Gegenstand eines Schiedsverfahrens kann jeder Anspruch sein, über den die Parteien frei verfügen können.
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Nach herrschender Praxis werden materiellrechtliche Klagen sowie betreibungsrechtliche Klagen mit Reflexwirkung auf das materielle Recht als schiedsfähig angesehen.
“A l'inverse, les actions de droit matériel prévues par la LP (materiellrechtliche Klagen) ainsi que, selon une large partie de la doctrine, les actions du droit des poursuites qui ont des effets de droit matériel (betreibungsrechtliche Klagen mit Reflexwirkung auf das materielle Recht) sont arbitrables (Oetiker, op. cit., n° 33 ad art. 177 LDIP; Berger/Kellerhals, op. cit., n° 241; Mabillard/Briner, BSK IPRG, n° 14b ad art. 177 IPRG; Tschanz, CR LDIP/CL, n° 29 ad art. 177 LDIP). Il en va notamment ainsi de l'action en libération de dette (art. 83 LP; arrêt du Tribunal fédéral 5A_127/2010 du 7 septembre 2010, consid. 3.1), de l'action en reconnaissance de dette (art. 79 LP; ATF 136 III 583 consid. 2.1), de la procédure (ordinaire ou simplifiée) en annulation ou en suspension de la poursuite (art. 85a LP; Bodmer, BSK SchKG I, n° 24 ad art. 85a LP) ou de l'action en répétition de l'indu (art. 86 LP; Oetiker, op. cit, n° 33 ad art. 177 LDIP et Berger/Kellerhals, op. cit., n° 241; cf. aussi les avis exprimés au sujet de l'art. 354 CPC qui régit l'arbitrabilité en droit interne: Dasser, KUKO ZPO, n° 11 ad art. 353; Weber-Stecher, BSK ZPO, n° 34 ad art. 354 CPC). 3.2.1 Si le juge étatique est saisi d'une exception d'arbitrage et que le tribunal arbitral a son siège en Suisse, le juge étatique n'aura, selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, qu'un pouvoir d'examen limité. Il devra décliner sa compétence si l'examen sommaire de la convention d'arbitrage ne lui permet pas de constater que celle-ci est caduque, inopérante ou non susceptible d'être appliquée (ATF 138 III 681 consid. 3.2 in JdT 2013 II 452; ATF 122 III 139 c. 2b [f], rés. JdT 1997 I 223). Cela doit empêcher que la décision du Tribunal arbitral sur sa propre compétence (art. 186 al. 1 et 1bis LDIP) soit préjugée par la décision du tribunal étatique. 3.2.2 Selon la jurisprudence, la limitation du pouvoir d'examen du tribunal étatique à ce stade est justifiée par le fait que plus tard l'autorité étatique saisie d'un recours contre la sentence arbitrale pourra examiner avec un plein pouvoir si le Tribunal arbitral s'est déclaré à tort ou à raison compétent ou incompétent (art. 190 al.”
Bei den im Entscheid behandelten Gesundheits‑/KVG‑Streitigkeiten erachtete die Instanz die Schiedsfähigkeit als gegeben bzw. als wahrscheinlich (Art. 354 ZPO; vgl. Art. 89 KVG).
“Damit verfügten sie über ein rechtskräftiges und vollstreckbares schieds- gerichtliches Urteil im Sinne von Art. 80 SchKG i.V.m. Art. 387 ZPO, welches die Vorinstanz dazu hätte veranlassen sollen, für Fr. 225'740.– zuzüglich Zins die de- finitive Rechtsöffnung zu erteilen (Urk. 7 Rz. 25). 3. Die Gesuchstellerinnen haben zutreffend dargelegt, dass in Bezug auf die Art der Rechtsöffnung die Offizialmaxime gilt (BGE 140 III 372 E. 3.5). Daher schaden falsch formulierte Gesuche nicht (BSK SchKG-Staehelin, Art. 84 N 39). Demzufolge hätte die Vorinstanz prüfen müssen, ob der Beschluss der KPK vom 29. September 2022 ein Schiedsurteil darstellt, welches zur definitiven Rechtsöff- nung berechtigt. Dies kann jedenfalls im heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, nachdem mit dem Beschluss ein autoritativer Entscheid vorgelegt wurde, mit welchem der Gesuchsgegner zur Bezahlung von Fr. 225'740.– verpflichtet wurde (Urk. 4/10), es sich bei der streitgegenständlichen Forderung um eine schiedsfähige Sache handeln dürfte (Art. 354 ZPO, siehe auch Art. 89 KVG), die Gesuchstellerinnen das Bestehen einer Schiedsvereinbarung behaupten und hier- für Unterlagen vorlegen (Urk. 4/13-14) und der Gesuchsgegner gemäss ihrer Dar- stellung eine Einlassungspauschale bezahlt hat (Urk. 4/9), was im Zusammen- hang mit der Frage der Einlassung auf das Verfahren zu prüfen sein wird (Art. 359 Abs. 2 ZPO). 4. Die Beschwerde erweist sich im Sinne der obigen Erwägungen als be- gründet. Da die Vorinstanz die Voraussetzungen der definitiven Rechtsöffnung nicht geprüft und dem Gesuchsgegner das rechtliche Gehör noch nicht gewährt hat, ist die Sache jedoch noch nicht spruchreif. Das Rechtsöffnungsgesuch wurde - 6 - dem Gesuchsgegner nämlich erst mit dem Endentscheid zugestellt (Urk. 8 S. 6). Das rechtliche Gehör des Gesuchsgegners kann nicht erst im Beschwerdeverfah- ren gewährt bzw. nachgeholt werden, da die Beschwerdeinstanz mit Bezug auf die Feststellung des”
Streitigkeiten über die Kosten für die Instandhaltung von Anlagen, die für die Ausübung einer Servitut erforderlich sind, gelten als kompromissfähig im Sinne von Art. 354 ZPO. Ein in den Begründungsverträgen von dinglichen Rechten enthaltener Schiedspakt kann auch die Rechtsnachfolger binden.
“Nella fattispecie la lite verte sull'addebito di spese dovute alla manutenzione di opere necessarie per l'esercizio di una servitù, controversia che è pacificamente compromettibile nel senso dell'art. 354 CPC. I contratti di costituzione dei diritti di superficie e delle servitù di passo fra il AP 1 e i 12 superficiari prevedono inoltre alla clausola n. 15 un patto d'arbitrato, alla stessa stregua del regolamento inserito negli atti notarili (sopra, lett. B). E quel patto vincola anche i successori in diritto dei superficiari originali (cfr. DTF 142 III 227 consid. 3.4.3 riguardante una clausola arbitrale contenuta in un regolamento per l'uso e l'amministrazione di una proprietà per piani). È poi fuori dubbio che – come rileva il Pretore – la partecipazione sen-za riserve a un'udienza di conciliazione non raffigura incondizionata costituzione in giudizio nell'accezione dell'art. 61 lett. a CPC (Stacher in: Brunner/Gasser/Schwander, Schweizerische ZPO, Kommentar, 2ª edizione, n. 17 e 23 ad art. 61 con riferimenti; Göksu in: CPC, Petit commentaire, Basilea 2021, n. 10 ad art. 61). Posto ciò, la questione è di sapere se la pretesa fatta valere in concreto dagli attori dinanzi al giudice statale rientri, a un som-mario esame, nel campo d'applicazione del patto d'arbitrato previsto alla clausola n.”
“Nella fattispecie la lite verte sull'addebito di spese dovute alla manutenzione di opere necessarie per l'esercizio di una servitù, controversia che è pacificamente compromettibile nel senso dell'art. 354 CPC. I contratti di costituzione dei diritti di superficie e delle servitù di passo fra il AP 1 e i 12 superficiari prevedono inoltre alla clausola n. 15 un patto d'arbitrato, alla stessa stregua del regolamento inserito negli atti notarili (sopra, lett. B). E quel patto vincola anche i successori in diritto dei superficiari originali (cfr. DTF 142 III 227 consid. 3.4.3 riguardante una clausola arbitrale contenuta in un regolamento per l'uso e l'amministrazione di una proprietà per piani). È poi fuori dubbio che – come rileva il Pretore – la partecipazione sen-za riserve a un'udienza di conciliazione non raffigura incondizionata costituzione in giudizio nell'accezione dell'art. 61 lett. a CPC (Stacher in: Brunner/Gasser/Schwander, Schweizerische ZPO, Kommentar, 2ª edizione, n. 17 e 23 ad art. 61 con riferimenti; Göksu in: CPC, Petit commentaire, Basilea 2021, n. 10 ad art. 61). Posto ciò, la questione è di sapere se la pretesa fatta valere in concreto dagli attori dinanzi al giudice statale rientri, a un som-mario esame, nel campo d'applicazione del patto d'arbitrato previsto alla clausola n.”
Bei strittigen Geldforderungen, namentlich auch im Zusammenhang mit dem KVG, kann es sich um eine schiedsfähige Sache im Sinne von Art. 354 ZPO handeln. Liegt ein autoritativer schiedsgerichtlicher Entscheid vor und behaupten die Gesuchstellerinnen das Bestehen einer Schiedsvereinbarung sowie legen sie hierfür Unterlagen vor, kann ein solches Schiedsurteil zur Begründung der definitiven Rechtsöffnung herangezogen werden.
“Die Gesuchstellerinnen haben zutreffend dargelegt, dass in Bezug auf die Art der Rechtsöffnung die Offizialmaxime gilt (BGE 140 III 372 E. 3.5). Daher schaden falsch formulierte Gesuche nicht (BSK SchKG-Staehelin, Art. 84 N 39). Demzufolge hätte die Vorinstanz prüfen müssen, ob der Beschluss der KPK vom 29. September 2022 ein Schiedsurteil darstellt, welches zur definitiven Rechtsöff- nung berechtigt. Dies kann jedenfalls im heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, nachdem mit dem Beschluss ein autoritativer Entscheid vorgelegt wurde, mit welchem der Gesuchsgegner zur Bezahlung von Fr. 225'740.– verpflichtet wurde (Urk. 4/10), es sich bei der streitgegenständlichen Forderung um eine schiedsfähige Sache handeln dürfte (Art. 354 ZPO, siehe auch Art. 89 KVG), die Gesuchstellerinnen das Bestehen einer Schiedsvereinbarung behaupten und hier- für Unterlagen vorlegen (Urk. 4/13-14) und der Gesuchsgegner gemäss ihrer Dar- stellung eine Einlassungspauschale bezahlt hat (Urk. 4/9), was im Zusammen- hang mit der Frage der Einlassung auf das Verfahren zu prüfen sein wird (Art. 359 Abs. 2 ZPO).”
“Damit verfügten sie über ein rechtskräftiges und vollstreckbares schieds- gerichtliches Urteil im Sinne von Art. 80 SchKG i.V.m. Art. 387 ZPO, welches die Vorinstanz dazu hätte veranlassen sollen, für Fr. 225'740.– zuzüglich Zins die de- finitive Rechtsöffnung zu erteilen (Urk. 7 Rz. 25). 3. Die Gesuchstellerinnen haben zutreffend dargelegt, dass in Bezug auf die Art der Rechtsöffnung die Offizialmaxime gilt (BGE 140 III 372 E. 3.5). Daher schaden falsch formulierte Gesuche nicht (BSK SchKG-Staehelin, Art. 84 N 39). Demzufolge hätte die Vorinstanz prüfen müssen, ob der Beschluss der KPK vom 29. September 2022 ein Schiedsurteil darstellt, welches zur definitiven Rechtsöff- nung berechtigt. Dies kann jedenfalls im heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, nachdem mit dem Beschluss ein autoritativer Entscheid vorgelegt wurde, mit welchem der Gesuchsgegner zur Bezahlung von Fr. 225'740.– verpflichtet wurde (Urk. 4/10), es sich bei der streitgegenständlichen Forderung um eine schiedsfähige Sache handeln dürfte (Art. 354 ZPO, siehe auch Art. 89 KVG), die Gesuchstellerinnen das Bestehen einer Schiedsvereinbarung behaupten und hier- für Unterlagen vorlegen (Urk. 4/13-14) und der Gesuchsgegner gemäss ihrer Dar- stellung eine Einlassungspauschale bezahlt hat (Urk. 4/9), was im Zusammen- hang mit der Frage der Einlassung auf das Verfahren zu prüfen sein wird (Art. 359 Abs. 2 ZPO). 4. Die Beschwerde erweist sich im Sinne der obigen Erwägungen als be- gründet. Da die Vorinstanz die Voraussetzungen der definitiven Rechtsöffnung nicht geprüft und dem Gesuchsgegner das rechtliche Gehör noch nicht gewährt hat, ist die Sache jedoch noch nicht spruchreif. Das Rechtsöffnungsgesuch wurde - 6 - dem Gesuchsgegner nämlich erst mit dem Endentscheid zugestellt (Urk. 8 S. 6). Das rechtliche Gehör des Gesuchsgegners kann nicht erst im Beschwerdeverfah- ren gewährt bzw. nachgeholt werden, da die Beschwerdeinstanz mit Bezug auf die Feststellung des”
“Die Gesuchstellerinnen haben zutreffend dargelegt, dass in Bezug auf die Art der Rechtsöffnung die Offizialmaxime gilt (BGE 140 III 372 E. 3.5). Daher schaden falsch formulierte Gesuche nicht (BSK SchKG-Staehelin, Art. 84 N 39). Demzufolge hätte die Vorinstanz prüfen müssen, ob der Beschluss der KPK vom 29. September 2022 ein Schiedsurteil darstellt, welches zur definitiven Rechtsöff- nung berechtigt. Dies kann jedenfalls im heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, nachdem mit dem Beschluss ein autoritativer Entscheid vorgelegt wurde, mit welchem der Gesuchsgegner zur Bezahlung von Fr. 225'740.– verpflichtet wurde (Urk. 4/10), es sich bei der streitgegenständlichen Forderung um eine schiedsfähige Sache handeln dürfte (Art. 354 ZPO, siehe auch Art. 89 KVG), die Gesuchstellerinnen das Bestehen einer Schiedsvereinbarung behaupten und hier- für Unterlagen vorlegen (Urk. 4/13-14) und der Gesuchsgegner gemäss ihrer Dar- stellung eine Einlassungspauschale bezahlt hat (Urk. 4/9), was im Zusammen- hang mit der Frage der Einlassung auf das Verfahren zu prüfen sein wird (Art. 359 Abs. 2 ZPO).”
Bei internationaler Schiedsgerichtsbarkeit findet Art. 354 ZPO keine Anwendung; in solchen Fällen sind die Bestimmungen von Art. 176 ff. IPRG massgeblich (vgl. BGer 4A_180/2023 E. 3.2).
“Nachdem sich ergeben hat, dass es sich um ein Verfahren der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit handelt, auf das die Bestimmungen von Art. 176 ff. IPRG anwendbar sind, hat das Schiedsgericht den von der Beschwerdeführerin erhobenen Einwand der fehlenden Schiedsfähigkeit zutreffend unter dem Blickwinkel von Art. 177 IPRG geprüft. Dabei erwog es, bei den geltend gemachten Forderungen des Beschwerdegegners handle es sich um vermögensrechtliche Ansprüche, die nach dieser Bestimmung schiedsfähig seien. Die Beschwerdeführerin stellt sich vor Bundesgericht unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Schiedsfähigkeit in der nationalen Schiedsgerichtsbarkeit (BGE 144 III 235; 136 III 467) einzig auf den Standpunkt, die vom Beschwerdegegner eingeklagten arbeitsrechtlichen Ansprüche seien nach Art. 354 ZPO nicht schiedsfähig. Diese Bestimmung ist jedoch - wie sich erwiesen hat - im zu beurteilenden Fall nicht anwendbar, weshalb die darauf gestützte Rüge der fehlenden Zuständigkeit des Schiedsgerichts ins Leere geht. Dass die vorliegende Streitsache nach der Bestimmung von Art. 177 IPRG schiedsfähig ist (vgl. BGE 144 III 235 E. 2.3.3; 136 III 467 E. 4.2), stellt auch die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage.”
Streitigkeiten aus landwirtschaftlichen Pachtverträgen können grundsätzlich der Schiedsgerichtsbarkeit unterliegen. Soweit es um Wohnräume des Pächtlers geht, wird in der zitierten Lehre und Rechtsprechung hingegen darauf hingewiesen, dass solche Auseinandersetzungen nur der Schlichtungsbehörde nach Art. 361 Abs. 4 ZPO zugewiesen sein sollen.
“Une brève remarque sur l'arbitrabilité du litige s'impose encore. Selon l'art. 354 CPC, est arbitrable « toute prétention qui relève de la libre disposition des parties ». La doctrine en déduit qu'il est possible de soumettre à la justice privée un différend sur un bail à ferme agricole, étant entendu qu'un litige relatif aux locaux d'habitation du fermier serait « arbitrable » uniquement par l'autorité de conciliation (art. 361 al. 4 CPC; STUDER/HOFER, op. cit., no 631 ad art. 29 LBFA). En l'occurrence, le tribunal de district a jugé le litige arbitrable, non sans avoir noté l'absence d'allégations et de preuves selon lesquelles le contrat porterait sur un local d'habitation. Cette décision est entrée en force et la question n'a plus été abordée depuis lors, de sorte que le sujet peut être considéré comme clos (sur la nécessité d'examiner la question d'office, voir ATF 143 III 578 consid. 3.2.2.1).”
“Une brève remarque sur l'arbitrabilité du litige s'impose encore. Selon l'art. 354 CPC, est arbitrable « toute prétention qui relève de la libre disposition des parties ». La doctrine en déduit qu'il est possible de soumettre à la justice privée un différend sur un bail à ferme agricole, étant entendu qu'un litige relatif aux locaux d'habitation du fermier serait « arbitrable » uniquement par l'autorité de conciliation (art. 361 al. 4 CPC; STUDER/HOFER, op. cit., no 631 ad art. 29 LBFA). En l'occurrence, le tribunal de district a jugé le litige arbitrable, non sans avoir noté l'absence d'allégations et de preuves selon lesquelles le contrat porterait sur un local d'habitation. Cette décision est entrée en force et la question n'a plus été abordée depuis lors, de sorte que le sujet peut être considéré comme clos (sur la nécessité d'examiner la question d'office, voir ATF 143 III 578 consid. 3.2.2.1).”
Güterrechtliche Ansprüche sind nach Auffassung der Rechtsprechung grundsätzlich schiedsfähig. Ob ein Schiedsspruch zur Wirksamkeit bzw. Vollstreckung der Genehmigung des Scheidungsrichters im Sinne von Art. 279 ZPO bedarf, ist umstritten: Eine Auffassung verneint ein solches Genehmigungserfordernis, eine andere sieht die Ansprüche als schiedsfähig und stellt die Genehmigung allenfalls als Vollstreckungsvoraussetzung dar. Der Praxis des Bundesgerichts folgend ist die Genehmigung des Scheidungsgerichts als Vollstreckungsvoraussetzung zu betrachten.
“In rechtlicher Hinsicht erwog das Kantonsgericht, wie das Bezirksgericht korrekt ausführe, gelte gemäss Art. 194 IPRG für die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche das Übereinkommen vom 10. Juni 1958 über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche (New Yorker Übereinkommen; SR 0.277.12). Beim Arbitration Award vom 5. März 2010 handle es sich um einen solchen Schiedsspruch. Die güterrechtliche Auseinandersetzung erfolge nach schweizerischem Recht (Art. 54 Abs. 1 lit. a IPRG). Gemäss Art. 177 IPRG könne jeder vermögensrechtliche Anspruch Gegenstand eines Schiedsverfahrens sein. In der Binnenschiedsgerichtsbarkeit sei ein Anspruch schiedsfähig, über den die Parteien frei verfügen könnten (Art. 354 ZPO). Nachdem zumindest im Bereich des Güterrechts die Parteien über die Ansprüche frei verfügen könnten und diesbezüglich in der Vertragsgestaltung frei seien, sei grundsätzlich von der Schiedsfähigkeit güterrechtlicher Verträge auszugehen. Die Schiedsfähigkeit als solche sowie die Frage, ob ein Schiedsspruch der Genehmigung des Scheidungsrichters im Sinn von Art. 279 ZPO bedürfe, seien indessen umstritten. Nach der einen Meinung stehe das Genehmigungserfordernis der freien Verfügbarkeit und somit der Schiedsfähigkeit betroffener Ansprüche entgegen; die andere bejahe die Schiedsfähigkeit dieser Ansprüche und werte das Genehmigungserfordernis allenfalls als Vollstreckungsvoraussetzung. Letztere Meinung entspreche der Praxis des Bundesgerichts, wonach Ehegatten dem Scheidungsgericht den Schiedsspruch zur Genehmigung unterbreiten müssten und dieses darüber zusammen mit der Scheidung befinde (BGE 87 I 291), womit die Genehmigung nach Art. 279 ZPO zur Vollstreckungsbedingung werde. Dieser Praxis des Bundesgerichts sei zu folgen.”
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