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Vor dem Hintergrund des ausschliesslich schweizerischen Gerichtsstands beim Vorsorgeausgleich ist ein Vergleich mit der inländischen Zuständigkeitsregelung sachgerecht: Gemäss Art. 23 ZPO ist für eherechtliche Gesuche und Klagen das Gericht am Wohnsitz einer Partei zwingend zuständig. Die zitierte Quellenstelle zieht daraus, dass dem inländischen Scheidungsprozessrecht eine alternative örtliche Zuständigkeit, die an Kriterien beider Ehegatten anknüpft, als zulässig erscheint.
“Dies steht der Ansicht der Vorinstanz entgegen, der Gesetzgeber sei bei Art. 64 Abs. 1 bis Satz 2 IPRG nur vom Fall ausgegangen, dass in der Schweiz lediglich das Vorsorgeguthaben eines Ehegatten im Rahmen der Ergänzungsklage zu tei- len sei (act. 17 S. 5). Auch wird in Kommentarstellen im Zusammenhang mit dem Gerichtsstand gemäss Art. 64 Abs. 1 bis Satz 2 IPRG ausdrücklich auf die Situation von Grenzgängern hingewiesen (BSK IPRG-BOPP/GROB, Art. 64 N 17; ZK- W IDMER LÜCHINGER, Art. 64 IPRG N 42). Für eine alternative Zuständigkeit spricht ebenso die neutrale Formulierung im Begleitbericht zum Vorentwurf vom Dezem- ber 2009, welche den Gerichtsstand an den Sitz einer der betroffenen schweizeri- schen Einrichtungen anknüpft (Begleitbericht zum Vorentwurf vom Dezember 2009 S. 20). Aufgrund des ausschliesslichen schweizerischen Gerichtsstands beim Vorsorgeausgleich ist schliesslich ein Blick auf die örtliche Zuständigkeit bei inländischen Scheidungsbegehren und -klagen sachgerecht: Gemäss Art. 23 ZPO ist für eherechtliche Gesuche und Klagen das Gericht am Wohnsitz einer Partei zwingend zuständig. Dem inländischen Scheidungsprozessrecht ist daher eine al- ternative Zuständigkeit anknüpfend an Kriterien beider Ehegatten durchaus inhä- rent.”
“Dies steht der Ansicht der Vorinstanz entgegen, der Gesetzgeber sei bei Art. 64 Abs. 1 bis Satz 2 IPRG nur vom Fall ausgegangen, dass in der Schweiz lediglich das Vorsorgeguthaben eines Ehegatten im Rahmen der Ergänzungsklage zu tei- len sei (act. 17 S. 5). Auch wird in Kommentarstellen im Zusammenhang mit dem Gerichtsstand gemäss Art. 64 Abs. 1 bis Satz 2 IPRG ausdrücklich auf die Situation von Grenzgängern hingewiesen (BSK IPRG-BOPP/GROB, Art. 64 N 17; ZK- W IDMER LÜCHINGER, Art. 64 IPRG N 42). Für eine alternative Zuständigkeit spricht ebenso die neutrale Formulierung im Begleitbericht zum Vorentwurf vom Dezem- ber 2009, welche den Gerichtsstand an den Sitz einer der betroffenen schweizeri- schen Einrichtungen anknüpft (Begleitbericht zum Vorentwurf vom Dezember 2009 S. 20). Aufgrund des ausschliesslichen schweizerischen Gerichtsstands beim Vorsorgeausgleich ist schliesslich ein Blick auf die örtliche Zuständigkeit bei inländischen Scheidungsbegehren und -klagen sachgerecht: Gemäss Art. 23 ZPO ist für eherechtliche Gesuche und Klagen das Gericht am Wohnsitz einer Partei zwingend zuständig. Dem inländischen Scheidungsprozessrecht ist daher eine al- ternative Zuständigkeit anknüpfend an Kriterien beider Ehegatten durchaus inhä- rent.”
Art. 23 Abs. 1 ZPO kann die internationale Zuständigkeit für vermögensrechtliche Kinderbelange begründen. Dies gilt nach der Praxis des Bundesgerichts in Verbindung mit dem Grundsatz der perpetuatio fori auch für solche vermögensrechtlichen Ansprüche in Kinderangelegenheiten.
“Angefochten ist der Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz, welche auf Rechtsmittel hin (Art. 75 BGG) über vorsorgliche Massnahmen für die Dauer eines Ehescheidungsverfahrens geurteilt hat (Art. 276 ZPO). Streitig sind sowohl vermögensrechtliche als auch nicht vermögensrechtliche Kinderbelange, sodass insgesamt für diese Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) kein Streitwerterfordernis gilt (BGE 137 III 380 E. 1.1). Der Beschwerdeführer ist grundsätzlich zur Beschwerde legitimiert (Art. 76 Abs. 1 BGG) und hat diese rechtzeitig erhoben (Art. 100 Abs. 1 BGG). Die internationale Zuständigkeit, welche vor Vorinstanz nicht bestritten wurde, ist sowohl mit Bezug auf die nicht vermögensrechtlichen (Art. 85 Abs. 1 IPRG i.V.m. Art. 10 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 1 des Haager Kindesschutzübereinkommens vom 19. Oktober 1996 [HKsÜ; SR 0.211.231.011]; Urteil 5A_863/2013 vom 18. März 2014 E. 1) als auch die vermögensrechtlichen Kinderbelange gegeben (Art. 23 Abs. 1 ZPO und Grundsatz der perpetuatio fori; vgl. BGE 129 III 404 E. 4.3.1; Urteil 5A_633/2015 vom 18. Februar 2016 E. 4.2.1; je mit Hinweisen; s. auch BGE 126 III 298 E. 2a/bb). Unter Vorbehalt der nachfolgenden Ausführungen ist die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG zulässig.”
Bleibt die örtliche Zuständigkeit erhalten, wenn sie durch Rechtshängigkeit rechtzeitig begründet wurde bzw. zum Zeitpunkt der Rechtshängigkeit der Wohnsitz einer Partei im betreffenden Kanton bestand. Dies gilt nach den zitierten Entscheidungen auch für Abänderungsklagen und familienrechtliche Verfahren (perpetuatio fori).
“La maxime inquisitoire ne dispense toutefois pas les parties de collaborer activement à la procédure et d'étayer leurs propres thèses; il leur incombe de renseigner le juge sur les faits de la cause et de lui indiquer les moyens de preuve disponibles (ATF 128 III 411 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 5A_584/2022 du 18 janvier 2023 consid. 3.1.1). 1.5 L'intimé peut lui aussi, sans introduire d'appel joint, présenter des griefs dans sa réponse à l'appel, si ceux-ci visent à exposer que malgré le bien-fondé des griefs de l'appelant, ou même en s'écartant des constats et du raisonnement juridique du jugement de première instance, celui-ci est correct dans son résultat. L'intimé à l'appel peut ainsi critiquer dans sa réponse les considérants et les constats du jugement attaqué qui pourraient lui être défavorables au cas où l'instance d'appel jugerait la cause différemment (arrêt du Tribunal fédéral 4A_258/2015 du 21 octobre 2015 consid. 2.4.2 et les références citées). 1.6 En raison du domicile genevois de l'intimé (art. 23 al. 1 CPC) et en tout état en application du principe de la perpetuatio fori (art. 64 al. 1 let. b CPC), la compétence des autorités judiciaires genevoises - et donc de la Cour de céans - demeure, nonobstant le déménagement de l'appelante et de l'enfant dans le canton de Fribourg, ce qui n'est au demeurant pas remis en cause par les parties. 2. Les parties ont produit des pièces nouvelles à l'appui de leurs écritures respectives. 2.1 Selon l'art. 317 al. 1 CPC, les faits et les moyens de preuve nouveaux ne sont pris en considération en appel que s'ils sont invoqués ou produits sans retard (let. a) et s'ils ne pouvaient pas être invoqués ou produits devant la première instance bien que la partie qui s'en prévaut ait fait preuve de la diligence requise (let. b). Lorsque la procédure est soumise à la maxime inquisitoire illimitée, les parties peuvent présenter des nova en appel même si les conditions de l'art. 317 al. 1 CPC ne sont pas réunies (ATF 144 III 349 consid. 4.2.1). 2.2 En l'espèce, les pièces nouvelles produites par les parties sont susceptibles d'avoir une influence sur la question de l'entretien de l'enfant mineur, de sorte qu'elles sont recevables, de même que les faits qui s'y rapportent.”
“Gegenstand des angefochtenen Entscheids des Zivilgerichts vom 8. November 2022 ist die Änderung rechtskräftig entschiedener Scheidungsfolgen. Dieser Entscheid ist gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO mit Berufung anfechtbar. Gemäss Art. 23 Abs. 1 ZPO ist für eherechtliche Gesuche und Klagen sowie für Gesuche um Anordnung vorsorglicher Massnahmen das Gericht am Wohnsitz einer Partei zwingend zuständig. Hierunter fällt auch vorliegendes Abänderungsverfahren (vgl. angefochtener Entscheid, E. 1.1; Haas/Schlumpf, in: Oberhammer et al. [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 23 N 3 mit Hinweisen; BGer 5A_903/2013 vom 29. Januar 2014 E. 2.1). Die Rechtshängigkeit des vorliegenden Verfahrens wurde mit der Abänderungsklage der Berufungsbeklagten vom 1. Juni 2021 begründet (vgl. Art. 62 Abs. 1 ZPO). Zu diesem Zeitpunkt hatte der Berufungskläger seinen Wohnsitz in Basel-Stadt. Wenngleich nunmehr keine Partei ihren Wohnsitz im hiesigen Kanton hat (vgl. zum aktuellen Wohnsitz des Berufungsklägers in Hagenthal-le-Bas/Frankreich unten, E. 2.2.3), bleibt die örtliche Zuständigkeit in der Hauptsache gemäss Art. 64 Abs. 1 lit. b ZPO erhalten. Auf die rechtzeitig und formgültig erhobene Berufung ist grundsätzlich einzutreten. Zuständig für die Beurteilung der Berufung ist ein Dreiergericht des Appellationsgerichts (§ 92 Abs.”
Die Abänderungsklage ist erstinstanzlich beim zuständigen Bezirksgericht einzureichen (vgl. Art. 23 ZPO). Es ist auf Art. 63 Abs. 1 ZPO hinzuweisen, und die Klage muss den Anforderungen von Art. 221 ZPO genügen.
“Der Kläger wird seine Abänderungsklage erstinstanzlich beim zustän- digen Bezirksgericht (vgl. dazu Art. 23 ZPO) einreichen können. Dabei ist auf Art. 63 Abs. 1 ZPO hinzuweisen. Die Klage hat den Anforderungen von Art. 221 ZPO zu genügen.”
Ist die schweizerische Zuständigkeit nach Art. 23 ZPO einmal begründet, bleibt sie grundsätzlich bestehen (perpetuatio fori). Dies gilt auch in Ehesachen und für vorsorgliche Massnahmen, selbst bei später eintretendem Auslandsbezug, wobei Ausnahmen möglich sind und die Kollisionsnormen zu prüfen sind.
“Zum vorinstanzlichen Entscheidzeitpunkt bestand noch kein qualifizierter Auslandbezug. Ein Rückgriff auf das Kollisionsrecht war entsprechend nicht ange- zeigt. Zweifellos lag die (nationale) Entscheidzuständigkeit im vorliegenden Ehe- schutzverfahren zum Entscheidzeitpunkt bei der Einzelrichterin am Regionalge- richt Imboden, verfügten doch alle Parteien über Wohnsitz in I. (vgl. Art. 23 ZPO; Art. 271 ZPO sowie Art. 4 Abs. 1 lit. a EGzZPO). Diese einmal begründete Zuständigkeit bleibt auch bei Veränderung von Tatsachen, wie die Verlegung des Wohnsitzes, die zu einem Wegfall der Zuständigkeit führen würden, grundsätzlich bestehen (sog. perpetuatio fori, Art. 64 Abs. 1 lit. b ZPO). Dieser Grundsatz gilt - Ausnahmen wie der soeben in E. 3.1 umschriebenen vorbehalten - auch in inter- nationalen Verhältnissen (BGE 129 III 404 E. 4.3.1). Wie ausgeführt, liegt infolge des Wegzuges des Berufungsbeklagten samt den Kindern E. und F. nach Portugal nunmehr ein internationaler Sach- verhalt vor, weshalb primär aufgrund des Kollisionsrechts zu prüfen ist, ob bezüg- lich der in E. 3.2 aufgeführten strittigen Berufungspunkte eine Ausnahme vom Grundsatz der perpetuatio fori besteht. Zwar sind die ehelichen Verhältnisse vom sachlichen Anwendungsbereich des LugÜ ausgeschlossen (Art. 1 Ziff. 2 lit. a LugÜ). Bezüglich des ehelichen Unterhaltes, worunter Unterhaltsforderungen des Kindes gegen die Eltern wie auch eheliche Unterhaltsansprüche von Ehegatten fallen (Dieter Hofmann/Oliver Kunz, in: Oetiker/Weibel [Hrsg.”
“L'appel, dirigé à l'encontre d'une décision de première instance prise sur mesures provisionnelles (art. 308 al. 1 let. b CPC), dans une cause dont la valeur litigieuse est supérieure à 10'000 fr. compte tenu des prétentions en attribution du domicile conjugal et en versement d'une contribution d'entretien de 3'000 fr. par mois (art. 92 al. 2 et 308 al. 2 CPC), interjeté dans le délai utile de dix jours (art. 248 let. d et 314 al. 1 CPC) et suivant la forme prescrite par la loi (art. 130 al. 1, 131, 252 et 311 CPC), est recevable. 2. A juste titre, les parties ne contestent pas la compétence ratione loci des tribunaux genevois pour prononcer les mesures litigieuses. Compte tenu de la procédure de divorce engagée en Tunisie, la compétence des Tribunaux genevois pour prononcer des mesures à titre provisoire est fondée sur l'article 10 LDIP (ATF 134 III 326 consid. 3.2, JdT 2009 I 215; arrêt du Tribunal fédéral 5A_214/2016 du 26 août 2016, consid. 5.1) et, sur le plan interne, sur l'art. 23 CPC, au vu du domicile genevois des deux parties. Le droit suisse est applicable, compte tenu du domicile genevois des parties (art. 48 et 49 LDIP et art. 4 de la Convention de La Haye du 2 octobre 1973 sur la loi applicable aux obligations alimentaires [RS 0.211.213.01]). 3. La Cour revoit la cause avec un plein pouvoir d'examen en fait et en droit (art. 310 CPC). Les mesures provisionnelles étant soumises à la procédure sommaire (art. 248 let. d CPC), sa cognition est toutefois limitée à la simple vraisemblance des faits et à un examen sommaire du droit, l'exigence de célérité étant privilégiée par rapport à celle de sécurité (ATF 127 III 474 consid. 2b/bb, JdT 2002 I 352; arrêt du Tribunal fédéral 5A_792/2016 du 23 janvier 2017 consid. 4.1). Les maximes de disposition (art. 58 al. 1 CPC) et inquisitoire sociale sont applicables (art. 272 CPC) en ce qui concerne l'attribution de la jouissance du domicile conjugal (arrêt du Tribunal fédéral 5A_524/2017 du 9 octobre 2017 consid.”
Zur Gruppe der eherechtlichen Klagen gehört auch die Klage auf Abänderung eines Scheidungsurteils. Für solche Verfahren ist das Gericht am Wohnsitz einer Partei zwingend örtlich zuständig. Die örtliche Zuständigkeit ist eine Prozessvoraussetzung und wird vom Gericht von Amtes wegen überprüft.
“Für eherechtliche Klagen - zu denen auch die Klage auf Abänderung eines Scheidungsurteils zählt - ist das Gericht am Wohnsitz einer Partei zwingend zu- ständig (Art. 23 Abs. 1 ZPO). Die örtliche Zuständigkeit ist eine Prozessvoraus- setzung und wird als solche vom Gericht von Amtes wegen geprüft (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO und Art. 60 ZPO). - 3 -”
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