Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat.
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Die Kostenpflicht kann trotz späterem Freispruch oder späterer Strafreduktion bestehen; maßgeblich ist die Verursachung (Kausalität) der abgebrochenen Verhandlung bzw. konkret entstandener Kosten, nicht der Prozessausgang.
“Das Bundesgericht ging im Urteil 7B_686/2023 vom 23. September 2024 in Erwägung 3 auf A.s Rüge ein, dass die Berufungskammer im Verfahren CA.2022.1 die Kosten- und Entschädigungsfolgen der abgebrochenen Berufungsverhandlung vom 13. Mai 2022 falsch verlegt habe. Es kam nach eingehender Prüfung zum Schluss, es sei nicht zu beanstanden, dass die Berufungskammer A. gestützt auf Art. 417 StPO die Kosten der abgebrochenen ersten Berufungsverhandlung vom 13. Mai 2022 auferlegt habe. Die Bestimmung greife ungeachtet des Verfahrensausgangs, weshalb der vorliegende Freispruch an der entsprechenden Kostenpflicht nichts zu ändern vermöge (Urteil 7B_686/2023 E. 3.5.2).”
“die beschuldigte Person rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat; b. die Privatklägerschaft die beschuldigte Person zu entschädigen hat; oder c. die Aufwendungen der beschuldigten Person geringfügig sind. (Abs. 2) Im Rechtsmittelverfahren können Entschädigung und Genugtuung zudem herabgesetzt werden, wenn die Voraussetzungen von Artikel 428 Absatz 2 erfüllt sind. Art. 428 Abs. 2 aStPO lautet wie folgt: Erwirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günstigeren Entscheid, so können ihr die Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn: a. die Voraussetzungen für das Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen worden sind; oder b. der angefochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird. Wie bereits erwähnt (E. II. 1.2.2), kann die Strafbehörde bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen die Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO).”
“f.; Urteil CA.2022.1 SV lit. B.4 f.). Die Kosten für die (erste) Berufungsverhandlung vom 13. Mai 2022 wurden den beiden Beschuldigten deshalb ohne Reduktion (die im Übrigen, wegen der im Berufungsverfahren CA.2022.1 erfolgten Reduktion der Strafen, an sich vorgesehen war; vgl. Urteil CA.2022.1 E. II. 3.4.2) je zur Hälfte auferlegt (Art. 417 StPO; Urteil CA.2022.1 E. II.”
Verfahrenskosten können der Partei zugerechnet werden, auch wenn das Verschulden beim Anwalt liegt; Anwaltsfehler können dem Mandanten verbindlich zugerechnet werden, sodass die säumige Partei Kosten trägt.
“Dans le doute, elle pouvait demander une prolongation de délai. En outre, selon la jurisprudence précitée, la Chambre pénale peut se montrer plus stricte au vu de l'acte à accomplir, en l'occurrence le versement d'une avance de frais. À cet égard, l'avocate, n'étant elle-même pas empêchée, ne peut se prévaloir de la défaillance informatique de sa mandante pour justifier une demande de restitution de délai. Le comportement fautif de l'avocate, soit l'omission de vérification du respect du délai, est imputable à sa cliente, qui, en sa qualité de partie plaignante, ne peut se prévaloir de la jurisprudence en matière de défense obligatoire. 2.4. Au vu de ce qui précède, tant la demanderesse que sa mandataire sont responsables du retard dans le versement du paiement à titre de sûretés, de sorte que la demande de restitution du délai est rejetée. 3. Les frais relatifs à la décision peuvent être mis à la charge du requérant à la restitution du délai qui a occasionné les frais supplémentaires conformément à l'art. 417 CPP, étant encore précisé que les avocats ou autres personnes qui participent à la procédure pénale en tant que représentants d'une partie doivent également être considérés comme des parties à la procédure au sens de l'art. 417 CPP (ATF 147 IV 526 consid. 4 et les références citées ; CR CPP-Stoll, art. 94 n. 18b). Partant, les frais sont mis à la charge de la demanderesse. Les frais sont fixés à CHF 300.- (émolument : CHF 200.- ; débours : CHF 100.-), selon le tarif prévu aux art. 33 ss du Règlement sur la justice (RJ ; RSF 130.11). la Chambre arrête : I. La requête de restitution de délai est rejetée. II. Les frais de la procédure, arrêtés à CHF 300.- (émolument : CHF 200.-; débours : CHF 100.‑), sont mis à la charge de A.________. III. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière pénale au Tribunal fédéral dans les trente jours dès la notification de l’arrêt rédigé. La qualité et les autres conditions pour interjeter recours sont déterminées par les art. 78 à 81 et 90 ss de la loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 (LTF).”
Die Kostenauflage kann auch gegenüber dem Rechtsbeistand (Anwältin/Anwalt) erfolgen, insbesondere bei offenkundigen Säumnissen, extremem Fehlverhalten oder missbräuchlichen/wiederholten erfolglosen Interventionen; grundsätzlich nur in Offensiv- oder Extremfällen zu prüfen.
“Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO). Der Bestimmung liegt der Grundsatz zugrunde, dass unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat (sog. Verursacherprinzip). Sie ermöglicht es, einer verfahrensbeteiligten Person unabhängig vom Verfahrensausgang die Kosten für einen bestimmten, von ihr unnötigerweise in Verletzung ihrer Verfahrenspflichten verursachten Verfahrensakt aufzuerlegen. Die objektive Verletzung von Verfahrenspflichten reicht aus. Ein schuldhaftes Verhalten ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass zwischen der Verletzung der Verfahrenspflicht und den Verfahrenskosten ein Kausalzusammenhang besteht (Urteile 7B_686/2023 vom 23. September 2024 E. 3.3; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.2 f.; je mit Hinweisen). Auch der Rechtsbeistand einer Partei kann gestützt auf Art. 417 StPO kosten- und entschädigungspflichtig werden (Urteile 6B_181/2023 vom 16. Mai 2024 E. 2.1; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.3; je mit Hinweisen). Die Kostenauflage an den Rechtsbeistand soll aber auf offenkundige Säumnisse und andere Extremfälle von anwaltlichem Fehlverhalten beschränkt bleiben bzw.”
“Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO). Der Bestimmung liegt der Grundsatz zugrunde, dass unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat (sog. Verursacherprinzip). Sie ermöglicht es, einer verfahrensbeteiligten Person unabhängig vom Verfahrensausgang die Kosten für einen bestimmten, von ihr unnötigerweise in Verletzung ihrer Verfahrenspflichten verursachten Verfahrensakt aufzuerlegen. Die objektive Verletzung von Verfahrenspflichten reicht aus. Ein schuldhaftes Verhalten ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass zwischen der Verletzung der Verfahrenspflicht und den Verfahrenskosten ein Kausalzusammenhang besteht (Urteile 7B_686/2023 vom 23. September 2024 E. 3.3; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.2 f.; je mit Hinweisen). Auch der Rechtsbeistand einer Partei kann gestützt auf Art. 417 StPO kosten- und entschädigungspflichtig werden (Urteile 6B_181/2023 vom 16. Mai 2024 E. 2.1; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.3; je mit Hinweisen). Die Kostenauflage an den Rechtsbeistand soll aber auf offenkundige Säumnisse und andere Extremfälle von anwaltlichem Fehlverhalten beschränkt bleiben bzw. nur zurückhaltend angewandt werden. Als schwere Pflichtverletzung fällt nur sachlich nicht vertretbares bzw. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten der Verteidigung in Betracht (Urteil 6B_181/2023 vom 16. Mai 2024 E. 2.1 und”
Ein Teilkommentar stammt von der Staatsanwaltschaft und nicht von einer höheren Instanz (Hinweis auf Herkunft der Äusserung).
“Die Kosten wurden dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 417 StPO auf- erlegt. Begründend führte die Staatsanwaltschaft in der Einstellungsverfügung aus, der Beschwerdeführer habe es unterlassen, der Kantonspolizei Graubünden trotz mehrerer Aufforderungen die vollständigen Personalien der verantwortlichen Person zu nennen, weshalb das ordentliche Verfahren habe eingeleitet werden müssen. Durch sein Verhalten habe der Beschwerdeführer seine Mitwirkungs- pflichten als Fahrzeuglenker verletzt und einen unnötigen Verfahrensauswand verursacht (StA act. 24 S. 2). In der Stellungnahme vom 22. Oktober 2024 führt sie weiter aus, dass der Beschwerdeführer nicht bestreite, der Fahrzeughalter ge- wesen zu sein, die vollständigen Personalien (Postanschrift und Geburtsdatum) der für die Übertretung verantwortlichen Person nicht sofort geliefert und die Bus- se nicht innerhalb der Frist bezahlt zu haben. Die Staatsanwaltschaft sei daher nicht nur befugt, sondern gar verpflichtet gewesen, gegen den Beschwerdeführer das ordentliche Verfahren durchzuführen. Und dieses wiederum habe Kosten ver- ursacht.”
Bei Rückweisung wegen säumigem Zahlungsversäumnis oder Nichtbeachtung von Teilnahmerechten können vorinstanzliche Kosten zulasten der Klägerin bzw. des Kantons verlegt werden.
“Dans le doute, elle pouvait demander une prolongation de délai. En outre, selon la jurisprudence précitée, la Chambre pénale peut se montrer plus stricte au vu de l'acte à accomplir, en l'occurrence le versement d'une avance de frais. À cet égard, l'avocate, n'étant elle-même pas empêchée, ne peut se prévaloir de la défaillance informatique de sa mandante pour justifier une demande de restitution de délai. Le comportement fautif de l'avocate, soit l'omission de vérification du respect du délai, est imputable à sa cliente, qui, en sa qualité de partie plaignante, ne peut se prévaloir de la jurisprudence en matière de défense obligatoire. 2.4. Au vu de ce qui précède, tant la demanderesse que sa mandataire sont responsables du retard dans le versement du paiement à titre de sûretés, de sorte que la demande de restitution du délai est rejetée. 3. Les frais relatifs à la décision peuvent être mis à la charge du requérant à la restitution du délai qui a occasionné les frais supplémentaires conformément à l'art. 417 CPP, étant encore précisé que les avocats ou autres personnes qui participent à la procédure pénale en tant que représentants d'une partie doivent également être considérés comme des parties à la procédure au sens de l'art. 417 CPP (ATF 147 IV 526 consid. 4 et les références citées ; CR CPP-Stoll, art. 94 n. 18b). Partant, les frais sont mis à la charge de la demanderesse. Les frais sont fixés à CHF 300.- (émolument : CHF 200.- ; débours : CHF 100.-), selon le tarif prévu aux art. 33 ss du Règlement sur la justice (RJ ; RSF 130.11). la Chambre arrête : I. La requête de restitution de délai est rejetée. II. Les frais de la procédure, arrêtés à CHF 300.- (émolument : CHF 200.-; débours : CHF 100.‑), sont mis à la charge de A.________. III. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière pénale au Tribunal fédéral dans les trente jours dès la notification de l’arrêt rédigé. La qualité et les autres conditions pour interjeter recours sont déterminées par les art. 78 à 81 et 90 ss de la loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 (LTF).”
“À cet égard, l'avocate, n'étant elle-même pas empêchée, ne peut se prévaloir de la défaillance informatique de sa mandante pour justifier une demande de restitution de délai. Le comportement fautif de l'avocate, soit l'omission de vérification du respect du délai, est imputable à sa cliente, qui, en sa qualité de partie plaignante, ne peut se prévaloir de la jurisprudence en matière de défense obligatoire. 2.4. Au vu de ce qui précède, tant la demanderesse que sa mandataire sont responsables du retard dans le versement du paiement à titre de sûretés, de sorte que la demande de restitution du délai est rejetée. 3. Les frais relatifs à la décision peuvent être mis à la charge du requérant à la restitution du délai qui a occasionné les frais supplémentaires conformément à l'art. 417 CPP, étant encore précisé que les avocats ou autres personnes qui participent à la procédure pénale en tant que représentants d'une partie doivent également être considérés comme des parties à la procédure au sens de l'art. 417 CPP (ATF 147 IV 526 consid. 4 et les références citées ; CR CPP-Stoll, art. 94 n. 18b). Partant, les frais sont mis à la charge de la demanderesse. Les frais sont fixés à CHF 300.- (émolument : CHF 200.- ; débours : CHF 100.-), selon le tarif prévu aux art. 33 ss du Règlement sur la justice (RJ ; RSF 130.11). la Chambre arrête : I. La requête de restitution de délai est rejetée. II. Les frais de la procédure, arrêtés à CHF 300.- (émolument : CHF 200.-; débours : CHF 100.‑), sont mis à la charge de A.________. III. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière pénale au Tribunal fédéral dans les trente jours dès la notification de l’arrêt rédigé. La qualité et les autres conditions pour interjeter recours sont déterminées par les art. 78 à 81 et 90 ss de la loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 (LTF). L'acte de recours motivé doit être adressé au Tribunal fédéral, 1000 Lausanne 14. Il doit être remis au plus tard le dernier jour du délai, soit au Tribunal fédéral soit, à l'attention de ce dernier, à La Poste Suisse ou à une représentation diplomatique ou consulaire suisse.”
Die Behörde kann Kosten bei prozessualen Fehlern oder Säumnis unabhängig vom Ausgang der Sache auferlegen; für eine adäquate Kostenauflage ist Kausalität zwischen Pflichtverletzung und den konkret entstandenen Kosten erforderlich.
“die beschuldigte Person rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat; b. die Privatklägerschaft die beschuldigte Person zu entschädigen hat; oder c. die Aufwendungen der beschuldigten Person geringfügig sind. (Abs. 2) Im Rechtsmittelverfahren können Entschädigung und Genugtuung zudem herabgesetzt werden, wenn die Voraussetzungen von Artikel 428 Absatz 2 erfüllt sind. Art. 428 Abs. 2 aStPO lautet wie folgt: Erwirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günstigeren Entscheid, so können ihr die Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn: a. die Voraussetzungen für das Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen worden sind; oder b. der angefochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird. Wie bereits erwähnt (E. II. 1.2.2), kann die Strafbehörde bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen die Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO).”
“Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 Satz 1 StPO). Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Fällt die Rechtsmittel—instanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO).”
“Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO). Die Bestimmung statuiert das Verursacherprinzip (Urteil 1B_534/2018 vom 4. April 2019 E. 3.3). Für die Kostenauflage reicht eine objektive Verletzung von Verfahrenspflichten aus, ein schuldhaftes Verhalten ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist, dass zwischen der Verletzung der Verfahrenspflicht und den Verfahrenskosten ein Kausalzusammenhang besteht. Nur die adäquat durch die fehlerhafte Verfahrenshandlung verursachten Kosten können unabhängig vom Prozessausgang der verfahrensbeteiligten Person, welche sie verursacht hat, auferlegt werden (Urteile 7B_164/2022 vom 14. August 2023 E. 4.1; 6B_738/2015 vom 11. November 2015 E. 1.4.1 f.; je mit Hinweisen).”
Ein Entschädigungsbegehren muss beziffert und belegt werden; ist dies nicht der Fall, ist nicht darauf einzutreten.
“Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens trägt der Kanton Bern die Verfahrenskosten. Diese werden bestimmt auf CHF 1’000.00. Der obsiegende Beschwerdeführer hat eine Entschädigung – welche ihm gestützt auf Art. 417 StPO grundsätzlich zusteht – zwar beantragt, diese aber – wies es für die Privatklägerschaft gesetzlich vorgeschrieben ist – nicht beziffert oder belegt. Auf den Entschädigungsantrag ist somit nicht einzutreten ist (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. 433 Abs. 2 StPO). Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:”
Die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 Abs. 1 BGG) steht gegen Kostenauflagen nach Art. 417 StPO zur Verfügung.
Bei offensichtlich aussichtslosen zivilen Forderungen oder Schutzmassnahmengesuchen kann die Staatsanwaltschaft bzw. die Behörde dem Beschwerdeführer bzw. Verletzten Verfahrenskosten auferlegen.
“Dès lors que le recourant ne critique pas la quotité des frais arrêtés par le Ministère public en rapport avec sa décision du 4 septembre 2024 – quotité qui paraît par ailleurs compatible avec les règles ancrées à l’article 36 de la loi du 6 novembre 2019 fixant le tarif des frais, des émoluments de chancellerie et des dépens en matière civile, pénale et administrative (LTFrais, RSN 164.1) –, il reste à examiner si ces frais pouvaient être mis à la charge du recourant. 6. a) L’article 427 CPP pose le principe selon lequel les frais judiciaires peuvent être mis à la charge du lésé lorsqu’il succombe sur une question à propos de laquelle il assume l’initiative de la procédure, à savoir ses conclusions civiles et les prononcés liés à une démarche téméraire ou une négligence grave de sa part, en cas d’infraction poursuivie d’office, mais aussi l’accusation dans son ensemble, en cas d’infraction poursuivie sur plainte (v. ATF 147 IV 47). Cette disposition constitue une base légale (mais pas la seule ; on peut notamment penser à l’art. 417 CPP) permettant de mettre à la charge de la partie plaignante les frais relatifs aux « décisions intermédiaires » au sens de l’article 421 al. 2 let. a CPP (p. ex. le prononcé de l’autorité pénale rejetant sa requête tendant à la mise en œuvre en sa faveur de mesures de protection au sens des articles 149 ss CPP), spécialement dans les cas où la requête s’avère d’emblée dénuée de chance de succès, ce qui est le cas en l’espèce. Le CPP n’impose pas aux autorités de poursuite pénale l’obligation de caviarder de manière systématique les pièces du dossier accessibles au prévenu mentionnant certaines données personnelles du lésé (comme son adresse de domicile, son numéro de téléphone et/ou son adresse électronique), y compris lorsque ce lésé peut se prévaloir du statut de victime, au sens de l’article 1 al. 1 LAVI. Un tel caviardage constitue au contraire une mesure de protection, au sens des articles 149 ss CPP, qui n’est possible qu’à des conditions très strictes, soit s’il y a lieu de craindre que la personne à protéger puisse, en raison de sa participation à la procédure, « être exposé[e] à un danger sérieux menaçant [sa] vie ou [son] intégrité corporelle ou à un autre inconvénient grave » (art.”
Bei Aussetzung oder Säumnis können dem säumigen Beschuldigten konkret Reisekosten aller Beteiligten auferlegt werden.
“; 7.300.001): 1. Es sei die unentschuldigte Abwesenheit des Beschuldigten A. von der Berufungsverhandlung festzustellen; 2. A. sei mit einer Ordnungsbusse nach richterlichem Ermessen zu belegen (Art. 205 Abs. 4 StPO); 3. Das Berufungsverfahren sei weiterzuführen (Art. 407 Abs. 1 lit. a StPO e contrario); 4. A. sei mittels Videokonferenz einzuvernehmen (Art. 144 StPO); 5. Der Verhandlungsplan sei anzupassen, sodass a. die beiden Beschuldigten zu Beginn des Beweisverfahrens durch das Gericht einvernommen werden (Art. 341 Abs. 3 StPO); b. die übrigen Beweisaufnahmen nach der Befragung beider Beschuldigter erfolgen; entsprechend die Parteivorträge nach Abschluss des Beweisverfahrens durchgeführt werden; 6. Sofern eine Aussetzung des Berufungsverfahrens notwendig ist, seien die durch die unentschuldigte Säumnis von A. verursachten Kosten, namentlich die Anreisekosten für alle beteiligten Personen (seitens Bundesanwaltschaft pauschal CHF 2'000.00), diesem vollumfänglich aufzuerlegen (Art. 417 StPO). B.27.2 A. liess durch Rechtsanwältin Tethong folgende prozessualen Anträge stellen (CAR pag. 7.200.009 f.; 7.300.002 ff.): 1. Es sei entgegen der Verfügung der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts vom 24. ApriI 2024 festzustellen, dass der Berufungskläger / Beschuldigte A. nicht selbstverschuldet nicht zur Berufungsverhandlung erschienen ist, weshalb er vom persönlichen Erscheinen an der Berufungsverhandlung zu dispensieren ist. In Wiederholung des Begehrens vom 26. Januar 2022 wird beantragt: 2. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger / Beschuldigte durch Rechtsanwalt Michael Mráz nicht wirksam verteidigt war. 3. Es sei das erstinstanzliche Urteil wegen wesentlicher Mängel im Sinne von Art. 409 StPO aufzuheben und die Sache zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung und zur FäIIung eines neuen Urteils an das erstinstanzliche Gericht zurückzuweisen. 4. Es sei festzustellen, dass diejenigen Verfahrenshandlungen, welche während der nicht ausreichenden Verteidigung stattgefunden haben, nicht verwertet werden dürfen.”
Bei verspäteter oder offenbar unbegründeter Opposition bzw. deutlich verspäteter Reaktion können pauschal Verfahrenskosten (z.B. CHF 200) auferlegt werden.
“2 CPP, dont la teneur était reproduite dans l'indication des voies de droit de l'ordonnance pénale du 15 mars 2024, un délai n'est observé que si l'envoi est pris en charge par la Poste suisse le dernier jour du délai au plus tard, étant précisé que les autres possibilités de remise de l'opposition écrite, telles que prévues par l'art. 91 al. 2 CPP, ne sont pas non plus réalisées dans le cas d'espèce. Dès lors que le délai d'opposition arrivait à échéance le 29 novembre 2024, une opposition écrite parvenue à la Poste suisse le 13 décembre 2024 est tardive. 2.3 A. n'ayant pas requis une restitution de délai au sens de l'art. 94 CPP, cette question n'a pas à être traitée. 3. Au vu de ce qui précède, l'opposition écrite du 25 novembre 2024 d'A. à l'ordonnance pénale du MPC du 15 mars 2024 n'a pas été formée dans le délai légal de dix jours suivant sa notification. Par conséquent, il n'est pas entré en matière sur cette opposition, qui est tardive. Il s'ensuit que l'ordonnance précitée est assimilée à un jugement entré en force (art. 354 al. 3 CPP). 4. L'opposition formée par A. étant tardive, les frais de la présente procédure, par CHF 200.- (art. 7 let. a RFPPF), sont mis à sa charge (art. 417 CPP). Par ces motifs, le juge unique prononce: 1. Il n'est pas entré en matière sur l'opposition d'A. du 25 novembre 2024 à l'encontre de l'ordonnance pénale du 15 mars 2024 rendue par le Ministère public de la Confédération (cause SV.24.0393-AEC). 2. Les frais de la procédure, par CHF 200.-, sont mis à la charge d'A. Au nom de la Cour des affaires pénales du Tribunal pénal fédéral Le juge unique La greffière Une expédition complète de la présente ordonnance est adressée à: - Ministère public de la Confédération, Mme Caterina Aeberli (par acte judiciaire) - Monsieur A. (par recommandé AR) Après son entrée en force, la présente ordonnance sera communiquée à: - Ministère public de la Confédération, Exécution des jugements (version complète) Indication des voies de droit Recours à la Cour des plaintes du Tribunal pénal fédéral Un recours contre les ordonnances, les décisions et les actes de procédure de la Cour des affaires pénales du Tribunal pénal fédéral en tant que tribunal de première instance, exception faite des décisions de la direction de la procédure, peut être formé par écrit et motivé dans un délai de 10 jours auprès de la Cour des plaintes du Tribunal pénal fédéral (art.”
“Elle mentionne expressément que l'opposition doit être remise au plus tard le dernier jour du délai au MPC, à la Poste suisse, à une représentation consulaire ou diplomatique ou, s'agissant de personnes détenues, à la direction de l'établissement carcéral (art. 89 ss CPP). A. en a également été informé lors de son entretien téléphonique avec le MPC du 16 mai 2024. En outre, dans son opposition et sa détermination écrite, l'intéressé a contesté les faits tels que présentés dans l'ordonnance pénale du 11 avril 2024, en s'abstenant de prendre position sur la tardiveté de son opposition. A cette occasion, il n'a pas allégué avoir été empêché de déposer son opposition en temps utile sans faute de sa part. 3. Au vu de ce qui précède, il y a lieu de constater que l'opposition de A. à l'ordonnance pénale du 11 avril 2024 n'a pas été valablement formée. Partant, ladite ordonnance pénale est assimilée à un jugement entré en force au sens de l'art. 354 al. 3 CPP. 4. L'opposition formée par A. étant manifestement tardive, les frais de procédure, par CHF 200.- (art. 7 let. a RFPPF), sont mis à sa charge (art. 417 CPP). Par ces motifs, le juge unique prononce: 1. Il n'est pas entré en matière sur l'opposition de A. à l'encontre de l'ordonnance pénale du 11 avril 2024 rendue par le Ministère public de la Confédération (cause SV.24.0244-AEC). 2. Les frais de procédure, par CHF 200.-, sont mis à la charge de A. Au nom de la Cour des affaires pénales du Tribunal pénal fédéral Le juge unique La greffière Distribution (par acte judiciaire) : - Ministère public de la Confédération - Monsieur A. Après son entrée en force, l'ordonnance sera communiquée à: - Ministère public de la Confédération en tant qu'autorité d'exécution Indication des voies de droit Recours à la Cour des plaintes du Tribunal pénal fédéral Un recours contre les ordonnances, les décisions et les actes de procédure de la Cour des affaires pénales du Tribunal pénal fédéral en tant que tribunal de première instance, exception faite des décisions de la direction de la procédure, peut être formé par écrit et motivé dans un délai de 10 jours auprès de la Cour des plaintes du Tribunal pénal fédéral (art.”
Bei unentschuldigtem oder trotz ordentlicher Vorladung erfolgtem Fernbleiben kann die fehlende Partei die Kosten der entgangenen Verhandlung sowie Anwaltsentschädigungen zu tragen haben; dies gilt auch gegenüber der Bundesanwaltschaft als Verfahrenspartei.
“Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 7B_686/2023 Urteil vom 23. September 2024 II. strafrechtliche Abteilung Besetzung Bundesrichterin Koch, präsidierendes Mitglied, Bundesrichter Kölz, Bundesrichter Hofmann, Gerichtsschreiberin Lustenberger. Verfahrensbeteiligte A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Patrik Salzmann, Beschwerdeführer, gegen Bundesanwaltschaft, Guisanplatz 1, 3003 Bern, Beschwerdegegnerin. Gegenstand Mehrfache verbotene Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziff. 1 StGB); Legalitätsprinzip, Kostenpflicht nach Art. 417 StPO, Beschwerde gegen das Urteil des Bundesstrafgerichts, Berufungskammer, vom 6. Oktober 2022 (CA.2022.1).”
“Zur Berufungsverhandlung vom 13. Mai 2022 erschienen der Beschwerdeführer und der Mitbeschuldigte trotz ordnungsgemässer Vorladung und ausdrücklicher Ablehnung ihrer Dispensationsgesuche unentschuldigt nicht. Die Vorinstanz erachtete es deshalb als notwendig, die Verhandlung abzubrechen und zu einer neuen Berufungsverhandlung vorzuladen. Die Kosten für die erste Verhandlung auferlegte sie gestützt auf Art. 417 StPO den beiden Beschuldigten. Aus demselben Grund verweigerte sie ihnen für diese Verhandlung eine Entschädigung für ihre Anwaltskosten.”
“Beabsichtigt das Berufungsgericht wie hier, als Beweismassnahme eine Befragung der beschuldigten Person durchzuführen, kann diese der Berufungsverhandlung nicht unter Verweis auf Art. 407 StPO fernbleiben. Vielmehr wäre der ordentlich vorgeladene Beschwerdeführer nach Art. 405 Abs. 1 i.V.m. Art. 336 Abs. 1 lit. b StPO respektive Art. 405 Abs. 2 Satz 1 StPO zum persönlichen Erscheinen verpflichtet gewesen. Die Pflicht zur Teilnahme an der Hauptverhandlung gilt auch dann, wenn die beschuldigte Person von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen will (RAFFAEL RAMEL, in: Basler Kommentar Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 336 StPO). Da der Beschwerdeführer dieser Verpflichtung nicht nachkam, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die erste Berufungsverhandlung abbrach und ihm gestützt auf Art. 417 StPO die darauf entfallenden Kosten auferlegte. Die Bestimmung greift ungeachtet des Verfahrensausgangs, weshalb der vorliegende Freispruch an der Kostenpflicht nichts zu ändern vermag.”
Kürzungen und Begrenzungen der Entschädigung gelten für Entschädigungen nach Entlassung als amtlicher Verteidiger; bei Entlassung werden nur Kosten bis zum Tätigkeitsende entschädigt.
“Spesen und 8.1% Mehrwertsteuer, insgesamt CHF 2'872.20, geltend (act. G.2). Abgesehen vom Aufwand für die Stellungnahme zu einer Kos- tenauflage gestützt auf Art. 417 StPO sind alle Positionen nach dem Zeitpunkt seiner Entlassung als amtlicher Verteidiger von A. am 22. Januar 2024 zu kürzen. Ebenso können die verfahrensfremden Positionen im Zusammenhang mit dem Verfahren vor der Aufsichtskommission für Rechtsanwälte nicht entschädigt werden und sind daher zu kürzen. Dasselbe gilt für die entsprechenden Kleinspe- senpositionen. Rechtsanwalt Peter Hübner ist daher für das Berufungsverfahren mit insgesamt CHF 5'911.65 zu entschädigen (23.8 Stunden à CHF”
Bei teilweisem Aussichtslossein oder teilweiser Obsiegung können die Gerichtskosten anteilig dem Beschwerdeführer bzw. zwischen mehreren Beteiligten aufgeteilt werden; anteilige Verteilung kann auch zwischen Kanton und Beschuldigtem erfolgen.
“Die Vorinstanz ist der Auffassung, ein Teil der in der Beschwerde erhobenen Rügen könne nicht ansatzweise als erfolgversprechend beurteilt werden, was der amtliche Verteidiger bei Beachtung elementarer Sorgfalt im Rahmen der Einschätzung der Prozessaussichten hätte erkennen müssen. Entsprechend seien durch das Beschwerdeverfahren teilweise unnötige Kosten entstanden. Diese seien auf rund die Hälfte der gesamten Kosten zu beziffern und in diesem Umfang gestützt auf Art. 417 StPO dem Beschwerdeführer 2 persönlich aufzuerlegen.”
“Der Beschuldigte obsiegt nun nicht nur im Schuldpunkt, sondern auch be- züglich der Strafzumessung mehrheitlich. Die Kosten des Berufungsverfahrens bis zum Urteil des Kantonsgerichts vom 28. Oktober 2021 (Referenz SK1 19 44) sind entsprechend zu 5/6 dem Kanton Graubünden (Kantonsgericht) und zu 1/6 dem Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten des Berufungsverfahrens nach der Rückweisung durch das Bundesgericht (Referenz SK1 24 35) bleiben ohne Kos- tenfolgen für den Beschuldigten und sind vollumfänglich dem Kanton Graubünden (Kantonsgericht) aufzuerlegen (vgl. Art. 417 StPO). Insgesamt sind somit die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 8'000.00 in der Höhe von CHF 1'000.00 dem Beschuldigten und in der Höhe von CHF 7'000.00 dem Kanton Graubünden (Kantonsgericht) aufzuerlegen.”
“Der Schuldspruch von C. in Bezug auf den Raufhandel wurde bestätigt. Dementsprechend sind die Untersuchungskosten von CHF 1'361.80 C. aufzuerlegen. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 5'000.00 sind - wie die Vorinstanz zutreffend begründet hat - gestützt auf Art. 417 StPO zur Hälfte A. und B. und zur Hälfte C. aufzuerlegen.”
Das Verursacherprinzip genügt für die Kostenauflage; ein Verschulden ist nicht erforderlich (objektive Pflichtverletzung reicht).
“Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO). Der Bestimmung liegt der Grundsatz zugrunde, dass unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat (sog. Verursacherprinzip). Sie ermöglicht es, einer verfahrensbeteiligten Person unabhängig vom Verfahrensausgang die Kosten für einen bestimmten, von ihr unnötigerweise in Verletzung ihrer Verfahrenspflichten verursachten Verfahrensakt aufzuerlegen. Die objektive Verletzung von Verfahrenspflichten reicht aus. Ein schuldhaftes Verhalten ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass zwischen der Verletzung der Verfahrenspflicht und den Verfahrenskosten ein Kausalzusammenhang besteht (Urteile 7B_686/2023 vom 23. September 2024 E. 3.3; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.2 f.; je mit Hinweisen). Auch der Rechtsbeistand einer Partei kann gestützt auf Art. 417 StPO kosten- und entschädigungspflichtig werden (Urteile 6B_181/2023 vom 16. Mai 2024 E. 2.1; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.3; je mit Hinweisen). Die Kostenauflage an den Rechtsbeistand soll aber auf offenkundige Säumnisse und andere Extremfälle von anwaltlichem Fehlverhalten beschränkt bleiben bzw.”
“Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO). Der Bestimmung liegt der Grundsatz zugrunde, dass unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat (sog. Verursacherprinzip). Sie ermöglicht es, einer verfahrensbeteiligten Person unabhängig vom Verfahrensausgang die Kosten für einen bestimmten, von ihr unnötigerweise in Verletzung ihrer Verfahrenspflichten verursachten Verfahrensakt aufzuerlegen. Die objektive Verletzung von Verfahrenspflichten reicht aus. Ein schuldhaftes Verhalten ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass zwischen der Verletzung der Verfahrenspflicht und den Verfahrenskosten ein Kausalzusammenhang besteht (Urteile 7B_686/2023 vom 23. September 2024 E. 3.3; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.2 f.; je mit Hinweisen). Auch der Rechtsbeistand einer Partei kann gestützt auf Art. 417 StPO kosten- und entschädigungspflichtig werden (Urteile 6B_181/2023 vom 16. Mai 2024 E. 2.1; 6B_364/2018 vom 26. Juli 2018 E. 3.3.3; je mit Hinweisen). Die Kostenauflage an den Rechtsbeistand soll aber auf offenkundige Säumnisse und andere Extremfälle von anwaltlichem Fehlverhalten beschränkt bleiben bzw. nur zurückhaltend angewandt werden. Als schwere Pflichtverletzung fällt nur sachlich nicht vertretbares bzw. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten der Verteidigung in Betracht (Urteil 6B_181/2023 vom 16. Mai 2024 E. 2.1 und”
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