SR 151.1 ↩
17 commentaries
Wird eine Sache nicht vor der nach Art. 200 ZPO vorgesehenen paritätischen Schlichtungsbehörde verhandelt, kann dies einen leicht erkennbaren Verfahrensmangel darstellen. Als Beispiele nennt die Rechtsprechung das Abweichen von der vorgesehenen Mündlichkeit (etwa zusätzlicher Schriftenwechsel) und das Fehlen eines Antrags auf Erlass eines Entscheids nach Art. 212 Abs. 1 ZPO.
“Entgegen dem klaren Wortlaut von Art. 202 Abs. 4 ZPO hat das Vermittler- amt mit Verfügung vom 12. März 2024 einen zweiten Schriftenwechsel angeord- net, obschon es sich nicht um eine Streitigkeit aus Miete und Pacht oder dem Gleichstellungsgesetzt handelte und die Sache somit nicht vor einer paritätischen Schlichtungsbehörde im Sinne von Art. 200 ZPO verhandelt wurde (VA act. E.6). Dies stellt einen schwerwiegenden, leicht erkennbaren Verfahrensmangel dar, zeichnet sich das Entscheidverfahren vor der Schlichtungsbehörde doch gerade aufgrund der angestrebten Laienfreundlichkeit durch seine Mündlichkeit aus. Dass beide Parteien bereits im Schlichtungsverfahren anwaltlich vertreten waren, bleibt in diesem Zusammenhang unbeachtlich. Sodann hat das Vermittleramt die Ver- handlung vom 7. März 2024 zwar protokolliert, jedoch beschränkt sich dieses Pro- tokoll auf das Festhalten der Eckdaten der Verhandlung im Sinne von Art. 235 Abs. 1 ZPO. Nicht ersichtlich ist aus dem Protokoll dagegen der klägerische An- trag auf Erlass eines Entscheids durch die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 212 Abs. 1 ZPO (VA act. E.5). Dieser ergibt sich auch nicht aus dem Schlichtungsbe- gehren (VA act. E.1). Vielmehr wird der entsprechende Antrag erst in der Verfü- gung des Vermittleramts vom 12. März 2024 erwähnt und vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. April 2024 bestätigt (VA act.”
Die Schlichtungsverhandlung ist grundsätzlich mündlich und zielt darauf ab, vermögensrechtliche Streitigkeiten geringerer Bedeutung in der ersten Verhandlung zu entscheiden; auf aufwendige, kostspielige Beweisführungen mit mehreren Sitzungen soll die Schlichtungsbehörde daher grundsätzlich verzichten. Gleichwohl ergibt sich aus der Rechtsprechung und der Praxis, dass für die in Art. 200 ZPO genannten Streitigkeiten die Möglichkeit eines schriftlichen Austausches besteht bzw. nicht generell ausgeschlossen ist.
“-, ce qui est précisément le cas des causes dans lesquelles l'autorité de conciliation peut rendre une décision (art. 212 al. 1 CPC). Les dispositions de la procédure simplifiée et, subsidiairement, celles de la procédure ordinaire vu la teneur de l'art. 219 CPC, doivent dès lors en principe trouver application lorsque l'autorité de conciliation entend statuer sur le fond, tout en gardant néanmoins à l'esprit que la procédure décisionnelle prévue à l'art. 212 CPC présente certaines spécificités. Ainsi, l’objectif poursuivi par la procédure selon l’art. 212 CPC est de permettre à l'autorité de conciliation de trancher des litiges patrimoniaux de faible valeur en état d'être jugés lors de la première audience. Des procédures d'administration de preuves onéreuses nécessitant plusieurs audiences n'ont ainsi pas à être traitées. En outre, la procédure étant orale (art. 212 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation qui envisage de rendre une décision ne peut pas ordonner un échange d'écritures, sauf dans les litiges visés à l'art. 200 CPC (ATF 147 III 440 consid. 3.3.2 et les réf.), soit les litiges relatifs aux différents baux (art. 200 al. 1 CPC) et ceux relevant de la loi sur l’égalité (art. 200 al. 2 CPC). Dans la procédure simplifiée, le tribunal établit les faits d’office lorsque la valeur litigieuse ne dépasse pas CHF 30'000.- (art. 247 al. 2 let. b CPC). L’art. 247 al. 2 CPC prescrit la maxime inquisitoire simple (maxime inquisitoire sociale ; von Amtes wegen feststellen) et non la maxime inquisitoire illimitée de l'art. 296 al. 3 CPC (von Amtes wegen erforschen). Elle a pour but de protéger la partie faible au contrat, de garantir l'égalité entre les parties au procès et d'accélérer la procédure. Le tribunal n'est soumis qu'à une obligation d'interpellation accrue. Comme sous l'empire de la maxime des débats, les parties doivent recueillir elles-mêmes les éléments du procès. Ainsi, elles doivent renseigner le juge sur les faits de la cause et lui indiquer les moyens de preuve propres à établir ceux-ci. De son côté, le juge doit les informer de leur devoir de coopérer à la constatation des faits et à l'administration des preuves.”
“219 CPC, doivent dès lors en principe trouver application lorsque l'autorité de conciliation entend statuer sur le fond, tout en gardant néanmoins à l'esprit que la procédure décisionnelle prévue à l'art. 212 CPC présente certaines spécificités (dans le même sens: ARNOLD, op. cit., p. 288; BRUNO LÖTSCHER-STEIGER, Prüfungs- und Entscheidbefugnisse der Schlichtungsbehörde, in Mélanges en l'honneur de Thomas Sutter-Somm, 2016, p. 421). BGE 147 III 440 S. 447 Il ne faut ainsi pas perdre de vue que l'objectif poursuivi par la procédure décisionnelle prévue à l'art. 212 CPC est de permettre à l'autorité de conciliation de trancher des litiges patrimoniaux de faible valeur en état d'être jugés lors de la première audience. Des procédures d'administration de preuves onéreuses nécessitant plusieurs audiences n'ont ainsi pas à être traitées par l'autorité de conciliation (Message CPC, p. 6942). Il convient en outre d'insister sur le fait que l'art. 212 al. 2 CPC dispose que la procédure est orale. Par conséquent, l'autorité de conciliation qui envisage de rendre une décision ne peut pas ordonner un échange d'écritures (cf. arrêt 4D_29/2016, précité, consid. 4), sauf dans les litiges visés à l'art. 200 CPC (cf. art. 202 al. 4 CPC; DOLGE/INFANGER, Schlichtungsverfahren nach Schweizerischer Zivilprozessordnung, 2012, p. 123; HEINZMANN, op. cit., n. 502; ALVAREZ/PETER, op. cit., n° 11 ad art. 212 CPC; CLÉMENT, op. cit., n° 8 ad art. 212 CPC; RICKLI, op. cit., n° 11 ad art. 212 CPC; GLOOR/UMBRICHT LUKAS, op. cit., n° 5 ad art. 212 CPC; GASSER/RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2e éd. 2014, n° 4 ad art. 212 CPC; DANIEL STAEHELIN, in Zivilprozessrecht, Adrian Staehelin et al. [éd.], 3e éd. 2019, par. 20 n. 42; RICHARD PÜNTENER, Das mietrechtliche Schlichtungsverfahren in der Zivilprozessordnung, mp 2011 p. 283; contra: SCHRANK, op. cit., n. 657; TAPPY/NOVIER, La procédure de conciliation et la médiation dans le Code de procédure civile suisse, in Il Codice di diritto processuale civile svizzero, 2011, p. 126). (...)”
Wird entgegen der Zuständigkeitsregelung vor einer paritätischen Schlichtungsbehörde mündlich verhandelt, ist die Mündlichkeit zu wahren. Die Anordnung eines zusätzlichen zweiten Schriftenwechsels kann einen schwerwiegenden, leicht erkennbaren Verfahrensmangel darstellen, zumal das Verfahren aufgrund seiner Laienfreundlichkeit auf Mündlichkeit ausgerichtet ist.
“Entgegen dem klaren Wortlaut von Art. 202 Abs. 4 ZPO hat das Vermittler- amt mit Verfügung vom 12. März 2024 einen zweiten Schriftenwechsel angeord- net, obschon es sich nicht um eine Streitigkeit aus Miete und Pacht oder dem Gleichstellungsgesetzt handelte und die Sache somit nicht vor einer paritätischen Schlichtungsbehörde im Sinne von Art. 200 ZPO verhandelt wurde (VA act. E.6). Dies stellt einen schwerwiegenden, leicht erkennbaren Verfahrensmangel dar, zeichnet sich das Entscheidverfahren vor der Schlichtungsbehörde doch gerade aufgrund der angestrebten Laienfreundlichkeit durch seine Mündlichkeit aus. Dass beide Parteien bereits im Schlichtungsverfahren anwaltlich vertreten waren, bleibt in diesem Zusammenhang unbeachtlich. Sodann hat das Vermittleramt die Ver- handlung vom 7. März 2024 zwar protokolliert, jedoch beschränkt sich dieses Pro- tokoll auf das Festhalten der Eckdaten der Verhandlung im Sinne von Art. 235 Abs. 1 ZPO. Nicht ersichtlich ist aus dem Protokoll dagegen der klägerische An- trag auf Erlass eines Entscheids durch die Schlichtungsbehörde gemäss Art. 212 Abs. 1 ZPO (VA act. E.5). Dieser ergibt sich auch nicht aus dem Schlichtungsbe- gehren (VA act. E.1). Vielmehr wird der entsprechende Antrag erst in der Verfü- gung des Vermittleramts vom 12. März 2024 erwähnt und vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. April 2024 bestätigt (VA act.”
Im vorliegenden Verfahren wurde die Klage zusammen mit der Klagebewilligung der paritätischen Schlichtungsbehörde gemäss Art. 200 Abs. 2 ZPO eingereicht.
“Er konzentriert sich hauptsächlich auf die Herstellung von Aluminiumpro- dukten und Aluminiumlegierungen. Die Klägerin war vom 1. Mai 2010 bis 30. Juni 2013 als Director Operational Excellence (nachfolgend DOE) angestellt. Ihr Jahressalär betrug Fr. 230'000.– brutto zuzüglich eines variablen Lohnanteils von 20 bis 40 % des Jahressalärs. Sie macht geltend, ihr Vorgänger D._____ habe auf der gleichen Position ein Jah- ressalär von Fr. 300'000.– brutto, ebenfalls zuzüglich variablen Lohnanteils von 20 bis 40 % des Jahressalärs, gehabt. Gemäss dem angefochtenen Urteil gab es für den Lohnunterschied keinen "gerechtfertigten Grund". Der Klägerin sei es ge- lungen, eine geschlechtsspezifische Diskriminierung glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz sprach daher der Klägerin den von ihr geltend gemachten (Netto-)Dif- ferenzbetrag zum Lohn von D._____ zu. II. Die Klägerin machte ihre Klage am 23. April 2014 mit Einreichung der schriftlichen Klagebegründung und der Klagebewilligung der paritätischen - 4 - Schlichtungsbehörde gemäss Art. 200 Abs. 2 ZPO bei der Vorinstanz anhängig (Urk. 1 und 3). Der weitere Verfahrensgang vor Vorinstanz kann dem angefochte- nen Urteil entnommen werden (Urk. 133 S. 3 ff.). Am 20. Januar 2020 erliess die Vorinstanz den angefochtenen Entscheid (Urk. 133). Gegen dieses Urteil hat die Beklagte mit Schreiben vom 26. Februar 2020 rechtzeitig Berufung erhoben (Urk. 132). Die Berufungsantwort datiert vom 14. Mai 2020 (Urk. 139). Die Beklagte reichte am 11. Juni 2020 eine Stellungnahme ein, welche der Klägerin zur Kennt- nisnahme zugestellt wurde (Urk. 142). Weitere Eingaben der Parteien sind nicht erfolgt. III. 1. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des”
Vor dem Hintergrund der auf die paritätische Schlichtungsbehörde analog anwendbaren inquisitorischen Sozialmaxime besteht für diese eine verstärkte Amtsermittlungspflicht. Die Bestellung eines amtsweisen Verteidigers ist nur in besonderen, vom konkreten Fall abhängigen Situationen gerechtfertigt; die hierfür massgeblichen Kriterien werden restriktiver angewandt. Die Schlichtungsbehörde erteilt den Parteien zudem Rechtsauskünfte in den nach Art. 200 ZPO behandelten Streitigkeiten.
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (ATF 125 V 32 consid. 4b et les arrêts cités). Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (Lachat, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (par renvoi à l'art. 200 CPC). L'autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement dans les litiges relatifs aux baux et loyers, en ce qui concerne la protection contre les congés ou la prolongation du bail à loyer (art. 210 al. 1 let. b CPC). La proposition de jugement est acceptée et déploie les effets d’une décision entrée en force lorsqu’aucune des parties ne s’y oppose dans un délai de 20 jours à compter du jour où elle a été communiquée par écrit aux parties; l’opposition ne doit pas être motivée (art. 211 al. 1 CPC) 3.2. En l'espèce, dans la mesure où l'autorité de conciliation donne des conseils juridiques aux parties dans les litiges relatifs aux baux et loyers et que la procédure devant elle est soumise à la maxime inquisitoire, la nomination d'un avocat ne pourrait se justifier que dans des circonstances particulières. Le fait que la commission de conciliation en matière de baux et loyers puisse faire une proposition de jugement n'y change rien, dans la mesure où il suffirait à la recourante, si elle ne l'approuve pas, d'y former opposition, laquelle ne suppose aucune motivation.”
Die paritätische Schlichtungsbehörde kann den Parteien rechtliche Auskünfte und Ratschläge erteilen; dies entspricht dem informellen, in gewissen Fällen analog als inquisitorisch bezeichneten Charakter des Conciliationsverfahrens. Soweit es um Miet- und Pachtsachen geht, kann die Schlichtungsbehörde den Parteien zudem eine schriftliche Urteilsvorschlagserklärung (proposition de jugement / Urteilsvorschlag) unterbreiten, namentlich etwa zum Schutz vor Kündigung oder zur Verlängerung des Mietverhältnisses.
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (ATF 125 V 32 consid. 4b et les arrêts cités). Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (LACHAT, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (par renvoi à l'art. 200 CPC). L'autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement dans les litiges relatifs aux baux et loyers, en ce qui concerne la protection contre les congés ou la prolongation du bail à loyer (art. 210 al. 1 let. b CPC). La proposition de jugement est acceptée et déploie les effets d’une décision entrée en force lorsqu’aucune des parties ne s’y oppose dans un délai de 20 jours à compter du jour où elle a été communiquée par écrit aux parties; l’opposition ne doit pas être motivée (art. 211 al. 1 CPC). 2.1.2 Le congé donné par un bailleur à une pluralité de locataires doit être communiqué à l'ensemble d'entre eux, à peine de nullité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_189/2009 du 13 juillet 2009 consid. 2.1). Il est admissible de notifier au locataire une résiliation subsidiaire pour le prochain terme ordinaire, appelée à déployer ses effets pour le cas où le premier congé fondé sur un motif extraordinaire ne serait pas valable. Il faut toutefois manifester clairement la volonté d'exercer un tel droit formateur à titre subsidiaire (ATF 137 III 389 consid 8.”
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (ATF 125 V 32 consid. 4b et les arrêts cités). Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (LACHAT, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (par renvoi à l'art. 200 CPC). 3.2. En l'espèce, le recourant invoque que l'enjeu de la procédure serait crucial pour lui, étant donné que son logement était en jeu. Sa requête en conciliation avait été rédigée par un avocat, car il était nécessaire de fournir un exposé détaillé des faits et de sélectionner les pièces pertinentes, qu'il avait fallu demander à la régie. Ses prétentions étaient fondées sur une attitude contradictoire de la régie qui l'avait induit en erreur quant à son arriéré de loyer. En outre, un laïc ne savait pas nécessairement qu'il pouvait agir seul en l'occurrence, même au vu de la colocation existante, puisque son colocataire refusait de contester le congé. Certes, tout litige à l'origine d'une procédure de conciliation judiciaire comporte des questions juridiques, mais encore faut-il que celles-ci soient d'une certaine complexité pour justifier que la partie indigente soit assistée par un avocat. Par ailleurs, le simple fait que la procédure de conciliation concerne le bail du logement du recourant ne lui confère pas, bien que l'enjeu soit important pour l'intéressé, un caractère plus complexe.”
Paritätische Schlichtungsbehörden können Assessoren umfassen, die kollektive Interessen einer Parteiengruppe (z. B. Vermieter bzw. Mieter) vertreten. Dass ein Assessor dies ausdrücklich sagt oder im Rahmen der Schlichtung die Parteien auf Stärken und Schwächen ihres Dossiers sowie auf die möglichen Folgen eines späteren Verfahrens hinweist, begründet nicht ohne Weiteres den Anschein von Befangenheit; auch ein scharfer Ton allein reicht dafür nicht aus.
“________ SA et qu’il lui avait semblé que le conseil avait été consulté dans l’urgence, raison pour laquelle il lui avait posé cette question, afin de s’assurer qu’il avait pu prendre connaissance de tous les éléments figurant au dossier, que ni la question ni la réponse qui a pu y être apportée n’apparaissent révéler l’existence d’un parti pris de l’assesseur en faveur ou au détriment d’une partie, que la recourante fait ensuite état d’un « échange relativement sec », sans toutefois en détailler le contenu, que la recourante ne motive à cet égard pas suffisamment son grief, qu’elle reproche également à l’assesseur P.________ d’avoir indiqué qu’il représentait les « propriétaires » et non les « promoteurs », que la commission de conciliation est toutefois constituée du préfet, qui fonctionne comme président, et de deux assesseurs, dont l'un représente les locataires et l'autre les propriétaires (art. 7 al. 1 LJB, conformément à l’art. 200 CPC), que l’assesseur P.________ agit dès lors effectivement en tant que représentant de tous les propriétaires, qu’au demeurant, le rôle de l'autorité de conciliation est de rendre attentives les parties aux forces et aux faiblesses qui résultent a priori de leur dossier et de les informer des conséquences d'une éventuelle procédure ultérieure (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, op. cit., n° 2 ad art. 201 CPC), que la remarque de l’assesseur doit ainsi être remise dans le contexte de l’audience de conciliation, qu’en outre, le fait d’adopter un ton vif ne suffit pas à lui-seul à fonder une apparence de prévention, que la recourante reproche encore à l’assesseur P.________ de ne pas avoir spontanément renseigné les parties sur ses liens étroits avec T.________ SA, société dont il a été l’administrateur et le directeur général, que l’un des administrateurs de la recourante avait été également associé de la société [.”
Erstreckt sich die Pacht lediglich auf eine Fläche ohne Überlassung von Räumen oder sonstigen Nutzungsrechten an Geschäftsräumen, liegt nach der Rechtsprechung keine Streitigkeit aus Miete oder Pacht von Wohn‑ oder Geschäftsräumen im Sinne von Art. 200 Abs. 1 ZPO vor.
“Es sei damit nicht Gegenstand des Pachtvertrages geworden (Urk. 20 S. 10). Die Beklagte habe ausserdem ihrer Nachbar-Pächterin (E._____ AG) erklärt, dass sie nicht an gemeinsamen Ab- brucharbeiten interessiert sei, weil sie beabsichtige, das Gebäude zu verkaufen (Urk. 20 S. 9). Bestritten sei auch, dass neben den Bauten kein weiterer Platz für Lagerflächen vorhanden gewesen sei. Die mit Bauten überstellte Fläche habe 291,8 m 2 betragen (Urk. 20 S. 10 f.). Die Beklagte habe mit dem Vertrag auch die Rückbaupflicht ihres Rechtsvorgängers übernommen. Zwischen den Parteien ha- be der übereinstimmende Wille bestanden, dass die Beklagte in die Stellung des Vorpächters (D._____) eintrete. Der Pachtvertrag habe nur das Nutzungsrecht an einer Fläche, nicht aber an Räumen eingeräumt. Von einem Pachtvertrag betref- fend Geschäftsräume im Sinne von Art. 253a Abs. 1 OR (bzw. Art. 276 OR) kön- - 12 - ne unter diesen Umständen keine Rede sein; eine Streitigkeit aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen im Sinne von Art. 200 Abs. 1 ZPO oder § 66 Abs. 1 und § 16 Abs. 2 GOG liege nicht vor. Dass die Beklagte damals ein Kündigungsschutzbegehren gestellt habe und die Parteien in der Folge – ohne Erörterung der Zuständigkeitsfrage – vor der Schlichtungsbehörde einen Ver- gleich abgeschlossen hätten, ändere daran nichts (Urk. 20 S. 8 ff. ).”
Wenn die Schlichtungsbehörde beabsichtigt, nach Art. 212 ZPO zu entscheiden, ist das Verfahren grundsätzlich mündlich und ein Austausch von Schriftsätzen kann nicht angeordnet werden. Eine Ausnahme gilt jedoch für die in Art. 200 ZPO genannten Streitigkeiten (insbesondere Miet- und Pachtfälle sowie Fälle nach dem Gleichstellungsgesetz), in welchen ein schriftlicher Austausch möglich ist.
“-, ce qui est précisément le cas des causes dans lesquelles l'autorité de conciliation peut rendre une décision (art. 212 al. 1 CPC). Les dispositions de la procédure simplifiée et, subsidiairement, celles de la procédure ordinaire vu la teneur de l'art. 219 CPC, doivent dès lors en principe trouver application lorsque l'autorité de conciliation entend statuer sur le fond, tout en gardant néanmoins à l'esprit que la procédure décisionnelle prévue à l'art. 212 CPC présente certaines spécificités. Ainsi, l’objectif poursuivi par la procédure selon l’art. 212 CPC est de permettre à l'autorité de conciliation de trancher des litiges patrimoniaux de faible valeur en état d'être jugés lors de la première audience. Des procédures d'administration de preuves onéreuses nécessitant plusieurs audiences n'ont ainsi pas à être traitées. En outre, la procédure étant orale (art. 212 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation qui envisage de rendre une décision ne peut pas ordonner un échange d'écritures, sauf dans les litiges visés à l'art. 200 CPC (ATF 147 III 440 consid. 3.3.2 et les réf.), soit les litiges relatifs aux différents baux (art. 200 al. 1 CPC) et ceux relevant de la loi sur l’égalité (art. 200 al. 2 CPC). Dans la procédure simplifiée, le tribunal établit les faits d’office lorsque la valeur litigieuse ne dépasse pas CHF 30'000.- (art. 247 al. 2 let. b CPC). L’art. 247 al. 2 CPC prescrit la maxime inquisitoire simple (maxime inquisitoire sociale ; von Amtes wegen feststellen) et non la maxime inquisitoire illimitée de l'art. 296 al. 3 CPC (von Amtes wegen erforschen). Elle a pour but de protéger la partie faible au contrat, de garantir l'égalité entre les parties au procès et d'accélérer la procédure. Le tribunal n'est soumis qu'à une obligation d'interpellation accrue. Comme sous l'empire de la maxime des débats, les parties doivent recueillir elles-mêmes les éléments du procès. Ainsi, elles doivent renseigner le juge sur les faits de la cause et lui indiquer les moyens de preuve propres à établir ceux-ci. De son côté, le juge doit les informer de leur devoir de coopérer à la constatation des faits et à l'administration des preuves.”
Die Schlichtungsbehörde kann im mündlichen Schlichtungsverfahren grundsätzlich in der Sache entscheiden. Ein formeller Austausch schriftlicher Eingaben kann nur in den in Art. 200 ZPO genannten Fällen angeordnet werden, wozu die Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (Art. 200 Abs. 1 ZPO) gehören.
“Les dispositions de la procédure simplifiée et, subsidiairement, celles de la procédure ordinaire vu la teneur de l'art. 219 CPC, doivent dès lors en principe trouver application lorsque l'autorité de conciliation entend statuer sur le fond, tout en gardant néanmoins à l'esprit que la procédure décisionnelle prévue à l'art. 212 CPC présente certaines spécificités. Ainsi, l’objectif poursuivi par la procédure selon l’art. 212 CPC est de permettre à l'autorité de conciliation de trancher des litiges patrimoniaux de faible valeur en état d'être jugés lors de la première audience. Des procédures d'administration de preuves onéreuses nécessitant plusieurs audiences n'ont ainsi pas à être traitées. En outre, la procédure étant orale (art. 212 al. 2 CPC), l'autorité de conciliation qui envisage de rendre une décision ne peut pas ordonner un échange d'écritures, sauf dans les litiges visés à l'art. 200 CPC (ATF 147 III 440 consid. 3.3.2 et les réf.), soit les litiges relatifs aux différents baux (art. 200 al. 1 CPC) et ceux relevant de la loi sur l’égalité (art. 200 al. 2 CPC). Dans la procédure simplifiée, le tribunal établit les faits d’office lorsque la valeur litigieuse ne dépasse pas CHF 30'000.- (art. 247 al. 2 let. b CPC). L’art. 247 al. 2 CPC prescrit la maxime inquisitoire simple (maxime inquisitoire sociale ; von Amtes wegen feststellen) et non la maxime inquisitoire illimitée de l'art. 296 al. 3 CPC (von Amtes wegen erforschen). Elle a pour but de protéger la partie faible au contrat, de garantir l'égalité entre les parties au procès et d'accélérer la procédure. Le tribunal n'est soumis qu'à une obligation d'interpellation accrue. Comme sous l'empire de la maxime des débats, les parties doivent recueillir elles-mêmes les éléments du procès. Ainsi, elles doivent renseigner le juge sur les faits de la cause et lui indiquer les moyens de preuve propres à établir ceux-ci. De son côté, le juge doit les informer de leur devoir de coopérer à la constatation des faits et à l'administration des preuves.”
Paritätisch bestimmte Mitglieder der Schlichtungsbehörde sind als Behördenmitglieder unabhängig und unparteiisch tätig. Sie sind nicht unmittelbar verpflichtet, die Interessen der bestellenden Verbände zu vertreten, sondern haben ihr Amt unvoreingenommen und unparteiisch auszuüben. Konkrete Äusserungen oder ein deutlicher Tonfall während der Verhandlung begründen für sich allein nicht ohne Weiteres den Anschein von Befangenheit; die Beurteilung ist im Kontext der Verhandlung und der konkreten Umstände vorzunehmen.
“Diese Bedenken werden im vorliegenden Verfahren noch verstärkt, wenn die Rekurrierenden in der Rekursbegründung ausführen lassen, «dass die mieterseitigen Mitglieder ohnehin stets die Interessen des Rekurrenten 3 in das Verfahren der Wohnschutzkommission einbringen werden» und allein der Vorsitz die Gewähr für eine unabhängige Behandlung der Verfahren zu bieten habe. Auch wenn es zur gesetzlichen Aufgabe des Vorsitzes gehört, «die Gewähr für eine unabhängige Behandlung der Verfahren» zu bieten, so entbindet dies die paritätisch besetzten Kommissionsmitglieder doch nicht von einer unabhängigen und unparteiischen Amtsführung (Honegger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar ZPO, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 200 N 2). Auch die paritätisch bestimmten Mitglieder der Schlichtungsbehörden gemäss Art. 200 ZPO sind nicht unmittelbar den Interessen der Verbände verpflichtet, sondern haben «als Behördenmitglieder in ihrer Tätigkeit unabhängig» zu handeln. Sie haben ihr Mandat nicht als Parteivertreter zu definieren, sondern es unvoreingenommen und unparteiisch auszuüben (Wille zur Objektivität). Sie stehen über den Parteien und sollen sich nur dem Gesetz, ihrem eigenen Gewissen und ihrem Fachwissen verantwortlich fühlen (BGE 141 III 439 E. 3.2.2 S. 443; Püntener, Das mietrechtliche Schlichtungsverfahren in der Zivilprozessordnung, in: mp 2011 S. 243, 264). Es obliegt daher den paritätisch bestimmten Mitgliedern auch im Rahmen der vorhandenen Beurteilungsspielräume nicht, die Interessen der bestellenden Verbände, sondern vielmehr jene der Mietenden resp. der vermietenden Eigentümerschaften zu vertreten.”
“________ SA et qu’il lui avait semblé que le conseil avait été consulté dans l’urgence, raison pour laquelle il lui avait posé cette question, afin de s’assurer qu’il avait pu prendre connaissance de tous les éléments figurant au dossier, que ni la question ni la réponse qui a pu y être apportée n’apparaissent révéler l’existence d’un parti pris de l’assesseur en faveur ou au détriment d’une partie, que la recourante fait ensuite état d’un « échange relativement sec », sans toutefois en détailler le contenu, que la recourante ne motive à cet égard pas suffisamment son grief, qu’elle reproche également à l’assesseur P.________ d’avoir indiqué qu’il représentait les « propriétaires » et non les « promoteurs », que la commission de conciliation est toutefois constituée du préfet, qui fonctionne comme président, et de deux assesseurs, dont l'un représente les locataires et l'autre les propriétaires (art. 7 al. 1 LJB, conformément à l’art. 200 CPC), que l’assesseur P.________ agit dès lors effectivement en tant que représentant de tous les propriétaires, qu’au demeurant, le rôle de l'autorité de conciliation est de rendre attentives les parties aux forces et aux faiblesses qui résultent a priori de leur dossier et de les informer des conséquences d'une éventuelle procédure ultérieure (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, op. cit., n° 2 ad art. 201 CPC), que la remarque de l’assesseur doit ainsi être remise dans le contexte de l’audience de conciliation, qu’en outre, le fait d’adopter un ton vif ne suffit pas à lui-seul à fonder une apparence de prévention, que la recourante reproche encore à l’assesseur P.________ de ne pas avoir spontanément renseigné les parties sur ses liens étroits avec T.________ SA, société dont il a été l’administrateur et le directeur général, que l’un des administrateurs de la recourante avait été également associé de la société [.”
Bei Streitigkeiten aus Miet- und Pachtverhältnissen über Geschäftsräume richtet sich die sachliche Zuständigkeit der paritätischen Schlichtungsbehörde danach, ob der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag das betreffende Gebäude bzw. Gebäudeteil mitumfasst. Klägerische Tatsachenbehauptungen, die sowohl für die Zuständigkeit als auch für die materielle Begründetheit relevant sind (doppelrelevante Tatsachen), sind im Rahmen der Zuständigkeitsprüfung grundsätzlich als vorläufig wahr zu unterstellen; sie dürfen nur dann unbeachtet bleiben, wenn der Vortrag von vornherein fadenscheinig oder durch die von der Gegenseite vorgelegten Unterlagen unmittelbar und eindeutig widerlegt ist.
“Bezüglich der grundsätzlichen Ausführungen zur sachlichen Zuständig- keit kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 31 S. 9 f.). Die sachliche Zuständigkeit im vorliegenden Verfahren beurteilt sich danach, ob der zwischen den Parteien geschlossene Pachtvertrag das auf der Parzelle (Kat.-Nr. 1) bestehende Gebäude mitumfasste oder nicht. Ist dieses mitumfasst, liegt ein Pachtvertrag betreffend Geschäftsräume im Sinne von Art. 253a Abs. 1 bzw. Art. 276 OR vor. In diesem Fall läge die sachliche Zustän- digkeit für die Schlichtung bei der Paritätischen Schlichtungsbehörde für Miet- und Pachtsachen (Art. 200 Abs. 1 ZPO; § 52 lit. c und § 66 Abs. 1 GOG) und nicht - 14 - beim Friedensrichter als Schlichtungsbehörde für übrige Streitigkeiten, für die ein solches Verfahren gemäss ZPO vorgesehen ist (Art. 197 ff. ZPO; § 52 lit. a und § 57 GOG). Das Verfahren wäre unter diesen Umständen von der Klägerin nicht gesetzeskonform eingeleitet worden, da sie die Klage beim Friedensrichteramt B._____ einreichte (Urk. 3). Bei Nichteinigung im Schlichtungsverfahren findet das Verfahren bei Strei- tigkeiten aus Miet- und Pachtverhältnissen (für Wohn- und Geschäftsräume) beim Mietgericht (§ 3 Abs. 1 lit. a, § 21 Abs. 1 lit. a GOG), in den übrigen zivilen Fällen, für die das ordentliche Verfahren gilt, beim Bezirksgericht als Kollegialgericht sei- nen Fortgang (§ 19 GOG).”
“Die Vorinstanz erwog (Urk. 31 S. 9 ff.), dass wenn die sachliche Zustän- digkeit – wie hier – davon abhänge, ob Ansprüche aus einem Pachtvertrag mit oder ohne Geschäftsräume geltend gemacht würden, die klägerischen Tatsa- chenbehauptungen im Rahmen der Zuständigkeitsprüfung von Amtes wegen da- raufhin zu überprüfen seien (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO; Art. 60 ZPO), ob sich aus ihnen auf das Bestehen eines solchen Vertrages schliessen lasse. Erscheine eine derartige rechtliche Qualifikation als ausgeschlossen, sei auf die Klage nicht einzutreten (BGE 137 III 32 E. 2.2). Sei die Lagerhalle nämlich Bestandteil des Pachtvertrages vom 12. Januar 2010 (in den Akten würden unterschiedliche Be- griffe verwendet: Gebäude, Lagergebäude, Gebäudeteile, Lagerhalle), wäre die Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen und hernach das von Bundes- rechts wegen nicht vorgeschriebene, sondern auch nach neuem Recht auf der Organisationsautonomie des Kantons basierende Mietgericht sachlich zuständig (Art. 200 Abs. 1 ZPO; § 66 Abs. 1 und § 16 Abs. 2 GOG). Die von der Klägerin behaupteten Tatsachen, nämlich die bereits bestehende Lagerhalle sei im Eigen- tum der Beklagten und nicht Bestandteil des Pachtvertrages gewesen, seien so- wohl für die (hier: sachliche) Zuständigkeit des angerufenen Gerichts als auch für die Begründetheit der Klage (insb. Kosten der Ersatzvornahme) erheblich. Es handle sich um sogenannte doppelrelevante Tatsachen. Solche seien für die Be- urteilung der Zuständigkeit als wahr zu unterstellen und würden erst im Moment der materiellen Prüfung des eingeklagten Anspruchs untersucht; diesbezügliche Einwände der Gegenpartei seien im Rahmen der Zuständigkeitsprüfung unbe- achtlich. Eine Ausnahme gelte nur für den Fall, dass der klägerische Tatsachen- vortrag auf Anhieb fadenscheinig oder inkohärent erscheine und durch die Kla- geantwort sowie die von der Gegenseite produzierten Dokumente unmittelbar und eindeutig widerlegt werden könne (Urk. 31 S. 10), was vorliegend nicht der Fall - 13 - sei, zumal im Pachtvertrag (Urk.”
Die kantonale Wahlbehörde ist nicht verpflichtet, den von vorschlagsberechtigten Verbänden eingereichten Vorschlägen unbesehen zu folgen. Sie kann von diesen verlangen, mehr Kandidaturen einzureichen bzw. im Einzelfall zusätzliche Wahlvorschläge nachzureichen, um eine echte Auswahl zu ermöglichen oder wenn sachliche Gründe gegen die Wahl einer vorgeschlagenen Person sprechen.
“Auch wenn ein Vorschlagsrecht besteht, ist die Wahlbehörde aber nicht verpflichtet, den eingereichten Vorschlägen unbesehen zu folgen. Selbst wenn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Vorschlagsrecht der Verbände bei der Bestellung der paritätischen Schlichtungsbehörden gemäss Art. 200 ZPO gefolgt wird, so steht es der kantonalen Wahlbehörde frei, die vorschlagsberechtigten Verbände zu verpflichten, mehr Vorschläge einzureichen, als Mandate zu besetzen sind, um sich eine echte Wahl aus verschiedenen Kandidierenden zu ermöglichen, oder von ihnen im Einzelfall die Nachreichung zusätzlicher Wahlvorschläge zu verlangen, wenn im konkreten Fall sachliche Gründe gegen die Wahl einer vorgeschlagenen Person sprechen (BGE 141 III 439 E. 3.3.2 S. 443).”
“47 BV) sind die Kantone bei der Regelung des Vollzugs des kantonalen öffentlichen Rechts grundsätzlich frei. Diese Organisationsautonomie des Kantons umfasst auch die Einsetzung der zur Erfüllung seiner Aufgaben erforderlichen Organe und die Regelung der entsprechenden Verfahren (Belser/Massüger, in: Basler Kommentar Bundesverfassung, Basel 2015, Art. 47 N 15). Die Wahl der Mitglieder der WSK bestimmt sich daher ausschliesslich nach kantonalem Recht. Danach ist es der Regierungsrat, der die Wahl der Mitglieder der WSK vornimmt (§ 3a Abs. 3 WRFG). Es stellt sich allein die Frage, inwieweit er bei dieser Wahl durch die gesetzgeberischen Entscheide, dass die Kommission paritätisch zusammengesetzt ist und Teil der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten bildet, bei seiner Wahl beschränkt wird. Während der Regierungsrat mit dem angefochtenen Schreiben aus dem Konzept der Parität und dem daraus folgenden Kriterium der eindeutigen Zuordnung im Grundsatz in analoger Anwendung von Art. 200 ZPO ein Wahlvorschlagsrecht der Interessenverbände abgeleitet hat, verneint er mit seiner Vernehmlassung im vorliegenden Verfahren nunmehr ein solches. Trotz ihrer Eingliederung sei die WSK in vielen Bereichen von der Schlichtungsstelle zu unterscheiden. Diese Differenzierung ergebe sich aufgrund der unterschiedlichen Grundlage der Einführung der Behörde, des fehlenden bundesrechtlichen Eingriffs in die kantonale Organisationsautonomie auf diesem Gebiet, der Anwendung von kantonalem anstatt Bundesrecht sowohl in materieller wie auch verfahrensrechtlicher Hinsicht und aus der unterschiedlichen Natur des Verfahrens wie auch der Aufgaben. Damit stellt die Vorinstanz sich nicht nur in Widerspruch zum angefochtenen Entscheid, sondern auch zu ihren früheren entsprechenden Verlautbarungen. So führte der Regierungspräsident mit Schreiben vom 23. Februar 2022 aus, die Sozialpartner hätten selbstverständlich ein Antragsrecht (act. 6/4). Mit Schreiben vom 14. März 2022 führte er aus, der Verband habe ein Vorschlagsrecht, und forderte ihn zur Abgabe von Wahlvorschlägen mittels Formular auf (act.”
Ob mittelbar mit Mietverhältnissen zusammenhängende oder nichtvertragliche Ansprüche unter Art. 200 Abs. 1 ZPO fallen, ist umstritten. Während ältere Rechtsprechung nichtvertragliche, in sachlichem Zusammenhang stehende Ansprüche teilweise erfasste, verlangt die neuere Rechtsprechung, dass der Streitgegenstand «schwergewichtig mietrechtlicher Natur» sein muss. Daher können nichtvertragliche Klagen in Einzelfällen erfasst sein; eine Zuständigkeit nach Art. 200 Abs. 1 ZPO ist aber nicht zwingend gegeben, wenn der konkrete Streitgegenstand nicht schwergewichtig mietrechtlich ist.
“Zuzugestehen ist dem Beklagten jedoch, dass der vorliegende Streit insofern in einer mietrechtlichen Beziehung gründet, als ohne das Zustandekommen des Mietverhältnisses zwischen den Parteien auch das Vorkaufsrecht an der Mietliegenschaft, um das es hier geht, nicht begründet worden wäre. Dem ist allerdings mit den Klägern entgegenzuhalten, dass die Klage an sich keinen Anspruch aus Miete oder einem mietähnlichen Verhältnis betrifft, sondern einen aus Art. 216d Abs. 1 i.V.m. Art. 97 OR abgeleiteten Schadenersatzanspruch des Vorkaufsberechtigten gegenüber dem (vormaligen) Grundeigentümer und Verkäufer zum Gegenstand hat. Mithin ist der Sachverhalt, auf welchen die Kläger die eingeklagte Forderung stützen, auf das vertragliche Vorkaufsrecht bezogen, während der Bezug zum Mietverhältnis der Parteien bloss mittelbar in dem Sinne ist, dass ebendieses Vorkaufsrecht im Rahmen des Mietvertrags eingeräumt wurde. Betrachtet man den konkreten Gegenstand der vorliegenden Streitsache, geht es jedenfalls insofern nicht schwergewichtig um ein Rechtsverhältnis mit mietrechtlichem oder mietrechtsähnlichem Charakter. Dass damit die hier zu beurteilende Klage aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als mietrechtlich i.S.v. Art. 33 und Art. 200 Abs. 1 ZPO zu betrachten und damit der mietrechtlichen Zuständigkeitsordnung zu unterstellen ist, erscheint allerdings nicht zwingend, zumal sich aus der bisherigen Kasuistik des Bundesgerichts zur Zuständigkeit in Mietsachen keine weiteren Schlüsse ziehen lassen, da die dort behandelten Fallkonstellationen mit dem vorliegenden Sachverhalt nicht direkt vergleichbar sind. Auch in der Literatur fand bisher – soweit ersichtlich – keine vertiefte Auseinandersetzung mit der sich hier stellenden Frage statt. Feller/Bloch, auf welche der Beklagte in seiner Berufungsantwort verweist, führen zwar an, Art. 33 ZPO erfasse u.a. auch «Klagen im Zusammenhang mit Verlängerungsrechten des Mietvertrags (etwa die Pflicht zur Offertstellung, Vormietrechte, Vorhandrechte oder Optionen)» (Feller/Bloch, ZPO Komm., Art. 33 N 22). Ob gemäss den Autoren auch die hier zur Diskussion stehende Streitigkeit zu dieser Fallgruppe zu zählen wäre – was am ehesten noch der Begriff «Vorhandrechte» vermuten liesse, wogegen aber spricht, dass von «Verlängerungsrechten des Mietvertrags» die Rede ist –, geht aus diesen Ausführungen indessen nicht hervor und eine allenfalls dahingehende Auffassung wäre auch nicht näher begründet.”
“Nichtbestehens eines Miet- oder Pachtverhältnisses oder dessen Inhaltes sowie Klagen auf Feststellung der Rechtmässigkeit einer Miet- oder Pachtzinserhöhung oder -herabsetzung und schliesslich Gestaltungsklagen wie die Anfechtung einer Kündigung (Art. 271 f. OR) und die Klagen auf Erstreckung eines Miet- oder Pachtverhältnisses (Art. 272 OR) gezählt (Feller/Bloch, ZPO Komm., Art. 33 N 22; OFK ZPO-Rohner, 2. Aufl., Art. 33 N 5; BSK ZPO-Kaiser Job, 3. Aufl., Art. 33 N 6; Higi, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl., Art. 33 N 15). Ebenso wird, soweit ersichtlich, einhellig davon ausgegangen, dass dingliche Klagen (Ansprüche aus Eigentum und Besitz) und Klagen aus unerlaubter Handlung (rein deliktische Ansprüche) nicht von Art. 33 ZPO erfasst seien (Higi, DIKE-Komm-ZPO, Art. 33 N 17; BSK ZPO-Kaiser Job, Art. 33 N 8; BK-Walther, 2012, Art. 33 ZPO N 10; KUKO ZPO-Haas/Strub, 3. Aufl., Art. 33 N 8; Feller/Bloch, ZPO Komm., Art. 33 N 25). Im Übrigen gehen die Lehrmeinungen dazu, wie weit der Anwendungsbereich von Art. 33 ZPO zu fassen ist, allerdings teilweise auseinander. Nach einem überwiegenden Teil der Lehre ist die vorerwähnte Rechtsprechung zu Art. 23 GestG auch für die Auslegung von Art. 33 ZPO – und damit auch für Art. 200 Abs. 1 ZPO – weiterhin (uneingeschränkt) anwendbar (BK-Walther, Art. 33 ZPO N 1 und 3 f.; KUKO ZPO-Haas/Strub, Art. 33 N 8; OFK ZPO-Rohner, Art. 33 N 1 und 6 f.; s. auch SVIT-Komm/Bisang/Koumbarakis, 4. Aufl., S. 1207 ff.). Kaiser Job hält in Anlehnung an BGer 5C.181/2003 fest, während das Bundesgericht den Begriff Klagen aus Miete und Pacht in der Vergangenheit noch weiter verstanden und darunter auch nichtvertragliche Ansprüche subsumiert habe, die in einem sachlichen Zusammenhang mit einem Miet- oder Pachtvertrag stünden, sei nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Zuständigkeit nunmehr zumindest auf Rechtsbeziehungen beschränkt, die schwergewichtig mietrechtlicher Natur seien, d.h., die Grundlage des Streits müsse in einer mietrechtlichen oder jedenfalls mietrechtsähnlichen Beziehung der Parteien liegen (BSK ZPO-Kaiser Job, Art. 33 N 7a). Demgegenüber vertritt Higi die Auffassung, die Regelung der örtlichen Zuständigkeit in Art. 33 ZPO beschränke sich auf sog. Vertragsklagen, d.”
Streitigkeiten aus einem im Mietvertrag vorgesehenen vertraglichen Vorkaufsrecht sind grundsätzlich nicht als mietrechtliche Klagen im Sinne von Art. 33 bzw. Art. 200 Abs. 1 ZPO zuzuordnen; die besonderen Zuständigkeitsvorschriften der paritätischen Schlichtungsbehörde finden auf solche Vorkaufsrechtsstreitigkeiten regelmässig keine Anwendung. Dasselbe gilt für Schadensersatzansprüche aus Nichterfüllung eines vertraglichen Vorkaufsrechts. Gleichwohl können in Einzelfällen Abgrenzungsfragen auftreten, namentlich wenn die Rechtsbeziehungen schwergewichtig mietrechtlicher Natur sind; dies ändert jedoch nichts am grundsätzlichen Ausschluss der mietrechtlichen Zuständigkeit für derartige Vorkaufsrechtsansprüche.
“Nach dem Gesagten ist somit festzuhalten, dass Streitigkeiten aus einem im Mietvertrag vorgesehenen Vorkaufsrecht nicht den mietrechtlichen Klagen i.S.v. Art. 33 bzw. Art. 200 Abs. 1 ZPO zuzuordnen sind und die besonderen Zuständigkeitsvorschriften in Mietangelegenheiten demgemäss darauf keine Anwendung finden. An diesem Ergebnis vermögen die vom Beklagten ins Feld geführten Praktikabilitätsüberlegungen, wonach der Begriff der mietrechtlichen Streitigkeit weit auszulegen sei, weil es den Mietvertragsparteien nicht zugemutet werden könne, im Einzelfall abklären zu müssen, ob ein mietrechtlicher Tatbestand gegeben sei oder nicht, nichts zu ändern. Wie bereits erwähnt, ergibt sich bereits aus der noch unter Geltung des GestG ergangenen Rechtsprechung des Bundesgerichts, dass die mietrechtliche Zuständigkeitsordnung – entgegen dem Standpunkt des Beklagten – nicht generell für Klagen, die in einem engen Zusammenhang mit einem Mietverhältnis stehen, zur Anwendung kommt (vgl. auch Leuenberger/Uffer-Tobler, a.a.O., N 2.104). Dass sich aufgrund dessen in Einzelfällen namentlich mit Blick auf die Frage, ob es um Rechtsbeziehungen geht, die schwergewichtig mietrechtlicher Natur sind, Abgrenzungsfragen stellen können, lässt sich daher nicht gänzlich vermeiden.”
“Hingegen drängt es sich unter dem Aspekt der besseren Abklärungsmöglichkeiten des Sachverhalts durch die örtliche Nähe des Gerichts sowie unter jenem des Sozialschutzgedankens im Mietrecht nicht zwingend auf, die Zuständigkeit am Ort der Sache auch hinsichtlich der vorliegend geltend gemachten Schadenersatzansprüche wegen Nichterfüllung eines vertraglichen Vorkaufsrechts – welches auch unabhängig von einem Mietvertrag über das betreffende Grundstück begründet werden kann – vorzusehen. Namentlich ist die Bedeutung der hinter Art. 33 ZPO stehenden Überlegung, den Mieter als schwächere Partei zu schützen, insofern zu relativieren, als sich die Parteien im vorliegenden Rechtsstreit vielmehr als Vorkaufsberechtigte und Vorkaufsbelasteter denn als Mieter und Vermieter gegenüberstehen. Davon scheinen auch die Kläger auszugehen, sind es doch nicht sie als (ehemalige) Mieter, sondern der Beklagte als (früherer) Vermieter, welcher sich auf den Mieterschutz beruft. Was der Beklagte sodann bezüglich der Schaffung gesetzlich verankerter Vorkaufsrechte als Instrumente des Mieterschutzes (de lege ferenda) vorbringt, betrifft nicht die hier interessierende zivilprozessrechtliche Ebene, ob sich für Streitigkeiten der vorliegenden Art aus sozialrechtlichen Überlegungen die Anwendung einer besonderen Zuständigkeitsregelung rechtfertigt. Mit Bezug auf die sachliche Zuständigkeit der paritätischen Schlichtungsbehörde i.S.v. Art. 200 Abs. 1 ZPO hielt das Bundesgericht sodann fest, diese sei – aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung und ihrer Spezialisierung – in besonderem Masse in der Lage, die Parteien bei Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen zu beraten und zu versöhnen. Dieser Umstand verlange, dass es gerade die paritätische Schlichtungsbehörde sei, die versuche, Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen zu schlichten, und er schliesse deren Zuständigkeit bei anderen Streitigkeiten umgekehrt aus (BGE 146 III 47 E. 3.1 m.w.H.). Wie vorstehend erwähnt, machen die Kläger hier indes weder Ansprüche gestützt auf die Bestimmungen zum Mietvertrag in Art. 253 ff. OR geltend noch stellen sich im Rahmen ihrer Klage spezifisch mietrechtliche Fragen. Es liegt somit kein Fall vor, welcher auf die im Hinblick auf Klagen aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen besonders zusammengesetzte und spezialisierte Schlichtungsbehörde zugeschnitten wäre.”
“Nach dem Gesagten ist somit festzuhalten, dass Streitigkeiten aus einem im Mietvertrag vorgesehenen Vorkaufsrecht nicht den mietrechtlichen Klagen i.S.v. Art. 33 bzw. Art. 200 Abs. 1 ZPO zuzuordnen sind und die besonderen Zuständigkeitsvorschriften in Mietangelegenheiten demgemäss darauf keine Anwendung finden. An diesem Ergebnis vermögen die vom Beklagten ins Feld geführten Praktikabilitätsüberlegungen, wonach der Begriff der mietrechtlichen Streitigkeit weit auszulegen sei, weil es den Mietvertragsparteien nicht zugemutet werden könne, im Einzelfall abklären zu müssen, ob ein mietrechtlicher Tatbestand gegeben sei oder nicht, nichts zu ändern. Wie bereits erwähnt, ergibt sich bereits aus der noch unter Geltung des GestG ergangenen Rechtsprechung des Bundesgerichts, dass die mietrechtliche Zuständigkeitsordnung – entgegen dem Standpunkt des Beklagten – nicht generell für Klagen, die in einem engen Zusammenhang mit einem Mietverhältnis stehen, zur Anwendung kommt (vgl. auch Leuenberger/Uffer-Tobler, a.a.O., N 2.104). Dass sich aufgrund dessen in Einzelfällen namentlich mit Blick auf die Frage, ob es um Rechtsbeziehungen geht, die schwergewichtig mietrechtlicher Natur sind, Abgrenzungsfragen stellen können, lässt sich daher nicht gänzlich vermeiden.”
Im Rahmen der nach Art. 200 Abs. 1 zuständigen paritätischen Schlichtungsbehörde dürfen den Parteien Rechtsauskünfte erteilt werden. Die Behörde kann, insbesondere nach kantonaler Regelung, soziale Dienste hinzuziehen oder auf solche Dienste bzw. die zuständigen Wohnungsstellen verweisen. Die Parteien sollen persönlich erscheinen, können sich jedoch durch einen Rechtsbeistand oder eine Vertrauensperson unterstützen lassen und sich bei Verhinderung aus Krankheit, Alter oder andern wichtigen Gründen vertreten lassen (Vertretung erfordert eine Vollmacht).
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (arrêt du Tribunal fédéral 9C_668/2009 du 25 mars 2010 consid. 2; ATF 125 V 32 consid. 4b et les références citées). 3.1.2 Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (Lachat, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (cf. art. 200 al. 1 CPC). A Genève, l'art. 4 de la Loi organisant la commission de conciliation en matière de baux et loyers du 28 novembre 2010 (LCCBL – RSG E 3 15) prévoit que les parties peuvent chercher aide et conseil auprès de la CCBL qui peut faire appel aux services sociaux et au département chargé du logement et proposer toute solution propre à prévenir ou à régler un litige. Selon l'art. 204 CPC, les parties doivent comparaître en personne à l'audience de conciliation (al. 1) et peuvent se faire assister d'un conseil juridique ou d'une personne de confiance (al. 2). Toutefois, les personnes empêchées de comparaître pour cause de maladie, d'âge ou en raison d'autres justes motifs sont notamment dispensées de comparaître personnellement et peuvent se faire représenter (art. 204 al. 3 let. b CPC). Le représentant doit justifier ses pouvoirs au moyen d'une procuration (art. 68 al. 3 CPC). Il peut s’agir de toute personne autorisée à l’assister à l’audience, à savoir un conseiller juridique ou une personne de confiance (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd.”
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (arrêt du Tribunal fédéral 9C_668/2009 du 25 mars 2010 consid. 2; ATF 125 V 32 consid. 4b et les références citées). 3.1.2 Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (Lachat, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (cf. art. 200 al. 1 CPC). A Genève, l'art. 4 de la Loi organisant la commission de conciliation en matière de baux et loyers du 28 novembre 2010 (LCCBL – RSG E 3 15) prévoit que les parties peuvent chercher aide et conseil auprès de la CCBL qui peut faire appel aux services sociaux et au département chargé du logement et proposer toute solution propre à prévenir ou à régler un litige. Selon l'art. 204 CPC, les parties doivent comparaître en personne à l'audience de conciliation (al. 1) et peuvent se faire assister d'un conseil juridique ou d'une personne de confiance (al. 2). Toutefois, les personnes empêchées de comparaître pour cause de maladie, d'âge ou en raison d'autres justes motifs sont notamment dispensées de comparaître personnellement et peuvent se faire représenter (art. 204 al. 3 let. b CPC). Le représentant doit justifier ses pouvoirs au moyen d'une procuration (art. 68 al. 3 CPC). Il peut s’agir de toute personne autorisée à l’assister à l’audience, à savoir un conseiller juridique ou une personne de confiance (Bohnet, Commentaire romand, Code de procédure civile, 2ème éd.”
Die paritätische Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtstreitigkeiten ist nach den zitierten Entscheidungen durch einen informellen, einfachen Verfahrenscharakter geprägt; vor allem gilt die maxime inquisitoire sinngemäss und die Behörde erteilt den Parteien rechtliche Auskünfte in Mietrechtsstreitigkeiten. Vor diesem Hintergrund wird die Bestellung eines Anwalts nur in besonderen, im Einzelfall zu begründenden Umständen als notwendig erachtet.
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (ATF 125 V 32 consid. 4b et les arrêts cités). Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (LACHAT, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (par renvoi à l'art. 200 CPC). L'autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement dans les litiges relatifs aux baux et loyers, en ce qui concerne la protection contre les congés ou la prolongation du bail à loyer (art. 210 al. 1 let. b CPC). La proposition de jugement est acceptée et déploie les effets d’une décision entrée en force lorsqu’aucune des parties ne s’y oppose dans un délai de 20 jours à compter du jour où elle a été communiquée par écrit aux parties; l’opposition ne doit pas être motivée (art. 211 al. 1 CPC). 2.1.2 Le congé donné par un bailleur à une pluralité de locataires doit être communiqué à l'ensemble d'entre eux, à peine de nullité (arrêt du Tribunal fédéral 4A_189/2009 du 13 juillet 2009 consid. 2.1). Il est admissible de notifier au locataire une résiliation subsidiaire pour le prochain terme ordinaire, appelée à déployer ses effets pour le cas où le premier congé fondé sur un motif extraordinaire ne serait pas valable. Il faut toutefois manifester clairement la volonté d'exercer un tel droit formateur à titre subsidiaire (ATF 137 III 389 consid 8.”
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (ATF 125 V 32 consid. 4b et les arrêts cités). Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (Lachat, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (par renvoi à l'art. 200 CPC). L'autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement dans les litiges relatifs aux baux et loyers, en ce qui concerne la protection contre les congés ou la prolongation du bail à loyer (art. 210 al. 1 let. b CPC). La proposition de jugement est acceptée et déploie les effets d’une décision entrée en force lorsqu’aucune des parties ne s’y oppose dans un délai de 20 jours à compter du jour où elle a été communiquée par écrit aux parties; l’opposition ne doit pas être motivée (art. 211 al. 1 CPC). 2.2. En l'espèce, dans la mesure où l'autorité de conciliation donne des conseils juridiques aux parties dans les litiges relatifs aux baux et loyers et que la procédure devant elle est soumise à la maxime inquisitoire, la nomination d'un avocat ne pourrait se justifier que dans des circonstances particulières. Le fait que la commission de conciliation en matière de baux et loyers puisse faire une proposition de jugement n'y change rien, dans la mesure où il suffirait au recourant, s'il ne l'approuve pas, d'y former opposition, laquelle ne suppose aucune motivation.”
“La nature de la procédure, qu'elle soit ordinaire ou sommaire, unilatérale ou contradictoire, régie par la maxime d'office ou la maxime des débats, et la phase de la procédure dans laquelle intervient la requête, ne sont pas à elles seules décisives (ATF 125 V 32 consid. 4b et les arrêts cités). Un défenseur d'office peut aussi être désigné pour la procédure de conciliation selon les art. 197 ss. CPC, si le litige le justifie. Les critères sont cependant appliqués plus strictement, les circonstances du cas concret demeurant déterminantes à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 4A_384/2015 du 24 septembre 2015 consid. 4 et les références citées). Compte tenu du caractère informel et simple de la procédure de conciliation et de l'admissibilité des requêtes très succinctes, la maxime inquisitoire sociale s'applique par analogie devant l'autorité paritaire de conciliation (Lachat, Procédure civile en matière de baux et loyers, 2019, p. 152). Selon l'art. 201 al. 2 CPC, les autorités paritaires de conciliation donnent des conseils juridiques aux parties, notamment dans les litiges relatifs aux baux à loyer d'habitations (par renvoi à l'art. 200 CPC). L'autorité de conciliation peut soumettre aux parties une proposition de jugement dans les litiges relatifs aux baux et loyers, en ce qui concerne la protection contre les congés ou la prolongation du bail à loyer (art. 210 al. 1 let. b CPC). La proposition de jugement est acceptée et déploie les effets d’une décision entrée en force lorsqu’aucune des parties ne s’y oppose dans un délai de 20 jours à compter du jour où elle a été communiquée par écrit aux parties; l’opposition ne doit pas être motivée (art. 211 al. 1 CPC) 3.2. En l'espèce, dans la mesure où l'autorité de conciliation donne des conseils juridiques aux parties dans les litiges relatifs aux baux et loyers et que la procédure devant elle est soumise à la maxime inquisitoire, la nomination d'un avocat ne pourrait se justifier que dans des circonstances particulières. Le fait que la commission de conciliation en matière de baux et loyers puisse faire une proposition de jugement n'y change rien, dans la mesure où il suffirait à la recourante, si elle ne l'approuve pas, d'y former opposition, laquelle ne suppose aucune motivation.”
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