Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 17. März 2023 (Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung), in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2023 491;BBl 2020 2697). ↩
77 commentaries
Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann der Vermieter in der Widerklage auch die Räumung des Mieters beantragen. Die Rechtsprechung lässt zu, dass eine solche Klage bereits vor Ablauf des Mietverhältnisses eingereicht werden kann, wenn die Umstände eindeutig zeigen, dass der Mieter die Räume am Ende des Vertrags nicht freiwillig räumen wird. Die tatsächliche (zwangsweise) Expulsion darf jedoch erst nach Beendigung des Mietverhältnisses angeordnet werden.
“, ibidem) car l'extinction du bail est une condition du droit à la restitution des locaux (ATF 144 III 462 consid. 3.3.1 et les références). La doctrine et la jurisprudence cantonale admettent toutefois que, s'il résulte clairement des circonstances que le locataire refusera de libérer les lieux à la fin du contrat, le bailleur peut intenter la procédure avant ce terme. L'expulsion ne peut cependant être prononcée avant la fin du bail (Lachat/Rubli, op. cit., ibidem et l'arrêt cité; Weber, in BSK-OR I, 7ème éd. 2019, n. 3d ad art. 267 CO et les arrêts cités; Aubert, in CPra-Bail, 2ème éd. 2017, n. 52 ad art. 267 CO et l'arrêt cité). Conformément à la jurisprudence, la requête du bailleur tendant à l'expulsion du locataire relève de la "protection contre les congés" au sens de l'art. 243 al. 2 let. c CPC, au même titre que la requête du locataire visant à obtenir l'annulation du congé ou la prolongation du bail (ATF 142 III 402 consid. 2.5.4). Cette expulsion peut dès lors être sollicitée à titre reconventionnel dans le cadre d'une procédure en contestation de congé initiée par le locataire (art. 224 al. 1 CPC; Lachat/Lachat, Procédure civile en matière de baux et loyers, Edition 2019, p. 232 et note de bas de page 211). 4.6 En l'espèce, il sied de relever, à titre liminaire, que les premiers juges n'ont pas examiné l'argument de l'appelant, selon lequel son évacuation ne pouvait être prononcée dans le cadre de la présente procédure, au motif que l'intimée avait formulé cette conclusion avant l'échéance ordinaire du bail. Ce faisant, ils ont contrevenu au droit d'être entendu de l'appelant, plus particulièrement à celui de recevoir une décision motivée (ATF 137 II 266 consid. 3.2; 136 I 229 consid. 5.2). La Cour disposant d'un pouvoir de cognition complet en fait et en droit, la violation susmentionnée sera toutefois réparée dans le cadre du présent arrêt. Elle n'est en effet pas suffisamment grave pour justifier une annulation de la décision entreprise et un renvoi de la cause au premier juge, indépendamment des chances de succès du recours sur le fond (ATF 145 I 167 consid. 4.4; 142 II 218 consid.”
Bei doppelt relevanten Tatsachen kann das Gericht das Verfahren nach Art. 224 Abs. 1 ZPO fortführen, ohne die sachliche Zuständigkeit vorgängig gesondert zu entscheiden. Es kann den geltend gemachten Anspruch allenfalls auch unter abweichenden rechtlichen Grundlagen prüfen (jura novit curia).
“Si, en examinant le fond de la cause, le juge réalise finalement qu'il n'y a pas de contrat de travail, il ne peut rendre un nouveau jugement sur la compétence mais doit rejeter la demande par une décision de fond, revêtue de l'autorité de chose jugée. Le cas échéant, il doit examiner si la prétention repose sur un autre fondement; en effet, en vertu du principe jura novit curia (cf. art. 57 CPC), un seul et même juge doit pouvoir examiner la même prétention sous toutes ses "coutures juridiques" (arrêt du Tribunal fédéral 4A_429/2020 du 5 mai 2021 consid. 2.1). 2.1.4 En l'espèce, il est constant que les appelants et l'intimée ont été liés par un contrat de bail, que l'intimée qualifie de bail à loyer pour fonder sa demande principale, soumise à la procédure ordinaire (art. 243 al. 2 let. c CPC) s'agissant de la libération d'une garantie de loyer de 100'000 fr. Les appelants soutiennent que la prétention qu'ils font valoir à titre reconventionnel, en 80'107 fr. 69, trouve son fondement dans ledit contrat de bail, qu'ils qualifient de bail à ferme. Au vu de la valeur litigieuse, la procédure ordinaire s'applique également. Ainsi, aux termes de l'art. 224 al. 1 CPC, la recevabilité de la demande reconventionnelle est acquise. En ce qui concerne l'examen à effectuer sous l'angle de l'art. 89 LOJ, il apparaît que les appelants se prévalent uniquement du contrat de bail ayant lié les parties, qu'ils voient soumis non aux art. 253ss CO mais aux art. 275 CO, sans référence à la convention de vente de fonds de commerce passée entre eux-mêmes, en tant qu'acheteurs, et une société tierce en tant que venderesse, l'intimée ayant signé ladite convention "pour acquiescer à la vente". Le Tribunal, en présence de faits doublement pertinents, n'a pas examiné la question de sa compétence ratione materiae d'entrée de cause dès la formulation des conclusions reconventionnelles, mais a ordonné des échanges d'écritures ainsi que des plaidoiries. Dès lors, en application de la jurisprudence rappelée ci-dessus, le procès devrait se poursuivre sans que ne soit tranchée séparément la question de sa compétence. La décision attaquée sera dès lors annulée. La cause sera renvoyée au Tribunal pour instruction et nouvelle décision.”
Die Zulässigkeit der negativen Feststellungswiderklage ist im weiteren Verfahrensgang zu prüfen; ein vorgängiger Entscheid der Vorinstanz hierüber ist nicht zwingend von Amtes wegen erforderlich. In der Praxis wird ein solcher Zulässigkeitsentscheid regelmässig auf Antrag der klagenden Partei zu erfolgen haben, da diese in der Regel an einer raschen Behandlung ihrer Klagebegehren interessiert ist.
“Bereits an dieser Stelle ist aber festzuhalten, dass unter den gegebenen Umständen - die Beschwerdeführerin hat sich ausdrücklich gegen die Behandlung ihrer Klage im ordentlichen Verfahren gestellt - in einem nächsten Schritt die Zulässigkeit der Widerklage zu prüfen sein wird. Die Beschwerdegegnerin argumentiert mit der Erstinstanz, das Gericht müsse die Prozessvoraussetzungen nach den allgemeinen Grundsätzen erst im Endentscheid beurteilen, und dementsprechend wird die beklagte Partei in der Regel auch nicht verlangen können, dass das Gericht vorgängig zum Endentscheid formell über die Zulässigkeit der von der klagenden Partei gewählten Verfahrensart entscheidet. Indessen kann daraus nicht auf den vorliegenden Fall geschlossen werden. Denn hier steht nicht bloss die Zulässigkeit der Widerklage in Frage, sondern vor allem, ob angesichts der Widerklage die Hauptklage gegen den Willen der klagenden Partei in einer anderen als der von ihr gewählten Verfahrensart beurteilt werden darf (Erwägung 2.4). Im Übrigen scheint es nicht erforderlich, dass das erstinstanzliche Gericht von Amtes wegen vorgängig über die Zulässigkeit der negativen Feststellungswiderklage gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO entscheidet. Vielmehr hat ein solcher Entscheid nur auf Antrag der klagenden Partei zu ergehen, die regelmässig an der raschen Beurteilung ihrer Klagebegehren interessiert ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Demnach erkennt das Bundesgericht:”
“dargestellten Rechtsprechung gerechtfertigt ist. Dadurch droht ihr ein nicht - respektive nicht leicht - wiedergutzumachender Nachteil, und zwar unabhängig davon, wie im Einzelnen vorzugehen wäre, wenn auf die Widerklage später nicht eingetreten werden sollte. Die Vorinstanz verkennt die Bedeutung von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO, wenn sie unter Verweis auf die Rechtsprechung zu Art. 224 Abs. 1 ZPO ausführt, "die Folge des ordentlichen Verfahrens" sei "vom Bundesgericht für Konstellationen wie die vorliegende [...] ausdrücklich sanktioniert worden", und weiter, der Beschwerdeführerin könne infolge ihrer vorprozessual gegen die Beschwerdegegnerin eingeleiteten Betreibung zugemutet werden, diese Forderungen in einem Zivilprozess zu verteidigen, weshalb "auch diesbezüglich keine rechtsrelevante Erschwerung der Lage" der Beschwerdeführerin vorliege. Denn sie hat - wie bereits die Erstinstanz - gerade nicht geprüft, ob die negative Feststellungswiderklage der Beschwerdegegnerin in diesem Verfahren zulässig ist. Der für die Eintretensvoraussetzung gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO (und Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) massgebende Nachteil bemisst sich aber im Vergleich zur Situation, in der die beschwerdeführende Partei mit ihrer Beschwerde durchdringen sollte, hier also das Arbeitsgericht auf die Widerklage nicht eintreten und die Hauptklage demzufolge im vereinfachten Verfahren behandeln würde.”
Wird eine Widerklage nicht bereits in der Klageantwort vor der erstinstanzlichen Gerichtsinstanz erhoben, gilt eine erstmalige Erhebung in der Berufung als verspätet; auf eine derartige, erst in der Berufung eingebrachte Widerklage kann nicht eingetreten werden.
“Diverses Das Zivilgericht verpflichtete die GmbH darüber hinaus, der Mitarbeiterin korrekte Lohnabrechnungen für die Monate Februar bis Mai 2020 und eine Arbeitsbestätigung auszustellen. Zudem gewährte sie der Mitarbeiterin die unentgeltliche Rechtspflege (Zivilgerichtsentscheid, E. 8 bis 10). Die GmbH bringt dagegen einzig vor, dass sie kein Arbeitszeugnis ausstellen werde, ohne diese Weigerung zu begründen (Berufung, S. 11). Aufgrund dieser Ausführungen besteht kein Anlass, den Zivilgerichtsentscheid in den genannten Punkten in Zweifel zu ziehen. Die GmbH erhebt mit der Berufung sodann Widerklage: Die Mitarbeiterin sei zu verurteilen, der GmbH CHF 6'000. nebst 5 % Zins zu zahlen (Abtretung einer Forderung vom 6. September 2022) (Berufung, S. 12 oben). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Im vorliegenden Fall macht die GmbH nicht geltend, dass sie die Widerklage bereits in ihrer Klageantwort vor Zivilgericht erhoben hätte. Die erst mit der Berufung erhobene Widerklage ist somit verspätet. Auf diese kann nicht eingetreten werden (AGE ZB.2022.15 vom 5. Juli 2022 E. 1.3 mit weiteren Hinweisen).”
Durch die Revision wird in Art. 224 Abs. 1bis ZPO geregelt, dass eine widerklageweise erhobene Forderung, die wegen ihres Streitwerts sonst dem vereinfachten Verfahren unterläge, zusammen mit der Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist, sofern die Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Damit wird das in Art. 224 Abs. 1 ZPO zum Ausdruck gebrachte Prinzip abgeschwächt. Die Revision ändert jedoch nichts an Fällen, in denen gerade keine Hauptklage im ordentlichen Verfahren vorliegt.
“An diesem Ergebnis änderte auch die im Rahmen der Revision der ZPO aktuell eingeführte neue Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO nichts, die per 1. Januar 2025 in Kraft treten wird. Gemäss der vorgeschlagenen und vom Parlament am 17. März 2023 verabschiedeten neuen Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO wird es dann zulässig sein, widerklageweise einen Anspruch (im ordentlichen Verfahren) geltend zu machen, der lediglich aufgrund des Streitwerts im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, wenn die Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Dies hat zur Folge, dass die Widerklage zusammen mit der Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist (Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2760). Der Gesetzgeber hat damit das in Art. 224 Abs. 1 ZPO festgehaltene Prinzip abgeschwächt, wonach die Widerklage nicht dazu führen soll, dass eine Haupt- oder eine Widerklage infolge ihrer prozessualen Verknüpfung in einem auf die jeweilige Klage ansonsten nicht anwendbaren Verfahren behandelt werden soll. Der hier vorliegende Fall, in welchem in einer im vereinfachten Verfahren hängigen Sache eine Widerklage eingereicht wurde, in der Folge aber auf die Hauptklage nicht eingetreten wurde, und die vorgenannte Auslegung von Art. 224 ZPO in dieser Konstellation werden von der Gesetzesrevision nicht tangiert. Auch unter dem zukünftigen Recht wäre es in der vorliegenden Situation nicht möglich, auf die Widerklage einzutreten, da vorliegend gar keine Hauptklage im ordentlichen Verfahren beurteilt wurde, was Voraussetzung für die Anwendung der neuen Bestimmungen ist.”
“An diesem Ergebnis änderte auch die im Rahmen der Revision der ZPO aktuell eingeführte neue Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO nichts, die per 1. Januar 2025 in Kraft treten wird. Gemäss der vorgeschlagenen und vom Parlament am 17. März 2023 verabschiedeten neuen Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO wird es dann zulässig sein, widerklageweise einen Anspruch (im ordentlichen Verfahren) geltend zu machen, der lediglich aufgrund des Streitwerts im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, wenn die Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Dies hat zur Folge, dass die Widerklage zusammen mit der Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist (Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2760). Der Gesetzgeber hat damit das in Art. 224 Abs. 1 ZPO festgehaltene Prinzip abgeschwächt, wonach die Widerklage nicht dazu führen soll, dass eine Haupt- oder eine Widerklage infolge ihrer prozessualen Verknüpfung in einem auf die jeweilige Klage ansonsten nicht anwendbaren Verfahren behandelt werden soll. Der hier vorliegende Fall, in welchem in einer im vereinfachten Verfahren hängigen Sache eine Widerklage eingereicht wurde, in der Folge aber auf die Hauptklage nicht eingetreten wurde, und die vorgenannte Auslegung von Art. 224 ZPO in dieser Konstellation werden von der Gesetzesrevision nicht tangiert. Auch unter dem zukünftigen Recht wäre es in der vorliegenden Situation nicht möglich, auf die Widerklage einzutreten, da vorliegend gar keine Hauptklage im ordentlichen Verfahren beurteilt wurde, was Voraussetzung für die Anwendung der neuen Bestimmungen ist.”
Im Scheidungsverfahren sind sowohl eine echte Widerklage (reconvention) als auch eine sogenannte actio duplex (doppelseitige Klage) möglich. Der beklagte Ehegatte kann eigene Schlussanträge stellen; solche eigenen Anträge sind nicht notwendigerweise als formelle Widerklage zu qualifizieren (actio duplex). Nach den zitierten Entscheidungen und Kommentaren können actio‑duplex‑Schlussanträge nicht zur Leistung eines Vorschusses auf die Gerichtskosten führen, während eine formelle Widerklage gesondert zulässig ist.
“A la différence de la compensation, la reconvention présuppose que le défendeur conteste le bien-fondé de la prétention réclamée dans la demande principale et partant, conclut à son rejet et forme de son côté une nouvelle demande (Hohl, Procédure civile, vol. I, 2ème éd., 2016, n. 658). Le sort de la demande reconventionnelle est indépendant de celui de la demande principale (Bohnet, Procédure civile, 2ème éd., 2014, p. 279). Si la demande principale est liquidée, par exemple ensuite d'un retrait ou d'un désistement, le tribunal demeure saisi de la demande reconventionnelle et doit la trancher (cf. art. 14 al. 2 CPC; Hohl, op. cit. n. 677). Le défendeur à la demande en divorce, qui conclut au rejet de celle-ci, doit pouvoir prendre des conclusions sur le fond en vue de l'éventuel prononcé du divorce (ATF 95 II 65). De telles conclusions, qualifiées d'actio duplex (doppelseitige Klage) ne constituent pas des conclusions reconventionnelles à proprement parler et ne peuvent ainsi pas donner lieu à une avance de frais (Willisegger, in Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3ème éd., 2017, n. 28 ad art. 224 CPC; Tappy, in Commentaire romand CPC, 2ème éd., 2019, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 4 ad art. 224 CPC). Des conclusions reconventionnelles du défendeur en divorce sont toutefois possibles, notamment s'il entend conclure à la séparation de corps ou au divorce pour un autre motif (Tappy, les procédures en droit matrimonial, in Procédure civile suisse, Les grands thèmes pour le praticien, CEMAJ, 2010, n. 220, p. 320). Le Tribunal fédéral semble en effet admettre la possibilité de former une demande reconventionnelle dans le cadre d'une procédure en divorce (cf. arrêts du Tribunal fédéral 5A_130/2018 du 11 avril 2018 consid. A.a; 5A_683/2014 du 18 mars 2015 consid. 2.1; 5A_688/2013 du 14 avril 2014 consid. 7.2.1). Lorsque le défendeur au divorce conclut également au prononcé du divorce et prend ses propres conclusions quant aux effets accessoires de celui-ci, il dispose d'un droit propre à ce que le juge statue sur le divorce. Le jugement de divorce concerne dès lors la demande de divorce des deux époux, aussi bien celle du demandeur que celle du défendeur (ATF 142 III 713 consid.”
“2 L'amplification d'une demande, une demande additionnelle ou une demande reconventionnelle donne lieu à un émolument au même titre qu'une demande principale (art. 14 RTFMC). La reconvention est une contre-attaque, par laquelle le défendeur fait valoir une prétention qui est indépendante de celle de la demande principale (ATF 124 III 207 consid. 3a, JdT 1999 I 55; 123 III 35 consid. 3c, JdT 1997 I 322). Si la demande principale est liquidée, pour quelque raison que ce soit, par exemple ensuite d'un retrait ou d'un désistement, le tribunal demeure saisi de la demande reconventionnelle et doit la trancher (art. 14 al. 2 CPC; Hohl, Procédure civile, T. II, 2010, n° 191). Le sort de la demande reconventionnelle est indépendant de celui de la demande principale (Bohnet, Procédure civile, 2011, p. 138). Ne sont pas des conclusions reconventionnelles les conclusions propres que le défendeur peut prendre en cas d'action dont l'admission pourrait impliquer aussi des droits en sa faveur (Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2019, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 4 ad art. 224 CPC). Dans certaines procédures particulières, le défendeur peut en effet prendre des conclusions indépendantes sans agir reconventionnellement. L'action est alors dite "réciproque" (actio duplex; "doppelseitige Klage"). En raison de la nature du rapport juridique litigieux, son admission conduit à la liquidation de certains droits du défendeur. C'est par exemple le cas lorsque, dans le procès en divorce, le conjoint défendeur conclut à l'attribution de sa part à la liquidation du régime matrimonial ou lorsque, dans une action en partage (art. 604 CC), l'héritier défendeur conclut à l'attribution de sa part successorale. Le défendeur y fait alors valoir ses propres prétentions, en formulant ses propres conclusions, sans former de demande reconventionnelle (RVJ 2010 p. 244 et les références citées). De telles conclusions ne peuvent pas donner lieu à une avance de frais (cf. ACJC/1058/2014 du 9 septembre 2014 consid. 2.2.1). Dans le cadre d'une action en partage successoral (art. 604 CC), la valeur litigieuse correspond en principe à la masse à partager; c'est notamment le cas lorsque le droit même de demander le partage est contesté (ATF 127 III 396 consid.”
Bei Teilklagen (echte oder unechte) darf der Beklagte eine negative Feststellungswiderklage über den ganzen Anspruch erheben, auch wenn der Gesamtwert dadurch über den Schwellenwert von CHF 30'000 steigt. Trifft dies zu, ist das Verfahren nach der ordentlichen Verfahrensart zu führen.
“1 CPC, dans la mesure où elles excèdent le seuil de 30'000 fr. applicable à la procédure simplifiée. Le grief de la violation du droit d'être entendu doit en conséquence être rejeté. 3. L'appelante fait grief au Tribunal d'avoir déclaré à tort sa demande reconventionnelle irrecevable. 3.1 3.1.1 A teneur de l'art. 224 al. 1 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Cette disposition interdit en principe au défendeur attrait dans une procédure simplifiée de déposer une demande reconventionnelle entrant dans le champ d'application de la procédure ordinaire, en particulier en raison d'une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr. (ATF 143 III 506, consid. 2 et 3 ; FF 2006 6841, p. 6947). Dans un tel cadre, le défendeur n'a d'autre choix que de conduire un procès séparé pour faire valoir ses prétentions (Heinzmann/Herrmann-Heiniger in Petit commentaire CPC [PC CPC], 2021, n. 40 ad art. 224 CPC). 3.1.2 Par exception à ce principe, la jurisprudence a précisé que si l'action principale est une action partielle, le défendeur peut déposer une action en constatation de droit négative de l'entier de la prétention, même si la valeur complète de celle-ci dépasse le seul de 30'000 fr. La procédure doit, si la demande reconventionnelle dépasse le seuil précité, se dérouler alors selon la procédure ordinaire (ATF 143 III 506, consid. 4; Heinzmann/Herrmann-Heiniger, op. cit., n. 41 ad art. 224 CPC). Cette faculté est applicable que l'action partielle soit au sens propre ou au sens impropre (ATF 145 III 299, consid. 2; sur ces deux notions : cf. arrêt du Tribunal fédéral 4A_366/2017 consid. 5.2 et ATF 143 III 254 consid. 3.4). 3.1.3 Dans le cadre de son projet de révision du CPC intitulé « Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit » (cf. Objet du Conseil fédéral n° 20.026 disponible sous parlament.ch), le Conseil fédéral a, notamment, proposé l'introduction d'une nouvelle disposition (art.”
“Gemäss Art. 224 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Abs. 1). Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Abs. 2). Mit Blick auf Art. 224 Abs. 1 ZPO ist es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich nicht zulässig, im vereinfachten Verfahren eine Widerklage zu erheben, die aufgrund ihres Streitwerts von über Fr. 30'000.-- gemäss Art. 243 Abs. 1 ZPO in den Geltungsbereich des ordentlichen Verfahrens fällt. Ansonsten - so das Bundesgericht ausdrücklich - "könnte die beklagte Partei durch eine Widerklage mit einem Streitwert von über Fr. 30'000.- einen Wechsel in das ordentliche Verfahren bewirken [...] und der klagenden Partei die Vorteile des vereinfachten Verfahrens entziehen". Davon ausgenommen hat das Bundesgericht jedoch den Fall, dass die beklagte Partei "als Reaktion auf eine echte Teilklage" eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat.”
Im zugrundeliegenden Fall setzte das Gericht nach Art. 224 Abs. 3 ZPO eine Frist zur schriftlichen Antwort; die Beklagte nutzte diese Frist, um neue Beweismittel vorzulegen.
“Par ailleurs, elle avait réalisé lors de l'audience du Tribunal du 1er juillet 2021 que C______ n'agissait pas selon ses intérêts, mais qu'elle semblait décider selon ses propres convictions, ayant même invoqué des propos faux et contraires à son honneur, ce qui l'avait contrainte à résilier le mandat le 13 juillet 2021. Elle assurait ne pas avoir été informée par C______ des conséquences du retrait des mesures provisionnelles, soit l'impossibilité de se déterminer sur une écriture de son ex-mari, mais aussi de former des allégués complémentaires et produire des preuves sur les fausses allégations de sa partie adverse. Aucune contribution financière ne lui était versée depuis le début de la procédure, à savoir le 30 janvier 2020, alors qu'elle avait perdu son emploi depuis le mois de mars 2022 et que son état de santé demeurait très fragilisé après deux arrêts maladie postérieurs à l'audience du 1er juillet 2021. Le Tribunal a fixé à C______ un délai pour répondre à la demande reconventionnelle, en application de l'art. 224 al. 3 CPC. g. Dans sa réponse à la demande reconventionnelle du 1er décembre 2022, C______ a conclu au déboutement de A______ de ses conclusions et a persisté dans sa demande. Elle a contesté l'essentiel des allégués de A______ et produit des pièces nouvelles, notamment les procès-verbaux des audiences auxquelles elle avait assisté. Sur la base de ceux-ci, elle a soutenu qu'elle s'était exprimée sur les allégués et les conclusions de l'ex-mari de sa mandante et avait contesté plusieurs points du rapport du SEASP. Elle a nié tout manquement dans l'exécution de son mandat. La requête de mesures provisionnelles dont faisait mention A______ avait été retirée, car elle était devenue sans objet en raison de l'accord donné par celle-ci à l'exercice d'un droit de visite par le père. Les aspects financiers n'avaient pas fait l'objet d'une audience avant que A______ ne mette un terme à son mandat. h. Lors de l’audience du Tribunal du 2 février 2023, A______ a déposé des pièces complémentaires, en précisant qu'il s'agissait "essentiellement des pièces répondant aux derniers allégués" de C______.”
Die Literatur nennt als zu prüfende prozessuale Voraussetzungen der Widerklage insbesondere drei Elemente: die Pendenz der Hauptklage, die Identität der Parteien (mit umgekehrten Rollen) und die gleiche Verfahrensart. Diese Voraussetzungen sind nach der Literatur vom Gericht von Amtes wegen zu prüfen.
“L'art. 224 cpv. 1 CPC prevede che, nella risposta, il convenuto può proporre una domanda riconvenzionale se la pretesa addotta è giudicabile secondo la pro- cedura applicabile all'azione principale. Sebbene tale norma menzioni espressa- mente un solo presupposto, in realtà i presupposti - che devono essere esaminati d'ufficio dal giudice (Denis Tappy, in: Bohnet et al. [edit.], Commentaire romand Code de procédure civile, 2ª ed., Basilea 2019, n. 18 ad art. 224 CPC; Daniel Wil- lisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [edit.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordung [ZPO], 3ª ed., Basilea 2017, n. 67 ad art. 224 CPC) - sono tre: la pendenza dell'azione principale, l'identità delle parti e la medesima procedura (Francesco Trezzini, in: Trezzini et al. [edit.], Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero [CPC], Lugano 2017, n. 17 ad art. 224 CPC). Con particolare riferimento alla condizione dell'identità, le parti dell'azione princi- pale e della domanda riconvenzionale devono essere identiche, seppure con dei ruoli processuali inversi. La domanda riconvenzionale è proposta dal convenuto dell'azione principale, mentre il convenuto è l'attore dell'azione principale (Trezzi- ni, op. cit., n. 19 ad art. 224 CPC). Ciò non significa tuttavia che se esistono più attori o convenuti, essi debbano necessariamente agire o essere convenuti insie- me (Tappy, op. cit., n. 6 ad art. 224 CPC). Infatti, se sono stati convenuti in causa dei litisconsorti facoltativi (art.”
Nach kantonaler Rechtsprechung findet Art. 224 ZPO (analog) auch im summarischen Verfahren Anwendung. Demnach können in summarischen Verfahren Widerklagen zugelassen sein, sofern die geltend gemachte Gegenforderung der gleichen (summarischen) Verfahrensart unterliegt (z. B. Anträge auf Änderung von Schutzmassnahmen wie Unterhaltsbeiträgen).
“1 En premier lieu, l'intimée fait valoir que, de toute manière, le premier juge n'aurait pas dû rejeter les conclusions en modification des mesures protectrices, mais les déclarer irrecevables, ce qui couperait court aux arguments de l'appelant en réduction des pensions. A l’appui de son argumentation, l’intimée se prévaut d'un arrêt du juge délégué CACI du 21 août 2020 (CACI 2020/363) qui, dans une cause similaire, avait jugé en substance que la requête d’avis aux débiteurs était une mesure d'exécution qui ne permettait pas au débirentier de conclure reconventionnellement à la modification de la contribution d’entretien en cause (consid. 4.3). 3.2 Le raisonnement précité n’est pas convaincant. Certes, lorsque l'avis aux débiteurs constitue le seul objet de la procédure, le bien-fondé du droit à l'entretien n'a pas à être examiné, car il s'agit uniquement de statuer sur une mesure d'exécution. En l’espèce et dans l’arrêt précité, la question de l'étendue de l'entretien a toutefois précisément été soulevée par les conclusions reconventionnelles. C'est ainsi à juste titre que le premier juge s'est référé à l'art. 224 CPC, selon lequel le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse, si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure, cette disposition étant également applicable par analogie en procédure sommaire, en vertu de l'art. 219 CPC (CACI 2017/350 du 14 août 2017, consid. 3.3.4). En l’occurrence, l’appelant a pris des conclusions en réduction des contributions d’entretien fixées par ordonnance de mesures protectrices de l'union conjugale du 24 novembre 2020. Il s'agit ainsi de conclusions en modification de mesures protectrices de l'union conjugale, soumises à la procédure sommaire en application de l'art. 271 CPC. Les conclusions de l’appelant sont donc recevables en application de l'art. 224 al. 1 CPC, comme le retient le jugement. On ne voit d'ailleurs pas comment le premier juge aurait pu exiger de l'appelant qu'il dépose ses conclusions en modification de la pension dans une procédure séparée, alors que la question de la jonction des procédures se serait ensuite immanquablement posée.”
“1 En premier lieu, l'intimée fait valoir que, de toute manière, le premier juge n'aurait pas dû rejeter les conclusions en modification des mesures protectrices, mais les déclarer irrecevables, ce qui couperait court aux arguments de l'appelant en réduction des pensions. A l’appui de son argumentation, l’intimée se prévaut d'un arrêt du juge délégué CACI du 21 août 2020 (CACI 2020/363) qui, dans une cause similaire, avait jugé en substance que la requête d’avis aux débiteurs était une mesure d'exécution qui ne permettait pas au débirentier de conclure reconventionnellement à la modification de la contribution d’entretien en cause (consid. 4.3). 3.2 Le raisonnement précité n’est pas convaincant. Certes, lorsque l'avis aux débiteurs constitue le seul objet de la procédure, le bien-fondé du droit à l'entretien n'a pas à être examiné, car il s'agit uniquement de statuer sur une mesure d'exécution. En l’espèce et dans l’arrêt précité, la question de l'étendue de l'entretien a toutefois précisément été soulevée par les conclusions reconventionnelles. C'est ainsi à juste titre que le premier juge s'est référé à l'art. 224 CPC, selon lequel le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse, si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure, cette disposition étant également applicable par analogie en procédure sommaire, en vertu de l'art. 219 CPC (CACI 2017/350 du 14 août 2017, consid. 3.3.4). En l’occurrence, l’appelant a pris des conclusions en réduction des contributions d’entretien fixées par ordonnance de mesures protectrices de l'union conjugale du 24 novembre 2020. Il s'agit ainsi de conclusions en modification de mesures protectrices de l'union conjugale, soumises à la procédure sommaire en application de l'art. 271 CPC. Les conclusions de l’appelant sont donc recevables en application de l'art. 224 al. 1 CPC, comme le retient le jugement. On ne voit d'ailleurs pas comment le premier juge aurait pu exiger de l'appelant qu'il dépose ses conclusions en modification de la pension dans une procédure séparée, alors que la question de la jonction des procédures se serait ensuite immanquablement posée.”
Eine Überweisung an ein Gericht mit höherer sachlicher Zuständigkeit ist nicht erforderlich, wenn Klage und Widerklage derselben sachlichen Zuständigkeit unterliegen (z.B. Mietgericht). Die Rechtsprechung weist ferner darauf hin, dass für die Zulässigkeit einer Widerklage nicht vorausgesetzt wird, sie müsse dieselbe sachliche Zuständigkeit wie die Hauptklage haben (vgl. Art. 224 Abs. 2 ZPO und die zitierte Entscheidung).
“Bei objektiver Klagenhäufung müssen die Voraussetzungen für die sachliche Zu- ständigkeit eines Gerichts grundsätzlich bei allen Ansprüchen gegeben sein, es sei denn, die Streitgegenstände stehen in einem Sachzusammenhang zueinander (BGE 142 III 788 E. 4). Arbeitsrechtliche Streitigkeiten sollen dabei nach der Rechtsprechung nie in die Zuständigkeit des Handelsgerichts fallen (ZR 2012 Nr. 58). Im vorliegenden Fall fehlt es jedenfalls seitens des Klägers 2 an den subjektiven Voraussetzungen für eine handelsgerichtliche Zuständigkeit und zudem an den objektiven, soweit der Kläger 2 arbeitsrechtliche Forderungen an die Beklagte rich- tet. Wegen des Zusammenhangs zwischen der zu interpretierenden mietrechtli- chen Regelung gemäss Ziff. 3 des Übernahmevertrages und allen übrigen Ansprü- chen ist analog BGE 142 III 788 eine einheitliche Beurteilung aller Ansprüche un- erlässlich. Die Widerklage richtet sich auf ausstehende Mietzinszahlungen und das Mietdepot und fällt daher klar in die sachliche Zuständigkeit des Mietgerichts, ganz abgesehen davon, dass die gleiche sachliche Zuständigkeit bei einer Wider- klage gerade nicht vorausgesetzt ist (vgl. insbes. Art. 224 Abs. 2 ZPO). Damit erweist sich das Kollegialgericht des Mietgerichts zur Behandlung von Klage und Widerklage örtlich und sachlich zuständig. Die Klage ist im ordentlichen Verfahren zu behandeln (Art. 219 ff. ZPO i.V.m. Art. 243 ZPO). 3. Zulässigkeit der Eventualbegehren Die Beklagte bemängelte, die Kläger würden mit ihren Anträgen auf Leistung an die Klägerin 1 oder den Kläger 2 in unzulässiger Weise eine Alternativklage erhe- ben. Indessen haben die Kläger die Hierarchie der beantragten Leistungen sehr wohl festgelegt und Haupt- und Eventualanträge gestellt. Dass nicht alle Anträge gutgeheissen werden können, ändert daran nichts, sondern wirkt sich nur auf das Kostenrisiko der Klagenden aus. Der Einwand ist daher unbegründet. Abgesehen - 10 - davon sind selbst wirkliche Alternativklagen nicht mehr per se unzulässig, wie sich aus der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts ergibt (BGE 144 III 452). 4. Materielle Behandlung von Haupt- und Widerklage 4.1 Parteidarstellungen Auf die Darstellung der Parteien wird nachfolgend in Zusammenhang mit den gel- tend gemachten Ansprüchen eingegangen, aber nur soweit sie für den Entscheid von Belang ist.”
In der Praxis ist eine Widerklage in der Klageantwort im vereinfachten Verfahren grundsätzlich unzulässig, wenn ihr Streitwert über Fr. 30'000 liegt; in diesem Fall hat die beklagte Partei ihre Ansprüche in einem separaten (ordentlichen) Verfahren geltend zu machen. Das Bundesgericht hat jedoch eine Ausnahme anerkannt, namentlich bei einer negativen Feststellungswiderklage als Reaktion auf eine echte Teilklage, sodass Haupt- und Widerklage dann zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen sind.
“Il n'est pas tenu de discuter tous les arguments soulevés par les parties, mais peut se limiter à ceux qui lui apparaissent pertinents (ATF 136 I 229 consid. 5.2; 136 V 351 consid. 4.2; 134 I 83 consid. 4.1; 133 III 439 consid. 3.3; 130 II 530 consid. 4.3). Savoir si la motivation présentée est convaincante est une question distincte de celle du droit à une décision motivée. Dès lors que l'on peut discerner les motifs qui ont guidé la décision des juges, le droit à une décision motivée est respecté même si la motivation présentée est erronée. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêts du Tribunal fédéral 2C_931/2015 du 12 octobre 2016 consid. 2.1; 6B_1237/2014 du 24 mars 2015 consid. 3.1). 2.2 En l'espèce, le jugement querellé, bien que succinct, permet de comprendre la motivation opérée par le Tribunal, qui a jugé les prétentions pécuniaires reconventionnelle de l'appelante incompatibles avec l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elles excèdent le seuil de 30'000 fr. applicable à la procédure simplifiée. Le grief de la violation du droit d'être entendu doit en conséquence être rejeté. 3. L'appelante fait grief au Tribunal d'avoir déclaré à tort sa demande reconventionnelle irrecevable. 3.1 3.1.1 A teneur de l'art. 224 al. 1 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Cette disposition interdit en principe au défendeur attrait dans une procédure simplifiée de déposer une demande reconventionnelle entrant dans le champ d'application de la procédure ordinaire, en particulier en raison d'une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr. (ATF 143 III 506, consid. 2 et 3 ; FF 2006 6841, p. 6947). Dans un tel cadre, le défendeur n'a d'autre choix que de conduire un procès séparé pour faire valoir ses prétentions (Heinzmann/Herrmann-Heiniger in Petit commentaire CPC [PC CPC], 2021, n.”
“Gemäss Art. 224 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Abs. 1). Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Abs. 2). Mit Blick auf Art. 224 Abs. 1 ZPO ist es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich nicht zulässig, im vereinfachten Verfahren eine Widerklage zu erheben, die aufgrund ihres Streitwerts von über Fr. 30'000.-- gemäss Art. 243 Abs. 1 ZPO in den Geltungsbereich des ordentlichen Verfahrens fällt. Ansonsten - so das Bundesgericht ausdrücklich - "könnte die beklagte Partei durch eine Widerklage mit einem Streitwert von über Fr. 30'000.- einen Wechsel in das ordentliche Verfahren bewirken [...] und der klagenden Partei die Vorteile des vereinfachten Verfahrens entziehen". Davon ausgenommen hat das Bundesgericht jedoch den Fall, dass die beklagte Partei "als Reaktion auf eine echte Teilklage" eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Haupt- und Widerklage sind diesfalls zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen (BGE 143 III 506 E. 3 und 4). In der Folge hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung dahingehend präzisiert, dass die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart gemäss Art.”
Eine Widerklage gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die Pflicht zur Leistung einer Kostenvorauszahlung begründen, wenn sie eigenständige (nicht bloss libatorische oder vollständig mit der Hauptklage zusammenfallende) Begehren enthält. In diesem Fall kann das Gericht vom Beklagten eine Vorauszahlung verlangen, bemessen anhand der voraussichtlichen Gebühren für die von ihm erhobene Gegenforderung.
“En effet, il est expressément mentionné que l'avance est requise pour la procédure engagée par la recourante dans le cadre de sa réponse avec demande reconventionnelle. Si cette motivation est sommaire, elle est suffisante au stade d'une demande d'avance de frais. 5. 5.1 La recourante estime que c'est à tort que le président a requis une avance de frais pour les conclusions prises dans sa réponse dans la mesure où elle n'a pris que des conclusions libératoires ou constatatoires négatives de droit, qui, de surcroît, s'excluent avec celles de D.________. 5.2 Selon l'art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, CR-CPC, n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). Dans le même sens, l'art. 9 al. 1 TFJC (tarif du 28 septembre 2010 des frais judiciaires civils ; BLV 270.11.5) oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Pour déterminer le montant des frais judiciaires présumés, il y a lieu de se référer au tarif des frais prévu par le droit cantonal (art. 96 CPC). Aux termes de l'art. 4 TFJC, l'émolument forfaitaire de décision est fixé en fonction de la valeur litigieuse, de la nature, de l'ampleur et de la difficulté de la cause. Il est arrondi au franc inférieur (al. 1) ; la valeur litigieuse est calculée conformément aux art. 91 à 94 CPC (al. 2). L'art. 91 al. 1 CPC pose le principe selon lequel la valeur litigieuse est déterminée par les conclusions, sans que les intérêts, les frais de la procédure voire les conclusions subsidiaires ne soient prises en compte.”
“Ces avances ont généralement un double but, à savoir éviter que le demandeur puisse s'avérer insolvable en cas de condamnation aux frais et assurer que l'Etat n'ait pas de peine à recouvrer les montants mis à la charge du défendeur (Tappy, op. cit., n. 3 ad art. 98 CPC). Formulé comme une "Kann-Vorschrift", l'art. 98 CPC donne au tribunal une certaine marge d'appréciation. Il n'en reste pas moins que le versement d'une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés constitue le principe et le versement d'un montant réduit, voire l'absence de tout versement, l'exception (CREC 1er décembre 2023/256 ; CREC 14 août 2023/157 ; Sutter/von Holzen, in : Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3e éd., Zurich 2016, n. 10 ad art. 98 CPC). La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à la libération; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention. Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). En droit vaudois, l'art. 9 al. 1 TFJC prévoit que la partie qui saisit l'autorité judiciaire par une requête, par une demande ou par une demande reconventionnelle doit fournir une avance d'un montant correspondant à la totalité de l'émolument de conciliation, respectivement de décision prévu pour ses conclusions. 5.3 En l’espèce, les conclusions de la demande s’élèvent à 705'809 fr. 15. Dans leurs réponses, les recourants I et II ont pris des conclusions reconventionnelles à hauteur de 650'000 fr. contre G.________ SA et ont également formé un appel en cause de L.________ SA et P.________ SA, appel en cause dont la valeur litigieuse est identique à celle de l’action en paiement. Les recourants I et II exposent que l’objet de la demande principale et de la demande reconventionnelle s’excluent, en conséquence il faudrait définir la valeur litigieuse selon la prétention la plus élevée, soit en l’occurrence celle de la demande.”
“[Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]) qu'une autre solution paraisse concevable, voire préférable ; encore faut-il qu'elle se révèle arbitraire non seulement dans ses motifs, mais aussi dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; ATF 144 I 113 consid. 7.1 ; ATF 141 III 564 consid. 4.1). 3. 3.1 La recourante conteste l’avance de frais au motif qu’elle n’aurait aucun lien avec sa partie adverse. 3.2 Selon l’art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l’art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d’une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile [ci-après : CR-CPC], 2e éd., 2019, n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l’art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s’il s’agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). Dans le même sens, l’art. 9 al. 1 TFJC (tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5) oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. 3.3 En l’espèce, il convient donc de déterminer si les conclusions de la réponse de la recourante relèvent d’une demande reconventionnelle. Dans sa réponse du 15 mai 2023, la recourante allègue avoir subi un préjudice de 6'000 fr. en relation avec les « tracasseries administratives » de sa partie adverse et demande le paiement de cette somme. Ces conclusions, qui ne se limitent pas à des conclusions libératoires et qui sont sans lien avec les conclusions principales de l’intimée, sont clairement des conclusions reconventionnelles. L’avance de frais demandée par le premier juge est donc justifiée et la recourante n’en conteste pas le montant, calculé du reste conformément à l’art.”
“Pour déterminer le montant des frais judiciaires présumés, il y a lieu de se référer au tarif des frais prévu par le droit cantonal (art. 96 CPC). En droit vaudois, l'art. 9 al. 1 TFJC (tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5) prévoit que la partie qui saisit l'autorité judiciaire par une requête, par une demande ou par une demande reconventionnelle doit fournir une avance d'un montant correspondant à la totalité de l'émolument de conciliation, respectivement de décision prévu pour ses conclusions. Selon l'art. 10 al. 1 TFJC, seuls des motifs d'équité justifient la renonciation à exiger tout ou partie de l'avance de frais. La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec celle de la demande principale (CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 17 mars 2015/123) (sur le tout, Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 2.1 ad art. 98 CPC). Alors que des avances couvrant les émoluments forfaitaires et autres frais généraux du tribunal ne peuvent être exigées, aux conditions de l’art. 98 CPC, que du demandeur, les frais d’une mesure probatoire doivent être avancés par la partie qui la requiert (art. 102 al. 1 CPC) (Tappy, op. cit., n. 3 ad art. 102 CPC). 3.3 En l’espèce, le recourant est défendeur dans l’action au fond intentée par sa fille. Si l’on peut admettre que les conclusions 1 à 4 de sa réponse se recoupent avec celles prises par la demanderesse en tant qu’elles concernent le montant des contributions d’entretien à verser à l’enfant et qu’elles ne justifient dès lors pas qu’une avance de frais soit mise à la charge du recourant, tel n’est pas le cas des conclusions 5 et 6 de la réponse tendant à l’instauration d’une garde alternée, subsidiairement à la fixation d’un droit de visite libre ou restreint.”
Die Widerklage ist keine blosse Verteidigungseinrede, sondern eine selbständige Klage des Beklagten mit einem eigenen Begehren; sie ist daher entsprechend als selbständiges Klagebegehren zu behandeln.
“Ce n'est pas un moyen de défense, mais une véritable action qui poursuit un but propre (cf. art. 224 CPC ; ATF 142 III 713 consid. 4.2 ; ATF 124 III 207 consid. 3a p. 208). La reconvention présuppose que le défendeur conteste le bien-fondé de la prétention réclamée dans la demande principale et partant conclut à son rejet, alors que, de son côté, il forme une nouvelle demande (TF 5A_18/2020 consid. 3.1.2 ; TF 4A_317/2019 du 30 juin 2020 consid. 1.3.1 et les références citées). Des conclusions ayant pour seule fin d'obtenir la libération des prétentions du demandeur ne sont pas reconventionnelles. La reconvention ne doit pas être confondue avec la compensation (art. 120 CO), que le défendeur peut invoquer par voie d'exception pour obtenir le rejet de la demande intentée contre lui : en brandissant ce moyen, le défendeur n'introduit pas une nouvelle action avec un effet de litispendance ; il entend simplement faire échec à l'action du demandeur (ATF 141 III 549 consid. 6.5 et ATF 142 III 626 consid. 8.4 ; TF 4A_317/2019 consid. 1.3.1 ; Tappy, CR CPC, n. 4 ad art. 224 CPC ; Heinzmann, in Basler Kommentar, 3e éd. 2018, n. 7 ad art. 53 LTF). 3.3 Compris comme l'un des aspects de la notion générale de procès équitable au sens de l’art. 29 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101), le droit d'être entendu garantit notamment au justiciable le droit de s'expliquer avant qu'une décision ne soit prise à son détriment, d'avoir accès au dossier, de prendre connaissance de toute argumentation présentée au tribunal et de se déterminer à son propos, dans la mesure où elle l'estime nécessaire, que celle-ci contienne ou non de nouveaux éléments de fait ou de droit, et qu'elle soit ou non concrètement susceptible d'influer sur le jugement à rendre (ATF 142 III 48 consid. 4.1.1 et les réf. citées). Le droit de se déterminer précité n'impose toutefois pas à l'autorité judiciaire l'obligation de fixer un délai à la partie pour déposer d'éventuelles observations. Elle doit seulement lui laisser un laps de temps suffisant, entre la remise des documents et le prononcé de sa décision, pour qu'elle ait la possibilité de déposer des observations si elle l'estime nécessaire (ATF 146 III 97 consid.”
“La reconvention est une action introduite par le défendeur contre le demandeur dans un procès pendant. Ce n'est pas un moyen de défense, mais une véritable action qui poursuit un but propre (cf. art. 224 CPC; ATF 142 III 713 consid. 4.2 p. 716; 124 III 207 consid. 3a p. 208). La reconvention présuppose que le défendeur conteste le bien-fondé de la prétention réclamée dans la demande principale et partant conclut à son rejet, alors que, de son côté, il forme une nouvelle demande (arrêt 4A_317/2019 du 30 juin 2020 consid. 1.3.1 et les références citées). Il ne peut y avoir de demande reconventionnelle en ce qui concerne le principe du divorce quand la dissolution du mariage repose sur un seul et même motif, les parties visant alors le même but (ATF 142 III 713 consid. 4.2 p. 716 s.). Cela étant, lorsqu'en pareil cas, le défendeur conclut également au prononcé du divorce et prend ses propres conclusions quant aux effets accessoires, il dispose d'un droit propre à ce que le juge statue sur le divorce. Le jugement de divorce concerne dès lors la demande de divorce des deux époux, aussi bien celle du demandeur que celle du défendeur (ATF 142 III 713 consid. 4.3.3 p. 719).”
Übersteigt die Widerklage die sachliche Zuständigkeit, sind beide Klagen an das höhere sachlich zuständige Gericht zu überweisen. Soweit ein sachlicher Zusammenhang der Streitgegenstände eine einheitliche Beurteilung erfordert, kann dies dazu führen, dass trotz unterschiedlicher spezialgerichtlicher Zuständigkeiten (z. B. Mietgericht) die Angelegenheit gemeinsam behandelt wird; die Notwendigkeit gleicher sachlicher Zuständigkeit ist nicht vorausgesetzt.
“Bei objektiver Klagenhäufung müssen die Voraussetzungen für die sachliche Zu- ständigkeit eines Gerichts grundsätzlich bei allen Ansprüchen gegeben sein, es sei denn, die Streitgegenstände stehen in einem Sachzusammenhang zueinander (BGE 142 III 788 E. 4). Arbeitsrechtliche Streitigkeiten sollen dabei nach der Rechtsprechung nie in die Zuständigkeit des Handelsgerichts fallen (ZR 2012 Nr. 58). Im vorliegenden Fall fehlt es jedenfalls seitens des Klägers 2 an den subjektiven Voraussetzungen für eine handelsgerichtliche Zuständigkeit und zudem an den objektiven, soweit der Kläger 2 arbeitsrechtliche Forderungen an die Beklagte rich- tet. Wegen des Zusammenhangs zwischen der zu interpretierenden mietrechtli- chen Regelung gemäss Ziff. 3 des Übernahmevertrages und allen übrigen Ansprü- chen ist analog BGE 142 III 788 eine einheitliche Beurteilung aller Ansprüche un- erlässlich. Die Widerklage richtet sich auf ausstehende Mietzinszahlungen und das Mietdepot und fällt daher klar in die sachliche Zuständigkeit des Mietgerichts, ganz abgesehen davon, dass die gleiche sachliche Zuständigkeit bei einer Wider- klage gerade nicht vorausgesetzt ist (vgl. insbes. Art. 224 Abs. 2 ZPO). Damit erweist sich das Kollegialgericht des Mietgerichts zur Behandlung von Klage und Widerklage örtlich und sachlich zuständig. Die Klage ist im ordentlichen Verfahren zu behandeln (Art. 219 ff. ZPO i.V.m. Art. 243 ZPO). 3. Zulässigkeit der Eventualbegehren Die Beklagte bemängelte, die Kläger würden mit ihren Anträgen auf Leistung an die Klägerin 1 oder den Kläger 2 in unzulässiger Weise eine Alternativklage erhe- ben. Indessen haben die Kläger die Hierarchie der beantragten Leistungen sehr wohl festgelegt und Haupt- und Eventualanträge gestellt. Dass nicht alle Anträge gutgeheissen werden können, ändert daran nichts, sondern wirkt sich nur auf das Kostenrisiko der Klagenden aus. Der Einwand ist daher unbegründet. Abgesehen - 10 - davon sind selbst wirkliche Alternativklagen nicht mehr per se unzulässig, wie sich aus der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts ergibt (BGE 144 III 452). 4. Materielle Behandlung von Haupt- und Widerklage 4.1 Parteidarstellungen Auf die Darstellung der Parteien wird nachfolgend in Zusammenhang mit den gel- tend gemachten Ansprüchen eingegangen, aber nur soweit sie für den Entscheid von Belang ist.”
“-, so ist grundsätzlich das Zivilgericht zuständig (Art. 219 i.V.m. 243 ZPO i.V.m. Art. 50 f. des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG, SGF 130.1]). Stehen sich Klage und Widerklage gegenüber, so bestimmt sich der Streitwert nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 94 Abs. 1 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Davon nicht betroffen und zulässig ist der Fall, dass die beklagte Partei als Reaktion auf eine Teilklage, für die aufgrund ihres Streitwerts von höchstens Fr. 30'000.- nach Art. 243 Abs. 1 ZPO das vereinfachte Verfahren gilt, eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO; BGE 143 III 506 E. 4.4; 145 III 299 E. 2; 147 III 172 E. 2.3 m.H.).”
Im entschiedenen Fall hat die Beklagte die Widerklage in der Klageantwort rechtzeitig erhoben; die geltend gemachten Ansprüche sind im ordentlichen Verfahren zu behandeln. Die Widerklage bezog sich auf die Ablösung von Bauhandwerkerpfandrechten, was nach Art. 90 ZPO zulässig ist; daher war auf die Widerklage einzutreten.
“Widerklage, objektive Klagehäufung und teilweiser Widerklagerückzug Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der gel- tend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Die Beklagte hat die Widerklage in der Kla- geantwort und damit rechtzeitig erhoben. Die geltend gemachten Ansprüche sind ebenfalls im ordentlichen Verfahren zu behandeln. Auf die Widerklage ist somit grundsätzlich einzutreten. Mit den Rechtsbegehren Ziffer 2 und 3 der Widerklage vom 16. Oktober 2021 klagt die Beklagte auf Ablösung von insgesamt 15 Bauhandwerkerpfandrechten. Dies ist nach Art. 90 ZPO zulässig. Insoweit die Beklagte die Rechtsbegehren Zif- fer 2.5,”
Voraussetzung der Widerklage nach Art. 224 Abs. 1 ZPO ist, dass der geltend gemachte Anspruch der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage unterliegt. Fehlt diese gleiche Verfahrensart (z. B. ordentlich gegenüber vereinfachtem or summarischem Verfahren), ist auf die Widerklage nicht einzutreten. Übersteigt die Widerklage die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts, sind Haupt- und Widerklage dem gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO zuständigen höheren Gericht zu überweisen.
“Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.”
“; ablehnend Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 57; Spühler/Dolge/Gehri, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 9. Auflage, Bern 2010, Kap. 30 N 55). Auch wenn dieser Ansicht gefolgt würde, führte dies im vorliegenden Fall nicht zur Zulässigkeit der Widerklage. Voraussetzung hierfür ist gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO, dass die Haupt- und Widerklage nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen sind. Diese Voraussetzung ist nicht gegeben, wenn auf die Hauptklage das ordentliche Verfahren und auf die Widerklage das vereinfachte Verfahren zur Anwendung gelangen. In diesem Fall ist der gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO geforderte prozessuale Verbindungszusammenhang zwischen der Haupt- und der Widerklage zu keinem Zeitpunkt gegeben. Daran ändert auch nichts, dass das Verfahren zur Hauptklage im Zeitpunkt der Einreichung der Widerklage im vereinfachten Verfahren geführt wurde, was zum entsprechenden Nichteintretensentscheid führte (vgl. AGE ZB.2021.49 vom 23. November 2022). Gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 224 Abs. 1 ZPO ist bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Widerklage darauf abzustellen, dass diese nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Relevant ist allein die Frage, nach welcher Verfahrensart Haupt- und Widerklage gemäss den rechtlichen Vorgaben materiell zu beurteilen sind. Somit ist es irrelevant, dass das Verfahren über die Hauptklage zunächst im vereinfachten Verfahren geführt wurde (vgl. Verfügung der Zivilgerichtspräsidentin vom 8. Juli 2019 Ziff. 4 und Verfügung vom 27. September 2019), zumal im rechtskräftigen Nichteintretensentscheid dazu festgehalten wurde, dass die Hauptklage nicht im vereinfachten Verfahren beurteilt werden konnte. Nachdem das Zivilgericht zu Recht zum Schluss gekommen ist, dass die Hauptklage nicht im vereinfachten Verfahren beurteilt werden kann, wohingegen die Widerklage im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, konnte es die Zulässigkeit der Widerklage in diesem Fall nicht mehr bejahen und hätte daher auf die Widerklage nicht eintreten dürfen.”
“Dasselbe gälte, wenn der Gesuchsgegner als Reaktion auf das Rechtsöffnungsbegehren eine Feststellungsklage im Sinne von Art. 88 ZPO hätte erheben wollen. Zwar ist es grundsätzlich möglich, als beklagte Partei bzw. als Gesuchsgegner in der Klageantwort bzw. Gesuchsantwort eine eigene Klage – eine sogenannte Widerklage – zu erheben. Dies setzt aber unter anderem voraus, dass der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die - 5 - Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Rechtsöffnungsgesuche wer- den im summarischen Verfahren behandelt (Art. 251 lit. a ZPO), während eine Feststellungsklage je nach Streitwert im ordentlichen oder vereinfachten Verfah- ren zu erheben wäre (Art. 243 Abs. 1, Art. 248 ZPO). Auf eine Feststel- lungs(wider)klage wäre daher ebenfalls nicht einzutreten. III. Materielle Beurteilung”
Die Widerklage ist nur zulässig, wenn der geltend gemachte Anspruch nach derselben Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Bei spezialisierten Kammern ist dabei insbesondere zu prüfen, ob die sachliche Zuständigkeit der Kammer aufgrund einschlägiger Vorschriften (z. B. Art. 89 LOJ für den Tribunal des baux et loyers) gegeben ist. Ausserdem hat das Gericht die diesbezüglichen Prozessvoraussetzungen von Amtes wegen zu prüfen.
“Les parties ont persisté dans leurs conclusions respectives par réplique et duplique, ainsi qu'à l'audience du Tribunal du 10 novembre 2020. A l'issue de l'audience, la cause a été gardée à juger, avec l'accord des parties, sur la question de la recevabilité de la demande reconventionnelle. EN DROIT 1. L'appel est recevable contre les décisions finales et les décisions incidentes de première instance (art. 308 al. 1 let. a CPC). Dans les affaires patrimoniales, l'appel est recevable si la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 2 CPC). En l'occurrence, les conclusions de la demande reconventionnelle en paiement excèdent largement le montant ci-dessus, de sorte que l'appel est recevable. 2. Les appelants reprochent au Tribunal d'avoir considéré que leur demande reconventionnelle était irrecevable, alors que les prétentions invoquées relevaient selon eux du contrat de bail liant les parties. 2.1 2.1.1 Aux termes de l'art. 224 al. 1 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Cette disposition vise la compétence ratione valoris (TAPPY, CR-CPC, 2ème éd. n. 21 ad art. 224). 2.1.2 La compétence ratione materiae de la juridiction des baux et loyers est définie à l'art. 89 LOJ. Selon cette disposition, le Tribunal des baux et loyers est compétent pour statuer sur tout litige relatif au contrat de bail à loyer (art. 253 à 273c CO) ou au contrat de bail à ferme non agricole (art. 275 à 304 CO), portant sur une chose immobilière dans le canton de Genève (ACJC/1422/2013 du 2 décembre 2013 consid. 4.1; art. 33 CPC). Le Tribunal de première instance est compétent pour tous les actes de la juridiction civile contentieuse ou non contentieuse que la loi n'attribue pas à une autre autorité judiciaire ou administrative (art. 86 al. 1 LOJ). 2.1.3 En vertu de l'art. 60 CPC, le tribunal examine d'office si les conditions de recevabilité sont remplies.”
“Die Beklagte beantragt ihrerseits, es sei festzustellen, dass die beim Betreibungsamt C.________ erhobene Betreibung Nr. ... nichtig sei, eventualiter sei die Klägerin unter Androhung der Bestrafung ihrer verantwortlichen Organe mit Busse gemäss Art. 292 StGB zu verpflichten, die Betreibung Nr. ... beim Betreibungsamt C.________ zurückzuziehen und umgehende Löschung zu beantragen (vgl. Klageantwort/Widerklage S. 2). Gemäss Art. 90 Abs. 2 VRPG richtet sich die Zulässigkeit der Widerklage nach den Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272). Beim für die Hauptklage örtlich zuständigen Gericht kann Widerklage erhoben werden, wenn die Widerklage mit der Hauptklage in einem sachlichen Zusammenhang steht (Art. 14 Abs. 1 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Ob die genannten Prozessvoraussetzungen für die Widerklage erfüllt sind, insbesondere ob ein Entscheid über das Beantragte überhaupt in die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts fällt, ist fraglich. Wie es sich damit verhält, kann jedoch offen gelassen werden, da die Widerklage – wäre das Gericht zuständig und könnte es auf die Widerklage eintreten – ohnehin abzuweisen wäre.”
Die Zulässigkeit einer negativen Feststellungswiderklage setzt voraus, dass die beklagte Partei über ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse verfügt. In der zitierten Entscheidung blieb die Frage, ob ein solches Feststellungsinteresse im konkreten Fall vorlag, vom Bundesgericht offen, weil sie mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht überprüfbar war.
“36). Davon abzuweichen, besteht kein Anlass. Die Beschwerdeführerin nennt verschiedene Gründe, die nach ihrem Dafürhalten dafür sprechen, dass die geschädigte Person "von ihrem Gesamtschaden im Streitfall zunächst nur einen Teil" gerichtlich geltend macht, unter Hinweis auf diverse von einem ihrer Rechtsvertreter mitverfasste Artikel (WAGNER/SCHMID, Die Teilklage [im vereinfachten Verfahren] kommt nicht zur Ruhe, HAVE 2018 S. 175 ff.; dieselben, Die Individualisierung von Teilklagebegehren im Personenschadenrecht, HAVE 2017 S. 179 ff.; WAGNER/SCHMID/SANTSCHI, Die Teilklage im vereinfachten Verfahren: ein Instrument zur BGE 147 III 172 S. 175 schnelleren und risikoärmeren Durchsetzung von Forderungen aus Personenschäden, HAVE 2013 S. 322 ff.). Indessen verbietet die dargestellte Rechtsprechung dieses Vorgehen nicht, sondern bedeutet lediglich, dass die mit einer Teilklage konfrontierte beklagte Partei, wenn sie über ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse verfügt, unabhängig von der in Art. 224 Abs. 1 ZPO statuierten Voraussetzung der gleichen Verfahrensart eine negative Feststellungswiderklage erheben kann. Soweit die Beschwerdeführerin meint, die beklagte Partei habe, wenn die klagende Partei im Haftpflichtprozess bloss einzelne Schadensposten einklage, kein schutzwürdiges Interesse an einer negativen Feststellungsklage auf Nichtbestehen der gesamten Schadenersatzpflicht, geht ihre Beschwerde am hier zu beurteilenden Fall vorbei: Denn die Frage, ob die Beschwerdegegnerin vorliegend ein Rechtsschutzinteresse hat an der von ihr erhobenen Klage auf Feststellung, dass sie der Beschwerdeführerin aus dem Unfallereignis keinerlei Leistungen schuldet, war nach der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens und kann daher mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs vom Bundesgericht nicht überprüft werden (siehe BGE 143 III 290 E. 1.1 mit Hinweisen). Somit kann hier offenbleiben, wie weit das Feststellungsinteresse der beklagten Partei in derartigen Fällen allgemein reicht.”
Neben der blossen Abweisung des klägerischen Begehrens lassen sich weitergehende materielle Leistungs-, Gestaltungs- und Feststellungsanträge grundsätzlich nur in Ausnahmefällen geltend machen; eine hauptsächlich geeignete Verfahrensform dafür ist die Widerklage nach Art. 224 ZPO (bzw. die sogenannte actio duplex).
“A., Art. 58 N 2). Im Einklang hiermit kann die beklagte Partei in einem Zivilprozess (neben Anträgen auf Nichteintreten oder Abschreiben) grundsätzlich nur die Abweisung des klägerischen Begehrens verlangen. Darüber hinausgehende materielle Leis- tungs-, Gestaltungs- und Feststellungsanträge können bloss ausnahmsweise, nämlich im Rahmen einer Widerklage (Art. 224 ZPO) oder einer sogenannten ac- tio duplex (doppelseitigen Klage) geltend gemacht werden (CHK ZPO-Sutter- Somm/Seiler, Art. 222 N 4; DIKE ZPO-Pahud,”
Die Widerklage ist in der Klageantwort zu erheben (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Nach herrschender Lehre bleibt die einmal erhobene Widerklage selbständig bestehen und ist zu entscheiden, auch wenn die Hauptklage zurückgezogen oder als unzulässig erklärt wird.
“1); les héritiers sont propriétaires et disposent en commun des biens qui dépendent de la succession, sauf les droits de représentation et d’administration réservés par le contrat ou la loi (al. 2). Puisque les consorts matériels nécessaires sont titulaires ou obligés ensemble d'un seul droit, ils doivent en principe ouvrir action ensemble ou être mis en cause ensemble (art. 70 al. 1 CPC; ATF 146 III 346 consid. 2.2; Hohl, Procédure civile, 2 e éd. 2016, p. 154 n. 898). 2.1.7 Une autorité se rend coupable d'un déni de justice formel prohibé par l'art. 29 al. 2 Cst. lorsqu'elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 1B_539/2019 du 19 mars 2020 consid. 3.1). 2.1.8 Le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale (art. 224 al. 1 CPC). Selon la doctrine, une fois introduite, la demande reconventionnelle ne dépend plus des conclusions du demandeur : elle subsiste et doit être tranchée même si la demande principale est retirée ou déclarée irrecevable (Leuenberger, KomZPO-, n. 5 ad art. 224 CPC; Tappy, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 11 ad art. 229 CPC). 2.2 En l'espèce, l'intimée a saisi la Commission de conciliation d'une requête en fixation judiciaire du loyer tant à l'encontre de E______ que de C______. En cours de procédure de conciliation, la première nommée est décédée, fait dont la Commission de conciliation a été informée. La Commission de conciliation a, sans explication, supprimé feu E______ en tant que partie à la procédure. Il ne résulte pas du dossier qu'elle en aurait informé les parties. Or, les héritiers de E______, à savoir, C______, B______ et A______, ont pris la place de la défunte dans la relation contractuelle avec l'intimée. En outre, en l'absence d'allégation ou d'élément contraire, rien ne permet de retenir que la succession aurait été partagée.”
Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des erstinstanzlichen Gerichts, hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen. Art. 224 ZPO setzt dabei voraus, dass zwischen Haupt- und Widerklage ein prozessualer Verbindungszusammenhang besteht; die Widerklage kann nur erhoben werden, wenn sie nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist.
“Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Vorliegend erfolgte die Widerklage in einem im vereinfachten Verfahren behandelten Klageverfahren und gemäss den obigen Ausführungen (E.”
“-, so ist grundsätzlich das Zivilgericht zuständig (Art. 219 i.V.m. 243 ZPO i.V.m. Art. 50 f. des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG, SGF 130.1]). Stehen sich Klage und Widerklage gegenüber, so bestimmt sich der Streitwert nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 94 Abs. 1 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Davon nicht betroffen und zulässig ist der Fall, dass die beklagte Partei als Reaktion auf eine Teilklage, für die aufgrund ihres Streitwerts von höchstens Fr. 30'000.- nach Art. 243 Abs. 1 ZPO das vereinfachte Verfahren gilt, eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO; BGE 143 III 506 E. 4.4; 145 III 299 E. 2; 147 III 172 E. 2.3 m.H.).”
Die Beklagte kann in der Klageantwort eine negative Feststellungswiderklage erheben, um den Nichtbestand des behaupteten Anspruchs feststellen zu lassen. Damit wird der umstrittene Anspruch zum Gegenstand des hängigen Prozesses gemacht.
“Negative Feststellungsklage Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Wider- klage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfah- rensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Die Beklagte hat die Widerklage in der Klageantwort erhoben. Der geltend ge- machte Anspruch ist in der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu behan- deln. Ferner ist das rechtliche Interesse der mit einer Teilklage konfrontierten Beklagten daran, durch Widerklage den Nichtbestand des behaupteten An- spruchs oder des Schuldverhältnisses feststellen zu lassen, zu bejahen (BGE 143 III 506 E. 4.3.1).”
“Negative Feststellungswiderklage Gleichzeitig mit ihrer Klageantwort erhebt die Beklagte eine negative Feststel- lungswiderklage in Höhe der Deckungssumme des im Streit liegenden Versiche- rungsvertrags der Parteien (act. 9 Rz. 5 ff.; vgl. act. 3/3 S. 2). Strittig ist, ob auf die negative Feststellungswiderklage eingetreten werden kann, und gegebenenfalls, ob ein Interesse für ein vollumfängliches Eintreten besteht (vgl. sogleich Ziff. 1.1.2.1. und Ziff. 1.1.2.2. ). - 10 - 1.1.2.1. Zulässigkeit der negativen Feststellungswiderklage im Grundsatz Unbestrittenermassen wurde die Widerklage von der Beklagten rechtzeitig mit der Klageantwort erhoben und ist sie in derselben Verfahrensart zu beurteilen wie die Hauptklage (Art. 224 Abs. 1 ZPO; BGE 147 III 172 E. 2.1, vgl. act. 1 und act. 9). Sodann ist der betreffend die örtliche Zuständigkeit vorausgesetzte sachliche Zu- sammenhang zwischen den beiden Klagen infolge identischen Streitgegenstands ohne Weiteres gegeben (Art. 14 Abs. 1 ZPO; act. 9 Rz. 5 ff.; act. 24 Rz. 4). Auch die sachliche Zuständigkeit ist zu bejahen (Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG; act. 9 Rz. 6; act. 24 Rz. 4 e contrario). Die Klägerin wendet ein, der Beklagten fehle es in Bezug auf ihre Widerklage an einem erheblichen schutzwürdigen Feststellungsinteresse (vgl. act. 24 Rz. 4 ff. und act. 32 Rz. 6 ff.). Entgegen der Ansicht der Klägerin will eine Widerklägerin mit einer negativen Feststellungsklage – ungleich einer im selbstständigen Ver- fahren erhobenen (negativen) Feststellungsklage oder einer von der Klage unab- hängigen 'normalen' Widerklage – nicht einen von der Klage unabhängigen An- spruch erheben, sondern den umstrittenen Anspruch einer Klägerin in seinem ge- samten Betrag zum Gegenstand des hängigen Prozesses machen (vgl.”
Wenn die Parteien ausdrücklich auf den doppelten Instanzenzug verzichten, kann das Gericht die Widerklage im gleichen Verfahren zulassen und soweit erforderlich von seiner Zuständigkeit ausgehen, wie es das zitierte Entscheidbeispiel zeigt.
“1 CPC, les parties peuvent convenir d’un for pour le règlement d’un différend présent ou à venir résultant d’un rapport de droit déterminé. Sauf disposition conventionnelle contraire, l’action ne peut être intentée que devant le for élu. A teneur de l'art. 18 CPC, le tribunal saisi est compétent lorsque le défendeur procède sans faire de réserve sur la compétence. Cette disposition ne concerne en principe que la compétence à raison du lieu (Haldy, op. cit., n. 2 ad art. 18 CPC). 1.1.3 Selon l'art. 227 CPC, la demande peut être modifiée si la prétention nouvelle ou modifiée relève de la même procédure et si elle présente un lien de connexité avec la dernière prétention ou si la partie adverse consent à la modification de la demande. L'interdiction d'une reconvention sur reconvention de l'art. 224 al. 3 CPC n'empêche pas le demandeur d'introduire des conclusions nouvelles ou modifiées pour autant qu'elles relèvent de la même procédure et qu'elles soient connexes à la demande initiale (Tappy, Commentaire romand, 2019, n. 27 ad art. 224 CPC). 1.2 En l’espèce, la Cour est compétente à raison du lieu pour connaître de la demande, en dépit de la clause de prorogation de for figurant à l'art. 10.2 du contrat liant les parties, puisque la défenderesse a procédé sur le fond sans faire de réserve au sens de l'art. 18 CPC. Elle est également compétente à raison de la matière pour connaître de la demande principale, fondée tant sur la LCD que sur les dispositions contractuelles liant les parties. Dans la mesure où, lors de l'audience du 11 mars 2025, les deux parties ont accepté la compétence de la Cour pour connaître également de la demande reconventionnelle, laquelle relève en principe des juridictions ordinaires, celle-ci doit être admise en application de l'art. 8 CPC, puisque la valeur litigieuse est supérieure à 100'000 fr. A cela s'ajoute que les deux parties ont déclaré expressément qu'elles renonçaient au double degré de juridiction, de sorte qu'aucune d'elle ne risque d'être prétéritée en raison du fait que le litige sera jugé en instance unique cantonale.”
Übersteigt die Widerklage die sachliche Zuständigkeit des erstinstanzlichen Gerichts, sind beide Klagen an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen. Nach der Rechtsprechung führt dies – etwa wenn der Streitwert mindestens CHF 50'000 beträgt und damit die Zuständigkeit der Präsidentin überschreitet – zu einer zwingenden Überweisung; ein Ermessen der vorsitzenden Instanz, im vereinfachten Verfahren zu verbleiben oder nicht einzutreten, besteht nicht (vgl. die zitierten Entscheide und Kommentare).
“Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Vorliegend erfolgte die Widerklage in einem im vereinfachten Verfahren behandelten Klageverfahren und gemäss den obigen Ausführungen (E.”
“Vorliegend beträgt gemäss den nicht substanziiert bestrittenen Erwägungen der Vorinstanz der Streitwert sowohl für die Teilklage als auch für die negative Feststellungswiderklage mind. CHF 50'000.-. Da damit die sachliche Zuständigkeit der Präsidentin überschritten ist, hat sie gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO beide Klagen zusammen an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen. Das Gesetz schreibt hier – anders als bei Einreichung einer Klage im falschen Verfahren (vgl. hierzu Urteil BGer 4A_332/2015 vom 10. Februar 2016 E. 4 m.H.) – ausdrücklich eine Überweisung vor und der Kläger hat keine Wahl mehr zwischen dem vereinfachten und ordentlichen Verfahren. Es bleibt damit kein Raum für die Eventualerwägung der Präsidentin, wonach auf die Teilklage aufgrund des Streitwertes von mind. CHF 50'000.- nicht einzutreten sei. Aufgrund der Widerklage war die Streitigkeit ohnehin an das Zivilgericht zu überweisen. Die Präsidentin war damit nicht zuständig, um über die Zulässigkeit der Teilklage zu entscheiden. Die Berufung ist daher gutzuheissen. Ziffer 1 des Dispositivs ist mangels Zuständigkeit der Vorinstanz aufzuheben und Ziffer 2 ist dahingehend abzuändern, dass die Teilklage zusammen mit der Widerklage an das Zivilgericht zu überweisen ist.”
“-, so ist grundsätzlich das Zivilgericht zuständig (Art. 219 i.V.m. 243 ZPO i.V.m. Art. 50 f. des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG, SGF 130.1]). Stehen sich Klage und Widerklage gegenüber, so bestimmt sich der Streitwert nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 94 Abs. 1 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Davon nicht betroffen und zulässig ist der Fall, dass die beklagte Partei als Reaktion auf eine Teilklage, für die aufgrund ihres Streitwerts von höchstens Fr. 30'000.- nach Art. 243 Abs. 1 ZPO das vereinfachte Verfahren gilt, eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO; BGE 143 III 506 E. 4.4; 145 III 299 E. 2; 147 III 172 E. 2.3 m.H.).”
Art. 224 steht im Rahmen des ersten Austauschs, der durch Art. 221–223 ZPO geregelt wird; Art. 224 behandelt den speziellen Fall der Widerklage. Ordnet das Gericht einen zweiten Austausch an, gelten Art. 221 und 222 ZPO nach den Quellen analog und sind entsprechende gerichtliche Fristen zu setzen.
“La question litigieuse principale est de savoir si le tribunal civil aurait dû admettre le mémoire de « réponse complémentaire » déposé par le recourant le 5 avril 2019, le sort des deux écritures postérieures étant en principe dépendant de la réponse apportée à la première question. L’état de fait (procédural) qui vient d’être exposé appelle une brève présentation du cadre juridique dans lequel il s’inscrit (cf. infra let. b à d). Il sera ensuite procédé à la subsomption (cf. infra cons. 5). b) En vertu de l'art. 221 al. 1 let. d CPC, respectivement de l'art. 222 al. 2 CPC, les faits doivent être allégués en principe dans la demande, respectivement dans la réponse pour les faits que doit alléguer le défendeur. Ils peuvent l'être dans la réplique et la duplique si un deuxième échange d’écritures est ordonné ou, s'il n'y en a pas, par dictée au procès-verbal lors des débats d'instruction (art. 226 al. 2 CPC) ou à l'ouverture des débats principaux, avant les premières plaidoiries (ATF 144 III 67 cons. 2). Le premier échange d’écritures est régi par les art. 221 à 223 CPC (l’art. 224 CPC traitant du cas spécifique de la demande reconventionnelle). En vertu de l’art. 222 al. 1 CPC, le tribunal notifie la demande au défendeur et lui fixe un délai (judiciaire) pour déposer une réponse écrite. L’art. 223 al. 1 CPC, qui règle le défaut de production en temps utile de la réponse, impose au juge de fixer un « bref délai supplémentaire » au défendeur ayant omis de procéder dans le délai judiciaire. Le défendeur bénéficie ainsi d’une seconde chance, qui lui permet de se déterminer sur la demande (arrêt du TF du 20.05.2020 [4A_85/2020] cons. 2.6, destiné à la publication). Si la réponse n’est pas déposée à l’échéance de ce nouveau délai, le juge rend la décision finale, si la cause est en état d’être jugée, sinon la cause est citée aux débats principaux (art. 223 al. 2 CPC). Si un second échange d’écritures est ordonné par le juge, les art. 221 et 222 CPC sont applicables par analogie : un délai judiciaire sera fixé d’office pour le dépôt de la réplique et celui de la duplique.”
“La question litigieuse principale est de savoir si le tribunal civil aurait dû admettre le mémoire de « réponse complémentaire » déposé par le recourant le 5 avril 2019, le sort des deux écritures postérieures étant en principe dépendant de la réponse apportée à la première question. L’état de fait (procédural) qui vient d’être exposé appelle une brève présentation du cadre juridique dans lequel il s’inscrit (cf. infra let. b à d). Il sera ensuite procédé à la subsomption (cf. infra cons. 5). b) En vertu de l'art. 221 al. 1 let. d CPC, respectivement de l'art. 222 al. 2 CPC, les faits doivent être allégués en principe dans la demande, respectivement dans la réponse pour les faits que doit alléguer le défendeur. Ils peuvent l'être dans la réplique et la duplique si un deuxième échange d’écritures est ordonné ou, s'il n'y en a pas, par dictée au procès-verbal lors des débats d'instruction (art. 226 al. 2 CPC) ou à l'ouverture des débats principaux, avant les premières plaidoiries (ATF 144 III 67 cons. 2). Le premier échange d’écritures est régi par les art. 221 à 223 CPC (l’art. 224 CPC traitant du cas spécifique de la demande reconventionnelle). En vertu de l’art. 222 al. 1 CPC, le tribunal notifie la demande au défendeur et lui fixe un délai (judiciaire) pour déposer une réponse écrite. L’art. 223 al. 1 CPC, qui règle le défaut de production en temps utile de la réponse, impose au juge de fixer un « bref délai supplémentaire » au défendeur ayant omis de procéder dans le délai judiciaire. Le défendeur bénéficie ainsi d’une seconde chance, qui lui permet de se déterminer sur la demande (arrêt du TF du 20.05.2020 [4A_85/2020] cons. 2.6, destiné à la publication). Si la réponse n’est pas déposée à l’échéance de ce nouveau délai, le juge rend la décision finale, si la cause est en état d’être jugée, sinon la cause est citée aux débats principaux (art. 223 al. 2 CPC). Si un second échange d’écritures est ordonné par le juge, les art. 221 et 222 CPC sont applicables par analogie : un délai judiciaire sera fixé d’office pour le dépôt de la réplique et celui de la duplique.”
Auch im summarischen/vereinfachten Verfahren ist nach Art. 224 Abs. 1 ZPO grundsätzlich die Erhebung einer Widerklage möglich; sie darf das Verfahren jedoch nicht wesentlich verzögern. Die Möglichkeit, in der Klageantwort Widerklage zu erheben, besteht nur innerhalb der Frist für die Klageantwort und entfällt nach deren Ablauf.
“Die Mieterin machte im Verfahren vor dem Zivilgericht eigene Ansprüche geltend (vgl. angefochtener Entscheid Tatsachen Ziff. II und IX sowie E. 2.7). Damit erhob sie sinngemäss Widerklagen. Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Grundsätzlich ist eine Widerklage auch im summarischen Verfahren zulässig. Sie darf das Verfahren aber nicht wesentlich verzögern (vgl. Jent-Sørensen, in: Oberhammer et al. [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 252 N 6; Klingler, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 252 N 24 und 27 f.; Sutter-Somm/Lötscher, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 257 N 17). Teilweise sind Widerklagen für die von der Mieterin geltend gemachten Ansprüche bereits deswegen ausgeschlossen, weil sie sich nicht gegen die Vermieterin richten, weil sie Gegenstand des Schlichtungsverfahrens vor der SSM bilden (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO) oder weil die Mieterin sie nicht spätestens in der Stellungnahme zum Gesuch geltend gemacht hat. Im Übrigen hätten die Behandlung der sinngemässen Widerklagen zu einer wesentlichen und mit der Natur des Verfahrens auf Rechtsschutz in klaren Fällen nicht vereinbaren Verfahrensverzögerung geführt.”
“245 CPC que la règle posée à l'alinéa 1, selon laquelle il faut en principe tenir des débats oraux, est aussi applicable au cas du dépôt d'une demande écrite et motivée visé par l'art. 245 al. 2 CPC (ATF 140 III 450 consid. 3.2). 2.1.3 Les règles de la procédure ordinaire s'appliquent à la procédure simplifiée, sauf dispositions contraires de la loi (art. 219 CPC). En procédure ordinaire, si la réponse n’est pas déposée dans le délai imparti, le tribunal fixe au défendeur un bref délai supplémentaire (art. 223 al. 1 CPC). Si la réponse n’est pas déposée à l’échéance du délai, le tribunal rend la décision finale si la cause est en état d’être jugée. Sinon, la cause est citée aux débats principaux (art. 223 al. 2 CPC). Une décision rendue selon l’art. 223 al. 2 CPC sans que le délai supplémentaire précité ait été imparti au défendeur n’est pas absolument nulle, mais pourra être annulée (Tappy, op. cit., n. 4 ad art. 223 CPC). Le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu’il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale (art. 224 al. 1 CPC). Le dépôt d'une demande reconventionnelle n'est plus possible après l'échéance du délai pour déposer une réponse à la demande (arrêt du Tribunal fédéral 5A_618/2015 du 2 mars 2016, consid. 5.2). 2.1.4 La doctrine est divisée sur l'application de l'art. 223 CPC en procédure simplifiée. Selon Tappy, lorsque, en procédure simplifiée, le défendeur n'a pas répondu dans le délai fixé en vertu de l'art. 245 al. 2 CPC, la procédure doit simplement suivre son cours sans qu'il soit tenu compte de cette omission, conformément à la règle générale de l'art. 147 al. 2 CPC. Le juge doit alors convoquer des débats où les parties pourront procéder oralement comme elles l'auraient fait si cette convocation avait eu directement lieu après le dépôt de la demande selon l'art. 245 al. 1 CPC. Le fait de ne pas répondre ne portant pas à conséquence, la fixation d'un délai selon l'art. 245 al. 2 CPC n'a pas besoin d'être accompagnée d'un avis particulier selon l'art. 147 al. 3 CPC sur les conséquences du défaut et il n'y a pas lieu de fixer un bref délai supplémentaire selon l'art.”
Widerklage kann in der Klageantwort erhoben werden, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist. Ein abweichender prozessualer Umgang mit etwaigen verspäteten neuen Schlussanträgen gegenüber zulässigen Widerklagen kann gerechtfertigt sein, wenn die Widerklage nicht als verspätet anzusehen ist und die formale bzw. materielle Problematik sich von jener der beanstandeten Schlussanträge unterscheidet.
“L'appelant/demandeur n'indique d'ailleurs pas quel serait son avantage d'une procédure (simplifiée) séparée pour traiter des prétentions de son ancien employeur; dès lors que la procédure ordinaire et la procédure simplifiée ont chacune des avantages et des inconvénients, l'appelant/demandeur ne fait valoir aucun droit dont il aurait été privé par le traitement des conclusions reconventionnelles en procédure ordinaire. Il n'expose pas non plus en quoi, concrètement, sa situation procédurale aurait été meilleure, de sorte qu'on peut même demander s'il dispose d'un intérêt digne de protection (art. 59 al. 2, let. a CPC) à formuler un tel grief. Quoi qu'il en soit, la question peut rester ouverte, dès lors que le grief procédural sera rejeté. L'appelant/demandeur se plaint encore, en substance, d'un formalisme différencié, entre l'irrecevabilité de ses conclusions nouvelles tardives et la recevabilité des conclusions reconventionnelles du défendeur: tout d'abord, les prétentions reconventionnelles de l'ancien employeur n'étaient pas tardives (cf art. 224 CPC), de sorte que le traitement différent des deux incidents se justifie déjà pour ce motif-là. Ensuite, la problématique était différente: les conclusions nouvelles irrecevables de l'appelant/demandeur l'ont été en raison des exigences strictes en matière de formulation claire et précise des conclusions; à l'inverse, la souplesse s'agissant du type de procédure pour les conclusions reconventionnelles était encouragée par une doctrine très majoritaire et la jurisprudence de la Cour de justice. Enfin, dans les deux situations, même si la révision à venir du CPC porte sur un allègement du formalisme, le législateur a maintenu la règle selon laquelle il n'y avait que deux possibilités d'alléguer (et donc aussi de formuler sa demande). L'appelant prend encore (appel p. 43-44, chapitres 4 et 5; conclusion n° 12) des conclusions en irrecevabilité des témoignages I______, G______ et H______ car ils porteraient sur des conclusions irrecevables. Dès lors que la recevabilité de la demande reconventionnelle a été admise, les témoignages y relatifs sont également admis.”
“Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Vorliegend erfolgte die Widerklage in einem im vereinfachten Verfahren behandelten Klageverfahren und gemäss den obigen Ausführungen (E.”
Wenn eine Partei bis zur Hauptverhandlung säumig war und keine schriftliche Klageantwort eingereicht hat, spricht die Auffassung in der zitierten Quelle dafür, dass sie nach ihrem späteren Erscheinen in der Regel keine neue Widerklage mehr in den für die Hauptverhandlung eingereichten Schriftsätzen vorbringen kann, weil eine Widerklage grundsätzlich in der Klageantwort zu erheben ist (Art. 224 ZPO).
“cit., n. 9 ad art. 9 CPC). Si des débats principaux sont appointés en application de l'art. 223 al. 2, 2ème phrase CPC, le demandeur pourra évidemment y exercer tous les droits accordés aux parties à de tels débats et aura notamment la faculté de compléter ses allégations et offres de preuves selon l'art.229, ainsi que de modifier ses conclusions aux conditions de l'art. 230. Le CPC ne dit pas quelle sera dans ce cas la situation de son adversaire. Faute de règle contraire et conformément aux principes résultant de l'art. 147 al. 2 CPC, le demandeur conserve pleinement ses droits de partie lors des débats principaux appointés selon l'art. 223 al. 2, 2ème phrase CPC, à l'exception de celui de déposer une réponse. Il devrait donc avoir la faculté de participer à l'instruction et de plaider, voire d'introduire des novas aux conditions de l'art. 229 al. 1 CPC. Il ne pourra en revanche probablement pas prendre alors des conclusions reconventionnelles, qui auraient dû figurer dans la réponse (art. 224 CPC), ni à notre avis présenter librement des allégations ou offres de preuves nouvelles selon l'art. 229 al. 2 CPC (bien que cela ne résulte pas explicitement de la loi, l'art. 229 al. 2 CPC vise selon nous des compléments à une écriture régulièrement déposée, la ratio legis excluant probablement qu'il soit possible par ce biais de remédier à l'absence de respect du délai de réponse; cf. dans ce sens Willisegger, op. cit., n. 24 ad art. 223, qui réserve, pour des raisons liées au droit d'être entendu, des allégations ou offres de preuves nouvelles du défendeur se rapportant à des faits introduits par le demandeur aux débats principaux) (Tappy, op. cit., n. 22 ad art. 223 CPC). 3.4 En l'espèce, il ressort de la procédure que l'intimée a été défaillante jusqu'à sa comparution à l'audience du 28 octobre 2019, à la suite de l'admission par le Tribunal de sa demande de restitution de l'audience du 20 juin 2019. Elle n'a en effet pas déposé de réponse écrite, malgré les deux délais qui lui avaient été accordés pour ce faire.”
Sonderfälle: Eine Stufenwiderklage ist nach Art. 224 Abs. 1 ZPO zulässig, sofern der erhobene Anspruch nach derselben Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Auch die Erhebung einer Eventualwiderklage ist möglich, sofern dieselbe Verfahrensart gegeben ist. Bei einer actio duplex gelten die in der Lehre und Rechtsprechung formulierten Abgrenzungen: Ausschliesslich liberatorische Schlussfolgerungen sind nicht reconventionell; ebenso können subsidiäre oder eigene, gegenseitige Ansprüche im Rahmen einer actio duplex ohne formelle Widerklage auftreten.
“bzw. 28. Mai 2024 verzichteten die Parteien auf die Durchführung einer Hauptverhandlung (act. 51; act. 52). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Erwägungen 1.Formelles 1.1.Zuständigkeit Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zürich ist gegeben (Art. 17 ZPO und act. 4 Rz. 7 ff.; act. 11 Rz. 3 f.; Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG ZH) 1.2.Widerklage und Klagenhäufung Die Beklagte erhob in ihrer Klageantwort eine Stufenwiderklage (act. 11 S. 2). Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erhe- ben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Diese Voraussetzung ist vorliegend ohne Weiteres erfüllt. Dasselbe gilt auch für die Voraussetzungen der Klagenhäufung (Art. 90 ZPO). 1.3.Klageänderung Die Klägerin klagte mit ihrer Klage den Betrag von CHF 7'517'077.66 zzgl. Zins ein (act. 1 S. 2). In ihrer Replik änderte sie ihre Klage und beantragte neu die Zuspre- chung von CHF 7'778'248.03 zzgl. Zins (act. 25 S. 2). Auch die Beklagte änderte ihre Widerklage. In ihrer Widerklagebegründung verlangte sie die Verpflichtung der Klägerin zur Zahlung von mindestens CHF 5'422'559.57 zzgl. Zins (act. 11 S. 2). In der Widerklagereplik machte sie neu einen Anspruch von mindestens CHF 5'847'428.78 geltend und stellte zusätzlich ein Eventualbegehren um Auskunft bzw. Herausgabe (act. 34 S. 3). Die Voraussetzungen einer Klageänderung (Art.”
“Eventualwiderklage und Klageänderung Die Beklagte änderte in ihrer (Eventual-)Widerklagereplik ihre Widerklage von ei- ner Haupt- in eine Eventualklage (act. 41). Eine Klageänderung ist vor dem Ak- tenschluss namentlich dann zulässig, wenn der geänderte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist wie der bisherige und mit diesem in einem sachlichen Zusammenhang steht (Art. 227 Abs. 1 lit. a ZPO). Diese Vorausset- zungen sind vorliegend erfüllt. Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerkla- ge erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrens- art zu beurteilen ist. Die Erhebung einer Eventualwiderklage ist möglich (Urteil des Bundesgerichts 4A_342/2018 vom 21. November 2018, E. 3). Die von der Beklagten angehobene Widerklage, welche anschliessend in ein Eventualwider- klage geändert wurde, ist – wie auch die Klage – im ordentlichen Verfahren zu behandeln (Art. 243 ZPO e contrario) und damit zulässig.”
“Elle expose que l’intimé a pris des conclusions en divorce et que, dans sa réponse, elle a conclu au rejet du divorce et a pris, à titre subsidiaire, des conclusions patrimoniales (versement d’une contribution d’entretien, liquidation du régime matrimonial et répartition des avoirs LPP). Selon la recourante, le tribunal ne pouvait demander une avance de frais qu’auprès du demandeur. Elle avait formulé des conclusions subsidiaires dans la seule hypothèse où le divorce serait prononcé. Il s’agissait ainsi d’une actio duplex. Partant, aucune avance de frais ne saurait être requise. 3.2 Selon l’art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, in CR-CPC n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). Dans le même sens, l'art. 9 al. 1 TFJC oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Il faut donc déterminer si les conclusions de la réponse relèvent ou non d'une demande reconventionnelle. Des conclusions exclusivement libératoires ne sont pas reconventionnelles. Il en va de même des conclusions propres que le défendeur peut prendre dans le cadre d'une actio duplex, dont l'admission pourrait aussi impliquer des droits en sa faveur (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, in CR-CPC, n. 4 ad art. 224 CPC). On parle d'actio duplex lorsque la demande comporte un caractère réciproque, si bien que le défendeur peut, dans le contexte d'une liquidation d'un rapport de communauté entre les parties, faire valoir ses prétentions dans sa réponse sans formellement déposer de demande reconventionnelle.”
“Ladite décision n'avait ainsi pas à être motivée davantage, de sorte que le grief de violation du droit d'être entendu doit être rejeté. 4. 4.1 La recourante invoque une violation de l’art. 98 CPC, en ce sens que seul le demandeur aurait dû être amené à avancer les frais judiciaires présumés de la procédure. Elle soutient en substance que les conclusions figurant au pied de sa réponse ne seraient pas reconventionnelles mais qu’il s’agirait uniquement de conclusions prises dans le cadre d’une actio duplex n’exigeant aucune avance de frais de sa part. 4.2 Selon l'art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 17 mars 2015/123) (sur le tout, Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 2.1 ad art. 98 CPC). Dans le même sens, l'art. 9 al. 1 TFJC oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Il faut donc déterminer si les conclusions de la réponse relèvent ou non d'une demande reconventionnelle. Des conclusions exclusivement libératoires ne sont pas reconventionnelles. Il en va de même des conclusions propres que le défendeur peut prendre dans le cadre d'une actio duplex, dont l'admission pourrait aussi impliquer des droits en sa faveur (Tappy, op. cit. n. 4 ad art. 224 CPC). On parle d'actio duplex lorsque la demande comporte un caractère réciproque, si bien que le défendeur peut, dans le contexte d'une liquidation d'un rapport de communauté entre les parties, faire valoir ses prétentions dans sa réponse sans formellement déposer de demande reconventionnelle.”
Materielle Zuständigkeit ist nach der Rechtsprechung nicht grundsätzlich als Zulässigkeitsvoraussetzung der Widerklage geklärt; die Lehre ist geteilt. Bei Connexität kann es aus prozessökonomischen Gründen und zur Vermeidung widersprüchlicher Entscheide gerechtfertigt sein, eine Widerklage vor dem für die Hauptsache angerufenen Gericht zuzulassen bzw. zusammen mit der Hauptklage zu beurteilen, sofern die Widerklage nicht einer zwingenden materiellen Zuständigkeit eines anderen Gerichts unterliegt.
“En l’état, la jurisprudence a laissé ouverte la question de savoir si la compétence matérielle est de façon générale une condition de recevabilité de la demande reconventionnelle et comment le droit fédéral et le droit cantonal s’articulent à cet égard, ou si, au contraire, pour la demande reconventionnelle, le législateur a supprimé à l’art. 224 CPC la condition d’identité de compétence matérielle (ATF 143 III 495 consid. 2.2.1). Le Tribunal fédéral a cependant considéré que le demandeur non inscrit au registre du commerce qui choisit de saisir le tribunal de commerce en vertu de l’art. 6 al. 3 CPC ne pouvait pas se plaindre que le défendeur lui oppose une demande reconventionnelle qui relèverait d’un juge inférieur dans le cadre d’une action indépendante, lorsque les prétentions sont connexes (ATF 143 III 495 consid. 2.2). Une partie de la doctrine considère que la demande reconventionnelle doit ressortir de la compétence matérielle du tribunal saisi au principal (Willisegger, in Spühler et al. [édit.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO), 3e éd., Bâle 2017, n. 46 ad art. 224 CPC ; Killias, in Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Berne 2012, n. 43 ad art. 224 CPC ; Piotet, PC-CPC, n. 13 ad art. 4 CPC). D’autres auteurs sont d’avis que ce n’est pas nécessaire (Tappy, Commentaire romand, CR-CPC, n. 22s. ad art. 224 ; Grolimund, in Staehelin/Staehelin/Grolimund (éd.), Zivilprozessrecht, 3e éd., § 14 n. 33). Heinzmann et Herrmann-Heiniger estiment qu’en vertu de la théorie du centre de gravité développée au niveau européen et du droit d’accès à la justice découlant des art. 29a Cst. et 6 par. 1 CEDH (Convention de sauvegarde des droits de l’homme et des libertés fondamentales du 4 novembre 1950, RS 0.101), le défendeur doit pouvoir faire valoir à titre reconventionnel toute prétention qui entre dans le centre de gravité de la demande principale, même si sa prétention ne relève pas de la compétence matérielle du tribunal saisi (Heinzmann/Herrmann-Heiniger, PC-CPC, n. 37 ad art. 224 CPC). Heinzmann relève encore que « lorsqu’un lien de connexité existe entre plusieurs prétentions, il convient en effet dans la mesure du possible de les traiter ensemble par la même autorité.”
“101), le défendeur doit pouvoir faire valoir à titre reconventionnel toute prétention qui entre dans le centre de gravité de la demande principale, même si sa prétention ne relève pas de la compétence matérielle du tribunal saisi (Heinzmann/Herrmann-Heiniger, PC-CPC, n. 37 ad art. 224 CPC). Heinzmann relève encore que « lorsqu’un lien de connexité existe entre plusieurs prétentions, il convient en effet dans la mesure du possible de les traiter ensemble par la même autorité. Le législateur y a pensé en ce qui concerne la compétence à raison du lieu (cf. les art. 14 à 16 CPC qui permettent une attraction de compétence), mais il a omis de prévoir des règles spécifiques en ce qui concerne la compétence matérielle et le type de procédure applicable. A cet égard, les tribunaux sont à notre avis appelés à se montrer créatifs comme l’a fait notre Haute Cour dans les deux arrêts faisant l’objet du présent commentaire. » (Heinzmann, in Newsletter CPC Online du 5 octobre 2017, note sous arrêt TF 4A_141/2017 in fine). Dans le cadre de la révision actuelle du CPC, le Projet soumis aux Chambres le 26 février 2020 ne contient pas de modification de l’art. 224 CPC relatif à la question de la compétence matérielle. Le Conseil fédéral relève cependant dans son Message (FF 2020 2607 ss, p. 2667), s’agissant de l’assouplissement proposé au regard du type de procédure applicable, que « le plus souvent, le défendeur aura un intérêt, ne serait-ce que pour des raisons de rapidité et d’efficacité, à faire une demande reconventionnelle. La possibilité d’y recourir même si des procédures différentes sont applicables répond à un besoin pratique ». Il apparaît ainsi que la révision tend vers un élargissement des possibilités d’utiliser le mécanisme de la reconvention et que des motifs d’ordre pratique sont à cet égard pris en compte. 4.3.2 Au vu de ce qui précède, l’on doit considérer que, lorsque les demandes principale et reconventionnelle sont connexes et que la reconvention n’est pas soumise à une compétence matérielle impérative, il se justifie, pour des raisons d’ordre pratique, par souci d’économie de procédure et pour éviter des jugements contradictoires, d’admettre la recevabilité de la prétention reconventionnelle devant le tribunal saisi au principal.”
“Toutefois, la question se pose de savoir si une acceptation tacite était nécessaire, dans la mesure où la contestation porte sur la compétence de l’autorité saisie d’une demande reconventionnelle. En d’autres termes, il s’agit de se demander si, lorsque la compétence matérielle est dispositive, l’autorité saisie au principal doit aussi être compétente pour la demande reconventionnelle. En effet, la compétence matérielle du tribunal saisi au principal pour connaître de la demande reconventionnelle ne figure pas parmi les conditions de recevabilité de la reconvention (ATF 143 III 495 consid. 2.2.1 ; Message du 28 juin 2006 relatif au code de procédure civile suisse, 6947). En l’état, la jurisprudence a laissé ouverte la question de savoir si la compétence matérielle est de façon générale une condition de recevabilité de la demande reconventionnelle et comment le droit fédéral et le droit cantonal s’articulent à cet égard, ou si, au contraire, pour la demande reconventionnelle, le législateur a supprimé à l’art. 224 CPC la condition d’identité de compétence matérielle (ATF 143 III 495 consid. 2.2.1). Le Tribunal fédéral a cependant considéré que le demandeur non inscrit au registre du commerce qui choisit de saisir le tribunal de commerce en vertu de l’art. 6 al. 3 CPC ne pouvait pas se plaindre que le défendeur lui oppose une demande reconventionnelle qui relèverait d’un juge inférieur dans le cadre d’une action indépendante, lorsque les prétentions sont connexes (ATF 143 III 495 consid. 2.2). Une partie de la doctrine considère que la demande reconventionnelle doit ressortir de la compétence matérielle du tribunal saisi au principal (Willisegger, in Spühler et al. [édit.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO), 3e éd., Bâle 2017, n. 46 ad art. 224 CPC ; Killias, in Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Berne 2012, n. 43 ad art. 224 CPC ; Piotet, PC-CPC, n. 13 ad art. 4 CPC). D’autres auteurs sont d’avis que ce n’est pas nécessaire (Tappy, Commentaire romand, CR-CPC, n.”
Sind die Beklagten (oder die Kläger) als litisconsortes necessari beigeladen, ist die Widerklage von bzw. gegen sämt- liche diese Personen gemeinschaftlich zu erheben bzw. zu richten; eine individuelle Erhebung gegen oder durch einen einzelnen unter ihnen ist dann nicht zulässig.
“Con particolare riferimento alla condizione dell'identità, le parti dell'azione princi- pale e della domanda riconvenzionale devono essere identiche, seppure con dei ruoli processuali inversi. La domanda riconvenzionale è proposta dal convenuto dell'azione principale, mentre il convenuto è l'attore dell'azione principale (Trezzi- ni, op. cit., n. 19 ad art. 224 CPC). Ciò non significa tuttavia che se esistono più attori o convenuti, essi debbano necessariamente agire o essere convenuti insie- me (Tappy, op. cit., n. 6 ad art. 224 CPC). Infatti, se sono stati convenuti in causa dei litisconsorti facoltativi (art. 71 CPC), ognuno può presentare individualmente una domanda riconvenzionale. Se invece i litisconsorti facoltativi sono gli attori, ognuno può essere convenuto individualmente. Al contrario, se sono stati conve- nuti in causa dei litisconsorti necessari, la domanda riconvenzionale dev'essere presentata, rispettivamente indirizzata da o contro tutti i litisconsorti (Trezzini, op. cit., n. 20 ad art. 224 CPC). Il litisconsorzio necessario è realizzato quando più persone sono titolari in comune di un diritto di modo che nessuna può esercitarlo da sola in giustizia (Trezzini, op. cit., n. 3 ad art. 70 CPC). La questione a sapere se un diritto possa essere fatto valere da o contro più persone congiuntamente può dipendere dal diritto materiale o dal contratto mediante il quale le parti si sono vincolate in comunione (Trezzini, op. cit., n. 1 ad art. 70 CPC). In entrambi i casi, occorre che le parti siano coinvolte in un rapporto giuridico che può essere deciso soltanto allo stesso modo per tutte (TF 5P.197/2006 del”
“Sebbene tale norma menzioni espressa- mente un solo presupposto, in realtà i presupposti - che devono essere esaminati d'ufficio dal giudice (Denis Tappy, in: Bohnet et al. [edit.], Commentaire romand Code de procédure civile, 2ª ed., Basilea 2019, n. 18 ad art. 224 CPC; Daniel Wil- lisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [edit.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordung [ZPO], 3ª ed., Basilea 2017, n. 67 ad art. 224 CPC) - sono tre: la pendenza dell'azione principale, l'identità delle parti e la medesima procedura (Francesco Trezzini, in: Trezzini et al. [edit.], Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero [CPC], Lugano 2017, n. 17 ad art. 224 CPC). Con particolare riferimento alla condizione dell'identità, le parti dell'azione princi- pale e della domanda riconvenzionale devono essere identiche, seppure con dei ruoli processuali inversi. La domanda riconvenzionale è proposta dal convenuto dell'azione principale, mentre il convenuto è l'attore dell'azione principale (Trezzi- ni, op. cit., n. 19 ad art. 224 CPC). Ciò non significa tuttavia che se esistono più attori o convenuti, essi debbano necessariamente agire o essere convenuti insie- me (Tappy, op. cit., n. 6 ad art. 224 CPC). Infatti, se sono stati convenuti in causa dei litisconsorti facoltativi (art. 71 CPC), ognuno può presentare individualmente una domanda riconvenzionale. Se invece i litisconsorti facoltativi sono gli attori, ognuno può essere convenuto individualmente. Al contrario, se sono stati conve- nuti in causa dei litisconsorti necessari, la domanda riconvenzionale dev'essere presentata, rispettivamente indirizzata da o contro tutti i litisconsorti (Trezzini, op. cit., n. 20 ad art. 224 CPC). Il litisconsorzio necessario è realizzato quando più persone sono titolari in comune di un diritto di modo che nessuna può esercitarlo da sola in giustizia (Trezzini, op. cit., n. 3 ad art. 70 CPC). La questione a sapere se un diritto possa essere fatto valere da o contro più persone congiuntamente può dipendere dal diritto materiale o dal contratto mediante il quale le parti si sono vincolate in comunione (Trezzini, op.”
“Con particolare riferimento alla condizione dell'identità, le parti dell'azione princi- pale e della domanda riconvenzionale devono essere identiche, seppure con dei ruoli processuali inversi. La domanda riconvenzionale è proposta dal convenuto dell'azione principale, mentre il convenuto è l'attore dell'azione principale (Trezzi- ni, op. cit., n. 19 ad art. 224 CPC). Ciò non significa tuttavia che se esistono più attori o convenuti, essi debbano necessariamente agire o essere convenuti insie- me (Tappy, op. cit., n. 6 ad art. 224 CPC). Infatti, se sono stati convenuti in causa dei litisconsorti facoltativi (art. 71 CPC), ognuno può presentare individualmente una domanda riconvenzionale. Se invece i litisconsorti facoltativi sono gli attori, ognuno può essere convenuto individualmente. Al contrario, se sono stati conve- nuti in causa dei litisconsorti necessari, la domanda riconvenzionale dev'essere presentata, rispettivamente indirizzata da o contro tutti i litisconsorti (Trezzini, op. cit., n. 20 ad art. 224 CPC). Il litisconsorzio necessario è realizzato quando più persone sono titolari in comune di un diritto di modo che nessuna può esercitarlo da sola in giustizia (Trezzini, op. cit., n. 3 ad art. 70 CPC). La questione a sapere se un diritto possa essere fatto valere da o contro più persone congiuntamente può dipendere dal diritto materiale o dal contratto mediante il quale le parti si sono vincolate in comunione (Trezzini, op. cit., n. 1 ad art. 70 CPC). In entrambi i casi, occorre che le parti siano coinvolte in un rapporto giuridico che può essere deciso soltanto allo stesso modo per tutte (TF 5P.197/2006 del”
Ausnahmsweise kann die beklagte Partei als Antwort auf eine Teilklage eine negative Feststellungswiderklage erheben, ohne dass die Voraussetzung der «gleichen Verfahrensart» von Art. 224 Abs. 1 ZPO gilt. Diese Ausnahme gilt unabhängig davon, ob es sich um eine echte oder unechte Teilklage handelt. Führt die Widerklage aufgrund ihres Streitwerts in den Bereich des ordentlichen Verfahrens (z. B. > Fr. 30'000.–), ist das Verfahren hinsichtlich der Widerklage nach der ordentlichen Verfahrensart zu führen. Voraussetzung bleibt, dass der Beklagte ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse an der Feststellung hat.
“Savoir si la motivation présentée est convaincante est une question distincte de celle du droit à une décision motivée. Dès lors que l'on peut discerner les motifs qui ont guidé la décision des juges, le droit à une décision motivée est respecté même si la motivation présentée est erronée. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêts du Tribunal fédéral 2C_931/2015 du 12 octobre 2016 consid. 2.1; 6B_1237/2014 du 24 mars 2015 consid. 3.1). 2.2 En l'espèce, le jugement querellé, bien que succinct, permet de comprendre la motivation opérée par le Tribunal, qui a jugé les prétentions pécuniaires reconventionnelle de l'appelante incompatibles avec l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elles excèdent le seuil de 30'000 fr. applicable à la procédure simplifiée. Le grief de la violation du droit d'être entendu doit en conséquence être rejeté. 3. L'appelante fait grief au Tribunal d'avoir déclaré à tort sa demande reconventionnelle irrecevable. 3.1 3.1.1 A teneur de l'art. 224 al. 1 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Cette disposition interdit en principe au défendeur attrait dans une procédure simplifiée de déposer une demande reconventionnelle entrant dans le champ d'application de la procédure ordinaire, en particulier en raison d'une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr. (ATF 143 III 506, consid. 2 et 3 ; FF 2006 6841, p. 6947). Dans un tel cadre, le défendeur n'a d'autre choix que de conduire un procès séparé pour faire valoir ses prétentions (Heinzmann/Herrmann-Heiniger in Petit commentaire CPC [PC CPC], 2021, n. 40 ad art. 224 CPC). 3.1.2 Par exception à ce principe, la jurisprudence a précisé que si l'action principale est une action partielle, le défendeur peut déposer une action en constatation de droit négative de l'entier de la prétention, même si la valeur complète de celle-ci dépasse le seul de 30'000 fr. La procédure doit, si la demande reconventionnelle dépasse le seuil précité, se dérouler alors selon la procédure ordinaire (ATF 143 III 506, consid.”
“Juni 2016 E. 4.6; BGer 4A_414/2013 vom 28. Oktober 2013 E. 3.3; BGer 4A_80/2013 vom 30. Juli 2013 E. 6.4). Dabei ist laut der kürzlich präzisierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht zu unterscheiden, ob es sich um eine sog. echte oder un- echte Teilklage handelt (vgl. BGer 4A_529/2020 vom 22. Dezember 2020, E. 2.3), d.h. ob ein quantitativer Teilbetrag aus dem gesamten Anspruch eingeklagt wird oder die klagende Partei einen individualisierbaren Anspruch des Gesamtbetra- - 7 - ges beansprucht (vgl. zu diesen Definitionen: BGE 143 III 254 E. 3.4. mit Verweis auf die entsprechende Lehre). In der Literatur wird demgegenüber in diesem Zu- sammenhang an der Unterscheidung zwischen echter und unechter Teilklage festgehalten (vgl. Huber-Lehmann, Zu BGer 4A_529/2020 vom 22. Dezember 2020, ZZZ 53/2021 S. 416). Die mit der Teilklage konfrontierte beklagte Partei kann, wenn sie über ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse verfügt, auch im Personenschadenrecht ungeachtet der in Art. 224 Abs. 1 ZPO statuierten Vo- raussetzung der gleichen Verfahrensart eine negative Feststellungswiderklage erheben, die aufgrund ihres Streitwerts von über Fr. 30'000.– (siehe Art. 243 Abs. 1 ZPO) in den Geltungsbereich des ordentlichen Verfahrens fällt (vgl. BGE 143 III 506 E. 4.3.1, S. 517 f.; BGer 4A_529/2020 vom 22. Dezember 2020, E. 2.2; fer- ner: BGer 4A_396/2018 vom 29. August 2019, E. 4.2.3).”
“36). Davon abzuweichen, besteht kein Anlass. Die Beschwerdeführerin nennt verschiedene Gründe, die nach ihrem Dafürhalten dafür sprechen, dass die geschädigte Person "von ihrem Gesamtschaden im Streitfall zunächst nur einen Teil" gerichtlich geltend macht, unter Hinweis auf diverse von einem ihrer Rechtsvertreter mitverfasste Artikel (WAGNER/SCHMID, Die Teilklage [im vereinfachten Verfahren] kommt nicht zur Ruhe, HAVE 2018 S. 175 ff.; dieselben, Die Individualisierung von Teilklagebegehren im Personenschadenrecht, HAVE 2017 S. 179 ff.; WAGNER/SCHMID/SANTSCHI, Die Teilklage im vereinfachten Verfahren: ein Instrument zur BGE 147 III 172 S. 175 schnelleren und risikoärmeren Durchsetzung von Forderungen aus Personenschäden, HAVE 2013 S. 322 ff.). Indessen verbietet die dargestellte Rechtsprechung dieses Vorgehen nicht, sondern bedeutet lediglich, dass die mit einer Teilklage konfrontierte beklagte Partei, wenn sie über ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse verfügt, unabhängig von der in Art. 224 Abs. 1 ZPO statuierten Voraussetzung der gleichen Verfahrensart eine negative Feststellungswiderklage erheben kann. Soweit die Beschwerdeführerin meint, die beklagte Partei habe, wenn die klagende Partei im Haftpflichtprozess bloss einzelne Schadensposten einklage, kein schutzwürdiges Interesse an einer negativen Feststellungsklage auf Nichtbestehen der gesamten Schadenersatzpflicht, geht ihre Beschwerde am hier zu beurteilenden Fall vorbei: Denn die Frage, ob die Beschwerdegegnerin vorliegend ein Rechtsschutzinteresse hat an der von ihr erhobenen Klage auf Feststellung, dass sie der Beschwerdeführerin aus dem Unfallereignis keinerlei Leistungen schuldet, war nach der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens und kann daher mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs vom Bundesgericht nicht überprüft werden (siehe BGE 143 III 290 E. 1.1 mit Hinweisen). Somit kann hier offenbleiben, wie weit das Feststellungsinteresse der beklagten Partei in derartigen Fällen allgemein reicht.”
“Regeste Art. 86 und 224 ZPO; Teilklage und negative Feststellungswiderklage. Die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO für negative Feststellungswiderklagen gilt unabhängig davon, ob diese in Reaktion auf eine sogenannte echte Teilklage oder eine sogenannte unechte Teilklage erhoben werden (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 2.3).”
Eine Widerklage, die nach Art. 224 ZPO in der schriftlichen Klageantwort hätte erhoben werden müssen, kann nach Unterlassen der gerichtlichen Frist zur Klageantwort regelmässig nicht mehr (freiwillig) in den anschliessenden Hauptdebatten vorgebracht werden. In der Rechtsprechung wird daher angenommen, dass ein säumiger Beklagter, der trotz Fristverlängerungen keine schriftliche Antwort eingereicht hat, eine solche nachträgliche Widerklage kaum geltend machen kann.
“cit., n. 9 ad art. 9 CPC). Si des débats principaux sont appointés en application de l'art. 223 al. 2, 2ème phrase CPC, le demandeur pourra évidemment y exercer tous les droits accordés aux parties à de tels débats et aura notamment la faculté de compléter ses allégations et offres de preuves selon l'art.229, ainsi que de modifier ses conclusions aux conditions de l'art. 230. Le CPC ne dit pas quelle sera dans ce cas la situation de son adversaire. Faute de règle contraire et conformément aux principes résultant de l'art. 147 al. 2 CPC, le demandeur conserve pleinement ses droits de partie lors des débats principaux appointés selon l'art. 223 al. 2, 2ème phrase CPC, à l'exception de celui de déposer une réponse. Il devrait donc avoir la faculté de participer à l'instruction et de plaider, voire d'introduire des novas aux conditions de l'art. 229 al. 1 CPC. Il ne pourra en revanche probablement pas prendre alors des conclusions reconventionnelles, qui auraient dû figurer dans la réponse (art. 224 CPC), ni à notre avis présenter librement des allégations ou offres de preuves nouvelles selon l'art. 229 al. 2 CPC (bien que cela ne résulte pas explicitement de la loi, l'art. 229 al. 2 CPC vise selon nous des compléments à une écriture régulièrement déposée, la ratio legis excluant probablement qu'il soit possible par ce biais de remédier à l'absence de respect du délai de réponse; cf. dans ce sens Willisegger, op. cit., n. 24 ad art. 223, qui réserve, pour des raisons liées au droit d'être entendu, des allégations ou offres de preuves nouvelles du défendeur se rapportant à des faits introduits par le demandeur aux débats principaux) (Tappy, op. cit., n. 22 ad art. 223 CPC). 3.4 En l'espèce, il ressort de la procédure que l'intimée a été défaillante jusqu'à sa comparution à l'audience du 28 octobre 2019, à la suite de l'admission par le Tribunal de sa demande de restitution de l'audience du 20 juin 2019. Elle n'a en effet pas déposé de réponse écrite, malgré les deux délais qui lui avaient été accordés pour ce faire.”
Erhebt der Beklagte eine Widerklage nach Art. 224 Abs. 1 ZPO, kann er für diese als "antragstellende" Partei im Sinn von Art. 98 ZPO zur Leistung einer Kostenvorauszahlung herangezogen werden; die Vorauszahlung bemisst sich nach dem Streitwert der Gegenforderung. Nach der Praxis und Lehre ist die Leistung einer Vorauszahlung in Höhe der gesamten voraussichtlichen Gerichtsgebühren grundsätzlich der Regelfall; ein reduziertes oder kein Vorschuss bleibt die Ausnahme. Art. 98 ZPO gewährt dem Gericht bei der Anordnung von Vorauszahlungen einen Ermessensspielraum; bei der Bemessung sind die anwendbaren kantonalen Tarifbestimmungen (z.B. Art. 9 TFJC) zu beachten.
“Ces avances ont généralement un double but, à savoir éviter que le demandeur puisse s'avérer insolvable en cas de condamnation aux frais et assurer que l'Etat n'ait pas de peine à recouvrer les montants mis à la charge du défendeur (Tappy, op. cit., n. 3 ad art. 98 CPC). Formulé comme une "Kann-Vorschrift", l'art. 98 CPC donne au tribunal une certaine marge d'appréciation. Il n'en reste pas moins que le versement d'une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés constitue le principe et le versement d'un montant réduit, voire l'absence de tout versement, l'exception (CREC 1er décembre 2023/256 ; CREC 14 août 2023/157 ; Sutter/von Holzen, in : Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3e éd., Zurich 2016, n. 10 ad art. 98 CPC). La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à la libération; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention. Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). En droit vaudois, l'art. 9 al. 1 TFJC prévoit que la partie qui saisit l'autorité judiciaire par une requête, par une demande ou par une demande reconventionnelle doit fournir une avance d'un montant correspondant à la totalité de l'émolument de conciliation, respectivement de décision prévu pour ses conclusions. 5.3 En l’espèce, les conclusions de la demande s’élèvent à 705'809 fr. 15. Dans leurs réponses, les recourants I et II ont pris des conclusions reconventionnelles à hauteur de 650'000 fr. contre G.________ SA et ont également formé un appel en cause de L.________ SA et P.________ SA, appel en cause dont la valeur litigieuse est identique à celle de l’action en paiement. Les recourants I et II exposent que l’objet de la demande principale et de la demande reconventionnelle s’excluent, en conséquence il faudrait définir la valeur litigieuse selon la prétention la plus élevée, soit en l’occurrence celle de la demande.”
“[Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]) qu'une autre solution paraisse concevable, voire préférable ; encore faut-il qu'elle se révèle arbitraire non seulement dans ses motifs, mais aussi dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; ATF 144 I 113 consid. 7.1 ; ATF 141 III 564 consid. 4.1). 3. 3.1 La recourante conteste l’avance de frais au motif qu’elle n’aurait aucun lien avec sa partie adverse. 3.2 Selon l’art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l’art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d’une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile [ci-après : CR-CPC], 2e éd., 2019, n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l’art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s’il s’agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). Dans le même sens, l’art. 9 al. 1 TFJC (tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5) oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. 3.3 En l’espèce, il convient donc de déterminer si les conclusions de la réponse de la recourante relèvent d’une demande reconventionnelle. Dans sa réponse du 15 mai 2023, la recourante allègue avoir subi un préjudice de 6'000 fr. en relation avec les « tracasseries administratives » de sa partie adverse et demande le paiement de cette somme. Ces conclusions, qui ne se limitent pas à des conclusions libératoires et qui sont sans lien avec les conclusions principales de l’intimée, sont clairement des conclusions reconventionnelles. L’avance de frais demandée par le premier juge est donc justifiée et la recourante n’en conteste pas le montant, calculé du reste conformément à l’art.”
“Pour déterminer le montant des frais judiciaires présumés, il y a lieu de se référer au tarif des frais prévu par le droit cantonal (art. 96 CPC). En droit vaudois, l'art. 9 al. 1 TFJC (tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5) prévoit que la partie qui saisit l'autorité judiciaire par une requête, par une demande ou par une demande reconventionnelle doit fournir une avance d'un montant correspondant à la totalité de l'émolument de conciliation, respectivement de décision prévu pour ses conclusions. Selon l'art. 10 al. 1 TFJC, seuls des motifs d'équité justifient la renonciation à exiger tout ou partie de l'avance de frais. La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec celle de la demande principale (CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 17 mars 2015/123) (sur le tout, Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 2.1 ad art. 98 CPC). Alors que des avances couvrant les émoluments forfaitaires et autres frais généraux du tribunal ne peuvent être exigées, aux conditions de l’art. 98 CPC, que du demandeur, les frais d’une mesure probatoire doivent être avancés par la partie qui la requiert (art. 102 al. 1 CPC) (Tappy, op. cit., n. 3 ad art. 102 CPC). 3.3 En l’espèce, le recourant est défendeur dans l’action au fond intentée par sa fille. Si l’on peut admettre que les conclusions 1 à 4 de sa réponse se recoupent avec celles prises par la demanderesse en tant qu’elles concernent le montant des contributions d’entretien à verser à l’enfant et qu’elles ne justifient dès lors pas qu’une avance de frais soit mise à la charge du recourant, tel n’est pas le cas des conclusions 5 et 6 de la réponse tendant à l’instauration d’une garde alternée, subsidiairement à la fixation d’un droit de visite libre ou restreint.”
Die Zustimmung des Beklagten zur Behandlung der Widerklage vor einem anderen zuständigen Gericht kann ausdrücklich oder durch schlüssiges Verhalten erteilt werden und bereits vor dem Entstehen des Streitfalls erfolgen.
“La Cour de justice connaît en instance unique des litiges relevant de la loi contre la concurrence déloyale lorsque la valeur litigieuse dépasse 30’000 fr. (art. 5 al. 1 let. d CPC et art. 120 al. 1 let. a LOJ). Si le litige porte sur une seule prétention ayant plusieurs fondements, l’un de ces derniers relevant de l’instance cantonale unique, celle-ci pourra être saisie pour l’intégralité de la prétention (Haldy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2019, n. 5 ad art. 5 CPC). Selon l'art. 8 CPC, si la valeur litigieuse d’un litige patrimonial est de 100'000 fr. au moins, le demandeur peut, avec l’accord du défendeur, porter l’action directement devant le tribunal supérieur. Aux mêmes conditions, le défendeur peut introduire une demande reconventionnelle devant le tribunal supérieur si le défendeur y consent. Ce consentement peut être donné expressément ou par actes concluants, à l'avance ou au moment de la survenance du différend (Willisegger, Basler Kommentar, ZPO, 2024, n. 58 ad art. 224 CPC; Haldy, op. cit., n. 2 ad art. 8 CPC). 1.1.2 Selon l'art. 17 al. 1 CPC, les parties peuvent convenir d’un for pour le règlement d’un différend présent ou à venir résultant d’un rapport de droit déterminé. Sauf disposition conventionnelle contraire, l’action ne peut être intentée que devant le for élu. A teneur de l'art. 18 CPC, le tribunal saisi est compétent lorsque le défendeur procède sans faire de réserve sur la compétence. Cette disposition ne concerne en principe que la compétence à raison du lieu (Haldy, op. cit., n. 2 ad art. 18 CPC). 1.1.3 Selon l'art. 227 CPC, la demande peut être modifiée si la prétention nouvelle ou modifiée relève de la même procédure et si elle présente un lien de connexité avec la dernière prétention ou si la partie adverse consent à la modification de la demande. L'interdiction d'une reconvention sur reconvention de l'art. 224 al. 3 CPC n'empêche pas le demandeur d'introduire des conclusions nouvelles ou modifiées pour autant qu'elles relèvent de la même procédure et qu'elles soient connexes à la demande initiale (Tappy, Commentaire romand, 2019, n.”
Ist die Widerklage zulässig (Art. 224 Abs. 1 ZPO), bestimmt sich der Streitwert gegenüber der Hauptklage nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 94 Abs. 1 ZPO). Führt der Streitwert der Widerklage zur Überschreitung der sachlichen Zuständigkeit, sind die Klagen an das höher zuständige Gericht zu überweisen. Für Teilklagen im vereinfachten Verfahren gilt, dass die beklagte Partei eine negative Feststellungswiderklage erheben kann, auch wenn deren Streitwert die Anwendung des ordentlichen Verfahrens nach sich zieht; Haupt- und Widerklage sind dann zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen.
“Die Berechnung des für die sachliche Zuständigkeit massgeblichen Streit- werts erfolgt nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Art. 4 Abs. 2 ZPO). Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Lautet das Rechtsbegehren wie vorliegend die Ausweisungsklage nicht auf eine bestimmte Geldsumme, so setzt das Gericht den Streitwert fest, sofern sich die Parteien darüber nicht einigen oder ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Für die Bestimmung der sachlichen Zuständigkeit des Ge- richts ist der Streitwert im Zeitpunkt der Klageeinreichung massgebend (BGE 141 III 137 E. 2.2). Stehen sich Klage und Widerklage gegenüber, so bestimmt sich der Streitwert nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 94 Abs. 1 ZPO). Diese Regel kommt aber erst zur Anwendung, wenn die Widerklage gestützt auf Art. 224 Abs. 1 ZPO (aufgrund Art. 219 ZPO auch im vereinfachten Verfahren an- wendbar) zulässig ist (vgl. BGE 143 III 506 E. 3.2.1; CHK ZPO-SUTTER-SOMM/SEI- LER, 2021, Art. 94 N 1). Vorliegend beurteilte die Vorinstanz die Eventualwider- klage der Beklagten zu Recht als unzulässig (act. 97 E. III.3), weshalb sie bei der Bestimmung des Streitwerts für die sachliche Zuständigkeit ausser Betracht fällt. Massgebend ist der Streitwert der Ausweisungsklage.”
“Die Rechtsmittelinstanz hat die sachliche Zuständigkeit ihrer Vorinstanz daher auch ohne entsprechende Rüge des Rechtsmittelführers oder Rechtsmittelgegners zu prüfen. Die sachliche Zuständigkeit wird grundsätzlich durch das kantonale Recht geregelt (Art. 4 Abs. 1 ZPO) und ist der Disposition der Parteien entzogen (Urteil BGer 4A_488/2014 vom 20. Februar 2015 E. 3.1 f. m.H., nicht publ. in BGE 141 III 137). Bei vermögensrechtlichen Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von CHF 30'000.- entscheidet grundsätzlich eine Präsidentin oder ein Präsident des Bezirksgerichts erstinstanzlich in zivilrechtlichen Angelegenheiten. Übersteigt der Streitwert CHF 30'000.-, so ist grundsätzlich das Zivilgericht zuständig (Art. 219 i.V.m. 243 ZPO i.V.m. Art. 50 f. des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG, SGF 130.1]). Stehen sich Klage und Widerklage gegenüber, so bestimmt sich der Streitwert nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 94 Abs. 1 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Davon nicht betroffen und zulässig ist der Fall, dass die beklagte Partei als Reaktion auf eine Teilklage, für die aufgrund ihres Streitwerts von höchstens Fr. 30'000.- nach Art. 243 Abs. 1 ZPO das vereinfachte Verfahren gilt, eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO; BGE 143 III 506 E. 4.4; 145 III 299 E. 2; 147 III 172 E. 2.3 m.H.).”
“Erhebt die klagende Partei eine Teilklage, für die aufgrund ihres Streitwerts von höchstens Fr. 30'000.-- nach Art. 243 Abs. 1 ZPO das vereinfachte Verfahren gilt, hindert Art. 224 Abs. 1 ZPO die beklagte Partei nicht daran, eine negative Feststellungswiderklage zu erheben, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Haupt- und Widerklage sind diesfalls zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen (BGE 147 III 172 E. 2; 143 III 506 E. 4.4).”
Erhebt der Beklagte eine selbständige Widerklage, die sich nicht mit der Hauptklage deckt, kann er verfahrenskostenrechtlich wie eine als anspruchsstellende Partei im Prozess behandelte Partei behandelt werden; dies kann nach den kantonalen Tarifbestimmungen zur Verpflichtung führen, eine Vorschusszahlung in der Höhe der voraussichtlichen Gerichtsgebühren zu leisten. Ausnahmen oder Reduktionen der Vorschussleistung bleiben dem Ermessen des Gerichts bzw. den in den kantonalen Bestimmungen vorgesehenen Billigkeitsgründen vorbehalten.
“Pour déterminer le montant des frais judiciaires présumés, il y a lieu de se référer au tarif des frais prévu par le droit cantonal (art. 96 CPC). En droit vaudois, l'art. 9 al. 1 TFJC (tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5) prévoit que la partie qui saisit l'autorité judiciaire par une requête, par une demande ou par une demande reconventionnelle doit fournir une avance d'un montant correspondant à la totalité de l'émolument de conciliation, respectivement de décision prévu pour ses conclusions. Selon l'art. 10 al. 1 TFJC, seuls des motifs d'équité justifient la renonciation à exiger tout ou partie de l'avance de frais. La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec celle de la demande principale (CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 17 mars 2015/123) (sur le tout, Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 2.1 ad art. 98 CPC). Alors que des avances couvrant les émoluments forfaitaires et autres frais généraux du tribunal ne peuvent être exigées, aux conditions de l’art. 98 CPC, que du demandeur, les frais d’une mesure probatoire doivent être avancés par la partie qui la requiert (art. 102 al. 1 CPC) (Tappy, op. cit., n. 3 ad art. 102 CPC). 3.3 En l’espèce, le recourant est défendeur dans l’action au fond intentée par sa fille. Si l’on peut admettre que les conclusions 1 à 4 de sa réponse se recoupent avec celles prises par la demanderesse en tant qu’elles concernent le montant des contributions d’entretien à verser à l’enfant et qu’elles ne justifient dès lors pas qu’une avance de frais soit mise à la charge du recourant, tel n’est pas le cas des conclusions 5 et 6 de la réponse tendant à l’instauration d’une garde alternée, subsidiairement à la fixation d’un droit de visite libre ou restreint.”
“Ces avances ont généralement un double but, à savoir éviter que le demandeur puisse s'avérer insolvable en cas de condamnation aux frais et assurer que l'Etat n'ait pas de peine à recouvrer les montants mis à la charge du défendeur (Tappy, op. cit., n. 3 ad art. 98 CPC). Formulé comme une "Kann-Vorschrift", l'art. 98 CPC donne au tribunal une certaine marge d'appréciation. Il n'en reste pas moins que le versement d'une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés constitue le principe et le versement d'un montant réduit, voire l'absence de tout versement, l'exception (CREC 1er décembre 2023/256 ; CREC 14 août 2023/157 ; Sutter/von Holzen, in : Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3e éd., Zurich 2016, n. 10 ad art. 98 CPC). La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à la libération; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention. Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). En droit vaudois, l'art. 9 al. 1 TFJC prévoit que la partie qui saisit l'autorité judiciaire par une requête, par une demande ou par une demande reconventionnelle doit fournir une avance d'un montant correspondant à la totalité de l'émolument de conciliation, respectivement de décision prévu pour ses conclusions. 5.3 En l’espèce, les conclusions de la demande s’élèvent à 705'809 fr. 15. Dans leurs réponses, les recourants I et II ont pris des conclusions reconventionnelles à hauteur de 650'000 fr. contre G.________ SA et ont également formé un appel en cause de L.________ SA et P.________ SA, appel en cause dont la valeur litigieuse est identique à celle de l’action en paiement. Les recourants I et II exposent que l’objet de la demande principale et de la demande reconventionnelle s’excluent, en conséquence il faudrait définir la valeur litigieuse selon la prétention la plus élevée, soit en l’occurrence celle de la demande.”
“[Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]) qu'une autre solution paraisse concevable, voire préférable ; encore faut-il qu'elle se révèle arbitraire non seulement dans ses motifs, mais aussi dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; ATF 144 I 113 consid. 7.1 ; ATF 141 III 564 consid. 4.1). 3. 3.1 La recourante conteste l’avance de frais au motif qu’elle n’aurait aucun lien avec sa partie adverse. 3.2 Selon l’art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l’art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d’une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile [ci-après : CR-CPC], 2e éd., 2019, n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l’art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s’il s’agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). Dans le même sens, l’art. 9 al. 1 TFJC (tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5) oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. 3.3 En l’espèce, il convient donc de déterminer si les conclusions de la réponse de la recourante relèvent d’une demande reconventionnelle. Dans sa réponse du 15 mai 2023, la recourante allègue avoir subi un préjudice de 6'000 fr. en relation avec les « tracasseries administratives » de sa partie adverse et demande le paiement de cette somme. Ces conclusions, qui ne se limitent pas à des conclusions libératoires et qui sont sans lien avec les conclusions principales de l’intimée, sont clairement des conclusions reconventionnelles. L’avance de frais demandée par le premier juge est donc justifiée et la recourante n’en conteste pas le montant, calculé du reste conformément à l’art.”
Die prozessuale Verrechnung ist nur bis zur Höhe der Klageforderung möglich. Übersteigt die vom Beklagten geltend gemachte Gegenforderung die Klageforderung, so ist der übersteigende Betrag durch eine eigenständige Widerklage geltend zu machen.
“Es trifft zu, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die Verrechnung nur bis maximal zur Höhe der Klageforderung erklärt werden kann. Will die beklagte Partei der Klageforderung eine übersteigende Gegenforderung entgegen stellen, so muss sie für den überschiessenden Betrag separat Widerklage erheben (LAURENT KILLIAS, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, N. 11 zu Art. 224 ZPO; Pascal Grolimund, in: STAEHELIN/STAEHELIN/ GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 2019, § 14 Rz. 31; Flora Stanischewski, Die Verrechnung im Zivilprozess unter der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Diss. Basel 2020, Rz.387). Vorliegend besteht die Besonderheit darin, dass nicht von vorneherein klar war, welches dieser überschiessende Betrag sein wird. Mit der Klageantwort stellte die Beschwerdeführerin der Klage fünf Verrechnungspositionen entgegen: (1) eine nicht bezahlte Kommission, (2) sog. geteilte Kommissionen, (3) Zollgebühren, (4) Schadenersatz für entgangenen Gewinn und für die Verletzung der Geheimhaltsvereinbarung und (5) Warenlagerbestand. Die Positionen (1), (3) und (5) konnte sie genau beziffern. Ausserdem gab sie unter dem Titel Schadenersatz (Pos. 4) einen vorläufigen Betrag von Fr. 72'974.10 an, während sie die Position Geteilte Kommission (2) noch überhaupt nicht bezifferte. Und sie hielt fest, diese seien nach Durchsicht der von der Beschwerdegegnerin erhaltenen Dokumente/Informationen zu bestimmen.”
Grundsatz: Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO setzt die Erhebung einer Widerklage die gleiche Verfahrensart wie die Hauptklage voraus; eine Widerklage, die wegen ihres Streitwerts in den Bereich des ordentlichen Verfahrens fällt, ist im vereinfachten Verfahren grundsätzlich unzulässig. Ausnahme: Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht Art. 224 Abs. 1 ZPO einer in Reaktion auf eine Teilklage erhobenen negativen Feststellungswiderklage nicht entgegen; Haupt- und Widerklage sind in diesem Fall zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen.
“Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Es ist daher grundsätzlich nicht zulässig, im vereinfachten Verfahren eine Widerklage zu erheben, die wegen ihres Streitwerts in den Geltungsbereich des ordentlichen Verfahrens fällt. Abweichendes gilt jedoch für sogenannte negative Feststellungswiderklagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht Art. 224 Abs. 1 ZPO der in Reaktion auf eine Teilklage erhobenen negativen Feststellungswiderklage nicht entgegen, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Haupt- und Widerklage sind diesfalls zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen (BGE 143 III 506 E. 3 und 4). Diese Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart ist dabei nicht auf den Fall einer sogenannten echten Teilklage beschränkt, sondern gilt allgemein dann, wenn die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es rechtfertigt, die Feststellung des Nichtbestands einer Forderung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen; die Unterscheidung zwischen echter und unechter Teilklage entfällt in diesem Zusammenhang (BGE 147 III 172 E.”
“Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Es ist daher grundsätzlich nicht zulässig, im vereinfachten Verfahren eine Widerklage zu erheben, die wegen ihres Streitwerts in den Geltungsbereich des ordentlichen Verfahrens fällt. Abweichendes gilt jedoch für sogenannte negative Feststellungswiderklagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht Art. 224 Abs. 1 ZPO der in Reaktion auf eine Teilklage erhobenen negativen Feststellungswiderklage nicht entgegen, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Haupt- und Widerklage sind diesfalls zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen (BGE 143 III 506 E. 3 und 4). Diese Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart ist dabei nicht auf den Fall einer sogenannten echten Teilklage beschränkt, sondern gilt allgemein dann, wenn die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es rechtfertigt, die Feststellung des Nichtbestands einer Forderung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen; die Unterscheidung zwischen echter und unechter Teilklage entfällt in diesem Zusammenhang (BGE 147 III 172 E. 2.3; 145 III 299 E. 2.3). Dies hat das Bundesgericht ausdrücklich auch mit Blick auf die bundesrätlichen Anpassungsvorschläge im Rahmen der aktuellen Revision der Zivilprozessordnung festgehalten (BGE 147 III 172 E. 2.3).”
Widerklagen sind nach Art. 224 Abs. 1 ZPO grundsätzlich zulässig. Sie können auch im summarischen/vereinfachten Verfahren erhoben werden, dürfen das Verfahren aber nicht wesentlich verzögern; bestimmte Gegenforderungen können in diesem Rahmen ausgeschlossen sein (z. B. weil sie nicht gegen die beklagte Partei gerichtet sind oder Gegenstand des Schlichtungsverfahrens sind). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann bei einer negativen Feststellungswiderklage mit höherem Streitwert eine Zusammenweisung mit der Hauptklage ins ordentliche Verfahren erfolgen. Eine Widerklage ist nicht mehr möglich, wenn die Frist zur Klageantwort bereits verstrichen ist.
“245 CPC que la règle posée à l'alinéa 1, selon laquelle il faut en principe tenir des débats oraux, est aussi applicable au cas du dépôt d'une demande écrite et motivée visé par l'art. 245 al. 2 CPC (ATF 140 III 450 consid. 3.2). 2.1.3 Les règles de la procédure ordinaire s'appliquent à la procédure simplifiée, sauf dispositions contraires de la loi (art. 219 CPC). En procédure ordinaire, si la réponse n’est pas déposée dans le délai imparti, le tribunal fixe au défendeur un bref délai supplémentaire (art. 223 al. 1 CPC). Si la réponse n’est pas déposée à l’échéance du délai, le tribunal rend la décision finale si la cause est en état d’être jugée. Sinon, la cause est citée aux débats principaux (art. 223 al. 2 CPC). Une décision rendue selon l’art. 223 al. 2 CPC sans que le délai supplémentaire précité ait été imparti au défendeur n’est pas absolument nulle, mais pourra être annulée (Tappy, op. cit., n. 4 ad art. 223 CPC). Le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu’il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale (art. 224 al. 1 CPC). Le dépôt d'une demande reconventionnelle n'est plus possible après l'échéance du délai pour déposer une réponse à la demande (arrêt du Tribunal fédéral 5A_618/2015 du 2 mars 2016, consid. 5.2). 2.1.4 La doctrine est divisée sur l'application de l'art. 223 CPC en procédure simplifiée. Selon Tappy, lorsque, en procédure simplifiée, le défendeur n'a pas répondu dans le délai fixé en vertu de l'art. 245 al. 2 CPC, la procédure doit simplement suivre son cours sans qu'il soit tenu compte de cette omission, conformément à la règle générale de l'art. 147 al. 2 CPC. Le juge doit alors convoquer des débats où les parties pourront procéder oralement comme elles l'auraient fait si cette convocation avait eu directement lieu après le dépôt de la demande selon l'art. 245 al. 1 CPC. Le fait de ne pas répondre ne portant pas à conséquence, la fixation d'un délai selon l'art. 245 al. 2 CPC n'a pas besoin d'être accompagnée d'un avis particulier selon l'art. 147 al. 3 CPC sur les conséquences du défaut et il n'y a pas lieu de fixer un bref délai supplémentaire selon l'art.”
“Die Mieterin machte im Verfahren vor dem Zivilgericht eigene Ansprüche geltend (vgl. angefochtener Entscheid Tatsachen Ziff. II und IX sowie E. 2.7). Damit erhob sie sinngemäss Widerklagen. Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Grundsätzlich ist eine Widerklage auch im summarischen Verfahren zulässig. Sie darf das Verfahren aber nicht wesentlich verzögern (vgl. Jent-Sørensen, in: Oberhammer et al. [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 252 N 6; Klingler, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 252 N 24 und 27 f.; Sutter-Somm/Lötscher, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 257 N 17). Teilweise sind Widerklagen für die von der Mieterin geltend gemachten Ansprüche bereits deswegen ausgeschlossen, weil sie sich nicht gegen die Vermieterin richten, weil sie Gegenstand des Schlichtungsverfahrens vor der SSM bilden (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO) oder weil die Mieterin sie nicht spätestens in der Stellungnahme zum Gesuch geltend gemacht hat. Im Übrigen hätten die Behandlung der sinngemässen Widerklagen zu einer wesentlichen und mit der Natur des Verfahrens auf Rechtsschutz in klaren Fällen nicht vereinbaren Verfahrensverzögerung geführt.”
“Mit der Feststellungsklage verlangt die klagende Partei die gerichtliche Fest- stellung, dass ein Recht oder Rechtsverhältnis besteht oder nicht besteht (Art. 88 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Haupt- klage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Das Erfordernis der gleichen Verfah- rensart entfällt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wenn als Reaktion auf eine im vereinfachten Verfahren erhobene Teilklage (mit einem Fr. 30'000.– nicht übersteigenden Streitwert) eine negative Feststellungswiderklage (mit einem Fr. 30'000.– übersteigenden Streitwert) erhoben wird. In diesem Fall sind Haupt- und Widerklage zusammen ins ordentliche Verfahren zu überweisen. Das Bun- desgericht bejaht in konstanter Praxis das rechtliche Interesse der mit einer Teil- klage konfrontierten beklagten Partei, durch Widerklage den Nichtbestand des behaupteten Anspruchs oder des Schuldverhältnisses feststellen zu lassen. Vo- rausgesetzt ist, dass die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es recht- fertigt, im Sinne von Art. 88 ZPO die Feststellung des Nichtbestands einer Forde- rung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen (vgl. BGE 143 III 506 E. 4, S. 513 ff.; BGE 145 III 299 E. 2 S. 300 ff.; vgl. auch BGer 4A_111/2016 vom 24.”
Verfahrenspraxis: Die Widerklage ist spätestens mit der Klageantwort zu erheben; eine erst im Rechtsmittel- oder späteren Verfahren (z.B. erstmals in der Berufung) eingereichte Widerklage gilt als verspätet und wird grundsätzlich nicht berücksichtigt. Entsprechend ist ein prozessualer Gegenangriff durch Widerklage nach Erstattung der Klageantwort unzulässig.
“Diverses Das Zivilgericht verpflichtete die GmbH darüber hinaus, der Mitarbeiterin korrekte Lohnabrechnungen für die Monate Februar bis Mai 2020 und eine Arbeitsbestätigung auszustellen. Zudem gewährte sie der Mitarbeiterin die unentgeltliche Rechtspflege (Zivilgerichtsentscheid, E. 8 bis 10). Die GmbH bringt dagegen einzig vor, dass sie kein Arbeitszeugnis ausstellen werde, ohne diese Weigerung zu begründen (Berufung, S. 11). Aufgrund dieser Ausführungen besteht kein Anlass, den Zivilgerichtsentscheid in den genannten Punkten in Zweifel zu ziehen. Die GmbH erhebt mit der Berufung sodann Widerklage: Die Mitarbeiterin sei zu verurteilen, der GmbH CHF 6'000. nebst 5 % Zins zu zahlen (Abtretung einer Forderung vom 6. September 2022) (Berufung, S. 12 oben). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Im vorliegenden Fall macht die GmbH nicht geltend, dass sie die Widerklage bereits in ihrer Klageantwort vor Zivilgericht erhoben hätte. Die erst mit der Berufung erhobene Widerklage ist somit verspätet. Auf diese kann nicht eingetreten werden (AGE ZB.2022.15 vom 5. Juli 2022 E. 1.3 mit weiteren Hinweisen).”
“Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Nach Erstattung der Klageantwort ist jeder prozessuale Gegenan- griff mit Widerklage unzulässig (BSK ZPO-Willisegger, Art. 224 N 33). Entspre- chend ist auf das vom Beklagten 2 mit der Duplik erhobene Widerklagebegehren (act. 95 S. 1, Begehren 3 und 4) nicht einzutreten. - 30 -”
“Die Vorinstanz hat eingehend begründet, weshalb auf die erst im Berufungsverfahren erhobene Widerklage des Beschwerdeführers nicht eingetreten werden kann und die Vorbringen in seiner Berufungsschrift vom 20. Mai 2022 und seiner ergänzenden Berufungsschrift vom 27. Mai 2022 als unechte Noven im Berufungsverfahren nach Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO nicht mehr berücksichtigt werden können. Zudem hat die Vorinstanz die Höhe des dem unentgeltlichen Rechtsvertreter zugesprochenen Honorars über mehrere Seiten begründet. Der Beschwerdeführer stellt diesen ausführlichen Erwägungen in der Eingabe vom 15. Juli 2022 lediglich seine nicht weiter begründete Ansicht entgegen, wonach die Vorinstanz zum einen die Widerklage nach den Bestimmungen von Art. 219 und Art. 224 Abs. 1 ZPO hätte zulassen müssen und behauptet pauschal, es habe vor der Erstinstanz nach dem Verfahrensabschluss die Möglichkeit der Wiederherstellung der Frist für die Gesuchsantwort gefehlt und die vom Beschwerdegegner ausgesprochene Kündigung sei rechtsmissbräuchlich; ferner sei das seinem unentgeltlichen Rechtsvertreter zugesprochene Honorar verfassungswidrig niedrig. Der Beschwerdeführer kündigte in seiner Rechtsschrift vom 15. Juli 2022 selber an, die Begründung mit Anträgen werde innerhalb der Beschwerdefrist folgen. Zudem wies er mit Eingabe vom 29. August 2022 darauf hin, es werde innert der Beschwerdefrist auszuführen sein, weshalb vorliegend Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO "teleologisch zu reduzieren" sei. Eine fristgerechte Begründung blieb jedoch aus. Der Beschwerdeführer setzt sich demnach nicht hinreichend mit den äusserst ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinander und verfehlt damit die gesetzlichen Anforderungen an eine hinreichend begründete Beschwerde. Auf die Beschwerde ist somit mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten (Art.”
“und 5.), so ist darauf hinzuweisen, dass eine Widerklage (spätestens) mit der Klageantwort eingereicht werden kann (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Die Beklagte hat im vorinstanzlichen Verfahren indes keine Widerklage eingereicht. Die Einreichung einer Widerklage mit der Berufung ist daher offensichtlich verspätet, weshalb auf die Widerklage nicht einzutreten ist.”
“Es ist zwar richtig, dass die Bestimmungen über das Verfahren vor der ersten Instanz bei Fehlen einer ausdrücklichen oder sinngemässen abweichenden Regelung analog auch für das Berufungsverfahren gelten (Hoffmann-Nowotny, in: Kunz et al. [Hrsg.], ZPO-Rechtsmittel Berufung und Beschwerde, Basel 2013, Art. 316 N 3; Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 316 N 6 und 11; Seiler, Die Berufung nach ZPO, Zürich 2013, N 1061). Aus den nachstehenden Gründen ist eine analoge Anwendung von Art. 224 Abs. 1 ZPO im Berufungsverfahren trotzdem ausgeschlossen. Aus Art. 75 Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG, SR 173.110) sowie der Regelung der Rechtsmittel gemäss Art. 308 ff. ZPO ergibt sich das Prinzip des doppelten Instanzenzugs und damit des grundsätzlichen Erfordernisses von zwei kantonalen Instanzen (vgl. Staehelin/Bachofner, in: Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 2019, § 6 N 7 und § 26 N 3; Sutter-Somm, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 2017, N 82 und 1438). Bereits dieses steht der Zulassung einer Widerklage im Berufungsverfahren in analoger Anwendung von Art. 224 Abs. 1 ZPO entgegen. Mit der Widerklage im erstinstanzlichen Verfahren ist im Berufungsverfahren die Anschlussberufung vergleichbar (vgl. Tappy, a.a.O., Art. 224 CPC N 8). Diese ist jedoch in Art. 313 und Art. 314 Abs. 2 ZPO ausdrücklich geregelt. Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Die Berufung im Berufungsverfahren entspricht offensichtlich nicht der Klageantwort im erstinstanzlichen Verfahren. Daher kann Art. 224 Abs. 1 ZPO auf die Berufung auch keine analoge Anwendung finden. Die Ansicht des Mieters, die Berufung eines Beklagten, der die Frist für die Klageantwort vor der ersten Instanz versäumt hat, sei als Klageantwort im Sinn von Art. 224 Abs. 1 ZPO zu qualifizieren, weil er sich damit erstmals zur Klage äussere, ist haltlos. Dies gilt auch für den Fall, dass den Beklagten aufgrund einer psychischen Krankheit an der Säumnis kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft.”
Art. 224 Abs. 1bis ZPO erlaubt, widerklageweise einen Anspruch geltend zu machen, der wegen seines Streitwerts sonst im vereinfachten Verfahren zu beurteilen wäre, sofern die Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Die Folge ist, dass die Widerklage zusammen mit der Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Damit hat der Gesetzgeber das in Art. 224 Abs. 1 ZPO verankerte Prinzip abgeschwächt, nach dem eine prozessuale Verknüpfung nicht dazu führen sollte, dass eine Klage in einem sonst nicht anwendbaren Verfahren behandelt wird.
“An diesem Ergebnis änderte auch die im Rahmen der Revision der ZPO aktuell eingeführte neue Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO nichts, die per 1. Januar 2025 in Kraft treten wird. Gemäss der vorgeschlagenen und vom Parlament am 17. März 2023 verabschiedeten neuen Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO wird es dann zulässig sein, widerklageweise einen Anspruch (im ordentlichen Verfahren) geltend zu machen, der lediglich aufgrund des Streitwerts im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, wenn die Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Dies hat zur Folge, dass die Widerklage zusammen mit der Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist (Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2760). Der Gesetzgeber hat damit das in Art. 224 Abs. 1 ZPO festgehaltene Prinzip abgeschwächt, wonach die Widerklage nicht dazu führen soll, dass eine Haupt- oder eine Widerklage infolge ihrer prozessualen Verknüpfung in einem auf die jeweilige Klage ansonsten nicht anwendbaren Verfahren behandelt werden soll.”
“An diesem Ergebnis änderte auch die im Rahmen der Revision der ZPO aktuell eingeführte neue Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO nichts, die per 1. Januar 2025 in Kraft treten wird. Gemäss der vorgeschlagenen und vom Parlament am 17. März 2023 verabschiedeten neuen Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO wird es dann zulässig sein, widerklageweise einen Anspruch (im ordentlichen Verfahren) geltend zu machen, der lediglich aufgrund des Streitwerts im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, wenn die Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Dies hat zur Folge, dass die Widerklage zusammen mit der Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist (Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2760). Der Gesetzgeber hat damit das in Art. 224 Abs. 1 ZPO festgehaltene Prinzip abgeschwächt, wonach die Widerklage nicht dazu führen soll, dass eine Haupt- oder eine Widerklage infolge ihrer prozessualen Verknüpfung in einem auf die jeweilige Klage ansonsten nicht anwendbaren Verfahren behandelt werden soll.”
Sind in der Hauptsache optionale Streitgenossen (litisconsorti facoltativi; Art. 71 ZPO) beteiligt, können diese nach Art. 224 ZPO individuell Widerklage erheben beziehungsweise — umgekehrt — kann gegen einzelne optionale Kläger individuell Widerklage gerichtet werden. Die Erfordernis der Identität der Parteien bedeutet nicht, dass mehrere Mitkläger oder Mitbeklagte zwingend gemeinsam auftreten müssen.
“L'art. 224 cpv. 1 CPC prevede che, nella risposta, il convenuto può proporre una domanda riconvenzionale se la pretesa addotta è giudicabile secondo la pro- cedura applicabile all'azione principale. Sebbene tale norma menzioni espressa- mente un solo presupposto, in realtà i presupposti - che devono essere esaminati d'ufficio dal giudice (Denis Tappy, in: Bohnet et al. [edit.], Commentaire romand Code de procédure civile, 2ª ed., Basilea 2019, n. 18 ad art. 224 CPC; Daniel Wil- lisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [edit.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordung [ZPO], 3ª ed., Basilea 2017, n. 67 ad art. 224 CPC) - sono tre: la pendenza dell'azione principale, l'identità delle parti e la medesima procedura (Francesco Trezzini, in: Trezzini et al. [edit.], Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero [CPC], Lugano 2017, n. 17 ad art. 224 CPC). Con particolare riferimento alla condizione dell'identità, le parti dell'azione princi- pale e della domanda riconvenzionale devono essere identiche, seppure con dei ruoli processuali inversi. La domanda riconvenzionale è proposta dal convenuto dell'azione principale, mentre il convenuto è l'attore dell'azione principale (Trezzi- ni, op. cit., n. 19 ad art. 224 CPC). Ciò non significa tuttavia che se esistono più attori o convenuti, essi debbano necessariamente agire o essere convenuti insie- me (Tappy, op. cit., n. 6 ad art. 224 CPC). Infatti, se sono stati convenuti in causa dei litisconsorti facoltativi (art. 71 CPC), ognuno può presentare individualmente una domanda riconvenzionale. Se invece i litisconsorti facoltativi sono gli attori, ognuno può essere convenuto individualmente.”
In Lehre und Praxis wird diskutiert, ob eine Widerklage auch dann zulässig sein kann, wenn sie materiell nicht in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts fällt. Teilweise wird dies gestützt mit Rückgriff auf die Theorie des „centre of gravity“ und auf Erwägungen zum Recht auf Zugang zur Justiz; andere Autoren lehnen eine solche Ausdehnung ab.
“], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO), 3e éd., Bâle 2017, n. 46 ad art. 224 CPC ; Killias, in Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Berne 2012, n. 43 ad art. 224 CPC ; Piotet, PC-CPC, n. 13 ad art. 4 CPC). D’autres auteurs sont d’avis que ce n’est pas nécessaire (Tappy, Commentaire romand, CR-CPC, n. 22s. ad art. 224 ; Grolimund, in Staehelin/Staehelin/Grolimund (éd.), Zivilprozessrecht, 3e éd., § 14 n. 33). Heinzmann et Herrmann-Heiniger estiment qu’en vertu de la théorie du centre de gravité développée au niveau européen et du droit d’accès à la justice découlant des art. 29a Cst. et 6 par. 1 CEDH (Convention de sauvegarde des droits de l’homme et des libertés fondamentales du 4 novembre 1950, RS 0.101), le défendeur doit pouvoir faire valoir à titre reconventionnel toute prétention qui entre dans le centre de gravité de la demande principale, même si sa prétention ne relève pas de la compétence matérielle du tribunal saisi (Heinzmann/Herrmann-Heiniger, PC-CPC, n. 37 ad art. 224 CPC). Heinzmann relève encore que « lorsqu’un lien de connexité existe entre plusieurs prétentions, il convient en effet dans la mesure du possible de les traiter ensemble par la même autorité. Le législateur y a pensé en ce qui concerne la compétence à raison du lieu (cf. les art. 14 à 16 CPC qui permettent une attraction de compétence), mais il a omis de prévoir des règles spécifiques en ce qui concerne la compétence matérielle et le type de procédure applicable. A cet égard, les tribunaux sont à notre avis appelés à se montrer créatifs comme l’a fait notre Haute Cour dans les deux arrêts faisant l’objet du présent commentaire. » (Heinzmann, in Newsletter CPC Online du 5 octobre 2017, note sous arrêt TF 4A_141/2017 in fine). Dans le cadre de la révision actuelle du CPC, le Projet soumis aux Chambres le 26 février 2020 ne contient pas de modification de l’art. 224 CPC relatif à la question de la compétence matérielle. Le Conseil fédéral relève cependant dans son Message (FF 2020 2607 ss, p.”
Erhebt der Beklagte nach Art. 224 Abs. 1 ZPO eine eigenständige Widerklage (d. h. ein mit der Hauptklage nicht übereinstimmendes Begehren), gilt er prozessual als Partei, die die Instanz mit einem eigenen Antrag anruft; dies kann insbesondere die Verpflichtung zur Leistung eines Kostenvorschusses nach Art. 98 ZPO bzw. entsprechenden Tarifbestimmungen auslösen. Die in der Quelle genannten Grundsätze gelten nach deren Wortlaut auch für subsidiäre Anträge, soweit sie als eigene Begehren zu qualifizieren sind.
“[Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]) qu'une autre solution paraisse concevable, voire préférable ; encore faut-il qu'elle se révèle arbitraire non seulement dans ses motifs, mais aussi dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; ATF 144 I 113 consid. 7.1). 3. Les recourantes fondent leur argumentation sur le fait que le CPC ne requiert des avances de frais que des « demandeurs », ce qu’elles ne seraient pas en l’espèce. Elles considèrent en effet que l’exception d’incompétence soulevée ne constituerait pas une demande séparée et qu’elles ne font que soulever une défense factuelle ou exception. Il s’agit dès lors uniquement de conclusions libératoires. 3.1 Selon l’art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l’art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à la libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d’une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, in CR-CPC, n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l’art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s’il s’agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). 3.2 Dans le même sens, l’art. 9 al. 1 TFJC (tarif du 28 septembre 2010 des frais judiciaires civils ; BLV 270.11.5) prévoit que la partie qui saisit l'autorité judiciaire par une requête, par une demande ou par une demande reconventionnelle doit fournir une avance d'un montant correspondant à la totalité de l'émolument de conciliation, respectivement de décision prévu pour ses conclusions. Cette disposition oblige ainsi tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Selon l’art. 51 TFJC, l'émolument forfaitaire pour une décision incidente sur la recevabilité (art. 59 CPC) ou la compétence (art. 61 CPC) ou pour une décision sur incident (art. 50, 75 al. 2, 82 al. 4, 103, 125, 126 al. 2, 127 al. 2 et 148 CPC) est fixé conformément aux articles 28 et 29 du tarif.”
Bei actio duplex kann der Beklagte in der Klageantwort eigene, über die blosse Abweisung der Klage hinausgehende Schlussanträge stellen, ohne formell eine Widerklage zu erheben. Solche gegenseitigen (réciproques / doppelseitigen) Anliegen sind nicht als klassische reconventionelle Klagen zu qualifizieren und betreffen typischerweise die Liquidation wechselseitiger Rechte (z.B. Liquidation des ehelichen Güterstands, Erb- oder Miteigentumsaufteilungen, Bornierung). Soweit hingegen tatsächlich eine formelle Widerklage erhoben wird, ist — gestützt auf die zitierten Entscheidungs- und Lehrestellen — zu prüfen, ob die damit verbundene Pflicht zur Kostenvorauszahlung (Art. 98 CPC / Art. 9 TFJC) einschlägig ist.
“98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, in CR-CPC n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). Dans le même sens, l'art. 9 al. 1 TFJC oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Il faut donc déterminer si les conclusions de la réponse relèvent ou non d'une demande reconventionnelle. Des conclusions exclusivement libératoires ne sont pas reconventionnelles. Il en va de même des conclusions propres que le défendeur peut prendre dans le cadre d'une actio duplex, dont l'admission pourrait aussi impliquer des droits en sa faveur (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, in CR-CPC, n. 4 ad art. 224 CPC). On parle d'actio duplex lorsque la demande comporte un caractère réciproque, si bien que le défendeur peut, dans le contexte d'une liquidation d'un rapport de communauté entre les parties, faire valoir ses prétentions dans sa réponse sans formellement déposer de demande reconventionnelle. Tel est le cas en matière de liquidation du régime matrimonial, en partage de la succession, en partage de copropriété ou de propriété commune, ainsi qu'en matière de bornage (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 22 juillet 2020/171 ; Bohnet, in CR-CPC, nn. 20 et 21 ad art. 84-90 CPC). François Bohnet (Actions civiles, Bâle 2014, p. 187 n. 5) considère que l'action en divorce unilatérale est duplex en tant qu'elle porte sur la liquidation du régime matrimonial. Denis Tappy est d'avis qu'il faut assimiler à une actio duplex des conclusions au sujet des effets accessoires d'un divorce que, selon la jurisprudence, un époux s'opposant audit divorce doit pouvoir néanmoins prendre pour le cas celui-ci serait prononcé (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 22 juillet 2020/171 ; Tappy, in CR-CPC, n.”
“3.1.7 La reconvention est une demande, comme la demande principale. C'est une contre-attaque, par laquelle le défendeur fait valoir une prétention qui est indépendante de celle de la demande principale (ATF 124 III 207 consid. 3a, JdT 1999 I 55; 123 III 35 consid. 3c, JdT 1997 I 322). À la différence de la compensation, la reconvention présuppose que le défendeur conteste le bien-fondé de la prétention réclamée dans la demande principale et, partant, conclue à son rejet et que, de son côté, il forme une nouvelle demande (ACJC/1184/2016 du 9 septembre 2016 consid. 2.1 et références citées), qui subsiste même en cas de retrait de la demande principale (FF 2006 6841, p. 6947). 3.1.8 Ne sont pas des conclusions reconventionnelles les conclusions propres que le défendeur peut prendre en cas d'action dont l'admission pourrait impliquer aussi des droits en sa faveur (actio duplex ou « doppelseitige Klage »; Tappy in Code de procédure civile commenté, 2011, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 4 ad art. 224 CPC). Dans le cadre d'une actio duplex, le défendeur y fait alors valoir ses propres prétentions, en formulant ses propres conclusions qui vont au-delà du simple rejet de la demande, ceci sans former de demande reconventionnelle. Le défendeur peut ainsi prendre des conclusions indépendantes sans agir reconventionnellement. L'action est alors dite « réciproque » (ACJC/142/2014 du 7 février 2014 consid. 3.1 et références citées; Willisegger, Grundstruktur des Zivilprozesses, 2012, p. 156). En raison de la nature du rapport juridique litigieux, son admission conduit à la liquidation de certains droits du défendeur, ceci dans certaines procédures particulières. C'est par exemple le cas lorsque, dans le procès en divorce, le conjoint défendeur conclut à l'attribution de sa part à la liquidation du régime matrimonial ou lorsque, dans une action en partage (art. 604 CC), l'héritier défendeur conclut à l'attribution de sa part successorale (ACJC/769/2015 du 26 juin 2015 consid 2.1.1). La requête de mesures protectrices de l'union conjugale et les prétentions réciproques de chacun des époux formulés dans ce cadre constitue également une actio duplex (Tappy, op.”
“98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 17 mars 2015/123) (sur le tout, Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 2.1 ad art. 98 CPC). Dans le même sens, l'art. 9 al. 1 TFJC oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Il faut donc déterminer si les conclusions de la réponse relèvent ou non d'une demande reconventionnelle. Des conclusions exclusivement libératoires ne sont pas reconventionnelles. Il en va de même des conclusions propres que le défendeur peut prendre dans le cadre d'une actio duplex, dont l'admission pourrait aussi impliquer des droits en sa faveur (Tappy, op. cit. n. 4 ad art. 224 CPC). On parle d'actio duplex lorsque la demande comporte un caractère réciproque, si bien que le défendeur peut, dans le contexte d'une liquidation d'un rapport de communauté entre les parties, faire valoir ses prétentions dans sa réponse sans formellement déposer de demande reconventionnelle. Tel est le cas en matière de liquidation du régime matrimonial, en partage de la succession, en partage de copropriété ou de propriété commune, ainsi qu'en matière de bornage (François Bohnet, in CR-CPC, op. cit., nn. 20 et 21 ad art. 84-90 CPC ; CREC 22 juillet 2020/171). François Bohnet (Actions civiles, Bâle 2014, p. 187 n. 5) considère que l'action en divorce unilatérale est duplex en tant qu'elle porte sur la liquidation du régime matrimonial. Denis Tappy (op. cit, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 34 ad art. 291 CPC) est pour sa part d'avis qu'il faut assimiler à une actio duplex des conclusions au sujet des effets accessoires d'un divorce que, selon la jurisprudence, un époux s'opposant audit divorce doit pouvoir néanmoins prendre pour le cas celui-ci serait prononcé.”
“98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 17 mars 2015/123) (sur le tout, Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 2.1 ad art. 98 CPC). Dans le même sens, l'art. 9 al. 1 TFJC oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Il faut donc déterminer si les conclusions de la réponse relèvent ou non d'une demande reconventionnelle. Des conclusions exclusivement libératoires ne sont pas reconventionnelles. Il en va de même des conclusions propres que le défendeur peut prendre dans le cadre d'une actio duplex, dont l'admission pourrait aussi impliquer des droits en sa faveur (Tappy, op. cit. n. 4 ad art. 224 CPC). On parle d'actio duplex lorsque la demande comporte un caractère réciproque, si bien que le défendeur peut, dans le contexte d'une liquidation d'un rapport de communauté entre les parties, faire valoir ses prétentions dans sa réponse sans formellement déposer de demande reconventionnelle. Tel est le cas en matière de liquidation du régime matrimonial, en partage de la succession, en partage de copropriété ou de propriété commune, ainsi qu'en matière de bornage (François Bohnet, in CR-CPC, op. cit., nn. 20 et 21 ad art. 84-90 CPC ; CREC 22 juillet 2020/171). François Bohnet (Actions civiles, Bâle 2014, p. 187 n. 5) considère que l'action en divorce unilatérale est duplex en tant qu'elle porte sur la liquidation du régime matrimonial. Denis Tappy (op. cit, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 34 ad art. 291 CPC) est pour sa part d'avis qu'il faut assimiler à une actio duplex des conclusions au sujet des effets accessoires d'un divorce que, selon la jurisprudence, un époux s'opposant audit divorce doit pouvoir néanmoins prendre pour le cas celui-ci serait prononcé.”
Ist die Hauptklage nur teilweise gerichtet (im engeren oder weiteren Sinn), kann der Beklagte ausnahmsweise eine negative Feststellungswiderklage über die gesamte Gegenforderung erheben. Übersteigt dadurch der Streitwert die Grenze für das vereinfachte Verfahren (30'000 Fr.), ist die Widerklage zusammen mit der Hauptklage in der ordentlichen Verfahrensart zu beurteilen.
“Cette disposition interdit en principe au défendeur attrait dans une procédure simplifiée de déposer une demande reconventionnelle entrant dans le champ d'application de la procédure ordinaire, en particulier en raison d'une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr. (ATF 143 III 506, consid. 2 et 3 ; FF 2006 6841, p. 6947). Dans un tel cadre, le défendeur n'a d'autre choix que de conduire un procès séparé pour faire valoir ses prétentions (Heinzmann/Herrmann-Heiniger in Petit commentaire CPC [PC CPC], 2021, n. 40 ad art. 224 CPC). 3.1.2 Par exception à ce principe, la jurisprudence a précisé que si l'action principale est une action partielle, le défendeur peut déposer une action en constatation de droit négative de l'entier de la prétention, même si la valeur complète de celle-ci dépasse le seul de 30'000 fr. La procédure doit, si la demande reconventionnelle dépasse le seuil précité, se dérouler alors selon la procédure ordinaire (ATF 143 III 506, consid. 4; Heinzmann/Herrmann-Heiniger, op. cit., n. 41 ad art. 224 CPC). Cette faculté est applicable que l'action partielle soit au sens propre ou au sens impropre (ATF 145 III 299, consid. 2; sur ces deux notions : cf. arrêt du Tribunal fédéral 4A_366/2017 consid. 5.2 et ATF 143 III 254 consid. 3.4). 3.1.3 Dans le cadre de son projet de révision du CPC intitulé « Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit » (cf. Objet du Conseil fédéral n° 20.026 disponible sous parlament.ch), le Conseil fédéral a, notamment, proposé l'introduction d'une nouvelle disposition (art. 224 al. 1bis CPC), visant à admettre plus facilement une demande reconventionnelle dans le cadre d'une procédure simplifiée (cf. FF 2020 2607, p. 2699). Toutefois, ce nouvel article – non entré en vigueur à ce jour et faisant l'objet, en mai 2022, de divergences au niveau parlementaire – n'est pas de nature à remettre en cause les jurisprudences précitées, selon le Tribunal fédéral, relatives aux actions partielles (cf. ATF 147 III 172, consid. 2.3). 3.1.4 La procédure simplifiée s'applique aux affaires patrimoniales dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 30'000 fr.”
“1 CPC, dans la mesure où elles excèdent le seuil de 30'000 fr. applicable à la procédure simplifiée. Le grief de la violation du droit d'être entendu doit en conséquence être rejeté. 3. L'appelante fait grief au Tribunal d'avoir déclaré à tort sa demande reconventionnelle irrecevable. 3.1 3.1.1 A teneur de l'art. 224 al. 1 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Cette disposition interdit en principe au défendeur attrait dans une procédure simplifiée de déposer une demande reconventionnelle entrant dans le champ d'application de la procédure ordinaire, en particulier en raison d'une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr. (ATF 143 III 506, consid. 2 et 3 ; FF 2006 6841, p. 6947). Dans un tel cadre, le défendeur n'a d'autre choix que de conduire un procès séparé pour faire valoir ses prétentions (Heinzmann/Herrmann-Heiniger in Petit commentaire CPC [PC CPC], 2021, n. 40 ad art. 224 CPC). 3.1.2 Par exception à ce principe, la jurisprudence a précisé que si l'action principale est une action partielle, le défendeur peut déposer une action en constatation de droit négative de l'entier de la prétention, même si la valeur complète de celle-ci dépasse le seul de 30'000 fr. La procédure doit, si la demande reconventionnelle dépasse le seuil précité, se dérouler alors selon la procédure ordinaire (ATF 143 III 506, consid. 4; Heinzmann/Herrmann-Heiniger, op. cit., n. 41 ad art. 224 CPC). Cette faculté est applicable que l'action partielle soit au sens propre ou au sens impropre (ATF 145 III 299, consid. 2; sur ces deux notions : cf. arrêt du Tribunal fédéral 4A_366/2017 consid. 5.2 et ATF 143 III 254 consid. 3.4). 3.1.3 Dans le cadre de son projet de révision du CPC intitulé « Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit » (cf. Objet du Conseil fédéral n° 20.026 disponible sous parlament.ch), le Conseil fédéral a, notamment, proposé l'introduction d'une nouvelle disposition (art.”
“Cette disposition interdit en principe au défendeur attrait dans une procédure simplifiée de déposer une demande reconventionnelle entrant dans le champ d'application de la procédure ordinaire, en particulier en raison d'une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr. (ATF 143 III 506, consid. 2 et 3 ; FF 2006 6841, p. 6947). Dans un tel cadre, le défendeur n'a d'autre choix que de conduire un procès séparé pour faire valoir ses prétentions (Heinzmann/Herrmann-Heiniger in Petit commentaire CPC [PC CPC], 2021, n. 40 ad art. 224 CPC). 3.1.2 Par exception à ce principe, la jurisprudence a précisé que si l'action principale est une action partielle, le défendeur peut déposer une action en constatation de droit négative de l'entier de la prétention, même si la valeur complète de celle-ci dépasse le seul de 30'000 fr. La procédure doit, si la demande reconventionnelle dépasse le seuil précité, se dérouler alors selon la procédure ordinaire (ATF 143 III 506, consid. 4; Heinzmann/Herrmann-Heiniger, op. cit., n. 41 ad art. 224 CPC). Cette faculté est applicable que l'action partielle soit au sens propre ou au sens impropre (ATF 145 III 299, consid. 2; sur ces deux notions : cf. arrêt du Tribunal fédéral 4A_366/2017 consid. 5.2 et ATF 143 III 254 consid. 3.4). 3.1.3 Dans le cadre de son projet de révision du CPC intitulé « Amélioration de la praticabilité et de l'application du droit » (cf. Objet du Conseil fédéral n° 20.026 disponible sous parlament.ch), le Conseil fédéral a, notamment, proposé l'introduction d'une nouvelle disposition (art. 224 al. 1bis CPC), visant à admettre plus facilement une demande reconventionnelle dans le cadre d'une procédure simplifiée (cf. FF 2020 2607, p. 2699). Toutefois, ce nouvel article – non entré en vigueur à ce jour et faisant l'objet, en mai 2022, de divergences au niveau parlementaire – n'est pas de nature à remettre en cause les jurisprudences précitées, selon le Tribunal fédéral, relatives aux actions partielles (cf. ATF 147 III 172, consid. 2.3). 3.1.4 La procédure simplifiée s'applique aux affaires patrimoniales dont la valeur litigieuse ne dépasse pas 30'000 fr.”
Gerichts- und Parteikosten werden im Endentscheid über das Verfahren (insbesondere über Haupt- und Teilklage) festgesetzt.
“Über die Höhe der Gerichtsgebühren sowie der Parteientschädigungen wird im Endentscheid des Verfahrens betreffend die Teilklage und die negative Feststellungsklage entschieden werden. II. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1'000.- festgesetzt und B.________, C.________ und D.________ unter solidarischer Haftung auferlegt. Sie werden vom geleisteten Vorschuss bezogen. B.________, C.________ und D.________ haben der A.________ Sàrl CHF 1'000.- zu erstatten. III. Die von B.________, C.________ und D.________ unter solidarischer Haftung an die A.________ Sàrl zu leistende Parteientschädigung wird auf CHF 2'154.-, inkl. 7.7% MwSt., festgesetzt. IV. Zustellung. Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Freiburg, 30. August 2022/sig Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 101 2022 175 Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC 10 2017 193 101 2017 209 101 2017 215 Art. 308 ZPOart. 308 CPCart. 308 CPC Art. 51 BGGart. 51 LTFart. 51 LTF Art. 74 BGGart. 74 LTFart. 74 LTF Art. 311 ZPOart. 311 CPCart. 311 CPC Art. 145 ZPOart. 145 CPCart. 145 CPC Art. 311 ZPOart. 311 CPCart. 311 CPC Art. 310 ZPOart. 310 CPCart. 310 CPC Art. 316 ZPOart. 316 CPCart. 316 CPC Art. 60 ZPOart. 60 CPCart. 60 CPC 4A_595/2019 Art. 4 ZPOart. 4 CPCart. 4 CPC 4A_488/2014 BGE 141 III 137ATF 141 III 137DTF 141 III 137 Art. 219 ZPOart. 219 CPCart. 219 CPC Art. 243 ZPOart. 243 CPCart. 243 CPC Art. 50 JGart. 50 LJart. 50 JG Art. 4 ZPOart. 4 CPCart. 4 CPC Art. 94 ZPOart. 94 CPCart. 94 CPC Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC Art. 243 ZPOart. 243 CPCart. 243 CPC Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC BGE 143 III 506ATF 143 III 506DTF 143 III 506 BGE 145 III 299ATF 145 III 299DTF 145 III 299 BGE 147 III 172ATF 147 III 172DTF 147 III 172 Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC 4A_332/2015 Art. 106 ZPOart. 106 CPCart. 106 CPC Art. 106 ZPOart. 106 CPCart. 106 CPC Art.”
Art. 224 Abs. 3 ZPO schliesst die Widerklage auf eine Widerklage ausdrücklich aus; dies dient nach der Rechtsprechung und Lehre der Vermeidung einer weiteren Verkomplizierung des Verfahrens und eines zusätzlichen Dispositionsaktes des Klägers. Nicht berührt bleibt jedoch die Möglichkeit einer (unabhängigen) Klageänderung nach Art. 227 ZPO: Der Kläger kann neue oder geänderte, mit der Hauptforderung verbundene Begehren vorbringen, sofern sie der gleichen Verfahrensart zuzurechnen sind und ein sachlicher Zusammenhang besteht oder die Gegenpartei zustimmt. Das Gericht hat die Zulässigkeit einer solchen Klageänderung zu prüfen und darf über die geänderte Klage nur entscheiden, wenn die übrigen Voraussetzungen (insbesondere örtliche und sachliche Zuständigkeit) erfüllt sind.
“Auch die Ergänzung einer Klage mit einem Eventualbe- gehren stellt eine Klageänderung dar (W ILLISEGGER, a.a.O., Art. 227 N 25). Das Gericht prüft die Zulässigkeit der Klageänderung von Amtes wegen. Es darf über die Klage nach der Änderung in der Sache nur verhandeln und darüber ein Sa- churteil treffen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO; WILLISEGGER, a.a.O., Art. 227 N 55). Dies ist der Fall, wenn der geänderte oder neue Anspruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist und entweder mit dem bisheri- gen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang steht oder die Gegenpartei zustimmt (Art. 227 Abs. 1 ZPO). Obschon in Art. 227 ZPO nicht explizit erwähnt, muss das Gericht zudem für die geänderte Klage örtlich wie auch sachlich zu- ständig sein (Art. 227 ZPO e contrario; LEUENBERGER, a.a.O., Art. 227 N 30a). Die Wider-Widerklage, das heisst, die Widerklage auf eine Widerklage, wird in Art. 224 Abs. 3 ZPO ausdrücklich ausgeschlossen. Dieses Verbot verhindert ei- nen weiteren Dispositionsakt des Klägers und somit eine Verkomplizierung des Verfahrens. Eine (nicht von der Widerklage abhängige) Klageänderung im Rah- men von Art. 227 ZPO resp. Art. 230 ZPO bleibt indessen möglich (W ILLISEGGER, a.a.O., Art. 224 N 70; F ÜLLEMANN, a.a.O., Art. 14 N 6). 1.1.3.3. Subsumption Aus dem reinen Wortlaut des fraglichen Begehrens geht in einer isolierten Be- trachtung nicht eindeutig hervor, ob die Klägerin an ihrer ursprünglichen Teilklage festhält oder eine (eventuelle) Änderung ihrer Klage beabsichtigt: Möglich er- scheint erstens, dass das Rechtsbegehren gemäss Klageschrift im Rechtsbegeh- - 17 - ren der Replik und Widerklageantwort vollständig aufgeht, mithin, dass die Kläge- rin im Klageverfahren eine (vollständige) Klageänderung vornimmt. Dafür spricht, dass die Klägerin unter dem Titel Replik und Widerklageantwort nur noch das neue Rechtsbegehren aufführt und nichts zum ursprünglichen Begehren schreibt.”
“Ce consentement peut être donné expressément ou par actes concluants, à l'avance ou au moment de la survenance du différend (Willisegger, Basler Kommentar, ZPO, 2024, n. 58 ad art. 224 CPC; Haldy, op. cit., n. 2 ad art. 8 CPC). 1.1.2 Selon l'art. 17 al. 1 CPC, les parties peuvent convenir d’un for pour le règlement d’un différend présent ou à venir résultant d’un rapport de droit déterminé. Sauf disposition conventionnelle contraire, l’action ne peut être intentée que devant le for élu. A teneur de l'art. 18 CPC, le tribunal saisi est compétent lorsque le défendeur procède sans faire de réserve sur la compétence. Cette disposition ne concerne en principe que la compétence à raison du lieu (Haldy, op. cit., n. 2 ad art. 18 CPC). 1.1.3 Selon l'art. 227 CPC, la demande peut être modifiée si la prétention nouvelle ou modifiée relève de la même procédure et si elle présente un lien de connexité avec la dernière prétention ou si la partie adverse consent à la modification de la demande. L'interdiction d'une reconvention sur reconvention de l'art. 224 al. 3 CPC n'empêche pas le demandeur d'introduire des conclusions nouvelles ou modifiées pour autant qu'elles relèvent de la même procédure et qu'elles soient connexes à la demande initiale (Tappy, Commentaire romand, 2019, n. 27 ad art. 224 CPC). 1.2 En l’espèce, la Cour est compétente à raison du lieu pour connaître de la demande, en dépit de la clause de prorogation de for figurant à l'art. 10.2 du contrat liant les parties, puisque la défenderesse a procédé sur le fond sans faire de réserve au sens de l'art. 18 CPC. Elle est également compétente à raison de la matière pour connaître de la demande principale, fondée tant sur la LCD que sur les dispositions contractuelles liant les parties. Dans la mesure où, lors de l'audience du 11 mars 2025, les deux parties ont accepté la compétence de la Cour pour connaître également de la demande reconventionnelle, laquelle relève en principe des juridictions ordinaires, celle-ci doit être admise en application de l'art. 8 CPC, puisque la valeur litigieuse est supérieure à 100'000 fr.”
Bei einer Teilklage im vereinfachten Verfahren ist eine negative Feststellungswiderklage zulässig; übersteigt deren Streitwert jedoch die sachliche Zuständigkeit der Präsidentin, hat diese gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO beide Klagen an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen. Damit besteht in diesem Fall keine Wahl mehr zwischen vereinfachtem und ordentlichem Verfahren.
“-, so ist grundsätzlich das Zivilgericht zuständig (Art. 219 i.V.m. 243 ZPO i.V.m. Art. 50 f. des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG, SGF 130.1]). Stehen sich Klage und Widerklage gegenüber, so bestimmt sich der Streitwert nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 94 Abs. 1 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Davon nicht betroffen und zulässig ist der Fall, dass die beklagte Partei als Reaktion auf eine Teilklage, für die aufgrund ihres Streitwerts von höchstens Fr. 30'000.- nach Art. 243 Abs. 1 ZPO das vereinfachte Verfahren gilt, eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO; BGE 143 III 506 E. 4.4; 145 III 299 E. 2; 147 III 172 E. 2.3 m.H.).”
“Vorliegend beträgt gemäss den nicht substanziiert bestrittenen Erwägungen der Vorinstanz der Streitwert sowohl für die Teilklage als auch für die negative Feststellungswiderklage mind. CHF 50'000.-. Da damit die sachliche Zuständigkeit der Präsidentin überschritten ist, hat sie gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO beide Klagen zusammen an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen. Das Gesetz schreibt hier – anders als bei Einreichung einer Klage im falschen Verfahren (vgl. hierzu Urteil BGer 4A_332/2015 vom 10. Februar 2016 E. 4 m.H.) – ausdrücklich eine Überweisung vor und der Kläger hat keine Wahl mehr zwischen dem vereinfachten und ordentlichen Verfahren. Es bleibt damit kein Raum für die Eventualerwägung der Präsidentin, wonach auf die Teilklage aufgrund des Streitwertes von mind. CHF 50'000.- nicht einzutreten sei. Aufgrund der Widerklage war die Streitigkeit ohnehin an das Zivilgericht zu überweisen. Die Präsidentin war damit nicht zuständig, um über die Zulässigkeit der Teilklage zu entscheiden. Die Berufung ist daher gutzuheissen. Ziffer 1 des Dispositivs ist mangels Zuständigkeit der Vorinstanz aufzuheben und Ziffer 2 ist dahingehend abzuändern, dass die Teilklage zusammen mit der Widerklage an das Zivilgericht zu überweisen ist.”
Ergeht eine Verfügung, welche allein die Klägerin zur Leistung eines Kostenvorschusses verpflichtet, begründet dies für den Beklagten keine Beschwerdelegitimation hinsichtlich einer Frage der Widerklage, da er dadurch in seinen Rechten und Interessen nicht beeinträchtigt ist.
“Der Beklagte wurde durch die angefochtene Verfügung nicht in Rech- ten und Interessen beeinträchtigt, da er zu nichts verpflichtet wurde. Vielmehr wurde die Klägerin zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert (Urk. 2). Der Beklagte wird im Laufe des Verfahrens noch Gelegenheit haben, sich zur Forderung zu äussern. Ihm erwächst aus der angefochtenen Verfügung aber kein Nachteil, weshalb er dadurch nicht beschwert ist. Auf seine Beschwerde ist daher nicht einzutreten. Sofern seine Forderung nach Berichtigung und Schadenersatz (Urk. 1) eine Widerklage bzw. ein Widergesuch darstellte, so wäre darauf man- gels Zuständigkeit ebenfalls nicht einzutreten (Art. 14 Abs. 1 und Art. 224 ZPO).”
Wird die Widerklage während der Rechtshängigkeit der Hauptklage erhoben, gilt nach überwiegender Lehre ihre Selbständigkeit: Sie bleibt grundsätzlich bestehen und ist vom Fortgang oder dem Dahinfallen der Hauptklage unabhängig. Die Zulässigkeit der Widerklage kann gleichwohl durch prozessuale Voraussetzungen beschränkt sein; insbesondere verlangt Art. 224 Abs. 1 ZPO, dass Haupt- und Widerklage nach derselben Verfahrensart zu beurteilen sind.
“Die Klagefigur der Widerklage dient dem Zweck, widersprüchliche Urteile zu verhindern und eine rasche und effiziente gesamthafte Erledigung zusammenhängender Streitsachen zwischen den Parteien zu ermöglichen (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 3; vgl. BGE 129 III 230 E. 3). Die Zulassung der Widerklage basiert somit auf prozessökonomischen Überlegungen (Rapold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 388; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, in: BBl 2020 S. 2697 ff., 2759). Für den geforderten prozessualen Verbindungszusammenhang ist ausschliesslich auf den Moment abzustellen, in welchem die Widerklage eingereicht worden ist. Der zeitliche Grundrahmen für die Zulässigkeit der Widerklage wird durch die Rechtshängigkeit der Hauptklage gezogen. Ist die Hauptklage noch nicht oder nicht mehr rechtshängig, ist die Widerklage unzulässig (Pahud, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2016, Art. 224 ZPO N 12; Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 38). Eine während der Rechtshängigkeit der Hauptklage eingereichte Widerklage ist grundsätzlich vom Schicksal der Hauptklage unabhängig (vgl. Killias, in: Berner Kommentar, 2012, Art. 224 ZPO N 19). Aufgrund der Selbständigkeit der Widerklage nach deren Einreichung bleibt diese nach überwiegender Lehre bestehen, auch wenn die Hauptklage dahinfällt (Pahud, a.a.O., Art. 224 ZPO N 29; Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 f.; Ra-pold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 390; Richers/Naegeli, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 224 N 14; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2759). Diesem Grundgedanken entspricht auch die Regelung zum besonderen Widerklagegerichtsstand, der gemäss Art. 14 Abs. 2 ZPO bestehen bleibt, wenn die Hauptklage aus irgendeinem Grund dahinfällt. Daraus wird in der Lehre teilweise der Schluss gezogen, dass die Rechtshängigkeit der Widerklage auch bestehen bleibt, wenn auf die Hauptklage etwa wegen fehlender Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten werden kann (Killias, a.”
“224 ZPO N 29; Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 f.; Ra-pold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 390; Richers/Naegeli, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 224 N 14; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2759). Diesem Grundgedanken entspricht auch die Regelung zum besonderen Widerklagegerichtsstand, der gemäss Art. 14 Abs. 2 ZPO bestehen bleibt, wenn die Hauptklage aus irgendeinem Grund dahinfällt. Daraus wird in der Lehre teilweise der Schluss gezogen, dass die Rechtshängigkeit der Widerklage auch bestehen bleibt, wenn auf die Hauptklage etwa wegen fehlender Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten werden kann (Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 ff.; Tappy, in: Bohnet et al. [Hrsg.], Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Auflage, Basel 2019, Art. 224 N 11; Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 63 N 1; Richers/Naegeli, a.a.O., Art. 224 ZPO N 14; Grieder, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Diss. Basel 2016, S. 228; Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, in: BBl 2006 S. 7221 ff., 7339; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2759; kritisch Pahud, a.a.O., Art. 224 ZPO N 29 f.; ablehnend Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 57; Spühler/Dolge/Gehri, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 9. Auflage, Bern 2010, Kap. 30 N 55). Auch wenn dieser Ansicht gefolgt würde, führte dies im vorliegenden Fall nicht zur Zulässigkeit der Widerklage. Voraussetzung hierfür ist gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO, dass die Haupt- und Widerklage nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen sind. Diese Voraussetzung ist nicht gegeben, wenn auf die Hauptklage das ordentliche Verfahren und auf die Widerklage das vereinfachte Verfahren zur Anwendung gelangen. In diesem Fall ist der gemäss Art.”
“Killias, in: Berner Kommentar, 2012, Art. 224 ZPO N 19). Aufgrund der Selbständigkeit der Widerklage nach deren Einreichung bleibt diese nach überwiegender Lehre bestehen, auch wenn die Hauptklage dahinfällt (Pahud, a.a.O., Art. 224 ZPO N 29; Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 f.; Ra-pold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 390; Richers/Naegeli, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 224 N 14; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2759). Diesem Grundgedanken entspricht auch die Regelung zum besonderen Widerklagegerichtsstand, der gemäss Art. 14 Abs. 2 ZPO bestehen bleibt, wenn die Hauptklage aus irgendeinem Grund dahinfällt. Daraus wird in der Lehre teilweise der Schluss gezogen, dass die Rechtshängigkeit der Widerklage auch bestehen bleibt, wenn auf die Hauptklage etwa wegen fehlender Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten werden kann (Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 ff.; Tappy, in: Bohnet et al. [Hrsg.], Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Auflage, Basel 2019, Art. 224 N 11; Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 63 N 1; Richers/Naegeli, a.a.O., Art. 224 ZPO N 14; Grieder, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Diss. Basel 2016, S. 228; Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, in: BBl 2006 S. 7221 ff., 7339; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2759; kritisch Pahud, a.a.O., Art. 224 ZPO N 29 f.; ablehnend Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 57; Spühler/Dolge/Gehri, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 9. Auflage, Bern 2010, Kap. 30 N 55). Auch wenn dieser Ansicht gefolgt würde, führte dies im vorliegenden Fall nicht zur Zulässigkeit der Widerklage. Voraussetzung hierfür ist gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO, dass die Haupt- und Widerklage nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen sind.”
Ausnahme bei echter Teilklage: Reagiert die beklagte Partei auf eine echte Teilklage der Klägerin mit einer negativen Feststellungswiderklage über die gesamte Hauptforderung, ist dies zulässig, auch wenn dadurch der Gesamtstreitwert die Grenze von Fr. 30'000 übersteigt. In diesem Fall sind Haupt- und Widerklage gemeinsam nach der ordentlichen Verfahrensart zu behandeln.
“Savoir si la motivation présentée est convaincante est une question distincte de celle du droit à une décision motivée. Dès lors que l'on peut discerner les motifs qui ont guidé la décision des juges, le droit à une décision motivée est respecté même si la motivation présentée est erronée. La motivation peut d'ailleurs être implicite et résulter des différents considérants de la décision (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêts du Tribunal fédéral 2C_931/2015 du 12 octobre 2016 consid. 2.1; 6B_1237/2014 du 24 mars 2015 consid. 3.1). 2.2 En l'espèce, le jugement querellé, bien que succinct, permet de comprendre la motivation opérée par le Tribunal, qui a jugé les prétentions pécuniaires reconventionnelle de l'appelante incompatibles avec l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elles excèdent le seuil de 30'000 fr. applicable à la procédure simplifiée. Le grief de la violation du droit d'être entendu doit en conséquence être rejeté. 3. L'appelante fait grief au Tribunal d'avoir déclaré à tort sa demande reconventionnelle irrecevable. 3.1 3.1.1 A teneur de l'art. 224 al. 1 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Cette disposition interdit en principe au défendeur attrait dans une procédure simplifiée de déposer une demande reconventionnelle entrant dans le champ d'application de la procédure ordinaire, en particulier en raison d'une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr. (ATF 143 III 506, consid. 2 et 3 ; FF 2006 6841, p. 6947). Dans un tel cadre, le défendeur n'a d'autre choix que de conduire un procès séparé pour faire valoir ses prétentions (Heinzmann/Herrmann-Heiniger in Petit commentaire CPC [PC CPC], 2021, n. 40 ad art. 224 CPC). 3.1.2 Par exception à ce principe, la jurisprudence a précisé que si l'action principale est une action partielle, le défendeur peut déposer une action en constatation de droit négative de l'entier de la prétention, même si la valeur complète de celle-ci dépasse le seul de 30'000 fr. La procédure doit, si la demande reconventionnelle dépasse le seuil précité, se dérouler alors selon la procédure ordinaire (ATF 143 III 506, consid.”
“Gemäss Art. 224 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Abs. 1). Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Abs. 2). Mit Blick auf Art. 224 Abs. 1 ZPO ist es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich nicht zulässig, im vereinfachten Verfahren eine Widerklage zu erheben, die aufgrund ihres Streitwerts von über Fr. 30'000.-- gemäss Art. 243 Abs. 1 ZPO in den Geltungsbereich des ordentlichen Verfahrens fällt. Ansonsten - so das Bundesgericht ausdrücklich - "könnte die beklagte Partei durch eine Widerklage mit einem Streitwert von über Fr. 30'000.- einen Wechsel in das ordentliche Verfahren bewirken [...] und der klagenden Partei die Vorteile des vereinfachten Verfahrens entziehen". Davon ausgenommen hat das Bundesgericht jedoch den Fall, dass die beklagte Partei "als Reaktion auf eine echte Teilklage" eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Haupt- und Widerklage sind diesfalls zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen (BGE 143 III 506 E. 3 und 4). In der Folge hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung dahingehend präzisiert, dass die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart gemäss Art.”
Die Rechtsprechung versteht die «Schutz gegen Kündigungen»-Lehre weit; sie umfasst auch Evakuations- bzw. Räumungsverfahren. Vor diesem Hintergrund kann eine Gegenforderung nach Art. 224 Abs. 1 ZPO dann der gleichen Verfahrensart unterfallen (z. B. der vereinfachten Verfahrenordnung nach Art. 243 Abs. 2 lit. c), wenn sie sich auf denselben Schutz gegen Kündigung bezieht. Zudem hat die Rechtsprechung anerkannt, dass mietrechtliche Streitigkeiten zwischen Hauptvermieter und Untermieter in den weiten Begriff der dem Mietvertrag betreffenden Streitigkeiten fallen können.
“C'est ainsi à bon droit que le Tribunal a considéré que l'attitude de l'intimée, qui avait manifesté son refus d'accepter la présence de l'appelante dans l'appartement, dès qu'elle avait su que le locataire initial n'y demeurait plus depuis des années et que l'épouse de celui-ci était décédée depuis plusieurs années également, empêchait de considérer qu'un bail tacite avait été conclu entre les parties. En définitive, le chiffre 1 du dispositif du jugement du Tribunal sera confirmé. 5. Le Tribunal a considéré que la procédure ordinaire s'appliquait à la demande d'évacuation de l'intimée, s'agissant d'une action en revendication fondée sur les art. 641 et ss CC, dont la valeur litigieuse était supérieure à 30'000 fr. Dans son appel joint, l'intimée conteste la décision du Tribunal de déclarer irrecevable sa demande reconventionnelle en évacuation avec exécution directe. Elle soutient une interprétation extensive de l'art. 243 al. 2 let. c CPC, qui permettrait d'appliquer la procédure simplifiée tant à la demande de l'appelante qu'à la demande reconventionnelle en évacuation, ne serait-ce que par économie de procédure. 5.1 5.1.1 L'art. 224 al. 1 CPC permet au défendeur de déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse lorsque la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. La procédure simplifiée s'applique quelle que soit la valeur litigieuse aux litiges portant sur la protection contre les congés ou la prolongation du bail à loyer ou à ferme (art. 243 al. 2 let. c CPC). Comme il l'a été rappelé plus haut (voir consid. 1.4.1 ci-dessus), la notion de "protection contre les congés" doit être comprise dans une acception large, ce qui englobe les procédures en évacuation (ATF 142 III 402, consid 2, Lachat, op. cit., p. 199 et 226). 5.1.2 La Cour, dans un arrêt de principe du 6 mai 2019 (ACJC/646/2019), a considéré qu'il y avait lieu d'admettre que la juridiction des baux et loyers peut connaître des litiges survenant entre un bailleur principal et un sous-locataire, la notion de « litiges relatifs au contrat de bail à loyer » au sens de l'art. 89 LOJ devant être comprise extensivement.”
“C'est ainsi à bon droit que le Tribunal a considéré que l'attitude de l'intimée, qui avait manifesté son refus d'accepter la présence de l'appelante dans l'appartement, dès qu'elle avait su que le locataire initial n'y demeurait plus depuis des années et que l'épouse de celui-ci était décédée depuis plusieurs années également, empêchait de considérer qu'un bail tacite avait été conclu entre les parties. En définitive, le chiffre 1 du dispositif du jugement du Tribunal sera confirmé. 5. Le Tribunal a considéré que la procédure ordinaire s'appliquait à la demande d'évacuation de l'intimée, s'agissant d'une action en revendication fondée sur les art. 641 et ss CC, dont la valeur litigieuse était supérieure à 30'000 fr. Dans son appel joint, l'intimée conteste la décision du Tribunal de déclarer irrecevable sa demande reconventionnelle en évacuation avec exécution directe. Elle soutient une interprétation extensive de l'art. 243 al. 2 let. c CPC, qui permettrait d'appliquer la procédure simplifiée tant à la demande de l'appelante qu'à la demande reconventionnelle en évacuation, ne serait-ce que par économie de procédure. 5.1 5.1.1 L'art. 224 al. 1 CPC permet au défendeur de déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse lorsque la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. La procédure simplifiée s'applique quelle que soit la valeur litigieuse aux litiges portant sur la protection contre les congés ou la prolongation du bail à loyer ou à ferme (art. 243 al. 2 let. c CPC). Comme il l'a été rappelé plus haut (voir consid. 1.4.1 ci-dessus), la notion de "protection contre les congés" doit être comprise dans une acception large, ce qui englobe les procédures en évacuation (ATF 142 III 402, consid 2, Lachat, op. cit., p. 199 et 226). 5.1.2 La Cour, dans un arrêt de principe du 6 mai 2019 (ACJC/646/2019), a considéré qu'il y avait lieu d'admettre que la juridiction des baux et loyers peut connaître des litiges survenant entre un bailleur principal et un sous-locataire, la notion de « litiges relatifs au contrat de bail à loyer » au sens de l'art. 89 LOJ devant être comprise extensivement.”
Nicht jede vom Beklagten geltend gemachte Gegenforderung stellt eine zulässige Widerklage im Sinne von Art. 224 ZPO dar. Als Widerklage gilt nur eine selbständige, von der Hauptforderung unabhängige Streitforderung. Blosse eigene Schlussanträge des Beklagten, die sich auf in der Klage bereits aufgelistete Aktiven stützen (sog. reciproca/actio duplex), oder blosse Behauptungen über dieselben Aktiven begründen dagegen keine eigenständige Widerklage.
“2 L'amplification d'une demande, une demande additionnelle ou une demande reconventionnelle donne lieu à un émolument au même titre qu'une demande principale (art. 14 RTFMC). La reconvention est une contre-attaque, par laquelle le défendeur fait valoir une prétention qui est indépendante de celle de la demande principale (ATF 124 III 207 consid. 3a, JdT 1999 I 55; 123 III 35 consid. 3c, JdT 1997 I 322). Si la demande principale est liquidée, pour quelque raison que ce soit, par exemple ensuite d'un retrait ou d'un désistement, le tribunal demeure saisi de la demande reconventionnelle et doit la trancher (art. 14 al. 2 CPC; Hohl, Procédure civile, T. II, 2010, n° 191). Le sort de la demande reconventionnelle est indépendant de celui de la demande principale (Bohnet, Procédure civile, 2011, p. 138). Ne sont pas des conclusions reconventionnelles les conclusions propres que le défendeur peut prendre en cas d'action dont l'admission pourrait impliquer aussi des droits en sa faveur (Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2019, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 4 ad art. 224 CPC). Dans certaines procédures particulières, le défendeur peut en effet prendre des conclusions indépendantes sans agir reconventionnellement. L'action est alors dite "réciproque" (actio duplex; "doppelseitige Klage"). En raison de la nature du rapport juridique litigieux, son admission conduit à la liquidation de certains droits du défendeur. C'est par exemple le cas lorsque, dans le procès en divorce, le conjoint défendeur conclut à l'attribution de sa part à la liquidation du régime matrimonial ou lorsque, dans une action en partage (art. 604 CC), l'héritier défendeur conclut à l'attribution de sa part successorale. Le défendeur y fait alors valoir ses propres prétentions, en formulant ses propres conclusions, sans former de demande reconventionnelle (RVJ 2010 p. 244 et les références citées). De telles conclusions ne peuvent pas donner lieu à une avance de frais (cf. ACJC/1058/2014 du 9 septembre 2014 consid. 2.2.1). 2.2 En l'occurrence, le recourant s'est limité à prendre des conclusions sur la base des actifs successoraux listés dans la demande déposée par son frère.”
“2 L'amplification d'une demande, une demande additionnelle ou une demande reconventionnelle donne lieu à un émolument au même titre qu'une demande principale (art. 14 RTFMC). La reconvention est une contre-attaque, par laquelle le défendeur fait valoir une prétention qui est indépendante de celle de la demande principale (ATF 124 III 207 consid. 3a, JdT 1999 I 55; 123 III 35 consid. 3c, JdT 1997 I 322). Si la demande principale est liquidée, pour quelque raison que ce soit, par exemple ensuite d'un retrait ou d'un désistement, le tribunal demeure saisi de la demande reconventionnelle et doit la trancher (art. 14 al. 2 CPC; Hohl, Procédure civile, T. II, 2010, n° 191). Le sort de la demande reconventionnelle est indépendant de celui de la demande principale (Bohnet, Procédure civile, 2011, p. 138). Ne sont pas des conclusions reconventionnelles les conclusions propres que le défendeur peut prendre en cas d'action dont l'admission pourrait impliquer aussi des droits en sa faveur (Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2019, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 4 ad art. 224 CPC). Dans certaines procédures particulières, le défendeur peut en effet prendre des conclusions indépendantes sans agir reconventionnellement. L'action est alors dite "réciproque" (actio duplex; "doppelseitige Klage"). En raison de la nature du rapport juridique litigieux, son admission conduit à la liquidation de certains droits du défendeur. C'est par exemple le cas lorsque, dans le procès en divorce, le conjoint défendeur conclut à l'attribution de sa part à la liquidation du régime matrimonial ou lorsque, dans une action en partage (art. 604 CC), l'héritier défendeur conclut à l'attribution de sa part successorale. Le défendeur y fait alors valoir ses propres prétentions, en formulant ses propres conclusions, sans former de demande reconventionnelle (RVJ 2010 p. 244 et les références citées). De telles conclusions ne peuvent pas donner lieu à une avance de frais (cf. ACJC/1058/2014 du 9 septembre 2014 consid. 2.2.1). 2.2 En l'occurrence, le recourant s'est limité à prendre des conclusions sur la base des actifs successoraux listés dans la demande déposée par son frère.”
In der Lehre ist umstritten, ob die materielle Zuständigkeit des im Hauptverfahren angerufenen Gerichts für die Widerklage grundsätzlich eine Zulässigkeitsvoraussetzung bildet. Die Rechtsprechung hat diese Frage nach wie vor offen gelassen.
“Toutefois, la question se pose de savoir si une acceptation tacite était nécessaire, dans la mesure où la contestation porte sur la compétence de l’autorité saisie d’une demande reconventionnelle. En d’autres termes, il s’agit de se demander si, lorsque la compétence matérielle est dispositive, l’autorité saisie au principal doit aussi être compétente pour la demande reconventionnelle. En effet, la compétence matérielle du tribunal saisi au principal pour connaître de la demande reconventionnelle ne figure pas parmi les conditions de recevabilité de la reconvention (ATF 143 III 495 consid. 2.2.1 ; Message du 28 juin 2006 relatif au code de procédure civile suisse, 6947). En l’état, la jurisprudence a laissé ouverte la question de savoir si la compétence matérielle est de façon générale une condition de recevabilité de la demande reconventionnelle et comment le droit fédéral et le droit cantonal s’articulent à cet égard, ou si, au contraire, pour la demande reconventionnelle, le législateur a supprimé à l’art. 224 CPC la condition d’identité de compétence matérielle (ATF 143 III 495 consid. 2.2.1). Le Tribunal fédéral a cependant considéré que le demandeur non inscrit au registre du commerce qui choisit de saisir le tribunal de commerce en vertu de l’art. 6 al. 3 CPC ne pouvait pas se plaindre que le défendeur lui oppose une demande reconventionnelle qui relèverait d’un juge inférieur dans le cadre d’une action indépendante, lorsque les prétentions sont connexes (ATF 143 III 495 consid. 2.2). Une partie de la doctrine considère que la demande reconventionnelle doit ressortir de la compétence matérielle du tribunal saisi au principal (Willisegger, in Spühler et al. [édit.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO), 3e éd., Bâle 2017, n. 46 ad art. 224 CPC ; Killias, in Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Berne 2012, n. 43 ad art. 224 CPC ; Piotet, PC-CPC, n. 13 ad art. 4 CPC). D’autres auteurs sont d’avis que ce n’est pas nécessaire (Tappy, Commentaire romand, CR-CPC, n.”
Die Widerklage ist als selbständige Klage zu qualifizieren. Sie wird berücksichtigt, wenn sie form- und fristgerecht mit der Klageantwort eingereicht bzw. in dieser erklärt oder ergänzt wird. Das Gericht kann zur Herstellung der nötigen Form und Klarheit ergänzende Fristen setzen und prozessrechtliche Auflagen treffen (z. B. Vorschusszahlungen, Bestellung eines Vertreters).
“224 al. 1 CPC » et déposée le 20 septembre 2023, le défendeur a pris les conclusions suivantes : « Préalablement Déclarer irrecevables les conclusions suivantes ayant déjà fait l’objet de la transaction signée le 17 Juillet 2023 : .ordonner la fermeture immédiate du [...], ouvert par W.________, sous la menace de la peine d’amande (sic) prévue par l’article 292 CP en cas d’insoumission à une décision de l’autorité. .Ordonner à W.________ de cesser immédiatement d’exercer son activité d’ophtalmologue au sein du [...], sous la menace de la peine d’amande (sic) prévue par l’article 292 CP en cas d’insoumission à une décision de l’autorité. Principalement Déclarer irrecevable la demande de condamnation par un versement de 50000 CHF de dommage-intérêt. Subsidiairement Rejeter la demande de condamnation par un versement de dommage et intérêts de 50000 CHF dans la mesure où elle serait recevable. Concernant ma demande reconventionnelle déposée le 29.08.2023 (art. 224 al. 1 CPC) 1. La considérer comme si elle serait (sic) déposée avec cette réponse et, 2. Condamner le Groupe U.________ pour résiliation immédiate sans préavis de 6 mois de mon contrat de mandat de médecin indépendant au sein de ses deux cabinets de [...] et d’[...] par un versement pas moins de 100000 CHF pour dommage et intérêts de 5% (art. 337c, al. 3 CO). » Par avis du 28 septembre 2023, la juge déléguée a informé le défendeur que, conformément à l’art. 222 al. 2 CPC, la partie défenderesse doit exposer, dans sa réponse, quels faits allégués dans la demande sont reconnus ou contestés, et a constaté que son écriture ne satisfaisait pas à ces exigences. Elle lui a imparti un délai au 9 octobre 2023 pour compléter son écriture et pour procéder au versement d’une avance de frais à hauteur de 5'000 fr. au vu des conclusions prises à titre reconventionnel. Par écriture du 2 octobre 2023 intitulée « Compléments de la réponse du 19 septembre 2023 », le défendeur a listé des « faits reconnus » et des « faits contestés ».”
“Le 3 octobre 2023, le défendeur a procédé au versement de l’avance de frais à hauteur de 5'000 francs. Par avis du 10 octobre 2023, la juge déléguée a indiqué au défendeur que son écriture du 2 octobre 2023 ne répondait pas aux exigences de l’art. 222 al. 2 CPC malgré le délai supplémentaire accordé. Elle lui a imparti un délai au 31 octobre 2023 pour consulter un représentant agissant à titre professionnel au sens de l’art. 68 CPC et l’a informé que, sans nouvelles de sa part dans le délai imparti, un tel représentant lui serait désigné d’office (art. 69 CPC). Par décision du 28 novembre 2023, la juge déléguée a désigné un avocat d’office au défendeur. Par avis du 7 décembre 2023, la juge déléguée a imparti au conseil d’office du défendeur un délai au 10 janvier 2024, prolongé au 11 mars 2024, pour déposer une réponse conforme à l’art. 222 al. 2 CPC. Par écriture du 7 mars 2024 intitulée « réponse et demande reconventionnelle (art. 224 al. 1 CPC) », le défendeur, agissant personnellement, a maintenu les conclusions prises dans son écriture du 20 septembre 2023. Par courrier du 12 mars 2024, le défendeur a requis qu’un autre conseil lui soit désigné d’office pour le cas où son écriture du 7 mars 2024 ne remplissait toujours pas les exigences de l’art. 222 al. 2 CPC. Il a toutefois indiqué qu’il préférait conduire cette procédure lui-même. Par avis du 13 mars 2024, la juge déléguée a accordé au conseil d’office du défendeur une ultime prolongation au 22 mars 2024 pour procéder et l’a informé qu’à défaut, l’écriture déposée le 9 mars 2024 par le défendeur serait considérée comme la réponse à forme de l’art. 222 al. 2 CPC et que la procédure suivrait son cours. Par courrier du 13 mars 2024, le conseil d’office du défendeur a demandé à être relevé de son mandat d’office. Par avis des 18 et 22 mars 2024, la juge déléguée a fixé au défendeur un délai de quarante-huit heures pour se déterminer sur le courrier de son conseil d’office du 13 mars 2024.”
“Ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlages kann der Betriebene jeder- zeit vom Gericht des Betreibungsortes feststellen lassen, dass die Schuld nicht oder nicht mehr besteht oder gestundet ist (Art. 85a SchKG). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte An- spruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Die Widerklage ist eine selbständige Klage im Rahmen ei- nes anderen Prozesses. Sie ist weder Angriffs- noch Verteidigungsmittel, sondern eine Klage wie die Vorklage, ein gegen den Angriff geführter Gegenangriff, mit welchem die Beklagtenseite ein selbständiges Ziel verfolgt, indem sie einen von - 4 - der Vorklage nicht erfassten, unabhängigen Anspruch ins Recht legt (BGE 123 III 35 E. 3.c).”
“ZPO. Der dem vorliegenden Fall zu Grunde liegende Versicherungsvertrag ist als Konsumentenvertrag im Sinne von Art. 32 ZPO zu qualifizieren, weshalb die Klage am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien eingereicht werden kann (Art. 32 Abs. 1 lit. a ZPO; vgl. Urs Feller/Jürg Bloch, in: Sutter-Somm/-Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Kommentar, Zürich 2016, zu Art. 32 N 45 ff.). Nichts Anderes ergibt sich im vorliegenden Fall aus Ziffer 25 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der Beklagten für die Erwerbsausfall-Versicherung bei Krankheit, Ausgabe 2015. Da sich der Sitz des B.____ im Kanton Basel-Landschaft befindet, ist das angerufene Gericht somit auch örtlich zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen gemäss Art. 59 ZPO erfüllt sind, kann auf die Klage vom 30. Juli 2018 eingetreten werden. Die von der Beklagten erhobene Widerklage vom 24. September 2018 steht mit der Klage in einem sachlichen Zusammenhang (Art. 14 ZPO) und ist nach der gleichen Verfahrensart wie die Klage (Art. 224 Abs. 1 ZPO) zu beurteilen. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, um auch auf die form- und fristgerechte Widerklage einzutreten. 2.1 In beweisrechtlicher Hinsicht gilt, dass nach Art. 247 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO der vorliegende Prozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist. Die Untersuchungsmaxime gebietet es dem Gericht zwar, den”
Die Neuregelung folgt der in Lehre und Praxis vertretenen Auffassung, wonach eine im vereinfachten Verfahren erhobene Widerklage zulässig bleibt, auch wenn die Hauptklage sich (tatsächlich oder vermeintlich) in einer anderen Verfahrensart befindet bzw. die Hauptklage irrtümlich in einer falschen Verfahrensart behandelt worden ist.
“Der Gerichtsstand der Widerklage bleibe in diesem Fall erhalten, obwohl das Gericht für die Hauptklage nicht zuständig sei (Rz. 10). Auch eine nachträglich erkannte falsche Verfahrensart für die Hauptklage dürfe nicht dazu führen, dass die Widerklage wegfalle (Rz. 11). Die Widerklage sei vorliegend im Rahmen des vereinfachten Verfahrens erhoben worden. Dort gehöre sie wegen des Streitwerts von weniger als CHF 30'000. auch hin. Damit sei auf sie dieselbe Verfahrensart anwendbar wie jene, in der die Hauptklage damals behandelt worden sei (Rz. 12). Die Widerklage sei auch dann zulässig, wenn es nicht darauf ankomme, in welcher Verfahrensart die Hauptklage tatsächlich behandelt worden sei, sondern darauf, welche Verfahrensart hätte angewendet werden müssen. Denn ein Anspruch, der an sich im vereinfachten Verfahren behandelt werden sollte, dürfe selbst dann widerklageweise geltend gemacht werden, wenn der Hauptanspruch im ordentlichen Verfahren zu beurteilen sei (Rz. 13). Dies entspreche der gesetzlichen Regelung in Art. 224 Abs. 1bis ZPO, die am 1. Januar 2025 in Kraft trete (Rz. 14). Diese Änderung sei ein Nachvollzug dessen, was die massgebliche Lehre zum geltenden Recht lehre und die Praxis teils praktiziert habe (Rz. 15). Der Entscheid des Zivilgerichts sei so oder anders richtig. Entweder sei entscheidend, dass die Hauptklage im vereinfachten Verfahren erhoben worden sei. Dann sei das Erfordernis derselben Verfahrensart erfüllt. Oder es sei entscheidend, dass die Hauptklage eigentlich im ordentlichen Verfahren hätte geführt werden sollen. Auch dann sei die Widerklage nach massgeblicher Lehrmeinung und Rechtsprechung zulässig (Rz. 25). Massgeblich sei einzig, dass das Zivilgericht das Verfahren gemäss Verfügung vom 9. Dezember 2019 als vereinfachtes Verfahren vor der Einzelrichterin weitergeführt habe. Dies sei vom Mieter nicht beanstandet worden, der stets vertreten habe, das sei die richtige Verfahrensart (Rz. 26). Die Hinweise des Zivilgerichts zur Verfügung vom 2. Februar 2022 würden daran nichts ändern, zumal damals noch (auch) ein Widerklagebegehren zur Diskussion gestanden habe, das den Streitwert von CHF 30'000.”
Obwohl Art. 224 Abs. 1 ZPO die Widerklage grundsätzlich an dieselbe Verfahrensart wie die Hauptklage bindet, hat die bundesgerichtliche Rechtsprechung eine Ausnahme anerkannt: Wird im vereinfachten Verfahren eine Teilklage (Streitwert bis Fr. 30'000.–) erhoben und erwidert die Beklagte mit einer negativen Feststellungswiderklage, deren Streitwert Fr. 30'000.– übersteigt, sind Haupt- und Widerklage zusammen ins ordentliche Verfahren zu überweisen. Voraussetzung ist, dass die Teilklage eine Ungewissheit begründet, welche die Feststellung des Nichtbestands der Forderung oder des Rechtsverhältnisses im Sinne von Art. 88 ZPO rechtfertigt.
“Mit der Feststellungsklage verlangt die klagende Partei die gerichtliche Fest- stellung, dass ein Recht oder Rechtsverhältnis besteht oder nicht besteht (Art. 88 ZPO). Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Haupt- klage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Das Erfordernis der gleichen Verfah- rensart entfällt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wenn als Reaktion auf eine im vereinfachten Verfahren erhobene Teilklage (mit einem Fr. 30'000.– nicht übersteigenden Streitwert) eine negative Feststellungswiderklage (mit einem Fr. 30'000.– übersteigenden Streitwert) erhoben wird. In diesem Fall sind Haupt- und Widerklage zusammen ins ordentliche Verfahren zu überweisen. Das Bun- desgericht bejaht in konstanter Praxis das rechtliche Interesse der mit einer Teil- klage konfrontierten beklagten Partei, durch Widerklage den Nichtbestand des behaupteten Anspruchs oder des Schuldverhältnisses feststellen zu lassen. Vo- rausgesetzt ist, dass die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es recht- fertigt, im Sinne von Art. 88 ZPO die Feststellung des Nichtbestands einer Forde- rung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen (vgl. BGE 143 III 506 E. 4, S. 513 ff.; BGE 145 III 299 E. 2 S. 300 ff.; vgl. auch BGer 4A_111/2016 vom 24.”
Das Gericht kann im Endentscheid auch bei erhobener Widerklage die Gerichts- und Parteikosten pauschal festsetzen; daraus folgende Kostentragungsfolgen sind zu beachten.
“Über die Höhe der Gerichtsgebühren sowie der Parteientschädigungen wird im Endentscheid des Verfahrens betreffend die Teilklage und die negative Feststellungsklage entschieden werden. II. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1'000.- festgesetzt und B.________, C.________ und D.________ unter solidarischer Haftung auferlegt. Sie werden vom geleisteten Vorschuss bezogen. B.________, C.________ und D.________ haben der A.________ Sàrl CHF 1'000.- zu erstatten. III. Die von B.________, C.________ und D.________ unter solidarischer Haftung an die A.________ Sàrl zu leistende Parteientschädigung wird auf CHF 2'154.-, inkl. 7.7% MwSt., festgesetzt. IV. Zustellung. Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Freiburg, 30. August 2022/sig Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 101 2022 175 Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC 10 2017 193 101 2017 209 101 2017 215 Art. 308 ZPOart. 308 CPCart. 308 CPC Art. 51 BGGart. 51 LTFart. 51 LTF Art. 74 BGGart. 74 LTFart. 74 LTF Art. 311 ZPOart. 311 CPCart. 311 CPC Art. 145 ZPOart. 145 CPCart. 145 CPC Art. 311 ZPOart. 311 CPCart. 311 CPC Art. 310 ZPOart. 310 CPCart. 310 CPC Art. 316 ZPOart. 316 CPCart. 316 CPC Art. 60 ZPOart. 60 CPCart. 60 CPC 4A_595/2019 Art. 4 ZPOart. 4 CPCart. 4 CPC 4A_488/2014 BGE 141 III 137ATF 141 III 137DTF 141 III 137 Art. 219 ZPOart. 219 CPCart. 219 CPC Art. 243 ZPOart. 243 CPCart. 243 CPC Art. 50 JGart. 50 LJart. 50 JG Art. 4 ZPOart. 4 CPCart. 4 CPC Art. 94 ZPOart. 94 CPCart. 94 CPC Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC Art. 243 ZPOart. 243 CPCart. 243 CPC Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC BGE 143 III 506ATF 143 III 506DTF 143 III 506 BGE 145 III 299ATF 145 III 299DTF 145 III 299 BGE 147 III 172ATF 147 III 172DTF 147 III 172 Art. 224 ZPOart. 224 CPCart. 224 CPC 4A_332/2015 Art. 106 ZPOart. 106 CPCart. 106 CPC Art. 106 ZPOart. 106 CPCart.”
Eine Widerklage ist grundsätzlich auch im summarischen Verfahren möglich; sie darf das Verfahren jedoch nicht wesentlich verzögern. Eine Widerklage kann unzulässig sein, wenn der geltend gemachte Anspruch nach einer anderen Verfahrensart zu beurteilen ist (z. B. ordentliche bzw. vereinfachte Verfahren) oder wenn ein vorgängiges Schlichtungsverfahren einschlägig ist. Evakuations‑ oder Feststellungsbegehren sowie Anträge auf Festsetzung des Mietzinses sind je nach ihrer Verfahrenseinordnung unterschiedlich zu beurteilen.
“Die Mieterin machte im Verfahren vor dem Zivilgericht eigene Ansprüche geltend (vgl. angefochtener Entscheid Tatsachen Ziff. II und IX sowie E. 2.7). Damit erhob sie sinngemäss Widerklagen. Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Grundsätzlich ist eine Widerklage auch im summarischen Verfahren zulässig. Sie darf das Verfahren aber nicht wesentlich verzögern (vgl. Jent-Sørensen, in: Oberhammer et al. [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 252 N 6; Klingler, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 252 N 24 und 27 f.; Sutter-Somm/Lötscher, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 257 N 17). Teilweise sind Widerklagen für die von der Mieterin geltend gemachten Ansprüche bereits deswegen ausgeschlossen, weil sie sich nicht gegen die Vermieterin richten, weil sie Gegenstand des Schlichtungsverfahrens vor der SSM bilden (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO) oder weil die Mieterin sie nicht spätestens in der Stellungnahme zum Gesuch geltend gemacht hat. Im Übrigen hätten die Behandlung der sinngemässen Widerklagen zu einer wesentlichen und mit der Natur des Verfahrens auf Rechtsschutz in klaren Fällen nicht vereinbaren Verfahrensverzögerung geführt.”
“Il n'avait pas pu être mis en demeure et la résiliation du bail était nulle. Il apparaît donc à la lecture de cette très brève motivation que la contestation par l'appelant du loyer initial s'inscrivait dans le cadre de sa défense contre la requête en évacuation dont il faisait l'objet, étant rappelé que les conclusions doivent s'interpréter à la lumière de la motivation. La Tribunal a exposé de manière détaillée pour quel motif la contestation du loyer initial ne pouvait faire obstacle à la résiliation du bail pour défaut de paiement du loyer, sans que l'appelant ne critique de manière motivée le jugement attaqué à cet égard. Les considérations du Tribunal qui l'ont amené à considérer que l'appelant commettait un abus de droit en invoquant le défaut de formule officielle s'appliquent par ailleurs mutatis mutandis à une demande reconventionnelle en fixation du loyer que le recourant aurait formée. Le jugement attaqué ne présente donc aucun défaut de motivation. En tout état de cause, conformément à l'art. 224 al. 1 CPC, un défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Or, tel n'était pas le cas en l'espèce puisque la requête en évacuation était soumise à la procédure sommaire (art. 257 al. 1 CPC), alors qu'une requête en fixation du loyer initial serait soumise à la procédure simplifiée (art. 243 al. 2 let. c CPC), ayant trait à la protection contre les loyers abusifs (art. 269, 269a et 270 CO). Il ne peut par ailleurs être statué sur une requête de fixation de loyer selon une procédure sommaire en cas clair au vu des éléments d'appréciation qu'elle comporte nécessairement. Ainsi, même s'il fallait considérer que le recourant avait formé une demande reconventionnelle en fixation du loyer initial, celle-ci serait irrecevable. Au vu de ce qui précède, l'appel n'est pas fondé. Le jugement attaqué sera donc confirmé. 3. A teneur de l'art. 22 al. 1 LaCC, il n'est pas prélevé de frais dans les causes soumises à la juridiction des baux et loyers (ATF 139 III 182 consid.”
“La question relative à l'identité des cocontractants de B______ SARL, singulièrement sous l'angle de savoir si A______ SARL était partie au contrat de sous-location par actes concluants, pouvait demeurer indécise. B______ SARL avait en effet conclu à se voir restituer la possession du local, conclusion admise et exécutée sur mesures superprovisionnelles, de sorte que l'état de fait antérieur à la dépossession avait été rétabli. L'ordonnance rendue sur mesures superprovisionnelles, pour autant qu'elle ne fût pas dépourvue d'objet en raison de la restitution des moyens de possession du local intervenue le 25 janvier 2022, devait dès lors être confirmée, A______ SARL ne disposant d'aucun droit préférable tel que défini à l'art. 927 al. 2 CC. La restitution de la possession du local étant une mesure d'exécution anticipée provisoire à caractère définitif, il n'y avait pas lieu d'impartir à B______ SARL un délai pour ouvrir action au fond, au sens de l'art. 263 CPC. A______ SARL devait être déboutée de sa conclusion reconventionnelle en évacuation de B______ SARL, dans la mesure où celle-ci obtenait gain de cause. En application de l'art. 224 al. 1 CPC, applicable par analogie selon l'art. 219 CPC, était déclarée irrecevable la demande reconventionnelle de A______ SARL en tant qu'elle tendait à la condamnation de B______ SARL au paiement de 60'000 fr. à titre de dommages-intérêts, cette conclusion étant soumise à la procédure ordinaire (art. 243 al. 1 a contrario CPC), tandis que la présente cause était soumise à la procédure sommaire (art. 248 let. d CPC) et visait de surcroît à statuer sur mesures provisionnelles et non au fond. EN DROIT 1. 1.1 1.1.1 L'appel est recevable contre les décisions sur mesures provisionnelles (art. 308 al. 1 let. b CPC) dont la valeur litigieuse au dernier état des conclusions est de 10'000 fr. au moins (art. 308 al. 2 CPC). Selon l'art. 91 CPC, la valeur du litige est déterminée par les conclusions (al. 1). Lorsque l'action ne porte pas sur le paiement d'une somme d'argent déterminée, le tribunal détermine la valeur litigieuse si les parties n'arrivent pas à s'entendre sur ce point ou si la valeur qu'elles avancent est manifestement erronée (al.”
“En raison de la nature du rapport juridique litigieux, son admission conduit à la liquidation de certains droits du défendeur, ceci dans certaines procédures particulières. C'est par exemple le cas lorsque, dans le procès en divorce, le conjoint défendeur conclut à l'attribution de sa part à la liquidation du régime matrimonial ou lorsque, dans une action en partage (art. 604 CC), l'héritier défendeur conclut à l'attribution de sa part successorale (ACJC/769/2015 du 26 juin 2015 consid 2.1.1). La requête de mesures protectrices de l'union conjugale et les prétentions réciproques de chacun des époux formulés dans ce cadre constitue également une actio duplex (Tappy, op. cit., n. 22 ad art. 273 CPC ; Bohnet/Guillod (éd.), CPra Matrimonial, 2016, n. 11 ad art. 273 CPC ; Bohnet in CR CPC, n. 20 à 22 ad Intro. art. 84-90). 3.2 En l'espèce, l'appelante a formulé plus de quarante conclusions dans son mémoire-réponse du 31 mai 2021. Afin de déterminer le caractère reconventionnel ou non des conclusions, ainsi que leur recevabilité dans le cadre de la procédure simplifiée, au regard de l'art. 224 al. 1 CPC, il convient de déterminer lesquelles équivalent à une prétention indépendante de la demande principale des intimés. 3.3 Les intimés ont sollicité, en substance, que la date pertinente de fin du bail soit constatée judiciairement (I), à ce que le Tribunal procède à la fixation du loyer et des charges (II), condamne la bailleresse à restituer le surplus de loyer et des charges versé en résultant (III) et réduis la garantie de loyer en proportion du loyer fixé judiciairement et ordonne la restitution du solde en résultant aux locataires (IV). 3.4 L'action en fixation judiciaire du loyer (II) entre dans le champ d'application de la « protection contre les loyers ou les fermages abusifs » de l'art. 243 al. 2 let. c CPC, de sorte que la valeur litigieuse de celle-ci est sans importance dans l'application de la procédure simplifiée. La restitution du surplus de loyer (III) ne concerne en l'espèce que les mois versés par les locataires à la bailleresse, soit d'octobre 2019 à avril 2020. Une telle demande de restitution est le pendant de toute action en fixation du loyer ou, cas échéant, en contestation du loyer initial, dans la mesure où le locataire est tenu, durant la procédure de contestation ou de fixation du loyer, de s'acquitter du loyer initial prévu contractuellement, sauf mesures provisionnelles ordonnées par le juge (cf.”
Die Widerklage ist in der Klageantwort zulässig, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Art. 224 ZPO verlangt damit einen prozessualen Verbindungszusammenhang zwischen Haupt- und Widerklage (u. a. rechtshängige Hauptklage, gleiche Verfahrensart und sachliche Zuständigkeit). Die Widerklage gilt als grundsätzlich selbständige Klage, unterliegt aber nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als der Verbindungszusammenhang dies rechtfertigt. Übersteigt der Streitwert der Widerklage die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts, sind beide Klagen an das zuständige höhere Gericht zu überweisen.
“Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist.”
“Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Vorliegend erfolgte die Widerklage in einem im vereinfachten Verfahren behandelten Klageverfahren und gemäss den obigen Ausführungen (E. 4.2) kam das Zivilgericht zu Recht zum Schluss, dass auf die Widerklage das vereinfachte Verfahren zur Anwendung gelangt. Es stellt sich nun die Frage, ob das Zivilgericht in dieser Situation zu Recht zum Schluss gelangte, dass auf die Widerklage (im vereinfachten Verfahren) einzutreten war, obwohl es zuvor (ebenfalls im vereinfachten Verfahren) auf die Hauptklage mit dem Argument nicht eingetreten war, dass auf diese das vereinfachte Verfahren nicht zur Anwendung gelangt.”
Wird die Widerklage während der Rechtshängigkeit der Hauptklage erhoben, gilt nach überwiegender Lehre, dass sie als selbständige Klage fortbesteht und in der Regel unabhängig vom Schicksal der Hauptklage zu entscheiden ist. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Widerklageerhebung; weshalb die Widerklage auch dann bestehen bleiben kann, wenn die Hauptklage später zurückgezogen oder aus anderen Gründen dahinfällt.
“1 L'amplification d'une demande, une demande additionnelle ou une demande reconventionnelle donne lieu à un émolument au même titre qu'une demande principale (art. 14 RTFMC). La reconvention est une contre-attaque, par laquelle le défendeur fait valoir une prétention qui est indépendante de celle de la demande principale (ATF 124 III 207 consid. 3a, JdT 1999 I 55; 123 III 35 consid. 3c, JdT 1997 I 322). Si la demande principale est liquidée, pour quelque raison que ce soit, par exemple ensuite d'un retrait ou d'un désistement, le tribunal demeure saisi de la demande reconventionnelle et doit la trancher (art. 14 al. 2 CPC; Hohl, Procédure civile, T. II, 2010, n° 191). Le sort de la demande reconventionnelle est indépendant de celui de la demande principale (Bohnet, Procédure civile, 2011, p. 138). Ne sont pas des conclusions reconventionnelles les conclusions propres que le défendeur peut prendre en cas d'action dont l'admission pourrait impliquer aussi des droits en sa faveur (Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2019, n. 17 ad art. 222 CPC et n. 4 ad art. 224 CPC). Dans certaines procédures particulières, le défendeur peut en effet prendre des conclusions indépendantes sans agir reconventionnellement. L'action est alors dite "réciproque" (actio duplex; "doppelseitige Klage"). En raison de la nature du rapport juridique litigieux, son admission conduit à la liquidation de certains droits du défendeur. C'est par exemple le cas lorsque, dans le procès en divorce, le conjoint défendeur conclut à l'attribution de sa part à la liquidation du régime matrimonial ou lorsque, dans une action en partage (art. 604 CC), l'héritier défendeur conclut à l'attribution de sa part successorale. Le défendeur y fait alors valoir ses propres prétentions, en formulant ses propres conclusions, sans former de demande reconventionnelle (RVJ 2010 p. 244 et les références citées). De telles conclusions ne peuvent pas donner lieu à une avance de frais (cf. ACJC/1058/2014 du 9 septembre 2014 consid. 2.2.1). Lorsque le rapport est invoqué dans le cadre d'une demande en partage (action formatrice; art.”
“Puisque les consorts matériels nécessaires sont titulaires ou obligés ensemble d'un seul droit, ils doivent en principe ouvrir action ensemble ou être mis en cause ensemble (art. 70 al. 1 CPC; ATF 146 III 346 consid. 2.2; Hohl, Procédure civile, 2 e éd. 2016, p. 154 n. 898). 2.1.7 Une autorité se rend coupable d'un déni de justice formel prohibé par l'art. 29 al. 2 Cst. lorsqu'elle omet de se prononcer sur des griefs qui présentent une certaine pertinence ou de prendre en considération des allégués et arguments importants pour la décision à rendre (ATF 141 V 557 consid. 3.2.1; arrêt du Tribunal fédéral 1B_539/2019 du 19 mars 2020 consid. 3.1). 2.1.8 Le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale (art. 224 al. 1 CPC). Selon la doctrine, une fois introduite, la demande reconventionnelle ne dépend plus des conclusions du demandeur : elle subsiste et doit être tranchée même si la demande principale est retirée ou déclarée irrecevable (Leuenberger, KomZPO-, n. 5 ad art. 224 CPC; Tappy, Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2ème éd. 2019, n. 11 ad art. 229 CPC). 2.2 En l'espèce, l'intimée a saisi la Commission de conciliation d'une requête en fixation judiciaire du loyer tant à l'encontre de E______ que de C______. En cours de procédure de conciliation, la première nommée est décédée, fait dont la Commission de conciliation a été informée. La Commission de conciliation a, sans explication, supprimé feu E______ en tant que partie à la procédure. Il ne résulte pas du dossier qu'elle en aurait informé les parties. Or, les héritiers de E______, à savoir, C______, B______ et A______, ont pris la place de la défunte dans la relation contractuelle avec l'intimée. En outre, en l'absence d'allégation ou d'élément contraire, rien ne permet de retenir que la succession aurait été partagée. Dans ces circonstances, les héritiers de E______ forment une communauté héréditaire et sont des consorts nécessaires, qui doivent être mis en cause ensemble. Il est constant que la Commission de conciliation, interpellée par les appelants sur le fait que seule C______ avait été citée à comparaître à l'audience de conciliation, alors que les membres de l'hoirie de feue E______ étaient connus et représentés par le même conseil, n'a pas modifié la citation à comparaître; lesdits membres devaient pourtant, en tant que consorts ayant succédé aux droits de la défunte, être convoqués à l'audience.”
“BGE 129 III 230 E. 3). Die Zulassung der Widerklage basiert somit auf prozessökonomischen Überlegungen (Rapold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 388; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, in: BBl 2020 S. 2697 ff., 2759). Für den geforderten prozessualen Verbindungszusammenhang ist ausschliesslich auf den Moment abzustellen, in welchem die Widerklage eingereicht worden ist. Der zeitliche Grundrahmen für die Zulässigkeit der Widerklage wird durch die Rechtshängigkeit der Hauptklage gezogen. Ist die Hauptklage noch nicht oder nicht mehr rechtshängig, ist die Widerklage unzulässig (Pahud, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2016, Art. 224 ZPO N 12; Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 38). Eine während der Rechtshängigkeit der Hauptklage eingereichte Widerklage ist grundsätzlich vom Schicksal der Hauptklage unabhängig (vgl. Killias, in: Berner Kommentar, 2012, Art. 224 ZPO N 19). Aufgrund der Selbständigkeit der Widerklage nach deren Einreichung bleibt diese nach überwiegender Lehre bestehen, auch wenn die Hauptklage dahinfällt (Pahud, a.a.O., Art. 224 ZPO N 29; Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 f.; Ra-pold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 390; Richers/Naegeli, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 224 N 14; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2759). Diesem Grundgedanken entspricht auch die Regelung zum besonderen Widerklagegerichtsstand, der gemäss Art. 14 Abs. 2 ZPO bestehen bleibt, wenn die Hauptklage aus irgendeinem Grund dahinfällt. Daraus wird in der Lehre teilweise der Schluss gezogen, dass die Rechtshängigkeit der Widerklage auch bestehen bleibt, wenn auf die Hauptklage etwa wegen fehlender Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten werden kann (Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 ff.; Tappy, in: Bohnet et al.”
“Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist.”
Die Widerklage kann der Beklagte in der Klageantwort erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach derselben Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Wird die Widerklage rechtzeitig in der Klageantwort erhoben, ist sie in der Regel zulässig.
“Widerklage Nach Art. 219 ZPO i.V.m. Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Kla- geantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Vorliegend wurde die Widerklage im Rahmen der Klageantwort erhoben. Sowohl die Hauptklage als auch die Widerklage betreffen eine Streitigkeit mit einem Streit- wert von mehr als Fr. 30'000.–, womit für beide Klagen das ordentliche Verfahren anwendbar ist. Die erhobene Widerklage ist somit zulässig. Sie hat allerdings in- sofern keine selbständige Bedeutung, als sie nur das Schicksal des Mietdepots beschlägt, wobei die Parteien sich einig sind, dass die Verwendung von der Be- antwortung der Fragen bezüglich der Hauptklage abhängt.”
“Widerklage Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerkla- ge erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrens- art zu beurteilen ist. Die von der Beklagten angehobene Widerklage über CHF 41'195.25 ist – wie auch die Klage – im ordentlichen Verfahren zu behandeln (Art. 243 ZPO e contrario) und damit zulässig. - 6 -”
“Gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Die Beklagte hat die Widerklage in der Klageantwort erhoben. Der geltend ge- machte Anspruch ist in der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu behan- deln. Auf die Widerklage ist demnach grundsätzlich einzutreten.”
“Widerklage Die Widerklage wurde rechtzeitig mit der Klageantwort erhoben und ist in dersel- ben Verfahrensart zu beurteilen, wie die Hauptklage, weshalb sie zulässig ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO).”
“Widerklage Die beklagte Partei kann in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Die Widerklage kann beim für die Hauptklage örtlich zuständigen Gericht erhoben werden, wenn diese mit der Hauptklage in einem sachlichen Zusammenhang steht (Art. 14 Abs. 1 ZPO). Die Beklagte verlangt mit der Widerklage die Rückforderung einer von ihr ohne Anerkennung einer Rechtspflicht an die Klägerin geleisteten Vorschusszahlung für Abwehrkosten im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Schadenfall (vgl. act. 19 Rz. 3). Die Widerklage steht somit in einem sachlichen Zusammenhang zur Klage und ist zudem nach der gleichen Verfahrensart wie diese zu beurteilen. Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts ist demnach auch für die Widerklage gegeben.”
“Würdigung Da die für die Widerklage relevanten Marken im Sinne von Art. 22 Ziff. 4 LugÜ im schweizerischen Markenregister eingetragen sind und der Kläger seinen Sitz in Zürich hat, ist die internationale und örtliche Zuständigkeit ohne Weiteres gege- ben. Hiergegen bringt der Kläger keine stichhaltigen Argumente vor. Demzufolge kann dahingestellt bleiben, inwiefern (darüber hinaus) die Voraussetzungen für - 12 - einen Gerichtsstand nach Art. 6 Ziff. 3 LugÜ gegeben wären. Im Übrigen bieten weder die Voraussetzungen der Widerklage nach Art. 224 Abs. 1 ZPO (Erhebung Widerklage in Klageantwort sowie Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens) noch die sachliche Zuständigkeit Anlass zu Bemerkungen. Zusammenfassend ist auch die internationale/örtliche wie sachliche Zuständigkeit für die Widerklage ge- geben. Wie die Beklagte zu Recht ausführt, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtspre- chung das Feststellungsinteresse im Sinne von Art. 52 MSchG für die Widerklage ohne Weiteres gegeben, da es um die Geltendmachung des Nichtgebrauchs der Marken geht (BGE 136 III 102 E. 3.4). Wiederum wurden die verlangten Kosten- vorschüsse geleistet. Die übrigen Prozessvoraussetzungen (Art. 59 ZPO) sind gegeben. Auf die Widerklage ist einzutreten. III. Materielles”
Sind Haupt- und Widerklage unterschiedlichen sachlichen Zuständigkeiten unterstellt, hat das Gericht beide Klagen an das Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen. Die Erhebung der Widerklage setzt grundsätzlich voraus, dass der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Hieraus folgt ausserdem der prozessuale Verbindungszusammenhang zwischen Haupt- und Widerklage, der voraussetzt, dass die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die sachliche Zuständigkeit gewahrt bleibt.
“Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Vorliegend erfolgte die Widerklage in einem im vereinfachten Verfahren behandelten Klageverfahren und gemäss den obigen Ausführungen (E. 4.2) kam das Zivilgericht zu Recht zum Schluss, dass auf die Widerklage das vereinfachte Verfahren zur Anwendung gelangt. Es stellt sich nun die Frage, ob das Zivilgericht in dieser Situation zu Recht zum Schluss gelangte, dass auf die Widerklage (im vereinfachten Verfahren) einzutreten war, obwohl es zuvor (ebenfalls im vereinfachten Verfahren) auf die Hauptklage mit dem Argument nicht eingetreten war, dass auf diese das vereinfachte Verfahren nicht zur Anwendung gelangt.”
Reine libellatorische Schlussanträge oder ein actio duplex (gegenseitige, sich deckende Anträge, etwa bei der Liquidation gemeinsamer Verhältnisse) gelten nicht als reconventionelle Begehren und begründen keine Pflicht zur Vorauszahlung. Dagegen sind tatsächliche Gegenforderungen, die sich nicht mit der Hauptklage decken — dies gilt auch für subsidiäre Anträge oder Anträge über persönliche Verhältnisse (z. B. Obsorge/Umgang) — als reconventionelle Begehren im Sinne von Art. 224 Abs. 1 ZPO zu qualifizieren; solche Begehren können eine Vorauszahlungspflicht auslösen.
“Ladite décision n'avait ainsi pas à être motivée davantage, de sorte que le grief de violation du droit d'être entendu doit être rejeté. 4. 4.1 La recourante invoque une violation de l’art. 98 CPC, en ce sens que seul le demandeur aurait dû être amené à avancer les frais judiciaires présumés de la procédure. Elle soutient en substance que les conclusions figurant au pied de sa réponse ne seraient pas reconventionnelles mais qu’il s’agirait uniquement de conclusions prises dans le cadre d’une actio duplex n’exigeant aucune avance de frais de sa part. 4.2 Selon l'art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l'art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d'une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (Tappy, op. cit., n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l'art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s'il s'agit de conclusions subsidiaires (CREC 17 mars 2015/123) (sur le tout, Colombini, Code de procédure civile, Condensé de la jurisprudence fédérale et vaudoise, 2018, n. 2.1 ad art. 98 CPC). Dans le même sens, l'art. 9 al. 1 TFJC oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. Il faut donc déterminer si les conclusions de la réponse relèvent ou non d'une demande reconventionnelle. Des conclusions exclusivement libératoires ne sont pas reconventionnelles. Il en va de même des conclusions propres que le défendeur peut prendre dans le cadre d'une actio duplex, dont l'admission pourrait aussi impliquer des droits en sa faveur (Tappy, op. cit. n. 4 ad art. 224 CPC). On parle d'actio duplex lorsque la demande comporte un caractère réciproque, si bien que le défendeur peut, dans le contexte d'une liquidation d'un rapport de communauté entre les parties, faire valoir ses prétentions dans sa réponse sans formellement déposer de demande reconventionnelle.”
“Alors que des avances couvrant les émoluments forfaitaires et autres frais généraux du tribunal ne peuvent être exigées, aux conditions de l’art. 98 CPC, que du demandeur, les frais d’une mesure probatoire doivent être avancés par la partie qui la requiert (art. 102 al. 1 CPC) (Tappy, op. cit., n. 3 ad art. 102 CPC). 3.3 En l’espèce, le recourant est défendeur dans l’action au fond intentée par sa fille. Si l’on peut admettre que les conclusions 1 à 4 de sa réponse se recoupent avec celles prises par la demanderesse en tant qu’elles concernent le montant des contributions d’entretien à verser à l’enfant et qu’elles ne justifient dès lors pas qu’une avance de frais soit mise à la charge du recourant, tel n’est pas le cas des conclusions 5 et 6 de la réponse tendant à l’instauration d’une garde alternée, subsidiairement à la fixation d’un droit de visite libre ou restreint. En effet, de telles conclusions ne se recoupent pas avec celles de la demande principale. Ces conclusions actives concernant les relations personnelles du recourant avec sa fille constituent des conclusions reconventionnelles au sens de l’art. 224 al. 1 CPC. Sous cet angle, le recourant est le demandeur à l’action, ce qui justifie qu’une avance de frais selon l’art. 9 al. 1 TFJC soit requise, l’application de l’art. 102 CPC relatif aux frais d’administration des preuves n’entrant pas en ligne de compte. Le moyen tiré de la violation de l’art. 98 CPC s’avère ainsi infondé. Pour le surplus, le recourant ne s’en prend pas au montant de l’avance de frais fixée par le tribunal pour le traitement de ses conclusions reconventionnelles. La décision entreprise peut dès lors être confirmée. 4. En conclusion, le recours doit être rejeté selon le mode procédural de l’art. 322 al. 1 CPC et la décision entreprise confirmée. Les frais judiciaires de deuxième instance, arrêtés à 200 fr. (art. 69 al. 1 et 70 al. 3 TFJC), sont mis à la charge du recourant, qui succombe (art. 106 al. 1 CPC). L’intimée n’ayant pas été invitée à déposer une réponse, il n’y a pas matière à l’allocation de dépens de deuxième instance. Par ces motifs, la Chambre des recours civile du Tribunal cantonal, en application de l'art.”
“[Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]) qu'une autre solution paraisse concevable, voire préférable ; encore faut-il qu'elle se révèle arbitraire non seulement dans ses motifs, mais aussi dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; ATF 144 I 113 consid. 7.1 ; ATF 141 III 564 consid. 4.1). 3. 3.1 La recourante conteste l’avance de frais au motif qu’elle n’aurait aucun lien avec sa partie adverse. 3.2 Selon l’art. 98 CPC, le tribunal peut exiger du demandeur une avance à concurrence de la totalité des frais judiciaires présumés. La notion de demandeur prévalant à l’art. 98 CPC correspond à celle de toute partie ne se bornant pas à conclure à libération ; une telle partie pourra dès lors être astreinte au paiement d’une avance calculée en fonction de la valeur litigieuse de sa propre prétention (CREC 23 juin 2021/181 ; Tappy, Commentaire romand, Code de procédure civile [ci-après : CR-CPC], 2e éd., 2019, n. 13 ad art. 98 CPC). Tel sera le cas du défendeur qui présente une demande reconventionnelle selon l’art. 224 al. 1 CPC, dans la mesure où elle ne se recoupe pas avec la demande principale (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 26 août 2016/348 ; CREC 6 juin 2014/199), même s’il s’agit de conclusions subsidiaires (CREC 23 juin 2021/181 ; CREC 17 mars 2015/123). Dans le même sens, l’art. 9 al. 1 TFJC (tarif des frais judiciaires civils du 28 septembre 2010 ; BLV 270.11.5) oblige tant le demandeur que le défendeur qui forme une demande reconventionnelle à fournir une avance. 3.3 En l’espèce, il convient donc de déterminer si les conclusions de la réponse de la recourante relèvent d’une demande reconventionnelle. Dans sa réponse du 15 mai 2023, la recourante allègue avoir subi un préjudice de 6'000 fr. en relation avec les « tracasseries administratives » de sa partie adverse et demande le paiement de cette somme. Ces conclusions, qui ne se limitent pas à des conclusions libératoires et qui sont sans lien avec les conclusions principales de l’intimée, sont clairement des conclusions reconventionnelles. L’avance de frais demandée par le premier juge est donc justifiée et la recourante n’en conteste pas le montant, calculé du reste conformément à l’art.”
Die Widerklage ist nach Einreichung grundsätzlich selbständig; sie unterliegt den Verfahrensregeln der Hauptklage nur insoweit, als dies durch den prozessualen Verbindungszusammenhang gerechtfertigt ist. Für die Zulässigkeit ist auf den Zeitpunkt der Erhebung abzustellen; eine während der Rechtshängigkeit eingereichte Widerklage bleibt überwiegend unabhängig vom Fortbestand der Hauptklage.
“Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die beklagte Partei in der Klageantwort Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Gleiche Verfahrensart bedeutet grundsätzlich, dass sowohl Haupt- wie auch Widerklage im ordentlichen, vereinfachten oder summarischen Verfahren zu behandeln sind (Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 14 N 12; Rapold/Ferrari-Visca, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, AJP 2013, S. 387 ff., 390; vgl. Willisegger, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2017, Art. 224 ZPO N 41). Übersteigt der Streitwert die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, so hat dieses beide Klagen dem Gericht mit der höheren sachlichen Zuständigkeit zu überweisen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 224 ZPO ergibt sich mithin das Erfordernis des prozessualen Verbindungszusammenhangs zwischen Haupt- und Widerklage. Er verlangt, dass der Prozess über die Hauptklage rechtshängig ist, die Widerklage der gleichen Verfahrensart unterliegt und die gleiche Sachzuständigkeit wahrt (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 53). Die Widerklage untersteht als grundsätzlich selbständige Klage allerdings nur insoweit eigenen Verfahrensregeln, als es der Verbindungszusammenhang mit der Hauptklage rechtfertigt. Ansonsten ist die Widerklage wie eine Hauptklage zu behandeln (Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 15). Die Widerklage verlangt damit zunächst, dass wenigstens im Zeitpunkt der Widerklageerhebung eine rechtshängige Hauptklage vorliegt, was hier zweifellos der Fall ist. Zudem kann die beklagte Partei in der Klageantwort (nur dann) Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist.”
“BGE 129 III 230 E. 3). Die Zulassung der Widerklage basiert somit auf prozessökonomischen Überlegungen (Rapold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 388; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, in: BBl 2020 S. 2697 ff., 2759). Für den geforderten prozessualen Verbindungszusammenhang ist ausschliesslich auf den Moment abzustellen, in welchem die Widerklage eingereicht worden ist. Der zeitliche Grundrahmen für die Zulässigkeit der Widerklage wird durch die Rechtshängigkeit der Hauptklage gezogen. Ist die Hauptklage noch nicht oder nicht mehr rechtshängig, ist die Widerklage unzulässig (Pahud, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2016, Art. 224 ZPO N 12; Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 38). Eine während der Rechtshängigkeit der Hauptklage eingereichte Widerklage ist grundsätzlich vom Schicksal der Hauptklage unabhängig (vgl. Killias, in: Berner Kommentar, 2012, Art. 224 ZPO N 19). Aufgrund der Selbständigkeit der Widerklage nach deren Einreichung bleibt diese nach überwiegender Lehre bestehen, auch wenn die Hauptklage dahinfällt (Pahud, a.a.O., Art. 224 ZPO N 29; Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 f.; Ra-pold/Ferrari-Visca, a.a.O., S. 390; Richers/Naegeli, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Auflage, Basel 2021, Art. 224 N 14; Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2759). Diesem Grundgedanken entspricht auch die Regelung zum besonderen Widerklagegerichtsstand, der gemäss Art. 14 Abs. 2 ZPO bestehen bleibt, wenn die Hauptklage aus irgendeinem Grund dahinfällt. Daraus wird in der Lehre teilweise der Schluss gezogen, dass die Rechtshängigkeit der Widerklage auch bestehen bleibt, wenn auf die Hauptklage etwa wegen fehlender Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten werden kann (Killias, a.a.O., Art. 224 ZPO N 6 ff.; Tappy, in: Bohnet et al.”
In Verfahren über Schutzmassnahmen kann der Beklagte in der Klageantwort ein Begehren auf Änderung (Reduktion) der durch die Schutzmassnahme festgesetzten Unterhaltspflicht erheben; Art. 224 Abs. 1 ZPO findet hierfür nach dem zitierten Entscheid Anwendung (analog auch in summarischer Verfahrenführung).
“Certes, lorsque l'avis aux débiteurs constitue le seul objet de la procédure, le bien-fondé du droit à l'entretien n'a pas à être examiné, car il s'agit uniquement de statuer sur une mesure d'exécution. En l’espèce et dans l’arrêt précité, la question de l'étendue de l'entretien a toutefois précisément été soulevée par les conclusions reconventionnelles. C'est ainsi à juste titre que le premier juge s'est référé à l'art. 224 CPC, selon lequel le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse, si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure, cette disposition étant également applicable par analogie en procédure sommaire, en vertu de l'art. 219 CPC (CACI 2017/350 du 14 août 2017, consid. 3.3.4). En l’occurrence, l’appelant a pris des conclusions en réduction des contributions d’entretien fixées par ordonnance de mesures protectrices de l'union conjugale du 24 novembre 2020. Il s'agit ainsi de conclusions en modification de mesures protectrices de l'union conjugale, soumises à la procédure sommaire en application de l'art. 271 CPC. Les conclusions de l’appelant sont donc recevables en application de l'art. 224 al. 1 CPC, comme le retient le jugement. On ne voit d'ailleurs pas comment le premier juge aurait pu exiger de l'appelant qu'il dépose ses conclusions en modification de la pension dans une procédure séparée, alors que la question de la jonction des procédures se serait ensuite immanquablement posée. On peut encore ajouter que dans le cadre d'une requête en réduction de la pension fixée par une ordonnance de mesures protectrices, l'intimé peut parfaitement conclure reconventionnellement à ce qu'un avis aux débiteurs soit prononcé et on ne voit pas pourquoi cela ne serait pas possible dans l'autre sens. De même, le créancier de l'entretien peut demander simultanément la fixation de l'entretien et l'avis aux débiteurs (Leuba/Meier/Papaux Van Delden, Droit du divorce, Conditions - - effets - Procédure, Berne 2021, p. 493 n. 1288) ; on ne voit dès lors pas pourquoi le débiteur de l'entretien ne pourrait pas demander simultanément la réduction de l'entretien et contester l'avis aux débiteurs. Il y a donc lieu d'entrer en matière sur le fond des griefs de l'appelant.”
In der zitierten Rechtssache wurde die Streitsache gestützt auf Art. 224 Abs. 2 ZPO dem höher zuständigen Gericht überwiesen; die Überweisung erfolgte nach Ablauf der 30‑tägigen Berufungsfrist.
“________, leur a écrit qu’il considérait leur piscine comme irréparable et leur a transmis des propositions pour la construction d’une nouvelle piscine. 12. Le 14 mars 2019, R.________ a adressé à l’épouse de l’appelant un devis pour des travaux notamment de carrelage à concurrence de 5'398 fr. 43 pour la salle de douche à l’étage et de 8'519 fr. 44 pour le salon. 13. Dans sa réponse déposée le 15 mars 2018 devant la Justice de paix et le Tribunal de l’arrondissement de La Côte, l’appelant a conclu, sous suite de frais et dépens, au rejet des conclusions de la demande de l’intimé et, reconventionnellement, à ce que ce dernier soit astreint à lui verser la somme de 27'435 fr., avec intérêt à 5% l’an dès le 22 décembre 2017 et à la mainlevée définitive de l’opposition formée dans la poursuite no [...] de l’Office des poursuites du district de Nyon, selon commandement de payer notifié le 12 octobre 2018. Par décision du 10 mai 2019, la Juge de paix du district de Nyon a constaté que la valeur litigieuse des conclusions reconventionnelles ne relevait pas de sa compétence et a transmis la cause au tribunal conformément à l’art. 224 al. 2 CPC, à l’issue du délai d’appel de trente jours. Dans sa réplique adressée le 16 janvier 2020 au tribunal, l’intimé a confirmé les conclusions de sa demande. Il a par ailleurs conclu au rejet des conclusions reconventionnelles et à ce qu’ordre soit donné au préposé de l’Office des poursuites de Nyon de radier la poursuite no [...] notifiée le 12 octobre 2018, respectivement de ne plus la communiquer à des tiers. Il a notamment invoqué la prescription et a allégué qu’aucun avis des défauts ne lui avait été signifié. Dans sa duplique du 16 mars 2020, l’appelant a confirmé les conclusions de sa réponse. Il a en outre notamment allégué qu’il ne fondait pas sa demande reconventionnelle sur les règles de la garantie en raison des défauts de la chose vendue. Le 5 juin 2020, l’intimé a déposé des déterminations. 11. Une audience de plaidoiries finales a été tenue le 13 janvier 2021, en présence de l’appelant et de son conseil ainsi que du conseil de l’intimé. A cette occasion, D.________, N.________, [.”
“________, leur a écrit qu’il considérait leur piscine comme irréparable et leur a transmis des propositions pour la construction d’une nouvelle piscine. 12. Le 14 mars 2019, R.________ a adressé à l’épouse de l’appelant un devis pour des travaux notamment de carrelage à concurrence de 5'398 fr. 43 pour la salle de douche à l’étage et de 8'519 fr. 44 pour le salon. 13. Dans sa réponse déposée le 15 mars 2018 devant la Justice de paix et le Tribunal de l’arrondissement de La Côte, l’appelant a conclu, sous suite de frais et dépens, au rejet des conclusions de la demande de l’intimé et, reconventionnellement, à ce que ce dernier soit astreint à lui verser la somme de 27'435 fr., avec intérêt à 5% l’an dès le 22 décembre 2017 et à la mainlevée définitive de l’opposition formée dans la poursuite no [...] de l’Office des poursuites du district de Nyon, selon commandement de payer notifié le 12 octobre 2018. Par décision du 10 mai 2019, la Juge de paix du district de Nyon a constaté que la valeur litigieuse des conclusions reconventionnelles ne relevait pas de sa compétence et a transmis la cause au tribunal conformément à l’art. 224 al. 2 CPC, à l’issue du délai d’appel de trente jours. Dans sa réplique adressée le 16 janvier 2020 au tribunal, l’intimé a confirmé les conclusions de sa demande. Il a par ailleurs conclu au rejet des conclusions reconventionnelles et à ce qu’ordre soit donné au préposé de l’Office des poursuites de Nyon de radier la poursuite no [...] notifiée le 12 octobre 2018, respectivement de ne plus la communiquer à des tiers. Il a notamment invoqué la prescription et a allégué qu’aucun avis des défauts ne lui avait été signifié. Dans sa duplique du 16 mars 2020, l’appelant a confirmé les conclusions de sa réponse. Il a en outre notamment allégué qu’il ne fondait pas sa demande reconventionnelle sur les règles de la garantie en raison des défauts de la chose vendue. Le 5 juin 2020, l’intimé a déposé des déterminations. 11. Une audience de plaidoiries finales a été tenue le 13 janvier 2021, en présence de l’appelant et de son conseil ainsi que du conseil de l’intimé. A cette occasion, D.________, N.________, [.”
Eine Widerklage richtet sich gegen den Kläger der Hauptklage. War eine Partei im vorinstanzlichen Verfahren lediglich als Beklagte tätig, fehlt ihr grundsätzlich die Passivlegitimation für eine Widerklage; eine solche Widerklage ist in diesem Fall abzuweisen.
“Schliesslich sind noch die Widerklagen genauer anzusehen, mit denen die Berufungsklägerinnen 1 und 2 sowie die Berufungsklägerin 3 neben dem Berufungsbeklagten 1 auch die Berufungsbeklagte 2 ins Recht fassen wollen, um die ihnen vom Erblasser zugedachten Vermächtnisse herauszuverlangen. 2.1.4.1. Eine Widerklage richtet sich begriffsnotwendig gegen den Kläger der Hauptklage (vgl. Daniel Willisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger, [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 8 zu Art. 224 ZPO; Eric Pahud, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, N 9 zu Art. 224 ZPO; Christoph Leuenberger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 4 zu Art. 224 ZPO; Laurent Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 20 zu Art. 224 ZPO; Alain Grieder, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Basel 2016, Rz. 589 ff.). Da die Berufungsbeklagte 2 im Rahmen der Hauptklage nicht als Klägerin, sondern als Beklagte am vorinstanzlichen Verfahren teilnahm, konnte sie mit Bezug auf die Widerklagen nicht passiv legitimiert sein. Die Widerklagen waren daher mit Bezug auf die Berufungsbeklagte 2 infolge fehlender Passivlegitimation abzuweisen. Da bei einem Geldlegat jeder Erbe für das Ganze passiv legitimiert ist, zwischen den Erben insoweit also solidarische Haftung besteht (vgl.”
“Schliesslich sind noch die Widerklagen genauer anzusehen, mit denen die Berufungsklägerinnen 1 und 2 sowie die Berufungsklägerin 3 neben dem Berufungsbeklagten 1 auch die Berufungsbeklagte 2 ins Recht fassen wollen, um die ihnen vom Erblasser zugedachten Vermächtnisse herauszuverlangen. 2.1.4.1. Eine Widerklage richtet sich begriffsnotwendig gegen den Kläger der Hauptklage (vgl. Daniel Willisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger, [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 8 zu Art. 224 ZPO; Eric Pahud, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, N 9 zu Art. 224 ZPO; Christoph Leuenberger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 4 zu Art. 224 ZPO; Laurent Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 20 zu Art. 224 ZPO; Alain Grieder, Die Widerklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Basel 2016, Rz. 589 ff.). Da die Berufungsbeklagte 2 im Rahmen der Hauptklage nicht als Klägerin, sondern als Beklagte am vorinstanzlichen Verfahren teilnahm, konnte sie mit Bezug auf die Widerklagen nicht passiv legitimiert sein. Die Widerklagen waren daher mit Bezug auf die Berufungsbeklagte 2 infolge fehlender Passivlegitimation abzuweisen. Da bei einem Geldlegat jeder Erbe für das Ganze passiv legitimiert ist, zwischen den Erben insoweit also solidarische Haftung besteht (vgl. BGer 5A_69/2021 v.”
Die Widerklage ist eine selbständige Klage des Beklagten gegen den Kläger und nicht lediglich ein Verteidigungsmittel. Soweit in den Quellen ausgeführt, verfolgt sie einen eigenen Klagezweck und kann ihrerseits nicht durch eine weitere Widerklage beantwortet werden.
“Ce refus d’ordonner un deuxième échange d’écritures les aurait privés de leur faculté de répliquer sur la question de la nature immobilière des chalets et de répondre aux arguments de l’intimé, sans pouvoir alléguer de faits nouveaux quant à la demande reconventionnelle, ce qui constituerait une violation de leur droit d’être entendus. 3.2 Au sens de l’art. 224 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu’il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale (al. 1). Lorsque la valeur litigieuse de la demande reconventionnelle dépasse la compétence matérielle du tribunal, les deux demandes sont transmises au tribunal compétent (al. 2). Si une demande reconventionnelle est introduite, le tribunal fixe un délai au demandeur pour déposer une réponse écrite. La demande reconventionnelle ne peut faire l’objet d’une demande reconventionnelle émanant du demandeur initial (al. 3). La reconvention est une action introduite par le défendeur contre le demandeur dans un procès pendant. Ce n'est pas un moyen de défense, mais une véritable action qui poursuit un but propre (cf. art. 224 CPC ; ATF 142 III 713 consid. 4.2 ; ATF 124 III 207 consid. 3a p. 208). La reconvention présuppose que le défendeur conteste le bien-fondé de la prétention réclamée dans la demande principale et partant conclut à son rejet, alors que, de son côté, il forme une nouvelle demande (TF 5A_18/2020 consid. 3.1.2 ; TF 4A_317/2019 du 30 juin 2020 consid. 1.3.1 et les références citées). Des conclusions ayant pour seule fin d'obtenir la libération des prétentions du demandeur ne sont pas reconventionnelles. La reconvention ne doit pas être confondue avec la compensation (art. 120 CO), que le défendeur peut invoquer par voie d'exception pour obtenir le rejet de la demande intentée contre lui : en brandissant ce moyen, le défendeur n'introduit pas une nouvelle action avec un effet de litispendance ; il entend simplement faire échec à l'action du demandeur (ATF 141 III 549 consid. 6.5 et ATF 142 III 626 consid. 8.4 ; TF 4A_317/2019 consid. 1.3.1 ; Tappy, CR CPC, n. 4 ad art. 224 CPC ; Heinzmann, in Basler Kommentar, 3e éd.”
Wird eine Widerklage erst im Berufungsverfahren erhoben, ist dies unzulässig; ein im Berufungsverfahren erstmals vorgebrachtes Begehren, das prozessual als Widerklage zu qualifizieren ist, erfüllt die Anforderungen von Art. 224 ZPO nicht und ist nach Art. 317 Abs. 1 ZPO unzulässig.
“Die Beklagte stellt mit ihrer ergänzenden Berufungseingabe vom 8. August 2024 das Begehren, es sei festzustellen, dass keine Stockwerkeigentümerge- meinschaft B._____-strasse 1, ... Zürich, sondern eine Miteigentümergemein- schaft bestehe (act. 106 S. 2 und 7 Rz. 20 f.). Dieses erstmals im Berufungsver- fahren gestellte Feststellungsbegehren ist gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht zu- lässig. Prozessual stellt das Feststellungsbegehren eine Widerklage dar, welche die Anforderungen von Art. 224 ZPO zu erfüllen hätte. Auf den Berufungsan- trag 10 ist deshalb nicht einzutreten.”
Nach der Reform ist für die Zulässigkeit der Widerklage auf die Verfahrensart der Hauptklage abzustellen — sei es diejenige, in der die Hauptklage tatsächlich erhoben wurde, oder diejenige, in der sie hätte erhoben werden müssen. Deshalb kann eine im vereinfachten Verfahren eingereichte Widerklage dennoch im ordentlichen Verfahren beurteilt werden.
“Der Gerichtsstand der Widerklage bleibe in diesem Fall erhalten, obwohl das Gericht für die Hauptklage nicht zuständig sei (Rz. 10). Auch eine nachträglich erkannte falsche Verfahrensart für die Hauptklage dürfe nicht dazu führen, dass die Widerklage wegfalle (Rz. 11). Die Widerklage sei vorliegend im Rahmen des vereinfachten Verfahrens erhoben worden. Dort gehöre sie wegen des Streitwerts von weniger als CHF 30'000. auch hin. Damit sei auf sie dieselbe Verfahrensart anwendbar wie jene, in der die Hauptklage damals behandelt worden sei (Rz. 12). Die Widerklage sei auch dann zulässig, wenn es nicht darauf ankomme, in welcher Verfahrensart die Hauptklage tatsächlich behandelt worden sei, sondern darauf, welche Verfahrensart hätte angewendet werden müssen. Denn ein Anspruch, der an sich im vereinfachten Verfahren behandelt werden sollte, dürfe selbst dann widerklageweise geltend gemacht werden, wenn der Hauptanspruch im ordentlichen Verfahren zu beurteilen sei (Rz. 13). Dies entspreche der gesetzlichen Regelung in Art. 224 Abs. 1bis ZPO, die am 1. Januar 2025 in Kraft trete (Rz. 14). Diese Änderung sei ein Nachvollzug dessen, was die massgebliche Lehre zum geltenden Recht lehre und die Praxis teils praktiziert habe (Rz. 15). Der Entscheid des Zivilgerichts sei so oder anders richtig. Entweder sei entscheidend, dass die Hauptklage im vereinfachten Verfahren erhoben worden sei. Dann sei das Erfordernis derselben Verfahrensart erfüllt. Oder es sei entscheidend, dass die Hauptklage eigentlich im ordentlichen Verfahren hätte geführt werden sollen. Auch dann sei die Widerklage nach massgeblicher Lehrmeinung und Rechtsprechung zulässig (Rz. 25). Massgeblich sei einzig, dass das Zivilgericht das Verfahren gemäss Verfügung vom 9. Dezember 2019 als vereinfachtes Verfahren vor der Einzelrichterin weitergeführt habe. Dies sei vom Mieter nicht beanstandet worden, der stets vertreten habe, das sei die richtige Verfahrensart (Rz. 26). Die Hinweise des Zivilgerichts zur Verfügung vom 2. Februar 2022 würden daran nichts ändern, zumal damals noch (auch) ein Widerklagebegehren zur Diskussion gestanden habe, das den Streitwert von CHF 30'000.”
Die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart nach Art. 224 Abs. 1 ZPO ist nicht auf sogenannte echte Teilklagen beschränkt. Vielmehr gilt sie allgemein dann, wenn die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es rechtfertigt, im Sinne von Art. 88 ZPO die Feststellung des Nichtbestands einer Forderung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen. Die Unterscheidung zwischen echten und unechten Teilklagen ist hierfür unbeachtlich.
“Regeste Art. 86 und 224 ZPO; Teilklage und negative Feststellungswiderklage. Die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO für negative Feststellungswiderklagen gilt unabhängig davon, ob diese in Reaktion auf eine sogenannte echte Teilklage oder eine sogenannte unechte Teilklage erhoben werden (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 2.3).”
“Im Übrigen ist auch kein Grund erkennbar, allgemein auf das in BGE 145 III 299 Gesagte zurückzukommen und entgegen diesem Entscheid danach zu unterscheiden, ob die negative Feststellungswiderklage in Reaktion auf eine echte oder eine unechte Teilklage erhoben wird. Wohl trifft es zu, dass der Bundesrat in der Botschaft vom 26. Februar 2020 zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung), BBl 2020 2697 ff. unter Hinweis auf BGE 143 III 506 ausführt, zukünftig solle "von Gesetzes wegen zulässig sein, widerklageweise negative Feststellungsklage zu erheben, wenn hauptklageweise eine echte Teilklage im vereinfachten Verfahren erhoben wurde [...]" (S. 2759 f. zu Art. 224 Abs. 1bis ZPO). Indessen bezweckt er mit der vorgeschlagenen Anpassung ausdrücklich, die bundesgerichtliche Rechtsprechung im Gesetz nachzuführen, und nicht etwa, diese zu ändern. Es bleibt daher bei der in BGE 145 III 299 präzisierten Rechtsprechung: Die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO gilt allgemein dann, wenn BGE 147 III 172 S. 176 die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es rechtfertigt, die Feststellung des Nichtbestands einer Forderung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen; die Unterscheidung zwischen echten und unechten Teilklagen entfällt in diesem Zusammenhang. Somit kann offenbleiben, ob es sich bei der Klage der Beschwerdeführerin um eine echte oder unechte Teilklage handelt. Die von der Beschwerdeführerin vorgeschlagene Qualifikation ist für das vorliegende Verfahren nicht entscheiderheblich.”
“1 ZPO ist es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich nicht zulässig, im vereinfachten Verfahren eine Widerklage zu erheben, die aufgrund ihres Streitwerts von über Fr. 30'000.-- gemäss Art. 243 Abs. 1 ZPO in den Geltungsbereich des ordentlichen Verfahrens fällt. Ansonsten - so das Bundesgericht ausdrücklich - "könnte die beklagte Partei durch eine Widerklage mit einem Streitwert von über Fr. 30'000.- einen Wechsel in das ordentliche Verfahren bewirken [...] und der klagenden Partei die Vorteile des vereinfachten Verfahrens entziehen". Davon ausgenommen hat das Bundesgericht jedoch den Fall, dass die beklagte Partei "als Reaktion auf eine echte Teilklage" eine negative Feststellungswiderklage erhebt, auch wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zur Folge hat. Haupt- und Widerklage sind diesfalls zusammen im ordentlichen Verfahren zu beurteilen (BGE 143 III 506 E. 3 und 4). In der Folge hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung dahingehend präzisiert, dass die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO nicht auf den Fall einer sogenannten echten Teilklage beschränkt ist, sondern allgemein dann gilt, "wenn die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es rechtfertigt, im Sinne von Art. 88 ZPO die Feststellung des Nichtbestands einer Forderung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen" (BGE 145 III 299 E. 2; bestätigt im Urteil 4A_529/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 2, zur Publikation vorgesehen). Von der Zulässigkeit der Widerklage der Beschwerdegegnerin nach den genannten Regeln hängt gemäss Art. 243 Abs. 1 ZPO ab, welche Verfahrensart hier zur Anwendung gelangen muss.”
“Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die beklagte Partei als Reaktion auf eine echte Teilklage, die aufgrund ihres Streitwerts von höchstens CHF 30'000.00 im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, eine negative Feststellungsklage erheben, selbst wenn deren Streitwert die Anwendbarkeit des ordentlichen Verfahrens zu Folge hat (BGE 143 III 506 E. 4.4). Die Ausnahme vom Erfordernis der gleichen Verfahrensart gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO ist sodann nicht auf den Fall einer echten Teilklage beschränkt, sondern gilt allgemein dann, wenn die Teilklage eine Ungewissheit zur Folge hat, die es rechtfertigt, im Sinne von Art. 88 ZPO die Feststellung des Nichtbestandes einer Forderung oder eines Rechtsverhältnisses zu verlangen (BGE 145 III 299 E. 2.3; BGer 4A_529/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 2.2 f.). Angesichts dieser Ausgangslage ist vorliegend davon auszugehen, dass im Teilklageverfahren vor dem Zivilgericht Basel-Stadt nicht nur der dort geltend gemachte Schadenersatzanspruch für den Zeitraum vom xx. yy 2018 bis 31. Juli 2020, sondern aufgrund der eingereichten negativen Feststellungswiderklage der Gesamtanspruch der Berufungsklägerin im Sinne des von ihr behaupteten Erwerbsausfall- und Haushaltsschadens ab xx. yy 2018 zu beurteilen sein wird. Ob die Berufungsklägerin im Basler Verfahren in der Lage sein wird, ihren Gesamtschaden zu beziffern und zu beweisen, ist durch das Zivilgericht Basel-Stadt zu beurteilen. Vorliegend mag zwar die Behauptung der Berufungsklägerin dem Grundsatz nach zutreffend sein, dass sich in der Schweizer Lehre und Rechtsprechung zwischenzeitlich die sog.”
Art. 223 ZPO sieht für das erste Austauschstadium einen kurzen zusätzlichen gerichtlichen Fristaufschub vor; dieses „zweite Chance“-Prinzip ist auch bei Fristen im Zusammenhang mit einer nach Art. 224 ZPO erhobenen Widerklage relevant. Ferner ergibt sich aus der Rechtsprechung, dass die Verweigerung eines (zweiten) Austausches von Schriftsätzen unter Umständen das rechtliche Gehör beeinträchtigen kann.
“La question litigieuse principale est de savoir si le tribunal civil aurait dû admettre le mémoire de « réponse complémentaire » déposé par le recourant le 5 avril 2019, le sort des deux écritures postérieures étant en principe dépendant de la réponse apportée à la première question. L’état de fait (procédural) qui vient d’être exposé appelle une brève présentation du cadre juridique dans lequel il s’inscrit (cf. infra let. b à d). Il sera ensuite procédé à la subsomption (cf. infra cons. 5). b) En vertu de l'art. 221 al. 1 let. d CPC, respectivement de l'art. 222 al. 2 CPC, les faits doivent être allégués en principe dans la demande, respectivement dans la réponse pour les faits que doit alléguer le défendeur. Ils peuvent l'être dans la réplique et la duplique si un deuxième échange d’écritures est ordonné ou, s'il n'y en a pas, par dictée au procès-verbal lors des débats d'instruction (art. 226 al. 2 CPC) ou à l'ouverture des débats principaux, avant les premières plaidoiries (ATF 144 III 67 cons. 2). Le premier échange d’écritures est régi par les art. 221 à 223 CPC (l’art. 224 CPC traitant du cas spécifique de la demande reconventionnelle). En vertu de l’art. 222 al. 1 CPC, le tribunal notifie la demande au défendeur et lui fixe un délai (judiciaire) pour déposer une réponse écrite. L’art. 223 al. 1 CPC, qui règle le défaut de production en temps utile de la réponse, impose au juge de fixer un « bref délai supplémentaire » au défendeur ayant omis de procéder dans le délai judiciaire. Le défendeur bénéficie ainsi d’une seconde chance, qui lui permet de se déterminer sur la demande (arrêt du TF du 20.05.2020 [4A_85/2020] cons. 2.6, destiné à la publication). Si la réponse n’est pas déposée à l’échéance de ce nouveau délai, le juge rend la décision finale, si la cause est en état d’être jugée, sinon la cause est citée aux débats principaux (art. 223 al. 2 CPC). Si un second échange d’écritures est ordonné par le juge, les art. 221 et 222 CPC sont applicables par analogie : un délai judiciaire sera fixé d’office pour le dépôt de la réplique et celui de la duplique.”
“Ce refus d’ordonner un deuxième échange d’écritures les aurait privés de leur faculté de répliquer sur la question de la nature immobilière des chalets et de répondre aux arguments de l’intimé, sans pouvoir alléguer de faits nouveaux quant à la demande reconventionnelle, ce qui constituerait une violation de leur droit d’être entendus. 3.2 Au sens de l’art. 224 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu’il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale (al. 1). Lorsque la valeur litigieuse de la demande reconventionnelle dépasse la compétence matérielle du tribunal, les deux demandes sont transmises au tribunal compétent (al. 2). Si une demande reconventionnelle est introduite, le tribunal fixe un délai au demandeur pour déposer une réponse écrite. La demande reconventionnelle ne peut faire l’objet d’une demande reconventionnelle émanant du demandeur initial (al. 3). La reconvention est une action introduite par le défendeur contre le demandeur dans un procès pendant. Ce n'est pas un moyen de défense, mais une véritable action qui poursuit un but propre (cf. art. 224 CPC ; ATF 142 III 713 consid. 4.2 ; ATF 124 III 207 consid. 3a p. 208). La reconvention présuppose que le défendeur conteste le bien-fondé de la prétention réclamée dans la demande principale et partant conclut à son rejet, alors que, de son côté, il forme une nouvelle demande (TF 5A_18/2020 consid. 3.1.2 ; TF 4A_317/2019 du 30 juin 2020 consid. 1.3.1 et les références citées). Des conclusions ayant pour seule fin d'obtenir la libération des prétentions du demandeur ne sont pas reconventionnelles. La reconvention ne doit pas être confondue avec la compensation (art. 120 CO), que le défendeur peut invoquer par voie d'exception pour obtenir le rejet de la demande intentée contre lui : en brandissant ce moyen, le défendeur n'introduit pas une nouvelle action avec un effet de litispendance ; il entend simplement faire échec à l'action du demandeur (ATF 141 III 549 consid. 6.5 et ATF 142 III 626 consid. 8.4 ; TF 4A_317/2019 consid. 1.3.1 ; Tappy, CR CPC, n. 4 ad art. 224 CPC ; Heinzmann, in Basler Kommentar, 3e éd.”
Ist die materielle Verfahrensart der Haupt- und der Widerklage unterschiedlich (z. B. ordentlich gegenüber vereinfachtem Verfahren), wird die Widerklage nach der in der Praxis vorherrschenden Rechtsprechung und Lehre in der Regel als unzulässig betrachtet. Entscheidend ist dabei nicht die vorübergehend gewählte prozessuale Handhabung, sondern welche Verfahrensart die Haupt- und die Widerklage materiell zu durchlaufen haben.
“Par conséquent, ce grief sera écarté. 7. L'appelant critique ensuite l'admission de la recevabilité de la demande reconventionnelle (JTPH p. 16-17, §3; appel p. 41, §121-123 et p. 43-44, §132-137; conclusions n° 11 et 12) en raison de sa valeur litigieuse inférieure à 30'000 fr., qui aurait impliqué un traitement séparé en procédure simplifiée. 7.1 Selon l'appelant, la recevabilité de la demande reconventionnelle d'une procédure simplifiée alors que la demande principale est traitée en procédure ordinaire ne reposerait sur "aucune jurisprudence solide ancrée du Tribunal fédéral", ni sur "aucune opinion majoritaire et fondée en la matière". Le Tribunal aurait arbitrairement refusé d'adopter l'avis "argumenté" de DIETSCHY. Il y avait "deux poids, deux mesures" si on comparait la solution prise pour ses propres conclusions dans les griefs précédents. 7.2 Selon l'intimé/défendeur, le raisonnement de l'appelant est à peine compréhensible et purement appellatoire. 7.3 Selon l'art. 224 al. 1 CPC, le défendeur peut déposer une demande reconventionnelle dans sa réponse si la prétention qu'il invoque est soumise à la même procédure que la demande principale. Selon la jurisprudence, le dépôt d'une demande reconventionnelle n'est plus possible après le dépôt de la réponse (ATF 146 III 413, 414 consid. 4.2). En l'espèce, la demande reconventionnelle a été déposée à temps. En revanche, la prétention reconventionnelle se trouvait dans une procédure différente (simplifiée) de celle de la demande principale (ordinaire). L'interprétation littérale donnerait raison à l'appelant. Selon le Tribunal fédéral, lorsque la demande principale est instruite en procédure simplifiée, il n'est pas possible de déposer une demande reconventionnelle avec une valeur litigieuse supérieure à 30'000 fr., donc en procédure ordinaire (ATF 147 III 172, 173-174 consid. 2.1; ATF 145 III 299, 300 consid. 2.1; ATF 143 III 506, 513 consid. 3.2.4). Dans son arrêt initial, le Tribunal fédéral a expressément laissé ouverte la solution inverse, à savoir l'admission ou non d'une prétention reconventionnelle de moins de 30'000 fr.”
“Davon abgesehen, dass die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Zuständigkeit des Einzel- bzw. Kollegialgerichts, die sich nach kantonalem Recht richtet, keine Verfassungsrüge erhebt (siehe E. 2.1.1), erweisen sich ihre Überlegungen als falsch: Die Vorinstanz ist in ihrer Rechtsmittelbelehrung zwar von einer nicht vermögensrechtlichen Streitigkeit ausgegangen, wohl aufgrund des widerklageweise gestellten Antrags der Beschwerdeführerin auf Entfernung der Überwachungskameras. Auf diesen widerklageweise gestellten Antrag ist die Erstinstanz aber gar nicht eingetreten, da er - im Gegensatz zur Hauptklage - im ordentlichen Verfahren zu behandeln gewesen wäre. Zulässigkeitsvoraussetzung der Widerklage ist indes gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO, dass der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Die Vorinstanz hat die erstinstanzliche Bestimmung des Streitwerts der Hauptklage auf Fr. 20'000.-- geschützt. In Bezug auf diese ist sie folglich - zutreffend (BGE 52 II 292 E. 1; 45 II 402 E. 1; Urteil 5A_771/2021 vom 4. August 2022 E. 1.1) - von einer vermögensrechtlichen Streitigkeit ausgegangen und hat gestützt auf den vorliegenden, von der Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht weiter in Frage gestellten Streitwert korrekt erwogen, dass diese im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 243 ZPO zu behandeln war, wobei im Kanton Zürich hierzu das Einzelgericht zuständig ist (§ 24 lit. a GOG ZH).”
“; ablehnend Willisegger, a.a.O., Art. 224 ZPO N 57; Spühler/Dolge/Gehri, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 9. Auflage, Bern 2010, Kap. 30 N 55). Auch wenn dieser Ansicht gefolgt würde, führte dies im vorliegenden Fall nicht zur Zulässigkeit der Widerklage. Voraussetzung hierfür ist gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO, dass die Haupt- und Widerklage nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen sind. Diese Voraussetzung ist nicht gegeben, wenn auf die Hauptklage das ordentliche Verfahren und auf die Widerklage das vereinfachte Verfahren zur Anwendung gelangen. In diesem Fall ist der gemäss Art. 224 Abs. 1 ZPO geforderte prozessuale Verbindungszusammenhang zwischen der Haupt- und der Widerklage zu keinem Zeitpunkt gegeben. Daran ändert auch nichts, dass das Verfahren zur Hauptklage im Zeitpunkt der Einreichung der Widerklage im vereinfachten Verfahren geführt wurde, was zum entsprechenden Nichteintretensentscheid führte (vgl. AGE ZB.2021.49 vom 23. November 2022). Gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 224 Abs. 1 ZPO ist bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Widerklage darauf abzustellen, dass diese nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu beurteilen ist. Relevant ist allein die Frage, nach welcher Verfahrensart Haupt- und Widerklage gemäss den rechtlichen Vorgaben materiell zu beurteilen sind. Somit ist es irrelevant, dass das Verfahren über die Hauptklage zunächst im vereinfachten Verfahren geführt wurde (vgl. Verfügung der Zivilgerichtspräsidentin vom 8. Juli 2019 Ziff. 4 und Verfügung vom 27. September 2019), zumal im rechtskräftigen Nichteintretensentscheid dazu festgehalten wurde, dass die Hauptklage nicht im vereinfachten Verfahren beurteilt werden konnte. Nachdem das Zivilgericht zu Recht zum Schluss gekommen ist, dass die Hauptklage nicht im vereinfachten Verfahren beurteilt werden kann, wohingegen die Widerklage im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, konnte es die Zulässigkeit der Widerklage in diesem Fall nicht mehr bejahen und hätte daher auf die Widerklage nicht eintreten dürfen.”
“An diesem Ergebnis änderte auch die im Rahmen der Revision der ZPO aktuell eingeführte neue Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO nichts, die per 1. Januar 2025 in Kraft treten wird. Gemäss der vorgeschlagenen und vom Parlament am 17. März 2023 verabschiedeten neuen Bestimmung Art. 224 Abs. 1bis ZPO wird es dann zulässig sein, widerklageweise einen Anspruch (im ordentlichen Verfahren) geltend zu machen, der lediglich aufgrund des Streitwerts im vereinfachten Verfahren zu beurteilen ist, wenn die Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist. Dies hat zur Folge, dass die Widerklage zusammen mit der Hauptklage im ordentlichen Verfahren zu beurteilen ist (Botschaft zur Änderung der Schweizerischen Zivilprozessordnung [Verbesserung der Praxistauglichkeit und der Rechtsdurchsetzung] vom 26. Februar 2020, a.a.O., S. 2760). Der Gesetzgeber hat damit das in Art. 224 Abs. 1 ZPO festgehaltene Prinzip abgeschwächt, wonach die Widerklage nicht dazu führen soll, dass eine Haupt- oder eine Widerklage infolge ihrer prozessualen Verknüpfung in einem auf die jeweilige Klage ansonsten nicht anwendbaren Verfahren behandelt werden soll. Der hier vorliegende Fall, in welchem in einer im vereinfachten Verfahren hängigen Sache eine Widerklage eingereicht wurde, in der Folge aber auf die Hauptklage nicht eingetreten wurde, und die vorgenannte Auslegung von Art. 224 ZPO in dieser Konstellation werden von der Gesetzesrevision nicht tangiert. Auch unter dem zukünftigen Recht wäre es in der vorliegenden Situation nicht möglich, auf die Widerklage einzutreten, da vorliegend gar keine Hauptklage im ordentlichen Verfahren beurteilt wurde, was Voraussetzung für die Anwendung der neuen Bestimmungen ist.”
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