15 commentaries
Bei Mittäterschaft richtet sich die Zuständigkeit nach derselben Behörde wie beim Haupttäter; häufig entscheidet der Ort der zuerst vorgenommenen Verfolgungshandlungen (erster befasster Kanton, Tatort/erster Halt) über die Zuständigkeit.
“Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Straftat werden von den gleichen Behörden verfolgt und beurteilt wie die Täterin oder der Täter (Art. 33 Abs. 1 StPO). Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO).”
“Dazu müssen jeweils bei den SBB die genauen Durchfahrtszeiten bei Messpunkten resp. der effektive Fahrplan erfragt und von der Bahnpolizei Videoaufnahmen beigezogen werden (vgl. Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BG.2021.50 vom 16. Februar 2022 E. 2.3 f.; BG.2017.24 vom 4. September 2017 E. 2.1, 2.4). Bis dahin leistet es, wie vorliegend, Gerichtsstandskonflikten Vorschub. Die Praxis des Grenzwachtkorps hat sich denn auch vom geographischen Kontrollort gelöst (TPF 2015 23 E. 2.5) und die Gerichtsstandsempfehlungen der SSK knüpfen nicht daran an. Das Grenzwachtkorps stieg vorliegend am nächsten Zugshalt aus (Hauptbahnhof Zürich), wo es A. der Kantonspolizei übergab. Damit wurde der Kanton Zürich zum ersten befassten Kanton (vgl. TPF 2015 23 E. 2.6). Der Kanton Zürich weist mit einem Tatort und dem ersten Halt auch die erforderliche örtliche Anknüpfung auf und ist praktikabel. Für A. liegt damit nach Art. 31 Abs. 2 StPO der ordentliche Gerichtsstand im Kanton Zürich. Der Kanton Zürich ist auch zuständig für die weiteren Beteiligten (Art. 33 Abs. 1 StPO), da vorliegend von den Parteien nicht bestritten ist, dass die weiteren Beteiligten B. und C. Mittäter sein könnten (act. 1 S. 2, 6; act.”
Die Zuständigkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Verfahrens massgebenden Verdachtsmomenten bzw. den aktuellen Ermittlungs‑Anschuldigungen und nicht nach einer späteren Verurteilung oder späterer konkreter Tatbeurteilung.
“Le canton de Berne se retranche indûment derrière le fait qu'il mène des procédures séparées contre les prévenus, procédures qui ne devaient pas être ouvertes individuellement. L'application combinée des art. 33 et 34 al. 1 CPP a pour conséquence que le for de recel pour tous les prévenus est Berne (act. 3, p. 2). 3. 3.1 En procédure pénale, les fors sont réglés aux art. 31 à 42 CPP: les principes aux art. 31 et 32 CPP et les fors spéciaux aux art. 33 à 38 CPP. Les art. 39 à 42 CPP traitent de la procédure visant à déterminer les fors. 3.1.1 À teneur de l'art. 31 al. 1 CPP, l'autorité du lieu où l'acte a été commis est compétente pour la poursuite et le jugement de l'infraction. Si l'infraction a été commise ou si son résultat s'est produit en différents lieux, l'autorité compétente est celle du lieu où les premiers actes de poursuite ont été entrepris (art. 31 al. 2 CPP). Si l'infraction a été commise par plusieurs coauteurs, l'autorité compétente est celle du lieu où les premiers actes de poursuite ont été entrepris (art. 33 al. 2 CPP). Selon l'art. 34 al. 1 CPP, lorsque le prévenu a commis plusieurs infractions en des lieux différents, l'autorité du lieu où a été commise l'infraction punie de la peine la plus grave est compétente pour la poursuite et le jugement de toutes les infractions. Si plusieurs infractions sont punies de la même peine, l'autorité compétente est celle du lieu où les premiers actes de poursuite ont été entrepris. Lorsque plusieurs coauteurs agissent en plusieurs lieux, l'art. 34 al. 1 CPP s'applique pour tous les coauteurs (décision du Tribunal pénal fédéral BG.2018.32 du 19 septembre 2018 consid. 2.2 et références citées). 3.1.2 Le for doit être fixé sur la base des soupçons actuels. Ce n'est pas ce qui sera finalement retenu contre le prévenu qui est déterminant, mais bien les faits qui lui sont reprochés ainsi que leur qualification juridique telle qu'elle ressort du dossier au moment de l'examen du for (Moser/Schlapbach, Commentaire bâlois, op. cit., n° 11 ad art. 34 CPP). La fixation du for ne repose ainsi pas sur ce dont l'intéressé s'est effectivement rendu coupable et qui pourra en fin de compte être prouvé mais sur l'état de fait qui lui est reproché dans le cadre de l'enquête en cours, à moins que cet état de fait ne paraisse d'emblée infondé ou ne soit clairement exclu (décisions du Tribunal pénal fédéral BG.”
Bei Verfahrenstrennung sind strenge Anforderungen zu stellen, weil hierdurch Teilnahmerechte entfallen und Verwertungsverbote in anderen Verfahren betroffen sein können.
“Diese Ein- schränkung der Teilnahmerechte von Beschuldigten in getrennten Verfahren im Vergleich zu Mitbeschuldigten im gleichen Verfahren ist vom Gesetzgeber implizit vorgesehen und hinzunehmen (BGE 140 IV 172 E. 1.2.3). Durch eine Verfahrens- trennung geht dem Beschuldigten (bezogen auf Beweiserhebungen der anderen Verfahren) auch das Verwertungsverbot des Art. 147 Abs. 4 StPO verloren, weil er insoweit keine Verletzung seines Teilnahmerechts geltend machen kann. An- gesichts dieser schwerwiegenden prozessualen Folgen ist an die Voraussetzun- gen einer Verfahrenstrennung ein strenger Massstab anzulegen (Urteile des Bun- desgerichts 7B_9/2021 vom 11. September 2023 E. 10.3; 6B_23/2021 vom 21. Juli 2021 E. 3.3; 1B_92/2020 vom 4. September 2020 E. 4.2; 6B_135/2018 vom 22. März 2019 E. 1.2; je mit Hinweisen). In dieser Hinsicht relevant ist im vorliegenden Fall allerdings auch die Gerichts- standbestimmung des Jugendstrafprozessrechts: Gemäss Art. 10 Abs. 1 JStPO ist für die Strafverfolgung die Behörde des Ortes zuständig, an dem die oder der beschuldigte Jugendliche bei Eröffnung des Verfahrens den gewöhnlichen Aufent- halt hat. Im Gegensatz zum in Art. 33 StPO vorgesehenen gemeinsamen Ge- richtsstand des Erwachsenstrafrechts, der im Jugendstrafverfahren jedoch nicht - 17 - anwendbar ist (Art. 3 Abs. 2 lit. c JStPO), können die Gerichtsstände bei mehre- ren Beteiligten an einer Straftat entsprechend auseinander fallen.”
In der Praxis kann eine Staatsanwaltschaft (z.B. Kantonale Staatsanwaltschaft Aarau) die Vereinigung von Verfahren ablehnen, sodass die Zuständigkeit bei der zuerst verfolgenden Behörde verbleibt; die Verteidigung beanstandet dann mitunter eine Verletzung der Teilnahmerechte und fordert Vereinigung.
“4926 eine Strafuntersuchung führt, und es im Wesentlichen um Delikte aus zwei zeitlichen Phasen gehe: B. für eine erste Deliktsphase gewerbsmässiger Diebstahl, begangen zwischen August 2022 und August 2023 vorgeworfen wird, wobei er drei der zwölf Diebstähle in Mittäterschaft mit A. verübt habe (vgl. act. 4, S. 2); B. ferner verdächtigt wird, im Zeitraum von Dezember 2023 bis Februar 2024 weitere Delikte begangen zu haben, wie Vergehen gegen das Waffengesetz, Ungehorsam gegen eine amtliche Verfügung, Hinderung einer Amtshandlung sowie diverse SVG-Delikte (act. 4, S. 2); - der Kanton Aargau mit Verfügung vom 24. April 2023 das im Kanton Solothurn gegen A. unter der Verfahrensnummer STA.2022.4926 eröffnete Verfahren übernahm (act. 4.3); - mit Schreiben vom 23. September 2024 sich der amtliche Verteidiger von A. an die Kantonale Staatsanwaltschaft Aarau wandte und mitteilte, er habe vernommen, dass im Kanton Solothurn ein Strafverfahren gegen B. laufe; B. und A. verdächtigt würden, einige Delikte in Mittäterschaft begangen zu haben; gemäss Art. 33 Abs. 2 StPO für Verfahren, in welchen Straftaten mutmasslich von mehreren Mittätern verübt worden sei, die Behörde desjenigen Ortes zuständig sei, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden seien; eine Ausnahme im Sinne von Art. 38 Abs. 1 StPO nicht ersichtlich sei; durch die separate Verfahrensführung die Teilnahmerechte der Betroffenen verletzt würden, weshalb die Verfahren der beiden Mitbeschuldigten zu vereinigen seien (act. 1.3); - die Kantonale Staatsanwaltschaft Aarau mit Schreiben vom 27. September 2024 die Verfahrensvereinigung ablehnte (act. 3.9); - A. mit Eingabe vom 10. Oktober 2024 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte und beantragte, der Entscheid der Kantonalen Staatsanwaltschaft vom 27. September 2024 über den Gerichtsstand sei aufzuheben, die Verfahren von A. und B. seien zu vereinigen und das Vorverfahren sei für beide Mitbeschuldigte im Kanton Solothurn durchzuführen; eventualiter das Vorverfahren im Kanton Aargau durchzuführen sei; ferner Rechtsanwalt André Kuhn in prozessualer Hinsicht dessen Einsetzung als amtlicher Verteidiger im Verfahren vor dem Bundesstrafgericht beantragte (act.”
Bei selbständigem Recel gilt Art. 33 Abs. 1 StPO nicht; der Recheler/Receleur ist am Ort seines eigenen Delikts zu verfolgen.
“3 En l'espèce, une procédure contre inconnu est ouverte pour vol dans le canton de Berne. Cinq procédures pour recel y sont également ouvertes contre B., E., F., G. et inconnus. Or, force est de constater avec le MP-BE que les faits qui leur sont reprochés ont été commis dans le canton du Jura (à Delémont – et non à Y./JU contrairement à ce qui est indiqué dans la demande de fixation de for adressée à la Cour de céans, cf. act. 1, p. 4 mentionné au consid. 2; cela n'y change toutefois rien puisque les deux localités sont situées dans le canton du Jura). C'est en effet dans la capitale du canton du Jura que B., E., F. ainsi que des inconnus qui portaient des panneaux, paraissent avoir reçu un pouvoir de disposition sur ceux-ci. Les panneaux ont donc été « acquis » dans ce canton. Aucun élément de fait relie les prévenus au canton de Berne en ce qui concerne le recel reproché. Ces derniers n'ont pas été mis en prévention pour vol, infraction qui y aurait nécessairement été commise puisqu'il s'agit de panneaux de signalisations bernoises. C'est aussi dire que l'art. 33 al. 1 CPP ne trouve pas application. En effet, le recel est une infraction autonome, non une forme de participation à l'infraction préalable (supra consid. 3.2). Le receleur ne doit pas être poursuivi au for de l'auteur principal mais doit répondre en raison de son propre acte devant le tribunal compétent, c'est-à-dire en règle générale à l'endroit où il a commis son acte. La question de savoir si les faits reprochés aux prévenus sont effectivement constitutifs de recel peut rester ouverte. Elle doit être tranchée au fond, et non au moment de la fixation du for. Quant à l'ATF 128 IV 23, il n'est pas pertinent. Cet arrêt vise des actes de recel par le même receleur. Or, il n'est pas reproché à B., E., F. – et il ne ressort pas du dossier – qu'ils auraient détenu les panneaux d'inscription des localités bernoises avant le défilé du dimanche 23 juin 2024 ou qu'ils les auraient dissimulés antérieurement, ce qui aurait fait obstacle à la commission d'actes de recel portant sur ces mêmes panneaux. Les considérations qui précèdent n'excluent pas que le canton de Berne découvre d'autres auteurs potentiels et qu'il soit amené à ouvrir une procédure pour recel contre d'éventuels possesseurs et receleurs antérieurs qui pourraient relever de sa compétence en tant que commis sur son territoire (art.”
Die Verfolgung mehrerer Beteiligter wird örtlich an dem Ort der schwersten Tat konzentriert; Teilnehmer werden dort verfolgt, wo die schwerste mitverübte Tat verfolgt wird.
“Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 und 2 StPO). Der Ausführungsort befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 86 IV 222 E. 1; TPF 2022 154 E. 3.2 m.w.H.). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Straftat werden von den gleichen Behörden verfolgt und beurteilt wie die Täterin oder der Täter (Art. 33 Abs. 1 StPO). Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO).”
Die Verfolgung erfolgt gemeinsam, auch wenn Beteiligte an unterschiedlichen Orten handelten; dies gilt insbesondere für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne gesonderte Zuständigkeit und erleichtert die Verfolgung von Mittätern.
“Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Straftat werden von den gleichen Behörden verfolgt und beurteilt wie die Täterin oder der Täter (Art. 33 Abs. 1 StPO). Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO).”
Die GenStA Bern beantragt Zuständigkeitssicherung; bei Kompetenzkonflikten zwischen Kantonen wird häufig über den Vorverfolgungsort bzw. die Zuständigkeit entschieden.
“Die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern führte aus, dass nach der strengen Rechtsprechung des Bundesstrafgerichts betreffend Mittäterschaft und der bereits erfolgten Anerkennung des Mitbeschuldigten E. grundsätzlich die Zuständigkeit gestützt auf Art. 33 i.V.m. Art. 34 StPO durch den Kanton St. Gallen gegeben sein dürfte. Die jüngsten Absprachen der Arbeitsgruppe SSK Gerichtsstand und Rechtshilfe würden sich jedoch für eine Anpassung der Ziff. 15 der SSK-Gerichtsstandsempfehlungen aussprechen. In Anbetracht dieser Tendenzen sei vorliegend eine separate Verfahrensführung aufgrund der Fallkonstellation und der nebensächlichen gemeinsamen Tatbegehung (ein Diebstahl sowie ein Hausfriedensbruch) prozessökonomisch vertretbar, unabhängig davon, dass beide Beschuldigten sich in Haft befinden würden. Es lasse sich somit die Ansicht vertreten, wie auch vom Kanton St. Gallen geltend gemacht, dass vorliegend sachliche Gründe für eine getrennte Weiterführung der Verfahren gegen die Beschuldigten bestehen und damit in Abweichung von Art. 33 StPO grundsätzlich für die Verfahrensführung betreffend A. der Kanton Zürich gestützt auf Art. 34 Abs. 1 Satz 2 StPO zuständig sei. In jedem Fall falle die Zuständigkeit der Kantone Bern, Solothurn, Thurgau sowie Basel-Landschaft ausser Betracht (act. 1.7 S. 2). P. Die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau führte in ihrem Schreiben vom 4. Oktober 2024 aus, die Zuständigkeit der Kantone Thurgau, Solothurn und Basel-Landschaft falle ausser Betracht, und verzichtete auf eine weitergehende Stellungnahme (act. 1.8). Der Leitende Staatsanwalt des Kantons Basel-Landschaft teilte mit, dass es bei der konkreten Situation durchaus sachgerecht wäre, von Art. 33 i.V.m. Art. 34 StPO abzuweichen, weil A. im Kanton St. Gallen nicht delinquiert habe, weshalb der Kanton Zürich für zuständig zu erklären wäre. Darüber hinaus bestehe keine Zuständigkeit im Kanton Basel-Landschaft (act. 1.9). Das Untersuchungsamt St. Gallen erklärte in seinem Schreiben vom 7. Oktober 2024, es würden sachliche Gründe für eine getrennte Weiterführung der Verfahren gegen A.”
“Oktober 2024 gelangt die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (act. 1). Sie beantragt, es seien die Behörden des Kantons St. Gallen zur Verfolgung und Beurteilung von A. bezüglich der ihm vorgeworfen Taten für berechtigt und verpflichtet zu erklären. Eventualiter seien die Behörden des Kantons Zürich zur Verfolgung und Beurteilung von A. bezüglich der ihm vorgeworfen Taten für berechtigt und verpflichtet zu erklären (act. 1 S. 2). R. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2024 verzichtete der Leitende Staatsanwalt des Kantons Basel-Landschaft auf eine Stellungnahme (act. 3). Die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau beantragt mit Gesuchsantwort vom 30. Oktober 2024, es seien die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen, eventualiter die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Zürich, für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die A. zur Last gelegten Delikte zu verfolgen und zu beurteilen. Zur Begründung führte sie aus, der Kanton Thurgau teile die Ansicht des Kantons Bern, wonach eine strikte Anwendung von Art. 33 StPO i.V.m. Art. 34 StPO zur Zuständigkeit des Kantons St. Gallen führe, vorliegend eine separate Verfahrensführung jedoch nicht abwegig erscheine, was zu einer Zuständigkeit des Kantons Zürich führen würde (act. 4 S. 2). Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich teilte mit Gesuchsantwort vom 4. November 2024 mit, dass sie nach wie vor den Kanton St. Gallen, wo die Verfolgungshandlungen gegen E. zuerst vorgenommen worden seien, ebenfalls für die Führung des Verfahrens gegen A. als zuständig erachte. Ein Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand sei vorliegend nicht gerechtfertigt, da kein Schwerpunkt der deliktischen Tätigkeit in einem Kanton bestehe, A., im Gegensatz zu E., nicht geständig sei und deshalb, trotz Vorliegens von DNA-Hits, eine Konfrontation der beiden Mittäter zu erfolgen habe. Auch eine gemeinsame Anklage sei bei dieser Konstellation für die Beurteilung durch ein Gericht vorteilhafter. Diese Tatsachen würden klar gegen eine getrennte Führung der Verfahren gegen die Mittäter sprechen.”
Bei mehreren Mittätern bzw. in Bandendrogenfällen ist der Mittäterschaftsbegriff eng auszulegen; nur gleichrangige bzw. koordiniert handelnde Teilnehmer werden oft als Mittäter/Coautoren betrachtet.
“Constituent notamment des motifs objectifs justifiant la disjonction de causes un nombre élevé de coprévenus rendant la conduite d'une procédure unique trop difficile, une incapacité de comparaître de longue durée d'un des coprévenus, ou l'imminence de la prescription (ATF 138 IV 214 consid. 3.2 ; TF 6B_1436/2022 précité consid. 3.1.2 et les références citées ; Schlegel, in : Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [éd.], SK-Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 3e éd. 2020, vol. I, Art. 1-196 StPO, n° 4 ad art. 30 CPP ; Bouverat, in : Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd. 2019, n° 4 ad art. 30 CPP). La doctrine reconnaît du reste que la notion de coauteur de l'art. 33 al. 2 CPP doit s'interpréter de manière restrictive dans le cadre de trafics de stupéfiants en bande, afin d’éviter des procédures longues et coûteuses et d’une telle ampleur qu’il ne serait plus possible d’avoir une vue d'ensemble des prévenus et des délits en cause. Ainsi, seuls des participants ayant la même place hiérarchique dans le trafic devraient être traités comme coauteurs (Moser/Schalpbach, in : Niggli/Heer/Wiprächtiger [éd], Schweizerische Strafprozessordnung, Basler Kommentar, 3e éd. Bâle 2023, n. 14 ad art. 33 CPP). 2.3 En l'espèce, contrairement à ce que fait valoir le Ministère public, l’art. 29 CPP peut trouver application lorsque les causes ne sont pas instruites contre le même prévenu, dès lors que l’al. 1 let. b de cette disposition prévoit expressément le cas où il y aurait plusieurs coauteurs ou participation. Pour le surplus, les faits reprochés au recourant et à J.________ sont incontestablement liés. Preuve en est qu’ils font l’objet d’un seul et même rapport de la police et que le Ministère public a autorisé le recourant à être représenté par son défenseur lors des auditions de J.________, afin qu’il puisse exercer son droit d’être entendu. Certes, J.________ conteste être le commanditaire de la livraison interceptée par les policiers, mais il admet avoir acquis auprès du recourant un minimum de 80 grammes de cocaïne sur plusieurs mois pour sa propre consommation. Il apparaît que les deux prévenus se mettent en cause mutuellement pour tenter de minimiser leur propre responsabilité, J.”
Bei Mittäterschaftsfragen kann oft der Ort der ersten Verfolgung (Vorverfolgungsort) die Zuständigkeit bestimmen.
“oder wenn Mittäterschaft oder Teilnahme vorliegt (lit. b; vgl. auch Art. 33 StPO). Art. 29 StPO statuiert den Grundsatz der Verfahrenseinheit. Er bezweckt die Verhinderung sich widersprechender Urteile, sei dies bei der Sachverhaltsfeststellung, der rechtlichen Würdigung oder der Strafzumessung. Er gewährleistet insofern das Gleichbehandlungs- und Fairnessgebot (Art. 8 der Bundesverfassung [BV, SR 101], Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO; BGE 138 IV 29 E. 3.2; BGer 1B_150/2017 vom 4. Oktober 2017 E. 3.3). Überdies dient er der Prozessökonomie (Art. 5 Abs. 1 StPO). Nach Art. 30 StPO können die Staatsanwaltschaft und die Gerichte aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen (vgl. auch Art. 8 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO). Eine Verfahrenstrennung muss aber die Ausnahme bleiben und die sachlichen Gründe müssen objektiv sein. Getrennte Verfahren sollen vor allem der Verfahrensbeschleunigung dienen bzw. eine unnötige Verzögerung vermeiden helfen; so stellt denn auch das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) oft einen sachlichen Grund gemäss Art.”
Praktisch wird häufig dort verfolgt, wo die schwerste Tat begangen wurde oder wo ein Mittäter die schwerste Tat begangen hat; Art. 33 Abs. 2 StPO wird ergänzend dahin ausgelegt, dass häufig der Ort der zuerst verfolgten Tathandlungen für den Gerichtsstand maßgeblich ist.
“Dem Gesuch lässt sich entnehmen, dass A. zur Last gelegt wird, auch zusammen mit dem erwachsenen B. Straftaten begangen zu haben. Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 StPO). Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen mehrere Delikte, so sind Art. 33 Abs. 2 und Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte verfolgt werden, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichtsstand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (TPF 2022 146 E. 2.1).”
“Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen mehrere Delikte, so sind Art. 33 Abs. 2 und Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte verfolgt werden, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichtsstand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (TPF 2022 146 E. 2.1).”
Die Zuständigkeit umfasst inländische Teilnahmehandlungen auch wenn die Haupttat im Ausland vorbereitet oder entschieden wurde.
“Dans sa jurisprudence constante, le Tribunal fédéral a considéré que les actes de participation devaient être réputés avoir été commis au même endroit que l'infraction principale, le principe de la territorialité (art. 3 CP) ne trouvant aucune application propre au participant. Cette approche a été justifiée par le fait que, si l'art. 8 CP prend en considération le lieu où l'auteur a agi et où le résultat s'est produit, cette disposition ne fixe en revanche ni le lieu de la participation, ni celui où l'auteur principal a pris la décision d'agir ou s'y est préparé. Or, en raison de son caractère accessoire, la participation n'acquiert aucune signification propre, dans la mesure où elle ne fait que favoriser l'accomplissement des faits constituant l'infraction principale et le succès de celle-ci. La prise en considération du caractère accessoire des actes de participation concorde en outre avec la solution consacrée par le législateur en matière de for interne, qui, en cas de participation, se trouve au lieu d'exécution de l'acte principal (art. 33 CPP). Il serait par ailleurs inadéquat, en raison de l'étroite relation entre l'acte principal et la participation, de soustraire à la juridiction pénale suisse, conformément à l'art. 3 CP, l'auteur qui a agi à l'étranger, mais qui prend sa décision et prépare l'infraction en Suisse, alors que l'on poursuivrait et punirait en revanche l'instigateur ou le complice qui aurait agi en Suisse, cela sans tenir compte de la question de savoir si l'infraction principale est ou non punissable à l'étranger (ATF 144 IV 265 consid. 2.4 ; ATF 104 IV 77 consid. 7b). 4.2.2 Est un coauteur celui qui collabore, intentionnellement et de manière déterminante, avec d'autres personnes à la décision de commettre une infraction, à son organisation ou à son exécution, au point d'apparaître comme l'un des participants principaux. Il faut que, d'après les circonstances du cas concret, la contribution du coauteur apparaisse essentielle à l'exécution de l'infraction. La seule volonté quant à l'acte ne suffit pas.”
Getrennte Verfahren bleiben die Ausnahme; nur bei sachlicher Prozessökonomie bzw. überwiegender Fallverknüpfung oder zur Beschleunigung des Verfahrens kann von Art. 33 StPO zugunsten getrennter Verfahren abgewichen werden.
“oder wenn Mittäterschaft oder Teilnahme vorliegt (lit. b; vgl. auch Art. 33 StPO). Art. 29 StPO statuiert den Grundsatz der Verfahrenseinheit. Er bezweckt die Verhinderung sich widersprechender Urteile, sei dies bei der Sachverhaltsfeststellung, der rechtlichen Würdigung oder der Strafzumessung. Er gewährleistet insofern das Gleichbehandlungs- und Fairnessgebot (Art. 8 der Bundesverfassung [BV, SR 101], Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO; BGE 138 IV 29 E. 3.2; BGer 1B_150/2017 vom 4. Oktober 2017 E. 3.3). Überdies dient er der Prozessökonomie (Art. 5 Abs. 1 StPO). Nach Art. 30 StPO können die Staatsanwaltschaft und die Gerichte aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen (vgl. auch Art. 8 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO). Eine Verfahrenstrennung muss aber die Ausnahme bleiben und die sachlichen Gründe müssen objektiv sein. Getrennte Verfahren sollen vor allem der Verfahrensbeschleunigung dienen bzw. eine unnötige Verzögerung vermeiden helfen; so stellt denn auch das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) oft einen sachlichen Grund gemäss Art.”
Bei banden- bzw. Drogendelikten ist der Begriff der Mittäterschaft restriktiv auszulegen; oft gelten nur gleichrangige/gleichartige Teilnehmer als Mittäter.
“La disjonction de procédures doit rester l'exception (ATF 144 IV 97 consid. 3.3 ; ATF 138 IV 214 consid. 3.2). Elle doit avant tout servir à garantir la rapidité de la procédure et à éviter un retard inutile (ATF 138 IV 214 consid. 3.2 ; TF 6B_40/2023 précité consid. 1.1. ; TF 6B_1436/2022 du 19 octobre 2023 consid. 3.2.2 et les références citées). Constituent notamment des motifs objectifs justifiant la disjonction de causes un nombre élevé de coprévenus rendant la conduite d'une procédure unique trop difficile, une incapacité de comparaître de longue durée d'un des coprévenus, ou l'imminence de la prescription (ATF 138 IV 214 consid. 3.2 ; TF 6B_1436/2022 précité consid. 3.1.2 et les références citées ; Schlegel, in : Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [éd.], SK-Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 3e éd. 2020, vol. I, Art. 1-196 StPO, n° 4 ad art. 30 CPP ; Bouverat, in : Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd. 2019, n° 4 ad art. 30 CPP). La doctrine reconnaît du reste que la notion de coauteur de l'art. 33 al. 2 CPP doit s'interpréter de manière restrictive dans le cadre de trafics de stupéfiants en bande, afin d’éviter des procédures longues et coûteuses et d’une telle ampleur qu’il ne serait plus possible d’avoir une vue d'ensemble des prévenus et des délits en cause. Ainsi, seuls des participants ayant la même place hiérarchique dans le trafic devraient être traités comme coauteurs (Moser/Schalpbach, in : Niggli/Heer/Wiprächtiger [éd], Schweizerische Strafprozessordnung, Basler Kommentar, 3e éd. Bâle 2023, n. 14 ad art. 33 CPP). 2.3 En l'espèce, contrairement à ce que fait valoir le Ministère public, l’art. 29 CPP peut trouver application lorsque les causes ne sont pas instruites contre le même prévenu, dès lors que l’al. 1 let. b de cette disposition prévoit expressément le cas où il y aurait plusieurs coauteurs ou participation. Pour le surplus, les faits reprochés au recourant et à J.________ sont incontestablement liés. Preuve en est qu’ils font l’objet d’un seul et même rapport de la police et que le Ministère public a autorisé le recourant à être représenté par son défenseur lors des auditions de J.”
Bei Mittäterschaft/mehreren Tätern bestimmt in der Regel der Ort der ersten Verfolgungshandlung (z.B. erste Untersuchungshandlung, Durchsuchung, Verhaftung) die Zuständigkeit bzw. den einheitlichen Gerichtsstand nach Art. 33 Abs. 2 StPO.
“ApriI 2019 E. 3.2; BG.2014.17 vom 10. Juli 2014 E. 2.3; BG.2012.7 vom 16. März 2012 E. 3.2; BG.2010.14 vom 20. September 2010 E. 2.2; Schweri/Bänziger, a.a.O., N. 83-85, 295). Die Handlungseinheit wirkt sich bei der Gerichtsstandsbestimmung in dem Sinne aus, dass alle dem Täter unter dem Titel des gewerbsmässigen Delikts zur Last gelegten Verfehlungen gleich zu behandeln sind. Gemäss Art. 31 Abs. 2 StPO sind in einem solchen Fall die Behörden jenes Ortes zur Verfolgung zuständig, wo die Untersuchung zuerst angehoben wurde (BGE 112 IV 61 E. 1). Ist eine Straftat von mehreren Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO).”
“Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 und 2 StPO). Der Ausführungsort befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 86 IV 222 E. 1; TPF 2022 154 E. 3.2 m.w.H.). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Straftat werden von den gleichen Behörden verfolgt und beurteilt wie die Täterin oder der Täter (Art. 33 Abs. 1 StPO). Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO).”
“Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Straftat werden von den gleichen Behörden verfolgt und beurteilt wie die Täterin oder der Täter (Art. 33 Abs. 1 StPO). Ist eine Straftat von mehreren Mittäterinnen oder Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO).”
“Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 StPO). Der Ausführungsort befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 86 IV 222 E. 1; TPF 2021 167 E. 2.1). Ist eine Straftat von mehreren Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen mehrere Delikte, so sind Art. 33 und Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte verfolgt werden, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichtsstand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo die Verfolgungshandlungen zuerst vorgenommen worden sind (vgl. hierzu u. a. die Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BG.2022.49 vom 23. März 2023 E. 2.3; BG.2022.29 vom 21. November 2022 E. 3.3; BG.2011.”
“Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 und 2 StPO). Der Ausführungsort befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 86 IV 222 E. 1; TPF 2022 154 E. 3.2 m.w.H.). Ist eine Straftat von mehreren Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen mehrere Delikte, so sind Art. 33 und Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte verfolgt werden, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichtsstand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo die Verfolgungshandlungen zuerst vorgenommen worden sind (TPF 2022 146 E. 2.1). Die schwerste Tat im gerichtsstandsrechtlichen Sinn ist diejenige mit der höchsten abstrakten gesetzlichen Strafdrohung, wobei Qualifizierungs- und Privilegierungselemente des besonderen Teils des StGB, welche den Strafrahmen verändern, zu berücksichtigen sind (TPF 2019 67 E.”
“Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 und 2 StPO). Der Ausführungsort befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 86 IV 222 E. 1; TPF 2022 154 E. 3.2 m.w.H.). Ist eine Straftat von mehreren Mittätern verübt worden, so sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO).”
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