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Bei einer Tätigkeit auf mehreren Standorten, bei der die Bestimmung eines "gewöhnlichen Arbeitsorts" nach den anzuwendenden Kriterien tatsächlich zu einer aussichtslosen Festlegung führt und kein Zentrum der Tätigkeit erkennbar ist, kann eine Vereinbarung der Parteien, welcher Ort als solcher gelten soll, grundsätzlich als zulässig erscheinen. Wegen des in Art. 35 ZPO verankerten Verbots ist dabei Zurückhaltung geboten; die Zulässigkeit ist nur unter engen Voraussetzungen anzunehmen und sorgfältig zu prüfen.
“34 CPC (PATRICIA DIETSCHY, Les conflits de travail en procédure civile suisse, 2011, p. 49 n. 94; cf. aussi YVES DONZALLAZ, Commentaire de la loi fédérale sur les fors en matière civile, 2001, p. 553 n. 31; d'un avis apparemment contraire, HANS-PETER EGLI, Das arbeitsrechtliche Verfahren nach Art. 343 OR, in ZZZ 2004 p. 26). Deux cas de figure sont envisageables: d'une part l'hypothèse classique, évoquée par la doctrine, où les parties s'écartent en pratique de leur accord préalable. D'autre part, l'hypothèse particulière où les parties envisagent d'emblée une activité sur différents sites rendant impossible la détermination d'un lieu de travail habituel, de sorte qu'elles conviennent de désigner quel endroit doit être traité comme tel, afin de maintenir un for spécial pour le travailleur. Un tel accord paraît prima facie valable, si tant est que l'application des critères précités (consid. 2.2) aboutisse réellement à une impasse et qu'aucun centre d'activité ne se détache; la prudence est de mise, vu l'interdiction formulée à l'art. 35 CPC. Dans le cas concret, on ne discerne aucuns indices plaidant pour cette seconde hypothèse; ou du moins peut-on constater leur inexistence sans verser dans l'arbitraire. Il convient donc de rechercher avec quel lieu l'employé avait effectivemententretenu le plus d'attaches, démarche que les juges genevois ont précisément suivie. Il sied à ce stade de prendre en compte les autres griefs soulevés par la recourante.”
“34 CPC (PATRICIA DIETSCHY, Les conflits de travail en procédure civile suisse, 2011, p. 49 n. 94; cf. aussi YVES DONZALLAZ, Commentaire de la loi fédérale sur les fors en matière civile, 2001, p. 553 n. 31; d'un avis apparemment contraire, HANS-PETER EGLI, Das arbeitsrechtliche Verfahren nach Art. 343 OR, in ZZZ 2004 p. 26). Deux cas de figure sont envisageables: d'une part l'hypothèse classique, évoquée par la doctrine, où les parties s'écartent en pratique de leur accord préalable. D'autre part, l'hypothèse particulière où les parties envisagent d'emblée une activité sur différents sites rendant impossible la détermination d'un lieu de travail habituel, de sorte qu'elles conviennent de désigner quel endroit doit être traité comme tel, afin de maintenir un for spécial pour le travailleur. Un tel accord paraît prima facie valable, si tant est que l'application des critères précités (consid. 2.2) aboutisse réellement à une impasse et qu'aucun centre d'activité ne se détache; la prudence est de mise, vu l'interdiction formulée à l'art. 35 CPC. Dans le cas concret, on ne discerne aucuns indices plaidant pour cette seconde hypothèse; ou du moins peut-on constater leur inexistence sans verser dans l'arbitraire. Il convient donc de rechercher avec quel lieu l'employé avait effectivemententretenu le plus d'attaches, démarche que les juges genevois ont précisément suivie. Il sied à ce stade de prendre en compte les autres griefs soulevés par la recourante.”
Art. 35 Abs. 1 ZPO verfolgt einen Schutzzweck zugunsten der schwächeren Vertragspartei (insbesondere des Verbrauchers). Er verbietet den vorgängigen oder durch Einlassung erfolgten Verzicht auf die in den Art. 32–34 ZPO geregelten Spezialforen.
“En cas de litige concernant un contrat conclu avec un consommateur, comme en l'espèce, l'art. 32 al. 1 CPC prévoit que le for est celui du domicile ou du siège de l'une des parties lorsque l'action est intentée par le consommateur (let. a), ou celui du domicile du défendeur lorsque l'action est intentée par le fournisseur (let. b). Le législateur fédéral a rangé cette disposition dans la catégorie des fors partiellement impératifs, instituée par l'art. 35 CPC. Ces derniers découlent du concept de procès civil à caractère social et visent à assurer la protection de la partie dite faible au contrat, tel que le consommateur (art. 35 al. 1 let. a CPC). L'art. 35 al. 1 CPC interdit ainsi à ces parties de renoncer à l'avance ou par acceptation tacite aux fors spéciaux prévus aux art. 32 à 34 CPC (cf. ATF 137 III 311 consid. 4.1.1 et les références citées).”
Art. 35 Abs. 1 ZPO schützt den örtlichen Gerichtsstand zugunsten des Mieters bei Klagen aus Miete und Pacht. Es handelt sich um eine teilzwingende Regelung, die eine vorgängige oder durch Einlassung abgegebene Verzichtserklärung auf diesen Gerichtsstand ausschliesst bzw. nur in der darin vorgesehenen Weise zulässt.
“Die sachliche Zuständigkeit des Mietgerichts ergibt sich für erstinstanzliche Streitigkeiten aus Mietverhältnissen für Wohn- und Geschäftsräume aus § 21 Abs. 1 lit. a GOG. Örtlich zuständig ist für Klagen aus Miete und Pacht unbewegli- cher Sachen das Gericht am Ort der gelegenen Sache (Art. 33 ZPO). Nach Art. 35 Abs. 1 lit. b ZPO handelt es sich bei diesem Gerichtsstand zugunsten des Mieters eines Wohn- oder Geschäftsraumes um eine teilzwingende Zuständigkeit. Unter "Klagen aus Miete und Pacht" sind alle Klagen zu verstehen, denen materiell-rechtliche Vertragsansprüche zugrunde liegen. Die vom Bundesgericht unter altem Recht begründete Rechtsprechung, welche unabhängig davon, ob der geltend gemachte Anspruch vertraglicher, quasi-vertraglicher, ausservertraglicher oder sachenrechtlicher Natur war, einen für die Zuständigkeitsfrage relevanten mietrechtlichen Tatbestand bejahte, kommt unter Art. 33 ZPO nicht mehr zum Tragen, jedenfalls soweit die ZPO für entsprechende Klagen eine eigene Ge- richtsstandnorm kennt, wie das für die ausservertraglichen oder sachenrechtli- - 11 - chen Klagen oder Klagen mit gesellschaftsrechtlicher Anspruchsgrundlage gilt (H IGI, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 33 N 17). Stehen verschiedene Parteivereinbarungen nicht als selbständige Verträge nebeneinander, sondern sind sie nach dem Willen der Parteien in der Art mitei- nander verknüpft und voneinander abhängig, dass ein gemischter oder zusam- mengesetzter Vertrag vorliegt, muss jede Streitfrage entsprechend den auf sie zu- treffenden Bestimmungen und Grundsätzen beantwortet werden, ausgehend vom Schwerpunkt des Vertrages, der als einheitliche Gesamtvereinbarung zu erfassen ist (BGE 131 III 528 E.”
“Diese Rüge ist offensichtlich unbegründet. Art. 33 ZPO regelt die örtliche Zuständigkeit bei Miete und Pacht unbeweglicher Sachen und Art. 35 Abs. 1 lit. b ZPO die diesbezügliche Verzichtsmöglichkeit des Mieters. Diese Normen regeln den Gerichtsstand, also die örtliche Zuständigkeit des Gerichts, und nicht die sachliche Zuständigkeit, wie die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint. Aus Art. 33 ZPO oder Art. 35 ZPO kann die Beschwerdeführerin somit nichts für ihren Standpunkt ableiten. Das strittige Mietobjekt befindet sich sodann unbestrittenermassen in Zürich, womit die örtliche Zuständigkeit der Vorinstanz unzweifelhaft gegeben ist. Art. 6 ZPO regelt die sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts. Nach Art. 6 Abs. 2 ZPO gilt eine Streitigkeit als handelsrechtlich, wenn die geschäftliche Tätigkeit mindestens einer Partei betroffen ist (lit. a), gegen den Entscheid die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht offen steht (lit.”
Liegt kein zwingender (Art. 9 ZPO) und kein teilzwingender Gerichtsstand nach Art. 35 ZPO vor, ist eine nachträgliche Gerichtsstandsvereinbarung grundsätzlich möglich. Zu prüfen sind zunächst das Zustandekommen der Vereinbarung und sodann, ob sie den erforderlichen inhaltlichen Anforderungen entspricht.
“Zunächst ist festzustellen, dass vorliegend weder von einem zwingenden (vgl. Art. 9 ZPO) noch von einem teilzwingenden (vgl. Art. 35 ZPO) Gerichtsstand auszugehen ist , weshalb eine Gerichtsstandsvereinbarung grundsätzlich möglich wäre. Zu prüfen ist derweil mit Blick auf die Parteivorbringen in einem ersten - 7 - Schritt, ob eine solche überhaupt zustande gekommen ist. Ist dies der Fall, ist in einem allfälligen zweiten Schritt zu untersuchen, ob die Klausel den inhaltlichen Anforderungen entspricht.”
Art. 35 Abs. 1 ZPO betrifft die örtliche Zuständigkeit (Gerichtsstand) und nicht die sachliche Zuständigkeit, etwa die Zuständigkeit von Handelsgerichten nach Art. 6 ZPO.
“Diese Rüge ist offensichtlich unbegründet. Art. 33 ZPO regelt die örtliche Zuständigkeit bei Miete und Pacht unbeweglicher Sachen und Art. 35 Abs. 1 lit. b ZPO die diesbezügliche Verzichtsmöglichkeit des Mieters. Diese Normen regeln den Gerichtsstand, also die örtliche Zuständigkeit des Gerichts, und nicht die sachliche Zuständigkeit, wie die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint. Aus Art. 33 ZPO oder Art. 35 ZPO kann die Beschwerdeführerin somit nichts für ihren Standpunkt ableiten. Das strittige Mietobjekt befindet sich sodann unbestrittenermassen in Zürich, womit die örtliche Zuständigkeit der Vorinstanz unzweifelhaft gegeben ist. Art. 6 ZPO regelt die sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts. Nach Art. 6 Abs. 2 ZPO gilt eine Streitigkeit als handelsrechtlich, wenn die geschäftliche Tätigkeit mindestens einer Partei betroffen ist (lit. a), gegen den Entscheid die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht offen steht (lit.”
Vereinbarungen, wonach ein bestimmter Ort als «gewöhnlicher Arbeitsort» gelten soll, sind nur zurückhaltend zu akzeptieren. Sie kommen nach der Rechtsprechung grundsätzlich nur in Betracht, wenn die Anwendung der massgeblichen Kriterien zu keiner Bestimmung eines tatsächlichen Tätigkeitsschwerpunktes führt; in der Regel ist hingegen der tatsächlich am stärksten ausgeprägte Arbeitsort zu ermitteln. Wegen des in Art. 35 ZPO verankerten Verzichtsverbots ist dabei Vorsicht geboten.
“34 CPC (PATRICIA DIETSCHY, Les conflits de travail en procédure civile suisse, 2011, p. 49 n. 94; cf. aussi YVES DONZALLAZ, Commentaire de la loi fédérale sur les fors en matière civile, 2001, p. 553 n. 31; d'un avis apparemment contraire, HANS-PETER EGLI, Das arbeitsrechtliche Verfahren nach Art. 343 OR, in ZZZ 2004 p. 26). Deux cas de figure sont envisageables: d'une part l'hypothèse classique, évoquée par la doctrine, où les parties s'écartent en pratique de leur accord préalable. D'autre part, l'hypothèse particulière où les parties envisagent d'emblée une activité sur différents sites rendant impossible la détermination d'un lieu de travail habituel, de sorte qu'elles conviennent de désigner quel endroit doit être traité comme tel, afin de maintenir un for spécial pour le travailleur. Un tel accord paraît prima facie valable, si tant est que l'application des critères précités (consid. 2.2) aboutisse réellement à une impasse et qu'aucun centre d'activité ne se détache; la prudence est de mise, vu l'interdiction formulée à l'art. 35 CPC. Dans le cas concret, on ne discerne aucuns indices plaidant pour cette seconde hypothèse; ou du moins peut-on constater leur inexistence sans verser dans l'arbitraire. Il convient donc de rechercher avec quel lieu l'employé avait effectivemententretenu le plus d'attaches, démarche que les juges genevois ont précisément suivie. Il sied à ce stade de prendre en compte les autres griefs soulevés par la recourante.”
Eine Bestimmung, die der versicherten Person zusätzlich zum ordentlichen Gerichtsstand den Arbeitsort als weiteren Gerichtsstand einräumt, widerspricht dem (teil-)zwingenden Gerichtsstand nach Art. 32 i.V.m. Art. 35 ZPO nicht und ist anwendbar.
“Urs Feller/Jürg Bloch, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Hrsg. Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 32 N 46 f., mit weiteren Hinweisen), wonach das Gericht am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien zuständig ist. Dabei handelt es sich um einen teilzwingenden Gerichtsstand, d.h. der Konsument oder die Konsumentin vorliegend die versicherte Person kann nicht im Voraus oder durch Einlassung auf die in Art. 32 ZPO gewährten Gerichtsstände verzichten (Art. 35 Abs. 1 lit. a ZPO). Gemäss Bestimmung G6 der vorliegend unbestrittenermassen anwendbaren Vertragsbedingungen Kollektivkrankentaggeldversicherung der Beklagten, Ausgabe 2015 (nachfolgend AVB; AB 6.02) haben die Versicherten zusätzlich zum ordentlichen Gerichtsstand die Möglichkeit, an ihrem Arbeitsort gegen die Beklagte zu klagen. Da Bestimmung G6 AVB der versicherten Person lediglich einen zusätzlichen Gerichtsstand gewährt, verstösst die Bestimmung nicht gegen den obgenannten (teil-) zwingenden Gerichtsstand (Art. 32 i.V.m. Art. 35 ZPO), womit sie anwendbar ist. Die Beklagte hat ihren Sitz in Basel, womit die örtliche Zuständigkeit gegeben ist. 1.4. Die übrigen formellen Voraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, womit auf die Klage einzutreten ist soweit sie sich auf die Forderung von Krankentaggeldleistungen bezieht. Im Übrigen (d.h. namentlich hinsichtlich der Genugtuungs-/Schadenersatzforderung) kann nicht auf die Klage eingetreten werden. 2. 2.1. Der Kläger macht im Wesentlichen geltend, die Beklagte habe ihm für die Monate Februar, März und April 2023 Krankentaggeldleistungen für eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und für den Monat Mai 2023 Krankentaggeldleistungen für eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, zuzüglich 5 % Zins, zu bezahlen. Er verweist dazu auf verschiedene Arztzeugnisse und Berichte seiner behandelnden Ärzte. 2.2. Die Beklagte bringt dagegen vor, dass der Kläger lediglich bis zum Ende seines Arbeitsverhältnisses bei der E____ am 31. Oktober 2021 für den Fall der Arbeitsunfähigkeit bei ihr versichert gewesen sei.”
Art. 35 Abs. 1 ZPO ordnet die teilweise zwingenden Gerichtsstände (Art. 32–34) zugunsten der schwächeren Vertragspartei an. Er verfolgt einen sozialen Schutzzweck und verbietet, soweit es diese besonderen Gerichtsstände betrifft, einen vorgängigen oder durch Einlassung erfolgten Verzicht; dies dient dem Schutz des Konsumenten als typischer „schwacher“ Partei.
“En cas de litige concernant un contrat conclu avec un consommateur, comme en l'espèce, l'art. 32 al. 1 CPC prévoit que le for est celui du domicile ou du siège de l'une des parties lorsque l'action est intentée par le consommateur (let. a), ou celui du domicile du défendeur lorsque l'action est intentée par le fournisseur (let. b). Le législateur fédéral a rangé cette disposition dans la catégorie des fors partiellement impératifs, instituée par l'art. 35 CPC. Ces derniers découlent du concept de procès civil à caractère social et visent à assurer la protection de la partie dite faible au contrat, tel que le consommateur (art. 35 al. 1 let. a CPC). L'art. 35 al. 1 CPC interdit ainsi à ces parties de renoncer à l'avance ou par acceptation tacite aux fors spéciaux prévus aux art. 32 à 34 CPC (cf. ATF 137 III 311 consid. 4.1.1 et les références citées).”
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