement courent dès le lendemain de celle-ci (art. 142 al. 1 CPC). Si le dernier jour est un samedi, un dimanche ou un jour férié reconnu par le droit fédéral ou le droit cantonal du siège du tribunal, le délai expire le premier jour ouvrable qui suit (art. 142 al. 3 CPC). Selon le Tribunal fédéral, l’art. 142 al. 3 CPC, conformément à la lettre de son texte, ne s’applique qu’au dernier jour du délai, le point de départ de celui-ci étant exclu du champ d’application de cette disposition (TF 5D_7/2020 du 11 février 2020 consid. 4.2 ; Tappy, Commentaire romand, 2e éd. 2019 [ci-après : CR-CPC], n. 23 ad art. 142 et réf. cit.). Les actes doivent être remis au plus tard le dernier jour du délai soit au tribunal soit à l’attention de ce dernier, à la poste suisse ou à une représentation diplomatique ou consulaire suisse (art. 143 al.”
“Il s'agit d'un délai de péremption d'instance - à ne pas confondre avec le délai de péremption du droit matériel de l'art. 273 al. 1 CO. Le calcul de ce délai est soumis aux règles des art. 142 ss CPC (arrêt 4A_671/2016 du 15 juin 2017 consid. 2.1). Dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d'habitations ou de locaux commerciaux, ce délai est de 30 jours (art. 209 al. 4 CPC). Si la demande est déposée dans ce délai, la litispendance perdure, et ce même si l'une ou l'autre des conditions de recevabilité de celle-ci ne sont pas réunies (arrêt 4A_671/2016 précité consid. 2.1). Si la demande est déposée hors délai, le tribunal prononce l'irrecevabilité de la demande (art. 59 al. 1 CPC; arrêt 4A_671/2016 précité consid. 2.2). Si le demandeur ne dépose pas sa demande dans le délai, la litispendance cesse, et ce de par la loi, sans aucune décision d'un tribunal, et l'autorisation de procéder se périme (arrêt 4A_671/2016 précité consid. 2.2). En elle-même, l'inobservation du délai de l'art. 209 al. 4 CPC n'a d'effet que sur l'instance, et non sur le droit lui-même; l'instance seule se périme (ATF 140 III 561 consid. 2.2.2.4 p. 565 s.; 124 III 21 consid. 2b p. 24). Toutefois, si le délai de droit matériel de l'art. 273 al. 1 CO a expiré dans l'intervalle et que, par conséquent, le demandeur ne peut plus valablement ouvrir action, la péremption de l'instance entraîne indirectement la perte du droit (ATF 140 III 561 consid. 2.2.2.4 p. 566).”
Art. 209 Abs. 4 ZPO sieht eine 30‑tägige Verfallsfrist der Prozessführung (péremption d'instance) vor. Nach Erteilung der Verfahrensbewilligung ist die Klage innert 30 Tagen beim Gericht einzureichen; unterbleibt dies, endet die Litispendenz kraft Gesetzes ohne richterliche Entscheidung und die Ermächtigung zur Fortführung des Verfahrens verfällt. Die Nichteinhaltung dieser Frist wirkt grundsätzlich nur auf das Verfahren (die Instanz), nicht unmittelbar auf das materielle Recht (allfällige indirekte Folgen, wenn materielle Verfalls‑/Verjährungsfristen bereits abgelaufen sind, bleiben vorbehalten).
“Le calcul de ce délai est soumis aux règles des art. 142 ss CPC (arrêts 4A_459/2020 du 15 décembre 2020 consid. 3.1.2; 4A_671/2016 du 15 juin 2017 consid. 2.1). Dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d'habitations ou de locaux commerciaux, ce délai est de 30 jours (art. 209 al. 4 CPC). Si la demande est déposée dans ce délai, la litispendance perdure, et ce même si l'une ou l'autre des conditions de recevabilité de celle-ci ne sont pas réunies (arrêts 4A_459/2020 précité consid. 3.1.2; 4A_671/2016 précité consid. 2.1). Si la demande est déposée hors délai, le tribunal prononce son irrecevabilité (art. 59 al. 1 CPC; arrêts 4A_459/2020 précité consid. 3.1.2; 4A_671/2016 précité consid. 2.2). Si le demandeur ne dépose pas sa demande dans le délai, la litispendance cesse, et ce de par la loi, sans aucune décision d'un tribunal, et l'autorisation de procéder se périme (arrêts 4A_459/2020 précité consid. 3.1.2; 4A_671/2016 précité consid. 2.2). En elle-même, l'inobservation du délai de l'art. 209 al. 4 CPC n'a d'effet que sur l'instance, et non sur le droit lui-même; l'instance seule se périme (ATF 140 III 561 consid. 2.2.2.4).”
“L'action en transfert du bail doit être introduite par une requête de conciliation devant l'autorité de conciliation (art. 197 CPC). Après la délivrance de l'autorisation de procéder, le demandeur doit suivre en cause en introduisant sa demande devant le tribunal dans le délai de péremption fixé par l'art. 209 al. 3 et 4 CO. Il s'agit d'un délai de péremption d'instance du droit de procédure (à ne pas confondre notamment avec le délai de péremption du droit matériel de l'art. 273 al. 1 CO). Le calcul de ce délai est soumis aux règles des art. 142 ss CPC (arrêts 4A_459/2020 du 15 décembre 2020 consid. 3.1.2; 4A_671/2016 du 15 juin 2017 consid. 2.1). Dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d'habitations ou de locaux commerciaux, ce délai est de 30 jours (art. 209 al. 4 CPC). Si la demande est déposée dans ce délai, la litispendance perdure, et ce même si l'une ou l'autre des conditions de recevabilité de celle-ci ne sont pas réunies (arrêts 4A_459/2020 précité consid. 3.1.2; 4A_671/2016 précité consid. 2.1). Si la demande est déposée hors délai, le tribunal prononce son irrecevabilité (art. 59 al. 1 CPC; arrêts 4A_459/2020 précité consid. 3.1.2; 4A_671/2016 précité consid. 2.2). Si le demandeur ne dépose pas sa demande dans le délai, la litispendance cesse, et ce de par la loi, sans aucune décision d'un tribunal, et l'autorisation de procéder se périme (arrêts 4A_459/2020 précité consid. 3.1.2; 4A_671/2016 précité consid. 2.2). En elle-même, l'inobservation du délai de l'art. 209 al. 4 CPC n'a d'effet que sur l'instance, et non sur le droit lui-même; l'instance seule se périme (ATF 140 III 561 consid. 2.2.2.4).”
“Après la délivrance de l'autorisation de procéder, le demandeur doit suivre en cause en introduisant sa demande devant le tribunal dans le délai de péremption fixé par l'art. 209 al. 3 et 4 CPC. Il s'agit d'un délai de péremption d'instance - à ne pas confondre avec le délai de péremption du droit matériel de l'art. 273 al. 1 CO. Le calcul de ce délai est soumis aux règles des art. 142 ss CPC (arrêt 4A_671/2016 du 15 juin 2017 consid. 2.1). Dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d'habitations ou de locaux commerciaux, ce délai est de 30 jours (art. 209 al. 4 CPC). Si la demande est déposée dans ce délai, la litispendance perdure, et ce même si l'une ou l'autre des conditions de recevabilité de celle-ci ne sont pas réunies (arrêt 4A_671/2016 précité consid. 2.1). Si la demande est déposée hors délai, le tribunal prononce l'irrecevabilité de la demande (art. 59 al. 1 CPC; arrêt 4A_671/2016 précité consid. 2.2). Si le demandeur ne dépose pas sa demande dans le délai, la litispendance cesse, et ce de par la loi, sans aucune décision d'un tribunal, et l'autorisation de procéder se périme (arrêt 4A_671/2016 précité consid. 2.2). En elle-même, l'inobservation du délai de l'art. 209 al. 4 CPC n'a d'effet que sur l'instance, et non sur le droit lui-même; l'instance seule se périme (ATF 140 III 561 consid. 2.2.2.4 p. 565 s.; 124 III 21 consid. 2b p. 24). Toutefois, si le délai de droit matériel de l'art. 273 al. 1 CO a expiré dans l'intervalle et que, par conséquent, le demandeur ne peut plus valablement ouvrir action, la péremption de l'instance entraîne indirectement la perte du droit (ATF 140 III 561 consid.”
“En l'espèce, les locataires ont, dans un premier temps, respecté le délai de 30 jours pour introduire leurs actions en annulation du congé et en prolongation du bail conformément à l'art. 273 al. 1 et 2 CO, en déposant leur requête de conciliation munie de conclusions dans ce sens. Après la délivrance de l'autorisation de procéder, ils n'ont toutefois pas respecté le délai de l'art. 209 al. 4 CPC pour leur action en annulation du congé puisqu'ils n'ont pas suivi en cause en déposant une demande tendant à ce but devant le tribunal des baux, les conclusions de leur demande du 3 janvier 2018 ne tendant qu'à la prolongation du bail. La demande modifiée comprenant des conclusions en annulation du congé n'a été déposée que le 12 avril 2018, soit après la cessation de la litispendance de cette action et, donc, la péremption de l'instance (art. 209 al. 4 CPC) et, à cette date, hors délai de l'art. 273 al. 1 CO pour déposer une nouvelle demande. C'est donc à raison que les instances cantonales successives ont considéré que le chef de conclusions en annulation du congé était irrecevable. Contrairement à ce que croient les locataires recourants, il ne leur est pas imputé une renonciation, un abandon ou un retrait d'action. L'irrecevabilité de leurs conclusions modifiées résulte simplement du fait que la litispendance de leur action en annulation du congé a cessé d'exister à l'échéance du délai de l'art. 209 al. 4 CPC et qu'ils ne pouvaient réintroduire valablement cette action par modification de leurs conclusions du 12 avril 2018 puisque le délai de péremption de droit matériel était alors échu et, donc, leur droit matériel éteint. Il ne leur sert à rien d'insister sur le fait que l'autorisation de procéder visait les deux actions, dès lors que les conclusions de leur demande se sont limitées à la seule action en prolongation du bail. Enfin, comme l'a précisé la cour cantonale, faute de demande en annulation déposée en temps utile, l'absence d'indication du motif de congé dans un premier temps ou son prétendu caractère mensonger n'y changent rien.”
Bei Anfechtungen von Miet- und Pachtzinserhöhungen sieht Art. 209 Abs. 1 ZPO die Klagebewilligung zugunsten des Vermieters/Verpächters vor. Das Vorverfahren ist auf eine Einigung gerichtet; kommt es zu keiner Einigung oder tritt die klagende Partei nicht an Sitzungen auf, wird die Klagebewilligung erteilt bzw. das Schlichtungsgesuch nach den einschlägigen Verfahrensregeln als zurückgezogen behandelt. In der Praxis führt dies dazu, dass dem Vermieter häufig die Rolle des Klägers zukommt.
“unter der Herrschaft der vergleichbaren Regelung im Bundesbeschluss über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen BMM, be- trachtete das Bundesgericht sowohl die einseitige Vertragsänderung als auch ein Senkungsbegehren als Anwendungsfälle von Vertragsänderungen, die nach all- gemeinen Regeln nur einvernehmlich erfolgen können. Bei der Mietzinserhöhung - 7 - (und anderen einseitigen Änderungswünschen des Vermieters) komme die Ver- tragsänderung durch ein Angebot des Vermieters auf dem amtlichen Formular und das Schweigen des Mieters bis zum Ablauf der Anfechtungsfrist zustande (BGE 106 II 356 E. 3c: «L’acceptation de la hausse par le locataire entraîne une modifi- cation du contrat liant les parties sur la base des motifs invoqués par le bailleur»). Eine Anfechtung durch den Mieter schloss daher einen Konsens der Parteien aus, was auch die Weitergeltung des Vertrages während des Verfahrens (heute Art. 270e OR) sowie die Last des Vermieters zur Weiterverfolgung seines Ansinnens und damit den Umstand erklären kann, dass immer er es ist, dem bei einer An- fechtung die Klagebewilligung auszustellen ist (Art. 209 Abs. 1 lit. a ZPO). Ent- sprechend wäre das die Anpassung bestätigende Gerichtsurteil als Gestaltungs- urteil zu werten, denn erst dieses würde (rückwirkend auf den Kündigungstermin) die Vertragsanpassung bewirken. Diesen Pfad hat das Bundesgericht nach 1990 allerdings verlassen und spricht seither von einem Gestaltungsrecht des Vermieters. Die Anfechtung durch den Mieter vor Schlichtungsbehörde hemmt dieses nach dieser Theorie, und die Klage des Vermieters vor Gericht auf Bestätigung der Änderung hat nur noch die Bedeu- tung einer Feststellungsklage (BGer 4A_616/2019 v. 6. Mai 2021 E. 4.3; vgl. BGE 124 III 67 E. 3; BGE 128 III 419 = Pra 2003 Nr. 7; ZK-HIGI/WILDISEN, Vor Art. 269– 270e N 126 f., Art. 269d N 42 und 58, Art. 270b N 30, unter Berufung auf BGE 121 III 6, 10). Erhalten geblieben ist das Konzept der einvernehmlichen Vertragsänderung beim Senkungsbegehren des Mieters. Dies zeigt sich insbesondere am Vorverfahren, das auf eine Einigung zielt, während das anschliessende Schlichtungs- und Ge- richtsverfahren, welches vom Mieter anzustrengen ist, auf eine Umgestaltung des Vertrags zielt und nicht auf eine blosse Feststellung (ZK-HIGI/BÜHLMANN, Art.”
“Nur wenn sich die Rügen der Beschwerdeführer als unbegründet erweisen, kann sich die Frage stellen, ob die Vorinstanz auf die Klage auch dann eintreten durfte, wenn der Beschwerdegegnerin im Schlichtungsverfahren keine Parteistellung zugekommen ist. Die Beschwerdeführer sind aber der Ansicht, verneine man die Parteistellung der Beschwerdegegnerin, würde dies die Gültigkeit der angefochtenen Mietzinserhöhung in Frage stellen, da die Vertreterin nicht befugt gewesen wäre, in deren Namen die Mietverträge einseitig abzuändern. In diesem Fall müsste die Klage erst recht abgewiesen werden. Damit ziehen sie genau besehen nicht die Zuständigkeit des Gerichts in Zweifel, sondern beanstanden die fehlende Klageabweisung. Offensichtlich fehl geht der Einwand, das Schlichtungsgesuch gelte als zurückgezogen, sofern die H.________ Vorsorge an der Schlichtungsverhandlung vom 5. September 2011 nicht persönlich anwesend oder gehörig vertreten gewesen sei, da bei Anfechtungen von Mietzinserhöhungen der Vermieter die Klagerolle habe (Art. 209 Abs. 1 lit. a ZPO). Das Schlichtungsgesuch gilt nach Art. 206 Abs. 1 ZPO bei Säumnis der klagenden Partei als zurückgezogen. Art. 209 Abs. 1 ZPO betrifft die Klagebewilligung, die bei der Anfechtung von Miet- und Pachtzinserhöhungen dem Vermieter oder Verpächter erteilt wird (lit.”
Da die Schlichtungsbehörde nach Art. 209 Abs. 1 ZPO eine Klagebewilligung nur erteilt, wenn keine Einigung zustande kam, spricht dies dafür, dass bei vor dem Friedensrichteramt abgeschlossenen Unterhaltsvereinbarungen die Genehmigungszuständigkeit bei der Kindesschutzbehörde liegen kann. Andernfalls müssten die Parteien ohne Klagebewilligung direkt an das Gericht gelangen, was die Quelle als mit der ZPO grundsätzlich nicht vereinbar darstellt.
“In prozessrechtlicher Hinsicht spricht für die Genehmigungszuständigkeit der Kindesschutzbehörde in vorliegender Konstellation, dass die Schlichtungsbe- hörde eine Klagebewilligung lediglich ausstellt, wenn sich die Parteien nicht einigen konnten (Art. 209 Abs. 1 ZPO), was infolge einer vor dem Friedensrichteramt ab- geschlossenen Unterhaltsvereinbarung offensichtlich nicht der Fall ist. Vor das Friedensrichteramt gelangt ein Unterhaltskläger aber nur, wenn vor der Kindes- schutzbehörde kein Einigungsversuch stattgefunden hat (Art. 198 lit. b bis ZPO). Würde die Genehmigungszuständigkeit des Gerichts für vor dem Friedensrichter- amt abgeschlossene Unterhaltsvereinbarungen angenommen, so würde dies also bedeuten, dass die Parteien ohne Klagebewilligung ans Gericht gelangen müssten, was von der ZPO grundsätzlich nicht vorgesehen ist (Art. 197 ZPO). Diese Proble- matik würde sich auch in der vorliegenden Situation stellen, zumal mit dem Kläger davon auszugehen ist, dass die Kindesschutzbehörde Bülach Süd keinen Eini- gungsversuch unternommen hat, der ein minimales vermittelndes Element in sich getragen hätte (Urk. 12/1 Rz. 4; Urk. 12/1/4; BGer 5A_709/2022 vom 24. Mai 2023, E. 2.1).”
Führt die Schlichtungsbehörde die Erteilung oder die richtige Aushändigung der Klagebewilligung nicht durch, kann dies zu einer wohlwollenden Auslegung zugunsten der betroffenen Partei führen. Insbesondere ist im Lichte der Absicht, das Verfahren «laienfreundlich» zu gestalten, und unter Berufung auf den Grundsatz, den Parteien keine Nachteile aus Fehlern der Behörden aufzuerlegen, nicht ausgeschlossen, dass eine Einreichung trotz formaler Versäumnisse der Schlichtungsbehörde als rechtzeitig behandelt oder die Frist nicht zu ihren Ungunsten strikt ausgelegt wird.
“Il convient à cet égard de tenir compte de la volonté du législateur, récemment rappelée lors de la révision du CPC, d'assurer un accès facilité à la justice civile en adoptant un Code de procédure civile « laienfreundlich », ce dont il faut d'autant plus tenir compte dans un procès civil à caractère social comme la présente affaire. A titre d'exemple, le Parlement a récemment voté un nouvel article 52 al. 2 CPC (FF 2023 786 ss), imposant de ne pas faire supporter aux parties les erreurs commises par les tribunaux dans l'indication des voies de droit. On peut s'en inspirer pour trancher la question litigieuse, en considérant que l'intimé, partie locataire, ne doit pas souffrir de l'erreur de la commission de conciliation qui a omis de lui remettre une autorisation de procéder. Il y a encore lieu de tenir compte du fait que le non-dépôt d'une action au fond dans le délai suivant la remise de l'autorisation de procéder ne constitue pas un désistement d'action et n'emporte pas autorité de la chose jugée, laissant l'opportunité à la partie de réintroduire sa demande en déposant une nouvelle requête de conciliation (Aeschlimann-Disler/Heinzmann in PC CPC, n. 21 ad art. 209 CPC). En l'espèce, on ne voit pas quel intérêt auraient les parties à s'opposer à nouveau sur des prétentions qui ont pourtant déjà été instruites et tranchées dans la présente cause. Il en va du principe d'économie de procédure, ainsi que de la bonne foi en procédure (art. 52 CPC). Compte tenu de ce qui précède, il faut confirmer le jugement attaqué en ce qu'il tient pour recevable la demande du 14 janvier 2021 introduite par l'intimé à la suite de la remise de l'autorisation de procéder du 5 janvier 2021. 7.2 7.2.1 L'appelante conteste encore la réduction de loyer et les dommages-intérêts accordés par les premiers juges en lien avec la présence de punaises de lit, considérant qu'aucune faute ne pouvait lui être imputée et relevant qu'elle avait immédiatement tout mis en œuvre pour réparer le dommage. 7.2.2 Le bailleur est tenu de délivrer la chose dans un état approprié à l'usage pour lequel elle a été louée, puis de l'entretenir dans cet état (art. 256 al. 1 CO). Cette obligation du bailleur permet de cerner la notion du défaut, dès lors que celui-ci n'est défini ni à l'art.”
“TRIBUNAL CANTONAL JJ22.034470-221582 288 CHAMBRE DES RECOURS CIVILE _________________________________________ Arrêt du 12 décembre 2022 __________________ Composition : M. pellet, président M. Winzap et Mme Courbat Greffière : Mme Juillerat Riedi ***** Art. 207 al. 1 let. c CPC Statuant à huis clos sur le recours interjeté par A.D.________, à Genève, demandeur, contre l’autorisation de procéder délivrée le 2 novembre 2022 par la Juge de paix du district de Morges dans la cause divisant le recourant d’avec B.D.________, à Morges, défenderesse, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal considère : En fait : A. Le 2 novembre 2022, la Juge de paix du district de Morges (ci-après : le premier juge) a délivré une autorisation de procéder dans la cause introduite le 23 août 2022 par A.D.________ contre B.D.________ et a mis les frais judiciaires, arrêtés à 210 fr., à la charge du demandeur. En droit, le premier juge a délivré une autorisation de procéder en application de l’art. 209 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272) et a mis les frais à la charge du demandeur conformément à l’art. 207 al. 1 let. c CPC, tout en réservant l’art. 207 al. 2 CPC. B. Par acte du 6 décembre 2022, A.D.________ (ci-après : le recourant) a interjeté recours contre l’autorisation de procéder précitée, en concluant à ce que les frais judiciaires ne soient pas mis à sa charge. C. La Chambre des recours civile fait sien dans son entier l'état de fait de la décision, complété par les pièces du dossier, dont il ressort notamment ce qui suit : 1. Le 23 août 2022, le recourant a déposé devant le premier juge une requête de conciliation dans laquelle il concluait à ce que B.D.________ soit condamnée à lui verser le montant de 3'240 fr., avec intérêts à 5% l’an dès le 15 août 2022. 2. La conciliation, qui s’est tenue devant le premier juge le 2 novembre 2022 en présence des deux parties, n’a pas abouti. En droit : 1. 1.1 L’art. 110 CPC ouvre la voie du recours séparé de l’art. 319 let.”
Die 30‑tägige Klagefrist gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO gilt gegenüber der ablehnenden Partei nach Ausstellung der Klagebewilligung durch die Schlichtungsbehörde. In miet‑ und pachtrechtlichen Streitigkeiten kann dadurch, je nachdem wer den Urteilsvorschlag ablehnt, ein Wechsel der Parteirollen eintreten.
“Der Mieter kann eine Mietzinserhöhung innert 30 Tagen, nachdem sie ihm mitgeteilt worden ist, bei der Schlichtungsbehörde als missbräuchlich im Sinne von Art. 269 und 269a OR anfechten (Art. 270b Abs. 1 OR). Kommt im Schlichtungsverfahren keine einvernehmliche Lösung zustande, so kann die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 209 Abs. 1 lit. a ZPO die Nichteinigung feststellen und dem Vermieter die Klagebewilligung ausstellen oder sie kann den Parteien einen Urteilsvorschlag unterbreiten (Art. 210 Abs. 1 lit. b und Art. 211 ZPO). Der Urteilsvorschlag gilt als angenommen und hat die Wirkungen eines rechtskräftigen Entscheids, wenn ihn keine Partei innert 20 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung ablehnt (Art. 211 Abs. 1 ZPO). Nach Eingang der Ablehnung stellt die Schlichtungsbehörde der ablehnenden Partei die Klagebewilligung aus (Art. 211 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 210 Abs. 1 lit. b ZPO). Die Klagefrist beträgt 30 Tage (Art. 209 Abs. 4 ZPO). Da in den miet- und pachtrechtlichen Streitigkeiten gemäss Art. 210 Abs. 1 lit. b ZPO die ablehnende Partei Adressat der Klagebewilligung ist, ist je nachdem wer den Urteilsvorschlag ablehnt, in diesen Fällen ein Wechsel bezüglich der Parteirollen möglich (vgl. ALVAREZ/PETER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 13 zu Art. 211 ZPO). Vorliegend wurde der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 211 Abs. 2 lit. a ZPO die Klagebewilligung ausgestellt, da sie den Urteilsvorschlag der Schlichtungsbehörde abgelehnt hatte. Daraufhin gelangte sie mit Klage vom 11. Dezember 2014 an das (damalige) Bezirksgericht Maloja und beantragte, es sei festzustellen, dass die entsprechenden Mietzinse nicht missbräuchlich seien (vgl. hiervor Sachverhalt lit. Ba).”
Die Klagebewilligung wird erteilt, wenn die Schlichtungsbehörde festhält, dass keine Einigung erzielt worden ist; mit ihr kann der Kläger innert der in Art. 209 Abs. 3 ZPO vorgesehenen Frist von drei Monaten Klage erheben.
“Der Beklagte bringt zwar vor, er habe bis anhin keine Möglichkeit ge- habt, sich vor Friedensrichter zu verteidigen (Urk. 25 S. 1 und S. 3), doch ist sei- nen eigenen Ausführungen (Urk. 25 S. 3) sowie der Klagebewilligung (Urk. 1) zu - 8 - entnehmen, dass beide Parteien zur Schlichtungsverhandlung vom 6. Juli 2021 erschienen und diese durchgeführt wurde. Daran ändert nichts, dass Herr I._____ anlässlich der Schlichtungsverhandlung ohne Einverständnis der Friedensrichterin fluchend den Raum verlassen habe (Urk. 25 S. 3). Gemäss der Klagebewilligung habe keine Einigung erzielt werden können, worauf der Klägerin die Klagebewilli- gung vom 19. August 2021 erteilt worden sei (Urk. 1; vgl. Art. 209 Abs. 1 ZPO). In der Folge erhob die Klägerin bei der Vorinstanz am 1. September 2021 und damit innert der Frist von drei Monaten gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO die vorliegende Klage (Urk. 2). Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen erschien der Beklagte unentschuldigt nicht zur vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 13. Dezember 2021 (vgl. Vi Prot. S. 6), worauf die Vorinstanz gemäss Androhung in der Vorla- dung vom 6. Oktober 2021 (Urk. 8 S. 2) gestützt auf die Akten sowie die Vorbrin- gen der Klägerin ein Säumnisurteil fällte (Urk. 26, S. 3, Erw. I.B). Der Beklagte beanstandet sinngemäss, dass er vor Vorinstanz keine Möglichkeit zur Stellung- nahme gehabt habe. Mit der von der Klägerin beantragten Verschiebung der Hauptverhandlung sei er einverstanden gewesen und er habe sich aufgrund der Operation vom 2. Dezember 2021 ohnehin nicht in der Lage gefühlt, an der Ver- handlung vom 13. Dezember 2021 teilzunehmen (Urk. 25 S. 3). Der Beklagte ver- kennt, dass die Verschiebung einer Gerichtsverhandlung nicht im Belieben der Parteien steht.”
Praxis: Die erteilte Klagebewilligung ist in den zitierten Entscheiden als befristet ausgestaltet worden und wurde in einzelnen Fällen ausdrücklich als nicht verlängerbar bezeichnet. Die in Art. 209 Abs. 3 vorgesehenen drei Monate wurden in den Entscheidungen angewandt; in einem Fall erfolgte die Klageeinreichung unter ausdrücklicher Berücksichtigung des pandemiebedingten Fristenstillstands, so dass die Einreichung dennoch als fristgerecht galt. Zudem finden sich Anwendungsfälle von Art. 209 in arbeitsrechtlich geprägten Verfahren.
“Erwägungen: I. 1. Am 12. Februar 2008 kam es auf der Skipiste zu einem Unfall zwischen der Klägerin und Berufungsklägerin (Klägerin) und dem Beklagten und Berufungsbe- klagten (Beklagter), für den jede der Parteien die jeweils andere verantwortlich macht (Urk. 1 Ziff. 5; Urk. 17 S. 98 f.). Die Klägerin erlitt dabei u.a. eine Verlet- zung an der linken Schulter, die laut ihrer vom Beklagten bestrittenen Darstellung zu einer bleibenden 50%-Invalidität/Arbeitsunfähigkeit und daraus folgend zu ei- nem Lohnausfall von Fr. 252'205.– führte, den sie im vorliegenden Verfahren (mit Teilklage) geltend macht. Der Beklagte bestreitet die Forderung und erhebt die Einrede der Verjährung (Urk. 1 Rz 6 ff., 102 ff.; Urk. 17 S. 4 ff. und S. 99 ff.). 2. Die Klägerin leitete das Verfahren durch ihr Schlichtungsgesuch vom 26. November 2019 ein (Urk. 3; Art. 202 ZPO). Die Klagebewilligung wurde ihr am 8. Januar 2020 ausgestellt (Urk. 3; Art. 209 ZPO). Am 8. Mai 2020 reichte sie die Klage - unter Berücksichtigung des pandemiebedingten Fristenstillstandes vom - 5 - 21. März bis 19. April 2020 (vgl. Verordnung über den Stillstand der Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zusammen- hang mit dem Coronavirus vom 20. März 2020 [SR 173.110.4]) - rechtzeitig bei der Vorinstanz ein (Urk. 1 S. 1; Art. 209 Abs. 3 ZPO). Für den weiteren Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens kann auf den angefochtenen Entscheid verwie- sen werden (Urk. 79 E. I.). Präzisierend ist anzumerken, dass das Verfahren mit Verfügung vom 9. Oktober 2020 einstweilen auf die Frage der Verjährung der klä- gerischen Ansprüche beschränkt (Dispositivziffer 1) und der Klägerin Frist ange- setzt wurde, "um zum prozessualen Antrag des Beklagten gemäss Klageantwort (act. 17, insbesondere S. 2 und S. 4 bis 7)" Stellung zu nehmen. Die Fristanset- zung wurde mit der Androhung verbunden, dass im Säumnisfall über die Frage der Verjährung aufgrund der Akten entschieden würde (Urk.”
“Non abbiamo più ricevuto nessuna comunicazione in merito. 6. Prima del "furto" del PC aziendale eravamo neutri a riguardo dell'operato della signora RI 1. 7. La signora RI 1 non era mai stata richiamata o ammonita in forma scritta anche perché non c'erano mai stati avvenimenti o comportamenti tali che lo richiedessero. Ovviamente, in circa otto anni di lavoro qualche osservazione ci sarà sicuramente stata, ma non tale da giustificare la forma scritta.” (Doc. 40-41) Fra gli atti dell’incarto figura pure il verbale dell’udienza di conciliazione del 9 gennaio 2023 dal quale risulta che l’assicurata ha inoltrato una petizione in Pretura il 27 ottobre 2022 con la quale ha chiesto che la società __________ venga condannata a versarle fr. 17'000.-- oltre interessi del 5% dal 31 luglio 2022. Constatata l’impossibilità di giungere ad un accordo conciliativo è stata rilasciata a RI 1 “l’autorizzazione ad agire ai sensi dell’art. 209 CPC, con la quale la stessa viene autorizzata ad agire in giudizio nel termine (non prorogabile) di 3 mesi dalla notificazione della presente decisione” (cfr. doc. 15-16). 2.6. Il (nuovo) contratto di lavoro, sottoscritto dalle parti il 31 maggio 2021, prevede in particolare che: " (…) 1. Funzione Il dipendente è assunto in qualità di Consulente commerciale alle condizioni sottoindicate. 2. Assunzione della carica al 75 % L'assunzione avviene con effetto 01.06.2021. (…). 5. Luogo di lavoro Il dipendente fornisce la sua prestazione di base presso la sede del datore di lavoro o in homeoffice. Il dipendente per raggiungere gli obiettivi di vendita, come da allegato 1 (n.d.r.: cfr. doc. 167-168), opererà anche fuori sede. 6. Obbligo di diligenza e fedeltà Il dipendente deve eseguire accuratamente il lavoro affidatogli e trattare con cura il materiale o gli utensili a lui affidati. Per la durata del contratto di lavoro il dipendente non può eseguire lavori remunerati per terzi, nella misura in cui egli così viola il suo obbligo di fedeltà, in particolare fa concorrenza al datore di lavoro.”
“Ainsi, dans la mesure où le texte ne restitue pas le sens véritable que le législateur a voulu lui donner initialement et ne poursuit pas l’objectif en cause, il convient de déroger au sens littéral de l’art. 16 al. 5 LPers-VD et de se fier aux interprétations historiques, téléologiques et systématiques, desquelles il ressort que le législateur a voulu appliquer à la procédure régie par la LPers-VD une procédure similaire à celle des prud’hommes de droit privé, bénéficiant des féries annuelles de l’art. 145 al. 1 CPC. Il faut enfin voir que le TRIPAC ne connaît de pas limitation du montant des conclusions pécuniaires qui lui sont soumises (art. 16 al. 3 LPers-VD). Il serait donc choquant que les collaborateurs de l’Etat qui procèdent devant le TRIPAC pour une valeur litigieuse qui peut être importante ne bénéficient pas des féries annuelles alors que les autres justiciables, à enjeu égal, en bénéficieraient devant les autres juridictions du travail. g) En l’espèce, l’autorisation de procéder a été délivrée le 20 novembre 2020. Le délai de trois mois pour ouvrir action (art. 209 CPC), suspendu du 18 décembre 2020 au 2 janvier inclus 2021 (art. 145 al. 2 CPC), a expiré le 9 mars 2021. Déposée le 8 mars 2021, la demande l’a été dans le délai imparti. III. Le défendeur soutient également que la demande de contestation de l’avertissement doit être déclarée irrecevable en raison de l’absence d’intérêt digne de protection de la demanderesse au sens de l’art. 59 al. 2 let. a CPC, compte tenu du fait que la demanderesse a entre-temps été licenciée avec effet immédiat. Or, dans son courrier de résiliation immédiate des rapports de travail adressé à la demanderesse le 3 février 2021, le défendeur s’est expressément référé à l’avertissement du 21 juillet 2020 – qui fait l’objet de la présente procédure – pour justifier la résiliation immédiate des rapports de travail. Quand bien même la demanderesse pourra fait valoir tout moyen utile dans le cadre du procès lié au licenciement lui-même, une hypothétique annulation de l’avertissement pourrait néanmoins jouer un rôle dans l’examen des justes motifs invoqués par le défendeur.”
“b) L’art. 16 al. 1 LPers-VD précise que la procédure est régie par les articles 103 et suivants du Code de droit privé judiciaire vaudois du 12 janvier 2010 (CDPJ ; BLV 211.02), lequel Code prévoit, à son art. 104, l’application supplétive du Code de procédure civile suisse du 19 décembre 2008 (CPC ; RS 272). L'art. 16 al. 3 LPers-VD dispose que les actions devant le Tribunal de prud'hommes de l'Administration cantonale se prescrivent par un an lorsqu'elles tendent exclusivement à des conclusions pécuniaires et par soixante jours dans les autres causes. La prescription court dès l'exigibilité de la créance ou dès la communication de la décision contestée. En l’espèce, l’action a été ouverte par une requête de conciliation du 29 juin 2020, soit moins de soixante jours après l’avertissement du 29 mai 2020. Après l’échec de la conciliation, la demande au fond du 29 avril 2021 a en outre été déposée dans le délai de trois mois suivant l’autorisation de procéder délivrée le 29 janvier 2021 (art. 209 CPC). Les conclusions du demandeur sont ainsi recevables. II. Le demandeur soutient en premier lieu que la procédure de l’art. 5.3 al. 1 de l’OS 1004 n’a pas été respectée compte tenu du fait qu’il n’a pas été entendu par le chef de corps avant que ce dernier adresse son préavis à la Cheffe du département. Un tel manquement constituerait une violation de son droit d’être entendu. a) Le droit d’être entendu est une garantie constitutionnelle consacrée à l’art. 29 al. 2 Cst. Ce droit est également consacré par l’art. 6 CEDH qui n’a cependant pas de portée supplémentaire par rapport à la garantie constitutionnelle du droit interne (ATF 129 I 249) et par l’art. 53 CPC. Cette garantie permet à toute personne qui est partie à une procédure d’être informée et entendue avant qu’une décision ne soit prise à son sujet (CR CPC, N 1 ad. art. 53). Le respect du droit d’être entendu de l’employé d’État suppose qu’il puisse se déterminer sur les griefs qui sont portés à son encontre avant que la décision ne soit rendue.”
“Dal canto suo AP 1 ha sempre, sin dalla sua prima risposta del 9 dicembre 2018 alla controparte, contestato di essere debitrice nei suoi confronti di qualsivoglia importo, adducendo il fatto di non essere stata lei a decidere la disdetta, bensì la società acquisitrice e ammettendo di essere cosciente che era stata avviata un’inchiesta dalla Commissione paritetica cantonale dell’edilizia e del genio civile del Cantone Ticino a carico di __________ Sagl per la verifica della tipologia di attività da essa realmente svolta. In seguito ha poi aggiunto che l’azienda acquisitrice aveva negato di avere impiegato durevolmente AO 1 come piastrellista, sostenendo di avergli affidato solo sporadicamente incarichi di quella natura e di manutenzione degli appartamenti e aggiungendo che quest’ultimo non aveva mai segnalato di essere stato impiegato in maniera diversa da quella prevista dal contratto, né aveva avanzato pretese di adeguamento salariale. 2. Non essendo possibile giungere a un accordo, con petizione 7 maggio 2019, dopo aver ottenuto la necessaria autorizzazione ad agire ai sensi dell’art. 209 CPC, AO 1 ha convenuto in giudizio AO 1 innanzi alla Pretura della Giurisdizione di Locarno-Città per ottenerne la condanna al pagamento di fr. 24'188.91 oltre interessi al 5% dal 1° marzo 2019, importo ridotto a fr. 22'042.38 con le conclusioni. La convenuta si è integralmente opposta alla petizione, negando l’assoggettamento di __________ Sagl al contratto mantello del settore dell’edilizia, contestando l’impiego del lavoratore per mansioni diverse da quelle stabilite contrattualmente ed eccependo il fatto che la mancata segnalazione da parte del lavoratore dello svolgimento di mansioni eccedenti quanto contrattualmente convenuto costituiva una violazione da parte sua dell’obbligo di diligenza e fedeltà sancito dall’art. 321a CO, che le avrebbe cagionato un danno. 3. Esperita l’istruttoria di causa e raccolti gli allegati conclusivi delle parti, il Pretore con decisione 25 agosto 2020 ha accolto parzialmente la petizione, condannando la convenuta al pagamento all’attore di fr.”
Die Klagebewilligung berechtigt zur Einreichung der Klage beim Gericht innerhalb von drei Monaten nach dem gescheiterten Schlichtungsverfahren. Die Gerichte haben die Fristberechnung nach dem quantième‑Prinzip angewandt (Zählung vom tagaktuellen Ereignis), was in der Praxis dazu führen kann, dass die effektive verbleibende Frist kürzer ausfällt. Dies kann — wie in der Rechtsprechung thematisiert — praktische Folgen haben (beispielsweise im Zusammenhang mit der Frage der Aufrechterhaltung von Beschlagnahmen), wobei die konkrete Auswirkung im Einzelfall offenbleibt.
“L’appelante avait formé son opposition au congé selon la forme et le délai prescrits par l’art. 336 b al. 1 CO, et, par ailleurs, introduit sa cause, par le dépôt d’une Requête de conciliation, dans les 180 jours à compter de la fin des rapports de travail (délai péremptoire de droit matériel : cf. art. 336 b al. 2 CO), et enfin, déposé sa demande au Tribunal des prud’hommes dans les trois mois consécutifs à l’échec de la conciliation (cf. délai péremptoire procédural, art. 209 al. 3 CPC).”
“Les faits pertinents suivants sont établis par la procédure : a. A______ SA a déposé une requête en conciliation contre B______ SA le 2 mai 2019 au Tribunal en paiement de 35'802 fr. 47. b. A l'issue de l'audience de conciliation du 15 janvier 2020, le Tribunal a délivré l'autorisation de procéder à A______ SA. c. Le 18 mai 2020, A______ SA a expédié le pli destiné au Tribunal contenant sa demande en paiement de 35'802 fr. 47 contre B______ SA. d. Par ordonnance du 29 juin 2020, le Tribunal a limité les débats à la question de la recevabilité de la demande et fixé un délai à B______ SA pour se prononcer sur cet objet. Cette dernière s'en est rapportée à justice. e. Lors des plaidoiries finales du 25 septembre 2020, A______ SA a conclu à la recevabilité de la demande. B______ SA a persisté à s'en rapporter à justice. D. Dans le jugement entrepris, le Tribunal a considéré que la demande avait été déposée au-delà du délai de trois mois dès la délivrance de l'autorisation de procéder prévu par l'art. 209 al. 3 CPC – qui, compte tenu de la suspension des délais du 21 mars au 19 avril 2020 en vertu de l'ordonnance COVID-19 justice et droit procédural, parvenait à échéance le 15 mai 2020 – et était par conséquent irrecevable, ce qu'il devait examiner d'office. Il a fondé sa décision essentiellement sur un arrêt du Tribunal fédéral rendu en matière pénale (ATF 144 IV 161), selon lequel le délai fixé en mois se calcule de quantième en quantième, du jour de l'évènement qui déclenche le délai et non pas du lendemain de ce jour. Le Tribunal en a conclu que l'interprétation littérale de l'art. 142 al. 1 et al. 2 CPC et le cumul des règles figurant aux alinéas 1 et 2 de cette disposition ne correspondaient pas aux principes jurisprudentiels en la matière; seul l'alinéa 2 s'appliquait donc au délai calculé en mois afin de respecter ces principes. EN DROIT 1. Interjeté contre un jugement déclarant la demande irrecevable, soit une décision finale de première instance (art. 308 al. 1 let. a CPC; Jeandin, Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 7 ad art.”
“Nach dem Gesagten ist die Beschwerde begründet und die angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Staatsanwaltschaft hat im Sinne der vorstehenden Erwägungen fortzufahren, d.h. die Bilder E.________ «F.________» und G.________ «H.________» dem Beschwerdeführer unverzüglich auszuhändigen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens – vorliegend wurde bereits die 30-tägige Frist für die Einreichung des Schlichtungsgesuchs nicht gewahrt – kann offen bleiben, ob mit der Formulierung, wonach eine Frist von 30 Tagen «zur Anhebung der Zivilklage» gesetzt werde, gemeint ist, dass innert 30 Tagen das Schlichtungsgesuch eingereicht und damit die Rechtshängigkeit begründet werden muss oder ob zusätzlich nach Erteilung der Klagebewilligung bei gescheitertem Schlichtungsgesuch auch noch die Klage innert dreier Monate (Art. 209 Abs. 3 ZPO) beim Zivilgereicht eingereicht werden muss, damit die staatsanwaltschaftliche Beschlagnahme bis zum endgültigen Entscheid des Zivilgerichts betreffend die Berechtigung an den beschlagnahmten Bildern aufrechterhalten bleibt.”
Den Parteien stand es nicht offen, die Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO einvernehmlich zu verlängern. Konkludentes Prozessverhalten der Gegenpartei kann nach Treu und Glauben nicht als Verzicht auf ein gehöriges Schlichtungsverfahren und damit als wirksame Zustimmung zur Fristverlängerung ausgelegt werden.
“Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Klageantwort die fristgerechte Einreichung der Klage nicht ausdrücklich bestritten. Das Prozessverhalten der Beschwerdegegnerin kann aber nach Treu und Glauben nicht als konkludenter Verzicht auf ein gehöriges Schlichtungsverfahren und damit eine gültige Klagebewilligung als solche ausgelegt werden. Die Beschwerdegegnerin bestreitet in ihrer Beschwerdevernehmlassung auch ausdrücklich, auf ein Schlichtungsverfahren verzichtet zu haben. Wie dargelegt, stand es den Parteien zudem nicht offen, einvernehmlich die Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO zu verlängern. Damit ist das Mietgericht zu Recht nicht auf die Klage eingetreten.”
Die Schlichtungsbehörde (Friedensrichterin) verfügt über keine Entscheidbefugnis in der Sache; kommt es zu keiner Einigung, hat sie dies im Protokoll festzuhalten und die Klagebewilligung zu erteilen (Art. 209 Abs. 1 ZPO).
“entstehe, da die Klägerinnen so von der Friedensrichterin an der Verhandlung nicht persönlich befragt werden könnten und dadurch bei der Friedensrichterin ein unzutreffender, unvollständiger Eindruck über ihn erweckt werden könnte. Naturgemäss ist eine persönliche Befragung der Klägerinnen anlässlich der Schlichtungsverhandlung tatsächlich nicht möglich, wenn diese an der Verhand- lung nicht teilnehmen werden. Soweit der Beklagte befürchtet, durch den Dispens bzw. die daraus folgende Unmöglichkeit der Befragung der Klägerinnen anlässlich der Schlichtungsverhandlung könnte bei der Friedensrichterin ein falscher, unvoll- ständiger Eindruck über ihn erweckt werden, ist vorab klarzustellen, dass der Friedensrichterin in der vorliegenden Streitsache keinerlei Entscheidungsbefugnis zukommt (Art. 212 Abs. 1 ZPO). Kommt es zwischen den Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 29. Oktober 2021 zu keiner Einigung, hat die Frie- densrichterin dies im Protokoll entsprechend festzuhalten und den Klägerinnen die Klagebewilligung auszustellen (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Damit vermöchte selbst ein tatsächlich unzutreffender, unvollständiger Eindruck der Friedensrichterin vom Beklagten keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO zu begründen. Eine persönliche Befragung der Klägerinnen an der Schlichtungsverhand- lung vom 29. Oktober 2021 kommt jedoch auch aus dem folgenden Grund zum Vornherein nicht in Frage, weshalb auch der Dispens an sich für den Beklagten keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO zu begründen vermag: Bei den Klägerinnen handelt es sich um zwei noch minderjährige Kinder im Alter von neun bzw. zehn Jahren. Ihnen steht zwar formell der Unterhaltsan- spruch zu (vgl. Art. 279 Abs. 1 ZGB und Art. 289 Abs. 1 ZGB), doch sind sie zu- folge Minderjährigkeit nicht prozessfähig und werden – solange sie minderjährig sind – im vorinstanzlichen Verfahren durch ihre Mutter (D._____) als gesetzliche Vertreterin vertreten (Art. 304 Abs. 1 ZGB; Z OGG, Das Kind im familienrechtlichen - 6 - Zivilprozess, in: FamPra.”
“Die Aufhebung der Sistierung erfolgte, nachdem der Beschwerdeführer den wiederholten, klaren Anweisungen der Instruktionsrichterin, die Verfahrensakten sowie die Erledigungsbeschlüsse zu den Verfahren vor Bezirksgericht Baden und Zivilgericht Basel-Stadt einzureichen bzw. zum Verfahrensstand in den Schlichtungsverfahren zu berichten (vgl. unter anderem die Verfügungen der Instruktionsrichterin vom 2. Januar 2020 und vom 30. November 2021) nicht nachgekommen war. Auch der letztmaligen Aufforderung, die Verfahrensakten zu den erwähnten Verfahren einzureichen und den Stand seiner Bemühungen zur Einforderung der eingeklagten Lohnzahlungen darzulegen und zu belegen (vgl. Verfügung vom 4. Juli 2022) hat der Beschwerdeführer trotz Androhung der Folgen (vgl. Verfügung vom 30. August 2022) keine Folge geleistet. Mit guten Grund konnte die Aufhebung der Sistierung im August 2022 auch mit Blick darauf erfolgen, dass eine Schlichtungsverhandlung innert zwei Monaten nach Eingang des Gesuchs oder nach Abschluss des Schriftenwechsels stattzufinden hat (Art. 203 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO, SR 272]). Kommen die Parteien zu keiner Einigung, erteilt die Schlichtungsbehörde die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO), die während drei Monaten zur Einreichung einer Klage beim zuständigen Gericht berechtigt (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Mit Blick auf diese Verfahrensordnung wäre eine weitere Verlängerung der Sistierung keinesfalls mehr zu rechtfertigen gewesen. Für sein Untätigbleiben hat der Beschwerdeführer keine Gründe geltend gemacht, noch sind solche ersichtlich. Ist der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren in unentschuldbarer Weise seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, ist über die Frage der Erfüllung der Beitragspflicht ausschliesslich aufgrund der vorliegenden Akten zu entscheiden. 5. 5.1. 5.1.1. Im Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers mit dem C____ vom 5. März 2028 war eine befristete Anstellung ab 1. April 2018 (Arbeitsbeginn) bis 15. Juni 2018 vorgesehen (AB 13). Gemäss den Lohnabrechnungen für die Monate April bis Juni 2018 (AB 14 bis 16) hatte der Beschwerdeführer jedoch jeweils einen Grundlohn von CHF 4'725.-- (abzüglich Beiträge an die Sozialversicherungen) erhalten. Er hatte somit ausweislich der Lohnabrechnungen während dreier Monate eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt, was die Beschwerdegegnerin gemäss ihrem Einspracheentscheid vom 29.”
Die Dreimonatsfrist beginnt mit der Eröffnung bzw. der Zustellung der Klagebewilligung (im Sinn von Art. 209 Abs. 2 ZPO) und ist als prozessrechtliche Verwirkungsfrist zu verstehen; innerhalb dieser Frist muss die Klage beim zuständigen Gericht eingereicht werden.
“Ein Erbe, der dem Wert nach weniger als seinen Pflichtteil erhält, kann die Herabsetzung von bestimmten Erwerbungen und Zuwendungen verlangen (Art. 522 Abs. 1 ZGB). Die Herabsetzungsklage verjährt mit Ablauf eines Jahres von dem Zeitpunkt an gerechnet, da die Erben von der Verletzung ihrer Rechte Kenntnis erhalten haben, und in jedem Fall mit Ablauf von zehn Jahren, die bei den letztwilligen Verfügungen von dem Zeitpunkte der Eröffnung, bei den andern Zuwendungen aber vom Tode des Erblassers an gerechnet werden (Art. 533 Abs. 1 ZGB). Die Frist wird mit dem Einreichen eines Schlichtungsbegehrens gewahrt (Art. 62 Abs. 1 i.V.m. Art. 197 ZPO). Kommt es im Schlichtungsverfahren zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Nach Eröffnung berechtigt diese während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Bei dieser Frist handelt es sich um eine prozessrechtliche Verwirkungsfrist (nicht zu verwechseln mit Verwirkungsfristen des materiellen Rechts, bspw. Art. 533 ZGB). Sie beginnt mit der Eröffnung bzw. Zustellung der Klagebewilligung im Sinn von Art. 209 Abs. 2 ZPO zu laufen (BGE 140 III 227 E. 3.1; 138 III 615 E. 2.3; EGLI, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, N. 24 zu Art. 209 ZPO; INFANGER, in: Basler Kommentar, Zivilprozessordnung, N. 16 zu Art. 209 ZPO; BOHNET, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 9 zu Art. 209 ZPO; SUTTER-SOMM/SEILER, in: Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2021, N. 13 zu Art. 209 ZPO). Wird die Klage nach Fristablauf eingereicht, tritt das Gericht auf diese nicht ein (Art. 59 Abs. 1 ZPO; Urteil 4A_30/2020 vom 23. März 2021 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Während den Gerichtsferien steht die Frist zur Klageeinreichung beim Gericht still (BGE 138 III 615 E. 2; 610 E.”
“Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.3 Aux termes de l'art. 119 al. 2 let. b CPP, le lésé peut faire valoir des conclusions civiles déduites de l'infraction (action civile) par adhésion à la procédure pénale.”
Die Eröffnung bzw. Zustellung der Klagebewilligung im Sinne von Art. 209 Abs. 2 ZPO lässt die prozessuale Verwirkungsfrist von drei Monaten zur Einreichung der Klage beim Gericht laufen. Bei Fristversäumnis tritt das Gericht nicht auf die Klage ein. Die Frist steht während der Gerichtsferien still.
“Die Herabsetzungsklage verjährt mit Ablauf eines Jahres von dem Zeitpunkt an gerechnet, da die Erben von der Verletzung ihrer Rechte Kenntnis erhalten haben, und in jedem Fall mit Ablauf von zehn Jahren, die bei den letztwilligen Verfügungen von dem Zeitpunkte der Eröffnung, bei den andern Zuwendungen aber vom Tode des Erblassers an gerechnet werden (Art. 533 Abs. 1 ZGB). Die Frist wird mit dem Einreichen eines Schlichtungsbegehrens gewahrt (Art. 62 Abs. 1 i.V.m. Art. 197 ZPO). Kommt es im Schlichtungsverfahren zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Nach Eröffnung berechtigt diese während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Bei dieser Frist handelt es sich um eine prozessrechtliche Verwirkungsfrist (nicht zu verwechseln mit Verwirkungsfristen des materiellen Rechts, bspw. Art. 533 ZGB). Sie beginnt mit der Eröffnung bzw. Zustellung der Klagebewilligung im Sinn von Art. 209 Abs. 2 ZPO zu laufen (BGE 140 III 227 E. 3.1; 138 III 615 E. 2.3; EGLI, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, N. 24 zu Art. 209 ZPO; INFANGER, in: Basler Kommentar, Zivilprozessordnung, N. 16 zu Art. 209 ZPO; BOHNET, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 9 zu Art. 209 ZPO; SUTTER-SOMM/SEILER, in: Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2021, N. 13 zu Art. 209 ZPO). Wird die Klage nach Fristablauf eingereicht, tritt das Gericht auf diese nicht ein (Art. 59 Abs. 1 ZPO; Urteil 4A_30/2020 vom 23. März 2021 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Während den Gerichtsferien steht die Frist zur Klageeinreichung beim Gericht still (BGE 138 III 615 E. 2; 610 E. 2.8).”
Die in Art. 209 Abs. 2 ZPO vorgesehene Dreimonatsfrist kann durch rechtzeitige Einreichung der Klage oder durch Einreichung der Klagebewilligung nebst Bordereau (Einreichung der Prozessakten/Beweismittel) gewahrt werden, wie im Fallbeispiel in Quelle [0] angenommen wurde.
“103 ss CDPJ (Code de droit privé judiciaire vaudois du 12 janvier 2010 ; RSV 211.02), lequel prévoit, à son art. 104, l’application supplétive du CPC (Code fédéral de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272). L'art. 16 al. 3 LPers-VD dispose que les actions devant le Tribunal de prud'hommes de l'Administration cantonale se prescrivent par un an lorsqu'elles tendent exclusivement à des conclusions pécuniaires et par soixante jours dans les autres causes. La prescription court dès l'exigibilité de la créance ou dès la communication de la décision contestée. En l’espèce, le demandeur a introduit une procédure de conciliation le 16 octobre 2019 afin de contester le licenciement avec effet immédiat intervenu le 17 juillet 2019. La conciliation du 2 décembre 2019 n’ayant pas abouti, le Tribunal a délivré une autorisation de procéder au demandeur le jour même. Le 2 mars 2020, le demandeur a déposé une demande auprès du Tribunal de céans, accompagnée d’un bordereau de pièces, respectant ainsi le délai de trois mois pour porter action devant le tribunal (art. 209 al. 2 CPC), de sorte que son action au fond est recevable. c) Par courrier du 24 juin 2022, le demandeur a sollicité la motivation du jugement qui lui avait été notifié le 22 juin 2022. Le délai de 10 jours de l’art. 239 al. 2 CPC a été respecté et il convient dès lors d’entrer en matière sur la demande. II. a) Le demandeur considère que le licenciement est nul quels qu’en soient les motifs puisqu’il a été donné par le secrétariat général. Le demandeur rappelle que son contrat de travail a été établi par le Tribunal cantonal en tant qu’autorité d’engagement tandis que la lettre de licenciement porte l’entête du secrétariat général de l’ordre judiciaire. Il estime que le secrétariat général n’est qu’une simple division administrative du Tribunal cantonal vaudois qui demeure donc la seule autorité d’engagement des collaborateurs de l’ordre judiciaire conformément à l’article 8 al. 2, 2ème phrase, LOJV (Loi d'organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01). Ainsi, le licenciement ayant été signifié par le secrétariat général et non pas par l’autorité d’engagement, c’est-à-dire le Tribunal cantonal vaudois, l’autorité ayant prononcée le licenciement n’en aurait pas eu la compétence.”
Bei Mietzinserhöhungen trifft den Vermieter die Last, das Begehren zu begründen und weiterzuverfolgen; die Schlichtungsbehörde erteilt in der Regel die Klagebewilligung gemäss Art. 209 Abs. 1 ZPO. Die gerichtliche Entscheidung kann als Gestaltungs- oder Feststellungsfunktion erörtert werden; die Rechtsprechung hat sich seit 1990 verstärkt auf ein Gestaltungsrecht des Vermieters ausgerichtet, während die Anfechtung durch den Mieter das Vorgehen hemmen kann. Beim Senkungsbegehren des Mieters bleibt das Einvernehmen die Regel, weshalb das Vorverfahren primär auf eine Einigung gerichtet ist.
“unter der Herrschaft der vergleichbaren Regelung im Bundesbeschluss über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen BMM, be- trachtete das Bundesgericht sowohl die einseitige Vertragsänderung als auch ein Senkungsbegehren als Anwendungsfälle von Vertragsänderungen, die nach all- gemeinen Regeln nur einvernehmlich erfolgen können. Bei der Mietzinserhöhung - 7 - (und anderen einseitigen Änderungswünschen des Vermieters) komme die Ver- tragsänderung durch ein Angebot des Vermieters auf dem amtlichen Formular und das Schweigen des Mieters bis zum Ablauf der Anfechtungsfrist zustande (BGE 106 II 356 E. 3c: «L’acceptation de la hausse par le locataire entraîne une modifi- cation du contrat liant les parties sur la base des motifs invoqués par le bailleur»). Eine Anfechtung durch den Mieter schloss daher einen Konsens der Parteien aus, was auch die Weitergeltung des Vertrages während des Verfahrens (heute Art. 270e OR) sowie die Last des Vermieters zur Weiterverfolgung seines Ansinnens und damit den Umstand erklären kann, dass immer er es ist, dem bei einer An- fechtung die Klagebewilligung auszustellen ist (Art. 209 Abs. 1 lit. a ZPO). Ent- sprechend wäre das die Anpassung bestätigende Gerichtsurteil als Gestaltungs- urteil zu werten, denn erst dieses würde (rückwirkend auf den Kündigungstermin) die Vertragsanpassung bewirken. Diesen Pfad hat das Bundesgericht nach 1990 allerdings verlassen und spricht seither von einem Gestaltungsrecht des Vermieters. Die Anfechtung durch den Mieter vor Schlichtungsbehörde hemmt dieses nach dieser Theorie, und die Klage des Vermieters vor Gericht auf Bestätigung der Änderung hat nur noch die Bedeu- tung einer Feststellungsklage (BGer 4A_616/2019 v. 6. Mai 2021 E. 4.3; vgl. BGE 124 III 67 E. 3; BGE 128 III 419 = Pra 2003 Nr. 7; ZK-HIGI/WILDISEN, Vor Art. 269– 270e N 126 f., Art. 269d N 42 und 58, Art. 270b N 30, unter Berufung auf BGE 121 III 6, 10). Erhalten geblieben ist das Konzept der einvernehmlichen Vertragsänderung beim Senkungsbegehren des Mieters. Dies zeigt sich insbesondere am Vorverfahren, das auf eine Einigung zielt, während das anschliessende Schlichtungs- und Ge- richtsverfahren, welches vom Mieter anzustrengen ist, auf eine Umgestaltung des Vertrags zielt und nicht auf eine blosse Feststellung (ZK-HIGI/BÜHLMANN, Art.”
Bei der dreimonatigen Frist des Art. 209 Abs. 3 ZPO wird die Frist nach dem quantième‑Prinzip berechnet: Dies a quo ist der Kalendertag des fristauslösenden Ereignisses; dies ad quem ist der Kalendertag im letzten Monat, der in seiner Zahl dem Dies a quo entspricht. Damit endet die Frist am entsprechenden Tag des dritten Monats (quantième‑zu‑quantième‑Berechnung).
“In Anwendung des Europäischen Fristenübereinkommens ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Das fristauslösende Ereignis (Zustellung der Klagebewilligung [E. 3 oben]) hat am Mittwoch, 26. Januar 2022 stattgefunden. Das ist der dies a quo. Da Art. 209 Abs. 3 ZPO die Frist in Monaten ausdrückt, ist der dies ad quem (der Tag, an dem die Frist abläuft) der Tag des letzten Monats, der nach seiner Zahl dem dies a quo entspricht (Art. 4 Abs. 2 EuFrÜb). Folglich ist der dies ad quem der Dienstag, 26. April”
“1 L'appelante reproche au Tribunal d'avoir opté pour l'interprétation téléologique de l'art. 142 al. 1 et 2 CPC et recouru à une jurisprudence relative au droit pénal en matière de procédure civile, plutôt que pour l'interprétation littérale de l'art. 142 al. 1 et 2 CPC. Le premier juge n'était notamment pas fondé à tirer argument d'un ouvrage de doctrine en procédure civile, publié après que le jugement avait été prononcé et prônant l'application de l'ATF 144 IV 161 à la procédure civile ainsi qu'une interprétation téléologique de l'art. 142 al. 1 et 2 CPC (Abbet, Petit Commentaire du CPC, édition 2021, n° 8 ad art. 142 CPC), alors que Tappy (Commentaire Romand, CPC, 2019, n° 16 et 17 ad art. 142 CPC) soutient une interprétation littérale de l'art. 142 CPC. L'appelante renvoie enfin à un arrêt de la chambre des prud'hommes de la Cour de justice (CAPH/132/2017 du 5 septembre 2017, consid. 2.1) qui a retenu l'interprétation littérale de l'art. 142 CPC, après avoir cité des jurisprudences cantonales allant dans ce sens. 2.2.1 Selon l'art. 209 al. 3 CPC, le demandeur est en droit de porter l'action devant le tribunal dans un délai de trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder. Aux termes de l'art. 142 al. 1 CPC, les délais déclenchés par la communication ou la survenance d'un événement courent dès le lendemain de celles-ci. A teneur de l'art. 142 al. 2 CPC, lorsqu'un délai est fixé en mois, il expire le jour du dernier mois correspondant au jour où il a commencé à courir. 2.2.2 Ces dispositions font l'objet d'interprétations divergentes dans la doctrine, ce que soulignent Heinzmann, in CPC Online – sélection du 21 mars 2018 ad arrêt du Tribunal fédéral 4A_3/2017 du 15 février 2018 (= ATF 144 IV 161), et Bastons-Bulletti, in CPC Online – sélection du 13 juin 2018, ad arrêt du Tribunal fédéral 6B_80/2018 du 25 avril 2018. Pour le calcul des délais exprimés en mois, ni le CO, ni le CP, ni le CPP, ni la LTF, ni la PA ne contiennent de disposition analogue à l’art. 142 al. 2 CPC, lequel prévoit que le quantième décisif est celui du jour où [le délai] a commencé à courir.”
Kommt keine Einigung zustande, erteilt die Schlichtungsbehörde die Klagebewilligung; ebenso verfährt sie, wenn die beklagte Partei säumig bleibt. Die Klagebewilligung enthält dabei typischerweise die Namen und Adressen der Parteien, die Begehren des Klägers sowie allfällige Widerklagen und weitere in Art. 209 Abs. 2 aufgeführte Angaben.
“Les appelants reprochent au Tribunal d'avoir ordonné le renvoi de la cause à la Commission de conciliation et d'avoir commis un déni de justice formel, en omettant de se prononcer sur le sort de leur demande reconventionnelle. 2.1. 2.1.1 La procédure au fond est précédée d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation (art. 197 CPC). La procédure est introduite par la requête de conciliation. Celle-ci peut être déposée dans la forme prévue à l’art. 130 CPC ou dictée au procès-verbal à l’autorité de conciliation. La requête de conciliation contient la désignation de la partie adverse (arrêts du Tribunal fédéral 4A_222/2017 du 8 mai 2018 consid. 4.1.1; 4A_385/2014 du 29 septembre 2014 consid. 4.1 in RSPC 2015 32; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1, in RSPC 2016 317), les conclusions et la description de l’objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Lorsque la tentative de conciliation n’aboutit pas, l’autorité de conciliation consigne l’échec au procès-verbal et délivre l’autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L’autorisation de procéder contient les noms et les adresses des parties et, le cas échéant, de leurs représentants, les conclusions du demandeur, la description de l’objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles, la date de l’introduction de la procédure de conciliation, la décision sur les frais de la procédure de conciliation, la date de l’autorisation de procéder et la signature de l’autorité de conciliation (art. 209 al. 2 CPC). L'autorisation de procéder reprend les noms des parties indiqués dans la requête de conciliation, sous réserve d'un changement de nom ou d'une substitution de partie (art. 83 CPC) intervenue entre-temps (arrêt du Tribunal fédéral 4A_266/2016 du 25 juillet 2016 consid. 3; Infanger, in Basler Kommentar, 2ème éd. 2013, n. 7 ad art. 209 CPC). L’autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l’objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al.”
“Gemäss Art. 201 Abs. 1 ZPO besteht die Aufgabe der Schlichtungsbehörde darin, in formloser Verhandlung zu versuchen, die Parteien zu versöhnen. Die Verhandlung hat innert zwei Monaten seit Eingang des Gesuchs stattzufinden (Art. 203 Abs. 1 ZPO), wobei mit Zustimmung der Parteien weitere Verhandlun- gen durchgeführt werden können (Art. 203 Abs. 4 ZPO). Die Parteien müssen persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen (Art. 204 Abs. 1 ZPO), es sei denn es liege ein Ausnahmefall gemäss Art. 204 Abs. 3 ZPO vor. Kommt es zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt - 18 - die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Gleich verfährt sie, wenn die beklagte Partei säumig bleibt (Art. 206 Abs. 2 ZPO).”
“XXXXX) Beschwerde gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 12. Juli 2023 A. A.____ war bis zur Geschäftsaufgabe im Jahr 2019 Inhaber und Betreiber des Fitnesscenters C.____ in X.____. Am 20. Januar 2009 schloss B.____ mit dem C.____ einen Vertrag mit einem Abonnementsbeitrag von CHF 1'090.00 pro Jahr ab. B. Mit Zahlungsbefehl vom 1. April 2022 (Betreibung Nr. XXXXX) des Betreibungsamtes Basel-Stadt betrieb A.____ B.____ auf den Betrag von CHF 6'540.00 nebst 5.00% Zins seit dem 8. März 2010. Als Forderungsgrund gab er «Offener Mitgliederbeitrag (11111)» an. Nach Zustellung des Zahlungsbefehls am 4. April 2022 erhob B.____ Rechtsvorschlag. C. Am 5. August 2022 leitete A.____ ein Schlichtungsverfahren bei der Schlichtungsbehörde des Zivilgerichts Basel-Stadt ein. Mit Klagebewilligung vom 7. September 2022 erkannte diese: «1. Es wird festgestellt, dass keine Einigung zustande gekommen ist. 2. Der Gesuchsbeklagte lässt sich auf das Verfahren vor dem Zivilgericht Basel-Stadt ein. 3. Dem Gesuchsteller wird die Klagebewilligung erteilt (Art. 209 Abs. 1 lit. b ZPO). Rechtsbegehren: Es sei der Gesuchsbeklagte zu verpflichten, dem Gesuchsteller zu bezahlen: Fr. 6540.00, zu 5.00%, Wert 08.03.2010, nebst Marchzins in Höhe von Fr. 3946.40 (Zins bis 29.03.2022) zuzüglich Betreibungskosten von Fr. und Verzugszinsen in vorgenannter Höhe. Im Umfange des Rechtsbegehrens sei der in der Betreibung Nr. XXXXX des Betreibungsamtes erhobene Rechtsvorschlag zu beseitigen (Art. 79 SchKG); Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchsbeklagten. Der Streitwert wird - ohne die Betreibungskosten und die Verzugszinsen - mit Fr. 6540.00 beziffert. 4. […] 5. […]» D. A.____, nunmehr anwaltlich vertreten durch die Advokaten Manuel Mohler und/oder Tashi Planta, reichte sodann am 5. Dezember 2022 eine begründete Klage beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West (nachfolgend: Zivilkreisgericht oder Vorinstanz) mit folgenden Rechtsbegehren ein: «1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger CHF 280.00 zuzüglich Zins von 5% seit dem 31. Januar 2011, CHF 1'080.”
Liegen Gerichtsferien nach Art. 145 Abs. 1 ZPO vor, verlängert dies nach der Rechtsprechung auch die Abholfrist gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO. Dadurch verschiebt sich die fingierte Zustellung und folglich der Beginn bzw. Ablauf der 30‑tägigen Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO entsprechend.
“Im Sinne einer weiteren Eventualerwägung ist der vorinstanzliche Entscheid auch aus folgendem Grund unrichtig: Selbst wenn mit der Vorinstanz davon aus- gegangen würde, der erfolglose Zustellungsversuch vom 6. August 2020 habe die - 13 - Abholfrist bzw. die Zustellfiktion gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO ausgelöst, übersähe der vorinstanzliche Entscheid, dass die Gerichtsferien gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO nicht nur für die (vom fingierten Zustelldatum bzw. dem Folgetag an berechnete) Klagefrist gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO als solche gelten (keine An- wendung von Art. 145 Abs. 2 lit. a ZPO; BGE 138 III 615, E. 2; vgl. auch BGE 144 III 404, E. 4), sondern auch bereits die Abholfrist gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO verlängern (auch diese Frist ist eine "gesetzliche " im Sinne von Art. 145 Abs. 1 ZPO: OGer ZH, RB150039, Verfügung vom 6. Januar 2016). Weil der er- folglose Zustellungsversuch in den Gerichtsferien gemäss Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO erfolgte, konnte die Abholfrist somit von vornherein erst am 16. August 2020 an- und am 22. August 2020 ablaufen. Da am”
Die Praxis (gestützt auf Instruktion Nr. 5 der Aufsicht) sieht vor, dass das Betreibungsamt eine beantragte Nicht‑Offenlegung ablehnen kann, wenn ihm bei Eingang der Anfrage bereits bekannt ist, dass gegen die betreffende Betreibung ein Verfahren zur Mainlevée (bzw. ein entsprechendes anwaltliches oder gerichtliches Rechtsbegehren) eingeleitet worden ist. Dies gilt nach den angeführten Entscheiden auch dann, wenn der Gläubiger die materielle Klage nicht innerhalb der in Art. 209 Abs. 2 ZPO vorgesehenen Frist weiterverfolgt hat.
“Le 25 avril 2022, D______ SA a communiqué à l'Office un tirage de la requête en conciliation déposée devant l'autorité de conciliation du Tribunal des Prud'hommes (cause C/3______/2021) au sens de l'art. 202 CPC, dirigée à l'encontre de A______, dans le cadre de laquelle elle a notamment conclu à ce que ce dernier soit condamné à lui payer 8'200 fr., avec intérêts au taux de 5% l'an à compter du 1er août 2021 et au prononcé de la mainlevée définitive de l'opposition formée à la poursuite n° 1______. e. Par décision du 27 avril 2022, l'Office a informé A______ de ce qu'il allait continuer à porter à la connaissance des tiers, en application de l'art. 8a LP, l'existence de la poursuite n° 1______, dès lors que le créancier avait attesté de l'introduction d'une action tendant à l'annulation de l'opposition. f. Le 28 juin 2022, A______ a déposé une nouvelle demande de non-divulgation de la poursuite n° 1______, alléguant que, à l'issue de l'échec de la tentative de conciliation le 14 mars 2022, D______ SA n'avait pas introduit son action devant le Tribunal des Prud'hommes dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 2 CPC. g. Par décision du 28 juin 2022, notifiée à A______ le 1er juillet 2022, l'Office a refusé la demande de non-divulgation, pour le motif suivant : "selon l'instruction n° 5 du service de la Haute Surveillance LP, l'Office rejette la demande si, dès réception, il sait qu'une procédure de mainlevée de l'opposition a été engagée concernant la poursuite contestée, indépendamment de l'issue donné à la procédure". B. a. Par acte expédié le 6 juillet 2022 à la Chambre de surveillance, A______ a formé une plainte au sens de l'art. 17 LP à l'encontre de la décision de non-divulgation précitée, concluant à ce qu'elle soit annulée et, cela fait, à ce qu'il soit ordonné à l'Office de ne pas porter à la connaissance des tiers l'existence de la poursuite n° 1______. Il a réitéré que le créancier n'avait pas agi au fond dans le délai de trois mois à compter de l'échec de la tentative de conciliation et produit le procès-verbal de l'audience de conciliation, tenue le 14 mars 2022 dans la cause C/3______/2021, à l'issue de laquelle le juge conciliateur avait délivré à D______ SA une autorisation de procéder.”
“Le 8 octobre 2020, B______ a déposé auprès du Tribunal de première instance une requête de conciliation (cause C/2______/2020) au sens de l'art. 202 CPC, dirigée à l'encontre de A______ et de C______ SARL, dans le cadre de laquelle il a notamment conclu à ce que les défendeurs soient condamnés solidairement entre eux à lui payer un montant de 209'832 fr. plus intérêts au taux de 5% l'an à compter du 31 décembre 2015 et à ce que l'opposition formée à la poursuite n° 1______ soit définitivement écartée. Informé de cette démarche par le poursuivant, l'Office a décidé le 13 octobre 2020 de porter à nouveau à la connaissance des tiers, en application de l'art. 8a LP, l'existence de la poursuite n° 1______ d. L'audience de conciliation tenue le 9 décembre 2020 s'étant soldée par un échec, le juge conciliateur a délivré le même jour à B______ une autorisation de procéder dans la cause C/2______/2020. Ce dernier n'a toutefois pas introduit son action devant le Tribunal dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 2 CPC. e. Le 1er juillet 2021, A______ a réitéré sa demande de non-divulgation de la poursuite auprès de l'Office. f. Par décision du 28 juillet 2021, notifiée à A______ le 30 juillet suivant, l'Office a refusé la demande de non-divulgation, pour le motif suivant : "selon l'instruction n° 5 du service de la Haute Surveillance LP, l'Office rejette la demande si, dès réception, il sait qu'une procédure de mainlevée de l'opposition a été engagée concernant la poursuite contestée". B. a. Par acte expédié le 6 août 2021 à la Chambre de surveillance, A______ a formé une plainte au sens de l'art. 17 LP à l'encontre de la décision de non-divulgation précitée, concluant à ce qu'elle soit annulée et, cela fait, à ce qu'il soit ordonné à l'Office de ne pas porter à la connaissance des tiers l'existence de la poursuite n° 1______. Il a fait valoir que, le créancier n'ayant pas agi au fond dans la procédure C/2______/2020, l'instance y relative s'était périmée, que ce dernier n'avait pas formellement déposé de requête de mainlevée (mais uniquement une requête en conciliation) et qu'aucun tribunal n'avait statué sur la recevabilité ou sur le fond d'une telle requête.”
Es handelt sich um eine prozessrechtliche Verwirkungsfrist. Sie ist strikt zu beachten; wird die Klage nach Ablauf der drei Monate nicht eingereicht, tritt das Gericht nicht auf die Klage ein und die Instanz gilt als nicht eingeführt.
“Ein Erbe, der dem Wert nach weniger als seinen Pflichtteil erhält, kann die Herabsetzung von bestimmten Erwerbungen und Zuwendungen verlangen (Art. 522 Abs. 1 ZGB). Die Herabsetzungsklage verjährt mit Ablauf eines Jahres von dem Zeitpunkt an gerechnet, da die Erben von der Verletzung ihrer Rechte Kenntnis erhalten haben, und in jedem Fall mit Ablauf von zehn Jahren, die bei den letztwilligen Verfügungen von dem Zeitpunkte der Eröffnung, bei den andern Zuwendungen aber vom Tode des Erblassers an gerechnet werden (Art. 533 Abs. 1 ZGB). Die Frist wird mit dem Einreichen eines Schlichtungsbegehrens gewahrt (Art. 62 Abs. 1 i.V.m. Art. 197 ZPO). Kommt es im Schlichtungsverfahren zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Nach Eröffnung berechtigt diese während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Bei dieser Frist handelt es sich um eine prozessrechtliche Verwirkungsfrist (nicht zu verwechseln mit Verwirkungsfristen des materiellen Rechts, bspw. Art. 533 ZGB). Sie beginnt mit der Eröffnung bzw. Zustellung der Klagebewilligung im Sinn von Art. 209 Abs. 2 ZPO zu laufen (BGE 140 III 227 E. 3.1; 138 III 615 E. 2.3; EGLI, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, N. 24 zu Art. 209 ZPO; INFANGER, in: Basler Kommentar, Zivilprozessordnung, N. 16 zu Art. 209 ZPO; BOHNET, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 9 zu Art. 209 ZPO; SUTTER-SOMM/SEILER, in: Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2021, N. 13 zu Art. 209 ZPO). Wird die Klage nach Fristablauf eingereicht, tritt das Gericht auf diese nicht ein (Art. 59 Abs. 1 ZPO; Urteil 4A_30/2020 vom 23. März 2021 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Während den Gerichtsferien steht die Frist zur Klageeinreichung beim Gericht still (BGE 138 III 615 E. 2; 610 E.”
“Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.3 Aux termes de l'art. 119 al. 2 let. b CPP, le lésé peut faire valoir des conclusions civiles déduites de l'infraction (action civile) par adhésion à la procédure pénale.”
Die 30‑tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO beginnt mit der förmlichen Zustellung der Klagebewilligung an die klagende Partei. Die Zustellung ist nach Art. 138 Abs. 1 ZPO durch eingeschriebene Post oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung vorzunehmen und gilt erst als erfolgt, wenn die Sendung von der Adressatin oder einer nach Art. 138 Abs. 2 ZPO zur Entgegennahme berechtigten Person entgegengenommen wird. Wird eine eingeschriebene Sendung nicht abgeholt, kann gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO die Zustellfiktion zur Anwendung kommen, sodass die Zustellung am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt gilt, sofern die Empfängerin mit einer Zustellung rechnen musste; diese Fiktion setzt Kenntnis des Verfahrens und ein Prozessrechtsverhältnis voraus.
“Die 30-tägige Klagefrist gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO beginnt mit der förmli- chen Zustellung der Klagebewilligung an die klagende Partei zu laufen (vgl. BGE 140 III 227, E. 3.1). Die Zustellung ist durch eingeschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung vorzunehmen (Art. 138 Abs. 1 ZPO) und ist erfolgt, wenn die Sendung von der Adressatin oder einer i.S.v. Art. 138 Abs. 2 ZPO zur Annahme berechtigten Person entgegengenommen wird. Bei einer eingeschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt wird, gilt die Zustel- lung am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern die Empfängerin mit einer Zustellung rechnen musste (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO). Diese Zustellfiktion setzt, wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, insbeson- dere Kenntnis des Verfahrens und ein Prozessrechtsverhältnis voraus. Derjenige, der weiss, dass er Partei eines behördlichen Verfahrens ist und demnach mit Zu- stellungen rechnen muss, ist gehalten, seine Post entgegenzunehmen bzw. dafür zu sorgen, dass ihm behördliche Sendungen zugestellt werden können.”
Die von der Schlichtungsbehörde ausgestellte Klagebewilligung (Autorisation de procéder) gilt nach der Rechtsprechung nicht als Verfügung, gegen die ein separates Rechtsmittel eröffnet wäre. Ihre Wirksamkeit wird im Hauptverfahren vom angerufenen Gericht zu prüfen; das Verfahren gegen die Bewilligung selbst ist in der Regel ausgeschlossen.
“209 CPC). L’autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l’objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC) (Infanger, op. cit., ibid; Bohnet, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 8 ad art. 209 CPC). 2.1.2 Selon l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'alinéa 2 de cette disposition dresse une liste non exhaustive de ces conditions. L’existence d'une autorisation de procéder représente une condition de recevabilité de la demande. Faute d’autorisation de procéder valable, le tribunal doit d’office (art. 60 CPC) déclarer la demande irrecevable (ATF 146 III 185 consid. 4.4.2 ; 140 III 70 consid. 5 ; 139 III 273 consid. 2.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 5A_741/2020 du 12 avril 2021 consid. 5.2.1 ; 4A_266/2016, op. cit., consid. 3 ; Bohnet, op. cit., n. 4 ad art. 209 CPC). Dans la procédure simplifiée applicable aux litiges portant sur des baux à loyer d'habitation en ce qui concerne la protection contre les loyers abusifs (art. 243 al. 2 let. c CPC), comme c'est le cas en l'espèce s'agissant d'une procédure en fixation judiciaire du loyer, la procédure est introduite par une demande, qui peut être déposée dans les formes prescrites à l’art. 130 CPC ou dictée au procès-verbal au tribunal. Elle contient notamment les conclusions, la description de l'objet du litige et l'indication de la valeur litigieuse (art. 244 al. 1 let. b à d CPC). 2.1.3 Il est de jurisprudence que l'autorisation de procéder, bien que consistant en un acte d'une autorité, n'est pas une décision sujette à recours; sa validité doit être examinée par le tribunal saisi de la cause (ATF 140 III 227 consid. 3.1; 139 III 273 consid. 2.3). L'autorisation de procéder délivrée par l'autorité de conciliation revêt dès lors, du point de vue de son caractère définitif, le même statut qu'une décision ayant acquis force de chose jugée formelle (ATF 140 III 227 consid.”
“209 CPC). L’autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l’objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC) (Infanger, op. cit., ibid; Bohnet, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 8 ad art. 209 CPC). 2.1.2 Selon l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'alinéa 2 de cette disposition dresse une liste non exhaustive de ces conditions. L’existence d'une autorisation de procéder représente une condition de recevabilité de la demande. Faute d’autorisation de procéder valable, le tribunal doit d’office (art. 60 CPC) déclarer la demande irrecevable (ATF 146 III 185 consid. 4.4.2 ; 140 III 70 consid. 5 ; 139 III 273 consid. 2.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 5A_741/2020 du 12 avril 2021 consid. 5.2.1 ; 4A_266/2016, op. cit., consid. 3 ; Bohnet, op. cit., n. 4 ad art. 209 CPC). Dans la procédure simplifiée applicable aux litiges portant sur des baux à loyer d'habitation en ce qui concerne la protection contre les loyers abusifs (art. 243 al. 2 let. c CPC), comme c'est le cas en l'espèce s'agissant d'une procédure en fixation judiciaire du loyer, la procédure est introduite par une demande, qui peut être déposée dans les formes prescrites à l’art. 130 CPC ou dictée au procès-verbal au tribunal. Elle contient notamment les conclusions, la description de l'objet du litige et l'indication de la valeur litigieuse (art. 244 al. 1 let. b à d CPC). 2.1.3 Il est de jurisprudence que l'autorisation de procéder, bien que consistant en un acte d'une autorité, n'est pas une décision sujette à recours; sa validité doit être examinée par le tribunal saisi de la cause (ATF 140 III 227 consid. 3.1; 139 III 273 consid. 2.3). L'autorisation de procéder délivrée par l'autorité de conciliation revêt dès lors, du point de vue de son caractère définitif, le même statut qu'une décision ayant acquis force de chose jugée formelle (ATF 140 III 227 consid.”
“________ (ci-après : le recourant) a déposé devant le Tribunal civil de l’arrondissement de l’Est vaudois une requête de conciliation et en prévention et cessation de troubles et réparation pour tort moral et dommage subis contre B.________ SA (ci-après : l’intimée). 2. Il résulte du procès-verbal de l’audience du 1er octobre 2021 tenue par la présidente, que personne ne s’est présenté pour l’intimée, que le recourant a retiré sa requête de récusation de la présidente, que le recourant a été entendu, qu’au vu de l’absence de l’intimée, la conciliation n’a pas pu être tentée et que les pièces ont été restituées au recourant. A l’issue de la séance, le recourant a reçu une autorisation de procéder et une copie du procès-verbal. En droit : 1. 1.1 L’art. 110 CPC ouvre la voie du recours séparé de l’art. 319 let. b ch. 1 CPC contre les décisions sur les frais, lesquels comprennent les frais judiciaires et les dépens (art. 95 al. 1 CPC). Le CPC ne prévoit en revanche pas de voie de recours contre l’autorisation de procéder délivrée sur la base de l’art. 209 CPC. Le Tribunal fédéral considère de manière générale que l'autorisation de procéder ne constitue pas une décision et qu'aucune voie de droit n'est ouverte à son encontre (ATF 140 III 227 consid. 3.1 ; ATF 139 III 273 consid. 2.3 et les références citées ; CREC 21 MARS 2017/115 et les réf. citées). Le recours doit être déposé auprès de la Chambre des recours civile, dont la compétence découle de l’art. 73 LOJV (loi d’organisation judiciaire du 12 décembre 1979 ; BLV 173.01). S’agissant du délai de recours, celui-ci est déterminé par la procédure applicable au litige au fond, eu égard au caractère accessoire des frais judiciaires (ATF 134 I 159 consid. 1.1). 1.2 En l'espèce, dès lors que le litige au fond est soumis à la procédure ordinaire (art. 219 ss CPC), le délai de recours est de 30 jours (art. 321 al. 1 CPC). Les conclusions du recourant formulées contre l’autorisation de procéder doivent être considérées comme irrecevables, dès lors qu’il ne s’agit pas d’une décision contre laquelle la voie du recours serait ouverte.”
Die Erteilung der Klagebewilligung ersetzt nicht die materielle Überprüfung einer allfälligen anderen Anspruchsgrundlage (z. B. eines haftungsrechtlichen Begehrens) durch die Verwaltung. Ebenso darf das gesetzlich vorgesehene Vorverfahren nicht dadurch verkürzt werden, dass anstelle eines beim Verwaltungsträger erhobenen Begehrens einzig ein Betreibungs- bzw. Zahlungsbefehl eingereicht wird.
“Würde man in der Zustellung des Zahlungsbefehls und einem daraufhin erhobenen Rechts- vorschlag bereits ein durchgeführtes Vorverfahren erblicken, wie der Beschwerde- führer geltend macht, würde man damit ausserdem den Zweck und den Ablauf des Vorverfahrens unterlaufen: Die Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlags be- trägt nur gerade zehn Tage (Art. 74 Abs. 1 SchKG). Nach dem Haftungsgesetz sollen der Verwaltung aber bis zu drei Monate zur Verfügung stehen, um den An- - 9 - spruch des Geschädigten ausserhalb eines Gerichtsverfahrens zu prüfen (vgl. § 23 HG). Weiter trifft die Verwaltung nach dem Haftungsgesetz keine Verpflich- tung, zum Anspruch des Geschädigten Stellung zu nehmen; das Ausbleiben einer Stellungnahme hat nach drei Monaten lediglich zur Folge, dass der Geschädigte beim Bezirksgericht klagen kann. Die Rechtsfolge ist damit vergleichbar mit jener einer Säumnis des Beklagten an der Schlichtungsverhandlung, aufgrund welcher dem Kläger die Klagebewilligung ausgestellt wird (Art. 206 Abs. 2 und Art. 209 Abs. 1 ZPO). Versäumt es hingegen der Betriebene, fristgerecht Rechtsvorschlag zu erheben, kann der Gläubiger die Fortsetzung der Betreibung verlangen, ohne dass er gehalten wäre, seinen Anspruch im Zivilprozess oder Verwaltungsverfah- ren geltend zu machen (Art. 74, 78, 79 und 88 SchKG). Die vom Beschwerdefüh- rer vertretene Auslegung hätte demnach zur Folge, dass es der Kläger in der Hand hätte, die Dauer des Vorverfahrens auf maximal zehn Tage (ab Zustellung des Zahlungsbefehls) zu verkürzen, indem er anstelle eines Feststellungs-, Scha- denersatz- und Genugtuungsbegehrens bei der Gemeindevorsteherschaft ein Be- treibungsbegehren gegen die Gemeinde beim Betreibungsamt einreicht. Dies wä- re nicht im Sinne der Regelung von §§ 22 ff. HG. Alle Elemente der Gesetzesaus- legung führen somit zum Ergebnis, dass der klare Gesetzeswortlaut dem wahren Sinn der Regelung entspricht und das Einreichen eines Feststellungs-, Schaden- ersatz- oder Genugtuungsbegehrens beim betroffenen Verwaltungsträger nicht durch die Zustellung eines Zahlungsbefehls ersetzt werden kann (so auch BGE 86 I 60 E.”
Die 30‑Tage‑Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO beginnt mit der Mitteilung/Benachrichtigung der Erteilung der Klagebewilligung und ist während der Féries nach Art. 145 ZPO suspendiert. Die Klagebewilligung ist der Partei zuzustellen oder – in der Praxis – gegen Empfangsbestätigung zu übergeben (vgl. Art. 209 Abs. 3 i. V. m. Art. 138 ZPO), sodass der Fristlauf mit ihrer Bekanntgabe beginnt.
“Cette solution trouve son fondement dans le fait que c’est le bailleur qui fait valoir une nouvelle prétention, et non le locataire (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 209 CPC). Le délai commence à courir dès la notification de l’autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC). Le délai pour porter l'action devant le Tribunal est de 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d’habitations ou de locaux commerciaux et aux baux à fermes agricoles (art. 209 al. 4 CPC). L’autorisation de procéder prend la forme d’une ordonnance de l’autorité de conciliation qui doit être notifiée à la partie, par pli recommandé, ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). En principe, elle sera remise séance tenante, contre accusé de réception, à la fin de l’audience de conciliation (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 209 CPC). Le délai est calculé conformément aux art. 142 à 144 CPC. Comme tout délai légal, le délai de l’art. 209 CPC ne peut être ni réduit ni prolongé par l’autorité (art. 144 al. 1 CPC). Il est suspendu pendant les féries (art. 145 CPC; ATF 138 III 615). Aux termes de l'art. 5 al. 3 Cst., les organes de l'État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. De ce principe général découle notamment le droit fondamental du particulier à la protection de sa bonne foi dans ses relations avec l'État, consacré à l'art. 9 in fine Cst., dont le Tribunal fédéral contrôle librement le respect (ATF 144 IV 189 consid. 5.1; 138 I 49 consid. 8.3.1; 136 I 254 consid. 5.2; 135 IV 212 consid. 2.6). 2.2 En l'espèce, la Commission de conciliation a formellement notifié l'autorisation de procéder à l'intimée le 19 décembre 2022 et la demande a été déposée devant le Tribunal le 31 janvier 2023. Le délai de 30 jours de l'art. 209 al. 4 CPC a donc été respecté, compte tenu de la suspension des délais de l'art. 145 al. 1 let. c CPC. Les appelants soutiennent que l'intimée aurait dû agir dans un délai de 30 jours commençant à courir le 9 juin 2022, soit la date de l'audience de conciliation au motif qu'elle devait savoir qu'en cas de contestation d'une hausse de loyer, le bailleur a la charge d'agir devant le Tribunal.”
Erlischt die Dreimonatsfrist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO, kann die mit der Ermächtigung verbundene Befugnis zur Einreichung der Klage nicht mehr mit dieser Bewilligung ausgeübt werden; die Verfahrenserhebung gilt damit als verfallen und kann zum Streichen der Sache führen. Dies trifft nach den zitierten Entscheiden auch dann zu, wenn der Prozessvertreter gewechselt hat, soweit nicht innerhalb der Dreimonatsfrist eine wirksame Neueinreichung bzw. ein Nachweis hierüber erfolgt ist.
“________ et B.________ ont déposé une requête de conciliation à l'encontre de C.________ dans le cadre d'une action en dommages-intérêts. La tentative de conciliation opérée durant l'audience présidentielle du 17 mars 2022 n'a pas abouti et une autorisation de procéder a été délivrée et notifiée aux demandeurs. Ces derniers ont requis la suspension de la procédure le 2 juin 2022, motivée par des négociations en cours entre les parties ; cette suspension a été accordée le 3 juin 2022. Le 4 août 2022, A.________ et B.________ ont déposé leur demande au fond. Ils ont conclu au remboursement des frais de réparation des défauts constatés par l'expertise, soit la somme de CHF 146'512.80 plus intérêt à 5 % l'an dès le 15 juillet 2020. Dans sa réponse du 18 novembre 2022, le défendeur a conclu à ce que le Tribunal civil de la Gruyère (ci-après : le Tribunal civil) n'entre pas en matière, au motif que l'autorisation de procéder était périmée au moment du dépôt de la demande, le délai de 3 mois de l'art. 209 al. 3 CPC étant échu. Par décision du 19 avril 2023, le Tribunal civil a prononcé l'irrecevabilité de la demande du 4 août 2022 et mis les frais judiciaires, fixés à CHF 1'000.-, à la charge des demandeurs. Le considérant 13 de cette décision met cependant les "frais et dépens" à leur charge et le considérant 13b fixe les dépens de C.________ à la somme de CHF 9'188.15, TVA incluse, mais ce point n'a pas été repris dans le dispositif de la décision. B. Par acte du 30 mai 2023, C.________ a relevé que le calcul de ses dépens ne se trouve pas dans le dispositif, mais bien dans la motivation. Il a conclu à la rectification du dispositif, en ce sens qu'il soit complété "par le point concernant l'indemnisation des parties à hauteur de CHF 9'188.15 au défendeur". Le 19 juin 2023, A.________ et B.________ ont conclu au rejet de la requête de rectification. Ils ont fait valoir qu'à défaut, pour le défendeur, d'avoir utilisé les voies de recours ordinaires, la décision du 19 avril 2023 est entrée en force et que l'interprétation ou la rectification ne peuvent tendre qu'à clarifier un jugement, mais non à le modifier matériellement.”
“En conséquence, faute d'avoir introduit une demande valable dans le délai de trois mois suivant la délivrance de l'autorisation de procéder, le droit de C______ SA de porter son action devant le Tribunal était désormais périmé, de sorte que la cause devait être rayée du rôle. A noter que dans une autre procédure dirigée contre A______ (C/11655/2019), Me F______ avait également cessé d'occuper au profit de Me D______; dans cette affaire, la cause avait été rayée du rôle, au motif que la partie demanderesse avait fait défaut à l'audience de conciliation du 9 septembre 2019; là aussi, une nouvelle procédure devrait donc être introduite. Compte tenu de ces éléments, A______ sollicitait du Tribunal qu'il constate la péremption de la procédure et qu'il raye la cause du rôle, sous suite de frais judiciaires et dépens. m. Par pli du 4 novembre 2019, Me B______ a précisé les termes de son courrier du 14 octobre 2019. Se référant à l'art. 125 let. a CPC, il a sollicité du Tribunal qu'il limite la procédure "à la question de savoir si une demande en paiement introduite par un représentant ayant cessé d'occuper pour motif de conflit d'intérêts [était] invalidée, et partant périmée à l'échéance du délai de 3 mois (art. 209 al. 3 CPC) si le vice qu'elle indui[sait] n'[était ] pas corrigé par le demandeur ou son nouveau représentant". En l'occurrence, la question à trancher était celle de savoir si la demande en paiement de C______ SA devait "être invalidée parce qu'elle [était] entachée du vice résultant du conflit d'intérêts patent de Me F______ lorsque celui-ci introduisait la demande en paiement au fond", et compte tenu du fait que Me D______ ne l'avait "pas réintroduite valablement durant le long délai de trois mois de l'article 209 al. 3 CPC (i.e. en apportant au Tribunal l'évidence que, par cette nouvelle introduction, le conflit d'intérêts de Me F______ n'entachait plus la demande en paiement et la présente procédure)". Par conséquent, A______ concluait - à titre préjudiciel - à ce que le Tribunal constate l'invalidité et, partant, la péremption de la demande en paiement du 10 juillet 2019, et, cela fait, à ce qu'il raye la cause du rôle, sous suite de frais. Il demandait en outre que le délai imparti pour répondre à la demande soit reporté sine die jusqu'à droit connu sur la question préjudicielle soulevée.”
Eine rein mündliche Mitteilung, dass die Klagebewilligung erteilt worden sei, erfüllt die Eröffnung im Sinne von Art. 209 Abs. 3 ZPO nicht. Die Eröffnung muss den gesamten zwingenden Inhalt der Klagebewilligung gemäss Art. 209 Abs. 2 ZPO umfassen.
“Was die Beklagte in ihrer Berufung gegen diese Erwägungen vorbringt, überzeugt nicht. Sie stützt sich bei ihren Ausführungen auf den bereits erwähnten Aufsatz von Felix Hunziker-Blum (Urk. 1 S. 7 f.). Dessen Argumentation basiert auf der Überlegung, dass den Parteien, wenn es im Schlichtungsverfahren nicht zu einer Einigung kommt, vor Abschluss der Schlichtungsverhandlung in aller Re- gel mündlich mitgeteilt wird, dass die Klagebewilligung erteilt werde (SJZ 114 [2018] Nr. 23 S. 558). Übersehen wird dabei indes, dass diese mündliche Mittei- lung für sich allein keine rechtsgenügende Eröffnung im Sinne von Art. 209 Abs. 3 ZPO darstellt. Zwar fehlen in der Schweizerischen Zivilprozessordnung explizite Bestimmungen darüber, wie die Klagebewilligung zu eröffnen ist. Aus Art. 209 Abs. 3 ZPO ergibt sich aber, dass die Klagebewilligung als solche, nicht bloss der Umstand, dass diese erteilt wird, zu eröffnen ist. Wie von der Vorinstanz zutref- fend dargelegt wurde, ist dies dahingehend zu verstehen, dass die Eröffnung den gesamten zwingenden Inhalt der Klagebewilligung gemäss Art. 209 Abs. 2 ZPO zu umfassen hat. Daran fehlt es bei einer Mitteilung im obgenannten Sinne.”
“Was die Beklagte in ihrer Berufung gegen diese Erwägungen vorbringt, überzeugt nicht. Sie stützt sich bei ihren Ausführungen auf den bereits erwähnten Aufsatz von Felix Hunziker-Blum (Urk. 1 S. 7 f.). Dessen Argumentation basiert auf der Überlegung, dass den Parteien, wenn es im Schlichtungsverfahren nicht zu einer Einigung kommt, vor Abschluss der Schlichtungsverhandlung in aller Re- gel mündlich mitgeteilt wird, dass die Klagebewilligung erteilt werde (SJZ 114 [2018] Nr. 23 S. 558). Übersehen wird dabei indes, dass diese mündliche Mittei- lung für sich allein keine rechtsgenügende Eröffnung im Sinne von Art. 209 Abs. 3 ZPO darstellt. Zwar fehlen in der Schweizerischen Zivilprozessordnung explizite Bestimmungen darüber, wie die Klagebewilligung zu eröffnen ist. Aus Art. 209 Abs. 3 ZPO ergibt sich aber, dass die Klagebewilligung als solche, nicht bloss der Umstand, dass diese erteilt wird, zu eröffnen ist. Wie von der Vorinstanz zutref- fend dargelegt wurde, ist dies dahingehend zu verstehen, dass die Eröffnung den gesamten zwingenden Inhalt der Klagebewilligung gemäss Art. 209 Abs. 2 ZPO zu umfassen hat. Daran fehlt es bei einer Mitteilung im obgenannten Sinne.”
Nimmt eine Partei an der Schlichtungs‑/Konkordanzverhandlung teil, ohne gegenüber der Vertretung der Gegenpartei Vorbehalte zu erheben (z. B. keine Einwendung wegen eines behaupteten Interessenkonflikts), hat das Gericht dies als Hinnahme der Vertretung gewertet. In diesem Fall wurde die Klagebewilligung erteilt und die Einreichung der Klage erfolgte innerhalb der Dreimonatsfrist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO; das Verhalten der Partei hat die Frist nicht als verletzt erscheinen lassen.
“L'appelant s'est en outre prévalu du fait qu'un litige l'opposait à l'associée de Me F______, au sujet de notes d'honoraires, et que ce dernier "agissait" dans ce contexte pour le compte de son associée. 2.3.2 Il ressort du dossier que l'intimée, dont le siège se situe dans le canton de Neuchâtel, a choisi de se faire représenter par son avocat, à savoir Me F______, lors de l'audience de conciliation du 24 juin 2019, ainsi que l'y autorise l'art. 204 al. 3 let. a CPC. De son côté, l'appelant a comparu personnellement à cette audience, assisté de son conseil. Selon le procès-verbal d'audience, dont la teneur n'est pas contestée par les parties, la question du conflit d'intérêts imputé à Me F______ n'a pas été soulevée par l'appelant, qui a renoncé à se prévaloir d'un éventuel vice formel affectant la requête soumise à conciliation. L'autorisation de procéder a été délivrée à l'intimée à l'issue de l'audience et Me F______ a introduit la demande devant le Tribunal le 10 juillet 2019, soit dans le délai de trois mois prévu à l'art. 209 al. 3 CPC. Par courrier du 15 juillet 2019, le conseil de l'appelant, évoquant pour la première fois l'existence d'un conflit d'intérêts, a prié Me F______ de cesser d'occuper avec effet immédiat. L'intéressé s'est exécuté quelques jours plus tard, le 22 juillet 2019, en informant le Tribunal que Me D______ lui succédait en qualité de conseil de l'intimée. Par pli du 30 septembre 2019, se référant à un précédent courrier du 13 août 2019, Me D______ a confirmé au Tribunal qu'il représentait l'intimée dans le cadre du procès l'opposant à l'appelant, comme en attestait la procuration signée en sa faveur par l'intimée. Il résulte des éléments qui précèdent que l'appelant a pris part à la procédure de conciliation, aux côtés de son avocat, sans émettre la moindre réserve relative à la représentation de l'intimée par Me F______ lors de l'audience du 24 juin 2019. Ce faisant, l'appelant s'est accommodé du conflit d'intérêts reproché à cet avocat, étant observé qu'il aurait aisément pu attirer l'attention du juge conciliateur sur cette problématique et, par ce biais, donner l'occasion à l'intimée d'y remédier avant d'introduire sa demande au fond.”
Bei der Berechnung der dreimonatigen Frist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO ist der gesetzliche Fristenstillstand gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO zu berücksichtigen. Dadurch verschiebt sich das Fristende entsprechend, sodass die Einreichungsfrist praktisch verlängert sein kann.
“Die Beklagte macht im Berufungsverfahren – soweit ersichtlich – erstmals geltend, die Klagebewilligung sei nicht fristgerecht eingereicht worden (act. 113 S. 12). Bei der Prüfung der Prozessvoraussetzungen kommt der eingeschränkte Untersuchungsgrundsatz zum Tragen, weshalb die Rechtzeitigkeit der Klageein- leitung auch im Berufungsverfahren noch zu prüfen ist. Nach der Eröffnung der Klagebewilligung beträgt die Frist zur Einreichung der Klage beim Gericht drei Monate (Art. 209 Abs. 3 ZPO); diese Frist steht während der Gerichtsferien ge- mäss Art. 145 Abs. 1 ZPO still (BGE 138 III 615 E. 2). Die Klagebewilligung wurde am 28. Juni 2022 ausgestellt und versandt (act. 1). Infolge des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 15. August (Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO) lief die dreimonatige Frist am 31. Oktober 2022 ab. Mit der gleichentags erfolgten postalischen Einreichung - 12 - der Klage wurde die Frist gewahrt (act. 2; Art. 143 Abs. 1 ZPO). Die Klage wurde rechtzeitig eingereicht. 3.Zur Berufung im Einzelnen 3.1.Erwägungen der Vorinstanz”
“Die Vorinstanz des Bundesgerichts hat die Frist nach Massgabe des Europäischen Übereinkommens über die Berechnung von Fristen vom 16. Mai 1972 (SR 0.221.122.3; für die Schweiz in Kraft seit 28. April 1983; im Folgenden: Europäisches Fristenübereinkommen oder EuFrÜb) berechnet und geschlossen, da die Klagebewilligung dem Beschwerdeführer am 26. Januar 2022 zugestellt worden sei, habe die Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO grundsätzlich am 26. April 2022 geendet. Unter Berücksichtigung der Gerichtsferien gemäss Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO verlängere sich die Frist um 15 Tage, womit sie am 11. Mai 2022 definitiv geendet habe. Die vom Beschwerdeführer am 12. Mai 2022 erhobene Klage sei daher verspätet gewesen.”
“Erwägungen: I. Prozessgeschichte Mit Eingabe vom 5. September 2023 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die vorliegende Klage mit den eingangs erwähnten Rechtsbegehren ein. Die Klagebe- willigung des Friedensrichteramtes der Stadt Zürich, Kreise [...], datiert vom 20. Juni 2023. Die dreimonatige Frist zur Klageeinreichung (Art. 209 Abs. 3 ZPO) wurde – unter Berücksichtigung des gesetzlichen Fristenstillstandes (Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO; BGE 138 III 615 E. 2) – gewahrt. Mit Verfügung vom 11. Septem- ber 2023 wurde der Beklagten Frist zur schriftlichen Stellungnahme zur Klage an- gesetzt. Am 22. September 2023 reichte die Beklagte eine Stellungnahme zur Klage ein. In der Folge wurden die Parteien mit Vorladung vom 26. September 2023 zur Hauptverhandlung auf den 14. November 2023 vorgeladen. Diese Hauptver- handlung wurde aufgrund eines Verschiebungsgesuchs der Klägerin auf den 9. Ja- nuar 2024 verschoben. Anlässlich der Hauptverhandlung erstatteten die Parteien ihre Parteivorträge. Vergleichsgespräche verliefen erfolglos. In der Folge erging am 25. Januar 2024 ein unbegründetes Urteil. Mit Eingabe vom 5. Februar 2024 (Da- tum Poststempel) ersuchte die Beklagte fristgerecht um Begründung des Urteils. - 3 - II. Zuständigkeit Die Klägerin macht Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis mit der Beklagten, die ihren Sitz in der Stadt Zürich hat, geltend.”
“Erwägungen: I. Prozessgeschichte 1. Mit Eingabe vom 21. August 2023 (Datum Poststempel) reichte der Kläger beim hiesigen Gericht die vorliegende Klage mit den eingangs erwähnten Rechts- begehren samt Beilagen ein. Die Klagebewilligung des Friedensrichteramts der Kreise [...] der Stadt Zürich datiert vom 19. April 2023 und wurde gleichentags an den Kläger verschickt, womit die dreimonatige Frist zur Einreichung der Klage (Art. 209 Abs. 3 ZPO) unter Berücksichtigung der Gerichtsferien gewahrt wurde. 2. Mit Verfügung vom 28. August 2023 wurde der Beklagten Frist für eine schrift- liche Stellungnahme zur Klage angesetzt. Diese reichte die Beklagte mit Eingabe vom 26. September 2023 fristgerecht ein. In der Folge wurden die Parteien zur Hauptverhandlung auf den 23. November 2023 vorgeladen. Anlässlich der Haupt- verhandlung erstatteten die Parteien ihre mündlichen Parteivorträge. Das Verfahren erweist sich als spruchreif (Art. 236 Abs. 1 ZPO). II. Unbestrittener”
Wird eine in Art. 209 Abs. 4 ZPO bezeichnete Klage nicht innerhalb der Frist in der Sache weiterverfolgt, endet die Litispendenz dieser Klage und das zugrundeliegende materielle Recht kann peremptorisch erlöschen (Peremption). Eine nach Ablauf der Frist erfolgende Änderung der Schlussanträge vermag die angefochtenen Ansprüche dann nicht zu retten; solche nachträglichen Schlussanträge sind unzulässig, weil die Klage wegen Wegfalls der Litispendenz bzw. wegen Ablaufs der materiellen Verjährungs- bzw. Peremptionsfristen nicht mehr wieder eingeführt werden kann.
“En l'espèce, les locataires ont, dans un premier temps, respecté le délai de 30 jours pour introduire leurs actions en annulation du congé et en prolongation du bail conformément à l'art. 273 al. 1 et 2 CO, en déposant leur requête de conciliation munie de conclusions dans ce sens. Après la délivrance de l'autorisation de procéder, ils n'ont toutefois pas respecté le délai de l'art. 209 al. 4 CPC pour leur action en annulation du congé puisqu'ils n'ont pas suivi en cause en déposant une demande tendant à ce but devant le tribunal des baux, les conclusions de leur demande du 3 janvier 2018 ne tendant qu'à la prolongation du bail. La demande modifiée comprenant des conclusions en annulation du congé n'a été déposée que le 12 avril 2018, soit après la cessation de la litispendance de cette action et, donc, la péremption de l'instance (art. 209 al. 4 CPC) et, à cette date, hors délai de l'art. 273 al. 1 CO pour déposer une nouvelle demande. C'est donc à raison que les instances cantonales successives ont considéré que le chef de conclusions en annulation du congé était irrecevable. Contrairement à ce que croient les locataires recourants, il ne leur est pas imputé une renonciation, un abandon ou un retrait d'action. L'irrecevabilité de leurs conclusions modifiées résulte simplement du fait que la litispendance de leur action en annulation du congé a cessé d'exister à l'échéance du délai de l'art. 209 al. 4 CPC et qu'ils ne pouvaient réintroduire valablement cette action par modification de leurs conclusions du 12 avril 2018 puisque le délai de péremption de droit matériel était alors échu et, donc, leur droit matériel éteint. Il ne leur sert à rien d'insister sur le fait que l'autorisation de procéder visait les deux actions, dès lors que les conclusions de leur demande se sont limitées à la seule action en prolongation du bail. Enfin, comme l'a précisé la cour cantonale, faute de demande en annulation déposée en temps utile, l'absence d'indication du motif de congé dans un premier temps ou son prétendu caractère mensonger n'y changent rien.”
Wird die Klage nicht innerhalb von drei Monaten nach Erteilung der Klagebewilligung eingereicht, verfällt die Autorisation de procéder; die Litispendenz endet damit kraft Gesetzes und die Instanz gilt als nicht eingeführt.
“Ils font valoir que l'intimé a consenti à une suspension de la procédure par courriel du 2 juin 2022, ce qui équivalait à un accord quant à la prolongation du délai pour ouvrir action, et que c'est ensuite de mauvaise foi qu'il a conclu à l'irrecevabilité de la demande (recours, p. 6). Il faut toutefois constater, outre le fait que les recourants ne se réfèrent à aucune des hypothèses de l'art. 107 al. 1 CPC, qui permet au tribunal de répartir les frais selon sa libre appréciation dans certaines situations, qu'ils n'ont jamais produit le prétendu e-mail par lequel l'intimé aurait consenti à la suspension de la procédure (DO/63 et 79). Par ailleurs, quoi qu'il en soit, la Cour relève avec le Tribunal civil (décision du 19 avril 2023, p. 3) que, quand bien même la Présidente a admis la requête de suspension le 3 juin 2022 (DO/13), il n'y avait en réalité aucune procédure à suspendre à ce moment-là : une autorisation de procéder avait été délivrée le 17 mars 2022 (DO/11) et aucune demande au fond n'avait encore été déposée, le délai de 3 mois prévu par l'art. 209 al. 3 CPC – qui n'est pas susceptible de prolongation (art. 144 al. 1 CPC) – étant alors toujours en cours. Or, selon la jurisprudence (arrêt TF 4A_459/2020 du 15 décembre 2020 consid. 3.1.2), si le demandeur ne dépose pas sa demande dans le délai précité, la litispendance cesse – et ce de par la loi, sans aucune décision d'un tribunal – et l'autorisation de procéder se périme. Dans ces conditions, c'est en vain que les recourants tentent de reprocher à l'intimé un comportement contraire à la bonne foi, alors que ce dernier ne pouvait avoir aucune emprise sur le cours du délai de validité de l'autorisation de procéder. Au vu de ce qui précède, il n'y a pas matière à revoir l'application de l'art. 106 al. 1 CPC par les premiers juges. 3.2. Quant au montant des dépens, le Tribunal civil a retenu des opérations pour une durée totale de 30 ½ heures sur les quelque 39 heures facturées par le mandataire de l'intimé. Il a relevé que la correspondance usuelle devait être rémunérée par un forfait de CHF 500.”
“Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.3 Aux termes de l'art. 119 al. 2 let. b CPP, le lésé peut faire valoir des conclusions civiles déduites de l'infraction (action civile) par adhésion à la procédure pénale.”
“Par proposition de jugement du 22 avril 2021, rendue dans le cadre d’une procédure de conciliation introduite par l’intimée contre le recourant, la juge de paix a dit que celui-ci devait verser à celle-là la somme de 4'100 fr. avec intérêt à 5 % l’an dès le 6 octobre 2020 (I), a dit que l’opposition formée au commandement de payer n° [...] de l’Office des poursuites du district de la Riviera-Pays-d’Enhaut était définitivement levée dans la mesure indiquée au chiffre I (II), a arrêté les frais judiciaires à 210 fr., les a compensés avec l’avance de frais effectuée par l’intimée et les a mis à la charge du recourant (III et IV), a dit que celui‑ci rembourserait à l’intimée son avance de frais à concurrence de 210 fr., sans allocation de dépens pour le surplus (V) et a dit que toutes autres ou plus amples conclusions étaient rejetées (VI). Le recourant ayant fait opposition à cette proposition de jugement dans le délai légal, une autorisation de procéder a été délivrée le 17 mai 2021 à l’intimée. Celle-ci n’a pas ouvert action au fond dans le délai de trois mois de l’art. 209 al. 3 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008 ; RS 272). 2. a) Le 29 novembre 2021, l’intimée a saisi la juge de paix d’une nouvelle requête de conciliation dirigée contre le recourant tendant à ce que celui-ci soit condamné à lui verser les sommes de 4'920 fr. avec intérêt à 5 % dès le 8 mars 2020 à titre de créance de base et de 73 fr. 30 à titre de frais de poursuite. L’objet de cette seconde procédure était identique à celui de la première procédure de conciliation susmentionnée, soit une créance dont l’intimée se prétendait titulaire contre le recourant en lien avec des cours organisés par celle‑ci auxquels l’intéressé s’était inscrit. b) Une audience de conciliation a été fixée au 8 février 2022 à 11 h 00. Le recourant ne s’y est pas présenté. Le 14 février 2022, le recourant a déposé une première requête de restitution tendant à la tenue d’une nouvelle audience de conciliation au motif que le médecin cantonal l’avait placé à l’isolement du 5 au 8 février 2022 inclus en raison de la Covid-19.”
Die Rechtsprechung des Bundesgerichts ist nicht einheitlich: In den Entscheidungen BGE 138 III 615 E. 2.3, BGE 140 III 227 E. 3.1 und 5A_576/2018 stellte das Bundesgericht darauf ab, dass die Frist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO mit der Mitteilung der Klagebewilligung (Zustelltag) zu laufen beginnt. Dagegen hat das Bundesgericht in 5A_306/2012 E. 3 auf den dem Eröffnungstag folgenden Tag abgestellt. In den genannten Fällen war die konkrete Berechnungsmethode jeweils nicht entscheidrelevant.
“Das Bundesgericht hat sich bisher nicht konkret mit der sich hier stellenden Frage auseinandergesetzt. In den BGE 138 III 615 E. 2.3 und 140 III 227 E. 3.1 hat es übereinstimmend ausgeführt, die Frist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO beginne mit der Mitteilung der Klagebewilligung zu laufen ("le délai pour déposer la demande devant le juge compétent [art. 209 al. 3 CPC] court dès sa notification"), was auf eine isolierte Auslegung von Art. 142 Abs. 2 ZPO hindeutet. In die gleiche Richtung geht auch das Urteil 5A_576/2018 vom 31. Juli 2018 E. 4. Im Widerspruch dazu hat das Bundesgericht im Urteil 5A_306/2012 vom 14. November 2012 E. 3 zur Berechnung des Fristendes auf den der Eröffnung der Klagebewilligung folgenden Tag abgestellt. In keinem dieser Fälle war die konkrete Berechnungsmethode entscheidrelevant, sei es, weil sich die Frage der Fristwahrung gar nicht stellte, oder die Frist unabhängig von der konkreten Berechnungsmethode offensichtlich verpasst oder offensichtlich gewahrt worden war. In Bezug auf die Berechnung des Fristendes der Jahresfrist von Art. 88 Abs. 1 SchKG, die gestützt auf Art. 31 SchKG nach Massgabe der ZPO zu erfolgen hat, stellte das Bundesgericht sodann in zwei Fällen jeweils auf den dem Zustelltag folgenden Tag ab (Urteile 5A_186/2023 vom 29. November 2023 E. 3.2.2; 5A_967/2015 vom 1. Juli 2016 E. 3, dort allerdings nur obiter).”
“Das Bundesgericht hat sich bisher nicht konkret mit der sich hier stellenden Frage auseinandergesetzt. In den BGE 138 III 615 E. 2.3 und 140 III 227 E. 3.1 hat es übereinstimmend ausgeführt, die Frist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO beginne mit der Mitteilung der Klagebewilligung zu laufen ("le délai pour déposer la demande devant le juge compétent [art. 209 al. 3 CPC] court dès sa notification"), was auf eine isolierte Auslegung von Art. 142 Abs. 2 ZPO hindeutet. In die gleiche Richtung geht auch das Urteil 5A_576/2018 vom 31. Juli 2018 E. 4. Im Widerspruch dazu hat das Bundesgericht im Urteil 5A_306/2012 vom 14. November 2012 E. 3 zur Berechnung des Fristendes auf den der Eröffnung der Klagebewilligung folgenden Tag abgestellt. In keinem dieser Fälle war die konkrete Berechnungsmethode entscheidrelevant, sei es, weil sich die Frage der Fristwahrung gar nicht stellte, oder die Frist unabhängig von der konkreten Berechnungsmethode offensichtlich verpasst oder offensichtlich gewahrt worden war. In Bezug auf die Berechnung des Fristendes der Jahresfrist von Art. 88 Abs. 1 SchKG, die gestützt auf Art. 31 SchKG nach Massgabe der ZPO zu erfolgen hat, stellte das Bundesgericht sodann in zwei Fällen jeweils auf den dem Zustelltag folgenden Tag ab (Urteile 5A_186/2023 vom 29. November 2023 E. 3.2.2; 5A_967/2015 vom 1. Juli 2016 E. 3, dort allerdings nur obiter).”
Die Klagebewilligung muss die in Art. 209 Abs. 2 ZPO genannten Angaben enthalten (insbesondere Namen und Adressen der Parteien und allenfalls ihrer Vertreter, die Schlussanträge, die Beschreibung des Streitgegenstands, allenfalls vorhandene Widerklagebegehren, das Datum der Einleitung der Schlichtung, die Entscheidung über die Kosten, das Datum der Erteilung und die Unterschrift der Schlichtungsbehörde). Fehlt eine solche gültige Klagebewilligung, stellt dies eine Mangelhaftigkeit dar: Ohne gültige Klagebewilligung ist die Klage in der Regel als unzulässig zu erklären, weshalb das Gericht nicht in der Sache zu entscheiden hat.
“Les appelants reprochent au Tribunal d'avoir ordonné le renvoi de la cause à la Commission de conciliation et d'avoir commis un déni de justice formel, en omettant de se prononcer sur le sort de leur demande reconventionnelle. 2.1. 2.1.1 La procédure au fond est précédée d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation (art. 197 CPC). La procédure est introduite par la requête de conciliation. Celle-ci peut être déposée dans la forme prévue à l’art. 130 CPC ou dictée au procès-verbal à l’autorité de conciliation. La requête de conciliation contient la désignation de la partie adverse (arrêts du Tribunal fédéral 4A_222/2017 du 8 mai 2018 consid. 4.1.1; 4A_385/2014 du 29 septembre 2014 consid. 4.1 in RSPC 2015 32; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1, in RSPC 2016 317), les conclusions et la description de l’objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Lorsque la tentative de conciliation n’aboutit pas, l’autorité de conciliation consigne l’échec au procès-verbal et délivre l’autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L’autorisation de procéder contient les noms et les adresses des parties et, le cas échéant, de leurs représentants, les conclusions du demandeur, la description de l’objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles, la date de l’introduction de la procédure de conciliation, la décision sur les frais de la procédure de conciliation, la date de l’autorisation de procéder et la signature de l’autorité de conciliation (art. 209 al. 2 CPC). L'autorisation de procéder reprend les noms des parties indiqués dans la requête de conciliation, sous réserve d'un changement de nom ou d'une substitution de partie (art. 83 CPC) intervenue entre-temps (arrêt du Tribunal fédéral 4A_266/2016 du 25 juillet 2016 consid. 3; Infanger, in Basler Kommentar, 2ème éd. 2013, n. 7 ad art. 209 CPC). L’autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l’objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al.”
“Il fait ainsi également grief aux premiers juges d'avoir vidé "de substance le principe de l'interdiction du formalisme excessif, qui veut qu'une autorité puisse d'office ou sur requête corriger la désignation incomplète et inexacte d'une partie". 3.1 3.1.1 La procédure au fond est précédée d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation (art. 197 CPC). La procédure est introduite par la requête de conciliation. Celle-ci peut être déposée dans la forme prévue à l'art.130 CPC ou dictée au procès-verbal à l'autorité de conciliation. La requête de conciliation contient la désignation de la partie adverse (arrêts du Tribunal fédéral 4A_385/2014 du 29 septembre 2014 consid. 4.1 in RSPC 2015 32; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1, in RSPC 2016 317), les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Lorsque la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité de conciliation consigne l'échec au procès-verbal et délivre l'autorisation de procéder(art. 209 al. 1 CPC). 3.1.2 Selon l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'alinéa 2 de cette disposition dresse une liste non exhaustive de ces conditions ("notamment"). L'autorisation de procéder représente une condition de recevabilité de la demande Faute d'autorisation de procéder valable, le tribunal doit d'office (art. 60 CPC) déclarer la demande irrecevable (ATF 146 III 185 consid. 4.4.2 140 III 70 consid. 5; 139 III 273 consid. 2.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_741/2020 du 12 avril 2021 consid. 5.2.1; 4A_266/2016 du 25 juillet 2016 consid. 3; Bohnet, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 4 ad art. 209 CPC). L'autorisation de procéder contientles noms et les adresses des parties et, le cas échéant, de leurs représentants, les conclusions du demandeur, la description de l'objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles, la date de l'introduction de la procédure de conciliation, la décision sur les frais de la procédure de conciliation, la date de l'autorisation de procéderet la signature de l'autorité de conciliation (art.”
Die Klagebewilligung gilt nur gegenüber der konkret als klagende Partei bezeichneten bzw. in der Schlichtungsverhandlung erschienenen Partei. Fehlt die Zuweisung oder das Erscheinen einer anderen, ähnlich bezeichneten oder einer nicht erschienenen Gesellschaft, berechtigt die bewilligte Klage nur gegen die tatsächlich bezeichnete/erschiene Partei und nicht automatisch gegen diese anderen Rechtssubjekte.
“) ne prêtaient pas à confusion, puisque tous indiquent clairement comme employeur de l’appelant C______ (SUISSE) et non C______. Le fait que le contrat de travail du recourant renvoie aux Règlement du personnel de C______ n’y change rien. C’est ainsi à raison que le Tribunal a retenu que l’appelant avait été exclusivement engagé par C______ (SUISSE) et non par C______. Aucune constatation inexacte des faits ne saurait être retenue. 4.1.4 Pour le surplus, la Cour ne discerne pas de violation du droit par le Tribunal, sur la base des faits retenus. 4.1.4.1 Le Tribunal n’entre, en effet, en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l’action (art. 59 al. 1 CPC). Le fait de disposer d’une autorisation de procéder valable figure parmi ces conditions, lorsque la procédure au fond doit être précédée d’une tentative de conciliation. Pour être valable, l'autorisation de procéder doit porter sur le même objets et les mêmes parties principales (art. 209 CPC, arrêt du Tribunal fédéral 4A_560/2015 consid. 4.1.3 notamment). En l'espèce, l'appelant n'a pas assigné en conciliation C______ (SUISSE), laquelle n'a pas comparu à l'audience de conciliation, de sorte que l'autorisation de procéder qu'il a obtenu n'était valable qu'à l'encontre de C______, mais non de C______ (SUISSE), de sorte que c'est à raison que le Tribunal a déclaré irrecevable la demande introduite contre cette seconde société. 4.1.4.2 La légitimation passive est une condition matérielle de la prétention litigieuse; elle se détermine selon le droit de fond et son défaut conduit au rejet de l'action (ATF 125 III 82 consid. 1a) et non pas à l'irrecevabilité de celle-ci (HOHL, Procédure civile, tome I, Berne 2001, p. 100 n. 447). Selon l'art. 125 let. a CPC, aux fins de simplifier la procédure le tribunal peut notamment limiter la procédure à certaines questions ou à certaines conclusions. La limitation de la procédure à des questions ou conclusions déterminées recouvre en fait deux hypothèses : celle où il s'agit de trancher une question préjudicielle qui peut permettre de mettre un terme au procès (p.”
“Entsprechend diesem Wortlaut erteilte die Schlichtungsbehörde auch vorliegend die Klagebewilligung der Klägerin. Auch in der Botschaft ist nur davon die Rede, dass der "klagenden Partei" die Klagebewilligung erteilt werde, welche die klagende Partei ermächtige, nun an das urteilende Gericht zu gelangen (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 7221, 7333). Entgegen der Vorinstanz kann nicht gesagt werden, die Formulierung "klagende Partei" umfasse auch die Widerklägerin, weil es sich auch bei dieser um eine klagende Partei handle. Die zwingend vorgeschriebene Erwähnung der Widerklage in der Klagebewilligung besagt nichts Gegenteiliges (so aber: BASTONS BULLETTI, Bemerkungen, a.a.O.). Das Gesetz geht davon aus, dass die Klagebewilligung im Grundsatz anlässlich der Schlichtungsverhandlung oder kurz danach ausgestellt wird (BOHNET, Commentaire romand, a.a.O., N. 5 zu Art. 209 ZPO; FRANCESCO TREZZINI, Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero [CPC] [nachfolgend: Commentario pratico], Bd. II, 2. Aufl. 2017, N. 2 zu Art. 209 ZPO). Jedenfalls in diesem Zeitpunkt existiert sowohl eine "klagende Partei" wie auch eine "widerklagende Partei", und es ist nicht ersichtlich, wie diese sich unterscheidenden Parteien unter den gleichen Begriff subsumiert werden können.”
Die Schlichtungsbehörde erteilt in der Regel die Klagebewilligung. Ein Nichteintretensentscheid kommt nur in Betracht, wenn das Fehlen einer Prozessvoraussetzung offensichtlich ist. Bei geringen Streitwerten kann die Schlichtungsbehörde unter den in den Verweisen genannten Voraussetzungen eine Urteilsvorschlag unterbreiten oder — soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und auf entsprechende Antragstellung — in der Sache entscheiden; sie wählt die anwendbare Verfahrensform frei.
“Ob und wenn ja in welchen Fällen die Schlichtungsbehörde im reinen Schlichtungsverfahren bei Fehlen einer Prozessvoraussetzung einen Nichteintretensentscheid fällen darf, ist umstritten. Das Bundesgericht hat die Frage bisher soweit ersichtlich nur für die sachliche und örtliche Zuständigkeit geklärt. Es kann und muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die folgenden Erkenntnisse grundsätzlich für alle Prozessvoraussetzungen Geltung beanspruchen: Obwohl sich Art. 59 Abs. 1 und Art. 60 ZPO ihrem Wortlaut nach nur an das Gericht wenden und der Nichteintretensentscheid in den Bestimmungen über den Schlichtungsversuch nicht ausdrücklich erwähnt wird, ist ein Nichteintretensentscheid der Schlichtungsbehörde nicht von vornherein ausgeschlossen (vgl. BGE 146 III 47 E. 4.2.1 f., 146 III 265 E. 4.2 S. 272 f.). Die Schlichtungsbehörde ist im Grundsatz aber keine Entscheidinstanz. Ihre primäre Aufgabe besteht gemäss Art. 201 Abs. 1 Satz 1 ZPO im Versuch, die Parteien in formloser Verhandlung zu versöhnen. Kommt es zu keiner Einigung, so erteilt sie in Anwendung von Art. 209 Abs. 1 ZPO grundsätzlich die Klagebewilligung (vgl. BGE 146 III 47 E. 4.2.3 S. 54, 146 III 265 E. 4.2 S. 273). Ein Nichteintretensentscheid der Schlichtungsbehörde wegen Fehlens einer Prozessvoraussetzung kommt daher höchstens dann in Betracht, wenn die Prozessvoraussetzung offensichtlich fehlt (vgl. BGE 146 III 47 E. 4.2 S. 53, E. 4.2.3 S. 54 und E. 4.3 S. 55, 146 III 265 E. 4.3 S. 274).”
“319 let. a, 308 al. 2, 321 CPC), devant la Chambre des prud'hommes de la Cour de justice (art. 124 let. b LOJ). Le recours a été formé dans le délai légal. 2. 2.1.1 Il incombe au recourant de motiver son acte de recours. Selon la jurisprudence, il doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'autorité puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1). Selon l'art. 326 al. 1 CPC, dans la procédure de recours, les conclusions, les allégations de fait et les preuves nouvelles sont irrecevables. 2.1.2 Les art. 197 et ss CPC prévoient que le Tribunal convoque les parties à une audience de conciliation. Lorsque la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité consigne l'échec dans un procès-verbal et délivre l'autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). Dans les affaires portant sur une valeur litigieuse ne dépassant pas 5'000 fr., l'autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement (art. 210 al. 1 let. c CPC). La partie qui n'accepte pas cette proposition peut s'y opposer dans un délai de 20 jours (art. 211 al. 1 CPC). Lorsque la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr., l'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond (art. 212 al. 2 CPC). 2.1.3 Lorsque le litige entre dans l'une des hypothèses permettant tant à l'autorité de formuler une proposition de jugement (art. 210 al. 1 let. c CPC) que de rendre une décision au fond (art. 212 al. 2 CPC), ladite autorité choisit librement la voie qu'elle entend emprunter (Bohnet, CR CPC, n° 5 ad art. 212 CPC). La requête devrait être formulée dans la requête de conciliation, de telle manière à mettre le défendeur en position de prendre les mesures utiles, en particulier le dépôt d’une réponse écrite et le développement d’une argumentation visant par exemple à faire en sorte que l’autorité renonce à rendre une décision.”
Nach Wortlaut und Rechtsprechung richtet sich die Klagebewilligung auf die «klagende Partei»/«demandeur» und berechtigt demnach primär diese Partei, die Klage beim Gericht einzureichen; aus dem Wortlaut ergibt sich nicht, dass der Widerkläger allgemein durch dieselbe Bewilligung ermächtigt wäre. Soweit die Klagebewilligung für die Zulässigkeit der Klage vorausgesetzt wird, muss sie ferner inhaltlich und formell gültig sein (z. B. hinsichtlich der betroffenen Parteien und des Streitobjekts).
“Der Wortlaut spricht für die zweitgenannte Auffassung (vgl. hiervor E. 2.1.2). Art. 209 Abs. 1 lit. b ZPO nennt den Widerkläger nicht als Adressaten der Klagebewilligung, sondern die "klagende Partei" bzw. - deutlicher noch in der französischen und italienischen Fassung - den "demandeur" bzw. den "attore". Auch in Art. 209 Abs. 3 ZPO, in dem festgelegt wird, wer mit der Klagebewilligung BGE 148 III 314 S. 318 ans Gericht gelangen kann, heisst es im französischen Text ausdrücklich "Le demandeur est en droit de porter l'action devant le tribunal [...]" (Hervorhebung beigefügt; unbestimmtere Formulierung in Deutschund Italienisch). Entsprechend diesem Wortlaut erteilte die Schlichtungsbehörde auch vorliegend die Klagebewilligung der Klägerin. Auch in der Botschaft ist nur davon die Rede, dass der "klagenden Partei" die Klagebewilligung erteilt werde, welche die klagende Partei ermächtige, nun an das urteilende Gericht zu gelangen (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 7221, 7333). Entgegen der Vorinstanz kann nicht gesagt werden, die Formulierung "klagende Partei" umfasse auch die Widerklägerin, weil es sich auch bei dieser um eine klagende Partei handle. Die zwingend vorgeschriebene Erwähnung der Widerklage in der Klagebewilligung besagt nichts Gegenteiliges (so aber: BASTONS BULLETTI, Bemerkungen, a.”
“Il soutient qu'en refusant de tirer les conséquences de cette nullité, le Tribunal aurait violé le principe de l'égalité entre les parties prévu à l'art. 373 al. 4 CPC, ainsi que diverses dispositions légales, notamment les art. 132 CPC, 12 LLCA et 20 CO. 2.1 Aux termes de l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'art. 59 al. 2 CPC dresse une liste exemplative desdites conditions. Conformément à l'art. 60 CPC, le tribunal examine d'office si les conditions de recevabilité sont remplies. 2.1.1 Les causes soumises à la procédure ordinaire ou simplifiée doivent généralement être précédées d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation, sauf exceptions prévues par la loi (art. 198 ss CPC). Le demandeur ne peut déposer sa demande qu'après avoir reçu une autorisation de procéder de l'autorité de conciliation, suite à l'échec de la tentative (art. 209 CPC). La demande doit être déposée dans un délai de trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC), à défaut de quoi l'instance est réputée non introduite et l'autorisation de procéder est caduque (BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 17 ad art. 209 CPC). Bien qu'elle ne soit pas mentionnée par l'art. 59 al. 2 CPC, l'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande (ATF 139 III 273 consid. 2.1). Pour être valable, l'autorisation de procéder ne doit pas être périmée et elle doit porter sur le même objet du litige et les mêmes parties principales (art. 209 CPC; arrêts du Tribunal fédéral 4A_560/2015 du 20 mai 2016 consid. 4.1.3; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1). Enfin, elle ne doit pas être entachée d'un vice, par exemple l'incompétence manifeste de l'autorité qui l'a prononcée (ATF 139 III 273 consid. 2.1), ou encore le défaut du demandeur sans motif de dispense ou l'absence de sa représentation valable à l'audience (art. 204 al. 3 CPC; ATF 140 III 70 consid. 4; 140 III 227 consid. 3.”
Nach Art. 209 Abs. 4 ZPO kann die 30-tägige Klagefrist in Streitigkeiten aus Miete und Pacht nicht einvernehmlich verlängert werden. Weiter: Das Unterlassen einer ausdrücklichen Bestreitung der Rechtzeitigkeit in der Klageantwort ist nach Treu und Glauben nicht als konkludenter Verzicht auf ein gehöriges Schlichtungsverfahren bzw. auf die Fristwirkung auszulegen.
“Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Klageantwort die fristgerechte Einreichung der Klage nicht ausdrücklich bestritten. Das Prozessverhalten der Beschwerdegegnerin kann aber nach Treu und Glauben nicht als konkludenter Verzicht auf ein gehöriges Schlichtungsverfahren und damit eine gültige Klagebewilligung als solche ausgelegt werden. Die Beschwerdegegnerin bestreitet in ihrer Beschwerdevernehmlassung auch ausdrücklich, auf ein Schlichtungsverfahren verzichtet zu haben. Wie dargelegt, stand es den Parteien zudem nicht offen, einvernehmlich die Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO zu verlängern. Damit ist das Mietgericht zu Recht nicht auf die Klage eingetreten.”
“September 2022 die Klagebewilligung erteilte. B.b. Mit Klage vom 13. Oktober 2022 beantragten die Kläger dem Mietgericht des Sense- und Seebezirks, dass die Kündigung des Chalets X.________ vom 28. Juni 2022 aufzuheben und die Beklagte zu verurteilen sei, im Mietobjekt bestehende Mängel zu beheben. Weiter sei der Mietzins wegen der beanstandeten Mängel zu reduzieren und es sei die Beklagte zu verurteilen, ihnen die zu viel bezahlten Mietzinse zurückzuerstatten. Die Beklagte bestritt in ihrer Klageantwort vom 19. Januar 2023 die Rechtzeitigkeit der Klage nicht und anerkannte u.a. eine Mietzinsreduktion für die Dauer der Behebung des Wasserschadens für den Zeitraum vom 21. November 2021 bis zum 30. Juni 2022 von 20 %, ausmachend Fr. 2'943.70. Im Übrigen schloss sie im Wesentlichen auf Abweisung der Klage. Mit Entscheid vom 13. August 2024 trat das Mietgericht des Sense- und Seebezirks auf die Klage vom 13. Oktober 2022 nicht ein. Es kam zum Schluss, dass die dreissigtägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO am 13. September 2022 zu laufen begonnen und am 12. Oktober 2022 geendet habe. Die Klage sei am 13. Oktober 2022 und somit einen Tag zu spät eingereicht worden. B.c. Mit Urteil vom 4. November 2024 wies das Kantonsgericht Freiburg die gegen diesen Entscheid erhobene Berufung der Kläger ab. C. Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragen die Beschwerdeführer dem Bundesgericht, es sei das Berufungsurteil aufzuheben und die Sache sei an das Mietgericht zur Sachprüfung zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz beantragen in ihren Vernehmlassungen (sinngemäss) die Abweisung der Beschwerde. Die Parteien reichten Replik und Duplik ein.”
Die Klagebewilligung selbst stellt keinen Entscheid dar und ist daher grundsätzlich nicht anfechtbar. Hingegen hat der im Rahmen der Klagebewilligung ergangene Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens Entscheidcharakter und kann in der Regel mit einer Kostenbeschwerde angefochten werden.
“Nach Art. 319 lit. a ZPO sind mit Beschwerde nicht berufungsfähige erstin- stanzliche Endentscheide, Zwischenentscheide und Entscheide über vorsorgliche Massnahmen anfechtbar. Bei der Klagebewilligung handelt es sich nicht um einen Entscheid und sie ist dementsprechend nicht anfechtbar (BGE 140 III 227 E. 3 = Pra 104/2015 Nr. 35; BGE 139 III 273 E. 2.3 = Pra 103/2014 Nr. 6). Sie schliesst das Verfahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwi- schen den Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Nur der im Rahmen einer Klagebewilligung ergangene - 3 - Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens hat Entscheidcharakter und stellt grundsätzlich eine mit Kostenbeschwerde anfechtbare Verfügung dar (BGer 4D_68/2013 vom 12. November 2013, E. 3).”
“Bei der Klagebewilligung handelt es sich nicht um einen Entscheid und sie ist dementsprechend nicht anfechtbar (BGE 140 III 227 E. 3 = Pra 104/2015 Nr. 35; BGE 139 III 273 E. 2.3 = Pra 103/2014 Nr. 6). Sie schliesst das Verfahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwischen den Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Nur der im Rahmen einer Klagebewilligung ergangene Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens hat Entscheidcharakter und stellt grundsätzlich eine mit Kostenbeschwerde anfechtbare Verfügung dar (BGer 4D_68/2013 vom 12. November 2013, E. 3). Dementsprechend ist auf die Beschwerde nur insoweit einzutreten, als sie sich gegen die Höhe der Gebühr für das Schlichtungsverfah- - 4 - ren richtet (Rechtsmittelanträge Ziff. 3 und 4). Auf die Rechtsmittelanträge Ziff. 1, 2 und 5 ist hingegen nicht einzutreten.”
Die Frist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO beginnt frühestens am Tag nach dem tatsächlichen Empfang der Klagebewilligung. Die rechtzeitige Aufgabe der Klage (samt Klagebewilligung) zur Post kann zur Wahrung der Frist genügen.
“Die vorinstanzlichen Erwägungen, dass die Beklagte nicht behauptet habe, dass dem Kläger die Klagebewilligung anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 2. Februar 2021 ausgehändigt worden wäre und dass er die Klagebewilli- gung frühestens am 5. Februar 2021 habe in Empfang nehmen können, liess die Beklagte unbestritten, und aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass es sich anders verhalten haben könnte. Demzufolge fing die Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO nach Art. 142 Abs. 1 ZPO frühestens am 6. Februar 2021 an zu laufen, weshalb sie – unter Berücksichtigung der Gerichtsferien – frühestens am 21. Mai 2021 en- dete. Mithin wurde die Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO mit der Postaufgabe der Klageschrift und der Klagebewilligung am 19. Mai 2021 (Vi-Urk. 1 und 3) gewahrt.”
“Die vorinstanzlichen Erwägungen, dass die Beklagte nicht behauptet habe, dass dem Kläger die Klagebewilligung anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 2. Februar 2021 ausgehändigt worden wäre und dass er die Klagebewilli- gung frühestens am 5. Februar 2021 habe in Empfang nehmen können, liess die Beklagte unbestritten, und aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass es sich anders verhalten haben könnte. Demzufolge fing die Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO nach Art. 142 Abs. 1 ZPO frühestens am 6. Februar 2021 an zu laufen, weshalb sie – unter Berücksichtigung der Gerichtsferien – frühestens am 21. Mai 2021 en- dete. Mithin wurde die Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO mit der Postaufgabe der Klageschrift und der Klagebewilligung am 19. Mai 2021 (Vi-Urk. 1 und 3) gewahrt.”
Nach der in den zitierten Entscheidungen vertretenen Auffassung beginnt die dreimonatige Frist des Art. 209 Abs. 3 ZPO mit dem Versand (Absendung) der Klagebewilligung an den Kläger.
“Januar 2024 (ge- gen diesen Entscheid wurde Berufung erhoben; Gerichtsbesetzung: Präsident i.V. MLaw Herren als Einzelrichter und Gerichtsschreiber MLaw Steingruber): «[...] Rechtsbegehren: " 1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Lohn für die Mo- nate Januar bis Mai 2023 im Betrag von CHF 30'000.00 brutto bzw. - 2 - CHF 28'080.00 netto zu bezahlen, zuzüglich Zins von 5 % ab dem 31.01.2023. 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be- klagten zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer; ab 01.01.2024 Mehrwert- steuer 8.1 %." Erwägungen: I. Prozessgeschichte 1. Mit Eingabe vom 21. August 2023 (Datum Poststempel) reichte der Kläger beim hiesigen Gericht die vorliegende Klage mit den eingangs erwähnten Rechts- begehren samt Beilagen ein. Die Klagebewilligung des Friedensrichteramts der Kreise [...] der Stadt Zürich datiert vom 19. April 2023 und wurde gleichentags an den Kläger verschickt, womit die dreimonatige Frist zur Einreichung der Klage (Art. 209 Abs. 3 ZPO) unter Berücksichtigung der Gerichtsferien gewahrt wurde. 2. Mit Verfügung vom 28. August 2023 wurde der Beklagten Frist für eine schrift- liche Stellungnahme zur Klage angesetzt. Diese reichte die Beklagte mit Eingabe vom 26. September 2023 fristgerecht ein. In der Folge wurden die Parteien zur Hauptverhandlung auf den 23. November 2023 vorgeladen. Anlässlich der Haupt- verhandlung erstatteten die Parteien ihre mündlichen Parteivorträge. Das Verfahren erweist sich als spruchreif (Art. 236 Abs. 1 ZPO). II. Unbestrittener”
“Das Bundesgericht hat sich auch im nach den erwähnten BGE 138 III 615 und BGE 140 III 227 (aber vor dem ebenfalls erwähnten BGE 144 III 404) ergan- genen, nicht in der amtlichen Sammlung publizierten Entscheid BGer 5A_771/2014 vom 4. Mai 2015 zur Frage der Eröffnung der Klagebewilligung ge- äussert, und dabei entgegen den obigen Erwägungen auf den Zeitpunkt des Ver- sands der Klagebewilligung abgestellt (E. B. und 2.). Vorliegend konnte der Ver- sand nach den insoweit unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz, die der Aktenlage entsprechen, frühestens am 4. Februar 2021 erfolgen. Folgt man der Vorgehensweise des Bundesgerichts in jenem Entscheid, erfolgte die Einreichung der Klage somit ebenfalls innerhalb der dreimonatigen Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO, die in diesem Fall am 20. Mai 2021 geendet hätte. - 13 -”
Fehlt die Klagebewilligung als Beilage (und handelt es sich nicht um eine blosse Ungültigkeit der Bewilligung), ist nach den Quellen gestützt auf Art. 132 ZPO grundsätzlich eine Nachfrist zur Nachreichung anzusetzen. Fehlt dagegen das Schlichtungsverfahren insgesamt (trotz Schlichtungsobligatorium), liegt eine fehlende funktionelle Zuständigkeit des Gerichts vor.
“Vor Einleitung des Entscheidverfahrens ist ein Schlichtungsversuch zu unternehmen, wenn weder ein Ausnahme- (Art. 198 ZPO) noch ein Verzichtstatbestand (Art. 197 ff. ZPO) vorliegt. Gelingt es den Parteien nicht, sich im Schlichtungsverfahren zu einigen, so stellt die Schlichtungsbehörde eine Klagebewilligung aus, die den Kläger während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht berechtigt (Art. 209 ZPO). Die Klagebewilligung ist als Beilage mit der Klage einzureichen (Art. 221 Abs. 2 lit. b bzw. Art. 244 Abs. 2 lit. b ZPO). Da es sich um eine Prozessvoraussetzung handelt, prüft das Gericht von Amtes wegen (eingeschränkte Untersuchungsmaxime), ob eine (gültige) Klagebewilligung vorliegt (Art. 59 Abs. 2 f. ZPO; BGE 139 III 273 E. 2.1; vgl. Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 28.6.2016, BBl 2006 7221 ff., S. 7333). Ist die Klagebewilligung nicht ungültig, sondern fehlt sie, so ist gestützt auf Art. 132 ZPO eine Nachfrist anzusetzen, innert der die mangelhafte Eingabe verbessert, d.h. die fehlende Klagebewilligung im Sinne einer Beilage bzw. Urkunde nachgereicht werden kann. Fehlt hingegen wie vorliegend das Schlichtungsverfahren, wurde mithin trotz Schlichtungsobligatorium direkt beim Gericht geklagt, so fehlt die funktionelle Zuständigkeit des Gerichts (ebenfalls eine Prozessvoraussetzung), und es ist unklar, ob und gestützt worauf (Art. 132 ZPO oder Art. 63 ZPO analog) eine Nachfristansetzung zur Verbesserung bzw.”
“Vor Einleitung des Entscheidverfahrens ist ein Schlichtungsversuch zu unternehmen, wenn weder ein Ausnahme- (Art. 198 ZPO) noch ein Verzichtstatbestand (Art. 197 ff. ZPO) vorliegt. Gelingt es den Parteien nicht, sich im Schlichtungsverfahren zu einigen, so stellt die Schlichtungsbehörde eine Klagebewilligung aus, die den Kläger während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht berechtigt (Art. 209 ZPO). Die Klagebewilligung ist als Beilage mit der Klage einzureichen (Art. 221 Abs. 2 lit. b bzw. Art. 244 Abs. 2 lit. b ZPO). Da es sich um eine Prozessvoraussetzung handelt, prüft das Gericht von Amtes wegen (eingeschränkte Untersuchungsmaxime), ob eine (gültige) Klagebewilligung vorliegt (Art. 59 Abs. 2 f. ZPO; BGE 139 III 273 E. 2.1; vgl. Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 28.6.2016, BBl 2006 7221 ff., S. 7333). Ist die Klagebewilligung nicht ungültig, sondern fehlt sie, so ist gestützt auf Art. 132 ZPO eine Nachfrist anzusetzen, innert der die mangelhafte Eingabe verbessert, d.h. die fehlende Klagebewilligung im Sinne einer Beilage bzw. Urkunde nachgereicht werden kann. Fehlt hingegen wie vorliegend das Schlichtungsverfahren, wurde mithin trotz Schlichtungsobligatorium direkt beim Gericht geklagt, so fehlt die funktionelle Zuständigkeit des Gerichts (ebenfalls eine Prozessvoraussetzung), und es ist unklar, ob und gestützt worauf (Art. 132 ZPO oder Art. 63 ZPO analog) eine Nachfristansetzung zur Verbesserung bzw.”
Bei Unsicherheiten über den Fristbeginn kann auf den tatsächlichen Versand- oder Zustellungstag abgestellt werden; massgeblich ist der Nachweis der tatsächlichen Zustellung (z. B. durch Sendungsinformationen).
“Der Beklagte unterlässt es erneut, aufzuzeigen, wo in den Rechtsschriften er den Einwand erhoben hat, dass die Parteien keinen Bezug zum Sitz der Gesellschaft hätten herstellen wollen, da es nur um den Ver- kauf von Beteiligungsrechten gegangen sei, bzw. dass sie eine Formulierung wie "Sitz der Gesellschaft" gewählt hätten, weshalb die Rüge nicht genügt. Gleiches gilt für die Behauptung, dass es erst der Rechtsvertreter der Klägerin gewesen sei, welcher diese darauf aufmerksam gemacht habe, dass eine Prorogation des Handelsgerichts Zürich nicht möglich sei (Urk. 1 S. 10). Ohnehin ist nachträgli- ches Parteiverhalten bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht von Bedeutung (BGE 129 III 675 E. 2.3). 6.7 Zusammenfassend erweisen sich die Vorbringen betreffend die Gerichts- standsklausel als unbegründet, soweit auf diese einzutreten ist. - 11 - 7. Ebenfalls strittig ist, ob die Klage rechtzeitig bei der Vorinstanz eingereicht wurde. Nach Eröffnung berechtigt die Klagebewilligung während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Die Klagebewilli- gung datiert vom 4. Juni 2020, die Eingabe der Klägerin vom 16. Oktober 2020 (Urk. 8/1, Urk. 8/1A). 7.1 Die Vorinstanz erwog, das Friedensrichteramt Kreise ... + ... (fortan Frie- densrichteramt) habe bestätigt, dass die Klagebewilligung entgegen deren Anga- ben auf Seite 3 nicht am 5. Juni 2020, sondern, aufgrund eines internen Kommu- nikationsproblems, erst am 19. Juni 2021 [recte 2020] unter der Sendungslauf- nummer ... [sic] versandt worden sei. Die von der Klägerin behauptete Zustellung der Klagebewilligung am 22. Juni 2020, welche durch Einreichung der Sendungs- information der korrespondierenden Postsendung substantiiert worden sei, stehe mit dieser Auskunft im Einklang. Die Ausführungen des Beklagten zu den unter- schiedlichen Sendungsnummern in der klägerischen Replik vom 25. Februar 2021, der Verfügung vom 8. Juni 2021 und der friedensrichterlichen Auskunft würden keine ernsthaften Zweifel an der Identität der damit bezeichneten Post- sendung begründen.”
“Der Beklagte unterlässt es erneut, aufzuzeigen, wo in den Rechtsschriften er den Einwand erhoben hat, dass die Parteien keinen Bezug zum Sitz der Gesellschaft hätten herstellen wollen, da es nur um den Ver- kauf von Beteiligungsrechten gegangen sei, bzw. dass sie eine Formulierung wie "Sitz der Gesellschaft" gewählt hätten, weshalb die Rüge nicht genügt. Gleiches gilt für die Behauptung, dass es erst der Rechtsvertreter der Klägerin gewesen sei, welcher diese darauf aufmerksam gemacht habe, dass eine Prorogation des Handelsgerichts Zürich nicht möglich sei (Urk. 1 S. 10). Ohnehin ist nachträgli- ches Parteiverhalten bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht von Bedeutung (BGE 129 III 675 E. 2.3). 6.7 Zusammenfassend erweisen sich die Vorbringen betreffend die Gerichts- standsklausel als unbegründet, soweit auf diese einzutreten ist. - 11 - 7. Ebenfalls strittig ist, ob die Klage rechtzeitig bei der Vorinstanz eingereicht wurde. Nach Eröffnung berechtigt die Klagebewilligung während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Die Klagebewilli- gung datiert vom 4. Juni 2020, die Eingabe der Klägerin vom 16. Oktober 2020 (Urk. 8/1, Urk. 8/1A). 7.1 Die Vorinstanz erwog, das Friedensrichteramt Kreise ... + ... (fortan Frie- densrichteramt) habe bestätigt, dass die Klagebewilligung entgegen deren Anga- ben auf Seite 3 nicht am 5. Juni 2020, sondern, aufgrund eines internen Kommu- nikationsproblems, erst am 19. Juni 2021 [recte 2020] unter der Sendungslauf- nummer ... [sic] versandt worden sei. Die von der Klägerin behauptete Zustellung der Klagebewilligung am 22. Juni 2020, welche durch Einreichung der Sendungs- information der korrespondierenden Postsendung substantiiert worden sei, stehe mit dieser Auskunft im Einklang. Die Ausführungen des Beklagten zu den unter- schiedlichen Sendungsnummern in der klägerischen Replik vom 25. Februar 2021, der Verfügung vom 8. Juni 2021 und der friedensrichterlichen Auskunft würden keine ernsthaften Zweifel an der Identität der damit bezeichneten Post- sendung begründen.”
Die dreimonatige Frist nach Art. 209 Abs. 2 ZPO beginnt mit der Erteilung der Autorisation (Eröffnung) nach gescheiterter Schlichtung; diese Frist ist bei der Fristberechnung zu beachten und einzuhalten.
“Le 25 avril 2022, D______ SA a communiqué à l'Office un tirage de la requête en conciliation déposée devant l'autorité de conciliation du Tribunal des Prud'hommes (cause C/3______/2021) au sens de l'art. 202 CPC, dirigée à l'encontre de A______, dans le cadre de laquelle elle a notamment conclu à ce que ce dernier soit condamné à lui payer 8'200 fr., avec intérêts au taux de 5% l'an à compter du 1er août 2021 et au prononcé de la mainlevée définitive de l'opposition formée à la poursuite n° 1______. e. Par décision du 27 avril 2022, l'Office a informé A______ de ce qu'il allait continuer à porter à la connaissance des tiers, en application de l'art. 8a LP, l'existence de la poursuite n° 1______, dès lors que le créancier avait attesté de l'introduction d'une action tendant à l'annulation de l'opposition. f. Le 28 juin 2022, A______ a déposé une nouvelle demande de non-divulgation de la poursuite n° 1______, alléguant que, à l'issue de l'échec de la tentative de conciliation le 14 mars 2022, D______ SA n'avait pas introduit son action devant le Tribunal des Prud'hommes dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 2 CPC. g. Par décision du 28 juin 2022, notifiée à A______ le 1er juillet 2022, l'Office a refusé la demande de non-divulgation, pour le motif suivant : "selon l'instruction n° 5 du service de la Haute Surveillance LP, l'Office rejette la demande si, dès réception, il sait qu'une procédure de mainlevée de l'opposition a été engagée concernant la poursuite contestée, indépendamment de l'issue donné à la procédure". B. a. Par acte expédié le 6 juillet 2022 à la Chambre de surveillance, A______ a formé une plainte au sens de l'art. 17 LP à l'encontre de la décision de non-divulgation précitée, concluant à ce qu'elle soit annulée et, cela fait, à ce qu'il soit ordonné à l'Office de ne pas porter à la connaissance des tiers l'existence de la poursuite n° 1______. Il a réitéré que le créancier n'avait pas agi au fond dans le délai de trois mois à compter de l'échec de la tentative de conciliation et produit le procès-verbal de l'audience de conciliation, tenue le 14 mars 2022 dans la cause C/3______/2021, à l'issue de laquelle le juge conciliateur avait délivré à D______ SA une autorisation de procéder.”
“02), lequel Code prévoit, à son art. 104, l’application supplétive du Code de procédure civile suisse du 19 décembre 2008 (CPC ; RS 272). L'art. 16 al. 3 LPers-VD dispose que les actions devant le Tribunal de prud'hommes de l'Administration cantonale se prescrivent par un an lorsqu'elles tendent exclusivement à des conclusions pécuniaires et par soixante jours dans les autres causes. La prescription court dès l'exigibilité de la créance ou dès la communication de la décision contestée. En l’espèce, la demanderesse a introduit une procédure de conciliation le 27 juillet 2018 afin de contester la suppression de son poste de travail intervenue en date du 25 septembre 2017, dans le respect du délai d’un an (art. 16 al. 3 LPers). La conciliation du 29 octobre 2018 n’ayant pas abouti, le Tribunal a délivré une autorisation de procéder à la demanderesse le jour même. Le 13 février 2020, la demanderesse a ouvert action, respectant ainsi le délai de trois mois pour porter la cause devant le tribunal (art. 209 al. 2 CPC), de sorte que son action au fond est recevable. c) Par courrier du 1er avril 2021, le défendeur a sollicité la motivation du jugement qui lui avait été notifiée le 30 mars 2021. En outre, par envoi du 6 avril 2021, la demanderesse a également requis la motivation du jugement. Le délai de 10 jours de l’art. 239 al. 2 CPC ayant été respecté par les deux parties, il convient dès lors d’entrer en matière sur la demande de motivation. II. a) La demanderesse estime que son poste de travail n’a pas été entièrement supprimé et qu’elle ne devait par conséquent pas être transférée. En outre, elle prétend que le défendeur ne se serait pas acquitté de ses obligations en matière de proposition de travail convenable au sens de l’art. 62 al. 1 LPers, et conclut au paiement d’une indemnité nette de CHF 47'704.95. Le défendeur soutient à l’inverse que l’ancien poste de travail de la demanderesse a bel et bien été supprimé en raison notamment de la réorganisation du service au sein duquel elle travaillait.”
Die Ausstellung der Autorisation de procéder/Erlaubnis zur Fortsetzung nach erfolglosem Schlichtungsverfahren ersetzt bei einem Streitwert über 5'000 CHF nicht die fristgerechte Einreichung der Klage vor dem zuständigen Gericht. Wird die Klage nicht innerhalb der drei Monate nach Ausstellung dieser Erlaubnis eingereicht, gilt die Absicht, die Streitigkeit vor einem urteilsbefugten Richter entscheiden zu lassen, als aufgegeben.
“d LP, une poursuite ne peut être considérée comme injustifiée si le créancier a agi judiciairement en vue de faire écarter l'opposition, ce quand bien même cette action aurait échoué ou aurait été déclarée irrecevable. Il faut entendre par là que le créancier doit avoir effectivement soumis à un tribunal a priori compétent pour en connaître des conclusions tendant à ce que l'opposition formée par le poursuivi soit écartée, quel que soit le type de procédure utilisé. Or le dépôt d'une requête en conciliation au sens de l'art. 202 CPC ne répond, lorsque la valeur litigieuse est supérieure à 5'000 fr, pas à cette condition. Le juge conciliateur est alors, en effet, incapable de statuer ou même de rendre une proposition de jugement sur les conclusions en mainlevée ou en annulation de l'opposition formulées par le poursuivant. Sous réserve d'un accord, il ne pourra que délivrer à ce dernier une autorisation de procéder. Sa saisine ne constitue ainsi qu'une étape préalable et nécessaire à l'introduction proprement dite d'une procédure en annulation de l'opposition devant le tribunal. Le créancier qui omet de saisir le tribunal d'une action au fond dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 3 CPC renonce du même coup à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. A l'instar du créancier qui retire sa requête de mainlevée avant qu'elle ait pu être instruite et jugée, il ne pourra dès lors être considéré comme ayant engagé une procédure d'annulation de l'opposition. Dans le cas d'espèce, le poursuivant a certes déposé une requête de conciliation comportant des conclusions en annulation de l'opposition mais, au vu de la valeur litigieuse, celles-ci ne pouvaient être tranchées par l'autorité de conciliation. Celle-ci lui a donc délivré une autorisation de procéder. Il n'en a toutefois pas fait usage dans le délai de trois mois qu'elle prévoyait, renonçant ainsi à faire trancher la recevabilité et le bien-fondé de ces conclusions par un juge disposant du pouvoir pour examiner ces points. Il ne peut dès lors être considéré comme ayant agi en vue d'obtenir l'annulation ou la mainlevée de l'opposition, avec pour conséquence que, contrairement à ce qu'a retenu l'Office, la nouvelle demande de non-divulgation présentée par le plaignant est, à ce stade du raisonnement, bien fondée.”
“79 LP permet au créancier à la poursuite duquel il a été formé opposition d'obtenir qu'elle soit écartée par la voie d'une action en reconnaissance de dette. Il s'agit là d'une action en paiement ordinaire, de droit matériel et soumise aux règles du CPC ou de la procédure administrative applicable (ATF 119 III 67 cons. 4b). Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.1.3 Selon la jurisprudence de la Chambre de céans, le créancier qui n'introduit pas devant le juge du fond son action en reconnaissance de dette, dans les trois mois dès l'échec de la tentative de conciliation, est réputé renoncer à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. Dans cette hypothèse, l'Office doit faire droit à la requête de non-divulgation du débiteur (DCSO/41/2022 du 3 février 2022). 2.2 En l'espèce, c'est à tort que l'Office a refusé d'emblée la seconde requête de non-divulgation présentée par le plaignant, sans vérifier auprès du créancier s'il avait introduit – ou pas – devant le Tribunal des Prud'hommes son action en reconnaissance de dette dans les trois mois dès l'échec de la tentative de conciliation.”
Die Dreimonatsfrist beginnt mit der Erteilung der Klagebewilligung zu laufen. Nach der Rechtsprechung ist diese Frist nicht verlängerbar; Vereinbarungen über eine angebliche 'Suspension' ändern die gesetzliche Laufzeit nicht. Lässt der Berechtigte die Frist ungenutzt verstreichen, erlischt die Bewilligung (die Litispendenz) kraft Gesetzes.
“Es sei festzustellen, dass die italienischen Diplome ab Anstel- lungsbeginn als gleichwertige Ausbildung zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) Köchin gelten, sei es aufgrund der - 2 - Gleichwertigkeitsbescheinigung des Staatssekretariats für Bil- dung, Forschung und Innovation (SBFI) bzw. aufgrund der Tatsa- che, dass keine Niveaubestätigung für eine italienische Berufs- qualifikation als Köchin notwendig ist. 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, Lohnnachzahlungen für die Zeit vom 01.07.2018 - 31.12.2022 von insgesamt CHF 25'659.85 brutto (CHF 22'542.50 netto) zuzüglich Zinsen in der Höhe von 5% seit dem 31.12.2022 zu bezahlen. 3. Die Beklagte sei zu verpflichten, die Lohndifferenz Dezember 2022 von CHF 2'611.65 brutto (CHF 2'294.35 netto) zuzüglich Zinsen in der Höhe von 5% seit dem 31.12.2022 zu bezahlen. [...]" Erwägungen: I. Prozessgeschichte Mit Eingabe vom 5. September 2023 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die vorliegende Klage mit den eingangs erwähnten Rechtsbegehren ein. Die Klagebe- willigung des Friedensrichteramtes der Stadt Zürich, Kreise [...], datiert vom 20. Juni 2023. Die dreimonatige Frist zur Klageeinreichung (Art. 209 Abs. 3 ZPO) wurde – unter Berücksichtigung des gesetzlichen Fristenstillstandes (Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO; BGE 138 III 615 E. 2) – gewahrt. Mit Verfügung vom 11. Septem- ber 2023 wurde der Beklagten Frist zur schriftlichen Stellungnahme zur Klage an- gesetzt. Am 22. September 2023 reichte die Beklagte eine Stellungnahme zur Klage ein. In der Folge wurden die Parteien mit Vorladung vom 26. September 2023 zur Hauptverhandlung auf den 14. November 2023 vorgeladen. Diese Hauptver- handlung wurde aufgrund eines Verschiebungsgesuchs der Klägerin auf den 9. Ja- nuar 2024 verschoben. Anlässlich der Hauptverhandlung erstatteten die Parteien ihre Parteivorträge. Vergleichsgespräche verliefen erfolglos. In der Folge erging am 25. Januar 2024 ein unbegründetes Urteil. Mit Eingabe vom 5. Februar 2024 (Da- tum Poststempel) ersuchte die Beklagte fristgerecht um Begründung des Urteils. - 3 - II. Zuständigkeit Die Klägerin macht Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis mit der Beklagten, die ihren Sitz in der Stadt Zürich hat, geltend.”
“Ils font valoir que l'intimé a consenti à une suspension de la procédure par courriel du 2 juin 2022, ce qui équivalait à un accord quant à la prolongation du délai pour ouvrir action, et que c'est ensuite de mauvaise foi qu'il a conclu à l'irrecevabilité de la demande (recours, p. 6). Il faut toutefois constater, outre le fait que les recourants ne se réfèrent à aucune des hypothèses de l'art. 107 al. 1 CPC, qui permet au tribunal de répartir les frais selon sa libre appréciation dans certaines situations, qu'ils n'ont jamais produit le prétendu e-mail par lequel l'intimé aurait consenti à la suspension de la procédure (DO/63 et 79). Par ailleurs, quoi qu'il en soit, la Cour relève avec le Tribunal civil (décision du 19 avril 2023, p. 3) que, quand bien même la Présidente a admis la requête de suspension le 3 juin 2022 (DO/13), il n'y avait en réalité aucune procédure à suspendre à ce moment-là : une autorisation de procéder avait été délivrée le 17 mars 2022 (DO/11) et aucune demande au fond n'avait encore été déposée, le délai de 3 mois prévu par l'art. 209 al. 3 CPC – qui n'est pas susceptible de prolongation (art. 144 al. 1 CPC) – étant alors toujours en cours. Or, selon la jurisprudence (arrêt TF 4A_459/2020 du 15 décembre 2020 consid. 3.1.2), si le demandeur ne dépose pas sa demande dans le délai précité, la litispendance cesse – et ce de par la loi, sans aucune décision d'un tribunal – et l'autorisation de procéder se périme. Dans ces conditions, c'est en vain que les recourants tentent de reprocher à l'intimé un comportement contraire à la bonne foi, alors que ce dernier ne pouvait avoir aucune emprise sur le cours du délai de validité de l'autorisation de procéder. Au vu de ce qui précède, il n'y a pas matière à revoir l'application de l'art. 106 al. 1 CPC par les premiers juges. 3.2. Quant au montant des dépens, le Tribunal civil a retenu des opérations pour une durée totale de 30 ½ heures sur les quelque 39 heures facturées par le mandataire de l'intimé. Il a relevé que la correspondance usuelle devait être rémunérée par un forfait de CHF 500.”
Die 30-Tage-Frist beginnt mit der Mitteilung der Autorisation de procéder (d.h. nach der Zustellung/Notification) und ist nach Art. 142–144 ZPO zu berechnen. Die Frist kann von der Behörde nicht verkürzt oder verlängert werden und ist während der Féries (Art. 145) suspendiert; bei Ende der Féries läuft die Frist weiter gemäss den genannten Rechnungsregeln.
“b CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu'il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1). 2. Les appelants soutiennent que l'intimée n'aurait pas agi dans le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC. 2.1 En principe, l’autorisation de procéder est délivrée au demandeur (art. 209 al. 1 let. b CPC). En matière de contestation d’une hausse de loyer ou de fermage, le Code de procédure civile impose toutefois au bailleur la charge d’agir devant le Tribunal, si bien que l’autorisation de procéder lui est délivrée (art. 209 al. 1 let. a CPC). Cette solution trouve son fondement dans le fait que c’est le bailleur qui fait valoir une nouvelle prétention, et non le locataire (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 209 CPC). Le délai commence à courir dès la notification de l’autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC). Le délai pour porter l'action devant le Tribunal est de 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d’habitations ou de locaux commerciaux et aux baux à fermes agricoles (art. 209 al. 4 CPC). L’autorisation de procéder prend la forme d’une ordonnance de l’autorité de conciliation qui doit être notifiée à la partie, par pli recommandé, ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). En principe, elle sera remise séance tenante, contre accusé de réception, à la fin de l’audience de conciliation (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 209 CPC). Le délai est calculé conformément aux art. 142 à 144 CPC. Comme tout délai légal, le délai de l’art. 209 CPC ne peut être ni réduit ni prolongé par l’autorité (art. 144 al. 1 CPC). Il est suspendu pendant les féries (art. 145 CPC; ATF 138 III 615). Aux termes de l'art. 5 al. 3 Cst., les organes de l'État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. De ce principe général découle notamment le droit fondamental du particulier à la protection de sa bonne foi dans ses relations avec l'État, consacré à l'art. 9 in fine Cst., dont le Tribunal fédéral contrôle librement le respect (ATF 144 IV 189 consid.”
“De plus, la gérance a demandé aux membres du groupe de locataires de lui adresser individuellement leurs demandes de réduction de loyer respectives, en indiquant le montant de la baisse demandée et en listant les défauts constatés, dès lors que les critères à prendre en compte ne sont pas les mêmes d'un locataire à un autre. Dès le 18 janvier 2019, A.________ et B.________ ont commencé à consigner leurs loyers auprès de la Banque cantonale de Fribourg à hauteur de CHF 2'020.- par mois sur le compte no lll. F. Le 8 février 2019, A.________ et B.________ ont déposé une requête de conciliation à l'encontre de "C.________, repr. D.________, […], v.d. M.________ SA, […]". Par acte du 8 mars 2019, C.________ a déposé une réponse, concluant au rejet intégral des prétentions de A.________ et B.________ formulées dans la requête de conciliation. Lors de l'audience qui s'est tenue le 10 avril 2019 et à laquelle Me Claire Ducrot a participé au nom de C.________, la Commission de conciliation a vainement tenté de concilier les parties, avant de délivrer une autorisation de procéder aux locataires. G. Par acte du 27 mai 2019 – soit dans les 30 jours qui ont suivi l'échec de la conciliation (art. 209 al. 4 CPC), étant précisé que les délais sont suspendus durant les féries de Pâques (art. 145 al. 1 let. a CPC) –, A.________ et B.________ ont porté le litige devant le Tribunal des baux de l'arrondissement de la Sarine. Dans leur demande non motivée à l'encontre de C.________, elles ont conclu, avec suite de frais et dépens, à la réparation du défaut de la chose louée en raison des nuisances phoniques causées par le club de nuit I.________, à la réduction du loyer de 15% par mois, soit CHF 330.-, et ce rétroactivement au 1er août 2016 et jusqu'à réparation complète du défaut, à la confirmation de la consignation des loyers dès le 1er février 2019 sur le compte bloqué no lll auprès de la Banque cantonale de Fribourg, au remboursement par C.________ de 15% du loyer net, soit CHF 330.- par mois dès le 1er août 2016 ainsi qu'au remboursement par C.________ de leurs frais d'avocat pour la procédure de conciliation par CHF 951.-. En date du 13 septembre 2019, C.________ a dénoncé l'instance à l'exploitant du club I.”
“Quant à la jurisprudence plus récente citée par le premier juge, celle-ci est particulièrement pertinente puisqu'elle indique précisément qu'un dimanche peut constituer le point de départ d'un délai, situation qui correspond exactement au cas d'espèce (TF 5D_7/2020 précité consid. 4.2). Ainsi, le délai court dès le lendemain de la communication, même si ce jour est un samedi, un dimanche ou un jour férié, seul le dernier jour de ce délai étant visé par la règle fixée à l'art. 142 al. 3 CPC (cf. également TF 5A_1038/2019 du 14 janvier 2020 consid. 5 ; TF 5D_196/2013 du 22 novembre 2013 ; TF 4A_297/2012 consid. 2.8). En d'autres termes, lorsque la décision est notifiée pendant les féries judiciaires, le premier jour suivant la suspension est compté dans la computation du délai de recours (ATF 143 III 589 consid. 3.2 ; TF 5A_759/2020 du 22 septembre 2020 consid. 2), quel que soit le jour de la semaine concerné. 2.4 Sur la base des considérations qui précèdent, il y a lieu de retenir que le délai de trente jours applicable en vertu de l'art. 209 al. 4 CPC ensuite de la notification de l'autorisation de procéder a commencé à courir le jour suivant la fin des féries judiciaires d'été, soit le dimanche 16 août 2020 et qu'il est arrivé à échéance le lundi 14 septembre 2020 à minuit. Adressée le mardi 15 septembre 2020 au Tribunal des baux, la demande de l'appelant a par conséquent été déposée tardivement. C'est donc à raison que l'autorité de première instance l'a déclarée irrecevable. 3. En conclusion, l’appel, manifestement infondé, doit être rejeté selon le mode procédural de l’art. 312 al. 1 in fine CPC et le jugement entrepris confirmé. Les frais judiciaires de deuxième instance, arrêtés à 861 fr. (art. 62 al. 1 TFJC [tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5]), doivent être mis à la charge de l’appelant, qui succombe (art. 106 al. 1 CPC) et qui en a déjà fait l’avance. Il n’y a pas lieu à l’allocation de dépens, l’intimée n’ayant pas été invitée à se déterminer sur l’appel. Par ces motifs, la Cour d’appel civile prononce : I.”
Die Klagebewilligung kann mit einer Kostenauflage (z. B. solidarische Kostenpflicht) verbunden werden. Mit der Einleitung des Hauptsacheverfahrens werden solche Auflagen in der Regel dem dortigen Verfahren überwiesen und können dort neu beurteilt werden.
“94 della Pretura della giurisdizione di Mendrisio-sud promossa con istanza 24 novembre 2020 da RE 1 patrocinata da PA 1 RE 2 patrocinata da PA 3 RE 3 patrocinata da PA 2 contro CO 1 patrocinato da PA 5 CO 2 patrocinato da PA 4 CO 3 patrocinato dall’ PA 6 CO 4 patrocinata da PA 4 CO 5 patrocinata da PA 7 con cui le istanti hanno promosso una procedura di conciliazione nell’ambito di una vertenza mirante alla condanna in solido dei convenuti al pagamento a loro favore di fr. 16'765'480.82 oltre interessi al 5% a far tempo dal 17 maggio 2017 e, in via subordinata, al pagamento alla massa fallimentare __________ __________ __________, di fr. 16'765'480.82 oltre interessi al 5% dal 17 maggio 2017; domanda avversata dai convenuti, che tuttavia, in occasione dell’udienza di conciliazione 19 gennaio 2021, hanno lasciato aperto uno spiraglio alle trattative, inducendo il Segretario assessore, con l’accordo delle controparti, a sospendere la causa sino al 30 aprile 2021 per concedere loro del tempo per verificare se vi fossero spazi per giungere a un accordo; preso atto, a seguito dello scritto 6 maggio 2021 di RE 1, del fallimento delle trattative, con decisione 10 maggio 2021, il Segretario assessore ha rilasciato a RE 1, RE 2 e RE 3 l’autorizzazione ad agire ai sensi dell’art. 209 CPC, che consentiva loro, entro tre mesi dalla notificazione, di far valere la pretesa di fronte a un tribunale, ponendo a carico delle ditte istanti, in solido, le spese processuali di fr. 30'000.-, con la precisazione che con l’inoltro della causa di merito le stesse sarebbero state rinviate al relativo giudizio ai sensi dell’art. 207 cpv. 2 CPC; reclamanti le istanti, con reclamo 8 giugno 2021, con cui hanno chiesto la riforma del querelato giudizio nel senso di ridurre a fr. 3'000.-, subordinatamente a fr. 7’000.-, le spese processuali poste a loro carico, con protesta di tasse, spese e ripetibili di secondo grado; il reclamo non è stato intimato alle controparti; letti ed esaminati gli atti e i documenti prodotti; ritenuto in fatto e in diritto: che con istanza 24 novembre 2020 RE 1, RE 2 e RE 3 hanno promosso una procedura di conciliazione nei confronti di CO 1, CO 2, CO 3, CO 4 e CO 5 relativa a un’azione creditoria fondata sulla responsabilità degli organi societari della fallita __________ __________, mirante a ottenere dai convenuti il pagamento a favore delle istanti e, in via subordinata, della massa fallimentare, di fr.”
“94 della Pretura della giurisdizione di Mendrisio-sud promossa con istanza 24 novembre 2020 da RE 1 patrocinata da PA 1 RE 2 patrocinata da PA 3 RE 3 patrocinata da PA 2 contro CO 1 patrocinato da PA 5 CO 2 patrocinato da PA 4 CO 3 patrocinato dall’ PA 6 CO 4 patrocinata da PA 4 CO 5 patrocinata da PA 7 con cui le istanti hanno promosso una procedura di conciliazione nell’ambito di una vertenza mirante alla condanna in solido dei convenuti al pagamento a loro favore di fr. 16'765'480.82 oltre interessi al 5% a far tempo dal 17 maggio 2017 e, in via subordinata, al pagamento alla massa fallimentare __________ __________ __________, di fr. 16'765'480.82 oltre interessi al 5% dal 17 maggio 2017; domanda avversata dai convenuti, che tuttavia, in occasione dell’udienza di conciliazione 19 gennaio 2021, hanno lasciato aperto uno spiraglio alle trattative, inducendo il Segretario assessore, con l’accordo delle controparti, a sospendere la causa sino al 30 aprile 2021 per concedere loro del tempo per verificare se vi fossero spazi per giungere a un accordo; preso atto, a seguito dello scritto 6 maggio 2021 di RE 1, del fallimento delle trattative, con decisione 10 maggio 2021, il Segretario assessore ha rilasciato a RE 1, RE 2 e RE 3 l’autorizzazione ad agire ai sensi dell’art. 209 CPC, che consentiva loro, entro tre mesi dalla notificazione, di far valere la pretesa di fronte a un tribunale, ponendo a carico delle ditte istanti, in solido, le spese processuali di fr. 30'000.-, con la precisazione che con l’inoltro della causa di merito le stesse sarebbero state rinviate al relativo giudizio ai sensi dell’art. 207 cpv. 2 CPC; reclamanti le istanti, con reclamo 8 giugno 2021, con cui hanno chiesto la riforma del querelato giudizio nel senso di ridurre a fr. 3'000.-, subordinatamente a fr. 7’000.-, le spese processuali poste a loro carico, con protesta di tasse, spese e ripetibili di secondo grado; il reclamo non è stato intimato alle controparti; letti ed esaminati gli atti e i documenti prodotti; ritenuto in fatto e in diritto: che con istanza 24 novembre 2020 RE 1, RE 2 e RE 3 hanno promosso una procedura di conciliazione nei confronti di CO 1, CO 2, CO 3, CO 4 e CO 5 relativa a un’azione creditoria fondata sulla responsabilità degli organi societari della fallita __________ __________, mirante a ottenere dai convenuti il pagamento a favore delle istanti e, in via subordinata, della massa fallimentare, di fr.”
Wird die erteilte Klagebewilligung nicht innerhalb der Frist genutzt, endet die Rechtsanhängigkeit; die Instanz gilt in diesem Fall als nicht eingeführt.
“1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.3 Aux termes de l'art. 119 al. 2 let. b CPP, le lésé peut faire valoir des conclusions civiles déduites de l'infraction (action civile) par adhésion à la procédure pénale. L'action civile devient pendante dès que le lésé a fait valoir de telles conclusions (art. 122 al. 3 CPP). Le juge pénal statuant sur l’action civile est également compétent pour statuer sur l’action en reconnaissance de dette et pour prononcer l’annulation de l’opposition (Staehelin, BSK SchKG, 2021, n. 13 ad art. 79 SchKG; Vock/Aepli-Wirz, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2017, n. 5/6 ad art. 79 SchKG). 2.4 Il n'est pas contesté en l'espèce que le dépôt en conciliation par le poursuivant, le 8 octobre 2020, d'une requête de conciliation comportant des conclusions tendant à ce que l'opposition à la poursuite litigieuse soit écartée justifiait la décision prise par l'Office le 13 octobre 2020 de porter à nouveau l'existence de ladite poursuite à la connaissance des tiers. Sont en revanche litigieuses, dans le cadre de la présente plainte, la question de savoir si le fait que le poursuivant ait laissé se périmer sans l'utiliser l'autorisation de procéder qui lui avait été délivrée modifie la situation (ci-dessous consid.”
Die Rechtsprechung weist für mietrechtliche Streitigkeiten darauf hin, dass bei Nichteinhaltung der einschlägigen Fristen die Klagebewilligung nicht mehr als gültig angesehen wurde und die Klage daher nicht weiter verfolgt werden konnte. Soweit materielle Verwirkungsfristen (vgl. Art. 273 und 259h OR) zu beachten sind, kann deren Versäumnis ebenfalls zur Abweisung der Begehren führen.
“Die Berufungsbeklagte macht in ihrer Berufungsantwort vom 15. Oktober 2024 geltend, dass im Bereich der Anfechtung einer Kündigung und der Mieterstreckung sowie der Hinterlegung von Mietzinsen bei angeblichen Mängeln das Verfahren zwingend bei der Schlichtungsbehörde einzuleiten sei (mit Verweis auf Art. 259h und 273 OR). Das materielle Recht schliesse daher einen Verzicht auf das Schlichtungsverfahren aus. Zudem hätten die Parteien vor Einleitung des Schlichtungsverfahrens nie Gespräche über einen möglichen Verzicht auf ein Schlichtungsverfahren geführt. Die Berufungskläger hätten ohne entsprechende Gespräche im Hinblick auf einen gemeinsamen Verzicht das Schlichtungsverfahren eingeleitet. In ihrer Klage vom 13. Oktober 2022 hätten sie sich denn auch auf den gescheiterten Schlichtungsversuch berufen. Die Klage vom 13. Oktober 2022 stütze sich daher auf eine Klagebewilligung im Sinne von Art. 209 ZPO und ohnehin nicht auf einen gemeinsamen Verzicht auf ein Schlichtungsverfahren gemäss Art. 199 ZPO. Damit das Mietgericht auf die Klage hätte eintreten können, hätte folglich eine gültige Klagebewilligung der Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Sense- und Seebezirks vorliegen müssen. Die Klagebewilligung im vorliegend zu beurteilenden Fall sei am 12. September 2022 gültig ausgestellt worden. Die Gültigkeit der Klagebewilligung sei jedoch auf 30 Tage beschränkt gewesen. Da die gesetzliche Frist nicht eingehalten worden sei, liege keine gültige Klagebewilligung mehr vor, weshalb auf die Klage nicht eingetreten werden konnte. Die Berufungsbeklagten machen zudem geltend, dass ein nachträglicher Verzicht auf die Durchführung des Schlichtungsverfahrens ohnehin zur Abweisung der Klagebegehren hätte führen müssen. Sowohl bei der Anfechtung der Kündigung als auch bei der Hinterlegung des Mietzinses hätten die Mieter eine im materiellen Recht (Art. 273 und 259h OR) vorgesehene Verwirkungsfrist von 30 Tagen nicht eingehalten, um das entsprechende Begehren bei der zuständigen Behörde einzureichen.”
Die Schlichtungsbehörde darf im Regelfall nicht im materiellen Recht entscheiden, sondern hat primär die Vergleichsvermittlung durchzuführen und bei erfolglosem Verfahren die Klagebewilligung zu erteilen. Eine Zurückweisung der Anträge wegen Unzuständigkeit ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Unzuständigkeit offenkundig bzw. manifest ist.
“Nel caso in esame il Pretore aggiunto ha ravvisato, quale autorità di conciliazione, la mancanza del presupposto processuale relativo all'interesse degno di protezione da parte delle istanti (art. 59 cpv. 2 lett. a CPC). Egli opina che “a un esame superficiale” difetta un requisito per una modifica del contributo alimentare in favore della figlia, vale a dire un cambiamento notevole delle circostanze (art. 286 cpv. 2 CC). In realtà, così argomentando il primo giudice esclude l'esistenza del presupposto processuale per ragioni di merito, mescolando forma e sostanza. Compito di un'autorità di conciliazione è anzitutto quello di mettere d'accordo le parti a un'udienza tenuta senza formalità (art. 201 cpv. 1 CPC) e, in caso di insuccesso, quello di rilasciare all'istante l'autorizzazione ad agire (art. 209 CPC; DTF 146 III 54 consid. 4.2.3). All'autorità di conciliazione spetta anche, in misura limitata, una competenza giurisdizionale, non equiparabile tuttavia alle attribuzioni di un tribunale (DTF 139 III 277 consid. 2.3), per quanto essa fruisca di un certo potere propositivo (art. 210 CPC) e decisionale (art. 212 CPC). L'autorità di conciliazione non è abilitata quindi – di principio – a giudicare nel merito, giacché lo scopo di una conciliazione non è quello di discernere ragioni e torti, appurando obblighi e diritti. Essa non può quindi precorrere l'esito di una controversia, rifiutando di indire l'udienza perché la pretesa non sembra avere probabilità di buon esito (Aeschlimann-Disler/Heinzmann in: CPC, Petit commentaire, op. cit., n. 12 ad art. 202). Ciò non significa che essa non possa rendere attente le parti sulla situazione giuridica e invitarle ad agire di conseguenza. Ma se l'istante insiste, essa deve condurre a termine il tentativo di conciliazione.”
“Ceci doit ici d’autant plus valoir que la bailleresse, si l’on s’en tient au formalisme de la loi et de la convocation, aurait dû être considérée comme défaillante, à mesure que ne figure au dossier aucune délégation écrite en faveur de la gérance, habilitant celle-ci à transiger (art. 204 al. 3 let. c CPC), gérance qui est pourtant expressément intervenue en son nom. 4. À ce qui précède et qui conduit déjà à l’annulation de la décision querellée s’ajoute une circonstance qu’aucune des parties n’évoque. Les chapitres 3 et 4 du Titre 1 consacré, parmi les Dispositions spéciales de la Partie 2 du CPC, à la conciliation détaillent quelle issue peut avoir la procédure de conciliation. D’une part, l’autorité de conciliation peut faire une proposition de jugement (art. 210 et 211 CPC, qui énumèrent les situations dans lesquelles une proposition de jugement peut être faite, sur demande des parties, ce qui n’est pas la situation en cause ici) ; d’autre part, l’autorité de conciliation peut mener la procédure de conciliation vers un accord et consigner alors celui-ci dans un procès-verbal (art. 208 CPC), ou constater dans le même procès-verbal l’échec de la conciliation (art. 209 CPC). Parmi les attributions de l’autorité de conciliation ne figure en revanche pas la possibilité de statuer sur la recevabilité de la requête. Dans un arrêt du 20 mai 2016, le Tribunal fédéral a exposé qu’il était nécessaire « que la requête de conciliation renferme tous les éléments nécessaires à l'identification du litige (Message du 28 juin 2006 relatif au code de procédure civile suisse [CPC], FF 2006 6841 ch. 5.13 p. 6939). Elle doit désigner de manière précise les parties au procès, en particulier la partie adverse (art. 202 al. 2 CPC). Il appartient au demandeur de désigner précisément la ou les parties défenderesses. L'autorité de conciliation a uniquement pour tâche de tenter de concilier les parties et de délivrer, si la conciliation échoue, l'autorisation de procéder contre la partie désignée par la demanderesse, sans avoir à procéder à d'autres démarches » (arrêt du TF du 20.05.2016 [4A_560/2015] cons. 4.3.1 ; mise en évidence par la Cour de céans). Dans un arrêt ultérieur, publié dans le recueil officiel des arrêts du Tribunal fédéral (ATF 146 III 265), ce tribunal a reconnu à l’autorité de conciliation la possibilité de rendre une décision d’irrecevabilité lorsque son incompétence était manifeste, mais a aussi limité cette faculté aux cas manifestes (pour simplifier, car cela reste ici sans effet, on se dispensera de préciser toutes les nuances apportées dans l’arrêt de référence en lien avec la contestation ou non par l’adverse partie de la compétence à raison du lieu, respectivement en fonction de sa comparution ou non à l’audience de conciliation – ATF 146 III 265, cons.”
“Die rechtliche Qualifikation des Rechtsverhältnisses zwischen den Prozessparteien ist im Übrigen eine Frage des materiellen Rechts. Eine kurze juristische Recherche hätte ergeben, dass es sich beim Rechtsverhältnis zwischen einem Arbeitnehmer und dem Einsatzbetrieb «nicht um ein eigentliches arbeitsvertragliches Verhältnis handelt, welches jedoch gewisse vertragliche oder quasivertragliche Beziehungen umfasst» (BGE 119 V 357 E. 2a, mit Hinweis auf BGE 114 V 336 E. 3; vgl. auch Müller/Inauen, Die Haftung des Arbeitgebers bei Berufsunfällen und Berufskrankheiten, in: AJP 2016 S. 183; Geiser, Haftung bei neuen Arbeitsformen, in: AJP 2017 S. 795 f.). Es lag demzufolge kein klarer arbeitsrechtlicher Fall vor, welcher gestützt auf § 2 Abs. 1 lit. e EG ZPO zwingend vom sachlich zuständigen Zivilkreisgerichtspräsidium zu beurteilen gewesen wäre. Das Friedensrichteramt Sissach hatte unter diesen Umständen, d.h. mangels offensichtlicher bzw. leicht erkennbarer Unzuständigkeit, das Schlichtungsverfahren durchzuführen und aufgrund fehlender Einigung der Parteien die Klagebewilligung nach Art. 209 ZPO auszustellen. Daran ändert auch die spätere Auffassung der Vorinstanz nichts, welche in Erwägung 1 des Urteils vom 13. Dezember 2021 ihre örtliche Zuständigkeit primär damit begründete, dass nach Art. 115 Abs. 1 IPRG bei Klagen aus Arbeitsvertrag die Schweizer Gerichte am Wohnsitz des Beklagten oder am Ort, wo der Arbeitnehmer gewöhnlich seine Arbeit verrichtet habe, zuständig seien. Die Vorinstanz prüfte und bejahte in derselben Urteilserwägung 1 ihre Zuständigkeit ebenso für den Fall, dass eine Haftung der Berufungsklägerin aus unerlaubter Handlung vorliegen würde, was zeigt, dass für das Zivilkreisgericht die Anspruchsgrundlage - ob vertraglich oder ausservertraglich - nicht ganz eindeutig war. Das Vorgehen des Friedensrichteramtes Sissach, welches eine Verhandlung durchführte und eine Klagebewilligung ausstellte, sowie die Auffassung der Vorinstanz, dass eine gültige Klagebewilligung vorliegt, sind demnach nicht zu beanstanden.”
Die durch Art. 209 Abs. 1 ZPO ausgestellte Bewilligung zu klagen stellt nach der Rechtsprechung keine anfechtbare Entscheidung dar und ist daher nicht durch Berufung oder Rekurs direkt angreifbar. Ihre Gültigkeit kann jedoch im Sachverfahren selbst geltend gemacht werden. Die Existenz einer gültigen Bewilligung ist eine Zulässigkeitsvoraussetzung, die das Gericht von Amtes wegen zu prüfen hat (z. B. wenn der Vertretene nicht persönlich zur Schlichtungsverhandlung erschienen ist).
“Chaque personne déléguée doit établir sa qualité en produisant un extrait du Registre du commerce ou, s'il s'agit d'un mandataire commercial, une procuration montrant qu'il représente habituellement la personne morale conformément à l'art. 462 al. 1 CO, et qu'il est de plus habilité à la représenter en justice dans l'affaire en cause. Une personne morale ne peut pas comparaître par un simple organe de fait, en particulier parce que l'autorité de conciliation doit pouvoir reconnaître aussitôt et aisément si l'individu qui se présente au nom de cette personne revêt la qualité voulue (ATF 141 III 159; arrêt du Tribunal fédéral 4A_612/2017 du 8 mars 2018 consid. 5). La Chambre de céans a jugé qu'un organe ayant un droit de signature collectif à deux ne pouvait pas valablement représenter seul la société à l'audience de conciliation, quand bien même il était assisté d'un avocat au bénéfice d'une procuration générale l'autorisant à transiger pour le compte de cette société (ACJC/924/2019 du 25 juin 2019). 2.1.3 Lorsque la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité de conciliation délivre au demandeur une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L'autorisation de procéder n'est pas une décision, de sorte qu'elle ne peut faire l'objet ni d'un recours, ni d'un appel (ATF 140 III 310 consid. 1.3.2). Sa validité peut en revanche être contestée dans le cadre de la procédure au fond (arrêt du Tribunal fédéral 4A_387/2013 du 17 février 2014 consid. 3.2). 2.1.4 L'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande, que le tribunal saisi de la cause doit examiner d'office en vertu de l'art. 60 CPC (ATF 140 III 70 consid. 5; 139 III 273 consid. 2.1). Il ne doit donc pas attendre que le défendeur soulève un moyen pour vérifier que le demandeur dispose d'une autorisation valable de procéder (ATF 139 III 273 consid. 2.1; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 66 ad art. 59 CPC). Le tribunal pourra ainsi être amené à constater que le demandeur n'a pas comparu personnellement à l'audience de conciliation (cf. art. 204 al. 1 CPC), que l'autorité de conciliation a méconnu cette situation et délivré ainsi une autorisation de procéder non valable (ATF 140 III 310 consid.”
“Chaque personne déléguée doit établir sa qualité en produisant un extrait du Registre du commerce ou, s'il s'agit d'un mandataire commercial, une procuration montrant qu'il représente habituellement la personne morale conformément à l'art. 462 al. 1 CO, et qu'il est de plus habilité à la représenter en justice dans l'affaire en cause. Une personne morale ne peut pas comparaître par un simple organe de fait, en particulier parce que l'autorité de conciliation doit pouvoir reconnaître aussitôt et aisément si l'individu qui se présente au nom de cette personne revêt la qualité voulue (ATF 141 III 159; arrêt du Tribunal fédéral 4A_612/2017 du 8 mars 2018 consid. 5). La Chambre de céans a jugé qu'un organe ayant un droit de signature collectif à deux ne pouvait pas valablement représenter seul la société à l'audience de conciliation, quand bien même il était assisté d'un avocat au bénéfice d'une procuration générale l'autorisant à transiger pour le compte de cette société (ACJC/924/2019 du 25 juin 2019). 2.1.3 Lorsque la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité de conciliation délivre au demandeur une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L'autorisation de procéder n'est pas une décision, de sorte qu'elle ne peut faire l'objet ni d'un recours, ni d'un appel (ATF 140 III 310 consid. 1.3.2). Sa validité peut en revanche être contestée dans le cadre de la procédure au fond (arrêt du Tribunal fédéral 4A_387/2013 du 17 février 2014 consid. 3.2). 2.1.4 L'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande, que le tribunal saisi de la cause doit examiner d'office en vertu de l'art. 60 CPC (ATF 140 III 70 consid. 5; 139 III 273 consid. 2.1). Il ne doit donc pas attendre que le défendeur soulève un moyen pour vérifier que le demandeur dispose d'une autorisation valable de procéder (ATF 139 III 273 consid. 2.1; BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 66 ad art. 59 CPC). Le tribunal pourra ainsi être amené à constater que le demandeur n'a pas comparu personnellement à l'audience de conciliation (cf. art. 204 al. 1 CPC), que l'autorité de conciliation a méconnu cette situation et délivré ainsi une autorisation de procéder non valable (ATF 140 III 310 consid.”
Scheitert der Schlichtungsversuch, hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt in der Regel die Klagebewilligung. Entsprechend ist bei Nichterscheinen der beklagten Partei gleich zu verfahren wie bei fehlender Einigung (Art. 209 Abs. 1 i.V.m. Art. 206 ZPO).
“Gemäss Art. 201 Abs. 1 ZPO besteht die Aufgabe der Schlichtungsbehörde darin, in formloser Verhandlung zu versuchen, die Parteien zu versöhnen. Die Verhandlung hat innert zwei Monaten seit Eingang des Gesuchs stattzufinden (Art. 203 Abs. 1 ZPO), wobei mit Zustimmung der Parteien weitere Verhandlun- gen durchgeführt werden können (Art. 203 Abs. 4 ZPO). Die Parteien müssen persönlich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen (Art. 204 Abs. 1 ZPO), es sei denn es liege ein Ausnahmefall gemäss Art. 204 Abs. 3 ZPO vor. Bei Säumnis der klagenden Partei gilt das Schlichtungsgesuch als zurückgezogen; das Verfah- ren wird als gegenstandslos abgeschrieben (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Bei Säumnis der beklagten Partei verfährt die Schlichtungsbehörde, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre, d.h. sie hält dies im Protokoll fest und erteilt die Kla- gebewilligung (Art. 206 Abs. 1 i.V.m. Art. 209 Abs. 1 ZPO). Die Säumnis als Rechtsbegriff wird in Art. 147 ZPO geregelt. Im Zusammenhang mit der Schlich- tungsverhandlung liegt Säumnis namentlich vor, wenn eine Partei nicht persönlich zur Verhandlung erscheint oder – falls sie nicht persönlich erscheinen muss – sich - 9 - nicht ordnungsgemäss vertreten lässt (BGE 149 III 12 E. 3.1.1.1; BK ZPO-ALVA- REZ/PETER, Art. 206 N 6).”
“Die Klagebewilligung sei folglich aufzuheben (Beschwerde, S. 2). Die Erteilung der Klagebewilligung kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht mit Beschwerde oder Berufung angefochten werden. Die Gültigkeit der Klagebewilligung ist von demjenigen Gericht zu prüfen, vor dem gestützt auf die Klagebewilligung Klage erhoben wird (BGE 140 III 310 E. 1.3.2 S. 312). Soweit die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren die Aufhebung der Klagebewilligung verlangt, kann auf die Beschwerde demzufolge nicht eingetreten werden. Doch selbst wenn in diesem Punkt auf die Beschwerde eingetreten werden könnte, wäre ihr diesbezüglich kein Erfolg beschieden: In E. 2.2 zweiter Absatz wurden die Säumnisfolgen dargelegt, wenn die beklagte Partei nicht zur Schlichtungsverhandlung erscheint: Diesfalls hat die Schlichtungsbehörde so zu verfahren, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre (Art. 206 Abs. 2 ZPO). Wenn es zu keiner Einigung kommt, erteilt die Schlichtungsbehörde in der Regel die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Das Ausstellen einer Klagebewilligung setzt voraus, dass ein Schlichtungsversuch gescheitert ist und für die Schlichtungsbehörde weder die Vorlage eines Urteilsvorschlags noch ein Entscheid in Frage kommen (Honegger, in: Sutter-Somm et. al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 209 N 2). Im vorliegenden Fall kamen angesichts des Streitwerts von über CHF 5'000. weder ein Urteilsvorschlag (Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO) noch ein Entscheid in Frage (Art. 212 Abs. 1 ZPO). Da sodann der Schlichtungsversuch aufgrund des Nichterscheinens der Beschwerdeführerin scheiterte, stellte die Schlichtungsbehörde B____ zu Recht die Klagebewilligung aus. Es besteht mit anderen Worten kein Grund, die Klagebewilligung aufzuheben.”
Das Vorliegen einer gültigen Klagebewilligung nach Art. 209 ZPO bildet – wo das Schlichtungsverfahren vorgeschrieben ist – eine Prozessvoraussetzung bzw. eine Bedingung der Klagereceivability. Fehlt eine solche gültige Klagebewilligung, hat das angerufene Gericht dies von Amtes wegen zu prüfen und die Klage als unzulässig zu erklären bzw. auf Nichteintreten zu entscheiden.
“– "die Parteien gemeinsam auf die Durchführung des Schlichtungsverfahrens ver- zichten". Dass die Beklagte auf die Durchführung des friedensrichterlichen Ver- fahrens verzichtet hätte, macht der Kläger zu Recht nicht geltend. Liegt keiner der gesetzlich vorgesehenen Gründe für eine direkte Klageerhe- bung vor Bezirksgericht vor, so ist zwingend vor der Klageerhebung beim Bezirks- gericht die örtlich zuständige Friedensrichterin resp. der Friedensrichter anzuru- fen. Es kommt, anders als der Kläger annimmt, nicht darauf an, ob man sich vor - 8 - Friedensrichter voraussichtlich wird einigen können oder nicht (so aber act. 2 S. 2 f.). Auch der Umstand, dass aussergerichtlich resp. vorprozessual bereits Vergleichsvorschläge gescheitert sind, lässt den gesetzlich vorgeschriebenen Kla- geweg unberührt. Auch in solchen Fällen ist zwingend zuerst das Friedensrichter- amt anzurufen, welches sodann – falls sich an der Verhandlung zeigt, dass eine Einigung nicht möglich ist – die Klagebewilligung ausstellt (Art. 209 ZPO). Dort, wo das friedensrichterliche Verfahren vorgeschrieben ist, bildet dessen Durchfüh- rung resp. das Vorliegen einer gültigen Klagebewilligung eine sog. Prozessvor- aussetzung: Liegt eine gültige Klagebewilligung nicht vor, so darf das angerufene Gericht kein Urteil in der Sache fällen. Es muss, wie das die Vorinstanz getan hat, vielmehr auf Nichteintreten entscheiden. Das heisst, das Gericht geht auf die bei ihm anhängig gemachte Klage inhaltlich nicht ein.”
“L’autorisation de procéder contient les noms et les adresses des parties et, le cas échéant, de leurs représentants, les conclusions du demandeur, la description de l’objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles, la date de l’introduction de la procédure de conciliation, la décision sur les frais de la procédure de conciliation, la date de l’autorisation de procéder et la signature de l’autorité de conciliation (art. 209 al. 2 CPC). L'autorisation de procéder reprend les noms des parties indiqués dans la requête de conciliation, sous réserve d'un changement de nom ou d'une substitution de partie (art. 83 CPC) intervenue entre-temps (arrêt du Tribunal fédéral 4A_266/2016 du 25 juillet 2016 consid. 3; Infanger, in Basler Kommentar, 2ème éd. 2013, n. 7 ad art. 209 CPC). L’autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l’objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC) (Infanger, op. cit., ibid; Bohnet, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 8 ad art. 209 CPC). 2.1.2 Selon l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'alinéa 2 de cette disposition dresse une liste non exhaustive de ces conditions. L’existence d'une autorisation de procéder représente une condition de recevabilité de la demande. Faute d’autorisation de procéder valable, le tribunal doit d’office (art. 60 CPC) déclarer la demande irrecevable (ATF 146 III 185 consid. 4.4.2 ; 140 III 70 consid. 5 ; 139 III 273 consid. 2.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 5A_741/2020 du 12 avril 2021 consid. 5.2.1 ; 4A_266/2016, op. cit., consid. 3 ; Bohnet, op. cit., n. 4 ad art. 209 CPC). Dans la procédure simplifiée applicable aux litiges portant sur des baux à loyer d'habitation en ce qui concerne la protection contre les loyers abusifs (art. 243 al. 2 let. c CPC), comme c'est le cas en l'espèce s'agissant d'une procédure en fixation judiciaire du loyer, la procédure est introduite par une demande, qui peut être déposée dans les formes prescrites à l’art.”
“Damit ein Gericht ein Sachurteil fällen kann, müssen die Prozessvoraussetzungen erfüllt sein (Art. 59 Abs. 1 ZPO). Wo dem Prozess ein Schlichtungsgesuch vorauszugehen hat, ist das Vorliegen einer gültigen Klagebewilligung der Schlichtungsbehörde nach Art. 209 ZPO eine Prozessvoraussetzung, die das Gericht gemäss Art. 60 ZPO von Amtes wegen zu prüfen hat (BGE 146 III 185 E. 4.4.2; 141 III 159 E. 2.1; 140 III 227 E. 3.2; 139 III 273 E. 2.1).”
Nach den kantonalen Entscheidungen (u. a. 102_2024_150 und 102_2021_33) beginnt die 30‑tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO in der Regel am Kalendertag nach dem gescheiterten Schlichtungsverfahren bzw. der Aushändigung der Klagebewilligung.
“Das Mietgericht des Sense- und Seebezirks (nachfolgend: das Mietgericht) hat im angefochtenen Entscheid erwogen, dass das Gericht von Amtes wegen prüft, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Eine gültige Klagebewilligung stelle eine Prozessvoraussetzung dar. Gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO betrage in Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen sowie aus landwirtschaftlicher Pacht die Klagefrist 30 Tage. Das Mietgericht hat festgestellt, dass in der Sache am 12. September 2022 eine Schlichtungsverhandlung zwischen den Parteien stattgefunden hat und nach erfolgloser Schlichtung den Parteien die Klagebewilligung anlässlich der Verhandlung ausgehändigt wurde. Die 30-tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO habe somit am 13. September 2022 zu laufen begonnen und am 12. Oktober 2022 geendet. Die Klage sei am 13. Oktober 2022 und somit einen Tag nach Ablauf der Klagefrist der Post übergeben worden. Die Klage sei demnach verspätet und darauf könne nicht eingetreten werden.”
“De plus, la gérance a demandé aux membres du groupe de locataires de lui adresser individuellement leurs demandes de réduction de loyer respectives, en indiquant le montant de la baisse demandée et en listant les défauts constatés, dès lors que les critères à prendre en compte ne sont pas les mêmes d'un locataire à un autre. Dès le 18 janvier 2019, A.________ et B.________ ont commencé à consigner leurs loyers auprès de la Banque cantonale de Fribourg à hauteur de CHF 2'020.- par mois sur le compte no lll. F. Le 8 février 2019, A.________ et B.________ ont déposé une requête de conciliation à l'encontre de "C.________, repr. D.________, […], v.d. M.________ SA, […]". Par acte du 8 mars 2019, C.________ a déposé une réponse, concluant au rejet intégral des prétentions de A.________ et B.________ formulées dans la requête de conciliation. Lors de l'audience qui s'est tenue le 10 avril 2019 et à laquelle Me Claire Ducrot a participé au nom de C.________, la Commission de conciliation a vainement tenté de concilier les parties, avant de délivrer une autorisation de procéder aux locataires. G. Par acte du 27 mai 2019 – soit dans les 30 jours qui ont suivi l'échec de la conciliation (art. 209 al. 4 CPC), étant précisé que les délais sont suspendus durant les féries de Pâques (art. 145 al. 1 let. a CPC) –, A.________ et B.________ ont porté le litige devant le Tribunal des baux de l'arrondissement de la Sarine. Dans leur demande non motivée à l'encontre de C.________, elles ont conclu, avec suite de frais et dépens, à la réparation du défaut de la chose louée en raison des nuisances phoniques causées par le club de nuit I.________, à la réduction du loyer de 15% par mois, soit CHF 330.-, et ce rétroactivement au 1er août 2016 et jusqu'à réparation complète du défaut, à la confirmation de la consignation des loyers dès le 1er février 2019 sur le compte bloqué no lll auprès de la Banque cantonale de Fribourg, au remboursement par C.________ de 15% du loyer net, soit CHF 330.- par mois dès le 1er août 2016 ainsi qu'au remboursement par C.________ de leurs frais d'avocat pour la procédure de conciliation par CHF 951.-. En date du 13 septembre 2019, C.________ a dénoncé l'instance à l'exploitant du club I.”
Die im Protokoll festgehaltene Feststellung des erfolglosen Schlichtungsversuchs schliesst das Schlichtungsverfahren formell und eröffnet das Entscheidverfahren. Mit der Eröffnung wird das Friedensrichteramt zur erstinstanzlichen Gerichtsbehörde; es ist die Parteien über den Wechsel und dessen Rechtsfolgen zu informieren und die für das Entscheidverfahren geltenden Verfahrensgrundsätze und -garantien zu beachten.
“Mit der Eröffnung eines Entscheidverfahrens nach Art. 212 ZPO wandelt sich das Friedensrichteramt von der Schlichtungs- zur Gerichtsbehörde. Als erste richterliche Instanz hat das Friedensrichteramt im Entscheidverfahren sämtliche auf den Zivilprozess anzuwendenden Bestimmungen zu beachten, namentlich die allgemeinen Verfahrensgrundsätze und -garantien (BSK ZPO-INFANGER, 3. Aufl., 2017, Art. 212 N 13a). Dazu gehört etwa die bereits erwähnte Protokollierungspflicht gemäss Art. 235 ZPO. Sodann verpflichtet Art. 209 Abs. 1 ZPO die Schlichtungsbehörde ausdrücklich, den erfolglosen Schlichtungsversuch im Protokoll festzuhalten, worauf das Schlichtungsverfahren formell und definitiv zu schliessen und das Entscheidverfahren zu eröffnen ist, was ebenfalls zu protokollieren ist. Die Parteien sind über den Wechsel zum Entscheidverfahren und dessen Folgen zu informieren, da die Schlichtungsbehörde mit der Eröffnung des Entscheidverfahrens wie erwähnt zur Gerichtsinstanz mutiert und für die Parteien insbesondere die Fortführungslast einsetzt (Art. 65 ZPO). Ein Rückzug des Schlichtungsgesuchs im Entscheidverfahren bewirkt demnach - anders als im Schlichtungsverfahren -, dass gegen die gleiche Partei über denselben Streitgegenstand kein zweiter Prozess mehr geführt werden kann, worauf die Parteien hinzuweisen sind (Botschaft ZPO, BBl 2006, 7334; BSK ZPO-Infanger, 3. Aufl., 2017, Art. 212 N 3). Als erstinstanzliche Gerichtsinstanz hat die Schlichtungsbehörde aufgrund der Ausführungen der Parteien und der eingereichten Urkunden zu entscheiden, wobei sie auch weitere Beweismittel abnehmen darf, soweit dies das Verfahren nicht wesentlich verzögert (Art.”
Die Klagebewilligung ist nach dem Wortlaut an die «klagende Partei» zu erteilen und nicht grundsätzlich an die Widerklägerin. Wird ein Urteilsvorschlag nach Art. 211 ZPO abgelehnt, stellt die Schlichtungsbehörde der ablehnenden Partei die Klagebewilligung aus. In miet- und pachtrechtlichen Verfahren kann dadurch — je nachdem, welche Partei den Vorschlag ablehnt — ein Rollenwechsel eintreten.
“Der Wortlaut spricht für die zweitgenannte Auffassung (vgl. hiervor E. 2.1.2). Art. 209 Abs. 1 lit. b ZPO nennt den Widerkläger nicht als Adressaten der Klagebewilligung, sondern die "klagende Partei" bzw. - deutlicher noch in der französischen und italienischen Fassung - den "demandeur" bzw. den "attore". Auch in Art. 209 Abs. 3 ZPO, in dem festgelegt wird, wer mit der Klagebewilligung BGE 148 III 314 S. 318 ans Gericht gelangen kann, heisst es im französischen Text ausdrücklich "Le demandeur est en droit de porter l'action devant le tribunal [...]" (Hervorhebung beigefügt; unbestimmtere Formulierung in Deutschund Italienisch). Entsprechend diesem Wortlaut erteilte die Schlichtungsbehörde auch vorliegend die Klagebewilligung der Klägerin. Auch in der Botschaft ist nur davon die Rede, dass der "klagenden Partei" die Klagebewilligung erteilt werde, welche die klagende Partei ermächtige, nun an das urteilende Gericht zu gelangen (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 7221, 7333). Entgegen der Vorinstanz kann nicht gesagt werden, die Formulierung "klagende Partei" umfasse auch die Widerklägerin, weil es sich auch bei dieser um eine klagende Partei handle.”
“Der Mieter kann eine Mietzinserhöhung innert 30 Tagen, nachdem sie ihm mitgeteilt worden ist, bei der Schlichtungsbehörde als missbräuchlich im Sinne von Art. 269 und 269a OR anfechten (Art. 270b Abs. 1 OR). Kommt im Schlichtungsverfahren keine einvernehmliche Lösung zustande, so kann die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 209 Abs. 1 lit. a ZPO die Nichteinigung feststellen und dem Vermieter die Klagebewilligung ausstellen oder sie kann den Parteien einen Urteilsvorschlag unterbreiten (Art. 210 Abs. 1 lit. b und Art. 211 ZPO). Der Urteilsvorschlag gilt als angenommen und hat die Wirkungen eines rechtskräftigen Entscheids, wenn ihn keine Partei innert 20 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung ablehnt (Art. 211 Abs. 1 ZPO). Nach Eingang der Ablehnung stellt die Schlichtungsbehörde der ablehnenden Partei die Klagebewilligung aus (Art. 211 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 210 Abs. 1 lit. b ZPO). Die Klagefrist beträgt 30 Tage (Art. 209 Abs. 4 ZPO). Da in den miet- und pachtrechtlichen Streitigkeiten gemäss Art. 210 Abs. 1 lit. b ZPO die ablehnende Partei Adressat der Klagebewilligung ist, ist je nachdem wer den Urteilsvorschlag ablehnt, in diesen Fällen ein Wechsel bezüglich der Parteirollen möglich (vgl. ALVAREZ/PETER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 13 zu Art. 211 ZPO). Vorliegend wurde der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art.”
Formelle Fehler in einer Klagebewilligung führen nicht automatisch zur Ungültigkeit. Überobligatorische Angaben (z. B. die Nennung des einzureichenden Gerichts) gehören nicht zum notwendigen Inhalt nach Art. 209 ZPO und rechtfertigen nach der Rechtsprechung keine Nichtigkeit der Klagebewilligung. Offenkundige Schreibfehler (erreurs de plume) können berichtigt bzw. von Amtes wegen korrigiert werden. Gegebenenfalls kann das Verfahren an die Schlichtungsbehörde zurückgewiesen werden, damit diese prüft, ob und in welcher Form eine Klagebewilligung auszustellen ist.
“Si l'autorité a méconnu cette obligation, elle doit tolérer que l'acte concerné soit régularisé, éventuellement hors délai (cf. arrêt TF 5A_741/2020 du 12 avril 2021 consid. 5.2.4. et réf. citées). 3.3. En l’espèce, dans son acte du 18 mars 2023 intitulé « requête d’intervention/requête de conciliation », A.________ a conclu subsidiairement à ce qu’elle soit admise en procédure en qualité de requérante, rôle qu’elle a de fait acquis lorsque le requérant a réduit le montant de ses conclusions, admettant ainsi la subrogation légale. Une autorisation de procéder devait donc être délivrée tant à C.________ qu’à A.________. Elle devait au surplus porter sur leurs conclusions respectives. Or, dans le cas particulier, si la Présidente a bel et bien protocolé les conclusions prises par A.________, force est de constater qu’elle a en revanche omis de préciser que l’autorisation de procéder litigieuse était également délivrée à cette dernière. Quoi qu’il en soit, la Cour constate que l’autorisation de procéder en cause contient tous les éléments nécessaires (cf. art 209 CPC), de sorte qu’il y a lieu de considérer qu’il s’agit d’une erreur de plume manifeste, qui pouvait – et devait – être corrigée d'office. Dans ces circonstances, il faut admettre, avec l’appelante, qu’il était excessivement formaliste de considérer, à l’instar des premiers juges, que la demande du 6 septembre 2023 est irrecevable, faute de conciliation préalable. Ils auraient au contraire dû constater que l’autorisation de procéder en cause était parfaitement valable. Il s’ensuit l’admission de l’appel et l’annulation de la décision attaquée. Par voie de conséquence, la cause est renvoyée aux premiers juges afin qu’ils statuent sur la demande du 6 septembre 2023. 4. Compte tenu du sort réservé à l’appel et du fait que l’intimée ne saurait être tenue pour responsable de la situation, les frais sont laissés à la charge de l’Etat (art. 107 al. 2 CPC). 4.1. En application de l’art. 114 let. c CPC, il n’est pas perçu de frais judiciaires dès lors que la valeur litigieuse n’excède pas CHF 30'000.”
“Soweit die Klägerin die Schlichtungsverhandlung als nichtig erklärt haben will und deren Aufhebung und neuerliche Vorladung verlangt, ist ihr ebenfalls nicht zu folgen. Es trifft zwar zu, dass das Friedensrichteramt C._____ die Klage- bewilligung vom 15. Juli 2020 an das Einzelgericht des Bezirksgerichts Zürich ausstellte ("Klagebewilligung an das Bezirksgericht Zürich, (Einzelgericht), Post- fach, 8036 Zürich", Urk. 1 S. 1) und sich diese Angabe (jedenfalls mit Blick auf die Persönlichkeitsverletzungsklage) als falsch erwiesen hat (vgl. hinten E. III.2.3.2). Indes gehört die Nennung des Gerichts, bei welchem die Klage einzureichen ist, nicht zum notwendigen Inhalt der Klagebewilligung (vgl. Art. 209 ZPO) und es ist letztlich Sache der klagenden Partei, die Klage bei dem als zuständig erachteten Gericht einzureichen. Diese überobligatorische Angabe führt demnach nicht zur Ungültigkeit (Klägerin: Nichtigkeit) der Klagebewilligung. Nachdem die Klägerin auch keine anderweitigen Mängel bei der Durchführung der Schlichtungsverhand- lung geltend macht, besteht ebenso wenig Anlass, das Friedensrichteramt C._____ anzuweisen, von Amtes wegen zu einer Schlichtungsverhandlung vorzu- laden. Das Schlichtungsverfahren wurde ordnungsgemäss durchgeführt (vgl. Urk. 1 S. 3) und mit Ausstellung der Klagebewilligung ordentlich abgeschlos- sen.”
“Wie die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit den Kosten richtig hervorhebt, liegt in der Hauptsache kein Entscheid vor und bedeutet die Gutheissung der kantonalen Beschwerde lediglich, dass den Beschwerdegegnern allenfalls eine Klagebewilligung auszustellen sein wird (S. 12 Rz. 33 der Beschwerdeschrift). Geht wie hier die beklagte Partei im Schlichtungsverfahren säumig, verfährt die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 206 Abs. 2 ZPO, wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre (Art. 209-212 ZPO). Das angefochtene Urteil, das die Abschreibungsverfügung aufhebt, schliesst das Schlichtungsverfahren - entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin (S. 2 Rz. 2) - folglich nicht ab (Art. 90 BGG), sondern ist eine Rückweisung an das Vermittleramt, das zu prüfen hat, ob es die Klagebewilligung erteilt (Art. 209 ZPO) oder - je nach Streitwert - einen Urteilsvorschlag unterbreitet (Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO) oder den Entscheid fällt (Art. 212 ZPO). Im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten bleibt der Ausgang des Schlichtungsverfahrens somit offen.”
Die Klagebewilligung ist kein Entscheid und damit grundsätzlich nicht anfechtbar. Sie schliesst das Schlichtungsverfahren nicht ab, sondern konstatiert die ausgebliebene Einigung und eröffnet dem Kläger den Weg an das Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Soweit im Rahmen der Klagebewilligung über die Kosten des Schlichtungsverfahrens verfügt wird, hat dieser Kostenpunkt Entscheidcharakter und kann mit einer Kostenbeschwerde angefochten werden.
“18 und Urk. 20]) Rechtsmittelschrift der Klägerin vom 22. Oktober 2021 berücksichtigt werden kann. 1.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-19). Vom Einholen einer Beschwerdeantwort (Art. 322 ZPO) ist abzusehen, denn soweit die Be- schwerde sich gegen die Höhe der Kosten für das Schlichtungsverfahren richtet, ist die Beklagte nicht beschwert (auch nicht durch das vorliegende Verfahren, da ihr hierfür keine Kosten auferlegt werden [vgl. nachfolgend Ziff. 5.1]), und im Übri- gen erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig (vgl. nachfolgend Ziff. 2.1). Die Sache ist spruchreif. 2.1. Bei der Klagebewilligung handelt es sich nicht um einen Entscheid und sie ist dementsprechend nicht anfechtbar (BGE 140 III 227 E. 3 = Pra 104/2015 - 4 - Nr. 35; BGE 139 III 273 E. 2.3 = Pra 103/2014 Nr. 6). Sie schliesst das Verfahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwischen den Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Hingegen hat der im Rahmen einer Klagebewilligung ergangene Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens Entscheidcharakter und stellt grundsätzlich eine mit Kostenbeschwerde anfechtbare Verfügung dar (BGer 4D_68/2013 vom 12. November 2013, E. 3). Dementsprechend ist auf die Beschwerde nur insoweit einzutreten, als sie sich gegen die Höhe der Gebühr für das Schlichtungsverfah- ren richtet (Rechtsmittelanträge Ziff. 3 und 4). Auf die Rechtsmittelanträge Ziff. 1, 2 und 5 ist hingegen nicht einzutreten. 2.2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des”
Bei unentschuldigter Unterlassung der Mitwirkung kann die Sistierung aufgehoben werden; dies wurde in der zitierten Rechtsprechung als gerechtfertigt erachtet.
“Die Aufhebung der Sistierung erfolgte, nachdem der Beschwerdeführer den wiederholten, klaren Anweisungen der Instruktionsrichterin, die Verfahrensakten sowie die Erledigungsbeschlüsse zu den Verfahren vor Bezirksgericht Baden und Zivilgericht Basel-Stadt einzureichen bzw. zum Verfahrensstand in den Schlichtungsverfahren zu berichten (vgl. unter anderem die Verfügungen der Instruktionsrichterin vom 2. Januar 2020 und vom 30. November 2021) nicht nachgekommen war. Auch der letztmaligen Aufforderung, die Verfahrensakten zu den erwähnten Verfahren einzureichen und den Stand seiner Bemühungen zur Einforderung der eingeklagten Lohnzahlungen darzulegen und zu belegen (vgl. Verfügung vom 4. Juli 2022) hat der Beschwerdeführer trotz Androhung der Folgen (vgl. Verfügung vom 30. August 2022) keine Folge geleistet. Mit guten Grund konnte die Aufhebung der Sistierung im August 2022 auch mit Blick darauf erfolgen, dass eine Schlichtungsverhandlung innert zwei Monaten nach Eingang des Gesuchs oder nach Abschluss des Schriftenwechsels stattzufinden hat (Art. 203 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO, SR 272]). Kommen die Parteien zu keiner Einigung, erteilt die Schlichtungsbehörde die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO), die während drei Monaten zur Einreichung einer Klage beim zuständigen Gericht berechtigt (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Mit Blick auf diese Verfahrensordnung wäre eine weitere Verlängerung der Sistierung keinesfalls mehr zu rechtfertigen gewesen. Für sein Untätigbleiben hat der Beschwerdeführer keine Gründe geltend gemacht, noch sind solche ersichtlich. Ist der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren in unentschuldbarer Weise seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, ist über die Frage der Erfüllung der Beitragspflicht ausschliesslich aufgrund der vorliegenden Akten zu entscheiden. 5. 5.1. 5.1.1. Im Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers mit dem C____ vom 5. März 2028 war eine befristete Anstellung ab 1. April 2018 (Arbeitsbeginn) bis 15. Juni 2018 vorgesehen (AB 13). Gemäss den Lohnabrechnungen für die Monate April bis Juni 2018 (AB 14 bis 16) hatte der Beschwerdeführer jedoch jeweils einen Grundlohn von CHF 4'725.-- (abzüglich Beiträge an die Sozialversicherungen) erhalten. Er hatte somit ausweislich der Lohnabrechnungen während dreier Monate eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt, was die Beschwerdegegnerin gemäss ihrem Einspracheentscheid vom 29.”
Die Autorisation de procéder (Art. 209 Abs. 2 ZPO) muss insbesondere Namen und Adressen der Parteien (gegebenenfalls ihrer Vertreter), die Klagebegehren des Klägers, die Beschreibung des Streitgegenstands, allfällige Widerklagebegehren, das Datum der Einleitung der Schlichtung, die Entscheidung über die Schlichtungskosten sowie Datum und Unterschrift der Schlichtungsbehörde enthalten. Die Behörde darf in der Bewilligung die Parteien, das Klagebegehren oder den Streitgegenstand nicht eigenmächtig ändern (Prinzip der Disposition). Die Existenz bzw. Gültigkeit einer solchen Bewilligung ist eine Empfangsbarkeitsvoraussetzung der Klage; liegt sie nicht vor, hat das Gericht dies von Amtes wegen zu prüfen und kann die Klage als unzulässig erklären. Fehlt die Bewilligung bei Einreichung, ist dem Kläger in der Regel eine Frist zur Nachreichung oder zur Behebung des Mangels zu gewähren. Eine unvollständige oder ungenaue Parteienbezeichnung kann berichtigt werden, sofern keine begründeten Zweifel an der Identität der Partei bestehen.
“130 CPC ou dictée au procès-verbal à l’autorité de conciliation. La requête de conciliation contient la désignation de la partie adverse (arrêts du Tribunal fédéral 4A_222/2017 du 8 mai 2018 consid. 4.1.1; 4A_385/2014 du 29 septembre 2014 consid. 4.1 in RSPC 2015 32; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1, in RSPC 2016 317), les conclusions et la description de l’objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Lorsque la tentative de conciliation n’aboutit pas, l’autorité de conciliation consigne l’échec au procès-verbal et délivre l’autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L’autorisation de procéder contient les noms et les adresses des parties et, le cas échéant, de leurs représentants, les conclusions du demandeur, la description de l’objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles, la date de l’introduction de la procédure de conciliation, la décision sur les frais de la procédure de conciliation, la date de l’autorisation de procéder et la signature de l’autorité de conciliation (art. 209 al. 2 CPC). L'autorisation de procéder reprend les noms des parties indiqués dans la requête de conciliation, sous réserve d'un changement de nom ou d'une substitution de partie (art. 83 CPC) intervenue entre-temps (arrêt du Tribunal fédéral 4A_266/2016 du 25 juillet 2016 consid. 3; Infanger, in Basler Kommentar, 2ème éd. 2013, n. 7 ad art. 209 CPC). L’autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l’objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC) (Infanger, op. cit., ibid; Bohnet, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 8 ad art. 209 CPC). 2.1.2 Selon l'art. 59 al. 1 CPC, le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action. L'alinéa 2 de cette disposition dresse une liste non exhaustive de ces conditions. L’existence d'une autorisation de procéder représente une condition de recevabilité de la demande.”
“L'alinéa 2 de cette disposition dresse une liste non exhaustive de ces conditions ("notamment"). L'autorisation de procéder représente une condition de recevabilité de la demande Faute d'autorisation de procéder valable, le tribunal doit d'office (art. 60 CPC) déclarer la demande irrecevable (ATF 146 III 185 consid. 4.4.2 140 III 70 consid. 5; 139 III 273 consid. 2.1; arrêts du Tribunal fédéral 5A_741/2020 du 12 avril 2021 consid. 5.2.1; 4A_266/2016 du 25 juillet 2016 consid. 3; Bohnet, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 4 ad art. 209 CPC). L'autorisation de procéder contientles noms et les adresses des parties et, le cas échéant, de leurs représentants, les conclusions du demandeur, la description de l'objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles, la date de l'introduction de la procédure de conciliation, la décision sur les frais de la procédure de conciliation, la date de l'autorisation de procéderet la signature de l'autorité de conciliation (art. 209 al. 2 CPC). L'autorisation de procéder reprend les noms des parties indiqués dans la requête de conciliation, sous réserve d'un changement de nom ou d'une substitution de partie (art. 83 CPC) intervenue entre-temps (arrêt du Tribunal fédéral 4A_266/2016 précité, ibid; Infanger, in Basler Kommentar, 2ème éd. 2013, n. 7 ad art. 209 CPC). L'autorité ne peut pas modifier les conclusions, préciser l'objet du litige ou redéfinir les parties au procès dans son autorisation de procéder compte tenu du principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC) (Infanger, op. cit., ibid; Bohnet, op. cit., n. 8 ad art. 209 CPC). 3.1.3 La désignation des parties dans un acte de procédure répond à un intérêt légitime (arrêts du Tribunal fédéral 5A_741/2020 précité consid. 5.3; 4A_527/2011 du 5 mars 2012 consid. 2.5 non publié aux ATF 138 III 213). La désignation incomplète ou inexacte d'une partie peut être rectifiée et n'a pas pour conséquence l'irrecevabilité de l'acte, pourvu qu'il n'existe dans l'esprit du tribunal et des parties aucun doute raisonnable quant à l'identité de cette partie.”
“2 En l'espèce, l'appelante produit à l'appui de son appel sa requête originale du 12 août 2019, qu'elle n'a pas produite devant le Tribunal. La recevabilité de cette pièce à ce stade peut demeurer indécise, vu les motifs qui vont suivre. Il en va de même de la recevabilité des pièces produites devant la Cour par l'intimée, qui n'a pas eu l'occasion de se déterminer devant le Tribunal. 3. L'appelante reproche au Tribunal d'avoir déclaré sa demande irrecevable au motif qu'elle n'aurait produit devant lui ni ses conclusions soumises à l'autorité de conciliation, ni l'autorisation de procéder. Elle soutient notamment que le premier juge a fait preuve de formalisme excessif. 3.1 En procédure ordinaire comme en procédure simplifiée, la loi prévoit que la demande contient les conclusions des parties (art. 221 al. 1 let. b, art. 244 al. 1 let. b CPC) et que sont jointes à la demande, le cas échéant, l'autorisation de procéder ou la déclaration de renonciation à la procédure de conciliation (art. 221 al. 2 let. b, art. 244 al. 3 let. b CPC). En vertu de l'art. 209 al. 2 CPC, l'autorisation de procéder contient notamment les conclusions du demandeur, la description de l'objet du litige et les conclusions reconventionnelles éventuelles (let. b). Les conclusions formulées dans la demande doivent correspondre à celles mentionnées dans l'autorisation de procéder, dès lors qu'une éventuelle modification est soumise aux exigences posées par l'art. 227 CPC (arrêt du Tribunal fédéral 5A_588/2015 du 9 février 2016 consid. 4.3.1; Heinzmann, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 15 ad art. 221 CPC) 3.1.1 L'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande (cf. art. 59 CPC) que le Tribunal doit examiner d'office en vertu de l'art. 60 CPC (ATF 140 III 227 consid. 3.2). Le tribunal doit impartir au demandeur un délai pour corriger le vice si l'autorisation de procéder n'a pas été annexée (art. 132 al. 1 CPC; Heinzmann, op. cit., n. 30 ad art. 221 CPC). Une partie est défaillante lorsqu'elle omet d'accomplir un acte de procédure dans le délai prescrit (art.”
Die 30‑tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO beginnt mit der Zustellung der Klagebewilligung ("autorisation de procéder") an die Partei. Die Zustellung muss nachweisbar sein; sie kann durch Aushändigung am Ende der Schlichtungsverhandlung gegen Empfangsbestätigung oder durch Postzustellung (z. B. Einschreiben) bzw. eine andere Zustellungsart gegen Empfangsbestätigung erfolgen.
“b CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu'il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1). 2. Les appelants soutiennent que l'intimée n'aurait pas agi dans le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC. 2.1 En principe, l’autorisation de procéder est délivrée au demandeur (art. 209 al. 1 let. b CPC). En matière de contestation d’une hausse de loyer ou de fermage, le Code de procédure civile impose toutefois au bailleur la charge d’agir devant le Tribunal, si bien que l’autorisation de procéder lui est délivrée (art. 209 al. 1 let. a CPC). Cette solution trouve son fondement dans le fait que c’est le bailleur qui fait valoir une nouvelle prétention, et non le locataire (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 209 CPC). Le délai commence à courir dès la notification de l’autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC). Le délai pour porter l'action devant le Tribunal est de 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d’habitations ou de locaux commerciaux et aux baux à fermes agricoles (art. 209 al. 4 CPC). L’autorisation de procéder prend la forme d’une ordonnance de l’autorité de conciliation qui doit être notifiée à la partie, par pli recommandé, ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). En principe, elle sera remise séance tenante, contre accusé de réception, à la fin de l’audience de conciliation (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 209 CPC). Le délai est calculé conformément aux art. 142 à 144 CPC. Comme tout délai légal, le délai de l’art. 209 CPC ne peut être ni réduit ni prolongé par l’autorité (art. 144 al. 1 CPC). Il est suspendu pendant les féries (art. 145 CPC; ATF 138 III 615). Aux termes de l'art. 5 al. 3 Cst., les organes de l'État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. De ce principe général découle notamment le droit fondamental du particulier à la protection de sa bonne foi dans ses relations avec l'État, consacré à l'art. 9 in fine Cst., dont le Tribunal fédéral contrôle librement le respect (ATF 144 IV 189 consid.”
“Das Mietgericht des Sense- und Seebezirks (nachfolgend: das Mietgericht) hat im angefochtenen Entscheid erwogen, dass das Gericht von Amtes wegen prüft, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Eine gültige Klagebewilligung stelle eine Prozessvoraussetzung dar. Gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO betrage in Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen sowie aus landwirtschaftlicher Pacht die Klagefrist 30 Tage. Das Mietgericht hat festgestellt, dass in der Sache am 12. September 2022 eine Schlichtungsverhandlung zwischen den Parteien stattgefunden hat und nach erfolgloser Schlichtung den Parteien die Klagebewilligung anlässlich der Verhandlung ausgehändigt wurde. Die 30-tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO habe somit am 13. September 2022 zu laufen begonnen und am 12. Oktober 2022 geendet. Die Klage sei am 13. Oktober 2022 und somit einen Tag nach Ablauf der Klagefrist der Post übergeben worden. Die Klage sei demnach verspätet und darauf könne nicht eingetreten werden.”
“Sodann prüfte die Vorinstanz im Urteil vom 10. Juli 2012, ob die Klage der H.________ Vorsorgestiftung vom 7. Oktober 2011 fristgerecht erfolgt war. Dazu hatte die Erstinstanz erwogen, die 30-tägige Frist gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO beginne mit der Zustellung der Klagebewilligung an die klagende Partei. Dies bedinge, dass die Klagebewilligung so zugestellt werde, dass sich das Empfangsdatum nachweisen lasse, wobei die Klagebewilligung auch bereits an der Schlichtungsverhandlung selbst übergeben werden könne. Die H.________ Vorsorgestiftung sei an der Schlichtungsverhandlung vom 5. September 2011 nicht persönlich erschienen. Die Schlichtungsprotokolle seien Rechtsanwalt M.________ am 12. September 2011 zugestellt worden, so dass die Klagefrist am 13. September 2011 zu laufen begonnen habe und mit der Einreichung der Klage am 7. Oktober 2011 gewahrt worden sei. Die Vorinstanz ergänzte, die H.________ Vorsorgestiftung habe mangels persönlicher Anwesenheit oder gehöriger Vertretung im Schlichtungsverfahren keine Parteistellung gehabt. Als "Gesuchsgegnerin" sei sie erstmals in den Schlichtungsprotokollen aufgeführt worden. Diese seien ihrem Vertreter am 12. September 2011 zugestellt worden. Die Vorinstanz erörterte, mangels persönlicher Anwesenheit oder gehöriger Vertretung sei der H.”
Die Bezifferung des Streitwerts gehört nicht zwingend zur Klagebewilligung; die im Formular gemachte Angabe ist für das angerufene Gericht nicht bindend, sondern lediglich ein Anhaltspunkt. Das Gericht prüft die vermögensrechtliche Natur der Streitigkeit und gegebenenfalls den Streitwert von Amtes wegen (Art. 209 Abs. 2 ZPO).
“BGer 5A_426/2021 vom 21. Mai 2021, E. 1). Dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Klage in erster Linie wirtschaftliche Zwecke verfolgt, zeigt sich auch an ihren eigenen Ausführungen. So stört sie sich offenbar an den Kosten, die Rechtsanwalt X._____ im Rahmen der rechtlichen Vertretung der Gemeinschaft verursacht, bzw. der Frage der Kostentragung. Die Vorinstanz ging damit zu Recht von einer vermögensrechtlichen Streitigkeit aus. Daran ändert auch nichts, dass das Friedensrichteramt die Streitigkeit in der Klagebewilligung als nicht ver- mögensrechtlich aufführt. Das angerufenen Gericht hat die Frage, ob es sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit handelt oder nicht, im Hinblick auf die Pro- zessvoraussetzungen von Amtes wegen mit Blick auf die Rechtsbegehren zu prü- fen. Die diesbezügliche Angabe in der Klagebewilligung ist für das Gericht nicht bindend, sondern stellt einen Anhaltspunkt dar. Die Bezifferung des Streitwertes ist denn auch nicht zwingender Inhalt der Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 2 ZPO). Die Vorinstanz ging einstweilen von einem Streitwert von knapp unter Fr. 30'000.– aus. Die Beschwerdeführerin äussert sich nicht dazu, von welchem Streitwert im Falle einer vermögensrechtlichen Streitigkeit aus ihrer Sicht auszu- gehen sei. Mit Blick darauf, dass gemäss der Beschwerdeführerin bereits un- rechtmässig Zahlungen vom Konto der Stockwerkeigentümergemeinschaft in der Höhe von rund Fr. 40'000.– an Rechtsanwalt X._____ erfolgt seien und die Be- schwerdeführerin weitere derartige Zahlungen verhindern will – wobei sie auf die diversen Konflikte, in die Rechtsanwalt X._____ involviert sei, hinweist –, ist der von der Vorinstanz angenommene Streitwert nicht offensichtlich unzutreffend. Bei diesem Streitwert ergibt sich in Anwendung von § 4 Abs. 1 GebV OG eine ordent- liche Gebühr von Fr. 3'950.–. Gründe, die bereits im jetzigen Verfahrensstadium eine Ermässigung als angezeigt erscheinen liessen, liegen nicht vor. Insbesonde- re ist ein solcher Grund nicht im von der Beschwerdeführerin geltend gemachten geringen Aufwand für die Vorinstanz zu erkennen: Selbst wenn die Streitigkeit aus Sicht der Beschwerdeführerin als einfach erscheint – sie betont, man müsse nur ihre Anträge gutheissen, die Sachlage sei klar –, ist sie es aus Sicht des Gerichts keineswegs.”
“BGer 5A_426/2021 vom 21. Mai 2021, E. 1). Dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Klage in erster Linie wirtschaftliche Zwecke verfolgt, zeigt sich auch an ihren eigenen Ausführungen. So stört sie sich offenbar an den Kosten, die Rechtsanwalt X._____ im Rahmen der rechtlichen Vertretung der Gemeinschaft verursacht, bzw. der Frage der Kostentragung. Die Vorinstanz ging damit zu Recht von einer vermögensrechtlichen Streitigkeit aus. Daran ändert auch nichts, dass das Friedensrichteramt die Streitigkeit in der Klagebewilligung als nicht ver- mögensrechtlich aufführt. Das angerufenen Gericht hat die Frage, ob es sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit handelt oder nicht, im Hinblick auf die Pro- zessvoraussetzungen von Amtes wegen mit Blick auf die Rechtsbegehren zu prü- fen. Die diesbezügliche Angabe in der Klagebewilligung ist für das Gericht nicht bindend, sondern stellt einen Anhaltspunkt dar. Die Bezifferung des Streitwertes ist denn auch nicht zwingender Inhalt der Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 2 ZPO). Die Vorinstanz ging einstweilen von einem Streitwert von knapp unter Fr. 30'000.– aus. Die Beschwerdeführerin äussert sich nicht dazu, von welchem Streitwert im Falle einer vermögensrechtlichen Streitigkeit aus ihrer Sicht auszu- gehen sei. Mit Blick darauf, dass gemäss der Beschwerdeführerin bereits un- rechtmässig Zahlungen vom Konto der Stockwerkeigentümergemeinschaft in der Höhe von rund Fr. 40'000.– an Rechtsanwalt X._____ erfolgt seien und die Be- schwerdeführerin weitere derartige Zahlungen verhindern will – wobei sie auf die diversen Konflikte, in die Rechtsanwalt X._____ involviert sei, hinweist –, ist der von der Vorinstanz angenommene Streitwert nicht offensichtlich unzutreffend. Bei diesem Streitwert ergibt sich in Anwendung von § 4 Abs. 1 GebV OG eine ordent- liche Gebühr von Fr. 3'950.–. Gründe, die bereits im jetzigen Verfahrensstadium eine Ermässigung als angezeigt erscheinen liessen, liegen nicht vor. Insbesonde- re ist ein solcher Grund nicht im von der Beschwerdeführerin geltend gemachten geringen Aufwand für die Vorinstanz zu erkennen: Selbst wenn die Streitigkeit aus Sicht der Beschwerdeführerin als einfach erscheint – sie betont, man müsse nur ihre Anträge gutheissen, die Sachlage sei klar –, ist sie es aus Sicht des Gerichts keineswegs.”
Erfolgt die Erteilung der Klagebewilligung irrtümlich oder fehlerhaft und wird dieser Irrtum berichtigt (Berichtigung einer offensichtlichen Fehlerinstruktion), kann die Fristwahrung nach Art. 209 Abs. 4 ZPO bejaht werden. Ein unterbliebener Protest oder sonstiges Nicht-Reagieren der betroffenen Gegenpartei kann dabei als mitverschuldeter Umstand oder als Anzeichen für rechtsmissbräuchliches Verhalten gewertet werden und ist in der Interessenabwägung zu berücksichtigen.
“Elle n'a par ailleurs pas contribué à l'erreur du Tribunal, et aucune négligence ne saurait lui être reprochée pour ne pas s'être plus rapidement manifestée pour signaler ladite erreur. Les appelants ne se sont d'ailleurs pas non plus manifestés à réception de l'autorisation de procéder. Or, le comportement des appelants consistant à ne pas réagir lorsque l'autorisation de procéder leur a été remise, à tort, alors qu'ils n'ignoraient pas non plus que l'autorisation de procéder aurait dû être remise à l'intimée puisqu'ils n'ont pas introduit d'action devant le Tribunal, puis à se prévaloir du fait que l'intimée aurait dû introduire son action dans un délai de 30 jours dès l'audience de conciliation n'est pas exempt de tout reproche et pourrait s'apparenter à un abus de droit. Enfin, comme le relève les appelants, l'erreur de la Commission de conciliation n'a pas pour effet d'entraîner la nullité de l'autorisation de procéder, mais relèverait de la rectification d'une erreur manifeste. Il doit dès lors être considéré en définitive que l'action a été déposée dans le délai de l'art. 209 al. 4 CPC. Elle est donc recevable. 3. Les appelants concluent à ce qu'il soit dit que la majoration de loyer du 21 décembre 2021 est nulle et à ce qu'il soit dit que le loyer mensuel demeure fixé à 1'292 fr., charges non comprises, soit 15'540 fr. [par an]. 3.1 Selon l'art. 230 al. 1 CPC, la demande ne peut être modifiée aux débats principaux que si les conditions fixées à l’art. 227, al. 1 CPC, sont remplies (let. a) et si la modification repose sur des faits ou des moyens de preuve nouveaux (let. b). Ces conditions sont cumulatives (Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 3 ad art. 230 CPC). 3.2 Les appelants ont conclu principalement, dans leur réponse à la demande, à ce que la procédure soit limitée à la question de la recevabilité de ladite demande et, subsidiairement, à ce qu'un délai leur soit fixé pour qu'ils se déterminent sur le fond de la cause; ils ont persisté dans lesdites conclusions dans le cadre du second échange d'écritures ordonné par le Tribunal.”
Erfolgt die Einreichung nicht innerhalb der 30‑tägigen Frist nach Zustellung der Klagebewilligung, kann dies nach der Rechtsprechung zum Nichteintreten führen, da das Gericht die Prozessvoraussetzungen (u. a. das Vorliegen einer gültigen Klagebewilligung) von Amtes wegen prüft (Art. 60 ZPO).
“Das Mietgericht des Sense- und Seebezirks (nachfolgend: das Mietgericht) hat im angefochtenen Entscheid erwogen, dass das Gericht von Amtes wegen prüft, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Eine gültige Klagebewilligung stelle eine Prozessvoraussetzung dar. Gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO betrage in Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen sowie aus landwirtschaftlicher Pacht die Klagefrist 30 Tage. Das Mietgericht hat festgestellt, dass in der Sache am 12. September 2022 eine Schlichtungsverhandlung zwischen den Parteien stattgefunden hat und nach erfolgloser Schlichtung den Parteien die Klagebewilligung anlässlich der Verhandlung ausgehändigt wurde. Die 30-tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO habe somit am 13. September 2022 zu laufen begonnen und am 12. Oktober 2022 geendet. Die Klage sei am 13. Oktober 2022 und somit einen Tag nach Ablauf der Klagefrist der Post übergeben worden. Die Klage sei demnach verspätet und darauf könne nicht eingetreten werden.”
Läuft die dreimonatige Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO ungenutzt ab, endet die Litispendenz. In diesem Fall beginnt die neue Verjährungsfrist mit dem Ende der Rechtshängigkeit (z. B. mit dem Erlöschen der Klagebewilligung).
“Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.3 Aux termes de l'art. 119 al. 2 let. b CPP, le lésé peut faire valoir des conclusions civiles déduites de l'infraction (action civile) par adhésion à la procédure pénale.”
“Das Risiko, dass der Anspruch während des laufenden Verfahrens ("durant l'instance pendante") verjähre, sei damit gebannt (FABIENNE HOHL, Procédure civile, Bd. I: Introduction et théorie générale, 2. Aufl. 2016, Rz. 325-327). Auch gemäss KILLIAS und WIGET beginnt die Verjährung mit dem Eintritt der Rechtskraft von Neuem zu laufen. Sie begründen dies mit dem Zweck des revidierten Art. 138 Abs. 1 OR, wonach keine Forderung mehr unter der Hand des Gerichts verjähren dürfe. Sie erklären, dass dies immer noch möglich wäre, wenn die Verjährung mit der Ausfällung des Endentscheids von Neuem beginnen und das BGE 147 III 419 S. 427 Gericht mit der Eröffnung zu lange warten würde; oder wenn die Verjährung mit der Eröffnung neu beginnen und sich das Gericht für die Begründung zu viel Zeit lassen würde. Daher kommen die beiden Autoren zum Schluss, die neue Verjährungsfrist beginne erst mit Eintritt der Rechtskraft des Endentscheids oder Entscheidsurrogats gemäss Art. 241 Abs. 2 ZPO. Gehe der Rechtsstreit ohne Rechtskraft zu Ende, zum Beispiel durch Ablauf der dreimonatigen Frist gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO, so beginne die neue Verjährungsfrist mit Ende der Rechtshängigkeit, also zum Beispiel mit dem Erlöschen der Klagebewilligung (KILLIAS/WIGET, in: Obligationenrecht, Allgemeine Bestimmungen, Furrer/Schnyder [Hrsg.], 3. Aufl. 2016, N. 7 zu Art. 138 OR). Gemäss PICHONNAZ ist der Rechtsstreit vor der befassten Instanz mit dem Ende der Rechtshängigkeit ("fin de la litispendance") abgeschlossen. Das Ende der Rechtshängigkeit verortet er sodann im Zeitpunkt des formell rechtskräftigen Endentscheids ("décision finale entrée en force de chose jugée"), im Zeitpunkt der Beendigung des Verfahrens ohne Entscheid gemäss Art. 241 ZPO oder im Zeitpunkt der Gegenstandslosigkeit aus anderen Gründen im Sinne von Art. 242 ZPO (PASCAL PICHONNAZ, in: Commentaire romand, Code des obligations, Bd. I, 2. Aufl. 2012, N. 2 zu Art. 138 OR, N. 6 ff. zu Art. 138 OR).”
Die Dreimonatsfrist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO ist eine prozessrechtliche Verwirkungsfrist. Wird sie versäumt, tritt das Gericht auf die nach Erteilung der Klagebewilligung eingereichte Klage nicht ein bzw. gilt die Klage als nicht eingeführt. Während der Gerichtsferien steht die Frist still.
“Ein Erbe, der dem Wert nach weniger als seinen Pflichtteil erhält, kann die Herabsetzung von bestimmten Erwerbungen und Zuwendungen verlangen (Art. 522 Abs. 1 ZGB). Die Herabsetzungsklage verjährt mit Ablauf eines Jahres von dem Zeitpunkt an gerechnet, da die Erben von der Verletzung ihrer Rechte Kenntnis erhalten haben, und in jedem Fall mit Ablauf von zehn Jahren, die bei den letztwilligen Verfügungen von dem Zeitpunkte der Eröffnung, bei den andern Zuwendungen aber vom Tode des Erblassers an gerechnet werden (Art. 533 Abs. 1 ZGB). Die Frist wird mit dem Einreichen eines Schlichtungsbegehrens gewahrt (Art. 62 Abs. 1 i.V.m. Art. 197 ZPO). Kommt es im Schlichtungsverfahren zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Nach Eröffnung berechtigt diese während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Bei dieser Frist handelt es sich um eine prozessrechtliche Verwirkungsfrist (nicht zu verwechseln mit Verwirkungsfristen des materiellen Rechts, bspw. Art. 533 ZGB). Sie beginnt mit der Eröffnung bzw. Zustellung der Klagebewilligung im Sinn von Art. 209 Abs. 2 ZPO zu laufen (BGE 140 III 227 E. 3.1; 138 III 615 E. 2.3; EGLI, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, N. 24 zu Art. 209 ZPO; INFANGER, in: Basler Kommentar, Zivilprozessordnung, N. 16 zu Art. 209 ZPO; BOHNET, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 9 zu Art. 209 ZPO; SUTTER-SOMM/SEILER, in: Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2021, N. 13 zu Art. 209 ZPO). Wird die Klage nach Fristablauf eingereicht, tritt das Gericht auf diese nicht ein (Art. 59 Abs. 1 ZPO; Urteil 4A_30/2020 vom 23. März 2021 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Während den Gerichtsferien steht die Frist zur Klageeinreichung beim Gericht still (BGE 138 III 615 E. 2; 610 E.”
“Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). La procédure de conciliation commence par le dépôt d'une requête de conciliation comportant la désignation de la partie adverse, les conclusions et la description de l'objet du litige (art. 202 al. 1 et 2 CPC). Les parties sont ensuite citées à une audience devant l'autorité de conciliation (art. 203 CPC), qui s'efforce de trouver un accord entre elles (art. 201 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.3 Aux termes de l'art. 119 al. 2 let. b CPP, le lésé peut faire valoir des conclusions civiles déduites de l'infraction (action civile) par adhésion à la procédure pénale.”
“79 LP permet au créancier à la poursuite duquel il a été formé opposition d'obtenir qu'elle soit écartée par la voie d'une action en reconnaissance de dette. Il s'agit là d'une action en paiement ordinaire, de droit matériel et soumise aux règles du CPC ou de la procédure administrative applicable (ATF 119 III 67 cons. 4b). Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.1.3 Selon la jurisprudence de la Chambre de céans, le créancier qui n'introduit pas devant le juge du fond son action en reconnaissance de dette, dans les trois mois dès l'échec de la tentative de conciliation, est réputé renoncer à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. Dans cette hypothèse, l'Office doit faire droit à la requête de non-divulgation du débiteur (DCSO/41/2022 du 3 février 2022). 2.2 En l'espèce, c'est à tort que l'Office a refusé d'emblée la seconde requête de non-divulgation présentée par le plaignant, sans vérifier auprès du créancier s'il avait introduit – ou pas – devant le Tribunal des Prud'hommes son action en reconnaissance de dette dans les trois mois dès l'échec de la tentative de conciliation.”
Es erscheint gerechtfertigt, dass die Klägerin als juristische Laiin auf die – insb. im Zusammenhang mit der Persönlichkeitsverletzungsklage – unzutreffende und unnötige Angabe des Friedensrichteramtes vertrauen durfte.
“Vor dem Hintergrund, dass die Klägerin als juristische Laiin auf die – jeden- falls mit Blick auf die Persönlichkeitsverletzungsklage – unzutreffende und insbe- sondere auch unnötige (vgl. Art. 209 ZPO) Angabe des Friedensrichteramtes ver- traute, erscheint es indes gerechtfertigt, die Gerichtskosten des vorinstanzlichen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen (vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. b und f sowie Art. 107 Abs. 2 ZPO). - 9 - IV.”
Die dreimonatige Frist des Art. 209 Abs. 3 ZPO läuft ab dem gescheiterten Schlichtungsverfahren. Ergibt sich aus dem Streitwert (über Fr. 5'000) für die Schlichtungsbehörde mangels Zuständigkeit, dass sie allenfalls nur eine Prozessbewilligung erteilen kann, ersetzt die blosses Einreichen der Schlichtungsanfrage nicht die tatsächliche gerichtliche Anrufung. Hat die Schlichtungsbehörde eine Prozessbewilligung erteilt, muss der Gläubiger innerhalb der dreimonatigen Frist ein materielles Verfahren beim zuständigen Gericht einleiten; unterbleibt dies, gilt dies als Verzicht auf die gerichtliche Durchsetzung der Aufhebung bzw. Annullierung der Opposition.
“L’appelante avait formé son opposition au congé selon la forme et le délai prescrits par l’art. 336 b al. 1 CO, et, par ailleurs, introduit sa cause, par le dépôt d’une Requête de conciliation, dans les 180 jours à compter de la fin des rapports de travail (délai péremptoire de droit matériel : cf. art. 336 b al. 2 CO), et enfin, déposé sa demande au Tribunal des prud’hommes dans les trois mois consécutifs à l’échec de la conciliation (cf. délai péremptoire procédural, art. 209 al. 3 CPC).”
“d LP, une poursuite ne peut être considérée comme injustifiée si le créancier a agi judiciairement en vue de faire écarter l'opposition, ce quand bien même cette action aurait échoué ou aurait été déclarée irrecevable. Il faut entendre par là que le créancier doit avoir effectivement soumis à un tribunal a priori compétent pour en connaître des conclusions tendant à ce que l'opposition formée par le poursuivi soit écartée, quel que soit le type de procédure utilisé. Or le dépôt d'une requête en conciliation au sens de l'art. 202 CPC ne répond, lorsque la valeur litigieuse est supérieure à 5'000 fr, pas à cette condition. Le juge conciliateur est alors, en effet, incapable de statuer ou même de rendre une proposition de jugement sur les conclusions en mainlevée ou en annulation de l'opposition formulées par le poursuivant. Sous réserve d'un accord, il ne pourra que délivrer à ce dernier une autorisation de procéder. Sa saisine ne constitue ainsi qu'une étape préalable et nécessaire à l'introduction proprement dite d'une procédure en annulation de l'opposition devant le tribunal. Le créancier qui omet de saisir le tribunal d'une action au fond dans le délai de trois mois prévu par l'art. 209 al. 3 CPC renonce du même coup à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. A l'instar du créancier qui retire sa requête de mainlevée avant qu'elle ait pu être instruite et jugée, il ne pourra dès lors être considéré comme ayant engagé une procédure d'annulation de l'opposition. Dans le cas d'espèce, le poursuivant a certes déposé une requête de conciliation comportant des conclusions en annulation de l'opposition mais, au vu de la valeur litigieuse, celles-ci ne pouvaient être tranchées par l'autorité de conciliation. Celle-ci lui a donc délivré une autorisation de procéder. Il n'en a toutefois pas fait usage dans le délai de trois mois qu'elle prévoyait, renonçant ainsi à faire trancher la recevabilité et le bien-fondé de ces conclusions par un juge disposant du pouvoir pour examiner ces points. Il ne peut dès lors être considéré comme ayant agi en vue d'obtenir l'annulation ou la mainlevée de l'opposition, avec pour conséquence que, contrairement à ce qu'a retenu l'Office, la nouvelle demande de non-divulgation présentée par la plaignante est, à ce stade du raisonnement, bien fondée.”
Die dreimonatige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 2 ZPO beginnt mit der Zustellung/Benachrichtigung der Ermächtigung, weiterzuklagen; die Rechtsprechung geht davon aus, dass die Zustellung an den Anwalt der Partei als Beginn der Frist gilt.
“3 LPers-VD dispose que les actions devant le Tribunal de prud'hommes de l'Administration cantonale se prescrivent par un an lorsqu'elles tendent exclusivement à des conclusions pécuniaires et par soixante jours dans les autres causes. La prescription court dès l'exigibilité de la créance ou dès la communication de la décision contestée. c) En l’espèce, la demanderesse a la qualité pour agir en tant que personne morale qui est habilitée à défendre les intérêts d’un groupe de personnes déterminé. La LPers reconnaît d’ailleurs les syndicats et les associations de personnel à son article 13. De ce fait, la demanderesse a valablement introduit une procédure de conciliation le 9 décembre 2018 afin de contester la décision du Conseil d’Etat sur la demande d’examen de l’enclassement des logopédistes en milieu scolaire. La conciliation du 27 juillet 2020 n’ayant pas abouti, le Tribunal a délivré une autorisation de procéder à la demanderesse le jour même. Le 27 octobre 2020, la demanderesse a déposé une demande auprès du Tribunal de céans, accompagnée d’un bordereau de pièces, respectant ainsi le délai de trois mois pour saisir le Tribunal (art. 209 al. 2 CPC), de sorte que son action au fond est recevable sur le plan formel. II. a) Le Code de procédure civile (CPC ; RS 272), applicable en vertu des renvois contenus aux art. 16 al. 1 LPers-VD et 104 CDPJ (Code de droit privé judiciaire vaudois du 12 janvier 2010, RSV 211.02), prévoit que le tribunal examine d’office si les conditions de recevabilité, notamment s’agissant de la compétence du tribunal selon la matière, sont remplies (art. 59 al. 1 et al. 2 let. b CPC, art. 60 CPC). b) Aux termes de l’art. 60 CPC, la question de l’examen d’office de la recevabilité ne s’impose qu’au « tribunal saisi d’une demande », et non à l’autorité de conciliation ; les rédactions divergentes des articles 59 et 60 CPC poussent à cette constatation, qui a été discutée en doctrine (ATF 146 III 265, c. 4.2 et les réf.). La jurisprudence a toutefois tranché la question en relevant que l’autorité de conciliation peut déclarer l’irrecevabilité d’une requête à la condition que cette irrecevabilité soit absolument manifeste ; dans les autres cas, elle délivrera à la partie requérante une autorisation de procéder en l’absence de conciliation (ATF 146 III 265, c.”
“En l’espèce, la demanderesse a introduit une procédure de conciliation le 28 juin 2019 afin de contester la résiliation des rapports de travail avec effet immédiat intervenu le 11 juin 2019 pour le 12 juin 2019. La conciliation du 20 août 2019 n’ayant pas abouti, la procédure a alors été suspendue jusqu’en octobre 2019 afin de permettre aux parties d’aboutir à une éventuelle conciliation. La demanderesse a informé en octobre 2019 le Tribunal de céans du fait qu’un accord amiable n’avait pas pu être trouvé et a donc demandé la délivrance d’une autorisation de procéder. La demanderesse s’est vu délivrer une autorisation de procéder en date du 28 novembre 2019. Celle-ci a été adressée au conseil de la demanderesse par pli recommandé posté le 29 novembre 2019 et notifié en date du 2 décembre 2019. La demanderesse a ensuite déposé le 21 janvier 2020 une demande auprès du Tribunal de céans, accompagnée d’un bordereau de pièces, respectant ainsi le délai de trois mois pour porter action devant le tribunal (art. 209 al. 2 CPC), de sorte que son action au fond est recevable. Le 27 avril 2020, la Présidente de la Cour de céans a prononcé la jonction formelle de la présente procédure relative au licenciement de la demanderesse, à celle concernant la décision de son transfert au sein de l’unité [...], introduite par une requête de conciliation du 30 août 2018. II. a) La demanderesse fait d’abord valoir que le licenciement avec effet immédiat qui lui a été notifié le 11 juin 2019 est injustifié. Elle conteste les motifs du licenciement prononcé et nie avoir mis un terme aux relations contractuelles avec le défendeur par abandon de poste. Elle ajoute qu’elle se trouvait dans une période d’incapacité de travail totale lorsque le licenciement lui a été notifié. De son côté, le défendeur affirme que le lien de confiance avec la demanderesse a été irrémédiablement rompu par son refus injustifié de venir travailler dans l’unité [...]. Il justifie donc le licenciement avec effet immédiat pour justes motifs en raison d’un abandon de poste.”
Scheitert die Schlichtung, vermerkt die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll und erteilt die Klagebewilligung. Für die Frage der Zuständigkeit der Schlichtungsbehörde ist der Streitwert massgeblich, wobei dieser aus dem Rechtsbegehren im Zeitpunkt des Eingangs bestimmt wird. Entsprechend kann die Behörde bei Streitsachen bis Fr. 5'000.– einen Urteilsvorschlag unterbreiten (Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO) und bei einem Streitwert bis Fr. 2'000.– auf Antrag der klagenden Partei in der Sache entscheiden (Art. 212 ZPO).
“Die Vorschriften des Schlichtungsverfahrens sind in den Art. 197 bis 212 ZPO geregelt. Hauptaufgabe der Schlichtungsbehörde ist der Versuch, die Par- teien in formloser Verhandlung zu versöhnen (Art. 201 Abs. 1 ZPO). Kommt es zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). In vermögensrechtlichen Streitigkei- ten bis zu einem Streitwert von Fr. 2'000.– kann die Schlichtungsbehörde ent- scheiden, sofern die klagende Partei einen entsprechenden Antrag stellt (Art. 212 Abs. 1 ZPO). Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren (vgl. Art. 91 Abs. 1 Satz 1 ZPO) im Zeitpunkt des Eingangs des Begehrens beim Gericht respektive im Zusammenhang mit dem Schlichtungsverfahren bei Eingang des Schlich- tungsgesuchs bestimmt. Im Rahmen des Schlichtungsverfahrens kommt der Formulierung des Rechtsbegehrens dabei die (beschränkte) Bedeutung zu, als dadurch die Zuständigkeit der Schlichtungsbehörde gemäss Art. 210 Abs. 1 lit. c ZPO respektive Art. 212 Abs. 1 ZPO bestimmt wird (BK ZPO I-Sterchi, Vorb. zu Art. 91-94 N 3; ZK ZPO-Stein-Wigger, Art. 91 N 12; Diggelmann, DIKE-Komm- ZPO, Art. 91 N 3; BSK ZPO-Rüegg/Rüegg, Art. 91 N 7).”
“319 let. a, 308 al. 2, 321 CPC), devant la Chambre des prud'hommes de la Cour de justice (art. 124 let. b LOJ). Le recours a été formé dans le délai légal. 2. 2.1.1 Il incombe au recourant de motiver son acte de recours. Selon la jurisprudence, il doit démontrer le caractère erroné de la motivation de la décision attaquée et son argumentation doit être suffisamment explicite pour que l'autorité puisse la comprendre, ce qui suppose une désignation précise des passages de la décision qu'il attaque et des pièces du dossier sur lesquelles repose sa critique (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1). Selon l'art. 326 al. 1 CPC, dans la procédure de recours, les conclusions, les allégations de fait et les preuves nouvelles sont irrecevables. 2.1.2 Les art. 197 et ss CPC prévoient que le Tribunal convoque les parties à une audience de conciliation. Lorsque la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité consigne l'échec dans un procès-verbal et délivre l'autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). Dans les affaires portant sur une valeur litigieuse ne dépassant pas 5'000 fr., l'autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement (art. 210 al. 1 let. c CPC). La partie qui n'accepte pas cette proposition peut s'y opposer dans un délai de 20 jours (art. 211 al. 1 CPC). Lorsque la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr., l'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond (art. 212 al. 2 CPC). 2.1.3 Lorsque le litige entre dans l'une des hypothèses permettant tant à l'autorité de formuler une proposition de jugement (art. 210 al. 1 let. c CPC) que de rendre une décision au fond (art. 212 al. 2 CPC), ladite autorité choisit librement la voie qu'elle entend emprunter (Bohnet, CR CPC, n° 5 ad art. 212 CPC). La requête devrait être formulée dans la requête de conciliation, de telle manière à mettre le défendeur en position de prendre les mesures utiles, en particulier le dépôt d’une réponse écrite et le développement d’une argumentation visant par exemple à faire en sorte que l’autorité renonce à rendre une décision.”
Der Fristbeginn nach Art. 209 Abs. 3 ZPO beginnt mit der Mitteilung/Eröffnung der Klagebewilligung. Nach Art. 138 Abs. 1 CPC ist die Bewilligung per Einschreiben oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung zuzustellen; sie wird grundsätzlich séance tenante am Ende der Schlichtungsverhandlung gegen Empfangsbestätigung übergeben.
“L'instance d'appel dispose ainsi d'un plein pouvoir d'examen de la cause en fait et en droit; en particulier, le juge d'appel contrôle librement l'appréciation des preuves effectuée par le juge de première instance (art. 157 CPC en relation avec l'art. 310 let. b CPC) et vérifie si celui-ci pouvait admettre les faits qu'il a retenus (ATF 138 III 374 consid. 4.3.1). 2. Les appelants soutiennent que l'intimée n'aurait pas agi dans le délai de 30 jours prévu par l'art. 209 al. 4 CPC. 2.1 En principe, l’autorisation de procéder est délivrée au demandeur (art. 209 al. 1 let. b CPC). En matière de contestation d’une hausse de loyer ou de fermage, le Code de procédure civile impose toutefois au bailleur la charge d’agir devant le Tribunal, si bien que l’autorisation de procéder lui est délivrée (art. 209 al. 1 let. a CPC). Cette solution trouve son fondement dans le fait que c’est le bailleur qui fait valoir une nouvelle prétention, et non le locataire (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd., 2019, n. 13 ad art. 209 CPC). Le délai commence à courir dès la notification de l’autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC). Le délai pour porter l'action devant le Tribunal est de 30 jours dans les litiges relatifs aux baux à loyer ou à ferme d’habitations ou de locaux commerciaux et aux baux à fermes agricoles (art. 209 al. 4 CPC). L’autorisation de procéder prend la forme d’une ordonnance de l’autorité de conciliation qui doit être notifiée à la partie, par pli recommandé, ou d’une autre manière contre accusé de réception (art. 138 al. 1 CPC). En principe, elle sera remise séance tenante, contre accusé de réception, à la fin de l’audience de conciliation (Bohnet, op. cit., n. 5 ad art. 209 CPC). Le délai est calculé conformément aux art. 142 à 144 CPC. Comme tout délai légal, le délai de l’art. 209 CPC ne peut être ni réduit ni prolongé par l’autorité (art. 144 al. 1 CPC). Il est suspendu pendant les féries (art. 145 CPC; ATF 138 III 615). Aux termes de l'art. 5 al. 3 Cst., les organes de l'État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. De ce principe général découle notamment le droit fondamental du particulier à la protection de sa bonne foi dans ses relations avec l'État, consacré à l'art.”
“Der Beklagte unterlässt es erneut, aufzuzeigen, wo in den Rechtsschriften er den Einwand erhoben hat, dass die Parteien keinen Bezug zum Sitz der Gesellschaft hätten herstellen wollen, da es nur um den Ver- kauf von Beteiligungsrechten gegangen sei, bzw. dass sie eine Formulierung wie "Sitz der Gesellschaft" gewählt hätten, weshalb die Rüge nicht genügt. Gleiches gilt für die Behauptung, dass es erst der Rechtsvertreter der Klägerin gewesen sei, welcher diese darauf aufmerksam gemacht habe, dass eine Prorogation des Handelsgerichts Zürich nicht möglich sei (Urk. 1 S. 10). Ohnehin ist nachträgli- ches Parteiverhalten bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht von Bedeutung (BGE 129 III 675 E. 2.3). 6.7 Zusammenfassend erweisen sich die Vorbringen betreffend die Gerichts- standsklausel als unbegründet, soweit auf diese einzutreten ist. - 11 - 7. Ebenfalls strittig ist, ob die Klage rechtzeitig bei der Vorinstanz eingereicht wurde. Nach Eröffnung berechtigt die Klagebewilligung während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Die Klagebewilli- gung datiert vom 4. Juni 2020, die Eingabe der Klägerin vom 16. Oktober 2020 (Urk. 8/1, Urk. 8/1A). 7.1 Die Vorinstanz erwog, das Friedensrichteramt Kreise ... + ... (fortan Frie- densrichteramt) habe bestätigt, dass die Klagebewilligung entgegen deren Anga- ben auf Seite 3 nicht am 5. Juni 2020, sondern, aufgrund eines internen Kommu- nikationsproblems, erst am 19. Juni 2021 [recte 2020] unter der Sendungslauf- nummer ... [sic] versandt worden sei. Die von der Klägerin behauptete Zustellung der Klagebewilligung am 22. Juni 2020, welche durch Einreichung der Sendungs- information der korrespondierenden Postsendung substantiiert worden sei, stehe mit dieser Auskunft im Einklang. Die Ausführungen des Beklagten zu den unter- schiedlichen Sendungsnummern in der klägerischen Replik vom 25. Februar 2021, der Verfügung vom 8. Juni 2021 und der friedensrichterlichen Auskunft würden keine ernsthaften Zweifel an der Identität der damit bezeichneten Post- sendung begründen.”
Bei der Dreimonatsfrist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO wurde im konkret entschiedenen Fall der pandemiebedingte Fristenstillstand (Verordnung vom 20. März 2020; SR 173.110.4, Stillstand 21. März–19. April 2020) berücksichtigt, sodass die Einreichungsfrist faktisch entsprechend verlängert wurde.
“Die Klägerin leitete das Verfahren durch ihr Schlichtungsgesuch vom 26. November 2019 ein (Urk. 3; Art. 202 ZPO). Die Klagebewilligung wurde ihr am 8. Januar 2020 ausgestellt (Urk. 3; Art. 209 ZPO). Am 8. Mai 2020 reichte sie die Klage - unter Berücksichtigung des pandemiebedingten Fristenstillstandes vom - 5 - 21. März bis 19. April 2020 (vgl. Verordnung über den Stillstand der Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zusammen- hang mit dem Coronavirus vom 20. März 2020 [SR 173.110.4]) - rechtzeitig bei der Vorinstanz ein (Urk. 1 S. 1; Art. 209 Abs. 3 ZPO). Für den weiteren Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens kann auf den angefochtenen Entscheid verwie- sen werden (Urk. 79 E. I.). Präzisierend ist anzumerken, dass das Verfahren mit Verfügung vom 9. Oktober 2020 einstweilen auf die Frage der Verjährung der klä- gerischen Ansprüche beschränkt (Dispositivziffer 1) und der Klägerin Frist ange- setzt wurde, "um zum prozessualen Antrag des Beklagten gemäss Klageantwort (act. 17, insbesondere S. 2 und S. 4 bis 7)" Stellung zu nehmen. Die Fristanset- zung wurde mit der Androhung verbunden, dass im Säumnisfall über die Frage der Verjährung aufgrund der Akten entschieden würde (Urk. 19).”
Die Einreichung einer Klage im Schlichtungsverfahren begründet den Verbindungs‑/Litispendenzpunkt und bewirkt gemäss der zitierten Praxis die Unterbrechung der Verjährung. Dass ein früheres Urteil unmittelbar vollstreckbar war, ändert daran nichts, sofern die dem Anspruch zugrundeliegende Frage vom Bundesgericht noch überprüfbar blieb. In der Entscheidung werden zudem die Fristberechnung (subjektive Jahresfrist ab Mitteilung des Entscheids und die objektive Zehnjahresfrist ab schädigender Handlung) sowie eine vom Beklagten erklärte Verzichterklärung auf die Einrede der Verjährung berücksichtigt.
“Ce n'est qu'à partir de cet instant que l’intimée était en mesure de fonder une action en responsabilité contre le notaire avec une certitude suffisante. Aussi longtemps que la question de la validité de l'acte demeurait posée, on ne saurait reprocher à l’intimée de n'avoir pas ouvert action ou entrepris d'autres démarches interruptives de prescription, comme le soutient l’appelant. Que l'arrêt de la Cour du 24 juin 2016 était immédiatement exécutoire en vertu de l'art. 103 al. 1 LTF ne change rien à ce constat, dans la mesure où le Tribunal fédéral, à l'occasion du recours en matière civile formé par B______ SA, pouvait revoir cette question et réformer l'arrêt en question. En ayant ouvert action contre l’appelant par requête déposée en conciliation devant le Tribunal le 25 avril 2018 et en ayant, ensuite de l'échec de la tentative de conciliation du 27 juin 2018, introduit sa demande en paiement dans le délai utile de trois mois (prolongé des féries judiciaires d'été; l'art. 145 al. 1 lit. b CPC prescrit par l'art. 209 al. 2 CPC, l’intimée a établi le lien d'instance synonyme de litispendance (art. 63 al. 1 CPC) et d'interruption de prescription (art. 135 al. 2 CO). Cette action a bien été ouverte dans le délai utile d'une année à compter de la notification de l'arrêt du Tribunal fédéral, étant ici rappelé que l’appelant a, par déclaration écrite du 28 septembre 2017, renoncé à se prévaloir de la prescription jusqu'au 31 décembre 2018, en prolongeant ainsi et dans cette mesure le délai utile pour l’intimée pour ouvrir action à son encontre, si la prescription n'était pas acquise au jour de la remise de cette déclaration. Or, selon ce qui vient d'être exposé, le délai de prescription subjectif d'une année n'avait précisément pas expiré le 28 septembre 2017, puisqu'il aurait expiré, en l'absence de cette déclaration, le 14 mars 2018 seulement (soit une année après l'arrêt du Tribunal fédéral); le délai de prescription objectif de 10 ans à compter de l'acte dommageable serait lui, échu le 4 février 2018, soit 10 ans après l'instrumentation de l'acte de vente.”
“Ce n'est qu'à partir de cet instant que l’intimée était en mesure de fonder une action en responsabilité contre le notaire avec une certitude suffisante. Aussi longtemps que la question de la validité de l'acte demeurait posée, on ne saurait reprocher à l’intimée de n'avoir pas ouvert action ou entrepris d'autres démarches interruptives de prescription, comme le soutient l’appelant. Que l'arrêt de la Cour du 24 juin 2016 était immédiatement exécutoire en vertu de l'art. 103 al. 1 LTF ne change rien à ce constat, dans la mesure où le Tribunal fédéral, à l'occasion du recours en matière civile formé par B______ SA, pouvait revoir cette question et réformer l'arrêt en question. En ayant ouvert action contre l’appelant par requête déposée en conciliation devant le Tribunal le 25 avril 2018 et en ayant, ensuite de l'échec de la tentative de conciliation du 27 juin 2018, introduit sa demande en paiement dans le délai utile de trois mois (prolongé des féries judiciaires d'été; l'art. 145 al. 1 lit. b CPC prescrit par l'art. 209 al. 2 CPC, l’intimée a établi le lien d'instance synonyme de litispendance (art. 63 al. 1 CPC) et d'interruption de prescription (art. 135 al. 2 CO). Cette action a bien été ouverte dans le délai utile d'une année à compter de la notification de l'arrêt du Tribunal fédéral, étant ici rappelé que l’appelant a, par déclaration écrite du 28 septembre 2017, renoncé à se prévaloir de la prescription jusqu'au 31 décembre 2018, en prolongeant ainsi et dans cette mesure le délai utile pour l’intimée pour ouvrir action à son encontre, si la prescription n'était pas acquise au jour de la remise de cette déclaration. Or, selon ce qui vient d'être exposé, le délai de prescription subjectif d'une année n'avait précisément pas expiré le 28 septembre 2017, puisqu'il aurait expiré, en l'absence de cette déclaration, le 14 mars 2018 seulement (soit une année après l'arrêt du Tribunal fédéral); le délai de prescription objectif de 10 ans à compter de l'acte dommageable serait lui, échu le 4 février 2018, soit 10 ans après l'instrumentation de l'acte de vente.”
Ergibt sich das massgebliche Zustell- bzw. Empfangsdatum (hier: 21. August) gemäss Akten, kann die 30‑tägige Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO als gewahrt gelten, wenn die Klägerin die Klageschrift innerhalb von 30 Tagen ab diesem Datum der Post übergeben hat. Dies entspricht der in der Quelle dargestellten Falllösung.
“Demzufolge ging die Vorinstanz zu Unrecht davon aus, die Zustellung der Klagebewilligung gelte gestützt auf Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch vom 6. August 2020, also am 13. August 2020, als erfolgt. Weil die Zustellfiktion aufgrund der sofortigen Retournierung der Sendung durch die Post an die absendende Stelle nicht greifen konnte, erfolgte eine gültige Zustellung erst mit dem zweiten Versand, den die Schlichtungsbehör- de mit Schreiben vom 19. August 2020 (act. 4/17) in Auftrag gegeben hatte. Diese Sendung, die auch eine Kopie der Klagebewilligung vom 22. Juli 2020 enthielt, - 12 - nahm die Klägerin unbestrittenermassen entweder am 22. August 2020 (gemäss dem von ihr unterzeichneten Empfangsschein; act. 4/17) oder am 21. August 2020 (gemäss ihren Ausführungen in der Beschwerdeschrift; act. 10 S. 6, unten) entgegen. Selbst wenn auf den 21. August 2020 als Empfangsdatum abgestellt würde, hätte die Klägerin mit der Übergabe der Klageschrift an die Post am (Mon- tag) 21. September 2020 die 30-tägige Frist gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO ge- wahrt.”
Die Schlichtungsbehörde bzw. das zuständige Organ hat zu prüfen, ob der Kläger innerhalb der mit der Klagebewilligung gewährten Frist von drei Monaten Klage erhoben hat. Unterbleibt die Erhebung der Klage binnen dieser Frist, erlischt die Litispendenz und die streitige Instanz gilt als nicht eingeführt; dies kann in der Folge dazu führen, dass etwaige Anträge des Beklagten auf Nichtoffenlegung der Betreibung zu entsprechen ist.
“Dans la première hypothèse, l'introduction de l'action suppose le déroulement préalable d'une tentative obligatoire de conciliation au sens des art. 197 et suivants CPC (art. 197 et 198 CPC; Aeschlimann-Disler/Heinzmann, in Petit Commentaire CPC, 2021, Chabloz/Dietschy-Martenet/Heinzmann [éd.], N 12 ad art. 198 CPC). Si la tentative de conciliation échoue, ou si la partie défenderesse ne comparaît pas à l'audience (art. 206 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.1.3 Selon la jurisprudence de la Chambre de céans, le créancier qui n'introduit pas devant le juge du fond son action en reconnaissance de dette, dans les trois mois dès l'échec de la tentative de conciliation, est réputé renoncer à faire trancher par un juge pouvant en connaître ses conclusions en annulation de l'opposition. Dans cette hypothèse, l'Office doit faire droit à la requête de non-divulgation du débiteur (DCSO/41/2022 du 3 février 2022). 2.2 En l'espèce, c'est à tort que l'Office a refusé d'emblée la seconde requête de non-divulgation présentée par le plaignant, sans vérifier auprès du créancier s'il avait introduit – ou pas – devant le Tribunal des Prud'hommes son action en reconnaissance de dette dans les trois mois dès l'échec de la tentative de conciliation. Le plaignant n'a quant à lui pas fourni la preuve de ce que la cause C/3______/2021 serait périmée, de sorte que la Chambre de céans ne saurait faire droit à ses conclusions tendant à ce qu'il soit ordonné à l'Office de ne pas porter à la connaissance de tiers la poursuite considérée.”
“2 CPC), l'autorité de conciliation délivre à la partie demanderesse une autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) qui lui permet, dans un délai de trois mois à compter de sa délivrance, de porter son action devant l'instance de jugement (art. 209 al. 3 CPC). L'autorité de conciliation peut, sur requête du demandeur, statuer au fond dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 2'000 fr. (art. 212 CPC). Elle peut également, dans les litiges patrimoniaux dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 5'000 fr. (art. 210 al. 1 let. c CPC), soumettre aux parties une proposition de jugement qui, si elle est acceptée, déploiera les effets d'une décision entrée en force (art. 211 al. 1 CPC). Le dépôt d'une requête de conciliation emporte la litispendance (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 3 ad art. 202 CPC). Celle-ci cesse si, dans les trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder, la partie demanderesse ne saisit pas le juge du fond (Aeschlimann-Disler/Heinzmann, op. cit., N 20 ad art. 209 CPC), l'instance étant alors réputée non introduite (Bohnet, in CR CPC, 2ème édition, N 17 ad art. 209 CPC). 2.3 Aux termes de l'art. 119 al. 2 let. b CPP, le lésé peut faire valoir des conclusions civiles déduites de l'infraction (action civile) par adhésion à la procédure pénale. L'action civile devient pendante dès que le lésé a fait valoir de telles conclusions (art. 122 al. 3 CPP). Le juge pénal statuant sur l’action civile est également compétent pour statuer sur l’action en reconnaissance de dette et pour prononcer l’annulation de l’opposition (Staehelin, BSK SchKG, 2021, n. 13 ad art. 79 SchKG; Vock/Aepli-Wirz, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2017, n. 5/6 ad art. 79 SchKG). 2.4 Il n'est pas contesté en l'espèce que le dépôt en conciliation par le poursuivant, le 8 octobre 2020, d'une requête de conciliation comportant des conclusions tendant à ce que l'opposition à la poursuite litigieuse soit écartée justifiait la décision prise par l'Office le 13 octobre 2020 de porter à nouveau l'existence de ladite poursuite à la connaissance des tiers.”
“1 Les causes soumises à la procédure ordinaire ou simplifiée doivent généralement être précédées d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation, sauf exceptions prévues par la loi (art. 198 ss CPC). Le demandeur ne peut déposer sa demande qu'après avoir reçu une autorisation de procéder de l'autorité de conciliation, suite à l'échec de la tentative (art. 209 CPC). La demande doit être déposée dans un délai de trois mois à compter de la délivrance de l'autorisation de procéder (art. 209 al. 3 CPC), à défaut de quoi l'instance est réputée non introduite et l'autorisation de procéder est caduque (BOHNET, in CR CPC, 2ème éd. 2019, n. 17 ad art. 209 CPC). Bien qu'elle ne soit pas mentionnée par l'art. 59 al. 2 CPC, l'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande (ATF 139 III 273 consid. 2.1). Pour être valable, l'autorisation de procéder ne doit pas être périmée et elle doit porter sur le même objet du litige et les mêmes parties principales (art. 209 CPC; arrêts du Tribunal fédéral 4A_560/2015 du 20 mai 2016 consid. 4.1.3; 4A_482/2015 du 7 janvier 2016 consid. 2.1). Enfin, elle ne doit pas être entachée d'un vice, par exemple l'incompétence manifeste de l'autorité qui l'a prononcée (ATF 139 III 273 consid. 2.1), ou encore le défaut du demandeur sans motif de dispense ou l'absence de sa représentation valable à l'audience (art. 204 al. 3 CPC; ATF 140 III 70 consid. 4; 140 III 227 consid. 3.3). 2.1.1.1 En vertu de l'art. 2 al. 2 CC, l'abus manifeste d'un droit n'est pas protégé par la loi. Ce principe vaut également dans le domaine de la procédure. Il peut y avoir abus de droit, notamment, lorsque l'exercice d'un droit ne répond à aucun intérêt. En outre, le principe de la bonne foi s'oppose à ce qu'une partie qui constate un prétendu vice de procédure ne le signale pas immédiatement, à un moment où il pourrait encore être le cas échéant corrigé, mais attende l'issue de la procédure pour l'invoquer ultérieurement si celle-ci lui a été défavorable (ATF 142 III 296 consid.”
Die von der Schlichtungsbehörde ausgestellte Autorisation de procéder (Klagebewilligung/Ermächtigung zur Prozessführung) ist eine Empfangsbarkeitsvoraussetzung der Klage. Sie ist der Klage beizulegen; das Gericht prüft ihr Vorliegen von Amtes wegen (Art. 60 ZPO). Einwendungen wegen der Ungültigkeit der Klagebewilligung sind rechtzeitig geltend zu machen, sonst droht eine Verletzung der Treu und Glauben (Art. 52 ZPO).
“Sous réserve des exceptions énumérées à l'art. 198 CPC, la procédure au fond doit être précédée d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation (art. 197 CPC). Cette obligation a été introduite par le législateur dans le but de décharger les tribunaux des affaires qui sont susceptibles d'être conciliées. Ce but ne peut être atteint que si les parties comparaissent personnellement à l'audience de conciliation, ce à quoi l'art. 204 al. 1 CPC les oblige, et, s'il s'agit de personnes morales, que si les personnes physiques qui comparaissent pour elles ont qualité pour les représenter (ATF 141 III 159 consid. 1.2.2 et 2.3; 140 III 70 consid. 4.3 s.). Si la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité de conciliation consigne l'échec au procès-verbal et délivre l'autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). Cette autorisation de procéder est une condition de recevabilité de la demande. Le demandeur doit joindre l'autorisation de procéder à sa demande (art. 221 al. 2 let. b CPC). Le tribunal doit vérifier d'office son existence (art. 60 CPC; ATF 146 III 185 consid. 4.4.2 et les arrêts cités). Le moyen tiré de l'invalidité de l'autorisation de procéder doit être soulevé en temps utile devant le tribunal, sous peine de violation des règles de la bonne foi (art. 52 CPC).”
“, la procédure simplifiée s'applique (art. 243 al. 1 CPC). S'agissant d'un appel, la Cour revoit la cause avec un plein pouvoir d'examen (art. 310 CPC). 2. L'intimée conteste la recevabilité de l'appel formé par B______ SA, pour les motifs ayant déjà conduit le Tribunal à déclarer la demande de celle-ci irrecevable. 2.1 Le tribunal n'entre en matière que sur les demandes et les requêtes qui satisfont aux conditions de recevabilité de l'action (art. 59 al. 1 CPC). Il examine d'office si les conditions de recevabilité sont remplies (art. 60 CPC). 2.1.1 La procédure au fond est précédée d'une tentative de conciliation devant une autorité de conciliation (art. 197 CPC). La requête de conciliation est introductive d'instance. Elle fixe la litispendance (Bohnet, in Commentaire romand, Code procédure civile, 3ème éd, 2021, n. 8 ad art. 197 CPC). Lorsque la tentative de conciliation n'aboutit pas, l'autorité de conciliation consigne l'échec au procès-verbal et délivre l'autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC). L'existence d'une autorisation de procéder valable, délivrée par l'autorité de conciliation, est une condition de recevabilité de la demande, au sens de l'art. 59 CPC (ATF 139 III 273 consid. 2.1; Bohnet, op. cit., n. 7 ad art. 197 CPC). 2.1.2 En cas de consorité nécessaire, les actes de procédure accomplis en temps utile par l'un des consorts valent pour ceux qui n'ont pas agi, à l'exception des déclarations de recours (art. 70 al. 2 CPC). Chaque consort conserve la faculté d'accomplir valablement seul les actes de procédure qui n'ont pas d'effet formateur sur l'objet du litige (Jeandin, in Commentaire romand, Code procédure civile, 3ème éd, 2021, n. 12 ad art. 70 CPC). Ceci ne vaut toutefois ni pour le dépôt de la demande, ni pour celui d'un recours ou d'un appel, pas plus que pour se désister, transiger ou acquiescer ou prendre des conclusions additionnelles (May Canellas, in Petit Commentaire du Code de procédure civile, 2020, n. 25 ad art. 70 CPC). 2.1.3 Le CPC ne traite pas explicitement de la qualité pour appeler ou recourir.”
Ferienabwesenheit führt nicht automatisch zu einer Verlängerung der Klagefrist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO. Wird durch die Zustellfiktion nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO eine Zustellung fingiert, ist die 30‑tägige Frist nach Art. 209 Abs. 4 ZPO ab dem der Fiktion zugerechneten Zeitpunkt zu berechnen; ein Zurückbehaltungsauftrag verschiebt die Zustellfiktion nicht. Gerichtsferien sind bei der Fristberechnung zu berücksichtigen.
“9, E. I.1). Gemäss der Zustellfiktion von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO, so die Vorinstanz weiter, gelte eine Zustellung durch eingeschriebene Postsendung am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern ein Prozessrechts- verhältnis bestehe und die Empfängerin mit der Zustellung habe rechnen müssen. Ein Zurückbehaltungsauftrag vermöge den Zeitpunkt der Zustellfiktion nicht hin- auszuschieben. Vorliegend habe die Klägerin ohne Weiteres mit der Zustellung der Klagebewilligung rechnen müssen, nachdem sie das Schlichtungsverfahren selbst eingeleitet und den Vergleich widerrufen habe. Dass sie (die Klägerin) die Schlichtungsbehörde über ihre Ferienabwesenheit informiert hätte, gehe aus den Akten nicht hervor. Entsprechend gelte die Klagebewilligung am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch vom 6. August 2020, also am 13. August 2020, als zugestellt. Infolge der bis am 15. August 2020 dauernden Gerichtsferien habe die 30-tägige Klagefrist gemäss Art. 209 Abs. 4 ZPO am Sonntag,”
Die Klagebewilligung ist kein Entscheid und somit nicht anfechtbar; sie stellt lediglich das Scheitern der Einigung fest und eröffnet dem Kläger den Weg zur Klageeinreichung (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Lediglich der im Rahmen der Klagebewilligung gefällte Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens hat Entscheidcharakter und ist grundsätzlich mit einer Kostenbeschwerde anfechtbar.
“Nach Art. 319 lit. a ZPO sind mit Beschwerde nicht berufungsfähige erstin- stanzliche Endentscheide, Zwischenentscheide und Entscheide über vorsorgliche Massnahmen anfechtbar. Bei der Klagebewilligung handelt es sich nicht um einen Entscheid und sie ist dementsprechend nicht anfechtbar (BGE 140 III 227 E. 3 = Pra 104/2015 Nr. 35; BGE 139 III 273 E. 2.3 = Pra 103/2014 Nr. 6). Sie schliesst das Verfahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwi- schen den Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Nur der im Rahmen einer Klagebewilligung ergangene - 3 - Spruch über die Kosten des Schlichtungsverfahrens hat Entscheidcharakter und stellt grundsätzlich eine mit Kostenbeschwerde anfechtbare Verfügung dar (BGer 4D_68/2013 vom 12. November 2013, E. 3).”
“Bei der Klagebewilligung handelt es sich nicht um einen Entscheid und sie ist dementsprechend nicht anfechtbar (BGE 140 III 227 E. 3 = Pra 104/2015 Nr. 35; BGE 139 III 273 E. 2.3 = Pra 103/2014 Nr. 6). Sie schliesst das Verfahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwischen den Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Hingegen hat der im Rahmen einer Klagebewilligung ergangene Spruch über die - 4 - Kosten des Schlichtungsverfahrens Entscheidcharakter und stellt grundsätzlich eine mit Kostenbeschwerde anfechtbare Verfügung dar (BGer 4D_68/2013 vom 12. November 2013, E. 3). Dementsprechend ist auf die Beschwerde nur insoweit einzutreten, als sie sich gegen die Höhe der Gebühr für das Schlichtungsverfah- ren richtet (Rechtsmittelanträge Ziff. 3 und 4). Auf die Rechtsmittelanträge Ziff. 1, 2 und 5 ist hingegen nicht einzutreten.”
Wenn der Mieter innerhalb der Frist sowohl die Anfechtung des Kündigungsschreibens als auch die Verlängerungsklage einreicht, diese beiden Anträge aber nach Erteilung der Klagebewilligung im Prozess nur noch die Verlängerung geltend macht, erlischt die Litispendenz der Anfechtungsklage nach Art. 209 Abs. 4 ZPO. Die Anfechtungsklage kann damit nicht durch Änderung der Prozessbegehren wiederbelebt werden; eine erneute Einreichung ist in der Regel wegen Ablaufens der kurzen 30‑Tage‑Frist (Art. 273 OR) nicht mehr möglich.
“Le locataire peut, à son choix, intenter l'action en annulation du congé ou l'action en prolongation du bail ou les deux, la première étant alors logiquement principale et la seconde subsidiaire. Si l'art. 273 al. 5 CO déroge au principe de disposition (art. 58 al. 1 CPC), en ce sens que, bien que saisie uniquement de l'action en annulation du congé, l'autorité compétente qui rejette celle-ci doit examiner d'office si le bail peut être prolongé, l'inverse n'est pas valable, la loi ne le prévoyant pas. Autrement dit, si le locataire ne forme qu'une action en prolongation du bail et si l'autorité compétente rejette cette action, celle-ci n'a pas à examiner d'office si le congé est annulable. Lorsque le locataire introduit, dans le délai de l'art. 273 al. 1 et 2 CO, une action en annulation du congé et une action en prolongation du bail et que, après la délivrance de l'autorisation de procéder, il suit en cause en prenant dans sa demande en justice uniquement des conclusions en prolongation du bail, la litispendance de son action en annulation du congé, créée par sa requête de conciliation, cesse (art. 209 al. 4 CPC). Il ne peut donc ensuite plus modifier ses conclusions puisque son action en annulation n'est plus pendante et que le délai de l'art. 273 al. 1 CO, qui n'est que de 30 jours, est désormais généralement échu et ne lui permet plus d'introduire une nouvelle action. Les possibilités de modification de la demande conformément aux art. 227 et 230 CPC présupposent que l'action soit pendante.”
Ist die Vollstreckbarkeit durch ein anderes Verfahren verhindert, ist die Frist des Art. 209 Abs. 3 ZPO während der Dauer dieses Verfahrens suspendiert. Dies gilt insbesondere zwischen der Erteilung der Prozessbewilligung und dem fristgerechten Klageeintritt; die Frist beginnt erst wieder zu laufen, wenn eine vollstreckbare Entscheidung vorliegt und der Anspruchsteller in der Lage ist, die Fortsetzung der Zwangsvollstreckung zu verlangen.
“A l'expiration du délai de vingt jours de la notification de la commination, le créancier peut requérir du juge la déclaration de faillite. Il joint à sa demande le commandement de payer et l'acte de commination (art. 166 al. 1 LP). Conformément à l'art. 166 al. 2 LP, le droit de requérir la faillite se périme par quinze mois à compter de la notification du commandement de payer. Si opposition a été BGE 149 III 410 S. 413 formée, ce délai ne court pas entre l'introduction de la procédure judiciaire et le jugement définitif, par quoi il faut comprendre, selon la jurisprudence, une décision judiciaire exécutoire (ATF 136 III 152 consid. 4.1; ATF 126 III 479 consid. 2a concernant l'art. 88 al. 2 LP; arrêts 5A_78/2017 du 18 mai 2017 consid. 2.2 [ad art. 88 LP]; 5A_703/2018 du 1er mai 2019 consid. 4.1 [ad art. 154 al. 1 LP]). Le délai est suspendu pendant la durée du procès en reconnaissance de dette (art. 79 et 279 LP; ATF 136 III 152 consid. 4.1), y compris entre la délivrance de l'autorisation de procéder (art. 209 al. 1 CPC) et le dépôt à temps de la demande (art. 209 al. 3 CPC; arrêt 5A_881/ 2017 du 23 janvier 2018 consid. 2.2). Il est aussi suspendu pendant la durée de la procédure de mainlevée - provisoire ou définitive - de l'opposition (art. 80-83 LP), du procès en libération de dette (art. 83 al. 2 LP) et de la procédure en constatation du retour ou du non-retour à meilleure fortune (art. 265a LP). Le but du délai péremptoire de l'art. 166 al. 2 LP est de prévenir un allongement démesuré de la durée de la poursuite par la déchéance dont elle frappe le poursuivant qui s'est désintéressé de la procédure d'exécution forcée. La péremption constitue la sanction de l'inaction du poursuivant, raison pour laquelle le délai est suspendu aussi longtemps que dure l'instance qui vise à la levée de l'opposition et ne recommence à courir au préjudice du créancier que si, après avoir obtenu une décision exécutoire, l'intéressé n'en fait pas usage pour requérir la continuation de la poursuite. Or, il ne peut faire notifier une commination de faillite (art. 159 ss LP) qu'en justifiant par titre de la suppression de l'opposition; le délai reste ainsi suspendu tant qu'il ne peut pas obtenir une déclaration authentique établissant le caractère définitif et exécutoire du jugement qui prononce la mainlevée de l'opposition (ATF 136 III 152 consid.”
Kommt keine Einigung zustande, ist die Erteilung der Klagebewilligung die gesetzliche Folge; dem Vorsitzenden bleibt in diesem Fall kein Ermessen.
“Gemäss Art. 128 Abs. 1 ZPO (Zivilprozessordnung) kann, wer im Verfahren vor Gericht den Anstand verletzt oder den Geschäftsgang stört, mit einem Verweis oder einer Ordnungsbusse bis zu 1000 Franken bestraft werden. Das Gericht kann zudem den Ausschluss von der Verhandlung anordnen. Die Aufrechterhaltung dieser sog. Verfahrensdisziplin obliegt dem Vorsitzenden. Anstandsverletzungen, wie sie durch die Anzeigerin während der Verhandlung offenbar wiederholt getätigt wurden («unflätige Antworten», «wird laut und unverschämt und beleidigend gegenüber dem Vorsitzenden», «fällt dem Vorsitzenden ins Wort» bzw. «unterbricht den Vorsitzenden regelmässig») fallen ohne weiteres darunter. Die vorliegende (blosse) Androhung einer Ordnungsbusse fällt damit unter Art. 128 ZPO und erfüllt damit keinen Straftatbestand bzw. würde jedenfalls einen Rechtfertigungsgrund darstellen. Die Erteilung der Klagebewilligung ist schliesslich die gesetzliche Folge, falls es zu keiner Einigung unter den Parteien kommt (Art. 209 ZPO). Aus den eingeholten Beweismitteln geht klar und eindeutig hervor, dass die Beklagte (B.________) auf den Vergleichsvorschlag nicht eingegangen ist. Weil keine Einigung möglich war, blieb dem Beschuldigten als Vorsitzenden gesetzlich gar nichts anderes übrig. Dass er zuvor die Beklagte auf die entsprechenden Rechtsfolgen aufmerksam machte, entspricht zudem seiner Aufklärungspflicht als Vorsitzender zu Gunsten einer nicht anwaltlich vertretenen Partei. Auch hier ist keinerlei strafrechtlich relevantes Vorgehen ersichtlich. Die Tatbestände der Nötigung, ev. der Drohung sind in keinem Fall erfüllt. Inwiefern sich, nebst dem Vorsitzenden, auch «alle [anderen] Beteiligten und Mitwirkenden» deswegen schuldig gemacht haben sollten, geht weder aus der Anzeige hervor, noch wäre sonst irgendwie erkennbar.”
“Gemäss Art. 128 Abs. 1 ZPO (Zivilprozessordnung) kann, wer im Verfahren vor Gericht den Anstand verletzt oder den Geschäftsgang stört, mit einem Verweis oder einer Ordnungsbusse bis zu 1000 Franken bestraft werden. Das Gericht kann zudem den Ausschluss von der Verhandlung anordnen. Die Aufrechterhaltung dieser sog. Verfahrensdisziplin obliegt dem Vorsitzenden. Anstandsverletzungen, wie sie durch die Anzeigerin während der Verhandlung offenbar wiederholt getätigt wurden («unflätige Antworten», «wird laut und unverschämt und beleidigend gegenüber dem Vorsitzenden», «fällt dem Vorsitzenden ins Wort» bzw. «unterbricht den Vorsitzenden regelmässig») fallen ohne weiteres darunter. Die vorliegende (blosse) Androhung einer Ordnungsbusse fällt damit unter Art. 128 ZPO und erfüllt damit keinen Straftatbestand bzw. würde jedenfalls einen Rechtfertigungsgrund darstellen. Die Erteilung der Klagebewilligung ist schliesslich die gesetzliche Folge, falls es zu keiner Einigung unter den Parteien kommt (Art. 209 ZPO). Aus den eingeholten Beweismitteln geht klar und eindeutig hervor, dass die Beklagte (B.________) auf den Vergleichsvorschlag nicht eingegangen ist. Weil keine Einigung möglich war, blieb dem Beschuldigten als Vorsitzenden gesetzlich gar nichts anderes übrig. Dass er zuvor die Beklagte auf die entsprechenden Rechtsfolgen aufmerksam machte, entspricht zudem seiner Aufklärungspflicht als Vorsitzender zu Gunsten einer nicht anwaltlich vertretenen Partei. Auch hier ist keinerlei strafrechtlich relevantes Vorgehen ersichtlich. Die Tatbestände der Nötigung, ev. der Drohung sind in keinem Fall erfüllt. Inwiefern sich, nebst dem Vorsitzenden, auch «alle [anderen] Beteiligten und Mitwirkenden» deswegen schuldig gemacht haben sollten, geht weder aus der Anzeige hervor, noch wäre sonst irgendwie erkennbar.”
Die Eröffnung bzw. Zustellung der Klagebewilligung im Sinn von Art. 209 Abs. 2 ZPO setzt die dreimonatige prozessrechtliche Frist zur Einreichung der Klage in Gang. Bei Einreichung nach Ablauf dieser Frist tritt das Gericht nicht auf die Klage ein. Während der Gerichtsferien steht die Frist zur Klageeinreichung still.
“Die Herabsetzungsklage verjährt mit Ablauf eines Jahres von dem Zeitpunkt an gerechnet, da die Erben von der Verletzung ihrer Rechte Kenntnis erhalten haben, und in jedem Fall mit Ablauf von zehn Jahren, die bei den letztwilligen Verfügungen von dem Zeitpunkte der Eröffnung, bei den andern Zuwendungen aber vom Tode des Erblassers an gerechnet werden (Art. 533 Abs. 1 ZGB). Die Frist wird mit dem Einreichen eines Schlichtungsbegehrens gewahrt (Art. 62 Abs. 1 i.V.m. Art. 197 ZPO). Kommt es im Schlichtungsverfahren zu keiner Einigung, so hält die Schlichtungsbehörde dies im Protokoll fest und erteilt die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 ZPO). Nach Eröffnung berechtigt diese während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs. 3 ZPO). Bei dieser Frist handelt es sich um eine prozessrechtliche Verwirkungsfrist (nicht zu verwechseln mit Verwirkungsfristen des materiellen Rechts, bspw. Art. 533 ZGB). Sie beginnt mit der Eröffnung bzw. Zustellung der Klagebewilligung im Sinn von Art. 209 Abs. 2 ZPO zu laufen (BGE 140 III 227 E. 3.1; 138 III 615 E. 2.3; EGLI, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, N. 24 zu Art. 209 ZPO; INFANGER, in: Basler Kommentar, Zivilprozessordnung, N. 16 zu Art. 209 ZPO; BOHNET, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 9 zu Art. 209 ZPO; SUTTER-SOMM/SEILER, in: Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2021, N. 13 zu Art. 209 ZPO). Wird die Klage nach Fristablauf eingereicht, tritt das Gericht auf diese nicht ein (Art. 59 Abs. 1 ZPO; Urteil 4A_30/2020 vom 23. März 2021 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Während den Gerichtsferien steht die Frist zur Klageeinreichung beim Gericht still (BGE 138 III 615 E. 2; 610 E. 2.8).”