35 commentaries
Für den Condono nach Art. 112 ZPO ist nach der Praxis der III CCA der Nachweis einer engen, voraussichtlich dauernden Mittellosigkeit erforderlich. Entscheidend ist, dass die voraussehbare finanzielle Lage – unter Einbezug künftiger Einkünfte und Vermögenswerte – die Begleichung der Kosten innerhalb der zehnjährigen Verjährungsfrist ausschliesst und eine so schwere Notlage begründet, dass keine realistische Aussicht auf wirtschaftliche Besserung für mehrere Jahre besteht.
“94/95, emessa il 20 novembre 2023 dalla terza Camera civile del Tribunale d’appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisione 20 novembre 2023 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo del 18 settembre 2023 di IS 1 contro la decisione del 6 settembre 2023 con cui il Pretore aggiunto ha respinto la sua istanza di gratuito patrocinio del 4 settembre 2023; che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico del reclamante le relative spese processuali di fr. 300.-; che con istanza 11 aprile 2024, inviata alla Pretura di Locarno-Campagna, IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che la Pretura ha trasmesso la richiesta alla III CCA per competenza; che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili una volta chiusa la procedura; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che nel Cantone Ticino sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che il condono esige la prova di uno stato di indigenza permanente in senso stretto, che è dato se, prevedibilmente, la situazione finanziaria del richiedente – inclusi anche redditi e beni di cui potrebbe disporre in futuro – non permette di far fronte alle spese processuali entro il termine di prescrizione di 10 anni (Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3a ed., 2016, n. 5 ad art. 112), esponendolo a un disagio talmente grave che escluderebbe a priori e per vari anni ogni minima prospettiva di miglioramento economico (Tappy, in: Bohnet/Haldy/Jeandin/Schweizer/Tappy, CPC commenté, 2011, n.”
“93, emessa il 15 gennaio 2021 dalla terza Camera civile del Tribunale d’appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisione 15 gennaio 2021 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo 26 agosto 2020 di RE 1 contro la decisione 24 luglio 2020 con cui il Pretore aveva respinto la sua istanza di gratuito patrocinio (inc. n. OR.2020.3 della Pretura di Locarno-Città); che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico del reclamante le relative spese processuali di fr. 300.–; che in data 28 giugno 2021, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che l’UIPA ha trasmesso la richiesta a questa Camera; che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili una volta chiusa la procedura; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che nel Cantone Ticino sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che il condono esige la prova di uno stato di indigenza permanente in senso stretto, che è dato se, prevedibilmente, la situazione finanziaria del richiedente – inclusi anche redditi e beni di cui potrebbe disporre in futuro – non permette di far fronte alle spese processuali entro il termine di prescrizione di 10 anni (Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3a ed.”
Ein bewilligter Kostenerlass führt zum endgültigen Untergang der Forderung. Eine spätere Besserstellung der Vermögensverhältnisse ermöglicht keine nachträgliche Geltendmachung der erlassenen Gerichtskosten.
“Gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder erlas- sen werden. Der Kostenerlass führt zum endgültigen Untergang der Forderung und diese kann damit auch dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn eine Partei in der Folgezeit in günstige finanzielle Verhältnisse gelangen würde (vgl. KGer GR ZK1 23 1 v.”
“Gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder erlas- sen werden. Der Kostenerlass führt zum endgültigen Untergang der Forderung und diese kann damit auch dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn eine Partei in der Folgezeit in günstige finanzielle Verhältnisse gelangen würde (vgl. KGer GR ZK1 23 1 v.”
Verfahrenshinweis: Ein nachträgliches Gesuch um Erlass nach Art. 112 ZPO kann erst gestellt werden, sobald der Entscheid über die Gerichtskosten in Rechtskraft erwachsen ist. Zuständig ist in der Regel diejenige Behörde, die die Kosten auferlegt hat; je nach kantonaler Regelung kann dies der Einzelrichter, die zuständige Kammer oder eine Verwaltungsstelle/Verwaltungskommission sein.
“Bei der Eingabe des Gesuchstellers vom 4. August 2024 handelt es sich primär um ein Erlassgesuch betreffend die ihm im Verfahren VD.2024.21 auferlegten Gerichtskosten. Für einen nachträglichen Erlass von Verfahrenskosten ist der Einzelrichter zuständig (§ 43 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]). Ein Erlassgesuch kann gestellt werden, sobald der Entscheid über die Gerichtskosten in Rechtskraft erwachsen ist (Sterchi, in: Berner Kommentar, 2012, Art. 112 ZPO N 2). Nachdem das Bundesgericht mit Urteil BGer 2C_169/2024 vom 4. Juni 2024 die Beschwerde des Gesuchstellers gegen das VGE Urteil VD.2024.21 vom 16. Februar 2024 abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist, ist dieser Entscheid und als Bestandteil davon der Kostenentscheid formell rechtskräftig geworden. Auf das Erlassgesuch der Gesuchstellerin ist folglich einzutreten.”
“Die Gesuchstellerin beantragt, es sei ihr die Rechnung des Kantonsgerichts zu erlassen. Dabei handelt es sich um ein Gesuch um Kostenerlass im Sinne von Art. 112 ZPO. Für die Beurteilung solcher Gesuche ist dasjenige Gericht zustän- dig, welches über die Verfahrenskosten entschieden hat. Innerhalb des Kantons- gerichts ist diejenige Kammer zuständig, die den Hauptentscheid getroffen hat, vorliegend somit die II. Zivilkammer. Da in casu ein Streitwert von CHF 5'000.00 nicht überschritten wird, ergeht der Entscheid in einzelrichterlicher Kompetenz (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. a Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessord- nung [EGzZPO; BR 320.100]). Nachdem das Gesuch - wie nachfolgend aufzuzei- gen ist - offensichtlich unbegründet ist, käme ohnehin die einzelrichterliche Kom- petenz gemäss Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) zur Anwendung.”
“Die Verfahrensbestimmungen im Schweizerischen Zivilgesetzbuch enthal- ten keine Regeln zu den Prozesskosten bzw. zu deren Erlass. Mit den Verfah- renskosten befasst sich das Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenen- schutzrecht. § 60 EG KESR regelt die Kosten bei der Kindes- und Erwachsenen- schutzbehörde, enthält aber keine Bestimmungen zum Kostenerlass. Der allge- meine Verweis von § 40 Abs. 3 EG KESR auf die Schweizerische Zivilprozess- ordnung führt zur Anwendung von Art. 112 ZPO. Diese Bestimmung sieht vor, dass Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden können (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Stundung und Erlass setzen eine Gerichtskosten- schuld voraus. Entsprechend spielt Art. 112 ZPO erst nach abgeschlossenem Verfahren eine Rolle, während die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege während des laufenden Verfahrens beantragt werden muss (S CHMID/JENT- SØRENSEN, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, Art. 111/112 N 10). Zuständig für ein Stundungs- oder Erlassgesuch ist die- jenige Behörde, welche die Kosten rechtskräftig auferlegt hat bzw. welche für de- ren Inkasso zuständig ist. - 6 -”
“Soweit die Beschwerdeführerin mit ihrem nachträglichen Gesuch um Erlass der Gerichtskosten im Sinne von Art. 112 ZPO ersuchen will, ist sie darauf hinzu- weisen, dass nicht die Kammer, sondern die Verwaltungskommission des Ober- gerichts des Kantons Zürich für die Beurteilung von nachträglichen Stundungs- und Erlassgesuchen zuständig ist (§ 18 Abs. 1 lit. q der Verordnung über die Or- ganisation des Obergerichts vom 3. November 2010 [LS 212.51], § 5 der Verord- nung des Obergerichts über das Rechnungswesen der Bezirksgerichte und des Obergerichts sowie über das zentrale Inkasso vom 9. April 2003 [LS 211.14]; OGer ZH VW190003 Beschluss vom 11. April 2019, E. II). Zuständigkeitshalber ist die Eingabe der Beschwerdeführerin an die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich weiterzuleiten.”
Art. 112 Abs. 1 ZPO betrifft Gestundung oder Erlass von Gerichtskosten. Die in den Quellen zitierte Darstellung nimmt ausdrücklich an, dass die Honorarnote eines Rechtsanwalts, der nicht zum unentgeltlichen Rechtsbeistand bestellt wurde, keine staatliche Verfahrenskosten, sondern eine privatrechtliche Vergütung darstellt. Für solche privaten Honorarforderungen sei nach der zitierten Erwägung kein staatliches Erlassverfahren vorgesehen; die Kammer sei für ein Gesuch um Erlass einer solchen Honorarrechnung daher nicht zuständig.
“Möglicherweise wollte die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde an die Kammer nicht ein erneutes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, sondern ein Gesuch um Kostenerlass stellen (act. 2). Nach § 40 Abs. 3 EG KESR in Verbin- dung mit Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder bei dauern- der Mittellosigkeit erlassen werden. Bei der Honorarnote von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ handelt es sich jedoch nicht um staatliche Verfahrenskosten, sondern – - 7 - soweit sein Honorar nicht von der unentgeltlichen Rechtspflege umfasst ist – um eine auf privatrechtlicher Basis geschuldete Vergütung. Für Honorarrechnungen eines Rechtsvertreters, welcher nicht zum unentgeltlichen Rechtsbeistand bestellt wurde, ist kein staatliches Erlassverfahren vorgesehen. Folglich ist die Kammer für die Beschwerde, soweit damit um Erlass der Honorarrechnung von Rechtsan- walt lic. iur. X._____ ersucht wird, nicht zuständig. Mangels sachlicher Zuständig- keit ist deshalb nicht darauf einzutreten.”
“Möglicherweise wollte die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde an die Kammer nicht ein erneutes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, sondern ein Gesuch um Kostenerlass stellen (act. 2). Nach § 40 Abs. 3 EG KESR in Verbin- dung mit Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder bei dauern- der Mittellosigkeit erlassen werden. Bei der Honorarnote von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ handelt es sich jedoch nicht um staatliche Verfahrenskosten, sondern – - 7 - soweit sein Honorar nicht von der unentgeltlichen Rechtspflege umfasst ist – um eine auf privatrechtlicher Basis geschuldete Vergütung. Für Honorarrechnungen eines Rechtsvertreters, welcher nicht zum unentgeltlichen Rechtsbeistand bestellt wurde, ist kein staatliches Erlassverfahren vorgesehen. Folglich ist die Kammer für die Beschwerde, soweit damit um Erlass der Honorarrechnung von Rechtsan- walt lic. iur. X._____ ersucht wird, nicht zuständig. Mangels sachlicher Zuständig- keit ist deshalb nicht darauf einzutreten.”
Bei dauernder Mittellosigkeit kann das Gericht die Gerichtskosten stunden oder erlassen (Art. 112 Abs. 1 ZPO). In der Praxis werden in geeigneten Fällen – etwa bei minderjährigen, rechtsunkundigen Parteien ohne eigenes Vermögen und mittellosen Eltern – die aufzuerlegenden Kosten abgeschrieben; Leistungen, die direkt aus der Staatskasse erbracht werden, führen in der Praxis zu einer Übertragung der Forderung auf den Kanton.
“Sie war als rechtsunkundiges Kind für die sachgerechte Wahrung ihrer Rechte im Berufungsverfahren ferner auf anwaltliche Unterstützung gemäss Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO angewiesen. Ihr ist daher in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Die volle Partei- entschädigung von Fr. 2'693.– (inkl. MwSt.) ist dem Rechtsbeistand der Klägerin, Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____, direkt aus der Staatskasse zu leisten Art. 122 Abs. 2 ZPO; KUKO ZPO-Jent-Sørensen, Art. 122 N 5, m.w.H.). Mit der Zahlung geht die Forderung auf den Kanton Zürich über. Da die Klägerin im vorliegenden Verfahren zu 20% unterliegt, sind ihr in diesem Umfang die Gerichtskosten aufzuerlegen. Da es sich bei der Klägerin um ein heute erst siebenjähriges Kind handelt, das über die Prozessführung nicht selber ent- scheidet, über kein eigenes Vermögen verfügt und deren Eltern mittellos sind, sind die ihr aufzuerlegenden Kosten sofort abzuschreiben (vgl. Art. 112 Abs. 1 ZPO). Da die Klägerin im Ergebnis keine Prozesskosten zu tragen haben wird, ist ihr Ge- such um unentgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Gerichtskosten als gegen- standslos geworden abzuschreiben. 5.5Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Die Nachzahlungspflicht umfasst auch die in Anwendung von Art. 122 Abs. 2 ZPO di- rekt aus der Gerichtskasse geleistete Entschädigung an die Gegenpartei. Zustän- dig für die Geltendmachung einer allfälligen Nachzahlungsforderung ist die Zentrale Inkassostelle am Obergericht (§ 7 der Verordnung des Obergerichts über das Rechnungswesen der Bezirksgerichte und des Obergerichts sowie über das zen- trale Inkasso vom 9. April 2003; LS 211.14). Es wird beschlossen: 1.Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1 bis 6 erstes Lemma (Phase 1), sowie die Dispositivziffer 7b) des Urteils des Einzelgerichts im ver- - 42 - einfachten Verfahren am Bezirksgericht Dietikon vom 5.”
“276 CC, comme, par exemple, l’influence éventuelle du sort des frais sur l’intérêt de l’enfant, la responsabilité de celui qui supporterait les frais dans la nécessité d’ouvrir une enquête ou de prendre une mesure, sa capacité de faire face à cette responsabilité et sa situation économique. Au regard de la loi, la famille assume certes au premier chef la charge et l’éducation des enfants mais, à défaut, la collectivité doit pallier les carences des parents en ce domaine en les assistant ou en les suppléant, ce qui est également de nature à influer sur le sort des frais (CCUR 3 février 2021/29 consid. 3.1 ; JdT 2003 III 40 consid. 5a et les références citées). Ces principes sont repris et confirmés par l’art. 38 LVPAE, qui prévoit que les émoluments et les frais auxquels donnent lieu les mesures prises en matière de protection de l’enfant au sens large sont à la charge des débiteurs de l’obligation d’entretien de l’enfant (al. 1), mais peuvent cependant, selon les circonstances, être répartis différemment ou laissés à la charge de l’Etat (al. 2). L’art. 112 al. 1 CPC (applicable par renvoi des art. 450f CC et 12 LVPAE) stipule que le tribunal peut accorder un sursis ou, lorsque la partie est durablement dépourvue de moyens, renoncer aux créances en frais judiciaires. Lorsque les parents de l’enfant sont indigents (moins de 5'000 fr. de fortune), l’état supporte la rémunération du curateur, à moins que la fortune de l’enfant soit supérieure à 100’000 francs (art. 4 al. 2 RCur [Règlement du 18 décembre 2012 sur la rémunération des curateurs ; BLV 211.255.2] ; Circulaire du Tribunal cantonal n° 46 du 17 mai 2021 relative aux « Tutelles de mineurs : Indemnités et débours », ch. 3.1). 4.1.2 L’art. 106 al. 1 CPC prévoit que les frais sont mis à la charge de la partie succombante. 4.2 4.2.1 En l’espèce, la décision litigieuse ne comporte aucune motivation s’agissant des frais d’intervention du curateur. On ne saurait retenir in casu que l’un des parents serait seul responsable de l’intervention de ce curateur, aucun d’eux n’ayant réellement adopté un comportement totalement à même de favoriser la désescalade du conflit.”
Auf Gesuch kann wegen Mittellosigkeit gemäss Art. 112 ZPO Stundung oder (ganz- oder teilweise) Condono des Einzugs der Gerichtskosten gewährt werden; in konkreten Fällen des Rückzugs des Gesuchs haben Gerichte aus Billigkeitsgründen auf den Einzug von Kosten verzichten können.
“78 emesse il 27 ottobre 2020 dalla terza Camera civile del Tribunale d'appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisioni 27 ottobre 2020 la terza Camera civile del Tribunale d'appello ha respinto – per quanto ricevibili – i reclami presentati da IS 1 l’8 maggio 2020 contro la sentenza 27 aprile 2020 con cui il Pretore aggiunto ha respinto la sua istanza di gratuito patrocinio nell’ambito del procedimento da essa avviato nei confronti della __________ rispettivamente l’11 agosto 2020 contro la sentenza 31 luglio 2020 con cui il Pretore aggiunto ha respinto la sua domanda di gratuito patrocinio nell’ambito della procedura da essa promossa nei confronti del __________; che, contestualmente, questa Camera ha posto a suo carico le relative spese processuali di fr. 450.– per ciascun procedimento; che in data 3 novembre 2022, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto di rinunciare provvisoriamente all’incasso del credito delle spese processuali, ciò con riferimento all’esito di una sua richiesta in tal senso al Tribunale federale, che l’aveva accolta; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla III CCA; che giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che, stante l’attuale situazione finanziaria della richiedente pare opportuno rinunciare provvisoriamente all’incasso del credito in questione, che tuttavia resta esigibile e dovrà essere onorato quando la sua situazione lo permetterà; che la domanda di dilazione non pone questioni di principio ed è pertanto evasa dalla Camera nella composizione a giudice unico (art. 48b cpv. 1 lett. b cifra 3 LOG). Per questi motivi, pronuncia: 1. La domanda di dilazione 3 novembre 2022 di IS 1 è accolta nel senso dei considerandi. 2. Non si prelevano spese giudiziarie. 3. Notificazione: – . Comunicazione all'Ufficio dell'incasso e delle pene alternative, Piazza Governo 7, 6501 Bellinzona.”
“57 del Tribunale d'appello - Sezione di diritto civile, promossa con istanza 9 maggio 2022 da IS 1 chiedente il condono dei costi procedurali riferiti a svariate fatture per un totale di fr. 2'320.30; ritenuto e considerato in fatto e in diritto: che con decisione 17 gennaio 2022 (inc. n. 12.2021.133/134) la seconda Camera civile del Tribunale d’appello (IICCA) ha respinto l’appello 14 settembre 2021 di IS 1 contro la decisione 27 luglio 2021 del Pretore del Distretto di Lugano, sezione 2 (inc. n. SE.2021.142); che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico dell’appellante le relative spese processuali di fr. 300.-; che il ricorso 21 febbraio 2022 di IS 1 è stato giudicato inammissibile dal Tribunale federale con decisione del 7 marzo 2022 (inc. 4A_87/2022); che con istanza 9 maggio 2022, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono di svariate spese procedurali, ivi compresa quella summenzionata di fr. 300.- (art. 112 CPC); che essendo nel Cantone Ticino l’autorità che ha fissato le spese processuali competente anche per deciderne il condono (cfr. IIICCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45 e ICCA del 17 luglio 2017, inc. 11.2017.63), l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla seconda Camera civile del Tribunale d’appello, malgrado la stessa riguardi anche altre spese; che la questione è comunque ininfluente dal momento che IS 1 ha ritirato la propria istanza mediante scritto 22 maggio 2022; che ciò comporta lo stralcio della procedura (art. 241 cpv. 3 CPC); che la desistenza equivale a soccombenza (art. 106 CPC), ritenuto nondimeno che nel caso specifico le circostanze inducono a rinunciare al prelievo di spese processuali; che terminando con una decisione di stralcio, la presente procedura è evasa dalla Camera nella composizione a giudice unico (art.”
“Im Nachgang zum besagten Schlichtungsverfahren liess der Beschwerde- gegner dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 20. Oktober 2020 eine Rechnung über Fr. 250.- zukommen (act. 2/1/2.10). Nachdem er mangels Zahlungseingangs am 27. November 2020 eine erste Mahnung verschickt hatte (act. 2/1/2.11), ersuchte ihn der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. November 2020 infolge Mittellosigkeit um Erlass der Kosten im Sinne von Art. 112 ZPO bzw. eventualiter um Stundung bis zum 31. Dezember 2021 (act. 2/1/2.12). Einen Kostenerlass lehnte der Beschwerdegegner mit Schreiben vom 8. Dezember 2020 ab, offerierte dem Beschwerdeführer in- des Ratenzahlungen (act. 2/1/2.13). Nach weiterer Korrespondenz zwischen den beiden Parteien (act. 2/1/2.14-17) lehnte der Beschwerdegegner die in- zwischen vom Beschwerdeführer beantragte Ausstellung einer anfechtbaren Verfügung implizit ab (act. 2/2/2.18) und leitete am 25. Februar 2021 das Betreibungsverfahren ein (act. 2/1/2.19). Gegen den Zahlungsbefehl erhob der Beschwerdeführer Rechtsvorschlag (act. 2/1/2.22-2.23). Mit Entscheid - 3 - vom 9. Juli 2021 erteilte das Bezirksgericht Weinfelden im Verfahren Nr. Z7.2021.115 für die erwähnte Forderung exklusive Mahnspesen die de- finitive Rechtsöffnung (act. 2/3).”
Ein endgültiger Erlass nach Art. 112 Abs. 1 ZPO kommt nur bei ausgewiesener und dauernder Mittellosigkeit in Betracht; dies ist mit grosser Zurückhaltung anzunehmen. Es ist zu prüfen, ob die Gerichtskosten voraussichtlich während der zehnjährigen Verjährungsfrist nicht beglichen werden können, wobei auch künftig verfügbare Einkünfte oder Vermögenswerte zu berücksichtigen sind. Liegt nur eine vorübergehende Mittellosigkeit vor, kann stattdessen eine Stundung oder die Bewilligung von Teil‑/Ratenzahlungen in Betracht gezogen werden.
“Gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten bei dauernder Mittello- sigkeit erlassen werden. Der Kostenerlass führt zum endgültigen Untergang der Forderung, und diese kann damit auch dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn eine Partei in der Folgezeit in günstige finanzielle Verhältnisse gelangen würde. Eine dauernde Mittellosigkeit ist daher nur mit grosser Zurückhaltung anzu- nehmen. Zu prüfen ist, ob voraussichtlich die Gerichtskosten während der zehnjäh- rigen Verjährungsfrist nicht beglichen werden können. Es sind somit auch Einkünfte und Vermögenswerte zu berücksichtigen, die erst innerhalb der nächsten zehn Jahre verfügbar werden oder kapitalisiert werden können. Wenn die Mittellosigkeit durch eigene Anstrengungen voraussichtlich beseitigt werden kann, kommt kein Er- lass in Betracht. Eine kürzer andauernde Mittellosigkeit kann eine Stundung recht- fertigen. Möglich ist auch die Bewilligung von Teil- oder Ratenzahlungen (JENNY, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4.”
“Ein Erlass der Gerichtskosten nach Art. 112 Abs. 1 ZPO kommt nur dann in Betracht, wenn die Mittellosigkeit der gesuchstellenden Person ausgewiesen und dauernd ist. Ein gesetzlicher Anspruch auf endgültigen Erlass besteht nicht, wird im Rahmen einer pflichtgemässen Ermessensausübung aber grundsätzlich dann bejaht, wenn die pflichtige Partei die Mittellosigkeit nachweist und sie nicht selbst verschuldet hat (AGE DG.2017.20 vom 28. April 2017 E. 2, DG.2017.10 vom 22. März 2017 E. 2; vgl. auch Rüegg/Rüegg, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 112 ZPO N 1). Von einer dauerhaften Mittellosigkeit ist nur mit grosser Zurückhaltung auszugehen. Zu prüfen ist, ob voraussichtlich die Gerichtskosten während der zehnjährigen Verjährungsfrist gemäss Art. 112 Abs. 2 ZPO nicht mehr bezahlt werden können (AGE DG”
“Gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten bei dauernder Mittel- losigkeit erlassen werden. Der Kostenerlass führt zum endgültigen Untergang der Forderung, und diese kann damit auch dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn eine Partei in der Folgezeit in günstige finanzielle Verhältnisse gelangen würde. Eine dauernde Mittellosigkeit ist daher nur mit grosser Zurückhaltung an- zunehmen. Zu prüfen ist, ob voraussichtlich die Gerichtskosten während der zehn- jährigen Verjährungsfrist nicht beglichen werden können. Es sind somit auch Ein- künfte und Vermögenswerte zu berücksichtigen, die erst innerhalb der nächsten zehn Jahre verfügbar werden oder kapitalisiert werden können. Wenn die Mittello- sigkeit durch eigene Anstrengungen voraussichtlich beseitigt werden kann, kommt kein Erlass in Betracht. Eine kürzer andauernde Mittellosigkeit kann eine Stun- dung rechtfertigen. Möglich ist auch die Bewilligung von Teil- oder Ratenzahlun gen (David Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3.”
Zuständigkeiten für nachträgliche Gesuche nach Art. 112 ZPO sind kantonal geregelt: In Zürich werden solche Eingaben der zentralen Inkassostelle (ZIST) bzw. der Verwaltungskommission des Obergerichts zur Behandlung weitergeleitet bzw. von diesen Stellen beurteilt. In anderen Kantonen (als Beispiele genannt: Graubünden, Tessin) ist nach Praxis die Behörde zuständig, die bereits über die Verfahrenskosten entschieden hat.
“Sinngemäss ist die Eingabe der Beschwerdeführerin als Gesuch um Stun- dung oder Erlass der Kosten im Sinne von Art. 112 ZPO zu verstehen. Die Einga- be ist daher zuständigkeitshalber an die Zentrale Inkassostelle (ZIST) der Gerich- te zur Behandlung zu überweisen.”
“Soweit die Beschwerdeführerin mit ihrem nachträglichen Gesuch um Erlass der Gerichtskosten im Sinne von Art. 112 ZPO ersuchen will, ist sie darauf hinzu- weisen, dass nicht die Kammer, sondern die Verwaltungskommission des Ober- gerichts des Kantons Zürich für die Beurteilung von nachträglichen Stundungs- und Erlassgesuchen zuständig ist (§ 18 Abs. 1 lit. q der Verordnung über die Or- ganisation des Obergerichts vom 3. November 2010 [LS 212.51], § 5 der Verord- nung des Obergerichts über das Rechnungswesen der Bezirksgerichte und des Obergerichts sowie über das zentrale Inkasso vom 9. April 2003 [LS 211.14]; OGer ZH VW190003 Beschluss vom 11. April 2019, E. II). Zuständigkeitshalber ist die Eingabe der Beschwerdeführerin an die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich weiterzuleiten.”
“Gerichtskosten können gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlas- sen werden (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Der Kanton bestimmt die sachliche Zuständig- keit für den Stundungs- oder Erlassentscheid (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro- zessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 1a zu Art. 112 ZPO). Für die Beurteilung ei- nes Gesuchs um Kostenerlass ist gemäss Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden dasjenige Gericht zuständig, welches über die Verfahrenskosten ent- schieden hat (vgl. KGer GR ZK1 2022 16 v.”
“93, emessa il 15 gennaio 2021 dalla terza Camera civile del Tribunale d’appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisione 15 gennaio 2021 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo 26 agosto 2020 di RE 1 contro la decisione 24 luglio 2020 con cui il Pretore aveva respinto la sua istanza di gratuito patrocinio (inc. n. OR.2020.3 della Pretura di Locarno-Città); che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico del reclamante le relative spese processuali di fr. 300.–; che in data 28 giugno 2021, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che l’UIPA ha trasmesso la richiesta a questa Camera; che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili una volta chiusa la procedura; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che nel Cantone Ticino sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che il condono esige la prova di uno stato di indigenza permanente in senso stretto, che è dato se, prevedibilmente, la situazione finanziaria del richiedente – inclusi anche redditi e beni di cui potrebbe disporre in futuro – non permette di far fronte alle spese processuali entro il termine di prescrizione di 10 anni (Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3a ed.”
Stundung oder Erlass von Gerichtskosten setzen eine bestehende Gerichtskostenpflicht voraus und kommen nach dem Abschluss des Verfahrens zur Anwendung. Zuständig für Entscheide über Stundung oder Erlass ist regelmässig diejenige Behörde, die die Kosten rechtskräftig auferlegt hat bzw. für deren Inkasso zuständig ist.
“Die Verfahrensbestimmungen im Schweizerischen Zivilgesetzbuch enthal- ten keine Regeln zu den Prozesskosten bzw. zu deren Erlass. Mit den Verfah- renskosten befasst sich das Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenen- schutzrecht. § 60 EG KESR regelt die Kosten bei der Kindes- und Erwachsenen- schutzbehörde, enthält aber keine Bestimmungen zum Kostenerlass. Der allge- meine Verweis von § 40 Abs. 3 EG KESR auf die Schweizerische Zivilprozess- ordnung führt zur Anwendung von Art. 112 ZPO. Diese Bestimmung sieht vor, dass Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden können (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Stundung und Erlass setzen eine Gerichtskosten- schuld voraus. Entsprechend spielt Art. 112 ZPO erst nach abgeschlossenem Verfahren eine Rolle, während die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege während des laufenden Verfahrens beantragt werden muss (S CHMID/JENT- SØRENSEN, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, Art. 111/112 N 10). Zuständig für ein Stundungs- oder Erlassgesuch ist die- jenige Behörde, welche die Kosten rechtskräftig auferlegt hat bzw. welche für de- ren Inkasso zuständig ist. - 6 -”
“Gerichtskosten können gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlas- sen werden (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Der Kanton bestimmt die sachliche Zuständig- keit für den Stundungs- oder Erlassentscheid (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro- zessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 1a zu Art. 112 ZPO). Für die Beurteilung ei- nes Gesuchs um Kostenerlass ist gemäss Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden dasjenige Gericht zuständig, welches über die Verfahrenskosten ent- schieden hat (vgl. KGer GR ZK1 2022 16 v.”
“Die Gesuchstellerin beantragt, es sei ihr die Rechnung des Kantonsgerichts zu erlassen. Dabei handelt es sich um ein Gesuch um Kostenerlass im Sinne von Art. 112 ZPO. Für die Beurteilung solcher Gesuche ist dasjenige Gericht zustän- dig, welches über die Verfahrenskosten entschieden hat. Innerhalb des Kantons- gerichts ist diejenige Kammer zuständig, die den Hauptentscheid getroffen hat, vorliegend somit die II. Zivilkammer. Da in casu ein Streitwert von CHF 5'000.00 nicht überschritten wird, ergeht der Entscheid in einzelrichterlicher Kompetenz (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. a Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessord- nung [EGzZPO; BR 320.100]). Nachdem das Gesuch - wie nachfolgend aufzuzei- gen ist - offensichtlich unbegründet ist, käme ohnehin die einzelrichterliche Kom- petenz gemäss Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) zur Anwendung.”
Bei der Beurteilung, ob Mittellosigkeit als dauernd anzusehen ist, ist zu prüfen, ob die Gerichtskosten voraussichtlich während der zehnjährigen Verjährungsfrist nach Art. 112 Abs. 2 ZPO nicht mehr bezahlt werden können.
“Ein Erlass der Gerichtskosten nach Art. 112 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) kommt nur dann in Betracht, wenn die Mittellosigkeit der gesuchstellenden Person ausgewiesen und dauernd ist. Ein gesetzlicher Anspruch auf endgültigen Erlass besteht nicht, wird im Rahmen einer pflichtgemässen Ermessensausübung aber grundsätzlich dann bejaht, wenn die pflichtige Partei die Mittellosigkeit nachweist und sie nicht selbst verschuldet hat (AGE DG.2017.20 vom 28. April 2017 E. 2 und DG.2017.10 vom 22. März 2017 E. 2; vgl. auch Rüegg/Rüegg, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 112 ZPO N 1). Von einer dauernden Mittellosigkeit ist nur mit grosser Zurückhaltung auszugehen. Zu prüfen ist, ob voraussichtlich die Gerichtskosten während der zehnjährigen Verjährungsfrist gemäss Art. 112 Abs. 2 ZPO nicht mehr bezahlt werden können (AGE DG”
“Ein Erlass der Gerichtskosten nach Art. 112 Abs. 1 ZPO kommt nur dann in Betracht, wenn die Mittellosigkeit der gesuchstellenden Person ausgewiesen und dauernd ist. Ein gesetzlicher Anspruch auf endgültigen Erlass besteht nicht, wird im Rahmen einer pflichtgemässen Ermessensausübung aber grundsätzlich dann bejaht, wenn die pflichtige Partei die Mittellosigkeit nachweist und sie nicht selbst verschuldet hat (AGE DG.2017.20 vom 28. April 2017 E. 2, DG.2017.10 vom 22. März 2017 E. 2; vgl. auch Rüegg/Rüegg, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 112 ZPO N 1). Von einer dauerhaften Mittellosigkeit ist nur mit grosser Zurückhaltung auszugehen. Zu prüfen ist, ob voraussichtlich die Gerichtskosten während der zehnjährigen Verjährungsfrist gemäss Art. 112 Abs. 2 ZPO nicht mehr bezahlt werden können (AGE DG”
Der Erlass der Gerichtskosten führt zum endgültigen Untergang der Forderung; eine spätere Verbesserung der Vermögensverhältnisse des Schuldners berechtigt nicht zur Rückforderung.
“Gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder erlas- sen werden. Der Kostenerlass führt zum endgültigen Untergang der Forderung und diese kann damit auch dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn eine Partei in der Folgezeit in günstige finanzielle Verhältnisse gelangen würde (vgl. KGer GR ZK1 23 1 v.”
Bei dauernder Mittellosigkeit kann das Gericht von Rückerstattungsansprüchen des Staates (z. B. Rückforderung von Leistungen der Rechtsbeistandschaft/LAJ) ganz oder teilweise absehen und die Rückerstattung dispensieren.
“25 de la loi sur l’assistance judiciaire [LAJ, RSN 161.2]). On retiendra une activité de 700 minutes (rédaction de l’appel, recherches juridiques comprises : 300 minutes ; prise de position sur la jonction : 10 minutes ; prise de connaissance de l’appel du SPAJ du 18.03.2022, de la réponse du SPAJ du 20.05.2022 et de la réplique du SPAJ du 17.06.2022, et rédaction de la réponse du 10.05.2022 et de la duplique du 18.07.2022 : 300 minutes ; entretiens avec la bénéficiaire [explications données en rapport avec la procédure d’appel, not. l’appel du SPAJ, la réponse du SPAJ du 20.05.2022 et l’arrêt de la CMPEA], envoi de la requête d’assistance judicaire, etc.] : 90 minutes), ce qui correspond à des honoraires de 2'100 francs, vu le tarif horaire prévu à l’article 22 al. 1 let. a LAJ. Après ajout de l’indemnité forfaitaire pour les frais (105 francs, selon l’article 24 LAJ) et de la TVA (170 francs), on obtient un total de 2'375 francs. Vu le sort de la cause, il se justifie de dispenser A.X.________ de rembourser ce montant à l’État (art. 112 al. 1 CPC ; v. arrêt de la Cour de céans du 23.09.2022 [CMPEA.2022.9] cons. 8). Par ces motifs, la Cour des mesures de protection de l'enfant et de l'adulte 1. Admet partiellement les appels. 2. Annule la décision entreprise et renvoie la cause à l’autorité précédente, pour poursuite de la procédure au sens des considérants, puis nouvelle décision. 3. Laisse les frais de la procédure d’appel à la charge de l’État. 4. Dit qu’aucune partie n’a droit à des dépens. 5. Arrête à 2'375 francs, tout compris, l’indemnité allouée à Me K.________ pour la procédure d’appel. 6. Dispense A.X.________ de rembourser à l’État le montant arrêté au chiffre 5 du présent dispositif. Neuchâtel, le 25 octobre 2022”
“25 de la loi sur l’assistance judiciaire [LAJ, RSN 161.2]). On retiendra une activité de 700 minutes (rédaction de l’appel, recherches juridiques comprises : 300 minutes ; prise de position sur la jonction : 10 minutes ; prise de connaissance de l’appel du SPAJ du 18.03.2022, de la réponse du SPAJ du 20.05.2022 et de la réplique du SPAJ du 17.06.2022, et rédaction de la réponse du 10.05.2022 et de la duplique du 18.07.2022 : 300 minutes ; entretiens avec la bénéficiaire [explications données en rapport avec la procédure d’appel, not. l’appel du SPAJ, la réponse du SPAJ du 20.05.2022 et l’arrêt de la CMPEA], envoi de la requête d’assistance judicaire, etc.] : 90 minutes), ce qui correspond à des honoraires de 2'100 francs, vu le tarif horaire prévu à l’article 22 al. 1 let. a LAJ. Après ajout de l’indemnité forfaitaire pour les frais (105 francs, selon l’article 24 LAJ) et de la TVA (170 francs), on obtient un total de 2'375 francs. Vu le sort de la cause, il se justifie de dispenser A.X.________ de rembourser ce montant à l’État (art. 112 al. 1 CPC ; v. arrêt de la Cour de céans du 23.09.2022 [CMPEA.2022.9] cons. 8). Par ces motifs, la Cour des mesures de protection de l'enfant et de l'adulte 1. Admet partiellement les appels. 2. Annule la décision entreprise et renvoie la cause à l’autorité précédente, pour poursuite de la procédure au sens des considérants, puis nouvelle décision. 3. Laisse les frais de la procédure d’appel à la charge de l’État. 4. Dit qu’aucune partie n’a droit à des dépens. 5. Arrête à 2'375 francs, tout compris, l’indemnité allouée à Me K.________ pour la procédure d’appel. 6. Dispense A.X.________ de rembourser à l’État le montant arrêté au chiffre 5 du présent dispositif. Neuchâtel, le 25 octobre 2022”
Art. 112 Abs. 1 ZPO ist eine Kann‑Vorschrift: Stundung oder Erlass der Gerichtskosten begründen grundsätzlich keinen Anspruch, sondern liegen im Ermessen der zuständigen Behörde. Dieses Ermessen ist pflichtgemäss auszuüben und insbesondere unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots zu handhaben.
“Gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden. Aufgrund dieser Kann-Vorschrift besteht grundsätzlich kein gesetzlicher Anspruch auf einen Erlass oder eine Stundung. Vielmehr liegen Stundung und Erlass im Ermessen der zuständigen Behörde. Die Ausübung des Ermessens hat jedoch pflichtgemäss, das heisst insbesondere unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots, zu erfolgen. Die Möglichkeit des Erlasses von Gebühren hat einen anderen Zweck als die unentgeltliche Rechtspflege. Diese soll allen Bürgern den Zugang zum Gericht ermöglichen und ist daher gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV als verfassungsmässiger Anspruch des Einzelnen gewährleistet. Beim Kostenerlass hingegen geht es im Sinn von Art. 5 Abs. 2 BV und § 2 Abs. 2 KV um die Umsetzung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit bei der staatlichen Interessendurchsetzung. Eine solche Interessendurchsetzung sollte insbesondere unterbleiben, wenn die verfolgten fiskalischen Interessen sowie das Interesse an einer rechtsgleichen Durchsetzung der Kostenfolgen in keiner Art und Weise die Opfer und Belastungen des Pflichtigen zu rechtfertigen vermögen.”
“Gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden. Aufgrund dieser Kann-Vorschrift besteht grundsätzlich kein gesetzlicher Anspruch auf einen Erlass oder eine Stundung. Vielmehr liegen Stundung und Erlass im Ermessen der zuständigen Behörde. Die Ausübung des Ermessens hat jedoch pflichtgemäss, das heisst insbesondere unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots, zu erfolgen. Die Möglichkeit des Erlasses von Gebühren hat einen anderen Zweck als die unentgeltliche Rechtspflege. Diese soll allen Bürgern den Zugang zum Gericht ermöglichen und ist daher gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV als verfassungsmässiger Anspruch des Einzelnen gewährleistet. Beim Kostenerlass hingegen geht es im Sinn von Art. 5 Abs. 2 BV und § 2 Abs. 2 KV um die Umsetzung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit bei der staatlichen Interessendurchsetzung. Eine solche Interessendurchsetzung sollte insbesondere unterbleiben, wenn die verfolgten fiskalischen Interessen sowie das Interesse an einer rechtsgleichen Durchsetzung der Kostenfolgen in keiner Art und Weise die Opfer und Belastungen des Pflichtigen zu rechtfertigen vermögen.”
Erlass der Gerichtskosten kommt nur bei dauernder Mittellosigkeit in Betracht; hiervon ist grundsätzlich nur mit grosser Zurückhaltung auszugehen. Bei kürzer andauernder Bedürftigkeit kann eine Stundung gerechtfertigt sein. Bei der Beurteilung der Dauer der Mittellosigkeit sind die Verjährungsfrist von zehn Jahren sowie künftig erwartbare Einkünfte und Vermögenswerte zu berücksichtigen; voraussichtlich durch eigene Anstrengungen behebbare Mittellosigkeit schliesst einen Erlass aus. Auch Teil- oder Ratenzahlungen können bewilligt werden. Die Entscheidung über Erlass, Stundung oder Ratenzahlung liegt im Ermessen der zuständigen Behörde.
“E. 2.1). Ein Erlass der Gerichtskosten ist deshalb nur bei dauernder Mittellosigkeit zulässig (David Jenny, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil- prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 5 zu Art. 112 ZPO; Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 1 zu Art. 112 ZPO; Adrian Urwyler/Myriam Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DI- KE-Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 4 zu Art. 112 ZPO). Von einer dauernden Mittellosigkeit ist nur mit grosser Zurückhaltung auszugehen. Zu prüfen ist, ob voraussichtlich die Gerichtskosten während der zehnjährigen Verjährungsfrist nicht beglichen werden können. Es sind somit auch Einkünfte und Vermögenswerte zu berücksichtigen, die erst in- nerhalb der nächsten zehn Jahre verfügbar werden oder kapitalisiert werden kön- nen. Wenn die Mittellosigkeit durch eigene Anstrengungen voraussichtlich besei- tigt werden kann, kommt kein Erlass in Betracht. Eine kürzer andauernde Mittello- sigkeit kann eine Stundung rechtfertigen (Jenny, a.a.O., N 5 zu Art. 112 ZPO). Möglich ist auch die Bewilligung von Teil- oder Ratenzahlungen (Rüegg/Rüegg, a.a.O., N 1 zu Art. 112 ZPO; Urwyler/Grütter, a.a.O., N 3 zu Art. 112 ZPO). Auch im Fall eines dauerhaft mittellosen Gesuchstellers bleibt es dem Ermessen des zuständigen Gerichts (oder der zuständigen Behörde) anheimgestellt, ob es einem Gesuch um Erlass von Gerichtskosten ganz oder teilweise Folge leistet (BGer 5D_191/2015 v.”
“consid. 1.2). Il condono per le spese giudiziarie è ammissibile quindi unicamente in caso di uno stato di indigenza permanente (David Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [edit.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3ª ed., Zurigo 2016, n. 5 ad art. 112 CPC; Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [edit.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3ª ed., Basilea 2017, n. 1 ad art. 112 CPC; Adrian Urwyler/Myriam Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander [edit.], DIKEKommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2ª ed., Zurigo/San Gallo 2016, n. 4 ad art. 112 CPC). Questo è da ammettere con grande riserbo. Occorre quindi verificare se, prevedibilmente, la situazione finanziaria del richie- dente - inclusi anche redditi e beni di cui potrebbe disporre in futuro - non permet- te di far fronte alle spese processuali entro il termine di prescrizione di 10 anni. Qualora l'indigenza può presumibilmente essere eliminata tramite propri sforzi non entra in considerazione il condono. Uno stato di indigenza di breve durata può giustificare una dilazione del pagamento (Jenny, op. cit., n. 5 ad art. 112 CPC). Possibile è anche la concessione di un pagamento parziale o rateale (Rüegg/Rüegg, op. cit., n. 1 ad art. 112 CPC; Urwyler/Grütter, op. cit., n. 3 ad art. 112 CPC). La legge prevede soltanto una facoltà del giudice e non concede alcun diritto alle parti di beneficiare di una dilazione o di un condono (TF 5D_191/2015 del”
“Die auferlegten Verfahrenskosten können von der zuständigen Gerichtsbehörde ganz oder teilweise erlassen oder gestundet werden, wenn die Bezahlung für den Pflichtigen eine unzumutbare Härte darstellt oder die Uneinbringlichkeit feststeht oder anzunehmen ist (Art. 10 Abs. 1 lit. a und b des Dekrets betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostendekret, VKD], BSG 161.12). Die Frage, ob die Bezahlung für den Pflichtigen eine unzumutbare Härte darstellt, richtet sich einerseits nach dem monatlichen Einkommen und andererseits dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum des Gesuchstellers und allfälligen Familienangehörigen, gegenüber welchen er unterstützungspflichtig ist bzw. welche ihm gegenüber zur Unterstützung verpflichtet sind. Weiter sind die zukünftigen Aussichten der gesamten Einkommens- und Vermögensverhältnisse abzuschätzen und die Höhe der zu bezahlenden Verfahrenskosten zu berücksichtigen. So liegt ein Härtefall vor, wenn die unzureichenden Mittel einen Dauerzustand darstellen und keine Besserung der Lage erkennbar ist (vgl. dazu auch Art. 112 ZPO, wonach die Forderungen bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden können). Uneinbringlichkeit i.S.v. Art. 10 Abs. 1 lit. b VKD ist hingegen u.a. bei einer Überschuldung, d.h. wenn gegen die betroffenen Personen Verlustscheine vorliegen oder eine Lohnpfändung besteht, anzunehmen. Die”
Der Ausdruck «Abschluss des Verfahrens» in Art. 112 Abs. 2 ZPO ist als die Rechtskraft des Entscheids zu verstehen.
“Wie erwähnt, wurde Art. 138 Abs. 1 OR mit der Einführung der eidgenössischen Zivilprozessordnung geändert (vgl. E. 5.3.2 hiervor). Die diesbezüglichen Materialien bieten keinen Aufschluss: Direkte Hinweise finden sich weder im Bericht der Expertenkommission zum Vorentwurf vom Juni 2003 noch in der Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 28. Juni 2006 (BBl 2006 7221). Allenfalls ein indirekter Anhaltspunkt lässt sich der Botschaft entnehmen: Gemäss Art. 112 Abs. 2 ZPO verjähren Gerichtskosten zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. Laut Art. 123 Abs. 2 ZPO verjährt auch der Anspruch des Kantons auf Nachzahlung der unentgeltlichen Rechtspflege zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. Dazu erklärt die Botschaft, unter dem "Abschluss des Verfahrens" sei die Rechtskraft des Entscheids zu verstehen (BBl 2006 7299). Dasselbe gilt nach Art. 137 Abs. 2 OR für Forderungen, die durch Ausstellung einer Urkunde anerkannt oder durch Urteil des Richters festgestellt werden.”
“Wie erwähnt, wurde Art. 138 Abs. 1 OR mit der Einführung der eidgenössischen Zivilprozessordnung geändert (vgl. E. 5.3.2 hiervor). Die diesbezüglichen Materialien bieten keinen Aufschluss: Direkte Hinweise finden sich weder im Bericht der Expertenkommission zum Vorentwurf vom Juni 2003 noch in der Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 28. Juni 2006 (BBl 2006 7221). Allenfalls ein indirekter Anhaltspunkt lässt sich der Botschaft entnehmen: Gemäss Art. 112 Abs. 2 ZPO verjähren Gerichtskosten zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. Laut Art. 123 Abs. 2 ZPO verjährt auch der Anspruch des Kantons auf Nachzahlung der unentgeltlichen Rechtspflege zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. Dazu erklärt die Botschaft, unter dem "Abschluss des Verfahrens" sei die Rechtskraft des Entscheids zu verstehen (BBl 2006 7299). Dasselbe gilt nach Art. 137 Abs. 2 OR für Forderungen, die durch Ausstellung einer Urkunde anerkannt oder durch Urteil des Richters festgestellt werden.”
Bei Gesuchen um Stundung oder Erlass sind Angaben und Belege zur finanziellen Situation vorzulegen. Ein Erlass kommt nur bei «dauernder Mittellosigkeit» in Betracht; hierzu muss glaubhaft gemacht werden, dass die Zahlung den Gesuchsteller über mehrere Jahre ernstlich in Not bringen würde und keine Besserung zu erwarten ist. Sodann ist zu prüfen, ob die Kosten voraussichtlich auch innerhalb der nach Art. 112 Abs. 2 ZPO geltenden Verjährungsfrist von zehn Jahren nicht einbringlich sind. Fehlt die Glaubhaftmachung oder sind realistische Verbesserungen zu erwarten, ist der Erlass abzulehnen.
“1), qu’ainsi qu’il ressort du texte de la loi, il s’agit d’une norme potestative, si bien que le tribunal n'est en principe jamais tenu d’accorder un sursis ou une remise et dispose à cet égard d’un large pouvoir d’appréciation (Tappy, op. cit., n. 4 ad art. 112 CPC), que pour renoncer à percevoir des frais judiciaires, l'exigence posée est que la partie soit « durablement dépourvue de moyens », que cela signifie qu’il faut que le paiement des frais en question risque d’exposer le débiteur à une gêne sérieuse et qu’aucune amélioration à cet égard ne soit prévisible avant plusieurs années (Tappy, op. cit., n. 10 ad art. 112 CPC ; GE ACJC/1416/2014 du 21 novembre 2014 consid. 2.2), que selon la doctrine et la jurisprudence, il y a lieu d’examiner s’il est vraisemblable que les frais en question ne puissent pas être payés dans le délai de prescription de dix ans de l’art. 112 al. 2 CPC (Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt VD.2017/17 du 15 janvier 2018 consid. 2 ; Jenny, in Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger (éd.), Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-ordnung, n. 5 ss ad art. 112 CPC ; TF 5D_165/2013 du 23 août 2013), qu’en l’espèce, le requérant produit une pièce (non signée) attestant du fait qu’au sein des Etablissements de la Plaine de l’Orbe, sa rémunération en décembre 2020 a été de 431 fr. 25, que sur cette somme, le montant « libre » s’élève à 280 fr. 31, le solde constituant des montants « réservés » et « bloqués », que le requérant, s’il est vraisemblablement indigent au sens du CPC, ne rend pas vraisemblable que le paiement de 225 fr. l’exposera pour plusieurs années à une gêne sérieuse, ni qu’il ne sera pas en mesure de s’en acquitter sur les dix prochaines années, que dans ces circonstances, la requête doit être rejetée ; attendu que la présente décision peut être rendue sans frais. Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites et de faillite, prononce : I. La requête de remise des frais de l’arrêt rendu le 29 octobre 2020 par la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal présentée par L.”
“1 CPC (Code de procédure civile du 19 décembre 2008, RS 272), qu’aux termes de cette disposition, le tribunal peut accorder un sursis ou, lorsque la partie est durablement dépourvue de moyens, renoncer aux créances en frais judiciaires, que la requête fondée sur l’art. 112 CPC relève de la compétence du juge ayant statué sur les frais (Tappy, in Bohnet/Haldy/Jeandin/Schweizer/Tappy (éd.), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., 2019, n. 12 ad art. 112 CPC ; CREC 17 décembre 2019/348 consid. 3.2.1), qu’ainsi qu’il ressort du texte de la loi, il s’agit d’une norme potestative, si bien que le tribunal n'est en principe jamais tenu d’accorder un sursis ou une remise et dispose à cet égard d’un large pouvoir d’appréciation (Tappy, op. cit., n. 4 ad art. 112 CPC), que pour renoncer à percevoir des frais judiciaires, l'exigence posée est que la partie soit « durablement dépourvue de moyens », que cela signifie qu’il faut que le paiement des frais en question risque d’exposer le débiteur à une gêne sérieuse et qu’aucune amélioration à cet égard ne soit prévisible avant plusieurs années (Tappy, op. cit., n. 10 ad art. 112 CPC ; GE ACJC/1416/2014 du 21 novembre 2014 consid. 2.2), que selon la doctrine et la jurisprudence, il y a lieu d’examiner s’il est vraisemblable que les frais en question ne puissent pas être payés dans le délai de prescription de dix ans de l’art. 112 al. 2 CPC (Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt VD.2017/17 du 15 janvier 2018 consid. 2 ; Jenny, in Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger (éd.), Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-ordnung, n. 5 ss ad art. 112 CPC ; TF 5D_165/2013 du 23 août 2013), qu’en l’espèce, le requérant produit une pièce (non signée) attestant du fait qu’au sein des Etablissements de la Plaine de l’Orbe, sa rémunération en décembre 2020 a été de 431 fr. 25, que sur cette somme, le montant « libre » s’élève à 280 fr. 31, le solde constituant des montants « réservés » et « bloqués », que le requérant, s’il est vraisemblablement indigent au sens du CPC, ne rend pas vraisemblable que le paiement de 225 fr. l’exposera pour plusieurs années à une gêne sérieuse, ni qu’il ne sera pas en mesure de s’en acquitter sur les dix prochaines années, que dans ces circonstances, la requête doit être rejetée ; attendu que la présente décision peut être rendue sans frais.”
“1 RJ, le ou la Juge de paix perçoit pour chaque cause un émolument de CHF 50.- à CHF 2'000.-. L’art. 31 RJ fixe quant à lui les émoluments du greffe. 2.3. Il découle de ce qui précède, d’une part, que la Juge de paix était en droit de percevoir des frais judiciaires pour sa décision du 24 juillet 2020. D’autre part, les émoluments facturés, soit un total de CHF 154.20, se situent en bas de l’échelle. Quant aux frais liés aux certificats relatifs à l’état de famille enregistré, arrêtés à CHF 177.-, ils découlent de trois factures (DO 24, 27, 32) et s’ajoutent effectivement aux frais judiciaires (art. 10 al. 2 let. e RJ et art. 2 et Annexe 1 de l’Ordonnance sur l’émolument en matière d’état civil [OEEC; RS 172.042.110]). Le recourant ne soulève du reste aucun grief sur la manière dont ces émoluments et débours ont été calculés. 2.4. Au vu de ce qui précède, le recours est rejeté et la décision attaquée confirmée. Cela dit, le recourant a la possibilité de demander à la Juge de paix un sursis ou une remise au sens de l’art. 112 CPC; dans ce cas, il lui appartient de présenter, par pièces, sa situation financière, étant précisé que la remise ne peut être accordée que s’il est durablement dépourvu de moyens. De même, le recourant est libre de prendre contact avec le service comptable de la Justice de paix pour cas échéant obtenir la possibilité de s’acquitter de la facture par acomptes mensuels réguliers. 3. Il n’est exceptionnellement pas perçu de frais judiciaires pour la présente procédure. la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. La décision de la Juge de paix de l'arrondissement de la Sarine du 24 juillet 2020 est confirmée. II. Il n’est pas perçu de frais judiciaires. III. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours constitutionnel au Tribunal fédéral dans les trente jours qui suivent sa notification. La qualité et les autres conditions pour interjeter recours sont déterminées par les art. 113 à 119 et 90 ss de la loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 (LTF). L'acte de recours motivé doit être adressé au Tribunal fédéral, 1000 Lausanne 14.”
Gesuche um Stundung oder Erlass im Sinne von Art. 112 ZPO sind bei bzw. an die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (ZIST) zur Behandlung einzureichen; die Kammer ist für Erlassgesuche nicht zuständig.
“Weil ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht gutgeheissen wurde, gehen die Gerichtskosten denn auch nicht zulasten des Kantons unter dem Vorbehalt der Nachzahlungspflicht (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 123 ZPO). Dass die Vorinstanz eine Entscheidgebühr festgesetzt und der Beschwerdeführerin ge- stützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO auferlegt hat, ist demnach nicht zu beanstanden. Zum anderen führt die Beschwerdeführerin nicht aus, von welcher Rechts- auskunftsstelle sie wann inwiefern eine falsche rechtliche Auskunft erhalten ha- ben soll. Gegenüber der Vorinstanz bezieht sie sich ausdrücklich auf eine Aus- kunft in einem anderen Verfahren (vgl. act. 17), was von vornherein keinen Ein- fluss auf die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen im vorliegenden Verfahren haben kann. Ob sie sich in diesem Zusammenhang auf den Schutz be- rechtigten Vertrauens in eine unrichtige Auskunft oder Zusicherung einer Behörde berufen könnte, kann damit offenbleiben. Nach dem Gesagten ist die Kostenbeschwerde in Bezug auf die Dispositiv- Ziffern 3 und 4 des angefochtenen Beschlusses abzuweisen. Ein Gesuch um Stundung oder Erlass im Sinne von Art. 112 ZPO wäre nach der Rechnungsstel- lung bei der Zentralen Inkassostelle der Gerichte (ZIST) zu stellen.”
“In Bezug auf die Gerichtskosten kann dies als Gesuch um Stundung oder Erlass im Sinne von Art. 112 ZPO verstanden werden. Eine Kopie der Berufung ist daher zuständigkeitshalber an die Zentrale Inkassostelle (ZIST) der Gerichte zur Behandlung zu überweisen. Die Kammer ist zur Behandlung von Erlassgesu- chen nicht zuständig.”
Bei der Prüfung einer Erleichterung ist zu berücksichtigen, ob vernünftigerweise zu erwarten ist, dass die Gebühren innerhalb der zehnjährigen Verjährungsfrist von Art. 112 Abs. 2 ZPO nicht bezahlt werden können. Eine Befreiung setzt voraus, dass die Partei „dauerhaft mittellos“ ist; dies bedeutet nach Rechtsprechung und Lehre, dass die Zahlung die Partei ernsthaft in Bedrängnis bringen würde und innerhalb mehrerer Jahre keine Besserung zu erwarten ist. Die Behörde übt dabei ein breites Ermessen aus und gewährt Entlastungen zurückhaltend.
“), Commentaire romand, Code de procédure civile, 2e éd., 2019, n. 12 ad art. 112 CPC ; CREC 17 décembre 2019/348 consid. 3.2.1), qu’ainsi qu’il ressort du texte de la loi, il s’agit d’une norme potestative, si bien que le tribunal n'est en principe jamais tenu d’accorder un sursis ou une remise et dispose à cet égard d’un large pouvoir d’appréciation (Tappy, op. cit., n. 4 ad art. 112 CPC), que pour renoncer à percevoir des frais judiciaires, l'exigence posée est que la partie soit « durablement dépourvue de moyens », que cela signifie qu’il faut que le paiement des frais en question risque d’exposer le débiteur à une gêne sérieuse et qu’aucune amélioration à cet égard ne soit prévisible avant plusieurs années (Tappy, op. cit., n. 10 ad art. 112 CPC ; GE ACJC/1416/2014 du 21 novembre 2014 consid. 2.2), que selon la doctrine et la jurisprudence, il y a lieu d’examiner s’il est vraisemblable que les frais en question ne puissent pas être payés dans le délai de prescription de dix ans de l’art. 112 al. 2 CPC (Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt VD.2017/17 du 15 janvier 2018 consid. 2 ; Jenny, in Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger (éd.), Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-ordnung, n. 5 ss ad art. 112 CPC ; TF 5D_165/2013 du 23 août 2013), qu’en l’espèce, le requérant produit une pièce (non signée) attestant du fait qu’au sein des Etablissements de la Plaine de l’Orbe, sa rémunération en décembre 2020 a été de 431 fr. 25, que sur cette somme, le montant « libre » s’élève à 280 fr. 31, le solde constituant des montants « réservés » et « bloqués », que le requérant, s’il est vraisemblablement indigent au sens du CPC, ne rend pas vraisemblable que le paiement de 225 fr. l’exposera pour plusieurs années à une gêne sérieuse, ni qu’il ne sera pas en mesure de s’en acquitter sur les dix prochaines années, que dans ces circonstances, la requête doit être rejetée ; attendu que la présente décision peut être rendue sans frais. Par ces motifs, la Cour des poursuites et faillites du Tribunal cantonal, statuant à huis clos en sa qualité d'autorité de recours en matière sommaire de poursuites et de faillite, prononce : I.”
Ein Gesuch um Erlass nach Art. 112 ZPO ist grundsätzlich beim Richter vorzubringen, der über die unentgeltliche Prozessführung entschieden hat; die Prüfung eines solchen Gesuchs obliegt diesem Richter. Eine entsprechende Schlussforderung, die in der ersten Instanz nicht gestellt wurde, gilt in der Beschwerde-/Rekursinstanz grundsätzlich als neuer Schlussantrag und ist unzulässig.
“La répartition des frais judiciaires opérée par les premiers juges, à raison des trois quarts à la charge de la recourante et d’un quart à la charge de l’intimé, est conforme aux art. 106 et 107 al. 1 let. c CPC et n’est pas arbitraire, puisqu’elle tient compte du sort réservé aux conclusions prises par les parties dans le cadre de la procédure de première instance. La répartition des frais judiciaire est même plutôt favorable à l’intéressée, si bien que les premiers juges n’ont manifestement pas abusé de leur pouvoir d’appréciation. De plus, contraire-ment à ce que semble indiquer la recourante, la répartition des frais judiciaires telle qu’arrêtée par les premiers juges ne tient pas compte de son défaut à l’audience de conciliation du 5 février 2019. Enfin, pour les mêmes motifs, il n’y a pas lieu de revoir la question des dépens de première instance, dont la répartition a été opérée selon la même clé que celle des frais judiciaires. 4. Subsidiairement, la recourante, qui relève qu’elle est dans une situation précaire, a sollicité l’application de l’art. 112 CPC. Il revient cependant au juge qui a statué sur l’assistance judiciaire d’examiner une requête fondée sur cette disposition légale (CREC 17 décembre 2019/348 consid. 3 et les arrêts cités). Aussi, la conclusion de la recourante est une conclusion nouvelle irrecevable en procédure de recours, puisque celle-ci n’a pas pris une telle conclusion devant les premiers juges (cf. art. 326 al. 1 CPC). Pour le surplus, on relève à toutes fins utiles qu’il incombe à la Direction du recouvrement de la Direction générale des affaires institutionnelles et des communes de fixer le principe et les modalités du remboursement de l’assistance judiciaire (art. 39a CDPJ [Code de droit privé judiciaire vaudois du 12 janvier 2010 ; BLV 121.02] ; cf. CACI 13 septembre 2021/442 consid. 8.3). 5. En conclusion, le recours, manifestement infondé, doit être rejeté dans la mesure où il est recevable (art. 322 al. 1 in fine CPC) et le jugement entrepris confirmé. L’arrêt sera rendu sans frais judiciaires de deuxième instance (cf.”
Nach Art. 112 ZPO sind Stundung und Erlass der Gerichtskosten erst möglich, nachdem das Verfahren abgeschlossen ist.
“IS 1 chiede il condono della tassa di giustizia invocando una precaria situazione finanziaria. Va qui rilevato al proposito che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili solo una volta chiusa la procedura. Poiché in concreto la procedura non è ancora terminata, non sono date le condizioni per una richiesta di condono, che va quindi respinta.”
“RE 1 chiede il condono della tassa di giustizia invocando una precaria situazione finanziaria. Va qui rilevato al proposito che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili solo una volta chiusa la procedura. Poiché in concreto la procedura non è ancora terminata, non sono date le condizioni per una richiesta di condono, che va quindi respinta.”
Zuständig für Entscheide über Stundung oder Erlass nach Art. 112 ZPO ist grundsätzlich die Behörde oder Instanz, die die Kosten rechtskräftig festgesetzt hat oder für deren Inkasso zuständig ist. Soweit kantonale Vorschriften fehlen, folgt die Praxis dem Grundsatz, dass diejenige Instanz entscheidet, welche die Kosten festgesetzt hat.
“Gerichtskosten können gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlas- sen werden (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Der Kanton bestimmt die sachliche Zuständig- keit für den Stundungs- oder Erlassentscheid (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro- zessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 1a zu Art. 112 ZPO). Für die Beurteilung ei- nes Gesuchs um Kostenerlass ist gemäss Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden dasjenige Gericht zuständig, welches über die Verfahrenskosten ent- schieden hat (vgl. KGer GR ZK1 2022 16 v.”
“48b LOG) per statuire sull’istanza 29 marzo 2022 di IS 1 chiedente il condono delle spese processuali poste a suo carico con la sentenza 5 novembre 2021 della terza Camera civile del Tribunale d’appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisione 5 novembre 2021 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo 5 maggio 2021 di IS 1 contro la sentenza 3 maggio 2021 con cui il Pretore aveva respinto la sua istanza di gratuito patrocinio nell’ambito della procedura di cui all’inc. n. SE.2021.13 della giurisdizione di Mendrisio-Sud; che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico della reclamante le relative spese processuali di fr. 100.–; che con istanza 29 marzo 2022, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla III CCA; che con istanza 8 aprile 2022 IS 1 ha poi chiesto “di essere esentata da tasse giudiziarie secondo l’art. 118 CPC”; che, giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove, come nel Cantone Ticino, mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che l’istanza di condono delle spese dev’essere debitamente motivata; che nel caso concreto la richiedente si è limitata a chiedere il condono “in base all’articolo 112 CPC”, ciò che non soddisfa le esigenze minime di motivazione sicché l’istanza è da respingere; che, stante l’inammissibilità dell’istanza, è pure è da respingere la richiesta “di essere esentata da tasse giudiziarie secondo l’art.”
“93, emessa il 15 gennaio 2021 dalla terza Camera civile del Tribunale d’appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisione 15 gennaio 2021 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo 26 agosto 2020 di RE 1 contro la decisione 24 luglio 2020 con cui il Pretore aveva respinto la sua istanza di gratuito patrocinio (inc. n. OR.2020.3 della Pretura di Locarno-Città); che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico del reclamante le relative spese processuali di fr. 300.–; che in data 28 giugno 2021, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che l’UIPA ha trasmesso la richiesta a questa Camera; che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili una volta chiusa la procedura; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che nel Cantone Ticino sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che il condono esige la prova di uno stato di indigenza permanente in senso stretto, che è dato se, prevedibilmente, la situazione finanziaria del richiedente – inclusi anche redditi e beni di cui potrebbe disporre in futuro – non permette di far fronte alle spese processuali entro il termine di prescrizione di 10 anni (Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3a ed.”
“Die Verfahrensbestimmungen im Schweizerischen Zivilgesetzbuch enthal- ten keine Regeln zu den Prozesskosten bzw. zu deren Erlass. Mit den Verfah- renskosten befasst sich das Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenen- schutzrecht. § 60 EG KESR regelt die Kosten bei der Kindes- und Erwachsenen- schutzbehörde, enthält aber keine Bestimmungen zum Kostenerlass. Der allge- meine Verweis von § 40 Abs. 3 EG KESR auf die Schweizerische Zivilprozess- ordnung führt zur Anwendung von Art. 112 ZPO. Diese Bestimmung sieht vor, dass Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden können (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Stundung und Erlass setzen eine Gerichtskosten- schuld voraus. Entsprechend spielt Art. 112 ZPO erst nach abgeschlossenem Verfahren eine Rolle, während die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege während des laufenden Verfahrens beantragt werden muss (S CHMID/JENT- SØRENSEN, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, Art. 111/112 N 10). Zuständig für ein Stundungs- oder Erlassgesuch ist die- jenige Behörde, welche die Kosten rechtskräftig auferlegt hat bzw. welche für de- ren Inkasso zuständig ist. - 6 -”
Ein Gesuch um Erlass (Condono) oder Stundung/Ratenzahlung (Dilazione) nach Art. 112 ZPO muss hinreichend begründet werden. Pauschale Verweise auf Art. 112 oder bloss Angaben über eine wirtschaftliche Notlage genügen nach den zitierten Entscheidungen nicht; fehlt eine ausreichende Begründung, ist das Gesuch abzuweisen.
“13 della giurisdizione di Mendrisio-Sud; che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico della reclamante le relative spese processuali di fr. 100.–; che con istanza 29 marzo 2022, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla III CCA; che con istanza 8 aprile 2022 IS 1 ha poi chiesto “di essere esentata da tasse giudiziarie secondo l’art. 118 CPC”; che, giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove, come nel Cantone Ticino, mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che l’istanza di condono delle spese dev’essere debitamente motivata; che nel caso concreto la richiedente si è limitata a chiedere il condono “in base all’articolo 112 CPC”, ciò che non soddisfa le esigenze minime di motivazione sicché l’istanza è da respingere; che, stante l’inammissibilità dell’istanza, è pure è da respingere la richiesta “di essere esentata da tasse giudiziarie secondo l’art.”
“106 emessa l’11 gennaio 2021 dalla terza Camera civile del Tribunale d’appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisione 11 gennaio 2021 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo 9 ottobre 2020 di IS 1 contro la decisione 30 settembre 2020 con cui il Pretore aggiunto aveva respinto la sua istanza di gratuito patrocinio nell’ambito della procedura di cui all’inc. n. OR.2020.11 della Pretura del Distretto di Bellinzona; che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico della reclamante le relative spese processuali di fr. 500.–; che con istanza 26 luglio 2021, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla terza Camera civile del Tribunale d’appello; che, giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove, come nel Cantone Ticino, mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che l’istanza di condono delle spese dev’essere debitamente motivata; che nel caso concreto la sola indicazione fornita dalla richiedente di versare in precarie condizioni economiche non soddisfa le esigenze minime di motivazione sicché l’istanza è da respingere; che eccezionalmente si prescinde dal prelevare spese processuali per questa procedura; che la domanda di condono non pone questioni di principio ed è pertanto evasa dalla Camera nella composizione a giudice unico (art.”
“–; che con decisione 11 gennaio 2021 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo 9 ottobre 2020 di IS 1 contro la decisione 30 settembre 2020 con cui il Pretore aggiunto aveva respinto la sua istanza di gratuito patrocinio nell’ambito dell’inc. n. OR.2020.10 della Pretura del Distretto di Bellinzona; che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico della reclamante le relative spese processuali di fr. 500.–; che con istanza 26 luglio 2021, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con le menzionate sentenze; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla terza Camera civile del Tribunale d’appello; che, giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove, come nel Cantone Ticino, mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che l’istanza di condono delle spese dev’essere debitamente motivata; che nel caso concreto la sola indicazione fornita dalla richiedente di versare in precarie condizioni economiche non soddisfa le esigenze minime di motivazione sicché l’istanza è da respingere; che eccezionalmente si prescinde dal prelevare spese processuali per questa procedura, ma la richiedente non potrà contare in futuro su altrettanta comprensione; che la domanda di condono non pone questioni di principio ed è pertanto evasa dalla Camera nella composizione a giudice unico (art.”
Nach Art. 112 Abs. 1 ZPO kann das Gericht die Gerichtskosten stunden; ist eine Partei dauerhaft mittellos, kann das Gericht auf die Geltendmachung der Gebühren verzichten.
“5a et les références citées). Ces principes sont repris et confirmés par l’art. 38 LVPAE, qui prévoit que les émoluments et les frais auxquels donnent lieu les mesures prises en matière de protection de l’enfant au sens large sont à la charge des débiteurs de l’obligation d’entretien de l’enfant (al. 1), mais peuvent cependant, selon les circonstances, être répartis différemment ou laissés à la charge de l’Etat (al. 2) (sur le tout : CCUR 3 février 2021/29). 2.2.2 Selon l’art. 22 al. 1 LProMin, sur proposition du service, l'autorité judiciaire ou l'autorité de protection de l'enfant désigne nommément le collaborateur de référence chargé d'un mandat de curatelle, de durée limitée, pour la surveillance des relations personnelles, en application de l'article 308 al. 2 CC (al. 1). Les frais qui en découlent sont en principe mis à la charge des parents (art. 22 al. 3 LProMin et 25 al. 1 RLProMin [règlement d'application de la loi du 4 mai 2004 sur la protection des mineurs ; BLV 850.41.1]). 2.2.3 L’art. 112 al. 1 CPC (applicable par renvoi des art. 450 f CC et 12 LVPAE) stipule que le tribunal peut accorder un sursis ou, lorsque la partie est durablement dépourvue de moyens, renoncer aux créances en frais judiciaires. 2.3 En l’espèce, il ressort du dossier que la curatelle d’assistance éducative et de surveillance des relations personnelles, à forme de l’art. 308 al. 1 et 2 CC, a été instituée d’entente avec le recourant et l’intimée, ces derniers ayant exprimé leur accord à cet égard par convention du 19 décembre 2019. En outre, contrairement à ce que soutient le recourant et au regard des éléments contenus dans les signalements déposés auprès de l’autorité de protection, on ne saurait considérer que la mère seule est à l’origine de cette mesure, dès lors qu’il était clairement stipulé que le couple parental avait d’importantes difficultés à s’occuper convenablement de B.D.________. Ceci est d’ailleurs corroboré par le courrier de la DGEJ du 19 février 2021 qui indique que la communication parentale reste à ce jour fragile et instable et que les parents ont besoin d’une tierce personne pour régler les modalités du droit de visite.”
“5a et les références citées). Ces principes sont repris et confirmés par l’art. 38 LVPAE, qui prévoit que les émoluments et les frais auxquels donnent lieu les mesures prises en matière de protection de l’enfant au sens large sont à la charge des débiteurs de l’obligation d’entretien de l’enfant (al. 1), mais peuvent cependant, selon les circonstances, être répartis différemment ou laissés à la charge de l’Etat (al. 2) (sur le tout : CCUR 3 février 2021/29). 2.2.2 Selon l’art. 22 al. 1 LProMin, sur proposition du service, l'autorité judiciaire ou l'autorité de protection de l'enfant désigne nommément le collaborateur de référence chargé d'un mandat de curatelle, de durée limitée, pour la surveillance des relations personnelles, en application de l'article 308 al. 2 CC (al. 1). Les frais qui en découlent sont en principe mis à la charge des parents (art. 22 al. 3 LProMin et 25 al. 1 RLProMin [règlement d'application de la loi du 4 mai 2004 sur la protection des mineurs ; BLV 850.41.1]). 2.2.3 L’art. 112 al. 1 CPC (applicable par renvoi des art. 450 f CC et 12 LVPAE) stipule que le tribunal peut accorder un sursis ou, lorsque la partie est durablement dépourvue de moyens, renoncer aux créances en frais judiciaires. 2.3 En l’espèce, il ressort du dossier que la curatelle d’assistance éducative et de surveillance des relations personnelles, à forme de l’art. 308 al. 1 et 2 CC, a été instituée d’entente avec le recourant et l’intimée, ces derniers ayant exprimé leur accord à cet égard par convention du 19 décembre 2019. En outre, contrairement à ce que soutient le recourant et au regard des éléments contenus dans les signalements déposés auprès de l’autorité de protection, on ne saurait considérer que la mère seule est à l’origine de cette mesure, dès lors qu’il était clairement stipulé que le couple parental avait d’importantes difficultés à s’occuper convenablement de B.D.________. Ceci est d’ailleurs corroboré par le courrier de la DGEJ du 19 février 2021 qui indique que la communication parentale reste à ce jour fragile et instable et que les parents ont besoin d’une tierce personne pour régler les modalités du droit de visite.”
Nach Art. 112 ZPO sind die Gewährung einer Stundung (dilazione) oder eines Erlasses/Condono der Gerichtskosten grundsätzlich erst möglich, sobald das Verfahren geschlossen bzw. beendet ist. Eine beantragte Verrechnung oder ein Erlass für zu Beginn des Verfahrens geleistete Vorauszahlungen/Avances kann demnach nicht gestützt werden; in frühen Verfahrensstadien fehlen die nach den Entscheidungen vorausgesetzten Voraussetzungen.
“L’art. 112 CPC dispone che, una volta chiusa la procedura, è possibile chiedere la dilazione o il condono delle spese processuali. Poiché il reclamo riguarda una richiesta di anticipo delle spese all’inizio della procedura, non sono date le condizioni per chiederne il condono. La richiesta è quindi da respingere. Il riferimento alla legge federale sulla procedura amministrativa non è pertinente poiché la stessa non è in concreto applicabile.”
“RE 1 chiede il condono della tassa di giustizia invocando una precaria situazione finanziaria. Va qui rilevato al proposito che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili solo una volta chiusa la procedura. Poiché in concreto la procedura non è ancora terminata, non sono date le condizioni per una richiesta di condono, che va quindi respinta.”
“RE 1 chiede il condono della tassa di giustizia invocando una precaria situazione finanziaria. Va qui rilevato al proposito che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili solo una volta chiusa la procedura. Poiché in concreto la procedura non è ancora terminata, non sono date le condizioni per una richiesta di condono, che va quindi respinta.”
“78 emesse il 27 ottobre 2020 dalla terza Camera civile del Tribunale d'appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisioni 27 ottobre 2020 la terza Camera civile del Tribunale d'appello ha respinto – per quanto ricevibili – i reclami presentati da IS 1 l’8 maggio 2020 contro la sentenza 27 aprile 2020 con cui il Pretore aggiunto ha respinto la sua istanza di gratuito patrocinio nell’ambito del procedimento da essa avviato nei confronti della __________ rispettivamente l’11 agosto 2020 contro la sentenza 31 luglio 2020 con cui il Pretore aggiunto ha respinto la sua domanda di gratuito patrocinio nell’ambito della procedura da essa promossa nei confronti del __________; che, contestualmente, questa Camera ha posto a suo carico le relative spese processuali di fr. 450.– per ciascun procedimento; che in data 3 novembre 2022, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto di rinunciare provvisoriamente all’incasso del credito delle spese processuali, ciò con riferimento all’esito di una sua richiesta in tal senso al Tribunale federale, che l’aveva accolta; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla III CCA; che giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che, stante l’attuale situazione finanziaria della richiedente pare opportuno rinunciare provvisoriamente all’incasso del credito in questione, che tuttavia resta esigibile e dovrà essere onorato quando la sua situazione lo permetterà; che la domanda di dilazione non pone questioni di principio ed è pertanto evasa dalla Camera nella composizione a giudice unico (art. 48b cpv. 1 lett. b cifra 3 LOG). Per questi motivi, pronuncia: 1. La domanda di dilazione 3 novembre 2022 di IS 1 è accolta nel senso dei considerandi. 2. Non si prelevano spese giudiziarie. 3. Notificazione: – . Comunicazione all'Ufficio dell'incasso e delle pene alternative, Piazza Governo 7, 6501 Bellinzona.”
Die dauernde Mittellosigkeit ist mittels Belegen nachzuweisen; ein Erlass (Remission) kann nur bei dauernder Mittellosigkeit gewährt werden. Zudem kann die betroffene Person die zuständige Rechnungs- bzw. Kassenstelle der Justiz aufsuchen, um gegebenenfalls die Begleichung der Kosten in regelmässigen Raten zu vereinbaren.
“1 RJ, le ou la Juge de paix perçoit pour chaque cause un émolument de CHF 50.- à CHF 2'000.-. L’art. 31 RJ fixe quant à lui les émoluments du greffe. 2.3. Il découle de ce qui précède, d’une part, que la Juge de paix était en droit de percevoir des frais judiciaires pour sa décision du 24 juillet 2020. D’autre part, les émoluments facturés, soit un total de CHF 154.20, se situent en bas de l’échelle. Quant aux frais liés aux certificats relatifs à l’état de famille enregistré, arrêtés à CHF 177.-, ils découlent de trois factures (DO 24, 27, 32) et s’ajoutent effectivement aux frais judiciaires (art. 10 al. 2 let. e RJ et art. 2 et Annexe 1 de l’Ordonnance sur l’émolument en matière d’état civil [OEEC; RS 172.042.110]). Le recourant ne soulève du reste aucun grief sur la manière dont ces émoluments et débours ont été calculés. 2.4. Au vu de ce qui précède, le recours est rejeté et la décision attaquée confirmée. Cela dit, le recourant a la possibilité de demander à la Juge de paix un sursis ou une remise au sens de l’art. 112 CPC; dans ce cas, il lui appartient de présenter, par pièces, sa situation financière, étant précisé que la remise ne peut être accordée que s’il est durablement dépourvu de moyens. De même, le recourant est libre de prendre contact avec le service comptable de la Justice de paix pour cas échéant obtenir la possibilité de s’acquitter de la facture par acomptes mensuels réguliers. 3. Il n’est exceptionnellement pas perçu de frais judiciaires pour la présente procédure. la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. La décision de la Juge de paix de l'arrondissement de la Sarine du 24 juillet 2020 est confirmée. II. Il n’est pas perçu de frais judiciaires. III. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours constitutionnel au Tribunal fédéral dans les trente jours qui suivent sa notification. La qualité et les autres conditions pour interjeter recours sont déterminées par les art. 113 à 119 et 90 ss de la loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 (LTF). L'acte de recours motivé doit être adressé au Tribunal fédéral, 1000 Lausanne 14.”
Der nach Art. 112 Abs. 3 ZPO geschuldete Verzugszins beginnt am Tag nach der Zustellung des Zahlungsbefehls.
“Aussi longtemps que tel n’est pas le cas, l’arrêt cantonal reste exécutoire (ATF 146 III 284 précité ; ATF 142 III 738 précité). 2.3 En l’espèce, la recourante soutient que la mainlevée définitive aurait dû être accordée pour les montants de 10'025 fr., 1'200 fr. et 25'725 fr., alloués par le jugement du 4 novembre 2019 de la Chambre patrimoniale cantonale, avec intérêt dès le 23 mai 2020. Ce jugement, qui alloue ces trois montants à titre de remboursement de l’avance des frais de la procédure, de celle de la procédure de conciliation et des dépens, n’est pas devenu immédiatement exécutoire, puisqu’il pouvait faire l’objet d’un appel. Il l’est toutefois devenu au jour du prononcé de l’arrêt de la Cour d’appel civile du Tribunal cantonal du 2 avril 2020 déclarant irrecevable le recours déposé par l’intimée. Le Tribunal fédéral a à cet égard refusé de prononcer l’effet suspensif. La mainlevée définitive aurait dès lors dû être prononcée pour ces trois montants, comme l’a par ailleurs admis le premier juge dans son prononcé motivé. En ce qui concerne l’intérêt moratoire sur ces sommes, fixé à 5 % l’an par l’art. 112 al. 3 CPC, il commence à courir le lendemain de la notification à l’intimée du commandement de payer, soit, comme le requiert la recourante, dès le 23 mai 2020. 3. La recourante soutient que la mainlevée définitive devait être également accordée pour le montant de 145'475 francs. 3.1 A teneur de l’art. 67 al. 1 ch. 3 LP, la réquisition de poursuite adressée à l’office énonce le montant de la créance en valeur légale suisse. Cette indication est reprise dans le commandement de payer (art. 69 al. 2 ch. 1 LP). La conversion se fait au cours de l’offre des devises du jour de la réquisition de poursuite (ATF 137 III 623 consid. 3 ; 135 III 88 consid. 4.1 ; 51 III 180 consid. 4). Le taux de conversion des monnaies est un fait notoire, qui ne doit être ni allégué ni prouvé (ATF 137 III 623 consid. 3 et 135 III 88 consid. 4.1 précités). Encore faut-il que le juge connaisse le jour de la réquisition de poursuite, puisque c’est à cette date que la conversion s’opère. A défaut, la requête de mainlevée doit être rejetée.”
Über Stundung oder Erlass der Gerichtskosten wird erst beim Kostenbezug (Rechnungstellung) befunden. Im Zeitpunkt der Rechnungstellung hat sich der Betroffene an das Zentrale Inkassobüro zu wenden.
“Mit der Kostenbeschwerde gestützt auf Art. 110 ZPO kann nur die Kos- tenauflage (Gerichtskosten, Parteientschädigung) bzw. die Höhe dieser Kos- ten gerügt werden. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, er sei nicht in der finanziellen Lage die Kosten zu bezahlen, können nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein. Erst beim Kostenbezug, d.h. bei Rechnungstel- lung der Gerichtskasse, wird über die Tragbarkeit der Kostenauflage befun- den und darüber, ob die Gerichtskosten zu stunden bzw. zu erlassen sind (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Im Zeitpunkt der Rechnungstellung wird sich der Be- schwerdeführer deshalb an das Zentrale Inkassobüro zu wenden haben. Soweit der Beschwerdeführer verlangt, das Bezirksgericht solle auf die Er- hebung von Verfahrenskosten verzichten, da er das Verfahren ja nicht wei- terverfolge bzw. es für ihn erfolglos sei, ist ihm entgegen zu halten, dass be- reits mit der Anlegung eines gerichtlichen Verfahrens Kosten entstehen. Die Vorinstanz hat korrekterweise die Gerichtsgebühr in Anbetracht der Erledi- gung ohne Anspruchsprüfung und unter Beachtung des Äquivalenzprinzipes (§ 4 Abs. 2, § 7 lit. a und § 10 Abs. 1 GebV OG sowie Art. 5 Abs. 2 und Art. 9 BV) entsprechend reduziert, nämlich auf Fr. 800.–.”
Bei vorübergehender Mittellosigkeit kann auf Gesuch hin die Eintreibung der Gerichtskosten vorläufig ausgesetzt werden (z. B. Ratenzahlung oder Aufschub) oder ein (teilweiser) Erlass in Betracht kommen. Die Forderung bleibt jedoch weiterhin bestehen und ist zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen, sobald die finanzielle Lage dies erlaubt.
“78 emesse il 27 ottobre 2020 dalla terza Camera civile del Tribunale d'appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisioni 27 ottobre 2020 la terza Camera civile del Tribunale d'appello ha respinto – per quanto ricevibili – i reclami presentati da IS 1 l’8 maggio 2020 contro la sentenza 27 aprile 2020 con cui il Pretore aggiunto ha respinto la sua istanza di gratuito patrocinio nell’ambito del procedimento da essa avviato nei confronti della __________ rispettivamente l’11 agosto 2020 contro la sentenza 31 luglio 2020 con cui il Pretore aggiunto ha respinto la sua domanda di gratuito patrocinio nell’ambito della procedura da essa promossa nei confronti del __________; che, contestualmente, questa Camera ha posto a suo carico le relative spese processuali di fr. 450.– per ciascun procedimento; che in data 3 novembre 2022, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto di rinunciare provvisoriamente all’incasso del credito delle spese processuali, ciò con riferimento all’esito di una sua richiesta in tal senso al Tribunale federale, che l’aveva accolta; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla III CCA; che giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che, stante l’attuale situazione finanziaria della richiedente pare opportuno rinunciare provvisoriamente all’incasso del credito in questione, che tuttavia resta esigibile e dovrà essere onorato quando la sua situazione lo permetterà; che la domanda di dilazione non pone questioni di principio ed è pertanto evasa dalla Camera nella composizione a giudice unico (art. 48b cpv. 1 lett. b cifra 3 LOG). Per questi motivi, pronuncia: 1. La domanda di dilazione 3 novembre 2022 di IS 1 è accolta nel senso dei considerandi. 2. Non si prelevano spese giudiziarie. 3. Notificazione: – . Comunicazione all'Ufficio dell'incasso e delle pene alternative, Piazza Governo 7, 6501 Bellinzona.”
Ein Erlass der Gerichtskosten ist mit grosser Zurückhaltung vorzunehmen. Zu prüfen ist, ob der Gesuchsteller voraussichtlich innerhalb der zehnjährigen Verjährungsfrist — unter Einbezug künftig verfügbarer Einkünfte und Vermögenswerte — in der Lage sein wird, die Kosten zu tragen; kann die Mittellosigkeit durch eigene Anstrengungen voraussichtlich beseitigt werden, kommt ein Erlass nicht in Betracht.
“E. II.5.1 ff.). Zu prüfen ist, ob die Gerichtskosten voraussichtlich während der zehnjährigen Verjährungsfrist nicht beglichen werden können. Es sind somit auch Einkünfte und Vermögenswerte zu berücksichtigen, die erst innerhalb der nächs- ten zehn Jahre verfügbar werden oder kapitalisiert werden können. Wenn die Mit- tellosigkeit durch eigene Anstrengungen voraussichtlich beseitigt werden kann, kommt kein Erlass in Betracht (vgl. David Jenny, in: Sutter-Somm/Hasen- böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 5 zu Art. 112 ZPO). Vorliegend erbrachte der Gesuchsteller keinen Nachweis einer dauerhaften Mittel- losigkeit. Die seit der erstmaligen Beurteilung vom 29. Dezember 2021 neu dazu- gekommenen Steuerveranlagungs- und Prämienverbilligungsverfügungen taugen dazu nicht. Sie beinhalten lediglich eine Momentaufnahme. Weitere Ausführun- gen, bspw. eine Begründung, weshalb es ausgeschlossen sein soll, dass sich die Verhältnisse in den nächsten Jahren verbessern, fehlen gänzlich. Die streitge- genständlichen Verfahrenskosten betragen lediglich CHF”
“5 ad art. 112 CPC; Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [edit.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3ª ed., Basilea 2017, n. 1 ad art. 112 CPC; Adrian Urwyler/Myriam Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander [edit.], DIKEKommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2ª ed., Zurigo/San Gallo 2016, n. 4 ad art. 112 CPC). Questo è da ammettere con grande riserbo. Occorre quindi verificare se, prevedibilmente, la situazione finanziaria del richie- dente - inclusi anche redditi e beni di cui potrebbe disporre in futuro - non permet- te di far fronte alle spese processuali entro il termine di prescrizione di 10 anni. Qualora l'indigenza può presumibilmente essere eliminata tramite propri sforzi non entra in considerazione il condono. Uno stato di indigenza di breve durata può giustificare una dilazione del pagamento (Jenny, op. cit., n. 5 ad art. 112 CPC). Possibile è anche la concessione di un pagamento parziale o rateale (Rüegg/Rüegg, op. cit., n. 1 ad art. 112 CPC; Urwyler/Grütter, op. cit., n. 3 ad art. 112 CPC). La legge prevede soltanto una facoltà del giudice e non concede alcun diritto alle parti di beneficiare di una dilazione o di un condono (TF 5D_191/2015 del”
Ein Erlass der Gerichtskosten nach Art. 112 Abs. 1 ZPO setzt den Nachweis dauernder Mittellosigkeit voraus. Von einer solchen Mittellosigkeit ist nur mit grosser Zurückhaltung auszugehen. Zu prüfen ist insbesondere, ob die Gerichtskosten voraussichtlich auch während der zehnjährigen Verjährungsfrist gemäss Art. 112 Abs. 2 ZPO nicht mehr bezahlt werden können.
“Ein Erlass der Gerichtskosten nach Art. 112 Abs. 1 ZPO kommt nur dann in Betracht, wenn die Mittellosigkeit der gesuchstellenden Person ausgewiesen und dauernd ist. Ein gesetzlicher Anspruch auf endgültigen Erlass besteht nicht, wird im Rahmen einer pflichtgemässen Ermessensausübung aber grundsätzlich dann bejaht, wenn die pflichtige Partei die Mittellosigkeit nachweist und sie nicht selbst verschuldet hat (AGE DG.2017.20 vom 28. April 2017 E. 2, DG.2017.10 vom 22. März 2017 E. 2; vgl. auch Rüegg/Rüegg, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 112 ZPO N 1). Von einer dauerhaften Mittellosigkeit ist nur mit grosser Zurückhaltung auszugehen. Zu prüfen ist, ob voraussichtlich die Gerichtskosten während der zehnjährigen Verjährungsfrist gemäss Art. 112 Abs. 2 ZPO nicht mehr bezahlt werden können (AGE DG”
“Festzuhalten bleibt, dass das Gesuch abzuweisen wäre, wenn es zu prüfen wäre: - 4 - Für den Erlass von Kostenforderungen ist stets Voraussetzung, dass die ge- suchstellende Person dauernd mittellos ist. Dieses Erfordernis gilt unabhän- gig davon, ob das Kostenerlassgesuch in den Anwendungsbereich der eid- genössischen Straf- und Zivilprozessordnungen fällt (vgl. Art. 425 StPO und Art. 112 Abs. 1 ZPO) oder ob es aufgrund des Entstehungszeitpunktes der Prozesskostenforderungen materiell nach altem, kantonalem Recht zu beur- teilen ist (vgl. Urteil der Rekurskommission OGer ZH vom 18. März 2016, Geschäfts-Nr. KD160001-O, E. 3.2 f.). Der Umstand, dass die vom Gesuch- steller geschuldeten Prozesskosten allesamt aus Verfahren resultieren, wel- che vor dem Inkrafttreten der schweizerischen Prozessgesetze am 1. Januar 2011 entstanden sind (vgl. act. 3), und das Kostenerlassgesuch daher nach kantonalem Recht zu beurteilen ist, spielt demnach in Bezug auf das Erfor- dernis der dauernden Mittellosigkeit keine Rolle.”
Ein endgültiger Erlass der Gerichtskosten (Condono) nach Art. 112 ZPO kommt nur nach Abschluss des Verfahrens in Betracht. In laufenden Verfahren oder in vorprozessualen Stadien (z. B. Gesuch um Kostenvorschuss/Avance) ist ein solcher Erlass nicht möglich und daher abzulehnen.
“L’art. 112 CPC dispone che, una volta chiusa la procedura, è possibile chiedere la dilazione o il condono delle spese processuali. Poiché il reclamo riguarda una richiesta di anticipo delle spese all’inizio della procedura, non sono date le condizioni per chiederne il condono. La richiesta è quindi da respingere. Il riferimento alla legge federale sulla procedura amministrativa non è pertinente poiché la stessa non è in concreto applicabile.”
“RE 1 chiede il condono della tassa di giustizia invocando una precaria situazione finanziaria. Va qui rilevato al proposito che la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) e il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali giusta l’art. 112 CPC sono possibili solo una volta chiusa la procedura. Poiché in concreto la procedura non è ancora terminata, non sono date le condizioni per una richiesta di condono, che va quindi respinta.”
Der Entscheid über den Kostenerlass gilt als Akt der Justizverwaltung. Dagegen kann Aufsichtsbeschwerde erhoben werden; im Kanton Zürich richtet sich diese nach den §§ 82 ff. GOG. In erster Instanz beaufsichtigen im Kanton Zürich die Bezirksgerichte die Friedensrichterämter (§ 81 GOG).
“7 in Verbindung mit Alain Griffel, Kommentar VRG, § 28a N. 8). Aus demselben Grund konnte auf den Beizug von Akten verzichtet werden (§ 57 VRG). Ein Schriftenwechsel wurde ebenfalls nicht durchgeführt (§ 58 VRG). 2. 2.1 Gemäss § 1 VRG werden öffentlich-rechtliche Angelegenheiten von den Verwaltungsbehörden und vom Verwaltungsgericht entschieden. Privatrechtliche Ansprüche sind demgegenüber vor den Zivilgerichten geltend zu machen. Die vom Beschwerdegegner gegen den Beschwerdeführer eingeleitete Schuldbetreibung ist zivilrechtlicher Natur und im Bundesgesetz vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs geregelt. In jenem Verfahren kann das Verwaltungsgericht mangels Zuständigkeit keine (prozessualen) Anordnungen treffen und damit auch nicht die "Vollstreckung" mittels superprovisorischer Massnahme "aufschieben", wie dies der Beschwerdeführer beantragt. Daran ändert nichts, dass die Forderung des Beschwerdegegners öffentlich-rechtlicher Natur ist (BBl 2006, 7221 ff., S. 7299). 2.2 Nach Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden. Der Entscheid darüber stellt einen Akt der Justizverwaltung dar (Hans Schmid in: Paul Oberhammer/Tanja Domej/Ulrich Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 2. A., Basel 2014, Art. 112 N. 13; Robert Hauser/Erhard Schweri/Viktor Lieber, GOG-Kommentar zum zürcherischen Gesetz über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010, 2. A., Zürich 2017, § 76 N. 14 in Verbindung mit Vorbemerkungen zu den §§ 67 ff. N. 12; vgl. auch Kaspar Plüss, Kommentar VRG, § 13 N. 104). Gegen den Entscheid über den Kostenerlass gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO kann bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Aufsichtsbeschwerde erhoben werden – im Kanton Zürich nach den §§ 82 ff. des Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 (GOG; Schmid, Art. 112 N. 5; Plüss, § 13 N. 100). In erster Instanz beaufsichtigen im Kanton Zürich die Bezirksgerichte die Friedensrichterämter (§ 81 Abs.”
“In jenem Verfahren kann das Verwaltungsgericht mangels Zuständigkeit keine (prozessualen) Anordnungen treffen und damit auch nicht die "Vollstreckung" mittels superprovisorischer Massnahme "aufschieben", wie dies der Beschwerdeführer beantragt. Daran ändert nichts, dass die Forderung des Beschwerdegegners öffentlich-rechtlicher Natur ist (BBl 2006, 7221 ff., S. 7299). 2.2 Nach Art. 112 Abs. 1 ZPO können Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden. Der Entscheid darüber stellt einen Akt der Justizverwaltung dar (Hans Schmid in: Paul Oberhammer/Tanja Domej/Ulrich Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 2. A., Basel 2014, Art. 112 N. 13; Robert Hauser/Erhard Schweri/Viktor Lieber, GOG-Kommentar zum zürcherischen Gesetz über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010, 2. A., Zürich 2017, § 76 N. 14 in Verbindung mit Vorbemerkungen zu den §§ 67 ff. N. 12; vgl. auch Kaspar Plüss, Kommentar VRG, § 13 N. 104). Gegen den Entscheid über den Kostenerlass gemäss Art. 112 Abs. 1 ZPO kann bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Aufsichtsbeschwerde erhoben werden – im Kanton Zürich nach den §§ 82 ff. des Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 (GOG; Schmid, Art. 112 N. 5; Plüss, § 13 N. 100). In erster Instanz beaufsichtigen im Kanton Zürich die Bezirksgerichte die Friedensrichterämter (§ 81 Abs. 1 lit. a GOG). Der Beschwerdeführer rügt eine Rechtsverweigerung seitens des Beschwerdegegners, weil dieser seiner Ansicht nach nicht (formell) über sein Erlassgesuch habe entscheiden wollen. Der Rechtsweg für die Rechtsverweigerungsbeschwerde folgt jenem, der auch gegen die aus Sicht der beschwerdeführenden Person verweigerte Anordnung zur Verfügung stünde (statt vieler VGr, 3. Dezember 2020, VB.2020.00600, E. 1). Demzufolge hätte sich der Beschwerdeführer mit seiner Rechtsverweigerungsbeschwerde an das Bezirksgericht Bülach wenden müssen. Das Verwaltungsgericht ist daher auch nicht zuständig, den Beschwerdegegner zum Erlass einer anfechtbaren Verfügung zu verpflichten.”
Wurde ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Aussicht auf Erfolg abgewiesen, rechtfertigt dies in der Regel keinen nachträglichen Erlass der Verfahrenskosten. Dagegen kommt ein Verzicht auf die Kosten nur ausnahmsweise in Betracht, wenn die Partei dauerhaft mittellos ist; art. 112 ZPO sieht in solchen Fällen den Sursis oder die Remission der Gebühren vor (möglich etwa im Verfahren vor der Juge de paix).
“Das Gesuch ist auch aus einem weiteren Grund abzuweisen. Durch den Erlass von Verfahrenskosten dürfen die Voraussetzungen der unentgeltlichen Prozessführung nicht umgangen werden. Wurde ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abgewiesen, rechtfertigt sich kein nachträglicher Erlass (Jenny, a.a.O., N 2 zu Art. 112 ZPO; Adrian Urwyler/Myriam Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessord- nung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 4 zu Art. 112 ZPO).”
“La fixation de l'avance de frais doit correspondre en principe à l'entier des frais judiciaires présumables (art. 2 RTFMC), compte tenu notamment des intérêts en jeu, de la complexité de la cause, de l'ampleur de la procédure et de l'importance du travail qu'elle impliquera, par anticipation sur la décision fixant l'émolument forfaitaire arrêté en fin de procédure (art. 5 RTFMC). L'art. 17 RTFMC prévoit un émolument forfaitaire de décision de 5'000 fr. à 30'000 fr. pour une demande en paiement dont la valeur litigieuse porte sur un montant entre 100'001 fr. et 1'000'000 fr. Selon l'art. 112 al.1 CPC, le tribunal peut accorder un sursis ou, lorsque la partie est durablement dépourvue de moyens, renoncer aux créances en frais judiciaires. 2.2 En l'espèce, le Tribunal a fait le choix de requérir une avance de frais. Conformément à la jurisprudence, l'avance de frais est le principe, sa renonciation, l'exception. En ce sens sa décision n'est à première vue pas critiquable. La recourante fait par ailleurs erreur lorsqu'elle prétend que sur la base de l'art. 112 CPC le Tribunal, respectivement la Cour, pourrait surseoir au prélèvement d'un émolument. Cette disposition, qui ne trouve application que lorsqu'en fin de procédure les frais ont été arrêtés, ne s'applique pas au stade de l'avance de frais (KGer/BL 430 14 8). Cela étant, l'avance de frais ne doit pas être une entrave à l'accès à la justice. Le législateur d’ailleurs, dans le but d'une meilleure prise en compte de la possibilité d'accéder à la justice, vient de modifier précisément l'art. 98 CPC afin de donner la possibilité au tribunal de percevoir uniquement à titre d'avance de frais la moitié des frais présumés de la procédure (art. 98 al.1 novelle du 17 mars 2023 (FF 2023 786)). Ces nouvelles dispositions doivent entrer en vigueur au 1er janvier 2024. Elles visent particulièrement, en application du principe de la "Laienfreundlichkeit", à faciliter l'accès à la justice des parties en personne, comme c'est le cas dans la présente cause. Indépendamment de la question, qui peut rester indécise, de savoir si l'on peut déjà s’inspirer de cette disposition dont l'entrée en vigueur est proche et certaine, le droit en vigueur permet de parvenir à une autre solution, plus équitable, que celle retenue par le Tribunal.”
“1 RJ, le ou la Juge de paix perçoit pour chaque cause un émolument de CHF 50.- à CHF 2'000.-. L’art. 31 RJ fixe quant à lui les émoluments du greffe. 2.3. Il découle de ce qui précède, d’une part, que la Juge de paix était en droit de percevoir des frais judiciaires pour sa décision du 24 juillet 2020. D’autre part, les émoluments facturés, soit un total de CHF 154.20, se situent en bas de l’échelle. Quant aux frais liés aux certificats relatifs à l’état de famille enregistré, arrêtés à CHF 177.-, ils découlent de trois factures (DO 24, 27, 32) et s’ajoutent effectivement aux frais judiciaires (art. 10 al. 2 let. e RJ et art. 2 et Annexe 1 de l’Ordonnance sur l’émolument en matière d’état civil [OEEC; RS 172.042.110]). Le recourant ne soulève du reste aucun grief sur la manière dont ces émoluments et débours ont été calculés. 2.4. Au vu de ce qui précède, le recours est rejeté et la décision attaquée confirmée. Cela dit, le recourant a la possibilité de demander à la Juge de paix un sursis ou une remise au sens de l’art. 112 CPC; dans ce cas, il lui appartient de présenter, par pièces, sa situation financière, étant précisé que la remise ne peut être accordée que s’il est durablement dépourvu de moyens. De même, le recourant est libre de prendre contact avec le service comptable de la Justice de paix pour cas échéant obtenir la possibilité de s’acquitter de la facture par acomptes mensuels réguliers. 3. Il n’est exceptionnellement pas perçu de frais judiciaires pour la présente procédure. la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. La décision de la Juge de paix de l'arrondissement de la Sarine du 24 juillet 2020 est confirmée. II. Il n’est pas perçu de frais judiciaires. III. Notification. Cet arrêt peut faire l'objet d'un recours constitutionnel au Tribunal fédéral dans les trente jours qui suivent sa notification. La qualité et les autres conditions pour interjeter recours sont déterminées par les art. 113 à 119 et 90 ss de la loi sur le Tribunal fédéral du 17 juin 2005 (LTF). L'acte de recours motivé doit être adressé au Tribunal fédéral, 1000 Lausanne 14.”
Innerhalb desselben Gerichts ist für ein Gesuch nach Art. 112 ZPO diejenige Kammer/Abteilung zuständig, welche über die Verfahrenskosten bzw. den Hauptentscheid entschieden hat. Bei geringem Streitwert oder offensichtlich unbegründeten Gesuchen kann die Entscheidung einzelrichterlich ergehen.
“Die Gesuchstellerin beantragt, es sei ihr die Rechnung des Kantonsgerichts zu erlassen. Dabei handelt es sich um ein Gesuch um Kostenerlass im Sinne von Art. 112 ZPO. Für die Beurteilung solcher Gesuche ist dasjenige Gericht zustän- dig, welches über die Verfahrenskosten entschieden hat. Innerhalb des Kantons- gerichts ist diejenige Kammer zuständig, die den Hauptentscheid getroffen hat, vorliegend somit die II. Zivilkammer. Da in casu ein Streitwert von CHF 5'000.00 nicht überschritten wird, ergeht der Entscheid in einzelrichterlicher Kompetenz (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. a Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessord- nung [EGzZPO; BR 320.100]). Nachdem das Gesuch - wie nachfolgend aufzuzei- gen ist - offensichtlich unbegründet ist, käme ohnehin die einzelrichterliche Kom- petenz gemäss Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) zur Anwendung.”
“48b LOG) per statuire sull’istanza 29 marzo 2022 di IS 1 chiedente il condono delle spese processuali poste a suo carico con la sentenza 5 novembre 2021 della terza Camera civile del Tribunale d’appello; ritenuto in fatto e in diritto: che con decisione 5 novembre 2021 la terza Camera civile del Tribunale d’appello (III CCA) ha respinto il reclamo 5 maggio 2021 di IS 1 contro la sentenza 3 maggio 2021 con cui il Pretore aveva respinto la sua istanza di gratuito patrocinio nell’ambito della procedura di cui all’inc. n. SE.2021.13 della giurisdizione di Mendrisio-Sud; che, contestualmente, questa Camera ha posto a carico della reclamante le relative spese processuali di fr. 100.–; che con istanza 29 marzo 2022, inviata all’Ufficio dell’incasso e delle pene alternative (UIPA), IS 1 ha chiesto il condono delle spese poste a suo carico con la menzionata sentenza; che l’UIPA ha trasmesso per competenza la richiesta alla III CCA; che con istanza 8 aprile 2022 IS 1 ha poi chiesto “di essere esentata da tasse giudiziarie secondo l’art. 118 CPC”; che, giusta l’art. 112 CPC, una volta chiusa la procedura è possibile chiedere la dilazione (posticipo della scadenza di un debito o pagamento rateale) o il condono (rinuncia definitiva all’incasso, integrale o parziale) delle spese processuali; che l’art. 112 CPC conferisce una facoltà al giudice di concedere la dilazione o il condono delle spese processuali, ma non instaura un diritto del richiedente a ottenerli; che, laddove, come nel Cantone Ticino, mancano specifiche disposizioni di legge, si può ritenere che sia l’autorità che ha fissato le spese processuali a essere competente per deciderne il condono (sentenza III CCA del 14 luglio 2015, inc. n. 13.2015.45), nel caso concreto quindi la III CCA; che l’istanza di condono delle spese dev’essere debitamente motivata; che nel caso concreto la richiedente si è limitata a chiedere il condono “in base all’articolo 112 CPC”, ciò che non soddisfa le esigenze minime di motivazione sicché l’istanza è da respingere; che, stante l’inammissibilità dell’istanza, è pure è da respingere la richiesta “di essere esentata da tasse giudiziarie secondo l’art.”
Die sachliche Zuständigkeit für Stundungs- oder Erlassentscheide bestimmt der Kanton. In der Praxis ist zuständig in der Regel jene Behörde, welche die Verfahrenskosten rechtskräftig auferlegt hat bzw. für deren Inkasso zuständig ist. Art. 112 Abs. 1 ZPO kommt erst nach Abschluss des Verfahrens zur Anwendung.
“Gerichtskosten können gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlas- sen werden (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Der Kanton bestimmt die sachliche Zuständig- keit für den Stundungs- oder Erlassentscheid (Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro- zessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 1a zu Art. 112 ZPO). Für die Beurteilung ei- nes Gesuchs um Kostenerlass ist gemäss Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden dasjenige Gericht zuständig, welches über die Verfahrenskosten ent- schieden hat (vgl. KGer GR ZK1 2022 16 v.”
“Die Verfahrensbestimmungen im Schweizerischen Zivilgesetzbuch enthal- ten keine Regeln zu den Prozesskosten bzw. zu deren Erlass. Mit den Verfah- renskosten befasst sich das Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenen- schutzrecht. § 60 EG KESR regelt die Kosten bei der Kindes- und Erwachsenen- schutzbehörde, enthält aber keine Bestimmungen zum Kostenerlass. Der allge- meine Verweis von § 40 Abs. 3 EG KESR auf die Schweizerische Zivilprozess- ordnung führt zur Anwendung von Art. 112 ZPO. Diese Bestimmung sieht vor, dass Gerichtskosten gestundet oder bei dauernder Mittellosigkeit erlassen werden können (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Stundung und Erlass setzen eine Gerichtskosten- schuld voraus. Entsprechend spielt Art. 112 ZPO erst nach abgeschlossenem Verfahren eine Rolle, während die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege während des laufenden Verfahrens beantragt werden muss (S CHMID/JENT- SØRENSEN, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, Art. 111/112 N 10). Zuständig für ein Stundungs- oder Erlassgesuch ist die- jenige Behörde, welche die Kosten rechtskräftig auferlegt hat bzw. welche für de- ren Inkasso zuständig ist. - 6 -”
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